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Ziost

Dieses Thema im Forum "Projekt Star Wars Rollenspiel" wurde erstellt von Darth Draconis, 22. April 2008.

  1. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    Ziost
    ___________________


    [ Infos zum Planeten: Ziost (engl.) | Ziost (dt.) ]

    [ Zugehörigkeit: Imperium ]


    . . . . .​


    [Orbit um Ziost - Firespray-31 - Darth Draconis]


    Ein einzelnes Raumschiff schoss aus dem Hyperraum in den Orbit des Planeten Ziost. Nach kurzer Zeit wurden die Triebwerke deaktiviert, und das Schiff blieb still im nahen Orbit des Planeten. Der Planet welcher sich vor dem Cockpit erstreckte, erinnerte an eine silberne Murmel. Die Wolken des Planeten jedoch verweigerten den Blick auf dessen eisige Oberfläche. Der Orbit war still, ausgestorben. Wer weiß wann das letzte Mal ein lebendiges Wesen diese tote Welt betreten hatte? Darth Draconis wusste es nicht, und es war ihm eigentlich auch egal, solange die Wesen da unten ihn nicht bei seinen Nachforschungen stören würden. Er lehnte sich in den Sitz seines Cockpitsitzes zurück und betrachtete den Planeten in seiner Einsamkeit. Was würde ihn dort unten erwarten? Draconis würde sich auf alles vorbereiten, denn eins war sicher, verlassen, würde er den Planeten nicht mit leeren Händen.
    Er tippte ein paar Knöpfe woraufhin eine HoloVision des Planeten erschien und ihm einige Eckdaten verriet. Natürlich stammten die Informationen aus dem Archiv des Ordens, wobei er nicht gedacht hätte, dass solche wertvollen Informationen so offensichtlich herumstanden. Alle Welt kannte Korriban, doch von Ziost sprachen nur die wenigsten. So war es auch gut, denn er wollte ungestört bleiben.


    ?Willkommen im Nirgendwo...? Draconis lächelte leicht und deaktivierte die HoloVision. Das Display erstarb und der rotierende Planet von der Größe einer Apfelsine verschwand. Wo die Vernunft nicht mehr weiterkam, würde die Macht ihm helfen. Er schloss die Augen und öffnete seinen Geist der Macht. Er fühlte wie die Macht ihn durchströmte, spürte, wie sie von seinen Zehen bis in die letzten Bereiche seiner Kopfhaut eindrang und ihn erfüllte. Die Müdigkeit der letzten Stunden wurden durch ein Hochgefühl ersetzt, welches er immer spürte wenn sie sich mit der Macht verband. Draconis hatte gelernt seine Umgebung mit der Macht zu überprüfen, und selbst ein Machtnutzer wie er, welche noch lange nicht so stark und erfahren war wie er noch werden konnte, spürte die Dunkelheit welche diesen Ort umgab. Er spürte, wie die Dunkelheit nach ihm rief, eine verlockende Stimme welche in sein Ohr säuselte und danach tiefer wurde, basshaltiger. Weitere Stimmen erfüllten seinen Kopf, er spürte die verlorenen Seelen und spürte wie ihre Stimmen immer mehr ins zischelnde übergingen und wieder anschwellten. Danach verstummten sie, und doch spürte er ihre Anwesenheit. Die Stille war beinahe unerträglich, bis ein einzelnes Wort seine Gedanken erfüllte, seinen Kopf völlig in besitz nahm. ?Komm!? Draconis? Augen öffneten sich, und glühten goldrot auf. Die dunkle Seite hatte ihn mehr in ihren Besitz genommen, einen Schritt näher zum Abgrund seiner Seele, vielleicht sogar einen Schritt weiter, jedoch auch einen Schritt näher ein wahrer Sith zu werden.

    Zielsicher setzte er sein diabolisches Lächeln auf und nahm die Steuerungsknüppel des Schiffes in die Hand. Eine Vibration ging durch das Schiff als die Triebwerke von neuem starteten und das Schiff immer weiter gen Planetenoberfläche trieben. Der Planet nahm immer mehr Platz des Cockpitfensters aus Transparistahl ein, immer stärker wurde die Belastung für das Schiff. Draconis verlagerte mehr Energie auf die vorderen Schilde, sodass die Reibungshitze dem Schiff nicht zu sehr zusetzen würde. Bald hatte sein Schiff die Atmosphäre durchdrungen und flog direkt auf die dicke Wolkenschicht, welche wie ein Meer aus grauer und eisweißer Watte den Blick auf die Oberfläche verwehrte. Er hatte bereits ein Ziel in den Navigationscomputer eingegeben, es waren diejenigen Koordinaten, welche er aus der Schriftrolle entnommen hatte. Die Oberfläche kam immer näher, doch sichtbar war sie noch nicht, dafür musste das Schiff erst die Wolkendecke passieren welche den Blick verwehrte. Als es in diese Decke eindrang, war das Cockpitfenster völlig von den Wolken vernebelt. Draconis musste sich nun voll und ganz auf die Schiffssysteme verlassen, welche ihn durch die Decke bringen würden. Das Schiff wurde von mehreren Erschütterungen getroffen, Blitze zuckten zwischen den Wolkendecken, und nach drei Minuten flug hatte er die Wolkendecke durchbrochen, sodass sie nun zum ersten Mal wirklich freie Sicht auf die Oberfläche hatte. Die eisige Oberfläche glich einer weißen Wand. Eine weitere Ebene erstreckte sich, nur die sich am Horizont befindlichen Berge unterbrachen die weiße Pracht. Die Berge jedoch waren sein Ziel, denn schon von weitem war die riesige Zitadelle zu sehen.

    Die Zitadelle war ein Bollwerk wie es im Buche steht. Massive, glatte Wände verhinderten ein erstürmen. Hunderte von Türmen mit Schießscharten waren angebracht, zeugten von der schieren Masse an Soldaten die wohl nötig gewesen war um dieses Bollwerk zu halten. An den Seiten der Zitadelle befanden zwei überdimensionale Sith Krieger, die wohl berühmt berüchtigten Massassi Krieger, in ihren Rüstungen. Über ihre Waffe gebeugt, schienen sie auf die nächste Schlacht zu warten, welche die Mauern erzittern lassen würde. Je näher das Schiff kam, desto größer wurde die Zitadelle. Ihre Ausmaße waren enorm, die Rasse der Sith hatte hier nicht nur ein Boll- sondern auch ein Prachtwerk errichtet.

    Der Sith Apprentice landete auf einem nahe gelegenen Plateau und stieg aus. Die Zitadelle von Ziost wartete auf ihn ...


    [Ziost - vor der Zitadelle - Darth Draconis]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. November 2013
  2. Ziost - Zitadelle - Flora und Fauna​


    Während der Sith Apprentice jedoch ging, bemerkte er nicht den lautlosen Verfolger, der ihm nun, seitdem den Eingang der Zitadelle betreten hatte, verfolgte. Er hatte es gespürt, dieses Ding da unter ihm war nicht schwach, seine Energie die er durch Gedanken freisetzte war höher als die der anderen Dinge, die hier unten Intelligenz zeigte. Sollte es berichtet werden? Er beschloss erst mal dem Fremdkörper zu folgen, war die Verlockung es für sich allein zu verspeisen groß, auch wenn er die Bestrafung der Oberen kannte. Die Oberen, jene die über Gedeih und Verderben entschieden, jene, welche sie aus dem Chaos gerettet hatten. Lautlos glitten die Krallen über das porige Deckenstück, sich bewusst dass sein Panzer jegliche Entdeckung verhinderte. Der Fremde schien wirklich keine Ahnung zu haben, war er doch so leicht verfolgbar. Wie zart würde wohl sein Fleisch sein? Er roch Blut, was seinen Trieb nur noch erhöhte, doch zwang er sich abzuwarten, ein zu frühes Schicksal könnte vielleicht Probleme verursachen. Als er einen Schritt weiterging passierte jedoch, für ihn gesehen, eine Katastrophe, aus der Decke lösten sich einige kleine Steine und fielen platschend auf den Grund, um dabei ein gluckerndes Geräusch von sich zu geben, als sie das Wasser berührten.

    Der Fremdkörper war stehen geblieben. Welche Varianten blieben ihm? Er könnte seine Waffe durch seinen Hals bohren, doch der Schreck würde das Fleisch zäh machen. Falscher Weg. Er würde sich in der Dunkelheit verstecken, abwarten, abwägen. Irgendwas musste dieses Ding machen, schließlich würde es wohl nicht die ganze Zeit da stehen bleiben. Als es sich in Bewegung setzte, entspannte er sich kurzzeitig, konnte die Verfolgung nun weiter gehen. Würde der Fremdkörper ermüden, wäre es an der Zeit zuzuschlagen. Sobald es ermüdet war, konnte der Angriff besser gelingen, war die Stärke bzw. Schwäche des Fremdkörpers ihm unbekannt. Der Speichelfluss verstärkte sich als er daran dachte wie die Krallen sich in das süße Menschenfleisch schneiden würden, wie sie die Fasern des Fleisches vom Leib trennen würden, das Blut trinken und den noch warmen Körper als Brutstätte benutzen würden.

    Verdammt! Fast hätte er ihn entdeckt, war er doch zu gierig gewesen und hatte sich zuviel der Vorstellung hingegeben ihn zu fressen. Er musste aufpassen, er war noch jung, in diesem Alter zu sterben wäre eine Schande, einzig seine Reflexe hatten ihn beschützt. Er verfolgte den Fremdkörper weiter, studierte seinen Gang, und hoffte Schwachstellen zu finden. Als er es nicht mehr abwarten konnte, entschloss er sich anzugreifen, sodass er sich auf sein Opfer stürzte...


    Ziost - Zitadelle - Flora und Fauna​
     
  3. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    [Ziost - Zitadelle - Darth Draconis und Einheimische]

    Draconis hielt inne als er neben seinen eigenen watenden Schritten ein weiteres Geräusch vernahm. Schwach hallte die Macht wieder, etwa eine natürliche Warnfunktion? Er verharrte, und nahm sein Lichtschwert zur Hand, aktivierte es jedoch nicht. Sein Puls wurde, entgegen seines eigenen Wunsches nach Ruhe und Gelassenheit schneller, befürchtete er einen Angriff. Wie konnte er nur so naiv sein und glauben dass diese Zitadelle womöglich unbewohnt anzutreffen? Auch wenn es nicht Sith sein konnten, könnten ihn auch hier lebende Tiere bedrohlich werden.. Er beschwor sich selber, atme ruhiger, kläre deine Gedanken. Das Letzte was er jetzt gebrauchen könnte, wäre ein Anfall von Panik für vielleicht gar nichts, so was durfte er sich nicht leisten, nicht bei den Sith, und auch nicht wenn es um das Überleben geht. Verstört blickte er sich um, beschloss jedoch danach doch weiterzugehen.

    Ein beunruhigendes Gefühl ereilte den Sith Apprentice, konnte er sich nicht erklären wieso ihm in nun häufiger ein Schauer über den Rücken jagte. Etwas beunruhigte ihn, machte ihm zu schaffen. Wenn er es sich selber nicht eingestehen wollte, so musste es sein Unter-Ich ihm wohl so klarmachen wollen, etwas war hier faul. Er schlug jedoch die Warnungen in den Wind. Das letzte Mal als er überreagiert hatte, wäre es sein Tod gewesen. Er musste damit aufhören, zu oft hatte er sein Glück herausgefordert. Er wischte erneut die Vorbehalte weg. Doch plötzlich hörte er einen Ton, etwas plätscherte ins Wasser, ein Zischen erklang, war es jedoch zuviel und zu ätzend um einfach irgendein tropfender Stalaktit zu sein. Er blickte nach oben, sah jedoch nichts. Beunruhigt ging er erneut weiter.

    Wie ein Stich erfolgte die graue Gewissheit dass etwas passieren würde. Wie aus einem Reflex heraus verband er sich mit der Macht, aktivierte in einer Bewegung sein Lichtschwert und sprang zurück. Durch die ausholende Bewegung mit seinem Schwert spürte er wie sein Schwert durch etwas hindurchschnitt, was ein grässliches Geräusch erzeugte. Etwas prallte ins Wasser, gefolgt von einem zischenden Geräusch. Erst jetzt hatte er die Zeit zu sehen, was ihn da angegriffen hatte, und was er sah, machte ihn stutzig. Hier konnte etwas in diesem Gemäuer überleben? Er hätte nie gedacht, dass hier drinnen überhaupt irgendetwas existierte.

    Das Ding hat einen klobigen Schädel und war recht muskulös. Der Oberkörper, sowie das gesamte Viech waren grau, ein glänzendes Sekret bedeckte den Körper sodass es fettig glänzte. Augen konnte Draconis keine erkennen. Die Arme waren proportional, mit scharfen Klauen bewährt. Auf dem Rücken waren einige Dornen angebracht, eine jedoch hatte Draconis eben erwischt, das war also eben auf dem Boden aufgeprallt. Das Viech schrie ihn an, sodass er die messerscharfen Zähne sehen konnte, doch einen Sprung später war es wieder in der Dunkelheit verschwunden. Wie würde er es finden? Es wollte ihn töten, dessen war er sich bewusst. Der Apprentice hoffte, dass nicht zu viele davon hier unten existierten, ansonsten müsste er einen kleinen Genozid veranstalten, um diese Wesen loszuwerden und um in Ruhe die Macht hier zu studieren.

    Er spürte plötzlich von rechts einen Stoß, doch drang dieses Etwas nicht durch seine Rüstung, sodass es erneut in der Dunkelheit verschwand. Draconis Gedanken tobten als er erkannte, dass dieses verdammte Viech ihn soeben getroffen hatte. Seine Emotionen halfen ihm nur noch mehr seine Verbundenheit zur Dunklen Seite zu stärken, konnte es doch immer hilfreich sein, sie als seinen Verbündeten zu wissen. Er ging in die Defensivstellung und wartete ab, wusste er nicht was kommen würde. Als es wieder auf ihn zusprang, wollte er sich erneut eine Scheibe abschneiden, doch entkam das Viech, und versteckte sich im Dunkeln. Draconis gefiel das gar nicht, konnte es sich doch in der Dunkelheit so perfekt verstecken, dass er es nicht sehen würde.


    [Ziost - Zitadelle - Darth Draconis und Einheimische]
     
  4. Ziost - Zitadelle - Flora und Fauna


    Er spürte, wie die Gedanken in dem Fremdkörper zunahmen. Anscheinend überlegte es ernsthaft ihn zu bekämpfen, eine dumme Tat. Besonders für das Fleisch.
    Er würde müde sterben, zäh, genau so wie es nicht sein sollte, sodass er beschloss es so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, je schneller der Tod, desto weniger Verfall. Er öffnete erneut seinen Rachen, schrie den Fremdkörper an und machte sich zum Sprung bereit, doch als der Fremdkörper auswich, konnte er keine Wunden in die dicke harte Haut des Fremdkörpers schlagen. Als er bei der Wand ankam, stützte er sich ab und sprang erneut, drehte der Fremdkörper jedoch irgendetwas, schließlich konnte er das Ozon in der Luft riechen, welches durch das Lichtschwert verursacht wurde. Er sah vielmehr durch die Macht als durch seine verkümmerten Augen, sie hatten ihm noch nie wirklich geholfen. Oh ja, ihr Meister hatte sie wahrhaftig gut konzipiert, ein Grund wieso sie ihn verehrten.

    Er stand nun genau über ihm, und visierte ihn an. Mit der Zunge leckte sich das Wesem die, so wie es aussah, Lippen, und erhob den Armstumpf der in etwas wie einer Art Blaster endete, nur organischer um mit dessen Ende den Fremdkörper anzugreifen. Der Fremdkörper erkannte die Situation und griff in die Macht hinaus, um sich sein Lichtschwert zurückzuholen welches das Wesen zuvor weggeschlagen hatte. Mit der anderen Hand stieß er das Wesen welches weniger als einen Meter von ihm weg war von sich weg. Er schaffte es, mit dem Schwert welches er zurückholte das Wesen zu verletzen, und stieß das Schwert mitten in die Brust des Wesens, welche gequält aufschrie. Während es jedoch den Todeskampf erlebte, spürte der Apprentice plötzlich einen stechenden, brennenden Schmerz an der Seite. Als er auf das Wesen sah, sah er wie das Sekret des Wesens auf ihn tröpfelte, und mit seiner gelben Masse in seiner Rüstung bzw. in den ungeschützten Stellen zwischen den Scharnieren Verätzungsspuren hinterlies. Es traf seine Haut welches Schmerzen in ihm auslöste. Er kramte die Bactapflaster heraus, und benetzte seine Ätzwunden mit den Pflastern. Während er um das Wesen ging, schnitt er dessen Kopf ab, um vollständig sicher zu sein dass es tot war, wollte er doch keine unnötigen Risiken eingehen. Was zur Hölle war das? Er hatte solche Viecher schon mal irgendwo gesehen ... genau! Dieses Ding glich einem Noghri! Doch was in aller Welt war damit passiert? Wieso war es so deformiert und entstellt? Sich nicht mehr um den Kadaver kümmernd, setzte der Fremdkörper seinen Weg fort.

    Der Aufschrei des Noghri war nicht nur ein Ausdruck des Schmerzes, nein, er war viel mehr. Die hohe Frequenz die im Schrei mitschwang, war ein Zeichen, ein Zeichen für die anderen des Nests, dass eine Gefahr bestand, eine Gefahr für die Oberen und ihr Nest. Die Sache musste näher untersucht werden, sodass mehrere Schwärme ausschwärmten, um der Sache nachzugehen ... und den Störenfried zu töten. Die Gänge würden bald voller Wesen sein, kein Gang würde mehr sicher sein. Sie arbeiteten gründlich, allen voran aber tödlich.



    Ziost - Zitadelle - Flora und Fauna
     
  5. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    [[Ziost - Zitadelle - Darth Draconis und Einheimische]]


    Der Apprentice setzte seinen Weg fort. Die Eingangshalle war wirklich enorm, und vor allem dunkel. Ihm gefiel dieser Ort nicht, doch er wusste, nur durch dessen Wissen würde er ein wahrer Sith werden.
    Aber er würde erst ein wahrer Sith werden können, wenn er hier mitsamt des Wissens wegkommen würde. Beim Gehen fingen die Ätzwunden erneut an zu schmerzen, innerlich fing er an dieses Wesen welches ihn attackiert hatte zu verteufeln, was hatte es auch gewagt ihn anzugreifen. Eigenartig, die corellianische Hölle, oder auch Chaos hatte er sich stets als heißen, schwefelriechenden Ort vorgestellt, seit seiner Ausbildung wusste er, die Hölle konnte überall sein.. Nicht nur dass es kalt war, besonders da nun die Kälte durch den gerissenen Stoff seiner Robe direkt auf die Haut traf, die Kälte, dass seine Wunden dem ständigen Gefühl des Brennens ausgesetzt waren, sodass das Gehen und anspannen noch mehr weh tat, als sonst.

    Durch den Vorfall mit dem Noghri waren seine Nerven erneut aufs äußerste gespannt.Er spürte die Dunkle Seite, wie sie nach seiner inneren Dunkelheit rief, sie verführen wollte, ihn wahnsinnig machen konnte. Er hatte dasselbe schon mal auf Korriban erlebt, kein Wunder, schließlich war Korriban ebenso eine Welt der Rasse der Sith. Womöglich unterstützte die dunkle Seite, obskur wie es klang, ihn darin nicht verrückt zu werden, da er ansonsten schnell sterben würde. Es war, als würde die dunkle Seite ihn auf gewisse Weise kontrollieren, oder kontrollierte er sie selber um nicht verrückt zu werden? Draconis nahm dies nicht bewusst war, vielleicht war es eine Tat seines Unterbewusstseins. Schon oft hatte man gehört das Soldaten die im Krieg schreckliches erlebt haben, erst nachher bewusst wurde was sie gesehen hatten, und dass sie erst danach damit fertig werden mussten. Die Stimmen dieses Ortes wisperten ihm alles mögliche in den Kopf. ?Töte, und esse deine Beute!? Draconis drehte sich schlagartig um, sah jedoch nichts und niemanden der diese obskuren Worte hätte aussprechen können. Beunruhigt setzte er seinen Weg fort.

    Hier wurde ihm erst bewusst, was es hieß im Dunklen zu agieren, was die Dunkle Seite ausmachte, und wie viel sie verbergen konnte, das die Dunkle Seite mehr war als das Böse, wie die Jedi es oft sagten, sondern eher der Wille der Natur, das Spektakel, welchem wir täglich Zeuge werden, wenn wir hinaus in die Wildnis gehen, um dem Schauspiel der Natur beizuwohnen. Es war wohl war, auf langen Märschen kommt man stets in Gedanken, und womöglich findet man auch zu sich selbst. Während seines Marsches, wurde ihm immer mehr bewusst, worauf er sich eingelassen hatte. Die Reise nach Ziost würde eine körperliche und geistige Prüfung sein, doch er musste da durch, denn ohne die Opfer die er hier bringen würde, wäre er niemals im Stande in seinen Fähigkeiten sich weiterzuentwickeln, einen wichtigen Grundsatz der Dunklen Seite. Ohne Evolution gibt es nur Stillstand, und Stillstand bedeutet Tod.

    Es ist der Konflikt der über ganze Zivilisationen oder nur über dein eigenes Sein verbessert. Der Konflikt zwingt einen sich zu verbessern. Er erzwingt Veränderung, Wachstum, Anpassung ... Entwicklung ... oder den Tod. Diese sind nicht unsere Gesetze, aber die des Universums. Ohne Konflikt gibt es nur Stillstand.
    Was würde die Macht erfüllen, wenn nicht unsere Leidenschaft? Die dunkleren Emotionen ... Zorn, Hass, Angst ... diese Gefühle lassen uns mächtiger werden. Liebe ist gefährlicher als alle anderen Gefühle. Liebe führt zu Zorn, noch öfter zu Hass... aber ist führt auch zu Gnade, die weit schlechter ist. Die Macht gibt uns allen Stärke, auch den Jedi. Es ist die Meisterung unserer Leidenschaft, die uns die Kraft gibt welche die Jedi nicht besitzen.
    Was hält sogar das unterentwickelteste Wesen am Leben? Die Angst um wegzulaufen, der Zorn um zu kämpfen... ohne sie würde das Geschöpf mit Sicherheit sterben. Wir sind mehr als sie, weit mehr, aber irgendwie sind wir nicht so unterschiedlich wie man denkt. Zu denken wir sind Kreaturen außerhalb der Notwendigkeit von simplen Gefühlen und Leidenschaften ist eine Wahnvorstellung. Es ist unser Ziel stärker zu sein, und nicht nach erreichen unserer Potenziale uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Wir sind die Suchenden, nicht die Führer.
    Je mächtiger man in der Macht wird, desto mehr Mächte wirst du erhalten. Doch du musst immer für deine Macht kämpfen.
    Ohne Kampf hat dein Sieg keine Bedeutung. Ohne Kampf wirst du nie stärker. Ohne Kampf gibt es nur Stillstand.


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  6. Ziost - Zitadelle - Flora und Fauna


    Währendessen setzten die Wesen ihre Suche fort, gewillt diesen Fremdkörper aus ihrem Territorium zu vertreiben. Niemand der die Sicherheit des Nestes gefährdete, durfte überleben, war es doch ihre oberste Priorität das Nest zu beschützen. Sie schlichen an den Wänden entlang durch die Dunkelheit, nur selten klackten die Krallen oder Finger auf den Wänden, waren sie doch so an ihre Umgebung angepasst, dass sie wussten wie sie auf den Steinen zu gehen hatten, um für ihre Beute geräuschlos zu sein. Sie spürten wie die anderen, unterschied sich doch ihre neurales Muster von jenem des Fremdkörpers dank ihrer genetischen Unterschiede. Immer näher kamen sie dem Wesen welches bereits einen der ihren getötet hatte, die Patroullie bestehend aus zwei Wesen würde mehr Erfolg als ihr Vorgänger haben, waren sie nicht von dem Gedanken an das weiche Fleisch eines Humanoiden beschäftigt, sondern nur die tote Leiche des Fremdkörpers den Oberen zu präsentieren. Schließlich standen sie dem Fremdkörper gegenüber, beide Drohnen machten sich bereit zum Kampf.

    Ziost - Zitadelle - Flora und Fauna
     
  7. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

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    Als er sie sah, war es bereits zu spät. Zwei weitere Viecher tauchten auf und attackierten ihn sofort, ohne Vorwarnung, ohne Zeichen der Macht. Es schien als seien diese Dinger nicht in der Macht, als wären ihre Präsenzen in ihr einfach nicht vorhanden. Diese beiden waren anders, stärker, nicht so einfach zu töten wie die beiden vorherigen, waren sie besser koordiniert, sodass der Sith Apprentice richtige Mühe hatte sie von sich entfernt zu halten. Es gab also noch mehr von diesen Viechern, diesmal zwei an der Zahl, würde es noch schwieriger werden als eben. Dabei fiel ihm jedoch ein großer Unterschied auf. Es waren ein Gotal und ein Barabel! Doch beide waren wie der Noghri irgendwie deformiert, und ihre Größ betrug höchstens 1,70m, dabei waren diese Rassen dafür bekannt größer als der durchschnittliche Mensch zu sein. Ihre Haut bzw. ihr Fell war ebenso von dem gefährlichen Sekret überzogen wie dass des Noghri, sodass der Apprentice darauf Acht geben musste den Wesen nicht zu nahe zu kommen.

    Diesmal war er jedoch nicht mehr so unerfahren wie beim ersten Mal, er wusste dass diese Bestien ihm verdammt stark schmerzende Wunden zufügen konnten. Ihre Krallen und Hörner waren scharf, jedoch nicht Lichtschwertresistent, ihre Waffen waren primitiv, sie hielten langstielige Äxte und Speere in den Händen, konnten zustechen und mit den Stielen harte Schläge ausgeteilt werden. Er sah, dass sie primitive Lederüberzüge trugen an denen sie auch ihre Waffen festmachten, so konnten sie also über die Wände laufen und gleichzeitig ihre Waffen halten. Durch die Macht konnte man sie auch nicht spüren, was konnte sie also außer seine Klinge eigentlich verletzen? Er musste wohl aufpassen ständig seine Klinge in der Hand zu halten, ansonsten würde er die Attacken der Bestien nicht lange überleben.

    Im ständigen Wechsel attackierten die beiden Wesenen Apprentice, einzig sein Lichtschwert hinderte die Wesen daran ihn zu zerfleischen. Ihren Augen fehlte jedweges intelligentes, sie hatten einen wahrhaft animalischen Glanz in den Augen. Nach jedem fehlgeschlagenen Angriff sprangen sie mit einer rasanten Geschwindigkeit an die Mauern oder Säulen, stießen sich ab, und griffen Draconis nur noch heftiger an. Er musste sich einen der beiden vom Halse schaffen, um genügend Freiraum zu bekommen den anderen auszuschalten. Ihre Attacken waren oft gefolgt von einem Schlag oder einem Stich mittels ihrer Waffen, eine der Schläge katapultierte den Apprentice erst mal gegen die nächste Wand. Nur seinen Reflexen verdankte er es, dass er nicht im nächsten Moment aufgespießt wurde, denn als der Gotal zustechen wollte, feuerte er einen Machtstoß ab der diesen gegen das andere Ende des Raumes schleuderte.

    Nun würde er genügend Freiraum haben um die beiden nacheinander ausschalten zu können. Er konzentrierte sich und fiel tiefer in die Macht, denn nur mit ihrer Hilfe würde er die Wesen töten können. In seinen Gedanken suchte er nach einer Lösung, musste jedoch schnell feststellen, dass er ihnen nicht viel entgegen zu setzen, außer die Klinge seines Lichtschwerts und seine Machtkräfte, doch die mussten reichten um mit den Bestien fertig zu werden. Als die beiden aufgerichtet hatten, standen sie nebeneinander, und schrien dem Apprentice wild irgendwelche Laute entgegen. Mit ihrem Schrei offenbarte sich ihre Zunge die länger als normal schien.


    Schweigt endlich!

    Seine Stimme war hasserfüllt, standen ihm diese Wesen nur im Weg. Er sprang nach vorne, trat stark auf und sprang einen Salto hinter die Wesen, um der einen Kreatur mit einem Machtstoß den Kopf und die Kreatur der dieser Kopf gehörte gleich mit wegzuschleudern und um der anderen einen Strich mit dem Lichtschwert gegen den Bauch zu versetzen. Danach sprang er zurück, um einem kräftigen Biss des Barabels zu entgehen, im gleichen Moment sprang der Gotal wieder mit den Beinen voran auf den Sith Apprentice zu ihm mit den Krallen bewährten Füßen einen Stoß zu versetzen und ihn zu Boden zu drücken.

    Der Apprentice war nun an der Wand angelangt, den Gotal sowie den Barabel vor sich nach ihm schnappend, irgendeine Lösung musste her, ansonsten würden sie ihn gleich mit Haut und Haaren verspeisen, dessen war er sich bewusst. Er sprang im hohen Bogen über die Bestien, trafen sie ihn jedoch nicht mit ihren Waffen. Er landete hinter den beiden, doch zwang ihn der Schmerz an seiner Seite plötzlich auf die Knie, er verzog das Gesicht und biss sich auf die Zähne. Er durfte jetzt nicht schlapp machen, nein, er musste gewinnen, so wie es ein Sith tun würde. Sein Hass und seine Wut waren nun vollständig entflammt, genährt durch die Schmerzen der wie Salz in seinen Wunden in ihm schmerzten.

    Er wusste, nun würde er die Missgeburten töten können. Er schnellte nach vorne und entfesselte aus beiden Händen zwei Machtstöße welche die Kreaturen gegen die Wand beförderten. Mir seinem Lichtschwert schnitt er einer der beiden Kreaturen, der unverletzten den linken Arm ab. Das Blut welches wie ein Schwall herausströmte verdeckte dem Gotal das Gesicht. Als Draconis das Schwert mit beiden Händen umfasste, lies er es wie ein Beil auf die beidarmige Kreatur hinabfallen, und schlitzte sie von der Brust bis zu den Oberschenkeln auf. Das letzte Zucken verriet dass eine der beiden Wesen am Ende war. Draconis sprang zurück, wollte nicht durch eine Unachtsamkeit riskieren von der einarmigen Kreatur getötet zu werden, denn obwohl sie nur noch einen Arm hatte, war sie nicht unbedingt halb so gefährlich.


    [[Ziost - Zitadelle - Darth Draconis und Einheimische]]​
     
  8. Ziost - Zitadelle - Flora und Fauna


    Der Überlebende stand auf und musterte den Fremdkörper. Er hatte den Anderen getötet, ihm einen Arm abgeschlagen, hatten sie den Fremdkörper unterschätzt? Das konnte nicht sein, oder vielleicht doch? Verrückt anzunehmen dass dieses Wesen bereits zwei von ihnen getötet hatte, wo andere Wesen nicht mal Einem gefährlich werden konnten. Auf unsicheren Beinen musste er erst wieder einen klaren Kopf bekommen, sodass er den Fremdkörper näher kommen lies, danach absprang und in der Luft nach dem Wesen schlug, und ihn einen nicht wirklich tiefe Kerbe in die gepanzerte Haut zuzufügen. Im Flug jedoch, schnitt ihm der Fremdkörper die Waffe ab und stieß ihn irgendwie gegen die Decke. Es wusste nicht wie der Fremdkörper es geschafft hatte ohne ihn zu berühren, und doch wurde er gegen die Decke geschleudert, ohne dass er berührt wurde. Während es herunter fiel, merkte er wie der Fremdkörper auf ihn sprang und ihm etwas in die Brust rammte. Er spürte wie sein Herzschlag langsamer wurde, bevor es dunkel um das Wesen wurde.

    Ziost - Zitadelle - Flora und Fauna
     
  9. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    [Ziost - Zitadelle - Darth Draconis und Einheimische]


    Seine Blutlust war geweckt. Noch lange nachdem das Wesen tot war, schlug und schnitt Draconis auf es ein, wie in einem Wahn. Er würde sie alle schlachten, jedes dieser Tiere würde seiner Klinge zum Opfer fallen, er würde ihre Gliedmaßen abschneiden und eines nach dem anderen töten. Er steigerte sich in seinen Hass hinein, lies ihn lodern und gedeihen. Mit jedem Schlag fiel er tiefer in die dunkle Seite, lies sich immer mehr von ihr einnehmen, seine Venen waren voll von des der dunklen Seite verpesteten Bluts. Seine Augen veränderten sich erneut, bekamen die rötlich gelbe Korona die jeder Anhänger der dunklen Seite bekam, wenn er voll und ganz in der dunklen Seite aufging. Sein Lichtschwert auch weiterhin in der Hand, erhob er sich plötzlich. Da war was. Er spürte etwas in der Macht, mehrere Wesen, ihre Auren waren kalt und grau, anscheinend war Draconis nicht stark genug in der Macht versunken gewesen, um diese Wesen zu fühlen, er spürte sie schwach, und doch waren sie da. Seine Beute war da. Er würde sie abschlachten um sein Training zu vervollständigen. Nur durch das Töten von anderen würde er stärker werden. Mit jedem Toten spürte er, wurde er besser und stärker.

    Er erhob sich, in seiner Dunkelheit badend, und bewegte sich auf die Präsenz die er fühlte zu, wollte sie auslöschen, jedes einzelne dieser Kreaturen. Der Schmerz den er spürte raubte ihm die Sinne, vielleicht auch damit den Sinn fürs Gefährliche, denn nun war er eher neugierig, ja geradezu begierig darauf diese Wesen zu töten. Sein Schritt wurde schneller, begierig sich mit den Wesen zu messen. Er begann langsam wie ein Sith zu denken, wollte die Wesen als Trainingsobjekte benutzen. Es war simpel, die Angst schenkt dir das Grauen, das Grauen schenkt dir den Hass.

    Als er um die Ecke ging, sah er das Wesen wie es ihm den Rücken zugekehrt hatte, doch sobald sie den Fremdkörper erspürt hatte, drehte es sich um und schoss aus seinem Armstumpf ihm erst mal eine Ladung ätzende Säure entgegen. Draconis erkannte dass es ein Gand war, doch auch er war deformiert und wies dieses organisch aussehende Waffenstück an dessen Armstumpf. Nachdem Draconis dieser Woge ausgewichen war, sprang der Gand auf ihn zu, doch Draconis hob die Hand und schickte den Gand einen Machtstoß entgegen, der seinen Kopf nach hinten riss, da dieser nah genug gekommen war. Während er auf die am Boden liegende Gand zuging schlug er nach dieser, doch diese war agiler als Draconis angenommen hatte und schnell wieder auf den Beinen, um erneut nach ihm zu schnappen. Draconis spürte dass hinter dem Gand einige Felsbrocken einer zerstörten Statue lagen, sodass er einen mittels der Macht auf den Hinterkopf der Bestie zuschnellen lies. Verwirrt drehte dieser sich um, und genau diesen Moment nutzte er um eine weitere Machtwelle auszusenden welche das Wesen zu Boden riss. Draconis sprang auf sie, und gerade als sie sich aufrichten wollte, schnitt er ihr den Kopf ab. Sofort erstarb das Wesen in einem gequälten Aufschrei, nur das Hinterbein zuckte noch, bis auch hier die letzten Nervenstränge erstarben.

    Doch er sah nicht das aus dem Schatten, sofern man davon in dieser unendlichen Dunkelheit sprechen konnte zwei weitere Gands erschienen, und sich zum Sprung bereit machten. Er drehte sich um, und nur ein Sprung nach hinten konnte ihn davor bewahren Opfer der beiden Jäger zu werden. Es war eigenartig, für jedes tote Monstrum waren zwei neue gekommen, es schien als würde irgendwo eine Fabrik sein welche immer wieder neue Bestien aus dem Nichts stampft, irgendwo musste doch ein Nest dieser Viecher sein! Er betrat weitere Gänge und fragte sich, was diese wohl zu bieten hatten.


    >> Einige Stunden später <<

    In einem Gang voller widerlicher Kreaturen zu meditieren mag vielleicht nicht jeder als sonderlich intelligent ansehen, doch Draconis wusste es besser. Die Macht weitete seine Sinne aus, sorgte dafür dass er sich entspannte und gelassener wurde, seine Kräfte wurden regeneriert. Es kam ihm vor als bade er in einem Meer aus schwarzer Watte, so unantastbar fühlte er sich, doch was als nächstes kam, erschien ihm wie ein Dolch welches diese Masse durchschneidet. Ein grässlicher Schrei zerriss die Luft, als Draconis die Augen öffnete, sah er dass es nun Grans waren, welche nun zu dritt waren, erstaunlich nah gekommen sind, und sich zum Angriff bereit machten.

    Keine gute Entscheidung mich bei meiner Meditation zu stören...

    Sein Lächeln hieß nichts gutes, und auf irgendeine Weise spürten dass die Angreifer, denn sie gingen einen kleinen Schritt zurück und fauchten ihn an, der erste Fehler den sie gemacht haben, denn sie hatten Draconis genügend Zeit gegeben, damit er sein Lichtschwert aktivieren konnte. Mit einem Machtstoß warf er den Mittleren der drei Bestien zurück, während er in der rechten Hand sein Lichtschwert so hielt, dass die Klinge nach außen zeigte. Er schnellte nach vorne und gab der linken Bestie, genau als er zwischen den beiden war, einen Machtstoß. Das Lichtschwert auf der rechten Seite tat ihr übriges bei der Kreatur. Während er nach vorne schnellte gab er der mittleren Bestie die gegen die Wand geknallt war ebenfalls einen zweiten Stoß, und rammte ihr das Schwert in den Brustkasten, und zog es seitlich heraus, sodass sich das Innere des Brustkastens über dem Boden ausbreitete. Nun blieb noch einer übrig.

    Dieser hatte sich längst erholt und machte sich zum Angriff bereit und schoss ihm die säurehaltige Brühe aus seinem Blaster der an einem Armstummel angewachsen war entgegen. Draconis konnte nur mit Not ausweichen, besann sich danach jedoch wieder auf seine alte Gelassenheit zurück. Diese Meditation hatte wahrlich wunder bewirkt, konnte er sich doch jetzt besser konzentrieren als vorher. Beide Gegner umrundeten sich jetzt, beide waren vorsichtig, hatten sie ja schon gesehen wozu der jeweils andere im Stande war.

    Er machte einen Satz nach vorne, hielt jedoch die Klinge in der Defensive, da der Gran mit seinen Armen ausholte um ihn anzugreifen. Er hielt jedoch vor der Klinge, anscheinend konnten sie Energie spüren, denn ansonsten würden die Arme jetzt kauterisiert vor ihm liegen. Er schwang es einige Male vor sich her, und jedes Mal wich der Gran zurück, mit jedem Schwinger verunsicherte er es mehr, sodass er es an die Wand getrieben hatte, und mit einem Machtstoß dagegen presste, nur um das elendige Leben des Gran mit zwei diagonalen Schwertstreichen ein Ende zu bereiten.

    Er ging weiter den Gang entlang, und achtete nun mit der Macht auf weitere Kreaturen, während er aufpasste nicht in eines der Löcher zu versinken. Während er ging, überlegte er weiterhin, wie gut seine Chancen stehen würden endlich das zu finden was er suchte, und lange genug zu überleben um von seinem neu erlangten Wissen zu profitieren. Er hielt jedoch plötzlich inne. So viele? Was gab es da was diese Kreaturen wollten? In einem Nebengang befanden sich mindestens fünf weitere dieser Ausgeburten der corellianischen Hölle, sie versperrten ihm den Weg, wie würde er es schaffen an ihnen vorbeizukommen?

    Er drückte sich an die Wand und vertiefte sich in der Macht, konzentrierte sich auf alles was um ihn herum lag und geschah. Er hoffte seine Machtsinne würden ihn jetzt nicht in Stich lassen. Er musste die Gegend erkunden, eine Schwachstelle finden, und dann diese widerlichen Bestien auslöschen. Sein Geist tastete sich voran, erkannte die kühle Ausstrahlung des Wassers, da es innerhalb der Zitadelle nicht kalt genug war damit es gefror, welches sich verpestet wie es war seinen Weg durch den Gang schlängelte, bis zu den Füßen der Bestien. Bei den Bestien angelangt konnte er ihre aufs Minimum begrenzte Fähigkeit zu denken spüren, doch schien es ihm als kratze er nur an der Oberfläche, denn der dunkle Vorhang der seine Sicht trübte ging von den Bestien aus. Er ertastete auch den Bereich hinter den widerlichen Kreaturen, wobei ihm etwas auffiel, was wohl seine Chancen optimieren könnte hier lebend herauszukommen. An der Decke verliefen Kabel, doch wusste er nicht ob sie noch Elektrizität führten, denn wozu brauchte man diese hier auf Ziost? Wer hatte sie hier verlegt? Er tastete sich an diese heran und fühlte die Zuckungen der Elektrizität, wenn auch nur schwach. Irgendwie musste er es schaffen diese Kabel herunterzureißen, aber wie? Er konzentrierte sich und wollte diese Kabel mittels der Macht herunterreißen. Er überschlug die Entfernung und kam dabei auf vier Meter, aus solchen Entfernungen hatte er bereits sein Lichtschwert wieder zu sich gezogen, doch ein ganzes Kabel ausreißen? Er ertastete das schwächste Kabel und riss mehrmals mittels der Macht daran, bis es schließlich doch in das Wasser fiel.

    Was nun folgte war wirklich elektrisierend. Draconis schaute dabei zu wie das Wasser die Elektrizität leitete, und durch den Körper der Bestien jagte. Wilde Zuckungen ereilte die Körper der Kreaturen, sie wurden durchgeschüttelt, und langsam roch die Luft nach verbranntem Fleisch und einem undefinierbaren Geruch der wohl durch die Säure entstand. Als die Zuckungen aufgehört hatten, fielen die Körper klatschend in das Wasser, nun lag es an Draconis diesen Weg zu überwinden, war das Wasser doch noch elektrisch geladen. Er nahm sprang aus dem Stand heraus, und ging über die Kadaver die im Wasser lagen, hatte das Glück sie nicht lange genug zu berühren und kam schließlich auf der anderen Seite an, wohlbehütet, ohne einen elektrischen Schlag zu bekommen. Sein Weg führte ihn weiter, in einen Gang, ohne Bestien, dafür mit der Verlockung der Dunklen Seite. Er fühlte wie sie im nächsten Raum pulsierte. Er fand das, was er gesucht hatte...


    [Ziost - Zitadelle - Vorraum zur Bibliothek - Darth Draconis]
     
  10. [Ziost - Zitadelle - Sith Lord]​


    Dunkelheit und Schweigen umhüllte den Sith Lord. Die Zitadelle war sein Reich, sein Imperium, sein letzter Zufluchtsort. Einst hatte sie einem Volk gehört, das sich Sith nannte, in einer längst vergangenen Zeit - nur Mythen waren geblieben aus diesen Tagen. Vor fünftausend Jahren waren die Sith und die Republik zusammengeprallt, als Gav und Jori Daragon, die Hyperraum-Erkunder, ohne es zu wissen den Pfad zum Imperium der Sith fanden. Die Sith waren Meister der dunklen Geheimnisse, und es hieß, daß ihre Geister noch immer irgendwo in der Galaxis umherirrten, oder eingeschlossen waren in Stein... oder hier, in einem stillen Raum, in dem auf dem Boden eine Gestalt, welche völlig in schwarz gehüllt im Schneidersitz und meditierte. Der Geist bekam Flügel, und reiste zu Orten, die man sich nicht vorstellen konnte, Orte an denen die Dunkle Seite schon fast greifbar war. Doch er spürte einen Eindringling, etwas welches die, sofern man hier davon reden kann, Harmonie störte, und sich wie eine grobe Hand in die feinen Linien der dunklen Seite einmischte, wie ein Barbar eindrang, und nur Verwüstung hinterlies. Er spürte, dass sie vergleichsweise schwach war, und doch ... die Präsens, sie hatte Potenzial. Sie unterschied sich durch ihre Kraft und ihren Willen von den anderen schwachen dunklen, gefallenen Jedi welche diesen Ort aufsuchten. Sie hatte einen Hunger nach Wissen über die Sith, einen Hunger den man schon beinahe als unstillbar bezeichnen könnte. Er beschloss der Sache auf den Grund zu gehen, über sein Schicksal zu entscheiden und ihn entweder seinen Hunger zu stillen, oder ihn für ewig zu verdammen. Die Gestalt warf einen letzten Blick auf die Runen-Säulen, das Zentrum der Traumebenen, und befahl sich, zu erwachen.

    Wieder im Hier und Jetzt angelangt, sah der Unbekannte um sich. Stille, tief und absolut herrschte sie in diesem Raum. Doch diese trügerische Stille, diese Stille die alles umgab, nichts hätte lauter sein können. Obwohl kein Ton ertönte, hörte die Gestalt jeden Schrei, der hier durch einen Sterbenden ausgesondert wurde, es war wie ein Echo aus den tiefsten Ebenen der dunklen Seite. Die Luft war erfüllt mit ihren Schreien, doch sie zerrten nicht mehr an der Gestalt, sie wussten dass sie ihr Verbündeter waren, dass er Darth Vectivus, dunkler Lord der Sith ist. Die Gestalt stand auf, und zog die Kutte wieder über den Kopf, sodass nur noch seine Mundhöhle zu sehen war. Er begann seinen Weg hinaus aus dem Saal, begann seinen Weg die Anomalie in der Macht zu suchen, die er während seiner Meditation gespürt hatte.

    Lange Schritt der Lord durch die langen Korridore der Bibliothek. Die Wände der Anlage waren über und über mit Sith-Hieroglyphen übersät, welche die Geschichte der Sith erzählten. Akribisch hatte er, mental jeden Stein auf den anderen gesetzt. Er hatte sozusagen all das hier restauriert, auch wenn es bereits in seiner Grundform bestand. Der Sith war von Stolz erfüllt. Lange war es her, dass der Mob mit verfaultem Obst nach ihm, den kleinen Söldner schmiss, nun beherrschte er, wenn er wollte den Mob. Er war ein Sith, ein Lord der Sith, ihr schlimmster Albtraum. Genugtuung machte sich in seinen Gedanken breit. Er hatte all dies hier erschaffen, und sogar noch mehr. Er fand eine Meditationskammer, eine jener mystischen Sith Artefakte, welche die geistigen Fähigkeiten zur Benutzung der Macht noch steigerten.

    Bis jetzt hatte er noch nie das Vergnügen gehabt, gegen einen Jedi zu kämpfen, zu fühlen wie das Adrenalin durch seine Adern schnellt, die Angst des Gegners zu spüren, ihn zu bekämpfen, ihn zu hassen ... ihn zu töten. Der lange Korridor wurde einzig und allein von den Fackeln welche zu beiden Seiten der Wände platziert waren beleuchtet. Dieser Umstand ließ den Korridor in ein diffuses Licht getaucht endlos erscheinen. Seine wallende Robe wehte leicht bedingt durch den zufälligen Windstoß der manchmal durch die Korridore wehte. Selbst hier in der Zitadelle war man vor den Wetterbedingungen Ziosts nicht gewappnet.

    Allgemein war der Planet perfekt als weitere Zufluchtsstätte und Quelle des Sith Wissens.. Hier in den endlosen, eisigen Wüsten und Gebirgszügen konnte man unbehelligt seinen Studien nachgehen. Schon so manche verirrte Seele hatte der Lord in die Berge geführt, wo sie elendig verendet sind, und wahrscheinlich immer noch liegen ... als Festmahl für die Maden.
    Obwohl dieser Ort eine große schwarze Energie absondert, fiel sie nicht weiter auf, auf Ziost, dem Planeten der von dunkler Energie durchtränkt war. Ein Lächeln umspielte seine Lippen.

    Während er seinen Weg weiter fortfuhr, passierte er eine große Treppe, welche von zwei Sith Statuetten flankiert war. Wie viele Interessierte sind hier schon auf der Suche nach Wissen den selben Weg gegangen wie er? Wie viele von diesen Adepten wurden zu großen Sith Lords und haben die Geschichte der Galaxie verändert? Er wusste es nicht, und doch, er würde es tun, er würde die Geschichte der Galaxis ändern. Er würde bald seinen Plan beginnen und die Rache gegen die Sith, gegen jeden vollstrecken. Er betrat nun die vielen Hallen die angefüllt mit dem Wissen der Sith war. Er spürte die Anwesenheit des Fremden immer deutlicher. Er verbarg sich in der Macht, löschte seine Aura komplett aus, auch wenn er in der Dunkelheit die diesen Ort umgab auch so wie ein Schatten in der Nacht verschwand.

    Sein Weg führte ihn immer tiefer in das Labyrinth aus meterhohen Regalen vollgestopft mit dem antiken Wissen der Sith. Hier würde man alles finden was man suchen würde, und doch, dieses Wissen könnte tödlich sein, zumindest dann wenn das Wissen die Macht über dich übernimmt und du nur noch eine Marionette bist. Die dunkle Seite ist trügerisch genug, um aus dir nicht den Herrscher, sondern den Beherrschten zu machen, das wusste der Lord, er wollte den Fremden beobachten, und erforschen, wie sehr er sich von den Lehren beherrschen lassen würde. Er betrat einen Balkon von dem aus man die oberen Regale erreichen konnte. Von hier aus hatte er einen guten Blick auf den Fremden, und doch stellte er sich im Schatten einer Säule, und beobachtete den Fremden. Er schloss die Augen und erschien erneut als dunkle Aura über dem Fremden, und beobachtete ihn bei seinem Studium der dunklen Seite, er beschloss abzuwarten.


    [Ziost - Zitadelle - Sith Lord und Darth Draconis]​
     
  11. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    [Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord]


    Der Raum den Draconis nun betrat war enorm, seine Ausmaße waren riesig. Er hatte anscheinend sein Ziel erreicht. Eine riesige Bibliothek an Wissen und Macht erwartete ihn. Große Regale mit dutzenden von Data-Holocronen, Datapads, Schriftrollen und Filmsiplast. Dieses Archiv war eine reine Goldgrube, das gesamte Wissen welches hier lagerte zu erforschen würde enorm lange dauern. Mehr als er Zeit hatte. Er würde sich nur die wichtigsten Sachen beibringen und dann später wiederkommen. Er durfte nicht seine kostbare Zeit verschwenden, weshalb er sich direkt ranmachte und anfing nach dem zu suchen was er brauchte.

    Draconis schlenderte zwischen den meterhohen Archivschränken voller Datapads. Er suchte etwas spezielles, etwas womit er sich wohl in nächster Zeit beschäftigen würde. ?Wo ist es nur? Hm ... Ah! Draconis fand was er suchte. Er nahm das Datapad aus dem Schrank und ging zu einem der zahlreichen Tische an denen man die Datapads studieren konnte. Er setzte sich auf einen der grauen Stühle und aktivierte das Datapad. Sofort erstrahlten eine Reihe von Zeichen auf Sithese in einem hell leuchtenden Blauton:


    Draconis las lange Zeit in diesem Datapad. Die Stunden vergingen, und Draconis kam bis zum Kapitel VIII. Danach deaktivierte er das Datapad. Er wusste, er würde dieses Datapad gründlicher studieren müssen. Er erkannte, dass diese Form wohl die komplizierteste von allen sei. Er wusste, dass nur wenige Sith es je geschafft haben diese Form des Lichtschwerkampfs zu benutzen und zu perfektionieren, doch Draconis wusste, dass sie ihn zu einem der mächtigsten Sith machen würde. Diese Form würde ihn einen Schritt näher an sein ultimatives Ziel bringen: Der mächtigste aller Sith zu werden.
    Doch Draconis wusste dass es noch ein langer Weg bis dahin sein würde. Er hatte seine Studien über die dunkle Seite der Macht noch nicht abgeschlossen. Er wusste, dass er sich dieses Datapad ausleihen würde, um es besser zu studieren. Er wollte jedoch weitere Datapads ausleihen, um seine Fähigkeiten in der Benutzung der Macht zu üben. Er beherrschte diese Fähigkeiten zwar schon gut, jedoch schadet Übung nie.
    Er nahm sich noch ein Datapad mit dem Titel ?Sith Compendium? und ging an eine der steinernen Bänke um es zu studieren.
    Dieses Datapad erhielt eine vollkommene Auflistung an Techniken der Dunklen Seite, darunter auch welche, von denen er noch nie in seinem Leben gehört hatte. Es waren antike Sith Techniken, Techniken die verloren geglaubt schienen.
    Ein Wunder dass er sie gefunden hatte! Er würde sie studieren und lernen, würde sie beherrschen und damit seine Gegner in die Knie zwingen! Die Techniken waren jedoch stark, zu stark für seinen derzeitigen Stand. Doch er würde das Datapad aufbewahren, würde sich ihm widmen sobald seine Kräfte gewachsen waren. Einzig ein Eintrag fand sich, dem er sich würdig erschien erlernt zu werden. Es war eine Technik die ?Dorn des Hasses? genannt wurde. Ebenfalls eine antike Sith Technik. Sie verleihte dem Anwender die Macht in der Hand eine Sphäre aus geballten Hass zu erschaffen, welche man abfeuern konnte. Die dornenartige Form konnte in den Gegner eindringen und dort die Dunkle Seite, sofern der Gegner geeignet schien, eindringen und den Gegner mit ihr infizieren. Jedoch konnte man nur damit Gegner im direkten Sichtfeld treffen.
    Zeit zu lernen...
    Nachdem er sich in den Schneidersitz gesetzt hatte, öffnete er sich der Macht.

    Die Macht welche durch ihn hindurch floss sollte sich in seiner Handfläche sammeln, er musste sich nur darauf konzentrieren. Er bemerkte nicht wie oft er bisher geflucht hatte, die Emotionen die in ihm losbrachen würden in einer Rage ausarten wenn er nicht Acht geben würde. Handfläche. Konzentriere dich. Handfläche, Macht wachse.

    Er dachte über die Macht und wie er sie einsetzte nach, bis ihm einfiel dass er bisher immer einen bestimmten Punkt angegeben hatte, wo sich die Macht sammelte, sei es seine Hand, sein Finger oder sein ganzer Arm.
    Mit einem Stoß befreite er sich von der Macht die ihn bisher furchflutet hatte, stattdessen übte er eine Anziehungskraft aus, jedoch ohne einen gewissen Fokussierungspunkt anzugeben, die Macht würde sich dort sammeln wo der Anziehungskörper ihr Zentrum haben würde, den Punkt mit der größten Anziehung.
    Als die Macht dorthin schoss, spürte er dass es richtig war, dass es seine Mitte war, doch wie würde es nun weitergehen? Er musste die Macht spüren, er lies sie auf sich zu kommen.

    Er atmete aus, konzentrierte sich wieder auf die Macht, erneut würde es beginnen. Die Macht konzentrierte sich um ihn herum, doch versuchte er diesmal sie in seine Mitte zu lenken, in sein Zentrum. Wo dieses genau lag wusste er nicht, doch würde er sich von der Macht zuerst leiten lassen und dann sie dorthin zwingen. Die Macht sollte ihm gehorchen, sollte sich seinem Willen fügen, jedoch nicht zu stark, er sollte die Macht auf sich zukommen lassen.

    Es war, als schieße die Macht immer schneller auf einen bestimmten Punkt zu, doch sie blieb nicht dort, sodass er sie wieder automatisch eigenständig in die Richtung drängte in die sie gehörte. Als die Kugel in seiner Handfläche sich in ein tiefes schwarz verfärbte, sah er dass es genug war, mehr würde er derzeit nicht kontrollieren können. Nun galt es dieses wabernde Gebilde zu einer Kugel zu formen. Nun musste er die Kugel aufrecht erhalten. Er strich noch mit der Macht darüber, glättete sie zu einer perfekten Kugel, durch die Macht geformt welche er gelenkt hatte, schwebte sie nun in seinem Inneren.

    Immer weiter, er würde es solange versuchen müssen bis ihm die Galle zum Kinn hochkommen würde. Er trieb sich selber dazu an, er wollte diese Technik nicht nur erlernen, er musste sie erlernen, nicht nur seines Meisters, sondern auch seiner Zukunft wegen.
    Er brauchte mächtige Waffen wie diese, sodass er sich da hineinknien musste.

    Er schloss die Augen und regulierte seine Atmung, danach versuchte er es erneut.
    Durch den offenen Geist lies er die Macht in sein Zentrum strömen, so wie sein Meister es ihm gesagt hatte. Gut. Doch was nun?
    Die Macht schoss immer weiter in seine innere Mitte, sodass sie sich immer weiter ansammelte. Er musste es schaffen, irgendwie. Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Er hatte zwar keine Panik, aber er fühlte doch eine Art von Unbehagen. Wie sollte er weiter vorgehen?

    ?Die Macht ist unser Sklave und unser Meister, unser Lehrer und unser Begleiter, eine Waffe und ein Werkzeug.? Immer wieder machte er sich diesen Satz in seinem Kopf klar, versuchte darin die Wahrheit zu finden wie er die vor ihm liegende Aufgabe lösen sollte.

    Die Explosion der Gefühle die nun folgte erschütterte die Machtkugel ungefähr so, als würde man einen Thermaldetonator unter Wasser explodieren lassen. Dies würde jedoch von einem bestialischen Aufschrei von Draconis übertönt, welcher wie ein Berserker auf den Boden hieb. Die dunkle Energie welche sich jetzt wie ein Schatten über die Kugel schob überdeckte das Gebilde kurz, bevor es wieder sichtbar wurde. Die Färbung hatte sich geändert, war dunkler geworden, nur noch wenige Stufen von einem Schwarz entfernt.
    Derweilen hatte der Klumpen Macht sich verformt. Die Energieentladung welche Draconis durch seinen Gefühlsausbruch verursacht hatte, erzeugte Bewegung innerhalb der Kugel. Wenn man einen Becher Wasser auf den Motor eines Sternenfliegers abstellen würde, könnte man dieselbe Bewegung vermerken, ein Erzittern des Wassers, dieses Zittern lies die Macht langsam aber sicher in die Kugelform gleiten, doch als dieser Zustand erreicht war, zerstörte der Umstand auch gleich die Wirkung. Die Kugel platzte, die Macht war aufgebraucht.


    [Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord]
     
  12. Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord


    Aus der Dunkelheit heraus beobachtete die Aura den Gefallenen. Jeder Sith des häretischen Orden von Bastion war für ihn ein Gefallener. Er drang unbemerkt in seine Gedankenwelt ein, und fing an ihn zu studieren. Er fing an sich mit ihr zu beschäftigen, als wolle sie jeden Bereich seines Seins abtasten und speichern. Die Gedanken des Gefallenen waren erfüllt mit dem ewigen Kampf zwischen den Sith und den Jedi, zumindest schien es so der Aura. Der Kampf schien in keine bestimmte Richtung zu führen, weder die lichte noch die dunkle Seite. War dies ein Indiz auf die Gesinnung des Unbekannten? War dies der Beweis dafür, dass obwohl der Fremde sich der dunklen Seite hingab, er nicht ihr Potenzial ausschöpfte und seinen Geist entfesselte, sondern immer noch an den blasphemischen Lehren des Ordens der Gefallenen hingen? Er entdeckte Hass auf die Jedi, aus persönlichen Gründen, er trug also seinen Namen als Gefallener zurecht.

    Die Aura bemerkte jedoch bald, dass sie entdeckt wurde. Sie zog sich aus seinen Gedanken zurück, entzog sich des Geistes des Gefallenen, um nicht weiter aufzufallen. Die Aura erkannte, dass der Gefallene versuchte sie aufzufinden, doch es gelang ihm nicht. Zu schlüpfrig war die Aura, zu erfahren darin den Machttentakeln anderer auszuweichen und unbemerkt zu bleiben. Er war noch nicht tief mit der dunklen Seite verwurzelt, zumindest nicht so tief wie sein Potenzial es erlaubte. Sofern er sich würdig zeigen würde der Schüler des dunklen Lords zu werden, würde er erfahren, was es bedeuten würde sich der dunklen Seite zu bedienen.

    Der Eifer denn dieses Wesen an den Tag legte war bemerkenswert. Er studierte jedes der Bücher die er sich mitgenommen hatte eindringlich. Obwohl die Aura spürte wie sich Erschöpfung, Hunger und Durst in seinen Sinnen breit machte, führte er sein Studium fort. Er ließ sich nicht von solchen primären Bedürfnissen abbringen seine Fähigkeiten in der dunklen Seite zu steigern.

    Die Auffassungsgabe dieses Wesens war eine angenehme Überraschung für die Aura. Je weiter sich der Gefallene mit den Texten befasste, desto mehr füllte sich dessen Kopf mit Wissen über die dunkle Seite. Doch was dieser nicht wusste war, dass er nur an der Oberfläche gekratzt hatte. Die wirklich bedeutenden Schriften und Techniken befanden sich nicht hier im öffentlichen Bereich, sondern im Sanktuarium der Anlage. Dort war das gebündelte Wissen der dunklen Seite, die dunkle Essenz welche den Sith ihre Macht gab. Der Zutritt zu diesen Anlagen war gut geschützt, sodass nur Auserwählte diesen Bereich betreten konnten. Die Aura hatte sie schon oft betreten, hatte sich an ihrem Wissen gelabt und war nun bereit dieses Wissen weiter zu geben. Würde sich dieser da als würdig erweisen? Womöglich, doch er musste sich erst als würdig erweisen. Würde er die Tests überstehen? Bessere wäre es, denn ansonsten würden seine sterblichen Überreste neben den der anderen in den Katakomben der Bibliothek vermodern, und es wäre doch Schade um die Rüstung die dieser Gefallene trug, wie die Aura sarkastisch bemerkte. Doch es zeigte dass dieser selbstständig ist, er baute sich ein Lichtschwert, eine Rüstung und hat es irgendwie nach Ziost geschafft, und die Bibliothek gefunden. Die Aura war entzwei gespalten, sollte man dem Gefallenen eine Chance geben oder sollte man ihn direkt auslöschen, sodass man sich wieder der dunklen Seite hingeben konnte?

    Der Gefallene vertiefte sich immer mehr in die Texte über die Machtechniken. Die Aura verfolgte seine Gedankengänge wieder mit Aufmerksamkeit. Die Wahl dieser Technik zeigte, dass sich dieser Gefallene anscheinend Gedanken gemacht hatte. Der Gefallene wollte also sein Machtkompendium erweitern, wollte sein Wissen erweitern und ausbauen. Während des Studiums, bemerkte er erneut seine Verbundenheit zur dunklen Seite, zumindest soweit er sie bisher spürte. Die Bewunderung die der Gefallene für die dunkle Seite zeigte, zeugte von seiner Überzeugung ihr zu dienen und sie zu beherrschen, doch würde dies ausreichen? Würde sie ihn zum Sieg bringen? Die Aura hatte diese Beobachtung nicht zum ersten Mal gemacht. Der letzte hoffnungsvolle Gefallene der diese Gemäuer betreten hat, scheiterte bereits bei der ersten Aufgabe.

    Mittlerweile hatte sich der Gefallene entschieden sein soeben angeeignetes Wissen mit der Macht zu testen. Die Aura beobachtete wie der Gefallene seine Macht entfesselte, und anfing damit zu üben. Die Macht welche der Gefallene entfesselte waren erfüllt von Stärke und Zorn. Der Zorn der ihn erfüllte war blind. Der Hass der ihn ihm wie ein Feuer loderte war stark, und doch, er war wie ein ungeschliffener Diamant. Je länger er dem Gefallenen dabei zu sah wie er trainierte, desto mehr erinnerte er ihn an ein glühendes Stück Eisen welches man erst noch zu einem Schwert schmieden muss. Wie ein Schmied würde er ihn bearbeiten um ihn in die gewünschte Form zu bringen, um aus ihm ein Instrument der Sith zu machen, um Terror und Chaos in die Galaxie zu tragen.


    Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord
     
  13. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    [Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord]


    Es schien ihm, als habe seine Seele, sofern er denn eine besitzt, sich der dunklen Seite völlig geöffnet. Der erneute Versuch würde klappen, er wusste nun wie es ging. Die Dunkelheit die ihn umgab war unendlich, in ihrer Schwärze verlor sich das Blick fürs Wesentliche, hier zerrte die dunkle Seite an allem, auch an Draconis. Seine Konzentration fokussierte sich völlig auf die Emotionen in seinem Inneren. Hass, Zorn, Wut, all jene Werkzeuge die ihm die Dunkle Seite großzügig geschenkt hatte, welche die Natur jedem geschenkt hatte.

    Es schien als wabere die Dunkelheit um ihn herum, als umschließe ihn, als wolle sie ihn vollständig für sich einnehmen. Früher hatte er davor zurückgeschreckt sich so der dunklen Seite hinzugeben, doch seitdem ihn sein alter Meister Schmerz kennenlernen lies, fürchtete er nichts mehr. Er wusste was Schmerz ist, wusste diesen gezielt einzusetzen.

    ?Es gibt keine Furcht ? nur Macht
    Wer Furcht zeigt, ist verloren. Furcht ist der erste Weg zur dunklen Seite, doch wer nicht stark genug ist diese durch Hass und Zorn zu ersetzen, wird nie über die Furcht hinaus kommen, und elendig sterben. Wer Macht besitzt, braucht keine Furcht, denn wer Macht hat, ist stark genug sie nicht zu verlieren. Wer sie verliert, hat gefürchtet, die Niederlage beginnt im Kopf.?

    Die dunklen Wolken zogen sich immer mehr um die körperlose Seele der Gestalt, zerrten an ihr, schienen sie völlig für sich einzunehmen. Der Hass brodelte in der Gestalt. Die Sith sollten diejenigen sein welche die totale Macht haben sollten, die Sith sollten diejenigen sein, welche über die Galaxis herrschen sollten. Ihre Ordnung, ihre totalitäre Herrschaft würde es sein, welche ein neues Zeitalter einläuten würde. Stattdessen herrschte ein inkompetenter Haufen schwacher Lebewesen die das Geschenk des Lebens nicht verdienen über die Geschicke der Galaxis. Für sie gab es nur eine Lösung: den Tod, für ihn gab es nur ein Ziel, den Thron.

    ?Es gibt keinen Tod ? Nur die Unsterblichkeit
    Dies gilt jedoch nicht für die Mächtigen, die Sith. Ihr Leben ist unendlich, die dunkle Seite ermöglicht den Starken zu überleben, weiter zu leben, bis sie Unsterblichkeit erreicht haben. Der Tod ist für einen wahren Sith kein Gegner, sondern ein Verbündeter. Mit diesem Verbündeten würde man die gesamte Galaxie in die Knie zwingen, man würde ihn zu jedem Planeten schicken und sein Werk verrichten lassen.?

    Der Materieball musste nun kanalisiert werden.

    ?Es gibt keine Schwäche ? Nur die dunkle Seite der Macht
    Denn die dunkle Seite ist alles, und alles ist die dunkle Seite, wer sich ihrer nicht bedient ist schwach. Schwäche hat keine Zukunft, die Evolution selbst sortiert das Schwache aus, und schenkt dem Starken das Geschenk des Lebens. Die Schwäche durfte nicht toleriert werden, die Schwäche muss ausgemerzt werden. Einzig der Starke darf überleben und Macht haben.?

    Der Sith Apprentice nahm all seine negativen Gefühle, sammelte sie und fügte sie dem Materiestrom hinzu, welcher nun wie ein reißender Fluss in seinem Körper pulsierte. Die Gestalt schien eine Korona aus flammenähnlicher, nicht fest materialisierter schwarzer Aura zu haben. Es schien, als nährte sie sich an der Luft um das Wesen darum herum ,es schien als sauge sie die Luft um die Gestalt förmlich auf. Er war bis zum zerreißen gespannt, er spürte, dass er die Beherrschung verlor wenn er zulange sich diesen Energien aussetzen würde. Er musste die Kontrolle behalten, musste es schaffen seine Konzentration nicht zu verlieren, dafür sie jedoch gezielt einzusetzen. Er musste es schaffen. Er spürte wie das Kribbeln ihn erreichte, der Drang loszulassen. Er durfte jetzt nicht loslassen, er musste es schaffen, musste diese Kugel endlich zuende formen. Ihre Gestalt nahm immer mehr an, die dunkle Seite der Macht erledigte dies, sodass sich der Ball immer weiter verdunkelte. Doch langsam aber sicher breitete er sich immer mehr aus, bekam rote Risse, wurde größer. Dann schoss er sie ab. Mehere kleinere Dornen entwichen seiner Handfläche und steuerten direkt auf eine Säule zu, woraufhin sie wie Regentropfen an ihr abprallten. Es war ein Erfolg.

    Er fühlte wie die Müdigkeit ihn zu übermannen drohte, doch fiel ihm erneut etwas auf, was er eben zwar bemerkt hatte, aber nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Etwas versuchte in seinen Geist einzudringen. Er schottete seine Gedanken ab, und begann sich umzusehen. Er erforschte die noch unbekannten Winkel, entdeckte eine Treppe und ging diese hinauf. Als er nicht genug sehen konnte, aktivierte er sein Lichtschwert und eine Aura welche einer Explosion glich entfesselte sich...


    [Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord]
     
  14. Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord


    Nachdem der Gefallene sein Training beendet hatte, spürte er wie die Erschöpfung in dem Wesen stärker wurde, wie sie anfingen seinen Geist zu vernebeln und ihn zu schwächen. In solchen Situationen zeigte sich das wahre Wesen eines Individuums. Die Evolution hatte alle intelligenten Wesen erschaffen, und die Evolution ist die dunkle Seite. Ohne Konflikt keinen Fortschritt, ohne Fortschritt keine Evolution und ohne Evolution gibt es nur den Stillstand. Demnach ist die Natur die dunkle Seite, welche alles und jeden beherrscht, ob man es wahrhaben will oder nicht.

    Doch die Aura musste sich aus ihren Gedankengängen reißen, denn der Gefallene hatte erneut begonnen misstrauisch zu werden, und fing erneut an nach der Präsens zu suchen die ihn beobachtete. Anscheinend war der Gefallene gar nicht erfreut, und es schien beinahe die Aura zu belustigen, als sie sah wie wichtig sich dieses Wesen nahm. Er würde seinen Willen noch brechen, und ihm zeigen dass die Macht der Sith im Gegensatz zu seiner Macht nur ein flüstern im Sturm sei. Er sah wie er den Bereich der vom Balkon aus sichtbar war verlassen hatte. Die Aura folgte ihm dicht, beobachtete ihn wie ein Vogel der über ihn flog auf seinem Weg hinaus. Er bemerkte seine Überraschung als er die Treppe bemerkte. Die dunkle Seite lässt uns nur das sehen, was sie uns sehen lassen will. Die Aura beobachtete weiterhin den Gefallenen, bemerkte seine Aufregung, auch wenn dieser sie sich nicht eingestehen würde. Die Tatsache dass er nicht alleine in diesen toten Gemäuern war, ist gewöhnungsbedürftig. Welches normale Wesen würde sich im Herzen des Nirgendwo auf einem eisigen, steinigen Planeten in einer längst verlassenen Bibliothek eines toten Kultes verstecken? Entweder jemand der allein sein möchte, oder jemand der sich verbergen möchte. Zwar traf auf die Aura das zweite zu, doch würde er dem Gefallenen eine Chance geben.

    Schließlich erreichte der Gefallene den Balkon, sodass die Aura es nicht länger nötig hatte ihren Geist vom Körper zu trennen. Wie ein Lichtschwert welches man deaktiviert, schnellte die Aura zurück in den Körper dem sie gehörte. Sofort fühlte er sich wieder in seine materialisierte Form ein. Er hatte diese Form der Macht schon oft angewandt, und doch war es jedes mal ein eigenartiges Gefühl, als würde man einem Vogel die Flügel stutzen. Der Lord verbarg sich noch immer im Schatten, wohlwissend dass er diesen bald verlassen musste. Er zog die Kutte noch tiefer ins Gesicht, sodass sein gesamtes Gesicht in Schatten gehüllt war, und ihn die totale Schwärze umgab. Zur besseren Sicht aktivierte der Gefallene erneut sein Lichtschwert, sodass die blutrote Klinge alles in einen rötlichen Schimmer tauchte. Das rote Licht welches nun den Hünen umspielte ließ ihn noch bedrohlicher aussehen, doch der Lord ließ sich davon nicht beirren. Als der Gefallene auch noch die Frechheit besaß, ihn als Störenfried zu klassifizieren, empfand es der Lord an der Zeit den Gefallenen zurück in die Realität zu bringen. Seine Augen glühten inmitten der Dunkelheit goldrot auf, und die Gestalt, in ihrer tiefschwarzen Robe trat aus dem Schatten. Wie ein Stück Fleisch beobachtete er den Gefallenen, und gab ihm den Eindruck einen Fehler gemacht zu haben. Er entfesselte seine Aura, und lies ihr freien Lauf. Als er aus dem Schatten hervortrat, war es so als würde jeder seiner Schritte den Tod mitbringen. Die Luft flimmerte kaum bemerkbar um den Konturen des Lords.


    “Störenfried! Ihr habt einen heiligen Ort der Sith entweiht, es wäre besser für euch, euch in Demut zu üben.“

    Seine Stimme war durch den Einfluss der dunklen Seite tief und basshaltig, so als würde man in den Abgrund der dunklen Seite hinabblicken. Er war das Herz der Dunkelheit, der dunkle Lord der Sith. Er würde ihm schon noch Respekt beibringen. Erneut beobachtete er den Fremden herablassend, und erwartete seine Reaktion. Obwohl der Lord mit seiner Größe von 1,80 nicht gerade klein war, war es trotzdem in gewisser Weise etwas neues für ihn, jemanden zu treffen der größer war als er. Er behielt weiterhin den Abstand, wie würde er wohl reagieren?

    Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord
     
  15. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    [Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord]


    ?In Demut zu üben? Vor wem? Etwa euch??

    Ein kurzer Moment der Stille. Zu still. Wie ein leichtes Summen hörte der Sith Apprentice die Dunkle Seite an diesem Ort. Die rief immer noch nach ihm, doch diesmal bemerkte er es zum ersten Mal seid seinem Landeanflug wieder so stark. Irgendwas an diesem Wesen welches ihm gegenüber stand, lies seine Nackenhaare zu Berge stehen.

    ?Ihr steht am Abgrund. Vielleicht sogar einen Schritt weiter. Wollt ihr euer Leben dank eurer undankbaren Worte vergeuden? Ihr seid auf Ziost. Dem Heimatplaneten der Sith. Ich bin ihr Wächter, kniet nieder, oder ihr werdet sterben.?

    Die Stimme dieses Wesens erschien so dunkel wie die Gänge der Zitadelle. Was war wenn an dem was es sagte wirklich was dran war? Nein. Es konnte nicht sein. Dieses Ding war warscheinlich noch nicht einmal ein wahrer Sith. Vielleicht ein Wächter des Wissens der Sith, aber kein Sith.

    ?Vor euch niederknien? Ich knie vor niemandem nieder, nur vor den wahren Sith!?

    Ein Sturm violetter Machtblitze traf den Sith Apprentice und fuhr ihm durch Mark und Bein. Seine Rüstung leitete die Blitze stärker, sodass die Schmerzen ihm unerträglich schienen. Solche Blitze hatte er sonst nur von Ysim zu spüren bekommen, und selbst dieser achtete darauf, ihn nicht zu töten. Vor Schmerzen gekrümmt fiel er unabsichtlich auf die Knie, sofort erloschen die Entladungen aus den verborgenen Fingerkuppen des Wächters.

    ?Beeindruckend. Höchst beeindruckend.?

    Mit der Macht hielt der Unbekannte den Sith Apprentice mühelos fest, sodass Draconis sich nicht einmal mehr bewegen konnte. Der selbsternannte Wächter schlenderte um den Apprentice, begutachtete diesen. Ohne es zu wissen, hatte er wohl nun die Aufmerksamkeit des Wesens.

    ?Du hast mehr Blitzen standgehalten als die Letzten die meinen Weg gekreuzt haben.?
    ?Na und??


    Ein Schwall geballte Macht traf den Sith Apprentice wie eine Ohrfeige.

    ?Schweig. Hör zu. Ich stelle die Fragen du antwortest. Andernfalls stirbst du.?

    Als der Unbekannte sich vergewissert hatte, dass Draconis nun vor hatte zu schweigen, fuhr er fort.

    ?Du beantwortest mir nun ein paar Fragen. Denk nicht daran mich anzulügen, ich werde es spüren. Woher kommst du??
    ?Bastion.?
    ?Wer hat dich in der Macht ausgebildet??
    ?Ein Sith.?
    ?Gibt es dort, wo du herkommst noch mehr deiner Sorte??
    ?Einen ganzen Orden voll.?


    Draconis dachte, er würde eine weitere Ohrfeige bekommen, doch der Unbekannte beäugte ihn nur kritisch. Was wollte dieses Wesen von ihm? Verdammt, wieso passierte so was nur ihm?

    [Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord]
     
  16. Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord]​


    Höchst interessant. Den Orden der Sith gab es also wirklich noch. Damals, als er ihn verließ, dachte er der Orden würde auseinander brechen, würde in inneren Intrigen versinken und sich gegenseitig von innen heraus zerfleischen. Die Regel des Stärkeren konnte nicht gelingen, nein, dafür war der Orden an sich zu schwach, zu häretisch. Doch dieses Lebewesen vor ihm, es zeigte, dass es wohl möglich war. Es zeigte, dass der Orden immer noch Sith ausbildete.

    ?Welchen Rang hälst du inne, Sterblicher??
    ?Er wird euch eh nichts sagen.?
    ?Antworte wenn man dich fragt.?


    Erneut zuckten Blitze aus seinen Fingerkuppen. Er sah mit Befriedigung dabei zu, wie der Sith Anwärter vor ihm von den Blitzen durchzuckt wurde, bevor dieser sich erneut krümmte. Genug davon, er würde noch genügend Gelegenheiten haben ihm Schmerzen zuzufügen.


    ?Welchen Rang hälst dort du inne??
    ?Ich bin ein Sith Apprentice.?


    Dieser Rang sagte ihm gar nichts. Hatte es etwa eine Reformation innerhalb des Sith Ordens gegeben? Was er damals war, als er aufgebrochen war, wusste er nicht mehr. Er weiß nur was er jetzt ist. Doch wie hatte ihn diese Made gefunden? Woher wusste er von dieser Zitadelle? Woher wusste er von Ziost? Er hatte doch dafür gesorgt dass die Daten des Planeten aus den Archiven gelöscht wurden, hatten es etwa über die Zeit andere geschafft den Planeten erneut zu lokalisieren?

    ?Wie hast du hierher gefunden??
    ?Durch einen Holocron.?


    Dieser Anwärter vor ihm verblüffte ihn immer weiter. Dieser Gefallene hatte anscheinend seinen Holocron gefunden. Hatte er ihn damals nicht in den Katakomben versteckt, sodass ihn nur die Starken finden würden? Wer weiß, vielleicht war dieses Wesen vor ihm stark, stärker vielleicht, als es scheint. Vielleicht würde er sogar würdig sein, sein Schüler zu werden.
    Das Potenzial hatte er, gewiss, doch wie sah es mit seinem Wissen um die Sith?


    ?Was weißt du über die Sith und ihre Gebräuche??
    ?Nicht viel.?


    Obwohl er spürte dass der Gefallene diese Frage ehrlich beantwortet hatte, erzürnte ihn diese Antwort. Gab der Orden nichts mehr auf die Lehren der alten Meister der Sith?
    Was war aus dem Erbe der Sith geworden, ein Haufen dunkler Jedi die sich Sith schimpfen. Eine Schande.


    ?Du wirst mir dienen.?
    ?Ach ja??
    ?Ansonsten werde ich dich töten.?
    ?Dein bleibt mir wohl keine weitere Wahl.?
    ?So ist es. Du wirst dich jedoch erst beweisen müssen.?


    Das Seufzen welches dem Gefallenen entfuhr ignorierte der Wächter. Er wies dem Anwärter an dass er sich erheben soll, da er ihn nicht mehr mit der Macht drückte. Er ging voran und achtete darauf dass der Anwärter neben ihm schritt. Er lies ihn nicht aus den Augen, tastete in seinen Sinnen immer nach dessen Gemütszustand sodass er von einem eventuellen Angriff wissen würde, bevor dieser stattfinden würde.
    Der Auftrag würde ihm einiges bringen. Ein Artefakt was ihm entwendet wurde, es wäre etwas, womit er seine Loyalität beweisen würde, denn er könnte genauso gut mit dem Artefakt abhauen. Nicht dass es ihm was bringen würde, er wäre zu schwach, es würde Besitz von ihm ergreifen und nur zu einer der zahlreichen eingefrorenen Leichen in den Weiten von Ziost werden.


    ?Nördlich von dieser Zitadelle befindet sich eine Art unterirdischer Tempel der direkt in einen Berg gehauen wurde. Es ist durch ein weit verzweigtes Höhlensystem mit vielen Kammern verbunden. In einer dieser Kammern wirst du ein Amulett finden und es mir bringen.?

    Beinahe beiläufig entblößte der Wächter einen Dolch. Bevor der Sith Apprentice auch nur blinzeln konnte, hatte der Wächter ihn damit getroffen. Der Dolch drang durch die Rüstung in das Fleisch des Anwärters ein, jedoch nicht tief. Was den Sith Apprentice eher beunruhigen sollte, war der Schimmer, beinahe wie feine Äderchen, welche die Klinge des Dolches durchzog.

    ?Verdammt, wofür war denn das jetzt??
    ?Damit gehe ich nur sicher dass kein Verrat geschehen wird. Die Klinge ist vergiftet. Leistest du mir treue Dienste, verabreiche ich dir das Gegengift. Wenn nicht, stirbst du. Ich erwarte dich in 48 Stunden wieder. Die Zeit läuft.?


    Die Augen des Apprentice weiteten sich erschrocken, er wollte etwas erwiedern, doch rannte er bereits los. Der Wächter nickte, sein Anwärter wollte wohl keine Zeit verlieren, schließlich lag es in des Anwärters Interesse so schnell wie möglich mit dem Amulett zurückzukehren.

    Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Darth Draconis und Sith Lord]​
     
  17. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    [Ziost - Zitadelle - Eingangshalle - Darth Draconis]


    Verdammt nochmal, wieso geschieht sowas immer ihm? Er stand nun auf der Schwelle zwischen Wissen und Sterben, zwischen totaler Erleuchtung und totaler Niederlage. Er musste das Amulett besorgen, so schnell wie möglich. Er rannte nun, die Macht nutzend, und entfernte sich von der Zitadelle, entfernte sich von seinem Raumschiff, direkt in die Richtung die ihm der Wächter gesagt hatte. Während er ging versuchte er die Viren und das Gift innerhalb seines Körpers mittels der Macht zu finden, es zu neutralisieren, doch es gelang ihm nicht, es war zu stark, ein wahres Sith Gift. Dieser Wächter musste ein Meister der Sith Alchemie sein, er musste gehorchen, nur so konnte er an das Wissen des Alten herankommen.

    Er rannte immer weiter hinein in die trostlose Eiswüste die ihm Ziost hier bot, doch änderte sich die Landschaft ziemlich schnell. Gletscher, Berge, der Aufstieg wurde schwieriger. Vor ihm, im Norden erhob sich ein Gletscher drohend in seiner gewaltiger Massivität. Er erstreckte sich von einer Seite des Horizonts zur anderen, ein Monument der Kälte.
    Noch auf dieser Entfernung schien er sich aufzutürmen und zu drohen, ihn in jedem Augenblick zu zerschmettern. Während er ihn beobachtete, löste sich ein Segment aus dem massiven Gletscher und fiel mit dem Geräusch eines Donners in die Tiefe. Schneeflocken wirbelten durch die Luft, erschwerten dem Sith Apprentice die Sicht.
    Ein weiteres Segment des Gletschers fiel herunter, eine Staub und Eiswolke wirbelte auf, eine Lawine löste sich und erstreckte sich über die Landschaft, war im Begriff Draconis zu verschlingen.
    Hastig kletterte er die Südseite der Klippen herab, wobei er bemerkte, dass nicht alles aus gepresstem Schnee bestand. Ein massiger Granitfelsen schien vom Eis eingeschlossen zu sein. Draconis nutzte ihn als stabilen Untergrund, doch war das Gestein mit Raureif überdeckt, daher sehr rutschig. Rutschend und schlitternd erreichte er das Plateau, welches nicht höher als hundertfünftig Fuß über der gefrorenen Tundra liegen konnte.

    Draconis hielt inne, versuchte wieder zu Atem zu kommen. An dieser Stelle hielt die Klippe den schneidenden Wind ab. Außerdem barg sie die einschüchternde Masse des Gletschers und dessen Gefahren vor ihm und seinen Blicken.
    Unter ihm, in einer Biegung zwischen zwei aufragenden Gletschern war das land ebner, durch das gewicht der vorrückenden Eisscholle niedergedrückt.


    ?Irgendwo muss doch dieser verfluchte Tempel sein ...?

    Scheppernd stieß er seine behandschuhten Hände gegeneinander, da er unter den Gliedern seiner Rüstung wärmende Kleidung trug. Er klatschte auch weiterhin in die Hände um die Blutzirkulation anzutreiben, danach beschloss Draconis weiter den Weg zu gehen. Es schien so, als würde ihn die Macht leiten. Er wusste nicht genau wohin er ging, nur dass es richtig war, es fühlte sich richtig an, er musste diesen Weg einfach gehen.
    Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis der Sith Apprentice die kahle Ebene erreicht hatte.
    Mittlerweile rollte die Sonne tief am Horizont entlang, anstatt von ihrem Zenit abzufallen.
    Er wusste, die Nacht würde bald hereinbrechen, und er konnte es sich nicht leisten auch nur fünf Minuten Zeit zu verschwenden, denn die Zeit arbeitete gegen ihn. Auf dem weiteren Verlauf seines Weges setzte nun ein stechender Schneefall ein. ?Das hat mir gerade noch gefehlt...? dachte der Sith Apprentice, lies sich jedoch nicht von seinem Weg abbringen.


    [Ziost - gebirgiges Gelände - Darth Draconis]
     
  18. Ysims NPC

    Ysims NPC Rasskaar - Wahnsinniger Sith Lord kurz vor der Ein

    Ziost - Zitadelle - Bibliothek - Rasskaar


    Amüsiert über den Apprentice blickte der dunkle Lord dem neusten Anwärter hinterher. Wie schnell der bevorstehende Tod doch die Einstellung ändern konnte. Eben noch respektlos, ja geradezu aufmüpfig selbst im Angesicht eines viel mächtigeren Siths, rannte er nun wie von einem Schwarm Fieberwespen gejagt in die Kälte um sein Leben zu retten. Wenn der arme Narr nur wüsste was er da beschaffen sollte, würde er lieber vom Planeten nach Bastion flüchten um dort das Gift zu neutralisieren.
    Oder bessert gesagt: Er würde es versuchen, aber mit absoluter Sicherheit dabei scheitern. Nicht umsonst hatte er, Rasskaar, der genialste Sithwissenschaftler - wie er sich hin oder wieder gerne selbst nannte - in dieser Galaxie, ein halbes Dutzend Anwärter dafür missbraucht das Gift so zu strukturieren und zu verändern, das nicht einmal die Macht des Imperators ausreichen würde um es zu neutralisieren. Es sei denn natürlich solch unwichtigen Dinge wie Zellen, Blut und Organe waren nur sekundär.
    Mit einem unmenschlichen Lächeln auf den schmalen blassen Lippen steckte er den Dolch vorsichtig in die dazu passende Scheide. Gerade weil das Gift so perfekt wirkte, hatte selbst er kein Gegengift.
    Obwohl er sich natürlich noch vorher den Arm amputieren konnte, bevor das Gift seinen ganzen Körper verpesten würde. Doch mit künstlichen Prothesen hielt es sich auf Ziost wie mit intelligentem Leben. Es gab sie einfach nicht.

    Da die Bibliothek ein einziger zusammenhängender Schatten war und die Augen des Siths sich schon seit Jahren an dieser undurchdringliche Dunkelheit gewöhnt hatten, fiel es dem drahtigen Mann nicht schwer eine der insgesamt 3 in der Bibo versteckten Geheimgänge zu finden. Da die Sith, die sich immer mal wieder hier her trauten, immer mit Schiffen kamen - manche weiter entwickelt als andere - hatte der dunkle Lord einiges an Technologie von diesen bergen können. Unter anderem auch Holoprojektoren, die nach gut drei Monaten Forschung und zwei toten Dienern nicht mehr durch die Macht wahrgenommen werden konnten. Es sei denn man stand genau da vor und wusste wonach man suchen musste. Doch wer rechnete in einer derart alten Bibliothek mit Holoprojektoren, die einen gerade mal 40 Zentimeter breiten Gang hinter einer Reihe uninteressanter nicht wirklich existierender Bücher verschwinden ließen? Nur ein wahrer Sith Lord mit einem ungeheuren Wissensschatz, würden erkennen, dass diese Bücher gar nicht existieren konnten.

    Rasskaar näherte sich einem der unsichtbaren Gänge und ging einfach durch die Wand aus gefärbten Licht. Während er hindurch schritt drehte er sich auf die Seite, da selbst er nicht auf dem normalen Wege durch diesen Gang gehen könnte. Das war aber natürlich auch beabsichtigt. Das erkannte man vor allem daran, das sich der mit einem schwarz glänzenden Schleim bedeckte Gang nach zwei Metern derart in der Höhe verengte, das nur noch ein Kind weiter gehen konnte.
    Ein Kind...oder jemand der an den Wänden entlang kriechen konnte.
    Mit einer noghrihaften Eleganz sprang der Sith innerhalb dieses engen Ganges an die Wand, schlug seine Zehenspitzen und Hände regelrecht an die Wand und begann über den glitschigen Film an der Wand entlang durch den engen Durchgang zu krabbeln, wobei er seine dürren Finger fast so schnell wie Insektenbeine bewegte. Ganze fünf Meter musste er zurück legen - in völliger Finsternis natürlich - bis er sich wieder von der Wand abstoßen und sich hinstellen konnte. Zwei stark lädierte und verbeulte Objekte, die selbst er nicht so wirklich erkennen konnte, standen einen halben Meter vor ihm jeweils rechts und links an der Wand. Von ihnen ging ein leises aber beständiges Summen aus und wenn man genau hinschaute, konnte man eine schwache Aura erkennen, die oberhalb der flachen, ehemals perfekt runden Scheibe schwebte, die die Krone des Metallteils darstellte.
    Als er daran vorbei ging, schossen seine Hände wie bei einer unkontrollierten Zuckung jeweils in eine der Auren und nach nur einer halben Sekunde innerhalb dieser Sphären aus kaum sichtbaren Lichts waren seine Hände wieder sauber.

    Einen Schritt weiter stand er bereits in seinem Labor...


    Ziost - Zitadelle - geheimes Labor - Rasskaar und ...
     
  19. Ysims NPC

    Ysims NPC Rasskaar - Wahnsinniger Sith Lord kurz vor der Ein

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    Offenbar orientierungslos schaute sich Rasskaar in seinem Labor um, das in einer Dunkelheit lag die selbst für seine Augen eine Herausforderung darstellte. Da es keine direkten Lampen oder Leuchteinheiten gab, sondern lediglich vereinzelt Maschinen und Flüssigkeiten Licht ausstrahlten, waren die Wände so wie die Decke und der Boden nicht zu erkennen.
    Der verhüllte Kopf des Siths drehte sich innerhalb der Kapuze nach rechts und links, bis ihm schließlich ein entnervtes Seufzen entwich.


    “E-33“ zischte der Lord ungehalten und sah sich dabei weiterhin um, doch auch nachdem er seinen Diener ein weiteres mal gerufen hatte, erschien dieser nicht.

    Da alle seine von ihm modifizierten Laborsklaven nicht durch die Macht aufzuspüren waren und sich außerdem dank ihres schwarzen Chitinpanzer fast unsichtbar machen konnten, musste er darauf warten das sie zu ihm kamen. Oder er würde selber zu ihnen gehen müssen, doch das war unter seiner Würde.


    “E-34!“

    Fast sofort schälte sich eine mannshohe Gestalt aus der Dunkelheit und ließ sich an einem silberfarbenen Faden von der Decke herunter hängen. Der Faden, der aus dessen Unterleib kam, wurde länger bis das übergroße Insekt direkt vor Rasskaar stand, die mörderischen Freßwerkzeuge aneinander schlagend. Ein Dutzend blau, grün und schwarz glänzender Fassettenaugen starrten ihn an, als würde der Insektoid seinen Meister fressen wollen.

    “Wo ist E-33“ fragte der Sith Lord mit kaum unterdrückter Wut. Den Kilik schien das wenig zu beeindrucken, denn es zeigte lediglich mit einen seiner insgesamt 6 Extremitäten auf einen Punkt an der Wand, wo Rasskaar erst nach gut zehn Sekunden einen weiteren Kilik erkennen konnte, dessen äußere Schale derart schwarz war, das man ihn schon gar nicht mehr schwarz nennen konnte. Rasskaar fiel nur ein Vergleich ein: So schwarz wie das Innerste eines schwarzen Loches.

    Jetzt wo der Sith wusste wo sein Diener steckte, konnte er auch ohne ihn in der Macht erkennen zu können leicht anvisieren.
    Ein hässliches Knacken erfüllte kurz das Labor, gefolgt von einem schmerzerfüllten Klacken und Surren.


    “E-33!“

    Keine Reaktion.

    “Hol ihn” befahl er E-34. Er musste nicht lange warten, da schleppte der gehorsame Insektoid den anderen mit sich. Nicht ein, zwei oder drei, sondern gleich vier der in scharfen Zangen endenden Arme waren gebrochen und hingen schlaff am Körper herab. E-34 ließ das Insekt einfach fallen und zog sich danach sofort wieder am Faden hoch um aus der Schussbahn zu sein, sollte der Sith wie fast täglich wieder mit Machtblitzen um sich werfen.

    Doch Rasskaar hielt sich zurück und sah sich den Kilik erst einmal einfach nur an. Der schwarze Chitinpanzer war an Dutzenden Stellen durchbrochen worden und an genau so vielen Stellen konnte man ein schwaches Leuchten erkennen, das der Sith vorher nur nicht gesehen hatte bzw nicht hatte erkennen können, weil E-33 mit der Rückseite zu ihm an der Wand gehangen hatte. Das Leuchten war ein schlechtes Zeichen.


    “Deine Zeit ist wohl schon um” sagte er grüblerisch und ein wenig mürrisch. Eine seiner Klauenhände verschwand kurz in seine Robe und kam mit einem rabenschwarzen steinernen Griff wieder heraus.
    Rasskaar holte aus, drückte nur eine halbe Sekunde lang auf den Aktivierungsknopf des Laserschwertes und ließ es dann auch schon wieder in seinem rechten Ärmel verschwinden. Es dauerte eine weitere Sekunde bis der Körper des Kiliks endlich begriff, dass seine Existenzberechtigung abgelaufen war. Doch obwohl sich der Kopf vom Rest des Körpers trennte, blieb dieser aufrecht stehen. Eine gelblichgrüne leuchtende Flüssigkeit sprudelte wie bei einem Springbrunnen aus dem Hals des Insekts und bestätigte damit Rasskaas Befürchtungen. Der körperliche Zerfall seiner Testobjekte schritt nach wie vor viel zu schnell voran. Noch eine Woche und E-34 würde genau so geistig degenerieren und die Organe würden sich wie die äußere Schale zersetzen.

    Der machtsensitive Blutcarver ließ den Körper des Kilik los und wand sich an E-34, der nun wieder aufrecht neben ihm stand. Ein kilikisches Brustklicken imitierend, trat der Alien zurück und wartete bis sein Diener sich vor ihm auf den Boden gelegt hatte. Rasskaar stellte sich auf dessen zentralen Körper , wartete bis es die Extremitäten leicht ausgestreckt hatte, damit der Körper den Boden nicht mehr berührte und machte dann ein weiteres akustisches nicht übersetzbares Geräusch, woraufhin der Kilik sich in Bewegung setzte. Doch schon nach einem halben Meter blieb es an einem Absatz stehen, klickte emotionslos und sprang dann ohne seinen Passagier dabei auch nur ins Wanken zu bringen in die Dunkelheit unter sich. Fast einen halben Meter tiefer traf es auf ein ganzes Netzwerk, bestehend aus silbernen Fäden. Diese federten den Sprung nicht nur ab, sondern trugen das Gewicht der beiden auch mühelos.
    Rasskaar setzte seinen rechten Fuß nach vorne und übte einen leichten Druck auf den Kopf des Kiliks aus, woraufhin dieser recht flink über die Fäden hinweg krabbelte. Immer wenn der Sith die Richtung ändern wollte, drückte er auf eine andere Stelle des Kilikkopfes.
    Als er schließlich vor einen der an Fänden hängenden Konstruktionen stand, nahm er seinen Fuß weg und drückte einen nur matt leuchtenden grünen Knopf.


    “Bis dieses Früchtchen wieder da ist, habe ich noch genug Zeit um einen weiteren Diener zu erschaffen.”

    Das Drücken des Knopfes hatte bewirkt das eine an einen Bactatank erinnernde durchsichtige Röhre in der Mitte des Labors erhellte wurde. Dutzende fingerdicke Kabel führen zu diesem Tank und nur die Dunkelheit wusste woher sie überhaupt kamen.
    In dem gläsernen Zylinder schwamm ein weiterer Insektoid, aber kein Kilik. Dessen Panzer war sandfarben und schien ziemlich dick zu sein.


    “Das wäre dann schon E-47“ murmelte Rasskaar und drückte weitere Knöpfe, um aus einem normalen Gefangenen, der dem Sith dummerweise in die Fänge geraten war, einen willenlosen, aber leider bisher nur zeitlich begrenzten Sklaven zu machen der weder in der Macht wahrzunehmen war, noch Kälte oder Hitze scheute. Außerdem würde er natürlich auch viel stärker werden, um es selbst kräftemäßig mit ausgewachsenen Wookiees aufnehmen zu können. Dumm nur das Rasskaar dafür Chemikalien benutzen musste, die im Endeffekt den Organismus zerstören würden. Doch daran arbeitete er ja bereits.

    Die bis zur Hälfte gefüllte Leichengrube unter seinem Labor, in der auch der geköpfte Kilik bereits lag, bewies das...


    [Ziost - Zitadelle - geheimes Labor - Rasskaar, E-34 und der zukünftige E-47]
     
  20. Darth Draconis

    Darth Draconis Diabolus ex Machina

    [Ziost - Zitadelle - Rasskaar und Darth Draconis ]


    Der Apprentice erwachte aus einem unruhigen Schlaf. Seltsame Träume hatten ihn heimgesucht, angefüllt von Lauten, die seine Ohren zuvor noch nie vernommen und nebelhaften, vermummten Gestalten, die sich seinem Blick entzogen hatten, wann immer er unter ihre Kapuzen zu spähen versuchte hatte.
    Sie waren wie die Schatten einer Vergangenheit gewesen,
    an die er sich nur vage erinnern konnte, denn sein Dasein bestand lange schon nur aus
    Schmerz und Müdigkeit, dem bitteren Wissen, gehorchen zu müssen und durch Qualen den
    Weg zum einem Ziel zu beschreiten, für das er sich längst würdig wähnte.
    Monate war es bereits her, dass der Bastion verlassen hatte, und ein weiteres Mal einen Pakt mit einem Teufel eingegangen war. Er war stärker geworden, doch war vor allem sein Wissen, sein Verständnis der dunklen Seite gewachsen. Er fühlte sich bereit, fühlte sich auserwählt, es würde so kommen, wie die natürliche Ordnung es stets tat. Die schwachen Elemente mussten ausgesondert werden, um dem Starken Platz zu machen. Sie mussten weichen, oder vollständig vernichtet werden. Er würde vom Schüler, zum Meister aufsteigen, zu seinem eigenen Meister. Erneut. Er würde erneut die Ketten der Schülerschaft sprengen und erneut seine Freiheit zurückgewinnen. Einst war es Ysim, nun sein neuer, bald mit der Macht vereinter Meister.

    Über ihm zogen die Sterne ihre Bahn, unberührt von Wünschen und Ängsten, fernes Funkeln
    am samtschwarzen Himmel Ziosts, auf dessen harter Erde er lag.
    Sie war kalt und karg, von rauen Winden geglättet und leblos. Es gab nichts, was die
    sterbende Sonne, die der Planet seit Äonen umkreiste, des Tags mit ihren kraftlosen Strahlen
    hätte erwärmen können.
    Sie schien auf längst verlassene Ruinen, errichtet von einer untergegangenen Rasse, die ein
    Denkmal für die Ewigkeit hatte setzen wollen und doch vergessen worden war.
    Draconis erhob sich, mit Kälte in seinen Gliedern und einem Knoten aus Angst und
    Unbehagen in seinen Eingeweiden. Er wusste, dass seine Zeit gekommen war, er hatte alles
    gelernt, alles erduldet, alles getan ? allein die Furcht vor dem letzten Schritt galt es noch zu
    besiegen. Der Schritt in die Freiheit und zur allumfassenden Macht.
    Ein einziges Hindernis lag noch vor ihm und er sammelte seinen Hass aus jeder Demütigung,
    jedem Tadel, jedem Schlag und jedem Schmerz, der ihm zugefügt worden war in den Jahren
    der Knechtschaft als Sklave eines anderen, der allein über ihm stand. Nein ? gestanden hatte!

    Draconis schlich sich heran, ließ sich von der Macht leiten und so erspähte er den Meister,
    einen dunklen Schemen in der Schwärze des Tempels, den eine Aura aus diffusem Licht
    umgab. Der Schüler starrte auf den Rücken des Meisters, wusste ihn von schweren, dunklen
    Gewändern bedeckt, die goldene Ornamente zierten ? wie Schlangen schienen sie
    dahinzugleiten mit dem gleichmäßigen Heben und Senken einer breiten Brust.
    Draconis hielt inne.
    Vorsichtig tastete sein Geist sich voran, um den Meister in der Meditation nicht zu stören und
    um nach einem winzigen Zeichen des Erkennens zu suchen. Doch das Bewusstsein des
    Meisters war wie ein unbewegter See dunklen Wassers, dessen Tiefe verborgen blieb.
    Der Schüler zögerte kurz, doch endgültig bezwang er nun die Furcht, deren eisige Finger über
    sein Rückgrat glitten und ihn würgten, seit er den Tempel betreten hatte. Die Kälte
    verwandelte sich in berauschende Wärme und so wurde der Hass wahrhaftig entflammt.

    Der Schüler hob seine Waffe ? ein roter Lichtstrahl erwachte in der Finsternis, der Tod
    versprach und bringen würde.
    Ein Hieb nur, das Licht sauste nieder ...
    Plötzlich wurde sein Leuchten erwidert und über gekreuzten Schwertern trafen sich zwei
    Blicke; einer hasserfüllt, doch seltsam leer zugleich, der andere wissend und zufrieden.
    Und der Kampf begann.
    Dem Meister würde er die Erlösung schenken, ein Teil der Bürde zu werden und seine finstere Seele mit denen seiner Vorgänger zu vereinen zu ewigem Leben, und dem Schüler sollte er die unerwartete Last der immerwährend wachsenden Meisterschaft auferlegen, die das Wissen von Generationen, Triumph und Niederlage, Freiheit und Sklaverei, Macht und Ohnmacht, Lust und Schmerz und alles andere, was ein Leben im Dienste der Dunklen Seite umfing, zugleich in sich barg, damit das Erbe der wahren Sith niemals unterging ...
     

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