Lianna

Lianna – Jedibasis – vor Summer’s Quartier

Lange musste Jo nicht warten. Pünktlich zur abgesprochenen Zeit fand sich auch Samira vor dem Quartier ein, das nun Summer’s Unterkunft war. Am Abend zuvor hatte Jo mit skeptischer Miene gehört, dass ihre Padawan in einer Zweierunterkunft einquartiert worden war, da aus Platzgründen wohl für alle Padawane diese Maßnahme ergriffen wurde.
Nun, einerseits war diese Nachricht eine Positive, hieß es doch, dass die Zahl der auf Lianna befindlichen Jedi immer weiter anstieg. Andererseits war ein Teil des Traumas, das Summer erlitten hatte, noch nicht verarbeitet. Und so fragte Jo sich, ob es so gut war, dass ihre Schülerin sich wo möglich mit einer neuen Zimmergenossin auseinander setzen musste. Was wenn es sie überforderte?
Vielleicht sollte sie selbst sich umquartieren lassen und bei Summer einziehen. Jedi von Jo‘s Rang gestand man zwar durchaus Einzelquartiere zu und manchen Tag war es überaus angenehm mal die Türe hinter sich zu machen zu können und wenige Momente einfach nur für sich zu haben. Aber nicht auf Kosten des Gemütszustandes ihrer Schülerin!
Andererseits, und das schien Jo überaus wichtig, würde Summer die starke und ausgeglichene Jedi werden wollen, die Jo schon jetzt in ihrer Zukunft sah, musste sie jeden des Ordens als Teil ihrer neuen Familie begreifen. Also hatte Jo sich durchgerungen nicht ein zu greifen und auch keinen Sperrvermerk für die Doppelbelegung in das System zu geben. Noch war Summer allein für den Raum eingetragen und wenn sich dies änderte würden sie schon sehen wie die Kleine damit zurecht kam.
Als die Samira Jo jetzt, mit deutlicher Vorfreude in der Stimme, aufforderte, dass sie nun eintreten sollten, vertrieb Jo ihre Gedanken vom Vorabend mit einem kurzen Zwinkern und konzentrierte sich auf das, was Samira und sie jetzt vor hatten.


Noch schnell die Kerzen anzünden und dann geht’s los.

Erklärte Jo flüsternd, grinste Samira verschmitzt an und reichte ihr den Anzünder damit die junge Frau die Kerzen auf der Torte entzündete.
Dann öffneten sie die Zimmertüre, die, zum Glück, wie überall in Jediquartieren, nicht verschlossen war und schlichen in den noch immer dunklen Raum.
Einen Moment bleiben sie Beide direkt vor Summer’s Bett stehen, dann nickte Jo Samira zu und wie aus einer Kehle erscholl ein Lautes…


GUTEN MORGEN GEBURTSTAGSKIND!

Bevor sie begannen, das bekannteste Geburtstagslied der Galaxis an zu stimmen während Jo langsam die Lichtintensität der Beleuchtung hoch fuhr und Samira vorsichtig Summer’s Decke zurück zog.

Lianna – Jedibasis – vor Summer’s Quartier
 
Lianna - Boden - an Bord eines Speeders - kurz hinterm Raumhafen- Beka, Siva, Radan und Satrek

Radan sagte überhaupt nichts mehr. Wahrscheinlich legte er sich doofe Ausreden und scheinheilige Lügen zurecht, was Siva beinahe zu einem ganz leichten, aber dennoch boshaften Lächeln veranlasste. Nicht, dass sie sonst boshaft war. Aber für den Moment war da ganz einfach Genugtuung! Denn Radan hatte so viele fiese und unschlaue Kommentare von sich gegeben, dass es sich jetzt wie gutes Schum… Gewinnen beim Sabacc anfühlte. Wenn da nämlich jemand überaus überzeugt von sich und seinem Gewinnen war, war der Blick beim Verlieren fast noch besser als jeder müde Credit. Endlich wurde Radan dann auch von Satrek einen Kopf kürzer gemacht und wenn das so weiter ging, brauchte der sein Aussehen ach gar nicht mehr zu ändern. Denn wenn er zu einem kleinen Zwerg wurde, fanden die Sith ihn auch nicht wieder. Demnach war das eigentlich ziemlich erstrebenswert…
Es war ein bisschen gruselig und bedenklich, dass der Zabrak so viele gemeine Gedanken durch den Kopf schossen, aber sie hatten eben alle etwas ungemein Befriedigendes. Außerdem wünschte sie Radan ja gar nichts Böses (denn einen Kurz Köpfer machen… äh Kopf kürzer machen, bedeutete ja nicht WIRKLICH zu köpfen) und deswegen war das, was sie dachte auch völlig vertretbar und guten Gewissens zu rechtfertigen!

Satrek setzte dann zu einer neuen Illusion an und langsam aber sicher, fand Siva Gefallen an so verrückten Sachen. Was man damit alles machen konnte! Wenn man bei DSDS- Denon Sucht den Superstar machen konnte, indem man nur so tat, als könnte man singen. Oh ja, das klang wirklich ziemlich gut. Aber auch zu anstrengend. In jeder Show eine Illusion erzeugen und dann beim Plattenvetrag nur herum krächzen? War irgendwie aber auch ein bisschen witzig.
Und Meister Taphon brachte Siva sogar erst auf diese Idee, denn seine Stimme, die von ganz wo anders kam, eröffnete ja einige, ungeahnte Möglichkeiten. Der Nebeleffekt war auch ganz nett. Warum engagierte man in Discos nicht einfach ein paar Jedi? War bestimmt viel günstiger und gesünder als so komischen, falschen Nebel zu erzeugen indem man ein Dutzend stinkiger Maschinen aufstellte. Eine Marktlücke! Ja, genau! Wenn es mit der Ausbildung nix wurde, dann wurde Siva ganz einfach Marketingspezialistin oder etwa sin der Art.


„Übrigens, hätte ich auch eine pinke Perücke“,
bot Siva schließlich wohltätig an. Dann musste Radan auch gar nicht so viel verändern. Nur das Ding auf den Kopf setzen und ein bisschen netter gucken.
Dann jedenfalls ertönte eine Ansage durch das Schiff, das soeben gelandet war. Radan wurde einfach wieder in den Spind gestopft und dann befanden sich die Jedi und der Scheintote auch schon auf direktem Weg zurück zur Basis, als sie sich einen Speeder schnappten. Wie es dann weiter eghen würde, da war Siva ziemlich gespannt. Ihn im Spind zum Rat schleppen und ihn dann auferstehen lassen? Siva wusste gar nicht, was Satrek vor hatte. Außer Frisör für Radan spielen und Modeberater. Was sie wieder zurück zu rasierten Wookie brachte..


Lianna – Jedi Basis - Einganshalle- Beka, Siva, Radan und Satrek
 
Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Nen-Axa, Lerameé, Visas, Nei, Rick, Rilanja, Rask, Steven und Sarid

Als Erstes begann Nei mit der Übung. Von einem Machteinsatz merkte die Jedi-Rätin aber noch nicht viel wie sie die Ruusanerin so beobachtete. Jedoch wäre es auch zuviel verlangt zu erwarten, dass ihr gleich im ersten Versuch alles perfekt gelang. Die Orangeschwarzhaarige hatte ja eh bereits große Fortschritte gemacht was die Anwendung der Macht anbelangte. Daher machte ihr erster Anlauf stark den Eindruck eines Probeversuchs, damit sie den Parcours erstmal kennenlernte. Aber das war ok. Sarid setzte auch schon zu einer neckischen Antwort als Nei auf sie zukam. Sie kam jedoch nicht dazu, da die Padawan plötzlich Kreislaufprobleme zu haben schien, denn sie begann leicht zu schwanken. Die Corellianerin setzte bereits an die junge Frau zu stützen, aber sie fing sich dann doch selbst wieder.

"Alles klar bei dir? Möchtest du dich für einem Moment setzen?"

Fragte sie deswegen besorgt. Sarid wollte ihre Padawan ja auch nicht überfordern und sie kannte deren Vorgeschichte bzw. Vorerkrankungen nicht. Vielleicht hatte sie ja irgendwelche Gebrechen, die ihr noch nicht bekannt waren? Zwischenzeitlich war auch ein Mann in den Trainingsraum gekommen, der eine Art Paketbote zu sein schien, was ihr ungewohnt vorkam, aber gut, möglich war grundsätzlich Vieles. Tatsächlich hatte er ein Paket für Nei, welche dessen Erhalt per Unterschrift bestätigen musste. Irgendetwas musste besonders daran sein, so langsam wie die Ruusanerin zu ihnen zurückkam und sich in Sarids Nähe auf den Boden fallen ließ. Mit dem kurzen Kommentar, dass es von irgendeiner Qienn war, konnte die Corellianerin natürlich nichts anfangen. Dennoch machte Nei einen alles andere als glücklichen Eindruck, so wie sie das Ding in ihren Händen unentwegt anstarrte. Daher trat Sarid zu ihr und ging in die Hocke.

"Ich weiß nicht wer Qienn ist, aber das Paket muss wohl wichtig sein. Dein mulmiges Gefühl wird übrigens nicht besser, wenn du das Paket nur anstarrst. Öffne es doch. Dann weißt du zumindest Bescheid, Nei."

Dabei versuchte Sarid einen halbwegs neutralen Tonfall anzuschlagen, aber sie merkte selbst, dass ihr das nicht ganz gelungen war. Zu offensichtlich war Neis Unbehagen und fast schon Furcht vor dem Inhalt. Die Corellianerin hoffte nur, dass die kein Vermächtnis bzw. Erbe dieser Person war...

Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Nen-Axa, Lerameé, Visas, Nei, Rick, Rilanja, Rask, Steven und Sarid
 
Jedibasis - Trainingsraum - Sarid, Visas, Nei, Rick und Rilanja

Die Falleen fand den Grundgedanken der bevorstehenden Übung einerseits sehr spannend - die atemberaubenden und teilweise halsbrecherrischen Bewegungen ihrer Filmhelden waren schon immer ein wichtiges Element ihres Gesamterlebnisses Holofilm gewesen, und sie glaubte manchmal bei mehr Filmen den Namen des verantwortlichen Choreographen zu kennen als den des Regisseurs - zumal die Bewegungserdenker manchmal bessere Arbeit leisteten als jene, die versuchten in ihren Geschichten Rechtfertigungen für diese grazilen wie krafvollen Bewegungsfolgen
zu finden.
Jedenfalls sah sie sich bereits durch die Luft wirbeln, bei mehrfachen Saltos ohne Bodenberührung die Richtung wechseln und in einer gehockten Schraubenbewegung mehrere Gegner mit einem mühelosen Streich entwaffnen...
Was sie tatsächlich sah war die geschmacklose Farbe der Wand, auf die sie starrte während ihr Blick in die Unendlichkeit abglitt und wie es schien noch fiel weiter. Erst der Kommentar über ihr Kleid ließ sie wieder aufhorchen. Wahrscheinlich war ihre selbstauferlegte Distanz zu den ablenkenden Szenen ihrer früheren Hauptbeschäftigung doch noch nicht so weit wie sie es gehofft hatte, zumindest nicht wenn man die Sache situationsabhängig anging.


Ist Hightech denn wirklich so eine gute Sache? Ich meine, geht es bei der Macht nicht um Meditation und Selbsterkenntnis und vielleicht auch Selbstkenntnis, ohne Technik und Hilfen und sowas dazwischen, ich meine ohne Droiden oder besondere Waffen - außer dem Lichtschwert natürlich - und ohne irgendwelche Hilfen, die man natürlich draußen im Feld auch nicht hätte, also irgendwie bodenständiger? Auch wenn ich den Raum mit den tausend Brunnen gerne mal selber sehen würde, ich habe damals viele Stunden damit verbracht Bilder von all den Brunnen aus den verschiedenen Filmen zu ziehen und zu vergleichen, ich meine es muss ja zumindest ein paar Glückstreffer geben, nicht wahr, also in den Filmen, ich meine vielleicht könnte man da ja was rekonstruieren, zumindest hätte ich das damals versucht, also bevor ich jedig geworden bin, aber ich meine ist es nicht jediger mit einfachen Mitteln zu trainieren als mit Hightech?

Wenigstens ihr Mundwerk hatte scheinbar wie üblich ein Ventil gefunden, eine Sorge weniger für die junge Falleen vor dieser doch recht fordernden Übung. Der Teil von ihr der froh gewesen war, dass sie sich nicht an der mehr oder weniger direkten Erwähnung der bevorstehenden Schlacht und der damit verbundenen ziemlich sicheren und beinahe unvermeidlichen Chance auf einen schnellen, langsamen oder fatalen Tod aufgehängt hatte und in Panik verfallen war bereute den Gedanken, als es der Geschuppten eiskalt den Rücken beim Gedanken daran herunterlief.
Während sie sich bereit machte ihren ersten Versuch zu wagen, der durch die vergleichsweise guten Darbietung Neis nicht grade einfacher gemacht wurde, selbst wenn die Menschenähnliche es nicht ganz ohne Zuhilfenahme ihrer Hände schaffte. Rilanja selbst hielt sich für in etwa so sportlich wie die meisten anderen chronischen Holonetnutzer auch - praktisch gar nicht.
Sie hatte bereits festgestellt, dass sie über gute Reflexe verfügte, doch das machte vielleicht einige Dinge im Lichtschwertkampf leichter, aber half ihr wenn es um körperliche Anstrengungen ging überhaupt nicht. Im Gegenteil, hier hielt ihre Physiognomie den Fallstrick der rapiden Überanstrengung bereit, die schlagartig einsetzen und ihre Muskeln zum Erlahmen bringen konnten, weil ihr Körper sie nicht mehr auf der richtigen Temperatur halten konnte.
Hier konnte die Macht Abhilfe schaffen, wenn sie die entsprechenden Techniken erlernte, aber so weit war sie noch nicht, jedenfalls ihrem Gefühl nach. Im Moment war die Gefahr auf unangenehme Konsequenzen ihrer Sportlichkeit wahrscheinlich eher als gering einzuschätzen in Anbetracht der Nähe zur Kantine.
Mit einem beruhigenden tiefen Atemzug setzte sich Rilanja in Bewegung. Viele gut gemeinte Gedanken schossen ihr durch den Kopf, angefangen bei der richtigen Atemtechnik bis hin zu verschiedenen Anweisungen zum Tempo, die von absoluter Verausgabung bis hin zu behutsamer Steigerung alles beinhalteten, was die Holofilmindustrie über die Jahre an ihre Zuschauer weitergegeben hatte.
Parallel dazu driftete die junge Frau immer wieder in Gedanken ab über die Bewegungen, zu denen sie als voll ausgebildete Jedi in der Lage sein würde - Sprünge über fahrende Speeder, dann Sprünge von einem Vehikel zum anderen, und schließlich die Teilnahme an einem Raumkampf, in einem Raumanzug von Jäger zu Jäger springend. Bei der letzten Szene konnte sie nicht mal sagen welcher Film sie zu dieser Abstrusität inspiriert hatte, denn so etwas war ihres Wissens nach noch nie vorgekommen, aber eine wichtige Erkenntnis unterbrach ihren Gedankengang.
Sie rannte, und hatte den ersten Kasten bereits erreicht. Rilanja hatte noch Zeit für die Erkenntnis, dass sie lernen musste sich besser zu konzentrieren und sich auf die eigene Jedigkeit zu konzentrieren und nicht den Tagträumen der Vergangenheit nachzuhängen, bevor sie es unbeholfen und gänzlich ohne Machtunterstützung schaffte sich weit genug in die Luft zu befördern um vielleicht nicht halsbrecherisch aber in jedem Fall im Wortsinn atemberaubend bäuchlings auf dem ersten Kasten zu landen.
Wenig grazil und dafür um so theatralischer rutschte die Falleen wieder auf ihre Füße, und versuchte sich darüber zu freuen das ihr Kleid bisher kein Problem bei der Übung gewesen war, während sie ihre Lungen Stückweise wieder mit Luft zu füllen versuchte.


Einen... Moment... dann versuch ichs nochmal...

Aus den verschwommenen Augenwinkeln heraus sah sie, wie Nei eine Lieferung erhielt, aber im Moment war sie zu sehr hin und her gerissen zwischen dem Wunsch den imaginären Sithhorden in ihren Gedanken durch einen Dreifachsprung über drei Lowtech-Kisten zu entkommen und der Hoffnung das nächste Mal wenigstens die zweite Kiste aus der Nähe sehen zu können ohne Knochenbrüche beklagen zu müssen.
Immer noch kurzatmig und von ihrer eigenen Zerstreutheit irritiert machte sie sich schließlich an einen erneuten Versuch den ersten Kasten der Herausforderung zu überwinden, und konzentrierte sich diesmal auf die Macht, auf das Hier und Jetzt, und nicht auf das, was eine fertige Rilanja auf der Bühne ihrer eigenen Gedanken fertig bringen konnte.
Dieses Mal gelang ihr ein sauberer Absprung, zwar einige Meter zu früh aber gleichzeitig weit genug vorne um sicher vor der ersten Kiste zu landen und die erdrückende Begegnung aus dem letzten Versuch nicht zu wiederholen.
Im dritten Anlauf auf den Parcours schließlich meisterte die Echsin die erste Kiste, und krönte ihre Leistung damit das Hindernis ohne Handeinsatz überwunden zu haben. Folgerichtig erfolgte die Landung vor der nächsten Kiste ohne Einsatz ihrer Beine, und eine Wiederholung bei der zweiten Kiste blieb daher aus.
Sich mehr oder weniger pro forma abstaubend rappelte sie sich wieder hoch und gönnte sich einen Rationsriegel, um die physischen Kosten ihrer Leistung auszugleichen. Bevor sie jedoch einen erneuten Versuch wagte sah sie zu Sarid für den Fall, dass ihre Meisterin Wissen für sie bereit hielt das ihren geistigen Hunger nach Jedigkeit stillen konnt, so wie sie spürte das ihre Muskeln durch den Riegel bereits wieder wärmer und weicher wurden.


Jedibasis - Trainingsraum - Sarid, Visas, Nei, Rick und Rilanja
 
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Lianna - Boden - an Bord eines Speeders - kurz hinterm Raumhafen- Beka, Siva, Radan und Satrek


Radan verzog das Gesicht. Er gönnte Siva ihren kleinen Sieg nicht weil es schlichtweg keiner war. Es war nur mühselig mit einen Padawan zu diskutieren der noch nichts von der Galaxie verstand. Für Siva würde Radan immer der Böse sein. Es war egal. Was Radan tat oder tun musste. Was Satrek anging war sich Radan noch uneins. Kurz schloss er die Augen. Tat er das richtige? Er hatte seine Frau den Imperator überlassen er hatte sie im Stich gelassen. Wofür? Für ein Paar Jahre in der Verbannung oder Möglicherweise für den Tod? Vielleicht hatte Alisah auch recht. Er würde den rest seines Lebens in einer Zelle landen in einer dieser Zellen die der Orden sicher hatte. Man würde ihn nicht töten doch man würde sicher nicht das Risiko eingehen das er die Möglichkeit hatte ein Spion zu sein. Radan schüttelte den Kopf. Sein Gesicht ´schien in sich zusammen zu fallen. Er hatte keine Wahl was das anging. Im Gegenteil. Die Entscheidung war bereits getroffen worden. Selbst wenn Radan diesen Gedanken weiterführte was sollte er jetzt noch tun? Eine Flucht wäre Dämlich gewesen. Den wohin hätte er fliehen können? Die Sith hätten ihn umgebracht und das die Jedi vermutlich das selbe Taten war offensichtlich. Radan war aber auch kein Feigling.

"Wie ihr meint"

brachte er hervor und stieg wieder in den Spind und für einen moment wünschte er sich sogar den Tod. Er hatte alles verloren was er verlieren konnte. Er dachte an den Ball zurück an jenen Ball als Alisah und er sich das erste mal näher gekommen waren. Er schloss die Augen versuchte in der Macht nach ihr zu Tasten sie zu berühren und er wusste nichtmal ob es ihm gelang. War er schon so schwach geworden? Oder war er vielleicht immer so?`Er war zu den Sith gegangen um sein Volk zu retten. Was hatte es ihn gebracht? Sein Volk war gerettet wurden doch der Preis war zu Hoch gewesen. Radan wusste es. Sein Sohn hatte seine ganze Familie ausgelöscht und Radan? Er hatte seinen Sohn getötet um zu verhindern das er Alisah tötete. Er stand vor den Scherben seines Lebens Ob das für Siva belustigend war? Er wusste es nicht. Radan war froh über die Finsternis in diesen Spind. Den niemand sah die einzelne Träne die ihn herabrann.


Lianna – Jedi Basis - Einganshalle- Beka, Siva, Radan und Satrek
 
Lianna – Jedibasis – vor Summer’s Quartier - Joseline und Samira

Auf Geheiß der Großmeisterin zündete die gelbhäutige Mirialan aufgeregt die Kerzen auf der Geburtstagstorte an. Es waren tatsächlich 15 Stück. Da sollte Summer noch einmal so traurig in der Kantine rumhängen und glauben, dass keiner an ihren Geburtstag dachte! Als die beiden Jedifrauen dann leise in Summers dunkles Quartier eintraten erleuchteten die Kerzen dieses in einem sehr gemütlich wirkendem Gelbton. Vor dem Bett der Alderaanerin stehenbleibend stimmte Samira nur zu gerne in Joselines lauten Weckruf ein.

"GUTEN MORGEN GEBURTSTAGSKIND!"

Rief sie lauthals. In das Geburtstaglied, welches die Großmeisterin anschließend anstimmte sang die Jedi-Ritterin natürlich auch gerne mit, auch wenn ihre Gesangskünste nicht gerade die Besten waren. Aber der Wille zählte fand die Mirialanjedi. Der mittlerweile erwachten Padawan hielt Samira dann auch gleich ihr etwas unbeholfen in bräunliches Papier verpacktes Geschenk hin.

"Ich hoffe sehr es gefällt dir, Summer. Es ist ein Holoprojektor, welchen du überall hinstellen oder auch mitnehmen kannst wo du möchtest. Er zeigt ein wunderschön detailgetreues Abbild deiner Heimatwelt Alderaan, auf welche du wirklich stolz sein kannst. Es gibt wenig so friedliche und verantwortungsvolle Welten in der Galaxis, sowohl was die Einwohner an sich als auch ihren Umgang mit ihrer Umwelt betrifft."

Mit bangem Blick hing Samira an jeder Bewegung, die die junge Alderaanerin machte. Sie hoffte so sehr, dass ihr diese kleine Dekoration für ihr Zimmer doch auch ein gewisses Gefühl an ihr altes Zuhause auf Alderaan und ihre Wurzeln dort vermitteln konnte. Aber mehr hatte sie in der kurzen Zeit nicht bewerkstelligen können. Sicher wäre ein gravierte Version schöner gewesen, aber weder hatte Samira das Geld noch die Zeit dafür habt eine erstellen zu lassen.

Lianna – Jedibasis – vor Summer’s Quartier - Joseline und Samira
 
Lianna - Boden - an Bord eines Speeders - kurz hinterm Raumhafen- Beka, Siva, Radan und Satrek

Satrek freute sich schon darauf diesen Personentransport hinter sich zu bringen und die Angelegenheit dem, Rat zu übergeben. Natürlich war er als Advisor selbst Mitglied des Rates, aber in manchen Fällen war es ganz angenehm keine Entscheidungsbefugnis zu haben. Der Fall war verzwickt, allein schon wegen dem Maß an Vertrauen, das hier nötig war und noch sein würde. Radan benahm sich schwierig, zumindest so weit es der dunkelhäutige Jedi empfand, und es machte es nicht einfacher, dass sein Verhalten auf viele verschiedene Faktoren zurückzuführen war - von der Trennung von seiner Frau angefangen über die Wirkung des Giftes, seine Vertreibung aus seiner selbst gewählten Heimat bis hin zu einem möglichen Komplott mit samt Verrat seinerseits.
Aber die Entscheidung darüber was mit dem nach eigener Aussage geläuterten Sith zu geschehen hatte oblag nicht Satrek. Er nickte nur knapp als ihr Passagier seinen Spind bestieg, und leitete ihn und seine Schülerinnen auf dem schnellsten Weg an den Einreisekontrollen vorbei zum Fuhrpark des Raumhafens. Diese Speeder waren eigentlich für wichtige Anlässe offizieller Art vorbehalten, aber seine Stellung im Orden und etwas kryptisches Gerede über den Inhalt des Spindes führte schnell dazu, dass der verantwortliche Entscheider ihnen den kurzen Gebrauch eines Transporters zugestand.
Die Fahrt verlief ereignislos wie er es sich gewünscht hatte, und nach kurzer Zeit erreichten sie die Jedi-Basis. Obwohl er ihn noch nie genutzt hatte fand er schnell einen Hintereingang, der schlicht aufgrund seiner Lage selten genutzt wurde, und bugsierte den Spind, der im Schatten der Basis auf einmal wie ein Sarg wirkte, hinein.
Eine kurze Befragung eines Terminals ergab, dass sich die Rätinen Sarid und Eleonore in der Basis befanden, und letztere im Ratssaal - oder besser gesagt im Ratslager, auch wenn sich Satrek verkniff den Computer auf diesen kleinen Fehler in der Benennung hinzuweisen.
Wenige Minuten später betraten er und seine kleine Truppe den Lagerraum, der im Moment für den Rat reserviert war, und fand die Cereanerin dort über ein Datapad gebeugt vor.


Eine eilige Lieferung von Sullust, zu Händen des Rates.

Er wollte sich grade vergewissern, dass die Tür geschlossen war, bevor er die Identität des Passagiers preis gab und den Spind öffnete, als ihn die Nichtmenschin unterbrach.

Dann müsste sie eigentlich schon angekommen sein, Rat Taphon,

meinte sie und rief auf ihrem Padd eine Datei auf, die sie anschließend dem Haupthaarlosen hin hielt. Darin beschrieben war im Rahmen eines Sitzungsprotokolls seine Beförderung zu einem vollwertigen Rat, die Position, die er durch seine Selbstfindung auf seinem Heimatplaneten eingebüßt hatte.
Einerseits freute sich Satrek über die Anerkennung, und so etwas wie Nostalgie keimte in ihm auf, Allerdings bedeutete das auch, dass er die Verantwortung für Radan nicht so leicht los werden konnte.


Danke... nehme ich an... Jedenfalls haben wir hier einen Sith, der den Wunsch geäußert hat zurück zu den Jedi zu kommen. Ich sage zurück, weil... Seht selbst.

Satrek öffnete den Spind und präsentierte damit Radan.

Radan, das ist Rätin Eleonore. Wie es aussieht sind wir beide diejenigen, die eine Entscheidung über deine Bitte zu treffen haben.

Satrek hoffte, dass er so neutral klang wie er sich empfand, schließlich hatte er eben erst erfahren, dass er von dieser Entscheidung überhaupt betroffen war. Tatsächlich wäre es ihm lieber gewesen sich davon distanzieren zu können, da er den Eindruck hatte so etwas wie Vertrauen zu Radan aufgebaut zu haben, auch wenn dessen Verhalten ihn gegen Ende der Reise etwas verunsichert hatte. In jedem Fall war er wohl kaum objektiv, zumal der ehemalige Sith bei ihm zusätzlich noch auf die Schiene der Trennung von seiner Frau arbeiten konnte, wenn es wirklich sein Ziel war zu manipulieren.
Doch dann kam ihm eine Idee, die das ganze vielleicht etwas auffrischen konnte - eine weitere Meinung der besonders geeigneten Art.


Wo befindet sich Wes Janson im Moment?

Er hatte den Namen des Jedi beim Überfliegen des Sitzungsprotokolls gesehen, und sich grade eben daran erinnert, dass der doch maßgeblich an der Ausbildung des Siths mitgewirkt hatte, bevor der die Seiten gewechselt hatte - er berichtigte den verwirrenden Gedanken - maßgeblich an der Ausbildung des Jedi mitgewirkt, bevor der zum Sith geworden war und jetzt wieder den Rückweg eingeschlagen hatte.

Im Moment befindet er sich auf Shili.

Auch die Rätin schien den Sinn des unausgesprochenen Vorschlags zu sehen und fügte hinzu,

Ich werde sehen ob er die Möglichkeit hat uns über einen verschlüsselten Kanal zu erreichen.

Während die Cereanerin die nötigen Schritte unternahm um eine Anfrage an Wes zu senden wandte sich Satrek an Radan.

Es ist alles offen. Du kannst keine vorbehaltlos offenen Arme erwarten, aber eine faire Chance. Ich denke das war von Anfang an klar, und jetzt hast du - nochmal - die Gelegenheit uns zu überzeugen, dass deine Motive ehrlich sind. Wenn du...

Vielleicht war es das Bewusstsein wieder für den Orden sprechen zu können, zumindest wenn man seine Worte falsch auslegte, das ihn hinzufügen ließ,

Wenn du nur zu den Jedi gekommen bist weil du dir Heilung erwartest wirst du sie wahrscheinlich finden, aber mehr nicht - außer vielleicht näheren Kontakt zu der Justiz der Republik. Das wollte ich nur klar stellen, damit wir beide wissen wo wir stehen. Ich denke bevor wir Details besprechen - wie die Nötigkeit dich zumindest eine Zeit lang zu tarnen, wenn du bleiben darfst - sollten wir erstmal die wichtigen Entscheidungen treffen.

Während er auf eine Antwort auf Eleonores Anfrage wartete richtete er seine Aufmerksamkeit schweren Herzens auf seine beiden Schülerinnen. Am liebsten hätte er den beiden gesagt sie sollten sich in eine Ecke setzen und meditieren oder notfalls auch irgendwelche Visionen malen, doch er wusste nur zu gut, dass keine der beiden lange still sitzen konnte und noch dazu jede Art von Übung bei ihnen meist mit Verletzten und Sachbeschädigung einher ging. Gleichzeitig wollte er sie nur sehr bedingt ohne Aufsicht auf die Basis los lassen.

Beka, Siva, am besten geht ihr in euer Quartier - wenn ihr schon eins habt, ansonsten lasst euch eins geben. Ich habe gute Dinge über eine Mirialan gehört, die die besten Quartiere vergibt. Seid brav, und... das hätte ich jetzt nicht sagen sollen, oder?

In dem Moment erhielt Eleonore eine Antwort, und teilte ihm mit, dass eine sichere Verbindung aufgebaut wurde. Satrek fragte sich, ob jetzt endlich mal die sündhaft teure Hologrammtechnik zum Einsatz kam, bei der sich extreme Kompressionsalgorithmen und abartige Verschlüsselungsroutinen die Klinge in die Hand gaben, um ein unverhältnismäßig gut aufgelöstes Bild durch die eingeschränkten Übertragungsraten militärisch verschlüsselter Kanäle zu zwängen, um auf der Empfangsseite nach dem Durchlaufen einer Vielzahl von Fehlerquellen und Datenverlosten von modernster Bildbearbeitung und Fehlerkorrektur auf ein akzeptables Maß raufgerechnet zu werden.
Aber vielleicht kam auch nur eine Audioverbindung zu standen. Das blieb noch abzuwarten.


Das verspricht interessant zu werden...

murmelte er, während er einen Blick auf Radan warf um zu sehen wie der auf seinen alten Meister reagieren würde.

Lianna - Jedi-Basis - Ratslager - Beka, Siva, Radan und Satrek
 
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[Lianna - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Summers Padawanquartier] Summer alleine mit Mylo

Das Waisenmädchen schlief tief und fest und der Teddy, der neben ihr im Arm lag, er hätte gebrummt und geschnarcht im Schlaf, wenn er einen Funken Leben in sich hätte. Der Atem des kleinen Mädchens ging ruhig im Vergleich zu anderen Nächten und auch war sie nicht schweißgebadet und so schlief die junge Padawan auch weiter. Alles um sie herum war ruhig. Doch dann sah Summer ein Licht, welches im Gegensatz zu ihrem dunklen Zimmer hell war, sie blinzelte, doch dann war das grelle Licht weg und es waren nur mehrere einzelne Lichtkugeln erkennbar. Das war vielleicht ein seltsamer Traum. Oder war es überhaupt ein Traum!?

Die verschlafenen Augen der Alderaanerin klebten noch leicht und sie sah die Lichter immer noch, allerdings sehr verschwommen. Und mit einem lauten: „GUTEN MORGEN GEBURTSTAGSKIND!“, riss es sie vollends aus dem Schlaf.
Das dunkelbraunhaarige Mädchen saß mit einem Mal senkrecht im Bett, Mylo im Arm und rieb sich den Schlafsand aus den Augen. Noch realisierte nicht wer da vor ihr stand und wie man sie geweckt hatte und jetzt ein galaxisweit bekanntes Geburtstagslied anstimmte.


„Wie spät ist es?“, kam es etwas verschlafen aus ihrem Mund, doch als sie den letzten Sand heraus gerieben hatte, klappte Summer die Kinnlade herunter und ihre Augen leuchteten und wenn man genau hinsah, konnte man sogar ein kleines Glitzern von ihren Tränen sehen.
Da, vor ihr standen Joseline und Samira mit einer Torte in den Händen, auf der fünfzehn Kerzen brannten. Die beiden hatten an ihren Geburtstag gedacht, aber woher wussten sie das?


Nachdem das Ständchen für die Fünfzehnjährige beendet war, wurden die Jalousien hochgefahren und die Sonnenstrahlen, die in den Raum fielen, machten ihn nun taghell. Nun kamen die beiden Jedi näher, sodass Summer, die immer noch auf dem Bett hockte, die Kerzen auf der Torte auspusten konnte. Sie holte tief Luft und pustete alle Kerzen, die auf der Torte brannten aus und schloss dann direkt, wie es sich gehörte die Augen, um in Gedanken einen Wunsch zu äußern, wie sie es letzte Nacht getan hatte.

Die Torte wurde zunächst beiseite gestellt und die Mirialanerin überreichte dem Geburtstagskind ein Päckchen, welches in bräunliches Papier eingepackt war. Sie hatten sogar Geschenke organisiert. Auf Summers Gesicht breitete sich nun ein Lächeln aus. Sie packte das, von Samira liebevoll verpackte, Päckchen aus und zum Vorschein kam ein kleiner, flacher, silberner Teller, der, wie die blassgelbhäutige Jedi erklärte, ein Holoprojektor war, den man überall hinstellen oder auch überall hin mitnehmen konnte. Er projizierte ein detailliertes Abbild ihrer Heimat, Alderaan.
Das war ein tolles Geschenk, denn es erinnerte sie an ihre Wurzeln, ihre Heimat. Zwar hatte sie dort unendlich viel Leid erfahren, aber genauso hatte sie dort positive Dinge erlebt. Summer umarmte Samira zum Dank ganz feste.


„Vielen Dank, Samira. Das ist wirklich ein schönes Geschenk und es wird einen Ehrenplatz direkt neben meinem Bett bekommen.“, sagte sie an die Mirialanerin gewandt, während sie die Jedi drückte.

Danach bekam die Alderaanerin auch von ihrer Meisterin etwas geschenkt. Es waren sogar zwei Päckchen. Die Mirialanerin und die blinde Großmeisterin hatten sich beide sehr viel Mühe gegeben ihr einen wunderschönen Tag zu bereiten, der schon morgens beim Aufstehen begann. Summer nahm die Päckchen von Joseline entgegen und öffnete erst das eine und dann das andere. Das erste enthielt ein Com-Link, ähnlich dem, das Summer auf Hapan benutzt hatte, um Samira die Nachricht zu schicken. Jetzt besaß sie ein eigenes Com-Link. Das war ein tolles und praktisches Geschenk, welches sie auch noch in etlichen Jahren benutzen konnte.

„Ich muss eure beiden Adressen gleich unbedingt einspeichern.“, sagte die Padawan freudestrahlend und öffnete dann das zweite Päckchen. Zum Vorschein kam ein Gurt, den Summer wie ein Rucksack anziehen konnte und dann war da noch eine weitere Vorrichtung, um eventuell etwas oder jemanden zu tragen. Joselines Geschenke schienen alle eine praktische Veranlagung zu haben, doch so genau konnte sie die Verwendung des zweiten Geschenkes noch nicht erahnen.

„Vielen lieben Dank, Jo!“, bedankte sie sich bei ihrer blinden Meisterin und umarmte auch sie ganz feste, dabei flüsterte Summer ihr ins Ohr: „Du musst mir später erklären, wofür das zweite Geschenk ist, es ist eine Art Tragegurt, aber für wen? Für Mylo vielleicht?“

Als alle Geschenke ausgepackt und bewundert worden waren, fragte das dunkelbrauhaarige Mädchen: „Wer möchte alles ein Stück von der Geburtstagstorte?“

Die Torte sah köstlich aus, wahrscheinlich hatten gleich mehrere Köche die ganze Nacht noch daran gearbeitet, damit sie heute Morgen fertig war. Summer fischte die Kerzen von dem großen Kuchen und legte sie beiseite, sodass sie den Kuchen anschneiden konnte. Sie verteilte die Stücke auf kleine Teller und gab Samira und der Großmeisterin jeweils ein Stück des bunten Kuchens und lud sich selbst auch noch ein Stück für sich selbst und ihren Teddy auf einen der Teller.

Kuchen, oder besser noch, Torte am Morgen, war wirklich mal ein anderes Frühstück. Summer genoss diese süße Köstlichkeit aus Sahne, Schokoteig, Himbeeren und Schoko-Loop-Loops als Dekoration oben drauf.

„Der Kuchen ist köstlich. Danke, dass ihr euch so viel Mühe gegeben habt und sogar an meinen Geburtstag gedacht habt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal so einen schönen Geburtstag feiern würde. Ich hab euch ganz doll lieb.“

[Lianna - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Summers Padawanquartier] Summer mit Joseline, Samira und Mylo
 


Jedi Basis ~ Trainingsraum ~ mit Sarid, Rilanja & Visas

Immernoch wie versteinert schaute Nei auf das Paket. Erst als Sarid sie ansprach und den berechtigten Vorschlag machte, das Paket zu öffnen kam die Padawan wieder zu sich. Sie nickte und brach zögerlich die Siegel des Pakets. Es war aus relativ hochwertigem Plasteel, was keine Überraschung war, wenn es sich um interplanetare Zustellungen handelte. Leider war außen kein Hinweis auf den Absender vermerkt.

"Qienn ist meine beste Freundin...",

versuchte Nei sich an einer kurzen Erklärung. Ihr Tonfall war für sie untypisch: zurückhaltend, eingeschüchtert.


"Wir haben ziemlich schwierige Zeiten auf Tatooine durchgemacht... aber ohne sie wäre ich jetzt wohl nicht hier."

Tatsächlich hätte Nei wohl nichtmal die erste Woche auf A'Morras Barke überstanden. Vielleicht war es langsam an der Zeit Sarid von ihrer Odyssey zu erzählen - nachdem sie das Paket geöffnet hatte. Vorsichtig klappten die zierlichen Hände der Ruusanerin den Deckel des Paketes hoch. Im Hinterkopf hatte sie das letzte Gespräch von Qienn: Sie war bei der imperialen Armee gelandet - ein Punkt den Nei nicht ansprechen wollte, so lange es nicht unbedingt nötig war, wusste sie doch nicht wie man hier im Orden darauf reagieren würde.

"Es ist eine lange Geschichte...",

seufzte Nei und widmete sich nun dem Inhalt. Alles war feinsäuberlich verpackt, der Platz optimal ausgenutzt. Sehr ungewöhnlich für Qienn, dachte sich die Ruusanerin, während ihr Herz bis in den Hals zu schlagen begann.
Ganz oben lag ein Datapad mit einer Nachricht ihrer Freundin. Nei schluckte den Klos in ihrem Hals runter und las die Worte leise vor:


Bo shuda Nene,
ich hoffe du bist diesmal angekommen!

Es tut mir Leid das ich mich nicht bei dir melden konnte, aber die sind hier etwas spießig.
Nichtmal A'Morras Sklaventreiber waren so restriktiv wie die Uniform-Träger hier.

Aber im Ernst... Ich bin inzwischen in einem ganz passablen Team und muss mich nicht mehr
an jede Ansage von oben halten. Du würdest staunen... nein, wahrscheinlich würdest du mich lynchen. Nene, man hat uns nach Denon versetzt. Deshalb schreibe ich dir.
Leider kann ich dir keine Details erzählen, aber die Lage ist ernst. Ich weiß nicht ob die Sache
gut ausgeht, deshalb möchte ich, dass du auf meine Sachen aufpasst.
Ich weiß nicht ob das Ganze hier eine gute Idee war. Vielleicht hätte ich besser auf dich gehört.
Wenn unser Einsatz überstanden ist quittiere ich meinen Dienst... ich bin wohl doch nicht
aus so hartem Chupa geschnitzt, hehe.

Bitte pass auf dich auf, Nene! Und grüß deine Jeedai-Freunde von mir.

Nitafurahi kukuona na wewe nyota yangu!

Qienn

P.S.: Ich habe übrigens jemanden getroffen. Ich sollte dir das Teil als Geschenk geben.
Wäre sicher besser wenn ich es dir persönlich hätte geben können... du wirst es schon erkennen.

"Denon...",

stöhnte Nei und fuhr sich durch die Haare. Sie dachte an die Holonet-News.


"Du dumme Koochoo!",

fluchte sie - weniger extrovertiert als sonst.

Ihre Freundin war mit der imperialen Armee auf Denon gewesen und vermutlich hatte sie in einer Schlacht gekämpft, von der man inzwischen wusste, dass sie für das Imperium verloren gegangen war... für Qienn. Die Gefühle von Nei überschlugen sich. Sie war wütend, traurig, verzweifelt, hoffte das Qienn noch überhaupt noch lebte. Was war ihr passiert? War sie am Leben? War sie gefallen? Wurde sie gefangen? Ist sie entkommen?
Hastig durchwühlte Nei das Paket um nach Hinweisen zu suchen, von denen sie wusste, dass sie nicht da sein würden. Lediglich das Speicherdatum auf dem Datapad ließ darauf schließen, dass Qienn die Sendung wohl schon vor Monaten aufgegeben hatte. Allem Anschein nach nicht von Denon aus.

Und dann auch noch das kryptische "P.S.". Offensichtlich wusste Qienn genau, dass Nei außer sich vor Wut wäre, wenn ihre Freundin mehr preisgegeben hätte - das waren nicht nur Vorsichtsmaßnahmen oder militärische Geheimniskrämerei.

Noch aufgewühlter als zuvor, aber langsam resignierend kramte Nei ziellos in dem Paket herum, während ihr langsam bewusst wurde, dass ihre Freundin ihr praktisch ihre Hinterlassenschaften geschickt hatte - unabhängig davon was ihr tatsächlih zugestoßen war. Auch wenn man es aus ihrem Brief nicht so deutlich herauslesen konnte, sie wusste scheinbar, dass es vermutlich keine Rückkehr geben würde.
Plötzlich erregte ein länglicher Gegenstand die Aufmerksamkeit der Ruusanerin und unterbrach sie in ihren, ihr endlos lang vorkommenden Gedankengängen. Nei wusste sofort worum es sich handelte, auch wenn sie es noch vor ein paar Wochen wohl nicht so schnell bemerkt hätte.


"Auch das noch",

brach es mit einem verwirrten und verzweifelten Unterton aus ihr heraus.


"...was ist hier eigentlich los?!"

In ihren Händen hielt die Padawan ein doppelseitiges Lichtschwert, bei dem es sich ganz offensichtlich um das "Geschenk" handelte. Resignierend und mit der Situation überfordert ließ Nei sich nach hinten fallen und lag nun lang ausgestreckt auf dem kalten Boden des Trainingsraumes. Was sollte sie denn mit dem Ganzen anfangen, was tun?

Jedi Basis ~ Trainingsraum ~ mit Sarid, Rilanja & Visas
 
Lianna - Jedi-Basis - Ratslager - Beka, Siva, Radan und Satrek


Radan hatte über seine Verteidigung nachgedacht. Schnell traf er die Entscheidung das er aus dem Herzen sprechen sollte und nicht einen vorbereiteten Satz. Sein Leben würde heute entschieden werden. So oder so. Er trat aus den Spind und griff wieder nach dem Improviesierten Stock.

" Rätin Elenore verzeiht das ich mich schwer tue mich zu verbeugen und euch die ehre zu erweisen die ihr verdient. "

Begann er ehrlich er deutete auf den Stock und sah Satrek an der einen Vorschlag machte worauf Radan die Augen doch kurz weitete. Wes er hatte davon gesprochen ihn zu sehen außer frage. Ob Wes sauer auf ihn sein würde oder würde er es verstehen? Verstehen warum Radan frusitert war? Rätin Elenore stimmte jedoch zu und er hatte einen kurzen Augenblick mit Satrek zu reden.

"Herzlichen Glückwunsch zu euer Beföderung. Rat Satrek ich habe Fehler gemacht und ich werde die Konsequenzen tragen"

Begann er leise und sah den Rat an. Es würde Konsequenzen geben. Da war er sich sicher. Vielleicht landete er in einer Zelle. Wundern würde es ihn nicht.

"Während unseres Gespräch habe ich die Wahrheit gesagt. Ich habe seid meinen Übertritt 5 Männer getötet. Einer davon war mein eigener Sohn und auch die anderen 4 wollten mir das Leben nehmen"

Er sah Satrek nun an und merkte das Elenore noch beschäftigt war.

"Es geht mir nicht nur um Heilung. meine Ungeduld hat mich auf den falschen Weg geführt. Ich glaubte handeln zu müssen. Ich hörte was mein Sohn getan hatte und hab damals eine Entscheidung getroffen die mir damals richtig erschien. Im nachhinein aber mehr als Falsch war. Ich habe mein Wahres Zuhause aufgegeben. Ich habe es aufgegeben ein Wächter des Friedens zu sein. Immer wollte ich den Frieden. Ich wurde zu dem krieger zu dem mich mein Vater gemacht hat und ich bin des Kämpfens Müde.

Radan warf einen dehmütigen Blick zu Boden und schüttelte den Kopf. Er hatte Fehler gemacht. Eine Welle von schmerz durchfuhr seinen Körper. Er hielt sich am griff des Stocks fest. Seine Knochen traten hervor so fest war sein Griff. Dennoch griff er nach seinem Lichtschwert und ließ es zu Boden fallen. Er wollte nicht bewaffnet vor dem Rat treten. Er würde sich ihm ausliefern.

Lianna - Jedi-Basis - Ratslager - Beka, Siva, Radan und Satrek
 
Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung

Wes konnte nicht gerade behaupten, dass Eleonores Anruf via Jedikom besonders gelegen kam. Aber wer konnte schon den Wunsch einer Rätin abschlagen, noch dazu, wenn er sich »nur« auf einer privaten Unternehmung? Nicht, dass die Reise nach Shili sich so anfühlte, ganz im Gegenteil, doch der Cereanerin zufolge war es sehr wichtig. Während er einen Sitzplatz suchte und den Holotransmitter auf dem Tisch aufbaute, fragte sich der Taanaber, zu welchem Thema seine Meinung als dienstjüngstes Ratsmitglied so kurzfristig benötigt würde, doch er hatte ein ganz mieses Gefühl bei der Sache. Der Bastler interessierte sich dagegen vor allem dafür, wie gut dieses Wunderwerk der Technik in der Praxis funktionierte, welches dem Rat Sitzungen per Holo durch die Halbe Galaxis ermöglichte, als wären sie gerade alle im Ratssaal versammelt.

Zunächst erklärte ihm die spitzköpfige Rätin allerdings noch über den gesicherten Kanal, dass Radan, sein ehemaliger Schüler Grund der Kontaktaufnahme war. Radan, sein Versagen. Lebhaft erinnerte er sich daran, wie er die Nachricht eher zufällig aus einem Gespräch im Verpflegungszelt der Ossus-Basis herausgehört hatte. Sein ehemaliger Padawan, damals vor nicht allzu langer Zeit zum Ritter ernannt, war der dunklen Seite verfallen. Die Anzeichen hatte Wes gesehen, doch er hatte geglaubt, es besser zu wissen. Dass Radan sich geändert hatte, dass es eine Phase seines Lebens war, die er hinter sich gelassen hatte. Doch er hatte sich geirrt, ohne ihn, um ihn davon abzuhalten war der Mann von Eriador schließlich gefallen. Seitdem hatte er nichts mehr von ihm gehört – und auch keinen Padawan mehr zum Ritter gemacht.

Das ungute Gefühl schien also berechtigt. Was war geschehen? War Radan von Jedi getötet worden? Hatte er getötet? Die erste Option fiel flach, als sich das lebensgroße Bild des Advisors auf einem freien Stuhl im Ratssaal auf Lianna materialisierte und er auf Shili ein Bild des Raumes aus eben jener Perspektive vorgesetzt bekam, nur leider stark verkleinert. In der Mitte befand sich eine dunkel gekleidete Person und es konnte sein ehemaliger Padawan sein, aber dann hatte er sich verändert. Das Bild war nicht groß genug, um sicher zu sein. Doch er hielt gerade eine Ansprache an Rat Satreks unverwechselbare Gestalt und es war von der Stimme her definitiv er. Aus dem Zusammenhang gerissen war nicht ganz klar, worum es ging, aber er hatte definitiv getötet und rechtfertigte sich gerade dafür. Demnach musste er wohl ein Gefangener sein. Wes war froh zu sitzen, denn er hatte gerade das Gefühl, dass ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.

»Radan, bist du das?«

Fragte er, und mehr brachte er nicht hervor. Der Nun-wohl-Gefangene war nicht der einzige, der Verantwortung für diese Morde trug.

Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung

 
Lianna - Jedi-Basis - Ratslager - Beka, Siva, Eleonore, Wes, Radan und Satrek

Als der frisch gebackene Jedi-Anwärter erneut seine Taten begründete, wenn auch in Satreks Augen nicht rechtfertigte, hatte der frisch gebackene Rat den Drang Radan darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei nicht um ein Tribunal handelte, das sich haarklein mit all seinen Vergehen auseinandersetzen würde.
Aber um was handelte es sich dann hier? Er war nicht der Ansicht, dass die Jedi das Recht hatten abschließend über den Rückkehrer zu richten - dafür gab es Gerichte, und ihnen standen wohl auch nicht alle Fakten zur Verfügung, geschweige denn der Expertise die die entsprechenden Behörden hatten. Wenn es zu einer Verhandlung kam, dann müssten die Jedi wohl die Bewachung des Gefangenen übernehmen, und...
Nein, das war nicht das anstehende Problem. Es ging nicht um Verurteilungen oder Verfahren oder Gerechtigkeit. So weit waren sie noch nicht. Hier, so erkannte er, ging es zunächst darum zu entscheiden wie weiter vorgegangen werden sollte - ob Radan eine weitere Chance im Orden bekommen sollte oder sich vor einem Gericht wiederfinden würde oder...


Du stehst hier nicht vor Gericht, das ist kein Tribunal. Du brauchst dich nicht für jedes einzelne Vergehen zu rechtfertigen - jedenfalls nicht im Moment. Und warte mit deinen Ausführungen, bis Wes zugeschaltet ist.

Einen Moment später baute sich die Holoprojektion des Advisors anstelle einer der Sitzgelegenheiten auf, und Satrek nutzte die Gelegenheit um sich selbst hin zu setzen.

Ich denke was dein Argument der Selbstverteidigung angeht könnte sich auch der Imperator darauf berufen, wenn ihm jemand nach dem Leben trachtet, und dafür sollte die Schlange recht lang sein. Was ich sagen will, uns fehlen die Fakten, um darüber zu urteilen, und ich denke das sollten wir nicht.

Allein Wes' Reaktion auf die tatsächliche Anwesenheit seines alten Schülers ließ Satrek verstummen. Er wusste nicht, wie viel seiner Worte übertragen worden waren, und er wollte dieses wahrlich nicht perfekte Wiedersehen nicht unnötig stören - zumal die Reaktion des ehemaligen Sith auf seinen ehemaligen Meister wohl aufschlussreicher sein dürfte als alle vorgebrachten Argumente.

Lianna - Jedi-Basis - Ratslager - Beka, Siva, Eleonore, Wes, Radan und Satrek
 
- Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Cantina - u.a. mit Aketos und Kastalla

Brianna und Talery verabschiedeten sich, und Aketos machte sich mit Eowyn auf den Weg zur Essensausgabe. Kurz fragte sie sich, ob sie mit Kastalla richtig entschieden hatte, dann aber zuckte sie innerlich die Schultern. Daran war jetzt auch nichts mehr zu rütteln.
Viel Zeit hatten sie nicht mehr, also wollte Eowyn etwas mitnehmen, was zur Not auch noch aufgewärmt oder kalt schmeckte und außerdem praktisch war. Besonders viel gab es nicht, was unter diese Rubrik fiel, schließlich aber entdeckte sie am Ende der Auslage kleine gefüllte ukionische Teigtaschen. Die würden sicher ausreichend sein... Sie nahm sich davon ein paar und ging zurück zu Aketos, welcher die Essenswahl wohl nicht ganz so leicht viel wie Eowyn. Einmal mehr wurde sie daran erinnert, wie schwer es anderen Spezies fiel, in einer Galaxis, die von Menschen so dominiert war, zurecht zu kommen. Sie bekam die letzten Sätze mit, die ihre neue Mitbewohnerin dem Mitarbeiter hinterherrief und wölbte ihre Augenbrauen. Im alten Tempel hätte Aketos wohl problemlos bekommen, was sie bestellt hatte, aber hier in der Basis bezweifelte Eowyn dies stark. Allerdings ließ sie sich gerne eines besseren belehren...

Allerdings bedeutete Aketos' "Sonderbestellung", dass sie jetzt auf das Essen warten mussten, und je nachdem, wie schnell der Koch war könnte das zu Problemen führen. Sie warf einen Blick auf ihr Chrono, durch Kastallas Bitte hatten sie schon etwas Zeit verloren, jetzt wurde es langsam knapp. Ein paar Minuten Zeit hatten sie noch, aber dann mussten sie los zu den Gleitern. Insgeheim begann sie zu wetten, ob der Koch das schaffen würde und entschied sich,
für ihn zu wetten. Nur, um was sie wetten wollte wusste sie noch nicht so genau... Aber da würde ihr schon noch etwas einfallen. Vielleicht würde sie, wenn sie "gewann", sofort nach ihrer Rückkehr endlich ihre Haare schneiden. Wobei sie das ja ohnehin vorgehabt hatte... Hm.
Eowyn ging mit Aketos an den nächstgelegenen Tisch und versuchte, sich ein Grinsen zu verkneifen, als sie an den überforderten Mitarbeiter dachte. Der arme...
Sie stellte ihre Tasche auf den Boden und bewegte kurz ihre Hand - schien alles in Ordnung zu sein. Auf Denon würde sie nichts mehr von ihrem peinlichen Ausbruch merken.

Gerade als sie sich setzten kam Brianna mit Talery auf sie zu - der eindeutige Beweis, dass sie schon eine ganz schön lange Weile hier in der Kantine herumhingen.


In Ordnung. Nein, wir sind so weit reisefertig, ich denke, dass schon alles klappen wird. Aber vielen Dank für die Nachfrage, nickte sie der anderen Jedi zu. Wir werden dann auch bald aufbrechen, sobald Aketos ihr Essen bekommen hat... Sie lächelte schief. Wir sehen uns dann auf der Thranta!

- Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Cantina - u.a. mit Aketos
 
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Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung


Kein Tribunal. Satreks Worte waren noch immer freundlich aber gleichzeitig bestimmt. Er hustete leicht ´. Doch die förmlichkeit dieses zusammentreffens Verbot. Er konnte kaum stehen und es wäre besser gewesen ihn erst zu heilen bevor man ihn vorführte. Doch das sprach er nicht aus. Als Wes Bild erschien war Radan froh. Sein ehemaliger Meister würde vielleicht verstehen das es ihn ernst war. Er würde die Konsequenzen tragen wie immer diese auch aussehen mochten.

"Wes"

Die stimme klang nur nach einen Schatten nach dessen was er noch war und eine weitere erwiederung ging in einem husten unter und er brauchte ein paar Minuten um sich zu beruhigen. Sich auf den Beinen zu halten und gleicheitig das Gift zu verlangsamen kostete seine Kraft. Das Problem am verlangsamen vonm Gift war das es doch irgendwann sein Ziel erreichte.

" Ja ich bin es oder mehr der schatten der von mir noch übrig geblieben ist"

Radasn vergniff sich einen Kommentar darüber das sie Wes rechtzeitig zu seinen tot hinzugeschaltet hatten. Es ging zu ende wenn sie nicht bald ein weg fanden. Radan war ein mann von Ehre gewesen. Wes wusste das Radan während seiner Ausbildung Mut bewiesen hatte er wusste auch wie sein Vater gefallen war. Radan fragte sich ob Wes auch zustimmte das Radan einen gut grund gehabt haben musste um diese Entscheidung zu treffen. Die Macht hatte ihn geprüft. Er hatte diese Prüfung wohl nicht bestanden.

"Es tud mir leid ich war Dumm"

Es war die Wahrheit und er hatte Wes schande bereitet. Für jemand dem ehre einmal über alles gegangen war war es wohl das schlimmste. Es fiel auf Wes zurück oder war auf ihn zurück gefallen.

" Ich habe euch schwer enttäuscht"

Brachte er hervor und das meinte er erschreckend ehrlich. Er überlegte Wes alles zu sagen. Ihm zu sagen warum er übergetreten war. Ihm zu sagen wie er gelitten hatte doch wollte wes die Gründe überhaupt kennen? Wollte er hören das er seinen Fehler eingesehen hatte?

Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung
 
~ | Lianna | Lianna City | Jedi-Basis | Trainingsraum 4 | Gun Laosi & Tenia Lumiran | ~


Sein ungeplanter, recht zügiger Abstieg endete etwas unschicklich in den Sicherungsgurten - doch Gun störte das nicht im Geringsten. Im Gegenteil. Sogar die kurze Schmerzwelle, die durch seinen Körper schoß, als die Riemen sich in seine Haut schnitten, war angenehm. Sie verdeutlichte dem Nautolaner am Leben zu sein. Sie zeigte ihm seine Grenzen auf und gemahnte ihn daran, niemals ein Training zu vernachlässigen. Seit seiner Ankunft auf Lianna hatte er sich nicht mehr so frisch gefühlt, trotz der Nachlässigkeit beim Kletterversuch. Gun lebte die körperliche Ertüchtigung förmlich. Er liebte es. Ihm war stupide Theorie zuwider, hatte er doch sein ganzes Leben bisher darauf verwendet, seinen Körper zu stählen, Sport zu treiben und mit anderen im Wettbewerb zu stehen. Dass er dabei - wohl durch die enge Verbindung zur Macht - stets hervorragend abgeschnitten hatte, war ein Grund dafür gewesen, warum seine Eltern ihn nach Lianna, in die Basis der Jedi geschickt hatten. Gun indes war nicht wirklich davon überzeugt, stark in einer für ihn spirituellen Fiktion zu sein. Er kannte zwar die Geschichten und Legenden, die sich um die Jedi rankten, aber er glaubte nur einen Bruchteil dessen, was erzählt wurde. Auch die jüngste Begegnung mit Jedi-Ritterin Kestrel und ihrer silbermähnigen Schülerin hatte den Amphiboiden nicht überzeugt. Sicherlich - die Schülerin hatte ihn in dem Parcours ziemlich eindeutig in die Schranken verwiesen, doch Gun schuldete das Ergebnis dem Umstand der Routine. Die Silberhaarige hatte sicherlich regelmäßig derartige Übungseinheiten gemeistert und war entsprechend vorbereitet.

Während sich der nautolanische Ex-Fechter langsam dem Erdboden näherte, belehrte ihn Tenia kurz. Die braunhaarige Menschenfrau bediente sich dabei jedoch keines mahnenden Tones. Es wirkte eher freundlich, freundschaftlich. Eben nett. Allerdings bewies sie darüber hinaus mangelndes Durchhaltevermögen. So wie es schien, war sie bereits nach einer Klettertour - sie hatte die Kletterwand mit spielerischer Leichtigkeit bewältigt - erschöpft. Das überraschte Gun Laosi wirklich. Sie wirkte eigentlich recht ausdauernd, energisch und besaß eine Charakterstärke, wie sie der Nautolaner bisher kaum bei einem Menschen gesehen hatte.


"Etwas anderes? Hm, ich dachte wir versuchen das noch ein-, zwei- oder dreimal. Bis ich diese Wand fehlerfrei meistere. Ich finds ziemlich interessant und es bereitet Freude."

Unbewusst und ungewollt verfiel der Sohn akademischer Eltern mehr und mehr in eine recht gewählte Ausdrucksweise. Seine Erziehung sorgte immer wieder dafür, dass er alten Mustern anhing - besonders dann, wenn er auf Individuen von Rang und Namen traf. Bisher hatte ihn die Erfahrung, dass die meisten Würdenträger positiv auf korrekte Umgangsformen reagierten. Nur hier im Orden der Jedi schien alles sehr willkürlich, ja geradezu disziplin- und formlos abzulaufen. Diesem Faktum traute der junge Amphiboide nicht. Dabei unterstellte er den Meistern, Großmeistern und Räten keinerlei Boshaftigkeit, sah es aber dennoch als eine Form der permanenten Prüfung an. Und bei selbigen hatte Gun immer den Anspruch, extrem gut abschneiden zu wollen.

"Hast Du Dir eigentlich schon ein Quartier gesucht, Tenia? Oder wurde Dir ein Schlafraum zugewiesen?"

Diese Frage entbehrte jedweden Hintergedankens und war der etwas tolpatschige Versuch, eine unbedarfte Unterhaltung zu führen. Smalltalk war keineswegs das Steckenpferd von Gun Laosi. Zwar besaß er einen recht kecken Humor und Gerüchten gemäß eine spitze Zunge, doch hielt er sich bei Fremden oder wenig vertrauten Personen meist zurück. Zudem hemmte der schulhafte Charakter der Jedi-Basis seine spitzbübischen Ambitionen.

Der blauhäutige Nautolaner löste sich aus dem Gurtsicherungssystem und streckte die Glieder. Dabei zuckten seine Kopftentakel, als würden sie eine kaum gekannte Freiheit genießen. Ein zusätzliches Grummeln im Bauchraum stellte klar, dass Nahrungsaufnahme auch noch auf dem Tagesplan stand. Vielleicht sollte man die Cantina aufsuchen - wenngleich sie beim Erstbesuch keinen besonders positiven Eindruck hinterlassen hatte. Gun erinnerte sich an fettiges Gebäck, Süßspeisen und den allgegenwärtigen Geruch von ungesunder Fertignahrung. Für einen Sportler mit Herzblut also kulinarische Kriegserklärungen. Im Zweifelsfall jedoch würde er sich nach Tenia richten. Immerhin war sie neu hier. Und zudem noch in der delikaten Lage, eine Dame zu sein. Wieder einmal schlug die Erziehung beim Amphiboiden durch.



~ | Lianna | Lianna City | Jedi-Basis | Trainingsraum 4 | Gun Laosi & Tenia Lumiran | ~
 
Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Padawanzimmer - Brianna und Talery

Talery war doch recht erleichtert als Eisblume, ihre Meisterin sich bereit erklärte noch eine zweite Kiste Energieriegel zu besorgen. Zwar äußerte die Echani auch die Hoffnung, dass das Essen an Bord ihres Schiffes vielleicht doch nicht so schlecht war. Aber die Caamasi war in der Hinsicht äußerst skeptisch. Die Jedikantine hatte sie dazu schon viel zu sehr enttäuscht als dass sie daran zu glauben wagte, dass es dort doch vernünftiges Essen für ihre Spezies gab. Rein von der Anzahl her überwogen in dieser Galaxis einfach die Menschen und menschenähnlichen Spezies, die gefühlt den umfangreichsten Speisezettel hatten. Für die im Vergleich dazu quasi nur eine Handvoll Caamasi rentierte es sich daher im Normalfall nicht eigens etwas herzurichten. Ihr entfuhr ein leises Seufzen. Sie war wohl zum Leiden geschaffen. Vorbei waren die Zeiten, in denen ihr Vater oder ihre Mutter leckere Kornhörnchen gebacken oder knusprig frittierte Graskäfer von Noquivzor zubereitet hatten. Allein bei dem Gedanken daran lief ihr das Wasser im Mund zusammen.

Aber es half ja nichts. Talery war nun auf Lianna und weit weg von ihren Eltern. Sie musste sich auch auf das hier und jetzt konzentrieren, damit die Gefiederte mitbekam was Eisblume mit ihren Präsenzen meinte. Soweit wie sie das bisher verstanden hatte war die Macht dann wohl nicht nur eine Erweiterung der Sinne und bei ihr speziell des Geruchssinns, sondern ging anscheinend auch darüber hinaus. Da musste wohl noch eine weitere Ebene der Wahrnehmung geben, auf der dann solche Präsenzen anderer lebendiger Wesen fühlbar waren. Im Grunde war das noch alles sehr theoretisch für die Caamasi und sie wusste auch noch nicht recht, ob Briannas Anmerkung diesbezüglich so hilfreich war, dass sie es schon verstehen würde, wenn es soweit war.


"In Ordnung".

Murmelte sie daher skeptisch, aber was anderes blieb ihr auch gar nicht übrig ohne Eisblume offen zu widersprechen und das wollte sie dann auch nicht. Immerhin waren die Chancen hoch, dass die Jedi-Ritterin doch irgendwie recht hatte. Als die Echani im Anschluss dann erklärte, dass es Zeit wurde, dass sie aufbrachten war Talery froh für die Unterbrechung. Ihr schwirrte schon ziemlich der Kopf von den ganzen Erklärungen. Eisblume entging dabei nicht, dass die Caamasi wesentlich mehr Gepäck hatte als sie, genauer gesagt das Dreifache. Auf das Angebot der Jedi-Ritterin ging Talery deshalb natürlich sehr gern ein.

"Ja, ich wär dankbar, wenn du diese Tasche für mich tragen könntest."

Bat sie ihre Meisterin. Damit würde Eisblume die Schwerste ihrer Taschen tragen - jene mit den ganzen Salben, Cremes, Tuben, Tübchen, Tinkturen und Parfüms. Das gelegentliche Klappern verriet ohnehin, was sich ungefähr darin befand. Aber da die Caamasi die ganzen Schönheitsutensilien als absolut notwendig erachtete dachte sie sich nichts dabei.

Als sie dann bei der Materialausgabe angekommen waren verfolgte Talery dankbar, wie sich Brianna bei einem kleinen, grünen und langohrigen Wesen energisch dafür einsetzte, dass sie die von der Padawan gewünschten Energieriegel bekamen. Das Wesen war zwar widerwillig, aber sie erhielten dann doch, was sie wollten. Mit einem wohligen Gefühl, dass jemand auf sie Rücksicht nahm und einem breiten Grinsen schleppte Talery ihr Gepäck hinter Eisblume in die Kantine. Zu ihrer Genugtuung stellte sie fest, dass Aketos, die langhalsige Kamino dort ähnliche Probleme mit ihrem Essen hatte wie die Caamasi. Sie war zu gespannt was die Forderung von Silikatschwamm gebracht hatte und ob deren Essen dann wirklich besser für deren Fischmagen besser geeignet war. Dass Eisblume sie in der Zwischenzeit darauf hingewiesen hatte, dass sie in die Kantine gekommen war, da sie die Präsenzen von Zimtgras und Silikatschwamm gefühlt hatte, ging dabei ziemlich unter. Auf Briannas Mitteilung an Großmeisterin Zimtgras erklärte diese, dass sie quasi auch nur noch warteten bis Silikatschwamm ihr Essen bekam, was vermutlich noch etwas dauerte. Die Großmeisterin schickte sie daher nämlich schon zum Schiff.


"Ja, wir sehen uns dann auf der Thranta."

Danach winkte Talery Silikatschwamm noch kurz zu ehe sie fragend zu Eisblume guckte. Dass sich Meerbrise auch noch in der Kantine befand ignorierte sie gekonnt.

"Also dann auf nach Denon?"

Fragte sie mit steigendem Enthusiasmus, denn immerhin würde sie bald wieder einen neuen Planeten kennenlernen. Dort erwarteten sie bestimmt wieder eine Vielzahl neuer, interessanter Gerüche, was für Talery ja schon fast mehr war als ein bloßes Hobby.

Lianna - Lola Curich - Jedikantine - Eowyn, Aketos, Kastalla, Brianna und Talery
 
Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung

Kaum dass Radan zu Ende gesprochen hatte, stellte Satrek nicht ohne eine gewisse Schärfe in der Stimme klar, dass der Ex-Jedi nicht vor einem Tribunal stand und er zudem mit seinen Ausführungen hätte warten sollen, bis Wes zugeschalten war. Offensichtlich war der dunkelhäutige Jedi nicht darüber im Bilde, dass der Erwähnte bereits zuhörte. Möglicherweise baute sich die Verbindung in seiner Richtung eher auf als der Holoprojektor im Ratssaal ein Bild anzeigen konnte. Vielleicht hatte sein ehemaliger Schüler aber auch schon viel mehr gesagt, was
nicht übertragen worden war. Eigentlich, dachte der Taanaber, hatte er aber bereits genug gehört. Radan hatte getötet, das wusste er, und welche Schandtaten er sonst noch begangen hatte, wollte er letztendlich gar nicht wissen. Konnte man ihm denn überhaupt etwas vorwerfen, davon abgesehen, der dunklen Seite verfallen zu sein? Konnte überhaupt jemand, der dieses Schicksal erlitten hatte, wirklich Schuld auf sich geladen haben, abgesehen von diesem Punkt? Jeder trug eine dunkle Seite in sich, und nicht wenige waren diesem leichteren, schnelleren Weg verfallen – wenn man eine steile, abschüssige Straße in ein dunkles, tödliches Tal denn so nennen wollte.

Was der Satrek sonst noch gesagt hatte, spielte ebenfalls keine große Rolle für den Taanaber. Radan brachte mit schwacher Stimme den Namen seines Meisters heraus, bevor er in einen Hustenanfall ausbrach und lange brauchte, sich zu beruhigen. Ihn so zu sehen erinnerte Wes an jemanden, der verletzt zwischen den Felsen auf dem halben Weg der abschüssigen Straße lag und nun in der Ferne glaubte, seinen einstigen Weggefährten wiederzuerkennen, der stetig weiter auf dem anstrengenden Gebirgspfad zum Licht einen Fuß vor den anderen setzte. Der Advisor spürte, wie der Groll über die Trennung nach und nach von Mitleid verdrängt wurde. Ein Schatten seiner selbst, das war er in der Tat.

War das Reue, die er da hörte? Die Erkenntnis, dass die breite Straße und der schmale Pfad ultimativ nicht zum selben Ziel führten, wie er gewarnt hatte? Das hatte er doch, oder? In den Jahren, die seitdem vergangen waren, hatte Wes sich sich gerade so verhalten, als wüsste er genau, dies nicht getan zu haben. Einer seiner Padawane befand sich jetzt auf Coruscant und leistete huldvolle und segensreiche Arbeit an Granitschnecken, weil er dieselbe Gefahr in ihm vermutete – und seinem eigenen Urteilsvermögen nicht mehr vertraute. Hatte er eindrücklich genug vor jener verhängnisvollen Weggabelung gewarnt? Hatte er alles getan, was er konnte, um seinen Padawan vor diesem Fehler zu bewahren? Radan bekannte indes, dumm gewesen zu sein und meinte ehrlich zerknirscht, seinen ehemaligen Meister enttäuscht zu haben. Reue, zumindest meinte der Taanaber, das zu erkennen. Aber war diese Überzeugung ein Fingerzeig der Macht oder vielmehr sein eigener Wunsch, sein Schüler würde eines Tages um- und zu seinem Meister zurückkehren?

»Nein Radan, du warst nicht dumm. Du warst nicht vorsichtig genug,«

Erwiderte der Advisor mit so ruhiger Stimme wie es in seinem aufgewühlten Zustand möglich war.

»Und ich habe dich nicht ausreichend gewarnt, dich nicht gut genug auf diesen Tag und die Versuchung, vorbereitet.«

Jetzt war es gesagt. Das war es doch, was er die ganzen Jahre dachte, oder nicht?

»Aber beantworte mir die eine Frage, von der ich fürchtete, die Antwort nie zu erfahren,«

Bat Wes seinen Ex-Padawan.

»Wieso?«

Oder anders formuliert, was war an jenem Tag passiert? Was war der unmittelbare Auslöser gewesen, den Weg einzuschlagen, von welchem er gewusst haben musste, dass es der falsche war. Jetzt wusste Radan es auf jeden Fall. Etwas anderes wollte Wes nicht glauben. Die Reue war keine Sabacc-Karte, die der Eriadorianer nun einfach ausspielte, um seine Lage zu verbessern, sie war echt.

Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung
 
Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung


Wes schien ihn zuzuhören. Vielleicht sogar mehr als Satrek. Wes kannte ihn. Er wusste das etwas schweres passiert sein musste. Radan warf kurz einen Blick zu Boden. Demütig. Er versuchte seine Worte einfach zu Formulieren. Es Wes zu erklären wie zuvor Satrek

"Weil die Macht mich Geprüft hat Wes und das wohl auf die grausamste Art wie man einen Mann prüfen kann. Du weißt das auf meiner Welt krieg tobte. Ich hatte die Republik gebeten einzugreifen. Diplomaten zu schicken. Meine bitte wurde abgelehnt auch der Orden wollte sich in einen innerplanetaren Konflikt nicht einmischen. Zumal es dabei nicht viel zu gewinmnen gab"

Sagte Radan und seine Stimme wurde eine Spur eisiger als er das Gewicht auf den anderen Fuss verlagerte. nun sah er direkt in das Holobild seines Ehemaligen Meisters und seines Freundes. Den er war sich sicher das Wes und er immernoch Freunde waren.

" Ich fühlte mich Hilflos Krank und schwach. Was sollte ich tun als ich hörte was auf meiner Heimatwelt passierte. So viele meiner verwandten Tod. Ein krieg der generationen überdauerte"

Radan hustete und wartete bis auch dieser Hustenanfall überdauerte. Er blickte grade aus in Wes Richtung und den Schmerz in seinen Augen konnte Radan nicht mehr verbergen.

"Doch als ich hörte das Mein Sohn Szabo den Enkel meines Bruders getötet hatte und dessen Armen Sohn"

Radan schluckte. Es waren Kreultaten. Kreultaten die auch Kinder betrafen. Kinder die noch nicht mal laufen konnten. Sein Sohn musste aufgehalten werden.

"Und die Kinder die kleinen Kinder"

Radan rang sich in der tat eine Träne ab. Er hatte seinen Sohn getötet. Es blieb ihn keine Wahl.

"Ich habe ihn aufgehalten Wes. ich habe meinen eigenen Sohn töten müssen. Ich habe für meine Fehlentscheidung einen hohen Preis bezahlt. Ich musste sie für mich treffen und ich muss bis ans Ende meiner Tage damit Leben"

Er sah Wes an. Er wusste nicht ob er Gnade bekam. Gnade wenn Wes seine zwangslage verstand. Es war sein Sohn gewesen. Bei seiner Ehre hatte er etwas tun müssen und er war zum nichtstun verdammt gewesen.

Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung
 
Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Nen-Axa, Lerameé, Visas, Nei, Rick, Rilanja, Rask, Steven und Sarid

Gespannt verfolgte Sarid Neis Erklärungen. Es hing anscheinend alles mit ihrer längeren Vorgeschichte auf ihrem Weg zu den Jedi zusammen, welche die Ruusanerin ja bereits einmal hatte anklingen lassen, von der sie der Corellianerin dennoch aber so gut wie nichts erzählt hatte. Bei der Gelegenheit kamen jedoch ein paar Brocken ans Licht. Nei hatte eine Freundin namens Qienn, von welcher auch das eng gepackte Päckchen kam. So wie ihre Padawan darauf reagierte wähnte sie ihre Freundin wohl im Geiste bereits tot. Als sie dann leise den Brief vorlas, konnte Sarid, die nahe bei Nei auf dem Boden kniete alles gut mithören. Bei zwei Stichworten wurde die Jedi-Rätin hellhörig. Uniformträger bedeutete, dass sich die Freundin einer Armee oder einem Sicherheitsdienst angeschlossen hatte. Verbunden mit der Tatsache, dass Qienn wohl nach Denon versetzt worden war konnte das nur bedeuten, dass sie Teil der imperialen Streitkräfte auf Denon gewesen war. Dieser Planet, mittlerweile in republikanischer Hand, war aber vor kurzem erst durch die heftigen Kämpfe mit vielen Opfern auf beiden Seiten und zusätzlich noch durch den Absturz eines imperialen Supersternzerstörers ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Das war nicht gut. Sarid legte sich bereits Worte zurecht, um die Ruusanerin zu trösten konnte als diese im Paket noch ein eingewickeltes Doppellichtschwert fand. Das war natürlich eine Überraschung, die die Corellianerin als Erstes geklärt haben wollte.

"Aktiviere das Lichtschwert! Ich will sehen, ob es eine rote Klinge hat oder nicht, denn rot ist bei Lichtschwertern in den allermeisten Fällen die Farbe der Sith."

Wies sie ihre Padawan mit gespannter Stimme an. Zwar schien diese Qienn zu wissen, dass Nei auf dem Weg zu den Jedi gewesen war, aber wer wusste schon welche Bekanntschaften eine imperiale Soldatin in der Armee gemacht hatte?

"Ansonsten kann ich dir sagen, dass in Kürze eine Jedihilfsmission nach Denon aufbricht. Wir senden alle verfügbaren Heiler und zusätzlich noch Hilfsgüter dorthin, um die Not und das Elend der Bevölkerung dort zu lindern. Wenn du dich beeilst triffst du vielleicht noch jemanden von ihnen. Sie könnten vor Ort nachspüren, ob irgendwelche Informationen über Qienn oder deren Verbleib bekannt sind."

Schlug die Corellianerin vor. Irgendwelche salbungsvollen Worte würden Neis Angst um ihre Freundin bestimmt nicht lindern und wenn sie auf irgendeine Art und Weise Gewissheit bekommen konnte, dann so, sagte sich die Jedi-Rätin.

"Die Leiterin der Mission ist Eowyn El'mireth. Auch andere verfügbare Heiler wie Brianna Kae sind samt Padawanen nach Denon geschickt worden. Wenn du diesen Weg versuchen möchtest, dann geh jetzt."

Vielleicht half sie ihrer momentan emotional ziemlich überforderten Padawan ja damit. So hatte Nei zumindest das Gefühl derzeit alles getan zu haben was sie von Lianna aus tun konnte. Eine Reise nach Denon selbst kam nicht in Frage, da sie selbst in absehbarer Zeit nach Corellia würden aufbrechen müssen.

Danach stand die dunkelblonde Jedi-Rätin wieder auf und verfolgte Rilanjas weitere Versuche mit Hilfe der Macht die Kästen zu überwinden. Dabei winkte die Falleen jedoch bisher nicht sonderlich elegant. Aber zumindest war ihr Kleid noch heil. Erst beim letzten Versuch gelang es ihrer Padawan im richtigen Moment die Macht einzusetzen und den Kasten ohne stützenden Einsatz ihrer Hände zu überspringen. Dabei stürzte sie jedoch danach, so dass Rilanja den Parcour erneut nicht fortsetzen konnte. Als die Grüngeschuppte dann auf dem Rückweg ihrer Meisterin einen Blick zuwarf setzte Sarid ein kleines schelmisches Grinsen auf.


"Na, Lowtech genug? Aber Scherz bei Seite, ich hoffe du hast dir dabei nicht weh getan, denn das meinte ich mit der mangelnden Ausstattung hier. Woanders hätte man problemlos Prallfelder aktivieren können, aber nicht hier."

Dabei verzog die Corellianerin leicht genervt das Gesicht.

"Ansonsten finde ich, dass du zuviel denkst. Du weißt doch was du willst. Du willst die Kästen überspringen ohne sie zu berühren. Du weißt auch, dass du die Macht dafür verwenden musst, um deine Muskeln zu stärken. Vertrau auf die Macht und spekuliere nicht, was du der Reihe nach tun musst. Das kommt alles von selbst. Du hast ohnehin sehr gute Reflexe. Liegt das an deiner Spezies? Im Grunde müsste dir diese Übung sehr leicht fallen, wenn du den Dreh mal heraußen hast."

Ermutigte sie ihre dienstälteste Padawan.

"Du kannst das schaffen, Rilanja. Also tu es!"

Feuerte Sarid sie an.

Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Trainingsraum - Nen-Axa, Lerameé, Visas, Nei, Rick, Rilanja, Rask, Steven und Sarid
 
Jedi Basis ~ Trainingsraum ~ mit Sarid, Rilanja & Visas

Stück für Stück gewann Nei wieder an Fassung, in ihren Händen den Griff dieses ominösen Lichtschwerts haltend. Er war silber und etwas länger als der ihres Trainingslichtschwertes, was offensichtlich daran lag, dass auf beiden Seiten der Waffe eine Klinge aktiviert werden konnte. Das Sarid sehen wollte, welche Farbe diese Klingen haben würden überrachte die Ruusanerin etwas. Sie wusste zwar, dass Jedi unterschiedliche Farben bevorzugten, doch welche Erkenntnis sich die Rätin dadurch erhoffte war ihr ein Rätsel. Nei erhielt die Antwort darauf prompt: Von Sith hatte sie natürlich bereits gehört. Das wäre kein gutes Omen, dachte sie bei sich, während sie sich aufrichtete und die Waffe genauer untersuchte. Noch dazu hatte Qienn impliziert, dass sie das Lichtschwert von jemanden bekommen hatte, der Nei zu kennen schien. Es war schon rätselhaft genug, also konnte sie nur hoffen, dass es sich bei der- oder denjenigen nicht auch noch um einen Sith handelte. Nei schluckte bevor sie das Lichtschwert aktivierte.

Ein Zischen, dass etwas dumpfer als das ihres Trainingslichtschwertes war kündigte die hervor schnellende Klinge an. Sie war blau. Erleichterung machte sich in Nei breit, wie wohl auch in ihrer Meisterin. Wie gebannt starrte Nei in das blaue Licht und erst nach einem ihr wie eine Ewigkeit vorgekommenen Moment, musterte sie den Griff weiter, bewegte die Klinge vorsichtig etwas durch die Luft und erzeugte so das bekannte Surren. Auch das klang anders, mehr wie das Lichtschwert von Sarid vorhin - irgendwie voller. Dann testete Nei auch die zweite Klinge. Die Waffe war elegant - ganz im Gegensatz dazu, wie die Padawan, nun irritiert von den zwei aktivierten Klingen, damit umging. Selbst das halten flößte ihr Ehrfurcht ein und schnell deaktivierte sie die Jediwaffe und legte sie zurück in das Paket.

Einerseits erleichtert, aber andererseits noch immer ohne Licht ins Dunkel bringende Erkenntnisse schaute die blasser als sonst wirkende Padawan zu Sarid. Es schien wie ein großer Zufall, Schicksal oder der Wille der Macht - dem Nei momentan nicht besonders viel positives abgewinnen konnte - das Sarid sie darüber informierte, dass einige Jedi bald nach Denon aufbrechen würden. Da sie selbst keine Zeit für Nachforschungen haben würden, war dies die einzige Chance für Nei Licht ins Dunkel zu bringen.
Einen Funken Hoffnung schöpfend nickte sie und dankte sie ihrer Meisterin mit etwas kratziger Stimme:


"Danke, Sarid... ich hoffe nur das sich alles zum Guten wendet - auch wenn das "Hoffen" gerade nicht leicht ist."

Auch wenn sie es nicht noch direkt ansprach, bevor sie den Raum verließ, war Nei insbesondere auch dafür dankbar, dass sich ihre Meisterin so verständnisvoll gezeigt hatte und sie außerdem für den Moment vom Training befreite. Im Gegenzug versprach die Ruusanerin ihr in Gedanken dafür die ganze Geschichte aufzuklären. Sie wollte einfach, dass Sarid Bescheid wusste und somit das Vertrauen, dass sie von der Corellianerin entgegen nahm erwidern. Sie hatte das Gefühl, es wäre noch vor der Rückkehr in die Heimat der Rätin angebracht darüber zu reden. Doch zunächst musste sich Nei um die Vorbereitungen kümmern und irgendwie Meisterin El'mireth oder Meisterin Kae ausfindig machen.

In ihrem Quartier angekommen, stellte Nei das Paket auf ihr Bett und setzte sich mit dem Rücken sich an die Wand lehnend daneben. Sie hatte sich inwzischen wieder vollends gefangen und die aus der Shock resultierte Nervosität abschütteln können. Dennoch ging es ihr mehr als ungut, während sie weiter die Hinterlassenschaften von Qienn durchsuchte. Innerlich hegte Nei immernoch die Hoffnung etwas zu finden, dass als Lebenszeichen ihrer Freundin verstanden werden konnte. Neben dem Lichtschwert mysteriöser Herkunft fand sich ein Schal, den sie auf Tatooine nach ihrer Flucht gekauft hatten und um den Nei ihre Freundin immer beneidet hatte. Er war aus leichtem Stoff und war recht bunt. Eigentlich nicht ihr Stil, aber irgendwie hatte er der Ruusanerin immer gefallen. Er hatte sie damals an ihre Heimat erinnert, wo man vor allem während der langen, heißen Sommer solche schützende Kleidung trug. Jetzt erinnerte er sie an Qienn. Sie nahm ihn und presste ihn in ihr Gesicht. Er duftete sogar noch etwas nach dem Parfum von Qienn.
Außerdem fand Nei einen kleinen Holo-Projektor. Nur kurz ging sie die gespeicherten Bilder durch: Erinnerungen von Tatooine. Sonst befanden sich nur Kleinigkeiten in dem Paket. Ein "richtiges" Bild, dass sie hatten drucken lassen, bevor sie vor Jahren Mos Entha verlassen hatten. Jeder von ihnen hatte eins mitgenommen. Jetzt besaß Nei beide Fotos. Auch ein bisschen was von Qienns Schmuck und Kleidung war zu finden. Sonst nichts...

Eine Träne kullerte die Wange der Padawan herunter, als sie versuchte ihre Traurigkeit zu unterdrücken. Sie nahm sich ihr Datapad und versuchte aus dem Netzwerk des Jedi Ordens einen Weg zu finden, Kontakt mit einem der Jedi der Denon-Mission herstellen zu können, kannte sie doch keinen der Namen, die Sarid genannt hatte. Sie hätte jede einzelne Person innerhalb der Basis ansprechen müssen...


Jedi Basis ~ Padawanquartiere ~ Zimmer von Nei & Tenia
 
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