Bastion

- Bastion - Center - “Corellian Comfort” - hoteleigene Bar - mit Lilly -

Mit einem Grinsen riss die blonde Hotelangestellte dem verdutzten imperialen Offizier das weiße Hemd auf. Eine leicht muskulöse Brust kam zum Vorschein. Der Alkohol und die unterdrückte Lust hatte nun alle Barrikaden eingerissen. Sie waren nun ein Spielball ihrer eigenen Biochemie. Lilly warf das kaputte Hemd hinter die andere Seite der Theke. Ein schelmischer Hintergedanke blitzte in ihren grünen Augen auf. Langsam gewann die Wolllust, die der Flottenoffizier die letzten Wochen unterdrückt hatte, die Oberhand über den Körper. Aufregung, gemischt mit Spannung, machte sich bei Toji breit. Er hatte einfach nicht mit diesem Ausgang des Tages gerechnet.

“Gleiches Recht für alle, Toji”, sagte Lilly mit einer sehr verführerischen Stimme.

Danach griff sie nach der Likörflasche. Der süße Likör schwappte leicht und ein leises Gekicher ging von der blonden Schönheit aus. Sie war ebenfalls ordentlich angetrunken. Ganz leicht schubste sie ihn an die Theke und kippte dann einen Schluck der klebrigen Flüssigkeit auf die Brust des exotischen Flottenoffiziers. Ein kribbelndes Gefühl ging von den Stellen aus, wo der Likör auf die Haut traf. Immer mehr Spannung machte sich bei Toji breit. Für ihn schienen die Sekunden nur sehr, sehr langsam zu vergehen. Doch dann spürte er die sanfte Zungenbewegung auf seinem Oberkörper. Mit einer eigenen Technik hatte nun Lilly das Ruder eigenmächtig übernommen. Dieser Umstand war in gewisser Weise Neuland für den charmanten Flottenoffizier. Trotzdem genoss er diese Art des Vorspiels. Die Stimmung brachte die beiden Menschen endgültig zum Auftauen, denn der nächste Schritt für die scheinbare Hotelangestellte war die Hose von ihm. Der Gürtel stellte dabei die kleinste Hürde für sie dar…

…​



…​

Etwas betrübt und wie durch den Wind kehrte Toji in sein gemietetes Zimmer zurück. Das Gefühl der Unbeschwertheit und Freiheit war wieder von ihm gefallen. Nun hatte ihn die Routine des Alltags wieder eingeholt. Lilly würde für ihn ein kleines Abenteuer sein. Mit einem Seufzer ließ er sich in sein Bett fallen und starrte erneut seine Decke an. Konnte er sich in seinem Alter immer noch so leichtlebig sein? Sollte er nicht langsam an eine feste Beziehung denken? Fragen, die ihn in den letzten Tagen schon durch den Kopf geschossen waren, kehrten in dieser späten Stunde zurück. Melancholie machte sich bei ihm breit. Eigentlich fühlte er sich noch nicht bereit für etwas langfristiges, aber auch seine Familie würde sich bald an ihn wenden. Erneut kam ein Seufzer über seine Lippen und dann schlief er auf der Stelle ein.


- Bastion - Center - “Corellian Comfort” - gemietetes Zimmer - allein -
 
[Flottenhauptquartier ~ Level 73 ~ Besprechungsraum 24-Terra] – Captain Dalmascae, Lt.Cmd. Akaji

Wenn Erinnerungen das Ganze Leben beherrschen würden wären einige von ihnen nicht mehr unter den Normalen zu finden. Was ein Mensch erlebt hatte prägte ihn dermaßen, dass es Personen gab, die sich für immer veränderten. Auch Jade gehörte dazu. Ihre Erlebnisse hatten sie gezeichnet. Tief gezeichnet. Zwar nicht Äußerlich, so aber tief in ihrem inneren. Jeder war verschieden und versuchte auf seine ganz eigen Art mit Problemen fertig zu werden und ebenso war es mit der Vergangenheitsbewältigung. Während die einen besser damit klar kamen hatten andere große Probleme und solche waren es dann die einen Psychologen aufsuchten. Jade kam dahingehend noch verhältnismäßig gut mit klar aber auch bei ihr zeigte sich, dass sie nicht mehr die Frau war, die sie noch in ihrer Teeny Zeit gewesen war. Die Härten der Akademie hatten dafür gesorgt, dass jede Frau, die sich dem Militär anschloss sich entweder in einen Eisblock verwandelt hatte oder aber in eine Person, die später ausgestiegen war. Als die Veränderungen eingetreten waren und es für die Weiblichen Bewerberinnen leichter geworden war, entsprangen dem Militär weniger angekratzte Offizierinnen. Die Captain hatte dieses Glück nicht gehabt. Ihr harter Kampf hatte sie umso härter gemacht und auch bei Serenety selbst waren Spuren zurückgeblieben. Zwar hatte sie die Extreme nicht mehr durchmachen müssen, in denen man Frauen fast gequält hatte, aber dumme Sprüche, Handgreiflichkeiten oder andere Dinge waren auch bei ihr noch an der Tagesordnung gewesen.

Jade nahm das Gespräch von neuem auf indem sie Seren schon fast bedauerte, wenn auch nur fast. Ihr Wechsel von einem Schiff zum anderen war ungewöhnlich gewesen, aber das Oberkommando hatte es so entschieden und sie hatte sich gefügt. Zumal es von Vorteil für sie gewesen war. Für sie selbst war es nicht schwierig gewesen sich stets von neuem anzupassen. Es war eine Erfahrung gewesen die man ruhig machen konnte. Im Gegensatz zu anderen konnte sie Berichten wie unterschiedlich ein Vorgesetzter sein konnte und welche Eigenschaften er besaß oder nicht. Durch ihr herumkommen hatte sie viel gesehen und erlebt. Für ihre Tätigkeit als Counselor war dies alles natürlich anstrengend gewesen. Seren folge einen Moment dem Blick der Rang höheren als diese aus dem Fenster sah. Die Konversation der beiden war noch immer eher Militärischer Art. Aus irgendeinem Grund schafften sie es nicht eine einfache Unterhaltung zu führen. Aber dies mochte wohl daran liegen dass beide Frauen mit ihrem Kopf noch immer bei der Arbeit waren. Jade wünschte ihr viel Glück auf der Musashi und sie nickte. In den nächsten Worten der Dunkelhaarigen klang fast so etwas wie ein Befehl mit als diese meinte sie solle den Landgang nutzen um sich zu erholen. Hätte Jade gewusst was die Lt. Commander vorhatte, hätte sie sicherlich Einspruch erhoben. Aber wie hieß es doch so schön, was sie nicht wusste, machte sie auch nicht heiß. Das Imperium mochte sie als erster Offizier bald wieder brauchen, doch ihre Arbeit als Counselor war jetzt gefragt und diese konnte sie schlecht auf später verschieben.
Die Captain selbst musste nach Carida um dort zu Hochadmiral Kratas zu gelangen und Bericht zu erstatten. Keine Frage, denn immerhin war sie dessen Rechte Hand. Seine persönliche Adjutantin.


„Ich danke ihnen Captain. Auf ihrem Weg zum Hochadmiral werden auch sie Zeit haben ein wenig zu ruhen. Meine Hingabe zum Imperium wird niemals schwinden. Vielleicht mag es in manchen Ohren Merkwürdig klingen aber das Imperium ist mein Leben und wird es immer sein, gleich was geschieht. Meine Loyalität gebührt Hochadmiral Kratas. Ich wünsche ihnen einen guten Flug.“

Seren erhob sich. Bezeugte die Ehrenbezeichnung und verließ ebenfalls den Raum Ihr Weg führte sie durch das Gebäude und hinaus auf die Strasse. Wenn sie gewollt hätte, hätte sie eines der Schwebetaxis verwenden können aber ein Sparziergang würde ihr gut tun. Ständig gefangen auf einem Schiff zu sein, welches zwar viel Platz bot, war im Gegensatz zur frischen Luft etwas völlig anderes. Zumal sie so auch noch den Kopf frei bekam um sich auf ihre spätere Arbeit konzentrieren zu können. Allerdings musste sie dafür sorgen dass man sie nicht sofort sah, wenn sie auf die Musashi zurückkehrte, denn ansonsten wäre es durchaus möglich, dass gewisse Offiziere versuchen würden ihr einzureden, dass sie frei brauchte. Letztlich könnte jemand versuchen einen Befehl daraus zu machen. Innerlich den Kopf schüttelnd strich sie ihren geflochtenen Zopf zurück über die Schulter. Die Strassen waren trotz der Dunkelheit bevölkert. Einige suchten auch jetzt noch verschieden Bars auf oder andere Lokalitäten um sich zu amüsieren. Vielleicht sollte sie selbst genau dies auch tun ehe sie zurück zum Schiff kehrte. Immerhin wusste sie nicht wann sie das nächste Mal vielleicht die Möglichkeit erhielt etwas anderes zu trinken zu bekommen außer Wasser, Tee und dergleichen. Die junge Frau erreicht wenig später ein Hotel, welches sich Night River schimpfte. Eine gute Möglichkeit einzukehren. Kurz entschlossen gab sie sich einen Ruck und trat auf den Eingang zu. Mit einer Uniform am Bein würde sie natürlich ein wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen, aber für heute interessierte sie dies keinesfalls und so trat sie ein.

Der Vorraum war hell und gut beleuchtete. Da sie kein Zimmer wollte lief sie weiter und betrat die Bar, welche sie doch ein wenig überraschte. Übliche Bars waren meist dunkel und gaben einem dass Gefühl im geheimen agieren zu können, hier hingegen war es um einiges heller. Die Möbel waren in einem dunklen Ton gehalten und die Bar an sah bequem aus. Die ersten Blicke der Anwesenden Gäste drehten sich nach ihr um. Sie war die einzige in eine Uniform und damit der Hingucker schlecht hin. Davon ließ sie sich nicht beirren und so setzte sie sich auf einen der Hocker, die an der Theke standen. Hinter dem Tresen stand ein Mann, dessen Kopf kahl geschoren war. Seine Augen waren Wachsam und so beugte er die Exotin. Ein gewitztes Lächeln lag auf seinen Lippen.


„Seht an seht an. Eine Offizieren und ne Süße noch dazu. Na kleines was solls den sein?“

Serenety legte den Kopf leicht schräg. Es war ein Weilchen her, als sie zum letzten Mal solche Sprüche gehörte hatte. Männer waren doch immer gleich. Besonders dann wenn ihnen eine Frau gefiel. Langweilig und nicht gerade sehr gewitzt. Als ob man sich nicht etwas besser einfallen lassen konnte.

„Einen Corelliansichen Cocktail.“

Ihre Antwort war kurz und knapp. Der Mann hinter dem Tresen grinste breit und nickte. „Na da hat jemand aber Geschmack. Eine gute Wahl für so ne Maus wie dich. Wie heißt du denn kleines? Irgendwoher kommt mir dein Gesicht bekannt vor.“

Serenety zog leicht eine Braue in die Höhe. Hier versuchte jemand einen Flirt zu starten, und dies verdammt ungeschickt. Oder besser gesagt sehr plump. Wieder einmal wurde ihr klar gemacht wie simpel das Männliche Geschlecht tickte. Frauen die gefielen wurden angemacht und dann am besten noch gefügig gemacht um ja das liebe Engelchen zu bleiben. Während der Keeper ihren Drink mixte sah sie sich einen Moment um. Die Blicke, dies sie zuvor im Rücken gespürt hatte, fing sie nun auf. Vereinzelt saßen Frauen dabei aber zum größten Teil waren es alles Männer, die nun ein Objekt gefunden hatten, welches sie beugen konnte. Man kam sich vor wie auf einem Markt auf dem man Ware verkaufte, nur dass sie hierbei die Ware darstellte. Der Keeper kam mit einem grinsen näher und stellte das Getränk vor ihr ab.

„Sie sind sehr neugierig. Fast zu neugierig, aber um ihren Wissensdurst zu stillen mein Name lautet Akaji.“

Diesmal wurde das Grinsen im Gesicht des Mannes nur noch breiter. Dann beugte er sich nach vorn, legte seine Hände auf die Theke und meinte fast verschwörerisch: „Interessant! Serenety Akaji, die Tochter von Commodore Akaji. Ihre Mutter ist eine wundervolle Schauspielerin. Das Idol von einigen. Ich kann mich sehr gut an einige Bilder von ihnen erinnern, die hier ihren Umlauf gemacht haben. Zu dem Zeitpunkt müssen sie fünfzehn sechzehn gewesen sein. Schade, dass sie keine Karriere als Model gemacht haben. Talent war ohne Zweifel vorhanden.“

Sie hätte es wissen müssen. Bastion war ein Pflaster, dass sehr gut über Schaudarsteller bescheid wusste und besonders dann, wenn sie gut waren. Die Bilder welche dieser Kerl meinte waren Fotos für Holozeitschriften gewesen.

„Sie liegen ohne Zweifel richtig. Aber dies ist eine ganze Weile her und was meine Laufbahn als Model angeht, so glaube ich kaum dass ich dieser wirklich gerecht geworden wäre. Ich bin nun mal nicht meine Mutter.“

Die Exotin hob das Glas und trank einen Schluck. Hoffentlich wurde sie nicht mit noch mehr Fragen gelöchert. Der Keeper lachte, wandte sich seinen anderen Gästen zu und musste natürlich sofort ausposaunen wer hier am Tisch saß. Die Männer grinsten und lobten von neuem ihre Mutter. Die nächsten Bemerkungen die kamen waren allerdings auf Serenety bezogen. Sprüche, die jede Frau rot werden ließen durch ihre Anzüglichkeiten. Seren verdrehte die Augen, nahm erneut einen Schluck und sah den Wirt leicht böse an. Dieser grinste nur.

„Wer hätte das Mädel schon nicht gern im Bett was Jungs? Mit fünfzehn sechzehn schon scharf und jetzt noch besser. Vergeudete Talent sich für das Militär ein zu setzen. Ein paar schöne Desou Bilder wären sehr viel heißer. Nicht wahr?“

Der Beifall war groß und Serenety verging so langsam alles. Dieser Männer, die hier saßen waren nichts weiter als arme Kerle, die groß tönten aber selbst nicht genug Befriedigung bekamen oder sie nicht leisten konnten. Wieder einmal verfiel Seren in ihre Analyse, hob ihr Glas und trank den Rest auf Ex, was ihr erneutes Gegröle einbrachte. Hätte sie es sein gelassen wäre es vielleicht besser gewesen, denn der Wirt stellte ihr ein neues Glas hin und behauptete dies ginge aufs Haus. Wundervoll! Dies war ganz und gar nicht ihr Plan gewesen.
Mit einem kurzen nickten Bedankte sie sich dann hob sie erneut das Glas und trank. Diesmal langsamer um nicht den Anschein zu wecken, dass sie noch mehr wollte. Alkohol war nicht gerade so ganz ihr Ding. Besonders dann nicht wenn sie zuviel davon trank. Denn gewöhnt war sie nicht sonderlich viel.


„Also süßes, die Männer und ich hätten gern was von deinen Künsten gesehen. Eine Show hier auf dem Tresen, wie wäre es? Kannst dir damit ne Kleinigkeit verdienen.“

Das Lachen der Gruppe erfüllte den ganzen Raum und tönte in ihren Ohren wieder. So langsam ging es zu weit. Seren erhob sich die männlichen Anwesenden sahen gespannt zu. Scheinbar schienen sie zu glauben, dass sie hier wirklich eine Nummer auf der Theke abhielt. Allerdings irrten sie hierbei gewaltig.

„Ohne mich. Tut mir leid die Herren, aber auf mich wartet noch Arbeit.“

Die Enttäuschung war groß als Seren das Glas austrank, zahlte und sich dann davon machte. Sie hatte wahrlich keine Lust hier als Lustobjekt zu dienen und schon gar nicht bei einer Horde angetrunkener. Ihr Ziel war etwas völlig anderes und so ließ sie sich zurück zur Musashi bringen. Der Flug währte nur kurz und ihre Schritte waren eilig. Als sie ihr Quartier erreichte setzte sie sich an den Arbeitstisch. Für einen Moment lehnte sie sich in ihrem Sitz zurück und atmete durch, dann allerdings begann sie mit ihrer Arbeit. Eine, die sie Stunden kostete. Die Nacht verstrich in Windeseile. Erst als der Morgen graute kam sie zum Ende und legte sich schlafen. Diesmal waren ihre Gedanken frei.

[Orbit um Bastion ~ Musashi ~ Quartier des ersten Offiziers] – Seren
 
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[Bastion - Sithorden - verlassener Lagerraum - Alaine & Aden]



Alaine hatte Adens Warnung Cadeus betreffend verstanden schien aber nicht bereit zu sein von ihrem Vorhaben abzuweichen, mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Wie konnte sie auch ahnen was sie erwarten könnte? Immerhin hatte sie nicht gesehen was Aden sehen musste. Wie wichtig konnte die Vergangenheit sein? Nichts war es Wert sich in die Arme von Cadeus zu begeben. Zu spät hatte Aden dies erkannt. Nun gab es für ihn kein Zurück mehr. Der Macht des uralten Sith hatte er nichts entgegen zu setzen.

?Es ist nicht Klug an der Vergangenheit zu hängen Alaine. Ich weis fast nichts über deine Herkunft und über dein Erbe. Doch ich glaube nicht dass die Zukunft davon abhängt. Du bist das was du sein willst! Nichts was war wird daran etwas ändern können und dafür muss man nicht die Gabe der Hellsicht besitzen. Cadeus kann dir nicht helfen! Mach nicht den gleichen Fehler wie ich!?


Damit beließ es Aden mit diesem Thema. Letztendlich könnte er sie doch nicht davon abhalten sich auf den Alten einzulassen. Sie würde diese Entscheidung für sich treffen müssen. Vielleicht machte sich Aden auch zu viele Sorgen. Kannte er seinen Meister überhaupt gut genug um zu beurteilen, wie er mit Alaine umgehen würde? Immerhin hatte ihn die Freundlichkeit die der alte Sith an den Tag legte bereits überrascht.

Alaine versuchte Erklärungen für ihr Handeln zu finden. Erst jetzt merkte Aden, dass ihn eigentlich gar nicht wirklich interessierte was die rothaarige Sith davon abgehalten hatte ihm ihre Gefühle zu offenbaren. Es war Geschehen und nichts konnte das Vergangene ändern. Wem würden vorwürfe etwas bringen? Innerlich war der Apprentice unendlich glücklich darüber, dass Alaine doch noch etwas für ihn empfand. So sehr sich die beiden verändert hatten so unverändert stark hatte Aden sie geliebt. Dieses Gefühl war stärker als der Hass und die Kontrolle seines Meisters. Egal wie andere Sith darüber dachten dieses Gefühl stärkte die Verbindung zur Macht in ungeahntem Maße.

Ein Lächeln malte sich in das Gesicht des jungen Mannes. Lange schon hatte ihn niemand so Glücklich gesehen wie Alaine in diesem Moment. Was sollte er ihr Verzeihen? Er liebte sie und würde über die Vergangenheit hinwegsehen. Wichtig war nur, dass sie wieder zueinander gefunden hatten. Egal was die Zukunft bringen würde, der Moment war entscheidend.


?Es gibt nichts zu vergeben! Nie habe ich ganz aufgehört an dich zu glauben. Aller Zweifel zum Trotz? und es waren viele Zweifel. Nein Alaine, du bist mir keine Rechenschaft schuldig! Ich will nicht länger diese Lüge leben. Mir ist egal ob jemand von meinen Gefühlen zu dir weis. Mir ist egal was andere denken mögen. Wir sind Sith und niemanden eine Erklärung schuldig!?

Aden hatte sich erhoben und sanft die Hand seiner ehemaligen Geliebten ergriffen. Ehemalig? war das überhaupt noch zutreffend? Alaine hatte so viel durchleiden müssen. Aden konnte sich nicht vorstellen, wie es sein musste ein Kind auf die Weise zu verlieren. Der Schmerz den der Apprentice gespürt hatte konnte bloß ein müdes Echo dessen gewesen sein und dennoch war sie stark geblieben. Wie er sie dafür doch bewunderte.

Die Zukunft lag in dunklen Nebeln vor ihnen Aden wusste das nichts als Finsternis auf seinem Weg an der Seite von Viktor Cadeus auf ihn wartete. Warum konnte Alaine nicht das Licht in dieser Dunkelheit sein? Ohne weitere Worte zog er die Sith zu sich heran und gab ihr einen langen Kuss. Wie zu den Zeiten wohl ihre Welt noch in Ordnung war kribbelt sein Herz ob dieser intimen Berührung. Wie lange schon war ihm dieser Genuss verwehrt worden. Sie ließ es zu und schlang ihre Gliedmaßen fest um den Apprentice. Aden wünschte dieser Moment würde niemals enden. Das taube Gefühl wich aus seinem Arm zurück und ein ungeheures Gefühl der Freiheit breitete sich in seinem Kopf aus.

Doch er wusste, dass sie sich wieder verabschieden mussten. Cadeus Rufen wurde lauter in seinem Kopf. Lange würde er ihn nicht warten lassen können. Ungewiss war ob sie sich wiedersehen würden. Der Krieg hatte Aden müde gemacht. An sich hatte er sich keiner Seite verschrieben und immer seinen eigenen Weg gesucht. Ein Weg, der ihn von einer Abhängigkeit in die Nächste presste. Was wenn sein Nutzen für den alten Lord endete? Würde er nur ein weiteres Opfer seiner unendlichen Lebensgier werden? In seinem Inneren wusste der junge Sith, dass er keine Wahl hatte und seinen Weg gehen musste. Das Schicksal hatte es so für ihn vorausbestimmt. Sollte es ihm gewogen bleiben würde er Alaine wiedersehen. Und wenn nicht, würde er sie so in Erinnerung behalten, in ewiger Liebe verbunden.

Langsam löste sich Aden aus der innigen Umarmung und von den weichen Lippen der Warrior. Lächelnd und doch voll Sorgen im Gesicht, sah er in ihre wunderschönen Smaragdfarbenen Augen.


?Ich muss gehen! Ich fürchte mich vor dem was aus mir werden könnte, Alaine. Ich fühle, dass Cadeus nicht die guten Seiten in mir fördern wird. Ich habe Angst so zu werden wie er! Und doch habe ich Hoffnung! Die Hoffnung, dass ich zu dir zurückkehren kann und stark genug bin dem Tod zu widerstehen.
Nach Jag und Ians Tod habe ich nur noch dich! Camie ist anscheinend blind für die Veränderungen um sie herum. Sie hängte einem Imperator nach der uns schon lange verlassen hat. Wie es Alisah ergangen ist weis ich nicht aber ich hörte sie ist nun eines von Allegious Spielzeugen. Ich werde zurückkommen, ich verspreche es!?


Noch einmal strich er der rothaarigen Sith sanft über die Wange und gab ihr einen letzten Kuss. Dabei ran eine weitere Träne an seiner Wange herab. Doch diesmal war es eine Träne voller Hoffnungen und Glück. Die für einen kurzen Moment alles Schlechte um sie herum vergessen ließ.



[Bastion - Sithorden - verlassener Lagerraum - Alaine & Aden]
 
[Bastion - Sith Orden - Garten, alleine]

Als Kirsten aufwachte wusste sie einen Moment lang nicht wo sie war. Alles war noch so neu und unbekannt. Und alles wollte erforscht werden.
Wenigstens hatte sie gut geschlafen und war von niemandem belästigt worden.
Erst jetzt nahm sie den Raum richtig wahr, in den sie gestern abend getorkelt war, nur halb bei Sinnen. Sie wusste nicht ob sie hier sein durfte, aber da sich bisher niemand beschwert hatte dachte sie auch nicht weiter darüber nach.
Von rechts durchflutete helles Sonnenlicht den Raum mit seinen steinernen Wänden.
Kirsten stand auf und zupfte ihren leicht lädierten Umhang etwas zurecht. Zumindest der Staub musste runter. Neue Kleidung wäre nicht schlecht, doch bekommen konnte sie zurzeit keine. Völlig unmöglich. Erstmal würde sie sich hier nützlich machen. Als sie ihre Hosentasche abwichte bemerkte sie dass ein Päckchen drin war. Ihr Besuch in der Bibliothek fiel ihr wieder ein, das Buch handelte von Form 4, Ataru.

Heute war Zeit sich das näher anzusehen, und so verliess die junge Frau den Schlafraum, und blieb erst im Korridor wieder stehen. In welche Richtung sollte sie gehen? Hier gab es nur links oder rechts. Sie warf ein paar Blicke hin und her und entschied sich dann, nach rechts zu gehen. Dort sah der Korridor freundlicher aus, der Boden war offenbar vor kurzem gewischt worden.
Jeder ihrer Schritte hallte in dem Gemäuer, und es war keine andere Person zu hören.
Nach einigen Minuten bog Kirsten erneut rechts ab, anstatt geradeaus zu gehen, und kam zu einer kleinen Brücke die dem bisherigen Korridor exakt glich, nur dass an den Seiten Fenster im Stein waren, durch die Licht drang. Es roch ein wenig nach Laub und vermorrtem Holz.
Die Brücke, wenn die paar Meter Strecke diesen Namen denn verdienten, führte tatsächlich über eine kleinen Garten, bespickt mit dem üblichen Grün aber auch mit einigen rötlich-schwarzem hüfthohen Pflanzen, die recht befremdlich aussahen. Jedenfalls hatte Kirsten sie noch nie gesehen. Eine kleine Treppe führte hinab und als Kirsten den Erdboden betrat, der leicht nachgab, atmete sie erstmal tief durch. Der Geruch der Luft war sowohl belebend als auch etwas abstossend kalt. Hier liess es sich gut aushalten.

In der Mitte des Hofes, der gerade einmal ein Quadrat von jeweils wenigen Metern maß, stand ein hoher und recht dicker Baum, dessen Rinde dunkelgrün war und einige hellgrüne Sprengkler auswies. Das Holz war leicht feucht.
Vor den Wurzeln, im Schatten dieses Baumes liess sich Kirsten im Schneidersitz nieder und schlug ihr neues Lehrbuch auf.

Vieles von dem was dort über Ataru stand würde sie erst im tatsächlichen Kampf erlernen können, aber dennoch studierte sie den Inhalt mit grosser Aufmerksamkeit. Klar war dass sie erstmal ihre Ausdauer und Muskulatur auf Trab bringen musste. Aber dafür war hier im Orden bestimmt irgendwo ein Platz.

Langsam wurde es kälter. Ein Blick nach oben, durch das lose Geflecht der Äste zeigte eine grau-weisse Wolckendecke über welcher der blaue Morgenhimmel kaum zu erkennen war. Nur hier und dort lugte er ein wenig, fast schüchtern hervor. Irgendwo in der Ferne donnerte es schwach.

"Mit Regen hätte ich ja kein Problem, aber das Buch darf nicht nass werden."
seufzte Kirsten

Prompt grollte der Himmel ein weiteres Mal und ein helles Summen erfüllte die Luft. Regen prasselte sanft auf die Blätter und Pflanzen herab, tockerte auf den Ästen und fiel letztendlich auf die junge Frau herab. Schnell wurde das Buch unter den Umhang in eine einfache Tasche gestopft. Kirsten stand auf und trat vom Baum weg. Jetzt hatte sie freien Blick auf die Wolken. Sie schaute hoch und breitete ihre Arme aus indem sie sie weit nach den Seiten ausstreckte. Sie mochte Regen. Schon immer. Ihr Umhand würde schon wieder trocken werden und so wie das Buch verstaut war wurde es auch nicht schnell unbrauchbar.

Ab und zu war wieder Donner zu vernehmen, weit weg. So konnte es weitergehen.


[Bastion - Sith Orden - Garten, alleine]
 
[Bastion - Sithorden - verlassener Lagerraum - Alaine & Aden]​

Aden verstand nicht ganz warum Alaine ihrer Vergangenheit nachstrebte, aber dies konnte er auch nicht. Was auf ihren Schultern lag, musste allein sie tragen. Sie war die Erbin der alten Sith. Die letzte dieser Reihe und ebenso die letzte aus einer langen von Imperatoren geborenen. Ihr Schicksal würde die Zukunft mit bestimmen, denn es war ihre Aufgabe die Sith zu einen und dafür zu sorgen, dass Zeiten der Alten Sith wieder zum Leben erwachten. Die Legende umschrieb eine Junge auf, die einer Familie entstammen sollte, deren Name so als war wie die Zeit. Ihre Kraft und ihre Opfergabe sollte die Zukunft verändern. Cadeus wusste dies oder schien es zu ahnen. Denn nicht ohnehin hätte er einen kurzen Abtausch in der alten Sprache mit ihr gehalten. Alaine stimmte mit Adens Worten nicht gänzlich überein. Es war zwar nicht klug an seiner Vergangenheit so sehr zu hängen. Aber bei Alaine hatte dies etwas ganz anderes zu bedeuten. Und ob es so war. Ihre Zukunft, ihre taten würden einen großen Teil dazu beitragen inwieweit sich die Galaxie verändern würde. Aden machte sich Sorgen, große Sorgen, dies wusste Alaine. Auch wenn er meinte sie wüsste nicht was hinter diesem Mann stand, so ahnte sie es doch. Was Cadeus verband war ihr klar. Ihr Geliebter selbst war es, der dieses Thema abhackte und Alaine tat gut daran es auf sich beruhen zu lassen.

Erleichterung durchströmte den Körper der Warrior als Aden entschied, dass es nichts zu vergeben gab. Sie hatte nicht damit gerechnet dies von ihm zu hören. Auch so gab es manchmal das ein oder andere Gefühl, welches einen trog. Die Augen der Sith waren noch immer mit Tränen gefüllt, die nur langsam über ihre Wangen rannen. Er wollte diese Lüge nicht länger leben. Wollte nicht länger geheim halten müssen, dass er sie liebte und sie beide ein Paar waren. War es wirklich gescheit so zu handeln? Sie wusste es nicht. Wenn der ganze Orden darüber bescheid wusste, würde man reden und diese reden würden ohne Zweifel nicht schön werden. Dennoch konnte sie in verstehen. Mit einer solchen Geheimniskrämerei zu leben machte das Leben nur umso schwerer. Warum also sollten sie sich weiter verstecken? Schon ganz andere Sith hatten ihre Liebe offen zur Show gestellt so auch Alisah, die keine Hell aus ihrer Beziehung mit Radan machte. Es konnte Alaine gleich sein was andere dachten, denn es war ihr Leben, welches sie selbst bestimmte. Er hatte Recht, sie waren Sith und somit niemandem irgendetwas schuldig noch eine Erklärung. Die Berührung seiner Hand tat ihr gut. Die Wärme, die er in ihre abgab.


„Du hast Recht. Geheimnise sind nur hinderlich. Wie du schon sagtest brauchen wir niemandem etwas erklären noch sind wir irgendjemandem Rechenschaft schuldig. Auch ich bin es leid ein Geheimnis daraus zu machen. Selbst andere leben ihre Liebe offen aus, warum also nicht wir.“

Ihrer beider Zukunft würde nun endlich wirklich beginnen. Sie beide hatten einen Neuanfang gewagt und würden ihn durchziehen mit all seinen Komplikationen oder Konsequenzen. Aden zog sie näher an sich heran und dann senkten sich endlich seine Lippen auf die ihren. So lange hatte sie darauf gewartet, schon so lange! Wie sehr hat sie ihn doch vermisst. Das Gefühl jemanden an ihrer Seite zu haben, der ihr beistand. So viel hatte er ihr schon gegeben und würde er ihr wohl noch geben. Seine Liebe und seine Geborgenheit, seine Wärme und alles was dazu gehörte machten sie erst zu einer vollkommenen Frau. Ihre ganzen Versuche ihn aus ihrem Kopf zu drängen waren gescheiter, denn schon bei ihrer Begegnung in ihrer Feuer und dem Abschied auf Ord Biniir hatte sie sich nicht mehr gewünscht als von ihm geküsst zu werden. Was allein dieser Kuss bewirke war gänzlich überraschend. Ihr Herz blühte auf und die Schatten daraus verschwanden. Er war ein Teil ihres Lebens und würde es wohl auch immer sein. Alaine schlang ihre Arme um ihn und erwiderte seinen Kuss mit einem. Wie sehr sie sich doch danach sehnte, ihn nicht los lassen zu müssen. Konnte dies kein Traum sein, aus dem man nie wieder erwachte? Ihre Hingabe zu ihm erwachte von neuem und damit auch sämtliche Wünsche. Ihr war klar, dass sie ihn gehen lassen musste, würde dies aber nur widerwillig tun. In diesem fall war das Leben grausam. Erst führten sie beide wieder zusammen und nun mussten sie sich erneut von einander trennen. Wer weiß für wie lange und ebenso wenig war sicher ob er zu ihr zurückkehren würde. Ein Anflug von Trauer lag in der Luft und Alaine ertränkte ihn mit ihrem Kuss, der inniger wurde. Auch in diesem Moment schien die Zeit ohne Bedeutung zu sein. Es war als ob sie stehen belieben wäre. Aufgehört hätte weiter zu laufen, denn der Kuss der beiden liebenden zog sich in die Länge bis Aden sich von ihr löste. Ein Lächeln machten ihr mut, besorgten sie aber auch ebenso.

Ja er musste gehen, dies wusste sie und ebendies war es was ihr wehtat. Dennoch musste sie ihn gehen lassen, ob sie wollte oder nicht. Beide hatten Pflichten, welche sie erfüllen mussten. Vorsichtig gestand er ihr, dass er sich vor dem fürchtete was aus ihm werden könnte und Alaine strich über seine Wange. Auch sie machte sich Sorgen. Mit dem was er sagte hatte er Recht. Cadeus würde fördern was ihm am besten half. Ein Lächeln zog sich über ihre Lippen und einen neuerlichen Kuss gab sie ihm.


„Ich weiß. Du fürchtest dich vielleicht mit Recht, denn auch ich weiß, dass dein neuer Meister in dir fördern wird was ihm am besten erscheint. Geh trotz allem mit ihm und lasse dich unterweißen. Es ist deine Entscheidung was du annimmst und was nicht. Dein Geist ist zäh und ebenso dein Wille. Wie er zu werden brauchst du nicht. Kämpfe stets um das, was dir wichtig ist. Lasse dich nicht von etwas beherrschen, was du nicht dein eigen nennen kannst. Gleich was geschieht Aden, ich werde auf dich warten. Ich liebe dich und ich weiß dass du zu mir zurückkehren wirst. Als welcher werden wir sehen. Achte auf dich, denn ich mache mir Sorgen. Etwas liegt in der Luft. Eure Mission wird sich als nicht einfach erweisen, besonders nicht durch ihn.“

Alaine seufzte. Nach Jags Tod und Ians war niemand mehr übrig, der ein vertrautes Verhältnis mit ihm hatte. Jag war sein bester Freund gewesen und Ian sein Mentor. Nun besaß er Alaine. Was jene andere Rothaarige Frau anging, so verzogen sich leicht die Lippen der Warrior.

Jags Tod war nicht ohne Grund, er hat sein Leben für die Mission gegeben und Ian wäre stolz auf dich. Was die Inquisitorin angeht, so ist sie nicht nur Blind sondern auch töricht. Aber dies ist ihr Problem, wenn sie glaubt einem Mann hinterher zu trauern, der uns alle Verraten hat, so ist dies allein ihr Problem. Für mich ist sie ein niemand und so wird es bleiben. Ja Alisah ist die Schüler des Exekutors. Ihre Zukunft liegt in seinen Händen. Glaube mir eines, wenn ich sage, dass ich lieber den Exekutor auf dem Thron sehe anstatt jemanden wie den Chiss. Das Imperium hat genug gelitten unter unfähigen. Allegious mag in mancherlei Hinsicht Krankhaft sein, aber in ihm sehe ich die Rettung für den Orden.

Kehre zu mir zurück Aden!“


Sie genoss seine Hand und wie er ihr über die Wange strich, dann berührten seine Lippen noch einmal die ihren. Seine Träne fing sie mit den Fingern auf. Für einen kurzen Moment drückte sie ihn noch an sich, dann ließ sie ihn gehen. Sein neuer Meister rief nach ihm, dies spürte auch sie. Als er verschwand sah sie ihm lange nach ehe auch sie den Raum verließ um zurück in den Trainingsraum zu gelangen. Der Weg dorthin war recht kurz und so erreichte sie diesen nach einigen Schritten. Die Türen öffnete sich wie von Geisterhand und die Warrior trat ein. Enui trainierte mit den beiden Adepten. Er schien sich fast dazu entschieden zu haben Exos als seinen Schüler zu akzeptieren. Ihr Blick glitt zu Lüsoka, der sich tapfer stellte, dann setzte sie sich auf eine der Bänke uns sah zu, wenn auch ihre Gedanken zu Aden zurückkehrten und zu Cadeus. Ihnen beiden wünschte sie Glück, aber umso mehr hoffte sie dass Aden zurückkommen würde. Erst jetzt und nach der Zeit hatten sie sich wieder gefunden. Sie wollte ihn nicht schon so bald wieder verlieren. Zu viel hatte sie schon verloren und verkraften müssen. Das Glück konnte auch einmal ihr Hold sein. Für einen sehr langen Moment schloss die Warrior die Augen und kehrte in sich. Aden hatte sie zurück fehlte nur noch Az. Ihre alte Freundin musste den Weg zurück zu den Sith finden und damit zu ihrer wahren Natur. Im inneren der Warrior kam Zuversicht auf. Sie würde Az wieder sehen und diese würde zurück in den Orden kehren, wenn auch als eine andere Frau.

[Bastion - Sithorden - Trainingsraum B - Enui, Exos, Lüsoka, Knell, Karnbacca & Alaine]​
 
[Bastion | Ravelin | Hotelbezirk Nord | Hotel Νόμπελ, Zimmer 243, Nebenraum] Arith, Jolina, Servulus

Nach der Landung des Shuttles verließen Arith und Jolina selbiges. Der Berater folgte der jungen Sith bis in die Tempelhallen. Es lag nicht in seiner Absicht, von ihrer Seite zu weichen. Der Beschreibung zu Folge glichen die Sith Tieren. Doch ob diese Bezeichnung richtig war? Immerhin lag das unheilvolle Gesetz des Stärkeren nicht nur in der Natur des als minder intelligenten Lebens bezeichneten Teils der Galaxis. Auch jene, welche sich aufgrund ihrer Intelligenz überlegen glaubten, neigten dazu, dem ungeschriebenen Diktat Tag um Tag zu folgen. Das Ausleben jedweder Dominanz schien vielen Rassen im Blut zu liegen.

Sich umsehend und alle neuen Informationen in sich aufsaugend folgte Arith seiner Begleiterin und deren Droiden durch die dunklen Gänge des Tempels. Wohin Jolina ihn führen wollte, war ihm unklar, doch vorerst gab es keinen Grund zur Sorge. Der Vorteil daran, in Darth Allegious Gunst zu stehen war eindeutig, dass eine Vielzahl an potenziellen Mördern sich das morden nicht mehr wagte – doch, und darüber war der Bothaner sich im Klaren – existierten scharenweise andere, die grade den Noghri als Beweggrund sahen. Diese jedoch waren im Herzen des Sithtempels mit Sicherheit in der Minderheit.

Schon aus einiger Entfernung zu ihrem Potenziellen ersten Ziel konnte der Clawdite mit dem Aussehen eines Bothaners Stimmen hören, eine Unterhaltung.
Er musste zugeben, dass die Räumlichkeiten in einem Regierungsgebäude der Nichtmachtbegabten übersichtlicher waren. Beschriftungen – jedenfalls keine für Arith sichtbare – existierten keine, ebenso wenig wie Zahlen oder andersartige Hinweise.
Doch schon bald erkannte er, worum es sich handelte:

Ein Trainingsraum.
Ariths Blick wanderte durch die Hallen. Sie waren groß und hoch, ein weitläufiges, schier uraltes, doch massives stabiles Gebilde. Brand- und Schmauchspuren an den Wänden ließen ihn auf Lichtschwerttreffer oder andersartige heiße Energien schließen. Nicht auszudenken, wozu die Macht fähig sein konnte, wenn diese Spuren nur Zeugen eines kleinsten Bruchteils ihrer Mannigfaltigkeit waren – doch durchaus interessant und reizvoll, die einmal aktiv mit zu erleben. Arith glaubte jedoch, dass sich diese Gelegenheit mehr als einmal ergeben würde.
Im inneren der Trainingshallen befanden sich einige Personen, teils menschlich, teils nicht. Arith musterte sie alle mit einem geübt unauffälligen Blick, einer beläufigen Geste, lange antrainiert, doch auf politischem Boden unabdingbar.


„Ich hoffe doch nicht, dass wir hier stören werden?“

Eine Frage der reinen Höflichkeit halber, daher leise gestellt und ausschließlich an die junge Sith gerichtet. Dieses war Jolinas Terrain und er würde sie die Angelegenheiten regeln lassen.

[Bastion | Tempel der Sith | Trainingsraum B] Arith, Jolina, Servulus, Enui, Exos, Lüsoka, Knell, Karnbacca, Alaine
 
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[Bastion - Sithorden - Hangar - Arith, Jolina & Servulus]



Zügig durchstreiften sie zu dritt die düsteren Gänge des Ordens. Irgendwann würden sie so oder so auf andere Sith treffen. Dann konnte Arith mit seinen Beobachtungen fortfahren, die er ja bereits an Jolina trainieren konnte. Komischerweise fühlte sich Jolina mehr und mehr distanziert von den anderen Mitgliedern ihres Ordens. Allegious hatte früh dafür gesorgt, dass sie nicht zu engen Kontakt mit den anderen Adepten hatte. Außer mit Kira durfte sie lange Zeit mit niemandem sprechen oder trainieren. Außerdem hatte der Executor früh verfügt, dass sie nur ihm und dem Imperator dienlich sein musste. Eine seltsame Verdrehung der Befugnisse, wies man darauf hin, dass der Imperator fort war und somit nur eine Person blieb der Jolina als Apprentice voll verpflichtet war. Ihr Vater genoss noch immer ihre absolute Loyalität. Auch wenn die junge Sith begriffen hatte, dass er sie für seine Zwecke nach Belieben benutzte, verstand sie langsam seine Beweggründe und empfand sein Handeln als nur legitim. Seit sie dem Noghri die Hand gereicht hatte war sie sein Eigentum gewesen. Doch die Knechtschaft hatte ihr bisher mehr Freiheiten gebracht als sie es überhaupt für möglich gehalten hatte.

Seine weise Führung machte sich bezahlt. Würde ihr Vater erst über die Galaxis herrschen, gab es auch für Jolina einen Platz an seiner Seite und auch wenn Gestalten wie Mighella oder Arith von sich behaupten konnten ihn zu beraten, würde sie nie den Glanz der dunklen Seite in ihm sehen können. Sie würden ihm nie so nah sein, wie Jolina es war und immer sein würde. Auch dies Alisah würde ihr nicht das Wasser reichen können.

In ihrem Trott kamen sie zu den Trainingsräumen. Jolina spürte vertraute Auren in einem der Räume. Alaine war hier und auch ihr ehemaliger Schüler dessen Präsenz einen anderen Geschmack bekommen hatte doch noch unverkennbar zu ihm gehörte. Diese Sith dürften keine Gefahr für den Berater darstellen und könnten Arith wertvolle Einblicke in die Fähigkeiten der Sith vermitteln.

Die Anspannung des Bothaners wuchs, als sie den größeren Raum betraten. Servulus trottete stumm und bedrohlich hinter ihnen in den Trainingsraum und blieb unauffällig in der Nähe der Tür stehen. Neben Alaine und ihrem Schüler waren noch weitere Sith anwesend. Drei unbedeutende und sicher noch schwache Adepten(Exos, Lüsoka & Karnbacca) und eine Präsenz(Enui) die Jolina als ein ebenfalls im Rang eines Apprentice stehendes Individuum klassifizieren konnte.

Leise fragte der Bothaner ob sie denn nicht das Training stören würden. Die junge Sith war ein wenig amüsiert über die Sorgen des Beraters, der bisher so resolut auf jegliche Situation reagiert hatte. Vielleicht fragte er ja auch nur aus reiner Höflichkeit. Jolinaantwortete mit einem Lächeln.


?Gewiss nicht, Gesellschaft wird unter den Sith hoch geschätzt! Ihr wolltet doch beobachten!?

Ein zwinkern unterstrich die fehlende gänzliche Ernsthaftigkeit dieser Aussage. Dann widmete die junge Apprentice ihre Aufmerksamkeit dem Geschehen im Raum zu. Die Sith schienen in ihr Training vertief zu sein, obschon sie Jolina und ihre Begleiter sicherlich bereits bemerkt hatten.




[Bastion - Sithorden - Trainingsraum B - Enui, Exos, Lüsoka, Karnbacca, Alaine, Knell, Arith, Jolina & Servulus]
 
- Bastion - Center - “Corellian Comfort” - gemietetes Zimmer - allein -

Der nächste Morgen kam recht früh und hart. Die wilde Nacht mit Lilly Bennett hatte ihre Spuren bei dem imperialen Offizier hinterlassen. Mehrere Kratzer, die durch die Fingernägel der heißen Blondine entstanden waren, zierten seinen Rücken. Dazu wurde er noch von einem Kater, der in seinem Kopf herrschte, geplagt. Toji räkelte sich in seinem warmen Bett. Der kurze Schlaf hatte trotzdem seine körpereigenen Kräfte wieder hergestellt. Mit einem Seufzer verschränkte er seine Arme hinter seinem Kopf. Gedanken, die er schon vor dem Einschlafen hatte, schwirrten durch seinen Kopf, während der Blick durch die weiße Decke gefesselt war. Innerlich fühlte sich Toji zwischen zwei Welten hin und her gerissen. Auf der einen Seite wollte er sein Leben weiter genießen und keinen Gedanken an langfristige Beziehungen verschwenden. Sein Beruf war gefährlich und somit wollte er niemanden ins Unglück stürzen. Er hatte als Kind miterlebt wie der Tod eines geliebten Menschen (in seinem Fall sein Vater) auf sein ganzes Umfeld wirkte. Konnte er das verantworten? Auf der anderen Seite drängten ihn die strengen Traditionen und die Leere in seinem Herzen zum Handeln. Bald würde seine Familie zu ihm treten und ihn verheiraten.

“Habe ich überhaupt eine Wahl?”, fragte sich der Commander resigniert.

Wieder kam ein Seufzer über seine Lippen bevor er aufstand. Mit großen Schritten ging es unter die Dusche. Ein Besuch bei seinem Onkel, Henzo Murata (NPC) mit Namen, stand an. Schon seit Monaten hatte er sich nicht mehr bei seiner Familie gemeldet und dies warf ein schlechtes Licht auf seine Person. Respekt und Höflichkeit gegenüber den älteren Familienmitgliedern hatte er während seiner Kindheit immer wieder lernen müssen. Nach und nach prasselte warmes Wasser auf seinen Körper. Jetzt war die Zeit gekommen einen Teil der Spuren dieser Nacht zu vernichten. Eine weiße Schaumdecke aus wohlriechender Seife bedeckte nach ein paar Minuten seinen attraktiven Körper. Leiche Verspannungen lösten sich und der letzte Rest an Müdigkeit wurde durch diese Dusche ausgetrieben. Nachdem er sich abgetrocknet hatte fühlte er sich wohl. Anschließend rasierte er sich noch. Schnell schlüpfte er in neue zivile Kleidung. Ein schlichter Anzug musste für seinen Besuch reichen.

Nachdem er frisch geduscht war und neue Kleidung am Leib trug ging er zum Frühstück. Wie für viele Hotels üblich gab es auch hier ein kaltes Büfett, wo man sich seinen Teller selbst zusammenstellen konnte. Mit einer Tasse heißen Caf und dem reichhaltigen Teller bewaffnet suchte er sich einen abgelegenen Platz und genoss seine erste Mahlzeit am Tag. Im Speisesaal hing eine Uhr. Nachdenklich wanderte sein Blick zu diesem Chrono. Die Letter dieser kleinen Maschine zeigten “Elf Uhr - Standartzeit” an. ‘Ein spätes Frühstück also’, dachte sich der Flottenoffizier und dachte an seine normalen Dienstzeiten. Als Kommandant eines imperialen Kreuzers hatte er schon die eine oder andere Annehmlichkeit, aber dennoch war auch er an seinen Dienst gebunden. Während er ein Brötchen aß drehten sich seine Gedanken um die Arbeit. So schnell würde er nicht zu seinem Urlaub kommen. Verpflichtungen, gegenüber der Familie und seiner Mannschaft, warteten noch auf ihn.


Langsam fuhr der Turbolift Stockwerk für Stockwerk nach oben. Sein Ziel war die Chefetage des “Murata-Towers”, einem Wolkenkratzer im Center von Bastion. Toji hatte gut eine halbe Stunde für den Weg von seinem Hotel zu diesem Gebäude gebraucht. Taxigleiter waren scheinbar um diese Zeit wirklich sehr überfüllt und damit auch im Stress. Doch im Moment hatte er mehr mit seinem Puls zu kämpfen. Seit seiner Kindheit kannte er seinen Onkel, dennoch fühlte er sich in dessen Gegenwart manchmal recht unwohl. Henzo war ein linkischer Geschäftsmann. Immer auf seinen Vorteil bedacht. Dieser Umstand machte es für den Flottenoffizier schwerer ein Gespräch mit seinem Onkel zu führen. Aufmerksam beobachtete er die Anzeige der Etagen dieses Turbolifts. Ein leises Summen ging von der Maschine aus. Plötzlich blieb die Kanzel stehen und mit einem kräftigen Zischen öffneten sich die Türen.

Erhobenen Hauptes kam Toji Murata aus dem Turbolift und ging zu dem Schreibtisch der Sekretärin. Die junge brünette Dame schaute den “Eindringling” etwas verwirrt an. Doch nach einem freundlichen Lächeln von Toji war für sie die Atmosphäre ein kleines bisschen aufgelockert. Manchmal schaffte es der Offizier wirklich seinen Charme gegenüber Frauen gezielt einsetzen zu können. Er hatte es einfach im Gefühl, wie er mit den meisten Frauen umgehen musste. Vielleicht hatte er dieses “Talent” von seinem verstorbenen Vater geerbt.

“Wie kann ich Ihnen helfen, Mister…?”, fragte die Dame mit freundlicher Stimme.

“Ich möchte Mister Murata sprechen”, antwortete Toji mit gelassener, aufgeschlossener Stimme. “Ist er schon da?”

Einen Moment schaute die junge Dame in ihre Aufzeichnungen. Auch der Offizier von Onderon ließ seinen Blick über den breiten Tisch schweifen. Eine außergewöhnliche Ordnung herrschte auf der Tischplatte. Datapads und Filmplast war nach Priorität und Datum geordnet. Jeder kleine Gegenstand hatte seinen Platz. Diese Frau wirkte für diesen Beruf wie geschaffen. Erneut zierte ein freundliches Lächeln sein Gesicht. Besonders als sich ihre Blicke begegneten.

“Er hat gerade etwas Zeit. Soll ich Sie ankündigen?”, informierte die Sekretärin ihn.

“Das wäre sehr freundlich von Ihnen”, entgegnete Toji. “Sagen Sie ihm einfach, dass sein Neffe Toji auf ihn wartet.”

Die Überraschung, die diese junge Frau gerade erlebte, sah man wunderbar an ihrem Gesichtsausdruck. Dennoch kündigte sie ihn ohne ein Anzeichen von Verwirrung bei seinem Onkel an. Ein paar Sekunden verstrichen bevor die Tür aufflog und der etwas beleibtere Geschäftsmann aus seinem Büro kam. Ein kühles Grinsen zeichnete sein Gesicht. Ehrvoll verneigten sich die beiden Männer, wie es sich für ihr Volk gehörte, mehrmals voreinander zur Begrüßung. Danach gingen sie zusammen in sein Büro. Für Henzo üblich war dieses Zimmer recht schlicht gehalten. Eine kleine schwarze Couch und ein paar Sessel dienten dabei als kleine Ecke zum Plaudern. Schweigend nahmen die beiden Männer Platz.

“Was führt dich zu mir, Neffe?”, fragte Henzo einen Moment später mit einem breiten Grinsen. Dabei funkelten seine Augen leicht auf. “Und wie geht es dir?”

“Mir geht es sehr gut, Onkel. Danke der Nachfrage”, antwortete Toji etwas reservierter. “Meine Mannschaft hat die erste Schlacht geschlagen und wir wurden vorerst über Bastion stationiert… Und da mein letzter Besuch schon etwas länger her ist, wollte ich gleich diese Gelegenheit nutzen.”

Henzo nickte und wirkte einen Augenblick abwesend. Dann stand er auf und bat seine Sekretärin ihm und Toji jeweils eine Tasse Tee zu bringen. Natürlich von ihrer Heimatwelt Onderon. Im Anschluss kam er wieder zu der Sitzecke und setzte sich auf seinen Platz. Ein leichtes Schnaufen war von seiner Seite zu hören. Die nächste halbe Stunde unterhielten sich die beiden Männer über Dies und Das. Es war schlichter Smalltalk, den jeder Geschäftsmann mit Auszeichnung beherrschen musste. Toji ließ sich auf dieses seichte Gespräch ein. Der Anstand gebot es ihm.

Die Zubereitung des Tees nahm eine Menge Zeit in Anspruch, doch nach einer Weile brachte die junge Sekretärin die beiden Tassen auf einem kleinen Tablett. Die “Murata-Corp.” gehörte zwar nicht zu den reichsten und bedeuteten Firmen des Imperiums (dafür war schon allein das Auftragsgebiet der Firma zu uninteressant), aber dennoch konnte sich dieses Unternehmen einen kleinen Luxus leisten. Mit einem freundlichen Lächeln nahm Toji die Tassen ab und gab eine seinem Onkel. Schon seit einer halben Ewigkeit hatte der Offizier diesen leicht bitteren Tee nicht mehr getrunken. Er konnte sich gut vorstellen, dass diese Mischung aus heimischen Anbau war. Das Hobby seines Großvaters würde diese Möglichkeit jedenfalls offen lassen.

“Die Gelegenheit deines Auftauchens trifft sich sehr gut, mein Neffe”, nahm Henzo das Gespräch wieder auf, nachdem die junge Angestellte wieder verschwunden war. “Unser Clanoberhaupt, der ehrenwerte Shigeru Murata, würde dich gern wieder sehen. Vielleicht solltest du die nächsten zwei Wochen deinen Landurlaub bei ihm verbringen. Er hat im Moment zwar noch Besuch (die Akajis), aber dieser dürfte dich ja nicht stören. Er, der Besuch, ist ein enger Freund von deinem Vater.”

Toji nickte und sagte: “Dies dürfte sich einrichten lassen. Dennoch kann ich heute noch nicht aufbrechen. Auf meinen Schiff gibt es noch etwas Arbeit für mich und mein erster Offizier bereitet mir etwas Sorgen.”

“Inwiefern?”, fragte der Geschäftsmann erstaunt und beugte sich etwas nach vorn zu seinem Neffen hin.

“Sie scheint ein Arbeitstier zu sein”, antwortete Toji mit gelassener Stimme. “Doch im Moment braucht auch sie etwas Ruhe, denn ihre Position ist wichtig für die Moral der Mannschaft. Sie kann sich keine Fehler erlaubten.”

Henzo Murata schien diese Problematik zu verstehen. Während er bedächtig nickte bewegte sich auch sein Doppelkinn. Sanft schob er seine Brille auf ihre ursprüngliche Position zurück und lehnte sich wieder an. Er wirkte nun wirklich wie ein waschechter Geschäftsmann. Sein Blick musterte den ganzen Körper seines Neffen. Dann schlich sich ein Lächeln auf das runde Gesicht.

“Du hast Glück, Toji”, brach er das Schweigen nach ein paar Minuten. “Ich habe hier zwei Karten für ein Konzert eines Orchesters unseres Volkes. Dazu noch eine Reservierung für einen Tisch in einem teueren Restaurant in der Innenstadt. Unternimm etwas mit ihr, ich denke deine Tante Kaede wird es dir verzeihen können. … Und morgen treffen wir uns dann gegen zehn Uhr Standartzeit am zivilen Raumhafen, Landebucht 224-Beta.”

Toji dankte seinem Onkel für dieses Angebot und versicherte ihm, dass er am nächsten Tag pünktlich sein würde. Danach verabschiedeten sich die beiden Männer wieder vollkommen traditionell und der junge Offizier machte sich auf den Weg. Vielleicht würde er mit diesem Tagesprogramm einen besseren Draht zu Serenety bekommen können. Es wäre auf alle Fälle ein guter Pluspunkt für seine Mannschaft. Nur wenn sich die Führung verstand konnte die Arbeit auch Früchte tragen. Auf schnelleren Schritten stürmte er zum Turbolift und betätigte den Knopf für die Eingangshalle.

( OP @ Seren: Henzo hat dir zu diesem Zeitpunkt schon die Einladung für den Flug nach Onderon geschickt.)

…​

Knapp zwei Stunden waren seit seinem Besuch bei seinem Onkel vergangen. Nun saß Toji in einer Fähre auf dem Weg zu seinem Angriffskreuzer, der “Musashi”. Die Piloten arbeiteten mit ihrer gewöhnlichen Routine, doch das Interesse des Flottenoffiziers lag woanders. Aufmerksam musterte er die Hülle seines Schiffs. Ein paar kleinere Schäden an der Hülle hatte man in den letzten Stunden flicken können, aber die groben Arbeiten konnten nur in einer Werft erledigt werden. In seinem Hinterkopf speicherte sich der Commander die Nachricht, dass er einen Antrag auf Reparatur stellen würde. Er konnte die ganze Arbeit nicht seiner Mannschaft aufhalsen.

Ohne irgendwelche Komplikationen landete die Fähre im Hangar des imperialen Kreuzers. Senjjari hatte schon auf ihn gewartet. Schnell tauschte man sich die neusten Informationen aus und neue Befehle wurden an die jeweiligen Stationen verteilt. Die Mannschaft, so schien es dem Kommandanten, war wirklich sehr fleißig. Dennoch würde er den Antrag für die Werft stellen. Ohne viel Zeit zu verschwenden ging Toji in sein Büro und stellte über einen sicheren Kanal den Antrag an die zuständige Stelle. Danach gab er seinen Mannschaftsmitgliedern den Landurlaub für die nächsten zwei Wochen.

Als seine Arbeit erledigt war machte er sich zu Serenetys Privaträume auf. In seiner Tasche hatte er die Karten für das Konzert. Ein Anflug von Anspannung machte sich in seinem Körper breit. Sogar sein Pulsschlag ging schneller als sonst. Toji konnte diese junge Frau einfach nicht einschätzen. Sie stellte, für ihn in machen Situationen, eine echte Ausnahme dar. Vielleicht würde dieser Abend das Verständnis für sie etwas mehr fördern. Als er vor ihrer Türe angekommen war klopfte er an. Es dauerte einen Moment und dann öffnete die junge Frau die Tür. Sie trug ihre Uniform und der Commander konnte sich ein freundliches Lächeln nicht verkneifen.

“Hallo, Lt.Cmdr. Akaji”, begrüßte er seinen ersten Offizier mit einem Salut. “Ich hätte da eine Frage an sie. Wollen Sie mich zu diesem Konzert begleiten? Ich würde gern die Gelegenheit nutzen um das Verhältnis zwischen uns beiden zu verbessern. Außerdem brauchen wahrscheinlich wir beide eine kleine Auszeit von der Arbeit.”

Absichtlich legte Toji in diesen Vorschlag keinen Befehlston. Es war wirklich ein aufrichtiger, freundlicher Vorschlag. In diesem Moment hegte er nicht einmal irgendwelche Hintergedanken. Eigentlich hatte er im Moment sowieso keine Lust auf Abenteuer. Toji wollte diesen Abend einfach in netter Gesellschaft verbringen.


- Bastion - Orbit von Bastion - INT “Musashi” - vor den privaten Räumen von Serenety - mit Serenety -
 
[ Bastion ~ Center ~ “Murata-Corp.”-Tower ~ Büro des Vorstands ~ Henze (NPC) allein ]

Mit einem breiten Grinsen kehrte Henzo zu seinem großen Schreibtisch zurück. Sein sympathischer Neffe hatte ihn perfekt in seine Hände gespielt. Er hatte dafür das romantische Essen mit seiner Ehefrau opfern müssen, aber dies geschah für einen größeren Plan seiner Familie. Die Hochzeit ging gegenüber kleineren Annehmlichkeiten vor. Nun nippte er noch etwas an seiner Tasse Tee. Weitere Schritte würden nun in Angriff genommen werden müssen. Gerade das familieneigene Schiff musste für den morgigen Flug vorbereitet werden.

Nachdenklich tippte der korpulente Geschäftsmann an einer Nachricht für seinen Vater und Han Akaji, dem Vater von Serenety Akaji. Ein kleiner Anflug von Stolz durchströmte den älteren Mann während er Satz für Satz ausformulierte. ‘Und morgen kehre ich nach Onderon zurück’, dachte sich Henzo zufrieden. Wieder nippte er an seinem Tee und informierte nebenbei seine Frau über diese (glückliche) Wendung. Am Komlink schien sie kein Problem mit dieser kurzfristigen Änderung der eigenen Pläne zu haben. Im Gegenteil freute sie sich auf die künftige Hochzeit ihres Neffen.

Nachricht an das Anwesen der Muratas (über einen privater Kanal über das HoloNet)

Werter Vater,

Heute kam mich dein Enkel besuchen und wir kamen schnell ins Gespräch. Natürlich haben wir den Verhaltenskodex unseres Volks zu wahren. Er hatte eine ruhmreiche Schlacht geschlagen und schien bei seinem Besuch auch gewachsen. Er ähnelt seinem Vater von Tag zu Tag mehr. Ich habe ihn zu einem Besuch auf dem Anwesen eingeladen.

Ebenfalls habe ich, wie ausgemacht, eine Nachricht an die Tochter von Han Akaji geschrieben. Wir alle werden uns morgen am Raumhafen treffen und zusammen nach Onderon kommen. Die letzten Vorbereitungen sind von mir in die Wege geleitet worden und somit verläuft alles nach Plan.

Beste Grüße und meine Ehrerbietung,

Dein Sohn Henzo


Danach lehnte er sich für einen Moment zurück. Die Nachricht ging über sichere Wege nach Onderon und würde dort ebenfalls so manche Hebel in Bewegung setzen. Die Falle, welche man Toji und Serenety gestellt hatte, war fast fertig. Ein Grinsen der Zufriedenheit zeigte sich auf seinem Gesicht. Nun musste er nur noch das Schiff fertig machen lassen und dann war alles bereit. Sofort stürzte er sich auf die Arbeit. Auch berufliche Aufgaben warteten noch auf ihn.


[ Bastion ~ Center ~ “Murata-Corp.”-Tower ~ Büro des Vorstands ~ Henze (NPC) allein ]​
 
~ Orbit um Bastion ~ an Bord der Musashi ~ Serenetys Quartier ~ allein

Der Schlaf war eine vollwertige Befriedigung für den Körper der jungen Exotin, die seit Stunden auf den Beinen gewesen war ohne sich eine Pause zu gönnen. Die Restliche Nacht, die schon in den Morgen graute war kurz. Als Serenety zu Bett gegangen war, war es kurz vor vier Uhr gewesen. Da nun auch ihr Körper endlich Ruhe brauchte zogen sich die Stunden des schlaffes ein wenig in die Länge. Es war ruhig im Quartier. Nur das gleichmäßige atmen der Schlafenden war zu vernehmen. Ob sie träumte oder nicht würde sie am andern Morgen nicht mehr sagen könne. Intensiv war ihr Schlaf und wurde durch nichts gestört. Es war das erste Mal seit langem, dass sie wieder einmal so gut schlief. Die Stunden flogen dahin und als Seren erwachte zeigte ihr Chrono zehn. Fünf Stunden schlaf, etwas was nichts Ungewöhnliches für Serenety Akaji war. Als sie die Decke zurück schlug um auf zu stehen kam ihr die Kühle des Raumes entgegen und weckte sie erst Recht. Langsam erhob sie sich aus dem Bett, welches so schön warm war und dazu verführte noch ein wenig länger liegen zu bleiben. Doch dies gestattet sie sich nicht. Arbeit wartete und diese wollte sie erledigt haben. Seren betrat die Nasszelle, zog sich aus und schritt unter die Dusche. Als das warme Wasser ihre Haut berührte seufzte sie leise. Die Wärme tat ihr gut und belebte ihren Geist. Mit einem kurzen Handgriff griff sie nach der Seife um sich einzuschäumen, ehe sie zu ihrem Haar überging, welches bis zu ihrem Gesäß reichte. Langes stand sie da und ließ das Wasser auf sich herab prasseln obwohl die Seife schon längst fort war. Dann erst schaltete sie den Hahn ab, griff nach einem Handtuch und wickelte sich darin ein. Nur mit einem Handtuch begleitet kehrte sie in ihr Quartier zurück um sich frische Kleidung zu besorgen. Ihr Haar steckte ebenfalls unter einen Handtuch, damit der Boden nicht Nass wurde. Als sie sich abgetrocknet hatte zog sie eine frische Uniform an, rieb ihr Haar so trocken wie sie konnte und sorgte für Ordnung im Bad und im Schlafraum. Erst als alles zu ihrer Zufriedenheit war, verließ sie dieses Zimmer um ihr Arbeitszimmer zu betreten welches ein Stück weiter vorn lag. Für einen Moment sah sie sich um, glitt zu einem kleinen Tischen auf dem eine Kanne stand und bereite sich Tee zu. Erst als auch dies getan war setzte sie sich an ihren Tisch und ging ihre unterlagen durch, die fein säuberlich und geordnet an ihrem Platz lagen. Die Schreiben für die Angehörigen waren zu Ende, dafür musste sie noch einige Behandlungsgespräche verfassen und diese einsortieren. Der Stapel an Papier würde ebenfalls seinen richtigen Platz finden und dann hatte sie noch einen Termin mit einem Klienten, der Hilfe brauchte.

Wieder vergingen die Stunden ohne dass sie etwas aß. Einzig und allein der Tee, füllte ihren Magen. Der Stapel an Unterlagen verkleinerte sich rapide, denn eine Pause kam nicht infrage. Als Serenety ihre Tasse zum vierten mal füllte viel ihr Blick auf ein Chrono welches auf ihrem Tisch stand. In einer halben Stunde würde ihr Patient kommen. Ihr Arbeitseifer hatte sie nicht im Stich gelassen. Die junge Frau strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und beendet ihr Werk, räumte den Tisch auf, stand auf und goss sich eine neue Kanne mit Tee auf. Fünf Minuten bevor ihr Patient kommen sollte hatte sie alles erledigt. Ihr Arbeitsraum sah aus wie geleckt so wie auch ihre privaten Räume. Durch ihre Mutter und ihren Vater hatte Serenety gelernt in punkte Ordnung ein Genie zu sein. Einige würden sie wohl als Perfektionistisch halten, denn alles hatte seinen Platz.

Kurz darauf erklang ein Piepsen an ihrem Ohr und dann trat auch schon ein Mann ein, der ungefähr in ihrem alter war, vielleicht ein wenig älter. Sein Gesicht war gezeichnet durch den Unfall, denn er bei dem Kampf erlitten hatte. Seine Augen waren traurig. Das Grün darin leuchtete nicht. Sein Braunes Haar lag wohlgeordnet und ebenso seine Uniform, die ihn als Lt. auswies. Mit einem Nickten bat Serenety ihn platz zu nehmen auf der Liege. Er tat wie ihm geheißen wurde. Ein langer Seufzer entrang sich seiner Kehle, dann lehnte er sich zurück. Serenety nahm ihm gegenüber platz.


„Chol, ich glaube sie sollten einfach anfangen zu sprechen und sich alles von der Seele reden. Dies wird bestimmt helfen. Möchten sie eine Tasse Tee?“

Einen Moment geschah nichts, dann schüttelte der den Kopf. Seine Augen sahen sie an und die Hoffnungslosigkeit darin tat ihr weh. Dies ließ sie sich aber nicht anmerken, denn als Counselor musste sie ein Vorbild sein. Ihre Aufgabe war es anderen zu helfen. Entweder Probleme zu bewältigen oder mit ihnen besser klar zu kommen. Chol schien für einen weiteren Moment Probleme damit zu haben sich zu öffnen und Serenety ließ ihm die Zeit die er brauchte. Was ihn bewegte fühlte sie. Ihn jetzt zu drängen, würde nicht helfen. Er musste von ganz allein zu diesem Entschluss kommen so wie er sich dazu entschlossen hat zu ihr zu kommen um Rat zu erhalten. Dann endlich geschah etwas.

„Jede Nacht ist eine Qual. Ständig sehe ich die Bilder der Toten. Sie verfolgen mich, jagen mir Angst ein. Ich habe ständig das Gefühl, sie versuchen mir einzureden, dass ich hätte ebenfalls nicht überleben sollen. Es macht mich Krank. Wenn ich in den Spiegel sehe und mein Gesicht betrachte werde ich daran erinnert, welch ein Versager ich bin.“

Serenety hörte ihm schweigend zu. Was er durchmachte konnte sie sich vorstellen. Sie hatte den Arzt bericht gelesen und wusste, dass Chol stunden eingeschossen gewesen war und Verbrennungen erlitten hatte, die man noch immer in seinem Gesicht sah. Sie schienen nur langsam zu heilen. Doch seine inneren Wunden waren viel schlimmer. Was ihn in seinen Träumen quält war nicht ungewöhnlich. Denn hatte nur zusehen können wie seine Kameraden und Kameradinnen gestorben waren, während er eingeklemmt gewesen war und nichts hatte tun können. Der Verstand einer Person konnte sonderbar Wege gehen, besonders dann, wenn er sich selbst für etwas verantwortlich machte oder es nicht verkraftete tatenlos zusehen zu müssen wie ein Unglück das andere jagte. Mit seinen eigenen Augen hatte er sehen müssen wie Freunde und Kollegen nicht weit von ihm elend gestorben waren. Sein Bewusstsein hatte alles in sich aufgenommen. Nichts war ihm erspart geblieben. Serenety konnte ihm nachempfinden.

„All die Körper! Ich habe gesehen wie sie verbrannt sind. Habe ihre Schreie gehört und ihr flehen nach Hilfe. Ihre Augen! Ihre Augen haben mich angesehen…,“ er brach ab und schluckte. „Warum nur bin ich nicht ohnmächtig geworden? Warum habe ich dies alles sehen müssen? Lieber wäre ich gestorben und damit mit ihnen gegangen. So wäre mir erspart geblieben jede Nacht ihre Gesichter von neuem zu sehen. Immer wieder diese Blicke zu spüren. Zu sehen wie flehentlich und Elend sie zu Grunde gegangen sind.“

Serenety ließ ihm erneut Zeit, erst als er schwieg sah sie die Zeit gekommen selbst etwas dazu zu sagen.

„Sie tragen keine Schuld Chol. Sie waren eingeklemmt, wie hätten sie so helfen sollen? Was sie erlebt haben muss ihr Körper und ihr Geist verarbeiten, denn es ist etwas Schreckliches zusehen zu müssen wie andere verbrennen und sterben. Unser Bewusstsein braucht Zeit um mit solchen Bilder umzugehen. Sie vergehen nicht von heute auf morgen. Nein Chol, sie haben nicht ohne Grund überlebt. Gleich wie schwer dies alles sein mag, ihr Leben steht ihnen noch bevor. Hätten sie ihre Verlobte wirklich allein lassen wollen?

Chol sah die Counselor erstaunt an. Er hätte nicht gedacht, dass sie von seiner Verlobung wusste. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen als er darüber nachdachte. Serenety war mit Absicht auf diese Sache eingegangen um dafür zu sorgen, dass er seinen Geist auf etwas anders lenkte als darauf selbst sterben zu wollen, denn dies wäre alles andere als richtig gewesen.

„Glauben sie dass ihr Verlobte damit hätte leben können? Sie und Jane wollten Heiraten und dies im nächsten Monat. Ihr Wunsch sterben zu wollen ist Egoistisch, denn sie würden Jane damit das Herz brechen. Sie liebt sie und würde alles für sie tun. Wunden verheilen Chol. Ihr Äußeres wird sich erholen. Lenken sie ihre Gefühle auf die Positiven Dinge. Träume sind etwas normales, unser Körper versucht somit mit Geschehnissen umzugehen. Versuchen sie nicht, diese Träume mit aller kraft zu bezwingen, denn sie schaden sich so nur umso mehr. Es ist wichtig, dass sie ihren Geist reinigen.“

Die Counselor machte eine kurze Pause, nippte an ihrem Tee und ließ ihm Zeit nach zu denken. Chol verlangte zuviel von sich auf einmal. Er musste verstehen, dass alles Zeit brauchte, ebenso musste er begreifen sich auf die Positiven Dinge des Lebens zu konzentrieren, anstatt auf die negativen. Viele Patienten taten genau dies. Die negativen Ereignisse blieben an ihnen haften und somit verrannten sie sich. Chol schluckte und strich sich über das Kinn.

"Werden die Träume aufhören? Werde ich endlich eine Nacht durchschlafen können?“

Serenety nickte.
"Alles braucht Zeit Chol. Schritt für Schritt müssen wir alles verarbeiten. Sie können dies beschleunigen, wenn sie darüber sprechen. Ihre Ängste erzählen. Gleichzeitig sollten sie sich aber stets vor Augen halten, dass sie die Erlebnisse nicht ständig heraufbeschwören sollten. Versuchen sie nicht jede Nacht ständig mit Gewalt die Träume zu verjagen. Dies wird ihnen nicht gelingen. Im Gegenteil, sie verschlimmern es nur noch. Lenken sie ihre Gedanken auf positive Dinge und damit auf die bevorstehende Hochzeit. Mit der Zeit lassen die Träume nach und sie finden zur Ruhe.“

„Aber mein Gesicht!“

Serenety schüttelte den Kopf. „Jane wird sie nicht mehr oder weniger lieben nur weil sie Wunden davon getragen haben. Die Überreste werden verheilen. Tragen sie die Wunden die sie erhalten haben mit Stolz und nicht mit Angst. Das Leben Chol, ist so unbeständig wie nur etwas. Was geschieht können wir nicht lenken. Aber wir können unsere Entscheidungen selbst treffen. Es ist besser einen Wunde, Schramme oder Kriegsverletzung mit Stolz zu tragen als sich deswegen auf zu hängen. Ein wahrer Mann lässt sich durch nichts erschüttern und schon gar nicht durch so etwas. Sie sind attraktiv und für Jane der einzige Mann ihn ihrem Leben, der perfekter nicht sein könnte. Als seien sie auch darauf stolz.“

Ein Lächeln erschien auf den Lippen des Lt., dann stand er auf. Sein innerstes hatte sich verändert. Tatendrang konnte Serenety darin spüren. Er hatte so einiges begriffen jetzt musste er es nur noch in die Tat umsetzen. Dies würde Zeit brauchen aber er stark genug um es zu schaffen.

„Ich danke ihnen Counselor.“

Damit verabschiedet er sich und Seren schüttelte leicht den Kopf. Sie hatte ihm den Weg aufgewiesen nun musste er ihm folgen. Es wäre nicht das Letzte mal, dass er sie aufsuchen würde. Weiter Gespräche würden noch folgen, wenn auch nicht so viele. Die junge Frau kehrte an ihren Tisch zurück und legte die Notizen, welche sie geführt hatte ab. Sie musste diese noch zu einem Bericht verfassen. Die nächste Stunde war sie damit beschäftigt. Zwischenzeitlich piepte ihr Com. Serenety lass die Nachricht welche von Henzo Murata stammte. Eine Einladung nach Onderon. Dies erstaunte sie. Was dies wohl zu bedeuten hatte? Nun sie würde es nur herausfinden können, wenn sie jene Einladung annahm und so schickte sie eine Bestätigung. Noch immer hatte sie keine Pause gemacht und ihr Magen sehnte sich langsam nach etwas essbarem. Doch dies ignorierte sie völlig. Für heute wäre dies ihr letzter Termin gewesen. Dann würde sie endlich ein wenig frei machen. Als die Tür erneut ein Summen von sich gab seufzte sie, stand auf und öffnete. Doch anstatt eines Patienten stand ihr Vorgesetzter vor ihr. Ein freundliches Lächeln lag auf seinen Lippen und seine Begrüßung viel ebenfalls höflich aus. Mit ihm hatte sie am aller wenigsten gerechnet.

„Sir!“ Mit einem Salut begrüßte sie ihn. Was er wohl wollte? Hoffentlich keine Beschwerde bei ihr einlegen, da sie noch arbeitet. Eine Frage? Seren glaubte schon dass sie sich etwas anhören musste doch stattdessen nahm seine Frage eine völlig andere Wendung. Sie sollte ihn zu einem Konzert begleiten? Wie kam sie den zu solche einer Ehre? Eine recht außergewöhnliche Bitte oder Frage. Ah! Er wollte also die Gelegenheit nutzen sie ein wenig besser kennen zu lernen und damit ihr Verhältnis zu vereinfachen. Schlitzohr! Mit letzter hatte er allerdings Recht. Ein Konzert also. Nun warum nicht immerhin wurde man ja nicht alle Tage von seinem Vorgesetzten eingeladen.

„Ich bin überrascht! Aber von mir aus gerne. Eigentlich wollte ich dieses Konzert besuchen. In netter Gesellschaft ist es natürlich etwas völlig anderes. Wenn sie einen Moment auf der Sessel platz nehmen wollen zieh ich mich nur um.“

Seren trat einen Schritt zurück und ließ ihn damit eintreten. Toji trug einen schwarzen schlichten Anzug und sie würde sich anpassen. Als er platz genommen hatte bot sie ihm einen Tee an und reichte ihm dann eine Datenkarte mit den fertigen Berichten für die Angehörigen. Somit wäre er beschäftigt und sie konnte sich umziehen. Serenety ließ ihn allein und betrat ihre privaten Räume. Überrascht hatte sie es sehr, dass er ausgerechnet sie einlud. In seinem Anzug sah er aber auch sehr gut aus. Seren öffnete ihren Schrank und suchte nach einem passenden Outfit. Wurde fündig und zog sich um. Ein dunkel Blaues Kleid bedeckte nun ihren Körper. Es ging ein Stück über ihre Knie und wurde im Nacken von zwei Bändern gehalten. Der Ausschnitt ging nicht sehr tief und darüber zog sie eine leichte Jacke. Das Blau glänzte leicht und hob ihre Augen sowie ihr Schwarzes Haar hervor. Serenety trat an den Spiegel, überlegte kurz was sie mit ihrem Haar machen sollte und entschloss sich dann dazu es hoch zu stecken. Nach wenigen Minuten war dies geschehen und ebenso veränderte sie das leichte Make up, damit es passte. Kurz darauf schlüpfte sie in entsprechende Schuhe, die sie damit zehn Zentimeter größer machten wie sie eigentlich war. So schnell konnte man wachsen und ein Meter achtzig werden. Im Großen und Ganzen hatte sie für umziehen, frisieren und zurechtmachen zwanzig Minuten gebraucht. Als sie zurück in ihren Arbeitsraum kehrte nickte sie ihrem Vorgesetzten zu, der überrascht schien, dass sie schon fertig war. Diesmal konnte sie sich ein grinsen nicht verkneifen.

„Von mir aus können wir gehen. Tun sie mir nur einen Gefallen, schließen sie den Mund. Als Offizier lernt man das Zeit kostbar ist.“

~ Orbit um Bastion ~ an Bord der Musashi ~ Serenetys Quartier ~ mit Toji
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Innenhof - Darth Draconis, Kaliya Lethis]

Es war noch nie ein Problem gewesen Menschen oder sonstige Lebewesen zu töten. Seit sie die Akademie verlassen hatte, war es sogar zu einer Tagesaufgabe geworden; vor allem auf ihrem letzten Wohnort, dem Planeten ihres Hasses.
Sie hatte tagtäglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Und dieses Mal war es wieder so weit. Sie hatte keine wirklich Waffe, ?nur? die Macht und ihr können im Zweikampf. Und eigentlich sollte sie keine Angst vor ihrem Gegner haben, denn Angst würde ihren Blick trüben. Doch ihr Gegner hatte eine Veränderung durchgemacht, und war sehr wütend geworden. Man konnte seinen Hass schon förmlich sehen. Und dieser Zustand bereitete ihre Sorgen.
Vor dieser Veränderung war sie sich 100 % sicher gewesen, dass er kein Gegner für sie war. Doch nun würde sie sich wirklich anstrengend und um ihr Überleben kämpfen müssen.
Die Meditation die sie eben durchgeführt hatte, hatte ihr einen Teil ihrer Kraft zurückgegeben, doch nicht einmal annähernd vollständig. Was nicht einmal ein Wunder war; denn sie vermutete das sie schon mindestens einen Tag hier trainierte. Demnach hatte sie nichts zu Essen zu sich genommen, geschweige denn etwas getrunken. Nur trainiert ? und das nagte an ihre Kräften.
Sie wusste nicht, was der Jünger konnte, wie stark er im Umgang mit dem Lichtschwert war. Doch Hass war ein sehr mächtiger Verbündeter ? und er strahlte eine Menge Hass aus.

Sein Blick war auf sie gerichtet, und es schien, als würde er nur darauf warten endlich los laufen zu können und sein Lichtschwert mit all seiner Kraft und Stärke durch sie hindurch zu bohren, sie niederzustrecken. Doch Kaliya würde dies nicht zu lassen. Niemals. Sie hatte nicht umsonst so lange trainiert und den Tod ihres Meisters vorerst in Kauf nehmen müssen um jetzt gegen einen Jünger sterben zu müssen.
Kaliya Lethis hatte eine sehr gute Ausbildung genossen. Sie war einmal ein Jedi Padawan gewesen, eine Kopfgeldjägerin und eine Überlebenskünstlerin. Sie würde ihre Vorteile nutzen und ihn niederstrecken; und ihrem neuen Meister beweisen dass sie es Wert war weiterhin ausgebildet zu werden.

Er rannte los; und ein lauter Schrei der mit Wut und tiefem Hass erfüllt war erklang in dem Garten mitten im Tempel. Ein solcher Schrei würde einen normalen Humanoiden erzittern lassen, doch Kaliya konzentrierte sich zusehends, um sich nicht davon beeinflussen zu lassen. In nur ein paar Sekunden hatte der Jünger sein Ziel erreicht und das aktivierte Lichtschwert direkt in ihre Richtung bewegte. Diesem ersten Schlag konnte Kaliya direkt und ohne Probleme ausweichen, da er vorhersehbar war. Ein durch Hass angetriebener Kämpfer, der sein Blick für alles anderer verlor war kein besonders schwieriger Gegner, denn die meisten Angriffe waren vorherzusehen. Das Problem in einem solchen Gegner bestand in seine Kraft und Schnelligkeit. Denn das Adrenalin welches durch seinen Körper strömte und ihm kurzzeitig mehr Kraft und Energie verlieh, lies ihn schneller werden; jedoch auch blind für die Angriffe, die Kaliya ihm gegenüber bringen würde.
Der Zweite Schlag war auf ihre Schulter abgesehen; Kaliya lies sich gen Boden fallen und rollte sich weg. Eine Energiewelle ging von ihr aus, und drückte den Jünger ein paar Meter nach hinten. Doch er blieb nicht lange dort, nahm sofort wieder seine Schrittstellung ein, erhob sein Lichtschwert und sprang nach vorn. Sie wich dem Schlag aus, konnte ihn somit erreichen, ballte ihre Fäuste und schlug ihm tief in die Magengegend. Er taumelte ein paar Schritte rückwärts und erneut nutze sie die Macht und stieß ihn um. Er fiel hart auf den Boden, und blieb ein paar Sekunden verwirrt liegen.

Kaliya wusste, dass der Kampf nicht lange dauern darf. Sie spürte wie nach diesen wenigen Angriffen ihre Kraft bereits nachließ, und irgendwann würde sie ihm nichts mehr entgegenbringen können. Sie musste ihm das Lichtschwert abnehmen, sonst würde sie keine Möglichkeit finden.
Seine Augen ließen sie beinahe vor Angst erstarren? Was hatte ihr neuer Meister ihm gesagt? Was hatte er getan, dass der Jünger in Sekundenschnelle einen solche Hass zu tage gefördert hatte?
Er sprang auf und ging direkt auf sie los; sein Hass schien noch größer. Mit ihren Händen konnte sie sich nicht wehren, sie würde Gefahr laufen das er ihr eine oder gleiche beide Hände abtrennen würde. Sie musste einen anderen Weg finden, während sie um ihr Leben kämpfte. Das Lichtschwert raste auf sie nieder, und streifte sie an ihrem Oberarm, denn sie konnte dieses Mal nicht schnell genug ausweichen. Der Schreck lies sie zu Boden gehen, und ein weiterer Schlaf verfehlte ihr linkes Bein nur sehr knapp. Sie rollte sich nach hinten weg und hielt ihre Hand auf die nicht blutende Wunde. Es schmerzte ziemlich, doch sie hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Es ging hier viel mehr als um eine Wunde, es ging um ihr Leben. Und wenn sie dem Jünger nicht schnell das Lichtschwert abnahm, würde sie bald keine Schmerzen mehr haben.
Kaum auf den Beinen angekommen raste das Lichtschwert, wieder auf sie zu. Er beherrschte es für einen Jünger relativ gut und Kaliya hatte große Schwierigkeit der Klinge auszuweichen. Sie MUSSTE ihm das Lichtschwert abnehmen.
Erneut wich sie einem Schlag aus, doch der Jünger schlug danach sofort wieder auf sie ein, und konnte ihr erneut einen kleine Wunde zufügen; dieses Mal am Rücken als sie versuchte sich wegzudrehen. Es tat höllisch weh, doch sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Sie hatte schon schlimmere Schmerzen erlebt, physische wie auch psychische. Eine solche kleine Wunde würde ihr nichts anhaben können.
Durch das viele Ausweichen hatte sie ihre Umgebung außer Acht gelassen. Sie war in Richtung der großen Stein an dem Bach zurück gegangen, und stolperte Rückwärts über einen der Steine. Dabei spürte sie, wie ein tiefer und starker Schmerz ihr linken Fuß durchzog; und der Jünger nutzte seine Chance. Der Schmerz lies ihren Blick kurzzeitig trüben, und er konnte sie erneut am Bein verletzten. Es war keine große Wunde, doch mittlerweile wurde es immer mehr und bald würde er ihr einen tödlichen Stoß versetzten.
Sie rollte sich auf dem Boden, während er weiter nach ihr Schlug. Doch das Lichtschwert traf sehr oft mitten in die Erde und lockerte diese auf. Und hier kam ihr eine Idee.
Sie drückte den Jünger durch die Macht nach vorn, blieb jedoch am Boden, da sie das Gefühl hatte nicht einen weiteren Schritt tun zu können, und als sie auf ihren Fuß blickte, wusste sie auch warum. Er hatte eine sehr eigenartige Position, vermutliche hatte sie ihn beim Sturz irgendwie verdreht und ein Knochen musste gebrochen sein.
Sie würde nun ihre letzten Kräfte sammeln müssen um ihn zu besiegen. Ein kleiner Stein fiel in ihr Blickfeld, welche sie versuchte mit der Macht hochzuheben. Sie hatte es beim Training immerhin geschafft das Büschel Gras auszureißen und in den Bach zu werfen. Es war dieses Mal auch nur ein Stein, und die Größe spielte keine Rolle. Doch der Jünger sah was sie vor hatte, da sie zu viel Zeit hatte verstreichen lassen. Er nutzte die Situation und ging sofort wieder auf sie los. Erneut rollte sie sich weg; und hatte es nicht einmal geschafft den Stein um ein paar Zentimeter anzuheben oder zu bewegen. Ganz im Gegenteil, sie hatte nur noch mehr an ihrer Kraft verloren.


?Ich werde dich töten und leiden lassen, für alles was du mir angetan hast!? sagte der Jünger auf einmal. Kaliya wusste nicht was er meinte, aber nun hatte sie eine leise Ahnung was ihr Meister getan haben könnte. Irgendjemand musste dem Jünger einmal sehr weh getan haben, und ihr Meister musste den unterdrückten Hass gesehen und befreit haben. Nun konnte sie verstehen, was für eine Veränderung ihr Gegner auf einmal durchgemacht hatte.
Er schrie, und heftige Schläge prasselte auf Kaliya ein, welcher mittlerweile wieder auf beiden Füßen stand und versuchte den Schmerz so gut es wieder zu unterdrücken. Ein Machtstoß lies den Jünger erneut nach hinten taumeln, ein zweiter lies ihn zu Boden fallen.
Jetzt oder gar nicht, dachte sie sich. Sie nahm all ihre Kraft zusammen, konzentrierte sich, spürte wie die Macht durch ihren ganzen Körper floss, aus ihrer Hand austrat, ihren Arm verlängerte und den Stein hob. Dann warf sie den Stein auf den Jünger, welcher völlig verdutzt und vor Schmerzen aufschrie. Als nächstes suchte sie die Stelle, wo ihr Gegner mit dem Lichtschwert hineingetroffen hatte, nahm die Erde in die Hand und warf sie auf den Jünger, direkt in seine Augen und half mit der Macht nach das die Erde auch direkt in die Augen traf.
Er lies wie erwartet das Lichtschwert fallen und rieb sich seine Augen, versuchte die Erde wieder herauszubekommen. Kaliya war schon längst bei ihm angekommen, ignorierte den Schmerz in ihrem Fuß und hob das Lichtschwert. Sie aktivite es und eine Lächeln huschte über ihr Gesicht.


?Ich versage niemals.? sprach sie ruhig aus und rammte das Lichtschwert in das Herz des Jüngers. Erschöpft lies sie sich auf den Boden fallen?.

[Bastion - Center - Sith Orden - Innenhof - Darth Draconis, Kaliya Lethis]
 
- Bastion - Orbit von Bastion - INT “Musashi” - vor den privaten Räumen von Serenety - mit Serenety -

Serenety wirkte über dieses Angebot überrascht. Wahrscheinlich hatte sie mit diesem Schachzug von Seiten Tojis nicht gerechnet. Glücklicher Weise musste die junge Frau nicht wissen, dass es in diesem Fall nur reine Improvisation war. Hätte Henzo, der Onkel des jungen Flottenoffiziers von Onderon, ihm nicht die Karten und die Reservierung für den Tisch gegeben, wäre Toji wahrscheinlich nicht zu dieser Gelegenheit gekommen. Mit einem Lächeln auf den Lippen beobachtete er die ganze Situation an der Tür. ‘Manchmal ist die junge Akaji wirklich süß’, dachte er sich und wartete auf ihre Reaktion.

“Ich bin überrascht”, gestand die junge Frau. “Aber von mir aus gern. Eigentlich wollte ich dieses Konzert besuchen. In netter Gesellschaft ist es natürlich etwas völlig anderes. Wenn Sie einen Moment auf dem Sessel Platz nehmen wollen, zieh ich mir nur um.”

Mit diesen Worten trat sie zur Seite und gab ihm die Chance zum eintreten. Höflich bedankte sich der Kommandant der “Musashi” und betrat zum zweiten Mal die privaten Gemächer von Serenety. Sein Blick schweifte, wie schon beim ersten Mal, durch die vier Wände. Sie hatte ihr Quartier wirklich geschmackvoll eingerichtet. Keines der vorhanden Möbel wirkte protzig. Eine außergewöhnliche Schlichtheit (verbunden mit Eleganz) gab dem Raum seine eigene Atmosphäre.

Mit gemächlichen Schritten ging der Flottenoffizier zu dem angebotenen Sessel und nahm Platz. Es war ein bequemer Sitz und so konnte er sich wunderbar auf die kommende Wartezeit vorbereiten. Die junge Frau reichte ihm sogar noch einen Tee. Wieder zeigte sich die fundierte Erziehung der Akajis in ihren Gesten. Sie war wirklich mit den Traditionen ihres Volkes groß geworden. Erneut bedankte sich Toji und nippte an dem Tee. Er schmeckte vorzüglich.

Zu Tojis Überraschung brauchte Serenety nicht sehr lang für die Auswahl ihrer Kleidung. Sie hatte sich für ein blaues, geschmackvolles Kleid entschieden, welches wunderbar zu diesem Konzert passte. ‘Sie hat wirklich Geschmack’, bemerkte der Offizier in seinen Gedanken und vergaß, dass sein Mund offen stand.

“Von mir aus können wir gehen”, verkündete Serenety mit ihrer süßen Stimme. “Tun Sie mir nur einen Gefallen, schließen Sie den Mund. Als Offizier lernt man, das Zeit kostbar ist.”

Bei diesen Worten musste Toji lachen. Er hatte nicht gewusst, dass sie sogar ein Talent für Humor besaß. ‘Vielleicht, aber nur vielleicht, wird dieser Abend doch besser als erhofft’, schoss es ihm durch den Kopf während er sich erhob. In seiner Brusttasche waren die Karten für das Konzert. Toji war schon gespannt auf dieses musikalische Stück. Schon seit einer halben Ewigkeit war er nicht mehr bei einem Orchester gewesen. Somit war seine Vorfreude ziemlich groß.

“Richtig, dann wollen wir aufbrechen”, entgegnete Toji mit einem aufrichtigen Lächeln. “Wobei ich eher über Ihren guten Geschmack überrascht war. Sie haben das Thema mit diesem blaufarbenen Ton wunderbar getroffen.”

Zusammen machten sie sich zum Hangar auf. Dabei eröffnete Toji sogar mutig das Gespräch über die Musik ihres Volkes. Er persönlich liebte die Klänge der traditionellen Instrumente, konnte aber auch bei den neueren Stücken ordentlich mitfühlen. Sein Cousin Aiden war der Weinkenner und er selbst liebte die Musik. Irgendwie hatten alle Familienmitglieder irgendwo ihre Interessen. Wobei auch die Erziehung seiner Mutter eine gewisse Rolle dabei gespielt hatte.

Ohne große Verzögerung startete das Shuttle wieder auf seinen Rückweg zum Planeten. Das Konzert würde in gut einer Stunde beginnen und deshalb war auch ein kleines bisschen Eile geboten. Die Piloten blieben auch in diesem Fall ziemlich ruhig und gingen ihrer Arbeit nach. Während des Flugs hatten die beiden Offiziere weiter genügend Gelegenheit um sich über solche und ähnliche Sachen zu unterhalten. Die Arbeit sollte an diesem Abend keine Relevanz haben. Serenety und er sollten einfach einen schönen Abend genießen. So hatte es sich jedenfalls Toji vorgestellt.

…​

Die Konzerthalle befand sich im Zentrum von Bastion. Schon von außen wirkte dieses Bauwerk sehr pompös. Man konnte einfach den Reichtum des Imperiums in jedem kulturellen Bauwerk auf diesem Planeten erkennen. Für ein paar Sekunden war Toji über diesen Anblick erstaunt. Hier verkehrte wirklich nur die “High Society”. Somit bekam er langsam auch eine Vorstellung wie teuer die Karten für dieses Konzert gewesen sein müssen. ‘Was Serenety nun über mich denken wird?’, fragte sich der Offizier und geleitete sie ins Innere der Halle.

“Wir haben wunderbare Plätze in der Loge”, stellte Toji fest und reichte seinem ersten Offizier eine der beiden Karten.

Im gemäßigten Schritt gingen die beiden durch die Gänge der Halle. Teuere und fein verarbeitete Wandläufer verdeckten die kahlen Wände dieses Bauwerks. Alles war in seichte Farben getaucht und gab diesem Ort eine beruhigende Atmosphäre. Dennoch war die Präsenz des Imperiums auch hier sichtbar. Büsten toter Imperatoren, Moffs und Flottenoffiziere war zwischen den Eingängen der Logen hingestellt worden. Toji hing in diesem Moment seinen eigenen Gedanken hinterher. Er wollte einfach diesen Ort auf sich wirken lassen. Ein Auge für die Kultur zeigen.

“Ah, hier sind unsere Plätze”, stellte er mit erfreuter Stimme fest. “Wenn ich bitten darf?”

Mit einer höflichen Geste nahm er der jungen Frau die Jacke ab und gab ihr den Vortritt. Danach ging er schnell zur Garderobe und gab dort das Kleidungsstück ab. Die Marke, welche er für die Abgabe erhielt, verwahrte er gut in seiner Brustasche. Anschließend machte er sich zum Rückweg auf. Dabei nahm er noch zwei Gläser Sekt mit. Immerhin sollte auch dieser Besuch etwas Stil haben. Nachdem er die Loge erreicht hatte, überreichte er Serenety das eine Glas und nahm ebenfalls Platz.

- Bastion - Center - Konzerthalle - gemietete Loge - mit Serenety -
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Innenhof - Darth Draconis, Kaliya Lethis]

Die Macht kannte viele Gesichter, Stärkere sowie Schwächere, Offensichtliche und Versteckte. Verschiedene Ansichten über ihren Charakter lassen einen fast denken sie hätte so etwas wie ein Bewusstsein, vielleicht gar einen Willen. Es wäre sogar anzunehmen, sie hätte verschiedene Gemütszustände. Man kann zwar behaupten die Macht habe keine dunkle oder helle Seite, doch jeder der in der Lage ist sie zu nutzen besitzt eine. So auch der Jünger der eine wahre Explosion seiner Gefühle heraufbeschwor. Mit immer schnelleren Atemzügen steigerte sich der Jünger in seine Rage. Der Sith Apprentice genoß es sichtlich, denn die frei gewordenen Energien welche aus Hass und Abscheu bestanden waren wie ein Balsam für seine Sinne. Er genoss die Symphonie aus den drei Elementaren Gefühlen welche den eigenen Einsatz mit der Macht steigerten: Hass, Zorn und die Angst. Wie zwei sich gegenüberstehende Seiten konnte er zusehen wie die Allianz des Hasses und des Zornes auf die geballte Angst seiner Jüngerin zuraste. Der Kampf begann
Draconis schloss die Augen, versuchte über seine Wahrnehmung das Geschehen zu beobachten. Ein gutes Training für ihn und ein Farbspektrum welches man sich einfach nicht entgehen lassen durfte. Erbarmungslose Schläge prasselten auf seine Adeptin ein, er hatte ein gutes Werkzeug zur Schulung seiner Adeptin geformt, die größte Herausforderung würde jedoch erst noch für sie kommen. Der Kampf fuhr rasant und erbarmungslos fort, so wie der Sith Apprentice es auch sehen wollte. Bei jedem Schlag, jedem Aufwallen von negativen Energien frohlockte der Sith Apprentice förmlich. Er bleckte einem Raubtier gleich die Zähne, lechzte nach der Steigerung der Wogen welche den Innenhof erfüllten. Immer wieder schlug er auf sie ein, verletzte sie, schaffte es ihr noch mehr Wut zu entlocken. Der Jünger demütigte die agile Adeptin förmlich, zwang sie aus sich herauszugehen.
Für ihn war es ein exzellentes Beispiel des Versagens. Der Jünger bewegte sich zwar zielsicher auf die Adeptin zu, doch was nutzte es wenn er seine Schläge unkontrolliert auf sie niederregnen ließ? Würde er überleben, er würde ihm zeigen wie er seine Rage kanalisieren könne, wie er aus ihr einen Hammer machen würde mit dem er seine Gegner zerschmettern könnte. Schlag um Schlag ging der Kampf weiter, eine Symmetrie des Hasses welche sich vor ihm ausbreitete und fesselte. Ohne den beiden auch nur das geringste Maß an Beachtung zu schenken sah er sich den Kampf an, doch was beide nicht fühlen konnten war seine innere Unruhe. Mehr, immer mehr wollte der Sith Apprentice sehen, wollte das Leid der beiden steigern und exponentiell wachsen lassen.


Die Adeptin begann jedoch zu schwächen. Wie konnte sie es nur wagen bereits nachzulassen? Der Apprentice schäumte vor Wut. Weniger angesichts des zu erwartenden Nachlassens seitens der Adeptin als vielmehr seiner eigenen Ergreifung einer Partei. Hatte er sich nicht gesagt er würde den Überlebenden weiter ausbilden? Wie konnte er dabei nur einen Favoriten haben? Das Ergebnis sollte eigentlich sein Favorit sein und nicht irgendeine persönliche Note die er den beiden geben würde. Nur der Stärkste durfte überleben, sollte einer nur durch das Glück gewinnen, würde er denjenigen töten. Ein weiterer Schlag fraß sich in das Fleisch seiner Adeptin, eine weitere Woge des Schmerzes erfüllte ihren Geist und ließ die Machtfühler des Meisters leicht erzittern. Sie litt, und das war auch gut so. Sie sollte den vollen Umfang des Schmerzes kennenlernen, sollte ihn lieben und hassen lernen, sollte von ihm lernen und ihn belehren, denn nur so würde sie seine Ausbildung auch überleben können.
Die Raserei des Jüngers hingegen war eine Zurschaustellung von Schwäche. Auch wenn dieser derzeit den Kampf dominierte, war seine Dominanz auf einem weichen Untergrund gebaut und drohte wegzusacken wenn seine Adeptin den richtigen Moment erfassen würde. Je länger der Kampf dauerte, desto langweiliger und hinauszögernder erschien er nun dem Apprentice. So sehr er sich eben noch für diese Darbietung begeistern konnte, so sehr ekelte sie ihn nun an. Seine Adeptin war nicht imstande den offensichtlich vor Hass blind gewordenen Jünger zu bändigen und zu vernichten. Draconis hatte übertrieben, hatte die Sicht des Jüngers vollkommen vernebeln lassen. Noch einmal würde ihm so was nicht passieren. Die Wende des Kampfes sollte nicht lange auf sich warten lassen. Wie ein gegen die Wand gehetztes Tier fühlte die Adeptin dass sie jetzt nur noch zwei Optionen hatte, leben oder sterben. In genau solchen Situationen jedoch erweißt sich der Überlebensinstinkt als elementar, denn ein solches Tier ist genau in solchen Momenten am gefährlichsten.
Mit einem Stoß beendete sie das Leben des Jüngers. Durch die Macht hindurch erlebte er den Vorgang des Sterbens genau. Das letzte Aufbäumen, die Fassungslosigkeit dass es nun vorbei sein soll. Der Jünger akzeptierte sein Los, er wusste dass er versagt hatte und sich von seinen Leiden und seinen Ängsten hatte besiegen lassen. Seine Sicht wurde klarer, doch sah er immer noch die Frau die sein Leben zerstört hatte anstatt seiner Adeptin. Draconis spürte wie der Jünger losließ und sich etwas von dem Körper löste der erschlaffte und dessen Augen den Glanz verloren der in ihnen vorher wohnte. Er war tot.

Mit einer fließenden Bewegung stand der Sith Apprentice auf und ging auf seine Adeptin zu. Die Wut welche sich in ihm manifestierte wurde nur noch von seinem Zorn überholt. Er hatte mit Ungehorsam gerechnet, er selbst war ein Beispiel dafür, doch genau deshalb würde ihre Bestrafung ein Meer aus Leiden werden. Ihn selbst hatte sein Ungehorsam oft fast das Leben gekostet und er wollte nicht seine Mühe und Arbeit wegen ein paar Dummheiten ihrerseits opfern.
In einer fließenden Bewegung die man seiner Rüstung nach zu urteilen ihm nicht zugetraut hätte, stand der Apprentice auf und ging auf seine Adeptin zu. Mit der Macht hob er sie hoch und versetzte ihr einen Machtstoß der sie direkt gegen den nächsten Baum katapultierte.
Mit zielsicheren Schritten ging er auf seine Adeptin zu und packte sie am Kragen sodass er sie hochziehen konnte. Als sie seinen Helm anstarrte und nach dem Grund in den leblosen Augen des Visiers suchte, erfüllte es Draconis mit einer weiteren Woge der Wut sodass er mit seiner gepanzerten Hand ihr Gesicht schlug sodass sie blutige Striemen davontrug. Der Schlag schleuderte sie erneut zu Boden, doch der Apprentice hatte nicht vor zu warten bis sie sich erholt hatte. Erneut hob er sie hoch und gab ihr mit der Macht eine Ohrfeige als sie drohte wegzusacken. Wieder bei Besinnung drückte er sie mithilfe der Macht gegen den Baumstamm.


?Sag mir, was hast du an meinem Befehl nicht verstanden??

Erneut holte er mit seiner Hand aus, hielt kurz inne und spielte mit der Angst der Adeptin der langsam klar wurde was sie verbrochen hatte. Er würde ihr Schmerzen zufügen, und es würde ihm gefallen.

?Benutz die Macht und NUR die Macht.?

Bei jedem einzelnen Wort holte er aus und Schlug sie sodass sie sieben Mal Schläge ins Gesicht bekam. Ihr Gesicht wand sich unter seinen Schlägen, er spürte wie sie vor Scham und Zorn bebte. Genau das wollte er auch. Sie sollte sich schämen, sollte spüren dass sie was falsch gemacht hatte. Er ließ sie los sodass sie am Baum heruntersank. Ihr Gesicht welches vom Blut zu einer Fratze verzogen war würdigte er nicht eines Blickes.

?Wie soll ich dich am Leben lassen, geschweige denn ausbilden wenn du mir nicht gehorchst??

Überraschenderweise hatte sein Tonfall wirklich etwas enttäuschtes, als ob seine Erwartungen in seine Adeptin größer gewesen wären als sie sie erfüllt hätte.

?Du wirst für deinen Ungehorsam bezahlen.?

Der frostige Unterton den seine Stimme nun erhielt ließ seine Adeptin wohl erahnen was sie als nächstes erleiden würde. Erneut zog er sie mithilfe der Macht hoch, diesmal ließ er sie jedoch los sodass sie auf ihren eigenen Beinen stehen würde. Er nahm einige Meter von ihr abstand und kanalisierte die Macht zwischen seinen Fingern. Er hatte nicht die Befürchtung dass sie weglaufen würde. In ihrem Zustand würde sie eh nicht weit kommen, ein Entrinnen vor ihm würde es für sie eh nicht geben. Er fokussierte den soeben aufgebauten Hass zwischen seinen Fingern und formte lange, dunkle Nadeln, seine Dornen des Hasses.
Er schoss die erste auf seine Adeptin. Das Geschoss zerfetzte ihren Ärmel und schnitt sich wie Glas durch ihre Haut sodass sie die erste Schnittwunde davontrug. Er formte weitere, schoss sie auf die Adeptin und beobachtete wie ihre Robe immer weiter von den Geschossen zerschnitten wurde, wie sich die Projektile immer wieder in ihre Haut fraßen und sie mit Schnittwunden erfüllten. Das Blut quoll aus ihnen heraus und bedeckten die auch so schon verwundete Adeptin mit einem leichten Film aus eigenem Blut.
Immer wieder schoss er auf die Adeptin und genoss ihre Schmerzensschreie welche die Luft erfüllten. Sie zerrissen diese genauso wie die Dornen ihre Robe samt Haut zerrissen und bildeten eine für Draconis hervorragende Bestrafung. Ihr Körper litt zusammen mit ihrem Geiste. Nicht nur wurde sie physisch sondern auch psychisch bestraft. Ihre Robe hing nur noch in Fetzen von ihrem Körper, bot den Blick auf einiges was nicht für jedermanns Augen bestimmt war. Draconis hielt sich nicht weiter daran auf, sein Fokus war auf ihre Schmerzen gerichtet. Er spürte wie es sie zerriss, wie sie litt und wie sehr sie sich wandte es jedoch nicht zeigen wollte.
Er ließ von ihr ab als dutzende Schnittwunden ihren Körper beschädigten. Sie sank zu Boden und blieb dort liegen, als Draconis sich über sie beugte und ihren Körper begutachtete. Eigentlich interessierte es ihn nicht, doch sie sollte ihre Scham fühlen, sollte sich wie eine billige Ware fühlen die er beobachtete.


?Für heute war es genug. Wenn du es schaffst, geh in die Krankenstation und lass dich dort behandeln. Komme erst wieder wenn du geheilt, ernährt und ausgeschlafen bist. Die Kleidung jedoch wirst du nicht wechseln dürfen. Suche mich dann falls dir daran etwas liegt ausgebildet zu werden.?

Daraufhin erhob sich der Sith Apprentice und ließ das menschliche Wrack welches er hinterlassen hatte zurück. Was interessierte es ihn ob sie sich schämte wenn sie halbnackt durch den Orden laufen würde? Wenn er mit ihr fertig war, würde es sie nicht interessieren ob sie angezogen oder entblößt in die Schlacht gehen würde, sie würde eine Kampfmaschine sein welche sich von solch weltlichen Dingen gelöst haben würde. Er hingegen bemerkte dass auch er Schlaf benötigte, denn obschon die Meditation seine Kräfte wiederherstellte und als Schlafersatz diente, war nichts erholender und kräftespendender als die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers durch den Schlaf. So verließ er den Innenhof und machte sich zu seinem Quartier auf.

[Bastion - Center - Sith Orden - Auf dem Weg in sein Quartier - Darth Draconis]
 
~ Orbit um Bastin ~ an Bord der Musashi ~ Quartier von Serenety ~ mit Toji ~

Es war durchaus interessant zu erleben wie sich Toji Murata mal in einer einfachen Situation verhielt, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun hatten und wo die strikten Imperialen Floskeln fehlten. Sein Verhaltne war um einiges Menschlicher, wenn man diesen Ausdruck gebrauchen wollte, der hierbei ein wenig extrem klang. Doch die Umschreibung dafür passte recht. Sie hatte ihn schon oft lächeln sehen, etwas, was ihm ausgezeichnet stand. Als Frau war man von solch einem Lächeln beeindruckt auch wenn Serenety selbst nicht ganz zu den Frauen gehörte, die von jetzt auf gleich bei einem Lächeln dahin schmolzen, gleich wie nett oder „Süß“ es sein mochte. Abstreiten konnte sie allerdings nicht, dass es ihn sehr viel Attraktiver machte, wenn seine Gesichtsmuskeln so viel lockerer waren. Wobei selbst wenn sein Gesicht vor Strenge strotzte er trotz allem noch sehr gut aussah.

Leicht zog sie eine Braue in die Höhe, als sie vernahm, dass er sie für ihren guten Geschmack lobte was der Ton ihres Kleides betraf. Nun, dies lag wohl daran, dass sie die Tochter einer Prominenten war, deren Schauspielkunst von jedem geliebt wurde. Die Erziehung durch ihre Mutter hatte Spuren hinterlassen. Sayaka hatte lange darum kämpfen müssen dass ihre einzige Tochter sich etwas aus Kleidung, Maku Up und dergleichen machte. Anfangs hatte dieser Kampf sie ein Menge gekostet. Erst als ihr Vater erkannt hatte, dass seine Frau Recht hatte, hatte selbst er auf Seren eingeredet und es hatte Wirkung gezeigt. Heute war sie ihren Eltern dankbar dafür.


„Manchmal bin ich für kleine Überraschungen gut. Wobei dies wohl an meiner Familie liegt.“

Beide Offiziere, machten sich auf den Weg zum Hangar um von dort aus nach Bastion zu gelangen. Der Commander, nun in Zivil, eröffnete auf ihrem Weg ein Gespräch welches sich um Musik drehte und hierbei konnte Serenety mitreden. Es war eines ihrer Leidenschaften. Besonders die Musik ihres Volkes, die so vielseitig war. Die sanften Klänge brachten jedes Herz zum schmelzen und weckten Sehnsüchte die tief aus der Seele kamen. In Moment der Einsamkeit, was durchaus mal vorkam bei ihr hörte sie sich die Melodien und Stücke ihres Volkes Stunden lang an um zu vergessen, dass es Kummer und Sorgen gab, die ein Leben beschatten konnten. Sie selbst sang gern und tanzte ebenso gern. Wenn ihre Seele nach Erlösung verlangte gab sie sich der Musik hin. Schon als kleines Mädchen hatte sie dies getan, was ihre Mutter wahnsinnig gefreut hatte, aber sie war enttäuscht worden nachdem ihre Tochter eine andere Berufliche Karriere gewählt hatte.

Ihr Shuttle starte ohne große Verzögerungen. Die Unterhaltung der beiden wurde weiter geführt und Serenety war sich sicher, dass der Abend ein schöner werden würde, wenn sich weiterhin so entwickelte. Als das Shuttle landete und die beiden entließ stiegen sie in ein Schwebetaxi um die letzten Meter nicht laufen zu müssen. Vor der Konzerthalle stiegen sie aus. Diese befand sich im Zentrum Bastions. Es war nicht das erste Mal, dass Serenety hier war und würde wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal sein. Das Bauwerk war gigantisch. Pompös ohne gleichen und von einer wundervollen Arbeit. Es spiegelte Kultur wieder. Beide betraten das Gebäude und Toji erklärte, dass sie Logen Plätze hätten. Wieder einmal wurde sie überrascht. Sie hätte nie gedacht dass ausgerechnet ihr Vorgesetzter solch ein Konzert betreten würde gar in solchem Style. Er schien ebenfalls Geschmack zu haben, besonders was ihre Plätze anging, wobei sie sich fragte, wie er auf solche eine Idee gekommen war. Stammte sie von ihm allein oder hatte jemand anderer ihn darauf gebracht und wenn ja, warum? Wenn sie seine Gesten und Mimiken richtig gelesen hatte, dann schien selbst er ein wenig überrascht zu sein, was bedeuten könnte, dass dies nicht ganz sein Werk war. Aber interessiert dies überhaupt? Irgendwo schon, denn dann würde dies viel über ihn aussagen. Zumindest darüber was für ein Typ er war. Romantiker oder nicht. Leicht irritiert schüttelte sie innerlich den Kopf. Warum interessierte sie dies? Serenety tat es damit ab, weil sie Counselor war und es zu ihrer Arbeit gehörte. Alles andere spielte keine Rolle.

Ihre Schritte führten sie durch die Gänge der Halle, die reichlich geschmückt war. Wandläufer hingen an den Wänden, die deutlich machten wie viel Prunk hier steckt. Das Gebäude war geschmückt. Seichte Farben gaben eine warme Atmosphäre ab, in der man sich Wohlfühlen konnte und auch sonst passte alles perfekt. Die Imperiale Präsenz war zu spüren und auch zu sehen, denn unübersehbar waren die Statuen und Büsten, verstorbener Imperatoren, Moffs und Offiziere, welche in den verschiedenen Eingängen standen und einem das Gefühl gaben beobachtet zu werden. Trotz allem war ihre Wirkung nicht unangenehm. Im Gegenteil. Die Augen der jungen Exotin nahmen alles in sich auf. Kultur interessierte sie ebenso sehr wie Musik, Tanz und einige andere Dinge. Sie war nun mal ein Mensch voller Traditionen.

Ganz der Gentlemen führte Toji Serenety zu ihren Plätzen und nahm ihr dann noch die Jacke ab um sie zur Garderobe zu bringen. Sie selbst setzte sich, nahm eines der Prospekte welche ein Stück seitlich lagen und in denen das Programm verzeichnet war. Als Toji zurückkehrte reichte er ihr ein Glas Sekt, setzte sich dann neben seine Begleiterin und sah aufmerksam auf die Bühne. Seren ihrer seits reichte ihm das Prospekt und verwies auf einige Abschnitte nachdem sie sich für das Glas bedankt hatte. Mit einem kurzen Nippen prüfte sie den Geschmack und musste feststellen, dass man eine gute Wahl getroffen hatte. Ihre Augen begaben sich auf Wanderschaft und erkundeten den Saal, der riesig war. Das Konzert war ausverkauft und die Scharen der Zuschauer setzten sich langsam alle. Es waren noch fünfzehn Minuten Zeit bis es losging und so wurde zum Teil noch gesprochen. Die Stimmung war gut, die Atmosphäre locker. Trotz allem lag eine Hohe Erwartung in der Luft, die Serenety mit ihrem Gespür aufschnappte. Aus einer kleinen Tasche holte sie eine Art Fernglas welches für solche Anlässe entsprechend gefertigt worden war. Damit konnte man noch besser sehen was unter sich auf der Bühne geschah oder aber, wer sonst in den Logen ihr Gegenüber saß. Lange brauchte sie nicht um Bekannte Gesichter aus zu machen, die ihr wahrscheinlich während der Pause über den Weg laufen würden. Sie reichte Toji das Glas, nippte an ihrem Sekt und stellte es dann auf den Tisch.


„Ausverkauft. Ich bin gespannt auf die Wirkung dieses Stückes, besonders, da es ein altes ist. Darüber gelesen habe ich. Es spiegelt die Legende einer Frau wieder, die sich unsterblich in einen Krieger verliebt hat, der einer anderen versprochen ist. Die Götter bekommen Wind davon und sind erzürnt. Wie ihr Schicksal endet liegt in ihren Händen.“

Serenety lächelte. Es war das erste in seiner Gegenwart und darin lag etwas besonders. Sie konnte sich schon jetzt in das Stück hineinversetzen. Ihre Bernsteinfarbenen Augen leuchteten und ihr Gesicht war entspannt. Der Militärische Blick und dessen Härte waren daraus gewichen. Für diesen Abend war sich nicht die Lt. Commander oder Counselor sondern einfach nur Serenety Akaji. Eine der wenigen Ausnahmen in ihrem Leben. Dann beruhigte sich langsam der Saal. Die restlichen Plätze wurden eingenommen, Stille kehrte ein und jeder schaute gebannt nach unten auf die Bühne. Das Konzert begann. Musik erklang und tauchte den Saal in eine Stimmung die niemand sonst hätte erzeugen können. Das Licht wurde heruntergenommen, tauchte den Raum in fast völlige Dunkelheit und gab den Zuschauern das Gefühl von Wohlbehagen. Serenety legte ihre langen Beine übereinander und hörte aufmerksam zu. Die Klänge erfüllten sie mit Ruhe. Befreiten ihren Geist und versetzten sie völlig in das Schauspiel. Ihr Körper saß hier, aber ihr Geist schwebte in dem Stück mit.

Sanft, melodiös erfüllten die Klänge den ganzen Saal. Berührte jeden der Zuschauer in ihrem Herzen. Der Rhythmus wurde mal schneller, dann wieder langsamer. Die Geschichte nahm ihren Anfang und zog damit jeden in ihren Bann. Eine ihrer Hände ruhte auf der Armlehne rechts von ihr. Ihr Körper schien mit den Bewegungen mit zu gehen. Leicht wippten einige Strähnen die ihr Gesicht umspielten. Wie gern hätte sie mitgesungen, unterließ es aber. Ihre Gefühlswelt wurde angesprochen und machte dies in ihrem Gesicht deutlich. Wie eine Woge erklangen die neuen Töne und versetzte die Zuschauer in eine Atempause, ehe sich neue Töne dazugesellten. Die Spannung steigert sich. Was dieses Stück bisher wieder gab machte deutlich wie sehr die Legende dieser Frau die Herzen berühren konnte. Sie musste eine Schönheit sein, die von ihrem Vater dazu gezwungen wurde einen Mann zu heiraten, der der Erbe des Nachbarreiches werden sollte. Doch sie wollte ihn nicht und weigert sich. Eines Nachts als der Mond hell schien stand sie an einem See. Blickte hinein und fragte sich ob sie sich nicht hinabstürzen sollte. Denn ihr Leben machte in ihren Augen keinen Sinn mehr. Als sie sich letztlich entschloss mit ihren gerade mal achtzehn in den See zu stürzen dessen tiefen nicht mehr zu erkennen waren wurde sie von einem Krieger gerettet. Seine Tat veränderten ihre Gefühle und ihre Einstellung. Viele Stunden verbrachten die beiden miteinander und so wuchs eine Verbotene Liebe. Denn auch er war versprochen.

Der Krieger, gehörte einem Stamm an, der mit dem ihres Vaters verfeindet war doch für beide spielte dies keine Rolle. Ihre Liebe überdeckt alles und als sich beide gestanden welche Gefühle sie für einander hegten wurde ihnen klar, dass die Feindschaft ihres Volkes sie nicht aufhalten würde. Er versprach ihr sie vor ihrem Verlobten zu retten und sie tat es ihm gleich. Doch ihre heimlichen Treffen blieben nicht unentdeckt, denn die alten Götter besaßen wachsame Augen und es erzürnte sie dass die Prinzessin des Nordens und damit des Feuerreiches sich in den Prinzen des Südreiches und damit des Wasserreiches verliebte. Ihr Zorn ließ die Erde erschüttern und in ihrer Wut sorgen sie dafür dass beide Königreiche hinter das Geheimnis ihrer Kinder kamen. Der Krieg brach aus und zog somit eine Welle der Gewalt mit sich.

Tränen standen in den Augen der jungen Akaji, die diesem Stück nachempfinden konnte. Die Legende der Prinzessin des Feuerreiches war eine, die man als Wahr erachtete. Sie lag tausende von Jahren zurück zu einer Zeit, da die Götter noch die mächtigsten Wesen waren. Ihrem Gesetzt hatte sich jedes Lebewesen unter zu ordnen. Was sie erst einmal entschieden hatten würde man nicht ändern könne. Der Kampf der beiden liebenden forderte viele Opfer. Das Land überzog sich mit Blut und hinterließ Angst und Schrecken. Trotz all dieser Probleme hielten beide stets zueinander. Der Vater des Mädchens entschloss sich schließlich seine Tochter einzusperren bis diese begriff, dass ihre Liebe eine Lüge war, die nur auf Leidenschaft beruhte. Einer Leidenschaft die nichts weiter war als Vergänglich und schon bald verschwinden würde, sollte der Prinz und Krieger des Wasserreiches erhalten wonach er sich sehnte. Doch für sie waren die Worte ihres Vaters vergänglich, denn sie glaubte ihm kein Wort und so verstrich die Zeit.

Als die Götter sahen was geschehen war erkannten sie, dass ihr Zorn die Menschen dazu gebrachte hatte sich gegenseitig nieder zu metzeln. Dies war nicht ihre Absicht, denn wenn niemand von ihnen mehr existierte, wer sollte dann noch von ihnen beherrscht werden? Doch der Konflikt wurde nicht gelöst und die Götter schiene Machtlos gegen die Gewaltlust der Menschen und mussten mit ansehen wie weiter ihr Leben ließen. Serenety schloss die Augen um ihre Tränen zu verbergen, dann langsam kamen die Melodien zum Ende und eine Pause wurde eingeführt. Das Licht wurde erhellt und für einen langen Moment wurde geklatscht, dann kehrte Ruhe ein. Einige Personen erhoben sich von ihren Plätzen um sich die Beine zu vertreten andere um sich etwas zu trinken zu besorgen oder Bekannte und Freunde auf zu suchen um sich zu unterhalten ehe es weiter ging. Serenety hatte ihr Sektglas gelehrt, auch sie erhob sich. Ihre Beine brauchten Bewegung und ihre Kehle brauchte etwas zur Befeuchtung.


„Ein bisschen die Füße vertreten ehe es weiter geht? Ich brauche dringend etwas zu trinken.“

Ihre Augen glänzten, aber man sah ihr nicht wirklich an dass sie etwas geweint hatte worüber sie sehr dankbar war. Toji schien sich ebenso wie sie die Beine Vertreten zu wollen, denn er nickte und erhob sich ebenso. Beide verließen ihren Platz und gesellten sich wie die anderen Besucher in die Gänge wo Getränke und kleine Häppchen warteten. Bisher war der Abend ein wundervoller gewesen. Einer denn Seren sehr genoss und sie war gespannt darauf wie er sich noch entwickeln würde.

~ Bastion ~ Centerum ~ Konzerthalle ~ Gänge ~ mit Toji und anderen Gästen ~
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Quartier - Darth Draconis]

In seinem Quartier angekommen, entledigte sich der Sith Apprentice all seiner Rüstungs –sowie Kleidungsstücke und lies sich einfach nur in sein Bett fallen. Die Müdigkeit hatte ihn übermannt, er war überrascht dass er es bis hierher geschafft hatte. Er hatte einen langen Kampf sowie eine kräftezehrende Phase der Ausbildung seiner Adeptin hinter sich. Er erinnerte sich an ihren blutverschmierten Körper in all ihrer Weiblichkeit, spürte dass es ihn nicht loslassen wollte. Er hätte weitere Gedanken daran verschwendet, wenn er nicht in einen langen und erholsamen Schlaf gefallen wäre...


Mit einem lauten Knacken brach das Genick des Rodianers der seinen den Weg versperrte, seine Skrupel vor dem Töten hatte er schon lange verloren. Der Weequay der direkt daneben stand wusste nicht was er tun sollte. Er sah auf die Hände, die eben das Genick des Rodianers gebrochen hatten, dann sah er in das Gesicht des Mörders. Er erkannte Tyrus, doch wusste er nicht dass er ein Sith war. Doch tun Siths so was? Er sollte nicht mehr so viel denken, es blieb ihm sowieso keine Zeit mehr dazu, da er spürte wie etwas ihn von den Füßen riss und gegen die Wand schleuderte. Draconis ging zielsicher auf den Weequay zu und streckte die Hand aus. Seine Lippen umspielte ein böses Lächeln, dass selbst den Weequay erschauern ließ.

„Was ist los mit dir? Hast du Angst? Früher als du mich geprügelt hast, hattest du auch keine Angst!“

Draconis sammelte die Macht in seiner ausgestreckten Hand und konzentrierte sich. Er schoss den Machtstoß ab, sodass der Weequay gegen das nächste Fenster flog. Es zerbarst nicht, und doch hatte es den ein oder anderen mittleren Sprung erlitten. Danach bewegte sich Draconis auf ihn zu. Er roch seinen Angstschweiß, spürte seine Angst. Langsam erhob sich der Weequay, er spürte wie sich eine eiserne Hand um seinen Hals legte und zudrückte. Er spürte den Schmerz, er spürte die Angst, er wusste, lebend würde er aus dieser Sache nicht mehr herauskommen. „Ich dacht du wärst tot...“ jäh wurden seine Worte unterbrochen, er konnte nicht weiter sprechen, er spürte wie sich der Griff verstärkte. Draconis hob mit der anderen Hand nur einen Finger zum Mund und deutete an, er solle still sein.

„Wo ist Linhor?“ Draconis Worte waren kalt und hasserfüllt. Er spuckte den Namen seines Onkels beinahe aus, als wäre er etwas ekelhaftes, ein stinkender Gestank der die Luft verpestete. Die Augen des Weequay weiteten sich, seine Stimme hatte etwas winselndes, sodass Draconis den Griff nur leicht lockerte, um dem Weequay die Chance zu geben zu sprechen. „Linhor ist noch nicht da, er ist erst gegen Abend wieder da.“ Draconis Augen verengten sich zu schlitzen, er verstärkte den Griff, doch er hatte noch eine Frage. „Und Kirgul?“ Der Weequay gab nur ein Nicken von sich. Draconis lächelte süffisant und senkte leicht den Kopf, ein Zeichen des Dankes, doch der Weequay spürte, dass dies nicht alles sein konnte. Er fürchtete sich, wusste nicht was jetzt kommen würde. Draconis hingegen machte nur eine wegwerfende Bewegung mit seiner Hand, sodass der Weequay gegen das Fenster flog neben dem der Weequay stand, welches zerbarst. In den letzten Sekunden seines Lebens sah der Weequay nur noch wie der Boden immer näher kam.

Draconis währenddessen setzte seinen Weg der Zerstörung fort. Er spürte wie er sich allmählich veränderte. Sie spürte wie ihn etwas dunkles umgab, etwas bedrohliches. Er spürte die Angst der anderen, konnte ihn ja beinahe schon riechen. Er befand sich in der Macht, das war ihm klar, er spürte es, es war so, als ob jeder Zentimeter seines Körpers kribbeln würde, er wusste, er befand sich gerade tiefer in der Macht als je zuvor. Hinzu kam auch noch, dass der Hass den er all die Jahre hinuntergeschluckt hatte, ihn wie eine neue Batterie mit Energie versorgte. Es war, als würden die ganzen negativen Gedanken ihm die Kraft geben ganze Berge zu versetzen. Die Zeit der Rache war gekommen, er würde niemandem vergeben, er würde jeden töten der ihm im Weg stehen würde.

Er sah die Blicke der überraschten Gamorreaner. Normalerweise hatte man Angst vor ihnen, nur wenige wussten dass auch Gamorreaner Angst verspüren konnten, doch viele hatten, wie gesagt vor ihnen Angst und nicht umgekehrt. Tyrus spürte wie ihre einfachen, dummen Gemüter etwas witterten, es war nicht Angst, zum fürchten waren sie zu dumm, nein, es war Unbehagen, etwas Bedrohliches und Schreckliches würde bald passieren und damit hatten sie nicht ganz Unrecht. Tyrus schleuderte den Ersten der beiden Wachen gegen eine Wand, den anderen streckte er mit zwei Schwerthieben nieder. Dem zweiten, nun wieder aufgerappelten spaltete er den Schädel, bevor er seinen Weg weiterhin fortsetzte. Es war die Überraschung, welche den Gamorreanern zum Verhängnis wurde. Mit jedem Toten stieg seine Freude, mit jedem Mord spürte er wie sein Hunger etwas mehr gestillt wurde. Schließlich kam er zur Tür die in Kirguls Büro führte.

Der Weg wurde ihm erneut versperrt, diesmal von vier Rodianern. Anscheinend machte die Nachricht die Runde ein verrückter Sith nehme den gesamten Komplex auseinander. Draconis blieb stehen und musterte die Rodianer still welche Draconis erst jetzt bemerkten. Zwei der Rodianer zückten ihre Vibroäxte, während die anderen beiden ihre Blaster schulterten und anfingen zu schießen. Draconis ließ sich wieder von der Macht leiten, sofort wurde alles in ihrer Umgebung langsamer, es schien als würde die Welt in Zeitlupe an ihm vorbeilaufen. Er bückte sich und sprang mit einem kräftigen Tritt vom Boden ab, machte einen Salto und kam so genau zwischen die Schützen und den Nahkämpfern. Er machte einen 360° Grad Schlag mit seinem Lichtschwert sodass ein rotfarbener Kreisel aus Energie den Rodianern genügend Masse von ihrem Körper abtrennte, dass man sie als tot bezeichnen konnte. Er wusste er hätte die Tür aufschmelzen können, doch langsam fing Draconis an ein Faible für große Auftritte zu bekommen. Er schmolz die Angeln der Tür ein, sodass diese nur noch von der Schwerkraft aufrecht erhalten wird. Er sammelt erneut die Macht um ihn herum, öffnet seinen Geist noch weiter der Macht und lässt sich von dieser durchströmen. Draconis verstärkte seinen Tritt den er der Tür gab mit der Macht, sodass die Tür nach innen gestoßen wird. Egal wer am Bürotisch gerade saß, dessen Zustand hatte sich soeben in „gequetscht bis flüssig“ verändert. Draconis trat hinein um sein Werk zu besichtigen. Er bemerkte dass der Quarren Kirgul an einem Terminal stand, und die Attacke überlebt hatte. Starr vor Schreck sah er Draconis an, und begriff wen er vor sich hatte.


„Wo sind denn deine Wachen mit denen du dich immer umgibst? Na?“ Das Herausfordernde in seiner Stimme ließ sich nicht überhören. Draconis trat einen Schritt näher an den Quarren und sah seinen Blick der zu der Tür ging die senkrecht auf seinem Bürotisch lag. Er folgte seinem Blick und sah die zuckenden Glieder der darunter liegenden Wesen. Er erkannte einen pelzigen Wookiearm und wusste bescheid.

„Oh ich verstehe ...“ Draconis trat noch einen Schritt näher an den Quarren und schleuderte ihn mittels der Macht gegen die Wand vor der er stand. „Entschuldigung, ich reagiere immer so wenn mir der Gestank von fauligen Tentakelköpfen in die Nase kommt.“ Draconis legte seinen Kopf leicht schief und bedachte den Quarren eines abschätzigen Blickes. “Vor diesem Haufen Elend habe ich mich so lange Zeit gefürchtet? Das würde sich von heute an ändern.“ Er ging noch näher an den Quarren heran und hielt ihm das deaktivierte Lichtschwert an den Hals.

„Noch einen letzten Wunsch, Kirgul?“

Er sah wie er die blauen Augen weit aufriss. Draconis sah den leichten Hoffnungsschimmer in seinen Augen. Vielleicht konnte er es irgendwie wieder gut machen?

„Bitte, ich geb dir alles was du willst, aber, bitte, töte mich n....“ weiter kam er nicht, da Draconis das Lichtschwert zündete welches sich direkt durch seinen Hals bohrte.

„Dein Wunsch ist mein Befehl, Kirgul.“

Draconis drehte sich um seine eigene Achse und ging aus dem Büro heraus. Jetzt blieb nur noch einer ...


Linhor hatte einen wirklich tollen Abend hinter sich. Der Abend der so gut angefangen hatte, wurde jedoch schlagartig mieser, den ihn beschäftigte eine Nachricht von Kirgul. Er stammelte irgendwas von Sith und eindringen. Wahrscheinlich hatte der Tentakelkopf wieder zu viele Deathsticks zu sich genommen, diese Drogen machten aus seinem Gehirn Püree. Er hingegen gab sich nur dem übermäßigen Genuss des Jumasaftes hin, der bei ihm schon eine alkoholisierte Stimmung verursachte. Er trank einen weiteren Schluck. Wahrlich, er war wirklich mit sich selbst zufrieden. Er würde den Abend mit seiner Sklavin ausklingen lassen, ein wirklich schöner Abschluss eines so erfolgreichen Tages. Morgen würde er sich dann um den Tentakelkopf kümmern. Schließlich erreichte das Shuttle die private Landeplattform. Glucksend und Giggelnd erreichten er und seine nun persönliche Lustsklavin sein Appartement. Nachdem er die Tür geöffnet hatte, zog er sie hinein. Sie gab sich ihm hin, das wusste er, dass musste sie. Doch als er drinnen war, bemerkte er dass noch jemand hier sein musste. Er fragte mit fester Stimme in den Raum: „Ist da wer? Und wenn, wer sind sie?“ Die Dunkelheit welche sie umgab war trügerisch, Linhor bildete sich ein dass die Temperatur im Raum soeben um zehn Grad gesunken sei. „Ihr schlimmster Albtraum...“ kam es leise aus der Richtung seines Bürotisches. Die Stimme kam ihm bekannt vor, doch woher? Er machte das Licht an. Er hielt inne und wandte sich dem Bürotisch zu.

„Was wollen sie hier drin? Wer sind sie? Verschwindet!“ Er merkte wie sich die Sklavin an ihm schmiegte und ihn verträumt frage, wer dass denn sei. Als Linhor noch mal hinschaut, wird er noch blasser als er schon ist, und sein rechter Augenwinkel fangen an leicht zu zucken.

„Hallo Onkelchen.“

Draconis saß auf seinem Stuhl, die Füße auf seinem Tisch gelegt, völlig ruhig und bequem. Doch der Schein trügt. In seinem Inneren rumorte es, es war, als würde ein Vulkan kurz vor seinem Ausbruch stehen. Er wusste, bald würde er den Höhepunkt seines Zorns erreichen, den Zenit seines Hasses, Draconis würde sich seinen Emotionen völlig hingeben. Er hob seine Beine von seinem Tisch, stand auf und stellte sich vor den Tisch.

„Hast du mich nicht vermisst?“

Er sah wie sein Onkel nach Worten rang, sah wie er sich bereits eine Ausrede suchte. Die Luft stank beinahe schon nach seinen Lügen, Draconis spürte wie er die nächste bereits in seinem Kopf vorbereiten würde. „Hattest niemanden mehr zum schikanieren, niemanden mehr den du wie den letzten Dreck behandeln konntest ...“ Bei diesen Worten ging er kurz vor ihm auf und ab, drehte ihm den Rücken zu und ging wieder auf den Tisch zu und schaute aus dem Fenster. Die Sonne welche im Begriff war unterzugehen umgab Draconis aus Linhors Blickwinkel mit einer feurig roten Korona. Draconis schloß kurz die Augen, jetzt war es an der Zeit. Er spürte es, wie eine Explosion umgab ihn plötzlich eine dunkle Aura, er spürte den Hass in sich explodieren, spürte den Zorn der sich mit seinem Blut vermischte und durch ihre Venen jagte.

„Tyrus ... ich ...“

Plötzlich drehte sich Draconis wieder zu ihm hin und öffnete seine Augen. Wie konnte er es wagen ihn mit seinem alten Namen anzureden? Auch wenn er sich langsam bewusst wurde dass dies nur alles ein Traum war, erschütterte ihn dies. Sein Hass verstärkte sich, brannte in ihm ein loderndes Feuer de Zerstörung. Sie hatten sich verändert, sie glühten nun aus einer Mischung von rot, orange und goldgelb, es war als würde man ins Innere eines Planeten blicken, als würde man ins Herz eines Dämons schauen. „Schweig.“ Draconis brauchte nicht zu schreien, seine Stimme hatte einen so eisigen Hauch von Tod und Verderbnis, das Linhor auch ohne jede weitere Silbe schwieg. Draconis machte der Sklavin eine Handbewegung dass sie gefälligst verschwinden sollte, und obwohl die Sklavin nicht wusste wieso sie es tat, tat sie es. Linhor, hätte normalerweise ihn für einen solchen Frevel bezahlen lassen, niemand kommandiert seine Sklaven herum, doch er war viel zu gelähmt von Draconis Erscheinung. Nachdem die Sklavin verschwunden war, fixierte ihn Draconis mit seinem Blick. Es schien Linhor so als würde sein Blick ihn verbrennen, er wusste, er würde diesen Raum nicht mehr lebend verlassen. Er ging auf Knie und fing schon beinahe an wie ein Hund zu winseln.

„Bitte Tyrus, verschone mich ... ich weiß ich habe Fehler gemacht...“

Sein Wortschwall wurde erneut unterbrochen, Draconis trat ihm mit aller Kraft ins Gesicht sodass dieser zur Seite fiel. Linhor rappelte sich auf und hielt sich seine blutende Nase.

„Ich dacht du wärst tot!“ schrie er ihm entgegen, doch Draconis blickte herablassend auf ihn nieder. „Das dachten viele ... ich manchmal auch.“ Erneut trat er ihn, dass er zu Boden fiel, danach gab er ihm noch einen Machtstoß.

„Ich könnte dir Geld geben Tyrus, vergiss nicht mit wem du redest ... es ist viel Geld.“

Linhor rappelte sich auf, versuche einige Schritte zu gehen, und wunderte sich, wieso Draconis ihn einfach machen lies. Ahnte er nichts von dem Blaster in seiner Schublade? Er hatte da doch eben gesessen? Plötzlich brach die gewisse Erkenntnis über ihn ein, als ihm bewusst wurde, dass die Waffe nicht mehr dort war wo sie sein sollte.

„Suchst du das?“

Tyrus hob einen Blaster hoch, und genoß den Blick dem ihn Linhor entgegenwarf. Es war pure Angst. Tyrus schoss seinem Onkel in den Oberschenkel, der sich vor Schmerzen krümmte, und somit auf die Knie fiel. Langsam musste er einsehen, dass es kein Entkommen hab, sodass er bereits zu Mitteln griff, die er sonst nie überhaupt denken würde.

„Komm schon ... ich kann dir wirklich alles besorgen, ich mach dich zu meinem Partner, 50:50, das Geschäft muss doch schließlich in der Familie bleiben ...“

„Es ist aus Linhor. Bete dafür, dass da wo du jetzt hinkommst sie dir vergeben werden. Ich tu es nicht.“

Mit diesen Worten nahm er sein Lichtschwert heraus und aktivierte die surrende Klinge um ihm die Beine abzutrennen und danach das Schwert mit voller Wucht in sein Herz zu rammen. Die übrig gebliebenen Glieder Linhor’s zuckten noch ein paar Mal auf, als wollten sie sich dagegen wehren dass sie sterben mussten, beruhigten sich jedoch wieder. Draconis deaktivierte die Klinge und wusste, sein Werk war hier getan. Die Genugtuung durchströmte seinen Körper wie ein Glücksgefühl. er hatte seine Rache erhalten, doch dieser Vorgeschmack genügte ihm nicht. er wollte mehr, er wollte völlige Macht, Uneingeschränkt und Totalitär. Doch nun würde er diesen Ort verlassen, wohlwissend dass er ihn nie wieder betreten musste.


Als die Sonne sein Antlitz traf und ihn somit weckte, schrack der Sith Apprentice auf und blickte sich um, dank der Macht bereits das Lichtschwert in Händen haltend. Er vergewisserte sich dass niemand da war und lies sich zurück ins BEtt fallen. Seid wann träumte er alte Geschehnisse und erlebte sie ein weiteres Mal? Es war ihm vorher noch nie passiert, doch der Sith Apprentice wusste auch nicht wieso er das tat. Hatte es etwas mit seiner neuen Adeptin zu tun? Ihm wurde bewusst wie wichtig es war mit seiner Vergangenheit abzuschließen, sodass er sich vornahm sie dasselbe machen zu lassen. Es würde für sie ein Lichtpunkt werden, etwas womit er sie treiben und anspornen konnte.
Er beschloss jedoch zunächst zu duschen. DIe heißen Dampfwolken die ihn in der Nasszelle umwaberten ließen ein Gefühl der Wonne durch seinen Körper laufen. Er genoss es wie das Wasser ihn reinigte. Er strich mit seinen Händen über seine tätowierte Haut und wusch sich Haut und Haar. Danach legte er die Rüstung an, band sich die nassen Haare zu einem Zopf zusammen und beschloss in die Bibliothek zu gehen. Dort nahm er sich ein Datapad über die Machtheilung heraus und fing an es zu studieren.


[Bastion - Center - Sith Orden - Bibliothek - Darth Draconis]
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Innenhof - Darth Draconis, Kaliya Lethis]

Schmerz war ein uraltes existierendes Gefühl, welches Menschen und andere Lebewesen in Raserei bringen konnte. Schmerz konnte einem den Blick vernebeln und ungeheure Dinge vollbringen lassen, wenn das durch ihn entfachte Adrenalin durch den Körper fegte.
Kaliya wäre glücklich gewesen, wenn ein nur ein minimaler Anteil an Adrenalin etwas Vergleichbares getan hätte.
Langsam schleppte sie sich aus dem Innenhof, und fiel erneut erschöpft auf den Boden. Ein Schmerzensschrei erfüllte den Innenhof, der nur darauf gewartet hatte ihre Kehle zu verlassen. Sie hatte es sich vor ihrem Meister nicht getraut, während er sie bestraft hatte. Sie hatte erst nicht verstanden wieso er sie bestrafte, sie hatte den Jünger getötet… ihn ohne weiteres einfach dem Erdboden gleichgemacht. Dennoch hatte er sie bestraft… sie hatte ihn nur durch die Macht töten sollen und hatte sich seiner Anweisung widersetzt und das Lichtschwert verwendet.
Und dann hatte er sie bestraft. Sie hatte sie gefoltert, gedemütigt, sie mit den Dornen der Macht ausgezogen. Ihr war so gut wie nichts an Kleidung geblieben – lediglich ein paar Fetzen hingen an ihren Blutverschmierten Armen und Beinen herunter. Im Moment war dies noch relativ egal, der Schmerz betrübte all die anderen Gedanken die sich in ihrem Kopf überschlugen, während sie noch immer auf dem Boden lag. Ihr Fuß war noch immer verdreht und schmerzte weiter. Nicht einmal die vielen Schnittwunden konnten sie von diesem Schmerz ablenken, es schien als würde all diese Wunden zu einer einzigen großen werden, sich addieren und exponentiell anwachsen.
Sie wusste nicht ob sich irgendjemand in den Innenhof begeben hatte, nachdem der Schrei sicherlich von einigen gehört wurde. Es war ihr auch egal, ob man sie auf dem Boden halb nackt liegen sah. Sie wollte nur den Schmerz vergessen, sie wollte ihn loswerden und ihn nie wieder fühlen.
Doch sie hatte es nicht anders verdient.

Langsam versuchte sie sich auf ihren Händen aufzustützen, spukte ein wenig Blut und sammelte all ihre noch vorhandene Kraft um sich erneut aufzurichten. Sie würde sich nicht die Scham geben und in die Krankenstation kriechen. Alles andere egal, aber sie würde aufrecht dort ankommen.
Langsam und zaghaft kam sie auf die Füße, oder viel mehr auf den einen Fuß.
Er hatte sie hart bestraft….
Kaliya sah scheußlich aus. Sie hatte schon lange nicht mehr so ausgesehen, zuletzt auf dem Planeten wo man sie ebenfalls den lieben langen Tag gefoltert und gedemütigt hatte. Dort hatte sie oft so gut wie nichts tragen müssen, wurde nackt durch die Anlage gescheucht und zur Schau gestellt. Sie war es also vielmehr gewohnt, nackt zu sein und das man sie anblickte. Doch dieses Mal war ihr die Schmach der Niederlage auferlegt worden. Obwohl sie den Jünger getötet und überlebt hatte, hatte sie verloren.
Ihr Meister hatte sie bestraft weil sie ihm nicht gehorcht hatte, obwohl sie immer noch der Meinung war, sie hatte das Möglichste getan und wie ein Sith gehandelt. Doch er war anderer Meinung und lies es sie spüren.
Kaliya kam nur sehr mühsam voran; nun spürte sie auch die Blicke auf ihren Körper, denn einige Adepten waren hier unterwegs, gingen zum Training oder studieren alte Aufzeichnungen oder ähnliches. Fragen und Abscheu war in ihren Gesichtern zu lesen; sie musste schlimm zugerichtet aussehen; und so fühlte sie sich auch. Mit dem jedem Schritt den sie tat zog ein weiterer Schmerz durch den Körper, der für ein paar Sekunden den allgemeinen Schmerz zu überbieten schien.
Keiner half ihr; und damit hatte sie auch nicht gerechnet. Sith waren egoistisch und würde einem gleichgesinnten, der einmal ihr Konkurrent werden konnte helfen. Vielmehr war sie verwundert, dass sie nur noch ein einziges Mal hinfiel und sich wieder aufrichten musste und dann in der Krankenstation angekommen war. Das sie noch lebte, war ebenfalls ungewöhnlich. Warum hatte er sie nicht getötet?
Mit diesem letzten Gedenken lehnte sie sich an die Tür der Krankenstation, betätigte einen Knopf und die Tür schob sich zur Seite. Sie fiel ohnmächtig in den Raum.

Es war angenehm. Die Luft die in ihren Lungen strömte fühlte sich fast wunderschön an und es war ein wunderbares und belebendes Gefühl.
Zum ersten Mal seit ein paar Stunden wurde sie in dem Bacta-Tank wach. Langsam öffnete sie ihre Augen und begann zu begreifen, wo sie sich befand. Sie schwebte förmlich in dem Tank und wurde so langsam aber sich wieder gesund. Ein paar minimale und sehr kleine Wunden hatten sich bereits geschlossen. Sie versuchte mehr Blicke auf ihren Körper zu erhaschen und erschrak. Überall waren Wunden, und nicht nur kleine bzw. kurze Schnitte. Einige hatten sicherlich eine länge von 10cm und waren noch lange nicht verheilt.
Er hatte sie bestraft. Er hatte ihren Körper misshandelt, ihr dabei ihre Kleidung vom Leib gerissen, ihre Brüste und ihren Intimbereich entblößt, sie gedemütigt. Sie hasste ihn. Sie hasste ihn und all die anderen die ihr das gleiche angetan hatte.
Sie ballte kraftlos ihre Faust in dem Tank und schlug gegen die Scheibe. Sie war wütend, und zornig. Sie hasste ihn.
Erneut schlief sie traumlos ein.

Ungefähr einen Tag später wachte sie auf; doch dieses Mal nicht im Bacta-Tank sondern in einem Bett. Sie fühlte sich unwohl, doch Schmerzen hatte sie kaum noch welche. Langsam versuchte sie sich aufzurichten, und stellte fest, das es problemloser ablief als sie erwartet hatte.
Sie lag noch immer nackt und einer Decke, und warf diese beiseite. Ihr Fuß war noch bandagiert; und an ihrem linken Arm befand sich auch noch ein Verband. Sie machte beides ab und war sie auf den Boden.
Sie sah schlimm aus. Ihr ganzer Körper war trotz des Bactas voller Narben, welche wahrscheinlich niemals verschwinden würden. Sie drehte sich und versuchte ein Blick auf ihre Tätowierungen zu erhaschen; und sah, dass auch dort Narben zurück geblieben waren. Sie würde es irgendwann ausbessern lassen. Auch wenn sie nicht mehr viel mit ihrer Vergangenheit zu tun hatte, so stand dieses Tattoo für etwas ganz anderes. Sie musste er ausbessern und erweitern, bis die letzten Tribals über ihren Schultern führten.
Vorsichtig versuchte sie aus dem Bett herauszukommen, stellte beide Füße eher zaghaft auf den Boden und stand auf. Doch als sie stand, spürte sie, wie kraftlos sie war und fiel direkt wieder hin.

“Ich hasse ihn!“murmelte sie vor sich hin, stütze sich mit den Händen ab und versuchte sich im Schneidersitz auf den Teppich im Zimmer hinzusetzen. Sie meditierte um ihre innere Ruhe wiederzufinden und wiederholte in ihren Gedanken den Kodex der Sith:
„Frieden gibt es nicht, nur Leidenschaft.
Durch Leidenschaft erlange ich Stärke.
Durch Stärke erlange ich Macht.
Durch die Macht erlange ich den Sieg.
Durch den Sieg zerbersten meine Ketten.
Dadurch erlange ich meine Kraft.“
Wieder und wieder wiederholte sie ihn in ihren Gedanken, verinnerlichte ihn und lies die Macht ihren Körper durchfließen. Anschließend öffnete sie gestärkt ihre Augen, stand auf und machte sich auf den Weg zu ihrem Meister. Sie trug noch immer keine Kleidung; es sollte vermutlich ebenfalls eine Prüfung sein, da sie nichts in der Richtung in ihrem Quartier finden konnte.
Nach kurzer Zeit kam sie an der Bibliothek vorbei und warf einen flüchtigen Blick im vorbeigehen hinein. Sie hielt kurz inne und erblickte ihren Meister. Sie betrat die Bibliothek und begab sich zu ihn. Sie sagte nichts, denn sie wusste, dass er ihren Hass bereits lange vorher gesprüte haben musste.


Bastion – Center – Sith Orden – Krankenstation – Kaliya Lethis
 
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[Bastion - Center - Sith Orden - Bibliothek - Darth Draconis]

Die Fähigkeiten welche die Macht einem jeden ermöglichen ihr Leben neu zu bestimmen sind immens. Draconis hatte bisher nur kurz gekostet, viel mehr war noch möglich was er sich nicht vorstellen konnte, doch er war begierig darauf zu lernen und sein Wissen zu erweitern. Er wollte mehr, immer mehr. So war es auch unabdingbar dass er seine Fähigkeiten nicht nur auf Zerstörung konzentrierte, sondern auch auf die Erhaltung von Leben. Nämlich seinem eigenen. Er wollte wissen wie er sich während oder nach einem Kampf heilen konnte oder wenn seine Fähigkeiten dazu nicht ausreichten zumindest Zeit zu verschaffen bis er sich professionell behandeln lassen konnte. Das vor ihm aktivierte Datapad half ihm dabei.

So erfuhr er, einiges über die Technik. Die Machtheilung ist eine Fähigkeit die von Machtnutzern eingesetzt wird und ihnen ermöglicht, Krankheiten abzuwehren und Verletzungen zu regenerieren. Es ist bei guter Beherrschung dieser Macht sogar möglich, solche Infektionen abzuwehren, gegen die der Körper keine Abwehrstoffe besitzt oder gegen die es allgemein keine Heilmittel gibt. Hierzu sind jedoch sehr stark ausgebildete Fähigkeiten notwendig. Durch Anwendung dieser Macht regt der Jedi die Selbstheilungskräfte des Körpers an und steigert sie in großem Maße. Man hat festgestellt, dass die Körpertemperatur sinkt und der Herzschlag sich verringert, wenn ein Machtnutzer beginnt, seine Wunden mithilfe der Macht zu verschließen.
Oft herrscht die Annahme dass die Nutzer der dunklen Seite diese Technik nicht erlernen könnten, doch dass sei eine falsche Annahme. Draconis konnte es sich bereits denken. Der simple Glaube dass die Nutzung der dunklen Seite und der Glaube an deren Ideologie einem die Augen vor der Wahrheit verschließen. Draconis war fest davon überzeugt, die Macht habe keine festen Seiten, nur ihre Nutzer. Durch diese hindurch erlangt die Macht erst den Status was manch einer die ?dunkle Seite? oder die ?helle Seite? nennen mag. Es ist eine Sache des Geistes und nicht der Energie die jedes Lebewesen umgibt.
Die Erfolge die dunkle Machtnutzer verbuchen konnten beruhte dabei jedoch auf einer interessanten Perversion der Machtheilung die es für ihn interessant machte. Diesen Blickwinkel hatte er noch nicht beachtet, sodass ihm wieder Mal bewusst wurde wie Komplex die Macht und deren Beherrschung war. Indem man sich auf seinen Hass und seinen Zorn konzentriert, zwingt man die Midichlorianer alleine durch die pure Macht der eigenen Fähigkeiten dazu den Selbstheilungsprozess zu beschleunigen. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten. Die Heilung von kleineren Wunden und Verletzungen verläuft je nach Grad der Fähigkeit problemlos, bei mittleren Verletzungen benötigt man jedoch seine gesamte Konzentration. Schwere Wunden und nachhaltige Leiden jedoch erweisen sich als tückisch. Die Heilung ist in diesem Sinne bei solchen Verletzungen keine wirkliche Heilung sondern eher ein Zeitpuffer. Man nehme das Beispiel einer Lunge. Die künstliche Beatmung kann für diese Zeit ausgesetzt werden da solange die Technik angewandt wird, die Lunge ohne künstliche Beatmung funktioniert.
Zu beachten sei jedoch dass das Glücksgefühl welches sich bei der Heilung einstellt die Konzentration manchmal behindert, da diese Emotion den natürlichen Konzentrationsfokus unterbricht. Dabei ist es nicht möglich dies auf andere Personen anzuwenden, was Draconis nicht interessierte. Er wollte kein Heiler werden, sondern nur sich selber heilen können, was diese Technik ihm auch ermöglichte.
Ein interessanter Punkt ist, dass das Leiden anderer in der Umgebung als Kanalisierung der Energien genutzt werden kann um die eigene Kraft in dieser Technik zu steigern und so den Heilungsprozess zu beschleunigen oder gar erst möglich zu machen.

Draconis lehnte sich zurück und dachte darüber nach. Demnach wird er in der Lage sein mit purer Willenskraft und Fokussierung der eigenen Energien den Heilungsprozess zu gestatten. Er hatte etwas ähnliches bereits einmal erlebt. Er erinnerte sich wie er diesen Tempelruinen auf Dathomir gespürt hatte, dass einige Bakterien ihn befallen hatten die tödlich hätten sein können wenn er sie nicht vernichtet hätte. Er erinnerte sich ganz genau. Er hatte die Macht dazu genutzt in seinem Körper die Stellen zu finden die von diesen Bakterien befallen waren. Wie ein Desinfizierungsmittel hatte die Macht auf diese Stellen gewirkt und diese Bakterien beseitigt.

Bevor sich der Sith Apprentice jedoch darüber Gedanken machen konnte wie er sich diese Technik beibringen konnte, tauchte bereits seine nichtsnutzige Adeptin wieder auf. Ihr Hass loderte, er spürte es, doch würde ihm blinder Hass nichts nutzen. Es würde sie nur schwach machen, genauso wie den Jünger den sie getötet hatte.


?Ich hoffe du bist geheilt und einsatzbereit, sonst bist du heute umsonst hier erschienen.?

Er spürte ihren Blick und den Hass der darin loderte. War sie wirklich so nachtragend dass er sie ihres eigenen Fehlers belehrt hatte?

Fühlst du dich etwa unfair behandelt? Ergib dich deinem blinden Hass wenn du wie der Jünger enden möchtest. Wenn du allerdings ein Sith werden möchtest, schweig und hör zu.?

Mit einem Nicken akzeptierte er ihre Entscheidung als sie nichts entgegnete und somit ihren Willen etwas zu lernen zeigte. Er stand auf und legte das Datapad weg. Daraufhin ging er aus der Bibliothek heraus wo die Blicke ganz bei den weiblichen Reizen seiner Adeptin waren. Er führte sie durch die kalten Gänge des Sith Ordens, sich dessen bewusst dass jeder Jünger genau darauf achtete und zusah dass seiner Adeptin auch kalt war und sich dies zeigte. Seinen Weg jedoch setzte er unbeirrt fort. Keinem der Jünger oder Adepten lag es am Herzen sich mit dem Sith Apprentice anzulegen, denn jeder wusste sie war sein Objekt, und genauso würde er sie behandeln bis sie sich als wertvoll erwies.
In den Trainingsräumen angekommen, hielt er inne und sah sich um. Er nahm einen neuen Kurs, direkt auf die Laufbänder zu. Hier vor allen Adepten und Jüngern die ihrer Fitness einen Dienst erweisen und ihre Kondition erhöhen wollten würde er sie in all ihrer Nacktheit laufen lassen. Dabei war sein Fokus weniger auf die Demütigung gerichtet, es war eher die Krönung des Ganzen. Er wollte dass sie eine weitere Fähigkeit die für ihn zur Basis gehört erlernte.


?Als nächstes wirst du lernen mithilfe der Macht die Geschwindigkeit deiner Bewegungen zu steigern.?

Er wies sie an eines der Laufbänder zu betreten. Erst nachdem sie dies getan hatte führte er seine Ausführungen fort.

?Versuche mit der Macht deine Muskeln zu animieren. Dein Gewicht muss durch den Einsatz der Macht verringert werden um deine Geschwindigkeit zu erhöhen. Lass die Macht deine Muskeln durchströmen und lenken.?

Er aktivierte das Laufband und stellte sich mit vor der Brust verschränkten Armen neben seine Adeptin und beobachtete sie. Das Laufbahn fing erst langsam an, er wollte ihr zunächst ein Gefühl für die Apparatur geben.

?Das Laufband wird immer schneller. Nimm dir soviel Zeit du brauchst um diese Technik zu beherrschen, von mir aus den ganzen Tag.?

Nun beschloss er nichts mehr zu sagen sondern sie einfach nur zu beobachten und mit der Macht ihren Fortschritt zu fühlen.

[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsräume - Konditionstrainingsraum - Darth Draconis, Kaliya Lethis]
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsräume - Konditionstrainingsraum - Darth Draconis, Kaliya Lethis]

Der Weg, den sie ihrem Meister entlang folgte, schien unendlich. Jedes Mal wenn ihr Adepten oder Jünger entgegen kamen schienen ihnen die Augen auszufallen. Es kam ja nicht unbedingt sehr häufig vor, das eine doch durchaus gutaussehende Sith nackt durch den Tempel ging, und einem sehr mächtigen Sith folgte. Zwar füllte sie sich in einer gewissen Art und Weise ?geborgen? in seiner Nähe, denn sie wusste das sie niemals jemand anfassen würde, solange er sich in ihrer Nähe befand.
Es war ein eigenartiges Gefühl, und sie konnte es auch nicht beschreiben. Vor den meisten Adepten brauchte sie keine Angst haben da sie wesentlich stärker und auch intelligenter war. Doch einige waren weitaus erfahrener als sie und es wäre blöd sich mit ihnen anzulegen. Da jedoch ihr Meister bei ihr war, würde sie wirklich niemand anfassen oder zu lange begaffen.
Sie fühlte sich sicher, obwohl sie genau wissen, dass er sie innerhalb von ein paar Sekunden und ohne mit der Wimper zu zucken einfach töten könnte. Es wäre ein leichtes für ihn einen neuen Schüler zu finden.

Im Trainingsraum angekommen musste sie viele weitere Blicke erdulden. Doch sie sagte kein Ton, sondern folgte ihm Meister der sie um einiges an Höhe überragte auf die Laufbänder zu. Sie müsste sich nun endlich bewiesen ? sie konnte es sich nicht mehr leisten ihn zu enttäuschen oder zu erzürnen. Ihm zu widersprechen oder seinen Anweisungen nicht zu folgen würde sie das nächste Mal wahrscheinlich töten. Und eigentlich hatte sie noch keine Lust darauf zu sterben. Sie wollte erst ihre Rache üben? sie wollte ein mächtiger Sith werden, vor dem man sich fürchtete. Und sie wusste, dass sie die Fähigkeit dazu hatte. Sie musste nur voran kommen und ihm ihren Willen beweisen ? dann würde er ihr eine hervorragende Ausbildung garantieren. Da war sie sich sicher, obwohl sie nicht wusste wieso. Aber sie hatte das Gefühl, dass er ihr einen sehr guten Lehrmeister geben würde und sie zu einer mächtigen Waffe machen konnte. Und sie würde alles tun was er verlangte, egal was. Deswegen war es ihr auch mittlerweile mehr oder weniger egal, dass sie nackt im Trainingsraum stand und die Adepten sie anstarrten.

Er begann zu ihr zu sprechen, und sie hörte ihm aufmerksam zu und stieg auf das Laufband. Er aktivierte es und sie ging los. Erst lief das Band sehr langsam, und das war auch ganz gut so denn sie musste sich erst einmal daran gewöhnen. Konditionsmäßig war das Laufband auf höchster Stufe kein Problem für sie, durch die Jedi Techniken die sie gelernt hatte, war es noch nie ein Problem gewesen ein Teil ihrer Kraft aus der Macht zu ziehen. Doch sie hatte nie gelernt, durch die Macht schneller zu werden. Doch sie wusste, dass sie es schnell lernen musste damit sie noch schneller voran kommen würde.
Und wenn sie ausgebildet war, würde sie endlich Rache nehmen können.
Erneut loderte Hass in ihr auf; und sie musste versuchen dieses Gefühl nicht zu stark werden zu lassen; es hatte dem Jünger sein Leben gekostet. Er hatte blind auf sie eingeschlagen, getrübt durch seine Wut und den Hass in seinem Herzen. Doch ihr würde dies nicht passieren. Auch wenn sie grade aus diesen Gefühlen ihre Stärke bekommen würde.
?Wut bringt dazu zu hassen,
Hass führt zu Macht.
Macht führt zum Sieg.
Lass Wut durch dich fließen.
Hass wird dich stark machen.
Wahre Macht wird nur durch die Prüfung der Grenzen deiner Wut erkennbar.
Durch Hass geleitete Wut ist unaufhaltsam.
Die dunkle Seite bietet unvorstellbare Macht.
Die dunkle Seite ist stärker als das Licht.
Die Schwachen verdienen ihr Schicksal!?
Sie musste all diese Leitsätze verinnerlichen, und dann würde ihr das Tor zur endlosen Macht offen stehen. Sie musste es einfach schaffen.

Das Laufband begann sich schneller zu bewegen und Kaliya begann ihre Augen zu schließen, und das Laufband, die Elektronik darin und die Personen um sie herum besser wahrnehmen zu können. Sie gab sich der Macht hin, und spürte die angenehme Wärme die sie durchflutete und ihr neue Kraft schenkte. Das Band bewegte sich weiter; und nun begann sie sich zu fragen, wie sie diese Fähigkeit erlernen sollte. Ihr Meister stellte sie immer direkt vor vollendete Tatsachen; sie konnte sich nicht mehr irgendwo informieren und nachlesen. Er stand neben ihr und beobachtete was sie tat, wie sie voran kam und vor allem: was und wie sie es machte.
Das Laufband begann nun etwas schneller zu laufen, und nun musste auch sie etwas Gas geben um vernünftig mitzukommen. Sie gewöhnte sich schnell daran und stellte das Laufband noch eine Stufe höher. Nun wurde es auch für sie etwas anstrengender mit der Schnelligkeit des Bandes mithalten zu können. Immerhin war es sicherlich für ein solches Training ausgelegt. Das Band wurde immer etwas schneller; und nun begann sie sich zu konzentrieren und die Macht in sich herum zu sammeln, zu fühlen wie sich ihre Muskeln anspannten, kontrahierten. Sie versuchte diese Kontraktion mit der Macht zu unterstützen, sodass die Muskeln schneller kontrahieren würden. Doch es klappt nicht, weil sie sich nebenbei auch noch darauf konzentrieren musste nicht die Balance zu verlieren und vom Band wegzurutschen.
Kaliya begann sich festzuhalten und erneut auf die Muskeln in ihrem Körper zu konzentrieren, auf die einzelnen Fasern in der Kontraktion. Sie versuchte die Macht genau dorthin zu leiten, sie zu treiben die Kontraktionen schneller voranzutreiben.
Und dann fiel sie und rollte in Bauchlage direkt vom Band herunter. Einige lachten, andere versuchten es sich zu verkneifen. Sie hasste es, wenn solche Narren ihr zuschauten. Aber es blieb ihr nichts anderes übrig. Schneller stieg sie wieder auf das Laufband und begann von vorne?


[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsräume - Konditionstrainingsraum - Darth Draconis, Kaliya Lethis]
 
[Bastion - Sithorden - verlassener Lagerraum - Alaine & Aden]



Aden haste es gehen zu müssen. Gerade jetzt, wo sie sich wieder näher gekommen waren, würde er lieber bei Alaine bleiben. Ihre Worte jedoch machten ihm Mut für das Bevorstehende. Es tat gut jemanden um sich zu wissen der an einen glaubte auch wenn man selbst von Zweifel zerfressen war. Dann verließ er sie, in der Hoffnung sie bald wieder zu sehen.

Mit gemischten Gefühlen kehrte Aden zu seinem neuen Meister zurück. Erneut legte sich ein eigenartiges Gefühl der Leere über den Apprentice sobald er in die Nähe des uralten Sith kam. Seine Hoffnung nach mehr Wissen um die dunkle Seite forderte einen hohen Preis. Aden war sich wirklich nicht länger sicher ob es dieses Opfer wert war. Die Wahl hatte er gehabt nun musste er folgen. Und seltsamerweise hatte er immer mehr das Gefühl das Richtige zu tun, je länger er im Schatten des Sithlord weilte. Alle Zweifel und Ängste schienen zu verpuffen. Ja er was hier um zu Dienen.


?Ich bin bereit mein Meister wir können aufbrechen!?

Brachte Aden hervor und vernahm das freudige Nicken von Cadeus, der wohl die ganze Zeit etwas Wichtiges am Terminal erledigt hatte.

?Gut, ich habe alles Wichtige in die Wege geleitet! Wir brechen unverzüglich auf! Ich hoffe euer Gespräch mit der rothaarigen Lady war von Erfolg gekrönt!??


Aden verzog die Lippen als das Scheusal Alaine erwähnte. Wie viel ahnte er über sein Verhältnis zu ihr und was plante Cadeus noch mit ihr? Der kurze Schwall der Abneigung verschwand so schnell er gekommen war. Immerhin war Cadeus ein mächtiger Sith den es zu folgen galt und so nickte Aden ob der Frage seines Meisters.

?Wenn unsere Aufgaben erledigt sind haben wir mehr als genug Zeit für derartige Konversationen. Doch nun sollten wir nicht länger meine kostbare Zeit vergolden!?

Fügte der Alte hinzu und wies Aden an ihm zu folgen. Zügig und ohne weitere Umwege erreichten sie den Hangar in dem schon eine Fähre bereit stand die beiden Sith nach Corellia zu bringen. Aden dachte nun wieder an die Mission und die alte Bekannte der er vielleicht begegnen würde. Es wäre ein seltsamer Zufall wenn die Erbin dieser dem Tod geweihten Firma eine Jedi war. Das ganze Unternehmen hatte schon viel zu lange existiert und ungeschoren die Rebellen unterstützt. Egal ob Cadeus nur aus Eigennutz diese Mission verfolgte, für Aden war es eine Genugtuung an dem noch immer nicht ausgerotteten System der Republik.

Wenn Jedi im Spiel waren hieß es jedoch auch besondere Vorsicht walten zu lassen. Ihre Hinterlist kannte keine Grenzen und wurde nur von ihrer Einfalt übertroffen. Aden brannte darauf endlich einen dieser Subjekte zwischen seinen Händen zu zerquetschen.

Mit lautem Brummen starteten die Maschinen und die Fähre schoss sich in den Himmel Bastions und darüber hinaus. Nur Augenblicke später durchbrach das Schiff die Lichtmauer und brachte sie ihrem Ziel näher.


--> weiter im Weltraum!


[Bastion - Orbit - imperiale Fähre - Cadeus & Aden]
 
[OP: Sorry dass ich nicht schreiben konnte,aber mein Internet hat in letzter Zeit derbst gestreikt /OP]

Orbit um Bastion - Orbitale Raumstation - Kantine - Frey Fogerty,andere Offiziere

Shion´s Gedanken lagen immernoch bei seinem jetzigen militärischen Rang und wie weit er doch gekommen war.Es würde ohne Zweifel eine glorreiche Erinnerung werden,die er hoffentlich irgendwann seinen Enkeln erzählen konnte,als ihm dann wieder die Erinnerung an die Schlacht im Schiff in den Sinn kam.Es war seine Idee in den Raum vorzudringen,in welchem sich die Piraten vorfanden,doch wusste er nicht,ob er sich deshalb in seiner kleinen Errungenschaft sonnen sollte,oder ob er über den Tod der anderen Truppler trauern sollte.Shion war in seinem Alter ein junger,aufstrebender Leutnant,der so manchen Menschen sterben sah,er empfand das als nicht gut.Aber sein Gegenüber lenkte seine Gedanken ab,denn sein Kommandant war ein sehr netter Mensch,dem man sich anvertrauen konnte.
Als dann ein Mann in Shion´s Alter zwei Teller mit Besteck an ihren Tisch brachte,schlich sich ein Lächeln auf seine Lippen.


"Es freut mich,dass der Admiral uns eine hohe Priorität zuweist und ich hoffe,dass die Starcraft bald wieder Recht und Ordnung in die Galaxie bringen kann.Guten Appetit."

Ohne viel zu warten schlang er das Essen hinunter,währenddessen sprach er noch etwas zu seinem Kommandanten.

"Was mir im Moment sorgen macht sind diese verdammten Brüderkriege der Sith!Jedes mal wenn ich durch Center gehe,muss ich Angst haben,dass mein Blaster,den ich vorsichtshalbe immer mitnehme, nicht mehr hilft.Ich hoffe,dass wir nur so schnell wie möglich von hier weg sind,Sir.

Orbit um Bastion - Orbitale Raumstation - Kantine - Frey Fogerty,andere Offiziere
 
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