Lianna

Lianna - Lora Curich, Jedi-Basis - leerer Trainingsraum - Jaques, Ly'fe

Jaques ließ sich fallen und achtete nicht einmal darauf, dass das Blech, welches der Miraluka über den Augen trug, scheppernd zu Boden fiel. Ly'fe machte sich ein wenig Sorgen um den Jungen, denn so hatte er ihn noch nie erlebt. Er erwiderte zwar den Gruß, doch aus den folgenden Worten sprach jede Menge Frustration. Obwohl seine intuitive Reaktion gewesen wäre, es aufgrund der abwehrenden Haltung darauf berufen zu lassen, fühlte er sich doch ein wenig für den meisterlosen Padawan verantwortlich und überlegte sich, wie er ihn am besten darauf ansprechen sollte.

»Sei nicht so frustriert – lass' dich nicht unterkriegen.«

Meinte der Jedi-Ritter aufmunternd.

»Wenn man gar zu deprimiert – ein Lied hilft, Ärger zu besiegen.«

Meinte er und spielte den Bith-Song auf seiner Fizzz, eine einfühlsame Weise, die ihn schon über so manche Enttäuschung hinweggeholfen hatte. Auch diese war irgendwann überstanden, so dass der Möchtegernpoet mit Worten fortfahren musste.

»Wenn du niedergeschlagen bist und weißt selbst nicht recht warum, hilft vielleicht, zu erzählen, was dir so alles passiert ist, oder einfach, was dir gerade in den Sinn kommt. Falls du magst, natürlich. Lichtschwertkampf soll auch gut helfen, allerdings bin ich kein guter Kämpfer,«

Erklärte Ly'fe. Gab es noch etwas Positives zu vermelden? Ach, ja.

»Die Jedi, die auf Corellia waren, bedanken sich übrigens für deinen Tipp.«

Lianna - Lora Curich, Jedi-Basis - leerer Trainingsraum - Jaques, Ly'fe
 
[Lianna / Bibliothek] Q'Tahem

Q'Tahem folgte den Anweisungen, die er von dem Droiden bekommen hatte und fand relativ schnell den Eingang zur Bibliothek. Er musste es sich verkneifen die vielen vollbeladenen Bücherregale anzustarren. Wie sollte er bei so vielen, denn an das richtige Buch kommen!?
Egal, dachte er sich und setzte seinen ersten Schritt in die Bibliothek, jedes Abenteuer beginnt mit Arbeit, oder nicht?
Die Bücher waren nach dem Alphabet geordnet, was seine Suche wenigstens ein wenig erleichterte. Also stapfte er erstmal zu dem Bücherregal, in dem alle Bücher standen, die mit "M" wie "Macht" begannen.
Eine gute halbe Stunde suchte Q'Tahem das Regal ab und die besten Funde, die er hatte waren: "Die Macht eines Kobolds-Warum es kein Märchen ist." oder "Macht mit! Aufruf zum Tanz".

Entmutigt schüttelte der Nautolaner den Kopf und massierte seine Stirn. Was hatte er auch erwartet? Es würde wohl kaum ein Lexikon über die Macht geben oder einen Leitfaden, der einem genau beschreibt was diese Macht ist.
Q'Tahem blickte nochmals auf das vor ihm stehende Buch ("Mynocks-Die geflügelten Parasiten") und kam zu dem Entschluss vielleicht erstmal etwas über die Jedi allgemein herauszufinden.
Also wandte er sich von den "M"s ab und begab sich zu den "J"s.

Das Thema "Jedi" war weitaus ergiebiger und Q'Tahem hatte keine Schwierigkeiten ein Buch zu finden, welches die Hüter des Lichts behandelte.
Das Buch mit dem Titel "Die Legenden von Iceman" fing sein Interesse und Q'Tahem griff danach. Er konnte sich zwar nicht ganz erklären, warum dieses Buch bei "J" eingeordnet war, aber es sah interessant aus.
Nachdem ich es mir angeschaut habe, kann ich ja dem Bibliothekar Bescheid sagen, dass er beim Einräumen Murks gebaut hat., überlegte sich der Nautolaner.

Mit dem Buch in den Händen machte er sich auf sich einen Platz zum Hinsetzen zu suchen. Nach wenigem Suchen fand Q'Tahem eine Reihe von Tischen mit relativ gemütlich wirkenden Sitzpolstern und er setzte sich auf einen, der weiter in der Mitte stand. Etwas irritiert von dem deutlich härteren Polster, schlug er das Buch auf und machte sich daran "Die Legenden von Iceman" zu lesen.


[Lianna / Bibliothek] Q'Tahem an einem Tisch sitzend
 
Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum - Salina, Kestrel, Dengar, Rilanja, Nei, Sarissia und Sarid


*Sarissia betrachtete lächelnd den Ball in ihrer hand und nickte leicht worauf sie wieder zu Kestrel sah, Kestrel sagte das sie nicht erwartet hätte das sie es schaffen würden den Ball zu levitieren auch wenn Salina in gegen den Kopf geschossen bekam...naja er ist levitiert...wie sei dahingestellt, Sarissia lauschte gespannt Kestrel´s worten was die Macht anrichten könnte wenn Wut im Spiel ist und schien kurz über etwas nachzudenken, allerdings verflog dies schnell wieder da Kestrel schon die nächste aufgabe nannte, man soll den Ball in den Eimer den sie neben sich stellte hineinlevitieren ohne ihn natürlich zu berühren, Sarissia nickte und konzentrierte sich erneut auf den Ball, diesmal ohne die augen zu schließen*



Nun....lass mich jetzt nicht im stich....


*murmelt sie leise und der Ball beginnt nun deutlich besser zu Levitieren, Sarissia schien nun keine zweifel mehr zu plagen und der Ball schwebte in die Richtung des Eimers, vorsichtig lies Sarissia den Ball in den Eimer schweben und lächelte zu frieden als sie dabei die Augen schließt und sah Kestrel lächelnd an*


Ich glaube das...es mit Ruhe weitaus leichter ist Meisterin Kestrel...



*sprach Sarissia Ruig und legte locker die arme auf ihre Beine und legte den Kopf leicht schräg und streifte sich die haarstränen die dadurch in ihrem Gesicht landeten hinter ihr Ohr*


Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum - Salina, Kestrel, Dengar, Rilanja, Nei, Sarissia und Sarid
 
Jedi Basis ~ Trainingsraum ~ mit Sarid & vielen Jedi

Sarids Lektion würde Nei sich gut merken. Nicht nur irgendwelche Schurken in Kantinas auf gesellschaftlich fragwürdigen Welten wie Tatooine fehlte es also an Ehrgefühl. Warum überraschte es die Ruusanerin nicht im Geringsten das zu hören? Egal, dachte sie als ihre Meisterin bereits die nächste Abfrage von Neis Fertigkeiten einleitete. Eine schnelle Hiebkombination prasselte auf die Padawan ein. Reflexartig und unspektakulär wehrte sie ganz im Shii-Cho-Stil die etwas halbherzigen Schläge ab, wobei sie kaum einen Zentimeter an Raum verlor. Offensichtlich war es die Absicht von Sarid die Kondition der Padawan an ihre Grenzen zu treiben.

Der Gesichtsausdruck der Ruusanerin verfinsterte sich, ihre Augenbrauen zogen sich zusammen und setzten ihren Ambitionen und ihrer sich verschärfenden Konzentration einen bösen Blick auf. Sie würde alles mobilisieren und kein bisschen nachgeben bis nicht auch der letzte Muskel in ihrem Körper wie Feuer brannte. Doch anstelle weiter auf die Ausdauer-Probe gestellt zu werden folgte ein plötzlicher Hieb mit dem Lichtschwert in Richtung ihres Oberschenkels. Aus den Augenwinkeln nahm Nei die bogenartige Bewegung der lilanen Klinge wahr. Instinktiv zog sie ihre rechtes Bein, auf das die Attacke ihrer Gegenüber abzielte. Laut knisternd fing Nei die Klinge von Sarid mit der ihren auf und blockte den Schlag, sich dabei halb in der Hocke befindend und gerade so das Gleichgewicht bewahrend. Als wäre die Aktion auf der Seite von Nei vollautomatisch passiert, riss sie die Augen auf, als wäre sie wieder aufgewacht. Dabei war sich Nei nicht ganz sicher, ob Sarid nicht etwas Vehemenz aus ihrem Angriff herausgenommen hatte oder nicht. Das war ihr aber auch nicht so wichtig, obwohl sie, sollte es der Fall gewesen sein auch nicht undankbar war, dass ihre Gliedmaße nicht unter Sehnsuchtsgefühlen nach dem Rest des Körpers leiden würde müssen.

Die Worte ihrer Meisterin über die stetig nötige Achtsamkeit hallten in ihrem Kopf wieder und kurzum beschloss Nei so oder so die finale Phase ihrer ersten Trainingsrunde um noch eine Komponente zu erweitern. Keine Sekunde nach der geblockten Attacke katapultierte Nei ihre Hand in die Richtung von Sarids Bauch, der sich in unmittelbarer Nähe und auf annähernd Augenhöhe der Ruusanerin befand und schubste die Jedi Rätin mit geöffneter Handfläche ein Stück zurück. Beinahe hätte Nei noch einen Machtstoß hinzugefügt, doch das hob sie sich lieber für später auf. Würde Sarid sich auf diese Art mit ihrer Padawan duellieren wäre die nächste und wohl einzige Erinnerung von Nei wohl die Krankenstation des Ordens. Und es war ein Trainingskampf und kein ernstes Duell.


"Was hat es eigentlich mit diesen Sith auf sich?",

fragte Nei nach der Aktion, nicht nur aus Interesse. Auch wollte sie eine kurze Verschnaufpause erzwingen ohne direkt darum zu bitten. Natürlich war es unmöglich auch nur ihren schweren Atem und das Schnaufen zu übersehen, dennoch ging es dabei um den Stolz der Ruusanerin.


"Sind die wirklich der böse schwarze Mann von dem Mann gemeinhin hört? Die Sith die mit ihrer dunklen Magie die Schwachen terrorisieren?"

Tatsächlich waren die von Nei gewählten Worte ein fast hundertprozentiges Zitat der Dinge, die sie auf Ruusan über die Sith gelernt hatte.

Jedi Basis ~ Trainingsraum ~ mit Sarid & vielen Jedi
 
[Lianna / Gleiter ] Arlen, EmJay, Chesara, Niré, Furr das Voorpak

Gebannt lauschte Arlen Chesaras Ausführungen über die 'Levitation' wie sie die Machttechnik nannte, mit der sie Arlen vom Baum geholt hatte. Sie sprach davon, dass sie ähnlich wie der Machtsprung funktionierte, jedoch um einiges mehr an Konzentration erforderte als diese.

Während er den Worten der Jedi lauschte, kaute er an etwas, das EmJay aus der Basis als Proviant mitgebracht hatte. Die farbenfrohe verpackung wies es als 'gerösteten alderaanischen Robaspeck' aus. Obwohl Arlen keine Ahnung hatte was Robas, oder Speck im allgemeinen war, schmeckte es ihm ausgezeichnet. Auch die Tatsache, dass der Speck laut Verpackung auf Malastare anstatt auf Alderaan hergestellt worden war tat der Sache keinen Abbruch.


"Wie lange hat eure Ausbildung gedauert, Meisterin?", fragte Arlen nachdem Chesara ihn und EmJay dazu ermutigt hatte in ihrer Ausbildung nicht zu verzagen "Und was geschieht am Ende der Padawanzeit? Muss man eine Prüfung oder etwas in der Art ablegen?"

[Lianna / Gleiter ] Arlen, EmJay, Chesara, Niré, Furr das Voorpak
 
Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum - Salina, Kestrel, Dengar, Rilanja, Nei, Sarissia und Sarid

Die Meisterin Kestrel lobte die beiden Frauen für ihren Erfolg. Während es bei Sarissia nahezu ohne Schwierigkeiten gelang, rieb sich Salina immer noch die schmerzende Stelle am Kopf.

„Du musst unbedingt aufpassen mit deinen Emotionen. Jetzt hat der Ball nur dich getroffen, dass nächste Mal vielleicht jemanden anderen und das Mal darauf ist es vielleicht kein Ball sondern ein Stein, ein Messer oder die Klinge eines Lichtschwert die deinen oder den Körper eines anderen trifft. Du musst dir unbedingt merken, dass der Machteinsatz für dich, aber auch für deine Umwelt gefährlich ist, wenn du wütend bist. Ok? Bitte versuche dies zu verinnerlichen.“

Erklärte die Meisterin mit einem ernsten Blick.

Der Gedanke daran, das der Ball auch vielleicht hätte die im Raum kämpfenden Anwesenden zu treffen und dadurch vielleicht ernsthafte Unfälle verursacht hätte, beunruhigte Salina zutiefst.
Jawohl Meisterin, ich werde mich bemühen.​
antwortete die rothaarige Frau mit einem immer noch leicht benommenem Blick.

Um die Praxis der Levitation weiter zu vertiefen, erklärte Kestrel ihnen die nächste Aufgabe.
Hierzu stellte sie einen Blecheimer in einiger Entfernung auf und bat darum, die Bälle dort hinein zu levitieren.

Salina beobachtete aufmerksam, wie die größere Vahla Sarissia den Ball vorsichtig mit der Macht in den Eimer schweben ließ.
Der Versuch sah schon besser aus, als der erste und wurde mit Erfolg belohnt.

Salina war ein wenig eifersüchtig auf die junge Vahla. Schon die zweite Übung die bei ihr auf Anhieb funktionierte. Sie schien die Ruhe selbst zu sein.
Ganz anders als die rothaarige Pilotin. Salina war oft verdammt ungeduldig, schreckhaft und ließ sich oft von genügend äußeren Einflüssen von ihren arbeiten ablenken. Mit Sicherheit waren das hier nicht die besten Voraussetzungen für diese Übungen.

Die Pilotin konzentrierte sich auf den kleinen Ball. Hin und wieder wurde sie durch die Kämpfenden hinter Ihrem Rücken abgelenkt was mit dem Fallen des Balls belohnt wurde.
Langsam, zum Teil hüpfend und wie betrunken hin und her schwebend, bewegte sich der Ball Richtung Eimer. Salina traf mit dem Ball die Außenhülle des Eimers. Das blecherne klonk, das der Ball verursachte, warf sie wieder aus ihrer Konzentration. Der Ball sprang noch zwei weitere mal gegen die Außenhülle bis er im dritten Versuch mit einem scheppern in dem Eimer unsanft landete.

Salina öffnete vorsichtig die Augen und stellte fest, das sie niemanden verletzt hatte und der Eimer noch genau da stand, wo Kestrel ihn abgestellt hatte. Jedenfalls fast, durch die Berührungen mit Salina's Ball war dieser um wenige Zentimeter verrückt.
Aber immerhin war der Ball im Eimer, was die Pilotin zu einem zufriedenen Lächeln verleiten ließ.

Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum - Salina, Kestrel, Dengar, Rilanja, Nei, Sarissia und Sarid
 
~~~ Lianna-System ~ Lianna ~ Lola Curich ~ Vorort ~ Wohnhaus/Appartment 206 ~ mit Miranda ~~~

Jibrielle machte große Augen, als sie sah, wieviel Miranda schon in der Zeit vorbereitet, in der sich die vermeintliche Frau Lehrerin im Bad frisch gemacht hatte. Sie sah die DJane, deren jetztige Freizeitkleidung viel sportlicher aussah als ihre Kleidung für das Joggen vorhin, in der Küche verschwinden und stahl sich einen Blick auf ihren Allerwertesten, wohl in der stillschweigenden, instinktiven und leider vergeblichen Hoffnung, dass die kurzen, schwarzen Short ein Stückchen Haut oberhalb des Oberschenkels offenbaren würden. Jibrielle grinste, schüttelte über sich selbst den Kopf und schlenderte zur schwarzen Ledercouch im Wohnzimmer. Ihr Blick glitt über vollgekramte und doch merkwürdig saubere Schränke, helle Wände und teilweise eingeramte Bilder, die gut und gerne auch Poster sein konnten und in keinster Weise einen einheitlichen Stil oder eine Motivwahl erkennen ließen. Da hing ein schwarz-weiß Bild von einem guten Dutzend unterschiedlicher Droiden, die in schwindelerregender Höhe auf Baugerüstträgern saßen neben irgendwas quietschbunten, irgendwie Surrealen mit Hunden, Pferden und ziemlich merkwürdig wirkenden Raumschiffen. Jibrielle zog sich den Pullover auf der linken Seite ein bisschen hoch - war doch ihre Schulter ein bisschen kalt geworden - nur damit er auf der anderen Seite wieder runterrutschte. Staunend betrachtete Jibrielle auch den ziemlich großen Holoschirm. Der ist bestimmt nicht billig gewesen, dachte Jibrielle und machte ein gewichtiges Expertengesicht, bevor sie sich auf die Couche plumpsen ließ. Etwas piekste in ihren Hintern und plötzlich flamte der Holoschirm auf. Lärmende Stimme schallten durch den Raum, während Jibrielle panisch aufsprang um nach einer Fernbedienung oder etwas dergleichen zu grabbeln. Nach ein paar Sekunden fand sie das blöde Ding, das halb in zwischen den Polstern geklämmt hatte, fand zuerst den doofen Lautstärkeregeler nicht, bekam den Geräuschpegel schließlich aber doch gebändigt, indem sie auf den durchgestrichenen Lautsprecher hämmerte.
Als Miranda mit Getränken zurück in den Raum kam, saß Jibrielle vielleicht etwas zu elegant und entspannt auf der Couch und guckte in freudigem Gleichmut auf.


"Ach Danke, ich hasse diese bescheuerten Jedi Dokumentationen. Die werden immer von dritten gemacht die keine Ahnung von der Materie haben".

sagte Miranda und dieses eine Wort in ihrem Satz traf Jibrielle wie eine heftige, wenngleich auch schmerzlose Ohrfeige? Wie, was, Jedi? Was hatte sie verraten? Hatte sie vielleicht vor lauter Panik gerade die Pfannen in der Küche schweben lassen oder was? Jedi Dokumentation? Hä? Ach! Der Holoschirm!
Schnell wischte sich Jibrielle das dicke Fragezeichen aus dem Gesicht, als Miranda auch schon weitererzählte, sich offenbar rechtfertigte. Moment nochmal: Also da lief gerade ne Doku, die waren aber normalerweise schlecht, weil die Leute irgendwie keine Ahnung hatten? Hä?


"Hey ich kenne Jedi nur aus meinen Spielen und Büchern. Wie gesagt komme ich viel rum und bei meinen Reisen habe ich eines gelernt. Wenn es denn irgendwo auf das Thema Machtnutzer kommt gibt es genau 3 Meinungen."

fügte Miranda an und Jibrielle nickte pflichtbewusst, wie es sich für Konversationen geziemte. Derweil verdaute sie, dass sie gerade wirklich über Jedi sprachen. Öhm, was konnte sie nur sagen.

"Spiele?"

entfleuchte ihr ein unkontrolliertes, amüsiertes Kichern, dass eher ein Grunzen war. Doch sofort setzte sie wieder das Konversationsgesicht auf. Und kam zum Nachdenken und Zuhören.

"Die einen sagen das die Jedi ein Haufen nichtsnutziger Hochstapler sind. Die anderen schätzen sie als wertvolle Waffen der Republik und die dritte Partei verehrt sie geradezu als Götter. Iiiiich glaube ja das diese Typen so wie du und ich sind. Menschen oder welche Spezies auch immer, die Gefühle haben und Zweifel und Ängste. Die Natur hat sie nur mit einem besonderen Gimmik ausgestattet das eben nicht jeder hat.
Eines steht fest, sollte ich mal einem begegnen gibt es eine Gratis Umarmung und ein Dankeschön von mir. Diese Typen machen viel Arbeit die der normale Bürger gar nicht zu schätzen weis."


etwas sprachlos blickte Jibrielle Miranda an, versuchte jedoch nicht mit ihre freundlich-interessierte Mimik zu brechen. Doch irgendwie schien die DJane eine Reaktion zu erwarten. Was sollte Jibrielle nur sagen? Dass das die vielleicht sensibelsten, simpelsten und ungetrübt menschlichsten Worte gewesen waren, die sie je jemand hat über ihresgleichen sagen hören? Wohl kaum.

"Das ... ähm, hast du glaube ich ganz gut erkannt."

sagte Jibrielle während ihre Pupillen zwischen Mirandas Gesicht und dem Getränketablett hin und her wanderten. Die brünette mit den einfach nach hinten gebundenen Haaren stellte die Getränke auf den Tisch und reichte Jibrielle ein Glas. Dann wurde sie sich bewusst, wie merkwürdig ihre letzten Worte geklungen haben mussten.

"Ahem, wenn ich das als Schulmeisterin mal so sagen darf."

fügte Jibrielle noch einen Satz inklusive künstlichem Räuspern an und grinste, nachdem sie das Glas mit der rechten Hand entgegengenommen und die Linke kurz dankend auf Mirandas Unterarm gelegt hatte. Dann sah sie auf ein Porträt an der Wand und suchte nach den weiteren, richtigen Worten.

"Weil ... ich weiß, dass es auch Lehrern oft so geht, dass sie als diese merkwürdige Art Autoritätsfigur die unterschiedlichsten, teilweise sehr unfairen Meinungen oder überhöhten Erwartungen ertragen müssen. Und die wenigsten Leute sehen sie als ... naja, einfach nur als Personen an. Ganz normale Personen halt, mit allem Wirbelwindigen und Verkramten drum und dran - nur Personen eben, die zufällig was Ungewöhnliches zu tun haben."

meinte Jibrielle, zeigte ein etwas ratloses Lächeln und fixierte dann wieder den Holoschirm, der inzwischen sein Bild geändert hatte und offenkundig bereit war, "Sailor Universe" abzuspielen. Sich mittlerweile auf einmal deutlich flauschig-wärmer mit dem Pullover fühlend, kuschelte sich Jibrielle in den Couch und folgte Mirandas stummer Aufforderung, das Abspielgerät zu starten, indem sie auf den - zum Glück - sehr großen, grünen Pfeil-nach-links-Knopf drückte. Der Pilotfilme konnte beginnen.

"Hallo, ich bin Sunny Tzukiko und ich bin 14 Jahre alt ..."

schallte es angenehm aus den Lautsprechern und eine Decke aus Nostalgie legte sich auf Jibrielle Gesicht wie eine warme Briese. Minute um Minute drangen die wohlbekannten Bilder mit längst vergessen geglaubten Erinnerungen an die damalige Zeit auf die Jedi-Ritterin ein. Bald schon war Jibrielle ganz ohne ihre bewusstes dazutun in eine Art Kuscheldecke gewickelt und stopfte sich das praktisch in Reichweite stehende Knabberzeug in den Mund - von dem manchmal kleine Krümelchen bei lautem Auflachen wieder davonflogen.

"Hups! Da ist mir was Abhanden gekommen. Doofe Zahnlücke da fliegt ganz gerne mal was durch."

rief Jibrielle, bleckte die Zähne, zeigte mit dem linken Daumen darauf und musste noch heftiger Lachen - wobei sie eine Intensität erreicht hatte, die nicht mehr lautstärke oder Höhe der Stimme steigerte, sondern erstickter wurde und mehr Grunzer einstreute.

"Hach, die Texte sind so herrlich kindlich-doof manchmal. Da guckt sie erst ganz verwundert, dass der Wollhufer sprechen kann und ihr sagt, sie solle "Macht der Sonnenwindnebel, mach auf!" rufen, und da sagt sie: "Ich hab zwar keine Ahnung was hier vor sich geht, aber was solls!" Ahahahahaha! Wie gut ... oh und die Verwandlung! Jaaaa also wirklich ... dass die Serie damals nur bei Mädchen so beliebt war, ist mir bei den verheißungsvollen Umrissen ein Rätsel."

stellte Jibrielle fest und nippte an ihrem schmackhaften Pfirsich-Saft, von dem sie gerade irgendwie nicht genug bekommen konnte. Hin und wieder streuten Miranda und Jibrielle zwischendurch ein paar Anekdoten über die verschiedenen Sailor-Kriegerinnen und die spannenden, lustigen oder kontroversen Geschichten von damals ein. Und mit einer der Errinnerungen kam auch eine schleichende, letztlich aber deutliche Erkenntnis.

"Das ist schon irgendwie witzig, wie kindisch die Serie doch ist - und doch soviel erwachsene Inhalte transportiert."

meinte sie, stoppte sich jedoch für einen Augenblick davon, weiter zu sprechen. Zuerst ordnete sie ihre Worte genauer, quasi diplomatischer und umsichtiger. Und mit einer ein bisschen gebogenen Wahrheit.

"Weißt du, eine gute Freundin im Cellar - Chrystiane heißt sie - hatte mir später mal erzählt, dass sie nach Jahren eingesehen hatte, dass die ungezwungene und unstigmatisierte Darstellung der freien Liebe - sogar zwischen zweien der Sailor-Kriegerinnen - vermutlich einen großen Teil dazu beigetragen hatte, wie selbstverständlich sie später mit ihrer eigenen Sexualität umgehen konnte. Hehe, naja schon merkwürdig, dass die Serie in der Form überhaupt ausgestrahlt wurde. Klar haben sie schon darauf geachtet, dass die Texte nicht zu eindeutig sind, was manche Liebeleien betrifft, aber da waren wohl die einen oder anderen Zensoren des Imperiums unvorsichtig."

sagte sie, gluckste und zuckte mit den Schultern. Der Film ging noch gut eine viertel Stunde, bevor die Credits über den Schirm liefen. Am Ende war Jibrielle auch ganz froh, dass es vorbei war. Dieser eine Handlungsstrang, wo es für Sailor Universe alias Sunny moralisch immer schwieriger wurde, ihre Familie, ihre beste Schulfreundin und ihren geliebten Momaru wegen ihren Superkräften anzulügen, hatte Jibrielle doch ein bisschen nervös gemacht.
Geräuschvoll, um zu zeigen wie sehr es geschmeckt hatte, leerte sie schließlich das große Glas und blickte erwartungsvoll zu Miranda.


"Und was machen wir jetzt? Hast du nicht irgendwas vorhin von "Spielen" gesagt? Was für eine Art Spiele? Und was muss man da machen?"

fragte Jibrielle - bevor ihr einfiel, dass es da ja auch irgendwie um die Jedi ging, oder? Mist. Naja. Was sollte schon passieren? Wie anspruchsvoll konnte es schon sein, einen elektronischen Jedi zu steuern, wenn man selbst einer war?

~~~ Lianna-System ~ Lianna ~ Lola Curich ~ Vorort ~ Wohnhaus/Appartment 206 ~ mit Miranda ~~~
 
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~ Lianna System ~ Lianna ~ Lianna City ~ Galactic Corner Cantina ~ Steven, Michael, Ceymi und andere Wesen ~​


Die flackernden Neonröhren der "Galactic Corner Cantina", einer großen und trotzdem sauberen Vertreterin ihrer Art, konnte man um diese Uhrzeit besonders gut erkennen. Eine Cantina, die Steven schon des öfteren in seiner kurzen Zeit auf Lianna aufgesucht hatte.
Die Lokalität, welche unter den Jedi mittlerweile eine Art Treffpunkt war, bot gute Getränke, wie schon gesagt Sauberkeit und was das wichtigste war, wenn man wollte auch einige Informationen zum Galaktischen Untergrund.


So war es auch nicht verwunderlich für den Ritter, das er fremde Präsenzen in der Macht spüren konnte, wahrscheinlich gingen sie von einem anderen Ritter aus, der sich ebenfalls einen ruhigen Nachmittag gönnte.
Der junge Ritter und sein ebenso junger Padawan, hatten sich ein kühles Nachmittagsale wirklich verdient, sie hatten nicht nur in einer bedeuten Schlacht mitgekämpft, sondern auch schon einige Trainingsstunden - die für beide Parteien anstrengend waren - erledigt.

Ein groß gewachsener Wookiee, wahrscheinlich mittleren Alters, begrüßte die beiden jungen Männern mit freundlichem Basic. Steven hatte nicht viele Wookiee getroffen und wenn er schon einen gesehen hatte, sprach er nicht Basic. Dieses freundliche, haarige Exemplar war sozusagen eine Seltenheit der Seltenheiten, konnte man das so sagen?

"Ein kühles Ale, wie immer?"

fragte das große, haarige Wesen hinter der Bar, die nahe dem Eingangsbereich der Cantina eingebaut war. Steven setzte sich und seinen Padawan mit guter Absicht hier vorne hin, der hintere Teil der Cantina, war der in dem man die zwielichtigen Infos bekommen konnte, wenn man wollte.

"Zwei bitte, ich geb heute einen aus."

erwiderte Steven und lud seinen Begleiter auf ein Ale ein.

"Nach den guten Trainingsergebnissen, hast du dir das wirklich verdient, Michael."

verkündete Steven seinem Padawan fröhlich und erhob, das soeben gereicht bekommene, Ale zum Anstoßen.
Doch noch bevor Michael sein Glas gegen das von Steven stoßen konnte, hörte der Ritter aus dem hinteren Teil der Cantina lauten Tumult.
Es war zwar nicht ungewöhnlich, das es in einer Cantina auch mal die ein oder andere Schlägerei gab, doch das ungewöhnliche an dieser war, das anscheinend ein Machtnutzer darin verwickelt war.

Es war anscheinend eine neue Angewohnheit des Jediduos, ständig in irgendwelche Schwierigkeiten zu gelangen, nicht einmal ein freien Nachmittag konnte man sich gönnen.
Doch als Jedi, fühlte er sich verpflichtet - besonders wenn ein Machtnutzer involviert war - den Streit zu schlichten.

Steven, der seinen Padawan aufforderte sitzen zubleiben und auf ihn an der Bar zu warten, stellte sein Ale auf den Tresen und ging in Richtung des hinteren Bereichs.

Der zwielichtigere Teil der Cantina, war deutlicher mit Rauch durchzogen als der vordere Teil, hier gab es auch weitaus mehr grimmiger guckende Wesen als in der nähe des Eingangbereichs.
Es dauerte nicht lange ehe der menschliche Machtnutzer die Lage überblickt hatte, hier hinten war ordentlich was los: am Boden lag eine junge Blauhäutige (Ceymi), über ihr bauschte sich ein, anscheinend betrunkener Mensch mächtig auf, sodass seine Muskelmasse mehr aus sah als sie wirklich war.

Das alles war noch nichts ungewöhnliches, oder etwa ein Grund warum Steven hätte eingreifen müssen, immerhin war er nicht dafür zuständig die Cantina sauber zuhalten. Der Punkt, der ihn schließlich doch zum Eingreifen zwang war der, das die Blauhäutige irgendwie versuchte die Macht zu nutzen um ihren - mittlerweile mit einem Messer bewaffneten Rivalen - zu bezwingen.

"Ich glaube nicht, das dies der richtige Ort ist um seine privaten Probleme zu lösen."

erklärte Steven mit ruhiger Stimme und trat etwas aus der Masse heraus, die sich mittlerweile um die beiden Kämpfer gebildet hatte.

"Was willst denn du Knallkopf?"

lallte der aufgplusterte Mensch und richtete nun seine Waffe gegen den Jedi.

"Hier wollen alle nur einen ruhigen Abend genießen!"

erklärte Steven und wischte mit einer Handbewegung durch den Raum, woraufhin der Betrunkene ihm nachsprach. Steven trat näher an den aggressiven Menschen heran.

"Du willst jetzt nach Hause gehen und dich ausnüchtern!"

flüsterte Steven dem mit dem Messer bewaffneten zu.

"Ich will nach Hause gehen und mich ausnüchtern."

sagte der betrunkene Mensch noch während er sein Messer wegpackte und nach seiner Jacke griff, um die Cantina zu verlassen.
Steven hingegen reichte der Unbekannten die immer noch auf dem Boden saß die Hand zum aufstehen.

"Mein Name ist Steven Crant, ich hoffe ich konnte helfen."

sagte der Ritter und reichte der Blauhäutigen die Hand, diese stellte sich ihrerseits als Ceymira Mors vor.

"Sag mal, was war hier eigentlich los? Oh Moment, erzähl die ganze Sache doch auch meinem Kumpel und trink mit uns ein Ale vorne in der Cantina."

bot Steven Ceymira an, um einerseits zu erfahren wie es zu dieser Prügelei kommen konnte und um andererseits zu prüfen, wer sie war und warum sie die Macht nutzen konnte.

Am Bartresen angekommen, stellte der Ritter seinem Padawan die Unbekannte vor und umgekehrt. Jedoch wusste Steven das er nicht unbedingt in der Öffentlichkeit das Wort "Jedi" fallen lassen sollte, nicht einmal hier auf Lianna.
Noch während sich die 3 unterhielten, vibrierte Stevens Comlink.


~ Lianna System ~ Lianna ~ Lianna City ~ Galactic Corner Cantina ~ Steven, Michael, Ceymi und andere Wesen ~​
 
Lianna - Lola Curich - Kantine - u. a. Rick, Radan und Diva Minava

Rick zögerte nicht lang und steckte das Buch recht schnell weg in dem er gelesen hatte, nachdem sich die lilahaarige Jedi zu ihm gesetzt hatte. Es machte fast den Eindruck als wollte er nicht, dass die Jedi-Meister sah was er las. Aber den Gedanken ignorierte sie, denn es spielte keine Rolle. Die Halbtheelin war sogar froh, dass Rick den Eindruck vermittelte, dass er sich freute, dass sie wieder da waren, so schnell wie er bereits die erste Frage an sie stellte. Einen kleinen Schluck von ihrem ukionischen Beerentee trinkend stellte sie die Tasse gleich wieder hin. Der Tee war ohnehin noch zu heiß und ebenso war die Frage des silberhaarigen, jungen Mannes äußerst wichtig für ihn.

"Nun, ich kann einerseits verstehen, dass du diesen Wunsch verspürst. Aber dein Vater war ein weiser Mann, wenn er dir geraten hat diesem Drang niemals nachzugeben. Ein Jedi zu sein heißt ja immer Herr seiner Gefühle zu sein und keinem blinden Hass oder rasendem Rachegefühl nachzugeben, denn das würde dich nicht besser manche als jene, die deinen Vater ermordet haben, Rick."

Mitfühlend legte sie ihre grauhäutige Hand kurz auf die Seine ehe sie fortfuhr.

"Du musst dich stattdessen fragen, warum du jenem Imperialen, egal ob Soldaten oder Sith gegenüber stehst. Warum möchtest du wie dein Vater vor dir ein Jedi werden? Eine der Aufgaben der Jedi ist es der Gerechtigkeit genüge zu tun. Im Namen der Gerechtigkeit kannst du also sehr wohl die Mörder deines Vaters verfolgen. Allerdings darfst du nie aus den Augen verlieren, dass du nicht das Recht hast abschließend über sie zu urteilen. Das ist Sache der replikanischen Justiz und der Gerichte. Außerdem bist du schon aufgrund der emotionalen Nähe und Verbundenheit zum Opfer, deinem Vater kaum zu einem objektiven Urteil fähig. Intensive Gefühle bringen einem nämlich leicht dazu voreilige Schlüsse zu ziehen. Daher überlass dies anderen, welche sich genau dies zum Beruf gemacht haben."

Minava konnte dabei auch aus eigener Erfahrung sprechen, wenn auch vor ihrer Zeit als Jedi.

"Du wirst daran arbeiten müssen deine Gefühle unter Kontrolle zu bringen. Aber auch die Trauer wird im Laufe der Zeit abklingen, auch wenn das für dich im Moment bestimmt noch kaum vorstellbar ist",

versuchte sie den jungen Mann zu trösten. Dabei warf sie auch Radan einen hilfesuchenden Blick. Immerhin hatte dieser ja genau den Fehler gemacht, den Rick von sich befürchtete.

Lianna - Lola Curich - Kantine - u. a. Rick, Radan und Diva Minava
 
Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum - Salina, Kestrel, Sarissia, Dengar, Rilanja, Nei und Sarid

Sarids letzte, eher routinemäßige Angriffe wehrte Nei mittlerweile recht gut ab. Daher war die Jedi-Rätin für die erste Trainingsstunde der Ruusanerin in Sachen Lichtschwertkampf bisher durchaus zufrieden. Die Padawan machte sich dafür ganz gut. Auch hatte diese offenbar ein recht gutes Gespür für Bewegungen. Mit einem Gegenangriff schubste Nei sogar ihre Meister etwas weg, indem diese mit ihrer Handfläche gegen Sarids Bauch stieß. Es war nicht schmerzhaft, aber es bewies, dass sich die Ruusanerin Sarids Rat von gerne eben zu Herzen genommen hatte, weshalb die Corellianerin ihrer Padawan kurz anerkennend zunickte.

Als nächstes wollte Sarid schon wieder in die Offensive gehen ehe ihre Padawan anfing Fragen zu stellen. Daher beließ es die Jedi-Rätin dabei Nei eher Bewegungsabläufe zu zeigen und passende Paraden, denn die Padawan wirklich ans Ende von deren Kräften zu treiben. Außerdem ging es darum ja gar nicht und zumal Nei ohnehin schon etwas heftiger atmete.


"Den Sith wirst du unweigerlich früher oder später begegnen. Allerdings solltest du auf das Gerede irgendwelcher Wesen, welche vermutlich noch nie einem Sith gegenüber standen nichts geben",

warnte Sarid ihre Padawan all die verbreiteten Schauermärchen zu glauben.

"Meiner Erfahrung nach gibt es ebenso viele unterschiedliche Sith wie Jedi. Es gibt grobschlächtige Kämpfertypen, welche gnadenlos jeden Gegner umsäbeln, sobald sich ihnen jemand in den Weg stellt. Aber genauso gibt es viel raffinierter vorgehende Sith, die dich als Jedi versuchen zu überlisten oder durch sonstige Gemeinheiten umbringen wollen. Gemein ist dabei allen ihre furchteinflösende Aura der dunklen Seite, von der sich schon so mancher hat einschüchtern lassen. Auch kann kein Jedi oder sonst wer von einem Sith jemals Gnade erhoffen. Einzig wenn dieser noch irgendeinen anderen Nutzen für den Sith hat kann dieser hoffen am Leben zu leben, sollte er dem Sith in die Hände fallen. Vor Folter oder sonstigen Verstümmelungen schrecken sie übrigens auch nicht zurück. Sie kennen keinerlei Skrupel oder Hemmungen."

Dabei kamen Sarid sofort die Jedi Kestrel und Brianna in den Sinn, welche monatelang gefoltert worden waren, um ihnen der Standort der geheimen Jedibasis auf Ossus zu entlocken. Allerdings war die Macht mit ihnen gewesen und sie hatten schließlich fliehen können ohne die Ossusbasis zu verraten. Dennoch hatten beide noch längere Zeit mit den physischen und psychischen Folgen zu kämpfen gehabt.

Währenddessen attackierte die Jedi-Rätin ein paar Mal und ließ ihre Padawan genauso zum Schlag kommen, aber in erster Linie konzentrierte sich die dunkelblonde Jedi auf die Beantwortung der Fragen.


"Sith benutzen im Übrigen die Macht ebenso wie Jedi, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied. Während ein Jedi der Macht dient zwingt ein Sith ihr seinen Willen auf, um sich mehr Macht, Reichtum, Einfluss und was auch immer dieser begehrt zu sicher. Wesen, die sich nicht zu verteidigen sollten sich ihnen besser nicht in den Weg stellen, denn einen Sith herauszuforden ist eine sehr schnelle Methode zu sterben. Daher sei immer auf der Hut bei einer Konfrontation mit einem Sith. Allerdings wünsche ich dir, dass du so schnell nicht in so eine Situation gerätst, Nei",

erwiderte Sarid ihrer Padawan ehrlich. Nachdem sie fertig gesprochen hatte zog die Jedi-Rätin das Tempo noch einmal an und deckte Nei mit einigen schnellen Schlagkombinationen ein, mit welchen sie die braunhaarige, junge Frau zurückdrängte. Dabei trieb Sarid sie absichtlich in Richtung Wand, um zu testen, ob Nei ihre Umgebung ausreichend im Auge hatte.

Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum - Salina, Kestrel, Sarissia, Dengar, Rilanja, Nei und Sarid
 
Jedi Basis ~ Trainingsraum ~ mit Sarid & vielen Jedi

Nei hatte wenig Schwierigkeiten die relativ gut gemeinten Angriffe von Sarid zu parrieren, während die Jedi Rätin die Nachfrage beantwortete. Es war für Nei beeindruckend wie ihre Meisterin in der Lage war ihr die ersten Informationen über Sith, die sie je zu hören bekam zu erläutern ohne dabei zu sehr vom Trainingskampf abzulassen. Dennoch gab es ihr die nötige Verschnaufpause, da Sarid praktisch nur Bewegungsformeln abfragte die Nei schon recht gut verinnerlichen hatte können oder im Notfall bereit war entsprechend zu improvisieren.

"Also stimmt es doch...",

erwiderte die Ruusanerin aus einer Defensivhaltung heraus.


"...dass die Sith sowas wie die Bösen sind."

Es war immer ihre Annahme gewesen, dass neben der ganzen Mystifizierung die Jedi und Sith in den Erzählungen auf Ruusan erfuhren, die Sith sowas wie die bösen, egoistischen Zauberer waren. Es schien nach Sarids kurzer Ausführung zu stimmen, dass diese Machtnutzer nur ihrer eigenen, verzerrten Wahrnehmung Rechenschaft schuldig waren, während die Jedi ja auch nicht die strahlenden Ritter zu sein schienen. Jeder hatte seine eigenen Eigenarten und Vorgehensweisen, Ziele und Ansichten doch wenn man es auf einen Nenner brachte konnte man wohl trotzdem in Schwarz und Weiß denken.

Wieder zu Atem kommend nahm Nei den nächsten Angriff ihrer Meisterin hin und parrierte ihn wie vorher standesgemäß, zwar besser als anfangs, aber von der Form her weniger korrekt und fast schon etwas schlampig. Ihre Ausdauer stieß trotz der kurzen erzwungenen Auszeit an ihre Grenzen und sie begann ihre letzten Reserven zu mobilisieren. Mit jedem neuen Schlagabtausch lenkte Nei mehr rohe Kraft in ihre Hiebe, vernachlässigte Finesse, begann weitere Bewegungen auszuführen und aus dem strengen, zugegeben eingeängten Raster des Shii-Cho auszubrechen. Obwohl diese Bewegungen unter frischeren Umständen eleganter gewirkt hätten, waren ihre Manöver nun grober und fast schon brachial, wenn man es mit ihrer Führung des Lichtschwerts am Anfang des Trainingsduells verglich.

Auf Sarids letzte Kombination antworte Nei deshalb entsprechend. Sie führte zunächst eine stechende Bewegung der Corellianerin mit ihrer Lichtschwertklinge kreisförmig ab, um shii-cho-typisch die Angriffskraft zu absorbieren um sich dann direkt in den Körperkontakt zu begeben. Sie presste ihren angespannten Körper mit der linken Schulter zuerst in die Richtung ihrer Meisterin, bis sie sich trafen und nun Körper an Körper aneinander gepresst standen. Beide Lichtschwerter waren von in eine Richtung blockiert und sie standen zu dich als das eine der Frauen in der Lage gewesen wäre eine Attacke auszuführen ohne sich selbst dabei zu schaden. Von den Körpern abgewandt zischten die Klingen aufeinander während Nei ihre Meisterin scharf Auge in Auge stand und ihr der Schweiß über die Wangen lief. Die Übung war praktisch beendet. Nei hatte einen zwischenzeitlichen Gleichstand erzwungen und hatte den Energiereserven und dem Können von Sarid keine Waffe mehr entgegenzusetzen, so lange sie sich im Rahmen der Übung bewegen wollte. Die Jedi Rätin hatte bis auf ihre Fertigkeiten mit dem Lichtschwert und der grundlegenden Form des Shii-Cho auf keine weitergehenden Techniken zurückgegriffen, während Nei stets in unterlegener Postion geblieben war. Sie hatte die Angriffe so gut es ging abgewehrt und war zumindest im Rahmen des Trainingskampfes nicht in 'lebensbedrohliche' Bedrängnis geraten. Dennoch konnte sie ihre Unterlegenheit nicht einfach kommentarlos bei diesem halbherzigen Patt belassen.

Nei spürte, dass sie sich selbst und auch Sarid mehr schuldig war als einfach nur zu sagen: "Es reicht, ich kann nicht mehr..."
In einem letzten Kraftakt spannte Nei jeden inzwischen brennenden Muskel in ihrem erschöpften Körper an und fokussierte die nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernten Augen der Corellianerin. Mit einem ihre letzten Kraftreserven mobilisierenden Schrei ließ Nei um sich herum ein Machtfeld entstehen, dass wirklich jede letzte Reserve an Konzentration, Fokus und Körperkraft forderte und ließ einen Machtstoß um sich herum entstehen der die verkantete Haltung von Meisterin und Schülerin aufbrechen sollte. Sie lenkte jedes bisschen Energie in ihrem Körper und in ihrer unmittelbaren Umgebung in jede Richtung, nicht merh die Fähigkeit besitzend es gezielt gegen Sarid gezielt einsetzen zu können und befreite sich so aus der Sackgasse.

Nichtmal mehr aus dem Augenwinkel nahm sie die Reaktion ihrer Meisterin wahr, als Nei erschöpft nieder ging und mit den Knien auf dem Boden landete. Schweißperlen schlugen auf dem kalten steinernden Boden auf, in den sich ein feiner Riss gezogen hatte, der offensichtlich von ihrer letzten Aktion stammte. Im Schritt hielt sie so fest sie konnte den Griff des soeben deaktivierten Trainingslichtschwertes. Für Nei war der Trainingskampf an dieser Stelle beendet. Hätte sie gegen einen Sith gekämpft, so dachte die Ruusanerin, hätte diese Aktion den Kampf entscheiden müssen oder ihr Schicksal wäre besiegelt. Schweren Mutes und unter großen muskulären Anstrengungen wandte Nei ihren Kopf und schaute in Sarids Richtung. Ihr Blick verriet den ungebrochenen Kampfgeist, doch war ihr Gesicht von Anstrengungen gezeichnet, ihr Blick glasig aber ungebrochen.


Jedi Basis ~ Trainingsraum ~ mit Sarid & vielen Jedi
 
Lianna - Lola Curich - Kantine - u. a. Rick, Radan und Diva Minava


Radan warf Diva einen Blick zu als sie die Kantine betraten und schenkten ihr ein lächeln.

" Verwüstet nein ich bevorzuge nur andere Farben und irgendwer müsste meine Schränke einräumen. Das wäre doch eine tolle Aufgabe für einen aufstrebenden Padawan oder nicht?"

Er schenkte Mineva dieses auffällige Grinsen dieses erlosch jedoch als er Ricks Frage hörte. Er hielt sich freiwillig bedeckt. Selbst als Rick ihn ansprach überließ er Minva den vortritt.

"Nichts wird ihn zurückbringen Rick. Ich habe meine beiden Neffen verloren getötet durch meinen eigenen Sohn. Mein Vater hat meine Welt in einen Bürgerkrieg gestürzt und ich habe mich gerächt. Doch nach der Rache kam die Erkenntnis. Die Rache hat sich in keinem moment gut angefühlt. Vielleiht waren einige der Meinung das ich den Mord an meinen Sohn rechtfertigen könnte indem ich schlimmeres verhindert habe. Ich habe vielleicht einen weiteren Krieg verhindert doch zu welchen Preis?"

Er warf Rick einen verstehenden Blick zu. Seine Stimme wurde schon fast sanft.

"Jedes Wesen das ich getötet habe verfolgt mich in meinen Träumen Rick. Einige davon musste ich töten um zu überleben. Das kann ich rechtfertigen aber das wird mich nicht von meiner Schuld freikaufen. Es ist egal auf welcher Seite ein Mann steht. Sie alle haben das Leben verdient. Wenn jemand stirbt wie dein Vater ist es eine Tragödie. Doch er lebt auch weiter in deinen Erinnerungen. Er hat einen Sohn auf den er Stolz sein kann. Was gegen deinen Rachedurst hilft?"

Radan lehnte sich leicht zurück. Er sah Rick in die Augen. Was er als nächstes zu sagen hatte fiel ihn schwer. Auch weil Rick vielleicht noch zu Jung war es zu verstehen. Es würde vielleicht noh viele Jahre dauern bis er diesen zusammenhang verstand. Sie waren im Krieg und die Mörder seines Vaters waren Soldaten gewesen.

" Die Imperialen haben befehle ausgeführt. Jede Sturmtruppe tud das selbe. Die Befehlskette ist dem Militär heilig. So schmerzlich der Befehl auch sein mag. Sie müssen tun was ihnen befohlen wurde. Nicht jeder Imperiale Soldat ist grundlegend schlecht. Wir sind ihr Feindbild, das mag sein, doch mein Vater sagte mir mal, das auch Feinde Respekt voreinander haben können"

Er warf Rick nun einen Blick zu.

"Ich weiß das du es vielleicht noch nicht verstehst. Doch die Imperialen die deinen Vater umgebracht haben sind auf ihre Art unschuldig. Hätten sie den Befehl verweigert und es wäre rausgekommen, dann wären sie gestorben. Vermutlich hätte man auch ihre Familien hingerichtet als ein Exempel. Du solltest dir das ins Gedächnis rufen wenn du je Imperialen gegenüber stehst und die Tatsache das du mit deinem Lichtschwert gute Taten vollbringen kannst. Es ist dennoch eine Waffe. Eine Waffe hat nie so viel bedeutung wie derjenige der sie führt. Meisterin MInava hat mit ihrem Lichtschwert vermutlich viele Leben gerettet. Bedauerlicherweise habe ich vermutlich nicht weniger Leben damit ein Ende gesetzt. Es ist ein hartes Leben was wir führen Rick. Jeder von uns erliegt früher oder später der dunklen Seite zumindest seinen verlockungen. Doch wir drfen uns nicht zu Richtern und Henkern aufspielen. Uns sollte es um die gehen die wir retten können und nicht um die die wir verurteilen"

Er wusste nicht ob Rick ihn zustimmte. Er suchte nach Divas Blick in der Hoffnung nichts falsches gesagt zu haben.


Lianna - Lola Curich - Kantine - u. a. Rick, Radan und Diva Minava
 
Lianna – Jedibasis – Kantine – mit Joseline, Satrek, Summer, Mara, Allison und Mylo



Matthew blickte Joseline an und lächelte. Er vertraute ihr auf seine eigene weise. Eine die Joseline nicht verstand. Vermutlich. Körperliche Berührungen fielen ihn schwer seid den Misshandlungen. Anders konnte er es nicht nennen. DIe schläge seines Vaters, der versuch ihn zu erziehen. Er hob den Blick.

"Würdet ihr es den anderen sagen?"

fragte er langsam. Er hielt es für die bessere Methode. Es hatte mehr gewicht davon abgesehen war Matthew nie jemand von großen worten gewesen. Das würde sich so leicht vermutlich auch nicht ändern. Das konnte sich einfach nicht ändern. Ruhig sah er Joseline an. Sie wurde seine Meisterin. Er fand es zwar immernoch seltsam das Vail weg war, doch er war nicht vollends verlassen. Nicht für den Moment. Er würde ein Jedi werden und das für seinen Teil war wertvoller als alles andere. Wieso auch nicht immerhin war Joseline die Meisterin von Summer und das hieß er kontne wirklich auf Summer aufpassen. Er setzte sich wieder an den Tisch und widmete sich nun besser gelaunt seinem Essen. Seine ganze AUra war viel positiver. Das war eine Tatsache. Er lächelte einfach. Er konnte gar nicht anders. Er wollte auch gar nicht anders nicht in diesem moment. Immer wieder warf er einen Blik zu Joseline.


Lianna – Jedibasis – Kantine – mit Joseline, Satrek, Summer, Mara, Allison und Mylo
 
- Lianna – City – Gleiter – Mit Arlen, EmJay, Niré -

Die Frage nach ihrer eigenen Padawanzeit versetzte Chesara wieder zurück in ihre Anfangszeit im Orden, als die ihre ersten Schritte in der Macht gelernt hatte und alles, was Led gesagt hatte, aufgesogen hatte wie ein Schwamm. Sie war wissbegierig und fleißig gewesen, sehr zum Verdruss von Gil, der sie so manches Mal praktisch dazu hatte überreden müssen, den Lernstoff bei Seite zu legen und etwas Spaß zu haben.

“Ich war etwa ein Jahr lang Padawan.“

Sagte Chesara.

“Damals waren es ungewohnte Zeiten. Der Orden wurde quasi aus dem Nichts wieder aufgebaut, nachdem die Jedi und die Republik so lange unterdrückt worden waren. Ich bin sehr jung Rätin geworden, etwas zu jung für meinen heutigen Geschmack, aber ich bin in diese Rolle hinein gewachsen.

Sie lächelte, während sie den Gleiter nun wieder in das Gewerbegebiet lenkte und sie in der Ferne schon die Basis sehen konnte.

“Aber mir blieb auch nicht viel übrig. Am Ende der Padawanzeit ist es üblich, dass ein Schüler sein eigenes Lichtschwert konstruiert. Dies ist die wichtigste Prüfung, die man bestehen muss, um ein Jedi zu werden. Es ist aber auch durchaus möglich, dass ein Meister seinen Schüler noch anderen Tests unterzieht. Der Rat gestattet es jedem Mentor, dies individuell zu gestalten. Lichtschwertkämpfe, Fragen zur Eignung und zum Hintergrundwissen über die Jedi, Demonstrationen der Machtbeherrschung... alles ist möglich.“

Der Gleiter steuerte auf das Grundstück der Basis und blieb im Hinterhof stehen. Chesara sah Arlen, der neben ihr saß, an.

“Ich denke, es war heute ein erfolgreiches Training. Schön, dass du dich uns angeschlossen hast, Arlen. Ich bin sicher, wir werden bald einen Meister für dich finden.“

Machte sie ihm Mut.

“Bis dahin kannst du dich gerne immer unsreren Übungen anschließen. Ich habe vorerst keine Pläne, die Basis zu verlassen.“

Die Jedi warf einen Blick hinter sich, wo EmJay mit Niré spielte.

“Möchtest du noch ein wenig auf sie aufpassen?“

Fragte Chesara ihren Padawan.

“Dann kann ich in der Zeit nachsehen, wie es Zhaax geht.“

- Jedi-Basis – Gleiter – Mit EmJay, Niré, Arlen -
 
Lianna - Lola Curich - Kantine - u. a. Rick, Radan und Diva Minava

Rick hörte die weisen Worte der beiden Jedi und ließ sie sich durch den Kopf gehen. Der Gedanke, das die Soldaten nur auf Befehle hin seinen Vater getötet hatten, gefiel ihm schon wieder nicht. Doch beließ er es dabei und dachte eher an die Botschaft, welche die Aussagen der beiden Jedis beinhaltete. Das Rache zu üben, nicht´s bringe und nicht der Weg eines Jedi seih. rick griff in eine Westentasche und holte einen kleinen Holoprojector hervor, welcher ein Bild von sich und seinen Vater zeigte

"Ich möchte nicht nur ein Jedi werden, wel mein Vater es so wollte, sondern auch weil ich glaube das dieser Weg mich davon abhalten wird Dinge zu tun die mein Vater nie gewollt hätte."

Rick schaltete den Projecor wieder aus und steckte ihn weg. Kam ihm noch mal Radan´s Aussage in den Sinn, dass das Lichtschwert eine Waffe seih.

"Mein Vater besaß ein Doppellichtschwet. Er erzählte mir das ein Lichtschwert, genau so wie ein Blaster, nie töten. Es sind jene die diese Waffe führen. Eine Waffe selber ist nur eine Verlängerung des Körpers. Wen man mit der Waffe tötet, so hat nicht die Waffe getötet, sondern der Führer der Waffe.".

Rick sah wieder zu Radan

"Ihr sagtet doch, das ich irgendwann jemanden tötetn werde. Das dies unvermeidlich seih."

Er sah wieder auf den Tisch.

"Wen dies stimmen sollte, zweifel ich daran ob ich wirklich ein Jedi werden möchte. Eigentlich möchte ich ein Jedi werden um ebbend nicht zu töten. Ich dachte immer, das wen ein Jedi tötet, er es nur aus Verteidigung tut. Um sich selbst oder andere zu schützen. Aber selbst dieser Gedanke, lässt mich zweifeln.".

Rick schob den inzwischen leeren Becher von sich faltete etwas seine Hände und sah nach kurzer Zeit wieder zu Radan

"Wen ich mir die Frage so erlauben darf. Ihr habt auch viel schlimmes durchgemacht Meister Radan. Könntet Ihr mir nicht vielleicht einige Dinge lehren, die mir helfen können in Zukunft trozdem den Weg der Jedi zu gehen?".

Die Augen des Silberhaarigen sahen den Jedi Ritter Hoffnungsvoll an. Er wusste selber nicht genau wieso er gefragt hatte, jedoch fühlte er sich im Moment hilflos und hoffte irgendwie Unterstüzung zu bekommen.

Lianna - Lola Curich - Kantine - u. a. Rick, Radan und Diva Minava
 
[Lianna - Jedibasis – Kantine – mit Satrek, Summer, Mara, Joseline, Matthew, Mylo und anderen]

Als sich die Padawananwärterin zu dem Tisch gesellte, wurde sie höflich und einladend begrüßt, zumindest kam es ihr so vor. Allein das half ihr schon, ihre Schüchternheit vorerst abzulegen. Sie schenkte dem Mann der sich als Satrek als erster vorstellte ein dankbares Lächeln. Allison war sich nicht sicher, ob sie ihn vielleicht schon einmal gesehen hatte, aber das machte nichts. Immerhin würde sie schließlich mehr als genug Zeit haben, hier alle kennen zu lernen.

"Danke, nein, ich glaube nicht das ich Sie schon getroffen habe, aber es freut mich Euch kennen zu lernen. Mein Name ist Allison Neldres, ich bin einer der Neulinge", stellte sich das Mädchen vor.

Im selben Augenblick stellte sie vorerst ihr Tablett ab. Langsam wurde dieses nämlich schwer und außerdem hatte sie jetzt einen Mordshunger. Als sie sich kurz in der Kantine umschaute, entdeckte sie Meisterin Minava, die ihr freundlich zunickte. Sie war mit dem selben Jedi (Radan) unterwegs den Allison schon zuvor gesehen hatte und einem jungen Padawan (Rick). Um höflich und gleichzeitig dankbar zu wirken, denn immerhin hatte Diva Minava mit ihr kurzzeitig trainiert, erwiderte die junge Fast-Schülerin ein Nicken.
Nach kurzer Zeit schlossen die beiden etwas abseits stehenden Menschen der großen Gruppe an. Eine junge Frau, die sich als Joseline vorstellte, sprach sie freundlich und mit Humor an. Der Schülerin war klar, dass sie so versuchte sie ein wenig hervor zu locken. Dazu schenkte sie ein leises Lachen und räusperte sich ein wenig.

"Das hoffe ich doch. Freut mich Euch kennen zu lernen, mein Name ist Allison Neldres. Ich bin einer der Neulinge, wobei das wahrscheinlich nicht so überraschend ist."

Allison schob das Tablett auf den Platz den ihr die Meisterin anbot und lächelte den anderen Jungen(Matthew) an, der neben Joseline stand. Er sah ein wenig, nun ja, traurig aus... wobei sie sich da nicht sicher war, immerhin war sie keine Expertin in Mimiklesen oder wie man das auch nennen wollte. Um nicht unhöflich zu wirken, aß sie noch nichts und blieb ruhig. Sie fühlte sich, nun ja, immer noch etwas ungewohnt.

[Lianna - Jedibasis – Kantine – mit Satrek, Summer, Mara, Joseline, Matthew, Mylo und anderen]
 
- Lianna - Lora Curich - Vorort - Wohnhaus/Apartment 206 - Miranda, Jibrielle -​

Die Füße ausgestreckt, den Körper komplett in die dunkelblaue Schmusedecke gewickelt, verfolgte Miranda das Holovid von Sailor Universe. Und während Jibrielle die ihr gegenüber ebenso eingeschmust auf "ihrem" Sofa herumlungerte emotional vor Freunde fast an die Decke ging, betrachte sie den Film eher nüchtern - wenn auch amüsiert. Natürlich war ihr die Serie nicht unbekannt, sogar ein kleiner Hauch von ihrer wirklich schon merkwürdig schönen Kindheit kroch in ihr Herz, aber am Ende des Tages war es alter Kram. Alter Kram der vermutlich für alte widerliche Geschäftsmänner spannend war, transportierte die Serie Moral und Unschuld doch mit wirklich mit vielen vielen schönen üppigen Hintern und noch üppigeren Brüsten. Hintern und Brüste die in der Serie sehr sehr jungen Mädchen gehörten.

Hups! Da ist mir was Abhanden gekommen. Doofe Zahnlücke da fliegt ganz gerne mal was durch."

Mirandas pechschwarze Augen glitten vom Holoprojektor zu Jibrielle ohne das sich der Rest ihres Körpers auch nur bewegte. Doch als sie die Lehrerin sah wie sie breiter als eine Comicigur die Zähne bleckte schüttelte sich ihr kompletter Körper nur eine Sekunde später als sie so sehr lachen musste das gar kein Geräusch mehr ihre Lippen verlies.

"Na besser raus als rein oder?"

Und wieder hatte es Jibrielle geschafft sie einfach so aus dem Stand heraus zu begeistern. Diese merkwürdige Serie gefiel ihr schon, aber jetzt nachdem die langbeinige Sportlehrerin (sie benötigte längentechnisch definitiv ein gutes Stück mehr Platz auf dem Sofa) noch wirklich schlüssige Gedanken zum Inhalt des Cartoons lieferte fühlte sie gar interesse sich bei Zeiten noch ein paar Folgen an zu schauen. Außerdem konnte sie sich überhaupt nicht ans Serienfinale erinnern. Vielleicht würde sie sogar auch direkt das Serienfinale schauen, war sie doch ein ungeduldiger Mensch der bei spannenden Büchern sogar vorblätterte um zu erfahren wer denn nun der verdammte Mörder war...

"Weißt du, eine gute Freundin im Cellar - Chrystiane heißt sie - hatte mir später mal erzählt, dass sie nach Jahren eingesehen hatte, dass die ungezwungene und unstigmatisierte Darstellung der freien Liebe - sogar zwischen zweien der Sailor-Kriegerinnen - vermutlich einen großen Teil dazu beigetragen hatte, wie selbstverständlich sie später mit ihrer eigenen Sexualität umgehen konnte. Hehe, naja schon merkwürdig, dass die Serie in der Form überhaupt ausgestrahlt wurde. Klar haben sie schon darauf geachtet, dass die Texte nicht zu eindeutig sind, was manche Liebeleien betrifft, aber da waren wohl die einen oder anderen Zensoren des Imperiums unvorsichtig."

Die Naboo hatte sich die Decke mittlerweile bis zur Nase hoch gezogen, sodas nur noch ihre Augen hervorblitzten als sie Jibrielle zuhörte. Chrystiane, unstigmatisierte Darstellung freier Liebe zwischen zwei Sailor Kriegerinnen.....es war nur ein Verdacht aber vermutlich war das Mädchen nicht nur eine "gute Freundin" gewesen. Was man wohl haben musste um Jibrielles Herz zu erobern? Ein dummer Gedanke den die Djane direkt wegpackte, trotzdem er sie nicht in Mitleidenschaft zog. Zu nett war das alles hier und zu wohl fühlten sie sich, das sollte es sein. Und "es" war es jetzt auch mit Sicherheit, der Abspann des Films war vorbei und Miranda hatte keinen Plan wie es jetzt weitergehen sollte.

"Und was machen wir jetzt? Hast du nicht irgendwas vorhin von "Spielen" gesagt? Was für eine Art Spiele? Und was muss man da machen?"

Spiele - ein Stichwort das die Djane rein gar nicht erwartet hatte. Es gab doch zu selten Frauen die mit dem Stichwort Gaming etwas anfangen konnten, bzw. sich auch nur oberflächlich dafür interessierten. Jibrielle tanzte den schmalen Grad zwischen intellektueller Tiefsinnigkeit und losgelöster Begeisterungsfähigkeit mehr als gekonnt. Etwas das die Djane jetzt, auch wenn man ihre Bekanntschaft noch in Stunden messen konnte, definitiv als festen Charakterzug der Sportskanone einordnete.

"Okay ich zeigs dir!"

Die Naboo sprang auf als hätte sie irgendetwas gestochen, die Decke wurde wie ihr Haargummi das sich beim Liegen gelöst hatte aufs Sofa geworfen. Während sie ihr T-Shirt und auch ihre Shorts wieder in Richtung Süden und ihre Kniestüfe in Richtung Norden schob erklärte sie schonmal.

"Nun das was ich dir Zeige ist mehr als nur ein Spiel. Eigentlich ist es eine Trilogie. Eine echt emotionale Reise."

Sie stiefelte herüber zum Regal direkt unter dem Holoprojektor ging auf die Knie und zog zwei schwarze Controller hervor. Den einen warf sie Jibrielle zu, die ihren schlecht ausgeführten Wurf zum Glück mit guten Reflexen kompensieren konnte (sonnst wäre der eher altertümlich schwere Controller in ihrem hübschen Gesicht gelandet).

"Oh entschuldige ich wollte dich nicht erschlagen!"

Per Knopfdruck wurde das Spiel gestartet, und schon erschien der wunderschöne fiktive Planet Palavenia vor ihnen. Palavenia wurde von überdimensionalen Wesen aus einer anderen Galaxie angegriffen. Und schon wurde nach einem kleinen Einspieler auf "Jorar" ihrem kleinen Jedi eingeblendet.

"Diesen kleinen Kerl spiele ich bereits seit fünf Jahren. Man kann sich übrigens auch ein Mädchen basteln wenn man mag. Der Clou bei diesem Abenteuer ist, das von Spiel zu Spiel Entscheidungen getroffen werden oder in meinem Falle wurden die das folgende Spiel beeinflussten. Auch ob du gut oder schlecht handelst ist von Bedeutung. Mein Jorar, so habe ich ihn getauft ist herzensgut und freundlich, aber auch ein kleines Flittchen. Hatte ich schon erwähnt das man in dem Spiel auch Beziehungen eingehen kann?".

Sie bedeutete Jibrielle mit einem Nicken es zu versuchen. Und schon wurde auf dem Bildschirm das kleine grüne Lichtschwert ihres Jedi gezündet. Dann kamen die ersten finsteren Sith (welche Palavenia) erobern wollten. Und dann stellte Jibrielle den Rekord in schnell und oft sterben auf. Miranda bat sie die Füße ein wenig ein zu ziehen und setzte sich zu ihr aufs Sofa. Und nach einer Einführung in die elementarsten Steuertricks gelang es der Lehrerin, die zäh genug war nicht auf zu geben, erst nach zwei bis drei auf sie einhämmernden Feinden zu sterben....

Letztendlich switchte Miranda aber in den Multiplayer Modus um den Spaßfaktor für beide zu steigern. So kam es das sie eine ganze Stunde damit verbrachten sich zusammen durch eine Raumstation voller Sith zu prügeln. Natürlich durften dumme Komentare Mirandas nicht fehlen, so lies sie kein gutes Haar an den weiblichen Sith die irgendwie ein Problem mit dem Tragen von Kleidung zu haben schienen, stiegen sie doch mit "Kleidung" in den Kampf ein die eigentlich als Strandmode durchgung.

"Oh guten Abend!"

Beide völlig in das gemeinsame Spiel vertieften Frauen sahen auf als eine tiefe Männerstimme erklang. Aldridge stand im Türrahmen, mit dieser dicken schwarzen Schutzpanzerung die bei der Arbeit in der Schiffswerft getragen musste sah er fast aus wie einer der Superkrieger die in ihrem Spiel zu finden waren aus.

"Habt ihr Hunger? Soll ich euch auch was machen?"

Oh das war eine gute Idee. Al war ein mehr als hervorragender Koch......

- Lianna - Lora Curich - Vorort - Wohnhaus/Apartment 206 - Miranda, Jibrielle -​
 
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Lianna – Jedibasis – Kantine – mit Matthew, Satrek, Summer, Mara, Allison und Mylo

Noch bevor sie den Tisch und die mit einem Tablett daneben stehende junge Frau erreicht hatte, hatte Matthew darum gebeten das Jo es den Anderen sagt und sie hatte lächelnd genickt. Irgendwie schien ihr ihr Padawan in dieser Hinsicht sehr ähnlich zu sein! Hatte sie nicht gerade vorhin gehofft, das Satrek den Anderen von ihrer Beförderung erzählte?
Die Tatsache lies sie beinahe noch breiter grinsen während sie sich hin setzte und der jungen Frau, die sich als Allison Neldres vorstellte zu nickte.


Nein, überraschend irgendwie nicht! Aber sehr erfreulich! Jeder Zuwachs im Orden ist ein Gewinn für uns alle!
Allison, ich hoffe, du hast alles was du brauchst? Quartier? Ausrüstung? Falls du irgendetwas benötigst oder Fragen hast, sprich einfach jeden Jedi hier an. Du wirst überall Hilfe finden. Aber jetzt will ich dich nicht länger vom Essen abhalten. Sei bitte nicht schüchtern!


Noch einmal lachte sie direkt in Allison’s Richtung, dann wandte sie ihr Gesicht in die Runde als würde sie jeden Einzelnen ansehen können.

Sooo, nach meinem Gespräch mit Matthew habe ich eine sehr gute Nachricht für euch alle! Na ja, besonders gut wird sie sicher für Summer sein!
Also, …


Jo räusperte sich und gab sich Mühe einen offiziellen Tonfall an zu schlagen.

Hiermit gebe ich bekannt, dass Summer nicht mehr meine einzige Schülerin ist. Ab sofort wird auch Matthew mein Padawan sein. Er hat gerade zu gestimmt und ich freue mich sehr darüber.

Ein nachdrückliches Nicken bekräftigte Jo’s Worte bevor sie sich nun ebenfalls wieder an den Tisch setzte. Einen kurzen Moment hatte sie darüber nach gedacht auch gleich ihre Beförderung an zu sprechen, aber dann lies sie es erst einmal! Für den Moment wollte sie Matthew ganz allein die Bühne überlassen. Danach konnte sie immer noch etwas zu sich sagen. Das hieß natürlich falls Satrek nicht schneller war. Einen Moment lang fühlte sie zu dem nun Ratskollegen hinüber, dann riss sie ihr Com aus den Gedanken. Leise seufzte Jo, nahm es aber zur Hand und hielt es dicht an ihr Ohr um sich die Nachricht abspielen zu lassen. Oh, eine Einladung zum Siegesball für die Schlacht um Corellia!
Hm, eine Einladung an sie? Sie war nicht direkt an der Schlacht beteiligt. Aber, das gehörte dann wohl auch zu den neuen Aufgaben einer Rätin. Okay das gehörte jetzt wohl dazu!
Schnell schickte sie eine Rückmeldung über die Teilnahme und das sie ihre beiden Padawane mitnehmen würde. Des Weiteren bat sie um entsprechende, angemessene Kleidung für den Anlass und eine Zuweisung für eine Transportmöglichkeit. Sicher würden sie mit anderen Jedi gemeinsam reisen.
Als dies erledigt war, wandte sich Jo erst gezielt in Satrek’s Richtung! Würde auch er mit gehen? Dann wandte sie sich in die Runde und musterte die Anderen. Mara! Wie schön wäre es wenn auch sie und Vorin mit kämen. Sie hätten endlich wieder mehr Zeit um zu reden und auch Summer und Matthew könnten sie besser kennen lernen. Aber das lag leider nicht in Jo’s Entscheidungsgewalt.


Ich habe gerade eine Einladung erhalten! Es wird einen Siegesball anlässlich der Rückeroberung Corellia‘s geben. Es wird sicher ein denkwürdiges Ereignis und wir, das heißt Summer, Matthew und ich, werden dorthin reisen. Ich habe schon geantwortet, dass wir die Einladung annehmen!
Ist noch jemand von euch eingeladen? Dann könnten wir doch gemeinsam reisen!


Lianna – Jedibasis – Kantine – mit Matthew, Satrek, Summer, Mara, Allison und Mylo
 
[Lianna / Gleiter ] Arlen, EmJay, Chesara, Niré, Furr das Voorpak

Arlen war auf Aleen vom Großteil der Galaxis abgeschnitten gewesen. Er hatte nur wenig vom galaktischen Geschehen mitbekommen. Details hatte es so gut wie keine Gegeben, höchstens wichtige Eckpunkte oder Tatsachen, die den Grund für Aleens Neutralität unterstrichen. So war es ihm ebenfalls völlig neu, dass der Jediorden, Chesaras Worten zufolge, komplett wieder aufgebaut werden musste.

"Ist der Jediorden denn zerstört worden?" fragte er.

Viel zu früh nach Arlens Geschmack erreichte der Gleiter die Jedibasis. Sie landeten auf dem Hinterhof und Chesara gratuliete ihm und EmJay zu einem erfolgreichen Training. Sie bedankte sich bei Arlen und machte dann eine Bemerkung, die ihn aus allen Wolken fallen lies. 'Ich bin sicher, wir werden bald einen Meister für dich finden'


Arlen hatte gedacht, dass Chesara ihn hatte rufen lassen, da sie ein Auge auf ihn als Schüler geworfen hatte. Diese Bemerkung implizierte nun, dass sie gar nicht vorhatte ihn auszubilden. War das Training vielleicht eine Prüfung gewesen, die er nicht bestanden hatte? Von dem was er mitbekommen hatte, hatte er mehr Erfolg gehabt als EmJay. Was also hatte ihn durchfallen lassen? Hatte sie vielleicht die Antipathie zwischen ihnen gespürt? EmJay. Offenbar hatte dieser genau das erreicht was er hatte erreichen wollen. Er bekam Arlen nicht als Trainingspartner.

Das alles schoss in einem Bruchteil einer Sekunde durch Arlens Kopf, bis Chesara ihren nächsten Satz ausgesprochen hatte. Sie sagte, dass Arlen auch weiterhin ihr Training besuchen dürfe.

Also hatte Arlen doch noch eine Chance. Er war sich sicher. Wenn er EmJay einfach ignorierte und sich mit aller Macht aufs Training konzentrierte, hätte er vielleicht doch noch eine Chance ihr Schüler zu werden.

"Es wäre mir ein Vergnüngen, Meisterin. Ich werde da sein"

Nachdem er sich mit weiteren üblichen Abschiedsfloskeln verabschiedet hatte, machte sich Arlen auf in Richtung der Kantine. Denn wie ihm sein Bauch durch ein durchdringends Knurrgeräusch verriet, hatte er heute noch nichts außer gerösteten Robaschinken zu sich genommen.

[Lianna / Gleiter ] Arlen, EmJay, Chesara, Niré, Furr das Voorpak
 
Lianna - Lola Corich, Jedi-Basis - Bibliothek - Q'Tahem, 4O-77

Wie tief sollte er denn noch sinken, dachte Vieroh, wenn man von »Denken« sprechen wollte. Natürlich war das »ich«, das dachte, deprimiert war und Schmerzen in den ganzen Dioden auf der linken Seite empfand, nur eine Simulation, die auf den Prozessoren eines Droiden der 2-1B-Reihe ablief, doch zumindest für Vieroh fühlte es sich so real an, wie nur irgendetwas sein konnte, und auch Außenstehende bescheinigtem dem Droiden, zumindest wenn seine Akustiksensoren es nicht wahrnahmen, ausgesprochen »menschlich« zu sein. Sein Leben hatte er als hochspezialisierter Chirurgiedroide in der Krankenstation begonnen, um nach einem irreparablen Schaden zum Aushilfs-Protokolldroiden umprogrammiert zu werden. Seine Existenz schien sich zu bessern, als er Jedi-Ritter Ly'fe Jør bei einer Mission als Übersetzer begleitete und dieser sich seiner annahm. Somit hatte er einen Meister gefunden, und damit einen neuen Sinn seiner Existenz.

Dummerweise war Ly'fe nicht gerade die Sorte Jedi, die man in Holoabenteuerfilmen zu sehen bekam, sondern im Großen und Ganzen der Assistent des Bibliothekars Meister Nackl war. Dieser Jedi-Meister hatte einen weiteren Gehilfen in Form des chronisch depressiven Droiden Marvin, und der Droide des Assistenten zu sein, machte ihn im Großen und Ganzen zum Gehilfen des anderen Droiden, und das war einfach unglaublich deprimierend. Marvin hatte ihn schon vor einiger Zeit auf den Besucher (Q'Tahem) aufmerksam gemacht, der etwas zu suchen und nicht recht zu finden schien, doch er hatte sich nicht aufraffen können und stattdessen weiterhin Datenkarten nach Farbe sortiert. Jetzt, da er fertig war, näherte er sich aber dem Nautolaner mit seinem charakteristischen, nicht recht zum Ort einer Bibliothek passenden schlurfenden und quietschenden Gang und sah, dass er dabei war, sich in eine Biographie über Meister Iceman zu vertiefen.

„Hallo, kann ich Ihnen helfen?“

Fragte er Q'Tahem.

„Ich sehe, Sie lesen die Legenden von Iceman. Man sagt, Meister Iceman habe den Jedi-Orden in seiner heutigen Gestalt stark geprägt und einen nicht unerheblichen Anteil am Wiederaufstieg der Republik gehabt, als er den letzten Imperator besiegte, der von Coruscant aus die Galaxis regierte. Aber vermutlich wissen Sie das bereits,“

Erklärte der Droide ganz im Tonfall von jemandem, der einem Wildfremden eine längere Abhandlung über eine komplizierte Sachfrage gehalten hatte und hinterher erst realisierte, dass er keine Ahnung hatte, wieso eigentlich.

Lianna - Lola Corich, Jedi-Basis - Bibliothek - Q'Tahem, 4O-77
 
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