Fußball Thread - WM, EM, CL etc.

Es wohnen knapp 80 Millionen in Deutschland - ich wage mal zu behaupten, dass ein Bruchteil schon dafür reicht, dass jemand erfolgreich ist ;) Und diese Schnittmenge muss nicht unbeding mit Fußballfans übereinstimmen.

(Und was den erfolgreichen Auftritt auf der Fanmeile damals angeht: Man bedenke, dass bei solchen Events nicht zwingend nur die Hardcore-Fußballfans dastehen, sondern eher hauuptsächlich die, die gerne feiern. Und ja, das damals war ein Event und eben kein Spiel.)
 
Sagen wir mal so... mit den Pfiffen hat es jedenfalls nicht die falsche getroffen. Die Frau nervt mit ihrer penetranten Dauerpräsens und ihrer komplett belanglosen Drecksmusik einfach nur noch, und es war schön zu sehen, dass sie bei einem Auftritt mal nicht Everybody's Darling ist.
Dass die Schnittmenge zwischen Fussballfans und Helene Fischer generell recht klein ist, wage ich mal zu bezweifeln. In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Vertreter der männlichen Spezies, die gerne zum Fussball gehen, normalerweise eher härtere Rockmusik hören, bei der Fischer allerdings eine Ausnahme machen, weil sie ja angeblich "geil" aussieht. :facep: Insofern kann es schon sein, dass viele gepfiffen haben, weil es einfach die falsche Zeit und der falsche Ort für einen solchen Auftritt war.

C.
 
Irgendwie kommt mir bei der ganzen Diskussion die Bundes-Helene viel zu gut weg.
Ist ja nicht ihre Schuld, das ist nur der böse DfB. Ich habe dass Gefühl, die Boulevard-Presse will ihre Lichtgestalt nicht demontiert sehen.
Letztendlich wissen nur die Pfeifer aus Berlin selbst, warum sie gepfiffen haben.
 
Denke ich nicht. Wie meinte Ansgar Brinkmann (Ex-Profi) noch so treffend? Es haette auch Whitney Housten auftreten können. Wäre auch ausgepfiffen worden. :D

Und wie bereits geschrieben haben beide Fanlager nach ihrem Auftritt den DFB angegriffen. In meinen Augen ein eindeutiges Zeichen. Aber klar.. kann man natürlich auch ignorieren, so wie meine Frage, wieso du denkst, dass das Publikum in München nicht dem einer Oper gleicht. ;)
 
Aber klar.. kann man natürlich auch ignorieren, so wie meine Frage, wieso du denkst, dass das Publikum in München nicht dem einer Oper gleicht.
Sorry, habe die Frage jetzt erst gelesen, sie ist so über dem Zitat versteckt.

Die oben erwähnte Frage hast du so nie gestellt. "Wieso nicht?" muss man so verstehen, warum das kein Argument für mich ist. Und diese Frage will ich dir beantworten:
70.000 Zuschauer pauschal den Status von mitfiebernden Fans absprechen zu wollen, ist einfach nur sinnentleertes Bayernbashing. Das ist es nicht wert, weiter darüber nachzudenken. Ich bin selber Bayernkritiker, aber ein bisschen gehaltvoller darfs schon sein... (Ich weiß, das ist jetzt keine Antwórt, die dich befriedigt, aber nimm es als Versuch einer Antwort :-))

Ich habe jetzt auch gelernt, dass Ansgar Brinkmann für alle deutschen Fußballfans spricht, war mir so vorher auch noch nicht klar. Ob er weiß, dass die gute Whitney schon tot ist? Vielleicht sollten wir es nochmal mit Udo Jürgens versuchen, der ist zwar auch schon tot, wurde aber nicht ausgepfiffen.
 
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*seufz* Udo Jürgens hat immer noch nicht in der Halbzeit gesungen. Die Halbzeitshow ist Gegenstand der Kritik. Wie oft denn noch? Hast du den Kommentar der SZ gelesen? Bisher hast du ja nur das Beispiel Udo Jürgens gebracht. Und das geht an der Thematik auch noch vorbei.

Die Kritik von Fans bzgl der Eventisierung steigt seit jahren.

Zur Bayernkritik: selbst Beckenbauer hat einst gesagt, dass die Bayernfans mit Opernpublikum zu vergleichen ist. Und der muss es ja wissen. Warst du mal in der Allianz Arena? Natürlich haben die Bazis auch Ultras, aber der Großteil des Publikums ist eher den Eventies zuzuordnen. ;)
 
Udo Jürgens hat immer noch nicht in der Halbzeit gesungen
Warum ist das relevant? Halbzeit oder direkt vor dem Anstoß, wen juckts? (Die Frage ist nicht zynisch gemeint, ich kapier's wirklich nicht)

Das mit dem Opernpublikum mag ja sein, dass habe ich gar nicht bestritten. Was ich meine ist, dass wenn jemand sagt "Alle sind so" er nie recht hat. Deswegen ist das kein Argument.
Aber wenn das schon der Franz sagt, hast du vielleicht doch recht. Bei meinen Besuchen damals im Olympiastadion hatte ich aber immer das Gefühl, ein normales Fußballpublikum vor mir zu haben.
 
Vor dem Spiel ist eben vor dem Spiel und nicht zwischendrin, das macht schon einen Unterschied. In der Halbzeit unterhält man sich über das Spiel, geht aufs WC, holt Wurst/Bier-Nachschub... man ist halt schon mittendrin in der Atmo und mittendrin im Spiel. Da bräuchte ich ehrlich gesagt auch keine Helene :D Und auch keinen Udo Jürgens, obwohl ich den sehr gerne mochte. Vor dem Spiel hingegen, um die Stimmung im Stadion ein bisschen hochzupushen, meinetwegen. Während des Spiels sollte die Stimmung aber eigentlich schon da sein. Und ich weiß nicht, wie es in Berlin war, aber bei uns gibts in der HZ eigentlich auch immer eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Szenen etc - ist für so was dann noch Zeit bei solchen Musikacts?
 
Warum ist das relevant? Halbzeit oder direkt vor dem Anstoß, wen juckts? (Die Frage ist nicht zynisch gemeint, ich kapier's wirklich nicht)

Es macht einen Unterschied. Ich weiß nicht, wann Jürgens aufgetreten ist, aber vielen Fans geht das mittlerweile einfach zu weit. Die Halbzeit ist für ne Pause da und nicht für Showeinlagen. Irgendwann ist der Bogen auch überspannt. Seit der WM 2006 ist diese Maschenerie immer mehr ausgebaut worden.

Im übrigen zeigt diese Frage von dir ja schon, dass du nicht so in der Materie steckst. Ist kein Angriff, nur meine Interpretation. Und klar, dein Eindruck von einigen Stadionbesuchen ist natürlich viel fundierter als die Einschätzung eines Menschen, der seit den 60ern fester Bestandteil der Bayernwelt ist. Sowohl als Spieler, Trainer und Präsident. :D
 
Also in einem Geschäft wo Millionäre regelmäßig wegen einer Millionen mehr zu ansonsten weitaus unattraktiveren Arbeitgeber wechseln, Fans in Stadien mit komplizierten Kartenbezahlsystemen abgezockt werden, Fernsehrechte für viel, viel Geld beinahe Ausschließlich ins Pay-TV verkauft werden (und zwar so, dass man für das volle Fußballerlebnis zwei verschiedene Pakete mieten muss o_O ), womit man dem Großteil der Fans die Freude nimmt Fußball zu schauen. In Zeiten in denen man selbst im Pay-TV während der Spiele (!) mit Werbeeinblendungen und -ansagen nur so zugemüllt wird, der Stadiongang mit Familie kostenmäßig mit einem Kurzurlaub konkurieren kann und man jedes Mal aufpassen muss nicht in eine Prügelei mit alkoholisierten Idioten zu kommen oder bestenfalls beleidigt zu werden, nur weil man Fan einer anderen Mannschaft ist.

In solchen Zeiten, in welchen während der Halbzeit sowieso anstatt Analysen, Interviews und Toren lieber die flimmernde BILD-Zeitung namens "Tagesschau" oder einfach 12 Minuten Werbung gezeigt wird, sind Musikauftritte während der Pause für mich definitiv das kleinere Übel.

Ich bin übrigens trotzdem großer Fußball-Fan und Sky-Kunde...
 
Und klar, dein Eindruck von einigen Stadionbesuchen ist natürlich viel fundierter als die Einschätzung eines Menschen, der seit den 60ern fester Bestandteil der Bayernwelt ist. Sowohl als Spieler, Trainer und Präsident. :D

Und der Beckenbauer hat das so gesagt, wie du das hier wiedergibst? ("Alles nur Opernpublikum")? Na da hätte ich doch gerne eine Quelle.

Außerdem habe ich das ganz klar als meine persönliche Empfindung meiner Stadionbesuche ausgewiesen, ohne Allgemeingültigkeitsanspruch. Warum dich da so dran aufhängst, weiß Gott...
 
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Die Bayernfans sind eben verwöhnt.
Irgendwie klar dass keine große Stimmung aufkommt, wenn der 11. der Bundesliga zu Gast ist, den man regelmäßig mit 5:0 Heim schickt.
Das ist in Barcelona oder Madrid auch nicht anders.
Gegen Dortmund oder in der CL gegen große Gegner ist die Stimmung ganz anders.

Auftritte im Stadion finde ich einfach nur nervend, egal ob vor dem Spiel, während der Halbzeit oder nach dem Spiel.
Generell kann ich auf das ganze drumherum verzichten, auch bei Fernsehübertragungen.
Am besten fand ich die Übertragungen der Premier League bei Sky vor 5-10 Jahren. Die Sendung begann 5 Minuten vor Anpfiff, es wurden die Aufstellungen gezeigt und dann gings auch los. In der Halbzeit kamen Highlights von anderen Spielen und nach dem Spiel wurden 5 Minuten lang die Highlights gezeigt und dann war Schluss. Während der ganzen Übertragung war kein einziger Moderator oder Kommentator zu sehen (oder noch Schlimmeres wie Experten) und es gab auch keine Interviews.

Ich bedaure da manchmal die Trainer, die gefühlt 15 Interviews am Spieltag geben müssen.
Demnächst wird das wie in der NBA, wo Trainer in den Spielpausen befragt werden.
Dann wünsch ich dem Fußball einen Typ wie Gregg Popovich, der bei solchen Interviews mit gefühlt 1 1/2 Silben antwortet.
 
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