Coruscant

- Coruscant – City -

Immer wieder fragte Akemi sich, ob sie es hätte verhindern können. So eng wie sie mit Nex zusammen gearbeitet hatte, hätte sie doch merken müssen, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Hätte sie? Er hatte es zu gut verborgen, seinen Drogenkonsum ebenso wie seine Gefühle für sie. An letzteres mochte Akemi gar nicht denken. Als er ihr im Krankenhaus gestanden hatte, dass er sie liebte und mit ihr zusammen sein wollte, hatte sie nicht gewusst, wie ihr geschah. War sie blind gewesen? Vielleicht. Für sie war er ein Freund gewesen, ein Arbeitskollege, aber nicht mehr. Jetzt war er nicht einmal mehr das. Am Tag nach seinem Zusammenbruch hatte es groß in den Klatschblättern gestanden. Die Überschriften reichten von „Er lebt seine Rolle“ über „Drogenabsturz! Akemi Akanato im Krankenhaus!“ bis hin zu „Akanto + Ousia: der Film macht sie kaputt“. Obwohl sie keinen der Berichte gelesen hatte, wusste Akemi genau, worüber die Zeitungen schrieben. Masao war außer sich gewesen. Selbst ihn auf Naboo hatten die jüngsten Ereignisse schnell erreicht, von ihren Eltern ganz zu schweigen. Akemi hatte ein langes Gespräch über Holo mit ihnen führen und ihnen versichern müssen, dass es ihr gut ging und dass sie mit all dem nichts zu tun hatte – weder nahm sie Drogen, noch war sie gefährdet. Miu Akanato war außer sich vor Sorge und schimpfte unentwegt auf die Filmindustrie, die ihre älteste Tochter in ihren Fängen hatte und sie verdarb. Masao hingegen hatte es auf Nexus direkt abgesehen.

“Du musst dich von ihm distanzieren und zwar sofort.“

Sagte er zu Akemi direkt nachdem er von dem Vorfall gehört hatte.

“Auf Naboo ist die Hölle los. Die Schlagzeilen sind voll von dir.“

„Ich habe schon seit zwei Tagen nicht mehr mit ihm gesprochen.“

Hatte Akemi geantwortet. Nach ihrer überstürzten Flucht aus dem Krankenhaus hatte sie nicht gewagt, sich noch einmal bei Nex zu melden. Sie hatte keine Ahnung, was er zu ihr sagen würde oder wie sie sich verhalten sollte. Jetzt, wo sie wusste, was er für sie empfand, konnte sie doch nicht einfach so tun, als wäre nichts gewesen. Sie konnte ihn nicht mal mehr freundschaftlich umarmen, ohne zu wissen, dass er sich mehr wünschte! Mit diesen verwirrenden Gedanken im Hinterkopf widersprach Akemi ihrem Bruder nicht, als dieser ihr riet sich von Nex fern zu halten. Seit Akemi den Geheimdienst verlassen hatte und ins Filmgeschäft zurück gekehrt war, hatte Masao die Rolle ihres Managers übernommen. Für ihn war dies eine Doppelbelastung, da er zudem noch seinem eigentlich Beruf nachging, doch er tat sein Bestes, um beides unter einen Hut zu bekommen. Ab und an holte er sich Rat von Gynt Stales, jenem Reporter, der damals ein Exklusiv-Interview mit Akemi geführt hatte, das er sich zwar übel erschlichen, das Akemi jedoch zu ihrem Comeback verholfen hatte. Stales war es auch, der Masao riet, Akemi von Nexus Ousia fern zu halten, und es sich außerdem nicht nehmen ließ, Akemi direkt zu kontaktieren. “Nichts ist wertvoller als dein Ruf, Darling.“, hatte er gewusst und Akemi eindringlich geraten, alle aufkommenden Gerüchte im Keim zu ersticken, indem sie sich der Öffentlichkeit präsentierte. Obwohl sie sich zuerst unwohl dabei fühlte, zeigte sich Akemi nur vier Tage nach Nex' Zusammenbruch auf einem Filmevent. In einem hinreißend leuchten-blauen Rüschenkleid lächelte Akemi auf dem roten Teppich alle Drogengeschichten weg. Auf Fragen nach Nex antwortete sie ausweichend und gab an, seit einigen Tagen nicht mehr mit ihm gesprochen zu haben, was ja auch stimmte, und dass sie hoffte, dass es ihm gut gehe.

Am darauf folgenden Abend saß sie mit Richard zusammen. Sie hatten gerade etwas gegessen, die leeren Teller hatten sie auf den niedrigen Couchtisch im Wohnraum gestellt, und schauten nun gemeinsam einen Holo-Film an. Akemi hatte ihren Kopf an Richards Schulter gelehnt und obwohl ihr Blick auf das Holo-TV-Gerät geheftet war, verfolgte sie die Geschichte nicht, die sich vor ihren Augen abspielte. Tatsächlich war sie mit ihren Gedanken weit entfernt. Sie fragte sich, wo sie heute wäre, wäre sie nie nach Coruscant gekommen. Sie hätte weder Richard kennen gelernt, noch Ecile, weder Nella oder Roxanne, noch Nex. Nathaniel und sie hätten vielleicht weiterhin Nachrichten ausgetauscht, aber sie stünden sich niemals so nahe, wie sie es heute taten. Auch Adrian hätte sie nicht wieder getroffen, oder Meisterin Chesara.... oder Cris. Viele Dinge waren geschehen, in den letzten Monaten, hier auf Coruscant. Einige Erinnerungen waren sehr schön, andere wiederum hätte Akemi am liebsten aus ihrem Gedächtnis gestrichen. Aber war es so nicht immer? Das Leben bestand aus Licht und Schatten, so war es schon immer gewesen und so würde es immer sein. Sie wusste nicht, ob sie etwas anders machen würde, hätte sie noch einmal die Gelegenheit dazu. Vielleicht hätte sie Nex wirklich aufmerksamer beobachten sollen, aber ob sich dadurch etwas geändert hätte, würde sie niemals erfahren. Was ihr allmählich klar wurde war, dass ihre Zeit auf Coruscant sich dem Ende zu neigte. Seit einiger Zeit schon spielte sie mit dem Gedanken, wieder zurück nach Naboo zu gehen, war sich jedoch über so vieles unsicher gewesen. Die letzten Ereignisse jedoch sagten ihr deutlich, dass sie diese Veränderung brauchte und dass es an der Zeit war, wieder ein neues Kapitel aufzuschlagen. Sie schaute Richard an. Er hatte einen Arm um sie gelegt und verfolgte konzentriert das Geschehen auf dem Bildschirm. Als er ihren Blick spürte, wandte er seinen Kopf in ihre Richtung und lächelte. Akemi erwiderte sein Lächeln.


“Was ist los?“

Wollte er wissen und es überraschte Akemi, wie gut er sie schon kannte. Wie lange waren sie jetzt zusammen? Lange genug, um die Frage aufzuwerfen, was eine räumliche Distanz zwischen ihnen bewirken würde?

„Ich habe nachgedacht.“

Sagte sie und Richard griff sofort nach der Fernbedienung, um den Holo-Film anzuhalten.

“Worüber?“

Wollte er wissen und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Akemi atmete tief durch.

„Es geht mir schon länger durch den Kopf... aber gerade in den letzten Tagen... ich weiß nicht.“

Sie merkte selbst, wie ihre Hand leicht zitterte und vergrub sie in ihrem Schoß.

„Ich habe... daran gedacht, wieder nach Naboo zurück zu gehen.“

Jetzt war es heraus. Die Worte waren ihr schneller über die Lippen gekommen, als sie gedacht hatte. Es war einfacher gewesen, sie direkt auszusprechen, als zu lange darum herum zu reden. Nun kam es auf Richards Reaktion an, doch zu ihrem großen Erstaunen sah er sie nur verständnisvoll an und zuckte mit den Schultern.

“Das war doch von Anfang an der Plan, wenn ich mich richtig erinnere.“

Erwiderte er und fügte hinzu, als Akemi ihn nur perplex anstarrte:

“Oder nicht?“

„Ja, doch... es ist nur, wir haben noch nicht darüber gesprochen.“

Warf Akemi ein.

“Ja, das stimmt.“

Richards Blick glitt aus dem Fenster. Er hatte beinahe sein ganzes Leben auf Coruscant verbracht, abgesehen von Urlaub und seiner Zeit als Soldat.

“Ich denke, ich hatte es trotzdem die ganze Zeit über im Hinterkopf.“

Fragend sah Akemi ihn an. Sie war nicht sicher, was er damit meinte. Dass er öfter an die Tatsache gedacht hatte, dass Akemi auf Coruscant nicht heimisch war, konnte alles bedeuten, oder auch nichts. Es tat gut, als er nach ihrer Hand tastete. Die sich ineinander verschlingenden Finger bildeten ein Zeichen der Zusammengehörigkeit. Langsam hob er ihre Hand an seine Lippen und drückte einen Kuss darauf. Der Blick, mit dem er ihr in die Augen sah, jagte ihr einen Schauer über den Rücken.

“Wir können uns besuchen und uns alle paar Wochen sehen.“

Sagte er nachdenklich.

“Oder uns trennen. Aber das würde mir nicht gefallen.“

Der Anflug eines Lächelns zeigte sich auf seinen Zügen. Akemis Mundwinkel zuckten nervös.

„Was schlägst du dann vor?“

Fragte sie mit zitteriger Stimme. Betont lässig zuckte Richard mit den Schultern, aber in seinen Augen blitzte es bereits verräterisch.

“Ich könnte einfach mitkommen.“

Manchmal machte man es sich selbst viel zu kompliziert, dachte Akemi. Sie hatte sich so viele Gedanken gemacht, doch für Richard war die Entscheidung ganz einfach. Wenn sie zusammen bleiben wollten, mussten sie zusammen sein. Was gab es da noch zu überlegen? Überglücklich fiel sie ihm in die Arme.

- Coruscant – City – Richards Penthouse – Mit Richard -
 
Coruscant/ Industrieviertel/ Verlassene Datenspeicherfabrik/ 6 Cortanas, ein paar Defender, Chesara, Shana

Hektisch schauten sie sich um. Von wo kam das? Dann entdeckte Sane plötzlich eine Tür, deren Ränder anfingen zu glühen. Die Imps hatten sie gefunden? Hier? Unmöglich! Woher sollten die wissen, dass sie hier sind? Das war doch nicht möglich!

"Ich glaube kaum, dass das weitere rebellische Freunde sind."

"Schnell, hier herein. Wir verriegeln die Tür von innen."

War eine Idee, allerdings waren sie dort in der Falle. Falls sie von den Imps entdeckt wurden, würden diese nicht lange fackeln. Sane wusste, wie man am schnellsten einen Raum säuberte und die Truppler wussten das ebenfalls. Ein, zwei Granaten in den Raum werfen und die Sache war mit einem Knall erledigt. Kein Problem für die imperialen Sturmtruppen. Am besten wäre es, sich aufzuteilen. Hier gab es noch ein paar Büroräume und wenn es die einen erwischte, hatten die anderen die Chance, den Feind zu überwältigen und zu entkommen. Aber bevor Sane die entsprechenden Befehle geben konnte, erstarb das zischende Geräusch. Sie waren durch. Verdammt. Schnell gingen er, seine Leute und die Widerständler in den Raum und verriegelten ihn. Sane zog seine Waffe und stellte sich neben die Türe. Falls jemand hier durchkommen würde, würde er ihm den Schädel wegpusten. Der Rest ging hinter Bürotischen in Stellung. Keiner sprach ein Wort. Die Luft war zum Zerreisen gespannt. Hier also konnte es enden. Hier konnte ihr Auftrag scheitern.

Ein dumpfer Schlag. Metall viel zu Boden. Dann Schritte. Dumpfe, verzerrte Stimmen. Das waren auf jeden Fall Sturmtruppen. Vielleicht fünf, wahrscheinlich mehr. Dann ein Klopfen. Sie überprüften die Türe. Falls sie aus irgendeinem Grund beschlossen, die Türe aufzubrechen, dann waren sie so gut wie geliefert. Aus dieser Position heraus einen solchen Feind zu bekämpfen war quasi unmöglich. Doch dann entfernten sich die Schritte wieder. Sane atmete einmal tief ein und wieder aus. Dieses Versteckspiel war definitiv nichts für ihn.

Als die Jedi schließlich bestätigte, dass die Imps weitergegangen sind, öffneten sie leise die Türe. Die Luft war tatsächlich rein. Sie liefen zu dem von den Imps geschaffenen Ein- beziehungsweise Ausgang und stiegen dann eine Treppe nach oben. Die Cortanas gingen voraus, ihre Waffen im Anschlag. Wie man sich durch ein von Gegnern besetztes Gebäude bewegte wussten sie immer noch am Besten. Wie man Gänge sichert und Räume ausspäht lernte man nur beim Militär. Woher sollten die Widerstandskämpfer sowas auch wissen? Doch plötzlich lies die Jedi die Gruppe stoppen. Sie meinte, sie hätte ein ungutes Gefühl und es wären Leute in der Nähe. Als sie schließlich weitergingen waren sie noch vorsichtiger und noch gründlicher. Sane vermutete, dass sie den Ausgang schon bald erreicht hatten. Es durften nur noch ein oder zwei Räume sein, dann dürften sie es geschafft haben. Doch als sie einen großen Büroraum betraten, musste Sane feststellen, dass das Schicksal es heute nicht gut mit ihnen meinte.


"In Deckung. Sturmtruppen!"

Sane schoss mehrere Male auf die kleine Gruppe am anderen Ende des Raumes, stieß dann einen Bürotisch um und ging hinter ihm in Deckung.

Coruscant/ Industrieviertel/ Verlassene Datenspeicherfabrik/ 6 Cortanas, ein paar Defender, Chesara, Shana, Alynn, Sturmtruppen
 
Zuletzt bearbeitet:
Coruscant - untere Ebene - Honey House - hinterer Bereich - Mara’s Zimmer - Tom, Mara

Mara war wirklich ein Härtefall. Immer noch nahm sie fast die gesamte Schuld auf sich. Das hätte er ihr gerne noch ausgetrieben, bevor er Coruscant verließ, aber wahrscheinlich würde daraus nichts mehr. Er war sich nicht sicher, ob er seine Abreise lange verschieben konnte. Doch einen kurzen Aufschub sollte er sich leisten können. Zumindest um sich von Mara zu verabschieden. Die nahm immer noch ihren Freund in Schutz. Es schien Tom fast als hätte jemand Mara hypnotisiert oder ähnliches. Alles was sie sagte klang irgendwie komisch. Er sollte den Jedi ihre Fehler nicht vorhalten? Tom zweifelte daran, dass sie ihre Fehler selbst erkennen würden. Scheinbar war Meditation über die eigenen Handlungen im Jedi-Orden nicht mehr all zu populär. Also musste ihnen jemand sagen, dass sie etwas falsch machten. Doch er würde sich hüten, vor die Jedi zu treten und sich aufzuspielen. Sollten sie doch alle tun und lassen was sie wollten. Er hoffte nur, dass nicht noch mehr Maras darunter zu leiden hatten.

„Ach Mara, Denkst du wirklich, dass es bei mir noch Glauben zu verlieren gibt?“

Dieser Orden und diese Republik konnten nur noch durch ein Wunder gerettet werden. Tom hatte schon lange keine Hoffnung mehr. Er versuchte nur sein bestes zu tun, um wenigstens einigen in dieser Galaxie zu helfen. Mehr konnte er auch nicht erwarten. Zu glauben, dass er wirklich etwas verändern konnte, wäre vollkommen irrational. Er war nur ein Mensch. Ein Mensch, der einen Weg ging, von dem er nicht wusste, ob es der richtige war. Doch er war ihn schon zu weit gegangen, um jetzt umzukehren. Die drei anderen Wege, die sich ihm einst aufgetan hatten, waren ihm jetzt verschlossen. Er würde sich diverser Tricks bedienen müssen um eine einzelne dieser Türen auch nur einen Spalt breit auf zu ziehen, bevor sie sich für immer schließen würde. Doch wenn er recht hatte, dann war das möglich. Das war alles was er brauchte. Keine Hoffnung, kein Glaube, nur das Wissen, das sein Vorhaben erfolgreich sein würde, solange er sich keinen Fehler erlaubte.

„Ich muss ein paar Dinge um die ich mich kümmern muss. Familienangelegenheiten die ich schon viel zu lange aufgeschoben habe. Versprechen, die eingelöst werden wollen. Wenn ich mich nicht endlich darum kümmere, wird mein Ritterschlag mich wohl auf ewig davon abhalten. Deshalb mus ich mich jetzt darum kümmern. Jetzt oder nie.“

Er würde Mara nicht mehr erzählen. Es ging keinen im Orden etwas an. Auch Mara nicht. Er würde es nicht einmal seiner Familie erzählen. Je weniger davon wussten, desto besser. Noch war er nur ein Padawan. Noch war sein Gesicht ohne Bedeutung. Doch bald würde er überall in der Galaxie auf der Hut sein müssen. Als Jedi-Ritter. In absehbarer Zeit wäre es soweit. Dann wären solche Spontanausflüge nicht mehr möglich. Dann müsste er das tun, was die Macht von ihm verlangte. Dann müsst er sich um alles Leben kümmern. Bis dahin jedoch würde er noch die Dinge in Ordnung bringen, von denen er wusste, das sie auch machbar waren.

„Ich weis nicht wie lange es dauern wird Mara. Vielleicht bin ich schon in ein paar Monaten wieder da, aber vielleicht dauert es auch länger. Ich hoffe nur, das ich nicht verpasse, wie du zur Ritterin geschlagen wirst.“

Mit dem Letzten Satz versuchte er Mara aufzuheitern. Ja, er würde weggehen, ja, er würde sie alleine lassen, aber er wollte, dass sie in dieser Zeit neue Kraft schöpfte. Aus der Macht, aus der Beziehung zu ihrer Meisterin Jo und vielleicht auch aus einer sich normalisierenden Beziehung zu Vorin. Er wollte so gerne hoffen. Doch es funktionierte nicht. Nicht einmal ihr zuliebe. Er drückte kurz ihre Hand. Dann stand er wieder auf.

„Aber erstmal müssen wir dir etwas zu essen besorgen. Ich bin sicher die haben hier irgendwo eine Küche.“

Coruscant - untere Ebene - Honey House - hinterer Bereich - Mara’s Zimmer - Tom, Mara
 
[ Coruscant | Industrieviertel | vor der verlassene Fabrik | | Platz | Lady Kezia (NPC), etliche imperiale Einheiten und ein paar gefangene Widerstandskämpfer ]

Die Razzia hatte nach einiger Zeit ihr Ende gefunden. Nur noch vereinzelt hörte man Widerstand in unmittelbarer Umgebung zu der alten Fabrik, die als heimlicher Versammlungsort mehrerer hiesiger Zellen gedient hatte. Mittlerweile waren ein paar klobige imperiale Gefangenentransporter, alle vom Typ GLTB-3181, im schmutzige Industrieviertel gelandet. Aus manchen Transportern nahmen neue Einheiten der Sturmtruppen die gefangenen Rebellen entgegen. Zusätzlich beobachteten eine kleine Anzahl an imperialen Agenten, alle in schwarzen Uniformen, die Übernahme. Gleichzeitig kehrten kleinere Trupps, welche man in die Kanalisation geschickt hatte, an die Oberfläche zurück. Manche hatten weitere Flüchtlinge erwischen können. Langsam brachte man die gefangenen Subjekte zu den wartenden Transportern.

Flankiert von zwei Coruscant Guards verließ Lady Kezia ganz gemächlich die alte Fabrik. Gelassen schritt sie im Anschluss über den Vorplatz. Einige Leichen hatte man in der Zwischenzeit schon zu kleinen Bergen gehäuft. Natürlich wurde dieser militärische Erfolg gegen den hiesigen Widerstand, welchen das Imperium als Störenfried empfand, schon in diesem Augenblick von einigen HoloNet-Kameras dokumentiert. Die Sith-Inquisitorin kümmerte sich nicht um diese Kameras, sondern ging weiter in gleichmäßigem Schritttempo über den Platz. Hier und da wich sie beiläufig einigen großen Betonbrocken, die überall verteilt lagen, aus. Ihr Ziel war die mobile Kommandozentrale von High Col. Rarr Aabe. Hinter einer provisorischen Barrikade, die von zwei Sturmtruppen bewacht wurde, sah die blonde Theelin schon den hochrangigen Armeeoffizier. Ein kühles Lächeln huschte über ihr blasses Gesicht.


„Wo ist Draconis?“, fragte sie mit eisiger Stimme den imperialen Offizier.

„Ein Soldat seiner Einheit hat ihn die Kanalisation betreten sehen...“, antwortete Rarr Aabe, parallel warf er einen Blick auf das verfallenen Fabrikgebäude. „Wahrscheinlich jagt er diesem dreckigen Jedi-Pack hinterher.“

Kezia nickte schweigend. Dann drehte sie sich auf ihren Absätzen um und ging wieder auf die recht baufällige Produktionshalle zu. Im Gehen schickte sie ihre Einheiten zum Landungsboot zurück, da sie in der Macht keinerlei Gefahr mehr spürte. Erneut kamen ihr vereinzelte Sturmtruppen auf dem kurzen Weg entgegen. Manche sicherten professionell die Gegend ab, während andere sich bei ihrer Einheit einfinden mussten. Plötzlich ließ die Theelin ein lautes Geräusch aufhören. Der Panzer hatte erneut seine Repulsoren gestartet. Langsam, ganz langsam setzte das riesige Kriegsgerät zurück. An etlichen Stellen fiel dabei lawinenartig Putz auf das kaputte Straßenpflaster. Lady Kezia störte sich nicht daran, stattdessen schickte sie ihre Machtfühler in der Zwischenzeit aus. Im Inneren der Halle fand sie ihren Ordensbruder. Er hatte diverse Verletzungen hinnehmen müssen – eine Genugtuung für die attraktive Inquisitorin.

„Ich denke, wir sind hier fertig“, meinte der kräftige Sith-Warrior, nachdem sich die zwei Sith direkt Auge in Auge standen.

„Sie haben sich bewiesen, Draconis, entgegnete Kezia mit eisigem Ton. „Sie sind wahrlich würdig ein Sith zu sein. Nun sollten wir uns aber beeilen. Aabe wartet auf eine Abschlussbesprechung.“

…​

Rarr Aabe, Lady Kezia, Darth Draconis und ein paar Unteroffiziere saßen nach dieser militärischen Operation in einem ehemaligen Passagierraum, den man schnell zu einem kleinen Konferenzraum umgebaut hatte. Ein paar Blätter, die mit unterschiedlichen Informationen bedruckt waren, lagen im Moment vor jedem einzelnen Anwesenden. Kezia warf einen Blick in die Runde. Selbstverständlich waren die präsenten Unteroffiziere uninteressant für sie. Ihr Interesse galt dem anderen Sith sowie High Col. Aabe, welcher noch immer eine schneeweiße Sturmtruppenrüstung trug. Seelenruhig saß der blonde Hüne am breiten Tischkopf und stierte auf seine Unterlagen. Zu keinem Zeitpunkt hatten High Col. Aabe und dessen direkte Untergebene am Kampfgeschehen teilgenommen. Hauptsächlich hatten sie ihre Zeit in diesem Landungsboot verbracht – eine Tatsache, die Kezia mit purem Ekel erfüllte.

„Insgesamt haben wir fünfzehn Zellenköpfe in Gewahrsam nehmen können“, informierte der große Mensch mit dem blonden Haar nach einer kurzen Bedenkzeit. „Dazu haben wir mindestens dreißig Leichen gezählt. Somit beläuft sich die Zahl der Flüchtlinge maximal auf zehn Leute. Damit haben wir dem örtlichen Untergrund einen erheblichen Schaden zufügen können.“

Kezias Augen wurden schmal, während Rarr Aabe weitere Informationen aufzählte. Bloß nebenbei achtete die Theelin auf dessen Worte. Munitionsverbrauch, eigene Verluste, Anzahl der Verletzte – alles Daten, welche die Sith nicht interessierten. Soldaten sind Schachfiguren – diese recht einfache Auffassung hatte die Inquisitorin zum Thema „Militär“. In diesem Fall galt ihr Interesse mehr dem wahren Feind – den Jedi. Schon in der Produktionshalle hatte die Sith mehrere Lichtschwertklingen gesehen. Sie fragte sich, ob man einen Jedi gefangengenommen hatte. Nachdenklich tippte sich die eiskalte Inquisitorin an das spitze Kinn. Ihr Blick wanderte zu Darth Draconis. 'Was hat er nur in der Kanalisation gejagt?', fragte sich die blonde Sith und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht.

„Und was hat es mit den Jedi auf sich?“, fragte sie nach, nachdem Rarr Aabe mit seiner Ansprache geendet hatte.

„Dazu kann vielleicht Darth Draconis etwas sagen...“, entgegnete der Armeeoffizier. „Immerhin hat er sich in die Kanalisation getraut.“

[ Coruscant | Industrieviertel | dunkle Gasse | Landungsboot | provisorischer Konferenzraum | Darth Draconis, High Col. Aabe (NPC), Lady Kezia (NPC), ein paar Unteroffiziere ]
 
Coruscant - untere Ebene - Honey House - hinterer Bereich - Mara’s Zimmer - Tom, Mara

Zwar konnte sie seine Gedanken nicht wirklich lesen, aber sie konnte Vermutungen anstellen und sein Gesicht zeigte doch mehr als er vielleicht wollte. Er war keinesfalls davon begeistert, dass sie scheinbar die meiste Schuld auf sich nahm. Sie wusste dass sie nicht für alles verantwortlich war, dass es Geschehnisse gab, die durchaus auch auf die anderen zurück zu führen waren und dann hatte Tom durchaus Recht. Dennoch würde es nichts helfen die Schuld bei anderen zu suchen. Was geschehen war, war geschehen und es ging darum etwas zu verändern, dafür zu sorgen, dass es in späterer Zeit nicht mehr vorkam. Es gab so vieles mit dem sie nicht einverstanden war wenn es um die Jedi und den Orden ging und sie konnte ihnen Vorwürfe machen wenn sie dies gewollt hätte, aber für was? Nur um sich noch mehr aufzureiben, um noch mehr zu leiden!? Tat sie dies nicht schon genug! Sie konnte ihn so gut verstehen, wusste wie er empfand, weil sie es selbst sah und es sogar erlebt hatte. Aber wenn die Jedi nicht mehr das waren was sie sein sollten, woran sollte man dann noch glauben? Wo dann noch hoffen? Mara hatte gelernt, lernen müssen, dass nicht alles perfekt war und dass die Jedi nicht perfekt waren. Dass auch sie Fehler besaßen und jene Fehler nur allzu Menschlich waren. Ebenso war ihr aber auch klar, dass sie trotz allem niemals gänzlich dazu gehören würde. Doch dies machte ihr nicht mehr so viel aus. Vielleicht weil sie sich damit abgefunden hatte und Tom beschritt den gleichen Weg wie sie. Er war ihr ähnlich, in vielen Dingen sogar sehr. Sie hätten Geschwister sein können.

Mara lauschte seinen Worten und sie musste dabei den Kopf schütteln. Irgendwie war diese Frage seltsam. Nicht komisch aber auch nicht gänzlich normal. Sie wusste nicht so ganz was sie dazu sagen sollte. Irgendwie klang es als ob Tom jegliche Hoffnung verloren hätte und irgendwie befürchtete Mara dies sogar. Wenn dem so war, dann musste er etwas dagegen tun.

Seine nächsten Worte ließen sie erkennen, dass er nicht wirklich über das reden wollte, was er vorhatte. Er erwähnte nur kurz, dass er einige Dinge zu erledigen hatte. Familienangelegenheiten, die geklärt werden mussten. Versprechen, die eingelöst werden mussten. Mara hatte das Gefühl als ob er irgendwann zu verschweigen versuchte. Was es war wusste sie nicht. Gleichfalls teilte er ihr mit, dass er nicht wusste wann er wieder kommen würde. Vielleicht schon in ein paar Monaten, vielleicht auch nicht. Aber er hoffte, dass er ihren Ritterschlag nicht verpassen würde. Mara fühlte sich diesbezüglich geehrt allerdings machte sie sich Sorgen. Wenn er ihr nicht sagen wollte was er vorhatte, stimmte irgendetwas nicht. Sie legte leicht ihren Kopf schief und sah ihn fragend an, doch Tom sprach von Essen und Mara hätte ihn am liebsten gewürgt. Zuvor hatte er noch ihre Hand gedrückt und war dann aufgestanden.


Tom! Was auch immer du zu erledigen hast, ich werde das Gefühl nicht los, dass mehr dahinter steckt als du sagen willst. Ich kann dich nicht zwingen es mir zu sagen, aber ich kann dir sagen dass ich nichts davon halte. Ob es dir passt oder nicht, es gefällt mir nicht. Ich mache mir Sorgen, ob berechtigt oder nicht, aber ich habe einfach das Gefühl als ob es dabei um mehr geht als nur die Familie.“


Sie schob die Decke beiseite und stand langsam auf. Kurz wurde ihr schwindelig aber dies verflog gleich wieder und dann stand sie neben ihm, sah ihm tief in die Augen und ließ ihren Blick nicht von ihm.

„Was auch immer du vorhast, pass auf dich auf versprich mir das. Du bist ein Jedi, wenn auch ein Padawan, dennoch sieht jeder auf dich. Das Universum ist groß und es zählt nicht welchen Rang du hast, denn dies sehen die Normalen nicht. Für sie zählen deine Taten und das Lichtschwert. Also sei nicht leichtfertig.“

Sie verzog leicht die Lippen. Irgendwie klang sie fast wie eine Mutter oder so jemand, aber sie machte sich wirklich Sorgen um ihn. Auch er war noch nicht vollkommen stabil, auch wenn er soweit trocken war, dies hieß aber nicht, dass er nicht vielleicht doch wieder zur Flasche greifen konnte. Sie würde ihn ungern gehen lassen, aus vielen Faktoren einfach.

„Du solltest Hoffnung nicht aufgeben Tom. Sie erhält uns am Leben. Wenn sie stirbt, stirbt alles. Gleich wie schwer es dir fallen mag, du musst lernen von neuem zu hoffen.“

Sie legte ihr Hand auf seinen Arm und drückte diesen.


„Tu es für dich, für deine Familie und für mich.“

Eine kurze Pause folgte ehe sie weiter sprach.

„In Ordnung lass uns was Essen. Ich nehme an im Aufenthaltsraum von vorhin sollte es was geben.“

Coruscant - untere Ebene - Honey House - hinterer Bereich - Mara’s Zimmer - Tom, Mara
 
Coruscant – Industrieviertel – Fabrikgebäude - Produktionshalle – Darth Draconis, Lady Kezia (NPC), imperiales Militär


Die Konzentration lies nach, der Atem ging schwerer. Die Verletzungen die der Sith Lord davongetragen hatte, waren nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Brennen der offenen Wunden machte ihm zu schaffen, doch kontrollierte er seinen Atem und lies sich von der Macht leiten. Er musste sich konzentrieren, denn er durfte sich vor der Inquisitorin nicht schwach zeigen. Sie würde diesen Moment auf irgendeine Art und Weise ausnutzen.
Sie ist eine Sith, sie wäre wertlos wenn sie es nicht tun würde.


„Sie haben sich bewiesen, Draconis. Sie sind wahrlich würdig ein Sith zu sein. Nun sollten wir uns aber beeilen. Aabe wartet auf eine Abschlussbesprechung.“

“Dann wollen wir den High Colonel nicht warten lassen, Mylady.“

Ein sardonisches Lächeln streifte den Mund des Sith Lords. Er biss die Zähne zusammen und atmete tief ein. Der Schmerz lies nach wenn er die Macht nutzte, doch würde es nur seine Sinne betäuben, die Wunden jedoch nicht heilen. Er musste sich selbst betäuben. Die Macht floß durch ihn, erreichte seine Sinne. Er fühlte bereits dass es Wirkung zeigte. Der Schmerz lies nach. Seine Gesichtszüge entspannten sich. Um die Wunden würde er sich später kümmern, er wollte Kezia beweisen dass er aus Beskar bestand.

Die Sith Inquisitorin führte Draconis aus der Produktionshalle, vorbei an den gepanzerten Fahrzeugen des imperialen Militärs. Gefangene wurden in großen Truppentransportern deportiert, die toten Rebellen zu kleinen Haufen zusammengelegt um sie später ebenfalls in Leichensäcken mitzunehmen und zu identifizieren. Heute war ihnen ein großer Schlag gegen den Widerstand gelungen, doch wie lange würde es dauern bis die Rebellen sich neu formiert waren und sich in der Lage sahen erneut zuzuschlagen?
Schließlich betraten sie das Landungsboot in dem ein Raum provisorisch als Konferenzraum dienen sollte. Langsamen Schrittes ging der Sith Lord auf seinen Platz zu und lies sich nieder. Seine Aufmerksamkeit war abgelenkt, die Betäubung durch die Macht ging nicht spurenlos an seinen kognitiven Fähigkeiten vorbei.
Seine zerschlissene Kleidung und ramponierte schwarze Sturm Kommandorüstung waren ein krasser Gegensatz zur geordneten und noch weißen Rüstung Aabes. Sein Blick glitt zu Kezia die eben jenen High Colonel musterte. Ein Gefühl von Misstrauen und Abneigung nahm er schwach durch die Macht war. Die Sith Inquisitorin hielt wohl nicht viel von dem Offizier. Dieser räusperte sich und eröffnete die Abschlussbesprächung.


„Insgesamt haben wir fünfzehn Zellenköpfe in Gewahrsam nehmen können. Dazu haben wir mindestens dreißig Leichen gezählt. Somit beläuft sich die Zahl der Flüchtlinge maximal auf zehn Leute. Damit haben wir dem örtlichen Untergrund einen erheblichen Schaden zufügen können.“

„Und was hat es mit den Jedi auf sich?“ fragte die Sith Inquisitorin

„Dazu kann vielleicht Darth Draconis etwas sagen, immerhin hat er sich in die Kanalisation getraut.“

Bei diesen Worten des High Colonels zuckte die rechte Augenbraue des Sith Lords unwirkürlich nach oben. Der Seitenhieb den Aabe anKezia richtete, entging ihm nicht. Wäre sie ebenfalls in die Kanalisation gegangen, hätte sie die Verfolgung der anderen Jedi aufnehmen können. Ihre höheren Machtsinne wären eine Bereicherung gewesen, stattdessen spielte sie mit den Widerstandskämpfern ihr unnötiges Spiel welches sie den Sturmtruppen hätte überlassen können.

“Nach meinem Kampf gegen die weibliche Jedi, nahm ich alleine die Verfolgung der Jedi in die Kanalisation auf. Dort stieß ich auf einen Cathar und eine Nautolanerin, beides Jedi. Beide sind jetzt Tod. Von den anderen Jedi fehlte jede Spur, ich konnte sie nicht mehr spüren, eine Verfolgung wäre sinnlos gewesen.“

Würde die Inquisitorin auf diese Worte eingehen oder stoisch ignorieren? Sein Zorn über die fehlende Anwesenheit der Theelin in einem entscheidenden Moment hatte ihnen einen schweren Schlag gegen die Jedi verwehrt.

“Haben wir Informationen wer diese Jedi waren? “

Irgendwelche Holofilmaufnahmen von dem Einsatz musste es doch wohl geben. Irgendein Fetzen, eine Information. Er wollte wissen wer die Jedi war, die ihn so verletzt hatte. Er wollte auch wissen, wer der Cathar und die Nautolanerin waren. Ihren Namen sollten Informationen folgen. Er wollte seinen Sieg über sie auskosten.


Coruscant - Industrieviertel - Landungsboot - provisorischer Konferenzraum - Darth Draconis, High Col. Aabe (NPC), Lady Kezia (NPC) und div. Unteroffiziere
 
[OP]Storm Commandos sind übrigens nicht identisch mit Sturmtruppen… ;)[/OP]

[Coruscant, untere Ebenen, verlassene Datenspeicherfabrik, Kellerräume]- Alynn, 4 Soldaten des Storm Commando

Der Weg zurück war der an bereits überprüften Räumen, geöffneten Türen und Schatten, die nichts mehr verbargen, begleitet von einem Gefühl der Eile, dass sich nicht nur in Alynns Bewusstsein manifestierte, weil sie die unidentifizierten Eindringlinge im Gebäude in unmittelbarer Nähe Veanturs und seines Trupps wähnte. Darin erfolgreich zu sein, diese vermutlichen Flüchtlinge des zuvor beobachteten Gefechts zu stellen und zu verhaften, mochte für ihr ursprüngliches Vorhaben nicht allzu bedeutend zu sein, doch tatsächlich war diese Gelegenheit, die sich ihr bot, eine Möglichkeit, den Weg abzukürzen, den sie über den Twi’lek Canze’olan in Richtung des Widerstands und in letzter Konsequenz der Jedi hatte gehen wollen. Noch dazu würde es ihr zu einer gewissen persönlichen Genugtuung gereichen, Horatio Kraym jene Widerstandskämpfer zu präsentieren, die ihm durch das Netz geschlüpft waren.
Ob dieses spontanen Gedankens runzelte Alynn ärgerlich die Stirn. Auf Coruscant gab es keinen Platz für persönliche Eitelkeiten, schon gar nicht in Bezug auf einen Mann, der zwar in seinem selbst definierten Wirkungsrahmen ein fast unumstößlicher Herrscher sein mochte, in Relation zu größeren Erwägungen jedoch vollkommen unterging. Ein planetarer Gouverneur von Tausenden… und doch hatte sein aristokratisches Gebaren ihre Aufmerksamkeit einmal mehr zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gebunden. Vielleicht war es nur die Gewissheit, dass sie in seinen Augen ebenfalls nur ein lästiger Flottenoffizier von Tausenden war, noch dazu einer, den er – wie er meinte – gefahrlos ignorieren konnte. Ganz anders als Nereus, dessen bloßes Vermächtnis scheinbar ausreichte, einem Teil der imperialen Flotte als Motivation zu dienen. Doch er war tot! Tot und vergessen. Bastions Sonne hatte die letzten physischen Zeugnisse seiner Existenz vernichtet. Die Taten derer, die sein Erbe gierig unter sich aufteilten, würden den Rest verschwinden lassen. Und wenn sie persönlich…


„Feinde!“

Diese Warnung traf die Sith vollkommen unerwartet. Für einen Moment hatte die verfallene Datenspeicherfabrik, hatten der Korridor und der büroartige Raum, den sie mit ihren vier Soldaten betreten hatte, nicht existiert. Die Rückkehr in die Realität erwies sich als so brutal wie möglich.
Der die Warnung ausstoßende Soldat war wie seine Kameraden im begriff, sich aus den im Raum verteilten Büromöbeln eine adäquate Deckung zu suchen, doch er hatte das Pech, Ziel der ersten Schüsse zu sein, die vom anderen Ende des Raumes auf die Imperialen zuzuckten – die andere Gruppe hatte ähnlich schnell reagiert. Ein Blasterblitz riss einen rauchenden Miniaturkrater in die massive Brustpanzerung des Mannes, der zweite streifte seine Hüfte, sodass die schwarz gepanzerte Gestalt unhörbar ächzend vor Alynn zusammenbrach, den Blick fast ungläubig auf diesen mit letzten Zuckungen sein Leben aushauchenden Körper gerichtet.
Der Strom der Zeit schien sich in eine zähflüssige Brühe zu verwandeln – die Bewegungen der anderen drei Soldaten erschienen wie in Zeitlupe, ebenso wie das Fallen ihres Blasters, den sie reflexartig aus ihrem Griff entlassen hatte, um stattdessen mit schwarz behandschuhten Fingern nach ihrem Lichtschwert zu greifen. Ein weiterer Blasterschuss verpuffte unmittelbar neben ihr im als Reaktion zerbröckelnden Durabeton. Die Schüsse wurden erwidert – doch Alynn hatte keinen Blick dafür, ob einer der Eindringlinge ihnen zum Opfer fiel, geschweige denn der namenlose Schütze, dessen letzten Schuss ihre nun aktivierte Lichtschwertklinge nahezu lässig und ohne bewussten Gedanken abwehrte. Sie hatte ihr tatsächliches Ziel gefunden und erkannt - als könnte sie dieses Gesicht jemals wieder vergessen, das sie auf Ord Biniir verhöhnt und ihr den totalen Sieg verwehrt hatte…
Einer der verbleibenden drei Storm Commando-Soldaten rief ihr etwas zu – Verstärkung war eines der Worte, das zu ihr vordrang – doch sie achtete nicht auf ihn. Das Lichtschwert hob sich leicht, bereit, gemeinsam mit ihrem Körper vorzupreschen und zum Angriff überzugehen, sich der blonden Jedi zu stellen. Vage war ihr bewusst, mit welcher Leichtigkeit diese sie beim letzten Mal neutralisiert hatte, doch vorherrschend war der Gedanke, dass diese Begegnung nun vor geraumer Zeit stattgefunden hatte und die Jedi sich ihrerseits auf der Flucht befand. In die Ecke gedrängt und geschwächt… ebenso wie ihre Begleiter.
Sie bewegte sich vorwärts, als existierten die Tod und Verderben spuckenden Blaster auf der anderen Seite des Raumes überhaupt nicht. Sollte einer der Schüsse das komplizierte und von keiner inneren Logik erfüllte, das ihr Lichtschwert zum Schutz ihres Körpers immer und immer wieder wob, durchdringen, sie würde es vermutlich nicht einmal registrieren…
Die Spur einer Herausforderung lag in Alynns leichtem Lächeln. Die Zeit arbeitete für sie. Wie lange mochte es dauern, bis Veantur sich des Schusswechsels bewusst wurde und der Gruppe Rebellen in den Rücken fiel? Wie lange, bis Asakawa aus der Fabrikhalle Verstärkung schickte?
Wenn die Jedi ähnlich kalkulierte, wusste sie, dass sie schnell handeln musste… und wer schnell handelte, beging Fehler…


[Coruscant, untere Ebenen, verlassene Datenspeicherfabrik, Kellerräume]- Alynn, Chesara, Sane Kath, Shana, 6 Cortanas, Defender, 3 Soldaten des Storm Commando
 
Coruscant - untere Ebene - Honey House - hinterer Bereich - Mara’s Zimmer - Tom, Mara

Ach was wusste Mara schon? Sie wusste nicht um seine Familie, ihre Geschichte und Tradition. Kaum jemand wusste darum. Es war nichts, das man herumposaunte. Er war der Erstgeborene und der älteste Sohn beides in einem. Wenn man ihre Stammtafel betrachtete, fiel einem auf, das in all den Generationen die sie umfasste, immer ein Sohn der erstgeborene war. Die Fälle in denen zuerst eine Tochter geboren worden war, ließen sich an einer Hand abzählen. Bei einer Stammtafel, die so viele Generationen umfasste, wie die seiner Familie, war das schon sehr auffällig. Der Name Kent ließ sich bis zu einer Zeit zurückverfolgen, da die Republik noch nicht existiert hatte. Etwas, dass die meisten Adelsäuser nicht von sich behaupten konnten. So etwas konnte nicht einfach enden. Jahrtausende der Tradition durften nicht einfach verschwinden, nur weil ein Schicksalsschlag die Familie traf. Solange er noch lebte, würde das nicht geschehen. Mara könnte das nicht verstehen. Shana hatte es auch nicht verstanden. Das war nicht ihre Welt. Es mochte antiquiert und obsolet erscheinen, doch es war nun einmal Teil seiner Familie. Es war Teil seiner Selbst. Er war so erzogen worden. Er würde nicht als der letzte Kent in Vergessenheit geraten. Er würde dafür sorgen, dass der Name und die Tradition weiter lebten.

„Alles was ich in meinem Leben getan habe, drehte sich immer nur um meine Familie. Sie ist anders als andere Familien Mara. Hauptsächlich komplizierter. Ich trage eine Verantwortung. Der muss ich mich stellen. Es ist meine Pflicht Mara. Ich weis nicht ob du das verstehen kannst. Aber wenn ich das nicht tun würde, könnte ich nicht mehr in den Spiegel blicken.“

Tom seufzte. Er konnte ihr nicht mehr sagen. Zwar würde sie es irgendwann erfahren, aber verstehen würde sie es wohl trotzdem nie. Wenn er ihr sagte, was er vor hätte, würde sie nur versuchen ihn davon abzuhalten. Man musste wohl eine Kindheit ähnlich der seinen durchlebt haben, um seine Entscheidung verstehen zu können.

„Themawechsel! Worauf hast du Lust? Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst?“

Er selbst brauchte jetzt auch etwas Ablenkung. Er wollte wenigstens noch ein bisschen Zeit mit Mara verbringen, bevor er für noch unbestimmte Zeit verschwand. Er war zwar kein Meisterkoch, doch etwas Genießbares würde er ihnen schon zaubern können. Doch erst einmal mussten sie zum Aufenthalts Raum gehen. Dort müssten sie sich einen Überblick über das Angebot verschaffen. Zusammen mit Mara verließ er das Zimmer. Draußen trafen sie auf Jo, die wohl die ganze zeit hier gesessen hatte, und Mara Jade, die Schwester von Tomm, die er bereits vor seiner Meditation durch die Macht gespürt hatte. Er nickte beiden zu und ging dann mit Mara weiter. Der Aufenthaltsraum war schnell gefunden. Dort angekommen riss Tom einfach wahllos die Schränke und Schubladen der Küchenzeile auf und verschafft sich einen Überblick was es hier so an Lebensmitteln gab. Die Auswahl war nicht gigantisch, aber Tom fand, dass wohl für jeden Geschmack etwas dabei wäre. Nachdem Mara einiges an Energie brauchen würde, und etliches an verletztem Gewebe repariert werden musste, sammelte er ein paar Dinge zusammen, von denen er Wuste, das sie auf Maras Bedürfnisse passen würden. In seinem Kopf hatte er schon ein paar Gerichte, die er zubereiten könnte.

„Hast du irgendwelche besonderen Wünsche? Vegitarierin? Veganerin? Hast du irgendwelche Allergien? Magst du irgendetwas einfach nicht? Was magst du besonders gerne?“

Tom freute sich über die Ablenkung. Kochen war zwar keines der Gebiete, auf denen er glänzen konnte, aber es war immer noch besser, als mit Mara über seine Familie zu diskutieren. Dazu hatte er gerade gar keine Lust mehr.

„Ein paar einfache Sachen müsste ich hinkriegen. Auch wenn ich normalerweise nur Fertiggerichte aufwärme. Wie sieht’s mit dir aus? Wie steht’s um deine Kochkünste? Denkst du wir kriegen was genießbares hin? “

Coruscant - untere Ebene - Honey House - hinterer Bereich - Mara’s Zimmer - Tom, Mara
 
- Coruscant - Industrieviertel - Verlassene Datenspeicherfabrik - 6 Cortanas, 3 Defender, Shana, Alynn, Sturmtruppen -

Die Rollen waren klar verteilt. Niemand musste darüber sprechen oder diskutieren. Während die Imperialen - es waren keine einfachen Sturmtruppen, sondern Spezialeinheiten in schwarzer Rüstung (;)) sich mit den republikanischen Soldaten einen Schusswechsel lieferten, hatte die rothaarige Uniformierte ihr Lichtschwert aktiviert. Für Chesaras Begleiter war dies vermutlich eine Überraschung, doch Chesara selbst hatte nichts anderes erwartet. Sie hatte die Frau sofort wieder erkannt, denn sie vergaß so gut wie nie ein Gesicht und schon gar nicht eines, gegen das sie einmal gekämpft hatte. Hinter sich hörte Chesara einen der Defender etwas erstauntes sagen, doch ihr blieb keine Zeit etwas zu erwidern, oder eine Erklärung abzugeben. Die Sith kam bereits auf sie zu. Auch sie kannte ihr Ziel.

"Shana! Schnell, geht in Deckung!"

Rief Chesara der jungen Frau zu. Sie wollte nicht, dass die junge machtbegabte Widerstandskämpferin zwischen die Fronten geriet. Ihre Verletzung war gerade erst geheilt und noch nicht vollständig regeneriert und Chesara wollte nicht, dass sie etwas riskierte. Mit ihrer Machtbegabung war sie wichtig für die Jedi und für die Republik. Die Soldaten beider Seiten lieferten sich einen Schusswechsel, während die Defender sich hinter die Ecke des Eingangs gedrückt hatten. Der Draethos kam für wenige Sekunden hervor, feuerte ein paar Schüsse ab und ging wieder in Deckung. Er war zweifellos der Kämpfer der Truppe, obgleich auch die beiden anderen bewaffnet waren. Chesara hatte jedoch nicht die Zeit, sich auf sie zu konzentrieren oder sich einen Fluchtplan zu überlegen. Es geschah innerhalb von wenigen Sekunden, dass Kratas vorgeprescht kam und ihre Klinge auf Chesara hinab drückte. Die Jedi hatte ihrerseits ihr Lichtschwert gezogen und Funken sprühten zischend, als ihre Klingen aufeinander trafen. Der Blick der anderen Frau war stechend und kalkuliert und Chesara fühlte die gleiche Kälte wie vor Monaten auf Ord Biniir. Sich gegenseitig austestend kreuzten sich ihre Klingen in einem raschen Schlagwechsel. An diesem Tag hatte Chesara bereits einen Kampf überstanden. Konnte sie einen zweiten ausfechten? Nicht lange. Sie durften sich nicht lange aufhalten. Diese Gruppe Imperialer war nicht die einzige in diesem Gebäude, wie sie sehr gut wusste. Der Rest der Truppe, der ihnen im unteren Geschoss beinahe begegnet war, konnte jederzeit als Verstärkung eintreffen. Der Weg war nicht weit. Ihre Chance lag darin, die 4 schwarz gepanzerten Soldaten auszuschalten, bevor andere eintrafen. Sobald Kratas nur noch alleine war, konnten sie sie mit gemeinsamen Kräften überwältiegn. Noch waren sie, der Widerstand, in der Überzahl. Wenn sie den Moment jetzt nutzen... nur blieb ihnen nicht lange, höchstens ein paar Minuten.

Die Sith ging voll in die Offensive, wie Sith es meistens taten. Sie wollten den Sieg und den Tod ihres Kontrahenten, sie wollten das Extrem und sie wollten Blut. Im Gegensatz zu dem ihr unbekannten Sith in der Fabrikhalle, war Kratas jedoch keine Kämpferin und in gewisser Weise ähnelte sie darin Chesara selbst. Chesara hatte gelernt mit dem Lichtschwert zu kämpfen, sie konnte mit ihrer Waffe umgehen, sie konnte angreifen und verteidigen und vor allem konnte sie auf eine lange Zeit der Erfahrung zurück greifen. Dennoch würde sie nie eine grandiose oder gar leidenschaftliche Kämpferin sein. Sie sah diese Linien in Adrian, der sich bereits wie ein Profi bewegte, obgleich er noch ein Padawan war. Chesaras Fokus aber lag im reinen Gebrauch der Macht, und obwohl sie beinahe nichts über Sith wusste, die nicht nur Machtnutzerin, sondern auch Offizier war, glaubte sie einschätzen zu können, dass es ihr ähnlich ging. Trotzdem schaffte es die Sith, Chesara, die mit ihren Kräften sparsam umgehen musste, zurück zu drängen. Chesara hatte bereits einen Kampf hinter sich, der nicht einfach war. Wenn sie zu frühzeitig ihre Energie verbrauchte, konnte dies fatale Folgen haben - zu lange warten durfte sie allerdings auch nicht. Nach einer geschickten und unvorhersehbaren Schlagkombination Kratas' wich Chesara einige Schritte zurück und kam damit dem Ausgang des Büros näher. So konnte die Sith zumindest nicht mehr die Schüsse abwehren, die Chesaras Begleiter auf die imperialen Soldaten abfeuerten. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie der Draethos einmal mehr aus seiner Deckung kam. Anstatt sich dem Feuer von Corporal Kath und seinen Leuten anzuschließen, hielt er jedoch auf die Sith. Seine plötzlichen Schüsse irrierten sie und sie musste zurückweichen und einen Moment von Chesara ablassen. Chesara war nur froh, dass der Draethos offensichtlich zielen konnte, und nicht sie getroffen hatte. Die Sith von zwei Seiten anzugreifen, war eine interessante Taktik, doch offenbar hatten auch Kratas' Leute dies begriffen und auch an Chesara zischte ein Blasterblitz gefährlich nahe vorbei.


- Coruscant - Industrieviertel - Verlassene Datenspeicherfabrik - 6 Cortanas, 3 Defender, Shana, Alynn, Sturmtruppen -
 
¦¦ Coruscant ~ untere Ebenen ~ verlassene Datenspeicherfabrik ~ Kellerräume ¦¦ Shana ~ Cortanas ~ Chesara & Defender ~ ganz böse Alynn & Imps – vieeeeeeeeel zu nah

Irgendwie hatten die Imperialen sie entdeckt und doch nicht. Obwohl bereits Bewegungen zu hören gewesen waren, entfernten sie sich wieder. Merkwürdig. Sollte ihre eher erbärmlich zu nennende Versteckaktion funktioniert haben? Shana wollte es nicht so recht glauben. Aber es blieb ruhig. Na gut, es war ja nicht so als wolle sie sich über diesen Umstand beschweren. Hier herauszukommen war das Einzige, das sie interessierte. So leise wie möglich verließen sie den Büroraum wieder und pirschten voran. Die Soldaten bewegten sich sehr sicher, so als machten sie dies jeden Tag, was wahrscheinlich sogar stimmte. Wie auch immer, sie war auch kein Trampel und folgte inmitten des Pulks. Wo waren die Feinde? Sollten sie jetzt doch Glück im Unglück gehabt haben? Wohl doch nicht, denn Chesara hielt sie plötzlich an mit der Ankündigung, es stimme etwas nicht.

Nicht gerade eine besonders aussagekräftige Mitteilung, aber nachdem was sie bis jetzt gesehen und erlebt hatte, tat sie einen Teufel, den Hinweis der Jedi einfach abzutun. Und wenn sie ehrlich war, traute sie dem Frieden auch nicht. Doch noch ließ sich visuell noch keine Gefahr ausmachen, weshalb sie weitergingen. Es ging den Gang immer weiter hinunter, und es sah so aus, als wäre es nicht mehr weit bis zum Ausgang. Doch das war natürlich genau der Punkt an dem die nun folgende Überraschung auf sie wartete. Dramaturgisch hatte sich alles genau richtig entwickelt, kurz bevor man aufatmen konnte, erreichte einen der Horror. Zwar tauchte kein Tricktechnisch auffrisiertes Monster auf, aber dafür ein paar imperiale Soldaten in nicht Standardmäßiger Uniform. Es handelte sich jedenfalls nicht um Sturmtruppen.

Toll, um diese "spaßige" Begegnung hatten sie nicht herumkommen können. Bei all dem Ärger hätte Shana fast die Offizierin (Alynn) übersehen, die sich deutlich von den Soldaten abhob. Doch genauere Betrachtungen gingen in dem Chaos unter, welches mit der Eröffnung der Feindseligkeiten einherging. Bürotische wurden umgeworfen und schnellstens Deckung gesucht. Wo andere lediglich "Deckung" riefen, oder Kampfbefehle weitergaben, kam von der blonden Studentin ein unübliches, vermutlich auch unpassendes:
"Toll!"

Chesara befahl ihr derweil in Deckung zu gehen. Bei ihrem ersten Kampf war sie paralysiert gewesen, hatte vor Angst nicht mehr denken und handeln können. Diesmal war es nicht so. Der Befehl der Jedi war willkommen, aber diesmal war sie voll bei der Sache. Im Gegensatz zu dem Gemetzel in der Fabrik wusste sie diesmal um die Gefahr und hatte sich darauf eingestellt. Selbst ohne die Warnung von Chesara waren sie auf den Kampf vorbeireitet. So konnte die 21 – Jährige unverzüglich handeln. Dies tat sie indem sie sich mit einer Rolle nach hinten durch die Tür aus dem Raum begab. Vielleicht instinktiv, denn sie hatte vorhin bereits gesehen, wie schnell Stühle und Tische ihre Funktion als Deckung aufgaben. Glücklicherweise war der Gang um einiges breiter als der Türdurchgang, so hatte sie in dem Türrahmen eine komfortable Schutzmöglichkeit.

Sie hatte nicht zu langsam gehandelt, sie war kaum aus der Schusslinie gerollt, da peitschten ihr auch schon die ersten Salven hinterher. Charmant. Sie war auf der falschen Seite und sprang zur linken Seite des Türrahmens. Während sie Kampfsekunden für einen Positionswechsel verschwendete, waren ihr die anderen gefolgt, und blockierten fast die Tür, bzw. stellten den Gang voll. Vor allem der "Leibwächter" des "Generals" schob sich ganz nach vorne. Hey, das war ihr Platz. Ihr lag ein wütender Ruf auf den Lippen, den sie aber wieder verwarf. Warum sollte sie sich daran stören, wenn er als Schild Nummer eins fungierte? Nur weil er da stand, hatte sie aber keine Lust als das kleine, untätige Mädchen zu enden. Sie wartete ein paar Sekunden, versuchte sich dabei an die Positionen zu erinnern, die die Imperialen eingenommen hatten, und verließ die komplette Deckung hinter Rahmen und Draethos um zu schießen.

Shana gab hektisch zwei Schüsse ab, die aber in dem Schutzwall der Gegner nutzlos einschlugen, bevor sie den Kopf wieder zurückzog. Ebenso harmlos wurden ihr einige Megajoule an Energie hinterher gejagt. Ihr nächster Vorstoß lief nicht ganz so ab wie erwartet, als sie eine rothaarige Lichtschwertschwingerin auf sie zulaufen sah, bzw. auf die Stellung des Widerstands. Was, noch eine Sith? Schon wieder? Wo kamen die denn überall her? Wurden die irgendwo gezüchtet? Es war ihr neu dass überhaupt Sith auf Coruscant waren, und dann auch noch in solcher Anzahl! Es gab wohl so einiges was sie nicht wusste, obwohl man sie wohl zu den 100.000 Bestinformiertesten Individuen des Stadtplaneten zählen konnte. Aber das tat momentan nichts zur Sache. Die vermaledeite Sith ließ sich von den Blasterschüssen nicht aufhalten, die auf sie abgegeben wurden.

Verrückte Machtbegabte! Diesmal fand sie das definitiv nicht so toll und faszinierend. Die Frau sollte sich verdammt noch mal überschätzen und durch einen Fehler über den Haufen geschossen werden. Aber den Gefallen tat sie der jungen Blondine nicht. Glücklicherweise für sie, war dieses Problem nicht ihres, sondern das der Jedi. Demzufolge hatte es gar keinen Zweck weiterhin auf sie zu schießen. Da konnte der Draethos gerne die Zähne dran ausbeißen, wenn er wollte. Vielmehr kümmerte sie sich nun wieder um die Sturmtruppen-Upgrades und versuchte wenigstens da etwas zu bewirken. Das berühmte hervorlugen – schießen – in Deckung gehen – Spielchen nahm seinen Lauf. Dieser Kampf lag ihr wesentlich mehr, da sie viel besser zielen konnte. Sie war es gewohnt auf Zielscheiben zu schießen und nicht mitten im Lauf um sich zu ballern.

Sie war sich auch nicht zu schade das Visier für jeden Versuch zu verwenden. Ihren Rhythmus möglichst nicht zu gleichmäßig haltend, konnte die Schießerei – Jungfrau auch einen Abschuss verzeichnen. Immerhin etwas, aber mit Sicherheit nicht genug. Über kurz oder lang würden sie hier wegmüssen. Die Imperialen waren sicherlich nicht so blöd einen Ruf nach Verstärkung zu vergessen. Hoffentlich kamen sie auch an der Sith vorbei. Auf jeden Fall mussten sie dieses Weib loswerden. Vielleicht lag es an der Heilung durch die Macht, vielleicht auch an der steigenden Akzeptanz der jungen Frau für die unergründliche Existenz der Macht, doch nun sah sie die Sith nicht nur, sondern sie spürte sie auch irgendwie. Das kalte Wabern, das von ihr Besitz ergreifen wollte, war etwas, auf das die blonde Widerstandskämpferin gut und gerne verzichten konnte. Ihre Hoffnung lag auf Chesara. Sie musste in der Lage sein, die Sith – Frau auszuschalten. Sie musste einfach!


¦¦ Coruscant ~ untere Ebenen ~ verlassene Datenspeicherfabrik ~ Büroraum ¦¦ Shana ~ Cortanas ~ Chesara & Defender ~ Alynn & Sturmkommando

[OP]Sorry, mein Post war schon fertig, und ich hatte keine Lust alles umzuschreiben. Kleine Logikfehler könnt ihr behalten.^^[/OP]
 
[Hyperraum Richtung Coruscant - An Bord der Teroch A'den - Shao Lung]

Die Teroch A'den befand sich im Hyperraum auf direktem Wege Richtung Coruscant und mit ihr der Besitzer Shao Lung.
Der Sichtschirm war nun uninteressant geworden da sich einem immer dieselbe Aussicht bot, der Hyperraum.
Wenn man sich, so wie die Galaxie in der sich Shao und die vielen anderen Lebewesen befanden, an eine Technologie wie den Hyperraumantrieb gewohnt hatte wurde es nicht mehr so geschätzt wie man es vermutlich sollte.
Man hatte sich daran gewöhnt mit einer so wahnsinnigen Geschwindigkeit fortzubewegen, sodass man es nicht mehr wahrnahm.

Der Zabrak, der eine lange Zeit auf einem so rauen Planeten wie Korriban verbrachte, hatte sich in eine Duschkabine im unteren Deck zurückgezogen und wusch sich den Staub Korribans und seiner alten Sith Gräber vom Körper.
Die Kabine befand sich, von der Heckluke aus gesehen, direkt nach dem als Kleiderschrank umfunktionierten Raum.
Die Ruhe des Weltraums nutzte der junge Sith Anwärter, bei seinen Reisen immer um seine Gedanken zu ordnen und sich von den Strapazen seiner meist anstrengenden Aufträge zu erholen.
Doch dieses Mal war es anders, er fühlte sich außerordentlich gut, voller Energie und nicht so erschöpft wie er es eigentlich sein sollte nachdem er ein Jahr lang auf dem ehrwürdigen Planeten der Dunklen Seite damit verbrachte nach einem Relikt der großen und alten Meister der Sith suchte.
Er musste sich nicht wirklich ausruhen, er gab sich stattdessen seinen Gedanken und Lehren hin die er in diesem Jahr gelernt hatte.

Die Lehren die es ihm eines Tages ermöglichen würden seine Eltern und seinen ganzen Clan zu rächen. Seine Gedanken fielen auf das mächtige Relikt aus alten Zeiten das er aus einem Grab geborgen hatte und die Inschriften die er in seinem Datapad verwahrt hatte.
Wenn er einen Meister finden würde der die Altehrwürdige Sprache der Sith beherrschen und ihm beibringen würde, könnte er das Geheimnis dieses Relikts lüften um es gegen die so verhassten Jedi zu benutzen.

Während dieser Gedanken quoll wieder ein sehr starker Zorn in ihm hoch, jedoch viel stärker als er es gewohnt war wenn er an die Jedi dachte, an seine Familie und den Clan.

Er schloss die Augen und lies den Zorn zu, denn nur ein Jedi oder ein Schwächling würde den Zorn versuchen zu unterdrücken und die schiere Macht die in ihm schlummerte aus seinen Gedanken und seinem Handeln verbannen.

Doch nicht Shao der junge Jünger der schon einiges über die dunkle Macht in den Archiven des Ordens lesen durfte und dadurch schon ein paar Kniffe gelernt hat.
So zum Beispiel das es wichtig war den Zorn zuzulassen und zu nähren um ihn als Verstärker zu benutzen und den Schmerz als solchen wahrzunehmen und in Zorn umzuwandeln.

Er bemerkte das sein Zorn immer mehr wuchs und mit ihm seine mickrige aber doch ansehnliche Verbindung zur Macht, für einen Jünger ohne Meister.
Seit seinem Aufenthalt auf Korriban mit seiner schier endlosen Präsenz der dunklen Seite der Macht, hatte sich der junge Zabrak sehr stark verändert.

Er öffnete seine Augen und blickte in eine beschlagene, spiegelpolierte Oberfläche die als Spiegel diente, das Wasser perlte an seinem Tätowierten roten Körper hinab und Tropfen rollten über die endlosen Zacken und Windungen seiner pechschwarzen Tätowierungen.
Unter dem Hauch des Wassers an dem spiegel konnte er nun seine Augen sehen, die nun sehr stark in einem rot bis gelben Spektrum aufleuchteten, eine Sekunde lang glaubte er zu sehen dass sie pulsierten.

Plötzlich schoss ihm das Bild seiner toten Mutter ins Gedächtnis wie sie regungslos in ihrer Rüstung am Boden lag, er fühlte einen stechenden Schmerz, fast so als würde ihm jemand mit einem Lichtschwert in die Brust stechen und dieses dann herumdrehen.
Sein Gesicht verkrampfte und er versuchte den Schmerz in seinen schier unendlichen Zorn einzugliedern, zu seinem bedauern musste er feststellen das er unbewusst auch gegen den Schmerz ankämpfte. Plötzlich war der Schmerz weg jedoch nicht der Zorn, der ihn nun zu übermannen drohte.
In Gedanken bereitete sich Shao auf sein Ende vor das er sich selbst zuzuschreiben hatte, was dachte er sich nur dabei sich einer derartig konzentrierten und reinen Form der dunklen Macht fast vollkommen unvorbereitet so lange Zeit auszusetzen.
Hatte er geglaubt er würde so einfach davonkommen?
Dabei hatte er noch nicht einmal Gelegenheit seine Rache an den verhassten Jedi zu nehmen.

"Nein, ich darf jetzt nicht aufgeben ich muss es schaffen. Ich brauche einen Meister der mir den Umgang mit der Macht lehrt und das so schnell als möglich."

Von diesem Gedanken beflügelt ballte er seine Fäuste und spannte jeden einzelnen Muskel in seinem Körper an, er wusste zwar nicht genau was er tut aber er musste etwas tun.

Das Gesicht noch immer verzerrt, doch nicht mehr wegen des Schmerzes sondern vor Anstrengung, konzentrierte er sich darauf die Macht so kontrolliert wie für einen ungeübten Jünger wie ihn nur möglich loszulassen.
Er spürte wie sich plötzlich wogen der Macht lösten wie eine Druckwelle, das Schiff erschütterte unter der Druckwelle der Macht die von dem ungeschickten Zabrak ausgegangen sind nachdem er seine Arme mit einer plötzlichen Bewegung ausstreckte.
Die dünneren Wände der "Duschkabine" wurden durch die Druckwelle nach außen gedrückt und die Tür wurde nach außen gebogen.
Der ganze Körper des jungen Jüngers sackte zusammen, erschöpft und bewusstlos schlug er am Boden der verbeulten Dusche auf.

Nach ein paar Stunden wachte der nackte Zabrak durch das laute Alarmsignal das sein Wecker von sich gab, den er kurz bevor er in die Dusche stieg stellte.
Sein Kopf tat ihm ein wenig weh nach dem unsanften Aufschlag auf dem Boden der Duschkabine doch viel schlimmer war das Brennen das ihm die Nerven seiner Muskeln an das Schmerzzentrum schickten.
Seine Erinnerung an den Vorfall kam langsam wieder zurück, er sah sich leicht benommen um und entdeckte die Schäden die er durch seine unkontrollierte Machtanwendung angerichtet hatte.
Erleichtert darüber das es hauptsächlich äußerliche Schäden sind die zwar Zeit und credits in Anspruch nehmen würden aber seine Reise nach Coruscant nicht wirklich gefährden würden.
Geduscht, trocken und ausgeruht war er ja jetzt schon. Er ging, noch ein wenig wackelig auf den Beinen, zu dem Kleiderschrank und zog sich die bequemere Kampfrobe und Tunika an.
Die Schmerzen akzeptiert, fuhr er mit dem Lift in sein Cockpit um den Wecker abzustellen den er mittlerweile als nervig abgetan hatte.
Da er den Wecker auf acht Standardstunden gestellt hatte und er sich üblicherweise Zeit lies beim duschen. Schätzte er eine ungefähre Zeit der Bewusstlosigkeit auf knapp sieben Standardstunden.
Ein Knacksen seiner Halswirbel, als er seinen Kopf in einer Kreisbewegung von links nach rechts wandern lies, bestätigte ihm dass er sich schlecht gebettet hatte.

Er warf einen kurzen Blick auf die Stelle an der sich das Fach befand, indem sich das Relikt sicher aufbewahrt wurde, drehte sich dann zu seinem Pilotensessel und sank langsam in den Sessel.
Nachdem er sich mit dem Sessel auf den Sichtschirm zudrehte sah er den Hyperraum vor sich und eine kleine in roten Mando'a Lettern geschriebene Meldung "20 Minuten und 37 Sekunden zum Zielplaneten Coruscant" verkündete.

Mit seiner linken Hand aktivierte er die Holonet News, es liefen gerade die Kurznachrichten auf dem Sender "The Emperors Voice".
Er lauschte kurz und hörte gerade noch von einem Sieg des Imperiums gegen eine bekannte Terrorzelle, doch dann driftete er jedoch mit seinen Gedanken ab und malte sich aus wie das ausgegangen wäre wenn er noch mehr unkontrollierte Macht freigesetzt hätte.

Doch dann lies ihn eine Meldung aufblicken, er sah drei Subjekte des Widerstandes auf dem Sichtschirm, fuhr mit einem Finger schnell auf einen Knopf der das Bild anhielt, dann kramte er schnell den Datapad aus seinem Gürtel den er direkt an ein Interface an der Unterseite der Kontrollen anschloss, legte es auf den Kontrollen ab und lud die Bilder und Namen der drei Subjekte runter.

"Wer weiß vielleicht könnte es sich als nützlich herausstellen!"

Das Datapad nahm er wieder in die Hand, steckte es aus nachdem der Download vollzogen war und packte es wieder zurück in seinen Gürtel.

Nachdem die Kurznachrichten, eine Aufzeichnung, er ließ nämlich alle Nachrichten aufzeichnen die er empfangen könnt und auf Basic waren, beendet waren schloss er die Holonet News durch einen Knopfdruck wieder.

Er dachte kurz darüber nach ob er sich vielleicht doch noch kurz von seiner eigentlich selbstauferlegten Mission absetzen sollte und versuchen sollte sich die drei Widerstandskämpfer zu schnappen um mit ihnen die riesige Prämie die auf ihren Kopf ausgesetzt wurde einzusacken.
Doch als er sich an den Vorfall in seiner Dusche erinnerte verwarf er diesen Gedanken sofort wieder, er durfte jetzt nicht mehr Zeit verlieren als notwendig um einen Meister zu finden.
Mittlerweile wurde er immer mehr eine Gefahr für sich, ein dumpfes Signalgeräusch kündigte die Ankunft im Orbit um Coruscant an, Shao Lung schnallte sich wieder an und nahm den Energieregler und den Steuerknüppel in die Hände um übernehmen zu können nachdem sie im Orbit um Coruscant eintreffen würden.

Das Schiff wurde langsamer und der Hyperraumantrieb fuhr mit dem typischen Surren der Generatoren herunter.
Die Teroch A'den tauchte im Orbit um Coruscant aus dem Hyperraum auf und wechselte den Kurs ein wenig um Ziel auf die Raumhäfen ein wenig abseits der Regierungsgebäude zu nehmen, Shao stellte die Trägheitsdämpfer auf fünfundneunzig Prozent um die größtmögliche Kontrolle über das Schiff zu haben und mehr Vibrationen zu spüren, was der eigentliche Grund war das er die Trägheitskompensatoren so einstellte.
Ein paar waghalsige Manöver später waren seine Muskeln fast schmerzlos.
Es geht eben nichts über eine Massage durch die Fliehkräfte und die Vibrationen eines Raumjägers der an seine Grenzen geführt wird.
Nun stellte der nun deutlich entspannte Zabrak die Trägheitskompensatoren wieder auf hundert Prozent und steuert auf die Atmosphäre des Planeten zu, aus einem Komm, des Schiffes, ertönte eine Stimme der imperialen Planetenverteidigung.

"Hier spricht die Imperiale Bodenkontrolle von Coruscant identifizieren sie sich und nennen sie uns den Grund ihrer Einreise nach Coruscant?"

Shao betätigte einen Knopf der das Mikro aktivierte.

"Shao Lung, Vorratsaufnahme und Reparatur."

antwortete er mit seiner tiefen und bedrohlichen Stimme kühl.

"Wir konnten keine Schäden an ihrem Schiff feststellen! Was haben sie für technische Probleme?"

Stellte die Stimme fest und hinterfragte die Gründe.

"Eine defekte Dusche!"

Erwiderte Shao Lung leicht gereizt.

"Wir übermitteln Ihnen die Koordinaten. Weichen sie nicht davon ab."

Befahl ihm die Stimme von der Bodenstation in Coruscant.

Wie gerne würde der Zabrak dem Wurm einen Besuch abstatten und ihm Manieren beibringen, aber er hatte besseres zu tun als sich mit einem unwürdigen Lakaien des Imperiums die Zeit zu vertreiben die er seiner Meinung nach nicht hatte.

Er fütterte den Computer mit den Koordinaten und aktivierte den Autopiloten der die Landung übernehmen sollte, während er einen alten Bekannten kontaktierte der ihm auch sein Prachtstück verkauft hatte.

Eine raue Stimme meldete sich über das Komm des Schiffs.

"Hatto's Werkstatt und Ersatzteilhandel was kann ich für sie tun?"

Er klang ein wenig außer Atem.

"Ich bin's. Du musst mir etwas reparieren während ich auf Coruscant etwas erledige, du wirst schon sehen wenn du an Bord kommst. Ich habe dir die Koordinaten übermittelt wo ich in Kürze lande. Ich erwarte dich."

Entgegnete Shao Lung in gewohnt bedrohlicher Stimme und Befehlston.

"Für meinen besten Kunden doch immer. Ich bin schon unterwegs Sir."

erwiderte Hatto kleinlaut.

Der junge Zabrak schaltete das Komm aus, lehnte sich zurück und lies den Autopiloten die Landung übernehmen sie drangen in die Atmosphäre ein, es rüttelte ein wenig hörte aber schnell wieder auf. Er sah nun den Atemberaubenden Stadtplaneten schon zum zweiten oder dritten Mal und er war noch immer erstaunt wie das dieser Planet aushielt bei so gut wie keiner Natur und Vegetation, überall war nur diese eine riesige Stadt die sich zig Kilometer in die Höhe erhob.

Das Schiff flog ein wenig außerhalb des Regierungsviertels auf einen Raumhafen zu der so viele Kreisförmige Landebuchten hatte, dass Shao es gar nicht erst versuchte diese zu zählen.

Als das Schiff landete sah der Zabrak eine mittelgroße Gestalt mit einem Droiden und einem größeren Werkzeug- und Ersatzteilkasten im Schlepptau am Eingang zu der Landebucht stand und wartete. Es war Hatto.

Mit einem leichten Rucken setzte die Teroch A'den am Boden auf, die Ionentriebwerke verstummten langsam und Shao war in der Zwischenzeit schon, mit seinen beiden Vibro Schwertern und seinen Blaster an der Seite, mit dem Lift nach unten gefahren um seine schwarze Kutte überzuwerfen und in Richtung Frontluke zu gehen.

Er stand nun vor der Frontluke der Teroch A'den und zog sich seine schwarze Kapuze ins Gesicht. Mit seiner rechten Hand betätigte er den Hebel um die Laderampe runterzulassen.
Als die Rampe ganz hinuntergefahren war sah man nur eine Gestalt in eine schwarze Kutte gehüllt war, bei dessen Anblick einem Normalsterblichen das Blut in den Adern gefrieren würde.
Was ohne Zweifel bei Hatto der Fall gewesen wäre wenn er nicht wüsste das er gebraucht würde, trotzdem war ihm das alles nicht so geheuer.

Shao nickte kurz zu Hatto, der sofort verstand was von ihm verlangt wurde und ging schnellen Schrittes auf die Teroch A'den zu, während der Zabrak auf den Ausgang zuging.
Die Landebuchten wurden durch schmale Gänge verbunden und diese trafen sich mittig in einem großen Kreisrunden Raum. Man konnte die großen Banner des Imperiums von der Decke hängen sehen. Hier und da waren Sturmtruppen und Imperiale Besatzung zu sehen.

Shao Lung wusste noch nicht ganz wohin er als erstes gehen sollte, doch diese Entscheidung nahm ihm sein Magen ab indem er anfing laut zu knurren.
Die Verhüllte Gestalt mit der schwarzen Spitzen Kapuze ging schnurstracks Richtung Ausgang. Er hatte sich entschlossen essen zu gehen aber er kannte sich nicht wirklich aus wo man hier etwas Ordentliches zu essen bekam, also ging er zu einem Lufttaxi das vor den Toren des Raumhafens auf Neuankömmlinge wartete.
Er klopfte ans Fenster und ein Mensch öffnete ihm die Türe mit den Worten.

"Willkommen Fremder. Wohin soll es denn gehen?"

Als er sah wem er die Tür öffnete riss er kurz die Augen auf und blickte ganz schnell wieder nach vorne um dieser Unheimlichen Gestalt keinen Grund zu geben ihn zu lynchen.

Der junge Zabrak stieg hinten in den grünschwarzen Raumgleiter und machte es sich bequem.
Er hatte das Talent mit seiner Kutte sich immer so zu positionieren das ihn der Schatten immer verschlang.
Shao konnte den zittrigen Blick des Menschen in dem Rückspiegel sehen und musste unwillkürlich lächeln.

"Was dieser Mensch wohl dachte was ich mit ihm anstellen würde wenn er sich auch nur falsch bewegte. Wie würde er sich wohl fürchten wenn ein Sith Meister sein Taxi bestieg, da er sich schon fast bepisste weil ein vermummter Jünger es tat."

"Ein gutes Restaurant in der Nähe der Regierungsgebäude!"

ertönte eine bedrohlich tiefe Stimme kühl unter der Kapuze hervor.

Der Fahrer nickte nur knapp, er traute sich nun nicht einmal etwas zu sagen, startete sein Lufttaxi, flog augenblicklich nach links oben weg und reihte sich in den Verkehr der Großstadt ein.

Shao Lung unterdessen versuchte sich ein wenig im eintauchen in die Macht um etwaige Meister die sich in der Nähe befanden ausfindig zu machen, jedoch machte er sich wenig Hoffnungen das er etwas spürte, da er noch immer kein bisschen gelehrt wurde die Macht zu benutzen.
Seine Macht war eher intuitiv und nicht kontrolliert geschweige denn ausgerichtet.
Das Lufttaxi brachte ihn vorbei an riesigen Wolkenkratzer und HoloWerbungen, je näher sie an die Regierungsgebäude kamen wurden die Bauten immer Prunkvoller und imposanter.

Der Zabrak sah sich auch ab und an die Gleiter an die um sie herum und an ihnen vorbeisausten, er würde jetzt viel lieber selber fahren, jedoch hatte er kein Gefährt für diese Zwecke und musste sich der Lufttaxis bedienen.

Sie näherten sich einem schicken Restaurant direkt gegenüber des Regierungsgebäudes und Shao hatte einen Augenblick das Gefühl eine Präsenz der Dunklen Seite aus der Richtung des Regierungsgebäudes zu spüren, aber wie schon vermutet war er zu schlecht um mehr zu bemerken und etwas zu lokalisieren.
Er hatte es nur kurz aufflackern gespürt es war als hätte er sich geirrt, plötzlich bemerkte er das sie anhielten, sah auf die linke Seite des Taxis und blickte auf ein modernes sehr nobel wirkendes Restaurant.
Mit leuchtenden Lettern in einer elegant geschwungenen Schrift stand der Name "Coruscant Noble" über dem Eingang. Der Fahrer hatte ihn wirklich zu einem guten Lokal gebracht, er würde sich noch als nützlich erweisen, Shaos Magen meldete sich leise und unmerklich mit einem Knurren.

"Sie warten."

Befahl er mit tiefer Stimme. Der Mensch nickte und Shao fiel auf das ihm der Angstschweiß auf der Stirn stand, er schnüffelte leise und roch den Gestank der Angst lächelte unbemerkt und stieg aus.

[ Coruscant - In der Nähe des Regierungsgebäudes - vor dem Eingang zum "Coruscant Noble" - Shao Lung]
 
Coruscant/ Industrieviertel/ Verlassene Datenspeicherfabrik/ 6 Cortanas, ein paar Defender, Chesara, Shana, Alynn, Sturmtruppen

Für einen Außenstehenden konnte das Verhalten der anderen Cortanas vielleicht wie ein totales durcheinander vorkommen. Allerdings waren das wochenlang trainierte Bewegungen. Laufwege und die entsprechende Taktik für jede Situation. Naja, fast jede. Auf jeden Fall taten es ihm seine Soldaten gleich und suchten hinter Schreibtischen Deckung. Holz war nicht unbedingt das beste Material, um sich vor Schüssen zu schützen. Allerdings hatten die Imps keine Projektilwaffen, oder zumindest hatte er keine erkennen können.

"Corporal! Tut mir Leid, wenn ich dich korrigieren muss, aber das sind beschissene Storm Commandos!" rief Jaden, welcher zwei Meter von Sane entfernt hinter einem anderen Schreibtisch kauerte.

"Und ein Offizier!", korrigierte ihn Snake, welcher sich auf der anderen Seite von Sane verschanzt hat.

Auch das noch. Als ob Sturmtruppen nicht schon schlimm genug wären, hatten sie es jetzt mit ungefähr einer Handvoll Commandos zu tun. Plus den Offizier natürlich, aber der würde im Gegensatz zu den Commandos nur halb so gefährlich sein. Schnell wurde er eines besseren belehrt. Plötzlich erwachte eine rote Klinge surrend zum leben und erhellte das Gesicht des Offiziers. Nein, es war sogar eine Offizierin! Und dazu noch eine, die eine Sith war. Wie viel gab’s von der Sorte eigentlich?


"Nicht auf die Sith feuern, die Jedi wird sich um sie kümmern! Konzentriert das Feuer auf die Commandos!"

Sane hatte in der Fabrikhalle genug von Jedi und Sith gesehen um zu wissen, dass man mit Blastern kaum gegen die ankommt. Vielleicht, wenn man das Feuer auf sie konzentrierte, allerdings war das unmöglich, da sie die Commandos unter Beschuss halten mussten. Womöglich war auch noch Verstärkung der Imps unterwegs. Sie mussten das hier so schnell wie möglich beenden. Sie waren in der Überzahl, das sollten sie ausnutzen.

"Wir kreisen die Imps ein! Geht aber den Lichtschwertschwingern aus dem Weg! Flanken vorrücken!"

Er schaute sich um, ob seine Leute ihn auch verstanden hatten. Jeder nickte. Also gaben Sarah und Jaden Feuerschutz. Sie waren in der Mitte ihrer provisorischen Kampflinie und hatten nebenbei auch die größten Waffen. Auf der anderen Seite würden Rianna und Dur sich nach vorne kämpfen. Sane hatte Snake an seiner Seite. Also gut. Er nickte dem Soldaten ein letztes Mal zu. Der Sani würde als erstes vorrücken, Snake würde solange Feuerschutz geben. Also sprang er auf und sprang über den Tisch. Blasterblitze zischten an ihm vorbei. Er musste nur wenige Schritte gehen und konnte sich schließlich hinter den nächsten Schreibtisch werfen. Sofort rappelte er sich wieder auf und schoss auf die Commandos, um Snake etwas Zeit zu verschaffen. Wenige Sekunden später rutschte er neben ihn. So weit, so gut. Das musste jetzt noch ein paar Mal so klappen.

Coruscant/ Industrieviertel/ Verlassene Datenspeicherfabrik/ 6 Cortanas, ein paar Defender, Chesara, Shana, Alynn, Sturmtruppen
 
[Coruscant - Untere Ebenen - verlassenes Lagerhaus ] mit Grego

Als er da immer noch da stand, vor der verschlossenen Tür, vergaß er die Instruktionen ganz und gar, wie er rein kommen konnte. Die letzte Mission machte ihm immer noch zu schaffen und er war etwas unkonzentriert, er dachte immer noch an die Senatorin und was die wohl jetzt machen würde. Auf jeden Fall war sie jetzt in Sicherheit. Als er sich nach ein paar Minuten zusammen nahm, erinnerte er sich, was er machen sollte. Er schlich ganz leise hinein, orientierte sich erst in dem Lagerhaus, dann sah er den Eingang zum Versteck und ging dann Schnurstracks darauf zu. Zog sein Kristallschlüssel aus seiner Tasche und führte in das Schloss ein. Nach einen leisen Geräusch bestätigte es den Datencode, der in dem Schlüssel schlummerte und darauf wartete erweckt zu werden. Dav öffnete die Tür ganz langsam und zog gleichzeitig den Schlüssel aus dem Schloss, er schlich sich durch die schmale Öffnung in der Wand durch und als er drin war, schloss sich sofort die Tür hinter ihm zu.

In diesem nicht sehr großen Raum standen zwei Computerterminals, ein Konferenztisch und die dazugehörende Stühle, auf denen fünf Personen saßen und sich unterhielten. Dav begrüßte sie mit einem höflichen und formalen Ton.


„Guten Tag.“

Er schaute die fünf an und wunderte sich, dass dort noch genug Luft zum atmen blieb. Grego stand neben ihn und begrüßte sie auch nur mit einem Hallo. Dav setzte sich auf einen Stuhl und breitete sich etwas aus, indem er sein Zeug um seinen Stuhl anlehnte. Grego wartete noch auf die Begrüßung, dann wollte er sich setzen. Dav war etwas nervös, weil er solche verstecke zum ersten Mal sah, vorher hatte er einfache Missionen gehabt und das hier begann langsam interessant zu werden, warum nur müssen wir uns so sehr verstecken, vielleicht wegen dem Imperium, aber für Dav war das alles zu übertrieben, er war immer noch ein Neuling bei der GD, weshalb er eigentlich nicht so viel wusste, was sie machten. Er trug immer noch seine Sachen, die er aus seiner Heimat mitnahm, mit der Zuversicht sie irgendwann auch mal benutzen zu können, was wirklich selten geschah. Er dachte, bevor er jetzt was Dummes sagte, sollte er erst mal gar nichts sagen, die Antworten würde sowieso irgendwann von allein kommen. Dem schloss sich offenbar auch sein Kollege, der vor erst kein einziges Wort aus seinen Lippen auspresste und nur da saß und in die Ecken der Wände schaute und nach was interessanten Ausschau hielt.

[Coruscant - Untere Ebenen - verlassenes Lagerhaus - Safehaus mit Grego und anderen 4 Personen
op: ich hoffe, es ist jetzt besser?
 
Zuletzt bearbeitet:
[[ Coruscant | Imperial City | obere Ebenen | Hauptverwaltungsgebäudel | Jacens Büro | Jacen & Alaine ]

Jacen bedachte die attraktive Rothaarige einen langen Moment. Er konnte verstehen, dass sie ihre Zieheltern verachtete nach allem, was sie ihr angetan hatten. Doch waren es nicht diese Worte die ihn erstaunen ließen. Viel mehr die Tatsache, dass sie die Politik in diesem Moment mit einem Pokerspiel verglich. Auch damit hatte sie nicht einmal unrecht. Es schien, als ob sie doch weitaus mehr davon verstand, als er zu Anfang noch gedacht hatte. Selbstverständlich war ihm aufgefallen, dass sie vieles wusste und es hatte ihn nicht erstaunt, da sie ihre Ausbildung dahingehend genossen hatte, doch dass jene weit aus ausgeprägter war erstaunte ihn schon. In ihrem alter gab es nur wenige, die sich für die hiesigen politischen Gepflogenheiten interessierten. Irgendwie verwunderte es ihn doch, dass eine so junge Frau sich auskannte, die Dinge beim Namen aussprach und schon so Weise sein konnte. Er hatte bisher keine Frau in ihrem alter erlebt, die sich so artikulierte. Vielleicht sollte er nicht vergessen, dass sie ebenso eine Sith war, wobei dies nicht unbedingt etwas bedeuten musste. Aber eines war sicher, sie besaß sehr viel Ähnlichkeiten mit ihren wahren Eltern und genau dies freute den älteren Herrn so.

„Ein guter Vergleich und treffend. Wobei eines gewiss ist, Poker hat einen anderen Scharm. Vormachen kann man dir was dies angeht nichts.“

Er lächelte kurz, besah sich dann noch einmal seine Unterlagen und schüttelte erneut den Kopf. Wenn nicht bald etwas geschah, dann würde es drunter und drüber gehen. Er hatte das Gefühl, dass diese ganze Sache bald aus dem Ruder laufen würde und wenn dem so war, dann würde alles verloren sein. Innerlich seufzte er auf. Wenn er die Macht dazu hätte Ereignisse zu verändern und die Zukunft, er würde es tun. Doch dies konnte er nicht, also musste er zusehen wie er fertig wurde. So ging es ihnen allen, etwas was mitunter ermüdend war. Für einen Moment schloss er seine Augen. Manchmal fragte er sich was er gemacht hätte, wenn er nicht in die Politik gegangen wäre, aber irgendwie viel es ihm schwer darauf eine Antwort zu finden, denn er konnte es sich nicht einmal wirklich vorstellen. Es stimmte schon wenn man behauptete er sei mit seiner Arbeit verheiratet, allerdings riet er dies niemandem. Das Leben konnte weit mehr bieten als nur dies hier und es war durchaus lohnenswerter weit mehr damit anzufangen als nur seinen Job zu erledigen. Dennoch war merkwürdiger Weise zufrieden, aber dies wahrscheinlich auch, weil er sich so sehr damit beschäftigte, dass ihm nichts anderes blieb oder nicht wirklich zumindest. Wenn Alaine klug war, dann würde sie ihre Zukunft ein wenig anders gestalten als sich nur um die Sith zu kümmern. Wenn sie klug war würde sie mehrgleisig fahren und sich unter anderem verheiraten. Innerlich den Kopf schüttelnd öffnete er die Augen und erhob sich dann.

„Hast du schon gefrühstückt? Ich jedenfalls nicht wirklich und würde dich dazu einladen.“

Alaine nickte ihm zu und die beiden verließen das Büro, wobei Jacen seinem Sekretär Bescheid gab und sie dann beide den Lift betraten, nach unten fuhren und das Regierungsgebäude hinter sich ließen. Es gab schräg gegenüber ein nettes Lokal, in dem man ein wundervolles Frühstück bekam und dem viele aus dem Regierungsgebäude aßen. Jacen hatte es ganz gern. Es war bequem und gemütlich, gleichzeitig auch durchaus Edel, wenn auch sehr modern. Das Paar schritt über die Straße, wobei es in diesem Moment schwieg und dann vor einem Restaurant stehenblieb. Auf dem Schild stand „Coruscant Noble“. Die beiden traten ein und wurden sofort von einem Mann empfangen, der sie nach einer kurzen Frage an einen Tisch brachte. Die Ausstattung war sehr Modern und hell, gleichzeitig dennoch mit einem gewissen Luxus. Alaine setzte sich Jacen gegenüber und ließ sich die Karte geben. Es wurde einiges zum Frühstück angeboten und einen Moment frage sie sich, was sie nehmen sollte, ehe ihre Entscheidung viel. Jacen bestellt zwei große Kaff und dass Essen, sowie zwei Gläser Champagner.

„Da du dich mir sozusagen in die Hände gegeben hast, möchte ich dies auch ausnutzen. Dein Geschmack ist gut was Kleidung angeht und du bist gepflegt. Allerdings habe ich ein wenig mit dir vor, zumal ich es ja wohl sein werde, der dich zurück in den Hochadel bringt. Dies bedeutet also, dass es ein Gesamtpacket geben wird, was auch bedeutete, dass du die nächsten Feierlichkeiten, die ich mir aussuchen werde besuchen wirst.“

Alaine zog leicht eine ihrer geschwungenen Brauen in die Höhe. Sie hatte geahnt dass dies kommen würde. Es gefiel ihr nicht sonderlich, aber sie wusste auch, dass es nötig war und sie würde es überstehen. Auf die ein oder andere Weise jedenfalls. Wenigstens konnte sie von Glück sagen, dass es nicht so viel gab, was an ihr getan werden musste, dies hieß wenn Jacen überhaupt etwas fand, wobei sie annahm dass er etwas finden würde. Gut es sollte ihr Recht sein. Immerhin gab es ein Ziel zu erreichen und dieses würde sie erreichen, gleich welche Mittel dazu nötig sein würden.


„Ich habe mir dies schon gedacht und ich werde mich fügen. Wobei ich nicht glaube, dass du so viel finden wirst. Aber wir werden sehen. Wann möchtest du mit der Prozedur beginnen!?“

Jacen lächelte und dachte einen Moment über diese Frage nach.

„Sobald wir in Ruhe gefrühstückt haben denke ich. Eine rund um Erneuerung, welche bis ins letzte Detail geht dauerte einen ganzen Tag oder fast jedenfalls, je nachdem welche Vorlage man hat.“

Er grinste spitzbübisch nach diesen Worten und ließ den Ober den Kaff servieren und kurz darauf die Mahlzeit.

„Glaub ja nicht dass ich dieses Aussage vergessen werde mein lieber. Ich bin keine dieser null acht fünfzehn Frauen, deren Aussehen so komplett verändert werden müsste, damit sie selbst einen halbblinden auffallen.“

Diesmal grinste sie und trank einen Schluck von dem heißen Kaff.

„Oh, dies habe ich auch nicht behauptet. Wo du Recht hast, hast du Recht. Allerdings gibt es genug arme Geschöpfe die durchaus etwas aus sich machen sollten. Wobei dies nicht nur auf Frauen zutrifft sondern auch auf viele andere Dinge, wo wir dann wohl wieder beim Thema Politik wären und ich irgendwie nicht gerade den Reiz verspürte erneut darüber zu sprechen. Andererseits es zwischen uns beiden doch immer wieder dazu kommt und ich diese Unterhaltungen doch gern führe. Für die nächsten Stunden allerdings, mir gern eine Auszeit gönnen würde.“

Alaine nickte nur kurz. Sie konnte durchaus verstehen dass Jacen eine Pause brauchte immerhin hatte er schon eine Weile gearbeitet und wahrscheinlich sogar schon in der Nacht, während sie ihren Spaß gehabt und ausgeschlafen hatte. So ungerecht war das Universum!


„Ich verstehe durchaus und dir sei diese Bitte gewährt. Immerhin möchte ich ja nicht diejenige sein, die deinen Tag vermiest. Dies überlasse ich dann doch den anderen.“


Alaine fing an ihr Brötchen auseinander zu schneiden und es zu belegen. Auf dem Tisch vor ihr befand sich zudem noch einiges an Obst. Im Grunde ein wundervolles Frühstück, welches sehr gesund war und sehr üppig ausfiel. Aber dies war in Ordnung, auch wenn Alaine nicht zu den Personen gehörte, die übermäßig viel aßen oder einen riesigen Hunger besaßen.


[[ Coruscant | Imperial City | Restaurant | Coruscant Noble | Jacen, Alaine & andere Gäste ]
 
[Coruscant - In der Nähe des Regierungsgebäudes - vor dem Eingang zum "Coruscant Noble" - Shao Lung & Taxifahrer]

Eine in dunklen schweren Stoff gehüllte Person, deren Gesicht von einer spitzen Kapuze verdeckt war, schritt mit großen, langsamen und sicheren Schritten auf das Nobelrestaurant "Coruscant Noble" zu.
Die Kutte, die an einen langen Stoff Mantel mit schwerer, großer und spitzer Kapuze erinnerte, wehte im Wind der Stadt ein wenig hinterher und gab damit einen winzig kleinen Blick auf den athletischen Körper des Wesens frei.
Wenn man genau hinschaute und das Licht des Restaurants günstig fiel, konnte man unter dem Mantel eine ebenso schwarze Kleidung ausmachen.
Der Mann der im Eingangsbereich des Restaurants stand, starrte mit einem skeptischen Blick die Person an die auf die Tür zwischen den beiden zuging, doch plötzlich verwandelte sich der Blick des Empfangsherren in einen aufgeregt ängstlichen Blick als der Mann ein langgezogenes, metallisches Blitzen an der rechten Seite des Wesens sah, das immer näher kam bis es schließlich an der Tür ankam und nach dem Griff der Transparistahltüre, mit dessen behandschuhter Hand, greifen wollte.
Hastig ergriff der Empfangsherr die Türe und öffnete sie um das Wesen hereinzulassen, das nun bereits in der Tür stand und seine Hand zurückzog.
Als das Wesen, uns besser bekannt als Shao Lung einer der wenigen "alten" dunklen Jünger des Ordens der Sith und Zabrak, da die meisten entweder einen Meister bekamen oder von stärkeren Jüngern als Trainingsgerät benutzt wurden, den Vorraum des noblen Restaurants betrat und der Wind nicht mehr an seiner Kutte zog, hing diese nun ein bis zwei Millimeter über dem Boden schwebend an seinem Körper in Falten herab.
Der furchterregend wirkende Zabrak, dessen Gesicht unter seiner Kapuze nur ganz leicht und in Schatten getaucht zu sehen war, ging langsam auf den, vor Angst nahezu erstarrten, älteren Empfangsherren zu und flüsterte nur leise mit einer tiefen und unheilverkündenden Stimme zu.

"Einen Tisch!"

Wie auf einen Befehl hin, regte sich der ängstliche ältere Mann um den Herren in schwarz einen Tisch zu zeigen.
Der Mann ging rasch aber doch ein wenig zittrig auf den Beinen gefolgt von Shao vor in das eigentliche Restaurant, das sehr modern, nobel und hell eingerichtet war.
Sie gingen an ein paar Tischen vorbei an denen wohl die privilegierteren Damen und Herren von Coruscant speisten, denen jedoch bei dem Anblick der in schwarzen Stoff gehüllten Person die an ihnen vorbeiging ohne sie auch nur eines flüchtigen Blickes zu würdigen ein kalter Schauer über den Rücken lief, sie sahen kurz auf und blickten sofort wieder auf den Tisch vor ihnen.

Kurz bevor sie an dem vierten Tisch vorbeigingen fühlte Shao wieder diese Präsenz der dunklen Macht die er im Lufttaxi schon kurz spürte doch dieses Mal war etwas anders.

"Es muss hier sein, die Präsenz ist so stark. Es fühlt sich an..."

er zögerte kurz in seinem Gedanken

"Es fühlt sich an wie Korriban…so alt und doch mächtig…"

Vollendete er seinen Gedanken und runzelte seine Stirn unter seiner Kapuze unmerklich, er sah sich ohne den Kopf zu bewegen rasch um.
Das Gefühl wurde immer stärker und als sie am fünften Tisch ankamen sah er eine wunderschöne Menschenfrau mit roten hochgesteckten Haaren und smaragdgrünen Augen, ihre Schönheit wurde nur von der Macht die sie ausstrahlte übertroffen.
Sie trug außerdem einen grauen Hosenanzug und eine grüne Bluse, sie wirkte fast seriös und wie eine Politikerin, obwohl Shao erst wenige Politikerinnen gesehen hatte.
Der Zabrak musterte sie und ihren Begleiter der ihr gegenübersaß aus den Augenwinkeln im vorrübergehen.

"Das ist eine Sith...Sie musste eine Sith sein...ich werde nie das Gefühl von Korriban vergessen."

"H...hier ist ihr...Tisch."

Stotterte der alte Mann ein wenig während er auf den Tisch, der sich direkt hinter der Frau, die er als Sith entlarvte, befand deutete.
Der Zabrak Jüngling setzte sich mit dem Rücken zu der Sith langsam auf den Stuhl, er musste ein wenig vorsichtig sein und die Kutte ein wenig heben um sich setzen zu können ohne das er nochmals seine Schwerter oder sonstige Ausrüstung preisgab.
Hastig und zittrig legte der ältere Herr die Speisekarte auf den Tisch vor dem Zabrak während dieser beschäftigt war mit dem hinsetzen, beinahe so als würde er einem Raubtier das Fressen in den Käfig legen.

"Wünschen sie etwas zu trinken?"

fragte der Mann sichtlich angestrengt nicht zu stottern und wischte sich ein paar Angstschweißtropfen von der Stirn.
Mit den behandschuhten Händen öffnete der Zabrak die Karte, blätterte einmal um und zeigte in der Getränkekarte auf ein Getränk, der ältere Mann ging flott davon.
Shao wusste das sie ihn bemerkt hatte und er wusste auch das er seinen Geist vorbereiten musste, denn er hatte von Sith gelesen die in die Köpfe anderer eindringen können und deren Gedanken manipulieren. Doch was könnte er einer Sith Meisterin entgegensetzen?

Diese Aura die diese Sith besaß dürfte etwas ganz besonderes sein da Shao nur auf Korriban etwas Vergleichbares spürte.
Das war seine Meisterin. Dies war seine Gelegenheit. Entweder sie oder keine, das stand fest.
Nach reiflicher Überlegung übte sich Shao in Geduld um sie nicht bei etwas zu stören das ihr vielleicht wichtig erschien, der Hunger der Shao in dieses Restaurant getrieben hatte, stellte sich vielleicht als Segen heraus.

Ein anderer Ober brachte den bestellten Drink, ein quadratiges Glas mit einer rötlichen Flüssigkeit und Eiswürfel, stellte es vor Shao ab und ging wieder in Richtung Bar davon.
Ein boshaftes Lächeln bahnte sich seinen Weg über die Lippen des verhüllten Zabrak-Gesichts als er an den ängstlichen alten Mann denken musste.

Er hob das Glas und führte es unter die Kapuze und an den Mund in der Absicht einen Schluck zu machen.

[Coruscant - In der Nähe des Regierungsgebäudes - in dem Restaurant"Coruscant Noble" - Shao Lung, eine Sith, ihr Begleiter & andere Gäste]
 
Zuletzt bearbeitet:
Coruscant - untere Ebene - Honey House - hinterer Bereich - Mara’s Zimmer - Tom, Mara

Irgendetwas stimmte hier nicht! Tom verschwieg immer noch etwas. Es schien als ob er nicht gewillt war es ihr zu erklären und dabei hätte sie es sicherlich verstanden. Die Familie war etwas wichtiges, dies wusste sie, auch wenn sie selbst keine besaß. Dennoch bedeutete dies nicht, dass sie keine Ahnung hatte. Warum also schwieg er? Was wollte er nicht preisgeben? Sie verstand nicht warum er es ihr nicht einfach sagte. Vielleicht hätte sie ihm sogar eine Idee geben können oder ähnliches. Doch Tom schwieg dazu. Mara blieb nichts anders übrig als es hinzunehmen. Klar, sie hätte ihn Löcher können, aber was hätte dies gebracht? Rein gar nichts, außer vielleicht Tom zu verstimmen. Innerlich seufzend machte sie sich darauf gefasst, dass er nichts weiter diesbezüglich sagen würde, aber er tat es dann doch. Tom erklärte ihr, dass alles, was er bisher in seinem Leben getan hatte sich stets um seine Familie gedreht hatte. Seine Familie sei anders wie andere. Was sollt dies nun wieder heißen!? Anders in welcher Hinsicht? Wundervoll, als ob hauptsächlich komplizierter eine passende Antwort darauf wäre. Dass er Verantwortung trug war ihr klar, denn soweit sie wusste war er der einzige Sohn in der Familie und der Erstgeborene. Als solcher lag es natürlich an ihm dafür zu sorgen, dass sein Name weitergegeben wurde. Allerdings war dies nur möglich indem er heiratete. Er musste sich der Verantwortung stellen, da es seine Pflicht war…, Mara hielt einen Moment inne. Konnte er damit meinen, dass er dafür sorgen musste, ein Kind zu erhalten, damit der Name Kent nicht ausstarb!? Möglich, immerhin war dies oft eine lange Tradition in Familien. Aber wenn dem so war, warum sagte er ihr dies nicht? Weshalb schwieg er dann? Immerhin war dies ja wohl kaum auf irgendeine Weise verwerflich. Die andere Möglichkeit wäre natürlich, dass er zusehen musste den Besitz der Eltern oder sogar eine Firma, sollte er eine haben zu führen. Doch selbst wenn es dies war, warum dann so ein Geheimnis darum machen!? Sie waren Freunde und Mara erzählte es bestimmt an niemand anderen.

Die Padawan biss sich auf die Lippen. Es würde kaum helfen zu fragen, denn Tom wollte einen Themenwechsel. Er schien keine Lust darauf zu haben über seine Familie zu sprechen. Gut dann eben nicht! Sollte er es vorerst für sich behalten, sie würde ihn nicht drängen. Diesmal seufzte sie leise, wobei sie darüber nachdachte, worauf sie Lust haben könnte.


„Gute Frage, bin ich mir noch nicht so ganz sicher, kommt darauf an was wir haben.“


Beide verließen Maras Unterkunft wobei sie an Jo und Mara Jade vorbei mussten, die sich gerade unterhielten. Tom nickte ihnen zu und Mara tat es ihm gleich, dann waren sie auch schon an ihnen vorbei, liefen den Gang entlang und betraten dann den Aufenthaltsraum von vorhin.

„Viele Fragen die nicht leicht zu beantworten sind. Ich esse eigentlich alles.“

Sie grinste als Tom erklärte, dass er ein paar einfache Sachen hinbekommen müsste. Ob sie kochen konnte!? War das sein Ernst!? Selbstverständlich konnte sie kochen, was dachte er denn.

„Ich kann Kochen ja, von daher bekommen wir was dies angeht keine Probleme. Ich koche alles.“

Sie lächelte frech, schritt dann an einen der Schränke und öffnete diesen. Es dauerte ein paar Minuten und sie hatte alles beisammen was sie brauchte um etwas leckeres her zu zaubern.

„So, wenn du so lieb wärest, könntest du das Gemüse schnippeln, währen dich das Fleisch würze und die Nudeln aufsetze.“

Mara gab die ein oder andere Anweisung, ehe sie sich an ihr Werk machte, dass Fleisch schnitt und würzte, die Nudeln aufsetzte und die Gewürze bereit stellte. Dann erhitzte sie eine Pfanne und gab das geschnittene Fleisch hinein. Dieses briet sie scharf an, würzte es und verfrachtete es dann auf einen Teller. Dann folgte Toms Gemüse, auch dieses briet sie dann, wobei sie gleichzeitig die Soße aus dem Sud herstellte. Das Fleisch wurde dazugegeben, alles miteinander vermengt, etwas Sahne, Gewürze und zuletzt die Nudeln. Mara probierte kurz und lächelte. Sie war zufrieden.

„Probier mal!“


Sie hielt Tom etwas unter die Nase und wartete dann darauf, dass er sich äußern würde. Tom kaute andächtig und überprüfte sorgfältig den Geschmack, während Mara ihn neugierig ansah. Der Duft des Essens drang durch den ganzen Raum, hinaus auf den Korridor und von dort in fast sämtliche Gänge des Honey Houses.

„Wie ist es!?“

Coruscant - untere Ebene - Honey House - hinterer Bereich - Aufenthaltsraum - Tom, Mara
 
[ Coruscant | Imperial City | Regierungsbezirk | Verwaltungskomplex | Büro des Gouverneurs | allein ]

Einige Stunden waren seit der knappen Unterhaltung zwischen dem Gouverneur von Imperial City, Horatio Kraym I., und seiner Adjutantin, Lt. Sally Terrik, vergangen. Jetzt flimmerte eine mediale Fahndung nach den drei Jedi auf sämtlichen HoloSendern des urbanen Planeten sowie im restlichen System. Jeder einzelne Holobildschirm auf dem großen Planten zeigte die undeutlichen Fotografien der drei gesuchten Personen. Selbst in riesigen Einkaufsmeilen im Coco Town-Bezirk konnte man zu diesem Zeitpunkt der ganzen Fahndung nicht entfliehen, weil das Imperium auch die gewaltigen Tafeln, die eigentlich für die Werbung vorgesehen waren, für ihre Zwecke missbrauchte. Zu jeder Zeit konnte man die blonde Jedi (Chesara Syonette), eine blonde Menschenfrau Anfang vierzig, den sonnengebräunten Kerl (Tomm Lucas) und einen zotteligen Cathar (Crado) sehen.

Mit einem zufriedenen Grinsen – ein abfälliges, überhebliches Lächeln – saß Gouverneur Kraym in seinem bequemen Sessel. Allmählich begannen die kolossalen Mühlen der Propaganda zu mahlen – setzten damit sogar einen gewaltigen Prozess in Gang, welcher seine wacklige Führungsposition bei einem Gelingen für eine äußerst lange Periode sichern konnte. Dieser eine Gedanke beruhigte seine misstrauische Seele. Die Paranoia, die sonst in seinem Hinterkopf verwurzelt war, verschwand für einen kurzen Moment. Einen wirklich kurzer Moment, den er genüsslich auskostete. Immer wieder sah er sich auf seinem Display die unterschiedlichen Berichte auf den diversen Sender an. Horatios arrogantes Grinsen ließ in diesem Augenblick keine Sekunde nach.


„Endlich habe ich euch...“, murmelte er und Fanatismus blitzte kurz in seinen dunkelbraunen Augen auf. „Es war ein Fehler, dass ihr euch dem Untergrund angeschlossen habt. Ein schwerer Fehler.“

Konzentriert musterte er die einzelnen Bilder der drei Jedi. Mehrere Sekunden fixierte er die blonde Menschenfrau. Ihm war unverständlich, dass diese hübsche Frau für die Nichtmenschen und sogar für eine sehr schwache Demokratie stritt. Im Hinterkopf fragte er sich, ob dieser Jedi nicht klar war, dass der Kampf gegen das Imperium aussichtslos war. War sie so sehr den Illusionen ihrer wenigen lebenden Ordensmitglieder verfallen? Ähnlich erging es ihm bei dem zweiten Menschen in dieser Runde – dem gebräunten Jedi. 'Anscheinend sind sie wahre Fanatiker', sinnierte Horatio – weiterhin mit einem eisigen Grinsen. 'Sie werden lernen müssen. Eindeutig!' Zum zweiten Mal konnte man in seinen Augen das heiße Glühen sehen, welches einen loyalen Bürger der imperialen Ordnung durch die Propaganda eingepflanzt wurde. Irgendwo – wirklich tief in seinem Inneren – war ihm klar, dass ganz unabhängig von seinem Rang, er zu tief in diesem System steckte, um vollkommen frei davon agieren zu können. Diese Erkenntnis trübte kurz seine Stimmung. Gleich einer offenen Kerze im lauen Wind flackerte für einen Moment seine Laune – fing sich aber wieder.

„Gouverneur Kraym, die Raumhafenkontrolle hat eine wichtige Meldung für Sie“, erklang plötzlich die Stimme der Sekretärin. „Ich übermittle Ihnen die empfangenen Zeilen.“

Horatio ließ die Fotografien im Hintergrund verschwinden. Dann rief er die empfangende Datei auf, um sich sofort über die Meldung der Raumhafenkontrolle zu informieren. Kurz und knapp war der Bericht, den man für den hochrangigen Verwalter schnell verfasst hatte. Zeile für Zeile las der junge Adlige. Mit einem Schlag wurde sein Gesicht blass. Jegliche Färbung war von einer Nanosekunde auf die nächste verschwunden. Schweigend – mit einem recht mürrischen Gesichtsausdruck – griff er nach seinem Glas. Darin befand sich Wasser – keine wirklich optimale Lösung für die neuen Informationen, welche er gerade erhalten hatte. Tausende Fragen stürzten nun auf sein Bewusstsein herein. Gleichzeitig zersprangen alle Träume, die einige Minuten vorher noch für eine wunderbare Laune gesorgt hatten. Er biss sich auf die Unterlippe. Seine Hände verkrampften sich automatisch zu Fäusten. Plötzlich stand er blitzschnell auf, griff sein Glas und warf es gegen eine Wand. Parallel zu dieser emotionalen Entgleisung hatte eine rote Färbung die vorherige Blässe vertrieben.

„Niemals...“, knurrte der Gouverneur. „Die Sith werden mich niemals vom Thron stoßen. Sollen sie sich doch auf Imperial City herumtreiben. Ich werde sie zähmen!“

Unwillkürlich verzog er das Gesicht zu einer hässlichen Fratze. Nur beiläufig bemerkte er, dass eine mechanische Reinigungseinheit leise die nassen Scherben wegräumte. Erst nach mehreren Minuten bekam Horatio seine rasenden Gefühle wieder in den Griff. Pure Rationalität verdrängte den ganzen Ärger, welcher in ihm wallte, wieder. Er glättete seine graue Uniform und setzte sich danach wieder in seinen Sessel. Erneut las er die wenigen Zeilen. Executor Menari, Lord Nergal, Lady Aren sowie ein Stab unbedeutendes Sith-Volk waren auf mehreren Schiffen ins System gelangen. Nachdenklich tippte sich der Gouverneur an das Kinn. 'Warum sind sie nicht alle zusammen gereist?', fragte sich der adlige Verwalter. Kurz beschlich ihn die Angst, dass diese paar Sith den letzten Bürgerkrieg nun auf seinem Planeten erneut aufleben ließen. Schließlich war Menari der Anführer der Ursupatoren gewesen. Bei diesem Gedanken knirschte er mit den Zähnen. Zog sogar in Erwägung diesen Menari gefangenzunehmen. Jedoch hatte der neue Imperator, Darth Allegious, den Verrat verziehen. Somit konnte Horatio, als kleiner Gouverneur, kein Misstrauen gegenüber dieser Person anbringen.

„Gouverneur Kraym, ein Justizbeamter möchte Sie kurz sprechen“, teilte die Sekretärin nach einer halben Stunde per Sprechanlage mit. „Er wurde von High Col. Aabe geschickt.“

„Schicken Sie ihn herein“, entschied Horatio mit gefasster Stimme.

Fast geräuschlos trat einen Augenblick später ein dürrer Mann, der eine dezente Brille auf der Nase trug, in das riesige Büro ein. Das Haar lichtete sich schon an einigen Stellen und selbst die schwarze Uniform wirkte eine Nummer zu groß. Nach einer leichten Verbeugung näherte sich der schlaksige, ältere Beamte mit dem leicht gekrümmten Rücken dem sitzenden Gouverneur. Horatio musterte ihn mit seinem kritischen Blick. Bisher hatte der arrogante Adlige noch keinen großartigen Kontakt mit dem imperialen Justizministerium auf diesem Planeten gehabt. Jedoch hatte die Gefangennahme der vielen Widerstandskämpfer in der letzten Nacht dazu geführt, dass dieses Ministerium ebenfalls mit einbezogen werden musste. Flink griff Horatio nach den notwendigen Dokumenten in dem großen Aktenberg, die besonders für eine Unterhaltung dieser Art vorbereitet worden waren. Nach einigen ausgetauschten Floskeln setzten sich die beiden uniformierten Männer.


„Der hohe Richter von Imperial City schickt mich zu Ihnen, Gouverneur“, erklärte der alte Beamte. „Man hat mir gesagt, dass in der letzten Nacht eine Razzia im Industrieviertel stattfand, welche eine recht große Zahl an Gefangennahmen ermöglichte. Zusammen mit High Col. Aabe einigte man sich darauf, dass jegliche öffentliche Verurteilung von unserem hohen Richter vorgenommen wird. Sehe ich das richtig, Sir?“

„Diese Planung wurde von Aabe und mir gemeinsam vorgenommen“, bestätigte Horatio mit kühler Stimme diese Annahme. „Im Augenblick hat natürlich die Exekutive – unser Geheimdienst – alle möglichen Ermittlungen mit meinem Segen aufgenommen. Innerhalb der nächsten zwei Tage haben diese ausgebildeten Beamten bestimmte alle nötigen Beweise für ein Verfahren gesammelt. Schon seit mehreren Stunden finden Verhöre statt...“

Interessiert nickte der Beamte. Hin und wieder machte er sich schnell ein paar Notizen und lauschte gleichzeitig Horatios weiteren Ausführungen zu dieser Thematik. Zusätzlich nutzte der Gouverneur alle relevanten Dokumente. Unzählige Blätter lagen verstreut auf seinem breiten Schreibtisch. Doch Horatio fand sich in dieser Situation problemlos zu recht. Zielsicher nahm er eine Kopie nach der anderen zur Hilfe. Manche reichte er sogar dem dürren Justizbeamten, damit dieser der komplexen Argumentation weiterhin folgen konnte. Selbstverständlich hielt sich der Gouverneur in manchen Bereichen etwas zurück. Nur ungern wollte er sich von einem winzigen Beamten in die Karten schauen lassen. Für ihn war es somit eine echte Gratwanderung. Manchmal wirkte der Adlige offen, dann wieder verschlossen. Dennoch blieb der Justizbeamte still – übte keinerlei Kritik.

„Der hoher Richter kann in drei Tagen das Urteil für die Gefangenen auf dem berühmten „Platz der Imperatoren“ sprechen“, entschied Horatio und sah den Alten mit der Brille an. „Jegliche Planungen in diesem Bereich werden jedoch von einer anderen Abteilung vorgenommen. Trotzdem werde ich in zwei Tagen – zum Auftakt der Verhandlungen – den hohen Richter höchstpersönlich besuchen.“

„Das sind wunderbare Nachrichten, Sir“, entgegnete der Beamte trocken.

[ Coruscant | Imperial City | Regierungsbezirk | Verwaltungskomplex | Büro des Gouverneurs | mit einem Justizbeamten ]
 
[Coruscant – Untere Ebenen – ausgediente Kaserne/Hauptquartier – Crados Krankenzimmer] Nomi mit Crado und Sani

Crado und Noomi waren wunderbarer Weise vor dem finsteren Sith gerettet worden. Zufällig hatten einige Widerständler den Kampf mitbekommen und sind eingeschritten. Denn sonst hätten die beiden ihn nicht überstanden. Die Widerständler brachten die Jedi in iihr Hauptquartier, eine alte Garnison, und eine Twi'lek, Sani, kümmerte sich um die beiden. Noomi ging es bereits wieder recht gut, doch ihr Meister war noch immer bewusstlos.

Mit einem Mal kam ein Shistavane in das Krankenzimer. Er räusperte sich, so dass Noomi auf ihn aufmerksam wurde. Verstärkt wurde das auch noch durch den Blick der auf dem Mädchen ruhte. Er lächelte ihr freundlich zu. Dann fing er leise an zu sprechen:


„Entschuldigung, dass ich störe. Teeija und dieser Marax möchten dich gleich sprechen. Zwar ist dein Freund noch nicht wach, aber du dürftest unserer Chefin auch einige Antworten liefern können.“

„Ja, ist gut.“

Noomi nickte vorsichtig. Die Personen, die der animalische Shistavane nannte, waren wohl die Retter.Während Sani sich wieder an die Arbeit machte und Crado einige Bacta-Pflaster wechselte, lächelte sie der Nautolanerin noch einmal zu:

„Du solltest lieber schnell zu Teeija gehen. Nur so können wir dir und deinem Freund helfen.“

Also stand Noomi auf. Obwohl sie nicht wirklich wusste, wo sie lang musste, ging sie einfach los und vertraute ihrem Gefühl, wenn es eine Abzweigung gab. Da der benutzte Teil der Basis aber nur sehr klein war, fand Noomi schnell dahin, wohin sie wollte. Es warteten eine Frau und ein Mann auf Noomi. Die Itochi war wohl die Chefin, Teeija; ihr Begleiter demzufolge Marax. Die Nautolanerin stellte sich den beiden vor.

„Grüße, ich bin Noomi Jax, die Padawan des Jedi Crado, der noch nicht wieder ganz genesen ist. Doch er ist auf dem Weg der Besserung. Sie haben mich hierher bestellt? Ich stehe Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung.“

Freundlich lächelte sie ihre Gegenüber an. Welche Fragen sie wohl hatten? Noomis eigene waren ja zum größten Teil beantwortet. Die Fragen, die sie jetzt hatte, mussten zurückgestellt werden. Dennoch überlegte sie, wo Chesara und Tomm wohl waren.

[Coruscant – Untere Ebenen – ausgediente Kaserne/Hauptquartier] Nomi mit Teeija und Marax
 
- Coruscant - Coco-Town - Lufttaxi in Richtung Hotel "Imperial" - alleine -

Mittlerweile hatte das Lufttaxi Coco-Town erreicht. Es würde nicht mehr lange dauern und es hätte das Hotel erreicht. Ariana ließ sich noch einmal den vergangenen Tag und Abend durch den Kopf gehen. Sie fragte sich ob sie nicht vielleicht zu hoch gepokert hatte und ob sie Horatio nicht besser verraten hätte, dass sie dem alderaanischen Adel angehörte. Vermutlich setzte sie so eine mögliche Beziehung aufs Spiel. Doch sie würde ihm beim nächsten Treffen ganz bestimmt ihre Herkunft verraten. Sie hatte es ja nicht komplett vergeigt, denn der Gouverneur wollte sie ein weiteres Mal sehen.

Dann fielen ihr die Blitznews erneut ein. Ihr war die junge Frau, welche die Nachrichtensprecherin war, sehr bekannt vor gekommen. Irgendwoher kannte sie diese Siam Aldrete. Sie erinnerte sich an ihre beiden Cousinen, Siam und Pooja, die Zwillinge, sie waren mit ihren Eltern nach Coruscant gezogen. Doch lebten die beiden immer noch auf Coruscant? Konnte es nicht sein, dass es die Zwillinge weitergezogen hatte? Allerdings den Namen Aldrete gab es wohl eher selten auf dem Stadtplaneten und jemanden mit dem Namen Siam gab es bestimmt gar nicht. Es konnte also nur ihre Cousine sein. Eigentlich war es ihr klar gewesen, dass Siam Nachrichtenspecherin geworden war oder irgendetwas in dieser Richtung, denn schon als Kind war sie im Dauerquasseln unübertrefflich gewesen.

Sanft glitt das Lufttaxi dahin, dann hielt es vor dem Hotel an. Ariana bezahlte den Fahrer und stieg aus. Auf dem Weg ins Hotel und zum Turbolift ging ihr noch einmal, dieser kurze Bericht über den Unfall auf Alderaan durch den Kopf. Weshalb wurde sie das Gefühl nicht los, dass ihre Eltern in diesen Unfall verwickelt waren? Ariana fragte sich ob Shawn und Liv die Nachrichten auch gesehen hatte und ob es ihrem Bruder genauso ging. Unruhig lief sie im Turbolift auf und ab. Sie ging sichtlich nervös zu ihrer Suite und kaum, dass sie die Tür geöffnet hatte, als ihr auch schon die Stimme ihres Bruders entgegentönte:

"Ariana, hast du die Nachrichten gesehen?"

"Ja, in der Bar, im "Roses"! Hast du die gleichen Gedanken?"

Shawn nickte und Ariana wusste, dass sie sich nicht geirrt hatte. Ihr Bruder fühlte und dachte oft das gleiche wie sie. Sie tauschten sich noch über Siam aus, dann brachte die hübsche Alderaanerin auch ihre beiden ältesten Kinder ins Bett. Begeistert waren diese allerdings nicht sonderlich. Ariana fand allerdings, dass sie nicht bis zu den Late-News aufbleiben sollten. Als die Kinder endlich im Bett waren, setzte sich die junge Frau zu ihrem Bruder und ihrer Schwägerin aufs Sofa und wartete darauf, dass die Late-News kamen.


- Coruscant - Coco-Town - Hotel Imperial - Suite der Celchus - mit Shawn und Liv -
 
[ Coruscant | Imperial City | Restaurant | Coruscant Noble | Jacen, Alaine & andere Gäste ]

Alaine biss in ihr Brötchen und kaute andächtig. Für die nächsten Minuten würde schweigen zwischen ihr und ihrem Gesprächpartner herrschen, was durchaus von Vorteil war. Jacen genoss sein Frühstück sehr und so hatte Alaine zeit sich einige Gedanken zu machen. Nicht nur über die letzten Worte, die sie ausgetauscht hatten sondern auch über ein paar andere Dinge. Es tat durchaus gut fort von Bastion zu sein und dies für längere Zeit. Fort von all diesem Gewürm und dem Orden. Sie verfolgte ihre eigenen Ziele und würde dies auch in Zukunft tun. Der heutige Tag würde so oder so anstrengend werden, besonders da Jacen vor hatte sie um zu gestallten. Eine Tatsche, die man nicht abstreiten konnte und die Zeit kosten würde. Zwar war sich die Warrior nicht sicher, was er vorhatte, aber im Grunde interessierte es sie nicht einmal wirklich. Äußerlichkeiten waren eine Nebensache. Schönheit war relativ und sie war nicht Kira, die sich einbildete zu den Schönheiten des Universums zu gehören. Immerhin war dies Geschmackssache und jene unterschied sich glücklicherweise doch sehr. Allerdings wurde die Sith in ihren Gedanken unterbrochen, als sie spürte, wie jemand das Restaurant betrat. Nicht nur dass er ein Gespräch mit einem der Ober führte viel auf, sondern auch seine Kleidung. Vermummt als ob er etwas zu verbergen hätte. Unter normalen Umständen wäre dieser Fremde so nicht hier herein gekommen. Doch auf den Ober erschien er furcht einflössend. Auf Alaine keinesfalls und dies war es nicht mal gewesen was ihre Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt hatte. Viel mehr was von ihm ausging war es. Die Präsenz, eine Aura der Dunkelheit die von ihm ausging.

Der Fremde schritt an ihr vorbei und setzte sich an den nächsten Tisch mit dem Rücken zu ihr. Alaine blickte ihn nicht an noch drehte sie sich zu ihm herum. Dafür bestand kein Anlass. Sie konnte fühlen und dies genügte völlig. Seine Aura unterschied sich von denen anderer Machtsensitiver Jünger. Was an ihm haftete war etwas, was sie nur zu gut kannte. Es stammte von Korriban! Er musste dort gewesen und eine Zeitlang dort gelebt haben. Dass er überlebt hatte bewies, dass er kein Schwächling war und dennoch konnte sie eindeutig spüren, dass sein Aufenthalt nicht spurlos an ihm vorüber gegangen war. Korriban hatte ihn verändert, hatte ihn gezeichnet. Alaine konzentrierte ihren Geist auf den seinen und sie fühlte es. Auf jenem Planeten dort war etwas geschehen, ein Moment der Schwäche, ein Moment in dem die Dunkelheit ihn verändert hatte, er sich ihr zu sehr ausgesetzt hatte. Er war unerfahren, hatte keine Ahnung und kaum eine Ausbildung genossen, dass er trotz allem nicht schwerer gezeichnet war, war durchaus beeindruckend und dennoch hatte die Dunkle Seite seinen Geist überflutet. Es musst dort einen Moment gegeben haben, indem er sich ihr hingegeben hatte. All dem Zorn und dem Hass. Alaine atmete tief durch. Auf gewisse weise Roch er interessant für sie. Sehr interessant, denn es hatte bisher niemanden gegeben, der als Jünger Korriban überlebt hatte.


Alles was wie bei ihm fühlte war anders. Er besaß Potenzial und dieses war ausbaufähig. Vielleicht sollte sie es sich überlegen und ihn zu ihrem Schüler machen. Sie war schon seit geraumer Zeit ohne Schüler. Jenes Subjekt hier könnte sich als Schüler erweisen. Die Warrior kaute das letzte Stück ihres Brötchens und sah dann Jacen an, der sich noch immer gütlich tat. Er sollte in Ruhe genießen.

„Entschuldige mich einen Moment Jacen. Ich habe etwas zu erledigen.“

Ihr Gegenüber nickte und lächelte. Die Corellianerin erhob sich geschmeidig von ihrem Platz, strich ihre Jacke glatt und wandte sich von ihrem Tisch ab. Die Schritt bis zum Tisch hinter ihr waren nur wenige. Als sie dort ankam sah sie einer Gestalt entgegen, deren Kapuze noch immer tief in dessen Gesicht hing. Was auffiel waren die Augen. Der gelbliche Ton mit dem Rot darin. Dies genügte ihr völlig um zu wissen welcher Rasse er angehörte. Ein Zabrak! Sehr gut, eine Rasse die stark war und bekannt für ihre Fähigkeiten. Ein kurzes lächeln glitt über ihre Lippen. Dann setzte sie sich ohne Aufforderung ihm gegenüber.

[„Eine Aura, die gezeichnet ist und überlebt hat! Entweder durch Glück oder durch Können.“]


Die Worte sprach sie leise und in seiner Sprache, wobei sie durchatmete und seinen Duft einatmete.

[„Korriban ist eine Welt, die niemanden einfach überleben lässt, besonders niemanden, der kein Sith ist und noch in den Grundzügen des lernens steckt. Wie also ist es dir gelungen?“]


Sie sah in fragend an, wobei ihr durchdringender Blick seine Augen fanden und diese festhielten. Er mochte stark sein was seinen Körper anging und er mochte vielleicht sogar ein heißes Temperament haben, dennoch beeindruckte Alaine dies keineswegs. Ihre Smaragdgrünen Augen funkelten ihn an, während auf ihren Lippen etwas ernstes lag.

[„Schämst du dich deines Äußeren oder deiner Rasse wegen, dass du verhüllt erscheinen musst und dies ohne den Anstand dessen zu besitzen, dass du wenigstens deine Kapuze zurück schiebst.“]


Alaine lehnte sich mit diesen Worten ein wenig zurück und betrachtete den Zabrak aufmerksam. Sie wusste seinen Namen noch nicht und sie hatte auch nicht danach gefragt, da sie erwartete, dass er ihr dies sagen würde ohne dass sie danach fragen musste. Wenn er klug war, dann würde er dies tun.

[ Coruscant | Imperial City | Restaurant | Coruscant Noble | Jacen, Alaine & Shao am Nachbartisch ]
 
Zurück
Oben