Lianna

- Lianna – Jedi-Basis – Gang – Mit Radan -


Radan hatte gewisse Dinge verschwiegen. Nichts wichtiges. Nur wie er dahinter gekommen war das er vergiftet wurde. Ein Lieber Freund hatte es ihm gesagt. Doch nichmalt dieser Liebe Freund hatte ihm nicht sagen können wer ihm vergiftet hatte. Das schlimme am Sith-Orden war das man nie wusste was der Imperator anordenete und was einige Sith selbst übernahmen. Doch das war unbedeutend kurz warf er Chesara einen Blick zu.

"Ich werde mein bestes tun Jedi-Rätin Chesara und wenn ich überlebe hättet ihr vielleicht die Freundlichkeit mir zu sagen wie Adrian zu mir steht. Alisah hat nicht sehr viel von dem Treffen mit ihren Bruder erzählt bei dem ich leider nicht anwesend sein konnte"

sagte er ruhig. Er hatte andere Pflichten zudem wusste er nichts von den Treffen noch wo es stattgefunden hatte. Radan wandte sich an die Person die Chesara als Daria vorstellte und deutete doch kurz eine kurze Verbeugung an. Es war nur eine schwache Geste doch Radan errinnerte sich gut an seine Sitten und gebräuche. Die tulons waren eine Ehrenvolle Familie.

"Ich Vertraue jeden Jedi. Ich möchte auch nicht ungedüldig wirken doch wir sollten beginnen denke ich. Ich hab sicher nicht mehr viel zeit"

Ein erneutes Husten begleitete seine Worte und seufzte. Wieder fragte er sich wie es ALisah ging. Er musste ihr eine Nachricht zukommen lassen. Doch er vertraute Kommkanälen nicht. Radan war klar das er die Basis nicht verlassen konnte. Vielleicht würde Chesara ihn die bitte gewähren. Ihm vielleicht mit diesen Problem helfen. Alisah sollte wissen das es ihm gut ging. Nicht mehr das war wohl kaum verwerflich. Sie war immernoch seine Frau und ganz egal ob er ein Revan oder sie somit zu einer Tulon wurde machte es keinen Unterschied das sie den Imperator diente. Es machte kaum einen Unterschied wer das Lichtschwert am Ende führte das ihn umbrachte. Wichtig war nur Liebe. Ruhig setzte er sich und sah Chesara einen Moment nach.

Jedi-Basis- krankenstation Radan und
 
<| Lianna - Raumhafen Raumfrachter |> mit Adrian

Mit einer – für ihren Magen – viel zu heftigen Erschütterung setzte das Raumschiff endlich wieder auf festem Boden auf. So dicht und schnell wie möglich Adrian folgend eilte Zasuna die Rampe hinunter und nahm dann erst mal einen tiefen Atemzug. Die Luft fühlte sich nicht so gut und sauber an, wie auf ihrem Heimatplaneten, aber es war tausendmal besser als im Raumschiff. Es war nicht nur die Luft, die nur nach kaltem Metall und Maschinen schmeckte. Es waren einfach all diese technischen Dinge, die sich in den Augen der Miraluka alles andere als lebendig anfühlten und ihr dieses Unwohlsein einbrachten. Außerdem war sie bisher einfach noch viel zu selten mit solchen Maschinen gereist. Doch wenn sie eine Jedi werden wollte, blieb ihr offensichtlich nichts anderes übrig, als sich an dieses Gefühl zu gewöhnen.

Auf dem Flug hierher hatte Adrian ihr weitere Lektionen zur Meditation beigebracht. Die Miraluka kontrollierte wieder ihre Atmung und erlangte ihre Fassung zurück. Mit den Lektionen hatte er es zwar gut gemeint, doch auf einem stählernen Raumschiff konnte sie sich auf so etwas nicht tief einlassen. Sie kontrollierte noch einmal, dass sie ihre Tasche auch bei sich trug und dass sich ihr kleiner Schatz noch immer in der Innentasche des weiten Umhangs befand. Dabei wollte sie sich nur versichern, im Innern des Schiffes auch nichts vergessen zu haben. Mit einem leisen Seufzer fiel ein Teil ihrer Anspannung ab. Sie war nun angekommen und es standen ihr weitere Überraschungen bevor. Doch auch da musste sie jetzt durch. Es gab kein Zurück mehr. Sie spürte den Wind, der ihr rot-violettes Haar etwas durcheinander wirbelte, und fasste nun neuen Mut. Sie hängte ihre Tasche über die rechte Schulter, strich sich anschließend mit links eine Haarsträhne aus dem Gesicht, und schloss dann zu Adrian auf.

Sie gingen über das gut besuchte Landefeld des Raumhafens, ließen die Schrecken des Hyperraum- und Weltallfluges hinter sich und erreichten daraufhin ein industrieartig anmutendes Viertel. Die ganzen vielen Spezies und all das drum herum hautnah zu erleben war für sie immer noch zutiefst beeindruckend. Sie hatten alles nur aus Filmen, Aufzeichnungen und Erzählungen. Doch nur hier konnte sie mit Hilfe der Macht alles direkt sehen und spüren. Ihr Blick, ihr ganzes Sehen war so viel schärfer geworden, seit Adrian sie lehrte und ihr half, sich zu konzentrieren und fokussieren.

Sie waren noch nicht so weit gegangen, als der Jedi plötzlich so ruckartig inne hielt, dass Zasu Sie ihn beinahe angerempelt hätte. Ihren fragenden Blick beantwortete er zugleich mit einem Willkommensgruß auf Lianna. Sie legte den Kopf leicht schief, öffnete den Mund um ihn zu fragen, was genau er damit meinte, hielt jedoch inne und folgte seinem Blick zu einem kastenförmigen, unscheinbaren Gebäude. Die Jedi waren hier? Sie hatte noch immer die Bilder des stolzen, anmutigen Tempels auf Coruscant in Gedanken. Bei den Sene Seekern hatte sie gelernt, ganz ohne irgendwelchen Luxus und Schnickschnack auszukommen. Das war auch nicht die Art der Miraluka. Aber im Vergleich dazu war dieses Gebäude… nun ja, für den großen Orden der Jedi hatte sie etwas anderes erwartet.


„In Inneren sehen die meisten die Dinge anders aus, als von außen. Wir werden sehen, welche Geheimnisse hinter diesen Mauern verborgen liegen.“

murmelte sie vor sich hin. Vermutlich so leise, dass er sich Mühe geben musste, es zu verstehen. Ein mehr oder weniger cleverer Satz, den sie vor vielen Jahren das erste Mal gehört hatte. Tatsächlich konnte er auf so viele Dinge angewendet werden und half ihr oft dazu, ihren Blickwinkel zu ändern. Auch wenn es bei dem Satz im übertragenen Sinne damals um Personen und nicht um Gebäude gegangen war. Es ging ihr auch nicht darum, Adrian oder die Jedi zu verärgern. Sie war sich sicher, dass sie ihren Grund hatten, warum sie sich hierher zurückgezogen hatten.

Sie näherten sich dem vorderen Eingang zum Gebäude. Schon bald konnte sie ganz unterschiedliche Gruppen von Leuten ausmachen. Wild und bunt Haufen, nach Spezies, Alter, Geschlecht. Auch wenn das Gebäude auf sie noch keine Wirkung entfaltete, so unterschieden sich ein Großteil der hier anwesenden Lebensformen vor ihren Augen erheblich von denen, die sie draußen auf der Straße gesehen hatte. Ihre Miraluka-Machtsinne verrieten ihr vieles. Sie konnte nicht in sie hineinschauen, doch alle wurden von Ashla hell leuchtend durchflossen. Wieder spürte sie dieses beruhigende, sichere, friedvolle Gefühl wie sie es beim Anblick der Jedi-Rätin gespürt hatte. Nur konzentrierte es sich hier nicht nur auf eine oder wenige Personen. Die Macht durchfloss hier alles in einem Muster, wie sie es noch nie gesehen hatte. Sie wichen einer Gruppe von Jedi aus, bis Adrian erneut stoppte. Er wirkte, wie sie es schon ein paar Mal erlebt hatte, in manchen Momenten etwas unsicher. Das wirkte seltsam auf sie, wo sie das von einem Jedi so nicht erwartet hätte. Rätin ChesaraSyonette stand unweit von ihnen entfernt, war aber in ein Gespräch vertieft. Der Jedi setzte zu ein paar erklärenden Worten an, die sie aber nur gedämpft wahrnahm und auf die sie zunächst nicht einging.


„Wunderschön.“

ein erneutes flüstern als Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hatte. Sie selbst konnte noch nicht einmal sagen, ob sie damit die Rätin oder die Jedi-Basis meinte. Aber Zasuna war vollkommen beeindruckt. Es waren nicht die alten, unscheinbaren Außenmauern, wie man sie mir normalen Augen wohl sehen mochte, die dieser Zuflucht ihre Schönheit verliehen. Es war das Leben in ihr.

Rätin ChesaraSyonette hatte sie bereits in den Orden der Jedi aufgenommen, aber dennoch hatte ihr Begleiter und Lehrmeister davon gesprochen, dass sie dem Rat der Jedi einen Besuch abstatten wollten.


„Ich danke Euch, dass Ihr mich hier her gebracht habt. Und außerdem natürlich auch für die Unterrichtung. Ihr habt davon gesprochen, dass der Rat uns unseren zukünftigen Weg weisen würde.“

Sie zögerte kurz. Selbst für die hölzerne und gefühls-eis-kalte Miraluka wirkte das gerade etwas förmlich, nach dieser Zeit, die sie auf Bandomeer verbracht hatten. Aber dennoch, sie war neu hier und kannte sich nicht aus. Sie wollte keine Fehler machen und musste lernen, sich an alles anzupassen. Das hier war nicht mehr Alpheridies und auch wenn der Jedi-Orden ihre neue Familie sein mochte, so war sie ihr noch nicht so vertraut wie die Miraluka.

„Sagt mir nur, was ich zu tun und an wen ich mich zu wenden habe. Ich bin sicher, es gibt noch andere Aufgaben, die auf Euch warten.“

<| Lianna – Jedi Basis – Vor der Eingangshalle |> mit Adrian
 
[ Lianna- Lola Corich- Basis- Eingangshalle]Leutnat Miranna Laurent, 40-77Chesera
Noch bevor der Droide antworten konnte wr die gesuchte person bereits da. Miranna drehte sich um. Wie gelernt wollte sie salutieren stoppte aber in der Mitte. Sie nahm die Hand wieder herunter. Sie wusste nicht wie man es bei einer Jedi machen sollte. Kurz betrachtete sie sie die blonde Frau dann entschloss sie sich keine Geste zu machen, sondern sich einfach nur selbst vorzustellen.
Miranna Laurent, ja ich fragte nach ihnen. es geht um Niré und um diesen Brief.
Sie öffnete beide Beutel und wolllte der Jedi den brief übergeben der Für sie bestimmt war. da fiel ihr etwas auf: Der Umschalg war offen. Der Zoll, die sicherheitskräfte oder sogar Journalisten hatten sich an dem Beutel vergriffen. Sie hätte besser aufpassen müssen !
Sie zog dass Papaier aus dem Umschlag und entfaltete es. sie hielt den Brief so dass die Jedi lesen konnte. Obwohl es sie nichts anging laß sie mit:

Sehr geehrte Rätin Syonette,
Es tut mir leid ihnen diesen Brief aus einem unerfreulichen Grund zu schicken. Meine Mission ist gescheitert. Ich wollte den Leuten im unteren Taris helfen, doch nun bin ich selbst verschüttet. Ich habe zwei Bitten an sie.
Sollte sie dieser Brief erreichen hat der Bote wahrscheinlich auch ein Kind dabei. Niré ist meine Tochter. Kümmern sie sich um sie und bilden sie sie aus, wenn es sie nicht behindert. Sie soll meinen gesamten Beitz erhalten der sich noch auf Lianna befindet.
Meine zweite Bitte dreht sich um die Bewohner der Unterstadt von Taris. Helfen sie ihnen wenn sie können. In meinem Tagebuch habe ich die Zustände notiert. Ich hoffe sie können helfen.
In dem Beutel der zu dem Brief mit übergeben werden müsste finden sie mein Lichtschwert, mein Tagebuch, meinen Verlobungsring und einen Check über 5000 und 2 Credits. Ich vermache dies alles dem Orden. der zweite Brief an Meister Nackl enthält sämtliche Daten von meiner Reise im Outher Rim. ich hoffe sie vervollständigen unsere Bibliothek. es geht zu Ende Mit mir.
Möge die Macht mit ihnen sein!
Hochachtungsvoll,
Ritterin Levi Chakrei
[ Lianna- Lola Corich- Basis- Eingangshalle]Leutnat Miranna Laurent, 40-77Chesera
 
[Lianna – Lianna-City – Raumhafen – Tiefgarage - Speeder / Kyrille, Rand und Tweearl]

»Maain Naame ist ein Geschänk!«,

versuchte Tweearl zu erklären, als die Drei in den Speeder stiegen. Er bemühte sich dabei, seine Aufregung herunterzuschlucken und langsam und deutlich zu sprechen. Er war wohl doch noch nicht so wortgewandt wie vermutet. Und nun musste er schon wieder in so ein Fliegedings steigen. Zu Hause hatte Nataa ihm ein etwas kleineres Exemplar gezeigt und es prompt in eine Falle gelenkt. Die Dinger waren Tweearl viel zu schnell! Aber er wollte genauso wenig Furcht zeigen. Im Speeder begann er nervös an seinen Tentakeln herumzunesteln und wandte sich dann an Rand:

»Waas ist mit deinen Koff passiert? Du hast da dran so ein Metallteil vorne.«

[Lianna – Lianna-City – Raumhafen – Tiefgarage - Speeder / Kyrille, Rand und Tweearl]
 
-Lianna-System - Lianna-City - Raumhafen - Tiefgarage - Speeder mit Kyrille

Sehr zu seinem Leidwesen musste Rand die junge Twilek in die überfüllte Ankunftshalle begleiten um einen weiteren Padawananwärter abzuholen. Das die hier sitzenden Jediverwaltung so unorganisiert war und nicht genau wusste wann welcher neuer Anwärter ankam war ihm ein wenig suspekt. Er hatte gedacht das der Orden seine Termine im Griff hatte. Man musste das doch planen können schwirrte ihm durch den Kopf. Als ihm Kyrille jedoch mitteilte um welche Spezies bei dem unerwarteten Schüler ging, kamen in sogleich die Infos aus der Biliothek der Ausbildungstätte auf Haruun Kal in die Gedanken. Felucianer, die. Heimatwelt Felucia, pflanzenartige Humanoide. Doch diese Gedanken wurde ebenfalls gestört durch den Lärm der Ankunftshalle sowie der aufgeregten Twilek die auf den großen Mann mit den vielen Tentakeln am Kopf zeigte. Rand glaubte zumindest das dies ein Felucianischer Mann war. So umfangreich war der Eintrag über Felucianer nämlich dann doch nicht gewesen. Nachdem Kyrille die Begrüßung vorgenommen hatte, nickte Rand dem Mann zu.

Von mir ebenfalls ein herzliches Willkommen, hier auf Lianna. Hoffe wir können hier unser Wissen mehren.

Nach der holprigen Gegenbegrüßung von Twearl machten sie sich wieder auf den Rückweg zum Speeder. Noch einmal hinaus aus dem Trubel der Ankunftshalle in die tristen Garagen wo die Speeder abgestellt werden konnten. Rand hoffte das nicht noch ein unerwarter Schüler eintraf, er brauchte ein klein wenig Ruhe, damit er sich voll seinem Training widmen konnte. Als er wieder auf dem Beifahrersitz saß, beantwortete er Twearls Frage.

Mit meinem kopf ist alles in Ordnung und der Visor hilft mir das einige Leute nicht abweisend auf mich reagieren. Um die Neugier von mir und sicherlich auch Kryrille zu stillen hätte ich eine Frage. Wie lebt es sich auf Felucia ?

-Lianna-System - Lianna-City - Raumhafen - Tiefgarage - Speeder mit Kyrille + Twearl
 
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~ | Lianna | Lianna City | Jedi-Basis | Cantina | Gun Laosi & Tenia Lumiran ; diverse Gäste und Speisende | ~


Eben noch stocherte der junge Nautolaner in seiner etwas pampigen Menüwahl herum, als kurz darauf ein lustiger Zwerg mit Knautschvisage auftauchte und in unverständlichem Kauderwelsch plauderte. Gun verstand kein verfluchtes Wort, weshalb er sich interstellarer Kommunikation auf nonverbaler Ebene bediente: Er nickte und lächelte. Das jedoch schien keinen Einfluß auf den schnatterhaften Vortrag des Faltengesichts zu haben. Er quasselte unentwegt weiter. Darüber hinaus verabschiedete sich auch noch Tenia auf höfliche Art und Weise, was den Amphiboiden mit der Quasselstrippe allein zurück ließ. Allerdings musste der ehemalige Sportler von Glee Anselm erkennen, dass eine Unterhaltung mit dem Neuankömmling schlichtweg unmöglich war. Ausserdem musste er es irgendwie bewerkstelligen, auf einen der Transporter zu gelangen, die den Gesprächen zu Folge bereitstanden.

"Äh ja ... Freund ... ich ... muss dann mal weg!"

Mit einem weiteren freundlichen Lächeln nickte der nautolanische Padawan-Anwärter dem namenlosen Fremdsprachenalien zu und erhob sich. Nun war es an der Zeit, sich einen Plan zu überlegen. Als erstes führte sein Weg Gun aus der Cantina. Kaum das den Speiseraum verließ, konnte er wieder befreit durchatmen. Der Mischmasch aus Gerüchen und olfaktorischen Einflüssen hatte die Sinne des Amphiboiden bis an eine empfindliche Grenze belastet. Nun jedoch war er in der Lage, klare Gedanken zu formen.

Von seiner Ankunft auf Lianna wusste er, dass die Stadt einen Raumhafen besaß - allerdings war er sich unsicher, ob dort auch Schiffe für den Jedi-Orden bereitstanden. Vielleicht besaß die Basis auch ein eigenes Landefeld. Möglich war es, wenngleich er die finanziellen Ressourcen der Jedi als eher gering einschätzte, betrachtete man die Einrichtung der Basis näher. Dennoch hatte Gun Laosi einen Entschluß gefasst: Er würde seinen Teil zur Befreiung von Corellia beitragen. Ihm als mehrfach preisgekrönten Fechtmeister sollte es gelingen, seinen Mann in Schlacht zu stehen - ganz gleich wie wenig davon die erfahrenen Ritter und Meister des Ordens hielten.

Der sportive Zeitgenosse mit amphiboiden Zügen schlich über die Gänge, stets darum bemüht von keinem bekannten Gesicht erkannt zu werden. Da er selbst jedoch noch nicht sehr viele Kontakte in der Basis geknüpft hatte, fiel ihm dieses Vorhaben nicht allzu schwer. Unbeschwert und zielsicher suchte der Nautolaner eine Hinweistafel auf, die ihm im idealen Fall Aufschluß über den Aufbau der Basis geben konnte. Nach wenigen Augenblicken entdeckte Gun den Vermerk, der ihm weiterhalf: Es gab eine Speedergarage auf dem Anwesen des Ordens.


"Wunderbar ... das sollte helfen!"

Von der Annahme ausgehend, die Speedergarage aufzusuchen, verließ der junge Nautolaner in seiner zivilen Sportkleidung die Basis durch den Haupteingang. Direkt auf dem Vorplatz, dort wo ihn Jedi-Großmeister Wes Janson direkt nach seiner Ankunft unterwiesen hatte, versammelten sich einige Gestalten um diverse Repulsorfahrzeuge und Schweber. Ein rascher Blick der ölig schwarzen Augen stellte klar, dass es sich allem Anschein nach um Mitglieder des Jedi-Ordens handelte. Zudem hatte der junge Mann von Glee Anselm das untrügerische Gefühl, hier richtig zu sein. In letzter Zeit keimte derartige emotionsbasierte Gewissheit immer häufiger auf - allerdings konnte sich Gun keinen konkreten Reim darauf machen.

Im Halbschatten der Eingangspforte ausharrend, betrachtete der junge Amphiboide den Ablauf der Zusammenkunft. Immer wieder blickten sich vereinzelten Personen um und verschafften sich einen Überblick. Zudem brachten Hilfskräfte und Droiden eine Vielzahl von Gütern und Ausrüstungsstücken zu den Fahrzeugen. Die eine oder andere Person nahm sogar auf den Ladeflächen Platz. Das war das nötige Zeichen für den Sportler. Geschwind schlich er sich aus dem Sichtschutz des Eingangs und gelangte dank seines körperbetonten Hintergrunds ungesehen zu einer Ansammlung von Transportkisten und Behältnissen. Kurzerhand lud er sich eines dieser Pakete auf und schlenderte gemütlich zu einem der Frachtschweber. Ein Droide las mit Hilfe eines integrierten Scanners die elektronischen Frachtpapiere der Transportbox aus, dann durfte der Nautolaner seine Last absetzen. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck nahm der recht zierliche Spross von Glee Anselm dann Platz. Der erste Schritt war geschafft - nun musste Gun darauf hoffen, dass die Repulsorschlitten zu den Transportern fuhren - ganz so wie er es in der Cantina aufgeschnappt hatte.



~ | Lianna | Lianna City | vor der Jedi-Basis | auf einem Frachtschweber | Gun Laosi & Verladepersonal | ~
 
Lianna - vor der Jedibasis - bei den Speedern - weitere Jedi, Visas, Skyan, Steven, Nei, Rilanja und Sarid

Als letzte Nachzügler schloss sich ihnen eine Dreiergruppe an, die aus einer Menschin, einem Ikotchi und einer Cathar bestand, alles Sarid von Sehen her bekannte Jedi, die ihnen auf Corellia bestimmt eine große Hilfe sein würden. Freundlich nickte sie ihnen zu, ehe sie dann laut rief:

"Sobald alle eingestiegen sind, sollten wir zum Raumhafen losfliegen. Wir werden bereits erwartet!"

Gab die erfahrene Jedi-Rätin das Kommando. Wenig später setzte sich der große Tross der Jedi in Bewegung. Es waren nicht ganz 150 Jedi und die entsprechend benötigte Ausrüstung. Aus eben diesem Grund begleiteten sie auch diverse Repulsorschlitten, so dass Sarid sich einen Moment fragte, ob allein diese Speeder wirklich alle dem Orden gehörten oder ob jemand für den Transport welche von Lianna City oder Lola Curich ausgeliehen hatte. Aber dieser Augenblick ging schnell vorüber. Das war jetzt nicht wichtig. Während die Speeder beschleunigten und die Häuser der Stadt an ihnen vorbei zogen atmete die Corellianerin tief durch und richtete ihre Gedanken darauf, was vor ihnen lag. Sie saß zusammen mit ihren drei Padawanen und einem Fahrer in einem Gefährt, aber ihr stand im Moment nicht der Sinn nach einer Unterhaltung. Ihre Anspannung stieg. Was würde sie auf Corellia erwarten? Wie mochte es dort aussehen? Wieviele Opfer hatte es dort aufgrund der Kämpfe bereits gegeben, wenn sie dort ankamen? Sie glaubte nach wie vor, dass sie das Richtige taten, indem die Jedi alles daran setzten zusammen mit den anderen Streitkräften der Neuen Republik ihre Heimatwelt vom Imperium zu befreien, welches das System vor über fünf Jahren brutal erobert hatte.

Daher kam ihr die Fahrt ziemlich kurz vor. Allerdings erlebte sie am Raumhafen eine kleine Überraschung, denn es warteten wie nicht zu übersehen war keine Fähren dort. Die Transporter selbst waren gelandet. Als ihr Speeder zum Stehen gekommen war, ergriff sie ihre Reisetasche, verließ diesen als Erste.


"Kommt!"

Rief sie ihren drei Padawanen über die Schulter zu, ehe sie ihren Blick nach vorne richtete. Flotten Schrittes ging die in eine Jedi-Robe gekleidete, dunkelblonde Rätin dann selbstbewusst auf das bestimmt einen Meter größere, gräulich bepelzte Wesen zu, dass kurz vor der Luke des nächsten Gallofree GR-75 Transporters stand.

"Ich bin Jedi-Rätin Sarid Horn und ich führe die Jedi an, die helfen wollen Corellia zu befreien. Haben wir Erlaubnis an Bord zu kommen, damit wir so bald wie möglich abfliegen können?"

Kam sie sofort auf den Punkt, denn einerseits stand ihr selbst nicht der Sinn danach irgendwelche Höflichkeitsfloskeln auszutauschen. Außerdem hatte sie irgendwie den Eindruck, dass der Major, wie sie anhand der Rangabzeichen erkannte auch wenig Elan hatte sich hier länger untätig aufzuhalten.

Lianna City - Raumhafen - Gallofree GR-75 "Survival" - weitere Jedi, Visas, Skyan, Steven, Gun, Nei, Rilanja, Major Muurks und Sarid
 
Lianna-Lianna-City-Jedibasis-Gang vor dem Ratszimmer

Nachdem Rick eine Weile auf und ab gegangen war beschloss
er Sarids Vorschlag anzunehmen und in die Kantine zu gehen.
Dort sah er sich erstmal um, sah sich einige der Leute an die hier
ihren Hunger stillten. Dann ging er selber sich was holen und setzte
sich alleine an einen Tische, nahe der Wand und etwas abseits von
den anderen Gästen. Ihm war alles noch viel zu fremd als das er
sich an einen Tisch setzen würde, wo andere saßen.
Etwas lehnte er sich mit den Ellenbogen auf den Tisch,
setzte einen Becher mit was zu trinken an und ließ
seinen Blick über den Becherrand schweifen. Einigen der anderen
Gäste sah man an das sie Jedi waren, anderen wiederum nicht.
Kurz trank er einen Schluck, setzte den Becher ab, holte aus
seiner Westentasche einen Stift und Zettel und begann etwas
zu zeichnen. Seine volle Konzentration war nun dem Papier
und dem Stift gewidmet, so das er kaum noch etwas anderes
um sich rum wahr nahm.

Lianna-Lianna-City-Jedibasis-Kantine
 
[Lianna | Lola Curich | nahe Jedibasis | Straße] Nen-Axa

Nen-Axa trat den Heimweg mit sehr gemischten Gefühlen an. Er hatte gelernt, auf seine Gefühle zu lauschen, sie zu deuten und zu verstehen - um sich dann nicht von ihnen beherrschen zu lassen. Das war aber nicht immer leicht, vermutlich selbst für weitaus erfahrenere Jedi nicht. Doch er war vor nicht allzu langer Zeit selbst noch Padawan gewesen und hatte beinahe noch so viel zu lernen wie Lerameé. Allerdings hatte er ein Problem, das sie nicht teilte: Er musste den Spagat zwischen seinen Verpflichtungen als Jedi und denen seiner Familie gegenüber bewerkstelligen. Als er nun diesen ereignisreichen Tag revue passieren ließ, fühlte er sich ein wenig überfordert.

Jack Skyvold war tot. Er hatte den Jungen kaum gekannt und gab sich stets Mühe, den Tod als etwas Natürliches zu betrachten. Aber erstens war die Art seines Dahinscheidens so gewaltsam und offenkundig sinnlos gewesen, dass man kaum von "natürlich" sprechen konnte und es schwer fiel, keinen Anteil daran zu nehmen. Zudem machte es den arconischen Jediritter sehr betroffen, dass das abrupte Ende einen Padawananwärter ereilt hatte, der zu diesem Zeitpunkt quasi unter seiner Aufsicht und Verantwortung gestanden hatte. Zwar hätte er nichts unternehmen können, um die Vorfälle zu vermeiden, aber das war ein geringer Trost. Er hatte hier, mitten in Lola Curich und nur einen Steinwurf von der Jedibasis entfernt, einen Schutzbefohlenen verloren. In wie viel größere Gefahr brachte er Lerameé, indem er sie nun nach Tatooine mitschleppte! Was, wenn er nicht in der Lage war, für ihre Sicherheit zu sorgen? Was, wenn auch ihr etwas Vergleichbares oder gar noch Schlimmeres zustoßen würde? Er erschauderte bei dem Gedanken. Und zugleich musste er an seine Kinder denken.

Eigentlich gab es keinen Grund, sich um Noi und Jem Sorgen zu machen. Aber so rational dachten Eltern eben nicht immer. Sie hatten mit einem menschlichen Teenager nicht viel gemein, trotzdem hatte Nen-Axa beim Anblick von Jack Skyvolds Leiche an sie denken müssen. Durch die tödliche Auseinandersetzung in der Kneipe hatte sein Blick auf Lola Curich sich verändert. Die Stadt schien nun ein weniger geeigneter Ort zu sein, um Kinder großzuziehen, auch wenn dies logisch und statistisch gesehen Blödsinn war. Es missfiel dem Familienvater, seine Kinder ausgerechnet jetzt alleine hier zurückzulassen.

Sein Pflichtgefühl sowohl seinen Kindern als auch seinem Padawan gegenüber warnte ihn also zweifach davor, Lianna zu verlassen. Und dennoch wusste er, dass er es tun musste. Es war seine Pflicht gegenüber dem Orden, gegenüber Jack Skyvold und gegenüber der Macht, an deren universelle Weisheit und Vorsehung er fest glaubte. Er sollte nach Tatooine reisen, gemeinsam mit Lerameé, Kadajj und Krizzlan. Ihre Schicksale waren nun für unbestimmte Zeit miteinander verbunden und mussten sich erst noch offenbaren, zum Guten oder zum Schlechten.

Als Nen-Axa seine Wohnung betrat, fand er dort seine kleine Familie in der Küche versammelt vor. Der alte Las Eru spülte Geschirr, während die Kinder am Tisch saßen und malten. Stolz zeigten sie dem Vater ihre kleinen Kunstwerke und ebenso stolz lobte er sie dafür. Er war fast überrascht, keine ominösen Vorzeichen in den Bildern zu entdecken, und zugleich sehr erleichtert darüber, denn es war ein weiterer Hinweis darauf, dass sie nicht die Anlagen eines Jedi in sich trugen. Auch wenn dieser Umstand es ihnen unmöglich machte, jemals ein Teil des Ordens zu werden, machte es viele Dinge leichter für sie. Und auch für ihn.

Wie erwartet, waren sie alles andere als erfreut über die Eröffnung, dass Nen-Axa sie schon wieder für längere Zeit verlassen würde. Sie waren traurig und enttäuscht darüber, hatten sie doch gehofft, wieder mehr Zeit mit ihrem Vater verbringen zu können. Es gab eine kleine Szene mit dem arconischen, wasserlosen Äquivalent zu dicken Krokodilstränen, in deren Folge beide Kinder sich buchstäblich und metaphorisch an ihn klammerten und auch am späten Abend kaum ins Bett zu bringen waren.


»Was ist das denn für eine Mission, die dich schon wieder von uns weg treibt?« fragte Las Eru, als sie endlich schliefen. Keine Spur eines Vorwurfs war in seiner Stimme oder seinen Gefühlen zu lesen. »Oder darfst du nicht darüber reden?«

Nen-Axa berichtete ihm daraufhin von den Vorfällen dieses Tages und der geplanten Reise nach Tatooine. Während er sich bemüht hatte, Noi und Jem gegenüber Tatooine als einen schönen, interessanten Ort und die Mission als eine gefahrlose Forschungsreise darzustellen, schenkte er dem älteren Arconier gegenüber reinen Wein ein.

»Wir beneiden dich nicht um diesen Auftrag«, sagte dieser schließlich. »Wir wissen, dass es dir nicht leicht fällt, schon wieder aufzubrechen. Die Kinder auch. Aber sie sind vernünftig und verstehen, dass du tust, was du tun musst. Manchmal denke ich, sie sind schon ein wenig zu vernünftig für ihr Alter.«

Nen-Axa nickte stumm und trank seinen stark nach Ammoniak riechenden Tee.

»Aber was du da über diesen Planeten erzählst... und vor allem über die beiden Schurken, die euch begleiten...«

»Kopfgeldjäger. Wir haben nicht gesagt, dass sie Schurken sind.«

»Nicht mit diesem Wort. Es klang aber so, als dächtest du das. Du scheinst kein gutes Gefühl bei der Sache zu haben, und das ist besorgniserregend. Bisher haben sich deine schlechten Vorahnungen viel zu oft bestätigt.«

»Diesmal ist es anders«, erwiderte Nen-Axa. »Es fühlt sich nicht so an, als müsse die Mission scheitern oder irgend etwas Schlimmes passieren. Die Gefühle warnen uns nicht davor, aufzubrechen. Sie kündigen nur an, dass es schwierig werden wird, in jeder Hinsicht. Dort und auch hier.«

»Na, wenn es weiter nichts ist. Schwierigkeiten sind wir doch gewohnt, nicht wahr?« Las Eru versuchte aufmunternd zu klingen, doch konnte er seine Sorge nicht ganz überdecken. Nervös klapperten seine Krallen auf der Tischplatte. »Mach dir keine Sorgen darüber, ob hier alles läuft, denn das wird es. Kümmere dich um deine Mission, sonst machst du dich nur unnötig verrückt. Je gründlicher du auf Tatooine bist, um so schneller bist du zurück, nicht wahr?«

Wieder nickte Nen-Axa. Der Alte hatte Recht. Aber das änderte nichts daran, dass er sich dennoch Sorgen machen würde. Vor allem während der vielen Stunden und Tage des Hyperraumfluges, wenn die Kommunikation zur Außenwelt abgeschnitten war und Nachrichten, egal ob gute oder schlechte, ihn nicht erreichen konnten.

»Wir sollten jetzt schlafen gehen«, sagte er, ohne noch weiter auf Las Erus Worte einzugehen. »Morgen muss es früh losgehen. Ich habe den Kindern versprechen müssen, dass sie uns am Raumhafen verabschieden werden.«

»Selbstverständlich werden sie das. Und es wird eine riesige Szene geben. Aber wie immer werden sie sich wieder beruhigen, sobald euer Schiff am Horizont verschwindet.«

»Das ist immerhin ein Trost. Gute Nacht.«

[Lianna | Lola Curich | Arbeitersiedlung nahe der Jedibasis | Nen-Axas Wohnung] Nen-Axa, Noi, Jem, Las Eru
 
~ | Lianna | Lianna City | vor der Jedi-Basis | auf einem Frachtschweber | Gun Laosi & Verladepersonal | ~


Die rasante Fahrt auf dem Frachtschweber verlief ereignislos, auch wenn der Nautolaner stets Angst hatte, von ungesicherter Ladung erschlagen zu werden. Doch der große Fischgeist von Glee Anselm - den es ja nicht gab - war mit dem ehemaligen Sportler. Keine Transportbox fiel ihm auf den Schädel, kein Frachtcontainer quetschte ihn ein. Gun war durchaus froher Dinge, wenngleich eine leichte Panik grassierte, entdeckt zu werden. Höchstwahrscheinlich erfreute sich keiner der Jedi daran, wenn ein waffenunkundiger Padawan-Anwärter sich am Kriegsspiel versuchte. Gun konnte ohne Frage zu einem Ballast werden. Er konnte zu einer Bedrohung werden. Allerdings vergeudete der Amphiboide keinen Gedanken an derart negative Aspekte. Denn vor allen Möglichkeiten der Belastung konnte er vor allem eines: Helfen. Gun konnte seinen Beitrag leisten. Seinen Anteil an der Befreiung einer Welt beitragen und helfen, die Geschichte zu schreiben. Es gab keine Zweifel daran, dass sein Plan nicht jedem gefiel. Doch Gun musste es sich selbst beweisen, um seinen Wert zu beziffern. Um zu zeigen, dass er tauglicher war, als die meisten dachten.

Nach der Reise durch Lianna City kam das Repulsorfahrzeug auf dem Landefeld des örtlichen Raumhafens zum Stehen. Der nautolanische Padawan-Anwärter blickte sich mehrfach um, woraufhin seine Kopftentakel auf adrette Art hin- und herflogen. Dann schwang sich der ehemalige Sportler von dem Schweber und erörterte erneut die Lage. Unweit des Frachtspeeders stand ein GR-75 Medium Transporter. Der röhrenförmige Leib des Frachtschiffes konnte dank modularen Aufbaus gewaltige Mengen an Gütern aufnehmen. Neunzig Meter Länge ließen den Transporter überdies groß genug erscheinen, um ausreichend Platz zu bieten, um sich frei von neugierigen Blicken zu verbergen. Irgendwo an Bord des Gallofree-Schiffes musste ein Versteck für Gun Laosi geben.

Kurzerhand schnappte sich der Nautolaner eine der Transportkisten und lud sich die Last auf die rechte Schulter. Seine momentane Kleidung wirkte zwar etwas zu sportiv, kontrastierte jedoch mit der nominellen Kluft der Jedi - wenngleich nicht jeder Friedenshüter des Ordens traditionelle Roben trug. Zuversichtlich und motiviert reihte sich der Amphiboid in die Reihe der zahlreichen Hilfskräfte ein und begann, die Ladung der zahlreichen Jedi an Bord des Schiffes zu bringen. Angewiesen von Droiden, unterstützt durch organisches Personal und eingewiesen durch Teile der Crew wurde man in die ausladenden Frachträume im bauchigen Aufbau des GR-75. Die pure Anzahl all jener, die bereit waren, ihre Leben für die Freiheit der Corellianer zu geben, erforderte einen hohen logistischen Aufwand an Versorgungsgütern und Ausrüstung. Das kam dem Nautolaner zu Gute, suchte er sich doch - kaum das man ihn nicht beobachtete - einen Unterschlupf. Schnell baute sich der junge Sportler einen recht schmalen Hohlraum hinter einige rasch aufgetürmten Frachtcontainern und kauerte sich dort zusammen. Mit etwas Glück - den großen Fischgeist ließ er aussen vor - würde ihn hier niemand finden.

Letztlich konnte er nichts anderes machen, als in seinem Unterschlupf auszuharren und darauf zu warten, bis man Corellia erreichte. Spätestens wenn der Transporter abgehoben war, konnte er sein Vorhaben als Erfolg werten. Bis dahin jedoch hieß es bangen und zittern, besaßen die Jedi-Meister ausserhalb des Frachters doch angeblich mächtige empathische Fähigkeiten, konnten durch Wände blicken und die Gedanken ganzer Stadtbevölkerungen lesen. Wenn sie das konnten, war es ein leichtes den vor Aufregung zitternden Nautolaner auszumachen.



~ | Lianna | Lianna City | Raumhafen | GR-75 Medium Transporter 'Survival' | Versteck im Frachtraum | Gun Laosi | ~
 
- Lianna – Jedi-Basis – Eingangshalle – Mit Miranna und Niré -

Chesaras Kopf war leer, als sie den Brief gelesen hatte. Sie wusste, sie hätte den Inhalt begreifen müssen, doch es fiel ihr schwer die Zusammenhänge zu verstehen. Verständnislos sah sie die Frau an, die ihr gegenüber stand, dann senkte sie ihren Blick wieder auf den Brief und las ihn ein zweites Mal. Der Name der Verfasserin lautete Levi Chakrei. Sie war eine Jedi-Ritterin gewesen, doch Chesara konnte ihr kein Gesicht zuordnen. Es fiel ihr schwer, sie mit einer der ihr persönlich bekannten Jedi in Verbindung zu bringen. Vermutlich waren sie sich nie begegnet und wenn doch, dann vielleicht zu einer Zeit, als Levi Chakrei noch eine Padawan gewesen war. Inzwischen war sie tot. Sie war laut eigener Aussage auf Taris unterwegs gewesen, hatte dort den Bewohnern der Unterstadt helfen wollen und war selbst verschüttet worden. Nur ihre Tochter hatte überlebt. Chesara senkte den Brief erneut. Das Kind lag noch immer in den Armen der ihr unbekannten Frau, die sich lediglich mit ihrem Namen – Miranna Laurent vorgestellt hatte. Sie trug eine Uniform, doch das sagte noch längst nichts über sie aus. Chesara streckte ihre Hand aus und schob die Decke, in die das Kind gewickelt war, ein Stück weit hinunter um zum ersten Mal in das Gesicht des Kindes zu blicken, um dessen Zukunft es in diesem Moment ging. Niré war kein Säugling mehr. Ihr Aussehen war menschenähnlich, doch ihre Hautfarbe und die strahlend violetten Augen verrieten sie als eine Angehörige einer Subspezies, eines Halbblutes oder einer gänzlich anderen Rasse, die den Menschen lediglich recht ähnlich waren. Das Mädchen verzog keine Miene, als es Chesara direkt ansah. Niré war etwa ein Jahr alt, vielleicht etwas jünger. Ihr Blick zeigte weder Furcht noch Schüchternheit, sondern Neugier und fast so ewas wie Geduld.

“Wo hat man das Kind gefunden und wer hat sich bisher um die Kleine gekümmert? Waren Sie das?“

Wollte Chesara wissen. Nur für einen Moment wandte sie den Blick von der kleinen Niré ab und sah Miranna Laurent an. Dann streckte sie noch einmal die Hand aus, ließ ihren Zeigefinger vor dem Gesicht des Kleinkindes kreisen und wurde mit einem zufriedenen Lächeln des Mädchens belohnt. Nirés Augen folgten dem Weg ihres Fingers und sie streckte einen Arm aus, um Chesaras Hand zu fangen.

“Sie ist machtsensitiv.“

Stellte sie fest, als sie die Aura des Mädchens ertastet hatte und Nirés überraschend kräftiger Griff Chesaras Finger umschloss.

“Der Orden kann sie ausbilden und sie zu einer Jedi machen, wie ihre Mutter es war.“

Doch noch waren viele Fragen offen. Chesara wusste kaum, wo sie anfangen sollte.

“Ist etwas über den Vater bekannt? In dem Brief steht nichts über ihn und doch erwähnt Chakrei einen Verlobungsring. Sie wünscht ausdrücklich, dass sich der Orden Niré annimmt.“

Unsicher hob Chesara den Brief ein drittes Mal und las noch einmal die wichtige Stelle. Nicht nur der Orden sollte sich Niré annehmen. Sie hatte das Gefühl, dass Levi Chakrei explizit Chesara bat, sich um ihre Tochter zu kümmern – doch warum? Sie musste die Akte der Jedi-Ritterin studieren, musste prüfen, ob sie sich nicht doch von irgendwoher kannten. Niré hielt ihre Finger noch immer fest umschlossen, ließ dann ihren Zeigefinger los und umklammerte ihren Daumen. Warum war der Brief gerade an sie gegangen, warum hatte Levi Chakrei ihn speziell an ChesaraSyonette adressiert und nicht an den Rat als Ganzes?

- Lianna – Jedi-Basis – Eingangshalle – Mit Miranna und Niré -
 
[ Lianna – Jedi-Basis – Eingangshalle ] Mit Chesera und Niré
Die Jedi schien sehr verwirrt. Auch Miranna war es. Sie verstand kaum etwas aus dem Brief. Das die Jedi verwirrt war macht Miranna leicht ängstlich. Sie hatte gehofft dass sich jetzt alles aufklären würde. Aber es kamen weitere Mysterien dazu.
Sie beobachtete wie die Jedi Niré betrachtete. Die Kleine zeigte keine Furcht. Aber dass überaschte Miranna nicht. Das Kind hatte bisher noch nie Furcht gezeigt. Vor gar nichts.
Die Jedi blickte Miranna ins Gesicht. Sie holte Luft und beantwortete die Fragen:
Nachden Einbrüchen am Tag des Lebens hat man in Taris versucht die Unterstadt wieder freizulegen. Etwa einen Monat nach den Einbrüchen hat man den Westteil wieder erreicht. Am Abend vor Dienstschluss verlies Levi Chakrei den Tunnel. Sie gab mir Niré und den Beutel in die Hand und starb zwei Minuten später am selben Ort an Herzversagen. Dabei gab und gibt es nur ein Problem. Sie war zwar abgemagert, dehydriert, verwirrt, verwundet und von einigen elichten Infektionen befallen, aber der herbeigerufene Gerichtsmediziner fand keinen wirklichen Grund warum dass Herz aufeinmal versagen sollte. Der Sachverhalt ist bis heute nicht geklärt., sagte sie. Das war wortwörtlich ihr Bericht des Tages den sie auch einige Wochen danach abgegeben hatte. Sie war müde und verwirrt, sie hatte keine Lust die Worte neu zu erfinden.
Ja seitdem kümmere ich mich um Niré. und es macht mich traurig sie zu verlassen, fügte sie in Gedanken hinzu.
Die leichte Trauer überwältigte sie. Die nächsten Kommentare der Jedi übergang sie einfach. Nach wenigen Minuten fasste sie sich wieder. Sie gehörte der Zivilwache an, hatte schon genug leid gesehen und keine Miene verzogen und nun kämpfte sie mit den Tränen. Niemals!
Die Jeid fragte weiter und Miranna antwortete
Nein leider ist nichts bekannt. Der Rat hat das Monate lang geprüft bevor ich hier her kommen durfte, aber man fand keine Spur. Vieleicht steht etwas im Tagebuch.
[ Lianna – Jedi-Basis – Eingangshalle ] Mit Chesera und Niré
 
- Lianna – Jedi-Basis – Eingangshalle – Mit Miranna und Niré -

Zu sagen, dass sie alles verstand, wäre gelogen gewesen. Die Situation war noch immer etwas undurchsichtig und einige Fragen blieben, auch nach Miranna Laurents Erklärung, unbeantwortet. Die Jedi, Levi Chakrei, war auf an Herzversagen gestorben. Es war leicht, sich vorzustellen, dass sie sich bei dem Versuch, den Bewohnern der Unterstadt zu helfen, überanstrengt hatte, insbesondere wenn sie sich nebenbei noch um ihr Baby hatte kümmern müssen. Die Zeitfolge der Ereignisse war Chesara zwar noch nicht ganz klar, doch sie nahm an, dass der Tod von Nirés Mutter bereits einige Monate her war, was wiederum bedeutete, dass Niré zu diesem Zeitpunkt noch deutlich jünger gewesen war. Möglicherweise hatte Levi Chakrei bereits ihre Arbeit auf Taris begonnen, als sie noch hochschwanger gewesen war. Dies würde sich eventeull mit der Datenbank des Jedi-Rates abgleichen lassen. Sofern es ein offizieller Auftrag gewesen war, dem sie nachgegangen war, musste es Informationen und Eckdaten darüber geben.

“Ms. Laurent, ich danke Ihnen für alles, das Sie bereits für Niré getan haben.“

Sprach Chesara.

“Es war offensichtlich Levi Chakreis Wunsch, ihre Tochter dem Orden der Jedi zu überantworten. Hier wird sie in guten Händen sein, das versichere ich Ihnen. Ich werde mich persönlich um alles weitere kümmern. Vielleicht gelingt es uns sogar noch, den Vater des Kindes aufzuspüren. Auf jeden Fall wird Niré eine Ausbildung und eine gute Erziehung bekommen. “

Chesara steckte den Brief ein und nahm den Beutel entgegen, den Miranna Laurent ihr mitgebracht hatte. Als sich ihre Finger um ihn schlossen, konnte sie deutlich den Griff eines Lichtschwertes durch den Stoff fühlen. Diese Waffe, beschloss sie, würde Nirés Erbe sein. Sie würde sie für das Mädchen aufheben, bis sie alt genug war, um sie selbst zu führen, so wie einst ihre Mutter es getan hatte.

“Noch einmal, vielen Dank.“

Sagte Chesara und streckte die Arme aus, damit die andere Frau ihr das Kind übergeben konnte.

“Es war richtig von Ihnen, Niré hier her zu bringen. Möge die Macht mit Ihnen sein.“

- Lianna – Jedi-Basis – Eingangshalle – Mit Miranna und Niré -
 
Lianna – Jedi-Basis – Kantine – Mit Zhaax

Auf Lianna angekommen war Zhaax überwältigt von dem Anblick der überfüllten Straßen und den recht imposanten Gebäuden. Für Kaiba war es eine merwürdiges Gefühl, wieder hier zu sein, da wo alles begonnen hatte. Es schien ihm eine Ewigkeit her zu sein, seit er mit seinem langjährigen Freund Triggs hier gelandet war, um in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten. Dass war eine große Überwindung gewesen, hatte er den Jedi doch jahrelang die Schuld am Tod seiner Eltern gegeben. All dies lag nun weit hinter ihm und er tat seine ersten Schritte auf dem Pfad der Hellen Seite der Macht. Er begrüßte Chesaras Vorschlag, dass sich die beiden Kameraden erneut ein Zimmer teilen könnten. Von allen Jedi in seinem Alter, mochte er ihn am meisten, vielleicht abgesehen von Nylia. Die beiden Padawane schulterten ihre Rucksäcke und betraten die Jedi-Basis. Als erstes wollten die beiden nach den langen und anstrengenden Übungen, die Kantine des Hauses begutachten, jenem Ort an der Kaiba das erste mal aktiv die Macht genutzt hatte. Vielleicht würde er sogar Meister Ly'fe wiedersehen. Hoffentlich kam der Bith nicht wieder auf die Idee, ihm etwas vorspielen zu wollen. Darauf war der junge Mann alles andere als scharf, die letzte Session mit dem Jedi-Ritter hatte er in nicht allzu guter Erinnerung behalten. Zu jener Stunde war der Speisesaal spärlich besucht, die meisten Schüler und Lehrer gingen sicherlich noch ihren Aufgaben nach. Sobald sie Platz genommen hatten, kam bereits eine junge Frau an, um ihre Bestellung aufzunehmen. Der Ex-Schmuggler beachtete sie nicht weiter, nicht aus Unhöflichkeit, eher veranlasste ihn sein knurrender Magen sich sofort intensiv der Menükarte zu widmen. Erneut äußerste der Twi'lek sein Unbehagen über die Massen an Menschen und Nichtmenschen, über das Chaos in den Straßen.

"Du findest hier herrschat Chaos? Dann warte mal ab, bis du Coruscant siehst." , antwortete Kaiba schmunzelnd. Beinahe hätte er vergessen, dass Zhaax noch nicht so viel herumgekommen war wie er.

"Soll ich dir was von den Gerichten empfehlen? Aus meiner Zeit als Schmuggler habe ich einige Speisen kennengelernt. Gebackene Dru'unstreifen in Fischsauce, corellianischer Charbotewurzel-Eintopf oder Karkan-Rippchen als Hauptgang würde ich empfehlen. Als Vorspeise eventuell eine Roter-Kürbis Suppe. Danach würde ich eine Honigwaffel nehmen."

Bei dem Gedanken an all die Köstlichkeiten, lief ihm schon das Wasser im Mund zusammen. Eine Weile lang unterhielten sie sich noch über die Twi'lek Küche, die dem Menschen durchaus zusagte. Er hatte schon schlimmeres erlebt. Auf den Reisen mit der Bande seines Onkels hatte er schon einige Gerichte essen müssen, deren Inhalt er lieber nicht kennen wollte. Diese Erinnerungen sollten ihm jetzt nicht den Appetit verderben. Als die Bedienung zurückkehrte, bemerkte Kaiba den Blick seines Kollegen und folgte ihm interessiert. Jetzt erst viel ihm die attraktive Kellnerin auf, deren beachtliche Oberweite offenbar Zhaax' Aufmerksamkeit erregte hatte. Die Blicke der Padawane trafen sich, einen Moment sah sein Gegenüber ihn peinlich berührt an. Offenbar war es ihm unangenehm, so "ertappt" worden zu sein. Doch Kaiba grinste nur. Sein neugewonnener Freund hatte tatsächlich ein gutes Auge. Nachdem er seine Reaktion bemerkte hatte, fing auch er an zu grinsen. Sie waren eben beide nur Männer. Als sie ihre Bestellung aufgegeben hatte, blickten sie der Lady hinterher und lachten anschließend leise. Es war auf der einen Seite albern, auf der anderen aber eine weitere Gelegenheit, bei der sich die Schüler blendend verstanden. Anschließend ließen sie das Training revue passieren und äußerten sich zu den verschiedenen Situationen und darüber, wie stark ihre Verbindung innerhalb der Macht war. Offenbar harmonierten sie als Team ausgezeichnet. Dabei erwähnte Zhaax, wie sehr er sich für Makashi interessierte und es ihm deshalb schwerer viel, die Blasterschüsse zu reflektieren.

"Ach quatsch du warst großartig. Das kommt noch mit der Zeit. Ich finde du hast dir da einen eleganten Stil ausgesucht" , winkte Kaiba ab. Jeder hatte seine Stärken und Schwächen und auch ihm war es alles andere als leicht gefallen, obwohl er versucht hatte Soresu so gut wie möglich anzuwenden.

Sie verfielen in Schweigen und sinnierten beide über die verschiedenen Vor- und Nachteile der Lichtschwerstile, als zwei Zabraks die Kantine betraten. Wieder bemerkte der Rylothianer die Neuankömmlinge zuerst. Die Nichtmenschen bewegten sich mit einer solch betonten Eleganz, dass diese eine gewisse Arroganz ausstrahlte. Während sich die Schützlinge Chesaras eine ganze Palette voller Gerichte und Gewürze bestellt hatten, setzen sich die anderen hin und orderten lediglich Wasser und eine einfache Mahlzeit. Einen kurzen Augenblick schauten sie missbilligend herüber, als wollten sie sagen, dass sich so "echte" Jedi nicht verhalten würden. Kaiba zog die Augenbrauen hoch. Wollten die hier etwa den Vorzeige-Jedi markieren? Zhaax starrte etwas auffälliger herüber, was einer der beiden Musterknaben schnell bemerkte.

"Kann ich euch helfen?" , schnarrte er sichtlich genervt, mit einem herablassenden Unterton, als würde er mit einer Ithorianischen Riesenschnecke reden.

"Nein alles in Ordnung" , erwiderte Kaiba gelassen.

Nach einem weiteren gereitzen Blick, wandte sich der unfreundliche Jedi wieder seinem Gesprächspartner zu, der den Zwischenfall nur mit einer knappen Bemerkung in ihrer Muttersprache kommentiere. Ihre Unterhaltung nahm einen spöttischen Unterton an, den Kaiba mit aller Macht versuchte zu ignorieren, denn zu ihrem Pech, verstand er Zabraki zum Großteil. Sein Sitznachbar deutete seinen Blick ganz richtig und leise flüsternd, berichtete er ihm, dass die Zabraks über sie herzogen. Zwar versuchte es zu ignorieren, doch die Beschimpfungen wurden immer schlimmer, nach Meinung der Idronianer wären sie es nicht wert, die Robe eines Jedi zu tragen und sollten sich vom Orden fernhalten. Ihre große Klappe rissen sie nur soweit auf, weil sie dachten, keiner würde ihre Bemerkungen verstehen. Mit der Meditationstechnik versuchte Kaiba, die aufsteigende Wut abzukühlen, mit mäßigem Erfolg. Die Tirade endete für einige Minuten, bis sie das Fass für ihn, mit einer rassistischen Bemerkung Richtung Zhaax, zum Überlaufen brachten. Er sprang hoch, der Stuhl polterte zu Boden und mit vor Zorn zitternder Stimme zischte er:

"Okay, noch eine Beleidigung oder rassistische Äußerung gegen meinen Freund und ich muss ein paar andere Seiten aufziehen."

Verblüfft und überrascht, dass sie ertappt worden sind, schwiegen die Streithähne. Mit geballter Faust stand der ehemalige Schmuggler da und konnte sich nur schwer beherrschen. Ganz langsam, flaute die heißglühende Wut ab und als keine weitere Reaktion erfolgte, drehte er sich um und begab sich wieder an ihren Tisch. Auch sein Waffenbruder war aufgesprungen und die gleichen Emotionen standen in sein Gesicht geschrieben. Gerade wollte sich Kaiba wieder hinsetzen, da hörte er kaum merklich einen geflüsterten Satz.

"Wenn deren Mütter etwas Anstand gehabt hätte, hätte sie diesen Versagern richtiges benehmen beigebracht."

Ohne zu überlegen, kaum dass das letzte Wort über dessen Lippen gekommen war, griff sich Kaiba seinen Metallbecher, fuhr herum und drosch zu. All die Lehren über die Gelassenheit und Ruhe der Jedi war vergessen, der unterdrückte Ärger drängte mit aller Macht in sein Bewusstsein. Mit einem hässlichen Krachen kollidierte der Trinkgefäß mit dem Schädel des Zabraks, der trotz seiner Jedi-Reflexe nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Gleich darauf stürzte er sich über Tisch, auf den Fremden und riss ihn zu Boden.

Lianna – Jedi-Basis – Kantine – Mit Zhaax
 
[Lianna – Lianna-City – Raumhafen – Tiefgarage - Speeder / Tweearl, Rand und Kyrielle]

Wie es sich auf Felucia lebte? Eine gute Frage, darüber hatte er noch nie nachgedacht. Eigentlich musste er sich auch eingestehen, noch nie so richtig über sein Leben nachgedacht zu haben. Es war ihm vor die Füße gefallen und er hatte aufgehoben und gelebt. Auf jeden Fall war seine Heimat wärmer. Und feuchter. Und irgendwie lebendiger und toter. Alles hier fühlte sich an als wäre es nie mit etwas Lebendigem in Berührung gekommen. Jeder Stein, jeder Brocken Erde und jeder Schluck Wasser auf Felucia schien vom Leben und vom Tod selbst berührt worden zu sein.
Alles jedoch, was er bisher von dieser Welt gesehen hatte, erschien ihm kalt und vom Kreislauf des Wachsens und Eingehens, des Jagens und Fliehens, des Lebens und des Todes. Die Frage wühlte ihn mehr auf, als er sich hätte vorstellen können. Auf der Reise war ihm klar gewesen, dass er eine neue Sprache lernen musste und während der kurzen Wartezeit in der Halle war ihm klar geworden, dass die Lebensformen dieser Welt sich radikal von dem ihm bekannten unterschieden, doch auch daran hatte er sich gewöhnen können. Aber erst diese Frage machte ihm klar, wie anders diese Welt tatsächlich war. Ihre Fremdartigkeit überschritt jede Vorstellungskraft und ließ ihn schaudern, als sich ein dumpfes Gefühl von Kälte in seiner Brust breitmachte.

»Aanders ... Und schönerrr ...«,

brachte Tweearl mit beinahe zitternder Stimme hervor. Die Lust nach Unterhaltung, Abenteuer und der Ferne war ihm bereits vergangen, als das Heimweh seine Klauen nach ihm ausstreckte und ihn in den Arm nahm. Wie gerne würde er jetzt nach Felucia zurückkehren ... Aber war das denn möglich? Wohl kaum. Er hatte sich bereits für diesen Weg entschieden, die Zeit des Zögerns war verstrichen und er würde den gewählten Weg nun auch beschreiten müssen: Koste es was es, was es wolle, er durfte nicht aufgeben! Ein einfaches Gespräch würde keine Herausforderung für ihn sein. Was würde Häuptling Douranak denn von ihm denken? Er würde ihm auslachen! Also gut, dann erzähl ihm mal was, sagte sich Tweearl und holte tief Luft:

»Wier haben keiner Droiden. Wier machen selbst Dinge. Wier bringen um Tiere zum Esen und machen Pflanzen wachsen in Raien zum Esen. Wier singen Geschichte und Tanzen viele Tanze von Geschichte. Schamane macht grozen Zauberrr. Der mutigeste Kriegerin und Krieger reiten sooogar auf Rancoren! Wier haben schöne Leben ...«

Erschöpft sank Tweearl tiefer in den Sitz. Die Erinnerung an seine Heimat ließ die Aufregung zunehmend schwinden und ihm wurde klar, wie anstrengend die Reise für ihn gewesen war. Der Schlafmangel und das gleichmäßige Brummen des Speeders ließen ihn langsam aber sicher in einen unruhigen Halbschlaf abgleiten und als sein Gewissen anmerkte, es sei unhöflich, jetzt einfach einzuschlafen, war es längst zu spät.

[Lianna – Lianna-City – Raumhafen – Tiefgarage - Speeder / Tweearl, Rand und Kyrielle]
 
Die Horde begrüßt in ihren Reihen: Kalyn von Kryvuld und Keaed Tak

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Lianna City - Raumhafen - Gallofree GR-75 "Survival" - weitere Jedi, Keaed und Kalyn

»Wenn du kaum erwarten kannst, gegen das Imperium in den Krieg zu sehen, tust du es aus den falschen Gründen,«


Tadelte Kalyn ihren Padawan streng, als sie die Rampe der Survival erklommen. Die hochgewachsene Kuati schritt voraus, würdevoll und ohne Ballast, während ihr Padawan sich mit dem Gepäck der beiden abmühte. Was hatte er denn schlimmes gesagt, um sich eine neuerliche Gardinenpredigt zu verdienen? Bestimmt waren die meisten hier schon in froher Erwartung, dabei sein zu können, wie das Imperium ein weiteres Mal eins auf die Mütze bekam. Lange genug warten müssen hatten sie ja dafür.

»Wir begeben an Bord dieses Schiffes, um Gewalt und Unrecht in der Galaxis zurückzudrängen. Wir tun es nicht, um Spaß zu haben oder um unsere Fähigkeiten an lebenden Wesen auszuprobieren, gleichwohl sie Feinde sein mögen. Dies wäre zutiefst egoistisch und nicht im Mindesten im Einklang mit den Werten der Jedi und ebensowenig der Neuen Republik. Wir kämpfen, weil wir müssen, um Schutzlose oder höherrangige Werte zu verteidigen, und aus keinem Grund sonst. Hast du das verstanden, Padawan?«

»Ja, Meisdar'n,«

Brummte Keaed in ihrem Windschatten und fragte sich ungefähr zum tausendsten Mal, ob sie mit »wir« nur sich selbst oder sie beide oder gar die Jedi im Allgemeinen meinte. Auf jeden Fall begann die Mission keineswegs so spaßig, wie er es sich vorgestellt hatte. Voller Erwartungsfreude trug er bereits die Jedi-Rüstung, welche er erhalten hatte und er hatte in den letzten Tagen fleißig Blasterdeflektion geübt, und nun verbot sie ihm quasi, das was er gut konnte gerne zu tun.

»Wir gedenken noch etwas mit der Missionsleitung zu besprechen. Sei so gut und bring diese Sachen auf unser Quartier, ja?«

Gebot die Kuati ihrem Schüler, welcher schicksalsergeben nickte.

»Ja, Meisdar'n. Was immar ihr wolld, Meisdar'n.«

Nuschelte er, bevor sich ihre Wege trennten.

Lianna City - Raumhafen - Gallofree GR-75 "Survival" - weitere Jedi, Keaed und Kalyn

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Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis, bestehender Bauteil, Bibliothek - u.a. Jaques und Ly'fe

Jaques tat wie ihm geheißen, doch er war natürlich nur ein Padawan, so dass es natürlich etwas zu viel erwartet war, augenblicklich ein – wenn auch leeres – Regal von Ly'fes Fingern levitieren zu können. Während der Miraluka sich bemühte, versuchte der Bith selbst vergeblich, es von seinen Fingern herunter zu bekommen. So wie er eingeklemmt war, musste er sich allerdings ganz schön verrenken, so dass er es aus dieser Position nicht hochheben konnte – immerhin war er Künstler, kein Gewichtheber. Um die Macht selbst zu benutzen war er zudem viel zu panisch. Der Gedanke, dass manche Bith-Fizzzisten nach derartigen Verletzungen nie mehr so spielten wie früher, schoss durch seinen Kopf.

Doch zum Glück war Jaques da. Sobald das Regal sich rührte, zog er seine schmerzenden Finger heraus und hielt sie mit der anderen Hand. Inzwischen, zu spät, hatten sich eine Handvoll anderer Padawane versammelt, um zu sehen, was passiert war. Der dunkelhäutige Padawan hatte sich dagegen in Richtung irgendeiner Ecke aufgemacht.

»Es ist okay, es ist nicht so schlimm wie zunächst gedacht,«

Erklärte er den Schaulustigen, nachdem er seine knallrot angelaufene Hand gründlich betrachtet hatte. Es würde wahrscheinlich trotzdem bedeuten, ein paar Tage lang nicht richtig Fizzz spielen zu können, was schon recht schlimm war, aber wenigstens konnte er noch singen, obwohl dort nicht sein wahres Talent lag. Meister Nackl würde zudem ohne seine tatkräftig zupackende Hilfe während des Umzugs auskommen müssen.

Schließlich kam Jaques zurück, knetete irgendetwas Weiches durch und fragte Ly'fe, was ihm fehlte.

»Eine Quetschung oder sowas, denke ich. Zumindest blutet es nicht, aber es tut höllisch weh,«

Erwiderte der Jedi-Ritter. Ein Held, der tapfer auf die Zähne biss, war er nicht gerade. Die übrigen Padawane kehrten langsam zu den Tätigkeiten zurück, welchen sie zuvor nachgegangen waren.

»Aber sag' mal, das sind nicht etwa welche von Meister Nackls Pilzen, oder?«

Lianna - Lola Curich - Jedi-Basis, bestehender Bauteil, Bibliothek - u.a. Jaques und Ly'fe
 
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Kaum das der Sullustane an dem Tisch angekommen war und er in aller Höflichkeit nachgefragt hatte ob er sich setzen dürfe, sprangen die beiden Jedi auf und überließen ihm mit freundlichen Worten den Tisch. Ob es einen Grund hatte, dass sie so plötzlich los mussten? Nachdem sich Sian gesetzt hatte, roch er als ersten unauffällig an seinen Achseln, doch er konnte keinen Körpergeruch feststellen. Auch als er an sich herabblickte und versuchte irgendetwas Anstößiges an seinem Overall zu erkennen. Er zuckte mit den Schultern und ließ sich sein Mittag schmecken.

Nachdem er gegessen hatte und einen kleinen Spaziergang durch den mit Pflanzen ausgestatteten Innenhof gemacht hatte, begab er sich auf sein Quartier. Das Zweibettzimmer das er momentan noch alleine Bewohnte, lag im Südflügel des Jedi Gebäudes. Sian tauschte seinen Overall gegen einen leichten Sportdress und lief dann in die Sporthalle. Als ehemaliger Soldat wusste er wie wichtig körperliche Fitness war und er versuchte seine beizubehalten. Auch konnte er während er auf der Laufbahn der Trainingshalle lief geistig größtenteils abschalten. Er nahm kaum noch war wo er war oder was er tat, er Atmete ein und Atmete aus. Sein Herz pumpte Blut durch seinen Körper und seine Füße bewegten sich unablässig auf und ab.

Er lief bis seine Beine schwer wie Blei waren und seine Lungen brannten. Ausgelaugt lehnte er sich an eine Wand saugte gierig Luft in seine Lungen. Warm war er nun, also konnte er sich nun einem ausgiebigen Krafttraining widmen. Sian/(color] begann mit Liegestützen und Situps. Wechselte dann zur Kurzhantel um weiter seinen Oberkörper zu stählen. Um nach ausgiebigen Übungen sich einem Menschenähnlichen Trainingsdummy zu widmen. Dieser auf einer Feder angebrachte grob menschlich wirkende Dummy war aus einem material das zwar weichgenug war das man darauf einschlagen konnte ohne sich zu verletzen. Jedoch kehrte die Puppe recht schnell wieder in ihre ursprüngliche Form zurück. Unablässig griff er mit Knien, Fäusten und Füßen an, doch der Dummy wippte nur kurz und kehrte dann wieder in seine Ausgangsposition zurück. Dann nahm er sich einen Stab und begann die Übungen zu machen, die ihm vor einigen Wochen von einem ‚älteren‘ Padawan gezeigt worden waren. Lichtschwert-Schattentraining hatte dieser es genannt.

Stundenlang hatte Sian nun trainiert, er war kaputt aber fühlte sich unglaublich gut. Nachdem er geduscht hatte begab er sich in einen ruhigen Raum, der für Meditationen genutzt wurden. Ein kleiner Zimmerbrunnen plätscherte in einer Ecke des Raumes und schaffte eine angenehme Atmosphäre. Der Sullustane versuchte sich so leise wie möglich zu bewegen, um die anderen Anwesenden nicht zu stören. Er ließ sich an einer der Wände nieder und richtete seine Kleidung. Dann schloss er die Augen und Atmete tief durch um sie zu beruhigen. Seit einer Woche versuchte er sich in der Meditation oder besser gesagt in der tieferen Versenkung. Irgendwie konnte er wenn er in diesem Zimmer saß nicht richtig abschalten. Es viel ihm leichter abzuschalten wenn er an etwas Technischen herumbastelte oder wenn er bis zur Erschöpfung lief.

Sian versuchte seinen Atem zu kontrollieren und ‘blickte’ nach innen. Er wollte unbedingt sein inneres Zentrum zu finden. Doch je mehr er sich darauf konzentrierte umso mehr entglitt ihm seine Ruhe.


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[Lianna - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Summers Padawanquartier] Summer mit Joseline, Samira und Mylo

Joseline versicherte der Padawan, dass sie alle drei nachher in Ruhe die Nummern ihrer Com-Links austauschen würden. Dann konnten sie immer in Verbindung bleiben. War das nicht toll. Die Alderaanerin bedankte sich bei den beiden Jedi mit ganz festen Umarmungen und flüsterte dann noch ein wenig mit ihrer Meisterin, die sie fragte, ob sie geglaubt hätte, dass man sie vergessen würde. Das Waisenmädchen war sich bis gestern Nacht nicht sicher gewesen, doch jetzt wusste sie, dass keiner ihrer Geburtstage je wieder vergessen werden würde. Auch erfuhr das junge Mädchen, dass das zweite Geschenk tatsächlich für ihren Teddybären gedacht war. Jo meinte, Mylo habe schließlich auch irgendwie Geburtstag.

Als Summer dann fragte, wer Torte wollte, sagte keiner ‚nein‘. Das hätte die Padawan auch gewundert, denn die Torte sah vorzüglich aus. Erst jetzt bemerkte sie, dass an der Torte noch ein Beutel mit Pralinen hing. Die Großmeisterin erklärte ihr, dass es ein Geschenk der Köche sei. Die Torte schien allen zu schmecken, wahrscheinlich fragte Samira deshalb nach einem weiteren Stück.

„Natürlich bekommst du noch ein Stück. Es ist doch genug Torte da.“, meinte Summer lachend.

Dann sagte Joseline, um ihrer Schülerin klar zu machen, wie wichtig sie ihrer Meisterin war. Wie lieb sie sie hatte und wie sehr sie ihr ans Herz gewachsen war und, dass es sich bei Samira – für sie sprechend – auch so verhielt. Die Mirialanerin bestätigte dies und begründete es darauf, in welch einem Tempo die Geburtstagstorte von den dreien aufgefuttert wurde, wenn auch noch genügend da gewesen wäre, um einigen Jedi in der Basis ein Stückchen abzugeben. Schließlich sprach die blinde Frau weiter und meinte, dass sie erst recht nicht ihren Geburtstag vergessen würde und, dass Summer entscheiden dürfe, was sie an ihrem Ehrentag tun wollte und die beiden zu fast sämtlichen ‚Schandtaten‘ bereit seien.

Das war eine schwierige Aufgabe, eigentlich war sie schon so überglücklich, aufgrund der gelungenen Überraschung der zwei Jedi, dass sie nachgrübeln musste. Schade, dass es hier Lianna-City keine Parks wir in Aldera gab. Sie wäre gerne in einen solchen gegangen. Während sie so grübelte platzte jemand fremdes (Siva) in das Zimmer des Geburtstagskindes, welches das feiernde Trio beherbergte. Die Gehörnte schien auch gleich die Lage analysiert und begriffen zu haben denn sie ergänzte ihr „Öh… hallo…“ durch ein „…und alles Gute!“, und begann daraufhin in ihrer Tasche zu kramen.

Samira erklärte der Neuen, dass sie, Summer, heute Geburtstag hatte und, dass sie alle drei diesen Tag hier feierten. Daraufhin stellte sich das Mädchen mit den kleinen Hörnern auf dem Kopf vor. Sie hieß Siva Arkun und kramte schließlich weiter in ihrer Tasche. Ihre Meisterin war hocherfreut sie kennenzulernen. Alles beobachtete Siva, wie sie so in ihrer Tasche wühlte und als sie aufblickte sagte sie, sie wusste nichts von der Belegung der Zimmer, woraufhin Samira ihr erklärte, was es mit dem Doppelbelegungen für Padawane auf sich hatte, seitdem der Um- oder besser Anbau begonnen hatte. Das Wühlen wurde fortgesetzt, doch nach kurzer Zeit schien es beendet und das gehörnte Mädchen trat auf Summer zu und überreichte ihr eine kleine Schachtel und wünschte ihr erneut ‚Alles Gute‘.

Summer öffnete die kleine Schachtel und zum Vorschein kam eine kleine Kugel, gefüllt mit einer Flüssigkeit und inmitten dieser Flüssigkeit stand ein kleiner Bär oder ein bärenähnliches Geschöpf. Die Alderaanerin kannte solche ‚Schneekugeln‘ und schüttelte sie leicht, doch statt Schnee ‚schneite‘ es kleine künstliche Laubblättchen. Dieses kleine Ding faszinierte die junge Padawan, dass sie vergaß Siva ein Stück der leckeren Torte anzubieten, weshalb Joseline sie auch darauf hinwies.

„Oh, tut mir leid. Vielen Dank, Siva. Möchtest du ein Stück Torte? Sie ist wirklich lecker mit ganz viel Schokolade Sahne, Himbeeren und obendrauf Schoko-Loop-Loops. Du kannst ruhig zulangen, wir haben mehr als genug Torte.“, bot sie ihrer neuen Zimmergenossin das Stück Kuchen an, das sie während sie gesprochen hatte, ihr auf einen Teller aufgetan hatte.

Dies war wirklich der beste Geburtstag seit langem gewesen und Summer durfte ihn mit den Leuten verbringen, die ihr am wichtigsten waren und sie war diesen Personen auch sehr wichtig, wie sie wenige Minuten zuvor erfahren hatte. Joseline hatte sich nun in ein Gespräch mit Siva vertieft, es interessierte sie, wie lange sie schon bei den Jedi war und, ob sie bereits einen Meister hatte und wenn, wer dieser Meister war. Bestimmt war Siva schon ein gutes Stück weiter in ihrer Ausbildung als das Waisenmädchen. Aber Summer war ja auch noch wesentlich jünger, zumindest wirkte es so. Das Geburtstagskind nutze derweil die Zeit, während sich ihre Meisterin mit ihrer Zimmergenossin unterhielt und Samira genüsslich Torte mampfte, um sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wie sie den restlichen Tag gestalten könnten.

Wie schön es wäre hier einen Garten zu haben, dachte sie die junge Padawan und überlegte, ob es vielleicht einen Ort zwischen den zwei Gebäuden der Jedibasis oder an einem anderen Ort, vielleicht gab es irgendwo auch einen Innenhof, einen Garten anlegen konnte, wo man sich ausruhen und entspannen konnte. Am liebsten wollte sie heute einen Garten anpflanzen, wo sie ihre zukünftigen Geburtstage verbringen können werde.

[Lianna - Lianna City - Lola Curich - Jedibasis - Summers und Sivas Padawanquartier] Summer mit Joseline, Samira, Siva und Mylo
 
Lianna – Jedibasis –Summer’s & Siva’s Quartier – mit Summer, Samira, Joseline und Mylo
"Ach, ich brauch gar kein Einzelzimmer. Ich war lang genug EInzelkind, dass stört mich also gar nicht",
erklärte die Zabrak Samira. Das hier umgebaut wurde hatte Siva schon gemerkt, aber ein bisschen baustelle machte ihr auch ziemlich wenig aus. Eiegntlich war das sogar ein ganz netter Vergleich. Ein Padawan war ja auch eine Baustelle, der noch ausgebaut werden musste. Deswegen konnte man also sagen, dass das ein ziemlich gutes Sinnbild war. Das sie sich mit Sumemr außerdem evrstehen würde, glaubte Siva auch. Schließlich gab es kaum jemanden, mit dem sie sich nicht verstand. Gut, gut. Mit Satrek wollte sie wohl auch kein Zimmer teilen, auch wenn er, nach allem, was er da hatte durchblicken lassen, ja vielleicht doch als Zimmergenosse in Frage gekommen wäre. Aber sonst? Oh doch! Miss Bademantel! Aber die war ja nicht hier und ein Sith. Deswegen zählte das gar nicht erst.

Die Großmeisterin verbeugte sich dann auch leicht vor Siva, was diese zwar gar nicht verstand, aber trotzdem als nette Geste empfand. Konnten ja nicht alle Meister so… so… na ja, eben so sein wie Satrek! Der war zwar auch nett, machte aber viele doofe Witze und redete Sachen, die Siva nicht verstand oder einfach geflissentlich wiederholte. Schließlich konnte und durfte man sich ja nicht alles anhören, weil man sonst das Gehirn, dass wichtig und unwichtig hinaus filterte, überlastete. Siva half ihrem Hirn ganz selbstlos einfach dabei, indem sie manche Informationen schlicht und einfach, gar nicht erst durch ihr Ohr dringen ließ. Schließlich ließ man in seine Wohnung ja auch nicht jeden rein. Warum also ins Gehrin? War jetzt aber auch alles gar nicht so wichtig.

Joseline hatte ganz recht, dass Zimmer war gut gefüllt. Demnach musste das bedeuten, dass es erlaubt war, sich viele Gäste einzuladen. Warum war die Zabrak eigentlich nie auf diese Idee gekommen, als sie im Orden genächtigt hatte? Eine Antwort wusste sie darauf selber nicht so wirklich, aber was nicht war, konnte bekanntlich ja noch werden.
Das Angebot mit der Torte klang ziemlich verlockend und als Summer schließlich sogar erwähnte, dass Siva sich nicht zurückhalten musste, war die Freude doppelt groß, als sich die Padawan ein großes Stück auf einen Teller legte.


„Gern geschehen und danke. Ich liebe Torte!“,

nuschelte Siva mehr schlecht als recht, als schon das erste Stück verputzt war. Die letzte Torte war wirklich lange her gewesen. Was nicht daran lag, dass man nur einmal im Jahr Geburtstag hatte, sondern vielmehr auch daran, dass Siva ihren letzten Geburtstag gar nicht erst gefeiert hatte. War schließlich nicht so einfach irgendwen einzuladen, wenn man gar keinen festen Wohnsitz mehr hatte. Und weil Siva fast täglich irgendwo anders gewesen war, hatte es eben ein paar Dinge nicht mehr gegeben. Ein Hoch also auf den Jedi Orden, der ihr nun eine Bleibe und Torte beschaffte. Jedenfalls so lange, bis Siva sich darüber klar war, ob sie wirklich wieder hier sein wollte. Jeden Tag ein Stück Torte konnte da aber vielleicht ein klein bisschen viel positiv dazu beitragen.

„Ach schon….“,

ja wie lange war Siva eigentlich schon bei den Jedi? Die Frage war ziemlich gut, aber gar nicht so einfach zu beantworten.

„Eine ganze Weile. Aber weil ich dann mal wieder weg war, um dann wieder zu kommen. So, öh… knapp zwei Jahre? Jedenfalls so was im Dreh.“

Die Zabrak machte sich, wie so oft, keine Gedanken über ihre Antwort. Stimmte ja, was sie sagte und weil Siva fast nie davon ausging, dass jemand wirklich böse war (außer die Sith, diese Meinung hatte sie seit Corellia), konnte man auch ehrlich sein.

„Satrek Taphon“, ergänzte sie dann zwischen dem nächsten Stück Torte.

Lianna – Jedibasis –Summer’s & Siva’s Quartier – mit Summer, Samira, Joseline und Mylo
 
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(Jedi / Kyrille)

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Während Kyrille den Speeder lenkte, erzählte der fremdartige Felucianer, der, wenn man es genau nahm, mehr aussah wie eine Pflanze als nach einem Lebewesen, von seiner Heimat. Rand hatte wissen wollen, wie es sich dort lebte und nach einigem Zögern hatte der Felucianer begonnen zu erzählen. Seine Stimme musste sich, das war deutlich, erst noch an die fremde Sprache gewöhnen, aber all zu schlecht machte er seine Sache nicht, auch wenn Kyrille nicht immer alles verstand. Sie hatte noch immer nicht begriffen, warum sein Name ein Geschenk war, für sich jedoch beschlossen diese Aussage zu ignorieren. Es war vermutlich nicht weiter wichtig.

Den Weg zur Jedi Basis konnte Kyrille in- und auswendig. Sie war ihn schon mehr als einmal gefahren. Das einzige, womit sie noch etwas Probleme hatte war die Steuerung des Speeders, denn das war noch recht neu für sie. Es war schlicht so: den Großteil der Fahrten von der Basis zum Raumhafen hatte sie als Beifahrer und nicht als Pilot zurück gelegt. Aber jetzt war sie alt und auch erfahren genug diese Aufgabe alleine übernommen zu haben und sobald sie in der Steuerung des Gefährts eine richtige Routine bekam, war auch das überhaupt kein Problem mehr.


"Ihr reitet auf Rancors??"

Schaltete sie sich ein, als Tweearl gerade mit seiner Erzählung (zumindest vorläufig) fertig war. Entgeistert warf die junge Twi'lek ihm über den Rückspiegel hinweg einen Blick durch weit aufgerissene Augen zu.

"So richtig? Ich meine... in echt? Hast du das auch schon mal gemacht?"

Wollte sie wissen. Sie hatte noch nie persönlich jemanden getroffen, der mutig und stark genug war um einen Rancor zu zähmen, geschweigedenn auf ihm zu reiten. Gehört hatte sie sicherlich schon davon. Es gab ja allerlei in der Galaxis und das Zähmen von wilden Tieren war ein beliebtes Unterhaltungsmedium, sich an einem Rancor zu versuchen war jedoch eine ganz eigene große Hausnummer und sicherlich nichts alltägliches.

"Ich möchte wissen, wie das gehen soll."

Murmelte sie vor sich hin, schüttelte den Kopf und hätte sich beinahe so weit ablenken lassen, dass sie im Verkehr der Innenstadt einem anderen Speeder die Vorfahrt nahm und beinahe in diesen hinein gerauscht wäre.

"Uuups."

Der Pilot des anderen Gefährts machte eine wütende Geste mit der Hand in ihre Richtung und Kyrille zog den Kopf ein. Sie hatte eben noch viel zu lernen und vermutlich würde sie doch noch nicht so bald zur Jedi-Ritterin geschlagen werden, wie sie vor einer Stunde noch gedacht hatte.

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