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Weihnachtsgedichte

Dieses Thema im Forum "Club Obi Wan" wurde erstellt von riepichiep, 7. Dezember 2004.

  1. riepichiep

    riepichiep BI-TREKTUAL Premium

    So, hier nun der Weihnachtsgedichtesammelthread:

    Die Weihnachtsgans
    Tiefgefroren in der Truhe
    liegt die Gans aus Dänemark.
    Vorläufig läßt man in Ruhe
    sie in ihrem weißen Sarg.

    Ohne Bein, Kopf und Gekröse
    ruht sie neben dem Spinat.
    Ob sie wohl ein wenig böse
    ist, daß man sie schlachten tat ?

    Oder ist es hier zu kalt ihr?
    Man sieht's an der Gänsehaut ...
    Nun, sie wird bestimmt nicht alt hier:
    morgen wird sie aufgetaut.

    Hm, welch Duft zieht aus dem Herde
    durch die ganze Wohnung dann !
    Mach, daß gut der Braten werde,
    morgen kommt der Weihnachtsmann !
    Heinz Erhardt​


    Advent
    Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
    Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel
    häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
    Und dort, vom Fenster her, durchbricht
    den tunklen Tann ein warmes Licht.
    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
    die Försterin im Herrenzimmer.
    In dieser wunderschönen Nacht
    hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei des Heimes Pflege
    seit langer Zeit schon sehr im Wege.
    Drum kam sie mit sich überein:
    Am Niklasabend muß es sein.

    Und als das Rehlein ging zur Ruh'
    das Häslein tat die Augen zu,
    erlegte sie - direkt von vorn -
    den Gatten über Kimm' und Korn.
    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
    zwei, drei, viermal die Schnuppernase
    und ruhet weiter süß im Dunkeln
    derweil die Sterne traulich funkeln.

    Und in der guten Stube drinnen,
    da läuft des Försters Blut von hinnen.
    Nun muß die Försterin sich eilen,
    den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
    nach Waidmannssitte aufgebrochen.
    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
    was der Gemahl bisher vermied,
    behält ein Teil Filet zurück
    als festtägliches Bratenstück
    und packt darauf - es geht auf vier -
    die Reste in Geschenkpapier.

    Da tönt's von fern wie Silberschellen,
    im Dorfe hört man Hunde bellen.
    Wer ist's, der in so später Nacht
    im Schnee noch seine Runden macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
    auf einem Hirsch herangeritten.
    "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
    die armen Menschen Freude machen?"

    Des Försters Haus ist tief verschneit,
    doch seine Frau ist schon bereit:
    "Die sechs Pakete, heilger Mann,
    's ist alles, was ich geben kann."

    Die Silberschellen klingen leise,
    Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
    Im Försterhaus die Kerze brennt,
    ein Sternlein blinkt - es ist Advent!
    Loriot​


    nun dürft ihr!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Dezember 2004
  2. Tessek

    Tessek Gast

    Oki, hier mein Lieblingsgedicht (was ich aber nicht auswendig kann):

    LITTLE CHRISTMAS GEDICHT

    When the last Kalendersheets
    flattern through the winterstreets
    and Dezemberwind is blowing
    then ist everybody knowing
    that it is not allzuweit
    she does come the Weihnachtszeit

    All the Menschen, Leute, people
    flippen out of ihr warm Stüble
    run to Kaufhof, Aldi, Mess
    make Konsum and business,
    kaufen this und jene things
    and the churchturmglocke rings.

    Manche holen sich a Tännchen
    when this brennt they cry "Attention".
    Rufen for the Feuerwehr
    "Please come quick to löschen her!"
    Goes the Tännchen off in Rauch
    they are standing on the Schlauch.

    In the kitchen of the house
    mother makes the Christmasschmaus.
    She is working, schufts and bakes
    the hit is now her Joghurtkeks
    and the Opa says als Tester
    "We are killed bis to Silvester".
    Then he fills the last Glas wine-
    yes this is the christmastime!

    Day by day does so vergang
    and the holy night does come
    you can think, you can remember
    this is immer in Dezember.

    Then the childrenlein are coming
    candle-Wachs is abwärts running.
    Bing of Crosby Christmas sings
    while the Towerglocke rings
    and the angels look so fine
    well this is the Weihnachtstime.

    Baby-eyes are kugelrund
    the family feels kerngesund
    when unterm Weihnachtsbaum they're hocking
    then nothing can them ever shocking.
    They are happy, are so fine
    this happens in the christmastime.

    The animals all in the house
    the Hund, the Katz, the bird, the Maus,
    are turning round the Weihnachtsstress,
    enjoy this as never nie
    well they find Kitekat and Chappi
    in the Geschenkkarton of Papi.

    The family behins to sing
    and wieder does a Glöckchen ring.
    Zum Song vom grünen Tannenbaum
    the Tränen rennen down and down.
    bis our mother plötzlich flennt
    "The christmas-Gans im Ofen brennt!"
    Her nose indeed is very fine
    ENDE OF THE WEIHNACHTSTIME

    Autor: ??? (Gesucht aber nicht gefunden)
     
  3. LITTLE EWOK

    LITTLE EWOK LE CHEF

    Ein selbst erfundenes


    Oh Nikoluas oh Nikolaus,
    gib mir ein Geschenk oder ich mach Dir den Gar aus,
    denn Osterhasen hab ich schon gekillt,
    hat er mir doch keine Schokolade gebringt.
    Gib mit also Geschenke,
    dann kannst es vermeiden,
    Deine Ertränke
    oder ein anderes langes und grausames Leiden.

    Frohe Weihnachten
     
  4. Padme Naberrie

    Padme Naberrie *vermißt einen linken Schuh*

    Na, wenn es dann schon so ein Thread gibt...

    Advent

    Der Frost haucht zarte Häkelspitzen
    Perlmuttergrau ans Scheibenglas.
    Da blühn bis an die Fensterritzen
    Eisblumen, Sterne, Farn und Gras.
    Kristalle schaukeln von den Bäumen,
    Die letzen Vögel sind entflohn.
    Leis fällt der Schnee ... In unsern Träumen
    Weihnachtet es seit gestern schon.

    (Mascha Kaléko)



    Vor Weihnachten

    Oh, süßer Weihnachtsvorgeschmack:
    Mit einem neuen Bücherpack,
    Der mich zu toller Neugier reizt,
    Komm ich nachhaus und mache Licht.
    Eisblume sich am Fenster spreizt.
    Bald glüht und sprüht mit Knick und Knack
    Der Ofen, tüchtig eingeheizt.
    Nun her mit Pfeife und Tabak!
    Wie lieblich mirs die Nase beizt ...
    Gar noch Kaffee? Nur nicht gegeizt:
    So heimlich wars seit Jahren nicht!
    Aufs alte Sofa ich mich flack
    Und schmökre erst in Schnick und Schnack -
    Doch bald versink ich im Gedicht,
    Indes mit Jagdruf, Wind und Wicht
    Die wilde Rauhnacht draußen weizt.

    (Eugen Roth)


    Nikolaus erzählt

    Als ich auf den Kalender sah,
    Rief ich: Ei, der verhexte!
    Die Stiefel her! Die Zeit ist da!
    Heut ist ja schon der sechste!
    Mein Schlitten brachte mich zum Pol
    Und mein Mercedes Benz
    Entlang die lange Küste wohl
    Westskandinaviens.
    Und als ich hinterher zu Schiff
    Nach Deutschland reisen wollen,
    Ein Mensch nach meinem Sacke griff:
    Habn Sie was zu verzollen?
    Da riß mir die Geduld geschwind,
    Ich zog die Stirne kraus:
    Mich kennt, du Schafskopf, jedes Kind.
    Ich bin der Nikolaus.

    Peter Hacks


    Vor Weihnachten

    Heimliche Zeit,
    Wenn es draußen friert und schneit
    Und der Christ ist nicht mehr weit!

    Wie's tuschelt in den entferntesten Ecken,
    Kichert und lacht!
    Überall Bepacktsein, Verstecken;
    Vorfreude: wie anderen Freude man macht!
    Hoffen und Wünschen webt feiernd durchs Zimmer:
    Ein Heinzelmannwirken im Lampenschimmer.

    Mich deucht, ich sah einen güldenen Schein:
    Guckt da nicht Sankt Niklas zum Fenster herein?
    Glocken erklingen in weiter Ferne.
    Bratäpfelduft aus dem Ofen quoll.

    Am nachtklaren Himmel schimmern die Sterne
    Verheißungsvoll
    Und schauen das Treiben und freuen sich mit
    Bei der eilenden Menschen frohklingendem Schritt.

    Friedvolles Hasten weit und breit:
    Weihnacht ist nahe! O heimliche Zeit!

    (Albert Sergel)



    Brasilianisches Krippenlied

    Ward ein Kind geboren
    mitten in der Nacht
    zwischen Stroh und Lumpen
    auf die Welt gebracht

    Ward ein Kind geboren
    keiner jubelt froh
    und die Engelchöre
    singen anderswo

    Ward ein Kind geboren
    lang vorm Morgengraun
    kommen keine Hirten
    es sich anzuschaun

    Ward ein Kind geboren
    in der Dunkelheit
    Könige und Weise
    haben keine Zeit

    Niemand kommt zu sehen
    nur ein Stern scheint matt
    auf die schiefen Hütten
    in der Wellblechstadt

    (Ingo Barz)



    Nachdem das 1. Kerzchen brennt, ein jeder in die Läden rennt.
    Gleichgesinnte drängen mächtig, das Angebot erscheint so prächtig.
    Doch die Flut der Warenschau macht einen ganz und garnicht schlau. Nach stundenlanger Hetzerei - ist kein Gedanke mehr frei.

    Und geplagte Füße schmerzen - kein Gefühl kommt mehr von Herzen.
    So wird die ganze Glitzerpracht zur Hast, zur Eile und zur Schlacht.

    Der Einkauf wird nochmal vertagt. Besinnung ist nun angesagt.
    Mit einem Mal wird Dir klar, was einst der Sinn des Festes war.

    (Andrea Redmann)
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dezember 2004
  5. Nomi

    Nomi Legende Premium

    Das Gedicht habe ich vor 3 Jahren auf Weihnachtsfeier aufgesagt :braue

    Kein Schnee
    von Heinz Bornemann


    Der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten,
    hat noch niemals so gelitten,
    kein Schnee für seines Schlitten Kufen,
    er muss den Pannendienst wohl rufen.

    Der Engel vom ADAC,
    sagt auch verzweifelt nur, oh ne,
    für Schlitten hab ich keine Reifen,
    das müssen leider sie begreifen.

    Ein grosser Laster muss nun her,
    der Schlitten ist ja furchtbar schwer,
    der Weihnachtsmann, er schuftet fleissig,
    doch überall ist Tempo 30.

    So kommts Geschenk nicht pünktlich an,
    es ärgert sich ein jedermann,
    dem Weihnachtsmann wirds schon ganz flau,
    denn nun steckt er im Riesenstau.

    Die Rentiere stehn da und lachen,
    was macht der Alte bloss für Sachen,
    sie könnten sich vor Freude biegen,
    er hat vergessen, wir könn fliegen.

    So kriegt auch diesmal jedes Kind,
    ganz sicher sein Geschenk geschwind,
    denn würde das mal nicht so sein,
    der liebe Gott liess es schon schnein. ​
     
  6. Padme Naberrie

    Padme Naberrie *vermißt einen linken Schuh*

    Dieses Gedicht habe ich von einer anderen Person gepostet bekommen und ich möchte es gern weitergeben... ;)

    When the snow falls wunderbar
    And the children happy are,
    When the Glatteis on the street,
    And we all a Glühwein need,
    Then you know, es ist soweit: She is here, the Weihnachtszeit

    Every Parkhaus ist besetzt,
    Weil die people fahren jetzt
    All to Kaufhof, Mediamarkt, Kriegen nearly Herzinfarkt. Shopping hirnverbrannte things
    And the Christmasglocke rings.
    Merry Christmas, merry Christmas, Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht, Merry Christmas allerseits...

    Mother in the kitchen bakes
    Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
    Daddy in the Nebenraum Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
    He is hanging auf the balls,
    Then he from the Leiter falls...

    Finally the Kinderlein
    To the Zimmer kommen rein
    And es sings the family
    Schauerlich: "Oh, Christmastree!"
    And the jeder in the house
    Is packing die Geschenke aus.
    Merry Christmas, merry Christmas, Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht, Merry Christmas allerseits...

    Mama finds unter the Tanne
    Eine brandnew Teflon-Pfanne,
    Papa gets a Schlips and Socken,
    Everybody does frohlocken.
    President speaks in TV,
    All around is Harmonie,
    Bis mother in the kitchen runs:
    Im Ofen burns the Weihnachtsgans.

    And so comes die Feuerwehr
    With Tatü, tata daher,
    And they bring a long, long Schlauch
    And a long, long Leiter auch.
    And they schrei - "Wasser marsch!",
    Christmas is - now im - Eimer ...
    Merry Christmas, merry Christmas, Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht, Merry Christmas allerseits...
     
  7. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    Ich ging im Walde so für mich hin,
    mir stand sehr weihnachtlich der Sinn.
    Da sah ich ein frierendes Mägdelein,
    das wollt so gerne gewärmet sein.
    Ich nahm sie zu mir mit nach Haus?
    und zog ihr die nassen Kleider aus.
    Beim Anblick der vielen Kerzen,
    empfand sie Freude tief im Herzen.
    Und weil ich wußte, was sie denkt,
    hatte ich sie reich beschenkt.
    Da sah sie mich ganz böse an
    und sprach: "Du bist kein Weihnachtsmann!"
    Doch ich sprach: "Meine Gute,
    siehst du nicht Sack und Rute!"
    Da sah sie mich nicht mehr böse an,
    und glaubt?, ich wär? der Weihnachtsmann.

    - Ingo Insterburg
     
  8. Jule

    Jule Doppel X-Chromosom Favorisiererin

    Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
    Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
    Mutter schenkte Euch das Leben.
    Das genügt, wenn man's bedenkt.
    Einmal kommt auch eure Zeit.
    Morgen ist's noch nicht so weit.

    Doch ihr dürft nicht traurig werden.
    Reiche haben Armut gern.
    Gänsebraten macht Beschwerden.
    Puppen sind nicht mehr modern.
    Morgen kommt der Weihnachtsmann.
    Allerdings nur nebenan.

    Lauft ein bisschen durch die Straßen!
    Dort gibt's Weihnachtsfest genug.
    Christentum, vom Turm geblasen,
    macht die kleinsten Kinder klug.
    Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
    Ohne Christbaum geht es auch!

    Tannengrün mit Osrambirnen -
    lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
    Reißt die Bretter von den Stirnen,
    denn im Ofen fehlt's an Holz!
    Stille Nacht und heil'ge Nacht -
    weint, wenn's geht, nicht! Sondern lacht!

    Erich Kästner (1928)
     
  9. LITTLE EWOK

    LITTLE EWOK LE CHEF

    -Mahnung an die Eltern und Verwandten


    Wer an Weihnachten nichts schenkt ,
    wird an den nächsten Baum gehäng(k)t.




    Liebe, Familie und Freunde das mag ich sehr, doch lieber hät ich ne DVD.
     
  10. Admiral Pellaeon

    Admiral Pellaeon Level 100 Lokführer

    Hier das find ich immer noch am besten :

    Advent

    Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
    Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel
    häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
    Und dort, vom Fenster her, durchbricht
    den tunklen Tann ein warmes Licht.
    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
    die Försterin im Herrenzimmer.
    In dieser wunderschönen Nacht
    hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei des Heimes Pflege
    seit langer Zeit schon sehr im Wege.
    Drum kam sie mit sich überein:
    Am Niklasabend muß es sein.

    Und als das Rehlein ging zur Ruh'
    das Häslein tat die Augen zu,
    erlegte sie - direkt von vorn -
    den Gatten über Kimm' und Korn.
    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
    zwei, drei, viermal die Schnuppernase
    und ruhet weiter süß im Dunkeln
    derweil die Sterne traulich funkeln.

    Und in der guten Stube drinnen,
    da läuft des Försters Blut von hinnen.
    Nun muß die Försterin sich eilen,
    den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
    nach Waidmannssitte aufgebrochen.
    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
    was der Gemahl bisher vermied,
    behält ein Teil Filet zurück
    als festtägliches Bratenstück
    und packt darauf - es geht auf vier -
    die Reste in Geschenkpapier.

    Da tönt's von fern wie Silberschellen,
    im Dorfe hört man Hunde bellen.
    Wer ist's, der in so später Nacht
    im Schnee noch seine Runden macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
    auf einem Hirsch herangeritten.
    "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
    die armen Menschen Freude machen?"

    Des Försters Haus ist tief verschneit,
    doch seine Frau ist schon bereit:
    "Die sechs Pakete, heilger Mann,
    's ist alles, was ich geben kann."

    Die Silberschellen klingen leise,
    Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
    Im Försterhaus die Kerze brennt,
    ein Sternlein blinkt - es ist Advent!
    :D
     
  11. Padme Naberrie

    Padme Naberrie *vermißt einen linken Schuh*

    Tannengeflüster

    Wenn die ersten Fröste knistern,
    In dem Wald bei Bayrisch Moos,
    Geht ein Wispern und ein Flüstern
    In den Tannenbäumen los,
    Ein Gekicher und Gesumm
    Ringsherum.

    Eine Tanne lernt Gedichte,
    Eine Lärche hört ihr zu.
    Eine dicke, alte Fichte
    Sagt verdrießlich: "Gebt doch Ruh!"
    Kerzenlicht und Weihnachtszeit
    Sind noch weit!

    Vierundzwanzig lange Tage
    Wird gekräuselt und gestutzt
    Und das Wäldchen ohne Frage
    Wunderhübsch herausgeputzt.
    Wer noch fragt: Wieso? Warum?
    Der ist dumm.

    Was das Flüstern hier bedeutet,
    Weiß man selbst im Spatzennest:
    Jeder Tannenbaum bereitet
    Sich nun vor aufs Weihnachtsfest,
    Denn ein Weihnachtsbaum zu sein:
    Das ist fein!

    (James Krüss)



    Die Enten laufen Schlittschuh

    Die Enten laufen Schlittschuh
    auf ihrem kleinen Teich.
    Wo haben sie denn die Schlittschuh her,
    sie sind doch gar nicht reich?

    Wo haben sie denn die Schlittschuh her?
    Woher? Vom Schlittschuhschmied!
    Der hat sie ihnen geschenkt, weißt du,
    für ein Entenschnatterlied.

    (Christian Morgenstern)



    Zünd das Lachen wieder an

    Bläst der Wind dir ins Gesicht,
    fühlt dir einer auf den Zahn,
    nimmt der Nebel dir die Sicht,
    kreuzt ein Virus deine Bahn,

    schickt an den verflixten Tagen
    das Finanzamt einen Brief,
    hast du Porzellan zerschlagen,
    hängt der Haussegen mal schief -

    Zünd das Lachen wieder an.

    Gib den kleinen Alltagssorgen,
    aufgeplustert, gerne groß,
    keine Chance auf ein Morgen,
    lass sie los.

    Aus so manchen Stolpersteinen,
    die wie Unkraut blühen,
    lassen sich gar oft die kleinen
    köstlichen Essenzen ziehen.

    Zünd das Lachen wieder an.

    Streu es zwischen Sorgenfalten,
    Bitterkraut und Schnee,
    lass es Licht und Duft entfalten,
    lade es zum Tee.

    Warm und herzlich, springlebendig,
    so, wie heller Sonnenschein
    soll es arglos, tief inwendig
    Türen öffnen und befrein.

    Zünd das Lachen wieder an.

    (Emmy Grund)
     
  12. Padme Naberrie

    Padme Naberrie *vermißt einen linken Schuh*

    Die Weihnachtsmaus

    Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
    (sogar für die Gelehrten),
    Denn einmal nur im ganzen Jahr
    Entdeckt man ihre Fährten.

    Mit Fallen oder Rattengift
    Kann man die Maus nicht fangen.
    Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
    Noch nie ins Garn gegangen.

    Das ganze Jahr macht diese Maus
    Den Menschen keine Plage.
    Doch plötzlich aus dem Loch heraus
    Kriecht sie am Weihnachtstage.

    Zum Beispiel war vom Festgebäck,
    Das Mutter gut verborgen,
    Mit einem mal das Beste weg
    Am ersten Weihnachtsmorgen.

    Da sagte jeder rundheraus:
    Ich hab es nicht genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    Die über Nacht gekommen!

    Ein andres Mal verschwand sogar
    Das Marzipan vom Peter,
    Was seltsam und erstaunlich war,
    Denn niemand fand es später.

    Der Christian rief rundheraus:
    Ich hab es nicht genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    Die über Nacht gekommen!

    Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
    An dem die Kugeln hingen,
    Ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
    Nebst andren leckren Dingen.

    Die Nelly sagte rundheraus:
    Ich hab es nicht genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    Die über Nacht gekommen!

    Und Ernst und Hans und der Papa,
    Die riefen: Welche Plage!
    Die böse Maus ist wieder da,
    Und just am Feiertage!

    Nur Mutter sprach kein Klagewort.
    Sie sagte unumwunden:
    Sind erst die Süßigkeiten fort,
    Ist auch die Maus verschwunden!

    Und wirklich wahr: die Maus blieb weg,
    Sobald der Baum geleert war,
    Sobald das letzte Festgebäck
    Gegessen und verzehrt war.

    Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus-
    Bei Fränzchen oder Lieschen-
    Da gäb es keine Weihnachtsmaus,
    Dann zweifle ich ein bisschen!

    Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
    Das könnte euch so passen!
    Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
    Bleibt jedem überlassen!

    James Krüss



    Und noch was mundartliches... ;)

    Fußgängerzone

    in dä adventszeit
    wenn girlandn vo gläihbern
    in di bamm hängä
    kann ä beddlä aa ned
    hinderm berch haldn
    und schdelld ä brennerde kerzn
    nebä sich affs bflasdä
    und wennern annä ä märklä
    in di händ drückd singdä
    sugoä nu weihnachdsliedä

    Fitzgerald Kusz
     

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