Fantasy Herr der Ringe (gesamtes Franchise)

Doch, die Entscheidung soll unabhängig von den Gewerkschaften ausfallen. Laut Peter Jackson & Co. sieht es wohl sehr düster für Neuseeland aus.

Okay, ich habe mich gerade informiert. Du hast recht, das hört sich alles gar nicht sicher an. Ich dachte jetzt das hätte in erster Linie mit dem Schauspielerstreik zu tun, aber offensichtlich hat das NZ's Ruf als sicheren Filmdrehort stark beschädigt. Sehr traurig das ganze, ich drück die Daumen!
 
Na ja, nicht in natura, aber dafür gibt´s ja Computer. ;)

Wie ich schon in einem Beitrag weiter oben erwähnte, wären für mich computergenerierte Landschaften wirklich die schlechteste aller Optionen.
"Der Herr der Ringe" lebt meiner Meinung nach davon, dass ein großer Teil der Handlung in realen Landschaften gedreht wurde.
Das unterscheidet den Film beispielsweise von einem "Star Wars: Episode III", in dem ja landschaftlich so gut wie nichts echt war.
 
Wie ich schon in einem Beitrag weiter oben erwähnte, wären für mich computergenerierte Landschaften wirklich die schlechteste aller Optionen.
"Der Herr der Ringe" lebt meiner Meinung nach davon, dass ein großer Teil der Handlung in realen Landschaften gedreht wurde.
Das unterscheidet den Film beispielsweise von einem "Star Wars: Episode III", in dem ja landschaftlich so gut wie nichts echt war.

Nun... ich meinte ja nicht KOMPLETT computer-generiert, sondern nur um den Teil, der noch fehlt, um das Fantasy-Produkt glaubhaft dar zu stellen.
 
Beinahe-Regisseur Guillermo Del Toro hat ein wenig über Smaug geplaudert, dessen Design er noch maßgeblich mitgeprägt hat:

Bezüglich Tolkien erzählt er: „Ich war nie ein totaler HERR DER RINGE Fan. Und die Charaktere im HOBBIT sind viel weniger schwarz-weiß gezeichnet. Die Monster sind nicht einfach nur böse. Sie sind anmutig, lustig, verführerisch. Smaug ist ein unglaublich schlaues Kerlchen.“

[...]

Er erzählt mir, dass jedes seiner Zeichenbücher ein „Kunstprojekt für sich selbst“ sei. In Venedig hat er sich sieben in Leder gebundene Notizbücher in einem Antiquariat gekauft. Ich öffne sein aktuelles Notizbuch, welches die Zeichnungen zum HOBBIT enthält [...] Tintenzeichnungen von Kreaturen, die umgeben sind von englischen und spanischen Texten: Bildbeschreibungen, Gedanken, Story-Ideen. Die erste Zeichnung, die ich sehe ist mit „Peces Sin Ojos“ betitelt – „Fisch ohne Augen“. Del Toro schreibt immer mit einem Füllfederhalter, in letzter Zeit benutzt er einen Montblanc mit blutroter Tinte.

[...]

Mein Blick verweilte auf einer Zeichnung, die aussieht wie eine mittelalterliche Doppel-Streitaxt. „Das ist Smaug!“ sagte del Toro. Es war die Ansicht von oben: „Siehst Du, er ist wie eine fliegende Axt.“ Del Toro ist der Meinung, dass Monster aus jedem Winkel anders aussehen sollen, damit der Zuschauer nicht die Ehrfurcht verliert. Der erste Schritt für jedes gute Monster-Design sei die Silhouette, sagt del Toro. „Dann beginnt man mit den Bewegungen zu spielen. Das nächste Element ist die Farbe. Und dann – ganz am Schluss – kommen die Details. Eine Menge Leute machen es genau andersherum und häufen einfach jede Menge Details übereinander.“

[...]

Ich schaue auf eine Seitenansicht des Drachen. Smaugs Körper, so wie del Toro ihn sich vorgestellt hat, ist ungewöhnlich lang und dünn. Die Knochen der Flügel sind sehr beweglich an seinem Rücken angebracht, wodurch der Unterleib der Kreatur sehr weich und schlüpfrig wirkt. „Er ist ein bisschen wie eine Schlange“ [...] Daneben hat del Toro geschrieben: „wie ein Wasservogel“.

Smaugs Vorderbeine sehen unproportional klein aus, wie bei einem T-Rex. Dies gibt dem Drachen in Nahaufnahmen einen neuen Aspekt: Die Kamera kann so Gesten und Gesichtsausdruck in einer dichten Einstellung einfangen, und vermeidet die Ablenkung durch Flügel und Schwanz. (Smaug ist ein sehr redegewandter, manipulativer Drache; Tolkien beschreibt ihn mit einer überwältigenden Persönlichkeit.) „Smaugs Augen sind sehr verborgen,“ ergänzt del Toro. Dies verleiht der Kreatur eine zusätzliche Dramatik, wenn Bilbo ihn aus dem Schlummer weckt.

Mit der Anbringung der Flügel wollte Del Toro besonders kreativ sein. „Drachen-Designs kann man im Grunde in zwei Spezies unterteilen,“ erklärt er. Die meisten haben die Flügel als Vordergliedmaßen. „Die andere Variation ist die anatomisch unmögliche Version mit sechs Gliedmaßen” – Also vier Beinen, wie bei einem Pferd und zusätzlich noch zwei Flügeln. „Aber es gibt einfach keine große Kreaturen auf der Erde, die sechs Gliedmaßen haben!“ Das Zeichnen dieses Schemas habe ihn frustriert. In dem Zeichenbuch gibt es auch verworfene Prototypen. „Siehst Du, das ist ein Drache, wie man ihn schon öfters gesehen hat,“ erklärt er mir „Ich habe nur diese Samurai-Beine angebracht, aber das hat einfach nicht funktioniert.“

Del Toros Production-Design für den HOBBIT scheint ähnlich angelegt zu sein: Es sollen Dinge vermieden werden, die der Zuschauer vorher schon gesehen hat. Während Jacksons Landschaftsaufnahmen immer von einem azur-blauen Himmel umrahmt werden, plante del Toro den Himmel digital durch „gemäldehafte Effekte“ zu ersetzen. Und statt in einem echten Wald zu drehen wollte er vor einigen künstlichen Bäumen drehen, die aussehen wie die „Zeichnungen aus Tolkiens Buch“. Außerdem sehe ich in dem Zeichenbuch auch viele Kreaturen, die bei Tolkien nicht vorkommen, wie einen gerüsteten Troll, der sich in einen Metallball zusammenrollen kann. Del Toro sagt, es sei langweilig, sich sklavisch an die Vorlage zu halten.

Sogar die Hauptcharaktere des HOBBITS tragen del Toros Handschrift. Eine Zeichnung zeigt den Zwergen Thorin in der Schlacht, mit einem surrealen Helm, der aussieht wie ein großes Geweih. „Das sind Dornen („Thorns“) – er heißt doch auch Thorin.“

Quelle: Del Toro verrät Kreaturen und Smaug-Details


Außerdem soll Saoirse Ronan als Elbenfrau bestätigt worden sein:

Saoirse Ronan inoffiziell bestätigt?
 
Da bin ich ja mal gespannt wieviele der Ideen letztendlich im Film Verwendung finden. Sich mal sklavisch an die Vorlage zu halten ist für einen Künstler schwierig aber ich finde es wird so selten gemacht, dass es schon fast kreativ ist. Dementsprechend weiß ich nicht so recht was ich von all diesen Ideen halten soll, besonders dem Drachen der aussieht wie eine Doppelstreitaxt. Irgendwie denk ich an einen Hammerhai.
 
Wieso muss man denn immer alles dramatisieren? Ich kann mich nicht an einen Helm erinnern, die einzige Kopfbedeckung die Thorin meiner Erinnerung nach trug, war die Kapuze, als er Bilbo das erste Mal besuchte.


Also den Drachen kann ich mir wiederum gut vorstellen. Was hat denn ein Hammerhai mit einer Doppelstreitaxt gemein?
 
Dementsprechend weiß ich nicht so recht was ich von all diesen Ideen halten soll, besonders dem Drachen der aussieht wie eine Doppelstreitaxt. Irgendwie denk ich an einen Hammerhai.

Mit den Axtklingen werden wohl die Flügel gemeint sein. :konfus:


Ich denke schon, dass Guillermo del Toro ein Meister seines Faches ist und weiß, wovon er spricht. Aber ich hoffe, dass die Designs nicht zu surreal ausfallen. Der Hobbit ist schließlich im Vergleich zum HdR doch recht bodenständig.

Ein eher schlangenartiger Smaug steht übrigens vollkommen in der Traditionen westlicher Drachen. Das Design orientiert sich hoffentlich an Tolkiens eigenem:
http://lanternhollow.files.wordpress.com/2010/11/bilbo_with_smaug1.jpg
 
Ja, die Flügel können es natürlich auch sein richtig.^^ habe auch daran gedacht aber irgendwie kam mir das zu weit hergeholt vor. Ansonsten fand ich das vorgeschlagene Drachendesign vollkommen in Ordnung.
 
Während Jacksons Landschaftsaufnahmen immer von einem azur-blauen Himmel umrahmt werden, plante del Toro den Himmel digital durch „gemäldehafte Effekte“ zu ersetzen. Und statt in einem echten Wald zu drehen wollte er vor einigen künstlichen Bäumen drehen, die aussehen wie die „Zeichnungen aus Tolkiens Buch“.

Wenn ich mir das so anhöre, dann bin ich doch froh dass Jackson die Regie übernimmt. Ich mag del Toro und seine fantasievollen Entwürfe, aber das was hier beschrieben wird ist meiner Meinung nach eine Spur zu viel für einen Film, der auf den anderen drei Filmen aufbaut (Wobei man hier nicht genau weiß was del Toro mit "gemäldehaften Effekten" meint). Es erscheint mir jedenfalls fast so, als ob del Toro den Hobbit von den anderen drei Filmen loslösen wollte, um seine eigene Vision zu verfilmen.

Dagegen spricht erstmal nichts, aber die stilistischen Unterschiede zwischen Jackson und del Toro hätten mich bestimmt tierisch gestört. Schade dass wir wohl nie erfahren werden was der gute Mann tatsächlich mit dem Hobbit vorhatte, denn sehen würde ich es trotzdem gerne. :p
 
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Ja, da stimme ich zu. Es ist die selbe Reihe, kann man schon fast sagen und dementsprechend finde auch ich, dass man eine gewisse Kontinuität aufrechterhalten sollte. Ich finde vor allem das Aussehen des Films sollte mit dem alten übereinstimmen, wenn sie schon anderes von den alten Filmen übernehmen möchten, wie das Auenland.

Ich war übrigens schon da! Das ist so cool mal durch Hobbingen zu laufen und so viel aus den Filmen wiederzuerkennen. Natürlich ist alles größer, als man denkt, aber trotzdem :D Falls es jemanden irgendwann nach Neuseeland verschlagen sollte, hier mal die Seite: Welcome Hobbiton Movie Set and Farm Tours, LOTR, New Zealand Ganz in der Nähe bin ich sogar in einem Ferienhaus mit meiner Familie untergekommen, dass wir hier gefunden haben. Von da aus mussten wir wirklich nur eine halbe Stunde ins Auenland fahren, schätze ich. Gibt aber natürlich noch mehr HdR-Location zu sehen (hier mehr Info, falls gefragt ^^)

Naja dadurch, dass ich das alles auch noch kenne, ist es mir natürlich besonders wichtig, dass alles aussieht, wie gewohnt. Nicht das ich es anders nicht verkraften würde, aber ich fänd es schon schöner so...
 
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Was ich nicht verstehe ist, wieso dass Elijah Wood und Orlando Bloom als Frodo und Legolas gecastet wurden. Die spielen im Buch gar keine Rolle. Ich nehme mal an, es geht um den Wiedererkennungsfaktor damit mehr Geld eingespielt werden kann.
 
Naja, vielleicht hat Legolas einen kurzen Auftritt im Düsterwald.

Bei Frodo habe ich noch keine Ahnung. Vielleicht wird die Geschichte in Erzählform präsentiert, das heißt der Film beginnt damit wie Bilbo Frodo seine Geschichte erzählt.
 
Naja, vielleicht hat Legolas einen kurzen Auftritt im Düsterwald.

Bei Frodo habe ich noch keine Ahnung. Vielleicht wird die Geschichte in Erzählform präsentiert, das heißt der Film beginnt damit wie Bilbo Frodo seine Geschichte erzählt.

Sowas ähnliches habe ich mir auch gedacht. Aber trotzdem ist es irgendwie unnötig. Aber den Auftritt Frodo's würde es erklären, aber Legolas? Nun gut, lassen wir uns überraschen.
 
Ich erinnere mal an Haldir und seine Elben in Helms Klamm...


Künstlerische Freiheit war ja schon immer ein Thema bei den Herr der Ringe Filmen, wieso nicht auch hier?

Abgesehen davon bringt es mit Sicherheit was...meine Frau (wäre sie nicht schon lange aus dem Teeniealter raus) würde kreischend ins Kino rennen, nur um Bloom nochmal als Legolas zu sehen.



Naja..das war jetzt etwas übertrieben :D
 
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