[Fiction] KotoR III : The Fate of Revan

Hey das solltet ihr echt an Lucasarts schicken die Geschichte ist ech gut
aber dann sollte man selber entscheiden in wenn sich Yann verliebt

EDIT: Also an alle Leser und natürlich auch an die Autoren ihr seid Klasse ( noch was an die Autoren das was über diesem Beitrag steht solltet ihr echt machen das ist tolles Stoff für Kotor 3) Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Ich freu mich auf nächstes Jahr
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ja muss die story mal lesen xD

hatte zu wenig zeit -.-' sry an die leser nur wenn ihr so viel lob bekommt dann warscheinlich auch von mir wenn ich es gelesen habe =)

es ist toll dass es auch leute gibt die noch kreative sachen im starwars universum machen und nicht nur alles abschauen wie es andere geschrieben haben...

frohe weihnachten und guten Rutsch

mfg Nick

PS: @Anakin.Skywalker rechts unten bei deinen posts gibts die edit funktion damit kannst du sachen anfügen falls du das nicht weißt =) bitte benutze sie anstatt eines doppelposts =) die werden nicht wirklich gerne gesehen xD
 
Hi


Ich hoffe ihr habt uns noch nicht vergessen und denkt daran das es am nächsten Wochenende dem 14.01. wieder weiter geht!

Für alle die jetzt denken...?Was wer bist du denn? Ich dachte Darth KiGon schreibt KotoR III??
Ja, das stimmt. Aber wir schreiben es zusammen! ;)

Ich hoffe ihr lest auch 2006 alle treu weiter, denn jetzt geht es ja erst richtig los.
Alle die es nicht erwarten können, können ja mal hier
http://www.meine-virtuellen-serien.privat.t-online.de/4579.html
reinschauen!
Hier könnt ihr nochmal alle Folgen in Ruhe durchlesen, euch an der aktuellen Umfrage beteiligen oder wie so viele andere es bereits getan haben, euch im Gästebuch verewigen. ;-) Ich würde mich freuen.
Wir haben ja bereits wieder einige der nächsten Abschnitte fertig geschrieben und ich denke ihr werdet zufrieden mit uns sein, wir haben uns bemüht die story voranzutreiben, den Handlungsbogen weiterzuführen und vor allem das bekannte Niveau beizubehalten. Vielleicht ist es uns ja gelungen.

Also bis nächsten Samstag!
MfG vanHelsing
 
Teil 24

So damit ist die Winterpause beendet und wir melden uns mit Teil 24 zurück. :)
Wir wünschen allen Lesern auch im neuen Jahr viel Spaß.
Nun aber geht es los:

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HK47 feuerte mehrere Schüsse aus seinem Blastergewehr ab und verpasste so einigen seiner Brüder einige tiefe Löcher in ihre metallenen Körper. Durch die Druckwelle wurden sie leicht nach hinten geschleudert und gingen zu Boden, so dass sich HK47 dem nächsten widmen konnte.
?Sie scheinen einfach nicht weniger zu werden,? beschwerte sich Bao Dur, während er immer wieder mit seinem selbstgebauten Lichtschwert die Blasterschüsse der Angreifer abwehrte und damit ein ums andere Mal die Zerstörung des in seiner Obhut befindlichen Droiden verhinderte. Eigentlich mochte er HK47 nicht einmal. Und das obwohl er eigentlich ein Freund von Droiden war, aber HK war ihm einfach zu unfreundlich und seine Sprüche waren oft sehr verletzend, gerade für einen Droidenfreund wie Bao Dur. Aber sein Freund und Mentor, ein Jedi der unter dem Namen Exilant bekannt war, da ihn die anderen Jedi ins Exil geschickt hatten, den er aber immer nur General nannte, hatte ihm diesen Droiden anvertraut und er nahm seine Aufgabe sehr ernst und versuchte ihn zu schützen. Theoretisch sollte HK genauso stark sein wie seine Ebenbilder, was bedeutete, dass er eigentlich kaum in der Lage sein würde gegen eine Übermacht von ihnen zu bestehen. Doch im Gegensatz zu den Doppelgängern hatte er ja den treuen Bao Dur an seiner Seite.
Gekonnt ließ Bastila an der anderen Flanke immer wieder ihre goldene Doppelklinge auf die Droidenübermacht niederregnen und lichtete so die Reihen ihrer Widersacher schneller und gekonnter als es ihre zwei Kameraden auf der anderen Seite taten. Zudem setzte sie immer wieder ihre Machtkräfte ein und schleuderte ihre Gegner mit Hilfe des Machtschubs von sich weg oder ließ sie gar durch Einsatz von Droidenlähmung komplett in sich zusammensacken.
Doch trotz ihrer Bemühungen gelang es ihnen nicht sich aus der Zange ihrer Feinde zu befreien. Also setzte Bastila zum entscheidenden Gegenschlag an und wirbelte alle Gegner durch den Machtsturm durcheinander und von sich und ihren Begleitern weg. Noch im selben Moment setzte sie zum Machtsprung an und flog regelrecht über die Köpfe der anderen hinweg und landete geradewegs vor den Füßen des dunklen Lich!
Sie holte zum Schlag mit ihrer Doppelklinge aus und wollte sie gerade gegen den fiesen Wissenschaftler einsetzen, als ihr Schlag durch den dazwischen gehasteten Arm seines bulligen Droiden gestoppt wurde. Verwundert darüber, dass ihre Klinge bei dem Droiden nicht die geringste Wirkung zeigte, nahm sie ihre Waffe zurück.
Dann blickte sie zu Lich, der sich hinter seinem Droiden versteckte.
?Darf ich vorstellen, das ist HK500 aber ich nenne ihn Drake.? Lich war überschwänglich stolz auf sein Objekt und gab offenbar sehr gerne damit an, denn er wollte gerade dazu ansetzen ihr die Vorteile dieses Modells zu erläutern. Doch Bastila hatte nicht im geringsten Interesse daran. Stattdessen fragte sie Lich ob er zu feige sei selbst gegen sie zu kämpfen.
Lich lächelte sie mit seinen widerlichen gelben Zähnen an und überlegte dann kurz.
?Hmh ja, schon möglich!?
In dem Moment breitete Drake seine Hände aus und aus seinen Handflächen schossen die Griffe zweier Lichtschwerter heraus. Er umfasste sie fest, jedes mit einer Hand und dann aktivierte er sie. Es waren zwei rote Doppelklingen, die er wie Rotorblätter kreisen lies. Bastila kam sich vor als wäre sie in einem riesigen Ventilator gefangen und machte automatisch einen Schritt zurück. Als sie auf eine kleine Stufe traf blieb sie stehen und sah zu ihren Verbündeten Bao Dur und HK47 hinüber. Sie standen regungslos da. Die HK50 hatten sie wieder umzingelt, griffen aber nicht an. Offenbar wollte sich keiner diese Show entgehen lassen.
?Unterstützender Ausruf: Dreh sie durch den Fleischwolf mein Großer,? rief HK47 dem HK500 zu.
?Hey, ich dachte du bist auf unserer Seite.? erwiderte Bao Dur wütend.
?Einwurf: Ich tue was ihr sagt, Meister.? gab HK47 zähneknirschend zu. ?Aber eigentlich hasse ich alle Lebewesen und möchte sie am liebsten tot sehen, am besten kleingeschnetzelt. Bastila Shan und selbst euch eingeschlossen.?
Bao Dur verzog deprimiert das Gesicht und wandte sich dann wieder dem Kampf zwischen Bastila und dem riesigen Killerdroiden Drake zu und im Gegensatz zu seinem Droiden hoffte er, dass die Jedi gewinnen würde. Unerwartet gab HK47 doch noch etwas Versöhnliches von sich.
?Korrektur: Ihr habt recht, Meister. Eigentlich hasse ich die Kopien von mir noch mehr als alle Lebewesen der Galaxis, diesen HK500 hier eingeschlossen. Es wäre mir also doch lieber wenn Meister Bastila gewinnt!?
Bao Dur lächelte zufrieden und dankbar, dass ihm HK doch noch einen Grund gab ihn nicht genauso zu hassen wie er ihn.
Bastila versuchte zunächst Drake auf Distanz zu halten indem sie ihn mit dem Machtschub von sich weg drücken wollte. Doch der Droide fegte ihren Angriffsversuch einfach weg. Ihr wurde schnell klar, dass der Umgang mit einem oder in seinem Falle, mit zwei Lichtschwertern, nicht die einzige Jedifähigkeit des Droiden war. Besorgt fragte sich Bastila wie es sein konnte das ein totes Wesen, eine künstliche Lebensform wie dieser Drake in der Lage war Machtfähigkeiten einzusetzen? Sie hoffte das Lich nicht über die Möglichkeiten verfügte noch mehr solcher Kreaturen zu erschaffen. Sie fürchtete, dass genau das die Gefahr sein könnte, vor der Revan sie zu warnen versuchte.
Entschlossen wehrte sie die Schläge von Drakes Doppelklingen ab und versuchte dabei auch noch selbst Treffer zu landen, doch sie kam einfach nicht zu ihm durch, zu schwer war es beiden Klingen auszuweichen, für eigene Angriffe blieb da kein Platz. Ihr blieb nur die Chance ihn irgendwie auszutricksen. Blitzschnell stemmte sie immer wieder ihre beiden Klingen gegen jede der zwei Klingen seiner Doppelklingen. Dabei deutete sie mehrfach an selbst eine Attacke starten zu wollen. Nach einigen vergeblichen Versuchen sprang Drake endlich auf den Köder an und schluckte ihn. Doch anstatt anzugreifen, duckte sich Bastila nach unten weg und schlug nun von dieser Position aus unter die Arme des Droiden. So gelang es ihr ihm zumindest seine Waffen aus den Händen zu schlagen. Auch wenn ihr eigentlicher Plan ihm die Arme abzuschlagen fehlschlug. Bisher hatte sie befürchtet, dass Drake aus einem neuartigen Material bestünde, doch nun wurde ihr klar dass es an der Macht lag, sie gab seinem Körper diese Widerstandskraft. Das bedeutete aber auch, dass er verletzlich würde, sobald seine Kräfte nachließen. Bastila beschloss ihn noch mehr zu beschäftigen und ihn dazu zu zwingen seine Machtfähigkeiten vermehrt einzusetzen.
Sie drehte sich unter ihm weg und entging so knapp einem Schlag seiner Fäuste, die nun krachend auf dem Fabrikboden aufschlugen und fast so etwas wie ein kleines Erdbeben verursachten. Dann verpasste sie ihm rechts und links Schläge mit den Klingen ihres Lichtschwerts und rollte sich erneut nach hinten weg um dann wieder auf die Füße zu kommen. Nun stand sie zwischen Drake und seinen Lichtschwertern. Sie wollte abwarten was er tun würde, wurde jedoch im selben Augenblick von ihm von den Füßen gerissen und durch die Machtquetschung gewürgt. Hilflos musste sie dann mit ansehen wie er auch noch seine Schwerter durch die Luft und zurück in seine Hände schweben ließ. Sofort aktivierte er sie wieder und ging damit auf die scheinbar wehrlose Jedi los. Doch so leicht ließ sich Bastila Shan nicht besiegen. Sie setzte ihre Fähigkeiten zum Machtwiderstand ein und löste sich aus dem Griff des machtbegabten Droiden. Sie schwang ihr Lichtschwert durch die Lüfte und wirbelte es von sich weg auf den Kopf des überraschten Droiden zu. Für Drake kam diese Attacke so unerwartet, dass er sie nicht mehr abwehren konnte. Er versuchte noch sich zu ducken, aber die Doppelklinge traf ihn an der Schläfe und brachte ihn zum taumeln. Sofort setze Bastila wieder ihre Fähigkeiten ein und riss Drakes Arme auseinander, so dass er seine Doppelklingen nun weit vom Körper wegstreckte. Sie fing ihr Lichtschwert wieder auf und stürmte direkt auf Drake zu, setzte zum tödlichen Stoß an und hielt dann aber direkt vor seinem Gesicht inne. Sie blickte in seine Augen und erstarrte im selben Moment, als habe sie einen Geist gesehen. Sie wich zurück und ließ Drake wieder mit seinen Ketten rasseln. Er wirbelte mit den Doppelklingen in seinen Händen vor seinem Körper herum und versuchte Bastila zu treffen, die jedoch zum sofortigen Rückzug ansetzte. Mit ihren Fähigkeiten riss sie sich und den anderen eine Schneise durch die Mauer aus HK50 Droiden durch die sie fliehen konnten. Mit HK47 und Bao Dur im Schlepptau rannte sie den Gang zurück zum G-Wing entlang.
?Was ist überhaupt los?? fragte der Iridorianer besorgt, doch Bastila antwortete nicht.
?Protest: Wir hätten bleiben sollen, unsere Chancen zu siegen waren nicht sehr hoch.? Bastila ignorierte beide und lief weiter, doch nach ein paar Metern blieb Bao Dur einfach stehen.
?Ich geh nicht mehr weiter bevor ihr mir nicht sagt was das zu bedeuten hat. Im Augenblick klingt HK?s Vorschlag zu kämpfen sehr viel verlockender als eurer zu fliehen.?
Bastila begann zu stottern, rang nach Worten. ?Da, da war etwas in seinen Augen, ich kann es nicht erklären. Es war...wir müssen von hier verschwinden, sofort!?
Doch dazu kam es nicht mehr, Blitzschnell waren hinter Bao Dur, der als letzter weit hinter HK und Bastila stand, Unmengen an HK50 aufgetaucht. HK47 versuchte sofort seinem derzeitigen Meister zu helfen und das Feuer auf seine Klone zu eröffnen, doch die Blasterschüsse prallten an einer Energiebarriere zwischen ihm und Bao Dur ab.
Eine solche Wand stellt jedoch eigentlich kein Problem für den künstlichen Arm des Mechanikers dar. Ein einziger Schlag genügte und die Energiebarriere war durchbrochen. Doch fast zeitgleich schloss sich davor eine Stahltür. Bastila versuchte noch ihre Hand nach ihm auszustrecken, aber es war zu spät, ihr Freund war verloren. Das Tor schloss sich und es gab keine Möglichkeit mehr ihn zu erreichen.
HK47 jedoch wollte nicht aufgeben und feuerte aus allen Rohren auf das Stahltor.
?Es hat keinen Sinn.? gab Bastila geknickt zu.
?Widerspruch: Er ist mein Meister, auch wenn ich ihn nicht leiden kann. Ich kann nicht anders, ich muss alles versuchen was in meiner Macht steht um ihn zu retten,? erwiderte HK47 entschlossen und schlug dabei wütend mit der Faust gegen das Metall.
?Aber es steht nicht in deiner Macht durch diese Tür zu kommen.? Machtlos blickte sie auf den kalten Stahl. ?Sie werden ihm nichts tun. Hätten sie ihn töten wollen, wäre er längst tot, wir wären alle längst tot!?
 
***

Carth steuerte die Celtic Eagle langsam um das größere Schiff herum. Die Castile wirkte von außen unbeschädigt und doch irgendwie mitgenommen, so als hätte der Kampf der sie schließlich hier enden lies im Inneren stattgefunden. Atton machte noch immer die starke Präsenz in der Macht aus. Sie war noch genauso stark wie zuvor, was ihn wunderte, denn inzwischen waren sie dem Kreuzer ein ganzes Stück näher gekommen und er hatte erwartet das diese Nähe sein Gefühl verstärken würde. Doch es war absolut gleich geblieben, so als würde es irgendwie feststecken. Er hatte den anderen nichts davon erzählt, denn es war einfach zu unsicher und sie waren keine Jedi, sie würden es nicht verstehen und Carth traute ihm ohnehin nicht über den Weg. Das einzige was Atton sicher sagen konnte war das sich die Bewegung in der Macht auf diesem Schiff befand.
"Na bitte," sagte Carth und riss Atton damit aus seinen Gedanken. "Der alte Mann wusste tatsächlich wovon er redet."
Auf der ihnen zuvor abgewandten Seite der Duros Castile konnten sie nun ein weiteres Schiff entdecken, eines das der Eagle zum verwechseln ähnlich sah. Laut Carth besaß das Schiff eine ID Signatur die es als Silent Condor auswies. Die Castile war zwar groß genug für einen eigenen Hangar, Atton hatte aber bereits von der anderen Seite aus gesehen, dass er zu klein war für die Eagle. Curgans Abfangjäger würden jedoch hineinpassen, wenn auch nicht alle. Seitlich hatte die Castile allerdings zusätzliche Andockvorrichtungen. An einer davon befand sich die Condor, eine andere direkt daneben war ausgefahren und nicht besetzt. Atton vermutete dass die Castile geentert worden war. Leider sah die Condor auch in keinem besseren Zustand aus als die Eagle, eigentlich sah sie sogar noch schlimmer aus. Also doch kein Grund zur Freude, dachte Atton.
"Ich hab eine schlechte Nachricht," sagte Toto als er von seinen Anzeigen im Computerraum aufsah.
"Was, noch schlechtere?" fragte Carth sarkastisch.
"Die Waffensysteme und Schilde der Condor sind irreparabel beschädigt." Die anderen wechselten verzweifelte Blicke, als Toto fortfuhr. "Allerdings ist der Hyperantrieb in einwandfreiem Zustand. Es dürfte kein Problem sein alle Ersatzteile die wir benötigen auszubauen, um sie dann hier wieder einzusetzen." sagte Toto erfreut.
Nun lächelte auch Carth, zumindest ein wenig.
"Hervorragend." sagte er. "Wie lange wird die Reparatur dauern?"
"Eine Woche." sagte Toto und grinste dabei unangebracht fies.
"Was?" schrie Carth wütend. "So viel Zeit haben wir nicht. Curgan und die anderen sind uns auf den Fersen. In diesem durcheinander werden sie hoffentlich eine Weile brauchen um uns zu finden, sofern uns der alte Mann nicht verrät, aber trotzdem haben wir niemals eine Woche."
Toto grinste noch immer schelmisch, was Carth nur noch wütender werden ließ.
"Sie fragten wie lange die Reparatur dauert und ich habe geantwortet. Das ist die normale Zeit die für eine solche Arbeit benötigt wird, doch zum Glück haben sie den besten Mechaniker weit und breit an Bord."
Carth blickte Atton verwundert an.
"Ich wusste gar nicht dass du so ein guter Mechaniker bist, ich dachte du wärst einfach nur ein schlechter Pilot."
"Nicht er," beschwerte sich Toto. "Ich bin derjenige der eure Ärsche retten wird..." Er sah zu seinen Zwillingsdroiden MX1a und MX1b die sich ebenfalls in den kleinen Computerraum drängten. "...ich und äh meine beiden Helfer. Wir werden das ganze in ein paar Tagen..." Er sah in die grummeligen Gesichter der anderen. "Okay, wir werden es in ein paar - Stunden geschafft haben. Ich kann nicht versprechen dass es lange halten wird, aber es wird uns hier raus bringen."
Nun waren auch Carth, Mission und Atton erleichtert. Carth setzte sich wieder auf den Pilotensitz und Atton überließ etwas geistesabwesend seinen Kopilotenplatz der verwunderten Mission. Sie dachte vermutlich dass er dort unbedingt sitzen wolle, doch im Moment gingen ihm ganz andere Dinge durch den Kopf.
Carth dockte sanft an der Andockvorrichtung an und öffnete dann die Schleuse durch die sie ins Innere der Duros Castile gelangten. Die Decke war hier sehr viel höher als in dem kleinen Frachter und Toto wies seine Droiden an sich übereinander zu stapeln umso schneller voran zu kommen. Innerhalb weniger Augenblicke verschmolzen die beiden etwa 1,20m kleinen Droiden zu einem beeindruckenden 2,40m Riesen.
"Wow." sagte Carth nur als er an ihnen auf sah.
"Alles klar, lasst uns losgehen," meinte Mission dann. "Wir haben nicht viel Zeit um die Ersatzteile aus der Condor zu holen, hierher zurückzukehren und dann alles wieder einzubauen um zu verschwinden bevor Curgan hier auftaucht."
"Sollte nicht jemand hier bleiben um die Eagle zu bewachen?" fragte Atton und irgendwie schien Carth zu spüren, dass er dabei Hintergedanken hatte.
"Auf keinen Fall," erwiderte Carth streng. "Wir bleiben alle zusammen, es gehen alle oder keiner."
Dann brachen sie auf ins Innere der Castile um von dort zur Silent Condor zu gelangen.

Oran Denik war noch immer in Gedanken versunken als er zum Transparistahlfenster hinaussah. Die letzten Jahre hatte er an diesem Ort verbracht. Auf der Flucht vor der grausamen Rache der Hutt hatte er sich hier verstecken wollen und die, zum Großteil schwer beschädigten, Raumschiffe entdeckt. Ihm war schon seit längerem klar das er dieses Versteck niemals mehr lebend verlassen würde, dennoch setzte er Tag täglich alles daran um noch so viele Credits wie möglich aus diesem Schrott heraus zu holen. Er war krank und seine Arbeit fiel ihm immer schwerer, aber aus irgendeinem Grund machte er weiter, er wusste nicht warum oder was es ihm bringen würde, aber es war immer noch besser als gar nichts zu tun und sich seinem unausweichlichen Schicksal zu stellen.
Zwei seiner Kameraden begleiteten ihn als Curgan Jurik die Aussichtsplattform der Prince of Rodia betrat.
"So sieht man sich wieder," sagte er und versuchte dabei nicht einmal versöhnlich zu klingen, er legte all seine Verachtung für den früheren Kommandanten in seine Stimme.
Oran sah nicht einmal auf, würdigte Curgan keines Blickes.
"Was willst du hier?" fragte er wie beiläufig.
"Du weist genau was ich will, wo sind sie?" in Curgans Stimme schwang Wut aber auch Verzweiflung mit, Oran wusste, dass es ihm wichtig war Atton Rand und seine Begleiter in die Finger zu bekommen und das seine Chancen mit jeder Minute die verstrich sanken. So sehr er Atton inzwischen auch verachtete, so wusste er doch um dessen Fähigkeiten. Seit die beiden unter Orans Kommando in einer Einheit der Sith gedient hatten, kannten sie sich so gut als wären die zwei Brüder. Anfangs waren sie gute Freunde gewesen doch das änderte sich schnell, was zum Großteil vermutlich Orans Schuld war, und das nicht etwa versehentlich sondern mit voller Absicht. Er erkannte das die Zwei die besten in seiner Einheit waren und er wusste das sie nur zu den besten Jedikillern in der Galaxis werden würden, wenn er ihre Rivalität untereinander anstacheln würde, wenn jeder der beiden alles tun würde nur um den anderen zu übertrumpfen. Das dies eines Tages in einem tödlichen Zweikampf der beiden enden würde war ihm wohl bewusst und vornher präzise eingeplant gewesen. Sie dienten den Sith, sie lebten und starben nach ihren Regeln, sie folgten ihren Lehren und verbreiteten die Weisheit und die Einstellung der Sith weiter in die Galaxie, was sie selbst zu Sith machte. Alle die ihnen im Wege standen wurden gezwungen die Lehren der Sith anzunehmen oder sie bezahlten ihre törichte Missachtung mit dem Leben.
"Ich hatte seit ewigen Zeiten keinen Besuch mehr," log er Curgan an. "Niemand wagt den Flug durch die Anomalie nur um einen sterbenden, nichtsnutzigen, alten Sithverräter zu besuchen." er krächzte beim Aussprechen der Worte was diesen eine gewisse Glaubwürdigkeit verlieh. Es war wirklich nicht sehr wahrscheinlich, dass jemand freiwillig hierher fliegen würde. Doch die Personen die Curgan suchte waren auch nicht unbedingt freiwillig hergekommen. Sie waren seinem Auftraggeber dem Hutten Vogga auf Nar Shadaa entkommen. Curgan und seine Leute hatten sie in alten Sternenjägern verfolgt und ihren corellianischen Frachter beschädigt, sie hatten gar keine andere Wahl als vor ihren verfolgern hierher zu fliehen. Und Curgan kannte Atton viel zu gut um den Worten des alten Oran Denik zu glauben.
"Warum nimmst du ihn in Schutz?" fragte er und seine Stimme klang ruhig, fast enttäuscht, wie die eines Kindes das erkannte das die eigenen Eltern den Bruder viel lieber mochten als ihn. "Warum hieltst du ihn immer für etwas viel Besseres als mich?" Nun klang er eher vorwurfsvoll.
"Weil es schon immer so gewesen war." Nun erhob sich Oran doch aus seinem Stuhl und wandte den Blick von dem mit Trümmern und Raumschiffwracks gefüllten Fenster ab. "Anfangs hatte ich es vielleicht nicht gleich bemerkt und euch Zwei eher als ebenbürtig betrachtet, aber die kalte Präzision, die Geradlinigkeit und die perfekte Ausführung mit der er gegen seine Gegner vorging war beeindruckend. Du warst niemals in der Lage gewesen mit ihm mitzuhalten." Oran zeigte auf Curgans künstliches Bein und spürte dann wie die Wut in ihm aufstieg, fast so als wäre er selbst ein Jedi der die Emotionen anderer spüren konnte, doch in diesem Fall war keine Wahrnehmung durch die Macht nötig, selbst ein Blinder hätte Curgans Zorn sehen können.
Curgan bedeutete seinen beiden Begleitern sich umzusehen und nach Hinweisen für die Anwesenheit von Atton und seinen Freunden zu suchen und nach etwas das ihnen verraten würde wohin sie geflogen sind nachdem sie hier waren.
"Es gibt nur einen Ein- und Ausgang aus diesem Höllenschlund. Sie sind noch immer hier, soviel ist klar, doch dank dieser Müllhalde da draußen gibt es für sie tausend Möglichkeiten sich zu verstecken. Ob wir sie finden ist keine Frage von Können sondern von Zeit. Ich werde sie so oder so in die Finger bekommen und dann diese um ihren Hals schlingen und langsam zudrücken, aber du kannst ihnen und mir eine Menge Zeit ersparen indem du uns gleich sagst wo sie hin sind." Curgan klang kalt und fast unmenschlich. Langsam trottete Oran näher zum Transparistahlfenster und sah traurig nach draußen.
"Was ist nur aus dir geworden? Was hab ich aus dir gemacht? Welchen Schaden habe ich dir, Atton und dem Rest der Galaxis zugefügt als ich mich den unbarmherzigen Sith anschloss? Ich hoffe die Macht wird mir vergeben!"
Curgan sah sich zu seinen Männern um die resignierend die Köpfe schüttelten. Er hatte nicht erwartet irgendwelche Infos zu finden, dafür kannte er auch Oran zu gut und wusste, dass er niemals Aufzeichnungen machte die gegen ihn verwendet werden könnten.
"Ich werde sie schon finden." gab er trotzig von sich, dann griff er an seinen Ausrüstungsgürtel und zog ein Vibromesser hervor. Für einen kurzen Augenblick schien es als würde er zögern, doch dann rammte er es Oran in den Rücken und ließ den sterbenden Mann zu Boden sinken. Dann nahm er eine Sprengladung aus dem Gurt und befestigte sie am Transparisichtfenster. Er stellte den Zünder ein und kehrte dann mit seinem Kameraden zu ihren Sternenjägern zurück. Sie wussten vielleicht noch immer nicht wo sie nach Atton und den anderen suchen sollten, aber die Ionenspur die von der Prince of Rodia wegführte grenzte das Suchgebiet zumindest ein wenig ein.
 
Am Ende der etwa 20 Meter langen Schleuse die von der Celtic Eagle zur Duros Castile führte, befand sich eine stabile Verriegelungstür, die jedoch für die Droiden kein großes Hindernis darstellte. MX1a und MX1b die sich zu einem MX1 Superdroiden zusammengefügt hatten gelang es schnell den Kode zu knacken und die beiden Seiten der Schiebetür aufgleiten zu lassen. Vor ihnen zeigte sich ein Bild der Verwüstung. Carth Onasi hatte in seinem Leben schon einiges gesehen und man konnte ihn, obwohl es ihm selbst widerstrebte, durchaus als großen Krieger bezeichnen, aber so etwas war selbst ihm noch nicht untergekommen. Vor ihnen befand sich einer der typischen Gänge wie sie in den meisten zivilen Raumschiffen vorkamen. Doch in diesem herrschte das totale Chaos, der Boden war aufgerissen, ebenso die Decke und Wände, überall lagen Leichen und alles war übermäßig stark mit Blut verschmiert, unnötig stark, das konnte jeder erkennen, diese Leute waren nicht einfach nur getötet worden, man hatte sie regelrecht zerfetzt und ihre Eingeweide und ihr Blut absichtlich überall verteilt. Der Gestank war fast unerträglich.
Geradeaus führte eine Treppe hinunter zum Maschinenbereich mit dem Antriebssystemen des Schiffes, sowie dem kleinen internen Hangar, den sie durch ein Transparistahlfenster von hier aus sehen konnten. Links von der Treppe war ein etwa 10 Meter langer Aussichtsbereich. Der Hangar war zum größten Teil verlassen. Entweder befanden sich von vornherein keine Jäger an Bord oder sie waren alle ausgeflogen, alle bis auf einen. Carths geschulter Blick als Pilot zeigte ihm, dass der Jäger beim Start und nicht bei einem Landeversuch gegen das äußere Schott gekracht sein musste. Die Treffer, die sich vornehmlich am Rumpf befanden waren ebenfalls nicht durch feindliche Jägergeschosse entstanden sondern vielmehr von einer schweren Handfeuerwaffe verursacht worden, dem großen Kaliber nach zu urteilen möglicherweise von einem starken mandalorianischen Repetierblaster oder etwas vergleichbarem. Wahrscheinlich wurde der Pilot in seiner Kanzel beschossen und so am Start gehindert, deshalb krachte der Jäger dann auch in das Schott. Mindestens zwei Leichen lagen auf dem Verladedeck, zumindest konnte er so viele erkennen. Das sie nicht ins Vakuum hinausgesogen wurden bewies ihm, dass der Energieschild am Hangartor, der Jägern das Starten und Landen erlaubte, die ganze Zeit über aktiv war. Da dieser aber Energie verbrauchte, konnte das Schiff hier doch noch nicht so lange liegen, wie Carth zunächst angenommen hatte, was seine Theorie eines Angriffs während der Mandalorianer Kriege zunichte machte. Darauf passten aber auch einige andere Dinge nicht, die er bereits bemerkt hatte. Mandalorianer waren Krieger und äußerst brutal, derart sinnlose Zerstörungswut wie sie auf diesem Schiff an den Tag gelegt wurde, sah aber nicht einmal ihnen ähnlich. Das Licht flackerte unheimlich und überall hingen Kabel aus den Wänden und es wirkte wie als habe sich ein Lebewesen selbst die Eingeweide herausgerissen und Teile davon einfach heraushängen gelassen. Überall an den Wänden waren Spuren von Verbrennungen, die von Blastern und Granaten herrührten. Es machte den Anschein als habe die Besatzung gegen eine ganze Armee übermächtiger Feinde gekämpft, was wieder zu der Theorie mit den Mandalorianern passen würde, doch selbst die würden eigene Leichen hinterlassen, hier gab es aber nur tote Besatzungsmitglieder, wie es aussah, mussten die Angreifer zumindest in diesem Bereich keine eigenen Verluste einstecken.
Obwohl es auch nach rechts weiter gegangen wäre, gingen Carth und die anderen nach links, zum hinteren Teil des Schiffes. Hier gab es nicht mehr viel, die Brücke war logischerweise in der anderen Richtung, aber in dieser hier befand sich die Silent Condor, ein Schiff derselben Baureihe wie die Eagle, das ebenfalls an der Castile angedockt war und die von ihnen benötigten Ersatzteile besaß. Nach einigen Minuten ereichten sie ihr Ziel und Toto machte sich an die Arbeit. Die vielen Leichen die auch hier herumlagen, ließen weiteres Unbehagen in Carth aufsteigen. Es war eigentlich unwahrscheinlich, dass die Angreifer von der Condor kamen, aber Carth hatte es zumindest kurzzeitig in Erwägung gezogen. Nun sah es aber eher so aus als sei auch die Besatzung der Condor von etwas Gewaltigem ausgelöscht worden und die Leichen der Castile Besatzung deuteten eher darauf hin, dass sie den Condor Leuten helfen wollten. Aber auch hier keine Spur davon was passiert sein könnte und wer der unbekannte Angreifer war.
"Beeil dich lieber," rief er Toto zu. "Wir sollten so schnell wie möglich von hier verschwinden."
"Ich weiß was du meinst." erwiderte Mission Vao. "Ich mache mir Sorgen um Curgan, der da draußen auf uns lauert, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das was hier auf uns lauert noch viel schlimmer sein könnte." Carth stimmte ihr mit einem Nicken zu und drängte Toto erneut sich zu beeilen. Wie versprochen dauerte es nur fast eine halbe Stunde die benötigten Teile auszubauen, laut Toto war es der Einbau der sie viel Zeit kosten würde.
"Also dann," sagte Carth erleichtert. "Lasst und zur Eagle zurückkehren, damit Toto die Ersatzteile einbauen und wir endlich von hier verschwinden können. Ich möchte Curgan und diesen schrecklichen Ort so schnell wie möglich hinter mir lassen." Er lächelte freundlich. "Mission hol Atton und dann..." Er sah sich nach seiner alten Freundin um und bemerkte das sie nicht direkt bei ihm stand, verwundert sah er sich um und entdeckte sie in einem der Nebenräume. Sie stand da und sah Löcher in die Wand, so als hätte sie gerade einen Geist gesehen. Dann sah sich auch Carth vorsichtig um und inspizierte die Umgebung genau, bis er endlich verstand. "Wo ist er?" fragte er mit finsterer Miene.

Fortsetzung folgt
 
Ich habe mir die ersten drei beiträge gerade durchgelesen und finde se echt super doch an dem ersten beitrag von diesem Jahr stört mich das zuviele Machtsprung, Machtgriff, Machtsalto ect... hintereinander genannt werden. Könntet ihr das nicht anders formulieren??
 
Teil 25

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Es fühlte sich seltsam vertraut an als Visas Marr näher an die alte Rakata Anlage in den Schattenlanden trat. Sie war noch nie hier gewesen und doch kam es ihr so vor als würde sie diesen Ort kennen. Ein Gefühl der Enge überkam sie, sie spürte Unbehagen, so als sei sie lange Zeit an diesem Ort gefangen gewesen, als hätte er sie eingefangen, umschlossen und nicht mehr gehen lassen, die Qualen während ihrer Zeit als Nihilius' Sklavin kamen erneut in ihr auf, als sich plötzlich ihre Wahrnehmung änderte. Es war als würde sie einen Traum betreten. Ihre Begleiter waren verschwunden und die Umgebung um sie herum wirkte mit einem Mal so unecht, alles war irgendwie verschwommen. Und dann stand er vor ihr, in seinem schwarzen Mantel gehüllt und das Gesicht unter einer Maske versteckt. Sie aktivierte ihr Lichtschwert und machte sich zum Kampf gegen Nihilius bereit, doch als auch er sein Lichtschwert zündete, gab er plötzlich den Blick auf das was sich hinter ihm befand frei. Es waren zwei kleine Kinder, die sie stark an den Exilanten und sich selbst erinnerten, doch ihre Gesichter waren kalt und leer und spiegelten die dunkle Seite wieder und dann urplötzlich hielten sie Stöcker in den Händen und gingen aufeinander los. Sie bekämpften sich bis aufs Blut und dann tötete das Mädchen den Jungen und sie lachte, sie fühlte sich gut, befreit und losgelöst. Dann sah sie wieder zu Nihilius, er griff sie an und sie verteidigte sich, dabei schlug sie ihm die Maske vom Gesicht und ihr eigenes erschien dort und dann war die Vision vorbei, sie stand wieder neben Mandalore und Zaalbar auf dem Hügel gegenüber der Rakata Anlage. Was sie gerade erlebt hatte war nicht echt, nur ein Traum, ein Alptraum, aber was hatte er zu bedeuten? Der Exilant war in Gefahr und sie musste ihm helfen bevor es zu spät sein würde und nun wusste sie auch, dass diese Gefahr mit Nihilius zusammenhing, er lebte noch, das war ihr nun klar.

Jolee Bindo folgte dem mächtigen Wookiee Zaalbar und den beiden Besuchern, die er hier herunter in die Schattenlande gebracht hatte zur alten Rakata Anlage. Er sah die drei auf einem Hügel stehen von wo aus sie einen guten Blick auf die Anlage hatten und versuchte dann zu ihnen aufzuschließen, doch da veränderte sich plötzlich etwas in seinem Blickfeld, wie ein Schleier der sich darüber zog, es war wie etwas das er schon einmal erlebt hatte und er erinnerte sich kurz an einen Teil seiner Prüfung zum Jedi Meister. Dann blickte er wieder zu den anderen auf den Hügel hinauf, die Umgebung war noch dieselbe, aber einige Details waren anders. Die drei saßen nun auf Sesseln und es erinnerte stark an den Saal in dem der Rat der Jedi tagte. Mandalore der in der Mitte zwischen den zwei anderen stand war plötzlich Sar Kwa Aban ein großgewachsener Equosch, der frühere Vorsitzende des Rates. Neben ihm stand Visas, die nun die junge Atris war. Die spätere Vorsitzende hatte schon damals starken Einfluss gehabt. Rechts von Aban saß nun Vorax Rimon ein Mensch von Chandrilla, der noch immer eine gewisse Ähnlichkeit mit Zaalbar aufwies. Und neben ihm erschien ein Stuhl mit Meister Vandar darauf. Aban der damals scheinbar unter dem Einfluss von Atris stand und fast immer ihrer Meinung war, erhob sich zu seiner vollen Größe und warf Jolee vor die Jedi verraten zu haben. Jolee gab zu sich nicht an den Kodex gehalten zu haben, beschwor jedoch niemals die Jedi verraten zu wollen. Die anderen glaubten ihm nicht und Rimon beschwerte sich darüber, dass Jolee nun auch noch versuchen würde sie zu belügen. Aban beruhigte ihn und ergriff nun wieder selbst das Wort. Er fragte Jolee ob er sich der Konsequenzen bewusst war als er eine leidenschaftliche Beziehung zu einer Frau einging deren Leben er eigentlich beschützen sollte. Er sagte, dass die Jedi niemandem Schaden würden und dass er diese Frau in Gefahr gebracht hätte als er seinen Auftrag auf Alderaan nicht den Jedi entsprechend ausgeführt hätte. Rimon warf ihm nun wieder vor, dass er schon immer widerspenstig gewesen wäre und sich nie wie ein richtiger Jedi verhalten hätte. Jolee erklärte, dass er für die Jedi keine Gefahr darstellen würde, dass er aber dennoch um über sich und seinen Platz in der Galaxie nachzudenken ins Exil gehen würde. Der kleine grüne Meister Vandar, der bisher geschwiegen hatte, ergriff nun unerwartet das Wort. Er sagte, dass die Macht ihnen den Weg weisen würde und nichts ohne Grund geschieht. Jolee habe noch eine wichtige Aufgabe vor sich und die Frau die er liebte sei ein wichtiger Teil dessen.
Dann verschwand die Vision ebenso schnell wieder, wie sie erschienen war und die Personen auf dem Hügel wurden wieder zu Visas, Mandalore und Zaalbar.

Der Wookiee Häuptling fragte sich ob es richtig war die beiden Außenstehenden hierher zu führen. Die Schattenlande sind ein geheiligter Ort der Wookiee und nicht für die Augen von Fremden gedacht. Doch diese Vorrichtung gehörte ebenso wenig hierher. Und Revan, der für Zaalbar ebenso ein Wookiee war wie jeder andere, hatte ihm befohlen diese Einrichtung im Auge zu behalten. Mandalore war ein alter Wegbegleiter der beiden gewesen und hatte eine ähnliche Aufgabe von Revan erhalten, wie er selbst auch. Wenn er ihn hierher brachte, war es fast so als würde er Revan hierher führen und der war der einzige Außenweltler, mal abgesehen von Jolee Bindo, der die Schattenlande nun noch betreten durfte.
Zaalbar glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als nun eben jener Revan auf ihn zu kam. Was tat er hier und wo kam er so plötzlich her? Er sah seine Begleiter an, die noch immer unmittelbar neben ihm standen, doch irgendwie wie versteinert wirkten, als hätte jemand die Zeit angehalten und sie liefe nur für ihn und Revan noch immer weiter. Dann öffnete Revan den Mund und sagte Zaalbar, dass er vom Weg abgekommen sei, dass es seine Aufgabe sei bei ihm zu sein und ihn zu beschützen, dass er sein Volk und sich selbst verraten würde wenn er seine Lebensschuld nicht befolgen und Revan beschützen würde. Zaalbar verteidigte sich und sagte dass er nur seinen Auftrag ausführe und dass er ihn, Revan, angefleht hätte ihn mitzunehmen und seine Lebensschuld zu respektieren aber Revan bestand darauf, dass er hier bleiben würde. Er hat doch nur getan was er von ihm verlangte, er verstand nicht warum er ihn plötzlich dafür verurteilte. Doch Revan sagte immer wieder, dass er in Gefahr sei und dass Zaalbar bei ihm hätte bleiben sollen. Zaalbar stieß ein lautes Knurren aus, als Revan plötzlich verschwunden und die zwei Personen neben ihm wieder zum Leben erwacht waren.
Er machte sich Sorgen, dass das was er eben erlebte mehr als nur ein Traum gewesen sein könnte und dass ihn die Ahnen vielleicht wirklich dafür bestrafen würden, dass er sich nicht an seinen Schwur gehalten hatte. Vielleicht war Revan wirklich in großer Gefahr und es wäre besser gewesen wenn er ihn begleitet hätte?

"Und jetzt?" fragte Mandalore Visas, als sie vor der alten Rakataanlage standen.
"Ich weiß nicht." antwortete sie. "Du bist doch schon mal hier gewesen, sag du es mir."
"Beim letzten mal war es irgendwie anders." versuchte er es zu erklären.
"Wie anders?" fragte Visas nach. Mandalore überlegte einen Augenblick, als er plötzlich ein lautes, wütendes Knurren von Zaalbar vernahm. Er sah kurz zu dem Wookiee, konnte aber nichts ungewöhnliches feststellen. Obwohl er ihn fragen wollte was los sei, überkam ihn ein seltsames Gefühl, so als würde er plötzlich einige Dinge viel klarer sehen, als würde alles um ihn herum nicht mehr existieren und nur noch er wäre da. Er und Visas. Er drehte sich zu ihr um und sie fragte ihn was geschehen sei. Sie fragte warum er sie im Stich gelassen habe, wie er all das was geschehen war zulassen konnte. Er versuchte sich zu rechtfertigen, aber sie sagte, dass sie ihm nicht böse sei und dass es Dinge gebe die größer als sie beide seien. Er weinte und sagte, dass er wünschte dass es nicht so wäre. Dann legte er seinen Kopf auf ihre Schulter und sie streichelte sein Haar. Sie tröstete ihn und sagte dass sie für immer zusammen gehören würden. Er hob seinen Kopf und strich sanft das Tuch vor ihren Augen beiseite. Er blickte in ihre Strahlenden Himmelblauen Augen und ein wohliges Gefühl das er viel zu selten in seinem leben gespürt hatte überkam ihn. Liebevoll streichelte er ihre Wange und wollte sie gerade küssen, als:
"Was hast du vor?" schimpfte Visas und wich zurück, als Mandalore ihre Wange berührte. Blitzartig erkannte er, dass der Traum vorbei war und er sich wieder in der Realität befand. Er rang nach den richtigen Worten, mit denen er ihr erklären könnte was geschehen war, als er ein dumpfes Geräusch hörte und zur Anlage der Rakata sah.
"Ich glaube es geht jetzt los," sagte er und nun wanderte auch Visas wütender Blick von ihm, zur Anlage.
Bisher hatten sie gedacht, dass die Rakata das alles erbaut hatten, damit niemand Unberechtigtes Zugriff auf das hier versteckte Teil der Sternenkarte bekommen würde. Aber offenbar hatten sie sich da geirrt, denn obwohl Revan damals die Prüfung bestanden hatte und sie die gewünschten Informationen erhielten, war die Anlage noch immer aktiv gewesen. Eine unheimliche dunkle Präsenz ging von ihr aus. Revan hatte das gespürt und deshalb hatte er auch Zaalbar damit beauftragt auf die Anlage aufzupassen. Warum sie sich jetzt auf einmal veränderte wussten sie nicht, aber es schien etwas mit der Bedrohung zu tun zu haben, vor der Revan sie gewarnt hatte.
Der Teil mit dem Holoprojektor, der damals die Gestalt eines Rakata darstellte wanderte nun nach oben und wurde zu einer Art Kopf, der ein holographisches Gesicht bekam. Der Rest der Anlage formte sich zu einem Droidenoberkörper, sowie zwei Pylonen, die zu riesigen Armen wurden. Sie stemmten sich gegen den Boden und zogen den Rest des Körpers, der sich unter der Erde befand heraus, die Hüfte kam zum Vorschein und dann noch die gepanzerten Beine. alles in allem war der so entstandene Droide knapp sechs Meter groß.
Visas griff mit der rechten Hand an ihre linke Hüfte und mit der linken an die rechte Hüfte, zog gleichzeitig ihre zwei Laserschwertgriffe hervor und aktivierte sie ebenfalls gleichzeitig, so dass sich die Klingen vor ihrer Brust kreuzten. Sie war eindeutig bereit loszuschlagen, doch Mandalore packte sie am Arm.
"Warte!" sagte er. "Sieh." Er zeigte auf das Wesen, dass sich nur langsam fortbewegte und sie gar nicht beachtete, stattdessen schlug es mit seinen kräftigen Armen auf einen der dickeren Bäume ein und riss ein riesiges Stück aus dem Stamm.
"Das Ding greift nur die Bäume an," sagte er schließlich. Dann sah er hinunter, wo gerade Zaalbar wütend auf den riesigen Droiden zurannte, dicht gefolgt vom alten Jolee Bindo, der auch schon schneller war, dachte Mandalore bei dem Anblick. "Was haben die vor?" fragte er.
"Was denkst du?" antwortete Visas.
"Er greift nur die Bäume an." wiederholte Mandalore verwundert.
"Diese Bedrohung von der du ständig redest, was denkst du, wie sieht sie wohl aus?"
"Eigentlich würde ich sagen wie ein Mandalorianer." erwiderte er lächelnd, "Aber nachdem was ich hier sehe, besteht sie offenbar darin die Wookiees auszulöschen."
"Nicht nur das. Das schlimmste was den Wookiee passieren kann ist die Zerstörung ihres Planeten. Also wie denkst du jetzt über diesen Angriff auf einen Baum?" fragte Visas obwohl sie die Antwort bereits wusste. Mandalore lächelte erneut, griff zu seinem Helm und dem Repetierblaster und stürmte dann feuernd den Hügel hinunter, dicht gefolgt von Visas Marr.
 
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Mit Hilfe eines von Revan während der mandalorianischen Kriege entwickelten Manövers war es gelungen die Hawk unbemerkt an der gewaltigen Flotte der Sithhexen vorbei zu bringen. Dieses Manöver hatte im Krieg Tausenden der gegnerischen Soldaten das Leben gekostet, da es Revans Truppen erlaubt hatte buchstäblich aus dem Nichts zuzuschlagen, heute diente es lediglich dazu nicht von der Sithflotte entdeckt zu werden. Die Ebon Hawk stand nun gut getarnt zwischen meterhohen Pilzen, Fahnen und Schlingpflanzen. Alles, was auf anderen Planeten, nur wenige Zentimeter hoch gewesen wäre, hatte auf Void gigantische Ausmaße.
Ihr Landeplatz befand sich einige hundert Meter von einer 400 Meter hohen Stufenpyramide entfernt. Die Pyramide war aus schwarzem glattem Gestein. Natürlich hatte sich viele Jahre niemand mehr um sie gekümmert und daher war sie im unteren Teil von dicken braunen Dornenranken überwuchert. Vier abgeknickte Obelisken reckten sich von den Eckpunkten der Pyramide dem Himmel entgegen und endeten in langen gekrümmten Dornen. Weitere künstliche Dornen schmückten die Oberfläche der Pyramide. Zwei gewaltige Steinfiguren in archaischen Rüstungen standen vor dem gigantischen Bauwerk.
Revan stand vor der Landerampe der Hawk und blickte zu der Pyramide und den weiter entfernten schwarzen Bergen.
Er atmete tief die feuchte Luft des Planeten ein, sie roch faulig. Auf diesen Planeten konnte es nicht viel Gutes geben. Er schloss die Augen streckte seine Hände von sich in Richtung Boden und ließ die Macht fließen. Er fühlte, die dunkle Seite der Macht. Er nahm sie über die Fingerspitzen auf und spürte wie sie durch seine Arme tief in den Körper drang.
Er beendete die Verbindung, als er bemerkte, dass Yann Kelar neben ihn getreten war.
?Die dunkle Seite ist stark auf diesen Planeten,? meinte Yann.
Revan nickte: ?Das ist sie.?
Er blickte in den schwarzbewölkten Himmel, aus dem violette Blitze zuckten und wie magisch von den Spitzen der Pyramide angezogen wurden und dort beständig einschlugen. ?Das ist kein freundlicher Planet, wir sollten vorsichtig sein,? fügte er hinzu.
Sie entfernten sich langsam und bedächtig vom Schiff. Sie hatten ihre Sinne ganz geöffnet und suchten die Macht nach Störungen ab, die sie auf Gefahren hinweisen würde.
Nach kurzer Zeit wurde die Vegetation so dicht, dass sie nicht mehr weiterkommen würden, ohne ihre Lichtschwerter zu aktivieren.
Yann kniete vor einem gewaltigen Wald aus dichtem Fahn. ?Ich weiß nicht, wenn wir unsere Schwerter benutzen um uns da durch zu schlagen, werden sie wissen, dass wir kommen.?
?Wir sollten uns am besten nach einen Alternativweg umgucken,? meinte Revan ?Einen der höher liegt. Er wandte sich nach rechts einer dicken Dornenranke zu und verfolgte ihrem Verlauf. Sie stieg an und schlängelte sich in Richtung der Pyramide. Für Jedi sollte es verhältnismäßig gefahrlos sein sie als Brücke zu benutzen. Revan stieg auf die Ranke und winkte Yann zu: ?Ich denke wir sollten diesen Weg gehen.?
Revan balancierte sich langsam aus, während er nach oben stieg, die Trittmöglichkeiten waren aufgrund der vielen Dornen nur äußerst begrenzt.
Mit der Eleganz eines Tänzers folgte auch Yann. Er konzentrierte sich nun zwar sehr auf das Finden der richtigen Trittstellen, hatte aber bereits vorher gemerkt, dass sein Machtsinn für Gefahren auf diesen Planeten nur eingeschränkt wirksam war. Er sprach Revan darauf an: ?Dieser Planet gefällt mir wirklich nicht, die Macht.....es ist als würde man alles durch einen Schleier sehen.?
Revan suchte weiter vorne weiter nach sicherem Halt. ?Das ist durchaus möglich, - aber eure Sinne würden euch sowieso nicht viel nutzen die Gefahr ist hier allgegenwärtig.?
Revan war nur kurz abgelenkt gewesen und bemerkte im nächsten Moment, dass er seinen rechten Fuß auf eine glitschige Stelle gesetzt hatte, die ihn nun seitlich wegzog. Revan versuchte schnell dies auszugleichen. Für einen Moment sah es so aus, als würde der Jedimeister seine Balance zurückgewinnen, dann jedoch rutschte er erneut und diesmal heftiger und schneller, er ruderte mit den Armen konnte aber nicht mehr verhindern, dass er endgültig von der Ranke abrutschte und in die Tiefe fiel.
Die plötzliche Belastungsveränderung setzte die Ranke in Schwingungen und Yann hatte nun seinerseits die Mühe die Balance zu halten. Er kämpfte nicht gegen die Ranke an, sondern nahm ihre Bewegung auf und wartete bis sie wieder ruhiger wurde.
Yann stand noch sicher auf der natürlichen Brücke und suchte das Dickicht unter sich nun nach dem gestürzten Revan ab. Er blickte vier Meter nach unten und erschrak, als er Revan gefunden hatte.

Revan war weich gelandet. Er brauchte nur wenige Bruchteile von Sekunden, um wieder zu sich zu kommen.
Er lag auf dem Rücken, seine Arme waren von ihm gestreckt, der Untergrund schwankte leicht im seichten Wind. Er versuchte einen Arm anzuheben und erschrak, als dies nicht ging. Seine Arme waren völlig fixiert und mit keiner Kraftanstrengung war es ihm möglich sie vom Untergrund wegzubekommen. Er drehte vorsichtig seinen Kopf um sich die Umgebung näher anzusehen und selbst der mächtige Jedimeister erschrak, als er feststellte, dass er in einem gewaltigen Netz lag.
Irgendwo vor sich konnte er eine dunkle Präsenz ausmachen.
Er zog noch einmal vorsichtig, aber es war hoffnungslos, er hatte sich klar im Netz verklebt.
Nun spürte er, wie sich die dunkle Präsenz bewegte, das Netz wurde in Schwingungen versetzt.
Er blickte zwischen seine Beine durch zur anderen Seite des Netzes. Dort hatte sich ein großes Blatt verschoben und ein gewaltiges Achtbeiniges Ungetüm war darunter zum Vorschein gekommen. Die Beine hatten eine Länge von jeweils drei Metern. Das Wesen war bräunlich und war schwarz behaart. Zwischen den Beinen saß sein gewaltiger Kopf mit Fangzangen von einen halben Meter Länge. Am Ende dieser Zangen waren zwei spitze Stacheln, von denen eine grünliche Flüssigkeit tropfte. Hinter den Zangen befand sich ein gewaltiger Schlund, aus dem weißer Schaum trat. Langsam balancierte nun dieses grauenvolle Wesen über die einzelnen Netzstränge in Revans Richtung.
Wohl fast jedem Lebewesen hätte, beim Anblick dieses Monsters der Mut verlassen, doch Revan zwang sich zur Ruhe. Er schärfte seine Sinne, verlangsamte Atmung und Puls und hüllte sich in die Macht ein.
Während die Spinne weiterhin näher kam, dachte Revan über Gegenmaßnahmen nach, - was er auch tat er konnte seine Hände nicht befreien.
Die meisten Jedi mussten ihre Hände einsetzen um die Macht zu fokussieren, - aber nicht Revan.
Die Spinne hatte ihn nun fast erreicht, als er den Kopf anhob und den Augenkontakt mit dem Monster suchte. Er fand die vier grauenerregenden rot schimmernden Augen der Kreatur und fixierte sie fest mit seinem Blick, dann griff er nach der Macht.
Die Spinne stoppte kurz und fauchte bösartig, dann setzte sie ihren Weg jedoch etwas langsamer fort.
Nur noch etwas über einen Meter, also gerade noch ein Schritt, und die Spinne würde bei ihm sein. Wenn sie einen ihrer Giftfänge in sein Bein bohrte, wäre es zu spät, das wusste Revan.
Als die Spinne erneut eines ihrer Vorderbeine anhob griff Revan noch stärker nach der Macht.
Sekunden schwebte das Bein der Spinne drohend in der Luft dann senkte es sich wieder genau auf die Stelle herab, an der es zuvor gestanden hatte.
Die Kreatur knurrte und große Mengen des grünen Giftes tropften von ihren Fängen herab, konnten Revan aber nichts anhaben.
Die Beine der Spinne zitterten heftig. Revan konnte deutlich in ihren Augen lesen, dass sie unbedingt noch diesen letzten Schritt machen wollte um ihre sichergeglaubte Beute endgültig zu erlegen, doch ihr Körper musste sich seinem Willen und seiner Macht beugen.
Revan hatte ein vorläufiges Patt erreicht, er war durch das Netz gebunden, die Spinne durch seine Macht. Sie konnte ihn nicht angreifen, aber er konnte es auch nicht, würde er sich auf irgend etwas anderes konzentrieren, als die Spinne an ihrem Platz zu halten, so würde er fraglos die Kontrolle verlieren und sie würde ihren letzten Schritt machen können.

Während Revan noch darüber nachdachte, wie lange er seine Kontrolle wohl aufrechterhalten konnte, sah er wie der Exilant von oben herabstieß und auf dem gewaltigen Körper der Spinne landete, - sein Lichtschwert zündete. Die Spinne schrie wütend auf und konnte sich aber praktisch nicht bewegen. Yann durchtrennte mit zwei schnellen Schnitten ihre beiden vorderen Läufe, was die Spinne nach vorne wegkippen ließ. Revan stellte erleichtert fest, dass ihr Kopf zwischen seinen Beinen zum liegen kam und ihn eine der Giftklauen nicht noch zufällig erwischte. Die Spinne war nun zusätzlich noch durch ihr eigenes Netz gefangen. Ihre Fangzähne schlugen zusammen und sie brüllte Revan an, dieser lächelte ihr nun mit Genugtuung zu.
Yann stand nun im Nacken der Spinne, wirbelte einmal sein Schwert herum und stieß es dann in den Kopf der Spinne.
Sekunden später erstarb die Bewegung in den Fangzähnen und das Schimmern in den Augen verlöschte, - die Spinne war tot.
Es war für Yann keine große Schwierigkeit vom Körper der toten Spinne aus Revan aus dem Netz herauszuschneiden.
Revan fiel dem Boden entgegen, drehte sich in der Luft aber elegant, bremste seinen Sturz mit Hilfe der Macht und kam 6 Meter tiefer sicher mit beiden Füßen auf dem Boden auf.
Oben betrachtete Yann noch einmal kurz den Ort des Kampfes und folgte Revan dann durch das Loch im Netz.
?Das war ganz schön knapp,? meinte er, nachdem er ebenso sicher wie Revan gelandet war.
Revan nickte und sagte in einem überaus freundlichen Tonfall: ?Ja, Danke für die Hilfe. Es tut gut einen Freund in dieser Wildnis dabei zu haben.?
Yann zog eine Augenbraue hoch: ?Freund??
Revan nickte: ?Ich verstehe eure Vorbehalte, aber ich hoffe, dass ihr mir eines Tages das Privileg zugesteht euer Freund zu sein.?
?Vielleicht kommt dieser Tag ja mal.?
Damit war die Unterhaltung beendet und Revan wies ins Dickicht: ?Sieht so aus, als wenn hier die Vegetation nicht ganz so dicht ist, wir sollten dort durchkommen können.?
Im nächsten Moment schob er zwei große Blätter beiseite und verschwand im Gehölz. Yann folgte ihm. Während sie sich langsam ihren Weg bahnten, spürte Yann einmal mehr, wie ein dunkler Schleier über seine Machtwahrnehmung lag. Hoffentlich würde er eine Gefahr trotzdem rechtzeitig erkennen können.
 
Es dauerte nicht lange und sie hatten ihren Weg gefunden. Revan trat aus dem Gebüsch heraus und stand auf dem Vorplatz der gewaltigen Sithpyramide. Sie hatten ihr Ziel das Grabmahl von Kronos erreicht.
Yann war etwas zurückgefallen und froh endlich wieder aus dem Dickicht raus zu kommen. Er ging einige Schritte und schaute sorgenvoll zur Spitze der Pyramide auf.
Plötzlich griff Revan einige Meter vor ihm an seinen Gürtel und entzündete beide Lichtschwerter.
Yann mußte dies so deuten, dass eine Gefahr in unmittelbarer Nähe war, die er noch nicht spüren konnte. Revan hatte als Grenzgänger ohne Frage auch an diesem dunklen Ort die volle Kontrolle über seine Machtfähigkeiten.
Yann griff nach seinem eigenen Schwert, doch bevor er es erreichen konnte, wickelte sich eine schwarze Ranke um sein rechtes Handgelenk und zog seinen Arm schmerzhaft nach hinten. Im nächsten Moment wurde auch sein linker Arm ergriffen. Yann stieß einen Fluch aus, als weitere Ranken ihn von den Füßen rissen. Es ging alles sehr schnell, Yann sah Revan mit beiden Lichtschwertern, wie in Zeitlupe auf sich zulaufen. Er wurde in Richtung des Gebüsches gezogen aus dem sie kurz zuvor getreten waren, anscheinend hatten sie dort etwas aufgescheucht. Nun wurde auch sein Hals umwickelt, ihm blieb sofort die Luft weg, als die Ranke sich fester zuzog.
Im nächsten Moment war Revan bei ihm. Yann spürte die Hitze von Revans Schwertern, als dieser mit größter Präzision die Ranken dicht an seinem Körper durchtrennte und Yann so wieder befreite.
Yann holte tief Luft, als der Druck auf seinem Hals verschwand und brachte sich wieder auf die Beine.
?In den Tempel,? rief Revan ihm über das Surren und Zischen der Schwerter hinweg zu.
Yann gehorchte und rannte in Richtung des Tempeleingangs, sobald er wieder auf die Füße gekommen war. Nach mehren Metern blickte er über die Schulter und sah, wie dort Revan im Zentrum einer unüberschaubaren Zahl von Ranken stand, die wütend durch die Luft peitschten und nach dem Jedimeister griffen. Mit kaum vorstellbarer Geschwindigkeit schlug Revan in alle Richtungen. Yann verfolgte die Ranken zu ihrem Ursprungsort und entdeckte dann etwas versteckt am Waldesrand eine Art gigantische Muschel. Die beiden Teile dieser Muschel schnappten beständig und gierig, ohne Frage war ihr Schlund groß genug um einen Menschen einfach zu verschlingen.
Als Yann den Eingang des Tempels erreicht hatte, machte sich auch Revan auf den Rückzug. Mit einigen extravaganten Schlägen gelang es ihm sich aus dem tödlichen Sturm von Tentakeln zu befreien. Nun befanden sich die übriggebliebenen Ranken vor ihm. Er wich rückwärts zurück. Seine Schwerter hatte er dabei nach vorne gestreckt, sie drehten sich schnell wie Rotorblätter. Immer wieder schoss eine der Ranken auf ihn zu um nach ihm zu greifen. Aber jede Ranke geriet in die Wirbel der Schwerter und wurde sauber durchtrennt, bevor sie den Jedimeister erreichen konnte. Als Revan die Treppe der Pyramide erreicht hatte, hatte es die Pflanze aufgegeben. Ihre wenigen verbleibenden Tentakel lagen eingerollt müde und traurig um die Muschel herum. Diesmal hatte sie sich die falsche Beute ausgesucht.
Revan schaltete die Schwerter zufrieden ab und hängte sie an seinen Gürtel. Er wollte sich sofort ins Innere des Tempels aufmachen, doch Yann hielt ihn zurück.
?Nun ist es wohl an mir mich zu bedanken.?
Revan nahm den Dank ruhig an: ?Das war selbstverständlich, wir müssen zusammenhalten. Aber nun sollten wir uns beeilen. Wenn ich die Blitze, die in die Pyramide einschlagen richtig deute, haben sie mit der Erweckung von Kronos bereits begonnen.?
Und so machten sich die beiden Jedi auf, tief in das Grabmahl des wohl mächtigsten jemals existierenden Siths vorzustoßen.

Fortsetzung folgt
 
Kapitel 26

***

Ihre Lider schmerzten als sie versuchte ihre Augen zu öffnen und die Dunkelheit dem spärlichen Licht ihres kargen Aufenthaltsortes wich. Sie versuchte die Schmerzen, die drohten ihre Gelenke zu zerreißen, zu ignorieren. Sie fühlte sich ausgehungert und ihre Lippen waren spröde. Erleichtert und dankbar nippte sie an dem Wasser dass ihr jemand an den Mund führte. Ihre Arme und Beine waren gefesselt, aber sie konnte sich nicht mehr erinnern warum oder wo sie war. Dann plötzlich durchbrach dieser unmenschliche Ton die Stille und schlagartig wurde es ihr wieder klar. Sie spuckte das Wasser aus und sah die Frau, die es ihr gereicht hatte spöttisch an. Es war die Gehilfin des fiesen Sithlords Darth Nihilus, die bereits seit seiner Ankunft für ihn gesprochen hatte, da seine Worte für alle anderen völlig unverständlich waren.
Die Dienerin hörte wie Lisanna zu ihr sprach:
"Du könntest die Auserwählte sein nach der er gesucht hat, du und nicht dein Begleiter. Du bist mächtiger als er und stärker, stark genug um alles zu besiegen was sich dir in den Weg stellt, du musst nur die Chance annehmen die sich dir bietet, du musst endlich erkennen, dass du nur frei sein kannst wenn du dich von den Fesseln der Jedi löst."
"Wenn es Fesseln sind, so habe ich sie mir selbst auferlegt und werde auch selbst bestimmen ob ich sie löse oder nicht. Euer Meister will, dass ich mich der dunklen Seite anschließe, aber das wird niemals geschehen." antwortete die Dienerin ernst.
"Nicht der dunklen Seite, der Freiheit. Der Freiheit alles zu tun was du willst." Lisanna ließ nicht locker, aber die Dienerin war überzeugt von dem was sie sagte und wollte sich nicht beirren lassen. Lisanna schien dies zu erkennen und änderte ihre Taktik.
"Es ist wegen ihm oder?" fragte sie und zeigte durch das offene Fenster, über die grüne Wiese, rüber zu dem kleinen Steingebäude in dem der Jünger gefangen gehalten wurde. "Er hat dich verraten und das weist du auch, was glaubst du warum wir dich geholt haben? Seit unserer Ankunft hier, wollte der Meister nur mit ihm reden und auf einmal bist du hier. Du weißt genau was das bedeutet. Wir haben deinen Freund gefragt ob wir ihn töten sollen und er verneinte es, dann fragten wir ihn ob wir dich töten sollen und er stimmte zu."
"Nein das stimmt nicht," protestierte die Dienerin. "Ihr lügt."
"Sieh in dein Herz, du weißt das es stimmt." Nach Lisannas Worten ,lies sie verletzt den Kopf sinken. War es so, hatte sie recht mit dem was sie sagte oder wollte sie nur, dass sie das glaubte? Wollte sie die Dienerin nur in den Wahnsinn treiben? "Du musst ihn töten, bevor er dir zuvor kommt. Er wird es tun, er wartet nur noch auf den richtigen Augenblick um zuzuschlagen, das darfst du nicht zulassen, du bist stärker als er."
Die Dienerin wand sich und versuchte sich die Ohren zuzuhalten um die Worte der Sith nicht mehr hören zu müssen, aber ihre Hände waren an der Wand gefesselt und sie konnte sie nicht an die Ohren bekommen. Sie überlegte kurz, ob sie die Macht einsetzen solle um ihre Ohren davor zu verschließen, aber das war genau das was Lisanna wollte, nein, sie durfte die Macht nicht einsetzen, sie durfte sich einfach nicht auf die dunkle Seite ziehen lassen.
"Wenn du es nichts tust, dann wird er der Schüler von Nihilius. Willst du das? Willst du das dein Freund zum Sithlord wird?" Ihre Stimme klang so beschwichtigend, als würde sie durch die Macht selbst zu ihr reden und es fiel schwer der Stimme zu widerstehen. Lisanna kam näher, packte mit einer Hand sanft das Kinn der Dienerin und hob es an, damit sie ihr in die Augen kucken konnte. "Okay, ich verstehe du bist nicht soweit, nun gut. Dann werde ich es eben tun." Sie ging rüber zu einem kleinen Tisch und griff nach den Lichtschwert der Dienerin das darauf lag. "Dann werde ich ihn eben töten."
"Nein!" schrie die Dienerin plötzlich auf. Sie wollte es eigentlich gar nicht, aber irgendwie kam es aus einfach aus ihr heraus.
"Bravo!" applaudierte Lisanna. "Es war also doch die richtige Entscheidung dich auszuwählen, ich muss ehrlich gestehen, dass ich fast an meinem Meister zweifelte, weil er dich auserwählt hatte, aber er lag richtig, die dunkle Seite hat bereits die Oberhand gewonnen." Lisanna legte das Lichtschwert wieder an seinen Platz und ging ein paar Schritte beiseite. Die Dienerin sah ihre Waffe für eine Weile mit einem leeren Blick an und dann begannen ihre Augen böse zu funkeln und das Lichtschwert zuckte kurz, fast unmerklich und dann heftiger. Es bewegte sich auf dem Tisch und die Dienerin versuchte es zweifellos mit Hilfe der Macht in ihre Hände schweben zu lassen, aber dann gab sie plötzlich auf.
"Nein!" schrie sie und Lisanna wurde sofort wieder wütend und verpasste ihr einen Schlag ins Gesicht. "Du undankbares Miststück, wie kannst du mich nur so enttäuschen?" Das war eher eine rhetorische Frage, als das sie ernsthaft eine Antwort erwartete.
Die Dienerin lächelte gequält zur Freude ihres Triumphes über die böse Sithanhängerin.
Nihilus stand die ganze Zeit etwas abseits in dem Raum und beobachtete die Zwei. Nun sagte er plötzlich etwas zu Lisanna, was der offenbar gar nicht gefiel.
"A-aber ihr braucht mich." erwiderte sie. Nihilius sagte erneut etwas unverständliches und Lisanna wich ängstlich aber auch wütend zurück. "Das könnt ihr nicht tun," sagte sie aufgebracht. In ihrer Wut und Verzweiflung griff sie nach dem Lichtschwert das noch immer auf dem kleinen Tisch lag und zündete es. Dann ging sie auf die Dienerin zu.
Schnell, wehr dich, halt sie auf. Setz deine Machtfähigkeiten ein um sie daran zu hindern. Sie will dich töten, das darfst du nicht zulassen, ergib dich der Macht, töte sie Brianna. Töte sie! Erschrocken sah die Dienerin auf, aber nicht wegen dem was sie gehört hatte, sondern weil ihr klar wurde, dass sie soeben die Stimme von Nihilius gehört hatte, sie konnte ihn verstehen, in ihrem Innersten konnte sie verstehen was er sagte und das machte ihr Angst und dann wich diese Angst der Wut, darüber, dass sie sich ihm geöffnet hatte, dass sie zugelassen hatte dass sich ihm ihr Geist öffnete. Und dann verwandelte sich die Wut in Hass, Hass auf Nihilius und Hass auf alles, unbändiger Hass, unkontrollierter Hass, so rein und natürlich, klar und einfach lagen alle Antworten vor ihr und das Universum kniete vor ihr nieder. Ihre blaue Klinge kam auf sie zugerast, aber sie duckte sich einfach unter ihr durch und stemmte sich ihr dann so geschickt entgegen, dass ihre Fesseln durchtrennt wurden ohne sie selbst dabei schwer zu verletzen. Stärker und mächtiger als jemals zuvor stand sie nun vor Lisanna und fühlte sich als würde das Blut der ganzen Galaxis durch ihre Adern fließen. Lisanna wich ängstlich zurück, aber ihr Leben war bereits verwirkt, sie wusste es nur noch nicht. Die Dienerin riss ihr mit der Macht das Lichtschwert aus der Hand und trennte ihr in einer einzigen geschmeidigen Bewegung, sauber den Kopf von den Schultern ab. Ihr Blick war kaltblütig und absolut gleichgültig, ihre Empfindungen in diesem Augenblick waren gleich Null, vollkommen gefühlskalt. Mit der aktivierten blauen Doppelklinge in der Hand ging sie langsam und bedächtig auf den Sithlord zu. Plötzlich tauchten zwei seiner Wachen vor ihr auf, doch sie reagierte gar nicht auf sie, tötete beide wie mechanisch, präzise und effektiv. Selbst vor den Sklaven, die um Nihilius herum standen machte sie nicht halt. Sie tötete einen Mann und eine Frau mittleren Alters, so als wären sie gar nicht da, als würde es überhaupt nicht passieren. Sie tat es, aber die damit verbundenen Emotionen drangen nicht zu ihr durch. Es war nur noch ein kleines Mädchen übrig, höchstens zehn Jahre alt. Die Dienerin hob ihre Klinge und wollte gerade zuschlagen, als sie plötzlich entsetzt ihre Augen aufschlug, sie deaktivierte ihr Lichtschwert und hielt sich die Hände an den Kopf als habe sie unermessliche Schmerzen.
"Nein, nein, ich kann das nicht tun," stammelte sie. Das Mädchen ergriff ihre Chance und rannte Richtung Tür. Doch es gelang ihr nicht ihr zu entkommen. Nihilius kreischte etwas in seiner eigenen irren Sprache und die Dienerin hob ihren Blick wieder, aktivierte ihre Waffe und warf sie gegen das Mädchen, die unversehens in zwei Teile geteilt wurde. Die Echani fing ihre Waffe wieder auf, deaktivierte sie ein weiteres mal und kniete dann vor Nihilius nieder.
"Sagt mir wie ich euch dienen kann Meister...?"

Die Tür öffnete sich und zwei von Nihilius' Wachen brachten denn geschundenen Jünger herein. Die Dienerin öffnete ihre Augen und brauchte einen kleinen Augenblick um zu begreifen, wo sie war. Lisanna betrat die Zelle der beiden Jedi und fauchte die Dienerin böse an. "Keine Sorge, du bist auch noch dran." Erst als Lisanna und die Wachen wieder draußen waren, wurde ihr klar was geschehen war. Nihilius war längst in ihrem Kopf und suggerierte ihr Bilder, schreckliche, alptraumhafte Visionen in denen sie der dunklen Seite erlegen war. Eilig begab sie sich zum auf dem Boden liegenden Jünger und half ihm sich aufzusetzen, seinen Rücken lehnte sie vorsichtig an die Wand. Er bemerkte ihre gequälten und zugleich entschlossenen Gesichtsausdruck.
"Was ist los?" fragte er vorsichtig aber verwundert.
"Wir müssen hier weg," entgegnete ihm die Dienerin kühl. "Schon morgen werden wir ausbrechen und von hier fliehen."
 
***

Bastila und HK47 waren noch immer auf dem Rückweg zu ihrem G-Wing. Sie hatten keine andere Wahl und mussten ihren Freund Bao Dur zurücklassen, dennoch fühlte sich Bastila als habe ihr jemand ein glühendes Lichtschwert ins Herz gestochen. Das Gefühl des Versagens brannte wie Feuer in ihr und sie fürchtete Bao Dur, Revan und den Rest der Galaxis, aber vor allem sich selbst im Stich gelassen zu haben. Diese HK50 waren eine schlimme Bedrohung für die Republik und die Fabrik zu zerstören wäre von entscheidender Bedeutung gewesen. Doch nun waren ihre Chance auf Null gesunken. Und es ärgerte sie, dass ihnen Darth Lich nicht einmal HK50 Droiden hinterhergeschickt hatte. Er hatte ganz sicher etwas vor, sonst hätte er sie längst getötet, aber vielleicht war er so selbstsicher, dass er sie einfach nicht als Bedrohung ansah, oder aber er war einfach so verrückt wie er sich gab und es war völlig müßig sich um seine Handlungen Gedanken zu machen. Eines war jedenfalls klar, sobald sie und HK47 zurück beim Schiff wären würden sie sofort mit Carth Verbindung aufnehmen und ihn um Hilfe bitten.
Noch während Bastila dies dachte, verließen die zwei endlich das Höhlensystem das ins Innere der Fabrik führte und erreichten die Stelle an der sie ihren G-Wing gelandet hatten. Bastila wäre fast hinten übergekippt vor Entsetzen.
"Feststellung: Dieses rauchende Loch im Boden von Geonosis' Oberfläche hat offenbar bis vor kurzem noch unser Fortbewegungsmittel dargestellt." Bastila schloss sich der Aussage von HK47 an. Und nun war ihr auch klar wieso sie Lich so einfach entkommen ließ, er wusste, dass sie den Planeten nicht verlassen könnten ohne ihr Raumschiff.
"Dringende Frage: Wie sollen wir denn nun von diesem widerwärtigen Stück Abfall von einem Planeten weg kommen?" Auf diese Frage des Droiden wusste Bastila auch keine zufriedenstellende Antwort, also ließ sie geknickt den Kopf sinken und setzte sich in Bewegung.
"Ich hab da hinten vorhin weitere Höhlen gesehen. Es wird bald dunkel und wir sollten uns eine Unterkunft suchen, aber ich möchte ungern neben einem Killerdroiden aufwachen." Sie sah in HK's glühende Photorezeptoren und wurde sich sogleich ihres Fehlers bewusst. "Ging nicht gegen dich HK!"
"Fesstellung: Sie könnten mich mit solchen Aussagen nicht einmal beleidigen, selbst wenn sie wollten. Ich schenke solchen Gebärden von Fleischsäcken kaum Beachtung und habe keine Gefühle die verletzt werden könnten." Bastila lächelte ihn an. "Drohung: Wenn sie so etwas allerdings noch mal versuchen werden ich..." Bastilas Lächeln verzog sich wieder so schnell wie es aufgetaucht war.
"Schon klar, du wirst mir die Haut abziehen, meine Eingeweide braten, und mit meinen Augen Pazaak spielen. Liege ich damit ungefähr richtig?"
HK 47 schien erstaunt über ihre Worte zu sein. "Ergänzung: So etwas ähnliches, aber es ist nicht möglich mit Augäpfeln Pazaak zu spielen, allerdings würde ich ihnen noch ihre..." Die Jedi hörte ihm schon nicht mehr zu, als er weitersprach. Die zwei gingen Gemeinsam zu den Höhlen die Bastila angesprochen hatte um sich dort etwas zu erholen und Pläne zu schmieden, wie sie Bao Dur befreien und dann von hier verschwinden könnten.

Bastila war kaum zur Ruhe gekommen und hatte sich nur für kurze Zeit in die Meditation zurückgezogen, als sie von einer Bewegung in der Dunkelheit der düsteren Höhle gestört wurde.
"Wer ist da?" fragte HK47 der bereits sein Blastergewehr gezückt hatte und es in die Dunkelheit hielt.
Vorsichtig richtete sich nun auch Bastila auf und aktivierte die Goldenen Doppelklingen ihres Lichtschwerts. Sie konnte zwar mit ihren Jedisinnen nicht genau feststellen was da war, aber sie wusste eindeutig das dort etwas lauerte und wenn sie raten müsste würde sie auf die HK50 tippen. Doch zu ihrer Überraschung rollten und klapperten etwa ein dutzend harmloser Droiden verschiedenster Bauarten hervor. Sie blieben etwa zehn Meter von Bastila und HK entfernt stehen, am Rande der Grenze zwischen dem hellen Bereich und der Dunkelheit der Höhle. Dann trat einer von ihnen hervor. Ein silber glänzender Protokolldroide mit auffallend weiblichen Formen. Dieser Droide sah so menschlich aus, dass es Bastila schon fast obszön erschien dass diese Droidin unbekleidet herumlief.
"Warum bist du nicht bei den anderen in der Fabrik und was machst du mit diesem - Fleischsack?" Die Protokolldroidin schien Bastila gar nicht wahrzunehmen als sie mit HK47 sprach.
"Klarstellung: Ich äh bin nicht, sie halten mich offenbar für einen von den äh HK50, aber ich bin äh HK47. Das Original!" HK hatte das auffällige Aussehen des Protokolldroiden offenbar auch bemerkt, denn er hielt seine Waffe unruhig mit dem Lauf nach unten und sah ständig verlegen zu Boden während er mit ihr sprach.
"Was ist los mit dir HK, du stotterst ja?" fragte Bastila lächelnd.
"Protest: Ich stottere nicht, nur ein kleiner Fehler in den Subroutinen meiner Sprachmatrix, ich habe das Problem aber längst wieder behoben." Irgendwie glaubte ihm Bastila diese Ausrede nicht ganz, wäre er ein Mensch würde sie denken er sei vom Anblick der Droidin aus dem Konzept geraten oder habe sich sogar verliebt. Aber zum Glück war er ja nur ein Gefühlloser Droide!
"Du bist also keiner von Meister Lichs Droiden?" fragte die Protokolldroidin. "Was machst du dann hier?"
"Immer langsam Püppchen." mischte sich Bastila ein. "Wir stellen hier die Fragen, also sag mir lieber wer ihr seid und was ihr hier macht?"
"Ich bin C4C4, Roboter Mensch Kontakter. Aber mein früherer Meister nannte mich immer Cici. Aber mir war immer unbehaglich in seiner Nähe, die Art wie er mich behandelte war nicht die zwischen Menschen und Droiden übliche Art und Weise." Bastila runzelte bei den Worten der Droiden verständnisvoll die Stirn. Dann sprach Cici weiter. "Meister Lich sammelte Droiden für seine Unterhaltung und nahm mich mit. Deshalb bin ich hier. Hier in den Höhlen gibt es eine richtige Stadt, nur das hier keine Lebewesen wohnen, sondern nur wir, nur Droiden. Inzwischen kommt Meister Lich nur noch selten hierher. Er sagte er mag den Kontakt mit anderen Lebensformen nicht und hat lieber nur Droiden um sich."
"Weißt du was er mit den ganzen HK50 Droiden vor hat?" fragte Bastila.
"Nein. Darüber hat er mit uns nie gesprochen. Wir wissen nur dass er Hundert tausende davon produziert, direkt unter uns in den Höhlen unter der Stadt. Die HK50 kommen aber normalerweise nie zu uns herauf."
"Habt ihr Waffen oder Raumschiffe?"
"Nein, wir haben nichts dergleichen. Meister Lich ließ sämtliche Raumschiffe zerstören, niemand darf diesen Planeten verlassen. Und Waffen haben wir auch nicht, keiner von uns ist ein Kampfdroide, vor uns habt ihr nichts zu befürchten."
"Gut zu wissen," meinte Bastila, allerdings eher ironisch. "Gibt es vielleicht noch andere Intelligente Lebewesen auf diesem Planeten?"
Cici überlegte einen kurzen Augenblick bevor sie antwortete. "Es gibt hier einige wilde Kreaturen, aber die sind nicht zu bändigen. Die Geonosianer selbst sind nicht mehr als Primitve. Es sind insektenähnliche Humanoide mit Flügeln, die vornehmlich in den Höhlen dieser Welt leben. Falls eure Frage darauf hin zielt ob sie euch helfen würden, muss ich euch leider enttäuschen. Sie sind lernfähig und haben die Droidenfabriken bereits mehrfach erkundet, aber sie werden frühestens in ein paar Tausend Jahren soweit sein, dass man sie als annähernd zivilisiert bezeichnen könnte. Lich sieht sie nicht als direkte Bedrohung an, aber seit seine Droiden sie für Zielübungen benutzten, verstecken sie sich weiter unten, tiefer in den Höhlen."
Bastila hörte den Erklärungen der Droidin aufmerksam und nachdenklich zu.
"Kommt mit in unsere Stadt, dort könnt ihr euch erholen und wenn ihr möchtet weitere Fragen stellen, ich werde euch gerne zu Diensten sein." bot die Protokolldroidin an und Bastila und HK47 folgten ihr und den anderen Droiden tiefer in die Höhlen hinein.
Bastilas Blick erfasste erneut Cici's realistisch geformten Körper und je länger Bastila sie betrachtete, desto mehr wünschte sie sich Cici würde sich zumindest einen Mantel umhängen, auch wenn das für Droiden eher unüblich ist.

Die Stadt von der Cici sprach war eher ein Dorf, das sich mitten in einer großen Aushöhlung befand. Die Spuren von Lichs Fabrik waren hier allerdings schon wieder sehr deutlich zu sehen, an den Wänden verliefen Kabel oder Rohre. In einer kleinen Ausbuchtung sah Bastila dünne Rohre mit Gelenken sie sich ständig auf und ab bewegten und wie Spinnebeine aussahen die sich wie wild bewegten aber einfach nicht von der Stelle kamen, so als klebten sie am Boden. Am anderen Ende der Höhle ging es nicht weiter, Bastila entdeckte mehrere unterschiedlich große Löcher durch die man hinaus ins Freie sehen konnte. Da es auf Geonosis vermutlich nicht regnete, müssen sich die Droiden keine Sorgen machen, dass sie aufgrund der Löcher nass werden würden, allerdings wehte ihnen vermutlich bei starkem Wind der Sand hinein. Bastila beschloss sich keine Gedanken darüber zu machen und setzte sich an den Tisch, den ihr Cici anbot. Und dann nahm sie etwas von dem Essen und trinken.
"Wozu braucht ihr das?" fragte sie als sie heruntergekaut hatte.
"Oh, ehrlich gesagt gehört das zu Meister Lichs Vorrat, aber er hat genug und wird den Verlust kaum bemerken. Er ist ohnehin nicht sehr viel." beantwortete Cici ihre Frage.
Dann beschloss Bastila, dass es vermutlich kein Problem sei Cici und die anderen einzuweihen. Falls sie vorhatten sie an Lich zu verraten wäre es auch egal, vermutlich wusste er eh schon alles was sie Cici erzählen würde.
"Wir sind hier um Lich aufzuhalten und seine Fabrik zu zerstören."
"Das haben wir uns bereits gedacht," sagte Cici und sah sich zu ihren Kameraden um. Obwohl sie nicht so aussahen waren die anderen Droiden vermutlich in einem ebenso hervorragenden Zustand wie Cici selbst. Die meisten waren aus mehren Teilen zusammengesetzt oder hatten zusätzliche Verbesserrungen eingebaut bekommen. Alles in allem hatte man nicht unbedingt auf die Optik gedacht sondern mehr auf die Funktionalität, was diese Droiden trotz ihres Aussehens keinesfalls zu Schrotthaufen machte. "Wir sind zwar nur Droiden aber wir haben längst bemerkt, dass Meister Lich nichts Gutes plant. Aber wir können nichts dagegen machen. Sie aber schon." Für Bastila klang das fast schon wie ein Hilferuf der Droidin. Also erzählte ihr Bastila davon das sie Bao Dur zurücklassen mussten. Daraufhin zog sich Cici für einige Minuten zur Beratung mit ihren Kameraden zurück, dann kam sie mit einem kleineren Arbeiterdroiden wieder an Bastilas Tisch.
"Das ist GV 69." sagte sie und verwies auf den Droiden an ihrer Seite. "69 ist eine Spezialanfertigung." Bastila sah ihn sich etwas genauer an. Sein Körper bestand aus zwei Zylindrischen Blöcken, der eine war senkrecht angebracht, der andere im 90 Grad Winkel dazu. Oben und unten waren Ringe angebracht. An dem oberen befand sich der kleine Kopf und die Knopfaugen, die ihn irgendwie niedlich erscheinen ließen. Am unteren Ring waren drei Rollen angebracht mit denen er sich fortbewegen konnte. An den Seiten hatte er Ketten, wie sie auch an Panzerfahrzeugen angebracht sind. Am Rücken war ein Ausrüstungsbehälter. Cici erklärte das GV's früherer Besitzer nicht sehr gut laufen konnte, deshalb konnte der Droide den Oberkörper nach vorne beugen und sich auf die Panzerketten legen, der vordere Ring wurde nach oben auf den Rücken geklappt und der untere Ring mit den Rollen war dann hinten und diente als Rücklehne, denn nun war es möglich, dass sich eine Person auf den Rücken von GV setzte und sich von ihm herumfahren ließ. Sehr praktisch für jemanden der nicht mehr sehr gut zu Fuß war.
Cici erklärte nun weiter, dass 69 sie durch das Belüftungssystem heimlich in die Fabrik bringen könne, so wäre es ihnen möglich ungesehen ihren Freund zu befreien und dann, wenn sie drauf bestehen, auch noch die Fabrik zu zerstören. Bastila nickte zufrieden.
"Dann los!"
 
"Es war eine glückliche Fügung der Macht, dass sie sie hierher führte. Ich habe ihre Anwesenheit bereits lange bevor sie ins System gesprungen sind gespürt."
"Ach ja?" erwiderte Bao Dur und versuchte Desinteresse zu heucheln. Darth Lich hielt ihn nun schon seit mehreren Stunden gefangen und Bao Dur hoffte mehrmals er hätte ihn gefoltert oder zumindest alleine irgendwo eingesperrt, aber stattdessen zwang er ihn ihm bei seiner Arbeit zu helfen. Lich erzählte ihm, dass die Droidenarmee nicht für ihn sei sondern im Auftrag einer anderen Partei gebaut würde. Er erklärte ihm aber auch, dass es noch nicht soweit sei ihm mehr darüber zu erzählen. Lich konstruierte mehrere verschiedene Einheiten Typen. Der größte Teil der HK50 bestand aus den Normalen die sie bereits kannten. Sie waren für den allgemeinen Einsatz gedacht und mit einem gängigen Blastergewehr ausgestattet. Zusätzlich gab es jedoch noch die schweren Einheiten, die mit einem Raketenwerfer ausgerüstet waren und dann noch die Scharfschützen mit Zielvorrichtungen und die Techniker, die hatten Schrotgewehre und Ausrüstungspakete sowie Reparaturwerkzeug. Außerdem gab es dann noch die für den Dienst auf Raumschiffen. Lich hatte das schlichte Grau ihres Erscheinungsbildes durch bunte Schulterstücke ergänzt. Die verschiedenen Farben sollen dabei ihre Einheiten darstellen, die normalen hatten schwarze Schultern, die schweren Truppen blaue, Scharfschützen rot, Techniker gelb und die auf Raumschiffen grün. Hauptsächliche brauchte Lich aber Bao Dur's Hilfe beim Bau eines zweiten HK500. Bao Dur fragte ihn ob es nur den einen Drake gäbe und Lich nickte sichtlich betrübt mit dem Kopf. Aufgrund dessen wie gefährlich Drake war, beruhigte es ihn sehr, dass er ein Einzelstück war, zumindest noch den der zweite HK500 war so gut wie fertig.
Immer wieder sah Bao Dur besorgt zu dem anderen HK500, Drake hinüber, der still in seiner Ecke stand und nur mit seinen roten Augen funkelte.
"Was ist das?" fragte Bao Dur Lich.
"Was meinen sie?" fragte er zurück.
"Dieses Funkeln? Es ist irgendwie seltsam ich spüre die dunkle Seite der Macht von diesem Droiden ausgehen, aber das ist doch völlig unmöglich, ein Droide kann die Macht nicht nutzen, auch nicht die dunkle Seite. Aber trotzdem hat er mit Lichtschwertern gegen Bastila gekämpft."
Lich lachte Bao Dur regelrecht aus.
"Es ist möglich, oh doch es ist möglich. Unterschätze niemals die Macht und jene die sie nutzen, junger Jedi." er lachte erneut lauthals los als mache er sich über den Iridorianer lustig. Bao Dur wünschte er würde das nicht tun und er wünschte es würde etwas passieren das Lich daran hindert einen weiteren dieser schrecklichen HK500 Droiden zu bauen. Er wusste, dass Lich auch ohne seine Hilfe fertig werden würde. Er würde vermutlich seinen Zeitplan nicht einhalten können, deshalb war er so froh über Bao Dur's Erscheinen, aber fertig werden würde er trotz allem auch ohne ihn. Deshalb würde es ihm kaum etwas bringen wenn er sich weigern würde ihm zu helfen. Aber es bestand immer noch die Chance, dass Bastila einen Weg finden würde ihn zu befreien.
Plötzlich wurde Drake aus seiner Starre gerissen und ging auf Lich zu.
"Eindringlingsalarm." zischte er. Lich legte unbesorgt sein Werkzeug beiseite und befahl seinen HK50 in ruhigem Ton auf Bao Dur aufzupassen, während er mit Drake nach draußen ging.

Fortsetzung folgt
 
Zuletzt bearbeitet:
falls du mal vorhast das ganze in kleiner Auflage drucken zu lassen. Ich will ein Exemplar haben. habe sogar schon selber dran gedacht das mal wenns fertig auszudrucken und binden zu lassen.

Echt geil....
 
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