Lianna

Lianna - Jedibasis - Kantine - Eowyn, Joras

Eowyn lächelte. Langsam vergaß sie, dass nicht alle Lebewesen in der Galaxis alles von den Jedi wussten, angefangen von den Strukturen über ihre Lebensweise bis hin zu ihrem Verständnis der Macht. Sie war schon zu gefangen in diesem Denken, und das, obwohl sie so viele Jahre außerhalb des Ordens gelebt hatte.
Es war kein Wunder, dass Joras keine Ahnung davon hatte, was ein Padawan war. Woher sollte er das auch wissen, wenn er noch nicht viel von den Jedi gehört hatte? Die Galaxis war so groß...


Ein Padawan, erläuterte Eowyn ihm deshalb, ist eigentlich einfach nur ein Schüler. Allerdings funktioniert das bei uns Jedi so, dass jeder Schüler einen eigenen Meister hat. Ab diesem Zeitpunkt nennt man den Schüler dann Padawan. Nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Jedi-Räten, hat ein Jedi auch mal zwei Schüler gleichzeitig. Aber keine Sorge, grinste sie, so weit bin ich noch nicht. Wenn du also mein Padawan werden möchtest wirst du mich nicht teilen müssen.

Eowyn war sich noch immer nicht sicher, ob sie hier die richtige Entscheidung traf. Ein Padawan bedeutete immer eine so große Verantwortung! Allerdings war sie den Schritt jetzt gegangen, und zurücksehen brachte nun einmal so gut wie gar nichts.
Sie schob ihren inzwischen leeren Teller ein wenig zur Seite und sah Joras, ihre Zukunft?, an. Es war merkwürdig, mit jemandem zu sprechen, der sie nicht sehen konnte. Sie würde erst daran gewöhnen müssen.


Also, was denkst du? Hälst du es mit mir eine Weile lang aus?

Lianna - Jedibasis - Kantine - Eowyn, Joras
 
Jedi-Basis - Raumhafen, Flugfeld - Lastspeeder auf dem Weg zum Raumschiff - Angelique, Visas, Siva, Beka, Satrek und diverse Passagiere

Das mit dem Daumen hätte man ja schon irgendwie regeln können, dachte sich Beka grinsend, kam aber nicht mehr dazu, dieses Thema zu vertiefen. Satrek erwähnte aufblasbare Hutten, und sofort wurde der kleinen Padawan übel. Sie hatte Tatooine mit ungefähr fünf Jahren verlassen, unfreiwillig, zum Glück früh genug und doch wieder nicht rechtzeitig - einiges bekommt man ja schon mit... und Erinnerungen haben die Eigenschaft, immer dann wieder aufzutauchen, wenn man sie gerade nicht braucht. Zudem hatte sich Beka eindeutig zu oft in der Tempel-Bibliothek herumgetrieben...

"Das hört sich gut an, wir machen also Frühstückspause, Brunch-Pause, Mittagspause, Kafpause, Zwischenpause und danach Abendbrot-Pause?"

kommentierte sie Satreks Schulpläne schelmisch, um ihn zu necken. Ihr Meister hatte offenbar gerade gute Laune, die sich Beka nicht erklären konnte, aber na schön - vielleicht war ihm was Gemeines eingefallen. Das könnte eine tolle Herausforderung werden, darauf dann wieder eine passende Reaktion zu finden. Seinen Hinweis auf das "Freundschaften schließen" nahm Beka jedenfalls als deutliches Zeichen dafür, dass Satrek wieder zu seiner alten Hochform gefunden hatte.
Der Speeder bremste vor der "Rachsüchtigen Lady", und die nicht gesicherten Gegenstände und die ohnehin bereits schwankenden Passagiere purzelten durcheinander. Beka, die auf einem Hartschalenkoffer gesessen hatte, konnte sich ausbalancieren, aber einer der anwesenden menschlichen Personen nahm den abrupten Halt zum Anlass, einen Schwindelanfall zu simulieren und landete keuchend auf Satreks Musterschülerin.
Unverschämtheit.
Beka packte instinktsicher seinen Kehlkopf, drückte zu und rammte ihm ihr Knie gleichzeitig in irgendwelche Weichteile - die Familienplanung würde der Kerl für unbestimmte Zeit verschieben müssen. Jedenfalls hatte er jetzt einen echten Grund, zu keuchen.


"Tut mir leid, da müssen Sie sich hinten anstellen, mein Terminkalender ist für diesen Monat schon voll!"

erklärte Beka entrüstet und ein wenig außer Atem, schnappte sich den Hartschalenkoffer und stieg damit aus. Nun waren ihr ja menschliche Paarungsrituale nicht fremd, und mit etwas mehr gutem Willen könnte man das als Kompliment betrachten. Er hätte ja auch auf jemand anderen falllen können. Auf Satrek zum Beispiel. Dann wäre Beka trotzdem von ihrem Koffer gekippt - vor Lachen. Der Kerl hatte vermutlich großes Glück, dass er sich nicht Siva ausgesucht hatte - obwohl die restlichen Passagiere dann wenigstens nachhaltiges Entertainment geboten bekommen hätten.

Immer noch mit dem Koffer im Schlepptau und verfolgt von den Blicken mehr oder weniger auffällig balzenden Männchen ging Beka die Rampe hinauf ins Innere des Schiffes. Heiliges Kanonenrohr. Die Personifizierung des Wortes "Billigflieger". Aus irgend einem Grund fühlte sich Beka gleich wie zu Hause. Hier würde es wahrscheinlich gar nicht auffallen, wenn sie etwas kaputt machte.


Jedi-Basis - Raumhafen, Flugfeld - an Bord der "Rachsüchtigen Lady" - Angelique, Visas, Siva, Beka, Satrek und diverse Passagiere inklusive Bordpersonal
 
Lianna City - Jedi-Basis - Trainingsraum - Rork, Naku, Ikarr, 4O-77, Ly'fe

Ly'fe glaubte eigentlich nicht, dass Ikarr wirklich verstanden hatte, was er tun sollte, als er das Dorpanica entgegennahm und vermutlich nur so tat, als würde er sich darauf konzentrieren, so wie er den Bith auch zuvor bereits imitiert hatte. Der Geist des Kleinen war das öfteren einmal über den Hügeln und ganz weit weg, wie es in dem gleichnamigen Schlager so schön hieß. Zumindest hatte es sein Interesse geweckt, so ehrfürchtig wie er es entgegen nahm und vorsichtig schüttelte, hatte er zudem zugehört als der Ritter ihn gebeten hatte, es vorsichtig zu behandeln.

Der Wüstenbewohner schloss die Augen, und - zu Lyfes großer Überraschung - berührte er nur wenig später die Macht. Der Musiker begann zu hoffen, dass der Knoten nun geplatzt war: wenn der Jawa erst einmal merkte, zu welch erstaunlichen Dingen er mithilfe der Macht imstande war, würde er sicher bald Spaß daran finden, zu üben. Wie bei Musik: wenn man nur an seinem Instrument oder am Stück verzweifelte, machte es auch keinen Spaß, doch wenn man erst merkte, dass man es konnte, dass etwas Schönes dabei herauskam, dann schon. Zum Glück hatte er als Bith und ihrem angeborenen Gefühl für Musik diese Probleme nicht, trotzdem erinnerte er sich daran, als er als kleiner Junge die Geisterliebesmusik erlernt hatte, und welch erhebendes Gefühl es gewesen war. Ziemlich ähnlich war es wie bei seinen ersten prägenden Erfahrungen mit der Macht, so lange sie schon zurück lagen, doch letztendlich hatte er aufgrund seiner Herkunft, die auch er nicht verleugnen konnte, zur Musik den gefühlsmäßig engeren Bezug.

Ikarr benutzte definitiv die Macht, soviel war sicher, auch wenn der Jedi nicht genau sagen konnte, was er tat. Auf jeden Fall schien er nach einer Weile den Dreh heraus zu haben, denn das Dorpanica begann blau zu leuchten und die kreisrunden Verzierungen drehten sich langsam, als sich - wie Ly'fe spürte, als er sich konzentrierte - ein Schloss nach dem anderen öffnete und schließlich die Tür aufklappte.

"Gut gemacht, Ikarr! Das ist es, wie die Macht sich anfühlt. Du siehst, du kannst es!"

Lobte der kahlköpfige Jedi ihn. Nur kurz allerdings öffnete der Padawananwärter überhaupt die Augen, um den enthaltenen Krimskrams einzusacken, dann schloss er sie wieder. Ly'fe wartete und fragte sich, was er jetzt machte.

Er wartete ziemlich lange, die Sache wurde ihm schon ein wenig unheimlich. Ikarr war immer noch mit der Macht verbunden, doch ohne etwas für den Ritter feststellbar etwas zu tun.

"Ikarr?"

Fragte er und tippte ihn an, doch ohne Reaktion. Wenn der Kleine so tief in die Macht versunken war, dann hoffte er, dass er wenigstens etwas schönes erlebte. Die beiden Droiden baten schließlich darum, sich zurückziehen zu dürfen, da sie ohnehin nicht gebraucht wurden.

"Nichts da, ihr wartet schön brav hier, bis ich etwas anderes sage!"

Erwiderte der Jedi barsch, der sich langsam Sorgen machte. Was wäre, wenn es sich nicht gut anfühlte? Wenn Ikarr gefangen war in irgendetwas bösem, uralten. Ossus war ein Planet, auf dem die Macht sehr intensiv spürbar war, vielleicht erinnerte sich das Dorpanica an etwas aus seiner Millennia umfassenden Geschichte - immerhin wussten sie selbst nicht, wozu es eigentlich gut war. Vielleicht war es ein entkerntes Holocron, das all die Zeit unter der Erde von Ossus gesteckt hatte, und es erinnerte sich daran. Vielleicht fühlte sich Ikarr schon die ganze Zeit wie unter Tonnen stinkendem Gokobmist begraben, unfähig sich zu rühren oder auch nur zu atmen. Er musste ihn da rausholen, nur wie?

Zum Glück musste Ly'fe nicht lange überlegen, denn es gab eine Sache, auf die der kleine Jawa besonders gut reagierte. Die Fizzz: der Sound, der von Meisterhand erzeugt, geradezu Tote wieder lebendig machen konnte. Oder vielleicht nicht richtig lebendig, es brachte sie höchstens dazu, wütend gegen ihre Sargdeckel zu klopfen. Auf jeden Fall hatte es schon einmal funktioniert, daher zückte er sein Instrument und spielte eine besonders eingängige und aufputschende Melodie.

Tatsächlich - der Kleine schlug die Augen auf und Ly'fe fiel ein Stein vom Herzen.

"Ich wusste, ich würde dich damit zurückholen! Ich weiß ja, wie gut du auf meine Musik ansprichst! Das war übrigens 'Ich bin der Arzt', die Titelmelodie aus der Blauholzkistenklinik! Du weißt schon, diese Arztserie, bei der alles in diesem kleinen blauen Holzhäuschen, der Sankt-Johanns-Ambulanz spielt, wo es immer viel mehr Räume gibt als da jemals drin sein könnte, als ob es innen größer wäre als außen..."

Das war das Problem bei Billigproduktionen: die Produzenten hatten ein ganz bestimmtes Bild vor Augen und ließen die Modelle für die Außenaufnahmen nach diesen gestalten. Die Innenaufnahmen wurden jedoch vor gebrauchten Sets aus anderen Serien gedreht, die eigentlich viel zu weitläufig dafür waren.

"Geht es dir gut? Was ist passiert, und was hast du gespürt, sowohl während du die Dorpanica aufgemacht hast, als auch danach? War es schwierig?"

Fragte der Bith-Jedi, der doch ziemlich überrascht von der Art und Weise war, wie die Übung sich abgespielt hatte. Andere, auch in der Ausbildung von Padawanen erfahrenere Ritter hätten hier vermutlich weniger ein Problem gehabt, doch für ihn war die ganze ziemlich neu und demzufolge wollte er alles über den Vorfall wissen.

"Was war eigentlich drin? Und Kannst du es mithilfe der Macht wieder verschließen?"

Fügte er hinzu, als er nach der Aufregung wieder an die Geschichte dachte, die er Ikarr aufgetischt hatte.

Lianna City - Jedi-Basis - Trainingsraum - Rork, Naku, Ikarr, 4O-77, Ly'fe
 
Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Flur - Mathew, Summer und Vail

Matthew hörte einfach zu. Er konnte ohnehin nichts für Summer tun. Sie wollte nicht darüber reden, was selbst eine Art des Mutes war. Er fühlte sich nicht so toll. Egal was Vail sagte, es musste einen Grund geben warum sein Vater ihn Dinge antat. Einen Grund den er vielleicht einfach noch nicht verstand. Er würde ihn einfach verstehen müssen. Eines Tages. Er sah Summer nach.

"Summer warte doch"

Das war das wenige was er hervorbrachte. Zu gerne wäre er ihr nachgelaufen, doch er wusste das er ihr Zeit geben musste. Sie würde irgendwann auf ihn zukommen wenn sie bereit war. Vermutlich war das eine sehr erwachsene Einstellung. Matthews Hände verschwanden in den Hosentaschen und sein blick huschte zu Vail. Er kam sich ziemlich planlos vor. Wie jemand der im Moment einfach nicht wusste was er tun sollte. Er begab sich einfach zu dem anderen, jenen Meister der ihn aufgenommen hatte.

" Ich denke wir müssen ihr Zeit geben es ist wohl sehr schwer für sie. Was immer ihr auch passiert ist. Die Frage ist was wird jetzt aus mir werden?"

Vielleicht klang das ziemlich Egoistisch. Der Gedanke das er vielleicht im Moment nur an sich dachte sorgte für eine Welle von Schuldgefühlen. Er mochte Summer und er wollte ihr helfen. Wie immer wenn man jemanden helfen wollte musste der betroffene es wirklich wollen. Matthew indes war bereit dafür ein Jedi zu werden. Zumindest dachte er das. Es gab nur andere Probleme. Solange er noch verletzt war konnte er wohl nicht das volle Training genießen. Er würde es vor Vail niemals zugeben und trotzdem versuchen seine ganze Energie abzurufen. Das änderte nichts daran, das er nur bedingt Einsatzfähig war. Davon abgesehen hatte er schon wieder Hunger. Er hätte eindeutig mehr Essen sollen. Doch auch das erwähnte er nicht. Matthew war Diplomatisch genug, außerdem wollte er nicht als verfressen gelten. Er sah Vail an und stellte sich bequemer hin. Er würde sicher wissen was als nächstes geschah.

Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Flur - Mathew, und Vail
 
Jedi-Basis - Raumhafen, Flugfeld - Lastspeeder auf dem Weg zum Raumschiff - Angelique, Visas, Siva, Beka, Satrek und diverse Passagiere

Satrek verstand mal wieder gar nichts. Oder er versuchte wieder abzulenken. Wenn sich Beka und Zeitschriften KAUFEN mussten um sie dann zu VERKAUFEN, machte das ja überhaupt gar keinen Sinn. Ganz nebenbei gab es zwar nicht viel, was Siva peinlich fand, aber mit einer Zeitschrift namens „rasierte Wookies“ aufzutauchen, das war dann sogar für sie zu viel. Dann schon eher das andere Exemplar. Dann sprach Satrek noch über aufblasbare Hutten. Der schien sich ja auszukennen…
„Was soll ich denn mit so was? So was brauchen Männer!“

Und überhaupt: Hutten waren genauso attraktiv wie Wookies. Nämlich gar nicht. Ganz kurz musste Siva Satrek also genau mustern. Hatte er eine Freundin? Wenn ja: Wo war sie? Was war sie? Und… nein, alles andere wollte Siva sich gar nicht erst ausmalen.
Der Speeder jedenfalls setzte sich in Bewegung zu dem komischen Raumschiff, von dem Meister Taphon geredet hatte. Und wo Siva sich gerade Gedanken über Satreks Nachnamen und Frauenartikel machte und sich darüber lustig machen wollte, dass Taphon wie… na ja… Tampon klang :-)D) sprach der von sozialen Kontakten. Eine Augenbraue Sivas schoss in die Höhe. Jetzt begann sie das alles zu verstehen. Satrek war einsam! Deswegen die Zeitschriften. Und die Rede von sozialen Kontakten. Fast tat ihr Satrek ein bisschen leid. Aber wenn er ein bisschen weniger alt tun würde, dann würde er bestimmt auch jemanden finden. So ganz schlecht sah er ja nicht aus. Wenn er auch viel, viel zu alt war und sich dann noch so alt benahm...

Im nächsten Moment fiel dann irgendjemand auf Beka und im ersten Moment sah es so aus als wäre das irgendein komischer Lüstling! Beka packte ihn an der Kehle und rammte ihm ihr Knie dahin wo es weh tat. War vielleicht nicht Jedilike, aber der Typ hatte Glück, unglaubliches Glück, dass er nur auf Beka gelandet war. Hoffentlich waren die Sullustaner ein bisschen weniger aufdringlich. Siva mochte es nämlich gar nicht Gewalt anzuwenden. Jedenfalls nicht auf so subtile Art und Weise. Wenn das aber eine Situation verlangte, dann musste so was wohl sein. Und diese Lustmolch auf Beka Situation war so was. Siva störten schon die komischen Blicke von den Weltraumschweinchen. Sie stand eben nicht auf ölverschmierte Ugunauthen.
Und dann betrat die kleine Meute auch schon das Raumschiff. Da wurde der Zabrak auch klar, warum es so hieß, wie es sich eben schimpfte.

„Hoffentlich ist das Schiff mild gesinnt und kracht nicht auseinander währen wird fliegen. Die Rache soll es sich für später aufheben…“ Aber da waren ja noch die Rettungskapseln.


Jedi-Basis - Raumhafen, Flugfeld - an Bord der "Rachsüchtigen Lady" - Angelique, Visas, Siva, Beka, Satrek und diverse Passagiere inklusive Bordpersonal
 
Lianna City - Jedi-Basis - Trainingsraum - Rork, Naku, Ikarr, 4O-77, Ly'fe

Ganz langsam öffnete Ikarr wieder die Augen. Er fühlte sich wie neu geboren. Das tobende Meer, das sich sonst seine Gedankenwelt nannte, hatte sich beruhigt und er trieb sanft zwischen dem Übergang von Himmel und Wasser.

Ly'fes Musik und Fragen und Sorgen schienen in so einer Eile an ihm vorbeizurasen, dass er Mühe hatte, sie überhaupt wahrzunehmen. Benommen versuchte er, das einzig Konstante zu betrachten, was er finden konnte: Ly'fe selbst. Etwas Eigenartiges lag in seiner Gegenwart. Etwas Neues, das er noch nicht verstanden hatte.


"Die Welt dreht sich soo schnell", meinte er schließlich mit einer nie dagewesenen Ruhe.
"Das ist alles von allein passiert. Ich habe nur zugeschaut."

Er wandte sich wieder dem Dorpanica zu. Sanft ließ er es in der Luft, in dieser Harmonie schweben. Das war gar nicht schwer, wenn man begriff, dass....

Moment - Es ließ das Dorpanica in der Luft schweben? Ikarr sprang auf, woraufhin das Artefakt auf den Boden fiel.


"Hast du gesehen, was ich geschafft habe?", kreischte er aufgeregt. "Hast dus gesehen?"

Er legte kurz eine Pause zwischen seinem Rumgehopsel ein, um zu erkennen:

"Ach, du hast es bestimmt gesehen!

Wie es in der Luft war! Unglaublich! Und ich glaube, das war ich! Oder hast du etwa mitgeholfen?"


Sein durch das Hopsen wedelnder Bauch machte seine aufgeregte Freude offensichtlich.

"Ich kanns! Ich kanns! Ich kanns!

Hast Dus gesehen, Vieroh? Wenn ich so weitermache, dann... fliegen wir bestimmt in spätestens einer Woche zu den außergewöhnlichsten Planeten, um das Universum vor machtbesessenen Sith-Wookies zu retten! Dann düsen Ly'fe und ich auf Speedern in den Sonnenuntergang, währen du mit deinen Luftballon-Flugmodul hinter uns herfliegst - Das wird toll!"


Noch immer vor Aufregung nur strotzend, meinte er zu Ly'fe:

"Ly'fe, ich glaube, ich bin bereit für die nächste Stufe! Ich wollte schon immer mal die Sonne näher heranziehen. Dann würden die ganzen Bewohner vielleicht nicht mehr so viel verschlafen."

Eine Kugel war eben manchmal zu Höherem berufen als
eine Kugel.


Lianna City - Jedi-Basis - Trainingsraum - Rork, Naku, Ikarr, 4O-77, Ly'fe
 
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Lianna City - Jedi-Basis - Kantine - Fen und Samira

Fen hörte der Jedi nur mit großen Augen zu. Von Kampftechniken verstand er sowieso nichts, er hatte genommen was zur Hand war und damit zugeschlagen, meist mit seinem Schraubenschlüssel.
Allerdings wollte er der Jedi nicht unbedingt auf die Nase binden, was er so getrieben hatte...er kam sich so schmutzig vor, wenn er sie so ansah.
Gut er war auch scmutzig, rein physikalisch...das kamm halt noch dazu.
Um irgendwie ein paar Sekunden Zeit zu schinden, bevor er einfach nurstumm dasitzen würde nahm er noch einen Schluck von der Brühe namens Kaffee.
Dann stellte er den Becher zurück und biss sich kurz auf die Lippe.


"Nunja, dann ist es ja gut. Ich fürchte ich hatte die letzten Jahre einiges um die Ohren."

Sagte Fen mit einem Hauch Bitterkeit in der Stimme.
Schnell leerte er den Becher mit Kaffee und der bittere Geschmack war ihm nun gerade recht.
Den Becher stellte er ab und faltete die Hände, damit er damit nicht nervös herumspielte.
Er leckte sich noch einmal über die Lippen.


"Also...das alles ist wirklich etwas viel für mich."

Gestand er ein und senkte den Blick.

"Es wäre wirklich sehr großzügig mich hier übernachten zu lassen."

Sagte er noch leise. Hier war er fremd und das bedeuete leicht Ärger, wenn er sich in irgend einer Gasse nieder ließ.
Aber tatsächlich, Samira besorgte Fen ein Zimmer...völlig umsonst wie es schien. Dennoch bewahrte Fen eine gewisse Skepsis, die Rechnung mochte durchaus noch folgen.
Dennoch dämpfte das seine Begeisterung kaum und er nahm das Pad mit funkelnden Augen entgegen.


Vielen Dank...das ist einfach wunderbar.

Jauchzte er und fast hätte er die Jedi umarmt.
Flink eilte er nach oben, der Wegbeschreibung mit Leichtigkeit folgend.
Bald befand er sich vor seinem Quartier, holte tied Luft und gab den Code ein.
Die Tür öffente sich fast geräuschlos und Fen trat ein. Der Raum war absoluter Luxus...ein Teppich, ein Bett und sogar eine Nasszelle. Fen konnte nicht anders und begann laut zu summen...irgendeine lang vergessene Melodie. Rasch hatte er sich entkleidet und hing unter der Dusche, auch wenn es ihn einen Moment kostete sich an die Bedienung zu erinnern.
Dann duschte er zunächst lang und ausgiebig und seifte sich gründlichst ein. Der Junge genoss es endlich einmal sauber zu sein und als er endlich genug hatte schnappte er sich seine Kleidung und wusch diese ebenfalls, soweit wie möglich, was aber immer noch eine enorme Verbesserung darstellte.
Schließlich ging Fen entzückt ins Bett, während seine Kleidung zum Trocknen aushing.
Nach der Dusche reichte die Bequemlichkeit eines Bettes um Fen fast sofort einzuschlafen.

Am nächsten Morgen erwachte Fen relativ früh, so wie er es gewohnt war. Nach einem Moment der Desorientierung erinnerte er sich wo er eigentlich war.
Nun aber fühlte sich das Quartier fremd und seltsam an, nun wo die Begeisterung des Vortages verschwunden war und mit einer leichten Beklommenheit zog sich Fen an.
Bald darauf streunte er in der Kantine herum, um mal zu sehen ob noch Andere so früh unterwegs waren...und um etwas essbares abzustauben.


Lianna City - Jedi-Basis - Kantine - Fen und ?
 
| Lianna City - Jedi Basis - vor dem Trainingsraum | - Salia und Aredhel -
Salia und Aredhel hatten den Weg von seinem Quartier zum Trainingsraum hinter sich gelassen. Der Ritter war gerade im Begriff die Tür zu öffnen, als die junge Togruta das Wort ergriff, und ihn so dazu veranlasste seine Hand zum Stillstand kommen zu lassen, bevor diese das Sensorpad, welches in die Wand eingelassen war, erreichen konnte. Sie wollte wissen, wie es weitergehen würde nun, dass kein Zweifel mehr darin bestand, dass sie in der Lage war die Macht nach ihren Wünschen zu manipulieren. Sie wollte wissen, ob sie nun zu einer Jedi ausgebildet werden würde. Aredhel hielt für einige Momente inne, wählte seine Worte sorgsam aus, bevor er ihnen gestatten würde seinen Mund zu verlassen.

Das kannst nur du ganz alleine entscheiden, Salia. Ich wäre allerdings sehr geehrt, wenn ich dich im Umgang mit der Macht unterrichten dürfte, als dein Meister und Mentor.

Zu lange war der Mann, der auf Tatooine aufgewachsen war, nicht mehr in der Lage gewesen das Wissen, das er über die Macht und das Universum besaß, an einen Padawan weiter zu geben. Er erinnerte sich an lang vergangene Tage. An Radan und seinen Verrat. An den Schmerz, den er empfunden hatte. Doch all das lag hinter ihm! Vor ihm stand nun Salia, und er hoffte, dass sie ihm die Möglichkeit geben würde sein Wissen mit ihr zu teilen. Aredhel hielt wieder einige Momente inne, ehe er wieder das Wort ergriff.

Wenn du also eine Jedi werden und von mir lernen möchtest, dann folge mir in den Trainingsraum, wo wir mit deinem Training im Umgang mit der Macht beginnen werden.

Mit diesen Worten ließ der Ritter seine Handfläche auf den Sensor in der Wand fallen. Die Tür schob auf und gab den Blick in den unscheinbaren Trainingsraum der Jedi Basis frei. Mit einem Schritt überquerte er die Türschwelle und machte dann auf dem Absatz kehrt, um auf die Reaktion der Togruta zu warten. Er musste sich einige Mühe geben, um sein Herz darin zu hindern viel zu schnell in seiner Brust zu schlagen.

| Lianna City - Jedi Basis - vor dem Trainingsraum | - Salia und Aredhel -
 
Lianna City - Jedi-Basis - vor dem Trainingsraum - Aredhel und Salia

Salias Augen weiteten sich einen Augenblick, als sie Aredhels Worte vernahm. Er sagte nicht nur, dass nun die Entscheidung, eine Jedi zu werden, ganz bei ihr allein lag, sondern auch, dass er die Ausbildung als ihr Meister persönlich übernehmen würde. Sie erinnerte sich noch gut daran, dass ihr einst Meister Shodo von dem besonderen Band erzählt hatte, welches zwischen dem Meister und seinem Schüler im Jedi-Orden bestand. Und der Gedanke, dass sie jetzt selbst ein Teil dieses Jedi-Ordens werden sollte, war für sie immer noch kaum begreifbar. Aber wenn sie es sich recht überlegte, war es insgeheim genau das gewesen, was sie sich gewünscht hatte: Dass - wenn überhaupt - Aredhel, der in so kurzer Zeit eine Vertrauensbasis geschaffen hatte, welche sie für niemals möglich gehalten hatte, und der ihr wieder beigebracht hatte, dass das Leben nicht nur aus den Gefühlen von Leid und Schmerz bestand, sondern es viel mehr gab, für das es sich zu leben lohnte, ihre Ausbildung übernahm. Unweigerlich schlich sich ein Hauch von Stolz in ihre Stimme.

"Wenn die Entscheidung nur bei mir liegt und ihr bereit sein, mich in den Wegen der Macht zu unterrichten, könnte ich mir nichts Besseres wünschen, als eure Schülerin zu werden. Ich verspreche euch, mein Bestes zu geben... Meister Aredhel", fügte sie mit einem Lächeln hinzu.

Daraufhin öffnete der Jedi die Tür und betrat mit den Worten, dass sie ihm folgen sollte, wenn sie von ihm lernen wollte, den Trainingsraum. Ermutigt trat sie ebenfalls ein und stutzte augenblicklich vermutlich mehr als einen Moment, als sie realisierte, dass sie nicht alleine im Trainingsraum waren. Zuerst viel ihr der Droide (4O-77) auf, der sie schon in der Kantine begrüßt hatte, und sein Meister, ein Bith namens Ly'fe Jør, wenn sie ihre Erinnerungen nicht täuschten. Daneben stand ein Jawa (Ikarr) - ein Jawa bei den Jedi?! -, der irgendwie einen eher rundlicheren Eindruck machte. Salia dachte kurz über ihre vereinzelten Zusammentreffen mit Jawas nach und ihr schoss als erstes in den Kopf, dass diese Spezies nicht grundlos durch ihre Vorliebe zu allem zusammen geschustertem Metall einen eher zweifelhaften Ruhm erlangt hatte. Ansonsten waren noch zwei weitere Personen anwesend, die momentan anscheinend pausierten und sich ausruhten. Die eine Person konnte sie zweifelsfrei als Bothaner (Rork) identifizieren, aber bei der anderen Person hatte sie keine Ahnung, welcher Spezies sie angehörte. Mit ihrem exotischen Aussehen machte sie auf Salia einen eher einschüchternden Eindruck (Naku).

Sie merkte erst jetzt, dass sie noch keinen Schritt weiter gegangen war. Zum Glück hatte sie dadurch anscheinend noch nicht die Aufmerksamkeit von jemanden auf sich gezogen. Langsam und bedächtig folgte sie Aredhel. Der Jedi hatte zwar schon viele Barrieren in ihr niedergerissen, aber wie Salia jetzt merken musste, war dies nur im Bezug auf ihn der Fall. Ohne wirklich darüber nachdenken zu können oder es gar zu wollen, fiel sie in ihre vorsichtige und zurückhaltende Haltung zurück. Unsicher sah sie zu Aredhel und wartete darauf, dass er etwas tat. Jetzt wünschte sie sich nichts sehnlicher, als zurück in seinem Quartier zu sein.


Lianna City - Jedi-Basis - Trainingsraum - Rork, Naku, Ikarr, 4O-77, Ly'fe, Aredhel und Salia
 
Lianna - Lianna City - Jedi-Basis - Samiras Quartier - Samira

Nach einer entspannten Nacht wachte die Mirialan erholt auf. Es war noch nicht allzu spät, also gab es keinen Grund sich zu hetzen. Samira hatte keine besonderen Termine heute und hatte sich deswegen vorgenommen wieder die Augen offen zu halten nach den neuen Padawanen, besonders Rinson und Fen. Nachdem sie ihre Jedi-Robe wie üblich angezogen hatte, die ihrer Meinung nach sehr gut zu ihrer blassgelben Haut und ihrem dunklen Stirntatoo passte, schritt sie gemächlich nach unten in die Kantine zum frühstücken.

Dort erblickte sie bereits beim Reingehen, dass sich der Zabrak schon auf einer Bank niedergelassen hatte und etwas aß. Samira schnappte sich ein Tablett, lud es an der Frühstückstheke ordentlich voll und stellte auch eine schöne dampfende Tasse heißen Kafs dazu. Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen setzte sie sich zu Rinson.


Guten Morgen.

Wünschte sie ihm freundlich.

Na, gut geschlafen in deiner ersten Nacht als angehender Jedi?

Fen marschierte ebenfalls bereits in der Kantine herum. Er schien aber noch irgendwo unschlüssig zu sein, ob er sich zu ihnen setzen sollte. Also winkte sie ihm einfach.

Du kannst dir gerne ein Frühstück nehmen und dich dann zu uns setzen, Fen.

Bot sie ihm an. Der Junge machte auch irgendwie einen frischeren Eindruck heute, aber Samira konnte nicht 100%-ig sagen, ob das daran lag, dass er sich ausgeschlafen hatte, sich langsam begann einzugewöhnen oder lediglich an der Benutzung der Erfrischungszelle.

Hast du eigentlich auch einen Nachnahmen, Fen? Das müsste meines Wissens bei Menschen doch so üblich sein, oder?

Fragte die Mirialan neugierig. Sie hoffte natürlich, dass sie ihn mit der Frage nicht irgendwie bedrängte, denn sonderlich redselig war Fen wirklich nicht. Auch wollte sie nicht jetzt schon nachzufragen, ob er sich bereits Gedanken über seine Zukunft gemacht hatte. Einen entschlossenen Eindruck machte er nämlich auch nicht gerade. Jemand, der mit sich im Reinen war sah anders aus. Nebenbei futterte die Jedi-Ritterin nach und nach ihr Frühstück.

Sollen wir eigentlich nach dem Frühstück vor dem Training vielleicht einen Abstecher in die Bibliothek machen, um nach Informationen über deinen Vater suchen?

Wollte Samira wissen, um zumindest etwas Unterhaltung in Gang zu bringen.

Lianna - Lianna City - Jedi-Basis - Kantine - Rinson, Fen und Samira
 
[OP: Was isst man hier eigendlich? Habe mich jetzt mit Corellianischem Müsli geholfen]

[Lianna - Jedibasis - Kantine] • Rinson • Samira • Fen


Kaum wollte Rinson anfangen zu essen, so kam auch schon Samira herbei. Der Zabrak lächelte und rückte ein wenig zur Seite, dass sich die Miralan setzen konnte. Sie begrüßte ihn und fragte, wie er geschlafen hatte.

"Guten morgen, dir auch. Ich habe sehr gut geschlafen. So gut habe ich mich noch nie gefühlt. Oder wie würdest du dich denn fühlen, wenn du erfahren hast, dass du Jedi werden wirst. Naja, bei dir sit das wahrscheinlich schon eine ganze Zeit lang her..."

Rinson trank ein wenig von seinem Kaf und langze bei seinem Müsli zu. Das essen war so komisch. Müsli hatte er noch nie gegessen. Auf allen Planeten, auf denen er je war, gab es nie soetwas. Dann kam plötzlich Fen hinein, und setzte sich zu ihnen. Samira fragte ihn, da zwei Namen ja bei Menschen üblich seien, ob er auch einen Zweiten hätte. Rinson fügte noch hinzu:

"Nichtnur bei Menschen. Soweit ich weis bei allen, außer Wookiees und Mon Calamari. Aber alle Menschen die ich kannte hatten 2 Namen."


Der Zabrak hatte seinen Kaf schon fast alle getrunken, und das Müsli halb leer gegessen, als Samira fragte, ob sie Infos über seinen Vater suchen sollten. Rinson wusste nicht ganz, wessen Vater sie meinte. Von fens Vater hatt er nie etwas gehört. Von seinem Vater aber wusste die Mirialan etwas. Auch dass er Jedi war. Also nahm er an, dass sein Vater gemeint war.


"Ich war heute schon in der Bibliothek und habe einiges über meinen Vater gesucht, aber nur ganz wenig gefunden. Warum fehlen so viele Daten? Der Computer wusste nichts über meinen Vater! Was ist mit dem alten Tempel passiert? Und warum sind wir jetzt in dieser Lagerhalle?"

Rinson hatte soviele Fragen, aber er hatte keine Antwort. Seinem Droiden gab er den Befehl, in sein Quartier zu fahren, dann wollte er die Antworten wissen.


[Lianna - Jedibasis - Kantine] • Rinson • Samira • Fen
 
Lianna City - Jedi-Basis - Kantine - Rinson, Fen und Samira

Fen erblickte Samira und Rinson.
Bei den Worten der Jedi nickte Fen erleichtert und wagte sich nun an das Essen heran.
Die Auswahl machte Ihm aber schon etwas zu schaffen, die meisten Dinge hier kannte er schlichtweg nicht.
Nach einigem Überlegen nahm er sich eine Schüssel mit einer Art Getreidescheiben und füllte Milch dazu, wie er es bei Anderen gesehen hatten. Dazu kam noch ein Saft, der Name sagte ihm nichts.
Damit bewaffnet marschierte Fen zum Tisch der beiden Anderen und setzte sich.


"Guten Morgen."

Sagte er schüchtern und rührte in seinem Frühstück herum, ohne zu probieren. Bei Samira´s Frage sah er verlegen drein. Seinen Nachnamen hatte er seit Jahren nicht benutzt...nur sein Vorname war gelegentlich gefallen, aber meist hatte man ihm einfach irgendwelche hässlichen Namen gegeben, daher hatte er nun Schwierigkeiten sich zu erinnern.

"Ähm, ja ein Nachname ist durchaus üblich.
Den habe ich darum auch...ehm...Tyler."


Sagte Fen schließlich verlegen und sah auf seine Schüssel. Schnell begann er damit das Zeug in sich herein zu schaufeln, was dadruch erleichtert wurde, dass es ihm auch schmeckte.

Lianna City - Jedi-Basis - Kantine - Rinson, Fen und Samira
 
Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Flur - Mathew, Summer und Vail


Vail hatte gehofft, aber nicht wirklich daran geglaubt, daß Summer sich öffnen würde. Aber bei der Antwort machte sich Vail schon Gedanken darüber, was Summer erlebt hatte.
So respektierte er ihren Wunsch nach dem Alleinesein.



"Nun gut, Summer, dann ruh dich aus."


Vails Blick folgte dem Mädchen bis es um eine Ecke bog. Dann wandte er sich Matthew zu, der Summer noch hinterrief, bis er erkannte, daß diese Zeit brauchte, um sich wieder zu fangen.


"Ja, sie wird Zeit brauchen, Matthew. Zeit, um zu erkennen, daß das Schweigen der Opfer nur die Täter schützt."

meinte er nachdenklich. Auf die Frage Matthews, was nun aus ihm werden sollte, runzelte Vail die Stirn.


"Ein Jedi. Deinem Wunsch gemäß, denke ich."


antworte Vail. Aber er hatte die Wunden Matthews nicht vergessen.


"Aber erst einmal werden wir dich zur Krankenstation bringen. Die Ärzte sollen sich deine Wunden anschauen und sie behandeln. Jedi werden ist auch mit einigen körperlichen Anstrengungen verbunden."


Am Terminal rief Vail den Plan der Basis auf und prägte sich den Weg ein. Zusammen mit Matthew beschritt er die Gänge, die ihm vertrauter wurden.


"Sie hatten immer besondere Leckerbissen für die Kranken auf der Station. Wahrscheinlich wird dich dort jemand ziemlich bemuttern."


grinste Vail. Sie brauchten nicht lange, um die Krankenstation anzukommen. Vail wartete ab, ob Matthew lieber alleine gehen wollte oder ob er moralische Unterstützung brauchte.


Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Krankenstation - Mathew und Vail
 
Lianna City - Jedi-Basis - Trainingsraum - Rork, Naku, Ikarr, 4O-77, Ly'fe

Ikarr teilte Ly'fes Begeisterung für die Blauholzkistenklinik offenbar nicht. Schade, war es doch eine der wenigen HoloNet-Serien, die den Bith tatsächlich begeistern konnte. Stattdessen wirkte er so ruhig und verzückt, als hätte er einem Privatkonzert mit der Sonate der Schlafenden Sonne beigewohnt. Völlig entspannt schwärmte er davon, wie schnell sich die Welt drehte. Was sollte man nun damit anfangen? Der Bith kratzte sich am kahlen Schädel. Der ärmste musste ja wirklich etwas abgekriegt haben.

"Weißt du, wie man sagt... dass sich die Planeten drehen? Es ist wie als man ein Kind war, wenn sie einem zum ersten Mal sagen, dass die Welt sich dreht und man es einfach nicht glauben kann weil alles so aussieht, als ob es still stünde. Du kannst es fühlen,"

Behauptete er, entweder das, oder der Jawa hatte sowas wie einen psychischen Schlag auf den Kopf bekommen während er weggetreten war. War dergleichen möglich für einen Jedi? Er konnte die Rotation nicht fühlen, aber er konnte es nicht ausschließen, dass es nicht möglich war. Immerhin hatte der kleine vermutliche - wenn man mal optimistisch war - gerade eine starke Machterfahrung hinter sich, außerdem hörte es sich clever an.

"Die Drehung des Planeten. Der Boden unter unseren Füßen rotiert mit 1600 Kilometern in der Stunde. Der ganze Planet rast mit 100.000 Kilometern pro Stunde um die Sonne Lianna. Und wir können es fühlen."

Log er.

"Wir fallen durch den Raum, du und ich, klammern uns an die Oberfläche dieser winzigkleinen Welt. Und wenn wir loslassen..."

Hmmja, was dann? Ly'fe hielt mit der Hand das was bei einem Menschen das Kinn gewesen wäre.

"Äh... bist du dir sicher, dass es sich nicht so angefühlt hat, als wärst du unter mehreren Metern Erde oder einer ähnlichen stinkenden braunen Masse begraben gewesen?"

Fragte er vorsichtshalber. Dann jedoch stellte sich heraus, dass wirklich etwas "Klick" in dem kleinen Jawa gemacht haben musste. Wie beiläufig ließ er das Dorpanica schweben und, sobald er merkte, was er tat, auf den Boden fallen. Auf dieselbe Weise war es bereits vielen Padawanen vor ihm ergangen und es würde sicherlich auch noch vielen nach ihm so gehen, wenn sie das erste Mal lernten, dass sie ihre Vorstellungen kraft ihrer Gedanken Wirklichkeit werden lassen konnten. Allerdings hatte er sich noch nie in der Situation befunden, der Meister zu sein.

"Ja, ich habe es gesehen, du hast es wirklich schweben lassen!"

Bestätigte der Bith-Jedi, während Ikarr jubelnd herumhopste.

"Nein, ich habe nicht geholfen, das warst du ganz allein."

Glückselig strahlend erzählte er selbst Vieroh von den Zukunftsplänen, die er offenbar gerade schmiedete.

"Ja habe ich, kleiner Meister Ikarr, und mit Sicherheit wird es das. Aber warum Luftballons? Ich würde viel lieber selbst einen Speeder haben. Kann man mit einem Lufballon-Flugmodul überhaupt landen?"

Fragte der Droide nach, der so wirkte, als ob er jedes Wort des Jawas ernst nähme. Mit stolzgeschwellter Brust kehrte dieser zu Ly'fe zurück und wollte... was? Die Sonne näher heranziehen? Ginge es nicht vielleicht eine Nummer kleiner? Der Ritter wollte nur höchst ungern den Enthusiasmus des Padawans bremsen, doch das war einfach unmöglich, oder, nun, nicht für die Macht doch für jeden einzelnen ihrer Anwender. Abgesehen davon wäre es außer für den Wüstenbewohner wohl auch kaum für jemanden wünschenswert. Nur, wie brachte er es ihm schonend bei?

"Weißt du, ich hatte mir schon dasselbe überlegt, doch das Problem ist, dass die planetare Regierung uns nicht lässt. Sie besteht darauf, dass es dazu eines Senatbeschlusses bedarf, woraufhin der Jedi-Rat zugesichert hat, dass die Sonne bleibt, wo sie ist. Du willst doch sicher auch nicht, dass die Jedi Ärger kriegen, oder?"

Meinte der Musiker-Jedi und hoffte inständig, dass Ikarr auf die Argumentation ansprang.

"Warum versuchen wir nicht etwas anderes?"

Fragte er und entfernte den Magneten mit einem kräftigen Ruck von Vierohs Brust.

"Möchtest du versuchen, den Magneten so zu levitieren, dass du ihn an Vieroh anheftest und ihn mit dem Magneten wie an einem Schrottplatzkran durch die Luft schweben lässt? Bzw. wenn du das geschafft hast, dass du ihn immer genau auf den Abstand hältst, dass du die Droiden hinter dem Magneten herziehst, ohne dass sie ihn berühren?"

Ly'fe hoffte, dass diese Aufgaben spaßig genug für den kleinen Jawa waren und er nicht doch versuchte, die Sonne näher zu holen. Sicherheitshalber sah er sich allerdings schon einmal um, wo man die Verdunkelungsstärke der Fenster einstellte. Allerdings wurde es ohnehin bald dunkel, dann könnte er höchstens noch den Mond tanzen lassen, dafür hatte er sogar ein passendes Liedchen im Kopf.

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[op]@Rinson: Du darfst dir gerne was ausdenken. So genau festgelegt hat das noch keiner. Warum auch? :D[/op]

Lianna - Lianna City - Jedi-Basis - Kantine - Rinson, Fen und Samira

Samira konnte Rinsons gute Laune sehr gut verstehen. Als er anfügte, dass das bei ihr vermutlich schon einige Jahre her sein musste nickte sie.

Es sind schon ein paar Jahre, das stimmt. Aber glaub mir, ich weiß noch sehr genau wie ich damals staunend durch die Jedibasis auf Corellia gegangen bin, vor Augen das Bild der Jedi, welches mir zuhause auf Mirial so erzählt wurde. Das waren für mich Götter in braun, mehr oder weniger.

Dabei kam der Jedi-Ritterin ein verlegenes Lächeln über die Lippen.

Mittlerweile hab ich natürlich dazu gelernt, aber ich weiß noch genau wie gut man sich fühlt, wenn man erfahren hat, dass man auch so ein Jedi werden kann. Es ist ein tolles Gefühl.

Fügte sie schwärmerisch hinzu.

Auch wenn die Jedibasis dort um einiges voller und prächtiger war auf Lianna heute, dieser alten Fabrik. Aber gut, das ist jetzt nicht mehr zu ändern.

Als der Zabrak auf ihre Frage an Fen hin noch anfügte, dass außer Wookiees und Mon Calamari die meisten Spezies zwei Namen hatten, runzelte sie erstaunt ihre Stirn und warf ihm einen Seitenblick zu.

Bist du schon soviel in der Galaxis rumgekommen? Oder woher weißt du das?

Samira hätte das jedenfalls nicht so genau sagen können. Sie kannte nur Mirial wirklich und eben das was sie von Corellia, Lianna, Commenor und Alderaan gesehen hatte. Geschweige denn das sie gewusst hätte wie die Spezies sich üblicherweise nannten. Fen war jedenfalls keine Ausnahme als Mensch und rückte jedenfalls zögernd seinen Nachnamen heraus, Tyler.

Angenehm, Fen Tyler. Und nicht so schüchtern. Du kannst ruhig sagen, dass dir etwas unter den Nägeln brennt. Möchtest du dir irgendetwas ansehen? Oder vielleicht irgendwas über die Jedi oder deren Geschichte lesen?

Irgendwie musste sie ja Zugang zu diesem verschlossenem Wesen bekommen, sagte sich die junge Jedi-Ritterin.

Aber du stammst von Koroste, nicht? Wenn du Lust hast können wir ja mal nachsehen, ob es vielleicht schon mal einen Jedi von dem Planeten gab.

Schlug sie vor, da sie sich daran erinnerte, dass er gestern diesen Planeten erwähnt hatte. Rinson erwiderte auf ihre Nachfrage bezüglich der Suche nach seinem Vater, dass er dies bereits getan hatte. Erfreut darüber nickte sie. Eigeninitiative war ihrer Meinung nach immer zu begrüßen, auch wenn sie Verständnis hatte, wenn Padawane wie Summer zu verängstigt und verschüchtert waren. Diese brauchten einfach ihre Zeit, um Vertrauen zu fassen und sich nach und nach zu öffnen. Vielleicht war es mit Fen ja ähnlich, denn leider erzählte dieser bisher nur sehr sehr wenig von sich. Viel zu wenig, um ihn helfen zu können, oder ihm vielleicht auch nur zuzuhören. Samira war ja in eine gutmütige Seele in der Hinsicht. Aber wenn er nicht wollte, zwingen oder die ganze Zeit ausfragen würde sie ihn auch nicht. Dazu musste er selbst bereit sein. Dafür konnte sie Rinsons Fragen gut beantworten.

Der alte Tempel steht ja auf Coruscant...

Begann sie langsam.

Ehrlich gesagt kenne ich ihn auch nur aus Erzählungen. Dort muss es toll gewesen sein. Aber da Coruscant ja vor diversen Jahren vom Imperium erobert wurde sind die Jedi von dort natürlich vertrieben worden. Jedenfalls sind bei der Flucht von Corellia, als dieser Planet Jahre später ebenfalls vom Imperium erobert wurde viele Daten entweder verloren gegangen oder woanders in Sicherheit gebracht worden und haben ihren Weg hierher noch nicht wieder gefunden. Was damals aber genau geschah weiß ich auch nicht. Da war ich selbst noch nicht lange Padawan. Jedenfalls sind die Jedi bemüht nach und nach ihre Datenbestände wieder auf den vorherigen Stand zu bringen. Allerdings ist die Basis hier auf Lianna auch nicht sonderlich groß, was eben auch für die Bibliothek gilt und allzu viel freie Jedi, die sich diesem Problem widmen könnten gibt es akut auch nicht. Sprich der Krieg und der Fortbestand der Republik sind aktuell wichtiger als die Wiederherstellung der alten Jedibibliothek.

Dabei schüttelte sie traurig den Kopf.

Wenn ich daran denke was da alles verloren gegangen sein könnte. Ich hoffe nur die Daten konnten rechtzeitig gesichert und irgendwo verwahrt werden. Die geheime Ossusbasis hatte quasi überhaupt keine Bibliothek und das, was du hier findest ist das bisher wieder angesammelte Wissen des Jedi-Ordens. Allerdings hängt der Droide mit der Katalogisierung ziemlich hinterher.

Aber kein Wunder auch, so völlig allein wie dieser mit der betreffenden Aufgabe war. Zudem kamen auch immer wieder mal Besucher, die Hilfe brauchten hatte sie sich von ihm sagen lassen, wie der Droide mit dem Spitznamen "Marvin" ihr schon vorgejammert hatte.

Das wäre jedenfalls mal ein Projekt für einen oder zwei Jedi-Ritter, mal nach dem Frachtern mit der gespeichterten Jedibibliothek zu suchen.

Fügte sie hinzu und aß ein Brot mit einem dunkelroten Aufstrich, der süßlich schmeckte.

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Jedi-Basis - Raumhafen - im Großlastspeeder auf dem Weg zur “Rachsüchtige Lady” - Angelique, Beka, Siva, Visas, romantisch veranlagte Ugnauthen und Satrek

Von Männern war nie die Rde, Siva, nur von Dekozwecken.

Satrek hielt sich an einem der Gurte fest, die erfolgreich dazu dienten die Gepäckstücke an Bord des Speeder vor der Art von unfreiwilliger Bewegung zu sichern, der die Passagiere anheim fielen. Beka traf es dabei besonders, als einer der wenig auffälligen Passagiere sich ihr gegenüber als sehr entgegenkommend erwies. Der Advisor musste grinsen, als sie sich unsanft gegen die unfreiwillige Annäherung des Mannes wehrte, und als es der Seegang des Speeders zuließ half der dem Opfer der unbändigen Zärtlichkeit seiner Schülerin auf die Beine.

Machen sie sich nichts draus, sie spart sich für jemand anders auf,

meinte er verschwörerisch mit einem Blick zu den recht standfesten Ugnauthen. Das Mädchen hatte es mehr als verdient auch mal selbst auf den Boden der Tatsachen zurück geholt zu werden, und wenn er dazu eine Gruppe romantischer Kleinstmechaniker auf sie hetzen musste, die ihr Lieder vorsangen und Gedichte schrieben, dann sollte es wohl so sein.
Er betrat zusammen mit den anderen das Schiff und die Ugnauthen verabschiedeten sich gestenreich von den Padawanen, wahrscheinlich um sich auf irgendwelchen Stationen zu melden.
Die Jedi standen in einem Ladehangar, der weitaus weniger Komfort aufwies als die Hangaranlagen an Bord von militärischen Schiffen oder gar die für private Yachten. Es gab zwar eine magnetische Abschirmung, aber die war für den Notfall gedacht, wenn die schweren Hangartore versagen sollten. Und diese massiven Tore schlossen sich grade langsam und knirschend.
Die Geräusche rührten hoffentlich nur von der sparsamen Verwendung von Repulsorlagern tief im Getriebe des Ding her, aber unabhängig von ihrem Ursprung machten sie aus dem Schließen der Tore ein beklemmendes Erlebnis, als mit einem dumpfen Schlag alle drei Torteile aufeinander trafen und der dumpfe Hall unweigerlich so klang als hätte sich eben eine Zellentür hinter ihnen geschlossen.
Aber für Komfort hatten sie ja schließlich auch nicht bezahlt.
An den Wänden fand Satrek ein Gewirr aus Linien und Wegweisern, einige davon wahrscheinlich auch außerhalb des für ihn angenehmen Spektrums, und alle versiegelt mit einer dicken Schicht aus Öldämpfen und anderem mechanisch veranlagten Dreck.


Wenn ich das richtig deute geht es dort lang zu unserem Quartier,

meinte er hochmotiviert, oder was man in der momentanen Umgebung so nennen konnte. Was ihn dabei am ehesten antrieb war der Gedanke, das es eigentlich eh nur noch besser werden kann.
Die Gänge waren in keinem besseren Zustand als der Ladehangar, und von Zeit zu Zeit hupte sie ein beladener Lastdroide zur Seite, der Gepäck in die wohnlicheren Teile des Schiffs verbrachte.
Schließlich erreichten sie eine Sackgasse, von der aus vier altmodische Klapptüren in Zimmer führten, die unter anderen Umständen Museumswert hätten. Der Gang war mit kunstvollen Graffitis verziert, die wohl aus der Feder gelangweilter Ugnauthen stammte, zeigten sie doch Speeder, Swoops und Raumschiffe, meistens im Schnitt, mit hervorgehobenen Komponenten die Satrek nicht erkennen konnte.
Die Tür zum Quartier der Schülerinnen und ihres Hahns zierte ein schnittiges Swoop Bike, auf dem sich wohl eigentlich mal ein weibliches Wesen hätte räkeln sollen. Sie war jedoch in vielen Revisionen des Bildes nach und nach einem neuen Antrieb und Vergrößerungen des Repulsorspulen gewichen, so das es jetzt aussah als hätte die Lenkstange lange grüne Haare.


Ich bin gespannt wie gut unser Raum für Meditationsübungen geeignet ist,

meinte Satrek laut während er das Handrad an der Tür in die einzige Richtung drehte in die es sich bewegen ließ. Wenn das Zimmer keine Möglichkeiten bot innere Ruhe zu finden würde er mit seiner Chaostruppe wohl die oberen Decks früher als erhofft unsicher machen müssen, um ihnen etwas über das Leben, das Universum und den ganzen dreckigen, stinkenden Rest beibringen zu können.
Schließlich gelang es ihm die klemmende Tür zu öffnen. Die Kabine maß etwa zehn Meter im Quadrat, und fünf grünlich schimmernde Matratzen lagen kreisförmig am Boden An den Wänden hinten in kurzem Abstand eine Reihe von sanft brummender Aggregate, die irgendwelche Komfortsysteme für andere Orte des Schiffes bedienten, ohne das etwas von diesem Komfort in den Raum entwich. Nicht verbundene Kabel hingen von der Decke, und weitaus mehr davon wurden auf altmodischen Gitterbahnen an der Decke entlang geleitet. Einige davon mussten wohl Flüssigkeiten oder Gase führen, denn immer wieder zuckten sie, wenn anderswo ein Ventil geöffnet oder geschlossen wurde. Das ganze machte den Eindruck als ob sich Schlangen zwischen den Leitungen verstecken würden. Glitschig genug um sich dazwischen bewegen zu können wäre es dort oben sicher, bei der Menge an kleinen Lecks die nicht identifizierbare Sprühnebel in den Raum bliesen.
Aber am beeindruckendsten war das Zentrum ihrer Kabine. Dort erhob sich wie die Rache eines längst vergangenen Meeresungeheuers eine massive Repulsorspule, die mindestens zwei Meter im Durchmesser maß. Blau und grün leuchtende Spulensegmente warfen ein gespenstisches Licht in den Raum, und der stetige Wechsel erzeugte geisterhafte Schatten nicht nur im Rohrdschungel über ihren Köpfen.
Satrek wusste, das die Spule nur Teil der ganzen Anlage war, so viel hatte er ohne besonderes Eigeninteresse bereits über Raumschiffe dieser Größe gelernt. So wusste er auch das das ohnehin bereits ohrenbetäubende Surren, das von der Repulsoranlage aus ging, erst ein Vorgeschmack war auf das was sie erwartete wenn die Repulsoren zündeten und sie von Lianna weg in den Weltraum befördern würden.
Und dann war da natürlich noch der Hauptantrieb, der sich auf dem weg zum Orbit einschalten und jeden nicht abgeschirmten Raum des Schiffes in starke Vibrationen versetzen würde.
Unangenehme Lichter, Dauerbrummen der Aggregate an den Wänden, das bevorstehende Dröhnen der Repulsorspule und das Donnern des Hauptantriebs, von dem penetranten Geruch von synthetischen Schmierstoffen, Desinfektionsmitteln und Ugnauthen ganz zu schweigen.
Satrek breitete seine Arme theatralisch aus um seinen Begleiterinnen die Kabine zu improvisieren, die seiner Meinung nach jeden Credit wert gewesen war, auch wenn er lauter sprechen musste um seine Begeisterung kund zu tun.


Perfekt!

Jedi-Basis - Raumhafen - an Bord der “Rachsüchtigen Lady” - Substandard-Unterdeck - Angelique, Beka, Siva, Visas und Satrek
 
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Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Krankenstation - Mathew und Vail

Matthew war sich nicht sicher ob Summer das nicht schon wusste. Er wollte es nicht aussprechen. Aber er konnte sich vorstellen was Summer mit sich selbst durchmachte. Es war einfach die Angst wie andere sie ansehen konnten. Das konnte er zu gut nachvollziehen. Er sah zu Vail als sie sich auf den weg zur Krankenstation machte. Jeden schritt den sie sich diesem Ort näherten wurde er langsamer. Vail seine Verletzungen, seine fehlungen zu zeigen war eine Sache. Doch noch jemanden auf der Krankenstation? Matthew verließ der Mut so schnell wie er gekommen war. Er sah Vail vor der Tür an und in seinem Gesicht stand die Angst. Die Angst davor was da drinnen passieren würde. Die Ärzte auf seinen Planeten waren nicht grade zimperlich oder für ihren freundlichen Umgang bekannt. Im Grunde waren sein ganzes Volk wie sein Vater doch so wollte er das natürlich nicht sagen. Er musste etwas sagen, das war schlichtweg unumstößlich. Er blickte Vail ruhig in die Augen und nahm nochmal allen Mut zusammen.

" Ich kann da nicht alleine rein. Ich hab Angst es nochmal jemand zeigen zu müssen"

Erklärte Matthew und sah Vail unsicher an. Er war einfach nicht gut in diesen Dingen. Er konnte nicht gut sagen wovor er Angst hatte oder was er nicht konnte. Bei seiner bisherigen Kindheit war das sicher kein Wunder. Er kam aus einem Elternhaus, das ihn bei jeder schwäche schlug. Vail tat es nicht. Er war freundlich und gut zu ihm. Ganz anders als sein eigenes Volk. Ruhig sah er zur Tür.

"Ich könnte es vielleicht wenn du mich rein begleitest. Ich bin nicht so stark wie alle denken"

Erklärte er sanft und hoffte das Vail es verstand. Er wollte nicht als Feige gelten, doch er war eben auf eine weise Feige. Zumindest sah er sich so. Er sah immer wieder unsicher zwischen Tür und Vail hin und her.

Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Krankenstation - Mathew und Vail

ooc: Sorry sehr kurz leider-.-
 
Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Krankenstation - Matthew und Vail


Vail hatte bemerkt, wie Matthew langsamer wurde, je näher sie der Krankenstation kamen. Er fürchtete sich und Vail konnte es ihm nachfühlen. Trotzdem wollte er nicht einfach mit hereingehen, wenn es nicht Matthews eigner Wunsch war.
So nickte er verständnisvoll, als Matthew meinte, daß er Angst habe, seine Wunden anderen zu zeigen.



"Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, Matthew. Du hast deine ersten Schritte schon gemacht. Und für heute waren es ziemlich viele Schritte, nicht wahr?"


lobte Vail den Padawan.
Als Matthew erklärte, daß er es tun könnte, wenn Vail ihn hineinbegleitete, nickte der Ritter.



"Natürlich begleite ich dich. Ich wollte dir nur die Entscheidung überlassen. Ich hatte dir versprochen, dir beizustehen und das meinte ich auch so. Und es ist nicht feige. Es ist schon schwer genug sich einem zu offenbaren. Wie schwer dieser Gang nun für dich, kann ich nur erahnen."


Vail hatte keine solchen Erfahrungen durchmachen müssen. Seine eigene Kindheit war behütet und er liebte seine Eltern und wurde wiedergeliebt.
Und so betrat er gemeinsam mit Matthew die Krankenstation, wo eine Ärztin hinter einem Schreibtisch saß und sie nun anblickte.



"Guten Tag, mein Padawan Matthew hat Wunden am Rücken, die behandelt werden müssten."


informierte Vail die Ärztin kurz und knapp.


Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Krankenstation - Ärztin, Matthew und Vail
 
Jedi-Basis - Raumhafen - an Bord der 'Rachsüchtigen Lady', Substandard-Unterdeck - Angelique, Visas, Siva, Beka, Satrek

Nachdem Satrek aus einem Ölgemälde die Lage ihres Quartiers gelesen hatte und die kleine Truppe es dann auch tatsächlich ohne weitere Zwischenfälle erreichte, traute Beka erst einmal ihren Augen nicht. Und ihren Ohren, als ihr Meister das für perfekt hielt. Das muss Sarkasmus gewesen sein. Beka konnte förmlich spüren, wie ihr Immunsystem die Abwehr formierte und die Leberwerte schlechter wurden. Andererseits war sie auch schon wesentlich unbequemer gereist, das hier würde wenigstens keine Thrombose verursachen. Dafür aber möglicherweise einen Hörsturz ... aber: Man soll ja alles positiv sehen! Also...

"So wollte ich immer schon wohnen - Partybeleuchtung, Surroundsound mit Subwoofer, ein Bett, aus dem man fallen kann, ohne gleich eine Gehirnerschütterung zu bekommen, und das alles automatisch geschmiert!"

Beka stellte den adoptierten Koffer neben einer der Matrazen ab und überlegte, ob sie es wagen könnte, das Ding umzudrehen. Vielleicht besser nicht. Ein vorsichtiger Blick hinüber zu Visas, dann ein weiterer spitzbübischer hinüber zu Siva. Zaghaft stubste Beka die Matraze mit einem Fuß an - und wurde wider Erwarten nicht gebissen.

"Ich nehm' die hier... wir sind schon Freunde",

verkündete Beka daraufhin. Es war ohnehin egal, ein Platz war so gut wie der andere... oder besser, so schlecht wie jeder andere. Positiv gedacht - alles in allem ein gutes Omen, wenn man unten angekommen ist, kann es ja eigentlich nur noch bergauf gehen. Wenn man Murphys Gesetze außer Acht ließ. Über die man ohnehin nicht nachdenken sollte, wenn man bei Verstand bleiben will. Vorsichtshalber verkniff sich Beka trotzdem das Lächeln. Nur nichts provozieren!

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Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Krankenstation - Ärztin, Matthew und Vail

Vail war freundlich und gut zu ihm das war die erste Erkenntnis die Matthew machte. Ja er hatte heute viele kleine Schritte gemacht. Das war sicher unbestreitbar und Vail war nunmal wie der Vater auf den Matthew immer gehofft hatte. Doch es war unsinnig nach einem Vaterersatz zu suchen. Unsinnig und gleichzeitig die Denkart eines Kindes. Matthew wusste das er immernoch ein Kind war nur der Spass würde ihm verwehrt bleiben. Nach allem was er erfahren hatte war die Ausbilidung zu einem Jedi schwierig und auch wenn viele anderes sagten wurden sie im Krieg mehr oder weniger eingesetzt. Das war nicht grade ein Standort für Kinder die nach Spass suchten. Matthew sah zu der Ärztin und zog sich wiedermal sein Oberteil aus. Er ließ die Wunden begutachten. Natürlich stellte die Ärztin Fragen, auch wie es zu diesen Wunden gekommen war. Matthew warf Vail einen Blick zu.

" Meinem Dad gefiel meine ansicht zu den Jedi wohl nicht"

Das klang nichtmal trotzig. Er wollte nur nicht jedem ausbreiten müssen wie sein Vater ihn geschlagen hatte. Er hatte sich Vail offenbart und Summer wusste auch davon. Das würde erstmal genügen müssen. Matthew schnappte sich einen angeboten Keks und schob ihn sich in den Mund. Er warf Vail einen Blick zu, während die Ärztin sich um seine Wunden kümmerte. Was nicht ganz schmerzfrei von statten ging. Zorn stieg in Matthew auf. Er war wütend auf seinen Vater. Darauf was dieser ihn angetan hatte und gleichzeitig war es nunmal sein Vater und auf eine kranke Art liebte Matthew seinen Vater immer noch. Es war egal was der andere getan hatte. Ob Vail diesen Missverhältnis verstehen konnte? Er hatte auch Summer diese Frage schon gestellt, doch sie beide kamen nicht auf eine Antwort. Vail mit seiner unglaublichen Weisheit wusste sicher Rat.

"Vail du hast gesehen was mein Vater mit angetan hat. Ist es falsch ihn trotzdem nicht zu lieben? "

Diese Frage brach einfach aus ihm heraus. Seid seiner Flucht von seinen Eltern und der beschwerliche Weg zu den Jedi hatte er sich genau das gestellt. Doch er hatte bisher wirklich keine Antwort darauf gefunden. Er liebte seinen Vater und auch seine Mutter, doch verzeihen konnte er keinem von beidem. Sicher nur sein Vater hatte es ihm angetan, doch seine Mutter sie hatte nichts dagegen unternommen. Seine Mutter hatte nur zugesehen. War das vielleicht nicht unweit schlimmer? Kurz verzog Matthew das Gesicht und sah Vail an. Er maß ihn eine weile mit diesen Blick. Diese nächste Frage konnte sicher dafür sorgen das er in Vails Gunst nicht mehr so gut stand. Doch er musste das jetzt wissen. Es gab nichts was er mehr wissen wollte.

"Müsste ich meine Eltern hassen? Ist es Falsch sie trotz allem zu lieben Vail?"

Eine weitere Frage die ihm einfach auf der Seele gebrannt hatte. Etwas was er wissen musste. Matthew hoffte das Vail eine passende Antwort auf dieses Dilemma hatte. Dieses Dilemma in dem sich Matthew befand. Ob Vail es lösen konnte, das wusste Matthew nicht doch der andere hatte ihm ohnehin schon sehr geholfen. Diese Tatsache stand außer Frage. Matthew warf Vail nun einen besorgten Blick zu in der Hoffnung das er alle wirren lösen konnte.

Lianna- Lianna City - Jedi-Basis– Krankenstation - Ärztin, Matthew und Vail
 
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