The Wheel (Besh-Gorgon-System)

The Wheel - Sichererheitsbereich - in Karals Büro

Der gesamte Vigo-Rat bis auf zwei Vigos und Malor Gale war tot! Dany hatte zwar mit einem Anschlag gerechnet, aber mit einem solchen Ausmaß sicherlich nicht. Er trauerte den alten Weggefährten nur bedingt nach. Es würde sie freilich nicht als Freunde bezeichnen und jeder von ihnen kannte die Risiken ihrer Position nur zu gut, aber sie waren es auch, die die Black Sun zusammen hielten. Genau das könnte nun zu einem Problem werden. Es musste verhindert werden, dass sich jeder nächstbeste Sub-Vigo ein mächtiges Stück vom Kuchen krallt und die Black Sun so von innen heraus zerbricht. Um dies zu bewerkstelligen, war es wohl essenziell den Drahtzieher hinter diesem Anschlag ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Karal vermutete, dass der Vigo Kala'una dahintersteckte. Dies würde jedenfalls zur Beschreibung des Twi'leks passen, die ihm der Mensch vor einigen Tagen gegeben hatte.

Es war selbstverständlich, dass Dany dazu bereit war Karal zu unterstützen, indem er gemeinsam mit dem Vigo Zula die Ermittlungen vorantreiben würde. Karal stellte ihm eine horrende Bezahlung in Aussicht, die der Chiss freilich nicht ablehnen würde. Wichtiger war ihm jedoch, dass "seine" Organisation erhalten blieb und dafür nahm er auch in Kauf, dass Malor Gale dank ihm noch einige Zeit länger an ihrer Spitze stehen würde.


Ja, Cuyan Dral wird dem nachgehen., antwortete er indem er von seiner Scheinidentität in der dritten Person redete.

Für ihn wird die Bezahlung ausschlaggebend sein.

Schließlich wechselte er die Person und redete nun von sich selbst.

Ich werde es allerdings nicht wegen der Bezahlung und nicht für den Ba'vodu machen. Wie sie bereits sagten, ich habe die Organisation geschaffen und geformt. Und ich kann es nicht zulassen, dass meine Organisation jetzt zusammenbricht.

In Danys Augen war die Black Sun noch immer ein wichtiger dritter Pol abseits von Imperium und Neuer Republik. Sie war die einzige Größe in der Galaxis, die den Krieg auf ihre Weise entspannen und entschärfen konnte. Wer nicht ein Sklave einer dieser beiden Welten sein wollte, hatte kaum eine andere Wahl als zur Black Sun zu gehen. Zumindest war dies Danys Meinung und ursprüngliche Ausrichtung der Organisation gewesen. Irgendwann würde er vielleicht seine Scheinidentität aufgeben und sein Leben wieder gänzlich der Organisation widmen, aber vorher hatte er noch einiges als Cuyan Dral zu erledigen und dafür war es Notwendig, dass seine Tarnung unter keinen Umständen auffliegt.

Cuyan Dral ist ein mandalorianischer Kopfgeldjäger, der seine Rüstung nie vor anderen abnimmt. Er lässt sich nicht herumscheuchen und Befehlen ist er, sofern sie sich nicht mit der eigenen Meinung decken, eher abgeneigt. Es ist keine gute Idee ihn hintergehen zu wollen oder hintergründiges über ihn herausfinden zu wollen, charakterisierte der Chiss seine Scheinidentität schließlich.

Das ist jetzt nicht an Sie persönlich gerichtet Karal, aber es kann nicht schaden, wenn Sie die Thematik in ihren Dossiers für Zula erwähnen. Ich möchte nicht, dass es zu Komplikationen kommt.

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Langsam nickte Karal bei den Worten des Chiss und blickte diesen aufmerksam an. Die Beschreibung seiner Scheinidentität wäre für das Dossier hilfreich, dass er auch nur half um die Black Sun am zerbrechen zu hindern....das war dem Rin'na klar gewesen, auch wenn er ein Kopf einer Verbrecherorganisation war schien der Commodore ein Idealist zu sein wie die Mandos, zu denen seine Scheinidentität gehörte. Das konnte positiv oder aber negativ wirksam sein...welche Ausmaße es annehmen würde das würde die Zeit zeigen und nur diese.

"Einverstanden Commodore, wir werden sehen wie Zula mit ihnen verfährt. Sollte sich im Verlauf der Ermittlungen Manice bei mir melden werde ich sie ebenfalls über alles informieren...eine Jedi könnte uns bei den Ermittlungen mehr als Hilfreich sein."

Nach diesen Worten wandte er sich kurz seinem Terminal zu und tippte daraufhin einige Befehle auf eine Konsole ein, kurz las er dann die Nachricht welche aufploppte bevor er zufrieden nickte und sich wieder dem Chiss zuwandte.

"Ich habe ihre Unterkunft um ein ganzes Jahr verlängert, dazu wird in Kürze auch die Abriegelung aufgehoben samt Nachrichten. Cuyan Dral gilt ab heute als Bechesmy der Black Sun und seit insgesamt 9 Jahren ein zuverlässiger Mitarbeiter. Ich habe ihnen eine kleine Identiät verpasst mit eine Liste ihrer "Opfer", das sollte den Vigo dazu bringen sie in sein Team aufzunehmen. Wenn sie keine weiteren Wünsche haben, besondere Waffen, Raumschiffe, Zugangscodes oder ähnliches, wäre von meiner Seite alles erledigt."

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[Besh-Gorgon-System | The Wheel | Hochhaus in exklusiver Lage | Gomas Wohnung] Vigo Zula (alias Vilnok Moor), Goma(NPC)

Zulas Hunger wurde mit dem Besten gestillt, was The Wheel zu bieten hatte. Gomas Diener brachten ihm erlesene Köstlichkeiten, von denen manche aus entlegenen Teilen der Galaxis stammten. Wieder einmal wurde ihm bewusst, wie gut seine Tochter zu leben verstand. Sie genoss weit mehr Luxus, als er selbst sich häufig erlauben konnte. Zwar lebte auch er in herausragenden Wohnungen, rauchte den besten T'bac und konnte sich edle Speisen leisten, aber wann hatte er schon Zeit dafür, diese Segnungen seines Erfolges zu genießen? Meist hatte er gar nicht die Zeit, um in Ruhe eine dicke Zigarre zu rauchen oder sich ein Menü aus mehreren Gängen auftragen zu lassen. Seine Pflichten vereinnahmten ihn zu sehr. Oder lag der Fehler etwa bei ihm selbst? Organisierte er seinen Alltag nicht richtig, setzte er die falschen Prioritäten, und betrog er sich damit selbst um die wohlverdienten Früchte seiner Arbeit? Er nahm sich vor, bei Gelegenheit über einige Änderungen nachzudenken. Vielleicht konnte er einige seiner Aufgaben an seine Untergebenen abgeben, um sich damit den Rücken freizuhalten für gelegentliche Vergnügungen. Schließlich hatte er nach der Macht gegriffen, um persönlich davon zu profitieren - nicht um sich vorzeitig ins Grab zu schuften.

Gang für Gang verschwanden verschiedene Spezialitäten in seinem massigen Körper. Chevins konnten große Mengen von Nahrung zu sich nehmen und ernährten sich überwiegend von Fleisch. Für diese Mahlzeit hatten sechs Tiere aus drei verschiedenen Sektoren ihr Leben lassen müssen. Als er gerade beim - ausnahmsweise fleischlosen - Nachtisch war, Spießchen aus süßsauer gemischten Früchten und kleinen Würfeln von exotisch schmeckendem, würzigem Hartkäse, kam Goma herein.


»Ich hoffe, das Essen genügt deinen Ansprüchen«, sagte sie, ganz Gastgeberin.

»Mehr als das«, antwortete der Vigo und teilte ihren Gedanken mit ihr: »Ich kann viel von dir lernen, was einen angenehmen Lebensstil angeht.«

Nun bemerkte er, dass sie zwei Datenkarten in der Hand hielt. Hinter ihr wartete ein hagerer Chev-Sklave, der einen Projektor trug.

»Was ist das?«

»Rin'na Karal hat dir Informationen geschickt.« Sie hielt die erste Datenkarte hoch: »Hierauf befindet sich eine Zusammenfassung der vorläufigen Ermittlungsergebnisse. Ich habe sie noch nicht angesehen, weil sie ausdrücklich für dich bestimmt waren. Aber Karal schrieb dazu, dass wohl die ersten Ansätze für deine Ermittlungsarbeit darunter wären.«

Während die Dienerschaft das Geschirr abtrug und Zula zum Abschluss des Mahls einen Becher mit einem aromatischen Alkoholikum reichte, stellte der fahlhäutige Chev den Projektor auf den Tisch und zog sich dann mit einer tiefen Verbeugung zurück. Goma steckte den Datenträger in das Laufwerk und über dem Wiedergabegerät erschienen die von Karal zusammengestellten Daten. Erst oberflächlich, dann gründlicher sahen der Vigo und seine Tochter sich alles an. Bisher hielt die Datenfülle sich noch in Grenzen: Die Untersuchungen befanden sich erst am Anfang. Dennoch deutete bereits alles darauf hin, dass die Bombe, die Charakteristika eines Thermaldetonators mit der von konventionellem Sprengstoff kombiniert hatte, sich in einem Aktenkoffer befunden hatte. Und dieser hatte am Platz von Vigo Kala'una unter der Tischplatte gestanden.

»Sieht nach gründlicher Arbeit aus«, sagte Goma, als sie fertig waren.

»Im Rahmen des Möglichen«, nickte Zula. Er konnte keinen Anhaltspunkt dafür sehen, dass die Daten inkorrekt waren oder falsche Schlüsse gezogen wurden. Tatsächlich deutete zunächst alles auf Kala'una beziehungsweise seinen Begleiter als Täter hin.

»Dennoch: Wir brauchen konkretere Beweise. Ich werde mich nicht darauf einlassen, einen Vigo des Verrats zu beschuldigen, solange ich nicht absolut sicher bin. Ein falscher Vorwurf würde die Black Sun schneller und irreparabler zerstören als ein Dutzend solcher Anschläge.«

»Wie willst du vorgehen?«

»Karal hat erwähnt, dass er Informationen hat, denen zufolge Tanomas Lerann zuletzt für Kala'una gearbeitet hat.«

»Der Name sagt mir nichts«, gestand sie ein.

»Wirklich? Das wundert mich. Lerann ist einer der führenden Sprengstoffexperten überhaupt und vielleicht der beste, der sein Können auf dem freien Markt anbietet. Er hat vor Jahren auch einmal für mich gearbeitet. Sein Motto lautet: ›Gib mir den passenden Sprengstoff, und ich zerstöre eine Sonne - oder entkalke deine Arterien.‹ Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie es gelungen sein kann, eine Sprengvorrichtung durch die Sicherheitskontrollen zu bekommen; aber wenn es jemanden gibt der das kann, dann ist es der Duros. Wir müssen ihn finden und ihm auf den Zahn fühlen. Möglicherweise bringt er Licht ins Dunkel.«

In den Aufzeichnungen des Rin'na wurde Tanomas Lerann als Bechesmy aufgeführt - also als jemand, der zwar gerne mit der Black Sun zusammenarbeitete, aber nicht wirklich ein Mitglied war.

»Er hat sich früher schon geweigert, sich klar auf eine Seite zu schlagen. Offenbar hat sich daran nichts geändert. Jetzt fällt ihm seine Unabhängigkeit auf die Füße: Gegen einen Bechesmy können wir ganz anders und viel direkter vorgehen als gegen ein Mitglied des Syndikats. Der Codex schützt ihn nicht.«

Goma verstand, was er damit meinte. Griff man ein Mitglied an, lief man Gefahr, Misstrauen in den eigenen Reihen zu sähen und die Black Sun weiter zu entzweien. Anders verhielt es sich bei einem Außenstehenden. Sie wusste, mit welcher Brutalität und Rücksichtslosigkeit ihr Vater gegen Gegner vorgehen konnte, und war froh, nicht in der Haut des Sprengstoffexperten zu stecken.

»Klingt vielversprechend, aber es gibt keinen Garant, dass diese Spur zum Ergebnis führt«, antwortete sie. »Ich schlage vor, von verschiedenen Richtungen an die Sache heranzugehen. Karal schrieb auch, dass das verwendete Baradium aller Wahrscheinlichkeit nach von Chelloa stammt. Du solltest ein Team dorthin schicken, um herauszufinden, an wen der Sprengstoff verkauft wurde.«

Vigo Zula pflichtete ihr bei. Es war natürlich klug, nicht alles auf einen Pod zu setzen.

»Dann wäre nun zu entscheiden, wer auf die Missionen geschickt werden soll.«

»Die Antwort darauf findest du vielleicht hier«, sagte die junge Chevin und zückte die zweite Datenkarte. »Karal hat auch ein paar Dossiers von Leuten geschickt, die er für zuverlässig hält und von denen er weiß, dass sie derzeit verfügbar sind.«

Sie legte die Karte ein und eine Reihe von Namen erschienen, jeweils begleitet von einer Kurzbeschreibung des jeweiligen Black-Sun-Mitgliedes:

Rin'na Karal schrieb:
R5-A6, Rufname Asix
Der Astromechdroide ist ein Attentats und Hackexperte, welcher sich als außerordentlich hilfreich für verschiedenste Aufgaben herausgestellt hat. Aufgrund einer ausgeprägten Persönlichkeitsentwicklung, einer geringen Hemmschwelle und seiner Unauffälligkeit ist er der geborene Attentäter, benötigt dazu keinerlei Nahrungsmittel oder Sauerstoff und besitzt verschiedene eingebaute Apparate für effiziente Arbeiten und Reparaturen.

Fenris Khan
Felacat-Mensch Mischling, Deserteur der Imperialen Armee, Experte für Biologische Waffen und Doktor für Heilmedizin. Hat sich in Vorfall 81-23 sowohl als ungewollter Initiator als auch wichtigste Quelle erwiesen um eine Ausbreitung des hochgefährlichen Krytos-Virus auf der Station zu vermeiden. Nach einer Mission mit Ad’ika Mumba den Hutten in Besitz dessen übrig gebliebenen Besitztümer. Loyales Mitglied der Black Sun und verschwiegen.
Warnhinweis: Felacat tendieren dazu während großer Stressphasen sich in Bestien zu verwandeln, ob dies auch bei einem Mischling Auswirkungen hat und wie stark ist unbekannt. Empfohlen wird Isolation während Hyperraumreisen.

Blood Dragon
Ex-Soldat der Imperialen Armee, Anführer einer Söldnerbande namens Dragon Claws. Die Söldnerbande zeichnet sich durch eine stramme Disziplin und hochwertige Ausrüstung aus, sowie den Elan selbst die gefährlichsten Aufträge erfüllen zu wollen. Letzte Bekannte Aufträge waren ein Überfall auf eine Waffenfabrik der Neuen Republik im Bimmisaari-System und der Zerstörung eines Lagers des Dray-Syndikats auf Rinn. Hochgradig Loyal zur Black Sun, verschwiegen und ansatzweise Diplomatisch. Eine Führungspersönlichkeit.

Joel Lopez
Talentierter Söldner im Dienste der Subbigo Loshi, exzellenter Kämpfer und Schauspieler. Geringe Moralische Hemmschwelle und großer Ehrgeiz. Steht in Gefahr der Spielsucht zu verfallen, kein sonderlicher Teamspieler. Seine Ausrüstung ist top-gepflegt und konkurriert mit Black Sun Material, womöglich einer der Gründe für die Aufnahme in Loshis Reihen. Sollte er angeworben werden wird sich Karal um alles kümmern.

Cuyan Dral
Mandalorianischer Söldner. Zieht niemals seine Rüstung vor anderen aus, schwer zu kommandieren aufgrund starker Abneigung zu Befehlen die sich nicht mit seinen Vorstellungen decken. Starke Antipathie gegenüber zu peniblen Fragen und Verrat. Dies wird durch eine vortreffliche Kämpferische Ausbildung, Verschwiegenheit und Talent ausgeglichen, welche Cuyan Dral zu einem Vortrefflichen Mitarbeiter machen.

Dan Oslik‘
Loyaler, verschwiegener Söldner mit entweder viel Glück oder ebenfalls gutem Talent. Gute Fernkampffähigkeiten, starkes Technisches Interesse. Ein Allrounder wie er im Buche steht, aufgrund keiner engeren Verbindung zu der Black Sun gut als Spion geeignet

»Kennst du die Leute?« fragte er seine Tochter.

»Zwei davon«, antwortete diese. »Fenris Khan steht auf unserer Liste mit Leuten, die dein Gesicht gesehen haben. Er arbeitet hier auf der Krankenstation. Ihn habe ich schon herbestellt.

Aber persönlich kenne ich nur Asix. Er hat vor vier Monaten eine kleinere Aufgabe für mich erfüllt. Meiner Einschätzung nach ist er zuverlässig.«


»Du weißt, was ich von Droiden halte«, knurrte Zula. »Aber ich vertraue deinem Urteil. Lieber wäre es mir aber, Leute dabei zu haben, die ich persönlich kenne.«

»Dann freut es dich wahrscheinlich zu hören, dass Elliseria Xindaris hierher unterwegs ist«, erklärte Goma grinsend. »Du hattest vor zwei Tagen von ihr erzählt und ich habe mich kurz nach dem Anschlag an sie erinnert. Ich dachte mir, es könnte in dieser undurchschaubaren Lage nicht falsch sein, ein bewaffnetes Schiff mit eigenem Personal in der Nähe zu haben. Nur für den Fall.«

»Das ist perfekt!« lobte der Vigo-Senator. »Wir können sie und ihre Fregatte als ›Argument‹ auf jeden Fall gebrauchen. Und vor allem haben wir nun noch jemanden, der sich schon als einigermaßen vertrauenswürdig erwiesen hat. Sie schicken wir auf die eine Mission, Asix auf die andere.«

Noch eine Viertelstunde verwendeten sie dafür, aus den verfügbaren Kandidaten zwei Teams mit den nötigen Fähigkeiten zusammenzustellen. Dann schellte die Türglocke. Für den Nachmittag hatte Goma diejenigen Black-Sun-Mitglieder hierher bestellt, die Zulas Gesicht gesehen hatten, denn er hielt es für nötig, mit jedem von ihnen einzeln ein Gespräch zu führen - um festzustellen, ob mit ihrer Verschwiegenheit zu rechnen war, beziehungsweise wie er sie bezahlen oder bedrohen musste, um diese zu erlangen. Für die Black Sun mochten die Nachforschungen das Wichtigste sein - für den Chevin und seine Organisation jedoch stand die Geheimhaltung seiner Identität an erster Stelle.

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Besh-Gorgon-System::Raumstation 'The Wheel' :: Krankenstation:: Ärzte, Sanitäter, Fenris Khan
Die weitere Behandlung der zwei Verletzten auf der Krankenstation verlief ohne Komplikationen. Malor Gale blieb noch mindestens 2 Tage im Bacta-Tank und der Twi'lek einen Tag. Wie man es so schön sagte: es geht ihnen den Umständen entsprechend gut...was sogut wie alles bedeuten konnte.
Der nächste 'Kunde' hatte es hinter sich und klagte nicht mehr darüber, das ihm wesentliche Körperteile fehlten und diese neben ihm lagen, jedenfalls dass, was man zusammentragen konnte. Die notwendige Obduktion blieb an Fenris hängen, weil die beiden Schönheitschirurgen sich gekonnt weigerten, ihr 'Talent' und sensiblen Hände mit so einer Tätigkeit zu versauen. Mit Hilfe eines Medi-Droiden kam dieses Vorhaben voran. Wie bei den anderen Leichen in der Kühlkammer, gab es wegen der Todesursache kaum Überraschungen, wobei dies vielfältig sich präsentierte. Verbluten, ersticken am eigenen Blut, Enthauptung etc. Dann fanden sich fremde Knochensplitter in den Leichen und diverse Glassplitter, darunter eine Glasart, die weder zu den Gläsern auf dem Tisch, noch den Flaschen und Karaffen oder der Tischplatte gehörte. Es handelte sich dabei um ein geätztes und damit vorgespanntes und gehärtetes Glas, auf der einen Oberflächenseite mit den Eigenschaften so hart wie Stahl auf der Gegenseite aber sehr zerbrechlich. Der ideale Druckkörper für eine Bombe. Auf den Glassplittern befanden sich unter anderem Spuren von Baradium und Dodecatogen, einen hochbrisantem Sprengstoff, der pur so sensibel war und daher immer mit weniger empfindlichen Sprengstoffen gemischt wurde. Das Militär nutzte diesen Sprengstoff kaum, weil dieser zu Riskant in der Großproduktion war und ebenfalls zu teuer. Das war auf keinen Fall ein einfacher Thermaldetonator, auch wenn man davon Teile verwendet hatte. Bis auf ein paar bedauerliche Erkrankung von den ehemaligen Vigos und deren Adjutanten, die dem einen oder anderen bald zum Verhängnis geworden wären, tauchten keine Überraschungen mehr auf. Vielmehr war es eine Puzzlearbeit, die Körperteile den Leichen zuzuordnen, damit man sie ordentlich bestatten konnte. Damut war der Arbeitstag erledigt. Fenris duschte sich den Blutgeruch ab nd laß die Meldung auf seinem Datenpad, welche ihn vorhin erreicht hatte, als er unter der Dusche stand. Ein gewisser Zula wünschte ihn zu sprechen. Der Adresse nach, befand sich dieser Aufenthaltsort in einer der nobelsten Gegenden auf dem Wheel. Mit gemischten Gefühlen ging er zu der Adresse, stellte sich dem Personal vor und diese liesen ihn in einem Vorraum warten, um dem Herren die Ankunft mitzuteilen. Wer auch immer dieser Zula war, er lebte wie ein kleiner König.
 
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Nacheinander waren alle Mitglieder des Stationspersonals, die unter dem Verdacht standen, Vigo Zula ohne seine schützende Maske gesehen zu haben, aufgetaucht, jeweils zur angegebenen Zeit und meistens pünktlich. Beim Sicherheitspersonal des inneren Bereiches war dies nicht nötig, bei den Mitarbeitern der Krankenstation allerdings schon. Der Chevin war ihnen in den Einzelgesprächen demaskiert gegenüber getreten. Er hatte sich dagegen entschieden, sie weiterhin täuschen zu wollen, auf die Gefahr hin, dass es dafür ohnehin viel zu spät war. Stattdessen gab er sich klar zu erkennen (womit die Zahl der Eingeweihten leider sprunghaft anstieg) und sprach deutliche Worte darüber, wie wichtig die verschleierung seiner Identität für ihn war - und wie weit er bereit war zu gehen, um diese zu sichern.

Den meisten ›Gästen‹ hatte diese Erklärung mitsamt unterschwelliger Drohung bereits genügt, um zu versichern, dass sie sein Geheimnis um jeden Preis wahren und mit ins Grab nehmen würden. Einer war etwas schwer von Begriff gewesen, so dass die Drohungen etwas direkter ausgefallen waren. Drei von ihnen hatten die Situation für sich genutzt und ein Schweigegeld gefordert, worauf Zula sich in zwei Fällen auch bereitwillig eingelassen hatte; der dritte jedoch hatte eine unvergleichliche Unverfrorenheit an den Tag gelegt und immer mehr gefordert, bis die Schmerzgrenze des Vigo schließlich erreicht gewesen war. Er war mit leeren Händen abgezogen und Zula setzte soeben ein Schreiben an Karal auf, um die Sache endgültig zu klären:


Zula an Karal schrieb:
Verschlüsselte Nachricht
Black-Sun-Prioritätscode
Empfänger: Rin'na Karal
Absender: Vigo Zula
Text:
Rin'na Karal, bzgl. der Wahrung meiner Identität war mit einem Ihrer Mitarbeiter leider keine Einigung möglich. Mit Ihrer Erlaubnis, stellvertretend für Ba'vodu M.Gale, lasse ich Selphar Grimes Sr., Mensch, männlich, 29 Jahre, Sanitäter der Krankenstation von The Wheel, unauffällig eliminieren. Für den Verlust und die Mühen, die durch Suche und Einarbeitung eines neuen Angestellten entstehen, werde ich Sie selbstverständlich entschädigen.

Zula

Sofern der Rin'na seinen Mitarbeiter nicht in Schutz nahm und dazu eine Lösung präsentierte, mit der Zula leben konnte, war die Sache schon halb erledigt. Unter den Dienern, die der Vigo mit nach The Wheel gebracht hatte, befand sich auch ein junger, ehrgeiziger Chev, der daran interessiert war, sein Sklavendasein hinter sich zu lassen und einen etwas höher angesiedelten Platz in der Organisation zu bekommen. Dieser Mann kannte wenig Skrupel und ging angenehm geschickt mit dem Messer um. Tja, so war es eben, wenn jemand mehr für sein Schweigen verlangte, als seine Ermordung kostete...

Eine Dienerin kam herein und kündigte einen weiteren Besucher an. Es war der letzte auf Zulas Liste: Ein Felacat-Mischling namens Fenris Khan. Mit diesem hatte er über zweierlei Angelegenheiten zu sprechen. Erstens gehörte er ebenfalls zu denen, die nun sein bedeutendstes Geheimnis teilten. Zweitens stand er auch auf der Liste mit Personen, die Karal ihm für seine Nachforschungen anempfohlen hatte.


»Schicken Sie ihn rein!« sagte er.

Die zierliche, blasshäutige Chev verließ den Raum und kehrte zu Khan zurück. Bevor sie ihn jedoch zum Vigo vorließ, nickte sie einem grimmig aussehenden Chevin-Wächer zu, der den Halb-Felacat mit schnellen, geschulten Griffen auf Waffen durchsuchte.

»Der Vigo erwartet Sie«, sagte sie dann und deutete einladend auf die Tür, wobei sie demütig den Kopf senkte.

Der Chevin erwartete seinen Besucher in dem Raum, in dem er noch vor drei Tagen mit seiner Tochter und seinem Freund Mullon, der mittlerweile tot war, gesessen und sich beraten hatte. Eine Wand bestand vollständig aus einem großen Transparistahlfenster, das einen grandiosen Blick auf The Wheel und die Sterne bot. Im Moment gab es hier nur zwei schwarze Ledersessel. In dem einen, für Chevin-Proportionen, saß Zula, der zweite war für einen menschlichen Körper gemacht. Dazwischen stand ein niedriger Glastisch, auf dem Gläser, zwei Flaschen mit dunkler Flüssigkeit und eine Kiste Zigarren lagen. Er hatte jedem seiner Gäste davon angeboten und auch der Felacat sollte keine Ausnahme darstellen. In dem haarigen Humaoiden erkannte Zula den Mann, der nach dem Bombenanschlag seine Erstversorgung übernommen hatte. Zumindest beinahe sicher war er sich - die Erinnerungen an den ganzen Vorfall waren ziemlich verschwommen.


»Willkommen, Fenris Khan«, empfing er seinen vermutlich letzten Besucher an diesem Tag, und wie so oft, verwendete er den Black-Sun-Codex als Grußformel: »Gesetze bedeuten nichts, der Codex bedeutet alles!

Bitte, setzen Sie sich doch. Darf ich Ihnen einen Drink an bieten oder möchten Sie rauchen?«


Ein Sklavenjunge desselben humanoiden Dienervolkes lief herbei, um die beiden zu bedienen. Er reichte auch Zula eine Zigarre und brannte sie an. Danach verschwand er aus dem Raum, damit sie das Gespräch unter vier Augen führen konnten.

»Ich bin Zula, der Vigo von Vinsoth«, stellte er sich vor. »Aber ich habe noch eine andere Identität, unter der ich mich in der Öffentlichkeit bewege. Mein Gesicht ist bekannter, als es einem Unterweltboss gut tun kann. Das ist der Grund, weshalb ich üblicherweise eine Maske trage, wenn ich in der Rolle des Vigo in Erscheinung trete. Bisher gab es nur eine Handvoll Personen, die wussten wer ich bin.«

Er seufzte laut und beugte sich etwas vor, die schwarzen Augen streng auf den Besucher gerichtet.

»Leider haben Sie und ein paar andere Mitarbeiter der Station mich ohne Maske gesehen, als Sie nach der Explosion in den Raum kamen. Ihre Hilfe habe ich übrigens nicht vergessen und ich danke Ihnen dafür. Dennoch: Dass mein Geheimnis gelüftet ist, stellt sich als großes Problem für mich dar. Es gefährdet meine Geschäfte in hohem Maß. Sie können sich vielleicht vorstellen, was passiert, wenn sich herausstellt, dass der Senator von Vinsoth und einer der Führer unserer Reformpartei, der den Beitritt zur Republik erst möglich gemacht hat, in Wahrheit zu den Bossen der Black Sun gehört.«

Damit war die Katze endgültig aus dem Sack, die Karten lagen offen auf dem Tisch. Falls Fenris sein Gesicht nicht ohnehin schon erkannt hatte, musste er sich nun auch nicht mehr die Mühe machen.

»Sie sind Ad'ika der Black Sun - das bedeutet, dass Sie bereits als vertrauenswürdig genug befunden wurden, eine Stufe in der Rangordnung nach oben zu klettern. Aber wie weit kann man Ihnen wirklich vertrauen? Sind Sie verschwiegen genug, um mein Geheimnis für sich zu behalten?«

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Karal schien mit der Charakterisierung der Scheinidentität keine Probleme zu haben und nahm sie in das Dossier auf. Danach erwähnte er Kate. In der Tat würde sie bei der Mission eine außerordentlich große Hilfe darstellen. Sie war eine Spezialistin wenn es darum ging Leute zu finden - auch wenn diese, wie Dany selbst, nicht gefunden werden wollten.

In Ordnung, tun Sie das, antwortete er schließlich.

Danach schilderte Karal ihm einige Zusatzinformationen, die er um Danys Scheinidentität aufgebaut hatte. Cuyan Dral war nun als Bechesmy - ein Freund der Black Sun. Das Risiko aufzufliegen sank damit um ein Vielfaches. Wenn Dany seinen Helm abgenommen hätte, könnte Karal jetzt wohl die Erleichterung in seinem Gesicht sehen. Da Dany aber in voller mandalorianischer Montur da saß konnte man sein Wohlbefinden wohl kaum an seiner Haltung, geschweige denn von seiner Mimik fest machen - worüber der Chiss auch einigermaßen froh war.

Schließlich wollte Karal wissen, ob er noch irgendetwas an Ausrüstung brauchte. Der ehemalige Commodore überlegte kurz. Ein Raumschiff besaß er und Waffen befanden sich in ausreichender Menge an Bord. Grundsätzlich war er gut ausgestattet, nachdem er die Prince sich wiederbeschafft hatte. Nach einigen Sekunden des Überlegens antwortete er also:


Es sollte reichen, wenn Sie mein Schiff volltanken lassen. Eventuell könnten Sie meinem Astromech-Droiden ein kleines Update einspielen. Er ist schon lange nicht mehr auf dem neusten Stand, was Organisierung, Zugangscodes und sonstige Informationen der Black Sun angeht.

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Nachdem ihn ein Diener hereingeführt hatte, erstreckte sich vor Fenris' Auge ein fulminanter Ausblick durch eine gigantische Transparistahlscheibe. Diese umrahmte einen eindrucksvollen Chevin, den der Felacatmischling sofort als den Patienten vom Attentat erkannte.
Ihm wurden Drinks und Zigarren angeboten, welche sicherlich sehr exklusiv und teuer waren, auch wenn Fenris dies nicht einzuschätzen vermochte. Er lehnte höflich danken ab. Die Gastfreundschaft gebot es sicherlich, es ihm anzubieten, doch Fenris hätte ein schlechtes Gefühl dabei, sich zu bedienen, zumal er geschäftlich hier war und dies sicherlich kein Freundschaftsbesuch war. Außerdem rauchte er nicht. Den angeboten Platz nahm er dennoch in Anspruch, nachdem er die Begrüßungsfloskel der Black Sun bestätigete. Das tat der Chevin sicherlich nicht ohne Grund und dann eröffnete er dem Felcatmischling seine Identität und ihm wurde umgehend klar, das die Situation (wieder einmal) sehr ernst wurde. Ein banaler Treueschwur würde es sicherlich nicht tun.
" Zuerst erfreut es mich zu sehen, dass es ihnen trotz dem vorangegangen Umstände doch wieder besser geht. Kompliment an ihren Leibarzt. Ich verstehe auch ihre Besorgnis, auch wenn mir Ihre Positionen und Namen bis vor wenigen Augenblicken kein Begriff waren. Ich versichere ihnen, das dieser Vorfall und Ihre Identität von mir nicht irgendwo Erwähnung finden werden. Einerseits gibt es für mich eine ärztliche Schweigepflicht, auch wen mir formal die letzte juristische Legitimation fehlt. Zweitens gilt für mich ebenso das Gelübte der Black Sun. Ich könnte noch die dramatischen Worte anschließen, das ich schweigen würde, wie ein Grab. Doch das werde ich nicht tun, denn sie bringen nichts. Einerseits hab ich die Befürchtung selbst in so einem zu landen, wenn ich zu vehement darauf schwöre und außerdem reicht auch so meine Zusage der Verschwiegenheit. Das sind lediglich Worte und in gewissen Kreisen sind diese sehr dehnbar ausgelegt. Deswegen möchte ich etwas als Argument anfügen. Für das Imperium und die Neue Republik bin ich gestorben und es hat mich einiges an Aufwendung und einen Finger gekostet diesen Parteien das weiß zu machen. Mein Interesse mich mit diesen Gruppen einzulassen ist ungefähr so groß wie mein Bestreben ohne Raumanzug ins kalte All zu springen. Im Gegenzug gelte ich diesen Gruppierungen als Feind und die würden auch nie auf den Gedanken kommen einen Handel mit mir einzugehen. Was den Rest angeht, den wenigen Leuten, den ich trauen würde, wissen dieses Geheimnis eh schon und den anderen würde ich solche Informationen nicht zukommen lassen. Denn das erste was ich gelernt habe, ist, dass es sehr ungesund sein kann zu viel zu wissen und dies andere wissen zu lassen. Ich schätze, sollte ich mich nicht an diese Vereinbarung halten, wäre meine Lebenserwartung in ungefähr genauso groß, wie die der anderen Black Sunmitglieder, welche ich heute auf dem Seziertisch hatte. Und das ist etwas, was mir sehr ungelegen käme." erklärte der Felacatmischling und schaute dabei immer in die Augen seines Gegenübers.
Er hatte mindestens genauso viel zu verlieren, wie der Chevin, wenn er damit hausieren ginge. Dafür hatte Fenris einfach zu viel gesehen und erlebt, als das er mit so einem Coup durchkommen würde.
"Tja, ich schätze mal, das ich, wenn ich diesen Raum verlassen habe, mich offiziell nicht mehr an Sie erinnern kann und wir uns in diesem Rahmen wahrscheinlich nicht noch mal begegnen werden. Es war mir dennoch ein Vergnügen und eine Ehre Sie kennengelernt zu haben. Auch wenn ich mich daran nicht mehr erinnern werde können. Sollten Sie keine weiteren Anliegen auf dem Herzen haben, werde ich nicht weiter Ihre kostbare Zeit in Anspruch nehmen und Ihnen eine rasche Genesung wünschen. Ich werde noch meinen Obduktionbericht an Rin'na Karal fertig stellen. Auch wenn die Untersuchungen noch nicht entgültig abgeschlossen sein dürften, kann ich schon mal soviel sagen, dass Sie und die anderen beiden überlebenden sehr viel Glück hatten, denn soweit meine Kenntnisse das zu lassen, hatten sich der oder die Attentäter sehr viel Mühe gegeben um alle am Tisch zu töten. " sagte Fenris.
 
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Zwar hatte Vigo Zula nicht vor, gegen andere Mitglieder des Syndikats vorzugehen; insbesondere im Augenblick, da innerer Zusammenhalt überhaupt das Wichtigste war, um die Krise zu überstehen. Aber wenn man ihn dazu zwang, zögerte er auch nicht, seine Interessen zu verteidigen. Die Mittel dazu hatte er jedenfalls. Doch in diesem Fall schien es nicht nötig zu sein. Soweit sich das von außen beurteilen ließ, gehörte Fenris Khan nicht zu der Minderheit, die sich in dieser Situation sofort fragte, was für sie dabei herausspringen konnte. Ein paar andere hatten so gedacht und einer hatte es damit so sehr übertrieben, dass er nun den höchsten Preis bezahlen musste. Doch der Halb-Felacat war schlau genug, um zu begreifen, wie gefährlich die Situation für ihn war, und er tat das einzig Vernünftige: Er beteuerte, das Geheimnis zu hüten. Bis zum Tod, der, wie er hoffte und in diesem Moment vielleicht bezweifelte, nicht allzu bald stattfinden sollte. Angst war schon immer ein gutes Mittel gewesen, um Leute dazu zu bringen, etwas zu tun. Oder es bleiben zu lassen, wie in diesem Fall. Der Trick dabei war nur, die Angst immer wieder aufzufrischen. Wenn sie verblasste, ging auch die Motivation verloren, die sie mit sich gebracht hatte. Also musste der Vigo in Zukunft immer wieder zeigen, dass er diejenigen, die sein Geheimnis kannten, nicht vergessen hatte. Ob Khan wohl klar war, dass der Chevin ihn für immer beobachten und immer wieder in seinem Leben auftauchen würde?

»Also gut, Ad'ika Khan«, brummte der Vigo. »Da Sie Ihren Eid auf den Codex geleistet haben, will ich Ihnen glauben, dass Sie gerne schweigen möchten. Aber vergessen sollen Sie unsere Begegnung nicht, im Gegenteil: Verlieren Sie nie aus dem Blick, dass Sie zur Verschwiegenheit verpflichtet sind! Die Folgen wären sehr unangenehm für mich. Und Sie würden durch einen Verrat natürlich alle Privilegien und den Schutz verlieren, die Sie in der Black Sun genießen. Völlig gleichgültig, welchen Rang Sie dann innehaben. Nichts könnte Sie dann retten. Halten Sie sich das immer wieder vor Augen!«

Selbst wenn er der Ba'vodu wäre, würde Zula ihn nicht damit durchkommen lassen, seine Unternehmungen zu torpedieren, indem er die Geheimidentität aufdeckte. Das war ein Punkt, in dem er wirklich keinen Spaß verstand. Und er machte dies deutlich. Absichtlich hatte er die Drohung nicht in schönen Reden verklausuliert, sondern dem Ad'ika klar gesagt, wie die Dinge lagen.

»Aber noch sind Sie nicht entlassen. Ich habe noch eine andere Sache mit Ihnen zu besprechen.«

Khan stand, höchstwahrscheinlich ohne es zu wissen, auf der Liste mit Vorschlägen für Zulas geplante Unternehmungen. Und in dem kurzen Absatz, der den Halb-Felacat charakterisierte, stand ein hochinteressanter Satz, zu dem der Chevin noch ein paar Fragen hatte.

»Es geht darum, wie Sie es mit Ihrer allgemeinen Treue zum Syndikat halten und zu Ihrem Eid, der Organisation und ihren Mitgliedern keinen Schaden zuzufügen. Man erzählt sich, dass Sie mit Mumba dem Hutten weggeflogen und ohne ihn, aber mit seinem Schiff zurückgekommen sind. Man erzählt sich auch, dass Sie ihn getötet haben!«

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Alles lief ruhig und ohne Probleme ab, kein Angriff von übereifrigen Piraten, keine Zollschiffe (welche sowieso dieses Black Sun Schiff nicht kontrollieren würde da der gesamte The Wheel Zoll von der BS finanziert und getragen wurde, kein Ärger. Alles lief super, so das er über das Bordmikrofon erklärte das die Söldner ihre Sachen packen können und einen Landgang auf The Wheel haben. Er spürte bis hinauf zur Brücke das dies allen Recht kam, die meisten der angeheuerten Söldner hatten dringend Urlaub verdient und diesen würden sie damit bekommen. Varn Chance würde diesen Luxus nicht haben, auftanken, auffüllen der Ressourcen und der Flieger flog zurück. Dies schien Joel Lopez wohl vergessen zu haben, denn dieser fragte nach Beschäftigungsmöglichkeiten und wann es zurück geht nach Devaron.

"Mein Freund ihr seid hier auf The Wheel, der Vergnügungsraumstation schlechthin. Casionos. Pazaak und Sabbac-Spielrunden, Tavernen, Gasthäuser, Bordelle, Einkaufszenten, Schießstände...alles was das Herz begehrt findest du dort. Wird bestimmt etwas teurer aber dafür erhaltet ihr ja die Bezahlung. Ihr habt von Loshi eine Woche Urlaub bekommen, ihr könnt entweder sobald das Schiff wieder aufgetankt ist gleich mit zurück und auf Devaron faulenzen oder aber hier bleiben. Ende der Woche organisiert Loshi ein Schiff das euch zurück zur Basis bringt."

Erklärt er dem Söldner, während sich bereits alle anderen zu versammeln begannen. Als diese in einer Reihe vor ihm standen verteilte Varn an jeden 1000 Credits. Als alle ausgezahlt waren schlug er in seine Hände und lächelte sie alle an.

"Meine Damen und Herren, ich bedanke mich für ihre Kooperation und wünsche ihnen eine gute Woche auf The Wheel, haben sie viel Spaß und ich freue mich auf weitere Zusammenarbeit."

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Bis auf eine Kleinigkeit besaß Cuyan Dral keine Wünsche, Karal hielt sich innerlich dazu an den Commodore ab sofort nurnoch mit seinem Decknamen anzusprechen damit er selbst nicht in einem unbedachten Moment die Tarnung auffliegen ließ. Ein Update des Astromechs des Kopfgeldjägers war garkein Problem, dazu noch einige Premium-Sachen und volla er war mit allen Kommunikations und Info-Kanälen Versorgt welche die Black Sun zu bieten hatte.

"Ich werde einen Techniker losschicken der sich darum kümmert, ihr Atsromech erhält Codes für alle Sender die der Black Sun unterstehen, Zugangs- und Identifikationscodes der Bechesmys sowie ein paar kleine Premiumangebote für ein paar Magazine die sie interessieren könnten. Ich lasse auch ihr Schiff gleich warten nebenbei, so das es voll Einsatzfähig wäre. Wenn sie mich nun entschuldigen, ich habe zu tun. Zula wird sich bei ihnen melden wenn er sie braucht."

Erklärte er seinem Gegenüber womit die Sache erledigt war, der Chiss verließ das Büro des Rin'na womit dieser alleine war, kurz zuckte dessen Auge zur Seite bevor er eine Holographische Projektion eines Mannes vor sich hatte, ein Ad'ika der auf der Lohnliste von Karal, und nur diesem, persönlich stand.

"Die Audan ist angedockt, Lopez dürfte in Kürze das Schiff verlassen. Ich werde ihn observieren und aufpassen das er keinen ärger bekommt."

"Gut, halten sie mich auf den laufenden, er bekommt einen wichtigen Auftrag und muss dafür tipp top sein. Wenn es sein muss drohen sie auch etwas den Spielbudenbesitzern damit sie ihn gewinnen lassen, die haben alle irgendwelche Hebel um zu verhindern das es fair zugeht."

Damit waren so gut wie alle Vorbereitungen bezüglich Zulas Ermittlungen getroffen die der Rin'na durchführen konnte. Asix kam in Kürze zur Raumstation und war vertröstet worden, es wäre also kein Problem das er zum Vigo gelangt. Blood Dragon bei einer Militärischen Intervention im Rinn System aktiv, das bedeutete das er vorerst noch gebunden war. Dan Oslik' war, den letzten Berichten zufolge auf Mandalore, wo der Vigo ihn abbestellen konnte. Fenris Khan hatte der Vigo bereits zu einer Unterredung eingeladen, es ging wohl in erster Linie darum die Identität des Vigos geheim zu halten, glücklicherweise hielten die meisten die Klappe, ein vorlauter Patessa namens Grimes Sr. musste aber eliminiert werden, ein verschmerzbarer Verlust da dieser selbsternannte Sanitäter nur ein Stümper war. Nein, Karal hatte fast alles in die Wege geleitet, jetzt hieß es die Black Sun am Leben zu halten.

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Raumstation 'The Wheel':: Hochhaus in exklusiver Lage :: Goma's Wohnung :: Vigo Zula, Fenris Khan
Der Chevin machte seine Drohung noch einmal deutlich, indem er ankündigte, Fenris weiterhin zu beobachten. Das hätte er nicht extra betonen müssen, das war ja auch zu erwarten. Aber der Vigo schien auf Nummer sicher gehen zu wollen. In seiner Lage und Position auch gut zu verstehen. Fenris nickte zum Zeichen, dass er verstanden hatte.
Doch da war noch ein Punkt, den Vigo Zula ansprechen wollte. Die Sache mit Mumba.
Fenris hatte sich gerade aus dem Sessel erhoben, als ihn die Frage gestellt wurde. Er ließ sich in den Sessel zurückfallen und sagte:
" In der Tat, ich sah mich leider dazu gezwungen, als Mumba der Hutte versuchte, mich nach einer gefährlichen Mission um meinen Anteil zu betrügen und dann sich anschickte, mich umzubringen. Bzw. einen Oom-Droiden vorzuschicken. Als ich den Droiden ausgeschaltet hatte, meinte mein Auftraggeber, selbst mich erschießen zu müssen, doch ich war schneller. Hätte alles nicht sein müssen, ich wäre auch mit dem huttischen Aufteilungsverfahren klar gekommen, ich hätte auch kein Problem gehabt noch so eine Mission durchzuführen, vielleicht mit den neuen Erkenntnissen besser geplant. Aber das er mich umbringen wollte, das konnte ich nicht mit mir machen lassen."
Er schaute den Chevin fest an und fügte an: "Sollten Ihnen mal die einen oder anderen Berichte über mich in die Hände geraten, dann werden Sie feststellen, das ich sehr viele Leben beendet habe. Das kam immer dann zu Stande, als jemand meinte, er müsste mich aus fadenscheinigen Gründen aus dem Weg räumen oder ein Massaker unter der Zivilbevölkerung veranstalten. Falls Sie Rückschlüsse auf meine Loyalität ziehen möchten, ich halte mich an Vereinbarungen und verrate auch meine Vertragspartner nicht. ich bin auch genügsam und wenn ich weiß, ich kann aus nachvollziehbaren Gründen keine Hilfe erwarten, dann kann ich das akzeptieren, doch die Loyalität endet sofort, wenn ich direkt oder indirekt verraten werde. Das dürfte eigentlich selbstverständlich sein, doch ich habe leider so manche 'Partner' erlebt, die es sich einfach machen und aus Bequemlichkeit ihre Vertragspartner zu opfern. Das hat das Imperium unter anderm mit mir versucht und Mumba der Hutte ebenso."
 
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Mit strengem Blick hörte Zula zu, was Fenris Khan zu seiner Rechtfertigung zu sagen hatte. Währenddessen wurden seine Züge langsam weicher und zum Schluss lag ein breites Grinsen um seinen Mund und entblößte Zähne in der Größe von Seifenstücken.

»Kein Grund zur Sorge, Ad'ika Khan«, sagte er. »Ich hatte nicht vor, Sie zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn Sie Mumba den Hutten getötet haben, dann schuldet Ihnen die Galaxis eher ihren Dank. Das Universum wird diese stinkende Missgeburt von einem Mynockschänder sicher nicht vermissen.«

Ja, Mumba und der Vigo hatten einmal eine bewegte Vergangenheit geteilt und waren einander nicht gerade in guter Erinnerung geblieben.

»Sie haben Mut, so offen zu sprechen. Insbesondere weil eine kleine Drohung mitschwingt. Keine besonders furchterregende, wie ich hinzufügen darf. Aber ich kann Sie beruhigen: Wenn ich eines Tages beschließe, Sie töten zu lassen, dann garantiert nicht aus fadenscheinigen Gründen. Hoffen wir beide, dass es dazu nicht kommen muss.

Bis dahin möchte ich mir Ihre zweifellos vielseitigen Talente zunutze machen. Sie sind Kämpfer, Mediziner und kennen sich mit Sprengstoffen aus, wenn ich richtig informiert bin. Eine gute Mischung und genau das Richtige für das, was ich vorhabe.«


Er zog an seiner fetten Zigarre, verdrehte genießerisch die Augen, stieß eine beachtliche graublaue Rauchwolke aus und fuhr fort:

»Die Black Sun steht vor der schlimmsten Krise seit ihrer Gründung. Viele Leute haben alles in die Organisation investiert und ihre Hoffnungen in sie gesetzt - Leute wie ich und wie Sie. Nun droht das alles den Bach runterzugehen. Wenn es Ba'vodu nicht schnell gelingt, die Ordnung wiederherzustellen, wird das Syndikat einfach zerfallen oder, was noch schlimmer wäre, übereinander herfallen und sich selbst zerfleischen. Der Boss kann aber nur dann seine Herrschaft sichern und eine neue Struktur etablieren, wenn vorher die... ungesunden Elemente gefunden und beseitigt wurden. Nur wenn die Täter, Drahtzieher und Mitwisser dieses Attentates zweifelsfrei gefunden und eliminiert sind, bleibt der Black Sun vielleicht das Schlimmste erspart. Als einem von nur zwei verbliebenen Vigos habe ich die Aufgabe übernommen, die Nachforschungen zu leiten. Dafür brauche ich zuverlässige und talentierte Mitarbeiter.

Haben Sie Interesse, für mich in dieser Sache zu ermitteln? Gegen Bezahlung natürlich.«


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[Besh-Gorgon System | IF "Deceiver" | Brücke] Elliseria, Chaos Knights

Als von einer Sekunde auf die andere die längliche Fregatte aus dem Hyperraum sprang war an Bord bereits die gesamte Besatzung auf den Beinen, alle Brückenstationen waren besetzt, die Geschütze ebenfalls sowie die Kapitänin höchstselbst saß auf einem Metallstuhl auf der Brücke, die Beine überschlagen und die Hände im Schoss.

"Meldet uns sofort bei der Hafenverwaltung von The Wheel an, wir brauchen Andockerlaubnis und öffnet einen Kanal zum Vigo, ich denke mal er dürfte sich freuen uns hier zu sehen wenn es stimmt das wir benötigt werden."

Auch wenn die Besatzung nicht so diszipliniert war wie die des Imperiums oder so top ausgebildet wie die der Neuen Republik so war sie doch effizient genug um dafür zu sorgen das der Kanal schnell offen war. Sie alle mussten erst noch sich einleben in die Arbeit an Bord einer Fregatte, es war trotz eingehender Schulung noch immer ungewohnt und deswegen lief alles etwas zögerlicher ab.

::.::Verschlüsselte Nachricht an Vigo Zula::.::

Einen guten Tag Vigo,
die Deceiver mit den Chaos Knights ist im Besh-Gorgon System angekommen und wird in Kürze an The Wheel andocken, wir stehen zu ihrer Verfügung und erwarten Befehle.

Gesetze bedeuten nichts, der Kodex bedeutet alles
Ad'ika Elliseria Xindaris

::.::Verschlüsselte Nachricht an Vigo Zula::.::


Als die Nachricht ihren Weg zu suchen begann zur Komeinheit des Vigos lehnte sich Elliseria leicht zurück und musterte die große Raumstation die sich in ihrem Blickfeld auszubreiten begann. Alle Anwesenden waren bisher nur selten auf dem großen Rad gewesen, welches als Hochburg der Glücksspiele und Unterhaltungsindustrie nach Zeltron galt sowie die geheime Basis der Black Sun war von wo aus der Ba'vodu Malor Gale das galaxisweite Verbrechersyndikat namens Black Sun verwaltete. Eben jenes Syndikat zu dem Elliseria mit ihrer Bande gehörte.
Lange mussten sie glücklicherweise nicht warten bevor sie die Andockerlaubnis erhielten, während die Fregatte sich langsam auf eine der Andockstationen zubewegte wartete die Piratin gespannt auf eine Antwort des Vigos, welche bisher ausgeblieben war aber hoffentlich bald kommen würde.


[Besh-Gorgon System | IF "Deceiver" | Brücke] Elliseria, Chaos Knights
 
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Der Chevin schien über den Abgang von Mumba nicht gerade betrübt zu sein. Der huttische Waffenhändler schien es sich gern mit anderen zu verscherzen. Nun gut, er trieb nun friedlich im Hyperraum als kleiner Asteroid. Und Zula sprach die Hoffnung aus keine handfesten Gründe zu haben Fenris eines Tages töten zu müssen, dem konnte der Felacatmischling nur zustimmen. Einen anderen Punkt lies der Chevin anklingen, der noch große Probleme mit sich bringen würde. Es hatte jemand versucht ein Machtvakuum zu erzeugen um entweder die Kontrolle über die Organisation zu übernehmen oder sie ganz zu zerstören. Die Frage nach dem Täter.
"Verehrter Vugo Zula, soweit ich es einschätzen kann, wird Malor Gale noch die nächsten Tage im Bactatank verweilen müssen und aus medizinischer Sicht noch eine Woche mindestens pausieren. Doch ich schätze mal, er wird sich nicht daran halten und sofort loslegen wollen, sobald er aus dem Tank steigt. Ich fürchte, er wird es auch müssen, den wenn in so einer inhomogenen Vereinigung wie der Black Sun ein oder mehrere Führer ausfallen, dann bricht leicht ein Machtkampf aus. Dafür kämen theoretisch 4 Organisationen in Frage: das Imperium oder die Neue Republik, das Huttenkartell oder ein paar faule Äpfel in der Black Sun. In Anbetracht der Sicherheitsvorkehrungen spricht vieles für einen Inseiter, entweder als Informant oder Attentäter. Ich bin nicht in die Ermittlungen mit einbezogen worden, aber ich habe Dinge gefunden, die für eine unkonventionelle Bombe sprechen. Der Sprengstoff ist nicht militärisch und auch kein konventioneller Industrieller Sprengstoff. Dem fehlten nämlich die Beimengungen, die man zusetzt um von Sensoren detektiert zu werden. Denn die Sensoren können die Sprengstoffe nzr anhand dieser Signalstoffe erfassen, von ein paar Sprengstoffen mit Eigengeruch oder leichtflüchtigen komponenten mal abgesehen. Außerdem hat man einen extrem brisanten Sprengstoff untergemischt um die Wirkung pro Gramm Sprengstoff zu steigern. Da muß jemand ein eigenes Labor für die Herstellung haben. Außerdem bestand der Mantel aus einem speziellen Glas und nicht aus Metall, damit die Detektoren ihn nicht erkennen. Es sollte wie ein Thermaldetonator aussehen, doch ist vom Originaldetonator nicht mehr viel übrig geblieben. Clever gemacht, was das handwerkliche angeht, doch ist so eine Vorgehensweise leichter zuzuordnen, als ein Standardsprengstoff und handelsübliche Bauteile. Es fragt sich jedoch, ob Bombenbastler und Attentäter die selbe Person sind und ob sich beweiskräftig auch Zusammenhänge finden lassen. Wenn man es sich einfach machen will, dann könnte man den Kreis der Verdächtigen auf die Überlebenden reduzieren und wenn man ein paar Punkte dazu nimmt, dann konzentriert sich der Verdacht auf eine Person. Offen gestanden, ich kenne Sie nicht gut genug um Sie ausschließen zu können Vigo Zula, ich kann nur Malor Gale ausklammern, da er an einer Schwächung seiner Position nicht scharf sein dürfte. Sie hingegen standen mit dem Bavo'du viel zu nahe an der Bombe, das würde meinem Gefühl nach nicht für Sie als Verantwortlicher Verschwörer sprechen. Wenn ich weiß, das es knallt, dann versuche ich soweit weg wie möglich zu kommen. Das hat man ja an dem Twi'lek gesehen. Er wäre ohne große Verletzungen davon gekommen, wenn Ihr Begleiter nicht samt Sessel auf ihn drauf geflogen wäre. Ein Selbstmordattentäter kommt auch nicht in Frage. Dagegen spricht die Art und die Platzierung der Bombe. Im Fokus bleibt dann nur noch mein dritter Patient, der scheinbar furchtbare Schmerzen durchleidet, jedenfalls spielt er das recht überzeugend. Tja, oder es will jemand genau so arrangieren, dass es der Verdacht auf die Überlebenden gelenkt wird." erklärte Fenris. Er konnte nur das aussagen, was er selbst herausgefunden hatte, die anderen Ermittlungsergebnisse waren ihm nicht bekannt.
 
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Khans Rückschlüsse waren nicht übel und bewiesen, dass er sich schon einige Gedanken gemacht hatte. Sie ähnelten denen von Rin'na Karal. Auch er schloss Gale und Zula als Täter aus und kam so zu dem Schluss, dass Kala'una der Hauptverdächtige sein musste. Doch der Vigo widersprach.

»Was die Bauweise der Bombe angeht, liegen Sie wahrscheinlich richtig«, nickte er zunächst. »Aber beim Rest übersehen Sie manches. Zum einen gibt es weit mehr Parteien, die ein Interesse daran hätten, die Black Sun auszuschalten. Wir und die Hutts sind nicht die einzigen Unterweltorganisationen in der Galaxis. Ich könnte Ihnen ein Dutzend anderer Syndikate aufzählen, für die dies ein Feiertag ist und die möglicherweise die Mittel und Leute hätten, um eine Aktion dieser Größe durchzuziehen.

Insgesamt erwarte ich mehr Fakten und weniger wilde Spekulation. Nichts anderes ist es, was Sie gerade machen. Sie haben viel zu wenig Indizien, um jetzt schon Rückschlüsse auf die Drahtzieher zu ziehen, aber Sie versuchen es dennoch. Damit laufen Sie Gefahr, in eine falsche Richtung zu stolpern und wichtige Hinweise zu übersehen. Zum Beispiel bin ich selbst hochverdächtig. Denn auch wenn ich nah an der Bombe stand, bin ich doch besser weggekommen als alle anderen im Raum, einschließlich Malor Gale und Vigo Kala'una. Wenn ich die Bombe gelegt hätte, dann hätte ich offensichtlich alles richtig gemacht. Übrigens ist keineswegs sicher, dass die Explosion exakt so abgelaufen ist, wie sie geplant war: Wenn etwas schiefgegangen ist, könnte der Täter auch unter den Toten sein. Und nur weil uns keine Gründe einfallen, die Malor Gale haben könnte, um den Vigorat auszuschalten, muss das noch lange nicht im Bereich des Unmöglichen liegen.

Insgesamt sollten Sie sehr vorsichtig damit sein, einen Vigo als Verdächtigen zu benennen. Sie gefährden damit nicht nur Ihre eigene Position, im Zweifelsfall sogar Ihr Leben, sondern Sie tragen auch dazu bei, die Organisation zu entzweien. Das Vertrauen ist ohnehin schon schwer erschüttert und die Gerüchteküche brodelt. Wenn der Anschlag einen terroristischen Hintergrund hatte und vor allem dazu dienen soll, den inneren Zusammenhalt der Black Sun zu brechen, dann sollten wir die Täter nicht so bereitwillig unterstützen. Behalten Sie die Spekulationen also vorerst für sich. Ich habe es mir nicht zum Ziel gesetzt, möglichst bald einen Sündenbock zu haben, sondern die tatsächlichen Täter zu finden und aufzudecken, wie tief die Verschwörung geht.

Also noch einmal, Ad'ika Khan: Wollen Sie für mich zu arbeiten? Ich will nämlich mehrere Teams entsenden, um dem Bombenbauer auf die Spur zu kommen. Eines soll sich mit einem Sprengstoffexperten auseinandersetzen, der kürzlich für einen der Verdächtigen gearbeitet hat. Das andere soll den Weg des verwendeten Baradiums von dessen mutmaßlichem Herkunftsort aus nachvollziehen. Interesse?«


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The Wheel - Sichererheitsbereich - in Karals Büro

Sehr zur Freude des Chiss, konnte Karal ihm alle seine "Wünsche" erfüllen. Die Prince würde startklar gemacht und sein Astromech-Droide mit aktuellen Codes bestückt werden. Fürs erste war Dany zufrieden: Er hatte nun wieder offiziell Zugang zu seiner Organisation und die Wahrung seiner Scheinidentität schien durch die Modifikationen Karals ersteinmal gesichert zu sein. In den Augen des früheren Commodores war dies durchaus eine komfortable und ausbaufähige Situation.

Freundlich verabschiedete er sich von Karal und verließ dessen Büro. Auf dem Datapad, das an den Rüstungsplatten seines linken Arms befestigt war, ließ er sich den Aufenthaltsort Zulas anzeigen. Laut den Koordinaten, die ihm Karal übertragen hatte, befand er sich in einem Hochhaus in einer der besseren Gegenden des Rades - wo auch sonst... Ein Vigo würde wohl kaum ein Zuhause im Kneipen- und Kasinoviertel bevorzugen. Aber wer würde das schon, wenn man die Mittel für etwas besseres hatte?

Dany marschierte zum nächsten Turbolift und ließ sich mit dem röhrenartigen Fortbewegungsmittel direkt zu dem besagten Hochhaus transportieren. Gleich nach dem Verlassen des Lifts wurde der Kopfgeldjäger von zwei Sicherheitsleuten überprüft. Er identifizierte sich als Bechesmy und durfte passieren. Offensichtlich war man sogar über seine Ankunft informiert, da die Securitys ihm sogar die Richtung zeigten.

Schließlich stand der Chiss vor einem Apartment mit einer prachtvollen Eingangstür. Er betätigte den Summer und meldete sich, nachdem die Sprechanlage aktiviert wurde:


Bechesmy Cuyan Dral hier.

The Wheel - Hochhaus in exklusiver Lage - vor Gomas Wohnung
 
Raumstation 'The Wheel'::Hochhaus in exklusiver Lage:: Goma' s Wohnung :: Vigo Zula, Fenris Khan
"Entschuldigen Sie, ich hätte mich wohl deutlicher ausdrücken sollen. Ich habe nicht behauptet, das ich irgendjemanden definitiv ausschließe, noch das ich mich bereits festlegen möchte. Im Gegenteil, ich kann aufgrund der mir vorliegenden Datenlage nur ein ungefähres Bild der Bombe und der Explosion machen. Es gibt lediglich ein paar Eindrücke, die ein Bild vermitteln, welches gewisse Personen verdächtig erscheinen lässt. Da meine Zeit in dieser Organisation und diesen Kreisen noch recht kurz ist, so kenne ich selbstverständlich nicht alle Organisationen im selben Interessengebiet. Die Galaxie ist auch zu groß, als dass man es sich so leicht machen kann. Im Angesicht der Sicherheitsvorkehrungen bleibt aber die Frage, wie der Täter von dem Treffen und den ganzen Maßnahmen drum herum wissen konnte. Wichtig wäre noch zu klären, wie die Bombe gezündet wurde, das würde einiges klären können. Im übrigen habe ich bisher keine meiner Spekulationen außerhalb dieser Räume geäußert, lediglich die Daten über die Bombe stehen in meinem vorläufigen Bericht. Ich würde mich auch nie hinreißen lassen Verdächtigungen offiziell auszusprechen, da es keine Beweise zu Untermauerung gibt." erwiderte Fenris und fügte schließlich an: "Das Angebot, bei den Nachforschungen behilflich zu sein, nehme ich gern an. Sofern ich von meiner derzeitigen Arbeitsstelle freigestellt werde. Denn wie Sie sicherlich wissen, bin ich als Mediziner auf der Krankenstation angestellt und bin für Aktivitäten und Aufträge Außerhalb auf die Zustimmung von Rin'na Karal angewiesen. Sollte ich von dieser Seite grünes Licht bekommen, werde ich gern an den Ermittlungen teilnehmen. Denn mein Interesse an diesem Vorfall ist geweckt, zumal die Auswirkungen irgendwie uns alle beeinflussen. Wie Sie schon sagten, das Gesamtbild hinter dieser Intrige ist sehr vielschichtig und die harten Fakten zu wenig, als dass man schon ein Urteil bilden kann."
Der Felacat-Mischling lächelte, seine natürliche Neugierde und Jagdinstinkt war geweckt.
Sollte der Chevin, wie er selbst behauptete, ein Verdächtiger sein, dann hätte er schon mal sehr kluge Schachzüge bisher gespielt, denn die Ermittlungen selbst zu leiten und gleichzeitig der Drahtzieher zu sein, ermöglichte es wunderbar den Verdacht auf andere zu lenken. Es gehörte aber eine extreme Portion von
Kaltblütigkeit dazu, sich selbst so zu gefährten, unbekannte Leute zur Ermittlung heran zu ziehen und dann noch so ruhig zu bleiben. Undenkbar war es nicht, aber schon sehr wagemutig und schwer zu beweisen. Selbst wenn dem so wäre...nein, das wollte sich Fenris jetzt nicht ausmalen, nicht nachdem er so viele Leichen heute seziert hatte.
 
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Zula war von Fenris Khans Betragen nur teilweise begeistert, aber seine Qualifikationen sprachen für ihn, und wie er selbst ganz richtig sagte: Er war noch ziemlich neu im Geschäft. Jedenfalls brachte er gute Grundlagen mit, um es in der Branche zu etwas zu bringen, und dieser Auftrag konnte eine wichtige Stufe seiner Karriere sein. Aber solche Versprechungen machte der Chevin vorerst nicht. Anreize waren gut, aber nicht gut war es, einen Untergebenen zu Übermut und unangemessenen Risiken anzustacheln, indem die Aussicht auf Belohnung zu groß war. Es war besser für alle Beteiligten, die Sache erst einmal wie einen normalen Job anzusehen, trotz seiner immensen Bedeutung für die Black Sun. Alles weitere musste sich dann später zeigen.

»Um Ihre derzeitigen Aufgaben müssen Sie sich keine Sorgen machen, Ad'ika«, sagte er. »Rin'na Karal hat Sie mir empfohlen und wird Sie demnach auch mit Sicherheit freistellen. Überlassen Sie das mir.

Da wir keine Zeit zu verlieren haben, werde ich die Teams für die beiden Aufträge so schnell wie möglich zusammenstellen. Lässt Ihre Zeit es zu, dass Sie hier bleiben, bis die anderen eintreffen? Sie dürfen sich als meinen Gast betrachten.«


Er sorgte dafür, dass der Felacat bewirtet wurde, und entschuldigte sich dann für einige Minuten. Im Nebenraum, Gomas Arbeitszimmer, schickte er einige kurze Textnachrichten an die anderen Personen von Karals Liste ab. Via verschlüsselter Nachricht erhielten sie die Aufforderung, sich unverzüglich einzufinden.

Verschlüsselte Nachricht

Empfänger/BCC: R5-A6, Blood Dragon, Joel Lopez, Cuyan Dral, Dan Oslik', Finn S. Baird

Gesetze bedeuten nichts, der Kodex bedeutet alles!

Wenn Sie Interesse haben, der Familie durch die Erfüllung eines wichtigen Auftrages einen wertvollen Dienst zu erweisen, finden Sie sich unverzüglich bei unten stehender Anschrift auf The Wheel ein. Bei Verzögerung oder Absage erwarte ich sofortige Nachricht.

Vigo Zula

Nun war es auch an der Zeit, Elliseria Xindaris zu kontaktieren. Die frisch gebackene Kapitänin einer Interceptor-Fregatte war kürzlich an der Station angekommen und hatte ihre Bereitschaft signalisiert, seine Befehle entgegenzunehmen; bisher war er aber noch nicht dazu gekommen, so dass sie eine Weile auf Antwort warten musste. Doch jetzt holte er das nach, indem er eine direkte Verbindung zu ihrem beziehungsweise seinem Schiff schaltete. Allerdings erst, nachdem er sein Gesicht wieder maskiert hatte. Es gab nun schon viel zu viele, die um seine Doppelidentität wussten, aber das hieß nicht, dass in Zukunft alle Vorsichtsmaßnahmen überflüssig waren.

»Miss Xindaris, es freut mich dass Sie hier sind«, dröhnte sein Bass über die Holoverbindung. »Ich brauche Sie für eine wichtige Aufgabe. Das will ich allerdings von Angesicht zu Angesicht mit Ihnen besprechen. Ich erwarte Sie in meiner derzeitigen Wohnung. Die Adresse erscheint jetzt auf Ihrem Display. Kommen Sie unverzüglich. Zula, Ende.«

Wieder gab er Gomas Wohnung an. Seine eigene lag nur ein paar Stockwerke entfernt, aber seit seinem Krankenaufenthalt hier hatte er sich irgendwie festgesessen. Nunja, solange es Goma nicht störte... Vielleicht konnte es langfristig sogar von Nutzen sein, wenn diejenigen, die es betraf, ihr Apartment mit ihm in Verbindung brachten. Es unterstrich ihre Autorität, wenn sie gezwungen sein sollte, für ihn zu agieren. Und das musste bald der Fall sein, denn er konnte nicht ewig hier auf The Wheel bleiben. Es gab schließlich noch andere Aufgaben, denen er nachkommen musste. Im Moment war die Aufklärung des Anschlags die vorrangigste Pflicht, die auf seinen Schultern lastete, aber bei weitem nicht die einzige.

[Besh-Gorgon-System | The Wheel | Hochhaus in exklusiver Lage | Gomas Wohnung] Vigo Zula (alias Vilnok Moor), Fenris Khan
 
Zuletzt bearbeitet:
[Besh-Gorgon-System | Anflug auf The Wheel | N-1 Dead Toad | hinter dem Cockpit] R5-A6

Der sandfarbene N-1-Sternenjäger war nur eines von mindestens drei Dutzend Schiffen, die in Wartepositionen nahe der Raumstation hingen. The Wheel lag in etwa hundert Kilometern Entfernung und war im Licht der Sonne Besh Gorgon dennoch gut zu erkennen, auch ohne dass R5-A6 seine optischen Sensoren auf Fernsicht justierte, das Bild elektronisch hochrechnete oder die Infrarotsensoren zuschaltete. Auch dem Droiden blieb, wie all den anderen Raumfahrern in der Nähe, nichts anderes übrig als zu warten, bis der Anflug auf die Station wieder gestattet wurde.

Beim Eintreffen hatte die Flugkontrolle ihm die Andockerlaubnis verweigert und darauf hingewiesen, dass wegen einer gefährlichen Viruskrankheit eine Quarantäne ausgerufen worden war. Weitere Anfragen, die er in Textform an die Station geschickt hatte, waren unbeantwortet geblieben und die Möglichkeit einer direkten Sprechverbindung hatte er hardwarebedingt nicht. Somit musste er sich mit den mageren Informationen zufrieden geben, die das Holonet ihm bot: Der Transponder des Systems sendete glücklicherweise unbeeindruckt von irgendwelchen Krankheitsausbrüchen weiterhin seine enormen Datenmengen in den Äther. Allerdings gaben diese wenig über die Lage auf The Wheel her und ließen keine Rückschlüsse darauf zu, wann der Verkehr wieder normal fließen konnte. Allerdings erfuhr Asix etwas mehr über das Krytos-Virus und stellte sich dementsprechend auf eine lange Wartezeit ein. Immerhin verbrauchte sein Jäger so gut wie keine Energie, solange er nur antriebslos im All schwebte, und im Gegensatz zu den fleischlichen Piloten und Besatzungsmitgliedern anderer Schiffe brauchte er nicht zu befürchten, dass ihm Luft, Wasser und Nahrungsmittel ausgingen. Erst vor kurzem war über die offenen Kanäle ein Hilferuf eines Menschen ergangen, dem der Sauerstoff auszugehen drohte. Ein größeres Passagierschiff hatte ihm nach einer kurzen Debatte gestattet, mit seinem kleinen Kurier der Seltaya-Klasse anzudocken - sehr zur Enttäuschung eines weniger hilfsbereiten Frachterkapitäns, der eine Gelegenheit zur Bereicherung gesehen und gegen eine horrende Summe Credits ebenfalls Hilfe angeboten hatte. Eine solche Notlage musste R5-A6 für sich nicht befürchten: Er konnte nicht ersticken, verhungern und verdursten, im Vakuum des Alls konnte er nicht einmal oxidieren und gegen die Sonnenwinde Besh Gorgons war er halbwegs wirkungsvoll abgeschirmt. Solange es in dem Jäger genug Strom gab, um seine eigenen Energiezellen wieder aufzuladen, fehlte es ihm an nichts.

Aber er musste nicht so lange warten, wie er befürchtet hatte. Kaum 24 Stunden nach seinem Eintreffen kam die erleichternde Meldung übers Holonet: Die Viruskrankheit war eingedämmt, die Station konnte wieder freigegeben werden. Kurz darauf erteilte die Flugkontrolle den ersten Schiffen - denen, deren Lage aufgrund erschöpfter Ressourcen oder verderblicher Fracht besonders misslich war - Landeerlaubnis und nach etwa einer Stunde konnte auch er seinen Jäger in einen der Hangars fliegen. Da er sich mit Black-Sun-Identifizierungscodes angekündigt hatte, akzeptierte man ihn und machte keine Schwierigkeiten deswegen, weil er ohne lebenden Piloten gelandet war. Bargeldlos bezahlte er die nicht ganz geringe Liegegebühr, unterzog sich bereitwillig der obligatorischen Waffenkontrolle und rollte dann in die Weite der Station, die halb der Belustigung von Touristen, halb als Versorgungsstation für den durchgehenden Verkehr auf der Perlemian und nebenbei auch noch zur Abwicklung allerlei düsterer Geschäfte diente. Auf eben diese hatte der Astromechdroide es abgesehen. Er wollte einen der Vermittler und Informationsmakler aufsuchen, die Leute wie ihn - rangniedere Mitarbeiter der Black Sun - mit lukrativen Aufträgen versorgen konnten. Doch er war noch nicht weit gekommen, als er plötzlich ein Funksignal empfing. Da der Sender sehr nah und das Signal entsprechend kraftvoll war, konnte er es sich sparen, die kleine Empfangsschüssel aus seinem Kopf zu fahren und auf die Quelle auszurichten; auch so war jedes Wort verständlich.


Verschlüsselte Nachricht

Empfänger: R5-A6

Gesetze bedeuten nichts, der Kodex bedeutet alles!

Wenn Sie Interesse haben, der Familie durch die Erfüllung eines wichtigen Auftrages einen wertvollen Dienst zu erweisen, finden Sie sich unverzüglich bei unten stehender Anschrift auf The Wheel ein. Bei Verzögerung oder Absage erwarte ich sofortige Nachricht.

Vigo Zula

Also musste er sich keinen Auftrag suchen - der Auftraggeber kam zu ihm. Dass ein Vigo mit einem Anliegen an ihn herantrat, hätte er zuvor nur mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit bewertet, aber Stochastik galt nicht mehr viel, wenn bereits Fakten geschaffen waren: Es kostete Asix keine Mühe, die Tatsache als solche anzuerkennen und als eine gute Gelegenheit zu akzeptieren.

funkte er zurück - nicht mehr und nicht weniger. Dann machte er sich zu der genannten Adresse auf. Sie war ihm keineswegs unbekannt: Er hatte sie noch von einem seiner letzten Besuche auf der Station gespeichert. Dort wohnte eine Chevin namens Goma, für die er bereits einen kleineren Auftrag erfolgreich abgeschlossen hatte. Oder sie hatte dort gewohnt - ihm fehlten die Daten, um diese Frage klar zu beantworten, aber in Anbetracht der Tatsache, dass Zula bekanntermaßen ebenfalls ein Chevin war, unterstellte er einen Zusammenhang und ging davon aus, die ehemalige Auftraggeberin wiederzusehen. Möglicherweise zahlte sich seine gründliche Arbeit nun durch eine Weiterempfehlung aus.

Es kostete den Droiden einige Mühe, das interne Transportsystem zu nutzen, und wieder einmal musste er eine Frachtbeförderung in Anspruch nehmen anstelle eines Personentransportes. Doch dies kränkte sein Ego in keiner Weise; ihm war nur wichtig, dass er schnell und sicher ans Ziel kam. Das war auch mit diesem Röhrengleiter der Fall, unabhängig davon, dass er zwischen Koffern und Containern stand anstatt zwischen Menschen, Rodianern und Gotals. Zwei Männer in Overalls hoben ihn aus der Kapsel, als er die gewünschte Station erreicht hatte. Nur noch wenige Meter bis zum Fuß der Sektion, in der die Wohnung lag. Als hochhausartiger Turm ragte sie über die ringförmige Grundstruktur der Station hinaus und beherbergte neben kostspieligen Wohnungen noch das Büro eines erfolgreichen Import-Export-Unternehmens sowie eines der teureren Casinos. Gomas Wohnung erstreckte sich über ein ganzes Stockwerk im oberen Drittel des Turms und seine Exklusivität zeugte davon, dass es weder an finanziellen Mitteln nicht mangelte, noch an der Bereitschaft, diese auszugeben.

Arfive-Asix stellte fest, dass die Sicherheitsvorkehrungen seit dem letzten Mal eher zu- statt abgenommen hatten. Anstelle eines bulligen Chevin-Wächters standen nun zwei im Eingangsbereich und ein weiterer hinten im Flur, der zum Besprechungsraum führte. Doch man erwartete ihn offenbar schon. Nach einem Blick auf seine Registriernummer sowie ins Innere seiner Werkzeug- und Verwahrungsfächer, in denen sich natürlich keine Waffe befand, ließ man ihn ein.


»Der Vigo erwartet Sie«, hieß es. »Den Flur entlang und geradeaus durch die Tür.«

Letztgenannte glitt freiwillig zur Seite, als er sich näherte. Er fuhr über den teuren Teppich in einen geräumigen Raum, in dem um einen Glastisch mehrere Sessel standen; soeben waren humanoide Diener oder Sklaven damit beschäftigt, Speisen zu kredenzen. Eine Wand bestand nur aus einem großen Transparistahlfenster, doch der Ausblick auf die Station und das All interessierte A6 nicht besonders. Seine Aufmerksamkeit galt eher den drei Personen, die es sich in den schwarzen Ledersesseln bequem gemacht hatten. Einer von ihnen war humanoid, aber von Fell bedeckt. Asix' Abgleich mit den Datenbanken führte zu keinem Ergebnis, da es zwar Gemeinsamkeiten mit der Spezies der Felacats gab, aber keine volle Übereinstimmung. Der zweite trug eine mandalorianische Panzerung; was für ein Wesen sich darunter verbarg, war ebenfalls schwer festzustellen. Der dritte, größtenteils verhüllt von einer Kapuze und einer Art Gesichtsmaske aus dunklem, undurchsichtigem Stoff, war jedoch eindeutig ein Chevin und somit zweifelsohne Vigo Zula, der Gastgeber.

Mit einer trällernden Tonfolge begrüßte die R5-Einheit die Anwesenden und stellte sichvor.


[Besh-Gorgon-System | The Wheel | Hochhaus in exklusiver Lage | Gomas Wohnung] R5-A6, Vigo Zula, Fenris Khan
 
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[Besh-Gorgon-System | The Wheel | Hochhaus in exklusiver Lage | Gomas Wohnung] Vigo Zula (alias Vilnok Moor), Fenris Khan, Cuyan Dral

Kaum kehrte Zula in das großzügige Besprechungszimmer zurück, da trat dieselbe Chev-Sklavin vor ihn, die vorhin schon Fenris Khan hereingewiesen hatte. Sie verneigte sich tief vor ihrem Herrn und sagte in der Sprache der Chevins:

»Mein Herr Zula, Bechesmy Cuyan Dral wünscht Sie zu sehen.«

Das war aber schnell gegangen. Ganz so bald hatte er nicht mit weiteren Besuchern gerechnet, denn er hatte ja vor wenigen Augenblicken erst die (Ein-)Ladung verschickt. Der Bechesmy musste schon zuvor hierher unterwegs gewesen sein. Aber das war natürlich willkommen.

»Wie üblich nach Waffen durchsuchen, und dann schick ihn herein«, ordnete der Vigo an.

Kurz darauf stand der Mann vor ihm. Er trug eine rote mandalorianische Rüstung und unwillkürlich fragte Zula sich, wie viele Waffen wohl in dieser stecken mochten. Ganz waffenlos war dieser Besucher sicherlich nicht, dafür hätte er nackt eintreten müssen. Ein Risiko trotz Karals Empfehlung, zweifelsohne, aber der Chevin ging es kommentarlos ein. Immerhin war auch er nicht ganz schutzlos, auch wenn die Sicherheitsmaßnahmen ebenso wenig offensichtlich waren wie die zahlreichen Gimmicks, die in so einem Kampfanzug stecken konnten.


»Willkommen, Bechesmy Dral«, grüßte er mit grollendem Bass. »Ich bin Zula, Vigo der Black Sun. Nehmen Sie doch Platz, wir warten noch auf einige weitere Besucher.«

Er deutete abei auf einen der Sessel, die unterdessen für die weiteren Gäste herbeigeschafft worden waren. Sofort eilten zwei Diener zu dem Mandalorianer, die Tabletts mit Snacks und Getränken trugen, mit denen sie auch Fenris Khan bereits versorgt hatten. Auf dem Tisch standen außerdem noch immer die dicken, starken Zigarren, die Zula so schätzte.

»Was dürfen wir Euch anbieten, verehrter Herr?« fragten die Chevs in dem Bestreben, alle Gäste ihres Meisters zu so gut wie möglich versorgen.

Ein weiteres Mal kam die ›Empfangsdame‹ herein.

»Der Droide ist eingetroffen, Herr Vigo.«

Auch er wurde natürlich hereingebeten. Nun waren immerhin schon drei der erwarteten acht Besucher beisammen.

Während das martialische Äußere des Bechesmy Cuyan Dral darauf ausgelegt war, bewundernde oder furchtsame Blicke auf sich zu ziehen, war das Erscheinungsbild von Asix doch das genaue Gegenteil. Nichts deutete darauf hin, dass er mehr war als eine gewöhnliche, serienmäßige R5-Einheit. Offenbar waren Tarnung und Unauffälligkeit die größten Trümpfe, die er ausspielen konnte.


»Willkommen, R5-A6«, grüßte der Vigo auch diesen Besucher, obwohl er persönlich überhaupt nichts von Droiden hielt und es ihm sehr schwer fiel, die Maschine als Person zu betrachten und behandeln. »Bechesmy Cuyan Dral und Ad'ika Fenris Khan, dies ist Pateesa Asix.

Kann man Ihnen denn irgendetwas anbieten?«


Der Astromech gab eine Tonfolge von sich, die nach einer Verneinung klang. Dann ließ er kurz seinen Kopf rotieren, um sich im Raum zu orientieren, und rollte schließlich zur gegenüberliegenden Wand. Sein Ziel war offenbar ein Computeranschluss, der in diese eingelassen worden war. Unmittelbar davor blieb er halten, drehte die Kuppel zu Zula und stieß einen hohen Ton aus.

»Nur zu«, sagte gönnerhaft der Vigo, der das Geräusch als akustisches Fragezeichen verstand. Es handelte sich nur um ein Kommunikationsterminal, nicht um einen Zugang zu Gomas Computernetz, ergo konnte der Droide dort wenig Schaden anrichten.

Asix stöpselte sich in den Computer ein, drehte den Anschluss hin und her wie das Zahlenschloss eines veralteten Panzerschranks und schließlich erschien eine kurze Zeichenkolonne auf dem Bildschirm.


»Lies vor!« befahl der Chevin einem seiner Diener. Der hohlwangige, weißhaarige Chev lief hinüber zu dem Droiden und beugte sich nah an den Monitor, um mit halb zugekniffenen Augen die kleinen Schriftzeichen zu lesen.

»Da steht ›ICH DANKE FÜR DIE EINLADUNG. NEIN, ICH BENÖTIGE NICHTS.‹«

»Du übersetzt auch weiterhin«, legte Zula fest. Zumindest dieses Problem - die Verständigung mit dem Astromechdroiden, der offenbar noch nicht daran gedacht hatte, sich einen Vocoder einsetzen zu lassen - war damit behoben.

[Besh-Gorgon-System | The Wheel | Hochhaus in exklusiver Lage | Gomas Wohnung] Vigo Zula (alias Vilnok Moor), Fenris Khan, Cuyan Dral, R5-A6
 
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[Besh-Gorgon System | IF "Deceiver" | Brücke] Elliseria, Chaos Knights

Es dauerte seine Zeit bis die Antwort von Seiten des Vigos kam, über die Holoverbindung erschien erneut eine wabernde, Schwarze Masse. Das Alleinstellungsmerkmal um Zula zu erkennen, bisher hatte die Piratin keinen Blick auf das wirkliche Aussehen ihres "Chefs" werfen dürfen und hatte auch bisher nur die tiefe Bassstimme hören dürfen, welche einen leichten Klang von einer Elektronischen Verzerrung besaß. Der Vigo erwartete sie in seiner Wohnung, die Adresse erschien auf einem Display und er beendete sofort die Übertragung. Für Elliseria war dies kein Problem.

"Lasst uns andocken, Kardon du übernimmst in meiner Abwesenheit das Kommando, wenn etwas ist melde ich mich."

erklärte sie ihrem Stellvertreter und verließ die Brücke in Richtung ihres Quartiers. Um ihrem Boss höchstselbst unter die Augen zu treten musste sie sich vorbereiten, auch wenn ein Chevin wahrscheinlich wenig ästhetisches einer menschlichen Frau abgewinnen konnte. In einem schwarzen Catsuit, mit einer Pistole an der einen Seite und einem kleinem Beutel an der anderen Seite des Gürtels verließ sie die "Deceiver" und betrat The Wheel. Als Ad'ika der Black Sun war es ihr gestattet an Bord der Station eine Waffe zu tragen, zu ihrem eigenem Schutz und als Autoritätsgegenstand. Dank des Röhrennetzwerkes gelangte die junge Frau blitzschnell bis zu der Wohnung des Vigos, ein Apartment in einem der deutlich nobleren Bereiche der Station. An der Tür drückte sie kurz auf einen Summer, und als eine Stimme verlangte zu wissen wer da klingelt sprach Elliseria leise in den Lautsprecher.

"Ad'ika Elliseria Xindaris hier, der Vigo erwartet mich."

[Besh-Gorgon System | The Wheel | Hochhaus in exklusiver Lage | Vor Zulas Apartment] Elliseria
 
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