Bastion

[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsraum D - Schwekraftkammer II - Darth Draconis]

Es war nun an der Zeit die Trainingsdroiden hinzuzuziehen. Er brauchte einen Gegner, sodass diese Droiden ihm noch helfen konnten. Für ihn wäre es jedoch nicht mehr lange eine Herausforderung diese Droiden zu schlagen. Er gierte bereits jetzt nach mehr.
Am gegenüberliegenden Ende des Raums befand sich eine Konsole, von der aus man die Trainingsdroiden je nach Trainingswunsch programmieren konnte. Im Gegensatz zu Draconis führten diese Droiden Trainingslichtschwerter, ihre Programmierung war vielfältig. Für sein Training wollte Draconis das Makashi gegen die anderen Basis Lichtschwertformen trainieren, danach würden unorthodoxe Kampfweisen drankommen, war er sich doch darüber im klaren, dass es sehr schwer werden würde gegen alle Formen des Lichtschwertkampfs bestehen zu können. Der erste Droide würde die Form des Shii Cho praktizieren, die Droiden selber waren auf der Schwierigkeitsstufe schwer gestellt, ihre Kenntnisse sollten besser sein, als die fortgeschrittenen Kenntnisse. Nachdem er dies eingestellt hatte, entfernte er sich von der Konsole und ging in die Mitte des Raumes, drückte mittels der Macht den Aktivierungsknopf für die Droiden auf der Konsole, der Kampf konnte also beginnen.

Diese Droiden der Marke ASP-19 waren schwerere kräftige Droiden die mit ihren Kräften Stahl verbiegen konnten. Auf dieser Schwierigkeitsstufe stellten diese Droiden auch für ihn eine Herausforderung dar. Erneut würde sein Gegner nur ein Droide sein. Als hätte er in den letzten Stunden nicht genug Droiden zerschrottet, doch ging es nicht anders.
Der Droide stampfte auf ihn zu, aktivierte das Trainingslichtschwert, und ging in die für Shii-Cho typische Öffnungshaltung, das Schwert mit beiden durastählernen Klauen umschlungen, mit der Spitze auf den Gegner zeigend. Der Droide umrundete Draconis, genauso wie es Draconis tat, wie Raubtiere auf den ersten Angriff wartend.

Draconis ging mit einer drehenden Bewegung nach vorne, schlug mit dem einhändig geführten Lichtschwert nach vorne, welches der Droide jedoch parierte. Draconis führte im selben Moment einen Machtstoß aus, sodass der Droide nicht wirklich einen Angriff starten konnte. Er rollte sich nach vorne und fuhr mit der Klinge von unten nach oben, doch der Droide hielt eisern gegen, keinen Zentimeter würde er dem Apprentice schenken. Mit seinen Djem So Kenntnissen hätte er den Droiden längst besiegt, doch es hieß nun das Makashi zu erproben. Er schlug den Droiden gegen den Torso welcher den Angriff abwehrte. Draconis zielte nun primär auf die Hand, so wie das Makashi-Buch ihm vorschrieb. Der Angriff schlug erneut fehl, die Parade des Droiden wehrte seinen Angriff ab.
Der Sith Apprentice verlor keine Zeit und versuchte nun mehrere in einander übergehende Attacken die zwar geblockt wurden, doch gewann Draconis durch diese Angriffe mehr Raum und konnte den Droiden so besser bedrängen. Nun begann der Trainingsdroide mit einer Abfolge von Angriffen die zwar nicht kompliziert, dafür umso effektiver waren. Nun war es der Droide der mit wenigen Angriffen an Raum gewann.
Die Eleganz des Shii-Cho steckte in dessen Einfachheit. Eine simple Form mit viel Effekt, doch fühlte sich der Sith Apprentice mit dem Makashi überlegen. Auf den Kampf konzentriert und die dunkle Seite nutzend, stieß der Sith Apprentice sein Schwert nach vorne und wollte den Droiden in die obere, rechte Brust stechen. Flink wie der Droide aber war, wehrte er diesen Angriff ab. Draconis geriet in Rage, doch wollte er einen kühlen Kopf bewahren um die Oberhand zu gewinnen, so wie das Makashi es vorschrieb.
Er würde eine Finte versuchen, indem er den Droiden mit seinem Schwert band und danach mit der Macht wegschleudern konnte. Als seine Finte aufging, setzte er mit einem Machtstoß nach.
Der Droide der nach hinten flog zögerte kurz, und genau dieses Zögern nutzte Draconis aus und hackte dem Droiden die Waffenhand ab, bevor er ihm mit einem Streich den Kopf abschlug. Der Kampf war beendet.

Während kleinere Säuberungsdroiden mittels von Magneten den zerstörten Droiden zur Reparatur brachten, damit er später wieder Einsatzbereit sein würde, lockerte der Sith Apprentice seine Muskeln. Er beherrschte zwar das Makashi, doch es würde noch sehr viel Training, Schweiß und Blut benötigen bevor er sagen konnte dass er diese Form wirklich beherrschte.


[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsraum D - Schwekraftkammer II - Darth Draconis]
 
[Bastion - Sithorden - Trainingsraum B - Lüsoka & Arith, Karnbacca, Servulus, Knell, abseits Jolina & Alaine]



Jolina vernahm fast gleichgültig die Worte ihrer Freundin. Klar lag es bei ihr weshalb Lüsoka noch lebte. Irgendwie müsste er ja noch nützlich sein, zumindest für Alaine! Allegious hatte der jungen Apprentice andere Dinge beigebracht und doch nutzte selbst er die niedrigen Kreaturen des Ordens die noch weit, weit unter dem Kaleesh standen oder vielmehr krochen. Wenn es an der Zeit war würde auch Jolina ihre Fühler nach dem Geschmeiß des Ordens ausstrecken. Es gab noch so viel zu lernen!

Als die Warrior dann von Korriban berichtete, horchte Jolina auf. Alte Traditionen… Jolina wusste nicht ob die Rothaarige recht hatte doch es konnte sicher nicht schaden aus der Vergangenheit zu lernen. Wenn es wirklich derart viel auf diesem Öden Planeten zu erlernen gab, dann musste auch die junge Apprentice eines Tages einmal dorthin reisen. Bei Gelegenheit würde sie ihren Vater dazu befragen. Jolina glaubte auch gehört zu haben, dass Taral das Haustier des Noghri von dort stammte.

Noch ehe Jolina jedoch weitere Fragen an Alaine stellen konnte war ihr Schüler erneut in die vertrauliche Unterhaltung gestolpert. Ebenso plötzlich reagierte die Warrior und sendete Machtblitze durch den Körper des gequälten Nichtmenschen. Jolina sog die Schmerzen in sich auf und biss sich dabei auf die Lippen bis sie zu bluten begann. Nur Schwerlich konnte sie ein Kichern unterdrücken während sie das Schauspiel genoss.

Viel zu schnell endete die Folter. Schade, dass Alaine doch so viel von ihrem Schüler hielt. Die Informationen des Kaleesh waren in der Tat interessant. Fraglich war nur welchen Wahrheitsgehalt sie besaßen und welche Aktualität ihnen zugrunde lag. Da Alaine nach Jolinas Meinung fragte wollte sie diese nicht unausgesprochen lassen.


„Nun… ich weis nicht inwieweit man dieser Quelle trauen kann Alaine. Möglich, dass sich der Verräter tatsächlich auf Byss aufhält. Doch nüchtern betrachtet, spielt es keine Rolle, wo sich der Chiss versteckt hält. Sollte sein lächerlicher Anspruch auf den Thron noch immer Bestand haben, wird er sich früher oder später von selbst aus seinem Loch hervorwagen und mit ihm unsere geliebten Freunde!“

Nun war es Jolina, die die ältere Sith breit anlächelte. Der Tag der Rache würde kommen. Dalen und Kira würden kaum ahnen, was ihnen bevorstehen würde. Wären sie klug, würden sie nie wieder aus ihren Verstecken kriechen. Doch Jolina wusste bereits, dass sie diese Weitsicht nicht besaßen.


„Was die Flieger angeht, so kann ich mir nicht vorstellen, dass von ihnen eine größere Gefahr für das Imperium ausgeht. Was könnten sie schon groß ausrichten?
Ich glaube, dass dein Schüler weiterhin keine wirklich nützlichen Informationen hat. Ich schätze er hätte es mit vitalen Infos wohl kaum bis hier her geschafft!“


Gehässig sah Jolina zu Lüsoka herab. Auch sie selbst hatte das Vergnügen gehabt die Machtblitze zu ertragen. Vielleicht würde auch der Nichtmensch daraus lernen. Schmerz war ein guter Lehrmeister!




[Bastion - Sithorden - Trainingsraum B - Lüsoka & Arith, Karnbacca, Servulus, Knell, abseits Jolina & Alaine]
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsraum D - Schwekraftkammer II - Darth Draconis]

Ein kurzer Moment der Stille und Regeneration den sich der Sith Apprentice gönnte ließ ihn soweit sich wieder sammeln dass er für den nächsten Schritt seines Trainings bereit war. Er wollte immer weiter sein Training vertiefen, bis er sich sicher war, dass sein Training auch wirklich erfolgreich war. Es gab hier kein Herumprobieren, jede Ungewissheit konnte im nächsten Kampf über Leben und Tod entscheiden. Da Draconis sich vorgenommen hatte ewig zu leben, würde er lieber die erste Option bevorzugen.
Nachdem er einen Becher Wasser zu sich genommen hatte, ging er zu der Konsole um diesmal sich einen Droiden mit Soresu Kenntnissen auszusuchen. Ein erneuter Schub gegen den Knopf, und erneut trollte sich ein Droide zu dem Apprentice nachdem sein Vorgänger das Zeitliche gesegnet hatte. Er begab sich in die übliche Anfangshaltung des Soresu, während Draconis sich in seine Anfangsposition, das Schwert seitlich diagonal gehalten, begab und auf eine Attacke abwartete. So verharrten beide einige Sekunden, bis Draconis endlich angriff, indem er mittels der Macht sprang und von oben herab auf den Gegner fuhr. Dieser parierte jedoch mit Leichtigkeit.

Er stieß den Droiden mit der Macht von sich Weg und ging wieder in Angriffsposition, er hielt das Schwert wieder so, dass die Klinge seitlich nach unten zeigte, und vollführte Drehungen um aus dieser Position heraus immer wieder anzugreifen. Da dies durch Machtgeschwindigkeit geschah, bewegte er sich schneller als normal, doch nach jeder Drehung hielt er inne, drehte die Klinge, schlug von der Seite zu, und machte weiter. In seinen Bewegungen die nun folgte entnahm er die Macht aus der Geschwindigkeit, legte sie eher in seine Kraft und schlug mehrmals auf seinen Gegenüber ein, doch dieser schien immer zu wissen wo seine Klinge als nächstes sein würde, wie Vorhersehung.

Das Dumme daran war, dass hier kein klarer Sieger erschien, doch Draconis würde nicht aufgeben, er schlug weiterhin auf seinen Gegenüber ein.
So stärker an seinen Energiereserven fraß als ihm lieb war. Der Kampf musste weitergehen, sodass sich Draconis wieder aufraffte und den still verharrenden Droiden erneut mit einer Welle von Angriffen übersäht, doch vergebens. Erneut schleuderte er den Droiden zurück, um sich ein wenig Freiraum zu schaffen, denn nur so konnte sich seine Form vollständig entfalten.

In seinem Eifer begann er erneut sich in die dunkle Seite der Macht fallen zu lassen, um neue Energien gegen seinen metallernen Feind zu sammeln. Wohl überlegt schlug der Apprentice an verschiedenen Stellen zu, doch konnte der Droide, obwohl nicht Imstande die Macht zu fühlen, immer wissen wo der nächste Schlag Draconis? herkommen würde. Er schlug immer wieder auf ihn ein, doch der Droide hielt sein Schwert mit starker Hand dagegen, sobald Draconis gegen die Waffenhand des Droiden schlagen wollte, wich dieser aus, so als würde er es voraussehen. Langsam entwickelte sich Hass in Draconis, wie konnte dieser Droide nur so lange durchhalten? Es konnte doch nicht sein dass er gegen ein solch minderwertigen Gegner nicht ankam? Das Verdammte an der Sache war, dass er nicht unbedingt verlierte, sondern man es eher mit gegen die Wand laufen beschreiben könnte, denn der Droide hatte eine gut entwickelte Soresu Defensive.

Er sprang mehrmals über den Droiden hinweg, wollte ihn von hinten erstechen oder zerstören, doch erneut gelang ihm dies nicht, er sprang von jeder Seite auf den Droiden zu, sprang von links, rechts, hinten, vorn und schlug jedes Mal von oben herab auf diesen ein. Jedes Mal wurde sein Schlag pariert. Wie konnte er nur? Der verdammte Droide war wirklich unüberwindbar, eine unglaubliche Schmach die sich hier für ihn anbahnte.

Aus mehreren Positionen versuchte nun der Sith Apprentice sein Glück um einen Treffer zu landen, die Wendigkeit sowie das Können in der gewählten Kampftechnik jedoch ließen Darth Draconis nicht gewinnen. Mit mehreren Vorstößen versuchte er sich in den Torso des Droiden zu brennen, doch erneut vergebens. Ein Schlag jedoch gelang als er aus der unteren Seite sein Schwert hochzog und damit ein Stück des Oberarms beschädigte der nun lose herabhing. Da es jedoch nicht die Waffenhand des Droiden war, konnte dieser weiter kämpfen. Mit einem gezielten Machtstoß konnte Draconis den Droiden aus dem Gleichgewicht bringen. Mit einem rasanten Vorstoß schaffte er es schließlich sein Schwert in den Droiden zu rammen der daraufhin erschlaffte. Er war besiegt. Den Droiden weiter zu zerstören beabsichtigte der Sith Apprentice nicht, weshalb er den Droiden reaktivierte und zur Reparatur schickte. Er wusste nun, dass das Soresu den Gegenpart zum Makashi darstellte. Das Soresu richtig zu bekämpfen würde sein Ziel sein, doch nun musste er auch die anderen Lichtschwertformen gegen seine Makashi Kenntnisse antreten lassen...


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Die Warrior bekam durchaus mit in welcher Extasse sich die Apprentice befand, als die Rothaarige ihren Schüler strafte. Eines war sicher, was mit der jungen Frau geschehen war, hatte sich zu einer Gradwanderung entwickelt. Wo sie zuvor noch scheu und ängstlich gewesen war, die Brutalität verabscheut hatte, genoss sie diese nun. Ihr Lehrmeister hatte sie wahrlich gut unterrichtet. Der Genuss, der in der Apprentice zu spüren war uns sich steigerte, hätte bei so manchem die Galle nach oben befördert. Beherrschung war allerdings auch hierbei angebracht, denn Jolinas Extasse wurde untermauert indem sie sich auf die Lippen biss, bis sie blutete. Alaine konnte dem nicht viel abgewinnen. Zu zusehen wie jemand gestraft wurde versetzte sie nicht gerade in Verzücken, zumindest nicht auf die Art wie Jolina. Aber dies war der Apprentice ihr Problem, wenn sie ihr Verhalten so offen zur Show stellen musste. Allerdings sollte sie auch hierbei Acht geben, wem gegenüber sie diese Eigenschaften zeigte. Die Enttäuschung, dass die Warrior ihrem Schüler nicht noch mehr angedeihen ließ musste die jünger akzeptieren. Immerhin hatte Alaine nicht vor ihren Schüler zu töten. Noch nicht jedenfalls. Das Gewürm des Ordens konnte noch von Nutzen sein, und Lüsoka war es, wenn er sich dessen auch noch nicht bewusst war. Verstehen musste die Handlungsweise der Warrior niemanden, doch ihre Pläne beinhaltete einen Abschnitt, bei dem der Kaleesh noch zu gebrauchen war. Warum also voreilig handeln und es später vielleicht bereuen! Sie würde sich Zeit lassen. Unendlich viel Zeit wenn es sein musste. Die Rothaarige Sith wandte ihre grünen Augen erneut Jolina zu und lauschte deren Worte.

Inwieweit man diesen Quellen trauen konnte war nicht völlig klar. Wie die jünger schon sagte, wäre es durchaus möglich, dass sich der Verräter mit seinem Fußvolk noch auf Byss aufhielt. Allerdings müsst er dämlicher sein wie sie dachte, wenn er wirklich noch dort war. Was ein lächerlicher Anspruch auf den Thron anging, so würde dieser im Schall und Rauch vergehen. Und ob er sich aus seinem Loch bemühen würde um seinen Anspruch geltend zu machen, doch auch diesmal würde er versagen, wie schon einmal. Merkwürdig dass er eine zweite Demütigung auf sich nehmen wollte, aber von großem Verstand zeugte dies nicht gerade. Sein elender Haufen von Versagern würde ebenso versinken wie er und Alaine freute sich auf ein Widersehen mit Ranik und Kira. Wobei diese beiden sich wünschen würden sich Alaine nie zum Feind gemacht zu haben. Der Zeitpunkt ihres Treffens würde kommen und bis dahin würde die Warrior warten.


„Diese Informationen könnten von nutzen sein oder auch nicht. Wobei ich der Ansicht bin dass die Verräter, wenn sie den Klug wären Byss schon lange verlassen haben um nicht Gefahr zu laufen, einen Strich durch ihre Rechnung gemacht zu bekommen. Im Grunde genommen spielt es keine Rolle, den gleich wo der Chiss sich aufhalten mag, er wird seiner gerechten Strafe nicht entgehen und ebenso wenig seine Schar von Würmern.“

Ein boshaftes Lächeln glitt über die Lippen der Warrior. Sie wusste das Jolina nur darauf wartete Dalen wie auch Kira in die Hände zu bekommen. Demzufolge waren sich schon zwei, die es nicht erwarten konnte.

„Was seinen Anspruch angeht, so bezweifle ich, dass er Erfolg haben wird. Schon einmal ist er gescheitert und wird es auch diesmal. Der Tag wird kommen an dem sich wünschen wird dies schon eher erkannt zu haben. Aber dies wird ihm nichts nützen.“

Jolina war der Ansicht, dass die Flieger keine große Gefahr für das Imperium darstellen würden. Diese Ansicht teilte Alaine zwar, aber ihr kam es hierbei auf etwas anderes an. Sollte es stimmen, was ihr Schüler gesagt hatte, war der Verrät innerhalb des Militärs größer als es den Anschein hatte. Diese gaben vor sich aus dem Krieg heraus zu halten und kochten hierbei wohl doch ihr eigenes Süppchen. Alynn hatte ihr damals geraten sich heraus zu halten und dies nicht ohne Grund. Alaine hatte ihr das gleiche mit auf den Weg gegeben. Irgendwo war die Warrior auf Vorsicht angewiesen, denn sie war für jeweils zwei Fraktionen tätig. Einmal für die Sith und dann für den IGD. Leicht zog sie eine Braue in die Höhe. Es würde sich zeigen, was zu tun war und für diesen Moment hatte sie genug gehört.

„Ich werde mir ein Urteil bilden sobald ich erfahren habe, dass dies Infos der Wahrheit entsprechen. Bis dahin ist es nicht weiter interessant. Sag, was macht eigentlich die kleine Reven?“

Alaine sah ihr Gegenüber fragend an. Es war einige Zeit her, dass sie etwas von Alisah gehört hatte und so langsam fragte Alaine sich warum ihre angebliche Freundin nichts von sich hören ließ. Hatte dies mit einer bestimmten Person zu tun, der die Warrior nichts weiter als Verachtung entgegenbrachte? Wenn dem so war, würde diese sich wünschen niemals wieder ihr zu begegnen. Im Orden war nicht bekannt, dass Alaine die Rang höhere verachtete, sie sogar hasste. Einzig und allein Aden und ihre Schüler wussten, dass die Rothaarige nicht viel von diesem Weibsbild hielt. Etwas was für diesen Moment keine Rolle spielte, es in Zukunft vielleicht aber würde. Denn man wusste nie, mit wem man aufeinander treffen würde. Alaine hatte jedenfalls nicht vor auf dieses Subjekt zu stoßen. Zumindest nicht sobald.

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[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsraum D - Schwekraftkammer II - Darth Draconis]

Sein Training verlief bisher zwar zufriedenstellend, doch Draconis wollte mehr. Er wollte die Technik so bald wie möglich beherrschen, doch war dies ein Vorgang der seine Zeit und harte Arbeit benötigen würde. Seine Ungeduld durfte ihm nicht im Weg stehen, das wusste er. Der rastlose Sith Apprentice beschloss nun weiter fortzufahren.
Dieses Mal würde er sich einen Droiden mit der Form des Ataru programmieren, doch es erschien kein ASP-19 Droide, sondern ein Bugnought Droide, der durch seinen dünneren Körperbau, doch den stärkeren Sprungfedern für die Form des Ataru viel besser geeignet war, als die schweren ASP-19 Droiden. Das Schwert starr und gerade vor sich haltend stand der Droide da, und begann von sich aus den Apprentice mit mehreren Saltos anzugreifen, jedes Mal musste Draconis blitzschnell reagieren, sodass er sich mit der Macht verband um seine Sinne sowie seine Geschwindigkeit die er daraus bekam zu benutzen.

Der Droide fing eine schnelle Angriff-Block Kombination an, und Draconis konterte mit seiner gelernten Defensivtechnik. Insgesamt viermal tat er diesen Zug, und nun fing der Droide an diese Attacke zu vernachlässigen und griff nun in immer wieder wechselnden Mustern an. Dem Sith Apprentice blieb nicht viel mehr übrig als zu blocken und zu parieren, er musste zunächst herausfinden wie er seine eher bodenständige Form gegen die Akrobatik des Ataru verwenden konnte. Es schien als würden Spiegelbilder gegeneinander kämpfen, immer wieder wechselten die Richtungen der Klinge, die Drehungen immer wieder durchführend, sodass es aussah, als würden beide einen genau abgestimmten Klingentanz führen, der von seiner Tödlichkeit nur in der Schönheit der Synchronisation übertroffen wurde. Draconis fand das jedoch alles andere als ästhetisch, sodass er den Droiden mit einem Machtstoß von sich weg feuerte.

Nun konnte der Kampf von neuem beginnen, der Droide der ihn stark an einen Käfer erinnerte, fuhr auch schon wieder auf ihn zu, doch Draconis parierte und griff nun mit starken, präzisen Angriffen den Droiden an, doch dieser rollte sich zur Seite ab, und sprang hinter den Apprentice, um ihn dort erfolgreich mit seinem Trainingslichtschwert einen schmerzhaften Schlag zu erteilen, ein Fehler wie sich heraußtellen sollte, denn damit vergrößerte er nur die Wut und den Hass des Apprentice, der nun mehrmals auf die Klinge des Droiden einschlug und durch die gewonnene Antriebskraft auf den Käfer, wie ihn Draconis nun in Gedanken nannte, losstürmte.

Mehrmals schlug er den Droiden die Beine weg, doch dieser machte aus jedem dieser Fehler eine akrobatische Bewegung die es ihm erlaubte den Schwertstreichen Draconis? auszuweichen. Langsam wurde aus diesem Kampf eine Katz und Mausjagd, der Apprentice jagte dem Käfer hinterher, genauso wie der Käfer dem Sith Apprentice hinterher jagte, mittlerweile war der gesamte Trainingsraum zum Schlachtfeld der beiden geworden, immer wieder jagten sie sich, bis Draconis einen Fehltritt begann, sich jedoch dann abrollte, und den Droiden damit ohne dass er es wollte in eine Finte lockte. Das Glück wandte sich nun auf Draconis Seiten, den er trat den Droiden kräftig in den Rücken, sodass dieser hinflog, sich zwar abrollte, aber nur knapp dem Schwert des Sith Apprentice entrinnen konnte.

Mit mehreren Attacken die fließend ineinander übergingen bekämpfte Darth Draconis den Mistkäfer. Seine Kombination aus Schlag und Stich Attacken scheiterte oftmals an der Verteidigung des Droiden, ansonsten wich dieser den Angriffen Draconis? einfach aus.
Wie würde er wohl sich wieder hier herausspinnen wollen? Es gab kein Entrinnen für den Droiden. Der Käfer fing erneut an umherzuspringen, Draconis bewunderte die Elleganz mit der es durch seine mechanischen Gelenke umherspringen konnte, und doch würde diese dem Droiden nicht viel nutzen. In seiner Wut darüber dass der verdammte Droid ständig floh, vertiefte er sich noch ein Stück weit mehr in der dunklen Seite, sodass er neue Kraft schöpfte. Er stürmte nach vorne, hackte auf seinen Gegner ein, dem es immer schwerer fiel seine Verteidigung gegen den rasenden Adepten aufrecht zu erhalten, und deshalb erneut wegsprang.

Nun gab ihm Draconis jedoch keine weitere Chance, warf einen Machstoß gegen den Käfer der diesen zu Boden riss. Zielsicher ging Draconis auf ihn zu, wohlwissend dass sich der Käfer seinem Angriff nicht entziehen konnte, es war zuende für den verdammten Käfer, sein Ende würde bald da sein, er würde Schrott sein. Draconis sprang, direkt auf den Rücken des Käfers und rammte ihm das Lichtschwert direkt in den Rücken. Nun war auch für ihn der Kampf beendet und die Reinigungsdroiden konnten ihr Werk verrichten.


[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsraum D - Schwekraftkammer II - Darth Draconis]
 
[Bastion - Sithorden - Trainingsraum B - Lüsoka & Arith, Karnbacca, Servulus, Knell, abseits Jolina & Alaine]



Alaine stimmte der Apprentice fast vorbehaltslos zu. Jedenfalls würde sie sich darum kümmern den Wahrheitsgehalt der Informationen zu prüfen. Jolina hatte schon gehört, dass der Warrior wenig entging. Gut informierte Verbündete zu haben war gut und welche die man auch noch mochte, war noch besser! Immerhin hatte Alaine sie schon als ängstliches kleines Nichts wohlwollend aufgenommen. Wie Ihr Vater, hatte sie ihr Potenzial erkannt. Solange sich die Rothaarige nicht gegen die Pläne des Noghri stellte, würden sie auch weiterhin gut miteinander auskommen.

Dann sprach Alaine sie auch noch auf das neuste Spielzeug ihres Vaters an. Alisah hatte Bastion verlassen müssen, so munkelte man jedenfalls. Jolina wusste nicht genau ob Allegious sie auf eine Strafmission geschickt hatte und was genau vorgefallen war. Von dem Scheitern ihrer Mission hatte die Apprentice jedenfalls gehört. Sicherlich war der Noghri nicht bereit sie mit dem Ableben zu bestrafen immerhin hat er einiges riskiert um sie unter sich zu zwingen. Noch immer musste Jolina an die Geheimnistuerei seinerseits denken, was Alisa Reven betraf.

Vielleicht war es nur ihr Name? doch die junge Sith glaubte nicht an eine genetisch vererbte Bestimmung. Jeder wurde genau das, was das die Macht für ihn vorsah. Immerhin hatte ihr Name sie nicht vor dem Scheitern bewahrt!

Jolina lächelte leicht und wog ab was sie der Rothaarigen Sith erzählen sollte. Immerhin hatte sie keine Ahnung in welchem Verhältnis Alaine und Alisah standen. Es war hier leicht in eine Falle zu tappen. Schnell leckte sich die Apprentice über ihre Lippen und schmeckte das metallische Aroma ihres Blutes. Sie hatte dies nicht einmal gespürt in ihrer Erregung ob der Foltershow des nichtmenschlichen Adepten.


?Alisah? Oh.. ich glaube sie ist bei meinem Meister ein wenig in Ungnade gefallen! Man munkelt sie habe Bastion verlassen müssen nach dem Desaster auf Cato Neimodia. Ich hoffe nur, sie kann ihren Wert für ihn erneut beweisen!?


Es kostete einige Kraft ihre wahren Gedanken zu dem Thema zu verhüllen. Alisah war unwürdig! So lange schon konnte sie die dunkle Seite studieren und hatte nun sogar die unverdiente Gelegenheit gehabt bei dem Besten zu lernen. Warum nur verspielten alle Schülerinnen des Executors ihre Chancen so leichtfertig? Jolina würde ihren Vater jedenfalls nicht enttäuschen!

?Glaubst du sie steht noch auf der Seite meines Meisters? Ich weis nicht wie gut ihr euch kanntet, aber wenn du nach ihr fragst, scheint euch etwas mehr zu verbinden. Ich hatte leider noch nicht die Gelegenheit sie näher kennenzulernen. Die Pflicht ließ diesen Luxus bisher leider noch nicht zu. Daher kann ich mir zu ihrer aktuellen Situation auch kein Urteil erlauben.?

Ja das war gut formuliert und nicht mal gelogen. Leider hatte Jolina wirklich noch nicht die Gelegenheit gehabt mit Alisah einige Worte zu wechseln. Vielleicht konnte Alaine ihr in dieser Hinsicht Erkenntnisse liefern. Vielleicht gab es auch für Ariths Ohren etwas Interessantes zu erfahren.




[Bastion - Sithorden - Trainingsraum B - Lüsoka & Arith, Karnbacca, Servulus, Knell, abseits Jolina & Alaine]
 
[Bastion ~ Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ Training ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka]


Lüsoka hatte gerade die Informationen preisgegeben, als sich seine Meisterin mit einem lauten schrei Meldete. Er wurde von einer unsichtbaren macht am Kragen gepackt und weggeschmissen, wie ein gebrauchtes Taschentuch, das man in einen Mülleimer warf. Als sich der Kaleesh aufrappelte, folgten blaue Blitze. Bevor sie auf ihn auf trafen, spannte Lüsoka seine Muskeln an und biss die Kiefer fest aufeinander, doch auch dies half nichts. Die Blitze trafen auf die Haut, die sofort schwarz wurde und verbrannt roch. Seine Muskeln konnte der junge Nichtmensch nicht mehr Kontrollieren. Die Schmerzen, waren kaum auszuhalten und jeder andere wäre bestimmt in Ohnmacht gefallen, doch Lüsoka hatte gelernt einen gewissen Pegel von schmerzen auszuhalten und danach immer noch bei Bewusstsein zu sein. Dies sagte aber nichts über die Art und weiße wie er sich verhielt. Er zuckte hektisch und nach ein paar Sekunden entfloh ihm ein Quälender Schrei. Als die Blitze endeten und seine Muskeln nun zu schlaff waren um zu gehorchen, sackte Lüsoka langsam in sich zusammen, kurzzeitig kein klaren Gedanken mehr fassend, blieb er einfach auf dem Boden sitzen und sein Blick war leer. Es hatte zwar denn Anschein, dass er nun verwirrt war, doch kochte es ganz tief in ihm. Er sah Feuer und sich selbst davor stehen.

Gib mir Informationen! Na auf!

Hörte er sich in einer Verrückten Stimme immer wieder sagen.

Gib mir sofort Informationen sonst, Grill ich dich! Vielleicht weißt du es noch nicht aber ich Töte dich wenn du mir keine Informationen geben kannst.

Lüsoka schüttelte sich, da er wusste, dass dies nur eine Illusion war, projiziert von seinem Kopf. Vielleicht hatte er es vielleicht doch etwas härter abbekommen. Lüsoka schaute zu denn beiden jungen Frauen wovon Jolina ihn anblickte. Sie schaute ihn Diabolisch an und ihre Lippen waren aufgebissen und Blut quoll hervor. Lüsoka hasste diese Frau, jedoch würde er es niemals offen zeigen. Er wusste auch ganz genau, warum er die Strafe bekommen hatte. Er war in ein Gespräch geplatzt und nun hatte er dafür seine Rechnung bekommen, des Weiteren schienen die beiden Damen über denn Wert der Informationen zu deputieren. Lüsoka war es egal. Er hatte nun endlich doch etwas gesagt, was beide anscheinend Interessierten.

Lüsoka war inzwischen wieder aufgestanden und schaute sich, noch zwar leicht desorientiert, um. Er versuchte zu lernen, doch von seiner Meisterin ging so eine Kälte aus, das es ihm sehr schwer fiel etwas richtig zu machen. Er bemühte sich, doch hatte er immer wieder das Gefühl eine Made zu sein und anscheinend wurde er auch nicht wirklich ernst genommen. Lüsoka hatte immer versucht kaum aufzufallen, doch dies war anscheinend nicht möglich gewesen. Er versuchte ein guter Schüler zu sein, doch er wurde als Speichellecker abgestempelt. Dies konnte nicht sein. Lüsoka hatte gelernt einem Meister niemals zu widersprechen. Lüsoka hatte keine Lust mehr irgendetwas bei dem Gespräch der beiden Damen mitzubekommen oder wie ein Schoßhund bei seiner Meisterin zu stehen. In Jolinas Augen war er ein Versager und ein Verräter, was sollte er denn sagen um eine Meinung über ihn zu ändern? Er war im Grunde genommen für keine Seite. Weder für Janem noch für Allegius. Für ihn gab es auch keine Schwächere Seite und über Verblendete Narren zu reden, konnten beide Seiten sich eigentlich nicht leisten. Jeder egal auf welcher Seite folgte für einen der zwei Sith. Welche Seite nun mehr Ausdauer haben würde, würde sich herausstellen. Doch eines hatte ihm der Kampf zwischen denn beiden Seiten gezeigt, obwohl Janems Anhänger siegreich aus dem Kampf gegangen waren, konnte man nicht sagen welche Seite stärker war. Doch vergrub Lüsoka diesen Gedanken wieder ganz tief in sich. Wohlmöglich würde er gehängt werden oder so lange gefoltert werden, bis er Qualvoll sterben würde. Und bestimmt würde Jolina daneben stehen und es Genießen, wenn sie es nicht selbst durchführen würde, wahrscheinlich würde sich bitten und jammern bei Allegius, das sie die Bestrafung durchführen dürfte. Lüsoka schaute sich verächtlich an und in seinem Kopf malte er sich alles aus, auch wenn sie es nicht machen dürfte.





Da Lüsoka nicht mehr zu denn beiden Damen gehen wollte, suchte er sich sein Datapad heraus und inspizierte es auf Schäden. Zum glück war es Heil geblieben. Er aktivierte es und suchte seine Gespeicherten Werke über Training mit der Macht heraus. Er hatte, als er aus dem Koma erwacht war, sich mit Studien über die Macht aufgehalten und saß des Öfteren in der Bibliothek und lernte. Nun würde es sich zeigen was er damit alles anfangen konnte. Er musste unbedingt wieder etwas üben auch wenn er eigentlich viel zu müde war.

Als er etwas drüber geschaut hatte, machte er sich bereit um den Machtsprung weiter zu üben. Er konzentrierte sich und lenkte seine ganze Macht in die Beine und sprang. Die vorangegangen Versuche waren immer wieder gescheitert, doch diesmal hatte es funktioniert. Er Lies die Gesammelte Energie los als er gerade vom Boden abgehoben war und nun hatte sie ihn höher springen lassen als er es normalerweise konnte. Er landete und war überrascht, doch holte er sich gleich sein Datapad wieder zu sich und blätterte in denn Abgespeicherten Büchern herum. Er wollte weiter kommen in Geistige Abschirmung, doch dies konnte er unmöglich allein machen und im Moment war seine Meisterin beschäftigt. Er blätterte weiter und kam an denn Machtsinn. Er konnte nicht mehr weiterblättern und sog die Informationen in sich auf. Geistesgegenwärtig holte er sich einen Helm und Klebte das Visier vollständig ab. Danach aktivierte er einen der kleinen Droiden und aktivierte sein Trainingsschwert. Sogleich fing der Droide an und schwirrte um Lüsoka herum. Der junge Kaleesh sah nichts und Konzentrierte sich auf die Macht. Er spürte Machtquellen jedoch war es ihm nicht möglich denn Doiden ausfindig zu machen, als er denn ersten Schuss Kassierte. Lüsoka fluchte leicht und Konzentrierte sich noch mehr. Um ihn herum wurde es dunkel und er sah wieder seine Aura Wellenförmig um ihn herum schlängeln. Er lenkte alles an den Punkt, wo seine Augen waren. Es kostete viel Kraft und er Konzentrierte sich sehr. Als er die beiden Damen ausmachen konnte. Sie glühten Förmlich und mehr konnte er auch nicht erkennen. Als er einen Erneuten Schuss abbekam, brach die sicht ab und es wurde wieder dunkel. Lüsoka deaktivierte sein Trainingsschwert und der Droide flog langsam auf seine Hand zu. Er streifte sich denn verschwitzten Helm ab und anstatt denn Droiden auszuschalten, ließ Lüsoka seiner Wut freien Lauf. Die Wut auf Jolina, die ihn am liebsten Tot sehen würde, die Wut auf sich selbst. Die Wut auf denn Droiden bezogen, ließ Lüsoka ihn in die Luft schweben und schleuderte ihn mit einem Machtstoß gegen die nächst gelegene Wand. Der Droide zerschmetterte in tausend Einzelteilen und Lüsoka kümmerte sich wieder um sein Datapad. Lüsoka durfte zwar seiner Wut freien Lauf lassen, doch was in ihm die Wut und denn Hass Hochkochen ließ, musste er verbergen.



[Bastion ~ Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ Training ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka]
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Trainingsraum D - Schwekraftkammer II - Darth Draconis]

Aus er Macht heraus schöpfte der Apprentice neue Kräfte gegen den die nächsten seiner Gegner. Für ihn war das Training so gut wie abgeschlossen, er musste sich auch anderen Dingen zuwenden, konnte nicht immer nur auf dieser Form verharren. Er würde seinen Fokus weiter auf sie richten, doch die Zeit verlange auch andere Taten von ihm.
Der nächste Droide würde wieder ein normaler ASP-19 sein, da dies sogar besser auf die Art des Droiden passen würde, denn als nächstes kam die Form V, die des Djem So, jene Form mit der Draconis sein Wissen im Lichtschwertkampf begonnen hatte. Draconis ging nun zurück zu dem Kreis wo jeder Kampf anfing und wartete auf seinen Gegner, der behäbig und mit kraftvollen Schritten auf ihn zu kam. Das aktivierte Trainingsschwert auf Draconis gerichtet, fing der Kampf mit starken Angriffen von beiden Seiten an. Dieser Kampf würde ein pures Kräftemessen werden, denn die Form des Djem So ging davon aus, dass der Gegenüber mit der eigenen Überlegenheit niedergerungen wird.

Mit kraftvollen Attacken schlugen die beiden Kontrahenten auf sich ein, immer wieder kam es dazu dass sich die Lichtschwerter miteinander verhackten, sodass es nun um das pure Kräftemessen der beiden ging, wobei der Droide einen deutlichen Vorteil hatte. Draconis versuchte die Kraft auf eine Hand zu halten, merkte jedoch wie er langsam versagte, sodass er mit der anderen Hand dem Droiden aus nächster Nähe einen Machtstoß gab, der diesen nach hinten um einige Meter katapultierte, jedoch nicht von den Füßen riss.

Der Droide der nun wieder einige Meter von ihm entfernt war stampfte erneut auf ihn zu, wollte wohl den nächsten Schlagabtausch mit dem Adepten eingehen. Draconis wich aus und vollführte mehrere starke Schläge, mit jedem Schlag setzte er einen Fuß vor den anderen, sodass er immer weiter den Droiden zurückdrängen konnte. In seinen Augen war der Kampf kräftezehrender, doch nicht unschaffbar. Der Droide setzte auf rohe Kraft, eine der Schwachstellen des Djem So wie Draconis nun erkannte, bald konnte er sich aus diesem Kampf befreien, dessen war er sich bewusst. Erneut wich er einer der Attacken des Kolosses aus, der mit immer neuen Schlägen auf den Adepten niederprasselte.

Draconis beschloss nun den Kampf gegen diesen Gegner endgültig zu beenden, denn dieser Kampf war bereits zugunsten Draconis entschieden, als er den Fehler des Droiden erkannt hatte, und somit seine Chance es zu besiegen, die Schnelligkeit seiner Form würde es ihm ermöglichen den schweren Droiden auszumaneuvrieren und danach zu vernichten, Draconis würde erneut gewinnen. Er sprang mehrmals um den Droiden im Dreieck herum, und schnitt jedes Mal ein weiteres Stück des Droiden ab, bis dieser in sich zusammen fiel, der Droide war vernichtet, und Draconis konnte sich nun seinem nächsten Kampf widmen.

Er ging erneut zu dem Wassertank und trank gleich zwei Becher Wasser, warf sich dabei eine Energie sowie eine Nahrungspille ein, um schnell wieder fit zu sein, er durfte nicht nach lassen, durfte sich keine Pause gönnen. Er hatte erkannt, dass die eigene dunkle Seite ihm den wahren Weg zur Stärke gezeigt hatte. Die Konsole zeigte ihm nun die nächste Form an, die Form VI, das Niman, eine unter Jedi verbreitete Form, zeitgleich die Form der Diplomaten, da sie eine Art Allrounder war. Draconis fand dass genau die Schwäche lag, denn obwohl seine Form auch eine Art Allrounder war, konnte er sich auf wenige Gebiete spezialisieren, doch Niman war so breit gefächert, dass er sich sicher sein konnte, dass dieser Kampf nicht lange dauern würde.

Der Droide benutzte auch sogleich die Eröffnungshaltung, das Schwert einhändig geführt, während aus der anderen Hand normalerweise die Macht gebraucht worden wäre, doch hier war dies nicht der Fall, da Draconis nur gegen normale Trainingsdroiden kämpfte, die keinerlei Erfahrung in der Macht hatten, und noch nicht mal für diese sensibel. Das Geheimnis dieser Form war es, dass der Nutzer seine Kreativität spielen lassen konnte, doch wo war diese bei einem Droiden?

Beide begannen den Kampf, doch musste Draconis feststellen dass dieser nicht schwer werden würde, jedoch auch nicht einfach, er würde anscheinend wie ein normaler Lichtschwertkampf ablaufen, beide parierten und griffen sich mit unterschiedlichen Kombinationen an, doch nichts besonderes lag in diesem Kampf, nach einer Weile war dieser sogar Langweilig geworden, da diese Form keinerlei Spannung aufbaute die einen normalen Lichtschwertkampf ausmachte.
Er drehte das Schwert aus dem Handgelenk mehrere male mit einer Hand bevor er senkrecht nach unten schlug. Er hob erneut sein Lichtschwert mit der Lichtschwertspitze nach hinten und ließ die Klinge heruntersausen, und hob die Klinge ebenso schnell. Er führte nun mehrere schnelle seitwärtliche Hiebe durch, und machte eine 360° Drehung bei der er die Klinge seitlich hielt. Er sprang einen Salto, und fuhr mit der Klinge mit einem kraftvollen Hieb nach unten, rollte sich ab, und vollführte zwei aus der Drehung entstehende Angriffe, die von dem Droiden pariert wurden. Der nächste Angriff war was neues, Draconis ging in die Hocke und riss den Droiden mit seiner Klinge entzwei, deaktivierte diese, und hielt erst mal inne. Eine Regung in der Macht die er spürte, allzu vertraut, sie war es die ihm in den Geist kroch. Wie einen leise geflüsterten Befehl nahm er ihn war, doch wusste der Sith Apprentice was zu tun war. Er zog die Kutte tief ins Gesicht und ging aus dem Trainingsraum hinaus, auf dem Weg zum Exekutor höchstpersönlich.


[Bastion - Center - Sith Orden - Gänge - Darth Draconis]
 
[Bastion ~ Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ Training ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka]​

Die junge Apprentice ging nicht sofort auf die Frage der Warrior ein, was diese nicht sonderlich wunderte. Das Mädchen schien sich zu überlegen was sie sagen konnte und was nicht und es gab Momente in denen Alaine ihr dafür am liebsten den Hals herumgedreht hätte. Was glaubt Jolina eigentlich wenn sie vor sich hatte? Die Rothaarige gehörte sicher nicht zu den Sith im Orden, die mit Neuigkeiten durch die Strassen lief und sie heraus posaunte. Irgendwo ärgerte dies die Zwanzigjährige, aber zum anderen war es verständlich. Denn als Schülerin des Noghri war Vorsicht geboten und da ihr Meister mal mit Alaine zufrieden war und dann wieder nicht, wunderte es niemanden, besonders nicht Alaine selbst. Beim letzten Mal wäre sie fast in Ungnade gefallen und dies weil Az sich verabschiedet hatte. Dabei schien er zu vergessen, dass diese selbst ihre angebliche Freundin hintergangen hatte. Die Warrior hatte Eron dafür verloren. Einen Schüler, in dem sie viel Potential gesehen hatte, dieses aber nicht mehr ausschöpfen konnte, nun wo er Tod war. Machte es einen Sinn sich darüber aufzuregen? Nein, denn alles hatte seine Gründe und Alaine konnte sehr gut nachvollziehen warum der Noghri so reagiert hatte. Ihre Gedanken weiterhin für so etwas herzugeben war Verschwendung. Zumal Jolina dann doch endlich etwas sagte.

Alisah war in Ungnade gefallen? Was hatte dieses törichte Ding nun wieder angestellt? Cato Neimodia. Alaine hatte davon gehört, wenn auch nicht viel, da sie zu jener Zeit selbst zu tun gehabt hatte. Alisah musste anscheinend versagt haben, denn ihr Gegenüber erwähnte, dass es ein Desaster war. Die kleine Reven war eine Freundin der Warrior, doch so manches Mal hätte sie eine Tracht Prügel verdient für ihre Dummheit. Alisah hatte Bastion also verlassen müssen, dies klang fast nach einer Verbannung. Alaine fragte, sich ob sie jemals ihren Wert aufstocken würde besonders bei ihrem Meister. Wenn eines sicher war, dann das sie zum teil noch immer verdammt kindisch war. Bestimmte Beziehungen taten ihr ganz und gar nicht gut. Erst Ian und nun ihre neuste Errungenschaft mit der Alaine ganz und gar nicht einverstanden war. Dies musste ebenso ein Dorn für ihren Meister sein. Was sich die Adeptin herausnahm zeugte nicht gerade von Intelligenz und Alaine fragte sich des Öfteren ob überhaupt Verstand in dem Mädchen vorhanden war. Erschwerend kam hinzu, dass die kleine ein Talent dafür hatte sich die falschen Freunde zu suchen, etwas was ihr eines Tages noch das Leben versauen würde. Alisah war leichtfertig und sie enttäuschte gern. Es gab die ein oder anderen Punkte, in denen sie auch Alaine enttäuscht hatte, doch ihr Name gab ihr einen gewissen Schutz oder besser gesagt ihre Abstammung. Als Tochter von Exodus konnte sie sich viel herausnehmen, zu viel für den Geschmack der Warrior. Sie konnte sich Dinge erlauben, die sich sonst keiner in ihrem Rang erlauben durfte und sie besaß Privilegien, die ihr eigentlich nicht zustanden. Es war eine Beleidigung zu sehen, wie sie hofiert wurde und genau dieser Punkt war es, denn so manch einer aufregte. Doch da sie unter einem gewissen Schutz stand, traute sich niemand ihr eine Lektion zu erteilen. Wobei Alaine nicht viel darauf gab. Sie würde dem Grünschnabel eine Nachricht zukommen lassen, vielleicht meldete sie sich, wenn ein weiterer gewisser Einfluss nicht schon dafür gesorgt hatte, dass sie ein falsches Bild von Alaine erhalten hatte. Des wäre schlecht, zumal die kleine eine gute Quelle war, wenn es um ihre Tante ging. Die Warrior wurde in ihren Gedankengängen unterbrochen, da Jolina erneut eine Frage stellte.

Ob Alisah noch auf der Seite ihres Meisters stand? Dies war schwer zu sagen, besonders da deren liebe einer gewissen Frau gehörte. Aber sie sollte gut daran tun, ihrem Meister treu zu sein, wenn sie nicht sterben wollte. Die Neugier der Apprentice war geweckt, die gern mehr Informationen über die Adeptin wollte. Denn nach ihrer Aussage war sie zu beschäftigt gewesen um etwas über das Mädchen zu erfahren. Hier versuchte jemand geschickt die Warrior auszuhorchen und dies gefiel Alaine noch weniger. Besonders nicht, da sie nicht allein waren. Denn um sie herum scharwenzelte nicht nur Lüsoka sondern auch dieser Nichtmensch und jenem Subjekt traute sie noch weniger. Besonders nicht, da er gern zuhörte. Man könnte fast meinen er wäre Politiker und Speichellecker zugleich. Stets ein offenes Ohr für alles. Jolina wollte also Informationen, gut, Alaine würde sie liefern aber nicht annährend soviel, dass sie etwas damit anfangen konnte.


?Cato Neimodia, ich habe davon gehört, wenn auch nicht viel. Alisah hat also, wie es mir scheint versagt. Wenn ich aus deinen Worten etwas schließe, dann dass sie wohl verbannt wurde. Törichte Närrin. Es wird ihr schwer fallen ihren Wert zu steigern. Was ihre Loyalität angeht, so wird man sehen.?

Eine kurze Pause folgte in der die Warrior ihren Schüler beobachtet und dessen Übungen. Dies war nicht alles, denn sie spürte sehr deutlich was in dem Kaleesh vorging. Er war für die Warrior ein offenes Buch. Eines was nur sie richtig lesen konnte, da sie ihn am besten kannte. Seine Vorstellungen belustigten die Rothaarige Sith leicht. Fantasie besaß er durchaus. Die Macht existierte in ihm und sie konnte genutzt werden, wenn er endlich lernte ein Sith zu sein. Eine Arbeit, die nicht sonderlich leicht war und doch getan werden musste. Der Zorn ihres Schülers, brauchte einen Nährboden und für diesen Moment war Jolina dieser Nährboden. Vielleicht konnte man damit arbeiten. Es wurde eh Zeit, dass seine Ausbildung weiter ging. Dass er die Feinheiten kennen lernte. Erfuhr was es bedeutete ein Sith zu sein. Noch viel Arbeit wartete auf die Warrior. Eine, die sie in Angriff nehmen würde sobald alles erledigt war.

?Ich kenne Alisah recht gut und ebenso ihre Dummheiten. Dass dein Meister wüten auf sie ist glaub ich gern und er hat allen Grund dazu. Um deine Neugier zu befriedigen, wenn es etwas über das Mädchen zu sagen gibt dann eines. Sie ist Naive. Zu naive für ihr alter und sie untersteht schlechtem Einfluss. Wenn du mehr wissen möchtest frag deinen Meister oder aber du lässt dein Geschmeiß das nächste Mal fort.?

Die Worte waren leise gesprochen, nur so das Jolina sie vernahm und damit machte sie der Apprentice deutlich, dass sie dieser Sache nicht traute. Sie wusste nicht was ihr Anhängsel wirklich im Schilde führt, aber sie glaubte nicht dass er hier war um sich die Wände der Ordens anzusehen oder den Bau des Komplexes. Wenn die Apprentice jemanden für Dumm verkaufen wollte, dann sicherlich nicht die Warrior. Was auch immer dieser Nichtmenschliche Wurm hier wollte, vielleicht fand sie es später heraus und wenn nicht, würde sie jemanden finden, der ihr davon erzählte.

Der Blick der Warrior beobachtet die Apprentice ganz genau. Jolina war gut, wenn es darum ging Informationen für sich zu behalten, dies wundere Alaine nicht. Ihre Beharrlichkeit hingegen war beeindrucken. Sie würde eine gute Informantin abgeben, wenn sie eine solche nicht schon war. Alaine war zu vorsichtig, zu erfahren um auf solcherlei herein zu fallen. Ihre Ausbildung hatte sie viel gelehrt und ebenso jene, die ihre verhassten Stiefeltern ihr angedeihen ließen, indem sie ihre Ziehtochter auf Bankette und Anlässe mitgenommen hatten. Politik war ein interessantes Pflaster voller Heuchelei. Im Orden war es nicht wirklich anders.


?Ich frage mich was die wirkliche Absicht deines Begleiters ist. Wenn ich etwas durchschaue dann Lügen oder Halbwahrheiten. Was immer es sein mag du wirst gute Gründe haben, aber verschone mich damit. Ich habe genug erlebt um die Dinge hinter der Fassade nicht zu sehen. Erfülle deine Aufgaben und versage wenigstens du nicht. Ich halte einiges von dir Jolina. Bisher hast du mich nicht enttäuscht.?

Auch diese Worte waren leise und nur für die Apprentice hörbar. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, während sie eine Haarsträhne zurückwischte, die ihr ins Gesicht viel. Was die jünger nun denken mochte spielte keine so große Rolle. Aber sie wusste nun, dass sie sich nicht hinters Licht führen lassen würde. Nicht, wenn sie selbst es nicht wollte.

[Bastion ~ Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ Training ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka]​
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Gänge - Darth Draconis]

Die pure Essenz seiner Dunklen Seite umspielte Darth Draconis während er den Gängen des Ordens zum Thronraum folgte. Seine Augen erstrahlten in vollstem Gold, zwei Topazen gleich starrten sie aus dem Dunkel der Kutte hervor die der Sith Apprentice über das Gesicht gezogen hatte. Er spürte wie die Macht ihn vollkommen erfüllte, sie seinen ganzen Körper durchzog und ihn jedes einzelne Haar auf seinem Unterarm, die leiseste Berührung seiner Haut mit dem Stoff seiner Kampfrobe spüren ließ. Seine Sinne waren aufs äußerste seiner Fähigkeiten gespannt, bereit dem Exekutor zu begegnen und seine neuen Instruktionen zu erhalten. Womöglich ein neuer Auftrag der sein ganzes Können erforderte, oder sogar eine Belohnung? Er wusste nicht was ihn erwarten würde, der Exekutor hatte sich darüber in Schweigen gehüllt, hatte ihm weder einen Hinweis sonst noch etwas mitgegeben. Nur den leisen, jedoch festen, dunklen Ruf des halbmechanischen Noghri.
Draconis hatte den Ruf gehört und er folgte. Er folgte den Weg zum Thronraum der immer mehr ein Bildnis für seine Versklavung wurde. Je weiter er sich in die Dienste des Exekutors begab, desto tiefer verstrickte er sich in die Machenschaften des Exekutors. Die Privilegien die er womöglich erhalten würde, könnten ihm auf seinem Weg zur Spitze mehr als nützlich sein, doch wer konnte schon wissen ob diese Privilegien ihn nicht schließlich noch mehr binden würden, ihn zu Allegious? Schoßhund werden ließen? Soweit wollte er es nicht kommen lassen. Die Erinnerung an sein Ziel beide Seiten auszunutzen erschien ihm nun lachhaft. Entweder Allegious, oder gar keiner. Der Exekutor verstand in dieser Hinsicht keine Grau-Zone, doch war der Sith Apprentice bereit dieses kleine Stück Freiheit aufzugeben, der Gewinn den er damit erreichen können würde könnte ungemein größer sein, seine daraus resultierende Freiheit noch begehrenswerter.
Schlussendlich, wollte er doch nur wie jeder andere Sith mehr Macht. Ein Aufflammen der dunklen Seite bei diesem Gedanken. Macht. Jeder wollte sie, besonders die Sith. Durch Allegious würde er diese Macht nach der es ihn so sehr dürstete bekommen. Er hatte Visionen und Träume, diese Vorstellungen wollte er verwirklichen, schließlich waren es Visionen von Macht und Herrschaft.

Laut hallten seine Schritte in den Gängen der oberen Ebenen die zum Thronsaal führten wieder. Hier traf er sehr viel weniger Anhänger der dunklen Seite, besonders an Jüngern mangelte es hier. Draconis jedoch lies sich davon nicht täuschen. Mehr als einmal erwischte er einen unvorsichtigen Jünger der sich als Spitzel des Exekutors Vorteile versprach. Er gönnte diesen Kreaturen einen schnellen Tod, weniger aus Großzügigkeit als aus Zeitmangel. Er sondierte sein Umfeld genau ab, wusste nicht ob eine Falle auf ihn wartete. Er war effizient für den Exekutor gewesen, doch was wenn er zu effizient war und der Halbnoghri sich seiner entledigen wollte? Sein Misstrauen sowie seine Paranoia wuchs, ein erneutes Aufflammen der dunklen Seite war die Folge.
Selbst seine Rüstung würde ihn da vor solchen Attacken nicht schützen, das wusste er. Bewusst ging er nicht bei der Schmiede vorbei um nachzufragen ob sein Werk verrichtet war. Es war noch zu früh, das war dem Sith Apprentice bewusst. Er musste sich mit der simplen Kampfrobe abgeben die er nun trug. Ohne die aus Durastahl bestehende Rüstung fühlte sich Draconis zwar ein wenig ungeschützt, doch durch das verringerte Gewicht fühlte er sich leichter, agiler und schneller. Die Schritte des Sith Apprentice beschleunigten sich, warten lassen wollte er Darth Allegious auch nicht. Er wusste nicht wie heißblütig der Halbnoghri war, oder ob dieser dazu überhaupt noch durch seine kybernetischen Veränderungen überhaupt noch im Stande war außer zur Nutzung der Dunklen Seite überhaupt noch Emotionen zu fühlen. Vielleicht würde der Exekutor so etwas wie Stolz in Anbetracht der von Draconis getan Arbeit fühlen und ihn ehren, eine kleine Anerkennung dass es sich gelohnt hatte den einstigen Eindringling der geheimen Archive nicht zu töten sondern zu fördern.
Er hatte bereits mehr Sith auf dem Gewissen als Jedi. Sicherlich hatte er auch mehr Sith getötet als jeder Jedi der derzeit lebte.
Die großen Türen die zum Thronsaal führten öffneten sich von alleine als Darth Draconis sich ihnen näherte. Für den Sith Apprentice brach nun die Stunde der Entscheidung an. Der abgedunkelte Raum der derzeit nur von Fackeln erleuchtet wurde, obwohl energiebasierende Lichtquellen sicherlich nutzbar waren, tauchten den Raum in einen beinahe mystisches Licht. Die Strecke die der Apprentice zum Thron des Imperators zurücklegen musste, war schnell überbrückt, sodass Draconis die Gestalt des Halbnoghri ausmachen konnte. Stumm stand er da, unweit des imperialen Throns, ein Sinnbild für den Machthunger des Halbnoghri. Er wollte den Thron, besetzte ihn doch derzeit nicht. Ob aus Etikette oder Zufall, für Darth Draconis war dieses Bild eine Vision der Zukunft. Der Halbnoghri auf dem Thron des Galaktischen Imperiums, flankiert von zwei Statuen im Stil der alten Sith welche als Feuerschalenhalter dienten. Als Draconis schließlich Allegious erreichte, kniete er sich vor den Sith Exekutor nieder sodass die wallende Kutte die der Sith Apprentice um die Kampfrobe trug und die sein Gesicht verdeckte wallend Wellen schlug bevor Draconis einer Statue gleich vor dem Exekutor kniete.


?Was ist euer Begehr, Mylord??

Die raue, durch seine schweigsame Art selten benutzte Stimme entglitt den spröden Lippen des Sith Apprentice mit einem devoten Unterton.. Wenn Draconis Macht erkannte, stellte es für ihn keinen Gewissenskonflikt dar vor solchen Personen niederzuknien. Er konnte noch viel von dem Halbnoghri lernen, mehr zumindest als von den meisten von ihren Idealen erblindeten Sith des Ordens zu Bastion.
Der Mann der neben dem Halbnoghri stand beachtete Darth Draconis überhaupt nicht. Seine Sinne hatten ihn schnell als ein nicht machtsensitives Wesen erkannt. Aufgrund seines äußeren Erscheinungsbild sowie Gemütszustands konnte er erkennen dass von diesem Mann, besonders in der Anwesenheit des Exekutors, keine direkte Gefahr ausging. Stattdessen wartete der Sith Apprentice geduldig ab bis sich Darth Allegious an ihn wenden und mit ihm sprechen würde.



[Bastion - Center - Sith Orden - Thronsaal - Darth Allegious, Darth Draconis, der unwürdige Humanoide (Syntal in Augen des Sith Apprentice)]
 
[Bastion ~ Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ Training ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka]


Der junge Kaleesh hatte nun viel Zeit, da seine Meisterin wohl noch eine Weile Beschäftigt sein würde. Im kam es gerade recht, denn so konnte er seine Fertigkeiten verbessern. Er Blätterte durch sein Datapad und schaut sich viele Beschreibungen für Fertigkeiten an, doch die Beschreibungen wiesen Lücken auf, sodass Lüsoka alleine diese niemals lernen konnte. Er kam an die Lichtschwert Kampf Stile und las sich alle genau durch. Er hatte ja schließlich Zeit und niemand hetzte ihn, also warum dann nicht sich schlau machen über Fertigkeiten? Er entschied sich noch mal für eine Trainingseinheit fertig zu machen. Bei allen Lichtschwertformen, hatten sich zwei herauskristallisiert, die er Lernen wollte, ob ihm seine Meisterin helfen konnte war zwar fraglich aber der junge Nichtmensch war guter Dinge. Lüsoka wollte erst einmal Makashi die II Form lernen um dann später, wenn er in der Macht stärker geworden ist mit der IV Form, der Ataru, zu beginnen. Er streckte sich und dehnte sich, denn Akrobatische Kunststücke mochte er und es machte ihm auch nicht so viel aus. Er schlenderte zu denn Schränken und schaute sich etwas um, denn er brauchte ja einen Gegner und er entsann sich, dass es auch mal Droiden gegeben hatte, die extra für die Lichtschwertformen da gewesen waren. Nach Langem stöbern, hatte er endlich einen gefunden.

Lüsoka wusste das diese Form eine eher defensive Art war und daher stellte er denn Droiden in Angriff und auf leicht ein. Er musste ja versuchen die Schritte zu erlernen. Er hatte sich von seinem Datapad, gewisse Schrittfolgen angeschaut und Programmierte diese nun bei dem Droiden ein. Die Blechbüchse Piepte ein paar mal und dann zeigte es einen Holo-Naricht. Lüsoka bekam nun erklärt wie er die Schritte machen musste und was als erstes. Lüsoka stellte sich in ausgangs Position und aktivierte sein Trainingsschwert. Es war zu Anfang sehr einfach, er musste zwei Schläge Parieren und dann einen Stich in die Brust machen. Der Droide flog in seine Richtung und schlug zweimal nach Lüsoka, die er Parierte und dann stich er zu. Es gab ein Piepen und der Droide losch seine Klinge. Nun wurde gezeigt wie sich Lüsoka geschlagen hatte, wenn bei der Auswertung eine Bewegung falsch war, wurde diese markiert und wiederholt, damit der Trainierende sehen konnte was er falsch gemacht hatte. Doch Lüsoka hatte dies gemeistert. Als Lüsoka gerade einen Neuen Fall eintippen wollte, gab es einen leises brutzeln und der Droide war nur noch ein Haufen Schrott. Entnervt nahm Lüsoka die überreste und warf sie in den Müll.


Soweit dazu, mit dem Lichtschwert zu Kämpfen.

Dachte er sich entnervt. Er schaute zu Alaine herüber und sah sie immer noch mit der Gehassten anderen reden. Was sie wohl beredeten? Lüsoka würde nicht wieder zu denn beiden Damen gehen, denn die Schmerzen beim letzten mal, hatte er noch nicht vergessen. Er hatte ziemlich viel abbekommen und an manchen stellen tat die Haut immer noch weh. Seine Kleidung stank nach verbranntem und er selbst war ziemlich mitgenommen. Er schaute sich um und überlegte was er nun machen konnte doch er entschied sich, auf einem gepolsterten großen Sitz zu meditieren und dadurch wieder an Kraft zu gewinnen.

Als er davor stand, legte er alles von sich ab, bis auf sein Lichtschwert, was er nur ungern weglegte. Er setzte sich und schloss die Augen, konsentrierte sich und merkte wie alles um ihn herum leiser wurde. Er ließ sich fallen und tauchte ein in die Macht, die ihm Seelenfrieden oder auch tausendfache Pein geben konnte. Es war herrlich und da es so still war, ließ es sich auch prima denken. Lüsoka Meditierte gern und wenn er mal dazu kam, konnte es gut sein, das es dauerte. Er dachte über viele Dinge nach. Er hatte damals, hauptsächlich über die Vergangenheit nachgedacht, doch dann war ihm nur noch die Gegenwart und die Zukunft von Bedeutung. Doch wie lange würde noch das Gespräch der beiden Sithinen dauern?



[Bastion ~ Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ Training ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka]
 
[Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ erster Besuch ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka, Kirsten]

Die Prüfung war geschafft. Kirsten hatte Salassars kleinen Test überstanden. Das war aber auch unabdingbar gewesen. Und für einen Menschen mit ihrem Bestreben ein absolutes Muss. Wie sollte sie es je zu einer mächtigen Sith schaffen wenn ein harmloser Würgegriff schon zuviel gewesen wäre?
Sie war im Trainingsraum B angekommen. Hier erhoffte sie sich ihren Einstieg in die Kunst des Lichtschwertkampfes. Wenn sie sich darin sollte dies ihre Chancen auf eine Ausbildung unter einem Meister egal welchen Geschlechts drastisch erhöhen.
Wie weit konnte Kirsten ohne Meister kommen? War es ihr auch im Selbststudium möglich die Benutzung der Macht zu erlernen. Eins war ihr jetzt schon klar : sie musste die Macht dazu bringen ihr zu gehorchen - sie durfte kein Werkzeug der Macht sein. Nur als autoritäre Nutzerin hatte sie die Möglichkeit die Fähigkeiten zu nutzen um ihre alten Ziele zu erreichen. So mächtig werden dass sie die Entscheidung über alle Fragen in der Galaxis darf und dass ihr Wille Gesetz wird. Ohne wenn und aber. Der kaputte republikanische Senat brachte es nunmal zu nichts.

Aber das war alles nur Zukunftsmusik. Jetzt galt es erstmal die Möglichkeiten dieses Raums hier zu erkennen und zu nutzen. In ein Duell mit einem anderen Lebewesen wollte sie sich nicht gleich stürzen. Sie hatte ja noch nicht einmal ein Schwert in der Hand, geschweige denn Ahnung von solchen Bewegungen. Da hatte ihr das Duell mit Kyrr auch nicht viel geholfen. Wenigstens hatte sie diese Made übertrumpft, und das nicht nur im Schwertkampf. Dieser Jünger würde es nie auch nur zu dem Punkt schaffen an dem sie jetzt stand, und mochte das auch noch so weit unten. Er war noch viel tiefer als sie.
Als sie sich nach einem ungestörten Platz zum Trainung umsah bemerkte sie ein ihr unbekanntes humanoides Reptil, das sich an einer Trainingstation probierte. Nachdem das Wesen etwas in die Konsole eingetippt hatte kam ein Droide heraus der kurz danach unter Schwerthieben zusammenbrach. Das war es was sie brauchte!
Eifrig ging Kirsten zu einer weiteren dieser Konsolen und sah sie sich an.
Der Bildschirm bot ihr sowohl Unterricht in den Bewegungen der einzelnen Formen an sowie den Kampf gegen einen Probedroiden. Erstmal mussten ein paar Manöver einstudiert werden, Kirsten kannte noch keine.
Über einen Schalter bekam sie ihr Trainingslichtschwert. Das erste was sie je in den Händen gehalten hatte. Ein einfach Schalter am Griff zückte eine blaue Klinge die ein deutliches Surren hören liess. Kirsten fuhr die Klinge wieder ein.
Sie wählte das ihr bekannte Ataru aus und wich einige Schritte zurück. Das Holopad stetzte ihr das dreidimensionale Bild eines Kämpfers vor die Nase und zeigte ihr wie sie ihr Schwert halten sollte. An ihrer rechten Körperseite, senkrecht.
Erneut erwachte die Klinge zum Leben und Kirsten tat es der projezierten Figur gleich. Die Konsole bestätigte dass sie es richtig tat und es folgte die Anweisung für die erste Bewegung. Nur ein diagonaler Schwung des Schwertes, kein Problem, dachte sich die dunkle Jüngerin und führte ihn aus. Prompt bekam sie eine Fehlermeldung und das Pad zeigte ihr ihren Fehle in der Beinbewegung. Die hatte sie ganz übersehen, auch wenn es ohnehin nicht viel war was es zu tun gab. Ein erneuter Versuch war erfolgreich.
Weitere rüdimentäre Bewegungen folgten und Kirsten verbrachte etwa zwei Stunden bei dieser Arbeit bis alles erfolgreich verlief.
Sie genoss die Bewegungsfreiheit die sich durch Ataru gewann. Hier gab es ausreichend Platz zum Austoben und schliesslich fühlte sie sich fit genug für einen Probekampf. Der Droide wurde auf sehr leicht eingestellt, seine Waffe auf wenig schmerzhaft.

Viel tat die dünne Blechmaschine nicht, sie schlug fahrig nach der Jüngerin aus was diese ohne Mühe blocken konnte. Kirsten parierte den nächsten Schlag und rollte sich dann seitlich unter ihrem Gegner weg um von hinten den finalen Schlag zu landen was auch glückte. Zwar reichte die Energie des Schwertes nicht aus um die Maschine zu durchschneiden doch die Software erkannte den tödlichen Treffer und liess den Droiden auseinanderfallen.

Zufrieden sah sich Kirsten nach einer kleinen Stärkung um. Sie fand Spender für Nahrungs- und Ausdauerpillen und liess sich welche servieren. Heute stand noch einiges auf ihrem Programm und sie musste durchhalten.


[Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ erster Besuch ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka, Kirsten]
 
[Bastion - Sithorden - Trainingsraum B - Lüsoka & Arith, Karnbacca, Servulus, Knell, abseits Jolina & Alaine]



Hmm? vielleicht wäre es doch besser gewesen Alaine die Wahrheit zu erzählen. Deutlicher konnte die Warrior Jolina gegenüber kaum werden. Natürlich ahnte sie, dass Arith nicht hier war um sich die Räume anzuschauen. Die junge Apprentice hätte allerdings gehofft, Alaine würde es nicht darauf anlegen informiert zu sein. Immerhin bräuchte sie sich wohl kaum zu fragen, wem die gewonnenen Informationen zugute kommen würden. Als ob Jolina je für einen anderen als Allegious gearbeitet hatte. Natürlich musste ihr scharfsinniger Verstand der Warrior doch begreiflich machen, dass die Schülerin des Noghri nicht mehr preisgeben würde.

Es ärgerte Jolina nicht weniger, dass Alaine ihrerseits nun wenig über Alisah verraten wollte. Ziemlich gemein aber auch verständlich. Immerhin schien die Warrior wenig überrascht. Jolina glaubte jedoch nicht, dass Dummheiten für die scheinbare Verbannung herhalten könnten. Ebenso wenig konnte einer Adeptin das Versagen der Loyalisten auf Cato Neimodia angelastet werden. Etwas Anderes musste dahinter stecken. Die Aussicht jedenfalls, dass ihr Vater mal einen Plan offenbarte, tendierte gegen Null.

Jolina seufzte innerlich als Alaine noch einmal deutlich machte, dass ihr die Anwesenheit des Bothaners nicht gefiel. Immerhin schmeichelte es der junge Apprentice, das die Warrior einiges von ihr hielt. Diese einfachen Worte gaben der jungen Sith mehr als tausend heuchlerische Schleimer zusammen. Jolinas Stimme hatte nun die flüsternde Note Alaine´s angenommen.


?Ich bedaure es zutiefst dich nicht in alle Details meiner Arbeit einweihen zu können, jedenfalls noch nicht! Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, aber ich werde zu meinem Begleiter weiter schweigen. Und wegen dem, was wir bereden, würde ich mir eher um deinen verräterischen Schüler Gedanken machen, immerhin weist du genau wem ich diene. Also wenn du Geheimnisse vor meinem Meister hast, dann schweige? ansonsten lass dich nicht davon abhalten weiter mit mir zu sprechen!?

Keck zwinkerte Jolina der rothaarigen Frau zu. Gerade in diesem Augenblick öffnete sich die Tür zum Trainingsraum erneut und eine Jüngerin(Kirsten) trat ein. Servulus Körper spannte sich merklich bis die Apprentice ihrem Droiden eine Entwarnung zusandte. Von dieser Jüngerin ging wohl kaum eine echte Gefahr aus. Trotzdem war es gut, dass ihr Roboter noch immer wachsam war. Mit interessiertem Blick folgte Jolina dem Neuankömmling.


?Wie unhöflich? sich nicht einmal vorzustellen!?

Quittierte die junge Sith das beginnende Training der Jüngerin gegenüber ihrer Gesprächspartnerin mürrisch. Irgendwie vermisste Jolina die alten Zeiten in denen solche Kreaturen wie Ranik den Respekt der Ranghöheren einforderten. So sehr Jolina ihn dafür hasste, dass er sie davon abgehalten hatte Kira zu töten und somit ihren Meister zufrieden stellen zu können, war sie doch irgendwie fasziniert von ihm. Sollte er durch die Hand Alaines sterben, würde Jolina versuchen seinen Leichnam zu untersuchen. Welche Erkenntnisse solch ein Opfer der dunklen Seite wohl hervorbringen konnte?



[Bastion - Sithorden - Trainingsraum B - Lüsoka & Arith, Kirsten, Karnbacca, Servulus, Knell, abseits Jolina & Alaine]
 
Orbit um Bastion/ Orbitale Station/ Offiziersmesse/ Frey, andere

Die Offiziersmesse war heute nicht sehr belebt, sodass sich Frey an einem leeren Tisch platzieren konnte, an dem er nicht bei seinen Grübeleien gestört sein würde. Er wusste, dass der Informant, welchen er aufsuchen würde, gefährlich werden konnte wenn er Frey nicht wiedererkannte. Es war schon viele Jahre her, als Frey dem Trandoshaner aus einer misslichen Lage heraushalf. Der Trando sagte damals, dass er Frey ebenfalls helfen würde, wenn der junge Captain nach hilfe verlangt. Jetzt war es soweit und der Trando konnte sein Versprechen einlösen. Das Problem war, dass er in den entlegensten Teil von Center musste. Dort hatte sich der Trando niedergelassen.
Nachdem Frey sein karges Mahl beendet hatte, eilte er aus der Messe in die Richtung seiner Kabine. Er zog die Militäruniform des Imperiums aus und wechselte sie gegen zivile Kleidung und einen lange Umhang mit Kapuze. Sein T-6 befestigte er wie gewohnt an seinem Beinholster. Dann begab er sich zu dem Hangar, in dem er sich mit Lieutnant Orria treffen wollte. der junge Leutnant stand bereits mit ähnlicher Kleidung, wie Frey sie trug, vor der Fähre und wartete. Als Frey sich näherte, salutierte die beiden voreinander und stiegen wortlos ein.
Als das Raumschiff abhob begann Frey zu sprechen.


"Wir befinden uns auf dem Weg zu einem alten bekannten von mir, der hier im Armen- beziehungsweise Flüchtlingsviertel lebt. Er schuldet mir einen gefallen und könnte uns deswegen vielleicht dabei helfen, dieses Abzeichen zu deuten."

Er zog das Abzeichen mit dem silbernen Sichelmond aus der tiefen Tasche seines Umhangs und zeigte sie dem Leutnant.

"Ich vermute, dass es einer Piratenbande gehört. Dieses hier hab ich von dem Eindringling auf der Station. Vielleicht kann mir sogar ein Piratenmitglied genannt werden, dass wir einfangen und verhören können. Aber ich warne Sie: Überlassen Sie das Reden mir und starren sie ihn nicht die ganze Zeit an. Es ist ein Trandoshaner und wir wollen ihn ja nicht beleidigen."

Den Rest des Fluges schwiegen sie.
Nachdem die Fähre gelandet ist, begaben sich die beiden in der dunkelheit in den Westen von Center. Schon bald entdeckten sie Obdachlose, die sich an kleinen Feuern die Hände warm hielten. Erschrocken entdeckte Frey sogar eine Leiche in einer Seitengasse, doch er schaffte es, sie zu ignorieren und weiterzulaufen.


Bastion/ Center/ Armenviertel/ Frey, Shion
 
[Bastion - Sith-Tempel - Waffenkammer] Exos, Enui

Enui gab mit einigen Worten bescheid, dass die Wahl des Schwertes persönlich ist, und er darüber kein Urteil bilden kann. Exos nickte. Er hängte das Schwert an seinen Gürtel und folgte seinem Meister aus der Kammer. Dabei fühlte er sich irgendwie zufrieden. Immer wieder griff er zum Schwert, einfach nur um es für ein paar Sekunden in der Hand zu halten. Das erste Gefühl täuschte ihn nicht. Das Schwert passte in seine Hand, als wäre es ein natürlicher Fortsatz dieser.

Sie gingen durch den riesigen Tempel, durch Korridore, von denen aus sie die Trainingsräume sehen konnten. Exos blickte hin und wieder zu den Schülern, die dort trainierten, zu ihren Meistern. Einige schienen Anfänger zu sein, das sah man an ihren noch teils ungehobelten Bewegungen aus ("sei nicht überheblich Exos, du siehst nicht besser aus"), aber auch an etwas, dem der Schwarzhaarige noch keinen Namen geben konnte. Andere wiederum schienen fortgeschritten zu sein. Bei einem Übungskampf wäre Exos beinahe stehen geblieben, wenn sein Meister nicht weiter ginge.

Schließlich kamen sie in einem Raum an, dessen Boden mit Matten gepolstert war. Ein Trainingsraum. Der Nagai setzte sich (?), und er tat es ihm nach. So, auf den Knien sitzend, hörte er sich die Erklärungen des Gegenübers an.

Auf Anweisung schloss er die Augen und begann tief zu atmen, um sich zu entspannen. Ruhe kehrte ein, nur die Worte Enuis hallten dumpf durch den Raum. Seine Aufregung, seine Hektuk begann zu verfliegen. Es war, als würde der geistige Raum um ihm, der vorhin in einer Art Rauschen verunken war, sich langsam leeren. Und in dieser Leere spürte er eine Regung vor sich, dort, wo, wie er sich erinnerte, der sich inziwschen schweigende Nagai aufhalten sollte.

Schwach war diese Regung, und er wusste nicht, inwiefern sein Wissen darüber, wo sich sein Meister aufhielt, hn beeinflusste. Wie vorhin, konnte er das wirklihe Instinkt schlecht von einer Einbildung trennen. Er öffnete wieder die Augen.


"Meister, darf ich Sie bitten, sich an einen Ort des Raus zu begeben, nachdem ich die Augen schließe? Ich weiß jetzt in voraus, wo Sie sind, und das verwirrt meine Empfindung."

[Bastion - Sith-Tempel - Waffenkammer] Exos, Enui
 
[Bastion ~ Sith Orden ~ Trainingsraum B ~ Training ~ Alaine, Jolina, Arith, Lüsoka]

Die Apprentice senkte nun ihrerseits die Stimme und Alaine lauschte deren Wort die es bedauerte, dass sie nicht mehr Details ihrer Arbeit preisgeben konnte. Damit hatte die Rothaarige auch nicht gerechnet. Nein sie würde es dem Mädchen nicht übel nehmen, da sie wusste, dass was auch immer Jolina tat sie im Auftrag ihres Meisters tat. Da sie besonders beharrlich war, was ihren Begleiter anging musste wesentlich mehr hinter ihm stecken. Geahnt hatte dies die Warrior schon, wusste aber nicht, welch ein Geheimnis diese merkwürdige Kreatur mit sich brachte. Oh ja Alaine wusste sehr genau wem Jolina diente und ihre kurzen Worte, welchen den Adepten betrafen nahm Alaine auf. Lüsoka war keine Gefahr. Besonders nicht für den Halbnoghri, eher für sich selbst. Aber um ihn würde sie sich noch kümmern. Leicht zog die Warrior eine Braue in die Höhe als Jolina meinte, dass wenn Alaine Geheimnisse vor deren Meister hätte, sie lieber schweigen sollte. Wenn nicht konnte sie sich ruhig weiter mit ihr unterhalten. Glaubte Jolina wirklich, dass wenn Alaine Geheimnisse hätte, sie diese preisgeben würde? Besonders vor ihr? Für wie dumm hielt das Mädchen sie?

?Was dir auferlegt worden ist, hast du zu erfüllen. Was auch immer es sein mag, ich hoffe, dass es von Erfolg gekrönt sein wird. Was deinen Begleiter angeht, so ist es deinen Sache was du tust, solange er vorsichtig ist. Ich halte von ihm nicht und ebenso wenig von seiner Neugier, die er gut verbirgt. Achte auf ihn, denn ansonsten könnten andere auf die Idee kommen in ihm etwas zu sehen, was den Tod verdient hätte. Eines ist sicher, was für Aufgaben er auch immer hat, lass sie nicht an die Oberfläche sickern.?

Einen Moment schwieg die Warrior. All die Geheimniskrämerei, die Spiele in den Schatten und den tiefen, auch sie würden eines Tages an die Oberfläche kommen. Nichts blieb auf ewig im Verborgenen und bis dahin würde sich die Warrior in Geduld üben. So wie sie es auch bisher getan hatte.

?Für diesen Moment haben wir genug gesprochen. Ich habe noch etwas zu erledigen. Unsere nächste Begegnung wird vielleicht mehr zu Tage fördern, aber ohne diesen Wurm Jolina.?

Alaine sah ihr Gegenüber einen langen Moment an. Kurz darauf öffnete sich die Tür des Trainingsraumes und eine Jüngerin erschien (Kirsten). Sie machte keine Anstallten sich vorzustellen von so etwas wie Respekt zu zeugen. Doch die Apprentice war die Erste, die das Mädchen darauf aufmerksam machte und die Warrior würde sich nicht einmischen. Nicht jetzt. Sie nickte der Apprentice zu und ging dann zu ihrem Schüler, der in einer Meditation versunken auf dem Boden saß. Er hatte lange genug trainiert und würde sich nun erst einmal erholen. Leicht griff sie in die Macht und nach dem Geiste Lüsokas. Dieser öffnete die Augen und sah seine Meisterin an.

?Genug für jetzt mein Schüler. Ruhe dich ein wenig aus. Schlafe! Ich habe noch etwas zu tun und wenn du soweit bist, suche mich in meinem Quartier auf, dann werden wir unser Training fortsetzten.?

Mit diesen Worten wandte sie sich um und verließ den Trainingsraum. Beachtete den Neuankömmling nicht wirklich. Als sich die Türen hinter ihr schlossen wandte sie sich dem Gang Rechts entgegen. Ihre und Az Quartier lag einige Stockwerte weiter oben. Dort hin wollte sie. Wer oder was ihr bei ihrem Weg entgegenkam machte einen leichten Bogen und als Alaine den Lift erreichte trat sie ein. Dann holte sie ihr Com hervor und begann eine Nachricht zu schreiben.

*** Com Nachricht an Alisah Reven ***

Status: Hoch

Ich habe soeben erfahren, dass du verbannt wurdest, Alisah. Seit ich zurück bin hast du dich kein einziges Mal bei mir gemeldet. Wie es scheint muss etwas geschehen sein. Deine Törichte Handelungsweise gestattet es dir nun, dich frei im Universum zu bewegen und doch bist du keinesfalls frei. Es ist lange her dass wir uns gesehen oder miteinander gesprochen haben. Viel ist seitdem geschehen und es ist an der Zeit, dass wir einiges nachholen. Melde dich.

Lady Aren

*** Com Nachricht Ende ***

Die Warrior packte gerade ihr Com fort als der Lift anhielt und die Türen auf glitten. Sie entstieg ihm und wanderte erneut ein Stück durch die Gänge, ehe sie das Quartier erreichte. Nach einem Moment trat sie ein und sah sich dann um. Seit Az und sie diese Räumlichkeiten erweitert und gestallte hatte war einiges an Zeit vergangen und doch hatten sie noch nicht einmal hier geschlafen, gegessen oder sich länger hier aufgehalten. Sie war enttäuscht und steuerte auf die Bar zu, holte sich ein Getränkt und betrat das gemeinsame Schlafzimmer. Ihr Blick glitt zu Az unberührtem Bett. Ihre Freundin, ihre angebliche Freundin hatte sich noch immer nicht gemeldet und Alaines Suche war bisher noch nicht von Erfolg gekörnt. Mit einem leisen Fluch ließ sie ihren Umhang zu Boden gleiten und setzte sich auf ihr Bett. Nippte an ihrem Getränk und schloss die Augen. Sie brauchte ein wenig Zeit für sich selbst und für ihre Arbeit, ehe sie sich erneut um Lüsoka kümmern würde, der noch einiges zu lernen hatte, ehe dieser in den Status eines Apprentice aufgenommen werden würde. Alaine leerte ihr Glas, stellt es ab und ließ sich auf ihr Bett fallen. Leicht schloss sie die Augen und versank in ihren Gedanken.

[Bastion ~ Sith Orden ~ Quartiere ~ private Suite ~ Alaine, allein]

[Bastion ~ Sith Orden ~ Quartiere ~ private Suite ~ Alaine, allein]​

Es war einige Zeit her, seit sie völlig allein gewesen war. Hier in der Abgeschiedenheit ihres Quartiers hatte sie Ruhe und konnte nachdenken. Es tat gut niemanden um sich herum zu haben, der lästige Fragen stelle oder einem auf die Nerven ging. Viele der Jünger hatten ein Talent dafür und so auch ihr Schüler. Wobei sie diesem nachsah. Immerhin wollte er die Dunkle Seite Studieren und dazu gehörte es Fragen zu stellen. In letzter Zeit allerdings, hatte Alaine kaum eine Minute für sich gehabt. Sie war von einer Mission zur nächsten gejagt, hatte ausgebildet, Studiert, gelernt, Nachforschungen angestellt und vieles andere. Dadurch blieb kaum Zeit für etwas anderes und nun merkte sie, dass sich erschöpft war und Schlaf brauchte. Doch schon wie seit Monaten war dieser Gering und eher dürftig. Sie schaffte es kaum zu schlafen. Jetzt wo sie in diesen Räumlichkeiten lag und auf ihrem Bett wäre die Möglichkeit dazu eigentlich perfekt und doch ließen ihre Gedanken sie nicht los. Alaine seufzte innerlich, hielt die Augen aber weiterhin geschlossen. Alisah war verbannt worden, ohne das diese ihr etwas gesagt hatte und überhaupt war das Verhältnis zwischen den beiden nicht mehr das, was es einmal war. Die Freundschaft hatte sich ausgedehnt. War fast zum Stillstand gekommen. Es gefiel Alaine nicht, dass das junge Mädchen sich in Kreisen bewegte, die ihr schaden würden und es missfiel ihr ebenso, dass sie scheinbar keinen Wert mehr auf Freundschaften legte. Etwas musste die kleine verändert haben, was bedeute, dass etwas geschehen war. Cato Neimodia war ein Desaster gewesen, wie Jolina gesagt hatte, aber eine Alisah war mit Sicherheit nicht völlig am Versagen dieser Mission schuld. Hinter die ganze Wahrheit zu kommen würde sich nicht als sonderlich einfach herausstellen.

Es blieb also nur die Möglichkeit Alisah selbst danach zu fragen, wenn diese sich bei ihr meldete. Wenn sie es den Tat! So völlig sicher war sich die Warrior nicht, denn wenn ihre Vermutungen richtig lagen, dann war der Einfluss unter dem sie stand, kein guter. Wenn Alaine das Mädchen wäre, wohin würde sie gehen? Einen langen Moment dachte die Warrior darüber nach. Sie wusste, dass ihr Liebhaber nicht auf Bastion verweilte, was bedeutet, dass jener unter Umständen auf seinem Planeten sein konnte. Ein wenig wusste Alaine über den Mann, der in ihren Augen nichts wert war. Ein Ex-Jedi ohne sonderlich viel Intelligenz und naive dazu. Was die Dunkelhaarige Freundin Alaines an ihm fand war Alaine nicht ganz klar, zumal er so anders war als Ian. Leicht kräuselten sich die Lippen der Rothaarigen. Als sie gemerkt hatte, dass zwischen den beiden etwas lief, war noch nicht viel Zeit vergangen, in dem Ian verstorben war und doch hatte sie es gewagt sich an einen anderen zu hängen. Die Gründe dafür waren für die Sith eine Beleidigung. Ihrer Meinung nach sah es eher so aus als ob die jünger nicht ohne einen Mann leben konnte und sie sich somit dem nächst besten an den Hals warf. Ausgerechnet ein Ex-Jedi! Es war nicht Alaines leben und so ging sie es nichts an, aber was das Mädchen damit tat, schien ihr nicht bewusst zu sein, da ihr Meister den Geliebten seiner Schülerin verachtete. Auch dies war kein Wunder. Ehemaliges Geschmeiß tat nur selten gut, wie man an ihrem Ex-Herrscher gesehen hatte.

Was auch immer das Mädchen getan hatte, Alaine hoffte von ihr eine Erklärung zu bekommen. Eine, die nicht unter dem Einfluss der Inquisitorin stand, welches Alaine verachtete. Die Gedanken der Warrior ließen von der kleinen ab und wandten sich erneut Az zu, deren Verschwinden zu Komplikationen geführt hatte. Ihre Mission auf Ord Biniir war zwar zu einem Erfolg geworden, doch ihr Verrat an Alaine war noch immer nicht vergessen. Die Verrückte Ex-Warrior trieb sich mit den Jedi herum. Ausgerechnet mit den Jedi! Jene Subjekte, die sie so sehr gehasst hatte. Was nur musste im Kopf der Schwarzhaarigen vorgehen, dass sie dazu fähig war? Was hatte sie getrieben in einen solchen Wahnsinn? Welche Ironie! Az war auch so Wahnsinnig. Schon seit einiger Zeit war sie nicht mehr Herrin ihrer selbst gewesen, hatte es versucht abzustreiten und nun hatte sie es bewiesen. Ausgerechnet Az, in der Alaine nicht nur eine Freundin gefunden hatte sondern auch eine Verbündete, eine Gleichgesinnte und Schwester. Doch dies alles schien dieser egal zu sein. Alaine hatte dieser Verrat oder als was immer man es bezeichnen sollte tief getroffen. Es hatte sie erschüttert bis in die tiefen und nach ihrer Rückkehr nach Bastion war sie gestraft worden. All dies hätte nicht sein müssen, wenn Az schon viel früher auf ihre Freundin gehört hätte. Aber nein, wie stets hatte sie Alaine gescholten.

Die Freundschaft der beiden besaß ein sonderbares Fundament. Sie waren so gegensätzlich wie die Gewalten der Natur. Mal stritten sie heftig dann lachten sie miteinander. Einiges hatten sie schon verlebte, Höhen und Tiefen und doch war ihre Freundschaft von Bestand gewesen. Jeder hatte dem anderen Vertrauen können ohne Gefahr zu laufen verraten zu werden. Bis jetzt und das aller schlimmste hierbei war, dass Az ihre eigene Freundin verraten und sich gegen sie gewandt hatte. Lange war hatte der Zorn darüber in Alaine gebrannt. Hätte sie Az zu fassen bekommen, ihr wäre es schlecht ergangen. Doch nun würde sie Az anders aufnehmen sollte sich diese melden. Sie wollte wissen warum sie getan hatte was sie getan hatte. Weshalb sie keinen anderen Ausweg gefunden hatte und warum ausgerechnet die Jedi. Denn letzteres war ihr noch immer ein Rätsel. Feine gab es genug, selbst in den eigenen Reihen. Nur was wäre gewesen, wenn sich Az ausgerechnet den Feinden in den eigenen Reihen angeschlossen hätte? Wäre es dann besser gewesen? Nein! Um einiges schlimmer. Denn Ranik und der Rest der Maden gehörte zerquetscht und dies ohne Erbarmen. Im Gegensatz zu den Jedi, die ein netter Zeitvertreib waren und irgendwo noch einen Sinn ergaben, waren die Verräter elende Würmer.

Leicht öffnete die Warrior die Augen und zog ein Stück der Decke über sich, ehe sie diese wieder schloss. Ihre Gedankenwelt führte weiter und brachte sie zu Aden, der auf einer Mission war zusammen mit seinem neuen Meister. Einem alten Sith, der nicht mehr einfach so leben konnte ohne Energie zu beziehen. Dieser Alte hatte sie Neugierig gemacht auch wenn Aden sie vor ihm gewarnt hatte. Auf ihn einlassen würde sich die Warrior eh nicht, aber ein Gespräch der alten Zeiten über hätte sie gern geführt. Doch dies war vorerst nicht möglich. Als Alaine weiter an Aden dachte und dass diese nun eine offene Beziehung führten, wurde sie unruhig. Sie glaubte etwas in der Macht zu spüren. Etwas, was Gefahr bedeutete und mit ihm zu tun hatte. Ihre Gefühle für ihn waren nie wirklich verschwunden. Sie hatte sie in den Tiefen zurückbehalten. Gut versteckt vor sich selbst. Eine Weile hatte sie gedacht nicht mehr für Aden zu empfinden als Freundschaft und damit war sie gut gefahren, bis sie ihn erneut gesehen hatte. Diesmal hatte sie ihre Gefühle nicht mehr leugnen können und ihm sogar gestanden, dass sie eine Fehlgeburt gehabt hatte. Eine, die noch immer nicht vergessen war und Aden hatte erfahren, dass er eigentlich hätte Vater werden sollen. Im Leben einer Frau gab es viele Geheimnisse und bei Alaine war dies besonders ausgeprägt. Sie war ein Mysterium und so auch ihr Umfeld. Kaum einer im Orden kannte sie wirklich und jene, die dies zu glauben schienen irrten sich. Doch auch dies würden sie bald erkennen müssen.

Nur mühsam kam die Gedankenwelt der Warrior zu Ruhe, ehe Schlaf sie übermannte und sie endgültig hinab glitt ins Reich der Träume und unvorstellbaren Ereignisse. Der Körper der Sith kam zur Ruhe. Der Herzschlag verlangsamte sich etwas und ebenso auch der Puls. Die Atmung ging regelmäßig und ruhig. Der Schlaf umfing sie wie ein Kind, gebettet auf weiche Kissen. Für diesen Moment würde sie schlafen.


[Bastion ~ Sith Orden ~ Quartiere ~ private Suite ~ Alaine, allein]​
 
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Bastion :: Center :: Kaserne :: Unterkünfte :: Aeron Vos

Aeron ließ sich auf sein Bett fallen. Vor zirka einer Viertelstunde waren die Rookies mit der Putzerei fertig und wurden von ihrem Vorgesetzten entlassen. Die Sanktion ihres Hauptmannes sollte den Rookies zeigen, dass sie zu den niedrigsten Anfängern gehörten und dass sie dementsprechende Aufgaben erledigen mussten, wenn sie es einmal zu etwas bringen wollten. Sollte sich jemand des Squads für so eine Aufgabe zu eitel oder zu überqualifiziert fühlen, so brauchte er gar nicht erst in eine solch strenge imperiale Kaserne kommen.
Das konnte Aeron verstehen und er sah es auch ein, doch in den Stunden der Arbeit und in den darauffolgenden war er durch die Bestrafung von Trübsal und angehendem Hass beherrscht. Vos versuchte, sich klar zu werden, warum sie diese Art von Bestrafung machen mussten. Nun, der unterdurchschnittlich abgeschlossene Marsch im Requena-Gebirge war wohl der beste Grund dafür, doch Aeron konnte sich nicht vorstellen, dass dies der einzige Fehler des Squads war, für den sie bestraft wurden.

Er saß auf seinem Bett, ruhte sich aus und dachte über die vergangenen Geschehnisse nach.
War das Squad wirklich so schlecht, als es den Marsch im Gebirge antrat? Damals fühlte sich Aeron stark genug, die Strecke hinter sich zu bringen. Genau wie jeder andere im Squad. Doch was sich während des Marsches zeigte, waren nicht die Leistungen einer hochmotivierten Truppe, sondern die Leistungen eines anfänglichen Squads, das die Lage völlig unterschätzt hatte. Die Strapazen auf der Brücke und die viel zu lange Zeit, die die Sturmtruppen brauchten, machten Harkas wohl ziemlich sauer. Zumindest nahm Aeron das so auf; und er konnte einerseits seinen Hauptmann in diesem Punkt auch verstehen, doch andererseits sah er es nicht ein, deswegen die Rüstungskammer auf Vordermann zu bringen.
Diese Sanktion war nicht das, was er sich wünschte, als er sich entschloss, die imperiale Kaserne aufzusuchen.

Doch nach mehreren Minuten, wenn nicht sogar Stunden der Überlegung und der Aufregung hatte sich Aeron wieder gefunden und er sah alle Entscheidungen von Harkas Karr ein. Doch nicht nur das; er hatte neue Kraft und Motivation geschöpft und war bereit für die nächsten Aufgaben, die ihm und dem Squad bevor standen.
Doch welche sollten das sein? Wieder ein Gebirgszug? Weitere freie Tage, an denen man wieder sinnloses, wie einen wütenden Mob, bekämpft? Oder gar ein ganz neuer Schritt?

Was sollte die Zukunft für Aeron bringen? Er sollte es bald erfahren, doch die Zeit, die sich bis dahin noch erstrecken sollte, war lange genug, um weiter Erfahrung zu sammeln und sich auf die baldige Zukunft vorzubereiten...

Bastion :: Center :: Kaserne :: Unterkünfte :: Aeron Vos
 
Bastion-Sith-Orden-Thronsaal-Syntal, Allegious

Auch wenn sich die Prozedur stets wiederholte, verlor sie für Syntal nicht ihren Schrecken. Kaum hatte er den düstern Thronsaal betreten und den halbmechanischen Noghri erspäht, schien sein ganzer Körper nur noch einen Gedanken zu kennen: Flucht. Flucht vor dem entsetzlichem Druck auf seinem Verstand, den tausend flüsternden Stimmen in seinem Schädel und der Furcht, sein Geheimnis könnte enthüllt werden. Er würde nach diesem Auftrag nie wieder mit Sith arbeiten, soviel stand für den Geheimdienstagenten fest. Nie wieder. Schaudernd hatte Syntal den Kopf geneigt, stets bemüht, den durchdringend roten Augen des Executors zu entkommen, aber es half nichts. Diese Stimmen...wurde er etwa langsam verrückt ? Es hörte einfach nicht auf, hörte nicht auf...Verzweifelt bemühte sich der Agent, aufrecht stehen zu bleiben und nicht weinend auf den Boden zu fallen, in verzweifelter Hoffnung den Blick auf Allegious gerichtet, der mit scheinbar mit Vergnügen seinem Leid zusah. Er hasste das. Er hasste diese ganze verdammte Operation ! Warum konnte er einfach irgendwelche republikanische Gefangene verhören-oder wenigstens ein paar Schmuggler-und wieder das Triumphgefühl spüren, wenn sein "Gesprächspartner" brach und ihm alles verriet, was er wissen wollte ? Sie hätten anders vorgehen müssen...einen dieser Jünger oder Adepten bestechen und ihn auf Allegious ansetzen vielleicht, aber sie hätten niemals einen gewöhnlichen Menschen schicken dürfen. Im Stillen verfluchte Syntal die Direktoren, aber was würde es ihm jetzt helfen ?

Aber es sollte noch schlimmer für den IGD-Agenten kommen. Gerade er versucht, sich wieder etwas zu beruhigen und zumindest einige klare Gedanken gefasst, als Allegious das Datenpad mit geradezu spielerischer Leichtigkeit zu Staub zermalmtel. Die Abhörprotokoll...Syntal kam nicht dazu, den Gedanken zu Ende zu denken. Mit brutaler Gewalt wurde sein Kopf nach vorne gerissen, der Rest seines Körpers folgte einen Sekundenbruchteil später. Zappelnd und panisch zitternd schwebte er von der unsichtbaren, aber dadurch umso furchteinflössenderen Macht getragen in Richtungs des Noghri. Syntal konnte den Zorn des Sith sehen-und spüren, ein unheilvolles Grollen in der beklemmenden Stille des Saals. Noch immer verzweifelt bemüht, sich aus der Umklammerung zu befreien, musste er zuhören, wie sein schlimmster Alptraum wahr wurde. Allegious wusste es...er wusste es...wusste...Er war tot, so viel stand fest. Syntal rechnete nicht mit Gnade...und umso ungläubiger lauschte er den verzerrten Worten des Sith. Ein sinnvolles Werkzeug ? Vielleicht war doch noch nicht alles verloren.

Seltsam abwesend spürte er, wie er davongeschleudert wurde, der Schmerz des Aufpralls gedämpft in seinen Empfinden ankommend. Noch immer von nackter Todesangst gepeinigt, kam Syntal zitternd, unsicher und unschlüssig auf die Beine, fieberhaft nach einem Fluchtweg suchend. Aber er kam nicht weit-bevor er auch nur den ersten Schritt hätte tun können, waren zwei rotgepanzerte Royal Guards in seinem Rücken erschienen. Der Agent spürte sie seltsamerweise mehr, als das er sie sah...merkwürdig. Ängstlich auf sein Schicksal wartend, hörte er zu, wie die schattenhafte Gestalt neben dem Thron sprach. Teurer Freund...seine Sichtweise....

Mit seinem letzten Rest würde straffte Syntal seine Gestalt, versuchte, wenigstens halbwegs gerade zu stehen und in die ungefähre Richtung des Noghri zu blicken. Seine Worte kamen langsam, es schien fast, als hätte sein Mund Schwierigkeiten damit, die richtigen Laute zu bilden. Es hatte keinen Sinn, zu leugnen...also blieb ihm nur ein Weg offen.


"Ich...danke Euch für Euer Vertrauen, Mylord. Ich...der IGD... werden Euch nicht enttäuschen."

Syntal hustete, räusperte sich und sprach weiter, noch immer damit beschäftigt, Körper und Geist zumindest halbwegs in Ordnung zu bringen. Wessel, der abtrünnige Moff...und die Möglichkeiten in dieser Hinsicht.

"Aus meiner Sicht ist Wessels Verrat ein Glücksfall, Lord Allegious...so seltsam das auch klingen mag. Glücklicherweise haben wir mehrere Optionen: Wir könnten Wessel sofort eliminieren lassen, vielleicht ein Speederunfall oder etwas ähnliches. Wir könnten ihn als Quelle für unsere Spionage bei der Republik nutzen...oder aber..."

Zum ersten Mal seit langer Zeit lächelte der imperiale Agent wieder. Ja, das war...brilliant.

"....wir nutzen ihm, um der Republik eine Falle zu stellen, eine Falle, die für sie mindestens so schwerwiegend sein wird wie der Fall von Corellia oder Bothawui. Wessel könnte uns mehr nützen, als er sich jemals vorstellen kann."

Zufrieden und endlich wieder in der Lage, normal zu stehen, wartete Syntal auf eine Reaktion. Ein weiterer Besucher (Draconis) hatte den Raum betreten, unschwer als Sith zu erkennen. Der der Erfahrung klug gewordene Spion hielt sich im Hintergrund, leise und so unverdächtig wie möglich.

Bastion-Sith-Orden-Thronsaal-Syntal, Allegious, Draconis
 
~Bastion - Sith-Orden - Meditationskammer 4 - Xaragon~


Die wabernden Schwaden in seinem Geist beruhigten sich wieder. Weiteres Wissen, oder Ahnen, durchströmte seinen Geist und beschäftigte ihn. Als der Adept bemerkte, dass sein Geist wieder in die Trance zurück glitt, aus der er gerade erwacht war, unterband er jedoch den Zyklus wider und erhob sich bedächtig vom kalten Stein. Zwei schnelle Schritte und ein Zischen der Tür, dann stand er wieder auf dem langen dunklen Korridor. Planlos trugen ihn seine Füße durch den Tempel der dunklen Lords, während er sich weiter über den vorherigen Kampf und seine möglichen Folgen nachdachte. Unbewusst blieb er vor einem Raum stehen. Als sich seine Gedanken wieder legten trat er ein, er war der Orientierung abhanden gekommen, als er sich grübelnd durch den Orden bewegt hatte, doch er war sich sicher, dass dies hier ein öffentlicher Raum war. Er öffnete die Tür und trat ein. Wie er fast erwartet hatte, fand er sich in einem Trainingsraum wieder. Was ihn jedoch überraschte, war dass seine Meisterin zugegen war. Sowohl sie als auch Servolus waren anwesend. Weiterhin befanden sich noch fünf andere im Raum. Einer der Sith kam ihm bekannt vor. Wahrscheinlich kannte er ihn vom Kampf im Thronsaal. Einer der andere Anwesende war ein Wookie, eines dieser abscheulichen, von Fell bedeckten Wesen, die so Primitiv wie ein Rancore waren. Die anderen Waren, mehr oder weniger, Humanoiede. Langsam und leise bewegte er sich auf seine Meisterin zu. Als sie nun mehr nur noch drei Meter trennten fiel er Wortlos auf die Knie, darauf wartend angesprochen zu werden und unmerklich bei dem Gedanken an die andere Frau schmunzelnd, die sich offenbar einen respektlosen Fehler geleistet hatte.


~Bastion - Sith-Orden - Trainingsraum B - Lüsoka & Arith, Karnbacca, Servulus, Knell, Jolina, Xaragon~
 
[OP: So,Weihnachten und neujahr sind wieder vorbei und nach einer langen Pause bin ich dann wieder zurück]

[Bastion - Center - Landeplatz der Kaserne - Shion-Frey, Sicherheitschef Ballei, General Da Ruso, 4 andere Sturmtruppen

Seit Shion den Captain seines Schiffes in den Hangar der Raumstation begleitete,bis zur Musterung der neuen Soldaten war Shion nur schweigend vor sich hergegangen.Er wusste nicht warum,vielleicht war es vor Aufregung,vielleicht bedrückte ihn auch ganz was anderes.Man konnte es dem jungen Leutnant deutlich von den Lippen lesen,dass er ziemlich angespannt wegen etwas war.Die musterung verlief problemlos,Shion hatte kein einziges mal eingreifen müssen,wenn etwas passiert war und das war auch gut so.

Nachdem sie auf wieder auf Bastion waren,verbrachte Shion seine Zeit teils in Center,teils aber auch auf der imperialen Akademie des Planeten,um sich zu begutachten lassen und etwas unterricht zu nehmen.

Als Sein Captain Frey Fogerty ihn bat,mit ihm einen alten Trandoshaner auf Center zu finden,willigte der junge Leutnant ein.Im Hangar begrüßten sie sich und steigten auch gleich in das Raumschiff ein.Shion bekam ein kleines Abzeichen in die Hand gedrückt.Gespannt hörte er zu und prägte sich das Abzeichen ein.

Nach einer relativ wortkargen Reise landete das Schiff und Shion kam es vor,als ob er eine neue Welt betreten hatte.Verschiedene Leute an Feuern,mit zerfetzter und teils sogar selbstgenähter Kleidung standen sie da und beäugten die 2 Imperialen.


"Sir,ich fühle mich sehr unwohl bei der Sache!"

Sprach er in einem ängstlichen Unterton zu seinem Captain.

[Bastion - Center - Armenviertel - Frey,Shion,ärmliche Leute]
 
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