Coruscant

[Imperial City – Oberste Ebenen – Ruinen des Tempel' der Jedi – Gänge] – mit Ario

„Du wirst noch allzu gut wissen, wie viel sich die Bevölkerung dieser Galaxis tatsächlich über die Jedi und die Sith zusammen reimen kann. Tatsächliches Wissen ist nur wenigen vorbehalten und der Handel mit Artefakten unseres, oder des Jedi Ordens ist schon vor Jahrhunderten so gut wie versiegt.“

Beide Arme zu den Seiten ausgestreckt, wirkte er, als wolle der Inquisitor das sich darbietende Panorama umarmen, während er weiter sprach.

„Die Bevölkerung weiß nichts! Mythen, Legenden, Lügen, Übertreibungen der übelsten Sorte. Das ist der Stoff den der normale Bewohner dieser Galaxis vorgesetzt bekommt. Sicher, weder sind die sith noch die Jedi ein Geheimnis. Aber, was wird schon von offizieller Seite berichtet? Es waren Sith an der Eroberung der republikanischen Welt beteiligt? Ein Jedi hat sich als Heiler in den wirren nach einer Schlacht verdingt und zahlreichen das Leben bewahrt?“ Der Inquisitor schüttelte den Kopf und ließ seine Hände zum Gürtel seines Kampfanzuges wandern, drehte sich dabei zu seinem Schüler um. „Und fernab davon gibt es die übliche Propaganda, die dazu geführt hat, dass die Sith in manchen Teilen der Republik als ihre Kinder fressende Albtraumgestalten gelten, mit denen man Kindern Angst macht, damit sie ins Bett gehen, oder endlich gehorchen.

Beide Orden sind, was ihren Status angeht, angesehene Partner der jeweiligen Fraktion, aber darüber hinaus schottet man sich ab, wo es nur geht. Die Jedi fürchten das man das Wissen das sie angehäuft haben, in falschen Händen wieder finden könnte und wir, wir streiten uns um jeden einzelnen Fetzen Pergament.“


Allerdings wäre Nergal ehrlich enttäuscht gewesen, wenn es keinerlei Rangeleien innerhalb des Dunklen Ordens geben würde. Letztendlich hatten sie was das anging definitiv einen Ruf zu wahren.

„Und deshalb ist es von Bedeutung, die Jedi damit in Verbindung zu bringen. Zum einen, um ihnen etwas anzuhängen, zum andern um die Galaxis dazu zu bringen, zumindest etwas ihre Augen zu öffnen. Die Jedi bürsten sich als Verteidiger und Wahrer des Friedens, als Unterstützer der Schwachen und Hilfsbedürftigen. Was glaubst du, welche Wirkung es hätte wenn wir die beiden Apprentice die derzeit Tal'shia folgen als Jedi darstellen und öffentlich hinrichten würden?“ Ohne zu lange zu verweilen musste sich Nergal eingestehen, das dieser Gedanke reizvoll war. Ungemein reizvoll... denn er wusste sofort, wen er noch mit dazu stellen würde. Er sollte sich diese Idee im Hinterkopf behalten. Wenngleich er wusste das damit auch diverse Komplikationen einher gingen. „Ob sie sich dessen bewusst waren, was eine Unterstützung der Widerständler nach sich ziehen würde, oder ob sie tatsächlich so ignorant gewesen sind zu glauben, es würde keine Attentate und Bombenanschläge geben, kann ich dir nicht sagen. Es ist schlicht und einfach dienlich für unsere Zwecke.“

Einen Moment hielt er inne und betrachtete seinen Schüler für einige Sekunden. Und stellte etwas erstaunt fest, dass er nicht ansatzweise so jung aussah, wie er war. Nergal hätte es wohl auch nicht bemerkt, wenn er nicht der Macht fähig wäre, hatte deswegen aber keine Bedenken. Sonst hätte er ihn schlussendlich nicht zum Schüler erkoren. Ario schien sogar noch jünger zu sein als er damals, als er dem Orden beigetreten war.

„In dieser Situation ist es wichtig, zum einen das Imperium zu kennen. Und all die Wege in denen es seine Arbeit vollzieht und auf der anderen Seite die Republik und die Jedi, die sich Demokratie und Galaxisverbesserung auf die Flagge geschrieben haben. Denn zum einen sind die Jedi nur die Feinde der Sith, doch ihre eigene Definition und Argumentation ob ihrer Wirkungsweise bekommt durch die Ereignisse hier einen heftigen Bruch – in den Augen des normalen Bürgers. Und wenn sie sich schon mit Terroristen und Kriminellen zusammen tun, was kann da noch vor uns liegen?“

Ehe der Inquisitor noch etwas anfügen konnte, meldete sich der in seinen Kampfanzug am Unterarm integrierte Komlink. Einer der zahlreichen Statusberichte, die seit seiner Ankunft hier im Tempel immer wieder eingetroffen war. Doch dieses Mal entpuppte es sich als eine Nachricht, die ihn mehr interessierte, als die vorherigen. Weitaus mehr. Immerhin wurde ihm mitgeteilt das nun die letzte Gruppe an Sympathisanten eingetroffen war und sich derzeit etwa 376 Gefangene innerhalb des Tempels befanden. Ausgezeichnet! Schoss es ihm durch den Kopf und Nergal nahm es schlicht zur Kenntnis, dass man der Operation keine weiteren Mittel zugestehen würde und somit auch keine weiteren Gefangenen hier her transportiert werden konnten. Er schickte eine Bestätigung und das man mit den letzten Vorbereitungen beginnen konnte, während er sich darum kümmern würde, die noch ausstehenden Personen zu kontaktieren. Als erstes würde das Draconis sein. Dessen Beteiligung an dieser Sache allein Nergals Angelegenheit war. Um eine Rechtfertigung, oder Erklärung musste er sich als Inquisitor des Ordens allerdings nicht kümmern. Im Prinzip war dies ja bereits das, was an Erklärung ausreichte. Draconis hatte aus erster Hand mitbekommen, welche Verfehlungen sich die Inquisitorin, die vor ihnen auf Coruscant angekommen war, geleistet hatte.

Ein kleines Holotastenfeld baute sich auf und er verfasste eine Nachricht an den Sith Warrior. Teilte ihm mit das er sich alsbald im Tempel melden sollte, da er unter anderem auch etwas mit ihm zu besprechen hatte. Denn er gedachte eine gewisse Entscheidung nicht in seiner Hand zu lassen. Denn die war für seine Zwecke unerheblich... Es würde jene geben, die das anders sahen, aber letztendlich kümmerte ihn das wenig. Was verstanden sie schon von dem, was sich vor ihm ausbreitete und an was er arbeitete?


[Imperial City – Oberste Ebenen – Ruinen des Tempel' der Jedi – Gänge] – mit Ario
 
\\ Coruscant - Imperial City - Imperialer Verwaltungskomplex - Gänge - Marius Semeon Ortiz und Ria Okasa //

Keine Deportation? Die Gouverneurin schien nicht zu wissen, mit wem sie es da auf Plagen zu tun hatte. Es waren primitive Barbaren denen die Hutten einen Blaster in die Hand gedrückt und gezeigt hatten, wo sich der Abzug befand. Hier ging es nicht um freundliche, bilaterale Gespräche zur Beilegung eines Grenzkonfliktes nach den imperialen Bestimmungen von Abridon, nein, hier ging es um eine Gefahr die unterschätzt wurde.

“Natürlich Gouverneurin, ich werde das Treffen so schnell wie möglich arrangieren. Die Volkszählung wird ebenfalls vorbereitet. Ich werde den Auftrag an die empirische Kommission des Administratorum Regionatum weiterleiten.“

Eine kurze Notiz später, hatte er auch diesen Punkt seiner Liste noch zu erledigender Sachen hinzugefügt. Wie schnell die Führung dieser Einheimischen reagieren würde, könnte ein Indiz sein wie willkommen sie sein würden. Es würde sicherlich, zu seinem Bedauern, keine Jubelrufe geben. Obwohl jede imperiale Garnison nicht nur Arbeit, Prosperität und Frieden brachte, sahen sie viele als Mittel der Unterdrückung an. Dabei war es doch ein Mittel des Friedens. Jede Garnison erhöhte die Sicherheit eines Planeten ungemein. Ortiz konnte sich nicht vorstellen wie man nur der falschen Annahme unterliegen könnte, es wäre eine Qual eine imperiale Garnison auf seinem Planeten zu wissen.

Der nächste Punkt verstimmte den Legaten kurz, unterdrückte jedoch nach Kräften eine Äußerung dieser Verstimmung. Es wäre schlicht weg unprofessionell gewesen. Etwas was er sich nicht erlauben wollte. Hier ging es nicht um persönliche Ansichten, sondern um den Erfolg des Auftrages


“Auch die Klatooinianer von Plagen sind den Hutt ergeben und loyal. Es liegt in ihrer Kultur. Sie verehren die Hutts als götterähnliche Kreaturen. Ihre gesamte Kultur dreht sich um den „Brunnen der altehrwürdigen Hutts“. Eine Formation die sie bereits seit Jahrtausenden verehren. Dieser Brunnen stellt die Personalunion zwischen Hutten und Klatooinanern dar. Sie versklavten sich damit praktisch selbst den Hutten gegenüber freiwillig unter dem Banner ihres Glaubens.“

Er hatte dieses Thema in „alter Rechtsgeschichte“ angeschnitten. Es war ein archaischer und primitiver Glauben, den die Hutten ausnutzten und förderten. Unzählige dieser Kreaturen waren in diesem Glauben gestorben und hatten nicht mal eine Ehrung durch die Hutten erfahren. Wie ähnlich dieses Verhältnis zum imperialen Bürger und ihrem Imperator stand, fiel dem Legaten nicht auf. Er war dem Thron gegenüber treu und zweifelte nicht dessen Autorität ein, schließlich war der Imperator kein Gott oder ähnlich absurdes. Die Macht hatte in seiner Überzeugung zwar eine ziemlich unglaubwürdigen Stellenwert, doch war sicher hinter diesen Tricks etwas tiefgründigeres was er weder verstehen wollte noch brauchte. Er hatte das Gesetz und seine Bestimmungen auf seiner Weise und diese waren mächtiger als jeder der diese Macht nutzte. Das Gesetz stand über den Dingen, auch über den Klatooinianern und ihren Bräuchen, da das Imperium die zentrale Macht war und die legitime Gewalt auf Plagen ausübte.

“Verstehen sie mich nicht falsch Gouverneurin, das sind lediglich Mittel um eine friedliche Kolonisierung zu gewährleisten. Wenn die Klatooinianer sich nicht den Hutten verschrieben hätten, bestände kein Anlass zum Handeln. Es würde uns sicherlich Ressourcen sparen, die wir anderweitig einsetzen könnten. Doch das Imperium duldet keine Fremdherrschaft in ihrem eigenen Territorium. Die Hutten würden Macht auf die Klatooinianer und damit irgendwann auch auf uns ausüben. Die Ausmaße eines solchen Zustandes, wären katastrophal.“

Anscheinend unterlag die Gouverneurin der Annahme er würde andere Arten von Haus aus misstrauen und anfeinden. Hatte er sich falsch verhalten? Kurz überdachte er seine bisherigen Worte und seine Bewegungen, er versuchte sich sogar an falsch interpretierbare Mimiken zu erinnern, doch er fand nichts. Er kannte womöglich nicht viele Spezies, doch war er kein Rassist. Die Chikarri zum Beispiel würde er mit offenen Armen in den imperialen, treu sorgenden Schoß empfangen. Sie würden sicherlich eifrige Arbeiter sein, so wie es sein musste. Ortiz überlegte. Sie mussten der Gefahr anders Herr werden. Die größte Gefahr ging von der klatooinianischen Handelsgilde aus. Sie war das Epizentrum der Gefahr und Bedrohung für ihren Auftrag.

“Wenn eine Deportation der Klatooinianer ausscheidet, muss eine andere Lösung gefunden werden, Gouverneurin. Bei allem nötigen Respekt, sie dürfen diese Gefahr nicht unterschätzen. Wir werden sicherlich nicht umsonst nach Plagen geschickt. Der Einfluss der Handelsgilde wird immer größer. Wir können uns keinen huttisch-gesinnten Planeten im imperialen Raum leisten.“

Der Holoprojektor zeigte noch immer ein demographischen Kuchen der die Bbevölkerungsanteile in Rassen unterteilt zeigte, und mit einer Schraffierung die Anteile der Bevölkerung zeigte, die der Handelsgilde angehörten.

“Die einzige andere Möglichkeit, sofern sie nicht einen Vorschlag haben, Gouverneurin, wäre eine Enteignung der Besitztümer der klatooinianischen Handelsgilde. So könnten wir zumindest ihre direkte Macht zerstreuen, allerdings müssten wir Maßnahmen ergreifen um eine Fortführung des Postens im Untergrund zu verhindern.“

Andere Möglichkeiten fielen dem Legaten nicht ein. Sie konnten nur eine begrenzte Anzahl an Gütern mitnehmen. Auch die Garnison würde nur die normale Standartanzahl an Soldaten und Militärmaschinerie mit sich bringen können. Es würde ein logistischer Albtraum mit vielen Zulassungen und Anträgen werden, wenn sie mehr brauchen würden. Er hoffte, dass seine Vorgesetzte endlich zur Besinnung kam und die Gefahr erkannte. Er wunderte sich, wieso sie sich so dagegen wehrte die Klatooinianer einfach rauszuwerfen. Zurück auf ihre Welt, wo sie hingehörten.


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(Cloé Raquelle Cortina)

- Coruscant – City – Restaurant „Victorias“ - Mit Exodus -

Eigentlich war es eine Schande, dass sie sich selbst verbot, mehr von dem Wein zu trinken, obwohl er wirklich gut schmeckte. Aber sie war nicht zu ihrem eigenen Vergnügen hier und durfte Noas Date nicht zu ihrem machen. Sie selbst befand sich in einer glücklichen Beziehung. Sie war mit Jesper zusammen, den sie liebte und den sie für keinen Mann der Galaxis getauscht hätte. Dieses Date mit Exodus Wingston hatte begonnen ihr Spaß zu machen und bedeutete eine nette Abwechslung, doch Cloé vergaß nicht, für wen sie dies tat und dass sie in ein paar Stunden wieder nach Hause und in ihre eigene Haut zurück kehren würde, nachdem sie, wenn weiterhin alles nach Plan verlief, Noa geholfen hatte, die Stimmung zwischen ihr und Exodus weiter anzuheizen. Trotzdem war es ärgerlich, dass Noa nicht oft Wein trank und Cloé nun auch darauf verzichten musste. Was trank man sonst beim Essen? Wasser, was sonst.

„Ich wäre mit einem Wasser durchaus sehr zufrieden.“

Antwortete Cloé, als Exodus sie fragte, was er ihr anbieten konnte, fügte der Vollständigkeit halber aber noch hinzu:

„Ansonsten trinke ich hin und wieder ganz gerne mal ein Glas Bier... Ich weiß, viele Männer finden das an Frauen eher abstoßend.“

Dieser Meinung konnte sie sich eigentlich nur anschließen. Cloé rümpfte ein wenig die Nase.

„Aber ich mag den Geschmack... schätze ich.“

Peinlich berührt lächelte sie. Es war gar nicht so einfach, etwas als positiv zu verkaufen, wenn man es selbst in Wahrheit gar nicht mochte. Herrje, am besten hätte sie gar nichts sagen sollen. Wenn er jetzt angewidert war, konnte sie das durchaus verstehen. Verärgert darüber, dass sie nicht den Mund gehalten hatte, machte sich Cloé eine gedankliche Notiz: authentisch zu sein bedeutete nicht, direkt mit allen negativen Eigenschaften und Vorlieben heraus zu platzen. Beim ersten Date zeigte man grundsätzlich nur seine Schokoladenseite – also zurück zu den Themen, die sie besser beherrschte.

„Ich habe Sie einen Widerling genannt?“

Bei dieser Offenbarung hinsichtlich Noas Beleidigungen kam Cloé nicht umhin, zu lachen. Manchmal war ihre Schwester, wenn auch ungewollt, ziemlich lustig. Gespielt bestürzt hielt sie sich eine Hand vor den Mund.

„Was hat mich da nur geritten?“

Fragte sie schelmisch, sich der Zweideutigkeit dieser Aussage durchaus bewusst. Dass Exodus mit ihr flirtete, war inzwischen nicht mehr zu verkennen und sie war absolut bereit, darauf einzugehen. Je stärker sie vorbaute, desto leichter hatte Noa es später. Dabei war Noa selbst eigentlich auch ziemlich gut in diesen Dingen, sie musste nur erst einmal bis zu diesem Punkt gelangen und das war meistens der für sie kritischste Part. Als Exodus Cloé ein weiteres Kompliment zu ihrem Lächeln machte, konnte sie jedenfalls nicht umhin, ihm dieses ein weiteres Mal zu zeigen.

„Wie es aussieht tun Sie heute Abend ja auch einiges dafür, dieses Lächeln für sich zu gewinnen, Mr. Vizepräsident.“

Betonte sie, sah ihm kurz in die Augen, nahm noch einmal ihr Weinglas in die Hand und trank dann den letzten Schluck, den sie sich bis dahin aufgespart hatte.

„Übrigens haben Sie mir meine Frage noch nicht beantwortet. Ich hatte Sie gefragt, ob Sie öfter zum Essen hierher kommen, auch wenn ich eigentlich schon längst davon ausgehe, wenn man danach geht, was Sie heute hier schon alles bewirkt haben.“

- Coruscant – City – Restaurant „Victorias“ - Mit Exodus -
 
Imperial City – Oberste Ebenen – Unterhaltungsviertel – Lounge 'Vivid' Telisha mit ihren Kollegen: Sarkis, Kellon, Aixla, Profos, Laroi(Aixlas Mann), Nermani(Bekannte von Aixla), Kiolios(Bekannter von Sarkis)

„Man sollte also meinen, dass ich mir durchaus etwas mehr erlauben dürfte. Vor allem wenn man bedenkt das der eigentliche Bericht viel neutraler gewesen wäre. Und wer will heute schon neutrale Berichte? Abgesehen von Narges?“

Sie hätte voraussagen können, das Sarkis an dem Punkt stoppen würde, denn er merkte mal wieder, dass er sich zu Nah am Rande einer Äußerung bewegte, die ihm jemand mit Sicherheit übel nehmen konnte. Im Gegensatz zu dem recht draufgängerischen Sarkis waren Aixla und Profos recht gutgestellt mit Narges – einem ihrer Vorgesetzen Nachrichtensprecher. Ein offenes, langjähriges KOMENOR Mitglied. Sich mit ihm anzulegen, war so gut wie 'Rebell' auf der Stirn tätowiert zu haben und mal eben so für die HoloNews arbeiten zu wollen. Während ihre Audiofilter und zugeschalteten Kapazitäten damit beschäftigt waren die Hintergrundgeräusche auszublenden und auf nützliches zu filtern, war sie in der Runde, die sich so nun ein paar Stunden nach dem Abendessen im Vivid eingefunden hatte, durchaus eingebunden.

„Das hängt davon ab über was berichtet wird. Nur weil wir auf Coruscant leben und mit Rebellen und Terroristen konfrontiert werden, heißt das ja nicht, dass wir auch diese Darbietung der Hapaner unter eben jenem Aspekt sehen müssen.“

Sie war sich durchaus bewusst, dass es sich dabei um Hapaner gehandelt hatte. Neutrale. Ihre Programmmodifizierung durch den Geheimdienst hatte ihr eine gewisse Abneigung gegenüber allem was nicht Teil des Imperiums war eingebracht. Allerdings besaß sie darüber hinaus nur das Wissen um Ethik, nicht aber einen Blocker, sodass sie sich in keine Krise katapultiert sah, wenn sie mit Personen konform ging, die nicht imperiale Ansichten vertraten. Offiziell war sie Telisha Lee Evigan, die junge, aufstrebende Angestellte bei Galactic Empire News. Und sie war wissbegierig, loyal, aber eher im Mittelfeld angesiedelt. Sie duldete Nichtmenschen zwar, mochte sie aber nicht. Erkannte aber nicht wie andere hinter jeder nichtmenschlichen Haut einen potenziellen Feind. Sie wusste das die Meinungen innerhalb des Senders stark variierten. Vor allem in der Redaktionsebene, aus der die Berichte kamen. Das war jedoch gewollt. Zum einen ergab sich dadurch kein einheitlicher Berichterstattungsbrei und zum anderen sorgte es dafür, das die Arbeitsmethodiken der einzelnen Angestellten individuell und immer auf ein bestimmtes Ziel hinauslaufen waren. Entsprechend dieser Dinge wurden die einzelnen Mitarbeiter in ihrer ersten Phase des Öfteren versetzt, bis sie den Platz erreicht hatten, an dem sie das meiste leisten konnten. Telisha war vergleichsweise lange an ihrem Arbeitsplatz geblieben. Man munkelte hier und da bereits, dass sie in naher Zukunft wohl abschied nehmen musste, von ihrem momentanen Umfeld. Telisha wusste das sie nicht versetzt würde. Nicht ohne vorher informiert zu werden. Aylen würde sich bei ihr melden und ihr neue Missionsparameter mitteilen. Und sobald diese Nachricht des Chief Agent bei ihr eintraf, dann würde sie versetzt.

Die Unterhaltung hatte sich mittlerweile bereits ein Stück weiter bewegt. Sarkis, der etwas radikaler veranlagt war, hatte nach Telishas Beitrag die ihr zustimmende Meinung von Aixlas Freundin einer groß gewachsenen Blondine, brav geschluckt. Es war eindeutig das der Mensch rein äußerlich von jener Frau vereinnahmt war. Die jedes Mal, wenngleich marginal erkennbaren Veränderungen in seinem Verhalten, verrieten Telisha sehr viel.


„Das mag ja sein. Natürlich... aber wir sollten eben nicht vergessen, dass es sich dabei um eine hapanische Darstellung gehandelt hat. Hapaner, die bekanntlich schön ihre Hände aus dem Krieg heraus halten und munter vor sich hin summend neutral bleiben.“

Setzte der Mann von Denon erneut dazu an, das Thema in Gang zu halten. Allgemein in der runde herrschte keine Abneigung gegen das Gesprächsthema, da sie die Reaktionen von Narges schon seit heute Vormittag immer wieder beeinflusst hatten. Zumindest Sarkis und Aixla waren da leicht in Meinungsverschiedenheiten geraten. Als die beiden begannen, nun nicht mehr im überwachten Arbeitsumfeld schon wieder zu diskutieren, schlugen sie eine etwas nachdrücklichere Art ein.

„Ihr wisst, das Moff Veran, Moff Barnip und Gouverneur Kraym I. Sowie einer der Sith bei dieser Vorstellung waren? Was würden die wohl von deinen Reden hier halten Sarkis, hm?“

Telisha schmunzelte leicht, gerade genug um erkennen zu lassen, dass sie sich hier in schlichtender Natur bewegte und keine größeren Flammen entfachen wollte. Rivalität war akzeptabel, aber Feindschaft führte darüber hinaus zu einer Fokussierung auf seinen Opponenten, sodass andere Dinge aus dem Blickfeld gestrichen werden mussten. Und auch wenn sie in informationsbeschaffender Natur unterwegs war, war sie nicht gewillt eine imperiale Institution völlig an sich vorbei ziehen zu lassen. Sarkis und Aixla würden dem Imperium weitaus hilfreicher und sinnvoller dienen, wenn sie sich nicht in einem Konflikt verstrickten. Würde der nämlich jetzt entfachen, dann standen die Chancen 1,73 zu 3781,21, dass Aixla diese Sache vergessen würde und mit Sarkis wieder normal umging. Denn der Konflikt war noch vorhanden. Coruscant nicht befreit von allen Terroristen.

Die Erwähnung des Sith hätte sie sich jedoch sparen können, denn allein die Tatsache das beide Moffs sich dort befunden hatten, sollte Sarkis klar machen, dass man sich wegen ein paar hapanischen Künstlern keine Gedanken machen sollte. Profos schluckte ungemütlich und hatte für einen Augenblick seinen angsterfüllten Blick auf ihr liegen und wenn sie es nicht besser wüsste, würde sie schwören er hätte durch ihre künstliche Haut gesehen und erkannt, dass sie nur ein synthetischer Mensch war. Sith auch nur in seiner Nähe zu erwähnen war keine gute Idee. Angeblich hatte er die Ankunft, oder den Besuch eines Sith beim Gouverneur irgendwie mitbekommen. Genau wusste das die Agentin des Sektor Auris nicht mehr. Aber seit mehreren Tagen war er betreffend der Sith sehr empfindsam. Morgen würde sie für etwa anderthalb Stunden allein mit ihm sein, da alle anderen mit diversen Projekten beschäftigt sein würden. Genau diesen Moment hatte Telisha angepeilt um mehr zu erfahren, was da mit ihm und den Sith los war. Zwar gab es das Sprichwort „Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.“ das viele immer wieder benutzen, aber wenn das ein Angehöriger des Geheimdienstes benutzte, klang das nur falsch. Vertrauen gab es nicht. Aber Kontrolle war besser.

Letztendlich gab es also kein Ergebnis und die Runde zerstreute sich, nachdem sie nunmehr bereits drei Stunden im Vivid verbracht hatten. Telisha nutzte die Gelegenheit der auflösenden Gruppe und machte sich mit Aixla, ihrem Mann und Nermani auf den Heimweg. Wenige Minuten von Aixlas Wohnung änderte dann sie die Richtung und stieg in eines der am Promenadenrand wartenden Gleitertaxis. Zu Hause angekommen erwartete sie eine blinkende Komstation. Die Tür war mit automatisierten Griffen verriegelt und die Sektor Auris Agentin stand innerhalb einer Minute an der Station. Sie aktivierte sie und horchte auf.


„Sie haben: Eine neue Nachricht. Absender: Lynae Arsion.“

Milde Überraschung spiegelte sich auf ihrem Gesicht wieder und mit etwas, das wie ein genervter Laut klang, richtete sie sich nun darauf ein, wieder alleine zu sein. Ihr Körper stellte seine Atemfunktion ein und die Gefühlsdarstellendenroutinen wanderten in den Stand-by Modus. Völlig ausdruckslos und ohne jede Regung beugte sich Telisha über die Nachricht, die sich als ein Lied herausstellte. Sie hörte es sich bis zum Ende an, löschte die Nachricht und startete dann die Aufzeichnung die ihre internen Systeme gemacht hatten. 12 Sekunden später war das Coderaster darüber gelaufen und das eigentliche Lied stark reduziert auf einige Buchstaben die nur wenige Worte ergaben. Versetzung Außendienst GEN. Priorität Muunilinst. Bereithalten, Kontakt. Der morgige Tag würde einige Überraschungen bereithalten... mehr oder weniger. Für Telisha war mit der Nachricht alles gesagt, was gesagt werden musste. Still und ohne Regung packte die menschlich aussehende Droidin eine Tasche und loggte sich ins HoloWeb ein.

Imperial City – Oberste Ebenen – Appartement Komplex – Telishas Wohnung Telisha
 
[ Coruscant – City – Obere Ebenen –Restaurant „Victorias“ | Exodus und Noa (Cloé) ]

Machte sie langsam wirklich an ihn ran oder bildete er sich das nur ein? Was sie denn da geritten habe, fragte sie schelmisch und Exodus haderte mit einer Antwort. „Ich zumindest nicht“, lag ihm auf den Lippen und dachte an Chorios. Noa hatte viel Zeit mit dem Piloten verbracht. Einen Kommentar in diese Richtung verkniff er sich dann aber doch. Stattdessen grinste er verschwörerisch, während er nachdenklich die Augen zusammenkniff.

„War das jetzt schon eine Entschuldigung? Für mich klang es noch nicht ganz danach.“

Diese dominante Tour schien ihr zu gefallen – und ihm ebenfalls. Na gut, vor allem ihm gefiel diese Schiene.

„Also?“

forderte er mit gespielter Strenge und hochgezogenen Augenbrauen.
Dominanz hin oder her, ihrem Wunsch nach einem Bier wollte er natürlich dennoch nachkommen. Er hatte nichts gegen ein kühles Bier, ganz und gar nicht. Das würde die Stimmung zwischen ihnen nur noch schneller lockern. Ein Glück, dass er das Restaurant komplett gemietet hatte, so wären sie im Zweifelsfall auch auf der Toilette ungestört – oder: etwas romantischer – auf der Dachterrasse. In ihren Tisch war ein kleiner Kommunikator eingelassen, der ihm direkten Kontakt zur Küche ermöglichte. Exodus drückte den Aktivator und nach einem kurzen Knacken meldete sich Kamil, der Chefkellner des „Victorias“.


„Ja, Sir?“

„Kamil, wir möchten gleich bestellen. Außerdem habe ich noch eine weitere Bitte. Könnten Sie uns eine Auswahl der besten Biere bringen, die Sie haben?“

„Natürlich, Sir. Ich bin gleich bei Ihnen.“

„Danke.“

Jetzt sah er wieder Noa an und äußerte sich endlich zur ihrem Getränkewunsch.

„Bier also … das ist wirklich nicht ganz gewöhnlich. Aber ich mag ungewöhnliche Frauen.“

Erklärte er sinnierend und deutete ein Lächeln an. Wenn er sie die ganze Zeit nur angrinste würde sie entweder denken, er wäre ein Idiot oder gleich verliebt in sie. Und beides traf nicht zu.

„Außerdem mag ich selbst gerne mal ein kühles Bier. Nach dem Feierabend zum Beispiel. In Anwesenheit von Damen komme ich zwar eher selten dazu – aber wie gesagt: Ich mag es gerne ungewöhnlich.“

Noa wollte die Gelegenheit ihn spielerisch zu tadeln aber offenbar auch nicht verstreichen lassen und wies ihn darauf hin, dass er ihr noch eine Antwort schuldig war: Ob er häufig hier essen ging. So schnell konnte eine harmlose Small-Talk-Frage zum kokettierenden Spiel werden.

„Jetzt haben Sie mich erwischt. Ja, ich gehe wirklich gerne hier hin. Aber natürlich miete ich da nicht jedes Mal das komplette Restaurant.“

Unwillkürlich dachte Exodus an seinen letzten Besuch hier. Da hatte ihm eine andere Frau gegenüber gesessen: Yuna. Für einen Moment lief ein Schatten über sein Gesicht. Dann fing er sich wieder, lächelte Noa an und schloss mit den Worten:

„Das mache ich nur bei besonderen Gelegenheiten … oder Frauen.“

[ Coruscant – City – Obere Ebenen –Restaurant „Victorias“ | Exodus und Noa (Cloé) ]
 
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[Coruscant | Imperial City | Raumhafen | Frachtschiff ›Silver Starlet‹] Chiffith, Darth Draconis; drei Kontrolleure (NPCs)

Auch die Drohgebärden halfen nichts. Miller befahl seinen Leuten, vorzurücken, notfalls unter Anwendung von Gewalt. Was das bedeutete, konnte Chiffith sofort erkennen. Die weibliche Begleiterin des Kontrolleurs, die wesentlich beherzter wirkte als ihr männlicher Kollege, riss sofort die Waffe an die Wange und drückte ab. Nur seinen - in den Dschungeln von Florn entwickelten und bei unzähligten Jagden geschulten - Reflexen verdankte er es, dass die blau gleißende Entladung ihn verfehlte. Hier einfach stehen zu bleiben (sofern man von stehen sprechen konnte, es war mehr eine Art Kauern), war wahnsinn, so viel war klar. Da er sich bereits gegen Flucht und Kapitulation entschieden hatte, blieb dem Lamproid nur noch der Kampf. Aber das hieß nicht, dass er einfach nach vorne preschen musste. Wenn sie ihn wollten, dann sollten sie ihn holen!

Dicht am Boden, um ein möglichst kleines Ziel darzustellen, huschte er tiefer in das Schiff. Das breite Tor zum Frachtraum verschloss er hinter sich. Zwar wusste er nicht wie man es einbruchssicher verriegelte, aber das war unbedeutend; es genügte ihm, wenn man ihn einige Sekunden nicht sah, so dass er eine Falle stellen konnte.

Seine Reisen hatten ihn gelehrt, dass die Menschen - obwohl es alltäglich für sie war, mit technischen Hilfsmitteln durch die Luft und das All zu fliegen - üblicherweise nur in zwei Dimensionen dachten. Was über und unter ihnen passierte, nahmen sie kaum wahr, es sei denn, sie hatten einen konkreten Grund dazu. Er war felsenfest davon überzeugt, dass die Bewaffneten zuerst in alle Winkel des Frachtraumes blicken würden, bevor sie auf die Idee kamen, die Decke genauer zu betrachten. Hier verliefen mehrere Rohre und dicke Kabelstränge. Manche von ihnen waren farbig, die meisten aber grau, und sie lagen in diffusem Licht und warfen tiefe Schatten in ihre Zwischenräume. Das war der perfekte Ort für einen Hinterhalt!

In einer ruckartigen Bewegung vollführte Chiffith eine Art Sprung, indem er seinen Vorderleib mit dem Schwanz nach oben stemmte. Er war beinahe fünf Meter lang, das war deutlich mehr, als die Raumhöhe betrug. Binnen zwei oder drei Sekunden war sein schmaler, schlangenförmiger Leib Teil des Leitungssystems geworden. Auch den verdickten Mittelteil, in dem sich viele innere Organe befanden und aus dem seine sechs Gliedmaßen entsprangen, hatte er zwischen die Rohre gezwängt. Die Falle war gestellt. Wenn sie den Raum betraten, konnte er sie aus einer unerwarteten Richtung angreifen, mit dem Überraschungsmoment auf seiner Seite. Damit waren die Karten neu gemischt. Zumindest fürs erste, denn wo diese drei Kontrolleure herkamen, mochte es noch Tausende geben. Aber das bekümmerte den Lamproid im Augenblick nicht. Es genügte ihm, vorläufig wieder der Jäger zu sein anstatt der Beute, und in ihm keimte das triumphale Hochgefühl auf, das er stets verspürte, wenn er ein ahnungsloses Opfer in eine tödliche Falle laufen sah.

Er musste nicht lange warten, bis die Tür zum Frachtraum sich öffnete. Doch weder Miller noch einer seiner Schergen stand im Eingang. Es handelte sich um einen Humanoiden von mittlerer Größe und schmaler Statur, der weite, dunkle Kleider trug. Ein weiterer Feind? Hatten die Kontrolleure bereits Verstärkung bekommen?

Ehe er diesen Gedanken zu Ende bringen konnte, richtete der Mann seinen Blick auf ihn. Chiffiths Versteck war hervorragend, dessen war er sich absolut sicher. Doch dieser Kerl hatte ihn mühelos entdeckt - so als hätte er mit Sicherheit gewusst, dass er sich hier befand.

Als der Blick des Fremden auf den Lamproid fiel, machte sich ein nie gekanntes Gefühl der Verzweiflung in ihm breit. Er spürte, dass ein Teil seines Unterbewusstseins - der Teil, den er in den letzten Tagen krampfhaft zu wecken versucht hatte - in den Vordergrund trat und dagegen anzukämpfen versuchte, doch es war einfach zu stark. All seine Entschlossenheit und Siegeshoffnung schwand. Sein Versuch, sich in den Rohren zu verstecken, erschien ihm ebenso töricht wie der Gedanke, dass er es mit den Beamten dieses Raumhafens aufnehmen konnte. Er verzagte, und selbst wenn ein Feind nun unmittelbar unter ihm gestanden hätte, wäre er nicht imstande gewesen, zuzuschlagen.

Doch gleichzeitig wurde ihm bewusst, was das bedeute. Dies war kein natürliches Gefühl, keine natürliche Wahrnehmung. Sie wurde ihm eingegeben, von dem Menschen, dessen blutunterlaufene Augen auf ihn gerichtet waren. Chiffith kannte diesen Blick. Er hatte ihn im Sith-Tempel auf Bastion gesehen. Und die äußere Erscheinung des Mannes, seine blasse Haut, die schwarzen Gewänder...

Chiffith gab seinen Hinterhalt auf. Er ließ zuerst den Schwanz nach unten baumeln und sich dann auf den Fußboden fallen.


“Wer … was bist du?“ fragte der Fremde.

Antworten musste er, das stand fest; er konnte gar nicht anders, als diesem Blick und dieser Stimme zu gehorchen. Doch wollte er zunächst nichts über sich preisgeben, bis er wusste, ob der Mensch wirklich ein Sith war, und zwar Darth Draconis, für den die Ladung bestimmt war.

»Ich bewache die Fracht, bis der kommt, dem sie gehört«, antwortete er daher ausweichend. »Wer seid Ihr?«

[Coruscant | Imperial City | Raumhafen | Frachtschiff ›Silver Starlet‹] Chiffith, Darth Draconis; drei Kontrolleure (NPCs)
 
[Coruscant - untere Ebenen - Gebäude - Quartier]Farank, Cat, Sek´nos

Anscheinend hatten sie ihn nicht erwartet. Ansonsten wäre er nicht von den Läufen mehrerer Blaster begrüßt worden.
Jamie hob abwehrend die Hände und die anderen schienen zu begreifen.
Die Frau kannte Jamie aus den Akten Major Catherine Souls. Sie trug ihren Blaster, für jeden sichtbar, an einem Gürtelholster.
Sie war eine eher schmächtige Frau, was sie irgendwie umso gefährlicher wirken ließ. Jamie würde ein Auge auf sie haben. Die Anderen beiden waren Jamie gänzlich unbekannt.
Ein Shistavaner (Sek´nos) und ein Mann mittleren Alters (Farank), der übrigens eben schon die Waffe auf Jamie gerichtet hatte.

Shistavaner waren gefährlich, im Nahkampf kaum bezwingbar. Von der Natur mit perfekten Jagdwerkzeugen ausgestattet würde er eine brauchbare Hilfe sein.
Den glatzköpfigen Mann musterte Jamie etwas länger als die Anderen. Er zeigte keine Emotionen und war schwer einzuschätzen.

Das ganze änderte nichts daran, dass Jamie am liebsten alleine gearbeitet hätte, aber der Geheimdienst setzte in der letzten Zeit wohl eher auf Teamwork.
Jamie schnaubte in Gedanken.


"Wir sind im falschen Zimmer oder? Man sagte uns, Sie würden bereits auf uns warten." erkundigte sich Major Souls bei ihm und stieß die Hände in die Hüften.

"Oh ja ich glaube das habe ich auch lang genug..." stichelte der Tatooiner. Die Majorin ignorierte den Kommentar und kam gleich zur Sache. "Was haben Sie für uns?" Jamie betrat nun das Zimmer wobei er die Anderen genauer musterte. Er sah sich um und nahm sich ein rumliegendes Datapad in das er den Speicherchip stopfte.

"Unser hoch geschätzter Direktor Andrews befindet sich in der Hand des Feindes. Er wird momentan in einem Gefängniss ein paar Klicks westlich, und ein paar hundert Meter über uns festgehalten. Für Heute Nacht ist eine Versetzung geplant. Die rechnen nicht mit uns, also ist das unser Zeichen.
Wir schnappen uns das Transportvehikel und bringen ihn vom Planeten runter.
Kein Problem für uns oder...?"
Er betonte das "uns", schaute missmutig in die Runde und ließ seine verzierten Finger knacken.
"Wir sollten das so leise und schnell wie möglich hinter uns bringen... ich hab ja kein Problem damit es mit dem ganzen Gefängnispersonal aufzunehmen, aber ich weiß ja nicht was ihr noch so vor habt."

Es stank ihm zum Himmel sich jetzt vor einem Team rechtfertigen zu müssen. Das war nicht sein Stil.

[Coruscant - untere Ebenen - Gebäude - Quartier]Farank, Cat, Sek´nos
 
(Cloé Raquelle Cortina)

- Coruscant – City – Restaurant „Victorias“ - Mit Exodus -

Bier. Er wollte, dass sie Bier trank. Aber sie hatte doch ein Wasser bestellt! Zum Essen trank man Wasser, wenn schon keinen Wein! Ein leicht panischer Ausdruck trat in Cloés Augen. Warum hatte sie nicht einfach den Mund gehalten?

„Wasser ist vollkommen okay...“

Machte sie einen Versuch, Exodus davon zu überzeugen, dass er sich – oder besser gesagt dem Personal – keine Umstände machen sollte. Er jedoch, ganz der perfekte Gastgeber, winkte großmütig ab und Cloé begriff, dass es zu spät war etwas zu ändern, als das unverkennbare Geräusch sich öffnender Türen an ihr Ohr drang, und einer der Kellner an ihren Tisch kam, um ihnen die Speisekarte in Form eines Holoprojektors zu überreichen. Dankend nahm Exodus diesen an und der Kellner erlaubte sich eine Aufzählung fünf erlesener Biersorten zum Besten zu geben. Cloé spürte Exodus' erwartungsvollen Blick auf sich ruhen. Er wollte, dass sie ihre Wahl traf. Unwohl räusperte sie sich. Sie hatte keine Ahnung!

„Ähm, dann nehme ich ein...Tarisianisches Bier."

Entschied sich Cloé schließlich, obwohl sie absolut nicht wusste, was gerade dieses Bier zu einem Besonderen machte. Sie hatte diese Sorte lediglich genannt, weil es das letzte in der Aufzählung des Kellners gewesen war und damit der einzige Name, den sie sich hatte merken können. Hoffentlich fiel sie damit nur nicht auf die Nase.

"Sehr wohl, die Herrschaften. Dann werde ich Ihnen Zeit für die Durchsicht der Speisekarte geben."

Bestätigte der Kellner, nachdem Exodus wie zum Abschluss der Bestellung genickt und erklärt hatte, er nähme das Gleiche wie "die Dame". Es folgte eine knappe, angedeutete Verbeugung des Angestellten, dann verschwand er wieder und ließ Exodus und Cloé allein. Cloé fühlte sich, als wäre sie in eine Falle getappt, doch das hatte sie sich ganz allein selbst zuzuschreiben. Wie sollte sie nur ein ganzes Glas Bier trinken? Das würde sie niemals schaffen. Bevor es so weit war, folgten jedoch weitere Komplimente von ihrem Begleiter. Er ging wirklich aufs Ganze, betonte ungewöhnliche Frauen zu mögen und nur besondere Frauen in dieses Restaurant auszuführen. Nun, letzteres war aller Wahrscheinlichkeit nach pure Übertreibung, doch wer hörte solche Sprüche nicht trotzdem gerne? Sie schmeichelten und das fühlte sich einfach gut an. Was jedoch die Entschuldigung anging, die er offenbar so gerne hören wollte...

"Ich hatte doch gesagt, ich warte noch damit, meine alten Kommentare zurück zu nehmen."

Sprach sie lächelnd.

"Sie sind gerade so gut in Form, ich möchte nicht riskieren, dass Sie sich siegreich zurück lehnen, noch bevor der Abend zu Ende ist."

Kokett hob sie eine Augenbraue und lehnte sich selbst zurück, wechselte dann jedoch schnell das Thema, in dem sie auf den bisher unbeachteten Holoprojektor deutete.

"Haben Sie schon Hunger?"

Fragte sie.

"Wenn ja, dann schlage ich vor, schauen wir uns die Speisekarte an."

Fast schon hatte Cloé, die seit Jahren glücklich in einer Beziehung war, vergessen, wie viel Spaß es machte zu flirten. Sie durfte es allerdings nicht auf die Spitze treiben. Das hier war eigentlich Noas Date, Noas Verehrer und Cloé wollte ihn ihr lediglich warm halten, vielleicht ein bisschen heiß machen, aber auf keinen Fall mit dem Feuer spielen und es so weit kommen lassen, dass sie in eine Situation geriet, in der er mehr von ihr wollte als bloße Konversation. Diese Dinge, soviel war klar, waren Noa vorbehalten und Cloé war Jesper zu hundert Prozent treu.

- Coruscant – City – Restaurant „Victorias“ - Mit Exodus -
 
[Coruscant - Untere Ebenen - Irgendein Distrikt - Unweit der Kneipe „Lor’s Fluxional Gorge“] Arkon, Shana und Markus

„Nicht so schnell!!“ Rief Arkons ehemalige Beute und zog ihn an seinem nun noch schmutzigeren Hemd hoch. Er wurde umgedreht und sah dem Mann in die Augen. Der Mann war wohl um die 30, wohlgenährt und demnach nicht aus den unteren Ebenen. Arkon widerstand dem Drang ihm ins Gesicht zu spucken und wischte sich mit seiner Hand den schmierigen und stinkenden Dreck aus dem Gesicht. Bei jeder anderen Person hätte er ins Gesicht gespuckt, doch diese Situation war neu für ihn und irgendwas war ganz komisch. Er hatte ein merkwürdiges Gefühl. Es war, als ob sich nun unendlich viele und neue Schicksalsstränge vor ihm eröffnen würden. Als ob er nun die Chance hat, für immer sein Dasein in den unteren Ebenen zu beenden. Ein kurzer Blick in Richtung seiner Freunde, zeigte Arkon, dass sie sich, voll im Vertrauen auf Arkons Worte, sich zurückgezogen haben und „nach Hause“ gegangen sind. Arkon sah wieder zu dem Mann und sah aus den Augenwinkeln wie sich die Fraue (Shana) den beiden Männern näherte. Diese war ungefähr in Arkons Alter und sah sehr gepflegt aus. So etwas sah man nicht alle Tage hier unten und Arkon selbst schämte sich nun dafür so heruntergekommen und abgenutzt auszusehen. Und als er sich dabei ertappte, schämte er sich noch mehr: Er hatte doch schon eine Freundin, da musste man doch keinen anderen Frauen gefallen, oder etwa doch? Arkon sah nocheinmal zu dem Mann, welche nun noch einmal direkt zu ihm sprach:

„Wie heißt du, Junge? Woher kommst du?“

Arkon sah ihn an. Der Mann strahlte Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen aus. Nicht unüblich für jemanden der sich in die unteren Eben traute. Doch er strahlte auch noch eine gewisse Gelassenheit und ... den Geruch von Alkohol. Letzteres war auch nicht unüblich, aber Gelassenheit und Entspanntheit? Hier in den unteren Ebenen? Arkon sah genauer hin und konnte auch nicht Erkennen, dass der Mann übermäßig muskulös war. Sein Selbstvertrauen und sein Selbstbewusstsein kam wohl von „innen“. Arkon entschied sich dem Mann gegenüber ehrlich zu sein. Was hatte er schon zu verlieren?

„Mein Name ist Arkon,“ begann er, „und ich komme von Coruscant, ich bin seit X Jahr hier [X = so viele Jahre, seit Beginn des Jediwiderstandes auf Coruscant]. Meine Freunde meinten ich hätte sie vor Sicherheitskräften gerettet, aber ich kann mich nicht daran erinnern. Nur an die letzten X Jahre...“

Arkon verstummte. Jetzt hatte er aber zu viel gesagt, doch irgendwie konnte er nicht anders. Er sah zu dem Mann und der Frau und erwartete ihre Reaktion-

[Coruscant - Untere Ebenen - Irgendein Distrikt - Unweit der Kneipe „Lor’s Fluxional Gorge“] Arkon, Shana und Markus
 
.:: Coruscant | untere Ebenen | Gebäude | Quartier | mit Sek'nos und Jamie ::.


Der Soldat - Er sah zumindest eher nach einem Soldaten, als einem Agenten aus - nahm ihr Angebot, sich zu setzen nicht an. Stattdessen nahm er sich ein herumliegendes Datapad, schob einen Speicherchip hinein und rief die Daten ab. Catherine atmete einmal tief durch. Der da war wenigstens ausgebildet, das merkte man sofort. Ob die anderen beiden auch eine Ausbildung genossen hatten, war ihr noch nicht klar.
Die Majorin ging zu Tatooine hinüber, nahm ihm das Datapad aus der Hand und sah sich die dort dargeboteten Informationen selbst durch, wobei sie nur halbherzig auf seine wörtliche Schilderung hörte. "Kein Problem für uns oder...?" Bei dieser Frage, sah sie zum ersten Mal wieder auf. Ihre Blicke trafen sich und sie hob skeptisch eine Augenbraue.


"Das sollte es zumindest nicht sein..."

, lautete ihr einziger Kommentar dazu. Eigentlich hoffte sie, dass es kein Problem darstellte, doch ihr Gefühl sagte ihr etwas anderes. Keiner von ihnen kannte den anderen. Sie waren alles andere, als ein eingespieltes Team. Sie hatten keinerlei Erfahrungen, wie jeder einzelne von ihnen auf bestimmte Situationen reagierte. Es würde schwierig werden. Sicherlich nicht unmöglich, aber schwierig!
"Wir sollten das so leise und schnell wie möglich hinter uns bringen... ich hab ja kein Problem damit es mit dem ganzen Gefängnispersonal aufzunehmen, aber ich weiß ja nicht was ihr noch so vor habt." Catherine gab ihm das Datenstück zurück und wandte sich ab.


"Schnell und ohne großes Aufsehen zu erregen - Wir können es uns in diesen Zeiten nicht leisten, noch mehr Ärger zu machen!"

, entgegnete sie und ging zum Fenster, eine alte Gewohnheit, um die Lage zu checken. Vorsicht war besser als Nachsicht und sie durften nicht wieder von einer unerwartete Razzia überrascht werden. Aufmerksam ließ sie den Blick über die Straßenzüge gleiten, welche unter dem Gebäude lagen.

"Haben Sie schon einen Plan bezüglich der Operation? Worum muss man sich noch kümmern? Das Fahrzeug, die Uniformen, Identitäten?"


.:: Coruscant | untere Ebenen | Gebäude | Quartier | mit Sek'nos und Jamie ::.
 
[Coruscant - untere Ebenen - Gebäude - Quartier]Farank, Cat, Sek´nos

"Schnell und ohne großes Aufsehen zu erregen - Wir können es uns in diesen Zeiten nicht leisten, noch mehr Ärger zu machen!" "Ahhhh, eine Sentimentale.." dachte Jamie und grinste.
Trotzdem hatten sie noch ein Problem, dass er nicht bedacht hatte. Das er garnicht bedenken konnte, da er nichteinmal davon wusste.
Der Shistavaner. Es wäre reichlich auffällig ihn in eine Wärteruniform zu stecken, wenn ihm denn überhaupt eine gepasst hätte.


"Haben Sie schon einen Plan bezüglich der Operation? Worum muss man sich noch kümmern? Das Fahrzeug, die Uniformen, Identitäten?" fragte Major Souls Jamie abschätzend. Dieser fiel ihr fast ins Wort.

"Alles kein Ding, haben wir alles drüben. Nett vom GD was?
Unser einziges Problem steht hier..."
Er hob den Finger und zeigte beiläufig auf den Shistavaner (Sek´nos). "Dich nehmen wir wohl oder übel in Handschellen mit..." Jamie notierte sich etwas in Gedanken und wand sich wieder an die Runde.
"Die geplante Versetzung des Direktors ist für ein Uhr morgens angesetzt. Also haben wir noch gute sechs Stunden Zeit." Jamie fuhr sich über die Stoppeln und drehte sich zur Majorin am Fenster um als würde er etwas von ihr erwarten.

Fast nebensächlich zündete er sich eine Zigarette an. Der helle Rauch strömte aus seiner Lunge und verteilte sich daraufhin gleichmäßig im Zimmer.


[Coruscant - untere Ebenen - Gebäude - Quartier]Farank, Cat, Sek´nos
 
.:: Coruscant | Untere Ebene | leichter Frachter | Frachtraum | mit Noomi, Crado, dem Geldwäscher, Tokko the Boss und dessen treuesten Anhängern ::.


Tatsächlich schien das Schiff irgendwohin zu fliegen, wenn es auch auf eine träge, langsame Weise geschah. Die Motoren brummten laut. Es dröhnte in Brennans Kopf und langsam drohte auch der Rest seines Körpers wieder zu schmerzen. Die betäubenden Medikamente hielten nicht ewig an und ein beiläufiger Blick auf sein Chrono verriet ihm, dass die letzte Einnahme bereits einige Stunden her war.
Brennan stand seitlich hinter dem Cathar. Er beobachtete ihn schon eine Weile, suchte nach einer Bestätigung für seine Vermutungen, doch stattdessen konnte er nur einen Hauch Unsicherheit, Zweifel und noch etwas anderes aus den Zügen des tierähnlichen Gesichts lesen. Konnte es sein, dass der Katzenmann verletzt war? Es sah zumindest für Brennan danach aus, als hätte dieser Schmerzen. Es waren nur kleinste Zeichen der Mimik, die den Lorrdianer zu diesem Schluss kommen ließen - Er hatte nicht umsonst die Lehren seines Volkes studiert.
„Wir geben Ihnen gern das gewonnene Geld“ Brennan hätte in dem Augenblick, in dem er den Satz vernahm liebend gern die Stirn gerunzelt, doch seine Gesichtszüge blieben eisern. Er hörte zu, was das Katzenwesen aushandeln wollte, doch das ganze schien ihm ziemlich blauäugig: „Sie erhalten nur das Geld, wenn Marn am Leben bleibt!“ So kam es, wie es gezwungendermaßen kommen musste - Tokko the Boss wollte auch seine Meinung zu dem ganzen Theater wissen.


"Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort, wenn man es so sehen mag. Die drei Armleuchter dort, werden es genau anders herum sehen, schließlich habe ich sie aus der Gefahrenzone gebracht..."

, erklärte Brennan und blieb dabei recht neutral. Er musste zusehen, dass er nicht in die Schusslinie geriet. Natürlich hatte er nichts mit dem Geld und den drei Personen zu tun, doch wenn seine Anwesenheit nicht von Relevanz war, hatte das zu bedeuten, dass es egal war, ihn gehen zu lassen oder einfach nur umzubringen und so aus dem Weg zu schaffen.

"Ich bezweifle, dass mir das meine Freiheit wiederbringt!"

, stellte er seine Vermutung an und schien damit richtig zu liegen, denn wieder brachen alle in Gelächter aus.

"Ich weiß, dass Credits hier nur eine kleine Rolle spielen..."

Ein flüchtiger Blick zu Crado, ob dieser den kleinen Wink mit dem Zaunpfahl verstand. Tokko the Boss schwamm regelrecht in Reichtum und bedeutendem Einfluss. Man musste ihm schon etwas anderes bieten, mit dem er auch etwas anfangen konnte.

"... also schlage ich einen anderen Handel vor! Ein Großunternehmer wie du..."

Brennan benutzte absichtlich die persönliche Anrede, denn so war es eigentlich üblich in derartigen Kreisen. Es zeigte, dass man keine Scheu vor Handel hatte und keine Angst vor dem Verbrecher, der vor einem Stand. Dennoch wirkte es nicht respektlos, wenn man dazu die richtige Wortwahl traf.

"... braucht wichtige Kontakte, um seine Geschäfte tätigen zu können!"

Der imperiale GDler verschränkte die Arme vor der Brust und setzte ein selbstsicheres Lächeln auf. Er wartete ab, ob der Fisch anbiss, bevor er ihn langsam an Land zog. Was genau er ihm vorschlagen wollte, wusste er selbst noch nicht, aber das musste dieser Toydarianer ja nicht wissen!
Die Tänzerin wollte eben wieder anfangen zu kichern, da hob Tokko die Hand, um ihr Einhalt zu gebieten. In diesem Moment erkannte Diar'mon, dass er einen kleinen Sieg erreicht hatte.


"Ich muss zugeben, dass ich langsam neugierig werde, mit wem ich es hier zu tun habe..."

Damit gab Tokko sein Interesse zu verstehen. Im selben Augenblick ging ein weiterer Ruck durch das kleine, umgebaute Frachtschiff. Anscheinend waren sie gelandet. Die Motoren wurden langsamer und kamen schließlich zum Stillstand. Wo auch immer sie hinwollten, jetzt waren sie an ihrem Ziel angekommen. Der Toydarianer begann mit den vergleichsweise kleinen Flügeln zu schlagen und erhob sich so von seinem bequemen Platz in den Kissen. Mit einer nickenden Geste, gab er dem Rest der Gesellschaft zu verstehen, dass sie das Schiff nun verlassen würden. Die Gamorreaner gaben Brennan und Crado einen Hieb mit den Griffen ihrer Vibroäxte mit, um sie zum Gehen zu bringen. Der Mensch warf einen bösen Blick nach hinten, machte aber keine Anstalten, sich zu widersetzen. Stattdessen ging er schön brav die Rampe hinunter, welche sich inzwischen geöffnet hatte. Die schweineartigen Muskelmänner waren nicht sehr aufmerksam - das lag einfach an ihrer Art - und so war es dem Operative möglich, sich eine Pille aus der kleinen Dose in seiner Tasche zu friemeln. Als sie am Fuß der Rampe waren, rempelte er den Cathar absichtlich an.

"Pass doch besser auf, du läusebefallenes Zotteltier!!"

, rief Brennan gespielt aufgebracht und gab ihm einen Schlag auf den Hinterkopf. Während er die Hand in einer fließenden Bewegung wieder nach unten nahm, legte er das Medikament in die erhobene Hand des Katzenwesens und zwinkerte ihm kaum merkbar zu. Sofort grunzte der eine gamorreanische Aufpasser los, was wohl soviel wie:

"WEITER!"

heißen sollte. Der andere gab Brennan einen weiteren Hieb mit der falschen Seite der Axt mit, was ihn etwas nach vorne stolpern ließ.

"Ist ja gut, ist ja schon gut!!"

, versuchte Brennan die beiden wieder zu beruhigen. Seine rechte Hand rieb sich dabei den Kopf, den der Schlag erwischt hatte, wenn auch nicht allzu fest, doch es hatte genügt. Nun sah er sich erstmals um. Sie befanden sich auf einem alten Hangar, vermutlich in den unteren Ebenen Coruscants. Es war alles wie ausgestorben. Entweder es traute sich niemand hierher, oder es war tatsächlich ein aufgegebenes Viertel, das nur noch dem geheimen Unterschlupf Tokkos diente.


.:: Coruscant | Untere Ebene | leichter Frachter | Frachtraum | mit Noomi, Crado, dem Geldwäscher, Tokko the Boss und dessen treuesten Anhängern ::.
 
.:: Coruscant | untere Ebenen | Straßen nahe der Kneipe "Lor's Fluxional Gorge" | mit Shana & Arkon ::.


Markus drehte den Jungen herum und ließ seinen Kragen los, um sich mit vor der Brust verschränkten Armen vor ihm aufzubauen. Er sah auf ihn hinab. Es gab ein elendes Bild ab, den Kleinen da am Boden liegen zu sehen, sich mit einem Ellenbogen nach hinten abstützend, wobei er sich mit der Rechten den Schmutz aus dem Gesicht wischte. „Mein Name ist Arkon“, stellte er sich kleinlaut vor und erklärte, dass er vor einigen Jahren nach Coruscant gekommen war und sich auch nur an die Zeit auf dem Stadtplaneten erinnern konnte. Der Jedi-Meister fand es sehr seltsam, dass der Junge gerade die letzten Jahre des Widerstandes kannte und sich nicht an den Rest seines jungen Lebens erinnern konnte.
Einige Sekunden des Schweigens legten sich über die drei Anwesenden. Shana wollte sich scheinbar nicht einmischen. Sie überließ ihrem Meister den Vortritt, gerade so wie es sich für einen Padawan gehörte. Markus fiel dabei wieder ein, welchen Platz er in diesem Gespann einnahm und dass er sich in jeder Situation dementsprechend benehmen musste, nicht wie eben in der Bar, wo er dem Alkohol und der betörenden Wirkung ihrer Schönheit erlegen war.
Endlich regte sich etwas in dem jungen Jedi-Meister. Er löste die Arme aus der Verschränkung und hielt dem Coruscanti die Hand hin.


"Komm mit uns!"

Es klang wie eine Bitte, doch war es das nicht. Markus hatte einen Entschluss gefasst. Er wusste, dass es kein Zufall gewesen sein konnte, gerade jetzt die Kneipe verlassen zu haben und so auf den jungen Mann gestoßen zu sein, der offenbar an Amnesie litt.

"Vielleicht können wir dir helfen, Arkon!"

, sagte Mark und zog ihn hoch, als dieser nach einem Moment des Zögerns seinen Arm ergriff und sich hochhelfen ließ.

"Ich bin Markus, das ist Shana!"

Vielleicht war es leichtsinnig, dem jungen Mann auf offener Straße ihre richtigen Namen zu nennen, doch Markus wusste, was er tat. Der Corellianer war sich sicher, dass die Macht sie zusammengeführt hatte. Es war kaum zu erspüren, doch wenn er sich nicht recht irrte, war da auch ein kleiner Funken Macht in Arkon. Warum hätte er sonst so schnell ausweichen können, als Markus nach ihm gegriffen hatte? Sicher, er hatte etwas getrunken und nicht ganz so gute Reaktionen an den Tag gebracht, als sonst, aber dennoch waren sie für einen gewöhnlichen Menschen recht schnell gewesen. Der Junge nutzte die Macht! Er hatte durch sie ein verbessertes Reaktionsvermögen. Das Gefühl das er zuvor noch beschrieben hatte und dass es ihn eigentlich noch nie getäuscht hätte... Das alles sprach für seine Machtsensitivität! Markus würde ihn mit ins Honey House nehmen, egal was Shana in dem Augenblick davon halten mochte. Er würde es ihr zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlich erklären und dann würde sie es verstehen!

"Ich glaube, eine Dusche würde dir auch gut tun!"

, fügte Mark schließlich noch hinzu, als er den von oben bis unten völlig verdreckten Jungen musterte.


.:: Coruscant | untere Ebenen | auf dem Weg zum Honey House | mit Shana & Arkon ::.
 
[ Coruscant – City – Obere Ebenen –Restaurant „Victorias“ | Exodus und Noa (Cloé) ]

Noa wählte das tarisianische Bier und Exodus nickte ihr anerkennend zu. Keine ganz alltägliche Sorte, vor allem Kenner wussten um die Vorzüge des tarisianischen Biers. Gleichzeitig war es sehr stark. Noa musste also eine ganze Menge vertragen, um nicht gleich vom Stuhl zu kippen. Das würde noch interessant werden.
Ihrem Vorschlag zunächst einen Blick in die Speisekarte zu werfen, kam er nickend nach. Der Kellner hatte ihnen beiden einen kleinen Holoprojektor dagelassen, der über einen Clipmechanismus an den Rand ihrer Teller gesteckt werden konnte. Von dort projezierte er die möglichen Gerichte direkt auf den Teller und blendete gleichzeitig eine dreidimensionale Info-Tafel ein. Exodus schaltete mit einer wischenden Handbewegung die verschiedenen Gerichte durch, bis er sein Lieblingsgericht des „Victorias“ fand: Bha’lir Fleisch.


„Ah.“

machte er und sah zu Noa hinüber, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Sie sah sich ebenfalls verschiedene Gerichte an. Doch da er der Gastgeber war und das Restaurant kannte, wollte er ihr auf jeden Fall eine fachmännische Empfehlung geben.

„Ich kann ja vor allem das Bha’lir-Fleisch empfehlen! Die Bha‘lir kommen von einer Farm auf Iyred und der Inhaber liefert galaxisweit nur an ein Restaurant pro Planet. Auf Coruscant – dem Herzen der Zivilisation – ist es das Victorias.“

Auf Abregado war es ihm noch immer so vorgekommen, als würde diese Masche nicht bei ihr ziehen, als würde sie Geld, Luxus und Leute die dies besaßen sogar verabscheuen. Diese Meinung musste er zumindest revidieren. Denn jetzt schien es ihr sehr wohl zu gefallen von Luxus umgeben zu sein und mit einem Mann hier zu sitzen, der immer mal wieder die Vorzüge der Exklusivität hervorhob. Exklusivität war in diesen Kreisen ein hohes Gut – viele ‚normale‘ Leute konnten damit nichts anfangen. Oder waren zumindest nicht bereit solche Summen für etwas ‚exklusives‘ zu bezahlen. Aber vielleicht hatte er sich gar nicht so sehr in Noa getäuscht, sondern ihr Verhalten nur falsch interpretiert? Vielleicht hatte sie ihn von Anfang an gut gefunden und probiert einen Zugang zu ihm zu bekommen – wobei sie kläglich gescheitert war – und hatte dann probiert den Eindruck zu erwecken, ihr wäre das alles – und vor allem: er – total egal. Ihre offensichtliche Ablehnung hatte ihn vielleicht nur dazu anstacheln sollen, sich so ins Zeug zu legen. Wenn dem so war, dann hatte er mit dieser Einladung und diesem Aufwand genau nach den Regeln dieser Frau gespielt. Aber was machte das schon: Wenn sie später am Abend nach seinen Regeln spielen würde, konnte er das gut verkraften.

„Generell ist das Fleisch hier wirklich ausgesprochen lecker.“

bemerkte er noch, während er durch die weiteren zahlreichen Gerichte mit Fleischbeilage blätterte. Und dann nahm er doch noch einmal Bezug auf ihre Aussage, ihn noch nicht so früh den Sieg in ihrem kleinen Spiel überlassen zu wollen.

„Und Siegreich sein ... kann ich doch ohnehin erst am Ende dieses Abends.“

Er zog einen Mundwinkel hoch und hob gleichzeitig eine Augenbraue. Es musste Noa klar sein, was er damit meinte.
Wann war das eigentlich passiert, dass er seine Meinung geändert hatte? Er wollte Noa heute Abend ins Bett bekommen, so viel war mittlerweile klar.


[ Coruscant – City – Obere Ebenen –Restaurant „Victorias“ | Exodus und Noa (Cloé) ]
 

[ Coruscant-System | Imperial City (Coruscant) | Uscru District | „Galaxies Opera House“ | Empfangshalle | Moff Veran und eine Menge anderer Gäste ]​

Das Haus der Oper war war Elegant, sein Erbauer hatte sich Mühe gegeben, hier wenigstens etwas Schönheit hinein zu bringen und einem Stil nachzukommen, der mittlerweile nur noch selten war. Dass man jenen Baustil überhaupt gewählt hatte zeugte davon dass der Architekt nicht nur Geschmack besessen hatte sondern sich auch Gedanken darüber gemacht hatte, dass eine Oper etwas besonderes war und man ihr als solches die gebotene Aufmerksamkeit schenken musste. Architektur gehörte zu einigen der Dinge, auf welche sich die Adelige verstand. Ein Gebiet welches schon früh ihr Interesse geweckt hatte, was wohl nicht von ungefähr kam, betrachtete man ihren Familienstammbaum. Die junge Sith besaß einige Fertigkeiten, die man so vielleicht nicht von ihr denken würde, die sie allerdings auch nicht in den Vordergrund schob, denn unter den Sith waren jene unbedeutend. Wie sollte dies auch anders sein bei einem Haufen von Machtbegabten, die ihre Fähigkeiten für die Dunkelheit, ihren eigenen Eifer und ihren eigenen Wünschen einsetzten. Dennoch wusste Alaine, dass die Dynastie der heutigen Sith nichts weiter war als eine Illusion, ein Wunschdenken von Macht, wo sie doch schwach waren in ihrem Geflecht, wenn man von einzelnen Ausnahmen absah. Die schwindend geringe Menge, die wirklich etwas darstellte konnte man an den Fingern abzählen. Für die Warrior war eines sicher, die Generation der heutigen Sith war bedeutungslos, sie war ein nichts. In Schall und Rauch würden sie vergehen, würden niemals in Erinnerung bleiben so wie die alten Sith, von denen die Corellianerin abstammte. Sie hatte nichts weiter als Verachtung für jenen übrig, die daran glaubten so etwas wie Macht zu besitzen. Sie irrten, denn sie waren nichts weiter als einfach Marionetten, wohl drapiert um die Schachzüge jenen Mannes zu vollbringen welche er brauchte. Sie waren seine Figuren und würden es bleiben solange er an der Macht blieb. Ein Orden aufgebaut auf einen Fundament des Herrschens, ohne Freiheit oder Selbstentscheidung. Ein Lügengespinst welches funktionierte, doch jenem Netzt sich die Warrior befreit hatte. Wie anders hätte all dies verlaufen können, doch die Macht hatte ihre andere Wege eröffnet, Wege die weit lohnenswerter waren. Sie gehörte nicht zu dem Pöbel, welches auf den Knien herumrutschte und bettelte. Sie würde niemals dienen, weder ihm noch irgendwem sonst. Sollte der Rest seiner Vasalen sich darum kümmern, sich benutzen lassen, ihr was es gleich. Sie hasste, verachtete diesen Pöbel, diese unnützen und dennoch besaß dies alles einen Vorteil. Umso mehr sie krochen, buckelten und sich zu Boden warfen, umso durchschaubarer wurde diese ganze Farce. Denn kein anderes Wort traf diese Perversität so genau. Das Imperium war durchdrungen von Fäulnis und dies widerte die Warrior an. Zu groß war die Einmischung einzelner Subjekt in das Militär und jener Einfluss wuchs beständig. Er weitete sich aus, reichte sogar bis in die Reihen des Geheimdienstes, deren Mitglied Alaine war. Sie hatte sich ein Stück zurückgezogen und genau dies war ein Fehler gewesen. Etwas ging dort vor und dieses etwas würde sie lüften müssen. Sie würde nicht dulden dass sie Schergen der Allmacht dort fungierten. Es gab so viele was sie nicht duldete und es dennoch hinnehmen musste, das sie nicht genug Anhänger hatte um etwas zu unternehmen. All jene Dinge, die geschehen waren, waren in den Augen der Raubkatze ein Schachzug gewesen, der geplant worden war. Phollows verschwinden, sowie Kratas angeblicher Tod, verwandelten das Reich in eine Ruine. Mächtige verschwanden und wurden von anderen mächtigen ersetzt. Welche Bedeutung dies für eine Ära hatte spielte keine Rolle. Sie konnte nicht sagen inwieweit der Verrat reichte, der Verrat an die Sith, an das Imperium. Doch er existierte, dies würde niemand leugnen können und wenn sie noch so blind waren. Niedertracht war ein Mittel unter vielen. Sie besaß eine Verbindung zu Arica, einer Frau, die sich hatte nehmen lassen was ihr eigentliche zugestanden hätte und Alaine fragte sich, wie töricht man sein musste um etwas zu verspielen, was von enormen Wert gewesen wäre. Ihrer Unachtsamkeit ihrer Naivität hatte man zu verdanken dass es so weit gekommen war. Etwas ähnliches hatte Alaine ihrer Freundin schon einmal gesagt. Die Exekutorin und sie hatten beschlossen eine Korrektur vorzunehmen und sie würden sehen wie weit diese führen würde. Während ihr Imperator seine Schergen aussandte um seine Machenschaften zu vertiefen, sich einen festen Stand aufzubauen, eilten jene, die sich im geheimen abgespalten hatten in der Galaxis umher. Alaine fragte sich ob sie im Laufe der Zeit andere für sich gewinnen könnten. Andere wie Nergel, von dem die Warrior nicht glaubte, dass er jemanden diente sondern nur sich selbst, so wie es die meisten taten. Nun sie würden sehen was der Lauf der Dinge mit sich brachte.

Veran blieb stehen, sah die Warrior an und erklärte, dass er nicht ganz erstehe. Seine Aussage ob er nicht etwas recht in der Annahme hätte, dass sie irgendwelche Pläne insgeheim verfolge, die ihrem glorreichen Imperium erneut in einen Bürgerkrieg stürzen würden, stimmte auf diese Weise sicherlich nicht. Der Moff riet ihr in solche einer Stunde, dass sie lieber schnell Abstand von einer solchen Idee nehmen sollte, dass selbst eine Sith mit einem gewissen Einfluss im Imperium, so wie sie, dem System dienen sollte, statt dem Pöbel eine weitere Chance auf Raumgewinn zu erteilten. Denn nur so war es möglich gewesen Bothawui, sowie dessen gesamten Sektor fallen zu sehen. Gleichsam machte er sie darauf aufmerksam dass Niriz schlicht die falsche Entscheidung getroffen hatte und er warnte sie, nicht den gleichen Fehler zu machen. Alaines Smaragdgrüne Augen sahen ihn an, hielten seinen Blick fest. In ihrem Gesicht war nichts zu lesen noch irgendetwas zu erkennen. Es konnte mehrere Gründe geben warum er ihr dies sagte. Eines jedoch war sicher, sie hatte Pläne und würde jene vereiteln, wenn auch auf eine gänzlich andere Weiße und sie würde dabei geschickter vorgehen als Niriz. Sie war keine Verräterin am Imperium so wie es viele von ihnen gab, die noch immer frei herumliefen weil sie Unterstützung besaßen. All jene die Treu waren hatte man beseitigt zu ihnen zählte auch Nereus Kratas. Alaines Gedankengänge verdüsterten sich. Alles, alles war nur eine Frage der Zeit bist die Wahrheit ans Licht kam. Diese Zeit würde sie sich nehmen. Sie kannte die Zusammenhänge sehr viel besser als andere.

Mehr konnte Veran nicht sagen, das im nächsten Moment Moff Barnip zu ihnen stieß gemeinsam mit dem gesandten. Hapan, dieser eher neutrale Planet dessen Hierarchie etwas besaß, was man sich abgucken konnte, hatte einen Botschafter nach Coruscant geschickt. Klar ersichtlich waren die Gründe hierfür nicht, doch jene würden sich lüften lassen. Barnip widerte die Rothaarige Sith an. Er und sein gebaren standen für all das was die Adelige verachtete. Der beleibte Moff erzählte, dass der dem Botschafter gerade von einer großen Feierlichkeit erzählt habe, die schon in den nächsten Tagen stattfinden sollte. Wie er so schön sagte jährte sich bald die großartige Offensive, welcher zur imperialen Befreiung dieses Planeten geführt hatte. Alaine biss die Zähne aufeinander, ihrem Gesicht allerdings merkte man nichts an. Barnip forderte aktuellere Informationen und Veran gab ihm diese. Sie kamen auf Imperator Ferit zu sprechen, welcher dafür sorgte dass Nereus Kratas in der Marine aufstieg und ein wahres Vorbild für künftige Offiziere sein würde, wobei der Name Lorth Needa viel. Diesen Namen hatte Alaine schon gehört. Er war hatte das Oberkommando zur Befreiung Coruscants erhalten. Dies war der Grund der Feier. Eine militärische Glanzleistung. Veran erzählte und der Rest hörte aufmerksam zu, wenngleich Alaine die gesamte Geschichte kannte. Kurz wurde erzählt das Horatio für den damaligen Umbau des ehemaligen Sentas zuständig gewesen war, wobei aus diesem im Laufe der Jahre ein Museum gemacht hatte. In den nächsten Tagen sollte eine goldene Statue Needas enthüllt werden. Zudem wollte man weitere Bereiche des großen Gebäudes der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Damit sollte eine besondere Ausstellung zum gescheiterten Projekt Anit Force Commando abgehalten werden, welche die unschuldige imperiale Bevölkerung eigentlich hatte vor den gewaltsamen Übergriffen der Jedi schützen sollen. Interessant, höchst interessant, wobei der Hapaner wissen wollte ob man jener Einweihung beiwohnen können, das von Barnip als selbstverständlich bestätigt wurde. Er stand bereits auf der Gästeliste und ebenso der Hapaner. Unter anderen Umständen hätte Alaine den Moff gefragt ob er sich der Konsequenzen bewusst sei, doch sie behielt jene Worte für sich als er sie fragte ob sie jenem Ereignis nicht auch beiwohnen wolle. Alaine sah den Moff einen Moment an und dachte über diese Frage nach. Da sie nichts anders zu tun hatte konnte sie dies sehr wohl in Erwägung ziehen.


„Ich würde mich sehr geehrte fühlen jenem Ereignis beiwohnen zu dürfen.“


Ein kurzes Lächeln schenkte sie dem beleibten Mann, ehe sie Veran ansah.


„Moff Veran, würden sie es in Betracht ziehen bei dieser Feierlichkeit ebenfalls dabei zu sein, wenn sie nicht ohnehin schon sind? Ich würde mich über ihre Gesellschaft sehr freuen.“

Ein kurzes Funkeln glitt durch ihre Augen, ehe sie den Rest der Herren ansah.



[ Coruscant-System | Imperial City (Coruscant) | Uscru District | „Galaxies Opera House“ | Empfangshalle | Moff Veran und eine Menge anderer Gäste ]​
 
|| Coruscant ▫ untere Ebenen ▫ Honey House ▫ Quartier von Mara S. || ▫ Vorin & Mara S.

Oh! Mara war es also doch nicht genehm, dass er einfach hinein gelugt hatte. Erstaunlich, wo er sie doch schon nackt gesehen hatte. Hm, na gut, vielleicht war das so ein Frauen-Ding. Wenigstens war sie nicht wirklich böse. Ohne es wirklich ernst zu meinen schlug sie ihm vor sich ebenfalls seiner Kleidung zu entledigen. Bevor er darauf eingehen konnte, wurde er aus dem Bad bugsiert und Mara klärte ihn auf, was sie zu tun beabsichtigte. Natürlich wurde man nicht jeden Tag befördert, das war schon richtig. Sie waren schon Essen gewesen und hatten Spaß im Schwimmbad gehabt, doch hatte er nicht gewusst, ob sie gerne auf Partys ging. Da dies der Fall war, konnte eigentlich nichts schief gehen. Solange sie nicht irgendwelche extrem seltenen Wünsche hatte, würden sie wohl nicht lange suchen müssen. Ein bisschen aberwitzig war es ja.

Zuhause hatte er fast jedes Wochenende in und vor Diskos verbracht, wenn auch um als Security zu arbeiten. Kaum war er zurück bei den Jedi ging es ähnlich weiter. Aber da es sich bei dieser Feier um eine Ausnahme handelte, bzw. ein seltener Anlass vorlag, ging das völlig in Ordnung. Wieso auch nicht? Niemand könnte sie daran hindern, dies rein theoretisch jeden Tag zu machen. Wobei dies wohl kaum unter "langsam angehen" einzuordnen war. Vielleicht war er sich selbst noch nicht so klar, was er jetzt von der neuen und auch alten Beziehung erwarten sollte. Einerseits verbrachte er schon gerne Zeit mit ihr, andererseits hatte er Befürchtungen, dass wieder irgendetwas passieren oder er irgendetwas tun oder sagen könnte, dass die beiden auseinander brachte. Damals hatte er nicht verstanden was geschehen war, und nun hatte er insgesamt Zweifel ob er jemals Frauen verstehen konnte. Vermutlich war das sowieso ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Es gab nichts gegen ihren Wunsch einzuwenden, daher ließ er es bleiben.

Vorin hatte es sich auf dem Bett bequem gemacht, während Mara noch im Bad zu tun hatte. Eigentlich könnte er die Zeit sinnvoller Nutzen, etwas das sich später bestätigte. Vorin ließ seine Gedanken einfach kreisen und beschäftigte sich mit dem anstehenden Diskobesuch, als auch mit seiner Schüler-Meister-Situation. Müsste er während des kriegsähnlichen Zustandes hier im Feindesland nicht ganz andere Dinge im Kopf haben? Theoretisch ja, aber es gab eben auch mehr im Leben als die Pflicht. Sie wurde schon nicht vergessen. Ein paar Minuten später waren alle Vorbereitungen getroffen und seine Freundin trat ihm wieder unter die Augen.

Bämm!
Volltreffer. Knockout. War das Wesen, das dort durch die Tür trat wirklich seine Freundin. Sie musste es wohl sein. Die Augen des jungen Meisters wurden immer größer und plötzlich griff er sich an die Brust, dort wo sein Herz in der Tiefe des Brustkorbes schlug. Theatralisch fiel er nach hinten aufs Bett. Für ein paar Sekunden hing er dort mit heraushängender Zunge, bevor er sich selbst wiederbelebte und wieder aufstand.


"Gefährlich?" , konterte er auf ihre Frage.
"Wenn ich ein alter Mann wäre, dann müsste ich mir Sorgen um einen Herzinfarkt machen, aber ich glaube ich schaffe es mich nicht an deinem Feuer zu verbrennen."

Er grinste während sie ihn ununterbrochen herausforderte. Na was nun? Wusste sie selbst was sie wollte? Angesehen oder nicht angesehen werden? Wobei diese Frage leicht zu beantworten und eindeutig war. Er ließ sich nicht vorführen. Er setzte eine gleichgültige Miene auf und schnaufte lässiger als er sich fühlte. Sie sah heiß aus, und das wusste sie auch.

"Wir können gleich los, Mrs. Ungeduld. Lediglich ein kurzer Besuch in meinem Quartier ist vonnöten."

Er hatte sich noch nicht umgezogen, geschweige denn frisch geduscht. Aber so schlimm dürfte es nicht sein, kurz waschen und ein Hemd drüber, dies sollte eigentlich reichen. Größerer Aufwand würde sich so oder so nicht lohnen, gegen seine Freundin war heute eh kein Stich zu holen. Er führte Mara rüber in sein Zimmer, wo sie diesmal kurz warten durfte, während er im Bad verschwand. Er kümmerte sich nicht darum ob sie herein spähte oder nicht. Seife und Wasser wurden bemüht um dem Körper die Geruchsintensität zu nehmen, während Deo und duftendes Haarspray einer Bildung von Gerüchen vorbeugen, bzw. die Haare in Form bringen sollten. Schnell noch das Hemd übergestreift und schon konnte es losgehen. Die Präsentation erfolgte diesmal in umgekehrter Rollenverteilung. Doch im Gegensatz zu Durchgang Nummer 1 war seine Veränderung doch eher bescheiden zu nennen.

"Von mir aus können wir los, es sei denn Du willst Dich so mit mir nicht blicken lassen."

Er verschränkte die Arme zur Herausforderung vor der Brust, und schaute sie erwartend an, doch sie ging nicht darauf ein. Sie wollte wirklich los, und zog ihn mit. Ihm konnte es nur Recht sein. Nachdem sie zur Tür hinaus waren übernahm er die Führung. Mit ihrem "kleinen Schwarzen" sah sie echt zum Anbeißen aus. Ehrlich gesagt hielt er es für keine gute Idee, wenn sie sich zu Fuß durch diese Gegend bewegten. Zwar war es auf den Hauptwegen etwas belebter und sicherer, aber die vielen Pfiffe und Sprüche auf dem Weg hörte er bereits jetzt schon. Eigentlich würde er gerne bis zur Disko kommen ohne sich mit zig Leuten geprügelt zu haben. Sie mussten nur noch seinen Gleiter finden. Die Padawane hatten ihn irgendwo in der Nähe geparkt, doch er wusste natürlich nicht genau wo.

"Entschuldige, ich muss nur kurz meinen Gleiter suchen. Die Padawane haben ihn zuletzt benutzt. Bin gleich wieder da."

Sie musste mit ihren Schuhen hier nicht durch die Gegend stelzen und mit suchen, außerdem konnte er so mehr den Gentleman vorzeigen, indem er mit dem Wagen vorfuhr und sie bloß einsteigen brauchte. Er lief in lockerem Dauerlauftempo bis zur nächsten Kreuzung. Und da stand er schon. Phu. Er hatte schon eine lange Such-Arie befürchtet. Er lief das kurze Stück in die Straße hinein und klappte den Antriebsdeckel hoch um das fehlende Teil wieder am Motor zu befestigen. Ein ungewöhnlich gut funktionierender Diebstahlschutz. Schließlich nahm er Platz, startete das Fahrzeug und fuhr bis zum Hinterausgang des Bordells. So wie sie dort stand, konnte man auch andere Dinge vermuten. In der Hinsicht konnte er ihre Meinung über diesen Unterschlupf doch irgendwie verstehen. Egal, jetzt hatten sie etwas anderes vor und mussten nicht über Bordelle, Schüler oder den Krieg nachdenken. Er hielt vor ihr an und gab ihr mit einem Kopfnicken zu verstehen, dass sie einsteigen sollte. Nachdem seine Herzdame sich neben ihn gesetzt hatte, ließ er das Gefährt wieder Fahrt gewinnen.

"Ich nehme an Du kennst Dich hier genauso gut aus wie ich. Schrei einfach wenn Du was siehst, ansonsten fragen wir uns einfach durch. Wobei ich erstmal ein Stück nach oben fliegen werde. Die unteren Ebenen empfinde ich nicht als besonders einladend."

Da konnte sie ihm vermutlich nur zustimmen, jedenfalls gab er Gas und sah zu, dass er erstmal die mittleren Ebenen erreichten bevor sie sich eine entsprechende "Gute-Laune-haben-mit-viel-Musik-Schweiß-Alkohol-Hormonen-und-Körper-aneinander-pressen-Örtlichkeit" suchten.

"Warst Du schon oft Tanzen? Gehst Du eher nur in Diskotheken oder tanzt Du so richtig gut ... also so richtig mit Schritten und so?"

Er hoffte ersteres wäre der Fall, denn seine Fähigkeiten in Gesellschafts- und Standardtanz waren ziemlich eingerostet. In seiner Jungend hatte seine Mutter ihn und seine Schwestern zum Unterricht gescheucht, weil dies für sie zur Grundausbildung gehörte. Auch wenn es für ihn völlig unbedeutend war, und er sich nie etwas daraus gemacht hatte, gehörte er rein technisch, bzw. laut Papier zum Adel. Eigentlich brauchte er sich keine großen Sorgen zu machen. Die wenigsten jungen Leute tanzten Wettkampf-reif. Die Masse bewegte sich einfach zum Rhythmus, was völlig ausreichte. Vor ihm öffnete sich die Decke zu einem Verbindungsschacht, der Auf- und Abstieg für Fahrzeuge und Fußgänger ermöglichte. Vorin beschleunigte noch einmal und jagte dem noch nicht sichtbaren Himmel entgegen.

|| Coruscant ▫ untere/mittlere Ebenen ▫ Aufstiegsschacht ▫ Gleiter || ▫ Vorin & Mara S.
 
¦¦ Coruscant ~ untere Ebenen ~ Straße/Gasse ¦¦ Shana ~ Markus ~ Arkon & seine Kumpanen

Die ganze Geschichte entwickelte sich irgendwie völlig anders als sie erwartet hatte. Im ersten Moment hatte sie den Bemühungen ihres Meisters zugestimmt, doch kurz darauf fragte sie sich bereits warum sie den Kerl nicht einfach laufen ließen. So wie es aussah, folgten seine Freunde ihnen nicht, weshalb es unnötig war ihn länger festzuhalten. Shana nervte diese ganze Situation inzwischen. Sie wollte nur noch ins Hauptquartier zurückkehren und sich nicht mehr mit irgendwelchen Typen aus den unteren Ebenen herumärgern. Doch Markus sah das scheinbar anders. Er hielt den Kerl fest, warf ihn dann in den Dreck, was dessen schmutziges Erscheinungsbild perfektionierte und stellte Fragen. Warum machte er das? Seit wann interessierte es sie, wie der Mann hieß und wo er herkam? Er hieß Arkon und kam von Coruscant, viel mehr erfuhren sie nicht.

Er tat so als könne er sich nicht an mehr erinnern. Shana kniff misstrauisch die Augen zusammen, während sie näher kam. Doch bevor sie die beiden erreichte, traf ihr Meister bereits eine Entscheidung. Und zwar eine, die ihr überhaupt nicht gefiel. Hatte der noch alle Granitschnecken an der Häuserwand? Er wollte den seltsamen Mann mitnehmen und plauderte mir nichts, dir nichts ihre Namen aus. Shana war so überrumpelt und fühlte sich so vor den Karren gefahren, dass sie erstmal gar nichts sagen konnte, und mühsam Luft pumpte. Leicht wütend starrte sie zwischen Arkon und Markus hin und her, wobei sich ihr Fokus auf den gutaussehenden Jedi-Meister richtete.


"Bist Du verrückt?" , wetterte die Blondine. "Du kannst doch nicht einfach ..."

Er konnte sehr wohl. Einfach ihren Namen verraten und den Mann mit in ihr Versteck nehmen. Vielleicht war ihm nicht klar, wie wichtig es war den Standort geheim zu halten. Immerhin war er lange im Exil gewesen und damals hatten die Jedi sich nicht so sehr verstecken müssen wie heute. Möglicherweise war ihm diese neue Situation fremd, weshalb er sie falsch einschätzte.
Sie trat direkt neben ihn und beugte sich zu ihm hinüber um ihm etwas zuzuflüstern.


"Dir ist schon klar, dass wir nicht einfach jeden dorthin mitnehmen können? Die Bordell - Unterkunft ist geheim. Woher willst du wissen, dass er uns nicht sofort auffliegen lässt. Vielleicht ist es eine Tugend der Jedi anderen einfach zu vertrauen, aber momentan ist blinder Glaube völlig unangebracht."

Irgendwie kam es ihr seltsam vor so mit ihm zu reden. Doch die Sicherheit ihrer Unterkunft ging sie alle an. Wenn ihr Meister dabei war einen möglichen Fehler zu begehen, dann musste sie intervenieren. Entschuldigen konnte man sich hinterher immer noch. Jemandem der zu viel gesehen hatte das Wissen zu stehlen, war dann doch etwas schwieriger.

¦¦ Coruscant ~ untere Ebenen ~ Straße/Gasse ¦¦ Shana ~ Markus ~ Arkon & seine Kumpanen
 
(Cloé Raquelle Cortina)


- Coruscant - Restaurant "Victorias" - Mit Exodus -

Bemüht, das Gesprächsthema wieder in ungefährlichere Bahnen zu lenken und die heißen Flirts erst einmal außen vor zu lassen, aktivierte Cloé den Holoprojektor und ließ sich die dreidimensionale Speisekarte anzeigen. Das Victorias bot nur eine arg begrenzte Anzahl an Hauptmenüs, konnte dafür jedoch mit einer Auswahl aufwarten, die umso erlesener war. Cloé blieb vor allem an zwei Fischgerichten hängen, zwischen denen sie sich nicht recht entscheiden konnte. Sie konnte eine Sorte geräucherten Philopanlachses wählen, oder aber gefüllten Aal. Beides klang sehr lecker und unterschied sich sehr von dem Steak, das Exodus ihr fachmännisch empfahl.

"Hmmm."

Summte Cloé unentschlossen und wechselte einmal mehr zwischen beiden Gerichten vor und zurück.

"Ich bin nicht so der Fleischesser."

Sie aß zwar Fleisch, aber nicht in rauen Mengen. Ein kleines Stück hier und da war nicht verkehrt und enthielt natürlich wichtige Proteine, doch wenn sie wählen konnte, gab Cloé Raquelle Cortina leichtem Fisch immer den Vorzug. Die Frage blieb nur, Lachs oder Aal?

"Ich glaube, ich nehme den gefüllten Aal."

Beschloss sie und deaktivierte den Holoprojektor, noch bevor sie es sich wieder anders überlegen konnte. Das auf ihren Teller projizierte Bild verschwand und auch die Darstellung auf Exodus' Seite verblasste, als er sich ebenfalls fest gelegt hatte. Zeitgleich, fast so als hätte der Kellner den entsprechenden Moment abgepasst, öffnete sich auch wieder die Tür zum Saal und mit einem vorsichtigen Blick über ihre Schulter erkannte Cloé, dass ihr Bier gebracht wurde. Auch das noch.

"So, einmal die Dame... und der Herr."

Mit gemischten Gefühlen betrachtete Cloé das Glas vor sich. Welche Ausrede stand ihr noch kurzfristig zur Verfügung, um nicht von diesem Gebräu trinken zu müssen? Zu dumm, dass sie sich von Exodus' Fahrer hatte abholen lassen, denn ansonsten hätte sie behaupten können, noch selbst zurück nach Hause fahren zu müssen, selbst wenn sie am Ende heimlich ein Taxi genommen hätte. Unter den gegebenen Umständen aber hatte sie nicht einmal diese Option. Auf Zeit spielend wartete Cloé, bis Exodus ihrer beider Bestellungen aufgegeben hatte, dabei wäre es klüger gewesen, einen Schluck zu trinken, während er durch den Kellner abgelenkt war. So hätte er zumindest ihre Reaktion nicht direkt mitbekommen. Leider kam Cloé dieser Gedanke zu spät. Sobald der Kellner wieder fort war, hob Exodus, fast so als hätte er nur darauf gewartet, sein Bierglas und prostete ihr zu. Cloé brachte ein gezwungenes Lächeln zu Stande. Der strenge Biergeruch stieg ihr bereits in die Nase, als sie das Glas anhob. Jetzt hieß es wohl, Augen zu und durch. Es gab sicherlich durchaus schlimmeres, zum Beispiel einen starken Schnupfen, oder Zahnschmerzen, oder auf ein und derselben Party das gleiche Kleid zu tragen wie eine andere Frau. In dem Moment jedoch, in dem Cloé das Bier im Mund hatte, wusste sie, dass es ihr schwer fallen würde sich zusammen zu reißen. Es war ekelhaft. Mit fest zusammen gekniffenen Augen schluckte sie und einen kurzen, widerlichen Moment lang, hatte sie das Gefühl, sich an Ort und Stelle übergeben zu müssen.

"Uhh, ähm... lecker."

Noch nie in ihrem Leben hatte sie etwas getrunken, das so dermaßen ekelhaft war. Nicht einmal die bitterste Medizin war damit vergleichbar. Cloé Raquelle hatte mit sich selbst zu kämpfen, um ein halbwegs neutrales Gesicht zu Stande zu bringen.

"Wirklich gut. Ja! Wirklich gut."

Brachte sie heraus, nickte übertrieben begeistert und überlegte fieberhaft, wie sie am schnellsten und geschicktesten das Thema wechseln konnte. Exodus sah nach seiner Kostprobe nicht halb so angeekelt aus wie sie. Ihm hatte es vermutlich auch noch gut geschmeckt, aber das war nun mal der Unterschied zwischen Männern und Frauen - oder der Unterschied zwischen normalen Frauen und Noa.

"Ach, ich freue mich auch schon sehr auf's Essen!"

Rief Cloé, der auf die Schnelle nichts Besseres eingefallen war, laut aus. Mochte Noa eigentlich Aal? Vermutlich nicht. Aber man konnte ja auch nicht auf alles Rücksicht nehmen und ein bisschen etwas musste Cloé von diesem Abend und der ganzen Mühe, die sich gab, schließlich auch haben! Nicht, dass sie mit den Kleidern, die sie sich auf Exodus Wingstons Einladung hin sowieso schon vor einer Woche ausgesucht hatte, nicht schon genug belohnt gewesen wäre.

- Coruscant - Restaurant "Victorias" - Mit Exodus -
 
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Und wie er es schon erwartet hatte, hielt Shana ihn für verrückt! "Bist Du verrückt?" , wetterte die Blondine. "Du kannst doch nicht einfach ..." Sie hatte in diesem Moment keinerlei Respekt vor Markus und das passte ihm ganz und gar nicht. ER war der Meister, oder etwa nicht? Wollte sie das etwa anzweifeln? Wollte sie daran zweifeln, dass ER das Sagen hatte? Das konnte sie sich ganz schnell wieder abschminken:

"Halt den Mund und schrei mich nicht an!"

, fuhr er sie in hartem Ton an, wobei er zu ihr herumwirbelte, die Augen zusammenkniff und mit dem Zeigefinger auf sie zeigte. Erst als sie ihn verduzt ansah, merkte er, dass er sich vielleicht gerade selbst im Ton vergriffen hatte. Sie brauchte einen Moment, um sich wieder zu fangen und sprach dann etwas leiser mit ihm. Sie erklärte ihm Sachen, die er schon wusste: und zwar, dass das Versteck geheim war und ob er es wirklich für gut befand, den Fremden einfach mitzunehmen. Mark atmete unterdessen tief ein und aus. Er beruhigte sich, um nicht noch einmal so forsch zu ihr zu sein. Nun auch leiser und trotzdem bestimmt, erwiderte er:

"Wir nehmen den jungen Mann mit! Vertraue auf mein Urteil als dein Lehrer!"

Ohne eine Diskussion zuzulassen, wandte er sich Arkon zu:

"Lass uns gehen!!"

~~~~~~~~~~~~

Einige Minuten später waren sie beim Bordell angekommen. Markus hatte sich darum gekümmert, dass Arkon ein Quartier zugewiesen bekam, wo er sich erst einmal in Ruhe eine Dusche gönnen konnte. Außerdem war es spät am Abend und sie alle hatten Schlaf dringend nötig.
So hatten sich die Wege der drei erst einmal getrennt. Der Corellianer hatte sich in sein Zimmer begeben, wo er sich ausgiebig duschte und damit den Schmutz, Schweiß und das Blut des recht verwirrenden Abends vom Leib wusch. Danach war er einfach ins Bett gefallen und sehr schnell eingeschlafen. Er dachte nicht mehr großartig darüber nach, was geschehen war, obwohl sich doch sehr vieles abgespielt hatte: Der übermäßige Alkoholgenuss, die aufsteigenden Gefühle für Shana oder vor allem für ihren weiblichen Körper, die Verletzung an der Hand, der gescheiterte Überfall und die Erkenntnis, dass der junge Mann, der ihm damit über den Weg gelaufen war, doch tatsächlich machtsensitiv war. Markus war sich dessen sicher! Er würde den Rat benachrichtigen müssen, dass ein weiterer Padawan aufgetaucht war. Er war sich nicht ganz sicher, aber er vermutete sogar, dass dieser vor seiner Amnesie bereits Teil des Ordens gewesen sein könnte... Dies alles würde sich in den nächsten Tagen und Wochen bestimmt aufklären lassen.



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[op]Hey Leute, kleiner Zeitsprung, damit wir vorankommen. :konfus:[/op]
 
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