Lianna

Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung

Radan nannte die Weggabelung, die falsche Entscheidung, die er getroffen hatte, eine Prüfung der Macht, so empfand er sie offenbar. Er erinnerte Wes an den Bürgerkrieg an seiner Heimat und berichtete davon, wie er vergeblich versucht hatte, die Republik dazu zu bewegen, vermittelnd einzugreifen. Den Politikerausdruck innerplanetarer Angelegenheiten konnte er dabei förmlich hören. Das war es also, hier hatte es begonnen. Die eisige Stimme seines ehemaligen Padawans verriet, welche negativen Gefühle, welchen Zorn er immer noch spürte, wenn er daran dachte. Der Eriadorianer würde diese überwinden müssen, wenn er den Weg der reuevollen Umkehr beschritt, und Wes hoffte, er würde dies tun.

In dieser Situation mit so viel Leid und Tod, so erklärte Radan weiter, der immer wieder stockte und seinen Bericht für einen Hustenanfall unterbrechen musste, platzte die Nachricht, dass sein Sohn eine Reihe von Verwandten getötet hatte und dabei nicht einmal vor kleinen Kindern Halt gemacht hatte. Schockierend. Wes hatte schon einiges gehört und gesehen in über zwanzig Jahren bei den Jedi, doch eine solche Tat ließ niemanden kalt. Ein Mensch, der nicht einmal vor den Unschuldigsten zurückschreckte… sein ehemalige Schüler erklärte nicht warum, doch der Taanaber vermutete Ränkespiele in diesem dynastischem System als Hintergrund. Das Streben nach Macht und mehr Macht, wie so oft – wenn man es so sah, musste man nicht einmal ein Jedi sein, um der dunklen Seite zu verfallen. Zu welchen Taten solche Leute nur fähig waren!

Im Gegenzug hatte Radan seinen Sohn getötet, um ihn aufzuhalten, wie er sagte, doch als wirklichen Grund vermutete der Advisor Rache. Um ihn zu stoppen hätte er ihn gefangengenommen und vor ein Gericht gestellt, das hätte ein Jedi getan. Ihn zu töteten bedeutete es ihm heimzuzahlen – doch Wes kannte dieses Muster genau, die breite, bequeme und doch tückische Straße hinab zur dunklen Seite. Natürlich wollte man nur das Gute. Der Mörder musste doch aufgehalten werden und für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden, hatte er doch eins der abscheulichsten Verbrechen begangen, zu der intelligente Wesen fähig waren, aber letzten Endes gab man nur der Dunkelheit in einem selbst, der eigenen Wut, dem eigenen Hass nach. Wenn man danach suchte, fand man eine Rechtfertigung. Man konnte der Straße lange folgen in der Überzeugung, das Richtige, das Notwendige zu tun – so lange, bis man den Unterschied nicht mehr erkannte.

»Es tut mir schrecklich leid, das zu hören, Radan. Aber bedenke, die Macht ist niemals grausam, nur verstehen wir manchmal ihre Wege nicht.«

Versuchte Wes seinem ehemaligen Schüler beruhigend und so eindringlich mitzuteilen, wie das über Holo möglich war.

»Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage, dass ich verstehen kann, wie es dazu kam. Ich weiß, wie es auf deiner Welt zugeht, Radan. Doch es zu verstehen bedeutet nicht, dass ich deine Handlungen für richtig halte, und ich denke, das weißt du inzwischen. Du sagst, du hast Szabo getötet, um ihn aufzuhalten, eine ehrenvolle Absicht, wenn man so will. Wahrscheinlich hast du das sogar wirklich geglaubt, doch in Wirklichkeit hat dein Zorn, dein Wunsch nach Rache, es dich tun lassen. Das ist das Wesen der dunklen Seite.«

Vielleicht waren seine Worte ein wenig spekulativ, wenn man von dem ausging, was Radan erzählt hatte, doch der Taanaber meinte, seinen Padawan, der ihm so nahe gestanden hatte, gut genug zu kennen, um zu wissen, wie er tickte. Er war nicht mehr dieselbe Person wie die, die er zum Ritter ernennen lassen hatte, doch im Innersten veränderte man sich nicht so stark.

»Mit deiner Tat wirst du leben müssen, weder die Jedi noch sonst jemand kann daran etwas ändern. Doch was tun tun kannst ist umkehren, wenn du dich von deinem Schmerz, deiner Angst, deinem Zorn befreist. Ich glaube nicht, dass es dein Schicksal ist, so zu enden, Radan, nein, die Macht hat anderes mit dir vor, doch sie erfordert deine Mitarbeit. Mit dem ersten Schritt hast du bereits begonnen, uns offen und ehrlich alles zu erzählen, also bitte fahr fort. Was passierte als nächstes?«

Wenn der vor dem Rat stehende darauf aus wäre, sie zu täuschen, hätte Wes ihm natürlich alle erforderlichen Stichpunkte geliefert, doch das sah er nicht. Er wollte glauben, dass sein Schützling zu den Jedi, zu ihm zurückkehrte. Wenn es darum ging, eine objektive Meinung zum Fall Radan abzugeben, dann war er garantiert der falsche, und das war auch ihm klar. Dafür war diese Angelegenheit bei weitem zu persönlich.

Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung
 
Jedi Basis ~ Padawanquartiere ~ Zimmer von Tenia & Nei

Es dauerte nicht lange, da hatte Nei die Kontaktdaten von Meisterin El'mireth und Meisterin Kae gefunden. Details zur Mission waren für sie als Padawan nicht abrufbar. Dass es sich um eine Friedensmission handeln sollte und Denon beim Wiederaufbau geholfen werden sollte war alles, was sie aus der Datenbank herauslesen konnte. Zumidnest waren noch beide hier auf Lianna. Da die Padawan jedoch keine Ahnung hatte wo sie sie antreffen konnte und die wenige Zeit, die ihr bis zu ihrem eigenen Aufbruch nach Corellia nicht mit unnötigem Suchen verschwenden wollte, beschloss sie kurzerhand eine Nachricht für Meisterin Eowyn El'mireth aufzuzeichnen. Die moderne Technik hatte schließlich schon vor Jahrtausenden die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht unnötig werden lassen - was sicher von vielen bedauert wurde.

**Holo-Nachricht an Großmeisterin Eowyn El'mireth**

Hallo Meisterin El'mireth,

ich bin Nei Sunrider, seit kurzem Padawan im Orden. Wir haben uns noch nicht persönlich getroffen...
und doch muss ich euch um einen Gefallen bitten - einen persönlichen Gefallen.

Eine Twi'lek Offizierin der imperialen Armee war Denon stationiert. Falls ihr während eurer Mission
ein Auge nach ihr offen halten könntet...? Ihr würdet mir einen großen Gefallen damit tun.
Ihr Name ist Qienn'Aven.
Sie ist eine Republik-Sympathisantin und könnte sicherlich wertvolle,
strategische Infos mit uns teilen. Das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen,
dass es mir in erster Linie ein persönliches Anliegen ist, über ihr Schicksal zu erfahren.
Sollte sie noch am Leben sein und ihr findet sie - natürlich ohne eure eigene Mission zu vernachlässigen -
dann möchte ich euch von ganzem Herzen bitten, mich zu informieren...

Ich hoffe das geht... ich stünde tief in eurer Schuld.

Möge die Macht mit euch sein.

Sie drückte den Aufnahmeknopf der nun die Nachricht speicherte und an die Großmeisterin senden würde. Nei konnte nur hoffen, dass die Jedi auf Denon Zeit für eine so egoistische Bitte hatten. Sie überlegte kurz, ob sie erwähnen sollte, dass Meisterin Sarid den Verdacht ausgesprochen hatte, dass Sith in die Beziehung zwischen Qienn, Nei und einem unbekannten Dritten involviert sein konnten. Es war vielleicht besser, dass sie es nicht getan hatte.
Trotzdem Nei sich nun nicht mehr so hilflos vorkam wie vorhin, nach der Ankunft des Pakets, hatte sie nun alles in ihrer Macht stehende getan und konnte nur abwarten - abwarten und sich auf ihre eigenen Verpflichtungen vorbereiten.

Die Ruusanerin überlegte, während sie planlos ein paar Sachen für die Reise nach Corellia hin und her sortierte, was Qienn wohl an ihrer Stelle tun würde. Ob sie ihre Pflicht getan hätte? Nei musste Grinsen, wahrscheinlich hätte sie auf ihre Pflichten einen Bantha-Poodoo gegeben. Das jedoch war kein Grund für Nei das gleiche zu tun, das wiederrum hätte Qienn nicht gewollt. Dem konnte sich die Padawan sicher sein. Ein wenig bedauerte sie aber den Umstand, dass sie mit Sarid ausgerechnet nach Corellia aufbrechen musste, anstatt nach Denon.
Nei griff nach erneut nach dem langen Lichtschwertgriff und drehte die deaktivierte Waffe zwischen ihren Fingern, bevor sie ihn mit einem alles sagenden Kopfschütteln zurück auf das Bett warf. Erstmal duschen und Gedanken ordnen, dachte sie und ging ins Bad.


Jedi Basis ~ Padawanquartiere ~ Zimmer von Tenia & Nei
 
- Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Cantina - u. A. mit Eowyn und Kastalla

Aketos musste sich echt zusammenreißen, dass sie nicht in Aussicht auf ihr Essen zu Sabbern begann. Während sie noch watete stießen Eowyn, Brianna, Kastalla und Talery wieder zu ihr. Die Silberprinzessin meinte zur Großmeisterin, ob sie noch etwas erledigen könnte für sie. Eowyn bedankte sich und meinte, dass sie nichts mehr tun könnten und dass sie sie dann wieder auf dem Schiff treffen würde, sobald die Kamino ihr Essen bekommen hatte.

À propos Essen. Aketos blendete alles um sich herum irgendwie aus, als die Flügeltüren der Küche auf schwenkten und der Koch, oh Wunder dass es ein Besalisk war, trat mit einem Teller hervor und drückte ihn mit einem Murren dem Kantinenhelfer aufs Auge. Gespannt verfolgte der hochsitzende Kopf von Aketos, wie der Besalisk den Helfer herunterputzte und ihm dann noch ein paar Sachen zum Gericht klar machte. Leider verstand man nichts Genaues wegen dem allgemeinen Hintergrundrauschen von Kantinen und kantinenähnlichen Etablissements. Jedenfalls schwang sich dann der Thekenhelfer hinter seinen Tresen hervor und ging, warum auch immer, etwas vorsichtig in Aketos Richtung, stellte den Teller schnell auf den Tisch und wollte so schnell wie möglich wieder verschwinden. Die Kamino allerdings reagierte prompt und blickte erst auf den Teller und rief sofort


STOP!!!!

dem türmenden Helfer hinterher. Brav machte dieser auf dem Absatz kehrt und kam mit einem “Verdammt” auf den Gesichtszügen wieder zurück zum Tisch.

Was bitte schön soll DAS sein?! Das hat ja weder Ähnlichkeit mit Fisch noch mit Salat!

Was Aketos da vor sich fand entsprach in KEINSTER Weise auch nur annähernd ihrer Bestellung. Irgendetwas Schleimiges war unschön neben ein Gebäckstück garniert.

Nunja.....

,begann die Bedienung zögerlich,

Der Koch hatte weder Meerwasser noch Essig da. Deshalb konnte er leider nicht genau DIESEN Fischsalat zubereiten. Stattdessen hat er eine Spezialität seiner Heimat zubereitet, die, O-Ton: bis jetzt noch niemandem geschadet und den Magen verrenkt hatte. Er meinte, es sei ojomanisches Zwiebel-Schwarten-Fisch-Tartar.

Aketos schüttelte es vor Ekel. Dass der Helfer den sogenannten O-Ton aber ziemlich beschönigt hatte, wurde aber auch klammheimlich verschwiegen. Die junge Kamino konnte aber leider nicht anders, als dass sie ob dieser Frechheit aus der Haut fuhr:

Junger Herr, jetzt hören SIE mir mal zu. Ich habe ihnen gesagt, dass die Kaminophysiologie mit bestimmten Zubereitungsweisen nicht zurechtkommt. Und wenn ich explizit, ich wiederhole, EXPLIZIT darauf hinweise, dass dies der Fall ist, dann möchte sich doch dieser, dieser Angestellte in der Küche gefälligst damit auseinandersetzen und

Aketos Magen fing genau in dieser kleinen Kunstpause an zu knurren

und eine Option finden um zumindest annähernd das zu ermöglichen, was ich bestellt habe. Das geht nicht so einfach, wie: och, Fisch haben wir nicht, geben wir ihr Banthafleisch, sie wird’s schon verkraften.... Bei anderen Spezies kann das wohl funktionieren, aber wir sind da ein bisschen empfindlicher, was das anbelangt.

Aketos atmete tief durch, um sich ein bisschen runter zu fahren, fuhr dann ruhiger fort:

Dennoch werde ich es probieren, nicht, dass einem das dann auch noch vorgeworfen wird. Außerdem haben wir eh keine Zeit mehr um auf weiter Küchenexperimente zu warten.

Aus der Küche war ein unschöner Kommentar zu hören, der hier nicht rezitiert werden will, da die wenigsten hier die native Sprache der Besalisken verstehen. Mit eingezogenem Kopf verschwand das Helferlein wieder hinter den Tresen und Aketos nahm ein Messer zur Hand, schnitt das Gebäckstück in der Mitte durch und Strich das Tartar bzw. die schleimig grünliche Fischmasse darauf, klappte das Gebäck wieder zu und wickelte eine Serviette um die “Brotzeit”. Jetzt erst bemerkte die Kamino, dass es in der Kantine richtig still geworden war und irgendwie 90% der Anwesenden in ihre Richtung starrten. Aketos, die sich keiner Schuld bewusst war, sich eigentlich auch im Recht fühlte, denn schließlich musste man auf die Physiologie anderer Lebensformen Rücksicht nehmen, auch wenn alles nur provisorisch war. In Richtung der Großmeisterjedi meinte sie dann:

Ich wär dann soweit. Gehen wir? Nicht dass wir noch zu spät kommen. Ich werde das Ding hier

sie wies in Richtung der Semmel

auf dem Schiff essen, in der Nähe von Brianna, falls das doch zu Magendrücken oder reversen Konvulsionen dyspeptischer Natur führen sollte. Es ist mir lieber eine sehr fähige Heilerin als Aufsicht zu haben.

Damit nahm Aketos ihre Tasche und wartete darauf, dass Eowyn vorging und den Weg wies.

- Lianna - Lola Curich - Jedibasis - auf dem Weg aus der Cantina - u. A. mit Eowyn und Kastalla.
 
- Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Kantine - u. A. mit Aketos und Kastalla

Eowyn war gerade dabei, die zweite ihrer Teigtaschen zu essen (für Kantinenessen gar nicht so übel, auch wenn sie mit dem Tomo ein wenig übertrieben hatten) als ihr Kom ihr mitteilte, dass sie eine Nachricht empfangen hatte. Sie entschuldigte sich kurz bei Aketos, verließ den Tisch und rief in einer kleinen Nische die Nachricht ab. Sie hatte sich angewöhnt, Nachrichten wenn möglich nur noch zu empfangen, wenn sie alleine war, nachdem es in ihren ersten Jahren als Jedi einmal eine peinliche Geschichte gegeben hatte. Man wusste nie, wer da eine Nachricht geschickt hatte und wie viel die eventuell Anwesenden mitbekamen - sicher war sicher.
Die Nachricht war in etwa halb durchgelaufen als sie mitbekam, dass auch Aketos ihr Essen gebracht wurde. Sonderlich appetitlich sah das für Eowyn auf die Entfernung zwar nicht aus, aber schließlich war sie auch ein Mensch und keine Kamino, und sowieso, sie stand ja weiter entfernt...
Kurz darauf allerdings wurde klar, dass auch Aketos das Essen wohl nicht sonderlich zusagte, und Eowyn wurde von der Nachricht ein wenig abgelenkt. Das Wichtigste bekam sie noch mit, allerdings machte sie sich eine gedankliche Notiz, sich die Aufzeichnung noch einmal in Ruhe an Bord des Schiffes anzusehen. Es war keine Frage, dass sie die Augen offenhalten würden. Aketos' Ausbruch aber war in diesem Moment wirklich... nun ja, faszinierend war wohl das beste Wort, denn solch ein Temperament hatte Eowyn der Kamino wirklich nicht zugetraut. Da merkte man mal wieder, wie wenig sie von ihr eigentlich wusste.
Sie klappte ihren Mund wieder zu, steckte ihr Kom weg und ging zurück zu Aketos. Nei würde sie antworten, sobald sie eine kurze Minute Zeit hatte, aber nachdem Aketos' "Essen" nun da war wollte sie keine Zeit verlieren.


Tut mir Leid, dass es solche Probleme gab, meinte sie entschuldigend zu der Kamino. Sobald wir von Denon wieder zurück sind werde ich mich darum kümmern, dass es hier auch was Anständiges für dich zu essen gibt.
Aber du hast Recht, wir sollten jetzt wirklich los. Hier entlang...


Eowyn ging voraus, und nach wenigen Minuten waren sie bei den Gleitern angekommen. Ein paar Jedi warteten schon auf sie, und gemeinsam brachen sie zum Raumhafen auf. Unterwegs nahm Eowyn ihr Kom aus der Tasche, um Nei Sunrider zu antworten.


*~* Holonachricht an Nei Sunrider *~*

Hallo Nei,
ich habe deine Nachricht erhalten und werde nach ihr Ausschau halten,
so weit es mir möglich sein wird.
Ich hoffe, ich werde dir nach meiner Rückkehr positive Nachrichten überbringen können.

Möge die Macht mit dir sein!

*~* Holonachricht an Nei Sunrider *~*

Nur wenige Minuten später kamen sie am Raumhafen an, und der Trubel begann. Eowyn organisierte, dass die genutzten Gleiter wieder zur Basis zurückgebracht werden würden und betrat gemeinsam mit der Gruppe Jedi die Hangarbucht, in der die Thranta schon auf sie wartete. Das Verladen der Geräte und Hilfsgüter war noch nicht ganz abgeschlossen, aber die Helfer schienen alles im Griff zu haben. Sie lagen gut im Zeitplan, sie würden sicher in Kürze starten können. Sie gab dem Kapitän des Schiffes über die Ankunft der Gruppe Jedi Bescheid, verteilte die Bordkabinen und ging während dem Laufen die Liste der teilnehmenden Jedi durch. Es schienen beinahe alle da zu sein, und der Rest würde sicherlich bald eintreffen. Kurz musste sie ausweichen, als zwei Twi'lek mit einer riesigen Kiste an ihre vorbeiwollten, und sie lehnte sich mit geschlossenen Augen und einem Lächeln auf den Lippen an die kühle Wand. Sie liebte den Trubel vor einer Abreise, die vielen Stimmen, das Chaos.

- Lianna - Lola Curich - Raumhafen - Thranta, Gänge
 
Op: der einfachheit halber nennen ich den Gegenstand mit Jaques seine Augen verdeckt nun auch einfach Visor. P.s. Welche Tageszeit ist eigentlich?
[Lianna System- Lola Curich- Basis- Quartier] Jaques, Laurin
Jaques keuchte wieder und warf sich im Bett herum. Er öffnete die Augen. Seine erste Nacht bei den Jedi war grauenvoll. Er hatte keine Ahnung wie spät es ist. Seine Augenhöhlen brannten. Immer wieder hatte Teile der Schlacht in seinen Träumen gesehen. Shuttel die Auf dem Boden aufschlugen, in den Hyperraum fliehende imperale Schiffe, Kämpfe in einer Raumstation und in Gebäuden auf der Oberfläche. Überall dazwischen Tod. Die Auras hunderter Menschen färbten sich schwarz und verschwanden dann von der Sichtfläche, wenn Schiffe zerstört wurden. Auch wenn die Sequenzen der Schlacht immer nur mehrere Sekunden gedauert hatten, zerrten sie an seinen Nerven. Er konnte nicht mehr schlafen.
Er schaltete dass Licht an und stieg aus dem Bett. Dass Bündel gegenüber schlief immer noch. Selbst dass Licht störte ihn nicht. Jaques ging in dass sehr kleine Badezimmer und betrachtete sich im Spiegel. Seine Augenhöhlen waren gerötet, dass Visor musste sich irgendwann verbogen haben und dann auf seiner Haut gerieben. Das ganze hatte sich leicht entzündet. Er ging zurück ins Zimmer und begann in seinem Rucksack zu wühlen, nach einiger Zeit fand er den Beutel. Als er wieder im Bad war, zog er ein frisches weißes Tuch aus der Beutel und befeuchtete es. Dann schmirrte er sich etwas grüne Salbe aus einer kleinen Flasche auf die Augenhöhlen. Anschliesend legte er sich dass Tuch um. er blcikte ihn den Spiegel. Hinter ihm speiglte sich die Stablampe. Wie Leuchtreklame.... ,dachte er sich. Dann fiel es ihm wieder ein alle Details seiner letzten Vision. Er musste Ly´fe finden.
Schnell zog er sich Hemd und Hose wieder an. Die Schuhe leis er weg. Er ging sowieso lieber barfuss, weil es ihm beim sehen half. Er öffnete die Tür und rannte los. Allerdings konnte er Ly´fe nirgends finden. Kurz entschlossen lief er zur Eingangshalle. Wo er wie erwartet auf 40-77. Er tippte dem Droiden auf die Schulter.
40-77 Wo ist Ly´fe?
[Lianna System- Lola Curich- Basis- Eingangshalle] Jaques, 40-77
 
Lianna – Jedibasis –Summer’s Quartier – mit Summer, Samira und Mylo

Ein wenig musste Jo leise kichern als Summer so verschlafen nachfragte wie spät es war und wohl noch nicht ganz begriffen hatte, was hier in ihrem Zimmer los war. Doch die Erkenntnis setzte wohl recht schnell ein, denn schon im nächsten Moment konnte Jo formlich fühlen wie Dummer begriff wer da in ihrem Zimmer stand und im Duett, zwar nicht schön aber dafür aus tiefstem Herzen, ein Geburtstagslied schmetterte. Samira schien dabei eine ähnlich gelagerte Begabung für die Intonation von Liedern zu haben wie Jo. Nun ja, für Beide galt wohl, dass der gute Wille vor allem zählte und Summer’s Freude schienen die paar schiefen Töne auch nicht zu mindern. Jo‘s Herz machte einen Sprung als sie die große Freude des Mädchens fühlte und zum ersten Mal seit langem bedauerte Jo nicht sehen zu können. Wie gerne hätte sie das strahlende Gesicht des Kindes sehen können. Die Überraschung in ihren Augen und die Freude. Für einen winzigen Moment huschte ein trauriger Schatten über Jo‘s Gesicht, doch sofort fing sie sich wieder und das Lächeln kehrte zurück während Summer Samira’s Geschenk öffnete. Ein wirklich schönes Geschenk, das Jo zwar nicht betrachten konnte, aber aus Samira’s Worten deutlich nachvollziehen konnte was es war und wie sehr sich Summer darüber freuten würde. Freudig strahlte Jo in Samira’s Richtung und zollte der jungen Jedi Respekt in solöch kurzer Zeit ein so treffendes und schönes Geschenk gefunden zu haben.
Dann waren Jo’s Geschenke dran und für einen kurzen Moment war sich Jo nicht mehr sicher, ob ihre Geschenke wirklich passend für das Mädchen waren. Doch für Zweifel war keine Zeit und eigentlich hatte sie sich lange den Kopf darüber zerbrochen was sie schenken sollte.
Zuerst packte Summer das Com aus und allem Anschein nach gefiel es ihr.


Natürlich! Das machen wir nachher in aller Ruhe. Samira und ich, wir brauchen ja auch noch deine Nummer.

Zum zweiten Geschenk sagte Summer erst einmal nichts direkt, sondern sie bedankte sich
Ganz herzlich bevor sie Jo fest umarmte.


Schon gut Kind! Du hast doch nicht etwa gedacht, wir haben dich vergessen?

Flüsterte sie Summer ganz leise ins Ohr bevor sie mit bekam, das Auch Summer sich gerade kurz aufs Flüstern verlegt hatte. Jo’s Schmunzeln wurde noch einen ticken breiter während sie, noch bevor sich Summer von ihr löste, zurück flüsterte.

Ja, für Mylo! Irgendwie hat er ja auch mit Geburtstag. Und da dachte ich…

Weiter kam Jo nicht, denn all zu lange wehrte die Umarmung nicht. Viel zu sehr schien die Geburtstagstorte zu locken.

Na, doch wohl jeder hier!

Antwortete Jo lachend auf Summer’s Frage wer alles ein Stück Torte wollte.
Und der Duft hatte nicht zu viel von der Torte versprochen. Wenn auch, der Situation in der Basis geschuldet, mit einfachen Mitteln gebacken, war es doch ein Meisterstück des Konditors und Jo nahm sich fest vor sich noch einmal zu bedanken.


Hmmm, die ist wirklich lecker!

Gab Jo, genüsslich brummend, von sich. Auch für sie war so eine Torte durchaus keine alltägliche Sache und so genoss sie jeden Bissen während ihr einfiel noch einmal auf das kleine Präsent aus der Küche hin zu weisen.

Die Tüte mit den Pralinen ist übrigens noch ein kleines Geschenk von den Leuten aus der Kantine.

Als Summer dann aber meinte, sie nicht damit gerechnet, dass jemand an ihren Geburtstag dachte, hielt Jo kurz im Verzehr des Kuchens inne und blickte Summer ernst aber noch immer mit einem warmen Lächeln im Gesicht an.

Summer! Wir haben dich auch sehr lieb! Du bist mir so sehr ans Herz gewachsen und ich denke ich spreche auch für Samira, wenn ich sage: Keiner von uns wird dich je vergessen!...

Das warme Lächeln wurde nun wieder wesentlich breiter!

…Erst recht nicht deinen Geburtstag. Sowas muss gefeiert werden! Und bei mir ist es immer Brauch gewesen, dass das Geburtstagskind bestimmt was an seinem Ehrentag gemacht wird.
Also, überleg dir schon mal was du heute gerne tun möchtest! Ich bin zu fast jeder „Schandtat“ bereit.
Und du Samira doch sicher auch.


Lianna – Jedibasis –Summer’s Quartier – mit Summer, Samira und Mylo
 
Jedi Basis ~ Padawanquartiere ~ Zimmer von Tenia & Nei

So langsam hatte Nei wieder ihre Mitte gefunden. Aus dem Duschkopf prasselte nun schon seit fast einer halben Stunde das kalte Wasser auf sie herab, während sie fast regungslos mit geschlossenen Augen da stand. Der Klang des prasselnden Wassers entspannte sie und das Wasser kühlte nicht nur ihren Körper sondern auch ihren Geist wieder ab. Ihre Gedanken richteten sich auf die Zukunft - ihre Gebete für Qienn hatte sie gesprochen, ihre Hoffnung war wiedererwacht. Sie würden sich wiedersehen, war der Gedanke den Nei beschlossen hatte zu fassen.
Jetzt stand ihre erste Mission im Dienste der Jedi bevor. Die wieder zu ihrer Entschlossenheit zurückgekehrte Padawan sah es als den ersten Test ihrer Fähigkeiten. Vielleicht sogar als einen Test ihrer geistigen Stärke, bei dem sie beweisen konnte dem Orden würdig zu sein. Sicher wollte sie niemanden enttäuschen, weder Qienn, der sie von allem berichten wollte, noch Sarid der sie als ihre Meisterin jetzt schon viel zu verdanken hatte - es ging außerdem in ihre Heimat, sicher ein Umstand der nichtmal eine Jedi Rätin kalt lassen konnte. Am allerwenigsten wollte Nei aber natürlich sich selbst enttäuschen.

Aus der Dusche herausgetreten stand Nei nun mit ihren offenen, seit der letzten Wäsche aus ihrer Sicht farblich versauten Haaren vor dem Spiegel im Bad. Es war an der Zeit den Schaden zu beheben, dachte sie sich, während sie das Sortiment, welches ihre Mutter aus Heimat geschickt hatte beäugte. Immer schon hatte sie ihre Haarfarbe gefühlsmäßigen Umständen angepasst. Bis zu ihrer ersten Reise nach Corellia zum Jedi Orden, hatte sie stets blaue Farbtöne favorisiert. Nachdem sie jedoch niemals auf Corellia ankam und stattdessen einer Sklavenhändlerin und unbekannten Männern des Imperiums entkommen war hatte sie ihren Style ständig geändert. Zumindest hatte sie ihn immer dann geändert, wenn sie nicht auf Ruusan war und kam so etwa "rot" auf Lianna an. Allerdings gab es nichts mehr zu fürchten, niemanden vor dem sie hätte weglaufen müssen. Sie war auf dem Weg eine Jedi zu werden und war so in der Lage sich selbst zu schützen. Davon abgesehen war sie offizielles Mitglied der Republik und kein "Bauernmädchen" eines nicht erwähnenswerten, neutralen Planeten. Ein Gefühl das den Hauch von wärmender Zufriedenheit in sich barg machte sich in der Ruusanerin breit, als sie nach der von ihr so geliebten und lange vernachlässigten blauen Farbe griff und zur Tat schritt.

Man sah Nei an, dass es ihr gut getan hatte zumindest ihre Haar-Katastrophe behoben haben zu können. Aufrechten Ganges betrat sie das Zimmer, welches sie sich mit Tenia teilte. Ihr blinkendes Com zog die Aufmerksamkeit Neis auf sich und erfreulicher Weise hatte Meisterin El'mireth sich dazu bereit erklärt der Bitte von Nei nachzukommen. Mehr konnte sie nicht verlangen und selbst auch nicht tun. Ihre Fokus konnte bis auf weiteres ganz der bevorstehenden Mission auf Corellia gewidmet werden, auch wenn sie nicht genau wusste was sie zu erwarten hatte. Es war ein umkämpfter Planet - ob sie noch in Bodenschlachten verwickelt würden? Oder war auch ihre vorrangige Aufgabe bereits der Wiederaufbau?
So oder so schnappte Nei sich ihren Rucksack in den sie Klamotten sortierte, wie unter anderem auch eine vom Orden gespmsorte schwarze Robe - für den Fall, dass sie "repräsentativ" wirken musste. Nei selbst hielt es wie üblich einfach: Eine braune, feste Hose, ein paar robuste Stiefel und dazu ein bequemes, schwarzes Tanktop und eine schwarze Jacke aus festem, schweren Stoff.
Zögerlich verstaute Nei auch das unverhofft erhaltene Lichtschwert in ihrer Tasche. Später würde sie Sarid fragen, ob es okay wäre es mitzuführen - das war die Entscheidung ihrer Meisterin, fand die Ruusanerin, hatten sie doch erst heute früh darüber gesprochen und waren noch zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen.

Nachdem ihr Com und der kleine Holo-Projektor in ihrem Rucksack und ihr Blaster im Holster an ihrem braunen Ledergürtel verstaut waren, fiel Neis Blick auf die beiden Datapads von Meister Nackl. Bevor sie entschied auch diese mitzunehmen, setzte sich die Padawan auf ihr Bett und begann eines der beiden zu lesen.


Jedi Basis ~ Padawanquartiere ~ Zimmer von Tenia & Nei
 
Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal Satrek, Radan, Beka, Siva

Satrek, der gemeine, schickte Siva und Beka natürlich in ihre Quartiere. Dabei wäre es viel spannender gewesen zu gucken, was mit Radan passierte. Zwar wurde der sicher nicht mit Ketten vor den Rat geschleift, aber weil Siva noch gar nichts von Rat gesehen hatte, wäre das nicht unspannend gewesen. Auf der anderen Seite war stundenlanges schweigen und Beobachten auch nicht unbedingt die größte Stärke der Zabrak. Wenn Satrek außerdem Rat war, dann konnte sich SIva auch den Rest gut vorstellen. Ältere, gebrechliche Jedi mit Hüftschaden!

Was Ra ans ganze Gedankengänge betraf, so bleiben sie der Zabrak verborgen. Aber sicher gehörte sie nicht zu den Personen, die schlimme Sachen belustigend fand. Davon abgesehen, hatte sie schließlich auch schreckliche Dinge gesehen die einiges verändert hatten. Und diese Dinge waren von den Sith ausgegangen. Eigentlich hatte die junge Zabrak immer das Gute in allen Spezies gesehen. Aber es war eben nicht zu ändern, dass Radan ein Sith war und Siva gesehen hatte was Sith mit Jedi anstellten. An Corellia wollte sie aber gar nicht mehr denken. Solange niemand was anbrennen ließ, waren Sivas Gedanken eigentlich auch immer woanders. Nur wenn sie etwas angebranntes roch, entstanden eben jene Bilder in ihrem Kopf. Wenn das passierte war sie praktisch wieder bei der Schlacht dabei, ganz ohne Geistesmanipulation.

Immerhin bekam Siva noch mit wie ihr Meister irgendeine Rätin kontaktierte. Mit einem Nicken verschwand die junge Zabrak schließlich, damit sie sich ein Quartier suchen konnte. Das, was sie früher bewohnt hatte, war nämlich sicher nicht mehr frei. Ein paar Umwege und viele Fragen später, kam sie bei irgendeinem Terminal an, bei dem man nach Zimmer gucken konnte. Sehr seltsam, wie Siva fand. Weitere Minuten vergingen, bis sie feststellte, wie man sich denn nun so ein Zimmer reservierte. Außerdem zu lesen war, dass sie nicht alleine in dem Quartier sein würde. Eine Tatsache, die der Zabrak gar nichts ausmachte. Eine Zimmergenossin war nie verkehrt, denn wenn man doppelt was anstellte, machte es einfach vierfach Spaß. Allein in einem Quartier zu hocken war schließlich totlangweilig. Es sei denn, man versuchte tropfende Wasserhähne zu reparieren, die man dann abbrach. Als Siva an das und Utopie dachte, huschte ein Grinsen über ihr Gesicht, als sie sich nun doch etwas besser gelaunt auf den Weg zu ihrem neuen Quartier machte.
Schon längst vergessen, dass man bei Doppelzimmern wohl lieber klopfen sollte, riss Siva kurzerhand die Türe auf um ein völlig überfülltes Zimmer zu sehen. Oh ha! Da waren aber wirklich viele Zimmergenossinnen. Davon hatte das Terminal aber nichts gesagt. Sah ganz nach einer Feier aus. So früh? Ein bisschen seltsam, wie Siva fand, aber vielleicht war das hier ja auch eine durchzechte Nacht? Dabei sah aber mindestens eine der Jedi gar nicht mehr so ganz, ganz jung aus (Joseline), ganz im Gegenteil zu den anderen (Summer und Samira). Als die Zabrak dann auch noch einen Kuchen erblickte, dämmerte ihr, was hier gefeiert wurde. Irgendjemand hatte Geburtstag!

„Öh… hallo und alles Gute!“,
sagte Siva dann einfachgewohnt extrovertiert in die Runde um schon in ihrem Rucksack zu kramen. Konnte ja nicht sein, dass sie hier in einen Purzeltag platzte und nichts dabei hatte, was man verschenken konnte.

Lianna – Jedibasis –Summer’s und Siva’s Quartier – mit Summer, Samira, Mylo und Siva
 
Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung


" Es war eher das Lichtschwert in der Hand meines Sohnes das dafür gesorgt hat das ich ihn töten musste"

brachte Radan vor doch etwas änderte sich in seinen Blick.

"Lichtschwert"

murmelte er leise. Dann viel sein Provizorischer Stock zu Boden und er sah Wes mit geschockten Blick an. er hatte eine Erkenntnis eine Wahrheit hinter der Wahrheit. Sicher er war zu den Sith gewechselt doch wenn seine Vermutung stimmte. Nein das durfte nicht sein.

"Ihr wart auf meinen heimatplaneten Wes zusammen mit mir. Wir haben gegen einen Lichtschwertträger gekämpft. Den ersten Lichtschwertkämpfer den ich töten musste. Errinnert ihr euch. Er sollte sich ergeben doch stattdessen ließ er mir keine Wahl. Szabo hatte ebenfalls ein lichtschwert er konnte mit der Macht umgehen und"

Radan schluckte. Sein schlucken wurde intensiver als sein Blick trauig wurde.

"Ich bereue meine Taten und ich kann es nicht beweisen doch was wenn diese ganzen Morde nur passiert waren das ich mich vom Orden abwende. Der Mord an der eigenen Familie ist sehr drastisch ich weiß. Doch die Pfade der Dunkelheit sind verworren und die Nacht ist voller Schrecken. Ich wünschte wir könnten meinen Sohn verhören"

Radan bückte sich um seinen Stock wieder zu ergreifen und stüzte sich darauf. Er sah Wes an.

"Danach heiratete ich. Alisah Revan. Soweit ich weiß hat sie einen Bruder im Orden. Ich kam nach Bastion und nun nach einiger Zeit kehrte ich nochmal auf meine Welt zurück. Auf den Flug von Bastion bekam ich Fieber. Ich bat Alisah kurz nach meiner Ankunft mir zu helfen nach hause zurückzukehren. Ich bin kein Sith. Wes ihr wisst das ich nicht hinterhältig sein kann. Ich habe nichtmal die Fähigkeiten für Diplomatische Ränkespiele"

Radan sah das Holo nun direkt an. Er wendete seinen Blick nicht ab. Nicht eine Sekunde wenn Wes die Wahrheit hören wollte dann sollte er auch die ganze hören.

" Mein Plan wurde entdeckt. ich wurde zum Hochverräter erklärt noch bevor ich Satrek treffen konnte. Meine Frau ebenso. Sie war nicht bereit diesen Schritt zu wagen und fürchtet das man mich in irgendeine dunkle Zelle stecken wird. Sei es drum. Es ist egal warum ich mich in der Nacht verloren habe. Ich habe meinen Fehler eingesehen und meine Schuld. Man soll mich einsperren wenn das meine Strafe ist. Doch in meinem Herzen bin ich ein Jedi immernoch. Wenn man meint das es den Jedi Frieden bringt mich wegzusperren dann nehme ich dieses Urteil gerne an. Ich werde nie wieder jemanden töten eseiden es gibt keinen anderen weg um Unschuldige zu retten"

Radan würde sein Schwert nicht ziehen wenn er es nicht musste. Nie mehr. Er wollte nicht Kämpfen.

Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus) via Holoverbindung
 
=== Nachricht der Ordensverwaltung an alle in der Basis befindlichen Jedi ===

Im Rahmen der Erweiterung unseres Stützpunkts werden in nächster Zeit die Baumaßnahmen zur Montage des Transparistahlübergangs zwischen Bauteil ALT und Bauteil NEU durchgeführt. Wir bitten die dadurch unvermeidlicherweise entstehenden Unannehmlichkeiten, insbesondere Lärm- und Staubbelästigung zu entschuldigen.

Gez. Ryjark, Gebäudeverwaltung

=== Nachricht Ende ===

* * * * *​

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Eingangshalle - Jaques, Vieroh

Es war der Mördaluka. Vieroh wäre zusammengezuckt, wenn die mangelnde Flexibilität seiner metallenen Hülle es nicht verhindert hätte. Jaques fragte mit knappen Worten nach Ly'fe, und zum Glück für den Droiden wusste dieser auch, wo sein Meister sich befand.

»Master Ly'fe hält sich zur Zeit in der Bibliothek auf und bereitet Datenkarten für den Umzug der Bibliothek ins neue Gebäude vor, Master Jaques

Erklärte Vieroh dem Mördaluka betont hilfsbereich. Wenn er sich immerzu freundlich und hilfsbereit zeigte, würde Jaques ihn vielleicht nicht essen oder was auch immer seine Spezies sonst mit Droiden machte. Deshalb würde er auch nicht geflissentlich darüber hinwegsehen, dass der Padawan offensichtlich vergessen hatte, seine Schuhe anzuziehen, bevor sich etwas peinliches oder schmerzhaftes ereignete.

»Ist Euch eigentlich bewusst, dass Ihr barfuß seit, junger Master?«

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Eingangshalle - Jaques, Vieroh
 
Jedibasis - Trainingsraum - Sarid, Nen-Axa, Lerameé, Visas, Nei, Rick, Rask, Steven und Rilanja

Die Falleen musste grinsen als ihre Meisterin sie auf ihre Probleme mit der Einfachheit des Trainingsgerätes ansprach. Tatsächlich hatte Rilanja nicht mal an Prallfelder gedacht, auch wenn sie zugeben musste, dass diese für einige ihrer Körperteile eine gewisse Erleichterung dargestellt hätten.
Aber andererseits gehörte es zu ihrem Wunschbild vom Jeditraining sich mehr oder weniger sprichwörtlich dabei dreckig zu machen. Die Darstellungen antiker Jedi-Ausbildung, vorzugsweise in Sümpfen oder Eiswüsten, hatte sie immer weitaus mehr fasziniert als die eher drögen Übungseinheiten in befestigten Basen und Anlagen.
Allerdings stellte die Geschuppte auch fest, dass sich diese Schlammromantik in der letzten Zeit etwas relativiert hatte. Hauptsächlich war es die Eiswüste von Alzoc III gewesen, die ihr gezeigt hatte, dass eigentlich kein Aspekt der Jedigkeit mit dem zu vergleichen war, was sie sich erträumt hatte.
Allerdings war das hier dennoch mehr, als sie sich jemals realistisch erträumt hatte, auch wenn diese beiden Worte üblicherweise nicht wirklich gut harmonierten. Sie war bei den Jedi, auf dem Weg eine zu werden, und konnte bereits mehr tun als sie es jemals für möglich gehalten hätte.


Prallfelder würden aber dazu verleiten sich ab und zu einfach fallen zu lassen,

rechtfertigte sich die Falleen, bevor ihr bewusst wurde was sie eigentlich sagte,

So merke ich wirklich eindrucksvoll wenn ich etwas falsch mache, ich meine es hinterlässt seine Spuren und ich bin um so motivierter, also es beim nächsten Versuch besser zu machen, ich meine auf die Art lernt man schneller, nicht wahr? Hoffe ich jedenfalls...

murmelte sie und rieb sich das untere Ende ihres Brustkorbes, das von dem Aufschlag auf die Kiste noch schmerzte. Tatsächlich war es ihr im Moment beinahe schon etwas peinlich, dass sie Sarid über die Effektivität von Ausbildungsmethoden belehrt hatte, schließlich war die Menschin weitaus erfahrener in praktisch allem was es über das Training von Machtkräften zu wissen gab, und darüber hinaus hatte ihre Meisterin den Eindruck erweckt, dass ihr selbst ein hochtechnologisches Ausbildungsumfeld lieber wäre.
Rilanja würde das nicht nur akzeptieren müssen, sondern war sich eigentlich auch sicher, dass Sarid ihre Gründe dafür hatte, basierend auf Weisheiten so tiefgründig, dass die Echsin ihr ganzes Leben graben konnte ohne auch nur eine Wurzelspitze zu erblicken.
Vielleicht hatte sie sich doch während der Übung stärker verletzt als sie angenommen hatte, und schüttelte ihren Kopf in der Hoffnung die herumpurzelnden Gedanken so ordnen zu können.


Ich glaube du hast Recht, ich meine mit dem Denken. Ich dachte zwar, also, ich hab gedacht es wäre besser geworden, ich meine das ist es auch, also Filmszenen strömen nicht mehr so auf mich ein wenn ich etwas mache, und manchmal kann ich mich sogar konzentrieren,

erklärte die Falleen, und fragte sich ob es gut gewesen war so offen zuzugeben was für Spuren ihr Holofilmkonsum an ihr hinterlassen hatte,

aber irgendwie klappt es bei neuen Dingen, also bei Sachen die ich, ich meine, die ich noch nicht selber gemacht habe, also dabei klappt das noch nicht so, denn da kommen mir immer Bilder aus Filmen von irgendwelchen Sachen, die man damit machen kann, und dann kann ich mich nicht so gut auf das konzentrieren was ich machen muss, also das von dem ich glaube machen zu müssen, denn da bin ich mir meistens auch nicht sicher, ich meine wenn es darum geht die Macht dann wirklich einzusetzen... Meistens geht es mir so, dass ich erst Erfolg habe wenn ich nicht darüber nachdenke, und...

War das nicht genau das, was ihre Meisterin ihr eben geraten hatte? So viel zum Thema überbordender Weisheit seitens der Menschin. Es stimmte also doch, was sie eigentlich seit Jahren gewusst hatte, seit “Die Jedi-Pandemie” kolossal in den Holokinos gefloppt war. Sie hatte gewusst, das etwas wahres dran war an der Grundlage des Films, wonach ausreichend weise Jedi in der Lage waren andere mit ihrem Wissen zu infizieren.
Zugegeben, die Idee des Films, dass ein paar besonders weise Jedi die unteren Schichten Coruscants mit Weisheit infizierten und so eine ganze Bevölkerungsschicht zu brillianten Verbrechergenies machten, die sich schließlich gegenseitig auslöschten, ließ zu wünschen übrig, aber Rilanja war sich sicher das eben grade etwas von Sarids Licht auf sie geschienen war, sonst hätte sie wahrscheinlich noch einige Zeit länger unterbelichtet dahingeplappert.


Ich habe nie drüber nachgedacht,

gab sie zu, und schloss geistig erst einige Sekunden später mit ihrem Mundwerk auf. Tatsächlich hatte sie ihre Reflexe nie als etwas besonderes empfunden, schließlich war sie damit geboren worden - genauso wie sie erst langsam realisiert hatte, dass andere Rassen anders mit Temperaturänderungen und Anstrengungen umgehen konnten als sie.

Scheinbar sind Reflexe von Falleen nicht schlecht, also ich war bei solchen Sachen eigentlich immer gut, ich meine wenn es um die Reaktionszeit ging, aber müsste das durch die Macht nicht genauso möglich sein, also wenn nicht sogar besser? Aber vielleicht hilft es auch abgelenkt zu sein...

Die Antwort auf die Frage musste warten, denn Rilanja wollte ihrer Meisterin beweisen, dass sie in der Lage war aus ihren Fehlern zu lernen, nachdem sie einige davon so bereitwillig erkannt hatte. Es war ja nicht das erste Mal gewesen, das sie zu dem Schluss gekommen war sich zu viele Gedanken zu machen. Überhaupt war das meistens ihr Problem, und ihr Mundwerk und dessen gedankliche Zweigstelle waren meistens keine große Hilfe dabei.
Aber im Moment war sie abgelenkt, dachte an Reflexe und nicht an Sprünge, und setzte sich dabei mehr oder weniger spontan in Bewegung, direkt auf die drei Kästen zu. Sie sah sich bereits durch die Luft wirbeln, aber verdrängte den Gedanken.
Stattdessen fand sie - mehr oder weniger aus der Luft gegriffen - einen anderen Weg. Sie dachte an Leere. Nicht an Nichts, sondern an die Leere, wie man sie auch immer nennen wollte, Leere als Konzept. Sie füllte ihren Geist mit Nichts, das die Bilder von heldenhaft leicht bekleideten Twi’lek-Akrobatinnen und brandgefährlichen peitschenschwingenden Affenechsenjedi verdrängte, eine Leere, an die sie denken konnte ohne zu denken, und die erst am Rande ihres Bewusstseins anfing zu zerfasern und den Ansturm der gewohnten Bilderflut erkennen ließ.
Die Zeit schien sich zu verlangsamen, oder besser gesagt die Ablenkungen ihres eigenen Geistes wurden stärker, doch Rilanja näherte sich Schritt für Schritt dem ersten Kasten, und versuchte gar nicht erst nicht daran zu denken wie schmerzhaft die erste Begegnung damit gewesen war.
Stattdessen dachte sie an Nichts und öffnete sich der Macht, die wie eine Flamme in der Leere erschien, ein Licht, das sie badete und durchdrang. Die wenigen Bilder, die es durch ihr Nichts schafften wurden von der Flamme aufgezehrt, und Rilanja sprang ohne nachzudenken, flog durch die Luft und landete hinter dem ersten Kasten.
Ohne das sie einen bewussten Gedanken daran verschwendet hatte machte sie einen Schritt am Boden und sprang erneut, um über den zweiten Kasten zu segeln. Wieder nahm sie einen Schritt, doch die Begeisterung über ihren Erfolg soweit ließ die Leere wanken, und um bei dem Bild zu bleiben zerbrach sie, und die auf sie hereinbrechenden Bilder drohten die Flamme zu ersticken - und ehe sie es sich versah stand sie zu nah vor dem dritten Kasten und konnte sich nur noch durch schnell nach vorne ausgestreckte Arme abstützen.
Dennoch, der Erfolg war nicht von der Hand zu weisen, jedenfalls verglichen mit ihrer Aufführung zuvor. Gradezu berauscht versuchte sie es erneut, nahm wieder Anlauf, schloss ihre Augen um ihren Geist zu klären und die Leere zu finden, dann die Flamme der Macht hineinzulassen, und es einfach zu tun ohne Nachzudenken.
Bei diesem Anlauf gelang es ihr über alle drei Kästen zu springen, und bei jedem Sprung belebte die Macht ihren Körper, zwar nur kurzzeitig, aber lange genug um die in die Luft zu befördern und sie halbwegs kontrolliert landen zu lassen.
Nachdem sie den Parcours ein drittes Mal wiederholt hatte und wieder zu ihrer Meisterin ging spürte sie ihre Muskeln brennen, ein seltenes Gefühl, denn normalerweise würde sie nach einer solchen Anstrengung sofort steif werden, doch das Gefühl hielt länger an und die Verhärtung kam langsamer, langsam genug das sie einen Energieriegel aus einer der diskret angebrachten Taschen ihres Kleides ziehen und essen konnte, während sie versuchte zu Atem zu kommen. Das sie nicht mal gemerkt hatte außer Atem zu sein kam noch erschwerend hinzu.


Das war... Ich meine... Also... Wow...

Brachte sie heraus, und hielt sich im letzten Moment davor zurück sich an ihrer Meisterin abzustützen. Stattdessen lehnte sie sich nach vorne und stütze ihre Hände auf ihre Knie, während sie nach Luft rang.


Jedibasis - Trainingsraum - Sarid, Nen-Axa, Lerameé, Visas, Nei, Rick, Rask, Steven und Rilanja
 
Jedi-Basis - Ratsaal - Eleonore (NPC), Wes (schimmernd), Radan (wankend) und Satrek

Der Rat konnte sich nicht entscheiden was er von Radan halten sollte - von seiner Vorstellung, und wieviel davon eine Vorstellung war. Sicherlich war er wirklich krank, so viel sagte ihm der Eindruck, den der ehemalige Sith durch die Macht vermittelte, aber konnte er sich darauf verlassen? Genausowenig wie er Anzeichen von Lügen und Betrug in der Aura des Nahmenschen spürte konnte er ausschließen, dass der Mann nicht mächtig oder verschlagen genug war um beide Sachverhalte vorzutäuschen.

Setz dich endlich hin bevor du uns umkippst,

meinte der Jedi schließlich und schob Radan einen der ausladenden Sitze hin. Wenn er umfiel, egal ob es am Gift lag oder daran, dass er es mit der Schauspielerei übertrieb, würde das niemandem nutzen. Ebensowenig hielt Satrek die Ratssitze für ein Ratsprivileg, genausowenig wie einen das Sitzen darauf zu einem Mitglied des Kreises der Räte machte.
Während er kurz von den Stühlen abgelenkt war fragte er sich worauf Wes wohl sitzen mochte, denn so sehr sich das Programm auch bemühte ihn richtig zu projizieren konnte man dennoch gut sehen, dass das Hologramm nicht richtig auf dem körperlich anwesenden Stuhl saß. Immerhin schluckte diese Variante weniger Leistung als die, die einen passenden Stuhl mitgenerierte. Aber das alles war jetzt nicht wichtig.
Satrek verfolgte den Austausch zwischen dem ehemaligen Meister des scheinbar geläuterten Sith und seinem gefallenen Schüler, und hielt sich mit Fragen und Einwürfen zurück, auch wenn er dem Gespräch nicht die Klarheit entnehmen konnte die er sich erhofft hätte.
Mit dem Gerede über Ehre konnte der dunkelhäutige Mensch nichts anfangen. Er hielt das Konzept für sinnvoll wenn es zur Situation passte, und genau dadurch disqualifizierte er sich wohl in den Augen der meisten Ehrenverfechter bereits, denn manchmal war es gesünder oder sinnvoller etwas zu tun, was mit dem verbreiteten Konzept von ehre nichts zu tun hatte. Allein schon, dass er seine Illusionen als Mittel zur Flucht sah und sich nicht so sehr auf den Angriff verstand machte ihn zu einem Musterbeispiel an ehrenlosem Jedi, zumindest seiner eigenen Meinung nach. Aber solange er ein lebendiger, ehrenloser Jedi war konnte er damit gut leben.
Was ihm allerdings unerwartet nahe ging war die Enttäuschung, die von Wes ausging. Was würde er selbst tun, wenn eine seiner Schülerinnen der dunklen Seite verfallen würde... Sie zurückholen? Und wenn das nicht ging? Wenn sie nicht mehr seine Verantwortung waren? Aber würden das Beka und Siva jemals nicht sein? Er bezweifelte es. Wenn es die beiden überhaupt schafften ihre Ausbildung sinnvoll zu beenden. Nicht dass es ihnen an den nötigen Fähigkeiten mangeln würde, gewiss nicht, aber ihre geistige Eignung, das Wollen...
Aber das war hier nicht Gegenstand des Gesprächs. Vielleicht würde er sich mit den beiden Mädchen mal hinsetzen müssen um ihnen die Gefahren zu erläutern. Er konnte sich schon vorstellen wie sie reagieren würden - indem sie das ganze nicht ernst nahmen - aber er hatte schon eine Idee wie er ihre Aufmerksamkeit erregen konnte, auch wenn er sich dadurch nicht grade beliebt machen würde..
Er zwang seine Aufmerksamkeit zurück zu dem Gespräch, das irgendwie so klang als wäre es einer billigen Holoserie entsprungen, auch wenn er nicht den Eindruck hatte, dass Wes es genauso sah. Der Advisor schien Radan zu glauben, aber selbst wenn die Geschichte der Wahrheit entsprach fehlte für Satreks Verständnis nur ein großer Brocken.


Wenn ich an der Stelle kurz einhaken darf... Ich kenne deine Heimat nicht, und weiß nicht was für ein... Regierungssystem ihr habt oder gar warum die Republik bei einem so lange andauernden Konflikt untätig geblieben ist, aber darum geht es jetzt auch nicht,

stellte er klar, da er keine Erklärungen oder gar eine Geschichtsstunde hören wollte. Das worum es ihm ging war etwas anderes.

Gehen wir mal davon aus, dass dein Fall zur dunklen Seite erklärbar ist durch deine Taten - wieso bist du zu den Sith gegangen? Der dunklen Seite zu verfallen bedeutet ja nicht, dass man dort automatisch mit offenen Armen empfangen wird. Genausowenig werden die Sith einen ehemaligen Jedi in ihren Reihen dulden, ohne ihn zumindest auf die Probe zu stellen. Was hast du getan, um deinen Platz im Sith-Orden zu verdienen? Und warum?

Was ihn an Radans Geschichte am meisten störte - und was ihm jetzt erst richtig bewusst wurde - war, dass die Zeitleiste nicht passte. Wäre er gefallen und hätte sein Tun bereut wäre er nicht zu den Sith gegangen, oder zumindest früher zurückgekehrt. Er wäre vielleicht als dunkler Jedi, wenn man den Begriff gebrauchen wollte, durch die Galaxis geirrt, aber nicht zwingend einer Organisation von exzessiven Nutzern der dunklen Seite beigetreten.
Umgekehrt, wenn er tiefer gefallen war als er zugeben wollte, wenn er sich bewusst in die dunkle Seite gestürzt und so bei den Sith eine neue Heimat auch im moralischen Sinne gefunden hätte, warum war er dann hier, und was hatte er in der Zwischenzeit an eigenen Gräueltaten verübt?
Und was hätte ihn dann zur Rückkehr bewogen? Eine echte aber späte Reue, oder andere, niedere Motive? Wie beispielsweise eine Auseinandersetzung mit dem Imperator, die ihm aus welchen Gründen auch immer einen tödlichen Giftanschlag eingebracht hatte, und er seine einzige Rettung bei den Jedi sah?
Satreks Ansicht nach war es genauso leicht Radan glauben zu wollen wie ihm Verrat und Betrug zu unterstellen, aber seine Geschichte wies zu große Lücken auf um ihm die nötige Portion Zweifel zuzuerkennen.


Jedi-Basis - Ratsaal - Eleonore (NPC), Wes (schimmernd), Radan (wankend) und Satrek (zweifelnd)
 

~ | Lianna | Lianna City | Jedi-Basis | Trainingsraum 4 | Gun Laosi & Tenia Lumiran | ~

Gun schlug mehr oder weniger vor, weiter an der Kletterwand zu verweilen, was Tenia freute. Sie hatte nur aus Höflichkeit etwas anderes vorgeschlagen, war es doch schließlich so, dass Klettern ihr Hobby war und nicht das von Gun. Zwar war diese Wand für sie ziemlich lapidar weil sie viel zu niedrig und leicht zu absolvieren war, aber wenn Gun noch einmal klettern wollte, dann sollte genau das geschehen.

„Wir können gerne an der Wand bleiben“, erklärte Tenia schließlich, als ihr Blick noch einmal an die Wand und dann zurück zu Gun glitt. Vielleicht konnte sie sich nachher auch noch mal probieren und um die Sache zu erschweren ganz einfach Griffe nehmen, die nicht so gut zu erreichen waren. Wenn man bedachte, dass Tenia nicht mehr zu hundert Prozent konzentriert war, war die Wand vielleicht doch nicht die schlechteste. Man durfte, sofern man ungesichert kletterte, neben jenes niemals tun, wenn man nicht die nötige Konzentration aufbringen konnte. War man zu erschöpft oder konnte seine Gedanken nicht allein auf das Geschehen wenden, konnte Klettern zu einem tödlichen Unterfangen werden. Mangelnde Konzentration und gnadenlose Selbstüberschätzung aber auch mangelnde Fitness konnten zum Verhängnis werden. Die Nullianerin selbst hatte sich bisher zwar nur den Arm gebrochen, war einmal aber nur knapp einem schweren Unfall entgangen. Gerettet hatte sie lediglich das Wasser. Der Aufprall war alles andere als angenehm gewesen, aber der See hatte ihr das Leben gerettet. Tenia war damals völlig in Gedanken gewesen. Ein falscher Griff in eine Felsspalte hatte genügt, als sie abstürzte. Aus schwindelerregender Höhe und mit viel Glück, war sie schlimmeren Verletzungen entgangen, als sie alles daran gesetzt hatte, keinen Bauchplatscher zu machen. Eine Situation, aus der die Nullianerin gelernt und Konsequenzen gezogen hatte. Wenigstens hatte es bei beiden Kletterunfällen keinen Zeugen gegeben. Dabei wäre sie bei ihrem Armbruch wohl mehr als dankbar gewesen, jemanden bei sich gehabt zu haben. Der Bruch war kompliziert und äußerst schmerzhaft gewesen und der Weg nach Hause hatte sich dermaßen in die Länge gezogen, dass Tenia sich selbst gewünscht hätte, auf ihren Erzfeind zu treffen.

„Mir wurde ein Schlafraum zugewiesen. Oder besser gesagt, ein Doppelquartier, das sich mit einer Ruusanerin teile.“
Mit dem Gedanken an Nei, breitete sich Röte in Tenias Gesicht aus, weil sie sich an das erste Treffen erinnerte. An den kleinen Streit, an ihren Wutausbruch und überhaupt an ihr Benehmen. Hoffentlich traten solche Szenarien nicht wieder auf. Nur mit Mühe war es Tenia schließlich gelungen einem zweiten Streit, mit einer anderen Person, Talery, aus dem Weg zu gehen.

Das nächste Geräusch, dass schließlich an Tenias gute Ohrend rang, war das Magenknurren ihres Sportpartners. In der Zwischenzeit war auch die Nullianerin hungrig, hatte sie in der Kantine doch bloß eines der Kartoffelstäbchen probiert, dass Nei ihr angeboten hatte.
„Am besten klettern wir noch ein paar Mal und gehen dann etwas essen.“ Eher eine Aufforderung, als eine Aussage. „Wenn du magst“, fügte Tenia also hinzu um nicht zu bestimmerisch zu wirken.

~ | Lianna | Lianna City | Jedi-Basis | Trainingsraum 4 | Gun Laosi & Tenia Lumiran | ~
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Kantine - u.a. Aketos, Kastalla, Eowyn, Talery und Brianna

Im Grunde genommen war Brianna bereits drauf und dran, die Cantina zu verlassen. El'mireth, welche von der Nachfrage der jungen Jedi-Ritterin erfreut war, bekundete, ebenfalls bereits reisefertig zu sein, so dass die Großmeisterin und Talery sich bereits voneinander verabschiedet hatten.

„Es klappt bestimmt. Wir sehen uns dann!“

Echote Brianna. Ihre Caamasi-Padawan fragte, ob es nun los ging, doch die Silberhaarige kam nicht mehr zum antworten, denn vor ihr ereignete sich ein in der Ordenskantine vermutlich bis dato beispielloses Schauspiel. Aketos bekam ihr Essen serviert, eine Sonderbestellung, wie es schien. Offensichtlich war sie damit jedoch nicht zufrieden, denn sie begann zu kreischen und zu zetern. Der Küchenangestellte entschuldigte sich zwar, doch wollte die Kamino sich nicht im Mindesten beruhigen. Sie machte die Bedienung, ein Einheimischer, wie es schien, dermaßen zur Schnecke, dass dieser sich schließlich wortlos Richtung Küche davonstahl – nur aus selbiger waren fremdsprachige Unmutsbekundungen zu hören. Davon abgesehen war es in der Cantina recht still geworden.

Während El'mireth Aketos gegenüber sehr verständnisvoll reagierte, war Brianna, deren Magen so robust wie der Rest ihres Körpers war und welche wohl in ihrem ganzen Leben noch keine Mahlzeit verschmäht hatte, einigermaßen entsetzt. Andere Physiognomie und empfindliche Verdauungstrakte hin oder her, das war einfach keine Art, sich aufzuführen, schon gar nicht hier unter den Jedi.

Von der Kamino erwähnt zu werden gab Brianna auch genug Grund, ihren von der Großmeisterin abweichenden Standpunkt zu äußern, nicht dass sie anderenfalls damit hinter dem Berg gehalten hätte.

„Ja, ich werde dich heilen, falls es nötig werden sollte, aber überlege dir mal, wie du mit anderen Leuten umspringst,“

Entgegnete die Echani streng, die Arme vor dem Bauch verschränkt.

„Vielleicht ist deiner Aufmerksamkeit entgangen, dass die Küche sich sehr wohl bemüht hat, auf deine Sonderwünsche einzugehen, obwohl hier bestimmt für locker fünfhundert Personen gekocht wird – und wir bekommen hier auch nicht gerade jeden Tag unsere Leibgerichte. Beschwere ich mich vielleicht, dass es hier keine Echani-Küche gibt, die mir weitaus besser schmecken würde als das, was der Droide mir stattdessen aus seinen Warmhaltetöpfen serviert? Du hast dein Essen ja nicht einmal probiert. Außerdem, selbst wenn du weißt, dass es dir nicht bekommt, kannst du es ihnen auch in normalem Tonfall sagen – als Padawan solltest du ohnehin besser daran arbeiten, deine Emotionen in den Griff zu bekommen. So wie du es jetzt angestellt hast ist vermutlich die einzige Schlussfolgerung, die der Koch daraus gezogen hat, dass zu versuchen, auf deine Spezialbestellungen einzugehen, vergebene Liebesmüh ist.“

Ende der Standpauke. Brianna löste ihre Arme und lächelte wieder.

„Vielleicht ist es ja auch ganz gut und wirklich für Kamino geeignet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man fast alles essen kann, wenn man erst einmal an die lokalen Besonderheiten gewöhnt hat. Bis später auf der Thranta!“

Verabschiedete sie sich und schnappte sich ihr abgestelltes Gepäck, auch Talerys schwere, scheppernde Tasche wuchtete sie über die Schulter, als ob diese kein Gewicht hätte. Anschließend wandte sie sich an deren Besitzerin.

„Lass' uns gehen. Eine Kleinigkeit habe ich noch zu erledigen, bevor wir uns auf dem Weg zum Raumhafen machen: ich möchte mich von Kestrel, meiner ehemaligen Meisterin verabschieden. Eigentlich hatte ich erwartet, sie um diese Zeit in der Cantina vorzufinden, aber vielleicht ist sie doch in ihrem Quartier,“

Spekulierte die Silberhaarige, und eilte voran. Während sich Talerys Tasche auf der Horizontalen durch den leichten, federnden Gang der Sportlerin kaum akustisch bemerkbar machte, glich das Geräusch die Treppe hinauf einem altmodischen Steamcrawler. Brianna fragte sich, was die Caamasi überhaupt alles mit sich herumschleppte. Der Inhalt klang vor allem nach Glas, wie Kosmetiktiegelchen, doch wie eine einzelne Person damit so eine große Tasche voll bekam, war ihr ein Rätsel. Vor allem, da ihre gefiederte Padawan ohnehin keine Verwendung für Hautcremes und ähnliche Produkte hatte.

Kestrels Zimmer war verschlossen, so dass sie mit noch mehr Lärm die Treppe zurück ins Erdgeschoss hinabstiegen. Vielleicht war die frischgebackene Meisterin ja in einem der Trainingsräume und unterrichtete? Sie klapperten diese (auch im wörtlichen Sinne) der Reihe nach ab, und im allerletzten bot sich, nachdem die Türe sich zischend öffnete, ein unerwartetes Bild. Sie sahen Rilanja, die gerade akrobatisch über drei nacheinander aufgestellte Hindernisse hechtete, so dass durch die Tür lugende Brianna zunächst glaubte, eine andere Falleen vor sich zu haben.

„Wow, Rilanja…“

Meinte die Jedi-Ritterin sprachlos. Selbstverständlich hätte sie dieselbe Übung auch ohne die Macht zu benutzen bewältigt, doch für die Grüngeschuppte, die sie als Inbegriff der holosüchtigen Couchknolle kannte, war die Leistung geradezu erstaunlich – zumal sie durchaus eine gute Figur dabei machte, und gerade nicht die einer bodengebundenen Knolle mit der entsprechenden Menge Schub von außen.

„Verzeiht die Störung, ich war auf der Suche nach Kestrel.“

Entschuldigte sich Brianna und sah dabei vor allem die ebenfalls anwesende Sarid an.

„Wir fliegen nämlich demnächst ab und wollte mich von ihr verabschieden. Ihr habt sie nicht zufällig gesehen?“

Fragte sie.

„Ich wünsche euch übrigens viel Glück auf Corellia, ihr werdet es bestimmt brauchen. Wir sehen uns, hoffe ich jedenfalls sehr.“

Kaum dass sich die Türe wieder hinter geschlossen hatte, zückte sie ihr Kom und murmelte eher an sich selbst als an Talery gerichtet:

„Das wär's dann wohl. Vermutlich ist sie irgendwo außerhalb der Basis unterwegs. Schade.“

Da Kestrel ihren Anruf ebenfalls nicht beantwortete, ließ sie das Gerät eine Nachricht von ihr aufzeichnen, die sie hoffentlich lesen und beantworten würde, bevor sie sich im Hyperraum befände.

Kom-Nachricht von Brianna Kae an Kestrel Skyfly

„Liebe Kestrel!

Leider kann ich mich nicht mehr persönlich von dir verabschieden, denn unser Schiff fliegt bald ab nach Denon. Es kommt mir seltsam vor, ohne dich auf eine Mission zu gehen, aber zumindest scheint die Leiterin, Großmeisterin
El'mireth ganz sympathisch zu sein. Ich habe auch bereits eine Padawan gefunden, es ist schade, dass du sie vorher nicht mehr kennen lernen kannst. Kennst du El'mireth zufällig? Zumindest werde ich nicht einsam sein [kichert]! Ich hoffe, du fühlst dich auch nicht alleine ohne mich. Auf jeden Fall werde ich dich anrufen, sobald wir dort sind und wehe, du bist nicht auf Lianna, wenn ich zurückkomme [kichert]!

Viele Grüße, auch von
Talery!“

Ende der Nachricht

„Hoffentlich nimmst du's mir nicht übel, dass ich Kestrel eigenmächtig von dir gegrüßt habe,“

Meinte Brianna schmunzelnd zu ihrer Padawan.

„Schade, dass wir sie nicht mehr gefunden haben, du würdest sie bestimmt mögen. Komm!“

Während sie mit anderen Jedi im Speeder auf dem Weg zum Raumhafen waren, begann die Echani-Jedi im Leitfaden für junge Meister nachzulesen. Das Beispiel Rilanja motivierte sie, auch Talery durch ein entsprechendes Fitnessprogramm zu schicken. Die Echsin hatte nicht den Eindruck gemacht, unzufrieden zu sein, da würde sie doch wohl ihre gefiederte Schülerin ebenso antreiben können. Vielleicht fand sie sogar richtig Gefallen daran, und sei es, weil sie ebenfalls die Macht zu Hilfe nahm um Kunststücke zu vollbringen, die sie jetzt noch gar nicht für möglich hielt. Ganz bestimmt würde sie, ausgerechnet sie, ihrer Padawan nicht weniger physisches Training zumuten als Sarid dies tat.

Infolgedessen schlug sie das entsprechende Kapitel im Leitfaden auf und fand unter anderem blumige Erklärungen davon, die Macht zu benutzen, um Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit zu steigern. Das war es, was sie suchte, leider wurden die zugehörigen Techniken allerdings nicht erklärt. Brianna kannte zwar Macht-Geschwindigkeit, wusste jedoch nicht, was mit den beiden anderen gemeint war, und das wurmte sie. Aber sie musste die Techniken doch kennen, um sie Talery beizubringen, und was noch viel wichtiger war: sie wollte sie doch auch selbst benutzen können! Am liebsten wäre sie aus dem Speeder gesprungen und zu Sarid gelaufen, um sie zu fragen, welche Technik damit gemeint war. Vor den beiden anderen Jedi, einem Menschen und einem Arkanier, die beide ebenfalls noch recht jung aussahen, wollte sie sich dagegen nicht die Blöße geben, danach zu fragen.

Schließlich erreichten sie den vom Jedi-Orden genutzten Teil des Raumhafens, in dem die Thranta durch ihre Größe und ihre auffällige rot-weiße Ordenslackierung kaum zu übersehen war. Der Silberhaarigen schwebte allerdings noch eine letzte Zwischenstation vor.

„Hier anhalten, bitte,“

Rief sie nach vorne, als sie die TARDIS passierten, und kaum dass der Speeder stand, hüpfte sie auf den Gefährt und griff sich ihre eigene Tasche aus dem Gepäckfach.

„Fahr' schon einmal mit den anderen weiter zur Thranta, Talery, ich muss noch ein paar Dinge auf meinem Schiff holen,“

Gab sie der Caamasi mit auf dem Weg, und sah dem Speeder hinterher, als jener weiter brauste. In ihrem eigenen Schiff angekommen suchte sie zunächst die Garderobe auf. Letztendlich fühlte sie sich nirgendwo mehr zuhause als an Bord der TARDIS, und hier hatte sie noch eine Reihe von Stücken, die sie nicht in ihr Minizimmer in der Basis mitgenommen hatte. Sie war davon ausgegangen, bei Bedarf jederzeit noch Dinge holen zu können, doch auf der Denon-Mission schied diese Möglichkeit freilich aus. Sie packte die restliche Wäsche und einige andere Stücke für zwanglose Gelegenheiten ein, die Kleider, von denen sie fast alle jahrelang nicht mehr getragen hatte, ließ sie zurück. Sie konnte ja nicht gerade behaupten, dass sie seit ihrer Zeit im Orden viel zum Ausgehen gekommen wäre. Die meisten Dinge, ohne die sie nicht auszukommen glaubte, steckten ohnehin schon in ihrer Tasche.

In ihrem Trainingsraum kam sie allerdings noch einmal ins Grübeln. Sollte sie Sportgeräte mitnehmen? Die Reise nach Denon würde bestimmt sehr lang werden und auch während des Aufenthalts dort würde es kein erfüllender Tagesablauf für die Athletin zu sein, nur dazusitzen und Leute zu heilen. Ihr Blick schweifte über das im Laufe der Jahre entstandene Sammelsurium aus verschiedenen Polstern, Holz und Steinplatten, Sandeimern, Chi Ishis, Hanteln und anderen Geräten mehr. An einer von letzteren, der, mit der sie Kniebeugen trainierte, blieb sie hängen. Nicht, um sie mitzunehmen – dafür war das Ungetüm mit sechs schweren, aus Schrottplatten fusionsverschweißten Scheiben, die Talery vermutlich nicht einmal einzeln heben konnte, zu unhandlich. Überhaupt gab es nicht viel, was auch für die zerbrechlich wirkende Caamasi geeignet war. Stattdessen wäre es dagegen perfekt um zu testen, ob sie ihre Körperkraft durch die Macht steigern konnte, wie im Leitfaden erwähnt. Angesichts des Gewichts wäre selbst ein kleiner Effekt gut spürbar, nur stünde ihr diese Möglichkeit für die nächsten Wochen nicht zur Verfügung. Der Gedanke, wochenlang warten zu müssen, nagte an Brianna. Vor allem wollte sie auch wissen, ob ein Jedi womöglich vergleichsweise einfach seine Leistungsfähigkeit steigern konnte, dafür bildete sich die durchtrainierte Echani zu viel auf ihre außergewöhnlich kraftvollen Beine ein, um eine derartige Möglichkeit einfach ignorieren zu können. Dafür konnte sie im Gegenzug sogar mit baumstammdicken Oberschenkeln leben. Schon gar nicht wollte sie sich allerdings von irgendwem mal eben in der Hinsicht übertrumpfen lassen.

Die silberhaarige Jedi warf einen Blick auf die Chronometerfunktion des Jedi-Koms. Wenn sie sich beeilte, reichte die Zeit bis zum Abflug noch, um ein wenig zu experimentieren…

Lianna - Lola Curich, Raumhafen - An Bord der TARDIS - Brianna
 
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Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Summers Quartier - Summer, Joseline, Mylo und Samira

Summers Überraschung war ihnen wirklich gelungen, so verschlafen wie die Alderaanerin klang. Auch ihr Ständchen schien ihr wohl halbwegs gefallen zu haben, denn zumindest kamen keine Beschwerden von der jungen Padawan. Was der Mirialan aber noch viel wichtiger war, dass Summer sich über Samiras Geschenk freute und richtig fest dafür zum Dank drückte.

"Ich hatte gehofft, dass es dir gefällt, Summer."

Gab die Jedi-Ritterin ganz ehrlich zu. Als sogar Joseline ihr einen anerkennenden Blick für das gelungene Geschenk zuwarf, wurde die Mirialanjedi im Gesicht orange. Sie empfand es sich ein bisschen unangenehm, dass sie gar so im Mittelpunkt stand, aber dieser Moment ging ja zum Glück bald vorüber. Von der Großmeisterin hatte Summer ein Komm und eine Art Gurt oder Gürtel bekommen, dessen Verwendungszweck die Jedi-Ritterin jedoch nicht durchschaute. Aber die Alderaanerin freute sich über Jos Geschenke, so dass Samira nicht weiter hinterfragen wollte, was die blinde Menschenfrau damit gemeint haben konnte. Aufgrund ihrer Begeisterung wollte die junge Alderaanerin auch gleich die Kommnummern der beiden Jedi einspeichern, aber Samira gab der Großmeisterin recht. Das konnten sie später auch noch in Ruhe machen. Jetzt wollte die Mirialan auch lieber erst die Torte probieren, welche ja auch quasi ihr Frühstück war.

"Natürlich möchte ich ein Stück probieren. Solch lecker aussehenden Torten bekommt man hier schließlich auch nicht oft."

Sobald Samira das Stück, dass die Padawan ihr gegeben hatte probiert hatte schloss die Jedi-Ritterin kurz genießerisch die Augen. Sie mochte ja generell Schokoladenkuchen mit Sahne und auch die roten Früchte waren recht gut.

"Da hat sich der Küchenchef ja viel Mühe gegeben. Die Torte schmeckt wirklich köstlich."

Das Stück auf Samiras Teller wurde sehr schnell kleiner und mit bittendem Blick wandte sie sich an ihre gefühlte kleine Schwester.

"Kann ich vielleicht noch ein Stück bekommen?"

Als Joseline dann auf Summers Worte hin erklärte, dass sie sie ebenfalls sehr lieb hatten und sie bestimmt nicht vergessen würden konnte die blassgelbhäutige Jedi-Ritterin nur zustimmen.

"Das stimmt, Summer. Sonst wären wir schließlich nicht hier und würden in Rekordtempo deine Geburtstagstorte wegfuttern."

Scherzte sie. Als die Großmeisterin dann fortfuhr und diesen Tag zum Ehrentag der Alderaanerin erklärte stimmte Samira ihr erneut nickend zu. Jedoch schnellten ihre schwarzen Augenbrauen in die Höhe als Joseline davon sprach, dass sie fast zu jeder Schandtat bereit war. Natürlich konnte sie da nicht nein sagen, dennoch fragte sie sich unwillkürlich auf was sie sich da wohl eingelassen hatte. Aber jede Geburtstagstorte hatte irgendwo ihren Preis, sagte Samira sich.

"Gleichfalls, Summer. Aber ich bin leider nicht ganz Herrin meiner Zeit, sprich es kann sein, dass Meisterin Rosita mich braucht. Aber ansonsten werde ich euch gerne begleiten."

Dann trat plötzlich eine junge Zabrak ein als würde ihr dieses Quartier gehören. Aber so wie diese reagierte hatte die Zabrak nicht damit gerechnet hier andere Jedi anzutreffen. Immerhin war sie geistesgegenwärtig genug, um zu gratulieren. Um sie nicht so im Regen stehen zu lassen, lächelte Samira sie gleich freundlich an und erklärte die Situation.

"Summer hier ist heute 15 geworden. Ich bin übrigens Jedi-Ritterin Samira Noble. Das ist Großmeisterin Joseline. Dürfen wir auch deinen Namen erfahren?"

Kontaktscheu war die blassgelbhäutige Mirialanjedi ja noch nie gewesen. Daher übernahm sie diesen Part immer wieder gern. Auch registrierte sie wohlwollend, dass die Zabrak angefangen hatte in ihrem Rucksack zu suchen als ob sie ein Geburtstagsgeschenk für
Summer
suchen wollte. Sollte das wirklich der Fall sein, dass war das eine wirklich nette Geste von ihr, befand Samira.


Lianna - Lola Curich - Jedibasis - Summers Quartier - Summer, Joseline, Mylo, Siva und Samira
 
Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus via Holoverbindung)

Nachdem Wes gesprochen hatte, schob Radan nach, dass sein Sohn Szabo ebenfalls die Macht zu benutzen wusste und auch ein Lichtschwert besaß, so dass er ihn seiner Aussage nach hatte töten müssen. Dabei verwies der Eriadorianer auf den gemeinsamen Besuch seiner Heimatwelt, wo sie sich in einer ähnlichen Situation befunden hatten. Anschließend wurde sein Ex-Schüler wieder sehr traurig, als er an seine Situation dachte, das Geschehene bedauerte und eine Verschwörung vermutete, an die der Advisor, trotz allen Mitgefühls für den Gefallen Jedi, nicht recht glauben wollte.

Radan fuhr schließlich fort und erzählte von seiner Heirat mit Alisah, allerdings konnte Wes nur Eleonore und Satrek fragend ansehen, da ihm weder die Frau noch ihr Bruder ein Begriff waren. Die folgenden Erklärungen verstand der Taanaber, der immerhin die Vorgeschichte zwischen dem dunkelhäutigen Jedi und dem Gefangenen und warum diese sich jetzt überhaupt zusammen auf Lianna befanden, nur teilweise. Scheinbar war Radan Sith gewesen, jedoch nicht aus Überzeugung und berief sich dabei auch auf fehlenden charakterliche Eignung – obwohl Wes ihm, mittlerweile mit intensivstem Bedauern, durchaus einen gewissen Hang zur dunklen Seite attestieren musste.

Später wurden seine Frau Alisah und er zu Hochverrätern erklärt. Was Wes dabei irritierte war, dass Radan weder sein eigenes noch das seiner Angetrauten sonderlich zu kümmern schien und gerade letzteres erschien ihm ungewöhnlich für jemanden, der sich in einem Herzen als Jedi betrachtete. Etwas egoistisch. Er selbst hatte Lia seit Jahren nicht mehr gesehen, doch wäre sie auf Bastion gefangen, würde er alle Räder in Bewegung setzen, um sie zu retten – oder bei dem Versuch zu sterben. Okay, er würde als Jedi sicherlich nicht blind in eine Selbstmordmission laufen, doch es wäre ihm alles andere als
egal.

An dieser Stelle hakte Satrek ein, der dem Stehenden aufgrund seines Zustands zwischenzeitlich einen Sitzplatz angeboten hatte. Er hatte messerscharf beobachtet, dass der Fall zur dunklen Seite eine Sache war, und ein Sith zu werden eine andere. Den Punkt hatte Wes bislang nicht bedacht, er hatte es auf die Umstände zurückgeführt, aber diese Entwicklung war keineswegs selbstverständlich. Der Mann von Mhaeli wollte folgerichtig wissen, was zwischen Fall als Jedi und Hochverrat als Sith passiert war. Wes hatte es nicht recht wahrhaben wollen, ganz darauf fixiert, dass sein ehemaliger Padawan reuevoll zu ihm zurückkehrte, doch Tatsache war, dass Radan die ganze Zeit bereits nur scheibchenweise mit der Wahrheit herausrückte. Wenn er reuevoll zurückkehrte, warum beichtete er ihnen dann nicht von vornherein alles anstatt zu versuchen, sich in einem möglichst wenig schlechten Licht erscheinen zu lassen und seine Handlungen nach Möglichkeit zu rechtfertigen? Er wusste doch, dass die Jedi nicht
so waren?

»Ich würde gern mehr über diese Alisah

Fragte Wes, als er an der Reihe war.

»Ihr standet euch also nahe. Wer ist sie, und was denkst du, geschieht mit ihr? Wieso wollte sie dich nicht begleiten?«

Und warum gingst du trotzdem? Die Frage lag dem Taanaber auf der Zunge, doch er sprach sie nicht aus. Welche Erkenntnis war gewonnen, wenn Radan sagte, um sein eigenes Leben zu retten. Konnte er es ihm verdenken? Wären Lia und er in einer ähnlichen Situation gewesen, in der er, aber nur er alleine, sein Leben hätte retten können, wäre er dann geblieben?

Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus via Holoverbindung)
 
Lianna - Jedi-Basis, Ratsaal - Eleonore (NPC), Satrek, Radan - Wes (von Shili aus via Holoverbindung)


"Alisah"

Der Name kam bedauernd über seine Lippen. Der Schmerz in seinen Augen schien noch zuzunehmen als er sich setzte. Auch Satreks einwand hatte er vernommen. Er musste alles in eine geordnete Bahn lenken. versuchen zu erklären warum er dinge getan hatte die er nunmal getan hatte. Einige dinge bereute er nicht. Andere jedoch schon.

Ich muss weiter ausholen als ich befürchtet habe. Kurz nachdem ich zum jedi Ritter ernannt wurde kam es zur Schlacht um Corelia. Ich sah euch dort Satrek nur kurz während den versuch einer Evakuierung. Ich half bei der Evakuierung so gut ich konnte. Bevor ich mit meinen Schiff eine gewagte Flucht versuchte"

Radan schwieg eine geraume weile. Corelia diese Schlacht jagte ihn immernoch in seinen Träumen. Er hatte ein paar Freunde verloren. Andere Jedi die für ihn wie Brüder gewesen waren. JEder hatte an diesen tag Freunde verloren. Doch darum ging es hier nich.

"Während ich mit meinen Padawan durch den Raum trieb versuchten wir andere Jedi aufzuspüren und zu retten. Wir wollten uns nicht im verborgen halten und nichts tun. Es gab die Überlegung kleine Angriffe gegen das Imperium zu fliegen und ihren Nachschub zu behindern. Während dieser Zeit fand ich heraus das mein vater Lars eine Halbschwester hatte Camie Reven. Zumindest bestand dieses Gerücht"

Wieder machte Radan eine Pause und lehnte sich leicht zurück. Nun fixierte er Satrek. Er lächelte nicht.

"Ich habe sie gesucht. Zumindest dachte ich das. Wir trafen auf utopio und seinen Padawan und unsere wege kreuzten sich an dieser Stelle. Wir zogen zusammen weiter und kamen nach einer weile nach Malastare. Dort trafen wir auf Sith und Sturmtruppen oder mehr ich stolperte über Camie und sie hielt mir ein Lichtschwert an die Schläfe. Sie bot mir an meinen Sohn zur verantwortung zu ziehen meinen Volk frieden zu bringen. Die gleichen Lügen die Sith immer erzählen fürchte ich. Doch ich war Jung, naiv und glaubte anleitung zu brauchen und ich glaubte was sie sagte. ""

Radan seufzte erneut und warf nun Wes eine Blick zu. Er schüttelte den Kopf. Gleichzeitig deutete er ein lächeln an.

" An diesen tag sah ich Alisah das erste mal ich glaube ich war balast für sie. Was ich tun musste um aufgenommen zu werden? Charon hätte mich fast getötet. Ja ich war sicher kein gern gesehener Gast. Nun wieso sie nicht hier ist. Sie hat keine hohe meinung vom Jedi orden. Sie war nicht bereit diesen Schritt zu machen. Der Imperator wird sie nicht umbringen. Er braucht sie er denkt er kann sie formen. Hinter ihr steht eine mächtige Familie auch wenn sie mir nie viel darüber erzählt hat welche Familie das sein soll. Er wird sie foltern und qüälen. Vermutlich weniger solange er an meinen Tod glaubt. Sollte er jedoch je erfahren das sie mir zur Flucht verholfen hat"

Radan schluckte kurz. Er war sich nicht sicher was der Imperator in diesen Fall machen würde.

"Nur die Macht weiß welche Spiele sich der Imperator für seine schülerin einfallen lässt. Ich wünschte sie wäre hier. Sie hat mich fortgeschickt um mein Leben zu retten indem sie ihres in Gefahr gebracht hat"

Radan hielt sich unsicher fest und sah nun gequält zu Wes. Er wusste nicht wann er sie wieder sehen würde nur das er alles aufgegeben hatte nur wofür?


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-[Lianna - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum]-
Visas mit Sarid, Rilanja, Nei, Rick, Rask und Steven

Steven erwähnte Visas gegenüber, dass er einige Wochen außer Gefecht gewesen war und auf der Krankenstation gelegen hatte, bevor der junge Ritter der Miraluka zu ihrer neuen Meisterin gratulierte. Schließlich erkundigte er sich noch nach ihrem Befinden, während die blinde Schülerin schon wahrnahm, wie sich ihre beiden Mitpadawane um Sarid versammelten. Sie hatte sie gerade zu einer neuen Übung zusammengerufen.

„Danke, gut.“, antwortete sie knapp, „Tut mir leid, ich muss rüber, Sarid hat eine neue Übung für uns, wir können vielleicht später nochmal plaudern, in der Kantine oder halt dort, wo wir uns über den Weg laufen, bis dann und dir viel Glück bei der Suche nach einem Meister, Rask.“, verabschiedete sie sich, obwohl sie noch alle im gleichen Raum waren.

Die Zeit, in der sich die blinde Padawan mit Steven und den anderen um ihn herum unterhalten hatte, hatte ihre Meisterin genutzt, um einen kleinen Parcours aufzubauen. Dieser bestand, soweit Visas es mit ihren Machtsinnen erkennen konnte, aus drei großen Kästen. Als sie schließlich als letzte der drei Padawane – irgendwie hatte sie das Gefühl, als sei sie am heutigen Tag überall die Letzte – zu der gemeinsamen Meisterin stieß, begann diese ihre Erklärungen. Die Gespräche, die sie vorher mit Nei und Rilanja geführt hatte, hatte sie nicht mitbekommen, aber zumindest verpasste sie die Erklärung der Übung nicht, was schließlich das Wichtigste war.

Die Jedi-Rätin erwartete von ihren Schülerinnen, dass sie diesen, aus Kästen bestehenden, Parcours mit Hilfe der Macht überwinden und wenn möglich nicht ihre Hände zu Hilfe nahmen, außer im äußersten Notfall. Im Grunde wirkte diese Übung in der Theorie nicht schwer, doch Visas hatte heute schon erlebt, wie viel schwerer die Praxis sein konnte. Sie erinnerte sich zurück an die verstrichenen Minuten, in denen sie im Zustand höchster Konzentration versucht hatte ihre Präsenz zu verbergen. Diese Übung hatte ihr große Probleme bereitet, obwohl sie letzte Nacht in der Bibliothek dieselbe Übung mehrmals in der Theorie durchgegangen war. Also würde sie den Parcours nicht unterschätzen.

Die neue Technik nannte sich Machtgeschwindigkeit. Man beschleunigte seine eigenen Bewegungen durch die Macht und konnte somit höhere Leistungen erreichen. Und Visas hatte in der Bibliothek ebenfalls von einer Technik gehört, die sich Machtsprung nannte und sich sicher gut mit der Machtgeschwindigkeit kombinieren ließ, um vor allem die hohen Kästen zu überwinden.

Damit die drei Damen ein Bild davon bekamen, wie sich Sarid die Übung vorstellte, demonstrierte sie es den dreien und überwand filigran den provisorischen Parcours aus drei Kästen. Das, was die Miraluka mit ihren Sinnen verfolgen konnte, sah sehr leichtfüßig und grazil aus. Nachdem sie diese fehlerfreie Durchquerung wahrgenommen hatte, dachte sie darüber nach, wie sie wohl bei der ersten Durchquerung aussah.

Nei machte den Anfang und ließ es langsam angehen und durchquerte beim ersten Mal den Parcours, indem sie ihre Hände zur Hilfe nahm. Da sie von Natur aus recht sportlich schien, sah es schon relativ gut aus, auch ohne die Hilfe der Macht. Sicher wollte Nei ein Gefühl für den Parcours bekommen, doch mehr als einmal schaffte sie es nicht die Hindernisse zu überqueren, denn sie hatte wieder eine dieser Attacken, wie ganz zu anfangs, als sie sich der Macht öffnen sollte, doch konnte sie sich noch fangen und ging zu einem Mann, der am Eingang des Trainingsraums stand und etwas in der Hand hielt. Sie hatte ein Paket bekommen, bestimmt von irgendwelchen Verwandten, weshalb die blinde Padawan nun den ersten Versuch Rilanjas verfolgte.

Dieser Versuch endete doch direkt bäuchlings auf dem ersten Kasten. Nach diesem gescheiterten Versuch nahm sie wieder einen Energieriegel zu sich, seitdem Visas die Falleen kannte, musste sie feststellen, dass sie hin und wieder gerne einen der energiebringenden Riegel aß, obwohl die Miraluka deren Wirkung persönlich anzweifelte. Sie verließ sich lieber auf ein gutes Frühstück.

Sarid war nun zu Nei herüber gegangen und kümmerte sich um sie und während Rilanja den Energieriegel verschlang, schritt die blinde Schülerin um den Parcours und versuchte einen Weg zu verinnerlichen, um ihn möglichst günstig zu überwinden. Als sie nun Position einnehmen wollte und starten wollte, bemerkte wie Sarid Nei dazu aufforderte ein Lichtschwert zu aktivieren. Wo hatte sie das nun her? Sarid wollte ihr doch noch kein Schwert anvertrauen, zumindest vorerst. Aber vielleicht war es in dem Paket drin gewesen, doch das kümmerte sie nun eher wenig, sie musste sich konzentrieren und mental auf den Parcours vorbereiten. Sie wusste, welchen Weg sie nehmen musste.

Doch vorher noch ein paar Trockenübungen. Sie versuchte aus eigener Kraft auf der Stelle hochzuspringen, um abzuschätzen, wie hoch sie ohne die Macht kam. Um die Kästen zu überwinden, würde es nicht reichen, als musste sie die Macht einsetzen, doch wie konnte man die Macht so dosieren oder einsetzen, um Körperaktivitäten zu beschleunigen und zu verstärken. Visas atmete tief ein und konzentrierte sich erneut auf den Sprung und schaffte es schon ein Stück höher. Nach ein paar weiteren Sprüngen, die zwar immer noch nicht ausreichend waren, um die Höhe der Kästen zu überwinden, hatte die Miraluka genug Selbstvertrauen und Vertrauen in die Macht, dass sie es sich nun zutraute, den Parcours anzugehen.

Bevor sie es jedoch anging, sah sie, dass Sarid zu ihnen zurückkehrte und Rilanjas Versuch kommentierte, ihr aber trotzdem Mut machte. Für die Rätin waren selbst kleine Schritte ihrer Padawane ein Erfolg. Visas hatte es heute selbst miterlebt, bei der Übung, wo sie Schwächen gezeigt hatte. Nun aber wollte sie den Parcours angehen.

Die blinde Schülerin rannte auf den Parcours los, drückte sich mit ihren Beinen vom Boden ab und fand sich nun in einer Höhe den ersten Kasten ohne Probleme zu überwinden, in dem kleinen Zwischenraum zwischen den beiden Kästen, machte sie zwei kurze Trippelschritte und drückte sich erneut vom Boden ab und überwand auch den zweiten Kasten mit Leichtigkeit. Beflügelt von dem Erfolgserlebnis ging sie die letzte Hürde an, jedoch verschätzte sie sich, da sie den Erfolg schon vor Augen hatte und hatte demzufolge nicht die richtige Höhe. Ihr fehlten lediglich ein paar Zentimeter, weshalb sie hängen blieb mit ihrem Fuß und über den letzten Kasten stolperte und drohte mit dem Kopf voran auf den Boden zu knallen. Im letzten Moment rollte sie sich instinktiv ab und kam mit wackeligen Knien hinter dem Parcours zum Stehen, ohne nennenswerte Verletzungen davonzutragen. Das hätte jetzt auch noch gefehlt.

Mit einem solchen Verschätzen hatte die Miraluka nicht gerechnet und auch nicht mit einem solchen Abgang. Dennoch war sie für den ersten Durchgang zufrieden mit sich, auch wenn er nicht komplett fehlerfrei war. Aber immerhin, war nicht der komplette Tag eine Katastrophe und sie konnte noch ein Erfolgserlebnis verbuchen.

Nach weiteren Versuchen wurde auch Rilanja immer besser und sicherer, selbst in ihrer etwas außergewöhnlichen Trainingskleidung. Sarid schien zufrieden zu sein, trotz der Schrecksekunden, die zwei ihrer Padawane ihr heute bereiteten. Die Falleen ruhte sich indessen nach dem dritten, erfolgreichen Versuch verdient aus. Auch auf Visas‘ Gesicht zeichnete sich die Erschöpfung ab, denn dieser eine relativ gelungene Vorgang hatte sie viel Kraft gekostet.

„Puh, bei dir sah das so einfach aus Sarid. Werden wir später auch weniger Schwierigkeiten haben, wenn wir das häufiger üben?“, fragte sie, denn irgendwie hatte die Übung es dem blinden Mädchen angetan.


-[Lianna - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Trainingsraum]-
Visas mit Sarid, Rilanja, Rick, Rask, Steven, Nen-Axa und Lerameé
 
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Comnachricht zu Brianna Kae
Es tut mir leid, dass ich nicht da war, als du mich gesucht hast! Ich war im Archiv gewesen und habe etwas nachgelesen und mein Com habe ich dummerweise in meinem Quartier gelassen!Aber was sind das alles für tolle Neuigkeiten! Wow, du bist schnell! Glückwunsch daher für deine oder deinen neuen Padawan. Ich nehme an es ist diese oder dieser Talery? Die Großmeisterin kenne ich leider nur vom sehen, aber ich bin froh, dass du dich wohl fühlst bei ihr! Ich bin so stolz auf dich, dass kann ich gar nicht in Worte fassen! Ich wünsche dir viel Glück und Spaß auf deiner ersten Mission ohne dich! Du hast recht...es ist schon irgendwie komisch, aber ich denke daran gewöhnen wir uns beide schnell und wir sehen uns sicher bald wieder! Ich bleibe für die nächsten Monate hier auf Lianna und unterrichte die Neulinge, daher war ich auch im Archiv und habe mir eine Art Lehrplan zusammengestellt, so dass ich nichts vergesse und dazu viele neue Anregungen gefunden, wie ich die Grundlagen auf spielerische Weise noch lehren kann. Na denn! Grüße zurück an Talery und ich wünsche dir eine angenehme Reise!!

LG und Möge die Macht mit dir sein!

Kestrel

PS: Dein neuer Anzug ist totschick! Wie hast du den so heimlich und schnell auftreiben können?!
 
- Lianna – Jedi-Basis – Frachter – Mit Kaiba und Zhaax –

“Da wären wir.“

Die Sonne schien genau in Chesaras Gesicht, als sie den ersten Fuß aus dem Frachter hinaus setzte. Es war ein schöner Tag auf Lianna, ein Tag der nahtlos an ihre letzten Stunden auf Haruun Kal anzuknüpfen schien. Dabei waren in der Zwischenzeit einige Tage vergangen, auch wenn sich die Reise gar nicht so angefühlt hatte. Die Jedi und ihre Padawane hatten sich nur wenig Zeit zum Verschnaufen gegönnt. Training war ihre oberste Priorität gewesen. Wieder einmal war Chesara von der Motivation beider Schüler begeistert gewesen. Keiner von beiden hatte sich beklagt, beide hatten mehr lernen wollen. Der Vorteil, zwei Schüler zu unterrichten, war zweifellos, dass sie sich gegenseitig anspornten. Training sollte zwar nicht in verbissenen Wettkämpfen enden, doch ein gesundes Konkurrenzbewusstsein konnte zu guten Leistungen anspornen und davon profitierten, wie Chesara hatte beobachten können, sowohl bei Zhaax als auch bei Kaiba.

“Da die Basis nur über begrenzte Kapazitäten verfügt, werden die Zimmer bei jedem Besuch neu verteilt.“

Sagte Chesara, als sie ihre Taschen die Rampe hinunter trugen.

“Ich denke, es bietet sich an, dass ihr beide euch ein Zimmer teilt, was meint ihr?“

Vom Hangar bis zum Hauptgebäude war es nicht weit, sodass sie zu Fuß gehen konnten. Für Zhaax, so wusste Chesara, war es der erste Besuch hier in Hauptbasis des Ordens und entsprechend genau sah er sich alles an. Ein kleiner Anflug von Wehmut zog an Chesara vorbei, als sie sich wünschte, sie könnte ihn durch die großen Eingangstüren des Jedi-Tempels auf Coruscant führen, statt durch das nicht familiäre alte Firmengebäude hier auf Lianna. Eines Tages, dachte sie, würde sie dies wieder tun können. Eines Tages würde sie ihre Padawane wieder in den Hallen des Tempels unterrichten, so wie früher.

“Ich schlage vor, ihr richtet euch erst einmal ein oder esst etwas in der Kantine. Kaiba kann dir alles zeigen, Zhaax. Ich werde zuerst einen Abstecher ins Ratszimmer machen, um uns von unserer Reise zurück zu melden und von der Lage auf Bandomeer und Lianna zu berichten. Danach fahren wir dann mit dem Training fort. Solltet ihr eher fertig sein als ich, wäre es natürlich eine gute Idee, schon mal ohne mich anzufangen.“

Chesara grinste, hatte jedoch keine Bedenken, dass ihre Schüler die freie Zeit anderweitig verschwenden würden. Sie traten durch die Eingangstür in den Empfangsraum, wo der Droide, dessen Kennung sie vergessen hatte, an einem Terminal arbeitete. Sein elektronisches Gedächtnis wiederum hatte Chesaras Identität gespeichert und entsprechend freundlich wurde sie begrüßt.

“Danke, es ist schön wieder hier zu sein.“

Antwortete sie.

“Ich bringe meine Padawane Kaiba und Zhaax mit. Haben wir ein freies Zimmer für sie?... Großartig.“

Die Jedi wandte sich den beiden jungen Männern zu.

“Wir sehen uns später. Entweder im Trainingsraum, oder in der Cantina. In Ordnung?“

- Lianna – Jedi-Basis – Mit Kaiba und Zhaax –
 
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