Naboo

[ ▫ Naboo ▫ Tänzelnden Shaak ▫ Gaststube ▫ ] mit Kestrel, Brianna, Tara und seinem Meister Wes

Tara, die sich sehr viele Sorgen um Kestrel machte beaufsichtigte die beiden Jedi, die noch gesund waren. Sie holten anschließend dem erwünschten Wickel. Während dessen machte sich Tara ans Werk und spritzte ihre Medizin ein und baute einen Tropf auf. Während Wes und Flynn nach Lappen suchten begann eine etwas unangenehme Unterhaltung. Wes sprach von Tara, die etwas abgeneigt gegenüber den Mächten war. Flynn wunderte sich darüber, er wusste aber, dass auch wenn die Sith gab, gab es auch die Jedi, die den Frieden hüteten.

» Meister? Hatte Tara eine schreckliche Vergangenheit mit den Jedi? Normalerweise sind solche Personen eher neutral gegenüber den Mächten. «

Er ließ seine Worte noch ein paar Sekunden in die Wände des Hauses einwirken, als er dann weiter sprach.

» Auch wenn die Sith nicht wissen, wo wir jetzt sind, in der Vergangenheit ergab sich manches Überaschendes, dass man nicht gedacht hätte. Und einem überraschten Angriff kann man schlecht ausweichen. Vielleicht sollten wir uns vorbereiten? Und wenn ich das so richtig beobachtet habe, machen sie eher einen kurzen Prozess und wenn die beiden ihnen entwischt sind, befürchte ich Schlimmes. Verzeiht, wenn ich etwas vorsichtiger werde, wenn es sich um die Sith handelt. «

Danach machten sie sich an die Arbeit und Wes meinte, es gäbe zu wenig Tücher, wodurch er nach anderen suchen sollte. Er war auf einmal sehr förmlich und freundlich, weswegen Flynn den Kopf senkte und nach neuen Lappen suchte. Er ging ein paar Stufen hoch und entdeckte eine andere Kammer, in der viele Lappen hingen. Er schloss sich nach ein paar Minuten Wes an.

Als die beiden wiederkehrten verknotete sich Flynns Magen und er zuckte zusammen. Er verwirklichte gar nicht, dass sie den Eimer nahm und weiter machte. Danach fragte sie Wes über die Sith aus und wurde sichtlich von ihren eigenen Gefühlen gepeitscht, die ihr merklich Schmerzen verursachten. Danach verarzte sie Kestrel mit Bacta. Wes erklärte ihr, was sich hinter den Sith verbarg und wie abscheulich sie waren. Danach verdeutlichte Brianne den tieferen Sinn des Ganzen, es war also nur weil die Sith die Basis suchten. Flynn schüttelte den Kopf wieder und hörte weiter zu. Er war eher marginal Anwesend, denn selbst er wollte sich nicht in den Vordergrund einer Operation zwängen.

Sie war wirklich gewandt, was das angeht. Man sah, dass sie es schon länger nicht getan haben sollte, aber sie behielte die reinen Bewegungen immer noch.

Nach der langen Diagnose war allen klar, dass sie unter vielen Verletzungen litt und die Inneren waren am meisten. Sie setzte nur Bacta ein, um die Knochen zu heilen. Danach musste sie sich noch informieren, was die schwereren Verletzungen anging. Es war nicht leicht für sie so wie auch für Kestrel. Als sie sich sicher war, legte sie noch andere Medizin am Tropf, die sie vorher zusammen mischte. Dann sagte sie, dass Kestrel noch vergiftet war, was Flynn innerlich aufschreckte: Was waren das für Typen? Tara war immer noch nicht sicher, ob sie die junge Jedi durchkriegen würde. In der zwischen Zeit erörterte Brianna die ganze schreckliche Geschichte.
Es waren wohl zu viele Verletzungen unter denen sie zu lange litt.

Die junge Ärztin fand noch viele Knochen die falsch zusammen wuchsen. Flynn schüttelte den Kopf und war immer noch fassungslos. Tara war immer wieder mit seiner Patientin beschäftigt, bis sie all seine Arbeit zu Ende machte und nicht mehr tun konnte. Die beiden gesunden Jedi setzten sich neben der Kranken und warteten ab, während Tara Brianna untersuchte.

Danach hörte auf einmal ganz fremde Wörter von Wes, und er solle noch als ein Laufbursche dienen. Mit einer säuerlichen Miene lief er dann los, gegen seinen Willen. Er wusste gar nicht, dass man sich durch seinen Meister so erniedrigen musste. Was hätte er sonst tun sollen? Außerdem sah sein Meister nicht so alt aus selbst hinzugehen, aber vielleicht machte er nur deswegen, weil es anders unpassend wäre.Er ging dann runter in die Küche und suchte etwas Brot und machte einen Kaffee zugleich. Als er den Kaffee aufgoss hatte er schon ein paar Schnitten in der Hand. Er beruhigte sich auf dem Rückweg und sprach mit Wes über das Jedi Dasein.


» Ich weiß was mich erwartet und was passieren kann wenn mich die Sith erwischen, trotzdem brauche ich vor den Sith keine Angst zu haben und mich vielleicht dadurch abbremsen lassen. Es liegt auch an Euch wie gut Ihr mich ausbildet. Ich hoffe wir werden bald mit weiteren Übungen weiter machen? <<

Er wusste, dass diese Frage jetzt etwas Tabu war, aber er war wie immer ein kleiner naiver Junge, der das sagte, was er dachte. Er glaubte nicht an Pech, sowas gab es einfach nicht. Wenn man sich in der Umgebung, wo Sith sich aufhalten, bewegte, würde man selbstverständlich denen zum Ofer fallen. Flynn dachte in erster Reihe nur an sich selbst und vergaß immer wieder, dass auch andere leiden. Er war immer neben sich wenn er so ein Unheil sah und war auf einmal ganz seltsam. Er benahm sich dann, nicht so wie jeder von ihm denken würde. Man sah ihm nicht an, dass das ganze ihm sehr nahe kam und er innerlich um die Jedi weinte. Er hatte sehr viel Angst um sie und als sie nun aufwachte, blickte mit erfreuter Miene auf. Wes rief Tara sofort zu sich und schaute Kestrel in die Augen, um zu wissen, wie es ihr ging. Sein gezwungenes Lächeln hatte Flynn gemerkt und wusste auf einmal, das auch Wes berührt war.

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- Naboo - Waldgebiet in der Nähe von Theed - John, Billie -​

Das Pensum das er sich für heute vorgenommen hatte würde er nicht erreichen können. Auf gar keinen Fall. Er würde sich den Speeder morgen oder übermorgen nocheinmal von Ruwee leihen müssen, denn heute war etwas anderes wichtig. Dennoch beschloss er trotz seiner umherschwirrenden Gedanken zumindest einen Baum zu fällen, so konnte er zumindest mit dem Kleiderschrank seines Nachbarn beginnen.......

…... verschwitzt und geschafft kehrte er nachdem er den Baum gefällt, ihn ein wenig zerkleinert hatte um ihn besser im Speeder verstauen zu können (was er direkt danach getan hatte), zur Lichtung zurück. Dieser paranoide kleine Teil in ihm der während seiner Abwesenheit gefürchtet hatte das sie wieder weg gegangen sein könnte wurde beruhigt als er Billie auf der Wiese sah. Lang ausgestreckt und selig schlafend... Seine eigenen Schritte durch das dichte Gras gedämft wissend ging er langsam auf diese vermeindlich friedliche Szenerie zu. Zwar wirkte ihr Gesicht jetzt gerade ziemlich friedlich und entspannt, doch allein ihre blasse nein schon fast aschfahle Haut verriet wieviel Stress sie in letzter Zeit gehabt haben musste. Johns Blick viel auf ihr blondes Haar....welches in der Sonne glitzerte. Kurios.....er hatte sie bis zum heutigen Tage niemals in natürlicher Umgebung, nichtmal in natürlichem Licht gesehen. Die wenige Zeit die sie zusammen verpracht hatten war in der Kälte des Alls umgeben und Durastahl verstrichen. Den einen Abend auf Bastion zählte er nichteinmal dazu....er war damals wie von Sinnen gewesen als er sie mit ihm gesehen hatte....John schob den Gedanken beiseite, seitdem er hier war kümmerte ihn die Vergangenheit nicht mehr. Er vermisste seinen Heimatplaneten Corellia genau so wenig wie seine Zeit bei den Wolves. Mitlerweile hatte er erkannt das es ihn überhaupt nicht nach Abenteuern und Gefahr und anderen Extravaganzen verlangte. Das einzige das er für sich brauchte war ein Dach über dem Kopf, ein bescheidenes Einkommen, nette Freunde und besonders den Kontakt zur Natur. Die Vegetation Naboos schien ihn fast wie das Ladegerät den Akku auf zu laden... Nein John vermisste sein altes Leben und die damit einhergehenden Priviliegien genau so wenig wie die vielen Frauen denen er nachgejagt hatte. Nichtmal seine Odysee aus Drogen und Gewalt war ihm noch wirklich peinlich, es war eben passiert und er konnte es nie wieder Rückgängig machen. Das einzige was ihn nach wie vor schrecklichst schmerzte war die bitte Tatsache nie wieder mit seiner Familie Kontakt aufnehmen zu können, besonders seine beiden Schwestern fehlten ihm so sehr.....Er hatte manche Nacht ohne Schlaf verbracht, weil er sich um sie sorgte, nicht bei ihnen sein konnte, sich nicht für sein schreckliches Verhalten entschuldigen konnte.....Es würde eine ewige seelische Narbe sein, er würde sich immer nach ihnen sehnen.

Der ehemalige Pilot legte die Axt im Gras ab und strich sich nachdenklich über das bärtige Kinn. Wie sollte es jetzt weitergehen, wie würde sich alles entwickeln? Wie lange würde sie bleiben? Was hatte sie auf sich genommen um hier her zu ihm zu kommen? Und bevor sein Herz überhaupt die Gelegenheit bekam panisch zu rasen trat diese stoische Ruhe ein die er seitdem er hier lebte entwickelt hatte. Wieso sollte man sich Sorgen machen? Es würde sich entwickeln wie es sich entwickeln würde. Wie es weiterging? Ganz klar, er würde sie mit in sein Haus nehmen und sie mit dem Respekt und der Fürsorge behandeln die sie verdient hatte. Und was sie alles angestellt oder nicht angestellt hatte war jetzt nicht wichtig denn sie war nun hier. Und hier war jetzt gerade alles gut. Und verdammt Billie P. Ferrer würde so lange bleiben wie Billie P. Ferrer es wollte. Er würde ihre Wünsche akzeptieren und das obwohl er sie am liebsten für immer bei sich haben wollte – eines hatte er einfach von Anfang an gewusst, sie war ein freies Wesen das man nicht einfangen konnte.

Langsam wanderten seine dunkelbraunen Augen über ihren Körper, jenen Körper den er schon so wunderbar nahe bei sich erlebt hatte, - sie war sehr sehr dünn. Blass und dünn und noch dazu seelisch gequält....Naboo würde ihr gut tun. Und eines schwor er sich, auch er würde ihr gut tun. Bald schon bald würde ihre Haut eine gesunde Farbe angenommen und ihr Körper wieder auf ein für sie normales Level zulegen, und mit der Zeit würde sie sicher das gleiche Glück wie er erfahren und sich endlich einem kleinen inneren Frieden hingeben – John hoffte das zumindest. Und mit einer Welle von positiven Gefühlen die durch seinen Körper flossen kniehte er sich letztendlich neben sie hin und tat das was er eigentlich nicht wollte – er weckte sie, es wurde bald Abend und er traute dem alten Speeder nicht zu hundert Prozent, er wollte heute Abend alles, aber nicht noch in der Dunkelheit einen Fußmarsch nach Theed unternehmen.


Billie....


Sprach er leise und strich ihr in einer sanften Gheste mit dem Handrücken über die Wange. Eine Gheste die er betont kurz ausführte, sie sollte sie absolut nicht falsch interpretieren. Alles was er wollte war sie heim zu bringen und sie zu bekochen. Als sich ihre ozeanfarbenden Augen schließlich öffneten grinste er sie munter an. Ein wenig war vom Eis jener neuen Begegnung geschmolzen.

Steaks und ein gutes Glas Wein bei mir daheim? Ich werde kochen, der Wein ist dazu da das dir meine schreckliche Küche nicht auf den Magen schlägt........

...........
…...ob ihr sein Haus (neben dem er den Speeder gerade zum Stillstand gebracht hatte) gefallen würde? Es war ziemlich klein, aber immerhin war es absolut gepflegt und naja im Gegensatz zu vielen anderen Häusern die sich im Kern der Stadt befanden noch intakt...


- Naboo - Theed, Johns Haus - John, Billie -​
 
*** Com-Nachricht an Wes Janson ***​


Hallo Wes,

ich weiß nicht, wo du dich zur Zeit aufhälst, aber ich könnte deine Hilfe gebrauchen. Hier ist die Com-Frequenz eines Piloten namens Jace Chorios, der für mich ein paar Besorgungen macht. Ich traue ihm, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ich habe ihm erzählt, dass du eine Mitflieggelegenheit gebrauchen könntest und es wäre toll, wenn du unter diesem Vorwand ein Auge auf ihn hättest. Bitte gib mir Bescheid, ob das für dich machbar ist und wo du dich zur Zeit aufhälst.

Viele Grüße
Chesara​
 
Naboo, weit draußen auf dem Lande - ein Speeder - Kestrel, Brianna

Kestrel wusste es wirklich zu schätzen, wie sehr sich Brianna um sie kümmerte. Obwohl es kaum noch Hoffnung gab auf Hilfe, ließ Brianna nicht locker. Sie hatte einen eisernen Willen, den Kestrel an ihr schätzte. Sie selbst hatte jenen momentan verloren. Zu schwach und zu müde war sie, als das sie noch Hoffnung haben konnte. Ihre Freundin sagte bestimmt, dass sie das schon alleine schaffen würden und meinte, dass hier sicher in der Nähe wer leben musste, da die Natur verändert aussah. Nicht naturbelassen. Kestrel versuchte sich umzusehen, doch sah sie zu verschwommen, um ihr zustimmen zu können. Sie seufzte und ließ sich von Brianna, samt des ganzes Gebäckes hochhiefen und versuchte bei Bewusstsein zu bleiben. Sie durfte es ihrer Freundin nicht so schwer machen, sie musste durchhalten. Das war ihre einzige Chance, um zu überleben. Sie spürte, dass Brianna’s Kräfte auch langsam schwanden und ihnen die Zeit davon lief.
Sie hatte Wes doch ganz deutlich gespürt. Hatte sie sich wirklich so geirrt? Wie war dies möglich? Es war so...echt gewesen, nicht wirklich wie eine Halluzination und doch musste es eine gewesen sein, sonst hätte Wes sie schon längst gefunden oder sie ihn.

Nach weiteren Stunden wurden ihre Schmerzen wieder schlimmer und ihre Müdigkeit war lähmend. Sie kämpfte mit ihren Augenlidern, doch sie fielen immer wieder zu. Sie waren schwer wie Blei. Schließlich verlor sie das Bewusstsein und sackte auf den Schultern von Brianna zusammen.

*******
Sie hörte Stimmen....doch woher kamen sie? Sie klangen wie von Brianna und einer anderen Frau, die sie nicht kannte. Sie klang freundlich und weich. Mit ihr Schwang ein hauch von Hektik und Besorgnis. Auch Brianna’s Stimme klang...traurig und verzweifelt. Wo war sie?
Langsam öffnete sie ihre Augen und blinzelte stark, da sie das künstliche Licht blendete. Über sie beugte sich eine Gestalt, welche sie nicht erkennen konnte und rief eine gewisse Tara. Diese schien sofort zu ihr zu eilen, denn sie sah nun noch einen verschwommenen Schatten über ihr, sowie einen dritten links von ihr.
Kestrel zwinkerte nochmals heftig, damit sie etwas sehen konnte, doch dann erkannte sie die Stimme des jenigen, welcher direkt über sie gebeugt war. WES!
Kestrel riss die Augen weiter auf und sah in sein Gesicht und langsam klärte sich das Bild und Tränen standen ihr in den Augen.


„Wes?....Wes Janson?! Seit ihr es wirklich? Ist das wirklich möglich, dass wir es geschafft haben...wir endlich in Sicherheit sind? Sagt mir, dass es kein Traum ist! Wir haben so lange in Angst gelebt, solange nach euch gesucht!“

hauchte Kestrel weinerlich und drückte die Hand, die er hielt.


„Es war so furchtbar... .“

Hauchte sie und sah ihn mit vor Freude funkelnden Augen an. In dem Moment erkannte sie nun eine Togruta, welche ihren Puls maß und anscheinend eine Ärztin oder so war. Wo waren sie nur? In einem Krankenhaus? Die Togruta sah ihr dann noch mit einer lampe in die Augen und kontrollierte ein Datapad und wiederholte die Frage von Wes, wie es ihr ginge.

„Müde und schlapp und ein wenig merkwürdig.“

krächzte Kestrel und die Togruta nickte und fragte sie, ob sie Schmerzen hatte.

„Ja, irgendwie überall. Nicht so schlimm wie sonst, aber schon recht unangenehm.“

Tara nickte erneut und sah dann zu Wes und berichtete ihm, dass sie trotzalledem immer noch fieberte und es noch nicht überstanden war und sie ihr keine höhere Dosis an Schmerzmittel geben konnte, erst in ein paar Stunden. Es dennoch schon ein gutes Zeichen war, dass sie wach war und sie somit auf dem Weg der Besserung war und das Fieber langsam sank. Sie sah dann zu Flynn und befahl ihm die bereits gebrauchten Tücher nochmals nass zu machen und dass er in der Küche bescheid sagen sollte, dass sie der Patientin Schonkost kochen und später hochbringen sollten. Vielleicht eine kräftige Suppe.

Kestrel sah dann zu Brianna und druckte auch ihre Hand, die sie hielt.

„Du hast es wirklich geschafft. Ohne dich wäre ich wohl schon tot, besonders ohne deine Heilkünste. Aus dir wird wirklich mal etwas ganz besonderes. Ich werde dies nie vergessen Brianna. Ich werde immer für dich da sein...ich bin dir wirklich was schuldig. Ich bin ja so stolz auf dich!“

Meinte Kestrel müde und sah dann wieder zu Wes.

„Wo bin ich und was fehlt mir? Werde ich wieder gesund?“

Fragte Kestrel mit besorgter Stimme.


Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Tara, Flynn, Wes, Kestrel, Brianna
 
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Naboo - ausserhalb von Theed, Lichtung - Billie


Ihr Name - leise und sanft, geradezu fast schüchtern ausgesprochen – und dazu eine zärtliche Berührung auf ihrer Wange, weckte sie aus einem tiefen, traumlosen Schlaf.
Es dauerte einen Moment, bis sich daran erinnerte, wo sie war. Und zunächst war sie etwas verwirrt, als sie die Augen aufschlug und in Johns Gesicht blickte.
Dann aber fiel ihr rasch wieder alles ein. Ihre Reise nach Naboo, die Ankunft auf dem Behelfsraumhafen, die Zerstörung überall, das unerwartete Aufeinandertreffen mit John...diese unbeschreiblich friedliche Stimmung auf dieser Lichtung, die so ganz im Gegensatz zu dem stand, was sie zuletzt erlebt hatte.Und jetzt dieser ungewöhnlich tiefe Schlaf, den ein ungewohnt behutsames Streicheln vorsichtig beendet hatte.
Zunächst noch etwas verwirrt, aber dann zunehmend wacher blickte sie John an.


“Das klingt gut.”


antwortete sie auf Johns Angebot hin. Essen war gut – egal wie schrecklich Johns Küche auch sein sollte. Was zählte, war allein diese Geste, hinter der so unendlich viel Fürsorge stand. Ob sie den Wein allerdings annehmen würde....
Langsam, ganz langsam stand sie dann auf, half John noch die restlichen verstreuten Sachen in den Speeder einpacken und stieg dann selber ein.

Die Fahrt zurück verlief dann ähnlich schweigend wie die Hinfahrt. Nur dass es Billie schon sehr viel besser ging – so ausgeruht war sie schon lange nicht mehr gewesen, was kein Wunder war, konnte sie sich seit Carida doch an keine durchgeschlafene Nacht mehr erinnern. Des öfteren hatte sie immer und immer wieder grübelnd wach gelegen oder war von Alpträumen geplagt durchgeschwitzt aufgewacht. Hier auf Naboo, auf dieser wunderschönen Lichtung, auf der John sie zurückgelassen hatte, fand sie das erste Mal wirklich Ruhe, die sie fast abschalten ließ. Nicht weit weg von allen Gefahren, aber doch von allen Erinnerungen an die letzte Zeit. Die Tage ihrer Verzweiflung einmal hinter sich lassend.....
Sie genoss die Fahrt durch die Natur, wenigstens so lange sie in der vom Imperium ziemlich unversehrten Vegetation unterwegs waren. Je weiter sie sich dann an die Hauptstadt annäherten, umso mehr kamen die Erinerungen wieder zurück. Allerdings schwächer als vorher – und fast schon ein wenig verblassend. Die Wunden, welche das Imperium Theed zugefügt hatte, taten nicht mehr so weh, wie sie es beim ersten Mal heute Morgen getan hatten. Wenn man einmal genau hinschaute, so begannen hier und da bereits die ersten Aufräumarbeiten. Es gab nur wenige, die herumstanden und ihr Schicksal beklagten. Billie bewunderte die Einwohner von Theed insgeheim dafür. Vielleicht sollte sie eine Lehre daraus ziehen und bei sich selber endlich mitanpacken statt ihren Zustand zu betrauern und zu bejammern.
Sie warf einen heimlichen Seitenblick auf John – und war unendlich dankbar dafür, dass er sie eingeladen hatte. Gemeinsam mit ihm könnte sie es vielleicht schaffen ….


Schließlich hielten sie vor dem kleinen Häuschen von John. John, dem ehemaligen Piloten, der jetzt ganz zu seinen Wurzeln zurückgekehrt war. Sein einfaches Leben schien ihm sichtlich gut zu bekommen, kein Wunder, musste er sich das alles doch selber erarbeitet haben – er durfte zurecht stolz auf sich sein. Ob er sein altes Leben vermisste? Der Ruhm, die Anerkennung, die einem Piloten bisweilen zugute kam?
Aber nein, der Stolz mit dem er sie zu seinem Häuschen führte, ließ sie eher das Gegenteil vermuten
.

“Es ist wirklich wunderhübsch.”

Lächelte sie ihn an, nachdem er den Speeder zum Stillstand gebracht hatte und sie einen neugierigen Blick auf das Haus werfen konnte. Es schien mit sehr viel Liebe und einem Blick für die richtigen Kleinigkeiten mit viel Sorgfalt wieder hergestellt worden zu sein.

“Soll ich dir noch beim Abladen helfen?”


fragte sie dann fast schuldbewusst, nachdem sie aus dem Speeder gesprungen und schon einige Schritte auf das Haus zu gemacht hatte. Ein Teil ihrer ehemaligen Energie schien wieder gekommen zu sein, was in ihrem Herz eine kleinen Freudenhüpfer auszulösen schien. Was ein wenig Abstand und die Nähe einer vertrauten Person doch alles ausmachen konnte......sie bereute es bisher keine Sekunden, dass sie hierher gekommen war ….


Naboo – Theed, Haus von John - John, Billie
 
Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes

Wes erzählte Flynn von Taras Abneigung, die sie der Macht gegenüber empfand, und der Padawan wunderte sich, da er erwartete, dass die meisten Leute der Macht neutral gegenüberstanden.

"Naja, die meisten Leute wissen zumindest ein bisschen etwas von der Macht. Dinge, die sie in Nachrichten erfahren, in Holofilmen gesehen oder in urbanen Mythen irgendwoher gehört haben. Die wenigsten wissen genau Bescheid, was kein Wunder ist, denn schließlich braucht es auch einen angehenden Jedi lange, um endlich genau zu wissen, was die Macht und ihr Wesen eigentlich ist. Der perfekte Nährboden für Gerüchte und Vorurteile."

Der Großmeister seufzte, als er konkret auf die Togruta zu sprechen kam. Ihr Fall war anders gelagert... trauriger.

"Bei Tara liegen die Dinge hingegen ein wenig anders. Du weißt, dass sie machtsensitiv ist, das gilt auch für ihre kleine Tochter Nevis. Eines Tages hat das Imperium, immer auf der Suche nach potentiellen neuen Jüngern, sie entführt und ihren Mann ermordet. Sie hatte das Glück, zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause zu sein, musste aber aus ihrer Heimat fliehen. Darum ist sie hier und arbeitet als Kellnerin, weit unter ihren eigentlichen Fähigkeiten."

Wes machte eine kurze Pause und sah kurz in den Boden, um sich zu sammeln.

"Das Problem ist, sie gibt der Macht die Schuld an alledem, und deswegen hasst sie sie ebensosehr wie die Sith. Natürlich hat sie damit nicht ganz unrecht; ohne die Macht wäre es tatsächlich nie so weit gekommen. Doch irgendwann muss sie ihr Schicksal akzeptieren, denn was sie jetzt macht, ist erst recht keine Lösung. Wenn alle so denken würden wie sie, dann würde die Macht tatsächlich so werden, wie sie sie sieht: eine dunkle Sache. Zumindest in den Köpfen der Leute."

Flynn mutmaßte, dass die Sith sehr wohl nach Naboo kommen könnten, da sich auch in der Vergangenheit schon so manches Unerwartete ereignet hätte, und schlug vor, sich vorzubereiten. Er wirkte recht übervorsichtig und ängstlich. Wes versuchte, ihn zu beruhigen. Welche großartige Vorbereitungen konnten sie schon treffen? Sicherlich gab es nichts, was der Jedi seinem Schüler in kurzer Zeit beibringen konnte, was einen nennenswerten Nutzen gegenüber einem Sith wie Ranik haben würde.

"Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Wir sind hier sehr abgelegen und haben eine kleine Flotte im System. Ich werde natürlich die nächste Zeit ein wenig wachsamer sein, aber falls Kestrel wieder gesund wird - und das hoffen wir doch alle - dann sind wir vier Jedi gegen einen Sith. Das einzige was wir vielleicht tun können, dass ich dir zeigen kann, wie man seine Aura verbirgt. Erinner mich bei Gelegenheit dran."

Erwiderte der Großmeister mit betonter Gelassenheit. Geraume Zeit später, als sie wieder im Zimmer waren, Kestrel soweit versorgt war und sie wenig mehr zu tun hatten, als die Instrumente mit den Lebenszeichen zu beobachten, schickte Wes seinen Padawan zum Proviant holen, und das erste, was passierte, als er wiederkam, war, dass Brianna sich im Bett aufrichtete, mit den Fingern schnippte und lautstark bekundete, dass sie auch was wollte. Sehr zu Taras Missfallen allerdings, denn diese war noch mitten in den Untersuchungen. Ein wenig später drängte Flynn nur wenig verblümt darauf, dass er so bald wie möglich wieder trainieren wollte. Dabei riss er Wes aus seinen Gedanken, der sich fragte, was er hätte anders machen können. Er wusste, dass sie bereits vor ihrer Ernennung zur Ritterin vom Schicksal gezeichnet war, und er hatte sich in Sarids Abwesenheit um sie gekümmert, doch er fürchtete, dass er sich nicht genug Zeit für sie genommen hatte. Es war verständlich aus damaliger Sicht. Geheimhaltung und Missionen hier und da, Padawane, Beziehungen, alles war wichtig. Zu schade, dass er damals noch nicht wusste, was wichtiger sein würde, und er fragte sich, wie die Dinge verlaufen wären, wenn er die jetztige Ritterin besser auf all das vorbereitet hätte. Doch jetzt musste er sich mit etwas Gewalt losreißen und seinem Schüler zuwenden.

"Entschuldige, wenn mir momentan andere Dinge mehr zu schaffen machen als deine Ausbildung."

Schickte er eine kleine Spitze in Richtung seines Padawans.

"Du hast ganz recht, du brauchst keine Angst zu haben. Du bist ein angehender Jedi. Aber hüte dich auch vor der Ungeduld. Wenn du zu viel in zu kurzer Zeit willst, läufst du Gefahr, die Kontrolle über die Sache zu verlieren. Ruhe und Gelassenheit sind die Stärken eines Jedi. Mache sie dir zu eigen in der Gewissheit, dass ich dir die beste Ausbildung geben werde, zu der ich imstande bin."

Beruhigte er ihn. Danach passierte eine ganze Weile gar nichts, außer dass sich Kestrel Puls konstant leicht besserte. Auf niedrigem Niveau allerdings - sie war noch keinesfalls über den Berg. Wes gab auf, ständig zu sinnieren und nachzudenken, was er hätte anders machen können. Mitgefühl ja - das war der Weg der Jedi. Doch gleichzeitig brauchte er selbst mehr von der Gelassenheit, die er Flynn predigte, und er meditierte, um sich zu beruhigen.

Ein wenig später piepte das Kom mit einer Nachricht von Ches. Ein Auftrag. Er sollte ein Auge auf einen gewissen Jace Chorios haben, während dieser irgendwelche Besorgungen für sie erledigte. Der Blick des Großmeisters wanderte von seinem Kom zu Kestrel, und wieder zurück. Das Timing war nicht allzu glücklich. Zu einer anderen Zeit hätte er einen solchen kleinen Auftrag als willkommene Abwechslung gesehen, besonders da es sich nicht gerade gefährlich anhörte. Aber jetzt konnte er die kranke Ritterin vor ihm unmöglich im Stich lassen! Sie brauchte ihn, vielleicht jetzt noch nicht so sehr wie Tara, aber wenn sie aufwachte... und er hoffte, dass sie aufwachte. Trotz des Wissens, das alles, was geschah, Wille der Macht und insoweit vorherbestimmt war, vermochte er nicht, Einblick zu nehmen. Er war zwar optimisch, aber ob es sich hierbei um normale menschliche Gefühle handelte oder doch höhere Einblicke, wusste er nicht. Arme Kestrel. Sie würde ihn brauchen, wenn sie aufwachte und all diese schrecklichen Erlebnisse verarbeiten musste. Schließlich setzte er sich hin und tippte eine Antwort.

Den Informationen, auf die er Zugriff hatte, zufolge war es wahrscheinlich, dass Chesara sich immer noch auf Coruscant aufhielt, und optimistischerweise nahm er an, dass sich Chorios ebenfalls dort aufhielt. Was bedeutete, dass er Tage brauchen würde, um bis in den Äußeren Rand nach Naboo zu fliegen. Was ebenfalls bedeutete, dass sie Zeit vielleicht auch so reichen würde. Letztendlich konnte er keinen Auftrag von einem der erfahrensten und einflussreichsten Ratsmitglieder ablehnen, selbst wenn er als Bitte formuliert war denn als Befehl, und er würde es auch nicht tun.

Schließlich wachte die junge Ritterin auf, schneller als befürchtet, eine freudige Nachricht für Wes wie für alle anderen anwesenden. Er lächelte sie an, über sie gebeugt, als sie schließlich mit leiser und schwacher Stimme zu sprechen begann. Er freute sich sogar sehr, als sie ihn erkannte und beim Namen nannte. Sie fragte, ob sie wirklich in Sicherheit waren und sie nicht nur träumte und fügte ganz weinerlich an, dass sie sie lange in Angst waren.

"Ja, es ist wahr, kein Traum. Ich weiß, dass du meine Anwesenheit gespürt hast. Ihr seit beide in Sicherheit und in ärztlicher Behandlung. Alles wird wieder in Ordnung kommen. Aber ihr habt es uns nicht gerade leicht gemacht, euch zu finden. Und bitte... hör auf mich 'Ihr' zu nennen. Wegen dir komme ich mir wie ein alter Mann vor... schon wieder."

Erwiderte der Großmeister, der fand, dass ein kleiner Scherz genau richtig war, sie aufzuheitern. Natürlich war das Bett inzwischen komplett umringt, da nicht nur Tara wieder bei ihnen war, sondern auch Brianna, die Echani-Göre, trotz der ausdrücklichen Anweisung, im Bett zu bleiben. Die dunkelhaarige Jedi jammerte, dass alles so furchtbar gewesen wäre.

"Es ist vorüber. Du brauchst keine Angst mehr zu haben."

Beruhigte Wes sie, der sich zwar brennen dafür interessierte, was nun eigentlich passiert war, aber wusste, dass es kein passender Zeitpunkt dafür war. Die Ritterin antwortete Tara, dass sie sich müde und ziemlich merkwürdig fühlte. Der Jedi-Großmeister war sich nicht sicher, was er davon halten sollte, fand es jedoch ein positives Zeichen. Sie tat ihm leid, als sie meinte, dass sie fast überall Schmerzen hatte. Obwohl sie sagte, dass es schon besser sei, warf er ihr einen mitleidigen Blick zu. Wes war selbst nie richtig gefährlich verletzt worden, und wollte gar nicht so genau wissen, wie schlimm es sein musste. Am ehesten verglich er es mit den Erlebnissen auf Eriador, aber vermutlich war selbst das noch ein schwacher Vergleich.

Wes warf der weißhaarigen Göre, die sich zuvor noch selbstherrlich als 'Heilerin' bezeichnet hatte, einen erstaunten Blick zu, als Kestrel ihre Behauptungen bestätigte, was die Heilkünste anging, und sah dann wieder die Ritterin unter ihm an, als sie fragte, wo sie war und was ihr fehlte.

"Du bist auf Naboo, und du leidest an den Nachwirkungen von Raniks Machtblitzen. Jetzt, da wir die genaue Ursache gefunden haben, und das schlimmste überstanden ist, bin ich mir sicher, dass du wieder ganz gesund wirst. "

Erwiderte er mit demonstrativer Zuversicht.

"Aber er hätte dich fast getötet, du hattest großes Glück, so lange durchgehalten zu haben. Ist das wahr mit Briannas Machtheilung?"

Fragte er nach, da er immer noch nicht recht glauben konnte, dass die Padawan so talentiert sein sollte.

Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes
 
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Irgendwann begann Wes ihm von Tara und der Macht zu erzählen. Was kein Zuckerschlecken war, wenn man es aus Taras Position ansah. Er erzählte, dass das Imperium ihre Tochter entführt hat, nur weil sie machtsensitiv war. Die waren auf der Jagd auf solche Personen, um sie der Dunklen Macht zuwenden zu lassen. Kurz danach schüttelte Flynn den Kopf und konnte kaum glauben, dass die Sith sowas machten. Er hörte aber weiter zu, trotz der Aufruhr seiner Gefühle.
Wes sprach weiter, dass Tara der Macht schuldig sprach und ihr so nicht vergeben konnte, wenn man über die Macht so denken würde. Dann sprach Flynn das aus, an das was er glaubte.


» Meister?! Müssen wir denn nicht was dagegen tun? «

Sein Padawan war klug genug, um zu erkennen, was wirklich an der Sache war. Er wusste, dass Tara nur sich selbst damit verletzte und sie dem Schicksal, der Macht, die in ihr war, nicht entkommen konnte. Tara sollte es endlich einsehen und dass sie auch was dagegen tun konnte. Das was sie jetzt vor hatte war kein Ausweg, denn die Macht würde sie weiter führen, auch wenn sie sich nicht eingestehen wollte.

» Wie können wir sie überzeugen, dass die Macht nichts Böses ist, sondern die Person? «

Flynn grübelte noch etwas über Tara und versank kurz über die Bedeutung, der Macht entgegen zu setzen. Er fragte sich, wie er darauf reagieren würde, wenn er in solcher Position wäre, die ein Hochmuss an Feingefühl verlangte? Er war wohl noch zu jung es zu verstehen, wie man seine eigene Tochter verliert und sogar an die Sith. Er glaubte auch, er würde anfangs auch so denken, aber er würde vielleicht anders machen. Er würde für seine Tochter kämpfen und versuchen, sie der Sith zu entreißen.

Nach einer kurzen Pause, begann Wes über Flynns Mutmaßung zu diskutieren. In erster Linie sah Wes‘ Gesichtsausdruck anders als erwartet. Flynn war natürlich übervorsichtig was die Sith anging, er hatte noch nie einen zur Gesicht bekommen. Dabei sprach er ganz gelassen und versprach ihm, dass die Sith sie nicht finden würden, außerdem werden sie bald vier und das beruhigte Flynn schon etwas. Wes fiel aber eine Technik ein, die sie noch üben konnten – wie man eine Aura verbirgt. Flynn freute sich auf eine neue Technik, die wirklich mächtig war, wenn man sich vor den Sith verbergen wollte und das war schon etwas Wichtiges für ihn, denn er war eher einer, der redet und nicht kämpft. Nur wenn es sein muss griff er zur Waffe.


» Sehr gerne, nur ich weiß nicht, wann wir dann Zeit haben werden, da wir nun Gesellschaft haben. «

Er machte etwas eingeknickte Miene als er daran denken musste, die Technik auf Später zu verlegen. Es vergingen mehrere Minuten, wobei Wes sich etwas von Flynn in Gedanken entfernte und der nicht bemerkte. Danach sprach Wes paar harte Worte zu Flynn, der es nicht wirklich gut aufgenommen hatte. Danach sprach er ein paar lehrreiche Worte, dass er geduldiger sein sollte. Flynn war schon ein geduldiger Jedi, da er die Lektion schon mal hatte und auch verstand, er machte sich nur Sorgen überhaupt irgendwann weitere Lektionen zu absolvieren. Er ging kurz in sich, konzentrierte sich auf die Macht und horchte seinen Gedanken. Sie sagten ihm, dass er schon etwas ungeduldig war und er sich nicht so aufregen sollte was die Lektionen anging. Er sollte einfach, wie sein Meister schon sagte, die Lektionen genießen, um all die Essenz zu verstehen.

Nach der ganzen Überlegungsarbeit seinerseits, piepste auf einmal etwas aus Wes Richtung. Flynn, der sich auf Tara konzentrierte und sie, ihre ärztliche Arbeit hervorragend nachging, schaute kurz zu Wes rüber und sah, wie er sein Kom rausholte. Er konnte etwas von der Nachricht mithören und fragte sich, was jetzt er vor hatte. Kurzerhand beantwortete er die Nachricht, die er auch mithören konnte. Seine Neugier wurde gestillt und er saß weiter dar und schaute jetzt zu Kestrel rüber.
Als sie nun aufwachte und Wes verlangte, antwortete er ihr. Flynn freute sich auch, dass sie endlich die Augen aufmachte und sogar redete. Er war erstaunt, wie schnell sie genesen war.


» Willkommen unter den Lebenden! Ich habe mir schon Sorgen gemacht. «

Wes beruhigte sie und Flynn nickte nur zustimmend dazu. Wes erklärte ihr, dass sie hinter dem Berg war und alles überstanden war. Danach fragte Wes nach der Briannas Machtheilung, die wohl ihr Leben aufrecht erhielt.

Nachdem Kestrel sich etwas erholt hatte sprach sie Flynn an, er möge noch frische Tücher holen und eine stärkende Suppe, die ihr helfen sollte wieder auf die Beine zu kommen.

Flynn wie er war, selbstlos, nahm die verbrauchten nassen Tücher und den Eimer und ging ohne weiteres Zutun hinaus. Er hatte jetzt eine Mission, Kestrel wie möglich dabei helfen ihre Genesung zu beschleunigen. Er ging dann in den Abstellraum, wo er früher war, holte neue Handtücher und gieß Wasser in den Eimer. Als das getan war, ging er wieder rein in das Zimmer, wo die zwei Schmerzen geplagte Jedi lagen. Er stellte den Eimer neben der Tara und sagte leise:


» Bitte, ich werde die Suppe gleich vorbeibringen. «

Er schaute dann kurz zu Wes rüber, bemerkte, dass er nichts brauchte und ging dann wieder hinaus in die Küche. Da schon lange niemand anwesend war, versuchte sein bestes eine Suppe zu kochen. Eigentlich hatte er noch nie eine Suppe oder gar ein Gericht gekocht, aber zu seinem Glück gab es mehrere Töpfe mit Suppen, die nur darauf warteten angewärmt zu sein. Er machte also die Suppe war, die etwas stärker aussah. Er wartete inzwischen und schaute sich sonst in der Küche um. Die Küche sah wie jede andere, die öffentlich war. Die Küchenmöbel waren glatt und bestanden aus Edelstahl und sie glänzten etwas. Die Töpfe und Pfannen hangen dar und schlugen sich gegenseitig, wenn man vorbei ging. Sonst war es leise und gemütlich. Beim Nachdenken über die zwei Jedi, die kurz vor dem Tode standen, schaute er kurz auf den Topf und bemerkte, dass die Suppe schon kochte. Er nahm einen tiefen Teller aus dem Schrank und goss in den ein. Danach schaltete er alles aus und ging hoch in das Zimmer. Er öffnete die Tür auf und legte die Suppe neben Kestrels Liege.

» Guten Appetit. «

Danach setzte er sich neben Wes und schaute auf Kestrel, die schon etwas besser aussah und sogar was zu sagen hatte.

Die fünf, Kestrel, Brianna, Tara, Wes und Flynn waren da, um Kestrel am Leben zu erhalten und Brianna, die junge Padawan lag widerstrebt auf ihrem Bett. Das Bild der Zusammenhaltung sah sehr familiär und freundschaftlich aus. Flynn der eigentlich nur abwartete, wann seine neue Übung beginnt machte sich auch Gedenken, auch wenn man das nicht auf den ersten Blick sah. Ganz am Anfang hatte er sogar Angst um sie, weswegen er alles versuchen würde sie zu retten. Wes, der immer noch dar saß und auf die Anzeigen schaute war sehr konzentriert und auch besorgt und als sie dann aufwachte, war wohl sein Herz etwas erleichtert.


[ ▫ Naboo ▫ Tänzelnden Shaak ▫ Gaststube ▫ ] mit Kestrel, Brianna, Tara und seinem Meister Wes
 
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*** Com-Nachricht an Wes Janson ***

Wes,

die Angelegenheit ist recht bedeutend, darum wäre es sehr hilfreich, wenn du uns unterstützen könntest, dennoch überlasse ich es dir, die Entscheidung zu treffen. Ich bin noch auf Coruscant und Chorios wird in Kürze von hier aus starten.

Sende meine Grüße an die Ritterin Kestrel. In welchem Zustand befindet sie sich und wer ist sonst noch bei euch? Wir müssen beginnen uns wieder stärker zu sammeln. Die Galaxis ist erneut im Umbruch, das Imperium bekämpft sich selbst und unser Senat kommt allmählich wieder auf die Füße. Kestrel soll sich erholen und mich kontaktieren, wenn es ihr wieder besser geht.

Chesara​
 
[Im Trümmerfeld einer ehemals gutbürgerlichen Wohngegend von Theed, nachts] Kadajj und ein gefangener Verbrecher

„Das war doch schon ein guter Anfang, lobte Kadajj die Kooperationsbereitschaft der verhinderten Attentäter. „Jetzt sagt mir, wo genau die Geiseln gefangen gehalten werden.“
Die beiden Männer sahen sich panisch an. Sie hatten Angst –zum einen vor der unheimlichen Person, die sie in Schach hielt und zum anderen, weil sie schon zuviel verraten hatten.
Die Rattataki schätzte beide nicht für sonderlich schlau und würde auch nur einen brauchen, der sie zum Versteck führte. Derjenige, dessen Nagelkeule sie zu einem rauchenden Stück Holzkohle geschossen hatte, war der Ängstlichere der zwei. Der andere, der das Beil nach ihr geworfen hatte, war etwas mutiger und gerissener, also würde es besser sein, wenn sie ihn ausschaltete.
Unversehens sprang sie zu den beiden von dem Säulenstumpf herunter und versetzte ihm mit dem Griff ihres Blasters einen harten Schlag gegen die Schläfe, bevor er einen Ton von sich geben konnte. Nur das Knirschen auf dem Boden verriet, dass dort gerade ein bewusstloser Mensch hinsank.
„W-wa-was hast du mit ihm gemacht,“ wimmerte sein Komplize krächzend und rollte sich schutzsuchend zusammen.
"Ihn schlafen gelegt,“ entgegnete Kadajj knapp, nachdem sie den Bewusstlosen schnell mit seinem Gürtel gefesselt hatte. In den nächsten Stunden würde er zwar sowieso nicht wieder zu sich kommen und dann noch mit einer gewaltigen Gehirnerschütterung zu kämpfen haben, aber sicher war sicher.
Grob zog sie den übrig gebliebenen Verbrecher hoch und drehte ihm den Arm auf den Rücken.
„Dein Kollege kann sich glücklich schätzen, dass er das alles nicht mehr mitbekommt. Du wirst mich jetzt in das Versteck deiner Bande bringen. Wie es dir dabei ergeht, hängt allein davon ab, wie kooperativ du dich verhältst. Weißt du, was Muskelmaden sind?“
„N-nein...“
„Sie fressen dich nach und auf – es eine sehr langsame und sehr schmerzhafte Prozedur.“
Der Mann schluckte und zitterte am ganzen Leib.
„Wenn du versuchst zu fliehen oder mich in die Irre zu führen, wirst du als lebendes Madenfutter enden – haben wir uns verstanden?“
„J-j-ja...“, stammelte ihr Gefangener verzweifelt. Kadajj war sich völlig bewusst, dass er sie für eine sadistische Bestie hielt. Aber gab es einen anderen Weg? Ihr einziger Trost war, dass diese Drohung immer ihren Zweck erfüllt hatte, ohne dass sie sie je hatte wahr machen müssen. Und sie hatte keine einzige dieser Maden bei sich.
Sie fesselte den Verbrecher mit Kabelbindern die Hände zusammen und dirigierte ihn in die Nähe der Stelle, wo sie ihr Speederbike versteckt hatte.
„Du bleibst hier und rührst dich nicht von der Stelle“, wies sie ihn an, „außerdem, wenn ich nur einen Ton von dir höre...“
Er nickte hastig.
Kadajj brauchte nur wenige Augenblicke, um eine Nachricht an LVN-5 zu senden, wo er das gesicherte Bike abholen sollte und um das Blastergewehr zu holen.
„Los geht’s,“ herrschte sie ihren unfreiwilligen Führer an, wobei sie ihm einen aufmunternden Stoß mit dem Blasterlauf gab.
Obwohl er ohne Sehhilfen im Dunkeln laufen musste, fand der Verbrecher relativ sicher seinen Weg, woraus Kadajj schloss, dass er mit diesem Teil des Trümmerfeldes gut vertraut sein musste. Sie prägte sich den zurückgelegten Weg genau ein, und achtete auf jedes Geräusch, das ihr zu Ohren kam. Überall konnte ein Angriff aus dem Hinterhalt erfolgen, denn es gab hier unzählige Möglichkeiten sich zu verstecken.
Allerdings hatte die Unterwelt auf Naboo kaum Erfahrung, sich in einer völlig chaotischen Umgebung unauffällig zu bewegen, wie Kadajj feststellte. Ihr Führer trampelte wie ein betrunkener Bantha durch die Ruinen, worauf sie ihn mehrfach anfahren musste, dass er sich vorsichtiger bewegen sollte.
Zumindest war dadurch ausgeschlossen, dass er ihr einfach entwischen konnte.

Die erste Viertelstunde liefen sie scheinbar ziellos durch ein Gebiet, das einmal eine Wohngegend mit verschiedenen Freizeiteinrichtungen gewesen sein konnte. Kadajj merkte, dass sie sich immer noch parallel zur Hauptstraße bewegten, zu der sie eigentlich hingewollt hatte. Ihre jetzige Richtung war jedoch entgegen gesetzt, so dass sie sich auf einem indirekten Weg zu den berühmten Wasserfällen von Theed befanden.
Ihr Marsch verlief durch eine Gegend, die vor dem Angriff alles andere als typisch für die Aufenthaltsorte von Kriminellen gewesen war. Gutbürgerlich sahen die Überreste der Gebäude aus und sie kamen der Hauptstraße wieder näher.
Kadajj bedeutete ihrem Gefangenen stehen zu bleiben.
„Wie lange brauchen wir noch?“
„N-n-nicht mehr l-lange,“ stotterte der Mann, der unterwegs tausend Tode gestorben sein musste. Er zitterte und schwitzte aus allen Poren, sein Atem ging flach und rasselnd.
„Was heißt das? Wo bringst du mich hin?“
Die Angst des Mannes war widerlich, obwohl sie wusste, dass sie ein Grund seiner Angst war und etwas wie Mitleid in ihr aufkam. Er hatte vor allem Möglichen Angst, von der unheimlichen Fremden ermordet zu werden, zu sterben, Schmerzen zu erleiden, seine Bande zu verraten und Opfer deren Rache zu werden. Doch sie konnte keine Rücksicht darauf nehmen. Nicht jetzt.
„E-es, es ist in der Nähe der Hauptstraße, d-das fast unzerstört ist. U-unser Versteck...“
Nur mühsam bekam die Rattataki heraus, dass er das einzige Haus meinte, dass in dieser Nachbarschaft nahezu intakt geblieben war. Die eigentlichen Bewohner waren verschwunden und niemand in der Umgebung hatte den Angriff überlebt oder war geflohen, so dass es sich die Bande leisten konnte, relativ offen in diesem Haus zu wohnen. Sie traten als Großfamilie auf, die einige obdachlose Verwandte aufgenommen hatte. Die Geiseln waren in einer Abstellkammer im ersten Stock des dreigeschossigen Hauses eingesperrt worden, weil es der einzige Raum ohne Fenster war.
Kadajj traute dem Mann nicht eine Sekunde lang, dennoch glaubte sie, dass er die Wahrheit sprach. Er fürchtete sich zu sehr, als dass er sich eine Lüge hätte ausdenken können.

Je näher sie dem Haus kamen, umso widerwilliger bewegte sich der gefangene Verbrecher vorwärts. Er wollte nicht entdeckt werden und sich damit als Verräter offenbaren. Immer nachdrücklicher musste Kadajj ihn vorantreiben, bis sie auf knapp hundert Meter an das Haus herangekommen waren und sie sich einen ersten Überblick verschaffen konnte. Der hintere Garten und die Veranda waren nur noch ein trostloser Haufen Erde und Steine, aber das Haus an sich wies bis auf einen zerstörten Erker keine nennenswerten Schäden auf. Das große Verandafenster war zerbrochen, aber mit mehreren Stahlplatten abgedichtet worden. Aus den rückwärtigen Kellerfenstern schien gedämpftes Licht und Kadajj erkannte an mehreren Stellen das verräterische Blinken, das die Emitter von Lasergittern von sich gaben. Es war also nicht möglich sich von hinten in das Haus zu schleichen. Sie musste von vorne dort hinein kommen.
„Wir müssen also einen kleinen Umweg machen,“ sagte sie mehr zu sich selbst.
Ihr Gefangener war über den Richtungswechsel mehr als erfreut, als sie ihn in einem Bogen zur Hauptstraße hin bugsierte. In einem Umkreis von mehreren hundert Metern funktionierte nur noch eine einzige provisorische Straßenlaterne, was wohl kein Zufall sein konnte. Dieser Gedanke lenkte sie für einen winzigen Augenblick von ihrem Gefangenen ab, als sie die Straße betraten.

Nun geschah etwas, womit sie nicht im Geringsten gerechnet hatte.
Dass sie über seinen Fuß stolperte, war vermutlich keine Absicht seinerseits gewesen, doch ihr darauf folgender Fluch hatte in ihm alle Sicherungen durchbrennen lassen.
Laut schreiend wie ein geistesgestörter Wookiee rannte er auf das Haus zu, dass er eben um keinen Preis der Galaxis hatte betreten wollen und die Geschwindigkeit, die er dabei entwickelte, war enorm.
Der Ärger über ihre eigene Unachtsamkeit und die Sorge um die Geiseln ließen in Kadajj alle Rattataki-Instinkte die Oberhand über Vernunft sowie jeden anderen bewussten Gedanken gewinnen. Ihre Umgebung verschwamm wie in einem Hyperraumtunnel, als sie dem flüchtenden Mann hinterher setzte.


[Auf einer Hauptstraße entlang des Trümmerfeldes] Kadajj alleine
 
Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes

Der Jedi-Meister erklärte ihr was Sith für Wesen waren und wieso sie so gefühlskalt handelten. Tara sah Wes ein wenig entsetzt an und schüttelte hin und wieder erschüttert den Kopf. Sie atmete jedes mal tief durch, wenn ihr der Gedanke an ihre Tochter kam und versuchte ihn immer wieder zu verdrängen, was ihr nicht so gelang wie sie wollte. Sith benutzten also die Technik der Machtblitze und der Jedi-Meister erklärte auch, dass es die Aufgabe der Jedi war, diese Sith aufzuhalten. Tara nickte langsam, denn sie schien langsam zu verstehen, dass die Macht nicht nur schlecht war, sondern es zwei Seiten gab. Eigentlich wusste sie das schon immer, wollte es jedoch nie so wahr haben, doch jetzt war es ihr deutlicher als nie zuvor, dass die Jedi anders waren als die Sith. Viele Bürger gaben immer den Jedi und den Sith die Schuld an den Unfrieden in der Galaxis, weil sie eben beide die selbe macht gebrauchten und weil meistens ein Sith ein ehemaliger Jedi war, was auch Tara sehr störte. Dennoch konnte man die jedi und die Sith nicht in den gleichen Topf werfen, dies wurde ihr nun bewusst. Man brauchte die Jedi, um den frieden wieder herzustellen, auch wenn man das Gefühl hatte, dass der krieg nur durch diese zwei Fronten Jedi/Sith entstanden war.Doch dies passierte auch in der Politik unter anderen Planeten. Dies gab es scheinbar überall, auch wenn nicht in solch einem Ausmaß, dass die Sith sogar ein Imperium aufgebaut hatten.
Tara war daher etwas verwirrt wie sie zu den Jedi stehen sollte, doch langsam begriff sie, dass es ohne sie keinen Frieden mehr geben würde, auch wenn sie vielleicht nicht unschuldig waren an diesem Krieg.

Wes riss sie dann aus den Gedanken, als sie Kestrel behandelt hatte und sie für ihre gute Arbeit lobte und sie sicher jetzt völlig erschöpft war. Tara lächelte matt und schüttelte leicht den Kopf.


„Danke, aber es geht schon. Es kam einfach so...plötzlich und ich bin eben schon ein paar Monate raus aus der Materie, aber man kommt schnell wieder rein. Ich meine, sonst hatte ich mehr als nur zwei Patienten. An sich kann ich mich daher nicht beklagen.“

Meinte sie mit einem Lächeln und man sah ihr an, dass sie schon ein wenig entspannter war, da sie Kestrel soweit schon mal verarztet hatte und guter Dinge war, dass ihre Behandlung helfen würde. Wes schickte dann seinen Padawan zum Kaffee holen und dieser war relativ schnell wieder da und überreichte ihnen einen ordentlichen Becher.

Tara nahm ihn dankend an und nahm ein paar große Schlucke. Er war sehr stark und nicht so wie sie ihn sonst trank, aber genau richtig für diese Situation und einer langen Nach
t.

„Vielen Dank, Flynn! Der tut gut!“

Meinte sie und ging dann zu Brianna, welche sie in ihr Bett zurückscheuchte und ihr sagte, dass sie fühlen konnte, dass es ihr nicht gut ging. Natürlich sah Brianna sie verwundert an und fragte nach, wieso sie das fühlen konnte. Das hätte sie wissen müssen und biss sich daher leicht auf die Lippe und ging nicht weiter darauf ein, sondern zuckte nur mit den Schultern.
Brianna hatte in der Zwischenzeit, wo sie Kestrel behandelt hatte viel von der Story erzählt und noch immer lief ihr ein kalter Schauer über den Rücken, wenn sie daran dachte, was die junge Jedi alles durchgemacht hatte. Brianna hatte auch ihre Wunden an ihren Handgelenken gezeigt durch die Ketten und hatte sogar erzählt, dass Kestrel den schlimmen Bruch am Handgelenk hatte durch das Aufhängen an die Decke. Als sie wieder daran dachte, stelle Tara den Kaffeebecher beiseite, denn ihr war übel geworden und sie wollte eh Brianna untersuchen.
Brianna wollte dies jedoch nicht, denn sie gab sich als Jedi-Heilerin aus und begründete die Dringlichkeit ihrer Fähigkeiten damit, dass sie eben machtbegabt war so wie Wes und sie und damit Wunder vollbringen konnte. Woher wusste sie, dass sie auch machtbegabt war? Hatte Wes es ihr erzählt?

„Woher weißt du das? Ich meine, dass ich machtbegabt bin? Ist das so offensichtlich?“

Fragte Tara sie etwas entrüstet und sah sie nachdenklich an.

„Nun, wenn das mit dem Heilen stimmt, dann kannst du das nachher gerne tun, momentan ist sie in stabiler Verfassung. Doch zuerst untersuche ich dich.“

Meinte sie und Brianna schien dies zu akzeptieren.

Die junge Jedi hatte einige kleinere und schwere Kopfverletzungen und ihre Hände und Handgelenke waren ziemlich stark verwundet, so dass an einigen Stellen sich schon etwas entzündet hatte, durch Schmutz, den man schnell anfasste. Ihr Rücken hatte starke Prellungen und ihre Haut hatte einen Verbrennungsgrad 1-2.

„Ich denke, deine Kopfwunde muss ich nähen, zumindest die eine, deine Hände muss ich stark desinfizieren und reinigen und mit einer Salbe behandeln. Du stehst kurz vor einer Blutvergiftung, wenn du nicht sogar schon eine leichte hast. Daher bist du sicher auch stark erschöpft. Ein Wunder, dass du noch kein Fieber hast. Doch, das bekommen wir wieder hin, da du ja jetzt hier bist. Dein Rücken braucht dringend Schonung. Du darfst die nächsten 4 Wochen nichts schweres Heben! Hast du mich verstanden? Du hast eine starke Prellung und einen Wirbel hast du auch stark geprellt, dass kann schnell ein Bandscheibenvorfall werden! Nimm das bitte ernst.“

Meinte sie und begutachtete dann ihre verbrannte Haut.

„Du hast einen ziemlichen Sonnenbrand. Du hast Glück, dass sich noch keine Blasen gebildet haben. Ich gebe dir dafür auch eine kühlende Salbe, dass müsste schnell helfen. Standest du lange in der Sonne oder hattest du Fieber? Ein Sonnenstich ist nicht ungefährlich. Du solltest dich daher wirklich ausruhen, damit du keinen Rückfall bekommst. Du bist wirklich tapfer, du hälst dich mit einer Blutvergiftung und einem Sonnenstich ziemlich gut auf den Beinen.“

Meinte Tara erstaunt und begann dann mit der Behandlung. Gerade, als sie fast fertig war mit Brianna und ihr nur noch die Salbe auf die Haut auftrug, meldete sich Wes, dass Kestrel aufgewacht war. Tara drückte Brianna die Salbe in die Hand, dass sie sich selbst zu Ende einreiben sollte und ging schnell zu dem anderen bett. Auch Brianna saßim nächsten Moment schon neben ihrer Freundin. Tara sah sie kurz an, doch sagte nichts dazu, weil sie es auch verstehen konnte. Sie schien ja recht zäh zu sein.


Kestrel schlug dann die Augen langsam auf und schien zunächst etwas verwirrt zu sein, wo sie war, as auch verständlich war.

Wes erklärte ihr alles und fragte wie es ihr ginge und Kestrel antwortete, dass sie sehr müde und schlapp war und noch immer Schmerzen hatte.

„Leider kann ihr erst in ein paar Stunden wieder etwas geben.“

Meinte Tara zu Wes und sah dann entschuldigend zu Kestrel. Man merkte wie mitgenommen die Jedi noch war und nutzte die zeit in der sie wach war, um Flynn eine Suppe holen zu lassen und dieser war relativ schnell wieder da.

„Danke ,Flynn, die ist dir denke ich gut gelungen.“

Meinte Tara, als dieser die Suppe Kestrel überreichte. Kestrel hatte nicht so großen Appetit, doch quälte sie sich das Essen dennoch rein, wenn auch mit Hilfe, da sie das alleine Essen hier und da anstrengte.

Tara stand am Bettende und beobachtete die junge Frau mit verschränkten Armen und glaubte, dass sie auf dem guten Weg der Besserung war.

„Ich bin übrigens Tara Li, du wirst sicher in wenigen Tagen wieder wohl auf sein. Du bist auf dem besten Weg. Du bist sehr stark und tapfer, genau wie deine Freundin, die überhaupt nicht von deiner Seite weicht.“

Meinte sie lachend und sah zu Brianna.

„Ich bin schon froh, dass ich sie überhaupt behandeln durfte.“

Meinte sie und sah nun doch etwas neckend zu Brianna.

Kestrel grinste darüber und schenkte Brianna einen vielsagenden Blick.


Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes
 

Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes


Wes versicherte ihr, dass es kein Traum war und sie in Sicherheit war und sich mit Brianna in ärztlicher Behandlung befand. Kestrel nickte und sah sich um, soweit sie etwas sehen konnte. Wie ein Krankenhaus sah es nicht für sie aus. Außerdem sollte sie ihn nicht weiter siezen, da er sich sonst wie ein alter Mann vorkam. Kestrel grinste leicht.

„Tut mir leid. Einfach Angewohnheit.“

Meinte sie lächelnd.

Er beruhigte sie dann, dass alles vorüber war und sie sich nicht mehr zu fürchten brauchten und erklärte ihr, dass sie an den Nachwirkungen von Ranik’s Machtblitzen litt.

Kestrel nickte.

„Achso, dass wusste ich nicht. Die habe ich auch ziemlich oft abbekommen....kein Wunder. Ich wusste nur nicht, dass man davon im Nachhinein noch Nachwirkungen spüren kann.“

Meinte sie etwas schuldbewusst, dass sie eine Wissenslücke hatte und somit vielleicht sich eher hätte richtig behandeln hätte können. Wenn sie die Mittel dafür gehabt hätte, was unwahrscheinlich war.
Wes erklärte ihr, dass Ranik sie fast damit getötet hatte und sie großes Glück gehabt hatte.
Kestrel sah ihn erschrocken an und nickte nachdenklich. Aber sie ar froh, das ssie wieder gesund werden würde und nun alles vorbei war.
Wes fragte sie dann, ob das stimmte, dass Brianna die Machtheilung beherrschte.

Kestrel nickte und sah Wes verwundert an.

„Ja, warum sollte es denn nicht stimmen? Ich habe es ihr beigebracht. Sie ist wirklich talentiert in diesem Gebiet. Ohne sie wäre ich vielleicht nicht mehr. Sie hat stundenlang neben mir gelegen und gegen mein Fieber gekämpft. Sie hat es wirklich geschafft. Sonst wäre ich vielleicht schon vor ein paar tagen gestorben, was sehr wahrscheinlich ist.“

Meinte Kestrel ernst und sah Brianna dankend an.

Flynn brachte ihr dann eine Suppe und Kestrel hatte etwas mühe alleine zu essen, doch mit der Hilfe der Anderen ging es dann doch ganz gut und es fühlte sich gut an, als sie wieder etwas warmes im Magen hatte.

„Danke, die war gut. Wer bist du?“

Fragte sie den jungen Padawan, der ihr die Suppe gebracht hatte.

Die Ärztin stellte sich schließlich auch vor als Tara Li und erzählte von Brianna, die die ganze Zeit nicht von ihrer Seite gewichen war und sie kaum hatte untersuchen lassen. Kestrel grinste zu Brianna und schüttelte geschauspielert mahnend den Kopf.

„Tststs.“

Meinte sie. Kestrel war nun nach der Suppe deutlich munterer und auch etwas kräftiger. Tara wiederholte ihre behandlung und Kestrel’s Fieber sank immer weiter.

Kestrel sah dann schließlich zu Wes und sah ihn traurig an.

„Es ist alles meine Schuld. Ich meine, ich habe zwei Padawan in große Gefahr gebracht. Ich war so dumm. Ich glaube ich bin noch nicht bereit um eine Jedi-Ritterin zu sein. Ich mache immer alles falsch. Es trifft immer mich. Immer und immer wieder. Ich scheine die Sith förmlich anzuziehen.“

Meinte sie und erzählte ihm nun die ganze lange Geschichte von Anfang an, wo sie mit Brianna und Cal auf dem Berg trainiert hatte, die Zeit auf Korriban mit Ranik, der schwangeren Kira und ihrem Schüler Janus, und endete schließlich mit der beschwerlichen Flucht, wo sie dann auch noch Cal aus den Augen verloren hatten und Slavenhändlern in die Hände gefallen waren. Alle im Raum hörten aufmerksam zu und besonders Tara schien sie ziemlichgeschockt zu haben, denn sie hatte sich hingesetzt und sah ziemlich blass aus.

„Ich habe einen Fehler nach dem anderen gemacht! Ich habe den Rang einer Ritterin wirklich nicht verdient.“

meinte sie traurig und blickte ihm ernst in die Augen.


„Ich wünsche mir, dass ich und Brianna erstmal zu keiner Mission mehr geschickt werden. Ich werde den Rat bitten, dass wir erst mal auf unbestimmte Zeit aus dem Dienst genommen werden und Urlaub bekommen. Den brauchen wir dringend.“

meinte sie ernst und fügte hinzu.


„Momentan bin ich mir nicht mal sicher, ob ich überhaupt je wieder in den Dienst treten will... .“

Meinte sie zögerlich, weil sie nicht wusste, wie Wes darauf reagieren würde.“

Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes
 
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Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Tara, Flynn, Wes, Kestrel, Brianna

Zu Briannas Enttäuschung ging Tara gar nicht erst auf ihren Wunsch ein, sie lediglich "fit zu spritzen", damit sie sich weiter um Kestrel kümmern konnte. Vielmehr schien sie die beiläufige Bemerkung, dass die Echani wusste dass die andere Humanoidin machtsensitiv war, zu irritieren. Sie wirkte nicht gerade sehr glücklich drüber und machte sich Gedanken.

"Es steht nicht etwa auf deiner Stirn geschrieben."

Erwiderte die Weißhaarige, die das Gefühl hatte, die andere Frau ein wenig beruhigen zu müssen.

"Du hast erwähnt, dass du spüren kannst, dass es mir nicht gut geht, und ja, natürlich, dein Gefühl trügt nicht. Wie könnte es auch anders sein? Ich weiß nicht, ob das etwas ist, was ihr Togruta so macht, aber ich dachte mir sofort, warum sonst würdest du Wes begleiten? Da ich mich ohnehin gerade konzentriert hatte, um Kestrels Zustand zu untersuchen, war es auch für mich ziemlich einfach, mal schnell deine Aura zu fühlen. Zumindest wenn man in der Lage ist, das zu tun, dann ist es ziemlich offensichtlich, ja."

Erklärte die junge Sportlerin redselig. Die Ärztin erlaubte ihr, sich nach der Untersuchung um ihre Freundin zu kümmern, wenn das mit dem Heilen stimmte, und Brianna sagte nichts. Sie wusste selbst, dass Kestrel momentan stabil war, oder Tara hätte sie niemals auf dieses Bett gekriegt. Sie hatte ihre Bedingungen für den Moment akzeptiert, nicht mehr und nicht weniger, und sie fühlte kein Bedürfnis, dem noch irgendetwas hinzuzufügen.

Bevor die Togruta jedoch eine großartige Chance hatte, die Padawan zu untersuchen, kroch ihr der Duft der Brote, die dieser andere Padawan Flynn, geholt hatte, in die Nase. Sie spürte, wie ihr Magen zu knurren begann und fragte sich, wie lange ihre letzte Mahlzeit her war. Das Hungergefühl wurde immer größer und alsbald richtete Brianna sich auf und wollte etwas ab haben.

"Hierher! Bitte! Ich habe auch Hunger!"

Rief sie und schnippte mit den Fingern, doch Tara zwang sie zurück aufs Bett. Sie wäre niemals dazu in der Lage gewesen, wenn die kräftige Echani sich gewehrt hätte, doch diese ließ es wohl oder übel über sich ergeben, in der Hoffnung, dass die Untersuchung so wenigstens bald und entgültig vorüber sein würde. Die Frau, die sie behandelte, strich zuerst ihre Haare am Hinterkopf beiseite, um sich ihre Verletzungen am Hinterkopf anzusehen. Während ihrer Zeit auf Korriban hatte man sie immer wieder am Kopf verletzt und die beiden letzten von der Flucht waren noch vergleichsweise frisch. Die Sorge um ihre Freundin hatte sie davon abgehalten, sich um sich selbst zu kümmern, vor allem bei Verletzungen, die sie für bloße Platzwunden hielt. Im Moment hielt sie ihren knurrenden Magen allemal für schlimmer als das.

Die Hand- und Handgelenksverletzungen wurde ebenfalls begutachtet und schließlich musste sie ihren durchtrainierten Rücken entblößen, um auch ihn untersuchen zu lassen. Sie drehte sich zur Wand, so dass sich Flynn oder sonstwer nicht peinlich berührt fühlen musste (obwohl sie natürlich Sport-Unterwäsche trug) und legte sich dann mit Brust und Bauch nach unten. Als Tara mit der Begutachtung fertig war, erläuterte sie kurz den Befund, den Brianna auch mit stoischer Ruhe ertrug - bis die Ärztin erwähnte, dass sie ihren Rücken schonen sollte.

"WIE BITTE?"

Rief sie und richtete sich entsetzt auf.

"Was soll das heißen, ich darf nicht schwer heben? Warum gleich vier Wochen lang? Und was ist mit normalem Training, ist denn das viel schonender? Ich muss doch trainieren, ich bin auch so schon schlimm genug außer Form! Ich kann es mir nicht leisten, einfach vier Wochen lang nicht richtig zu trainieren, schon gar nicht nach dieser langen Gefangenschaft und alldem."

Sprudelte es aus der aufgeregten Echani heraus. Sie hätte gar nicht gewusst, was sie so lange ohne Sport mit sich anfangen sollte und sah sich schon wochenlang ans Bett gefesselt, halb umkommend vor Langeweile.

"Und überhaupt: wie definierst du schwer? Das können zwanzig Kilo sein... oder zweihundert."

Bohrte sie nach. Vielleicht konnte sie die Grenze ja verhandeln. Wenn es tatsächlich soweit kommen würde, beschloss sie, würde sie mit Hochdruck ihre lädierten Wirbel heilen. Wenn sie sich längere Zeit nicht richtig verausgaben konnte, würde sie bestimmt eingehen wie eine Primel.

Nachdem die weißhaarige Athletin sich beruhigt und wieder hingelegt hatte, die Togruta sie nach der Ursache für ihren Sonnenbrand gefragt und sie für ihre Tapferkeit gelobt hatte, war die hellhäutige Echani auch wieder in der Lage, in normaler Lautstärke mit ihr zu reden und zu erläutern, was vorgefallen war.

"Schau dir meine Haut an: für so etwas bin ich nicht geschaffen. Das war Folter. Es passierte am Tag vor unserer Flucht. Ich habe den ganzen Tag angekettet unter der Wüstensonne von Korriban verbracht, um Informationen aus mir herauszupressen. Erst als ich kurz vor dem Kollaps stand, haben sie überhaupt begonnen, mich auszufragen. Schließlich mussten sie mich nach drinnen bringen und versorgen, da Kira, diese Sith-Frau, Angst hatte, ich könnte sterben, bevor ich in der Lage sei, etwas zu verraten. Ironischerweise war das eines der Dinge, die uns schließlich die Flucht ermöglicht hatten."

Brianna machte eine kurze rhetorische Pause, bevor sie das Thema wechselte und ihre Zähigkeit zu erklären versuchte.

"Das liegt bestimmt an meiner hervorragenden körperlichen Fitness, und ich kann auch nicht gerade sagen, dass ich besonders verwöhnt wäre. Vielleicht hat auch die Macht damit zu tun, mit meiner Begabung zu heilen."

Vermutete sie, und ließ dann die Behandlung über sich ergehen. Sie verzog keine Miene, als die Wunde am Hinterkopf genäht wurde und ignorierte das Brennen des Desinfektionsmittels. Doch sie genoss es, mit wohltuender Salbe eingecremt zu werden. Die Behandlung hatte auch ihre guten Seiten, wie sie fand... doch dann wachte Kestrel auf und Tara ließ sie liegen.

Nicht, dass sie sich daran gestört hätte angesichts der guten Nachricht. Sie salbte sich eben selbst schnell fertig und schlüpfte wieder in ihr Oberteil. Flynn wünschte derweil Kestrel ein "Willkommen zurück unter den Lebenden", ein Ausdruck, den Brianna ein wenig in den falschen Hals bekam.

"Was soll dass heißen, zurück unter den Lebenden? Nicht, dass sie es einmal nicht mehr gewesen wäre!"

Wies sie ihn brüsk zurecht während sie sich an ihm vorbei ans Bett drückte. Sie hatte Angst, er würde Kestrel mit seinen Worten Angst machen, als ob sie einen Herzstillstand gehabt hätte oder sie sonstwie unmittelbar an der Schwelle des Todes gestanden hätte, was ja nicht der Fall war, zumindest nicht derart knapp. Sie wollte nicht, dass ihre Freundin seinetwegen erschreckte, und ergriff auch ihre Hand, um sie zu beruhigen. Es schien jedoch - mit oder ohne ihre Mithilfe - nicht der Fall zu sein, und sie verfolgte das Gespräch zwischen der Jedi, Wes und Tara schweigend, und mit einem amüsierten Grinsen, dass die Ärztin Flynn auf einen weiteren Botengang schickte - was sie an die Brote erinnerte. Gierig schnappte sie sich eines mit der anderen Hand und nahm einen großen Bissen.

Sodann lobte ihre Mentorin sie, dass sie es tatsächlich geschafft hätte und ohne Briannas Heilkünste wohl schon tot wäre. Dass sie einmal etwas ganz besonderes würde und sie es ihr nie vergessen würde. Und dass sie ihr was schuldig wäre und so stolz auf sie war. Sie drückte ihre Hand und die Angesprochene errötete.

"Danke, aber das ist zuviel. Bestenfalls sind wir jetzt quitt, und ich werde dich noch sehr viel und sehr oft brauchen."

Erwiderte die junge Frau, die gar nicht wusste, was sie sagen sollte. Dann unterhielten sich ihre Freundin und Wes wieder, was Brianna mit nichts zurückließ außer an ihrem Brot zu knabbern. Sie spitzte allerdings die Ohren, als Wes ungläubig nachfragte, ob das mit der Machtheilung tatsächlich stimmte. Man traute es ihr also offenbar nicht zu. Typisch Jedi! Doch sie unternahm nichts weiter außer wütend ihr Brot zu mampfen. Kestrel allerdings verteidigte sie und erzählte, wie sie es ihr beigebracht hatte und auch von den Stunden, die sie damit verbracht hatte, das Fieber der Ritterin in Schach zu halten. Brianna erntete einen dankbaren Blick von ihrer Freundin, und erwiderte ihn, ebenso dankbar dafür, dass sie für sie Partei ergriff vor den Jedi, von denen sie sich so ungeliebt und missverstanden fühlte.

Flynn war inzwischen zurück, überbrachte einen Teller Suppe und wurde dafür von der "diensthabenden" Ärztin gelobt. Kestrel löffelte sie langsam und mühevoll in der Zeit, in der die hungrige Echani ihr Brot und noch ein weiteres verdrückte. Nachdem die Ritterin den Padawan nach seinen Namen gefragt hatte, wandte sie sich ebenfalls an ihn.

"Flynn, wärst du so gut, mir ein Glas Wasser zu bringen? Ich habe großen Durst und trinke leider keinen Kaffee."

Fragte sie ihn höflich aber bestimmt. Danach stellte sich die Togruta mit ihrem vollen Namen als Tara Li vor und lobte die kranke Jedi für ihre innere Stärke. Dies wiederholte sie für Brianna und verband es mit einem scherzhaften Seitenhieb, dass sie froh sein musste, sie überhaupt behandelt haben zu dürfen, um dann auch von Kestrel scherzhaft ermahnt zu werden. Zum ersten Mal seit einer ziemlichen Weile konnte Brianna wieder von Herzen lachen.

"Ich hätte mich auch nicht behandeln lassen, wenn ich nicht gespürt hätte, dass es meiner Freundin besser geht."

Erklärte sie der Togruta, nachdem sie sich beruhigt hatte.

"Aber es zeichnete sich ab, dass es durch deine Behandlung aufwärts geht mit ihr. Doch es ist wahr: verfügte Kestrel nicht über große innere Stärke, so hätten ihr weder du noch ich großartig helfen können. Obendrein wäre es gar nicht erst zu einer Flucht gekommen."

Meinte sie ernst, bevor die rothäutige Frau mit der nächsten Behandlung begann, die den Zustand der dunkelhaarigen Jedi erneut verbesserte. Die junge Echani hingegen fühlte sich nach einem Zwischenhoch durch die Aufregung müder und müder und begann, sich nach dem Bett zu sehnen. Kestrel begann indes die komplette Geschichte zu erzählen. Leider legte sie dabei ein ziemlich negatives Selbstbild an den Tag und machte sich ständig Vorwürfe. Immer wieder fühlte Brianna sich genötigt, ihre Erlebnisse hinzuzufügen und die Worte ihrer Freundin zu relativieren. Sie fand, dass die Jedi das Bild ihrer Schülerin zu heroisch zeichnete, während sie sich selbst viel zu schwach beschrieb, wodurch die Weißhaarige sich ziemlich beschämt fühlte. Mit keinem Wort erwähnte sie allerdings, wie sie sich selbst gefühlt hatte nach dem Kampf auf Loronar und während der ersten Zeit in der Gefangenschaft. Es war ihr zu persönlich, um es jedermann einfach so zu erzählen. Die Leistungen ihrer Freundin, sie wieder aufgerichtet zu haben, stellte sie anderweitig heraus, in der Form, dass sie ihr einfach Kraft und Hoffnung in der dunklen Zeit gegeben hatte, ohne die zutiefst persönlichen Hintergründe zu erwähnen.

Die junge Jedi, die ihr so sehr am Herzen lag, schloss mit den Worten, dass sie den Rang einer Ritterin nicht verdient hätte. Worte, die Brianna sehr verletzten wie ein Stich ins Herz. Es tat ihr in der Seele weh, dass ihre Mentorin sich so schlecht redete.

"Bitte, hör auf so zu reden."

Begann sie, an ihre Freundin gewandt.

"Es tut mir weh, wenn ich dich so höre. Es war nicht deine Schuld, dass wir da hinein geraten sind. Die Wahrheit ist doch, dass du mich und uns zuerst und immer wieder gerettet hast, und dazu musstest du Größeres leisten als ich. Du hast ihnen die ganze Zeit widerstanden. Und du hast mir wieder auf geholfen, als ich nicht mehr weiter wusste. Dafür danke ich dir von ganzem Herzen, mein Leben lang."

Ein wenig hatte sie es nun doch angedeutet, fühlte sich Brianna doch nicht überzeugt, ob sie in der Lage sei, ihrer Freundin überhaupt angemessen zu danken ohne die schmerzhaften Erinnerungen hier öffentlich auszubreiten. Vielleicht würde sie nochmal unter vier Augen mit ihr reden. Ja, sie würde - und zwar sobald sie konnte.

Kestrel wünschte sich, dass sie beide vorläufig nicht auf Missionen geschickt würden, und Brianna nickte. Sie sprach ihr aus dem Herzen. Nach all diesem Trubel und Wahnsinn brauchten sie ihre Zeit, um sich zu erholen. Ihre Freundin war eine starke Person. Sie würde nicht so von sich reden, wenn sie nicht völlig mit den Nerven am Ende wäre. Sie sprach sogar davon, dass sie nicht wusste, ob sie jemals in den Dienst zurückkehren wollte. Ohne nachzudenken machte Brianna den Mund auf, hielt dann aber inne. Ursprünglich wollte sie sich ihr anschließen, bekräftigen, dass sie das auch nicht wollte, und dass sie eigentlich überhaupt keine Jedi mehr sein wollte, überlegte sie es sich dann jedoch anders. Letzteres hatte ihre Freundin nicht gesagt, und obwohl es das war, wozu die Echani sie zu überreden versucht hatte, erschien es ihr nicht der richtige Zeitpunkt, das Thema voranzutreiben. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass Kestrel hierher gehörte, zu den Jedi, ebenso stark, wie sie das Gefühl hatte, selbst ganz und gar nicht hierher zu gehören, was vermutlich ganz ähnlich war, wie sich ihre Gefährtin selbst gerade fühlte. Doch der Unterschied war, die Jedi wollten und brauchten Kestrel. Im Gegensatz zu ihr, Brianna. Sie war hier nicht die Person, um die es ging, und sie fühlte sich nicht gewollt oder gar gebraucht. Doch es war nicht die richtige Gelegenheit, nicht vor Flynn oder Tara, auch nicht vor Wes. Die Echani warf ihrer Freundin einen durchdringenden Blick zu. Sie würden sich erholen und nachdenken, erst dann entscheiden, so wie sie es sich gegenseitig versprochen hatten. Brianna hielt den Mund.

Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Tara, Flynn, Wes, Kestrel, Brianna
 
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Als sich Tara für ihre Kaffe bedankte, neigte Flynn seinen Kopf ganz langsam nach unten, um ein Zeichen des Respekts zu zollen. Sie hing immer noch an dem Thema „Machtbegabt „ zu sein. Weshalb sie Brianna die wichtige Frage stellte, woher sie dies wusste. Sie begutachtete Brianna mit strengen Blicken und wusste sofort wie man die Wunden behandelte.
Nachdem Flynn die Suppe brachte antwortete Tara darauf mit einem Kompliment. Flynn selbst war etwas rot geworden, denn er erhielt nur selten Komplimente, egal welcher Art.


>> Es ist mir immer ein Vergnügen einer angehenden Jedi zu helfen. <<

Flynn schmunzelte etwas, er wusste, dass sie noch nicht mal eine Padawan war, aber er versuchte sie auf die „richtige“ Seite zu ziehen. Denn, er spürte, dass die Macht in ihr ruhte und nur darauf wartete aufgeweckt zu sein. Er hoffte auch damit einen kleinen Schub ihr Wille zu den Jedi zu stärken. Flynn konnte auch ihr Konflikt spüren, sie konnte immer noch nicht ertragen, dass die Sith ihre Tochter verschleppt hatten. Sie wusste nicht, dass man eine Sith auch wieder zu der Hellen Seite ziehen und so sie retten konnte. Man müsste ihr das irgendwie verständlich machen, Flynn war der falsche für solch schwierige Situationen. Und er sprach mit Wes schon vorher darüber und so konnte er nur hoffen, dass er sich was einfallen ließ. Er schaute dann zu Tara rüber und erkannte in welcher Trauer sie war.
In der zwischen Zeit sprach Flynn mit Kestrel als sie aufgewacht war. Und auf einmal sprach Brianna zu ihm, die an Kestrels Bett sich zusetzte. Flynn selbst war auf einmal etwas erschrocken und eher enttäuscht über das Verhalten einer angehenden Ritterin. Er hätte nie gedacht, dass solche Personen noch existieren würden, die der „Dunklen Seite“ nicht kontern konnten. Er fühlte, dass sie ein Konflikt in sich hatte, dass sie nach Außen sprühte. Flynn sagte dazu nichts, denn er wusste, dass er sich nicht auf solche Gespräche nicht einlassen sollte.
Flynn wunderte sich, als die Ritterin aufwachte und auf einmal, als nichts wäre, einfach so zu ihm und den anderen sprach. Er dachte, nach den vielen Schmerzen und Fieber würde er selbst noch weiter liegen und sich vor Schmerzen winden. Die Ritterin war wohl eine sehr mächtige und starke Person, was man nicht auf Anhieb sah. Nach einer Weile, als Kestrel die Suppe gegessen hatte fragte ihn wer er war. Flynn, der ein selbstloser Mensch war wurde auf einmal überrascht, dass sie ihn nach seinen Namen fragte.


>> Ich bin Flynn Kybo, ein Padawan. Und Ihr seid? <<

Flynn freute sich, dass endlich jemand ihn nicht für unsichtbar hielt. In der Vergangenheit hatte er eben schlechte Erfahrung mit Personen, die er kennen lernte, gemacht. Irgendwie war er denen nicht sympathisch genug, um auch länger Befreundet zu sein als man musste. Er hoffte nur er vermasselte es nicht schon wieder und achtete deshalb auf seine Wortwahl. Danach sprach Kestrel von ihrer Missetat und dass sie die Sith regelrecht verfolgten. Flynn nahm das auf und hoffte auch nicht so ein Sith-Magnet zu sein. Dann hörte er, dass sie auch den Sklavenhändlern zu Opfer gefallen war.
>> Wie kann eine Jedi den Sklavenhändlern in die Hände fallen? <<
Flynn wunderte sich über Kestrel und ihre Kenntnisse der Macht. Er schüttelte den Kopf und konnte kaum fassen, dass eine Ritterin so schwach sein konnte. Er konzentrierte sich diesmal auf seine Wortwahl und fragte sich, ob auch ihm sowas zustoßen könnte.
>> Verzeiht, ich klage Euch nicht ein, ich frage mich nur, ob es mir auch passieren könnte und wo sich die Sklavenhändler aufhalten damit man diesen aus dem Weg gehen kann? <<
Er hoffte bloß, dass ihm sowas nie zutreffen würde. Es war keine Wohltat ihre Schmerzen und Wunden anzusehen. Als die junge Ritterin nun zugab, dass sie es nicht verdiente eine zu sein verstand er wieso sie den Sklavenhändlern aufgefallen war. Aber irgendwie spürte er, dass es nicht die Wahrheit war. Vielleicht war sie stärker als man ihr zugab weshalb sie denen aufgefallen war .Flynn wollte sie trotzdem trösten indem er was Nettes sagte.


>> Niemand wird sagen, dass Ihr den Rang einer Ritterin nicht verdienen. Sie sollten nicht aufgeben nur weil sie Pech gehabt haben. <<

Flynn lächelte sie leicht an und versuchte sie zu beruhigen.

>> Wenn sie in ihrem Innern immer noch ein Jedi sein möchten, sollten sie nicht aufgeben. Versucht immer das Beste und sie werden sehen ihre Pechstrenge wird vergehen. Ich hoffe Ihr überlegt es euch noch. <<

Kurz davor, als Flynn mit dem Kaffe kam, fragte Bianna, ob sie ein Glass Wasser haben kann? Flynn, der es nicht vergessen hat, was sie sich geleistet hatte nickte nur und machte sich auf in die Küche. Langsam dachte er unterwegs, dass er nur da wäre, um als Kellner hier wäre. Er fand, dass es langsam Zeit wäre endlich zu seinen Übungen zu kehren, was für ihn als Aufgabe viel wichtiger war, als herum zu laufen und allen Wünschen nachzugehen. Er ging dann wie zuvor in die Küche füllte Wasser in ein Glas und dann ging er wieder zurück. Mit einer ausdruckslosen Miene übergab er Brianna das Glass und setzte sich wieder neben Wes. Nach einer Sekunde spähte er zu Wes und musterte ihn. Innerlich wartete, ob er was dazusagen hatte.

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Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes

Flynn schien sich nicht damit abfinden zu wollen, dass Tara wegen ihrer Erlebnisse keine Jedi werden wollte, und fragte, ob sie da nicht etwas dagegen tun sollten, und wie sie sie davon überzeugen sollten, dass die Macht nicht diejenige war, die böse war. Wes zuckte mit den Achseln. Auch er hatte keine Patentantwort dafür, ansonsten wäre die Togruta auch längst Padawan.

"Ich habe mich bereit erklärt, ihr zu helfen, ihre Tochter zu finden, sobald wir können. Wir haben ein paar kleinere Übungen zusammen gemacht, die uns bei der Suche helfen können. Abgesehen davon kann man wenig mehr machen als reden. Es hat auch keinen Sinn, sie zu überreden, wenn sie es eigentlich gar nicht wirklich will. Sie muss aus tiefster innerer Überzeugung eine Jedi werden wollen, ansonsten fürchte ich, dass wir mehr Schaden anrichten würden als Nutzen. Außerdem, was wir zu sagen hätten wirkt vermutlich ziemlich schwach gegen das, was sie jetzt an Kestrel sieht, und ich weiß nicht, ob das sie eher den Jedi näher bringt, wenn sie sieht, dass wir ihre Hilfe brauchen, oder der Terror der Sith sie noch mehr abschreckt. Aber du kannst natürlich trotzdem gerne einmal mit ihr reden, wenn du das Gefühl hast, dass sie das möchte."

Meinte der Großmeister zu seinem jungen Schüler. Dieser wirkte etwas geknickt, als er ihn auf später vertröstete, was das Aura verbergen anging. Flynn hatte immer noch den Fehler, zu ungeduldig zu sein für einen Jedi, und Wes hoffte, ihm mit der Zeit etwas mehr Gelassenheit lehren zu können, die Fähigkeit, die Dinge so zu nehmen, wie sie kamen. Es gab leider genügend Sith, die in der Lage waren, solche Fehler auszunutzen, auch wenn es bei einer typischen offenen Konfrontation nicht sehr wahrscheinlich war.

"Wir schaffen das schon. Die beiden werden sicher noch einige Zeit brauchen, und wir werden sicher nicht die ganze Zeit an ihren Betten warten und Händchen halten."

Antwortete er ruhig, bevor sie dann schließlich wieder das Zimmer erreichten. Tara meinte, als Wes sie darauf ansprach, dass sie durchaus noch nicht erschöpft war, aber es nach der Pause einfach ungewohnt war und sie zum Glück nur zwei Patienten hatte.

"Ehrlich, es sieht aus als hättet ihr nie was anderes gemacht. Es sind halt auch zwei besondere Patienten mit leider auch... besonderen Verletzungen."

Schmeichelte er ihr, danach trank sie ihren Kaf und kümmerte sich um Brianna, bis Kestrel das Bewusstsein wiedererlangte. Auch Flynn freute sich und begrüßte die Ritterin. Nur die weißhaarige Göre verdarb ein wenig die Stimmung, indem sie seinen Padawan eine patzige Antwort zurückgab. Der Jedi aus Taanab hatte das Gefühl, dass sie einfach Streit suchte und warf ihr einen entsprechend missbilligenden Blick zu. Zumindest ließ sich sein Padawan nicht provozieren. Dann drängte es ihn, sich mit der jungen Ritterin zu unterhalten, die zwar schwach, aber ansprechbar war. Sie entschuldigte sich lächelnd dafür, ihn nicht zu duzen, und schien sich ein wenig dafür zu genieren, nicht davon gewusst zu haben, dass konstante Machtblitze Nachwirkungen zeigen konnte.

"Wenn es nicht nur kurzzeitig geschieht, und vor allem auch, wenn es so heftige sind, kann das durchaus vorkommen. Ich hätte allerdings auch nicht gewusst, dass es sich so äußert. Ich bin halt auch kein Mediziner."

Belehrte er sie mit einem Augenzwinkern. Die Dunkelhaarige wunderte sich dann darüber, dass Wes Brianna die Machtheilung nicht zugetraut hatte, und dem was sie berichtete zu folgte, musste die Padawan sich tatsächlich wacker geschlagen haben. Es erstaunte ihn trotzdem. Es bestand kein Zweifel, dass sie eine exzellente Kämpferin sein konnte, aber Heilung schien nicht recht zu der teilweise recht ungehobelten Echani zu passen.

"Na gut, es ist immerhin ein ziemlicher Unterschied, ob man sich selbst ein wenig heilen kann, oder auch jemand anders. Es ist ziemlich ungewöhnlich, dass eine bloße Padawan imstande ist, mehr als eine oberflächliche Wunde mithilfe der Macht zu heilen. Erstaunlich..."

Meinte er und warf der Weißhaarigen, die sich zuerst Kestrel gegenüber ungewohnt bescheiden gab, und jetzt mit den Gedanken beim Essen zu sein schien, einen überraschten Blick zu. Eine respektable Leistung, wenn man die Schwere der Verletzungen in Betracht zog...

Flynn kam bald darauf mit einem Teller Suppe zurück, den Tara ihm aufgetragen hatte und von der er jetzt dafür gelobt wurde, um nur wenig später von der weißhaarigen Padawan um ein Glas Wasser geschickt zu werden. Natürlich hatte jemand, der ein Jedi werden wollte, ohne Murren zu tun, worum er gebeten wurde, doch in Briannas Fall fragte er sich, ob es ihr nicht mehr darum ging, den Jedi-Schüler herumzuschicken als um das Getränk. Irgendwann würde er mit ihr mal ein bisschen zusammenrücken müssen... keine allzu angenehme Aufgabe. Tara nannte sich froh, sie überhaupt behandelt haben zu dürfen, und da war etwas wahres dran, trotz der scherzhaften Atmosphäre, in der der Satz fiel.

Die Echani pries dann die Ritterin für ihre Stärke, was wie eine Prophylaxe für das zu sein schien, von dem sie offenbar geahnt hatte, was kam. Kestrel sah ihn unglücklich an und machte sich große Vorwürfe, die Padawane in Gefahr gebracht zu haben. Sie betrachtete es sogar als ihren Fehler, Pech mit den Sith gehabt zu haben und schien wieder in das alte Muster zu fallen, sich nicht des Ranges der Ritterin würdig zu erwiesen. Wes seufzte leise. Er war überzeugt gewesen, dass sie das nach den Gesprächen, die auf ihr erstes Zusammentreffen mit Ranik folgten, überwunden hatte. Danach schien sie vor Selbstbewusstsein zu strotzen, und das war dann auch die Zeit, als man sie zur Ritterin ernannt hatte. Der fatale Auftrag nach Loronar folgte nur wenig später. Wes versuchte, sie erst einmal zu beruhigen. Noch wusste er nicht, ob es von selbst passiert oder vielmehr das Werk der Sith war.

"Kestrel! Beruhige dich! Sicher, du warst vielleicht ein wenig leichtsinnig, aber ganz bestimmt hast du nicht einen Fehler nach dem anderen gemacht. Du bist noch jung. Fehler können passieren. Auch wir haben Fehler gemacht, da wir die Gefährlichkeit des Auftrags unterschätzt haben. Ich hätte es wissen müssen, dass mit Sith zu rechnen war. Wir hätten dich nicht alleine dahin schicken dürfen. Wir waren selbst ziemlich blauäugig in dieser Sache, wir sollten das eigentlich schon besser wissen. "

Die Ritterin begann dann, unterstützt von ihrer Begleiterin, die gesamte Geschichte zu erzählen. Wes erkannte, dass sie seltsamen Visionen, die er am Ort des Kampfes auf Loronar gehabt hatte, tatsächlich zutreffend waren, wenngleich sie ihm nur jeweils einen kleinen Teil der Wahrheit gezeigt hatten, den er zudem oft fehlinterpretiert hatte. Er wusste, er würde noch über diese Technik recherchieren müssen. Sicherlich konnte man sie verbessern, und wenn er sie damals schon besser beherrscht hätte, wäre den beiden jungen Frauen einiges erspart geblieben.

"Bei der Macht! Wenn ich nur gewusst hätte, dass ihr bloß auf Korriban seit. Ich wäre euch gefolgt, um euch zu suchen. Ich dachte, ihr wärt auf Bastion, außer der Reichweite unseres leider so geschwächten Ordens."

Bedauerte er. Wes fühlte sich ziemlich niedergeschlagen, so nah dran gewesen zu sein, um dann die falschen Schlüsse gezogen zu haben, die alle anderen Erkenntnisse zuvor nutzlos gemacht hatten.

"Übrigens... diese Kira... sie kommt mir irgendwie bekannt vor. Ist sie so ein Typ schwarze Haare, grüne Augen, bleiche Hautfarbe? Sehr schlank und in schwarzes Leder gekleidet? Ich glaube, sie hat damals um eine Haar eine Padawan von mir getötet, damals auf Alderaan."

Fragte er als die Apprentice erwähnt wurde. Die Geschichte fuhr fort, schilderte die Gefangenschaft mit Folter und Fluchtversuchen, sowie schließlich die Flucht. Bei der Stelle, als die beiden in die Fänge der Sklavenhändler gerieten, wunderte sich Flynn, wie das möglich war, und wirkte ziemlich verschreckt. Wes betrachtete ihn, und dann die Ritterin, und wartete darauf, was sie sagen würde.

Schließlich waren sie am Ende der Geschichte, die Kestrel als eine Aneinanderreihung ihrer Fehler betrachtete, und Brianna versuchte, sie zu überzeugen, dass das nicht wahr war und sie sie stattdessen gerettet hatte. Auch der junge Padawan versuchte, ihr Mut zu machen, dass sie nicht aufgeben sollte und ihre Pechsträhne sicher ein Ende finden würde. Wes wartete noch, die Geschichte war ziemlich heftig gewesen und er hatte das Gefühl, erst alles richtig verarbeiten zu müssen. Bestimmt brauchte er einen Tag oder so, bevor er etwas kluges dazu sagen konnte.

Die junge Ritterin fuhr sodann fort, dass sie nicht wollte, dass sie und Brianna alsbald auf eine neue Mission geschickt würden, sondern lieber Urlaub machen wollte, was Wes nach den Erlebnissen verstehen konnte. Sicher würde sie keiner so schnell irgendwohin schicken. In ihrem Zustand hätte sie wahrscheinlich zuviel Angst nach dem Trauma Ranik, als dass sie eine ihren Fähigkeiten entsprechende Mission bewältigen könnte, und sicherlich wäre es auch nicht gut für sie. Doch Wes sah ziemlich bestürzt drein, als Kestrel die Idee äußerte, überhaupt nicht mehr zum Dienst zurückkehren zu wollten. Der Großmeister brauchte einen Moment, bevor er wusste, was er darauf sagen sollte. Es wäre ein Verlust für die Jedi und auch persönlich für ihn, sollten sie die talentierte junge Ritterin verlieren, nachdem sie den Sith auf so waghalsige Weise entkommen war. Er war so froh, dass sie überlebt hatte, und hoffte, dass sie wieder gesund und irgendwann wieder eine selbstbewusste und mächtige Jedi werden würde. Er wünschte, er hätte das alles verhindern können, doch dafür war es zu spät. Er konnte nur noch hoffen, dass die Fehler, die sie alle gemacht hatten, keine permanenten Folgen haben würde. Zumindest nicht über das hinausgehend, was eine solche Gefangenschaft zwangsläufig verursachte. Er wünschte sich, dass sie wenigstens soweit verschwinden würde, dass die Jedi damit leben und weiter ihrer Berufung folgen können würde.

"Ich kann schon verstehen, dass du so kurz nach diesen schlimmen Erlebnissen am liebsten nichts mehr mit den Jedi und ihrem anstrengenden Kampf zu tun haben willst."

Begann er.

"Aber lass dich durch die Niedergeschlagenheit des Moments zu voreiligen Entscheidungen hinreißen. Sicher, du hattest Pech mit den Sith, warum auch immer die Macht das tut. Aber willst du deswegen alles aufgeben, was du die letzten fünf Jahre gemacht hast? Du hast eine Menge gelernt. Du hast gegen Ranik gekämpft und lebst noch. Du bist durch seine Gefangenschaft und Folter gegangen und hast die Jedi nicht verraten. Und du hast es sogar geschafft, ihn lange genug außer Gefecht zu setzen, um entkommen zu können. Kestrel, ich bin stolz auf dich! Ich wünschte, du wärst meine Padawan gewesen. "

Wes holte tief Luft, bevor er sich ganz atemlos quatschte.

"Nach einem ausgedehnten Urlaub siehst du es bestimmt ganz ähnlich. Den habt ihr euch verdient, und der Rat wird sicher derselben Meinung sein. Du kannst gerne mein Kom benutzen, wenn du willst. Ich habe ohnehin..."

Als er sein Komgerät zog, um es der Jedi anzubieten, fiel ihm auf, dass er die Antwort von Chesara offenbar ganz überhört hatte.

"Warte bitte, sie hat noch eine Nachricht geschickt, die Rätin, meine ich. Es ist bestimmt wichtig. Ich habe ihr vorhin von dir geschrieben."

Es war ihm zwar ein wenig unangenehm, so das Thema zu wechseln, aber Kestrel das Kom zu geben, um eine Nachricht an den Rat zu senden, während eine nicht abgehörte Nachricht vom Rat blinkte, war auch blöd. Er hörte sie schnell mit schuldbewusster Miene ab. Der Auftrag schien tatsächlich wichtig zu sein, und sie drängte darauf, dass die Jedi sich wieder stärker sammeln müssten, um mehr Schlagkraft zu entwickeln, während das Imperium abgelenkt war.

"Weißt du was..."

Sagte er zu Kestrel.

"Wir haben schon die ersten Genesungswünsche. Grüße von Rätin Chesara. Sie möchte dich sprechen, sobald es dir wieder besser gehst. Sie hat sicher nichts dagegen, wenn du dich jetzt schon an sie wenden willst. Aber wenn es dir lieber ist, frage ich nach dem Urlaub."

Wes zuckte mit den Schultern, lachte, und hielt das Kom in seiner offenen Hand.

"Siehst du? Du wurdest vermisst."

Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes
 
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Abladen helfen? Normalerweise hätte er einer Frau vielmals für dieses nette Angebot gedankt und abgelehnt weil das wunderschöne Geschlecht (zumindest wenn man von Menschen Frauen ausging)
in der Regel zart und zierlich wahr. So zart und zierlich das sie nicht in der Lage waren schweres Holz zu tragen, John war mit Schwestern aufgewachsen und war bestimmt entfernter von einem Macho als ein Wookie von nackter Haut, dennoch waren Frauen in der Regel einfach nur biologisch schwächer als Männer. Bei Billie sah es da anders aus, natürlich – sie war sehr wohl zierlich und momentan viel zu schlank, aber sie war erstens eine Pilotin was gewisse körperliche Grundvorraussetzungen mit sich brachte nein bringen musste und zweitens hatte er damals ihre Kraft in ihrem Quartier gespürt als sie ihn mit beachtlich starken Händen festgehalten hatte. Überhaupt er selbst sah sich überhaupt nicht als Paradebeispiel für einen Mann an, er war nicht wirklich sonderlich groß, so gerade an die 1.80 Marke gekommen, ihm wuchs der Bart immernoch nicht ordentlich und für seine doch gut vorhandenen Muskeln hatte er sehr schwer arbeiten und essen müssen. Sonnst würde er heute noch wie der dürre 16 Jährige aussehen der er vor über 10 Jahren gewesen war. Das gute an seinem Job jetzt war, er hatte gar kein Fitnessstudio keines dieser Workouts die er in seiner Zeit an der Akademie und später als vollwertiger Pilot ständig hatte durchlaufen müssen mehr nötig. Als „Einmannfirma“ musste er das Holz nicht nur bearbeiten wie andere Zimmermänner (was ansich je nach Holzart schon viel Kraft erforderte), er musste es noch selbst schlagen und transportieren mindestens einmal die Woche. Weswegen er auf Naboo weitere Kilos zugelegt hatte ohne dafür irgendwelche Hanteln zu stemmen. Der Planet tat ihm so unendlich gut, er würde ihr gut tun. John gestatte es sich sie nochmals eingehend zu betrachten. Sie hatte wirklich schlimm abgenommen, aber nicht so schlimm als das einige gute Essen sie nicht wieder in diese kurvige Schönheit verwandeln konnten an der er sich nicht hatte satt sehen können. Hier bei ihr, bei dieser Frau die ihm (und das Gefühl wurde mit jeder Stunde stärker) so wertvoll war ging es im nicht im Ansatz um irgendwelche Fragen der Ästhetik, es ging ihm um ihre Gesundheit die er bei einem so deutlichen Gewichtsverlust gefährdet sah. Und trotz ihres Zustandes, trotz ihrer immernoch durchscheinenden Müdigkeit flammte da dieses kleine Feuer in ihren wunderschönen Augen, ein Feuer das es ihm verbat ihr irgendeine Bitte ab zu schlagen. Nein er schwor sich dieser Frau niemals mehr eine Bitte ab zu schlagen.


Es wäre lieb wenn du mir helfen würdest.

Und so machten die beiden sich an die Arbeit und begannen die grob vorgeschnittenen Holzleisten aus dem Speeder zu schleppen. Seine Erinnerung hatte ihn nicht getrübt, die Pilotin packte mit kräftigen Händen zu und machte sich an das „Abenteuer“ das Holz die extrem verwinkelte schmale Treppe in den Keller herunter zu tragen. John der vorranging musste das Holz immer wieder hoch über seinen Kopf heben damit das ganze Gewicht nicht an Billie zog die ein paar Treppenstufen höher stand. Es würde einfach auch nicht nett sein wenn Holz und Frau wenn sie Übergewicht bekamen auf ihm landen würden. Seitdem er seine Therapie auf Coruscant beendet hatte war sein Schmerzempfinden doch von Punkt null wieder deutlich gestiegen.


Als dieses Haus vor 50 Jahren gebaut wurde hat man nicht daran gedacht das ich eines Tages kommen würde.


Beschwehrte er sich halb im Spaß über den wirklich engen Kellereingang. Irgendwann wenn er das Haus abbezahlt haben würde – er würde dieses Berreich neugestallten, damit er die größeren Möbelstücke nicht immer im Schuppen hinter dem Haus zusammenbauen musste. Erst neulich hatte er ein Doppelbett fertig gestellt und unheimliche Probleme gehabt... ein Bett. Er hatte gar kein anständiges Gästezimmer noch ein Gästebett...naja dann würde sie eben seines bekommen und er würde auf dem doch extrem gemütlichen Sofa unten im Wohnzimmer schlafen.

Ich hoffe mein kleines Unterwelt Reich schockiert dich nicht zusehr, ich arbeite hier nunmal und hier fallen buchstäblich Späne weil hier eben buchtäblich gehobelt wird.

Scherzte er munter als sie in seine Kellerwerkstatt kamen in der wie immer wohlsortiertes Chaos herrschte das er mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit auch nicht aufgeräumt hätte, hätte er sie explizit an diesem Tag erwartet. Es war einfach zu umständlich, er hätte alle Schrauben und Nägel und Werkzeuge ohnehin nach zwei Stunden wieder überall hervor geholt.

Oben im Haus ist es sehr viel schöner.

Ächzte er während der unnötigen Rechtfertigung als sie das Holz schließlich auf dem von feinem hellen Holzstaub übersähten Boden ablegten.

Sollen wir draussen eben mal eine rauchen?

Ein kleines Päuschen war zwar durchaus am Anfang der Arbeit unsinnig aber das einzige Laster das er sich trotz der vielen Entsagungen erhalten hatte drückte ihn doch. Ohne wirklich schon eine Antwort ab zu warten (er wusste das sie dem Glimmstengel zumindest nicht militant abgeneigt war ) langte er mit seiner linken in seine Hosentasche und zog ein zerknülltes Päckchen Zigaretten vor als seine Hand sich plötzlich starr ausstreckte und alles tat ausser seinen Befehlen zu gehorchen.

Och nein nicht schon wieder, in letzter Zeit spinnt das Ding ein wenig.

Sprach er seelenruhig und klappte den kleinen Zugang auf über den seine wirklich exzellente aber sündhaft teure Prothese verfügte.


Ich bin Linkshänder, ich hab Pech das ich mit der Rechten reparieren muss. Ich bin schon ein Technik Idiot und dann noch das.


Und erst jetzt merkte er ihren Blick der an seinem künstlichen Unterarm hing. Natürlich, sie kannte ihn nur mit echten Gliedmaßen. Für ihn war es schon normal..


In den letzten Monaten ist viel passiert.

Und obwohl er nicht mit der Tür ins Haus fallen wollte gab er ihr zumindest eine kurze Erklärung.

Nachdem ich aus der Akademie verschwunden war, nachdem ich mich fürchterlich mit Aiden geprügelt hatte überraschte mich ein Rookie namens Animal in einer Gasse.

Erschrocken als würde er von einem fremden Mann aus einem schlechten Holo Movie reden betrachtete er seinen künstlichen Arm, das einzige Zeugnis jener Zeit die er am liebsten leugnen würde.


Hat mir den Arm mehrmals mit einer Eisenstange zetrümmert, als Fahnenflüchtiger habe ich das natürlich nicht behandeln lassen, es hat sich entzündet und naja das Ergebniss siehst du....

Sofort herrschte betretenes Schweigen das der ehemalige Pilot direkt durchbrach, er ertrug es nicht an diesem Tag in diesem Keller mit ihr da zu stehen wo doch alles jetzt und hier gut war.

Das Leben hier ist wunderschön, mir geht es sehr gut, die Vergangenheit ist und bleibt Vergangenheit. Alles ist gut.


Er lächelte aufrichtig und streckte ihr in fast hilflos anmutender Geste einen Arm entgegen. Wenn er sich recht erinnerte war Billie recht geschickt was fummelige nervige technische Arbeiten anging.

Wenn du heute Abend noch ein Steak haben willst solltest du mir besser helfen.

- Naboo - Theed - Johns Haus/Keller - John, Billie -​
 
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Naboo – Theed, Haus/Keller von John - John, Billie

Sie war froh, helfen zu können. So kam wenigstens nicht gleich das Gefühl auf, John auf irgendeine Art und Weise zur Last zu fallen. Gemeinsam schafften sie das Holz in die Werkstatt des ehemaligen Piloten.
Sie war überrascht, wie kräftig der einstmals doch eher schmächtige Pilot inzwischen geworden war und gleichzeitig froh darüber, dass sie – obgleich körperlich im Augenblick immer noch ziemlich geschwächt – nichts von ihrer Zähigkeit eingebüßt hatte.

Sie lächelte, als er sich in einer Pause, die sie eingelegt hatten, für die Unordnung in seinem kleinen unterirdischen Reich entschuldigte. Dabei machte ihr das überhaupt nichts aus. Ganz im Gegenteil – die Werkstatt erinnerte sie an ihre alte Werkstatt auf Kuat. Auch dort hatte man nur wenig Raum zur Verfügung gehabt und weder sie noch ihr Ausbilder, als auch die anderen Lehrlinge damals im ersten Ausbildungsjahr, hatten zu der Sorte Mensch gehört, die Wert auf eine besondere Ordnung gelegt hätten - hauptsache, die Werkzeuge waren in ordnungsgemäßen Zustand gewesen. Eine natürliche Ordnung hatte sich im Laufe der Zeit natürlich schon von selber eingestellt, so dass innerhalb von ein paar Wochen jeder dort wusste, wo welches Werkzeug zu finden war. Johns kleine Werkstatt rief ihr die schöne Zeit dort nochmals in das Gedächtnis zurück. Ein weiterer Grund dafür, Freude über das Herkommen zu empfinden.


“Also mir gefällts.”

beeilte sie sich dann zu sagen, als er auch schon anfing, in seiner Hosentasche nach Zigaretten zu kramen.
Billie hatte eigentlich ablehnen wollen. Mitkommen würde sie natürlich schon, aber keine rauchen. Das hatte sie aufgegeben.
Doch sie kam nicht so weit, John dies zu erklären. Stattdessen fand sie sich wenige Sekunden später fassungslos auf seinen Arm starrend vor.


Animal?”


Sie kannte ihn doch, war mit diesem angehenden Piloten auf der Suche nach Skyrose zusammengestoßen und hatte eine Nacht mit ihm in der Höhle auf Carida verbracht. Damals hatte sie den Kerl eigentlich ganz nett empfunden. Und der sollte John so etwas angetan haben?
Doch halt – zuvor hatte er noch Aiden erwähnt. Mit ihm geprügelt? Wieso?
Billie versuchte sich etwas zusammenzureimen, aber ihr Gedächtnis ließ sie im Stich. Immer noch gab es Lücken in ihrer Erinnerung. Die Zeit auf Carida war nicht spurlos an ihr vorbeigegangen.


“Du hast dich mit Aiden geprügelt?”

Argwöhnisch blickte sie jetzt ihren ehemaligen Kameraden an. Natürlich - im Geiste klatschte sie sich jetzt die Hand vor die Stirn. Er hatte ihr doch geschrieben. Er musste ebenso durch die Hölle gegangen sein, wie sie.

“Am besten erzählst du mir später alles in Ruhe. Und nur wenn du magst.”

Billie war jetzt tatsächlich die Letzte, die ihm Vorwürfe machen würde – konnte sie gar nicht. Hatte sie nicht selbst auch Aiden damals angegriffen? Der in sich gekehrte Wolve schien irgendetwas an sich zu haben, das ihn als Opfer für ausgetickte Leute empfahl :p.
Sie riss sich wieder zusammen und versuchte sich stattdessen, Johns Arm zu widmen.


“Zeig mal her.”

Vorsichtig nahm sie seine linke Hand in ihre Linke und drehte und wendete den Arm hin und her, um sich den Schaden näher zu besehen. Dann kramte sie mit der Rechten in ihrer Hosentasche, um das kleine Feinmechanikerwerkzeug hervorzuholen, dass sie für Notfälle immer am Mann, nein an der Frau, hatte.

“Da scheint was nicht mehr richtig verkabelt zu sein.”


Billie sah auf, als sie den Fehler gefunden hatte und lächelte wieder. Es schien also etwas zu geben, womit sie sich für seine Gastfreundschaft revanchieren konnte. Das zu wissen tat gut.
Rasch und mit wenigen geübten Handgriffen hatte sie die Kabelenden wieder verbunden, hatte dabei aber festgestellt, dass man durchaus noch Optimierungen in der Mechanik vornehmen könnte, damit John die künstliche Hand noch besser gebrauchen konnte. Aber das würde sie nicht jetzt bewerkstelligen können – dafür müsste sie seine Werkbank benutzen, um ein ganz bestimmtes Teil herstellen zu können, dass sie einbauen wollte.
Vorsichtig klappte sie nach getaner Arbeit den Zugang zu der Mechanik wieder zu. An und für sich war diese Prothese aber eine ganze wunderbare Arbeit von einem Meister seines Fachs.

“Die Prothese ist wirklich gut.”

meinte sie dann auch, als ihr kleines Werkzeug wieder zusammenklappte und in der Hosentasche verstaute.


“Sollte jetzt alles wieder funktionieren. Nur ..also wenn du mal magst ...ich könnte da noch was dran verbessern, aber dazu bräuchte ich noch ein paar Teile ..irgendwann mal.”

Sie war jetzt ein wenig verlegen, obwohl es gar keinen Grund dafür gab. John war ohne Scheu mit seinem Arm umgegangen.


“Wenn du magst, können wir jetzt eine rauchen. Ich verzichte allerdings besser ….glaub' ich.”

Nochmals legte sich ein zaghaftes Lächeln auf ihre Lippen.


“Und beim Essen helf ich dir später auch gern. Aber du solltest wissen, dass ich auch keine gute Köchin bin. Ich hab' nur reparieren, fliegen und kämpfen gelernt. In allem Anderen bin ich bestimmt eine totale Niete. Das wäre dann vielleicht etwas, worin du mir helfen könntest.”

Sie grinste.. ..und lachte dann sogar offen – das erste Mal seit vielen Wochen wieder …....

Naboo – Theed, Haus/Keller von John - John, Billie
 
(Jai Somchai)

- Orbit um Naboo – Passagierschiff – Gruppenkabine -

Im Dienste der Republik war Jai Somchai schon lange nicht mehr unterwegs gewesen. Corellia hatte alles verändert. Er war ein Jedi-Ritter gewesen, einer von vielen, der seinen Aufgaben im Namen des Ordens geflissentlich und diszipliniert nachging. Dann war das Imperium gekommen und hatte mit einem einzigen Schlag beinahe alles vernichtet. Corellia war gefallen, die Basis der Jedi zerstört worden, der Orden zerschlagen. Jai Somchai, ein Iktotchi im Alter von 47 Standardjahren, hatte vieles gesehen und erlebt, doch den Anblick der brennenden Jedi-Basis und seiner gefallenen Kameraden, würde er nie vergessen. Damals, als sie Coruscant verloren hatten, war er nicht vor Ort, sondern auf einer monatelangen Mission gewesen. Er war nicht Zeuge gewesen, wie der Tempel in Flammen gestanden hatte und die Jedi geflohen waren, hatte nicht mit ihnen gekämpft und versucht zu retten, was zu retten war.. Corellia jedoch, dies hatte er erlebt und er würde es nie vergessen. Als die Schlacht immer weiter voran schritt, die Verbündeten immer weniger wurden und schließlich auch der letzte verbissene Republikaner hatte einsehen müssen, dass die Lage aussichtslos war, war Jai geflohen, wie so viele andere auch. Er erinnerte sich an das Chaos, an die lauten Schreie und das Rufen, den Gestank von Rauch und an die blitzenden Klingen mordender Lichtschwerter, die den Sith gehörten. Jai war geflohen, weil es aus der Flucht nur eine einzige Alternative gegeben hatte: den Tod. In diesem Moment jedoch war ihm nicht bewusst gewesen, dass es Jahre dauern sollte, bis er wieder Kontakt zu anderen Jedi würde aufnehmen können. Die Galaxis, groß und weit wie sie war, bot Zuflucht und Verstecke in rauen Mengen und Jai Somchai hatte, wie so viele andere auch, nicht die geringste Ahnung, in welche Richtung er sich wenden sollte. Aufgrund schlechter Organisation und Kommunikationsproblemen sollten viele Jedi nie erfahren, dass der Rat schon vor Corellias Fall ein geheimes Notlager auf Ossus errichtet hatten und so irrte der Iktotchi lange durch die Galaxis, suchend und Ausschau haltend, jedoch ohne fündig zu werden. Oft kam er dabei dem Imperium näher als ihm lieb war und irgendwann, als es für ihn zu gefährlich wurde und er bereits ein paar mal aufgrund seiner Machtpräsenz von den Sith aufgespürt worden war, floh er schließlich in seine Heimat, um sich auf dem kleinen Mond Iktotch in den Bergen zu verstecken. Dort hatte er lange Zeit zugebracht, bis ihn eines Dankes, dank der Aufmerksamkeit seiner Familie, die Nachricht erreichte, die Jedi hätten auf Lianna eine offizielle Anlaufstelle errichtet. Zuerst hatte Jai Somchai dies für ein Gerücht erhalten, eine Finte, doch als er dies überprüfte und sich heraus stellte, dass die Jedi in der Tat wieder mehr Aktivität in der Galaxis zeigten, brach er seine Zelte auf Iktotch ab, um sich dorthin zu begeben, wo er hin gehörte: in die Dienste der Republik.

Es würde noch lange dauern, bis der Raumhafen Theeds wieder aufgebaut und einsatzfähig war. Die Naboo hatten jedoch große Kreativität bewiesen, indem sie einen provisorischen Raumhafen abseits der Stadt angelegt hatten. Der Verkehr lief zwar etwas stotternd und auch das Passagierschiff, mit dem Jai unterwegs war, hatte fast zwei Stunden wartend im Orbit verbringen müssen, doch immerhin setzten sie nun zur Landung an. Naboo war vom Imperium schwer verwundet worden, nachdem hier eine Sitzung des Senats der Republik hatte stattfinden sollen. Jai kannte keine Einzelheiten und er maß sich nicht an, ein Urteil über die Politiker zu fällen, die geglaubt hatten, Naboo sei der geeignete Ort für eine Besprechung. Er war hier, um das Volk dabei zu unterstützen, die Städte wieder aufzubauen und ihr Leben wieder in normale Bahnen zu lenken. Diesen Auftrag hatte er von der Jedi-Meisterin und Rätin ChesaraSyonette erteilt bekommen. Sie war nicht auf Lianna gewesen, als er dort eingetroffen war, doch er hatte es für seine Pflicht gehalten, sich bei ihr zurück zu melden, hatte per Com Kontakt zu ihr aufgenommen und war froh gewesen, dass sie ihm sogleich eine Aufgabe zugeteilt hatte. Es wäre nicht in seinem Interesse gewesen, nutzlos auf Lianna herum zu sitzen. Jai Somchai war ein Macher. Er packte die Dinge an, er löste die Probleme vor Ort, indem er handelte. Alles andere war in seinen Augen Zeitverschwendung. Aktuell war es Naboo, das seine Hilfe brauchte. Die Stadt lag zu einem großen Teil in Trümmern und wie es eine solche Situation mit sich brachte, waren viele Bewohner heimatlos, hatten ihre Familien verloren und ihre Besitztümer. Notdürftig waren viele von ihnen in Heimen und Lazaretten untergebracht, in großen Hallen und windschiefen Zelten und natürlich mangelte es an Verpflegung und Medikamenten. Krankheiten brachen aus, Kinder froren in dünnen Kitteln, Babys schrien vor Hunger. Kriminalität war ebenfalls ein Thema. Wer nichts hatte um Frau und Kinder zu ernähren, wurde zum Dieb. Rücksichtslosigkeit hielt Einzug, wenn es darum ging sich selbst durch zu bringen. Derzeit herrschte auf Naboo ein Zustand wie in jedem Krisen- und Kriegsgebiet.

Das Schiff landete, endlich. Der Iktotchi, der nach einer gefühlten Ewigkeit im Exil endlich wieder ein Jedi-Ritter war, schlang sich den Riemen seiner brauen Umhängetasche über die Brust und wartete darauf, dass die Passagiere nach und nach ausstiegen. Noch trug er einfache, nichtssagende Kleidung, doch schon in wenigen Stunden würde er zum ersten Mal nach langer Zeit wieder seine Jedi-Robe anziehen und bei der Königin vorsprechen, um ihr und ihrem Volk die Hilfe der Jedi anzubieten.


- Naboo – Passagierschiff – Gruppenkabine -
 
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(Jai Somchai)

- Naboo - Theed - Trümmerfeld -

Es gab Orte in Naboos Hauptstadt, denen war nicht anzuerkennen, dass sie vor gar nicht langer Zeit noch prächtige Gebäuden Platz geboten hatten. Von der malerischen Umgebung war nichts mehr zu sehen. Häuser und Türme waren eingestürzt und es fiel schwer, auch nur zu erahnen, wie es vor dem Angriff des Imperiums hier ausgesehen haben mochte. In einer solchen Gegend befand sich Jai Somchai am Tag nachdem er auf Naboo gelandet und der Königin während einer Audienz die Hilfe der Jedi angeboten hatte. Die Königin war erfreut und dankbar gewesen und Jai hatte sich sofort an die Arbeit gemacht. Er benötigte kein Quartier, sondern schlief einfach irgendwo im Freien. Nachdem er so lange Zeit in den Bergen Iktotchs gelebt hatte, konnte er sein Lager praktisch überall aufschlagen und es machte ihm auch nichts auf hartem Boden zu schlafen. Ihm genügte es, wenn er sich seine Tasche unter den Kopf schieben konnte. Selbst während Schlafphasen waren seine Sinne immer geschärft. Die Macht und eine tiefe Meditation vor dem Schlafengehen halfen ihm, sich seiner Umgebung immer bewusst zu sein.

Jai ließ sich von der Macht leiten. Er machte sich ein Bild von Theed, von der gegenwärtigen Lage, von den Dingen die getan werden mussten und denen er sich annehmen konnte. Vielerorts fanden Aufräumarbeiten statt und der Jedi begegnete vielen abgestellten republikanischen Soldaten, die für die lokale Sicherheit sorgten. Mit diesen tauschte er sich aus und partizipierte von deren Erfahrungsberichten. Bei den unzähligen Todesfällen, die die Anschläge mit sich gebracht hatten, waren viele Kinder zu Waisen geworden und noch immer waren viele von ihnen alleine unterwegs. Als ob dies nicht schon traurig genug wäre, kamen nun auch noch Verbrecherbanden ins Spiel, die Menschenhandel betrieben und solche schutz- und heimatlos herum irrenden Kinder entführten. Der Iktotchi wusste, dass er etwas unternehmen würde und beschloss, Hinweise zu suchen und aufmerksam zu sein. Wenn er konnte, würde er diesen Verbrechern das Handwerk legen.


- Naboo - Theed - Trümmerfeld -
 
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Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes

Alle schienen sehr erfreut, dass sie wieder aufgewacht war. Über die Worte der vier war sie sehr gerührt, dass sie mit ihren Tränen kämpfen musste. Auch Brianna war gerührt darüber, dass Kestrel sie so gelobt hatte und meinte, dass sie vielmehr quitt waren und sie ihr nichts schulden brauchte, sondern dass sie Kestrel schon so alleine genug brauchen würde.
Kestrel nickte und lächelte ihr zu.


„Hoffen wir einfach, dass wir ab jetzt nie wieder in lebensgefährliche Situationen kommen.“

Meinte Kestrel und zwinkerte ihr zu. Ihre Freundin hatte sich nach den monatelangen Strapazen auch sehr verändert. Sie alle. Irgendwie schien nur noch wenig Fröhlichkeit in ihnen zu stecken. Es war richtig ungewohnt, dass sie jetzt wieder ein wenig Lachen konnten, jedoch nicht so wie früher. Die monatelange Folter steckte noch in ihnen drin. Kestrel fragte sich, ob sie überhaupt je wieder normal leben konnten oder ob es sie ihr ganzes Leben weiterverfolgen würde.

Flynn schien erfreut zu sein, dass sie ihn angesprochen hatte und stellte sich als Flynn Kybo vor, ein Padawan. Kestrel lächelte ein wenig und nickte.

„Auch schön euch kennenzulernen, ich bin Kestrel Skyfly, Jedi Ritterin.“

Sagte sie zurück und drehte sich wieder zu Wes und erklärte ihm wie sehr Brianna ihr geholfen hatte und wie gut sie heilen konnte. Er schien das ganze nicht recht glauben zu wollen, sie sah es ihm an und langsam konnte sie Brianna verstehen. Scheinbar hatte auch Wes Vorurteile gegen Brianna. Kestrel fand dies sehr traurig. Bei ihm hatte sie das am wenigsten erwartet. Sie würde ihn später vorsichtig darauf ansprechen.

„Ja, sie kann nicht nur sich selber heilen, nein sondern auch mich. Sie hat sehr schnell Fortschritte gemacht. Es scheint ihr zu liegen. Glaubt es ruhig.“

Meinte Kestrel und sah ihn eindringlich an.

Danach erzählte Kestrel von all den schlimmen Ereignissen und gab sich dabei selbst die Schuld an allem und dass sie einfach zu viel Pech hatte und sie nicht mehr konnte. Sie zweifelte sogar ihren Rang als Jedi-Ritterin an und meinte, dass sie einfach zu viele Fehler gemacht hatte und damit alle in Gefahr gebracht hatte.

Als erstes widersprach ihr Brianna, die sie traurig und gleichzeitig etwas entsetzt ansah. Sie ermahnte sie, so zu reden, da es ihr weh tat dies zu hören, da es nicht ihre Schuld gewesen war. Es war nicht ihre Schuld gewesen und sie hatte keine Fehler gemacht, sondern sie gerettet und damit großes geleistet, da sie all der Folter widerstanden hatte und sogar Ranik gestoppt hatte. Zudem hatte sie ihr aufgeholfen aus dem tiefen Loch und dafür danke sie ihr vom ganzen Herzen.

Kestrel wurde ganz rot bei so viel Lob. Brianna hatte es ihr schon öfter gesagt, doch irgendwie schien es jetzt erst so wirklich bei ihr anzukommen. Schon oft hatte sie sie gelobt wegen Ranik und ihren Kräften, doch irgendwie war sie immer wie Taub gewesen, jetzt schien es erst richtig zu ihr durchzudringen. Ja, sie hatte tatsächlich jeder Folter widerstanden, Ranik aufgehalten und sie alle halbwegs heil rausgebracht...außer Cal, doch hatte sie irgendwie das Gefühl, dass er in Sicherheit war. Sie wusste nicht wieso, aber ihr Gefühl sagte es ihr.
Kestrel sah Brianna gerührt an und drückte sie .


„Danke.“

Meinte sie mit Tränen in den Augen. Auch Flynn versuchte sie aufzubauen und sagte, dass niemand sagen wird, dass sie den rang einer Jedi-Ritterin nicht zustand. Sie sollte nicht einfach aufgeben, besonders nicht, wenn sie eigentlich in ihrem tiefsten Inneren noch eine Jedi sein wollte. Kestrel nickte. Da hatte er recht. Eigentlich wollte sie ja, sie stand wie vor einem inneren Konflikt. Die eine Seite wollte sie und ihr leben und das von Brianna schützen und die andere Seite wollte kämpfen und nicht das aufgeben, was sie all die Jahre aufgebaut hatte.

„Du hast recht, Flynn, ich werde nochmal darüber nachdenken...in aller Ruhe. Ich bin noch immer sehr aufgewühlt von all den Ereignissen.“

Meinte sie und sah dann zu Wes.

Dieser meinte ebenfalls mit ruhiger Stimme, dass sie sich beruhigen sollte. Sie war vielleicht in einigen Punkten etwas leichtsinnig gewesen, doch im großen und Ganzen hatte sie nicht nur Fehler gemacht. Sie sei noch jung und durfte Fehler machen und wenn jemand einen großen Fehler gemacht hatte, war er es gewesen und der Rat, der sie alleine zu dieser Mission geschickt hatte. Sie hatten die Gefährlichkeit des Auftrags unterschätzt und hätten wissen müssen, dass Sith auch diesen Planeten untersuchen würden. Es tat ihm unheimlich leid. Kestrel sah ihn mit großen Augen an. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er sich die Schuld gab oder den jedi an sich. Sie hatte eigentlich erwartet, dass er ihr eine Standpauke geben würden, welche Vorsichtsmaßnahmen sie nicht beachtet hatte. Vielleicht schätzte sie Wes auch oft einfach falsch ein.

Wes war außerdem ganz außer sich, dass sie auf Korriban gewesen waren und machte sich Vorwürfe nicht weiter gesucht zu haben. Er hatte geglaubt , dass sie auf Bastion seien , wo die Jedi bei einer Rettungsaktion nur in den Tod gelaufen wären, da sie einfach zu wenig waren im Orden. Genau dies hatte kestrel in der Gefangenschaft vermutet gehabt. Sie war etwas wütend, dass genau das eingetreten war, was sie befürchtet hatte. Aber woher sollte er es wissen sollen? Er konnte eigentlich auch nichts dafür.


„Schade, wir haben jeden Tag auf Rettung gehofft. Aber ...es war wohl Schicksal...wie es uns immer schlecht zuspielt. Besonders bei mir. Wie hättet ihr es auch wissen können?“

Meinte sie etwas niedergeschlagen.

Als sie von Kira sprach meinte Wes, dass er sie kannte und beschrieb die Frau, die genau auf die schwangere Frau passte. Diese hatte wohl vor jahren beinahe seine Padawan auf Alderaan getötet.


„Auwei...diese Frau ist aber auch wirklich gefährlich und nun stellt euch vor, sie ist schwanger und bekommt auch noch Zwillinge und das im Sith-Orden. Das gefällt mir nicht. Wir sind so wenig jedi und die werden immer mehr. Schon schlimm genug, dass sie immer wieder neue Anhänger finden. Ja, sie ist wirklich eine Hexe, sie hatte besonders Brianna arg zugesetzt. Leider konnte ich Brianna dabei nicht helfen.“

Meinte sie und sah entschuldigend zu ihrer Freundin.

Wes konnte ihren Unmut über all das verstehen, doch dann sagte er, dass ihre Niedergeschlagenheit des Moments zu voreiligen Entscheidungen führen konnte. Der Satz war sehr weise und Kestrel ließ ihn in ihrem Kopf mehrfach nachklingen. Er hatte recht. Sie musste erstmal abwarten, vielleicht sah sie nach ihrem Urlaub wirklich alles anders. Er meinte ja auch, dass Brianna und sie ihn auf jeden Fall verdient hatten. Kestrel lächelte matt.


„Ja, vielleicht habt ihr recht. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich nie wieder glücklich sein kann. Irgendwie hat mir diese Gefangenschaft jeden Funken Freude im Leben wie weggeblasen. Ich fühle mich so leer und ausgebrannt und es ist noch so unwirklich, dass wir es wirklich geschafft haben. Auf dem Weg hierher habe ich auch ständig schlecht geträumt...ich habe Angst genauso ein Trauma wieder zu haben wie damals mit Marrac. ich habe damals schon Jahre daran zu beißen gehabt.... und diese Gefangenschaft hat die Erste noch weit aus übertroffen.“

Meinte sie und sah Wes hilfesuchend an.

Wes meinte außerdem, dass sie 5 Jahre Ausbildung nicht einfach so wegwerfen sollte, denn sie hatte schließlich sogar Ranik aufgehalten und hatte jede Folter widerstanden und die Jedi nicht verraten. Er war stolz auf sie und wünschte, sie wäre seine Padawan gewesen. In diesem Moment leuchteten die Augen von Kestrel vor Freude und Rührung, so dass sie auch ihn drückte.

„Danke.“

Mehr wusste sie auf so viel Lob nicht zu sagen. Es war wirklich eine Ehre für sie, dass Wes sie gerne als Padawan gehabt hätte.

Plötzlich piepste sein Com und Wes wandte sich von ihr entschuldigend ab. Es war wohl die Rätin Chesara, er hatte ihr sofort von ihr geschrieben. Kurz darauf zeigte er ihr das Com, in der Chesara ihr gute Besserung wünschte und sie sie gerne sprechen wollte, sobald es ihr besser ging. Sie wurde tatsächlich vermisst! Es tat gut das zu hören, langsam fühlte sie sich wieder zurück in ihrer geborgenen Familie.


„Nein, ich antworte ihr gerne selber, wenn es dir nichts ausmacht. Ich glaube, dass bekomme ich schon hin. Dennoch danke! Ich fühle mich eh schon viel besser, dank euch allen!“

Meinte sie und sah in die Runde, die um ihr Bett stand. Ja, sie sollte es sich wirklich noch einmal überlegen, ob sie wirklich die jedi verlassen wollte. Sie gehörte einfach hierher und sie waren wie ihre Familie! Außerdem waren es bald 6 Jahre Ausbildung, die wollte sie eigentlich wirklich nicht einfach so wegwerfen.

Kestrel nahm das Com und tippte die Nachricht ein:


*******Com-Nachricht an Rätin Chesara Syonette*****

Vielen Dank für die lieben Glückwünsche. Es geht mir dank Wes Janson, Brianna Kae, Tara Li und Flynn Kybo schon viel besser. Unglücklicherweise war ich mit Brianna Kae und Cal Alder in Gefangenschaft geraten auf meiner letzten Mission. Sith haben uns leider entdeckt und sie waren in der Überzahl. Es waren Ranik Dran, Kira Guldur, welche momentan mit Zwillingen schwanger ist und Janus Sturn. Da ich nur zwei Padawane bei mir hatte, war es mir nicht möglich sie gegen drei Sith zu beschützen. Wir konnten vor einigen tagen fliehen, doch leider haben wir Cal Alder dabei aus den Augen verloren.
Die Gefangenschaft hat uns alle sehr mitgenommen und daher möchte ich Sie und den Rat fragen, ob wir , also Brianna und ich, für einige Zeit Urlaub bekommen. Wir haben ihn dringend nötig, gerade jetzt, wo ich nicht mehr im Einklang der Macht bin. Die Gefangenschaft und Folter, um den Standort der Basis zu nennen, den ich natürlich verschwiegen habe, haben mir ein ziemliches Trauma zugesetzt, welches ich erstmal verarbeiten muss. Ich hoffe, dass es mir überhaupt noch möglich ist, je wieder im Einklang der Macht zu sein. Mir fiel es schon schwer die erste Gefangenschaft bei Marrac (Allegious) zu verarbeiten. Die Macht stellt mich sehr auf die Probe und meint es nicht gut mit mir. Wieso sonst treffe ich immer wieder auf die Sith? Schon auf Alderaan wurde ich fast getötet durch Ranik Dran. Genau aus diesem Grund brauche ich eine Auszeit, um darüber genügend zu meditieren und meinen Geist wieder frei von all dem Leid zu bekommen.

Ich würde mich freuen, euch vielleicht bald einmal wiederzusehen.

Mit freundlichen Grüßen auch an den Rat

Kestrel Skyfly

**************************************


Sie schickte die Nachricht ab und gab Wes das Com wieder zurück. Sie hatte mit Absicht nicht erwähnt, dass sie vielleicht aus dem Orden aussteigen würde. Das musste sie jetzt noch nicht wissen, wo noch nichts fest stand. Dies konnte vielleicht vom Rat falsch aufgenommen werden und zu früh die Pferde scheu machen. Noch war noch nichts entschieden.

Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes
 
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Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes

Während Tara Brianna untersuchte erklärte diese ihr, dass ihr Gefühl sie nicht täuschte, was das befinden von der Echani anging. Es stand ihr natürlich nicht wirklich auf der Stirn geschrieben, dass sie machtsensibel ar, doch wieso sonst war sie bei Wes und außerdem war ihre Aura offensichtlich, als die Padawan ihre Freundin mit der Macht untersucht hatte.
Tara sah sie seufzend an.


„Ich wünschte, es wäre nicht so offensichtlich. Diese Tatsache hat meinen Mann getötet und mein Kind in große Gefahr gebracht.“

Meinte Tara traurig.

„Ich bin bei Wes, weil dieser zu mir gekommen ist um hier zu rasten. Es war reiner Zufall, dass ich auf einen jedi gestoßen bin. Natürlich hat er auch sofort mein Potential erkannt, doch ich will keine jedi werden, da liegt ihr falsch, junges Fräulein. Ich benötige allerdings seine Hilfe, vielleicht findet er meine kleine Tochter wieder, die vom Imperium mitgenommen wurde. Sie ist erst 3 Jahre alt. Dafür muss ich allerdings auch einige Dinge lernen...auch wenn mir das nicht gefällt, hilft es jedoch vielleicht meiner Tochter.“

Meinte sie und behandelte Brianna weiter, welche sich dann aufregte, als sie ihr verkündete, dass sie ihren Rücken schonen sollte und entsetzt fragte, wieso sie gleich vier ochen lang nichts schweres heben durfte und fragte, wie viel Kilo denn erlaubt waren und ob sie trainieren durfte.

Tara seufzte und hatte das Gefühl ein kleines Kind vor sich sitzen zu haben, so wie sie reagierte. Einfach unvernünftig und uneinsichtig.


„Mit solch einer Verletzung ist nicht zu Spaßen, junges Fräulein. Sonst sitzt du bald nur noch, nämlich im Rollstuhl. Mit nichts schweres meine ich höchstens 8 Kilo. Und was das Training betrifft...leichte Dehnübungen kannst du machen, jedoch keine, die den Rücken belasten können. haben wir uns da verstanden?!“


Fragte sie die Padawan eindringlich.

Danach erklärte sie woher ihr Sonnenbrand kam und taa sah sie erschrocken an, als sie von der Tortur berichtete.

„Wie schrecklich. Tut mir wirklich leid. Gerade bei deiner hellen, empfindlichen Haut. Das kriegen wir aber wieder hin.“

Das Brianna so zäh war durch ihr hartes Training glaubte Tara sofort und nickt anerkennend. Kurz darauf wachte Kestrel auf und sie begann sich sofort um die Jedi zu kümmern, auch Brianna stand auf. Sie hatte auch nichts anderes erwartet, konnte es auch sehr gut verstehen. Kestrel erzählte dann ihnen allen, gemeinsam mit Brianna ihre ganze Gesichte der Gefangenschaft und Tara’s Magen zog sich dabei stark zusammen. Immer wieder zog ie vergleiche zu ihrer Tochter und hoffte, dass es ihr gut ging. Die jedi taten ihr leid, sie waren doch selbst noch so jung und hatten schon so viel erlebt. Kestrel hatte wohl schon die zweite Gefangenschaft hinter sich. nein, solch ein leben wollte sie nicht führen. Dennoch hörte sie auch heraus, dass leider die Sith immer mehr wurden und die jedi leider dagegen viel zu wenig waren. Wie sollte man auch die Sith besiegen, wenn es so wenig Jedi gab? jeder schien sich zu fürchten bei den jedi schnell sein Ende zu finden. Daher liefen wenn alle zu den Sith über, um auf der „richtigen“ Seite zu sein oder hielten sich im Verborgenen. Es war traurig, dass es so war, denn so konnten die Sith immer weiter ihr Unwesen treiben und die Galaxis ins Dunkle stürzen. So kamen ihr doch einige Gewissensbisse, ob sie den Jedi nicht doch helfen sollte. Immerhin einer mehr...jeder Jedi zählte.

Es war wirklich Kestrel’s Glück, dass sie so stark war.
Brianna lachte dann, dass sie froh sein konnte, dass sie sich überhaupt behandeln lassen hatte, denn wenn es Kestrel schlechter gegangen wäre, hätte sie es niemals geschafft.


„Das glaube ich auch. Aber jetzt, wo es deiner Freundin besser geht und du dich davon genug überzeugt hast, möchte ich, dass du dich wieder ins Bett legst und zwar auf der Stelle! ich nehme meine Pflicht euch gesund zu pflegen sehr ernst.“


Im Tänzelnden Shaak, Zimmer - Kestrel, Brianna, Tara, Flynn, Wes
 
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