Weltraum (Imperium)

[Hyperraum - Sentinel Fähre] Sergeant Kyle Vanutur, Corporal Sorel Zakev und Private 1st Class Cochran, einige Soldaten

Kyle hörte sich die Antwort des Corporals an. Er klang nicht so, als würde er Kyle verurteilen. Nicht das es Kyle umgestimmt hätte, aber Zakev war genau der Typ Soldat dessen Meinung man sich anhören sollte. Sachlich, ruhig und auf den Befehl ausgerichtet. Der Auftrag ging für ihn vor, vielleicht hatte sich dieser Soldat gerade deswegen seinen Respekt erworben. Sie waren sich in der Beziehung ähnlich. Der Auftrag musste erfüllt werden. Der Verwundete vor ihm war ein Mann der Tat. Er hatte dieses System des Befehls und Gehorsam verinnerlicht und lebte für seine Jagd. Trotz seiner Verwundung würde er sich davon nicht unterkriegen lassen und einen Weg finden wieder zu jagen.

„Da haben sie Recht Corporal. Cochran hat einen eigenen Blick auf die Dinge. Einen Blick dem den militärischen Führern oft fehlt. Auch mir. Deswegen respektiere ich ihre Spotterin. Aber auch sie, Zakev. Zwar hat jeder auf diesem Schiff hervorragende Arbeit geleistet, aber sie besonders. Sie werden ihren Weg vermutlich weitergehen. Ihr kleines Manko..“ Er deutete auf das Auge „…wird sie nicht lange aufhalten. Besonders dafür werde ich mich einsetzen. Und sollte er überleben wird Lieutenant West bestimmt auch etwas tun können.“
Es war das erste Mal das er an die Sith und Truppler dachte. Sie hatten ihre Flucht erst ermöglicht. Waren sie noch am Leben? Kyle hoffte es. Zumindest hoffte er für West. Die Sith, dabei besonders der Rothaarige waren ihm nicht so gut in Erinnerung geblieben.

Cochran riss ihn aus seinen Gedanken. Sie würden gleich Widek erreichen. Er ging ins Cockpit und schnappte sich den Funk. Wie zu erwarten war wurden sie sofort angefunkt.
„Widek hier Sentinel-Fähre. Meine Name ist Sergeant Kyle Vanutur. ID-Code: Gamma-Maik-Eins-Drei-Drei-Charly. Wir sind Überlebende des Yevethaner Angriffs auf Galantos und erbitten Landeerlaubnis und medizinische Versorgung. Wir haben mehrere Verwundete.“ Es war eine Zeit lang ruhig am Funk.„Zumindest schießen sie noch nicht.“ Sagte er so in den Raum ohne eine Antwort zu erwarten. Er war angespannt, was seinen Rippen nicht gut tat. Aber da sie sich auf der Zielgeraden befanden würde er nicht schlapp machen. Bald darauf kam eine Antwort aus dem Funk.
„Sentinel Fähre. Landen sie in folgendem Hangar.“ Es erschienen Anweisungen auf dem Bordcomputer. „Öffnen sie ihre Luken erst wenn sie über Funk den Befehl dazu erhalten. Verzeihen sie uns, wenn wir misstrauisch sind, Sergeant. Widek, Ende“
Kyle drehte sich in Richtung Aufenthaltsraum, „Also wir werden schonmal nicht erschossen. Bleiben sie ruhig und tun sie dann was ihnen gesagt wird.“ Er wandte sich an Cochran, „Bringen sie den Vogel zum angegebenen Hangar, Private. Und seien sie nett zu den Soldaten dort. Ich bin nicht von Galantos runter um drauf zu gehen weil sie dem Falschen Offizier ans Bein pissen.“


[Widek - Sentinel Fähre] Sergeant Kyle Vanutur, Corporal Sorel Zakev und Private 1st Class Cochran, einige Soldaten

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Status Charly Squad
Auftrag: Nachbereiten
Team 1 (3/5) – Im Schiff
Team 2 (2/4) – im Schiff
 
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Korriban, Dreshdae, Behelfs-Residenz des Gouverneurs, in ihrem Zi: Zoey und Meister Saphenus, Nevis im Aufenthaltsraum oder bei Miss McCathy, Miss McCathy depri in ihrem Zimmer, Fey als gute Seele an Bord, Grin mit Yui draußen ein Voorpak suchend


Meister Saphenus zog alles, was sie sagte, ins Lächerliche! Ja, es waren ja nur ein “paar harmlose” Kreaturen gewesen! Er hätte mal dabei sein müssen! Und er hätte mal erneut mit Hybris in einen Tempel gehen sollen! Doch, was sich herum streiten?! Sie war die Schülerin und der Meister hatte immer recht!

Und, er war auch mit seinen Ansichten, was ihr bauchfreies Oberteil und die Begründung dafür betraf, festgefahren und war erneut unverschämt. So hätte sich in der Republik ihr niemand gegenüber aufführen dürfen! Es gab da einige Punkte, die sie wirklich dort besser fand und hier am liebsten einführen würde, doch sie wusste, das selbst dieser Gedanke lachhaft war. Sie tat, als würde sie es überhören und ließ es abperlen, doch in ihrem Inneren kochte es und sie regte sich darüber mächtig auf und der Gedanke, dass ihr Meister alles spüren könne und sie ihm nichts vormachen könnte, ließ ihren Stresspegel nochmals hochschnellen.

Auch die Frage mit dem Blaster war wohl daneben gewesen! Er fuhr ihr mächtig über den Mund. Sie hasste es, wie ein kleines Mädchen behandelt zu werden. Sie musste sich der dunklen Seite öffnen, damit das aufhörte!


Also kein Blaster! Lord Saphenus war schon hinaus gegangen. Sie sollte in dreißig Minuten auf seinem neuen Schiff sein. Das war nicht viel. Sie musste sofort beginnen, sich umzuziehen. Gedanklich hatte sie ja längst geplant, was sie tragen würde. Definitiv kein bauchfreies Oberteil! Zum Glück hatte sie schon geduscht. Rasch war sie umgezogen.

Sie begab sich in den Aufenthaltsraum. Zoey war alleine hier! Die kleine Togruta war nicht mehr hier. Ein benutzter Teller zeugte davon, dass hier zumindest noch jemand gegessen hatte. Neugierig schaute sie mit der Macht, wo das Kind steckte und fand sie längst in der Nähe von Hybris`Schiff wieder. Fey kam gerade vorbei. Besorgt fragte sie nach:


“Die kleine Togruta ist in Richtung Schiff unterwegs? Hat das seine Richtigkeit?”

Er bejahte. Beruhigt machte sie sich ein Müsli zurecht.

“Ich werde mit dem Meister gleich aufbrechen. Ein Gleiter steht noch vor einer der Pyramiden im Tal. Lassen Sie ihn holen! Sie können ihn orten! Und als erstes rufen Sie Grin zurück. Er soll seine Tätigkeit abbrechen und auf das Schiff des Meisters kommen. Er wird uns begleiten! Abflug ist genau in zwanzig Minuten! Ach, und das Voorpak ist ausgebüxt! Haben Sie das mitbekommen gehabt? Wenn es Ihnen über den Weg laufen sollte…!? Kümmern Sie sich um Yui in meiner Abwesenheit!”,

sagte sie scheinheilig! Schnell schaufelte sie ein paar Löffel in sich hinein, während er losstürmte. Dann sprang sie auch schon auf, legte ihre schwarze Robe an und lief los.

Pünktlich erreichte sie die Fähre. Sie spürte, wo ihr Meister gerade war. Eilig begab sie sich zu ihm. Sie musste durch die ganze Fähre laufen, um sich an Bord zu melden. Als sie den Raum im hinteren Teil der Fähre betrat, schien es, als hätte er sie schon erwartet.

Meister!”

Er deutete ihr, sich auf den Teppich direkt vor ihn zu setzen. Sie kam dem nach und nahm im Schneidersitz platz. Kaum saß sie, hob die Fähre ab. Hatte Grin es rechtzeitig geschafft? Ja! Machtsinne waren toll! Sie wollte nie wieder ohne sie sein! Die starke Machtpräsens Korribans verließ sie schlagartig, als sie den Planeten verließen. Das Gefühl von dort konnte richtig süchtig machen! Dennoch, hatte sich Zoey bislang hartnäckig gesperrt und sich der dunklen Seite größtenteils eisern verschlossen! Das zeugte von einem ziemlich festen Willen, auch wenn es offenbar unangebracht gewesen war! Das sollte sich auch gleich zeigen! Der Meister begann wieder lobend, dass sie die Grundfertigkeiten längst beherrschen würde. Skeptisch sah sie ihn an. Natürlich war immer alles verbesserungswürdig und man konnte es perfektionieren und das ging nur durch Eigeninitiative! Schon klar! Doch worauf wollte der Meister hinaus? Ah, sie wäre deshalb noch lange keine Sith! Daher wehte der Wind wieder! Sie würde nicht so denken! Sie fühlte sich erneut ertappt und senkte kurz den Blick. Doch, sie würde genau das schon bald beweisen müssen! Ja, das würde hart werden! Sie sollte in sich gehen und gut überlegen, ehe sie antworten würde. Er wollte mit ihr in der Richtung üben? Wollte er, dass sie die bald anstehende Prüfung bestehen würde!? War ihm daran gelegen!? Wieder kam er auf die kleine Togruta! Wieder das Gleiche! Was hätte sie bei Hybris falsch gemacht? Was würde sie heute antworten? Warum? Und, sie sollte ehrlich antworten, sonst würde er ihr weh tun! Erschrocken sah sie ihn an! Sie wusste, was er hören wollte und sollte dennoch ehrlich sein!? Das war verdammt schwer! Und widersprüchlich! Sie horchte in sich hinein und dachte krampfhaft nach! Sie überlegte hin und her! Sie wusste, dass ihre damalige Antwort falsch gewesen war! Sie atmete einmal tief ein und aus, so schwer, dass man den Atemzug hören konnte. Man war das schwer sich zu entscheiden. Dann begann sie zu sprechen. Ehrlich, um nicht von ihm geschlagen zu werden, sagte sie:

“Ich würde mich wie beim ersten Mal zuerst vorm Seelenschwert retten. Da ich nun weiß, dass Grin auch Macht begabt ist, sehe ich das etwas anders als letztens. Ich zog die Kleine ihm deshalb letztens vor und weil sie noch ein Kind war und aus ihr noch alles werden kann. Jetzt habe ich aber Grin auf der anderen Seite mit auch dem Machtpotential und beide sind bisher noch ungeschliffene Steine und er ist zudem ein guter Kämpfer, ein guter treuer Bodyguard, loyal, folgsam, was ich sehr an ihm schätze. Doch er wirkt unterbemittelt und kann sich schlecht äußern. Das Kind dagegen ist hellwach, wirkt aufgeweckt und klug. Im Moment würde mir vermutlich Grin mehr bringen. Als Kämpfer. Das Kind ist noch eher nutzlos! Auf Dauer bin ich da hin und hergerissen! Niemand kennt ihr Schicksal und was die dunkle Seite der Macht mit ihnen vorhat!? Hinzu kommt mein Beschützerinstinkt und der Niedlichkeitsfaktor des Kindes! Ich weiß es nicht! … Das ist meine ehrliche Antwort!”


Sie seufzte und sah ihn traurig an.


Weltraum: Theta-Shuttle - In einer Kabine: Saphenus, Zoey Liviana, weiter weg Grin
 
[Weltraum | Theta-Shuttle] - Saphenus; Zoey Liviana

Saphenus schloss sein Auge während er Zoey in der Macht sondierte. In ihr pulsierte die Macht, sie strömte durch ihre Adern und drang in jeden noch so entlegenen Winkel ihres Körpers. Doch diese Macht, die in ihr floss, war sowohl dunkel als auch hell. Nicht einmal die Prägung des Artefakts konnte diesen Umstand verbergen. Beeinflusst durch ihre eigenen Gedanken und Vorstellungen zögerte sie noch immer sich der dunklen Seite völlig und inbrünstig hinzugeben und diesem Umstand strahlte sie aus wie ein Leuchtturm in der Nacht sein Licht auf die hohe See hinauswarf. Innerlich seufzte Saphenus, denn er musste sich einen Großteil der Verantwortung zuschieben. Er war ihr Meister und es war ihm nicht gelungen sie auf den richtigen Weg zu führen. Natürlich machte sie es ihm schwierig, sie stemmte sich gegen seine Lehren und versuchte, sich nur die Rosinen herauszupicken. All das hatte er zugelassen. Doch er würde sich dieser Verantwortung stellen. Bald schon würde sich entscheiden wie Zoeys Zukunft aussah und Saphenus sah diesem Augenblick gespannt entgegen.

Zoey antwortete auf seine Frage und er spürte, dass sie die Wahrheit sagte. Die Gefühle hinter ihren Worten konnte sie nicht vor ihm verstecken. Sie führte aus, dass sie Grin auf kurze Sicht gesehen immer vorziehen würde, seine Loyalität gepaart mit dem Machtpotential, das in ihm schlummerte, machten ihn zu einem wertvollen Verbündeten. Auf lange Sicht jedoch wollte sie sich nicht zwischen dem kleinen Mädchen und ihm entscheiden. Das Mädchen sei aufgeweckt, formbar, erziehbar, wer konnte schon sagen wie es sich langfristig entwickeln würde? Argumente, denen Saphenus durchaus zustimmen würde, hätte Zoey nicht noch einen letzten Satz hinzugefügt: ihr Beschützerinstinkt sei geweckt worden und das Mädchen doch so niedlich! Er seufzte laut auf, öffnete sein Auge wieder und sah Zoey an. Eine Mischung aus Zorn und Enttäuschung stand in sein Gesicht geschrieben, wobei letztere überwog.

„Du findest das kleine Ding also niedlich und süß?“, fragte er sie und rollte mit dem Auge. „Tickt deine biologische Uhr etwa schon, möchtest du selber ein Kind haben? Am besten zusammen mit einem fürsorglichen Mann, mit dem du gemeinsam auf der Veranda deines Einfamilienhauses sitzen und in deinen Garten hinausschauen kannst während ihr verliebt Händchen haltet? Möchtest du mir sagen, dass du dir so deine Zukunft vorstellst? Mach dich nicht lächerlich! Du fällst auf deine ursprünglichsten Triebe herein. Kinder SOLLEN niedlich sein, damit wir sie beschützen und für sie sorgen. Genau wie Gizka-Welpen. Das macht sie aber nicht nützlich oder hilfreich. Sie sind vielmehr ein Klotz am Bein. Natürlich kann es gelingen sie auf lange Sicht zu formen. Das gelingt dir aber nicht wenn du sie betütelst und verhätschelst. Wenn brauchen sie Disziplin und Ordnung und die kannst du ihnen nicht geben indem du sie niedlich findest.“ Angewidert verzog er das Gesicht. Alleine die Vorstellung schreiender Kinder in seiner Nähe machte ihn krank und ließ ihn die Wut in seinem Bauch spüren. Seine Eltern hatten stets voller Freude davon erzählt wie sie ihm beim Schlafen zugesehen und seine ersten Schritte miterlebt hätten, genau wie die Versuche zu sprechen bis endlich ganze Silben und schließlich Wörter aus seinem Mund gekommen wären. Er konnte dieser Vorstellung nichts abgewinnen. Vor langer Zeit, kurz nach seiner Hochzeit, hatten Je’ana und er einmal über Kinder gesprochen und dieses Thema dann nie wieder angeschnitten.

„Wir können nur uns selbst beschützen, Zoey. Wir müssen selber die Kraft haben um uns um uns selber zu sorgen. Dein Beschützerinstinkt verleitet dich nur dazu Dinge zu tun, die deinen eigenen Interessen im Wege stehen. Indem Hybris dich vor die Wahl gestellt hat, hat er genau diese Tatsache bewiesen. Geh in dich, frag dich, wann dir dein Beschützerinstinkt das letzte mal geholfen hat. Welchen Nutzen hat er dir gebracht? Lass mich raten: keinen. In dieser Galaxis ist sich jeder selbst der nächste. Vergiss das niemals. Freundschaft, Liebe…all diese Dinge existieren nicht. Sie sind eine Illusion, die uns verführen möchte um uns schließlich ins Verderben zu treiben. Leg diese Schwächen ab. Sie behindern dich nur auf dem Weg zu wahrer Größe!“

Er sah sie noch einmal eindringlich an und lehnte sich schließlich zurück. Nach kurzem zögern sprach er weiter. „Wir beide werden nach Taris gehen. Dort gibt es…Dinge, die meiner Aufmerksamkeit bedürfen. Wir beide können dort viel lernen und Schwächen unserer Vergangenheit ablegen. So vertraut mir dieser Ort auch sein mag, er ist dennoch nur ein Teil dessen, was ich war und nicht dessen, was ich bin oder noch sein werde. Für dich gilt das gleiche. Ich habe dir bereits gesagt, dass dort eine Prüfung auf dich wartet und auch wenn ich dir noch nicht sagen werde woraus diese Prüfung besteht, so kann ich dir sagen was passiert, wenn du sie bestehst: dann wirst du nämlich ein vollwertiges Mitglied des Ordens der Sith und nicht mehr meine Schülerin sein!“ Er ließ seine Worte für einige Augenblicke wirken und fuhr dann fort. „Noch bin ich nicht davon überzeugt, dass du es wert bist eine Sith zu werden. Ich weiß nicht einmal ob du die Prüfung, geschweige denn im Orden selbst, überleben wirst. Jeder Sith wird deine Schwächen gnadenlos spüren und ausnutzen und ohne einen Meister bist du ihnen schutzlos ausgeliefert. Dann wirst du unter Beweis stellen müssen, wie viel du wirklich gelernt hast und wie geschickt du bist. So oder so, ich werde am Ende gewinnen. Entweder du stirbst, dann verschwende ich keinen Gedanken mehr an dich. Oder du überlebst und behauptest dich, dann hat meine Ausbildung gefruchtet. Ich bin neugierig darauf, worauf es hinauslaufen wird. Das kannst du mir glauben.“ Er lächelte sie an, doch es war ein ausdrucksloses, emotionsloses Lächeln. Ihr Gespräch wurde plötzlich unterbrochen als der Pilot eine Sprachverbindung zu seinen Räumlichkeiten herstellte und ihnen mitteilte, dass sie bald laden würden. Noch waren sie jedoch nicht auf Taris angelangt, sie wechselten nur das Raumschiff. Saphenus nickte. Eine imperiale Raumfähre würde zu viel Aufmerksamkeit erwecken. Auf einem düsteren und heruntergekommenen Raumhafen von Nar Shadaa verließen sie die Fähre und wurden zusammen mit unzähligen anderen Flüchtlingen in erbärmlichem Zustand in ein Raumschiff geführt, das nach Fäkalien und Erbrochenem stank. Saphenus hüllte sich in seinen Umhang ein und während Zoey und er ihre Lichtschwerter verbargen, suchten sie sich eine dunkle Ecke im hinteren Teil des Raumschiffs. Dort ließen sie sich nieder. Ein Vorteil unter Flüchtlingen war, dass sich jeder nur um sich selbst kümmerte. Niemand würdigte dem merkwürdigen Paar aus Zabrak und Mensch eines Blickes. Schnell verließen sie auch diesen Planeten wieder, nun auf endgültigem Kurs nach Taris.

„Auf diese Weise bin ich damals nach Bastion gelangt.“, klärte er Zoey auf und lachte leise. „Gefällt dir diese Art zu reisen? Sie dürfte eine willkommene Abwechslung zu dem Luxus darstellen, den du sonst gewohnt bist. Atme tief ein und aus, irgendwann wirst du den widerlichen Geruch nicht mehr wahrnehmen.“ Er sah sich um, doch keine der Gestalten um sie herum weckte seine Aufmerksamkeit. „Sieh sie dir an, Zoey. Jämmerlich, unbedeutend. Es macht keinen Unterschied ob sie leben oder sterben, im Angesicht der Galaxis sind sie wertlos. Wir Sith haben die Chance uns über sie zu erheben, Dinge zu tun, die von Bedeutung sind, die alles verändern! Dieses Potential liegt in unseren Händen, nutze es oder wärst du lieber einen von ihnen?“


[Weltraum | Hoffnungslos überfüllter Frachter] - Saphenus; Zoey Liviana
 
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Weltraum: Theta-Shuttle - In einer Kabine: Saphenus, Zoey Liviana, weiter weg Grin


Sie fröstelte. Es war kühl im Weltraum. Sie war Korribans Temperaturen gewöhnt. Die Gedankenspiele, die sie durchspielen musste, führten teils auch dazu. Wen opfern? Wen dieses grausame Schicksal auferlegen? Damals hatte sie gedacht, dass Hybris es ernst meinen würde. Auch, wenn es jetzt nur ein Gedankenspiel war, war es nicht besser! Die Drohung Saphenus` sie wieder zu strafen, stand im Raum. Die bevorstehende Prüfung machte es auch nicht besser. Das Schwert des Todes hing über ihrem Kopf. Sie zog den dunklen Umhang fester an sich heran und hüllte sich damit ein. Sie sah in sein Gesicht. Er war mit ihrer Antwort unzufrieden, war enttäuscht und wütend. Angst kroch in ihr hoch und ließ sie noch stärker frösteln.

Schnell wurde ihr ihr erster Fehler klar. Wie hatte sie zu ihrem Sithmeister von einem süßen niedlichen Kind reden können!? Sie hatte vergessen, dass er kein Normalsterblicher war. Er rollte mit seinem einzigen Auge, was scheußlich aussah und wurde heftig sarkastisch, etwas, was er gut konnte und gerne tat. Ob ihre biolog. Uhr ticken würde!? Sie wurde schlagartig rot! Ob sie sich eine Bilderbuchfamilie mit Haus und Garten und weißem Holzlattenzaun wünschen würde!? Jetzt verdrehte sie die Augen und schüttelte heftig mit dem Kopf.


“Ich war und bin eine Karrierefrau, Meister!”,

warf sie dazwischen. Man konnte doch dennoch ein Kind süß finden!? Er kam gleich noch mit Erziehung! Hoffentlich wollte Talitha, wo steckte sie überhaupt, kein Kind mit ihm! Er als Vater!? Das arme Kind! Er dachte nur an Erziehung und Drill, nicht an Liebe und Fürsorge!

Sie sollte sich nur um sich selbst kümmern! In den meisten Fällen tat sie das auch. Sie war durchaus ein Ich-Mensch. Doch bei Kindern und Yui sah das anders aus. Obwohl!? Sie erinnerte sich an Q`Tahem, als sie beide gemeinsam im Vulkantempel durch Dick und Dünn gegangen waren. Sie halfen sich uneigennützig und sie hatte ihm sogar einen Teil dieser grässlichen Folter abgenommen. Doch war das wirklich so selbstlos geschehen? Sie hatte nicht alleine ohne ihn sein wollen, denn gemeinsam war man stärker! Sie hatte Angst gehabt, ihn zu verlieren! Sie hatte auch eigennützig gedacht! Das mit den Kindern, einem fremden Kind, war wohl eher anerzogen! Bis zu einem gewissen Punkt hatte er recht, was das Kindchenschema und so betraf. Ihr Beschützerinstinkt verleitete sie dazu, Dinge zu tun, die ihr weder nutzten, aber auf jeden Fall schadeten. Er riet, dass sie bisher nie einen Nutzen daraus hatte ziehen können. Gut, das mit Nevis hatte ihr gründlich geschadet und den Unmut von Hybris und Saphenus heraufbeschworen! Doch wann hatte ihr ihr Beschützerinstinkt je geholfen? Mit Yui war sie nur erpressbar geworden. Sie war Mitwisser und Verschleierer an einem Elternmord und war im Gegenzug aber auch von ihr beschützt und gerettet worden. Doch das hatte sie auch getan! Sie durfte aber nicht vergessen, dass Yui vorrangig ein Droide war und das hier deshalb anders lag. Doch ihre Liebe hatte ihr viel eingebracht. Bei Nevis lag es anders. Sie hatte gar nichts davon. Und Q`Tahem? Sie hatte nie wieder etwas von ihm gehört, nachdem sie zurück gewesen waren. Von keinem der Jedi! Mist, der Meister hatte recht!


“Ja, ich muss meine Entscheidungen anders überdenken. Bisher brachte es mir nichts. Sie haben recht, Meister, auch wenn ich es ungern zugebe.”

Freundschaft und Liebe existierten nicht, fuhr er fort und setzte noch Einen drauf. Ihr stiegen plötzlich die Tränen in die Augen, dass sie heftig blinzeln und schlucken musste, denn in Tränen ausbrechen, wollte sie nicht. Ihre Jedifreunde hatten sie schnell danach links liegen lassen, ihre Liebe zu Solo…, er hatte sie nicht mal mehr gegrüßt, Janus hatte sich nie mehr gemeldet. Sie nickte zustimmend. Jeder war sich selbst der Nächste! Sie sollte diese Schwächen, die einen nur behinderten, ablegen, denn sie behinderten auf dem Weg zu wahrer Größe und die Karriere war das Wichtigste für Zoey, so dass sie verstand und nickte. Er sah sie eindringlich an.

“Ja, Meister, das muss ich tun!”

Fest sah sie ihn an. Ihr war es ernst! Er hatte ihr die Augen geöffnet. Wie hatte sie das nur vergessen können! Wie hatte sie sich über ihre Jedifreunde aufgeregt!

“Es stimmt, was Ihr sagt! Von einigen meiner sogenannten Freunde und Geliebten wurde ich nach der Mission nicht mal mehr beachtet und gegrüßt! Und Sturn meldet sich nicht mal kurz. Er hat mich benutzt. Ich bin sauer auf ihn!”

Sie zog sich theatralisch den breiten Armreif mit dem smaragdgrünen Pelkokäfer unter ihrem Umhang und unter ihrer Jacke ab, okay, das sah bisher eher fummelig aus, und schleuderte ihn von sich durch den Raum, so dass es klimperte und das Teil dann bis zur nächsten Wand rollte, bis es zum erliegen kam. Das war ein Geschenk von ihm gewesen! Eins von vielen, aber eines von Zweien, die sie gerade an sich trug! Das andere Armband mit dem Kommunikator hingegen, wovon Saphenus nichts wusste, was auch so bleiben sollte, ließ sie lieber. Man konnte nie wissen! Sie musste egoistisch denken. Vielleicht brauchte sie seine Hilfe mal.

Lord Saphenus fuhr fort. Sie würden nach Taris fliegen. Schwächen der Vergangenheit ablegen!? Sie beide!? Er hatte Schwächen? Taris! Es ging nach Taris! Er sagte, es wäre nur ein kleiner Teil von ihm. Auch bei ihr wäre es so. Moment!


“Taris?! Ihre Heimat! Wollen Sie ihre Eltern besuchen? Ich war erst einmal dort und das war in dem Sommerlager, von dem ich Ihnen schon mal erzählt habe. Ich hörte dort Gastvorlesungen über Dathomir. Ihre Eltern lernte ich doch als Gastredner kennen! Sie luden mich einmal abends zum Essen ein. Ich war ihre jüngste Studentin.“

Er hatte wohl schon im Bett gelegen?! Das Leben hatte komische Wendungen! Sie war älter als er. Ihn hatte sie damals jedenfalls nicht gesehen. Ihre Augen leuchteten auf. Es hatte ihr gefallen und sie war damals noch so verdammt jung gewesen. Ja, sie durfte als Gast sogar den Jediturm, das Wahrzeichen, besuchen.

Er sprach ihre Prüfung erneut an. Sie sollte dort stattfinden! Aha! Ihre Augen wurden groß. Danach würde sie ihren Schülerstatus verlieren und Mitglied des Ordens sein. Wow. Das wäre schon ein erstrebenswertes Ziel! Sie tat sich schwer mit dem Schülerstatus. Doch nach einer kurzen Pause sagte er ihr, was er von ihr dachte und wie er sie einschätzte und sich fragte, ob sie unter den Sith eine Chance hätte, selbst würde sie die Prüfung überstehen. Zumindest verstand sie ihn so! Alarmiert malte sie sich aus, was passieren könnte. So hatte sie das noch nie gesehen! Sie könnte, sollte, müsste den Tempel der Sith meiden, war dazu ihr erster Gedanke! Die Gefahr, die er beschrieb, war nicht von ungefähr! Er war gespannt, wie es mit ihr enden würde!? Sie fühlte sich in dem Moment wie ein Experiment und dieser Gedanke verursachte Bauchgrummeln bei ihr. Sie würde sich vieles entgehen lassen, müsste sie stets um den Tempel einen großen Bogen machen. Mit der Bibliothek angefangen! War es das wert? Sie sollte an sich arbeiten! Was, wenn sie dort mal erscheinen müsste!? Es gab viele Gründe, an sich härter als zuvor zu arbeiten und ihre Schwächen abzulegen, sah sie ein. Ihr Meister hatte sich die Mühe gegeben, ihr alle Seiten aufzuzeigen! Er war schonungslos, aber sorgfältig, was ihre Ausbildung betraf. Sie konnte ihm dankbar sein! Sie sollte es! Nachdenklich sah sie ihn an, während er sie kalt anlächelte. Offenbar war sie ihm tatsächlich bisher keine gute Schülerin!

Eine Sprachnachricht unterbrach die Lektion. Sie würden zwischenlanden!

Sie verließen auf einem heruntergekommenen Raumhafen von Nar Shadaa ihre Fähre, auf der Grin wartend zurückbleiben sollte, um auf ein Flüchtlingsschiff zu gehen. Dies sollte sie zu ihrem Ziel bringen. Langsam verstand Zoey. Das Lichtschwert sollte keiner sehen, sie reisten unter Flüchtlingen! Sie wollten unauffällig bleiben! Sie wusste nur noch nicht, warum? Ihr Meister sah aus wie ein lumpiger, zu dünner, ausgemergelter, kranker Flüchtling! Sie selbst wirkte gepflegt, aber war in ihren schwarzen, einfachen, aber sauberen, Umhang gehüllt. Der verbarg ihre normale Kleidung darunter.

Sie suchten eine hintere düstere Ecke auf. Zoey musste an sich halten, nicht zu würgen. Ihr war gleich leicht übel. Es stank bestialisch! Sie sorgte sich sofort um ihre Gesundheit und vermied Anderen zu nahe zu kommen. Sicher waren einige voller Ungeziefer!

Dann erzählte ihr Meister ihr, dass er damals so nach Bastion gelangt war. Er lachte leise und fragte sie, ob sie gerne so reisen würde. Natürlich nicht! Doch, sie antwortete erst gar nicht darauf, denn sie hielt diese Frage für eine Rhetorische! Leise, fast flüsternd, fragte sie ihn neugierig:

“Warum seid Ihr damals so gereist?”

Das sah fast nach Flucht aus oder/ und er hatte kein Geld!

Dann sagte er etwas, was zu der Lektion von vorhin passte!

„Sieh sie dir an, Zoey. Jämmerlich, unbedeutend. Es macht keinen Unterschied ob sie leben oder sterben, im Angesicht der Galaxis sind sie wertlos. Wir Sith haben die Chance uns über sie zu erheben, Dinge zu tun, die von Bedeutung sind, die alles verändern! Dieses Potential liegt in unseren Händen, nutze es oder wärst du lieber einen von ihnen?“

Er hatte recht!

“Natürlich nicht! Ich strebte immer nach oben und wollte immer mehr und deshalb ließ ich mich ausbilden! Weil es mir nicht genügte! Langsam verstehe ich, was Ihr mir mit allem sagen wollt!”

Sie konnte ihm nicht so egal sein, wie er sich bemühte, sie umzukrempeln und auf den wahren Pfad der dunklen Seite bringen wollte. Zoey spürte Sympathie für seinen Eifer. Er wollte ihren Tod nicht. Sicher, er tat es auch für sich! Er wollte Erfolg haben, Erfolg als Meister.

“Ihr seid ein guter Mentor! Ich war bisher nur keine gute Schülerin! Ich werde das ändern!”

Sie merkte, dass sie total steif und pikiert unter den Flüchtlingen saß und setzte sich nun etwas bequemer hin. Das sie in dem Gestank eingehüllt war, würde bis zum Ende noch so bleiben! Da musste sie durch! Oh je, sie würden den Geruch annehmen!


Weltraum, Flüchtlingsfähre, Großraumkabine: Lord Saphenus und Zoey mit etlichen Flüchtlingen in Richtung Taris
 
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[Weltraum | Hoffnungslos überfüllter Frachter] - Saphenus; Zoey Liviana

Saphenus sah wie sich Zoeys Augen mit Tränen füllten und er genoss diesen Anblick. Zwar war es einer Sith nicht würdig zu weinen, doch diese Tränen waren Ausdruck der Offenbarung, die sich in ihren Gedanken breitmachte und deshalb akzeptierte er sie und hieß sie willkommen. Gönnerisch schenkte er ihr ein wärmendes Lächeln, das jedoch nach wenigen Sekunden wieder verschwand. Zoeys aufgebrachte Stimme erklang und wütend erzählte sie davon, dass sich Janus nicht mehr bei ihr gemeldet habe, ebenso wie ihre anderen sogenannten Freunde. Geladen riss sie sich einen Armreif vom Körper und schleuderte ihn von sich weg, klirrend flog er gegen die Wand und landete wie ein Stück Müll auf dem Boden. Man sah ihm an, dass es einige Credits gekostet haben musste und dennoch war es in diesem Augenblick nichts mehr wert. Wieder schenkte er Zoey ein Lächeln um sie in ihrem Verhalten zu bestärken.

„Ich habe dich vor Janus Sturn gewarnt, doch du wolltest meinen Rat nicht annehmen. Natürlich hat er dich benutzt. Er hat solange mit deinem Wissen und deinem Körper gespielt bis er hatte, was er wollte. Ich mache ihm keinen Vorwurf, er ist ein Sith. Von ihm kannst du keine Liebe, keine Zuneigung und keine Emotionen erwarten. Es ist eine trügerische Hoffnung, die du hattest und ich hoffe, du lernst aus dieser wertvollen Lektion!“


Zoey griff ihr Reiseziel sofort auf und fragte ihn nach seinen Eltern. Ein düsterer Schatten legte sich über sein Gesicht und seine Züge verdunkelten sich. Es sah seinen Eltern ähnlich, dass sie junge Studenten zu sich nach Hause einluden um ihre Motivation zu stärken. Er selbst hatte diese Treffen verabscheut und sich währenddessen lieber auf sein Zimmer zurückgezogen. „Meine Eltern sind nicht von Belang. Du wirst noch früh genug erfahren wohin unsere Reise geht. Deine Gedanken sollten lieber im Hier und Jetzt sein, meine Liebe.“, grummelte er und versuchte sich an den Abend zu erinnern, an dem Zoey bei seinen Eltern zu Gast war. Es gelang ihm nicht.


Auf dem Flüchtlingsschiff, zusammengepfercht zwischen Wesen der unterschiedlichsten Rassen und Herkunft, merkte man Zoey an, dass sie eine andere, angenehmere Art zu reisen vorzog. In Gedanken versunken sah er vor seinem inneren Auge den damals furchteinflößenden Beamten des Grenzschutzes vor sich, der seinen Ausweis kontrollierte und höhnte ob er ein Sith werden wolle. Damals war seine größte Angst gewesen abgewiesen und zu den Jedi gebracht zu werden, doch nichts dergleichen war geschehen. Ob die Polizisten auf Taris ähnlich abfällig über Flüchtlinge sprachen? Zoey nutzte seinen offensichtlich sentimentalen Moment aus und fragte ihn nach den Hintergründen seiner Flucht. Er grinste sie an.
„Ich habe jemanden umgebracht und wurde deshalb von den Jedi gejagt. Sie haben mich gezwungen nach Bastion zu fliehen und im Nachhinein sollte ich ihnen dankbar sein, meinst du nicht auch? Natürlich war das Sarkasmus, die Jedi gehörten vernichtet. Sie alle mussten sterben bevor es Frieden geben konnte. „Glaub nicht ich würde nicht merken, was du versuchst.“, warnte er sie dann. „Unsere Reise wird kein gemütlicher Ausflug um sich näher kennen zu lernen. Unsere Beziehung zueinander wird sich dadurch nicht ändern. Ich bin noch immer dein Meister und nicht dein Freund!“

Zoey betonte, dass sie noch immer nach mehr strebte und gestand letztlich ein eine schlechte Schülerin mit einem guten Lehrer zu sein. Sie schmeichelte ihm. „Such nicht nach Ausreden und ändere lieber dein Verhalten. Worte sind bedeutungslos, einzig und alleine unsere Taten zählen.“, klärte er sie auf. Neben ihnen drehte sich ein kränklich aussehender Rodianer zu ihnen um. Seine Augen schienen leer und kraftlos zu sein. Langsam öffnete er seinen Mund, dann erbrach er sich hemmungslos vor sich. Sofort mischte sich der Gestank des Erbrochenen unter den Schweiß der Menge, die Suppe rann über den Boden und kam langsam auf sie zu. Der Rodianer brabbelte etwas unverständliches vor sich hin und kippte dann nach hinten um. Noch atmend blieb er regungslos liegen.

„Lecker.“, bemerkte Saphenus und sah sich um. „Niemand interessiert sein Schicksal, niemand kümmert es ob er lebt oder stirbt. Kümmert es dich?“, fragte er Zoey und sah sie an. „Immerhin könntest du ihm helfen. Du könntest zu ihm gehen, ihn beruhigen und ihm wohltuende Worte einflüstern. Du könntest versuchen ihn von der Sucht zu befreien, die ihn offensichtlich gefesselt hält. Doch du tust es nicht. Warum nicht, frage ich dich und die Antwort ist ganz einfach: jeder ist sich selbst der nächste. Wärst du an seiner Stelle, wärst du genau so alleine. Niemand würde dich beachten, niemand käme zu dir.“ Ein breites Grinsen erschien auf seinem Gesicht. „Für ihn wäre der Tod wahrscheinlich sogar die Erlösung von all seinen irdischen Qualen.“

Während des Fluges wurde die Stimmung in dem Flüchtlingsschiff zunehmend bedrückter, die ohnehin schon dunklen Gesichter wirkten noch niedergeschlagener als zuvor. Wahrscheinlich wussten sie alle, dass sie nur von einer Hölle in die nächste flohen, denn selbst die Republik hatte nichts zu verschenken. Trotz der insbesondere von den Jedi zur Schau gestellten Gutmütigkeit und Fürsorge waren die Armen immer noch verloren und nur Spielball der Reichen und Mächtigen. Es dauerte Stunden, dann spürte Saphenus den vertrauten Ruck, der ein Schiff erfasste sobald es den Hyperraum verließ. Unruhe kam unter den Insassen auf, hektisch griffen sie nach ihren letzten Habseligkeiten und verstauten sie eng an ihren Körpern. Die Furcht war ihr ständiger Begleiter. Saphenus stand auf. Gelassen und ruhig wartete er bis sich die Laderampen des Schiffes öffneten und sie nach draußen entließ. Der Geruch von Abgasen stieg ihnen in die Nase, Taris roch kaum besser als das Innere des Raumschiffs. Saphenus hüllte seinen Mantel enger an sich und humpelte hinaus obwohl sein Bein nicht schmerzte. Er bedeutete Zoey ihm dicht zu folgen. Anstatt Himmel erstreckte sich über ihnen nur Metall und Kunststoff. Natürlich waren sie in keinem der vorzeigbaren Häfen gelandet. Die Flüchtlinge füllten die Landebucht und trieben Richtung Ausgang, wo sich lange Schlangen bildeten während sie von den überforderten Beamten registriert wurden. Auch Saphenus und Zoey reiten sich in diese Schlange ein.


"Achte auf deine Präsenz in der Macht, versuch sie zu verbergen. Die Jedi unterhalten einen eigenen Rat auf Taris.", flüsterte er ihr zu. "Die Verzweiflung all dieser Seelen kommt uns uns jedoch zu Gute, sie übertüncht unsere Aura und lässt sie verblassen."

Er selbst blieb ruhig während sie sich den Polizisten immer weiter näherten. Auf Taris war er nichts weiter als ein gesuchter Verbrecher, der gefälschte ID-Chip in seiner Hand musste funktionieren. Er reichte Zoey den ihren. Als sie endlich nach langer Wartezeit an die Reihe kamen, stand ihnen eine menschliche Frau gegenüber, die sie mit müden Augen musterte und ihre Ausweise verlangte. Wortlos reichte Saphenus sie ihr und bedeutete Zoey es ihm gleich zu tun. Das Gerät, mit dem sie gelesen wurden, war schon alt, es piepste und jammerte bis es endlich ein Ergebnis ausspuckte. „Weshalb kommen Sie nach Taris?“, fragte die Polizistin und Saphenus setzte ein bekümmertes Gesicht auf. Mit der Macht verlieh er seinen Worten Nachdruck und berührte den Geist der Polizisten, damit sie ihnen Glauben schenkte. „Wir möchten Asyl.“, begann er jämmerlich und legte den Arm um Zoey. „Das Imperium unterdrückt uns, weil unsere Liebe gegen die Rassenreinheit verstößt. Wir wollen doch nur in Frieden leben.“ Sofort erschien ein mitleidiger Ausdruck in dem Gesicht der Polizistin. „Das Imperium ist grausam. Der Frieden hätte niemals geschlossen werden dürfen.“, murmelte sie leise vor sich hin und stellte ihnen dann ihre Papiere aus. „Gegen Sie weiter und folgen Sie den Beschriftungen. Dann werden sie aufgenommen und in eine Unterkunft gebracht.“ Saphenus dankte ihr und ging weiter, doch anstatt der Beschilderung zu folgen suchte er sich seinen eigenen Weg. Einen Beamten, der ihn zurechtweisen wollte, wies er mit einem Wink seiner Hand ab.


Bald schon waren sie alleine, zielstrebig verfolgte Saphenus seinen Weg, der sie zu anderen Ebenen auf Taris führte und bald schon an die Oberfläche brachte. Sie befanden sich am Rand eines heruntergekommenen Industriegebietes. Er stoppte, sah sich und steuerte dann auf einen Platz zu. Dort befanden sich heruntergekommene Gleiter mit verblassten Aufschriften, die sie als Taxis identifizierte. In eines davon stiegen Saphenus und Zoey ein. Der Fahrer, ein Mann mit deutlich wahrnehmbarer Fahne, drehte sich um, Saphenus nannte ihm das Ziel. Heulend erwachte der Gleiter zum Leben und schwang sich mühsam in die Luft.


„Das ist eine Seite von Taris, die du wahrscheinlich noch nicht kennengelernt hast, oder?“, fragte er Zoey und grinste dabei süffisant.


[Taris | Industrielandschaft | Gleiter] - Saphenus; Zoey Liviana; Taxifahrer

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Weltraum - hässlicher Frachter - Riuen und Pfuh (NPC)


Tirahnn war ein imperialer Planet, was Riuen mit einem Stirnrunzeln festgestellt hatte, bevor er sich eine passende Mitfahrgelegenheit ausgesucht hatte. Eowyn hatte eine imperiale beste Freundin? Das wäre ein Grund für so etwas wie Entsetzen gewesen, aber Riuen wusste, dass Tirahnn nicht immer imperial gewesen war. Der Umstand über die neue politische Richtung machte seine Reise nicht ganz ungefährlich, aber der Chiss hatte für alle Gelegenheiten die passende ID, denn als Deserteur des imperialen Militärs, konnte er trotz des Friedensvertrages nicht einfach überall hin spazieren, es sei denn, er wollte direkt ins Gefängnis laufen. Für diese Reise war er also nicht Riuen, sondern Tenar. Und Tenar war ein fetter Chiss, mit grauen Haaren, zu großen Ohren und einer Augenklappe, die dennoch die wundervolle Narbe nicht gänzlich verbarg, die von der Schläfe bis zur Oberlippe ging. Schließlich konnte der Chiss nichts dem Zufall überlassen und wenn er schon eine gefälschte ID hatte, dann würde er voll in dieser gefälschten Persönlichkeit aufgehen. Das einfachste Accessoire war ein langes Holzstück, das er sich unter der Kleidung am Bein befestigt hatte, um in Perfektion zu humpeln.

Riuen hatte keine Ahnung, welcher Spezies der Kegelkopf angehörte, aber es dauerte nicht lange, um festzustellen, dass Pfuh, so sein Name, nicht sonderlich viele Fragen stellte, sondern sich mit ein paar Credits zufrieden gab. Besonders intelligent wirkte der Kurzbeinige auch nicht, aber das war nur ein weiterer Vorteil. Sie saßen schließlich lachend im Cockpit, als Pfuh von seiner jüngsten Schlägerei erzählte. ‚Viele Gewürze hab ich bekommen. Viele Credits. Einfache Arbeit. Nur wenige Schläge und: tot.‘ Riuen stimmte in das neuerliche Lachen Pfuhs ein, denn wenn er eins gelernt hatte, dann, dass man Rollen nur dann gut spielte, wenn man jegliche eigenen Überzeugungen weg ließ. Er war Tenar, nicht Riuen und alles, was letzterer dazu denken konnte, war völlig unwichtig. Er erzählte dem Kurzbeinigen irgendeine Geschichte, die diesen nach kurzer Zeit völlig ermüdete und hatte dann die Gelegenheit, sich in einen der Lagerräume zurück zu ziehen. Dort ging der Chiss noch einmal seine Informationen durch, aber was sollte er bei dieser Spärlichkeit noch groß finden? Er würde überlegen müssen, wie er die Mellahs ansprach, schließlich konnte er kaum mit dem Wort Jedi heraus rutschen und vermutlich war es auch nicht sonderlich klug, wenn er sofort den Namen Eowyns heraus posaunte. Außerdem musste er hoffen, dass es nicht noch weitere Mellahs gab. Dass er nur drei gefunden hatte, bedeutete schließlich nicht, dass es da nicht noch mehr gab. Ian hatte allerdings nichts sagen könne, nichts über den Nachnamen und auch nichts über den eventuellen Job, keine Adresse, keine optische Beschreibung, nichts. Die Frau mit den Drogen hätte es vermutlich kategorisch auszuschließen gegolten, wenn man an Eowyn dachte, aber so wie Ian es gesagt hatte, waren die beiden beste Freundinnen in Kindertagen gewesen. Genug Zeit also, sich in jede Richtung zu entwickeln. Hoffentlich hatte Mellah ihre politische Gesinnung nicht geändert, denn wenn sie eine überzeugte Imperiale geworden war, konnte Riuen ihr unmöglich die Informationen überbringen. Diese Warnung hatte Ian ihm zumindest gegeben, was Riuen wiederum nur stärker und weiter mutmaßen ließ, um was es hier überhaupt ging. Denn auch das hatte Ian nicht wirklich gesagt. Er hatte Glück, dass Riuen ihn leiden konnte und Eowyn hatte Glück, dass es ihm mit ihr nicht sehr viel anders ging.


Weltraum - hässlicher Frachter - auf dem Weg nach Tirahnn - Riuen und Pfuh (NPC)
 
CF: Taris

[Hyperraum Richtung F5(Galaxiekarte) - Hybris Fury - Quartier von M1(Lilith) - M1(Lilith) und Darth Hybris]


Dies war Hybris Spiel. Gerade weil er zielorientiert arbeitete, würde dieses Spektakel außerordentlich sein. M1 als Protagonist, der Raum als Arena und Hybris war die Macht, die sich nicht auf Worte, sondern Gefühle verließ. Die ausgesprochenen und gedachten Worte der jungen Frau waren für sie nicht von wert, denn es waren nur Versprechen und Luft zerfetzte diese im Augenblick ihres Entstehens. Nein, sie wollte keine leeren Hülsen, sie wollte harte Fakten, geschaffen im und durch den Geist, der in Ausnahmesituationen sein wahres Potential entdeckte. Kaum eine natürliche Spezies, unter denen auch die Menschen waren, gab es, die ohne Arbeit und Leid von ihrer Bequemlichkeit weg kam. Sie, die Sklavin und Dienerin, hatte es doch mehrfach bewiesen. Doch nun stand sie vor einem Mann, der sie nicht einfach nur aus ihrer Wohlfühlzone heraus zog, sondern diese zerschmetterte und sie ein für alle mal dazu zwang sich einem höheren Zweck aufzuopfern. Die dunkle Seite machte es möglich, förderte und bestrafte all jene Anhänger, die etwas sein oder erreichen wollten. Hybris als ihr ausführendes Werkzeug, der sich selbst für den Meister der Macht hielt, würde sie nun prüfen.

Was er von M1 empfing waren nur Eindrücke, Gefühle und Ahnungen von Gedanken. Nichts eindeutiges, was er nicht hätte interpretieren müssen. Doch er kannte dieses, sein Spiel und wusste was wie zu deuten war. Vor seinem inneren Auge befanden sie sich längst nicht mehr in dem Quartier auf der Fury. Er war schon so lange dabei, dass er eine eigene Realität geschaffen hatte, die sich spontan an die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen konnte. Der Raum war nun tatsächlich eine Arena und da sie der dunklen Seite gewidmet war, besaß sie keine sichtbaren Ränder, so wie auch die Macht endlos war. Schaute man an die Grenzen, dann sah man nur Finsternis und jene Teile, die man sehen konnte, bestanden ausnahmslos aus schwarzen Obsidian mit violett leuchtenden Einschlüssen, alles zu Platten und Säulen verarbeitet. Am Himmel tobte ein so gewaltiger Sturm, ein Hurrikan, dass sie die Wolken nur am Rande erkennen können, während das Auge über ihnen stand und gewaltige Blitze darin die Seiten wechselten und alles in ein dunkelviolettes Licht tauchte. In der Mitte am Boden, von im Kreis angeordneten Platten umgeben, stand M1. Sie war frei und konnte sich doch nicht bewegen, wollte sie nicht zerschmettert werden. Hybris selber war der Sturm, der sie nun testen würde.


Es fiel dem Menschen schwer Dinge wie den Tod und das Sterben, die Unendlichkeit und Unsterblichkeit richtig zu fassen. Es kam unweigerlichen zu Vergleichen, damit sie es überhaupt irgendwie greifen konnten. Auch M1 tat dies in diesem Augenblick. Hybris konnte es spüren. Er wusste wann jemand sich auf den Tod vorbereitete, den er noch nie zuvor erlebt hatte. Im Gegensatz zu zum Beispiel Saphenus, den er damals im Orden tatsächlich in diese Situation gebracht und der jetzt wusste wie sich der Tod anfühlte, glaubte M1 nur es zu wissen. Sie verglich ihre schlimmsten Augenblicke und versuchte sie zu potenziere, doch blieb es eben nur ein Gedankenspiel. Zu leiden bedeutete nicht zu sterben. Selbst wenn man brannte oder am ersticken war, war das kein sterben. Der Körper sagte einem nicht: Jetzt ist es aus. Doch es gab eine Möglichkeit, eine ganz einfache, fast schon zu simple, die einem diese Erfahrung näher brachte, ohne einen tatsächlich zu töten. Wie der Zabrak zuvor, würde auch M1 diese Erfahrung machen müssen.


Es kam ohne eine Vorwarnung. Hybris starrte M1 einfach nur an, so wie diese zurück starrte. Seine Hand schloss sich nicht einmal, da – nun wieder in der Arena – kam ein Blitz aus dem Himmel, traf sie, hüllte sie ein und lähmte alle ihre Glieder. Wie zu Stein erstarrte stand sie da, nur noch ihre wichtigsten Organe und Augen aktiv. Sie konnte sehen wie der Sturm näher kam, als würde der Himmel einstürzen. Die Blitze kamen näher, fingen an in den Boden einzuschlagen, Obsidian herauszubrechen und kurz in der Luft schweben zu lassen, nur um sie danach nicht nach oben zu ziehen oder wieder fallen zu lassen, sondern in Richtung Finsternis zu schleudern. Die sich im selben Maße näherte. In der Realität war es für M1 nur ein Gefühl von einem brennenden Schmerz, der bei ihren Fingerspitzen und Zehen begann und sich wie flüssiges Feuer durch ihre Adern zu bewegen schien. In Hybris Arena näherte sich der Abgrund mit gewaltigen Schritten. Als wäre die Finsternis lebendig geworden, stürmte sie auf die Frau in der Mitte zu und selbst die in die Schwärze fahrenden Blitze konnte sie nicht erhellen. Der Schmerz wanderte zu ihrem Herzen, doch die Kälte, der Tod, wurde davon nicht berührt. Sie begann zu frieren, so wie sie gleichermaßen von innen heraus zu verbrennen schien. Der Zirkelgroßmeister der Alchemisten kannte den menschlichen Körper besser als alles andere. Er wusste alles um sie im selben Augenblick mehrfach zu foltern und zu töten und brauchte dafür nur die Macht. Die Schmerzen, die sie nun ertragen musste, waren unvergleichlich. Lebendig verbrennen, langsam zerquetscht werden, ein Nervenfeuer am gesamten Körper, ein Kind gebären? Alles nichts im Vergleich zu dem Gefühl zu sterben. Der Körper wusste es. Sie wusste es. Ihr Herz hämmerte nun wie eine Maschine, kämpfte gegen die drohende Vernichtung an. Es kannte kein Leben nach dem Tod, keine zweite Chance, kein andere Existenz. Wenn es scheiterte, dann war es vorbei. M1 stand die Endgültigkeit ins Gesicht geschrieben und kaum war das Pochen in ihrem Brustkasten laut genug geworden, damit sie es nicht mehr nur spüren, sondern auch hören konnte, da umschloss sie die Finsternis, drang in jede Pore ein und füllte sie von innen heraus aus. Das Herz kapitulierte. Hybris Klaue schloss sich und damit der Bewegungsspielraum des Herzens. Ein Riss fuhr durch die Psyche der Frau, zerbrach sie aber nicht. Er war oberflächlich, ließ brennende Finsternis heraus sickern. Nein. Das Herz hatte nicht kapituliert. Es konnte ja gar nicht. Aber es konnte unter unerträglichen Qualen weiter existieren. Nur würde sie das nicht überleben. Weshalb Hybris die Hand wieder öffnete und sich dann schlagartig entspannte. Der Sturm löste sich auf und M1 brach inmitten der Arena zusammen.


Hybris Blick traf die Uhr über dem Eingang. Eine Minute. Länger hatte es nicht dauert. M1 war bewusstlos. Der Schock hatte sie umgehauen, doch nicht umgebracht, wie der Lord zufrieden feststellte. Natürlich hatte er sie mit der Macht am Leben erhalten. Das hatte ja auch gar nicht zur Diskussion gestanden. Wichtig war nur: Wie würde ihre Gefühlswelt aussehen, wenn sie aufwachte? Würde so ein Vernichtungsschmerz, so eine Nahtoderfahrung, sie auf die richtige Weise verändern oder würde sie sich einfach nur in Furcht davor zurückziehen? Bei Saphenus hatte es gewirkt, wenn auch nicht unbedingt so, wie Hybris es gewollt hatte. Andererseits war der Hass auf den eigenen Meister ein wirkungsvoller Brennstoff um die Öfen der dunklen Seite zu befeuern und damit die eigene Macht zu sichern. Hätte der Zabrak die Götterschmiede ohne diesen Hass überlebt? Wäre er als einfacher Bücherwurm durchgekommen? Natürlich nicht. So wie Hybris in ihm ein Ziel geweckt hatte, welches nur lange genug bestand haben musste, damit er stark genug wurde, würde er auch M1 entsprechend antreiben. Das eben erlebte sollte ihr einiges lehren. Unter anderem konnte sie nun vergleichen. Sie wusste wie es sich anfühlte zu sterben, wie es sich anfühlte WIRKLICH hilflos zu sein und es sich nicht nur einzureden. Am Rand eines Sturmes zu stehen und sich zu sagen, man würde diesem hilflos ausgesetzt sein, würde man rein gehen, war schließlich etwas anderes, als drin zu stecken und es wirklich zu spüren. Sie würde weiser aus der Sache raus kommen. Aber, und darauf kam es jetzt an, was würde sie damit anfangen? Hybris wusste es nicht. Nur eines: Sollte sie einige Minuten nach ihrem Erwachen den Rückzug antreten, er würde das Spiel wiederholen. Aber ohne Zurückhaltung. Dann würde sie ihm wenigstens im Tode noch dienlich sein...


[Hyperraum Richtung F5(Galaxiekarte) - Hybris Fury - Quartier von M1(Lilith) - M1(Lilith) und Darth Hybris]
 
[Orbit von Taris/Hybris' Schiff/Lilith's Quartier] Lilith Morris (M1), Darth Hybris

Genau das wollte Lilith sein: Eine Kämpferin. Der Sith ihr gegenüber hatte sie dort komplett heraus gezogen, aus ihrer Wohlfühlzone. Es gab keine mehr, denn sie war kaputt, nicht mehr das, was sie mal war. Mit dieser direkten Macht hatte das junge Mädchen zu kämpfen. Sie musste sich hier und jetzt der tiefen Dunkelheit stellen, in welche sie sich begeben wollte und auch sofort gezogen wurde. Lilith, besser gesagt, ihr Geist, fühlte sich nicht mehr in einem Raumschiff, sondern wie in einer Arena, in welcher sie nun kämpfen sollte. Sie war pechschwarz, endlos und voller Dunkelheit, besser gesagt die dunkle Seite der Macht. Dieses Gefühl rief wieder Angst in dem Mädchen hervor und ihr Körper fing an zu zittern. Sie wurde nun mit etwas konfrontiert, mit was sie vorher niemals konfrontiert wurden: Der permanenten Macht der dunklen Seite. Vor ihrem geistigen Auge sah sie nur einen donnernden Sturm, der über der Arena wie ein Hurrikan tobte. In der Arena, hatte Lilith Probleme, sich auf dem Boden zu halten. Der Hurrikan versuchte, sie vom Boden wegzufegen. Blitze schossen vom Himmel empor und Lilith hatte solche Angst, wie sie noch nie zuvor gehabt hatte. Sie stand starr in der Arena, ohne etwas zu tun oder zu sagen.

Selbst wenn sie es wollte, hätte sie sich nicht bewegen können, da sie von der Dunkelheit, in diesem Fall von
Hybris, dort festgehalten wurde. Ihr Geist rechnete damit, jeden Moment zu sterben, auch wenn das nicht der Fall sein würde. Wie sein voriger Schüler Saphenus, sollte nun auch sie selbst die Erfahrung sammeln, die der Zabrak einst gesammelt hat. Ihn hatte diese Erfahrung zu dem gemacht, was er heute ist. Herr über sich selbst und der absoluten dunklen Seite der Macht. Lilith dagegen war ein junges Mädchen, oft von Furcht und Angst geprägt, doch diese sollte ihr nun komplett ausgetrieben werden. Die Hand des Sith-Lords vor ihr schloss sich nicht einmal und doch fühlte sich das Mädchen wie eingesperrt, sterbend. Ihre Herzschläge wurden schneller und schneller. Nun schlugen die Blitze vom Himmel auf dem Boden, der Arena ein. Sie trafen Lilith nicht, doch sie fühlte sich, als ob sie von ihnen durchschlagen wurde. Ihr Körper verspürte ein Gefühl von brennendem Feuer, der zu Schmerz wurde und tief durch ihre ganzen Adern zog. Ihr Herz pochte mittlerweile so laut, dass sie es förmlich hören konnte. Ein stechender Schmerz traf sie, als der Sith seine Klauen schloss und sie, vorallem ihr Herz, immer mehr und mehr einengte.

Vermeintlich rang
Lilith nach Luft, da sie auch ein Gefühl des Erstickens umgab. Sie fühlte sich innerlich, sowie äußerlich komplett zerrissen. Sie konnte aber nicht wissen, dass Hybris nicht plante, sie komplett zu zerreißen. Sie sollte auf geistiger Ebene eine Begegnung mit dem Tod machen, erkennen, wie es ist, tot zu sein als auch sich so zu fühlen. Doch dann, wenig später als der Sith seine Klaue wieder öffnete, der Sturm in der Arena sich verzog, geschah es. Lilith brach zusammen, in der Arena. Auch in ihrem Quartier in Hybris' Schiff. Hätte der Sith-Lord sie allerdings nicht mit Hilfe der Macht am Leben gehalten, so wäre sie jetzt tot. Eine Weile lag sie da, bevor sie, langsam, wieder aus der Bewusstlosigkeit erwachte. Schwindel und Unwohlsein machten sich bei ihr breit. Als sie die Augen öffnete, kam sie wieder zu sich. Sie wusste, was Hybris soeben mit ihr gemacht hatte. Eine Begegnung mit dem Tod. Doch Lilith hatte festgestellt, dass sie nicht wirklich tot war, sondern dem Tod begegnen sollte. Ihr unwirtlicher Hass auf ihren Meister stieg. Das war in ihren Augen zu sehen. Die Angst, die sie zuvor umgeben hatte, wurde zu Wut und stieg auf, zu Hass. An Rückzug oder ähnliches dachte das Mädchen aber nicht. Der Sith hatte somit geschafft, was er wollte: Dem Tod begegnen.

"Da habt Ihr geschafft was Ihr wolltet. Ich sollte dem Tod begegnen. Ich bin ihm begegnet. Ich verspüre Hass auf Euch. Aber dieser Hass ist es, der mich zu dem macht, was ich bin, was ich sein will. Eine Kämpferin der dunklen Seite. Die Dunkelheit höhlt mich aus. Ich spüre sie, die Macht der dunklen Seite."

Würde sie, wie es bei den Sith denn eigentlich war, eines Tages versuchen, ihn zu töten?


[Orbit von Taris/Hybris' Schiff/Lilith's Quartier] Lilith Morris (M1), Darth Hybris
 
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[Hyperraum Richtung F5(Galaxiekarte) - Hybris Fury - Quartier von M1(Lilith) - M1(Lilith) und Darth Hybris]

Hybris wartete am Ende doch nicht die ganze Zeit. Einer vagen Hoffnung folgend, holte er eines der Pads aus dem Aufenthaltsraum, überspielte es mit seinen ganz eigenen Gedanken und Ansichten über die Macht plus die Grundlagen der selbigen und ging danach zurück zu M1 Quartier. Dort hatte er sich kaum gesetzt, da rührte sich der Jünger auch schon. Es folgten die üblichen Reaktionen auf das Sterben, fehlende Atemluft und der Mangel an Sicherheit jedweder Art. Doch sobald diese auch nur zum Teil abgeklungen waren, da richtete sich ihr inneres Auge auf Hybris und entflammte eben dann, bereit den Peiniger bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Das konnte sie freilich nicht, aber hassen schon. Sie wich nicht zurück, bediente sich aber sofort des schwarzen Feuers der dunklen Seite. Aber, ob nun wegen ihrer Erschöpfung oder Intelligenz, sie nutzte diesen Hass nicht um ihn blind anzugreifen. Er hätte sie deshalb nicht getötet, zog aber intelligente tumben Schülern vor. Rake war ja nur deshalb seiner, weil er blind loyal war. Das konnte er von M1 nicht erwarten. Wollte er auch gar nicht. Schließlich war es auch Saphenus eigener Kopf, der ihn so nützlich machte. Er brauchte Schüler, die seine Schwächen ausglichen und anders an die Dinge herangingen. So wenig er den Glauben des Zabraks auch leiden konnte, irgendwo würde er ihm auch nutzen. Sonst wäre der Executor vermutlich nie nach Korriban gegangen und dieser Schritt würde sich noch lohnen. Da war sich der Lord ziemlich sicher. Doch wo würde M1 hingehen? Vielleicht nirgendwohin. Schließlich musste sie die Ausbildung noch überleben.

„Eine Kämpferin der dunklen Seite … wie aus dem Lehrbuch … langweilig.“


Hybris machte eine Geste, als wolle er ihre Worte aus der Luft schlagen.

„Du spürst die dunkle Seite nicht. Du spürst nur sich kräuselnden Wellen am Strand. Mit ganz viel Phantasie kannst du aus diesen schließen, was sie tatsächlich bewirken können. Doch du wirst ins Wasser gehen und es am eigenen Leib spüren. Auch die Gefahren die sie beherbergen.“

Seine Hand kehrte zur seiner anderen im Schoß zurück, womit er – wenn auch nur von der Haltung her - beinahe wie ein Jedi aussah.

„Wir gehen einen Vertrag ein. Du dienst, ich bilde aus. Hältst du dich nicht an deinen Teil der Vereinbarung, brichst oder veränderst ihn also einseitig, dann nehme ich mir ebenfalls das Recht heraus ihn zu brechen. Ihn und dich. Simpler geht es nicht.“

Plötzlich war das Pad da und wurde zwischen ihnen auf den Boden gelegt.


„Bevor wir mit der Ausbildung beginnen, frage dich folgendes und frage es dich immer wieder: Ist es das wert? Deine Ausbildung dient einem Zweck. Die dunkle Seite der Macht zu nutzen dient einem. Im Imperium und oder im Orden zu dienen, zu leben und selbst groß zu werden dient einem Zweck. Welcher ist das? Und ist er das Risiko wert?“

Ein schwaches Lächeln floss ihm um die Lippen.


„Die dunkle Seite der Macht braucht dich nicht. Sie existiert ohne uns, kann ohne uns wirken, kann sich ohne uns ausbreiten. Du spielst keine Rolle, ich spiele keine Rolle, der Imperator spielt keine Rolle. Aber wir können sie benutzen. Wie jeder Naturgewalt lässt sie es zu, verschlingt dich aber, wenn du nicht aufpasst. Den Weg der Sith zu gehen, ist nichts für Feiglinge.“

Ein auf sie gerichtetes Nicken.

„Viele Sith werden dir sagen, dass Jedi welche sind. Sie verschließen sich vor dieser Macht und bleiben daher hinter uns zurück. Stimmt. Sie kennen die Grenzen und kommen ihnen nur im Notfall nahe, überschreiten sie aber nie. Wir hingegen … wir kennen sie und setzten uns nicht selten darüber hinweg. Jedi fürchten die Gefahren hinter der Grenze, denn es vergiftet ihre Gedanken und Körper. Nicht sofort, nicht einmal innerhalb von einem Jahr und doch schnell genug, um es sie nicht einmal probieren zu lassen. Frag andere Schüler und Jünger: Die meisten kriegen selten oder nie zu hören, wie selbstzerstörerisch sie sein kann, diese dunkle Seite.“


Ein kurzes verächtliches Lachen.


„Sie glauben es sei Schwäche, wenn man sich davor in Acht nimmt, von dem eigenen Werkzeug zerstört zu werden. Ich schreibe dir nicht vor ob du ganz auf der dunklen Seite leben oder wie ich nur zweckgebunden dort verweilst. Aber frage dich wieso es immer noch Jedi gibt, obwohl die Sith sie seit … tausenden von Jahren jagen und töten. Wir, die ja mächtiger sind. Noch einmal: Die dunkle Seite braucht dich nicht. Sie hat keinerlei Anreize um dich am Leben zu erhalten. Du hast den Hass gespürt. Anstatt Angst vor einem übermächtigen Gegner zu haben, der dich mit einem Gedanken töten kann, hat dich die dunkle Seite dazu getrieben mich zu hassen und ein bisschen mehr und du hättest mich angegriffen. Oh nein. Es gibt keine Sicherung, keinen Barriere, die dich vor selbstmörderischen Gedanken abhält. Im Gegenteil. Die dunkle Seite wird dir vorgaukeln, dass du alles schaffen kannst.“

Das Lächeln wurde grausam.

„Geh in die Katakomben des Sith Ordens auf Bastion oder nach Korriban und frag die hunderttausenden Knochen und Aschehäufen, ob sich die dunkle Seite gelohnt hat. Ob es klug war sich auf sie zu verlassen. Nein. Meine Schüler sind nicht so blind. Die dunkle Seite ist ein Werkzeug, wie es auch Plasmagranaten oder Raumschiffe sind. Wir haben sie gefälligst achtsam einzusetzen und müssen uns auf unseren Verstand besinnen. Die dunkle Seite vernebelt diesen nämlich. Lass dir nichts anders einreden.“

Hybris Schultern hoben und senkten sich kurz.

„Das klingt jetzt zwar alles danach, als würde ich dir davon abraten wollen sie zu nutzen, doch dem ist nicht so. Die mächtigsten Sith und damit die mächtigsten Geschöpfe in der Galaxis zu ihrer Zeit, waren so stark in der Macht wie du oder ich, aber eben auch sehr intelligent. Deshalb kümmert mich dein Körper auch nicht. Was in deinem Kopf steckt ist von Bedeutung. Während der Ausbildung wirst du deshalb nicht nur die Grundlagen lernen, sondern auch wie du dieses so mächtige und gefährliche Werkzeug richtig einsetzt. Dann noch ein bisschen Glück und Geschick im Umgang mit Dienern und Verbündeten und du kannst genau so ein Sith Lord werden wie ich.“


Theoretisch. Vor allen mit Sicherheit auftauchenden Hindernissen konnte er sie aber eh nicht warnen. Dann wären sie noch in einer Woche dabei.


„Auf dem Pad steht alles was ich eben gesagt habe und die Grundlagen der Macht. Du sagtest, du warst bei den Jedi. Was ist denn davon hängengeblieben? Außerdem denke über folgendes nach, egal wie lange es dauert und antworte dann: Was ist dein Ziel? Wozu all das hier? Warum willst du einen Weg gehen, den nicht einmal ein Prozent überleben? Warum nicht einfach einen Job, ein Haus, eine Familie suchen? Wozu. All. Der. Aufwand?“

Die eine richtige Antwort darauf gab es nicht. Doch ihre musste zumindest der von Hybris nahe kommen. Die Macht war ein ungebetenes, aber willkommenes Geschenk. Eines, welches man sich nicht hatte aussuchen, ja nicht einmal darauf hatte hoffen können. Nun war es aber da und es nicht einzusetzen, war so, als würde man auf seine Augen oder Gehör verzichten. Kam man zu diesem Schluss, musste man schließlich auch den Weg der Sith gehen, da nur sie außerhalb jeder Einrichtung und fern von Gleichgesinnten lernen und mächtig werden konnten. Jedi verschwendeten so viel Zeit damit sich vor der dunklen Seite abzuschirmen, brauchten so viel Hilfe um „rein“ und „gut“ zu bleiben, dass man das nicht alleine schaffen konnte. Die Natur, das Natürliche in jedem Wesen, trieb ein jedes Lebewesen zur dunklen Seite. Und warum? Weil es natürlich einfacher war... Bequemlichkeit... der Untergang so vieler...

[Hyperraum Richtung F5(Galaxiekarte) - Hybris Fury - Quartier von M1(Lilith) - M1(Lilith) und Darth Hybris]
 
[Hyperraum Richtung F5/Hybris' Schiff/Lilith's Quartier] Lilith Morris (M1), Darth Hybris

Kaum war Lilith erwacht, hatte sie Wut verspürt auf den Sith, der ihr gegenüber saß. Er empfand ihre Aussage, eine Kämpferin der dunklen Seite sein zu wollen als mega langweilig. Am liebsten hätte er wohl ihre Worte in der Luft sofort zerrissen. Das Mädchen tat danach nichts weiter, als die Arme vor der Brust zu verschränken. Sie würde die dunkle Seite nicht spüren. Was war es denn dann, was sie spürte? Auf jeden Fall Wut, Hass. Würde sie dies auslassen, würde sie wohl ziemlich zuschlagen. Zumindest so gut, wie sie konnte. Natürlich existierte die dunkle Seite ohne sie, doch sie würde es sein, die sich der dunklen Seite bedienen würde. Ihr war anzusehen, dass sie darüber nach dachte. Daraufhin wollte Hybris mit ihr einen Vertrag eingehen: Sie würde ihm treu dienen, während er sie ausbilden würde. Das war der Weg der Sith. Sie musste diesen Vertrag eingehen, wenn sie eine Sith werden wollte, woraufhin Lilith nickte.

"Einverstanden", sprach sie, doch das war noch nicht alles. Hybris wollte außerdem wissen, ob dieser Vertrag Sinn machen würde, ob sie es denn auch wirklich wollte, ob es Sinn machen würde? Die Ausbildung dient einem Zweck, doch dient nicht alles einem Zweck? Diese Frage stellte sich das junge Mädchen.

"Es dient alles einem Zweck, ist es nicht so? Es ist so. Die Jedi haben auch einen Zweck, dem sie dienen, genau wie die Sith der dunklen Seite und ihrem Orden. Die Ausbildung macht den Sinn, die Zukunft des Sith-Ordens zu sichern. Es kann mir keiner sagen, dass man ohne Ausbildung zum Sith wird."

Die Schülerin verschränkte die Arme vor der Brust, während sie Hybris forschend betrachtete. Mittlerweile saß sie wieder aufrecht im Schneidersitz auf dem Fußboden. Natürlich war der Sith-Orden nichts für Feiglinge. Lilith mochte für kurze Zeit einer gewesen sein, doch ihr Wesen veränderte sich langsam.

"Klar sind die Jedi Feiglinge. Es gibt bei ihnen Sachen, Dinge, die man nicht besitzen darf. Emotionen darf man nicht zeigen, man darf nicht lieben, oder irgendwelche bestimmten Gegenstände besitzen. Das sind die natürlichsten Sachen auf der Welt, die die Jedi verbieten."

Während sie Hybris weiterhin zuhörte, klärte dieser das Mädchen noch weiter über die dunkle Seite auf. Ihr war bewusst, dass sie die dunkle Seite nicht besaß, sie sich ihr aber widmen und sie benutzen konnte, sie ihr hingeben. Sie solle in die Katakomben auf Korriban oder Bastion gehen und die Aschehaufen fragen, ob es sich lohnte, sich der dunklen Seite hinzugeben oder ob man sich auf sie verlassen konnte. Doch auf die helle Seite der Macht konnte man sich auch nicht verlassen. Sie würde es nicht schaffen, jemanden vor der Dunkelheit zu bewahren oder zu beschützen.

"In Bastions Katakomben war ich bisher noch nie", teilte sie zwischendrin mit. Nach all dem, was Hybris berichtete, würde sie, sofern sie mal auf Korriban oder wieder Bastion ist, in die tiefen Keller gehen. Doch soweit Lilith wusste, trieben sich selbst Jünger in den Katakomben herum. Sie hatte während ihre Aufenthaltes dort nur noch nicht die Möglichkeit gehabt, sich dorthin zu begeben.

Hybris wollte sie zwar nicht davon abhalten, aber es gab bestimmte Dinge, die ihn nicht interessierten. Doch was würde er mit jemanden anfangen wollen, der keine körperliche Form hätte? Deshalb schaute Lilith ein wenig fraglich, als der Sith-Lord erwähnte, ihr Körper interessiere ihn nicht.

"Wollt Ihr jemanden, der körperlos ist? Ohne Körper kann ich Euch ziemlich schlecht dienen, meint Ihr nicht auch?"

Sie würde gespannt sein, was sie während der Ausbildung alles erwarten würde. Doch alles, was Hybris ihr in Worten wiedergegeben hatte, stand auf dem Pad, welches sie erhalten würde. "Ja, ich war bei den Jedi, wenn auch nicht sehr lange. Ich hatte eine Meisterin dort, welche anfing, mich mit den Grundlagen der hellen Seite der Macht bekannt zu machen. Ich habe gelernt, wie ich die Macht nutze, indem ich - ersteinmal - einen Gegenstand schweben ließ. In diesem Fall war das eine silberne Kugel. Ich weiß auch, was die Sith von den Jedi unterscheidet. Was den Jedi verboten oder erlaubt ist. Ein Lichtschwert hatte ich zu der Zeit dort allerdings noch nicht, weshalb ich bisher noch keine Kampferfahrungen hab sammeln können."

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Hybris ließ M1 erst alle Fragen beantworten und davon unabhängige Gedanken äußern, dann fing er an zu antworten.


„Es mag dir so erscheinen, als würde immer alles einen Zweck haben und Lebewesen, vor allem die intelligenteren, würden immer nach diesem handeln. Dem ist aber nicht so. Zweck bedeutet zielgerichtet, was Arbeit schafft. Du könntest dich auch in einen 8 Stunden Job stürzen und danach permanent vom Holonet berieseln lassen, während Droiden alles andere für dich übernehmen. Dieses Leben wäre deutlich einfacher als dein jetziges, die Gefahren minimal. Aber es wäre zwecklos. Bedeutungslos. Werden wir geboren und überleben die ersten Jahre, nur damit wir dann vor uns dahinvegetieren? Nicht wenige der normalen Bürger des Imperiums und vor allem der Republik tun genau das. Weil es einfacher ist.“

Eine wegwerfende Geste.

„Was uns nur dienlich ist. Ein nicht zweckgebundener Geist, dass wirst auch du in naher Zukunft lernen, ist leichter zu manipulieren. Sie zu steuern, ohne das sie es auch nur merken, ist kinderleicht. An diesem Punkt ist es nicht nur natürlich, sondern auch absolut richtig, dass du etwas besseres bist als sie. Sie stehen so weit unter dir, dass sie nur deshalb existieren, weil du es ihnen erlaubst. Das ist Macht und sie ist süßer als jedes Versprechen.“

Ein kurzes Lächeln, welches aber nicht die Augen erreichte.

„Jedi mögen Feiglinge sein und doch brauche ich mehr als mein Wissen um einen Jedi Rat zu besiegen. Er mag, um auf mein Level zu kommen, doppelt so lange brauchen, doch erreichen kann er es dennoch. Sie nur deshalb zu unterschätzen wäre dumm. Offensichtlich haben dies aber schon viele Sith getan. Sonst würden die Jedi nicht immer noch existieren. Denn wie du schon richtig sagst: Es bedarf einer Ausbildung um ein Sith oder eben auch Jedi zu werden. Wäre die Sith im Allgemeinen klüger, wir hätten ihre Meister und ihre Lehren längst ausgemerzt. Im Sith Orden steckt also mehr als genug Schwäche und zu deiner Behauptung, „die Zukunft des Sith Ordens zu sichern“ kann ich dir nur sagen: Nur die Schwachen tun das. Der Sith ist ein Einzelgänger, welcher Zweckgemeinschaften eingeht, damit er in einer komplexen Galaxis weiter kommt als allein. Deshalb kümmert er sich nicht um den Orden. Aber jene, die zu schwach sind um alleine zu bestehen und Bündnisse einzugehen, die flüchten sich in die Strukturen, geben Freiheiten auf, nur damit sie es ein bisschen sicherer haben. Sie sind genauso feige wie die Jedi, genauso dumm und unbedeutend. Der Sith Orden widerspricht der Natur der Sith. Indem du dich den dortigen Regeln unterwirfst, die Anarchie unter den Mitgliedern verhindern soll, schwächst du dich selber. Das gilt sogar für mich als Lord. Aber bei mir ist es nicht so eindeutig und gravierend wie bei dir. Ich habe mehr Vor- als Nachteile. Denk auch darüber nach.“


Nach dem längeren Monolog musste Hybris erst einmal seine Mundhöhle wieder mit Speichel schmieren und machte deshalb eine kleine Pause.

„In die Katakomben wirst du nicht gehen. Dort liegen nicht deshalb Knochen und Asche, weil sie dort gelagert werden, sondern weil du dort umgebracht werden kannst, ohne dass das irgendein Wächter oben mitbekommt und deine Mörder bestrafen könnte. Dort gelten keine Regeln und die Natur der Sith wird verhindern, dass du eine faire Chance haben wirst. Du gewinnst nichts, wenn du dorthin gehst.“

Dann fiel ihm die Frage mit dem Körper ein und er hätte beinahe gelacht, bemühte sich jedoch um ein ernstes Gesicht.

„Und nein, nicht körperlos. Du magst nicht daran gedacht haben, doch alles was du bist, steckt in deinem Kopf. Der Körper dient dem Gehirn nur, damit es überleben kann. Solange dein Körper also deinen Zwecken entsprechend funktioniert, braucht er nicht mehr zu sein. Du wirst keinen Feeorin im Armdrücken schlagen können, also macht es in dem Beispiel keinen Sinn so lange zu trainieren, bis dein Körper keine weitere Muskelmasse mehr aufbauen kann. Deine Körpergröße hindert dich daran die größten aller Blasterwaffen effektiv zu nutzen, also macht es keinen Sinn dich dahingehend auszubilden, selbst wenn du die Nachteile mit der Macht ausgleichen könntest. Du nimmst was dir deine Erzeuger gegeben haben und führst es einem Zweck zu, der sinnvoll ist. Dein Körper interessiert mich deshalb nicht, weil ich keinen Schläger oder schwer bewaffneten Soldaten in einer Powerrüstung brauche, sondern einen intelligenten, stark in der Macht seienden verlängerten Arm. Dafür musst du nur dein Gehirn trainieren und das kannst du mit egal welch kleinen Körper tun. Rake, ein Feeorin und einer mein anderen Schüler, wird dir körperlich grundsätzlich überlegen sein. Auch ist er in der Macht nicht ohne Potential. Doch sein Hirn kommt nicht an deines heran. Jetzt schon nicht. Du hast die Anlagen um eine Sith Lady zu werden, während er niemals Lord sein kann. Dafür fehlt ihm die Intelligenz. Doch dafür bist du doch hier. Um eine Lady zu werden, wobei der Titel natürlich nur stellvertretend für Macht und Einfluss steht. Titel sind künstlich und nur so viel wert, wie alle ihm zugestehen. Macht aber ist unabhängig davon real. Auf keinerlei Bestätigung angewiesen.“


Hybris schüttelte kurz mit dem Kopf.

„Du wirst auch deinen Körper trainieren müssen, damit du gewisse Strapazen überstehst. Aber darüber hinaus: Dein Gehirn. Deine mächtigste Waffe überhaupt. Also. Du konntest schon eine Kugel schweben lassen? Dann musst du den Machtsinn auch schon beherrschen. Gut. Das spart Zeit. Dann demonstriere deine Fähigkeit. Lass das Datapad schweben und sage mir mit Hilfe deines Machtsinnes, wo sich Rope aufhält.“

Letzteren konnte sie natürlich nicht direkt spüren. Aber je nachdem wie weit sie bei den Jedi schon gekommen war und wie viele Tricks man ihr schon beigebracht hatte, würde sie es indirekt können. Ein Droide fühlte sich schließlich anders an als Luft oder die Wände in den Gängen. Aber selbst dann war ihre Reichweite vielleicht zu gering...

[Hyperraum Richtung F5(Galaxiekarte) - Hybris Fury - Quartier von M1(Lilith) - M1(Lilith) und Darth Hybris]
 
[ Hyperraum / Anabell ] Etara als Mesri, Spectre, Mallory als SA Maloy, Yannik, Paloo als Pallok, Yevi (NSC), Darth Sting, Adria Guldur, Sabar Muraenus, Tom West

Tom war im ersten Moment doch etwas überrascht, als er das Zerren spürte, das Lord Sting mit seinem Ruf in ihm auslöste. Tom beeilte sich auch, schleunigst zu dem Lampdroiden zu gelangen. Nicht nur aufgrund der Macht, in diesem Ruf. Sting würde niemals laut werden, ohne einen gewichtigen Grund dafür zu haben und das hatte leider fast immer mit einem Problem oder mit Ärger zu tun. Was hatten die Sith Schüler den nun schon wieder angestellt? Im Laufschritt machte sich Tom auf den Weg. Seine funktionsfähige Hand lag fast automatisch auf seiner Dienstwaffe dabei, man konnte ja nie wissen. Neugierig sah er sich um, konnte aber auf dem Weg in den Gemeinschaftsraum keine Gefahr oder einen Ansatz von Ärger erkennen. Das war erleichternd. Leider wurde Tom schnell eines besseren belehrt. Als er näher kam hörte er bereits Adria aufgeregte Stimme, wie sie Sabar ansprach. Wie angewurzelt blieb Tom erst einmal stehen um das gerade Gehörte zu verdauen. Er war weg! Wie konnte Sikarius, trotz Drogenrausch so einfach aus einem verdammten Schiff des Geheimdienstes verschwinden?

Adria war wie zu erwarten ziemlich außer sich, als Sikarius, ihr geliebter Meister, plötzlich nicht mehr an Bord der Anabell, aufzufinden war. Doch Tom konnte auch nur mit den Schultern hilflos zucken. Als Adria ihn zur rede stellte "Ich habe keine Ahnung wie, wann oder wohin er verschwunden sein könnte. Meiner Meinung nach, lag er mit einer chemischen Keule ausgeschaltet, im Reich der Träume und heilte seine Wunden. Es hätte doch einen Alarm geben müssen, wenn jemand das Schiff verlassen hätte. Vielleicht sollten wir die Crew fragen, ob die internen Sensoren oder Kameras in den Räumen etwas aufgezeichnet haben. Wir sind immerhin an Bord eines IGD Schiffes" Schlug er vor. Irgendwie fühlte sich Tom trotz der Nachricht ein wenig sicherer. Ohne den Kannibalen, war die Reise nach Bastion fast schon Sicher zu nennen. Es tat Tom nur ein wenig für Adria leid, die jetzt fast ganz auf sich gestellt, Entscheidungen fällen musste. Aber vielleicht war das nicht einmal schlecht, wenn sie lernte ohne Sikarius klar zu kommen.

Nur ob Adria und Sabar genügend Disziplin aufbringen würden um sich innerhalb des Imperialen Palastes zu benehmen, konnte Tom nur für sie hoffen. In der Gegenwart des Imperators gab es keine zweite Chance, kein verzeihen oder Gnade, die man erwarten konnte. Entweder man benahm sich oder man verschwand ganz einfach. Zumindest hatte Tom das Gerüchteweise gehört und nach dem was er von den Sith hatte lernen dürfte, war dieses Gerücht wohl noch untertrieben. Ob Adria es hinbekam ohne Anleitung von Sikarius? Sie war sicherlich verunsichert, das er sie ganz alleine zurück gelassen hatte ohne ihr etwas zu sagen. Blieb nur zu hoffen das Sting den beiden noch etwas Demut und Respekt einflössen konnte, bis zu ihrer gemeinsamen Audienz.

Tom nahm sich vor Adria ein wenig zu Helfen, ihre Manieren ein wenig aufzufrischen. Es war nicht einmal gesagt, ob Sikarius ihr überhaupt die Grundlagen guten Benehmens jemals Beigebracht hatte. Tom würde Sting so gut es ging dabei zu unterstützen, die beiden auf das kommende Vorzubereiten. Den Sting wollte vermutlich auch nicht, das sich jemand aus seinem Gefolge vor dem Imperator blamierte. Blieb trotzdem die Frage, wo der dreimal verfluchte Sith ab geblieben war. "Könnt ihr ihn vielleicht noch an Bord des Schiffes spüren Lord Sting? Vielleicht fühlt er sich noch Schwach und Versteckt sich nur. Bis er wieder etwas Kraft geschöpft hat?" überlegte Tom laut, ging aber bereits auf die Sprechanlage des Schiffes zu. Wieder zögerte Tom kurz und überlegte, wenn er mit dem Problem belästigen sollte. "Senior Agent Maloy, wir haben da ein kleines Problem.... Der verwundete Sith ist irgendwie nicht mehr aufzufinden, könnten sie Bitte die internen Sensoren und Überwachungsfunktionen ihres Schiffes nutzen, um heraus zu finden, wo Darth Sikarius ab geblieben ist" Irgendwo musste er sich ja verkrochen haben, in Luft auflösen konnten sich Sith wohl nicht, wenn er an die Reaktion der andren dachte. Man hatte mit Sikarius nur Ärger und Probleme!


*************


Tom sah ein wenig misstrauisch das Insekt vor sich an und seufzte innerlich. Irgend etwas musste der Imperiale Geheimdienst in diesen Wesen sehen, um ihn an Bord dieses Tarnschiffes Dienst tun zu lassen. So schlecht konnte er also in seinen Fach nicht sein. Zumindest hatte er mehr Ahnung von Kybernetischen Gliedmaßen als Tom sie hatte. Er benutzte zwar seine Arme täglich, aber wie es in inneren aussah und wie sie genau funktionierten entzog sich seinen Kenntnissen. Daher war er geneigt das Insekt einen Blick drauf werfen zu lassen. Schlimmer konnte er es auch nicht machen. Kaputt war Kaputt. Bei der ersten Frage zögerte Tom kurz und musste überlegen. "Die kleine schießende, hat sie empfohlen" Innerlich fluchte Tom ein wenig, er hatte ihren Namen vergessen, dabei war er sich sicher, das sie ihn irgendwann einmal genannt hatte?

Viel konnte Tom nicht tun, als der Vespine anfing sich seinen kaputten arm anzusehen. Auf seine Anweisung hin setzte sich Tom, an eine Werkbank und verdrehte sich ein wenig, so das sein kaputter Arm darauf zu liegen kam. Er konnte den verdammten Arm kein Stück mehr bewegen, so das seine Haltung nicht unbedingt als bequem zu beschreiben war. Neugierig beobachtete Tom wie das Insekt anfing, seinen Arm genauer anzusehen. Wie er nach einander einige Wartungszugänge zu seinem Arm öffnete und aus verschiedenen Blickwinkeln die mechanischen und elektronischen Bauteile im inneren betrachtete und überprüfte. Es war schon irgendwie ein merkwürdiger Anblick, dem ganzen zuzusehen und nichts davon zu spüren, obwohl es doch irgendwie ein Teil seines Körpers war. Irgend so ein Blechkasten (Droide) fing an zu Piepsen, anscheinend verstand der Techniker Binär, den er Antworte dem Droiden. Ab und an waren diese Blecheimer ja nützlich, musste selbst Tom zugeben. Bei diesen Einsatz wäre einer der Häcken konnte sogar recht nützlich gewesen.

Die nächste Frage Sia'kus überraschte Tom ein wenig und riss ihn aus seinen Gedanken heraus. "Wie ich den Arm verloren habe?" Unwillkürlich wanderte Toms Blick über den kaputten künstlichen Arm und presste die Lippen zusammen. Es dauerte einen Augenblick ehe Tom mit einem seufzen Antwortete. "Es war mein eigener Thermaldetonator. Mir blieb keine Wahl. Meine Einheit hat einen Planeten verteidigt. Unter den Truppen der Neuen Republik befand sich auch ein verfluchter Jedi. Mit Blastern ist diesen Machtnutzern nicht wirklich beizukommen und er hat unter meinen Soldaten furchtbar gewütet. Irgendwie schaffen sie es, mit ihren verdammten Lichtschwertern, selbst Blasterschüsse abzulenken. Dazu sind sie auch noch alle verflucht Flink, so das ich gezwungen war, den Detonator, etwas kürzer zu werfen, als geplant. Mich hat es zwar einen Arm gekostet, aber wohl mein Leben gerettet" Das der Jedi dem ganzen entkommen konnte, verschwieg Tom lieber dabei. Um von den Thema abzulenken fragte Tom im Gegenzug mit gespielter Neugier nach "Und wie hat es sie auf dieses Schiff verschlagen?"

[ Hyperraum / Anabell ] Etara als Mesri, Spectre, Mallory als SA Maloy, Yannik, Paloo als Pallok, Yevi (NSC), Darth Sting, Adria Guldur, Sabar Muraenus, Tom West
 
Weltraum (Imperium) | Hyperraum | Anabell | Mallory als SA Maloy, Yannik als Yannou, Paloo als Pallok, Darth Sting, Tom West, Adria Guldur, Sabar Muraenus, Spectre, Etara als Mesri, Yevi (NSC), AGI und Sia’ku





Sie hörte Etara zu, ihren Erklärungen. Und wieder einmal verdrehte die hübsche Kriminelle mit den Narben im Gesicht die Wahrheit wie sie ihr gefiel. Spectre hatte sich fest vorgenommen nicht mehr darauf herein zu fallen, aber als Ihre Freundin ihr die Hand auf die Schulter legte und sie anlächelte entspannte sich Ihre Haltung und sie nickte. Als sie sie dann auch noch ‚lobte‘, auf ihre unvermeidlich zweideutige Art, lief ein Schauer über die Haut der Agentin. Das war mehr als nur ein Lob, es war ein Versprechen und innerlich sehnt sie sich nach dem was die Schmugglerin ihr bot.


Liebe, Freiheit, Sorglosigkeit….


Aber das war nur ein Traum und die Realität sah anders aus. Trotzdem, das Versprechen, die Versuchung in Form der Rotäugigen, deren Lippen sie an Ihrer Ohrmuschel spürte, war überwältigend und nur für eine Sekunde, lies sie sich in dieser Illusion fallen und seufzte. Als sie sich allerdings an Etara anlehnen wollte, hatte diese sich schon wieder zurückgezogen und erzählte etwas davon, dass sie ab jetzt vernünftig wäre, bis die Sith von Bord waren.


Aber… das… nein… musste Etara immer alles kaputt machen? Jeden... wirklich jeden Moment ruinieren?


Fast enttäuscht sah Spectre zu der Pilotin, die an dem Bett lehnte. Dann gab sie sich aber einen Ruck und warf die Decke zurück um aufzustehen. Etaras Augen funkelten sie verführerisch an und die Agentin musste schmunzeln. Besprechung also… Aber so einfach wollte sie die Andere nicht davon kommen lassen. Gerade wollte diese sich zur Tür drehen als die ehemalige IGD-Agentin sie mit einem schnellen Griff an den streng zurückgebunden Haaren zurückzog in ihre Arme. Sofort spürte die Schmugglerin die feuchten Lippen ihrer Geliebten, wie diese über ihren Hals huschten bis zu ihrem Ohr während die andere Hand geschickt über den Bauch strich und schließlich gezielt nach unten verschwand. Zart biss die Agentin ihr ins Ohrläppchen ehe sie der anderen Chiss mit rauchiger Stimme:



„Wenn das alles hier vorbei ist, hast du was gut zu machen, Etara…. Du bringst mich um den Verstand…“



ins Ohr flüsterte.


Mit einem Seufzen, das sehr deutlich zeigte, wie gerne sie das jetzt schon angehen würde, gab sie der Schmugglerin eine Schubs und ging auf Abstand.



„Leutnant Mesri, Ihre Uniform sitzt nicht korrekt, beheben Sie das!“



Der Ton der Agentin hatte nichts mehr von der Sehnsucht und den Gefühlen für die Frau vor Ihr. Es klang kalt und auch die Haltung Spectres hatte sich entsprechend geändert.



„Wenn sie sich weiter so gehen lassen, werde ich das als Sabotage an der Mission werten und sie erschießen. Habe ich mich klar ausgedrückt!“



Nichts lies am Ton der Ex-Imperialen erkennen, dass sie es nicht ernst meinte, alles, Stimme, Haltung und Aussage passten zusammen und so Etara konnte sich nicht sicher, ob Spectre es nicht wirklich ernst meinte.


Ohne eine Antwort abzuwarten öffnete die Scharfschützin das Schott und trat hinaus um dann in Richtung Cockpit zu verschwinden.


Auf dem Weg kam sie an der Kabine der Sith vorbei und hörte aufgeregte Stimmen. Aber sie blieb nicht stehen um zu lauschen, sicher hatte Sia‘ku und der Droide (AGI) längst dafür gesorgt, dass die Sith nicht einen Moment unbeobachtet waren. Dabei ging völlig an ihr vorbei, was die beiden dann noch alles mitbekommen hätten.


Kurz vor dem Schott hatte Etara Spectre wieder eingeholt, ein streng prüfender Blick zeigte der Agentin, dass die Uniform der Pilotin wieder korrekt angelegt war.


Als sie das Cockpit betraten, waren die anderen bereits dort versammelt.



„Sir!“



Spectre salutierte vor Mallory und Paloo konnte sich ein Kichern nicht verkneifen. Dann schaltete sich die Sprechanlage ein und die Stimme des Sturmtrupplers West war zu hören
:


"Senior Agent Maloy, wir haben da ein kleines Problem.... Der verwundete Sith ist irgendwie nicht mehr aufzufinden, könnten sie Bitte die internen Sensoren und Überwachungsfunktionen ihres Schiffes nutzen, um heraus zu finden, wo Darth Sikarius ab geblieben ist."



Mallory hielt den Sprechknopf und antwortete sofort.



„Das muss ich nicht. Darth Sikarius hat sich entschieden, das Schiff mit der Rettungskapsel bei einem Zwischenstopp über einem bewohnten Planeten zu verlassen. Maloy Ende.“



Der Ton ließ keinen Widerspruch zu und Mallory zeigte einmal mehr wie wandlungsfähig er war. Dann deaktivierte er die Sprechanlage.



„So weit so gut. Paloo überwacht die Bewegungen der Sith mit den internen Kameras die Sia’ku zu diesem Zwecke wieder aktiviert hat. Bislang ist alles unauffällig. In Kürze können wir unsere Gäste verabschieden und kehren zu, Hauptquartier zurück. Teilweise sind neue Aufträge schon eingegangen und wir werden sie entsprechend auf dem Rückweg absetzen. Fragen?“



Nichts deutet darauf hin, dass Paloo oder Mallory wussten, was in der Dusche bzw. im Frachtraum vorgefallen war, doch Spectre wirkte auf einmal ein bisschen blasser. Auf Mallorys Frage schüttelte sie nur langsam und zögerlich den Kopf. Hatte Paloo sie und Etara etwas länger als nötig angesehen... Vorwurfsvoll?








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[Weltraum (Imperium) | Hyperraum | von N'Zoth in den imperialen Raum | Annabel] Darth Sting, Sabar Muraenus, Adria Guldur, Tom West, Etara, Spectre und Crew

Sabar Muraenus und Tom West verloren keine Zeit, dem durchdringenden Ruf des Sith zu folgen. Sabar traf als erster ein, und noch bevor er wusste was überhaupt los war, wurde er mit Adrias Vorwürfen konfrontiert. Auch sie war wohl zu dem Schluss gekommen, dass ein Mord an ihrem Meister durchaus im Bereich des Möglichen lag. Der Lieutenant kam nur Augenblicke später hinzu und zeigte sich verwundert darüber, dass es Sikarius möglich gewesen sein sollte, trotz seiner Verletzungen und der Sedierung sein Krankenlager zu verlassen, geschweige denn das ganze Schiff.

»Man darf Sikarius und die Macht nicht unterschätzen«, wandte Sting grimmig fauchend ein. »Sowas hat er schon früher gemacht.«

Bei der ersten Begegnung mit Darth Sting (damals noch ein Sith-Schüler namens Chiffith) war Leto Fel nicht mehr oder weniger gewesen als ein flüchtiger Massenmörder, der trotz Sedierung und allen Sicherheitsvorkehrungen aus einer Anstalt auf Taris entwischt und diversen Versuchen, ihn wieder einzufangen, entgangen war. Selbst Janus Sturn und der Lamproid hatten es nicht leicht gehabt, ihn ausfindig zu machen und gefangenzunehmen. Aber in diesem Fall war nicht sicher, dass die Dinge wirklich so standen.


»Aber vielleicht hat ihn auch einer von euch getötet und verschwinden lassen! Die Gelegenheit war ja günstig!« grollte der Wurm. Er richtete sich dabei drohend auf und fixierte die beiden Menschen mit seinem augenlosen Gesicht. Sollte sich herausstellen, dass hier ein Mord passiert war, würde das Konsequenzen haben. Nicht weil Sting das Töten für etwas Falsches hielt, und auch nicht weil ihm so viel an Darth Sikarius lag. Sondern schlicht und ergreifend deswegen, weil ein solcher Übergriff ein weiterer Verstoß gegen klare Anweisungen und eine Missachtung seiner Autorität darstellte, die er nicht durchgehen lassen durfte, wenn er etwas auf sich hielt.

Natürlich leugneten beide Männer, etwas mit dem Verschwinden von Sikarius zu tun zu haben. Und auch wenn Sting gerne einen Sündenbock gehabt hätte: Er glaubte ihnen. Tom West fragte nun, ob es nicht möglich war, dass der Verschwundene sich irgendwo an Bord versteckte, doch das konnte der Lamproid klar verneinen:

»Nein. Er ist weg. Ich bin mir sicher.« Denn er traute es dem psychisch labilen Sikarius nicht zu, seine Präsenz, Macht und Gefühle selbst vor Leuten, die ihn mittlerweile recht gut kannten, so vollständig zu verbergen. »Entweder tot oder runter vom Schiff.«

West fragte beim Kommandanten der Annabel an, ob dieser etwas herausfinden könnte. Doch die überraschende Antwort lautete, dass das gar nicht nötig war: Der Kapitän wusste, was geschehen war. Seiner Aussage nach hatte Sikarius das Schiff verlassen, und zwar beim letzten Zwischenstop. Es ärgerte Darth Sting nicht wenig, dass ihm eine so wichtige Sache nicht sofort mitgeteilt worden war. Kein Normalsterblicher, der halbwegs bei Verstand war, widersetzte sich einem Wunsch von Sikarius, aber spätestens als er von Bord war und die Drohungen, die er wahrscheinlich ausgesprochen oder zumindest angedeutet hatte, keine Bedeutungen mehr hatten, hätte man ihn informieren können! Aber dies war nicht sein Schiff, seine Mission war vorüber. Und ebenso seine Rolle als Anführer. Was geschehen war, entzog sich seinem Einfluss und auch seiner Zuständigkeit. Darth Sikarius war sein eigener Herr und er hatte sich entschieden, die Jagdgesellschaft an diesem Punkt ihrer Reise zu verlassen. Vielleicht mit gutem Grund, denn im Gegensatz zu den anderen Gruppenmitgliedern wusste er vielleicht, weshalb er als Einziger nicht zum Imperator geladen worden war. Es war womöglich gut für ihn, dass er sich abgeseilt hatte, bevor sie in das Kernterritorium des Imperiums vordrangen.

Der Wurm war jedenfalls nicht traurig darüber, die Verantwortung für den Psychopathen und seine Handlungen loszusein. Aber Darth Sikarius hinterließ ihm zugleich eine andere Verantwortung. Denn er hatte seine Schülerin nicht mitgenommen! Unter anderen Umständen wäre das nicht Stings Problem gewesen: Ein Sith-Schüler ohne den Schutz seines Meisters war so etwas wie Freiwild, und der Lamproid hätte sich nicht verpflichtet gefühlt, sich um sie zu kümmern. Er hätte nicht einmal Einwände erhoben, sondern es sogar noch wünschenswert gefunden, wenn sein Schüler diese Gelegenheit zu seinem Vorteil genutzt und nun die alte Konkurrenz und Feindschaft mit ihr wiederbelebt hätte. Aber zwischen Adria Guldur und er rücksichtlsosen Realität des Sith-Ordens stand noch eine mächtige Schutzwand: Die Vorladung des Imperators!

Der Wurm wandte sich an die junge Menschenfrau, die mit der Situation ziemlich überfordert und alles andere als mächtig wirkte. Wahrscheinlich war sie seit Beginn der Reise noch nie so verwundbar gewesen wie in diesem Moment, als sie erkannte, dass sie von der Person, die sie am meisten liebte, im Stich gelassen worden war.

»Du bist allein!« grollte der Sith und legte damit seine Klauen in die Wunde. »Auf dich gestellt. Eine Schülerin ohne Meister ist Nichts! Aber der Imperator will uns sehen. Auch dich. Sein Befehl geht an uns alle.«

An seinen Schüler gewandt fuhr er fort:

»Darth Allegious will Adria, er kriegt sie. Behalt sie im Auge, damit sie es nicht wie Sikarius macht. Wir bringen sie zum Tempel!

Und wenn du da heil ankommen und vielleicht auch wieder rauskommen willst,« fauchte er, nun wieder in Richtung der Frau: »dann gehorchst du mir. Nicht so gut wie deinem Meister, sondern besser! Ich muss jetzt zwei Schüler vorführen, und ich lass' nicht zu dass du ein schlechtes Bild abgibst. Ich bieg' euch beide so hin, wie Allegious euch sehen will, und mir ist egal ob du dabei brichst! Wir fangen jetzt sofort an! Sabar, such zwei Stöcke oder Röhren oder irgendwas, womit sich kämpfen lässt!«


Er kroch so nah an Adria heran, dass sie seinen heißen, stinkenden Atem auf seiner Haut spürte, und sagte:

»Du willst Sith sein, aber deine Gefühle machen dich nicht stark, sondern schwach! Liebe, Treue ... Enttäuschung, Verzweiflung, Kummer ... das ist erbärmlich! Damit verschwendest du deine Energie, statt sie zu nutzen! Wut und Hass geben einem Krieger Kraft! Also lern', aus deinen Gefühlen Wut und Hass zu machen, und lern' schnell! Wenn du jemals 'nen guten Grund hattest, wütend zu sein, dann hast du ihn jetzt: Dein Sikarius hat dich im Stich gelassen. Er ist weg und hat dich bei mir gelassen, ohne zu wissen ob ich dir helfe oder dich fresse oder dich Sabar schenke: du bist ihm scheißegal! Er liebt dich nicht, und weil er dich nicht mehr braucht, bist du jetzt allein. Er hat deinen Hass verdient!«

Darth Sting war kein Psychologe und erst recht kein Rhetoriker, aber er wusste, wie Hass und Zorn funktionierten. Auch Adria hatte einen Zugang zur dunklen Seite: Es würde ihn sehr wundern, wenn dieser Appell nicht ausreichen würde, um die dunklen Gefühle in ihr zu wecken, die nötig waren, um ihren Schock zu verwinden und sogar noch ihren Vorteil daraus zu ziehen. Eigentlich konnte ihr gar nichts besseres passieren als eine solch bittere Enttäuschung.

Sabar Muraenus kam mit zwei Eisenstangen wieder. Die beiden Sith-Schüler waren nun in einer ziemlich vergleichbaren Situation: Wie sein Schüler gestern berichtet hatte, hatte seine Familie ihren Reichtum und ihr Ansehen verloren. Ihm blieb nur wenig von dem, was ihm bisher etwas bedeutet und worüber er sich definiert hatte. Auch ihm bot sich also eine neue Quelle unbändiger Wut, und Ziele, auf die er diese in Form von Hass projizieren konnte. Darth Sting würde sich Mühe geben, diese Entwicklung zu forcieren, denn sie würde Sabar einen noch besseren Zugang zur Dunklen Seite ermöglichen. Echte Sith wurden von Schicksalsschlägen nur stärker - das machte sie ja so unendlich gefährlich!


»Ihr kämpft jetzt gegeneinander. Ziel ist nicht den anderen totzuprügeln, sondern schnell und präzise zu schlagen. Bewegt euch, springt, weicht aus, und lasst den anderen nicht aus dem Blick.

Ich will, dass ihr euch beherrscht! Dass ihr wisst was ihr tut, und zwar die ganze Zeit! Hier wird nicht wieder ein Schiff auseinandergelegt wie beim letzten Mal. Sikarius durfte das, er ist genauso mächtig wie verrückt. Ihr habt keine Ausrede. Also hört auf mein Kommando! Wer die Kontrolle verliert, wird bestraft! - Kämpft!«


[Weltraum (Imperium) | Hyperraum | von N'Zoth in den imperialen Raum | Annabel] Darth Sting, Sabar Muraenus, Adria Guldur, Tom West, Etara, Spectre und Crew
 
[ Weltraum (Neutral) | Hyperraum | Anabell | Maschinenraum ] Sia'ku, AGI-24, Tom West

Sorgfältig studierte der Insektoid den Schaden der humanoiden Prothese, die, wie es schien, weitaus simplerer Natur war als jene, die er als Beinersatz trug. Die Sun hatte wohl keine Kosten und Mühen gescheut, um in ihn zu investieren, wahrscheinlich um aus den Zinsen noch mehr Profit zu schlagen. Der Schaden war zu beheben, es galt die Außenhülle zu flicken, einige Leitungen wieder neu zu verlöten und die schwierigste Aufgabe: Die dünne Schicht aus synthethischer Faser wieder neu zu verschließen, die für die Feinmotorik der Prothese zuständig war. Während sich der Verpine bereits Werkzeug und Ersatzteile zurecht legte hatte der Soldat bereits begonnen seine Frage zu beantworten. Seine Geschichte hätte direkt aus der imperialen Propaganda-Maschinerie stammen können, ein Soldat der seine Arme opferte, um seine Männer vor der Bedrohung eines Jedi zu schützen. Die Beiden hätten nicht verschiedener sein können und dennoch hatten sie die selbe Entscheidung getroffen sich selbst zu opfern zum Wohle seiner Kameraden oder in Sia'kus Fall seiner Familie. Er reichte dem Soldaten eine Schweißermaske, damit keine Funken in das fragile fleischerne Gesicht des Humanoiden stoben und ergriff wieder das Wort.

" Beeindruckend. Es ist eine seltene menschliche Eigenschaft sich selbst für andere aufzuopfern. Dennoch könnte es auch sein, dass ich bisher mit dem falschen Schlag Mensch Kontakt gepflegt habe. "
Der Insektoid musste nichts weiter erklären, als er nach einer Lötlampe griff, um die Kontakte in der Prothese neu miteinander zu verbinden. Mit dem Zischen der Lötlampe kaufte er sich ebenfalls etwas Zeit, um über die Frage des Imperialen nachzudenken. Er musste aufpassen was er sagte, doch er entschied sich für den alten Trick, dass eine gute Lüge immer einen Funken Wahrheit besaß. Nach dem zweiten Satz Kabel greifend halb von seinem "Patienten" abgewandt, so hatte der Verpine gerne die Droiden unter seiner Wartungsaufsicht betitelt, antwortete mit seiner im Vergleich zu seinem Gegenüber all zu hellen Stimme:

" Wie ich hierher gekommen bin ? Das ist eine äußerst lange Geschichte und ich bin mir auch nicht vollkommen sicher, ob einiges davon nicht unter Geheimhaltungsklauseln fallen. "
Wie es schien war der Mensch jedoch nicht so einfach ab zu wimmeln. Er bestand auf eine Antwort, immerhin hatte er auch Informationen über sich offen gelegt. War das eine menschliche gesellschaftlichen Konvention ? Wenn das der Fall war hatte er erneut etwas gelernt. Auf Dorn-Xesh hatten sich die einzelnen Rassen ziemlich zusammen gerottet, vor allem die Verpinen. Das war auch vollkommen verständlich, denn im Basic fiel einfach komplett die Nutzung seiner Antennen zur Vermittlung von Emotionen weg. Es war so unglaublich unpersönlich und stupide mit diesen rohen ungeformten Lauten zu kommunizieren. Doch langsam begann er sich daran zu gewöhnen, immerhin war es nun schon eine ganze Weile her, dass er einen anderen Verpinen getroffen hatte.

" Nun . . jedes Schiff braucht jemanden, der es Instand hält. Ich bin nicht authorisiert näheres über vorangegangene Missionen zu erläutern, dennoch kann ich so viel sagen. Ich bin eine Person, die nichts zu Verlieren hat. Kein Schwarm. Keine "Familie" wie ihr es nennt. Keine Heimat. Keine Freunde. Nur einen riesigen Haufen Schulden wegen denen da. "
Seicht klopfte er erneut auf seine Prothesen.

" Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie teuer solche Dinger auf dem freien Markt sind. Vor allem für einen Insektoiden. Maloy hat mich in einer Wartungswerft angeheuert, nachdem ich ihr Schiff wieder flugtauglich gemacht habe. Leider war es in so einem schlechten Zustand, dass sie ohne einen Mechaniker an Bord nicht bis zu ihrem Ziel gekommen wären. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich gar nichts von ihrem . . Arbeitgeber. "
Die fehlende Mimik oder Stimmlage würde es dem Menschen schwierig machen, seine Aussagen zu deuten. Dennoch verlor er keine Zeit und fuhr mit der Reparatur fort. Einige Kontakte erneuert war er auch bereits mit dem Innenleben der Prothese fertig und konnte nun mit der Kunstmuskulatur fortfahren. Doch vorher galt es noch eine Geschichte zu Ende zu erzählen.

" Dann am Zielort machte mir Maloy ein Angebot. Er bot mir eine ganze Stange Credits für einen Folgeauftrag, der mich hier hin führte. Erst als ich eingewilligt hatte wurde mir offenbart, unter wem ich genau Dienst tat. "
Etwas verunsichert vibrierten die Antennen des Verpinen. Würde der Mensch die Geschichte schlucken? Musste er noch etwas hinzufügen? Wahrscheinlich. In dem Szenario, dass er da nun konstruiert hatte war er in einer sehr ähnlichen Zwickmühle, wie er es in Wirklichkeit war. Er arbeitete für eine Organisation, die in Problemlos liquidieren konnte, sollte er aus der Reihe tanzen. Sollte er Regeln brechen oder sich von seiner "Truppe" entfernen. Er nutzte den Moment der Stille und begann die Duraplastfaser der Muskulatur zu erhitzen und die Lücke zu schließen, die der E-Web Treffer hinterlassen hatte. So war es zwar nicht so stabil wie im Originalzustand, doch sollte die Feinmotorik des Armes mit kleineren Einschränkungen wieder funktionieren. Nun den Soldaten in seine glubschigen Augen schauend ergriff er noch einmal das Wort.

" Sie müssen wissen. Ich bin alles andere als ein Soldat, oder ein Agent, oder sonst etwas. Ich bin nur ein einfacher Mechaniker aus einem abgelegenen Teil der Galaxis, der versucht seinen Platz in ihr zu finden. Und wenn das der Weg ist den Schuldeneintreibern der Bankenclans zu entgehen, gehe ich dieses Risiko gerne ein. Alles ist besser als ohne Beine in der Gosse zu verrecken. Auch wenn der IGD mich entsorgen wird wie Abfall, wenn ich ihnen nichts mehr nutze, doch dann kann ich immer noch behaupten ich habe ich es immerhin versucht. "
Seine Worte entsprachen immerhin teilweise der Wahrheit. Genau mit diesem Gedanken hatte er sich an die Black Sun gewendet. Hauptsache weiterleben, für Kalla, für das Alte Schlappohr, für alle die durch die Hand der Sith gestorben waren. Auch wenn er dafür Undercover einem Imperialen Patrioten dafür direkt ins Gesicht lügen musste und sein Leben aufs Spiel setzte. Alles um die Ungerechtigkeit, die ihm zugefügt worden war wieder ins Lot zu bringen. Irgendwann. Auch wenn die Sun ihn eventuell los werden würde, wenn seine Schulden getilgt waren, damit es einen Mitwisser weniger gab. Langsam und vorsichtig steckte er die Außenhülle der Prothese wieder zusammen, flickte das Loch mit einem Stück Durastahl, dass er kurzerhand in Form geschnitten hatte und reaktivierte es.

" Genug von Mir. Versuchen sie den Arm zu bewegen. Ich hab mit dem Equipment hier nur Flickwerk betreiben können. Deshalb möchte ich ihnen raten den Arm wenn möglich nicht über seine Kapazitäten hinaus zu verwenden. Für die Feinmotorik müssen wir noch einige kleine Tests machen zum Zwecke der Justierung. Wir sind also noch nicht ganz fertig. Doch erstmal das wichtigste, wie fühlt es sich an? "

[ Weltraum (Neutral) | Hyperraum | Anabell | Maschinenraum ] Sia'ku, AGI-24, Tom West



 
[Weltraum (Neutral) | Koornacht-Sektor | Im Hyperraum | SCT „Annabell“ | Etara als Mesri, Spectre, Mallory als SA Maloy, Yannik als Yannou, Paloo als Pallok, Yevi (NSC), Darth Sting, Adria Guldur, Sabar Muraenus

Wenn es etwas gab, das Etara richtig gut konnte, dann war es, sich mit einer Mischung aus Anpassungsfähigkeit, Cleverness und rhetorischem Geschick aus potentiell heiklen Situationen unbeschadet herauszuwinden. Die Chiss war auf dem rauen, gefährlichen Schmugglermond aufgewachsen, wer dort nicht lernte, Konfrontationen entweder zu gewinnen oder zu vermeiden, lebte nicht lange, und das dort erworbene Wissen hatte ihr auch später gute Dienste geleistet. Egal, ob es misstrauische imperiale Zollbeamte oder eifersüchtige Ehemänner waren, mit ein wenig Übung und ihrem entwaffnendem Charme kam Etara mit allen Herausforderungen zurecht, die hübsche Blauhäutige war stolz darauf. Erst kürzlich hatte sie ja im Alleingang die brisante Lage um Sabar und Adria entschärft, und das ohne irgendwelche Hilfe, wer sonst konnte schon behaupten, erfolgreich mit gleich zwei Sith fertig geworden zu sein? Man musste einfach nur die richtigen Worte und Geste verwenden und wissen, wie der Gegenüber tickte, dann war verdammt vieles möglich. Was Spectre anging, war Etara mittlerweile sehr gut im Bilde und dazu fähig, die ehemalige Imperiale einzuschätzen und entsprechend zu handeln, zufrieden registrierte sie, wie sich die andere Chiss merklich entspannte und zustimmend nickte. Ein keckes Lächeln zupfte an den Mundwinkeln der Schmugglerin, als sie dank der auf die Schulter ihrer Freundin gelegten Hand spürte, wie sie sich beruhigte und dann angesichts von Etaras zweideutigen, verheißungsvollen Worten und Berührungen schauderte und sehnsüchtig seufzte, wusste die hübsche Kriminelle, dass sie alles im Griff hatte. Und damit es auch so blieb, zog sich die Blauhäutige wieder ein bisschen zurück, ging auf Abstand und sprach davon, sich anständig zu verhalten. Der Appetit war geweckt, die Fantasie angeregt, und diese Wünsche, dieses unerfüllte Verlangen, war ein hervorragender Anreiz. Je länger man das Vergnügen hinauszögerte, je stärker man erst Versprechungen machte und sich dann zurückzog, gerade wenn der andere nachgeben wollte, desto größer war das Verlangen und der Genuss, wenn man sich endlich den Wünschen hingab. Die Enttäuschung stand Spectre ins Gesicht schrieben und Etaras rote Augen funkelte amüsiert, als ihre Freundin sich schließlich aufraffte, die Liege zu verlassen, und die Schmugglerin wölbte frech eine Augenbraue und musterte die andere Frau ausgiebig, bevor sie sich mit einem leisen Lachen von der Liege löste und sich auf den Weg Richtung Tür machte. Besser gesagt, sie wollte sich auf den Weg machen, doch unvermittelt, da packte Spectre sie an den Haaren und zog sie zurück, womit sie ihr einen kleinen Schrei entlockte, mehr überrascht als besorgt. Prompt fand sich Etara in den Armen der anderen Frau wieder, sie wehrte sich nicht, sondern ließ sich bereitwillig liebkosen, ein Seufzen entwich ihrem Mund, als sie Spectres Lippen an ihrem Hals und ihrem Ohr spürte, und als die Hand der anderen Chiss geschickt über ihre Haut strich, spannte sich Etara erwartungsvoll an und biss sich auf die Unterlippe, nur zu gerne schmiegte sie sich an ihre Freundin und ihr Atem ging schneller, als die andere Frau in ihr Ohr biss und ihr zuflüsterte, dass sie noch eine Schuld zu begleichen hatte.

„Hmmmmm...“


Murmelte Etara mit einem versonnen Lächeln, es war eine Schuld, die sie wohl beide nur zu schon jetzt gerne getilgt hätten, doch ebenso unvermittelt wie sie angefangen hatte schubste Spectre sie nun fort. Etara brauchte einen Moment, um sich zu fangen, eine leichte Röte lag auf ihren Wangen und sie holte tief Luft, bevor sie schmunzelnd mit ihrer Hand ihren Nacken massierte und ihre Freundin anerkennend angrinste.


„Das war verdammt gut. Hast dazugelernt, meine Schöne...“


Brachte sie atemlos hervor und wurde Zeuge, wie die andere Blauhäutige augenblicklich eine beeindruckende Transformation vollzog, mit einem Mal stand nun dort die eisige, distanzierte, gnadenlose imperiale Agentin, die sie ohne die geringsten Skrupel auf der Stelle töten würde, in scharfem Tonfall und nun wieder in den Rollen der IGD-Besatzung kritisierte Spectre das nicht vorschriftsgemäße Aussehen von „Mesri“, eine drohende Warnung folgte und für einen langen Augenblick stand Etara einfach nur da, blinzelte und war sich unsicher, ob die andere Frau einfach nur eine verflixt überzeugende Show abzog oder tatsächlich in alte Verhaltensmuster zurückgefallen war. Also schwieg die Schmugglerin und erst als Spectre sich auf den Weg zur Tür machte, nickte sie und passte nun ihrerseits Haltung und Stimme an, die professionelle, kühle Pilotin war wieder da.


„Ja, Ma´am. Zu Befehl, Ma´am.“


Die Imitation militärischen Tonfalls war exzellent und rasch brachte Etara ihr Erscheinungsbild auf Vordermann, band ihr Haar wieder zusammen, strich ihre Kleidung glatt und knöpfte sie zu, ein konzentrierter, aufmerksamer Ausdruck bestimmte ihr Gesicht, als sie der ehemaligen Agentin Richtung Cockpit folgte. Als sie an dem „Konferenzraum“ der Sith vorbei kamen, lauschte Etara kurz neugierig, konnte in dem lauten Stimmengewirr aber nicht wirklich etwas heraushören. Aber irgendetwas war im Busch, die dunklen Krieger wirkten aufgeregt. Da war es wohl besser, schön Abstand zu halten und schnell weiterzugehen, und genau das tat die Blauhäutige. Zufrieden registrierte sie beim Erreichen des Cockpits, dass sie Spectres kurze Inspektion offenbar mit Bravour bestanden hatte, die Tür öffnete sich zischend und gab den Blick auf Mallory und Paloo frei, die sie bereits erwarteten. Im Gegensatz zu dem formellen Salut ihrer Freundin begnügte sich Etara damit, Haltung anzunehmen und dann einzutreten, sie tauschte ein schmales Lächeln mit dem rasierten Ewok aus. Noch bevor die Besprechung des BS-Teams beginnen konnte, wurde mit einem Knacken die Sprechanlage aktiviert und Lieutenant West meldete sich zu Wort, der Sturmtruppler erkundigte sich, wo zum Henker Darth Sikarius abgeblieben war. Etara wölbte eine Augenbraue, das also war der Grund für die ganze Aufregung. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass der entstellte Sith großartig vermisst wurde, vermutlich machte man sich eher Sorgen, was ein Irrer wie er unbeaufsichtigt anstellen konnte. Die Vorstellung, dass der unheimliche Rothaarige im Schiff herumschlich, jagte Etara einen unangenehmen Schauer über den Rücken, aber zu ihrer Erleichterung antwortete Mallory schnell und eindeutig, dass der gesuchte Sith schlicht bei ihrem letzten Zwischenstopp via Rettungskapsel von Bord gegangen war. Oh. Das erklärte natürlich einiges und nachdenklich kratzte sich Etara am Nacken, als sie überlegte, warum Sikarius wohl verschwunden war. Wobei, so genau wollte sie das lieber nicht wissen, es war besser, sie hielt sich aus den Angelegenheiten der Passagiere raus. Da war sie froh, dass Mallory so entschieden gehandelt hatte, die Angelegenheit war damit hoffentlich geklärt. Die Chiss entspannte sich und lockerte ihre Haltung ein wenig und hörte aufmerksam zu, als der ältere Mann erklärte, dass sich Paloo dank der ihres fleißigen Technikers wieder aktivierten internen Kameras um die Überwachung der Sith kümmerte, sie nickte zustimmend. Als Mallory erklärte, dass sie ihre „Gäste“ schon bald verabschieden und zum „Hauptquartier“ zurückkehren würden können, gestattete sich die Pilotin ein Lächeln. Sah so aus, als würde sich diese Reise ihrem Ende nähern. Fragen hatte die Chiss keine und so schüttelte sie ruhig den Kopf, hielt aber inne, als Spectre neben ihr ein wenig blasser wurde und nervös wirkte, warum...Moment, hatte Paloo vorhin nicht etwas seltsam geschaut, als es um die Kameras gegangen war? Mit Müh und Not verkniff sich Etara einen deftigen huttischen Fluch und behielt ihr Pokerface aufrecht. Bloß jetzt nicht unnötig aus der Haut fahren, egal was der Ewok vielleicht mitbekommen hatte...Die hübsche Kriminelle räusperte sich und lächelte glatt, ihre Stimme war entspannt und ruhig.


„Alles klar, Sir. Ich nehme an, ich bin wieder für den Pilotendienst eingeteilt?“


Ein bestätigendes Nicken von Mallory, und prompt nahm Etara an den Kontrollen Platz, strich sich eine verirrte Strähne aus dem Gesicht und widmete sich hingebungsvoll den Anzeigen, um ja nicht den Eindruck von Nervosität zu erwecken. Nicht auf den letzten Metern noch vermasseln, das wäre ungeheuer...peinlich.


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[Hyperraum Richtung F5/Hybris' Schiff/Lilith's Quartier] Lilith Morris (M1), Darth Hybris

Nachdem Lilith auf alle von Hybris' Fragen geantwortet hatte, fing der Sith-Lord wieder an zu reden. Er erklärte ihr, was für einen Sinn der Zweck hatte, und das er Arbeit bedeutet. Viele der normalen Bürger des Imperiums würden ihre Arbeiten von Droiden erledigen lassen. Warum auch nicht? Es bedeutet mehr Freiheiten für sich selbst. Doch Lilith selbst war eine solche Person nicht und würde sich auch nicht in einem 8h-Job stürzen. Sie war immerhin dabei, eine Sith zu werden, sich irgendwann Sith nennen zu können. Klar hatte die zu Anfang diesen Weg nicht selbst gewählt, doch jemand anders hat ihr diese Entscheidung abgenommen und ihr Schicksal entschieden. Sie geht davon aus, das es der Wille der Macht war, dass sie nun bei den Sith ist. Sie konnte sich etwas Besseres als die normalen Bürger nennen. Eines Tages würden sie ihr dienen, sie würde über sie bestimmen können. Doch war es auch das, was Lilith wirklich wollte? Über jemanden oder über irgendwas herrschen? Klar war das im ersten Moment ein schönes Gefühl, über etwas das Sagen zu haben, doch es käme auch drauf an, wie man es sagen würde. Macht ist etwas, was einem Sith nicht zugesprochen wurde, sondern etwas, was ein Sith sich einfach nahm. Doch was jeder Sith mit solcher Macht anstellte, war seine Sache. Doch ob Lilith jemals selbst über solche Macht verfügen oder einfach nur dienen wollte, würde sie immer noch entscheiden können, irgendwann, wenn ihre Ausbildung zum Sith vorbei ist. Im Gegensatz zu den Sith waren die Jedi jedoch schwach. Sie dienten dem Licht, der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Friedens. Doch einfach so würde ein Sith einen Jedi nicht besiegen können und auch umgekehrt.

Laut Hybris war ein Sith ein Einzelgänger und brauchte den Orden nicht. Diejenigen, die sich zusammentaten, waren schwach. Sith in Gruppen gab es nur üblich als Meister und Schüler. Würde sie sich dessen Regeln unterwerfen, würde sie sich selbst schwächen. "Also soll ein Sith seine eigenen Regeln bestimmen?", entgegnete sie dem Sith, denn von den Jedi wiederum kannte sie Regeln. "Dann ist das ein weiterer Punkt, worin Sith und Jedi außerdem unterscheiden. Bei den Jedi gibt es Regeln, die man auch befolgen muss." Hybris riet ihr noch, über sein Gesagtes nachzudenken, wo Lilith nickte.

Auch riet er ihr, sie solle nicht in die Katakomben gehen, wenn sie nicht sofort sterben wollte. Sie nahm sich dies zu Herzen und wandte kurz den Blick von ihrem Meister ab, doch als sie sich ihm wieder zuwendete, versuchte dieser, keine Grimasse zu gehen. Es ging ihm um ihre Frage, ob er jemanden wollte, der körperlos sei. Es ging ihm nicht um körperliche Überlegenheit, sondern darum, dass Lilith ihr Gehirn einschaltete. Körperlich würde sie laut den Aussagen des Sith gegen einen seiner weiteren Schüler keine Chance haben wegen ihrer niedrigen Körpergröße. Doch sie sollte nicht nur ihr Gehirn, sondern trotzdem auch ihren Körper trainieren, wenn sie Bestimmtes überstehen wollte. Da Lilith ihm mitgeteilt hatte, dass sie bereits eine Kugel mit Hilfe der Macht schweben lassen konnte, wollte Hybris, dass sie das Datenpad, welches weiter neben ihr lag, schweben ließ. Sie war nicht sehr viel trainiert wurden und konnte die Kugel immer nur ein paar Sekunden schweben lassen. Sie sah zu dem Pad, versuchte sich darauf zu konzentrieren. Damit sie sich nicht ablenken ließ, schloss sie die Augen und konzentrierte sich auf die Macht. Einige Zeit später begann das Datenpad tatsächlich zu fliegen, zu schweben. Im gleichen Moment erfasste sie Rope doch im Cockpit, was auch immer der Droide dort machte. Seine Präsenz konnte sie natürlich nicht wahrnehmen, da er ein Droide und kein Lebewesen war. Doch als sie dann ihre Augen öffnete, ging das Datenpad langsam wieder zu Boden.

"Euer Droide ist im Cockpit", teilte sie Hybris mit, nachdem sie ihre Fähigkeiten demonstriert hatte. Sie hoffte, mit dem Droiden richtig zu liegen. Sie hatte sich so gut angestrengt wie es nur ging trotz ihres geringen Trainings ihrer Fähigkeiten bei den Jedi. Sie würde ihre Fähigkeiten hier weiter trainieren müssen, sogar für den Rest ihres Lebens.

[Hyperraum Richtung F5/Hybris' Schiff/Lilith's Quartier] Lilith Morris (M1), Darth Hybris
 
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[Hyperraum Richtung F5(Galaxiekarte) - Hybris Fury - Quartier von M1(Lilith) - M1(Lilith) und Darth Hybris]

Während M1 ihre Macht demonstrierte, dachte Hybris über seine Antwort nach und hatte diese auch, als die junge Frau fertig war. Bevor er auf ihre Fähigkeiten einging, antwortete er erst einmal.

„Immer dann, wenn mindestens zwei Lebewesen zusammen kommen, gibt es Regeln. Je niedriger die Lebensform, desto instinktiver und natürlich ist sie. Sie wird nicht ausgesprochen, schon gar nicht schriftlich oder bildlich festgehalten. Man hält sich automatisch, ohne je darüber nachzudenken, daran. Aber es sind Regeln. In einem Rudel Wölfe werden niemals drei Wölfe gleichzeitig das Alphatier herausfordern und in irgendwelchen Säugetiergruppen niederer Formen hilft man sich auch automatisch bei der Aufzucht der Jungen und dergleichen. Wir, deren herausstechenstes Merkmal unser Gehirn ist, haben aber eine zu komplexe Welt geschaffen, als das wir ohne künstliche Regelstrukturen auskommen. Ohne sie würde ich kein Schiff besitzen, du nicht mehr leben, keine Form von Gesellschaft existieren, die wir als Sith ja auch nutzen.“

Eine Geste, die von rechts nach links durch den Raum führte, als würde sie etwas aufteilen.

„Als Sith musst du nur lernen, wie es geht, dass dich a. viele Regeln gar nicht betreffen und b. , falls sie es doch tun, dann musst du jener sein, der sie vorgibt oder ihre Strukturen verändern kann. Ich nenne so etwas Ketten. Sie binden uns auf ewig, egal wie mächtig wir sind. Jedi unterscheiden sich auch insofern von uns, dass sie diese nicht loswerden und freiwillig tragen wollen. Du sollst also deshalb nicht in den Orden, weil dies bedeuten würde, dass du dir freiwillig weitere Ketten auflädst, ohne dass die diese stützen. Sie behindern dich nur. Eigene Regeln, so wie du es sagst, sind der Optimalfall. Aber bedenke: Andere sind es, die entscheiden, ob sie diese annehmen. Die Macht, mit der du gerade das Pad hast schweben lassen, ist deine. Sie ist nicht diskutabel. Aber dein Titel? Dein Einfluss im Orden oder im gesamten Universum? Abhängig von anderen. Vergesse das nicht.“


Ein Nicken in Richtung Datapad.

„Gut. Du kannst also schon levitieren. Im Cockpit steht Rope nicht, doch der Fehler ist zu verzeihen. Yelm, der Pilotdroide, ist ein baugleiches Modell. Wenn du also das nächste mal nach etwas vergleichbares suchst, sei dir sicher, dass du nach deinem ersten Fund nicht gleich aufhörst. Als ehemalige Jedi wirst du alle Grundlagen zumindest schon mal gehört oder gelesen haben. Machtsinn und Levitation kannst du schon. Von diesen gehen dann im Prinzip auch alle anderen aus.“


Hybris erhob sich nun und stellte sich dann etwas breitbeiniger auf.

„Um levitieren zu können, musst du Macht lenken und damit einen Körper umschließen oder einseitig beeinflussen können, damit er geschoben oder gezogen wird. Das passiert auch bei dem Machtsprung, wo du eben deine Füße und Beine mit Macht umgibst und dich dann abstößt. Beim Machtsprint oder wie es dort im Pad steht, die Machtgeschwindigkeit, stützt du deinen gesamten Körper, damit du viele Meter binnen weniger Sekunden überbrücken kannst, unabhängig davon ob du läufst oder nur Geschossen ausweichst, während du stehst. Um zu testen, wie gut du so etwas alleine hinbekommst, wirst du das später selber üben. Davor gibt es jedoch noch eine Lektion, den Machtstoß und Machtschild betreffend.“


Es folgte noch eine Geste, laut der M1 auch aufstehen solle. Sie tat es und Hybris sprach weiter, den rechten Arm vorgestreckt und die Handfläche so angewinkelt, als wolle er sich mit der flachen Hand an einer Wand abstützen.


„Für die Levitation musst du deine eigene Macht um einen Körper schlingen. Also kannst du die Energie schon umleiten. Beim Machtstoß sammelst du diese nun an zum Beispiel der Handfläche. Das ist nicht notwendig, hilft aber beim zielen. Doch wie sammelst du dort gleichzeitig immer größere Mengen an Energie, ohne dass sich diese verflüchtigt oder du dich selbst damit verletzt? Im Prinzip erschaffst du ein Kraftfeld, welches die Energie einschließt, wobei diese Bezeichnung wie so viele nur ein Platzhalter ist. Du wirst schon sehr bald ein Gefühl für dieses Feld finden, welches du schon erahnst, wenn es kaum existiert, sodass du es dann gezielt aufbauen kannst. Bevor wir zu dem Machtschild kommen, der dich selbst und dein Lichtschwert schützen wird, will ich einen Machtstoß von dir sehen und auch, ob du ihn ohne weitere Worte selbst hinbekommst. Ich will wissen, ob du dieses Kraftfeld bereits schon mal gespürt und es deshalb erneut erschaffen kannst. Dafür hast du eine halbe Stunde Zeit. Ich muss noch etwas erledigen.“


Das war natürlich nicht viel gewesen. Hybris rechnete auch nicht damit, dass sie jetzt einfach mal so gezielt einen Machtstoß abfeuern konnte, jetzt, wo sie doch emotional nicht gestresst wurde. Aber er musste zu Yelm und ihm einen Auftrag erteilten, an den er sich gerade erinnert hatte. Eigentlich brauchte der Lord keine halbe Stunde. Seinem Piloten teilte er lediglich mit, dass er Sikarius tot sehen wollte. Auf diesen Befehl hin wurden Mechanismen in Gang gesetzt, welchen die beiden zuvor schon ausführlich besprochen hatten und die Hybris nun ohnehin nicht mehr alle bis ins Detail rekonstruieren konnte. Im Grunde gab Yelm nun einen dafür extra geschriebenen Code ein, der auf der anderen Seite der Galaxis eine Kommunikation per Holonet nach sich ziehen würde. Daraufhin würden kluge Leute, die wussten welchen Kopfgeldjäger man auf welches Ziel ansetzen musste, eine bestimmte Person oder Gruppe mit diesem Auftrag anwerben. Der von Hybris angegebene Geldbetragsspielraum würde angegeben und gewisse Verhandlungen, die man aber schon vorhergesehen hatte, würden geführt, in Folge dessen der Lord mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit den Maximalbetrag zu zahlen hatte. Sein Motiv spielte dabei keine Rolle. Es wurde so wenig erwähnt wie sein Name, seine Zugehörigkeit oder woher der Auftrag kommt. Als Sith Lord verließ sich auch Hybris gerne auf interne Attentäter wie Sith Assassinen, ging dann aber manchmal trotzdem lieber andere Wege. Sikarius war schließlich sein eigenes Werk, seine eigenen Finger waren da im Spiel und kein anderer Sith sollte damit zu tun haben. Es gab aber natürlich einen Grund. Sikarius war keine von seinen Marionetten. Auf Korriban hatte ihn eine psychologische Anomalie, so versuchte Hybris es vor sich selber zu rechtfertigen, davon abgehalten den Krieger einfach an Ort und Stellte zu töten. Einen Fehler den er nun berichtigte. Er war einfach ein nicht zu kontrollierendes Bündel aus Chaos und der dunklen Seite. Nichts was man neben sich haben wollte. Neben sich in der Galaxis.

Dreißig Minuten dauerte dies freilich nicht. Yelm hatte den Code kaum eingegebenen und den Befehl als ausgeführt bezeichnet, da war der Sith auch schon wieder verschwunden und zu Rope gegangen, der auf Grund mangelnder Arbeit in seiner Aufladestation stand. An dem war M1 mit ihrem Machtsinn vorbei geglitten, was er, wie gesagt, verzeihen konnte. So wie der Butler nun stand, wurde er – für einen Machtsinn - eins mit der Umgebung. Ein sich deutlich abzeichnender Yelm im Cockpit war da ein leichter zu findendes Ziel. Der Droide wurde automatisch aktiv, als sein Herr sich ihm näherte. Auch er bekam eine Anweisung. Drei Traininingsdroiden sollte er holen und schon mal so einstellen, dass sie gegen einen ungeübten Kämpfer antreten konnten. Die meisten Sith mochten der Meinung sein, dass das den Schüler verhätschelte und seinen Fortschritt bremste, weil die Realität ja auch nicht mit schwachen Blastern daher kam. Hybris sah das anders. Ja, M1 sollte bei einem Fehler bestraft werden. Aber nicht so, dass ihre weiteren Übungen dadurch verzögert wurden. Schmerzen würde sie auch so noch zu ertragen haben.

Nachdem Rope mit einer Aufgabe versorgt worden war, kehrte Hybris noch lange vor der halben Stunde zu M1 zurück und stellte sich in den Türrahmen, während er sie beobachtete. In den höchstens zehn Minuten hatte sie gar nichts geschafft und bisher spürte der Lord auch nichts, was danach aussah, als würde sich das bald ändern. Die zwanzig Minuten gab er ihr dennoch...

[Hyperraum Richtung F5(Galaxiekarte) - Hybris Fury - Quartier von M1(Lilith) - M1(Lilith) und Darth Hybris]
 
Weltraum Imperium, auf der Annabel im Hyperaumflug Richtung Bastion: Adria und ihr imaginärer Freund, statt ihres Meisters, Sabar, Sting und weiter weg Tom im Anmarsch


Sabar und Tom, der dazu kam, zeigten sich überrascht und hatten keine Ahnung. Gereizt brachte der Sithmeister Sting seine Gedanken ungeschönt zu Sikarius`Verschwinden vor. Es wäre nicht das erste mal, meinte er. Überrascht hörte Adria auf. Wieso, fragte sie sich jedoch. Natürlich gab es noch die andere Variante und Sting hatte keine Scheu sie direkt anzusprechen. Adria musste ein Schaudern schwer unterdrücken. Wenn man in Betracht zog, wie sie sich gerade fühlte, hielt sie sich dafür ziemlich gut! Außer, dass ihr imaginärer Freund, Bibo, wieder aufgetaucht war. Adria spürte jedoch, dass Tom und Sabar die Wahrheit sagten und war froh und erleichtert darüber. Sie spürte es in der Macht und sah dies in Form von Farben. Jeder sah mit der Macht auf andere eigene Weise. Schon als kleines Mädchen hatte sie die gesehen. Mit der Zeit hatte sie jene zu deuten gelernt. Auch durch ihres Meisters Hilfe, meist aber durch Übung und Erfahrung. So stand Rosa für Aufrichtigkeit, Weiß für vollkommenes Gleichgewicht, Indigo für Wohlwollen und auf der Suche zugleich. Genau diese Farben sah Adria um beide herum wabern und wusste, dass sie nicht logen. Oder? Konnte Sabar sich bereits mit der Macht bedeckt halten? Sie wollte lieber, dass sie nicht von ihm getäuscht wurde. Es hatte ihr gefallen, wie gut sie sich in letzter Zeit vertragen hatten. Bibo, ihr imaginärer Freund, der in dieser Extremsituatuion wie aus dem Nichts nach Monaten, die bei Adria Jahre waren, aufgetaucht war, sah das anders. Bibo schüttelte energisch mit dem Kopf. Ständig wiederholte er besorgt:

“Sie lügen dich an! Das weißt du! Glaub` ihnen nicht! Sei vorsichtig! Vielleicht bist du die Nächste!?”

Adria sah an Sabar vorbei und starrte ihn nur an. Sie überlegte und wog ab. Sie hatte auch noch die Farben für Erleichterung und Freude aufblitzen sehen. Gelb! Verwunderlich war das nicht. Doch bei Sabar sah sie auch Zorn! Enttäuschung! Was sollte sie glauben? Sie war erwachsener geworden, auch wenn sie noch kindische Züge besaß, und fragte sich, warum Bibo das sagte? War sie das? Waren das ihre Zweifel? Sie hatte Bibo nicht mehr gebraucht, als sie älter geworden war, als sie in der Macht unterrichtet wurde, als sie Fel hatte, als er ihr Meister wurde! Er wurde ihre feste Bezugsperson, ihr Ein und Alles, er war ihre Stütze, er gab ihr Halt. Wenn sie an Fel dachte, dann fühlte sie ihr tiefstes Selbst.

Sie, Tom und Sabar, überlegten mit, dachten laut nach und Tom hatte dann eine zündende Idee, um Klarheit zu bekommen. Überwachungskameras!? Wieso war sie nicht darauf gekommen?! Sie war mächtig aufgewühlt, als er nachfragte. Sie könnte es nicht ertragen, wenn jemand Sikarius` Situation ausgenutzt hätte und ihn umgebracht hatte. Doch was wäre die Alternative?! War sie bereit für die Wahrheit? Sie fröstelte. Es rauschte in ihren Schläfen. Ihr Herz schmerzte. Doch die Ungewissheit war schlimmer! Sie wollte, sie musste es wissen! Sie musste erfahren, was passiert war! Egal was, egal wie, die Wahrheit würde schrecklich sein! Ängstlich suchte sie Bibos Blick. Sie fürchtete sich vor dem, was man jetzt sagen würde, denn es gab in der Tat Überwachungskameras! Ihr Meister Sikarius, der für sie wie ihr Gegenstück war, war entweder tot oder ohne sie runter vom Schiff. Sie wusste es und Sting hatte es auch deutlich und nüchtern ausgesprochen gehabt, dass er definitiv nicht mehr lebendig an Bord war. Der Kommandant der Annabel sprach. Seine Worte prasselten über den Lautsprecher auf sie nieder! Für Adria war es, als würde der Boden unter ihren Füßen wanken, als würde man ihr den Boden unter ihren Füßen weg ziehen! Ihr wurde total schwindelig!


“Es wäre besser gewesen, er wäre tot!”,

sprach Bibo harte Worte aus. Sie war leichenblass geworden. Er hatte sie verlassen! Sie war plötzlich auf sich alleine gestellt. Sie glaubte, sie müsste gleich an dem Kloß ersticken, der sich in ihrer Kehle gebildet hatte. Ihre Augen sahen Bibo nur noch verschwommen, denn ihre Augen waren feucht geworden. Sie schluckte schwer. Es sollte nur bei dem Tränenschleier bleiben. Sie wollte nicht heulen! Was sollte sie jetzt nur tun? Hatte er sich an ihr bitter gerächt? War es etwa wegen…?!

“Weil du eine Schlampe bist! Du hättest nie mit Tom rummachen sollen!”,

warf ihr ihr imaginärer Freund vor und löste Schuldgefühle bei ihr aus. Bibo machte sich wieder unbeliebt! Sie war keine Schlampe und die Liebe war etwas Schönes! Und sowas Schönes wurde dermaßen in den Dreck gezogen! Doch, er hatte recht! Sie hätte es nicht tun dürfen. Fel bedeutete ihr mehr als Tom! Adria hatte allerdings angenommen, dass das Schnee von gestern war!? War ihr Meister so nachtragend und rachsüchtig? Warum sonst hatte er sie hier alleine und schutzlos zurückgelassen? Was, wenn Meister Sting und sein Schüler die alte Feindschaft wieder aufnehmen würden? Und, was hatte ihn dazu bewogen, überhaupt von Bord zu gehen? Warum hatte er sie nicht mitgenommen, wenn das so wichtig war, sich davon zu stehlen wie ein Dieb?! Wut kam in ihr hoch. Sikarius, ich verfluche dich, dachte sie bitter! Doch es überwogen Herzschmerz, Traurigkeit, Angst, Panik und pure Verzweiflung! Sie war erledigt! Neid kam in ihr hoch. Neid auf Sabar! Meister und Schüler waren sich auch nicht immer grün gewesen und das Gespann hatte Höhen und Tiefen erlebt, doch die Beiden waren noch zusammen! Neid war ein quälendes Gift und tat auch bei Adria sein übriges! Für ihre Situation, ihre Lage und für ihre Gefühlswelt gab es nicht genug Worte, um sie zu beschreiben. Adria Guldur hatte in ihrem Leben schon eine Menge durchmachen müssen und das Leben hatte sie leider auch jetzt nicht geschont. Wie konnte ihr Meister ihr das antun? Wie betäubt stand sie da! Es gab einen Moment, da dachte sie, sie würde gleich mit dem Kopf auf den Boden aufschlagen.

Sting sprach sie an und sagte das Offensichtliche! Er streute noch Salz in ihre Wunde! Sie war allein! Wenn man mal von Bibo absah, hatte er recht! Auch die folgenden Worte waren nicht besser, wenn auch wahr! Taktgefühl kannte der Lord nicht! Doch der Imperator wollte sie sehen! Und das hielt wohl Sting und Sabar davon ab, ihr etwas anzutun. Ein glücklicher Umstand! Doch, als sie seine an Sabar gewandten Worte hörte, kam es ihr vor, sie wäre nun ihre Gefangene. Sie würde wohl also in einem Stück dort ankommen, doch was würde danach sein?! Sting las in ihren Gedanken! Er sagte es ihr. Sie musste gehorchen. Sie nickte. Zu mehr war sie erstmal nicht fähig. Ihre Knie schlackerten ihr immer noch. Sie waren weich wie Pudding! Und, er wollte sofort anfangen! Sie sollte kämpfen! Vielleicht würde ihr das sogar gut tun! ? Sie brauchte ein Ventil! Sabar sollte dafür etwas Taugliches besorgen! Dann stachelte Sting sie gehörig an. Seine Worte waren erneut verletzend. Doch sie waren wahr! Sie musste dabei seinen Mundgulli riechen! Was hatte Sikarius ihr nur angetan?! Wie konnte er nur! Sting schürte ihren Hass und forderte sie auf, ihn zu nutzen. Beim Übungskampf sollten sie sich dennoch beherrschen lernen. Adria ergriff die Eisenstange.

“Los, mach ihn fertig, ehe er es mit dir macht!”,

forderte Bibo sie auf. In Gedanken rief sie ihm zu:

“Ach, halt` den Rand!”

Früher hätte sie das laut gesagt. Heute war sie klüger. Sie war sich sicher, dass nur sie ihn sah. Niemand hatte auf ihn je reagiert. Sie war genauso verkorkst wie ihr Meister! Sie schien von seinem Schlag zu sein, wenn sie auch nicht verwandt waren.

“Zeig ihnen, dass du dich davon nicht unterkriegen lässt!”,

feuerte Bibo sie an und Adria war froh darüber. Ja, sie wollte stark sein! Dann lieferte sie sich mit Sabar einen Kampf, wie Sting befohlen hatte. Fest hatte sie die Eisenstange in der Hand. Ihre Augen leuchteten bernsteinfarben. Noch hielten beide Gegner Distanz und ließen den anderen nicht aus den Augen, während sie sich im Kreis bewegten und einander taxierten. Ihre Muskeln waren alle angespannt. Wer würde den ersten Schlag setzen? Adria tat es! ...Sie taten, wie es verlangt wurde. Sie zügelten sich. Sie brachten sich nicht gegenseitig um. Doch sie nutzte ihren Hass. Und davon produzierte sie gerade mehr als genug. Sie wusste nicht, was Sabar hatte, doch man hätte meinen können, auch er hatte etwas zu verdauen. Um ihn waberte es rot! Nach einem langen heftigen Kampf voller Akrobatikeinlagen beendeten sie das Übungsszenario völlig durchgeschwitzt. Sabar war ein guter Gegner gewesen. Das sagte sie ihm auch:

“Es war ein guter Kampf!”,

und nickte ihm zu. Sie gingen gemeinsam zur Nasszelle.

“Alles ok bei dir? Du hast auch irgendwas!? ...Ich frage mich, warum mein Meister überhaupt geflohen ist! Vor was? Vor wen? Was glaubst du?”

Eine andere Meinung zu hören, konnte neue Sichtweisen offenbaren. Als Adria in ihr Zimmer ging, wie einsam es ohne Fel hier drin wirkte, glaubte sie, dass es etwas mit dem Imperatorbesuch zu tun haben könnte!? Es schien in Verbindung zu stehen und es gab einen Zusammenhang mit seiner Nichteinladung. Ausgerechnet er hatte keine Einladung bekommen! Dabei hatte Fel Fraan dingfest gemacht, ihn im Kampf besiegt! Und, er war ein begeisterter Anhänger vom Imperator selbst! Das musste weh getan haben! War er neidisch auf sie? Gönnte er ihr das nicht? Hatte er sie deshalb verlassen? Sie ließ sich aufs Bett fallen und sog seinen Duft ein, der immer noch am Bettzeug haftete. Nun gönnte sie sich, hemmunslos zu weinen. Bibo saß am Bettrand. Betroffen sah er sie an. Sie dachte unentwegt nach. Hatte es etwas mit Tom zu tun? Hatte Tom etwas gemeldet, was dazu geführt hatte, dass es dazu gekommen war, dass der Imperator ihn nicht sehen wollte? Hatte Tom sich so an Fel gerächt?

Adria beschloss, sich mit Fel in Kontakt zu setzen. Ein Versuch war es wert! Übers Com-Link natürlich! Nanu, sie hatte eine Nachricht!? Von ihm! Ihre Hand begann zu zittern. Ihr Herz pochte ungestüm! Schnell öffnete sie die Nachricht. Ihr Herz raste vor Aufregung und Freude und überschlug sich fast.


„Wenn du mich suchst; Moraband.“

Moraband? Wo war das denn!? Wieso, wenn du mich suchst!? Natürlich! Am liebsten wäre sie ihm sofort gefolgt! Doch die Einladung des Imperators! Sie würde erst danach zu ihm gehen können. Am liebsten hätte sie auf den Besuch nur zu gern verzichtet. Aber, laut Sting schlug man dessen Einladung nicht aus! Schnell gab sie die Antwort ein:

Geschriebene Com-Nachricht an Darth Sikarius


“Ja, natürlich! Adria”

Nachricht Ende

Wieso zweifelte er an, dass sie ihm folgen würde? Das machte ihr Kopfzerbrechen und gab ihr erneut einen Stich ins Herz! Ihre Beziehung war anders als andere Meister-Schüler.-Beziehungen. Sie war mehr als das und zugleich uneindeutig. Anders als mit Tom! Fel war ihr Meister, Vater, Bruder, Freund, Geliebter… und für alles gab es eine spezielle Form der Liebe. Er hatte sie gelehrt, groß gezogen, er hatte sie beschützt und ins Bett gebracht, er hatte sie vor dem Tode bewahrt! Aber, er hatte ihr geschrieben und ihr mitgeteilt, wo sie ihn finden würde! Sie sah zu Bibo und zeigte ihm die Nachricht.

“Lass dich nicht täuschen! Was ist, wenn sie alle, auch die Besatzung, unter einer Decke stecken und sie ihn im Weltall entsorgt haben? Dann schrieb einer von ihnen dir diese Nachricht! Mit dessen Com-Link! Er war nicht sehr beliebt!”

“Sprich nicht in der Vergangenheit von ihm!”,

fuhr sie ihn an. Sie waren ja alleine im Zimmer. Aber, das war durchaus möglich! Sie wollte das nicht glauben und schüttelte den miesen trostlosen Gedanken ab. Sie hatte ihre Gefühle erforscht. Nicht Stings, aber Sabars und Toms. Und Tom konnte definitiv nicht seine Gefühle verschleiern.

“Die Nachricht kommt von ihm! Ich habe auch nicht wirklich das Gefühl, dass er tot ist! Ich habe Angst, dass meine Gefühle mich täuschen. Die Angst kommt durch meine Liebe zu ihm. Ich habe Hoffnung, ihn dort zu finden! Lebend!”

Er lächelte, winkte, wurde blasser und verschwand. Sie brauchte ihn nicht mehr. Ihr Meister hatte sie nicht verlassen! Er war nur gerade woanders! Doch ihr Meister schien daran zu zweifeln, dass sie zu ihm kommen würde. Sie fiel in einen leichten Schlaf und träumte erstmal ausgiebig von Fel. Wie er einen Fisch für sie fing und überm Feuer briet, wie er vom Imperator schwärmte und ihr erzählte, ihr den Machtgebrauch zeigte, sie umarmte, ins Bett brachte. Mitten in der Nacht, als sie wach wurde, löste sie das Rätsel um das Moraband. Es ließ ihr keine Ruhe und duldete keinen Aufschub. Beim Recherchieren hatte ihr Herz mächtig vor Aufregung gehämmert. Sie war nie wacher gewesen! Zweifel kamen erneut auf. Vielleicht hatten sie seine Leiche tatsächlich in eine Rettungskapsel gesteckt und in Richtung Kooriban geschickt. Auf die Grabwelt der Sith. Womöglich hatten sie Angst vor einem bösen Geist an Bord?! Sie verwarf es wieder. Das durfte nicht sein! Sie hatte Hoffnung ihn wieder zu treffen. Auf der Totenwelt! Lebend!

Am nächsten Tag fühlte sie sich deutlich besser, zeigte sich aber bedrückt. Sie sagte niemanden etwas davon. Sie hielt es für klüger. Sting scheuchte die beiden Schüler und machte sie weiter Imperatorbesuch tauglich. Das war ganz schön anstrengend und nervig! Dennoch sagte er zugegebenermaßen oftmals kluge weise Dinge, die sie so nicht gewusst hätte und sonst garantiert in das ein oder andere Fettnäpfchen beim Imperator tappen würde. Ob ihr Meister das Alles gewusst hätte? Die Aktivitäten ließen keine Zeit länger zu grübeln und die Zeit verging wie im Flug. Sie verspürte aber Wut im Bauch, Wut, dass Fel sie aus Gründen, die sie nur erahnen konnte, alleine zurück gelassen hatte. Er hatte seine Schülerin damit großer Gefahr ausgesetzt! Und sie war noch längst nicht vorbei! Die größte Hürde stand noch an! Der Imperatorbesuch! Er hatte nur an sich gedacht! Vielleicht typisch Sith, dennoch schmerzlich! Doch sie wollte kein Mitleid! Mitleid führte zu Freundlichkeit, aber auch zu Verachtung. Und, man wurde für schwach gehalten. Schwäche unter Sith zu zeigen, konnte tötlich enden! Diese Wut im Bauch machte sie stark! Sie wollte das hier überleben! Wut und Zorn waren sehr starke leidenschaftliche Gefühle und sie waren keine Schwäche, sondern der Schlüssel zu den Mächten der Finsternis. Sie öffnete sich der dunklen Seite!

Sabar passte auf sie unentwegt auf, wie sein Meister ihm befohlen hatte, wurde aber nicht wieder zum Arschloch, sondern verhielt sich eher wie ein großer Bruder oder wie ein Mitschüler, manchmal aber etwas nervend. Doch Adria musste gute Miene zum bösen Spiel machen. Ihr Meister war weit weg und konnte sie nicht schützen. Sie machten das auch nur für sich selbst, war Adria bewusst. Sie hatten die Befürchtung, dass Adria ebenso von Bord verschwinden könnte und sie deshalb Ärger beim Imperator bekommen könnten. Sabar befolgte Stings Befehle. Der Imperator wollte sie sehen!

Moraband war eine Bezeichnung für Korriban, hatte sie herausgefunden. Korriban war eine Grabwelt und Heimatwelt der Sith. Sie war schon gespannt, nicht nur ihren Meister, sondern auch diesen Planeten zu sehen. Dann war es endlich soweit! Sie befanden sich im Landeanflug auf Bastion. Ihre Gedanken schweiften immer wieder um ihrem Meister. Schade, dass er nicht hier war. Schade, dass sie die Einladung, das Erlebnis beim Imperator nicht teilen konnten. Traurig, dass sie ohne seinen Schutz bei ihm vorstellig werden musste. Teils machte es sie wütend und sauer auf ihren Meister. Doch es überwog Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen und große Sehnsucht nach ihm. Er war eben mehr als nur ein Meister für sie. Viel mehr! Ich werde dir bald nach Korriban folgen, Meister, dachte sie zuversichtlich.



Orbit von Bastion, auf der Annabel: Adria, Sting, Sabar, Tom und die sehr spezielle Besatzung des Schiffes
 
[ Hyperraum / Anabell ] Etara als Mesri, Spectre, Mallory als SA Maloy, Sia'ku, Darth Sting, Adria Guldur, Sabar Muraenus, Tom West

Tom sah neugierig dabei zu wie das Insekt, versuchte seinen Arm zu Reparieren. Auch wenn es ein künstlicher Arm war, irgendwie hatte es etwas beunruhigendes wenn jemand in seinem inneren mit einem Laserschneider Sachen heraus schnitt und neue Komponenten dafür einsetzte. Feiner Dampf stieg aus seinen Arm auf, als Sia'ku, die Anschlüsse für einen gerade ersetzten Servomotor mit Gold verlötete. Neugierig hörte sich Tom die Geschichte des Technikers an, um sich abzulenken. Innerlich verdrehte Tom, schon nach den ersten beiden Sätzen, die Augen, klar war alles was den IGD anging irgendwie Geheim. Aber manchmal konnte man es auch übertreiben. Aber das würde er niemals freiwillig in Gegenwart eines Agenten aussprechen.

Mitleid bekam Tom nicht bei seiner Geschichte, eher das Gegenteil. Sia'ku hatte wirklich enormes Glück gehabt, ohne den Imperialen Geheimdienst, wäre er wohl noch immer auf irgend einer rückständigen zweitklassigen Welt und würde Hart für sein Überleben schuften müssen. Hier an Bord eines Tarnschiffes des IGD hatte er es deutlich besser getroffen. viele Menschen würden für so einen Job alles geben. Aber das Insekt hatte eben das Glück gehabt, zufällig am rechten Ort zu sein. Das der Geheimdienst ihm nicht gleich auf die Nase gebunden hatte, für wenn er den jetzt genau Arbeitete war verständlich. Auch wenn es ein wenig nachlässig war, einen Nichtmenschen, an so einen Geheimen Schiff, wie der Anabell arbeiten zu lassen. Aber der IGD beschäftigte eh eine viel zu große Zahl an Nichtmenschen in seinen eigenen reihen, Toms Meinung nach. Kurz erinnerte er sich, mit einem lächeln, an seine letztes Aufeinandertreffen mit einem Mitglied des Geheimdienstes auf Galantos.

Das er seine Schulden beim Bankenclan hatte, war weniger gut für das Insekt. Diese Leute verstanden leider keinerlei Spaß, das hörte man immer wieder. Aber ein besseres Versteck, als ein Tarnschiff des Imperialen Geheimdienstes gab es wohl kaum für Sia'ku zu finden. Tom schreckte ein wenig aus seinen Gedanken hoch, als das Insekt anmerkte das er fertig war und Tom plötzlich wieder seinen Arm spüren konnte. Vorsichtig, sogar ein wenig zögerlich versuchte Tom zuerst nur seine Finger zu bewegen. Erfreut musste er feststellen, das sich alle wie gewohnt bewegten und wieder seinem willen folgten. Nun bewegte er vorsichtig den Arm. Streckte und beugte ihn prüfend. Zwar war zwischen drin kurz das schaben von Metall auf Metall zu hören, aber er lies sich bewegen. Was alle mal besser war, als ein bewegungslosen Stück Metallschrott mit sich herum tragen zu müssen. Das Insekt nahm noch einige letzte Justierungen an der Feinmotorik und den Drucksensoren, in seinem Arm vor, ehe er mit seiner Arbeit zufrieden war.

"Vielen Dank" sprach er das Insekt an und diese Worte meinte Tom durchaus ernst. "Das war wirklich gute Arbeit" auch wenn es ihm etwas am Feingefühl in der Hand fehlte. aber das war hier auch kein Caberlabor einer Medizinischen Einrichtung. "Aber zum Abschied noch ein kleiner kostenloser Ratschlag, eines Soldaten. Wir alle, ohne Ausnahme, werden irgendwann einmal Sterben. Die Zeit kann niemand besiegen und dem tod entrinnen. Das vergessen oder verdrängen viele. Das wie und wann ist doch eigentlich völlig egal, wir können dem Tod so oder so nicht entgehen. Ich persönlich werde ziemlich Sicher auf irgend einer bedeutungslosen Welt an einem Blasterschuss draufgehen." Tom zuckte leicht mit den Schultern "Berufskrankheit." und lächelte leicht "Das wichtige was sie sich eher fragen sollten ist was sie mit der Zeit, die sie noch haben, anfangen wollen. Ich habe mich damit abgefunden sterben zu müssen und kann mich jetzt über jeden neuen Tag freuen und will ihn auskosten." Keine Ahnung ob das Fremdwesen, das verstehen konnte. Aber vielleicht half es ihm irgendwie. Mit einem freundlichen Nicken verabschiedete sich Tom von Sia'ku und verließ sein Reich.


***************

Tom war sich nicht ganz sicher wie er auf die Neuigkeit reagieren sollte. Zum einem war er wirklich froh, nicht mehr an Bord des gleichen Schiffes wie dieser Wahnsinnige zu sein. Auf der anderen Seite, hätte er den Mistkerl gerne in einen Imperialen Knast verfrachtet und die Schlüssel weggeworfen. Das er sich jetzt Heimlich aus der Affäre gezogen hatte passte Tom so gar nicht. Das war viel zu leicht für dieses Aas. Auch wenn die Lektionen vom Darth Sting für die beiden Schüler gedacht waren, lies auch Tom seinen inneren Hass freien lauf. Das Sikarius dabei tausend wirklich unschöne Tode starb, war nur ein geringer Ausgleich, für seine Flucht. Warum hatte ihm keiner der Agenten vorher irgendwie Bescheid gegen?

Vom Rande des Raumes aus beobachte Tom nebenbei den Kampf der beiden Sith Schüler. Zwar brachen sie sich keine Knochen, aber dafür prügelten sie sich Grün und blau dabei. Sie schenkten sie sich gegenseitig wirklich nichts und nahmen den Kampf doch sehr ernst, so verbissen wie die beiden Kämpften. Zwar traf Adria eben Sabar, mit dem Stab auf dem Brustkorb getroffen. Das es diesem förmlich die Luft aus dem Lungen drückte. Doch, dies war durchaus gewollt. Sabar hatte absichtlich eine Lücke in seiner Deckung gezeigt, um den folgenden Treffer Landen zu können. Seine Wut und den Schmerz ausnutzend, lies sich Sabar einfach fallen und säbelte Adria mit einer perfekten Drehkick, ihr Standbein unter den Füßen weg. Aus dem Gleichgewicht gebracht, sprang Adria, die Hände zu Hilfe nehmend, mit der Macht ein Stück zur Seite um sich die Zeit zu erkaufen wieder auf die Beine zu kommen. Tom wollte sich auf keinen Fall mit einem der beiden gerade anlegen, die Macht gab den beiden ein unglaubliches durchhalte vermögen und eine Geschwindigkeit, mit der nur wenige mithalten konnten. Diesen Austausch an Schlägen führten sie noch eine ganze weile aus.

Darth Sting
hatte recht eindeutig klar gestellt, wie Schutzlos Adria zurück gelassen wurde. Nicht mehr am Rockzipfel ihres Meisters zu hängen, würde eine gute Erfahrung für sie werden, was sich Tom sicher. Auch als sith, was ihr so wichtig war. sie musste lernen auf eigenen füßen zu stehen und sich zu behaupten. soviel hatte er von den Sith zumindest schon verstanden, sie Respektierten stärke. Die nächsten Tage verbrachte Tom neben, Musik hören, Schlafen und einfach nur nichts tun, damit sein beschränktes Wissen über gutes Imperiales Benehmen Adria näher zu bringen. Was nicht unbedingt einfach war, den die meiste Zeit des Bordtages verbrachte sie im Training. Zum Glück gab es an Bord der Anabell auch Bacta, den beide Schüler brauchten nach dem täglichen harten Training verbände. Das war auch die Zeit wo Tom, seine Lektionen versuchte Adria näher zu bringen. Sabar hatte das wohl kaum nötig, dank seiner Herkunft.

Dann war es soweit, die Anabell kam auf Bastion an. Tom lies sich zwar nichts anmerken äußerlich, innerlich war er aber doch ziemlich aufgeregt. Es war das erste mal das er die Thronwelt des Imperiums betreten würde. Was doch etwas besonderes für einen einfachen Sturmtruppen Offizier war. Tom hatte es nicht lassen können und war ins Cockpit gegangen und hatte den Anflug und die Landung von dort aus beobachtet. Weil er dort einfach die beste Aussicht hatte und sie eh seinen Identifizierungscode brauchten um Problemlos landen zu können. Immerhin wurden sie vom Imperator erwartet. Das hatte schon seine vorteile.

[ Bastion / Landeanflug / Anabell ] Etara als Mesri, Spectre, Mallory als SA Maloy, Sia'ku, Darth Sting, Adria Guldur, Sabar Muraenus, Tom West
 
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