Weltraum (Neutral)

[Outer Rim | Hyperraum | Triellus Trade Route | von Junkfort nach Centares | Frachter Commercial II] Mumba der Hutt, Droidencrew

Der Flug durch den Hyperraum ging schnell vonstatten und verlief bislang ohne Zwischenfälle. Es war nicht lange her, dass Mumba der Hutt diese Strecke bereits einmal zurückgelegt hatte, allerdings in entgegengesetzter Richtung. Er hätte nicht geglaubt, dass er so bald wieder zum Wheel zurückkehren würde.

Während des letzten Fluges hatte eine ziemlich kranke Mischung aus entnervender Tatenlosigkeit und bedrückender Sorge geherrscht. Diesmal standen die Dinge jedoch anders. Die Konfrontation mit seinen Verfolgern, vor der Mumba sich gefürchtet hatte, lag nun zurück. Nichts bewies oder deutete auch nur darauf hin, dass es die letzte Begegnung dieser Art war, dennoch machte ihm dieser Gedanke nun weniger Sorgen. Er hatte den Überfall im Junkfort-System überstanden, obwohl die Ausgangsbedingungen äußerst schlecht gewesen waren. Er hatte sich als der Überlegene bewiesen. Und auch wenn alles zuerst auf eine vernichtende Niederlage hingedeutet hatte, war seine Situation nun deutlich besser als zuvor. Er flog in einem neuen, besseren Schiff, das sich allen Gegnern weit wirkungsvoller erwehren konnte als die unbewaffnete Stopgap. Und im Frachtraum wartete eine stolze Ladung von Handfeuerwaffen und Detonatoren, eine Investition, von welcher der Hutte sich einen stolzen Profit erhoffte. So war er diesmal recht guter Dinge. Und die Zeit vertreiben konnte er sich auch besser als auf dem Hinflug. Er verbrachte sie damit, jede einzelne Waffe auszupacken, mit Kennerblick zu inspizieren und die Seriennummer unleserlich zu machen. Denn dort, wo er sie verkaufen wollte, wollte er keine unnötigen Spuren hinterlassen.

Mumba hatte eine ganze Weile darüber nachgedacht, wem er die Ware am besten anbieten sollte. Mögliche Abnehmer gab es genug. Aber er wollte einen möglichst großen Profit machen. Das bedeutete, er brauchte einen Kunden, der zahlungskräftig war, dringend Waffen benötigte (so dringend, dass er bereit war, mehr als den Marktwert zu zahlen) und dennoch nicht auf legalem Weg oder über die üblichen Schwarzmarktkanäle an sie heran kam. Die meisten potentiellen Abnehmer, auf die der erste Punkt zutraf - planetare Regierungen, Großunternehmen, Kriegsherren - hatten es nicht nötig, sich mit jemandem wie ihm abzugeben. Und gewöhnliche Kriminelle, die stets Bedarf und oft Beschaffungsprobleme hatten, waren meist keine zuverlässigen, solventen Kunden.

Irgendwann war ihm die Lösung gekommen: Der Widerstand auf imperialen Welten. Diese Terroristengruppen hatten einen unstillbaren Bedarf an Waffen, die sie nicht einfach im nächsten Laden kaufen konnten, häufig aber wohlhabende Förderer, wenn sie nicht sogar von der Republik selbst finanziell unterstützt wurden. Sie waren genau die richtigen Abnehmer für einige hundert Schusswaffen und Granaten, an denen sie meist einen bedeutenden Mangel hatten. Es gab sie auf allen größeren Welten. Das Problem war nur, an sie heran zu kommen. Und dafür hatte er noch keinen Plan. Aber er war sicher, dass ihm noch das eine oder andere dazu einfallen würde.

Zunächst aber stand das Treffen mit Malor Gale bevor. Noch immer wusste der Waffenhändler nicht, was der Ba'vodu von ihm wollte. Im Interesse seines gesunden Schlafes hatte er aber beschlossen, davon auszugehen, dass es etwas Positives war. Vermutlich hatte die Black Sun einen Auftrag für ihn. Und gegen eine weiteren Möglichkeit, sein Kapital zu erhöhen, hatte er nichts einzuwenden. Immerhin hatte er ein klares Ziel vor Augen: Den luxuriösen, dekadenten Lebensstil wieder aufnehmen zu können, den er früher gelebt und geliebt hatte. Aber dafür benötigte man mehr Geld, als eine einzige Waffenlieferung oder ein paar Black-Sun-Aufträge einbringen konnten.

Das war ein weiterer Grund, zum Wheel zu fliegen. Mumba der Hutt hatte einen Plan, wie er an größere Mengen hochwertigen Kriegsmaterials herankommen könnte. Aber das konnte er nicht allein, dafür brauchte er Männer und Schiffe. Und die hoffte er im Hauptquartier der Black Sun zu finden.


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:: Saleucami :: Hyperraum nach irgendwo :: Kreuzer "One" :: Frauentrakt:: Elliseria, Serena::

Ob es nun gut war was Elliseria sagte oder nicht, sie dachte zumindest das selbe, damit konnte sie arbeiten, oder zumindest damit Leben, ihre Handschuhe zog sie nach einer kurzen Überlegung ebenfalls aus, es war unangenehm wenn man versuchte mit selbigen die Haare zu entwirren. Wenigstens befand sich auch ein Kamm unter den Sachen die sie hier hatten, Alles in allem konnte sie damit gut leben. Die Stimme des Barabel krächzte aus den Lautsprechern, Elliseria schien sich darüber zu freuen das es endlich los ging, verständlich, umso eher hätten sie es hinter sich, aber es war auch beunruhigend, ihr wäre ihr eigenes Schiff immer noch lieber gewesen, hier war sie dem können der Piloten ausgesetzt.
Und vor allem war sie diesem Haufen Söldner ausgesetzt die eine Bedrohung darstellen konnten noch eh das Ziel erreicht hatten. Quark zum Beispiel war eine solche Bedrohung, dem sollte sie noch immer nicht den Rücken zudrehen, blieb zu hoffen das er das andere Team anführte und nicht das in dem sie war.
Nachdenklich löste sie den Zopf und begann sich das Haar zu kämmen, so leicht wie der Kamm durchs Haar glitt schien sie auf die Pflege zu achten. Es war leicht gewellt weil es die meiste Zeit über geflochten ist.


„Da sind wir schon zwei die das annehmen. Ich hoffe einfach für diese Raufbolde das sie wissen was gut für sie ist, ich möchte ungern die Schweinerei wegwischen müssen weil deren Hormonhaushalt durchdreht.“

Ihrer Stimmlage nach zu urteilen meinte sie dem Tod ernst. Es wäre in der Tat klüger für die Männer sich von ihrem Quartier fern zu halten. Es mochte hart klingen, aber so hatte sie sich schon viel Ärger vom Hals gehalten, auch wenn sie Beruflich in eine schäbige absteige unterkommen musste, gab es schon den ein oder anderen fall wo man jemanden entweder nicht mehr fand oder aber Tod.
Zugegeben es waren sehr seltene fälle aber hier würde sie nicht lange fackeln und diskutieren, das hätte eh wenig sinn.
Sie ließ die Hände auf ihrem Schoss ruhen und ihre Gedanken wanderten zu ihrer Kindheit, ihrem ersten Opfer. Alle danach waren aus ihrer Erinnerung fast verschwunden aber der junge wo alles seinen Anfang nahm war immer noch in ihrem Kopf präsent, manchmal fragte sie sich wie sich ihr Leben entwickelt hätte wenn sie ihn nicht umgebracht hätte.
Ob Elliseria auch schon jemanden auf dem Gewissen hatte? Danach zu fragen könnte jedoch als unhöflich erachtet werden oder aber das sie immer Blutrünstig war was ja nicht stimmte, man durfte ihr nur nicht zu nah auf die Pelle rücken wenn sie es nicht wollte.


Es fiel ihr schwer eine gescheite Konversation zu führen, etwas das ihr Ziehvater ihr vergeblich versucht hatte einzubläuen. Es war manchmal wichtig sich auf andere einzulassen.
Das mochte zwar stimmen, aber ihr fehlte noch das Feingefühl für die Grenzen, wie weit man sich in welcher Situation auf jemand anderen einlies. Hier hatte sie also das Problem dass sie es versuchen musste. Sonst hätte sie unter Umständen die anderen gegen sich und das könnte nach dem Job unschön enden, wenigstens wurde nicht gesagt das die anderen die Credits dessen bekommen der den Job nicht überlebt, das würde zum Schluss in einem Blutbad enden, wobei es sicher interessant wäre zu beobachten wie sie sich abschlachten, hieße ja nicht das sie dabei sein müsse, sich im richtigen Moment zurück zu ziehen hatte sie hingegen gut gelernt und war perfekt in dessen Umsetzung zu verschwinden ohne das man es anfangs bemerkte.


„Du scheinst es eilig zu haben hier wieder weg zu kommen, schade das es sich nicht noch der ein oder andere kurzzeitig überlegt hat auszusteigen, dann hätten wir uns mit weniger Söldnern herumzuschlagen.“

Es war zumindest der versuch das Gespräch nicht abbrechen zu lassen. Vielleicht war es Elliseria die ihr Löcher in den Bauch fragen würde oder die eine bessere Gesprächsführung hatte als sie. Es würden einige Tage dauern bis sie am Ziel waren, vielleicht sollte sie nachher doch zur Lobby gehen um sich was zu essen zu besorgen, wobei der Durst auch nicht außer Acht gelassen werden sollte. Alles in allem hatte sie nach dem anstrengenden lauf den sie hinter sich hatte noch nichts gemacht um ihren Körper wieder zu stärken, und allmählich sollte sie genau das mal tun.

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[Weltraum | Outer Rim | Hyperraum von Lianna nach Maridun | T-6 White Dwarf] Nen-Axa, Lerameé

Während des Hyperraumfluges sprachen Meister und Schülerin kaum miteinander. Lerameé zog sich sehr zurück, war offenbar mit sich selbst beschäftigt und mit den Entscheidungen, die sie zu treffen und deren Konsequenzen sie zu tragen hatte. Natürlich begegneten sie sich regelmäßig: Das Shuttle war zu klein, um sich konsequent aus dem Weg zu gehen. Aber wann immer sie beisammen waren, sprachen sie wenig. Die Lurmen schien das Schweigen vorzuziehen und Nen-Axa respektierte dies. Er spürte deutlich die Zweifel, die innere Zerrissenheit seiner Schülerin. Sie hatte wirklich die Absicht gehabt, eine Jedi zu werden. Sie hatte den Fuß auf diesen Weg gesetzt und einige Schritte in diese Richtung gemacht, in dem Glauben, dass sie ihn bis zu Ende gehen würde. Dass sie nun nicht dazu in der Lage war, machte ihr Kummer. Das Heimweh war stark und sie wusste vermutlich, dass sie nur halb die Kontrolle über sich und ihre Zukunft hatte. Der Jediritter wollte ihr gerne helfen, mit den Selbstzweifeln fertig zu werden, aber solange sie seinen Rat nicht wünschte, konnte er nichts für sie tun. Es entsprach nicht seiner Auffassung vom Weg der Jedi, jemanden zu seinem Glück zu zwingen. Eine so bedeutende Entscheidung wie ein Jedi zu werden musste man aus freien Stücken treffen. Er wollte sie weder überreden noch drängen, das zu tun, was er für das Richtige hielt. Denn Richtig und Falsch hingen viel zu sehr vom persönlichen Standpunkt ab als dass er hätte sagen können, das was er für gut hielt, hätte auch Lerameé gut getan. Vielleicht war sie wirklich glücklicher auf ihrer Heimatwelt und würde, wenn sie in einigen Jahren auf diesen Augenblick zurück schaute, zufrieden feststellen, dass sie keine bessere Entscheidung hätte treffen können.

Für Nen-Axa jedoch war es ein trauriger Flug. Die Reise von Lianna nach Maridun dauerte nicht lange, die Strecke war nicht besonders groß und führte größtenteils über verlässliche Hyperraumrouten. So näherte sich mit jeder Stunde der Augenblick, an dem er seinen ersten Padawan verlieren würde. Er mochte Lerameé und hatte sich darauf gefreut, ihre Ausbildung zu begleiten und anzuleiten. Natürlich fragte er sich auch, ob er etwas falsch gemacht hatte. Waren ihm in den entscheidenden ersten Tagen Fehler unterlaufen? Hätte er dazu beitragen können und müssen, dass die Lurmen sich im Orden wohler fühlte? Hätte er mehr für sie da sein, ihr mehr zuhören müssen? Hatte er sie zu sehr gedrängt oder - im Gegenteil - nicht ausreichend gefordert? Fragen, die an ihm nagten, auf die er zu diesem Zeitpunkt keine Antwort hatte. Gerne hätte er darüber ausgiebig meditiert. Doch im Augenblick gelang ihm dies nicht.

Die erhoffte Wendung kam nicht. Lerameé hielt an ihrem Entschluss, in die Heimat zurückzukehren, fest, auch wenn der Arconier merkte, dass sie nicht hundertprozentig überzeugt davon war. Als sie jedoch aus dem Hyperraum fielen und sie das grüne Rund ihres Geburtsplaneten sah, war ihr die Freude deutlich anzumerken. Nen-Axa hatte vorgehabt, diese letzte Gelegenheit nochmals für ein Gespräch mit ihr zu nutzen; sie zu fragen, ob sie sich der Folgen ihres Handelns bewusst war und ob sie nicht doch noch im letzten Moment einen Rückzieher vom Rückzieher machen wollte. Doch als er ihre Erleichterung spürte, verzichtete er darauf und beschloss, das Unausweichliche hinzunehmen.

Es dauerte eine Weile, bis sie die Gegend gefunden hatten, aus der seine Schülerin stammte. Zeit ihres Lebens hatte sie diese nie von oben gesehen und erkannte sie nicht sogleich wieder. Sie orientierten sich an ihren Beschreibungen über Gelände, Vegetation und Jahreszeitenwechsel ihres Zuhauses. Schließlich erkannte sie eine Bergkette wieder und sie steuerten die grasbewachsene Ebene davor an. Das rot-weiße Shuttle flog dicht über den Wipfeln riesiger Bäume dahin (den Schotenfruchtbäumen, die Nen-Axa aus seinen Recherchen über Maridun kannte) und erreichten schließlich eine kleine Siedlung. Hölzerne Schoten bildeten einen mehrreihigen Kreis um einen runden, grasfreien Dorfplatz herum. Kleine Gestalten, allesamt Lerameé sehr ähnlich, betrachteten das landende Schiff mit einer Mischung aus Neugier und Scheu in ihren großen Augen.

Der Padawan - ehemalige Padawan, musste man schon sagen - wurde von den anderen Lurmen mit aller Herzlichkeit begrüßt. Sie waren offenkundig froh darüber, das wertvolle Mitglied ihrer Gemeinde zurück zu haben, und machten ihr keine Vorhaltungen. Nen-Axa hatte den Eindruck, dass sie hier, inmitten der von Kindheit an vertrauten, wilden Landschaft und umgeben von ihren Lieben, besser aufgehoben war als in der Betonwüste Liannas oder an Bord von Raumschiffen, die sie in die entlegenen Winkel der Galaxis trugen.

Die Lurmen erwiesen sich als sehr gastfreundlich und auch Lerameé bat ihn, zu bleiben. Der Arconier hatte tatsächlich Lust darauf, den Planeten und die Lebensweise ihres Volkes kennenzulernen. Aber er wusste, dass es nicht gut wäre. Je länger er hier blieb, um so länger würde seine Schülerin innerlich noch zweifeln müssen. Er konnte ihr helfen, indem er schnell vollendete Tatsachen schuf. Und das tat er am besten durch einen raschen Aufbruch.

Nicht länger als eine Stunde blieb er im Dorf der Lurmen, bevor er wieder an Bord des Schiffes ging. Nicht jedoch, ohne sich von Lerameé zu verabschieden und ihr alles Gute für die Zukunft zu wünschen.


»Bedenke, es gibt noch mehr Wege außer dem der Jedi, die Macht kennenzulernen und zu verstehen«, sagte er. »Du hast begonnen, deine Fähigkeiten zu entdecken und zu erforschen. Sie werden nun immer bei dir sein. Mögen sie dir und deinem Volk viel Gutes bringen.«

Die Rampe schloss sich und das Shuttle hob sich in die Lüfte. In steilem Winkel flog es hinauf in die dünne Wolkendecke, die Abendsonne hinter sich. Schwermütig betrachtete Nen-Axa den fremdartigen Planeten, auf dem sein erster Padawan zurückblieb.

»Werde glücklich, Lerameé«, sagte er, bevor er das Schiff in die Sterne lenkte und Maridun aus seinem Blickfeld verschwand.

Die White Dwarf sprang in das Blau des Hyperraums. An Bord befand sich nur noch eine einzige Person.


[Weltraum | Outer Rim | Hyperraum von Maridun nach Tatooine | T-6 White Dwarf] Nen-Axa
 
[Outer Rim | Hyperraum | Perlemian Trade Route | von Centares nach The Wheel | Frachter Commercial II] Mumba der Hutt, Droidencrew

Mumba der Hutt hielt gerade ein Schläfchen, als das Intercom sich mit einem Pfeifen meldete. Schlaftrunken wälzte er seinen fetten Leib herum und drückte auf den Knopf, der das Gespräch freigab. Die Stimme des Protokolldroiden meldete sich. Sie klang etwas schnarrend, seitdem Mumba das Gerät im Zorn geschlagen und ruppig von der Abhörwanze befreit hatte. Aber die Funktionen schienen ansonsten nicht beeinträchtigt zu sein.

»EHRWÜRDIGER MASTER MUMBA, WIR TRETEN IN VIER MINUTEN UND SECHSUNDVIERZIG SEKUNDEN IN DEN NORMALRAUM BEI THE WHEEL EIN«, verkündete das TC-Modell. »EUER HOHEIT WOLLTEN INFORMIERT WERDEN. WÜNSCHEN SIE DER ANKUNFT VOM COCKPIT AUS BEIZUWOHNEN

Mumba würdigte die Frage und insgesamt den Droiden keiner Antwort. Es gefiel ihm, wie ehrerbietig die Maschine mit ihm sprach, doch das bedeutete noch nicht, dass er sich zu unnötigen Unterhaltungen mit einem toten Ding herablassen wollte. Es spielte für die Aufgaben des Protokolldroiden nicht die geringste Rolle, ob er gleich ins Cockpit käme oder nicht. Das würde er dann schon merken. Die abermalige Nachfrage ignorierend, deaktivierte er das Intercom, richtete den Oberkörper auf und kroch schwerfällig aus dem engen Quartier heraus, wobei er sich durch die schmale Tür beinahe zwängen musste. Mit dem muskulösen Schwanzende schob er sich durch den Korridor bis zum Kontrollraum seines neuen Schiffes, das er mittlerweile wie eine Westentasche kannte - abgesehen von den Wartungsschächten, die zu schmal waren, als dass er hineingepasst hätte.

Schweigend stellte er sich hinter die beiden Droiden und starrte zwei Minuten lang ins Wabern des Hyperraum, bevor dieses sich auflöste. Einige Dutzend Kilometer vor der Commercial II lag die runde, namensgebende Form von The Wheel. Aus dieser Entfernung sah die Kilometer durchmessende Struktur klein und zerbrechlich aus. In den letzten Wochen hatte der Hutte die Station schon mehrfach aus dieser Perspektive gesehen, zuerst von Bord eines Passagierliners aus, dann durch die Cockpitscheiben der YT-1760 Stopgap. Im Vergleich dazu war sein neues Schiff der Kazellis-Klasse wirklich eine Verbesserung.

Es dauerte nicht lange, bis sich die Flugkontrolle der Station bei ihm meldete. Die Betreiber der Anlage, hinter den Kulissen also die Black Sun, übten strenge Kontrolle auf das umliegende Raumgebiet aus. Bei dem dichten Verkehr und vielen geheimen Geschäften war das sicherlich notwendig. Es bedeutete aber auch, dass der Waffenhändler hier - im Gegensatz zum Junkfort-System - weniger mit Übergriffen rechnen musste. Dennoch ließ er alle nahen Schiffe gründlich beobachten. Auf böse Überraschungen legte er keinen Wert.


»Dies ist der Frachter Commercial II«, meldete er dem Stationspersonal. »Hier spricht Mumba der Hutt. Malor Gale erwartet mich. Ich erwarte Landeerlaubnis an Landebucht 7.«

»Landebucht 7 steht für Sie bereit«, lautete die Antwort. »Ich sende Ihnen die Koordinaten.«

Auf dem vorbestimmten Flugkorridor näherte sich der Frachter der Station an, durchflog den Atmosphärenschild der bezeichneten Bucht und landete ohne unnötige Verzögerung auf den grauen Deckplatten. Wie angenehm unkompliziert die Dinge doch laufen konnten. Offenbar hatte der Ba'vodu seine Mitarbeiter über die Ankunft des Hutten informiert und so alle bürokratischen Hemmnisse von vornherein umschifft. Sehr gut, dass einmal etwas ohne Probleme vonstatten ging; das war nun schon lange nicht mehr der Fall gewesen. Bescheidenheit lag zwar nicht in Mumbas Natur, dennoch hatte er gelernt, sich auch über die kleinen Erfolge zu freuen.

Nun blieb allerdings noch abzuwarten, was der oberste Boss der Black Sun von ihm wollte.


»Teil dem Ba'vodu meine Ankunft mit«, gebot er dem Pilotendroiden. Dann verließ er mit der Protokolleinheit sein Schiff und wälzte seinen schweren, wulstigen Körper abermals auf das Rad.

[The Wheel | Landebucht 7] Mumba der Hutt, Protokolldroide
 
[Weltraum | Outer Rim | Hyperraum Richtung Tatooine | Triellus Trade Route | T-6 White Dwarf] Nen-Axa

Die Einsamkeit während des langen Fluges von Maridun nach Tatooine tat Nen-Axa gut. Er hatte dadurch die Zeit und Ruhe, die er zum Nachdenken benötigte. Zu viel hatte sich in den letzten Tagen ereignet und dabei zu viele Fragen aufgeworfen, auf die er Antworten finden musste. Niemals hatte er so viele Erlebnisse auf einmal gehabt, die ihm den Willen der Macht deutlich zu offenbaren schienen: Zufälle, die keine sein konnten, und Ereignisse, die sich miteinander verwoben. Zuerst die Begegnung mit Lerameé Bar'jaraka, die sein Padawan geworden war; ein Treffen, das vom scheinbar zufälligen Flug ihres Botenschmetterlings eingeleitet worden war. Dann die Zusammenkunft mit Jack Skyvold, zuerst nur gemeinsames Jogging durch Lola Curich, dann jedoch die überraschende und tragische Wendung hin zu dessen Tod. Ein Todesfall, bei dem ausgerechnet zwei machtbegabte Kopfgeldjäger und ehemalige Padawane des Ordens Zeugen waren, die sich darüber hinaus auf dem Planeten des Toten auskannten. So etwas geschah nicht von sich aus. Nen-Axa glaubte nicht an den Zufall. Die Macht hatte offensichtlich Schicksal gespielt und diese Personen zusammengeführt, damit vier von ihnen den Hinweisen folgten, die der Tod des fünften hinterlassen hatte.

Aber dann war alles anders gekommen. Die Macht setzte sich eben niemals über den freien Willen der Lebewesen hinweg. Man konnte den Zeichen folgen und versuchen, ihr Ziel zu ergründen. Oder man konnte sie ignorieren und sich völlig anders entscheiden. Womit man den Lauf der Dinge gravierend änderte. Nicht zwangsläufig zum Schlechten, denn Schicksal bedeutete nicht immer, dass Gutes bevorstand. Aber nun würde der Jediritter niemals erfahren, was die Macht mit der Zusammenführung dieser fünf einzelnen Fäden bewirken wollte. Ob die beiden Jedi und die Kopfgeldjäger ein Ereignis herbeigeführt, es verhindert, beobachtet oder unbemerkt angestoßen hätten. Sie hatten einen anderen Weg gewählt. Krizzlan und seine Gefährtin hatten ihre Abmachung nicht eingehalten, sie waren zum verabredeten Zeitpunkt nicht aufgetaucht. Und Lerameé hatte die Rückkehr in ihre Heimat Maridun gewählt. Somit blieb nur er allein übrig, um die Reise nach Tatooine anzutreten.

Über diese Dinge sann und meditierte der Arconier während der zahlreichen Sprünge über die Triellus Trade Route, die ihn seinem Ziel Stück für Stück näher brachten. Es stand für ihn außer Zweifel, dass er die Mission dennoch zu Ende bringen musste und wollte. Nicht, weil die Macht es so zu wollen schien. Er schämte sich nun beinahe dafür, dass dies aufgrund der merkwürdigen Verkettungen zu seinem vorrangigen Beweggrund geworden war. Nun, da sich das weitgehend erledigt und die Ereignisse eine andere Wendung genommen hatten, besann er sich wieder auf den ursprünglichen und eigentlich wichtigen Grund für diese Reise. Er schuldete es Jack Skyvold, den Umständen seines Todes nachzugehen. Diesem jungen Mann, der sich in die Obhut des Ordens begeben hatte, um ein Jedi zu werden - und dann einen jähen, gewaltsamen Tod auf dem Boden einer schäbigen Kaschemme gefunden hatte. Ein Ende, das nicht nur verfrüht und die Verschwendung dieses jungen Lebens war, sondern auch so unheimlich sinnlos wirkte. Jack verdiente es, dass man Fragen stellte, zu verstehen versuchte, was sich ereignet hatte und warum es so kommen musste. Und die beste Möglichkeit für Nen-Axa, hierzu etwas beizutragen - zu diesem Schluss war er schon kurz nach dem Mord gekommen - bestand in einem Flug nach Tatooine und einer Suche nach Skyvolds Wurzeln.

Auch wenn vieles anders gekommen war als erwartet und erhofft, der Jedi war sich seiner Sache nach wie vor sicher. Und was die Macht anging - sie hatte noch immer die Möglichkeit, weitere Fäden zusammenzuführen. Zumindest einer der vier, die sie durch scheinbare Zufälle zu Zeugen von Jacks Tod hatte werden lassen, folgte dem Ruf. Entschlossen und unermüdlich.


[Weltraum | Outer Rim | Hyperraum Richtung Tatooine | Triellus Trade Route | T-6 White Dwarf] Nen-Axa
 
[Hyperraum nach irgendwo | Kreuzer "One" | Frauentrakt] Elliseria, Serena,

Während sich Serena die Haare kämmte teilte sie eindeutig Elliserias Meinung. Die Kerle sollten ihre Finger (und andere Körperteile) dort belassen wo sie sind sonst würde es Ärger geben. Scheinbar hatte Serena keinerlei Skrupel die Söldner leiden zu lassen, sollten sie es zu weit treiben. Eine weitere Sache die sie mit Elliseria gemeinsam hatte, sie hatte sogar berieits einmal einen mann deswegen umgebracht...Aarkordis dieser hässliche Saftsack.

"Eilig? Nun ich will diesen Auftrag hinter mich bringen. Das Geld kann ich gut gebrauchen, dieser Auftrag wird meine Karriere in der Black Sun fördern und sicherlich lässt sich auch der ein oder andere Kontakt knüpfen. Auserdem können sich meine Stellvertreter um alles anfallende kümmern."

MIST! Da hatte sie bereits etwas verraten. Das Elliseria eine ganze Piratenbande unter sich hatte sollte eigentlich ein Geheimnis bleiben...sollte Serena nun genauer nachhaken brauchte sie eine Ausrede... Doch was für eine? Ein ,,angebliches" Schmugglerdasein? Könnte hinhauen.

"Was hat dich dazu getrieben dich diesem Haufen anzuschließen? Sonderlich begeistert hier zu sein wirkst du ja nicht gerade."

[Hyperraum nach irgendwo | Kreuzer "One" | Frauentrakt] Elliseria, Serena,
 
[Hyperraum nach irgendwo|Kreuzer "One"|Männertrakt] Dan Oslik', Turikov Sorsik​


Dan brauchte etwas bevor sich seine Augenlider bewegen ließen. Das erste was er sah nach einer halben Ewigkeit war die kalte Struktur des Schiffes. Wie lange hatte er bloß geschlafen? Langsam drehte er sich auf die andere Seite und musste feststellen das irgendein anderer Typ mit im Quartier war.

>Nja toll. Lies ruhig weiter – lass dich nicht von mir stören.<

Langsam richtete er sich auf und sah dann erst die Wäsche die anscheinend auf dem Bett gelegen hatte – zerknüllt auf dem Boden liegen.

>Hups, gar nicht mitbekommen. Ob die irgendeine Anti-Falten Maschine auf dem Kutter mit herumfahren?<

Als er seinen Kabinenkameraden ansah und dieser ihn auch, drehte er sich prompt Richtung Aus-/Eingang um und ging den Flur entlang Richtung Lobby. Er hat sicherlich Tage durchgepennt, jetzt hatte er langsam das Gefühl einer gähnenden Leere in seiner Magengegend.

Über die letzte Stufe der Treppe wäre er fast gestolpert, aber auch nur weil irgend so ein Hirnochse von vorne kam und ihn fast umgehauen hätte. Als er die Lobby betrat – war das erste was er sah den Ausblick ins Sternmeer.

>Aha, wir sind also doch mal irgendwann los geflogen. Wuha – erstaunlich.<

Er bewegte sich vom Eingang der Lobby in die Mitte, nahm sich was zum futtern & zum trinken. Und bewegte sich diesmal zum Fenster hin, um die vorbei zischenden Sterne zu beobachten. Gedankenverloren starrte er raus und knatschte auf seinem Brot herum.
Freunde würde er auf diesem Trip sicherlich keine finden, aber was sollte man von diesem Haufen auch anderes erwarten. Irgendwie fehlte im DAI – mit ihr konnte er über alles reden. Ein seufzen huschte Dan heraus, bevor er wieder ein Stück abriss und weiter drauf herumkaute.



[Hyperraum nach irgendwo|Kreuzer "One"|Lobby] Dan Oslik', andere Söldner​
 
:: Hyperraum nach irgendwo :: Im Kreuzer ,,One" :: Quartier: Turikov Sorsik Dan Oslik, Söldner::

Die ersten Stunden des Fluges verliefen im kleinem Quartier der "One" ereignislos. Turikov las einen Roman namens ,,Deirdre und die Jedi-Ritter von Coruscant", darin ging es um ein Adelsmädchen was nach dem Tod der Eltern zu den Ach so heiligen Jedi gelang und sich dort einzuleben probierte. Auch wenn die Thematik nicht Turikovs Geschmack traf konnte er nicht bestreiten das das Buch gut geschrieben war. Die Handlung war interessant, die Charaktere gut ausgearbeitet...alles was ein gutes Buch brauchte. Sein gegenüber war eher die Schweigsamere Sorte, kein Wunder er schlief auch bisher nur. Wie aus dem Nichts wachte der Kerl aufeinmal auf und begann sich dann um seine Wäsche zu kümmern. Natürlich vollkommen schweigend, fast als hätte er beim Schlafen seine Zunge verschluckt.
Ein komischer Kerl, einer der schnurstracks im Gang verschwand und Turikov allein sitzen ließ. Da sein Magen sich rumorend meldete, entschloss er sich dazu sich etwas zu Essen zu holen. Also deaktivierte er sein Datapad und ging hinab zur Lobby. Dort traf er erneut auf seinen ,,Zimmerkollegen". Abgelenkt kaute dieser auf seinem Brot herum, so das sich Turikov dazu entschloss gegenüber von ihm Platz zu nehmen und die Rechte auszustrecken.


"Tag, Turikov Sorsik mein Name. Mit wem habe ich das Vergnügen das Zimmer zu teilen?"

:: Hyperraum nach irgendwo :: Im Kreuzer ,,One" :: Lobby : Turikov Sorsik Dan Oslik, Söldner::
 
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