Bastion

Hyperraum vor Bastion -:- Cockpit -:- Lisha und Pilot

Die junge Frau war dankbar für die Mitfahrgelegenheit, die der jüngere, dunkelhäutige Corellianer ihr angeboten hatte. Allerdings wollte sie schnellstmöglich aus der stickigen Sardinenbüchse hier entkommen. Die Raumfahrt – dagegen hatte sie nichts auszusetzen. Doch mit den verhassten Schiffen würde sie sich vermutlich nicht allzu schnell anfreunden. Nicht, wenn diese von so geringer Größe waren. Als der Junge die brummende Maschine gestartet und aus dem großen Raumhafen Coronets gelenkt hatte, spielte Lisha mit dem Gedanken, den Hinterraum nach nützlichen Sachen zu durchwühlen. Sie hatte es bleiben lassen, denn ihr war speiübel gewesen.
Zudem hatte Lisha sich – keinesfalls zu ihrer Begeisterung – die Lippen blutig gebissen, da enge Raumschiffe sie immer etwas verängstigten.
Aus der Ferne konnten die beiden Reisenden die Umrisse Bastions ausmachen, der langsam näher kam.
Bastion strahlte eine düstere Atmosphäre aus, in der sich Lisha wohlfühlte. Wahrscheinlich konnte man hier einigermaßen unbemerkt in den Gassen abtauchen, ohne viel Aufsehen zu erregen!
Der jüngere Mensch wandte sich an die Corellianerin und befahl ihr, sich festzuhalten, während das Schiff ruckartig den Hyperraum verließ und den Raumhafen ansteuerte. Ha, bald hätte sie wieder festen Boden unter den Füßen!

Das Schiff landete zumindest sanfter als gedacht und mit einem leisen Zischen öffnete sich die kleine Tür nach außen. Lisha strich kurz ihr schmutziges Kleid glatt und richtete ihren Blick auf den Ausgang. Bevor die Frau jedoch aus dem Vehikel hechten konnte, warf der Junge ihr ein Bündel Klamotten zu, mit dem Kommentar:


„Kleider stehen dir nicht.“

Lisha schnaubte und rang sich ein knappes 'Danke' ab. Danach nahm sie die Beine in die Hand, klemmte sich das Bündel unter den Arm und verließ so schnell wie möglich die blecherne Maschine, möglichst ohne den Pilot noch eines Blickes zu würdigen.
Im Schatten eines Baumes wechselte sie ihre Kleidung und musste widerwillig zugeben, dass der Junge Recht gehabt hatte. Das einfache, braune Kleid ließ sie unter einer Bank liegen.
Trotz dem Wissen, keine Kenntnis über die Lage des Sith-Tempels zu haben, rannte Lisha schweigend durch einzelnen Gassen und befragte hin und wieder ein paar Menschen, die ihr entgegenkamen. Das Gewirr der Straßen störte sie nicht besonders, in Coronet war es nicht viel anders gewesen. Und dennoch war Lisha beeindruckt von der schieren Größe des Tempels, als dieser vor ihr auftauchte!
Zwar ein Vergleich zum corellianischen Raumhafen, aber mit einer mächtigeren Aura! Der Tempel schien über die anderen Gebäude hinauszuragen und sie wegzudrücken, ein Hauptgrund dafür, dass Lisha sich ihm vorsichtiger und leiser näherte, als davor.
Es war nicht wirklich Einschüchterung was sie beklommen machte, eher Respekt.
Langsam schritt sie durch ein großes Eingangstor und entdeckte ein paar Schritte weiter drei Gestalten. Eine Frau [Sarafina] – rothaarig wie Lisha selbst – und ein Mann [Jack] in einem Anzug standen dort, ebenso eine Gestalt [Darth Bellus], die in einen schwarzen Umhang gehüllt war. Eine dunkle Macht ging von der Gestalt aus. Lisha wollte nicht in das Gespräch hineinplatzen und näherte sich beinahe lautlos der kleinen Gruppe, blieb in einem gebührenden Abstand jedoch stehen.


Bastion -:- Sith Tempel, Eingangshalle -:- Darth Bellus, Sarafina, Jack, Lisha
 
Bastion -:- Sith Tempel, Eingangshalle -:- Darth Bellus, Sarafina, Jack, Lisha

Noch immer umklammerte das hübsche Göre (Sarafina) die Vibroklinge. Töricht und äußerst naiv. Aber so waren sie alle zu Beginn ihre Strebens. Ihr Gier nach Macht und ihre Arroganz war erheblich größer als die aller Inquisitoren zusammen. Das war der Garant ihrer künftigen Karriere- zumindest für einige wenige, alle anderen starben. Und wenn diese hier nicht begriff dass keine Klinge dieser Galaxis sie vor dem Zorn eines Sith retten konnte, würde sie bald die nächste sein die untergehen würde.Dann fiel sein Blick auf den aufgetakelten Widerling (Jack). Bellus verzog sein Gesicht. Sarafina vermochte es mit ihrem Aussehen noch halbwegs sein Gemüt herunterzukühlen, aber dieser hier schien gefangen im Materialismus. Reiche Machtbegabte gab es viele, und die meisten brachten es nie zu einem Sith- sie verstanden nicht, dass Titel, Herkunft bei den Sith nichts galt- gar nichts.

Die Worte Sarafinas stiegen in sein Ohr. Das Blut in diesen begann zu rauschen. Bellus hasste Arroganz und Naivität. Eine dritte Person (Lisha) erschien, hielt sich jedoch ein wenig abseits. Sie alle drei waren zum Scheitern verurteilt. Bellus ließ Sarafina zu Ende sprechen, danach erwiderte er ihren Blick. Seine kalten Augen schienen vor Feuer zu glühen. Mit einem Ruck entriss er ihr die Vibroklinge levitierte sie vor seinen Augen.


Der Tempel hat dich nicht gerufen, nicht einmal die dunkle Seite auch wenn sie roh in dir schlummert. Einzig und allein deine Gier nach Macht hat dich angetrieben. Aber das ist gut- Frieden ist eine Lüge, es gibt nur Macht. Der Sieg zerbricht deine Ketten. Das möge deine erste Lektion sein- doch die zweite...

dabei zerbarst ihre Vibroklinge vor ihren Augen zu Staub...

ist die Wichtigere. Nichts was du tun kannst wird dich hier vor dem Zorn und den Schmerzen der Lords bewahren. Verinnerliche diesen Rat. Keine Klinge, selbst ein Lichtschwert, solltest du je eines besitzen, wird dich retten. Du bist hier nichts wert, ob du lebst oder ob du stirbst hängt von der Gnade deines künftigen Herren ab. Und Gnade kennen hier die wenigsten.

Er vollführte eine Geste auf marmorne Mosaiken hinter ihm. Lords die einander schlachteten waren in unzähligen Varianten zu sehen.

Du musst dein altes Leben ablegen. Du dienst nun den Sith- von Macht bist du weiter entfernt denn je, aber das sagen die Lords natürlich niemandem.

Ein kaltes Lachen entging seinem weißen Bart. Mit seinem Stock zog er sich ein paar Schritte zu Jack heran. Die Art wie er sprach, rieb seinen Hass auf Aristokraten in das Unermessliche. Erquickend, dachte ich Bellus, er fühlte sich schon lange nicht mehr so lebendig. Seine Augen funkelten immer noch.

Und du- solltest dich deines Prunks entledigen. Sonst wird mein Gesicht das letzte sein das du gesehen hast. Dein Status, deine Herkunft- ist eine Lüge. Und niemand, wird sich von einer Lüge beeindrucken lassen. Was glaubt ihr wo hier hier seid? Ihr seid hier im Herzen des Imperiums. Seitdem ihr hier angekommen seid, seitdem ihr einen Fuß auf den Boden Bastion's gesetzt habt sind euch die Häscher des Imperiums auf den Fersen. Der Imperator wacht mit stählerner Faust über diesen Orden. Er beobachtet und prüft euch jetzt und hier.

Aus dem nichts schwebten drei Roben herbei. Jeweils eine von ihnen zu Sarafina, zu Jack und zu Lisha.

Nehmt. Zieht euch um. Alles andere fällt euch und führt zu Verdammnis. Und dann antwortet zu Folgendem: Wie erlangt ein Sith Stärke? Und da ihr noch keine Sith seid- wie erlangt ihr solche?

Bellus' Spiel hatte begonnen. Er bereitete sich auf das vor, was nun folgen würde...

Bastion -:- Sith Tempel, Eingangshalle -:- Darth Bellus, Sarafina, Jack, Lisha

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Bastion :: Center ::Sith Orden :: Thronsaal :: Imperator Darth Allegious, Haanen Felean, Leibgardisten und Taral

Allegious künftiger erster Mann im Geheimdienst schien wie von Sinnen. Die dunkle Seite und ihr zehrender Einfluss hatte ihn vollkommen vereinnahmt und in Besitz genommen. Er war nun seine willige Marionette, er würde alles tun, was der Imperator von ihm verlangen würde Selbst wenn er von diesem fordern würde aus dem Thronsaal hinab in den Tod zu springen. Dch er würde ihn für mehr benötigen. Der Geheimdienst hatte sich in den letzten Monaten zu einem seiner fähigsten Werkzeuge entwickelt- aber er hatte auch sehr wohl autarke Bestrebungen innerhalb der Führung bemerkt, die ersucht waren ihrem Herren nur oerflächlich zu dienen. Das würde sich ändern. Fortan würden alle auf ihn hören.Wenn erst der Geheimdienst vollkommen in seiner Hand war- würden alle anderen Organisationen in ihrem Widerstreben wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen. Der Diktator würde sich dann noch offensichtlicher in den Tyrannen verwandeln der er war. Janem's Taten verblassten in Gegenwart zum Streben von Allegious nach Macht. Niemand flüsterte mehr seinen Namen. Einzig und allein der des Imperators hallte durch die Gassen.

Säubert eure Reihen. Vernichtet jene, welche sich nur halbherzig meinem Willen unterwerfen. Formt das perfekte Instrument- vergesst Gnade, vergesst Großmut. Zeigt kein Erbarmen und ihr werdet stärker sein als viele der Inquisitoren. Ich mache euch zu meiner rechten Hand, ihr werdet mir einen Weg ebnen wo herkömmliche Mittel scheitern. Verbrennt alles was sich euch in den Weg stellt und ihr werdet heller strahlen als die Sonne selbst. Geht – und werdet zu meiner Waffe.

Felean erhob sich und ging flammenden Schrittes aus dem Thronsaal. Allegious sah ihm eine Weile fasziniert hinterher. Das Feuer in den Worten dieses Mannes, seiner Haltung seit der vor ihm niedergekniet war, war faszinierend. Mit der Macht besaß er so unglaublich mannigfaltige Fähigkeiten. Er konnte schwächen, töten, berauschen, stärken, betrügen. Wie schwach war er doch einst als er auf Bastion ankam und glaubte Phollow gefährlich werden zu können. Wie furchtbar kurzsichtig war er mit seinem Eintritt in die Armee gewesen. Und doch hatte es ihm Einsichten verschafft die durchaus Vorteile boten. Allegious tippte schnell eine kurze Order in der Propagandaabteilungen den Einsatz Allegious in der Armee zumindest im Militärbereich fokussieren sollten und so eine größere Akzeptanz schaffen sollten. Denn das Militär schien immer noch das größte Steckenpferd zu sein. Die Berichtes des Agenten der regelmäßig über Elysa berichtetete beunruhigten den Imperator zu einem gewissen Grad- zumindest tat es das anfänglich. Denn er hatte schon einen Plan für ihren Plan. Wie er es bei allen tat. Wie er es tat als er sich Janem das zweite Mal entgegenstellte. Wie er es tat als der alte Imperator von dannen gezogen war.

Wieder war er allein- nur umgeben von seinen Wachen. Der Gesang wurde wieder ein wenig lauter. Allegious nutzte die Worte der Sithese um die Macht in ihm zu kanalisieren. Ein Windhauch benetzte sein Gesicht, welches so tief in der Kapuze verborgen war. Es roch nach abertausenden von Menschen und anderen Wesen, welche aus allen Ecken der Galaxis hierher gelangt waren. Denn Bastion war der Mittelpunkt der Galaxis- sonst nichts. Und auch Coruscant würde zu dem werden was es schon immer hätte sein sollen. Ein Feuerherd. Chaos. Wärme stieg in ihm bei diesem Gedanken auf. Der Zeitpunkt war nicht mehr fern. Dann würde sich der Windhauch Bastions zu einem Feuersturm über Coruscant erheben. Und das Imperium würde wahrhaft ewiglich gefestigt fortbestehen können. Coruscant war der Schlüssel. Und Allegious der Garant für den Sieg. Taral setzte sich zu Füßen des Imperators und legt sich dann nieder. Allegious begann zu meditieren und hatte dabei nur Feuer im Kopf...


Bastion :: Center ::Sith Orden :: Thronsaal :: Imperator Darth Allegious, Haanen Felean, Leibgardisten und Taral
 
Bastion -:- Sith Tempel, Eingangshalle -:- Darth Bellus, Sarafina, Jack, Lisha

Schweigend verfolgte die Corellianerin die Lektionen, die der offenbar schon alte und dadurch erfahrene Sith-Lord erklärte. Sie sah seinen langen, weißen Bart und die eigenartigen Augen, die von Zeit zu Zeit auf funkelten. Im Stillen dachte sie:
„Wie viele Sterbende hat er schon gesehen? Wie viele hat er eigenhändig umgebracht? Er kann Rache ausüben. Er könnte uns alle töten, oder?“
Verschiedene solcher Gedanken schwirrten durch ihren Kopf und erfüllten sie mit einer eigentümlichen Freude. Sie wollte das auch! Macht haben! Respekt von Seiten der Anfänger zu bekommen. Rache zu üben, wenn sie wollte! Die Vibroklinge der – soweit Lisha beurteilen konnte – humanoiden Frau wurde plötzlich aus deren Hand gerissen und kurz glaubte sie, etwas am Rande ihres Bewusstseins zu spüren. Ein schwaches Aufflackern, eine kurze Erkennung der soeben verwendeten Macht. Vorsichtig, aber neugierig lehnte sich Lisha etwas nach vorne und beobachtete, wie der Sith-Lord die Klinge in der Luft schweben ließ. Sie war sich sicher, dass er es war, der dieses kleine Kunststück vollführte. Denn offenkundig waren die beiden anderen deutlich jünger als er und vielleicht auch noch am Anfang eines möglichen Leben in den Diensten der Sith. Es würde sicher nicht leicht werden, hier Ansehen zu erlangen und Lisha beobachtete den alten Sith-Lord nur noch genauer. Er musste sehr mächtig sein, wenn er eine solche, finstere Aura aufwies.
Die Klinge löste sich einen Moment später vor den Augen der Drei auf.
Erstarrt fixierte die Frau die Stelle. Wie war das geschehen? Konnte man das auch mit Menschen machen?


„Wie viele Jahrzehnte wird es brauchen, bis ein einfacher Anfänger die Macht ohne Anstrengung nutzen und verstehen kann?

Sie stellte die Frage aus Neugierde, aber gleichermaßen wollte sie auch ihre Chancen einschätzen, den langen Weg einer Sith beschreiten zu können.
Der Sith-Lord wies gleich darauf auf eine alte Wandmalerei hin. Während er noch lachte und sich danach dem jungen Mann zuwandte, richtete Lisha ihre orangenen Augen auf das Bild. In Umhänge gehüllte Gestalten mordeten darauf, zeigten keinerlei Skrupel in ihren Gesichtern. Sie hatten Macht! Unabhängigkeit, Macht, Anhänger, Schüler, was auch immer. Danach gierte es Lisha in den Tiefen ihrer Seele und langsam auch in ihren Gedanken. Ob dies der Einfluss des Tempels war? Doch auch Zweifel kamen ihr, ob dies wirklich die richtige Entscheidung gewesen war. Ein Rückzug war nun nicht mehr möglich...


Was glaubt ihr wo hier hier seid?

Die Frage hallte noch unbeantwortet in Lisha hin und her. Sie war hier im mächtigsten Winkel von Bastion und offenbar auch im gefährlichsten. Wollte sie wirklich hier sein? Was gefiel ihr daran?

Ihr seid hier im Herzen des Imperiums. Seitdem ihr hier angekommen seid, seitdem ihr einen Fuß auf den Boden Bastion's gesetzt habt sind euch die Häscher des Imperiums auf den Fersen. Der Imperator wacht mit stählerner Faust über diesen Orden. Er beobachtet und prüft euch jetzt und hier.

Unwillkürlich hob Lisha ihr Augenbrauen an. Man hatte sie beobachtet? Warum hatte sie nichts bemerkt? Darauf versuchte sie sich den Imperator vorzustellen. Der mächtigste Sith hier? Wohl wahr. Er musste praktisch die Fäden in seiner Hand halten. Ob sie ihn einmal mit eigenen Augen sehen würde?
Lautlos erschienen drei Roben aus dem Schatten heraus und schwebten jeweils zu dem jungen Mann, der anderen Frau und der Corellianerin. Sie zögerte keinen Moment und schlüpfte eilig in die Robe. Sie war schwarz und passte zu der Atmosphäre Bastions. Der Stoff fühlte sich kalt an.

Der Sith vor den Dreien befahl selbigen, auf seine eben gestellten Fragen zu antworten. Wie kam ein Sith zu Macht innerhalb des Ordens? Wie erlangten Anfänger wie sie Anerkennung?
Lisha überlegte kurz und versuchte, ihre wenigen Kenntnisse über die Sith zusammenzufassen.
Die Antwort folgte auf dem Fuß:


„Sith erlangen Stärke durch... langjähriges Studieren, Verstehen und Anwenden der wahren Macht. Anfänger wie ich erlangen Anerkennung durch absoluten Gehorsam gegenüber unserer Meister und dem Gier nach Macht und Wissen, vermute ich.“

Es war die einzige Antwort, die sie bisher und nach ihrem geringen Wissensstand geben konnte und Lisha blieb nur die Hoffnung, dass der alte Sith sie akzeptierte.

Bastion -:- Sith Tempel, Eingangshalle -:- Darth Bellus, Sarafina, Jack, Lisha
 
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[--- Bastion – Center – In der Nähe des Sith Ordens – Straße – alleine ---]


Man konnte wirklich behaupten das dies der so ziemlich mit Abstand schlimmste Tag in seinem Leben war. Ja, seine Eltern hatten ihn seit über einem Jahrzehnt mehr wie einen Sklaven und nicht wie ihren Sohn behandelt. Es war zu seinem Alltag geworden auf die unterschiedlichsten Arten scheinbar grundlos gepeinigt zu werden, nur um sich dann auszuruhen, damit ihn die nächste Tortur nicht umbrachte. Und doch hatte er sich daran gewöhnt, auch wenn es jedes mal aufs neue furchtbar schmerzhaft und erniedrigend gewesen war. Irgendwann hatte sich ein Teil seines gesunden Menschenverstandes verabschiedet und die Pein willkommen geheißen, egal wie sehr sein Instinkt auch dagegen angekämpft hatte. Doch nun, nach dem Tod seiner Eltern, ja im Grunde der einzigen Personen die er näher kannte, war er Mutterseelen alleine und nur ein einziger Gedanke beschäftigte ihn gerade. Die Macht. Achas hatte hin und wieder seine Erzeuger davon reden hören, wie hier ein Sith wieder Chaos verbreitet oder dort ein dunkler Machtnutzer Jedi umgebracht und zur Schau gestellt hatte. Viel hatte er damit nie anfangen können, kannte er doch nicht einmal Bilder von diesen monströsen Gestalten, welche wohl irgendwie, wie auch er selber, zum Imperium gehörten und doch so chaotisch waren das sie in einem geordneten Reich fehl am Platz waren. Doch solche Gedanken passten nicht zu Achas, es würde ihm im Alptraum nicht einfallen darüber nachzudenken wieso die Sith im Imperium waren. Er wusste nur das sie genau das gleiche tun konnte wir er, nur viel stärker, nämlich mit Hilfe ihrer Verbindung zur Macht Dinge bewegen, verformen und zerstören. Das wollte er auch. Wie genau das alles ablaufen sollte wusste er nicht, auch nicht wer denn genau jetzt dafür zuständig war es ihm beizubringen und was er dafür tun musste. Nur eines war so klar wie die nur schlecht verheilten Wunden auf seinem Körper: Er würde ALLES tun um mächtiger zu werden, so mächtig, das er sich seinen einzigen Traum erfüllen konnte, der nicht von seinem eigenen Schmerz handelte: Vergeltung.
Jeder Perverse, an den seine Eltern ihn verliehen hatten, würde sterben, grausam, langsam, aber vor allem endgültig und ohne Chance auf Rettung. Ihre Gesichter hatten sich in sein Gedächtnis eingebrannt, auch die, die er nur einmal während seiner Kindheit gesehen hatte. Natürlich kannte er nur manchmal noch ihre Namen oder gar wo sie herkamen, aber das war unwichtig. In seiner Vorstellung würde er sie finden, wenn er erst einmal so ein berühmt berüchtigter Sith Krieger sein würde.

Mit einem heuchlerisch freundlich wirkenden Gesichtsausdruck schlenderte Achas den Fußgängerweg entlang, wobei ihn kaum einer beachtete und nur selten auswich. Um etwaige Zusammenstöße zu verhindern, war er es meist selber der einen Schritt zur Seite machte, da er noch zu unerfahren war um die ganzen Personen um sich herum einschätzen zu können. Er wusste beim besten Willen nicht wie diese Sith oder imperialen Angehörigen aussahen. Was wäre, wenn er einen davon anrempelte und sich so seine Chance verbaute im Orden aufgenommen zu werden? Das durfte er nicht riskieren, war er doch noch so erbärmlich schwach, das ihn jeder Räuber mit einem Blaster würde töten können.
Seine einzige Chance war es, zum Sith Orden zu gehen und dort mit seiner enormen Widerstandsfähigkeit oder den unbedingten Willen zu lernen Eindruck zu schinden. Alles andere an ihm war wenig brauchbar, zu klein, zu leicht, zu drahtig, zu zurückhaltend und natürlich körperlich zu schwach. Lediglich laufen konnte er gut, doch war das wohl kaum ein ausreichend positiver Aspekt seiner Selbst.

Bei dem beeindruckenden Bauwerk der Sith angekommen, trat er von ein paar Augenpaaren beobachtet aber ansonsten ignoriert ein. Die Vorhalle war riesig, die Säulen, der Boden, die Wände und die Decke in einem bedrückenden dunklen Farbton gehalten, sodass hier wohl kaum Glücksgefühle aufkommen konnten. Doch Achas fühlte sich sofort wie zu Hause, war sein Zimmer in seinem alten Heim doch auch nur ein dunkles Loch gewesen, welches nie auch nur ein Spielzeug oder Dekoration gesehen hatte. Überall sah er einzeln herum laufende, stehende oder mit einer unnatürlichen Ruhe herum stolzierende Anhänger der dunklen Seite oder, falls sie noch nicht so weit waren, Jünger und Lakaien. Achas, der ja im Moment noch nicht einmal das war, ging bewusst in eine Richtung wo keine der Gestalten auf ihn warteten. Klar hatte man sein Eintreten bemerkt, doch war man das wohl mehr als gewöhnt das jemand mit einer dunklen Robe und einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze hinein kam und sich seltsam verhielt. So schon von Natur aus gut in diesen Verein integriert, ging Achas wie immer leicht gebeugt einen der vielen Gänge entlang. Da es hier weder so etwas wie eine Rezeption, noch einen Türsteher gab der ihn freundlichst empfing und dann wieder raus schmiss wenn er nichts taugte, musste sich das neuste „Fast-schon“ Mitglied des Sith Ordens alleine zurecht finden und jemanden aufsuchen, der kein Jünger war und, falls er Glück hatte, sogar einen Schüler brauchte. Oder, und das wäre auch okay, nur jemanden zum Quälen. Dann würde Achas Stunde kommen und er könnte dem Sith zeigen, das er so viel einstecken konnte das es sich lohnte ihn auszubilden. Das oder er würde sterben, was auch eine Option war die er übrigens nicht bedachte...



[--- Bastion – Center – Sith Orden – Gang – alleine ---]
 
Bastion -:- Sith Tempel, Eingangshalle -:- Sarafina, Darth Bellus, Jack, Lisha

Sarafina wich unwillkürlich einige Schritte zurück, als Bellus seinen kalten Blick länger als es vielleicht nötig gewesen wäre, auf der jungen Halb-Sephi ruhen ließ. Seine Augen glühten wie Feuer und eher sich die junge Frau versah, hatte der alte Meister ihr die Vibroklinge mit einem Ruck entrissen. Er levetierte die Klinge vor ihren Augen. Sarafina ballte ihre kleinen Hände zu Fäusten und Wut stieg ihn ihr auf. Wie konnte er es wagen.

"Der Tempel hat dich nicht gerufen, nicht einmal die dunkle Seite auch wenn sie roh in dir schlummert. Einzig und allein deine Gier nach Macht hat dich angetrieben. Aber das ist gut- Frieden ist eine Lüge, es gibt nur Macht. Der Sieg zerbricht deine Ketten. Das möge deine erste Lektion sein- doch die zweite...ist die Wichtigere. Nichts was du tun kannst wird dich hier vor dem Zorn und den Schmerzen der Lords bewahren. Verinnerliche diesen Rat. Keine Klinge, selbst ein Lichtschwert, solltest du je eines besitzen, wird dich retten. Du bist hier nichts wert, ob du lebst oder ob du stirbst hängt von der Gnade deines künftigen Herren ab. Und Gnade kennen hier die wenigsten."

Noch während Bellus zu der jungen Frau sprach, zerbarstete die Virboklinge vor ihren Augen zu Staub. Sarafina bebte fasst vor Zorn. Sie ballte die Fäuste noch weiter zusammen, so das ihre Fingerknöchel Weiß hervortraten und sich ihre Fingernägel in die Handflächen bohrten. Als Bellus mit seinen etwas knochigen Fingern auf die marmorne Mosaiken hinter ihm deutete, folgte die junge Halb-Sephi mit leicht rot glühenden Augen dieser Geste. Auf diesen Mosaiken waren in unzähligen Varianten Lords zu sehen, die sich gegenseitig abschlachteten.

"Du musst dein altes Leben ablegen. Du dienst nun den Sith- von Macht bist du weiter entfernt denn je, aber das sagen die Lords natürlich niemandem."

Das kalte Lachen von Bellus konnte das Blut in den Adern gefrieren lassen. Dass der alte Meister sich nun an Jack wandte, nahm Sarafina nur unbewusst wahr. In ihren Ohren rauschte es. Sie war versucht ihr Vibroschwert zu ziehen und diesen alten Mann niederzustrecken. Niemand hatte es je gewagt sich ungestraft an ihren Waffen zu vergreifen. Niemand. Den Impuls niederkämpfend vernahm sie noch Bellus letzte Worte an Jack: .... Imperator wacht mit stählerner Faust über diesen Orden. Er beobachtet und prüft euch jetzt und hier.“

Das Rauschen ihrer Ohren nahm nach und nach ab doch bebte sie immer noch innerlich vor Zorn. Wie aus dem Nichts schwebten drei Roben herbei. Etwas verwirrt blickte sie die dritte Robe an und folgte ihr mit ihrem Blick, als diese an ihnen vorbeischwebte und vor einer jungen Frau (Lisha) haltmachte.

"Nehmt. Zieht euch um. Alles andere fällt euch und führt zu Verdammnis. Und dann antwortet zu Folgendem: Wie erlangt ein Sith Stärke? Und da ihr noch keine Sith seid- wie erlangt ihr solche?"

Die Worte des alten Meisters holte Sarafina wieder vermehrt in das Hier und Jetzt zurück. Sie griff nach ihrer Robe und legte sie sich auf den Arm. Dann schaute sie sich suchen in der Halle nach einem Plätzchen um, wo sie schnell in dieses muffige Ding schlüpfen konnte. Doch fand sie nichts. Na dann muss es eben so gehen. Sarafina entledigte sich ihres schwarzen Mantels, nahm das Vibroschwert samt Halterung von ihrem Rücken und legte alles an den Fuß der Säule, die sie so bewundert hatte. Dann schlüpfte die Halb-Sepi in das schwarze Kleidungsstück. Wie sie sich es gedacht hatte. Es war drei Nummern zu groß. Leise seufzend band sie sich ihre widerspenstigen roten Locken zu einem Zopf zusammen und dachte über Bellus Frage nach. Die Neue (Lisha) schien als erstes eine Antwort parat zu haben:„Sith erlangen Stärke durch... langjähriges Studieren, Verstehen und Anwenden der wahren Macht. Anfänger wie ich erlangen Anerkennung durch absoluten Gehorsam gegenüber unserer Meister und dem Gier nach Macht und Wissen, vermute ich.“

Sarafinas bernsteinrote Augen fixierte die junge Fremde. Wie alt mochte sie wohl sein? Auf jeden Fall nicht wesentlich älter als die Halb-Sephi selbst. Ein kleines verächtliches Schnaupen entwich Sarafinas Lippen. Sie hatte noch nie etwas für Leute und Geschöpfe übrig, die sich bei anderen versuchen einzuschmeicheln. Und die Neue zählte Sarafina zu dieser Gruppe. Doch sie konnte sich auch irren. Nun war aber die junge Halb-Sephi an der Reihe. Doch was sollte sie sagen? Sarafina biss sich auf die Unterlippe. Diese Neue hatte ihr die Antwort aus dem Mund genommen. Es war im Grunde genommen die richtige Antwort, oder? Aber wenn sie jetzt nichts sagte, nur schweigen danebenstand und Löcher in die Luft starte, würde das bestimmt kein gutes Licht auf sie werfen.

„In dem wir alles nutzen, was uns zur Verfügung steht. Ohne Rücksicht auf Andere, Meister.“

Im Grunde genommen war es eine alberne Wiederholung was Lisha gesagt hatte, nur hatte es Sarafina auf das wesentliche heruntergeschraubt. Während dieser Gedanken sah sich die Halb-Sephi die andere rothaarige mit leicht erhobenen Augenbrauen erneut abschätzig an.



Bastion -:- Sith Tempel, Eingangshalle -:- Sarafina, Darth Bellus, Jack, Lisha
 
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Lange musste der gebeutelte Achas nicht gehen, da erschien recht von ihm ein großer Raum, welcher auch auf der anderen Seite mit einem der Gänge verbunden war. Wenn man mal von verschieden großen Schränken, ein paar Konsolen und Sitzgelegenheiten absah, war der Raum leer.
Selbst mit seinen bescheidenen Kenntnissen über diesen Orden ahnte er, das es sich wohl um eine Art Aufenthaltsraum oder Trainingsraum handeln musste. Als er sich ständig umschauend einer der größeren Schränke näherte, rechnete er jeden Moment damit das ihn aus genau diesem gleich etwas entgegen kommen würde. Diese ständige dunkle Energie die er an diesem Ort spürte, welche ihn ganz unruhig werden ließ, machte ihn auch misstrauischer als wie er normalerweise war. Die Hände auf den Schrank gelegt um ihn zu öffnen, sah er ein letztes mal nach rechts und links. Doch da war nichts und niemand, also öffnete Achas ihn. Entgegen seiner Mutmaßung kam nichts heraus, sondern lag ordentlich drapiert darin. Metallene Zylinder in verschiedenen Formen und Größen, aber im Grunde alle ziemlich ähnlich, lagen bzw steckten in dem Schrank. Da er nichts damit anfangen konnte, sich aber schon denken konnte das die Dinger irgend einen Nutzen haben mussten, nahm er sich einfach das nächstbeste Stück und hielt es hoch, als würde er den Wert einer Antiquität schätzen wollen.

Fasziniert von der Schlichtheit und den einzigen heraus stechenden Schalter des Zylinders, schaute er ihn sich von allen Seite an, guckte in das Loch am Ende des Teils und versuchte etwas in der Dunkelheit zu erkennen, während er gleichzeitig ausprobierte wie dieser Gnubbel zu bedienen war.
Ob das so etwas wie eine Taschenlampe war?
Das Gesicht zu einer verwirrten Grimasse verzogen schüttelte er das Teil, schlug hier und da auf die Hülse ein und traf schließlich den Aktivierungsknopf. Fauchend und schneller als er es erkennen konnte schoss ein roter Strahl aus dem einen Ende des Zylinders. Doch im Gegensatz zu Licht hatte dieser Strahl nach vielleicht einem Meter ein Ende. Brummend und ein bedrohliches rotes Leuchten ausstrahlend, ließ sie Achas nicht einmal daran denken in die Laserschwertklinge zu fassen. Natürlich hatte er mal ein paar Wortfetzen von diesen bevorzugten Waffen der Sith und auch Jedi gehört, doch das sie so aussahen war ihm nicht klar gewesen. Noch interessanter war das die Klinge überhaupt nichts wog, sondern lediglich der Griff, was es einem wohl erleichterte sie schneller zu schwingen und Dinge zu zersäbeln. Ja, das konnten diese Waffen recht eindrucksvoll, hatte er zumindest gehört. Keinen Gedanken daran verschwendend, das hier mal so eben ein Laserschwert herum lag, wandte er sich an eine der Bänke, ging zu ihr und schlug ohne zu zögern zu. Das Ergebnis war enttäuschend, denn die rot glühende Stange zerteilte die Sitzgelegenheit gar nicht, sondern blieb daran hängen wie bei einem normalen Messer oder Schwert. Es zischte und knisterte zwar bei dem Berührungspunkt, aber das wars auch schon.

Maßlos enttäuscht ließ er das Trainings-Laserschwert einfach fallen, nachdem er es wieder deaktiviert hatte. Da die Konsolen im Raum das einzige waren was er bisher noch nicht angeschaut hatte, ging er nun zu einer dieser. Auf dem Bildschirm sah er eine Reihe von Basic-Buchstaben, die er allesamt nicht lesen konnte. Als er eines der Menüfelder berührte, wurde ein weiteres noch größeres aufgerufen, nun mit noch mehr Feldern die man auswählen konnte. In einem weiteren Anfall von leichtsinniger Neugier drückte er einfach irgendwas und schaute sich dieses mal nicht dabei um, sodass er gar nicht bemerkte das sich inzwischen hinter ihm etwas getan hatte. Ein Trainingsdroide, ausgestattet mit einem Trainings-Laserschwert, stand mitten im Raum und sah Achas an, tat aber nichts. Das änderte sich jedoch, als der unwissende junge Mann einen letzten Befehl in die Konsole eingab und ihn damit aktivierte. Wieder zischte ein Laserschwert auf, was ihn nun endlich dazu brachte sich umzudrehen und die Gefahr zu erkennen.


„Nicht....gut?“

Ohne sich irgendwie mit Achas zu verständigen stampfte der schlanke Kampfdroide auf ihn zu, seine Waffe bereits drohend erhoben. Unbewaffnet und mit keinerlei Kenntnisse über die Verteidigung gegen solche Laserschwert schwingenden Feinde ausgestattet, wich Achas erst einmal zurück, wobei er wenigstens so geistesgegenwärtig war und zu dem Schrank mit den Laserschwertern ging, welcher ja immer noch offen stand und darauf wartete das man sich erneut an ihm bediente. Ein wenig von der langsamen Fortbewegung des Droiden sich in Sicherheit wiegend, drehte er sich um, sprintete kurz zu dem Waffenschrank, griff nach dem nächstbesten Zylinder und aktivierte die Trainingswaffe sofort. Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck drehte Achas sich um und musste erkennen, das sein metallener Gegner nicht ganz so vorhersehbar war wie er geglaubt hatte. Dem Ding kaum ins künstliche Gesicht geschaut, prallte auch schon dessen erster horizontal geführter Angriff auf sein senkrecht gehaltenes Schwert. Davon überrascht, stolperte er zurück gegen die Schranktüren. Ein paar kaum spürbare Kratzer an seinem Rücken später stand er dann in der Mitte des Raums, der Droide weiter hinter ihm her.

Krachend und Funken versprühend prallten die beiden roten Klingen aufeinander, wobei Achas Gegner deutlich mehr Power in seinen Armen hatte er als selbst. Es dauerte auch gar nicht lange, da erkannte er das er so nicht gewinnen konnte und zog sich immer wieder zurück, wobei er das Laserschwert weit von sich ausgestreckt dazu nutze um den Gegner auf Distanz zu halten. Währenddessen überlegte er wie man einem im Schwertkampf überlegenen Gegner ausschalten konnte, was für den unerfahrenen Menschen eine schier unlösbare Aufgabe zu sein schien. Ganz spontan würde er irgend eine Schwachstelle des Droiden angreifen, doch dafür war das Schwert nicht zu gebrauchen, da die lange Klinge zu leicht abgeblockt und abgelenkt werden konnte, wie er ja in den letzten Minuten hatte mitkriegen dürfen. Also dachte er sich schließlich, das er halt eine kurze Waffe brauchte die kaum größer war als sein Unterarm. Dummerweise fand er keine davon innerhalb des Raumes, doch das war auch gar nicht nötig. Wie von einem Geistesblitz getroffen, kam ihn plötzlich ein wirklich guter Gedanke, der meist deswegen nicht kam da man Laserschwerter wohl häufig aktiviert und dann während des Kampfes immer anließ, doch wozu?

Also schaltete Achas kurzerhand sein Schwert aus, was zwar das Verhalten des Droiden nicht änderte, es ihm jetzt aber erlaubte näher an seinen Gegner heran zu kommen. Dafür musste er nur schnell und wendig sein!
Als der Droide sein Schwert hob, sprang Achas nach vorne unter die Deckung des Blechmanns hindurch. Dessen Schwertarm raste jedoch wie ein Fallbeil herunter, viel schneller als der Sith Anwärter es geglaubt hatte und so schabte die rote Klinge noch über den unteren Teil seines Rückens, was zwar höllische Schmerzen verursachte, ihn aber wegen der relativen Ungefährlichkeit der Waffe nicht umbrachte. Das Manöver hatte sich jedoch auf jeden Fall gelohnt. Mit zusammen gebissenen Zähnen und ein Keuchen somit unterdrückend, kam Achas hinter dem Droiden wieder hoch, riss seinen rechten Arm steil nach oben und aktivierte dabei seine eigene Waffe, womit der Kampf beendet war. Die Klinge traf auf den Rücken des Droiden und schien damit irgend ein Signal an die Konsole gesandt zu haben, denn der Trainingsdroide deaktivierte seine Waffe und stakste zurück zu der versteckten Kammer aus der er gekommen war.
Ein glorreicher Sieg sah anders aus, doch war Achas mehr als zufrieden damit diesen Gegner besiegt zu haben, auch wenn er wohl bei echten Waffen draufgegangen wäre...



[--- Bastion – Center – Sith Orden – Trainingsraum – alleine ---]
 
Sayaka Akaji


Bastion ~//~ außerhalb ~//~ Anwesen der Familie Akaji ~//~ Garten ~//~ Sayaka Akaji & Hiroshi

Die Besorgungen waren erledigt und Sayaka war froh, dass sie ihren Gärtner mitgenommen hatte, denn ohne ihn hätte sie es niemals geschafft all die Grünpflanzen, Steine, Holz und was sie sonst noch so brauchte zu verfrachten. Nun allerdings hatten sie alles auf dem Anwesen abgeladen, damit Sayaka sich erneut in die Arbeit stürzen konnte. Gerade wollte sie Anfangen als eine der Dienerinnen heraus eilte und Sayaka darum bat herein zu kommen, weil deren Manager sie über Interkom sprechen wollte. Mit einem Seufzen ließ die Exotin ihr Werkzeug fallen, nickte ihrer Dienerin zu und schritt dann den Kieselsteinweg zurück zum Anwesen. Dort angekommen trat sie hinein, suchte den Ort auf, in dem das Interkom stand und setzte sich vor die Apparatur. Sie drücke den Entsprechenden Knopf, dann flackerte das zum Stillstand gekommen Bild ihres Managers auf, auf dessen Lippen ein Lächeln lag. James Given, war seit etlichen Jahren ihr Manager, er hatte ihr geholfen, sie Unterstützt wo sie konnte. Heute war er fünfzig, aber ebenso erfolgreich noch in seinem Geschäft wie vor dreißig Jahren. Given kannte viele der bekanntesten und erfolgreichsten Filmemacher, Produzenten und Regisseure. Er stand stetes in regem Kontakt zu ihnen allen, denn da die Produzenten ihn schon Jahrelang kannten, wussten, dass man sich auf ihn verlassen und das seine Klienten etwas besonderes waren, hatte er nie mit Langeweile zu tun. Der Film war ein hartes Geschäft, weiterkommen tat nur der, der wirklich etwas bieten konnte, der gut war. Vorüber waren die Zeiten, in denen schlechte Schauspieler eine Chance erhielten. Sie verschwanden vom Markt so schnell wie sie gekommen waren. Wer wollte sich auch schon einen drittklassigen Film ansehen! Das heutige Publikum war wählerisch, wollte etwas geboten bekommen. Sayaka hatte in ihrem bisherigen Leben bei unzähligen Filmen gespielt, meist die Hauptrollen, wobei sie nicht jeden Film akzeptierte auch wenn die Gage vielleicht noch so gut war.

James, ich hätte nicht damit gerechnet, heute etwas von dir zu hören. Allerdings nehme ich an, dass es etwas Wichtiges ist, denn sonst würdest du dich nicht schon heute melden.“

Sie lächelte das Bild ihres Managers an. James Given konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. Sein Liebling hatte recht. Zwischen ihm und Sayaka herrschte eine lange und tiefe Freundschaft, die noch heute von bestand war. Selbst mit ihrem Ehemann verstand er sich blendend.

„Du hast Recht, es ist etwas sehr wichtiges. Stell dir vor, ich habe vor einigen Minuten ein Angebot bekommen, welches du nicht abschlagen kannst. Ein alter Freund von mir, bester Produzent und Filmemacher hat einen neuen Film geplant. In dessen Hauptrolle geht es um eine Kriegerin, eine Gesetzes Freie, die an der Seite eines Mannes kämpft. Die beiden Verbindet eine lange liebe, wenn sie sich diese auch noch nicht gestanden haben, da sie einst mit dem besten Freund verlobt war, jener allerdings umkam. Es handelt sich bei dem Film um etwas antikere Geschichte, welche voll und ganz auf die deines Volkes passt. Die Gage dafür ist das Doppelte von deiner letzten. Ich lasse dir das Drehbuch sofort zukommen.“

James sprach wie ein Wasserfall. Sayaka hörte die Begeisterung in seiner Stimme, sah sie aber ebenso in seinem Gesicht. Wenn Given so begeistert von etwas sprach, dann konnte sie sicher sein, dass es sich um etwas ganz spezielles handelte.

„Was ist mit den drei Drehbüchern, die ich hier noch habe?“

James schüttelte den Kopf. „Dies sollte nicht wirklich ein Problem sein. Ich glaube kaum, dass du dich für zwei der insgesamt drei Drehbücher entschieden hättest. Es genügt wenn du eines nimmst, inklusive dem, welches ich dir zukommen lasse. Zumal keines der drei, die du momentan hast so exklusiv ist, wie dieses, was ich noch hier habe.“

James Strahlen war kaum zu übersehen. Seine Begeisterung wuchs und wuchs.

„Deiner Begeisterung nach zu urteilen handelte es sich bei dem Werk um etwas sehr besonderes. Also gut, schick es mir zu. Was die anderen drei Drehbücher angeht, so hast du Recht, ich würde mich nur für eines entscheiden. Die anderen beiden sagen mir nicht so zu. Ich bin gespannt es zu lesen.“

Das Funkeln in Givens Augen wurde größer, Sayaka sah wie er sich die Hände rieb. Vorfreude.

„Sayaka, solltest du dich für das Drehbuch entscheiden, beginnen die Dreharbeiten Ende des Monats, also schon bald. Demnach müsstet du deine Entscheidung sofort treffen, nachdem du es gelesen hast.“

Die Exotin nickte. Dies war ihr durchaus klar.

„Du wirst meine Entscheidung noch an dem Tag erfahren an dem ich das Drehbuch erhalten habe, darauf gebe ich dir mein Wort.“

„Gut, sehr gut. Hast du etwas von deiner Tochter gehört?“

James Themenwechsel kam nicht überraschend. Sie hatte James einige Dinge erzählt, von denen sie wusste, dass sie Han jene nicht sagen konnte, andernfalls hätte er womöglich noch seiner Karriere geschadet und dies wollte sie nicht.

„Nein noch nicht, hoffe allerdings, dass dies blad der Fall sein wird. Ich wollte noch etwas warten.“

Sie seufzte leise. Die Sorge um ihre Tochter erwachte erneut zum Leben und ebenso auch die Angst, dass ihr etwas Schlimmes zugestoßen sein könnte. James schwieg einen Moment, dann schüttelte er den Kopf.

„Du solltest nicht mehr allzu lange warten Sayaka. Die Aufgaben eines Offiziers des Imperiums stecken voller Gefahren. Ich wünschte deine Tochter wäre deinem Beispiel gefolgt. Ihre Kinderauftritte waren beliebt und ihre damaligen Fans trauern noch immer.“

Diesmal war Sayaka es, die traurig mit dem Kopf schüttelte.

„Ich weiß, doch es wäre nicht ihr Leben gewesen. Sie hat sich geschworen den Fußstapfen ihres Vaters zu folgen. Damit ist sie glücklich und mein Mann ist es ebenso. Auch wenn ich es mir ebenso sehr gewünscht hätte wie du, letztlich zählt das Glück des eigenen Kindes. Wir erhalten nicht alles, was wir uns als Eltern wünschen, dies müsstest du wissen James. Umso glücklicher sind wir also, wenn unsere Kinder auf ihrem Weg ihre Erfüllung finden. Wir sind es, die sie darin bestärken sollten.“

Ein sanftes Lächeln erschien auf ihren Lippen.


„Darin gebe ich dir wohl recht. Nun gut, dann warte noch ein wenig, aber nicht zu lange. Im Übrigen habe ich es mir gerade anders überlegt, ich komme selbst nach Bastion und bringe dir das Drehbuch.“

„In Ordnung. Ich freue mich dich zu sehen. Über alles weiter können wir dann sprechen, wenn du hier bist und ich es gelesen habe.“

James nickte. Dann verabschiedete er sich und das Bild wurde schwarz. Sayaka blieb allein zurück, sah noch einen Augenblick auf die Stelle, an der das Bild ihres Managers geflimmert hatte, dann erhob sie sich. Sie hatte noch Arbeit vor sich, welcher sie nachkommen wollte, ehe es dunkel wurde. Dabei würden ihre Gedanken erneut um ihre Tochter kreisen. James hatte Recht, sie würde nicht mehr überaus lange warten, ehe sie versuchen würde mit Toji Kontakt aufzunehmen, um in Erfahrung zu bringen wie es ihrer Tochter ging, wenn er sich nicht bald meldete.


Bastion ~//~ außerhalb ~//~ Anwesen der Familie Akaji ~//~ Raum am Interkom ~//~ Sayaka Akaji
 
[--- Bastion – Center – Sith Orden – Trainingsraum – alleine ---]

„Oh wie beeindruckend, du hast einen Trainingsdroiden besiegt. Wie wäre es mal mit einem etwas stärkeren Gegner?“

Die vor Sarkasmus nur so triefende Stimme kam aus dem Schatten des Ganges, welcher sich hinter Achas befand. Er drehte sich um und erblickte eine nichtssagende Gestalt die in den Raum trat, eine klassische Sithrobe verhüllte alles bis auf die untere Partie seines Gesichtes, während Handschuhe die Hände schützten und auch sonst kein bisschen Haut zu sehen war. War das auch ein Jünger oder gar etwas stärkeres? Achas vermochte es nicht zu sagen, war doch alles in dem Orden auf die gleiche Art verdorben, wie verdorben, konnte er unmöglich sagen.
Bevor er dem Unbekannten jedoch antwortete, überlegte er angestrengt was er sagen konnte ohne zu überheblich zu wirken, nicht das der Typ, drei Meter von ihm entfernt, so mächtig war das ein Zucken seines Fingers reichte um Hackfleisch aus ihm zu machen. Als er die entsprechenden Worte zusammen hatte, sprach er sie langsam und leise aus:


„Ich wusste nicht was er war...ich habe mich nur verteidigt.“
„Schwach und dumm also ja, dann wird es ja keine Schande sein wenn ich dich töte!“


Was? Irritiert wegen der plötzlichen Morddrohung verengte Achas seine Augen und musste sich stark zusammen reißen nicht zurück zu weichen. Was war das denn für einer, das er ihn einfach so töten wollte?

„Warum?“
„Wir Jünger müssen uns beweisen damit uns ein Meister erwählt. Je mehr ich von deiner Sorte umlege, desto weniger Konkurrenz und desto mehr Erfahrung sammle ich. Also mach dir nichts draus, du bist nur eine weitere Leiche auf meinem Weg zum Sith Lord.“


Mit einem ziemlich ordinären Lachen aktivierte der Jünger seine Waffe, ob es nun eine echte oder auch nur ein Trainingsschwert war, konnte Achas nicht erkennen, aber ein Treffer würde so oder so schmerzhaft sein und wenns unglücklich lief, sogar tödlich. Davon im Gesicht getroffen zu werden würde wohl so oder so lebensgefährlich sein.
Dieser Gegner ließ nicht lange auf sich warten und stürmte regelrecht auf den noch unentschlossenen Neuzugang des Sith Ordens zu. Ziemlich wild um sich schlagend behagte der Typ ihn, schien aber ein wenig zu optimistisch an die Sache ran gegangen zu sein, denn so schwer war es gar nicht den groben Hieben auszuweichen. Im Grunde führte er die Waffe, wie Achas auffiel, wie ein normale Stange oder Schwert, mit zwei Händen und immer den Körper mit einsetzend um mehr Power zu haben. War seine Waffe also auch nur ein Trainingsschwert?
Er wollte es herausfinden und aktivierte seine eigene Fake-Waffe um den nächsten Schlag abzublocken. Achas konnte nur hoffen das eine echte Waffe, wenn es denn eine war, nicht durch seine Schnitt als wäre sie nur aus Papier. Als die beiden roten Plasmastrahlen aufeinander krachten und die entstehenden Funken das Gesicht des Angreifers kurz erhellten, hatte Achas seine Antwort. Trotzdem war der Angriff relativ stark und die Muskeln in seinen Armen brannten und zitterten schon jetzt unter diesen Schlägen. Lange würde er das nicht durchhalten und würde er umfallen, stürzen oder irgendwie seine einzige Verteidigungsmöglichkeit verlieren, wäre das sein Ende.

Hysterisch lachend intensivierte sein Gegner, ja sein Feind, seine Bemühungen und trieb den Sith Anwärter durch den ganzen Raum, bis schließlich eine Sitzbank das Ende der Verfolgung einläutete. Einmal kurz nicht aufgepasst, stürzte Achas darüber und landete ungebremst auf seinem Hintern. Auch das Abrollen danach, um wieder auf die Füße zu kommen, verbesserten die Situation kaum bis gar nicht, eher gar nicht. Ein letzter verächtlich schwach ausgeführter Hieb und er war entwaffnet, der Jünger hatte schon jetzt gewonnen.


„Es wird keine Schande sein dich zu töten“ stellte der Typ nochmals fest und...krachte gegen die Wand hinter Achas. Verblüfft von der plötzlichen Wende der Ereignisse stand er nicht auf, sondern blickte in das vor Hohn verzerrte Gesicht des Mannes, der grade den Jünger brutalst gegen die Wand geschlagen hatte. Und das nur mit seiner Faust!

„Ups, da hats wohl jemand nich aufjepasst“ verhöhnte er den inzwischen am Boden liegenden Kerl, der noch vor ein paar Sekunden Achas hatte töten wollen.
„Und du, du bis ziemlich jämmerlich mit dem Schwert. Was sucht eine drittklassige Made wie du im Sith Orden? Falls du suizidale Gedanken has, kann ich dir dabei jerne behilflich sein.“

Suiziwas?

„So dämlisch wie du aus der Wäsche guckst, hat er dir wohl ordentlisch den Schädel einjeschlagen wa“ meinte der Unbekannte weiter und holte aus einer Umhängetasche, die Achas erst jetzt bemerkte, ein kleines Fläschchen raus das mit weißen runden Pillen gefüllt war. Davon holte er eine raus und warf sie dem am Boden sitzenden Anwärter vor die Füße.

„Was...ist das?“
„Eine längere Erklärung oder Fachwörter kann ich mir wohl sparen wa?! Medizin ist dat“
erklärte er und deutete auf seinen Kopf.
„Gegen Kopfschmerzen und so, kannste sicherlich jut jebrauchen.“
„Wer...seid Ihr?“
„Ich bin eine der Ärzte hier, die euch Möchtejernsith wieder zusammen flicken sollen, falls wir der Meinung sind das ihr wat taugt.“
„Ich tauge was?“
„Hah, nicht wirklich, aber der Jünger da hinter dir noch weniger. Übrigens, du darfst allet haben was er so bei sich trägt, ich kann damit nix anfangen.“


Immer noch verwirrt schaute Achas hinter sich, wo sich bereits eine beachtliche Blutlache um den zertrümmerten Schädel des Jüngers gebildet hatte. Der war tot! Und das nur bei einem Schlag!

„Wie...habt ihr ihn so einfach töten...können?“
„Hm?“


Der ziemlich dürre und hochgewachsene Arzt drehte sich wieder um, da er eigentlich hatte grade gehen wollen. Er sah erst ihn und dann den Toten an, schließlich machte er eine geringschätzige Geste mit seiner rechten Hand.

„Ich habe ihm den Schädel zertrümmert, siehst du doch. Näher ins Detail zu gehen bringt bei dir doch eh nichts wa, hast ja noch nicht einmal die Pille genommen die ich dir gegeben habe.“

Das brachte er schnell hinter sich. Rasch die Medizin aufgesammelt und runter geschluckt, rappelte sich der Sith Anwärter wieder auf.

„Bitte...erklärt es mir...genau.“
„Du bist doch eh total daneben, in ner halben Minute hast es doch sowieso wieder verjessen wenn ichs dir jetzt erkläre.“

Statt einer Antwort starrte Achas ihn einfach nur an. Es dauerte auch gar nicht lange, da seufzte der über 2 Meter große, in dunklen, aber nicht schwarzen Stofffetzen gehüllte Mediziner, dessen Gesicht Achas schwer an einen der wenigen Männer erinnerte, welche er flüchtig hatte im Holonetz sehen können.

„Ich habe ihn mit der Faust jeschlagen und bei Berührung einen konzentrierten Machtstoß abgefeuert, welcher seinen Schädel wie eine überreife Tomate gegen die Wand gepfeffert und hat platzen lassen. Vielleicht hätte das auch sein Genick jebrochen, aber das Resultat ist ja dat selbe.“

Eifrig nickend ging Achas auf den Arzt zu.

„Können....sie...mir das auch beibringen?“
„Hah! Sehe ich aus wie ein Sith Lord der seine Zeit damit verschwendet kleine Würmer wie dich auszubilden? Als hätt ich für so was Zeit! Wenn du die Grundlagen beherrscht, kannst du mich jerne in der Krankenstation besuchen kommen und gegen Bezahlung bekommste dann wat du willst. Und nu verschwind, bevor ich meine Meinung über deinen Nutzen hier im Orden nochmals überdenke.“


Dem mit einem leichten Akzent sprechenden Medi hinterher schauend, grübelte Achas darüber nach wie er jetzt vorgehen sollte. Wenn selbst einer der Heiler hier so gnadenlos Frischfleisch aussortierte und das offenbar grundlos, war das hier eindeutig kein Ort für Schwächlinge, ja nicht mal für Schwächlinge die stärker werden wollten, so wie er einer war. Am Leben bleiben schien die simpelste und zugleich am schwersten umzusetzende Idee zu sein, hatte doch schon nach nicht einmal einer halben Stunde jemand versucht Achas umzubringen. Gäbe es doch nur einen der ihn für die Anfangszeit schützen könnte, doch wer würde das schon machen, hier an einem Ort wo es mehr Egomanen gab als sonst wo in der Galaxie. Nein, auf Hilfe konnte er hier wohl kaum hoffen. Den Orden aber einfach wieder verlassen wäre seinem Endziel nicht zuträglich gewesen, aber vielleicht war dieser Arzt ja doch eine Option, egal wie brutal und lebensfeindlich er auch war. Irgendwo tief in seinem Inneren musste er wenigstens den Hauch eines Bedürfnisses verspüren anderen zu helfen und wenn es halt bedeutete jemanden nicht mal so eben den Schädel zu spalten...

[--- Bastion – Center – Sith Orden – Trainingsraum – alleine ---]
 
[Weltraum um Bastion-Cockpit des Skiprays]allein

Aus dem nichts erschien das Skipray Kanonenboot aus dem Weltraum und begann seinen Weg richtung des Sithordens zu fliegen. Kossekos seuftzte kurz und blickte zur Holzschattule in seinem Schoß. Es war eine einfache Aufgabe gewesen diesen Kristall zu holen aber es würde ihm die Gunst von Ian Dice einbringen. Und vielleicht lässt er ihn diesen Kristall sogar behalten? nein, soetwas würde er wohl kaum tun, dachte Kossekos bitter, er würde ihn wohl für sich behalten.
Schnell landete Kossekos im Hangar des Sith Ordens und stieg aus seinem Raumschiff. Die Bewaffnung am Körper, die Rüstung bei sich und die Schatulle unter einem Arm. Der Trandoshaner schaute sich einmal um und lief dann aus dem Hangar durch einige Gänge bis er in eine große Eingangshalle kam. DOrt waren dutzende Jünger, darunter ein buckeliger Alter Mann (Darth Bellus), 2 Frauen (Sarafina,Lisha) und ein Kerl in einem Anzug (Jack). Mehrmals musterte er die Gruppe und den Älteren Herrn bevor er sich etwas entfernt von der Gruppe hinstellte und schaut was die Personen noch tun werden. Sie scheinen vor dem Altem respekt zu haben, also ist er wohl ein Sith Lord. Das könnte interessant werden...


[Sith Orden-Eingangshalle] mit Darth Bellus,Sarafina,Lisha,Jack
 
[Bastion – Sithorden – Halle des Blutes – Aleah, Aden]


Wie einen dunklen, nicht enden wollenden Albtraum nahm Aden das Geschehen auf, in das er zwar physisch eingebunden war, aber dennoch nicht wirklich Einfluss nehmen konnte. Der Apprentice spürte diese alte boshafte Macht die ihn umklammert hielt und in benutzte. Wie eine Marionette wurde er vorgeführt und schickte sich an seine Schülerin zu ermorden. Dabei entsetzte ihn mehr seine eigene Unfähigkeit sich dieser Macht zu wiedersetzen als das drohende Schicksal von Aleah. Die Kleine hatte eine gute Ausbildung erhalten. Wenigstens dies konnte Aden mit Stolz behaupten. Flink entsagte sie allen Attacken des unbekannten Marionettenspielers. Würde sie es gar schaffen ihn zu besiegen?

Bedeutungslos im Angesicht des Versagens…

Vielleicht war der Selbsthass etwas womit die ihn beherrschende Kreatur nicht rechnete. Jedenfalls wurde sie plötzlich schwächer. Aleah wusste ihre Chancen zu nutzen. Braves Mädchen…
Der Schmerz in seiner Hand war nichts im Vergleich zum spürbaren entsetzen des Puppenspielers. Dann füllte das Blut den Kelch und die Fäden verschwanden mit ihrem dunklen Herrn. Aden war Frei… und schlug auf den Boden auf.

„Meister? Meister?!“

Aleah war da… schüttelte ihn… versorgte seine Wunde, doch nur langsam erinnerte sich Aden daran, wie sein Körper zu benutzen war… vorerst atmen! Wie erbärmlich sich dem Mädchen so zu zeigen… hilflos wie ein Baby.

„Wie fühlt ihr euch Meister…?“

Beschissen… und Elend zugleich. Doch immerhin schien sich das Tor geöffnet zu haben. Der Letzte Raum lag vor ihnen und Aden wusste jetzt, dass er noch nie in diesen Katakomben gewesen war. Es waren nicht seine Erinnerungen die ihn an diesen Ort geführt hatten nein… ein Schatten der Vergangenheit. Mühsam hob Aden langsam den Arm und wies auf die offene Pforte.

„Cadeus wartet dort… !“

Nur er konnte der Urheber der Erinnerungen sein. Selbst nach seinem Tode war Aden nichts weiter als der Diener seines Willens. Wie passend, dass die Adeptin ihn retten musste.

>Aufstehen… konzentriere dich Aden!< Langsam und ungelenk entwand sich der Apprentice aus dem Schoß seiner Schülerin. Die verbundene Hand pochte und war ein willkommenes Zeichen dafür am Leben zu sein.


„Du hast mich nicht enttäuscht Aleah! In meinem Versagen… bist du mein einziger Triumph!“

Richtete er an seine Schülerin und zwinkerte dabei ein wenig hilflos. Dann wandte er sich zum nun offenen Tor.

„Dies alles ist sein Werk! Ich war niemals hier und habe uns doch hier her geführt! Der alte Teufel wollte, dass wir diesen Ort finden! Sehen wir uns an was er uns zu bieten hat!“

Langsam gingen sie in Richtung Tor, wobei Aleah ihren Meister einige Male stützen musste. Zähneknirschend nahm Aden seine Schwäche hin. Bei seinem derzeit verletzten Stolz war dies nur eine weitere verschwindend kleine Randnotiz seiner gepflegten Unfähigkeit.

Der Raum den sie betraten wirkte kalt und Schlicht. Grob in den schwarzen Fels gehauene Gewölbe unscheinbarer Größe prägten die Räumlichkeiten. Staub und Spinnenweben mehrerer Jahrhunderte bedeckte den Boden. In der Mitte der Kammer lag ein einzelner Steinquader. Ein Podest auf dem ein kleiner unscheinbarer Gegenstand aufgestellt war. Ansonsten war die Kammer leer.

Vorsichtig näherten sie sich dem Quader und sahen sich dabei immerfort nervös um. Obwohl der Ort Verlassen wirkte, konnten sie spüren, dass sie nicht allein waren.


„Er ist hier!“

Hauchte Aden und deutete auf den Gegenstand der in der Mitte des Steinquaders aufgebahrt wurde. Es war ein uralter Datenkristall in einer dreieckigen bronzenen Hülle. Fremde Erinnerungen eröffneten Aden, dass dieser Kristall seinem einstigen Meister gehörte. Ein unheilvoller Schimmer hüllte das Artefakt ein. Es musst schon sehr lange an diesem Ort ruhen.


[Bastion – Sithorden – Halle der Erinnerungen – Aleah, Aden]
 
[Bastion – Sith Orden – Gang – alleine]

Chris durchschritt die dunklen Gänge des Sith Tempels, wie immer fühlte man sich ständig beobachtet und war dagegen machtlos. Klein und machtlos genau das war man hier als Dunkler Jünger, Spielbälle der Sith. Aber es war allen egal, denn nur durch absoluten Gehorsam fand man einen Meister und stieg in den Rängen der Sith weiter auf. Wenn man aber nicht intelligent genug ist sich den Sith unterzuordnen fand man hier schnell den Tod. Obwohl es nicht seiner Art entsprach wie ein Hund zu gehorchen, wusste er, dass er anders nicht weiterkam. Also beugte er sich den grausamen Spielen der Sith und tat was man ihm befahl. Eigentlich wollte er zurück in seine Kammer, aber anscheinend hatte er irgendwo den falschen Weg gewählt und war nun wieder in der Eingangshalle des großen Tempels. Gerade als er wieder umdrehen wollte, hallte eine Stimme durch die Halle.

Nehmt. Zieht euch um. Alles andere fällt euch und führt zu Verdammnis. Und dann antwortet zu Folgendem: Wie erlangt ein Sith Stärke? Und da ihr noch keine Sith seid- wie erlangt ihr solche?

Er ging weiter in die Richtung der Stimme und sah einen Sith(Darth Bellus) umringt von vier Jüngern(Sarafina, Jack, Lisha, Kossekos)
Die drei kleideten sich in die Roben, die ihnen zugeschwebt waren, und überlegten sich eine Antwort, während die Echse sich etwas abseits der Gruppe stellte. Die größere der beiden Frauen(Lisha) antwortete zuerst


„Sith erlangen Stärke durch... langjähriges Studieren, Verstehen und Anwenden der wahren Macht. Anfänger wie ich erlangen Anerkennung durch absoluten Gehorsam gegenüber unserer Meister und dem Gier nach Macht und Wissen, vermute ich.“

Die kleinere Frau(Sarafina) schien etwas erzürnt über die Antwort der Corellianerin und wartet noch kurz bis sie die Antwort der anderen leicht abgeändert wiederholte. Er stellte sich zu dem Trandoshaner, setzte sein gewinnendes Lächeln auf und fixierte den weißbärtigen(Darth Bellus) mit seinen blaugrauen Augen.

"Stärke wird aus Macht geboren, Macht erlangt man aus Verlangen danach und das Verlangen nach Macht ist allgegenwärtig, aber nur die Intelligentesten nutzen es für ihre Zwecke und gewinnen dadurch Macht"

Sichtlich zufriden mit seiner Antwort grinste Chris überheblich und musterte abwertend die anderen Jünger. Die beiden rothaarigen Frauen erweckten zuerst sein Interesse, allem Anschein nach schien die mit den feuerroten Haaren die andere nicht sehr zu mögen. Seiner Meinung nach sind beide zum Scheitern verurteilt, die eine platzt sofort mit ihren Ideen herraus und die andere ist zu leicht aus der Fassung zu bringen. Am stärksten hebte sich jedoch der Trandoshaner von der Gruppe ab. Er war zwar kein Alienfeind, aber er doch sehr über dessen Anwesenheit verwundert.Sein Blick ruhte nur kurz auf der Echse,danach wendete er ihn auf den verbliebenden Jünger. Der schien ein Adliger zu sein, das allein Reichte um bei Breston in Ungnade zu fallen, Adlige waren ihm zu überheblich und sie waren Stolz auf geerbten Reichtum und Titel, die Nichts bedeuten. Alles was sie denken erreicht zu haben, haben in Warheit ihr Geld oder ihre Ahnen erreicht und nicht sie. Er verzog angewiedert den Mund und konzentrierte sich wieder auf den Sith.

[Bastion – Sith Orden – Eingangshalle – Sarafina, Darth Bellus, Jack, Lisha, Kossekos]
 
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[--- Bastion – Center – Sith Orden – Trainingsraum – alleine ---]

Achas hatte sich entschieden und dieser Entscheidung folgend, machte er sich daran diesem Arzt langsam hinterher zu gehen und zu schauen wo die besagte Krankenstation war, wo er möglicherweise auch mal enden würde. Ob besagter Mediziner ihn bemerkte und es einfach hinnahm oder es tatsächlich nicht mitkriegte, konnte der junge Sith Anwärter zwar nicht sagen, aber wie auch immer es aussah, ihm konnte es nur recht sein. Währenddessen schaute Achas sich die wenigen Habseligkeiten des toten Jüngers an, welche er schnell zusammen gesammelt hatte bevor er die Verfolgung aufgenommen hat. Doch wirklich brauchbares war nicht dabei, wenn man mal von zwei handlichen Metallgegenständen absah die Achas überhaupt nichts sagten. Also schmiss er den Müll in die nächstbeste dunkle Ecke und beeilte sich um seinen Retter nicht aus den Augen zu verlieren, wobei er sicherheitshalber immer zumindest eine Ecke zwischen sich und ihm gelassen hatte, damit er auch dann nicht zu sehen war, wenn sich der Sith umdrehte.

Ein paar Minuten später schienen sie am Ziel zu sein, denn der Sith war in einem großen Raum verschwunden, an dessen Eingang ein Schild prangerte, welches Achas natürlich nicht lesen konnte. Ob es sich also um die Krankenstation oder um eine Cantine handelte, es hätte alles sein können.
Also spähte er um die Ecke hinein in den Raum, doch was er sah, sagte ihm nichts, da es nur eine Wand war, an dessen beiden Seiten ein Gang grenzte. Er schlich also weiter nach rechts, bog in besagten Gang ein und lugte wieder hinein, dieses mal aber wirklich in den Raum. Und obwohl Achas in seinem Leben nie eine solch eine Krankenstation mit all den Gerätschaften gesehen hatte, so glaubte er trotz allem das dies der Arbeitsplatz des Arztes war.

Am auffälligsten war ein durchsichtiger Zylinder, fast so hoch wie der ganze Raum, indem sich eine leicht bläuliche Flüssigkeit befand. Noch ein zweiter Behälter der gleichen Art befand sich daneben, nur befand sich in diesem ein fast komplett nackter Mensch, der an irgendwelchen Kabeln und Schläuchen angeschlossen war. Neugierig darauf wagte sich Achas wohl zu weit vor, denn im nächsten Augenblick starrte ihn ein Augenpaar an, welches er nur zu gut kannte.


„Wenn de keine Gliedmaßen verloren has, solltest de lieber wieder verschwinden Kleiner.“

Der Hüne von Arzt drehte sich wieder um und packte dann eine Reihe von wohl medizinischen Gerätschaften auf den Tisch in der Mitte der Station. Auch diese Räumlichkeiten waren nicht besonders hell, heller als sonst wo im Orden, aber nicht hell im Sinne von weiß oder sonnengelb.
Achas verschwand natürlich nicht, sondern ging jetzt erst recht hinein, da ihn der Sith nicht umgebracht hatte. Die kleine, nun, war es eine Warnung gewesen, ignorierte der Anwärter zwar nicht, doch war sein Wille, etwas zu lernen, war stärker als seine Angst vor Repressalien.

„Ich...möchte...lernen, von ihnen.“
„Ich hab dir scho gesagt das ich kein Meister bin und das ich keine Zeit habe mich um dich zu kümmern, such dir wen anderes.“
„Kann denn...noch jemand anderes...ihre Technik?“
„Ja...vielleicht, kann sein, interessiert mich nicht.“


Der Sith hatte sich inzwischen dem Kerl in dem Tank zugewandt und aus der jetzigen Position von Achas konnte dieser erkennen was mit dem Typen nicht stimmte. Irgendwas war mit seinem Arm passiert, da sich vieles der Dinge innerhalb dieser Röhre nur darum versammelten.

„Was...ist mit ihm...geschehen?“
Er hat einen Arm verloren, hatte also nen guten Grund hier her zu kommen. Im Gegensatz zu dir.“
„Ich will...ihre Technik erlernen.“
Du kennst doch noch nicht einmal die Grundlagen.“
„Ist...das so schwer?“
„Nein, aber ich...ach weißt du was...“


Plötzlich drehte sich der spindeldürre Kerl um, streckte seine rechte Hand aus und es dauerte gar nicht lange, da hatte er eine metallene Prothese in der Hand, welcher er Achas zuwarf.

„Hier, das ein Gravitationshandschuh für Anfänger. Lerne wie man mit Hilfe der Macht Dinge und Personen von sich weg schleudert. Dann lerne wie du diese Leute mit dem Handschuh an dich binden kannst und sie dann mit dem Machtstoß triffst. Das ist die erste Lektion.“

Achas, ganz begeistert darüber das ihm wohl doch etwas beigebracht wurde, bekam gar nicht mit wie der Arzt sich auf ihn zubewegt hatte, denn als er vor ihm stand erschrak er leicht, denn die Aura des Siths hatte sich bedrohlich geändert.

„Bevor du das nicht kannst, wage es ja nicht wieder zu kommen, sonst landest du auf dem Tisch, lebendig, noch, habe ich mich verständlich genug ausgedrückt?“
„Ja...danke...Meister.“
„Ich bin kein Meister du gamorreanischer Schwachkopf...“
„Wie...soll ich euch...denn sonst nennen?“
„Sprichst du mich noch einmal innerhalb dieses Monats an, hat sich das für dich sowieso erledigt.“


Die Drohung war mehr als deutlich gewesen, also machte Achas auf dem Absatz kehrt und verschwand aus der merkwürdigen Krankenstation, die ihn nicht unbedingt ein Gefühl von Sicherheit vermittelt hatte. Im Grunde war er froh da raus zu sein, vergiftete der leitende Arzt die Atmosphäre doch darin wie eine Giftschleuder.
Also machte sich der Anwärter auf dem Weg zu dem ihm am nähst gelegenen Trainingsraum. Das erwies sich jedoch schon nach mehreren Metern als eine schwierige Aufgabe, hatte er doch auf dem Weg hier her nicht wirklich darauf geachtet wo er lang ging. Dementsprechend vorsichtig tastete er sich voran, da er ja unter keinen Umständen vergessen durfte wo sich dieser zwar vergiftet aber doch relativ sichere Hort in diesem Orden befand. Die Krankenstation war der Ort an den er gehen konnte, sollte er Probleme haben, wobei sie in diesem Monat wirklich verdammt gewaltig sein sollten, wollte er den Zorn des Arztes nicht auf sich ziehen.
Rund 20 Minuten und 4 ausgeschlossene Wege später, stand der Sith Anwärter plötzlich vor einem Eingang inmitten von Finsternis. Aus irgend einem Grund hatte man diesen nicht beleuchtet, sodass Achas schon mehr als einmal daran vorbei gegangen war. Rein zufällig hatte er die Wand mit seiner rechten Hand gestreift gehabt und so den Eingang bemerkt. Nachdem er sich drei mal vergewissert hatte das ihn niemand folgte, trat er in den unbeleuchteten Gang und tastete sich vor, bis dieser schließlich nach 3 Abzweigungen in einem Trainingsraum endete, der etwas spezieller war.

Auf den ersten Blick schien er genau so zu sein wie all die anderen die es wohl im Orden gab, doch als Achas eintrat und leicht einsank, bemerkte er eine andere Art von Boden, welcher leicht nachgab wenn man darauf trat. Nahm er den Fuß wieder weg, nahm der gräulich schwarze Belag wieder seine alte Form an. Schnell hatte sich der Anwärter davon überzeugt das auch die Wände und die Decke damit ausgekleidet waren und lediglich zwei Konsolen, welche tief in Einhöhlungen verborgen waren, schmückten den Raum zusätzlich. Keine Waffenschränke, keine Bänke. Nur ein leicht elastischer Boden und Wände. In einem Anfall von kindlicher Neugier sprang Achas hoch und verschränkte die Beine während des kleinen Aufenthaltes in der Luft zu einem Schneidersitz. Der Aufschlag auf dem gummiartigen Belag war jedoch ernüchternd. Es fühlte sich zwar nicht so an als würde er auf Durabeton aufschlagen, doch so wirklich angenehm war auch der Boden hier nicht. Sollte man dagegen geschleudert werden würde es wehtun, gebrochene Knochen würde man aber wohl keine haben. Selbst Achas mit seiner beschränkten Kombinationsgabe erkannte das dies ein perfekter Ort war um Machtstöße zu trainieren und das dieser speziellen Raum wohl dem Arzt gehörte. Das war naheliegend, war die Krankenstation doch nur rund 100 Meter weit entfernt.

Jetzt musste Achas nur noch lernen wie man die Macht kontrolliert einsetzte. Und das ohne Meister der ihm dabei helfen konnte, ohne irgendwem der ihn Tipps oder eine Anleitung geben konnte und wollte. Einen Monat hatte er Zeit, wäre er dann nicht so weit, der Arzt würde ihm wohl keine weitere Hilfe zukommen lassen...


[--- Bastion – Center – Sith Orden – spezieller Trainingsraum des leitenden Arztes des Sith Ordens – alleine ---]
 
Bastion - Ian

Bastion lag nun direkt vor dem Apprentice. Zu Beginn war ihm der Planet winzig erschienen, als sei er nur ein Stern, ein winziger Punkt im Universum. Doch je näher er dem Orbit, je näher also dem Planeten kam, desto größer wurde er. Imposanter. Realer. Vielleicht würde es Ian einst genau so ergehen. Irgendwann, wenn er nicht mehr der Versager war. Wenn er nicht länger, dieses unbedeutende, versagende Nichts war. Vielleicht würde auch er größer und bedeutender werden. Dieser Zeitpunkt würde kommen. Zumindest trug Ian diese Hoffnung in sich. Aber glaubte er tatsächlich daran? Stand das Wort vielleicht nicht für Unsicherheit? Es sollte kein utopischer Gedanke sein. Er würde stärker und mächtiger werden. Was bedeutete schon Utopie? Es war möglich alles zu erreichen. Nur weil es bisher noch keinem gelungen war, war dies kein Garant für die Unmöglichkeit dessen, dass es irgendwann gelingen konnte. Grenzen waren da um sie zu überschreiten. Fesseln, um sie zu zerreißen. Nur der richtige Zeitpunkt sollte kommen. Er würde kommen…

Als das Raumschiff gelandet war und Ian den Planeten betrat, umgab ihn so etwas wie innere Ruhe. Kein innerer Frieden. Ruhe. Keine Iouna in der Nähe. Kein anderer Störfaktor. Der Orden der Sith lag direkt vor ihm, erstreckte sich in seiner imposanten Größe. Einst hatte er den Orden betreten, voller Illusionen. Voller Leichtgläubigkeit. Ysim war damals der erste gewesen, der ihm begegnet war. Wie viel war seitdem passiert! Wie viel hatte Ian seitdem erlebt.
Eigentlich hätte er stolz auf das sein müssen, was er bisher erreicht hatte. Wenn da nicht ständig diese Zweifel wären. Aber vielleicht sollte er diese Zweifel nicht länger als Feind ansehen. Sondern als Antrieb, als Helfer und als Verbündeten. Waren es nicht Zweifel, die einen voran trieben? Die einen dazu brachten weiter zu machen, wenn andere schon längst aufgegeben hätten? Waren Zweifel nicht sogar der Rache überlegen? Rache. Was überhaupt war Rache. War nicht auch sie eine Art von Versagen? Man musste nur dann Rache ausüben, wenn man bereits versagt hatte. Demnach mussten Rache und Versagen Brüder sein. Man wurde von einem Gegner besiegt und schwor Rache. Also hatte man versagt. Man wurde gedemütigt, konnte sich dieser Demütigung nicht wiedersetzen, schwor Rache und wieder hatte man versagt. Ja, Rache und Versagen gingen niemals getrennte Wege. Sie waren eng miteinander verknüpft. Zweifel hingegen schienen eine andere Macht auszuüben. Sie konnten niederdrücken, aber vielleicht waren sie auch in der Lage aufzubauen, Zu stärken. Vielleicht…


Bastion - Sithorden - Gänge - Ian
 
[--- Bastion – Center – Sith Orden – spezieller Trainingsraum des leitenden Arztes des Sith Ordens – alleine ---]

Hoch motiviert und doch so ratlos wie eh und je stand Achas vor einem Trainingsdroiden, dem dritten genauer gesagt. Eine knappe halbe Stunde lang hatte er alles versucht um einen Droiden herbeizurufen und tatsächlich war auch einer gekommen, doch der war sofort auf ihn losgegangen, zwar nur mit seinen stählernen Fäusten, aber da Achas ja weder die Macht richtig nutzen konnte, noch ein Laserschwert hatte, hatte er nur weglaufen und alle paar Runden ein paar mal auf die Konsole einhämmern können, sodass sich irgendwas an seiner lächerlichen Situation hatte ändern können. Und es hatte funktioniert, denn sein Verfolger hatte sein Ziel geändert bzw es aufgegeben und war wieder in seiner Box verschwunden. Der zweite Droide war leider ähnlich drauf gewesen, nur das dieser dann mit gleich zwei Laserschwertern auf ihn losgegangen war. Doch die gleiche Taktik wie auch zuvor, hatte auch diesen Gegner wieder verschwinden lassen, wobei Achas nun relativ sicher war wie man bereits aktive Trainingseinheiten wieder deaktivieren konnte.
Jetzt stand also Nummer 3 vor dem Sith Anwärter und tat absolut gar nichts, außer den Menschen anzustarren. Bewegte er sich zur Seite, drehte sich der Kopf des Blechmanns mit uns ließ ihn so nie aus den Augen. So weit, so gut.

Jetzt musste Achas nur noch die Macht „aktivieren“, sie in seinen Handflächen oder auch nur einer sammeln und dann auf den Sparringspartner abfeuern. Da er genau das jedoch bisher nur einmal getan hatte ohne einen Blackout dabei zu haben und er zu diesem Zeitpunkt, gelinde ausgedrückt, erregt gewesen war, war das eine verdammt schwierige Aufgabe. Ihm war durchaus bewusst das er sich wieder in eine Art Rage versetzen musste, um diese Kräfte in sich zu rufen, doch noch zögerte er. Wollte er wirklich all das Schreckliche in seinem Leben nochmals durchleben, nur um dieses Ding dort zwei Meter von ihm entfernt gegen die Wand zu klatschen? Allein schon der Gedanke, sich die ganzen Männer und die wenigen Frauen vor Augen zu führen die ihn über ein Jahrzehnt lang gequält und missbraucht haben, ließen ihn nicht nur körperlich, sondern auch seelisch erzittern.
Natürlich wollte er Rache, natürlich wollte er diese abscheulichen Wesen alle zur Strecke bringen und auf die grausamste Art hinrichten und abschlachten. Ganze Nächte hatte er mit schmerzenden Gliedern wach gelegen, sich weinend wie ein Embryo zusammen gerollt und geschworen sich das irgendwann nicht mehr bieten zu lassen. Über 10 Jahre waren vergangen und er, der feige Wurm der alles hatte mit sich anstellen lassen, was die Phantasie von einem halben Dutzend Rassen sich so vorstellen konnten ohne ihn dabei zu töten, hatte sich noch immer noch erhoben gehabt. Wunden, tiefer als sie körperlich je sein konnten, durchzogen seine Seele, seinen Geist, seine Persönlichkeit. Wie mit einem Vorschlaghammer hatte man darauf eingeprügelt und die Dellen, die sie jetzt hatte, konnten auf zweierlei Arten hin genutzt werden. Weder er tat nichts und damit würde er ein verängstigtes und nur zeitweise aggressiver Mensch bleiben oder er würde sie wieder ausbeulen. Und das dann mit der Macht, der dunklen Seite wie die Sith es so gerne nannten.

Mit gebeugtem Rücken stand Achas vor dem Droiden, sich langsam einer Entscheidung bewusst werdend, die ihn jetzt gleich noch mehr Schmerzen zufügen würde, als er eigentlich wollte. Doch diese Dellen in seiner Seele mussten korrigiert werden, nicht das er danach ein reines Kind der hellen Seite sein würde nein, die Option gab es gar nicht. Narben würden ohne Zweifel zurück bleiben, Narben die kein Seelendoktor beseitigen konnte, selbst wenn Achas es so gewollt hätte. Diese Anomalien in seiner Selbst würden ihn mit dem Versorgen was er dringender brauchte als Luft, Wasser oder Schlaf. Nämlich Macht! Rein instinktiv spürte er wie diese dunkelste und vielleicht und reinste Art der Macht ihm helfen würde all das zu erreichen was er wollte. Er musste sich ihr dafür nur hingeben, es akzeptieren das es Leid bedeutete mit ihr zusammen zu arbeiten, Schmerz, Pein, Albträume, all das würde dazugehören. Doch in diesem einen klaren Moment, indem Achas bewusst ein und ausatmete, akzeptiere er das Unausweichliche. Würde er diesen Sith Orden überleben, er würde zu einem Sith werden und dann, wenn der Tag gekommen war und die dunkle Seite ihren Preis einforderte, würde er zahlen...oder die Zeche prellen und die Macht, jetzt sein Meister, wäre sein Werkzeug. Doch bis es so weit war, hieß es die Vergangenheit hervorholen und in all ihren Facetten durchleben. Achas war bereit, auch wenn er noch zweifelte. War es ein Zweifel an der Sache an sich, zweifelte er an der Macht und ob sie ihn das geben konnte was er wollte oder wusste er nicht ob es genug war, falls er nochmals alles zurück holte das sein kaputter Geist tief in seinem Inneren versiegelt hatte um ihn nicht komplett wahnsinnig werden zu lassen?
Der Keim der Ungewissheit war da, aber was konnte er schon gegen die Verlockungen der dunklen Seite ausrichten?

Achas hob seinen Blick, richtete den rechten Arm auf den Droiden aus und gestattete es sich dann selbst, all jene ablenkenden Gedanken bei Seite zu schieben, welche wie ein Nebel gleich bisher sein wahres Ich verborgen gehalten hatten. Und unter dieser quirligen nicht klar abgrenzbaren Schicht aus Ablenkung und Verleumdung schlummerte ein gewaltiges pulsierendes Monster, welches mit seinen abertausenden rot glühenden Augen alles in Brand setzen konnte das Achas ausmachte. Obsidian schwarze Reißzähne wurden sichtbar, der gigantische Kopf der Bestie drehte sich nach rechts, nach links und visierte schließlich ein kleines helles Flecken abseits von sich an, welches Achas momentanes Ich repräsentierte. Die Monstrosität, mit Fell bedeckt welches an Narbengewebe erinnerte, sprang auf dieses Infernal der Normalität zu, legte die Pranken darum, hauchte ihn mit ihrem nach verrottenden Leichen stinkendem Atem an und biss dann zu. Die Vergangenheit, symbolisiert von dieser Bestie, brach über Achas hinein wie eine Naturkatastrophe und jegliche halbherzig aufgebauten Verteidigungswälle brachen schon beim Kontakt mit der infizierten Welle rettungslos zusammen.

Bilder seiner Eltern, die er hatte mit Bitten wie „bitte nicht, ich werde auch brav sein“ beschwichtigen wollen, damit sie ihn nichts mehr antaten, tauchten nun glasklar vor seinem inneren Auge auf. Sein Vater der sich auf ihm wälzte, die Mutter die von Drogen zugedröhnt daneben saß und sich ihrem Delirium ergab, fremde Kerle, die ihre Allmachtsphantasien an dem kleinen hilflosen Jungen auslebten. Hunderte ähnlicher Kurzfilme flimmerten im Sekundentakt durch sein Hirn und die Bestie, obwohl schon in den ersten Augenblicke siegreich, erbrach alles was sie in dem Jahrzehnt gefressen hatte über Achas „Ich“. Und es konnte dem nicht standhalten. Ehemals graue Flecken mit weißen Rändern bekamen Eiterblasen, platzten auf und gab ein höllisches Rot preis, welches sich wiederum spontan in ein tiefes Schwarz verwandelte. Innerlich zerbrach Achas auf so vielfältige Weise, das ihn die nun aufkommenden Emotionen zu begraben drohten. Äußerlich hatte er längst aufgehört die Tränen wegzuwischen, längst saß er auf dem Boden, die Hände als Stütze benutzend. Diese Ungerechtigkeit die er erlebt hatte, diese grauenvolle nicht verdienten Schmerzen die ihn jene hatte zukommen lassen, die ihn hätten eigentlich schützen und lieben sollen, das machte Achas wütend. Das Monster war befreit, es tobte sich aus und auch wenn es beim Erbrechen der Vergangenheit schrumpfte, so war der Zorn, mit dem der Körper darauf reagierte, rein und unverfälscht.

Und der junge Sith Anwärter gab dem nach. Wie ein entfesselte Ungetüm sprang er auf und obwohl er die Fäden der dunklen Seite spürte die seinen Körper inzwischen umwoben hatten, warf er den Droiden erst einmal mit reiner Muskelkraft um. Doch dann wandelte sich sein Wesen, seine eben noch zu allem bereite Faust hielt inne, die Macht strömte hinein wie bei einem Sog und wieder in einem solchen Augenblick der tiefsten Klarheit, wusste Achas was zu tun war. Die dunkle Seite, erfreut über das verstörende Material innerhalb des Menschen, gewährte diesem einen kurzen Ausblick auf die Zukunft. Nutze mich dieses eine mal und wenn du mir mehr köstliche Pein lieferst, darfst du mich ruhig öfter benutzen. So oder so etwas ähnlicher musste sie gesagt haben als Achas die Faust runter krachen ließ und dann aus nicht einmal 5 Zentimeter Entfernung einen Machtstoß auf den Droidenschädel entlud. Das Ergebnis war für den jungen Machtnutzer, ja so konnte man ihn jetzt wohl nennen, fulminant, wobei die Realität das wohl anders sehen mochte. Der Kopf, frontal getroffen, wurde nicht einmal beschädigt, dafür gab der dehnbare Boden darunter aber ziemlich stark nach.

Dieser Moment, indem Achas auf den natürlich unbeeindruckten Droiden starrte, dehnte sich scheinbar endlos weit aus. Diese Macht, diese Kraft die er eben gespürt hatte und die ihm all seinen Schmerz zumindest kurzzeitig vergessen lassen hat, war unbeschreiblich. Wie bei einem Drogenrausch schaute er seine Faust an und dann geschah etwas, das es so noch nie bei ihm gegeben hat, etwas das Achas bisher für ein Ding der Unmöglichkeit gehalten hatte: er lächelte und zwar weil er sich freute.


[--- Bastion – Center – Sith Orden – spezieller Trainingsraum des leitenden Arztes des Sith Ordens – alleine ---]
 
[Bastion – Sithorden – Scorros Labor – Kira Jolina & Janus sowie Scorros Leiche und einige tote Jünger]

Kira musste innerlich Jolina recht geben, dass ihr ehemaliger Meister wahrscheinlich momentan besseres und wichtigeres zu tun hatte, als sie zu suchen und hinrichten zu lassen. Dennoch blieb eine gewisse Angst bestehen. Nicht nur vor Allegious, sondern auch vor Jolina. Sie traute ihr nicht wirklich, weshalb die schwangere Frau sie mehrfach musterte, doch sie erkannte keine Lüge in ihrem Gesicht. Abgesehen davon hatte sie keine andere Wahl. Sie wurde eh bald zum leichten Opfer, wenn sie erst ihre Kinder bekäme, doch an sich war sie es bereits jetzt mit ihrer viel zu dicken Murmel.

Daher folgte Kira den Beiden schwerfällig. Außerhalb des Tempels zeigten sich viele Spuren des Krieges und die Apprentice war sich nach und nach immer unsicherer, ob es gut war überhaupt hier auf Bastion zu bleiben. Eine ehemalige Schule hatte sich ihre eigentliche Feindin ausgesucht. Ein gutes Versteck, dies musste Kira zugeben, jedoch kein Ort, um ihre Kinder großzuziehen. Wahrscheinlich wirklich nur geeignet für die Geburt.
Ein wenig missmutig betrat die Frau schwerfällig das Gebäude und beäugte es ziemlich kritisch. Aber sie musste zugeben, dass sie hier ungestört waren und es schon irgendwie gehen würde.


„Mh...zumindest sind wir hier weit ab vom Schuss, so dass uns die anderen Sith in Ruhe lassen sollten.“

Versuchte Kira sich laut zu beruhigen und ihre endlose Müdigkeit schien sie bald zu übermannen. Immerhin waren die letzten Stunden purer Stress gewesen. Die Frau ließ sich daher auf eines der Betten nieder und hoffte, dass sie halbwegs sauber waren. Ansonsten würde ihr die dunkle Seite der Macht schon irgendwie helfen.

„Wir brauchen abgekochtes Wasser und abgekochte Tücher oder so....und findet ihr irgendwie ein Kinderbett? Oder einen Korb oder so? Mit kleinen Decken...“

Fragte Kira müde und sah sich in dem Raum um, während Janus einen Med-Droiden besorgte. Irgendwie krampfte sich ihr Magen dabei zusammen, wenn sie nur daran dachte hier ihr Kind zu bekommen. Zumal sie weder von Kindern, noch von Geburten irgendwie Ahnung hatte. Doch...irgendwie...fühlte es sich merkwürdig an und ein schmerzhaftes Ziehen ging durch ihren Unterleib und wurde zunehmend stärker. Etwas panisch sprang sie vom Bett auf, denn sie bemerkte erst jetzt, dass ihre Beine ganz nass waren, als hätte sie eingepullert.

„Oh...nein!. Ich glaube es geht schon los...das ist....ich kann nicht! Ich will nicht... .“


Jammerte die Frau panisch, denn sie hatte irgendwie Angst und fühlte sich irgendwie noch immer ungeschützt. Sie bereute so viele Leute so schlecht behandelt zu haben- zumindest in diesem Moment- denn sie war so wehrlos wie noch nie.
Die Frau krümmte sich und ging vor dem Bett in die Knie. In dem Moment betrat Janus den Raum mit dem rettenden Droiden.


Janus! Du kommst wie gerufen!“


Presste sie heraus und stöhnte.


„Irgendwie...als hätten die Beiden jetzt gewusst, dass sie dürfen...diese Bälger... . Vielleicht auch durch den Stress.... .“

Stöhnte die junge Frau und hielt sich ihren Bauch.

„Ich kann das nicht...ich habe doch gar keine Ahnung! Weder von Geburten noch von Kindern!“


Schrie sie gequält heraus und versuchte sich am Bett wieder hochzuziehen, um sich aufs Bett zu legen, doch ihr fehlte jede Kraft dazu und die Schmerzen wurden immer schlimmer. Sie hatte nicht geahnt, dass dies so heftig und schnell gehen würde.

„Helft mir! Bitte!“


Schrie sie vor Schmerzen.

„Es tut mir alles so leid! Bitte macht, dass dies aufhört!“

Flehte sie Janus und Jolina an und gleichzeitig schämte sie sich für ihre Hilflosigkeit und dass ihr Intimbereich bald von noch mehr Leuten betrachtet werden würde, als nur Ranik und Wilson. Ihr ganze Stärke war wie dahin. Wo war die dunkle Seite der Macht, die sie stark machte?! Stattdessen fühlte sie sich eher wie ein verwundetes Bantha.Das war alles nur die Schuld von diesen Männern! Entweder Wilson oder Ranik! Beide hatten sie auf verschiedene Weise missbraucht! Diese Idioten!!! Der Raum begann zu erzittern, durch ihren aufwallenden Zorn.

[Bastion – Center – Zerstörter Bezirk – alte Schule - Kira, Jolina, Janus, Droide]


[OP] Die Gute hat eine Sturzgeburt ;)]
 
[Bastion – Sith Orden – Eingangshalle – Sarafina, Darth Bellus, Jack, Lisha, Kossekos, Breston]

Zu der Sippschaft an neuem Material hatten sich derweil noch zwei weitere Subjekte hinzugesellt. Der eine ein Mensch, von später folgender Arroganz und ein Trandoshaner, der es allerdings vorzog nicht zu sprechen solange Bellus ihn nicht direkt mit einbezog. Zumindest das ließ auf einen Funken Intelligenz schließen. Bis jetzt hatte sich keiner der Anwesenden mit Ruhm bekleckert. Und Bellus hasste es, potentielle Rekruten zu vernichten.Es war unnötig. Selbst der größte schwachkopf konnte einen formidablen Sith abgeben, wenn er es nur vermochte seine Dummheit zu bedecken. Diese hier schienen allerdings nicht dazu in der Lage zu sein. Wie hatte er Macht erlangt? Durch Verlangen? Nein, hätte er auch niur irgendetwas von seinem Meister verlangt gehabt, wäre er längste Zeit lebendig gewesen. Es waren einzig und allein der Gehorsam und Geduld. Das hatte ihn stark werden lassen. Nach jedem kleinen Bissen Kuchen den er von seinem Meister in Lektionen der Macht erhalten hatte wurde er stärker, aber hatte nie die Authorität und Macht seines Herren in Frage gestellt. Nur dadurch erlangte ein Sith Stärke. Irgendwann einmal, nach der Schülerschaft mochte dann der Punkt kommen, an dem es Zeit war sich aufzulehnen, aber das lag weit in der Zukunft und war absolut indiskutabel. Erst recht für jene Emprokömmlinge die sich einbildetetn selbst das Tempo vorrangeben zu können. Es lag nicht in ihrer Hand. Nichts lag in ihrer Hand. Sie würden essen, wenn es ihnen gesagt wurde, sie würden schlafen wenn es ihnen gesagt wurde und sie würden sterben, wenn ihre künftigen Meister ihren Tod beschlossen.

Es kostete ihn nicht viel Mühe, als dann die rothaarige, schöne Anwärterin (Sarafina), die dunkelhaarige Jüngerin (Lish) und der neue Humanoide (Breston) mit einem Machtstoß gegen die Wände der Halle zu schmettern. Krachend und relativ zeitgleich prallten sie gegen das Mauerwerk. Ihre Antworten waren ungenügend. Bellus nahm das Schweigen von dem anderen Mensch (Jack) zur Kenntnis, ging aber eher davon aus, dass jener schlichtweg nichts Falsches sagen wollte. Bellus genoß den aufflammenden Schmerz der Jünger. Er labte sich an ihm, es schenkte ihm die Kraft die er zuvor verloren hatte als er den Machtstoss initierte. Langsam und mühvoll richteten sich die drei wieder auf, nachdem sie zuvor erst einmal begreifen mußten was mit ihnen geschehen war. Gierig sogen sie die Luft in ihre Lungenflügel ein, welche zuvor aus ihnen herausgepresst worden war. Ein Lächeln erschien auf dem gesicht des alten Lords.

Falsch- meine Kinder. Gänzlich falsch. Und noch bevor ihr einen Meister gefunden habt- habt ihr alle versagt. Auch jene welche nicht antworteten. Wenn euch eine Frage gestellt wird- so habt ihr zu antworten. Es ist nicht die Gier. es ist nicht das Verlangen. Ihr werdet nur stark werden durch absoluten Gehorsam. Pflichterfüllung, unbedingtes Dienen. Ihr glaubt nicht dass das zu einem Sith gehört? Oh doch- das tut es. Ihr werdet immer dienen müssen- solange ihr Teil des Imperiums seid, werdet ihr immer dienen müssen, und sei es eines Tages als Executor der nur noch Rechenschaft vor dem Imperator abzulegen hat. Aber das ist ein weiter Weg. Nicht einmal die Hälfte von euch wird die Zeit der Schülerschaft überstehen. Ich sehe eure Zukunft- ich fühle den Tod einiger von euch- das Versagen. Doch habt davor keine Angst- nur die Besten können dienen- eure Selektion ist Bestandteil der Ausbildung und wenn der Tag kommt ist es an euch den Tod würdig in Empfang zu nehmen. Zumindest in eurem Tod werdet ihr dann einen würdigen Schüler abgeben.

Mit seinem Stock begann Bellus nun um die Schülerschaft herumzuhumpeln. Er spürte den Zorn derer die er getadelt und verletzt hatte. Bellus Spott wuchs- sie hatten nicht verstanden. Vielleicht müßte er ihnen zeigen was er damit meinte. Vielleicht mußte er ihnen noch deutlicher vor Augen führen, wie unbedeutend sie waren, wie schwach und wie hoffnungslos ihr Zorn verebben würde. Er begab sich nach einer kompletten Umrundung in die Mitte jener Ansammlung. Er ließ den Stock fallen, der Aufschlag hallte von den Wänden zurück. er schloss die augen und sammelte die Macht um sich.

Ich spüre euren Zorn. Aber ihr scheint nicht zu verstehen. Ihr seid zornig wo ihr dankbar sein solltet. Das sind die ersten Lektionen die ihr erhaltet. Und anstatt dass ihr sie verinnerlicht blendet ihr euch mit euren dunklen Emotionen. Euer Hass ist löblich aber er blendet euch. Ihr verpasst eine Chance. In naher Zeit wird es eine Expedition geben. Inquisitor Knarr sucht jene die noch keinen wirklichen Rang bekleiden, aber ihr könnt nicht gehen und die Aufmerksamkeit freier Meister auf euch ziehen wenn ihr nicht einmal dies begreift. Kühl euren Zorn und bewahrt ihn für den richtigen Zeitpunkt auf. Noch einmal- ihr seid Nichts. Fordert eurer Schicksal nicht heraus. Die Gebeine jener die zu spät begriffen, füllen unzählige Löcher. Ein paar oder weniger- es liegt an euch.

[Bastion – Sith Orden – Eingangshalle – Sarafina, Darth Bellus, Jack, Lisha, Kossekos, Breston]


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Bastion :: Center ::Sith Orden :: Thronsaal :: Imperator Darth Allegious, Leibgardisten und Taral

Allegious saß auf seinem Thron- seines Imperiums. Noch immer fiel es ihm manchmal schwer die Ereignisse der letzten Monate zu erfassen. Alles hatte begonnen mit seinem wiedererwachten Bewußtsein- sofern er überhaupt vorher ein solches besessen hatte. Was für ein Meister war er gewesen, war denn nicht mehr als eine willenlose Marionette. ie hatte sich seine Loyialität begründet? War er nicht verstossen worden um sich ihm dann später wieder anzubiedern? Seine beiden Meister waren vor mittlerweile langer Zeit verschwunden. Nun war er es der herrschte. Absolut und vollkommen. Er war der Meister der nun mehr wirklich alle Fäden in der Hand hielt. Seine dunklen Emotionen wahrend fortwährend bei ihm und ließen ihn eine Aura ausstrahlen die nun mehr von niemandem mehr übertroffen werden konnte.

Aber es gab auch Dinge über die er ungern sinnierte. Alisah hatte ihn verraten. Allegious wußte das einfach, sie würde nicht mehr zhurückkommen, ebenso wie das bei Maedhros und Azgeth der Fall gewesen war, auch wenn dies in einem anderen Leben stattgefunden hatte. Aber der Verrat Alisah's war das Signal an ihn absolut keine Gnade mehr zu kennen. Er hätte sie vor langer Zeit schlachten sollen. Er hatte es versäumt, hatte sich an ihrem Potential festgeklammert- aber das würde fortan nicht mehr geschehen. Allegious würde keine Rücksicht mehr nehmen. Wer nicht bedingungslos gehorchte, wer nicht tat was er verlangte, und wer sich der dunklen Seite nicht volkommen hingeben würde- würde einen schnellen Tod erleiden.

Es war also an der Zeit für einen neuen Schüler. Einer der nicht zweifelte, einer der nicht haderte, der nicht zögerte und dessen Charakter Loyialität ausstrahlte. In gewissem Sinne suchte er nach einem Marrac'khar. Jener Name der ihn daran erinnerte woher er kam. Vielleicht war dies eine nette Anekdote für seinen künftigen schüler, so wie er einst gewesen war- so konnte jener auch dem gleichen Beispiel des Marrac'khar folgen und eines Tages aufsteigen. Allegious ließ sich tief in die Macht fallen. Dabei dehnte er seine Wahrnehmung auf den gesamten Orden aus. Er spürte die Executoren wie sie ihre entarteten Experimente durchführten, spürte sogar bei einigen verschwörerische Gedanken. Er spürte das Schwert der Sith- die unzähligen Sith-Warrior wie sie weiter an ihren Techniken feilten, wie sie begierig auf neue Schlachten waren und ihre Schülerschaft quälten. Und er spürte die unzähligen Jünger welche die breiteste Basis der Sith darstellten. Interessant war dass die Sith eher dazu neigten rassen-unabhängig neue Rekruten an Land zu ziehen, ganz im Gegensatz zum Militär. Er erinnerte sich noch gut an das rassistische Verhalten seiner Offiziere als er noch selber aktiv in der imperialen Armee war. So bemerkte er allerlei verschiedene Spezies deren Emotionen teils schwer nachvollziehbar waren. Allegious achtete dieses Mal nicht auf die Begabung der Macht sondern darauf ob ihm ein Individuum besonders formbar erschien.

Einer schien eine besondere Anziehungskraft auf ihn auszuüben (Achas). Roh, unbeherrscht- genau das was Allegious suchte. Ein männlicher Humanoide und offensichtlich noch ziemlich jung. Formbar- absolut. Allegious berührte einen kurzen Moment lang seinen Verstand gerade so dass dieser eine unglaublich schwere Last auf seinen Schultern verspüren würde, als ob etwas nach ihm griff und sich seiner einverleiben wollen würde. Allegious befahl einigen seiner Wachen den jungen Mann zu holen. Es würde nicht mehr lange dauern- und dann würde er im Besitz eines neuen Leibeigenen sein. Allerdings war er sich nicht sicher wieviel er Zeit für seinen Schüler aufwenden können würde. Jolina war ihm treu ergeben, es machte nun mehr keinen Unterschied wann sie bei ihm zugegen war oder nicht, aber den neuen Schüler würde er oft außen vor lassen müssen. Ihn würde er nicht fortwährend bei allen Gesprächen zugegen sein lassen können. Nicht solange er noch so schwach und anfällig für die Beeinflussung durch Andere war. Aber selbst bei erfahrenen Schülern gab es keine Gewißheit für eine Resistenz. Allegious würde sich fortan noch mehr hüten müssen...


Bastion :: Center ::Sith Orden :: Thronsaal :: Imperator Darth Allegious, Leibgardisten und Taral
 
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Inzwischen hatte sich der junge Mensch wieder erhoben und auch der Droide, grade noch von seinem Gegner mit reiner Muskelkraft zu Boden geworfen, stand wieder auf, unbeeindruckt wie eh und je. Nicht auch nur einen Kratzer hatte er abbekommen, gar nichts war mit ihm passiert als der Machtstoß ihn aus der kurzen Entfernung getroffen hatte. Achas wertete das als ein klares Zeichen für seine geringe Begabung. Auch wenn es sich fantastisch angefühlt hatte, als er ihm den Stoß verpasst und den Boden deutlich eingedrückt hatte, wurde ihm jetzt klar, das es nicht allzu viel ausgerichtet hatte. Enttäuschung machte sich jedoch trotzdem nicht bei ihm breit, viel zu euphorisch war er wegen des Erfolgs den er eben erlebt, ja selbst geschaffen hatte. Jetzt noch mehr als früher war ihm klar das seine Vergangenheit ihm auch dienen konnte, egal wie schmerzhaft es auch war. Die vernarbte tausendäugige Monstrosität fraß gerade sein Erbrochens wieder auf und bald wäre sie wieder vollgefressen, bereit Achas erneut mit der grausigen Vergangenheit zu konfrontieren. Doch das kleine „Ich“ von dem jungen Mann, einstmals hauptsächlich grau und weiß, war nun rot und gelb und daran würde sich auch nichts ändern. Der nächste Angriff des Monsters würde ihn nicht mehr so hart treffen, ob das nun aber gut oder schlecht war, würde sich wohl noch zeigen müssen.

„Ich glaubs nich, dich werd ich wohl nie los wie!“

Erschrocken wegen der tödlich genervt klingenden Worte die ihn regelrecht von hinten ansprangen, drehte sich Achas auf dem Absatz um und starrte in das Gesicht des Arztes, der deutlich angefressen war. Er stand noch im relativ schmalen Gang und durch seine Körpergröße, wodurch auch seine Arme entsprechend lang waren, konnte er diesen zu gut zwei drittel versperren. Und das tat er auch, da er sich zu beiden Seiten mit den Armen abstützte. Es war also wirklich sein Trainingsraum gewesen doch wieso kam der Riese nun hier her? Gerade jetzt wo Achas trainieren wollte und dieser Ort doch ideal dafür war.

„Ich....wusste nicht...dass dies euer...Trainingsraum ist.“
„Du hättest es dir denken können!“


Jetzt kam der Arzt herein und baute sich vor dem über einen Kopf kleineren Achas auf, die Hände hinter dem Rücken versteckt, als würde er dort etwas in den Händen halten mit dem er gleich zuschlagen wollte. Sein langes fahles Gesicht war im Grunde ziemlich ruhig, ja schon fast gelassen, dafür waren seine Augen und die Falten drum herum mehr als nur aktiv. Als würde seine gesamte Mimik nur über diese beiden fast schon ovalen Augen dargestellt werden. Seine dünnen blutleeren Lippen rührten sich genau so wenig wie seine schmale knochige Nase, doch diese Augen!
Achas konnte nicht anders als einen Schritt zurück weichen und dem Anflug von Angst, was wiederum seinen Selbsterhaltungstrieb aktivierte, nachgeben. Er war kurz davor seine Arme zu heben und die Hände zu Fäusten zu ballen, um wenigstens nicht kampflos zu sterben, da schaute der Sith Arzt plötzlich weg, als hätte er vergessen das der Jünger vor ihm überhaupt existierte.


„Wolltet...ihr jetzt hier trainieren?“
„Was? Nein, natürlich nicht. Ich habe hier drinnen nur wen gespürt und wollte nachsehen wer hier seine kläglichen ersten Schritte macht. Natürlich bist du das, das wiederum hätte ich mir denken können, nur dachte ich das du diesen Raum niemals finden würdest...“


Der Arzt ging ein paar Schritte, wobei man nun sah das er nichts in den Händen hielt die er nach wie vor hinter dem Rücken ineinandergreifen ließ. Achas, unsicher was er tun und vor allem sagen sollte, starrte den Sith erst einmal nur an, wobei selbst diese Vorgehensweise seine Tücken haben konnte, sollte der Mediziner das nicht mögen. Ein paar Minuten vergingen, dann griff der Sith plötzlich ohne vorherige Ankündigung oder einem Anzeichen in eine seiner Innentasche, drehte sich um und warf Achas etwas zu, das dieser eher zufällig auffing, wobei man hier nicht das Wort „geschickt“ benutzen sollte. Der Jünger schaute noch einen Augenblick zum Sith, dann auf seine Hand. In seiner rechten hielt er nun einen schmalen Zylinder, welcher einem Stift oder einer kleinen Taschenlampe ähnelte. Dieses Etwas hatte an der Spitze eine Öffnung und auf der einen Seite eine Art Schalter, welcher mehrere Stationen besaß, als könnte man damit irgendwas einstellen. Ansonsten befanden sich noch ein paar raue Stellen auf diesem Stift, genau da wo Achas seine Finger anlegen würde, wollte er mit diesem Ding arbeiten.

„Das is ein Laserskalpell, schon ma eins jesehen?“
„Ein...was? Laser...skalpell...nein...was ist das?“
„Ein Skalpell? Du weißt nich was das is?“
„Nein...was macht man damit?“
Was im Namen der dunklen Seite has du eigentlich in deinem Leben jelernt, du has ja von nix ne Ahnung.“
„Nicht...besonders viel.“


Da Achas die immer aggressiver werdende Stimme des Siths Unbehagen bereitete, weil er glaubte das dieser wohl annahm, er wolle ihn mit seiner Unwissenheit verarschen, spielte er an dem Gerät herum, an diesem Skalpell. Es dauerte nur eine Sekunde, da erstrahlte die Spitze des Teils in einem tiefen rot, außerdem summte das Skalpell leise vor sich hin. Der Jünger war alles andere als beeindruckt.

„Das....ist alles?“
„Reicht dir nicht wie? Dann halt dir das rote Licht doch mal ans Auge.“


Obwohl Achas tatsächlich nicht die geringste Ahnung hatte was ein Skalpell war, machte ihn das Wort Laser davor misstrauisch. Funktionierte dieses Ding etwas ähnlich wie ein Laserschwert oder eine Laserkanone? Würde er sich selbst das Auge ausbrennen, sollte er dem zugegebenermaßen vor Sarkasmus triefenden Vorschlag des Siths folgen? Achas Instinkt sagte ganz klar: Ja, das würde er. Auch wenn er ungebildet war, dumm war er nicht.

„Wie...funktioniert es“ fragte er, anstatt sich selbst das Augenlicht zu nehmen.
„Junge...damit operiert man Verletzte, man kann sie damit aufschneiden.“
„Ahh...ja, verstehe. Warum gebt ihr...mir das?“
„Ich habe meine Gründe.“


Der große Sith wandte sich wieder ab und ging zu einer der Konsolen, während der Jünger das Skalpell abschaltete und darüber sinnierte was er damit wohl anstellen konnte und wollte. Irgendwen operieren, also helfen, wohl kaum, selbst wenn er die Fähigkeiten und das Wissen dafür hätte. Blieb also noch das allgemeine aufschneiden, das zerteilen von irgendetwas. Natürlich kam ihm der Gedanke das er damit jemanden ernsthaft verletzen konnte, doch war ein medizinisches Instrument wirklich so nützlich in einem Kampf?

„Ich soll es also als Waffe benutzen“
stellte Achas fest.
„Ja.“
„Es...würde mir helfen meine Gegner zu töten, auch ohne...die Macht. Es ist...nützlich...danke Mei...“

„Wenn du jetzt Meister sagst, schneide ich dich damit in Scheiben, ist das klar“ grollte er dazwischen und hatte seine linke Hand auf einen glänzenden Zylinder an seiner Hüfte. Ein Laserschwert. Ein echtes!
„...ihr habt mir doch nicht gesagt...wie ihr heißt.“
„Das ist auch irrelevant. Wie viele hast du eigentlich schon auf dem Gewissen?“
„Was?“
„Wie viele du getötet hast. Du sprichst davon Gegner zu töten, das es nützlich wäre, als wäre das total normal für dich. Also, wie viele?“
„Bisher...nur meine Eltern.“


Die Antwort schien den Sith wenig zu geben, denn er starrte Achas direkt in die Augen, als wolle er so den Wahrheitsgehalt dieser Aussage überprüfen. Und er war nicht zufrieden.

„Mit Absicht?“
„Ich...bin froh es getan zu haben.“
„Mit Absicht???“
„Ich bereue nichts.“
„Wenn ich mich noch einmal wiederholen muss...“
„Nein“
gab Achas schließlich nach, da er die Drohung gar nicht erst hören wollte.
„Aha, also hast du grade mal so aus versehen deine Eltern getötet und jetzt meinst du, du bist bereit andere umzubringen.“
„Ja.“
„Hah!“


Der Arzt drehte sich erneut um, doch dieses mal lachte er und das auf eine Weise die Achas gar nicht gefiel. Die Nackenhaare stellten sich auf, als die Lache immer dreckiger und perverser wurde. Plötzlich hatte der Jünger das Gefühl das Wahre Ich des Arztes vor sich zu haben und das selbiger sich gleich auf ihn stürzen und bei lebendigem Leibe mit dem Skalpell häuten würde. Und tatsächlich, es geschah etwas, das dem Menschen die Kraft aus dem Körper sog. Als würden tonnenschwere Gewichte auf seinen Schultern lasten wurde er einerseits zu Boden gedrückt, andererseits mit seinem Kopf in eine ganz andere Richtung. Übelkeit stieg in ihm auf und eine über alle Maßen grauenhaftes Etwas raubte Achas für ein paar Sekunden fast das komplette Augenlicht. Alles drehte sich, seine Gedanken waren ins Chaos gestürzt, er konnte an nichts mehr denken, außer an dieses kalte hässliche Gefühl das ihn an seine schlimmsten Tage seiner Kindheit erinnerte. Er glaubte schon das es niemals enden würde, da endete es abrupt und der Schleier vor seinen Augen verschwand. Erst jetzt fiel er zu Boden, wobei er sich noch kurz auf den Händen abstützte, nur um dann auf den Rücken liegen zu bleiben und mit einem rechten zuckenden Auge an die Decke zu starren. Was war das gewesen? Was für eine Perversion war denn das gewesen, das dieser Arzt ihm da angetan hatte und vor allem, war es nur der Anfang gewesen oder schon die ganze Prozedur?

Wie die Zeit verging, ob es nur Sekunden oder Minuten gewesen waren, konnte der zutiefst erschütterte Mensch nicht sagen, er hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Wie in aller Welt konnte es etwas geben, das ihn noch mehr verstörte als seine Vergangenheit? War das eben das wahre Ich der dunklen Seite gewesen? Wollte er tatsächlich dieses Monster in sich wecken und benutzen?
Eine Antwort würde er wohl erst später bekommen, doch in diesem Augenblick musste er den argwöhnischen Blick des Sith Arztes ertragen.

„Tja, das wars dann wohl Kleiner, hast dich wohl mit dem falschen angelegt.“
Obwohl Achas durchaus die Worte akustisch und nach zwei drei Sekunden der allgemeinen Verwirrung auch den Sinn verstanden hatte, konnte er sich nicht des Gefühls erwehren das der Typ gar nicht von sich selbst sprach. Oder hatte sich der Jünger das etwa nur eingebildet und der Sith hatte seine Worte gar nicht auf diese eine bestimmte Art und Weise betont?
„Falls du es überlebst, darfst du mich gerne besuchen kommen“ höhnte der grotesk große Mann und verschwand aus dem Blickfeld von Achas. Keine Minute später war er wieder bei klarem Verstand und die Nachwirkungen des mentalen Angriffs hatten sich verflüchtigt. Kaum hatte er sich jedoch erhoben, um, nun, irgend etwas zu tun, da betraten ein paar Gestalten den Raum. (nrpg: da ich nicht weiß wie deine Wachen aussehen, obs die rot gekleideten Gardisten sind oder was anderes, gehe ich mal nicht ins Details^^)

Viel sagten sie nicht, doch der Tonfall so wie die Worte an sich hatten ein derartiges Gewicht, das er ein schwachsinniger Gamorreaner hätte sein müssen um diesen nicht folge zu leisten. Das ihn soeben das wohl mächtigste Wesen der bekannten Galaxie zu sich zitiert hatte, löste bei ihm mehr Angst aus als er sich selbst zugestehen wollte. Denn jetzt war er sich sicher. Die kalte erbarmungslose Berührung seines Geistes, der Angriff auf seinen Kopf, das musste er gewesen sein. Nur er war in der Lage diese unvorstellbaren Leiden hervorzurufen, sodass selbst Achas, der ja nun wirklich viele Arten und Intensitätsstarken von Schmerz kannte, Angst davor hatte von diesem Schmerzen zugefügt zu bekommen. Vom Imperator höchst selbst.

Ansehen ließ er es sich jedoch nicht. Die Kapuze über den Kopf gezogen und lächerlicherweise das Laserskalpell in die Innentasche gesteckt, als könne er damit ernsthaft den mächtigsten aller Sith auch nur verletzen, ging er zwischen den Wachen des Herrschers des Imperiums zu dessen Thronsaal. Dort angekommen hätte er sich gerne umgesehen, hätte gerne die Reliefs an den Wänden bestaunt oder sonst irgendwas herrliches das diesen Ort mit Sicherheit schmückte, doch der Gedanke daran wurde sofort bei Seite gewischt als er die furchteinflößende Gestalt sah die eindeutig der Imperator war, Darth Allegious, Sith Lord, mächtigster aller Sith und vielleicht auch aller Machtnutzer, Alleinherrscher über das Galaktische Imperium und für Achas in diesem Augenblick vor allem eines: Ein Albtraum.

Falls dieses Wesen es wünschte das man vor ihm kniete, Achas hatte absolut nichts dagegen. Er ging sofort auf die Knie, da er somit nicht in das Gesicht des Imperators blicken musste. Und als er da so hockte und irgendwas brabbelte, das dem Mann dort oben auf dem Thron dazu bringen sollte ihn nicht mit einem Zucken seines Auges gegen die Wand zu schleudern, wurde er sich der Tatsache bewusst das die schlimmste Aura, diese Pestilenz, die den Sith Orden ständig umgab, mit Sicherheit hier ihren Ursprung hatte. Wenn es überall nach Schmerz und Leid roch, so roch es hier nach verwesenden Leichen, bildlich gesprochen. Falls es hier irgend einen bestimmten Geruch gab, nahm ihn Achas eh nicht war, viel zu allgegenwärtig und alles überlagernd war dieses Gefühl das der Imperator verströmte. Aber warum ließ die Wachen das kalt? Warum schienen sie nichts davon mitzukriegen? War es etwa die Macht höchstselbst die Achas in diesem Augenblick mit all ihrer Weisheit daraufhin wies das man den Mann auf dem Thron niemals verärgern sollte? War das eine Warnung? Ein Hinweis darauf was für Schrecken auf ihn warteten wenn er sich respektlos verhielt? Der dunkle Jünger kannte Respekt, wusste wem man ihm zollen musste um die kleinst mögliche Menge an Schmerzen zu ertragen, sein Leben hatte es ihm gelehrt. Und wenn er jetzt einen mikroskopisch kleinen Blick auf Darth Allegious warf, wusste er das er alles an Respekt verdiente den man aufbringen konnte. Achas, der kleine Wurm unter dem noch nicht auf dem Boden aufgetretenen Stiefel des Imperators, konnte nur hoffen das es reichen würde, denn er hatte absolut gar nichts um irgendwas zu tun das sein Schicksal ändern könnte. Gar nichts!


[--- Bastion – Center – Sith Orden – Thronsaal – Darth Allegious, Leibgardisten, Taral und Achas ---]
 
[Sith Orden-Eingangshalle] mit Darth Bellus,Sarafina,Lisha,Jack, Breston

Kurz nach Kossekos erschein ein junger Mann welcher vor Arroganz nur so strotzte, allein sein Gang und seine Blicke die er den anderen Jüngern zuwarf, genauso wie seine Antwort auf eine Frage dieses Siths (Darth Bellus), zeigte das Kossekos Recht hatte. Umso befriedendiger war es als er und 2 Junge Frauen an eine Wand geschleudert wurden. Die darauffolgende Rede des Siths war mehr als Interessant, zwar war Kossekos erst dazugestoßen als der Meister wohl seine Frage gestellt hatte aber das war nicht von Belang. Das er zu Dienen hatte, nun das hatte er bereits bei Ian Dice gesehen, deswegen hob er auch noch den Lichtschwertkristall in seiner Holzschatulle unter dem Arm. Als der Sith um Kossekos herumhumpelte musterte der Trandoshaner ihn ganz genau um irgendeine Reaktion zu bemerken. Vergebens. Das der Sith danach davon sprach das ein Inquisitor namens Knarr eine Expedition begann und er Jünger dafür bräuchte wekcte er Kossekos interesse. Statt aber wie ein Idiot nach vorne zu stürmen und um eine Teilnahme zu betteln lief Kossekos an den anderen Jüngern vorbei, stellte sich einige Zentimeter vor ihnen hin und blickte den Alten SIth an. Als sich der Trandoshaner verbeugte schepperte seine Metallrüstung kurz genauso klimperte sein ACP Gewehr gegen seine Hüfte. Er hatte es beim Aussteigen mit einem einfachem Seil am Gürtel befestigt und jetzt hängt es so lose herab. Kaum nachdem sich Kossekos verbeugt hatte kniete er sich vor dem Altem Sith (Darth Bellus) auf den Boden so das er auf einer Augenhöhe mit ihm war. Gespannt wartet der Trandoshaner ohne ein Wort zu sprechen, wollte der Sith ihn anhören so würde er ihn zum sprechen auffordern. Würde er es nicht wollen, würde er ihn ignorieren.

[Sith Orden-Eingangshalle] mit Darth Bellus,Sarafina,Lisha,Jack, Breston
 
[Weltraum-Imperium | Perlemianische Handels Route | An Bord des Transportschiffes ‘Swift‘] Titus Kornair, Passagiere & Crew

Titus saß in einem der Gepolsterten Passagierzitze, normalerwiese waren hier nur schmale Sitzbänke angebracht um massenweise Soldaten und Material unterzubringen. Doch dieser Flug führte von den Hospitälern von Rhinnal, über Coruscant nach Bastion. Einerseits um verwundete Soldaten zu Dekorieren, andererseits um Kriegsversehrten ein wenig Urlaub zu verschaffen. Der hochgewachsene Ex-Soldat gehörte zu keiner dieser Gruppen, ihm wurde ans Herz gelegt sich in seiner „Dienstfreien“ Zeit doch ein wenig auf Bastion umzusehen. In seinem Gepäck befand sich deshalb auch eine Art inoffizieller Marschbefehl. Um ihn herum schnarchten die meisten seiner Mitreisenden, aufgrund der vor kurzem von den mitreisenden Schwestern verteilten Schlaftabletten.

Er wollte nicht schlafen, denn mit dem Schlaf kamen die Träume. Stattdessen hatte er einer der Schwestern eine Flasche Brandy aus den Rippengeleiert und starrte auf einem Bildschirm auf dem eine Propagandasendung nach der anderen lief. Aber wenigstens waren dabei leicht bekleidete Frauen zu sehen. So konnte man den mehrere Tage dauernden Flug ertragen.

… Schatten bewegten sich um den Sergeant herum, kein Laut war zu hören, weder ein Rascheln noch ein Schnaufen. Dann knackte das Com in seinem Ohr, alle Soldaten waren auf ihren Posten. Ein Doppeltes klicken und es wurde weiter vorgerückt. Die beiden Alarmposten waren schnell und lautlos überwunden. Der Voraustrupp der Imperialen verteilte sich im Lager und betrat die ihnen zugewiesenen Zelte. Doch dort waren keine Schlafenden Rebellen. Die Feldbetten waren leer. „Eine Falle!“ Fuhr es Sergeant Kornair durch den Kopf. Und dann brannte die Luft um ihn herum. Blasterblitze mähten seine Kameraden nieder, die Stille wich den Schreien der Sterbenden und Verwundeten….

Titus schrak schweißgebadet in seinem Sitz hoch, mit zittriger Hand schenkte er sich aus der Brandy Flasche nach. Die immer wiederkehrenden Träume verfluchen kramte er in der Tasche seine Uniformbluse herum. Er zog ein Döschen Tabletten hervor, kippte sich einige davon in den Mund und spülte mit dem Brandy nach. Der Lautsprecher in der Kabine wurde aktiviert:

„Wir haben soeben den Hyperraum verlassen und werden in 10 Minuten Bastion erreichen.“

Der trainierte Mann von Balmorra schaltete den Bildschirm vor sich auf die Außenkameras. Da dies ein für Militärische Zwecke entworfenes Gefährt war, besaß es anstatt Fenster Panzerplatten. Doch über den Bildschirm konnte man die Bilder von Drei Kameras empfangen. Um sie herum waren eine Vielzahl von Raumschiffen zu sehen. Sergeant Kornair konnte sie nicht alle unterschieden, nur eines war mit Sicherheit zu erkennen. Die riesenhafte Silhouette eines Supersternenzerstörers.
Der größte Teil des Anfluges verlief ereignislos, beim Übergang in die Atmosphäre ruckelte das Transportschiff ein wenig. Doch es setze umso sanfter auf dem Permabeton des Raumhafens auf. Da Titus nur mit leichtem Gepäck reiste, war er als einer der Ersten an der Einreisekontrolle
angelangt.


„Weisen sie sich bitte aus, Sir. Führen sie Waffen oder verzoll bare Waren mit sich?“ Fragte der junge Sicherheitsbeamte. Der außerdienststehende Soldat reichte ihm seine ID-Card und legte seine Tasche auf einen Scanner. „Ich habe ein Messer in meinem Gepäck, bin aber wie sie sehen können Autorisiert, versteckte und offensichtliche Waffen bis zur Legalitätsstufe 4-G mit mir zu führen.“

Der Sicherheitsbeamte sah auf den Scanner, dann auf das Lesegerät in dem die ID-Card steckte. „Und der Grund ihres Besuches?“ Titus zog eine Datacard hervor: „Hier ist mein Marschbefehl, ich soll mich im Orden melden.“ Der jüngere Mann nahm die Card an sich und bekam beim Durchlesen große Augen. Er reichte die ID-Card und die Datacard zurück, Salutierte und sagte: „Sir ich wünsche ihnen einen angenehmen Aufenthalt auf Bastion.“

Titus bedankte sich und durchquerte, nachdem er seine Papiere verstaut hatte schnellen Schritte den Raumhafen.

[Bastion | Raumhafen | Lobby ] Titus Kornair, Reisende und Personal
 
[/center]|Hyperraum ~ an Bord der Feuer | auf dem Weg nach Bastion ~ Alaine |[/center]

.......Trotz all dieser Tatsachen, gehörte die kleine Wingston oder Reven, noch immer zum Orden der Sith, wenn sie diesen nicht mittlerweile verraten hatte. Dass sie sich nicht meldete, konnte bedeuten, dass sie beschäftigt war mit was auch immer oder aber, dass sie noch immer verstimmt war, bezüglich einer der Nachrichten, die Alaine ihr zugesandt und welche sie nicht verstanden hatte. Die Warrior wusste nicht wo sich die Göre aufhielt, aber sie war sicherlich mit ihrem Partner zusammen. Alles andere würde Alaine jedenfalls überraschen. Zu gerne wüsste die Warrior wo sie war, was sie tat und was sie vor hatte. Doch dies würde sie nur in Erfahrung bringen, wenn sie ihre eine Nachricht zukommen ließ. Denn es schien nicht so, als ob sie sich von selbst bei der Sith Warrior melden würde. Die Rothaarige Sith zog das kleine Gerät aus ihrer Tasche und tippte dann eine Nachricht ein.

** Com Nachricht an Alisah Reven**

Sicherheitsstufe: hoch, codiert und verschlüsselt

Ich grüße dich Alisah,
leider habe ich von dir nichts mehr gehört und so hoffe ich, dass es dir gut geht. Du wohlauf bist und dich in Sicherheit befindest. Ich selbst befinde mich gerade auf dem Weg nach Bastion um wichtige Dinge zu klären.
Wo bist du und wann sehen wir uns? Wir haben sicherlich viel zu reden nach der langen Zeit, da es eine halbe Ewigkeit her ist, dass wir uns gesehen haben. Wenn ich auch fast annehme, dass du noch mehr zu berichten hättest als ich. Ich hoffe von dir zu hören und diesmal vielleicht ein wenig mehr zu erfahren.

Gruß deine
Alaine

** Com Nachricht Ende**


Ehe Alaine die Nachricht abschickte lass sie diese noch einmal durch, nicht das sie etwas geschrieben hatte, was das Gör vielleicht erneut verärgerte. Lange Zeit hatte Alaine sie als Freundin betrachtet, doch nun glaubte sie daran nicht mehr. Andernfalls hätte Alisah anders gehandelt. So aber war klar, dass für die Apprentice nur eines wichtig war, sie selbst und ihr Liebling. Ihre Selbstsucht würde ihr schon noch vergehen. Der Tag würde kommen an dem sie erkannte, dass sie in ihrem Egoismus allein bleiben würde. Was sollte es Alaine kümmern!? Die kleine konnte vielleicht von Vorteil für ihre Ziele sein und dies genügte.

Die Rothaarige Raubkatze packte das Gerät nach dem Absenden fort und schloss ihre smaragdgrünen Augen. Warum sich ärgern, wenn die Person es nicht einmal wert war? Verschwendete Zeit war dies, mehr nicht.

Ein leises Piepen gefolgt von einem Rucken ließ Alaine die Augen öffnen. Ihr Schiff war aus dem Hyperraum gefallen. Die große Strahlende Kugel Bastions lag vor ihr. Lang war sie fort gewesen, vielleicht zu lange, dennoch war vielleicht nur so möglich gewesen zu erkennen, dass ihr Weg der falsche war. Während sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen legte, nahm sie die Hürde der Kontrollen und brachte ihr Schiff zum Landeanflug runter. Der Hangar des Ordens diente für die Sith und er war wesentlich ruhiger als der normale Raumhafen.

Nachdem ihr Schiff die Feuer aufgesetzt hatte fuhr sie die Maschinen hinunter, verließ das Cockpit und den Rest, um die Rampe hinunter zu steigen. Nicht viele Personen befanden sich hier. Vereinzelte schwirrten umher und kamen ihren Beschäftigungen nach. Alaine verschwendete keinen Moment, sonder trat durch den Hangar, passierte die Tür und trat in die Halle des Ordens. Dunkelheit umfing sie, hüllte sie ein, ließ flüsternde Stimmen zu ihr sprechren.


[/center]|Bastion ~ Sith Orden | Halle ~ Alaine & andere |[/center]
 
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