Lianna

]Lianna-System - Lianna - Lianna-City - Raumhafen - mit Jace unter Leuten[

Mit verschränkten Armen und besorgtem Blick stand die Padawan vor dem Raumschiffpiloten, während Volk aus aller Herren Planeten um sie herumschwirrten, allesammt mit ihren eigenen kleinen Dramen und Tragödien beschäftigt. Geschichten von Wesen, die alle so sehr mit ihren meist auch selbstgemachten Problemen zu tun hatten, dass sie von den Sorgen der Anderen nicht viel mitbekamen. Viele kleine Multiversen universeller Problemchen, und alles Unikate. Und die brünette Padawan Jibrielle Dari und der ungewohnt bartstoppelfreie Pilot Jace Chorios steckten in ihrem eigenen fest, wie alle Anderen auch.

Nach einer ganzen Reihe alkoholischer Schlückchen mehr, als Jibrielle vertragen hätte, war sie damals auf Mon Calamari Hals über Kopf mit Jace auf dem Hotelzimmer verschwunden und war erst, viele heiße Stunden in einer sonst recht kühlen Nacht, am nächsten Morgen wieder daraus hervor gekommen. Vor Scham flüchtete sie und schämte sich wegen der Flucht. Sie hatte später sogar ihrer Meisterin Chesara deshalb die Ohren vollgeheult. Und nun war sie nach einer seltendämmlichen Nachrichtenverkehrsverirrung ihm wiederbegegnet. Das ganze hätte ein Soap Opera für drei Credits in der Stunde sich auch nicht verquasteter ausdenken können.

Wegen diesem Abgang hatte sie sich wirklich schlecht gefühlt ... und nun meinte Jace Chorios, Raumschiffpilot, dass es nicht weiter wild war und er wahrscheinlich ebenfalls abgehauen wäre. Sie solle sich selbst keine Vorwürfe machen und er nehme ihre Entschuldigung an, falls ihr dies helfen sollte.

Ein verletzender Stich durchfuhr sie, als sie hörte, dass er selbst wohl genauso schäbich davongezogen wäre, wie sie selbst. Dabei wusste sie, wie idiotisch es eigentlich war, sich darüber zu ärgern. Aus mehreren Gründen! Dennoch war der Gedanke daran, sie wäre diejenige gewesen, die am nächsten Morgen nur mit einem lumpigen Zettel an ihrer Seite erwacht wäre, gar nicht angenehm. Unklar würde nur bleiben, was mehr wehgetan hätte: Die Schuld ihrer tatsächlichen Tat oder die Demütigung einer Einmal-benutzt-und-weggeschmissen-Behandlung. Von der anscheinend nicht vorhandenen Sehnsucht nach der tollen Liebhaberin aus der vergangenen Nacht ganz zu Schweigen. Doch dem sie durchfahrenden Stiche zum Trotz zeigte sie ihren stillen Ärger nicht, sondern lächelte betont versöhnlich, ala quit pro quo.


"Na dann ist ja alles gut ... schön, dass es dir nichts ausgemacht hat ..."

ließ sie sich glaubhaft vernehmen und schluckte die unerwähnte Kränkung hinunter.

Na wenigstens war das Szenario des liebestollen Perverslings in weite Ferne gerückt und so blieb nur noch die Frage offen, ob Jibrielle im interstellaren politischen Kontext als Jedi eine reise mit einem zumindest psychisch noch recht Unbekannten wagen konnte.


"Ich denke schon. Es gibt keinen Grund für mich dich zu verraten. Ich habe mit dem Imperium nichts am Hut und die würden sich sicherlich freuen wenn sie mich in die Hände bekommen würden. Abgesehen davon, wie soll ich bitte eine Jedi ausliefern? Mit deinen Zauberkräften hast du wohl eher wenige Probleme mit mir."

sagte Jace mit einem befremdlich ehrlich wirkenden Lächeln, was zuließ, ihn wirklich ernst nehmen zu können. Er schien wirklich kein Bedürfnis erkennen zu lassen, eine Jedi, insbesondere Jibrielle zu verraten und auszuliefern. Zudem spielte er darauf an, dass er wohl selbst auch von den Imperialen nicht mit offenen Armen empfangen werden sollte. Wie sicher es sein würde, mit einem ebenfalls gejagten zu Reisen, stand auf einem ganz anderen Blatt. Doch waren seine Beteuerungen nur Worte. Durfte Jibrielle ihnen einfach trauen? War es nicht töricht, lediglich auf Grund der inneren Stimme zu urteilen, ganz besonders, wenn sie eine so absonderliche Beziehung zum betreffenden hatte.

Jibrielle wollte sicher gehen. Sie wollte in die Macht hinaustreten und Jace erforschen, auf die Art, wie sie es schon unzählige Male getan hatte, nur das sie dieser Tage viel gezielter fühlte und wirklich wusste, was sie tat. Auf empathischen Tapsen trat sie in Jaces Kopf ein und nahm dort viele chaotische Gefühle war. Doch die Dominantesten waren Freude und Nervosität, unterschwellig auch die so natürliche Lust. Von bösen Absichten ihr Gegenüber keine Spur, auch wenn ein paar ominöse Schatten herumgeisterten. Das erfüllte Jibrielle mit Gleichmut und Freude ihrerseits, denn einerseits hatte sie sich nicht in ihm getäuscht und andererseits war sie ihm wohl doch nicht so gleichgültig. In diesem Moment wurde ihr klar, wie sehr die Macht die ganze Zeit schon bei den Überlegungen geleitet hatte und wie sehr ihre Intuition der Macht ähnelte, wie sie von ihr geführt und gewiegt wurde. Zuversichtlich lächelte Jibrielle Jace an und nickte, wenn auch noch immer die Peinlichkeit zwischen ihnen nicht verband sein konnte.


"Ok ... wenn das so ist, will ich mich sehr gerne von dir mitnehmen lassen und dir glauben. Aber Vorsicht: Die böse Jedi ist auf der Hut und macht mit der Macht mächtig machtvolles ... Jedizeug."

meinte sie verspielt lässig, doch sollte Jace tatsächlich gerne weiterhin glauben, dass Jibrielle im Fall eines Falles andere Seite aufziehen würde. Auch wenn sie auf kämpferischer Ebene gerade Mal die ersten Schritte gemacht hatte, aber schon ein Lichtschwert schwingen konnte, war es doch mehr als ungewiss, wie ein Kampf gegen einen erfahrenen Mann ausgehen mochte, Padawan hin oder her. Da konnte es nicht Schaden, wenn er sie für mächtig gefährlich hielt.

"Allerdings, werde ich dir nicht soviel zahlen können, wie du für den Flug nach Mon Cal von uns bekommen hattest ... mehr als 300 Credits hab ich leider nicht dafür übrig ..."

sagte Jibrielle und zuckte entschuldigend mit den Schultern. Sie konnte nur hoffen, dass ihr persönlicher Bonus dieses finanzielle Defizit ausglich. Ansonsten würde doch noch die Suche nach einem Discountpiloten beginnen. Jedoch einfach mal guten Mutes, nahm Jibrielle schonmal ihren großen Koffer in die Hand und guckte zuversichtlich.

]Lianna-System - Lianna - Lianna-City - Raumhafen - mit Jace unter Leuten[
 
- [Lianna-System - Lianna - Lianna-City - Raumhafen - vor einem Souvenirladen] - mit Jibrielle unter Leuten

Dreihundert Credits waren also das Maximum. Gut das er, in weiser Voraussicht, einen weiteren Job angenommen hatte. Damit war dieses Defizit auf jeden Fall wieder ausgeglichen. Aber ganz umsonst würde er sie nicht mitnehmen. Er überdachte die ganze Sache kurz und antwortete der Jedi, welche ihren Koffer bereits in der Hand hielt und mit zuversichtlichem Blick auf eine Reaktion wartete.

"Okay. Einhundertfünfzig Credits für den Flug sollten okay sein, denke ich. ... Die nehme ich."

Bei den letzten Worten war er vor getreten und hatte Jibrielle ihren Koffer genommen, welcher überraschend leicht war und es wunderte ihn noch immer wie sie es schaffte nur einen einzigen Koffer für eine solche Reise zu nutzen. Er hatte schon ganz andere weibliche Wesen gesehen die für kürzere Strecken mindestens doppelt so große und dreimal so viele Koffer benötigten. Als er Madge und sie von Coruscant geflogen hatte, da waren die Gepäckstücke auch schon recht übersichtlich gewesen und nun war es immer noch nicht viel mehr. Was machte er sich eigentlich über solche Nebensächlichkeiten Gedanken? Es war jawohl vollkommen egal was oder wie viel Gepäck Jibrielle mit sich führte.

Die Beiden schoben sich nun durch die Menge, Jace immer einen kleinen Schritt voraus - schließlich wusste Jib nicht wo sich die "Prince" befand. Es war nur ein kurzer Weg bis zu seiner Landebucht und die Menge der Reisende verringerte sich schlagartig als sie in den Bereich des Raumhafens gelangten der für 'freie Raumpiloten' und kleine Unternehmen gedacht war. Hier waren keine Reisenden aus Passagierlinern oder von anderen Transportgesellschaften anzutreffen, außerdem gab es hier wenige Geschäfte die Touristen aufsuchen würden. Einzig ein paar Cafe's und Spelunken, so wie Second Hand und ein paar Ersatzteil-Händler waren hier zu finden.


"Die "Prince" steht gleich hier, in dieser Landebucht.", teilte er seiner Begleiterin mit und deutete zu einer der Türen zu ihrer Linken.

Jace öffnete die Tür zur Landebucht mit einem Knopfdruck und betrat die offene Landefläche. Der alte YT war bereits wieder verschwunden, die anderen beiden Frachter und seine Yacht befanden sich jedoch noch immer an Ort und Stelle. Er ging auf die "Prince" zu, nun an Jibrielles Seite, nicht mehr einen Schritt voraus.


"Eine kurze Warnung noch, Jib. Ich habe - leider - einen Bordmechaniker an Bord und der ist ein wenig...gewöhnungsbedürftig. Wenn er nervt, einfach irgendwo einsperren.", bei den letzten Worten zwinkerte er ihr zu und öffnete die Rampe ins Innere mit dem gültigen Code.

Sie gingen an Bord und Jace führte sie wieder in den Aufenthaltsraum.


"Du kannst dir wieder einfach ein Quartier aussuchen, das dort ist meins und das gehört Petit. Alle anderen sind frei.", er machte eine kurze Pause. "Ich werde dir noch schnell Petit vorstellen und dann können wir starten. ... Petit!"

Es würde Interessant werden die Reaktionen der Beiden zu Verfolgen. Wie der laufende Meter wohl auf die Jedi reagieren würde? Jibrielle's Reaktion auf den, einer Comicfigur gleichenden, Jawa würde sicherlich auch ganz amüsant werden.

- [Lianna-System - Lianna - Lianna-City - Raumhafen - Landebucht - "Prince" - Aufenthaltsraum] - mit Jibrielle
 
[ Lianna | System | Schmugglerfrachter | Aufenthaltsraum | mit Antillis ]

Der Schmugglerfrachter mit der ramponierten Hülle setzte seinen Weg zum Raumhafen von Lianna City, der Hauptstadt des republikanischen Planeten, fort. Feinfühlig ging der dubiose Pilot, der auf dem Flug recht schweigsam war, seiner Tätigkeit nach. Man hatte einen stillgelegten Raumhafen als endgültiges Ziel für die Reise gewählt. In diesem Fall wollte man heimlich vorgehen, weil Sha Temm, der Kopf des Untergrunds von Dorin, überall imperiale Spitzel vermutete und die Operation nicht gefährden wollte. Die Passagiere im Aufenthaltsraum bekamen von diesem Landemanöver nicht viel mit. Crado war froh wieder auf republikanischem Boden zu sein. Seine Abreise von Mon Calamaril, dem Herz der Neuen Republik, kam ihm wie ein Traum aus alten Tagen vor. Er war ganze zwei Jahre mit Mike, seit ihrem Treffen auf Nar Shaddaa, unterwegs gewesen. ‘Was für eine lange Zeit’, sinnierte der Padawan in Gedanken.

“Sag mal Crado, wie lange dauert eigentlich so eine Jedi-Ausbildung?”, wandte sich Antillis an den Carthar.

Nachdenklich drehte sich das Katzenwesen zu seinem neugierigen Begleiter. Auf Lianna hatte der Orden eine neue, öffentliche Basis errichtet um machtsensitiven Wesen die Suche nach den Jedi zu erleichtern. Schutz vor dem Imperium oder gar den Sith bestand bei diesem Standort, da hier die republikanischen Raumjäger produziert wurden. Es bestand also eine gewisse Sicherheit durch die Streitkräfte der Neuen Republik. Hier konnte Crado für die nächsten Tage etwas Ruhe finden und vielleicht seine Ausbildung endlich beenden. Ihm fehlte der letzte Schliff, das war ihm bewusst, aber er wollte sich beweisen. Ein Grinsen, sowie ein Funkeln der violetten Augen zierte das katzenhafte Gesicht des Carthar. Noch konnte er seinem Gefährten ein paar Ratschläge geben und ihm bei den ersten Schritten in Macht behilflich sein.

“Meine Ausbildung hat mich nun schon zwei Jahre in Anspruch genommen”, beantwortete er mit einem gelassenem Ton die Frage des jungen Kel’Dor. “Es kann aber von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Irgendwie liegt es an der Mischung Schüler-Mentor, denke ich. Lernen jedoch, Antillis, wirst du immer. Selbst ein Meister kann nicht alles wissen…”

Freundschaftlich klopfte Crados Pranke auf den Rücken von Antillis. Das Wesen von Dorin war einfach einen ganzen Kopf größer als der Padawan mit dem orangefarbenen Fell. Trotzdem hatte sich der Schüler von Mike Yu noch nie an seiner Größe gestört. Seine Rasse hatte andere Vorteile, weshalb er sich über diesen natürlichen Umstand keinen Kopf machte. Plötzlich ging ein Ruck durch das Schiff. Der Frachter war gelandet. Nun hatte die Reise nach Lianna, sowie die Mission auf Dorin, für die beiden Jedi, ein Ende gefunden. Utopios Idee von einem Schmugglerring, der seine Heimatwelt unterstützten sollte, hatte sich mit diesem Jungfernflug stabilisiert. Erleichterung machte sich bei Crado breit. Flink schnappte sich der Padawan sein Gepäck.

“Wir sind wohl angekommen”, murmelte Antillis. “Ich denke, wir sollten aber noch nicht hinaus gehen. Vielleicht erwartet uns dort draußen eine Empfangsgruppe.”

Automatisch weitete sich das Bewusstsein von Crado aus. Er konnte problemlos das ganze Schiff und ein paar Meter der Umgebung erfassen. Nur den Piloten, sowie ein paar friedliche Mechaniker konnte er spüren. Mal wieder ließ sich sein Begleiter von der eigenen Paranoia leiten. Die ursprüngliche Gelassenheit, die typisch für einen Jedi war, war bei dem Padawan unerschütterlich. Sein Mentor hatte ihn in diesem Bereich der Ausbildung wunderbar als Vorbild dienen können. Das Vertrauen in die Macht konnte eine echte Hilfe sein, wenn man wusste wie man seine Fähigkeiten anwenden musste und durfte. Trotzdem wollte er Antillis in diesem Moment nicht vorführen.

[Crado, am besten wir warten bis uns jemand ein Zeichen gibt, dass die Luft rein ist], hörte er die leicht verzerrte Stimme des Kel’Dor in seinem Hinterkopf.

Gelassen nickte er ihm zu. Nicht jede Situation bedurfte vieler Worte. Auf der anderen Seite der Tür waren polternde Geräusche zu hören. Die anderen Passagiere, die als Helfer für den Piloten mit geflogen waren, machten sich auf den Weg zur Rampe. Auch hinter der Tür rührte sich etwas. Zischend öffnete sich die Luke und ein fremder Kel’Dor, wahrscheinlich der Co-Pilot, trat ein. Dieser Kerl trug recht kaputte Kleidung. Wahrscheinlich kam dieser Schmuggler aus dem Armenviertel von Dor’Shan - Ähnlichkeiten mit anderen Bewohnern dieser Gegend hatte er jedenfalls. Beiläufig tasteten Crados Machtfühler den Fremden ab. Gefahr konnte der Padawan bei diesem Kriminellen nicht spüren. Sie waren weiterhin sicher.

“Ihr könnt rauskommen”, brummte der Schmuggler, wobei seine Stimme durch die Atemmaske verzerrt wurde.

Plötzlich griff jemand nach dem Arm des Carthar und zog ihn aus dem Schiff. Es war Antillis, der anscheinend nicht mehr warten konnte. Schon beim Verlassen des ramponierten Frachters schlug dem Padawan die frische Luft des Planeten entgegen. Auch die Sonnenstrahlen, sowie ein warmes Wetter zeichneten diesen Planeten, der von der Prärie dominiert wurde, aus. Irgendwie fühlte sich Crado bei diesem Anblick an Ossus, dem geheimen Stützpunkt des Orden, erinnert. Ein Schnurren war von seiner Seite zu hören. Dabei wackelten für ein paar Nanosekunden auch die spitzen Ohren des Katzenwesens. Hier konnte er wirklich neue Kraft sammeln. Von dem jungen Kel’Dor ging eine Welle der Freude und des Glücks aus. Anscheinend freute er sich auf seinen neuen Lebensabschnitt. Etwas gelassener folgte Crado seinem Gefährten in einigen Schritten Entfernung. Sein Gepäck, ein schlichter Seesack, hatte er lässig über die Schulter geworfen. Bei dem roten Mantel schaute bloß das Heft am Kragen heraus.

“Da sind wir also…”, bemerkte Antillis überflüssiger Weise.

“Richtig, nun müssen wir nur noch die Basis finden”, entgegnete der Padawan. “Sie soll im Gewerbegebiet sein, habe ich mal auf Mon Calamari gehört. Nur dürfte das Gebiet groß sein…”

Ein Seufzen entglitt dem ehemaligen Schüler von Mike Yu. Dennoch durften sie sich nicht entmutigen lassen. Zusammen begaben sich die Jedi auf die Suche nach der Basis. Die Stadt “Lianna City” war klein im Vergleich zur Heimat von Crado, dem Schmugglermond Nar Shaddaa. In den zwei Jahren seiner Ausbildung hatte sich der Cathar dran gewöhnt die Macht automatisch zu nutzen. Auch in diesem Fall ließ er sich auf seine Gefühle und Fähigkeiten ein. Gemütlich schlenderten die zwei Jedi durch die Straßen. An manchen Kreuzungen schloss das Katzenwesen seine Augen. Ruhig atmete er ein und wieder aus. Die Nervosität von Antillis schloss er dabei aus. Am Anfang stellte seine Recherche in der Macht einige Schwierigkeiten dar, denn bisher hatte er nicht so bewusst auf die Suche nach anderen machtsensitiven Wesen begeben. Er glaubte an einen Erfolg, da hier kein Grund bestand seine Identität zu verschleiern. Nach einer Weile bestimmte er die nächsten Schritte bis zu einer weiteren Kreuzung. So näherten sich der Padawan und sein Begleiter allmählich der Basis.

Das Gewerbegebiet war groß. Planetare Firmen, die der Bevölkerung als Arbeitgeber dienten, hatten in diesem Bereich der Stadt riesige Fabrik- und Lagerhallen, sowie Verwaltungsgebäude errichten lassen um ihren Produktionen nachgehen zu können. Crado folgte noch immer seinem Gespür. Mike hatte ihm auch bei diesem Punkt immer tatkräftig unterstützt. So hatte sich allmählich ein echtes Vertrauen zur Macht aufgebaut. Aus diesem Grund war sich der Padawan mit dem orangefarbenen Fell sicher, dass sie auf dem richten Weg waren. Hier und da drangen die lauten Geräusche der Fabrikhallen mit offenen Fenstern an das feine Ohr des Carthar. Nur bei einem Gebäude war es ziemlich still. Wieder war es für Crado von Vorteil gewesen, dass er sich auf alle seine Sinne eingelassen hatte. Ein Lächeln war auf dem katzenhaften Gesicht zu sehen als sie das Gelände betraten.

Die Eingangshalle der Basis war sehr schlicht gehalten. Man hatte eine kleine Rezeption eingerichtet, sowie ein paar einfache Sitzgelegenheiten hingestellt. Eine Klimaanlage trieb die Wärme wieder nach draußen. Nur das stetige Surren dieses Geräts war zu hören. Leicht erschöpft ließ Crado sein Gepäck auf den Boden fallen. Er ließ den Eindruck auf sich wirken. ‘Hier ist es doch anders als auf Ossus’, dachte sich der Padawan und erinnerte sich an das kleine Camp aus Zelten, welches die Fassade einer Ausgrabungsexpedition darstellen sollte. Hier waren die Jedi wirklich offener. Der Carthar schüttelte sich ein bisschen. Crado wollte offen für diese neue Situation sein. Plötzlich tauchte ein Protokolldroide auf. Es war ein Standartmodell und passte zu der Schlichtheit dieser Basis. Auch Antillis bemerkte den Droiden. Nun hatte ihre Reise wirklich ein Ende gefunden. In Kürze würde sich ein anderer Jedi um die Ausbildung des jungen Kel’Dor kümmern. Vielleicht würde der Padawan an diesem Ort auch seine Prüfung statt. Ein gutes Gefühl stellte sich bei dem ehemaligen Schüler von Mike Yu ein.

“Willkommen in der neuen Jedi-Basis”, begrüßte der Droide die beiden mit seiner mechanischen Stimme. “Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?”

“Hallo, mein Name ist Crado, Padawan von Jedi-Ritter Mike Yu, und dies ist mein Begleiter Antillis Jinzo, ein Padawananwärter von Dorin”, stellte sich der Carthar und sein Gefährte vor. “Wir wollten um einen Unterschlupf, sowie ein Gespräch mit einem anwesenden Rat bitten.”

Einen Augenblick brauchte der Protokolldroide, der wahrscheinlich ein paar Verwaltungsaufgaben in dieser Basis des Ordens übertragen bekommen hatte, um die gegeben Informationen zu verarbeiten und abgleichen zu können. Crado war geduldig in dieser Beziehung. Die Technik erleichterte das Leben vieler Wesen in der Galaxie, jedoch hatte auch dieser mechanische Fortschritt seine Grenzen. Der Padawan verschränkte die Arme vor der Brust. Sein Lächeln war noch nicht verschwunden. Ihn hatte sein gutes Gefühl noch nicht verlassen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass an diesem Ort viele Jedi waren. Durch den Krieg gegen das Imperium waren sie weiterhin in der ganzen Galaxie verstreut. Manche Wesen wussten sogar nicht von ihren Talenten.

“Ein Zimmer für jeden von Ihnen konnte aufgetrieben werden…”, informierte der Droide die beiden Abenteurer. “Jedoch ist zu diesem Zeitpunkt kein Gespräch mit einem anwesenden Rat möglich. Ich kann versuchen Sie morgen vorzumerken.”

“Auch gut, wir haben ja Zeit…”, entgegnete Crado gelassen.

Nachdem der Protokolldroide die Schlüsselkarten den beiden Jedi überreicht hatte verschwand er wieder in den Räumlichkeiten, die für die Besucher nicht einsehbar waren. Der Cathar versuchte an dieser Stelle nicht seine Neugier zu stillen. Im Moment wollte er bloß sein Gepäck verstauen und sich danach etwas ausruhen. Leicht schockiert musste er auf einmal feststellen, dass nun der erste Abschied zwischen Antillis und ihm gekommen war. Natürlich wollte der Padawan seinen Gefährten bis vor den Jedi-Rat, wenigstens die Mitglieder, die vor Ort waren, begleiten, aber nun würden sie nicht mehr Seite an Seite irgendwelche Abenteuer bestehen. Crados typisches Lächeln, welches die spitzen Raubzähne zeigte, verschwand für den Bruchteil einer Sekunde. Er zwinkerte dem Kel’Dor zu. Ganz konnte man seine Laune nicht trüben.

“Ich denke wir sehen uns morgen, Antillis, verabschiedete sich der Schüler. “Schaue dich ruhig auf dem Gelände um. Vielleicht triffst du ja auf einen anderen Jedi. Hier bist du nun unter Gleichgesinnten.”

…​

‘Endlich wieder ein ordentlicher Imbiss’, dachte sich Crado und biss in das saftige Stück Fleisch, welches in zwei Brötchenhälften lag. Nachdem er ein paar Stunden in seinem neuen Quartier verbracht, etwas meditiert und sich etwas wohnlich eingerichtet hatte, war er wieder auf den Beinen um die Stadt zu erkunden. Auch das Vibroschwert, welches Mike ihm vor langer Zeit geschenkt hatte, hatte er bei seinem restlichen Gepäck gelassen. Nur das Lichtschwert, das er selbst konstruiert hatte, trug er im Verborgenen bei sich. Sein Hunger hatte ihn nach einer Weile in diesen kleinen Imbiss getrieben. Hier stand es jedem frei aus den unterschiedlichsten Küchen der Galaxie sein Lieblingsgericht auswählen. Jeglicher Appetit konnte hier gestillt werden. Leise schmatzend genoss der Carthar aus diesem Grund seine Mahlzeit. Draußen ging der Tag allmählich in den Abend über. Die Sonne näherte sich immer mehr dem Horizont.

Auf einmal betrat eine schlanke Nautolanerin (Noomi Jax) das Lokal. Für das Katzenwesen stellte der Anblick dieser grünhäutigen Rasse - es war ein sehr helles Grün bei dieser Vertreterin - etwas ungewohntes, wenn nicht gar exotisches dar. Besonders die vielen Tentakeln, sowie die großen schwarzen Augen waren für ihn ungewohnt. Außerdem hatte die Fremde ein Musikinstrument auf dem Rücken (?). Trotz seiner Ausbildung war er noch nicht an so vielen fremdartigen Orten gewesen, weshalb ihn die Vielfalt immer wieder erstaunte. Andere Gäste schienen von diesem Neuling nicht so verwundert und kümmerten sich lieber um ihr Essen. Crado tat es ihnen nach einem weiterem Blick gleich. Wieder biss er genüsslich in seinen Burger.

Spielerisch erkundete er nach dem Verzehr seiner Mahlzeit die Umgebung mit der Macht. Seine Fühler strichen von einer Präsenz zur nächsten. Selbst in der Macht waren diese Wesen individuell. Das bestätigte den Padawan in seiner Faszination zur Macht und ihrem weitläufigen Wissen. Auch die Nautolanerin nahm er auf diese Weise etwas genauer unter die Lupe. Plötzlich spürte er eine Abweichung bei dieser Person. Sie schien unbewusst auf seine Sondierung in der Macht zu reagieren. Interesse machte sich bei dem Schüler breit. War sie eine Jedi? Böse Absichten konnte er bei der Fremden nicht ausmachen, weshalb er die andere Seite - die Sith - ausschloss. Allgemein war sein Wissen über die Erzfeinde des Ordens und der Demokratie nicht besonders groß. Nur zwei Mal war er auf Vertreter der dunklen Seite getroffen, wobei er nur ein einziges Mal wirklich Kontakt mit einem Sith hatte. Flink schüttete er sein Getränk runter und setzte sich mit einem Grinsen neben die grünhäutige Dame.

“Interessantes Ding, das du da bei dir trägst”, sprach Crado sie an. “Was kann man denn damit machen? Ach ja, mein Name ist Crado und wie ist deiner?”


[ Lianna | Lianna City | Gewerbegebiet | kleiner Imbiss | mit einer Fremden (Noomi), sowie anderen Gästen ]
 
[Lianna-System - Lianna - Lianna City - Wohnviertel - Mietwohnung] Noomi​

Nachdem Noomi sich ausreichend mit Lebensmitteln eingedeckt hatte, versuchte sie sich noch etwas im High Galactic. Doch sie kam mit dem Lernen noch nicht so weit voran, denn in einigen Stnden hatte sie wieder einen Auftritt in einer Kantine im Gewerbegebiet. Also packte sie die Sachen zusammen, zog sich ihre Lieblingskleidung an, eine Tunika mit langen Armen aus einem dunklen Leder. Dann packet sie Schläger und Notenbuch ein und schnallte sich die Trommel auf den Rücken. Da man mit dem schweren Instrument auf dem Rücken aber nur langsam vorankommt, musste sie lange gehen. Als sie an eine kleine Imbissbude kam, dachte sie sich, einen kleinen Happen kann ich bestimmt noch vertragen. Als sie das Mädchen eintrat, schlug ihm der Geruch von allerlei Nahrung entgegen. Es stellte die Trommel ab und bestellte ein Nudelgratin. Während die Nautolanerin wartete, spürte sie plötzlich ein seltsames Kribbeln, wie wenn Ameisen über sie krabbeln würden. Und dann war es auch schon wieder weg.

Da kam eine Person an ihren Tisch und setzte sich, ohne zu fragen. Ein Cathar, stellte sie fest. Man konnte diese Wesen am besten mit große Katzen beschreiben. Das traf auf dieses Individuum auch zu, auch wenn sie ihn etwas kleiner als sich selbst einschätzte. Der Cathar hatte ein geschmeidiges Fell, in das man sich gerne hineinkuschelte. Besonders fiel auch auf, dass er Dreadlocks trug. Und einen Ohrring. Seine Stimme klang ruhig, als er sie ansprach, trotz des Grinsens auf seinen Lippen.
Sie war schon oft Typen begegnet, die nur ihr Körper interessierte. Bei diesem war es irgendwie anders, er erschien ihr sofort sympathisch. Ein anderer Nautolaner hätte gesehen, wie ihre Augen sich leicht ins bläuliche verfärbten und hätte die Pheromone gerochen, die aufgeregt aus ihr herausströmten. Dem Mann antwortete sie:"Oh, hallo. Nett dich kennen zu lernen, Crado." Sie überlegte eine Millisekunde, ob sie ihm ihren Namen nennen sollte. Und hörte dann auf ihr Bauchgefühl:"Ich bin Noomi. Dies ist eine Windtrommel. Das beste Instrument außerhalb von Glee Anselm, um die Klänge meiner Heimat zu spielen. Nur kann ich es dir leider nicht demonstrieren. Sie ist so laut, dass ich die ganzen Gäste vergraulen würde. " Ihre Bestellung kam, doch der Cathar interessierte sie so sehr, dass sie das Essen einfach stehen ließ. "Aber ich spiel in ein paar Stunden mit meiner Band. Da kannst du es dir anhören."


[Lianna-System - Lianna - Lianna City - Gewerbegebiet - Imbiss] Noomi und Crado​
 
Zuletzt bearbeitet:
]Lianna-System - Lianna - Lianna-City - Raumhafen - mit Jace unter Leuten[

Entgeistert vernahm Jibrielle, dass Jace statt der angebotenen 300 Credits nur 150 Credits nehmen wollte. Sie wunderte sich arg darüber, war doch der Preis für den Flug von Mon Calamari um ein Vielfaches höher gewesen. Die Augenbrauen hochgezogen, äußerte sie diese Verwunderung aber nicht, denn desdo mehr Credits sie sparen konnte, desdo besser, immerhin hatte sie nicht mehr viel von dem übrig, was ihr Chesara mitgegeben hatte. Doch erneut hatte sie den Eindruck, dass die gemeinsam verbrachte Nacht noch zwischen ihnen stand. Womöglich behandelte er sie mit Samthandschuhen, auf Grund irgendeiner verdrehten Vorstellung von Männerehre oder dergleichen.

Noch bevor sie zufrieden nicken konnte, hatte ihr Jace den Koffer aus der Hand genommen, ja beinahe aus der Hand gewunden. Eigentlich hatte sie diesen wieder selbst tragen wollen, so wie sie es schon bei Saahir getan hatte, doch Jace unangenehmer Eifer zuvorkommend und generös zu sein, hielt sie davon ab. Sie hüttete sich davor, die sache noch peinlicher und gespannter zu machen, als sie war. So sagte sie nichts.

Doch nicht nur, dass sie die Situation schlicht nicht weiter belasten wollte, nagte auch immernoch in ihr, dass es ja quasi ihre Schuld war, dass alles schließlich so gekommen war. Sie war diejeniger gewesen, die zuviel getrunken und Jace dann einfach geküsst hatte. Gut, sie hatten sich dann gemeinsam den Weg zum Hotelzimmer gebahnt, doch die Initiative war doch von ihr gekommen. Sie war diejenige gewesen, die am Morgen einfach abgehauen war, und damit die Sache ungeklärt zurückgelassen hatte, egal ob Jace vielleicht genauso verduftet wäre wie sie. Und obwohl Jace die Nachricht zu diesem Treffen geschrieben hatte, war sie doch leichtgläubig darauf hereingefallen, anstatt ein bisschen ihren Grips anzustrengen. Somit verdiente sie die unangenehme Stimmung wohl von beiden am meisten und sollte die Sache einfach aussitzen müssen. Dem entsprechend, war ihre Kommunikation untereinander eher verhalten und oberflächlich, zum Glück. Als sie sich gemeinsam durch die Menge bewegten, hielten sie, ob ganz bewusst oder unbewusst, gebührenden Abstand voneinander. Den Plüschrancor hatte sie unlängst tief in ihre Tasche gestopft.


"Die "Prince" steht gleich hier, in dieser Landebucht."

verkündete ihr Jace und deutete auf das Dock, in dem sich die bekannte Raumyacht befinden sollte. Als ihr Jace von einem neuen Bordmechaniker auf seinem Schiff erzählte, der gewöhnungsbedürftig bis nervig sei, stutzte Jibrielle, da er sie "Jib" genannt hatte. Kurz ging ihr Mund auf, drauf und dran erstaunt und verpönt zu antworten, doch ganz schnell ging die Kinnlade wieder zu und die Worte wurden herunter geschluckt. Nein nein nein, jetzt bloß nicht wieder auf Wortgefechte mit ihm einlassen, sie wusste doch da nicht viel bei rumkam. So quittierte sie sein zwinkern auch nur mit einem verhaltenen Lächeln und betrat die "Prince".

Jace führte Jibrielle in den großen Aufenthaltsraum und wies sie darauf hin, dass sie sich wieder eines Zimmer nehmen durfte und dass lediglich das seinige und das eines gewissen Petits, des erwähnten Mechanikers, nicht zur Verfügung stand. Petit, dachte Jibrielle, was für ein seltsamer Name. Jace rief laut nach seinem neuen, und wohl einzigen, Crewmitglied, dessen laute Schritte auch sogleich auf sie zuschallten. Als der Jawa mit Filzhut um die Ecke kam, machte Jibrielle mächtig große Augen. Jace stellte Jibrielle Petit vor, wobei er lediglich ihren Namen erwähnte. Dass einer von beiden vielleicht ein gesuchter Machtnutzer oder gemeingefährlicher Bastler war, erwähnte der Pilot nicht.


"Grupscha jölpsouris, Lörfetit!"
"Petit Souris, freut mich, sie kennen zulernen."


sagte erst die deutlich vernehmbare Stimme des Jawa, bevor mit einem Augenblick Verzögerung die synthetische Stimme eines kleinen, gutgelaunten Junge ertönte. Ein breites, freudiges Lächeln breitete sich auf Jibrielles Gesicht aus, als sie in die Hocke ging, Petit auf Augenhöhe anblickte und ganz verzückt war. Sie besah Petits riesigen Handschuhe, die goldglühenden Augen unter dem monströsen Filzhut und die ganze Sensation seiner Gestalt und hatte ein Glitzern in den Augen.

"OOOOOOooooooohhhhhhhhh neeeeeeeeiinnn!!! Bist du süüüüüüß!"

]Lianna-System - Lianna - Lianna-City - Raumhafen - auf der Prince - mit Jace und Petit[
 
|/\/\/|-- Lianna-System -- Lianna -- Lianna-City -- Raumhafen -- an Bord der "Prince" --{Petit}-- mit Jace und Jibrielle --|\/\/\|

Seit Tagen nun schon war der kleine Jawa durch die Prince getobt und hatte nach jeder Schraube geguckt, ob sie auch richtig festgezogen war. Wenn nicht, hatte er jeden gefunden Mangel gründlich notiert, um ihm dann später Jace Chorios zeigen zu können. Der Mensch hatte Petit zwar freundlicherweise angeboten, ihm auf sein Schiff zu begleiten und dort eben die Arbeiten des Mechanikers zu übernehmen, doch aus einem unerfindlichen Grund, hatte der Kerl ihm doch von der ersten Minute an misstrauisch beäugt und ihm ständig vorhaltungen gemacht, er könnte etwas kaputt machen. Sowas allerdings wollte sich der grandiose Petit nicht sagen lassen, oh nein. Wenn der Herr Chorios meinte, dass Petit nicht nach eigenem Ermessen die vielen Fehler der Prince beheben durfte, dann wollte Petit eben so idiotisch korrekt sein und seine Genehming einholen, so überflüssig dies auch war. So war seine Liste an Vorschlägen für mögliche Reparaturen und Verbesserungen nun schon zu einem Daumendicken Papierstappel angewachsen und bald schon, wenn die Gelegenheit da war, würde er ihn Jace zeigen und dann würde dieser schon sehen, welch einen Visionär er sich hier wirklich ins Boot geholt hatte und ihm endlich freie Hand lassen, jawohl. Denn warum bei den Sternen, dachte Petit, war die Raumyacht nur aus einer Produktionsreihe zusammengefügt wurden, anstatt die Vorteile mehrerer Modelle zu nutzen. Hier passte jedes Teil genau zusammen. Wie lächerlich.

Gerade als sich Petit ausmalte, dass der Hyperraumantrieb doch vielbesser mit Einspritzsystemen von aus alten Langstreckentorpedos des Types "Kamikaze" ausgestattet wäre, hörte er seinen Namen laut ausgerufen. Er steckte die Liste ein und watschelte gemächlich der Stimme entgegen, die er schon als Jace Chorios ausgemacht hatte. Er schlug auf seinen Communicator, der sich immer nach zehnminüter Ruhephase von alleine abschaltete, und dessern Wackelkontakt noch immer nicht behoben war, und erreichte den Captain des Schiffes, doch war er nicht alleine. Er hatte ein ähnliche Große Menschenfrau mitgebracht, deren Haar unpraktischerweise länger war als einer ihrer Unterarme. Jace stellte sie als "Jibrielle Dari" vor, was auch immer das schon wieder für ein komischer Name war, und grinste sich was zusammen. Doch aus Jace Chorios würde Petit sowieso nie schlau werden.


"Grupscha jölpsouris, Lörfetit!"
"Petit Souris, freut mich, sie kennen zulernen."


sagte er und sein Communicator übersetzte wieder, wobei er wie üblich ein paar überflüssige Höflichkeitsfloskeln einbaute. Neben dem wechselnde Stimmklang, war diese Fehlfunktion die mit abstand Nervigste. Die Menschefrau begann plötzlich komisch zu gucken, bückte sich zu ihm hinunter und sprach mit seltsamer Stimme.

"OOOOOOooooooohhhhhhhhh neeeeeeeeiinnn!!! Bist du süüüüüüß!"

sagte Jibrielle und schien den Jawa mit ihren Augen zu verschlingen. Wie eigenartig, dachte Petit und legte den Kopf schief, bevor einer nasalen Männerstimme sprach. Tatsächlich hatte er noch weitaus mehr gedacht, als nur, wie eigenartig.

"Jpragoo!! Sidoc sdjcuei sldeui dolsdoeu gi Dari?! Klo kli djduei öp! Bru nui oi pagdrp juj pri kohlzück klüpü! Grooo dynnngag, jolwuioo juj propsp! Kroi bumbums ölp igrapp pirnz, iurtg brösd scharfuu niggii! Laba batzz! Löschr scuei sochebt, slcheifo uiti! Lliofop geudei dsidlcu öklö blabla! Urdu, Ag Chorios, dbodek zax! Klog gagn, vronto, kili na plem plem io gräv! Oa gaga? Dalala uttini! Dingso hulu dawt. Uttini!!!"
"Wie soll ich dass denn verstehen, Miss? Meinen sie süß in einem Gewürz. beziehungsweise in einem Geschmackssinne, so wie Zucker süß ist, so allgemein alle Kohlehydrate Zucker sind, der quasi süß ist? Oder meinen sie es in dem Sinne des populären und weit verbreiteten Begriffs als Beschreibung von etwas, dass sie "niedlich" oder "hübsch" oder "knuddelig" finden, aber die Geschmacksbezeichnung in dieser Verwendung als Metapher benutzen? Oder haben sie mich vielleicht mit jemanden verwechselt, der "Süß" heißt, im wörtlichen Sinne "süß" ist und demzufolge wohl aus Zucker oder Früchten besteht. Oder leiden sie vielleicht an einer psychologischen Krankheit, wie Wortfindungs-, Wahrnehmungs oder Geschmacksstörungen?"


Es war kaum zu glauben, aber die Augen der Menschfrau mit Namen Jibrielle wurden tatsächlich noch ein bisschen größer, als sie, nun nichtmehr so breit lächelnd sondern eher den Mund zu einem kleinen O geformt, aufstand.

"... als ... a ... als Metapher, denk ich ..."

sagte sie leise und schaute verunsichert fragend zum Piloten herüber. Was wollte der Herr Chorios eigentlich mit dieser Frau hier. Sollte sie auch Crewmitglied sein? Oder nein, hatte Jace da nicht zuvor mal was erwähnt. War er nicht zuvor schon in der Prince rumgelaufen und hatte zwischendurch nicht immer mal was gemurmelt? So sprach Petit und die Stimme einer alten Frau begleitete ihn.

"Uuioi kralla Wohuu! Adr zzzzzt zzzt olalala! Braglu mui bodobodork uignundh kmil! Zuschhh prabb ugtz. Doeprla suiezc lölfff szeuck dleizu! Sdev eu cudoeö! Uttini! Uiuiui, möpmöp! Bropo da wuschii isheuog!!"
"Kapitän? Wieso ist sie hier? Ist sie die "heiße Ware", von der ihr zuvor schon gemurmelt hattet, als ihr glaubtet, ihr wäret unbeobachtet. Denn soweit ich weiss, verwendet ihr Menschen auch "heiß" als Metapher für "sexuell attraktiv", Sir. Und sie ist eine Frau, was in diesem Zusammenhang wirklich passt, da ihr ein Mann seit, Sir."


|/\/\/|-- Lianna-System -- Lianna -- Lianna-City -- Raumhafen -- an Bord der "Prince" --{Petit}-- mit Jace und Jibrielle --|\/\/\|
 
[Lianna--Lianna-city--Auf dem Weg zur Jedi-Basis--mit Crado]

Auf dem Weg zur Jedi-Basis kam Antillis ein Gedanken ins Gedächnis.Ob es wohl in der Basis einen Mentor für ihm gibt.Schließlich hatte er noch keinen,der ihn in den Künsten der Jedi unterrichten würde.Der Gedanke schwand wieder als Crado in eine kleine Gasse abbog.Hier wimmelte es nur so von Ungeziefer.Antillis kam ein leichtes Gefühl von Übelkeit hoch als er den stinkenen Abfall sah.Hoffentlich sind wir bald,dachte Antillis und verließ mit Crado die Gasse.

[...]

Am Haupteingang wurde Antillis und Crado schon von einen Droiden empfangen.Es war ein Protokoll-Droid mit einer silbernen Außenhülle.Seine mechanischen Handgelenke zeigten viele brüchige Stellen und sein mechanisches Knie ebenfalls.
Mit zwei langsamen Schritten trat der Droid zu ihnen heran.

Willkommen in der neuen Jedi-Basis, sagte der Droide mit freundlicher,aber doch fast röhrender Stimme Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?
Antillis nickte dem Droide zu als wenn er ihm etwas deuten wollte.Dann ging er ein Schritt zurück um Crado den Vortritt zulassen.Der Droide guckte leicht verwirrt als wenn er gerade zwei Mandalorierer vor sich hatte.

Hallo, mein Name ist Crado, Padawan von Jedi-Ritter Mike Yu, und dies ist mein Begleiter Antillis Jinzo, ein Padawananwärter von Dorin, stellte sich der Carthar und sein Gefährte vor. Wir wollten um einen Unterschlupf, sowie ein Gespräch mit einem anwesenden Rat bitten.

Antillis schaute zum Carthar und dann zum Droid,dieser rechnete und überprüfte schon.Ein leicht summendes Geräusch konnte man aus seinen Speicher hören.Dieses Geräusch erinnerte Antillis an das schnarchen von seinen Vater.Unerträklich war dieses Gewesen.Er konnte als Kind nie die Augen zumachen.Noch ein Grund warum er von seinen Eltern geflüchtet ist.Der Droid meldete sich mit einen leisen piepen zurück sodass das Summen ins seinen Speicher verklung.

Ein Zimmer für jeden von Ihnen konnte aufgetrieben werden… ,informierte der Droide die beiden Abenteurer. Jedoch ist zu diesem Zeitpunkt kein Gespräch mit einem anwesenden Rat möglich. Ich kann versuchen Sie morgen vorzumerken.

Antillis schaute den Carthar an.Der schaute immer noch gelassen den Droid an,der es almählich mit der Angst zu tun bekam:Seine Schaltkreise pumpten nun heftiger.Die Motoren leisteten Hocharbeit.Wenn Roboter schwitzen könnten,hätte der Droid wohl wie ein nasses Packet aussgesehen.

Auch gut, wir haben ja Zeit., entgegnete Crado gelassen.

Dann überreichte der Droide die Schlüsselkarten und verschwand wieder in der Basis.Dann bekam Antillis seine Schlüsselkarten vom Carthar und verschwand in sein Zimmer.In sein Zimmer sah Antillis ein Bett,dass mit goldenen Verziehrungen und Schmuck versehen wurde.Daneben stand ein Schrank aus Alluminium.Den öffnete Antillis und freute sich über die schon bereit zulegene Robe.Schnell zog er seine alten Söldner sahen aus un probierte die neue Jedi-Robe an.Passt ja wie angegossen,dachte er mit einen tollen Gefühl.
Mit ein paar Scrhitten ging er nun zu den anderen Möbeln,die er auch ganz genau inspeckzierte.

Wow,was für eine schöne Basis.Was mich wohl noch erwarten wird?,sagte er mit fröhlicher Stimme und ging zur Tür,die sich wie mit Geisterhand öffnete.Antillis trat aus dem Zimmer und bewunderte die Basis,die voll gefüllt war mit Jedis.Schnell lief er die untere Treppe runter dort sah auch viele Jedis,die ihm mit vielen Gesten begrüßten.Noch ganz erstaunt ging Antillis weiter und sah eine Tür an der Trainingsraum stand.Mit einen mulmigen aber entschlossenen Gefühl ging er über die Türschwelle in den Raum,wo viele Jedis waren und Lichtschwertübungen absolvierten.

[Lianna--Lianna-city--Jedi Basis--Trainingsraum--mit den anderen Jedis]
 
Zuletzt bearbeitet:
[ Lianna | Lianna City | Gewerbegebiet | kleiner Imbiss | mit einer Fremden (Noomi), sowie anderen Gästen ]

Das kleine Lokal im Gewerbegebiet, welches exotisches Fast Food aus den unterschiedlichsten Ecken der Galaxie anbot, war im Gewerbegebiet von Lianna City. Viele Produktionshallen und Fabriken waren in der Umgebung. Aus diesem Grund stellte der Imbiss auch einen Kontrast zu den anderen Gebäuden dar. Hier versammelten sich Wesen, die in den nahen Fabriken mehrere Stunde ihren Berufen nachgingen, und für wenig Geld eine warme Mahlzeit bekamen. In der Küche hatten die drei Köche alle Hände voll zu tun um den stetigen Strom an Bestellungen zu erfüllen. Das Geschirr, das man über die Theke schob, gab laute Geräusche von sich, aber keiner der Gäste störte sich daran. Ein ordentlicher Pegel aus Murmeln übertönte diese Töne problemlos. Es war eine ausgelassene Stimmung, die in diesem Lokal herrschte. Die Macht schien an diesem Ort in bunten Farben zu leuchten.

Crado hatte sich in diesem friedlichen Tumult neben eine Nautolanerin, die für ihre amphibische Rasse wahrscheinlich recht attraktiv wirkte, gesetzt. Durch Spielereien mit der Macht war er auf diese Fremde aufmerksam geworden. Seine natürliche Neugier, für die die Carthar bekannt waren, hatte ihn dazu bewegt, dass er sie mit einem freundlichen Lächeln angesprochen hatte. Als Vorwand hatte er das unbekannte Instrument benutzt, welches die Fremde bei sich hatte. Vielleicht bestand auch bei dieser Sache ein kleines bisschen Interesse, aber primär wollte er ihre Fähigkeiten in der Macht testen. Ihre großen Augen fixierten den Padawan. Seine Machtfühler registrierten, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf ihn lenkte. ‘Ist das ein Trick?’, fragte sich Crado, da er in der Kontaktaufnahme mit Wesen, die von ihren ungewöhnlichen Fähigkeiten nichts wussten, keine Erfahrungen hatte.

“Oh hallo”, sprach sie ihn an. “Nett dich kennen zu lernen, Crado. … Ich bin Noomi.”

Ihren Namen hatte sie nur zögerlich verraten, aber diese Reaktion konnte das Katzenwesen mit den orangefarbenen Fell verstehen. Am Anfang hatte er sich bei Mike, seinem ehemaligen Mentor, und den anderen Jedi ähnlich verhalten. Ein weiteres Mal berührte er sie durch die Macht. Ihre Aura glich einem hellem, weißen Feuer. Anscheinend hatte sie wirklich keine Ahnung über ihre Fähigkeiten. Man stellte Noomi einen Teller mit ihrer Bestellung auf den Tisch, aber sie nahm keine Notiz davon. Sie wollte lieber von ihrem Instrument erzählen.

“Dies ist eine Windtrommel”, begann sie mit ihrer Erklärung. “Das beste Instrument außerhalb von Glee Anselm, um die Klänge meiner Heimat zu spielen. Nur kann ich es dir leider nicht demonstrieren. Sie ist so laut, dass ich die ganzen Gäste vergraulen würde. … Aber ich spiel in ein paar Stunden mit meiner Band. Da kannst du es dir anhören.”

Der Padawan musste bei diesen Worten grinsen. Konnte ein Instrument wirklich so laut sein um diese vielen Gäste zu vertreiben? Seine Gedanken drehten sich um ihre Erklärungen. Dabei verengten sich die violetten Augen für einen winzigen Augenblick, denn er konnte diese große Trommel nicht einschätzen. Allgemein war er nicht sehr bewandert was die mannigfaltigen Kulturen der Galaxie betraf. Glee Anselm, der Heimatplanet der Nautolaner, kannte er zum Beispiel bloß aus den Berichten im HoloNet, wobei er durch seine Reisen nach Ord Biniir und Dorin kaum intergalaktische Information erhalten hatte. In diesem Bereich musste der Jedi am nächsten Tag eine Menge aufholen. Vielleicht durch Gespräche mit anderen Wesen in der Basis. Doch daran wollte er in diesem Moment nicht denken. Seine Neugier für Noomi war weiterhin ungebrochen.

“Du hast eine Band?”, fragte er weiterhin mit einem Lächeln nach. “Wo spielt ihr denn da? Es klingt nämlich sehr interessant… und so viel habe ich von deiner Heimat noch nicht mitbekommen. Für mich kann es sich somit nur lohnen.”

Verlegen fuhr sich der Carthar durch seine Dreadlocks. Plötzlich kam ihm die Frage auf, ob ein machtsensitives Wesen die Musik in einer anderen Weise wahrnehmen konnte. Bisher hatte er diese Seite nie beachtet, denn seine Gedanken drehten sich meist um die Ausbildung, sowie die Prüfung, die mit etwas Glück bald anstehen würde. Ihm kam in den Sinn Utopio eine Nachricht zu schicken. Jedoch verschob er diese Idee auf einen späteren Zeitpunkt. Fast beiläufig bestellte er sich ein weiteres Getränk. Ihm war noch keine Idee gekommen, wie er die hellgrüne Nautolanerin auf ihre besonderen Fähigkeiten ansprechen sollte. Spielerisch griff er nach der Serviette.

“Du solltest aufpassen, denn dein Essen wird kalt”, sagte Crado freundlich. “Wie ist es so, wenn man Musik macht? Gibt es da bestimmte Gefühle, die dich in solchen Augenblick überkommen?”

Gefühle - Was sonst zeichnete ein machtsensitives Wesen aus? Damit hatte er seinen Köder ausgelegt ohne zu plump oder verrückt zu klingen. Nun war nur noch die Reaktion von Noomi wichtig. War er auf dem Holzweg? In solchen Sachen war Crado noch ziemlich unsicher. Manche Bereiche seiner Fähigkeiten waren vollkommenes Neuland für ihn, aber nun konnte er sich erproben um weiter zu wachsen. Aufmerksam nippte der Padawan an seinem Getränk. Seine Sinne versuchten alle Informationen zu sammeln, die sie ihm offenbarte. Er vermutete, dass die Tentakeln der Nautolanerin eine ähnliche Funktion wie bei den Twi’lek hatten, aber sicher war er sich dabei nicht.


[ Lianna | Lianna City | Gewerbegebiet | kleiner Imbiss | mit Noomi, sowie anderen Gästen ]
 
[Lianna - Lianna City - Gewerbegebiet - Lokal] Noomi mit Crado

“Du hast eine Band?”, fragte Crado. “Wo spielt ihr denn da? Es klingt nämlich sehr interessant… und so viel habe ich von deiner Heimat noch nicht mitbekommen. Für mich kann es sich somit nur lohnen.”

"Wir spielen heute im Konzertsaal, dort hinten um die Ecke. Allerdings wirst du dort nur wenige Nautolaner treffen. Die meisten hören lieber modernere Musik. Aber viele andere Leute interessieren sich dafür."

Noomi war froh, dass sich jemand für ihre Geschichte interessierte. Sie merkte, dass auch ihr Gegenüber aufgeregt war. Trotzdem versuchte er sich zu konzentrieren, und es gelang ihm seltsam gut.

"Du solltest aufpassen, denn dein Essen wird kalt."

Dieser Hinweis erwies sich als nützlich, denn erst jetzt fiel Noomi wieder ein, dass ein Teller neben ihr stand. Also langte sie zu. Das Essen war wirklich schon fast kalt. Der Cathar fragte, ob sie etwas spüre, bestimmte Gefühle hätte, wenn die spiele.

"Hmm", überlegte sie zwischen zwei Bissen. Dann antwortete sie:" Wenn ich spiele, dann gibt es eigentlich nur mich und das Instrument. Ich konzentriere mich nur auf das Spielen. Ich brauche auch keine Noten, ich spiele einfach das, was ich spielen muss. Meine Freunde beneiden mich darum. Ich fühle förmlich, wie die Musik mich durchströmt. Ich weiß auch nicht wie ich das mache."

Sie schaute noch einmal auf das Chrono, es wurde Zeit. Also stand sie auf:"Ich muss jetzt los. Du kannst ja mitkommen, wenn du willst. Dann kann ich dir auch zeigen, wie die Trommel funktioniert." Die Riemen wurden wieder um die Schulter geschnallt und Noomi wartete, bis Crado auch aufgestanden war.


[Lianna-System - Lianna - Lianna City - Gewerbeviertel - Auf dem Weg zur Konzerthalle] Noomi mit Crado
 
[ Lianna | Lianna City | Gewerbegebiet | kleiner Imbiss | mit Noomi, sowie anderen Gästen ]

In den Augen von Crado entwickelte sich das Gespräch zwischen ihm und Noomi, einer musikalischen Nautolanerin, prächtig. Allmählich knüpften sie eine freundschaftliche Bande, die es ihm ermöglichte mehr Anhaltspunkte über ihre Machtsensitivität zu erfahren. Er wollte bei diesem Thema weder verrückt, noch plump rüberkommen, deshalb umriss er die ganze Sache für den Anfang bloß. ‘Nur mit viel Geduld gelangt man an sein Ziel’, mahnte sich der Padawan und lauschte ihren Worten. Ihre Begeisterung für die Musik, die sie spielte, war nicht zu überhören. Aus einem unerfindlichen Grund freute sich Crado über diese Faszination. In seiner Jugend hatte er keinen Gedanken an ein Hobby verschwendet, da der tägliche Überlebenskampf in den tieferen Ebenen von Nar Shaddaa auf dem Plan stand. ‘Manche Wesen haben schlicht einen besseren Start’, philosophierte er im Hinterkopf ohne Neid zu verspüren.

“Wir spielen heute im Konzertsaal, dort hinten um die Ecke”, antwortete Noomi auf die Frage nach dem Veranstaltungsort. “Allerdings wirst du dort nur wenige Nautolaner treffen. Die meisten hören lieber moderne Musik. Aber viele andere Leute interessieren sich dafür.”

“Oh, die Lage der Konzerthalle ist gut”, entgegnete Crado gelassen. “Ich bin vor wenigen Stunden erst nach Lianna gekommen und muss mich in dieser Stadt erst zu recht finden. … Und so lange es Zuhörer deiner Musik gibt, so lange stirbt sie auch nicht aus. Selbst in späteren Generationen wird man sich für diese traditionelle Tonkunst interessieren, denke ich.”

Er wollte der eifrigen Nautolanerin ein bisschen Hoffnung machen, denn ihre harmlose Faszination war ansteckend. Sie weckte die Neugier in ihm und so erwachte ein Hauch an Spannung auf das Kommende in ihm. Crado zuckte leicht mit den Ohren als weitere Gäste das Lokal betraten. Durch sein sehr gutes Gehör bekam er viele Gesprächsfetzen von den Unterhaltungen in der nahen Umgebung mit. Doch durch ein paar Übungen schaffte er es diese für den Augenblick auszublenden. Ihn interessierte die Gefühle, die Noomi bei ihrem Spiel mit der Windtrommel hatte. Dankbar nahm sie seinen Hinweis auf das abgekühlte Essen an. Anscheinend hatte das Gespräch sie vollkommen von ihrer Mahlzeit abgelenkt. Wieder nippte der Carthar beiläufig an seinem Getränk.

“Hm… Wenn ich spiele, dann gibt es eigentlich nur mich und das Instrument”, sagte sie nach ein paar Bissen von ihrem exotischen Gericht. “Ich konzentriere mich nur auf das Spielen. Ich brauche auch keine Noten, ich spiele einfach das, was ich spielen muss. Meine Freunde beneiden mich darum. Ich fühle förmlich, wie die Musik mich durchströmt. Ich weiß auch nicht wie ich das mache.”

Bei diesen Worten weiteten sich die violetten Augen des Katzenwesen. Er schnappte sogar kurz nach Luft. Die Macht wirkte eindeutig durch dieses hellgrüne Wesen aus Glee Anselm. Eine gewisse Sicherheit bemächtigte sich seiner Gedanken. Schnell trug er seine gewohnte Gelassenheit wieder zur Schau. Es war noch nicht der richtige Zeitpunkt um der Nautolanerin von ihren besonderen Fähigkeiten zu erzählen. Für den Padawan musste ein echter Beweis her um hier die ganze Überzeugung zu bringen. Nur schien der passende Augenblick noch nicht da zu sein. Plötzlich kramte Noomi, nachdem sie auf ihr Chrono geschaut hatte, in ihren Taschen rum und bezahlte ihr Gericht. Sie wollte gehen.

“Ich muss jetzt los”, erklärte sie ihm und schnallte sich ihr Instrument wieder auf den Rücken. “Du kannst ja mitkommen, wenn du willst. Dann kann ich dir auch zeigen, wie die Trommel funktioniert.”

Crado ließ sich zu einem Lächeln hinreißen. Geschickt griff er in eine seiner zahlreichen Taschen und kramte ein paar Credits heraus. Viel Geld besaß der orangefellige Jedi nicht, aber durch seine Kinder- und Jungendzeit war das sparsame Leben gewohnt. Er strebte nicht nach Luxus, denn ihm ging es auch so gut. Nach einem kurzen Wortwechsel gesellte sich der Carthar zu der Nautloanerin. Sie war einen ganzen Kopf größer als er. Auch ihre schlanke Gestalt stellte einen winzigen Kontrast zu seinem massigen Körper dar. In seinen Augen war so ein kleines Konzert ein ordentlicher Abschluss für diesen ereignisreichen Tag. Vielleicht würde er später noch eine Nachricht an Utopio schicken. Er hoffte, diesen weisen Kel’Dor in naher Zukunft noch einmal zu treffen.

“Von mir aus können wir jetzt gehen”, sagte er und damit verließen sie das Lokal.

…​

Auf dem Weg zur Konzerthalle plauderte die beiden noch eine Weile über die traditionelle Musik der Nautolaner. Noomi hatte sich wirklich intensiv mit der Herkunft ihrer Leidenschaft informiert und genoss es nun jemanden anderes darüber zu unterweisen. Ihre freundliche Art machte sie für den Jedi recht sympathisch. Aufmerksam lauschte der Padawan ihren Worten. Beiläufig lieferte sie ihm weitere Anzeichen für ihre versteckten Fähigkeiten in der Macht. Crado wollte sie in Aktion sehen. Wollte ihr Wirken in der Macht spüren um über jeden möglichen Zweifel erhaben zu sein. Es war eine kleine Prüfung für ihn. War er bereit ein Ritter zu werden? Diese Frage beschäftigte ihn im Hinterkopf immer noch. Er hatte das Ritual auf Dorin gesehen als JK durch die Rätin Dhemya i Erif in einen neuen Rang erhoben wurde. Irgendwie kam ihm dies wie eine Ewigkeit vor.

Vor der Konzerthalle trennten sich die Wege der zwei. Die Nautolanerin musste zu ihrer Band, um die letzten Vorbereitungen für ihren Auftritt zu treffen, und Crado musste sich eine Karte kaufen. Zu seinem Glück hatte er noch ein bisschen Geld um sich dieses Vergnügen leisten zu können. Nur ungern wollte er die Macht für einen so selbstsüchtigen Zweck einsetzen. Mit der Eintrittskarte in den Taschen betrat er die Halle. Sie war recht schlicht gehalten. Ihr würde man nur in der Loge auf Liannas High Society treffen, welche von den restlichen Zuschauern durch das Personal geschützt wurden. Crado störte sich an diesem Umstand nicht. Auch auf dem Schmugglermond hatte es eine Spaltung zwischen Arm und Reich gegeben. Durch seine Herkunft war ihm der Zutritt zu den unerschwinglichen Hotels und Lokalen nicht gestattet gewesen - außer er hatte einen Hilfsjob angenommen und ging dort seiner unterbezahlten Tätigkeit nach.

Es war eine bunte Mischung an Zuschauern, die den fremden Klängen der Nautolanerband lauschen wollten. Gespannt ließ sich der Carthar in einen freien Sitz fallen und wartete auf den Beginn des Konzerts. Für ihn war es eine Primäre, denn bisher hatte er einer Veranstaltung dieser Art noch nicht beigewohnt. Leicht neugierig erfasste er Noomi durch die Macht. Sie bereitete sich gerade für ihren großen Auftritt vor. Unterschiedliche Gefühle drangen in kleinen Wellen nach Außen. Natürlich war es ihr Job und eine gewisse Routine existierte auch für sie, aber trotzdem gehörte Lampenfieber zu solchen künstlerischen Sachen dazu. Ein Grinsen umspielte das katzenhafte Gesicht des Padawan. Schnell griff er nach seinem Kom-Gerät. Vielleicht konnte er die Warterei durch das Tippen einer kleinen Nachricht überbrücken.

Nachricht über die sichere Frequenz von Lianna (über Ithor) nach Dorin

Meister Utopio,

Antillis und ich haben es ohne Probleme nach Lianna geschafft. Die Schmugglerflüge sind also relativ sicher und können schon bald frische Güter in deine blockierte Heimatwelt bringen. Wahrscheinlich wurde Sha Temm über diesen Umstand durch seine Untergebenen schon unterrichtet.

Wir haben mittlerweile auch eigene Quartiere in der neuen Basis des Ordens beziehen können. Leider hatte noch kein anwesender Rat die Zeit gefunden um ein Gespräch mit uns zu führen. Ich würde nämlich gern die Jedi über deine Mission unterrichten, damit man weitere Möglichkeiten zur Freiheit von Dorin finden kann. Außerdem steht die Suche nach einem Mentor für Antillis ebenfalls auf dem Plan, sowie meine eigene Prüfung zum Jedi-Ritter. Ich werde die Zeit nutzen um noch ein bisschen zu üben und zu meditieren. Du und Mike habt mir viel beigebracht, weshalb ich keine Angst vor der Prüfung verspüre.

Im Moment bin ich an einem Wesen dran, dass Anzeichen für die Machtsensitivität zeigt. Wünscht mir also Glück und grüßt JK und Skir von mir. Es war eine Erleichterung zu lesen, dass du den Sith finden und besiegen konntest und dein Padawan nun in Sicherheit ist.

Möge die Macht mit euch sein.

Crado


Einen Augenblick weilten seine Gedanken bei seinen ehemaligen Gefährten. Sie waren noch immer auf diesem Planeten, der für den Carthar ziemlich lebensgefährlich war, hätte er keine Atemmaske getragen. Es war ein schwerer Kampf, den der Widerstand dort leisten musste. Zwar wurden die Kel’Dor durch die imperialen Behörden nicht so sehr bedrängt, aber ein echtes Leben in Freiheit war es nicht. Durch eine Veränderung des Lichts im Saal wurde Crados Aufmerksamkeit auf die Bühne gelenkt. Die Künstler hatten ihre Plätze eingenommen und waren bereit für das Konzert. Unter den Musikern konnte Crado problemlos Noomi ausmachen. Sie und ihre Windtrommel waren bereit für einen wunderbaren Auftritt, welcher durch anschließenden Applaus belohnt werden würde. Gemütlich lehnte sich der Padawan zurück und ließ die ersten Klänge auf sich wirken. Nun tauchte er für eine Weile in eine fremde Kultur ein.


[ Lianna | Lianna City | Konzerthalle | unter Zuschauern, Noomi mit ihren Bandkollegen auf der Bühne ]
 
[Lianna - Lianna City - Konzerthalle] Noomi und ihre Bandmitglieder, draußen das Publikum​

Als Noomi in das Backstage kam, warn ihre Freunde und Kollegen schon da. Nachdem sie sich begrüßt hatten, wagte Noomi einen kleinen Blick durch den Vorhang. Dier Saal war voll. Kaum Plätze waren noch nicht belegt. Die anderen Nautolaner schlossen ihre Geräte bereits an Verstärkungsanlagen an: Eine Querflöte, ein Cello sowie eine Maultrommel. Auch Noomi stellte ihre Trommel ab, überprüfte, ob das Fell genug gespannte war und nahm die Schläger in die Hand. Sie tastete nach dem Amulett um ihren Hals, das sie von ihrer Tante geschenkt bekommen hatte, und das ihr immer half, in solchen Situationen ruhig zu beliben und ihre Aufregung zu bekämpfen.

Dahörte sie auch schon den Ankündiger: "Meine sehr geehrten Damnunern! Ich begrüße sie in unserer alten Konzerthalle 'Am Großen Markt'. Heute tritt die Musikgruppe Grungmil auf, das ist Anselmian und heißt 'Klang'. Ihr erstes Stück ist generationenalte Musik, die zu einem Volkstanz gespielt wurde."

Klatschen. Dann ging der Vorhang auf. Sie legten los. Noomi fing an. Der Konzertsaal dröhnte unter den Schlägen ihres Instruments. In den unregelmäßigen Rhythmus sortierte sich die Querflöte ein. Sie unterstützte die Trommel mit einer raschen Folge kurzer Tonabschnitte. Das Cello strich in einer gegensätzlichen, langsamen Art. Zum Schluss ertönte auch die Maultrommel.

Noomi sah nich mehr die Menge, die den Lauten gespannt zuhörte, auch nicht die Mitglieder ihrer Band. Nur noch die Trommel und ihre Schläger. Wieder bekamen ihre Nerven den Befehl von irgendwo, die Muskeln zu spannen, dann zu entspannen. Noomis Tante hatte gesagt, ihr liege der Rhythmus im Blut.

Dann ein Geräusch. Ein gefährliches Geräusch. Noomi hatte gelernt, solche Laute wahrzunehmen, auch wenn sie sich auf etwas anderes konzentrierte. Dafür hatte sie lange geübt. Noch einmal - nun konnte sie das Knarren einordnen. Metall. Es kam von oben. Sie riskierte einen Blick, als das Publikum anfing, erschreckte Laute von sich zu geben. Der Stahlträger brach durch. Auch die anderen Musiker hatten es bemerkt. Von panischen Schreien begleitet leerten sich die vorderen Reihen. Sie rannte von der Bühne. Dann fiel der Metallstreben. Plötzlich bewegte sich alles erschreckend langsam, wie wenn die Zeit zu Brei würde. Noomi schien davon weitgehend unbeeinträchtigt gewesen zu sein. Da stolperte sie und fiel. Jetzt war das Adrenalin verbraucht, die Zeit war wieder normal schnell. Trotzdem bewegte der Träger sich nicht mehr. Noomi sah eine kleine Person hinten in der Halle stehen. Sie trug Dreadlocks. Schnell zog sich jetzt auch Noomi zurück. Sie rannte einer Eingebung folgend zu Crado, der sich jetzt erschöpft auf seinen Stuhl zurückgleiten ließ. Gleichzeitig hörte man ein Scheppern. Der Stahstreben war auf der Bühne aufgeschlagen.


"Du hast mir das Leben gerettet." Noomi wusste nicht wie, doch der Cathar hatte den Pfosten aufgehalten, da war sie sich sicher. Ihr Herz schlug genauso, wie zuvor ihre Trommel.

[Lianna - Lianna City - Konzerthalle] Noomi mit Crado und flüchtendem Publikum
 
[ Lianna | Lianna City | Konzerthalle | unter Zuschauern, Noomi mit ihren Bandkollegen auf der Bühne ]

Im ganzen Konzertsaal gab es keinen freien Platz mehr. Alle Zuschauer warteten gespannt auf den Auftritt der nautolanischen Band, die den Anwesenden einen Einblick in die musikalische Welt von Glee Anselm gewähren wollte. Mittlerweile hatte man das Licht im ganzen Saal gedämpft um die Aufmerksamkeit auf die Bühne zu lenken. Dort verdeckte ein Vorhang aus rotem Samt die Sicht auf den hinteren Bereich. Auf einmal öffnete sich der Vorhang und eine Person tauchte auf. Es war der Ankündiger, der das Publikum durch den ganzen Abend begleiten sollte. Der Mensch trug einen förmlichen Anzug. Für einen Augenblick fühlte sich der schmuddlige Padawan unter den zahlreichen Zuhörern etwas fehl am Platz, aber die Karte war bezahlt.

“Meine sehr geehrten Damen und Herren”, eröffnete der Mensch mit lauter Stimme das Konzert. “Ich begrüße Sie in unserer alten Konzerthalle “Am großen Markt”. Heute tritt die Musikgruppe Grungmil auf, dass ist Anselmian und heißt “Klang”. Ihr erstes Stück ist generationenalte Musik, die zu einem Volkstanz gespielt wurde.”

Der Vorhang ging, begleitet von Applaus, auf. Beiläufig machte der Ankündiger Platz für die Musiker, denn nun waren sie der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Crado richtete sich in seinem Sitz auf. Er hatte einen guten Blick auf die Bühne. Schnell verebbte das Klatschen wieder und machte damit den Weg für die ersten Töne der Instrumente frei. Mit ein paar Atemzügen schloss der Carthar seine Augen um die Musik durch die Macht auf sich wirken zu lassen. Sein Bewusstsein war für diese neue Erkenntnis komplett geöffnet worden. Irgendwie tauchte der Padawan in eine ihm fremde Welt ein.

Unter den ganzen Instrumenten der Gruppe konnte er die Windtrommel, durch ihre individuellen Klänge, ausmachen. Seine Machtfühler streckten sich nach Noomi aus. Sie hatte sich ganz in ihr Bewusstsein zurückgezogen. In diesem Zustand der Nautolanerin war es für den Jedi nicht sehr leicht einen sicheren (und unkomplizierten) Weg zu ihr zu finden. Für sie existierte in diesem Moment nur ihr exotisches Instrument. Die Macht pulsierte bei diesem Spiel in ihr stark. Noomi lag der Rhythmus wirklich im Blut. Es war ein echtes Talent und diese Erkenntnis ließ ein Lächeln auf das Gesicht von Crado zaubern.

Plötzlich sah er erschreckende Bilder vor seinem geistigen Auge. Ein Träger der Bühnenkonstruktion, welcher ziemlich alt in der Vision aussah, sollte sich lösen und auf die Musiker fallen. Sofort machte sich der Padawan für einen flinken Eingriff bereit. Sein Herzschlag ging auf einem Schlag schneller und der Körper spannte sich an. Noch wirkten die Zuhörer in seiner Umgebung ganz ruhig. Sie lauschten aufmerksam oder leicht verträumt den Klängen der Band. Dann erschütterte ein knirschendes Geräusch die friedliche Illusion, welche die Musiker sorgsam aufgebaut hatten. Einer der Stahlträger löste sich aus dem komplexen Konstrukt an der Decke. Mit rasanter Geschwindigkeit flog dieses tonnenschwere Ding auf die Bühne zu.

Crado sah den Zeitpunkt seines Eingreifens gekommen. In der Macht schnellten seine Fühler auf den fallenden Träger zu. Mike hatte ihm in manchen Lektionen seiner Ausbildung den richtigen Umgang mit der Levitation gezeigt. Geschickt hatte er in der Macht den Mittelpunkt des gefährlichen Gegenstands ausgemacht. Flink griffen seine Fühler in der Macht zu. Zähneknirschend streckte er seine Hände aus und verlangsamte so den Fall. Das gesamte Bewusstsein des Jedi war auf die Rettung der Musiker aus. Mehrere Wellen der Verwunderung und Erleichterung strömten auf den Carthar ein, aber er konnte sich schnell von diesen Gefühlen abschotten. Schweiß glitzerte unter den orangefarbenen Haaren hervor. Er schnaufte leicht bei dem Gewicht des Trägers. Seine Augen verengten sich, während er das Ding fixierte.

Die vorderen Reihen, sowie die Bühne hatten sich unter panischen Geschrei geleert. Mittlerweile war keine Person mehr in Gefahr. Dies konnte der Padawan in der Macht spüren. Nicht so behutsam, wie er es eigentlich gewollt hatte, ließ er den Träger auf dem Boden aufkommen. Danach fiel er erschöpft in seinen Stuhl zurück. Sein Körper fühlte sich so ausgelaugt an wie nach dem Kampf mit dem Sith in der Relaisstation auf Dorin. Erst nach und nach bemerkte er, dass Noomi zu ihm geflüchtet war. ‘Vielleicht ist dies der Zeitpunkt um ihr alles zu erzählen’, dachte sich der Carthar als er in ihr erschrockenes Gesicht blickte. Allmählich kehrte sein Lächeln zurück.

“Du hast mir das Leben gerettet”, sagte die Nautolanerin und die Panik schwang in ihrer Stimme mit.

“Indirekt ist so etwas auch meine Aufgabe - Leuten das Leben zu retten”, entgegnete der Jedi und rappelte sich wieder auf. “Lass uns nach Draußen gehen, dann erkläre ich dir alles.”

Hilfsbereit stand ihm die Nautolanerin zur Seite. Crado stand nur ungern im Mittelpunkt, weshalb er sich schnell absetzen wollte. Zusammen mit Noomi verließ das Katzenwesen die Konzerthalle um in der Masse an Schaulustigen untertauchen zu können. Draußen waren die ersten gepanzerten Gleiter der planetaren Sicherheitskräfte angekommen. Mehrere Beamte sprangen aus den Transportern und gingen sofort ihren Aufgaben nach. Eine Absperrung wurde errichtet und eventuelle Verletzte brachte man zu den flexiblen Medi-Stationen, die immer dabei waren. Behutsam setzte der Padawan seine Fähigkeiten ein um die Umgebung verlassen zu können. Schnell gelangten das Katzenwesen und die Nautolanerin hinter die Absperrung und gingen in eine dunkle Gasse.

“Nun ist der Zeitpunkt also gekommen…”, begann Crado mit seiner Erklärung. “Ich bin ein Mitglied im Orden der Jedi, die hier eine kleine Basis errichtet haben. Im Imbiss habe ich mich nicht ohne Hintergedanken zu dir gesellt, denn auch du hast das Potenzial ein Jedi zu werden. Dein Talent im Umgang mit deinem Instrument, Noomi, ist ein Resultat deiner - versteckten - Verbindung zur Macht…”

Ihre schwarzen Augen weiteten sich, denn auf den einen Schock folgte nun der nächste. Der Carthar wirkte nicht wie die üblichen Jedi. Sein ganzes Aussehen war schmuddlig, ungepflegt und ärmlich. Damit passte er nicht zu den Vorstellungen, die in der intergalaktischen Bevölkerung über den Orden herrschte. Jedoch störte sich Crado nicht an diesem Klischee, denn dadurch geriet er nicht so schnell in den Mittelpunkt. Er wusste aus eigener Erfahrung, dass nach so einer Offenbarung viele Fragen herrschten. Aus diesem Grund fuhr er mit seiner Erklärung fort.

“Durch die Macht wurde ich gewarnt, dass dein Leben und das deiner Kollegen in Gefahr war”, erklärte der Padawan. “Ich musste eingreifen und in einer nahen Zukunft kannst du das auch, wenn du dich für eine Ausbildung im Orden entscheidest. … Hast du irgendwelche Fragen?”


[ Lianna | Lianna City | in der Nähe der Konzerthalle | kleine Seitengasse | mit Noomi ]
 
]Lianna-System - Lianna - Lianna-City - Raumhafen - auf der Prince - mit Jace und Petit[

Eine seltsamere Kreatur war Jibrielle in ihrem ganzen nicht untergekommen. Seine ganze Erscheinung erweckte den Anschein, als sei er geradewegs einem Comic entsprungen, so absurd wirkte die Zusammenstellung seiner durchweg unproportionellen Kleidungsstücke. Doch als ob sein Anblick nicht schon bizarr genug gewesen wäre, übersetzte auch noch eine Droidenstimme alles, was er sagte. Nur das sie dabei ständig die Klangfarbe änderte und ganz offensichtlich nicht ganz sauber die Botschaft ihres Trägers übertrug. Persönlich war Jibrielle noch nie einem Jawa begegnet und so hatte sie auch keine Ahnung, wie Jawas für gewöhnlich waren. Doch zweifelte sie nicht daran, dass es sich bei diesem Exemplar um ein Unikat sondergleichen handeln musste. Denn sicherlich hätte man ihren Ausruf unter sehr zivilisiertem Volk sogar als abwertend, mitunter diskriminierend bezeichnen können, doch funktionierte auch Petits Hirn wohl nicht so, wie bei anderen Jawas. Zumindest hoffte die Padawan, dass nicht alle von seiner Art so daherredeten.

"... als ... a ... als Metapher, denk ich ..."

sagte sie und schaute fragend zu Jace, völlig irritiert von dem komischen Knirps vor ihr, doch dieser grinste sich nur was zurecht. Was hatte Petit da gequaselt? Irgendwas von Früchten, Begriffen und psychischen Störungen. Man hätte meinen können, die Droidenstimme wäre nicht einfach nur der Übersetzungstext gewesen. Als Jibrielle noch mitten in ihrer Entgeisterung steckte, plapperte der Jawa weiter.

Petit verstummte und Jibrielle wandte ihr Gesicht ab, so dass Jace es nicht mehr direkt sehen konnte. Wahrscheinlich war sie so knallrot angelaufen wie eine Tomate. Oh nein oh nein oh nein ... was hatte der Jawa da gesagt? War das wahr? Sie hörte Jace leise langsam lachen, mit leicht verlagerter Stimme.


"Jah jah ... ha, ach ja, Petit ist schon einer ... was für ein kluges Kerlchen. Hat er doch sofort erkannt, was ich da mitgebracht hab ... Jib? Hey, war nur Spass, Petit muss da was falsch verstanden haben. Ich sprach nur von der Ladung ... Jib?"

sagte Jace und klang gegen Ende nicht mehr ironisch, sondern nervös. Die Padawan drehte sich zu ihm um, ein dickes Fragezeichen im Gesicht.

"Ein richtiger Scherzkecks ..."

sagte sie mit trockener Stimme, unsicher ob sie die Sache einfach ignorieren und totschweigen, locker nehmen und Witze darüber oder Hals über Kopf aus dem Raumschiff fliehen sollte. Konnte es noch unangenehmer werden?
Nach einigen Sekunden betretenen Schweigens eröffnete ihr Jace, dass sie wohl gleich einfach mal Starten sollten. Heftig nickend stimmte Jibrielle ihm zu und er ging ins Cockpit, während Jibrielle ihr Gepäck in eines der leeren Quartiere bringen. Am liebsten hätte sie sich für den ganzen Flug in das Zimmer eingeschlossen, doch sie wusste, dass das weder höflich noch anständig gewesen wäre, weshalb sie noch einen kurzen Abstecher ins Cockpit machen wollte, wenigstens um sich für die anstehende längere Abwesenheit zu entschuldigen. Gerade als sie hinter Jace trat, startete er den Antrieb. Jibrielle hielt sich an den Wänden fest.


"Ich werd mich dann mal in mein Zimmer-"

"Komm und setzt sich doch. Du kannst zugucken, wie wir in den Hyperraum eintreten ..."


Die Aparaturen surrten und zischten.

"Okay."

Zaghaft setzte sie sich auf den verlassenen Copilotenplatz und schaute durch die Scheiben der Yacht auf den dunkler werdenden Himmel. Sie näherten sich dem All.
Sie schaute zu ihm herüber.

"Nochmal danke, dass du mich mitnimmst."

"Keine Ursache ... immerhin bezahlst du mich ja."


Das obligatorische schiefe Lächeln.

"Jah aber trotzdem ..."

"Keine Ursache ..."


Dann wurde ein Schalter umgelegt, ein Knopf gedrückt, es ruckelte, fiebte kurz, und schon flogen die Sterne in Schlieren an ihnen vorbei.

"Wow ... ich hab das ja schon beim letzten Flug, beim ersten Flug ... aber es ist jedes Mal wunderschön."

Sie spürte aber registrierte nich, wie er herüber sah.

"... ist es ..."

Erst nach vielen ungezählten Minuten konnte Jibrielle den Blick von den unwirklichen Sternen nehmen. Doch dann wandte sie sich wieder an ihren Piloten.

"Ich ähm, werd dann mal wieder nach hinten gehen ... ein bisschen trainieren ..."

"Trainieren?"

"Japp ... du weißst schon ... Jedi-Kram. Es ist noch kein Jedimeister vom Himmel gefallen ..."

"... und hat es überlebt."

"Genau."


sagte Jibrielle und lächelte gleichmütig, wie auch Jace.

"Okay ..."

"Okay."


Und so ging Jibrielle nach hinten.
Sie packte ein bisschen von ihren Sachen aus. Darunter vor allem ihr Datenblock, mit den vielen wichtigen Daten, mit denen sie hoffentlich eine bessere Jedi werden würde. So startete sie in breite Lektüre, lass und hörte, was Jedi unzähliger Generationen überlieferten und meditierte darüber, während die Prince ihrerseits durch den Hyperraum donnerte.


]Hyperraum - Richtung Coruscant - auf der Prince - mit Jace und Petit[
 
[Lianna - Lianna City - Konzerthalle] Noomi mit Crado

“Indirekt ist so etwas auch meine Aufgabe - Leuten das Leben zu retten”, entgegnete Crado und nahm Noomis ausgestreckte Hand zu Hilfe. “Lass uns nach Draußen gehen, dann erkläre ich dir alles.” Welcher Beruf beschäftigt sich damit, Leute zu retten, indem man durch die Gegend bummelt und hofft, rechtzeitig an einer Unfallstelle zu sein. Und dann auch noch in Zivil?

Die beiden schlängelten sich zwischen Sicherheitskräften und Rettungswagen hindurch und seltsamer Weise beachtete sie niemand. Keine Sicherheitskräfte, die sich einem in den Weg stellen und versuchen einen auszufragen. Sie kamen einfach so durch. Die Wachleute mussten momentan wohl zu viel um die Ohren haben. Dann waren sie in einer Seitengasse verschwunden und der Cathar eröffnete ihr sein Geheimnis:“Nun ist der Zeitpunkt also gekommen… Ich bin ein Mitglied im Orden der Jedi, die hier eine kleine Basis errichtet haben."

Noomi war erstaunt, dass sie vorhin auf einen Jedi getroffen war. Natürlich hatte sie schon davon gehört, das hatte jeder. Aber sie hatte die Jedi nicht einordnen können. Sie wusste nichts mit ihnen anzufangen. Noch erstaunter war sie allerdings, als Crado ihr erklärte:" Im Imbiss habe ich mich nicht ohne Hintergedanken zu dir gesellt, denn auch du hast das Potenzial ein Jedi zu werden. Dein Talent im Umgang mit deinem Instrument, Noomi, ist ein Resultat deiner - versteckten - Verbindung zur Macht…”

Ihre Augen weiteten sich - soweit sie sich noch weiter aufreißen ließen. Sie konnte also eine Jedi werden. Sie sah den Cathar an, ihn konnte sie sich nicht als Jedi vorstellen. In den Geschichten, die man mitbekommt, tauchen sie plötzlich aus dem Nichts auf und fuchteln ein wenig mit einem Lichtschwert herum. Und dann verschwanden sie wieder, bevor sich jemand bedanken konnte. Abnormale Vorstellung, wie sollte das denn gehen? Nun stand sie vor einem Jedi. Und sie merkte, die Geschichten waren gar nicht so abwegig waren. Er war zum richtigen Zeitpunkt da gewesen und schon ist er wieder weg. Nur hatte er kein Lichtschwert benutzt.

“Durch die Macht wurde ich gewarnt, dass dein Leben und das deiner Kollegen in Gefahr war”, fuhr der Mann fort. “Ich musste eingreifen und in einer nahen Zukunft kannst du das auch, wenn du dich für eine Ausbildung im Orden entscheidest. … Hast du irgendwelche Fragen?”

Noomi war noch immer sprachlos. Sie konnte nichts sagen. Ihr fiel auch nichts ein, was sie den Jedi fragen sollte, obwohl er das Chaos in ihren Gedanken sicher entwirren konnte. Da fühlte sie, dass sie eine Verpflichtung eingehen musste. Sie wollte helfen. Und sie wollte Frieden. Aber bisher hat sie sich als machtlos angesehen, sie hätte ja eh nichts ausrichten können. Doch nun hatte sie die Möglichkeit, am Frieden mitzuwirken. Das Imperium war auch in weite Ferne gerückt, hier auf Lianna. Aber viele Freunde und Bekannte und noch viel mehr andere Leute sind in diesem Krieg gestorben. Das musste man aufhalten. Nachdem sie ihre Synapsen wieder ausgerichtet hatte, antwortete sie:"Wie wird man Jedi?"

[Lianna - Lianna City -Nahe der Konzerthalle - Seitenweg] Noomi mit Crado
 
[ Lianna | Lianna City | in der Nähe der Konzerthalle | kleine Seitengasse | mit Noomi ]

Sprachlos - die hellgrüne Nautolanerin war wirklich perplex. Kein einziges Wort kam über ihre dünnen Lippen. Bei dieser Erkenntnis gestattete sich der Padawan ein Lächeln, denn ihm war es damals nicht anders ergangen als Macen Anrhe, ein anderer Jedi, auf ihn aufmerksam geworden war. Wahrscheinlich versuchte sie in diesem Augenblick ihre neuen Möglichkeiten, welche eine Mitgliedschaft im Orden mitbrachte, zu realisieren. Ihr stand eine Entscheidung bevor, die wohl überdacht werden musste. Ein Jedi hatte viele Verpflichtungen gegenüber der Allgemeinheit und musste sich voll und ganz der Demokratie, sowie dem Frieden verschreiben - auch wenn scheinbar in Kriegszeiten diese Dogmen anders auslegt wurden. Crado kannte nicht die glorreichen Zeiten des Friedens als der Orden noch großen Zuspruch in der Bevölkerung fand, deshalb hatte er an diesem Zustand nichts auszusetzen.

“Wie wird man Jedi?”, platze es plötzlich aus der Nautolanerin.

Einen Moment musste der Padawan über diese simple Frage nachdenken. Dabei tippte er sich mit einem Finger an das Kinn, während sich die Augen zum Himmel richteten. Mittlerweile war die Sonne komplett hinter dem Horizont der Stadt verschwunden. Nur wenige Sterne nahmen am Firmament den Kampf gegen das Licht, welches die Straßen von Lianna City erhellten, auf. Somit wirkte der Nachthimmel etwas trostlos. Crado bemerkte, dass er sich dieser Überlegung noch nie gestellt hatte. Er war irgendwie in die ganze Sache geschlittert, aber vielleicht sah er die ganze Problematik auch aus einem falschen Blickwinkel. Sein Blick stellte sich den erwartungsvollen Augen von Noomi.

“Jedes machtsensitive Wesen, das sich der Allgemeinheit verpflichtet fühlt und sein Leben der Demokratie, sowie dem Frieden verschreibt, ist ein Jedi”, antwortete der Carthar. “Ich kann dich mit zur Basis nehmen. Da wird dich dann ein Ratsmitglied genauer unter die Lupe nehmen. Danach wird das Schicksal entscheiden welcher Mentor dir zur Seite gestellt wird um die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.”

Absichtlich machte Crado eine Pause um seine Worte sacken zu lassen. Es war eine schwammige Antwort, die er ihr gegeben hatte, denn aus Aufzeichnungen wusste er, dass es auch andere friedliche Gemeinschaften gab, die aus machtsensitiven Wesen bestand. Wahrscheinlich hätte ein echter Meister im Orden bei dieser Frage auch ganz anders geantwortet - mit viel mehr Spiritualität, wie es für einen alten Jedi üblich war, und Hintergrundwissen, ebenfalls ein sicheres Anzeichen für ein weises Ordensmitglied. Der Carthar war noch ein sehr junges Mitglied, weshalb er sich sehr kritisch sah. Ihn gefiel diese Antwort nicht wirklich, aber im Moment hatte er keinen besseren Worte auf Lager. Er schüttelte sich leicht. Ein kühler Nachtwind zog durch die Straßen der großen Stadt. Es war an der Zeit in das Gebäude im Gewerbegebiet zurück zu kehren.

“Wenn du immer noch Interesse hast, dann kannst du mich jetzt in die offizielle Basis begleiten”, schlug der Padawan mit einer leichten Müdigkeit in der Stimme vor. “Das Gebäude ist ganz in der Nähe, aber vielleicht solltest du dich vorher bei den Musikerkollegen melden.”

Noomi nickte dem schmuddligen Jedi zu und machte sich schnell auf den Weg zu ihren Freunden zurück. Der Padawan übte sich in der Zwischenzeit in Geduld. Allmählich war seine Kraft wieder in seine Glieder zurückgekehrt. Im Hinterkopf dankte Crado der Macht, dass er nicht sein Lichtschwert einsetzen musste. So war die Aufmerksamkeit, die er mit seiner Rettungsaktion auf sich gezogen hatte, nicht ganz so groß. Er wollte nicht, dass man sein Gesicht in den ganzen Nachrichten, welche das HoloNet einem Bewohner der Galaxie bot, sah. Noch kämpften genügend Jedi überwiegend im imperialen Untergrund um Widerstände auf unterschiedlichen Planeten zu unterstützen. Früher oder später musste sich auch der Cathar diesen Aufgaben wieder stellen, weshalb ein medialer Bekanntheitsgrad diese Tätigkeiten erschweren würde. Außerdem sah er sich selbst ungern im Mittelpunkt.

Viel Zeit bis zur Rückkehr von Noomi verstrich nicht. Sie war eifrig und voller Neugier. In den Augen des Katzenwesens gute Vorraussetzungen für eine erfolgreichen Ausbildung zum Jedi. Crado hatte sich den Weg gemerkt, weshalb er auf keine Hilfsmittel angewiesen war. Auf ihrem Weg unterhielten sich der Carthar und die Nautolanerin. Ganz ohne Fragen schien das weibliche Wesen nicht zu sein und seelenruhig kümmerte sich der Padawan um die Antworten. In der Empfangshalle erschien wieder der Protokolldroide und verteilte auch an Noomi ein Zimmer. Es war ganz in der Nähe zu Crados Quartier. Für diesen Tag trennten sich die Wege der beiden. Das Katzenwesen wollte noch ein bisschen schlafen um sich ausgeruht den anwesenden Ratsmitgliedern zu stellen. Vielleicht war auch noch ein Training am Morgen möglich. Schläfrig ließ er sich in sein Bett fallen. Nun warteten nur noch die Träume auf ihn.


[ Lianna | Lianna City | Gewerbegebiet | Basis der Jedi | Crados Quartier | allein ]
 
[Lianna - Lianna City - Jedi-Basis - Einzelquartier] Noomi​

Noomi gab ihren Freunden bescheid und verschwand sofort wieder. Doch sie sagte nicht, wo sie hin will. Dann kam sie zu Crado zurück und sie gingen los. Unterwegs fielen ihr doch noch ein paar Fragen ein, die der Cathar ihr umfangreich erklärte.

Die ganze Anlage hatte eine seltsame Aura. obwohl sie nicht groß war, strahlte sie Macht aus. Als Noomi das Gebäude betreten hatte, kribbelte es auf ihrer Haut.
Ein Protokolldroide hatte ihr ein Zimmer in Crados Nähe zugewiesen. Als sie aufschloss, sah sie ein kleines, spartanisch eingerichtetes Zimmer. Das einfache Bett gab genau soweit nach, dass es bequem war. Eine Tür führte zum Bad. In einer Ecke stand ein kleiner Tisch, in der anderen ein Spind. Darin lag eine lange braune Robe. Noomi fand sie schrecklich. Hoffentlich kann ich bei meiner alten Kleidung bleiben. Im nächsten Fach eine Tunika und eine Hose, im gleichen Stil. Sie musste unbedingt noch einmal nach Hause. Aber später, jetzt erst schlafen. Sie haztte nicht gemerkt, wie müde sie war. Ein Blick auf das Chronometer bestätigte den Zeitverstrich. Deshalb gähnte das Mädchen ausgiebig und legte sich dann schlafen.

Der Versuch scheiterte. Sie schlief nicht ein. Also zog sie sich den Mantel über und ging wieder hinaus. Sie merkte sich die Raumnummer und tappte ein wenig umher. Es schien niemand in da zu sein. Sogar der Protokolldroide in der Eingangshalle war weg. Auf dem Rückweg kam Noomi an einer kleinen Bibliothek vorbei. Sie schaute sich ein wenig in den Regalen um. Da waren gebundene Bücher über Raumschiffe, Baffen und die Macht. Sie fischte sich eines heraus, dass von den Kampfkünsten handelte, die sie gelernt hatte. Interessiert überflog sie die Seiten, stellte das Buch dann aber wieder in das Regal zurück. Weite hinten erkannte Noomi Holobücher. Da war ein Hörbuch auf Nautola, einer Sprache, die sie schon seit Jahren nicht mehr gehört hatte. Sie nahm es heraus, ging in ihr Zimmer zurück und legte sich aufs Bett, während das Hörbuch anfing. Überdies schlief sie doch noch ein
.

[Lianna - Lianna City - Gewerbegebiet - Jedi-Basis - Einzelquartier] Noomi
 
- Lianna - Liann City - Jedibasis - Trainingsraum - mit Qui-Gon, Dace, Macen und Andor


Andor schien bereit. Er hatte schon ein wenig Übung, aber war vielleicht noch erschöpft vom letzten Trainingskampf. Nur wie sollte sie es schaffen ohne Einweisung auch nur eine kurze Zeit gegen ihn zu bestehen. Zweifel machten sich in ihr breit, obwohl dies nicht gut war. Sie versuchte sie beiseite zu drängen. Visas konnte die Geschultheit mit der Macht von Andor auch noch nicht sonderlich gut einschätzen. So konnte sie nicht wissen, ob er im Lichtschwertkampf schon mehr wusste, als im Umgang mit der Macht, sollte dies der Fall sein, so waren kleine vielleicht schwache Machtstöße ihre Stärke. Dennoch hatte sie bisher auch nicht viel Kontakt zur Macht gehabt und schon sie schon gar nicht offensiv genutzt. Sie wusste nicht genau, was ihr Meister sich dabei dachte, aber wenn er glaubte die Miraluka sei bereit dazu. Vielleicht hatte sie aber auch einen Vorteil durch ihre Rasse. Für gewöhnlich war die Empfänglichkeit und Stärke der Macht in Miraluka und noch anderen Wesen dieser Galaxis höher als im Menschen, aber sie konnte sie dennoch nicht kontrollieren, da sie noch nicht weit genug fortgeschritten war in ihrer Ausbildung. Aber Visas musste sich Andor stellen.

"Ich bin auch bereit!", sagte sie mit Entschlossenheit zu ihrem Meister gewandt. Sie hoffte, dass die Verdrängung ihrer Zweifel sie nicht zur Überheblichkeit führten. Und es war ja auch nur ein Trainingskampf, sie hatte trotzdem den Willen und Ehrgeiz zu gewinnen, auch wenn ihre Chancen schlecht standen im Moment.


- Lianna - Lianna City - Jedibasis - Trainingsraum - mit Qui-Gon, Dace, Macen und Andor
 
Jedibasis, Tomms Quartier, allein

Tom und Saahir waren in den vergangenen Tagen oft bei ihm gewesen und so hatte er ihnen einiges über die Macht in der Theorie, den verschiedenen Techniken der Anwendung und auch die ein oder andere Anekdote "aus den alten Zeiten" erzählen können. Auch über seine beiden Schüler hatte Tomm eine ganze Menge erfahren und er hatte den Eindruck, daß das Schlucht zwischen Tom und ihm immer kleiner wurde. Tom hatte auch in den vergangenen Tagen keine seiner Anfälle von Bissigkeit, Arroganz und Ablehnung gezeigt. Vielleicht hatte Tomm es nun wirklich geschafft, Zugang zu ihm zu bekommen.
Auch die Praxis war nicht zu kurz gekommen. Neben dem üblichen, ausführlichen Lauftraining hatte Tomm die beiden auch immer wieder mit Levitationsaufgaben "genervt", so daß die beiden dies nun wirklich beherrschten. Noch etwas Übung, und sie würden die Dinge auch im Schlaf bewegen können.

Der Wecker hatte ihn bereits vor einiger Zeit wachgepiept. Tomm lag noch ein wenig im Bett und dachte über die vergangenen Tage und seine Pläne für den heutigen Tag nach. Dann stand er auf und ordnete die wenigen Dinge in seinem Quartier. Als er schließlich die Fenster geputzt hatte und den Staub auch noch weggewischt hatte, war es bereits später Vormittag. Ein Signal drang von seinem Komm an sein Ohr. Er brauchte nicht auf das Display zu sehen, um zu wissen, daß neue Besucher in der Basis angekommen waren. Er setzte sich an das Terminal in der Ecke und stellte fest, daß der Protokolldroide, den er an den Eingang gesetzt hatte - ein uraltes Modell, welches er vor ein paar Tagen zufällig in einem der angrenzenden Gebäude gefunden hatte und welches noch ein recht altmodisch erscheindendes Basic sprach - den beiden bereits ein Zimmer zugeteilt hatte. Einer der beiden war als Padawan eingetragen und hieß Crado, der zweite - oder besser, die zweite - nannte sich Noomi und war laut dem Eintrag Anwärterin. Tomm schickte beiden eine Nachricht auf ihr Quartier, in der er sie herzlich willkommen hieß und sie einlud, sich mit ihm zu treffen. Dann verließ er sich Quartier und begab sich in den Garten, wo er bei dem schönen Wetter auch Tom vermutete.


Jedibasis, Garten, auf Crado und Noomi wartend, mit Tom und Saahir?
 
[ Lianna | Lianna City | Gewerbegebiet | Basis der Jedi | Crados Quartier | allein ]

Der nächste Morgen begann ziemlich ruhig. Schleichend kroch die Sonne hinter dem weitläufigen Horizont hervor. Dabei drangen einige Sonnenstrahlen durch das offene Fenster in das kleine Quartier von Crado, der in der letzten Nacht kaum entkleidet schlicht vor Müdigkeit ins Bett gefallen war. Nun neckten ihn die Sonnenstrahlen auf seinem Gesicht. Ein schläfriges Schnurren erklang aus den Tiefen seiner Kehle. Irgendwie fühlte er sich in dieser friedlichen Umgebung wohl. Hier musste er keine Angst vor Übergriffen der imperialen Armee erwarten, denn er war unter Freunden und Glaubensbrüdern. Er hatte einen seichten Traum. Hauptsächlich verarbeitete der Padawan die Erlebnisse des letzten Tag als er Noomi, eine machtsensitive Nautolanerin, sowie deren Freunde vor einem Teil der gefährlichen Bühnenkonstruktion gerettet hatte.

Etwas unsanft wurde das Katzenwesen durch das Piepsen seines Kom-Geräts geweckt. Jemand hatte ihm eine schriftliche Nachricht geschickt. Mit einem herzlichen Gähnen richtete sich der Cathar auf und streckte sich dabei. Danach ließ er seinen Blick durch das kleine Zimmer schweifen. Hier gab es nur eine spärliche Einrichtung. Neben einem Bett gab es noch einen Schrank, einen Tisch und ein paar Stühle. Auch ein winziges Bad gehörte zu dem Quartier. Wirklich wohnlich hatte sich Crado noch nicht eingerichtet, denn viel Gepäck oder Eigentum besaß er nicht. Nur das Vibroschwert, das Mike ihm vor langer Zeit geschenkt hatte, lag auf dem Tisch. Crado hatte noch keine Idee was er mit dieser antiken Waffe machen sollte. ‘Vielleicht gebe ich sie bei einer guten Gelegenheit Mike zurück’, dachte sich der Padawan und schwang sich aus dem Bett.

Schläfrig tapste Crado ins Bad und entledigte sich seiner alten Kleidung. Danach stieg er in die kühle Nasszelle und aktivierte das Wasser. Diesen Luxus gönnte sich der Carthar nur sehr selten. Auch das Waschen seiner Kleider war ein seltenes Ritual, denn in vielen Fällen fehlte ihm die Zeit oder das Geld, aber für den hiesigen Aufenthalt wollte er nicht negativ auffallen. Nachdem er seinen Körper gereinigt hatte, trocknete er sich sorgfältig ab. Im Schrank hatte er eine schlichte sandfarbene Tunika des Ordens entdeckt. Mit einem Grinsen warf er sich das traditionelle Kleidungsstück der Jedi um. Man hatte die Tunika aus einem groben Stoff gewebt und so musste sich Crado an das Gefühl erst gewöhnen. Zu letzt befestigte er sein Lichtschwert am Gürtel und steckte den Dolch, den er schon seit vielen Jahren besaß, in eine unauffällige Falte seiner Kleidung.

Plötzlich kam ihm in den Sinn, dass man ihm eine Nachricht geschickt hatte. Durch einen kleinen Trick in der Macht schwebte das kleine technische Ding in seine Hand. Der Jedi-Advisor Tomm Lucas hieß ihn in der Basis Willkommen und lud ihn zu einem Treffen im Garten ein. Im Empfängerfeld konnte Crado erkennen, dass dieser Jedi-Advisor auch an Noomi eine Nachricht geschickt hatte. Ruhig atmete der Padawan ein und aus. So schnell hatte er ein Gespräch mit einem Vertreter des hohen Rates nicht erwartet. Automatisch schüttelte der Carthar sein Fell, dann machte er sich auf den Weg zum Garten der Basis. Ihm war bewusst, dass sein Mentor und Jedi-Meister Utopio in Gedanken bei ihm waren. In der Macht konnte er ihre Anwesenheit spüren. ‘… oder ist das nur Einbildung?’, fragte sich das Katzenwesen. ‘Nein, ich muss auf meine Gefühle in der Macht vertrauen!’ Mit diesem Rat betrat der Padawan den Turbolift. Völlig in Gedanken drückte er auf den Knopf “Erdgeschoss”. Sofort setzte sich die Kabine in Bewegung. Das typische Surren dieser Anlage konnte man durch die Wände hören.

Ein milder, leicht süßer Duft der heimischen Pflanzenwelt von Lianna stieg dem Carthar in die Nase als er die Grünanlage betrat. Auf einmal konnte der Padawan diese mit Leben erfüllte Umgebung in der Macht spüren. Die unterschiedlichen Blumen pulsierten schwach in dem mysteriösen Energiefeld. Es bestand eine Verbindung - dies konnte Crado deutlich erkennen. Jegliche Last fiel mit einem Mal von seinen Schultern. Hier konnte er sich voll und ganz seinen Meditationen hingeben. Wieder war ein friedliches Schnurren zu hören. Sogar die spitzen Ohren zuckten leicht. In der Mitte dieser künstlich angelegten Anlage konnte das Katzenwesen drei männliche Menschen erspähen. Sie waren alle drei von unterschiedlichen Alter. Bei zweien konnte die feine Nase eine gleiche Herkunft ausmachen. Fast geräuschlos näherte sich der Carthar der kleinen Gruppe.

Aufmerksam glitt Crados Blick von einer Person zur nächsten. Den Anfang machte der Älteste (Tomm Lucas) von ihnen. Dieser Mensch besaß eine leicht gebräunte Haut, die einen starken Kontrast zu seiner blonden Haarpracht darstellte. Außerdem trug dieser Jedi recht schlichte Kleidung und wirkte auf den Padawan sehr ausgeglichen. Die zweite Person (Tom Kent) war vom Alter dieser drei Männer im Mittelfeld anzusiedeln. Legere Kleidung schien das Markenzeichen dieses Menschen zu sein. Seine Herkunft konnte Crado nicht genau einschätzen, denn die helle Hautfarbe hatten viele menschliche Völker gemein. Auch das blonde Haar, welches dieser Jedi besaß, war keine Besonderheit bei dieser Rasse. Charismatisch war die Eigenschaft, die dem Carthar bei dem Anblick als erstes im Kopf umherschwirrte. Als letztes fiel sein Blick auf das jüngste Mitglied (Saahir Yazir) dieser menschlichen Gruppe. Die sonnengebräunte Haut hatte er mit der ersten Person gemein, aber das schwarze Haar machte ihn wieder individuell. Hier konnte Crado bloß auf einen heißen Planet als Herkunft tippen. Auffällig bei diesem jungen Menschen war die Narbe, die sich von der Stirn über das rechte Auge zum Wangenknochen zog. Selbst für diese Rasse war eine solche Verletzung eine Seltenheit. Etwas sicherer hatte Crado seinen musternden Blick aus der Ferne abgeschlossen.

“Guten Morgen, mein Name ist Crado”, stellte sich der Padawan vor. “Ist hier ein Advisor mit Namen Tomm Lucas? Ich habe heute eine Nachricht bekommen, dass ich ihn hier treffen soll…”


[ Lianna | Lianna City | Gewerbegebiet | Basis der Jedi | Garten | mit drei menschlichen Jedi (Tomm Lucas, Tom Kent, Saahir Yazir) ]
 
Zuletzt bearbeitet:
Lianna - Lianna City - Gewerbegebiet - Basis der Jedi - Garten - uneinsichtige Ecke - Tom

Tom hatte gut geschlafen. Besser als er sich erinnern konnte seit dem Tod seiner Eltern geschlafen zu haben. Die Tage waren, trotz allen Trainings, erholsam gewesen und Toms Körper und Geist waren so entspannt wie lange nicht mehr. Der Schlaf und das Nachdenken über die Geschehnisse hatten ihn die Ereignisse und Gespräche ein Stück weit verarbeiten lassen. Er fühlte sich fast wieder wie der alte Tom. So langsam fing er an sich auch wieder so zu benehmen.
Er hatte bereits ein leichtes Training hinter sich, das mehr dazu gedient hatte, die bisherigen Trainingserfolge nicht wieder zu verlieren, als seine Kondition und Kraft zu steigern. Dafür war er kurz in sein Schiff gefahren. Dort hatte er auch noch einiges mit dem Personal des kleinen Raumhafens besprechen müssen. Sein Schiff würde aufgetankt und durchgecheckt werden. Irgendwie hatte er das Gefühl, als würden sie es demnächst brauchen. Vorbereitung war nie schlecht. Und auf seine Gefühle sollte er jetzt, da er ein Jedi war, zumindest teilweise stärker hören und vertrauen, als vorher.

Im Vergleich zu dem Tag, als Tomm und er ihr intimes Gespräch geführt hatten, trug Tom wieder seine Jedikleidung und hatte auf sein Vibromesser und seinen Blaster verzichtet. Dafür baumelte das Trainings-Lichtschwert neben einigen anderen Dingen an seinem Gürtel. Seine Robe hatte er im Quartier gelassen, da es zu warm war für sie.
Nach einer ausgiebigen Dusche war er langsam in Richtung Cantina geschlendert. Seine Haare waren heute vergleichsweise gnädig mit ihm und er sah nicht ganz danach aus, als wäre er gerade erst aufgestanden. Jetzt, da er schließlich in der Cantina der Basis saß und gemütlich einen Saft schlürfte, mussten auch die anderen bald aus ihren Federn kriechen und hier vorbeischauen. Er war sich sicher, dass zumindest Tomm bald hier auftauchen würde. Mit ihm würde sich bestimmt auch Saahir hier einfinden. Die anderen Anwesenden, Tom hatte die Namen der diversen Jedi und Padawane wieder vergessen - was auch daran lag, das er sie kaum weiter zu Gesicht bekommen hatte - würden sicher auch hier auftauchen. Tom hatte irgendwie eine Ablehnung gegen diese Leute, ohne das er konkret fassen konnte, weshalb. Es hatte nichts mit Arroganz zu tun, das konnte er deutlich spüren. Bei Saahir zum Beispiel wusste er deutlich, das es Arroganz war, die ihn dazu brachte den Straßenjungen herablassend zu behandeln – wobei er es auch hier immer öfter schaffte, sich vernünftig zu benehmen. Bei den Anderen war es etwas Undefinierbares. Nichts, was er jemals vorher verspürt hatte.

Tom schüttelte den Kopf. Er sollte sich um so etwas keine Gedanken mehr machen. Vielleicht sollte er im Trainingsraum auf Tomm warten. Gegessen hatte er im Schiff. Er würde sich sicherlich nicht zu den Jedi setzen und ihnen beim Frühstück zusehen. Dazu war er immer noch zu sehr Einzelgänger. Nach einigem Überlegen machte er eich auf in den Garten, um dort auf Tomm zu warten. Entgegen Toms Erwartungen war sein Meister bereits da und er nickte ihm kurz zu. Saahir, der egenfalls bereits hier war, schenkte er ein Lächeln.


„Morgen! … Ausgeschlafen?“

Fragte er scherzhaft. Tomm würde das mittlerweile richtig verstehen können. Also setzte Tom sich in das noch kühle Graß und spielte etwas mit den Halmen vor sich. Kurz darauf stieß ein Cathar zu ihrer kleinen Gruppe und stellte sich vor. Toms Augen wanderten nur kurz zu dem Catar, bevor er sich wieder den Halmen vor sich widmete. Irgendwann musste Tomm ihm einmal beibringen, wie das mit dem Pflanzen wachsen lassen funktionierte.

Lianna - Lianna City - Gewerbegebiet - Basis der Jedi - Garten - Tom, Tomm, Saahir, Crado
 
Zurück
Oben