Bastion

[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria, Bero und 11 kampfbereite Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]



Nu, da ihr ein mörderisches Schauspiel geliefert wurde, schien Kiras schlechte Laune schien wie verflogen. Jolina berauschte sich ebenfalls an den Emotionen der kämpfenden und sterbenden Jünger. Vielleicht war es noch keine meisterliche Sinfonie, aber immerhin ein Anfang. Die junge Sith erwiderte das Grinsen ihrer ehemaligen Mitschülerin und neigte, ob des Lobes, ein wenig demütig ihr Haupt. Eine Weile lang beobachteten beide Sith das Geschehen ehe Kira das Wort ergriff.

Zufrieden lauschte Jolina den Klagen der jungen Mutter. Sie war einfach nicht dafür geschaffen die Mutterrolle zu übernehmen. Erstaunlich, dass sie so lange mit der Kleinen durchgehalten hatte. Jolina konnte es der kleinen Adria wirklich nicht verdenken, dass sie pausenlos schrie wie am Spieß. Einerseits war es noch immer ein gutes Gefühl Kira irgendwie leidend zu wissen. Andererseits schien sie langsam wirklich etwas Vertrauen gegenüber Jolina aufzubauen. Jedenfalls so viel Vertrauen, wie unter Sith überhaupt möglich war. Die junge Sith hatte ihre Rache wahrlich bekommen. Kiras kleinen Sohn zu entführen hatte wunderbar funktioniert. Dank Kiras freundlicher Art kam praktisch jeder Sith im Orden als Täter in Frage. Sogar ihr eigener Schüler Janus hatte ein mehr als fragwürdiges Alibi. Wilson, den von Allegious ermordeten Vater der Kleinen konnte Kira bis ans Ende aller Zeiten nachjagen, ohne dass die Gefahr bestand ihn jemals zur Rede zu stellen. Vier ganze Monate ließ Jolina ihren kleinen Remote die alte Schule überwachen. Natürlich kam der Täter nicht ein weiteres Mal zurück. Servulus war mit dem kleinen Aron in aller Heimlichkeit nach Kast geflogen. Dort würden Xaragon und er die Erziehung und Ausbildung des Jungen in Jolinas Sinne überwachen.

Es war vollbracht, Kira weiter zu quälen hatte keinen Nutzen für die junge Kriegerin. Der jungen Mutter jetzt zu helfen, würde Jolina letztlich mehr in die Karten spielen. Ihre ehemalige Mitschülerin war gefährlich, aber sie war ein gut kalkulierbares Risiko. Die Kriegerin spürte, dass es clever wäre ihre alte Freundin zu fördern und zu unterstützen, Einfluss auf ihr verbliebenes Kind zu nehmen und still zu beobachten.

Schneller groß werden… ! Gab es eine Möglichkeit der jungen Mutter in dieser Angelegenheit zu helfen? Jolina durchforstete ihren Verstand nach irgendwelchen Möglichkeiten. Der natürliche Lauf der Dinge konnte durch gewisse Methoden verändert werden. Medizin und Technik waren weit, aber die Entwicklung eines kleinen Mädchens zu beschleunigen, in einem Maße, damit Kira sie als nützlich erachten könnte? Kaum vorstellbar!


„Ich verstehe deine Sorgen und Ängste Kira, aber bist du dir sicher, dass du es auch wirklich tun würdest, wenn es eine Möglichkeit gäbe die Entwicklung der kleinen Adria zu beschleunigen?“

Jolinas Gesicht zeigte ehrliche Besorgnis.

„Die Gentechnik auf manchen Welten ist ziemlich weit. Aber selbst wenn Fleisch und Knochen durch Chemie und Technik wachsen… was ist mit dem Verstand des Kindes?“

Jolina wendete sich ab und beobachtete das Treiben der kämpfenden Jünger.

„Vielleicht solltest du dich doch nach einer geeigneten Amme umsehen! Ich weis um deine berechtigte Angst bezüglich der Kleinen, aber so könntest du dich wieder mehr um dich Kümmern.“

Jolina wusste, dass Kira ihr Kind nicht in fremde Obhut geben würde. Zu einschneidend war die Erfahrung der Entführung. Aber dennoch empfand Jolina dies als einzig sinnvollen Weg das Problem zu klären.

Das Schlachtfeld zu welchem der Trainingsraum verkommen war, färbte sich mit dem Blut der Gefallenen. Drei der Jünger schienen am vielversprechendsten. Unbewusst bedienten sie sich bereits der Macht und unterstützten unwillkürlich ihre erworbenen Fähigkeiten. Die rote Twi´lek (Nheria) wirbelte geschwind wie eine Tänzerin umher. Ihre mentale Stärke hatte sie bereits präsentiert aber auch in einem echten Kampf zeigte sie bereits Potenzial. Der Jünger mit der Blutigen Nase (Bero) schien unbekümmert seinem Tagewerk nachzugehen. Sein eher schlichtes Gemüt und seine einfachen Gedanken gereichten ihm nicht zum Nachteil. Welch nützliches Werkzeug würde er ergeben, wenn man sein Potenzial gezielt fördern würde. Dann war da noch der dominante Jünger in diesem Raum. Ein baumbreiter Mensch mit bis auf einen Millimeter kurz geschorenen Kopf, über den sich zwei fiese Narben zogen. Die Augen waren Nachtschwarz und die Haut hatte einen rötlichen Schimmer. Er war stark, schlau und ziemlich grausam. Außerdem nutzte er bereits gezielt die Macht für seine Zwecke. Er hatte gelernt die Macht durch seine Arme zu kanalisieren und verstärkte seine bereits sehr beeindruckende Kraft noch einmal deutlich. Seine Schläge brachen Knochen und er machte davon ungeniert gebrauch. Jolinas anderen Günstlinge würden sich vor diesem Berserker hüten müssen. Die junge Sith war sich sogar sicher, dass sie nur gemeinsam überhaupt eine Chance gegen ihn haben würden.




[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 

[Bastion – an Board „Weise Entscheidung“ – David mit Kossekos, Koora, Shim’rar und Merkuzio]

Der Jüngling betrachtete das Transportschiff mit mittlerem Interesse. Warum sollte er auch, er war kein gelernter Mechaniker, außerdem nützte ihm das in diesem Moment sowieso nichts. Es hatte schon etwas ironisches, erst vor einem Tag war er angekommen, und jetzt ist er auf Reisen mit einer so seltsamen Gruppe wie noch nie zuvor. Ein bunter Haufen voller erfolgsgeiler Sith, so würde es jedenfalls ein ehemaliger Freund bezeichnen. Ein kleines Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. Das Schicksal machte es ihm definitiv nicht leicht und darüber war David ziemlich froh.
Die ungewöhnliche Gang folgte brav ihrem Anführer und erhielten gleich darauf eine nette aufbauende Ansprache darüber wie sie den Aufenthalt hier verbringen sollten. Er fand das alles recht lustig, aber man konnte trotzdem nicht über den Ernst hinwegsehen. Warum sollten wir hier irgendetwas anstellen? Wäre doch sinnlos, außerdem würde das bloß unnötige Aufmerksamkeit erregen und das hatte er wirklich nicht nötig. Es freute ihn, dass sie machen konnten was sie wollten, der junge Epicanthix hatte nämlich nichts gegen ein wenig Privatsphäre einzuwenden. Irgendwann kann man eben seine eigene Müdigkeit nicht mehr so ganz verbergen.
Während sich die Gruppe langsam ein wenig zerstreute, wandte sich der Trandoshaner ihm zu. Wie war sein Name noch gleich? Kov…, Kon…, nein der Name war länger, ähm Kosseko? Wahrscheinlich. Nun, man muss ja nicht alles wissen.


„Ähm ja, David, Epicanthix. Du bist Kossekos oder? Ja, ich habe Erfahrung mit Schusswaffen. Es gab da so eine Phase. Wenn es keine großen Umstände macht, hätte ich nichts einzuwenden deine ACP zu benutzen.“

Er begutachtete ein wenig die ACP von Kossekos, nur vom Anschauen her, natürlich. Er wäre nicht so unfreundlich und sie einfach so ohne Erlaubnis zu nehmen.
Während Kossekos und er, dass miteinander abhandelten, zerstreute sich die Gruppe völlig. Er selbst verschwand in einer Ecke oder Zimmer, wie man es auch nennen will, welche ziemlich gemütlich für solche Verhältnis zu sein schien und machte es sich bequem. Immerhin würde es bestimmt noch etwas dauern bis sie angekommen waren.
David gähnte leise und schloss seine Augen. Es dauerte nicht lange, dann döste er schon vor sich hin.
Als sich das Schiff langsam seinem Ziel näherte, wachte der Jünger auf und machte sich fertig. Nach einer Weile fand er die Gruppe wieder und stellte sich dazu. Er war ein wenig angespannt, aber wenigstens ausgeschlafen, was sicher nicht allzu schlecht wäre.


[Hyperraum – an Board „Weise Entscheidung“ – David mit Kossekos, Merkuzio, Koora und Shim`rar]
 


[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]

Anscheinend machte sich Nheria besser als er erwartet hatte. Mit seiner Spieß artige Waffe, fest in der Hand blickte er durch den Trainingsraum und suchte nach weitere Gegner. Hier und da sind schon ein paar Jünger gefallen, man konnte immer wieder schmerzerfüllte Schreie hören, die durch den Raum schallten. Den Klang der Waffen, welche aufeinander prallten, blendete man von ganz alleine aus.
Nach nicht langer zeit bemerkte Bero einen Gegner, der gerade seine imposante Klinge aus dem Leib eins anderen Jünger zog. Die Klinge von dem feindlichen Jünger war mindest doppelt so breit und sah höllisch scharf aus. Nun trafen sich die Blicke der zwei Jünger. Bero richtete seine Waffe etwas auf, die wahrscheinlich jämmerlich aussah gegen die große Klinge seines Gegner. Dennoch ließ Bero sich nicht ein schüchtern und blockte die ersten Schläge gekonnt ab. Beros Feind trat dann allerdings näher und kickte den Bitarus nach hinten. Der gegnerische Mensch versuchte mit einem hieb der von links nach rechts gezogen war Bero zu treffen. Doch Bero nutzen den Schwung den er vom Tritt zwangsweise mit nahm und konnte so rückwärts der Klinge 'abtauchen', allerdings konnte er einen Schnitt über seine linke Wange nicht entgehen. Der Gegner ließ dies nicht auf sich sitzen und wollte wieder nähertreten doch Bero zog ihm die Beine weg. Verzweifelt versuchte er noch mit seinem Schwert sich zu wehren, doch vergeblich, Bero stieß seine Waffe in die Brust, seines Kontrahenten. Voller stolz von dem Sieg zog Bero weiter. Er nutze die Kraft, des Sieges und fühlte sich sicher, bis jetzt. So tötete er einen weiteren Jünger der recht schmächtig war und kaum Kämpfen konnte, als ihm plötzlich ein wirklich beachtlicher Kämpfer in das Auge fiel. Bero überlegte etwas doch würde ihn erst Später attackieren, vielleicht würde der Jünger mit den zwei Narben über dem Kopf sich etwas Müde machen, wenn nicht sogar sterben? Bero konnte sich somit nur einen vorteil verschaffen und blickte dann etwas weiter. Wer würde ihm wohl jetzt begegnen?


[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 
[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Trainingsraum| Sakura & Samin ]

Sakura Mitsumos exotisches Gesicht tauchte in Samins Blickfeld auf. An ihren sorgenvollen Ton konnte man sich beinahe gewöhnen, er klang sehr einfühlsam und voller Sympathie. Sie atmete einmal tief ein und aus, bevor sie antwortete.

„Ja...jetzt geht’s mir wieder gut, danke.“

Die Chiss verzog keine Miene, als Sakura ihrerseits ihre Gedanken aussprach. Als die hellheutige Offizierin zu Ende gesprochen hatte, legte sich ein aufmunterndes Lächeln auf Samins Lippen.

„Keine Sorge, ich habe immer ein offenes Ohr.

Sie setzte sich auf und sah ihrem Gegenüber tief in die Augen, damit diese die Ehrlichkeit wahrnahm, die in ihren Worten lag.

„Bringen wir es auf den Punkt: Wir haben heute beide ziemlichen Mist abgeliefert. Wir sind klasse Pilotinnen…klar… vielleicht gehören wir zu den besten in der Galaxis… aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir nur Menschen sind.“

Ein kurzes Glucksen entfuhr ihr, als ihre eigenen Worte im Kopf widerhallten.

„Oder Halbmenschen in meinem Fall“, sie holte erneut tief Luft, „Wie auch immer. Uns werden zwangsläufig irgendwann Fehler unterlaufen. Aber vielleicht ist es besser, das passiert uns jetzt und wir lernen damit richtig umzugehen und daraus zu lernen. Das weiß der Captain mit Sicherheit auch. Deshalb tritt er uns ja in den Hintern.“

Auch wenn es die (Ober-)Befehlshaber manchmal gerne so hätten: Selbst die Wolves waren keine Maschinen. Sie flogen alle mit Leidenschaft, hefteten ihr Herz und ihre Seele an die Steuerknüppel und sorgten so damit, dass beide auch verwundet werden konnten. Das hinderte sie jedoch nicht daran, hart wie Maschinen zu arbeiten. In diese Elitestaffel kam man nicht nur mit Talent. Jeder, der hier war, holte das Beste aus sich raus. Und die Messlatte zum Besten legte sich jeder selbst immer höher.

Ihr kamen frühere Tage vor Augen, als sie als Frischling in ebenso frische Staffeln gesteckt wurde, und ihre Kameraden um sie herum pulverisiert wurden. Es war schrecklich, bei jedem einzelnen. Doch irgendwann lernte man sogar damit umzugehen und aufzuhören seinen Geist mit der Frage zu belasten, ob man es nicht hätte verhindern können. In der Schlacht geschahen die Dinge in Sekundenbruchteilen, man verließ sich auf das, was man gelernt hatte, seine Fähigkeiten und auf seine Instinkte. Jedem einzelnen war das Risiko bekannt und jeder war sich bewusst darüber, dass es einem Piloten nur selten gelang bis zu seinem Ruhestand in Cockpit zu überleben. Wenn sie flog, tat sie alles um die Ärs*** ihrer Kameraden zu sichern. Und sollte ihr das nicht gelingen, vergrub sie sich inzwischen nicht mehr in Schuldzuweisungen. Stattdessen lernte sie daraus und tat somit das Beste, um es beim nächsten Mal verhindern zu können.

„Wenn wir da draußen für Leben verantwortlich sind, machen wir es besser. Wenn jemand neben uns sterben muss, dann werden wir dafür gesorgt haben, dass wir uns keine Schuldgefühle geben müssen. Wir werden das Beste aus uns herausholen und allen da draußen eine gute Jagd abliefern.“

Die Chiss sprach mit Überzeugung in der Stimme. Dann stand sie auf, verpasste dem Sandsack einen letzten ergiebigen Tritt, was ihr die Worte des Doc ins Gedächtnis zurückrief, sie müsste noch an ihrer körperlichen Verfassung arbeiten.

"Wo wir gerade dabei sind, hast du Lust morgen mit mir ein wenig zu trainieren? Nachdem ich beim Doc war, natürlich"

Sie verdrehte die Augen und lächelte ihrer Staffelkameradin wieder enthusiastisch entgegen, während sich ihr Magen geräuschvoll bemerkbar machte.

„Ich habe Hunger, wie sieht es bei dir aus?“

Da die beiden ihre Pause zum Entspannen in der Dusche genutzt hatten, war ihnen keine Zeit für eine Mahlzeit geblieben, wenn es nach der Chiss ging, würden sie dies nun schnellstens nachholen.


[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Trainingsraum| Sakura & Samin ]
 
[: Sartinaynian-System | Bastion | Atmosphäre :||: Shuttle der Sentinel-Klasse | Passagierbereich :||: Captain Aiden Thiuro und andere Mitglieder des Sternjägerkorps :]

Begleitet von einem widerstrebenden Heulen der Triebwerke setzte das modifizierte Landungsschiff der populären Sentinel-Klasse zum endgültigen Landemanöver an. Schließlich war Bastion Center – genauer: der militärische Bereich des zentralen Raumhafens – längst in Sichtweite. Zackig, überaus zackig zeichnete sich die imposante Skyline der gigantischen Metropole ab, die sowohl das Herz als auch das Gehirn des Galaktischen Imperiums war. Doch im allgemeinen Passagierbereich regte sich kaum einer der Anwesenden bei diesem Anblick. Beinah tagtäglich blickten sie förmlich von ihrem gewöhnlichen Standort, der Sternjägerbasis „Last Defense“, auf die planetare Hauptstadt, sobald die Nacht dort einbrach. Des Weiteren lebten die Familien der meisten Passagiere dort oder man nutzte die karge Freizeit für einen „Landgang“. Bastion bot einfach für die meisten Leute, die ihren Dienst auf der militärischen Basis taten, eine nette Abwechslung zum tristen Alltag dort.

Unter den Militärangehörigen, die „Last Defense“ auf legalem Wege entflohen waren, war auch der Staffelführer des „Wolve Squad“. Zwei voneinander unabhängige Gründe hatten ihn an diesem Tag nicht nur von seiner regulären Tätigkeit, sondern auch aus seinem Büro gelockt und ihn automatisch in diesen Truppentransporter – gemeinsam mit dem Kommandeur der Sternjägerbasis – gestopft, da die Zahl der Flüge nach Bastion stets stark limitiert war. Beschäftigt mit dem üblichen Schreibkram, den er schon seit Tagen auf dem Tisch hatte, saß der Captain nun also im Passagierbereich auf einer harten Bank, studierte die Berichte, machte sich Notizen und hielt seine Gedanken davon ab ständig über den ersten Termin nachzudenken. Denn überraschenderweise hatte ihn Allvyn Feskin, einer der führenden Köpfe beim Sternjägerkorps, in dessen Büro eingeladen.


'Die Sache schmeckt mir nicht...', brummte Aiden in Gedanken, blätterte beiläufig eine beschriebene Flimsiplast-Seite weiter und las wieder sporadisch zwei, drei Zeilen. Seit der schweren Simulation, die ohne für jeden einzelnen Kandidaten ausnahmslos ein persönliches Desaster gewesen war, waren inzwischen drei ganze Tage verstrichen. Für acht weitere Bewerber hatten sein Stellvertreter Drask und er nach dieser schweren Übung nur einen Händedruck samt freundlicher Worte übrig gehabt, bevor man sie zurück zu ihren Einheiten geschickt hatte. Genau neununddreißig Piloten waren damit als mögliche Staffelmitglieder in spe bloß noch übrig – Tendenz sinkend. Jedoch spürte der Bastioner schon den unterschwelligen Druck, den Vorgesetzte und die KOMENOR auf ihn ausübten. Ging es nach deren Interessen, dann sollte der Captain seine Einheit endlich komplettieren. Hatte der Chief Marshal ihn etwa deshalb zu sich rufen lassen? Sollte der Druck nun „öffentlich“ werden?

Um sich nicht noch mehr den Unmut der anderen Staffel auf der Basis auf sich zu ziehen, hatte sich die Staffelführung der „Wolves“ wenigstens gemeinsam dazu durchgerungen in Zukunft etwas mehr bei den anstehenden Systempatrouillen mitzuwirken. Gemeinsam hatten Drask und Lieutenant Gyrr mehrmals gegenüber ihrem menschlichen Vorgesetzten, Aiden, damit argumentiert, dass man all die Realflüge nutzen könnte, um Zusammenarbeit, Kommunikation und ähnliche Dinge bei den Piloten aktiv zu verbessern. Sie sollten sich nicht zu sehr an die Simulatoren gewöhnen. Und an diesem Tag hatten die ersten acht Bewerber die Gelegenheit. Unter der Führung des blauhäutigen Stellvertreters (sowie Samin, Sakura Mitsumo und dem leicht kränkelnden Moses Shaw) sollten sie in knapp einer Stunde – jeweils als Rotte – durch das Sartinaynian-System fliegen. Zwar waren die bestellten TIE-Defender noch nicht geliefert wurden, aber der Captain hatte keinerlei Zweifel daran, dass selbst ein einfacher TIE-Fighter deren Herzen höher schlagen ließ.

Ein Piepsen ertönte. Einzelne Gesichter blickten bloß flüchtig auf die Lautsprecher. Den Raumhafen hatten sie endlich erreicht. Selbst durch die festen Metallwände konnte man plötzlich hören wie das Shuttle seine Seitenflügel nach oben klappte, während die Repulsoren gleichzeitig für einen sanften Sinkflug sorgten. Stillschweigend packte der schwarzhaarige Mensch seine Dokumente zusammen, da er die Hektik nach der Landung nur allzu gut kannte. Kaum ein Passagier konnte es erwarten das Landungsschiff zu verlassen – und insgeheim unterschied sich Aiden in diesem Punkt nicht wirklich von den anderen. Ewig wollte er in diesem Shuttle immerhin auch nicht warten. Schließlich musste er bei Feskin einen guten Eindruck machen. Begleitet von einem gedämpften Knirschen sowie dem üblichen Zischen der Hydraulik setzte die Sentinel-Klasse erst auf und drückte sich danach ein ganz kleines Bisschen nach oben. Problemlos hatte man die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftler auf Bastions festen Boden gebracht. Genau wie die anderen Passagiere erhob sich auch der Captain.


[: Sartinaynian-System | Bastion | Bastion Center :||: Raumhafen | militärischer Bereich | Shuttle der Sentinel-Klasse | Passagierbereich :||: Captain Aiden Thiuro und andere Mitglieder des Sternjägerkorps :]

[OP @ Zion: Du kannst Aiden gerne schon mal in Feskins Büro auftauchen lassen, wenn du magst. Etwas abweichend von der normalen Dienstuniform tragen die Wolves folgendes: Klick mich.]
 
[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Trainingsraum| Sakura & Samin ]

Wenigstens war es beruhigend zu hören das es Samin nun, wo sie auf den Boxsack eingeschlagen hatte wie eine Wilde, besser ging. Für Sakura hieß dies, dass sie sich nicht mehr so viele Sorgen machen musste. Allerdings fragte sie sich dennoch ob der „Unfall“ und die Ohnmacht der Chiss nicht noch weitere folgen für die Pilotin hatten. Der Doc hatte nicht so erfreut reagiert und wenn Sakura es richtig mitbekommen hatte, jedenfalls halbwegs, dann schien Samin eher ein wenig geflunkert zu haben was ihr Wohlsein anging. Aber gut, natürlich konnte man so was auch falsch interpretieren und Samin, die eine Chiss war konnte auch eine andere Körpersprach besitzen. Ein wenig seufzend nahm Sakura das aufmunternde Lächeln von ihrer Kameradin wahr, welche sie beruhigt und ihr klar machte, dass sie stets ein offenes Ohr hatte. Damit waren sie ja schon mal zwei.

„Dito. Ich hab ebenfalls immer ein offenes Ohr“, meinte Sakura leicht lächelnd und folgte dann den Worten der Chiss.

„Mist haben wir tatsächlich abgeliefert. Du magst Recht haben, dass wir nur Menschen sind und als solches machen wir Fehler. Trotzdem ist es mehr als nur unangenehm sich Fehler einzugestehen, besonders dann wenn man es eigentlich wissen müsste. Andererseits ist es mir aber auch lieber für was in den Hintern getreten zu bekommen.“

Sie lächelte kurz, wobei sie weiterhin Samin zuhörte. Sicherlich würden sie Fehler machen und dies wohl auch nicht zu knapp, dennoch gab es ihrer Meinung nach einen Unterschied darin was für Fehler man machte. Einige waren vermeidbar und nur weil man etwas durchsetzen wollte konnte man deshalb keinen Fehler riskieren. Ach verdammt, genau genommen konnten dumme Fehler einen den Kopf kosten und Sakura’s Fehler war mehr als nur Dumm gewesen. Er wäre A vermeidbar gewesen und hätte B schon gar nicht geschehen dürfen. Das eigene Ego war manchmal eine böses Tier welches Spaß daran hatte sich selbst in den Schwanz zu beißen. Idiotischer weiße glaubte man, dass man durch so was auch noch Aufmerksamkeit bekam und zwar positiv. In Wirklichkeit viel es zwar auf aber negativ. Umso mehr Sakura darüber nachdachte umso größer wurde ihr Ärger auf sich selbst.

„Sicherlich ist es besser, wenn es uns jetzt passiert als später. Dennoch, es gibt Fehler die nicht sein müssen und die nur geschehen weil man glaubt etwas beweisen zu müssen. Jedenfalls in meinem Fall jetzt. Was man sich dabei denkt, gute Frage, im ersten Moment wohl gar nichts. Übermut tut selten gut!“, gab Sakura ein wenig bedrückt zurück.

Sie konnte es nicht rückgängig machen, dies war ihr klar und trotz allem würde sie damit abschließen müssen. Aus Fehlern lernte man dies war unbestreitbar. Dennoch, dennoch musste es nicht sein. Sakura merkte, dass sie selbst mehr als nur Hart mit sich ins Gericht ging, dies jedoch war sie gewöhnt. Selbstreflexion war wichtig.

„Wir werden es sehen. Nichts desto trotz ärgere ich mich über mich selbst. Was deine Idee angeht, klar können wir gemeinsam trainieren. Dies wollte ich dich auch schon fragen.“

Sakura seufzte tief auf, dann erhob sie sich.

„Ehe wir etwas essen, ich glaube ich muss meinen Ärger loswerden“, erklärte Sakura und nachdem Samin zur Seite getreten war beanspruchte sie den Boxsack für sich. Harte Schläge mit den Fäusten wie auch mit den Füße folgten. Wenigstens konnte man so seinem Ärger Luft machen und angestaute Energie freilassen. Zimperlich war Sakura nicht, die dazu überging einen Sprung zu machen mit voller Wucht nach dem Sack zu treten. Ihr Fäuste flogen mehrfach, ehe sie endlich ihren Ärger loshatte und dann zu Samin sah.

„Ok, ich glaube mir geht’s ebenfalls besser. Lass uns gehen, ich habe nämlich auch Hunger.“

Zufrieden in diesem Punkt verließen die beiden Damen den Trainingsraum um sich nur wenig später in der Kantina wieder zu finden. Sakura sah sich kurz um und grinste dann.

„Du warst nicht die einzige mit der Idee. Guck mal, da sitzt Nectu. Wollen wir ihm Gesellschaft leisten nachdem wir uns was besorgt haben?“, wollte Sakura wissen und glitt an die Essensausgabe. Dort suchte sie sich was zwischen Fleisch, Gemüse und Reis heraus, nahm sich einen Drink und trat an den Tisch an dem Nectu saß.

„Dürfen wir uns zu ihnen setzen Chett?“, fragte sie den dunkelhäutigen und lächelte. Da er nichts dagegen zu haben schien setzten sich die beiden Damen und Sakura nippte an ihrem Saft.

„Mal sehen ob man das Essen kann“, witzelte sie und sah sich um. Kein Jeremy zu sehen. Verwunderlich. Ob er die Duschen gefunden hatte?

Chett, wissen sie ob Jeremy die Duschen gefunden hat? Nicht das er darin ertrunken ist und ihm niemand zu Hilfe geeilt ist. Wobei nach seiner Anspielung fraglich ist, ob er überhaupt duschen gegangen ist“, meinte sie grinsend.

„Entschuldigung, aber dies musste jetzt sein!“

[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Kantine| Tisch| Samin, Nectu und Sakura ]
 
[Sartinaynian-System | Bastions Mond | Last Defense | Ebene 5 | Kantine] Chett Nectu

Chett Nectu stand vor der Essensausgabe der Kantine und stellte fest, dass er trotz seines Hungers eigentlich überhaupt keinen Appetit hatte. Zumindest auf nichts von dem, was zur Wahl stand. Dass er doch etwas aussuchte, war mehr ein Zugeständnis an die Notwendigkeit als an die Lust. Ein Stück (vermutlich synthetisches oder geklontes) Fleisch als Proteinlieferant, Kohlenhydrate in Form eines Brötchens und eine Gemüsebeilage. Ein Glas Wasser und einen Becher Caf dazu, und fertig war das Festmahl. Mit dem Tablett in der Hand hielt er nach einem ruhigen Winkel Ausschau und fand einen einsamen, unbesetzten Tisch. Zielstrebig ging er dorthin und setzte sich, mit dem Rücken zum Großteil der anderen Gäste, und begann zu essen. Der Appetit kam auch jetzt nicht, was teilweise dem geringen kulinarischen Wert des Kantinenessens und teilweise seinem emotionalen Zustand geschuldet war.

Chett hatte den größten Teil dieses Tages im Simulator zugebracht, erst in der Gruppenübung und dann mit seiner Einzelmission. Dabei waren ihm insgesamt sieben Dinge zugestoßen, die ihn innerhalb der Simulation getötet hatten und das auch in der wirklichen Welt getan hätten. Sieben. An einem einzigen Tag. Dabei genügte ein einziges solches Erlebnis, um ihn ein für allemal zu erledigen, denn in der wirklichen Welt gab es keinen Neustart und auch keine Nachbesprechung. Hinzu kamen noch die Dutzenden anderen Sternenjägerpiloten beider Seiten, die während der imitierten Gefechte ihr Leben gelassen hatten. Es war Wahnsinn. Dieser ganze Krieg war durch und durch krank. Und zugleich war er paradoxerweise das Normalste überhaupt. Er gehörte zum Universum genauso dazu wie das Leben selbst. Denkende und fühlende Wesen schlachteten sich gegenseitig ab. Und er, Chett Nectu, war mittendrin, weil er den Versprechungen von einem abenteuerlichen Leben und ehrenhaften Dienst gefolgt war. Er hatte sich immer tiefer in den Krieg verstrickt, bis von seinem Leben nichts anderes mehr geblieben war. Nun gab er ihn nicht mehr her. Er zerkaute ihn langsam und gründlich und die Frage war nur, wann er ihn endgültig verschlucken würde, denn er spuckte nichts wieder aus, das er einmal im Maul hatte. Irgendwo da draußen war der tödliche Blasterschuss oder Torpedo für den Yaga-Minoer schon geladen. Daran konnte das beste Training nichts ändern und der stärkste, modernste Jäger nicht. Und schon gar nicht die Mitgliedschaft in einer Eliteeinheit, die man in die gefährlichsten aller Einsätze schickte.

Es gab kein Entrinnen. Für niemanden.

Aus diesen finsteren Gedanken riss ihn eine unpassend helle und freundliche Stimme:


»Dürfen wir uns zu Ihnen setzen, Chett

Er blickte auf und erkannte, dass die Flight Officers Mitsumo und Hess'amin'nuruodo an seinen Tisch getreten waren. Dazu gab es keine Notwendigkeit, es gab woanders auch noch genug Platz, aber sie hatten aus irgendeinem Grund entschieden, sich zu ihm zu setzen. Andere wären dankbar dafür gewesen, mit zwei Wolves in Kontakt zu kommen. Andere für die Gelegenheit, zwei so attraktiven Frauen Gesellschaft leisten zu dürfen. Aber er konnte sich nicht darüber freuen. Doch was hätte er schon sagen können, um sie von ihrem Vorhaben abzubringen, ohne sich dabei als das ultimative Kameradenschwein zu outen? Da musste er jetzt wohl durch.

»Gerne«, sagte er und rückte sein Tablett etwas beiseite, damit sie Platz für ihre hatten.

Die beiden Frauen ließen sich nieder. Offensichtlich hatten sie mehr Appetit als er, der noch immer kaum etwas gegessen hatte, weil seine Geschmacksnerven sich fast genauso taub anfühlten wie sein Hirn. Es zeigte sich aber schnell, dass sie nicht nur zum Essen hier waren, sondern wie erwartet auch um Konversation zu betreiben. Sakura fragte ihn nach Jeremy Mengsk und wieder kam ihm der Gedanke, ob zwischen den beiden vielleicht etwas lief. Falls ja, verstand er es nicht, aber es konnte ihm auch egal sein.


»Gefunden hat er sie«, antwortete er. »Ob er sie wieder verlassen hat, müsste ich raten. Um Hilfe gerufen hat er jedenfalls nicht, aber Mengsk würde doch eh keinen Ton von sich geben, wenn er absäuft. Wahrscheinlich war's ein weiterer heldenhafter Freitod.«

Die einzige Form von Humor, die er kannte, war nunmal schwarz und trocken. Ob es ihm Minuspunkte einbrachte, über einen Mitbewerber zu lästern? ›Was soll's.‹

Trotzdem versuchte er das Thema in eine andere Richtung zu lenken. Schon deshalb, weil ihm ein sachlicheres Gespräch lieber war als eines, bei dem man irgendwie Gefühle zeigen oder vortäuschen musste.

»Hat eine von Ihnen in Minute Vier den Torpedo auf mich abgeschossen?« fragte er die beiden. »Hätte mich fast als ersten aus dem Kampf geworfen.«

[Sartinaynian-System | Bastions Mond | Last Defense | Ebene 5 | Kantine] Chett Nectu, Sakura Mitsumo, Hess'amin'nuruodo
 
[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Kantine| Tisch| Samin, Nectu und Sakura ]

Sakura ließ sich ihr Essen schmecken, musste allerdings feststellen da die Küche der Kantine alles andere als berauschen war. Nicht dass dies auch irgendwie verwunderlich wäre, dennoch hatte sie sich ein bisschen was besseres gewünscht als den null acht fünfzehn Fraß. Sie würde wohl niemals verstehen warum das Imperium seine Untergebene mit so etwas abfertigte. Wenn man seine Leute nach dem Wert des Essens beurteilen würde, wäre das Resümee mehr als nur erschreckend. Dies würde bedeuten: Essen zum Teil ungenießbar, der Rest gerade so akzeptabel, tja das Militär eine Saubande und deshalb nicht wert auch nur ansatzweise besser verköstigt zu werden. Im ganzen also, ein beschießen unterbezahlter Job mit nicht sonderlich intelligenten Leuten erhält den Fraß, welchen man Schweinen hinwerfen würde, um sie zum einen nicht zu verziehen und zum anderen an sich zu binden da es sonst nirgends besser aussah. Blieb die Frage ob die Oberen etwas besseres aufgetischt bekamen. Möglich wär es. Es war allein schon irrsinnig sich über so was Gedanken zu machen. Auf was man nicht alles kam, wenn man in einer Kantina saß und etwas aß, was genauso gut auch aus der Tonne hätte kommen können, mit dem Unterschied, dass es dann noch Bio wäre.

Sakura schob sich eine weitere Gabel in den Mund, kaute, schluckte uns spülte mit ihrem Saft den Brei hinunter. Synthetischer O-Saft, na danke! Da würde jeder Gourmet vor Freude einen Salto schlagen. Hier bin ich, nun vergifte mich! Dies sollte man mal als Leitspruch der Kantinen einführen. Die würden sich sicherlich sehr schnell wundern warum sie zum einen so wenig Kundschaft hätten und in Zeiten der Not auf einmal nicht mehr wüssten wo sie den Mist herbringen sollten. Wie schön es doch war festzustellen wie weit unten an der Nahrungskette man sich befand und dies auch noch als angeblicher Elitepilot. Ob der Koch mit sich verhandeln ließe, wenn Sakura ihm den Vorschlag machen würde selbst zu kochen? Wohl nicht. Allerdings wäre es sicherlich lustig dem Koch einen Kurs zu geben. Wäre sicherlich eine Schlagzeile für die Holos wert. Überschrift: „Wolve bringt verdorbenen Koch das Kochen bei“, oder „Wolves nicht nur Elitepiloten sondern auch noch Eliteköche“. Damit hätte jeder was zu Lachen und am Ende würde man in der Kantina Schlange stehen nur um von Elitepiloten bekocht zu werden. Werbung mal anders! Zwischendrin konnte man gleichzeitig einige Anwärter gewinnen. Hallo, wenn eine Elitestaffel super kochen konnte, mussten sie auch die besten Piloten sein.


Innerlich lachend über solcherlei Gedanken blickte sie zu Chett, welcher auf ihre letzten Worte einging. Trockener Humor würde man meine, aber weit gefehlt. Chett drückte aus was er dachte und Sakura konnte nicht anders als lachen.

„Als ob ein Mengsk um Hilfe rufen würde. Einmal davon abgesehen, dass sie den Freitod wohl zu lieben scheinen. Schlagzeilen sind ihr zweites Ich, umso härter umso besser“, meinte Sakura grinsend.

„Nun ja, hätte ja sein können das sie etwas wissen und Jeremy darum gebeten hat, dass sie mich vorbeischicken wegen irgendwelcher Widerbelebungsmaßnahmen“, erklärte sie belustigt und stellte sich gleichzeitig diese Bitte vor. Leise lachend schob sie sich die nächste Gabel in den Mund, kaute auch hier und spülte nach.

„Leider nicht mein Verdienst“, gab sie zu und blickte zu Samin, welche ansonsten nur noch infrage kam, lächelte diese an und sah zu Chett zurück. Dieser wirkte wie ein kleiner Brummbär. Nicht zu nahe kommen, Freundschaft unerwünscht, Gefühle ebenso. Autsch, da war jemand ein wenig Steif von seiner Art und verschlossen. Passte irgendwie so gar nicht zu dieser tollen Hautfarbe. Dunkle Schokolade war das erste woran er sie erinnerte und gleich wie dunkel sie sein mochte, sie war immer für ein Glücksmoment gut. Schien nur nicht auf den Piloten zuzutreffen.

[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Kantine| Tisch| Samin, Nectu und Sakura ]
 
[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Trainingsraum| Sakura & Samin ]

Ehe das Gespann der weiblichen Wolves loszog, beschloss auch Sakura den Sandsack zu bearbeiten und so einigen angestauten Frust los zu werden. Samin war etwas überrascht darüber, schließlich hatte sie Sakura zunächst als weichherzig kennengelernt. Wie man jedoch sah, konnte sie wenn es darauf ankam, durchaus mit harten Bandagen zu Werke gehen. Die Menschenfrau schien ziemlich sportlich zu sein. Damit würde sie für die etwas eingerostete Samin mit Sicherheit eine gute Trainingspartnerin abgeben, die damit ihre Fitness wieder auf ein höheres Level bringen könnte.

Zufrieden nickte die Chiss, bevor sie zusammen mit ihrer Kameradin den Raum verließ und in Richtung der Kantine steuerte. Zum Glück trug der Hunger die beiden ziemlich schnell an ihr gewünschtes Ziel. Um diese Zeit war dieser Bereich gut besucht, auch wenn noch einige Tische frei waren. Samin ließ ihren Blick flüchtig über die Anwesenden schweifen und erkannte vermutlich im selben Moment wie Sakura, dass auch Chett Nectu, der dunkelhäutige, menschliche Anwärter, zugegen war.


„Warum nicht..“

, entgegnete sie, als sie sich in die Schlange der Ausgabe stellten und warf der Frau an ihrer Seite ein seichtes Lächeln zu. Gesellschaft konnte nie schaden, ebenso wenig wie neue Bekanntschaften, auch wenn der Pilot Officer ein ziemlich ungeselliger Kerl zu sein schien. Sie hatte ihn noch nie Lächeln sehen. War er einer dieser Männer, die das Leben zu ernst nahmen? Er war ein Kandidat für die Wolves - vermutlich war er sogar ein aussichtsreicher. Viel mehr konnte man nach Samins Auffassung in so jungen Jahren gar nicht erwarten. Er hatte also in dieser Hinsicht keinen Grund, sich nicht auch einfach mal zu einem Lächeln zu zwingen.

Als das Tablett bepackt und für ausreichend gefüllt befunden wurde, machten sich die beiden Damen also auf und setzten sich nach höflicher Erkundigung, ob es denn überhaupt genehm wäre, zu dem Anwärter. Er schob sein Tablett beiseite und machte ihnen somit ein wenig Platz. Samin konnte absolut nicht deuten, ob er dies mit einer gewissen Resignation tat, da sein Gesicht ja anscheinend immer diesen gleichgültig-traurigen Ausdruck hatte.

Wie Sakura dann halt so war, eröffnete sie auch gleich wasserfallartig das Gespräch und spielte auf Jeremy Mengsks Bemerkungen einige Minuten zuvor an. Anerkennend musste Samin dem Menschen zu nicken, als sich herausstellte, dass er doch über eine Art von Humor verfügte. Zwar war er trocken wie die Sandebenen von Tatooine, aber immerhin passte dies authentisch zu dem sonstigen Auftreten des Piloten. Gleichzeitig ließ er erkennen, dass ihm das Gebaren seines Konkurrenten ebenfalls gegen den Strich zu gehen schien. Früher hätte sie sein lockeres, ungeniertes Benehmen vermutlich als sympathisch empfunden, mittlerweile schien sie jedoch reifer zu sein. Vielleicht erinnerte er sie aber auch einfach nur zu sehr an John Bennett…

Zu Chett Nectu passte dann wiederum, dass er das Thema auf etwas ernsthaftere Ebenen zu drücken versuchte und nach dem Torpedo fragte, den Samin aus einer Notsituation heraus abgefeuert, und den Anwärter in viel zu große Probleme verwickelt hatte.


„Ja, das war ich“, antwortete sie ihm. Sie öffnete erneut den Mund, um ihm zu sagen, dass ihm das eigentlich nicht hätte passieren dürfen, entschied sich dann jedoch anders. Erstens wusste er das vermutlich selbst, und zweitens stellte sie sich die Frage, ob es überhaupt angemessen war, ihn in Wechselseitiger Position zu kritisieren. Zwar war die Chiss ein Wolve, und er ein Anwärter, der es werden wollte, aber was rechtfertigte das schon? Im Grunde genommen standen die beiden auf der gleichen Rang- und Besoldungsstufe, auch wenn Samin durch ihre Position Flight, statt Pilot Officer geschimpft wurde. Es fanden sich außerdem zu diesem Zeitpunkt keine Argumente dafür, dass Nectu ihre Kritik und eventuelle Verbesserungsvorschläge überhaupt annehmen würde. Um diesen Gedankengang abzurunden, musste sie sich jedoch eingestehen, dass sie durch seine Art zu fliegen durchaus beeindruckt war, auch wenn es einem TIE-Defender viel zu unangepasst war.

„Ich glaube, um ehrlich zu sein, dass Sie einen ziemlich hochkarätigen Piloten abgeben werden, wenn Sie sich erst an den Defender gewöhnt haben, Mr. Nectu. Wenn es nicht so wäre, hätte ich nicht erst in Minute vier einen Torpedo auf Sie abgefeuert.“

Sie legte dabei so viel Überzeugungskraft und Ernsthaftigkeit wie möglich in die Stimme, um ihren Worten Nachdruck zu verleihen. Wenn er sie in den Richtigen Hals bekam, dann durfte er das durchaus als Kompliment auffassen und als Ansporn sehen. Sollte er es schließlich in die Staffel schaffen, dann würde ihr eigenes Leben zweifellos mittelbar vor seinen Fähigkeiten abhängen. Alleine gewann niemand eine Raumschlacht.

„Wo waren Sie noch gleich stationiert? Welche Einheit?“


[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Kantine | Chett, Sakura & Samin ]
 
[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]

Nheria war gerade dabei sich mit dem nächsten Kontrahenten anzulegen als ihr von hinten sehr effektiv in die Kniekehle getreten wurde. Der Schmerz schoss ihr Bein hoch und fast kam es ihr vor als hätte sie ihre Kniescheibe krachen gehört. Mit einem Schmerzenslaut auf den Lippen ging sie zu Boden und gab damit dem Typ ihr gegenüber die Gelegenheit nachzulegen und ihr in den Magen zu treten.
Die Twi'Lek sah schwarz als ihr die Luft aus den Lungen getrieben wurde, ächzend fiel ihr der Dolch aus den blutigen Fingern. Ihr hätte klar sein müssen das sie das hier auf Dauer nicht aushalten würde.

Doch anstatt liegen zu bleiben machte sie sich wenigstens noch die Mühe und rollte zur Seite, die Zwei die vorher auf sie losgegangen waren stellten sich nun einander, offensichtlich der Meinung das zwei Tritte eine Frau schon erledigen würden. Um Luft kämpfend versuchte sie den aufsteigenden Drang sich zu übergeben auszuatmen, ihr Knie schmerzte höllisch. Als ihr blick auf sich geklärt hatte riskierte sie einen Blick um abzuschätzen wie es in dem Rest der Halle aussah. Viele waren bereits gefallen doch was ihr direkt wieder die Übelkeit in den Magen trieb war ein Wuchtiger Kerl mit zwei Narben über dem Kopf. Wo der Typ hinschlug...stand nichts mehr auf.

Das Gesicht verziehen raffte sie sich mit Hilfe einer der Bänke auf und kam auf einem Bein zum stehen, das andere behielt sie angewinkelt und entlastete es. Jetzt war also auch der Vorteil der Wendigkeit null und nichtig. Mit einem Bein war sie ungefähr so schnell wie eine humpelnde Ente. Fluchend sah sie sich nach ihrem Dolch um doch dieser wurde gerade unter der Leiche des Jüngers begraben der ihr in den Bauch getreten hatte.
Zu ihrem Glück lag nicht weit von ihr ein Speer und diesen Griff sie sich sofort. Sie hatte zwar noch nie mit solch einer Waffe gekämpft doch sie musste jetzt schnell handeln. Während der Mensch der ihr Bein verletzt hatte über dem anderen kniete und ihm regelrecht den Schädel einschlug nutzte sie ihr zwar nicht sehr signifikantes aber ausreichendes Gewicht um ihm die Waffe von hinten in den Hals zu Rammen. Sie spürte nur einen kurzen Widerstand als das Metall von der Wirbelsäule glitt und die Halsschlagader durchtrennte. Wenig Kraftaufwand, großer Erfolg.

Zufrieden beobachtete Nheria wie der Mensch röchelnd und blutend über dem anderen zusammenbrach.
Erst jetzt sah sie sich nach dem Typ um der vorher schon gekämpft hatte (Bero), vermutlich war er schon längst tot, so demoliert wie er schon von beginn an gewesen war. Umso mehr überraschte es sie ihn nicht weit von ihr stehen zu sehen. Sie zog den Speer aus dem Hals des Menschen und nutzte ihn als behelfsmäßige Krücke. Testweise belastete sie ihr Bein und der Schmerz der sie begrüßte war bei weitem nicht so schlimm wie sie anfangs vermutet hatte. Sie konnte es war leicht belasten doch nur unter Schmerzen. Die Zähne zusammenbeißend hob sie einen Dolch mit recht kurzer klinge vom Boden auf um den Verlust ihres eigenen wenigstens etwas zu Kompensieren. Es waren nur noch 4 andere Jünger übrig, der riesen Kerl einer davon. Sie würde es niemals schaffen ihn alleine zu Töten, selbst wenn sie nicht verletzt wäre.


[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 
[Sartinaynian-System | Bastions Mond | Last Defense | Ebene 5 | Kantine] Chett Nectu, Sakura Mitsumo, Hess'amin'nuruodo

Nur kurz zuckten Chetts Mundwinkel, als Sakura Mitsumo auf seinen trockenen Scherz einging. Die Vorstellung, dass er hier beim Essen in der Kantine irgendwann beiläufig sagte: ›Ach, Officer Mitsumo, ehe ich es vergesse... Mengsk bittet darum, dass Sie ihn reanimieren‹, war einfach zu schräg. Aber ein echtes Lächeln zauberte es nicht auf sein Gesicht, das wäre schon einem mittelprächtigen Wunder gleichgekommen. Er hatte gar kein Interesse daran, sich mit den beiden Pilotinnen in fröhlichen Späßen zu ergehen. Stattdessen war er froh darüber, dass sie sich auf seinen Themenwechsel einließen und das Gespräch sich nun um die zurückliegende Simulation drehte.

Chett Nectu erfuhr, dass es Hess'amin'nuruodo gewesen war, die ihn mit dem Torpedo be- und beinahe abgeschossen hatte. Im ersten Moment empfand er es als kleine Erleichterung, dass es ein lebender Gegner und keine KI gewesen war, die ihn so getroffen hatte. Dann aber fiel ihm auf, wie unsinnig dieser Gedanke war. Denn da draußen bekam er es schließlich nur mit lebenden Piloten zu tun. Seit er hier in der künstlichen Welt der Last Defense mit ihrer spürbaren Entfernung zur Front und der scheinbaren Sicherheit war, musste er sich gelegentlich daran erinnern, dass das hier alles nur ein anspruchsvolleres Spiel war im Vergleich zu dem, wie der Krieg tatsächlich lief.

Stirnrunzelnd nahm er zur Kenntnis, dass die Chiss ihm ein Kompliment aussprach. Ein ziemlich großes sogar Sie sah in ihm das Potential für einen ›hochkarätigen Piloten‹.

»Danke«, murmelte er.

Oder war es sarkastischer Spott? Oder war sie einfach so von sich eingenommen, dass jemand, den sie nicht binnen weniger als vier Minuten abschoss, gar nichts anderes sein konnte als ein hochkarätiger Pilot? Nein, dem Blick und Tonfall nach meinte sie Ersteres: Es war als Kompliment gedacht. Aber der Yaga-Minoer blieb skeptisch. Misstrauen und absichtliche Fehlinterpretation vereinfachten es, sie nicht sympathisch zu finden, was zugegebenermaßen bei beiden Frauen schwierig war. Aber wie wichtig es war, sich nicht auf irgendwelche emotionalen Bindungen einzulassen, rief sie ihm mit ihrer nächsten Frage schmerzlich ins Gedächtnis. Sie wollte wissen, wo er zuletzt seinen Dienst verrichtet hatte. Sofort wurde sein Gesicht wieder um eine Nuance ernster und seine Augen nahmen einen glasigen Ausdruck an, der den Eindruck machte, als blickte er durch die Chiss hindurch oder in sich selbst hinein.


»Die letzten beiden Jahre habe ich bei der 689. TIE-Jägerstaffel verbracht. Schildlose TIE/Lns ältester Bauart, wie die meisten Maschinen draußen an der Front. Wir waren auf der Champion stationiert, einem Vindicator-Kreuzer. Zuletzt waren wir bei Rehemsa, als die Republikaner da mit ihrem Supersternenzerstörer eingefallen sind. Die Champion wurde mit dreitausend Seelen an Bord vernichtet und die Reste der 689. sehen Sie vor sich.«

Er schmetterte ihnen diese grausige Wahrheit ins Gesicht wie ein nasses Handtuch und wandte sich dann seinem Tablett zu, um weiter zu essen. Jetzt, da er die Gelegenheit gehabt hatte, einen Teil seines inneren Schmerzes auf die beiden Pilotinnen abzuladen, kehrte sogar sein Appetit zurück. Als hätte das, was er gesagt hatte, nicht die geringste Bedeutung für ihn, schnitt er ein Stück von dem Nerf-ähnlichen Fleisch ab und steckte es sich in den Mund.

[Sartinaynian-System | Bastions Mond | Last Defense | Ebene 5 | Kantine] Chett Nectu, Sakura Mitsumo, Hess'amin'nuruodo
 
[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria, Bero, Rorrik(NPC) und 2 weitere Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]



Rorrik war ganz in seinem Element. Welch ein Segen, dass die blasse Sith auf die Gruppe aufmerksam geworden war und sich nun die günstige Gelegenheit bot mehr zu lernen. Wieder und wieder sausten seine Fäuste auf den Schädel des unglücklichen Jünger unter ihm nieder. Schade nur, dass er nicht mehr länger wie ein Weib schrie und höchst wahrscheinlich nicht einmal mehr bei Bewusstsein war um diese sanfte Massage zu genießen. Bei diesem Wicht konnte Rorrik seine Kräfte schonen und sich für würdigere Gegner aufheben. Doch im Grunde zweifelte er daran hier welche zu finden.

Viel zu schnell würde das hier ein Ende haben. Sichtlich enttäuscht ließ er von dem leblosen Jünger unter ihm ab. Der hatte genug und zum heiteren Ausweiden war jetzt leider keine Zeit. Schnaufend und mit irrem Blick sondierte er die Lage im Raum. Außer ihm, waren nur noch 4 der Jünger zugange. Unter ihnen der vorlaute Schläger mit der blutigen Nase (Bero) und erstaunlicherweise auch die hübsche Twi´lek (Nheria). Lüstern blieben die Pupillen des breitschultrigen Mannes einen Augenblick auf dem rothäutigen Alien fixiert. Dass sie trotz ihrer Sichtbaren Verletzung noch lebte rief Rorrik ins Gedächtnis sie nicht zu unterschätzen, vielleicht würde er ihr hübsches Gesicht nicht sofort einschlagen, sondern sich erst einen Moment mit ihr Vergnügen, oder sie ganz am Leben lassen und als Sklavin zu seiner Belustigung halten.


"Gleich meine kleine Zuckermaus... gleich werden wir schön spielen... aber vorher kümmere ich mich noch um den vorlauten Bengel!"

Flötete Rorrik Nheria irre zu und stapfte in Beros Richtung davon und überließ die Twi´lek einem anderen hageren Jünger mit Hackennase und einer langen Stabwaffe in der Hand, der es für weit klüger hielt die verletzte Frau anzugreifen als den verrückten Muskelberg.
Der letzte noch fehlende Jünger hatte sich vorgedrängelt und rang bereits eifrig mit Bero. Der Jünger mit der blutigen Nase führte behände einen Spieß und sein Gegner ein kurzes Vibroschwert. Der Reichweitenvorteil lag eindeutig bei Nasenbluten, doch die tödlichere Waffe führte der andere Jünger.


"Was willst du mit dem Zahnstocher ausrichten, Nasenbluten? Pass nur auf und halt den Stab richtig herum, dass du dich nicht verletzt, die Spitze ist scharf!"

Knurrte Rorrik gehässig, beließ es aber dabei vorerst nur zu beobachten und zu pöbeln. Beros Gegner hingegen stand die pure Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Vor ihm der Jünger der sich noch vor der Schlacht mit drei Jünger gemessen hatte und hinter ihm der riesige Irre mit den Eisenfäusten. Dies war ein wirklich ganz mieser Tag!



[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria, Bero, Rorrik(NPC) und 2 weitere Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 
[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria, Bero und 11 kampfbereite Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]

„Eine Amme?! Na klar! Damit sie mir auch noch das Kind entführt oder entführen lässt, weil sie zu schwach ist es zu verteidigen oder nur um ihr eigenes Leben bangt! Nein! Niemals! Und was wäre ich denn für eine Mutter, wenn ich mein Kind abschieben würde!? Nein, diese Idee gefällt mir überhaupt nicht!“

Fuhr Kira die andere Sith empört an und besann sich schnell eines Besseren, als ihr Kind leise murrte. Sie wollte ihren kleinen Schatz nicht wecken! Doch zum Glück schlief das Kind weiter. Wahrscheinlich war sie ihr Geschrei langsam gewöhnt. Trotzdem war der Gedanke natürlich irgendwo verlockend, dass sie wieder mehr Zeit für sich hätte. Immerhin hatte sich ihr Leben drastisch seid der Geburt des Kindes verändert. Schon bei der Schwangerschaft und wenn man es genau nahm auch schon bei der Zeugung, aber dass jetzt noch einmal so eine starke Veränderung folgen würde, damit hatte die Sith nicht gerechnet.

„Vielleicht gibt es einen anderen Weg, dass Kind schneller altern zu lassen. Gentechnik…das klingt für mich auch fast schon zu wissenschaftlich. Ich habe von schnell wachsenden Klonen gehört, aber…mein Kind ist kein Klon. Vielleicht gibt es noch einen anderen Weg. Vielleicht mit der Macht. Wir Sith sind so mächtig und die dunkle Seite ermöglicht uns so viel…warum nicht auch das? Meinst du….es wäre irgendwie möglich das Wachstum des Kindes mit der Macht zu beeinflussen? Vielleicht auch geistig? Und wenn nicht…naja, dass bringe ich dem Kind schon noch alles bei. So schwer kann das nicht sein. Wenn es erstmal Sprechen und Laufen kann, dann geht sicher alles ganz schnell! Ich werde es schon fördern!“

Meinte Kira optimistisch, auch wenn sie eigentlich wusste, dass ihre Idee wohl Wunschdenken war.

„Aber so eine Machttechnik wird es nicht geben, hm? Ich wünschte Adria würde wenigstens die Nächte mal durchschlafen. Ich weiß nicht was sie hat. Sie schreit und schreit und schreit. Und irgendwann bricht sie förmlich zusammen und schläft vor Erschöpfung. Wenn ich wenigstens wüsste was sie hätte… . Ich war schon beim Medidroiden, aber er konnte nichts körperliches feststellen. Was glaubst du, warum sie weinen könnte?“

Fragte Kira , auch wenn sie kaum glaubte, dass Jolina wirklich eine konstruktive Antwort geben konnte. Immerhin war sie hier die Mutter und kannte sich mit ihrem Kind und mit Babies aus… .

Währenddessen genoss Kira weiterhin das Schauspiel der sich bekämpfenden Jünger.

[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria, Bero und 11 kampfbereite Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 
[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]


Wie erwartet, reagierte Kira äußerst ungehalten auf Jolinas Vorschlag eine Amme für das Kind zu besorgen. Sie hoffte eher darauf, dass es möglich war mithilfe der Macht die Entwicklung der kleinen Adria zu beschleunigen.
Die junge Sith schluckte unmerklich. Mehr und mehr war sich Jolina sicher, dass der kleine Aaron in ihrer Obhut auf Kast wirklich mehr Glück hatte, als seine gebeutelte Zwillingsschwester. Vielleicht schrie das Mädchen nur deshalb so viel, weil ihr bei ihrer Mutter irgendetwas Grundlegendes fehlte. Anders als Jolina es im Vorfeld der Geburt vermutet hatte, war die junge Mutter doch zu so etwa wie Mutterliebe im Stande. Grundsätzlich wollte Kira aber nur so schnell wie möglich das plärrende Kleinkind loswerden und einen nützlichen Zögling für sich gewinnen. Risiken und Gefahren für eine solch empfindlich gestörte Entwicklung würde sie wohl oder übel in Kauf nehmen.


"Hm... vielleicht könntest du dich ja bei den hiesigen Zirkeln umhören, ob dir geholfen werden kann. Aber selbst wenn dem so ist, selbstlos und ohne Gegenleistung werden sie dir bestimmt nicht helfen und die Gefahren für die kleine Adria will ich mir gar nicht erst ausmalen."

Der Orden beherbergte Alchemisten, Technomanten, Chemiker, Metallurgen und so weiter… allesamt Hexer, die in verschworenen Zirkeln für ihre Sache experimentierten und sicherlich hoch erfreut wären, mit der kleinen Adria herumzuexperimentieren.

Kira fragte ausgerechnet ihre ehemalige Mitschülerin, ob sie eine Idee haben würde, weshalb das Kind so viel schrie. Sicherlich war Sie selbst der Hauptgrund, aber das konnte Jolina ihr ja schlecht unter die Nase reiben.

„Da fragst du ja die richtige Expertin Kira! Ich hab leider keine Ahnung was die Kleine haben könnte, jetzt schein sie ja selig zu schlafen! Wenn es nichts Körperliches ist, stören sie vielleicht irgendwelche anderen unangenehmen Dinge in ihrer Umgebung. Wo lässt du sie denn so den Tag über? Der Sithorden ist so oder so kein geeigneter Ort für kleine Kinder.“


[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 
[Bastion - Orbit - YT-2400-Frachter "OneArm" - im Cockpit] Karus Segas

Der vom Zerfall bedrohte YT-2400-Frachter verließ den Hyperraum und trat in den Orbit eines Planeten namens Bastion.

"Bastion Flugkontrolle an unbekanntes Flugobjekt. Identifizieren sie sich und teilen Sie uns ihre Absichten für den Eintritt in imperiales Fluggebiet mit. Ansonsten sehen wir uns gezwungen ihr Schiff abzuschießen!", ertönte eine raue Stimme durch den, im Cockpit eingebauten, Komlink.

Die Stimme in Karus Kopf sagte ihm, was er anzugeben hatte und so übermittelte Karus die Daten der "OneArm". Als Besuchsgrund gab er an, einen wichtigen Termin beim Orden der Sith zu haben.


Die Stimme in seinem Kopf versicherte ihm, dass er dann keine Scherereien haben würde.

"<<OneArm>> Daten überprüft und bestätigt. Wir wollten Sie nicht aufhalten." Karus dachte Angst in der Stimme des Mannes gehört zu haben, doch er sagte weiter.
"Übermittle Koordinaten zur Landung an Ihr System. Die Bastion Flugkontrolle wünscht allen Mitgliedern des Sithordens einen angenehmen Aufenthalt auf Bastion. Für das Imperium."

Die Komverbindung wurde beendet und der Navcomp bestätigte die Übermittlung der Landekoordinaten. Während der Navcomp die Koordinaten dem Autopiloten als Nahrung speißte und nachdem Karus auf Autopilot geschaltet hatte, ging er zum eingang des Cockpits und durchsuchte seine Tasche nach dem Päckchen, dass er jetzt dringend brauchte, um nicht die Fassung zu verlieren.

Er erinnerte sich an den letzten Wutausbruch, als seine Kopfschmerzen zu stark geworden waren und die Zerstörung, die er in seinem Quartier zurückgelassen hatte. Seit diesem Tag schlief, aß und lebte er im Cockpit und hatte immer seine Schmerztabletten griffbereit. Nach einem wütenden Schrei fand er das Päckchen, nahm eine Blisterpackung heraus, drückte zwei der ovalen Tabletten mit der grünlichen Farbe heraus und warf sie sich in den Mund. Er schluckte sie ohne Wasser runter und hoffte, dass sie schnell ihre Wirkung entfalten würden.

Die Stimme in seinem Kopf sagte ihm, er soll sich entspannen, doch die Schmerzen wussten dies zu verhindern und er kehrte schwankend zum Pilotensitz zurück und bereitete sich darauf vor, das die "OneArm" den Boden der Landebucht Z 87 im Raumhafen von Bastion berührte.
Eine Viertelstunde und unzähliger Flugverkehr später, wirkten die Tabletten rechtzeitig, als der Frachter den Boden der Raumstation berührte.

Karus wischte sich den Schweiß von der Stirn, stand auf, nahm sich seine Tasche, nahm das noch mit Blut verklebte Küchenmesser aus ihr, steckte es sich in den Gürtel und verließ das Cockpit in Richtung der Laderampe. Er drückte den großen roten Knopf und mit einem Zischen fuhr die Landerampe herunter und er verließ das Schiff.

Die Stimme in seinem Verstand gab ihm zu verstehen, er täte gut daran, das Schiff dem erst besten, in diesem Fall dem Wartungsarbeiter mit der Glatze zu verkaufen. Dies passte Karus gar nicht und wie um ihn von gegenteiligem Verhalten abzuhalten, beschenkte die Stimme ihn mit Kopfschmerzen. Karus schüttelte den Kopf und ging auf den Mann mit der Glatze zu.


"Schönes Schiff haste da." Der Mann grinste. Die Stimme in Karus Kopf wurde stärker, lauter, sodass die Kopfschmerzen stärker wurden. Sie sagte: "VERKAUFE! VERKAUFE!" Und ohne es zu wollen, passierte es wieder. Karus zwang ungewollt dem Mann seinen Willen auf, indem er sagte:
"Führ 32.000 Credits ist sie dir!"
"Du bekommst sogar 35.000 dafür!", sagte der Mann, zog einen Creditstick heraus, verband ihn mit einer Konsole und übertrug 35.000 Credits auf den Stick. Anschließend übergab er Karus den Stick.

Dieser steckte ihn ein. "Danke..", sagte Karus und die Stimme sorgte dafür, dass er Grinste.

"Nun, Du willst mich jetzt noch zum Ordensgebäude der Sith bringen, ich weiß, dass du außerhalb des Raumhafens einen Speeder stehen hast!" Die Stimme sprach aus Karus und der Mann nickte und führte ihn nach draußen. Dort stand ein gammlig aussehender Speeder auf den der Mann zeigte.

"Da ist das Prachtstück.", sagte der Mann stolz.

"Ne gammlige Dreckslaube ist das! Und jetzt bring mich zu meinem Ziel.", Karus erkannte seine Stimme nicht, aber der Mann tat wie ihm geheißen und kurze Zeit später stand Karus vor dem Orden der Sith.

Karus betrat das Gebäude und die Stimme in ihm, linderte seine Kopfschmerzen auf ein minimales. Sie schien zufrieden zu sein.

Zugleich er das Gebäude betreten hatte, trat ein Droide an ihn heran.


"Wieder ein neues Opfer für die Meister", sagte der Droide trocken und tippte auf einem Datenpad rum.

"Name, Herkunft, Rasse, Gewicht.", fragte der Droide.

"Karus Segas, meine Herkunft geht dich einen Scheißdreck an Blechbüchse, ich bin..", er überlegte kurz und sagte dann. "War mal ein Mensch, mein Gewicht liegt bei 82 kg auf 1,82 Meter.", die Stimme strafte ihn sofort, für die dumme Antwort gegenüber dem Droiden und Karus lies ein Knurren hören.

Der Droide stoppte seine Eingabe, als Karus knurrte, nahm dann etwas Abstand und tippte weiter. Kurz darauf tauchten schwer bewaffnete Wachen auf und umkreisten Karus.


"Zu meiner eigenen Sicherheit.", sagte der Droide. "Die Wachen werden sie in einen leeren Trainingsraum führen und dort werden sie warten, bis jemand sich um sie kümmert.", beendete der Droide seinen Satz.
Gleichzeitig lies er eine Nachricht für jeden freien Sith im Trainingsgelände los, in der der Raum, Namen und eine Stellungsnahme, die auf "Unzurechnungsfähig" hinauslief, drin stand und die Wachen führten Karus in den Trainingsraum Z 04. Dort schubste die linke Wache Karus in den Raum, schmiss seine Tasche nach und verriegelte von außen die Tür.

Jetzt hieß es für Karus abwarten und diese gottverdammte Stimme zu unterdrücken, die ihn weiter mit Schmerzen strafte.

[Bastion - Sithorden- Trainingsraum Z04] Karus Segas, vor der Tür zwei Wachen (NPCs)
 
[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]


Bero fixierte Rorrik der nun auf ihn zu stapfte und ein paar Sprüche klopfte. Beros Gesicht zeigte wenig Begeisterung oder Emotionen von den Sprüchen, allerdings brodelte der Bitarus innerlich. Einerseits war es seine Wut die ihn durchströmte und auch teils die leichte Spannung, die ihm wahrscheinlich seine Konzentration etwas verbesserte. Kurz flog sein Blick zu Nheria und dann zu dem Jünger der sich vordrängelte. Bero bemerkte das Jünger keinen besonders Sicheren eindruck machte und schaute zu der Waffe seines Gegners. Der Bitarus richtete seinen Spieß und eilte dann zum Angriff, den der andere Jünger mit einer seitlichen Bewegung recht gut auswich, doch das war noch nicht alles, während er zur Seite auswich scheidete er Beros Oberarm. Knurrend sah Bero zu seinem Arm und bemerkte das Blut, die Wut in ihm entfachte. Wieder stürzte sich Bero auf seinen Gegner, allerdings eilten jetzt etliche Schläge hintereinander auf seinen Gegner, die der anfangs noch blocken konnte doch Beros Schläge waren zu Aggressiv und enorm so das der Jünger zu Boden flog und seine Waffe verlor. Recht unbewusst benutze Bero die dunkele Seite um seine Schläge stärke zu geben.
Ohne zu zögern stach Bero dem Jünger in den Hals, woraufhin der Gegner schnell verblutete.
Der Bitarus nahm das Vibroschwert in die linke Hand, um sich einen kleinen vorteil zu verschaffen, dann schaute er zu Rorrik.


"Nun zur nächsten missratenen Gestalt eins Jüngers!" Sprach Bero provozierend, war sich allerdings nicht sicher ob er ihn alleine schaffen würde weshalb er den Blick zu Nheria suchte. Vielleicht würde sie ja gleichzeigt attackieren?

[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Jünger, Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 
[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Rorrik (NPC), Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]

Nheria tat sich schwer das Würgen das sich in ihrem Hals bildete zu unterdrücken als sie Rorriks Worte hörte. Sie hatte die Blicke des riesigen Kerls selbstverständlich gesehen und würde ihre Hautfarbe dem nicht im Wege stehen wäre sie vermutlich vor Wut rot angelaufen. Heißer, siedender Hass breitete sich wie Säure in ihrer Magengrube aus und veranlasste ihre Hände zu zittern. Den Speer den sie eben noch als Krücke nutzte fiel klappernd zu Boden.

Sie hatte sich die Illusion gemacht das die Dinge hier anders stünden, das man sie hier nicht als das Ansehen würde was die Hutt aus ihr gemacht hatten. Doch anscheinend musste sie sich entweder erst das Gesicht in Scheiben herunter schneiden um diesen Kommentaren zu entkommen. Entweder das oder genug Einfluss, Macht und Prestige ansammeln das zumindest niemand mehr wagte es ihr ins Gesicht zu sagen.

Die Nasenflügel der Twi'Lek bebten als sie den fleischigen Riesen mit ihrem Blick förmlich aufspießte. Bero hatte in der Zeit den anderen Jünger ausgeschaltet und sah im genau richtigen Moment zu ihr herüber. Jeder für sich würde den Fleischklops sicher nicht zu Fall bekommen, doch vielleicht....gemeinsam?

Nheria reckte das Kinn in die Luft und ihre Augenbrauen zogen sich zusammen, wurde ihr nicht von Anfang an eingetrichtert das es hier keine Verbündeten gab? Niemand dem man Trauen konnte? Niemand auf den man sich verlassen sollte? Dann wiederum war dies hier eine Situation in der es um Leben oder Tod ging. Eher würde sie sich selbst den Dolch in ihrer Hand in die Kehle rammen als sich von diesem riesen Schwein antatschen zu lassen. Lieber tot als nochmal so zu Leben wie zuvor. Das hier sollte ein neuer Abschnitt in ihrem Leben sein verdammt, nicht eine Wiederholung von Na Shaddaa.

Die Wut hatte mittlerweile ihren Zenith erreicht und das Adrenalin das freigesetzt wurde vertrieb die Schmerzen aus ihren Gliedern. So redete sie es sich jedenfalls ein. Das ihr Leib plötzlich seltsam summte und der Schmerz ein erträgliches Übel wurde, die Wut ihr eine brodelnde ruhe verlieh und die Prioritäten klar fokussierte. Selten hatte sie sich so....gut gefühlt.

Vorsichtig, wenn auch das rechte Bein schonend, bewegte sie sich hinter Rorrik der eindeutig auf Bero fixiert war. Sie hielt den Blick des anderen während sie sich bewegte, nickte kaum merklich. Erst als sie sich direkt hinter Rorrik befand blieb sie stehen. Fakt war das sie diesen Typen schnell und sauber ausschalten mussten, würde er sie auch nur einmal mit seinen Fäusten treffen wäre es aus. Ein paar Meter entfernt sah sie ein Trainingslaserschwert liegen. Sie brauchte irgend eine Distanz Waffe. Der Speer kam nicht in Frage, sie hatte keine Ahnung wie sie damit umgehen sollte und hier durften ihr keine Fehler unterlaufen.
Sich für Waffen entscheidend mit denen sie umgehen konnte nahm sie ein Ende der Lederbänder in den Mund und begann diese um sich selbst zu drehen bis sie sich in zwei dünne, scharfkantige Streifen gedreht hatten. Unmöglich zu greifen mit bloßen Händen sollten sie sich erst mal um den Hals gewickelt haben. Den Hals reckend versuchte sie wieder einen Blick auf Bero zu erhaschen. Er hatte eindeutig bessere Chancen einen Treffer zu landen als sie.
"Schätzchen?" flötete sie gurrend "Ich bin schrecklich ungeduldig. Lady's first."
Hoffentlich würde sich der Stiernackige Mistkerl zu ihr umdrehen und so dem anderen die Möglichkeit geben anzugreifen..


[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Rorrik (NPC), Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 
] Sartinaynian-System [ Bastion ] Bastion Center [ Komplex des militärischen Hauptquartiers ] Büro von Chief Marshal Feskin / Chief Marshal Allvyn Feskin & Pilot Officer Cain T. DéSkalz [



Er erkannte sofort den Geschmack des Bastionan Brandys, es war ein Feuerwerk für den Gaumen und eine Rarität. Aber Feskin hatte schon immer einen guten Geschmack wenn es um erlesene Getränke ging. Die letzten Jahre konnte Cain viel von ihm lernen und wusste, was ein guter Brandy oder Whiskey war, seiner Meinung nach.
Dass sich der Chief Marshal nach Cains Befinden erkundigte, zeigte auch seine Kenntnisse in der Menschenführung, er kümmerte sich um die Leute, die ihm unterstehen oder die er gut kennt. Da sich die beiden schon viele Jahre kannten, wusste Cain, dass Feskin sich um ihn kümmerte wie ein Vater.

"Es geht mir gut in der Dreizehnten, es ist ruhig und es gibt keinen Ärger...so richtig. Aber es ist auch langweilig, da gibt es keine Herausforderung für mich. Es liegt halt an dem Standort wo wir stationiert sind, einfach ein grüner Sektor."


Er wusste alles über die 'Wolves', diese Einheit hatte viele Spitzenpiloten hervorgebracht. Einen Janson Sez, Sargeras, Nurek D'oro oder eine Billie P. Ferres, alles top Piloten, mit einen Ruf wie keine zweite Einheit. Leider auch Piloten die nicht mehr im Dienst sind aber würdig durch andere ersetzt wie Aiden Thiuro.
Als der Aufruf zum Auswahlverfahren ertönte wollte Cain sich einschreiben. Jedoch schrieb man sich nicht selber ein, man wurde von seinem Vorgesetzten oder einem Gönner empfohlen. Cains Vorgesetzter mochte ihn nicht sonderlich, einerseits, weil Cain besser als er selber war und anderseits war dieser Vorgesetzter ein Arsch, der seines gleichen sucht. Deshalb hatte er sich lieber selber vorschlagen lassen und war, wie nicht anders zu erwarten, mit Pauken und Trompeten untergegangen.

"Und ob ich von dem Auswahlverfahren gehört habe. Ich wäre liebend gern da angetreten aber es gab interne Komplikationen...wenn man das so nennen kann. Bereit dafür wäre ich, außerdem bin ich zehn Mal besser als die anderen Bewerber, das habe ich schon in der Akademie mehrfach bewiesen!"

Die Worte des Chief Marshal klangen logisch und richtig in DéSkalz Ohren. Es war an der Zeit einen Schritt weiter zu gehen und das wusste auch Feskin.

"Sie wissen genauso gut wie ich, dass ich der beste Pilot im Geschwader bin und es nur fair und rechtens wäre, wenn ich eine Chance beim Auswahlverfahren der 'Wolves' bekäme. Es hat schon seinen Grund, wieso ich eines der besten Ergebnisse in den Sim-Flügen erzielt habe oder ohne Schramme mehrmals durch Asteroidenfelder geflogen bin. In keinem Flug konnte mich einer meiner Kameraden je treffen, geschweige denn besiegen."

Cain nippte an seinem Glas, nahm einen Schluck des rubinroten Brandys und setzte das Glas wieder ab. Seine Stimme erhob sich erneut, nur etwas kräftiger.

"Verdammt ja, ich bin bereit für die 'Wolves'!"


Ich weiß nur nicht, wie ich zu diesem Auswahlverfahren kommen soll, ich glaube kaum, dass ich einfach da reinmarschieren kann und sagen 'Hey da bin ich jetzt nehmt mich'. Ich brauche jemanden, der mich da hinein bringt, einen, der mich empfiehlt. Aber mein Rottenführer und mein Staffelführer werden mich nie vorschlagen, geschweige denn mein Wingleader. Die beiden waren immer neidisch auf mich und haben deshalb ständig versucht, mich klein zu halten. Meine einzige Chance, je bedeutender beziehungsweise nur ansatzweise so gut wie mein Vater zu werden, ist die Hilfe von Allvyn.
Ich habe ihn vorher nie um Hilfe gebeten, ich habe alles alleine geschafft. Er gab mir Tipps und Ratschläge, aber ich wurde nie bevorzugt behandelt und deswegen bin ich stolz auf mich. Aber alles ändert sich und dieser Zeitpunkt ist perfekt. Bei den 'Wolves' werde ich mehr Konkurrenz haben und noch besser werden. In dieser Staffel wird man mich fördern und sehen und ich werde nicht mehr abhängig von meinen direkten Vorgesetzten sein.


"Aber ich werde Ihre Hilfe brauchen, Chief Marshal, würden Sie mich ins Gespräch bringen? Wenn Sie das tun, haben Sie was gut bei mir und der nächste Brandy geht auf mich, versprochen."

Cain grinste zu Feskin und nahm einen weiteren Schluck aus seinem Glas. Er genoss dieses Getränk, es war eines der besten in der Galaxie.

Plötzlich kündigte der Protokolldroide, den Cain die ganze Zeit übersehen hatte, einen weiteren Gast an. Just ist diesem Moment öffnete sich die Tür und ein uniformierter Mann trat ein.




] Sartinaynian-System [ Bastion ] Bastion Center [ Komplex des militärischen Hauptquartiers ] Büro von Chief Marshal Feskin / Chief Marshal Allvyn Feskin, Captain Aiden Thiuro & Pilot Officer Cain T. DéSkalz [
 
[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Rorrik (NPC), Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]


Die stumpfe Gewalt vermochte Rorrik nicht bloß in rohe Raserei zu versetzen. Sein Geist war klar und seine Sinne deutlich geschärft. Das warme Blut seiner bisherigen Opfer und der durchdringende metallische Geruch an seinen Händen allein stimulierten unerwartete Begierden und Lustgefühle in dem Hünen. Was würde er dafür geben jetzt mit der roten Twi´lek (Nheria) allein und ungestört zu sein. Leider waren neben Nasenbluten(Bero) auch noch die blasse Sith (Jolina) und ihre Gesprächspartnerin (Kira) zugegen. Na ja... es half ja nichts, dann würde er die Twi´lek eben erst Ausnocken müssen und sich die Kleine dann für später aufheben. Immerhin würde er Gleich seine wirkliche Ausbildung beginnen... endlich ein Apprentice sein!


Der Kleine hatte wirklich Nerven im Angesicht seines Henkers noch so muntere Sprüche zu klopfen. Nun... immerhin war er noch da, denn außer ihm und der hübschen Twi´lek war sonst niemand mehr übrig. Der letzte Gegner hatte Bero zudem eine ordentliche Wunde am Arm zugefügt. Es war aber auch zu einfach.

"Große Worte für einen so kleinen Mann. Tut dir der Arm noch weh? Ich hoffe ernsthaft, dass du es mir nicht zu leicht machen wirst. Aber sein unbesorgt, Nasenbluten. Ich werde mir viel Zeit mit dir lassen... wo bleibt denn sonst der Spaß?"


Entgegnete Rorrik dem Bitarius brummend. Der narbenköpfige Hüne hatte irgendwie den Verdacht, dass der Wicht wirklich darauf stand ständig verprügelt zu werden. Wenn dem so war, würde nun gleich eine Art Win-Win Situation eintreten. Raubtierhaft belauerten sich die beiden Jünger dabei registrierte Rorrik durchaus, dass der Blick seines Gegners kurz hinter seine breitschultrige Erscheinung glitt. Was gab es dort nur so Interessantes zu beobachten? Wahrscheinlich würde sich ein weiterer Jünger versuchen anzupirschen. Hatte er da etwa Einen übersehen? Die honigsüße Stimme der Twi´lek gab Rorrik eine rasche Antwort, ohne dass er sich dafür umschauen musste. Nur noch sie Drei waren übrig und anscheinend konnte es die Rothaut gar nicht erwarten mit dem Hünen zu tanzen.

"Es wäre eine wahre Schande ein so hübsches junges Ding wie dich einfach zu töten. Was hältst du davon, wenn ich mich schnell um diese Luftpumpe hier kümmere und wir zwei Hübschen uns dann etwas näher kennenlernen? Die blasse Sith wird das sicher schon verstehen. Wir wären bestimmt ein gutes Team."


Erwiderte Rorrik der Twi´lek ohne den Blick auch nur einen Moment von Bero abzuwenden. Der Gigant war seinem Ziel so nah und glaubte nicht, jetzt noch von einem der beiden anderen Jünger besiegt werden zu können. Mit Nasenbluten konnte er nichts anfangen, aber das Mädchen war an sich hübsch und würde sicher eine passable Sklavin abgeben.

"Nun komm schon, Nasenbluten... du hast Glück, dass die Kleine anscheinend auf mich steht, also bringen wir es doch schnell zu Ende... greif mich schon an, kleiner Mann!"

Bellte er dem Bitarius herausfordernd entgegen und winkte seinen Kontrahenten zu sich heran. Die Twi´lek in seinem Rücken war ein Problem, aber vielleicht war sie vernünftig genug sich nicht einzumischen. Es wäre ein Jammer um ihr zartes Gesicht.



[Bastion - Sith-Orden – größerer Trainingsraum– Nheria +Bero vs. Rorrik (NPC), Abseits Kira+Jolina mit Baby Adria]
 
[Weltraum (Imperium) | Hyperraum | von Taris nach Bastion | Yacht ›Silver Light‹] Chiffith, Janus Sturn, Leto Fel, Droidencrew

Chiffith nahm mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis, dass Fel weiterleben sollte. Der Graf hatte sich entschieden, ihn für sich zu behalten, und nun wurde der Lamproid Zeuge der kleinen ›Zeremonie‹, in der er den Würger zu seinem Schüler machte. Er musste Janus recht geben, was die außergewöhnliche Zähigkeit Fels betraf. Möglicherweise konnte er mit seinem Talent und diesem Lehrer tatsächlich ein mächtiger Sith werden. Wenn er nicht vorher Sturns Geduld überstrapazierte und für irgendeine Unverschämtheit mit dem Leben bezahlte, doch im Augenblick wirkte er schicksalsergeben, beinahe demütig, und unterwarf sich seinem Meister.

Die Jagd war nun endgültig vorbei. Leto Fel hatte für den Lamproiden nun keine Bedeutung mehr und er ignorierte ihn vollständig, stattdessen widmete er sich der Nahrung, die der Droide gebracht hatte. Während Chiffith die großen, saftigen Fleischstücke unzerkaut verschlang, dachte er darüber nach, warum er nicht zufrieden war. Früher hatte er damit sein Leben gefristet, unter Einsatz des eigenen Lebens anderen den Tod zu bringen. Zu jagen und zu kämpfen, stets knapp am eigenen Untergang vorbei, um letztlich zu triumphieren und sich sowie dem Unterlegenen die eigene Stärke zu beweisen. Er hatte während dieser Reise nach Taris zahlreiche Gefahren und Verwundungen überstanden, hatte auf einer unbekannten Welt erfolgreich die Fähre einer ebenso unbekannten Beute verfolgt, hatte zahlreiche bewaffnete Menschen und einen Rakghoul nur mit den Waffen seines Körpers getötet. Sie hatten Leto Fel gefasst. Und er hatte seine erste Begegnung mit den Jedi überlebt. Früher wäre er mit diesem Ausgang höchst zufrieden gewesen, doch diesmal freute er sich nicht.

Schließlich war der Teller leer und nachdem der Droide einen Nachschlag gebracht hatte, war sein Magen gut gefüllt.


»Wenn du mir nah kommst, bring ich dich um!« versprach er Leto Fel noch, bevor er sich zurückzog. Kein Hauch von Übertreibung steckte in dieser alles andere als leeren Drohung. Chiffith war nicht zum Scherzen aufgelegt. Wenn er sich schon auf einem Schiff schlafen legte, auf dem ein wahnsinniger Mörder frei herumlief, dann sollte dieser zumindest wissen, dass er weit weniger nachsichtig sein würde als Janus.

In einer düsteren Nische des Schiffs rollte er sich zusammen und suchte Ruhe. Dabei dachte er immer wieder darüber nach, woran es wohl lag, dass er nicht dieses triumphale Gefühl empfand, das eigentlich zu erwarten wäre. Chiffith war kein großer Denker und es dauerte lange, bis er zu Ergebnissen kam. Die gesamte restliche Reise und auch der Tag in Quarantäne auf dem Bastioner Raumhafen verstrichen darüber. Schließlich hatte er eine grobe Vorstellung, woran es lag: Er selbst hatte sich verändert. Seine Wünsche und Ziele waren nun andere als noch vor zwei oder drei Jahren. Er wollte mehr erreichen. Auf diese Jagd war er nicht nur gegangen, um seine Triebe zu befriedigen, sondern auch um zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Das hatte er zweifellos getan: Der Aufenthalt auf Taris hatte ihn seinem Ziel, ein Sith zu werden, in jeder Hinsicht beträchtlich näher gebracht. Aber seit solche Dinge eine Rolle spielten, wog er Einsatz und Nutzen gegeneinander auf, was er früher nie getan hatte.

Chiffith hatte weit mehr riskiert und geleistet, als voraussehbar gewesen war. Er hatte viel dazu beigetragen, dass die Reise ein Erfolg werden konnte. Janus Sturn hatte bekommen was er wollte: Leto Fel war bezwungen und sein Schüler. Für ihn hatte sich der ganze Ärger ausgezahlt. Der Apprentice hingegen hatte Erfahrungen gesammelt - sonst nichts. Er war von seiner Nützlichkeit überzeugt und der Meinung, dass er dafür mehr verdiente als ein paar Brocken Fleisch und die medizinische Versorgung. Der Graf schuldete ihm etwas. Darüber musste noch geredet werden.

Schließlich endete die Quarantäne. Ein Speeder brachte den Sith und die beiden Schüler zum Tempel. Sie trennten sich nicht sogleich, als sie dort ankamen, sondern Chiffith begleitete Janus, als dieser seinen neuen Schüler in den unteren Etagen herumführte. Er fragte sich nicht, wie Fel sich nun fühlen mochte, und erinnerte sich auch nicht an den Tag, als man ihn zum ersten Mal hier eingelassen hatte - das war ihm nicht wichtig. Der Sith bezeichnete den Tempel als einen Ort, an dem sowohl gelebt als auch gestorben wurde, und fragte den Lamproiden nach seiner Meinung dazu (oder forderte ihn wohl eher dazu auf, seine Worte zu bestätigen).


»Ja«, grollte er mit starkem Akzent. »Die Starken herrschen über die Schwachen. Wer schwach ist, muss stärker werden oder er stirbt.«

Er hielt in der Schlängelbewegung inne und wandte sich zu Leto Fel um.

»Schüler sein bedeutet Unterwerfung. Schüler sein bedeutet Schmerz!«

Beim letzten Wort stieß er blitzschnell mit einem seiner Arme zu und rammte Leto die scherenartige Klaue in den Oberschenkel. Beide Dorne drangen tief ins Fleisch ein und reichlich Blut floss, als er sie zurückzog.

»Für die Fallen«, erklärte er mit boshaftem Unterton. »Du stehst unter Meister Sturns Schutz, sonst wärst du jetzt tot!«

Wer sich für den Orden entschied, der schränkte seine Freiheiten ein. Man konnte nicht mehr tun was man wollte, denn Fehlverhalten wurde bestraft. Das war eine wichtige Lektion für Fel, und Chiffith verspürte eine tiefe Genugtuung darüber, dass er es war, der sie ihm beibringen konnte.

Und da sie gerade schon beim Begleichen von Schulden waren, nutzte er die passende Gelegenheit, um den Sith-Krieger anzusprechen:


»Ihr schuldet mir was, Janus Sturn

[Bastion | Sith-Tempel | Gänge] Chiffith, Janus Sturn, Leto Fel
 
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