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Kinder des Imperiums

Dieses Thema im Forum "Fan-Filme, Fiction und Art" wurde erstellt von DarthMike99, 3. Oktober 2011.

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Kinder des Imperiums finde ich...

  1. Klingt interessant, ich möchte mehr darüber erfahren.

    46,7%
  2. Das Interessiert mich nicht, ich möchte eine andere Geschichte.

    0 Stimme(n)
    0,0%
  3. Ich weiß noch nicht, brauche mehr Infos.

    53,3%
  1. [​IMG]



    Fanfiction by DarthMike (C) 2011



    In einer dunklen Ära ist das Schicksal machtsensitiver Kinder in der Galaxis ungewiss, sie sind bedrohlich und wertvoll zugleich für den Imperator und mächtigen Sith Lord Darth Sidious. Wie wird das Imperium mit den Kindern umgehen, die als letztes Vermächtnis des Jedi Ordens zurückgeblieben sind? Wird es die Kinder töten deren einzige Schuld es ist die Macht zu spüren, oder wird das Imperium diese Kinder zu Werkzeugen seines Machtapparates formen. Die Antworten auf diese und weitere Fragen werden wir demnächst gemeinsam ergründen dürfen...​



    to be continued
     
  2. Erste Leseprobe

    “Verdammte Mücken!” rief CT-6734 als ihn wiedermal eine der riesigen Yutusk Mücken in den Nacken stach. Sein Commander sah ihn grinsend an: “Stell dich nicht so an, Galle!”

    “Los, drängt diesen Abschaum zurück!” rief der Klon Commander weiter, als die Demonstranten drohten durchzubrechen und seine Männer taten wie befohlen. Der Commander sah an sich hinunter und bemerkte den Holoempfänger an seinem Arm blinken, er aktivierte ihn “Zu Befehl mein Lord!” sagte er und im Holoemitter erschien der zweitmächtigste Mann des ersten galaktischen Imperiums Darth Vader, “Commander Bly, ich habe bemerkt das Sie noch nicht abgeschlossene Missionen auf Ihrer Liste haben?!” fragte der dunkle Sith Lord vorwurfsvoll und Bly wusste sofort was gemeint war “Ja Sir..” entgegnete er kleinlaut und Vader fuhr fort “Ich gebe Ihnen nun die Chance ihr Versagen zu korrigieren!” und Bly nickte entschlossen "Zu Befehl Lord Vader!".

    "Fliegen Sie mit CT-6734 nach Coruscant und nehmen Sie Kontakt zum imperialen Geheimdienst auf, dort wird man Ihnen sagen was sie zu tun haben!" sagte der dunkle Sith Lord bevor er hinzufügte "Und Commander, enttäuschen Sie mich kein zweitesmal!" sagte Vader in einem Ton der einem das Blut gefrieren ließ, dann beendete er die Verbindung und Bly blieb zurück mit einem mulmigen Gefühl im Bauch.

    "Galle pack deine Sachen, wir haben noch was zu regeln!" sagte Bly wieder selbstsicherer und der Lieutenant sah ihn daraufhin fröhlich mit einem Grinsen an "Dann werde ich ja endlich die Mücken los!?"...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Oktober 2011
  3. Skyan Darkus

    Skyan Darkus Prince of Serenno

    Klingt ja schon recht interessant, möchte mehr drüber erfahren. :thup:
     
  4. Danke das freut mich sehr.

    Die Geschichte beginnt mit Vaders offenen Rechnungen (Zahlungsziel überfällig :)) und einem Versprechen das er mal jemandem geleistet hatte. Nachdem die Weichen für die Zukunft durch den Imperator gestellt sind, wird es dann irgendwann einen Sprung von einigen Jahren geben...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Oktober 2011


  5. Einleitung

    „Was ist unsere Mission, Boss?“ fragte Lieutenant Galle seinen Vorgesetzten und Kameraden Commander Bly als beide mit ihrem Marschgepäck das nächste Kanonenboot bestiegen, „Weißt du noch die Jedi, die uns auf Felucia durch die Lappen gingen?!“ entgegnete Bly fragend und Galle nickte nur, während das Kanonenboot Richtung imperialem Landungsshuttle startete.

    „Die sind unsere Mission!“ sagte Bly als das LAAT abhob und mit hoher Geschwindigkeit seinem Ziel entgegen flog. „Ich hätte nicht gedacht das wir die nochmal wiedersehen?!“ sagte Galle und Bly nickte „Ich hatte auch gedacht das die früher oder später unseren Truppen direkt in die Arme laufen, aber trotzdem scheinen sie sich bis jetzt gut versteckt zu haben!“ sagte Bly etwas lauter um die Antriebsgeräusche des Kanonenbootes und den scharfen Wind der durch die offenen Luken pfiff zu übertönen.

    „Commander, hast du es jeh bereut?“ fragte Galle unvermittelt und Bly sah ihn an „Wie meinst du das, Lieutenant?!“ fragte er etwas erstaunt und Galle erwiderte „Ich meine die Jedi und unsere Order66! Hast du es jeh bereut?“ und Bly schüttelte nach kurzem Zögern den Kopf „Nein!“, Galle nickte als das Kanonenboot zum Landeanflug ansetzte.

    „Naja..einmal vielleicht..“ sagte Bly plötzlich als sie die Rampe zum Landungsshuttle hinaufgingen und Galle sah ihn überrascht an „Also doch?!“ sagte er mit einem Grinsen und Bly erwiderte „Was dagegen Lieutenant!?“ und Galle schüttelte nur den Kopf „Nein Boss, mir ging es doch ähnlich..“ sagte Galle und sie gingen weiter an Bord während die Rampe geschlossen wurde.

    „Dieser verbrannte Geruch...“ sagte Galle plötzlich als sich das Shott hinter ihnen schloss und Bly sah in überrascht an „Ich habe schon vorher verbrannte Leichen gesehen, aber bei Bariss Offee musste ich mich das erstemal fast übergeben...“ sagte Galle als er seinen Helm abnahm, Bly sah ihn an und merkte wie es auch in ihm wieder zum Vorschein kam „Ich habe ihr einfach in den Rücken geschossen...es hat mir nichts ausgemacht..“ sagte er kalt und Galle sah ihn an „Wirklich garnichts? Bei Secura?!“ fragte er ziemlich erstaunt und Bly schüttelte den Kopf „Ich habe die Jedi respektiert, aber für die Order66 wurden wir ausgebildet und ich habe sie befolgt..“ entgegenete Bly und ging weiter.

    „Und was war das vorhin mit, Naja das einemal?!“ fragte Galle erstaunt und Bly blieb wieder stehen „Als wir sie in den Leichensack gepackt haben...da dachte ich einen Moment das es ziemlich Schade war, schade für einen Jedi General so abzutreten...“ sagte Bly und verstaute sein Marschgepäck in einem Frachtfach, während der Pilot den Antrieb hochfuhr.

    „Aber sie waren nunmal Verräter und besser die, als wir!“ sagte Bly trocken während er sich hinsetzte, danach schnallte er seinen Sitzgurt fest und Galle setzte sich ebenfalls hin nachdem er sein Gepäck verstaut hatte. „Da hast du wohl Recht, Boss!“ sagte Galle während das Landungsshuttle abhob und Richtung Orbit davonflog..


    Das Verhältnis zwischen Bly und Galle habe ich leicht an das von Gibs und Dinozo in Navy CIS angelehnt. Ich finds drollig wie Dinozo immer Boss sagt und als Dank ne Kopfnuss kriegt! :)
     
  6. Jaques La Forge

    Jaques La Forge Senatsbesucher

  7. Ja klingt sehr interessant und da ich auch aufmerksam die Rise of the Rebellion Geschichte verfolge und echt klasse finde. :thup:
    Bin ich gespannt auf weitere Sachen von dir.


    Gruß Muldoon
     
  8. Vielen Dank, eure positiven Feedbacks machen mir wirklich Mut. Ich freue mich das es euch interessiert. Mit Rise of the Rebellion werde ich in den nächsten Wochen hoffentlich einen guten Abschluss finden und Ahsokas endgültiges Schicksal für alle Fans von Ihr akzeptabel gestalten.

    Ich überlege zwei Fassungen zu schreiben und den Leser selber entscheiden zu lassen welches Ende er wählt...
     
  9. Oh dann immer raus damit, wird sicher gut werden. :)

    Gruß Muldoon
     
  10. Doppelpost
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. November 2011
  11. EINLEITUNG

    Bly und Galle nahmen den nächsten Militärtransport nach Coruscant und suchten nach ihrer Ankunft sofort das Hauptquartier des imperialen Geheimdienstes auf. "Bei wem sollen wir uns melden, Boss?", "Bei Armand Isard, er ist der Chef des Ladens!".

    Sie wurden empfangen und in einen Sitzungssaal geführt in dem bereits die gesamte Führungsriege der verschiedenen imperialen Geheimdienst Organisationen Platz genommen hatte. „Sir melden uns wie befohlen, Klon Marshall Commander CC 5052 Bly und Klon Captain CT 6734 Galle vom 327sten Sternen Corps!“. Armand Isard der Leiter des imperialen Geheimdienstes begrüßte die beiden „Da sind sie ja endlich, meine Herren. Wenn ich vorstellen darf, die verehrten Inquisitoren Antinis Tremayne und Lanu Pasic!“ dabei klang er sehr angespannt. Bly und Galle nickten freundlich und Isard bat sie am großen Konferenztisch Platz zu nehmen. Es saßen auch weitere Personen am Tisch die Isard nur als Mitarbeiter von Komenor und des ISB bezeichnete aber nicht weiter auf deren Identität einging. „Was für eine illustre Runde?“ flüsterte Galle nachdem er die zwielichtigen Gestalten gemustert hatte, „Psst, sei jetzt still Galle! Oder willst du das man uns verhaftet?!“, „Ok, ist ja schon gut Boss!“

    „Meine Herren, Lord Vader hat sie her beordert wegen 2 entflohener Jedi, welche sie noch von ihrer Mission auf Felucia kennen müssten!“, „Ja Sir, Ekria und Lo´gaan!“. „Wir haben Grund zu der Annahme das sich diese Subjekte und Feinde des Imperiums im Moment hier auf Coruscant aufhalten!“. Bly und Galle hörten aufmerksam zu als Isard fort fuhr „Man hat ihre Spur entdeckt als Ekria sich in unser Computersystem hacken wollte.“ Bly horchte auf da er schon damals auf Felucia die Fähigkeiten der Jedi erlebt hatte. „Diese Jedi sind gerissen, wie sollen wir sie unschädlich machen?“ fragte Bly als ihn Tremayne unterbrach „Das lassen Sie mal unsere Sorge sein CC 5052!“ entgegnete er bestimmt während die andere Inquisitorin Lanu Pasic völlig ruhig und geistig abwesend zu sein schien. Bly widersprach lieber nicht und nickte nur.

    Isard stand auf „Ein LAAT steht bereit und die Mission kann gleich beginnen, wir haben die Zielobjekte in einem Wohnviertel in den unteren Ebenen Coruscants ausfindig machen können, Sie werden unsere verehrten Inquisitoren auf dieser Mission begleiten und unterstützen! Haben Sie das verstanden Commander?“, „Ja Sir!“. Die Jagd auf die Jedi begann und der imperiale Einsatztrupp flog mit einem Kanonenboot in besagten Distrikt.

    Währenddessen hielt sich der dunkle Sith Lord Darth Vader der diese Mission befohlen hatte noch in seinem persönlichen Wolkenkratzer im Regierungsviertel Coruscants auf, er musste sich um eine andere Angelegenheit kümmern und war wütend über die Minderleistung der ganzen Betreuerinnen die in seinen Augen einfach unfähig waren. „Diese Inkompetenz wird Sie teuer zustehen kommen, wenn sie mir nicht bald eine fähige Person für diese Aufgabe beschaffen!“ fuhr Vader seinen neu ernannten Assistenten an und dieser nickte nur als er wieder rasch an die Arbeit ging um endlich Jemanden passenden zu finden bevor es zu Spät war.

    Vader wandte sich wieder seiner eigentlichen Aufgabe zu nachdem er ein weiteres mal die Taktik der Furcht angewandt hatte um seine Diener zu besseren Leistungen zu „Motivieren“. Er bestellte einen militärischen Personentransport auf die Landeplattform seines Wolkenkratzers, und sein Cape flatterte im Wind als er den Transporter betrat, „bringen sie mich zu meinem Shuttle!“ befahl er dem Piloten „Zu Befehl, Lord Vader!“. Unterwegs ließ er sich von Isard den Stand der Dinge mitteilen „Ich erwarte das keine Fehler gemacht werden!“, „Sehr wohl, Lord Vader!“ antwortete der Geheimdienstchef und koordinierte zeitgleich den Einsatztrupp.

    Sie erreichten die Landeplattform wo bereits Vaders persönliches Lambda Klasse Shuttle bereit stand und von seinen Noghri Kämpfern bewacht wurde. „Er müsste gleich eintreffen!“ sagte Vader und seine Kämpfer waren in Alarmbereitschaft. Die Plattform wurde plötzlich von jemanden auf einem Hoverbike angegriffen, doch Vaders Wächter konnten den Angreifer schnell außer Gefecht setzen und neutralisieren ohne das er dem Sith Lord auch nur näher kam. Vader ließ den Angreifer, der sich als der ehemalige Jedi Padawan Lo´gaan herausstellte fesseln und an Bord seines Shuttles bringen, seine Treibjagd hatte perfekt funktioniert. Dann bestieg er ebenfalls sein Shuttle und gab Order mit dem Jedi als Köder an Bord nach Tepasi zu fliegen. Vader nahm seinen Holokommunikator „Inquisitor Tremayne melde dich!“, „Zu eurem Befehl mein Lord!“. „Ich habe einen der flüchtigen Jedi nun in meiner Gewalt, sorge dafür das der andere mir ebenfalls folgt!“, „Zu Befehl mein Lord!“

    Das Shuttle Vaders landete auf Tepasi und der Sith fuhr fort mit seinem bis ins Detail ausgearbeiteten Plan. Als er jedoch seinen Plan gerade in die Tat umsetzen wollte, erhielt er eine Nachricht von Coruscant. Er aktivierte den Kommunikator „Lord Vader ich weiß nicht wie ich es ihnen erklären soll..aber ...“ sagte sein unfähiger Assistent und Vaders Puls schoss bereits in die Höhe, der Sith kannte mittlerweile seine unnützen Bediensteten und benötigte keine weiteren Worte mehr. „Ich akzeptiere kein Versagen!“ sagte er und würgte den Mann aus einer Distanz die mehreren Lichtjahren entsprach. Immer fester drückte er zu während die anderen Bediensteten dies nur geschockt mit ansahen aber keinen Ton von sich gaben um nicht als nächster den erbarmungslosen Zorn Vaders zu spüren.

    Vader tötete den Mann jedoch nicht und ließ ihn am Leben. „Ich hoffe Sie haben nun gemerkt das es kein Entrinnen gibt!“. Der Mann blickte nur geschockt und ängstlich nickend als Vader fort fuhr. „Was immer das Schicksal dieses Kindes sein wird, sie werden es teilen!“. Dann beendete er die Übertragung und wusste das er sich selbst darum kümmern musste wenn er sein Versprechen halten wollte, und dies war dem dunklen Lord wichtiger als alles andere. Die Galaxis sollte niemals an seinen Worten zweifeln. „Tremayne!“ rief er in seinen Kommunikator und sein Schüler erwiderte „Ich höre mein Lord!“. „Kümmere dich um den Rest hier, ich fliege zurück nach Coruscant! Zur Not töte sie alle, bis auf den Letzten!“. „Jawohl mein Lord!“

    Vader bestieg wieder sein Shuttle und flog ab, unterwegs überlegte er mögliche Alternativen und als er durch das Fenster des Shuttles blickte sah er die Reflektion seiner Maske. Er dachte daran wie ihn dieser mechanische Anzug am leben erhielt und etwas ähnliches vielleicht auch das Kind am leben erhalten konnte. „Fliegen sie nach Ord Cestus!“ sagte er dem Piloten und dieser änderte den Kurs. Dann kontaktierte er den zuständigen Admiral seiner Flotte auf Coruscant, er befahl das Kind ebenfalls mit dem schnellsten Schiff der Flotte nach Ord Cestus zu bringen und die besten Ärzte auf Coruscant für die Transportbetreuung zwangsweise zu verpflichten. „Stellen Sie mir einen Kontakt zu Cestus Cybernetics her!“, „Zu Befehl!“.

    Der Kontakt zum besagten Robotik Unternehmen wurde hergestellt und der aufgeregte menschliche CEO war im Holoemitter zu sehen „Lord Vader?! Was für eine Überraschung!“. Vader hielt sich gar nicht weiter mit Begrüßungen auf „Ich übermittle Ihnen einen Satz Daten für ein neues Droiden Design und erwarte das meine Vorgaben umgesetzt werden! Sämtliche Kosten sind irrelevant! Benutzen sie alle Ressourcen die Ihnen zur Verfügung stehen! Ich will ein perfektes Ergebnis!“. Der CEO sah die Daten an und nickte beeindruckt, „wir machen uns gleich an die Arbeit.“ Er hoffte bereits auf einen satten Gewinn und das sich sein Unternehmen welches aus dem Insolventen Baktoid Automata hervorgegangen war an diesem Projekt gesund stoßen würde. Vader beendete die Übertragung und befahl dem Piloten mit maximaler Geschwindigkeit zu fliegen

    „Los trommelt die Jungs zusammen! Wir sind wieder im Geschäft Leute!“ rief der CEO von Cestus frohlockend und sämtliche Top Ingenieure und Fachkräfte des Unternehmens wurden zu einer Dringlichkeitssitzung in die Konzernzentrale bestellt. Es handelte sich ausschliesslich um Menschen von Corellia da die Ureinwohner von Ord Cestus durch eine Geheimnisvolle Krankheit fast vollständig ausgelöscht waren. Eine halbe Stunde später waren bereits alle aus der firmeneigenen Siedlung eingetroffen bis auf den letzten, einen altgedienten Ingenieur der bereits kurz vor der Pensionierung stand. „Los warum beginnen wir denn nicht endlich!“ fragte einer der frisch von der Hochschule promovierten Nachwuchsingenieure und der CEO beruhigte ihn. „Da ist er ja!“ rief er laut als der Baktoid Veteran durch die Tür kam „Mensch, was ist denn los? Ist der Klonkrieg wieder ausgebrochen, brauchen wir wieder ein paar gute alte B2?“. „Nein viel besser!“ rief der CEO und bat alle sich zu setzen und zum Holoprojektor zu schauen.

    Er spielte die Daten die ihm Vader gesendet hatte ab und 3D Pläne eines Prozessorkerns wurden sichtbar, „Wow, wer hat denn das designed? Du Ted?“ fragte einer der Ingenieure seinen Kollegen aber der CEO schüttelte nur den Kopf. „Das ist von Lord Vader persönlich! Ja ihr habt richtig gehört!“. Die versammelten Ingenieure waren erstaunt, „Er will das wir einen brandneuen Prototypen bauen um ein Waisenkind aufzuziehen!“. Alle waren noch erstaunter und kriegten den Mund nicht mehr zu.

    „Also Leute, bitte um ein nettes Brainstorming für den Droiden um diesen wunderbaren Prozessorkern!“ rief der CEO und sämtliche Ideen und Vorschläge wurden diskutiert und verfeinert, „Der Droide sollte ein weibliches Äußeres haben!“ rief einer der Ingenieure und der CEO notierte kräftig mit, „Wir sollten Edelmetall benutzen!“ rief ein anderer, „Die Hände sollten sanft gepolstert sein“, „Die Stimme muss absolut sanft und wohlklingend sein!“, „Das Gesicht muss hübsch sein...für das Kind meine ich jetzt!“ sagte der nächste und der Baktoid Veteran fügte an „Und ne Bomben Figur was?!“ worauf alle los lachen mussten. „Ok Leute beruhigt euch, sehr gute Vorschläge aber nun zu den inneren Werten! Wir bauen hier schließlich kein Supermodel sondern einen Droiden zur Kinderbetreuung!“

    Als sie sich wieder beruhigt hatten kamen wieder sachlichere Vorschläge „Der Droide sollte selbst lernend sein, damit er ein guter Lehrer sein und sich mit dem Kind entwickeln kann!“, „Sehr gut!“ rief der CEO. „Es sollte singen können, bei meiner kleinen zu hause wirkt der Gesang meiner Frau wahre Wunder!“, „Notiert!“. „Ein Programm zur Leibeserziehung mit den gängigsten Sportarten muss integriert sein!“, „Jep!“. „Medizinische Basiskenntnisse müssen drin sein!“, „richtig!“. „Humorprogramm!!“ rief ein anderer, „Natürlich“ und die Liste wuchs. „Was ist mit Waffen? Ein vollautomatisches Blastergewehr! Zur Selbstverteidigung“ rief der Baktoid Veteran „Äh nein! Mensch Morti wach doch mal auf! Die Klonkriege sind vorbei!“.entgegnete der CEO zu seinem Mitarbeiter den er schon als Manager bei Baktoid Combat Automata kannte.

    „Der Typ ist ja total daneben!“ sagte einer der Nachwuchsingenieure und der Alte erwiderte „Hör mal zu mein Junge, als ich schon Droiden gebaut habe, da hast du noch in die Windeln gemacht!“ sagte er und fügte an „Apropos Windeln, eine Windelwechsel Funktion samt Einpudern und so!“ und alle Lachten und jaulten wieder. „Also gut Leute unsere Liste ist fertig, ihr wisst ja wo unsere Werkstätten sind, frisch ans Werk!“ rief der Konzernchef und die Männer stürmten los wie kleine Jungs auf den Spielplatz. Die Mannschaft bestand komplett aus Männern da sich weibliche Ingenieurinnen nie sonderlich für militärische Waffenproduktion interessiert hatten und Cestus es schwer hatte auf dem zivilen Droidenmarkt Fuß zu fassen. Allein schon deswegen war dieses Projekt von größter Wichtigkeit für das börsennotierte Unternehmen. Die Mechatroniker, Softwareprogrammierer und Feinmechaniker arbeiteten im Akkord um bis zu Vaders Ankunft fertig zu sein.

    9 Stunden vergingen und der CEO inspizierte die Arbeiten, „Lord Vader wird in 45 Minuten eintreffen! Haut rein Jungs!“. Die Hülle war bereits fertig und die Mechatroniker arbeiteten noch an der Feineinstellung der Servomotoren. Nur die Softwareprogrammierer hatten immer noch Schwierigkeiten mit dem revolutionären Prozessorkern Design das Ihnen Vader geschickt hatte.

    „Chef wir schnallen das nicht, das ist unserer Zeit mindesten 1 Jahrzehnt voraus!“ beklagte sich einer der Fachleute und der CEO sagte „Ok arbeitet einfach weiter, vielleicht merkt er ja nichts. Hauptsache das Ding sieht gut aus und funktioniert einigermaßen!“. Vader traf schliesslich ein und sein Shuttle landete auf der Landeplattfrom der Firmenzentrale.
    „Gut bringen Sie das Kind sofort zu meiner Position!“ befahl Vader über Funk als er gerade das Shuttle verließ, der Sternenzerstörer mit dem Kind an Bord war ebenfalls eingetroffen und das Betreuungsteam brachte die Kleine mit einem Shuttle auf die Oberfläche.

    „Wie weit sind Sie?“ fragte Vader mit gereiztem Ton und der CEO nickte „Wir sind fast fertig Lord Vader!“. Er führte ihn den Empfangssaal wo die Mannschaft den Droiden bereits aufgebaut hatte und unter einem Abdecktuch noch nervös an den Problemen mit dem Prozessorkern arbeitete. Die Betreuer erreichten ebenfalls den Saal und das Ärzteteam sah nicht zuversichtlich aus. Das Mädchen lag bereits in einer kleinen medizinischen Transportbox und wurde beatmet. Sie war Kreidebleich und Vader fühlte eine innere Aufregung das er sein versprechen vielleicht doch nicht einhalten konnte. „Sie hat die ganze Zeit während das Transports geweint, aber seit der letzten halben Stunde gab sie keinen Ton mehr von sich!“ rief der behandelnde Chefarzt und Vader packte ihn am Kragen „Tun sie endlich was!“, „Lord Vader ich bin ratlos, sie scheint eine Krankheit zu haben die nur Hybriden betrifft. So etwas habe ich noch nicht erlebt!“

    Als Vader den Mann bereits empor hob wurden Sie von einem lauten Knall unterbrochen, den die Mannschaft von Cestus verursacht hatte „Verdammt, ich hab einen Stromschlag gekriegt!“ rief einer der Männer und Vader ließ vom Arzt ab, „Was ist los? Gibt es Komplikationen?“ rief Vader und schob alle beiseite die ihm im Weg standen als er auf sie zuging. „Nein Lord Vader alles läuft nach Plan!„ sagte der CEO, „Los aufdecken, sofort!“ rief Vader und die Männer taten wie befohlen. Zum Vorschein kam ein weiblich aussehender Droide gefertigt aus Platin und Titan. „Einschalten! Sofort!“ rief Vader und sie versuchten es. Der Droide gab jedoch nur kurze Zuckungen von sich und erstarrte wieder in Bewegungslosigkeit als die Männer mit ihren Laptops und Digitaltabletts alles versuchten sie doch noch zum Laufen zu bringen.

    „Vader sah wieder zum Kind und der Herzmonitor zeigte ein Flimmern an, der Alarm ging los und die Ärzte versuchten eine Herzmassage an dem Kind.“. Vader überlegte noch das er vielleicht diesesmal verlieren würde und wie er sich für diese Schmach an diesen ganzen Versagern rächen sollte als er sich beobachtet fühlte. Er drehte sich zum Droiden und hatte ein merkwürdiges Gefühl beobachtet zu werden, „Das kann nicht sein..“ dachte er sich noch und dann sprang der Droide doch plötzlich an und fuhr die Systeme hoch „Bitte Bezeichnung eingeben!“ sagte die Maschine. „Hä was hast du gemacht?“ fragte einer Techniker den anderen und dieser zuckte nur mit den Schultern. Der CEO hingegen war aus dem Häuschen und jubelte schon als ihn Vader zurückpfiff. „Sollte das Kind nicht überleben, mache ich sie dafür verantwortlich!“. Der CEO schluckte und gab dem Droiden Order, „Ähm du..ähm wie wollten wir den Droiden eigentlich nennen?“ fragte er seinen Nebenmann und dieser zuckte nur mit den Schultern. „BETA!“ rief plötzlich der Alte Ingenieur Hase als ihn alle ansahen „Baktoid Education and Training Algorithma. Baktoid muss rein, da bestehe ich drauf!“ sagte er und der CEO nickte „Mensch Morti, du hast es eben doch drauf!“, Also Droide dein Name ist „BETA-X!“

    Der Droide akzeptierte seine Kennung. „BETA-X meldet sich zum Dienst.“ ertönte eine weibliche Stimme aus dem Droiden. „Los kümmere dich um das kranke Kind!“ rief Vader als er auf die Kleine zeigte und BETA tat es. Sie legte Ihre Hand auf den Brustkorb des Kindes während die umstehenden menschlichen Ärzte nur ungläubig zusahen und zurücktraten und gab dem Kind einen Stromimpuls aus ihrem eigenen Energiekern. Das Kind zuckte und sein Herz fing wieder an zu schlagen. „Wow!“ riefen einige der Umstehenden, „hatten wir das so programmiert?“ fragten sie sich noch als das kleine Mädchen die Augen öffnete und aufgeregt versuchte die Schläuche aus Mund und Nase raus zuziehen. Sie fing an zu weinen und war völlig geschwächt, BETA nahm sanft ihre Hände wieder zur Seite und nahm sie dann in die Arme, „Pssst...ruhig. Ganz ruhig“ ertönte es aus ihrem Stimmensynthesizer und sie schaukelte die Kleine behutsam.

    Es wirkte tatsächlich und die Kleine hörte auf zu weinen, sie schlief dann sanft ein und Beta nahm eine Decke aus der Transportbox und deckte sie damit zu, die Droide ließ das Kind aber nicht mehr von sich und Vader fühlte eine innere Erleichterung die sich im nächsten Moment bereits wieder in ein Gefühl des Triumphes verwandelte. „Ich gewinne immer!“ waren seine etwas überheblichen Gedanken als ihn der CEO ansprach. „Lord Vader, da es nun wunderbar geklappt hat wollte ich fragen wann wir über die Zahlungsmodalitäten sprechen könnten?“ doch Vader sah ihn nur abweisend an. „Ich kenne ihre Vergangenheit als Waffenhändler der Separatisten, normalerweise müsste ich sie vor ein Gericht stellen und verurteilen lassen! Das Imperium betrachtet ihre Arbeit als Entschädigungs- und Reparationsleistung!“ sagte er und der CEO wagte es zu widersprechen „Aber Lord Vader alleine dieser Prototyp hat uns nach ersten Kalkulationen fast 875.000 Credits gekostet! Es sind alleine 70 Kilogramm Platin und Titan verarbeitet, wissen Sie wieviel eine Unze Platin kostet?!“. Vader sah unbeeindruckt zu ihm runter „Vielleicht bedauern sie ja diese Vereinbarung? Ich hingegen würde es bedauern Besatzungstruppen zurücklassen zu müssen!“ und der CEO sagte nichts mehr.

    „Ich bin Lord Vader, dein neuer Herr und Gebieter!“ sagte Vader und Beta nickte. „Folge mir mit dem Kind!“ befahl er und sie bestiegen Vaders Shuttle und flogen wieder in den Orbit. „Verdammter *******!“ murmelte der CEO und war ziemlich Sauer über diese Zechprellerei. „Aber dafür klaue ich ihm sein Prozessordesign!“ rief er noch und sah sich nochmal um ob das auch niemand gehört hatte.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. November 2011
  12. deleted post
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Januar 2012
  13. Ausschnitt zum Probelesen:

    „Was wollt ihr hier?“ rief einer der Techniker und wollte schon den Alarm betätigen. „Schon gut, die sind mit uns gekommen!“ sagte ein junger Offizier und schien der Pilot des Raumschiffes gewesen zu sein. „Hallo, ihr seid die Kandidaten nicht wahr?“ fragte er freundlich und empfing sie gleich. Er reichte ihnen die Hand, „Ich bin Lieutenant Zacharias Pirelli, aber ihr könnt mich Zac nennen!“. „Jason Zané.“ drückte ihm Jason die Hand. „So jung und schon ein Lieutenant?“ fragte er. Pirelli war ein schneidiger junger Mann mit blonden Haaren und kaum älter als die Beiden, vielleicht Anfang 20. „Man tut was man kann!“ schmunzelte Pirelli. Aeris musterte Ihn und bemerkte seine blauen Augen. Auch ihr reichte der imperiale Offizier die Hand. „Freut mich Aeris Bonteri“ sagte sie etwas kühl und blieb auf Distanz. Sie hatte ein komisches Gefühl das sich mehr Nähe zu einem jungen Mann wie diesem nicht gehörte, komischerweise hatte sie dieses Gefühl bei Zané nicht gehabt.

    Der Pilot und Offizier sah die Beiden freundlich an und merkte das sie nur zu zweit waren, „Wo ist denn eure hübsche Begleitung, diese wie heißt sie noch gleich. Nora, Nova?“. „Inara Nova!“ sagte Aeris und Pirelli nickte „Genau!“. „Sie redet nicht mehr mit uns!“ erwiderte Jason etwas erheitert und Zacharias wunderte sich. „Hmm..merkwürdig, sie sah schon bei der Ankunft etwas gestresst aus.“ sagte er und Zané war überrascht, „Hast sie wohl durch die Cockpitfenster aufmerksam angeschaut!“ musste er innerlich grinsen.

    „Wisst ihr ob sie Heute Abend auch kommt?“ fragte Pirelli, aber sie verstanden nicht. „Wohin kommt?“ fragte Zané verdutzt. „Zur Villa Malreaux, es sollte doch ein Dinner zu Ehren des Inquisitor Ordens geben!“ sagte Pirelli und die Beiden sahen sich verdutzt an. „Wir wissen von nichts!“ sagte Jason und Aeris schüttelte ebenfalls den Kopf. Pirelli nickte verständnisvoll „Ich glaube es wurde erst kürzlich beschlossen, auf Wunsch des Grandiquisitors!“.

    „Toll das wir auch informiert werden!“ sagte Zané und Pirelli nickte fast erheitert. „Also ich muß wieder an die Arbeit, wir sehen uns dann später!“ sagte er und verabschiedete sich. Jason nickte und sie verließen die Halle wieder. „Schmieriger Typ!“ sagte er und Aeris sah ihn überrascht an, „Fehlte noch das er frägt was diese Inara Nova zum Frühstück ißt!“ sagte Jason erheitert. Er hatte noch nie im Leben Schleimer ausstehen können. „Du meinst er hat Interesse an ihr?“ fragte Aeris überrascht. „Offensichtlich!“ grinste Zané als beide weiter gingen.

    „Hmm.ich hab es zwar nicht bemerkt aber kann es verstehen, sie ist schon ziemlich hübsch!“ sagte Aeris und ging weiter, als er sie am Arm fest hielt. Er drehte sie zu sich, „Du bist hübscher!“ sagte er und sah ihr in die Augen. Sie war völlig überrascht. Wieder fühlte sie sich so merkwürdig und wollte etwas sagen, „Das ihr noch nie im Leben, Jemand so ein schönes Kompliment gemacht hatte.“.

    Doch Jason bemerkte das nicht und fing laut an zu lachen. „Siehst du das ist schleimen!“ sagte er erheitert und sie fiel aus allen Wolken. Er lachte immer noch, doch sie hatte das nicht witzig gefunden. „hmpf..“ verdrehte sie die Augen und ging leicht zornig weiter. Jason bemerkte das sein Witz nicht gezogen hatte.

    „Hey warte!“ rief er aufgeregt doch sie ging weiter, „Warte doch!“ sagte er und merkte wie enttäuscht sie war. Er hatte kurz vergessen das sie ein emotionales Mädchen war und nicht einer seiner Saufkumpane aus Coronet. „Das war nicht so gemeint!“ sagte er und sie blickte ihn ziemlich eingeschnappt an. „Tut mir Leid, manchmal mache ich so dumme Scherze!“ blickte er sie mit großen Augen an. „Ehrlich, ich fühle mich bei dir so wohl, das ich selbst meine eigenen Probleme völlig vergessen hab!“. Sie sah ihn nachdenklich an und er hoffte das sie seine Entschuldigung akzeptieren würde.

    „Das weiß ich doch, ich hab auch nur Spaß gemacht! Ich fand es komisch wie du dich so aufgeregt entschuldigt hast!“ sagte sie verschmitzt lächelnd und ließ ihn stehen. Sie ging erheitert weiter und er war baff, „Na sieh mal an?!“ dachte Jason beeindruckt und fragte sich ob sie vielleicht doch nicht so unerfahren war, wie sie tat. Er folgte ihr und sein Interesse an diesem Mädchen war definitiv geweckt.

    „So, da sind wir!“ brachte er sie an ihr Quartier. „Dann bis Heute Abend!“ sagte er und verabschiedete sich lächelnd. Sie sah ihm noch hinterher und lehnte sich mit dem Rücken an die Türzarge, sie hob das rechte Bein und klopfte leicht mit den Hacken ihrer Stiefel gegen die Zarge. Auch die Hände hatte sie hinter dem Rücken verschränkt, während sie ihren Kopf ebenfalls zurück lehnte. „Also ein bisschen Ernst war es mir schon..“ seufzte sie.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Januar 2012
  14. deleted post
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Januar 2012
  15. Ich möchte nun eine neue Fanfiction von mir beginnen und euch wieder in die Welt von George Lucas, in einer weit entfernten Galaxie entführen..



    Titel: Kinder des Imperiums, Teil 1 (Arbeitstitel)

    Genre: Star Wars Franchise/Fanfiction

    Art: Entwicklungs-/Jugendroman

    Umfang: 1. Teil ca. 60.000 Wörter (insgesamt 180.000 Wörter in 3 Teilabschnitten)

    Protagonisten: Aeris Bonteri (Hauptfigur), Jason Zané, Inara Nova

    Antagonist: Darth Vader (Anakin Skywalker)

    Nebenfiguren: Armand Isard, Ysanne Isard, Ja´ce Yiaso, Beta-X, Wee Dunn, Roo Roo, Mara Jade, weitere

    Locations: Coruscant, Prakith, Vjun, Mygeeto, Corellia, weitere

    Zeitspanne: 1 VSY bis 4 NSY

    Handlung: Das Schicksal machtsensitiver Kinder im von Jedi gesäuberten, ersten galaktischen Imperium des mächtigen Darth Sidious.

    Link: Children of the Empire

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    Kinder des Imperiums, Teil 1
    by DarthMike99 (c) 2012



    Kapitel 1

    Reise zu den Sternen



    Es war einmal vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie, auf dem gigantischen Stadtplaneten Coruscant...

    „Wo bleibst du denn?“ rief die Androide BETA-X, sie war zwar eine Maschine aber dennoch besaß sie ein weibliches Erscheinungsbild.

    Die Schülerin Aeris Bonteri war völlig außer Atem als sie zur Tür rein gestürmt kam und das Echo ihrer Schritte bereits durch die Gänge hallte, „Bin schon da!“. Die Teenagerin setzte sich schnell auf einen der zahlreichen leeren Plätze im Klassenzimmer, überhaupt war sie die einzige Schülerin von BETA-X.

    Sie sah zu ihrer Lehrerin „Tut mir Leid Teacher!“, BETA erwiderte den Blick ihres Zöglings misstrauisch „War schon wieder dieser ominöse Personenlift defekt oder hast du Gestern Abend beim Musik hören wieder die Zeit vergessen?“ fragte BETA-X, welche mit vollem Namen „Baktoid, Education and Training Algorithma“ hieß. Das X stand natürlich für experimentellen Prototyp wie sie selbst gerne betonte.

    Die junge Schülerin und Vollwaise wusste das ihre Erzieherin sie wiedermal durchschaut hatte und musste bereits grinsen, da sie gar nicht wirklich außer Atem war „Erwischt...“.

    „Missy!“ fuhr BETA sie aufgebracht an, und Aeris wusste das wiedermal eine Predigt folgen würde „Ja, ja. Nachsitzen ich weiß!“.

    Die Androidin wie sie sich selber gerne bezeichnete sah ihr Pflegekind mahnend an, „Du weißt ich bin sehr nachsichtig mit dir, aber du bist in letzter Zeit sehr frech junge Dame!“. Für BETA war die Ausbildung und Erziehung von Aeris mehr als nur die normale Tätigkeit eines Droiden, es war ihr Existenzinhalt wofür sie extra konstruiert worden war.

    Die Teenagerin hingegen verzog nur genervt das Gesicht und sah aus dem Fenster des Klassenzimmers welches sich in den oberen Stockwerken eines Wolkenkratzers befand. Das Respekt einflößend wirkende Gebäude mitten im Herzen des Regierungsviertels, war noch in die Dunkelheit des frühen Morgens gehüllt.

    „Hast du wenigstens deine Hausaufgaben gemacht?“.

    Aeris Blick wanderte wieder zu ihrer Nanny, welche sie eigentlich sehr gerne mochte. Und sie nickte schließlich wieder einsichtig „Ja Ma´am.“. Aeris holte ein Digitaltablett aus ihrer Tasche und überreichte es ihrer Lehrerin mit einem verschmitzten Grinsen „Bitte sehr, Teacher!“.

    „Gut, wenigstens etwas.“ entgegnete BETA und sah sich die Arbeiten gründlich an.

    „Mechatronik, interdimensionale Optik, Quantenphysik, Multispezies Biologie, gut!“ analysierte Beta die Arbeiten in Sekundenbruchteilen, sie besaß den leistungsstarken Prozessor eines militärischen Taktikdroiden und war ein Vorzeigemodell ihrer stolzen Erbauer. Das Unternehmen Cestus Cybernetics das sie auf Befehl von Darth Vader konstruiert hatte, war aus dem ehemaligen Marktführer für militärische Droiden Baktoid hervorgegangen. Die Konstrukteure hatten ihre Verbundenheit zu ihrer alten Firma gezeigt in dem sie diesem feinen Stück Technik deren Namen gegeben hatten.

    Aeris sah aus dem Fenster den Sonnenaufgang und dann sah sie zu BETA, wie sie ihre Hausaufgaben kontrollierte „Nanny?“, die Androidin kontrollierte weiter die Arbeiten aber hörte ihrem Schützling zu „Ja Liebes?“. „Wer waren meine Eltern?“. BETA stockte und senkte das Tablett.

    Obwohl Aeris ihr diese Frage bereits so oft gestellt hatte war sie dennoch überrascht und hatte in diesem Moment gar nicht damit gerechnet. Sie sah ihren Schützling aufmerksam an, sie wären gute Menschen gewesen hatte Beta immer bei früheren Gelegenheiten entgegnet, aber Aeris war mittlerweile schon viel zu alt für solch eine banale Antwort. BETA merkte wie Aeris sie mit großen Augen ansah und sie begriff das es keinen Sinn mehr hatte Ausreden zu erfinden „Liebes, diese Information ist mit einem Code gesichert. Ich kann dir darüber nichts sagen, da ich nicht gegen meine Programmierung ankämpfen kann!“.

    Aeris fühlte ihren aufsteigenden Zorn „Warum, warum ist es codiert?“. Sie sah wie die Androidin ihr Haupt senkte „Ich weiß es nicht, nur wer den Code eingibt hat auf diesen Teil meines Speichers Zugriff!“.
    Aeris stand enttäuscht auf und merkte das sie keine Antwort bekommen würde, sie war wie vor den Kopf gestoßen das ihr ihre eigene Nanny Beta nichts sagen wollte.

    „Du sagst es mir also wirklich nicht...Ich bedeute dir eben nichts, nicht wahr?!“, ihr Gegenüber sah sie überrascht an „Nein das ist nicht wahr!“. Die Schülerin stand auf und packte bereits zornig ihre Tasche „Doch, es ist wahr!“.

    BETA sah ihre Aufgeregtheit „Wo willst du hin?“. Die Teenagerin ging trotzig und demonstrativ zur Tür bevor sie sich nochmal zu ihr umdrehte „Es geht mir nicht gut, ich bin krank!“. Dann verließ sie das Klassenzimmer und BETA blieb überrascht fast gekränkt zurück obwohl sie nur eine leblose Maschine war. Sie war nicht programmiert Gefühle zu durchleben, aber trotzdem hatten sie diese harten Worte von dem Kind für das sie lebte nicht unberührt gelassen.

    Ihre Pause dauerte jedoch kurz und sie nutzte den Arbeitstag für ihre Aufgaben und ging wieder ihrer Arbeit in ihrem Büro nach. BETA fertigte die wöchentliche Leistungsbeurteilung für Aeris an, jeden Monatsanfang musste sie beim Imperium Rechenschaft über die Fortschritte dieses macht-sensitiven Waisenkindes ablegen. Als die Sonne unterging schloss sie den Upload ins imperiale Netzwerk in ihrem Büro gerade ab, und gönnte sich anschließend einen kurzen ruhigen Moment als sie aus dem Fenster sah. Während der Abenddämmerung betrachtete sie die Skyline Coruscants die sie immer wieder aufs neue beeindruckte. Ihr schlanker metallener Körper funkelte im Licht des Sonnenuntergangs das sie mit ihren blauen Augenrezeptoren wahrnahm. Die Androidin dachte noch über die Worte ihres Pflegekindes nach, jedenfalls nannte sie es selbst so wenn mal wieder ihr Diagnoseprogramm lief.

    Als sie für Heute Schluss machen und sich in den Energiesparbetrieb begeben wollte sah sie eine letzte Meldung auf ihrem Display, es stammte vom persönlichen Koch ihres Zöglings. BETA las die Meldung und ihr Taktik Prozessor errechnete ihr die Notwendigkeit ihr Kind aufzuheitern, ein Ergebnis von 98,99% veranlasste sie mit dem Fahrstuhl in die 99ste Etage des Wolkenkratzers zu fahren.

    Sie betrat das Stockwerk welches komplett für die Halb-Togruta reserviert war und hörte bereits laute Musik einer corellianischen Rockband. „Aeris?“ rief sie und ging weiter an einem Haufen von wild durcheinander liegenden Kleidungsstücken, Zeitschriften und anderen persönlichen Dingen eines Teenagers vorbei.

    Als sie das Zimmer betrat lag Aeris in ihrem Bett unter dem großen Poster eines corellianischen Rockstars, sie hatte demonstrativ den Rücken zur Tür gewandt und die Musik war auf voller Lautstärke. Beta ging zur digitalen Stereoanlage und schaltete die Musik aus. „Hey!“ rief die Teenagerin laut aus und drehte sich um. Ihre Nanny sah sie an „Ich frage mich wie deine Montrals das aushalten?“. „Was willst du?“ entgegnete Aeris an-gefressen und drehte sich wieder demonstrativ weg, sie zeigte ihrer Nanny einfach die kalte Schulter.

    Beta nahm einen Pullover der auf dem Bett lag beiseite „Die Küche hat gesagt du hast dein Abendessen zurückgehen lassen?“ und setzte sich zu Aeris, sie schien innerlich zu seufzen obwohl sie nur eine Maschine war. „Ich hatte keinen Hunger!“. Beta legte ihre Hand auf die ihres Pflegekindes, „Lass mich!“ sagte Aeris nur abweisend als ihr bereits die Tränen runter liefen. „Ist schon gut, ich verstehe das du aufgebracht bist.“. Aeris sah ihre Nanny an „Ich bedeute dir nichts!“, „Nein das ist nicht wahr! Du bedeutest mir Alles!“

    Aeris nahm Betas Worte zur Kenntnis und drehte sich wieder weg, Diese sah sie an und ihr Prozessor bot ihr mehrere Alternativen an. „Weißt du was, ich glaube mir ist nach Singen!“ sagte die Droidin und fing an ein Togruta Kinderlied zu singen was Aeris so merkwürdig fand das sie ihre Trauer kurz vergaß, sie drehte sich wieder um und sah mit fragendem Blick zu ihrer Nanny „Was soll denn das Gesinge jetzt?“.

    „Das ist alles was du zu sagen hast? WAS SOLL DENN DAS GESINGE?! Als du noch kleiner warst hast du nur ganz süße Laute von dir gegeben als ich dir das vor sang!“ sagte BETA und verstellte dabei so ulkig die Stimme als sie Aeris nach äffte, das diese ganz verlegen schmunzeln musste „So klinge ich ganz bestimmt nicht!“. Beta schien zu lächeln und Aeris hatte sich wieder zu ihr gewandt, die Droidin wischte ihr die Tränen weg „Weine nicht, du bist doch schon ein großes Mädchen! Schon 16, kein kleines Kind mehr!“.

    Die Teenagerin sah zu ihr und fühlte wieder Traurigkeit „Warum kannst du es mir nicht sagen?“. Beta senkte den Kopf „Bitte, frage mich nicht. Ich bin doch nur eine Dienerin Lord Vaders, ich bin sein Eigentum und selbst dieses Gebäude gehört ihm. Du hast doch ein gutes Leben, du bist gesund, du bist hübsch!“ sagte sie und wischte ihrem Kind die letzte Träne aus den türkis-blauen Augen. „Bitte kannst du denn nicht einfach glücklich sein?“.

    „Ein schönes Leben?“ fragte Aeris entsetzt und musste fast wieder anfangen zu weinen „Ich bin in einem goldenen Käfig! Ich habe noch nie andere Kinder getroffen, warum? Bin ich so abscheulich, bin ich so ansteckend!? Ich will nicht mehr so leben!“ rief sie und Beta konnte nichts mehr erwidern als sie sah wie unglücklich Aeris war. Sie nickte und streichelte ihr das Gesicht „Ich verspreche das ich alles in meiner Macht stehende tun werde damit du mehr Freiheiten bekommst!“.

    Die Halb-Togruta gab sich erst einmal zufrieden damit. Sie schmunzelte wieder „Ich hab eigentlich doch Appetit auf was leichtes, ob die Küche noch auf hat?“ und BETA musste ebenfalls mit ihrer LED animierten Mimik schmunzeln „Wenn nicht dann klopfe ich die einfach aus dem Bett!“. Beide lachten und redeten über dies und das bis es schließlich Nacht wurde und Aeris einschlief. Ihre Nanny deckte sie zu „Ich lasse nicht zu das du unglücklich bist, das verspreche ich!“

    Am nächsten Morgen als Aeris noch schlief ging Beta-X zur Empfangshalle des Wolkenkratzers. Als die Wachleute die Droidin sahen waren sie ziemlich überrascht und versperrten ihr auch gleich den Weg zum Ausgang des Gebäudes. „Sind Sie nicht der Droide der sich um das Kind kümmert?“ fragte einer der Wachleute verdutzt. „Droidin bitte!“ sagte Beta und sah die Männer freundlich an. „Was wollen Sie denn? Brauchen Sie eine Wartung?“ fragte eine der Wachen und Beta schüttelte den Kopf, „Nein ich wollte nur fragen ob es mal wieder möglich wäre das Gebäude zu verlassen und z.B. in die Coruscant Mall zu gehen? Das letzte mal liegt schon wieder einige Jahre zurück!“. Der Wachmann schüttelte den Kopf „Nein ausgeschlossen, Befehl von Lord Vader! Seit dem Beginn dieser Rebellion darf Niemand mehr dieses Gebäude ohne seine direkte Erlaubnis verlassen! Wenn Sie wieder eine Liste mit den gewünschten Dingen erstellen werden wir einen Bediensteten losschicken der die Sachen holt!“. Beta sah die Blaster der Männer und beschloss wieder zurückzugehen, „Macht nichts, dann reiche ich eben wieder eine Liste ein, danke trotzdem!“ sagte sie und wollte nur wieder schnell weg von den Bewaffneten. Auf dem Weg nach oben arbeitete ihr Prozessor wieder auf Hochtouren um eine andere Lösung zu finden.

    Aeris wachte auf und Beta stand schon an ihrem Bett, „Nanny?“ brachte sie raus, als sie sich noch den Schlaf aus den Augen rieb. Beta schien zu lächeln „Und bereit für dein wöchentliches Training?“. Aeris stand auf „Wenn es sein muss, aber erst muss ich noch ins Bad!“. Eine dreiviertel Stunde und ein Frühstück später gingen beide in die Trainingshalle im 90sten Stockwerk. Das Imperium hatte an alles gedacht, Kraft- und Ausdauer-räume. Eine Schwimmhalle, Sauna und selbst Massagedroiden waren vorhanden. „Wo waren wir stehen geblieben?“ fragte Beta doch Aeris war ziemlich lustlos „Bist du nicht ein Droide, Nanny? Hast du das nicht irgendwo gespeichert?“. „Manchmal finde ich auch den Dateipfad nicht!“ witzelte Beta, doch Aeris rollte nur mit den Augen. „Gut dann wollen wir mal was lustiges machen, lass mich schweben!“ sagte Beta und Aeris fand das ziemlich albern „Bist du sicher das Alles Ok ist mit deinen Schaltkreisen?“, „Ja, jetzt mach schon!“

    Die macht-sensitive Halb-Togruta konzentrierte sich und ließ Beta tatsächlich einige Zentimeter und dann einige Meter in der Luft schweben. „Juhuu! Ich kann ja fliegen!“ rief Beta aus und Aeris musste schmunzeln als sie sie wieder runter ließ. Sie sah ihre Nanny selbstsicher an „Und zufrieden?“. „Ja, kann man so sagen und jetzt...“ sagte Beta als Aeris sie ansah, „Jetzt lassen wir uns von maskulinen Händen massieren!“, sie gingen in die Massageräume und nahmen auf den Liegen Platz, „Massage bei Ihnen nicht möglich!“ antwortete der Droide an Betas Liege.

    „Unglaublich! Ich gelte auf Ord Cestus als das Nonplusultra in der Robotik und der lässt mich einfach abblitzen!“ sagte sie und Aeris war ziemlich amüsiert über ihre Nanny, während diese ihr mit ihren LED animierten Photorezeptoren nur zuzwinkerte. „Nanny bist du nicht eine Droide? Wieso brauchst du denn eine Massage?“, „Aber liebes meine Servomotoren benötigen auch ein bisschen Zuwendung und Liebe!“, Aeris konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen aufgrund der Albernheiten ihrer Beta.

    Dann verließen beide den Massageraum und gingen in die Schwimmhalle, Aeris zog sich ihren Badeanzug an und sprang ins Wasser, „10 Runden! Ich stoppe die Zeit!“ rief Beta und die Halb-Togruta schwamm wiedermal Bestzeit da sie durch Betas gutes Training ausgezeichnet in Form war.
    Sie kam wieder aus dem Becken und trocknete sich ab, ihre Lekkus und Montrals glänzten durch das Wasser und waren weniger stark entwickelt als bei normalen Togruta in ihrem Alter. Sie maß genau 1,72m und überragte bereits ihre künstlich erschaffene Nanny um 2 Centimeter, ihre samtene mediterran gebräunte Haut schimmerte im künstlichen Licht der Schwimmhalle, auch die typischen weißen Muster auf Armen und Beinen waren bei ihr als Hybrid zwischen Mensch und Togruta nicht mehr sichtbar. Nur die Muster auf ihrem Gesicht welche wie ein offenes Buch für Togruta waren zeigten ihre Abstammung. Nachdem sie sich abgetrocknet und ihren Badeanzug wieder gegen ihre normale Trainingskleidung eingetauscht hatte, redeten beide wieder über ernsteres und Beta erklärte ihr das nur Vader über weitere Freiheiten entscheiden konnte.

    „Es scheint eine ausdrückliche Order zu sein wegen der Rebellion.“. Aeris sah zu ihrer Beta „Rebellion?“, diese nickte „Ja ich habe auch nur wenige Informationen darüber, Details sind Top Secret!“. „Schon wieder codiert?“ seufzte die Teenagerin. „Ja, leider!“. Die Teenagerin setzte sich und schien zu überlegen. „Dann frag ihn!“ sagte sie und klang sehr entschlossen, Beta bemerkte ihre Entschlossenheit und versuchte sie unauffällig von diesem Gedanken abzubringen „Es heißt das man Lord Vader lieber aus dem Weg gehen soll wenn man im Imperium überleben will!“. Aeris zog ihre Jacke an und sah ihre Nanny furchtlos an „Nein, ich will es!“. BETA merkte das eine Diskussion wohl keinen Sinn hatte, „Also gut, ich werde ihn bei nächster Gelegenheit kontaktieren!“ versuchte sie es hinauszuzögern.

    Einige Tage vergingen und BETA nahm schließlich doch Kontakt zum dunklen Sith Lord auf, da Aeris wieder mit Nahrungsverweigerung drohte und sie fast erpresste. Sie konnte es nicht mehr länger aufschieben und schien tief durchzuatmen als die Videoverbindung aufgebaut wurde, sie war nur eine Maschine aber trotzdem pochte ihr Energiekern schneller.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Januar 2012
  16. „Ja?“ fragte der auf dem Bildschirm erschienene dunkle Sith Lord ungeduldig als die Verbindung aufgebaut wurde. Darth Vader war nun vor ihr auf dem Schirm und schien verwundert zu sein, da ihn eigentlich niemals jemand freiwillig kontaktierte. Er saß in einer Art Kammer und der Anblick seiner schwarzen Maske rief alte Erinnerungen in ihr hervor. „Lord Vader ich bin Beta...“, „Beta-X?!“ unterbrach sie der dunkle Sith Lord, den sie nach ihrer Erschaffung eigentlich nur einmal gesehen hatte. „Ja Lord Vader. Ihr erinnert euch an mich?“ sagte Beta und merkte wie Vader sie durch seine schwarze Maske zu mustern schien.

    „Solltest du dich nicht um dieses Kind kümmern? Was ist dein Anliegen?“ fragte er schroff und klang als hätte er keine Zeit für solche Nebensächlichkeiten,

    „Ja richtig, es geht um mein Kind, ich meine es geht um das Kind Aeris Bonteri!“.
    Vader musterte Betas Körper und das Edelmetall schmeichelte seinem Auge

    „Ja und?“ wurde er immer ungeduldiger.

    „Ich wollte euch bitten ihr mehr Freiheiten einzuräumen!“ entgegnete Beta und klang fast fordernd, „Du traust dich ja einiges!“ erwiderte der Sith Lord kalt aber dennoch schien es ihn zu unterhalten. Betas Prozessor lief mit maximaler Geschwindigkeit um diese Sinnes-eindrücke und Gedanken zu verarbeiten „Vergebt Lord Vader, ich wollte nicht unhöflich sein!“. Vader sah sie an und fühlte das sie viel mehr als nur eine Maschine war, für den Sith Lord war es offensichtlich.

    „Bitte gestattet ihr das Regierungsviertel zu verlassen und andere Teile von Coruscant aufzusuchen!“, Vader sah Beta interessiert an und schmiedete einen Plan unter seiner Maske „Bitte abgelehnt!“ sagte er schließlich und sah sich an seinem Display die letzten Fortschritte von Aeris an. „Ich ordere an das sie zu mir gebracht wird, ich werde selbst ihre Machtfähigkeiten testen!“. Beta war geschockt, damit hatte sie nicht gerechnet und es auch absolut nicht gewollt. „Nein sie ist noch nicht soweit, sie muss noch viel lernen..ich..“, „Ruhe! Ich entscheide ob sie soweit ist! Deine Aufgabe ist es nur dafür zu sorgen, das sie soweit ist!“ entgegnete der Sith und sie schwieg lieber.

    Vader sah sie verschmitzt an „Ruf sie!“, „Aber?, „Ruf sie habe ich gesagt!“ und Beta tat wie befohlen, Aeris kam in ihr Büro „Zu euren Diensten Beta!“ sagte sie um ihrer Nanny vor dem Sith Lord keine Schwierigkeiten zu bereiten. Sie sah flüchtig auf den Bildschirm und erkannte den Sith bereits, den sie zuvor nur einmal als Kind gesehen hatte. „Was ist dein Begehren Kind?“ fragte Vader und sie war völlig aufgeregt das er sie fragte und sie das erste mal überhaupt mit ihm, den alle nur fürchteten reden durfte „Lord Vader ich will alles lernen, alles was es über die Macht zu lernen gibt!“. Beta war eigentlich gar nicht glücklich wie die ganze Situation verlief und wollte einschreiten, aber sie hatte zu viel Angst vor Vaders Zorn. Schließlich war sie nur ein einfacher und körperlich schwacher Droide ohne irgendwelche Macht.

    Vader sah Aeris an und merkte wie groß und fast erwachsen sie schon geworden war „Du wirst deine Chance erhalten!“. Der Sith sah Beta an, „Mein persönliches Shuttle wird sie abholen und zu mir bringen!“ befahl er und Beta musste es wohl oder übel akzeptieren „Wie ihr wünscht Lord Vader..“ beendete sie die Verbindung. Aeris war ganz aus dem Häuschen „Toll, danke Nanny!“ rief sie und umarmte ihre Beta, aber diese machte nur gute Mine zum bösen Spiel während ihr Prozessor verzweifelt nach einer Alternative suchte.

    Der nächste Tag brach an und Aeris war schon wach und total aufgeregt als sie sich raus putzen wollte „Ich weiß nicht, die Stiefel passen nicht zu diesem Oberteil!“. Beta nickte nur abwesend „Ja Liebes.“, „Und dieser Gürtel ist auch unmöglich!“, „Ja Liebes.“. „Nanny hörst du mir überhaupt zu?“, „Ja Liebes..Oh was hast du gesagt?“.

    Aeris blickte etwas zornig „Nanny!“. „Entschuldige bitte Liebes, aber das ist kein Ferienausflug auf den du gehen wirst! Dieser Vader ist gefährlich! Viele überleben eine Begegnung mit ihm nicht!“, Aeris schüttelte den Kopf „Aber Nanny, ich werde zu den Sternen reisen! Ich werde neue Abenteuer erleben, die weit über ein einfaches leben hinaus gehen! Viele würden alles geben um diese Chance zu erhalten! Freust du dich denn gar nicht für mich?“. Das Funkeln in ihren Augen und ihre entschlossene Stimme beeindruckte Beta „Du bist wirklich so groß geworden...“.

    „Nanny weinst du etwa?“ sagte die Teenagerin verblüfft als sie ein magisches Funkeln hinter Betas Augenrezeptoren wahrnahm, „Nein...Natürlich nicht, das ist wahrscheinlich nur Batteriesäure! Ich freue mich für dich liebes.“. Aeris tröstete ihre Beta, „Ich verspreche, das ich dir ein Souvenir mitbringe!“. Beta nickte zwar aber wollte sie am liebsten nur mit sich nehmen und vor Vader fliehen, aber sie wusste das es in der Galaxis nirgends Sicherheit vor diesem Monster gab.

    Das Shuttle landete und Beta brachte sie zur Landeplattform. „Bitte versprich mir das du sehr vorsichtig sein wirst und nichts tust was diesen Lord Vader wütend machen könnte! Verhalte dich am Besten ganz ruhig und antworte nur wenn du gefragt wirst!“, Aeris zwinkerte ihr zu „Keine Sorge, ich werde mich schon benehmen.“. Sie bestieg das Shuttle und als sie auf der Gangway war rief ihr Beta besorgt hinterher „Ich werde hier auf dich warten!“. Sie lächelte ihrer Beta zu und winkte zum Abschied. Dann hob das Shuttle ab und Beta sah ihr nur voll Sorge hinter her „Lord Vader wehe ihr tut ihr was an!“.

    „Bitte setzen Sie sich und schnallen sich an!“ sagte einer der Piloten und sie tat es, noch nie zuvor hatte sie Jemand von den Bediensteten Lord Vaders gesiezt und sie kam sich richtig erwachsen vor. Das Shuttle stieg enorm schnell in den Orbit und sie war beeindruckt vom Anblick Coruscants aus dieser Höhe, ihr bisheriges Leben kam ihr auf einmal so klein und unbedeutend vor. Das Shuttle erreichte den Orbit und die Piloten leiteten die Hyperdrive Berechnungen ein. „Hauptenergiezufuhr, gecheckt!“, Aeris hörte aufmerksam zu und versuchte soviel wie möglich über die Prozeduren des Raumschiffluges zu erhaschen, sie hatte bis jetzt nur sehr wenig theoretischen Unterricht in Raumschifftechnologie erhalten. „Navigations-Computer gecheckt! Beschleunigen!“. Das Schiff sprang in den Hyperraum und Coruscant verschwand aus ihrem Blick, nun war es ihr klar „Es gibt kein zurück mehr!“

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    Diese Geschichte sowie die Charaktere Aeris Bonteri, Jason Zané, Beta-X und Inara Nova sind mein geistiges Eigentum.
    STAR WARS und sämtliche Rechte daran gehören jedoch ausschliesslich George Lucas, welcher die nicht kommerzielle Nutzung des STAR WARS Universums für Fanfictions erlaubt hat.
     
  17. Kapitel 2

    Im Dienste des Imperiums


    Das blaue Licht des Hyperraumkanals leuchtete in ihren Augen und sie dachte das sie so etwas schönes nie zuvor gesehen hatte. Als sie fast hypnotisiert da saß sprach sie einer der Co- Piloten an „Sie können sich nun los schnallen und frei bewegen! Erfrischungen finden sie im hinteren Bereich.“. Aeris nickte „Danke sehr.“. Beta hatte ihr beigebracht immer Bitte und Danke zu sagen, überhaupt hatte die Droidin großen Wert darauf gelegt ihr gute Umgangsformen beizubringen und sie Bescheidenheit zu lehren. Der Co-Pilot nickte und wandte sich wider der Flugkontrolle zu. Nach einigen Stunden erreichten sie schließlich ihr Ziel und verließen den Hyperraum.

    „Shuttle Solaris an Sternenzerstörer, bitten um Landeerlaubnis!“ sagte der Pilot und eine Stimme aus dem Funk entgegnete „Bitte übermitteln sie den aktuellen Code!“, der Pilot tat es und es wurde bestätigt.

    „Bitte landen sie in Hangar 2!“

    „Roger!“

    Aeris blickte gespannt aus dem Fenster und sah dieses gigantische Raumschiff was wohl ein Sternenzerstörer war, majestätisch bewegte es sich durch den Raum und vermittelte beim bloßen Anblick bereits Ehrfurcht. „Wahnsinn“ dachte sie noch als sie vom lauten Heulen 2er knapp am Shuttle vorbei rasender Flugobjekte, aus ihren Gedanken gerissen wurde.

    „Bitte keine Angst das ist nur unsere Eskorte, 2 TIE Fighter! Die Jungs lieben es eine Show abzuziehen wenn ein persönlicher Gast Lord Vaders ankommt!“ sagte der Pilot leicht amüsiert als er bemerkte wie sie zusammengezuckt war. Sie nickte und es schmeichelte Ihr zugleich.

    Das Lambda Klasse Shuttle flog in den Hangar und setzte sanft auf, „Wir sind da, bitte folgen Sie dem Begrüßungsoffizier an der Gangway!“ sagte der Pilot und sie nickte wieder „Danke für den Flug.“, sie verließ mit ihrem Gepäck das Shuttle und ein weiblicher Offizier empfing Sie,

    „Willkommen an Bord, bitte folgen Sie mir Miss Boneri!“, „Entschuldigung bitte, Bonteri ist mein Name!“ entgegnete die Halb-Togruta. „Oh, bitte vielmals um Verzeihung!“ entschuldigte sich die Offizierin halbherzig und verzog das Gesicht, es schien sie wahrscheinlich zu nerven für eine Teenagerin die Aufpasserin spielen zu müssen. Aeris bemerkte dies und beschloss lieber keinen Ärger zu machen, sie folgte der Person lautlos.

    Sie wurde in ihr Quartier gebracht, „Vielen Dank!“, doch ihr Gegenüber nickte bloß lustlos und ging schon wieder. Aeris sah sich um und das Quartier war sehr eng und spartanisch. Sie packte Ihre Tasche aus und setzte sich auf die Liege. Als sie weiter da saß und all diese neuen Erfahrungen auf zu saugen versuchte, klopfte es plötzlich an der Tür. Sie öffnete und ein weiterer Offizier stand vor ihr „Lord Vader erwartet dich bereits, folge mir!“ sagte er ohne sich die Mühe zu machen seinen Namen zu erwähnen und wieder ging sie einfach lautlos mit.

    Als sie die von kaltem Licht erhellten Korridore entlang gingen, fiel ihr auf das die Besatzung überhaupt sehr still war und kaum kommunizierte, alle huschten fast ängstlich durch die Gänge. Keiner wollte wohl die Aufmerksamkeit Vaders auf sich lenken.

    „Sie gingen in einen dunklen Raum und der Offizier zeigte auf eine Art Kammer die in Mitten des Raumes aufgestellt war „Wir sind da!“ sagte er und verließ auch gleich den Raum als die Kuppel der Kammer sich öffnete. Vader kam in der Kammer zum Vorschein und drehte sich zu ihr um.

    „Du bist spät!“ raunte er sie an und sie wusste nicht was sie sagen sollte. „Du hättest dich sofort bei deinem nächsten Vorgesetzten melden müssen nachdem man dir dein Quartier zugewiesen hat!“.

    „Es tut mir Leid Lord Vader, ich habe das nicht gewusst..“,

    „Sei Still!“ fuhr er sie an und sie war fast geschockt, sofort verstummte sie.

    „Du redest nur wenn man dich dazu auffordert! Fragen beantwortest du nur mit Ja oder Nein! Hast du das verstanden?“, sie nickte „Ja!“.

    „Gut!“ sagte der dunkle Sith Lord und verließ seine Kammer, er baute sich vor ihr auf und sie blickte zu ihm hinauf, er war eine beeindruckende Furcht erregende Gestalt. Seine Angst einflößende mechanische Stimme klang aus der Nähe noch bedrohlicher „Du willst also dem Imperium dienen?“, Aeris überlegte nur kurz „Ja!“.

    „Nur die Besten dürfen dem Imperator dienen!“ sie blickte ihn an und ihr Selbstvertrauen löste sich in Luft auf. „Meine Zeit ist kostbar! Wenn du mich enttäuschst werde ich dich hart bestrafen!“ sagte er und sie musste ängstlich Schlucken, ihr Herz rutschte ihr fast in die Hose.

    „Willst du dem Imperium immer noch dienen?“, sie zögerte aber eine innere Stimme nahm die Herausforderung an „Ja!“

    Vader sah ihr durch seine Maske in die Augen und sah eine Entschlossenheit die ihn an Jemanden erinnerte, „Dann folge mir!“ sagte er und ging mit großen wuchtigen Schritten voraus, sie musste sich anstrengen um mit ihm Schritt zu halten als seine Schritte durch die Gänge hallten. Sie gingen wieder in den Hangar des riesigen Schiffes und die Besatzungsmitglieder salutierten, standen stramm wenn Vader an ihnen vorbei ging.

    „Siehst du diese Männer?“, sie blickte zu ihm hinauf während sie liefen „Ja“. „Das sind die Besten der Besten, ich dulde keine Disziplin Mängel! Hast du das verstanden?“, „Ja!“

    Sie gingen zu einem imposanten Raumschiff das aussah wie diese TIE-Fighter, aber dennoch wuchtiger wirkte und die Flügel abgeknickt waren.
    „Steig ein!“ befahl er und sie tat es, dann bestieg Vader ebenfalls seinen TIE Bomber und befahl ihr zuzusehen was er tat.

    „Merke dir genau meine Handgriffe!“. Er startete das Raumschiff und setzte sich auf den einzigen Pilotensitz, Aeris musste sich irgendwo hin quetschen wo gerade Platz war.

    Das Schiff startete und Vader gab vollen Schub, sie schossen aus dem Hangar und der Teenagerin schoss das Blut in den Kopf während sie sich verzweifelt festzuhalten versuchte. Vader setzte Kurs zu einem geheimnisvollen fremden Planeten. „Das ist Mygeeto, ein Planet sehr interessant für Macht-sensitive!“ sagte er und sie horchte auf, sie versuchte alles in sich auf zu saugen und soviel zu lernen wie sie konnte. Der dunkle Sith Lord setzte einen Kurs zur Oberfläche und trat in die Atmosphäre ein.

    „Wow!“ gab Aeris von sich als sie das lodernde Plasmalicht am Raumschiff vorbei strömen sah. Vader war leicht amüsiert über ihre jugendliche Begeisterungsfähigkeit „Das hatte ich auch gesagt als ich zum ersten mal mit einem Raumschiff den Wiedereintritt bewerkstelligt habe!“ sagte der dunkle Lord und klang auf einmal völlig anders, sie blickte ihn verwundert an, während er sich weiter auf den Wiedereintritt konzentrierte. Er klang fast sehnsüchtig und wie ein junger unverbrauchter Mensch.

    „Aber das braucht dich nicht zu interessieren!“ sagte er wieder schroff und schien wieder Jemand völlig anderes zu sein. Aeris nickte nur verwirrt „Ja Lord Vader.“, sie beschloss weiterhin ruhig zu bleiben und das zu tun was man ihr sagte.

    Sie näherten sich der Oberfläche und Vader betätigte wieder die Knöpfe und Schalter, das Schiff wurde mit einem sonoren Brummen immer langsamer und sie durch-stießen die Schallmauer als der Erdboden näher kam. Das Schiff bremste wieder enorm ab und Aeris quillten fast die Augen aus dem Kopf „Ahh!“, Vader sah sie an „Schwierigkeiten?“, Aeris merkte den Hohn in seiner Stimme „Nein!“ antwortete sie bestimmt und wollte keine Schwäche vor dem dunklen Sith Lord zeigen, sie wusste das Schwäche im Imperium nicht geduldet wurde.

    Sie setzten schließlich hart auf und sie war froh das die Tortur endlich vorüber war. „Los Steig aus!“ befahl er ihr wieder und schubste sie fast zur Seite als sein wuchtiger Körper ebenfalls raus wollte. Als sie noch durch atmen und sich umsehen wollte ging es bereits weiter, „Unser Ziel liegt da oben!“ sagte er und zeigte auf ein Felsmassiv. Noch bevor sie die enorme Höhe erfassen konnte drückte er die Teenagerin bereits weiter. Sie wanderten mehrere Kilometer auf einem engen Pfad dem Gipfel entgegen und Vader scheuchte sie vor sich her. „Keine Müdigkeit!“ befahl er fast und sie war schon ziemlich genervt von diesem Befehlston, ihre Füße schmerzten bereits „Warum hab ich Idiotin nicht die Wanderstiefel angezogen?!“.

    Sie gingen immer weiter hinauf und die Wanderung dauerte bereits einige Stunden, Vader schien durch seine Maske überhaupt keine Probleme zu haben als die Luft immer dünner wurde und Aeris jeder Schritt schwerer fiel. Sie kamen an eine Steilwand während ihr die Schweißperlen bereits von der Stirn tropften.

    „Los hinauf da!“ befahl er und sie konnte fast nicht mehr. Als sie zögerte wurde er immer ungehaltener, „Hinauf da habe ich gesagt!“. Sie riss sich zusammen und versuchte Hinauf zu klettern. „Nein nicht so!“ raunte er sie wieder an und riss sie am Gürtel runter so dass sie auf den Hosenboden fiel.

    Mit schmerzverzerrtem Gesicht brüllte sie ihn zornig an „Hey!“ und im selben Moment war sie schon geschockt was sie da gerade getan hatte. Doch er sah sie nur an und schien gar nicht erzürnt zu sein, „Hat man dir eigentlich bereits etwas über die dunkle Seite der Macht erzählt? Weißt du etwas darüber?“, Aeris stand auf und hatte noch schmerzen im Gesäß während sie sich den Staub abklopfte, „Nanny Beta hat mich gelehrt, die dunkle Seite ist mächtig und naja, sehr mächtig!“.

    Vader sah sie enttäuscht an „Also nichts?!“. Sie erwiderte seinen Blick sprachlos, „Ich zeige dir jetzt wie man klettert!!!“ rief er und stürmte bereits los, mit kraftvollen Bewegungen kletterte er die Steilwand hinauf und zog seinen massigen Körper fast ohne Mühe Meter um Meter hinauf.

    „Boah!“ dachte sie bloß als sie das mit ansah, im Nu war Vader oben und rief zu ihr runter „Jetzt bist du dran, du Kümmerling!“. Aeris fühlte sich herausgefordert und beleidigt, ihr Elan wuchs und nach kurzem Zögern griff sie beherzt zu und kletterte ebenfalls die Steilwand hinauf. Mit einem mal hatte sie die Erschöpfung und die schmerzenden Blasen an ihren Füßen vergessen, sie merkte wie sie die Macht nutzte um die Steilwand zu erklimmen. Als sie sich die letzten Meter hoch zog und sich dann selbstsicher vor ihm aufrichtete konnte sie ihren Stolz über ihre Leistung nicht verbergen.

    „Gar nicht schlecht...für eine Schnecke!“ verspottete Vader ihre Leistung und ging einfach weiter. Sie hatte noch ein Lob erwartet und war wie vor den Kopf gestoßen „Hallo? Ich hab mich angestrengt! Ziemlich sogar! Ein Lob wäre angebracht!“ hätte sie ihn am liebsten zur Rede gestellt. Aber sie erinnerte sich an ihr Versprechen und beschloss doch lieber nichts zu sagen, obwohl sie diesem widerlichen Kerl nur zu gerne die Meinung gegeigt hätte. Erschöpft und schmutzig ging sie weiter.

    „Komm jetzt!“ sagte er wieder schroff und seine mechanische Stimme begann sie bereits tierisch zu nerven. Einige Meter weiter kamen sie schließlich zum Eingang einer Höhle, „Geh rein!“ sagte er nur und sie tat es. Als sie sich noch wunderte erblickte sie schon das farbige Funkeln von abertausenden Kristallen in der Höhle, der Anblick raubte ihr fast den Atem. Noch nie im Leben hatte sie etwas schöneres gesehen.

    „Wow!“ sagte sie wieder und Vader baute sich neben ihr auf. „Das sind Machtkristalle, Pontite!“, sie blickte zu ihm auf während er fort fuhr „Die stärksten Kristalle die es gibt! Hervorragend geeignet für den Lichtschwertbau!“. Aeris sah ihn ehrfürchtig an, sie war beeindruckt von seinem Wissen. „Los sieh dich nur um!“ sagte Vader und sie ging weiter in die Höhle, das Funkeln der roten, orangenen und gelben Kristalle wirkte wie eine lodernde Flamme die sie magisch in den Bann zog.

    Vader bemerkte ihre Neugier und war zufrieden das sein Plan wohl aufging, obwohl er schon lange seinen alten Namen und sein altes Leben abgelegt hatte und nichts mehr mit dem einstigen Jedi Ritter gemein hatte, war diese Art der Kristallsuche der eines Jedimeisters und seinem Padawan nicht unähnlich gewesen.

    “Such dir einen aus!“ sagte er und sie blickte ihn fragend an „Die roten sind besonders mächtig! Ich habe selbst diese Höhle entdeckt als ich mit den künstlich gezüchteten Kristallen unzufrieden war!“. Aeris sah das Funkeln der Kristalle in den Sichtgläsern seiner Maske spiegeln. Sie erinnerte sich wieder wie sie bereits als Kind beim einzigen Aufeinandertreffen an das sie sich erinnern konnte, diesen dunklen Ritter so faszinierend gefunden hatte.

    „Einen aussuchen?“,

    „Ja für ein Lichtschwert!“.

    „Ihr wollt mich lehren wie man ein Lichtschwert baut!?“ fragte sie dankbar, fast gerührt.

    Vader sah sie an „Nein du Dummkopf! Du musst mir beweisen das du selbst eines konstruieren kannst!“ sagte er zornig und riss sie wieder aus allen Träumen.

    „Entschuldigt Meister!“ sagte sie peinlich berührt von ihrer eigenen Naivität,

    „Nenne mich niemals wieder so!“ fuhr er sie an und sie wunderte sich was sie nun wieder falsch gemacht hatte.

    „Das ist die Bezeichnung eines Jedi!“ rief er und packte sie am Arm. „Ein Jedi?“ fragte sie nur verwirrt, diesen Begriff hatte sie nie zuvor gehört. Vader bemerkte dies und wechselte schnell das Thema.

    „Das spielt jetzt keine Rolle, los such dir endlich einen Stein aus!“. Sie war zwar verwundert aber tat es und suchte nach einem Stein der ihr gefiel. Als es ihm zu lange dauerte schubste er sie so das sie hinfiel und sich das Knie auf stieß, Mit Tränen in den Augen sah sie ihn hasserfüllt an. „Ich will dir nur helfen, nur mit starken Gefühlen findest du einen guten Stein!“ sagte er fast hämisch.

    Mit Schmerzen und Tränen konzentrierte sie sich wieder und sah einen Stein der wie ein Tropfen geformt war. Sie sah ihn näher an und er funkelte rot wie Blut. „Das ist er..“ sagte sie und nahm den Stein an sich, er war schön und dennoch machte sie sein Anblick traurig. „Gib ihm einen Namen!“ sagte er ungeduldig und sie dachte nach, sie nannte ihn so wie sie sich in diesem Moment fühlte „A Tear of Blood!“, eine Träne aus Blut.

    Vader war zufrieden „Gut, gehen wir!“ sagte er und schleifte sie wieder hinter sich her. Sie gingen den Weg wieder zurück den sie gekommen waren und Vader schien keine Zeit mehr verschwenden zu wollen. Sie bestiegen Vaders Schiff und flogen wieder zurück in den Orbit des Planeten, der dunkle Sith Lord sagte nichts mehr bis sie wieder an Bord des Sternenzerstörers waren.

    Aeris blickte ihn bloß neugierig von Hinten an und musterte ihn von oben bis unten als beide wieder in der Enge des TIE Bombers waren, dem Sith schien es jedoch irgendwie unangenehm zu sein ihre Blicke zu spüren. Als sie wieder an Bord waren stiegen beide aus und Vader entfernte sich wortlos von ihr, ein Offizier schnitt ihr den Weg ab als sie ihm folgen wollte. „Lord Vader braucht jetzt Zeit in seiner Meditationskammer, du sollst in deinem Quartier warten!“. Sie wunderte sich zwar aber tat wie befohlen.

    Auf ihrem Quartier fand sie ein Essenstablett vor und aß hungrig alles auf obwohl es sehr fade schmeckte, dann fiel sie erschöpft vom ersten Tag mit Darth Vader in ihre Koje „Ein Diener des Imperiums zu sein, ist härter als ich dachte!“. Sie ließ das Erlebte Revue passieren und dachte über die Strapazen nach, aber die einzigartigen Eindrücke und das tolle Erlebnis machten die Mühen mehr als Wett. Sie holte den Stein aus ihrer Tasche und hielt ihn ins Licht der Zimmerleuchte. Er kam ihr nochmal schöner und prächtiger vor „Es hat sich gelohnt!“. Zufrieden schlief sie ein und freute sich bereits auf den nächsten Einsatz.

    Aeris schlief ein und träumte etwas merkwürdiges, sie sah eine Familie die auf einem sonnigen Hügel ein Picknick machte und fand die Personen seltsam vertraut, auch schienen sie ein Baby dabei zu haben. Als sie näher ging wurde sie bemerkt und die Personen sahen sie mit Furcht in den Augen an, sie nahmen das Baby und liefen vor ihr weg. "Hey wartet ich will euch doch nichts tun!" rief sie und versuchte ihnen zu folgen aber sie fühlte sich schwer und behäbig. Der Himmel verdunkelte sich. Ein plötzlicher Platzregen ging nieder und der schwere schwarze Umhang den sie trug schien sich auch noch mit Wasser vollzusaugen. Immer schwerer fielen ihr die Schritte und ihr Herz raste, keuchend ging sie schliesslich auf die Knie. Vor Ihr sah sie eine Pfütze, während der Regen auf sie nieder prasselte. In ihrem Spiegelbild erkannte sie jedoch nicht sich selbst, sondern die schwarze Maske und den Helm Vaders...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Januar 2012
  18. Es klopfte wieder an ihrer Tür und sie schrack aus dem Schlaf, der Chronometer zeigte das genau 6 Stunden vergangen waren. Sie öffnete und die Offizierin die sie unfreundlich empfangen hatte stand wieder vor ihr. „Du sollst in 30 Minuten in Lord Vaders Kammer erscheinen, den Weg müsstest du ja jetzt kennen!“ sagte sie wieder unfreundlich und ging wieder. Als die Teenagerin noch etwas fragen wollte war die Person schon wieder weg. Schnell machte sie sich frisch und zog sich die dunkelste, einer Uniform am ähnlichste Kleidung an die sie mitgenommen hatte.

    Sie eilte hinaus und versuchte den Weg nachzuvollziehen den Sie zuvor gegangen war. Aber die Gänge des gigantischen Schiffes waren so monoton und sahen alle absolut gleich aus. Nach einigen Abbiegungen war sie schon verwirrt und wusste nicht mal mehr aus welcher Richtung sie gekommen war, sie hatte sich verlaufen. „Verdammt, ich darf nicht zu spät kommen!“ dachte sie und erinnerte sich wie ihr Beta immer versucht hatte Pünktlichkeit ein zu bleuen. Die Halb-Togruta merkte das sie nicht mehr alleine weiter kam und beschloss ein Besatzungsmitglied zu fragen. „Bitte können Sie mir den Weg zu Lord Vaders Raum weisen?“. „Ein Sturmtruppler sah sie nur wortlos an und schüttelte den Kopf, er zuckte mit den Schultern und zeigte das er wohl nur ein einfacher Soldat war.“

    Sie ging weiter und sah einige Offiziere, schnell lief sie hin und stellte auch diesen die gleiche Frage. Die Offiziere blickten sie misstrauisch an „Warum fragen Sie, wer sind Sie eigentlich?“ stellten sie Aeris zur Rede. „Sind sie überhaupt befugt auf diesem Schiff zu sein?“ fragte einer der Offiziere und der andere verständigte bereits einen Sicherheitstrupp. „Ich bin auf Befehl Lord Vaders hier, ich sollte mich bei ihm melden. Aber ich habe mich verlaufen!“ versuchte sie sich verzweifelt zu erklären. Der Sicherheitstrupp traf bereits ein und sie wurde gezwungen mit zugehen. Sie wurde in eine Arrest Zelle gesperrt bis man ihren Status klären würde.

    Die Zeit verging „Bitte ich muß unbedingt hier raus!“ rief sie doch es interessierte die Wachen nicht, penibel wurde das Protokoll eingehalten. Schließlich bestätigte die Flugkontrolle die Ankunft eines Passagieres auf die ihre Beschreibung passte, mit dem Shuttle Lord Vaders. Man entließ sie und Aeris beeilte sich zu Lord Vader zu gelangen, nachdem sie den Weg erfragt hatte. Sie hetzte in den Raum aber er war nicht da. Als sie wieder raus lief rannte sie fast den Offizier um der ihr befohlen hatte auf ihrem Quartier zu warten. „Wo bleibst du denn?“ Lord Vader ist sehr erbost über deine Unpünktlichkeit, er ist schon losgegangen um dich zu holen!“. Er beschrieb ihr den Weg zu ihrem Quartier und wieder hetzte sie los und war völlig außer Atem, alles lief schief obwohl sie sich so sehr vorgenommen hatte nun alles perfekt zu machen.

    Als sie um die Ecke kam sah sie ihn bereits aus ihrem Quartier kommen, „Lord Vader es tut mir Leid!“ rief sie als Vader sie bereits am Hals Packte und gegen die Wand presste „Ich habe dir gesagt das ich keine Disziplinmängel dulde!“. Sie bekam keine Luft mehr „Es ist nicht meine Schuld diese Offizierin hat mir den Weg nicht gesagt!“ brachte sie noch aufgeregt raus und Vader ließ von ihr ab. Er sah sie zornig an und dann aktivierte er das Funkgerät an seinem Gürtel.„Lieutenant Yularen soll sofort in meinen Raum kommen!“ befahl er und gab Aeris Zeichen ihm zu folgen. Wortlos gingen sie wieder zur Kammer Vaders und der Sith Lord schien sehr aufgebracht zu sein. Als sie ankamen stand Lt. Yularen bereits da und salutierte, „Zu Ihren Diensten Lord Vader!“. Vader sah sie an „Lt. Ich hatte Ihnen doch ausdrücklich befohlen sie zu mir zu bringen?!“ sagte er und zeigte auf Aeris.

    Die Offizierin schluckte „Ja, Lord Vader. Ich habe es, ich meine...“ stammelte sie als Vader sie in den Machtwürgegriff nahm und sich ihr auf einmal die Kehle zuschnürte, er sah sie dabei nicht einmal an und redete einfach emotionslos weiter. „Ihr Vater war mir lange Jahre ein treuer Diener, es ist bedauerlich das Sie nicht an seine Loyalität herankommen!“ sagte er und Yularen begann bereits zu ersticken. Aeris sah was passierte und war geschockt „Lord Vader!“ rief sie und er sah sie an „Es ist meine Schuld, ich habe mir den Weg nicht eingeprägt! Ich hätte mir sofort alles einprägen müssen!“ rief sie und klang fast so als würde sie um Gnade flehen für Yularen. Vader sah Aeris interessiert zu und ließ schließlich von Yularen ab „Sie können gehen!“ sagte er trocken und nach Luft ringend verließ diese sofort den Raum.

    „Dann werde ich eben dich bestrafen!“ sagte Vader und zog einen Gegenstand an seinem Gürtel von dem Aeris bis jetzt nicht wusste was er war aber, er aktivierte den Gegenstand der sich als Lichtschwert entpuppte und das Zünden das Plasmas war zu hören. Sie hatte zwar bereits von solch einer Waffe gehört aber natürlich nie zuvor gesehen, sie sah ihn angst-erfüllt an und das rote Licht seiner Klinge kam immer näher. „Strecke deine Hand aus!“ sagte er bedrohlich aber sie weigerte sich „Nein bitte!“, „Ich sagte strecke deine Hand aus!“ rief er zornig und sie tat es, sie zitterte vor Angst und die Tränen kamen ihr bereits. Er streckte sein Schwert aus, holte aus und schlug zu.

    Aber sein Hieb stoppte kurz bevor er ihr wirklich die Hand abtrennte. Er sah sie an und sie war starr vor Angst. Es schien ihn fast auf eine sadistische Art und Weise zu amüsieren. Dann berührte er ihre Hand tatsächlich mit der Plasmaklinge, jedoch ganz leicht und dosiert. „Ahh!“ zog sie ihre Hand mit einem schmerzerfüllten Schrei zurück. Sie sah ihn geschockt vor Schmerzen an, „Das wird dich lehren niemals wieder für Jemand anderen den Kopf hin zuhalten du törichtes Mädchen!“. Sie blickte ihre Hand an und der Abdruck der Klinge hatte sich eingebrannt, es schmerzte höllisch aber Vader sah sie unbeeindruckt an „Du ahnst ja nicht einmal was wirkliche Verbrennungsschmerzen sind!“. Sie fühlte den Schmerz in ihrer Hand und bereute es fast sich für Yularen eingesetzt zu haben. Diese Narbe würde sie ein Leben lang behalten waren noch ihre Gedanken.

    „Los folge mir endlich!“ rief Vader und wollte keine weitere Sekunde verlieren. Sie hielt sich die schmerzende Hand und ging ihm lieber lautlos nach, bevor er sie noch mehr bestrafte. Er führte sie in einen Raum mit einem großen Tisch und Werkzeugen darauf, auch befanden sich verschiedene Materialien in unterschiedlichen Größen und Formen darauf. „Ich will das du jetzt dein erstes Lichtschwert baust! Zeige dich würdig oder ich werde dich bestrafen!“ sagte er und sie setzte sich eingeschüchtert an den Tisch. Sie bereute schon das sie an Bord war, aber dann tat sie doch was er verlangte. Aeris sah sich die Werkzeuge an, es waren ein Laserskalpell, eine Handfräse, eine Prezisionsbohrmaschine und einige andere Handwerkzeuge da. Verschiedene Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern lagen auf dem Tisch. Sie wusste erst nicht wie sie beginnen sollte als Vader ihr sein Schwert auf den Tisch knallte, „Hier, daran kannst du dich orientieren!“. Die schmerzende Hand fühlte sich etwas besser an als sie das kalte Metallrohr in die Hand nahm. Sie sah Vaders Schwert an und begann die Arbeit, das erste Rohr verschnitt sie sogleich und musste es wegwerfen. Beim zweiten schon hatte sie den Dreh raus und bearbeitete es ziemlich genau, Beta hatte ihr Handwerksunterricht gegeben was sich nun bezahlt machte. Vader beobachtete sie genau und es schien ihn zu unterhalten.

    Immer bessere Ideen schossen ihr durch den Kopf als das Material in ihren Händen Gestalt an nahm, verschiedene Muster erschienen ihr vor dem geistigen Auge, Dreiecke und ein Sechskant. Sie wusste nicht warum aber diese Formen gefielen ihr sehr, sie nahm das Laserskalpell und schnitt aus dem Rohr 5 spitz zulaufende Dreiecke aus, die abwechselnd in entgegengesetzter Richtung verliefen. Nachdem sie fertig war nahm Vader die leere Hülle in die Hand und prüfte die Qualität der Verarbeitung, „Hmm..naja, Annehmbar..“, sie blickte nur wieder enttäuscht auf den Tisch aber dies war wahrscheinlich bereits ein Kompliment aus dem Mund des dunklen Lords.

    Der Sith bemerkte die Symbole die sie ausgeschnitten hatte, „Was ist denn das für ein Symbol?“ fragte er als ob er es nicht genau wusste und sie schüttelte den Kopf „Ich weiß nicht, es gefiel mir einfach. Ich fühle mich gut wenn ich es ansehe!“. Vader beschloss nicht weiter darauf einzugehen, als er merkte das es wohl nur ein Zufall war. Er nahm wieder sein Schwert an sich und auch ihren Rohling steckte er ein, „Folge mir!“. Sie ging hinterher und wieder blieb er wortlos. Sie fragte sich langsam ob dieses geheimnisvolle Getue nur eine Masche von ihm war um andere, vor allem Frauen zu beeindrucken. Sie musste leicht amüsiert schmunzeln bei diesem Gedanken. „Was ist?!“ fragte er gereizt als sie weitergingen und sie schüttelte den Kopf „Nichts Lord Vader!“, ihre Hand tat auch fast gar nicht mehr weh und sie war gespannt was nun folgen würde.

    Er führte sie in einen weiteren Raum der mit Artefakten ausgeschmückt war, sie sah die Objekte an und war in deren Bann. Sie spürte wie die Macht aus diesen Objekten strömte und sie magnetisch anzog. “Hole den Kristall hervor!“ befahl er wieder und sie zog ihn aus ihrer Tasche. „Setze dich dort hin!“ sagte er und zeigte auf einen kleinen Teppich in mitten des Raumes. Sie setzte sich hin und er legte ihr den Rohling und einige weitere Bauteile hin, die er unter seinem Umhang hervor geholt hatte. „Jetzt beweise mir das du würdig bist meine Schülerin zu werden und setze mir ein funktionsfähiges Lichtschwert zusammen!“, sie blickte auf die Teile und wusste nicht mal wofür sie gut waren. Als sie eines in die Hand nehmen wollte fuhr er sie an „Was tust du denn da?“. „Nutze gefälligst die Macht du Einfaltspinsel!“. „Entschuldigung.“ sie zog die Hände wieder zurück und konzentrierte sich, sie hob die leere Hülle empor und dieses schwebte vor ihr. Sie überlegte welches Teil sie zuerst einsetzen sollte aber Vader gab ihr einen Tipp „Nicht denken, fühlen!“. Sie nickte und schloss die Augen sie sah die Bauteile nun durch die Macht und ließ sie schweben. Die Halb-Togruta konzentrierte sich stärker und fühlte nun für was die einzelnen Teile gut waren, „Ein Emitter...“ murmelte sie und das Teil integrierte sich wie von Geisterhand an die richtige Stelle. „Plasmaspule...“, auch dieses Teil schmiegte sich sofort an das Schwert an. „Energiekondensator, Begrenzungsrelais, Kristall..“ fügte sie ein Teil nach dem anderen ein und zum Schluss versiegelte sie schließlich die Hülle.

    „Puh..“ wischte sie sich über die Stirn und war doch ziemlich erschöpft als das fertige Schwert sich vor ihr auf den Boden senkte. „Zünde es!“ sagte Vader und fügte an „Wenn es nicht funktioniert..“ als Aeris den Satz beendete „Dann werde ich bestraft?“. Der Sith sah sie an „Ja!“. Sie stand auf und nahm es in die Hand. Sie betrachtete es und dann betätigte sie den Knopf an der Aktivatorbox. Mit einem Sonoren Geräusch wurde eine sauber begrenzte rote Lichtschwertklinge aktiv und das Schwert vibrierte in ihrer Hand. Sie war so stolz das sie es wirklich geschafft hatte. Fast kamen ihr die Freudentränen. „Gib es mir!“ sagte Vader und sie blickte ihn an, sie reichte es ihm und er schwang es ein paar mal. „Gute Balance, saubere Führung. Akzeptabel für den Anfang!“ sagte er und deaktivierte es wieder. Sie war so glücklich das er zufrieden war, das sie sich nicht länger zurückhalten konnte und ihm plötzlich um den Hals fiel „Ich danke euch Lord Vader!“. Doch der Sith war völlig überrascht und perplex, er drückte sie von sich und griff reflexartig zu seinem Schwert. Noch nie hatte es Jemand gewagt ihm so nahe zu kommen seit dem er diesen Anzug trug.

    „Was soll das?! Wie kannst du es wagen?!“ rief er wütend und misstrauisch. Sie sah ihn nur fragend an. „Wage es nie wieder mich an zufassen!“ hielt er ihr sein Lichtschwert an die Kehle und packte sie am Arm. „Es ist dir Verboten mich zu berühren! Verstehst du das?!“ rief er erbost und schüttelte sie durch. Sie nickte nur überrascht und blickte ängstlich „Es tut mir Leid, Lord Vader!“ rief sie entschuldigend und Vader akzeptierte es, er deaktivierte sein Schwert wieder. Er ließ ihren Arm los und sie musste sich die schmerzende Schulter halten. Sie sah ihn an und wunderte sich was sie denn so schlimmes getan haben sollte. Vader war immer noch aufgeregt und erbost, er drehte sich von Aeris weg „Dein Test ist nun abgeschlossen, gehe in dein Quartier und warte dort. Ein Shuttle wird dich wieder zurück nach Coruscant bringen!“ sagte er immer noch aufgebracht und ließ sie alleine im Raum zurück. Aeris blickte ihm verwundert und mit traurigem Gesichtsausdruck hinterher „Verzeiht, ich wollte euch wirklich nicht in Verlegenheit bringen!“

    Sie ging wieder zu ihrem Quartier und 2 Wachen standen davor, ihre Sachen waren bereits abgeholt und zum Shuttle gebracht worden. „Bitte folgen Sie uns, das Shuttle startet in 5 Minuten!“ sagte eine der Wachen. Sie folgte und das Shuttle war bereits startklar. Der Offizier den sie vom Sehen kannte erwartete sie bereits und übergab ihr das Lichtschwert. „Kommt er denn nicht?“ fragte sie fast enttäuscht, doch er schüttelte bloß den Kopf „Lord Vader ist ein viel beschäftigter Mann! Er wird Ihnen das Testergebnis mitteilen sobald ihre Leistungsanalyse abgeschlossen ist!“ entgegnete der Offizier und sie nickte nur. „Commander Piett zur Flugkontrollzentrale, wiederhole Commander Piett zur Flugkontrollzentrale!“ ertönte es aus den Lautsprechern und der Offizier nickte ihr ebenfalls zu und entfernte sich anschließend. Sie wollte sich noch bedanken aber im Imperium schien dies eher als eine unbedeutende Banalität angesehen zu werden, darum ließ sie es lieber bleiben. Als sie das Shuttle betreten wollte spürte sie etwas und drehte sich um, sie sah hinauf und sah ihn wie er den Start ihres Shuttles von einem Raum mit Sichtfenster aus betrachtete, der Raum war perfekt um den ganzen Hangar zu überblicken und war wohl die Flugkontrollzentrale wie sie bei späteren Nachforschungen heraus fand.

    Sie bestieg immer noch verwundert von seinem Verhalten das Shuttle. Als es startete schnallte sie sich wieder an und verdrängte diese merkwürdigen Gedanken jedoch wieder, sie betrachtete ihr neues Lichtschwert und freute sich über den neuen Erfahrungsschatz. Die Zeit an Bord hatte ihr wirklich großen Spaß gemacht und die Eindrücke sowie das Erlebte würden erstmal für die kommenden Wochen reichen. Sie war stolz das sie nun eine persönliche Waffe, ein richtiges Lichtschwert besaß „Nanny, dieses Souvenir wird dir gefallen!“ dachte sie mit einem Schmunzeln und fühlte sich richtig erwachsen. Das Shuttle flog aus dem Hangar und sie sah ein letztes mal zum Sternenzerstörer der immer noch im Orbit von Mygeeto kreiste und dann mit einem ihr unbekannten Ziel in den Hyperraum sprang. Die Piloten bereiteten wieder alles vor und einer fragte sie „Und hat ihnen die Zeit an Bord gefallen?“. „Ja sehr!“ entgegnete sie dankbar und der Pilot nickte freundlich, das Shuttle beschleunigte schließlich ebenfalls in den Hyperraum und brachte sie wieder zurück nach Coruscant.

    Sie landeten wieder auf der Plattform des Wolkenkratzers und Beta erwartete sie bereits, wie sie es versprochen hatte stand sie an dem selben Platz und wartete auf ihr Kind. „Nanny!“ rief Aeris als sie die Gangway runter kam und dann umarmte sie ihre Beta „Es war einfach toll! Ich bin in einem riesigen Raumschiff geflogen und habe Kristallhöhlen gesehen!“ erzählte sie aufgeregt und atemlos als Beta erstmal ihre Tasche abnahm während das Shuttle abflog. „Jetzt beruhige dich, lass uns erst rein gehen!“ entgegnete Beta schmunzelnd und sie gingen in Aeris Etage. „Nanny, es war atemberaubend! Lord Vader hat mich nach Mygeeto mitgenommen und mir die Kristallhöhlen dort gezeigt, allein der Flug war etwas holprig aber sonst war es toll! Er scheint kein besonders guter Pilot zu sein?!“ und Beta lächelte nur als sie Aeris so aufgeregt sah, ihre Freude machte die Androidin ebenfalls glücklich.

    „Oh ja und ich habe dir etwas mitgebracht!“ sagte die Teenagerin und holte es aus der Tasche, „Das ist ein...“ sagte sie, als Beta sie unterbrach „Lichtschwert!?“ rief die Droidin und klang fast geschockt. „Du kennst das?“ fragte Aeris und Beta nickte „Oh ja, meine Datenbanken haben viele Informationen gespeichert...“ sagte sie mit einem merkwürdigen Ton und Aeris blickte sie überrascht an. Als Beta noch überlegte merkte sie das Aeris immer noch ihre Handschuhe an hatte, „Sag mal frierst du oder warum hast du immer noch deine Handschuhe an?“ und diese schüttelte nur mit dem Kopf „Äh nein, ich will mich nicht erkälten. Du sagst doch immer ich soll mich warm anziehen! Hehe..“ schmunzelte sie flüchtig und Beta wurde stutzig. „Zeig mal her!“ sagte sie und zog Aeris Arm zu sich, sie zog den Handschuh ab und sah die Brandwunde auf ihrer Handfläche „Wer war das? War er das?!“ fragte sie erbost und klang so als wollte sie Vader den Kopf abreißen.

    „Nein..ich...das war meine eigene Schuld!“ entgegnete sie naiv „Ich hätte mich eben nicht einmischen sollen!“ sagte sie und Beta sah sie bloß fordernd an damit sie ihr alles erzählt. Sie erzählte detailliert alles was passiert war und Beta merkte wie Vader es bereits geschafft hatte Aeris in dieser relativ kurzen Zeit negativ zu beeinflussen. „Nein so darfst du nicht denken! Wenn du nicht eingeschritten wärst dann wäre diese Frau jetzt tot! Das hast du verhindert, du hast jemandem schwachen geholfen der deine Hilfe brauchte! Ich bin stolz auf dich, lass dir niemals etwas anderes einreden hörst du!“. Die Teenagerin nickte „Danke Nanny.“ und umarmte ihre Beta.

    Die Halb-Togruta legte sich müde zu Bett und Beta ging in ihr Büro, sie sah aus dem Fenster und ihre Gedanken wanderten zwischen dem Glück das sie in Aeris Augen gesehen hatte und dem Leid das auf ihrer Hand eingebrannt war. Sie wusste wirklich nicht was sie nun tun sollte und hoffte das ihr die Macht eine Antwort geben würde. Der nächste Tag brach an und der Unterricht fand wieder wie gewohnt statt. Als Aeris wieder eine Prüfung schrieb erhielt Beta eine Holo-Meldung das Lord Vader sie verlangte. Sie ließ Aeris allein im Klassenzimmer und ging raus auf den Gang. „Zu euren Dienste mein Lord!“ sagte sie und ihre Zähne hätten geknirscht wenn sie welche gehabt hätte. Im Holoemitter erschien jedoch nicht der dunkle Sith Lord sondern ein imperialer Offizier „Lord Vader ist verhindert, ich habe Order Ihnen folgende Nachricht zu übermitteln!“, ein Download ging auf Betas Anzeige ein und der Offizier beendete anschließend die Verbindung. Beta war etwas verwundert aber öffnete die Textfile im Download und las die Nachricht:

    Ergebnis
    Anwärterin Aeris B. hat die Testkriterien zur Aufnahme als Imperiale Inquisitor Jüngerin mit ausreichender Punktzahl bestanden, jedoch beschließt die Führung des Imperialen Inquisitor Ordens in Einvernehmen mit seiner Exzellens Lord Vader das eine Aufnahme in den Orden frühestens in einem Jahr möglich ist. In der Zwischenzeit wird ihr weiterer Verbleib in der Obhut des Androiden BETA-X für zweckdienlich befunden.

    Gez.........................Gez.
    Lord Darth Vader.......Ja´ce Yiaso (Grandinquisitor)

    Als Beta diese Zeilen las freute sie sich nur das sie wenigstens noch ein weiteres Jahr mit Aeris verbringen durfte.

    Sie ging wieder ins Klassenzimmer und sah ihr Pflegekind an, welche am Stift ihres Digitaltabletts kaute und in die Arbeit vertieft war. „Weißt du was?“ rief sie und die Teenagerin blickte sie an. „Es ist so schönes Wetter, wir lassen Heute mal die Schule ausfallen und gehen ein Eis essen!“. Aeris sprang freudig auf „Das musst du mir nicht zweimal sagen!“. Als sie zur Tür raus gingen und sie Beta den Arm um die Schulter legte fragte sie „Kannst du denn überhaupt ein Eis essen, Nanny?“, „Nein, aber das schlägt bei mir sowieso auf die Hüften!“ und die Teenagerin musste laut los lachen „Das ist meine Nanny!“
     
  19. Kapitel 3

    Schicksalskameraden


    Das Jahr verging und Beta trainierte Aeris nun auch im Lichtschwertkampf, sie benutzte dabei programmierte Kampfdroiden die sie mit Lichtschwert resistenten Vibrostäben ausgerüstet hatte.

    „Ist das alles was du zu bieten hast Nanny?“ fragte Aeris selbstsicher als sie mit den Droiden wiedermal kurzen Prozess gemacht hatte. „Sei mal nicht so überheblich! Das sind nur hirnlose Maschinen, ein richtiger Gegner ist nicht so leicht zu besiegen!“ sagte Beta obwohl sie selbst eine künstliche Lebensform war, doch Aeris grinste nur. Als die Androidin sah wie eingebildet ihr Pflegekind wirkte entschloss sie sich selbst einen Vibrostab in die Hand zu nehmen. „Ohoho!“ sagte Aeris und war ziemlich überrascht und erheitert „Du möchtest wohl auch eine Abreibung?!“, „Oh du bist dir da so sicher das ich leichte Beute bin?“ fragte Beta überrascht und Aeris sah sie selbstsicher an „Nanny, ich will dich nicht verletzen. Also sei eine brave Nanny und leg hübsch den Stab aus der Hand bevor du dir noch weh tust!“ sagte sie mit einem Grinsen und Beta fühlte sich herausgefordert.

    „Hast du auch was anderes zu bieten außer deinem großen Mundwerk?“ fragte sie und griff bereits an. „Los wehr dich!“ rief sie und Aeris parierte die Hiebe ohne Mühe. „Ach Nanny.“ sagte sie fast gelangweilt doch diese griff weiter unbeirrt an und ihre Hiebe wurden immer schneller. „Hey?“ brachte die Halb-Togruta raus als sie immer größere Schwierigkeiten hatte und dann in einem unachtsamen Moment täuschte Beta einen Hieb an und fegte sie schließlich von den Beinen. Sie hielt ihr den Vibrostab ins Gesicht „Sie wurden so eben besiegt junge Dame!“.

    „Wow, wo hast du denn das gelernt Nanny?“, Beta half ihr wieder auf. „Gehört alles zu meiner Programmierung...“. „Aha?“. „Der Tag rückt immer näher..Ich will das du dich selbst verteidigen kannst wenn du Coruscant verlässt!“ Beta wirkte wieder sehr ernst und Aeris nickte.

    Gemeinsam schafften sie die Überreste der restlichen Droiden beiseite und Aeris fragte „Was ist eigentlich ein Jedi, Nanny?“. Beta sah sie von der Seite an „Hast du das von Lord Vader auf geschnappt?“ fragte sie selbigen abwertend, „Ja. Er meinte nur ein Jedi würde seinen Ausbilder als Meister bezeichnen.“. Beta sah sie an „Das ist richtig, der Orden der Jedi war streng hierarchisch aufgebaut.“.

    „Hast du Informationen darüber einprogrammiert?“.

    „Ja einprogrammiert, natürlich..“ sagte sie und schien geistig abwesend.

    „Nanny waren meine Eltern Jedi?“ fragte sie unvermittelt und Beta sah sie überrascht an „Wie kommst du denn darauf?“ sagte sie und vermied den Blickkontakt während sie weiter Teile der Kampfdroiden über den Boden schleifte. „Nun ja, ich bin selbst macht-sensitiv also war mindestens ein Elternteil von mir ebenfalls macht-sensitiv?!“ sagte sie und Beta sah sie an „Ich habe wirklich keinen Dummkopf großgezogen!“. „Also stimmt es meine Eltern waren Jedi?“. „Ich weiß es nicht, wirklich nicht!“ sagte Beta und schleifte weiter die Überreste der Droiden auf einen Haufen.

    „Irgendwann Nanny, irgendwann wirst du es mir sagen müssen!“ sagte Aeris und half ihr weiter die Überreste weg zu schaffen. Beta sah sie an und wusste das sie Recht hatte.

    Nachdem sie den letzten in den Aufzug geschafft hatten drückte Beta den Knopf für die unteren Etagen, in denen sich die Müllpressen und Werkstätten der Gebäudetechniker befanden. „Also, ruhet in Frieden Jungs..“ sagte sie fast andächtig und die Türen des Aufzuges schlossen sich. Aeris sah ihre Beta ebenfalls gerührt an und erinnerte sich wieder das Beta ja eigentlich auch eine Droidin war.

    Die Tage vergingen und an einem Morgen als sie die Augen öffnete stand Beta wieder vor ihrem Bett, „Weißt du welcher Tag Heute ist?“ und sie schmunzelte bereits „Mein Geburtstag?“, „Herzlichen Glückwunsch zum 17ten!“ sagte Beta und hielt ihr ein Amulett an einer schönen Kette entgegen. „Oh Danke schön!“ rief die mittlerweile junge Frau und legte sich die Kette gleich um den Hals. „Öffne es..“ sagte Beta und sie öffnete das Amulett, zum Vorschein kam eine kleine Holoprojektion, ein Bild der beiden und sie sagte „Siehst du, so sind wir immer zusammen. Egal wo du hingehen wirst!“.

    Aeris fand das Geschenk toll und ihr kamen fast die Tränen als Beta anfügte „Und wenn es dir wirklich schlecht gehen sollte eines Tages, dann sprich mit mir in diesem Amulett. Ich werde dich hören egal wo ich bin!“ sagte sie mit einem Augenzwinkern. Aeris verstand es zwar nicht wirklich aber sie nickte „Das werde ich!“ umarmte sie ihre Beta.

    Die Zeit verging und der Tag war gekommen, gemeinsam bestiegen sie einen Personentransport und Aeris hatte ihre Sachen gepackt. Sie war aufgeregt und völlig in Gedanken. Beta hielt ihre Hand, „Wir fliegen zum Raumhafen, dort wirst du mit zwei anderen Kandidaten von Corellia ein Schiff des Imperialen Geheimdienstes besteigen. Dieses wird dich dann an einen geheimen Ort bringen, man hat mir leider nicht gesagt wohin.“

    „Ich bin aufgeregt!“, „Keine Angst du wirst nicht allein sein, die beiden anderen sollen ungefähr in deinem Alter sein. Bestimmt könnt ihr euch anfreunden und so die Reisestrapazen verkürzen!“.

    Aeris lächelte traurig „Was werde ich nur ohne dich machen?“. „Das schaffst du schon, du bist stark!“ entgegnete Beta und machte ihr Mut. „Wir erreichen den Raumhafen in einer Minute!“ sagte der Pilot und ihr Herz schlug schneller.

    „Nanny was wird eigentlich aus dir?“ fragte sie plötzlich und Beta sah sie an „Da du nun erwachsen bist werde ich nicht mehr gebraucht, ich werde noch eine Zeit lang verwalterische Aufgaben erfüllen und dann wahrscheinlich ausgemustert...“. „Was heißt ausgemustert?“. Beta sah auf den Boden „Mein Körper wird wieder Recycelt..“.

    Aeris war geschockt „Waas!?! Nein dann will ich nicht mehr gehen!!!“ rief sie aufgeregt aber der Transport hatte den Raumhafen bereits erreicht. „Warum hast du mir das nicht gesagt?!“ rief sie verzweifelt.

    Der Pilot öffnete bereits die Türen „Nein, ich werde nicht aussteigen! Fliegen sie sofort zurück!“ rief sie aber Beta versuchte sie zu beruhigen „Dieser Zeitpunkt musste eines Tages kommen..es war mein Schicksal!“ sagte die Androidin mit einem Tonfall der das Schicksal akzeptierte.

    Beta sah ihr Kind an und legte ihr die Hand auf die Wange. Aeris schloss die Augen „Nein bitte..“ schluchzte sie. „Du bist nun erwachsen, du brauchst mich nicht mehr. Ich bin so stolz auf dich!“. Aeris weinte nur noch und konnte keinen Ton mehr raus bringen.

    „Ich werde immer bei dir sein. Und vergiss nicht, wenn es dir wirklich schlecht gehen sollte, sprich zum Amulett!“. Aeris nickte wortlos, sie wollte etwas zum Abschied sagen, aber ihre Stimme zitterte und sie verschluckte sich. „Ich weiß schon..“ sagte Beta und konnte die Gefühle ihres Pflegekindes auch ohne Worte wie ein offenes Buch lesen. „Und nun geh, geh und sieh nie zurück! Lebe deinen Traum!“ drückte sie Aeris sanft von Bord. Sie gab ihrem Kind einen letzten behutsamen Schubs um nun auf eigenen Beinen zu stehen, bevor sich die Türen des Transporters endgültig schlossen.

    Ein letztes mal sah sie ihre Beta durch die Fenster des Transporters winken als es abhob und davon flog. Sie streckte die Hand aus, aber alles war schon vorbei bevor sie es überhaupt richtig realisiert hatte. „Bitte gehen Sie durch die Personenkontrolle!“ sagte ein Droide am Eingang des Passagierterminals und drängte sie die Landeplattform wieder frei zu machen. Apathisch ging sie durch die Gepäck- und Personenkontrolle und ihre Gedanken waren immer noch bei Beta. Ihre vom Imperium frisch ausgestellten Papiere und Reisegenehmigungen wurden akzeptiert und sie durfte passieren.

    „Bitte hier entlang Miss Bonteri!“ sagte einer vom Flughafenpersonal und führte die Halb-Togruta mit ihrem Gepäck durch eine Schleuse zum VIP Bereich des Raumhafens. „Bitte hier rein und gleich Links!“ sagte der Bedienstete und sie ging in einen großen luxuriös eingerichteten Wartebereich, es war keiner da außer einem jungen Mann der am Fenster stand und raus zum Rollfeld spähte und einer abseits davon sitzenden Mädchenclique.

    Aeris riss sich zusammen und wollte Beta keine Schande machen, sie wischte sich die Tränen weg und ging weiter mit ihrem Handgepäck. Die Mädchenclique lachte und tuschelte ziemlich laut und der Junge nicht viel älter als Aeris stand weiter allein am Fenster. Sie beschloss zum jungen Mann zu gehen da er ebenso wie sie alleine war.

    Als sie nach unten blickte und wieder ihre Tasche nahm baute sich plötzlich die Mädchenclique vor ihr auf. Sie blickte wieder auf „Eww, was ist denn das für eine, ein Mischling!“ rief eine und die anderen lachten. Aeris dachte nur wie kindisch die waren und wollte bereits weitergehen als anscheinend die Anführerin die anderen zurück pfiff „Ruhe!“ sagte ein Mädchen mit kurzen hellbrüneten Haaren die einen leichten Rotstich hatten, „Abflug!“ sagte sie und die restlichen 3 ließen die beiden alleine. Sie war nur wenige Zentimeter kleiner als Aeris und streckte die Hand aus „Inara Nova!“, sie schien ungefähr im gleichen Alter wie der Junge zu sein. Aeris sah ihr ins Gesicht da ihr Beta immer beigebracht hatte das dies ein Zeichen der Höflichkeit war. „Freut mich, Aeris Bonteri!“ entgegnete sie und schüttelte ihre ausgestreckte Hand, während sie das Gesicht des Mädchens ziemlich interessant fand. Sie hatte smaragdgrüne Augen und einen durchdringenden Blick. Ihr Make Up war ziemlich schrill und sie schien die Farbe Grün zu lieben.

    „Woah, drückst du immer so fest zu?“ fragte Aeris als das Mädchen immer fester zudrückte und ihr bereits die Hand schmerzte. Inara lächelte bloß hinterhältig "Du bist also ein Mischling? Kraft scheinst du ja zu haben! Aber wie siehts mit Schnelligkeit aus?" sagte das Mädchen und zupfte Aeris mit ihrer anderen Hand am Lekku so sehr das es weh tat.

    “Hey gehts noch?!” rief Aeris und riß sich los. Sie zog reflexartig ohne weiter zu überlegen ihr Schwert, das sie nun immer am Gürtel trug und zündete es bereits. Das Mädchen zog ebenfalls ein Lichtschwert von ihrem Gürtel und aktivierte eine giftgrüne Plasmaklinge die einen Ton wie das Zischen einer gefährlichen Cobra von sich gab. Aeris sah das Schwert ihres Gegenübers an und bemerkte das es wirklich gefährlich und tödlich wirkte. Aeris versuchte ebenfalls bedrohlich zu wirken und umklammerte ihren Schwertgiff nur umso fester als dessen rote Lichtklinge in ihren Augen funkelte.

    Mit einem herausfordernden Grinsen bemerkte diese Nova “Das würde ich an deiner Stelle lassen, wenn du nicht nen Kopf kleiner werden willst!” und ging in Kampfposition als die Mädchenclique bereits ihrer Anführerin zujubeln wollte. Die Halb-Togruta schluckte und bereitete sich innerlich bereits auf ihren ersten realen Kampf im VIP Bereich das Raumhafens vor.

    "Inara Nova, stop! Du willst doch keinen Ärger mit Lord Vader kriegen?!” rief eine tiefe und besorgte Stimme und die Beiden sahen nach rechts, ein Junge mit dunklen Haaren und dunkelbraunen Augen stand vor ihnen und schien diese Nova zu kennen “Halt dich da raus Einauge!” sagte das Mädchen mit fiesem Tonfall und der Junge schien sich auf diese Worte ebenfalls nur schwer zurückhalten zu können “Das ist nicht mehr Corellia, ab hier duldet Lord Vader deine Spirenzchen nicht mehr!” sagte der Junge zornig und stellte sich bedrohlich vor Inara auf. Auch er hatte ein Lichtschwert wie Aeris bemerkte.

    Er war gute 12 Centimeter größer als Inara, welche ins Grübeln kam und sich wohl nur schlechte Chancen gegen zwei Gegner auf einmal ausrechnete “What ever, euch Nullen werde ich noch früh genug zeigen wo Borthel den Most holt!” sagte sie als sie ihr Schwert deaktivierte. “Geh mir aus dem Weg du Versager!” rief sie noch als sie den Jungen anrempelnd zum Fenster davon stapfte, gefolgt von ihrer Entourage.

    "Bei der musst du vorsichtig sein!” sagte der Junge und Aeris bemerkte seine wilde Mähne als sie ebenfalls ihr Lichtschwert wieder deaktivierte und sich beruhigte, auch trug er eine Gesichtsmaske über dem linken Auge welches wohl in Mitleidenschaft gezogen war. Das Material seiner Halbmaske ähnelte der Maske Vaders.

    “Ich kenne sie aus der geheimen Trainingseinrichtung aus Corellia, die ist gefährlich!” sagte er, doch Aeris war nur auf den Tonfall seiner Stimme fixiert, die ihr so symphatisch war und ihr richtig warm ums Herz wurde. Ihr Blick fiel auf seinen gut austrainierten Bizeps als er noch erzählte, er schien zu reden als ihr Blick über seine Brust weiter runter wanderte. Sie hörte gar nicht richtig zu und war noch ganz wo anders, den fast tödlichen Kampf nur wenige Sekunden zuvor hatte sie auch schon verdrängt.

    Er blickte sie an und merkte wie abwesend sie war und mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck vor ihm stand "Und du!" wurde er laut und sie purzelte aus ihrer Traumwelt "Das da ist kein Spielzeug!" wieß er sie zurecht als er auf ihr Schwert deutete. Wenn ich bei jedem der mich nervt gleich mein Lichtschwert gezogen hätte, dann wäre ich heute bereits im Gefängnis oder tot! Der Junge drehte sich um und wollte wieder gehen als sie ihn aufhalten wollte "Ähm.. vielen Dank!" er blickte sie an und sie nutzte die Gelegenheit "Aeris, Aeris Bonteri!" streckte sie die Hand aus, der junge Mann blickte auf ihre Hand und ließ ihre Höflichkeit nicht unbeantwortet "Jason Zané!" sagte er und schüttelte ihr schnell die Hand, dann ging er wieder an seinen Platz am Fenster.

    Aeris setzte sich abseits von beiden Seiten auf einen der zahlreichen leeren Plätze und seufzte, sie hatte immer noch nicht den Abschied von ihrer Beta überwunden und dann so ein Ärger mit ihren beiden Mitreisenden. Von denen sich die eine als aggressive Irre entpuppte und Aeris es sich auch noch, durch ihr ungestümes Verhalten, mit dem anderen verscherzte.

    Der Lautsprecher ertönte, bitte alle Passagiere des Fluges nach Vjun zum Ausgang 38B!“ Die Mädchenclique stand auf und verabschiedete ihre Anführerin „Zeigs denen Inara!“ riefen die Mädchen und Nova beeilte sich gleich mit ihrem Gepäck die erste an Bord zu sein. Sie streckte Zané die Zunge raus als sie an ihm vorbei lief und er sah ihr bloß Kopf schüttelnd hinterher, während er ebenfalls seine Tasche nahm. Sie gingen zum Ausgang und Aeris folgte ihnen mit ihrem Handgepäck. Die drei kamen schließlich zur Gangway eines großen edel aussehenden Raumschiffes, das komplett in rot lackiert war.

    „Bitte alle Passagiere des Fluges nach Vjun an Bord!“ Sie sahen sich gegenseitig an und die Angst vor dem unbekannten war allen drei ins Gesicht geschrieben, sie waren nun wirkliche Schicksalskameraden auf dieser Reise. Aeris nahm sich als erste ein Herz und ging voraus, die beiden Corellianer folgten der Halb-Togruta. Sie betraten das Schiff und bemerkten ein Symbol, es handelte sich um das Symbol des galaktischen Senates welcher nur wenige Tage zuvor eine Notversammlung gehabt hatte um die Allmacht des Imperators anzuprangern. Aeris war schon immer sehr interessiert in solchen Dingen gewesen und bedacht darauf sich auf jedem Gebiet fortzubilden, Beta hatte ihr immer wieder eingebleut wie wichtig es war das die Bevölkerungen der Galaxis ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

    Sie gingen weiter und sahen die Sitze aus creme farbenem Leder mit bestickten Senatszeichen. „Also so lässt es sich leben!“ sagte Inara und die beiden sahen sie an. „Was denn?!“ entgegnete sie auf die Blicke und sie gingen weiter.

    Als die drei im Bereich der Cockpittür angekommen waren sahen sie sich noch um und es ertönte eine Stimme hinter ihnen „Seht es euch nur gut an und genießt es ein letztes mal!“ sagte ein Mann hinter ihnen und sie drehten sich um „Auf Vjun werdet ihr solchen Luxus lange suchen! Lord Vader hält sich sein Domizil sehr spartanisch!“ und die drei blickten verwundert und wortlos zu ihm „Ich bin Armand Isard Leiter des imperialen Geheimdienstes, von heute an untersteht ihr meiner Obhut wenn Lord Vader abwesend ist!“ sagte er und sie nickten.

    Isard zeigte ihnen wo sie Platz nehmen sollten „Ich weiß ihr seid aufgeregt und das alles ist neu für euch, wenn ihr brav tut was man euch sagt dann werden wir keine Probleme haben! Bei Fragen wendet euch an mich! Alles klar?“. Sie nickten nur und Isard schien amüsiert zu sein mit diesen Youngstern. Aeris setzte sich ans Fenster und bot Zané den Platz neben sich an, als Inara sich einfach zwischen Beide setzte. „So! weckt mich wenn wir da sind!“ sagte sie und stöpselte sich einen Ohrhörer mit Musik ein I-(mperial Pod).

    Aeris und Jason setzen sich und beschlossen ruhig zu bleiben, da Isard sie bereits beäugte. Sie schnallten sich an und das Schiff startete. Isard setzte sich auf einen Sitz wo er die drei gut beobachten konnte und schlug eine gedruckte Zeitung auf, die er lieber mochte als irgendein E-Book. Das Schiff startete und Aeris verabschiedete sich innerlich mit Wehmut von ihrem alten Leben, sie bereute es nun fast aber sie hatte es selbst so gewollt. Während das Schiff an Höhe gewann und der Antrieb auf volle Leistung ging setzte sich Isard eine Brille auf und fing an seine Zeitung zu lesen. Das Schiff verließ den Orbit und beschleunigte in den Hyperraum. Aeris sah zu ihrer Sitznachbarin welche sich eine Sonnenbrille aufgesetzt hatte und bereits schlief. Dann wanderte ihr Blick zu Zané und dieser schien auch ziemlich angespannt und mit sich selbst beschäftigt zu sein.

    Die junge Halb-Togruta beschloss aus dem Fenster das pulsierende und hypnotisierende Blau des Hyperraumes anzusehen. Nach einer Weile wurde sie müde durch das sonore Brummen der Triebwerke und das pulsieren. Sie dachte an ihre Nanny BETA und ihr Schicksal..mit Tränen in den Augen schlief sie schließlich ein.

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    Nächstes Kapitel Festung der Dunkelheit
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Februar 2012

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