Coruscant

[ Coruscant – untere Ebenen – Honey House – Adrians Quartier | Adrian und Valara ]

Mit der Beantwortung ihrer Frage änderte sich die Atmosphäre in dem kleinen Raum schlagartig. Valara änderte sich. Sie verlor ihren sonst so typischen Glanz. Stattdessen wirkte sie unsicher, fast hektisch. Wie eine Gejagte.
Sie war auf Bastion gewesen, zusammen mit seinem Vater, das bestätigte sie nun. Und sie war der dunklen Seite verfallen, das las er aus ihren Worten heraus. Sie hatte die Macht nicht beherrscht, sondern sie war beherrscht worden. Ihr Flüstern bereitete ihm eine Gänsehaut. Hinter all dem Glamour, den sie sonst versprühte, verbarg sich eine gebrochene Frau. Ob das bei seinem Vater und seinem Onkel genauso war? Exodus, der Firmenerbe der Wingston Corporation – ein gebrochener Mann? Und Alisah würde genauso enden, wenn er nichts unternahm. Valara wusste das und deshalb war sie hier.


„Ich …“

setzte Adrian an, ohne so richtig zu wissen, was er überhaupt sagen wollte. Valara ersparte ihm die Beendigung des Satzes, indem sie verkündete, noch etwas für ihn zu haben. Adrian spürte, dass es sich dabei nicht um eine zweite Pflegetasche handeln würde. Ihr Ton hatte noch nicht die Sicherheit zurückgewonnen, ihre Stimme klang zittrig, wie Blätter, die sich im Herbstwind schüttelten. Aus den Tiefen ihrer Tasche beförderte sie einen eingewickelten Gegenstand hervor. Adrians Augen weiteten sich, während sie sorgfältig das Tuch aufrollte, und er rutschte unwillkürlich bis an die Kante seines Bettes.

„Bitte nimm es.“

sagte sie, während Adrian mit leicht offen stehendem Mund den makellosen Metallzylinder betrachtete. Valaras Lichtschwert. Das Lichtschwert einer Sith.

„Es gehört dir und du wirst es brauchen, wenn du gehst um Alisah zu suchen. Ich will es nicht mehr.“

Erst jetzt riss er seine Blicke von der Waffe los und sah seine Tante mit einer Spur von Misstrauen an. Sie hatte den Blick abgewendet. Er konnte verstehen, dass sie ihr Lichtschwert nicht mehr wollte. Ein Erinnerungsstück an die Morde, die sie vermutlich begangen hatte. Und jetzt wollte sie es in seine Hände legen. Würde er damit auch zum Mörder werden? Er war bereit diese Waffe zu tragen, das wusste er – er hatte es erst gestern bewiesen. Aber ein Lichtschwert, das Chesara ihm gegeben hatte, kam ihm besser vor, richtiger. Als ob die Waffe dadurch reiner wurde – für einen guten Zweck gemacht.
Valara hielt ihm das Lichtschwert mit ausgestrecktem Arm hin, aber Adrian zögerte noch. Was würde Chesara dazu sagen? War es nicht Teil seiner Ausbildung sich sein eigenes Lichtschwert zu bauen? Für einen Moment lehnte er sich weiter zurück, weg von Valaras Waffe. Sie atmete schwer. Dieses Schwert war eine Last für sie.
Unwillkürlich lehnte er sich nach vorn – seine Finger umschlossen das kalte Metall und streiften kurz Valaras seidigen Handschuh. Ein wohliger Schauer durchfuhr ihn, als er das Schwert in seiner Hand wog. Ein angenehmes Gewicht. Er betrachtete die Waffe genauer. Das war jetzt sein Lichtschwert. Valara hatte es gesagt: Es gehörte jetzt ihm.
Sein Daumen tastete sich langsam zum Aktivierungsknopf hervor. Dann – Adrian zuckte kurz – fuhr sich die lange tödliche Klinge des Schwertes aus und erfüllte das Quartier mit einem Summen.


„Es ist rot.“

entfuhr es Adrian schlagartig. Es war rot. Rot. Das Lichtschwert einer Sith. Entgeistert sah er seine Tante an, die ihn mit einem merkwürdigen Blick musterte.

„Ich … ähm … danke.“

sagte Adrian leise und sah fasziniert und abgestoßen zugleich in das gleißende Rot der Klinge. Sein Lichtschwert war rot. Was würde Chesara bloß dazu sagen?

[ Coruscant – untere Ebenen – Honey House – Adrians Quartier | Adrian und Valara ]
 
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]Untere Ebenen - Honey House - Nebenraum – mit Chesara und Jo

Mara wurde einfach das Gefühl nicht los, dass sie hierbei nicht gut abschnitt. Irgendwie schien alles schief zu gehen, aus dem Ruder zu laufen. Sie hätte den Mund halten sollen was die Sith anging. Sie hätte nicht sagen dürfen dass sie bei ihnen aufgewachsen war. Wie dumm konnte man nur sein? Dies gehört bestraft! Wer wusste schon was die Rätin jetzt von ihr hielt und Mara wusste nur zu genau, dass die meisten Jedi jemanden, der bei den Sith gewesen war eher mit Skepsis betrachteten. Chesa schien da nicht sehr viel anders zu sein. Die Worte der Rätin brachten ihr rein gar nichts als diese erwähnte, dass es gut sei zu hören, dass sie an sich arbeitete. Sie war enttäuscht! Mehr als nur enttäuscht dass eine Rätin sie nicht mehr danach fragte, dass sie scheinbar eher gleichgültig damit umging. So etwas hatte sie schon einmal erlebt, damals auf Coruscant, im Orden der Jedi durch Satrek! Sie waren Jedi! Sie waren Räte und sie waren ein Stück weit dafür Verantwortlich sich um ihre Leute zu kümmern und erst Recht, wenn jene anfingen etwas zu erzählen. Mara konnte es einfach nicht fassen. Jetzt wo sie versuchte sich zu öffnen wurde sie erneut gegen die Wand geworfen. Sie sollte erklären warum sie bereit dazu sein ein Ritter zu werden, während die eine Rätin ihr das Gefühl vermittelte nicht ernst genommen zu werden. Warum sollte sie dann eine Jedi werden? Nur um eine von vielen zu sein, die ebenso wenig auf die Bedürfnisse anderer einging wie ein Rat!? Hallo! Sie waren Jedi, sollten Jedi sein und dies bedeutete wahrlich mehr als durch die Galaxie zu streifen. Wenn sie sich schon nicht gegenseitig halfen, sich stützten, dann würde es reichlich wenig bringen anderen zu helfen.

Mara schluckte innerlich. Hatte sie sich so sehr geirrt? Waren die Jedi nichts weiter als Personen mit besonderen Fähigkeiten, ebenso wie die Sith? Nur dass der Unterschied bestand, dass die Sith in ihren Handlungen brutal waren und gegen alles ging was Mara verabscheute!? Sie hatte sich schon immer als Außenseiter bei den Jedi gefühlt, sie hatte nie wirklich gänzlich Fuß fassen können. Sie war stets das fünfte Rad am Wagen und nun, nun wurde sie erneut von einem Rat enttäuscht bei dem sie gehofft hatte Hilfe zu bekommen oder zumindest ein offenes Ohr. Dem war nicht so und genau dies tat der Blondine weh. Es stach ihr mitten ins Herz, denn sie hatte so schon Probleme sich zu öffnen.

Chesara sprach davon, dass die Jedi nie fertig wurden ihre Lehren zu studieren oder zu lernen. Dass sie ihr ganzes Leben lang auf einer Reise waren, während sie immer reifer wurden und Wissen sowie Erfahrung sammeln würden um sich zu verändern. So sollte es sein ja, aber Mara hatte nicht das Gefühl dass dem so auch war. Mara lauschte weiter den Worten der Rätin, die nun meinte, dass sie sicher war, dass die Padawan schon einige Veränderungen mit gemacht habe seitdem sie in den Jedi Orden gekommen sei, besonders weil sie ja bei den Sith aufgewachsen war. Dies war ein Stich, zumal Chesara nicht wusste wie es dazu gekommen war, warum sie bei den Sith aufgewachsen war. Doch dies schien ihr gleichgültig zu sein. Wie konnte man ein Mädchen mit gerade einmal siebzehn nur so behandeln!? Wie konnte man so mit ihr umgehen? Sie, die sie Seelisch noch immer angegriffen war!? Im Grunde spielte es keine Rolle, denn man ging ja auch so nicht auf sie ein.

Zufrieden war die Rätin jedenfalls nicht mit Maras Erklärungen. Sie hatte eher das Gefühl, dass sie ihr ausweiche und sich unwohl fühle. Natürlich konnte sie nicht wissen woran es lag aber… Mara verbot sich den Gedanken. Eine Gemeinschaft, eine Familie! Wundervolle Familie, die sich kaum darum scherte was mit einzelnen unter ihnen geschah, die sich nur schwer öffnen konnten. Dies war keine wirkliche Familie, nicht in Maras Augen. Sich gegenseitig vertrauen und füreinander da sein!? Wo waren sie denn gewesen, als sie Hilfe gebraucht hatte, weil sie mit ihren Fähigkeiten nicht zurechtgekommen war? Sie hatte sich an einen Rat gewandt und was hatte es gebracht!? Nichts! Rein gar nichts. Im Gegenteil er hatte sie abgewiesen und nun geschah etwas ähnliches. Im nächsten Schritt erklärte die Rätin, dass Jo an sie heran getreten sei, weil sie der Ansicht war, dass Mara ein Ritter werden sollte, doch die Rätin sah dies anders. Sie konnte das Mädchen noch nicht zum Ritter schlagen. Sie wollte das Mara nachdachte. Gleichsam gab sie zu verstehen dass sie das Mädchen nicht verurteile, weil sie bei den Sith gewesen sei, allerdings glaube sie, dass Mara selbst das Gefühl habe noch nicht wirklich bei den Jedi angekommen zu sein… Damit verschwand die Rätin auch und Mara, deren Leben erneut zusammen zu brechen schien stand da und hatte das Gefühl einen neuerlichen Schlag ins Gesicht bekommen zu haben. Konnte denn nicht einmal etwas glatt laufen? Nicht einmal etwas ohne Probleme funktionieren!? Das war nicht gerecht!

Ihr Leben war ein einziger Scherbenhaufen und nichts schien sich daran ändern zu wollen. Sie hatte sich gerade gefangen, gerade erkannt, dass das Leben etwas bedeutete und nun wurde sie erneut getreten. Konnte dies alles denn Wahr sein!? Es konnte! Sie war durchgefallen! Sie war durch eine einfache verdammt Prüfung gefallen und dies nur, weil sie war, wie sie war. Die Hände der Pada ballten sich zu Fäusten, ihr innerstes zerbrach und wieder, schon wieder einmal in ihrem Leben zweifelte sie. Zweifelte an sich. Sie zerstörte alles! Alles was ihr etwas bedeutete. Erst ihre Beziehung zu Vorin und Jo und nun ihre Chance eine Ritterin zu werden.

Nachdem die Rätin den Raum verlassen hatte trat Maras Meisterin an sie heran. Erklärte, dass sie ihre Schülerin unbelastet in die Prüfung hatte gehen lassen wollen. Deswegen hab sie ihr nichts gesagt. Sie war sich sicher gewesen, dass Mara bestehen würde, doch hatte sie dies nicht! Trotz allem glaubte Jo noch immer an ihre Pada auch wenn jene für diesen Moment jegliche Hoffnung verloren hatte. War sie sich selbst darüber nicht im Klaren!? Wahrscheinlich! Dies alles war dem Mädchen in diesem Moment ein wenig viel. Zu viel! Alles kam auf einmal und sie war erneut nahe daran in Tränen auszubrechen. Gleich wie sehr sie sich weigerte, die Tränen kamen dennoch. Liefen ihre Wange hinab und ließen das Mädchen zu Boden gehen. Nun saß sie da wie ein Häufchen Elend, völlig fertig mit der Welt, den Nerven und sich selbst.


]Untere Ebenen - Honey House - Nebenraum – mit Jo
 
[Coruscant - Raumhafen - Auf dem Weg zum Hangar] - Elaine, Janem, Vincent

Er verzog bei ihren Worten keine Miene, lies keine Unze des Eises aus seinem Blick weichen und selbst als sie näher kam und sich die Klinge seines Lichtschwertes durch ihre Jacke brannte, bis die Spitze der Waffe weniger als einen Handbreit von ihrer Brust entfernt zur Ruhe kam, regte er sich nicht vom Fleck. Sie würde sich schon nicht selbst aufspiesen, denn es könnte schon einiges dazu sich bereitwillig von jemandem töten zu lassen, doch sich selbst eine Klinge in die Brust zu rammen war noch einmal eine ganz andere Sache. Als die nächsten Worte über ihre Lippen kamen, spürte er jedoch seine eigene Unentschlossenheit, denn wenn er ehrlich war, wollte er sich nicht noch einen Tod anlasten müssen, doch sein Zorn und seine Enttäuschung überdeckten diese Gefühlsregung.

Dann nahm urplötzlich ein Prozess in Elaines oder Padmes, inzwischen war es schon fast sicher, dass eher Zweiteres zutraf, Gesichtszügen seinen Lauf und er meinte nun doch Angst darin zu erkennen, allerdings wies ihr Blick hinter ihn, was nichts Gutes bedeuten konnte. Durch diese Situation für einen Moment verunsichert, reagierte er einen Moment zu langsam, als sich seine Gefangene nach hinten fallen lies und ihm noch in der selben Bewegung die Füße unter dem Körper wegzog. Er fiel hart und spürte einen unbändigen Schmerz, als er auf den Boden aufschlug, doch als die Blasterschüsse, welche von einem Punkt hinter ihm abgefeuert sein worden mussten, ihr Ziel, nämlich ihn, weit verfehlten, war er froh darüber gefallen zu sein. Bei dem erfolgreichen Versuch sich zu befreien, hatte sie ihn ungewollt gerettet; welch Ironie.

Doch jetzt durfte er nicht lange überlegen und musste handeln, bevor die Schützen in seinem Rücken eine weitere Salve abfeuern konnten. Da die Menschen und anderen Wesen noch immer völlig chaotisch umherrannten, war es ein Leichtes für ihn sich in die Menge zu werfen, nachdem er sein Lichtschwert deaktiviert hatte, und konnte somit nicht mehr von den restlichen Personen unterschieden werden. Vor ein paar Wochen hätte er sich niemals ausgemalt in einer derart gefährlichen Situation so selbstbewusst zu handeln und hätte sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einfach seinem Schicksal ergeben, doch Leid prägte mehr alles andere.

Er würde, ja, durfte nicht versagen, wenn er seinen Meister, der ihm die Aufgabe übertrug ein Auge auf Elaine zu haben, nicht noch einmal enttäuschen wollte und dies durfte unter keinen Umständen geschehen, da er in diesem Fall niemals zu einem Sith ausgebildet würde und sollte dies eintreffen, so wüsste er nicht mehr für was es sich überhaupt noch zu leben lohnt.

Sein Zorn, nun wieder vollends präsent, spornte ihn an und es dauerte nicht lange bis ihm klar wurde in welche Richtung Elaine geflüchtet sein musste. Er würde sie kriegen, gleichgültig wie schell sie rannte und egal wie viele Wachleute hinter ihm her waren. Mit seinen Ellenbogen kämpfte er sich durch die Menge und dann sah er sie. Sie kroch auf allen Vieren, als wäre sie gestürzt und zu benommen, um sich wieder zu erheben, was ihm nur recht sein konnte. Auch wenn er nicht genau wusste worin eine derartige Wut, wie sie gegenwärtig in seinem Kopf tobte, begründet war, machte sie ihn blind für andere Gefühle. Mit wenigen Schritten überwand er die Distanz zu der am Boden kauernden und mit jeder Bewegung schien sein Hass auf diese Frau noch zu wachsen.

Als er bei ihr ankam, packte er sie mit unbarmherziger Kraft, wie es nur einem Shi'ido möglich war, der durch seine übermenschliche Körperbeherrschung jede einzelne Faser seiner Muskulatur anspannen konnte, an ihrem vollen Haar und zog sie unter lauten Schmerzensschreien ihrerseits in entgegengesetzte Richtung des Ausgangs. Fast als wäre ihm der Gedanke von einer fremden Macht eingepflanzt worden, konnte er kein Mitgefühl für sie empfinden, nur Verachtung, und so zog er sie weiter, bis sie began sich in einem solchen Maße zu wehren, dass er schließlich von ihren Haaren abließ und sie, bevor sie auch nur daran denken konnte die Flucht zu ergreifen, am Kehlkopf packte. Hart schlug er sie gegen eine nahe Wand, als sie in blinder Verzweiflung ihrerseits versuchte ihn zu verletzen, doch obwohl sie auf der Straße aufgewachsen war - oder vielleicht doch in einer Akadamie der Jedi? - und gelernt hatte sich zu verteidigen konnte sie mit ihrer fast zierlichen Gestalt niemals mit seiner Körperkraft konkurrieren, was natürlich zum Teil auch daran liegen mochte, dass er seine Muskelfasern, wie schon erwähnt, um ein Vielfaches präzieser aufeinander abstimmen konnte, als Angehörige einer anderen Rasse. Sein Griff fixierte sie an dem kalten Stahl und er zog sie daran entlang, bis sie in aufrechter Haltung vor ihm stand. Seine Lippen berührten fast ihr rechtes Ohr, als sein Griff stärker wurde, sodass sie um Luft rang. Er schrie nicht, sondern flüsterte eher, doch seine Worte klangen, als stünde er kurz davor ihr klägliches Äquivalent zu einem Leben auf äußerst unrühmliche Art und Weise zu beenden.


"Glaubst du, nur weil ich vorhin ein paar nette Worte verloren habe, kannst du mich wie einen Schwachkopf behandeln?"

Er vernahm ein metallenes Geräusch, wie Stiefel, die auf Metall dröhnten, und wirbelte herum, wobei er Elaine mit dem Rücken zu sich vor sich zog und ihr sein noch immer deaktiviertes Lichtschwert in die Seite stieß, während sich sein linker Arm um ihren Hals legte, sodass ihre Luftröhre beinahe abgedrückt wurde, was er aber nicht wissen konnte. Er blickte in den Lauf von mindestens vier Blastergewehren, doch vernahm die Stimmen der Wachleute, die ihn anwiesen seine Waffe fallen zu lassen, nur wie durch einen Schleier hindurch, welcher aus Wut und Zorn geboren worden war und sich nicht so schnell lichten würde. Als er die Situation vollends realisierte, schlug sein Hass langsam in Verzweiflung um und er wünschte sich sein Meister würde kommen, denn ihm hätten die Wachleute nichts entgegenzusetzen.

[Coruscant - Raumhafen - Eingang zum Hangar] - Elaine, Janem, Vincent
 
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Coruscant – Imperial City – imperialer Verwaltungskomplex – Keller - Folterbereich – Observationsraum - Darth Draconis, Lieutnant Ortega (NPC) und zwei Korporals des Geheimdienstes

Der Twi’lek hatte gesprochen und ihm weitere Namen genannt die er benötigen würde. Einsatzkommandos würden diese Personen in Gewahrsam nehmen, manche von ihnen auch exekutieren da sie nach Ansicht des Imperiums lebend zu gefährlich wären.
Leben würde der Twi’lek den Verletzungen nach zu Urteilen nur durch eine Prise Glück. Die inneren Blutungen würden ihn dahinraffen wenn es nicht der seelische Schmerz sein würde. Die körperlichen Qualen waren für ihn nicht zuende gewesen, er stockte und wollte aufhören zu reden doch erinnerte ihn der Sith Lord jedes einzelne Mal was es bedeuten würde wenn er nun doch beschließen würde zu schweigen. Der Twi’lek hatte sein Werk getan, nun war es die Aufgabe der Med Droiden für das Überleben des Gefangenen zu sorgen.
Aus dem Observationsraum heraus sah er den beiden Droiden zu wie sie den scheinbar leblosen, mit Hämatomen übersähten Körper des Twi’lek auf eine Barre legten und davonschweben ließen. Mit leerem Blick sah der Sith ihnen hinterher. Er verlor hier nur seine Zeit. Es waren Würmer die man ihm gegeben hatte, Würmer die unter seinem stählernen Hammer der Dominanz zerschmettert wurden. Keine brauchbaren Informationen die ihn wirklich weiter brachten, es waren kleine Siege. Kleine Erfolge. Kleine Brotkrumen um die Bestie ruhig zu stellen und zu beschäftigen. Er sah langsam ein was Kraym I. damit bezwecken wollte. Er hatte vor ihn solange ruhig zu stellen bis das Problem durch seine eigenen Leute gelöst worden wäre und Draconis somit überflüssig werden würde. Zornig ballte er seine Faust zusammen, löste den Griff jedoch und atmete tief durch.


„Glückwunsch Mylord, ihr füllt die medizinische Abteilung der Einrichtung effizienter als jeder Anschlag der letzten Tage.“

Aus der Kehle des Sith Lords war nur ein Grollen zu hören, der Groll den Draconis verspürte musste er zügeln. Er war nicht der Meister jedoch auch nicht der Sklave. Er war der, der im Schatten wuchs und auf seine Zeit warten würde.

“Der Geist ist schwach, das Fleisch noch schwächer Lieutnant. “

„Wie ihr meint Lord Draconis.“

Die Reserviertheit des Lieutnant machte ihn nur wütender. Eine weitere Konfrontation musste er vermeiden. Diese Schlacht würde er auf einem anderen Schlachtfeld ausführen, einem seiner Wahl und nach seinen eigenen Spielregeln. Eines, welches er zu gewinnen wissen würde.

“Wir sollten weitermachen. Die Gefangenen werden auch nicht williger.“

„Der nächste Gefangene ist Qayin Dagr, ein Rodianer der auf Coruscant geboren wurde und von klein auf in den Slums der unteren Ebene sein Überleben sichern musste, bis er sich aus rein materiellen Gründen dem Widerstand anschloss. Sie boten ihm Nahrung und einen Sinn.“

“Wie rührend.“ entgegnete der Sith Lord und bahnte sich seinen Weg an Ortega vorbei.

“Sehen wir mal, was wohl passiert wenn man diesen harten Kern aufsprengt.“

Letztere Worte sprach der Sith halb murmelnd, mehr an sich selbst als an eine bestimmte Person gerichtet und betrat Raum A in welchem bereits der Rodianer der auf den Namen Qayin Dagr hört. An demselben Stuhl gefesselt an dem bereits das Leid der anderen ihren Lauf genommen hatte, saß nun dieses Insekt und betrachtete ihn argwöhnisch. Obwohl er kein Xenophob ist, sind ihm andere Wesen die nicht menschlich sind unter Umständen suspekt. Besonders wenn sie großen corellianischen Fliegen ähneln. Der Drang sie zu zerquetschen ist einfach zu groß.
Seine mattgrünliche Haut die bei diesen Reptiloiden eher schuppig war von einem dezenten dunkelgrünen Muster durchzogen. Die längliche Schnaute zitterte leicht doch die Entschlossenheit in den Augen sollte wohl eher ihm ein Trost als dem Sith Lord eine Abschreckung sein.


„Ich werde euch nichts sagen!“

Ein amüsiertes Lachen entwich den bleichen Lippen des Sith. Nicht nur die lispelnden Worte die aus dem Mund eines Rodianers kommen wenn er Basic benutzt, auch ihr Inhalt brachten Draconis zum Schmunzeln.

“Glaub mir Qayin, wenn ich jedes Mal einen Credit bekommen würde wenn ich diesen Satz höre, müsste ich das hier nicht mehr tun.“

Perplex öffnete der Rodianer die Schnauze mehrmals und schloss sie wieder ohne dass ihr ein Wort entsprang. Es muss schaurig sein, wenn der eigene Foltermeister lässig über die bald geschehenen Taten sprach. Währendessen begutachtete der Sith die Bank mit den Instrumenten für die Vernehmung und entschied sich für ein skalpellartiges Instrument welches allerdings eine etwas breitere Klinge hatte.
Langsam schritt er auf den Rodianer zu welcher ihn argwöhnisch begutachtete und wohl abschätze welche Chancen er gegen den Menschen haben würde, wenn ihn nicht diese Fesseln behindern würden. Seine angespannten Muskeln arbeiteten doch waren sie nicht in der Lage den imperialen Durastahl zu sprengen. Egal wie sehr er sich anstrengen würde.


„Lass mich frei. Du kennst mich nicht mal. Ich gehöre zu den Nova Demons, die werden dich kriegen!“

In aller Seelenruhe ging der Sith um den Rodianer herum, strich ihm mit der Klinge über das Gesicht während dieser ununterbrochen weitersprach und die lispelnden Laute den Raum vollkommen erfüllten.

„.. und wenn die dann mit dir fertig sind, hast auch du erkannt, dass ich weder was gesehen, noch was gehört habe!“

“Was hast du nicht?“

„Ich habe nichts gesehen...“

Bevor der Rodianer weitersprechen konnte, rammte ihm der Sith das Skalpell in das linke Facettenauge, drehte es und riss es dann nach einem seitlichen Schnitt aus dem zerstörten Facettenauge wieder heraus und hielt dem Rodianer die blutige Klinge an sein Ohr.
“Gehört hast du auch nichts, sagtest du?“

Die panischen Schmerzensschreie die den Raum erfüllt hatten wichen nun einem tiefen, guturalem Laut welches sich wieder in einem hohen Schrei steigerte. Der Rodianer hielt daraufhin inne, sah ihn mit beiden Augen an wobei aus der linken Augenhöhle das Blut sein grünes Gesicht herunterlief.

„Ich habe was gehört, doch das hat seinen Preis du Bestie!“

Der Sith packte das längliche und spitz zulaufende Ohr und schnitt die Spitze ab. Erneut gellte ein Schmerzensschrei durch den Raum während Draconis das Stück des Ohrs achtlos wegwarf.

„Den Preis bestimme ich und diesmal beträgt er dein jämmerliches Leben. Rede und ich schenke es dir, versuch zu verhandeln und ich schneide dich so lange in Scheiben bis du in eine Schatulle passt.“

Gerade als der Sith am anderen Ohr ansetzen wollte, fing der Rodianer an zu sprechen. Er war plötzlich gefügig und gewillt seine Swoop Bike Kameraden zu verraten, deren Branding er hinter seinen Ohren trug wie der Sith nun bemerkte. So weit ging es also mit der Kameradentreue. Nichts war sie wert. Verlass dich auf andere und du bist verlassen.

Coruscant – Imperial City – imperialer Verwaltungskomplex – Keller - Folterbereich – Raum A - Darth Draconis und Qayin Dagr (NPC)
 
[Coruscant, Untere Ebenen, Honey House, Nebenraum]- Chesara, Claire (schläft immer noch, wie süß:D), Cris

Cris lauschte der kurzen Beschreibung der Rätin über die sich selbst als „Defender“ – welch dramatische Nomenklatur – bezeichneten und bemühte sich dabei um einen neutralen Gesichtsausdruck. Ihm war klar, dass der bisherige Kampf gegen das Imperium auf Coruscant – und seine wenigen Erfolge – primär auf ebendiese Splittergruppen des Widerstands wie jene Defender zurückzuführen war, und dennoch vermutete er, dass die wenigsten dieser Freiheitskämpfer über tatsächlichen militärischen Hintergrund und die Vertrautheit mit derartigen Operationen verfügten. Das ließ die Wahrscheinlichkeit steigen, dass ihre Akte des Widerstands und der Sabotage chaotisch und unprofessionell durchgeführt wurden – und der Blutzoll – auch innerhalb der zivilen Bevölkerung – stieg. Dass der Anführer dieser Defender sich von seinen Anhängern scheinbar bereitwillig als „General“ bezeichnen ließ, machte es in Cris’ Augen nicht besser. Seinem Verständnis nach war „General“ mehr als ein bloßer Titel, mit dem man sich nach Belieben schmücken konnte.

“Ich würde diesen Grant gerne kennen lernen“, erwiderte er, Chesara dabei prüfend musternd. Ihr Hintergrund war wiederum ein anderer – die Jedi waren keine Kampfeinheit, kein bloßes Kommandounternehmen. Nach allem, was er wusste, musste jeder Angehörige des Ordens stets dessen Philosophie und Lehren berücksichtigen, ohne viel Spielraum für Pragmatismus. Das Bewahren des Lebens – und dem zwangsläufig folgend die Vermeidung von Blutvergießen – gehörte zu dieser Philosophie. Dennoch hatten die Jedi – oder zumindest Chesara – sich auf eine Kooperation mit dem Widerstand eingelassen. Aus Überzeugung? Oder aus Verzweiflung? Letzteres konnte er ihnen nicht verübeln – hatte er nicht selbst erst vor wenigen Minuten zugegeben, dass der besonnen und professionell agierende Geheimdienst auf grandiose Art gescheitert war?

“Ihn und seine… Defender…“

Vermutlich war es ihm nicht gelungen, seine Skepsis vollends aus seinem Tonfall zu tilgen. Bevor Chesara jedoch erkennen ließ, ob sie dies registriert hatte oder nicht, aktivierte sie den im Raum befindlichen Holoprojektor und rief eines der Nachrichtenprogramme – auf Coruscant aller Wahrscheinlichkeit nach Propagandainstrumente des imperialen Gouverneurs – auf, um die jüngsten Ereignisse durch die imperiale Brille zu verfolgen.
So erfuhr Cris von einem verheerenden Bombenanschlag, der – natürlich – dem Widerstand zugeschrieben wurde. Obwohl er den imperialen Behörden durchaus zutraute, einen solchen zur Aufwiegelung der Bevölkerung zu inszenieren, ließ der Tod eines imperialen Legaten – falls akkurat wiedergegeben – wenig Spielraum für derartige Spekulationen. Cris verzog das Gesicht. Ein Legat war nicht einmal ein legitimes militärisches Ziel… Coruscants bürokratischer Apparat war alles, was diesen Planeten am Leben hielt. Er machte sich keine Illusionen darüber, dass ein Großteil der imperialen Beamten seine Arbeit auch nach Machtergreifung der Republik würde fortsetzen können… ja, müssen. Schließlich war die Republik nicht in der Lage, aus dem Nichts einen republiktreuen Verwaltungsapparat zu erschaffen. Ressourcen zu verschwenden und unschuldige Leben zu Opfern, um einen der höheren Beamten auszuschalten – selbst wenn er zu denen gehörte, die sehr bald der Gerechtigkeit zugeführt und ersetzt werden mussten – erschien Cris wie eine Maßnahme, die seine Zweifel in Bezug auf den wild wuchernden Widerstand außerhalb republikanischer Kontrolle bestätigte.


“Sie hätten sich lieber einen Admiral vornehmen sollen…“, murmelte er halblaut. “Dann gäbe es ein paar rangniedere Offiziere und Soldaten als… Begleitschaden…“

Die Nachrichten gingen auf einem anderen Kanal weiter und offenbarten eine weitere Erkenntnis: Chesara und andere Jedi waren durch die Behörden identifiziert worden und jetzt das Ziel offizieller Verfolgung, ihre Gesichter nun vermutlich mehr als bekannt im umfassenden Netz aus Spitzeln, dass die Getreuen des Gouverneurs auf Coruscant unterhielten. Ein nicht zu unterschätzender Schlag. Geheimhaltung und Überraschungsmoment waren dahin.
Er musste zugeben, dass das Imperium es perfekt verstand, die Fakten zu seinen Gunsten leicht verfälscht zu präsentieren. Eine kleine Übertreibung der Maßnahmen der Widerstandsgruppen, die leichte Andeutung einer Unterstützung durch die Jedi… und schon glaubten größte Teile der wohlhabenden Bevölkerung an ein blutrünstiges Monstrum, vor dem nur das Imperium sie beschützen konnte. Die Frage schien ihm, ob weitere Bombenanschläge wirklich die passendere Antwort waren als chirurgisch präzise Sabotage und Attentate, wie der Geheimdienst – wenn funktionierend – sie bevorzugen würde. Mit Terror gewann man das Vertrauen der Bevölkerung nicht und lenkte nur vom Terror des Imperiums ab.


“Es scheint mir an der Zeit, die Bemühungen zur Befreiung Coruscants zu bündeln und den Übereifer gewisser Gruppen durch republikanischen Einfluss und Mäßigung zu kompensieren, Rätin“

Unbehaglich verlagerte er seinen Stand.

“Das Imperium mag solcherlei Maßnahmen erzwingen, aber das Blut der Opfer klebt an unser aller Hände…“

Stirn runzelnd stellte er fest, dass Chesara ihm nicht zuzuhören schien, sondern wie gebannt die nächste Meldung verfolgte. Wieder die Defender, nur dieses Mal schienen sie jemanden – einen einflussreichen Wirtschaftsführer namens Pierre les Gray, der ganz offenbar bessere Tage erlebt hatte als auf der präsentierten Abbildung – in ihre Gewalt gebracht zu haben.

“Rätin?“

Glomm da entsetztes Erkennen in den starr auf das Bild gerichteten Augen der Jedi? Was sollte sie mit einem korrupten Komplizen des imperialen Regimes zu tun haben?

“Sie… kennen diesen Mann?“

[Coruscant, Untere Ebenen, Honey House, Nebenraum]- Chesara, Claire, Cris
 
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[Coruscant - obere Ebene - In einem Privatspeeder - unterwegs Richtung Geschäftsviertel - Alaine Aren, Shao Lung und Jacen]

Ein leichtes zucken am rechten Mundwinkel der rothaarigen Sith Warrior erregte die Aufmerksamkeit des jungen Zabrak.
Der zabrak fragte sich was seine Meisterin wohl gerade dachte und doch war ihm sehr wohl bewusst das sie ihn in seinem Geist seit dem betreten des Restaurants kein einziges Mal unbeobachtet ließ, er wusste zwar nicht genau wie aber er wusste sie konnte es und er fühlte es instinktiv oder vielleicht sogar in der Machtwahrnehmung, er wusste es nicht genau was ihm diese Information lieferte. Er würde Teile seines Geistes und seiner Gedanken immer wieder mit einer neuen willensstarken Mauer abschotten, es war ihm zwar unangenehm etwas vor seiner neuen Meisterin geheim zu halten jedoch wusste er auch das nur diese Tat ihm einen minimalen Vorteil bieten konnte. Dieses Vorhaben gelang ihm bis jetzt sehr gut und er würde diese Technik die er sich hart angelernt hatte auch weiterhin perfektionieren da es so ziemlich die einzige ist die er beherrschte und einsetzen konnte.

Die smaragdgrünen Augen der jungen Sith veränderten sich leicht als der Speeder in eine Kurve einbog und langsam die Geschwindigkeit verringerte. Sie waren also am Vorhof der Langeweile angekommen. Jacen half Alaine aus dem, zum Stillstand gekommenen, Speeder und deutete auf ein Schild über einer Transparitür durch die man in eine Art Wartezimmer Verkaufsraum Mischung mit einer Theke, mit zwei recht hübschen Damen dahinter, sehen konnte.

"Dann wollen wir mal beginnen!"

Sagte Jacen ruhig mit einem Grinsen im Gesicht, dessen sich Shao gerne entledigt hätte doch wusste er das dies einer seiner schlechtesten Gedanken war da er ein "Freund" der Familie Aren ist, nachdem sich auch Shao Lung aus dem Speeder gequetscht hatte und die Türe des Speeders sich wieder schloss.

Der ältere Mann öffnete die Tür für Lady Alaine und ging kurz nach ihr ebenso durch die Tür und mit sicheren Schritten auf die zwei Damen hinter der Theke zu.
Der Schüler fing die zufallende Türe gekonnt mit seinem rechten Fuß auf indem er die relativ dünne Transparistahltür zwischen den Zehen einklemmte, was nur möglich ist da bei seinen leichten Stiefeln der große Zeh von den anderen räumlich getrennt war.
Die Tür beinahe nebenbei aufgefangen und wieder geöffnet, trat er ebenfalls in das riesige Wartezimmer und gleichzeitig Verkaufsraum, ein leichter Ausdruck des Zorns zeichnete sich in dem Gesicht des jungen Zabrak ab als er dem alten Mann hinterhersah. Dieser schien kurz mit einer schwarzhaarigen und gut gebauten Dame zu sprechen und ein paar Anordnungen zu machen, die Dame nickte und blickte in Richtung Alaine und lächelte diese mit ihren braunen Augen an. Die Angestellte des Wellnesstempels glitt auf High Heels auf Alaine zu und bewegte sich gekonnt in Szene gesetzt, dies sollte offenbar die Männliche Klientel ansprechen. Shao sah in den Gesichtern der meisten Männern, Jacen inkludiert, Zustimmung.
Kurz dachte Shao daran sich die Zeit mit einer der Damen zu versüßen, verwarf den Gedanken aber wieder als die Angestellte sich mit dem Oberkörper umdrehte und ihnen bedeutete hier zu warten und fast im selben Moment sein Kom kurz knackte um ihm zu signalisieren das er eine Nachricht bekommen hatte.

Alaine, von der Schwarzhaarigen geführt, verschwand in einem anderen Raum, Jacen blickte zu Shao und deutete auf einen bequemen Sessel vor einem Tisch mit einem kleinen eingebauten Holoprojektor auf dem Werbungen von Kosmetikartikeln flimmerten und ab und an ein paar wichtige Mitteilungen des Imperiums aufflackerten, wobei sich Shao an die Gesichter aus dem Holonet erinnerte.
Der Schüler setzte sich in einen Sessel der der Tür zugewandt war in der Alaine verschwunden war. Jacen setzte sich gegenüber von dem Zabrak hin und überkreuzte die Beine, der Blick des alten Mannes wanderte durch den Raum. Shao zog indess seinen Datapad raus und rief die Kom Nachricht ab, sie war von Hatto dem Mann der seinen Jäger reparierte. Hatto teilte ihm mit das er die Reparatur abgeschlossen hatte außerdem nannte er den Preis und das er schon auf dem Weg in seine Werkstatt sei er wünschte ihm übrigens eine schöne und sichere Weiterreise.
Shao löschte die Nachricht und öffnete das Sicherheitsprogramm des Datapads indem er einen Fingerabdruck lieferte und einen unbemerkbaren Netzhautscan machte danach sprach er einen Wortlaut für andere unhörbar auf zabraki direkt in das Datapad nachdem dieser letzte sicherheitsscan durchgeführt war hatte er beinahe uneingeschränkten Zugriff auf sein Schiff mittels einer sicheren Frequenz und stellte die Sicherheitsanlage seines Schiffes scharf.

Unterdessen in dem Hangar in dem sich die Teroch A'den befand, hörte man metallisches Klacken von den Ein und Ausstiegsluken der Teroch A'den die Wartungsdroiden surrten und zischten in Richtung Ausgang davon. Das Schiff war nun so gut wie uneinehmbar durch die Sicherheitsanlage und die Verriegelung die aus der Ferne verschärft wurden.

In dem Wellnesstempel tippte shao auf seinem Datapad herum und ließ einen kompletten Sensorcheck des Raumschiffs durchlaufen, diese prüften das Gewicht des Schiffs und die Frequenzen auf denen die meisten Gauner und Spionage Sonden arbeiteten und noch mehr und tatsächlich fanden die Sensoren eine leichte Abweichung im Gewicht und ein Signal was auf einen Sender hin deutete der offensichtlich in der Dusche versteckt wurde. Das würde Hatto bereuen, es war natürlich schade einen guten Mechaniker zu verlieren aber er hatte sich etwas unverzeihliches geleistet außerdem wusste er zu viel, er würde nur ein Sicherheitsrisiko sein.
Shao würde sich um den Verräter kümmern sobald sie hier fertig waren und er sich kurz von der Seite seiner Meisterin entfernen durfte oder konnte. Er rief noch die Sicherheitskameras auf und checkte kurz alles ab dann loggte er sich aus und öffnete die Datenfiles in denen er die Inschriften der Gräber von Korriban gespeichert hatte.

Shao blickte auf als er intuitiv fühlte das die Sondierung seiner Meisterin sich kurz beinahe löste doch nur für einen ganz kurzen Moment.
Ihm fiel auf das Jacen an einem Drink nippte und vor ihm selbst stand ebenfalls ein Glas mit Wasser auf dem Tisch.
Jacen blickte Shao an und nippte wieder an seinem Glas.

"Etwas wichtiges?"

Fragte der ältere Mann gegenüber von Shao, mehr an einer Basis des Smalltalks als an der KomNachricht interessiert.

"Nein"

Antwortete shao kühl und mit einer ruhigen Stimme.

"Nun Shao Lung was treibt euch nach Coruscant?"

Hakte Jacen nach und versuchte das Gespräch ein wenig in Gang zu bringen was ihm aber nicht so ganz gelang.

"Sightseeing."

Antwortete Shao genauso kühl wie davor auch und hoffte das er durch diese kühlen Aussagen den Gesprächsversuchen des neugierigen und gesprächigen alten Mannes ein jähes Ende setzen konnte. Schlimm genug das er auf diese Beauty Tour mitmusste und nichts machen konnte als warten, wollte er sich nicht auch noch in einer Konversation mit jemand so uninteressantes wie dem Mann ihm gegenüber wiederfinden.

"Nun ihr seid wohl nicht so gesprächig, seid wohl ein Mann der Taten was? Schon gut so etwas kann man auch gut gebrauchen, wenn auch nicht als Person der Öffentlichkeit sondern eher als Unterstützung im Hintergrund. Vielleicht kommt ihr ja noch auf den Geschmack einer guten Konversation."

Schloss Jacen, schien sich damit abgefunden zu haben das die Konversation nicht viel weiterging als sie es bis jetzt tat und holte ebenfalls einen datapad heraus und tippte daran herum.

Shao Lung griff nach dem Glas, von dem das Kondenswasser auf den Tisch tropfte und einen Glasrand hinterließ, nahm zwei Schluck dann stellte er es wieder ab und widmete sich wieder den Schriften.

Stunde um Stunde verging und Lady Alaine war noch immer nicht fertig, Shao beschäftigte sich noch immer mit den Schriften auf seinem Datapad während sich Jacen mittlerweile schon der zweiten Empfangsdame zuwandt und sich mit ihr unterhielt.
Ab und zu drang Gelächter zu Shao herüber doch er lies sich nicht stören.
Hin und wieder blickte der Zabrak durch den Raum indem es mit jeder vergangenen Stunde immer geschäftiger wurde und sich Jacen wieder gegenüber von Shao befand und ebenfalls in seinem Datapad verloren gegangen war.

Die Tür vor Shao öffnete sich und Alaine begleitet von der Schwarzhaarigen traten in den Raum. Shao stand auf um sie zu empfangen. Die rothaarige Menschenfrau war nun ungeschminkt, wirkte entspannt und sie entfaltete ihre ganze natürliche Schönheit.

„Na euch scheint es ja wirklich sehr gut zu gehen. Fürs erste bin ich hier wohl durch, außer es merkt noch einer von ihnen, dass sie etwas wichtiges vergessen haben.“

Sagte sie und sah die beiden abwechselnd an.
Shao wäre beinahe der Mund offen gestanden doch er riss sich direkt wieder zusammen als seine Meisterin seinen Blick auffing.

„Kein falsches Wort oder ich komme auf die Idee dich entwachsen zu lassen.“

Sagte sie und widmete ihrem Schüler einen bösen Blick.
Er nickte leicht und ertappte sich bei dem Gedanken in dem er sich ausmalte wie es wohl wäre wenn sie und er keine Sith wären und vor allem nicht Meisterin und Schüler. Wirsch schob er den Gedanken beiseite und steckte den Datapad ein nachdem er ihn in den standby Modus schaltete.
Jacen stand auf und ging zum Thresen um zu bezahlen ehe er sich wieder den beiden Sith zuwand.

„Nun, dann können wir zur nächsten Station weiter gehen. Noch sind wir nicht durch und der Tag hat noch einige Stunden zu vergeben.“

Sprach er grinsend und ging allen voran hinaus, Shao bemerkte einen Anflug von Zorn bei seiner Meisterin und wusste das es ihr mindestens genauso auf die Nerven ging wie ihm selbst. Als sie ihn musterte funkelten die Schwarzen Augen des Zabrak sie kurz an und ein Anflug von einem dem lächeln zuteilbaren Mundwinkelzuckens zeigte sich auf seinem Gesicht. Jacen musste allmählich etwas vorsichtiger werden da offensichtlich ein tödliches Gespann, bestehend aus einer Sith Meisterin und ihrem Schüler allmählich die Geduld mit ihm verloren. Aber Jacen war unbekümmert und öffnete Alaine die Türe des Speeders, nachdem Alaine und Jacen eingestiegen waren stieg auch Shao ein und die Tür des speeders schloss sich leise hinter ihm.

„Ich hoffe die nächsten Etappen sind nicht ganz so langwierig wie diese hier.“

Alaine legte den Kopf leicht schief und Jacen lachte auf.

„Kommt ganz darauf an was du darunter verstehst. Make up, Haare, Kleidung, Schuhe, Accessoires und Schmuck…“

Alaine hob ihre Hand um seinem Gequatsche Einhalt zu Gebieten. Sie fühlte sich im Moment alles andere als wohl, um das zu merken brauchte man keine Machtempfindungsgabe so offensichtlich war es und Shao verstand sie nur zu gut.
Er war nur froh das er so etwas nicht über sich ergehen lassen musste. Dann kam ihm Hatto wieder in den Sinn und er ergriff Kurzer Hand das Wort.

"Meisterin Aren würdet ihr mir zu einem günstigen Zeitpunkt erlauben mich um mein Schiff und die Vorratsbeschaffung zu kümmern?"

In seiner tief donnernden Stimme lag Respekt, er beäugte die Reaktion seiner Meisterin als er um Erlaubnis fragte.

Die Repulsoren des Speeders erwachten zum Leben und der Speeder mitsamt Passagiere gliederte sich in den immensen Verkehr von Coruscant ein.

[Coruscant - obere Ebene - In einem Privatspeeder - unterwegs in Richtung zweiter Vorhölle (klamottenladen, nagelstudio, frisör etc.) - Alaine Aren, Shao Lung und Jacen]
 
Coruscant – Imperial City – imperialer Verwaltungskomplex – Keller - Folterbereich – Raum B - Darth Draconis und Suvam Tan (NPC)

Dunkelheit erfüllte Raum. Er war angebunden, festgekettet und spürte dass seine Wahrnehmung variierte. Eben hatte der Boden unter seinen Füßen gebebt, nun fühlte es sich an als würde eben jener Boden aus einem weichen, dehnbaren Material bestehen. Die Spritzen die man ihm verabreicht hatte sollten wohl verhindern dass er einen klaren Gedanken fassen konnte während er in seiner Zelle gehockt hatte.
Seine Wahrnehmung spielte verrückt. Die Luft flimmerte, dann wurde ihm plötzlich eiskalt sodass er anfing zu zittern. Die Kälte umfing ihn und breitete sich von seinem Herzen ausgehend aus. Sie erreichte seine Beine, seine Arme und seinen Kopf. Seine Finger fingen an zu zittern, seine Oberschenkelmuskulatur zuckte immer wieder unter unregelmäßigen Spasmen zusammen.
Während all dieser Einwirkungen durch die Substanzen die durch seine Blutbahnen rasten, beobachtete ihn aus der Dunkelheit heraus dieser Mann. Alle Rodianer konnten in der Dunkelheit sehen, es war ein Teil ihrer Vergangenheit, ihrer Evolution. Suvam konnte ihn sehen. Wozu dann dieser Aufstand? Er verstand es nicht während stechende Kopfschmerzen sich langsam in seinen Kopf schoben und ihm das Denken noch schwerer fiel. Doch er wollte nicht aufgeben, auch wenn seine Situation zweifelsohne auswegslos war.
Die Wirkung der Drogen schien langsam nachzulassen, was übrig blieb waren die Kopfschmerzen die er litt.
Doch wer würde sich um seine arme Mutter kümmern wenn er tot wäre?
Was für ein undankbarer Junge würde er dann gewesen sein, seine Mutter die ihn und seine sieben Brüder aufgezogen und Manieren beigebracht hat nun im Stich lassen würde.
Sie würde alleine leben und einsam sterben. Sie war jetzt bereits einsam, seitdem sein Vater gestorben war. Sie lebte alleine in den unteren Ebenen in eihner Wohneinheit, klein und sauber, aber karg. Ihr blieb nichts anderes übrig als täglich die Übertragungen der Propagandasender im HoloNet zu sehen, die einzigen kostenlosen Empfangszugänge die man noch dort empfangen konnte. Die Credits für einen vollen Zugang fehlten ihm. Er wollte mit der Beschäftigung beim Widerstand ihren Lebensstandard aufbessern, sah einer republikanischen Zukunft für Coruscant mit mehr Enthusiasmus entgegen, doch nun würde er den Preis dafür bezahlen.
Er würde sterben.


“Gefangener, Deine Zeit ist um. Die Wahl liegt nun bei dir. Erzähle mir was du weißt und du wirst leben. Belüge mich und ich werde dich foltern. Anschließend jene die du liebst.“

Suvam verstand nicht was der Sith von ihm wollte, er wusste nicht viel. Er stand bei dem Überfall auf die Anlage Schmiere, er war nur ein einfacher Soldat in den Rängen seiner Zelle gewesen, alles was er wusste war dass die Zelle sich im Industrieviertel befand und dort militärische Ziele sabotierte.

„Ich weiß nicht viel. Ich bin nur ein Soldat.“

“Noch weniger. Du bist ein Söldner. Nenn mir den Namen deines Vorgesetzten.“

„Wir hatten nur Codenamen. Seiner war Uumlourti“

Blitze zuckten aus der Handfläche des Sith Lords und trafen den Gefangenen mit voller Wucht auf den Brustkorb und breiteten sich über den gesamten Körper des Rodianers auf.
Dieser schrie und wurde von den Ladungen durchgeschüttelt. Dann hörte die Kaskade auf und der Körper hing schlaff im Sitz.


“Ich rieche deine Lügen, sie stinken nach Pestilenz und Fäulnis. Du bist Abfall. Soll ich dich wie Abfall entsorgen lassen?“

Einen Wimpernschlag später stand der Sith direkt vor dem Rodianer und drang gewaltsam in dessen Geist ein. Es glich einer geistigen Vergewaltigung als seine Machtfühler sich des Rodianers bemächtigten und seinen Geist durchforsteten.

“Willst du etwa dank deiner Lügen sterben und deiner eigenen Mutter die Last der Folter auferlegen?“

Ein ächzender Laut entsprang der länglich geformten Schnauze des Rodianers, Luft entwich seinen Lungen und geräuschvoll atmete er einen schweren Atemzug ein.
Die Lüge hatte ihn einen Preis bezahlen lassen von der er nicht wusste wie lange er sie bezahlen können würde.


„Nein, will ich nicht. Aber ich weiß nicht mehr!“

“Lüge! Du solltest wissen dass Lügen ihren Preis haben.“

Eine erneute Kaskade ergoss sich über den Körper des Rodianers. Die Blitze zuckten und durchbohrten ihn, brachten seine schuppige Haut zum Qualmen. Die Kleidung des Gefangenen wies Schmauch und Verbrennungsspuren auf, sie fing regelrecht zu dampfen an. Erst als der Sith von ihm ablies, fiel der zuvor durchgeschüttelte Körper zurück und blieb dampfend und regungslos liegen.

“Lüg mich nicht noch einmal an.“

Suvam presste schmerzverzerrt die dünnen Lippen aufeinander und dachte an seine Mutter. Er wollte nicht dass sie leiden würde, doch musste sein Gegenüber doch spüren dass er die Wahrheit sagte wenn er wann er lügen würde. Er wusste wirklich nichts! Oder hatte dieser nur durch Zufall herausgefunden dass er nicht den Namen seines Vorgesetzten genannt hatte sondern ein für Ghand beliebtes Nahrungsmittel?

„Ich weiß doch nichts! Was soll ich euch denn sagen? Ich bin ein einfacher Krieger, kein hoher Protector, kein Führer. Ich. Weiß. Nichts!“

Der Rodianer schrie Draconis die Worte entgegen, der ganzen Leiden müde. Man hatte ihn im Vorfeld geschlagen und des Schlafs beraubt. Man hatte ihn unter Drogen gesetzt und nun schaffte es dieser Mann ihn mit seinen Folterwerkzeugen zu quälen. Was tat der eigentlich? Er sah kein Gerät, aber kein Wesen konnte Blitze aus seinen Händen speien. Doch bevor er weiter über die Blitze nachdenken konnten, trafen sie ihn erneut. Er hatte den Folterer wohl nicht davon überzeugen können dass er unschuldig war.

“Du bist ein Lügner. Du willst es mir einfach nicht sagen.“

In seiner Verzweiflung schrie der Rodianer dem Mann alle Beschimpfungen zu die er auf seiner Heimatsprache gerade parat hatte. Und das waren einige. Er schrie wie am Spieß, konnte den Schmerz nicht aushalten. Was wollte dieser Mann von ihm? Ihm wurde langsam klar, dass er ihn einfach nur Quälen wollte. Es gab keine andere logische Erklärung. Doch wieso war er so überzeugt dass er die Wahrheit wusste und wieso glaubten ihm die anderen das aufs Wort? Was für ein Spiel wurde hier gespielt? Er hatte gedacht dass selbst ein autoritäres Regime wie das Galaktische Imperium so etwas wioe Gesetze kannte. Doch für ihn gab es sowas nicht. Er stand außerhalb jeden Gesetzes. Er hatte sich gegen das Imperium gestellt und nun zahlte er den Preis. „Mutter“ dachte er in seinen letzten Augenblicken. „Bitte vergib mir.“
Es waren die letzten Gedanken bevor das Lebenslicht in dem bereits Brandblasen bildenden Körper ausging und der als Suvam Tan registrierte Gefangene seinen letzten Atemzug tat. Sein Körper zuckte noch durch die Blitze doch wurde der Körper nachdem die erneute Attacke verebbte einer Puppe gleich in den Sitz geschleudert. Nur die am Sitz fixierten Gelenke verhinderten dass der Körper wie ein Sack synthetischer Nahrung nach vorne fallen würde.


“Er ist tot.“

Das Licht ging an und der Sith Lord der diese ungläubigen Worte gesprochen hatte stand der Zorn ins Gesicht geschrieben. Seine beiden Hände schnellten nach vorne und ließen einen Machtstoß frei der den Stuhl traf, aus seiner Verankerung riss und mit dem Körper voran gegen die nächste Mauer schleuderte welche diesen zerquetschte.

“Nehmt seine Mutter gefangen. Sie wird seine Strafe verbüßen.“

Der Sith drehte sich um und senkte den Kopf. Niemand sah das Lächeln auf seinen Lippen, die Genugtuung in seinen Augen. Einer weniger. Bald würde es endlich vorbei sein.

Coruscant – Imperial City – imperialer Verwaltungskomplex – Keller - Folterbereich – Raum A - Darth Draconis und Suvam Tan (NPC)
 
[OP]Ich fürchte, wenn Onkel Janem nicht bald das Chaos beseitigt, werden wir über kurz oder lang den Raumhafen zerlegt haben :p [OP]


Coruscant- Raumhafen- Auf dem Weg zum Hangar - Janem, Vincent und Elaine


Elaine war zu ihrer eignen Verärgerung nicht so schnell wie sie sich das wünschte. Im Gegenteil. Sie war verdammt nochmal zu langsam.
Elaine wandte sich um und sah, dass Vincent wieder auf sie zu lief.
Zu ihrer absoluten Überraschung überwand er die Distanz überraschend schnell.

Sie konnte ihm einfach nichts mehr entgegensetzen und so griff er mit seiner Hand in ihr volles Haar und zog sie mit einem Ruck daran auf die Beine.
Elaine dachte einen Moment, ihr Kopf würde explodieren, und schrie vor Schmerz auf.
Er zerrte sie an ihren Haaren irgendwohin, während sie sich mit Händen und Füßen gegen den unbarmherzigen Griff zur Wehr setzte.

Für den Bruchteil eines Augenblicks ließ Vincent sie los, aber bevor sie die veränderte Situation auch nur im Ansatz realisieren konnte, umschloss seine Hand ihren Hals und schlug sie gegen eine Wand aus Stahl.

Elaine versuchte die aufsteigende Panik in den Griff zu bekommen. Aber so wirklich gelang es ihr nicht, denn sie versuchte auf gut Glück, ihn mit allen Tricks, die sie auf der Straße gelernt hatte, zu verletzen, damit er von ihr abließ. Aber sie hatte schon aufgrund ihrer Statur nicht den Hauch einer Chance

Aber Vincent ließ nicht von ihr ab, sondern zog sie derart hoch, dass sie gezwungen war, aufrecht vor ihm zu stehen.
Durch seinen Griff schürte er ihr die Luft leicht ab, so dass sie gezwungen war, die Gegenwehr einzustellen.
Ihr Brustkorb senkte und hob sich leicht hektisch, während sie selbst gezwungen war, den Kopf in den Nacken zu legen, um besser Luft zu bekommen.
Sein Mund streifte beinahe ihr Ohr und sie hörte ihn leise sagen,



"Glaubst du, nur weil ich vorhin ein paar nette Worte verloren habe, kannst du mich wie einen Schwachkopf behandeln?"


Sein Flüstern klang unheilverheißender als es lautes Geschrei jemals getan hatte.
Und Elaine war realistisch genug, um einzusehen, dass sie diesen Kampf nicht gewinnen würde.
Und wenn Vincent schon so wütend war, dann würde Janem garantiert nicht amüsiert sein.
Elaine schätzte ihn nicht als jemanden ein, der sich mit unnötigen Drohungen die Zeit vertrieb.
Sie war gewarnt worden, aber sie hatte alles auf eine Karte gesetzt, um zu entkommen. Und nun musste sie die Konsequenzen tragen.
Sie schloß für einen Augenblick die Augen, um sich zu fangen.

Sie bedauerte aufrichtig, dass sie dargebotene Chance, sich in Vincent Lichtschwert zu stürzen, nicht genutzt hatte.
Wenn sie Vincent nicht die Beine weggetreten hätte, würden jetzt vielleicht ein paar Blastereinschüsse seinen Rücken schmücken.
Aber wem nutzte es, wenn sie verlorenen Gelegenheiten nachtrauerte? Ihr selbst sicherlich nicht.

Doch weiter hatte sie keine Zeit, sich Gedanken zu machen, denn Vincent wirbelte mit ihr herum, schlang seinen Arm um ihren Hals und drückte ihr das deaktivierte Lichtschwert in ihre Seite.

Sie hörte Stiefel über Metall marschieren. Geradewegs in ihre Richtung.
Die Sicherheitskräfte des Flughafens waren ihnen nachgekommen.

Elaine schluckte die erneut aufsteigende Panik hinunter und drückte sich enger an Vincent, wodurch sich sein Griff um ihren Hals etwas lockerte.
Nun konnte sie wenigstens leichter atmen.
Um zu verhindern, dass er ihr wieder die Luft nahm, legte sie ihre linke Hand leicht auf seinen Arm.
Sie vermied nun alle unkontrollierten Bewegungen, um ihn nicht wieder zu reizen und öffnete die Augen.

Für einen Augenblick lag ein Schleier über ihrem Blick, aber dann kristallisierte sich langsam ihr Umfeld heraus.
Die Wachmannschaft wies Vincent an, seine Waffen fallen zu lassen, hielten die beiden jedoch im Visier ihrer Gewehre.
Wenn sich Vinent nicht irgendwas einfallen liess, dann würden sie durchsiebt werden.
Und wo zur Hölle trieb sich Menari herum? Er war natürlich nicht da, wenn man ihn mal ausnahmsweise dringend brauchte.
Elaine war es wirklich zuwider, dass zugeben zu müssen, aber es entsprach der traurigen Wahrheit.
Es war wirklich erbärmlich, wie weit sie innerhalb von wenigen Stunden gesunken war.

Sie atmete tief ein und legte den Kopf nach hinten, so dass er auf Vincents Schulter lehnte und wandte ihm ihr Gesicht zu.
Ihr Hals fühlte sich an wie mit Steinen gespickt.



"Sag Ihnen, wer ich sein soll."


Ihre Stimme klang rauh und heiser. Es kostete sie Mühe, die Worte über die Lippen zu bringen.


"Sag ihnen, dass du ihnen, dass du ein Sith bist. Sag ihnen, dass du mich jagst."


Elaine schloss erschöpft die Augen und legte die andere Hand auf das Griff von Vincents Lichtschwert.


"Du kannst es ihnen damit beweisen."


Sie fühlte, wie sich langsam die Dunkelheit über sie legte. Noch kämpfte sie gegen die drohende Ohnmacht an, aber sie merkte, wie das ihren geschwächten Körper überanstrengte.
Sie hatte ihre Kraftreserven restlos aufgebraucht.



Coruscant- Raumhafen- Auf dem Weg zum Hangar - Janem, Vincent und Elaine
 
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[Coruscant – Untere Ebenen – Taverne/Goopas Zentrale] Noomi mit Keyan und Lak sowie Goopa und einigen weiteren Personen

Noomi war mit Keyan, einem republikanischen Agenten und Lak, einem Shistavanen , welcher in einer Untergrundzelle aktiv war, zum Unterweltboss Goopa, einem Hutten gegangen, um von ihm geschmuggeltes Bacta und Munition zu erstehen. Die Nautolanerin hatte aber durchschaut, dass er sie hatte täuschen wollen. Sie konnte rechtzeitig verhindern, dass den dreien etwas zu stieß, indem sie sich als Jedi offenbarte. Nun verlud Lak die Ware, während Keyan einige Leibwachen in Schach hielt.

„Sieht so die Verhandlungspolitik der Jedi aus? Hättest du uns nicht vorwarnen können?“

Keyan war anscheinend zu Späßen aufgelegt. Noomi meinte aber, dass er sich verstellte. Niemand nahm so eine Situation leichtfertig hin – nicht einmal kein großer Jedi-Meister.

„Hab ich“, wand Noomi ein. Sie versuchte auch, unbeschwert zu klingen „Doch ihr konntet ich nicht so schnell hören. Deshalb hab ich es einfach gemacht.“

Mittlerweile hatte sich das Mädchen etwas von dem fetten Hutten entfernt, musterte ihn aber immer noch genau und hielt ihm immer noch die Klinge an den Hals. Dieser blickte verächtlich auf das heiße Licht, sagte jedoch kein Wort. Lak beeilte sich mit dem Aufladen. Hier zählte jede Sekunde, wer wusste schon, was im nächsten Moment geschehen konnte. Nach einigen endlos wirkenden Minuten war er fertig:

„Wir können verschwinden.“

„Noomi, wir müssen los“, leitete Keyan die Nachricht weiter.

Zum Abschied zischte Goopa noch einen Fluch auf die Jedi und Noomi wünschte ihm, mittlerweile wieder gelassener, einen schönen Tag. Langsam fuhren sie hinaus, wobei die Nautolanerin immer alle im Auge behielt, aber ihr Lichtschwert ausgeschaltet in der Hand hielt. Schon fast wieder auf der Straße rief sie ihm noch etwas provokant zu:

„Auf eine gute Geschäftsbeziehung!“

Dann kamen sie an dem Türwächter vorbei, der sie verdutzt ansah. Noomi winkte ihm freundlich zu. Misstrauisch guckend ließ er den kleinen Trupp von dannen ziehen. Als sie außer Sichtweite waren, atmeten sie auf. Auch wenn noch nicht alles geschafft war. Doch Noomi hatte mit ihren neuen Fähigkeiten ein großes Selbstvertrauen erhalten. Ihre beiden Begleiter fühlten sich bei ihr sicher, was sie stolz machte.

Nach einiger Zeit kamen sie bei der alten Garnison an. Dort kümmerten Keyan und Lak sich um das abladen, während Noomi zu Teeija ging, um Meldung zu machen. Durch einige Gänge gehend, fragte sie sich, wie es Crado wohl ginge. Ob er wieder gesund ist? Sie hoffte es, denn irgendwie hatte sie ihn vermisst. Seine beruhigende, immer positive Aura, seine Freundlichkeit. Aber andererseits, wäre er mit zu dieser Mission gekommen – wahrscheinlich hätte Noomi nicht so viel gelernt. Sie musste ihm unbedingt davon erzählen, wenn er wieder wach war.

Dann kam sie zum Büro der Iktotchi. Auf ein Klopfen wurde sie hereingebeten. In kurzen Sätzen schilderte sie die Vorkommnisse. Ihren Bericht schloss sie mit dem Rat ab, nicht mehr bei diesem Händler einzukaufen. Teeija schien dennoch – mehr oder minder – zufrieden.


„Wie geht es meinem Meister?“, fragte Noomi darauf.

Sie spürte seine Präsenz, doch sie konnte nicht ausmachen, wie es ihm ging. Sie hatte das Gefühl, als hätte sie seit Ewigkeiten nicht mehr mit ihm gesprochen. Wenn er wieder einigermaßen in Ordnung war, überlegte sie, sollten die beiden erst einmal zu der provisorischen Unterbringung zurück. Die Aufgabe, für die sie nach Coruscant gekommen waren, war gescheitert. Was nun, also? Die Gastfreundschaft der Untergrundzelle mochte sie nicht zu sehr in Anspruch nehmen. Vielleicht sollte sie mit Keyan sprechen? Sie wusste es nicht. Noch ein Grund, sich möglichst bald mit ihrem Mentor kurzzuschließen.

[Coruscant – untere Ebenen – verlassene Garnison/Hauptquartier – Teeijas Büro] Noomi mit Teeija und weiteren Widerständlern; Crado in der Nähe.
 
]Untere Ebenen - Honey House - Nebenraum – mit Mara

Leise seufzte Jo, als Mara mit keiner Silbe auf das reagierte was sie ihr gesagt hatte und stattdessen, deutlich spürbar völlig fertig, zu Boden sank. Mara war, im wahrsten Sinne des Wortes am Boden zerstört und Jo fühlte sich einmal mehr mitverantwortlich dafür! Aber sollte ein angehender Jediritter nicht auch mit Niederschlägen zurechtkommen? War es nicht vielleicht sogar gut und eventuell von Chesara gewollt, das Mara mit einer Zurückweisung zurechtkommen musste.
Genau das war immer ihr Schwachpunkt gewesen. Und vielleicht waren Jo’s Versuche Mara vor derlei Rückschlägen zu bewahren, so unwirksam sie auch oft auch waren, eben die Wurzel der Probleme, mit denen Mara jetzt kämpfte. Vielleicht musste Mara da jetzt durch um eben die Stärke und gleichzeitig Demut zu finden, die sie als Ritterin brauchte.
War die Art, wie Chesara Mara prüfte noch viel subtiler als Jo es je gedacht hätte. Nicht umsonst wurden solcherlei Prüfungen nur von den weisesten des Ordens durchgeführt. Und nicht umsonst hieß es ja auch, dass ein Meister auch immer von seinem Schüler lernt.
Aber trotzdem Jo sich nun beinahe sicher war, das Chesara Mara und wohl auch Sie mit voller Absicht durch diese Feuerprobe schickte. Blieb immer noch ein verzweifeltes junges Mädchen, das hier auf dem Boden saß.
Langsam lies Jo sich erst einmal zu ihrer Padawan hinab sinken und nahm das Häufchen Elend in den Arm, während sie ihr auch mental das Gefühl vermittelte, das sie für sie da war. Bedingungslos und immer.
Vorsichtig tastete Jo mit ihren Fingern nach Mara’s Gesicht und wischte sachte die Tränen bei Seite, die das junge Gesicht hinunter liefen.


Es ist kein Grund zu weinen Mara. Wenn überhaupt ist es mein Versagen.
Im schlimmsten Fall musst du mich noch eine Weile länger ertragen!


Versuchte Jo kurz zu scherzen, wurde aber gleich wieder ernster.

Aber…

Jo hielt einen Moment mit ihren Worten inne während sie Mara immer noch tröstend im Arm hielt und dann ganz leise in Mara’s Ohr flüsterte

…hast du dir vielleicht mal überlegt, ob die Prüfung eigentlich noch gar nicht vorbei ist?
Chesara hat nicht davon gesprochen, dass sie deine Erhebung völlig ab lehnt.
Weißt du, ein Jedirat kann tief in dein Inneres sehen! Nicht direkt und gezielt deine Geheimnisse ausspäht. Das würde kein Jedi je tun. Aber dein Wesen erkennen und dich so prüfen kann wie es notwendig ist.
Vielleicht gibt sie dir hiermit eine Chance etwas über dich zu erfahren, dass du vorher nicht sehen wolltest, oder durch meine Unfähigkeit nicht sehen konntest.
Du bist so stark Mara! Gibt nicht auf!
Denn auch wenn ich dich sehr gerne weiter als meine Padawan hätte, weis ich doch ganz genau, dass du zu weit mehr fähig bist!


]Untere Ebenen - Honey House - Nebenraum – mit Mara
 
[ Coruscant | tiefe Ebenen | ehemalige Garnison | Krankenzimmer | allein (bewusstlos) ]
Sanft strich der kühle Wind über die hügelige Landschaft. Friedlich bewegten sich dabei die grünen, dünnen Grashalme mit dem Luftzug. Am bewölkten Himmel zogen Vogelschwärme in Richtung der massiven Berge. In der Nähe rauschten auch dunkelgrünen Wälder. Dazu kamen bei dieser Ruhe ein paar Kleintiere aus ihren Verstecken und gingen vorsichtig auf Nahrungssuche. Seit einiger Zeit hat eine größere Gruppe an Archäologen ein provisorisches Zeltlager in einiger Entfernung zur kleinen Hauptstadt Knossa errichtet. Nur eine wirklich geringe Anzahl an Bewohnern in der ganzen Galaxie wusste, dass sich Jedi in diesem spartanischen Lager aufhielten und auf bessere Zeiten hofften. Der Jedi-Orden musste sich nach dem rasanten Aufstieg der imperialen Macht verstecken, denn die Sith machten seitdem öffentlich Jagd nach ihnen.

Irgendwo in dieser idyllischen Anonymität hatten sich ein blonder, schlanker Jedi-Ritter und dessen junger Padawan – ein zotteliger Cathar – einen abgeschiedenen Ort für den Anfang der langjährigen Ausbildung zum echten Jedi gesucht. Auf einer schmalen Sandbank inmitten eines sehr kalten Sees, unweit des geheimen Zeltlagers, war man am Ende fündig geworden. In aller Ruhe konnte Mike Yu hier die ersten Schritte im Gebrauch der Macht dem gelehrigen Crado beibringen. Nach einem recht kurzem, aber intensiven Kampf mit schlichten, ungefährlichen Kampfstöcken hatten die beiden Jedi – Mentor und Schüler – ein bisschen Zeit für die Philosophie der Jedi, während sie ihren erledigten Körper eine „Verschnaufpause“ gönnten. Zu diesem Zeitpunkt verspürten sie keinerlei Druck – die ganze Last ihrer Verpflichtung schien einfach noch nicht soviel zu wiegen.

Durch seine tierische Natur konnte Crado das frische, lebendige Gras vom nahen Ufer riechen. Das kühle Wasser umspülte in der Zwischenzeit ganz sanft seine kurzen Beine. Mit den violetten Augen, die in der Umgebung fast jede Bewegung registrieren konnten, machten gleichzeitig in der Nähe ein paar zierliche Fische aus. Blitzschnell bewegten sich diese winzigen Geschöpfe in dem Wasser. Sie zeigten sich dem haarigen Cathar bloß für ein paar Minuten. Dann verschwanden sie wieder in recht tiefen Regionen des Sees. Dafür rauschte fast im selben Moment der Wind durch das Schilf am Ufer und stimmte eine friedliche Symphonie – vielleicht eine Hymne auf Ossus – an. Mike lauschte dem spontanem Konzert einen Augenblick. Nachdem er genug gehört hatte, fuhr er mit seinen Lektionen fort. Dabei waren seine Gesichtszüge völlig gelassen. Den Menschen konnte anscheinend fast nichts aus der Ruhe bringen.


[Die Jedi sind schon seit Jahrtausenden die Verteidiger der Demokratie, die Wächter des Friedens, Crado], erklang Mikes klare Stimme. [Darum ziehen wir jede gewaltlose Variante einem offenem Kampf vor. Befreie deinen Geist von Rache… dann erst kann die Heilung durch die helle Seite der Macht einsetzen. Vertraue dem Willen der Macht und du wirst in der Dunkelheit immer ein helles Licht an deiner Seite haben.]

[Mein tapferer Löwe… ], unterbrach die leise Stimme einer jungen Nautolanerin, die plötzlich vor Crados geistigem Auge erschien, die Ansprache. [… du schaffst das schon!]

Sprung. Mit einem Mal hatte sich das gesamte Szenario geändert. Die hügelige Landschaft auf dem friedlichen Planeten Ossus war staubigen, stickigen Räumen gewichen. In dieser äußerst trostlosen Umgebung dominierte die angsteinflößende Dunkelheit. Bloß an manchen Stellen flackerten einige Lichtquellen ganz schwach mit letzter Kraft. Die wenigen Anwesenden, die in dieser unbeständigen Dunkelheit ausharren mussten, waren von Hektik, Nervosität und Angst beherrscht. Durch mehrere Erschütterungen in der Nähe, wobei manchmal feiner Putz von der alten Decke rieselte, wurden ihre negativen Emotionen weiter geschürt. Ausschließlich im Flüsterton unterhielten sich die Gestalten, die sich in diesen Räumlichkeiten aufhielten. Dabei zischte man sich leise Befehle zu, während eine Handvoll der vermummten Anwesenden gleichzeitig Waffen austeilten. Danach leerte sich der recht große Raum allmählich. Parallel dazu kamen die Erschütterungen von Mal zu Mal näher.

Crado erinnerte sich. Er befand sich auf Ord Biniir – genau: Arius, der Hauptstadt. Er war Teil einer örtlichen Widerstandsbewegung – zusammen mit vier weiteren Jedi. Seit seinem Aufenthalt im sehr abgeschotteten Zeltlager auf Ossus waren mittlerweile einige Wochen vergangen. Allmählich folgte ihm die Erinnerung. Etwas abseits schaute sich der kräftige Cathar um. Gemeinsam mit den anderen Jedi war er vor einem imperialen Angriff in einem ehemaligen Museum untergetaucht. Die winzige Widerstandszelle hatte in diesem baufälligen Gebäude ihr Hauptquartier bezogen. Plötzlich tauchte Mike neben dem grübelndem Katzenwesen auf. Sanft legte der blonde Mensch seine warme Hand auf Crados Schulter. Schenkte ihm bei dieser freundschaftlichen Geste gleichzeitig etwas von seiner Kraft. Den ganzen Tag waren die Jedi vor ein paar mächtigen Sith geflüchtet und nun fühlte sich der Padawan völlig ausgelaugt.


[Die Macht ist für einen Jedi kein Werkzeug, Crado], hörte der haarige Cathar auf einmal die ruhige Stimme seines Mentors. [Sie ist unser ständiger Begleiter. Sie hilft uns, sollten wir verletzt sein. Sie nimmt uns auf, wenn wir sterben. Lass' dich von ihr durchströmen. Lass' dich von ihr leiten. Crado, du darfst keinerlei Angst verspüren. Die Macht hält schützend die Hand über dich...]

[Mein tapferer Löwe… ], erklang erneut eine sanfte Stimme und wieder tauchte das Bild der grünen Nautolanerin, deren Name unfassbar in seinem Gedächtnis herum schwebte, auf. [… du schaffst das schon!]

Sprung. Die staubigen ehemaligen Museumssäle waren plötzlich verschwunden. Dafür breitete sich nun bis zum endlosen Horizont ein blaues Meer aus. Schneeweiße Kronen besaßen die recht großen Wellen, die wieder und immer wieder stürmisch gegen die schroffe Brandung schlugen. Der Strand änderte sich ebenfalls bei jeder weiteren Bewegung des Wassers. Feine Körner wurden in das weite Meer gespült oder kamen wieder zurück an die salzige Luft, an die unzähligen Sandbänke von Mon Calamari. Im klaren Himmel versammelten sich, in der Nähe von den kleinen Inseln, an jedem Tag die vielen, sehr vielen Schwärme der Seevögel, um auf die Jagd zu gehen. Sie flogen rasch über die tiefblauen Wellen, die sich in gewaltiger Geschwindigkeit aufbauten. Hier zeigte sich die sehr bunte Vielseitigkeit der Natur.

Unter seinen Füßen spürte der Cathar auf einmal den warmen Sand. Das Salz stieg ihm äußerst tief in die breite Nase. Sein Blick war in den grenzenlosen Himmel gerichtet. Gewaltige Wolken zogen ganz gemächlich vom fernen Norden in Richtung Süden. Im Hintergrund rauschten mehrere, grüne Palmen. Außerdem konnte man von diesem Strand problemlos aus Foamwander City, eine der zwei großen Hauptstädte des Wasserplaneten, betrachten. Plötzlich war ein Knirschen zu hören und der haarige Padawan drehte sich sofort um. Jedi-Meister Utopio, ein gebrechlicher Kel'Dor, näherte sich Crado in seinem typischen Tempo – also: äußerst langsam. Die Maske funkelte in der Sonne, wobei sich der ältere Jedi nicht daran zu stören schien. Ruhig drehte sich das junge Katzenwesen um. Er konnte sehen, dass sich Mike, Skir und JK in der Zwischenzeit unter den Palmen aufhielten. Somit waren der Kel'Dor und der Cathar allein.


[Hier, Crado, kannst du den Frieden in all seiner Pracht sehen, den uns die Macht ohne eine einzige Gegenleistung schenkt], wandte sich der Kel'Dor mit seiner metallischen Stimme an ihn. [Man kann ihre gesamte Kraft sehen, ohne machtsensitiv zu sein. Sie hält unsere Galaxie, unsere Welten, sogar uns selbst zusammen. Du musst ihr vertrauen, wenn du deiner Seele Friede schenken willst. Trauer nicht um die Toten, welche bei Ord Biniir gefallen sind. Sie sind in der Macht aufgegangen. Heile deine Seele durch die Macht...]

[Mein tapferer Löwe… ], meldete sich wieder die zarte Stimme zu Wort und wieder zeigte sich vor seinem geistigen Auge das Bild einer Nautolanerin – dieses Mal klarer. [… du schaffst das schon!]

Sprung. Fix zog sich das Meer zurück und der Himmel verdunkelte sich mit einem Schlag. Nun war die helle, warme Sonne verschwunden. Den feinen Sand überdeckten unzählige dunkle Grashalme, die nun das Landschaftsbild prägten. Eine größere Stadt verdrängte das Bild von Foarmwander City und zeigte die Trostlosigkeit dieser Gegend. Finstere Wolken bevölkerten nun den Himmel. Hier auf diesem giftigen Planeten lebten dennoch einige Lebewesen. Man nannte diesen abgeschieden Planet in den Expansionsregionen schlicht „Dorin“. Hier lebten die Kel'Dor, welche als einige der wenigen Rassen in der ganzen Galaxie keinen Sauerstoff atmen konnten. Im Schatten der Vergessenheit hatte dieses arme Volk unter der imperialen Herrschaft in Isolation leben müssen. Dennoch hielten sich in diesem Fall die feindlichen Armeetruppen mit einer ständigen Besatzung zurück.

Im ersten Augenblick musste der Cathar nach Luft ringen. Panisch griff er nach einer Atemmaske in der unmittelbaren Nähe und stülpte sie rasch über sein Gesicht. Erst nach mehreren Minuten kam er endlich zur Ruhe. Sein Atem wurde gleichmäßiger. Hin und wieder schloss er die Augen. Nur ganz, ganz knapp war er dem Tod entronnen. Sein Atmen hatte sich durch die Maske verändert. In seinen feinen Ohren dröhnte das mechanische Geräusch, das einem antiken Blasebalg glich. Der Padawan lag in einem klapprigen Bett, in irgendeinem schäbigen Motel von Dor'shan. Zusammen mit seinem Mentor, mit Utopio, dessen Schüler Skir und dem Jedi-Ritter JK war er nach Dorin gekommen, um der Bevölkerung zu helfen. In seine eigenen Gedanken versunken sah er an die zerfledderte Decke, während er sich nicht mehr rührte.

Knarrend öffnete sich die Tür zu dem kleinen, schäbigen Zimmer. Gelassen traten Utopio und Mike herein. Ihnen folgte der anhängliche Skakoaner Skir sowie der zweite, jüngere Kel'Dor JK. Für den Cathar war der natürliche Anblick der Kel'Dor noch immer ungewohnt. Dafür mussten sein Mentor und er Atemmaske tragen, damit sie nicht binnen weniger Sekunden starben. Wirklich nur sehr kurz bedachte der blonde Jedi-Ritter seinen Schüler mit einem nachdenklichen Blick. Dann verschwand Mike, gemeinsam mit JK und Skir, im Nachbarzimmer. Erneut waren der alte Jedi-Meister und das junge Katzenwesen mit dem orangefarbene Fell allein in dem schäbigen Motelzimmer. Utopio ließ sich auf einem wackligen Stuhl neben dem schmalen Bett nieder. Danach ruhte der friedliche Blick des pazifistischem Jedi-Meisters auf ihm. Crado erwiderte den Blick.


[Die Macht achtet auf dich, Crado], sagte Utopio in ganz ruhigem Ton zu ihm. [Für dich ist Dorins Atmosphäre giftig, aber auch in diesem Fall lässt dich die Macht nicht einen einzigen Moment im Stich. Du kannst durch sie deinen Atem kontrollieren. Du kannst einen Augenblick problemlos in diesem Gift, das für mich der Odem des Lebens ist, überleben. Lasse dich nicht von einem Anflug an Panik überrennen. Konzentriere dich in solchen Momenten. Vertraue der Macht.]

[Mein tapferer Löwe… ], hörte er schon wieder die Stimme der Nautolanerin im Hintergrund, dabei trat ihr Name immer mehr in den Vordergrund – war aber immer noch unerreichbar für ihn. [… du schaffst das schon!]

Letzter Sprung. Die giftige Luft zog sich wieder zurück und ließ nun genügend Raum für ein klares, frisches Pendant. Parallel zu diesem plötzlichen Prozess tauschte das Szenario das schäbige Zimmer mit einem kleinen Hinterhof. Am Himmel zeigte sich wieder eine warme Sonne und weiße Wolken, die den weiten Himmel in großer Zahl bevölkerten. In dem kleinen Hinterhof konnte man die vielen Geräusche der umliegenden Fabriken hören. Lianna City hieß die Stadt, in der man eine Jedi-Basis in einem alten Fabrikgebäude eingerichtet hatte. Hier konnten sich alle Lebenwesen, die zu den Jedi wollten, ganz offiziell melden und bei bestandener Aufnahme eine Ausbildung beginnen. Dazu war nun eine Möglichkeit für die Ordensmitglieder geschaffen, welche vor einigen Jahren untergetaucht waren. Dazu konnte man Lianna als ein winziges, republikanisches Bollwerk bezeichnen.

Fassungslos fasste sich Crado an das verdutzte Gesicht. Die lebensnotwendige Atemmaske war auf einmal, ohne eine einzige Spur zu hinterlassen, verschwunden. Dafür konnte er nun den intensiven Blumenduft, der in dem Hinterhof herrschte, wahrnehmen. Er atmete ganz tief durch. Hier pulsierte die Macht. Eine echte Farbenpracht bot sich dem unerfahrenen Jedi-Ritter hinter den recht grauen, schlichten Wänden der spartanischen Basis. Ächzend ließ sich der zottelige Cathar auf dem grünen Gras nieder. Seine linke Schulter pochte plötzlich vor gleißendem Schmerz. Allmählich – Welle für Welle – ebbte das schreckliche Gefühl immer mehr ab. Er hatte beide Augen geschlossen und ließ sich einen kurzen Moment in die tieferen Ebenen seines Bewusstseins fallen. Auf einmal spürte der Jedi-Ritter eine fremde Präsenz in seiner Nähe. Sofort öffnete er die Augen und sah sich um. Eine junge, grünhäutige Nautolanerin stand ganz unerwartet vor ihm. Sie sah ihn mit ihren recht großen, schwarzen Augen an. Ein Lächeln war auf ihrem Gesicht.


[Mein tapferer Löwe… ], sagte sie ihm direkt ins Gesicht und grinste dabei. [… du schaffst das schon!]

[ Coruscant | tiefe Ebenen | ehemalige Garnison | Krankenzimmer | allein (bewusstlos) ]
 
[Coruscant – Imperial City – untere Ebenen – Silas (NPC) – Rika Vakarian]

Der Kopfgeldjäger ergriff ihre Hand und drückte sie, nicht zu fest doch sollte sie merken dass er kein Schwächling war. Er achtete stets auf diesen Eindruck, denn sein Körperpanzer überdeckte die Tatsache dass er ein wenig kleiner als der Durchschnitt war.

“Bist du dir sicher? Der Schuppen ist nicht gerade dafür bekannt die beste Gesellschaft zu bedienen.“

Doch die Frau die sich als Rika vorgestellt hatte stürmte bereits voran sodass Silas nichts anderes übrig blieb als mitzukommen. Schließlich wollte er seine neue Bekanntschaft nicht jetzt schon aus den Augen verlieren, er wollte ja schließlich dran bleiben.

“Jetzt warte doch!“

Sie war erstaunlich schnell für ein so zierliches Wesen. Der Kopfgeldjäger holte sie jedoch schließlich ein und hielt mit ihr Schritt. Es war nicht einfach durch die zahllose Masse an Wesen und Rassen zu hetzen und dabei nicht die zierliche Frau aus den Augen zu verlieren.
Schließlich verlangsamte Rika ihre Schritte und der Coruscanti konnte sich anpassen. Er versuchte flach zu atmen damit sie nicht bemerkte dass er ein wenig aus der Puste war. Kondition war wichtig, doch irgendwie konnte er sich damit nicht so recht anfreunden.

In der Schlange standen sie an und warteten darauf dass sie an der Reihe sein würden. Für ihn war es ein unangenehmes Gefühl, er mochte es nicht zu warten. Immer wieder wanderte sein Blick über die Menge, versuchte bekannte Gesichter zu finden und die Unbekannten einzuschätzen. Um seine Anspannung zu überspielen versuchte er eine Konversation zu führen.


“Kommst du von hierher? Also von Coruscant?“

Noch einmal streifte sein Blick den Ghand der immer wieder rüberschielte bevor er Rika in die Augen sah.

[Coruscant – Imperial City – untere Ebenen - Vor einer Disco – Silas (NPC) – Rika Vakarian]
 
- Coruscant - Innenstadt - Süd-Boulevard - Personen: Brius Coletraine, Haustier Kargara -
Brius entfernte sich vom Boulevard und ging zu den unteren Ebenen.
Dort angekommen ging er zu einer Diskothek, vor welcher er anstehen musste. Er stand direkt neben einem Mann in einer Rüstung. Dunkele Gestalten gröhlten unnd lachten lauthals über ihre Gräueltaten.
Brius rempelte versehntlich einen Rodianer an, welcher kurz darauf einen Blaster zog und auf Brius schoss. Er konnte jedoch schnell genug ausweichen und hinter einem Müllcontainer in Deckung gehen. Der bewaffnete Rodianer rief einige Kumpanen zu sich, welche sofort auf Brius schossen. der Mann in Rüstung bekam einen Streifschuss ab was ihn nicht weiter störte, weil die Rüstung den Schuss abhielt.

- Coruscant - Untere Ebenen - Vor einer Dikothek- Personen: Brius Coletraine, Haustier Kargara,Pandaemonium NPCs: bewaffnete Rodianer -
 
- Coruscant - untere Ebenen - Honeyhouse - Claire,Cris Chesara -

Das Aufwachen fühlte sich wie die böse Quittung einer durchzechten Nacht an. Doch Claire hatte keine alkoholgeschwängerte Partynacht zur Strecke gebracht. Ein imperialer Blaster hatte dies vermutlich erledigt oder irgendetwas anderes. Die Erinnerung an die letzten Eregnisse war einfach zu früh abgerissen. Noch bevor sie die Kraft fand die Augen zu öffnen übernahmen die anderen Sinne ihren Dienst, was sich als fürchterlicher erwies als die mögliche Blendung durch eine helle Lampe. Fürchterlicher Gestank überwältigte ihren Geruchssinn zeitgleich kam die Erkenntis das sie selbst die Quelle dieses Geruches war.

Cris, sie hörte Cris reden! Ein absolut guter Grund um die Augen jeglicher Gefahren zum trotz zu öffnen. Schnell gedacht machten ihr doch ihre Augenlieder, die sich schwer wie Blei anfühlten einen Strich durch die Rechnung. Nur mühsam begann die Frau von Mon Calamari zu blinzeln bevor sie wohl für ein paar Sekunden durch eine bloße Kopfbewegung wieder in Bewustlosigkeit versank. Zu lange allerdings scheinbar nicht denn als sie das zweite mal ins Reich der wachen Lebewesen zurückkehrte war die Szenerie immernoch die gleiche und immernoch war diese ihr sehr gut bekannte maskuline Stimme zu vernehmen.

Diesmal verlor sie keine Zeit, sie hatte lange genug untätig geruht (XD), es wurde Zeit wieder die Kontrolle zu übernehmen. Die Kontroll übernahme begann damit ihre Augen zu öffnen was mit rasendem Kopfschmerz belohnt wurde. Der Schmerz lies sich aber mit einigen kontrollierten Atemzügen bekämpfen. Dennoch dauerte es weitere Minuten bis sie es schaffte sich auf zu setzen, erst jetzt nahm sie ihre Umgebung, ein einfaches Fensterloses Zimmer war.

Ein Zimmer in dem sich zwei weitere Menschen aufhielten, den einen Menschen kannte sie mitlerweile so gut wie sie ihn in der kurzen Zeit nur kennen konnte, die Frau die sich mit Cris unterhielt kannte sie überhaupt nicht. Schloß aber aus der Körpersprache ihres Geliebten das sie keine Gefahr darstellte, im Gegenteil sie konnte sich nicht daran erinnern ihn jeh so viel Reden zu hören.

Reden...etwas das ihr momentan noch unmöglich war...also beschloss sie nicht zu stören und begab sich in den Schneidersitz und begann sachte zu kontrollieren ob ohr Körper noch intakt war. Das war er in der Tat sah man von der dicken Beule ab die sie unter ihrem Haar ertastete. Verdammt sie waren doch hoffentlich nicht die einzigen die aus der Hölle entkommen waren? Entkommen......wie waren sie eigentlich entkommen?

Claire konnte nicht umher zu schmunzeln....sie wusste nicht wie sie entkommen war aber das Cris damit etwas zu tun haben musste war mehr als sicher. Cris war eines dieser Extreme....ganz oder gar nicht....vermutlich hätte er sie noch aus der Schusslinie gebracht hätte er nur noch den eigenen Torso zur Verfügung gehabt.


- Coruscant - untere Ebenen - Honeyhouse - Claire,Cris Chesara -
 
Untere Ebenen - Honey House - Nebenraum – mit Jo

Sie war verzweifelt, tief verzweifelt und fühlte sich wie jemand, der nur versagt. Genau genommen stimmte dies sogar. Zumindest wenn es um ihre Beziehung mit Vorin ging hatte sie Versagt, denn jene Schuld trug sie allein. Sie war es gewesen, die sie zerstört hatte, sie allein. In ihrem Leben war so viel bisher geschehen, so viel falsch gelaufen, dass sie sich selbst dafür verantwortlich machen musste. Vielleicht nicht in allem, so aber in vielem. Da sie nun von neuem Versagt hatte, konnte sie ihre Liste vergrößern und doch war es nicht einmal gänzlich ihr Versagen bei der Prüfung, die so sehr mitnahm. Es war eine Mischung aus allem. Maras innerstes wankte. Sie hatte jetzt erst begonnen sich völlig zu festigen, zu erkennen, was ihr Leben bedeutet und dies alles erst nachdem sie versucht hatte ihrem Leben ein Ende zu setzen. Jetzt in diesem Moment befand sie sich erneut in einer Situation, aus der sie einen Ausweg finden musste, wenn sie nicht erneut instabil werden wollte.

Trotz all dieser Tatsachen, all diesen Feststellungen hatte sie für diesen Moment doch das Gefühl nicht weit entfernt von einem Zusammenbruch zu sein. Sie wusste mittlerweile wie es sich anfühlte und wenn sie nichts tat, sich nicht dagegen auflehnte, würde es geschehen. Dies wollte sie nicht, wollte sie auf keinen Fall, denn sie wollte kämpfen und sie würde kämpfen. Dies hatte sie sich geschworen nachdem Tom ihr das Leben gerettet hatte und sie hatte es ihm geschworen. Somit durfte sie diesen Schwur nicht brechen, denn wenn sie es doch tun würde, hätte sie endgültig versagt.

Ihre Meisterin setzte sich zu ihr, nahm sie in den Arm und drückte sie. Zärtlich strich sie ihr die Tränen aus dem Gesicht. Auch für die Blinde Jedi schien dies nicht einfach zu sein, denn auch sie musste sich ein gewisses Versagen einräumen auch wenn dies nicht zutraf. Sie erklärte dass dies kein Grund sei zu weinen. Jo gab sich die Schuld. Mara schüttelte leicht den Kopf bei diesen Worten. Was sollte dies heißen, notfalls musste sie ihre Meisterin noch ein wenig länger ertragen!? Dies war ja das Dümmste überhaupt.


„Es ist nicht deine Schuld Jo! Mich bedrückt weit mehr als durch die Prüfung gefallen zu sein, denn ich habe das Gefühl erneut versagt zu haben. Es scheint so als ob alles zusammen trieft. Sens Tod, meine Trennung mit Vorin, die mir mehr weh tut als alles andere überhaupt und nun auch noch dieses Versagen hier, weil ich nicht in der Lage war eine einfache Frage zu beantworten. Eine Frage, die wahrlich nicht schwer ist. Aber ich habe Angst, Angst zu versagen und genau deshalb habe ich wohl versagt.“

Sie seufzte leise und hörte dann aufmerksam den Worten ihre Meisterin zu, die fragte, ob Mara vielleicht schon einmal daran gedacht habe, dass die Prüfung noch nicht vorbei sei. Nein dies hatte sie in der Tat nicht und jetzt wo Jo es ihr erklärte fasste sie neuen Mut. Chesara musste einiges erkannte haben und somit war es nur richtig gewesen, dass sie Mara vorerst nicht befördert hatte. Wie auch, bei solcher Dummheit. Wie sollte ein Rat da anders handeln!? Vielleicht war es wirklich eine zweite Chance, die man ihr gab und jene wollte sie dann nutzen, wenn auch nicht mehr an dem heutigen Tag. Aufgeben!? Nein, dies würde sie nicht, denn auch damit würde sie ihren Schwur gegenüber Tom brechen und dies durfte sie nicht.


„Danke! Damit hast du mir etwas geholfen. Ich habe sich gern Jo und ich weiß, dass unsere Verbindung ein wenig gestört ist, so möchte ich dass du weißt, dass ich dich sehr liebe und dass du für mich so etwas wie eine Mutter bist.“

Sie sah ihre Meisterin an und legte ihr dann die Arme um den Hals. Dies war eine gewisse Offenbarung von ihrer Seite aus und sie hoffte, dass sie ihre Meisterin damit nicht überforderte.


„Ich wünsche mir nichts mehr, als das unsere Beziehung sich verbessert. Es fällt mir schwer mich zu öffnen ich denke dies ist mittlerweile klar.“

Untere Ebenen - Honey House - Nebenraum – mit Jo
 
[Coruscant / Vergnügungsviertel / auf den Straßen] zwei Widerstandskämpfer und sieben Soldaten der Neuen Republik

Es wunderte Aeonian, dass die Soldatengruppe, der er nun schon seit einiger Zeit folgte, so lange unbemerkt geblieben war. Aber offenbar wollten die Bewohner dieses Stadtviertels sie auch gar nicht sehen. Eine bewaffnete Gruppe bedeutete immer Ärger. Als die Truppe schließlich anhielt, wunderte sich Aeonian nicht schlecht. Hier in dieser "Straße" (mehrere hundert Meter über dem Erdboden, gab es eine ganze Menge, inklusiver vieler düsterer, misstrauisch dreinblickender Gestalten, aber kein sicheres Versteck. Der Anführer führte sie zunächst einmal in eine Seitengasse, weg von neugierigen Blicken. Einer der Soldaten richtete dann sein Gewehr auf einen Punkt, der etwa hundert Meter nordwärts die Straße hinauf lag. Aeonian dachte zuerst, er wollte wirklich das Feuer eröffnen, doch dann wurde ihm klar, dass der Mann nur den Visor der Waffe als Fernrohr benutzte. Anscheinend hatte er etwas erblickt, denn er fing an zu sprechen.

Das ist doch ein Freudenhaus. Bist du sicher, dass du dir die Koordinaten richtig gemerkt hast, Doc?

Ein Bordell? Na toll. Nicht dass er im allgemeinen etwas gegen solche Einrichtungen gehabt hätte - die Bewohner Coruscants durften ihre Frauen missbrauchen, soviel sie wollten, sofern sie die auf Trandosha in Ruhe ließen - aber unauffällig war auf jeden Fall etwas anderes. Die Soldaten waren jedenfalls zuversichtlich.

Sehen sauber aus. sagte einer von ihnen.

Die Truppe entschloss sich schließlich, das Haus zu inspizieren. Man wartete, bis die Straßen einigermaßen menschenleer war, was natürlich nur einige Sekunden andauern würde, und rannte dann auf den Stegen in Richtung Ziel. Aeonian hatte nicht geglaubt, dass sie den Haupteingang nehmen würden, und so war es auch nicht. Es war eher ein schmutziger Hintereingang, nur dass er eben nicht hinten lag.

[Coruscant / Vergnügungsviertel / vor dem Honey-House] zwei Widerstandskämpfer und sieben Soldaten der Neuen Republik
 
]Coruscant-System - Coruscant - Untere Ebene - Honey House - vor Nylias Zimmer - allein[

Bevor Jibrielle Nylias Zimmertür erreichen konnte, öffnete diese sich und die blonde Padawan kam ihr schon entgegen. Sie sah furchbar aus.

Jibrielle selbst hatte sich gerade noch schnell einer kurzen Morgenwäsche zugewendet und auch neue Sachen angezogen, wieder ganz auf Praktikabilität bedacht und geeignet fürs Training. Das Bactapflaster auf ihrer Oberschenkelwunde hatte sie gewechselt. Die Verbrennung hatte nur leichte Besserung gezeigt, doch schmerzte sie noch immer und Jibrielle befürchtete, dass es eine große Narbe geben würde. Angesichts der Tatsache, dass sie gestern gegen mehr als ein halbes Dutzend Kopfgeldjäger gekämpft hatte und noch nicht einmal dazu gekommen war, diese Sache zu durchdenken und alles noch einmal Revue passieren zu lassen, fühlte sie sich aber ziemlich gut. Was man Nylia sicher nicht sagen konnte.


Oh je, du siehst ja furchtbar aus …

entfuhr es der erschrockenen Jibrielle schlagartig, ehe sie sich daran hindern konnte. Daran schien sich die blonde Padawan allerdings wenig zu stören, hatte sie doch ganz offensichtlich andere Probleme. Sie hatte erneut die schmutzigen Sachen von gestern an. Unsicher schwankte sie von der einen Seite auf die andere, als konnte sie sich kaum noch auf den Beinen halt. Mit schwacher Stimme sprach sie.

Woher wusstest du, dass ich… Egal, guten Morgen erst einmal. Danke, dass du hier bist. Ich glaube, ich brauche einen Arzt. Ich habe Fieber bekommen.

Das konnte sie wohl laut sagen. Das hübsche Gesicht wurde von dunklen Augenringen verunstaltet, während der Rest der Haut leichenblass verfärbt war. Sie schwitzte sichtlich und als Jibrielle ihr sogleich eine Hand auf die Stirn legte, glaubte die Padawan beinah, auf eine Herdplatte zu fassen. Es blieb bloß nicht zu hoffen, dass die Temperatur zum Wasserkochen erreicht würde.

Oh Lia, du glühst ja!

keuchte Jibrielle und half Nylia aufrecht zu stehen, indem sie sie fest an den Schultern umklammerte. Also hatte ihre laienhafte Verarztung von letztrigen Abend überhaupt nichts gebracht. Na toll! Instinktiv folge Jibrielle ihrem verdacht und besah sich die Verletzung am Arm. Dort hatte das Bacta-Pflaster scheinbar überhauptnichts ausgerichtet. Die Rötung rund um die Einstichstelle hatte sie weiter ausgbreitet und zusätzlich zogen sich nun gruselige Linien überall um die Entzündung herum durch die Haut. Was um alles in der Welt geschah dort in ihrem Arm? Was sollte sie nur tun? Wo war Adrien bloß, wenn man ihn brauchte? Jetzt hätte er ihr helfen können, Hilfe aufzutreiben. Aber keine Panik, sagte sich Jibrielle.

Ich … ich weiß was. Wir gehen gleich zu Chesara. Komm!

sprach Jibrielle behutsam zu der kranken Nylia, nachdem sie eine Sekunde zuvor das Honey House nach ihrer Meisterin durchsucht und sie gefunden hatte. Chesara war wieder hier! Was für ein Glück! Für Nylia und für sie selbst. Sie hatte solche Angst um sie gehabt. Doch jetzt, jetzt wurde wirklich wieder alles gut. Nylia musste wieder gesund werden.

]Coruscant-System - Coruscant - Untere Ebene - Honey House - Flure – mit Nylia[
 
Coruscant - Oberste Ebenen - Raumhafen - Hangar - Janem, Vincent, Elaine


Janem lehnte mit seinen Armen auf einem Geländer und liess den Blick nach unten durch den Hangar gleiten, der zu Landebuchten führte. Bereits eine ganze Weile beobachtete er so das Chaos, da unten auf dem Durabeton-Boden welches die Flucht von Elaine und die Versuche seines Schülers sie wieder einzufangen angerichtet hatten.

Trotz dem ganzen Ärger war Janem hoch zufrieden wie sich das ganze entwickelt hatte. Elaine mochte es nicht gewollt haben, aber sie hatte in dem jungen Adepten einen Quantensprung ausgelöst. Janem konnte es fühlen wie der Zorn ihn durchströmte, wie seine Wut die dunkle Seite in ihm weckte. Und so hatte Janem ihn gewähren lassen. Jeder Misserfolg und jede Frechheit seitens seiner Beute hatte ihn stärker werden lassen und so spürte Janem ihn Vincent zum ersten Mal nur als mehr ein rudimentäres Glimmen der dunklen Seite.

Der Executer nahm die Hände von dem Geländer welches den Wartungsgang begrenzte der einmal um die Halle herumlief. Es hatte lang genug gedauert. Die mit der Macht verstärkte Stimme des Executer hallte durch den weitläufigen Hangar.


Das reicht jetzt.

Mit einem von der Macht verstärktem Salto katapultierte sich Janem nach unten und landete sicher auf dem 10 Mter tieferem Boden. Gemsessen Schrittes lief er dort hin wo sein Schüler und Elaine von den Wachen umzingelt waren. Als der Chiss die Gruppe erreicht hatte wandte er sich an den ranghöchsten Offizier.

Dies ist eine Anglegenheit der Sith und geht euch nicht das geringste an. Wenn ihr mir nicht gleuabt dann fragt bei den Resten eurer Hafenverwaltung an.

Die Reaktion des Mannes veriet Janem, dass er sehr genau wusste was vor kurzem in diesem Büro passiert war. Mit einem Wink strichen seine Männer die Waffen und entspannten sich sichtlich.

Gut. Ich und mein Schüler werden diese Frau nun an Bord Ihres Schiffes begleiten. Sorgen Sie dafür dass wir jederzeit starten können.

Damit entfernten sich die Wachen. Im Vorübergehen nahm Janem einem der Männer noch ein Paar Handschellen aus dem Gürtel und ging Damit zu Elaine hinüber.

Da ihr nicht vernünftig sein wollt, regeln wir das jetzt auf die altmodische Art.

Mit diesen Worten riss er Ihre Hände hoch und legte ihr die Fesseln um die Handgelenke.

Normalerweise weis jemand wie er sich in Gegenwart eines Sith zu benehmen hat aber in euch steckt noch zuviel eurer alten Persönlichkeit um euch angemessen zu benehmen.... Das konntet ihr noch nie.

Janem drehte die Frau um und sitess sie vorwärts. Er wollte hier weg ehe der Aufruhr noch größer wurde. Es gab mehr als einen Neider im Orden der Sith der ihm einen Fang wie diesen gerne wegschnappen wollte um sich beim Imperator ins Gespräch zu bringen. Vor allem jetzt, da so viele hochrangige Jedi auf der Fahndungsliste standen. Es war Zeit von hier zu verschwinden.

Vincent folgte Ihnen in einigem Abstand. Janem konnte spüren wie der Zorn in ihm noch anhielt. Aber es war jetzt wichtig das zu fokussieren was der junge erlebt hatte.

Nachdem die Gruppe die Wind erreicht hatte brachte Janem Elaine in den Passagierbereich. Die Fesseln liess er ihr angelegt.


Bewaffnet oder nicht, ihr könnt mir nicht entkommen. Seid froh, dass ich euch aus dem Dasein befreie und euch die Möglichkeit gebe den Dreck und den Schmutz der Gosse hinter euch zu lassen. Ihr könnt ein letztes Mal etwas größeres werden als euch bewusst ist.

Janem liess seine Gefangene alleine. Er musste jetzt mit seinenm Schüler reden. Vincent wartete im Cockpit auf seinen Meister. Janem legte ihm von hinten die Hand auf die Schulter.

Das in dem Hangar da draussen war sehr gut. Dein Zorn hat dich mächtig gemacht. Endlich haben sich die Tore zur Dunklen Seite für dich geöffnet. Halte dieses Gefühl fest. Denke immer daran was dir heute passiert ist. Daraus kannst du Kraft schöpfen und deinen Fokus in der Macht halten. Bald schon wird es dir gelingen sie zu kanalsieren und für dich arbeiten zu lassen.

Janem setzte sich neben seinen Schüler an die Kontrollen des Schiffes und leitete die Startvorbereitungen ein.

Ich werde deine Hilfe brauchen um zu Padme zu gelangen. Sie versteckt sich in Elaine. Dsa entscheidene wird sein zu erfahren warum.

Das Schiff hob sanft ab und startete in den sich verdunklenden Himmel von Coruscant. In Kürze würden sie den Orbit erreichen und Janem gab Weisungen das die Kron nach Bastion gebracht werden würde. Er wollte keinen Umstieg mehr riskieren.

Geh nach hinten und sieh nach ihr. Ich komme in wenigen Minten nach. Ich möchte ein altes Ritaul ausprobieren. Etwas, dass heute kaum mehr angewendet wird. Ich muss wissen wie verschüttet das Potential für die Macht in ihr ist.


Coruscant - Wind - auf dem Weg in den Orbit - Janem, Vincent, Elaine
 
- Coruscant - Untere Ebenen - Honey House - Nebenraum - Mit Cris und Claire-

In Captain Sheldons Stimme schwang Unmut mit, als er den Namen der Defender aussprach, was kein Wunder angesichts der soeben gesehehen Nachrichten war. Das Attentat auf einen politischen Imperialen hatte fünf Unschuldige mit in den Tod gerissen und ließ die Widerstandsgruppe damit, selbst in eigenen Reihen, als unnötig brutal oder moralisch verwerflich erscheinen. Doch so richtig konnte sich Chesara nichtauf die Worte ihres Gegenübers konzentrieren. Ihr Blick war noch immer auf den Holoprojektor gerichtet und verfolgte die Berichterstattung über les Grays Entführung. Sie hatte ihn zu nah an sich heran gelassen, dachte sie, sein Zustand berührte sie mehr als er sollte. Und die Defender... sie wussten, dass Chesara ihn kannte. Dennoch hatten sie sie nicht informiert. Jared Grant hatte genug Gelegenheiten gehabt und genug Zeit, um mit ihr zu sprechen. Sie waren zusammen durch den Schmutz der Kanalisation geflüchtet und hatten gemeinsam um ihre Leben gekämpft, und dennoch hatte er es nicht für notwendig efunden, mit ihr zu reden.

"Ja, ich kenne ihn."

Antwortete Chesara, doch mehr konnte sie nicht sagen. Mehr wollte sie nicht sagen. Sie hatte es geahnt, die ganze Zeit, und es dennoch immer wieder von sich geschoben: die Visionen der Macht, in denen sie Pierre tot gefunden hatte. Hatte sie ihn tatsächlich gefunden? Es waren wage Bilder und Eindrücke gewesen. Manchmal hatte er Schmerzen erlitten, dann wiederum nur still gelegen. Sie hatte sich gefragt, was die Macht ihr damit sagen wollte, hatte versucht die Botschaft zu lesen und sich weit über den Rand hinaus gewagt, den sie für moralisch korrekt hielt. Dann hatte sie sich von ihm distanziert, oder es zumindest versucht, bis er sie enttarnt hatte. Danach hatte sie nie wieder etwas von ihm gehört. Verraten hatte er sie nicht, andernfalls wären die Fahndungsfotos über sie schon viel früher veröffentlicht worden. Zum Schluss musste ihm doch etwas an ihr gelegen haben, was auch immer. Es war ihr von Anfang an schwer gefallen ihn einzuschätzen. Pierre les Gray war so undurchsichtig für sie wie kaum eine andere Person. Cris Sheldon dagegen ließ in diesem Augenblick keinen Zweifel daran, was er dachte.

"Die Widerstandsgruppen tun was sie können."

Verteidigte sie die heimischen Kämpfer, deren Methoden dem Agenten des Geheimdienstes vielleicht nicht gefallen mochten, die jedoch bisher immerhin mehr erreicht hatten als die Republik oder die Jedi selbst.

"Zivile Opfer sind etwas Furchtbares. Leider wird so gut wie jeder Krieg auf dem Rücken der Unschuldigen ausgetragen, so wie dieser. Dies ist ein Krieg, in dessen Wirren weder Sie noch ich erst seit gestern verfangen sind. Wir sind beide schuldig, Cris, Sie und ich und Sie sollten die Defender nicht verurteilen für das, was wir selbst tun: versuchen zu helfen und das Richtige zu tun."

Sagte sie, wandte ihren Blick noch einmal in Richtung des Holo-TV-Projektors und erhob sich dann.

"Ohne den örtlichen Widerstand stünden wir noch immer ganz am Anfang. Der gestrige Tag war eine Niederlage für uns: wir wurden verraten, zerstreut und sicherlich nicht wenige mussten mit ihrem Leben bezahlen, dennoch glaube ich, dass wir gut daran getan haben uns zusammen zu finden. Ich stehe nun in Kontakt zu einer Gruppe republikanischer Soldaten, dem Cortana Squad. Wenn wir alle zusammen stehen und unsere Stärken ausspielen, können wir hier noch mehr bewegen. Allerdings werde ich darüber nachdenken müssen kürzer zu treten."

Cheara machte ein nachdenkliches Gesicht. Sie hatte noch das Fahundungsbild aus den Nachrichten vor Augen.

"Das Imperium weiß jetzt, dass sich die Jedi begonnen haben einzumischen und sie wissen, dass ich hier bin - allen voran die Sith. Ich könnte eine Gefahr für den Widerstand sein, sollten sie gezielt nach mir suchen."

Dies war in der Tat ein schwerwiegender Faktor. Sowohl der fremde Sith aus der Lagerhalle, sowie die Schwester des verstorbenen Nereus Kratas kannten Chesaras Präsenz in der Macht. Sie musste sich kontinuierlich gut verborgen halten und durfte keine Fehler begehen. Alles andere konnte fatal für sie alle ausgehen. Augenblicklich wurde sie hier jedoch noch gebraucht, vor allem hatte sie etwas dringendes zu erledigen, das keinen weiteren Aufschub duldete. Sie wusste nicht, wie Pierre reagieren würde, wenn er sie sah, doch sie war sich sicher, dass Jared Grant alles andere als erfreut sein würde.

"Sie sollten nachsehen, ob Ihr altes Quartier noch für Sie reserviert ist."

Schlug Chesara dem Agenten vor. Es war schließilch nicht sein erster Aufenthalt im Honey House.

"Ich muss Sie vorerst wieder alleine lassen. Es gibt da einige Dinge, um die ich mich kümmern muss."

Seinen Wunsch, Grant und die Defender kennen zu lernen, ließ sie vorerst unkommentiert - besoners innig hatte dieser ohnehin nicht gewirkt. Sie verstand, dass die Bemühungen der Widerstandskämpfer auf einen Profi wie ihn dilettantisch wirken mussten, fand es jedoch unangebracht, sich aufgrund eines einzigen imperialen Nachrichtenberichts ein Urteil zu bilden. Genau das war es doch, was das Imperium im Volk erwirken wollte. Cris Sheldon sollte es eigentlich besser wissen.

"Erholen Sie sich noch etwas. Sobald es Ihnen und ihrer Kollegin besser geht, sollten wir uns vielleicht erneut unterhalten."

Schlug sie vor und ging zur Tür. Es war ihre Aufgabe heraus zu finden, inwiefern die Nachrichten über Pierre les Grays Entführung der Wahrheit entsprochen hatten und Jared Grant würde sich für diese Tat vor ihr verantworten müssen.

Chesara trat auf den Gang hinaus, schloss die Türe hinter sich und sah im nächsten Moment Jibrielle und Nylia um die Ecke kommen. Von Adrian, der Chesara zuvor schon kurz informiert hatte, wusste sie bereits, dass sie die Padawan wieder gefunden hatte, allerdings waren ihr noch keine Details bekannt. Etwas blass sah das junge Mädchen noch aus.


"Jibrielle, Nylia! Bin ich froh, euch zu sehen... Adrian hat mir schon gesagt, dass alles gut gegangen ist. Wie geht es euch denn? Ist bei dir alles in Ordnung, Nylia?"

Fragend sah Chesara eine nach der anderen an. Sie hatte keine Ahnung, was Nylia sich dabei gedacht hatte Tylaar auf eigene Faust zu suchen, aber die Hauptsache war, dass sie wieder iher war.


- Coruscant - Untere Ebenen - Honey House - Flure - Mit Jibrielle und Nylia -
 

->BS-Verschlüsselung<-
An: Jibrielle Dari
Von: Jace
Betreff: Hey

Hey,
kein Problem. Ich habe auch volles Programm, aber zumindest bin ich mittlerweile ein Problem schon mal losgeworden - nämlich besagte 'schwierige Passagierin'!

Ein anderes Problem ist dafür geblieben bzw. dazu gekommen. Ich habe nämlich einen weiteren Ex-Sith an Bord, vielleicht sagt dir der Name Exodus Wingston etwas? Der ist es auf jeden Fall. Ich komme mit ihm soweit eigentlich ganz gut klar, das Problem ist eher der Abgesandte des Widerstands, sie hält nicht besonders viel von ehemaligen Sith-Lords (und auch nicht von ehemaligen Imperialen) und dementsprechend gibt es hier ein paar Spannungen. Weil die Sith ja alle so böse Massenmörder sind und man ihnen nicht vertrauen könne und sie nicht mal ‚eben‘ wieder gut und werden und keinem Menschen mehr was tun…und so weiter und so fort…blablubb. Aber das bekomm ich schon hin. Kennst mich ja. ^^

Ich habe allerdings keine Ahnung, wann ich zurückkomme und wie viel Zeit ich dann habe. Aber mein nächstes Ziel wird vermutlich Coruscant sein und vielleicht laufen wir uns dann ja über den Weg.

Grüße,
Jace

PS: Wäre sie! :klugs

 
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