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Droidekas statt Sturmtruppen - warum eigentlich nicht?

Dieses Thema im Forum "Episode I bis III" wurde erstellt von figurehead, 10. Oktober 2003.

  1. figurehead

    figurehead Auferstanden von den Toten

    Wie wir ja alle wissen, greift das Imperium in der OT auf Klon-, genannt Sturmtruppen zurück, um die Rebellen auszumerzen. Wenn sich dabei schon nicht die Frage stellt, warum um alles in der Welt diese Kämpfe (der Logik von AOTC folgend) nicht ebenfalls als Klonkriege bezeichnet werden, dann doch wenigstens, warum man besagte Klone überhaupt an erster Stelle verwendete. Denn den Episoden I und II nach zu urteilen, sind Droidekas so ziemlich das effektivste Kampfgerät, welches in Massen produziert werden kann. Warum also die Klone nicht nur dort einsetzen, wo man letzten Endes noch auf menschliche Intelligenz angewiesen ist, z.B. als Kommandanten? Droidekas sind alles andere als Kanonenfutter, allein die Vorstellung, wie diese mit den Ewoks in ROTJ aufgeräumt hätten, läßt mein kleines Herzerl Freudensprünge vollführen.
    Die anderen Schauplätze wären nicht minder geeignet gewesen: Todesstern, Hoth-Basis, Cloud City. Stattdessen wird einer kompletten Garnison der "besten Männer" (Palpatine) des großen Imperiums von Teddybären mit Steinen und Flitzebogen der Garaus gemacht (bitte keine Diskussion über den Realismus dieser Schlacht entfachen, mit Horatio rang ich deswegen schon eimal längere Zeit im Umfrage-Forum, ohne befriedigendes Ergebnis).
    Denkt ihr, Episode III wird dafür eine halbwegs plausible Begründung liefern? Mangelnde Intelligenz der Droiden oder kollektive Abhängigkeit von einem Power-Button (...) einmal aussen vor gelassen.

    Edit: Das Argument, Droidekas seien die Waffe der Seperatisten, entfällt natürlich. Für das Imperium wäre es wohl kein allzugroßes Problem gewesen, entweder an die Pläne zur Herstellung der Droidekas zu gelangen, oder aber gewisse, zur Herstellung qualifizierte Herrschaften dazu zu bringen, die Produktion zu übernehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Oktober 2003
  2. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    a) es waren nicht Palps "beste Männer"... er dachte sie wären es aber seine Generäle dachten, das wäre Overkill...

    b) die Klonkriege heißen Klonkriege weil die breite Masse wußte, daß Klone eingesetzt werden... zudem waren nur 60-80% der Stormtrooper Klone...
    auch muß man bedenken, daß im Verlaufe des Krieges echte Clone vs Clone Schlachten entstanden. Und wenn Kamino-Klone der Republic gegen Spaarti-Klone der CIS vorgehen wirds wirklich witzig ;)

    c) ein Droideka kostet weitaus mehr als ein Squad Klone...

    d) nach den Clone Wars konnte die Regierung keine Droiden einsetzen... wie hätte das denn bitte ausgesehen und wie hätte die Bevölkerung reagiert... nein, man mußte die altbekannten Truppen einsetzen, um dem Normalbürger ein Gefühl von Sicherheit zu bieten...

    e) hab ich vergessen... o_O
     
  3. figurehead

    figurehead Auferstanden von den Toten

    Wow, ging ja schnell...

    EU? Doesn't count, sorry.

    Mehr EU.:rolleyes:

    Aah, da kommen wir der Sache doch schon näher. Klone hätten selbstverständlich als Truppen unter der Zivilbevölkerung fungieren können; ich sprach vom Krieg gegen die Rebellen, vom reinen Schlachtfeld.
     
  4. Doublespazer

    Doublespazer When the clock is hungry it goes back four seconds

    Da eben liegt der Hund begraben!
    Technisch gesehen, ist die PT der OT weit voraus, was keinen plausiblen Sinn ergibt.
    Entweder werden wir in Episode III erfahren warum es in Episode IV-VI einen Rückschritt gibt oder wir werden feststellen, dass GL damals noch nicht die technischen Möglichkeiten hatte, so etwas wie Droidekas zu realisieren.:rolleyes:

    Die Frage, ob die Kampfdroiden ihre Arbeit auf den Schlachtfeldern noch effizienter ausgerichtet hätten als die Klonsoldaten des Imperiums, würde ich mit ? mehr als tot kann man nicht sein ? beantworten. Ob ich jetzt von einem Klon mit Riesenblaster umgenietet werde, oder von den Doppelblaster eines Droidekas kommt aufs Gleiche. ;)

    Wie gesagt; GL hatte zur Zeit der OT nicht die technischen Möglichkeiten solche Kampfmaschinen erscheinen zu lassen. Wenn es möglich gewesen wäre, hätten wir sicher auch solche gesehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Oktober 2003
  5. Dark Igel

    Dark Igel Ruhrpottler

    Also erstens sind die Sturmtruppen keine Klone für mich.
    Zumindestens der grösste Teil.

    Zweitens sind reale Menschen einfach effektiever als Droiden weil sie sich schnell den Bedingungen einer Schlacht anpassen können und kreativer sind als so plumpe Maschienen.
    Der Menschliche Geist ist eben nicht durch eine Maschine zu ersetzen und wenn sie noch so gut ist.
     
  6. Darth_Doc

    Darth_Doc Abgesandter

    Hi!

    Da muss ich dir Recht geben. Das der Mensch kreativer und sich schneller auf außergewöhnliche Situtationen einstellen kann, belegt auch die Terminator-Trilogy ;)

    Was den Rückschritt betrifft, so meine ich gehört zu haben, dass in EIII anscheinend ..... (darf ja hier nicht behandelt werden).
     
  7. SirGimli

    SirGimli ArschKeks

    Also abgesehen vom freien Willen scheinen Droidekas in Punkto Feuerkraft und Panzerung/Schilde schon effektiver zu sein als Menschen/Klone.

    Evtl kann man ja noch Palpatines Rassenfeindlichkeit anführen, aber ich hab keine Ahnung ob das Droiden einbezieht. Natürlich wird er nicht alle Droiden ablehnen, allerdings würde eine rein Menschliche Armee seinen Standpunkt in der Galaxis deutlicher zeigen.

    Der Möglichkeit das GL in Ep3 irgendwie versuchen wird einen technologischen Rückschritt darzustellen sehe ich eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Aber ich traue GL zu, das im was ganz geniales Einfällt um diesen Umstand zu erklären. Schaun wa ma ...
     
  8. AaronSpacerider

    AaronSpacerider junger Botschafter

    Der wichtigste Punkt, der gegen einen Einsatz von Kampfdroiden spricht, ist wohl wirklich die automatische Gleichsetzung von Kampfdroiden mit den alten Großkonzernen und der Konföderation. Vor allem im Kampf gegen Rebellen, muß die Zentralregierung zeigen, wer sie ist. Sie muß sich als einzig rechtmäßige bewaffnete Kraft der Galaxis präsentieren, und das kann sie nicht, wenn sie Waffen von Organisationen einsetzt, die in der Vergangenheit gegen die zentrale Ordnung gekämpft haben.
    Dabei ist es letztlich egal, ob sie die Droiden auf einer Eiswelt im Nirgendwo verwenden möchte, oder vor den Augen der Staatsmedien. Die "Armee der Republik" ist ein zentraler Baustein der imperialen Ordnung, der in keinem Punkt ins Wanken geraten darf, weil sonst das ganze Scheingebäude, das die Fortsetzung der Republik mit anderen Mitteln :-)p) propagiert, zusammenstürzt.
    Der Kaiser herrscht solange, wie seine Sondervollmachten wirken. Diese Sondervollmachten verlangen einen Notstand, der wiederum den Einsatz der Armee der Republik nach sich zieht.
    Umkehrschluß: solange die Armee der Republik im Einsatz ist, herrscht der Kaiser.
    Wenn die Unantastbarkeit dieser Armee also auch nur in einem Einsatz dadurch geschwächt wird, daß Einheiten ehemaliger Feinde mitmarschieren, gerät Palpatines Macht zumindest symbolisch ins Wanken.
    Außerdem ist da auch noch das Offizierskorps, und Palpatine kann es sich wohl, trotz seiner grundsätzlichen Allmacht, kaum erlauben, diese Leute dadurch vor den Kopf zu stoßen, daß er ihnen Ex-"Rebellenverbände" unterstellt. Das würde ihren Ehrbegriffen - und jeder noch so verkommene Offizier hat bekanntlich gewisse Vorstellungen von Ehre, wie wirr sie auch immer sein mögen - sicherlich nicht entsprechen.
     
  9. figurehead

    figurehead Auferstanden von den Toten

    Was sehr schade wäre, denn die Episoden sollen schließlich im Kontext funktionieren und einen Sinn ergeben.

    Kann man durchaus so sehen, allerdings erschienen mir die Klontru... äh, die Stormies in der OT auch nicht gerade intelligent. Ich glaube, das war der Stein, welcher überhaupt erst die ganze Überlegung ins Rollen brachte.

    Zustimmung in beiden Punkten. Gerade, was die Feuerkraft anbelangt, die Schnelligkeit, mit der die Droidekas schießen, läßt sämtliches Fußvolk in der OT sehr, sehr blaß erscheinen. Die Klontruppen aus Episode II fallen in die gleiche Rubrik, da können die scheinbar degenerierten Sturmtruppen nicht mithalten.

    Im Grunde genommen müssen Palpatine und seine Mannen doch niemanden mehr etwas beweisen, die einzelnen Territorien werden durch Furcht beherrscht, die Bevölkerung versklavt, manipuliert und belogen. Ich glaube nicht einmal, daß sich die meisten Bürger noch an Droidekas oder dergleichen erinnern; in ANH wird von den Jedi gesprochen, als wären diese schon seit einer Ewigkeit ausgerottet, dabei umfasst die Zeitspanne von Episode III - IV gerade einmal 20 Jahre. Die Leute dürften andere Sorgen haben. Im Übrigen: Zivilisten können mit Sicherheit auch nicht erkennen, ob in AT-ATs, AT-STs oder anderen Vehikeln nun Droiden oder Soldaten stecken. Man müßte ja nicht einmal eine exakte Kopie der Droidekas erstellen, allein schon die Feuerkraft/ der Einsatz der Schilde dürfte eine verdammt interessante Technologie im Kampf gegen den Rebellenabschaum darstellen.

    Hier kann ich dir nicht ganz folgen, willst du andeuten, Palpatine wäre noch auf irgendwelche Sondervollmachten angewiesen? Zur Hölle, er könnte eine Bande Ewoks, gepfercht in Panzern, aufs Schlachtfeld schicken und sie zu Soldaten des Imperiums ernennen, keiner würde gegen den Kaiser aufbegehren. Falls doch, bekäme er ganz schnell Besuch von ein paar netten Herren, welche den Spuk ratzfatz beenden würden.
    Die Offiziere wären von der Idee wahrscheinlich nicht gerade begeistert; Seite an Seite mit Droiden zu kämpfen ist aber mit Sicherheit akzeptabler als einen langsamen, qualvollen Tod zu sterben, welcher ihnen im Falle einer Desertierung, ach was, einer Beschwerde, wohl bevorstünde.

    Ich schätze, GL wollte mit dem relativ schwachen Abgang der Sturmtruppen auf Endor auch einfach die Überheblichkeit des Imperators verdeutlichen, die Rebellen waren in dessen Augen ja nur eine kleine, erbärmliche Bande, von der keine Gefahr ausging. Die Jahre an der Macht stiegen ihm offenbar zu Kopf. Das ist für mich auch der einleuchtendste und akzeptabelste Grund, auf Waffen zu verzichten, welche im Grunde genommen viel besser sind als das Standartrepertoire des Imperiums.
     
  10. AaronSpacerider

    AaronSpacerider junger Botschafter

    Das sehe ich komplett anders. Insbesondere Herrscher, die am Anfang einer Dynastie stehen wollen, müssen vor der Geschichte unantastbar erscheinen. Ihre Herrschaftsübernahme muß plausibel und schnörkellos erscheinen, sie muß legal und richtig aussehen. Vor der Geschichte darf es nie so aussehen, als wäre Machtgeilheit der bestimmende Faktor in allem Handeln. Genausowenig darf man Verbrechen öffentlich unbeschönigt zugeben. Eine große Vision muß allumfassend und allbeherrschend sein, ein Leitbild, eine Gesellschaftskonzeption, die so strahlend schön ist, das alles Böse daneben verblaßt. Es muß eine Propagandaversion auch der dunkelsten Ereignisse geben, die durch kein Tagesereignis erschüttert werden kann.
    Andernfalls wird das passieren, was mit Stalin und einigen römischen Kaisern passiert ist: sobald man unter der Erde und eine Mahlzeit für Würmer und anderes Getier ist, wird das eigene Andenken zertreten, herabgewürdigt und aus der Erinnerung der Völker getilgt. Es ist, als hätte man nie gelebt.
    Palpatine will der erste eine endlosen Reihe von Kaisern sein. Also muß er sich an gewisse Regeln halten, und eine davon ist: tue nie etwas, ohne der Weltöffentlichkeit einen guten Grund dafür präsentieren zu können.
     

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