Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ mit Tenia

Lächelnd nickte Anakin seiner Padawan zu, die offensichtlich nicht so recht wusste, was sie mit der plötzlichen Entdeckung des Jedi Meisters anfangen sollte. Das überraschte ihn nicht besonders, aber er wusste die Geste zu schätzen. Eine kurze Zeit des Schweigens verging und recht schnell hatte Anakin die aufgekommenen Gefühle in Bezug auf seine familiäre Geschichte wieder unter Kontrolle. Er konnte sie dem Jedi Kodex unterordnen. Normalerweise sah er davon ab zuviel 'Gewalt' über sein Gefühlsleben auszuüben, doch wenn es um so intensive Erinnerungen oder persönliche Dinge ging, die ihn tief berühren oder erregen konnten, machte er von dieser eigentlich ja Grundregel der Jedi dennoch gebrauch. Eine Bitte musste er diesbezüglich dennoch äußern:

"Ich würde der Sache, sobald wir Corellia verlassen können gerne nachgehen, wenn du nichts dagegen hast?"

Er schaute Tenia ernst, aber mit der Zuversicht auf ihre Einwilligung in die Augen. Eigentlich war es eine gute Gelegenheit für die in Bezug auf die Welten dieser Galaxie unerfahrene Nullianerin mehr über das Leben abseits von Null zu lernen. Wenn er an seinen letzten Anhaltspunkt auf den Verbleib seiner Eltern anknüpfte, würde sie die Reise nach Duro führen. Er war jetzt schon auf ihren Gesichtsausdruck gespannt, wenn sie zum ersten Mal einen der lebensfeindlichsten Planeten im Inner Rim zu Gesicht bekommen würde. Doch auch er selbst würde vielleicht nach inzwischen schon fast einem Jahrzehnt der immer wieder aufkommenden Recherche Licht ins Dunkel seiner Herkunft bringen können.

Fast schon beiläufig zog der Jedi ein zweites Lichtschwert aus seiner Tasche und befestigte es zunächst ebenfalls an seinem Gürtel. Er führte nur sehr selten mehr als ein Lichtschwert mit sich, zumal er, trotz einiger Übung im Kampf mit zwei Lichtschwertern oder auch mit anderen Waffen, das führen nur eines Lichtschwertes bevorzugte. Dennoch hatte er sein erste, selbst konstruierte Jedi-Waffe auf Reisen immer dabei. Ohne weiter darauf einzugehen führte er Tenia hinaus auf die Gänge der Zentrale, um sich auf den Weg in einen der größeren Lagerräume der Wiederstandsbasis zu machen.


"Er zähl mir etwas über deine Zeit auf Null.",

begann Anakin ein lockeres Gespräch, während sie die recht engen und dunklen Gänge entlang gingen. Sein wieder umgänglicherer Tonfall täuschte jedoch nicht darüber hinweg, dass ihn dieses Thema tatsächlich interessierte. Er wollte seine Schülerin besser kennenlernen.


"Hast du vor deiner Zeit auf Lianna bei deinen Eltern gewohnt?"

Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ mit Tenia
 
Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ mit [COLOR="sienna)"]Anakin[/COLOR]

Anakin lächelte und das, obwohl es vermutlich die Aufgabe Tenias gewesen wäre. Aber die junge Frau war, was solche Gespräche und die passenden Gesten dazu anbelangte, mehr als nur ungeübt. Die meiste Zeit hatte sie in den Wäldern verbracht und das ohne andere Nullianer in ihrer Gegenwart. Demnach hatte es kaum jemanden gegeben, der sich ihr in irgendeiner Weise anvertraut hatte. Tenia selbst war, was dies betraf, ein Buch mit sieben Siegeln. Sie selbst war auch niemand, der von dem sprach, was ihr auf der Seele brannte. Nein, ihre Sprache waren die geschriebenen Worte und ihr Gedichtbuch war dazu, jene fest zu halten.

Eine winzige Pause entstand, in der sowohl Anakin als auch Tenia in Stillschweigen verharrten, ehe Solo jene Wortlosigkeit unterbrach.
„Natürlich habe ich nichts dagegen“, beeilte sich die Nullianerin diesmal mit ihrer Antwort und vermisste dabei nicht die Ernsthaftigkeit auch in ihre Stimme zu legen. Das bedeutete also, dass Anakin seine Eltern noch nicht gefunden hatte und sich auf die Suche nach ihnen begeben wollte?
Was auch immer es bedeutete, Tenia war einverstanden damit. Schon allein deshalb, weil sie sich nicht vorstellen konnte, wie es sein musste, ohne ihre richtigen Eltern aufzuwachsen. Selbst wenn es hin und wieder schwierig in ihrer Familie gewesen war, hing die junge Frau an dieser. Allem voran an ihrem Vater. Demnach begriff sie ziemlich gut, dass Anakin den Kontakt suchte. Aber musste er als Jedi nicht ihre Präsenzen spüren können?
„Kannst… ich meine, kannst du sie nicht sehen?“ fragte Tenia schließlich doch vorsichtig und war sich uneins darüber, ob sie den Blick ihres Meisters suchen oder eher vermeiden sollte.
„Wenn ich dich sehen kann und Räume und sie spüre, ist es dann nicht auch möglich, dass … das du sie siehst und … spürst, mit der Macht?“

Ehe Anakin aber antwortete, setze er sich in Bewegung und deutete der Nullianerin an, ihm zu folgen und so verließen beide gemeinsam die Wartehalle, als Solo das Thema wechselte und auf Tenia zu sprechen kam. Über ihre Zeit auf Null. Tenia konnte ein Seufzen nicht unterdrücken. Was sollte sie schon groß über Null erzählen? Dass der Planet ihre Heimat war, wusste Anakin, aber dass sie von dort gegangen war, weil sie nach etwas suchte, was ihr dort nicht zuteil geworden war, das wollte sie nicht zugeben. Schlimm genug, dass Rosita das nicht nur gemerkt, sondern auch laut ausgesprochen hatte. „Da gibt es nicht viel zu erzählen“, war demnach der nächste Satz der Braunhaarigen. Ich bin auf Null ein Zwerg, habe oft die Schule geschwänzt und war lieber in den Wäldern und in den Bergen, hätte wohl kaum einen guten Eindruck gemacht. Ebenso wenig, wie eben die erste Tatsache.

Ich stamme aus einer Familie, deren Tradition es ist zu jagen“, sagte sie dann aber doch um ihrerseits selbst etwas persönlicher zu werden, als sie hinzufügte: „Damit konnte ich aber nicht so viel anfangen.“ Sehr zum Missfallen ihrer Mutter, die für diesen Traditionsbruch weitaus weniger Verständnis hatte aufbringen können, als ihr Vater. Tenia hatte sich damit zufrieden gegeben, Touristen Null zu zeigen. Eben jenen Touristen, die nicht an der Jagd interessiert waren, sondern an schönen und besonderen Plätzen Nulls.
Steine bearbeiten war auch nicht mein Ding. Also habe ich die Besucher, die nicht am Jagdtourismus interessiert waren, herumgeführt. Ich kenne Null in und auswendig. Bestimmt jeden Stein und jeden Winkel“, erklärte sie dann und konnte den Stolz über ihre Heimat wohl ebenso wenig verbergen, wie die Wehmut darüber, nicht mehr dort zu sein.
Auf die zweite Frage Anakins nickte Tenia einfach nur. Sie hatte bei ihren Eltern gelebt und es war das erste Mal, dass sie von ihnen getrennt war und wohl auch noch für längere Zeit getrennt bleiben würde.


Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ mit [COLOR="sienna)"]Anakin[/COLOR]
 
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Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ mit Tenia

"Wenn ich in ihrer Nähe wäre, könnte ich sie sicher spüren.",

begann Anakin die berechtigte Frage von Tenia beantworten. Allerdings unterschätzte sie die nur sehr kurze Zeit und die kaum vorhandenen Erinnerungen des Jedi an seine wirkliche Familie.


"Ich könnte sie jedoch kaum von anderen Menschen unterscheiden. Ich war noch sehr jung als wir von einander getrennt wurden. Und davon sie mithilfe der Macht über lange Distanzen ausfindig zu machen will ich gar nicht erst reden."

Seine Worte blieben nicht ganz von einem leicht reuevollen Ton verschont, obwohl die eigentlich positive emotionale Lage des Gesräches nur wenig darunter litt. Bei all den Möglichkeiten die man als ausgebildeter Jedi hatte, wirklich große Wunder konnte man nicht vollbringen. Schon allein da der effektive Einsatz der Macht das Trennen von zu vielen Emotionen vom Geist erforderte. Doch selbst, wenn man wie die Sith seinen Emotionen Futter gab, wäre das Kunststück eine kaum nahestehende Person über unendlich scheinende Entfernungen zu erkennen unmöglich. Derartige Bande konnten wenn überhaupt nur zwischen zwei machtsensitiven Geschöpfen geknüpft werden und selbst dann war es mehr als nur schwierig.

Anstatt weiter darauf einzugehen hörte Anakin den kurzen Ausführungen seine Schülerin zu ihrer eigenen Herkunft zu, nach der als nächstes gefragt hatte. Er brauchte die Macht nicht um zu hören, dass sie es nicht gewohnt war über ihre eigene Herkunft zu reden. Dass sie nicht den 'Maßstäben' der Nullianer entsprach brauchte er sich von ihr nicht sagen lassen, obgleich sie es gar nicht ansprach. Es hatte sicherlich seine Gründe, dass sie nicht auf ihre für Nullianer geringe Körpergröße einging, obgleich er eine gewisse Wehleidigkeit zwischen ihren Worten herauslesen konnte. Der Jedi konnte nur erahnen, welche Repressalien sie aufgrund dieses eigentlich marginalen Makels hatte erdulden müssen. Umso bestärkter fühlte er, dass der Weg der Jedi für seine Schülerin der richtige war. Es waren immer die vermeindlich Schwachen die durch erfahrenes Leid nur selten ihr volles Potenzial entfalten konnten. Tenia hatte als Jedi die Möglichkeit einen Unterschied zu machen. Am Ende durfte es nur nicht der Beweis sein, doch einen gewissen Wert zu haben, den es anzutreten galt, sondern aus den Schatten der Vergangenheit hervorzutreten und über den Dingen zu stehen.


"Du kennst dich also gut mit der Natur aus?",

stellte Anakin auf die Ausführungen der Padawan fest.


"Das ist eine einzigartige Gabe. Naturverbundenheit ist etwas, das einen Jedi zu großer Stärke verhelfen kann."

Ihre eher stumpf klingenden Schritte auf den Gängen der Widerstandsbasis wurden zu einem Hallen als sie zeitgleich in eine nur von vereinzelten, kleinen Kisten eingenommene Halle traten. Sie waren in einem der Lager angekommen. Es war nicht groß und dank der Kämpfe um Coronet größtenteils ausgeräumt. Hier wurden wohl Waffen und derartige Mittel gelagert die nur darauf gewartet hatten für die Befreiung des Planeten eingesetzt zu werden. In der Mitte des Raumes, der ungefähr die Größe eines der kleineren Trainingsräume im alten Jedi Tempel hatte, blieben sie stehen. Die Panorama-Fenster mit dem unvergleichlichen Blick auf die Hauptstadt fehlten, so wie jede andere Art von Brüchen in den Wänden. Stattdessen bestanden die Mauern der untertage liegenden Einrichtungen aus robustem Beton. Abgesehen von der Größe erinnerte eigentlich nichts an die Trainingsräume des Tempels, geschweige denn der Basen des Ordens seither. Es würde seinem Zweck dienen, befand Anakin trotzdem ohne der Einrichtung weitere Aufmerksamkeit beizumessen.

Er drehte sich zu Tenia und drückte ihr bei vollendeter Drehung den lederumwickelten Griff seines Lichtschwertes in die Hand, bevor sie überhaupt bemerkte, dass ihre Hand nach etwas gegriffen hatte.


"Sieh es als eine Leihgabe.",

erklärte er, während er die Jedi-Waffe überreichte. Aus Mangel an Trainingsequipment würde sie gleich mit dem Echten trainieren müssen, doch sie war feinfühlig genug sich nicht selbst zu verletzen. In alten Tagen war es sowieso nicht anders gewesen und er würde sie natürlich nicht gleich in ein Gefecht werfen.


"Das Lichtschwert ist die Seele eines Jedi. Auch wenn es nur im Ernstfall eingesetzt wird ist es ein Zeichen, ein Symbol unserer, deiner Stärke. Es zeichnet dich aus ohne dich zu beschreiben. Es beschreibt dich, ohne dein Handeln zu bestimmen. Es bestimmt dein Handeln, indem es dich daran erinnert wer du bist."

Nun war dies natürlich nicht ihre eigene Waffe, weshalb Anakin ergänzte:

"Dieses Lichtschwert hat viele Welten gesehen. Ich hoffe seine Weisheit hilft dir in den kommenden Zeiten, bis du bereit bist deinen eigenen Weg, mit einem eigenen Lichtschwert zu schneiden."

Er nahm ein paar Schritte Abstand und zog selbst das Lichtschwert, welches er zuletzt aus seiner Tasche geholt hatte, aktivierte es jedoch nicht.

"Es wird ernst.",

meinte er etwas lauter zu Tenia. Seine Stimme hallte durch den leeren Lagerraum.


"Aktiviere es und spüre wie es die Luft durchschneidet, wie es sich anfühlt eine solche Waffe zu führen."

Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ leerer Lagerraum ~ mit Tenia
 
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Coronet ~ H7 ~ geheime Zuflucht ~ mit Sarid, Rilanja, Visas & NPCs

Ihre Flucht war gelungen. Zumindest erweckte momentan alles den Anschein, stellte Nei fest. Man kümmerte sich um die schwer verletzte Gin und hatte soviel Verbandszeug zusammen gesammelt hatte wie zu finden war, wovon Nei für sich selbst eine einzelne Bacta-Kompresse in Anspruch nahm. Vorsichtig nahm sie das verkohlte Schulterstück ihrer Jedi Rüstung ab, um es dann unachtsam, ob seiner Nutzlosigkeit in eine Ecke zu werfen. Mit dem mit ihrer Wunde verschmolzenem, schwarzen Stoff ihrer Robe verhielt es sich nicht so einfach. Vorsichtig zupfte sie Faser für Faser aus der feuchten Brandwunde heraus. Jeder einzelne Fussel verursachte momentan mehr Schmerzen als der Schuss selbst es getan hatte. Entsprechend verzog die Ruusanerin das Gesicht und biss sich geradezu auf die Lippen.

"Es geht schon!",

fauchte sie fast schon Meister Ciel an, der im Begriff war der Padawan seine Hilfe anzubieten. Es war allerdings klar, dass es sich bei dem Fauchen mehr um eine Reaktion auf ihre konzentrierten Versuche beim Freilegen der Wunde handelte, als um eine Abneigung dem Jedi gegenüber. Allerdings gab es eh nichts was er tun konnte. Wirklich reinigen würden sie die Wunde nicht können, zumindest nicht mit den hier vorhandenen Medipacks und die Fummelarbeit übernahm Nei lieber selbst.

Wenige Minuten später konnte Nei sich ihre Robe wieder halbwegs fest überstreifen. Die Kompresse hielt für den Moment und der Schmerz war schon fast vergessen - wenigstens für die Zeit bis sie zum Widerstand oder in sonst eine sichere Zone zurückgekehrt waren. Dann würde sich wohl ein Arzt oder Med-Droide nochmals um die Blessur kümmern müssen.

Fast alle Anwesenden standen weiter um Gin herum oder versorgten sich für den Moment selbst, als Sarid schließlich auch herein kam. Ihr Gesichtsausdruck verriet, dass ihre Flucht geglückt schien. Man konnte jedoch auch ihre Besorgnis erkennen. Lange würden sie sich hier nicht versteckt halten können, las Nei in ihren Augen.


"Ich werde versuchen den Widerstand über einen sicheren Kanal zu erreichen.",

kündigte die Ruusanerin an. Sie kannte sich nicht allzu gut mit Technik aus, zumindest nicht mit der Hardware oder mit Mechnismen - ganz im Gegensatz zu Rilanja, die vorhin scheinbar genau gewusst hatte wovon sie redete, als es um die Kühlung des Schutzschildes ging. Allerdings mit ihrem eigenen Com war Nei bestens vertraut und konnte so manches, kleines Wunder damit vollbringen und machte sich auch sofort daran die Frequenzen und Kanäle, die für die Kommunikation nach Beendigung der Missionen vereinbart waren durchzugehen.

Es dauerte einige Zeit in der sie geistig fast völlig abgeschnitten von ihrer Umwelt auf das ihre Hand ausfüllende Com-Gerät gestarrt hatte. Doch schließlich konnte sie sich mit einem freudigen Gesichtsausdruck den anderen wieder zuwenden und verkünden:


"Die vom Widerstand sind auf dem Weg uns zu evakuiieren. In wenigen Minuten dürften sie da sein. Sie bringen auch Hilfe für Meisterin Nezz mit - wohl um sie für den Weg zu stabilisieren."

Ihr zunächst aufdringliches Lächeln flaute etwas ab, als ihr Blick verriet, wie sie in Gedanken versank. Sie würden alle lebendig aus dieser Sache herauskommen. Erst jetzt wurde Nei bewusst, was gerade alles geschehen war. Wenn alles überstanden war, so dachte sie, konnten sie zufrieden sein, doch war es ein sehr turbulentes Abenteuer gewesen. Ihr Kopf schwenkte in die Richtung der ruhig gestellten Mirialan Jedi. "Hoffentlich war es das alles wert", säuselte sie leise flüsternd zu sich selbst.

Coronet ~ H7 ~ geheime Zuflucht ~ mit Sarid, Rilanja, Visas & NPCs
 
Corellia – vor Coronet - E3, nördliche Hügel, nach dem Hinterhalt - Republikssoldaten, John, Keaed und Kalyn

Kalyn war durchaus ein bisschen stolz auf Keaed, ihren Padawan, dass diesem Johns Machtbegabung aufgefallen war – aber der Nautolaner hatte wirklich eine Art, mit der Tür ins Haus zu fallen! Als verhinderte Matriarchin des Kuati-Adelsgeschlechts der Kryvulds besaß sie ein natürliches Talent für Diplomatie, welches sie bei den wenigen Gelegenheiten, die sich ergaben, auch schon bewiesen hatte. Keaed bewies dagegen des öfteren, dass ihn Adumar stärker geprägt hatte als Glee Anselm, obwohl er zweifellos auch vorher schon ein Draufgänger gewesen sein musste, sonst wäre er dort wohl niemals gelandet.

Jedenfalls traf der Padawan mit seinem uneleganten Vorstoß nichtsdestotrotz ins Schwarze. Der Korporal schickte seine Leute weg, was ein eindeutiges Zeichen war, und erzählte dann unter sechs Augen von seinen Besonderheiten, zu welchen auch Alpträume gehörte, die ihn seit der Ankunft hier heimsuchten und die offensichtlich einen Sith in Rüstung beinhalteten. Kalyn nickte.

»Wirkte diese schwarze Gestalt vertraut? Haben sie dergleichen in ihrem Leben schon einmal gesehen?«

Fragte sie nach, um sicherzustellen, dass diese Alpträume tatsächlich den Charakter einer Vorahnung hatten und es sich dabei nicht nur die Nachwirkungen eines x-beliebigen Holofilms handelte.

»Wir denken, dass es eine einfache Erklärung für all diese Phänomene gibt – Sie sind machtsensitiv. Wenn Ihr Uns gestattet, werden Wir überprüfen, wie groß Ihr Potential tatsächlich ist.«

Mit diesen Worten näherte sich die Jedi-Meisterin John noch mehr und berührte ihn mit gespreizten Fingern an Schläfen und Wange. Das von der Kampfmeditation herrührende Gefühl der in ihr tobenden Schlacht schob sie etwas weiter nach hinten. Sie hielt sie ohnehin nur noch pro forma aufrecht, um den Truppen ein weiteres Chaos stiftendes Ereignis wie vorhin, als sie bei der Minenexplosion das Bewusstsein verloren hatte, zu ersparen. Die Sondierung des Potential des Korporals dauerte nur einen Augenblick, und das Ergebnis war deutlicher als erwartet. Viele Personen trugen ein mehr oder weniger starkes Machtpotential in sich, das sich in einigen oder allen der von dem Menschen beschriebenen Symptomen äußerten, doch nur die wenigsten waren so stark, dass eine Padawan-Ausbildung erfolgversprechen schien. John war einer von ihnen – und Kalyn Kuati genug, um trotz der heftigen Reaktion, die sie verspürte, die Fasson zu bewahren.

»Es würde sogar ausreichen, um selbst ein Jedi zu werden,«

Konstatierte sie lächelnd, nachdem sie sich wieder gelöst hatte, wohingegen Keaed geradezu begeistert wirkte:

»Ich wusste es! Glückwunsch!«

Corellia – vor Coronet - E3, nördliche Hügel, nach dem Hinterhalt - etwas entfernt Republikssoldaten – John, Keaed und Kalyn
 
Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Raiken Skywalker

Raiken ging tiefer in den Wald um nach dem Rechten zu sehen. Als er alleine war, fühlte er sich beobachtet. Sein eigentlicher Auftrag war eine kleine Erkundungstour, doch diese erwies sich als kleiner Hinterhalt einer Person die ihm bekannt war. Er kehrte kurz in sich und vernahm eine ihm bekannte Präsenz.

In der Sprache der Hutts begann jemand su sprechen.

"Habe ich dich endlich gefunden. Es war nicht leicht dich zu finden."

Raiken antwortete in der selben Sprache.

"Was willst du von mir? Du hast mir bereits alles genommen."

"Was ich will, ist nicht von Bedeutung. Jemand will dich zurück haben. So einen guten Sklaven verschenkt man nicht so einfach. "

"Da wirst du mich schon töten müssen."

Raiken war sich durchaus bewusst, in welcher Lage er sich befand, doch dieser Moment war besonders. Schließlich hatte er diesem Wesen seine Narbe zu verdanken. Die Narbe, die ihn enstellt hatte. Sein Meister war weit enfernt. Diese Situation musste er alleine bewältigen. Auch wenn er unterlegen war.

Sein Gegner bewegte sich sehr schnell auf ihn zu. Im letzten Augenblick, konnte er ausweichen und seinen Gegner zu Fall bringen.

Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Raiken Skywalker
 
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[Corellia System – Corellia – Coronet City – Anwesen des Gouverneurs von Corellia - Michael Aeren und Steven Crant]


"Ich verkneif mir mein Kommentar mal, weil ich Angst habe du lässt mich nicht mehr hier raus.", stichelte Steven bevor er in den Kofferraumstieg und den Deckel schloss. Michael warf einen düsteren Blick in Richtung der hinteren Sitzreihe.

Das könnte dir schon passieren.“ Aber viel wahrscheinlicher erschieße ich ihn vorher, dachte der Widerständler. Er begleitete den Jedi schon seit dem Anfang der Invasion Coronets und schützte ihn seitdem vor imperialen Soldaten, aber vor allem vor dessen Ego, welches die Ausmaße eines ganzen Sternensystems hatte. Leider war dieser Jedi aber gleichzeitig auch sein Schlüssel zum Erfolg, dann andere Unterstützung, vor allem welche mit Laserschwertern und der Fähigkeit Leute ohne den Einsatz von Händen gegen Mauern zu drücken, hatte der hiesige Widerstand leider nicht im Petto.

So fügte sich Michael in sein Schicksal und wartete darauf, dass der Sicherheitschef der Gouverneursgarde das Zeichen zum Vorfahren gab. Die Wartezeit die folgte nutzte der neue Chauffeur dazu, sich mit den Kontrollen des Fahrzeuges vertraut zu machen und den im Fahrzeug verbauten Panicbutton außer Funktion zu setzen, während Steven sicher eine langweilige und sehr unbequeme Zeit im Kofferraum hatte. Jedenfalls hoffte der Widerständler den Panicbutton außer Funktion zu setzen. Wenige Minuten später kam das Signal. Michael startete den Motor und fuhr den Wagen vor die ausladende und prunkvolle Treppe des Hauptgebäudes, an das Ende des dort ausgelegten roten Teppichs.


Nicht schlecht hier zu wohnen, dachte Michael. Er beneidete den Gouverneur zwar um das Anwesen, allerdings nicht um das was ihm jetzt bevorstand. Ein Diener in imperial geschnittener Livree kam heran und öffnete die hintere Tür des Gleiters, durch welche kurz darauf Vaj Traln und zwei seiner Leibwächter einstiegen und es sich in den Ledersitzen bequem machten. Als der Diener die Tür zugeschlagen hatte, wandte sich einer der Sicherheitsleute an Michael.

Fahren Sie los.“

Verstanden, Sir“, lautete die zackige Antwort.

Michael sah wie sich die vier Speederbikes vor ihm langsam in Bewegung setzten und gab langsam Gas. Als der Konvoi das Gelände von Tralns Anwesen verlassen hatte, erhöhten die Fahrzeuge die Geschwindigkeit und fuhren recht zügig in Richtung Coronets und des dort aufsteigenden Rauchs.

Die vom Sicherheitsdienst ausgewählte Route stellte sich kurz darauf als sehr förderlich für die Pläne der beiden Widerständler aus. Wahrscheinlich um Unruhen und Angriffen durch die Republik zu entgehen, führte der Weg des Gouverneurs durch eine etwas heruntergekommene Straße, welche sich nur wenige Blocks von dem Lagerhaus entfernt befand in dem Dog und Jarus auf sie und ihren baldigen Gefangenen warteten. Die größte Schwierigkeit bestand jetzt darin einen Grund zu finden, wieso der Gleiter einen anderen Weg einschlagen müsse.

Doch an dieser Stelle kam ihm Jarus und Dogs Einfallsreichtum und Erfahrung zu Hilfe. Sie hatten vermutlich darauf spekuliert das der Gouverneur einen abgelegenen Weg nehmen würde, und hatten dafür gesorgt das dort große, ausgebrannte Fahrzeugwracks die Straße versperrten. Dem Konvoi blieb nichts anderes über als stehen zu bleiben und umzudrehen. Allerdings ereignete sich just in dem Moment als die Fahrzeuge stehen blieben um zum Umdrehen anzusetzen ein Überfall, welcher ohne Zweifel von Dog und Jarus inszeniert wurde

Im Abstand weniger Augenblicke kippten die vier Speederbikefahrer von ihren Bikes und blieben regungslos auf der Straße liegen. Michael gab, wie in solchen Momenten sicher von einem Chauffeur erwartetet wurde, Gas und bog in eine kleine Seitenstraße ein. Der Gleiter mit den übrigen Sicherheitsleuten folgte ihnen wie ein Schatten. Jedenfalls bis Michael scharf in die nächste Straße einbog und das zweite Fahrzeug die Biegung nur um wenige Zentimeter verfehlte. Aufgrund der Tatsache, dass der Gleiter vollgetankt war und anscheinend mitten in ein Treibstofflager geflogen war, gab es eine recht eindrucksvolle Explosion, welche dem, etwas weiter entfernten Beobachter, eher wie ein Feuerwerk zur Feier der Invasion Coronets vorgekommen wäre.

Als Michael in den Rückspiegel blickte sah er wie das Gesicht des Gouverneurs blass geworden war. Vaj Traln wandte sich direkt an seinen Chauffeur, oder zumindest an die Person, von der er glaubte sie wäre es:


Fahren Sie schneller.“

Verstanden. Sir. Wir nehmen eine Abkürzung zum Bunker.“

Traln ließ sich, jetzt etwas beruhigt in seinen Sitz zurück fallen. Michael fuhr den Gleiter erneut um eine Ecke. Als dem Gouverneur und seinen Begleitern auffiel, das es sich bei der Ecke nicht um eine Straßenkreuzung, sondern die Einfahrt zu einer Lagerhalle handelte, zückten alle drei ihre Waffen.

Was soll das?“, schnauzte einer der beiden Sicherheitsleute den Fahrer an.

Im Namen der Neuen Republik nehme ich Sie fest, Gouverneur Traln“, verkündete Stevens Stimme. Auf einmal wurden die beiden hinteren Türen aufgerissen, und die Fahrgäste sahen sich zwei Langblastern von Dog und Jarus gegenüber. Der Körperbau der beiden Widerständler und die Aussicht von einem Laserschwert ausgenommen zu werden, ließen die zwei Bewacher zur Vernunft zurückkehren und sie ihre auf den Boden werfen.

Aussteigen und Hände an den Wagen“, befahl Michael den Gefangenen, welche seinem Befehl widerwillig Folge leisteten. Als sie alle drei durchsucht und ihnen alle Gegenstände, die sie an ihrer Kleidung und darunter aufbewahrten, abgenommen hatten, betäubte Jarus Traln und seine Begleiter.

Das wäre geschafft“, sagte Dog.

Zum Glück“, antwortete Michael. Er hoffte das die Imperialen nach der Gefangennahme ihres Gouverneurs nun endlich einsahen, das sie im Kampf um Corellia am Ende waren.


[Corellia System – Corellia – Coronet City – Planquadrat G10 - Sammelpunkt Gamma - Michael Aeren und Steven Crant, Jarus und Dog (beides NPC)]
[OP] Damit wir endlich mal weiterkommen.[/OP]
 
Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ leerer Lagerraum ~ mit Anakin

Scheinbar war es nur dann möglich Präsenzen zu spüren, wenn sie in der unmittelbaren Nähe waren. Etwas, was die Nullianerin nicht einfach stehen lassen wollte, ohne es selbst auszuprobieren. Auch wenn ihre Machtfähigkeit kaum ausgebaut war, sie wollte es dennoch versuchen. So schloss sie selbst einen Moment die Augen, um sich auf ihren Vater zu konzentrieren. Aber sie konnte ihn weder mit der Macht spüren, noch sehen. Anakin hatte sie wahr genommen wie ein Feuer in der Nacht. Ihr Vater hingegen war nicht einmal als winziger Punkt in der Ferne wahrzunehmen. Gerade so, als sei er überhaupt nicht existent. Eine ernüchternde Feststellung für die Nullianerin.
Sie nickte schließlich beiläufig, als ich Meister die entsprechende Entfernung erwähnte. Aber es bestand die Hoffnung, dass er seinen Eltern ausfindig machen würde, wenn er den Informationen seines Datapads nachging. Tenia hoffte für ihren Meister, dass seine Suche positiv und nicht enttäuschend verlaufen würde.

Dann aber war sie an der Reihe von sich zu erzählen. Von sich und ihrem Planten, der ihr Kummer und Freude zugleich bereitet hatte. Die Negativen Dinge aber ersparte sie sich und ihrem Meister. Er musste nicht wissen, welche Ereignisse sich auf Null zugetragen hatten, so wenig wie er über ihren Fehlstart im Orden unterrichtet werden musste. Immerhin hatte sie diesen schon angedeutet. Und wer wusste, ob Anakin Rosita nicht kannte oder ob sich Jedi untereinander austauschten, so wie es Lehrer taten. Wenn dies der Fall war, würde Anakin seine Meinung bezüglich der jungen Frau vielleicht noch ändern. Schließlich hatte auch er für einen Moment die Seite Tenias kennen gelernt, die sie eigentlich zu verbergen suchte, seit sie auf Lianna war.

Die junge Frau nickte erneut, auf die Frage ihres Meisters hin. „Ich bin in und mit der Natur aufgewachsen.“ Dafür hatte sie überhaupt kein technisches Verständnis. Sie wusste nicht einmal wirklich, wie sie ihr Datapad und das Kommunikationsgerät bedienen sollte, dass sie sich gekauft hatte. Tenia wusste, wie man draußen überlebte, wie man sich eine Schlafstätte bereitete, aber sie hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wie man flog oder ein technisches Gerät bediente. Außer Speederbikes. Eines der wenigen Fahrzeuge, dass der Nullianerin bekannt war und das sie handhaben konnte. Ansonsten kannte sie ihr Reittier und ihre eigene Fähigkeiten ihre Kondition betreffend. Als Gabe hatte sie ihre Naturverbundenheit bisher nicht gesehen. Eher als Selbstverständlichkeit, schließlich kannte sie nichts anderes. Sie wusste, dass man durch die Natur Verständnis für viel erlangen konnte, aber wie ihr all das zu Stärke verhelfen sollte, war ihr dennoch ein Rätsel.

Den Wartesaal verlassend, betraten die beiden Jedi einen neuen Raum, einer Lagerhalle, die von imposanter Größe war, als Anakin sich zu seiner Schülerin umdrehte um ihr irgendetwas in die Hand zu drücken. Verwundert sah die Dunkelhaarige auf ihre Hand, in der sich ein Gegenstand befand, der ihr seit Beginn der Mission bekannt war. Eine Lichtwaffe. Ihr Blick wanderte von dem Lederumspannten Griff zu Anakin und wieder zurück zu der Waffe.
„Eine Leihgabe?“, wiederholte sie und wusste nicht, ob sie eher schockiert oder verwundert klang. Aber Anakin setze zum Sprechen an und philosophierte über die Bedeutung einer Lichtwaffe und Tenia konnte gar nicht anders, als den Griff des Schwertes bei den Worten ihres Meisters zu betrachten. Eine Lichtwaffe würde sie auszeichnen, ohne sie zu beschreiben? Weil auch die Sith eine solche Waffe führten. Es beschrieb sie, ohne ihr Handeln zu bestimmen, weil sie diejenige sein würde, die das Schwert einsetze. Um zu zerstören, oder zu erschaffen.

Voller Ehrfuchrt sah die junge Waldbewohnerin auf den Griff, der sich in ihrer Hand befand. Die einzige Waffe, die sie bisher in den Händen gehalten hatte, war eine einfache Steinschleuder gewesen. Aber diese Waffe hatte nichts bedeutet.

Als Anakin schließlich verlangte, die Waffe zu aktivieren, wanderte der Blick der jungen Schülerin voller Unglaube zu ihrem Meister. Sollte sie wirklich eine Waffe aktivieren, die einen Jedi auszeichnete? Eine Waffe, der sie selbst nicht habhaft war? Sein Blick ließ keinen Zweifel daran. Ehe Tenia aber der Anweisung ihres Meisters nachging, wog sie das Lichtschwert in der Hand und betrachtete jeden Zentimeter des Griffes. Besah sich die Struktur und jedes Element, das sichtbar verbaut war, ehe sie ihre Hand fester um den Griff legte. Dann aktivierte sie das Schwert, das mit einem energiegeladenen Summen zum leben erwachte. Eine gelbe Klinge drang aus der Seite des Schwertes und sein Schimmer legte sich über das Gesicht der jungen Padawan, ehe sie mit der zweiten Hand nachgriff und das Schwert eher unbeholfen, einmal durch die Luft schwang. Bei Anakin selbst hatte die Bewegung so einfach und kunstvoll ausgesehen.
„Es fühlt sich…“
Wie fühlte es sich überhaupt an? Seltsam, aber richtig zugleich. Machte das einen Sinn? Der Griff lag nicht perfekt in ihren Händen, aber dennoch schien es, als ginge etwas von dieser Waffe aus, direkt in Tenia über. Ein Gefühl, dass sie nicht zu beschreiben vermochte.
„Ich kann es nicht beschreiben“, gab sie dann zu, als ihr Blick von der Klinge zu ihrem Meister glitt.
„Ich weiß, dass es eine Waffe ist, aber es fühlt sich nicht so an.“ Eine Steinschleuder war viel eher ein Gerät zum Töten. Aber das Lichtschwert hatte eine gänzlich andere Ausstrahlung.

Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ leerer Lagerraum ~ mit Anakin

 
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Corellia – vor Coronet - E3, nördliche Hügel, nach dem Hinterhalt - etwas entfernt Republikssoldaten – John, Keaed und Kalyn

Die Meisterin und ihr Schüler, so wie John das nun (endlich) gerafft hatte, hatten 2 völlig verscheidene Arten zu reden oder zu handeln. Der eine war stürmisch, und ging wohl meistens mit dem Kopf durch die Wand, und die andere schien John doch etwas vernünftiger zu sein. Der eine fragte dann, ob John die Gestallte wetwas bekannt vorkam oder völlig neu. Der Mann überlegte kurz, und errnierte sich an den Tod seiner Eltern, was seine Hand zur Faust ballen lies.

" Als ich 4 war, wurden meine Eltern von jemanden ermordet der so eien Art Rüstung trug. Aber es wird doch kein..."

John brachte den Satz nicht zu Ende, sondern holte tief Luft, da er mal wieder mit den Tränen zu kämpfen hatte weil der Tod seiner Eltern bis heute in seiner unruhigen Seele ruhte. Nach kurzer Pasue, in der, der sonst so starke und selbstbewusste Mensch die Errinerungen, den Hass und die Trauer wieder verdrängt hatte, fragte ihn die Jedi, ob sie prüfen könnte, ob John nun machtempfänglich sei, wie es zuvor hieß oder nicht. Ohne eine Antwort abzuwarten, fasste sie John an mehreren Stellen , und dieser verzog etwas ängstlich das gesicht, lies es aber (erstmal) mit sich machen.

Nach höchstens einer Minute, führte die Hand der Jedi wieder weg, und sie machte kurz einen Gesichtsaudruck den John nicht deuten wollte. Dann wurde ihr Gesicht freudig, und voller Freude in ihrer Stimme, berichtete sie John, das dieser machtempfänglich sei, und sogar zum Jedi werden könne.

Der Mensch, wusste erst gar nicht was er von dieser Nachricht halten sollte. Ob er sie als schlecht oder gut empfand. es war komisch. John hatte sich grade bei der Armee einglebt, wurde grad zum Korporal befördert und hatte Freunde gefunden und jetzt sollte er aus dem ganzem wieder heraus gerissen werden ? Dieser Gedanke gefiel John eignrlich so gar nicht.
Auf der anderen Seite, würde es wohl geil sein ein Jedi zu sein, wodurch John natürlich im Kampf noch geschickter wäre. Nur wäre er wohl für die Diplomatie nicht gut geeignet. Er wusste nicht genau wofür er sich entscheiden sollte.

Nach kurzer Pasue holte der Mann Luft, um zu reden. Er hatte zwar immernoch seine Zweifel, aber seinen Entschluss gefasst.

" Das kam zwar alles ziemlich schnell und ich habe noch meine Zweifel ob das richtig ist, aber ich habe mich dafür entscheiden ein Jedi zu werden."

Er musste schlucken. Irgendwie steckte dem Mann nun ein Klos im Hals. Was war nur los ? Er würde später drüber nachdenken, nun wartete er erstmal eine Antqort von einem der Jedi ab.

Corellia – vor Coronet - E3, nördliche Hügel, nach dem Hinterhalt - etwas entfernt Republikssoldaten – John, Keaed und Kalyn
 
Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ leerer Lagerraum ~ mit Tenia

Kurz bevor Tenia das Lichtschwert, dass ihr Anakin gegeben hatte aktivierte, bemerkte der Jedi ein Präsenz in der Macht. Es handelte sich zweifellos um Padme, die sich ebenfalls in der Basis zu befinden schien. Er hatte sie scheinbar vorher nicht bemerkt, da ihre Aura gerade erst wieder stärker wurde. Scheinbar war auch sie nicht ganz verschont geblieben, aber immerhin dabei wieder zu Kräften zu kommen. Sie war nicht allein, also ging Anakin davon aus, dass sich gut um sie gekümmert wurde und beschloss sie bei der nächsten Gelegenheit aufzusuchen, um nach ihr zu schauen. Für den Moment war es jedoch seine Aufgabe, sich weiter um das Training seiner Padawan zu kümmern.

Zuvor hatte Anakin deutlich anhand der Reaktion von Tenia wahrnehmen können, dass sie ihre Naturverbundenheit in Verbindung mit ihrer nullianischen Abstammung bisher gar nicht so zu schätzen gewusst hatte, wie er es ihr verständlich machen wollte. Es würde ihr sicher auffallen, je stetiger ihre Ausbildung und ihr Verständnis für das Wesen der Macht voranschritt. Ein Gedanken den er erst einmal festhielt.

Positiv überrascht war er, über ihre Reaktion auf das Lichtschwert. Viele Schüler, die vor ihrem Beitritt zu den Jedi nur wenig bis gar keine Erfahrung mit Waffen hatten, erachteten Lichtschwerter als abschreckend. Doch obwohl ein Hauch von Verunsicherung bemerkbar war, konnte man das Leuchten in den Augen der immer wissberiger wirkenden Frau nicht übersehen. Anakin selbst hielt das Lichtschwerttraining für einen der direktesten Wege zum Machtverständnis. Es verband Körperlichkeit mit Intuition und einem tiefen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ebenso wie zur Macht. Wenige Dinge im Leben eines Jedi waren so intensiv wie die Auseinanderstzung mit einem Gegner, selbst wenn es nur eine Simulation war. Vermutlich war es der Druck den ein Kampf mit sich brachte. Man lernte hier am besten seine Ängste unter Kontrolle zu behalten, seine Gefühle abzuschalten und sich auf den Moment, das hier und jetzt, aber auch auf Konsequenzen des eigenen Handelns zu fokussieren. Alles Dinge die Tenia nun bevor standen.

Mit einer fließenden Bewegung zog Anakin sein zweites Lichtschwert und aktivierte die Klinge, welche zischend aus dem Griff schoss und dem gelben Leuchten von Tenias Waffe ein kühles blaues Licht entgegen setzte. Dann nahm er die Grundhaltung der einfachsten Lichtschwert-Form ein.


"Es ist gut ein Lichtschwert nicht nur als Waffe zu sehen.",

begann er zu erklären, während er ein paar einfache Parierbewgungen vorführte, die in ihrer Ausführung weniger spektakulär kaum sein konnten, aber auch einem Leihen deutlich machten, dass sie an Effektivität nicht zu unterschätzen waren. Ein aus der Paradebewgung folgender Ausfallschritt deutete einen Angriff, eine Riposte an und der Jedi fuhr fort.


"Es ist ein Instrument für den Willen der Macht. Es gebietet Erfurcht, Respekt, manchmal sogar Furcht - oft kann Furcht ein mächtiger Verbündeter sein."

Er ging wieder in die Ausgangshaltung zurück.

"Aber nichts desto trotz ist es auch ein Waffe. Ziehst du einmal dein Lichtschwert, dann musst du auch bereit sein es einzusetzen."

Oft war es ein schwieriges Unterfangen den mit einer solchen Waffe verbundenen Kampf in den Einklang mit dem Jedi Kodex und meist auch mit eigenen Empfindungen zu bringen. Am Ende handelte es sich aber fast immer um einen letzten Ausweg, wenn Diplomatie oder anderer, friedvollere Lösungen versagt hatten.

"Dies ist die erste Lichtschwertform: Shii-Cho."

Er führte die einfachsten Bewegungen erneut vor.

"Sie ist die Basis für jede weitere der sieben, gelehrten Formen im Lichtschwertkampf und gleichzeitig die ausgewogenste."

Während er mit beiden Händen den Griff des Lichtschwertes vor sich etwa auf Hüfthöhe hielt und die Klinge in einem annähernden 45 Grad Winkel schräg nach vorne auf die Decke zeigte, deutete er der Nullianerin mit einem Nicken sich neben ihn zu stellen und es auch einmal zu versuchen.

"Bleib mit beiden Beinen fest auf dem Boden und halte dein Gleichgewicht. Benutze deinen Oberkörper und deine Schultern, aber pass auf, dass du dein Gleichgewicht nicht verlierst indem du zu weite Schwünge ausführst."

Langsam führte er die erste Übung vor.

Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ leerer Lagerraum ~ mit Tenia
 
Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Raiken Skywalker

Raikens Gefühlswelt wurde regelrecht auf den Kopf gestellt. Einerseits verspürte er ein gewisses Maß an Zorn in sich, andererseits fühlte er dennoch eine bestimmende Ruhe und Besonnenheit. Der Tot seines Gegners würde seine Familie nicht wieder lebendig machen. Er dachte an das Hier und Jetzt. Nicht an die Vergangenheit. Obwohl all seine Erinnerungen in ihm tobten. Er blieb konzentriert und versuchte seine Mission abzuschließen, auch wenn er gerade leichenblaß war. Als wenn er einen Geist gesehen hätte, der versuchen würde , ihn zu verschleppen.

"Du wirst mir eine Menge Geld einbringen ,du kleines Stück Dreck!"

Raiken stand vor seinem Gegner mit Tränen in den Augen und versuchte weiterhin ,Herr seiner Gefühle zu sein. Sein Gegner raste erneut direkt auf ihn zu. Dieses Mal nutzte er die Macht , sprang über seinen Widersacher hinweg, landete sanft hinter ihm, packte ihn am Kragen und schleuderte ihn zu Boden. Worauf er ihm mit einem Seil die Arme auf den Rücken band.

Er stand über seinem Feind und überlegte kurz doch dann wurde ihm etwas klar. Dies war nicht sein Weg. So würde er niemals handeln. Er beugte sich nach unten und begann ruhig zu sprechen.

" Du hast mir alles genommen. Du hast meine Eltern auf dem Gewissen und hast mich schwer verletzt. Du wünscht dir jetzt sicher den Tod, aber diesen Wunsch werde ich dir nicht erfüllen. Mir ist es lieber, dass du mit der Schande lebst, dass dich ein Kind unschädlich gemacht hat. Und eines solltest du noch wissen. Ich bin besser als du. Ich bin kein Mörder so wie du es bist. Du bist ein Ekel und ich hoffe, dass du mir nie wieder über den Weg laufen wirst. Und sag deinem Auftraggeber, dass ich ihn eines Tages besuchen werde.

Er erhob sich, kehrte ihm seinen Rücken zu und verließ dessen Gegenwart.

Als er wieder alleine war, kamen ihm erstmal Tränen in die Augen. Sein ganzer Schmerz nahm erstmal die Überhand. Diese Situation hatte ihn sehr mitgenommen.

Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Raiken Skywalker
 
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[Corellia | vor Coronet | Planquadrat C4 | Feldlager] Wonto Sluuk

[Zweiter Tag der Bodenoffensive, Vormittag]

Wonto Sluuk fühlte sich gar nicht gut. Die Medikamente benebelten seinen Geist ein wenig, alle Eindrücke schienen ihn zeitverzögert zu erreichen. Aber immerhin betäubten sie den Schmerz, auch wenn dieser nicht ganz verstummt war. Der Blasterschuss hätte den Ortolaner leicht töten oder ihn ein Bein kosten können, doch er hatte Glück gehabt - falls sich die Aussagen des Sanitäters bestätigten und er seinen Patienten nicht nur getäuscht hatte, um ihn zu beruhigen. Aber auch wenn er keine bleibenden Schäden davontragen würde, im Augenblick war es nur schwer zu ertragen. Bei jeder leichten Bewegung fühlte sich die verbrannte Haut an, als würde sie aufreißen, und vielleicht stimmte das sogar. Das Bein schien bis zum Knochen hinein weggebrannt zu sein, dem hässlichen Gefühl nach zu urteilen. Nachsehen konnte und wollte Wonto allerdings nicht. Er lag auf seiner Trage und starrte in den Himmel. Einen hellen, blauen Himmel mit weißen Wolken. Unendlich weit und offen, ohne die meilenhohen Häusertürme und zahllosen Brücken Coruscants. Ein befremdlicher, verstörender Anblick, von dem er sich aber nicht losreißen konnte.

Um ihn herum herrschte ein reger Betrieb. Personen, Droiden und Fahrzeuge wimmelten regelrecht um ihn herum. Er befand sich in einem Feldlager südlich der Hügel - und hoffentlich weit genug von ihnen weg, um vom Artilleriefeuer getroffen zu werden. Dessen Donnern untermalte permanent die allgemeine Geräuschkulisse mit tiefem Bass und gelegentlichem schrillen Pfeifen. Dass auch in unmittelbarer Nähe gekämpft wurde, verrieten die Geräusche schnellfeuernder Blaster - Flugabwehrwaffen, wie Wonto vermutete. Man hatte ihn doch hoffentlich nicht vom Schlachtfeld getragen, nur damit er direkt vor dem Lazarett von einer Bombe zerfetzt wurde, oder?

Aber nichts dergleichen geschah. Genau genommen passierte eine ganze Weile überhaupt nichts. Man ließ Wonto einfach liegen, sich selbst überlassen. Wie lange, das wusste er nicht. Es schien aber schon eine geraume Zeit zu sein und er hatte sich auch schon fast daran gewöhnt, einfach hier herumzuliegen und zu dösen, als ein Ruck an der Trage sein Bewusstsein wachrüttelte. Er blickte sich um und sah drei Gestalten unmittelbar neben sich. Sie trugen, rollten, schoben (oder wie auch immer die Trage konstruiert war) ihn in eines der Containergebäude. Anstelle des blauen Himmels trat nun eine weiße Decke mit grellen Lichtern, die Wonto zwangen, seine Augen teilseise zu schließen.

»3... 2... 1!« zählte jemand, dann wurde er hochgehoben und auf ein anderes Möbel umgebettet. Die ruckartige Bewegung in seinem verletzten Bein verursachte ihm Schmerzen, die ihn laut aufstöhnen ließen. Er versuchte nun doch, an sich hinab zu schauen und sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung war. Aber ein Medidroide und zwei in Kittel des Sanitätscorps gehüllte Humanoide versperrten ihm den Blick auf seine Verletzung und drehten ihm dabei den Rücken zu. Er spürte, dass seine Hose aufgeschnitten wurde, und dann, dass man ihm etwas in den Oberschenkel injizierte. Dann fuhrwerkten die drei an dem Verband herum, der ihm von dem Sanitäter angelegt worden war. Schließlich fühlte er nichts mehr, obwohl er sah, dass sie mit ihrer Arbeit nicht innehielten.

Einer der Mediziner drehte sich zu ihm um. »Spüren Sie das, Private?« fragte er durch seinen Mundschutz.

»Spüre ich was?« lautete Wontos einfältige Gegenfrage.

Mit zufriedenem Nicken drehte sich der Mann wieder um und setzte seine Arbeit fort. Worin sie bestand, das vermochte der Ortolaner nicht genau zu sagen. Er hoffte sehr, dass sie alles taten was in ihrer Macht stand, um sein Bein möglichst schnell und vollständig wiederherzustellen. Denn er hatte kein Interesse daran, als Kriegsversehrter aus dem Militärdienst auszuscheiden. Er hatte ja nichts Anderes als die Armee.


[Corellia | vor Coronet | Planquadrat C4 | Feldlager | Lazarett] Wonto Sluuk
 
[Coronet | Hauptquartier des Widerstands | Schlafraum] Joya No

[Vierter Tag der Bodenoffensive, Mittag]

Joya No blinzelte und schlug dann, noch immer recht schläfrig, die Augen auf. Im ersten Moment wusste er nicht so recht, wo er sich befand. Er versuchte sich an den intensiven, ziemlich verstörenden Traum zu erinnern, den er eben erlebt hatte, doch dieser entglitt bereits zurück in sein Unterbewusstsein und verblasste. Der Kaminoaner schaute an die Decke und stellte fest, dass sie aus der Unterseite eines weiteren Bettes bestand: Ein simples Stahlgitter, auf dem eine Matratze lag. Es war jedenfalls nicht die Medistation, auf der er eingeschlafen war. Zwar erinnerte er sich nur teilweise an diese Episode, aber dies war ein anderer Raum. Was für einer, und wie war er hierher gekommen?

»Commander No, Siese sein aufgewacht!« hörte er plötzlich eine vertraute Stimme neben sich. Er wandte den Kopf nach rechts und erblickte Lieutenant Nolboss, seinen Zweiten Offizier. »Michse sein superfroh zu sehn dass Siese werden gesund!«

Der Commander konnte sich nicht erinnern, von dem Lieutenant jemals einen solchen Kauderwelsch gehört zu haben. Der Gungan hatte sich während des Dienstes auf der Galactic Dawn immer erfolgreich um ein reines Basic Standard bemüht. Nun aber war er in den primitiven Dialekt seines Volkes zurückgefallen. No, dem dies ebenso sehr missfiel wie der Umstand, dass sein Untergebener ihn schwach im Bett liegen sah, richtete sich in eine halb sitzende Stellung auf; noch aufrechter ging es nicht, weil er sich sonst den Kopf am darüber liegenden Bett gestoßen hätte. Er nahm zur Kenntnis, dass er nicht nur eine, sondern anderthalb Matratzen belegte: Seine Füße ragten weit ins nächste Bett hinein, die hier dicht an dicht standen. Offenbar war es eine Art Mannschaftsunterkunft.

»Lieutenant, Bericht! Aber in vernünftigem Basic!« befahl er.

»Spielt keine Rolle, wie michse sprechen tun«, antwortete Nolboss. »Wirse sein ja nicht im Dienst.«

»Es herrscht Krieg - da ist ein Offizier der Flotte immer im Dienst!« erwiderte No störrisch. Doch der Lieutenant schien sich davon nicht beeindrucken zu lassen. Er überging diesen Kommentar und fuhr in seinem Heimatdialekt fort.

»Ist viel passiert in den letzten Tagenz«, berichtete er. »Mächtiges Gekämpf beim Widerstand mit viel Tote. Aber noch sind Republikaners nicht in der Stadt. Beschießen aber den Wall mit hundertes Artilleries.«

Diese Erzählung deckte sich nicht mit Joya Nos Zeitgefühl. Diesem zufolge war er nur ein Stündchen oder vielleicht zwei eingedöst gewesen.

»Wie lange liege ich hier schon?« fragte er.

»In diese Zimmer 36 Stunden, vielleicht, michse schätzen. Mussten nach einem Tag Medi-Station räumen wegen vieles Verletzten. Siese haben aber geschlaft fast die ganze Zeit und nur hin und wieder aufgewacht für Trinken und ...Gegenteil davon.«

Langsam kehrte die Erinnerung zurück. No konnte sich nun tatsächlich darauf besinnen, mehrfach kurz wach gewesen zu sein, weil die Kehle trocken oder die Blase voll war. Im Halbschlaf hatte er getrunken oder seine Notdurft verrichtet, um dann sofort wieder unter die Decke zu kriechen. Aber dass es zweieinhalb Tage gewesen sein sollten... unvorstellbar!

»Unsere Befreiung ist also schon drei Tage her?« fragte er ungläubig. Doch der Gungan nickte und No hatte keinen Grund, ihn der Lüge zu bezichtigen. »Wie läuft die Schlacht?«

»Viel Angriffe schon gehabt von Artillerie und Fliegers. Bereiten vor Invasion mit Panzern und Soltatens. Aber diese Krataswall sein määchtiges Bollwerk«, lautete die Antwort. »Hat noch keine Breschenz. Wissen nicht wie lange noch, dann alle kämpfen auch hier.«

Also befand Coronet sich im Belagerungszustand und es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Armeen im Straßenkampf begegneten. Einige der unschönsten Szenarien in Joya Nos Kopf wie eine Vertreibung der Raumstreitkräfte durch einen imperialen Gegenangriff schienen sich damit nicht bewahrheitet zu haben. Womöglich erlangten sie bald wirklich ihre Freiheit.

»Wir werden zu den Kämpfen beitragen, so viel wir können«, sagte Joya No. Er erhob sich aus dem Bett, nur um peinlich berührt festzustellen, dass er nicht mehr trug als einen ziemlich würdelosen Patientenkittel. Nolboss reichte ihm einen Morgenmantel, den er sich sofort überwarf. »Je schneller Coronet erobert ist, um so eher können wenigstens wir drei auf unsere Posten zurückkehren.«

Mit betrübtem Gesicht schüttelte der Gungan den Kopf, dass die Barteln an seinem Kinn hin und her schwangen.

»Siese wissen ja noch gar nicht... Wirse sein leider nur noch zu zweit. Lieutenant Tenduun nicht geschafft es haben. Druckanzug futsch und niemand könn reparieren.«

Es war ein weiterer Schlag in Joya Nos Gesicht. Er hatte noch einen seiner Offiziere verloren - obwohl er die Skakoanerin sicher geglaubt hatte.

»Man hat mir gesagt, sie wäre in einer Druckkammer, die ihre Lebensbedingungen simuliert! Sie sollte außer Gefahr sein!« rief er empört.

»Druckkammers brauchen Strom«, erklärte Nolboss. »Für Atemluft. Gab aber kein Strom mehr nach Angriff auf Kraftwerk vor die Stadt. Siese musste raus aus Kammer, dort dann ihr Druckanzug haben versagt. Tragisch, tot schon seit gestern.«

Das war tatsächlich tragisch. Ihr Ableben war also die Folge eines Mangels an Elektrizität, der offenbar daher kam, dass man Militäranlagen des Imperiums gezielt vom Stromnetz abgeschnitten hatte. Lieutenant Tenduun war somit beinahe im Friendly Fire gestorben, wenn auch nicht ganz so unmittelbar. Doch die schlechten Nachrichten waren damit noch nicht vorüber.

»Michse haben recherchiert«, fuhr der Zweite Offizier fort. »Nach Schlacht von Denon. Republik hat gewonnen. Aber leider...« sein Gesicht wirkte nun noch kummervoller als bei der Nachricht vom Tod der Skakoanerin. »Galactic Dawn ist kaputt. Total zernichtet. Eins von 26 Schiffenz die sind zerstört.«

Damit bestand nun endlich Klarheit. Seine Fregatte - Joya Nos erstes Kommando - war vernichtet. Er hatte das erste Schiff, das man ihm anvertraut hatte, schon nach wenigen Tagen verloren. Eine Rückkehr auf seine Brücke würde nicht stattfinden. Die Mannschaft existierte als solche nicht mehr: Wer überlebt hatte, den hatte man mit Sicherheit längst auf andere Schiffe versetzt. No war kein Kommandant mehr. Und ob er jemals wieder einer sein würde, stand auf einem ganz anderen Blatt.

»Lassen Sie mich allein«, befahl er.

[Coronet | Hauptquartier des Widerstands | Schlafraum] Joya No
 
Coronet - Planquadrat H7 - geheime Zuflucht - Nei, Rilanja, Visas, Sarid & NPCs

Als die Corellianerin zu den anderen Jedi und den beiden Angehörigen einer Spezialeinheit gegangen war konnte sie sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Nicht nur waren sie erfolgreich bei ihrer Sabotageaktion gewesen. Auch hatten sie niemanden verloren. Sicherlich, Jedi-Ritterin Gin Nezz musste medizinisch versorgt werden, aber es hätte viel schlimmer kommen können, das war offensichtlich. Daher schritt sie erleichtert die wenigen Zimmer entlang, um nachzusehen was die anderen machten. Der Kiffarjedi Kiel Cany hatte ein Medikit auf seinen Knien liegen und kümmerte sich um die am schwersten verletzte Mirialanjedi. Er nickte der Jedi-Rätin kurz zu.

"Für den Moment ist Gin stabil, aber so bald wie möglich sollte ein Arzt oder Medidroide ein Auge auf sie haben," informierte er Sarid als Anführerin der kleinen Truppe.

"Gut, danke."

Die anderen befanden sich ebenfalls in der Nähe und Nei war zu Sarids Überraschung bereits dabei den Widerstand auf einem sicheren Kanal zu informieren, damit diese jemanden schickten, der sie abholen konnte. Auch schien die Ruusanerin mit ihrer verwundeten Schulter keine größeren Probleme mehr zu haben. Sonst würde sie sich bestimmt helfen lassen, vermutete die Corellianerin.

"In Ordnung, Nei."

Wenig später ertönte ein leichtes Klopfen unten an der Tür. Vorsichtig und etwas angespannt schritt die Jedi-Rätin wieder nach unten. Draußen auf der Straße standen zwei unauffällige Speeder und eine blonde Frau mit Arbeiterkleidung wartete bereits, dass jemand öffnete. Auf alles gefasst machte die ältere Jedi die Tür nur einen Spalt auf. Die Frau schien Sarid allerdings zu erkennen, denn sofort fing sie an zu lächeln. Leise begrüßte diese die Jedi relativ ausführlich, vermutlich um Sarid zu bestätigen, dass sie wirklich vom Widerstand war.

"Jedi-Rätin Horn, schön Sie wieder auf Corellia zu sehen. Eine Padawan Nei Sunrider gab Bescheid, dass Sie und Ihre Grußße abzuholen sind. Wir haben im Übrigen einen Medidroiden dabei. Bringt die Schwerverletzte bitte in den hinteren Speeder."

Beruhigt nickte die dunkelblonde Jedi kurz.

"Ich bin ebenfalls froh, dass ich hier von einigen wieder so freundlich begrüßt werde. Aber einen Moment, damit ich meinen Gefährten Bescheid geben kann."

Es dauerte nicht lange bis alle nach unten gekommen und in die Speeder eingestiegen waren. Jedi-Ritterin Gin Nezz wurde vorsichtig nach unten getragen. Fürs erste waren offensichtlich die meisten schon so gut wie möglich verarztet, aber es würde bestimmt nicht schaden, wenn im Hauptquartier des Widerstands bei dem einen oder anderen noch ein Arzt nachsehen würde, war Sarid sich sicher. Dennoch war die Jedi-Rätin zufrieden mit ihrem Ergebnis. Daher konnte sie sich vergleichsweise entspannt nach hinten lehnen als sie auf Seitenstraßen durch Coronet City schlichen, um möglichst unauffällig zur Zentrale des Widerstands zu kommen.

Coronet - auf dem Weg zum Hauptquartier des Widerstands - Nei, Rilanja, Visas, Sarid & NPCs
 
Tag Sechs der republikanischen Bodenoffensive (Sonnenaufgang)

[Corellia-System :: Corellia :: Coronet :: Bezirk „Old Town“ (Planquadrat F7) :: „Imperial Boulevard“ :: Position 'Aurek' (provisorische Barrikaden) :: 9th Bataillon :: Captain Vrieska und Soldaten]​

Innerhalb kürzester Zeit war Orus Vrieskas Welt zum zweiten Mal aus den Fugen geraten. Erst hatte der Erzfeind, die unsägliche Rebellion, eine Bresche in den planetaren Schild schlagen können und nun – nur fünf Tage danach – hatten gezielte Sprengungen den massiven Krataswall zum Einstürzen gebracht. Schon aus diesem Grund musterte der imperiale Captain grimmig die riesigen Trümmer, die bloß zwei Kilometer von seinem derzeitigen Standort entfernt lagen. Gleich nach der Sprengung hatte man seine Einheit, die „Strong Guard Company“, sofort nach „Old Town“, ein gutbürgerliches Stadtviertel der corellianischen Hauptstadt, geschickt, um dort schnell gemeinsam mit zwei anderen Kompanien und einigen CorSec-Leuten Barrikaden zu bauen. Die ganze Nacht hatten die Soldaten hart gearbeitet und nun, da der Morgen graute, rollte langsam der Feind an.

„Unsere schweren Züge beziehen Stellung in dem Parkhaus, Sir“, meldete der Kompaniefeldwebel, Kel Denive, und gesellte sich brummend zu seinem Vorgesetzten hinter den umgestülpten Gleiter.Selanno nistet sich mit ihren Männern auf Level Drei (Positon 'Besh')ein, der Neue (Shion Orria) auf Level Fünf (Position 'Cresh').“

Ein leichter Dunst aus Staub lag in der Luft, weshalb Vrieskas hörbar ausspuckte. „Und wie sieht's mit den 'Rocks' aus? Haben die ihre E-Webs auf der anderen Seite angebracht?“

„Aye, Sir“, bestätigte der First Sergeant und gestattete sich kurz ein Grinsen. „Wenn diese dreckigen Rebellen hier auftauchen, erleben Sie, Sir, ein Feuerwerk imperialer Präzession. Die 'Rocks' sind im gegenüberliegenden Bürogebäude – ebenfalls auf Level Drei (Position 'Dorn') und Fünf (Position 'Esk').“ Kurz zeigte der muskulöse Unteroffizier auf die jeweiligen Etagen. „Captain Skye hält sich dort ebenfalls auf, um uns über die möglichen Truppenbewegung zu erspähen. Ihre einfachen Züge werden mit unseren hier hinter den Barrikaden warten und auf ihr Zeichen dann zusätzlich zum Sperrfeuer der E-Webs schießen.“

Zufrieden grunzte der Captain, nahm einen Schluck aus der Feldflasche und spähte dann vorsichtig über die Gleiterüberreste. „Und Garoon? Laut dem Major bleiben nur die Panzer in der Hinterhand. Wo ist also diese verdammte 'Dead Man Company'?

Unruhig sah sich der Armeeoffizier zwischen den provisorischen Barrikaden um. Unrasiert, mit sehr dunklen Ringen unter den Augen und mit staubiger Kampfausrüstung sah man ihm die harte Arbeit der letzten Nacht – und den fehlenden Schlaf – deutlich an. Dennoch schien jegliche Müdigkeit aus seinen Gliedern verschwunden zu sein. Einfache Soldaten seiner Einheit konnte er sehen, die nervös ihre Blastergewehre – wahrscheinlich zum einhundertsten Mal – putzten oder zittrig einen gierigen Schluck Wasser tranken. 'Die Ruhe vor dem Sturm bekommt ihnen nicht', bemerkte Captain Vrieska grimmig und fluchte insgeheim über die „friedliche“ Phase, die bis zu diesem Moment auf Corellia geherrscht hatte. Zu sicher hatten sich die imperialen Militärs geglaubt. Die Imperiale Armee hatte sogar anscheinend zu viel Vertrauen in die orbitale Flotte gehegt, denn diese hatte den Feind weder aufhalten können, noch kam sie ihnen nun mit frischen Kräften zu Hilfe. Gerade als er einen äußerst hässlichen Fluch ausstoßen wollte, meldete sich sein gleichrangiger Kollege, Azmo Groon, über die bataillonsinterne Funkfrequenz.

„Hier 'Dead Man', Drei hat Position 'Forn' (Parkhaus Level Eins) und Vier hat 'Grek' (Bürogebäude Level Eins) bezogen“, meldete sich die raue Stimme des anderen Captain. Groon klang angespannt, sehr angespannt. „Eins und Zwei sowie Fünf und Sechs bleiben bei 'Aurek'.“

Das typische Geräusch, wenn geübte Soldaten E-Webs in kürzester Zeit aufstellten, montierten und anschließend „warm laufen“ ließen, erklang hinter Vrieska. Zwischen den schweren Gleiterwracks hatte man hier und da kleinere Lücken – ähnlich Schießscharten – gelassen. Dort positionierten sich nun die beiden zusätzlichen schweren Züge der „Dead Man Company“. Gemeinsam mit den beiden Sturmangriffskompanien stellten diese zusätzlichen Einheiten das letzte Mosaiksteinchen im großen Plan des Major dar. Sie sollten den „Imperial Boulevard“ für die angreifenden Truppen der Rebellen in eine der sieben corellianischen Höllen verwandeln. Noch einmal nahm der Captain der „Strong Guards“ einen Schluck aus seiner Feldflasche. Corellia würde kein Desaster werden – davon war der menschliche Offizier fest überzeugt, felsenfest. Trotzdem blieb sein Gesichtsausdruck weiterhin eisern. Denn noch war die Schlacht nicht gewonnen.

Erneut blickte er zu Denive. „Sergeant, Selanno und Orria sollen sich bereit halten.“ Instinktiv griff er nach seinem Elektrofernglas. Doch bevor er es überhaupt ansetzen konnte, meldete Captain Skye das Nähern feindlicher Truppen – Infanterie als Vorhut und Panzer etwas dahinter.

[Corellia-System :: Corellia :: Coronet :: Bezirk „Old Town“ (Planquadrat F7) :: „Imperial Boulevard“ :: Position 'Aurek' (provisorische Barrikaden) :: 9th Bataillon :: Captain Vrieska, First Sergeant Denive und Soldaten]​

9th Bataillon
Assault Bataillon

Iron Dragon Company
Repulsorlift; Major
1. Zug Repulsorlift [56 Mann, 11 Fahrzeuge]
2. Zug Repulsorlift [56 Mann, 11 Fahrzeuge]
3. Zug Line [38 Mann]
4. Zug Line [38 Mann]

Strong Guard Company
Assault; Captain Vrieska
1. Zug Heavy Weapon [48 Mann] (Lieutenant Shion Orria)
2. Zug Heavy Weapon [46 Mann]
3. Zug Line [38 Mann]
4. Zug Line [38 Mann]

Solid Rock Company
Assault; Captain Skye
1. Zug Heavy Weapon [48 Mann]
2. Zug Heavy Weapon [47 Mann]
3. Zug Line [38 Mann]
4. Zug Line [38 Mann

Dead Man Company
Line; Captain Groon
1. Zug Line [38 Mann]
2. Zug Line [38 Mann]
3. Zug Line [38 Mann]
4. Zug Line [38 Mann]
5. Zug Heavy Weapon [48 Mann]
6. Zug Heavy Weapon [46 Mann]

written by
Aiden Thiuro​
 
[Rückzugspunkt Aurek – außerhalb des Corellia-Systems – Truppentransporter] Verwundete und VA Elysa Nerethin

Der Rückweg zur Avenger gestaltete sich ernüchternd. Nicht wegen dem was auf der Gladius stattgefunden hatte, sondern weil die Enge des Transporters die eigene Sterblichkeit, die eigene Vergänglichkeit, angesichts des komatösen Soldaten, einem klar vor Augen führte. Das Universum war so gewaltig groß, es geschahen unendlich viele Dinge die man nicht beeinflussen konnte, dabei aber über Leben und Tod – und noch vieles mehr entschieden. Und hier saß sie, Elysa Nerethin, Vice Admiral der imperialen Flotte, Angehörige des dunklen Ordens des Imperators und hinterfragte den Sinn hinter ihren Entscheidungen, welche sie schlussendlich zu exakt diesem Moment brachte.
‚Ich erwische immer die denkbar ungünstigsten Momente, um über mein Leben zu reflektieren‘, sinnierte sie schließlich doch sehr zutreffend.

Nagend wurde sie sich bewusst, dass sie das Leben dieses Soldaten retten, oder aber die Evakuierungsmission zu einem erfolgreichen Ende führen konnte. Aber sie konnte nicht Beides vollbringen. Ihr Verstand diktierte, dass das Wohl vieler über dem Wohl eines einzelnen stehen musste, und doch fühlte es sich so falsch an sich abzuwenden, wenn man die Mittel zur Rettung hatte. Ein Moment des Zweifels, ein Luxus den sie sich nicht erlauben konnte und doch so sehr ein Ausdruck, dass sie nur ein Mensch, eine Frau war die mit den Konsequenzen ihrer Taten, ihr selbst leben musste. Eine Verletzlichkeit, der ein Teil von ihr Schwäche schimpfte und ein anderer Teil von ihr nicht loslassen wollte, geschweige denn konnte.

Elysa war umsichtig genug sich nicht durch Mimik oder Blicke zu verraten, denn ihrer Rolle war sich die Corellianerin bewusst. Sie war die Anführerin des Geschwaders und es würde niemandem weiterhelfen sie zögernd oder unsicher vorzufinden. Ihre Pflicht hatte sie immer getan und diese verlangte nichts von ihrem inneren Ringen nach außen zu tragen, also tat sie es nicht. Gleichgültig welchen Preis sie selbst dafür entrichten musste.
Ein unsanftes Rucken verkündete noch bevor die Sicherheitsleuchte für die Landeluke auf Grün umsprang, dass man angekommen war. In Gedanken bat sie Crewman Nigel Hardwen um Verzeihung, bevor sie alle Zweifel mit einem bedächtigen Blinzeln in die tiefsten Tiefen ihrer Seele verbannte und den Blick hob. Elysa war sich bewusst, dass die Flotte ihr Bestes verdiente, es war ihre Verantwortung, denn Nigel Hardwen war gleichzeitig ein Mahnmal – egal wie gut sie war, es würde immer jemand sterben, aber es lag an ihr sicher zu stellen, dass diese grausame Zahl so gering wie möglich ausfiel.

Sie ging umsichtig mit dem Leben ihrer Besatzungen um, bewusst dass sie sich nicht von Verlusten lähmen lassen durfte und doch gleichzeitig die Wesen unter ihrem Befehl nicht als bloße Ressourcen zu betrachten. Eine Prüfung die jedem Offizier einmal bevorstand. Doch oblag ihr eine Verantwortung für alle Soldaten unter ihrem Kommando und auch für jene deren Leben ihre Handlungen verlängern oder bewahren würde.
Während sich die Corellianerin aufrichtete, ging sie noch einmal die letzten Momente an Bord der Gladius in Gedanken durch, wie sie Commander Manius Selgorias in der Bootbucht – Hangar war ein zu ausschweifender Ausdruck für die Landefläche die der Aufklärer bot – bedeutet hatte, dass General de Vries sich nach Möglichkeit an Bord der Gladius befinden sollte. So konnte sie ihren Evakuierungsplan auf die Gladius fokusieren, ohne kurzfristig Anpassungen vornehmen zu müssen. Der General von Anaxes war sein Primärziel, der Moff sekundär, Stäbe tertiär.

Die Flaggbrücke hatte sie wieder, nachdem im Hangar außer einem kurzen Gespräch mit Major Jez und dem Anempfehlen der Verwundeten wenig weiter geschehen war. Es folgte ein weiteres kurzes Gespräch, dieses Mal mit Commodore Alynn Kratas die sich erkundigte was vorgefallen war, weshalb sie die Gladius aufgesucht hatte.


„Ich musste sicher gehen, dass meine Entscheidung die richtige war, ich wollte mir mein eigenes Bild machen und mich nicht auf Berichte berufen. Und wenn es bedeutet, dass die Besatzung der Gladius dadurch motivierter, zuversichtlicher ist als zuvor, vor allem aber wahrgenommen hat, dass ich mich auf sie verlasse und sie gleiches von mir erwarten können, dann werde ich mich auch nicht beklagen.“

Alle Schiffe waren auf Position, die Formation klassisch als umgedrehtes V mit überlappenden Feuerbereichen umgesetzt, mit Avenger als Flagg- und Führungsschiff. Die weiteren Sternenzerstörer bildeten die Stützen für die ganzen Begleitschiffe zwischen den Kolossen, welche aber eben doch auf ihre Eskorten angewiesen waren. Die Raumjäger selbst war grob in sechs Formationen eingeteilt welche unabhängig voneinander manövrieren und agieren konnten. Zwei davon, hauptsächlich zum Schutze der Formation vor feindlichen Marschflugkörpern oder auch in der Raumüberlegenheitsrolle bedingt durch die Abfangraketen und die Sensorik der umgebenden Kriegsschiffe als Feuerleitzentralen, dadurch dominiert von Scimitar-Jagdbombern mit einer leichten TIE-Interceptor Eskorte (jeweils 4 Staffeln Scimitar und die gleiche Anzahl TIE-Interceptor), welche sich unmittelbar nach dem Eintritt in den Realraum um die moderneren Maschinen herum formieren würden. Zwei Formationen TIE-MKII (jeweils 7 Staffeln) um frühzeitig die Raumüberlegenheit zu sichern und feindliche Maschinen früh in Zweikämpfe zu verwickeln, eine Formation bestehend aus den vierundzwanzig Raketenbooten, diesmal mit einer Waffenkonfiguration ausgelegt zur Bekämpfung von Großkampfschiffen um etwaige Abfangeinheiten oder Bedrohungen von Kriegsschiffen für Gladius auszuschalten und nicht zuletzt die wenigen TIE-Jagdbomber (36 Maschinen) des Geschwaders um bei der Notwendigkeit als zusätzliche Eskorte für die bereits genannte Korvette zu dienen. Die letzte Formation Raumjäger bestand aus acht Staffeln Kanonenbooten, die nahe der eigenen Großkampfschiffe aushelfen sollten und eine ähnliche Rolle wie die Scimitar einnahmen, nur dass sie zur Not ihre eigene Eskorte darstellten – keine optimale Lösung, für ein längerfristiges Gefecht, in so einem Fall würden diese Maschinen Unterstützung erhalten, bis ein Feind auf Nahkampfdistanz ran war, sollten die Abfangraketen der Sternenflügler diese aber bereits arg in Mitleidenschaft gezogen oder vernichtet haben. Elysa setzte hier nicht auf ein langfristiges Gefecht, den Piloten hatte man klar gemacht, dass man die Munition nicht rationieren musste, verschwenden sollte man sie deshalb aber auch nicht. Im Idealfall tauchte man auf, fand kaum oder keinen Widerstand vor, vollführte die Insertion und verschwand wieder. Zuschlagen und verschwinden, kein langfristiger Schlagabtausch. Deshalb würde man abseits jeder Flottenkonzentration der Republik über Corellia auftauchen. Sollten einzelne Feindschiffe sich in den Weg stellen würden sie sich mit der gesamten Feuerkraft des Geschwaders konfrontiert sehen.

Vorzugsweise würde man sich sparen die schildlosen Maschinen zu starten, diese waren jedoch auf Alarmstarts vorbereitet, so dass man sie binnen kürzester Zeit starten könnte, sollte die taktische Situation vor Ort es bedingen. Elysa wollte nur eine leichte Bedeckung durch die veralteten Maschinen, da man diese erst wieder aufnehmen müsste, was im Endeffekt wichtige Zeit kosten könnte. Wenige dieser Maschinen konnten in einem Rutsch landen, zu viele würden die Anwesenheit verlängern, oder bedingen die Maschinen und Piloten zurück zu lassen. Beides keine Optionen die in irgendeiner Weise ansprechend waren.

Gewissheit konnte es aber nur über Corellia geben.


„Alle Kampfgruppen melden Sprungbereitschaft, Admiral.“, meldete ihre Stabsoperationsoffizierin gewissenhaft.

Man wusste worum es ging, große Worte waren nicht mehr nötig. Die Befehle waren eindeutig, die Insertion der Gladius und ihrer Eskorte ermöglichen, den Feindkontakt und Aufenthalt über Corellia minimal halten und wieder verschwinden – vorzugsweise ohne schwerwiegende Verluste – deshalb würde man mit aller gegebenen Härte gegen republikanische Einheiten in unmittelbarer Reichweite vorgehen. Die Hauptlast könnte je nach Situation vor Ort erneut bei den Sternenjägern liegen.

„Dann vollbringen wir es.“, bestätigte Elysa das Signal zum Aufbruch.

Kurz darauf bohrten einunddreißig imperiale Kriegsschiffe und knapp vierhundertfünfzig hyperraumfähige Raumjäger im Schwerkraftfeld Corellias in den Realraum, mit Kurs auf die Stadt Hanvama - ein Luftkurort. Der Blick der Geschwaderkommandantin lag auf dem taktischen Hologramm, welches die Daten der Sensorik auswertete und sich updatete. Es war von imminenter Bedeutung zu erfahren, was der Feind ihr entgegenwerfen konnte.


[Corellia-System – Schwerkraftfeld – ISD Avenger (mit Kurs auf hohen Orbit über Hanvama) - Flaggbrücke] Stabsoffiziere, Besatzungen und VA Elysa Nerethin
 
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Corellia-System | Orbit um Corellia | E8 - Rand des Minenfeld | [LTK] Reliant | Jhassa, Brückencrew


Das Schiff trieb ruhig hinter dem Minenfeld. Zwischen dem Planeten und der Reliant trennte das Minenfeld. Dies hatte allerdings einen Nachteil. Die Minen störten die Sensoren Richtung Correllia, der Nachteil wurde aber durch die beiden T-65BR in den angrenzenden größeren Minenfeldern wieder Wett gemacht.
Jhassas Aufmerksamkeit wurde durch einen Piepton auf die Holoprojektiongezogen

Commander, die Sensoren von Alpha 6 melden Hyperraumaktivitäten.​

War das eventuell weitere republikanische Verstärkung?

Größenordnung und Kennung?

Unklar...Nein... Warten Sie. Imperiale Kennung! Etwa 30 Kriegsschiffe und einige Hundert Kleinschiffe, Vermutlich Jägereskorten. Wir bekommen sie allerdings, vermutlich aufgrund des Minenfeld vorraus nicht über unsere eigenen Sensoren

verkündete die junge Sensorikoffizierin Sub Lieutenant Sileesha .
Wenn die Reliant durch das Minenfeld bedingt blind war, dürften die imperialen Sensoren die Reliant ebenfalls nicht bemerkt haben. Das könnte gerade bei der Streitmacht ein gehörigen taktischen Vorteil bedeuten.

Also gut.
Jhassa überlegte kurz, Ist die Datenübermittlung zur Picon bestätigt?

Bestätigung steht noch aus, Übermittlung sämtlicher Sensor und AUfklärungsdaten aber erfolgt, Commander
Antwortete der Kommunikationsoffizier LieutenantOassi knapp.

Dann roten Alarm in allen Quartieren. Alle Stationen klar zum Gefecht. Alle Staffeln Alarmstart! Sobald die Staffeln im All sind sofort alle Bodentruppen und die Besatzung bis auf einen Gefechtsmäßige Mindestbesatzung mit den Verbleibenden Transportkapazitäten evakuiern! Geben sie Lieutenant Commander Karath und Lieutenant Colonel Powers anordnung vorrübergehend auf Gus Tallon zu Landen und dort weitere Befehle abzuwarten. Alpha und Bravo fliegen Geleit für die Transportkapazitäten und schließen danach wieder auf uns auf.​

Jhassa studierte aufmerksam die Holokarte.

Mr. Spock, auf Kurs 342, ist eine kleine Lücke mit Kurs 358 in dem Minenfeld. Der Selkath deutete sichtlich angespannt auf die kleine Lücke die gerade so groß war, das die Reliant mit einem konzentrierten Piloten gerade so durchschlüpfen konnte, kriegen sie uns da durch?

Dem jungen Lietenant war nun seine Nervösität deutlich ins Gesicht geschrieben.
Ähm... Ja, Commander. Ich denke schon.

Commander! Die Imperialen Eskorten bewegen sich auf Corellia zu.
meldete sich die junge Selkath am Sensorpult.

Gut, das Glück ist auf unserer Seite. Wir greifen aus dem Hinterhalt an und verwickeln die kapitalen Schiffe in ein kleines Ablenkungsgeplänkel. Informieren sie Admiral Stazi über unser Vorhaben. Alpha und Bravo Aufklärer sollen position bis auf weiteres halten und bei Gefahr im Verzug handeln auf eigenes Ermessen.

Jhassa widmete sich den Sensorkarten, mittlerweile waren fast alle Staffeln im Formationsflug im All. Der junge Selkathcommander aktivierte die Bordlautsprecher.

Kammeraden, gerade ist ein Gefechtsverband des Imperiums in unseren Sektor gesprungen. Da wir uns derzeit in einer Taktisch denkbar günstigen, der größe der Reliant allerdings etwas ungüstigen Position befinden, ist es, um gegebenenfalls Verluste so gering wie möglich zu halten, nötig das Schiff bis auf die derzeit Diensthabende Gefechtsbesatzung zu evakuieren. Finden Sie sich alle sofort auf dem Hangardeck ein, Sie werden zusammen mit den Bodentruppen auf Gus Talon Stellung beziehen und dort auf weitere Befehle abwarten. Ab sofort können wir das was wir jahrelang gelernt und geübt haben in die Tat umsetzen. Wir ziehen in den Krieg.

Jhassa wandte sich an seinen ersten Offizier.
Lieutenant Commander Cooper, Status?
Alle Staffeln im All, Schilde und Waffenstationen Online. Alle Stationen klar zum Gefecht.
Jhassa atmete nochmal tief durch.

Gut Mr. Cooper. Sie finden sich ebenfalls auf dem Hangardeck ein, Sie haben auf Gus Talon das Kommando über den evakuierten Teil der Besatzung! Sorgen Sie dafür das alle Heil dort ankommen und warten sie dort auf weitere anweisungen! Wegtreten!​

Der ebenfalls Junge XO sallutierte etwas verwundert, machte eine Geste, als ob er noch etwas sagen oder protestieren wollte, verschwand dann aber schnellen Schrittes.

Mr. Spock, bringen Sie uns auf Kurs 342, dann Kurs 358 durch das Minenfeld. Sobald wir durch sind Kurs auf Corellia setzen. Schätze mal wir werden dort Notlanden müssen. Lieutenant Commander Fey'ii, sobald wir in Waffenreichweite sind, Feuer nach eigenem Ermessen, Primärziel sind allerdings Geleitkreuzer des Flaggschiff. Mr. Oassi, geben Sie die Gamma-Wing und dem Blau-Wing order die Triebwerke und Energieversorgung des Flaggschiffes zu Bombardieren. Der Firaxan-Wing soll zusammen mit dem Hrakat-Wing Geleitschutz fliegen und gegebenfalls mit den Protonentorpedos unterstützend wirken oder nahe Geleitschiffe bombardieren. Der Rot-Wing soll uns nach möglichkeit alle Imperialen Bomber vom Hals halten. Der Plan sieht vor, das sobald wir in Sensorreichweite der imperiallen Fallen, die ersten Torpedos einschlagen! Dann hoffen wir, das Sie vor Schreck unkonzentriert handeln und wir die Sache überstehen! Vollen Schub vorraus.

Corellia-System | Orbit um Corellia | E8 - Rand des Minenfeld | [LTK] Reliant | Jhassa, Brückencrew

Pyrshak-Geschwader - LTK Reliant
Alpha: 5x X-Wing, 1x X-Aufklärer
Bravo: 5x X-Wing, 1x X-Aufklärer
Firaxan: 12x X-Wing
Hrakat: 12x X-Wing
Rot: 12x X-Wing
Blau: 12x B-Wing
Gamma: 12x Y-Wing
 
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Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Tomm Lucas und in der Nähe Raiken Skywalker


Einige Zeit war Raiken nun schon weg. Langsam begann Tomm sich Sorgen zu machen. Vielleicht hatte er seinen Schüler ausgegrenzt. Doch noch während er darüber nachdachte, verflog der Gedanke sofort. Nein - sie hatten zwar so gut wie gar nicht geredet, nachdem sie die Anlage angegriffen hatten, aber mittlerweile waren sie ein wirklich eingespieltes Team und verstanden sich wortlos. Es gab keinen Grund, sich darüber Gedanken zu machen. Trotzdem dauerte Raikens Erkundungstour nun schon sehr lange. Der Junge hatte nur kurz den angrenzenden Waldrand sichten sollen, ob die Bodentruppen, die zweifellos hierher unterwegs waren schon in Sicht waren. Sie hatten einen der insgesamt vier Reaktoren der Anlage übernommen und bisher war ihnen die Anlage eher schwach besetzt vorgekommen. Entweder war das eine Falle oder die Imperialen waren dämlicher als Tomm dachte. Letzteres konnte er aber mit Sicherheit ausschließen.
Ein paar Minuten zwang Tomm sich noch hierzubleiben. Der Reaktor war am herunterfahren und Tomm hatte es geschafft, sich in die anderen Teilanlagen einzuhacken. Auch hier würde es zu Ausfällen kommen, hoffte Tomm. Zu zweit waren sie nicht in der Lage, die Energieversorgung hier komplett zu kapern, aber ein paar Störungen würden sie sicher erzeugen können. Seine Gedanken kreisten aber die ganze Zeit um Raiken. Dann konnte Tomm sich nicht mehr zurückhalten und griff mit der Macht hinaus. Es ging schnell, Raikens Präsenz zu ertasten. Tomm bekam einen gehörigen Schreck. Was auch immer da los war - Raiken brauchte Hilfe. Tomm war nun egal, ob die Anlage ausfiel oder nicht, in diesem Moment zählte nur sein Junge. Er verließ die Steuerzentrale und schlich zum Zaun. Mit einem großen Satz schwang er sich, wie er glaubte unbemerkt, hinüber und rannte in den Wald. Währenddessen sandte er Raiken schon eine Nachricht durch die Macht.


"Halte durch, Junge! Laß dich nicht provozieren. Denke an das, was du gelernt hast, vertraue der Macht!"

Tief war Raiken in den Wald vorgedrungen und so würde es noch eine Weile dauern, bis Tomm zu ihm vorgedrungen war.
Tomm wußte nicht, ob seine hastige Nachricht seinen Schüler überhaupt bewußt erreicht hatte. Als Tomm erneut nach der Präsenz des Jungen tastete, fühlte er eine tiefe Traurigkeit und Schmerz. Viel Schmerz. Das Gefühl schlug Tomm wie eine Keule in den Magen. Tomms Gedanken kreisten nun nur noch um den Jungen. In diesem Moment wäre Tomm sehr leicht verletzbar gewesen, wäre ein Sith in der Nähe. Doch Tomm hatte bisher keinen hier gespürt und so kam er nach einiger Zeit hastend bei Raiken an. Der Junge saß weinend an einem Baum. Es war ein unerwarteter Anblick, den mutigen Jungen so dasitzen zu sehen. Der Anblick berührte Tomm sehr. Er kniete sich neben Raiken nieder und nahm ihn in den Arm. Er fragte nicht, was los war. Das würde ihm Raiken sicher erzählen, wenn er soweit war. Jetzt war er einfach nur da für den Jungen. Die Gestalt, die in der Nähe lauerte und auf einen geeigneten Moment zu warten schien, den jungen Jedi noch einmal anzugreifen, bemerkte Tomm dabei nicht.


Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (im Wald in der Nähe der Coroline-Energieversorgungsanlagen), Tomm Lucas und Raiken Skywalker
 
Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Raiken Skywalker


Raiken schleppte sich weiter durch den Wald. Dieses Aufeinandertreffen hatte ihn seelisch schwer verletzt. Man suchte nach ihm. Die Hutts waren nicht zu unterschätzen. Alleine die Tatsache, dass er gefunden wurde, lag ihm schwer im Magen. Doch viel schlimmer war das Gesicht, in das er blicken musste. Ein skrupeloser Diener der Hutts. Der ihm alles genommen hatte. Seine Familie. Alles, was er früher besessen hatte. Und er handelte anders. Er hatte keinen Drang nach Rache. Dieses Gefühl war weit weg. Er spielte zwar schon mit dem Gedanken, seinen Gegner zu töten, aber er wollte dessen BLut nicht an seinen Händen.

"Halte durch, Junge! Laß dich nicht provozieren. Denke an das, was du gelernt hast, vertraue der Macht!"

Er konnte Tomm`s Worte deutlich hören. Er fasste wieder Mut, bis er schließlich erschöpft an einem Baum zu stehen kam, an dem er müde zu Boden ging. Sein Meister erschien und nahm ihn in den Arm. Diese Geste tat ihm gut und er schöpfte wieder Hoffnung.

"Es tut mir leid, dass du mich so sehen musst. Ich bin ein Schwächling. Ich habe versagt."

Hinter ihnen regte sich etwas. Jemand stürmte direkt auf sie zu. Raiken hatte seine Fähigkeiten unterschätzt. Er löste sich sanft aus der Umarmung, packte seinen Stock , sprang in die Luft, drehte sich dabei um die eigene Achse und schlug erbarmunglos zu. Seine Waffe traf den Kopf des Angreifers und dieser schlug der Seite nach auf dem Boden auf.

Northern Hills, auf dem Weg nach Coronet City, Planquadrat D2 (Coroline-Energieversorgungsanlagen), Raiken Skywalker , Tomm Lucas und Horas
 
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Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ leerer Lagerraum ~ mit Anakin

Nein, das Schwert fühlte sich nicht an, wie eine Waffe. Es strahlte etwas anderes aus, das nahezu eine beruhigende Wirkung hatte. Für Tenia stand fest, dass ein Lichtschwert keine Waffe des Angriffs, sondern der Verteidigung war. Keine Waffe zum Töten, sondern zum Verteidigen.
Vielleicht war es lächerlich, einem seelenlosen Gegenstand eine Ausstrahlung zuzuschreiben, aber manche Dinge konnte man nicht verstehen, sie waren einfach hin zu nehmen. Mit Bildern war es ähnlich. Es gab Bilder, die strahlten etwas aus, weil sie etwas in einer Person berührten und vielleicht war es genau das, was Anakins Schwert bei seiner Padawan auslöste?

Solo selbst zog nun auch sein Schwert, aber die Nullianerin konzentrierte sich noch immer auf die Waffe, die sie in ihren eigenen Händen hielt. Obwohl sie den Einsatz dieses Schwertes schon gesehen hatte, war es doch etwas völlig anderes, den Griff selbst in ihrer Hand zu wissen. Anakin erklärte, dass ein Lichtschwert für den Willen der Macht stand, oder besser, dass es ein Instrument des Willens war. Es konnte Respekt und Ehrfurcht einflößen, genauso wie Angst.
„Aber ist Angst nicht ein schlechter Verbündeter?“, wollte Tenia schließlich wissen, die ihre Aufmerksamkeit nun doch ihrem Meister schenkte.
„Angst ist lähmend oder lässt uns irrational reagieren.“ Im schlimmsten Fall konnte die Angst zu einer Niederlage führen. Denn wenn sich Angst des Körpers bemächtigte, agierte er anders und wenn sich die Angst in Panik verwandelte, war es kaum noch möglich, richtig zu agieren.
Beim Klettern zum Beispiel durfte man keine Angst haben. Befand man sich an einem Felsen, ganz ungesichert, ließ einen Angst nicht sicherer werden, sondern zog die eigenen Fähigkeiten in Zweifel. Demnach war Angst ein mächtiger Verbündeter, aber sicher kein hilfreicher. Nein, dass hatte Tenia in Erfahrung gebracht, als sie beim Klettern nicht weiter gekommen war. Viele Meter über dem Boden war es der Nullianerin nicht gelungen, weiter in die Höhe zu kommen, weil sie einfach keinen sicheren Halt in die Höhe gefunden hatte. Als sie damals mit einer Hand immer wieder vorgetastet hatte, um doch nichts zu finden, war ihr Blick nach unten geglitten und hatte dafür gesorgt, dass sich Angst ihres Körpers bemächtigt hatte. Schier am Felsen klebend, war sie sicher gewesen, dass dieser Tag ihr letzer sein würde. Aber irgendwie war es der Nullianerin doch noch gelungen, ihre Angst zu besiegen und so war ihr der Aufstieg doch noch gelungen.

Eine gezogene Waffe zwang zu deren Einsatz, was die beiden Jedi zwangsläufig dazu brachte, dass Training weiter auszubauen. Anakin vollführte langsame Bewegungen mit dem Schwert, die Tenia schließlich nachahmen sollte. Shii-Cho, wie er die Form nannte, war nur eine von sieben.
Die Nullianerin versuchte zuerst die Körperhaltung ihres Meister nachzuahmen. Allerdings klang seine Anweisung, auf Beine, Oberkörper, die Schultern und den Schwungwinkel des Schwertes zu achten, furchtbar kompliziert.
Dabei sah seine eigene Bewegung eigentlich ziemlich einfach aus. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als Tenia versuchte, die Bewegungen zu widerholen. Eigentlich hatte sie ein gutes Koordinationsvermögen, aber sie stellte ziemlich schnell fest, dass es etwas anderes war zu klettern, oder eine Steinschleuder zu bedienen, als ein Lichtschwert zu schwingen. Wenn es sieben Formen gab und ihr schon die erste Schwierigkeiten bereitete? Ein Seufzen konnte sich Tenia nicht unterdrücken.
„Muss ich alle sieben Formen lernen?“, war da doch die entscheidende Frage, als sie schließlich wieder verstummte und erneut versuchte, die Bewegungen ihres Meisters, in voller Konzentration, zu widerholen.

Coronet ~ Zentrale des Widerstands ~ leerer Lagerraum ~ mit Anakin



 
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