Weltraum (Imperium)

[Hyperraum Richtung Trandosha - Hybris Fury - Cockpit - Hybris und Yelm(NPC)]

Sein vielversprechendstes Werkzeug schien die eine Stunde gut genutzt zu haben. Es ging dabei nicht einmal darum wie sinnvoll die Ziele des Trandoshaners waren, was gut war, denn sonst könnte sich so mancher Sith oder Jedi nicht gegen solcherlei Tricks zur Wehr setzen. Ironischerweise ging es dabei zu einem nicht unerheblichen Teil um den festen Glauben. Zwar nur sich selbst betreffend, aber es war immer noch Glauben und diesen Weg musste selbst ein Darth Hybris gehen. Die wenigen Selbstversuche, die er nach dem verbalen Zusammenprall mit der Inquisition an sich selbst durchgeführt hatte, bewiesen das logische Berechnungen nicht ausreichten. Zahlen konnten den Verstand, ob sie nun für oder gegen die eigenen Vorstellungen arbeiteten, nicht auf die Weise überzeugen wie es Worte und Gefühle schafften. Hybris war der letzte Sith der sich das eingestehen wollte, doch es war ein Fakt an den man lieber nicht rütteln sollte. Die Willenskraft und Entschlossenheit wurde im Leben eines Sith häufig genug vor Herausforderungen gestellt. Sei es durch die Meister, Vorgesetzte, Rivalen oder gar Schüler und Diener. Manchmal aber auch durch ätherische Entitäten auf fernen Welten voller Gräber und verfallener Tempel. Korriban, Ziost und wie sie alle hießen. Korriban war ein gutes Stichwort, doch solange Saphenus dort nicht fertig war, würde er den Planeten nicht aufsuchen, war es denn nicht notwendig. Nichtsdestotrotz würde sich der ehemalige Schüler schon bald für seine Ausgaben rechtfertigen dürfen. Hybris war noch lange nicht so weit das er mit Credits um sich schmeißen konnte. Und gar nicht erst auszudenken, dass einer seiner Diener, so wichtig dieser auch war, auf die Idee kam, er könne solch eine Verschwendung betreiben und müsse dafür keine Rechenschaft ablegen. Wo kamen sie dann hin? Das Wort „Republik“ kam dem Sith Lord in den Sinn und einen – wirklich sehr kurzen - Augenblick lang war er sogar versucht darüber zu lachen, verließ dann aber lieber das Cockpit und begab sich zu seinem jetzigen Schüler. An den Zabrak konnte er später denken.

„Das reicht. Ich kann spüren das du dahinter gekommen bist und es stimmt mich froh das du nicht nur dein Schwert schwingen und deine Muskeln einsetzen, sondern auch dein Gehirn benutzen kannst. Nimm die heutigen Erfahrungen in deine Zukunft mit und halte sie gut fest, auch wenn ich bezweifle das wir auf Trandosha auf irgendeinen Machtnutzer treffen. Setz dich wieder, wir gehen die Tiefschlaftrance durch.“

Beide Machtnutzer nahmen ihre Schwerter ab und stellten sie so in eine Ecke oder gegen eine Konsole, dass sie so schnell nicht umfallen würden, dann setzten sie sich auf die selben Plätze wie zuvor. Die Kapuze bedeckte noch immer Hybris Kopf und verbarg sein Gesicht in Schatten, welche auf Grund des tiefschwarzen Stoffes der Robe heller waren als das sie umgebende Gewebe. Seine beschränkte Illusionskunst, welche dafür sorgte das die Schatten ebenso schwarz wie die Robe waren, ließ der Lord weg, sodass Sharoh sein Gesicht erkennen konnte.

„Du weißt wie man meditiert und bei einer Tiefschlaftrance macht man im Prinzip nichts anderes. Entgegen dessen was der Name suggeriert, schläft man dabei nicht wirklich. Zu schlafen ist auch einfacher, und auch die einfache Meditation bekommt jeder hin. Um dich aber auf Energiesparmodus und Regeneration hochzufahren, musst du die natürlichen Abläufe deines Körpers unterdrücken. Er will nicht das du die Umwelt ausblendest, denn dann kann er nicht auf die Gefahren achten und er versteht nicht das du seine Sinne durch die Machtsinne ersetzt. Der erste Schritt ist es also sie zu beruhigen. Schließe die Augen.“


Hybris tat es ihm nach, auch wenn er selber nicht mehr so weit kommen würde wie sein Schüler. Poths Stimme war auch jetzt noch zu hören, sein unablässiges Flüstern dröhnte unüberhörbar in den Ohren des Lords. Ausblenden? Unmöglich.


„Nutze deinen Machtsinn um die Umgebung zu erfassen und sobald du sicher bist, dass du uns alle, die Droiden eingeschlossen, spüren und unsere Bewegungen nachvollziehen kannst, konzentriere dich darauf deine organischen Sinne auszublenden. Es ist am Anfang nicht leicht, denn du weißt wo du dich befindest und kannst dir vorstellen was alles zu deinem Tod führen könnte, doch das gehört zur Trance. Die Akzeptanz das du nicht alles überwachen und kontrollieren kannst. Nimm es hin und erlaube es deinem Gedanken und Körper Ruhe zu bewahren. Im Prinzip ist es so als würdest du sie schlafen schicken. Doch noch bevor sie im Bett liegen, löst du deinen Geist von ihnen, deine Machtessenz. So kann deine fleischliche Hülle sich ebenso ausruhen wie dein Verstand, dein Gehirn. Später, wenn du ähnlich weit bist wie ich, kannst du sogar bestimmen wie viel deines Verstandes sich schlafen legt, weshalb du dann während der Trance nachdenken kannst. Doch zu solcherlei Feinjustierung bist du noch lange nicht fähig. Du kannst dich jetzt nur ausruhen und die Macht gleichzeitig die Alarmanlage spielen lassen. Versuche es nun.“


Sharoh hatte ihm ja bereits von seinen ersten Versuchen erzählt, doch ein Dschungel war nun wirklich der falsche Ort für die ersten Gehversuche. Auch wusste der Trandoshaner das Meiste von dem was Hybris ihm erzählen würde, auslassen durfte er dennoch nichts. Sie hatten die Zeit, also ging er kein Risiko ein. Sein Schüler versank also in der Macht, den Körper so an die Sitzgarnitur gelehnt, dass das Schiff schon in einen Asteroiden fliegen musste um ihn von dort runter zu kriegen. Wieder sah Hybris durch seinen auf das Gehirn des Reptiloiden gerichteten Machtsinn die Veränderungen in diesem. „Übersetzt“ bedeutet es das er sein Gehör abzuschalten versuchte, was schwer war, flog ein Raumschiff doch nie lautlos. Bewusst hatte Hybris nichts abgeschaltet, sondern alles normal laufen lassen. Ständig piepste etwas, Robe war ja auch noch unterwegs und selbst das Ein- und Ausatmen von ihm war zu hören. Und dann natürlich der Hyperraumantrieb. Nach ein paar Minuten erhöhte sich die Aktivität der sinnesverarbeitenden Nervenstränge wieder und kurz darauf öffnete Sharoh die Augen.

„Relativ einfach oder? Wenn du einen Monat lang jeden Tag übst, wird dir dieser erste Schritt schnell in Fleisch und Blut übergehen. Doch noch sind wir nicht mit ihm fertig. Die Tiefschlaftrance nutzt man meist wenn man wenig Zeit hat und sich regenerieren will. Nicht selten wirst du außerdem verletzt oder gar verstümmelt worden sein. Ich werde dir jetzt nichts abschneiden, doch es simulieren. Wir überspringen gleich mal kleinere Fleischwunden und kommen zu jenen, die dich herausfordern dürften.“


Wohlwollend nahm Hybris zur Kenntnis wie sein Schüler nervös wurde, blieb seinerseits jedoch ruhig, was aber daran lag das er sich konzentrieren musste. Nerven, genauer gesagt Schmerzrezeptoren, zu reizen war eine seiner Kerngebiete, damit kannte er sich richtig gut aus, doch das trandoshanische Nervensystem unterschied sich von dem der Menschen, allein schon weil erstere Reptilien und letztere Säuger waren. Man mochte meinen das es da doch keine so großen geben dürfte, doch die Natur hatte es wohl für nötig empfunden Anpassungen vorzunehmen. Müsste Hybris raten, er würde es auf die Regenerationsfähigkeit der Trandoshaner schieben. Die bedurfte wohl eines angepassten Nervensystems. Deshalb brauchte er statt eines Augenblicks fast eine Minute um die richtigen Nervenenden und dann eine weitere halbe um die richtige Dosis zu finden. Sharoh hatte die Zeit genutzt um noch nervöser zu werden, vielleicht weil er glaubte das die Verzögerung bedeutete, dass er nun ziemlich hässliche Schmerzen erdulden musste. Womit er halbwegs recht hatte.


„Fangen wir mit einer Schusswunde in der Schulter an. Normale Blaster können deine Schuppen vielleicht nicht durchdringen, doch sei dir im Klaren darüber, dass es genug Hochenergiewaffen gibt, die es schon beim ersten Treffer schaffen.“


Hybris glaubte nicht das er Sharoh etwas über Disruptoren und ähnliche Waffen erzählen müsste, denn eigentlich sollten sich Trandoshaner, ob sie nun gerne mit Blastern umgingen oder nicht, mit so etwas auskennen. Der Lord selbst würde nicht mit seinem Halbwissen prahlen, doch er wusste immerhin das es zum Beispiel Scharfschützengewehre gab, welche einen gebündelten Hochenergiestrahl abfeuern konnten und damit locker Durastahl durchschlugen. Sharoh würde davon ebenso durchlöchert werden wie die Panzerungen von Kampfanzügen oder die Außenhülle von Fahrzeugen und Walkern. Sein Schüler machte sich bereit. Sofern man sich denn darauf vorbereiten konnte. Anfangs spürte er nur eine fremde Macht in seiner linken Schulter, eine Macht die Druck auszuüben schien, doch noch fehlte Hitze oder Schmerz. Dann aber, von einer Sekunde zur anderen, explodierte dieser in der simulierten Wunde. Und das sollte erst der Anfang sein...


[Hyperraum Richtung Trandosha - Hybris Fury - Aufenthaltsraum - Sharoh und Hybris]
 
[Weltraum / Hyperraum Richtung Trandosha / Fury / Aufenthaltsraum ]Sharoh, Hybris sowie Rope

Wie zu erwarten betrat Hybris den Raum. Der Lord verlor keine Zeit, er wollte weiterkommen und ihm reichten die Resultate, die Sharoh gebracht hatte. Erneut stellten die beiden Machtnutzer ihre Waffen ab und begaben sich auf die Sitzbank. Die nächste Trainingseinheit würde sich mit der Tiefschlaftrance beschäftigen. Sharoh erhoffte sich, dass die kruden Versuche im Dschungel ihn immerhin einen Schritt weitergebracht hatten, doch in Anbetracht der mageren Ergebnisse der Technik war er sich sicher, dass er noch einmal von null anfangen durfte. Hybris erläuterte. Wie der Reptiloid sich selbst erschlossen hatte war die Tiefschlaftrance eine Art der Meditation doch warf der Lord genaueres Licht darauf, wo der Unterschied lag. Man begab sich zusammengefasst in einen Zustand in dem rein faktisch der Körper schlief. Nur der Machtsinn an sich war noch anwesend und brachte Auskunft über die Umgebung. So gesehen musste dafür das Gehirn selbst nicht in einem wachen Zustand sein. So gesehen hatte Sharoh diese Technik bereits instinktiv in einer ähnlichen Art und Weise eingesetzt. Die schlechten Ergebnisse konnte er sich nur erklären, dass sein Körper immer wieder aufgewacht war. Die rege Aktivität im Dschungel hatte ihm keine komplette Ruhe gelassen und als er dann schließlich seine körperlichen Sinne unterdrückt hatte, schlug sein Machtsinn Alarm. Denn ein Fleischfresser war nie fern seines Lagers gewesen. Der Geruch der Vorräte hatte immer wieder Tiere angelockt.

Auf die Anweisung des hohen Sith schloss er die Augen. Versuchte sich zu beruhigen. So gesehen war die Tiefschlaftrance eine sehr ungewöhnliche Fertigkeit für einen Sith. Seine Emotionen in den Hintergrund zu stellen war alles andere als etwas, was man von einem dunklen Machtnutzer erwartete. Doch aufgrund der Effektivität dieser Fertigkeit, die Hybris schon an den Tag gelegt hatte, musste Sharoh wohl über seine eigene Natur hinwegsehen. Beruhigte seinen Körper, seinen Geist. In der gleichen Art und Weise wie er es noch vor einigen Minuten getan hatte. Hybris fuhr fort, gab ihm Anweisungen wie er vorzugehen hatte. Langsam und stetig erfasste er mit seinem Machtsinn das ganze Innenleben des Schiffes, Rope und Hybris. Langsam rutschte der Trandoshaner in die Sitzpolster, kam in den Bereich einer tiefen Meditation. Als nun auch der Lord mit seiner Anleitung zum Ende gekommen war konzentrierte er sich darauf alles von außen auszublenden, Gehör stellte dabei das größte Problem dar. Mit geschlossenen Augen war es schon einfach genug diesen Sinn auszuschalten, wobei das Licht der Projektion von Trandosha ein wenig störte. Doch konnte man das vernachlässigen. Das leise Wummern des Hyperraumantriebs, sein eigener Atem, selbst der Anzug des Lords störte ihn weiter vorzudringen. Demonstrativ atmete er aus und da war das Ziel erreicht. Eine wohlige Wärme umfing ihn und sein Geist löste sich in die Traumwelt. Es war ein äußerst merkwürdiges Gefühl und soweit in die Trance war er im Dschungel nicht vorgestoßen. Es hatte etwas von einem Wachtraum, er erkannte seine komplette Umgebung im Machtsinn, doch war sein Körper nicht wirklich anwesend. Es dauerte ein wenig sich aus diesem Zustand wieder zu lösen.

Als er die Augen öffnete fühlte er sich leicht erfrischt. Wie nach einem kurzen Mittagsschläfchen nicht viel mehr. Hybris fur direkt fort. Er erläuterte, dass die Tiefschlaftrance wohl am nützlichsten war, wenn man unter Zeitdruck stand oder verwundet war. Logischerweise half die Trance dabei beim Heilprozess und entfaltete ihre maximale Wirkung. Entsprechend wollte Hybris nun prüfen, inwiefern es dem Trandoshaner möglich war unter diesen Einflüssen in die Trance zu gleiten. Glücklicherweise hatte Sharoh bereits schon ein kleines wenig Erfahrung, da er gerne nach den Trainingskämpfen mit Rake meditiert hatte. Eventuell half ihm das ein wenig. Trotzdem flammte Nervosität in ihm auf. Das letzte mal, dass Lord Hybris ihm Schmerzen induziert hatte, war bei dem Ritual gewesen, dass seine Haut verändert hatte. Das waren Höllenqualen gewesen, doch immerhin konnte er von sich behaupten seitdem eine ziemlich hohe Schmerzgrenze zu haben. Besonders die Aussage, sie würden direkt die Fleischwunden überspringen beunruhigte ihn noch weiter. Der Lord schien sich vorzubereiten, also tat er das selbe. Er setzte sich noch einmal auf, atmete durch und starrte Hybris an. Mit grimmiger Entschlossenheit presste er die Kiefer aufeinander, bereits ahnend, dass es von jetzt auf gleich kommen konnte. Doch ließ sich Hybris Zeit, erläuterte noch einmal was genau kommen würde. Der Treffer einer Hochenergiewaffe wollte er projezieren. Er hatte schon oft genug sehen dürfen, wie effektiv Scharfschützengewehre Großwild erledigten, also machte er sich gefasst auf einen ziemlichen Schock.

Ein Druck übte sich auf seine Schulter aus und einige Sekunden später ein brennender Schmerz! Sharoh ballte die Faust, unterdrückte erfolgreich ein Zischen und lehnte sich nach vorn. Heiß strahlte der Schmerz von seiner Schulter und wie aus Reflex tastete seine Hand nach der "Wunde". Natürlich war dort nichts, trotzdem ging sein Adrenalin in die Höhe. Eine natürlich Reaktion des Körpers, der Moment um in die Tiefschlaftrance zu gehen. Er hielt seine Schulter lehnte sich zurück, immer noch die Kiefer aufeinander gepresst. Durch den stechenden Schmerz und den hohen Puls rückte glücklicherweise die Geräuschkulisse in den Hintergrund. Zunächst musste er seinen Körper überreden runter zu fahren. Langsam und kontinuierlich atmete er ein und aus. Ein schwieriges Unterfangen, immerhin gaukelte Hybris eine nicht gerade leichte Verletzung vor. Direkt nach so einer Verletzung in die Tiefschlaftrance zu gehen kam Sharoh aktuell ein wenig Hirn rissig vor, vor allem da er zunächst ein wenig Schmerzmittel und einen Bacta Verband bevorzugen würde und später die Heilung unterstützen würde, jedoch musste er jetzt damit arbeiten. Der ruhige Atem brachte ihn in einen schläfrigen Zustand. Er hörte nichts anderes als seinen Herzschlag und seinen Atem. Auch das blendete er aus. Ab diesem Punkt dauerte es nicht lange und er war in der Trance wie zuvor. Es war befremdlich. Er spürte keinerlei Schmerz, auch wenn sein Machtsinn die Einflüsse des Lords auffing schienen seine Nerven nichts zu senden. Hybris stoppte den Einfluss und so schnell es ging löste sich der Trandoshaner wieder aus der Trance.

Der Schmerz war wie weggepustet. Es war beängstigend, dass ein Sith in der Lage war ohne jede Verletzung solche Höllenqualen einfach mit einem Fingerschnippen hervozurufen. Doch das hatte Hybris ja schon zuvor bewiesen. Die Erinnerung war nur erneut aufgefrischt worden. Es war immerhin schon mehr als ein Jahr her. Der Lord nickte und forderte ihn auf sich erneut vorzubereiten. Diesmal gab er keine Vorwarnung was kommen würde. Wie zuvor machte sich der Trandoshaner bereit. Diesmal kam der Schmerz schneller und an einer vollkommen anderen Stelle. Wie die Wunden von diversen Messerstichen in der Bauchgegend flammte es an diversen Stellen auf. Aus Reflex lehnte sich Sharoh nach vorne, hielt seinen Bauch, biss die Zähne zusammen. Er kannte diesen Schmerz noch zu gut. Der Schüler von Victorious und seine Jünger hatten ihm exakt diese Wunden in seinen ersten Wochen zugefügt. Es war klar worauf der Lord hinaus wollte. Er wollte nicht nur seinen Geist mit dem Schmerz selbst aus dem Konzept bringen, nein er wollte noch die Schmach einer Niederlage oben drauf setzen. Hybris wusste genau wie sein Schüler tickte und obwohl Sharoh seine Rache bereits bekommen hatte tauchten Erinnerungen an den Mordversuch wieder auf. Die Hilflosigkeit gegen die zu vielen Gegner und der Tatsache, dass er unbewaffnet war. Seine Gefühle spielten verrückt, wollten am liebsten diesen verdammten Menschling erneut töten und dann wieder ! Doch dafür war jetzt keine Zeit. Er wippte nach vorne und hinten, versuchte seinen Atem wieder zu kontrollieren. Das Wippen wurde langsamer, bis er an die Lehne der Sitzecke fiel. Es stellte eine besondere Schwierigkeit dar, nun seine Gedanken zu sortieren, doch die Tatsache, dass es keine Rache mehr zum ausführen gab ließ ihn sich langsam, deutlich langsamer als beim letzten Versuch, herunterfahren. Es dauerte bestimmt eine Viertelstunde, dann war er ruhig genug und fiel in die Trance. Hybris löste seinen Einfluss und Sharoh löste sich erneut daraus. Er warf einen Hasserfüllten Blick in die Richtung des Lords, doch er wusste genau, dass das Notwendig gewesen war, um ihn auf jede mögliche Situation vorzubereiten. Die einzige Antwort darauf war der kalte Blick des Lords. Noch einmal tastete er nach seinem Bauch und fragte.

" Ich denke als erste Hilfe ist das aber nicht wirklich Anwendbar. Denn in der Zeit, in der ich in die Trance falle bin ich mehrmals verblutet. "

Seine Manieren waren ihm gerade ordentlich unter den Tisch gefallen. Doch interessierte ihn das gerade nicht. Wie sollte man auch guter Laune sein, wenn man gerade gefoltert wurde ?

[Weltraum / Hyperraum Richtung Trandosha / Fury / Aufenthaltsraum ]Sharoh, Hybris sowie Rope




 
[Hyperraum Richtung Trandosha - Hybris Fury - Aufenthaltsraum - Sharoh und Hybris]

Langsam aber sicher wurde Hybris es leid den Meister zu spielen, dass spürte er nun deutlicher denn je. Manchmal flammte die seltene Leidenschaft fürs Lehren in ihm auf und er schwang voller Überzeugung seine langatmigen Reden, doch wann immer er nur beobachten und mit seinen Machtsinnen Abläufe überwachen konnte, stellte sich wieder dieser nervige Jucken unter seiner Kopfhaut ein. Dieses Gefühl, welches ihn dazu zwingen wollte aufzuspringen und sich in ein Labor zu verkriechen. Er wollte sich verdammt nochmal Wissen aneignen und im Zweifel eigenes erschaffen, aber doch nicht hier sitzen und seinen Schüler dabei zusehen wie dieser sich an einer Technik probierte. Dieses ständige Beibringen von Grundlagen und Beiwohnen solcher Übungen nervte ihn, hatte ihn schon immer genervt. Nur meist, grob geschätzt 95% der Zeit, konnte er akzeptieren das auch dieser Teil dazugehörte, wollte er einen fähigen Diener haben. Ganz alleine die Unsterblichkeit erreichen? So gut wie ausgeschlossen. Auch ein Sith Lord mit seiner Macht konnte nicht überall zur selben Zeit sein. Doch selbst diese akzeptierte Wahrheit änderte nichts an der Tatsache, dass sein Innerstes es kaum mehr ertrug sich mit solchen Dingen auseinandersetzen zu müssen. Rake würde sein Schwertmeister werden und in Zukunft wohl doch nicht auf Missionen geschickt, sondern in einer Art Ausbildungslager eingesetzt werden. Hybris wollte nicht gleich eine eigene Akademie haben, aber etwas kleineres mit einem ähnlichen Aufbau. Nur brauchte er dafür noch einen Meister der Macht, der ihm dennoch blind folgte. Eine schwierige Kombination, waren die sich auf die Macht fokussierenden Sith doch meist viel zu paranoid. Das brachte die Thematik einfach mit sich. Irgendwie so sollte es jedoch laufen. Wenn es nach ihm ging, und nach wem sollte es sonst gehen, würden Sharoh und Rake seine letzten Schüler werden. Nie wieder wollte er sich diese Tortur antun. Vielleicht deshalb, aber vielleicht auch aus anderen Gründen, an die er gerade nicht dachte, übertrieb er es bei der letzten Nervenüberlastung etwas und Sharoh hatte arge Probleme damit sie zu kontrollieren. Was er aber schließlich trotzdem schaffte. Er mochte kein Kintik oder Saphenus sein, doch ging es um eine Sache, wo jemand viel einstecken musste, er würde lieber den Trandoshaner als sonst wen schicken. Der Blauzschuppige hatte eben einen guten Punkt angesprochen, einen den Hybris seines Wissens noch gar nicht behandelt hatte. Und zwar weil er nicht annahm, das Sharoh es können würde.

„Da hast du recht. Bevor du dich in eine Tiefschlaftrance versetzt, musst du jede Blutung stoppen und etwaige vergiftete Stellen entweder komplett vom Körper lösen oder anderweitig neutralisieren. Hast du dich schon mit der sogenannten Macht-Heilung beschäftigt? Davon gelesen? Jedi können wegen der Art ihrer Ausbildung sehr viel leichter heilen als unsereins. Selbst ich kann es nicht und muss mich anders heilen, sei es nun durch den Lebensentzug, der aber viel Machtenergie kostet oder indem ich meine eigenen Zellen dupliziere und auf andere Art verändere. Aber die eigentliche Machtheilung, mit der man relativ einfach sogar andere Menschen und Nicht-Menschen heilen kann, das wirst du nicht so schnell schaffen, falls überhaupt. Aber es gibt eine Möglichkeit, die jedoch ausschließlich bei dir selbst wirkt und die du später auch bei der Trance einsetzen musst. Schließlich wirst du irgendwann zu alt sein um dich wie bisher heilen zu können.“

Hybris streckte die rechte Hand aus, Zeige- und Mittelfinger aufeinander gelegt, den Daumen abgespreizt, als wolle er wie ein Kind einen Blaster simulieren. Für einen Augenblick geschah nichts, doch dann wurde plötzlich Macht in die Hand geleitet und floss von der der Innenfläche zu diesen beiden Fingern. Nicht sichtbar, aber wohl spürbar, bündelte sich die Energie auf einen Punkt zwischen ihnen. Im fahlen Zwielicht explodierte kaum wahrnehmbar ein kleiner Energieblitz und als er verschwand, hinterließ er einen schmalen, nadelförmigen Abdruck in der Luft. Dieser schimmerte noch kurz und wurde dann transparent.


„Einfach ausgedrückt sorgt die Macht für einen besseren Ablauf und Durchfluss in den Körpern in der sie wirkt. Sie unterstützt das Immunsystem ebenso wie den Blutkreislauf. Selbst wenn dir das Wissen und das Wesen fehlt, um der Macht einen heilenden Aspekt zu verpassen, kannst du doch ihre natürliche, stärkende Wirkung für dich nutzen. Ich werde dir jetzt einen Loch in deinen Panzer bohren. Anstatt deinen Finger darauf zu drücken, wirst du deine Macht auf diese Wunde fokussieren. Aber nur dort hin lenken und ihren Wirkungsbereich auf diesen einen Punkt begrenzen. Tue sonst nichts.“

Sharoh schloss wieder seine Augen und wartete auf seinen Einsatz. Hybris betrachtete kurz den Körper des Trandoshaners und entschloss sich dann ihm die ätherische Nadel in den linken Unterarm zu schießen. Kurz hatte er daran gedacht sie ihm in den Hals oder die Brust zu jagen, doch er sollte ja nur die Blutung und leichte Gewebeschäden heilen und sich nicht gleich auf die Heilung seiner Organe oder Luftröhre konzentrieren müssen. Kleine Schritte, zumindest jetzt noch. Eine kurze aber heftige Bewegung aus dem Handgelenk heraus und die Nadel flog, überbrückte die paar Meter gefühlt mit Lichtgeschwindigkeit und steckte deshalb schon in dem Körper, bevor Hybris die Bewegung seiner Hand überhaupt zu Ende geführt hatte. Die konzentrierte und pervertierte Macht explodierte und löste die sie umgebenden Zellen einfach auf. Sein Schüler zuckte nicht einmal zusammen, sondern tat was von ihm gefordert wurde. Die Wunde war ohnehin nur klein und hätte sich binnen weniger Minuten von alleine geschlossen, doch als die Macht des Trandoshaners sich dort nun manifestierte und immer dichter wurde, ohne aber die selbe Konzentration wie bei einem Machtstoß aufzuweisen, versiegte der dünne Blutfluss binnen Sekunden. Er öffnete die Augen.

„Wie du sehen kannst ist es relativ einfach und selbst wenn die Wunde größer und komplexer ist, ist das Prinzip dasselbe. Schwieriger wird es bei Verletzungen von Organen, Nervengewebe und Knochen, doch selbst damit musst du klarkommen. Aber nicht schon heute. Das Prinzip ist ohnehin leicht zu verstehen: Je komplizierter die Verletzung, desto mehr Zeit und Macht brauchst du. Du musst kein Arzt sein um eine perforierte Leber oder einen durchschossene Magenwand heilen zu können. Das macht dein Körper von alleine. Er kennt die Baupläne der einzelnen Zellen. Du musst nur die Energie leiten und das zum Teil über einen längeren Zeitraum und bei solchen Verletzungen wirst du entsprechend lange leiden müssen. Übe auch das sofern es sich anbietet.“

Einen Augenblick lang war der Lord versucht seinem Schüler zu erzählen, dass er sich doch bitte nicht selber die Leber zerreißen sollte, nur um diese Art der Heilung zu üben, doch so dämlich würde der Trandoshaner doch wohl nicht sein.


„Lass uns noch eine letzte Übungseinheit durchgehen, dann war es das auch schon für heute. Den Rest des Tages wirst du alleine üben und ab morgen trainieren wir dann täglich ein paar Stunden zusammen. Nimm deine Kriegsklinge und mach dich für den Kampf bereit.“

Die beiden dunklen Machtnutzer erhoben sich von ihren Plätzen und stellten sich einander gegenüber. Hybris ließ sein Seelenschwert jedoch wo es war und nahm stattdessen sein Lichtschwert. Kurz betrachtete er es und nahm bewusst auf was er spürte. Die Waffe kam ihm vertraut vor, nur nicht deshalb weil er sie selbst angefertigt und schon so lange genutzt, sondern weil er ständig die selbe Art von Standardlichtschwert nutzte. Nein, er würde niemals ein eigenes besitzen mit dem er sich auch noch identifizieren konnte.


„Wir haben vorhin darüber gesprochen, dass du binnen weniger Sekunde dazu in der Lage sein musst deinen Gegner zu durchschauen und deine Strategie entsprechend anzupassen. Ich werde jetzt in die Rolle einiger sehr unterschiedlich Typen schlüpfen und du musst mich entwaffnen. Stell dir vor du brauchst mich lebend und mehr oder weniger unverletzt. Ich muss nach dem Kampf noch ein … sagen wir Werkzeug benutzen und selber laufen können. Halte dich sonst nicht zurück, sonst wirst du derjenige von uns beiden sein der den Rest des Tages seine eigenen Wunden schließt.“

Der Trandoshaner nickte. Bevor es losgehen konnte, warf Hybris noch seine Robe weg, denn die meisten von Sharohs zukünftigen Zielobjekten würden so etwas wohl eher nicht tragen. Erst später, gegen Ende ihres Rückfluges, würde er Jedi spielen. Jetzt nur Mechaniker, Laborwissenschaftler bis hin zu Kriminellen. Die ersten beiden Kategorien mochten eigentlich schlechte Kämpfer sein, doch erstens war das zwar ein durchaus berechtigtes Klischee, aber dennoch ein nicht immer zutreffendes. Selbst ein in die Ecke gedrängter Kittelträger mit Todesangst konnte unvorhergesehen und tödlich kämpfen. Doch als erstes der raubeinige Schlüsselschwinger auf irgendeiner Werft. Dafür fasste der Lord sein Schwert mit beiden Händen an und stellte sich vor es würde an die zwanzig Kilo schwer sein. Den Kopf gesenkt, die Beine leicht auseinander, sprang er plötzlich auf den Trandoshaner zu. Im Sprung aktivierte er die Waffe und führte sie von oben rechts nach unten links. Würde der Schlag durchkommen, sein Schüler würde in wenigen Minuten herausfinden wie aufwendig die Heilung des Schlüsselbeins war...

[Hyperraum Richtung Trandosha - Hybris Fury - Aufenthaltsraum - Sharoh und Hybris]
 
[Weltraum (Imperium) | Nahe der republikanischen Grenze bei Metellos | DRD Nova (im Verband mit VIN Liquidator und GSD Tyranny) | Brücke] Gordon Aaronson, Kytana Soutenne

Mehrere Sprünge waren nötig, um von Widek in das Einsatzgebiet zu kommen. Dabei erwies sich ausgerechnet die Nova, die als Flaggschiff des kleinen Verbandes agierte, wie erwartet als Bremse. Mit einer Hyperraumgeschwindigkeit von 40 MGLT waren die Kreuzer der alten Dreadnaught-Klasse nicht gerade schnell, doch nie zuvor war für Gordon Aaronson die Zeit im Hyperraum so langsam vergangen. Er wusste, dass jede Stunde zählte, und hatte das Gefühl, mit dem Tempo eines Hutts voranzukriechen. Die Tyranny und die Liquidator hätten wesentlich schneller voran kommen können, doch der Captain hatte sich dagegen entschieden, die Gruppe aufzuteilen. Er befürchtete, in diesem Fall hätten sie es schwerer, auf eine veränderte Lage zu reagieren. Wenn das Schiff des Verräters Darrenholm doch an einer unerwarteten Stelle gesichtet wurde und die drei Kreuzer zu weit voneinander entfernt waren, würden sie ihn vielleicht nicht in Übermacht stellen können und alles würde verloren sein. Vielleicht hatte auch Aaronsons sein Stolz einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass er die Tasc Force beisammen hielt: Er wollte es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein, wenn sie die Keeper aufbrachten. Aber falls sie zu spät kommen sollten, würde er sich dafür wohl bis zu seinem Tod verfluchen...

Allerdings blieb die Zeit, die während der Reise verstrich, nicht ungenutzt. Die drei Kreuzer standen in regem Austausch mit dem Nachrichtendienst und tauschten sich bei jedem Zwischenstop im Normalraum mit diesem aus. Während der Sprünge hatten dann alle, die auch nur einen Funken Ahnung von Hyperraumnavigation hatten, alle Hände voll zu tun. Sie arbeiteten pausenlos daran, alle Routen zwischen der unendlichen Zahl an Himmelskörpern zu finden, auf denen die Keeper nach Metellos oder Coruscant gelangen konnte. Da die Navigationscomputer nicht viele dieser hochkomplexen Berechnungen gleichzeitig durchführen konnten und das Kartenmaterial niemals hundertprozentig vollständig und aktuell war, handelte es sich um eine wahre Sisyphosaufgabe. Das Ergebnis war schließlich eine komplexe, zweifellos aber nicht perfekte Sternenkarte mit zahllosen Linien darin, welche alle für befahrbare standen. Davon ließen sich noch zahlreiche ausklammern, die von den Grenzflotten zu gut bewacht wurden, als dass ein Strike-Kreuzer hoffen durfte, sich durchzuschleichen. Insbesondere dort, wo Abfangkreuzer stationiert waren, würde Darrenholm es unter Garantie nicht versuchen. Leider war es nicht möglich, diese Schiffe von ihren aktuellen Positionen abzuziehen, um auch andere Bereiche zu sperren: Zu wichtig war es, gegen einen möglichen republikanischen Vorstoß gewappnet zu sein, der die ganze Region weit schlimmer treffen könnte als der Aufstand der Yevethaner oder die Desertion eines einzelnen Kriegsschiffs. Die Befehlshaber ware nicht bereit, Gordons Task Force eine andere Unterstützung zukommen zu lassen außer rein logistischer Zuarbeit in Form von Sensordaten und Kommunikationsprotokollen. Auch diese waren in die Berechnungen und Überlegungen mit eingeflossen. Schließlich war nur noch eine Handvoll möglicher Routen übrig, auf denen die Keeper es womöglich versuchen würde. Doch die Offiziere und Geheimdienstler waren nun mit ihrem Latein am Ende. Es gab keine Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeiten weiter einzuengen. Sie hätten raten müssen, wenn ihnen nicht ein glücklicher Zufall zu Hilfe gekommen wäre. Kurz vor dem letzten Sprung, der sie in den Bereich westlich von Metellos führte, hatten sie die Nachricht erhalten, dass auf einem der wahrscheinlichsten Kurse ein großes Schiff ohne Positionslichter und Transpondersignale gesehen worden war. Es war nur eine kurze Begegnung gewesen und die Freihändler, die sie gemeldet hatten, konnten keine Sensordaten bieten, die eine zuverlässige Identifikation möglich machten. Aber es war möglich, dass es sich um die Keeper handelte. Und wenn das der Fall war, wussten sie nun, welchen Kurs die Verräter nahmen. Nur leider waren sie schon viel weiter gekommen, als Gordon für möglich gehalten hätte: Darrenholm musste bei der Navigation durchs unerschlossene Nirgendwo einige beträchtliche Risiken eingegangen sein, um so schnell voranzukommen. Er wusste wohl, dass auch für ihn jede Stunde oder sogar jede Minute zählte.

Nun befanden sich die drei Schiffe abermals im Hyperraum. Ihr Sprung war beinahe ebenso riskant wie die der Keeper, denn er führte sie dicht an einem Tripelsternensystem mit mehreren großen Gasriesen vorbei. Die Orbits der großen Himmelskörper waren unzureichend vermessen und der Einfluss ihrer Gravitationsfelder auf vorbeispringende Schiffe basierte größtenteils auf Schätzungen. Ein Fehler, und die Reise war vielleicht schnell vorbei... aber es gab keine andere Möglichkeit. Nur auf diesem gewagten Kurs hatten Nova, Liquidator und Tyranny noch die Chance, der Keeper an ihrem nächsten Ziel zuvorzukommen.

»Wir passieren das System LL-34993215 in vierzig Sekunden«, meldete der Hauptnavigator. Gordons Hände waren schweißnass. Er hatte die Arme übereinandergeschlagen, damit man nicht sah, dass seine Finger leicht zitterten. Sie näherten sich der Beinahe-Katastrophe mit immenser Geschwindigkeit. Ein weiteres Risiko, das nur solange akzeptabel war, wie alles gut ging - im Fall eines Irrtums würde es sich als unverzeihlich herausstellen. »Zwanzig Sekunden.« Wenig später: »Zehn Sekunden. ...Fünf.« Und dann: »Wir haben den Tripelstern passiert!«

Man konnte spüren, wie die Anspannung auf der Brücke nachließ. Die Nova befand sich noch im Hyperraum und auf Kurs. Wie es um die anderen beiden Schiffe der Task Force stand, konnte derzeit nicht ermittelt werden: Das würden sie erst erfahren, wenn sie am Zielpunkt ankamen - oder eben nicht. Aber Gordons Zuversicht war nun weit größer. Wenn die Nova es geschafft hatte, sollten die anderen beiden ebenfalls ohne Probleme durchgekommen sein, denn ihre Sprungvektoren lagen sehr dicht beieinander, so dass sie im Abstand von nur wenigen hundert Metern im Zielsystem eintreffen würden. Auch das beinhaltete Risiken, denn minimale Ungenauigkeiten konnten sich fatal auswirken, aber breiter war der zur Verfügung stehende Korridor eben nicht gewesen...

Sie waren nun nicht mehr weit von ihrem Ziel entfernt und damit auch nicht weit von einer möglichen Konfrontation mit der Keeper. Obwohl damit weitere Ungewissheiten verbunden waren, fieberte Aaronson der Begegnung entgegen. Er freute sich darauf, Darrenholm zu stellen, und malte sich bereits aus, wie er ihn mit strenger Stimme und unnachgiebigem Blick zur Aufgabe auffordern würde. Dann würde sich der Abtrünnige entweder freiwillig oder unter Zwang dem Recht des Imperators beugen müssen. Selbst ein Kampf gegen das fahnenflüchtige imperiale Kriegsschiff hätte etwas Ehrenvolles. Nur einen Schönheitsfehler hatte diese Vision, und das war Kytana Soutenne. Die blauhäutige Geheimdienstlerin hatte seit Beginn der Reise nahezu ebensoviel Zeit auf der Brücke verbracht wie Gordon. Es behagte ihm überhaupt nicht, einen Geheimdienstoffizier auf seinem Schiff zu haben. Wahrscheinlich wäre er besser damit klargekommen, wenn es sich nicht ausgerechnet um eine Person handeln würde, die so viele seiner Vorurteile wachrüttelte. Ein weibliches Exemplar einer so offensichtlich nichtmenschlichen Spezies wollte er eigentlich gar nicht auf seinem Schiff haben. Doch er musste sie tolerieren und sogar mit ihr zusammenarbeiten, denn sie war eine Verbündete. Ohne sie und ihre Kollegen hätte die Flotte den entscheidenden Hinweis auf den wahrscheinlichsten Kurs des Strike-Kreuzers vielleicht nicht bekommen. Sollte sich das als Schlüssel für den Erfolg herausstellen, würde Aaronson nicht umhin kommen, ihr persönlich Anerkennung zu zollen. Doch bis es soweit war, wünschte er sich, möglichst wenig mit ihr sprechen und sie im Idealfall auch gar nicht ansehen zu müssen.

Nach einer Weile meldete sich abermals die Navigationsstation zu Wort.

»Captain, der Sprung verläuft planmäßig. Wir erreichen das Zielsystem in zehn Minuten!«

Nun war es also soweit.

»Alle Mann auf die Kampfstationen!« befahl der Mygeetaner. »Sensorik: Ich erwarte sofort beim Eintreffen Berichte über alle Bewegungen im System! Waffenkontrolle: Schilde und sämtliche Geschütze laden, sobald wieder genug Energie zur Verfügung steht. Steuer: Auf sofortige Abfang- und Ausweichmanöver vorbereiten. Kommunikation, setzen Sie sich so schnell wie möglich mit der Task Force in Verbindung. Volle Übertragung aller relevanten Daten, über die wir verfügen. Und halten Sie auch einen Rufkanal an die Keeper und eventuelle andere Schiffe offen.«

Eigentlich war es gar nicht nötig, diese Befehle noch einmal zu geben. Denn auf dem Flug ins Zielgebiet war genug Zeit gewesen, die Begegnung mit den Verrätern zu planen und das Vorgehen mit allen, die es anging, zu besprechen. Auch die Kommandanten der anderen Schiffe wussten, was sie zu tun hatten. Aber Gordon war zu pflichtbewusst, um die Dinge nun einfach laufen zu lassen. Außerdem erhob er die Stimme auch deshalb, weil seine Anspannung ein neues Hoch erreichte und ihm der Klang seiner Worte das Gefühl gab, die Kontrolle über das Geschehen zu haben.

Die letzten Minuten verflossen. Alles war bereit. Dann zerriss der bläuliche Schleier des Hyperraumtunnels und die Nova stürzte zurück in die physische Realität. Sofort prasselten Meldungen auf den Captain ein. Bestätigungen, dass seine Anweisungen befolgt wurden und alles so lief, wie es vorgesehen war. Die erste wirklich wichtige Information war die, dass auch die Tyranny und die Liquidator planmäßig eingetroffen waren. Dann kam die Nachricht, auf die er gewartet und gehofft hatte:


»Captain! Wir orten ein weiteres Schiff im System! Dem Energieoutput nach möglicherweise ein Kreuzer...«

»Das müssen sie sein! Wo sind sie?«

»Der Abstand beträgt... Sir, sie sind vom Schirm verschwunden!«


»Gesprungen? Verdammt! VERDAMMT!«

Gordon konnte es kaum fassen: Sie hatten sie beinahe gehabt - und nun waren sie doch noch einmal durch das Netz geschlüpft! Viele Möglichkeiten hatte er durchdacht, doch diese hatte er verdrängt. So knapp durfte er nicht scheitern! Mühsam kämpfte er seinen Ärger nieder und wartete darauf, dass er weitere Informationen erhielt, um die Lage und seine Optionen zu beurteilen. Bald kam die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um einen Strike-Kreuzer gehandelt haben musste: Es konnte nur die Keeper sein! Und dann wurde bekannt, wohin sie gesprungen war. Anhand der Berechnungen, die im Vorfeld angestellt worden waren, gab es wenig Zweifel. Ihr Vektor führte an einen Punkt westlich vom Metellos-System, einem Flecken leeres, schwarzes All unmittelbar an der Grenze, die der Vertrag von Umbara festgelegt hatte. Entweder war das eine Zwischenstation für einen Sprung in den republikanischen Raum hinein, es wäre aber auch ein guter Ort für ein Treffen mit den Rebellen. Dort könnte man sich von beiden Seiten der Grenze her zunächst beschnuppern und die Bedingungen für einen Seitenwechsel und die Übergabe des Kreuzers an die verfluchten Republikaner aushandeln. Vielleicht war es noch nicht zu spät, die Keeper dort zu stellen. Aber falls sie vor ihrem Sprung noch das Eintreffen der Task Force bemerkt hatte, wusste sie nun, wie eng man ihr auf den Fersen war... Aaronson ließ eine Verbindung zu den anderen beiden Kreuzern herstellen.

»Commanders, warten Sie nicht auf uns! Springen Sie zum nächsten Punkt, und falls Sie können, stoppen Sie die Keeper, bevor sie die Grenze überschreitet! Ich werde ein paar Minuten später eintreffen. Crescent, bis dahin haben Sie das Kommando! Los, jede Sekunde zählt!«

[Weltraum (Imperium) | Nahe der republikanischen Grenze bei Metellos | DRD Nova (im Verband mit VIN Liquidator und GSD Tyranny) | Brücke] Gordon Aaronson, Kytana Soutenne

Weiter im Metellos-Thread
 
[Imperialer Weltraum :: Frachter :: Tom West, Darth Sikarius, Adria, Darth Sting und Graf Muraenus, NPCs ]

Tom war alles andere als zufrieden als sein Helm ihm anzeigte, das einige Lebenszeichen seiner Soldaten kritische Werte anzeigten. Das war nicht gut, besonders wenn er bedachte was er gesehen hatte, bevor die Schwärze, die Sicht behindert hatte. Alle vier waren mehr oder weniger intakt ins innere des Schiffes geflüchtet und das trotz des massiven Waffenfeuers. Schlimmer noch war, als bei Pyro plötzlich der Schlauch sich löste und wild herum peitschte, als das unter druck stehende Gas plötzlich einen weg in die Freiheit gefunden hatte. Die Zündflamme war noch an, so das es zu einer Verpuffung kam. Ein Glück das die Tanks Rückschlagventile hatten um eine Explosion zu verhindern. Trotzdem war es ärgerlich, besonders weil die Ausrüstung mehrmals überprüft worden war. Das sprach wieder dafür, das er es mit Machtnutzern zu tun hatte. Ob nun Sith oder Jedi, einmal außer acht gelassen, war das alles andere als gut. So ungern er den Befehl auch gab. Er musste erst einmal an weitere Informationen kommen. "Rückzug zur Fähre" gab er über Funk an all seine Soldaten weiter.

Tom war der erste der ins innere zurück kehrte. Ein Besatzungsmitglied der Fähre zeigte den Gang entlang. "Die Sith ist in die Richtung gegangen" Tom runzelte ein wenig die Stirn bei diesen Worten. Wirklich lange suchen musste Tom nicht, da sah er ein rötliche Schimmern vor raus, um eine Ecke schimmern. Tom senkte seine Waffe etwas und trat um die Ecke, gefolgt von seinen Leuten. Einen Trupp hatte Tom bei der Schleuse gelassen und den E-Web aufstellen lassen zur Sicherheit. Tom sah die hübsche Frau mit der frechen Zunge vor sich und sie trug ein Lichtschwert und dazu noch eines mit roter Klinge. So etwas trugen Jedi normalerweise nicht. Auch wenn nicht viel über die Mitglieder des Sith Ordens bekannt war, so waren die Geschichten ihrer roten Klingen, doch vielen Armee angehörigen doch unter der Hand bekannt.

Kurz zögerte Tom und überlegte. Wie sprach man eigentlich einen Sith an? Ob es dazu wohl ein Protokoll gab, das er einhalten musste? Leider waren die Sith auf Carida nicht groß erwähnt worden. Vielleicht wie eine Adlige? "Lady Adria Guldur" und senkte für sie sichtbar seine Waffe, damit sie seine Absicht hoffentlich verstand. Warum hatte sie nicht gleich das Lichtschwert gezogen? Das war zwar keine ID aber fast genauso gut. Solche Waffen hatten nur Machtnutzer bei sich, so viel er wusste. "Ich suche keinen Streit, mit dem Orden der Sith. Ich entschuldige mich auch für meine unbedachten Worte vorhin." Ok es war noch nie wirklich Toms große stärke gewesen sich zu entschuldigen. "Wir alle Dienen dem Imperator und führen nur seine Befehle aus." es war immer gut auf eine Gemeinsamkeit hinzuweisen um eine Situation ein wenig zu entspannen. "Hättet ihr euer Lichtschwert früher gezogen, wäre uns allen, klar gewesen, wer ihr seit. Und hätten euch mit dem gebührendem Respekt behandelt"


[Imperialer Weltraum :: Sentinel Fähre :: Tom West, Adria, NPCs ]
 
[Weltraum (Imperium) | Hyperraum | Von Bastion nach Koornacht| YV-666-Frachter | Leitungsschacht] Darth Sting; Darth Sikarius, Sabar Muraenus, Adria Guldur, Tom West in der Nähe

Darth Sting brauchte nicht lange zu warten. Es war leicht vorhersehbar gewesen, dass sich schon bald Sturmtruppen auf die Suche nach ihm machen würden. Er hörte Schritte, die in seine Richtung kamen: Vier humanoide Füße auf festen Sohlen. Geduldig harrte er in dem engen Schacht aus, absolut reglos, sogar ohne zu atmen. Tropfen seines Blutes rannen durch das Gitter, durch das er spähte, und tropften in langsamer Folge zu Boden. Das war gefährlich: Wenn die Sturmtruppler das sahen, bemerkten sie vielleicht zu früh, dass er über ihnen war. Aber das konnte nur der Fall sein, wenn sie zufällig beobachteten, wie einer der kleinen Tropfen von der Decke fiel, denn auf dem Boden befand sich ohnehin so viel von seinem purpurfarbenen Blut, dass die paar Spritzer nicht weiter auffielen. Die Soldaten kamen näher und ein weiterer Tropfen sammelte sich. Die weiß gerüsteten Gestalten kamen in Sicht. Der Blutstropfen löste sich und fiel herab. Er traf den Helm eines der Männer, der offenbar nichts bemerkte. Noch einen Schritt machten die beiden, dann waren sie unter dem Gitter hindurch. Mit lauten Knall explodierte es in den Gang hinab, als Chiffith es kraft seines Willens aus seinem Rahmen sprengte. Falls die Sturmtruppler von der Plötzlichkeit und unerwarteten Richtung des Angriffs überrascht waren, merkte man ihnen das nicht an: Sie reagierten ausgesprochen schnell. Aber eben nur schnell für Menschen. Noch während sie sich umwandten, stürzte der Lamproid sich bereits auf sie.

Er visierte sie beide gleichzeitig an: Einen mit dem Oberkörper, den anderen mit dem Schwanz. Dem linken fuhr der Giftstachel mit einem gezielten, kraftvollen Stoß unter dem Helm hindurch. Die tödliche Nadel bohrte sich durch das Kinn und die Mundhöhle bis hinauf in das Gehirn. Sting brauchte kein Gift zu injizieren, um ihn zu töten: Sofort erschlaffte sein Körper und nur die Kraft des Lamproiden hielt ihn noch für eine Sekunde in aufrechter Position, bis der Stachel zurückgezogen wurde und der Mensch zusammensackte. Sein letzter Atemzug entwich mit einem Röcheln seiner Kehle, ansonsten gab er keinen Laut von sich, denn er war bereits tot. Sein Kamerad war ebenfalls bereits zu Boden gegangen, als der schwere, kräftige Körper des Sith gegen ihn geprallt war. Er lebte noch, denn die stabile Rüstung hatte Stings Krallen abgewehrt und verhindert, dass er schon beim ersten Ansturm schwere Verletzungen erlitt. Er schoss seine Waffe ab, doch diese war zwischen den beiden Körpern eingeklemmt und feuerte nur gegen die Wand. Der Soldat musste sie loslassen, um sich mit den Händen gegen den Angreifer zu wehren. Aber das war aussichtslos. Die Schläge, die er dem Lamproiden verpasste, ignorierte dieser, während er mit fünf Klauenhänden und dem gifttriefenden Maul auf ihn einhackte. Das feste Material des Panzers konnte er mit reiner Muskelkraft nicht schwer genug beschädigen, aber es gab Schwachstellen in der Sturmtruppenrüstung. Das schwarze Textil zwischen den Panzerplatten hielt der Wut des Darth nicht stand. Die scharfen Klauen wühlten sich hindurch. Binnen weniger Augenblicke wurde der Elitesoldat regelrecht zerfleischt. Er schrie und tobte, doch sein Widerstand erlahmte rasch. Schließlich riss der Wurm ihm den Helm herunter und tötete ihn mit einem Biss in das Gesicht. Dabei riss er ein großes Stück blutiges Fleisch heraus und schlang es herunter.

Er hätte vielleicht auch von dem anderen besiegten Gegner gekostet, wenn er die Zeit dazu gehabt hätte, doch er ließ sich von diesem ersten Teilsieg nicht berauschen. Es waren noch viele Gegner auf dem Schiff! Und just in diesem Augenblick kam der nächste Zweiertrupp um die Ecke. Die Männer waren vom Lärm des Kampfes und den Rufen ihres Kameraden alarmiert worden und eröffneten augenblicklich das Feuer. Doch kaum waren die ersten Blasterblitze knapp an ihm vorbeigerauscht, schmetterte der Lamproid sie mit einem heftigen Machtstoß gegen die Wand. Bevor sie sich aufrappeln konnten, sprang er auf sie zu und griff zugleich mit einer Klaue nach oben. Seine Lichtlanze löste sich aus dem Kabelschacht und fiel direkt in seine Hand. Die drei Klingen sprangen an und durchbohrte noch während des Ausfahrens den Torso eines Gegners. Der zweite reagierte flink: Er stieß sich von der Wand ab und rettete sich mit einer Hechtrolle aus der Reichweite der Waffe. Blitzschnell hatte er seinen Blaster im Anschlag und schoss. Es war mehr Zufall als Kampfkunst, dass sein Schuss, der ansonsten Stings Kopf getroffen hätte, an einer der roten Lichtklingen abprallte. Damit hatte auch er seine letzte Chance vertan, denn Zeit für einen weiteren Schuss blieb ihm nicht. Der Sith war einfach zu schnell für ihn. Der Dreizack fuhr in einem breiten Schwung durch seinen Körper und zerteilte ihn mit drei parallelen Schnitten, bevor er in die Wand drang. Funken sprühten und es wurde dunkel in dem Korridor. Doch als Augenblicke später eine rote Notlampe ansprang, war Darth Sting bereits verschwunden. Nur die vier Leichen lagen noch dort.


[Weltraum (Imperium) | Hyperraum | Von Bastion nach Koornacht| YV-666-Frachter | Gänge] Darth Sting; Darth Sikarius, Sabar Muraenus, Adria Guldur, Tom West in der Nähe
 
Imp Weltraum, an Bord des angedockten Raumschiffes im Gang: Adria Guldur


Wieder verbarg sich Adria in einer Ecke und wartete. Vor ihr war eine Gruppe Sturmtruppler. Plötzlich erschien der ihr vertraute Sturmtruppler, ihr Anführer, dieser West und bog mit Gefolge um die Ecke von hinten! Mist! Sie saß hier praktisch in der Falle! Sie konnte nicht weg! Die Sith-Schülerin war überrascht und bekam einen riesigen Schreck, konnte ihn aber gut verbergen, schließlich war sie sich ihrer Macht, ihres kämpferischen Könnens und ihres Lichtschwertes bewusst! Ihr zweiter Blick fiel auf die Leute hinter ihm. Alles gesichtslose Sturmtruppler. Einer glich dem Anderen, wie ein Ei dem Anderen. Ihre eigenen Leute waren nicht dabei und keine Gefangenen! Gut! Tot schienen sie nicht zu sein, denn sie spürte dergleichen nicht. Bei ihrem Meister wusste sie es mit Gewissheit. Bei den zwei Anderen war es ihr eh egal. Ihr Verstand und ihr Bauchgefühl waren unentschlossen, wie sie jetzt handeln oder reagieren sollte!? Also, ließ sie ihn erst mal kommen bzw. reden. Sie straffte ihren Rücken und setzte ihr früh, schon als Kind, geübtes Pokerface auf. Im Grunde war das ganze wie ein Spiel.

Er schien zu zögern und zu überlegen. Als erstes senkte er seine Waffe. Sie sah ihn zufrieden an. Sie selbst blieb ungerührt, dass heißt, sie behielt ihr Lichtschwert, wie es war. Er nannte sie Lady und hatte sich ihren Namen gut eingeprägt. Ihr Blick bekam nun etwas hochmütiges. Sie fühlte sich gut. So wollte sie das hören und angesprochen werden! Es klang wie Musik in ihren Ohren!


“Warum nicht gleich so, Kommandeur?”

Er fuhr demütig fort und sie glaubte in seiner Stimme einen Anflug von Furcht spüren zu können. Sie sog es auf. Ja, hätte sie ihr Lichtschwert eher gezückt, dann….! Sie musste ihm innerlich recht geben. Sie zog aus seinen Worten nur den einzig möglichen Schluss, dass er klein bei gab und seinen Irrtum ihnen bezüglich zugab und sich gerade entschuldigt hatte. Ach und solch`einen Eindruck versprühte also ihr Lichtschwert?! Gut zu wissen!

“Ich suche keinen Streit, mit dem Orden der Sith.”,

zitierte sie ihn sarkastisch. Man könnte auch plump sagen, sie äffte ihm nach. Sie setzte ein missbilligendes Gesicht auf.

“Es gibt so verdammt viel, was Sie nicht wissen! Und Sie wollen hier die Befehlsgewalt haben? Wir Sith übernehmen hiermit! Und das Schiff natürlich! Das versteht sich ja wohl von selbst! Sie haben eine große Schuld auf sich geladen! Wie wird tätlicher Angriff auf Mitglieder des Sithordens geahnet?....”

Sie tat überlegend! Sie tänzelte ganz langsam um ihn herum und musterte ihn von oben bis unten herablassend, seine Soldaten wohl wissend ignorierend, aber dennoch nicht aus den Augen lassend!

“Auf die Knie!”,

befahl sie herrisch!

“Ich bin nicht grausam!”,

fügte sie nun gönnerisch an, als er auf sein Knie fiel. Wenn er wüsste! Sie starrte nun auf eine Hinweistafel und drehte ihm dafür sogar den Rücken zu, ihn mit ihrem Machtsinn nicht aus den “Augen” lassend und tat so, als wäre die Tafel super interessant.

“Ich weiß gute Leute zu schätzen!..”,

fuhr sie ruhig fort, sogar nett, auch nicht streng oder herrisch.

“Ich gebe Ihnen nochmal eine Chance sich zu beweisen, eine zweite Chance! Eine Zweite, keine Dritte!”,

betonte sie dann am Ende besonders. Sie drehte sich um und in ihrem Blick lag etwas, was ihm sagte, dass er keine andere Wahl hatte. Sie lächelte ein überirdisch schönes charismatisches Lächeln. Sie trat zu ihm und ihr Lächeln vertiefte sich und sie legte ihren Zeigefinger unter sein Kinn und hob es an. Adria blickte ihm fest in die Augen und versprühte mit ihren bernsteinfarbenen sithischen Augen ihren ganz besonderen Charme.

“Und jetzt, begleiten Sie mich, Kommandeur West, zu ihrer Brücke und geben für alle laut bekannt, dass das Kommando an uns: Lady Guldur, Lord Sting, Lord Sikarius und Lord Muraenus übergeben wird!…..”

Sie nannte sich selbst nicht grundlos zuerst. Sie fühlte sich so machtvoll und spielte die Sith-Königin mit ganzem Enthusiasmus. So sind Jugendliche nun mal! Sie schlagen gern mal über die Stränge! Doch gleich danach hatte sie immerhin den wahren Chef der Mission genannt!

“Mit sofortiger Wirkung versteht sich von selbst! Und dann schicken sie ihre Techniker hinüber an Bord des angedockten Frachters und lassen sie sofort mit den nötigen Reparaturarbeiten beginnen. Schließlich wollen wir für den Imperator in den Kampf!“


Imp Weltraum, an Bord des angedockten Raumschiffes im Gang: Adria Guldur, Tom West und seine Sturmtruppler(ein Haufen davon)
 
[Weltraum (Imperium), im Hyperraum nach Korriban | Yacht „Birthright“ | Konferenzraum | Raziil Marr, Janus Sturn, Matthew Severide, Marava (NSC)

Raziil stand mit verschränkten Armen abseits des großen Konferenztisches, an dessen Ende sein Meister saß - sein Mitschüler und in vielerlei Hinsicht Konkurrent Matthew stand ihm gegenüber.
Der Zabrak hatte vor dem Start der prunkvollen Yacht in seinem Quartier auf Bastion elegante schwarze Roben und Stiefel erhalten. Jene Roben verfügten über eine Kapuze, die Raziil über seinen Hörnern trug, sowie einen breiten Ledergürtel an dem diverse kleine Taschen und seine deaktivierte Vibroklinge befestigt waren. Ärmel jedoch fehlten, sodass die Sith-Roben die muskolösen und tätowierten Arme des Zabraks entblößten - ein offensichtliches Design, das der Einschüchterung diente.
Die gebrochenen Handschellen des Zabraks waren durch dunkelbraune Armreife aus Leder ausgetauscht worden, der einzige Schmuck den der junge Schüler trug. An einem der Armreife war ein Intercom befestigt, was sich im Feld durchaus als nützlich erweisen konnte.
Dies war zweifellos die wertvollste Kleidung, die der ehemalige Sklave je getragen hatte und sie war obendrein bequem!
Die Roben mussten während der ersten Trainingseinheit der beiden Schüler zu ihren Quartieren gebracht und ihnen als Belohnung für ihren Erfolg geschenkt worden sein; sie beide hatten sich die Belohnung eindeutig verdient!
Raziil konnte nun also Gegenstände mit seinen Gedanken bewegen und mit geschlossenen Augen und ein wenig Konzentration sehen. Zwar hatte ihm die Macht bereits vor dem Erschießungskommando auf Kessel das Leben gerettet, doch dies war eine instinktive und unkontrollierte Handlung.
Janus Sturn würde ihm beibringen, die Macht bewusst und koordiniert zu seinen Gunsten einzusetzen, davon war Raziil nach dieser ersten Trainingseinheit überzeugt.

In kurzer Zeit würde der junge Sith-Schüler Korriban erblicken, die Heimatwelt seines Ordens.
Vor dem Abflug hatte er einen schnellen Blick auf das Holonet werfen und einige Informationen erhaschen können, etwa dass Korriban - oder Moraband, wie es in einigen anderen Kulturen genannt wurde - ein felsiger Wüstenplanet war, übersäht mit zahlreichen Gräbern und Ruinen aus einer anderen Zeit. Korriban mochte ästhetisch nicht sonderlich anspruchsvoll sein, doch den Sith ging es nicht um Schönheit, sondern vielmehr um Macht - Wissen und Macht.
Korriban barg unzählige Geheimnisse, die der Schlüssel zu grenzenloser Macht sein konnten, daher war es im Interesse eines jeden Sith diese Welt im Laufe ihrer Ausbildung zu besuchen und zu erforschen.
Der wesentliche Grund für die plötzliche Abreise von Bastion jedoch war nicht Raziils und Matthews Ausbildung, sondern eine traditionelle Sith-Intrige, ein Teil derer sein Meister als Inquisitor war.
Raziil war sich noch immer unschlüssig darüber, weshalb Sith so viel Zeit mit Intrigen und Machtspielchen verschwendeten, während das Wachstum ihrer Macht und ihre Erzfeinde - die Jedi - doch gleich zwei wesentlich wichtigere Ziele darstellten, die es in Angriff zu nehmen galt. Nach reiflicher Überlegung kam er allerdings zu dem Entschluss, dass der Sith-Orden durch Schwäche korrumpiert und manipuliert worden war; Schwache übernahmen die Posten Mächtiger und klammerten sich verzweifelt an den Mantel eines politischen Systems, das sie vor den wahrlich Mächtigen schützte. Sie handelten nicht zum Wohle ihrer Ordensgenossen, sondern waren Parasiten die gnadenlos ausgelöscht werden musste, nur so konnten die Jedi bezwungen werden und die Sith triumphieren.

"Ignavius scheint eine schwache und unfähige Kreatur gewesen zu sein, Meister.", ergriff Raziil das Wort, "Wie kann der Sith-Orden wachsen, wenn Inkompetenz Gouverneursämter bekleidet?".

Was immer Korriban für den jungen Zabrak bereit hielt, er erhoffte sich weiteren Fortschritt in seiner Ausbildung, vielleicht sogar sein eigenes Lichtschwert.
Immerhin benötigte ein mächtiger Vollstrecker und Attentäter eine zuverlässige Klinge, ein Werkzeug das Schwäche präzise auszumerzen vermochte.


[Weltraum (Imperium), im Hyperraum nach Korriban | Yacht „Birthright“ | Konferenzraum | Raziil Marr, Janus Sturn, Matthew Severide, Marava (NSC)
 
[Bastion | Bastion Center | Sith-Tempel | Domäne der Oberen | Trainingsraum ] Janus, Raziil Marr, Matthew Severide, Marava (NSC), Visam, Selura

Bastion mit seiner Hauptstadt Center, der Kern des Galaktischen Imperiums und Ballungspunkt der unterschiedlichsten Wesen. Nirgendwo sonst treffen Versager und Elite der Galaxis in einer Stadt so aufeinander, nirgendwo sonst könnte ein Verbrecher und Sadist wie Matthew Severide so schnell vom Abschaum des Imperiums zu einem Anwärter der Elite des selbigen werden.

Der Graf sendete eine Welle aus Lob und Zufriedenheit an Matthew und wandte sich dann dem nächsten Diener zu, der zwischenzeitlich den Raum betreten hatte. Matthew stellte sich nahe hinter seinen Meister, weit genug weg um nicht mit ihm gleichauf zu sein oder zu stören aber nah genug um jederzeit zu Diensten zu sein.

Während der folgenden Unterhaltungen und den Kämpfen schwieg Matthew, sein Mitschüler der ebenfalls die Aufgabe ihres Meisters erledigt hatte stellte sich auf die andere Seite ihres und so flankierten die beiden ungleichen Gestalten den Halbechani bis sie sich im nächsten Trainingsraum wieder vor ihren Meister setzten.

Die Fähigkeit mit der Macht zu sehen. Eine äußerst nützliche Fähigkeit selbst dann wenn man bereits mit überragend guten Augen gesegnet war so wie Matthew, doch zunächst „sah“ Matthew nichts. Mit geschlossenen Augen kniete er vor dem Grafen und versuchte ihn mit der Macht zu sehen. Er wusste exakt wo sein Meister sich befand und auch seinen Mitschüler konnte er spüren, beide hatten eine Art „Geruch“ den nur Anzati aufnehmen konnten, mittels eines Sinnesorgan das keine andere Rasse besaß. Er spürte ihr Glück, ihre Suppe, ihre Lebensessenz, doch das war nicht das Sehen mit der Macht das den Jedi und Sith eigen war.

Während der letzten Übung hatte sich gezeigt das Matthews „Wille“ nichts anderes als die Macht war und so versuchte er auch diesmal wieder die neue Fertigkeit von seinem Instinktiven Machtgebrauch abzuleiten. Wie zuvor sammelte er die Macht inzwischen gelang ihm dies in wenigen Augenblicken und ließ dann langsam die Macht auf seinen Meister zu kriechen, so wie er es bei der Levitation gemacht hatte. Als er mit seinem Machttentakel auf seinen Meister traf spürte Matthew wie seine Macht an einer Oberfläche die seinen Meister umgab zerfaserte und sich auflöste.

Weder konnte er seinen Meister spüren noch konnte er erkennen an was sein tastender Machttentakel da zerfasert war also dachte er eine weile nach wie er das anders angehen konnte. Was wusste Matthew über den Machtsinn ? Eine reflexartige Fähigkeit die Jedi und Sith die Fähigkeiten verlieh Dinge zu sehen die noch nicht geschehen waren oder Dinge die nicht sichtbar sind wie Gedanken oder Gefühle. Eine reflexartige Fähigkeit hieß das vielleicht das er nicht versuchen musste aktiv mit seiner eigenen Macht etwas zu erfühlen sondern versuchen sollte die Macht um ihn herum zu sehen ?

Statt die Macht in ihm zu sammeln versuchte Matthew nun die Macht zu fühlen. So wie er zuerst die Macht in seinem „Willen“ erspürt hatte versuchte er nun die Macht zu fühlen die ihn umgab. Langsam wurde Matthew ruhiger, die Ruhe des Trainingsraumes wirkte sich auf sein Gemüt aus. Noch immer spürte Matt den Tritt seines Mitschülers im Gesicht und auch die leichten Verbrennungen auf seiner Haut, das alles war mehr nervig als schmerzhaft doch bald schon störten ihn auch diese Empfindungen nicht mehr.

Irgendwann wurde Matt bewusst das er seinen Meister sehen konnte auch wenn er die Augen geschlossen hatte, er sah ihn nicht so wie er es mit seinen Augen tat sondern viel mehr sah er die Macht wie sie seinen Meister umgab und durchströmte, wie sie von ihm aus durch den Raum glitt und so ihn Raziil und den Grafen miteinander und dem Tempel verband, die Macht verband und durchdrang alles.

Der Machtsinn war eine Kombination aus sehen und fühlen, keine direkt gerichtete Fähigkeit dadurch war es etwa so als hätte Matt nun eine 360° Sicht welche ihn mehr Intuitiv wissen lies was sich um ihn herum befand. Matthew spürte den Sith der den Trainingsraum betrat noch ehe er an die Tür zum Trainingsraum herangetreten war. Seine Präsenz in der Macht war stark viel stärker als Matthews eigene oder die von Raziil doch nicht so mächtig und Imposant wie die des Grafen.

Der Graf und der Sith besprachen eine Angelegenheit bezüglich Korriban und einem gewissen Ignavius. Matthew ganz der geflissentliche Diener gab vor nicht zu zu hören, doch natürlich bekam er mit das es sich um einen Auftrag durch die Inquisitoren handelte, er wusste nicht was es mit diesen Inquisitoren auf sich hatte doch das würde er bald herausfinden.

Der Graf mit seinem Gefolge machte sich auf den Weg erst zu den Quartieren, wo die Schüler kurz zeit hatten selbst in ihre Quartiere zu gehen. Matthew hatte kein großes Quartier erwartet immerhin war er nur Schüler, doch scheinbar hatte die Assistentin seines Meisters ganze Arbeit geleistet. Es gab einen Schlafraum sowie eine Nasszelle dann gab es einen Wohnbereich mit einer eingebauten Küchenzeile. Im Schlafraum befand sich ein Kleiderschrank in dem Matthew mehrere schwarze Roben sowie schwarze und dunkelbraune Tuniken und ein paar breite schwarze Gürtel fand. Matthew kleidete sich um und ging zurück in den Wohnbereich, dort fand er in einem Regal seinen Blaster, einen Commlink an einem Armband sowie eine Vibroklinge.

Matt befestigte Klinge und Blaster am Gürtel legte den Commlink an und packte noch zusätliche Kleidung ein, danach verließ er sein Quartier und begab sich wieder zu seinem Meister. Bald waren sie an Bord einer Yacht, der Graf hatte eine kleine Armee mitgenommen, doch nun waren Matthew, Raziil, der Graf und Mavara allein. Der Graf hatte an einem Konferenztisch platz genommen während seine Untergebenen um ihn herum standen.

„Schon bald werden wir Korriban erreichen, die alte Heimatwelt der Sith. Viel zu lange wurde sie von dem unfähigen Gouverneur Ignavius besudelt, doch nun...nun wird Korriban wieder den Sith gehören. Den wahren Sith.“


Raziil merkte an das der amtierende Gouverneur eine unfähige Kreatur zu seien schien und das unfähige und schwache Sith wie Ignavius das Wachstum und die Macht des Sith-Ordens schmälerten. Matthew dachte ähnlich und er verstand die Abneigung seines Mitschülers für den Gouverneur, wie konnte man eine alte und wichtige Sith Welt wie Korriban bloß solch einem Schwächling anvertrauen.

Doch nun waren sie ja unterwegs um diesen Missstand zu beheben. „Meister wollt ihr uns noch weiter unterrichten ?“ Matthews stimme war höflich und unterwürfig. Sollte der Graf keine weiteren Lektionen geplant haben so würde Matthew sich eine weile entschuldigen er hatte noch einiges über den Sith-Orden und den Planeten zu dem sie nun unterwegs waren zu recherchieren.


[ Weltraum (Imperium), im Hyperraum nach Korriban | Yacht „Birthright“ | Konferenzraum ] Janus Sturn, Raziil Marr, Matthew Severide, Marava (NSC)
 
[Weltraum / Hyperraum Richtung Trandosha / Fury / Aufenthaltsraum ]Sharoh, Hybris sowie Rope

Sogleich antwortete Hybris auf die Frage des Apprentice. Wie schon erwartet mussten akute Wunden zuvor behandelt werden, denn die Trance war nicht mit einem Bactaverband gleichzusetzen. In diesem Kontext griff der Lord die Kunst der Machtheilung auf. Natürlich hatte Sharoh davon schon gehört, auch einen kurzen Textabschnitt gelesen, doch er konnte nicht davon sprechen sich ausführlich damit beschäftigt zu haben. Dies lag ebenfalls an dem, was Hybris erörterte. Sith waren einfach von Grund auf keine wirklich talentierten Heiler. Zumindest nicht auf Basis derselben Technik, die die Jedi verwendeten. Entsprechend musste anders an Sache herangegangen werden, Hybris erklärte. Die Art der Heilung, die Sharoh nun ausprobieren sollte beschritt einen sehr indirekten Weg. Statt die Macht selbst arbeiten zu lassen, was mit der dunklen Seite in Form von direkter Heilung sehr schwierig wäre, unterstützte die Macht den Körpereigene Heilung, indem sie ihm Energie zuführte. So gesehen ganz ähnlich der der Machtgeschwindigkeit nur in einer anderen Nutzform. Hybris feuerte eine Nadel durch den Unterarm des Trandoshaners, dieser leitete einen ganzen Schwall der Macht an die Stelle und in Sekundenbruchteilen war die Wunde geschlossen. Die natürlichen Heilungskräfte noch weiter zu verstärken hatten eine extreme Wirkung und Sharoh konnte sich vorstellen, größere Wunden würden sich damit auch schließen lassen. Der Lord ging noch einmal darauf ein, dass diese Technik entsprechend schwieriger bei der Verletzung von Organen oder Nerven war. Wie Hybris es sagte, der Körper wusste wie er sich selbst zu Heilen hatte und mit mehr Energie verlief das ganze nur noch schneller.

Noch eine letzte Übungseinheit sollte es sein, bevor sie für heute fertig waren. Die beiden erhoben sich, Sharoh griff nach seinem Schwert, Hybris ließ seines jedoch stehen. Vorsichtig stellte der Trandoshaner die Waffe mit der Spitze nach unten hin, denn er wollte nicht unbedingt den Boden demolieren. Auch wenn Sharoh mit dieser Waffe noch nie auf Durastahl geschlagen hatte war er sich sicher, dass die Klinge widerstandsfähiger war als dieses Material. Der hohe Sith nahm sich statt seinem rostigen Großschwert ein Lichtschwert für das Training und erörterte worum es gehen würde. Hybris würde in verschiedene Rollen schlüpfen und Sharoh sollte anhand ihrer Art und Weise zu kämpfen analysieren, wie er sie am besten entwaffnen konnte. Die größte Problemstellung bestand darin, sie musste anschließend noch laufen und immerhin einer ihrer Hände verwenden können. Das schränkte Sharoh in der Nutzung seines Schwertes stark ein. Gegenüber Hybris hätte er sich wohl nicht zurückgehalten, der Lord hatte ihm einmal das Leben an einem Punkt gerettet, an dem sein Körper nicht viel mehr als ein Haufen zerteiltes Fleisch gewesen war. Er würde schon wissen wie er sich zu wehren hat, um einen Hieb seines eigenen Schülers zu überleben. Der Trandoshaner machte sich bereit. Ein tiefer Atemzug. Er stellte sich in defensiver Position auf, denn wie sollte er herausfinden, wer da genau kämpfte, wenn der erste Hieb saß ?

Hybris startete den Angriff mit einem wagemutigen Sprungangriff, der wohl ernsthafte Verletzungen mit sich gezogen hätte. Mit einer Hand die Klinge stützend parierte er den Hieb direkt. Es lag einiges an Kraft hinter dem Angriff, doch Sharoh machte keinen Schritt zurück. Das war das erste Indiz, was er haben wollte. Körperliche Kraft war oft genug eng damit verwoben, welche Arbeit sein Gegner nachging. Er warf das Lichtschwert des Lords beiseite, dieser nutzte den Schwung der Waffe um einen weit geführten Schlag auszuführen.
Für ein Lichtschwert hängt er aber ganz schön Gewicht da rein. Der Trandoshaner duckte sich unter dem Hieb hinweg und Hybris taumelte ein wenig. Damit war klar, den Gegner den Hybris mimte war kein professioneller Krieger. Kräftig war er, führte eine schwere Waffe. Der Charakter arbeitete wohl mit den Händen eine Art von Handwerker käme in Frage. Wutentbrannt schleuderte Hybris Sharoh eine Barrage an Hieben entgegen. Alle einfach auszuweichen, jedoch trieb er ihn damit nach hinten. Das bestätigte seine Idee. Er wusste nicht wie man seine Ausdauer in einem Kampf aufteilte. Er öffnete sich extrem weit bei den Hieben, dass war der Punkt um anzugreifen. Mit dem Fuß kam er an die Wand hinter ihm. Hybris hatte ihn quer durch den Raum gescheucht, denn diese Hiebe zu parieren war anstrengend. Ein weiterer weit geführter Hieb, der einem Normalsterblichen wohl den Schädel in kleine Splitter zerhauen hätte. Sharoh duckte sich erneut darunter hinweg, ließ die Klinge fallen und umgriff den Hals des Lords von hinten, während er mit der anderen Hand Druck auf das Handgelenk ausübte. Als sich der Griff um den Hals weiter schloss ließ er das Lichtschwert fallen, und riss mit der linken an seinem Arm. Keine Chance, jetzt da das Lichtschwert am Boden lag ließ er die Hand los und verpasste dem Lord einen ordentlichen Hieb in die Niere. Er sackte zusammen, und durch den Griff zischte er es reicht.

Ohne ein großes Gespräch nahmen sie die Waffen wieder auf, begaben sich in wieder in Kampfposition und der nächste Gegner war an der Reihe. Diesmal kam kein wagemutiger Sprung nach vorne, dieser Gegner war viel vorsichtiger, fuchtelte das Lichtschwert ungelenk in seine Richtung wenn er sich näherte. Doch freiwillig angreifen wollte er nicht wirklich. Das machte ebenfalls klar, hier war kein ausgebildeter Kämpfer am Werk und ebenfalls jemand mit deutlich weniger Mut und Kraft als der zuvor. Sharoh setzte selbst zu einem Hieb an statt zu parieren machte Hybris einen Hüpfer nach hinten, fuchtelte das Lichtschwert in Sharohs Richtung, sodass wenn er ohne Schwert die Distanz nicht schließen konnte. Ein, zwei, drei weitere Hiebe und der Charakter zog sich einfach nur weiter Feige zurück. Ein wenig nervte es Sharoh, doch er versuchte einen kühlen Kopf zu bewahren. Eindeutig kein Kämpfer, niemand der mit seinen Händen arbeitet, das stand fest. Sehr wahrscheinlich jemand der den ganzen Tag hinterm Schreibtisch, in einem Labor oder sonstigem arbeitete. Inzwischen hatte sich Hybris in die Ecke drängen lassen, fuchtelte wild in die Richtung des Trandoshaners, wodurch er nicht gezielt einen Hieb parieren und näher heran kommen konnte. Er hatte genug. Ein Machtstoß ließ den Lord gegen die Wand knallen, doch er hatte noch nicht genug, denn schneller als Sharoh es erwartete rappelte er sich auf und stach wild in Richtung des Gesichts des Reptiloiden. Nur durch die mit der Macht verbesserten Reflexe zuckte er zurück und entging der Waffe. Sie hätte ihm so oder so keinen Schaden zugefügt, trotzdem wäre es für eine Art Niederlage gewesen. Wütend schlug er die Waffe beiseite, feuerte einen weiteren Machtstoß. Wieder flog der Lord gegen die Wand, blieb doch stehen, doch die Distanz war schon überbrückt. Mit der Hand an der Hälfte der Klinge um besser zustechen zu können rammte er die Spitze der Waffe durch den Oberarm des Lords und nagelte ihn an der Wand fest. Ein schlag ins Gesicht ließ die Welt des hohen Sith kurz schwarz werden, genug Zeit um ihm die Waffe zu entreißen. Ein weiterer Hieb in die Magengrube ließ ihn die Boden gehen. Das sollte reichen.

Kurz kümmerte sich Hybris um die Wunde am Oberarm und dann ging es schon weiter. Diesmal eröffnete wieder er, in einer schnellen Kombination regneten Stiche auf den Trandoshaner hernieder. Mit einer Reihe von Paraden entging er dem Lichtschwert. Aus dem Momentum ergriff der Lord ein Datenpad, dass auf dem Tisch lag, warf es nach dem Reptiloiden und sprang hinterher. Stich um Stich ging Hybris vor, schnell, zwar unkonventionell und ohne große Technik, doch wusste er wo sie sitzen mussten um weh zu tun. Sharoh setzte zu einem Konter an, Hybris duckte sich darunter hinweg stach zu, Sharoh parierte, wollte mit der Bindung zurück stechen, doch Hybris brach sie und riss stattdessen an dem Teppich auf dem Sharoh stand.
Dreckige Tricks! Mit einem Hüpfer entging er dem Trick und Hieb von oben zu. Auf Hybris Gesicht war ein schwaches lächeln zu erkennen. Ebenfalls ein Indiz ? Sehr wahrscheinlich. Während weitere Hiebe ausgeteilt wurden fasste Sharoh die Indizien zusammen. Dieser Charakter konnte kämpfen, folgte aber keinem spezifischen Stil. Er schien das Lichtschwert er wie ein Messer oder einen Dolch zu verwenden und das lächeln konnte nur dafür sprechen, dass er Spaß an der Konfrontation hatte, was auch für ein gewisses Maß Erfahrung sprach. Zusammen mit den dreckigen Tricks ? Wohl ein Mitglied einer Gang, dessen Anführer oder sonst ein krimineller kamen dafür gut in Frage. Und wie schlug man einen Gauner ? Mit seinen eigenen Tricks natürlich. Während sich Hybris zurückzog ließ Sharoh das Datenpad mittels der Macht an die Füße des Lords rutschen. Dieser stolperte, Sharoh riss mit einem Machtgriff an den Beinen des Lords. Dieser fiel nach hinten Sharoh sprang hinterher, ergriff die Handgelenke. Sie rangen ein wenig, doch es war klar, dass Sharoh der stärkere war. Der Trandoshaner verdrehte Hybris den Arm, bis er das Lichtschwert fallen ließ, doch auch jetzt noch wehrte er sich. Mit einer ordentlichen Macht verstärkten Kopfnuss fiel er rückwärts zu Boden. Der Kampf war zu Ende.

[Weltraum / Hyperraum Richtung Trandosha / Fury / Aufenthaltsraum ]Sharoh, Hybris sowie Rope
 
[Imperialer Weltraum :: Sentinel Fähre :: Tom West, Adria, NPCs ]

Tom war nicht gerne vor jemand anderem als dem Imperator in die Knie gegangen, aber zur Entspannung der Situation, war es leider gerade notwendig. Aber so wirklich einschüchtern konnten ihm Adrias Worte nicht. Obwohl sie schon recht beeindruckend klangen, wie er zugeben musste. "Lady Adria Guldur, das kann ich leider nicht tun, so gerne ich es auch tun würde. Ich habe keine Befehlsgewalt über das Schiff. Ich gehöre den Sturmtruppen an, nicht den regulären Streitkräften oder der Flotte. Ohne schriftliche Befehle des Imperators wäre so etwas auch als Meuterei auszulegen und die Mannschaft wäre verpflichtet sich dagegen zu wehren. Was den Frachter angeht, so ist der Blästerschaden meiner Leute nur oberflächlich. Die wirkliche Zerstörung stammte wohl mehr von den Sith. Aber ich muss gestehen, der Frachter ist eh nicht wirklich geeignet, für einen Flug nach Koornacht, wenn das wirklich ihr Ziel sein sollte."

Tom hatte keine Ahnung das die Sith so etwas wie eine eigene Justiz überhaupt hatten. Das Imperiale Gesetz hingegen gab es und wurde auch mit aller Gewalt umgesetzt. Und da sah es gar nicht gut aus für die Lichtsäbel Schwinger. Widerstand gegen das Imperium, Tätlicher Angriff, Diebstahl von Militärischen Waffen, Fehlende ID-Nachweise, versuchter Mord und Mord an Militärangehörigen, im Einsatz, war wirklich eine tödliche Kombination. Mehr als die Hälfte davon reichte schon aus um sie alle, ohne zu fragen an die Wand stellen zu lassen.

"Was ich anbieten könnte Adria, wäre sie als zivile adlige Imperiale Bürger mit auf die Ironhide zu bringen, als VIP Passagiere. Wenn ihre Mission wirklich so geheim ist, sollte die Mannschaft der Ironhide nicht unbedingt davon erfahren, das Sith an Bord sind. Man könnte sich nach einem Ersatzschiff umsehen, das besser für ihre Mission geeignet ist und dieses für sie beschlagnahmen, in Namen des Imperators."

Tom wollte sich nicht unbedingt mit dem Sith Orden anlegen, wenn es irgendwie möglich war. Auch wenn jeder andere dafür Exekutiert worden wäre, Sith waren eine ganz andere Sache. Natürlich ärgerte sich Tom und beklagte innerlich die sinnlosen Verluste unter seinen Truppen. Aber so etwas kam leider vor im Imperium. Das hatte er bereits auf die schmerzhafte Art erfahren müssen. Aber zumindest einen letzten versuch wollte er noch unternehmen das ganze friedlich zu beenden. Bevor die Sache endgültig eskalierte.

Innerlich erwachte schon der Wunsch in Tom einfach abzulegen mit dem Shuttle und der Ironhide mit ihren Turbolasern, den Rest zu überlassen. Der zivile Frachter hatte gegen ein Imperialen Schiff keine Chance und würde in Sekundenschnelle in Stücke zerrissen und verdampft werden. Bis nur noch Trümmer und Schlacke auf ewig sich verteilend im Weltraum herum schweben würden. Aber das war wohl weniger gut und so blieb es erst einmal nur bei einem tröstlichen Gedanken.

"Ihren Frachter, könnte man natürlich mitnehmen und bei der nächsten Militärbasis abstellen lassen, bis sie ihn abholen lassen. Wer gab noch einmal den Befehl für diese Geheimmission?" fragte er wie nebenbei nach. "Dort könnten auch die entstandenen Schäden soweit behoben werden, um das Schiff wieder als Flugfähig einzustufen, wenn sie dies wünschen? Auf der Ironhide hat man wohl leider auch nicht die entsprechenden Ersatzteile für ihre Schiffsklasse an Bord, befürchte ich, um eine sofortige Reparatur durchzuführen."

[Imperialer Weltraum :: Sentinel Fähre :: Tom West, Adria, NPCs ]
 
[Hyperraum Richtung Trandosha - Hybris Fury - Aufenthaltsraum - Sharoh und Hybris]

Die Tage vergingen und ihr Training schritt voran. Nicht jeden, aber mindestens jeden zweiten Tag änderten sie etwas an den Übungen, sei es nun das sie einfach nur schwerer wurden, weil Hybris mehr Macht nutzte oder härter zuschlug oder sie erhöhten die Frequenz, kürzten also die Pausen. Voraussichtlich zwei Tage vor ihrer Ankunft hatte Hybris einen Ruhetag angesetzt. Eigentlich hatte er diesen passenderweise am letzten Tag ihres Fluges ansetzen wollen, doch die eigentlich Planung hatte sich am Ende dem Training anpassen müssen und nicht andersherum. So gesehen war der Lord zufrieden und am morgigen Tag würden nur noch ein bisschen Theorie und exotischere Übungen durchgenommen werden. Wobei „freier Tag“ nicht ganz richtig war. Ohne es Sharoh direkt zu sagen, hatte er vor ihn auf die eine oder andere Weise zu prüfen.

Die Räume der Fury waren inzwischen alle größtenteils stockfinster. Sharoh als Trandoshaner machte das wenig aus und Hybris mochte die Dunkelheit ohnehin lieber. In der Hinsicht hörte er auf seine Augen, die jeden noch so winzigen Lichtstrahl als Angriff auf sich werteten. Beide saßen wieder im Aufenthaltsraum, nur durch die Lichter an den Konsolen und den Tisch vor ihnen beleuchtet. Besagter Tisch war eigentlich nur der Holoprojektor, nur das dieser nun keinen Planeten, Schiffe oder irgendwelche Tabellen anzeigte, sondern ein Sabacc-Spielfeld. Der Projektor konnte kein echtes Spielbrett darstellen, weshalb er zum Beispiel relativ einfach manipuliert werden konnte, doch hier ging es ja eh um keine echten Einsätze. Hybris seinerseits kannte das Spiel, wusste auch wie man es spielte, doch in über dreißig Jahren seines Lebens hatte er es wie lange am Stück gespielt? Einmal eine halbe Stunden vielleicht? Wenn überhaupt. Der Zufallsgenerator, welcher ihnen ihre geplanten Züge eins ums andere mal verhauen würden, war Hybris liebstes Werkzeug. Wie auch bei einem Auftrag konnte es passieren das man trotz Planung nicht die richtigen Werkzeuge dabei hatte, es mehr Gegner gab oder ein schwerer zu knackendes Sicherheitssystem existierte. Auf der anderen Seite konnte es jedoch auch passieren das einer der Wachleute einen schlechten Tag hat, nachlässig wird oder unkalkulierbare Faktoren einem in die Hände spielten. Das Spiel sollte dem Lord also zeigen, wie gut Sharoh mit solchen Ereignissen umgehen konnte. Er selber wusste das er dieses Spiel und seine Mechaniken hasste. Überraschungen hasste Hybris nämlich so sehr wie fast nichts anderes. So gesehen testete er also auch sich selber. Wie gut konnte er damit umgehen, dass eine verdammte Maschine seine Pläne sabotierte. Kartengeber war Rope. Der stand rechts von Hybris und zwischen ihm und Sharoh. Aus Gründen besaß der Droide sogar ein Sabacc-Programm, welches ihn sogar dazu zwang die Klappe zu halten. Er überwachte auch beide Spieler, sodass keiner betrügen konnte, auch wenn das nicht geschehen würde. 23 Punkte oder die Idiotenreihe. Damit gewann man sofort, ansonsten der mit den höchsten Punkten. Negative Punkte, genau Null oder über 23 Punkte bedeuteten eine Niederlage. Simple Regeln, schnelle Spiele. Rope hatte ihnen gleich ein paar speziellere Spielvarianten genannt, doch das wäre dann wieder zu viel des Guten gewesen. Sie spielten die klassische Version. Nun ja, quasi.


Jeder bekam eine Million Credits gutgeschrieben. Beim Sabacc ging es meist um weit mehr. Raumschiffe, Stationen, ja angeblich sogar ganze Planeten. In diesen Spielen würde das Geld jedoch für etwas anderes stehen, nämlich die Lebenspunkte, Machtenergie und allgemeine Kraft. Sharoh war in Hybris Phantasie – und nur in der, denn was er damit genau bezweckte erzählte er dem Trandoshaner nicht – der Angreifer, er selber der Verteidiger. Deshalb gab es auch noch eine weitere abweichende Regel. Normalerweise veränderte der Zufallsgenerator alle Kartenwerte, hier nun aber immer nur ein paar. Mal von jedem Spieler ein oder zwei, mal aber auch nur alle von einem Spieler. Außerdem war er nicht ganz so unfair eingestellt worden, sprich aus einer Zwei konnte keine Zehn werden, weil im realen Leben meist aus einer 5 Mann-Sicherheitstruppe auch keine dreißig Elite Söldner wurden. Und die letzte Änderung betraf die Strafe bei einer Niederlage. Man verlor nicht nur den Einsatz, sondern musste auch ein Glas Hochprozentiges kippen. Wie leicht man als Alchemist doch aus eigentlich tödlichen Chemikalien und Getränken so etwas mischen konnte. Nur das Hybris in diesem Punkt nicht fair spielen würde. Er hatte das Zeug nicht nur selbst zusammengemischt, er hatte seinen eigenen Körper auch sogleich dagegen immunisiert. Der Alkohol sollte Verletzungen simulieren. Da dies der freie Tag war, wollte er Sharoh nicht bei jeder Niederlage ein Loch in den Panzer brennen, dafür aber eben auf andere Weise schwächen. Die ersten sechs Spiele verliefen relativ ruhig. Jeder gewann drei mal und das auch immer abwechselnd, doch dann schlug das Pech zu und Sharoh verlor vier mal hintereinander. Keiner von beiden war wirklich gut, zumindest sah Hybris das so, doch der Zufallsgenerator, und sei er noch so schwach eingestellt, war ziemlich fies. Obwohl der Trandoshaner nicht immer etwas dafür konnte, schaffte er es einfach nicht. Mal rutschte er ins Minus, mal kam er zwar auf 21 Punkte, doch Hybris auf 22 und so weiter. Metaphorisch gesehen war er gerade gut, er war ungesehen in die Basis eingedrungen, hatte Wachen geschickt und leise getötet, doch kurz vor seinem Ziel tauchte ein unüberwindbares Energiefeld auf und er musste sich zurückziehen. Manchmal wurde er aber von Anfang an gesehen und musste sich einen blutigen Weg durch die Reihen der Gegner bahnen. Er wurde verletzt, die Erschöpfung ließ ihn Fehler machen, er war zu ungeduldig. Nicht das man so ein Spiel eins zu eins auf einen echten Einsatz übertragen konnte, doch es zeichneten sich gewisse Dinge ab. An sich blieb Sharoh jedoch gelassen. Er kam sehr viel besser damit klar, dass er manchmal einfach nur Pech hatte, eine Einstellung die Hybris ja so gar nicht hatte. Jede auf Zufall zurückzuführende Niederlage war für ihn wie ein Dolchstoß ins Herz. Er neigte nicht dazu mit Kraftausdrücken um sich werfen, doch immer dann wenn Rope Sharoh zum Sieger erklärte, spürte er die dunkle Seite in sich aufflammen. Äußerlich gelassen, die Gefühle in weiser Voraussicht abgeschirmt, konnte sein Schüler nicht erkennen wie leicht man einen Darth Hybris auf 180 bringen konnte. Wer gab auch schon gerne zu dass er eine derart leicht zu bedienende Schwäche besaß?


Nach vier aufeinander folgenden Niederlagen schien Sharohs Körper den Alkohol nicht länger von seinem Hirn fernhalten zu können. Drei Gläser, kein Problem, keine nennenswerte Veränderung. Bei sieben wurde das humanoide Reptil dann doch ein wenig ungehalten. Die ersten Beleidigungen, wenn auch nicht an Hybris gerichtet, entkamen seiner Mundsperre. Der Lord ignorierte es und konzentrierte sich lieber auf das Spiel. Da er den Zufallsgenerator mit einkalkulieren musste, musste er viel zu viel nachdenken, ohne damit wirklich etwas brauchbares zu erreichen und doch wollte er eine Niederlage um jeden Preis verhindern. Konnte er bei den nächsten zwei Spielen jedoch nicht, beim Dritten dann aber wieder. Sharohs Frustlevel stieg an, wobei Hybris inzwischen kaum mehr sagen konnte weshalb. Eigentlich hatte das Spiel ab diesem Punkt seinen Zweck bereits erfüllt, doch der Meister wollte wissen wie viel sein Schüler vertrug, bevor er die Kontrolle verlor und sich gar gegen seinen Herren auflehnte. Bei den nächsten Spielen schien es dann wieder so, als müsse Sharoh gewinnen, doch der Alkohol zeigte seine Wirkung und er machte Fehler, die er bei den ersten Spielen nicht gemacht hatte, vergleichbar mit einem Angriff, den er wegen seiner Schmerzen nicht blocken oder ausweichen konnte. Nun ja, die Vergleiche passten nicht immer, aber was auch immer. Irgendwann hatte der Trandoshaner dann genug und der Lord sah ein, das es keinen Sinn mehr hatte weiterzumachen. Am Ende hatte Hybris sechs von zehn Spielen für sich entscheiden können, doch wenn man nun beide Männer betrachtete, dann sah es eher so aus als hätte er fast jedes Spiel gewonnen. Das fiel wohl auch seinem Schüler auf, doch obwohl er am Ende geflucht hatte, als wäre dies die Währung im Spiel gewesen, war er immer noch klar genug im Kopf um Hybris als den zu erkennen wer er war. Gut, sehr gut. Selbst in Situationen, die man einfach nur noch als Katastrophe bezeichnen konnte, durfte man bestimmte Dinge nicht aus den Augen verlieren. So gesehen war Hybris also zufrieden. Er hatte bekommen was er wollte und schickte seinen Schüler daher in sein Quartier. Trandoshaner seines Alters heilten sich selber, ob dies wohl auch bedeutete das sie Alkohol schneller abbauen konnten? Auch das würde er schon bald herausfinden.


Während Sharoh also seinen Rausch ausschlief, bereitete Hybris sich sitzend auf die nächsten Übungen vor. Er dachte also nach. Unter anderem wollte er wissen welch hohen G-Kräften sein Schüler standhielt, bevor er ohnmächtig und damit wehrlos wurde. Dann noch ein paar Drogen die man über den Mund aufnehmen konnte, sollte man ihn also über die Luft dieses oder jenes verabreichen wollen. Bei dieser Gelegenheit konnten sie dann auch schauen wie lange er die Luft anhalten und wie er die Macht nutzen konnte, um diese Zeitspanne zu verlängern. So gesehen würden der morgige Tag sich hauptsächlich um Dinge drehen, mit denen er sich nicht wirklich oft auseinandersetzen musste, wo es aber auch nicht schaden konnte wenn er selber wusste wie gut er war. Luft anhalten, sich bewegen oder gar kämpfen, während die Trägheitsdämpfer nicht voll oder gar nicht hoch gefahren waren und ob ihn häufiger eingesetzte Gifte und Gase etwas anhaben konnten. In den nächsten Minuten blieb Hybris weiter sitzen, ließ Rope aber die entsprechenden Dinge bereitstellen. Es handelte sich dabei um fast ein Dutzend kleinerer und größerer Kanister und einer Apparatur, mit der man diese ganz einfach mischen konnte. Ein Standardwerkzeug der Alchemie eigentlich, doch die mobile Variante kostete ein wenig mehr. Der Droide baute es auf, stellte die entsprechenden Behälter auf ihren Platz und entfernte sich dann. Im Prinzip konnte er sie auch mischen, doch so gelassen der Zirkelgroßmeister der Alchemisten auch mit Droiden umging, alles machen lassen wollte er sie nicht. Raumschiffe fliegen und Drecksarbeit ja, mit solchen unter Druck stehenden Flüssigkeiten und Gasen arbeiten nein. Etwa eine halbe Stunde brauchte der Sith Lord dafür und als er fertig war, standen vier kleinere Behälter für den Einsatz bereit. Sie besaßen nur genug Gas um einen Raum zu füllen und selbst diesen nicht vollständig. Es war in allen vier Fällen schwerer als Luft, doch solange Sharoh nicht ständig herum sprang und den Kopf so aus der nebligen Suppe heraus hielt, würde es schon reichen. Danach bereitete er mit Hilfe von Yelm ein paar einfache Konsolenbefehle vor. Da sie sich im Hyperraum befanden, würde es herzlich wenig bringen die Trägheitsdämpfer auszuschalten, weshalb sie diesen Part mit den Schwerkraftgeneratoren simulieren mussten. Eigentlich erledigte der Pilotdroide die ganze Arbeit und sein Herr erzählte ihm nur wie er sich das alles vorstellte. Der Programmcode lief zwar über die Bildschirme, doch verstand der Sith davon so wenig, als wäre es eine andere Sprache gewesen. Als auch diese Vorarbeit erledigt war, sah Hybris auf den Chronometer. Der heutige Tag war eigentlich so gut wie um. Den Großteil der Zeit hatten sich beide Machtnutzer nur ausgeruht. Machtreserven aufgefüllt, Wunden versorgt und endlich mal etwas richtig gutes gegessen. Nun da sie bald auf Trandosha ankommen und dort ihre Vorräte auffüllen konnten, aßen und tranken die beiden ohne auf die limitierten Vorräte achten zu müssen. Sie würden ja ohnehin niemals fett und träge werden oder auf Grund von falscher Ernährung erkranken. Der einzige Grund, weshalb Hybris sich essenstechnisch nie etwas gönnte, war der Preis. Gutes Essen kostet einfach zu viel und die Zunge hatte nicht allzu lange etwas davon, doch wenn es ohnehin bald schlecht werden oder kostenloser Nachschub zu erwarten war, konnte man zuschlagen. Sie waren also topfit, gut genährt und ausgeruht gewesen und dann hatte Hybris seinen Schüler mit Selbstgebranntem abgefüllt. Nicht wirklich optimal, doch einen Tag würde der Trandoshaner den schweren Kopf schon mit sich herumschleppen können. Sofern seine Spezies in dem Alter überhaupt einen Kater haben konnte...


[Hyperraum Richtung Trandosha - Hybris Fury - Cockpit - Hybris und Yelm (NPC)]

 
[Weltraum (Imperium) | Hyperraum | Von Bastion nach Koornacht| YV-666-Frachter | Gänge] Darth Sting; Darth Sikarius, Sabar Muraenus, Adria Guldur, Tom West in der Nähe

Darth Sting hatte bereits vier Sturmtruppler umgebracht, trotz seiner Verletzungen und des Blutverlustes. Er hatte nicht die Hoffnung, sie alle besiegen zu können - selbst wenn, wie er vermutete, auch Darth Sikarius unter ihnen eine gewisse Ernte abhalten würde, bevor auch der ›Würger‹ zu den Opfern zählte. Adria Guldur (die nach seinem Machtstoß und dem Aufprall auf die Wand vielleicht mehr tot als lebendig war) und Sabar Muraenus traute er einen Sieg über die Elitekrieger des Imperiums nicht zu: Die junge Frau nahm die Situation und ihre Gegner offenbar nicht ernst, der Graf verstand sich nicht auf den Umgang mit der Macht. Der endgültige Sieger stand schon dadurch fest, dass ein bewaffnetes Kriegsschiff in der Nähe war, das Sabars Yacht aus der Distanz in Stücke schießen konnte. Dementsprechend hatte Sting nicht den Sieg vor Augen, sondern nur den Wunsch, sein Leben so teuer wie möglich zu verkaufen. Nachdem er den letzten seiner Gegner mit einem Hieb in vier ungleiche Stücke zerteilt hatte, war er sofort wieder in dem Netzwerk aus Kabelschächten, Rohrleitungen und Zwischenböden verschwunden, die das Schiff jenseits der für Menschen begehbaren Korridore durchzogen. Hier kannte sich der Lamproid nicht aus und die Zeit würde auch nicht ausreichen, um sich mit den Räumlichkeiten vertraut zu machen. So kroch er ziellos voran und hielt mit allen Sinnen Ausschau nach weiteren Sturmtrupplern, die er aus dem Hinterhalt überfallen und niedermetzeln konnte - und natürlich auch nach seinen Reisegefährten. Ob diese noch seine Verbündeten oder mittlerweile ebenfalls Feinde waren, musste sich noch zeigen. Eines war jedenfalls klar: Bei einer Begegnung mit Darth Sikarius würde er nicht lange diskutieren, sondern lieber rasch zuschlagen; in der Luftschleuse hatte der Sith-Krieger bewiesen, wie stark und gefährlich er war, selbst in einem Moment der Überrumpelung.

Doch Sting traf zunächst nicht auf den Würger von Taris. Als er ein Lüftungsgitter passierte, stieg ihm dort der Geruch von menschlichem Blut in den Rachen. Er warf einen Blick hindurch und entdeckte drei humanoide Gestalten, die am Boden eines kleinen Raumes lagen. Es schien sich um eine Vorratskammer zu handeln. Die drei Körper gehörten offensichtlich zwei Sturmtrupplern und Sabar Muraenus. Der Lamproid sprengte das Gitter mit einer Mischung aus Muskelkraft und der Dunklen Seite auf; scheppernd fiel es zu Boden und blieb halb auf einem der Gerüsteten liegen. Dann fiel die wurmartige Gestalt hinterher und schließlich folgte der Dreizack, den Sting aus der Luft fing und fest mit drei Klauenhänden umklammerte. Es stellte sich schnell heraus, dass im Augenblick von keinem der drei Menschen eine Gefahr ausging. Sie lebten alle noch, doch waren sie nicht bei Bewusstsein. Regale und Vorratsbehälter waren zertrümmert und in der Decke war ein Brandfleck von einem Blasterschuss zu sehen. Was hier vorgegangen war, konnte der Sith auf die Schnelle nicht rekonstruieren, doch er musste seine Einschätzung über Muraenus' Kampfkraft offenbar revidieren. Der Mensch hatte sich mit zwei Sturmtrupplern gemessen und überlebt. Offenbar ohne selbst eine Waffe zu besitzen. Natürlich hätte sich das noch ändern können, wenn sie vor ihm wieder zu Kräften und Besinnung gekommen wären, aber diese Gefahr war jetzt abgewendet. Darth Sting verzichtete vorläufig darauf, die beiden verletzten Soldaten umzubringen, und konzentrierte sich auf den Jünger.


Ohne viel Federlesen verschaffte er sich Zugang zu Muraenus' Geist. Eine Abschirmung existierte nicht - der Graf war in einer absolut hilflosen Verfassung. Ohne Rücksicht auf Verluste wühlte sich der Lamproid durch die Bewusstseinsschichten, bis er den Ort fand, an den Sabars Ich sich zurückgezogen hatte. Dort manifestierte sich Stings Wille zu dem unwiderstehlichen Befehl, aufzuwachen - sofort und ohne Ausflüchte! Er trieb das Bewusstsein des Menschen vor sich her an die Oberfläche und entließ es erst aus seinem Würgegriff, als der Graf sich regte. Er schlug die Augen auf und blinzelte dem Lamproiden desorientiert entgegen. Für einen Moment stahl sich ein Ausdruck des Abscheus auf seine Züge, doch dann hatte Muraenus sich wieder unter Kontrolle.

»Aufstehen, Jünger!« befahl Darth Sting ihm. »Der Kampf ist nicht vorbei! Und du bist noch nicht fertig mit denen da!«

[Weltraum (Imperium) | Hyperraum | Von Bastion nach Koornacht| YV-666-Frachter | Vorratsraum] Darth Sting und Sabar Muraenus; Darth Sikarius, Adria Guldur und Tom West in der Nähe
 
Imp. Weltraum, an Bord des angedockten Raumschiffes im Gang: Adria Guldur, Tom West und seine Sturmtruppler(ein Haufen davon)


Was Adria da hören musste, fand Adria nicht lobenswert! Angefangen davon, dass dies und jenes nicht gehen sollte und das die Zerstörung des Frachters auf das Konto der Sith gehen sollte. Wut stieg in ihr hoch. Was maßte sich der Sturmtruppenkommandeur an? Ihr Plan schien nicht auf zu gehen! Und ungeeignet war der Frachter auch noch?! War ja auch der Frachter vom Gräflein! Jener war auch völlig ungeeignet! Sie war sprachlos und musste ihre Gedanken erstmal ordnen und nachdenken! Sie ließ ihn weiter reden.

Doch, sie als adlige Bürger geheim an Bord eines großen luxuriösen Schiffes zu bringen, war nicht übel. VIP- Passagiere klang gut und gefiel Adria sehr. Sie hatte zwar keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte, doch es klang so, dass es ihr gefallen könnte. Ein Anflug eines Lächelns des Wohlgefallens glitt über ihr Gesicht. Und, man würde ihnen ein besseres Schiff besorgen! Doch sie sollten ihre Besonderheit geheim halten! Sie sollten unauffällig bleiben! Würden sie das hinkriegen? Nein, vermutlich nicht besonders gut! Würde ihnen das gefallen? Nein! Und, was war aus ihrer Machtposition, die sie gerade so schön ausgespielt hatte, geworden? Weg! Verschwunden! Das missfiel Adria sehr, mehr als sie sich freuen konnte, was ihr geboten wurde. Dennoch wog sie ab und behielt ihr Pokerface aufrecht. Sie stand sehr auf Luxus! Bisher hatte sie wenig davon gehabt! Doch sie war mit der Lösung unzufrieden. Denn Macht war das, was sie anstrebte und ihr Herz am meisten begehrte! Ihre Mutter hatte Macht über die Gruppe im Dschungel gehabt und war Herrin ihres Meisters gewesen und er kam nicht gegen sie an. Damon, der Büßer, hatte Macht über `zig Leute, die ihn anbeteten wie einen Gott. Der Gigant war noch besser darin gewesen! Die Macht und das Charisma, welche Hybris erstmal ausgestrahlt hatte, war umwerfend gewesen! Wie groß würde erstmal des Imperator`s Macht sein? Sie wollte auch, dass Leute auf sie hören würden! Allerdings waren seine Angebote auch nicht von der Hand zu weisen. Sie war innerlich hin und her gerissen. Doch wie würde sie dastehen, wenn sie so einfach zu allem “ja” sagen würde?


Doch, was könnte sie sonst tun? Sie drehte sich erneut zur Wand um. Hm? Sie drehte sich wieder um und sah ihm tief in die Augen.

“Vielleicht sollten wir zwei ihre Brücke aufsuchen und es meinen Leuten mitteilen! Wir nehmen das Angebot an, als VIP-Gäste zu reisen! Das erscheint mir am vernünftigsten! Ich möchte gleich hier an Bord bleiben.”,

gab sie kurz und bündig bekannt und deaktivierte ihr Lichtschwert und hängte es zuckersüß lächelnd an ihren Gürtel.

Die Ausschilderung zeigte, dass das Cockpit nicht mehr weit entfernt war. Sie schritt auch gleich voran. Ihr langer Zopf wackelte bei jedem Schritt beschwingt lustig hin und her. Sie betrat mit dem Kommandeur das Cockpit.

“Ich bin Lady Adria Guldur!”

stellte sie sich selbst vor.

“Erfreut Sie kennen zu lernen! Und Sie sind...?”,

fragte sie die erste Person mit vollem Charmeeinsatz, die eher mittig saß. Es war der zweite Pilot. Artig stand er auf und stellte sich vor und war offensichtlich von der attraktiven jungen Schönheit angetan.

“Ich übernehme hier sofort das Kommando!”

Adria stellte sich gleichzeitig blitzschnell mit gezücktem fauchendem aktiviertem Lichtschwert hinter ihn und hielt ihm die Klinge an den Hals.

"Nehmen Sie Kontakt zu ihrer gesamten Truppe an Bord auf und zu meinen Leuten gleich mit und sagen Sie durch, dass Sie alle in meiner Gewalt sind, wir Sith das Kommando haben und alle gehorchen sollen! Ihr solltet keine Faxen machen! Sonst töte ich Euch hier im Cockpit alle schneller, als ihr blinzeln könnt! Ihr Spinner solltet aufgeben und die Waffen niederlegen und euch mit erhobenen Händen zeigen! Die Com-Links alle auf einen Haufen dort in die Mitte! Die Waffen ebenso! Und keine Spielchen! Und, kein Wink an die Sturmtruppler draußen!”

Sie wies mit einem Kopfnicken in die Mitte auf den Fußboden. Natürlich wurden sich nun irritierte Blicke zugeworfen. Adria wurde unruhig. Besonders behielt sie West im Blick. Hoffentlich ging ihr tollkühner, plötzlich geplanter Schachzug auf? Natürlich musste einer von ihnen den Blaster zücken! Adria wich rasant schnell aus und von der Macht beschleunigt, köpfte sie dabei den bis eben bedrohten Co-Piloten und der Schuss, den der Schütze abgab, als sie bereits bei ihm war, ging ins Leere und sie schlug mit aller Kraft blitzschnell zu und der kühne Blonde, gar nicht mal so schlecht aussehende Typ, verlor ebenfalls seinen attraktiven Kopf. Wer immer der Angreifer gewesen war? Die Anwesenden keuchten auf und hoben die Hände! Ging doch! Adria war schnell! Sie hatte genug geübt! Skrupel kannte sie auch nicht! Alles nach dem Motto, wer mich nicht fürchtet, folgt mir nicht! Nun bedrohte sie direkt West mit ihrem Lichtschwert!

Eine von ihnen, die für den Funk zuständige Person vielleicht, erklärte sich nun bereit, dass man bereit wäre, die Nachricht durchsagen zu können, damit alle an Bord Bescheid wüssten und Adria`s Leute ebenso. Ihre Stimme zitterte mächtig! Jene Uniformierte sah fragend West und die zwei anderen Personen im Raum abwechselnd an. Adria konnte die Panik und Angst der vier verbliebenen Leute riechen. Sie sog sie auf. Es war ein gutes Gefühl. Die attraktive Neunzehnjährige hatte gerade die Macht! So war es richtig! Das gefiel ihr! Sollten ruhig alle nach ihrer Pfeife tanzen! Und, anders hätte sicher ihr Meister auch nicht gewählt?! Das war die Art und Weise des Vorgehens, was sie bisher von ihrem Meister gelernt hatte! Und, Sting musste lernen, dass man ihren Meister und seine tolle Schülerin nicht so einfach hintergehen konnte!



Imp. Weltraum, an Bord des angedockten Raumschiffes auf der Brücke: Adria Guldur, Tom West und Flugbesatzung(2 Tote)
 
- Weltraum innerhalb imperialer Grenzen - Hyperraum - von Bastion nach Koornacht - YV-666 Frachter - Vorratskammer - Sabar Muraenus, zwei Soldaten außer Gefecht (noch am Leben)

Nur allzu verstört und mit vollster Abscheu musterte Sabar die Kreatur, welche über ihm stand. Der Graf wusste in diesem Moment nicht wirklich, was vor ging, wo er war, und vor allem wer ihn aus dem irgendetwas geweckt hatte, aus dem er sich nun langsam und zittrig erhob. Der Blick in die Umgebung war nichts ungewöhnliches, bis auf die Tatsache, dass offensichtlich große Verwüstung und ebenso großes Chaos herrschten. Sofort fiel Sabars Blick wieder auf das wurmartige Wesen und mit einem Mal entsann er sich nahezu sämtlicher Umstände, die seinem Gedächtnis während der Ohnmacht entrungen waren. Darth Sting, das Desaster mit den Sturmtruppen und der Kampf mit diesen. Sabar bemerkte die zwei regungslosen Körper, neben welchen er vor wenigen Momenten noch am Boden lag und ein unheimliches, fast schon animalisches Gefühl durchfuhr ihn, als er sich an diese eigenartige Gewalt in ihm erinnerte, mit deren Hilfe er den Kampf gegen seinen Feind für sich zu entscheiden vermochte.

„Aufstehen Jünger! Der Kampf ist noch nicht vorbei! Und du bist noch nicht fertig mit denen da!“

Mit diesen Worten stachelte Sting seinen künftigen Schüler an, der die beiden Soldaten soeben noch ansah und sich nun langsam und unter höllischen Schmerzen erhob. Was taten Sting und Sabar hier eigentlich noch? Nur wenige Meter entfernt herrschte eine feindliche Übermacht, bei der es nur eine Frage der Zeit sein sollte, bis sie den beiden Überlebenden den endgültigen Garaus machen würden. Darth Sting sah sogar für seine Verhältnisse unheimlich mitgenommen aus, scheinbar hatte auch er kleinere Scharmützel für sich entscheiden können, bevor er auf Sabar stieß und ihn aus seinem leblosen Zustand beförderte. Im Grunde waren alle – Sting, Sabar, Sikarius und Adira – entweder schon längst tot oder dem Tode geweiht. Alle Ziele, alle Ambitionen, die Sabar vor seinem Eintritt in den Sith-Orden hegte, drohten zu Staub zu verfallen. Was war das nur für ein verfluchter Tag! Erst die Demütigung durch Sting, dann der verlorene Kampf gegen Adria, dann der Kampf gegen das Enterkommando und nun diese ausweglose Todesfalle. Den Befehlen Stings, in dessen Schülerschaft zu stehen Sabar nun wohl niemals in Genuss kommen würde, folgend riss er einem der beiden Sturmtruppler den Helm vom Gesicht. Es war derjenige, den er vorhin zuerst ausgeknockt hatte. Dann nahm er einen kurzen Anlauf nach hinten, nur um ihm dann mit voller Wucht auf die Schläfe zu treten, woraufhin sich Blut und Gehirnflüßigkeiten in der gesamten Kammer an den Wänden verteilten.

Sein erster Mord mit eigenen Händen fühlte sich für Sabar an, wie purer Adrenalin, der nun endlich nach den ganzen aufreibenden Quälereien innerhalb der letzten Tagen und Wochen ausreichend gestillt werden konnte. Also nahm er ebenfalls dem zweiten Truppler dem Helm vom Kopf, um ihm Sekunden später mit dem rechten Stiefel, der noch voller Blut war, auf die Halsknochen zu steigen. Das Gefühl der puren Grausamkeit durchfuhr den blutrünstigen Grafen in jeder einzelnen seiner blaublütigen Adern. Es fühlte sich herrlich an!

„Wohin auch immer, ich werde euch folgen...

Nein. Ohne einen Meister wollte Sabar nicht abtreten.

„…mein Meister.“

Der Graf nahm eine halbwegs würdevolle Haltung ein und sah die beiden Toten zufrieden an, während er auf eine Antwort oder auch einen Plan von Darth Sting wartete. Wenn die beiden untergehen sollten, dann unter wehenden Bannern. Doch es sollte anders kommen...

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[Weltraum (Imperium) | Hyperraum | Von Bastion nach Koornacht| YV-666-Frachter | Vorratsraum] Darth Sting und Sabar Muraenus; Darth Sikarius, Adria Guldur und Tom West in der Nähe

Sabar Muraenus brauchte nicht lange, um wieder auf die Beine zu kommen. Und er hatte noch oder wieder genug Kraft, um sich den beiden ohnmächtigen Soldaten zu widmen. Er zögerte nicht, ihnen das Leben zu nehmen. Auf eine Weise, die unter Menschen als ziemlich abfällig galt: Mit den Füßen. Dem ersten trat er den Schädel ein, den zweiten erstickte er mit einem Tritt auf den Hals. Darth Sting konnte an ihrem Wärmebild sehen, wie ihre Herzen zu schlagen aufhörten; das eine abrupt, das andere allmählich. Es hätte insbesondere für den zweiten Sturmtruppler wohl schnellere Methoden gegeben, zum Beispiel mit den herumliegenden Blastern, und sie könnten schon längst draußen sein und den Kampf fortsetzen; aber er ließ dem Jünger diesen Moment des Triumphs. Einen Sieg musste man auskosten, wenn die Umstände es zuließen, und in der aktuellen Lage schien es nicht so, als würde es einen Unterschied machen. Sabar schien es zu genießen und neue Kraft durchflutete ihn. Auch er konnte offenbar das Gefühl der Überlegenheit unmittelbar in Energie umwandeln. Es war auch die wichtigste Kraftquelle des Lamproiden und die Stimmung, die ihn der Dunklen Seite am nächsten brachte.

Obwohl er normalerweise nicht viel auf das gesprochene Wort gab, begriff Sting natürlich, was Sabars letzte Aussage bedeutete. Er betitelte den Sith als seinen Meister, obwohl dieser ihn nicht zu seinem Schüler ernannt hatte. Er beanspruchte die Schülerschaft also von sich aus. Dabei formulierte er es nicht einmal als eine freche Forderung, sondern als eine Feststellung, so als gäbe es an diesem Umstand nichts zu rütteln. Diese Direktheit gefiel Darth Sting sogar in gewisser Weise. Und auch in dieser Hinsicht schien es nun wirklich nicht mehr darauf anzukommen. Wenn sie umkamen, war es egal; und wenn sie wider Erwarten beide überleben sollten, konnte es sowieso keinen Zweifel mehr daran geben, dass Muraenus ein geeigneter Schüler war. Also warum nicht...

»Nimm dir 'ne Waffe, Apprentice!« befahl er. »Wir gehen auf die Jagd!«

Augenblicklich setzte der Wurm sich in Bewegung und glitt durch die Tür hinaus in den Korridor. Noch immer zog er dabei eine rotviolette Blutspur hinter sich her, aber sie war nun etwas dünner als zuvor. Nichtsdestotrotz war er schwer verletzt. Die Schmerzen waren immens, aber sie lähmten ihn nicht, sondern verliehen ihm einen wachen Geist und stärkten seine Willenskraft. Er wollte noch mehr von den weiß gepanzerten Menschen stellen und umbringen. Mit seinem Dreizack, der Macht, seinen Klauen und Fängen, ganz egal - Hauptsache, er sah so viele von ihnen wie möglich sterben. Es waren schon einige gefallen, aber zu viele waren noch am Leben...

Eine Durchsage klang unvermittelt aus den Lautsprechern. Eine männliche, leicht blechern verzerrte Stimme identifizierte sich als Copilot des Truppentransporters und sagte dann:

»AN ALLE SOLDATEN UND ZIVILISTEN AUF DER ZIVILEN YACHT: STELLEN SIE ALLE KAMPFHANDLUNGEN EIN! DER STURMTRUPPENTRANSPORTER WURDE AN SITH LADY ADRIA GULDUR ÜBERGEBEN. ES ERGEHT DER BEFEHL, DIE PASSAGIERE DER ZIVILEN YACHT ALS VERBÜNDETE ZU BETRACHTEN UND DEN ANWEISUNGEN DER SITH FOLGE ZU LEISTEN

Darth Sting stieß ein scharfes Zischen aus. Der Laut klang überaus aggressiv, aber eigentlich war es so etwas wie ein Lachen. Kein Ausdruck der Erleichterung, sondern eher der Fassungslosigkeit. Ausgerechnet Adria sollte es geschafft haben, den Transporter unter ihre Kontrolle zu bringen und die Situation zu klären? Die ungestüme, unberechenbare junge Frau, die gerade erst mit einer dämlichen Kurzschlussentscheidung die Gewalt hatte eskalieren lassen? Die Ironie war wirklich bitter. Aber wenn es tatsächlich so war, dann war Sting vielleicht sogar bereit, ihr zu vergeben und würde darauf verzichten, sie bei ihrer nächsten Begegnung umzubringen. Vielleicht.

»Komm, wir geh'n zur Schleuse«, ordnete er nun an. »Aber pass auf. Vielleicht ist's ne Falle. Töte alles was uns bedroht! Auch Adria und Sikarius, wenn sie uns angreifen!«

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Sabars Augen funkelten, als Sting ihn mit der Bezeichnung für seinen Schüler ansprach und ihn im selben Zug aufforderte, mit ihm auf die Jagd zu gehen. Im Grunde war es unwichtig wie sie sich nannten, weil die Zeichen sowieso dafür standen, dass Meister und Schüler schon bald sterben würden. Doch das Gefühl des Zorns, gemischt mit Genugtuung und auch der Furcht vor dem Tod harmonierten auf eine solche Art und Weise zusammen, dass der Adelige – komme was wolle – bereit war, zu sterben und möglichst viele Feinde mit in den Tod zu reißen. Schon in der Kindheit fürchtete Sabar den Tod mehr als alles andere sonst und er wünschte sich mehr denn je, nicht alleine und nicht auf erbärmliche Weise abzutreten. Denn wenn es so weit sein sollte, dann ließ es sich nicht ändern und die Umstände passten sogar halbwegs. Zwar hatte sichsich Sabar fest vorgenommen, den Status eines mächtigen Siths zu Lebzeiten zu erreichen und unzählige weitere Pläne durchzusetzen, doch an der Seite seines animalischen Meisters im Kampf zu fallen, war auf jeden Fall besser als diverse andere Alternativen.

Der stark mitgenommene Graf schnappte sich schnell einen der am Boden liegenden Blaster und durchsuchte den Truppler mit der zertretenen Visage auf weitere nützliche Gegenstände. Sofort wurde er fündig und schnappte sich eine Vibroklinge aus einem Holster seitlich an dessen Hüfte befestigt. Dann ging es also los.

Auch Darth Sting war eindeutig schwer verletzt, da der Sith-Krieger eine Spur aus violetter Flüßigkeit – höchstwahrscheinlich Blut, das aus einer Wunde triefte -, verlor und in einer langen Spur hinter sich ließ. Aufmerksam sah sich Sabar um, um auf alle Gefahren bestens vorbereitet zu sein. Von Feinden war noch keine Spur und ein mulmiges Gefühl beschlich den Adelsmann. Vielleicht waren die anderen beiden tatsächlich schon längst tot und die Sturmtruppen längst wieder auf ihrem Schiff, nur um den Frachter der Sith aus dem Weltall zu beschießen und zu zerstören. Ein lauter, schriller Ton durchbrach schließlich die unheimliche Stille, welcher Sabar durch Mark und Bein ging. Dann erklang die Durchsage aus allen Lautsprechern.

Während Darth Sting einen überaus aggressiven Laut von sich gab, durchfuhr seinen Schüler plötzlich ein ungläubiges Gemurmel. Adria Guldur, die für dieses absolute Desaster alleinige verantwortliche, soll das Schiff der Soldaten tatsächlich übernommen und die Gefechte eingestellt haben.

„Das ist eine Falle, ich glaube kein Wort. Dieses dumme Weib ist niemals zu so etwas im Stande.“

Beantwortete Sabar die Zweifel und Anweisungen seines Meisters, während er ihm zur Luftschleuse folgte. Das konnte doch nicht wahr sein! Die beiden präsentierten sich geradezu wie auf dem Silbertablet und würden in wenigen Momenten von unzähligen Salven durchsiebt werden. Nichts mit im Kampf sterben, nichts mit Überleben – einfach nur abgeschlachtet werden. Zu mehr Gedanken kam Sabar gar nicht, als sich all die Verdachte als falsch herausstellten. An der Luftschleuse angekommen warteten nämlich Adria, sowie eine gewaltige Menge Soldaten. Sabar musste heute nicht sterben! Ein Seufzer der Erleichterung durchfuhr ihn, während er um sich blickte. Sein Frachter glich einem Schlachtfeld, der Graf war vollkommen blutverschmiert am gesamten freien Oberkörper und im Gesicht. Mit dem Ellbogen wischte er sich das Blut von dem offenen Cut unter seinem Auge weg und wartete einfach auf das, was jetzt noch kommen sollte. Verrückter konnte es sowieso nicht mehr werden. Doch trotzdem wollte er dieser Adria jetzt mehr denn je den Kragen umdrehen.

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[ Weltraum / Hyperraum Richtung Trandosha / Fury / Aufenthaltsraum ]Sharoh, Hybris sowie Rope

Das Training sollte bis zum vorletzten ohne sehr große Neuerungen weitergehen. Natürlich wurde an Schrauben gedreht, das Niveau erhöht, doch die Übungen blieben dieselben. Das Training mit dem Lord war deutlich ertragreicher als jenes alleine im Dickicht des Dschungels. Wie auch nicht, machte Sharoh einen Fehler wurde es sofort korrigiert, natürlich in Sith-Manier. Größere Schnitzer passierten dem Trandoshaner jedoch nicht, es war anstrengend und er hatte jede Minute der Ruhe zu nutzen, um nicht vollkommen erschöpft zur nächsten Trainingsrunde zu erscheinen.

Zwei tage vor ihrer Ankunft auf Trandosha kündigte Hybris einen "freien Tag" an, um Sharoh sich ein wenig ausruhen zu lassen. Doch traute Sharoh der Sache nicht wirklich. Der Lord hatte noch nie Zeit verschwendet, um seine "Werkzeuge zu schleifen", wie er es wohl ausdrücken würde. Der hohe Sith ließ Sharoh tatsächlich einen großen Teil des Tages in Ruhe, dieser konnte diese jedoch nicht wirklich als solche nutzen. Es war ins Blut übergegangen täglich zu trainieren, an seinen Macht- und Schwertkampftechniken zu pfeilen, also tat er dies. Im späteren Verlauf des Tages lud der Lord ihn dann zu einer Runde Sabacc ein. Eine ungewöhnliche Aufforderung, doch stimmte der Trandoshaner zu. Er mochte dieses Spiel kein bisschen um ehrlich zu sein. Durch die Tatsache, dass das Blatt des Spielers vollkommen zufällig verändern werden konnte, war Taktik keine Option. Improvisieren musste man können und selbst dann konnte man einfach in Gefahr laufen aus reinem Pech zu verlieren. Sharoh hatte nie verstanden wie manche Wesen ihr ganzes Hab und Gut an ein Glücksspiel hängen konnten. Sabacc war geradezu dafür berüchtigt, dass man entweder extrem viel verlor oder gewann. Immerhin spielten sie hier nicht um richtigen Einsatz, sondern der Verlierer musste nur ein Gläschen Alkohol zu sich nehmen. Das Zeug was Hybris dazu hergebracht hatte roch weder appetitlich noch sah es danach aus, aber das konnte auch daran liegen, dass Sharoh noch nie ein leidenschaftlicher Trinker gewesen war. Alleine durch seine Körpermasse dauerte eine ganze Weile bis der Alkohol ihn wirklich umhaute, doch außer auf ein paar familiären Anlässen hatte er selten getrunken. Drogen im allgemeinen waren nie im Interessensbereich des Trandoshaners gewesen. Er hielt all diese Substanzen nur für ein Mittel der Weltflucht. Diese Individuen waren für Sharoh zu schwach für ihr eigenes Leben und könnten sich auch eigentlich direkt von einem Haus werfen. Doch manchmal gehörte es sich einfach einen Schluck Alkohol zu trinken, vor allem dann, wenn ein Sith-Lord einen dazu aufforderte.

Sie begannen also zu spielen. Rope, der Butlerdroide, gab die Karten aus. Zunächst sah es ausgeglichen aus, beide gewannen und verloren abwechselnd. Es ärgerte Sharoh nicht wirklich zu verlieren. Es war reiner Zufall, er hatte niemals Energie hinein gesteckt um zu gewinnen, er nutzte einfach das, was das Spiel ihm an Karten anbot. Der Alkohol jedoch störte den Trandoshaner. Den Fusel, den Hybris da bereitgestellt hatte, war alles andere als köstlich. Es hatte einen Touch von Reinigungsmittel und war verdammt stark. Seine Kehle brannte bereits nach den ersten paar Glässchen und sein Mund fühlte sich ausgetrocknet und pappig an. Er hätte sich wohl Wasser zum Tisch stellen sollen. Als nächstes ereilte Sharoh eine Pechsträhne. Es schien als hätte Hybris immer ein wenig mehr Glück als er und er hatte ein ums andere Male zu trinken. Nach der vierten Runde war es spätestens so weit, er fühlte sich ziemlich angetrunken. Merklich senkte sich der Grad der Kontrolle, den Sharoh über sich hatte. So kam es auch, dass schnell der Punkt überschritten war, an dem er zu fluchen anfing. Immer zielte er auf die Unfairness des Spieles und die Unfähigkeit des Butlerdroiden ab, so viel Grips hatte er dann doch noch um Hybris nicht direkt anzugreifen. Er war schon immer eine launische Persönlichkeit gewesen und die Wirkung des Alkohols verstärkte das ganze nur ums Vielfache. Plötzlich empfand er Frust über die Runden, die er verlor, wo er nicht hingehörte. Die dunkle Seite suchte sich unkontrolliert den Weg nach draußen, immerhin nur in Form von Worten und einigen Schlägen auf das Kartenbrett. Durch den Pegel des Alkohols verlor er mehr Runden als es nötig gewesen wäre und am Ende hatte Hybris mehr Gewinne auf seiner Liste als er. Dieser schien trotz der Menge an Alkohol den er zu sich genommen hatte jedoch völlig nüchtern. Sharoh hätte Hybris am liebsten vorgeworfen er hätte ihn übers Ohr gehauen, doch die Stellung seines Spielpartners ließ ihn davon absehen und er begab sich ins Bett. Doch bevor er dort ankam verlangte der Alkohol seinen Weg wieder ans Tageslicht, also übergab er sich in die Toilette des Raumschiffes. Komischerweise hatte das Zeug seinen Geruch trotz der Spritztour durch die Gedärme des Reptiloiden nicht wirklich verändert. Nun mit leeren Magen legte er sich hin, versuchte einzuschlafen, was jedoch in Anbetrachte des drehenden Zimmers nicht wirklich einfach war.

Am letzten Tag ihres Fluges erwachte Sharoh mit einem schweren Schädel. So gut Trandoshaner auch Körperteile regenerieren konnten, der Abbau von Alkohol gehörte anscheinend nicht zu den Problemen, die die Physiologie der Reptiloiden hatte lösen müssen. Er erhob sich, verfluchte Sabacc und schwor sich dieses Drecksspiel nie wieder zu spielen, besonders nicht mit Hybris und Alkohol als Einsatz, und machte sich auf den Weg um ein Frühstück zu sich zu nehmen. Nach einer reichhaltigen Mahlzeit, einer Dusche und einigen Vitamin-Tabletten ging es ihm auch wieder gut genug um noch ein wenig zu trainieren. Ein wenig fragte sich Sharoh nun schon, was die ganze Aktion gestern sollte. Sabacc konnte dazu gedient haben um herauszufinden, wie gut er improvisieren konnte, das klang nach etwas, was Hybris tun würde, aber wozu der Alkohol ? Wollte der Lord testen, wie einfach es war einen Trandoshaner seiner Größe mit Alkohol zu vergiften ? Naja das klang schon weit hergeholt nach einem Alchemistischen Experiment. Doch der Trandoshaner hatte keine Zeit, um den Gedankengang zu beenden, denn Hybris griff ihn am Aufenthaltsraum auf und stellte einen weiteren Trainingsblock vor. Diesmal würde er trainieren, wie ein Kampf auf einem Schiff ohne Trägheitsdämpfer aussehen würde. Natürlich würden sie dafür nicht den Hyperraum verlassen und tatsächlich ohne Trägheitsdämpfer fliegen, nein sie würden das ganze einfach simulieren. Diese ganze Übung stellte sie als deutlich schmerzhafter heraus als erwartet. Ohne große Ankündigung wurde Sharoh quer durch den Aufenthaltsraum geschleudert und Hybris sprang direkt mit einem Lichtschwert bewaffnet hinterher. Dadurch, dass die Rucke in die verschiedenen Richtung nicht voraus zu sehen waren, blieb dem Trandoshaner nicht viel übrig als sich mit der Macht an den Boden zu heften, ganz so wie er es mit den Machtblasen beim Klettern gemacht hatte. Dies funktionierte auch ganz gut, doch wurde seine Mobilität dadurch ziemlich eingeschränkt. Beinarbeit war immer ein Risiko, dabei war Beinarbeit und Distanz das wichtigste beim Schwertkampf. Die meisten Blessuren, die er bei dieser Trainingsrunde davon trug waren tatsächlich nicht von Hybris Schlägen selbst, sondern von Kollisionen mit dem Tisch oder der Wand. Das Training sollte einen großen Teil des Tages einnehmen, neben den diversen Übungen der Vortage.

Weiter auf Trandosha

[ Weltraum / Hyperraum Richtung Trandosha / Fury / Aufenthaltsraum ]Sharoh, Hybris sowie Rope
 
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[ Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Hyperraum Richtung Kernwelten / Frachter / Trainingsraum ] Sikarius und Tom, sowie Pyro und die anderen Sturmtruppen

Gespannt verfolgte Sikarius welche Wirkung das von ihm gestiftete Unheil hatte. Zu seiner maßlosen Enttäuschung endete die Situation jedoch nicht mit einem oder mehreren Toten, sondern mit ein paar angeschwärzten Rüstungen. Verdammt noch eins! Seine Machtsinne sagten ihm, dass über das ganze Schiff verteilt schon Leben erloschen waren, offenbar getötet von Sting und den anderen. Dass er der einzige sein sollte der noch keinen Mord gelandet hatte, das war beleidigend!

Immerhin hatte seine Aktion die Wirkung, dass die Sturmtruppler sich wie ein Mann in Bewegung setzten und den Rückzug antraten. Wütend beobachtete der Mörder wie der Pulk sich zur Luftschleuse zurückzog und fasste den Mann mit den roten Markierungen ins Auge. Zu seinem Glück bewegte er sich in der Mitte des Zugs, doch Sikarius war nicht gewillt ihm dieses Glück einfach so durchgehen zu lassen. Mit einer Bewegung seiner Gedanken zuckte ein Stück Metall in die Höhe und knallte gegen den rechten Fuß des Mannes, der stolperte. Seine Kameraden überholten ihn und er fand sich plötzlich am Ende des Zugs wieder. Was für ein Pech für ihn. So vorsichtig wie möglich griff Sikarius wieder mit der Macht hinaus und packte ihn bei der Gurgel. Hart wurden seine Schlagadern nach innen gedrückt und der Mensch wurde nach wenigen Sekunden bewusstlos. Bevor der beschädigte Flammenwerfer klappernd zu Boden fallen und die Kameraden warnen konnte, hatte der Mörder auch ihn aufgefangen. Einen Augenblick hielt Sikarius inne, um sich selbst zu dieser perfekt ausgeführten Aktion zu beglückwünschen.

Wie eine Made aus dem Speck ließ er sich aus seinem Lüftungsschacht gleiten und landete geräuschlos wie eine Katze neben seinem nächsten Opfer. Mit der Linken riss er ihm den angesengten Helm vom Kopf und förderte das Gesicht eines jungen Mannes zu Tage. Seine Haare waren rot und passten somit perfekt zu seiner Profession. Tatsächlich sah er Sikarius sogar ein wenig ähnlich. Zumindest wenn man die Haut und die anderen Entstellungen außer acht ließ. Seine Augen waren geschlossen, doch es war klar, dass er bald wieder erwachen würde.


Töten wir ihn jetzt und ziehen uns zurück. Wir wollen sie nicht auf uns aufmerksam machen.

Flüsterte der Denker und bekam sofort Antwort.

Meinetwegen. Aber wir sollten wenigstens unsere neue Hand einweihen.

Gesagt getan, versuchte der Mörder seine selbst geschmiedete Hand zu heben, doch sein Arm gehorchte ihm nicht. Ein Blick nach unten verriet ihm auch wieso. Dort wo sein Oberarm offenbar von einem Blasterschuss getroffen worden war, klaffte eine offene Wunde, aus der ein schmales Rinnsal Blut seinen Weg zum Boden suchte. Die Ränder waren schwarz und rissig, wo die Energie des Schusses sie kauterisiert hatten. Leise fluchte Sikarius und stieß ein unwirsches Knurren aus. Verdammte Sturmtruppen. Na dann eben so.

Kurz entschlossen packte er seinen rechten Arm mit der Macht und hob ihn an. Augenblicklich spürte er ein unangenehmes Ziehen, doch wirklicher Schmerz blieb aus. Hybris‘ Vermächtnis, wie ihm bewusst wurde. Unwirsch zuckte er die Schultern und schloss seine metallenen Finger um die Kehle des Flammenwerfermannes. Augenblicklich schlug dieser seine Augen auf und versuchte seinen Mörder mit einem präzisen Schlag von sich zu schleudern, doch war dieser schneller. Mit einem Schmatzen zerquetschte er den weichen Kehlkopf und dunkles Blut spritzte ihm entgegen. Trotz allem getroffen stolperte er nach hinten und keuchte auf, als ein Großteil aller Luft aus seinen Lungen gepresst wurde.


„Dummes Arschloch.“

Stellte er fest und hielt sich das Sonnengeflecht, in das die behandschuhte Hand geknallt war. Der sterbende Sturmtruppler fiel zu Boden und eine rote Lache begann sich um seinen Körper herum auszubreiten. Befriedigt nickte Sikarius und machte Anstalten einen Schritt zurückzutreten.

WEG DA!

Brüllte der Denker plötzlich und Sikarius spritzte zur Seite. Grade noch rechtzeitig, denn eine halbe Sekunde später peitschten rote Blasterbolzen auf die Stelle ein, an der er sich grade noch befunden hatte. Zwei weitere Sturmtruppen waren aufgetaucht und kommentarlos zum Angriff übergegangen. Hastig stieß der Mörder die Hand nach vorne und die beiden Soldaten wurden feuernd nach hinten gerissen. Blitzschnell sprang er zur Decke und riss sein Schwert aus der Scheide. Die Runen auf der Klinge glühten auf, als ein Schuss sie traf und absorbiert wurde. Der scharfe Geruch verbrannter Haare füllte den Gang, als Sikarius nur mit knapper Not einem Kopfschuss entrann.

Von der Macht verstärkt peitschte er nach vorne und vergrub seine Klinge in der Brust des rechten Sturmtrupplers, der getroffen aufschrie. Der Mörder kam nicht umhin die Disziplin des anderen Soldaten zu bewundern, der, der Tatsache zum Trotz, dass er grade gegen eine Wand geschleudert worden war, die Waffe erneut auf Sikarius richtete. Dieser konnte grade noch den anderen Soldaten vor seinen Körper reißen, um nicht von Schüssen durchsiebt zu werden. Hart stieß er ihn von sich weg und riss die Sithklinge mit einem Knirschen aus seinem Brustkorb. Blitzschnell stieß er zu und das Blastergewehr des Soldaten flog funkensprühend zur Seite. Dieser schrie auf, als seine Linke unter der Wucht des Schlags brach, riss mit seiner gesunden Hand jedoch eine Blasterpistole aus dem Gürtel.


„Das glaubst du doch wohl selber nicht!“

Fauchte Sikarius und versenkte einen Stiefel in der Magengrube seines Gegners, der zwar nicht ernsthaft verletzt, jedoch erneut nach hinten geschleudert wurde. Mit der Macht pfefferte er die Pistole zur Seite und setzte an, dem Kerl mit seinem Schwert durch den Helm das Auge zu durchbohren. Grade wollte er zustechen, da erklang eine elektronisch verzerrte, männliche Stimme aus den Lautsprechern, die sich als der Copilot der Sturmtruppen identifizierte. Emotionslos teilte er mit, dass alle Kampfhandlungen einzustellen seien, da Lady Adria Guldur die Kontrolle übernommen hatte. Unwillkürlich verspürte der Mörder Stolz darüber, dass seine Schülerin die Situation geklärt hatte. Zwar würden auf diese Weise keine weiteren Sturmtruppen mehr sterben, doch war ihr Überleben dadurch fürs Erste gesichert.

Die Fratze des Mörders teilte sich zu einem zähneblitzenden Grinsen, als Hoffnung in dem geschlagenen Sturmtruppler aufkeimte. Offenbar glaubte er, jetzt wo Frieden an Bord herrschte, würde er verschont werden.


„Du glaubst ich geb‘ nen Fick auf was Fischfresses Copilot von sich gibt, hmm?“

Fragte Sikarius mit einem gehässigen Kichern und stieß zu. Mit einem hässlichen Geräusch drang die Sithklinge durch den Visor des Sturmtruppenhelms und durch den Kopf des Menschen. Klirrend prallte die Spitze gegen die Bordwand. Noch einmal drehte der Mörder sein Schwert, dann riss er es heraus und verstaute es erneut in seiner Scheide. Von beiden Seiten des Ganges erklangen Schritte, also sah er sich erneut nach seinem Lüftungsschacht um und verschwand darin. Er war zwar nicht paranoid aber Vorsicht war bekanntlich die Porzellankiste der Mutter. Oder so ähnlich.

Vorsichtshalber erschuf er wieder die Illusion und beobachtete was weiter geschehen würde. Doch tatsächlich schien die Nachricht gestimmt zu haben. Nach kurzer Zeit erschien Adria, den großen Rest der Sturmtruppen und Fischfresse im Schlepptau. Auch Sting und das Gräflein ließen nicht lang auf sich warten und kamen von der anderen Seite. Der hässliche Nichtmensch sah ganz schön übel aus. Offenbar hatte er weniger Glück gehabt als Sikarius und war von gleich mehreren Schüssen getroffen worden. Muraenus sah zwar gesundheitlich besser aus, hatte aber allem Anschein nach ebenfalls seinen Mann stehen müssen. Überraschend, dass er das überlebt hatte.

Bevor irgendwer das Wort ergreifen konnte, ergriff es Sikarius. Lässig ließ er die Illusion fallen und ließ sich kopfüber aus seinem Lüftungsschacht baumeln. Sein verletzter Arm hing dabei kraftlos nach unten und schwarzes Blut rann über seine Finger gen Boden. Trotzdem verkündete er fröhlich:


„Wie siehts aus? Können wir jetzt alle Freunde sein?“

[ Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Hyperraum Richtung Kernwelten / Frachter / Trainingsraum ] Sikarius, Adria, Sting, Sabar und Tom, sowie die anderen Sturmtruppen
 
[Imperialer Weltraum :: Sentinel Fähre :: Tom West, Adria, NPCs ]

Tom war leider nicht ganz so überrascht von der Tat der Sith, wie er gedacht hatte und nickte langsam. Die Sith waren den Gerüchten nach ziemlich Grausam und Gnadenlos. Es war wohl langsam Zeit ein wenig härtere Mittel aufzuziehen. Tom deaktivierte mit einem Blick die Außenlautsprecher und sprach unhörbar zu seinen Leuten. "Aktiviert alle eure Thermaldetonatoren und koppelt sie mit euren Lebenszeichen. Aber erst einmal behandelt sie wie VIPs" Das war zwar etwas drastisch, aber langsam reichte es ihm. Er war gespannt, was Lady Adria nun vorhatte und Plante. Tom konnte die Erleichterung auf den Gesichtern der Anwesenden verstehen, nach dem er erst einmal nachgab. Sie hatten mit dem Lichtschwert, den sicheren Tod ins Auge gesehen.

Nun gut mal sehen, was jetzt als nächstes passieren würde. Nach der Bordübertragung verließen sie zusammen das Cockpit um zu den anderen zu gelangen. Bereitwillig und ehrerbietig räumten seine Leute den schmalen Gang und nahmen im Mannschaftsraum Aufstellung und zackig Haltung an, als Lady Adria an ihnen majestätisch vorbei schritt. Tom folgte ihr, mit respektvollen Abstand, in die Hölle des Löwens. Er hatte seine Blasterpistole wieder weg gesteckt "Bleibt etwas zurück und sichert eure Handwaffen" wies er seine Männer an, so das Adria und die anderen ihn hören konnte. Es war wohl auch Zeit selber ein Risiko einzugehen, um aus diesem Dilemma heraus zu kommen.

Wie ein Mann bleiben seine Leute stehen und nahmen links und rechts des Ganges Aufstellung und Haltung an. Die Waffen waren etwas gesenkt um nicht zu Aggressiv zu wirken und auf Betäubung gestellt worden. Es gab bei den Waffen der Sturmtruppen keinen wirklichen Schalter zum Sichern. Vertrauen war gut, ein Plan für den Notfall unverzichtbar. Tom konnte den Adligen sehen und den Wurm, sie sahen beide ziemlich mitgenommen aus, musste er mit einer gewissen Zufriedenheit erkennen. Da erschien plötzlich auch Narbengesicht, wie aus dem nichts. Die nächsten Worte machten Tom klar, das der Kerl wirklich total durchgeknallt war. Können wir jetzt alle Freunde sein. Meinte er das ernst?

"Bringt die erste Hilfekästen aus der Fähre. Wir haben hier verwundete" sagte er laut und sah wie zwei Mann seines Trupps, sich eilig auf den Weg machten. Natürlich erforderten die Verletzungen wohl mehr als ein paar Bactapflaster, aber für so etwas war die Ironhide deutlich besser ausgestattet. Die Geste sollte auch seinen guten Willen zeigen, den anderen Gegenüber und seine Momentane Bereitschaft zu Kooperieren. Zumindest, bis zu gewissen Grenzen. "Von meiner Seite aus können wir gerne Freunde werden und müssen uns nicht bekriegen, wir dienen alle nur dem Imperator." Einen Moment überlegte Tom und streckte dann Narbengesicht, seine Hand entgegen, als Geste des guten Willens.

[ Imperialer Weltraum :: Frachter :: Trainingsraum :: Sikarius, Adria, Sting, Sabar und Tom, sowie die anderen Sturmtruppen]
 
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