Bastion

Bastion, Center, Arthious-Gedächtnishalle, zwischen zerschossener Kristallformation, über der ein Frachter schwebt und Ausgang: vor einer altertümlichen Statue ohne Kopf (wurde abgeschossen): Zoey als Gefangene in den Händen von Edgar (NPC), genau ihm gegenüber stehend: Graf Sturn und Lord Saphenus, dahinter Lord Terrix, Jünger, in unmittelbarer Nähe: Sane alias Krayne-ihr Leibwächter, die Jedi-Beschützer Steven und Michael, Sicherheitsleute wie Jünger und Sturmtruppler


Ihr Entführer reagierte gelassen auf den Vorwurf, ein Verräter zu sein! Er amüsierte sich darüber, dass die Sith, die ihm das gerade vorwarfen, doch auch nicht wirklich loyal dem Orden gegenüber eingestellt wären. Im Grunde hatte er sogar recht! Zoey hatte mitbekommen, wie sie alle ihre eigenen Pläne schmiedeten und sich jeder der Nächste war! Dann verhöhnte er so richtig Janus Sturn. Zoey war gespannt wie ein Flitzebogen. Ihr Herz pochte! Sie befürchtete, er könnte ihnen als Reaktion Machtblitze oder so entgegen schleudern! Doch dann wurde es heftig! Natürlich stellte ihr Entführer, wie befürchtet, keine Überlegungen an, aufzugeben und den Forderungen des Grafen nachzugeben! Er meinte spöttich, das er nur bereit wäre, einen Teil von sich aufzugeben und dann geschah etwas, was Zoey zutiefst erschaudern und angeekelt:

“Iiiih!!,

aufschreien ließ. Es schüttelte sie! Sie hatte seine Rotze im Haar und am Ohr und halb auf der Wange und sie hing da und floss zäh in Richtung Kinn und Hals! Sie war heute mehr als genug gedemütigt worden und mehr, als sie ertragen konnte! Sie war kurz vorm Durchdrehen! Da wäre man doch lieber tot, als so was im Gesicht zu haben!? Sie griff mit ihrer Hand beherzt zu, um sich seine Aule aus dem Gesicht zu wischen! Sie spürte das schleimige Etwas zwischen ihren Fingern und musste lautstark würgen. Sie schüttelte seinen Auswurf schwungvoll von ihren Fingern seitlich weg. Sie wollte dies natürlich nicht den Sith entgegen schleudern! Doch ganz bekam sie das natürlich nicht weg, daher streifte sie ihre besudelten Finger an ihrem edlen Kleid ab, am Rocktuch genauer gesagt! Sie war bestimmt grünlich im Gesicht?! Womit hatte sie das verdient?! Zur Übelkeit und zur panischen Angst kam unglaubliche Wut in ihr hoch. Ihre Augen wurden wieder sithisch und es legte sich ein gelblicher Schimmer über ihre grünbraunen Augen, die ihre Augen gelbbraun werden ließen, ohne dass sie davon auch nur etwas ahnen konnte. Es reichte ihr längst! Dieser Voth meinte nichts anderes, als er dem Scriptor energisch, aufforderte, endlich zu schweigen! Das hätte man ihm gar nicht zugetraut?! Dieser Scriptor hieß Tlalloy! Der Name war sicher schon mal gefallen, doch jetzt merkte sich Zoey ihn. Auch Voth schien sich schon mal über ihn geärgert zu haben und ihn zu kennen! ? Er unterstellte dem Scriptor Saphenus nur aus Neid beleidigt zu haben. Die Beiden schienen auch ein Herz und eine Seele zu sein. Saphenus fasste Voth auf seine Schulter und lachte wieder schallend. Er lachte zwar den Scriptor aus, doch erstens konnte Zoey sein Lachen nicht leiden und zweitens machte es sie in ihrer Lage ziemlich nervös!

Nun wandte wieder Lord Saphenus sein Wort an ihren Entführer. Zoey erfuhr nun eine Menge! Der Graf hatte seinen Schüler heute zum Krieger befördert. Da kam also das neue Selbstbewusstsein her! Saphenus geriet langsam in Rage und es sprudelte weiter aus ihm heraus. Er nannte seinen Meister einen Sith-Fürsten und das er dem Imperator direkt unterstehen würde. So weit hatte er es gebracht! Daher war er auch so mächtig! Wie sollte sie dem nur entkommen? Wahrscheinlich brauchte sie sich darum keine Sorgen mehr machen!? Es sah schlecht um sie aus, da man ihr Leben mal wieder für wertlos hielt! Sie kannte diese Leier schon! Wie sie diese Sith alle hasste und diesen Jünger hinter sich mit, der natürlich völlig verbal entgleiste!

Nun verriet Saphenus, dass er Bibliothekar war! Er hatte einen richtigen Beruf?! Und ausgerechnet etwas mit Büchern zu tun?! Seine Eltern waren ja auch sehr gebildet und hatten wohl auf eine gute Ausbildung viel wert gelegt, aber ausgerechnet Bibliothekar!?

Und wieder betonte er, dass ihr Leben pupsegal war! Ihr Atem stockte! Janus seine Worte waren nur wegen seiner guten Erziehung wohlwollend gewesen, als es um ihr Leben ging, aber nicht aus seiner Gesinnung! Solche Worte wieder und wieder zu vernehmen und alle Hoffnung, die auf Sturn lag, den Bach runter rauschen zu sehen, war schlimm für Zoey! Ihre Angst steigerte sich ins Unermessliche! Ihre Schläfen pochten, die Ohren rauschten! Es kribbelte am ganzen Körper und plötzlich blieb alles um sie herum wie stehen, es war leise und sie wusste plötzlich, dass gleich etwas Schreckliches passieren würde und sah sich einmal blitzartig und bruchstückhaft mit zerschossenem Kopf am Boden liegen und einmal davon kriechen! Es war eigenartig! Ganz kurze Bilder! Es war wie ein Blick in die Zukunft!? Es war nur ein kurzer Moment, dann war sie wieder im Hier und Jetzt und hörte die Stimmen. Panik und richtige wahnsinnige Todesangst krochen in ihr hoch und sie fühlte sich unter Druck gesetzt, denn sie musste handeln und etwas tun!? Geistesgegenwärtig fiel ihr das Training auf Lianna ein! Gedanklich nahm sie beide Ellenbogen und rammte sie, wie sie es bei ihrem Leibwächter gelernt hatte, dem Entführer in den Bauch. Was hatte sie zu verlieren?! Doch es passierte, als sie darüber nachdachte, zeitgleich bereits mit der Macht. Sie setzte ihre Gedanken mit der Macht um und stieß ihm mit einer kleinen winzigen Machtexplosion gegen die Brust und ihm die Arme weg! Minimal und schwach! Aber, ausreichend! Der Lauf des Blasters rutschte dabei von ihrem Kinn weg! Dann bzw. gleichzeitig war die Machtwelle auch schon da!

Der Blasterschuss zischte haarscharf an ihrem Hals vorbei und sie spürte wie die Arme des Entführers um sie griffen und sie beide zusammen heftig zurückgeschleudert wurden. Es krachte heftig! Sie schlugen kräftig auf! Sie auf ihn! Weiße Splitter und Brocken stoben auf! Dennoch spürte sie einen ziemlichen Aufprallschmerz. Sein Griff lockerte sich und sie befreite sich aus seiner Umklammerung und kroch auf allen Vieren los, rappelte sich auf und taumelte. Zoey wollte nur aus seiner Nähe weg! Sie wollte an den Sith vorbei zu Sane! In seine Arme! Wo stand er nur?! Die Archäologin wirkte etwas desorientiert! Sie fragte sich, wer ihr geholfen hatte, die Gefahr zu sehen und den Blaster nicht in ihren Kopf schießen zu lassen!? Das sie das selbst war, kam ihr nicht annähernd in den Sinn! Es roch verkohlt! Sie griff in ihr Haar. Dort wo der Schuss dicht vorbei gepfiffen war, war eine heraushängende Haarsträhne ihrer Hochsteckfrisur verbrannt. Erschüttert blickte Zoey auf das abgebrochene verkohlte Haar in ihrer Hand. Zum Glück hatte es nicht die andere Seite getroffen, wo sich ihre Frisur gelöst hatte. Noch glücklicher war der Umstand, dass der Schuss weder in ihren Hals, noch in ihren Kopf ging! Sie musste hier weg! Verwirrt lief sie zwischen Janus und Saphenus hindurch!



Bastion, Center, Arthious-Gedächtnishalle, zwischen zerschossener Kristallformation, über der ein Frachter schwebt und Ausgang: vor einer altertümlichen Statue ohne Kopf (wurde abgeschossen): Zoey, Edgar (NPC), genau ihm gegenüber stehend: Graf Sturn und Lord Saphenus, dahinter Lord Terrix, Jünger, in unmittelbarer Nähe: Sane alias Krayne-ihr Leibwächter, die Jedi-Beschützer Steven und Michael, Sicherheitsleute wie Jünger und Sturmtruppler
 
Bastion/ Center/ Darth Arthious Gedächtnishalle/ Sane, Zoey, Steven, Michael, Janus, Voth, Kevora, Saphenus, Chronor, Edgar, Yui, Saphenus

Noch immer saß Sane hinter seiner Säule und beobachtete, was geschah. Die Angreifer hatten das Feuer eingestellt, sobald Sturn und seine Privatarmee in der Halle aufgetaucht waren, was der Szene einen kurzen Augenblick der Ruhe gönnte. Der Staub legte sich langsam, doch der Rauch, der von brennenden Gemälden und Stoffen kam, würde sich wohl nicht so schnell verziehen. Dennoch konnte man nun die Auswirkungen dieser Aktion in Ruhe begutachten: Der Kristall war vollständig pulverisiert worden. Wo einst die überwältigende Formation stand, ist nun nur noch ein Stumpf übrig. Hier und da lagen vereinzelt Personen. Manche bewegten sich noch, manche schluchzten, andere sahen von weitem verdammt tot aus. Dazu zählten auch ein paar Sturmtruppler, die vor wenigen Stunden noch für Geld warben, um die Kriegsversehrten zu versorgen. Jetzt zählten sie selbst zu den Gefallenen. Grausame Ironie. So etwas bei solch einer Veranstaltung.

Was auch hässlich war, war das Wortgefecht, was nun zwischen Sith und Entführer entbrannte. Sane hatte das schon auf Thearterra erlebt. Statt einfach die Züge, die man gelernt und geplant hat, durchzuführen, beschimpfte man sich vorab noch ein wenig. Sowohl Jedi als auch Sith nutzten dies, um den Kampf einzuleiten. Für was das gut sein sollte, wusste Sane nicht. Er hatte gelernt zu schießen, wenn er die Gelegenheit dazu hatte. Später konnte er immer noch Fragen stellen.

Doch am Meisten ärgerte ihn, dass er gerade absolut keine Hilfe sein konnte. Er war mit Scherben und Splittern gespickt und unbewaffnet. Die erhöhte Position der Schützen, welche in dem Transporter steckten, war für ihn ein Nachteil: Wenn er sich anschleichen würde, könnte man ihn von dort aus vermutlich entdecken. Mit der Laserkanone des Raumschiffes wollte er keine Bekanntschaft machen. Keine Deckung würde ihm dann noch helfen können. Deshalb blieb ihm nichts anderes übrig, als weiterhin hier zu sitzen und zu warten. Was würde passieren? Es war unglaublich, dass er seine Hoffnungen in die Sith setzen musste, die gerade kollektiv dabei waren, über den Geiselnehmer verbal herzufallen. Würden die Sith Zoey aus den Händen des Angreifers befreien? Oder würden sie einfach beide umbringen und die Archäologin als Kollateralschaden hinnehmen? Jetzt würde sich zeigen, ob Zoey für die Sith wirklich von wert war. Immerhin sollte sie mit nach Korriban geschleift werden.

Währenddessen fiel dem Soldaten auf, dass sich vor der Halle etwas tat. Natürlich. Sie waren auf Bastion. Er kannte diese Welt, die sich damit rühmte, die sicherste in der ganzen Galaxis zu sein. Ein Vorfall wie dieser hier würde heftige Reaktionen hervorrufen. Die Imps sind sich wahrscheinlich nicht zu schade, eine ganze Legion in Bewegung zu setzen. Ob sie so weit gehen würden und als Zeichen der imperialen Dominanz die Halle einfach zusammen mit den Unruhestiftern und den restlichen Besuchern einfach vaporisieren? Irgendein Sternenzerstörer war gerade sicher für ein orbitales Bombardement in Position.

Fest stand, dass er Zoey hier irgendwie rausbringen musste. Doch wie sollte es dann weitergehen? Sie würden nicht unbemerkt bleiben, wenn die gesamte imperiale Armee vor der Gedächtnishalle wartete. Vielleicht gab es einen Hinterausgang, oder sie konnten mit dem Transporter fliehen? Wenn nur die beiden Jedi etwas konstruktives Beitragen würden!

Dann geschah plötzlich etwas. Sane hatte die Bewegung aus den Augenwinkeln bemerkt, hatte er sie ja mittlerweile oft genug erlebt und oft genug selbst abbekommen. Ein Machtstoß. Sein Ziel war der Geiselnehmer, welcher die Bewegung offenbar nicht so früh wie Sane erkannt hatte. Ein Schuss löste sich aus seiner Blasterpistole, doch er verfehlte die Archäologin. Beide flogen in hohem Bogen durch die Halle und schlugen hart auf. Zoey konnte sich befreien und rannte augenblicklich Richtung Sith. Das war die falsche Richtung! Sane stand ursprünglich rechts von ihr, in der Richtung des Ausgangs! Er wollte ihr rufen, doch in dem Moment fielen Schüsse und ein Querschläger schlug nur knapp neben ihm ein, weswegen er wieder zurück hinter seine Säule zuckte und hilflos mit ansehen musste, wie Zoey zwischen den Sith aus seinem Sichtfeld verschwand.

Bastion/ Center/ Darth Arthious Gedächtnishalle/ Sane, Zoey, Steven, Michael, Janus, Voth, Kevora, Saphenus, Chronor, Edgar, Yui, Saphenus
 
[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Steven, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, Yui

Der rasende Zorn des Grafen nagte weiter an seiner Selbstbeherrschung, suchte nach einer kleinen Lücke, einer Chance, vollends entfesselt zu werden und alles und jeden in seinem Weg zu zermalmen. Es war nicht die Art von Emotion, die der sonst so kühle und selbstsichere – manch einer würde es auch arrogant nennen – Sith schätzte, schließlich gab es im Orden genügend blindwütige Berserker, die nicht weiter denken konnten als bis zum nächsten Hieb. Nein, dazu gehörte Janus nicht, er war ein Planer, ein Denker. Jemand, der Möglichkeiten suchte, fand und ausnutzte, und wenn sich keine finden ließen, dann schuf er sie eben selbst.

Umso demütigender war es, auf seiner eigenen Gala vorgeführt zu werden wie ein blutiger Amateur. Die geflohenen Gäste würden schon bald darüber berichten, wie sie um ihr Leben hatten rennen müssen, wie ihr Gastgeber ihre Sicherheit nicht hatte garantieren können. Und das ausgerechnet an einem Abend, an dem sich der blasse Fastmensch als Verfechter von Ordnung und Stabilität präsentiert hatte. Neben dem Reputationsverlust kam auch noch der materielle Schaden hinzu, er hatte einiges in die Gala investiert und sich durch die Spenden weiteres Prestige und Einfluss erhofft. Jetzt konnte er froh sein, wenn man ihn nicht verklagte und in aller Öffentlichkeit lächerlich machte. „Sith-Krieger bei eigener Gala gedemütigt – Gäste fliehen in Panik“, er konnte die Meldungen im Holonet schon sehen.

Der Mann, der für all das verantwortlich war, diese armselige kleine Made Edgar Tlalloy, besaß sogar noch die Frechheit, sich nicht auf der Stelle auf den Boden zu werfen und um sein wertvolles Leben zu betteln, nein, er wagte es sogar, mit Janus zu sprechen, als wären sie ranggleich, und grinste spöttisch. Der Graf verspürte den Rang, jeden Muskel im ungepflegten Gesicht des Verräters neu zu arrangieren, ein Bedürfnis, das umso stärker wurde, je mehr weitere Frechheiten sich der Scriptor erlaubte und sogar in seine Richtung spuckte.


„Für jede Beleidigung werdet Ihr ein dutzendmal schreien.“

Versprach Janus mit tödlicher Ruhe, seine grünen Augen voller goldenem Glanz. Der Sciptor wollte ihn provozieren, doch noch größer als der Zorn des schlanken Halbechani war sein Stolz, er würde sich von dieser erbärmlichen Kreatur nicht vorführen lassen. Wie ein hungriger Schatten umwölbte die dunkle Seite den Grafen, doch noch wurde sie nicht entfesselt, noch hatte der rationale Teil seines Verstandes die Oberhand und erinnerte ihn an den Wert von Zoey und dass die Inquisitoren den Verräter lebendig haben wollten.

So wartete der elegant gekleidete Sith-Krieger und überließ vorerst seinen Alliierten das Feld, Saphenus, dessen Zorn hinter seinem kaum zurückstand, trat vor und zeigte sein Lichtschwert, das ihn als Krieger des Ordens auswies, höhnisch stellte der Zabrak fest, dass der Scriptor keine solche Waffe trug und vollkommen unwürdig war, er verwies auf eine frühere Begegnung und schloss mit einem unheilvollen Lachen, dass die Geisel wertlos war und es für den Verräter kein Entkommen gab. Das brachte den Geiselnehmer schier zu Explosion, wütend und vulgär verlangte er zu wissen, wer den Einäugigen ausgebildet hatte.

Eine interessante Frage, wie eine leise Stimme in Janus´ Hinterkopf anmerkte, doch just in diesem Moment brach ein wütender Wortschwall aus Voth heraus, der den Scriptor lautstark zum Schweigen aufforderte und ihn als erbärmliche Kreatur ohne Zukunft bezeichnete, eine mehr als zutreffende Analyse, dann erinnerte auch der Twi´lek daran, dass er mit dem Verräter noch eine persönliche Rechnung offen hatte. Ein schmales Lächeln huschte kurz über das Gesicht des Grafen und sein Zorn wurde kurz von der Genugtuung gedämpft, dass der erbärmliche Verräter am Ende war, so oder so. Bloß eine Frage der Zeit.

Auch Saphenus schien von den treffenden Worten des frisch ernannten Kriegers angetan zu sein und er betonte erneut, wie wertlos und todgeweiht der Geiselnehmer war, dann gab der Einäugige tatsächlich den Namen seines Meisters heraus, ein Detail, dass Janus trotz all dem Chaos und den tobenden Emotionen nicht entging. Ein Sith-Fürst namens Darth Hybris also...Angesichts dieser wertvollen Information achtete Janus zunächst nicht auf den weiteren wütenden Wortwechsel und die wenig kreativen Beleidigungen des offenbar getroffenen Scriptors. Als der Zabrak schließlich feststellte, dass es nur aufgrund der zivilisierten Zurückhaltung des Grafen noch nicht zum Showdown gekommen war, lachte dieser leise und lächelte in Richtung des ehemaligen Jüngers, die weißen Zähne wie ein hungriges Raubtier entblößt.


„Der Gastfreundschaft wurde genüge getan. Es wird Zeit, diese Farce zu beenden.“

Kündigte der Graf mitleidlos an. Gerade wollte Janus den Jüngern und überlebenden Sturmtruppen den Befehl erteilen, dass Feuer zu eröffnen, innerlich hatte er Zoey bereits als bedauerlichen, aber schlussendlich akzeptablen Verlust abgehakt und dass die Inquisitoren den Verräter lebendig haben wollten, spielte nur insofern eine Rolle, dass der Graf seine Leute anweisen würde, wenn möglich keine lebenswichtigen Bereiche zu treffen. Doch nur Sekundenbruchteile bevor er den Befehl geben konnte, spürte er, wie sich die Macht in Saphenus sammelte, urplötzlich streckte der Zabrak eine Hand aus und entfesselte einen starken Machtstoß.

Fast unbewusst reagierte Janus, als er in der Macht die Druckwelle auf ihr Ziel zurasen sah und als sich der Finger des Geiselnehmers um den Abzug seiner Waffe krümmen wollte, griff der Graf in der Macht hinaus und lenkte den Arm des Verräters zur Seite, gerade weit genug, dass der panische Schuss des überraschten Mannes bloß eine Haarsträhne erwischte. Überrascht stellte Janus fest, dass er diese Handlung nicht alleine ausgeführt hatte, ein weiterer Machtstoß hatte die Hand des Verräters nahezu gleichzeitig ebenfalls getroffen. War das Voth gewesen? Es war nicht perfekt geplant und mit der üblichen Eleganz ausgeführt worden, doch stimmte diese Handlung den Sith gleich viel besser, seine Laune wurde noch besser, als der Scriptor wie ein nasser Sack hart zu Boden spürte, seine Geisel hatte den Moment genutzt, um sich seinem Griff zu entziehen, indem sie ihm den Ellbogen in die Magengrube rammte und dann verwirrt auf die Sith zustürzte.

Ein leises, grausames Lachen erklang, als der Graf den schlecht gezielten, wilden Schüssen des gestürzten Scriptors mühelos auswich, lediglich ein Jünger, der dieses Schicksal angesichts seiner Unfähigkeit, Deckung zu suchen auch redlich verdient hatte, wurde getroffen und ging wimmernd zu Boden, nicht tot, aber doch in großen Schmerzen. Irrelevant.


„Bringt mir den Scriptor, lebendig, wenn möglich! Wenn er zu viel Widerstand leistet, tötet ihn. Lasst ihn nicht entkommen! Und was seine Helfer angeht...“

Rief Janus voll grimmiger Befriedigung. In einer fließenden Bewegung zog Janus sein Lichtschwert und aktivierte es, die blutrote Klinge erwachte wie ein zornig fauchendes Tier zum Leben. Der Graf hielt kurz inne und blickte in Richtung des Frachters.

„Tötet sie. Tötet sie alle.“

Befahl er mit einem finsteren Lächeln und verfolgte, wie die Jünger und Sturmtruppen das Feuer eröffneten, der Lärm der Blastergewehre war wie wie Musik in seinen Ohren. Das aktivierte Lichtschwert in der Hand trat der große, dunkel gekleidete Graf wie ein hungriger Schatten einen Schritt vor, seine golden glänzenden Augen in die Richtung gerichtet, in der sich der Verräter befand. Die Zeit der Rache war gekommen.

[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Steven, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, Yui
 
[Bastion | Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle] - Saphenus; Janus Sturn; Voth Terrix; Zoey Liviana; Edgar Tlalloy (NPC); Sane; Mara Sakiko (EVE Yui); Chronor Tallax; Jorax Kevora; Steven und Michael

Es fühlte sich so gut an! Seine Hand kribbelte als sich die Macht aus ihr entlud und sich geifernd ihren Weg nach vorne bahnte. Jeder seiner Muskeln war angespannt, so sehr, dass es schmerzte. Kleine Splitter der ehemals so imposanten Kristallformation wurden aufgewirbelt und teilweise pulverisiert als die Welle nach vorne sprintete. Überreste der teuren Gemälde wurden zur Seite gestoßen als wären sie nichts weiter als Luft. Saphenus dachte ein letztes Mal an den Moment zurück als der Scriptor mit einem überheblichen Grinsen seinen Becher mit heißem Tee über seiner Hand entleerte. Damals hatte er sich einen Feind gemacht, der sein Schicksal nun besiegeln würde. Mit Edgars Tod würde er auf seinem Weg der Rache einen Schritt vorangekommen sein, irgendwann würde nur noch Darth Halberd auf ihn warten und dann hätte er Talitha gerächt. Geisel und Geiselnehmer wurden von der Welle erfasst und nach hinten gerissen, doch Saphenus spürte wie nicht nur er die Macht einsetzte. Ungläubig weitete sich sein Auge als sich Zoey der Macht zu bedienen schien um ihr Leben zu retten. War sie es wirklich gewesen oder hatten Janus oder Voth geholfen? Konnte die Archäologin wirklich die Macht benutzen? Doch wieso war ihre Aura dann derart seltsam, was war ihr Geheimnis? Zoey schaffte es sich im letzten Moment aus Edgars Griff zu befreien, der Blasterschuss verfehlte sie nur knapp und ließ lediglich einige Haare verkohlt zu Boden gleiten. Der Scriptor wurde gegen eine Statue geschleudert, die zur Seite fiel und schellend zerbrach während sich Zoey vollkommen benommen und desorientiert von ihm entfernte. Sie stolperte geradewegs auf sie zu. Begleitet wurde sie von ungezielten Blasterschüssen, die Edgar aufs Geratewohl in ihre Richtung abgab. Nur am Rande bemerkte Saphenus wie ein Jünger von ihnen getroffen wurde und wimmernd zu Boden ging. Ein anderer Schuss streifte den Zabrak und versengte seinen Ärmel mitsamt der Haut, die darunter lag, doch Saphenus bemerkte den Schmerz nicht. Vielmehr ärgerte er sich plötzlich darüber den Lichtschwertkampf nie trainiert zu haben, sein Meister hatte ebenfalls keinen Wert auf den Umgang mit dieser Waffe gelegt. Wie peinlich würde es sein von einem Schuss getroffen zu Boden zu gehen und vielleicht auch zu sterben?

Er fletschte die Zähne als sich Janus nun dazu entschloss anzugreifen. Sein Befehl schallte durch die Halle und auf sein Wort gehorchten die Jünger. Der Frachter wurde von allen Seiten beschossen. Mit zuckenden Bewegungen sah sich Saphenus um. Janus‘ rote Lichtschwertklinge glomm durch den Rauch, der sich gebildet hatte und er spürte den Zorn des Grafen durch die Macht. Zoey schien noch immer orientierungslos zu sein und irrte umher. Edgar lag noch immer auf dem Boden. Sein Blick raste zwischen Edgar und Zoey hin und her. Wer war ihm wichtiger? Noch vor Sekunden hätte er das Leben der Archäologin gerne aufs Spiel gesetzt, doch nun hatte sie ihm eine neue Seite ansich gezeigt, die alles verändert hatte. Zumal er noch immer dem Befehl seines Meisters Folge leisten mussten. Er durfte nicht daran denken wie Hybris einen erneuten Verrat oder schlimmer noch, ein versagen, bestrafen würde. Zoey durfte nicht entkommen aber er konnte Edgar auch nicht am Leben lassen. Der Scriptor sollte für seine Taten bezahlen, er würde ihm jede Beleidigung und jede Verletzung tausendfach heimzahlen bevor er ihn schließlich von seinem Leid erlöste. Würde Janus den Verräter töten? Grund genug dazu hatte er, doch auf der anderen Seite war es sein Auftrag ihn lebend dem Zirkel der Inquisitoren zu übergeben. Wutentbrannt fletschte Saphenus erneut seine Zähne und stieß einen spitzen Schrei aus.


Dann hatte er seine Entscheidung gefällt. Zischend erwachte sein violettes Lichtschwert zum Leben, es schrie und forderte nach Tod und Verstümmelung. Ungelenk wehrte er einen Schuss ab. Obwohl die Macht sein Verbündeter war gelang ihm das mit mehr Glück als Können. Sein Zorn beschleunigte seine Schritte und in wenigen Augenblicken hatte er Zoey erreicht. Mit seiner freien Hand bekam er ihren Arm zu fassen und versuchte sie zu Boden zu reißen. Dabei verlor er jedoch selbst das Gleichgewicht als der Schmerz in seinem Bein zu explodieren schien und stürzte mit ihr zusammen. Die Scherben verursachten kleine Schnittwunden an seinen Händen als er versuchte sich aufzufangen, dabei verlor er sein Lichtschwert aus den Fingern. In einer intimeren Umarmung als er es sich gewünscht hatte lagen sie auf dem Boden, schnell und panisch glitt sein Blick herum und suchte nach seiner Waffe. Sie lag nur wenige Meter neben ihm, der Griff schien bereits zu zittern. Er als er die Hand flehend nach ihm ausstreckte, flog es bereits auf ihn zu und schmiegte sich an seine Finger. Über ihnen schoss Plasma durch die Luft, fauchend suchten die Schüsse ihre Ziele.


„Beweg dich endlich, lieg hier nicht so faul rum!“,


knurrte Saphenus als er versuchte aus der Umarmung zu befreien. Dabei war es ihm egal ob Zoeys Kleid noch mehr Schaden nahm. Wieder auf seinen Beinen presste er die Zähne aufeinander als abermals sein Oberschenkel schmerzte. Grob zog er Zoe nach oben und zwang sie einige Schritte weiter bevor er sie hinter eine weitere Statue stieß. Er hoffte, dort wäre sie für den Moment sicher vor den Schüssen. Ihm entging nicht, dass es eine Statue des Imperators war hinter dem sie nun Schutz suchen sollte.


„Der Imperator wacht über dich!“,


bellte er noch, dann drehte er sich um. Wo war Edgar, war Janus bereites zu ihm gelangt und hatte sein Leben eingefordert? Nochmal erwachte sein Lichtschwert zum Leben und nochmal gelang es Saphenus einen weiteren Schuss ungelenk abzuwehren. Erst jetzt fiel sein Blick auf seinen verkohlten Oberarm und nochmal steigerte sich sein Zorn. Mittlerweile wurde die Situation immer chaotischer und er drohte den Überblick zu verlieren. Die Götterschmiede hatte es ihm leicht gemacht zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, den Vorteil konnte er hier leider nicht genießen. Edgar würde sich nicht bereitwillig in sein Lichtschwert stürzen um den suizidalen Befehlen seiner Königin zu gehorchen. Er würde nach einem Weg suchen um sein Leben zu retten und zu fliehen und wenn ihm das gelang, wer konnte schon sagen ob er dann jemals wieder auftauchen würde. Jede Chance auf Rache wäre dahin.


[Bastion | Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle] - Saphenus; Janus Sturn; Voth Terrix; Zoey Liviana; Edgar Tlalloy (NPC); Sane; Mara Sakiko (EVE Yui); Chronor Tallax; Jorax Kevora; Steven und Michael
 
~ Bastion ~ Bastion Center ~ Darth Arthious-Gedächtnishalle ~ Halle ~ Steven Crant und Michael Aeren, Sane alias Krayne und Zoey Liviana, Edddy, Janus, Voth Terrix, Iriye, Jorax Kevora, der Rest vom Ghost Squad (NSC), Yui, Jünger (NPCs) ~

Ein ungewohntes Gefühl durchdrang den Körper des Barons. Mit zitternden Händen suchte er hinter einer halb zerschossenen, immer noch bröckelnden Säule Zuflucht, um sich vor dem bevorstehenden Feuergefecht in Sicherheit zu bringen. Die Hände des erfahrenen Jedi-Ritters zitterten nicht etwas aus Angst, viel mehr war das ungewohnte Gefühl der Hilflosigkeit daran schuld.
Der Jedi war in eine Situation geraten, in der er nicht mehr die Kontrolle über das Geschehen hatte und mit Ansehen musste, wie die Protagonisten dieses Schauspiels ihre Aufführung veranstalteten. Er war, wenn überhaupt, zu einem Statisten degradiert worden.
Doch irgendwie hatte sich der Jedi selbst in diese Situation gebracht, denn ohne sein Lichtschwert konnte er nur geringfügig etwas an der Gesamtsituation ändern.
Somit lautete die Devise für den Ritter und seinen Padawan eben abwarten und das Geschehen beobachten.

Die Repulsoren des Frachters, der, nachdem er die Kristallformation förmlich in tödlich-gläserne Splitterluft vaporisierte, nun bedrohlich in der Halle schwebte, übertönten fast das übliche Geschrei der - mittlerweile eingetroffenen - imperialen Luftunterstützung. Stevens Blick wanderte nun also durch das ebenfalls zerstörte Glasdach der Halle und konnte die kreisenden TIE-Fighter erkennen. Natürlich hatte man auf Bastion, dem Herzen des Imperiums, dem sichersten Ort in der Galaxis, schnell reagiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Vermutlich war die Halle abgeriegelt und nichts kam raus oder rein. Steven behielt diese Schlussfolgerung im Hinterkopf, schließlich konnte sie bedeuten, dass die Jedi, Zoey und ihre Begleitung später Probleme bei der Flucht hatten.
Niemand konnte mehr bestreiten, dass ihre Abreise nun mal eine Flucht war. Spätestens ab dem Moment, wo Zoey in der Gewalt dieses, wie sich im laufenden Streitgespräch herausstellte, ehemaligen Jüngers war.

Von der anderen Seite der Halle vernahm er deutlich die dunkle Seite der Macht. Hass, Wut und ein Durst nach dem Blut des Geiselnehmers gingen von den Auren der Sith aus. Doch auch Steven selbst verspürte nicht nur den Drang zu Handeln, sondern auch den Drang schnell und vor allem so zuzuschlagen, dass dieser Geiselnehmer und auch die Sith nicht mehr viel anrichten konnten.
Der Ritter besonn sich auf seine Ausbildung. Ruhe. Entspannung. Gelassenheit. Das waren Attribute eines Jedi, das war die Quelle der Energie eines Jedi. Steven besonn sich nicht nur darauf, er versuchte sich mit diesem Kredo ebenso zu beruhigen. Er war ein Jedi. Er handelte besonnen. Er war selbst in einer solchen Situation ruhig und bedacht. Doch das alles war leichter gesagt als getan, aber Steven wäre nicht Steven, wenn er es nicht schaffen würde, sich von den Bestien - die sich Sith nannten - abzugrenzen. Sie waren diejenigen, die Impulsiv handelten, die Zoeys Leben mehr in Gefahr brachten, als dieser Geiselnehmer es mit seinen Handlungen tat.

Und dann geschah auch schon das, was der Jedi-Ritter geahnt hatte. Einer der Sith verlor, nach einem ausgiebigen Wortgefecht, die Kontrolle über sich und seine Handlung. Eine Welle der Macht drückte sich durch die, immer noch von Glassplittern und Staub versetzte, Luft, denn der Zabrak, stieß plötzlich einen Machtstoß aus, der Zoey und ihren Entführer umschmiss. Die Macht drückte knallend eine Schallwelle vor sich her und umliegende Gemäldefetzen wurden ebenso wie Glassplitter aufgewirbelt. Instinktiv duckte sich der Jedi hinter der Säule weg und legte seinen Arm schützend vor sein Gesicht. Nachdem er das Geschehen wieder beobachtete, musste er feststellen, dass Zoey sich irgendwie aus den Armen des Entführers befreit hatte. Er lag auf dem Boden und wand sich anscheinend vor Schmerzen, doch wo war die Archäologin!?
Der Staub legte sich langsam, doch die Doktorin war nirgends zu erblicken.

Des Barons Blick wanderte zu
Michael und zu dem ehemaligen Widerstandkämpfer, doch beide schienen ebenfalls keinen blassen Schimmer zu haben, wo Zoey sich genau befand. Steven stellte für sich selbst fest, das Sith zwar nicht die beste Anlaufstelle waren, doch sie waren allenfalls besser als ein Entführer.
Janus Sturn, Gastgeber dieser außer Kontrolle geratenen Gala, aktivierte zischend sein Lichtschwert. Erkannte der Jedi da etwa einen gebogenen Lichtschwertgriff? Das "Markenzeichen" für den geübten Makashikämpfer? Doch welchen Stil Sturn auch benutzte, die folgenden Worte entlarvten den bisher ruhigen Mann als Sith. Er verlangte von seinen Jüngern das sie sämtliche Personen aus dem Frachter töteten.
Wie konnte er das tun? Sie waren fühlende Wesen, von der Macht erschaffen und durchdrungen. Ein Mord an ihnen war stellvertretend für einen Verrat an der Macht selbst.
Doch hatten sie nicht ihr Recht auf Leben verwirkt? Was wenn der Sith Recht hatte? Sie hatten auf Zivilisten geschossen, kostbare Gemälde und ein ganzes Lebenswerk zerstört! Sie würden wahrscheinlich nicht einmal ihr Leben ändern, wenn man es ihnen ließe. Vielleicht war ihr tot sogar eine Erlösung für ihr erbärmliches Leben als Verbrecher.

Philosophieren konnte man durchaus später noch. An ihre Lichtschwerter kamen sie jetzt auch nicht. Steven blickte fragend zu seinem Padawan, doch auch dieser schien keine Antwort auf ihr Problem zu haben. Dann wanderte der Blick fragend zu dem Personenschützer. Er war zwar ebenfalls unbewaffnet, doch vermutlich hatte er mehr Erfahrung im Kampf ohne Lichtschwert. Vielleicht war er sogar für einen solchen Auftrag ausgebildet worden.
Steven griff vorsichtshalber nach einer größeren Glasscherbe. Auch wenn er die Macht immer bei sich hatte, ganz unbewaffnet wollte er sich auch nicht in den Kampf mit einem Entführer und mehreren Sith stürzen.


~ Bastion ~ Bastion Center ~ Darth Arthious-Gedächtnishalle ~ Halle ~ Steven Crant und Michael Aeren, Sane alias Krayne und Zoey Liviana, Edddy, Janus, Voth Terrix, Iriye, Jorax Kevora, der Rest vom Ghost Squad (NSC), Yui, Jünger (NPCs) ~
 
---)]}-- Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Oberen - Kleiner Trainingsraum ---{[(---

Inmitten des Ordens, in einem Raum in dem normalerweise die höchsten Mitglieder des Ordens trainierten, ertönte plötzlich ein Geräusch, als würde jemand ein Stück Stoff zerreißen. Ein weißer Lichtblitz folgte und plötzlich waren da Schritte. Zwei Gestalten, sich recht ähnlich und doch wieder nicht, standen nun in diesem Raum und sahen sich um. Das Portal in der Atmosphäre, durch das sie gekommen waren, verströmte noch kurz dieses warme wohlige Leuchten, dann schloss es sich langsam und verschwand schließlich mit einem Seufzen. Beide Humanoide waren gänzlich weiß gekleidet, besaßen weiße Haut und Harre, aber glühende goldene Augen ohne sichtbare Pupille. Ihre schulterlangen Haare trugen sie offen und die beiden spitzen Ohren stachen durch diese hindurch. Der Ältere, dessen Kleidung ein Stück weit weniger prunkvoll aussah, sah sich mit einem Stirnrunzeln um. Der Jüngere, welcher jedem bastioner Adligen die Show gestohlen hätte, stand hingegen regungslos da, die Hände hinter dem Rücken, das Gesicht auf eine erhabene Weise erhoben. Und doch war er es welcher zuerst sprach. Und das in einem perfekten Galactic Basic Standard.

„Also. Wo sind wir?“

„Weiß ich nicht.“

„Warum weißt du das nicht?“

„Weil ich uns nicht hergebracht habe. Ich habe keine Ahnung, Herr.“

„Ach?“

„Wirklich.“

„Hm. Das glaube ich nicht.“

„Nicht?“

„Nein.“

„Hm.“

„Eben. Also, wo sind wir, Sur?“

„Ich weiß es wirklich nicht. Ich war hier noch nie.“

„Ich auch nicht. Aber es gefällt mir nicht. Es ist dunkel. Und ich mag keine Dunkelheit. Warum hast du uns also hierher gebracht?“

„Hab ich doch nicht, Herr.“

„Wenn ich es nicht war, und du es nicht warst, wer dann?“

„Eine berechtigte Frage.“


Die beiden sahen sich vielleicht zwei Minuten lang stumm an, dann zuckte etwas in dem Gesicht des jungen Herren. Wobei jung bedeutete, das er vielleicht zehn oder fünfzehn Jahre jünger war als sein Diener.

„Und die Antwort?“

„Auf?“

„Die Frage.“

„Ähm … welche Frage?“

„Wer uns hier her geschickt hat.“

„Ich nicht.“

„Ich auch nicht.“

„Hm.“

„Eben. Also wer dann?“

„Vielleicht … er?“

„Er?“

„Er.“

„Ach er! Ja, das kann gut sein. Aber warum? Es ist dunkel, kalt und fühlt sich eklig an. Ich will hier nicht sein.“

„In der Tat, Herr. Die Luft fühlt sich nicht gut an.“

„Sagte ich doch. Also, was sollen wir hier?“

„Wenn ich eine Vermutung äußern dürfte, Herr. Dann würde ich sagen, um unseren Job zu machen.“

„Oh. Das ist clever. Sehr gut Sur. Gut.“

„Ihr seid zu gütig, Herr.“

„So bin ich. Und so wird man mich auch in Erinnerung behalten.“

„Zurecht.“

„Zweifelsohne.“

„Auf jeden Fall.“

„Gut. Also. Wie geht es jetzt weiter? Hier gibt es doch gar nichts für uns zu tun?! Der Raum ist leer.“

„Ja, leer. Hier gibt es wirklich niemanden.“

„Sagte ich doch.“

„Habt ihr, ja.“


Beide Gestalten sahen sich nun um, konnten aber tatsächlich niemanden in dem leeren Trainingsraum ausmachen. Deshalb war er ja leer.


„Dann können wir ja wieder gehen. Sur, Abmarsch.“

„Seid ihr Euch da sicher, Herr?“

„Ja wieso nicht? Er hat uns hier her geschickt-“

„Wahrscheinlich.“

„Wahrscheinlich, ja. Und hier ist nichts, also warum warten? Ich mag die Dunkelheit nicht. Und hier riecht und schmeckt es nach Tod. DAS wiederum erinnert mich aber daran das wir heute noch gar nichts gegessen haben. Sur, was gibt es? Ich erinnere mich da an ein zartes Stück Fleisch von ... einer ... Kuh?“

„Wir … hatten noch nie Fleisch, Herr.“

„Hatten wir wohl.“

„Nein. Da bin ich mir ganz sicher.“

„Ich habe den Geschmack doch immer noch im Mund. Wir hatten Fleisch. Erst vorgestern.“

„Nein. Ich fürchte das war nur Holz.“

„Holz?“

„Ihr sagtet ich soll uns was zaubern. Doch da war nur Holz.“

„Und ein Kochtopf mit Wasser. Ich erinnere mich ganz genau.“

„Ja, auch das. Aber kein Fleisch. Nur Holzfasern. Ich habe mir Mühe gegeben.“

„Hat es mir geschmeckt?“

„Ihr habt es ohne einen Kommentar dazu abzugeben gegessen.“

„Wir sah denn mein Gesicht aus?“

„Nachdenklich. Ihr denkt viel nach, Herr. Das schätze ich so an Euch.“

„Aber es hat nach Fleisch geschmeckt.“

„Könnte sein das der eine oder andere Holzwurm mit im Topf gelandet ist, aber beabsichtigt war das nicht.“

„Ist doch egal Sur. Lord Zen wünscht von seinem Diener Sur jetzt bitte einen Topf voll leckerem Fleisch.“

„Holz.“

„Ja, egal. Hauptsache es schmeckt nach Fleisch.“

„Ich glaube das war aber das letzte Holz gewesen und hier gibt es ja auch keines.“

„Nein, hier gibt es nur … was ist das?“

„Ich glaube dieser Hybris hatte auch eines davon. Und dieser Iridonianer auch.“

„Eine Waffe, oder?“

„Ich denke schon. Probiert es doch einmal aus, Herr.“

„Das werde ich.“

Zen nahm eines der zylindrischen Gegenstände und betrachtete es. Auf der einen Seite gab es ein scheinbar völlig nutzloses Loch. Er steckte seine Finger hinein, konnte aber nichts spannendes ertasten. Also setzte er es sich vor die Augen und versuchte irgendwas zu erkennen. Gleichzeitig fummelte er an dem Zylinder herum und fand schließlich einen Knopf. Er drückte ihn aus Gewohnheit und plötzlich verdunkelte sich sein rechtes Sichtfeld.

„Was war das?“

„Oh. Ah. Das ist ein Lichtschwert. Ihr habt da ein Lichtschwert.“

„Aber warum ist es gerade so dunkel geworden?“

„Ihr habt es aktiviert. Und jetzt steckt die Klinge in eurem Kopf.“

„Es kribbelt. Irgendwie angenehm. Aber dann sieht man nicht so gut.“

„Dann zieht es doch heraus.“

„Gute Idee.“

Anstatt das Schwert abzuschalten, zog er die Klinge einfach rechts aus seinem Kopf heraus, schwang den Griff herum und hackte sich dabei noch den rechten Arm ab. Grübelnd legte er den Kopf schief, wobei das Loch im Kopf sich bereits mit Fleisch und Knochen füllte, und sah dabei die Waffe an.


„Das aber gefährlich. Was man sich da alles abschneiden kann.“


„In der Tat. Die Sith scheinen sehr gewalttätig zu sein.“

„Wie wahr, Sur, wir wahr. Deshalb sind wir ja auch hier. Schon wieder vergessen.“

„Nein Herr.“

„Eben.

„Genau wir ihr sagt.“

„Also erst einmal: Ich finde diesen Ort furchtbar. Ich hasse Dunkelheit.“

„Ja Herr.“

„Wir waren lange genug hier.“

„Ja Herr.“

„Wir sollten wieder gehen.“

„Wir ihr meint, Herr.“

„Und du machst uns dann eine Suppe. Aber mit echtem Fleisch.“

„Ich gebe mir Mühe.“

„Nein, keine Mühe, Fleisch. Echt. Suppe.“

„Wir ihr meint, Herr.“

„Meine ich.“

„Dann wird es geschehen.“

„Gut. Und nun nimm mir dieses Ding ab. Ich muss meinen Arm aufsammeln. Und pass-“

Bei der Übergabe des nach wie vor aktivierten Lichtschwertes drang die blutrote Klinge in den Diener ein, woraufhin beide zeitgleich stehenblieben.


„Hm. Wirklich sehr gefährlich diese Waffen.“

„Ja Herr, sehr gefährlich. Wobei, ich glaube man kann sie auch abschalten.“

„Nein!“

„Doch.“

„Aber es ist ein Schwert. Man kann Schwerter doch nicht abschalten.“

„Dieses schon, denke ich.“

„Blödsinn.“

„Aber ihr habt es auch aktiviert.“

„Habe ich das?“

„Habt ihr.“

„Hm.“

„Ja. Wirklich.“

„Ist ja schon gut. Und wie mache ich das?“

„Ihr könntet den Daumen von diesem Knopf dort nehmen.“

„Ach diesen?“

Er nahm den Daumen vom Aktivator und tatsächlich, die Lichtschwertklinge erlosch.


„Gefährlich. Und merkwürdig. Wie kommt man nur auf so etwas?“


„Ich habe, ganz ehrlich, keine Ahnung, Herr.“

„Sith.“

„Sith. Wobei, nicht nur sie nutzen sie.“

„Es gibt noch mehr von diesem Leuten, die so etwas benutzen?“

„So weit ich gehört habe schon, ja.“

„Verrückt. Die bringen sich doch alle selbst damit um. Sieh nur an was es mit uns gemacht hat.“
„Da stimme ich euch voll und ganz zu, Herr.“
„Jetzt lass uns wirklich gehen. Ich will meinen Eintopf haben.“

„Mit echtem Fleisch.“

„Mit echtem Fleisch! Ich denke da an diese Holzwürmer, sie waren sehr schmackhaft.“

„Ich gebe mir Mühe.“

„Wir immer mein treuer Diener, wie immer.“

„Und doch scheint es nie zu reichen.“

„Nun, Sur, ihr habt eben das Talent viele Talente zu besitzen, doch keines davon richtig beherrschen zu können. Aber das ist in Ordnung.“

„Ich habe Euch gar nicht verdient, Herr.“

„Nein. Niemand hat das, aber so bin ich eben.“

„Das seid ihr.“


Wieder starrten sich beide eine Weile lang einfach nur an, dann zuckte etwas in Lord Zens Gesicht und er runzelte die Stirn. Ach ja, sie wollten ja gehen. Er hob den rechten Zeigefinger, stach in die Luft, wobei atmosphärische Risse sich von diesem Punkt aus in alle Richtungen ausbreiteten, und vollführte dann eine Kreisbewegung. Wieder riss Stoff, die Sphäre in diesem Kreis implodierte und wurde in das helle Licht dahinter gesogen. Zen ging vor, Sur folgte nach einem letzten Schulterblick. Just in diesem Augenblick konnte er noch einen letzten Blick auf eine eigentümliche Szene werfen. Dieser Darth Hybris stand da, neben ihm eine übergroße Echse und um das Duo herum vier sehr unterschiedliche Gestalten...

...
 

[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Steven, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, irgendwo im Gebäude hinter dem Zombie hinterher Yui



Yui verfolgte die Kreatur so schnell sie konnte nur um festzustellen, dass sie sich verdammt schnell bewegte. Es war als würde sie so schnell sie konnte sprinten aber dabei auch nicht langsamer werden. So holte yui nur langsam auf. Doch dann endlich war sie nahe genug um der Frau einen Schlag in den Nacken zu verpassen, sodass sie stolperte und zu Boden fiel. Yui baute sich in ihrer falschen Gestalt drohend vor der Kreatur auf die ihr vom Boden aus in die Augen blickte.

Dieser Blick würde yui wohl lange verfolgen. Ihre Augen kalt und leblos aber trotzdem von unbändiger Wut und Hass. Es war fast als wäre sie ein Dämon von der Hölle empor gestiegen um Yui zu verfolgen. Yui konnte diesem blick nicht standhalten, er brachte Erinnerungen hervor. Erinnerungen wie sie von ihren Eltern weggeschleift wurde wie die Piraten sie verfrachteten, wie sie kämpfte um nicht versklavt zu werden und wie sie keine Chance gehabt hatte. Wie sie einfach nur hilflos war. Gegen die Monster von Piraten nichts k´hatte tun können. Genauso wie sie gegen den Wissenschaftler nichts hatte tun können, nur auf den Lauf seines Blaster konnte sie blicken. Als er ihr durchs Herz schoss. Nein Yui hatte keinen Schmerz gespürt und war als Roboter erwacht. Doch diese Frau hatte einen einen blick der alle diese Momente Momente der Puren angst und Verzweiflung wieder hervor brachte.

Yui hatte nicht vor vielen Sachen angst. Die angst verletzt zu werden hatte sie am leichtesten Überwunden sie man konnte ihr einfach keinen Körperlichen Schaden mehr zufügen. Auch hatte sie nicht wirklich angst vor dem tod, sie war schon einmal gestorben wenn es noch einmal passieren würde und sie dann tod blieb war es einfach so. Nein sie hatte Angst davor gefangen zu werden. In sich selbst. Sarissa hatte das damals fast geschafft. Und sie hatte angst entdeckt zu werden. Sie wusste dass außer Zoey sie wohl kaum jemand akzeptieren würde, deshalb musste sie sich verstecken würde ihre Existenz bekannt werden würde sie wohl von vielen Seiten gejagt werden. Yui wusste, dass das irgendwann passieren würde, aber dann würde sie sich verteidigen können. Sie brauchte nur Zeit um zu lernen.

Während Yui in ihren eigenen Gedanken gefangen war, war die Frau lachend vom Boden aufgestanden. Doch dieses Lachen, dämonisch, aus einer leblosen menschlichen Hülle. Die Frau machte einen Schritt auf Yui und holte zum Schlag aus. In diesem Moment war Yui echt dankbar über ihre Programme, denn sie selbst hatte nicht das Gefühl sich unter diesem Blick bewegen zu können. Sie fühlte sich komplett gelähmt. Doch sie konnte auch nicht wegschauen. Irgendwas in ihren Augen zwang yui sich weiter darauf zu konzentrieren. Der Schlag flog auf Yuis Gesicht zu doch Yui konnte ihn mit ihrer Hand abfangen und hielt nun den Arm der Kreatur fest. Yui drückte immer fester zu bis man die nochen im Arm der Frau splittern hören konnte. Doch anstatt zu schreien oder aus Schmerz das Gesicht zu verziehen begann die Frau zu lachen.

Yui ließ los und machte wieder einen Schritt zurück und stieß mit dem Rücken gegen die Wand. Sie war noch nie einem solchen Dämon begegnet. Sie war allen möglichen Kreaturen begegnet, aber keine so schrecklich wie diese. Es war nicht ihr aussehen oder was sie tat, es waren die Erinnerungen die sie hervorrief, das Gefühl der Hilflosigkeit wenn Yui in ihre Augen blickte. Es war das wissen dass Yui sie eigentlich ohne Probleme hätte besiegen können, doch es aus irgendeinem Grund nicht konnte.

Die Kreatur hob ihren arm und ihr Unterarm knickte in der Hälfte schlaff nach unten. Das war ei Winkel von gut 90grad. Doch der frau schien das nichts auszumachen und sie ließ die Hand am schlaffen arm der nur noch von Muskeln und Haut zusammen gehalten wurde lachend vor Yui pendeln. Hin her wie das Pendel eines Hypnotiseurs. Das war zu viel für Yui. Sie schrie auf und ihre Programme reagierte. Ihr Skorpionschwanz verließ seine Tarnung und trennte der Frau den zerschmetterten Arm an der Schulter ab. Blut spritze an die Wand und auf yui, doch die Kreatur lachte einfach nur weiter. Ignorierte den blutenden stumpf. Ein Dämon im wahrsten Sinne des Wortes. Das Blut lief langsam über den Boden und yui hatte irgendwie das Gefühl, dass es ein Eigenleben entwickelt hatte.

Die Kreatur hob den anderen Arm eindeutig mit der Absicht erneut zuzuschlagen. Doch yui würde es nicht zulassen ihr Skorpionschwanz peitschte erneut und trennte auch diesen Arm ab. Mehr Blut spritze ihr engegen, begann über ihren Kopf und Körper zu laufen. Yui hatte nicht gemerkt, dass sie im Angesicht dieser Kreatur sich immer mehr zusammen gekauert hatte. Das Blut lief über Yuis „Augen“ und verursachte rote Schlieren. Es sah so aus als sei sie selbst von einem Dämonen besessen und würde Blut weinen. Doch es hörte nicht auf, das schreckliche Lachen der Frau, wie konnte sie überhaupt noch nach dem ganzen Blutverlust klar denken. Yui wollte nur mehr weg sie versuchte einen Schritt zur Seite zu machen rutsche allerdings auf dem ganzen Blut am Boden aus. Die Kreatur lachte nur weiter und hob einen Fuß. Es war ein Symbol, ein Zeichen ihrer Dominanz, dass sie Yui auch ohne Arme in die Knie zwingen konnte. Yui verließ ein weiterer Schrei als sie die Frau in der Hälfte durchtrennte. Sie schnitt von der der Hüfte schräg bis zur Abgetrennten schulter. Eine große Menge Blut regnete auf sie herab als die beiden Teile sich voneinander trennten. Mit der zerteilten Lunge verstummte das Lachen. Doch es wollte Yui einfach nicht aus dem Kopf gehen.Sie versuchte sich aufzurappeln doch alles war vor lauter Blut zu glitschig und sie kam nur wenige Schritte bis sie wieder an der Wand zu Boden sank. Ihren Skorpinschanz hatte sie wieder eingefahren, doch sie konnte sich kaum bewegen.


[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Steven, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, irgendwo im Gebäude Yui mit dem zerfetzten resten des Zombies
 
~ Bastion ~ Bastion Center ~ Darth Arthious-Gedächtnishalle ~ Halle ~ Steven Crant und Michael Aeren, Sane alias Krayne und Zoey Liviana, Edddy, Janus, Voth Terrix, Iriye, Jorax Kevora, der Rest vom Ghost Squad (NSC), Yui, Jünger (NPCs) ~

Während das Wortgefecht langsam abebbte und sich in ein richtiges Kampfgeschehen verwandelte, spürte Steven den Schmerz den der große Glassplitter in seiner Hand verursachte. Es war wirklich nicht die beste Idee gewesen, sich zur eigenen Verteidigung einen scharfkantigen Gegenstand ohne Schaft oder Griff zu schnappen. Auf der anderen Seite stand aber, dass es die beste weltliche Waffe war, die dem Jedi-Ritter gerade zur Verfügung stand.

Plötzlich vernahm der Ritter einen Schrei, der scheinbar seinen Ursprung außerhalb der Halle hatte. Nicht etwa aus Richtung des Ausganges, also wohl möglich nicht von einem in Panik geratenen Gast? Doch der Schrei war definitiv einer von denen, die man ausstieß, wenn man Angst um sein Leben hatte.
Steven musste sich entscheiden, das Geschehen hier weiter zu beobachten oder den Ursprung des Schreies zu ergründen. Vielleicht hing ein Menschenleben am Seidenen Faden? Er konnte doch hier sowieso nichts machen! Stevens Puls raste währen sein Blick zwischen dem Getümmel in der Halle und dem Gang, aus dem der Schrei zu kommen schien, wanderte.

Dann wandte sich der Ritter an seinen Padawan und auch an den Personenschützer.


"Michael, du bleibst bei ihm und unterstützt ihn, egal was er tut!"
Er war noch ein Padawan und keineswegs eine Autorität. Er hatte Potenzial und Können, doch Steven wusste nicht wie Michael sich in solchen Situationen verhielt. Jedenfalls nicht wie er mit der Macht umging, wenn er unter Druck stand. Der Ritter konnte nur hoffen, dass der Schüler gelernt hatte und die Tugenden eines Jedi befolgte.

Er war noch ein Padawan und keineswegs eine Autorität. Er hatte Potenzial und Können, doch Steven wusste nicht wie Michael sich in solchen Situationen verhielt. Jedenfalls nicht wie er mit der Macht umging, wenn er unter Druck stand. Der Ritter konnte nur hoffen, dass der Schüler gelernt hatte und die Tugenden eines Jedi befolgte.


"Vielleicht finde ich einen Weg raus.."
Tatsächlich konnte der Jedi-Ritter während er den Grund des Schreies versuchte herauszufinden, ebenso gut nach einem Ausgang suchen. Sie mussten unbedingt hier weg. Von dieser Gala, von diesem Planeten.

Der Jedi-Ritter versuchte so unbemerkt wie nur möglich aus der Halle zu gelangen. Blasterschüsse pfiffen an seinen Ohren vorbei und prallten an die Säulen und Wände. Absplitternder Dreck und Putz traf den gebückt gehenden Jedi, der versuchte möglichst schnell hier raus zu kommen. Erinnerungen an Corellia kamen hoch. Steven wäre kein fühlendes Wesen, wenn ihn das nicht ein wenig ängstlich machte. Es war vollkommen natürlich in solchen Situationen ein wenig Panik zu fühlen. Adrenalin bahnte sich durch den Körper des Barons und wieder einmal hätte er gerne sein grünes Lichtschwert bei sich.

Als er die Pforte des Ganges erreichte, presste sich der Jedi an die Wand und versuchte noch einmal einen Blick in die Halle zu werfen. Von seiner Position aus, konnte er kaum etwas erkennen. Lediglich seinen Schüler und den Personenschützer, sowie die Rücken einiger Jünger und Sturmtruppler, die mit ihren Blastern die Stimmung in der Halle einheizten.
Ein weiterer Schrei ertönte aus dem Gang, was den Adligen in der Annahme bestätigte, dass seine Hilfe benötigt wurde.
Mit erhörtem Schritttempo, aber dennoch aufmerksam und vorsichtig bahnte sich Steven seinen Weg durch den Gang. Weiter weg von der Halle waren einige Kunstwerke sogar noch gänzlich unbeschadet. Nur aus der Ferne schallten die Blasterschüsse durch die Luft und ließen erahnen, welches Chaos auf der Gala herrschte.


Der Gang schien nicht zu enden, doch plötzlich erreichte der Ritter einen Punkt an dem er.. den Grund des Schreies vermutete. Alles war voller Blut! Eine Frauenleiche lag am Boden, ihre Haut war blass und ihr Körper vollkommen zerstümmelt. Was war zu so etwas fähig? Der Oberkörper war sauber von der Hüfte bis zum Arm, der im Übrigen ebenfalls nicht mehr am Torso hing, abgetrennt.
Zähe, rote Flüssigkeit tropfte aus dem zerstörten Torso auf den Boden des Ganges und machte den Weg zur Halle nur noch rutschiger. Eine junge Frau saß wenige Schritte neben der Leiche am Boden. Sie schien vollkommen geschockt, was bei diesem Anblick auch kein wunder war.
Instinktiv rümpfte der Ritter die Nase und musste seinen Brechreiz unterdrücken. Es war eklig und abartig. Nicht nur was hier passiert war, sondern auch wie das noch warme Blut sogleich die Luft mit einem markanten Duft erfüllte.


Der Ritter fühlte in der Macht voraus, die Frau war definitiv tot. Moment.. das war unmöglich. So etwas hatte er noch nie gespürt. Eine winzige dunkle Aura schien den Torso zu umhüllen. War das eine Sith? Die Blasse Haut würde daraufhin deuten. Doch der Rest passte nicht. Der Haut nach zu urteilen, musste sie eine erfahrene Sith gewesen sein, dafür war die Aura aber definitiv zu schwach. Und wer konnte überhaupt eine solche Sith zerteilen?
Es war ungewöhnlich, dass der leblose Körper noch eine Machtaura besaß. Doch das war nun egal. So ein zerstörtes Wesen konnte nicht mehr leben. Erneut ließ Steven seine Machtfühler wandern und ertastete sich zu der jungen Frau vor.
Auch bei ihr war etwas ungewöhnlich. Doch der Ritter konnte es nicht in Worte fassen. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht. Beruhigend wirkte der Jedi auf die Frau schon in der Macht ein.


"Sind Sie in Ordnung? Was ist passiert!?"
fragte der Jedi-Ritter die junge Frau und beugte sich zu ihr runter. Er wollte mit ihr auf Augenhöhe sprechen, sie beruhigen. War sie ein Gast dieser Gala? Wieso wurde sie nicht evakuiert? Und was bei der Macht war hier überhaupt passiert!?

"Ma'am wir müssen hier weg. Diese Gala ist nicht sicher."
Steven drängelte ungern, doch weder er noch diese Frau hatten wahrscheinlich Lust auf Ärger mit dem Imperium. Ein leerer Gang, eine zerstückelte Leiche, eine junge Frau und ein Jedi. Das waren nicht gerade die Indikatoren für einen guten Ausgang in einer Untersuchung des Sicherheitsdienstes. Wohl möglich bereiteten die Kräfte vor der Halle schon eine Erstürmung vor. Man musste definitiv von hier verschwinden. Steven erhob sich wieder aus seiner Hocke und reichte der jungen Frau seine Hand um sie ebenfalls zum Aufstehen zu bewegen.


~ Bastion ~ Bastion Center ~ Darth Arthious-Gedächtnishalle ~ Halle ~ ~Gang ~ Steven Crant und Yui; in der Halle: Michael Aeren, Sane alias Krayne und Zoey Liviana, Edddy, Janus, Voth Terrix, Iriye, Jorax Kevora, der Rest vom Ghost Squad (NSC), Jünger (NPCs) ~
 
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Alles für die Gala :D

[ Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Bastion / Center / Arthoius-Gedächtnishalle / Frachter / Cockpit ] Tayyip, sowie sechs weitere Kopfgeldjäger im hinteren Teil

Mit wachsendem Schrecken beobachtete Tayyip Benjamiah aus dem Cockpit seines Frachters heraus die Ereignisse auf der Gala. Zunächst war alles nach dem Plan verlaufen, den Edgar ihm vor der Veranstaltung geschildert hatte. Der Frachter war durch die Decke gekracht und hatte sowohl für Ablenkung gesorgt, als auch eine schnelle Fluchtmöglichkeit eröffnet. Der bärtige Mensch hatte sich die Zielperson geschnappt, war dann jedoch stehen geblieben und hatte sich verbal mit den heranstürmenden Sith gefetzt.

Nicht nur wich dieses Vorgehen von dem eigentlich nicht schlechten Plan ab, jedoch war es auch noch fürchterlich dumm, gab es doch den Autoritäten genug Zeit zu reagieren! Aber dass Edgar nicht unbedingt die hellste Birne im Universum war, hatte er ja schon früher unter Beweis gestellt. Der einzige Grund warum Tayyip nach dem Vorfall auf Ryloth noch mit ihm arbeitete, war die Höhe der Belohnung, die auf Zoey Liviana Leon ausgesetzt war. Für diese Menge Geld war er bereit gewesen das Versagen auf Pech zu schieben und es einfach nochmal zu versuchen. Auch wenn die ganze Angelegenheit seine Geduld auf eine Zerreisprobe gestellt hatte. Edgars wahnwitziger Anspruch nur mit Menschen zusammenzuarbeiten war etwas, dass der Frachterpilot überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Nicht nur war er selbst Excarganer und damit ein unauffälliger Fastmensch, doch hatte Edgar überhaupt mal daran gedacht wie schwer es war derart kurzfristig eine menschliche Crew zusammenzustellen, die bereit war auf eine scheinbare Selbstmordmission zu gehen?! Verdammt schwer war es!

So hatte Tayyip bei der Auswahl der Kopfgeldjäger das eine oder andere Mal die Augen zudrücken müssen. Unter dem halben Dutzend Männer und Frauen war wenigstens ein Chev, ein Epicanthix und eine Fondorianerin. Doch wie es grade aussah, war die Problemstellung dass Edgar das herausfinden könnte das geringste Problem, das sie hatten. Am Boden der Gala schien die Situation langsam aber sicher zu eskalieren. Der Scriptor lieferte sich ein erhitztes Streitgespräch mit einem Iridonianer und einem Twi’lek mit seltsamen Oberkörperproportionen. Mit jedem Wort das gewechselt wurde, perlte Tayyip mehr Schweiß von der Stirn. Hoffentlich ging das gut…hoffentlich…hoffentlich…SCHEIßE!

Unvermittelt stieß der Iridonianer die Hand nach vorne und Edgar wurde nach hinten gerissen. Mit einem Krachen das sogar noch in dem Frachtercockpit zu hören war, schlug der Scriptor mit dem Rücken gegen die Skulptur hinter der er sich versteckt hatte und der Archäologin gelang die Flucht. Staub wurde aufgewirbelt und plötzlich wurde die Situation unübersichtlich. Panik stieg Tayyips Speiseröhre hinauf, wie eine Mahlzeit faulen Fisches. Sie hatten grade ihre Freiflugkarte verloren! Sie mussten…er konnte den Gedanken nicht zuende denken. Urplötzlich erstrahlte die Staubwolke in vielfachem grünen Licht und unzählige Blasterschüsse flogen auf den Frachter zu. Wie Regen prallten sie von der Hülle ab und einer der Kopfgeldjäger schrie getroffen auf. Sie wollten sie töten! Alle!

Endgültig bemächtigte sich Panik Tayyips. Sie mussten hier weg und zwar jetzt! Wenn sie schnell genug flogen hatten sie vielleicht die Chance zu entkommen…wenn sie nur schnell genug waren... Während die anderen Kopfgeldjäger das Feuer erwiderten und auch der Geschützturm des Frachters wieder in Aktion trat, zog der Excarganer wild den Steuerknüppel zu sich und der Frachter schoss in die Höhe. Überraschte Schreie seitens der Kopfgeldjäger drangen aus dem hinteren Teil des Schiffes, doch es war ihm egal. Selbst als irgendwer rief dass man diesen Wahnsinn beenden und sich ergeben sollte, verriegelte er per Knopfdruck die Cockpittür. Sie mussten hier weg und zwar jetzt!

„Schießt die TIEs ab! Los los los!“

Brüllte er in das schiffsinterne Com, als das charakteristische Heulen an seine Ohren drang und seine Herzfrequenz sich beinahe verdoppelte…


[ Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Bastion / Center / Über der Arthoius-Gedächtnishalle / Frachter / Cockpit ] Tayyip, sowie fünf weitere Kopfgeldjäger im hinteren Teil

[ Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Bastion / Center / Arthoius-Gedächtnishalle ] Edgar, sowie weitere Gäste

Heftig hustete Edgar als sich zu dem scharfen Staub der Kristallformation eine Wolke dunkelgrauen Pulvers der umgestürzten Statue gesellte. Offenbar war das Ding aus einer Art Gips gemacht gewesen, denn beinahe augenblicklich verwehrte das dicke Zeug die Sicht auf den Rest der Gala. Plötzlich färbte sich die Luft grün, als Janus‘ Jünger aus weniger zentralen Stellen der Wolke das Feuer vermutlich auf den Frachter eröffneten. Dann heulten Repulsoren auf und die Wolke lichtete sich etwas, nur um zu offenbaren, dass Tayyip offenbar die Schlacht als verloren ansah und die Flucht angetreten hatte.

„Du dummes…Schande für…Menschheit…“

Hustete Edgar und bedeckte seinen Mund mit tränenden Augen mit seinem Arm. War das Ende seines Versuchs nicht schon durch diesen Dummfick von Zabrak besiegelt gewesen, so war es das spätestens jetzt. Der Scriptor hatte verloren und diese geleckten Möchtegernsith hatten durch pures Glück den Sieg davon getragen. Allein der Gedanke machte ihn krank! Dieses dumme Pack, das ihm seinen rechtmäßigen Platz im Tempel geraubt hatte, hatte ihm jetzt auch noch seinen entspannten Lebensabend im goldenen Licht von hunderttausend Credits Kopfgeld vermiest. Verdammt nochmal, das war doch ungerecht!

Edgar schob es auf den beißenden Staub, dass seine Augen brannten und ihm feuchte Spuren seine Wangen hinabliefen. Er hatte alles verloren. Endgültig. Doch er würde sich nicht kampflos ergeben! Lebend würden diese Huttenfotzen ihn nicht bekommen. Nie und nimmer! Unvermindert hustend kauerte er sich zwischen die Bruchstücke der Skulptur, was ihm immerhin etwas Deckung verschaffte, und lud seinen Blaster nach. Rasch legte er an und schoss auf die nächste der Gestalten die sich seiner Position näherten. Der Jünger schrie auf und ging in einem in dem Chaos beinahe unhörbaren dumpfen Schlag zu Boden. Augenblicklich wurde die Geräuschkulisse noch lauter, als seine Kollegen das Feuer eröffneten. Wütend knurrend kauerte er sich zusammen, während er zusehen musste, wie Plasmaladungen nur um Haaresbreite über seinen Kopf hinwegzischten.

Nur drei Schüsse konnte er noch abgeben, bevor die erste Gestalt ihn erreicht hatte. Mittlerweile hatte die Staubwolke sich weit genug verflüchtigt, dass er in der Ferne Sturn erkennen konnte. Der Mensch der ihn erreicht hatte, hob sein Blastergewehr und setzte es Edgar an den Kopf, bevor dieser seinen eigenen Blaster herumreißen konnte. Heiß spürte der ehemalige Scriptor den erhitzten Lauf an seiner Schläfe und machte sich bereit der unendlichen Schwärze des Todes entgegenzutreten.

Dann krachte es und sein Kopf zersprang wie eine Reife Melone – der Kopf des Jüngers, nicht der Edgars. Wie eine Puppe der man die Fäden durchgeschnitten hatte kippte der kopflose Körper zur Seite und offenbarte seinen Mörder. Eine riesige, gehörnte Gestalt baute sich vor Edgar auf, trotz der flüchtigen Wolke nicht mehr als ein schwarzer Schemen gegen das Licht der Gala. Das einzige Licht schienen die Augen zu verbreiten, die wie glühende Kohlen auf ihn herabsahen und das goldene Bildnis einer zusammengewickelten Peitsche, das auf seiner Brust prangte. Edgar schrie, während er nun endlich seinen Blaster auf das Monster richtete, um sich selbst zu retten.

[ Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Bastion / Center / Arthoius-Gedächtnishalle ] Edgar, sowie weitere Gäste

[ Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Bastion / Center / Arthoius-Gedächtnishalle ] Shadîf, sowie weitere Gäste

Shadîf hatte die gesamte Gala steif wie eine Salzsäule in einer abgelegenen Ecke der Arthious-Gedächtnishalle verbracht. Dieses ausgelassene Treiben löste nichts weiter als Übelkeit in ihm aus und er wollte absolut kein Teil davon sein. So hatte er seine antrainierte Körperspannung als Zirkelwächter dazu genutzt, um halbüberzeugend eine Statue zu spielen. Je später der Abend geworden war, desto mehr Gäste hatten mit der so furchtbar realistisch aussehenden Skulptur in Selfies posiert, oder ihn schlicht und einfach gefragt ob er echt war. Natürlich hatte er nicht geantwortet, oder auch nur einen Muskel bewegt. Nichteinmal seine Augen hatten gezuckt und nur durch gelegentliches Blinzeln Auskunft gegeben, das er in der Tat ein Wesen aus Fleisch und Blut war. Nur ein einziges Mal hatte er sich überhaupt bewegt, als ein Betrunkener versucht hatte seine abgelegene Ecke als Toilette und ihn als Pissoir zu missbrauchen. Die Schrotflinte vor seinem Schritt hatte ihn eines Besseren belehrt.

Erst als der Abend sich seinem Höhepunkt genährt hatte, war Shadîf aus seinem Refugium getreten und hatte aus der Ferne beobachtet, wie man sich ein Streitgespräch mit dem Geiselnehmer geleistet hatte. Natürlich war er aufgetaucht. Wie Aethernitas es vermutlich vorhergesagt hatte. Im festen Vorhaben das Handling der prekären Affäre dem Grafen zu überlassen, hatte der Iridonianer nicht eingegriffen. Sturn hatte den Auftrag Edgar Tlalloy lebend zu fassen und Shadîf war nur hier um sein Vorgehen zu beobachten und schließlich den Gefangenen in Empfang zu nehmen. Er hatte nicht damit gerechnet selbst in Aktion treten zu müssen.

Doch schließlich waren die Dinge aus dem Ruder gelaufen, diese Schande für die Rasse der Zabrak hatte den Scriptor mit einem Machtstoß nach hinten befördert, wodurch der Geisel die Flucht gelungen war. Die Statue war umgefallen und in eine Vielzahl Einzelteile und eine dicke, graue Gipswolke zerschellt. Und dann hatte Sturn den Befehl gegeben, der Shadîf auf den Plan rief. Wenn Tlalloy zu viel Widerstand leistete, sollte er sterben. Das war ein direkter Verstoß gegen die Anweisungen des Zirkels und das Stichwort für den Zirkelwächters.

Seine Schrotflinte fest im Griff stürmte Shadîf so unauffällig wie möglich in den Schutz der sich lichtenden Wolke und nahm mit Beunruhigung wahr, wie der Scriptor das Feuer auf die Jünger eröffnete. Mit einem Blaster auf Sturmgewehre schießen, war das nicht der Beginn eines bekannten Sprichwortes? Egal, auf jeden Fall erwiderten seine Gegner den Gefallen und im Schutz des Deckungsfeuers stürmte ein besonders Mutiger nach vorne, um die Angelegenheit zu beenden. Zu seinem Pech war er jedoch nicht alleine. Kaum hatte der Jünger sein Ziel erreicht, stand der Zirkelwächter hinter ihm. Ohne Warnung oder ihm die Zeit zu geben zu reagieren, hob er seine Schrotfline und richtete den Menschen.

Der leblose Leichnam ging zu Boden und gab den Blick auf den Scriptor frei, der sich zwischen zwei Statuentrümmern zusammengekauert hatte. Mit einem wilden Funkeln in den Augen hob er seinen Blaster und schoss ein paar Mal auf Shadîf, dessen Rüstung jedoch außer von harten Schlägen gegen seine Brust alles abfing. Wütend trat er zu und beendete den Widerstand mit einem schweren Treffer seiner Stahlkappenstiefel. Tlalloy sackte nach hinten und der Blaster wirbelte zur Seite.

Shadîf richtete sich zu seiner vollen Größe auf, wischte sich den grauen Staub der nun fast verschwundenen Wolke von den Schultern und brüllte mit donnernder Stimme:

„DIE INQUISITION FORDERT DIESEN VERRÄTER LEBEND!“

Kurz warf er Sturn einen Blick zu, dann jedoch blieben seine Augen an dem schwächlichen Iridonianer hinter ihm hängen. Mit festem Griff hielt er die Geisel gepackt und starrte mit einem einzelnen, gelb glühenden Auge zu Shadîf hinüber. Dieser wich ihm nicht aus, sondern starrte zurück, nicht komplett seinen Abscheu über den schwächlichen Möchtegernzabrak verbergend.

[ Outer Rim / Braxant-Sektor / Sartinaynian-System / Bastion / Center / Arthoius-Gedächtnishalle ] Shadîf und Edgar, sowie weitere Gäste
 
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[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Innenhof| Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, weiter weg: Zoey, Steven, Michael, Sane, Darth Ignavius (NSC), Ghost Squad (NSC), Edgar, Yui

Infernalisch kreischend rasten Blasterschüsse durch von der umgestürzten Statue erzeugten Staub und durchbohrten die Staubwolke wie Dolche, die von zornigen Mördern geschwungen wurden. Dutzende Schüsse prasselten auf den Frachter und die an dessen Luke stehenden Kopfgeldjäger ein und mindestens ebenso viele Schüsse rasten in die Richtung, in der sich der Scriptor befinden musste. Lächelnd, das Lichtschwert erhoben, verfolgte Janus das Spektakel und nahm jeden Schuss als Genugtuung für die Taten der abscheulichen Verbrecher wahr, die es gewagt hatte, seine Gala zu stören. Nun endlich würden sie für diesen Frevel in Blut bezahlen.

Die überraschten Kopfgeldjäger erwiderten das Feuer und auch der Geschützturm des Frachters erwachte wieder zum Leben, doch die Jünger ließen sich davon nicht einschüchtern. Sie wussten, dass sie des Todes waren, falls sie den Grafen enttäuschen sollten, der Tod durch einen Blastertreffer war gnädig im Vergleich zu dem Schicksal, das der blasse Fastmensch jenen zuteil werden ließ, die versagt hatten. Rasch verteilten sich die Diener des Sith und gingen in Deckung, während sie zurückschossen und den Frachter und den Verräter am Boden mit heftigem Beschuss eindeckten.

Wie ein Fels in der Brandung verfolgte Janus zufrieden, dass der Pilot des Frachters wohl erkannt hatte, dass die Situation für ihn nicht mehr zu retten war, abrupt heulten die Triebwerke des Schiffs auf und trugen es in die Höhe, weg von dem zerstörten Dach. Als das unverwechselbare Kreischen von TIE-Jägern erklang, schlich sich ein Lächeln auf das blasse Gesicht des Grafen.


„Ihr könnt nicht entkommen.“

Beschied er den flüchtenden Kopfgeldjägern. Der Rückzug des Frachters hatte nun Edgar Tlalloy seiner letzten Fluchtmöglichkeit beraubt, er saß in der Falle. Sobald das Schiff außer Reichweite war, verlagerten die Jünger und Sturmtruppen ihren Beschuss auf die Position des Scriptors. Es würde nicht mehr lange dauern, Janus konnte das Ende des Verräters bereits fühlen.

„Vorrücken!“

Rief einer der Jünger und stürmte zusammen mit einem Kameraden los, während der Rest ihnen Feuerschutz gab. Einer der beiden Männer wurde nach wenigen Schritten getroffen und ging zu Boden, doch sein Begleiter hatte mehr Glück, gedeckt vom Feuer der anderen Jünger kämpfte er sich durch die Staubwolke vor. Durch die langsam dünner werdende Wolke konnte Janus erkennen, wie er sich dem Scriptor näherte und schließlich Blastergewehr an den Kopf des bärtigen Menschen hielt, der seinen Blaster nicht mehr rechtzeitig hatte herumreißen können. Es war vorbei.

„Ich hab ihn! Ich hab den Bastard...“

Verkündete der Jünger stolz, ohne Zweifel in der Erwartung, dass man ihn für seinen Mut und Einsatz reich belohnen würde. Janus trat einen Schritt vor und die übrigen Jünger kamen aus der Deckung, die Gewehre im Anschlag für den Fall, dass der Verräter doch noch einen letzten Trick versuchen würde.

„Ausgezeichnete Arbeit. Ihr werdet noch lange von diesem Tag erzählen können.“

Lobte der Graf und wollte gerade noch etwas hinzufügen, als wie aus dem Nichts eine massive Gestalt in den Rauch trat, sich hinter dem Jünger aufbaute, eine Waffe hob und mit einem unschönen Geräusch den Kopf des Jüngers verschwinden ließ.


„Oder auch nicht.“

Murmelte der schlanke Fastmensch trocken. Die übrigen Jünger reagierten naturgemäß wenig erfreut und die roten Punkte ihrer Zielsucher verteilten sich gleichmäßig über den Hünen und den Scriptor. Janus kniff die Augen zusammen. Ein kräftiger Zabrak, in dunkler Kleidung, mit einer Schrotflinte...Gebieterisch hob der Graf die linke Hand.

„Nicht feuern!“

Befahl er. Das war der Zirkelwächter, der ihn über den Scriptor informiert hatte. Eindrucksvoll richtete sich der Zabrak zu seiner vollen Größe auf und brüllte mit donnernder, Ehrfurcht erweckender Stimme, dass die Inquisition den Verräter lebend beanspruchte. Janus war sich dessen bewusst, schließlich hatte man ihm dies gleich zu Beginn des Auftrags mitgeteilt, und so war angesichts des dreisten Einschreitens des Zirkelwächters indigniert. Der Tod des Jüngers war an sich nicht das Problem, diese Diener waren absolut entbehrlich. Doch ein Angriff auf einen seiner Diener stellte die Autorität des Grafen in Frage, und das konnte er nicht einfach hinnehmen.

„Ich bin mir dessen bewusst, Zirkelwächter. Hättet Ihr es lieber, wenn der Verräter aufgrund übertriebener Rücksichtnahme entkommen wäre? Wagt es nicht, meine Pläne zu stören. Und wagt es nicht noch einmal, meine Diener anzugreifen.“

Erwiderte Janus kühl, aber mit schneidender Schärfe in der Stimme. Notfalls wäre es eben notwendig gewesen, den Scriptor zu töten, oder diese Möglichkeit zumindest so glaubhaft wirken zu lassen, dass der Verräter eingeschüchtert wurde. Innerlich rümpfte der Graf die Nase. Solche Feinheiten waren dem Zabrak fremd, er war bloß ein Instrument des Zirkels. Kaum mehr als eine Marionette, ein Werkzeug.

„Übergebt mir nun den Gefangenen. Ich werde ihn der Inquisition aushändigen, niemand anderes. Dies ist mein Auftrag. Meine Gala. Mein Gefangener. Habt Ihr verstanden?“

Befahl der schlanke Halbechani eindringlich. Er war nicht in der Stimmung für Widerspruch. Ganz und gar nicht.

[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Steven, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, Yui
 
- Flight Lieutenant Jerald Bester, 34ste TIE/D-Staffel –

[Braxant-Sektor, Sartinyanian-System, Bastion, Center, über der Arthious-Gedächtnishalle, TIE-Defender Watchman-4]- Flight Lieutenant Bester

„Vier, da tut sich was.“

Im selben Augenblick, in dem der warnende Funkspruch von Watchman-6 in seinem Cockpit einging, hatten die Instrumente seines Defenders bereits Jerald Besters Aufmerksamkeit beansprucht. Unter seinem Pilotenhelm runzelte der Lieutenant die Stirn und erkannte dann nach einem kurzen Blick durch sein Cockpitfenster, dass sich tatsächlich ein Flugobjekt durch das zerstörte Glasdach in die Lüfte erhob, ein Frachter ziviler Bauart – doch nicht unbewaffnet, wie sich schnell herausstellen sollte.

„Sechs, der Wahnsinnige eröffnet das Feuer! Ausweichen!“

Die Warnung kam natürlich zu spät. Einer der Geschütztürme des Frachters erwachte zum Leben und spie eine Salve mehr schlecht als recht gezielter Laserstrahlen in Richtung des TIE-Defenders Watchman-6, der zumindest von einem Teil davon getroffen wurde. Falls die Besatzung des Frachters sich jedoch auf einen leichten Abschuss eingestellt hatte, so wurde sie bitter enttäuscht – die Schilde des modernen Jägers kompensierten die plötzliche Belastung mühelos und der Pilot brachte seinen wendigen Jäger in eine Position außerhalb des unmittelbaren Feuerbereichs. Wer auch immer auf dem Frachter entschieden hatte, dass es eine gute Idee war, auf Bastion das Feuer auf eine Maschine des imperialen Sternenjägerkorps zu eröffnen, war entweder vollkommen verrückt geworden, oder schlicht und ergreifend verzweifelt. Besters Hände spannten sich um seinen Steuerknüppel. Eine schnelle Vaporisierung als Strafe für diese Torheit schied jetzt aus – wenn das ISB involviert war, dann war er nur zu bereit, diesen auf imperiale Piloten feuernden Abschaum dem Büro lebendig auszuliefern.

„Umschalten auf Ionenkanonen, Watchmen. Feuer frei.“

Der Frachter hatte kaum eine Chance. Die Defender waren schneller, wendiger und ihre mittelschweren Ionenkanonen in der Lage, die Systeme des zivilen Frachters binnen kürzester Zeit zu überlasten und den Piloten des Schiffes in arge Schwierigkeiten zu bringen. Doch natürlich war es nicht Besters Absicht, den Frachter auf die Gedächtnishalle oder irgendein anderes Gebäude Centers stürzen zu lassen.

„Traktorstrahlen einsetzen.“

An jedem der drei Defender erwachte umgehend ein Trakorstrahlemitter zum Leben und zu dritt waren diese in der Lage, den seiner Elektronik temporär beraubten Frachter halbwegs stabil in einiger Höhe über den Dächern Bastions zu halten. Wer auch immer das Schiff jetzt noch verlassen wollte, würde sich auf ein kurzes, aber dafür umso atemberaubenderes Rendezvous mit Bastions Gravitation einlassen müssen.

„Watchman-4 an Commander Fawkes…“

Unter seinem Helm lächelte Bester zufrieden.

„Haben hier ein Paket für Sie, fertig zur Ablieferung.“

[Braxant-Sektor, Sartinyanian-System, Bastion, Center, hoch über der Arthious-Gedächtnishalle, TIE-Defender Watchman-4]- Flight Lieutenant Bester


- Commander Gavin Fawkes, Imperiales Sicherheitsbüro –

[Braxant-Sektor, Sartinyanian-System, Bastion, Center, Sicherheitsperimeter um die Arthious-Gedächtnishalle]- Commander Fawkes, Sturmtruppen der Praetorian Legion, Beamte des BSC, geflohene Gäste, Sanitäter


Als der sich plötzlich aus der Arthious-Gedächtnishalle emporschraubende Frachter das Feuer auf die absichernden Defender eröffnete, wusste Gavin Fawkes, das seine Zeit abgelaufen war – zumindest die Zeit, die er hatte, um darüber nachzudenken, wie er die allgemeinen Direktiven des ISB und die Anordnungen Assistant Secretary Wellbacks unter einen Hut bringen sollte. Dass der Frachter versuchte, zu fliehen, und dabei sogar riskierte, sich mit den Jägern des Imperiums anzulegen, konnte nur eines bedeuten – im Inneren der Halle lagen die Dinge im Argen.

„Dorn-3, Feuerfreigabe auf alles, was ohne meine explizite Ankündigung einen der Ausgänge oder das Dach verlässt“, instruierte er die Scharfschützen nach einem unterdrückten Fluch.

„Dorn-2 und Dorn-4: Zugriff! Ich wiederhole: Zugriff!“

Fast zeitgleich mit diesem Ausruf setzte Fawkes sich, die Waffe gezückt, selbst in Bewegung und gestikulierte den in Wartestellung befindlichen Sturmtrupplern der 1138sten Legion, es ihm gleichzutun. Kurz hinter dem Sicherheitskordon des Bastion Security Corps hatten die Männer in den schwarz-goldenen Rüstungen ihn überholt und arbeiteten sich mit der Präzision und Disziplin, die man vom Sturmtruppenkorps erwartete, ins Innere vor, während Dorn-3 ähnlich durch die Neben- und Hintereingänge des Gebäudes und Dorn-4 durch die Kanalisation und den Kellerbereich verfahren musste. Auf ihrem Weg stießen sie zwangsläufig auf versprengte Gäste, die es in ihrer Panik und Verwirrung nicht geschafft hatten, die Halle bei Beginn der Schießerei zu verlassen. Jeder von ihnen wurde durch die Sturmtruppen nachdrücklich zum Verlassen des Gebäude ermutigt, während Fawkes ihr Kommen an die Scharfschützen und die Beamten des BSC durchgab, natürlich unter der Maßgabe, sie zunächst festzuhalten und ihre Personalien zu erfassen. Wer wusste schon, ob nicht einer der Drahtzieher dieses Desasters versuchte, sich als Opfer getarnt aus der Affäre zu ziehen.

In der Ohrmuschel seines Comlinks vernahm der ISB-Agent die Meldung des ranghöchsten Piloten, die besagte, dass es ihm und seinen Männern gelungen war, den Frachter zu stellen, doch für den Moment schenkte er dieser keine Beachtung. Kampfgeräusche näherten sich – und sie stammten nicht nur von Blastern.

Erwartungsgemäß bildete der Bereich um die Stelle, an der der Frachter die Glasdecke der Halle durchbrochen hatte, das Zentrum der Geschehnisse. Fawkes hatte nicht die Zeit, die Details – Tote, zum Teil in imperialen Uniformen oder gar der weißen Rüstung des Sturmtruppenkorps, zerstörte Kunstwerke, Einschusslöcher, Blut – in sich aufzunehmen, da er feststellte, dass das Timing seines Teams und des Teils von Dorn-3, der sich nach Sicherung der hinteren Eingänge nach vorne hatte bewegen sollen, besser nicht hätte sein können. Aus scheinbar allen Richtungen erschienen plötzlich die Sturmtruppen des 1138sten und der ISB-Agent, der das zweite Team angeführt hatte, um die fast schon theatralisch wirkende Szene im Zentrum. Dutzendfach hallte das Geräusch angelegter und dabei leicht gegen Plasteelrüstung klackernder Blastergewehre im Rund wider. Fawkes hatte indes eine Megaphonscheibe von seinem Uniformgürtel gelöst und presste sie an seinen Mund.

„Imperiales Sicherheitsbüro! Niemand bewegt sich!“, donnerte seine Stimme elektronisch um ein Vielfaches verstärkt über die versammelten Missetäter hinweg.

„Niemand!“

Für den Moment kümmerte es ihn nicht, wer hier nur Gast war, wer auf Imperiale gefeuert hatte und wer zu Sturns Sicherheitsleuten gehörte – die Soldaten, die Fawkes begleitet hatten, machten bei der Auswahl ihrer Ziele keinerlei Unterschied, abgesehen vielleicht von ihren Kameraden in weißer Rüstung, die noch auf den Beinen waren.

Kurz ließ Fawkes seinen Blick über die Menge und die zum Teil obskure Menagerie an Nichtmenschen schweifen, die hier versammelt war und sich zum Teil gegenseitig belauerte. Was beim Imperator wurde hier gespielt? Es gab nur einen Weg, das herauszufinden – und gleichzeitig Assistant Secretary Wellback zufriedenzustellen.

„Wo ist Lord Janus Sturn?“

[Braxant-Sektor, Sartinyanian-System, Bastion, Center, Arthious-Gedächtnishalle, Innenhof]- Janus Sturn, Voth Terrix, Saphenus, Jorax Kevora, Michael Aeren, Sane Kath, Zoey, Edgar, Shadîf, Commander Fawkes, Sturmtruppen der Praetorian Legion
 

[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Steven, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, irgendwo im Gebäude hinter dem Zombie hinterher Yui


Yui registrierte gar nicht, dass sie nicht mehr alleine war, bis sie plötzlich angesprochen wurde. Sie sah auf und Blickte den Mann in die Augen. Dabei lief ihr immer noch Blut wie tränen über das Gesicht. Yui hatte keine Ahnung wer das war, was er wollte oder warum er hier war. Es wäre logisch, dass irgendjemand auf ihren Schrei reagiert hatte, aber diese Verbindung konnte sie im Moment Gedanklich nicht machen. Auch wenn ihr Körper einwandfrei funktionierte befand sich ihr Gehirn immer noch in eine Schockstarre. Es dauerte einen Moment bis die Worte aus ihrem Mund zu sprudeln begannen.

Ein Dämon, ein Dämon. Sie war tot. Ich hatte sie getötet sie ist wieder gekommen. Sie wollte nicht sterben…..“

Es gab vielleicht wenig Sinn was sie da so sagte, aber die ganzen Gedanken an das was früher passiert war und ihre angst vor dem was noch passieren könnte, hatten yui fest im Griff.

Sie ist wiedergekommen wollte fliehen wollte mich verraten. Sie werden mich jagen. Die anderen wenn sie auch wieder kommen, sie werden mich jagen, werden mich töten.“

Yui redete einfach weiter ohne auf irgendetwas zu achten. Sie war überhaupt nicht bei klaren Gedanken.

“Sie werden davon erfahren wenn die toten kommen werden sie davon erfahren. Die Jedi werden mich jagen ich kann sie nicht töten. Ich habe sie gerettet und sie haben mich verraten.

Erst jetzt reagierte yui auf die zweite aussage von Steven. Und schien ich langsam ein wenig zu beruhigen.

“Sie haben recht es ist hier nicht sicher ein Piratenarschloch versteckt sich unter den Gästen und ist hinter Zoey der Archäologin her. Ich habe versucht ihn zu töten doch er hat es geschafft zu entkommen. Ist wieder untergetaucht das Miststück.

Yui hatte sich wieder soweit beruhigt, dass sie langsam aufstehen konnte, sich dabei allerdings an der Wand festhalten musste. Sie blickte auf die zerstückelte Leiche auf dem Boden. Doch diese Augen, ließen yui einach nicht los. Wütend machte sie noch einen Schritt nach vorne und hob den Fuß mit einem Ekelhaften Geräusch zertrat sie den Kopf das Blut und Gehirnstücke in alle Richtungen weg spritzen.

“Du wirst nicht noch einmal aufstehen. Du wirst tot bleiben.

sagte sie Laut. Nein sie würden sie nicht kriegen. Die Dämonen würden sie nicht fangen sie würden sie nicht kriegen.


[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, irgendwo im Gebäude Yui, Steven
 
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[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle] Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Steven, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, Yui

Edgar würde sterben. Er würde leiden wie nie zuvor und einen qualvolleren Tod erleben, als er es sich in seinen schlimmsten Träumen überhaupt vorstellen konnte. Diese Gewissheit durchströmte und beruhigte Voth, bewahrte ihn davor angesichts der schier unendlichen Respektlosigkeiten seitens des bärtigen Scriptors nicht die Fassung zu verlieren.

Nun etwas ruhiger als noch wenige Augenblicke zuvor sah er
Edgar mit leicht gelblich schimmernden Augen an. Wut und Hass durchstömten ihn noch immer, doch er ließ die Emotionen nicht die Kontrolle, sondern nährte sich daran und zog Energie aus dem Zorn auf Tlalloy.
Dieser bot ihm zweifelsohne genug Treibstoff. Wie zu erwarten war, ließ eine Antwort des Ex-Jüngers nicht lang auf sich warten. Wutentbrannt bezeichnete er Voth als semiintelligenten Halbaffen, doch spätestens seit der Pressekonferenz nach Sernpidal ließen ihn derartige rassistische Bemerkungen eher kalt - erst recht, wenn sie aus dem Mund des Scriptors kamen. Kurz überlegte Voth, ob er etwas sagen sollte, doch er hatte seinen Standpunkt vertreten und hatte sich nicht zu rechtfertigen. Dieser Schädling war es nicht wert.

Edgar jedoch nutzte die Tatsache, dass Voth dazu nichts sagte, um weiter gegen ihn zu wettern. Müde lächelnd betrachtete er ihn; beruhigt von der Gewissheit, dass dies seine letzten Stunden außerhalb von höllischen Qualen sein würden.
Doch während
Edgar weiterwetterte und es mit seiner wütenden, respektlosen Stimme sogar schaffte, die einigermaßen laut dröhnenden Repulsoren des noch immer bewegungslos schwebenden Frachters zu übertönen, hörte Voth etwas anderes. Ein kurzes, vorüberfliegendes Heulen ertönte von irgendwo oberhalb der Halle. Ein kurzer Blick nach oben durch das in der Decke klaffende loch verriet ihm dessen Ursprung. Positionslichter eines imperialen Jägers flogen vorbei und kündeten spätestens jetzt von Eintreffen des Militärs. Voth lächelte etwas stärker und grimmiger. Selbst wenn Edgar es irgendwie zum Frachter schaffen sollte, er hätte nicht den Hauch einer Chance, irgendwie den Luftraum über diesem Gebäude zu verlassen. Doch die Anwesenheit bewaffneter Kräfte bedeutete auch, dass es nicht mehr lang dauern würde, bis Sturmtruppen die Halle stürmen würde, vermutete Voth. Nun lagen die Chancen für die Kopfgeldjäger schon fast im negativen Bereich.

Voth wurde aus seinen Gedanken gerissen, als sich eine Hand fest auf die Schulter legte, die ohnehin schon von
Ignavius' inniger Umarmung malträtiert worden war. Es war Saphenus, der lachend bemerkte, dass Voth gerade erst zum Krieger befördert worden war und somit das Wesen der dunklen Seite sehr viel schneller verinnerlicht hatte als Edgar es jemals vermocht hätte. Zwar wusste er nicht ganz, ob er befürworten sollte, dass der Zabrak quasi seine Unerfahrenheit verraten hatte, doch recht hatte er. Voth war sehr viel mächtiger, als der Scriptor je hätte sein können, hätte er die Sith nicht verraten und stünde seine Strafe für all das nicht unmittelbar bevor. Noch ein Grund mehr, sich nicht von diesem Winzling provozieren zu lassen.

Die Hand noch immer auf seiner Schulter, fuhr
Saphenus fort und erzählte von seinem ehemaligen Meister. Hybris hieß er und war offenbar ein Sith-Fürst und somit unglaublich mächtig. War er die Quelle der finanziellen Mitteln, die dem Einäugigen eigenen Angaben zufolge zur Verfügung standen? Voth beschloss, den Namen im Hinterkopf zu behalten. Vielleicht könnte dieses Wissen noch einmal nützlich sein.

Doch
Saphenus verteilte noch weiter interessante Fakten. So stellte sich heraus, dass er Bibliothekar war, als er Edgar vorwarf, lediglich ein Lexikon intergalaktischer Schimpfwörter aufzusagen. Der Zabrak in einer Bibliothek? Ein wahrhaft interessantes Bild, doch passte es auch irgendwie zu Saphenus und - wie Voth fand - nicht zuletzt zu seiner Statur.

Der Blick des Twi'lek wanderte wieder zu
Dr. Liviana, als Saphenus einmal mehr versicherte, dass er der Archäologin keinerlei Wert zurechnete. Langsam kamen Voth Zweifel an seiner Theorie, dass er damit nur Edgar verunsichern wollte. Zu ernst klangen die Worte und zu passend war die Aura des Zabraks zu dem, was er sagte, jedenfalls soweit Voth dies beurteilen konnte.

Betont genervt verdrehte er die Augen, als
Edgar schon wieder weiterwetterte. Zwar nährte der Scriptor mit seinen Beleidigungen immer weiter den Hass in Voths inneren, wirklich kränken konnte er ihn jedoch nicht. So sah er Tlalloy bloß abschätzig an, als er sich darüber ausließ, dass und warum Voth der Schüler von Janus gewesen war.
Doch er kam nicht dazu, viel zu sagen. Der Twi'lek bemerkte, wie
Saphenus die Hand von seiner Schulter nahm und sich in der Macht veränderte. Dann schoss seine Hand nach vorne und entfesselte einen deutlich wahrnehmbaren Machtstoß, der auf Edgar und Zoey zuraste. Spätestens jetzt war klar, dass der Zabrak recht gehabt hatte, als er vorgab, der Autorin keine Bedeutung zuzumessen.

Ein Schuss ertönte aus
Edgars Richtung, doch Voth konnte nichts genaueres erkennen, da den Bruchteil einer Sekunde später der Machtstoß ankam. Beide Menschen wurden umgerissen und prallten auf dem Boden auf. Rasch fühlte Voth mithilfe seiner Machtsinne nach Zoey, doch trotz des Schusses lebte sie noch und es ging ihr den Verhältnissen entsprechend gut.
Also hatte
Edgar nicht getroffen. Warum nicht? Von seiner unbestreitbaren Unfähigkeit einmal abgesehen hätte Voth ihm wenigstens dies zugetraut. So hatte offenbar irgendjemand geholfen. Voth musste innerlich leicht beschämt zugeben, dass er es nicht gewesen war. Janus? Wahrscheinlich. Doch nun gab wichtigeres, worauf man sich konzentrieren musste. Der Verräter und Zoey lagen am Boden, doch während Edgar Mühe zu haben schien, sich aufzurappeln, rammte die Archöologin ihm wenig damenhaft den Ellbogen in die Magengegend und kroch mehr, als dass sie lief, in Richtung der Sith. Zeitgleich registrierte Voth, wie der Scriptor seinen Blaster hob und mehrere Schüsse in die gleiche Richtung abgab. Der Großteil ging meterweit daneben, einem weiteren Schuss wich Voth galant aus, bevor er weiter hinten in eine der Wände einschlug.

Nach einem kurzen Augenblick unheilvoller Stille, die lediglich durch das Dröhnen des Frachters gestört wurde, vernahm Voth schräg hinter sich ein bekanntes Zischen.
Janus stand mit aktiviertem Lichtschwert dort und befahl, den Scriptor lebend zu ihm zu bringen. Seine Komplizen jedoch... sollten alle getötet werden.

Spätestens jetzt brach in der Halle Chaos aus. Schüsse aus dutzenden Sturmgewehren sausten glühend durch die rauchgeschwängerte Luft und fanden ihr Ziel auf dem Rumpf des Frachters. Aus diesem wurden die Schüsse unverzüglich erwidert und auch die Bordkanonen erwachten erneut.

Rasch zog Voth das Trainingslichtschwert, dass er seit dem Kampftraining mit
Janus bei sich trug. Er ärgerte sich, noch kein eigenes Lichtschwert zu besitzen, doch er würde mit diesem Vorlieb nehmen müssen. Zischend entfuhr dem Griff die bekannte rote Klinge und tauchte den Twi'lek sowie den Rauch um ihn in unheilvolles Licht. Von links hörte er ein weiteres zischen, auch Saphenus aktivierte sein - violettes? - Lichtschwert. Voth hatte keine Zeit, über die ungewöhnliche Farbe nachzudenken, es gab wichtigeres. Aus dem Augenwinkel erkannte er, wie der Zabrak auf die Archäologin zulief. Sie würde in Sicherheit sein.

Hintereinander wehrte Voth mehrere Schüsse ab, so gut es ging, während er sich eine bessere Position hinter einer demolierten Skulptur suchte. Auf einmal wurde das Dröhnen lauter, durch den Rauch sah er, wie der Frachter sich Richtung Decke erhob. Die Kopfgeldjäger wollten flüchten! Edgar war jedoch noch in der Halle, auch durch die dicke Luft konnte Voth deutlich seine widerwärtige Präsenz spüren.

Der Lärm des Frachters nahm ab, je näher er dem Bastioner Nachthimmel kam, doch voller Genugtuung wurde Voth sich der Gewissheit bewusst, dass sie nicht entkommen würden. Der TIE, den er gesehen hatte, war sicher nicht allein. Sie hatten keine Chance.

So auch
Edgar. Ein Befehl ertönte und eine Gruppe Jünger lief, die Gewehre im Anschlag, in die Richtung des hinter einem Trümmerteil kauernden Verräters. Einer der Bewaffneten wurde dabei von einem Schuss getroffen und ging keuchend zu Boden. Der Rest schaffte es jedoch, Edgar zu erreichen und einer der Jünger stellte ihn schließlich. Voth, der mittlerweile ein Stück hinter Janus stand, lächelte boshaft. Diese von vornherein dämliche Idee war nun vorbei.

Doch dann ertönte ein Knall, gefolgt von einem leisen, mehrfachen Platschen als sich der Kopfinhalt des siegessicheren Jüngers über den staubigen Boden verteilte. Eine schwarze Gestalt tauchte dort auf, wo gerade der kopflose Körper des Dieners der Gravitation erlag. Leicht erschrocken stellte Voth fest, dass er diese nun von roten Punkten übersäte Gestalt kannte. Es war der Zirkelwächter, der
Janus und ihn damals in die Pyramide der Inquisitoren gelassen hatte und Janus auf der Gala den Auftrag übergab, Edgar zu stellen. Nun brüllte er aus voller Lunge, dass die Inquisition ihn lebend forderte.

Es war nun gänzlich leise in der Halle. Vom Loch in der Decke ertönte Geräusche von Repulsoren und Schiffsantrieben, doch hier unten war es still. Es fielen keine Schüsse mehr,
Edgar lag nach einem Tritt des Hünen am Boden.
Dann durchschnitt
Janus' eisige Stimme den Raum. Sichtbar verärgert gab er Preis, sich dessen durchaus bewusst zu sein und ganz und gar nicht davon angetan war, dass der Wächter seinen Diener getötet hatte. Schließlich forderte er den stämmigen Zabrak mit Nachdruck auf, ihm Edgar auszuhändigen und betonte, dass es sein Auftrag auf seiner Gala sei.

Doch kam der Wächter nicht dazu, diesen Befehl auszuführen. Plötzlich ertönten hinter einer Tür zu einem bis dato unbekannten Gang Schritte, keine halbe Sekunde später flog die Tür auf und herein strömte eine riesige Masse an Sturmtruppen. Falls es überhaupt welche waren, denn diese gold-schwarzen Rüstungen hatte Voth zuvor noch nie gesehen. Doch diese besonderen Sturmtruppen blieben nicht allein. Als der Twi'lek sich umsah, kamen aus jeder Tür, die irgendwie in den Innenraum der Gala führte, Soldaten gelaufen; aus dem Eingangstor, dem Innenhof und sämtlichen weiteren Nebentüren.

Die Truppen bildeten einen dichten Ring um das ganze Geschehen. Multiples Klacken ertönte, als dutzende Gewehrkolben gegen Rüstungen stießen, während sämtliche Gewehrläufe auf verschiedene Personen im Raum gerichtet waren.

Ein uniformierter Mann trat zwischen zwei schwarz-goldenen Sturmtruppen hervor und forderte durch eine Verstärkerscheibe jeden auf, sich nicht zu bewegen. Immerhin wusste Voth nun, dass es das Imperiale Sicherheitsbüro war, das ihnen hier half. In der Vermutung, dass wohl niemand etwas dagegen haben würde, zumal er in diesem Konflikt zu den Guten gehörte, machte der Twi'lek Anstalten, das noch aktivierte Trainingslichtschwert zu verstauen. Doch ehe er seine Hand nur zehn Zentimeter bewegen konnte, sah er in zahlreiche Gewehröffnungen, die sich auf ihn richteten, daher verwarf er diese Idee schnell wieder.

Erneut war es still in der Halle, nur das statische Summen der Lichtschwerter war zu hören. Dann presste der Mann vom ISB sich erneut seine Megafonscheibe an dem Mund und verlangte lautstark nach Janus.


[Bastion | Bastion Center | Arthious-Gedächtnishalle | Innenraum]- Janus Sturn, Voth Terrix, Saphenus, Jorax Kevora, Michael Aeren, Sane Kath, Zoey, Edgar, Shadîf, Commander Fawkes, Sturmtruppen der Praetorian Legion
 
[Bastion | Bastion Center | Tempel der Sith | Thronsaal] Darth Allegious, Chiffith; Taral

Allegious sah den erneut auf sich zufliegenden Lamproiden und vernahm das Bersten von Gestein zu seiner linken Flanke. Chiffiths enormer Leistungszuwachs wurde hier deutlich sichtbar. Die Furche im Boden des Thronsaales würde noch einige Weile davon zeugen. Doch jetzt war einfach keine Zeit sich weiter darüber auszulassen. Er musste handeln. Das war gut. Sein Schüler forderte ihn langsam. Es fühlte sich zwar immer noch bedingt nach Aufwärmtraining an, aber auch sein Schüler würde sein Potential in den kommenden Minuten vervielfachen. Chiffith kam kurz über dem Boden auf ihn zugeschossen. Allegious sprang und drehte sich im Sprung mit seinem Kopfende Richtung Splitter zeigend während er sich dabei um die eigene Achse drehend in zig Schrauben über dem unter ihm hindurch schiebenden Chiffith warf. Binnen Bruchteilen von Tausendstel Sekunden hatte er seine Lichtschwerter Waffen gezogen. Die eine über dem Kopf über sich umherwirbelnd mochte wie ein Propeller wirken nur gab sie ihm keinen Auftrieb sondern vaporisierte den Geschosshagel der auf ihn nieder zuschlagen drohte. Mit der anderen Klinge wehrte er die Attacken des nun mehr sich langsam entfernenden Lamproiden unter ihm ab. Den Giftstachel trat er im Flug einfach beiseite, dass dass er selbst nicht in der Lage war in das Fleisch des Imperators einzudringen. Der Angriff war schon wesentlich durchdachter seitens seines Schülers aber es war noch nicht genug um ihn ins Schwitzen zu bringen. Die ganze Attacke dauert vielleicht nicht länger als eine Sekunde, als sie voreinander wieder zum Stehen kamen und sich ihr Fronten wieder einander zuwandten. Allegious bemerkte dass die weit auffallende Robe durch die Fliehkräfte über den Radius seines über dem Kopf wirbelnden Kro'thems hinausgeflogen war und dadurch vereinzelte Löcher durch die rasiermesserscharfen Steinchen aufwies, sein Körper selbst war allerdings unter der Klinge geschützt gewesen. Allegious schüttelte den Kopf um seinem Gegenüber zu signalisieren dass der Angriff nicht das gewünschte Erfolgserlebnis beschienen hatte. Allegious wollte auf den nächsten Angriff warten, als er sich ermahnen musste keine Gnade zu zeigen. Er würde nicht passiv verharren und einfach z. Diese Prüfung würde eine echte sein. Eine auf Leben und Tod. Nur wenn er realistische Bedingungen für diese zugrunde legte, würde Chiffith sich als wahrhaftig erweisen können, wirklich das Recht erworben zu haben aufsteigen zu können.

Allegious deaktivierte die Klingen und ließ sie zu Boden fallen nur um in einer recht ausdrucksstarken und impulsiven Geste beide Hände Richtung Chiffith auszustrecken. Umgehend erschienen die blau glühenden Machtblitze und bahnten sich auf scheinbar unnatürliche Art und Weise den Weg zu seinem Gegner. Das Licht umgarnte scheinbar den Lamproiden, nur dass es ihn nicht liebkoste sondern zu töten begann. Das Knistern und das Geräusch wenn sich die Haut unter den Verbrennungen schälte bot eine ganz eigene Geräuschdynamik die dem Imperator ein wenig wie Musik daherkam. Vertrautes Geräusch, vertrauter Schmerz den er auslöste, unbändige und unendliche Macht. Er war der Nabel der Galaxie. Die Republik war im Begriff auseinanderzufallen. Das Imperium war konsolidiert worden und es herrschte ein Frieden wie nur er ihn akzeptieren konnte und welcher gleichsam absoluten Krieg für all seine Feinde bedeutete. Die Ketten seines Krieges waren schon seit etlichen Tagen zerbrochen. Die Macht hatte ihn befreit. Und seine Macht würde auch diejenige sein die Chiffith auf die eine oder andere Art und Weise befreien würde. Entweder würde er sterben und war frei vom Leben allgemein, oder er würde bestehen und frei von den Verpflichtungen in der Form der Knechtschaft gegenüber dem Lord der Sith sein. Doch hierzu war uns unablässig dass Chiffith binnen der nächsten Sekunden, spätestens nächsten Minuten einen Weg finden würde sich entschieden zur Wehr setzen zu können, anderenfalls...

Es war ja nicht so dass Chiffith auferlegt worden war den Imperator zu töten. Lediglich zu verletzen. Eine Prüfung die doch zu bewerkstelligen sei, wenn man nur wirklich wollte. Die Verletzung konnte noch so unbedeutend sein, schließlich hatte er die Art nicht genauer definiert. Wenn Draconis und er Recht hatten, würde er seinen Wert unter Beweis stellen. Wenn nicht würde der Lamproide in eine ganze Menge gescheiterter Schüler einreihen. Das Scheitern würde er aber dieses Mal nicht unbestraft durchgehen lassen. Dieses Mal und auch fürderhin in Zukunft konnte es nur den Sieg oder Tod seiner Schülerschaft geben. Chiffith würde die Weichen stellen. Sieg oder Niederlage, Leben oder Tod, Triumph oder Blamage. Er konnte alles gewinnen oder auch alles verlieren. Er dachte an all die Zeit die er mit ihm verbracht hatte. Sein Dienst würde jedoch nur so gut gewesen sein wie er diese Prüfung bestand oder nicht. Das war ein Gradmesser. Mit Nachdruck verstärkte er die Machtblitze und stimmte gedanklich mit dem Singsang der Geräusche der entfesselten dunklen Seite der Macht mit ein.


[Bastion | Bastion Center | Tempel der Sith | Thronsaal] Darth Allegious, Chiffith; Taral
 
~ Bastion ~ Bastion Center ~ Darth Arthious-Gedächtnishalle ~ Halle ~ ~Gang ~ Steven Crant und Yui; in der Halle: Michael Aeren, Sane alias Krayne und Zoey Liviana, Edddy, Janus, Voth Terrix, Iriye, Jorax Kevora, der Rest vom Ghost Squad (NSC), Jünger (NPCs) ~

Die junge Frau war wie erwartet völlig geschockt. In diesem Schockzustand, war sie ganz offensichtlich weder Herr über ihre Gedanken noch über ihre Muskeln, insbesondere ihrer Zunge. Der augenscheinliche Gast der Gala redete wirres Zeug und hörte gar nicht mehr auf zu Plappern. Eine Eigenschaft die der Jedi-Ritter kürzlich erst bei Zoey beobachtete.
Auch ihre Beine schienen noch nicht ganz mit der Gravitation Bastions zurecht zu kommen, zitterten sie doch wie Corellianisches-Espenlaub und klappten dann schließlich, trotz Steven Hilfe, wieder zusammen, womit die Frau wieder neben der zerstückelten Leiche saß.

Steven ging erneut in die Hocke und legte nun beide Hände auf die Schultern der Frau. Ihre Augen schienen völlig leer, was durchaus von dem Schockzustand kommen konnte, und ihre Augen waren vollkommen verschmiert mit Blut.
Der Jedi-Ritter reichte der Frau ein unbenutztes Taschentuch, welches er noch in einer Tasche seines, mittlerweile ziemlich mitgenommenen, Sakkos fand, wischte dann damit aber selbst ein wenig der roten Suppe weg, ehe er es ihr schlussendlich doch reichte.

"Beruhigen Sie sich doch. Ganz langsam, das wird schon wieder!"
versuchte Steven die Situation weiter zu entschärfen und lenkte den Blick der Frau möglichst weg von der Leiche. Dies gelang allerdings nur semi-erfolgreich, denn die Dame entzog sich alle paar Sekunden aus dem gelenkten Machtgriff des Jedi und starrte zurück zu dem leblosen Körper.
Was erzählte sie da? Ein Dämon?
Die Dame war vollkommen fertig. Doch wie der Jedi vorhin schon bemerkt hatte, stimmte hier etwas nicht. Immer noch schien der zwei-oder-dreigeteilte Körper eine Aura auszustrahlen. Sie war extrem schwach, aber sie war da. Ungewöhnlich für einen Körper der schon so lange tot war. Aber wer wusste schon was für eine Spezies diese Frau ursprünglich angehörte. Sie sah zwar aus wie ein Mensch, doch das taten Echani auch.

"Ich bin Steven. Haben Sie auch die Gala besucht? Sie müssen hier raus, Ma'am."

Der Ritter wollte weiter beruhigend wirken, doch die Frau ging gar nicht darauf ein. Ihr Blick wanderte in dem Gang umher, immer zwischen der Leiche, dem Weg zu Halle und dann wieder zu dem Baron. Dann sprach die Frau davon, dass die Jedi sie jagen würden? Die Jedi? Wieso sollten sie diese augenscheinlich unbescholtene Bürgerin Bastions jagen wollen? Steven spürte keinerlei Anzeichen für einen Nutzer der dunklen Seite. Natürlich war es dennoch möglich, einen Machtnutzer vor sich zu haben, denn die dunkle Seite verborg sich oftmals selbst vor geübten Jedi-Räten.
Also musste Steven weiterhin auf vorsichtig und bedacht handeln. Doch dann wurde es noch interessanter. Sie fing an irgendwas von einem Typen zu reden, der eine Zoey jagte. Eine Zoey die Archäologin war.
Steven hatte heute Abend nur eine Archäologen-Zoey kennengelernt und es war höchst unwahrscheinlich das eine Zweite noch hier rumlief. Also musste die Frau die gleiche Person meinen, wie die auf welche die Jedi angesetzt waren. Was erzählte sie da? Sie wollte Zoey beschützen? Hat versucht irgendeinen Typen zu töten?
Meinte sie vielleicht den Geiselnehmer? Steven horchte mit einem Ohr in Richtung der Halle, konnte aber keine große Veränderung feststellen.. Doch! Das Geräusch des Frachters war verschwunden, doch die Blaster feuerten weiter. Also war der Geiselnehmer nicht entkommen. Er saß vermutlich schon in der Falle!

"Woher kennen Sie, Dr. Liviana? Wie meinen Sie das: töten!?"
Steven war mehr als verwirrt. Die Frau kam komisches Zeug von sich, dass doch irgendwo einen Sinn macht. Plötzlich erhob sie sich, der Ritter nahm an, dass sie einfach raus laufen wollte, doch dann ging sie auf den leblosen Körper der zerteilten Frau zu und hob ihren Fuß.
Gerade wollte der Ritter einschreiten, da spritzten schon Knochen, Hirn und Blut auf sein Sakko und in sein Gesicht. Schnell wischte der Jedi angeekelt die Flüssigkeit und Körperteilchen mit seinem Ärmel ab.
Alles war voller Blut und Hirnfetzen! Fast hätte sich der Ritter übergeben, das war noch ekliger als der zerteilte Körper an sich. Das restliche Blut, welches noch im Körper beheimatet war, strömte nur so über den Boden.

"Warum haben Sie das getan!?"
fragte der Ritter schockiert. Das hätte jetzt echt nicht sein müssen. Die Frau war doch schon mausetot, warum musste die verwirrte Dame jetzt so eine Scheiße hier abziehen? Nach dieser Mission stand definitiv erst einmal ein Urlaub an. Vielleicht sogar mit Michael und Tenia. Obwohl Tenia dem Jedi für einen entspannten Urlaub sogar lieber war, als sein vorlauter Padawan.
Erneut sammelte der Ritter die restlichen Überreste der Frau aus seinen Haaren, als er plötzlich laut klackende Schritte hörte. Eine betuchte Dame versuchte anscheinend mit ihren Stöckelschuhen an dem Schauspiel vorbeizurennen. Sie stieß nur einen Schrei des Ekels aus und verharrte einen Moment neben der kopflosen-zerstückelten Leiche.
Plötzlich kippte die Frau nach hinten über. Sofort sprang Steven auf und tastete am Hals der bestöckelten Dame nach ihrem Puls. Er war noch da, wenigstens nicht noch eine Leiche. Auch in der Macht spürte er noch die Anwesenheit der betuchten Dame, als plötzlich ihre Aura zu wachsen begann. Wie war das denn möglich? Die Augen der Ohnmächtigen öffneten sich schlagartig, sodass Steven sich fast erschrack.


"Geht es Ihnen gut?"

Erfragte der Ritter und hoffte wenigstens bei dieser Frau auf eine sinnvolle und nicht so verwirrte Antwort.
Die betuchte, eben noch ohnmächtige Dame richtete sich sogleich auf und zog ihre Stöckelschuhe aus. Wahrscheinlich lief es sich ohne ohnehin besser.

"Natürlich geht es mir gut!"

sagte sie mit ernster Stimme und blickte den Jedi finster an. Diese imperialen Bürger waren doch wirklich ein unfreundliches und gewöhnungsbedürftiges Völkchen. Bevor die betuchte Dame dann ihren Weg fortsetzte, empfing Steven noch einen weiteren bösen Blick von ihr. Dann war sie schon hinter der nächsten Ecke verschwunden und lief den anrückenden Sicherheitskräften in den nächsten Momenten in die Arme.
Dann rutschte der Ritter wieder rüber zu der anderen jungen Frau. Doch bevor er etwas sagen konnte, bemerkte er das die komische Aura verschwunden war. Die Leiche war nun anscheinend endgültig tot und der letzte Tropfe Lebenssaft und das letzte bisschen Macht war aus ihrem Körper entschwunden.


"Erzählen Sie mir woher Sie Dr. Liviana kennen? Und warum sollten die Jedi Sie jagen?"
wandte sich der Jedi-Ritter dann wieder an die verwirrte Frau. Vielleicht würde sich ja nun endlich Etwas an dieser Angelegenheit klären. Sie mussten ihre Unterhaltung jedenfalls beschleunigen, denn nicht nur die näherkommenden Schritte der Sicherheitskräfte beunruhigte Steven, sondern auch die ungewöhnliche Stille aus der Halle.


~ Bastion ~ Bastion Center ~ Darth Arthious-Gedächtnishalle ~ Halle ~ ~Gang ~ Steven Crant und Yui; in der Halle: Michael Aeren, Sane alias Krayne und Zoey Liviana, Edddy, Janus, Voth Terrix, Iriye, Jorax Kevora, der Rest vom Ghost Squad (NSC), Jünger (NPCs) ~
 

[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, irgendwo im Gebäude Yui, Steven


Mal ehrlich was war hier los mit Dämonen und creepy Gestalten. Plötzlich kam noch eine Frau auf die beiden zu und schien durch schock hinzufallen. Steven war sofort bei ihr und überprüfte, ob sie noch lebte. Die frage beantwortete sich ziemlich schnell selbst, als die Frau wieder aufstand und den Beiden einen blick zuwarf. Der Blick machte Yui etwas Angst erinnerte sie irgendwie an den der Frau die sie da gerade umgebracht hatte, vielleicht nicht so wahnsinnig aber irgendwie genauso Dämonisch. Zum Glück stand die Frau und ging einfach Weg. Das erleichterte Yui ziemlich und endlich hatte sie das Gefühl, dass ihre Gedanken wieder klar wurden. Sie würde zwar noch eine Zeit brauchen, um das ganze zu verarbeiten aber wenigstens konnte sie jetzt soweit klar denken um nicht nur irgendwelche nicht zusammenhängende Sätze von sich zu geben.

“Diese Augen. sagte sie leise. Und wurde dann lauter bis zu normaler Gesprächslautstärke. “ Diese Dämonischen Augen sie haben uns weiter angeschaut, sie sind nicht gestorben wie der Rest des Körpers ich musste sie zertreten.

beantwortete sie endlich Steven die Frage die er schon vorher gestellt hatte. Bei der nächsten Frage wurde ihr erst klar, dass sie sich ziemlich verplappert hatte. Naja es war ein wo wirres Zeug gewesen, dass er wohl nicht so viel verstanden hatte. Wenn sie jetzt aufpasste und er nicht die Lücken füllen konnte, dann konnte sie das zu ihrem Vorteil nutzen. Ansonsten würde sie ihn wohl umbringen müssen. Im Moment gab es schon zu viele die von Yui wussten. Zum Glück war es ein großer Unterschied von yui zu wissen und sie zu erkennen, da sie jederzeit eine perfekte andere Gestalt annehmen konnte. Nein das war nicht wirklich das Problem, eher das andere wissen. Wie sich Yui beispielsweise verhielt. Wenn man das wusste konnte man sie leichter enttarnen. Und dann konnten die Jedi sie töten. Doch noch hatte sie eine Chance.

“Ich kenne Zoey noch nicht so lange. Auf ihrer letzten Expedition, in den Eistempel auf Theaterra, habe ich sie kennen gelernt. Ich bin auf dem Planeten mit einer Rettungskapsel gelandet und habe ihr das Leben gerettet. Da ich ohne Schiff nicht wieder von dem Planeten konnte schloss ich mich der Expeditionsgruppe an und half so gut ich konnte. Ich möchte ja nicht angeben aber ich habe den Leuten mehr als einmal aus verzwickten Situationen geholfen. Doch da war noch etwas anderes. Ein Jedi mit dem Namen Q'Tahem hatte mich wohl erkannt. Ich dachte ich hätte meine spuren gut genug verwischt gehabt, doch er hatte mich erkannt und begann mich zu jagen. Allerdings war er beschränkt, denn er konnte es nicht vor den Augen der anderen tun. Er musste es machen wenn wir alleine waren oder wie einen Unfall aussehen lassen. Er hätte es fast geschafft. Ich überlebte um Haaresbreite und wir verließen endlich den Planeten. Sarissa ich glaube sie ist auch ein Jedi hat dann während des Rückfluges auch versucht mich umzubringen und da wusste ich, dass ich so schnell wie möglich weg musste. Wir sind auf Lianna gelandet und ich wollte sofort verschwinden. Kestrel, von der ich eigentlich erwartet hatte, dass sie mir gegenüber neutral war, da ich doch mehrfach auf der Expedition geholfen hatte entschied sich gegen mich und hat mich verraten. Ich tauchte unter blieb aber in der Nähe von Zoey. Wir flogen weiter nach Ryloth wo Zoey eine Lesung hatte und dort wurde sie dann von diesem Piratenschwein angegriffen. Er wollte sie entführen und das ohne ücksicht auf verluste. Zoey war die einzige gewesen die mich nicht hatte umbringen wollen oder gewünscht hätte das ich tot wäre, deshalb musste ich sie beschützen zur Not mit meinem Leben. Ich habe mehrere der Entführer getötet, doch der Anführer der sich auf der Party versteckt hält hat mich schwer erwischt. Ich wusste, dass Zoey auf dem weg hierher war doch ich war außer Gefecht und kam nicht mehr rechtzeitig für den Flug hierher. Also habe ich mich auf den nächsten geschmuggelt und hier eingeschlichen. Ich musste Zoey beschützen. Dann habe ich ihn gefunden. Diesen Piraten der mich fast getötet und Zoey fast entführt hatte. Ich war es damals gewesen die die Entführung fast verhindert hatte und ich wusste er würde es hier wohl noch einmal versuchen. Also versuchte ich einen assassination doch er hatte es irgendwie vorhergesehen, wie das Sith oder Jedipack es können und wehrte den Anschlag ab. Ich wollte es ein weiteres Mal versuchen doch er ist wieder untergetaucht. Tja und dann ist diese Frau hier aus der Toilette gerannt und ich könnte schwören, dass sie bevor sie aus der Toilette gerannt ist schon tot war. Tja und jetzt sind wir hier.“

beendete ui die Kurzfassung der ganzen Geschichte. Sie hatte jetzt bewusst einiges weggelassen. Vielleicht würde Steven irgendwann die Verbindung zwischen ihr und Yui ziehen können, doch dann hätte sie schon längst wieder ihren Namen geändert und ganz woanders. Es gab keine Mara Sakkiko, der einzige Ort wo man den Namen finden würde war auf der Gästeliste der Gala und sonst nirgends. Und von dort konnte man sie nicht zurück verfolgen, dafür waren ihr Hack zu gut gewesen und hatte keine Spuren hinterlassen. Sie hoffte, dass sie Steven auf ihre Seite gezogen hatte, dann konnte sie ihn am leben lassen und er konnte ihr vielleicht später noch helfen. Mal sehen was der Preis für seine Hilfe sein würde.

Yui stand endlich wieder sicher und fühlte sich schon um einiges Besser. Mit dem Tuch, das Steven ihr gegeben hatte wischte sich das Blut und die Gehirnreste aus dem Gesicht, obwohl sie die nicht wirklich störten. Ja sie war richtig angeekelt aber das zeigte ihr Gesicht nicht und es konnte ihr ja nicht schlecht werden so wie sie sich auch nicht übergeben konnte.


[Bastion | Bastion Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle | Halle | Janus, Voth, Iriye, Saphenus, Jorax Kevora, Zoey, Michael, Sane, Ghost Squad (NSC), Edgar, irgendwo im Gebäude Yui, Steven
 
Bastion, Center, Arthious-Gedächtnishalle, Zoey, Edgar (NPC), Graf Sturn und Lord Saphenus, dahinter Lord Terrix, Jünger, in unmittelbarer Nähe: Sane alias Krayne-ihr Leibwächter, die Jedi-Beschützer Steven und Michael, Sicherheitsleute wie Jünger und Sturmtruppler, Schaulustige, weitere


Es wurde wie wild geschossen! War das eben erst los gegangen oder hatte sie es nur nicht wahrgenommen? Sie zog ängstlich ihren Kopf ein und schaute sich nach ihrem Leibwächter und ihren Jedi-Beschützern um. Zoey wurde plötzlich derb am Arm gepackt! Ihr Kopf wandte sich ruckartig um, in der Hoffnung, dass es einer von den von ihr Gesuchten wäre, erkannte Lord Saphenus mit seinem Lichtschwert in der Hand und wurde auch schon zu Boden gerissen! Er ließ sich auch zu Boden fallen oder hatte das Gleichgewicht wie beim Tanzen vorhin verloren. Sie landeten beide auf lauter Glasscherben. Zoey spürte, wie sich Etliche durch ihre dünnen Armstulpen bohrten. Kleine fiese spitze Dinger! Doch ihre Hände bekamen am meisten ab, genauer gesagt, ihre Handflächen vom Abfangen. Es brannte und piekste wie Feuer! Schüsse pfiffen nur so um ihre Ohren und über sie hinweg! Lord Saphenus schien unbeabsichtigt neben ihr auf dem Boden zu liegen. Er hatte nämlich sein Lichtschwert dabei fallen lassen und versuchte es sich zu holen. Ach, und was hieß, er lag neben ihr!? Er lag halb auf ihr, so wie er schon beim Tanzen auf ihr gehangen hatte! Dieser Moment war unglaublich gefährlich und unglaublich peinlich und unangenehm zugleich! Schüsse zischten über ihren Köpfen hinweg und Lord Saphenus lag halb auf ihr! Zoey konnte solchen Momenten auch ihre komische Seite abgewinnen, auch wenn es gerade absolut unpassend war! Der Sithlord versuchte sein Lichtschwert mittels der Macht zu holen und endlich kam es wie von einem Magneten angezogen auf ihn zu und lag dann wieder in seiner Hand.

Der Lord herrschte sie ungehalten an, sich schleunigst zu erheben! Er machte darauf selber postwendend Anstalten und Zoey auch, hatte er sie immer noch fest am Arm. Dabei stützte er sich teils auf sie auf, wahrscheinlich wegen seinem kranken Bein, teils zerrte er sie hoch! Man hörte dabei Stoff zerreißen! Zoey spürte gleichzeitig, dass etwas an ihrem Rock zog! Ihr langes edles Kleid wurde nun endgültig richtig in Mitleidenschaft gezogen! Das vorhin kleinere Loch wurde zu einem riesigen Riss, nachdem Saphenus auf ihr langes Kleid getreten war. Der untere Saum hing nur noch an wenigen Zipfeln. Doch sie konnte weder länger darauf starren, noch lange darüber nachdenken oder ihr schönes Kleid beweinen, denn sie wurde von ihm auch schon im Blasterschusshagel weiter gezerrt und hinter eine Statue gestoßen. Sie fiel der Länge nach hin, da sie sich nicht halten konnte! Sie vernahm, wie er meinte, dass der Imperator über sie wachen würde!? Er hatte sie doch nicht alle!? Zoey rappelte sich auf und blieb dahinter hocken! Lord Saphenus hatte ihr allerdings geholfen! Das wurde ihr bewusst. Er hatte sie aus der Schussbahn geholt! Nachdem sie ihrem Entführer entkommen war, schien die Schießerei richtig losgegangen zu sein?! Das sie ihrem Entführer überhaupt heil entkommen war, grenzte fast an ein Wunder! Sie war unglaublich froh darüber!

Zoey riss sich den hängenden Fetzen von ihrem Kleid! Sie würde sonst nur damit stolpern. Sie hatte jetzt einen deutlich kürzeren knielangen Rock an! Dabei merkte Zoey wieder, wie es in ihrer Hand piekste. Die Splitter! Zoey zog sich die Armstulpen aus und zupfte sich die Splitter aus den Armen und Händen heraus. Sie blutete hier und da, weil sie so tief drin steckten! Sie war wirklich reichlich davon gespickt! Dabei lugte sie hinter der Statue immer wieder hervor. Wo waren Sane und ihre Jedi-Beschützer abgeblieben?! Waren sie etwa ohne sie gegangen?! Wohl kaum?! Das Lord Saphenus ihr helfen würde, damit hatte sie nicht gerechnet gehabt?! Der Ort hinter der Statue bot jedenfalls guten Schutz! Sie zog sich an der Statue hoch und erkannte jetzt, dass sie den Imperator darstellte! Daher kam der dumme Spruch! Wieder sah sie seitlich daran vorbei und spähte, was los war!? Zoey konnte nun ihren Entführer in den Händen eines Typen sehen! Sie hatten ihn! Er hielt ihm den Lauf seiner Waffe an den Kopf! Gut so! Der Graf lobte ihn gerade! Plötzlich erschien hinter ihm ein anderer finsterer Typ (Shadif)und knallte ihn einfach ab! Nicht ihrem Entführer! Sondern, den Jünger, Sicherheitsmann oder um wen es sich hier gehandelt hatte! Zoey fuhr zusammen und hielt sich am “Imperator” fest! Er hatte ihm einfach so das Hirn weg gepustet! Es war ein schauderhafter Anblick! Wieso? Er war ein Inquisitor! Er erhob das Wort! Sein Zirkel wollte ihn lebend! Die waren hier alle völlig irre! Es war ruhig und still! Der Frachter war mittlerweile auch nicht mehr da, bemerkte Zoey erst jetzt! Der Schusswechsel hatte daher aufgehört!

Zoey dachte sofort daran, den ruhigen Moment zu nutzen! Flucht! Aller Augen waren auf den Inquisitor und den Kopfgeldjäger gerichtet. Daher huschte sie nun einfach los und ging aber ganz langsam, Schritt für Schritt und damit es nicht so auffiel, blieb sie auch immer mal stehen, in Richtung Ausgang! Sie wollte auf gar keinen Fall länger als nötig auf der Gala oder was davon übrig geblieben war, bleiben! Und sie wollte auch nicht mehr nach Korriban! Auch wenn Lord Saphenus sie eben aus der Schusslinie geholt hatte, hatte Zoey ihre letzte grundlegende Meinung, was ihn und ihre Reise nach Korriban betraf, nicht geändert!

Doch dann blieb Zoey plötzlich mitten auf dem Weg stehen, denn plötzlich kamen von überall Sturmtruppen in besonders seltenen edlen Uniformen herein und forderten, dass sich niemand mehr bewegen sollte! Die Archäologin verharrte sofort an Ort und Stelle! Sie hob beide Hände in die Höhe! Ihr Herz klopfte wie wild! Deren Waffen waren auf alle und jeden, der nur noch wenigen Anwesenden, im Saal gerichtet! Hoffentlich würden sie jetzt nicht zusammengeschossen werden?! Sie hätte hinter der Statue bleiben sollen! Zu spät!


Bastion, Center, Arthious-Gedächtnishalle, hinter den Sith in Richtung Ausgang einige Meter/Schritte von Imperatorstatue entfernt: Zoey, weiter vor ihr: Edgar (NPC) und der Inquisitor Shadif, genau ihm gegenüber stehend: Graf Sturn und Lord Saphenus, Lord Terrix, dahinter Jünger, in unmittelbarer Nähe: Sane alias Krayne-ihr Leibwächter, Jedi-Beschützer Michael, Sicherheitsleute wie Jünger und Sturmtruppler, umzingelt von besonderen Sturmtrupplern, weiter weg: Yui als Rothaarige mit Steven und ein Sith-Spawn
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Oberen - Eingang - Sharoh, Kintik und Rake(NPC), zwei Wächter(NPCs) und Darth Hybris]

Das ungleiche Trio wartete am Eingang und offenbarte durch ihre Haltung und den jeweiligen Punkt, an dem sie warteten, das sie nichts für einander übrig hatten. Jeder stand für sich und ignorierte den jeweils anderen konsequent. Es lag die übliche Konkurrenz-Spannung in der Luft, als bedurfte es nur einer falschen Geste oder ein Zucken im Gesicht von einem der drei Apprentice und schon gingen sie aufeinander los. Als Hybris aber aus dem Portal getreten kam, stehenblieb und der Situation nur einen kurzen Rundumblick gönnte, versteiften sich alle drei und sahen ihn erwartungsvoll an. Ein jeder von ihnen wusste, dass es nun eine sogenannte Prüfung des Körpers und des Geistes geben würde und keiner von ihnen rechnete mit einer leichten Aufgabe. Da der Sith Lord seinen Mantel noch immer nicht wieder angelegt hatte, konnten die Schüler gut die ganzen Taschen und die darin befindlichen Werkzeuge erkennen. Hybris nickte kurz, warf einen der Wachen einen Blick zu – der diesen bemerkt haben dürfte, sich aber nicht rührte – und verschwand dann wieder. Die Sith Anwärter folgten und eine Minute später waren sie in dem Trainingsraum angekommen. Während seine Schüler sich Sikarius anschauen konnten, hob er seinen Mantel auf, zog ihn an und packte dann das Seelenschwert auf den Rücken. Die Zeit für Spaß und Heiterkeit war vorbei, jetzt wurde es ernst. Der Sith Lord ging nochmals durch den Raum, trat auf dem Boden liegende Gegenstände weg und schaute dann inwieweit er alle Anwesenden verteilen wollte. Da Sikarius schon seine Position eingenommen hatte und es zu aufwendig gewesen wäre ihn nochmals zu bewegen, würde er eine Ecke des gleichseitigen Dreieckes bilden, sprich der gesamte Aufbau des Rituals wäre nicht mittig, sondern leicht nach hinten in den Raum versetzt. Hybris drehte sich halb zu Sharoh um, schnippte mit dem Finger und deutete auf eine Stelle drei Meter von seinem vorherigen Gegner entfernt auf den Boden.

„Hinstellen und vollständig entkleiden. Du darfst während der Prozedur nichts am Körper tragen.“

Hybris wartete darauf das Sharoh sich in Position begab und damit anfing sich die Kleidung vom Körper zu klauben, da positionierte er Rake und Kintik um diesen herum, sodass nun das gleichseitigen Dreieck entstand.


„Ihr beiden setzt oder legt euch auf den Boden. Ihr werdet euch ohnehin nicht auf den Beinen halten können. Falls ihr Gegenstände am Körper tragt, welche nicht beschädigt werden sollen, legt sie ab.“


Rake nahm seine Lichtschwerter vom Gürtel, setzte sich in den Schneidersitz und packte seine Waffen schließlich vor sich auf den Boden. Er strahlte nach wie vor Selbstsicherheit aus. Ihn schien der Zustand von Sikarius in keinster weise zu beunruhigen. Kintik hingegen war intelligenter und hinterfragte von Natur aus, weshalb er sehr viel misstrauischer war und in Gedanken wohl schon die eine oder andere Szene durchging. Auch war er sich nicht so sicher, ob seine Vorbereitungen angemessen waren, vor allem da der Trandoshaner sich nun ausziehen musste. Hybris behielt das Reinblut nicht allzu lange im Auge, doch in der Zeit blickte der sich eifrig um. Nicht unbedingt hektisch, aber man merkte das er die Situation zu erfassen versuchte. Und sein eigenes Schicksal.

Dessen Meister stand inzwischen wieder bei Sikarius. Sharoh war inzwischen nackt und offenbarte somit seine andersfarbigen Brustpanzer, war ansonsten aber in etwa genau so beunruhigt wie Kintik.



„Du verstehst mich eh nicht, aber ich sage es trotzdem. Ich habe anfangs gesagt das ich dir all deine Sicherheiten genommen haben, sodass du den Schmerz vollständig ertragen musst. Das war gelogen. Eine habe ich dir gelassen, damit du überhaupt so weit kommst. Für dich ist inzwischen alles nur noch ein einziger großer Schmerz, da dein Gehirn nicht mit so vielen Informationen klarkommt und sie gleichzeitig und auf die selbe Weise verarbeiten kann. Das ändere ich jetzt.“



Hybris zückte seine vorletzte Ampulle und hielt sie Sikarius vor das Auge.


„Hiermit pushe ich dein Gehirn, sodass es endlich in der Lage ist sich auf jeden einzelnen Schmerz voll konzentrieren zu können. Das wird es und auch dein restlicher Körper … fünf bis sieben Minuten aushalten, dann versagt dein Hirn und auch ich kann dich nicht mehr retten. Ab jetzt zählt nicht mehr allein dein Wille, sondern auch deine Verbindung zur Macht und deine körperliche Belastbarkeit … vielleicht hätte ich dir das vorher sagen sollen.“

Hybris schenkte erst ihm und dann der totenblassen Adria ein hämisches Grinsen, dann injizierte er das Mittel direkt in den Hals seines zentralen Opfers. Er hatte einen hemmenden Wirkstoff beigemischt, welcher dafür sorgen würde das es erst in zwei bis drei Minuten wirken würde, sodass Hybris nun noch Zeit hatte sich von ihm zu entfernen und sich zu Sharoh zu begeben. Der sah ihn erwartungsvoll an und konnte seine Furcht nicht verbergen. Womöglich versuchte er es nicht einmal. Sein Meister sah ihn kurz wortlos in die Augen, dann nickte er schwach.

„Dieses „Ritual“ ist keine Strafe, sondern eine Chance für dich. Man kann nicht in allem gut sein, nicht alles beherrschen. Ich werde daher einige deiner besseren Talente und rassenspezifischen Fähigkeiten verbessern und unterstützen. Dafür solltest du eigentlich nicht bei Bewusstsein bleiben, doch ich brauche auch deinen Schmerz und deine Emotionen um daraus Kraft zu ziehen. Fürchte dich vor dem Tod, denn er kann dich ereilen und hasse mich für all das was ich dir angetan habe und nun antun werde. Ich weiß nicht ob du schon einmal gehäutet worden bist, doch es wird sich genau so anfühlen. Als würde ich dir die Schuppen von den Füßen bis zum Kopf abziehen und gleichzeitig durch neue ersetzen. Sobald der Prozess abgeschlossen ist, werde ich dir deinen Schmerz nehmen, also halte durch. Und noch einmal: Du kannst hier bei sterben.“

Sharohs Begeisterung hielt sich ob dieser Worte doch eher in Grenzen, doch was sollte er schon tun.

Hybris entfernte sich, vollführte eine Marionettengeste und schon wurden die Arme des Trandoshaners angehoben, die Beine leicht gespreizt und so stand er dann nun regungslos da. Wie auch Sikarius würde er sich nicht bewegen, dafür aber brüllen und schreien können. Daraufhin ging der Lord noch einmal zu dem Feeorin und dem Reinblut. In der Hand hatte er bereits wieder seine Injektionspistole und darin seine letzte Ampulle mit der durchsichtigen Flüssigkeit die an Wasser erinnerte. Ein jeder von den beiden bekam in etwa ein Drittel des Inhaltes, ohne aber erklärt zu bekommen was es damit auf sich hatte. Es würde ihre Herzen unterstützen und vor dem allzu schnellen Kollaps beschützen, sodass sie das Ritual und die damit einhergehenden Schmerzen überhaupt überstanden. Beziehungsweise das was das Gehirn für Schmerzen hielt. Es war ein sehr mächtiges Elixier, hielt aber keine zehn Minuten und würde sie extremst schwächen. Am Ende würden sie sich also tatsächlich wie Sikarius fühlen, auch wenn ihre Körper gar keinen Schaden genommen hatten.


„Wir werden in etwa fünf Minuten fertig sein. Adria, falls dein Meister stirbt, wirst du seinen Platz einnehmen. Und nun atmet noch einmal tief ein.“

Um Zeit und Macht zu sparen, hatte er nur Sikarius gefoltert und würde diese Schmerzen nun mit der Macht auf die beiden anderen Opfer umleiten. Hybris würde einfach die Schmerzimpulse, also ihren Ursprung und ihr Ziel im Gehirn scannen und das selbe bei dem Feeorin und Rake erzeugen, sodass ihre Körper glaubten sie wären ebenfalls derart gefoltert worden. Natürlich gab es physiologische Unterschiede, sodass Rake zum Beispiel besser damit klarkommen würde als Kintik, doch im Endeffekt würden sie beide unvorstellbare Qualen erleiden. Und sie würden schreien können und es auch tun dürfen. Nur Sikarius mal wieder, der arme Trottel aus der allerletzten Irrenanstalt vom Arsch der Galaxie, der nicht. Der würde wie ein stummes Tier leiden dürfen, keine Chance auf den schmerzlindernden Schrei. Er glaubte vielleicht das er sich mit seiner Emotionslosigkeit, wie auch immer die zustande kam, schützen konnte, doch es gab Schmerzen, die konnte man nicht ertragen, konnte man nicht bei vollen Bewusstsein aushalten. Falls es eine Hölle gab, mit all ihren Folterknechten und Dämonen, so würde man in dieser weniger leiden als Sikarius jetzt. Dafür zwar nur fünf Minuten, doch er würde danach, sofern er denn überlebte, ein Lied davon singen können, wie relativ die Zeit und die Wahrnehmung der selbigen war.

Hybris setzte sich, versank vollständig in der Macht und offenbarte sich auch. Dieses mal gab es jedoch einen Unterschied. Normalerweise bedeutete die komplette Offenlegung der eigenen Macht, dass jeder Machtnutzer in einem weiten Umfeld einen spüren konnte und selbst Nicht-Machtnutzer einen wahrnehmen konnten, waren sie denn nah genug an einem dran. Im Falle eines Siths war es eben jene bedrohliche Aura, welche jeden Instinkt berührte und Dinge wie den Fluchtreflex heraufbeschworen. Nicht nur intelligente Wesen, sondern auch die primitivsten Lebensformen konnten diese Präsenz spüren und empfanden Furcht oder eben auch Hass, sollte man schon so weit sein das man Dinge, die man fürchtete, konsequent hasste. Aber nicht dieses mal. Der Sith Lord offenbarte sich nicht um andere einzuschüchtern, sondern um die dunkle Seite mit all ihrer Macht, Kraft und Verdorbenheit anzuziehen. Seine mentalen Schilde waren dennoch hochgefahren, sodass die dunkle Seite also vorerst keine Gefahr für seinen Geist darstellte. Er würde sie während des Rituals aber Stück für Stück abbauen müssen und sich somit immer mehr Macht sichern. Doch soweit wollte er es eigentlich nicht kommen lassen. Er hatte genug Reserven und all das Leid um ihn herum würde ihn wie ein lauer Sommerregen mit Macht benetzen. Einem heißen Schwamm gleich würde er diese Feuchtigkeit in sich aufnehmen und sofort verdampfen, in Energie umwandeln. Diese gewonnen Macht und seine eigene, ursprüngliche, fast unmöglich zu erweiternde Macht, würden dann in dem Trandoshaner geleitet und dort die Metamorphose in Gang gesetzt werden. Das bedeutete konkret, das er den Bauplan, nachdem dessen Körper die Zellen der Schuppen formte, umschrieb. Er kannte den neuen Plan durch die Reptiloidenrasse der Tar bei der Götterschmiede und konnte sie daher übernehmen. Er hatte deshalb bei den anderen beiden Trandoshanern in der verlassenen Halle das selbe Ritual ausprobiert, um dann eben sagen zu können ob deren Körper mit diesen neuartigen Schuppen kompatibel waren. Was sie waren. Also würde er den genetischen Code umschreiben und gleichzeitig die alten Schuppen durch neue ersetzen. Diese waren relativ dünn, und doch war es nach wie vor fraglich ob er es schaffte. Die Technik zur Manipulation von Materie war eigentlich nicht darauf ausgelegt so etwas zu schaffen, andererseits hatte das Hybris nie aufgehalten.


Und falls es nicht klappt, höre ich halt vorher auf und wandle nur die Hälfte der Schuppen um. Später dann den Rest.


Falls alles glatt lief, wandelte er ihn vollständig um, alle überlebten ohne den Verstand verloren zu haben und Hybris hatte, ohne sich der dunklen Seite hingeben zu müssen, sich selber gezeigt das er zu so etwas in der Lage war. Falls etwas schief ging, aber noch nicht wirklich aus dem Ruder lief, würde Sikarius geopfert werden und Adria übernahm. Gab es weitere Probleme, würde auch sie sterben und erst danach wäre Hybris bereit aufzuhören, sollte es immer noch nicht reichen. Falls einer der beiden normalen Opfer ohnmächtig wurde – Hybris hatte das nicht konsequent verhindern, ihnen mit dem injizierten Mittel aber sozusagen die Messlatte, aber der das Gehirn abschaltete, hoch gesetzt -, oder Sharoh selber gar kurz davor stand zusammenzubrechen, würde er extra Macht aufwenden müssen um sie zu schützen. Das konnte er sich eigentlich nicht leisten und hoffte daher, dass es nicht passieren würde. Doch jetzt konnte er nichts mehr an der momentanen Situation ändern. Da saß er nun, hatte sich vollständig offenbart und die Macht doch wie ein Kokon um sich gesammelt. Fast ein jede seiner Zellen war bis zum Rand gefüllt und er spürte wie das lauernde Monstrum der dunklen Seite an seinen Pforten stand, grausam grinsend, darauf wartend hineingelassen zu werden. Der Torwächter stand hinter der Absperrung, das Gesicht vor Anspannung und Furcht zur Maske erstarrt. Sobald der Befehl von Oben kam, das er den Feind hineinlassen sollte, konnte das kleine Männchen nichts anderes tun als dem nachzukommen und sich dann zurückzuziehen, sodass es nicht von dem Mahlstrom erfasst und zerfetzt wurde. Aus diesem Käfig ragten jedoch schon die Tentakel, welche in die Köpfe und Körper der Opfer, von Sharoh und Adria steckten. Sie würden Hybris lediglich gedanklich ausgesprochenen Befehl in Echtzeit übermitteln und die Spitzen diese Signale umsetzen lassen. Und über all dem strahlte die Finsternis nach Innen wie nach Außen und verkündete die drohende Katastrophe. Der Wächter, welcher für Hybris logisch arbeitenden Verstand stand, ahnte schon das er nachgeben musste. Und das vor Gift nur so triefende Monster, welches die nach Leben und Reinheit gierende dunkle Seite darstellte, hatte die selbe Ahnung und wartete deshalb voller Ungeduld auf den Einlass. Der metaphorische Kopf der konturlosen Bestie schoss herum und plötzlich blitzten zwei noch schwärze Strudel in dem Gebilde auf. Das Aufputschmittel in dem zentralen Opfer hatte zu wirken begonnen.


Wenn man Hybris und seiner Macht als Sith Lord die Farbe oder meinetwegen auch den Kontrast Schwarz gab, so würde Schmerz und Hass Rot zugeteilt bekommen. Bis eben waren Wellen dieser roten Strahlung impulsartig von Sikarius ausgegangen. Sein Körper, der Wille und die Macht hatte irgendwie mit diesem Leid umgehen wollen, hatte den Verstand schützen wollen, sodass der Schmerz niemals konstant gewesen war. Schon die kleinsten Berührungen, das laueste Lüftchen oder auch nur ein Staubkorn in der Luft hatte für feurige Explosionen auf der Haut und den Schleimhäuten des selbsternannten Warriors gesorgt. Doch nun kam der Aufputscher, welchen es so auch recht billig auf dem Schwarzmarkt zu kaufen gab, im Gehirn von dem jungen Mann an. Und aus Impulsen wurde eine dauerhafte Strahlung. Zuvor hatte er sich noch darauf verlassen können das er gar nicht in der Lage war all diese verschiedenen schmerzhaften Stellen voneinander unterscheiden zu können, sodass ihm zum Beispiel all die fehlende Haut und verätzten Muskeln auf der Brust egal gewesen waren, hatte das Loch in der Brust ohnehin intensiver geschmerzt. Und nun war diese zweite Schonfrist auch vorbei. Sein Herz bekam davon immer noch nichts mit, weshalb es nicht in Gefahr war, doch sein Hirn lief in diesem Augenblick heiß. Es wollte etwas gegen diesen Schmerzen tun, doch Hybris hatte ihm so viele Ketten auferlegt, das es nicht viel tun konnte. Es stemmte sich dagegen, doch das half nicht. Und es würde solange dagegen ankämpfen, bis es versagte und dann war Sikarius tot. Irreversible Hirnschäden. Da konnte selbst Hybris nichts mehr tun. Zumindest könnte er keinen geistig halbwegs fitten Sith zurückbringen.
Der Sith Anwärter strahlte nun also den intensivsten roten Schmerz ab den man abstrahlen konnte. Er litt wie sonst niemand, fühlte sich als hätte man ihn komplett gehäutet, danach kurz mit Säure besprüht, ihm dann mit Anlauf in die Weichteile getreten, einen Einlauf mit flüssigem Stahl verpasst und die Wirbelsäule mit nicht weniger heißen Nägeln durchbohrt. Hybris konnte und wollte sich gar nicht vorstellen was er gerade erlitt. Man konnte nicht davon sprechen, dass er nicht mehr bei Bewusstsein war, denn das war er im Gegensatz zu der Zeit kurz nach dem Kampf oder in der Krankenstation, doch was ihm gerade durch den Kopf ging, das konnte wohl niemand sagen. Adria hinter ihm bekam das natürlich mit, konnte aber nichts tun und tat ihrem Geliebten sogar noch zusätzlich weh, dadurch das sie ihn festhielt. Fünf Sekunden danach krümmten sich Kintik und Rake auf dem Boden, wälzten sich und schrien was das Zeug hielt. Und dabei hatte Hybris sie sogar verschont, ihnen also nicht die vollen 100% der Schmerzen übergeben. Rake bekam gute 80%. Ihm tat lediglich nicht der Brustraum weh und Kintiks schmächtiger Körper musste nur 60% ertragen. Auch er fühlte den Schmerz der Häutung und die zerschmetterten Füße, empfand aber weder das schier unerträgliche Brennen im Becken, noch das Loch in der Brust. Und im selben Augenblick begann die Transformation von dem trandoshanischen Sith Apprentice Sharoh.


Für ihn gab es keine großartige Vorwarnung, kein „sich warm machen“. Es ging gleich mit den maximal zu ertragenden Schmerzen los. Wie schon von Hybris beschrieben, musste es sich für ihn anfühlen, als würde da jemand jede einzelne Schuppe mit den Fingern herausreißen, einen mit Säure vermischten Klebstoff auftragen und dann die neue Schuppe drauf drücken. Der Sith Lord überließ dabei alles dem „Programm“ welches er "geschrieben" hatte. Wie bei allen Anwendungen dieser speziellen Technik, konnte man unmöglich jeden Schritt einzeln durchgehen und bewusst begleiten. Man arbeitete auf der atomaren Ebene und versuchte auch die natürlichen Gegebenheiten einer jeden Zelle, eines jeden Atoms bzw. seiner Quarks auszunutzen. Das vereinfachte die Umwandlung, da man oft einfach nur einen gewissen Druck ausüben musste, sodass sich die Teilchen von alleine verbanden und somit von sich aus das gewünschte Ergebnis bildeten. Das half aber nur bei der Neubildung von Schuppen, hätte Sharoh also die neuen Schuppen verpasst, aber ohne das diese auch neu gebildet werden konnten. Dann hätte er jetzt zwar ein hübsches dunkelblaues Schuppenkleid, doch das würde schon nach der nächsten Häutung oder durch einen Kampf erlittene Verletzungen verschwinden. Und dann wäre das gesamte Ritual natürlich ein völlig überzogene Maßnahme und Ressourcenverschwendung. Es musste also dauerhaft sein und deshalb kopierte Hybris den Gencode der Tar und überschrieb den von Sharohs Schuppenzellen. Das erforderte nicht nur das bestehende Material, sondern wegen der Komplexität der neuen Schuppen auch zusätzliche Nährstoffe und Ressourcen von Sharohs Körper. Das bedeutete, das seine Muskel- und Fettzellen einen winzigen Teil ihrer Masse einbüßten, doch das dürfte schon nach einem Monat wieder wettgemacht sein. Das Stichwort war also Komplexität. Die ganze Angelegenheit bedurfte eines solch minimalistischen Mikromanagements, das kein menschlicher Verstand ihn zur Gänze erfassen konnte. Das bedeutete nichts anderes als das Hybris es der Macht, den Quarks und Atomen, oder einfach der Natur, überließ das herauszubilden was er haben wollte. Er gab ihnen nur die Energie und die Richtung vor und das musste reichen. Und das tat es tatsächlich, da er zuvor an den beiden anderen Trandos hatte üben können. Und jetzt – inzwischen war er bei den Oberschenkeln angekommen – war er regelrecht glücklich darüber es getan zu haben, denn das verhalf Sharoh zu einer echten Chance.

Rake und Kintik hatten ihre Plätze längst verlassen und rollten sich über dem Boden, schlugen schließlich gegeneinander und wollten schon blind vor Schmerz nach dem anderen greifen und ihn vermutlich ernsthaft wehtun – Rake würde dem Reinblut wahrscheinlich das Genick brechen -, da schritt Hybris ein und trennte die beiden mit einem leichten Schubser. Daraufhin warf der Lord seinen Machtblick auf Sikarius. Dessen Geist flackerte nach nicht einmal der Hälfte der Zeit nur noch, das Auge starrte in die Leere, doch der Schmerz strahlte immer noch in der selben Intensität von ihm ab. Falls er nichts unternahm, so vermutete Hybris in diesem Moment, würde er es nicht schaffen. Sein Körper hielt durch, also sein Gehirn, aber die Schwingungen seiner Persönlichkeit, das was ein jedes Wesen mit einem zentralen Verarbeitungssystem von sich gab, flackerte wie eine Kerze im Licht. Er schien ständig zwischen Leben und Tod, Bewusstsein und geistiger Ohnmacht zu wechseln. Und Adria hinter ihm, sie litt zwar kaum körperlich, doch ihre seelischen Qualen nährten Hybris mindestens genau so gut, doch gleichzeitig gab sie auch etwas an Sikarius weiter. Nun da er die volle Macht zu spüren bekam und seine Machtsinne auf voller Leistung liefen, sah und spürte er wie etwas zwischen den beiden ausgetauscht wurde. Diese Verbindung ging über die Meister-Schüler-Bindung hinaus und diente höchstwahrscheinlich dem Sith Anwärter. Um durchzuhalten, nicht wahnsinnig zu werden oder um auch einfach nur getröstet zu werden. Was es auch war, da musste mehr kommen, denn Sikarius alleine würde keine fünf Minuten schaffen. Dessen schien sich Adria durchaus bewusst zu sein, doch sie wirkte eher überfordert als zielstrebig. Ihr Hass und ihre Furcht waren noch zu ungelenkt und wenn sie mal ein paar Spitzen abschoss, dann gingen die in Hybris Richtung. Das stärkte ihn, half ihrem Meister aber nicht bzw. kaum.

„Konzentriere dich lieber auf deinen Meister!“

Hybris hatte sie über das Geschrei hinweg anbrüllen müssen und schwieg nun lieber wieder. Er konnte sich kein Gespräch leisten, wollte aber auch nicht das Sikarius zu früh starb. Ein Körper ohne Verstand, so ganz ohne einem Wesen welches ihn bevölkerte, hielt nicht lange durch wenn dieser den Großteil der Abwehrmechanismen aufrecht erhielt. Der selbsternannte Warrior mochte es nicht mitbekommen, nein, das nun wirklich nicht, doch allein deshalb weil er noch da war, weil da noch irgendwo ein Verstand hockte, half ihm die Macht und sein Körper hielt länger durch, hielt stand, wollte standhalten, egal wie mächtig die Schmerzen wurden. Er besaß eine ungeheure Willenskraft, egal aus welchem Grund. Es war unwichtig wieso er leben wollte oder an was er sich klammerte, Hauptsache er verlor nicht die Hoffnung. Noch besaß er sie, doch drei Minuten konnte sie nicht mehr durchhalten. Adria würde etwas unternehmen müssen. Denn sonst gab es niemanden der es tun würde. Sharoh brüllte vor sich her, keifte und zischte und benutzte seine Muttersprache, Dosh hieß sie Hybris nebulöser Erinnerung nach, um vermutlich so ziemlich jeden, aber vor allem Hybris zu beleidigen. Auch er strahlte dieses rote Licht ab, doch bei ihm gingen Schmerz und Emotionen Hnd in Hand und schlugen dann auf den ihn peinigenden Meister ein. Der nahm diese milden Gaben gerne an und versuchte sogar noch schneller zu arbeiten, stieß aber postwendend an seine Grenzen. Er konnte das Ritual nicht beschleunigen, denn die Zellen brauchten einfach ihre Zeit um umgewandelt zu werden und das konnte er nicht ändern. Das Reinblut und der Feeorin wälzten sich immer noch über den Boden, verharrten kurz und waren immer kurz davor sich die Klauen oder Hände ins Gesicht zu drücken, hielten aber inne, weil das nur noch größere Schmerzen bedeutet hätte. Eigentlich hätten sie nur stur auf dem Rücken liegen bleiben müssen, denn leichter hätten sie es nicht haben können. Wenn sich der Körper aber anfühlte als würde er brennen, also wirklich in Flammen stehen, dann sorgten schon Reflexe dafür das man dagegen irgendetwas unternehmen wollte. Und da der Schmerz zu groß war, als das man sich allzu viele Gedanken darüber machen konnte, dauerte es eine Weile bis sie still liegen blieben. Kintik war etwa eine Minute schneller als Rake und lag nun einfach nur da, versuchte Schreie zu unterdrücken und scheiterte dabei wie auch all die anderen leidenden Anwesenden. Von Rake war Hybris ein wenig enttäuscht. Gut, er ertrug noch mehr Schmerzen als die Rothaut, doch irgendwie war er davon ausgegangen, dass er sich einfach in seine Rage flüchten und die Schmerzen dann aussitzen würde, doch das tat er nicht. Stattdessen trommelte er ganz klassisch auf dem Boden herum, fluchte, brüllte und verteilte seinen Speichel. Er nutzte die Macht nur marginal, wodurch dessen Meister nun aber erkannte, wo man noch nachbessern musste. Also nein, niemand würde Adria diese Arbeit abnehmen, selbst wenn sie könnten...

Die nächsten zwei Minuten vergingen schnell, waren dafür aber ziemlich gefährlich. Inzwischen war Hybris bei Sharohs Hals angelangt, seine Reserven waren aufgebraucht und er zehrte jetzt eigentlich nur noch von seinen Opfern und der dunklen Seite. Geistige Barrieren waren heruntergefahren, das Gift in den Verstand gelassen worden. Der Sith Lords spürte das Ziehen und Kribbeln der Macht in sich, spürte wie seine wildesten Phantasien und primitivsten Gedankenfetzen immer süßer klangen und aussahen. Der Wunsch, Sikarius und Adria mit seinem Seelenschwert zu durchbohren und an der Wand zu zerschmettern, wurde überwältigend stark, sodass er inzwischen sogar stand, die rechte Hand am über der Schulter ragenden Griffes seines Schwertes. Oh wie süß wäre diese Vergeltung, wie schmackhaft ihre Todesangst. Doch diese Gedanken waren nicht rational, waren nichts wonach man sich sehnen sollte, sodass der kühle Hybris nun nicht nur gegen die dunkle Seite, sondern auch den marodierenden Ysim kämpfen musste. Er spürte das ihm die Folter nicht gereicht hatte, spürte das er ihnen mehr antun wollte, sie länger leiden lassen und dabei Spaß haben wollte. Jener Mann, welcher es geschafft hatte das Darth Hybris überhaupt zum Sith Lord ernannt wurde, wurde immer weiter zurückgedrängt. Mit jeder weiteren Sekunde, mit jeder weiteren blauen Schuppe an Sharohs Körper. Er könnte jetzt sein Schwert zückten und beide enthaupten, sodass ihre Seelen und Macht in sein Schwert fahren würde, oder er würde sie umwerfen und sich wie ein Tier an ihren eh schon geschwächten Leibern weiden. Er würde in wenigen Sekunden sterben, doch an ihr konnte er sich noch abreagieren. Ihr Körper war fast unverletzt, bot so viel Potenzial … so viel Fläche …

Und plötzlich riss ein roter Strom ab. Hybris Kopf drehte sich schlagartig in die Richtung von Kintik, doch er konnte nur noch dessen Ohnmacht feststellen und als ob Rake nur auf diesen Moment gewartet hätte, ergab auch er sich und fiel bewusstlos um. Ihm stand sogar noch das dreckige Grinsen im Gesicht, doch Hybris hatte sich schon wieder abgewandt. Nein! Er war noch nicht fertig! Da ihm nun zwei Opfer fehlten, wollte er sich Adria schnappen, doch er konnte die Konzentration dafür nicht mehr aufbringen! Sein eigener Geist war benebelt, die analytische Fähigkeiten, die Erinnerungen und das Wissen von Hybris durch primitivste Emotionen verdrängt worden. Er konnte das Ritual nur deshalb noch aufrechterhalten, weil es ein Selbstläufer war und konnte jetzt nichts mehr ändern. All das erkannte er binnen Sekunden und das frustrierte Hybris derart, das er sein Schwert tatsächlich zog. Das aber mit so viel Schwung, das er kaum noch etwas tun musste. Die Klinge rauschte herab und hätte Sikarius und Adria gleichermaßen von der linken Halsseite diagonal nach rechts weg gespalten, doch die junge Frau reagierte darauf. Sie hatte ja bisher schon Angst gehabt und doch auch Hoffnung, doch als sie nun ihrer beider Tod vor Augen hatte, wurde irgendwo in ihr ein Schalter umgelegt ihr sie setzte all ihre Macht frei. Nicht nur Hybris Schwertarm, sondern auch er selber wurden weggeschleudert. Sikarius natürlich auch, der direkt auf Sharoh zuflog, diesen mit sich riss und dann irgendwo zwischen Hybris und Rake auf dem Boden aufkam.


Es waren nur wenige Sekunden vergangen, da stand Hybris wieder. All seine Machtverbindungen waren gekappt worden, doch Sharoh war vollständig umgewandelt worden. Das war er schon als er hatte zuschlagen wollen, sodass Adrias Angriff im Endeffekt nichts kaputt gemacht hatte. Obwohl der Sith Lord in diesem Augenblick so voller rasendem Zorn war, erinnerte er sich an seine eigenen Worte, visierte zuerst den Trandoshaner und dann Sikarius an. Bei beiden kappte er zuerst die Verbindung von Schmerzrezeptoren und Gehirn und ließ sie dann in die Bewusstlosigkeit abdriften. Ob Sikarius Verstand noch intakt war, konnte er nicht sagen, doch jetzt war eh Adria dran. Mit schweren Schritten, die von einer beinahe vollständigen Kraftlosigkeit zeugten, marschierte der Sith auf die junge Frau zu. Auch sie lag am Boden, war aber relativ glimpflich davon gekommen. Sie wollte sich schon aufrappeln, den Blick auf den auf dem Bauch und halb auf Sharoh liegenden Sikarius gerichtet – dessen Biofeldgenerator auf dem Bauch merkwürdigerweise immer noch funktionierte -, bemerkte dann aber Hybris und sah deshalb ihn an. Er sagte nichts, doch seine glühenden Kohlen in den Augenhöhlen, sein fester Griff um das Seelenschwert in seiner Rechten und die reine Mordlust die er ausstrahlte, sagten genug aus. Dieses kleine Nervensäge würde jetzt sterben. Und dann zurückgeholt werden. Und dann wieder sterben … und dann … die dunkle Seite wollte einen Toten sehen. Und sie hatte sich mit ihrer letzten Aktion zum Freiwilligen ernannt. Das Ritual hatte tatsächlich funktioniert und ihn beinahe komplett ausgebrannt. Doch um ihren Leib mit seinem Schwert zu durchbohren, dafür reichte es noch ... oder nicht?
Bis auf zehn Schritte war er herangekommen, dann knickten seine Füße unter ihm weg und sein Schwert landete laut scheppernd neben ihm. Schwer atmend versuchte er den Kopf klar zu kriegen und sich wieder aufzurappeln, doch die dunkle Seite war bereits ausgesperrt worden. Eben noch war er davon überzeugt gewesen Adria auch ohne sie töten zu können, fuhr Barrieren hoch und schon lag er am Boden. Er hatte keine Schmerzen – mal von denen im rechten Arm und der Hüfte abgesehen, weil er auf denen aufgeschlagen war -, doch er hatte seinen Muskeln alle Kraft entzogen. Aber für sie musste es noch reichen! Er ließ das Schwert wo es war und kroch auf sie zu. Sobald er bei ihr war, würde er sicherlich noch eine kleine Machtanstrengung unternehmen und sie töten können... oder sie griff ihn an. Dann würde er sich doch wieder der dunklen Seite hingeben und sie verschlingen. Hybris wusste nicht so recht auf was er hoffen sollte...

[Bastion - Center - Sith Orden - Domäne der Oberen - Eingang - Sharoh, Kintik und Rake(NPC), zwei Wächter(NPCs) und Darth Hybris]
 
[Bastion | Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle] - Saphenus; Janus Sturn; Voth Terrix; Zoey Liviana; Edgar Tlalloy (NPC); Sane; Mara Sakiko (EVE Yui); Chronor Tallax; Jorax Kevora; Steven und Michael

Sein Zögern sollte Saphenus schnell bereuen, denn im nächsten Augenblick überschlugen sich die Ereignisse. Ohnehin nur mit einem Auge bestückt konnte er sich gar nicht mehr entscheiden in welche Richtung er schauen sollte. Auf der einen Seite war Zoey direkt neben ihm, auf der anderen konnte er Edgar nicht entkommen lassen. Auch wenn sich Janus mit Sicherheit um den Verräter kümmern würde, er konnte das nicht dem Schicksal überlassen. Frustriert brüllte er auf, sein Wutschrei ging jedoch in dem allgemeinen Feuergefecht unter. Ein weiterer Blasterschuss zischte viel zu knapp an ihm vorbei, schnell duckte er sich und suchte ebenfalls etwas Schutz hinter der Statue des Imperators. Kleine Glassplitter verteilten sich auf seinem Gewand und nahmen den Umhang noch mehr in Mitleidenschaft als er zuvor eh schon gewesen war. Janus und Voth hatten ebenfalls ihre Lichtschwerter aktiviert, rot glommen sie durch den Rauch. Kurz überlegte der Zabrak ob er einen Sprint zu Edgar wagen konnte, es würde ihn nicht mehr als einen Schlag mit seiner eigenen Waffe kosten um den Scriptor zu töten. Doch das wäre ein viel zu einfacher, viel zu gnädiger Tod. Edgar sollte leiden, er sollte darum betteln endlich sterben zu dürfen. So leicht würde es Saphenus ihm nicht machen. Dann war es auch schon zu spät. Mit einem Donnern erhob sich der Frachter in die Luft und setzte zum Rückzug an. Begleitet von weiteren Blastersalven versuchte er die Flucht durch das Loch in der Decke und feuerte blindlings in den Himmel. Doch weit kam er nicht, die Schüsse stoppten plötzlich und schwerelos schien der Frachter in der Luft zu Schweben. Über ihm donnerten die Antriebe von Kampfjägern, die Saphenus nicht identifizieren konnte. Zumindest war ihm aber klar, dass die Bastioner Polizei und anscheinend auch das Militär aktiv war und den Gebäudekomplex überwachte und umstellt hatte. Schnell zuckte sein Kopf herum und sein Blick fiel abermals auf den Scriptor. Es war vorbei, wurde Saphenus mit einem Mal klar. Ein Jünger, offensichtlich im Dienste des Grafen stehend, richtete seinen Blaster mit einem gewinnenden Lächeln auf Edgar, der nun keine Chance mehr hatte zu entkommen. Die Schüsse hörten auf und Stille kehrte in die Gedächtnishalle ein. Plötzlich konnte man seinen eigenen Atem wieder hören und es wurde einem bewusst wie sehr man das Geräusch in den letzten Minuten vermisst hatte. Saphenus‘ eigener ging schnell und gleichmäßig, konzentriert behielt er den Scriptor im Blick. Der Jünger, der ihn gestellt hatte, konnte sich indes nicht sehr lange über diesen Erfolg freuen. Sein Körper explodierte als ein nur allzu bekannter Zabrak an seine Stelle trat, die Schrotflinte im Anschlag. Mit viel zu viel Selbstbewusstsein forderte er Edgar für die Inquisition, frustriert ballte Saphenus die Hände zu Fäusten während er sich wieder zu seiner vollen Größe aufrichtete. Dieser respektlose Zabrak war ihm schon einmal an diesem Abend auf die Nerven gegangen. Abermals kamen Erinnerungen an J’Annon in ihm hoch, gleichzeitig erinnerte er sich daran, dass er letztendlich über diesen Kraftprotz triumphiert hatte. Nur zu gerne sollte auch dieser Jünger seinem Beispiel folgen und in zwei Hälften geschnitten werden. Janus schien seinerseits selbst verärgert zu sein, seine Stimme duldete keinen Widerspruch als er zu dem Zirkelwächter sprach. Der Graf war sichtlich bemüht die Kontrolle zu behalten nachdem seine Gala dieses unrühmliche Ende genommen hatte. Wäre die Situation nicht so angespannt gewesen, Saphenus hätte darüber lachen müssen. Doch nun überlegte er fieberhaft, was er tun konnte. Edgar schien für ihn in immer weitere Ferne zu rücken. Dann wurde die Stille abermals durchbrochen, Stiefel klackerten über den Boden und gepanzerte Soldaten stürmten den Raum. Mit ihren schwarz-goldenen Rüstungen und den schwarzen Gewehren im Anschlag verbreiteten sie durchaus Respekt und Furcht, doch Saphenus verdrehte nur genervt sein Auge. Er musste sich wohl oder Übel von der Vorstellung verabschieden den Scriptor doch noch in seine Finger bekommen zu können. Frustriert umklammerte er sein Lichtschwert, dessen Klinge wieder verstummt war. Erst dann bemerkte er wie sich kleine rote Pünktchen auf seiner Brust breitmachten, auf sie alle wurde gezielt, es wurde keine Ausnahme gemacht. Wut kochte in Saphenus hoch. Nicht nur, dass Edgar außerhalb seiner Reichweite war obwohl sie beide doch so nah bei einander standen, jetzt wagten es diese Soldaten auch noch auf ihn zu zielen? Er war ein Sith und sollte über jeden Verdacht erhaben sein. Wutentbrannt schaute er einen der Soldaten an, der seine Waffe auf ihn gerichtet hielt. Kurz war er versucht an ihm ein Exempel zu statuieren, doch er machte sich keine Illusionen: einen Kampf gegen all diese Sturmtruppen konnte er nicht gewinnen. Also wanderte sein Blick erschrocken zu Zoey als ihm bewusst wurde wie lange er nicht auf sie geachtet hatte. Ihr war es tatsächlich gelungen sich einige Meter von ihm weg zu bewegen. Gerade als er auf sie zugehen wollte, ertönte eine elektronisch verstärkte Stumme, die ihnen befahl sich nicht zu bewegen. Noch immer mit einem vor Zorn funkelnden Auge drehte sich Saphenus zu dem Mann um, der das gesagt hatte. Zoey schien von eingeschüchtert zu sein und hob theatralisch die Hände über den Kopf. Jetzt wollte der Mann wissen wo Janus sei. Hier konnte Saphenus nicht anders und lachte laut auf. Ihn kümmerten die Blicke nicht, die sich auf ihn richteten.

„Wo ist Lord Sturn?“,


äffte er den Mann nach.

„Wie wäre es mit einem der Kerle, die ein Lichtschwert in der Hand halten? Oder werden die neuerdings an jeden Bürger ausgeteilt, der dreimal „Ich bin ein Sith“ sagt?“

Um es deutlich zu machen hielt Saphenus sein eigenes Lichtschwert in die Höhe. Er suchte einen Weg um seiner Frustration Herr zu werden. Wenn ihm jetzt auch noch Zoey entwischte, würde er sich in seinem Zorn verlieren.


„Mein Name ist Saphenus, Krieger der Sith, und ich wäre Ihnen sehr verbunden wenn Ihre Soldaten nicht auf mich zielen würden. Das macht mich nervös und das will sicherlich keiner von uns. Zumal Sie vergessen haben sich vorzustellen oder heißen Sie 'Imperiales Sicherheitsbüro'?“,

fuhr der Zabrak dann etwas höflicher fort während seine Hände zitterten. Trotz der Erfolge, die er erzielt hatte, verfluchte er diesen Abend. Gemächlich humpelte er einige Schritte auf Zoey bis er bei ihr angelangt war. Dabei wanderte sein Blick über die Soldaten und funkelte sie gelb an. Bei der Archäologin angekommen nahm er einen ihre Arme und riss ihn nach unten.


„Das sieht lächerlich aus, Dr. Liviana.“,


höhnte er leise und hielt ihr Handgelenk fest umklammert. Sie würde nicht vor ihm weglaufen. Wieder an den Mann mit dem Verstärker gerichtet sagte er laut:

„Aber sehen Sie, Lord Sturn wird alles aufklären können. Viel gibt es schließlich nicht zu erzählen und schließlich ist es seine Gala, die ruiniert wurde. Hoffentlich können wenigstens Sie sich am Ende als Held präsentieren.“


Damit war ihm der Kerl für den Augenblick egal. Sollte er tun, was ein Vertreter des Imperialen Sicherheitsbüros so tat. Saphenus zog Zoey zu sich und raunte ihr ins Ohr:


„Meine Liebe, es war ausgemacht, dass wir zusammen nach Korriban gehen. Ich hoffe doch nicht, dass ich enttäuscht werde und alleine gehen muss?“


[Bastion | Center | Darth Arthious-Gedächtnishalle] - Saphenus; Janus Sturn; Voth Terrix; Zoey Liviana; Edgar Tlalloy (NPC); Sane; Mara Sakiko (EVE Yui); Chronor Tallax; Jorax Kevora; Steven und Michael
 
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- Lieutenant Valen Gorash, Imperiales Sicherheitsbüro –

[Braxant-Sektor, Sartinyanian-System, Bastion, Center, Kanalisationsabschnitt unterhalb der Arthious-Gedächtnishalle, Wartungseingang]- Lieutenant Gorash, Sturmtruppen der Praetorian Legion (Team Dorn-4)


Ungeachtet seiner Bereitschaft, im Dienste des Imperiums alle möglichen Opfer zu bringen, war Valen Gorash, Lieutenant des Imperialen Sicherheitsbüros, mehr als erleichtert, als sein Vorgesetzter Fawkes allen an der Operation beteiligten Teams – abgesehen von den stationären Scharfschützen natürlich – den Befehl zum Zugriff erteilte. Gorashs undankbare Aufgabe war es gewesen, einen Zug Sturmtruppen der 1138sten Legion in die Kanalisation zu führen, um selbst diese Route als Fluchtweg für die Unruhestifter im Inneren des Gebäudes über ihnen auszuschließen. Indes konnte er sich nicht vorstellen, wer wahnsinnig genug sein würde, diesen Weg zu wählen – ohne die Atemmaske, die er trug, hätte ihn das Gefühl überwältigender Übelkeit vermutlich längst in die Knie gezwungen. Zum ersten Mal beneidete er die ihn begleitenden Sturmtruppen, deren Ganzkörperrüstungen sie nicht nur vor Blasterfeuer oder Giftgas, sondern eben auch vor unangenehmen Gerüchen schützten. Seine Uniform jedenfalls würde er nach dem Ende dieser Operation gar nicht erst versuchen, zu reinigen, sondern sie schlicht und ergreifend verbrennen…

Zunächst jedoch hatte er andere Prioritäten. Rasch gab er dem Lieutenant des Sturmtruppenzugs ein Handzeichen, der den Befehl zum Zugriff über sein Helmcomlink ebenfalls empfangen hatte. Streng genommen hatte das ISB keinerlei Befehlsgewalt über das Sturmtruppenkorps – schließlich stand der Sicherheitsapparat der Kommission zur Erhaltung der Neuen Ordnung außerhalb jedweder militärischen Hierarchie, und das aus gutem Grund – doch besonders auf Bastion kam es häufiger vor, dass taktischen Teams aus diesen Elitesoldaten bestehende Einheiten zugeteilt wurden, um Bedrohungen der imperialen Ordnung auf der Thronwelt im Keim zu ersticken oder – sofern notwendig – nach ihrer Manifestation zu beseitigen. Indes konnte sich Gorash nicht erinnern, wann es zum letzten Mal einen Vorfall wie jenen in der Halle über ihnen gegeben hatte – offener Schusswechsel zwischen imperialen Sicherheitskräften und unbekannten Angreifern? Ein im Grunde unerhörter Vorgang. Umso nachvollziehbarer war es, dass Commander Fawkes als verantwortlicher Offizier mit aller Härte reagiert hatte und jetzt nicht nur taktische Teams des ISB, sondern fast eine ganze Kompanie der Praetorian Legion – nahezu 100 Sturmtruppen – im Einsatz waren.

Das einzige Hindernis auf dem Weg aus der Kanalisation in den Keller- und Technikbereich der Darth Arthious-Gedächtnishalle war schnell überwunden. Natürlich war der Wartungseingang gegen unbefugte Eindringlinge geschützt, doch ein Agent des ISB war nirgendwo auf Bastion unbefugt, weswegen seine Codekarte Gorash und den ihn begleitenden Soldaten auch hier, in den Eingeweiden Centers, Tür und Tor öffnete. Weise überließ er dabei den Sturmtruppen und ihrem Lieutenant den Vortritt. Das Büro hatte ihn bestens auf eine Vielzahl von Situationen vorbereitet und ausgezeichnet ausgebildet, doch an die reinen Kampffähigkeiten des Sturmtruppenkorps reichte auch dieses Training nicht heran. Die Männer in den schwarz-goldenen Rüstungen der Praetorian Legion waren im Grunde keine Menschen mehr, sondern fast schon Maschinen – erschreckend effiziente, kompromisslose Maschinen. Wer auch immer für das Chaos im Gebäude verantwortlich sein mochte war im Grunde nur zu bemitleiden.

Je weiter sie in das Gebäude vordrangen – wobei sie zunächst nur auf einen hektisch zirpenden Wartungsdroiden stießen, der sich beeilte, den bewaffneten Organischen Platz zu machen – desto kleiner wurde die Gruppe, da die Sturmtruppen auf dem Weg verschiedene Flaschenhalspositionen besetzten und sicherten, um niemandem auch nur den Hauch einer Chance zu geben, aus der Halle zu entkommen.

Als der Anführer der Sturmtruppen plötzlich seine linke Faust hob und so seinem Zug bedeutete, stehen zu bleiben, orientierte sich Gorashs Rechte automatisch in Richtung der Blasterpistole in seinem Holster, zögerte dann jedoch, als er den Grund für die Verzögerung erkannte – eine Frau in einem kostspielig wirkenden Kostüm, vermutlich ein Gast der Gala, die in der Gedenkhalle stattgefunden hatte, ging seltsam ruhig auf die versammelten Imperialen zu, barfuß, da sie ihre unpraktischen Schuhe in der Hand hielt. Der Blick der Frau wirkte angesichts des Chaos, das weiter hinten in der Halle herrschen musste, seltsam gefasst… fast ein wenig unheilig.

„Ma’am? Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“

Selbst die Sturmtruppen wirkten leicht unsicher, als die Angesprochene nicht reagierte, kein Wort sprach sondern stattdessen stur weiterging – den Blick nun starr auf Gorash gerichtet. Irgendetwas in ihren Augen sorgte dafür, dass die Kehle des ISB-Agenten trocken wie die Wüsten von Tatooine wurde. Ohne wirklich zu überlegen zog er seine Pistole und richtete sie auf die Frau.

„Imperiales Sicherheitsbüro! Keine Bewegung!“

Keine Reaktion. Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn – warum machte ihn diese einfache Zivilistin so nervös?

„Zurückbleiben, sagte ich! Oder wir schießen!“

Aus dem Augenwinkel merkte er, wie der Helm des Sturmtruppenlieutenants sich leicht in seine Richtung drehte, da sein Besitzer offenkundig überrascht darüber war, wie schnell ein Offizier des ISB sich aus dem Konzept bringen ließ. Ein Teil von Gorash selbst war es ebenfalls – doch das war in diesem Moment nicht der Teil, der die leicht zitternde Hand kontrollierte, in der sich seine Blasterpistole befand.

„Sofort stehenblieben!!!“

Falls sie auf diese letzte, mit vor Panik verzerrter Stimme vorgetragene, Aufforderung hatte reagieren wollen, so bot sich der Frau keinerlei Gelegenheit mehr dazu. Ein Schuss löste sich aus Gorashs Blaster, dann noch einer, noch einer… das Gesicht der Frau explodierte in einer Wolke aus Fleischfetzen und Blut und ihr Körper sackte zusammen wie eine Marionette, der man alle Fäden durchgeschnitten hatte. Erleichtert atmete der Lieutenant des ISB aus und ging mit schnellen Schritten auf den leblosen Körper zu und tastete nach dessen Puls. Tot. Gut.

Warum war das gut? Und warum hatte er plötzlich das Gefühl, als hätte ihn jemand für den Bruchteil einer Sekunde in Eiswasser getaucht, just in dem Augenblick, in dem er die Tote berührt hatte?

„Sir?“

Der Sturmtruppenoffizier war neben den knienden Lieutenant getreten und musterte ihn aus dem ausdruckslosen Visier seines schwarzen Helms.

„Alles in Ordnung?“

Ruckartig schüttelte Gorash sich. Natürlich war alles in Ordnung. Was sollte auch nicht in Ordnung sein? Noch so eine Frage und er würde diesen impertinenten Möchtegernelitesoldaten mit bloßen Händen in der Luft zerfetzen… Seine Augen weiteten sich erschrocken. Was bei den Gebeinen des ersten Imperators war hier los?

„Ja, alles in Ordnung… selbstverständlich…“, murmelte er schließlich und erhob sich, einen letzten Blick auf die Tote werfend. Er hatte keine anderen Wahl gehabt… sie hatte ihn angreifen wollen! Genau das würde jedenfalls in seinem Bericht stehen.

Warum einen Bericht schreiben? Töte doch einfach jeden, der es wagt, dein Wort anzuzweifeln.

Gorash keuchte überrascht auf.

„Haben Sie was gesagt, Lieutenant?“

Für einen sich endlos dehnenden Moment sagte der Sturmtruppler nichts.

„Nein, Sir.“

Nein? Aber wer… waren da Stimmen in seinem Kopf? Was passierte hier?

Mit einer fahrigen Geste deutete der ISB-Agent weiter den Korridor hinunter, zur nächsten Biegung, ehe er seine Waffe wieder in ihrem Holster verstaute.

„Gut. Gut. Also los, weiter…“

Gorash hatte sich immer noch nicht vollends gesammelt, als er feststellte, dass hinter der Biegung bereits das nächste Problem auf sie wartete. Zwei menschliche Gestalten hockten da, neben einer mehr als übel zugerichteten Leiche, von der man kaum noch sagen konnte, welcher Spezies sie wohl dereinst angehört hatte. Bevor der mit sich selbst beschäftigte ISB-Offizier reagieren konnte, hatten die ihn begleitenden Sturmtruppen bereits im perfekten Gleichklang ihre Waffen gezogen und auf den Mann (Steven) und die Frau (Yui) gerichtet. Es dauerte ein paar Herzschläge, ehe Gorash klar wurde, dass er jetzt das Wort ergreifen musste.

„Imperiales Sicherheitsbüro!“, exklamierte er mechanisch.

„Was ist hier los? Identifizieren Sie sich!“

Identifizieren? Warum identifizieren? Töte sie! Töte sie beide! JETZT!

Angestrengt verzog Gorash sein Gesicht. sein Kopf schmerzte. Warum schmerzte es? Warum hörte es nicht auf?

„Sofort!“, schaffte er es schließlich noch, hinzuzufügen, während seine Hand wieder in Richtung Waffe wanderte. Nur zur Vorsicht, natürlich… nur zu Vorsicht…

[Braxant-Sektor, Sartinyanian-System, Bastion, Center, abgelegener Teil der Arthious-Gedächtnishalle]- Steven, Yui, Lieutenant Gorash (?), Sturmtruppen der Praetorian Legion (Team Dorn-4)
 
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