Lianna

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Wenn Tenia ehrlich war, konnte sie sich auf die wenigsten Dinge, die sie bisher im Orden erfahren hatte, einen Reim machen. Früher oder später würde sie sicher noch an Erkenntnise kommen, aber für diesen Moment, wollte sie nichts von der Macht wissen, sondern einzig und allein etwas von Bewegung.

Gun blieb, als er weiter zu Tenia sprach, förmlich und höflich und erinnerte die Nullianerin so ein wenig an Talery, die anfangs auch so geredet hatte. Geschwollen. Etwas, was Tenia eigentlich gar nicht vertragen konnte, genauso wenig wie das ganze Gerede in der dritten Person. Aber heute hatte sie sich oft genug zwischen die Stühle gesetzt und weil Gun, obwohl er so hochgestochen sprach, nicht von oben herab kam, versuchte Tenia sich an dieser Tatsache gar nicht erst zu stören. Schließlich hatte ihre schlechte Laune etwas mit den Räumen zu tun und nicht mit Gun. Eine glorreiche Erkenntnis an diesem Tag. Und hoffentlich auch die letzte für heute…

Das dunkeläugige Wesen gab zu, ebenfalls ungeübt in der Macht zu sein, was nur ein geringer Trost war. Aber wenigstens keimte ein klein wenig Hoffnung in Tenia auf, als Gun erklärte, dass sich manche Geräte auch ohne Machtnutzung benutzen ließen. War es nicht geschummelt, wenn man seltsame Kräfte dazu verwendete, damit man Geräte benutzen konnte? Eine Frage, die Tenia durch den Kopf schoss. Aber eine Antwort gab es darauf nicht. Bisher hatte sie noch keine Machtanwendung gesehen und so lag sie, fernab ihrer Vorstellungskraft. Da war ihr Rucksack gewesen, der sich plötzlich und wie aus Geisterhand wenige Zentimeter zu ihr bewegt hatte. Wenn das die Macht war, wie nutze man sie dann um Sport zu treiben? Eine Frage die genauso überfordernd war, wie alle anderen Fragen die mit dem Orden zu tun hatten.
Tenia kannte nur ihre Dorfschule. Wenige Schüler und einen Lehrer, der einem alles beibrachte. Hier aber, war alles anders. Auf Lianna angekommen, war Tenia auf Rosita gestoßen, die sie zu Eowyn gebracht hatte. Und Eowyn hatte alle zum frischmachen geschickt, aber nicht gesagt, was dann passieren sollte. Alles in allem waren die Jedi sehr seltsam. Wenn Talery, Tenia selbst und nun auch Gun nichts über die Macht wussten, war das sogar sehr verwirrend. War es denn nicht Aufgabe von Großmeistern oder Räten Neuankömmlinge zu begrüßen und einzuweisen? Eowyn hatte der Nullianerin lediglich ein Zimmer zugewiesen. Und wenn Tenia weder Rosita noch die Großmeisterin weder fand, was sollte dann passieren? Vor allen, wenn es hier Räume gab, die man nur dann richtig nutzen konnte, wenn man die Macht hatte?

Tenia versuchte diese verstörenden Gedanken zu vertreiben, als sie wieder Gun lauschte, der zugab, dass er nicht den besten Orientierungssinn hatte und in eien Richtung zeigte, von der er glaubte, dass sie zum Ziel führen würde.

„Ich kann nur das wiederfinden, was ich schon gesehen habe,“
gab also auch Tenia zu.

„Viel war das aber nicht.“
Bestimmt würde sie hier nicht das Glück haben, dass ihr etwas verriet, wo sie lang gehen musste, um einen Bewegungsraum zu finden. Das war bisher nur einmal auf Null geschehen.
An dem Tag, an dem sich Tenia das erste Mal in ihrem Leben verlaufen hatte. Sonst war ihre gute Orientierung ihre größte Stärke. Hier im Orden aber, kannte sie nur den Weg zum Ausgang, zu ihrem Quartier, zur Kantine und den Weg zu Talery.
Schließlich räusperte sich die Nullianerin einmal kurz, als sie die nächsten Worte genau abwog.
„Ich möchte nicht unhöflich sein,“
begann sie dann und meinte jene Worte, durchaus ernst. Unhöflich war sie heute schließlich oft genug gewesen.

„Aber würde es euch etwas ausmachen, wenn wir auf die Ansprache in der dritten Person verzichten?“
Sie überlegte kurz und fügte dann, mit einem winzigen Lächeln hinzu: „Als Vielleicht-Sportler, meine ich.“
Das hieß, sie mussten erst einmal den Raum wieder finden. Und Gun hatte schließlich gar nicht gesagt, ob er auch noch mal Sport machen wollte, schließlich kam er ja gerade von einer Einheit... Aber etwas ebsseres war Tenia nicht eingefallen. Sie war eben nicht die Frau der großen Worte und schon gar nicht die, der richtigen.

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|| Lianna-System || Lianna City || Cron’s Starlodge || Hotelhalle || Krizz, Kadajj ||


Der furchtbar charmante Kopfgeldjäger wurde in seinem anfänglichen, unbeschwerten Tun direkt von der attraktiven Erscheinung seiner Begleitung ausgebremst. Kadajj Riyoss in entsprechender Abendgarderobe machte schlichtweg sprachlos. Selbst ein so wortgewandter und dreister Zeitgenosse wie Krizzlain Frost benötigte einige Herzschläge, um sich zu sammeln. Natürlich huschte ihm ein mehr als keckes Grinsen auf sein Antlitz. Und seine kahlköpfige Abendbegleitung an sich war auch alles andere als die Unschuld vom Lande. Mit aufblitzenden Augen fragte sie - jede Damenhaftigkeit vergessend - nach dem Ziel des Abends.
Noch während sich der Söldner über die getrockneten Lippen leckte, malte er sich eine mögliche Ausschweifung in Anschluß an ein ansprechendes Abendessen aus. Und in solcherlei Vorstellungen war Krizz wirklich kreativ. Und einfallsreich.


"Ob ich so mit Dir ausgehen kann? Ich werde die anderen männlichen Gäste im Restaurant mit Waffengewalt von Dir fernhalten müssen! Aber das mache ich gern, keine Sorge ..."

Krizz verzichtete wohlweislich darauf, aufs Achselholster zu klopfen. Seine Begleiterin musste nicht direkt mit Beginn des Abends von seiner Bewaffnung wissen. Und später konnte man die Schusswaffen noch auf elegante Art und Weise loswerden, ohne das er in Erklärungsnot geriet. Wichtig war nun einzig und allein der anstehende Abend. Abermals schenkte er Kadajj ein Lächeln, dieses Mal weniger spitzbübisch - vielmehr wärmer.

"Ich dachte wir suchen uns ein verträumtes Restaurant, erzählen ein wenig von uns und erfahren, mit wem wir da eigentlich nach Tatooine reisen ..."

Auch wenn er es nicht wollte - an diesem Punkt kam der Profi in Krizz durch. Informationen und Kenntnisse über den Gegenüber waren immens wichtig für einen Kopfgeldjäger. Und die jahrelange Routine brachte ein wenig standarisiertes Vorgehen mit sich. Doch es war eine fast schon ritualisierte Eigenart des smarten Mannes.

"Als dann, schöne Frau, auf gehts. Ich habe meine Barschaft anbei, meine bezaubernde Begleitung hier ... Lianna liegt uns zu Füßen. So wie der kleine Padawan heute nachmittag."

Geschmacklos, diese Art von Humor. Allerdings war diese Form der Unterhaltung eng mit Krizz verbunden. Er war bekannt für seinen morbiden Witz und seine fast schon menschenverachtende Geringschätzung gegenüber anderen. Letztlich war es nicht mehr als eine Art Selbstschutz, um sich in der harten Galaxie zurecht zu finden. Und um nicht jeden Gejagten und jeden Erschossenen zu betrauern. So behielt er sich selbst einen Teil seiner Menschlichkeit bei - auch wenn er nach aussen bisweilen alles andere als menschlich wirkte.

Das Duo nahm kurz darauf ein weiteres Mal ein repulsorbetriebenes Personenbeförderungsmittel und ließ sich zu einem namhaften Etablissement chauffieren. Das Restaurant - Silent Garden mit Namen - bestach durch eine überaus pompöse Ausstattung, eine ausgefallene Architektur und seine Droiden-Bedienung. Krizz führte Kadajj an einen freien Tisch - nach freundlicher Einweisung durch einen Empfangs-Droiden - und rückte der Barhäuptigen den Stuhl zurecht. Kurz darauf nahm er selbst Platz. Nach einer raschen Bestellung der Getränke widmete sich der Söldner dem eigentlichen Anliegen - einem anregenden Gespräch.


"Nun, Kadajj, bist Du schon aufgeregt wegen der Reise nach Tatooine? Oder gehe ich Recht in der Annahme, dass es nicht die erste längere Reise für Dich ist? Du hast Dich an der Spelunke gut geschlagen - auch mit dem Blaster. Ich war schon ein wenig beeindruckt."

Ein Aufblitzen in den Augen des Kopfgeldjägers dokumentierte seine Bereitschaft für eine nette kleine verbale Auseinandersetzung. Das war seine Art, in die rechte Stimmung zu kommen.


|| Lianna-System || Lianna City || Restaurant 'Silent Garden' || verträumtes Plätzchen || Krizz, Kadajj ||
 
- Lianna - Lola Curich - Jedibasis - altes Gebäude - Eowyns Zimmer, mit Aketos

Noch bevor Aketos antworten konnte, fiel Eowyns Blick auf ihr Kom neben ihrem Handtuch - sie hatte eine neue Nachricht bekommen, während sie unter der Dusche gewesen war. Sie sah die Nachricht durch, während sie sich ihren zweiten Stiefal anzog und wusste erst einmal gar nicht, wie sie reagieren sollte. Denon... Hm. Sie hatte sich nicht absolut auf dem Laufenden gehalten, von der Schlacht wusste sie - aber viel mehr auch nicht. Allerdings würde an Bord der Thranta noch genug Zeit sein, sich mit den aktuellen Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Das war erst einmal eine Sache auf der unteren Prioritätenliste. Primär sollte sie sich wohl um den Abflug der Thranta kümmern. Außerdem Rätin Sarid mitteilen, dass sie die Mission übernehmen würde, und dann ihrem Padawan und den weiteren Teilnehmern der Mission Bescheid geben.

Entschuldige mich einen Moment..., meinte sie zu Aketos und zog sich an das andere Ende des zugegebenermaßen nun recht kleinen Zimmers zurück, um erst einmal Sarid eine kurze Nachricht zu schicken um ihr mitzuteilen, dass sie den Auftrag erhalten hatte, und dann mit der Thranta in Kontakt zu treten.

~ Kommnachricht an Rätin Sarid Horn ~

Hallo Sarid,
ich werde mich sofort mit der Thranta in Verbindung setzen und alles weitere regeln.
Gruß,
Eowyn

~ Kommnachricht an Rätin Sarid Horn ~


Gleich darauf nahm sie Kontakt zur Thranta auf. Es dauerte eine Weile, bis sie eine Verbindung bekam, und in der Zwischenzeit ordneten sich langsam ihre wirbelnden Gedanken. Weshalb die Räte ausgerechnet sie auf eine Mission schickten, die hauptsächlich für Heilung sorgen sollte, war ihr nicht ganz klar. Sicher, sie hatte ein gutes Einfühlungsvermögen und kam gut mit den meisten Wesen in der Galaxis klar, aber heilen war nun nicht ihre Stärke. Was auch ihre Hand bewies, die bei einer geschickten Heilerin sicher besser aussehen und weniger schmerzen würde. Naja. Sie würde ja vermutlich ohnehin kaum zum Heilen kommen - darum sollten sich dann ruhig die anderen Jedi kümmern. Schließlich aber hatte sie jemanden in der Leitung, und schließlich konnten sie sich nach einer kurzen Diskussion darauf einigen, noch heute Abend abzufliegen. Das hieß, sie hatte immerhin ein wenig Zeit, um alle teilnehmenden Personen zu informieren, diese einzusammeln und zum Raumhafen zu kommen. Das sollte möglich sein.
Allerdings hieß das, dass ihr Traum von einem Glas schöner, kühler blauer Milch geplatzt war. Endgültig.

Stattdessen würde es wohl irgendetwas werden, was sie sich unterwegs zwischen die Zähne schob, so wie meistens. Aber gut, daran ließ sich nichts ändern, immerhin
hatte sie etwas zu essen und abgesehen von der Sache mit der Hand auch keine körperlichen Beschwerden - im Gegensatz zu den Lebewesen auf Denon.
Sie machte die drei Schritte zu ihrem Bett zurück und wickelte schnell einen Verband um ihre Hand, während sie im Geiste schon die Nachricht an die teilnehmenden Jedi durchging. Nachdem der Verband saß begann sie, die Nachricht zu tippen.



Kommnachricht an die Teilnehmer der Hilfsmission nach Denon.

Die Thranta wird heute abend um zehn Uhr Ortszeit den Raumhafen verlassen. Ich bitte euch alle, pünktlich zu erscheinen. Ich werde um acht mit einem Gleiter der Basis hinüberfahren, wer möchte, kann sich gerne anschließen und mich bei den Gleitern treffen.

Großmeisterin El'mireth

Sarid hatte ihr eine Liste der Teilnehmer mitgeschickt, und an diese versendete sie nun die Nachricht. Was nun... richtig, eine Nachricht an Rinson.


~ Kommnachricht an Rinson Forsim ~

Hallo Rinson,
ich habe soeben den Autrag erhalten, einen Hilfseinsatz nach Denon zu leiten. Das bedeutet, dass wir beide auf unsere erste gemeinsame Mission aufbrechen werden. Unser Schiff geht heute abend um zehn Uhr Ortszeit, bitte triff mich um acht bei den Gleitern. Nimm nur sehr leichtes Gepäck mit, Dinge, die du wirklich brauchst - alles weitere sollte sich eigentlich auf der Thranta befinden.
Gruß,
Eowyn

~ Kommnachricht an Rinson Forsim ~

Bei diesen ganzen Nachrichten konnte einem ganz schön schwindelig werden. Gut, was noch... sie ging alle Punkte in ihrem Kopf durch, aber es schien so, als ob zumindest das Wichtigste erledigt worden war... Ach herrje. Die Padawane. Sie hatte sich doch eigentlich mit ihnen in der Kantine treffen wollen. Sie blickte auf ihr Chrono - sie war nun ohnehin schon zu spät, vermutlich hatten diese sich schon anderweitig beschäftigt. Auch gut, ohne eine störende Großmeisterin kam man viel leichter miteinander in Kontakt. Also griff sie nach ihrer kleinen Reisetasche und begann zu packen - nur das Nötigste. Dabei lächelte sie Aketos zu, welche die ganze Zeit stillschweigend geblieben - und zu ihrem Treffen in der Kantine ebenfalls zu spät war.

Du siehst - als Jedi muss man spontan sein. Eben noch ein ruhiges Abendessen in der Kantine geplant, und nun in wenigen Stunden schon im Weltraum.

- Lianna - Lola Curich - Jedibasis - altes Gebäude - Eowyns Zimmer, mit Aketos
 
Lianna – Lola Curich – Jedibasis – Kantine – Rilanja, Visas, Laurin, Martarr, Joras, Tenia und Talery

Dieses Mal schien die andere Stimme der beiden zu schweigen und stattdessen fand nun Laurin wieder zu Wort, ein Gedanke, welcher ein leichtes Lächeln von Seiten des blinden Jungen auszulösen schien. So war es zumindest an den Mundwinkeln zu erkennen, welche sich ein wenig nach oben bogen. Diese Person, welche eine etwas kratzige Stimme hatte, hatte wohl endlich ihre Sprache wieder gefunden und schien sich nun von Joras und Martarr verabschieden zu wollen. Bisher fand der blinde Junge dieses Lebewesen ein wenig aufdringlich und doch hatte er dazu geschwiegen, denn ihm war durchaus bewußt, dass er eher zurückhaltend auf andere wirken musste. Bei dem Gedanken daran zuckte er jedoch nur ganz leicht, eigentlich auch kaum sichtbar, mit den Schultern.

Gute Nacht...

antwortete er dann leise und schnappte sich nun seinen Stab, welcher immer noch gegen den Tisch lehnte. Routiniert stand er auf und während Joras sich nun dem Abräumband näherte - oder zumindest dem Ort, wo er es vermutete - hörte er nun auch schon leise Schritte, welche sich langsam aber sicher von ihm entfernten. Laurin war offenbar sehr leichtfüßig, was bedeutete, dass er wohl offenbar klein gewachsen war und auch nicht besonders viel wog. Vielleicht hätte Joras ihn einmal nach seiner Rasse fragen sollen oder möglicherweiße würde sich so etwas irgendwann auch einfach ergeben. Er spürte nun ein leichtes Vibrieren vom Stab her und runzelte ein wenig die Stirn - anscheinend war er auf eine Art Hinderniss gestoßen und blieb nun auch auf der Stelle stehen. Vorsichtig nahm er die Tasse, in welcher sich vor wenigen Minuten noch Tee befand, in die Hand welche den Stab hielt und begann dann, die andere Hand leicht nach vorne zu strecken. Es dauerte nicht lange bis seine Finger sichtbar zurück zuckten, da sie auf kaltes Metall gestoßen waren. Ein wenig drehte nun Joras den Kopf zur Seite und umfasste eine Art kalten, metallenen Stab mit einer äußerst glatten Oberfläche und fuhr diesen entlang. Wenige Sekunden später hatte er auch herausgefunden, um was es sich hier handelte - es war das Abräumband und mit ruhigen Bewegungen platzierte er nun auch die Tasse darauf. Dann kehrte er sich langsam vorwärtstastend zu dem Tisch zurück.

Komm, ich zeig dir die Trainingsräume...

brummte Joras dann im Vorbeigehen Martarr zu, eher gesagt, er brummte es dorthin wo er ihn vermutete. Mit gesenkten Kopf machte sich der junge Chalactaner nun langsam tastend auf dem Weg in Richtung der Trainingsräume und sofort, beim Verlassen der Cantina, konnte er eine Veränderung im Klang seiner Schritte wahrnehmen. Im Gegensatz zur Cantina, deren Boden etwas heller klang und sich mit Metall vergleichen lies, waren hier die Geräusche etwas dumpfer und tiefer. Offenbar bestand der Boden der Gänge aus Beton, Joras empfand diese Gegebenheiten für seine Orientierung als äußerst nützlich. Nur wenige Minuten später konnte der blinde Junge bereits einige Geräusche, offenbar Sprache, nicht weit vor sich vernehmen, was nur zu einem Stirnrunzeln führte. Es schien, als würde einer der Trainingsräume gerade benutzt werden und gerade bei diesem Gedanken vernahm er auch schon ein leises Zischen und einen Luftzug - womöglich eine dieser Schiebetüren, welche immer noch ein schlechtes Gefühl bei dem Jungen hervorriefen.


Ich..ich hoffe, wir stören nicht?

fragte er dann mit einem kleinlauten und verlegenen Unterton offen in den Raum hinein und senkte dabei etwas den Kopf nach unten.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Ly'fe, Joras, Martarr



@Wes: Joras hat jetzt nur seinen Taststab in der Hand, die Augen sind normal geschlossen bzw. seine Binde hat er halt grad nicht an.
 
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Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - auf dem Weg zur Kantine - Brianna und Talery

Kurz zögernd musterte Talery ihre Gesprächspartnerin, während sie sich auf den Weg zur Kantine machten. Es schmerzte die junge Caamasi etwas, dass Eisblume offenbar ebenso wenig wie Harzmoos schon einmal etwas von ihrem Volk gehört hatte. Dabei waren doch die diplomatischen Fähigkeiten der Caamasi doch so legendär, zumindest hatte sie das geglaubt. Aber wer erinnerte sich schon an eine nun lediglich einige Tausend Wesen kleine Spezies?

"Das höre ich nicht zum ersten Mal".

Erwiderte Talery nur. Die Traurigkeit wegen der Verlustes ihrer Heimatwelt übermannte sie wieder, und sie brachte es nicht über sich die ganze deprimierende Geschichte so schnell erneut in voller Länge zu erzählen.

"Es ist eine längere Geschichte und schon über zwei Jahrzehnte her, dass es kaum noch Caamasi gibt. Aber ich denke ich habe zumindest schon einmal etwas von Echani gehört, auch wenn ich dich natürlich nicht als eine solche identifizieren hätte können. Deinen Duft allerdings werde ich mir auf jeden Fall einprägen. Ich mag ihn jedenfalls. Wir Caamasi haben nämlich einen exzellenten Geruchssinn und können tausende verschiedene Aromen erkennen und zuordnen. Daher wunder dich nicht, falls ich manchmal auf irgendetwas aus deiner Sicht komisch reagiere."

Damit bereitete die fragile Vogelfrau Eisblume auch gleich ein bisschen darauf vor, dass die Caamasi in der Kantine bestimmt wieder einiges zu meckern hatte und lange zum Aussuchen brauchte. Auch wenn sie sich natürlich bemühen wollte ihre Ansprüche etwas herunter zu schrauben, fügte sie gedanklich hin. Als Eisblume dann geschmeichelt auf Talerys Kompliment bezüglich ihrer Robeneigenkreation zu sprechen kam musste die Caamasi schmunzeln.

"Ich wüsste noch einige Stoffe, die noch schöner schimmern und deine Figur noch besser zur Geltung bringen würden. Aber ich fürchte das Budget des Jedi-Orden für Kleidung dürfte nicht ansatzweise hoch genug sein."

Plapperte die Gefiederte weiter, während sich ihre Gesichtsfedern ein bisschen in die Breite zogen, einem Caamasiäquivalent zu einem Lächeln.

"Aber wenn du es in einer wohl so schwierigen Zeit geschafft hast aller Widrigkeiten zum Trotz soviel zu lernen, dass du befördert wirst, dann musst du ja gut sein. Wobei ich natürlich keinerlei Ahnung habe wie sonst eine Ausbildung bei den Jedi auszusehen hat. Du könntest mich von einem Ende der Galaxis zum anderen schleppen und ich würde dich mit Freuden begleiten. Neue Gerüche kennenzulernen ist nämlich meine große Leidenschaft. Aber nicht nur Spezies, sondern auch Planeten selbst haben bisweilen wunderbar angenehmer Aromen, während andere schon fast stinken. Lianna z. B. empfinde ich nicht wirklich als angenehm. Aber ich bin natürlich auch für den Anfang damit zufrieden, wenn du mit mir erstmal die Basis erkunden möchtest."

Sie wollte ja nicht zu fordernd klingen. Irgendwie schien Talery bei diesem Gespräch schon etwas aufzublühen. Eisblume war mitteilsam, sie hörte ihr zu, interessierte sich für Mode und war auch schon recht viel in der Galaxis herum gekommen. Sie hatten wirklich viele Gemeinsamkeiten. Als Brianna ihr zudem auch mitteilte, dass die Echani zumindest immer viel Freizeit gehabt hatte, war sie schon etwas erleichtert, denn ihre Befürchtungen diesbezüglich hatten sie schon etwas geplagt.

"Nein, ich hab bisher noch nicht wirklich etwas mit dieser ominösen Kraft gemacht. Wobei ich mir zwar nicht sicher bin, da ich meinte gestern kurzzeitig etwas Seltsames wahrgenommen zu haben. Aber keine Ahnung, ob das eine Auswirkung dieser Macht war."

Versuchte sie so gut wie möglich zu umschreiben was sie in dem langen und am Ende doch recht versöhnlichen Gespräch mit Harzmoos kurz gespürt hatte. Immerhin war Eisblume ja schon eine Jedi. Also musste sie auch schon diverse Erfahrungen damit gemacht haben. Zudem kannte Talery sonst ja auch kaum jemanden, den sie fragen konnte. Daher ergriff sie diese Gelegenheit mit beiden, dreifingrigen Händen.

In der Kantine angekommen war die junge Caamasi ähnlich wählerisch wie gestern Abend. Bestimmt 10 Minuten musterte sie das Buffet, sog prüfend immer wieder die Gerüche der Speisen ein ehe sie ein kleines Häuflein mit an den Tisch zu Eisblume brachte. Diese hatte im Gegensatz zu ihr einen riesigen Berg an Essen angehäuft, welchen Talery einen Moment lang ungläubig anstarrte. Brianna riss sie allerdings aus ihrer Verwunderung, indem sie weiter etwas von sich erzählte. Es freute die Caamasi zu hören, dass die Echani auch eine Händlerstochter war. Aber eine Eingebung ließ sie inne halten, obwohl sie an sich schon ganz gerne gewusst hätte womit Eisblumes Eltern gehandelt hatten. Die nächsten Worte der Jedi bestätigten ihre Vermutung, daher ließ sie das Thema selbstverständlich fallen. Es war nicht in ihrem Sinne so eine nette Gesellschaft durch für sie unangenehme Fragen vor den Kopf zu stoßen.


"Sagen wir mal so, ich habe einen empfindlichen Magen und es gibt wenig Speisen, die allein für Caamasi gekocht werden. Daher brauche ich da meistens etwas länger zum Aussuchen."

Für die Zeit, die sie zum Aussuchen gebraucht hatte waren die drei kleinen rötlichen Früchte, die Schale mit weißlichem Körnermus und einem brotartigen Teigklumpfen gar nicht schlecht als Ausbeute, befand die Caamasi, wobei sie mengenmäßig ungefähr nur ein Drittel des Frühstücks auf dem Tablett hatte, das Eisblume aufgetürmt hatte. Aber jedem das Seine. Zumindest konnte Talery den Geruch des Essens ihrer Zimmerkameradin tolerieren, also musste sie zufrieden sein. Sie war zufrieden, korrigierte sie sich. Die Caamasi hatte ja Harzmoos versprochen sie zusammenzureißen.

Während Talery sich noch so ihre Gedanken über ihr Essen machte und sich die Gerüchte nacheinander sorgsam einprägte, um nach und nach heraus zu bekommen was sie in dieser Kantine gefahrlos essen konnte, gesellte sich das etwas kleinere, blauäugige Mädchen mit dem kupferroten Haaren namens Kastalla von gestern zu ihnen. Meerbrise war ihr Geruchsname. Auf ihrem Tablett war sogar noch weniger als auf dem der Caamasi. Sie fragte tatsächlich was Talery gestern von ihr wissen wollte. Im ersten Moment überrascht fiel ihr gar nicht ein was Meerbrise meinte. Dann erinnerte sie sich daran, dass die Rothaarige gestern ja ziemlich schweigsam gewesen war, während Talery sich erfolglos darum bemüht hatte ein Gespräch mit ihr anzufangen.


"Ach ja, ich wollte wissen welcher Spezies du angehörst, denn eine Menschin bist du gewiss nicht. Aber du warst ja gestern bei Großmeisterin Eowyn so still."

Plapperte Talery im Überschwang ihrer angenehmen Unterhaltung mit Eisblume gleich weiter.

Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Kantine - Kastalla, Brianna und Talery
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Cantina - u. a. Kastalla, Talery und Brianna

Der Grund, warum Talery beim Thema „Caamasi“ unangenehme Gefühle bei ihrer Gesprächspartnerin erwartete, war also, dass vor über zwanzig Jahren etwas Schlimmes passiert sein musste, und das machte die Vogelfrau traurig. Brianna hätte gerne gewusst, was damals vorgefallen war, fand aber, dass es nicht richtig war, beiläufig auf den Gängen auf dem Weg in die Kantine danach zu fragen, und blieb daher bei leichteren Themen.

„Schön, dass du meinen Geruch magst! Ich habe in meinem Leben schon alle möglichen seltsamen Dinge gesehen und denke, dass ich mich darauf einstellen kann,“

Entgegnete die Echani lachend, die sich aber dennoch fragte, auf welche komischen Verhaltensweisen sie sich einstellen musste. „Ich setze mich nicht auf diesen Stuhl, auf den hat vor zwei Wochen ein Gotal gesessen“? Aber vielleicht bedeutete „komisch“ ja auch vor allem „unverständlich“ und nicht unbedingt „schrullig“ und „schwierig“, mal sehen. Ein paar Eigenheiten schien sie ja zu haben. So schien sie großen Wert auf teure Kleidung zu legen, positiverweise bewunderte sie aber wohl die schlanke, athletische Figur der Weißhaarigen.

„Ich bin froh, dass sie das mitgemacht haben. Ich weiß, dass es Stoffe gibt, die optisch noch mehr hermachen, aber dieser hier ist robust und sehr flexibel. Auch nicht gerade billig, doch es gibt nichts besseres, um darin zu kämpfen.“

Erklärte sie bereitwillig, obwohl sich die Anforderungen an Kleidung bei den beiden Frauen doch sehr unterschieden. So hatte man beim Entwurf von Talerys Kleidung offensichtlich keinen Gedanken an die Möglichkeit, unerwartet angegriffen zu werden verschwendet. Brianna hätte schon unter normalen Umständen das Gefühl gehasst, in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt zu sein. In solcher Kleidung würde sie sich nicht wohl fühlen, so ansprechend sie auch aussehen mochte.

„Danke,“

Meinte die Ritterin vom Lob der Caamasi geschmeichelt. Gut zu sein, das hörte sie inzwischen öfters, aber subjektiv noch lange nicht oft genug. In dieser Hinsicht glaubte sie, viel aufzuholen zu haben, da es den längsten Teil ihrer dualen Macht-Ausbildung ganz anders gewesen war.

„Ich kann dir versichern, dass es alles andere als leicht für mich war, nachdem ich den halben äußeren Rand in meiner Ausbildung bereist habe. Aber ich finde es schön, dass du mich begleiten würdest. Auf jeden Fall gibt es Hoffnung, wenn dir Lianna nicht gefällt. Es scheint nämlich normal zu sein, dass das Leben eines Jedi viel aus Reisen besteht.“

Mit der Macht hatte das Vogelwesen indes noch keine Erfahrungen gesammelt, von einem seltsamen Gefühl am Vortag einmal abgesehen.

„Gut möglich – durch die Anwesenheit so vieler Jedi fällt es mir auch leichter, auf die Macht zuzugreifen. Kannst du das Gefühl beschreiben? Ich assoziiere die Farbe blau mit ihr, und ein erfrischendes, Kraft gebendes Gefühl, etwa wie ein schöner sonniger Morgen im Frühling. Aber ich kann mir vorstellen, dass du sie eher riechen würdest…“

Mutmaßte die silberhaarige Jedi. Als sie schließlich in der Kantine ankamen, musste Brianna eine ganze Weile auf ihre Zimmerkollegin warten, obwohl, oder vielleicht auch gerade weil sie höchstens die Hälfte der Menge auf ihrem Tablett hatte, während die muskulöse Sportlerin eher mit dem Gedanken spielte, sich später nochmals Nachschlag an Obst und Saft zu holen. Talery schien das Vorhandene bereits sprachlos zu machen.

Dass die Caamasi nicht gleich neugierig nachhakte, als Brianna es sich anders überlegte und ihr nicht gleich die halbe Lebensgeschichte erzählen wollte, schrieb sie ihr als Pluspunkt gut. Später einmal vielleicht, wenn sie sich ein bisschen besser kannten, aber noch nicht jetzt und vor allem nicht hier, mit all den Leuten drumherum. Sie lächelte die Vogelfrau dankbar an.

„Was ist vor den Caamasi eigentlich zugestoßen vor zwei Jahrzehnten? Etwas, über das du reden möchtest?“

Fragte sie im Gegenzug einfühlsam. Im nächsten Moment vibrierte allerdings ihr Jedikom wegen einer erhaltenen Nachricht. Da sie bereits ahnte worum es ging, holte sie es mit einem unguten Gefühl im Bauch in der Tasche und las sie sofort, und tatsächlich stammte sie von Großmeisterin El'mireth. Die Mission startete bereits heute abend! Mit vor Schreck offenem Mund las sie die Nachricht nochmals. Sie hatte gerade damit begonnen, Talery ins Herz zu schließen, jetzt sollte sie sich bereits wieder von ihr verabschieden? Von Kestrel, ihrer besten Freundin, ganz zu schweigen? Warum konnte man ihr nicht einmal einen Tag lassen, um ihren neuen Rang zu feiern? Wo es doch so viel gab, was sie noch auf Lianna tun wollte!

Die Echani schreckte erst aus ihren Gedanken, als eine unbekannte Frauenstimme sie ansprach, aber sie konnte sich aus dem Zusammenhang keinen Reim darauf machen, worum es ging. Sie gehörte einem kleinen Mädchen oder jungen Frau (Kastalla), welches sie zuvor bereits bei der Essensausgabe gesehen hatte und das sich zwischenzeitlich zu ihnen gesetzt hatte. Es stellte sich aber schnell heraus, dass sie und Talery sich kannten. Nichtmensch, soviel stand fest. Sie sah zwar wie eine junge Menschin mit knallrotem Haar aus, aber sie war keine – sie bewegte sich anders. Ob ihre Begleiterin diese Unterschiede
roch? Größere Signifikanz hatte allerdings der Name, den die Vogelfrau beiläufig fallen ließ – Großmeisterin Eowyn? Brianna überprüfte nochmals die Anzeige des Absenders ihrer Komnachricht. Eowyn El'mireth war darauf zu lesen.

„Wenn du Eowyn… Großmeisterin El'mireth kennst, wird es dich sicher interessieren, dass sie Lianna heute noch mit Ziel Denon verlässt… und ich werde sie begleiten,“

Platzte Brianna in das beginnende Gespräch zwischen den beiden anderen Frauen. Immerhin war das
wichtig, und sie hatten keine Zeit zu verlieren. Sie fragte sich, ob Talery es ernst meinte, sie bis ans andere Ende der Galaxis begleiten zu wollen, weil sie eine verrückte Idee hatte… verrückt für sie wenigstens.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Cantina - u. a. Kastalla, Talery und Brianna
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Joras, Martarr und Ly'fe

Während Ly'fe noch seinen beiden Schützlingen Jaques und Coris beim Holzschwertüben zusah, betraten zwei weitere Padawane den Trainingsraum. Der eine war der Neuling, der vorhin erst in der Basis angekommen war (Martarr), während er den anderen vom Sehen kannte (Joras. Unter normalen Umständen hätte man ihn für einen weiteren Miraluka halten können, doch Ly'fe wusste, dass der Chalaktaner ein »normaler« Blinder war. Abgesehen davon trug er momentan keine Augenbinde, dafür aber seinen gewohnten Taststab, auf den die Leute von Alpherides naturgemäß nicht angewiesen waren. Der erfahrenere der beiden erkundigte sich schüchtern, ob sie störten, und sprach dabei in den leeren Raum hinein. Man merkte eben, dass er blind war.

»Nein, keineswegs. Wollt ihr ein bisschen mit uns trainieren? Ich weiß nicht, ob du mich kennst, ich bin Ly'fe Jør, und das sind Jaques und Coris

Stellte er sich und seine beiden Anwärter vor. Zur Begrüßung, wie es sich für ein ordentliches Kennenlernen gehörte, spielte er zudem den Beginn von »Die letzte Achterbahnfahrt der Saison«, eines von Samuots hervorragenden Spätwerken, auf seiner Fizzz, auch wenn er dabei einmal, für ihn als Bith unerklärlich, mit den Fingern abrutschte. Angesichts der hervorragenden Feinmotorik seiner Spezies war das durchaus unüblich, noch dazu bei einem geübten Musiker wie ihm. Leider war die Außenansicht in diesem Fall etwas anders als die Innenansicht.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Joras, Martarr und Ly'fe

 
Lianna - Jedibasis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Joras, Martarr und Ly'fe

Nachdem sich Laurin zurückgezogen hatte, sie beide in den Trainingsräumlichkeiten angekommen waren und Ly'fe sie herzlich begrüßte, verbeugte sich Martarr akkurat und stellte sich unter starker Nervosität vor:

Meister Ly'fe, ich möchte mich für Ihren freundlichen Empfang bedanken, mein Name ist Martarr Vartag und ich bin hier hergekommen um in die Gemeinschaft der Jedi einzusteigen, ihre Gebräuche und Sitten zu lernen; ihre Art und Weise zu leben und mir ihre ehrenhafte Gesinnung anzueignen. Ich Hoffe Sie können mir bei der Verwirklichung dieses Traumes helfen.

Er richtete sich wieder auf und machte sich schuldbewusst Gedanken um den Blinden.

Hatte er ihn nicht hier hergeführt? Aber was habe ich ihm bisher gesagt: Nichts!! Hoffentlich reagiert wenigstens die Jedi-Meisterin konstruktiv, sodass ich mir diesen so lange gehegten Traum verwirklichen kann, denn dann würde jede Sekunde hier zu einer Belohnung.

Da sich Martarr nun doch etwas zu schuldig gegenüber Joras fühlte, entgegnete er diesem:

Ich danke dir, Joras, dass du mich hierher geführt hast!

Sichtlich beruhigter er richtete sich wieder Ly'fe zu.

Lianna - Jedibasis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Joras, Martarr und Ly'fe
 
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Die junge Frau, Tenia, war wirklich ein Glücksgriff für den jungen Fechter von Glee Anselm. Sie war allem Anschein nach ebenfalls mit einer äusserst spitzen Zunge gesegnet. Das gefiel Gun ungemein. Zwar bediente er sich in der fremden Umgebung der Jedi-Basis einer fast schon altertümlichen Höflichkeit, doch war der junge Bursche in seiner Heimat gefürchtet für sein loses Mundwerk - unter Gleichgesinnten. Als Tenia nun darum bat, sich weniger um die Etikette zu bemühen, musste der Nautolaner kurz schmunzeln. Kurz nickte er, legte jedoch verbal mit einer Bestätigung nach - um etwaige Zweifel zu beseitigen. Immerhin hatte man ihm hier oft genug gelauscht, aber nicht wirklich zugehört. Insofern hatte Gun beschlossen, sich von nun an immer mehrfach abzusichern.

"Sicher ... wieso nicht? Dann bin ich also Gun. Kurz und knapp. Oder auch Gun Der-sich-nicht-ganz-sicher-ist-wohin-es-nun-geht. Aber wir werden diesen Trainingsraum schon finden ... hoffe ich ..."

Er blinzelte, um seine riesigen schwarzen Augen neuerlich zu befeuchten und versuchte dabei halbwegs freundlich zu erscheinen. Obwohl Nautolaner im Grunde zahlreich präsent waren in der Galaxie, so mochte sich manch einer an seiner Erscheinung stören. Die fleischigen Tentakel am Kopf wirkten auf viele einschüchternd. Von der Schülerin Kestrels hatte der Amphiboid eindeutig negative, ablehnende Schwingungen gespürt - auch ohne in der Macht kundig zu sein. Derart offene Ablehnung war ihm bis dato eher selten begegnet. Trotz all der Reisen, die er gemeinsam mit seinem Vater unternommen hatte. Aber anscheinend gab es auch bei den Jedi solche, die Vorurteile anderen Rassen gegenüber hatten - was Gun abermals darin bestätigte, dass der hiesige Orden wenig mit der traditionsreichen, wertebehafteten Institution hatte, von der ihm sein Vater dereinst so schwärmte. Die Realität sah anders aus. Ganz anders.

"Vielleicht-Sportler, hm? Was betreibst Du für Sport?"

Ohne einen rechten Plan zu haben, startete der Amphiboid ein weniger schwermütiges Thema. Auch, weil er die junge Frau nicht mit seiner negativen Grundstimmung beeinflussen wollte. Er deutete während seiner Worte in die Richtung, aus der er gekommen war und nur zwei Herzschläge später schritt das Duo beinahe im Gleichschritt dorthin, wo prinzipiell die Trainingsräume liegen mussten.

Der Körperbau von Tenia attestierte ihr ganz offenkundig entsprechende Erfahrung in Ertüchtigungen aller Art, weshalb es Gun schwerfiel, sie von sich aus in einer Sportart zu klassifizieren. Ihre Größe, die in etwa seiner entsprach, gab auch keinerlei gesonderten Aufschluß über eine etwaige Spezialisierung. Nur die Braunhaarige selbst konnte das geheimnisvolle Rätsel lüften. Gun musste sich eingestehen, dass ihn eine gewisse Neugierde befallen hatte. Es war interessant zu erfahren, welche Vorlieben Tenia hatte. Überhaupt war der kommunikative Austausch ein echter Höhepunkt in seiner bisherigen Karriere in der Jedi-Basis. Jemanden mit potenziell ähnlichen Interessen, der auf ähnliche Weise zurückhaltend höflich agierte - das glich beinahe schon der Utopie.

Mit etwas Glück konnte man im Übungs- und Ertüchtigungsraum sogar gleichartige Trainings-Einheiten absolvieren. Zu zweit machte schweißtreibender Sport ohnehin mehr Freude. Noch mehr Freude machte die Aussicht darauf, dass der Gegenüber auch die Worte wahrnahm, die man verlor. Oder das man den Leib stählen konnte, ohne sich auf Trickserei der Macht zu stützen. Für jemandem mit sportiven Hintergrund glich ein Einsatz der Macht während derlei Übungen schon betrügerischen Stilmitteln. Ganz radikal betrachtet war Machtnutzung in solchen Fällen nichts anderes als eine modifizierte Form von Stimulanzien und aufbauenden Mittelchen. Für Gun schlichtweg verachtenswert.

Der blauhäutige Amphiboid freute sich indes auf ein auslaugendes Trainingsprogramm. Er wollte das Gefühl totaler Erschöpfung spüren und wollte sich nach jeder Übung in sein Bett wünschen.



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Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Ly'fe, Joras, Martarr

Der blinde Chalactaner zuckte kurz ein wenig zusammen, als er eine ihm unbekannte Stimme nicht weit vor ihm vernahm und runzelte ein wenig die Stirn, als sich der Urheber dieser Stimme als Lyfe Jor vorstellte. Ein durchaus ungewöhnlicher Name, vorallem da sich Joras nicht vorstellen konnte, woher diese Person nun kam. Nachdenklich senkte Joras ein wenig den Kopf und zog leicht die Augenbrauen etwas fragend nach oben, aber hörte der Person dennoch zu. Gerade als der junge Chalactaner antworten wollte, ergriff jedoch Martarr bereits das Wort und Joras lies ihn natürlich erst einmal gewähren. Geduldig legte er nun beide Hände auf den Griff seines Taststabes und schien sich darauf ein wenig abzustützen. Ein leichtes Lächeln umspiegelte seine Lippen, als er die Worte von Martarr vernahm. Ohne Frage waren sie höflich, doch Joras Meinung nach etwas zu dick aufgetragen und doch meinte er, eine gewisse Freude und gleichzeitige Nervosität heraushören zu können. Der blinde Chalactaner erinnerte sich für wenige Sekunden an sein erstes Gespräch mit Meister Satrek zurück, welches er einst in der Kantina geführt hatte. Matarrs Nervosität war für Joras nur zu gut verständlich.

Joras Semin...ja warum eigentlich nicht?

antwortete er dann nun auch auf die Frage von Meister Jor. Immerhin klang sein Angebot für ein gemeinsames Training sehr gut und sicherlich würde Joras dabei noch einiges lernen können. Dann jedoch vernahm er plötzlich einige helle Töne welche in gewisser Abfolge gespielt wurden und Joras zog nachdenlich die Augenbrauen zusammen und runzelte die Stirn. Sein Kopf neigte er ein wenig in die Richtung, aus welcher diese Geräusche kamen. Zugegeben, in den Ohren des jungen Blinden klang die Melodie aber doch etwas schief oder besser gesagt nicht gut gespielt und das abrupten Enden eines Tones bestätigte nur seine Vermutung. Der natürlich zischende schiefe Ton deutete wohl daraufhin, dass hier jemand von einem Musikinstrument abgerutscht war und Joras vermutete bei letzterem eine Art Flöte.

Ist diese Melodie nicht aus Samuots Spätwerken?


fragte er dann etwas irritiert und bewegte dabei ein wenig den Kopf. Bevor er jedoch eine Antwort erhielt ergriff nun erneut Martarr das Wort und bedankte sich bei ihm, dass er ihn hierhergeführt hatte. Joras Augenbrauen zuckten ein wenig nach oben während er den Kopf leicht in Richtung Martarr drehte und kaum merklich nickte.

Ist schon ok...

antwortete er dann leise und richtete nun seinen Kopf wieder dahin aus, wo er Lyfe vermutete.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Ly'fe, Joras, Martarr
 
-[Lianna - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Quartier Nr. 4]-

Ab in das kleine Bad des Zweimann-Quartiers und sich schnell ein paar Spritzer Wasser ins Gesicht geklatscht, um wach zu werden. Ein Glück hatte Visas als Miraluka nicht mit lästigem Schlafsand zu kämpfen. Mehr als Katzenwäsche war einfach nicht drin, dann würde sich die Dusche nach dem Training heute wohl doppelt lohnen. Noch halb nass und wenige Sekunden später, war die blinde Padawan aus der Unterkunft gestürmt. An der Nase ihres noch nassen Gesichtes perlten einzelne Wassertropfen entlang, die sobald die Schwerkraft ausreichte von der Nasenspitze zu Boden tropften.

Sie müsste aussehen wie ein begossener Pudel – nasses Gesicht und wild hechelnd und nach Atem ringend, sprintete Visas zu den Trainingsräumen. Verflixt, in welchem steckten sie denn. Um jetzt nach einer vertrauten Präsenz zu suchen, erforderte für den Moment zu viel Konzentration, deshalb wählte die Miraluka die einfachere Variante – einfach mal in jeden Trainingsraum reinplatzen, sich möglicherweise entschuldigen für die Störung und weitersuchen, bis man den richtigen gefunden hatte.

Genauso spielte es sich ab, allerdings waren die meisten Trainingsräume noch leer und so blieben dem blinden Mädchen die Peinlichkeiten erspart. Es war schließlich schon peinlich genug zu spät zum eigenen Training zu erscheinen und das gleich am zweiten Trainingstag bei der neuen Meisterin. Was machte das für einen Eindruck. Visas war doch sonst immer relativ vorbildlich und zuverlässig. Rätin Horn wird bestimmt bitterböse enttäuscht sein von ihr.
So verscherzte man es sich auch direkt mit der neuen Meisterin, dabei hatte die Miraluka gehofft, endlich einmal Glück zu haben.

Ein fünfter Meister wäre eindeutig zu viel. Vor allem war dies der dritte Jedi-Rat, den die blinde Padawan in Beschlag nahm. Bestimmt gab es irgendwo ein Ranking, wo es dann heißt: Padawan Visas Culu, treibt Jedi-Räte und andere Jedi in den Wahnsinn und verbraucht Unmengen an Ressourcen, in diesem Fall Lehrpersonal. Sie hatte bestimmt eine solche Akte irgendwo – mit den ganzen negativen Vermerken. Und Vieroh hatte bestimmt dafür gesorgt, dass es auch einen Vermerk gab, dass die Miraluka allgemein böswillig und droidenfressend sei.

Und nächsten Trainingsraum abchecken – wieder nichts. Vielleicht waren sie ja allesamt in Trainingsräumen des neuen Anbaus, den Visas seit ihrer Ankunft auch noch nicht wirklich betreten hatte. Die wichtigsten Anlaufstationen, wie Krankenstation, Bibliothek, Kantine waren im alten Teil, obwohl es vielleicht jetzt eine neue Kantine im neuen Gebäude gab. Naja und Visas‘ Trainings wurden bisher immer in den alten Räumlichkeiten abgehalten. Nicht verzagen – weitersuchen!

Dann nach einer halben Ewigkeit, gefühlten 20 Türen mehr und völlig außer Atem, erreichte sie die Tür zu einem Trainingsraum ganz am Ende des Korridors.

„Bitte, bitte, bitte… Lass sie hier sein!“, japste sie.

Sie platzte herein und tatsächlich da standen sie, doch ohne groß hinzusehen, um mitzubekommen, dass Nei auch noch fehlte, sprudelten einzelnte Wortfetzen aus ihr raus.

„Konnte nicht finden….“

„Verschlafen!“

„Bibliothek… eingeschlafen… Studien…“

„Gesucht… jeden Trainingsraum…“

„Viel zu spät…“

„Kann nicht Atmen…“

„Zu viel gerannt…“

„Entschuldigt bitte…“

Visas merkte gar nicht, was sie sich dort für einen Mist zusammenquaselte. Wahrscheinlich verstand auch niemand viel mehr als Raumhafen und nachdem sie ihr Wortwirrwarr zu Ende artikuliert hatte, stützte sie sich an einer Wand des Trainingsraums ab und versuchte zu atmen und tief Luft zu holen, doch sie hyperventilierte immer noch.


-[Lianna - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum]-
Visas mit Sarid und Riljana
 
[Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum ] Coris, Jaques, Joras, Martarr und Ly'feNachdem er noch einige Zeit geübt hatte, fiel ihm der Umgang mit dem Kunstschwert schon leichter, langsam aber sicher schien der Stock teil seines Armes zu werden. Nach einiger Zeit hörte er auf zutrainieren weil sich die Tür öffenede, neben einigen anderen Anwärtern flog auch sein Rawwk wieder mit rein. Jaques seuftze, hoffentlich konnte Ventus sich diesmal benehmen.
Er lies das Tier auf seinem Arm landen. Die anderen Neuankömmlingen schienen beide blind zusein. was die aufmerksamkeit des Miraluka erweckte. Er merkte das einer der beiden ein Miraluka war. Wie schön nun hatte er Gesellschaft. Er beschloss sich vorzustellen :
Hallo, ich bin Jaque. Und ihr?
[Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum ] Coris, Jaques, Joras, Martarr und Ly'fe
 
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Zum Glück bestand Gun nicht weiter, auf diese furchtbar förmliche Anrede. Es war das eine, sich zu siezen. Aber jemanden in der dritten Person anzusprechen oder gar in der dritten Person angesprochen zu werden, war mehr als nur seltsam. Zwar hatte Tenia durchaus arrogante Züge, was sie nie zugeben würde, aber sich ansprechen lassen, wie eine abgehobene, verrückte Adelige, war dann doch nichts, was sie unbedingt brauchte oder wollte.

„Gut und ich bleibe Tenia“, erwiderte die Nullianerin mit einem Lächeln. Vielleicht war das hier die erste Begegnung, die halbwegs gut anfing und nicht in ein Desaster schlidderte? Eine willkommene Abwechslung und die Nullianerin würde sicher alles dafür tun, dass heute kein weiter Streit entstand. Gun war bisher aber auch die erste Person, die keinen neunmalklugen Kommentar von sich abgab oder Tenia in irgendeiner weise maßregelte. Dass sie, anders als jetzt, für solche Verhaltensweisen auch immer Anlass gegeben hatte, ignorierte Tenia gekonnt. Schließlich musste man nicht mit barer Münze heimzahlen, schon gar nicht wenn man Jedi war. Die Nullianerin hatte nämlich gehört, dass Jedi eigentlich immer nachgaben. Etwas was seltsam war und sich nur zu den vielen anderen, seltsamen Fragen einreihte, die sie bezüglich Macht und Jedi hatte.

„Ich klettere sehr gerne. Oder wandere,“
antwortete die dunkelhaare junge Frau.
„Eigentlich mag ich jeden Sport.“
Fast. Was sie immer gehasst hatte, war über Hindernisse zu springen. Mit oftmals weit mehr, als 30 Zentimetern Größenunterschied zu anderen weiblichen Nullianern, waren für Tenia einfach alle Hürden zu hoch gewesen. Sie hatte noch so viel Anlauf nehmen können: an den meisten war sie gnadenlos gescheitert und das, obwohl sie in heimlichen Trainingseinheiten zu Hause probiert hatte, ihren Körper auf Hochtouren zu bringen und auch mit verhältnismäßig kurzen Beinen, enorme Sprünge zu schaffen. In der Schule hatte ihr das nichts als Spott eingebracht und obwohl der Sportunterricht eigentlich ihr liebstes Fach gewesen war, hatte Tenia diesen Unterricht mit am häufigsten geschwänzt. Die Mitteilungen der Schule hatte sie heimlich vernichtet, aber in einem Dorf sprach sich das Meiste auch so herum, wie ein Lauffeuer. So war es der Nullianerin nie auf Dauer gelungen, ihr Fernbleiben von der Schule, vor ihren Eltern zu verbergen. Selbst ihr Vater, der anfangs Verständnis aufgebracht hatte, konnte das Verhalten seiner Tochter nicht ständig akzeptieren, was mehr und mehr dazu geführt hatte, dass Tenia weniger bei der Wahrheit geblieben war und sie ihm Lügen auftischen hatte lassen, die alles noch verschlimmerten. Außerdem hatte sie so auch gelernt, ihre Tränen bewusster einzusetzen. Wenn die junge Frau jetzt über all das nachdachte, war sie darauf kein bisschen stolz. Zu ändern war das, was geschehen war, aber auch nicht.

So setzen sich Gun und Tenia schließlich in Bewegung um den Sportraum ausfindig zu machen.
„Was für Sport treibst du?“,
wollte Tenia schließlich wissen um die Suche nicht schweigend zu verbringen und sich darin zu üben, ein bisschen mehr als nötig zu sprechen. Bestimmt war Gun ein guter Schwimmer. Denn er musste ein Wasserwesen sein. Kurzzeitig hätte Tenia das zu der Frage hingerissen, ob ihr Begleiter Kiemen hatte. Aber wahrscheinlich wäre das nur wieder furchtbar unhöflich gewesen, also verbat die Wladbewohnerin sich diese Frage.

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Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Kantine - Kastalla, Brianna und Talery

Talery konnte Brianna im ersten Moment nur hilflos anglotzen mit ihren großen, orangenen Vogelaugen. Wie konnte sie dieses seltsame Gefühl beschrieben, dass sie kurz im Gespräch mit Harzmoos gehabt hatte und bei dem sie nur vermutet hatte, dass dies vielleicht eine Auswirkung jener ominösen Macht gewesen sein könnte? Daher zog sie es auch vor etwas später darauf zu antworten, nachdem ihr mehr eingefallen war als nur, dass es seltsam gewesen war. Daher zog sie es akut vor stattdessen vorsichtig den weißlichen Körnerbrei zu essen. Ihre Begeistung über das Essen hier hielt sich wie gestern sehr in Grenzen, aber da sie auch nichts anderes erwartet hatte, konnte sie auch kaum enttäuscht werden. Immerhin war ihre Gesprächspartnerin heute wesentlich unkomplizierter als Harzmoos gestern.

Als Eisblume dann wie Tenia gestern Abend dann danach fragte was ihrem Volk vor über zwei Jahrzehnten zugestoßen war, entfuhr der perlmuttfarben Gefiederten ein Seufzen. Sie mochte dieses Thema überhaupt nicht. Es war so deprimierend einfach nur an ihre einst so wunderschöne Heimatwelt zu denken. Aber sie mochte diese silberhaarige Jedi-Ritterin, welche bisher sehr freundlich zu ihr gewesen war und ihr helfen wollte sich bei den Jedi einzuleben. Konnte und wollte sie es da so barsch ablehnen deren Frage zu beantworten? Ein Kommentar, dass sie nicht darüber reden wollte lag ihr bereits auf der Zunge. Aber sie sah davon ab. Es war Talery lieber Eisblume hörte es von ihr, als dass sie deswegen in der Bibliothek nachlesen musste. Leise erzählte sie daher mit ihrer sonst so weitklingenden, hellen Stimme, was in Kurzform Caamas zugestoßen war.


"Meine Heimatwelt Caamas war einst eine blühende, grüne Welt, bevölkert von Milliarden von Caamasi und vielen anderen Tieren und Pflanzen - damals. Dann geschah etwas, womit niemand gerechnet hatte. Der Planet wurde vom Imperium bombardiert und praktisch alles was dort gelebt hatte existiert nicht mehr. Caamas ist heute unbewohnbar - mit Ausnahme einer kleinen Stadt unter einer Schutzkuppel, bevölkert von ein bisschen über 200 Wesen, hauptsächlich Caamasi. Sonst existieren nur noch auf drei Planeten winzige Enklaven von Angehörigen meines Volkes."

Danach hob Talery kurz abwehrend die dreifingrigen Hände.

"Es ist schon in Ordnung, du brauchst mich nicht zu bemitleiden oder zu bedauern. Das Leben geht weiter. So schwer es auch ist, aber uns bleibt nur die Möglichkeit nach vorne zu sehen und das Beste daraus zu machen. Das taten meine Eltern und ich bemühe mich es ihnen gleich zu tun."

Mit einiger Anstrengung schob sie die Traurigkeit und die Bilder des Memnis, welches ihre Mutter mit ihr diesbezüglich geteilt hatte beiseite. Das war einfach ein Teil ihrer Vergangenheit. Sie durfte nicht in Selbstmitleid versinken, denn auch dieses würde nichts daran ändern. Allerdings konnte sie trotz allem natürlich nicht leugnen, dass sie das Schicksal ihrer Heimatwelt noch immer sehr bedrückte, auch wenn sie keinen Hass oder Wut gegen die Täter empfand. Dies entsprach nicht der Sichtweise der Caamasi, welche ihr die von ihr schon fast abgöttisch geliebten Eltern beigebracht hatten und Talery wollte sie um nichts in der Galaxis erneut enttäuschen.

Meerbrise blieb aber kaum Zeit Talerys wenig später erneut gestellte Frage zu beantworten, denn ihre Zimmerkameradin plapperte plötzlich dazwischen. Inbesondere die Information von Eisblume, dass sie und Zimtgras, also die Jedi, die Talery hier als Erste kennen- und zu schätzen gelernt hatte Lianna noch heute wieder verlassen würden, führte dazu, dass sie vor Überraschung ihren Löffel mit Essen mitten in der Luft anhielt. Unglücklich sackten ihre Schultern nach unten und die ihre wunderbar schimmernden Gesichtsfedern legten sich an. Das war doch nicht fair! Das durfte doch nicht sein! Dann war sie ja wieder so ziemlich allein bis auf zwei flüchtige Bekanntschaften mit anderen Padawanen, Silikatschwamm und eben Harzmoos.


"Äh... So schnell schon? Ich meine, warum fliegt ihr heute schon wieder weg?"

Das kleine Stückchen Sicherheit, welche ihr die Anwesenheit von Eisblume und auch Zimtgras vermittelt hatte, löste sich wieder in Luft auf. Das war es also schon wieder mit der von der Echani angebotenen Hilfe sie in der Basis herumzuführen. Die Jedi machten es ihr hier wirklich nicht leicht. Die Caamasi sah sich vor ihrem geistigen Auge bereits wieder alleine und planlos durch die Basis irren in der Hoffnung irgendwo Anschluss zu finden bei jemandem, der ihre diversen Eigenheiten und Empfindlichkeiten nicht als zu anstrengend oder zu nervig empfand.

"Ich finde das jedenfalls sehr schade..."

Teilte sie Eisblume ehrlich mit, nachdem sie sich wieder etwas gefasst und ihre Haltung zurückgewonnen hatte. Talery hatte noch nie Probleme damit gehabt irgendetwas auszusprechen. Sie redete wenn dann eher zu viel denn zu wenig. Man konnte auch ohne weitere Kenntnisse über Caamasi aus dem bedrückten Tonfall der Händlerstochter heraushören wie wenig begeistert sie davon war, dass Eisblume sie so bald wieder verlassen würde. Auch ihre sonst so lebhafte Mimik blieb ausdruckslos, was ein ebenfalls Zeichen dafür war, dass sie alles andere als erfreut war. Den erneuten Rückschlag bei ihrer Eingewöhnung bei den Jedi verdauernd löffelte sie ihr Frühstück beinahe mechanisch in sich hinein.

Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis - Kantine - Kastalla, Brianna und Talery

 
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Die junge Dame hatte erst nach Talerys Frage über ihre Spezies bemerkt, dass sich auf ihrem und zum Teil bereits in ihrem Magen definitiv ein Fisch zu den kleinen Fleischbällchen gesellt hatte und wenn sie alle Manieren über die Schulter werfen würde, hätte sie ihn mit allerletzter Gewalt auch wieder herausgewürgt. Es war nicht einfach, etwas zu verspeisen, was doch so sehr mit einem selbst verwand ist. Ob die Menschen damit auch ihre Probleme haben, andere Säuger zu verspeisen? Zumindest hielten sie generell vom Töten zum Essen wenig Abstand. Die Rothaarige würde bereits mit den Zähnen knirschen, wenn sie jemanden erblickte, der sich solch ein Geschöpf des Meeres nur so in den Rachen stopfte, aber dies war nunmal etwas, mit dem sie leben musste und es noch eine Zeit lang tun wird. Schließlich war sie die Eine und der ganze Rest waren die Anderen.

»Gut geschnüffelt, mein lieber Vogel«, gab sie dem Plappermaul zurück, die definitiv ihre Nase gehörig weit in ihre Umgebung hielt. »Ich bin kein Mensch, auch wenn ich derzeit rein optisch nicht von ihnen zu unterscheiden bin. Und zwar wirklich in gar keinem Punkt.«
Eben dies war sehr zu ihrer eigenen Zufriedenstellung, sie sah den vielen Wesen, die vor ihren Augen vorbeihuschten so ähnlich und war doch ganz anders. Villeicht war es nur das wunderbare Gefühl, ein Unikat zu sein, oder war es reine Selbstzufriedenheit, bedingungsloses Wohl? Zumindest war sie sich sicher, dass ihr diese Rolle gefiel und sie wurde noch viel besser. Mehr als die Hälfte ihrer Zeit in der Menschenform hatte sie bereits hinter sich, doch an das meiste erinnerte sie sich gar nicht mehr. Es war, als würde irgendwo etwas fehlen, als sei dort ein ganz schön großes Loch in ihrer Geschichte, so groß, dass es nicht einfach so spurlos und unbedacht abhanden hätte kommen können.
Wie sollte sie es dem kleinen Federknäul am besten erklären? Sie hatte schwierige Seiten und die waren Kastalla sehr zügig aufgefallen, als sie noch gestern in den Gewölben umherstolperte. Der Vogel hielt einfach unglaublich viel auf sich und doch wollte sie so viel Mitleid bekommen - auf jeden Fall wollte sie das, diese Schiene legte sie mit purer Absicht auf. Die tragische Geschichte ihres so geliebten Volkes. Wie sie über ihre Spezies erzählte, wie sie es der Riesin mit dem Silberschopf aufdrückte, sie seien ja so auf Zusammenhalt angewiesen....

An diesem Punkt machte Kastalla einen Schnitt, es wurde zu wild. Fakt war, das Federvieh war im Geiste noch so viel jünger als Kastalla. Obwohl die Blauäugige selbst nicht von Größe strotzte, blickte sie irgendwie auf die Gefiederte herab. Nicht, dass Kastalla sie nicht mochte, doch sie war schwierig und die wenigen Augenblicke mit ihr zeigten, dass das erst der Anfang eines größeren Leidens werden könnte, wenn sie sich noch öfters über den Weg laufen würden.
»Hach«, holte der Rotschopf nun endlich aus, »wenn ich groß bin, werde ich eine wunderschöne und unglaublich weise Meerjungfrau.« Sie schaffte es so gut, ihr eigenes Herz zum Schmelzen zu bringen und ihre Mundwinkel schoben sich erstaunlich zügig in die Richtung der Ohren, während die kleinen Äuglein den Halt verloren und nur noch das Ganze des fabelhaften Traumes betrachteten.
»Man nennt uns die Melodie, setzte sie fort, als sie wieder zur Landung aus ihren Phantasiewelten ansetzte, und vielleicht mag es dich verwundern, doch« - und das konnte sich die Kleine einfach nicht vergreifen - »wir sind ein höchst seltenere Anblick in der Form, wie du mich hier vor dich sehen kannst. Denn nach einiger Zeit, was bei mir nicht mehr lange dauert aber noch auf sich warten lässt, werden wir uns...« sie unterbrach den Plural, die Masche des Vogels war so verdammt ansteckend - »werde ich mich in eine Meerjungfrau verwandeln.«
Es war unbeschreiblich, wie gut es tat, dem Vogel derart zu begegnen, doch so langsam schlich sich auch die Einsicht mit ins Spiel, wie es eben jener Gefiederten ergehen muss, wenn sie über ihre Abstammung erzählte. Bei Kastalla war es nicht so stark ausgeprägt, doch es vermachte einem einen Hauch von Stolz, über seine eigenen Besonderheiten zu sprechen.

Doch der Rausch der Rede wurde sehr bald unterbrochen und zwar von jener weißen Riesin neben ihr, bei deren Anblick sie sich doch sehr wunderte, wie man derart schön sein konnte und dann wahrscheinlich noch kleine Mädchen wie sie selbst zum Frühstück fraß. Der körperliche Unterschied schien mit der Zeit immer beängstigender zu werden. Aber eben jene bedrohliche Figur sprach etwas aus, das alles bisher Gesagte und Gedachte aus dem Kopf der Kleinen vertrieb und Platz für etwas völlig Neues schaffte. "Verlassen". Von. Hier. Weg. Es brauchte nur den Bruchteil eines Augenblicks und die Melodie begriff sofort, dass dies ihr Ticket war. Nach.... naja, erst einmal weg - sie ging an diesem Planeten noch zu Grunde.

Die gute Eowyn fliegt nach Denon... das war ein gefundenes Fressen. Ein Ticket herunter von dieser gottverlassenen Welt in eine völlig andere Umgebung. Abwechslung. Und vor allem, die Möglichkeit, es endlich zu finden. Das, was sie eigentlich schon längst kannte oder sogar besaß, aber um welches sie scheinbar immer blind herumstolperte und es einfach nicht zu fassen vermochte. Die Jedi waren wirklich diese Art von Gesellschaft, die sie brauchte. Sie hatten das Wissen und eventuell war es etwas, was diese auch hatten. Denn Eowyn strahlte es aus, daran war kein Zweifel. Dieses Behütende, das Farben- und Klanggebende. Hinter der Frau steckte mehr als nur eine Kriegerin.

»Nun«, setzte die Rothaarige vorsichtig an, doch sie schaffte es nicht, angemessen auf die Aussage der Großen zu reagieren. Das, was ihr jetzt definitiv fehlte, war ein guter Draht zu einem dieser Jedi, am besten Eowyn selbst. Sie würde jene auf diese Situation ansprechen und ihren Willen durchsetzen - nämlich dort mitzukommen, wenn es sich denn nicht um etwas handelte, vor dem sie lieber sofort wieder flüchten würde.
»Darf ich fragen, was der Anlass ist, alles stehen und liegen zu lassen, um zu einem anderen Planeten zu fliegen?« gab sie etwas verzweifelt an die Silbermähne weiter. Der Name war perfekt, obwohl sie kein Freund von Kosenamen war, doch allein dieser Klang formte das Bild der großen Frau perfekt vor ihren Augen. Völlig von der Euphorie durchströmt, es würde urplötzlich alles in eine bessere Richtung steuern, kam sie keineswegs auf den Gedanken, dass sie als Besucherin höchstwahrscheinlich keine Chancen hatte, die Möglichkeit des zügigen oder eher übereilten Aufbruchs zu nutzen. Sie war keine Kriegerin, sie konnte kein Raumschiff fliegen, sie stand auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf der Einladungsliste der Jedi. Und es war besser so, dass sie all dies nicht sah.

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Jedi Basis ~ Padawan Quartiere

Wenn man so da lag dachte man an allerlei komischer Sachen, fand Nei die langsam wieder ihre Lebensgeister spürte. Glücklicher Weise war sie von dem vielen Essen nicht krank geworden, doch musste sie sich unbedingt ins Bett legen, in dem sie die letzten Stunden Fiebertraum-ähnliche Zustände durchlitten hatte. Sie hatte soviele skurile und abwegige Fantasien geschoben, dass sie sich mal wieder fragen musste, wofür man Schlaf überhaupt brauchte, wenn man dabei in so abwegige Welten abtauchte.
Leise seufzend drehte Nei den Kopf herum. Es sah von außen betrachtet unbequem aus, wie sie so da lag und ihren Bauch unter Decke beiläufig auf verbliebene Magenkrämpfe abtastete. Dem Blick von ihrem Kopfkissen aus auf das Fenster gerichtet konnte die Ruusanerin hinaus auf den blauen Himmel über Lola Curich schauen. Es waren ein paar Wolken zu sehen, doch es insgesamt war es ein heiterer Morgen. In Gedanken durchspielte sie die verbleibenen Erinnerungen ihrer Träume, interpretierte an ihnen herum und schweifte immer wieder in ihre Vergangenheit ab. Sie hatte von ihrer Kindheit auf Ruusan geträumt und von ihrer Mutter - wie sehr sie ihren Vater dafür gehasst hatte, ihn nie kennengelernt zu haben und wie gleichgültig ihr diese Tatsache mit der Zeit geworden war. Sie dachte an Boreas, wie er ihr immer nachgestellt war und wie häufig sie ihn weggeschickt hatte oder geflüchtet war. Wie albern das Ganze, dachte Nei sich heute, aber war dankbar dafür, dass er ihr ein Freund und mehr gewesen war. Es fühlte sich merkwürdig an so in die alten Zeiten zu verfallen, aber es war auch immer wieder schön, wenn diese Erlebnisse wieder einmal so lebendig vor dem inneren Auge abliefen. Doch ihr mulmiges Gefühl bezüglich des Verbleibs von Qienn unterbrach die wirren, doch eigentlich durchweg positiven Szenen immer wieder. Zunächst schwerfällig, doch wieder erstarkt und ausgeruht setzte Nei sich auf und verharrte einige Momente auf ihrer Bettkante. Weiter schaute sie hinaus, konnte jetzt auch einen Teil der Skyline von Lianna City sehen. Es konnte nicht nur Sehnsucht nach ihrer Freundin sein, die Nei dieses mulmige Gefühl haben ließ. Sie spürte das etwas wirklich nicht in Ordnung war - vielleicht war es die Macht, vielleicht auch einfach ein enges Verhältnis, dass zwei Personen oft auch über weite Entfernungen verband - doch der Padawan waren vorrübergehend die Hände gebunden. Alles was sie tun konnte, war Augen und Ohren offen zu halten und ihr Training voran zu bringen. Sicher würde sie einen Weg finden, Qienn wieder zu sehen. Je nachdem ob ihre Befürchtungen dann berechtigt waren oder nicht, konnte sie ihr eher hilfreich sein, wenn sie fokussiert war. Auch dem Orden der Jedi anzugehören, war vergleichen mit einer Ex-Sklavin oder Bauerngöre von Ruusan sicher mehr wert.

Ausgeruht und mit neuem Mut erhob Nei sich. Ihre Bewegungen verrieten wieder deutlich mehr Fitness und Elan. Sie nahm ihre blaue Jacke, die sie zuvor etwas sorglos auf Tenias Bett geworfen hatte, wieder an sich und zog sie über. Zum Glück schien ihre Mitbewohnerin noch nicht wieder hier gewesen zu sein. Sicher hätte dieses zuegegeben unsensible Eindringen in ihre Privatssphäre für neue Spannungen sorgen können.

Bereits kurze Zeit später trat Nei wieder in den Trainingsraum ein, wo sie schnell auch Sarid, sowie ihre grüne Padawan-Kollegin Rilanja entdeckte. Die Ruusanerin nahm noch einen Schluck aus der Wasserflasche, die sich aus ihrem Quartier mitgenommen hatte - ein richtiges Frühstück war dank des Gelages am gestrigen Abend noch lange nicht nötig - und ging zu den beiden Frauen hinüber.


"Guten Morgen! Ich hoffe ich habe nicht allzu viel verpasst.",

grüßte die motivierte Ruusanerin die beiden, als sich die Gelegenheit dazu geboten hatte, wobei ihre körperhaltung ihre neugewonnene Energie und auch Motivation wiederspiegelten.


Jedi Basis ~ Trainingsraum ~ mit Sarid & Rilanja
 
Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum - Rilanja und Sarid

Während sich Rilanja und Sarid noch unterhielten, bekam die Corellianerin die bereits erwartete Antwort von Eowyn, wie ihr ein Blick auf das Display zeigte. Erleichtert darüber, dass die als am Besten geeignet eingestufte Jedi die Leitung übernehmen wollte, zeichnete sich kurz ein Lächeln auf dem Gesicht der Jedi-Rätin ab.

- - - Kommnachricht an Großmeisterin Eowyn El'mireth - - -

Danke Eowyn, dass du die Leitung der Mission übernimmst. Seid vorsichtig, denn noch wird meines Wissens auf Denon gekämpft. Möge die Macht mit euch allen sein!

Horn Ende

- - - Ende der Kommnachricht von Sarid Horn - - -

Mit Sarids prompter Antwort war ihr Teil damit erledigt. Alles weitere lag nun in Eowyns Verantwortungsbereich, wobei sich die dunkelblonde Jedi-Rätin sicher war, dass die braunhaarige Jedi absolut fähig war die Denonmission zu organisieren und zu beschützen, wenn es sein musste.

Wenig später kam erst Visas und dann Nei in den Trainingsraum. Während die Ruusanerin ausgeruht und im Vergleich zu gestern Abend wieder wirkte und ihnen ganz locker einen guten Morgen wünschte, war die Miraluka ziemlich außer Atem. Auch glaubte die Corellianerin noch den einen oder anderen Wassertropfen auf dem Gesicht und der Kleidung ihrer Padawan zu erkennen. Aus ihren bruchstückhaften Sätzen konnte sie jedoch heraushören, warum sich die Blinde und Kleinste ihrer Padawane sich so hatte beeilen müssen, um zu dem Trainingsraum zu kommen, in dem sie sich verabredet hatten für heute Morgen. Die Hellbraunhaarige war anscheinend bei Recherchen in der Bibliothek eingeschlafen und hatte wohl auch den richtigen Trainingsraum nicht gleich gefunden.


"Guten Morgen euch beiden erstmal. Setz dich und erhol dich ein bisschen, Visas. Du hättest dich nicht so hetzen brauchen. So eine pingelige Meisterin bin ich nicht."

Beruhigte sie die Miraluka.

"Aber da ihr jetzt ja schon alle da seid machen wir würde ich sagen am Besten gleich mit dem Training weiter. Wie versprochen werde ich euch als Erstes zeigen, wie man seine Präsenz in der Macht versteckt, was unheimlich nützlich ist und uns Jedi sehr effektiv vor Sith schützt, wenn wir nicht entdeckt werden wollen. Setzt euch alle und macht es euch bequem. Dann schließt die Augen und konzentriert euch. Werdet eins mit der Macht und beobachtet was ich tue. Und Rilanja, ich weiß, dass du das bereits auf Naboo gelernt hast, aber Übung schadet nie."

Sich selbst konzentrierend besann sich die erfahrene Jedi auf ihre eigene Präsenz in der Macht. Stück für Stück zog sie sich selbst zurück und verkleinerte ihre Aura langsam, damit ihre drei Padawane gut beobachten konnten was sie genau tat. Nach einer Weile war die Jedi-Rätin nicht mehr in der Macht spürbar, was kein Wunder war, da sie diese Technik bereits sehr oft und auch über längere Zeit angewandt hatte, nicht zuletzt auf Ando, wo sie sich während ihrer Auszeit von den Jedi gut ein Jahr versteckt hatte.

"Nun seid ihr an der Reihe. Verkleinert eure Präsenz so weit wie es euch möglich ist. Kappt im Geiste eure Verbindung zur Macht. Seid euch dabei allerdings auch bewusst, dass wenn ihr in so einem versteckten Zustand die Macht für etwas anderes einsetzt, so öffnet ihr euch wieder und seid damit wieder wahrnehmbar für andere Machtbenutzer."

Teilte sie den drei jungen, nichtmenschlichen Frauen mit. Die Corellianerin hatte sich während der ganzen Zeit nicht von ihrer hölzernen Bank in der Nähe der Tür wegbewegt. Allerdings saß sie dort auch recht bequem, warum sollte sie also aufstehen? Um die Fortschritte ihrer Padawane zu verfolgen hatte Sarid sich auch wieder der Macht geöffnet. Es war jedenfalls gut, dass alle drei so eifrig waren zu lernen im Gegensatz zu Farawyn und Laurin. Die Rätin hätte kein Problem gehabt diese zwei mit zu unterrichten, aber wenn sie nicht wollten oder anderweitig Anschluss gefunden hatten, so hatte sie auch keinen Grund sie hierher zu rufen.

Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum - Rilanja, Visas, Nei und Sarid
 
[Lianna-System - Atmosphäre - kleiner Transporter - Landeanflug auf die Jedibasis] Summer mit Joseline

Während der Rückreise auf der „Reconciliation“ nutzten sowohl Joseline, als auch Summer die Gelegenheit, um zu trainieren und zu lernen. Einer der ihnen zur Seite gestellten Ensigns, erkärte ihnen das Schiff und seine Geschichte. Von der restlichen Delegation merkte man nichts, außer ihrer Anwesenheit beim Essen zweimal täglich. Der Alderaanerin war dies ganz lieb, denn so musste sie nicht so viel Zeit mit den Politikern verbringen.
Neben den Unterrichtseinheiten, hatte das Waisenmädchen viel Zeit zu schlafen und sich auszuruhen. Wenn sie auf Lianna ankommen würden, wäre sie hellwach und super ausgeruht.

Die junge Padawan freute sich auf Lianna und die Jedibasis, aber besonders freute sie sich auf Samira – ihre große Schwester, die seit sie sich auf Alderaan begegnet waren ein Auge auf sie hat. Hapan war zwar wunderschön, aber man hatte den Leuten ihr Misstrauen gegenüber den Jedi schon angemerkt. Auch freute sie sich auf ihren Geburtstag, der morgen sein würde. Beinahe hätte sie selbst ihren eigenen Geburtstag vergessen. Sie würde dann 15 Jahre alt werden.


Nach einigen Tagen auf dem ISD II, der sie von Mon Calamari aus auch nach Hapes gebracht hatte, stiegen sie auf ein kleineres Shuttle, das die Padawan und ihre Meisterin direkt zur Jedibasis bringen sollte. Summer war gerade in ihr Spiel mit Mylo vertieft, als Jo anmerkte, dass sie wieder zuhause seien. Und meinte, während die kleine Fähre ihren Landeanflug begann, dass sie, sollte nichts dazwischen kommen, vorerst hier bleiben würden.

„Duuu? Jooooooo? Darf ich nachher Samira besuchen gehen? Mylo passt auch auf mich auf, ganz sicher und ich mache keine Dummheiten, versprochen.“

Sie hoffte, darauf gehen zu dürfen, hatte allerdings auch wenig Zweifel, dass die blinde Großmeisterin ihr dies untersagen würde. Und kurz darauf landeten sie auf einer Fläche vor dem Hangar der Jedibasis. Mit dem wenigen Gepäck, das sie mitgenommen, und den neuen Kleidungsstücken, die sie bekommen hatten, verließ das Schüler-Lehrer-Pärchen das Shuttle und ging zur etwas abseits des Hangars gelegenen Jedibasis. Endlich wieder zuhause, sagte sich die Alderaanerin in Gedanken, aber hatte sie nun wirklich noch ein zuhause? Ihr erstes hatte man ihr genommen und in dem Waisenhaus hatte sie sich nie wirklich heimisch gefühlt. Eigentlich fühlte sie sich nunmehr überall zuhause, wenn Joseline oder auch die mirialanische Jedi dabei waren.

Sie betraten die Basis durch einen Seiteneingang, der nicht in die Eingangshalle führte, wie der Eingang an der Vorderseite. Hier lagen direkt einige Quartiere und es gab Umkleideräume und Räume, um die Pilotenausrüstungen unterzubringen. Vorbei an diesen Quartieren gingen sie zu einem Kreuzungspunkt von Korridoren, wo sich zwei Turbolifte befanden.
Die beiden hatten sich vorgenommen zunächst ihre Quartiere zu beziehen und im Anschluss eine kleine Mahlzeit in der Kantine zu sich zu nehmen. Das letzte Essen auf dem Sternenzerstörer lag schon etwas zurück.


„Holst du mich zum Essen ab, oder sollen wir uns in der Kantine treffen?“, fragte die Padawan ihre Meisterin, denn ihre Quartiere lagen nicht direkt nebeneinander.

Nachdem Joseline ihr die Frage beantwortet hatte, trennten sich ihre Wege und Summer zog mit ihrem flauschigen Freund und ihrem Gepäck in Richtung ihres alten Quartiers, was sie bezogen hatte, bevor sie nach Hapes aufgebrochen war. Wenigstens hatte dieses Quartier eine Verbindungstür zu Samiras Quartier, wenn ihr dieses noch gehörte. Damals war dem traumatisierten Mädchen das wichtig gewesen, weil die Mirialanerin ihre erste Bezugsperson im Orden war. Sie war die erste Person, der sie vertraut hatte. Mittlerweile viel es ihr leichter Fremden gegenüber nicht mehr so misstrauisch zu sein, außer bei so Leuten wie Baron D’Orcast. Gruseligen Leuten sollte man auch nicht vertrauen.

[Lianna-System - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Korridor - auf dem Weg zum Quartier] Summer allein
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Joras, Martarr und Ly'fe

Martarr antwortete als erstes, bedankte sich für den freundlichen Empfang und äußerte die Hoffnung, den Weg der Jedi und ihre Philosophie zu erlernen.

»Nichts zu danken, Martarr! Das ist ein lobenswertes Ziel, das du anstrebst und ich werde dir dabei helfen, solange bis dich ein Meister deiner annimmst. Auch wenn der Weg, den du vor dir hast, bestimmt nicht immer einfach ist, denke ich, dass du ihn schaffen wirst, wenn du die Grundregeln der Jedi beherzigst,«

Entgegnete Ly'fe freundlich. Joras erklärte sich mit Training einverstanden und erkannte zudem die gespielte Melodie, was den Bith sehr freute. Immerhin gab es wenig genug Musikliebhaber im Orden.

»Ja, ganz recht – ich sehe, du bist ein Musikkenner. Wenn dir das Stück gefällt, könnte ich dir empfehlen, übermorgen Abend in den Gruppenraum neben der Kantine zu kommen. Ich und einige andere Musikbegeisterte haben uns für etwas Hausmusik verabredet, wobei wir vorhaben, Samouts gesamtes Spätwerk, die ›Imaginären Jahre‹ zu spielen,«

Lud der Jedi-Ritter den Chalaktaner begeistert ein. Jaques stellte sich derweil den anderen Padawanen vor, während Coris sich eine kurze Auszeit nahm. Nachdem das erledigt war, fand Ly'fe, dass es an der Zeit war zu trainieren.

»Joras, Martarr, ich habe eine kleine Partnerübung für euch. Ihr müsst euch ein bestimmtes, einfaches Bild vorstellen und der jeweils andere muss erraten, an was ihr gerade denkt. Damit das klappt, müsst ihr euch beide bemühen, ihr müsst also zusammenarbeiten und es ist kein Wettbewerb. Ihr beginnt damit, dass ihr beide versucht, die Präsenz eures Gegenüber zu erfassen. Kannst du das schon, Martarr

Fragte der Bith-Jedi und -historiker.

»Da du schon weiter bist, Joras, schlage ich vor, dass du dir als erstes ein Bild vorstellst. Du Jaques kennst die Übung ja bereits, deshalb machen wir etwas anderes. Ich möchte, dass du ein wenig Telekinese übst, falls uns dein Rawwk nicht wieder dazwischenfunkt.«

Ly'fe malte eine anfangs gerade, später immer kurvige Linie aus Kreide auf den Boden und setzte einen kleinen Ball an den Anfang.

»Deine Aufgabe ist es, den Ball durch Geisteskraft die Linie entlangrollen zu lassen. Es geht dabei nicht um Schnelligkeit, sondern um Präzision. Je genauer du auf der Linie bleibst, desto besser. Du sollst lernen, deinen Machteinsatz möglichst genau zu dosieren,«

Erklärte er.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Coris, Jaques, Joras, Martarr und Ly'fe
 
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Neben dem kleinen Fußmarsch in Richtung der Übungsräume gab es überdies auch noch eine anregende Unterhaltung mit der braunhaarigen Tenia. Allen Vorurteilen zum Trotz schien es doch noch unterhaltsame Schüler hier in der Jedi-Basis zu geben. Gun freute sich redlich über diese Kurzweil und versuchte alles mögliche, eine halbwegs passable Figur in diesem Dialog abzugeben. Aber da es um sein ausgemachtes Lieblingsthema, nämlich Sport, ging, fand er sich fast mühelos zurecht. Der blauhäutige Nautolaner führte das Duo just um eine Abzweigung, als er zur ersten Antwort ansetzte.

"Klettern? Interessant .. im Trainingsraum gibt es Kletterwände, wenn ich mich nicht irre. Die könnten wir ausprobieren. Ein preisgekrönter Kletterer bin ich allerdings nicht .."

Ganz und gar nicht. Dafür hielt sich der Amphiboid viel zu gern im Wasser auf. Und bei der Erinnerung an das kühle Naß kam es ihm in den Sinn, dass seine letzte Unterwasser-Meditation schon viel zu lange zurück lag. Ob es hier im Ordenshaus der Jedi ausreichend große Becken gab, in denen man tauchen konnte? Diese Frage sollte ... nein musste er noch klären. Denn während andere Schüler und Padawane sicherlich in den Schulungsräumen entspannen konnten, war es für Gun am einfachsten, in dem Element zu meditieren, in dem seine Spezies ihren Ursprung hatte. Der Tentakelköpfige sehnte sich danach, komplett umgeben von lebensspendender Feuchtigkeit zu sein. Doch noch war es nicht soweit.

"Ich betreibe viel Sport. Daheim auf Glee Anselm war ich ein recht erfolgreicher Fechter. Plankenfechten nennt es der Mann von der Straße. Ausserdem bin ich für alles zu begeistern, dass einen fordert. Allerdings ohne Macht-Tricks ..."

So tolerant er auch eigentlich war, die Erfahrungen während der Prüfungs-Übungen von Kestrel hatten den jungen Nautolaner etwas verschreckt. Dass sich die Jedi dermaßen auf die Beeinflussung der Macht stützten, war für einen aufrichtigen Sportler abstoßend. Doch - so gestand sich der junge Bursche ein - vielleicht sah er es auch nur besonders empfindlich.

Der Amphiboid führte sich und seine Begleiterin durch die Gänge und folgte dabei, so gut es ging, seinen Erinnerungen. Nach wie vor hatte er Schwierigkeiten, sich in dieser Basis zu orientieren. Doch offenbar war ihm das Glück besonders hold oder die Macht auf seiner Seite. Denn noch während die beiden jungen Padawan-Anwärter plapperten, erreichten sie genau den Übungsraum, den er zuvor mit den beiden weiblichen Jedi bewohnt hatte. Freudestrahlend verkündete er seine großartige Leistung.


"Immerhin .. wir sind angekommen. Ohne große Irrfahrten."

Mit einem schiefen Lächeln auf den nautolanischen Lippen öffnete Gun die Tür und trat ein. Noch immer wartete hier der Parcours auf all jene, die sich an ihm versuchen wollten. Sofort zog sich der Magen des Amphiboiden zusammen, als sein Blick dorthin schweifte, wo er schwer abgestürzt war. Nur mit Hilfe der Macht hatte die Schülerin von Jedi-Ritterin Kestrel - den Namen der Weißhaarigen hatte er wieder vergessen - hier brillieren können. Doch die 'Niederlage' wurmte den jungen Sportler von Glee Anselm. Mehr noch ... er hasste es, hier unterlegen gewesen zu sein.

"Da ist er .. der Todesparcours ... nur zu bewältigen, wenn man ausreichend Erfahrung in der Macht hat. Oder der Schwerkraft trotzen kann."

In seinen Worten lag eine ihm selbst fremd erscheinende Bitterkeit, deren genauen Ursprung Gun nicht auszumachen vermochte. Irgendetwas warnte ihn jedoch vor derart ablehnenden Emotionen.

"Womit willst Du anfangen?"

Der Nautolaner selbst hatte geplant, zunächst mit einigen Aufwärmübungen zu beginnen. Niemand startete direkt voll durch, wollte man nicht muskuläre Verletzungen riskieren. Zudem konnte Gun Laosi nirgends etwas ausmachen, mit dem er Fechtübungen simulieren konnte. Also blieb nur klassische Leibesertüchtigung. Die war zwar nicht besonders spaßig, aber konnte als Abwechslung und Zeitvertreib durchaus herhalten.


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