Lianna

[Lianna - Lola Curich - Jedi Orden – Trainingsraum] – Shana, Akani, Padme || Sarid, Jaime, Skyan, Salina

Auf seine Begrüßung reagierte die rothaarige Anwärterin nicht, als eine sonderlich offene Natur wirkte sie freilich nicht. Ganz im Gegenteil zu seinem potenziellen Mitpadawan Jaime. Seine Meisterin und Salina unterhielten sich noch etwas über ihre Familienangelegenheiten, was für ihn gänzlich uninteressant war. Allerdings entnahm er ihren Ausführungen, dass Salina anscheinend auch eine Frachterpiloten war, was ihr unangemessenes Verhalten zumindest zum Teil erklärte. Der Jedi-Orden erschien ihm nun definitv nicht mehr als einen privilegierten, mystischen Zusammenschluss von überbegabten Wesen, sondern er glaubte, dass die Teilnehmer überraschend durchschnittlich waren.

Wenigstens hatte er einen positiven Zeitpunkt erwischt beizutreten, denn der überraschende Friedensvertrag zwischen Imperium und Republik merzte die größte Gefahrenquelle für ihn aus. In den Gefühlen des Prinzen schwangen sowieso keine Angst oder Befürchtungen mit, bisher hatte er noch nicht realisiert, wie gefährlich sein Weg als Jedi werden würde. Bis zu seinem Eintritt in dem Orden hatte er kaum erfahren was Lebensgefahr bedeutete.

Er folgte den Anweisungen seiner Meisterin und schloss die Augen um seinen Geist zu fokussieren. Der Prinz merkte nun, als er zum dritten Male in die Macht abtauchte, dass ihn der Prozess bereits leichter fiel und er sich daran gewöhnte sich von der materiellen Welt abzukoppeln. Der Prinz hatte die Präsenz der Rätin eben gerade spüren können, weswegen er sich sicher war auch dieses Mal erfolgreich zu sein. Ein Scheitern war auch keine Option, welch eine Blamage wäre es als ein Prinz von Serenno einer Frachterpilotin geschlagen zu geben. Langsam beruhigten sich seine Gedanken und er erkannte nach kürzerer Zeit die machtvolle, vor Enegie sprühende Aura der Rätin. Wieder war er erstaunt welche Kraft doch von ihr ausging, obwohl sie so in sich ruhend schien. Auch auf Chalacta hätte er Sarid unterschätzt und war bei der Stürmung des Hauses Embras von ihren Beherrschung des Lichtschwertes schwer überrascht gewesen. Ihre Aura hatte er nun eingeordnet, doch wie sollte er nach dieser greifen? In seiner Meditation besaß er selbst keine physische Gestalt und konnte so auch seine Arme nicht nutzen um die Präsenz zu 'greifen'. Schließlich versuchte er mittels der Macht seiner Gedanken die Aura der Rätin etwas zu schubsen. Der Anwärter versuchte wellenartig seine schwache Energie zu bündeln und in Richtung der Präsenz zu senden.


Urplötzlich bemerkte er eine sachte Berührung seiner eigenen Aura. Als erstes erschrak er als er die Berührung in der Macht spürte, als er bemerkte wie sich zarte, zuckende Energiefäden ihn berührten und er verlor vollständig die Konzentration als Salina ihn an der Schulter berührte.


Erstaunt riss er die Augen auf und blickte sie an. Wahrscheinlich war die Berührung in der Macht auch auf die Anwärterin zurückzuführen. Sie entschuldigte sich sofort.


„Keine Ursache,

erwiderte der Prinz und hob die Mundwinkel kurz. Die rothaarige Anwärterin erzählte von einer speziellen Species und knüpfte damit anscheinend an ein Gespräch mit der Rätin an, das er in seiner Konzentration nicht mitbekommen hatte. Diese Meditation war schon erstaunlich, aber für den Prinzen war es ebenfalls etwas bedenklich sich vollständig von der physischen Welt zu trennen, es wirkte als wäre man in der Meditation seinen äußeren Einflüssen schutzlos überlassen. Die Frachterpilotin beleuchtete ein weiteres Risiko, das für den Prinzen nachvollziehbar klang. Wenn seine Aura für jeden so spürbar wäre wie die der Rätin, wäre es für ihn unmöglich seinen Aufenthaltsort zu verbergen. Er würde in der Macht strahlen wie ein Leuchtfeuer.

Langsam bemerkte Skyan, dass er ermüdete und einen dumpfen Druck in seinem Kopf spürte. Dabei hatte er heute sich nicht übermäßig körperlich betätigt und es war auch noch nicht sonderlich spät am Tag. Sonderbar.


„Aber vor der Berührung habe ich etwas gespürt, einen vagen Kontakt.“

Interessiert beugte er sich vor um herauszufinden ob die Berührung tatsächlich auf die Anwärtin zurückging.

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Die Nachricht von der bevorstehenden Reise schien die Padawane zu überraschen und aufzuwühlen.
Mit einem Lächeln sah Padme ihnen nach, als sie sich auf den Weg machten, ihre Sachen zusammenzupacken. Ihr selbst war der Tempel damals viel zu klein erschienen, sie hatte es beinahe als Freiheitsberaubung angesehen. So verwunderte es im Nachhinein nicht, daß sie nur zu gerne auf Missionen gegangen war. Mehr oder minder mit Erlaubnis, obwohl sie ehrlich zugeben mußte, daß es eher die Ausnahme gewesen war, daß sie die Erlaubnis gehabt hatte.
Padme ging erst in den Ratssaal und vermerkte, daß sie dem Notruf folgen würde und Akani und Shana auf dieser Reise begleiten würde. Danach ging sie in die Waffenkammer und blickte sie sich um. Akani brauchte eine Waffe, aber ihm ein Lichtschwert in die Hand zu drücken, wäre für ihn sehr gefährlich. Natürlich begannen Padawane früh in ihrer Ausbildung, sich mit einem Lichtschwert vertraut zu machen, aber in einer Mission, in der man mit Sith zu rechnen hatte, war es gefährlich, denn so lenkten man deren Augenmerk auf einen Wehrlosen.
Dennoch packte sie ein Trainings- Lichtschwert für Akani ein, zudem wählte sie noch einige Schußwaffen aus. Sie packte die Waffen in eine spezielle Tasche, die sie schulterte, um dann die Waffenkammer zu verlassen.
Sie machte sich sofort auf den Weg in den Hangar, wo ihr Schiff „Wind“ stand. Packen mußte sie nicht, denn ihre Sachen hatte sie auf der „Wind“ gelassen. Das ihr zugeteilte Quartier in der Basis hatte sie nicht bezogen, was ein Hinweis darauf war, daß sie sich hier nicht wirklich zuhause fühlte.

Sie erreichte die „Wind“ bald darauf und bemerkte zufrieden, daß Marl bereits mit den Startvorbereitungen begonnen hatte. Sie betrat die Messe und verstaute als erstes die Waffen ordnungsgemäß, bevor sie ins Cockpit ging und im Navigationscomputer die beste Route nach Ruusan herauszusuchen.
Die ganze Sache gefiel ihr ganz und gar nicht und hoffentlich stellte sich die Entscheidung, die Padawane mitzunehmen, nicht als Fehler heraus.


“Marl, ich weiß nicht, wo die beiden Padawane bleiben. Sie werden sicherlich kommen.“

antworte sie auf das Gepiepse des Droiden, nur um gleich darauf die Augenbraun hochziehen.

“Nein, die beiden haben kein eignes Schiff.“

antwortete sie irritiert, aber warum Marl das wissen wollte, teilte es ihr umgehend mit.

“Was soll denn heißen, daß sie wohl nicht zwischen so vielen Klamotten wie ich aussuchen müßten?“

Padme blickte den Droiden ungehalten an, was für Marl ein deutliches Zeichen dafür war, den Rückzug anzutreten. Für gewöhnlich lieferten sie sich Wortgefechte und hatten beide Spaß daran, aber jetzt war die Besorgnis groß und für Marl ein deutliches Zeichen für den Ernst der Lage.
Sobald die Padawane da wären, würde die „Wind“ starten, die Startfreigabe war bereits angefordert und die notwendigen Daten in den Navigationscomputer eingegeben.



Lianna System - Lianna - Lola Curich - Jedi Basis – Hangar – YT 2400 „Wind“ – Cockpit


[OP]Wir können gerne direkt auf Ruusan weitermachen[OP]
 
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Zasuna hatte gerade ihr morgendliches Training beendet und befand sich nun nach einem kurzen Zwischenstopp in ihrem Zimmer zum Duschen auf dem Weg in die Bibliothek. Seit der Rückkehr von Felucia hatte sie wie früher in der Akademie der Sene Seeker nun wieder einen recht geordneten und durchplanten Tagesablauf.

Meister Adrian war zurzeit anderweitig beschäftigt. Er hatte ihr nicht genau gesagt, worum es ging oder was er zu tun hatte. Andererseits hatte sie ihn auch nicht direkt danach gefragt. Auf dem Weg zum Jedi-Ritter konnte man bei ihrem fortgeschrittenen Ausbildungszustand allerdings auch erwarten, dass sie in der Lage war, sich selbst zu organisieren. Sie wusste, dass es etwas wichtiges sein musste, sonst hätte er sie nicht so ohne weiteres ohne konkrete Aufgabe oder Anweisungen zurückgelassen.

Abgesehen von dem umfangreichen Angebot sich innerhalb des Jedi-Ordens unterschiedlichen Trainingsgruppen anzuschließen, hatte sie außerdem auch noch einen ganz eigenen Trainingsplan entwickelt. Sie orientierte sich dabei an vielen Dingen, die sie bei den Sene Seekern gelernt hatte und versuchte dies mit den Erfahrungen bei den Jedi zu kombinieren. Abgesehen davon verbachte sie einen Großteil ihrer Zeit mit Meditieren und eben in der Bibliothek. Es gab viele Dinge von ihrer Mission auf Felucia, die sie noch einmal überdenken und nachbereiten musste. Für eine Vielzahl an Fragen wäre Adrians Anwesenheit hilfreich gewesen. So suchte sie die Antworten auf ihre Fragen in der Bibliothek und würde ihren Meister dann später nur mit den Punkten durchlöchern, bei denen sie auf dem anderen Weg nicht erfolgreich gewesen war.

Zasuna passierte in den Gängen eine Gruppe von anderen Jedi-Schülern und nickte ihnen im Vorbeigehen zu. Sie sahen jung aus, sehr viel jünger als sie. Mittlerweile hatte sie sich auch schon mehr mit den unterschiedlichen Spezies auseinander gesetzt und konnte zumindest erkennen, dass einer von ihnen ein Zabrak sein musste und eine grünhäutige Mirilanerin unter ihnen war. Bei dem dritten war sie sich nicht ganz sicher, glaube aber, dass es ein Bothan sein musste. Seine Fellfärbung und die Gesichtsform waren für einen Bothan etwas ungewöhnlich. Auf Alpheridies hatten sich ihren Lehren mehr auf die Miraluka und weniger auf das, was um sie herum im ganzen weiten Universium passierte, konzentriert. Daher hatte die wissbegierige Zasuna hier immer noch einiges nachzuholen. Selbst wenn es nur darum ging diverse Spezies mit dem Namen benennen zu können.

Sie betrat die Bibliothek und ging zielstrebig in Richtung der Ecke, in der sie auch die letzten beiden Tage schon verbracht hatte. Zasuna genoss sie die Atmosphäre dieser Räumlichkeiten. Gerade um diese Tageszeit war hier auch noch besonders wenig los und daher war es sogar noch stiller als sonst.

Was ihre offenen Fragen aus der Mission auf Felucia anging, so interessierte sie sich ganz besonders für diesen dunklen Nebel, der seine Kraft in irgendeiner Form aus der dunklen Seite der Macht zu ziehen schien. Und andererseits war da noch das bösartige Wesen, welches es geschafft hatte, mit Rätin Chesara sogar eine der erfahrensten Jedi von der Macht zu trennen. Oder diese Verbindung zumindest in irgendeiner Form zu blockieren. Diese Themen, das hatte sie schnell gelernt, waren aber nichts für Padawane. Es war eine Konfrontation mit der dunklen Seite der Macht und bisher hatte sie noch kein für sie zugängliches Holocron gefunden, welches bereit war, ihre Fragen dahingehend zu beantworten.

Am interessantesten war da noch ein Holocron für Fortgeschrittene, welches mit dem Titel „Im Schatten wandern“ eine ganz interessante Bezeichnung mit sich trug. Dabei gab es eine Unterteilung in zwei Hauptkapitel. Einmal ging es darum, seine physische Präsenz vor anderen zu verbergen. Da man nicht vollkommen verschwinden konnte, ging es hierbei eher in die Richtung, die Gedanken der anderen so zu beeinflussen, dass sie einen nicht wahrnahmen. Im zweiten Kapitel ging es dann darum, seinen Präsenz in der Macht zu verbergen. Das ging dann schon eher in die richtige Richtung. Ein grobes Überfliegen der Unterkapitel hatte ihr gezeigt, dass es zumindest dem Jedi selbst gelingen konnte, seine Präsenz unsichtbar zu machen, in dem man seine Verbindung zur Macht zu trennen schien. Wenn man das selbst für sich tun konnte, dann gab es vielleicht auch Wesen, die das für andere tun konnten. Jedenfalls wollte sie sich damit weiter beschäftigen.

Andere Punkte, wie zum Beispiel ihr Problem mit den für sie unsichtbaren Lichtschwertklingen, aber auch den seltsamen hölzernen Gegenstand von Lamar Woy, den sie noch immer bei sich trug und der wieder eine Art Vision bei ihr hervorgerufen hat, standen allerdings auch noch auf ihrer Themenliste.



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- Lianna - Lola Curich -Jedi-Basis - Trainingsraum - Mit Arlen -

Sie hatte nicht lange auf Arlen warten müssen, denn ihre Arbeit im Ratssaal hatte sie so lange aufgehalten, dass sie fast die Uhrzeit vergessen hatte. Als sie dann doch noch gemerkt hatte, dass es längst Zeit war sich auf den Weg zu machen, hatte sie schon fast geglaubt sie käme zu spät. Obwohl sie nur ein paar Tage fort gewesen waren, hatten sich doch wieder viele Nachrichten für sie angesammelt. Unter vielen Anfragen nach Unterstützung durch den Orden war auch eine mehr oder weniger private Nachricht für Chesara dabei gewesen. Sie stammte von einer Jedi aus dem Hort der Jünglinge, die Chesara über Nirés Befinden unterrichtete und sogar ein aktuelles Bild des kleinen Mädchens beigefügt hatte. Kinder wuchsen so wahnsinnig schnell, oder war es einfach die Zeit, die so schnell verging, dass man als Erwachsener oft nicht mit kam? Chesaras Leben bestand aus Aufgaben. Sie eilte von einer zur nächsten. Die Rufe um Hilfe verklangen nie und die Hände, die sich ihr klagend entgegenstreckten, wurden immer mehr. Als Jedi war es ihre Aufgabe zu geben und dabei rauchte das eigene Leben manchmal in Lichtgeschwindigkeit an ihr vorbei. Sie schloss nur kurz die Augen und alles hatte sich verändert. Ihr Enkelsohn Lyonel war jetzt schon fünf und Mirja zum zweiten Mal schwanger. Chesara wollte für sie da sein, am liebsten wenn der Geburtstermin näher rückte, doch sie wusste nicht, ob das möglich sein würde. Ihr letzter Besuch Zuhause lag schon wieder weit zurück, doch es gab immer so viel zu tun.

"Wir fangen mit den Grundlagen an."

Arlen und Chesara hatten sich einen Platz im Trainingsraum gesucht, der ihnen genügend Freiraum für körperliche Übungen bot. Die Jedi warf ihrem Schüler ein Trainingslichtschwert zu und aktivierte das, das sie für sich genommen hatte. Die Klinge leuchtete blau.

"Das ist meist der beste Weg, zu starten."

Scherzte sie.

"Richte deine Konzentration zunächst auf die Waffe in deiner Hand. Sie ist nicht schwer, wie ein Schwert aus vollem Material, denn das einzige Gewicht das du hälst, ist der Griff. Trotzdem musst du dir der Waffe bewusst sein und ein Gefühl für sie haben. Welche Reichweite hat sie?"

Ohne ein erkennbares Muster ließ Chesara die Klinge durch die Luft schneiden.

"Was tut sie? Wie verhält sie sich? Probier es ein paar mal ganz bewusst aus."

Sie wartete, bis Arlen so weit war.

"Wichtig dabei ist, dass du ein Gefühl für das Lichtschwert bekommst, ohne das Gefühl für dich selbst zu verlieren, denn: du und diese Waffe, ihr seid eins, und die Macht verbindet euch."

Sie zeigte ihm ein paar einfache Schritte. Kämpfen war in gewisser Weise wie tanzen. Der Rhythmus war wichtig.

"Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür bekommen, was du wann tun musst, wann du einen Schlag ausführst und wann du parierst. Am Anfang ist es gut, sich an Vorgaben orientieren zu können und sich immer wieder daran zu erinnern, welche Schritte besonders hilfreich sind."

Als er warm war, begann Chesara, ihn mit leichten Schlägen anzugreifen. Theorie war schön und gut, doch ohne Praxis war sie nur Schall und Rauch.

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Lianna System - Lianna - Lola Curich - Jedi Basis – Trainingsraum - Skyan, Salina, Jaime und Sarid

Es dauerte nicht allzu lange nach Sarids Worte an Skyans Adresse, bis sie aufgrund ihrer geschärften Machtsinne den Hauch einer Berührung durch ihn wahrnahm. Also hatte auch er zu ihrer Freude diese Übung gemeistert. Allerdings endete seine Berührung sehr abrupt, denn Salina berührte den Serennoaner (?) sowohl psychisch durch die Macht als auch physisch mit ihrer Hand, wodurch er offensichtlich die Konzentration verlor. Sie entschuldigte sich aber umgehend und er nahm die Entschuldung auch etwas steif an.

"Gut gemacht, Skyan. Ich konnte deine leichte Berührung mit der Macht ebenfalls spüren. Nur trau dich ruhig stärker zuzudrücken. Du kannst mich damit nicht verletzen",

lobte sie den Prinzen. Er sollte ja nun auch nicht das Gefühl bekommen, dass sie ihn in irgendeiner Form benachteiligte. Er sollte sich nur die Anerkennung selbst erarbeiten, die er do gerne haben sollte. So etwas wie Geburtsrechte gab es bei den Jedi nämlich nicht, denn einzig und allein die eigenen Fähigkeiten und das erworbene Wissen zählten. Danach beschrieb die um einiges redseliger wirkende Rothaarige eine menschenähnliche Spezies mit verhüllten Augen, welche sie wohl in der Kantine gesehen hatte. Sarid wusste sofort was sie meinte, da sie auch eine Padawan dieser Spezies gehabt hatte, Visas Culu.

"Du meinst bestimmt Miraluka. Und ja, solche gibt es hier einige. Sie besitzen keine funktionsfähigen Augen wie wir, sondern verwenden dafür allein die Macht. Das könnt und werdet ihr über kurz oder lang ebenfalls lernen, denn es ist eine Machttechnik wie viele andere auch. Nur neigen wir "Sehende" natürlich viel eher dazu unsere natürlichen Augen zur Orientierung zu verwenden. Diese können uns allerdings täuschen. Also seid immer vorsichtig, denn es gibt genügend intelligente Wesen, welche euch Illusionen vorgaukeln können, in welcher Art und Weise auch immer. Nur mit der Macht habt ihr die Möglichkeit diese sicher als solche zu erkennen und zu durchschauen",

führte die Jedi-Rätin aus. Es schadete jedenfalls nicht, den beiden schon von Anfang an Vorsicht einzubläuen. Natürlich herrschte aktuell eigentlich Frieden in der Galaxis, aber Feinde und Gefahren gab es für einen Jedi noch immer mehr als genug.

"Was deine andere Frage angeht, Salina, hast du ebenfalls mehr oder weniger recht. Mehr oder weniger deshalb, weil Distanz eine nicht zu unterschätzende Rolle dabei spielt, wie gut dich beispielsweise ein Sith fühlen kann. Je weiter der andere Machtnutzer entfernt ist, desto schwerer ist es, dass er euch spüren kann. Zudem bietet eine große Anzahl von Wesen in eurer Nähe ebenfalls Schutz, da eine einzelne Person so viel schwerer auszumachen ist. Dennoch können euch mächtige Sith trotzdem wahrnehmen, wenn sie es unbedingt wollen. Daher gibt es eine Möglichkeit seine eigenen Gedanken, Gefühle genauso wie die eigene Existenz zu verschleiern. Das ist nicht ganz einfach, aber enorm wichtig - oft sogar lebenswchtig, da hast du völlig Recht recht."

Dabei wanderten Sarids auch zu den beiden jungen Jedi vor ihr. Besonders Skyan sah schon etwas angestrengt aus, aber dennoch wollte sie ihnen beiden die Wahl lassen.

"Ich kann euch noch problemlos zeigen wie dies funktioniert. Die Frage ist könnt und wollt ihr noch? Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, dass wir einen Spaziergang in den Jedigarten machen und ich erzähle euch vom Jedi-Kodex. Dieser ist nämlich für angehende Jedi ebenfalls sehr wichtig und ihr solltet ihn in nächster Zeit unbedingt besser kennenlernen und verinnerlicht haben."

Ein Gespräch in entspannterer Atmosphäre als im Trainingsraum konnte den zwei jungen Jedi auch nicht schaden, da zwischen ihnen doch spürbare Spannungen herrschten.

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Sorry, aber ich bin heut irgendwie unkreativ...
 
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Die beiden Anwärter schienen Ihre Aufgaben erfolgreich abgeschlossen zu haben. Sarid lobte beide für ihrer Erfolge. Selbst Skyan nahm die Entschuldigung für den physischen Anstupser von Salina an, auch wenn sie seine Art bisher noch nicht einschätzen konnte. Irgendwie lag noch ein klein wenig Spannung zwischen den beiden Padawanen in der Luft.

Die rothaarige Pilotin hatte es irgendwie einfacher zu Sarissia und Q'Tahem einen Draht zu finden, wie zu ihm. Erleichtert kam dort aber hinzu, dass sie alle drei aus mehr oder minder ähnlichen sozialen Schichten stammten. Gut, Salina mochte es in ihrer Kindheit im Vergleich zu Sarissia an nichts mangeln, so war sie aber auch eben nicht einfach die kleine Prinzessin. Sie liebte es mit an zu packen und sich dabei auch schmutzig zu machen. Zudem hatten ihre Eltern häufig Schwierigkeiten sie wieder aus dem Frachtercockpit oder dessen Maschinenraum zu holen. Zu interessant waren einfach die vielen bunten Lichter, Geräusche und einfach die Leistung die von den Maschinen ausging.

Skyan war aber für sie ein Buch mit unzähligen Siegeln. Zum einen gab er sich höflich erweckte aber eine leichte Ausstrahlung von Abneigung. Die rothaarige Anwärterin hatte hier ihre Schwierigkeiten das alles einzuordnen. Vielleicht tat sie ihm auch einfach nur unrecht und entschied, dass es das Beste sei, einfach abzuwarten, wie sich alles zukünftig entwickeln würde. Es schien aber ein kleiner Konkurrenzkampf zwischen den Beiden zu herrschen.

Sarid erklärte, was es mit diesen Augenlosen Humanoiden auf sich hatte. Sie hießen also Miraluka. Salina hatte ihre Schwierigkeiten, den Namen der Wesen zu merken und erwischte sich dabei, wie sie in Gedanken immer wieder die Buchstaben verdrehte.

Beide bekamen auch genauer erklärt, wie schwierig es sein kann, gerade auf größeren Distanzen, noch einen Jedi zu Orten. Sie erklärte aber auch, dass es jemand, der machtvoll ist und es wirklich will aber wohl trotzdem schaffen würde, aber es gab Mittel das zu unterbinden.

Also ich würde es schon gerne mal versuchen.

Sie merkte allerdings relativ schnell, dass ihr Mitschüler scheinbar schon ein wenig erschöpfter als sie war. Da Salina ja förmlich mitten in sein Training geplatzt war, wusste sie auch nicht, wie anstrengend sein Training bis dahin bereits war. Ihm eine Pause zu gönnen war wahrscheinlich die freundlichere Lösung.

Zudem offenbarte Sarid den beiden, dass sie auch bei einem Spaziergang im Garten über den Jedi-Kodex sprechen könnten.

Letzteres lies Salina hellhörig werden. Den Jedi-Kodex kannte sie schon, auch wenn es lange her war. Meisterin Kestrel hatte ihre beiden Padawane und die rothaarige Pilotin quer durch die Bibliothek getrieben und ihnen Aufgaben gestellt, die sie recherchieren und vortragen mussten. Dort kam auch der Jedi-Kodex mit vor. Zudem hatte sie von der Meisterin das Buch Der Pfad der Jedi geschenkt bekommen. Dort stand genau der Kodex direkt auf der ersten Seite. Hatte sie sich das Buch doch öfters mal zum stöbern und Zeitvertreiben geschnappt, dachte sie, dass sie hier sicherlich Punkten könne.

Irgendwie hatte sie der Ehrgeiz gepackt. War sie im Normalfall eher auf sich alleine gestellt und konnte sich mit niemandem messen, hatte sie hier nun die Möglichkeit.

Wir können auch gerne den Spaziergang machen. Ich war schon ewig nicht mehr im Garten. Ich bin gespannt wie er jetzt aussieht. Das letzte mal war er ja noch eine halbe Baustelle.

Sie erinnerte sich noch genau daran wie sie bei ihrem ersten Besuch fast ihren Frachter voll mit Baumaterial und Pflanzen auf der Baustelle gelandet hatte und nur im letzten Moment noch durchstarten konnte. Ihr war es bis heute noch Peinlich. Jedi-Kodex. Genau das Sprichwort hatte sie fast wieder vor lauter Garten vergessen. Sie versuchte sich angestrengt auf den Wortlaut zu konzentrieren und brauchte ein paar Anläufe bevor sie ihn in Gedanken wieder vollständig zusammen hatte.

Den Jedi-Kodex weiß ich.

Äußerte sie ganz stolz und posaunte ihn, soweit er ihr in Erinnerung geblieben war, frei heraus.



Es gibt keine Gefühle,
es gibt Frieden.
Es gibt keine Unwissenheit,
es gibt Wissen.
Es gibt keine Leidenschaft,
es gibt Gelassenheit.
Es gibt keinen Tod,
es gibt nur die Macht.

Es war ihr dann allerdings doch unangenehm, dass sie ihre Erinnerung einfach frei heraus posaunt hatte. Würde die Rätin jetzt nach einer detaillierten Bedeutung fragen, hätte Salina ernsthafte Schwierigkeiten gehabt. Als Meisterin Kestrel das damals Wissen wollte, kam sie zu keinem kurzen Ergebnis. Im Großen und Ganzen war es dann doch einfach zu allumfassend als nur ein paar Zeilen zu zitieren. Zudem fühlte sie sich doch ein wenig prahlerisch gegenüber den anderen beiden Mitschülern. Schließlich war sie schon mal hier, was sie bei den anderen beiden nicht wusste. Ebenso wusste sie nicht, wie deren Ausbildungsstand bisher war.

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Ich war mal so frei. Denke mal, dass sich darauf sicherlich ein kleines "Konkurenzkämpfchen" entwickeln könnte. Hoffe mal, das passt für euch beide so.
 
Dionna

- Lianna - Lora Curich - Vorort - Shoppingmall - Karaoke Bar - mit Miranda, Nicky -

Seit Wochen kein Kontakt mehr, kein einziges Wort, sie war ihm sogar nicht wie immer beim Einkaufen in der Mall begegnet. Diona war anfangs der festen Meinung gewesen, das sie es jetzt endlich gepackt hatte, und sich ein für alle mal von Aldridge los gemacht hatte. Sie drehten sich seit so vielen Jahren in ihrer Beziehung im Kreis, kamen nicht vorran, entwickelten sich nicht. Nein, eigentlich hatte er sich nicht mehr entwickeln wollen. Diona liebte Aldridge nach wie vor, aber er war schlecht für sie. Al war nicht schlecht für sie, weil er ein schlechter Mann war, denn das war er ganz und gar nicht. Er war allerdings emotional träge, und ängstlich und sensibel. Wieso sonst, wäre es mit ihm so sehr bergab gegangen nach seiner Karriere? Die Trainerlizenz, die hätte es ihm ermöglicht, weiter in der Diskus Oberliga mit zu spielen, und was machte er? Er trat einfach mal nicht zur Prüfung an. Aldridge hatte nie kapiert, das sie es gut mit ihm meinte, weil sie ihm liebte. Auch dieser schnelle Besuch beim Arzt damals, um schlimmeres zu verhindern, bevor das Problem akut wurde, den hatte er ihr wirklich übel genommen. Sie wusste bis heute nicht, wie er das hatte bewerkstelligen wollen. Ein Kind mit dem mageren Gehalt eines Werftarbeiters durch bringen? Auf keinen Fall. Es war ignorant von ihm gewesen, ihr danach Vorwürfe zu machen. Als wenn ihr das alles leicht gefallen wäre. Gewisse Dinge mussten getan werden, ob man(n) das wollte oder nicht. Sie vermisste ihn wirklich. Oh man, Nicole und Miranda, auf die sie zügigen Schrittes zuging, sahen irgendwie nicht wirklich aus, als hätten sie gerade Spaß. Was war denn da los?


Wie nötig musst du es ... nein, das Schlimmste ist, wer weiß was die für Krankheiten mit sich schleppt. Die du hättest mitschleppen können? In unser ... Wie konntest du nur mit einer Hure schlafen ... einer Hure wie ... wie ..."

Oha! Da suchte sie die beiden ja wirklich zur besten Zeit auf!

„ Warum denn so überascht Nicky? Unsere Miranda hat erst genug, wenn irgendwer alle Frauen des Universums mit tödlichem Gift bestreicht...an den markantesten Stellen.“

Spottete sie halb im Scherz, und halb im ernst, als sie zu ihrer Schwägerin in Spe Miranda, und Nicole Sheppard trat. Sie hatte sie schon bemerkt, als sie die Karaoke Bar betreten hatten, seidem hatte sie sie mit sich gerungen. Doch am Ende blieb es die einzige Möglichkeit, heraus zu finden wo Aldridge war, und wieso er sich nicht meldete. Die anderen Frauen, die ihr vertrauter waren, als sie es wahrhaben wollte, hatten sich bis vor einer Nano Sekunde gestritten. Natürlich. Diona hatte nur die letzten Fetzen mitbekommen. Gute Güte, war Nicole immer noch so naiv ? Miranda war ein beziehungsunfähiges Miststück, das zu 99% der Zeit nur an sich dachte, und das seit jeher. Wahrlich, Graham und Deanna, waren mit die nettesten Menschen, den man begegnen konnte, aber ihre Kinder, die waren nicht sonderlich gelungen. Und trotzdem, sie wollte ihn zurück, auch wenn das bedeutete, das sie sich Miranda und Nicole stellen musste, trotzdem die Worte Café und Rechnung in der Luft standen.

„Ich muss kurz raus!“

Schoß es aus Miranda raus, als sie realisierte, wer da neben ihr stand. Diona runzelte die Stirn, und sah das erste mal genauer hin. Miranda war blass, und sah aus, als hätte ihr jemand gerade erzählt, das der Himmel aus kariertem Polsterstoff bestehen. DAS konnte wohl kaum eine Reaktion auf ihr erscheinen sein. Sie wartete bis Als Schwester wirklich das Weite gesucht hatte, was einige Momente dauerte, denn ihr Fuß steckte in einem Gips. Die Naboo schenkte Nicole einen Seitenblick, und zwang sich, nicht den Kopf zu schütteln. Nicky war durchaus attraktiv, und kleidete sich nicht selten wie ein Müllhaufen. Dieser neue Undercut....als hätte sie sich zum nächsten Friseur begeben, und ihn angewiesen, sie möglichst hässlich zu machen. Wo war ihre tolle blonde Mähne?

„Die kommt schon wieder, mach dir keine Sorgen.“

Sprach sie, ehrlich wie sie es meinte. Nicky hatte ein verschlossenes, aber sehr gutes Herz. Diona mochte sie gern, wünschte sich aber für sie, das sie sich endlich von Miranda, und all den Stereothypien, die sie mit ihr verband löste.

„Sag mal, kann ich die Rechnung für den Kaff noch bei dir begleichen? Ich war an dem Tag wütend auf Al, jetzt tuts mir wirklich leid.“

Schweigen.


„Wo ist er eigentlich? Hast du was von ihm gehört? Ich vermisse ihn, und will mich wieder mit ihm versöhnen.“

- Lianna - Lora Curich - Vorort - Shoppingmall - Karaoke Bar - mit Miranda, Nicky -
 
Zuletzt bearbeitet:
[ Lianna / Lola Curich / Jedi-Basis / Trainingsraum] Arlen, Chesara

Fast hätte Arlen das Lichtschwert fallen lassen, das seine Meisterin ihm zugeworfen hatte. Noch immer war er mit rechts ungeschickt und so prallte der Griff von seinem Verband ab und trudelte in Richtung Boden. Nur einem raschen, inzwischen fast schon unbewussten Machtgriff war es zu verdanken, dass er ihm mit Links noch zu fassen kam.

Etwas verlegen schaute er
Chesara an, doch diese fuhr, unbeeindruckt von seinem fast-Missgeschick, mit der Lektion fort. Mit beruhigender Stimme sprach sie über die Eigenart eines Lichtschwertes besonders leicht zu sein und den Schwerpunkt in ihrem Griff zu haben. Als sie ihn anwies es einmal auszuprobieren, wog er den Griff zunächst in seiner Hand. Er unterschied sich ein wenig von dem der auf Felucia zerstört worden war, war jedoch glatter und hatte einen leichten Rotstich.

Die Klinge selbst, als er sie schließlich aktivierte, war grün wie die See Mon Calamaris. Das Summen war leise und angenehm und das Licht freundlicher als es in der bedrohlichen Atmosphäre des Tempels gewesen war. Probeweise bewegte
Arlen die leuchtende Klinge hin und her, beide Hände am Griff und die Augen fest darauf gerichtet.

Unterdessen sprach
Chesara weiter. Ruhig führte sie aus, dass er niemals das Gefühl für die Waffe niemals verlieren dürfe und dass er und sie eins wären. Der Sith war sich nicht ganz sicher wie das gemeint war, schloss jedoch dass er das Schwert nur gut genug im Griff haben müsse, um damit quasi ‚eins‘ zu sein. Etwas schneller begann er die Klinge hoch und hinab zu bewegen, nur um dann einige Schläge gegen einen Schattengegner zu führen. Wie auf Felucia hielt er beide Hände am Griff und wirkte dabei eher wie ein Bauer der einen Knüppel schwingt, als ein Jedi mit elegantem Lichtschwert.

Es dauerte nicht lange bis er begann zu schwitzen. Lichtschwertkampf – auch Trockenübungen – waren anstrengend. Schließlich begann die Menschenfrau Arlen anzugreifen. Der Sith versuchte alles nach Möglichkeit zu blocken und dachte überhaupt nicht daran, dass man auch ausweichen konnte. Schon bald brannte seine Haut an drei Stellen, wo seine Verteidigung durchlässig gewesen war. Trainingslichtschwerter konnten zwar nichts schneiden, jedoch spürte man wo sie trafen in jedem Fall.

Beidhändig schlug
Arlen Chesaras Klinge beiseite und ging mit einem überkopf geführten Schlag selbst in die Offensive. Sein Schlag war stärker als die seiner Meisterin, jedoch schaffte diese es trotzdem mit Leichtigkeit ihn abzuwehren und die aufgewendete Kraft ins Leere laufen zu lassen. Der Sith registrierte fast keinen Widerstand und wurde von der kinetischen Energie seines eigenen Körpers an ihr vorbeigetragen und spürte beinahe sofort die heiße Spitze einer Lichtschwertklinge in seinem Rücken.

Schnell drehte er sich um, wischte sich den Schweiß von der Stirn und erwiderte das Lächeln seiner Meisterin. Er packte den Griff etwas fester und versuchte es erneut, jedoch ebenfalls mit wenig Glück. So ging es weiter. Abwechselnd griffen die Menschenfrau und der Sith an, wobei letzterer sich langsam verbesserte. Nicht nur halfen die Tipps seiner Meisterin ungemein, er schaffte es auch das ein oder andere Mal auszuweichen, oder mit Hilfe der Macht seine Geschwindigkeit zu steigern.

Schließlich hielten sie inne. Sie hatten beide gut gewitzt und eine Trinkpause würde ihnen sicher guttun.


[ Lianna / Lola Curich / Jedi-Basis / Trainingsraum] Arlen, Chesara
 
Lianna # Lola Curich # Südvorstadt # Shopping Mall # Karaoke Bar # mit Miranda und Diona

Hinter Mirandas Augen sah Nicole ein Bantha in einem Porzellanladen wüten. Soviele Eindrücke und Gedanken krachten in diesem Augenblick aufeinander, als Als dumme Ex Diona neben ihr auftauchte, noch bevor sie Nickys Worte verdauen konnte, dass der Fluchtreflex die einzig vernünftige Alternative zu sein schien. Deswegen sah Nicky Miri konsterniert dabei zu, wie die DJane ein gekeuchtes "Ich muss kurz raus!" ausstieß und davonhechtete. Ein paar Sekunden blickte Nicky auf den Punkt in den Menge, der Miranda verschluckt hatte, und kaute auf ihrer Lippe herum. Erst als Diona erneut den Mund aufmachte und abermals unsägliche Dummheiten daraus hervorplärrten, registrierte Nicky die blasse Frau mit den hämischen Gesichtszügen und dem rotbraunen Haar. Sie war die zugleich attraktivste und hässlichste Frau, die Nicky vielleicht jemals kennengelernt hatte. In diesem Augenblick, das Herz noch immer bis zum Hals schlagen, fragte sich Nicky, wie sie jemals etwas an Diona sympathisch gefunden haben konnte.

"Die kommt schon wieder, mach dir keine Sorgen."

sagte Diona mit vorgetäuschter Freundlichkeit. Nicky konnte es nicht fassen, dass diese Frau hier gerade aufgetaucht war und nun ... einfach da war. Hatten die Schöpfer ihr einfach nur die größte, potenziell nervigste Ablenkung des Universums vor die Füße werfen wollen, um diese hochgradig angespannte und heikle Situation mit Miranda noch diffuser und komplizierter zu machen. Und warum musste diese Frau ausgerechnet die Ex Freundin von Mirandas Bruder, von Aldridge sein?

"Sag mal, kann ich die Rechnung für den Kaff noch bei dir begleichen? Ich war an dem Tag wütend auf Al, jetzt tuts mir wirklich leid."

Mit ihren großen, hübschen, kalten Rehäuglein schaute sie Nicky erwartungsvoll an. Ihr Ausdruck sprach Bände. Nicky hatte diesen Kreisel schon zu oft drehen gesehen, um nicht zu wissen was los. Um nicht Staub und giftige Galle zu spucken - und um keinen einzigen Credit zu verschwenden - nahm Nicky sowohl ihr Bierglas als auch das von Miranda in die Hände, und spülte herunter, was an kümmrigen Alkoholtümpeln noch darin war.

"Wo ist er eigentlich? Hast du was von ihm gehört? Ich vermisse ihn, und will mich wieder mit ihm versöhnen."

Das Gefühl einer großen, starken aber zarten Hand auf ihrem Rücken, aber auch die Gänsehaut und das Unwohlsein, die darauf folgten, schoßen Nicole durchs Gehirn. Doch mittlerweile hatte sich ein richtig widerliches Gefühl, einem Gargoyle auf dem Fenstersimms gleich, hinzugesellt. Und was tat sie hier? Sie stand Diona gegenüber. Nickys Faust zitterte. Sie versuchte sich an einem Lachen, das freudloser kaum klingen konnte.

"Ha-ha, ach was du nicht sagst. Na das ist ja praktisch. Und dabei war ich gerade am überlegen, was ich Al zum Geburtstag schenken sollte: Soll ich all seine Discus-Trophäen mit dem Dosenöffner zerschneiden? Oder ihm einen Industrienagel durch die Hand treiben? Oder soll ich dir dabei helfen, dass ihr euch endlich wieder versöhnt? Wäre das nicht perfekt..."

Die Kraft der Worte erstarb auf halben Wege, fand sie doch nicht einmal in der absurden Vorstellung der Wiedervereinigung dieser beiden humorig genug, um sie mit Sarkasmus zu übergießen. Doch der Wunsch Schmerz zuzufügen war stark genug, um von Miranda für ein paar weitere Sekunden abzulenken. Es fühlte sich so befreiend an, wie das, was sie Miri gerade an den Kopf knallen musste.


"Du hast wirklich nerven, Diona. Ich meine, wir sind beide Arschlöcher, du und ich, aber du merkst ja nicht einmal, wann du dich von Menschen fernzuhalten hast. Was hast du dir vorgestellt, würde hier passieren? Dass Miri und ich dir helfen, unserem allerliebsten Bruderherz die beschissene Liebe seines Lebens zurückzubringen? In welcher der unendlichen möglichen Dimensionen war das deiner Meinung nach eine Wahrscheinlichkeit? Aber du musstest ja hier auftauchen, während ich gerade mit Miranda gesprochen habe, und wir gerade mitten drin waren, was zu klären. Da schiebst du dein Gesicht hier rein..."

Nicky merkte, dass nunmehr alle Augen der Umgebung auf sie gerichtet waren. Sollten sie doch gucken und sich daran aufgeilen, wie die hysterische Frau ihren Kopf verliert. Dionas überrumpelte Miene war es wert.

"Merkst du eigentlich, wie bescheuert du bist? Was für ein Scheusal muss man eigentlich sein, um immer wieder in eine Beziehung zurück zu kriechen, die allen Beteiligten nur Unglück und garantierte Schmerzen bereitet? Hast du denn überhaupt keine Selbstachtung? Und Aldridge hat schon genug unter dir gelitten. Er verdient was besseres als dich! Außerdem ist er schon lange dabei, sich durch Lianna zu vögeln und eine neue, diesmal echte Liebe zu suchen. Du bist längst nicht mehr auf seinem Radar! Also verpiss dich ..."

Das Schweigen war schwer wie Durastahl. Als Nicky den stummen Blick auf eine offenkundig nach einer schlagfertigen Antwort suchenden Diona nicht mehr ertragen konnte, schaute sie kampfeslustig in die Runde. Doch abgesehen von einigen verstohlenen Grinsern erhaschte sie nichts was nicht darauf hindeutete, dass die Leute schon wieder anfingen das Interesse an dem Spektal zu verlieren. Also gab Nicky Diona noch einen mit...


"Und deine Kaff-Rechnung kannst du dir in die Haare schmieren..."

... und ging davon. Sie folgte der Richtung, in die Miranda davongegangen war. Das schlechte Gewissen über die harschen Worte hatte leider doch nicht lange auf sich warten lassen, und auch wenn sie so rein inhaltlich an allem gesagten festhielt, tat ihr das drumherum schon irgendwie leid. Verdammtes Miststück. So drängte sich Nicky durch den kurzen Loungebereich hin zum Seiteneingang, der direkt zur Straße mit den geparkten Speeder führte, und suchte dort sich im Kreis drehend nach Miri, war das doch nicht das erste Mal, dass sie die DJane hatte hierhin verschwinden sehen. Doch auf Anhieb konnte sie die Naboo mit dem pechschwarzen Haar nicht entdecken. Also rief sie nach ihr mit gespielt strenger Stimme.

"Wirst du wohl hervorkommen, junge Dame? Hat dir Vati Trineer nicht gesagt, dass man nicht schmolen sollen? Davon gibts nur Sorgenfalten auf deinem hübschen Gesicht."

Lianna # Lola Curich # Südvorstadt # Shopping Mall # Karaoke Bar # mit Miranda und Diona?
 
[ Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Quartier | Faith ]

Faith fühlte sich seltsam leer, fast emotionslos. In ihrem Inneren war es kalt. Da war nichts, an das sie sich klammern konnte. Wenn sie in sich hinein horchte, fand sie nicht das Spiegelbild einer jungen, starken Padawan. Da waren nur die schrecklichen Gesichter von toten oder verrückten Dschungelbewohnern, die mit leeren Augen zurück starrten. Seit den Geschehnissen auf Felucia hatte sie sich abgeschottet, versucht so wenig Emotionen wie möglich an sich heran zu lassen. Denn sie wusste, dass diese Gefühle sie nur noch weiter in das Loch aus Furcht, Hass und Schuldgefühlen gerissen hätten.
Erst die Ankunft auf Lianna konnte den Funken wieder entfachen und ihr Inneres aufwärmen. Die Abreise von dem Dschungelplaneten war eine Befreiung, die die Blockade von ihr löste. Sie konnte das erste mal seit Langem ihre eigene Gefühlswelt in vollem Umfang wahrnehmen. Ohne Rücksicht auf Verluste stürzte sich diese auch auf sie und veranstaltete ein solches Wechselbad, dass es schwer war klare Gedanken zu fassen. Zunächst kehrte das unverkennbare Lächeln der jungen Menschenfrau zurück. Kurz darauf saß sie zusammen gekauert in der Nasszelle ihres Quartiers und weinte bitterlich. Doch es war nicht mehr nur Furcht und Hass, das sich die Leere in ihrem Innern zu nutze machte. Es war die Gesamtzahl der Gefühle, die ihr menschliches Nervensystem zu verarbeiten versuchte. Hoffnung und Zuversicht fochten den Kampf aus und brachten das Licht zurück.

Schon wenig später hockte Faith in frischer Kleidung auf ihrem Bett. Mit geschlossenen Augen öffnete sie sich der Macht soweit sie konnte. Mit ihrer Hilfe gelang es der Anwärterin die Kontrolle und Klarheit über sich und ihre Gedanken zurückzugewinnen. Das war ein Prozess, den sie nur alleine bewältigen konnte. Faith konnte den Weg ihrer Zukunft beinahe vor sich sehen. Zwar war er steinig, doch einen gewaltigen Geröllberg hatte sie bereits hinter sich gelassen. Und jener Weg führte nur über die Jedi und die Macht.

Langsam öffnete sie die Augen und atmete tief durch. Zum ersten Mal seit Felucia war sie sich sicher, dass sie hier richtig war. Sie war an dem Ort, an den sie gehörte. Bei den Jedi lag ihre Zukunft, daran gab es keinen Zweifel mehr.
Sie warf einen Blick zur Seite, auf das verwaiste Bett, das noch vor gar nicht so langer Zeit der jungen Liza gehörte. Nun war es leer. Ob das Mädchen, das zusammen mit Faith die Basis des Ordens betreten hatte, ihn mittlerweile verlassen, oder nur ein anderes Quartier zugewiesen bekommen hatte, wusste sie nicht. Sie wünschte ihr jedenfalls alles Gute.


Mit Schwung sprang die blonde Anwärterin auf ihre Füße. Sie hatte einen großen Fehler begannen, den sie nun wieder gut machen musste. Sie hastete aus der Tür, hinauf auf den Flur. Die Macht leitete ihre Schritte. Sie wurde wieder langsamer, als sie in die Nähe der Trainingsräume kam. Das Vertrauen war zurückgekehrt und es gab keinen Grund zu übertriebener Eile. Faith hielt an einer Tür zu einem der Trainingsräume der Basis. Schon bevor sie die beiden mit ihren Augen erblickt hatte, spürte sie die Präsenzen von Arlen und Chesara.


"Es tut mir leid.", begann sie sowohl an ihre ehemalige Meisterin, sowie Arlen gerichtet. Die Padawan hätte auf Felucia Stärke beweisen sollen. Stattdessen hatte sie sich selbst und alles in ihrer Umgebung bemitleidet und in Zweifel gezogen.


"Ich brauchte ein wenig, um mit dem fertig zu werden, was auf Felucia passiert ist."

Sie blieb vor Chesara und dem rothäutigen Padawan, den sie als wahren Freund bezeichnen konnte, stehen.


"Die letzten Stunden habe ich damit verbracht zu meditieren. Ich gebe zu, dass ich mich schlecht gefühlt und gezweifelt habe. Aber ich habe diese Erfahrung überwunden und glaube, dass sie mich nun nur stärker machen kann."

Faith hielt nun Augenkontakt zur Rätin und der Jedi, die noch bis vor Kurzem ihre Meisterin war.

"Ich möchte Euch um eine weitere Chance bitten meine Ausbildung bei Euch wieder aufzunehmen. Ich bin überzeugt davon, dass es das richtige ist."


[ Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum | Arlen, Chesara & Faith ]
 
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Lianna System - Lianna - Lola Curich - Jedi Basis – Trainingsraum - Skyan, Salina, Jaime und Sarid

Salina reagierte als erste auf Sarids zwei Vorschläge. Die Liannerin fühlte sich noch fit, aber letztlich entschieden sie sich doch für den Spaziergang in den Jedigärten, weil Skyan einen doch eher angestrengten Eindruck machte. Jaime nahm sie an der Stelle kurz zur Seite und erklärte leise, dass er sich doch nicht bereit fühlte Sarids Padawan zu werden. Weiter führte er seine Gründe nicht aus. Sarid ritt auch nicht groß darauf herum. Wenn er seine Gründe hatte, so akzeptierte sie dies selbstverständlich. Zwar spürte die Jedi-Rätin auch einen Hauch Bedauern, da er ihrem Gefühl nach besser mit Skyan zurecht gekommen wäre, aber es ließ sich jetzt ohnehin nicht mehr ändern, denn Jaimes Entscheidung stand. Es bestand ja immer noch die Möglichkeit, dass er unter anderen Umständen etwas später seine Jediausbildung in Angriff nehmen würde. Sarid wünschte Jaime jedenfalls alles Gute und danach verließ er die Gruppe.

"Bis dann, Jaime. Möge die Macht mit dir sein."

Danach wandte sich die Jedi-Rätin ihren verbliebenen beiden Padawanen zu. Damit hatte Salina sehr gute Chancen Jaimes Padawanplatz bei Sarid zu übernehmen, wenn sie diesmal eifrig dabei blieb.

"Ja, unser Garten sieht mittlerweile um einiges besser aus, Salina. Die Pflanzen sind gut gewachsen seit ich das letzte Mal dort war und es gibt genügend angehende Jedi, welche mit ihren Machtkräften das Pflanzenwachstum beschleunigen können. Ich wette es sind selten Pflanzen so schnell in ihrer neuen Umgebung angewachsen wie hier. Jedi-Rätin Joseline hat das mit all ihren Helfern gut hinbekommen."

Als dann Salina sogleich den Jedikodex zitieren konnte, nickte Sarid anerkennend. Das war nach der Zeit schon eine ordentliche Leistung.

"Das ist so weit richtig, Salina. Die nächste Frage von mir ist allerdings auch unvermeidlich. Weißt du auch noch was der Jedikodex bedeutet? Es sind schließlich keine leeren Floskeln, sondern Hilfestellung für alle Jedi, um den Lehren der Jedi treu zu bleiben, egal in welcher Situation. Es ist in Ordnung, wenn dir auch nur ein Teil einfällt, nur heraus damit. Es gibt außerdem auch viele schöne Texte dazu in unserer Jedibibliothek, deren Lektüre ich nur empfehlen, aber dazu später."

Mittlerweile waren die drei Jedi durch die Eingangshalle gegangen und bewegten in Richtung des Durchgangs zum Jedigarten, welcher durch die gläserne Tür intensiv grün hereinleuchtete und sich vom tristen graun und braun des Inneren der Jedibasis angenehm stark abhob. Sarid gab der Tür mit der Macht einen leichten Stupser und diese öffnete sich wie von Zauberhand. Schon strömten die angenehmen Düfte eines blühenden Gartens herein und die Corellianerin atmete tief ein. Das tat gut, ein kleines grünes Fleckchen in dem sonst so öden Industriegebiet von Lola Curich.

"Skyan, hast du schon etwas vom Jedikodex gehört bisher? Ich kann dir jedenfalls versichern dieses Wissen um den Kodex, die blanken Fakten und Erklärungen hast du sehr schnell aufgeholt."

Schließlich war sich Sarid nicht sicher, ob sich das Prinzchen von Serenno nicht vielleicht gar etwas zu stark von Salina herausgefordert fühlte. In einem gewissen Rahmen war Konkurrenz ja positiv, aber es sollte nicht ausarten. Gerade die beiden Padawane sollten sich erst einmal kennenlernen. Sticheleien waren ja noch in Ordnung, wenn es auf kameradschaftlicher Ebene ablief, aber noch war sich Sarid da so sicher, wie bald sich dieses Kameradschaftsgefühl zwischen Skyan und Salina einstellen würde. Dabei schritten die drei Jedi einen der angelegten Kieswege entlang zu einem dunklen, metallenen Bogen, hinter dem eine einladend aussehende Bank stand, die zum Hinsetzen einlud. Sarid deutete darauf und warf den beiden Mitmenschen einen fragenden Blick zu.

Lianna System - Lianna - Lola Curich - Jedi Basis – Jedigarten - Skyan, Salina und Sarid
 


- Lianna - Lora Curich - Vorort - Shoppingmall - Karaoke Bar - mit Miranda, Nicky -


Ihre Hände ruhten auf dem kühlen feuchten Holz des Stehtisches, und Diona war es noch nicht kalt genug. Was war in diese gestörte Person gefahren, sie so sehr an zu fahren, und sie zudem noch vor allen Leuten so schrecklich zu blamieren. Und was war das eben gewesen? Die Naboo beschloss, ihr Freunde für den Moment Freunde sein zu lassen, und sie später wieder an ihrem Tisch auf zu suchen. Die weichen Sohlen ihrer sündhaft teuren Lederstiefel, hätten selbst keine Geräusche gemacht, würde gerade nicht einer ihrer Lieblingssongs, von diesem Rodianer auf der Bühne vergewaltigt werden. Die Stiefel hatte ihr Al vor ein paar Jahren gekauft, als er den Kopf noch nicht völlig in den Sand gesteckt hatte, und noch gutes Geld nach Hause gebracht hatte.


„Hey!“


Nickys Schuhe waren sicher ganz und gar nicht teuer gewesen, wie ihre Hose, wie ihre Jacke, wie ihr Friseur, wie ihr verdammtes Schampoo. Sie stand da, und bemerkte sie nicht, rief nach ihrer Busenfreundin, der sie so verdammt hörig war. Versagerin. Diona beschloss den Spieß einfach mal um zu drehen, und dem Publikum hier draussen, eine gute Show zu bieten. Ihre Hand schnellte hervor, langte nach Nicoles Schulter, und riss sie fast zu sich herum.


„Ich verpisse mich ganz sicher nicht, du ungehobelter unerzogener Bauer!“


Sie genoss den Gesichtsausdruck der anderen Frau, immerhin, wenn sie sich erschrocken hatte, lies sie sich das nicht anmerken. Wieso regte Diona sich überhaupt auf? Sie wusste doch woher sie stammte. Es war wohl nur ihrer Heimat zu verdanken, das Sheppard sogar erfolgreich ein Gewerbe führte. Hier auf Lianna, ja! Wäre sie hier aufgewachsen, sie wäre in der Gosse gelandet, mit fünf unhelichen Kindern. Irgendwie war die Vorstellung zum brüllen komisch.


„Ich spreche dich normal an, und du brichst über mich herein? Willst DU mir irgendwas über Beziehungen erklären? Wer von uns beiden hängt denn seit Jahren an Mirandas Rockzipfel, und wartet hörig darauf über den Kopf gestreichelt zu werden?“

Und die betrunkenen Typen vor der Tür, hätten sich sofort in genau zwei Lager teilen können. Das eine Lager befürchtete mit sorgenvollem Blick, das da zwei Frauen aneinander geraten könnten, das andere hoffte unbedingt darauf.


„Du hast doch noch nie eine ordentliche Beziehung geführt, du weist doch gar nicht wie das geht. Also erzähl mir nichts über meine! Aldridge liebt mich, nach wie vor! Das weis ich, weil ich ihn im Gegensatz zu dir wirklich kenne. Durch Lianna vögeln, das ich nicht lache. Dafür ist er viel zu treudoof und lieb! Tu mir einen Gefallen ja? Kümmere dich um dein komisches kapttes Ding mit Miranda, und überlass das Nachdenken über Männer, und deren Wünsche den großen Mädchen ja?“


Diona schüttelte bitter grinsend den Kopf, und langte in ihre Clutch. Die Scheine die sie daraus hervor zog, stopfte sie Nicole in die Hand.

„Hier, für den Kaff. Ich schmiere mir die Rechnung nicht in die Haare, kauf du dir mal lieber ordentliche Haarpflegeprodukte davon, und schmier die dir in die Haare. Ganz blöd siehst du ja nicht aus, wenn du dir Mühe gibst.“.


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Noch bevor eine definitive Entscheidung getroffen wurde, nahm der die ganze Zeit eher ruhige, zurückhaltende Jamie die Rätin Sarid kurz bei Seite und verabschiedete sich kurze Zeit. Da die Liannerin ihn nicht einschätzen konnte, dachte sie, ihn vielleicht verunsichert zu haben. Vielleicht war er auch einfach nr mit den gerade gewonnen eindrücken überfordert. Vielleicht würde man sich aber trotzdem irgendwann wiedersehen.

Die Ausführung von Sarid zur Entwicklung des Jedi-Gartens freute Salina, hatte sie ihrerseits damals einiges an Material für den Garten hierher transportiert. Sie war damals verwundert, was die Jedi hier alles hatten liefern lassen. Es verwunderte sie allerdings noch mehr, welche Entwicklung das alles nahm. Sie transportiere Baumaterial, folgte ihrem Bauchgefühl, verlief sich in der Basis und bekam offenbart, dass sie Jedi werden könne. Dann die weitere Entwicklung mit allem drum herum bisher. Sehr verwirrend war das alles.

Sarid nickte anerkennend und fragte genau die Frage, die Salina als schwierigste überhaupt empfand und erwähnte die Bibliothek. Sie musste wieder an den letzen Aufenthalt hier denken und fand, dass das durchaus erwähnenswert war.

Die Bibliothek kenne ich bereits, Meisterin Kestrel hat mich damals mit ihren Padawanen durchgescheucht. Wir sollten den Jedi-Kodex und dessen Bedeutung recherchieren. Genau wie viele andere Sachen. Zudem hat sie mir ein Buch geschenkt. Der Pfad der Jedi, ich habe es mir immer mal wieder auf diversen Hyperraumflügen zu Rate gezogen. Zumindest wenn ich gerade nicht mit Reperaturen und Wartungen beschäftigt war.
Da Skyan bisher scheinbar genau so ruhig wurde, wie Jamie es die ganze Zeit im Trainingsraum war, ging Salina von aus, das sie ihm in diesem Punkt wohl doch ein wenig mehr vorraus hatte. Sie kannte ihn ja erst seit wenigen Momenten und hatte bisher keinen wirklichen Anhaltspunkt über den Fortschritt seiner Ausbildung. Sie wusste nichtmal ob Sarid wusste, was die rothaarige Anwärterin bisher hier erlernt hatte.

Skyan, wenn du möchtest, kann ich dir das Buch auch mal ausleihen.
Salina versuchte sich an die Ausführung die Bedeutung des Kodex zu erinnern. Ihre letzte Ausführung zu dem Thema gegenüber Kestrel hatte sich tief in ihr Unterbewusstsein gebrannt, weshalb sie versuchte, die damalige Antwort zu zitieren.

Kestrel hat damals die selbe Frage gestellt. Ich glaube mich zu erninnern, dass der Jedi-Kodex moralische Richtlinien bildet, durch die die Jedi sich eine engere Bindung zur Hellen Seite erhoffen und gilt in seinem Verständnis und seiner praktischen Anwendung.
Der Kodex ist in seiner allumfassenden Tiefe so weit verwurzelt, dass ein erfassen des Kodex in seiner Gesamtheit schier unmöglich ist. Außerdem besteht die Vollkommenheit eines Jedis nicht in der Stärke der Bindung zur Macht, sondern im richtigen Verständnis und der moralischen Interpretation. Eine kurze Antwort auf die Bedeutung des Kodex ist daher schwierig.

Mittlerweile hatten sie schon lange den Trainingsraum verlassen, hatten die Empfangshalle schon fast durchschritten, als Sarid die Zugangstür zum Garten mittels der Macht öffnete. Die Drei durchschritten die Tür und betraten den Garten. Salina war durch die Eindrücke fast erschlagen worden. Aus dem großen Bauprojekt war ein wunderschöner Garten in einem tiefgrauen Fleck auf der Karte von Lola Currich's Industriegebiet entstanden. Sie hätte sich früher nicht vorstellen können, wie der Garten einmal aussehen sollte, aber die visuellen Eindrücke und die Gerüche erschlugen sie beinahe. Ein spontaner Gedanke, das eben gelernte umzusetzen und zu versuchen das ganze auch mittels der Macht war zunehmen, entpuppte sich allerdings als schlechte Idee. Die Eindrücke in der Macht waren ebenso überweltigend wie die physichen. Durch ihren Mangel an Training und Erfahrung wurde sie von den Eindrücken in ihrer Gesamtheit erschlagen und geriet leicht ins stolpern.
Nachdem sie einen metallernen Bogen durchschritten hatten, blieb das Trio an einer einladenden Bank stehen. Sarids deutung auf die Bank deutete Salina als aufforderung dort platz zu nehmen. Das nahm sie dankend an, schließlich merkte sie nun auch ein wenig die Erschöpfung.
Sie richte ihr Gewand und setzte sich auf die Bank, wobei ihr Trainingslichtschwert ihr unsanft in die Hüfte piekste. Sie fummelte mehr oder weniger unauffällig an ihm rum um es in eine bequemere Position zu verschieben.

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- Lianna - Lola Curich -Jedi-Basis - Trainingsraum - Mit Arlen -

Eine ganze Weile hatten sie konzentriert verschiedene Abfolgen geübt. Nachdem Arlen erst einmal ein Gefühl für die Waffe in seiner Hand bekommen hatte, war es ihm immer besser gelungen, die Bewegungen, die Chesara ihm zeigte, nachzuahmen. Dann hatten sie begonnen, zu kämpfen, Angriff und Verteidigung zu üben, so lange, bis sie beide ausser Atem waren und eine Pause benötigten.

"Der Vorteil, wenn man einen Padawan ausbildet ist, dass man selbst in Bewegung bleibt."

Wie üblich nach großer körperlicher Anstrengung, hatte Chesara das Gefühl, noch nie so großen Durst gehabt zu haben. Sie trank einen großen Schluck und dann noch einen. Dass sie nicht mehr eine so gute Ausdauer hatte wie früher, war ihr schon oft aufgefallen, doch heute wurde ihr noch einmal deutlich bewusst, dass sie eigentlich viel mehr tun musste, um in Form zu bleiben. Wenn man jung war, war es schwierig sich vorzustellen, eines Tages Agilität und Stärke einbüßen zu müssen, doch irgendwann kam dann doch plötzlich der Moment, in dem man realisierte, dass selbst einfache Dinge plötzlich viel mehr Anstrengung forderten als es früher der Fall gewesen war. Sie musste mehr auf sich achten, schloss Chesara, speziell nachdem sie sich auf Felucia einen Halswirbel ausgerenkt hatte. Das konnte wieder passieren, wenn sie nicht aufpasste.

"Du warst gut, Arlen."

Sagte sie, als sie ihre Flasche absetzte.

"Und ich glaube, du hast einen Vorteil, wenn du jetzt mit deiner schwächeren Hand trainierst und mit ihr die ganzen Bewegungen übst. Das wird dir helfen, wenn du irgendwann lernen möchtest mit zwei Schwertern gleichzeitig zu kämpfen."

Das war etwas, das Chesara nie gelernt hatte. Sie konnte nur stümperhaft mit zwei Waffen kämpfen. Für sie fühlte es sich nicht natürlich an und die Bewegungen überforderten sie. Wenn Arlen das eines Tages lernen wollte, würde sie ihn an einen anderen Meister verweisen müssen. Aber das hatte ohnehin noch Zeit.

"Ich glaube, ich habe..."

Chesaras Gedanke brach ab, als sie sah, dass Faith auf die zu kam. Das Mädchen hier zu sehen hatte sie nicht erwartet, doch es stand ausser Frage, dass es kein Zufallstreffen war. Sie hatte nach ihnen gesucht. Das wurde umso klarer, als sie sie ansprach und sich für ihr Verhalten auf Felucia entschuldigte.

"Ach, Faith."

Chesara stellte ihre Flasche bei Seite.

"Ich hatte gehofft, dass dir ein wenig Zeit mit dir selbst helfen würde. Du bist nicht allein in deinen Zweifeln oder in deinen Ängsten. Wir alle fühlen das, ist es nicht so, Arlen?"

Chesara sah zu ihrem Padawan.

"Wenn du dir wirklich sicher bist, dann ist der Platz an meiner Seite noch immer frei für dich. Komm, verschwenden wir keine Zeit. Arlens Pause war ohnehin lang genug."

Die Jedi Rätin zwinkerte dem jungen Mann zu und übergab ihr Trainingslichtschwert an Faith. In Wirklichkeit war sie froh, ihre eigene Pause verlängern zu können, doch das würde sie ihnen nicht sagen.

"Wir zeigen dir, was wir bisher geübt haben. Und Faith... denk dran, dass du immer mit mir sprechen kannst, wenn dir Zweifel kommen, und mit Arlen sicherlich auch, in Ordnung? Wir brauchen alle manchmal Unterstützung und die können wir uns am besten gegenseitig geben."

- Lianna - Lola Curich -Jedi-Basis - Trainingsraum - Mit Arlen und Faith -
 
Im Landeanflug auf Lianna – An Bord der Skyfly – Cal allein


Cal befand sich wieder im Cockpit seines kleinen Frachters. Insgeheim wunderte er sich noch immer über die ausgeklügelte Platzaufteilung des Frachters. Immerhin bot er auf einer Länge von nur 19 Metern nicht nur Platz für den Piloten sondern auch für acht Passagiere. Im Frachtraum war zwar nicht viel Platz, aber er hatte es geschafft, einen V-35 Landspeeder dort unterzubringen. Nur diese beiden Fahrzeuge aus dem Nachlass seines Vaters hatte Cal behalten. Alles andere hatte er zu Geld gemacht, oder machen lassen. Innerhalb weniger Tage wurde er so zum Besitzer eines Barvermögens von mehr als 2 Millionen Credits. Diese galt es nun abzuliefern.


Nach einem problemlosen Anflug auf den Planeten erhielt er ohne Probleme eine Landeerlaubnis auf dem Raumhafen von Lianna City. Nachdem er einige Formulare ausgefüllt und eine Entsprechende Gebühr an die zulässige Stelle entrichtet hatte, war es ihm erlaubt, seinen Speeder aus dem Frachtraum seines Schiffes zu holen und diesen auch auf diesem Planeten zu benutzen. Vor seinem Aufbruch in Richtung Jedi-Tempel, gestatte Cal sich noch einen kurzen Aufenthalt im Refresher seines Raumschiffes. Anschließend steuerte er seinen in diesem Teil der Galaxie nicht nur veraltet sondern sogar hinterwäldlerisch wirkenden Speeder durch die Straßen der Stadt über den Fluss nach Lola Curich. Dort brauchte er nur noch wenige Minuten bis zum Hauptportal des Tempels. Er stellte seinen Speeder in eine dafür vorgesehene Bucht, und betrat mit einem zwiespältigen Gefühl den Tempel. Kaum hatte er die Tür geöffnet überkam ihn wieder das Gefühl, hier nicht wirklich hinzugehören. Natürlich war es ein Ort des Wissens, des Lehrens und des Lernens. Auch wurden hier Entscheidungen getroffen, die entscheidend für die Zukunft der Galaxie waren. Trotz allem sah Cal seinen Platz nur bedingt in diesen Hallen. Einerseits hatte er es inzwischen mehr als nur lieb gewonnen, allein in der Natur seinen Übungen nachzugehen und zu meditieren. Andererseits so glaubte er jedenfalls, wurden hier im Orden oft nur noch die großen Zusammenhänge gesehen, und die Sorgen und Nöte der einfachen oft in Vergessenheit geratenen Bewohner der Galaxis, die auch keine Stimmen hatten die für sie sprechen konnte, übersehen. Noch immer sah er dort sein Wirkungsgebiet.

Aber vielleicht konnte er in einem Gespräch ja diese Sorgen die Ihn plagten mit jemandem diskutieren.

Nachdem er sich noch einmal einen Ruck gegeben hatte, trat er einige weitere Schritte in den Empfangsraum ein, um sich dann erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Möglicherweise erspähte er ja jemanden den er noch aus seiner Zeit im Orden kannte.



Lianna - Lola Curich - Jedi Orden – Eingangsbereich – Cal Alder, weitere Personen
 
[ Lianna / Lola Curich / Jedi-Basis / Trainingsraum] Arlen, Chesara

Arlen nahm einen tiefen Schluck aus seiner Wasserflasche und behielt ihn einen Moment im Mund bevor er schluckte. Es war kühl und erfrischend und ein wahrer Luxus nach der anstrengenden ersten Trainingseinheit. War es nicht seltsam wie verschieden der Stellenwert von einfachem Wasser an verschiedenen Orten war? Hier auf Lianna in der Jedibasis kam es einfach aus dem Wasserhahn, oder wurde auf Flaschen angeliefert. Mon Calamari war gänzlich davon bedeckt und auf Felucia hatte es als allgegenwärtiger Film über allem gelegen. Ein unheimlicher Kontrast zu Wüsten wie Aleen, auf denen es von Feuchtfarmern mühsam der Natur abgerungen wurde.

Auch seine Meisterin schien die Erfrischung zu genießen. Der Sith beobachtete wie sie in einem Zug einen Gutteil ihrer Flasche lehrte, bevor sie schließlich inne hielt und sich wieder an ihren Padawan wandte. Freundlich lobte sie ihn für seine Leistungen beim Training, woraufhin Arlen stolz lächelte.

„Danke, Meisterin“

Antwortete er, unberührt von der Verlegenheit die ihn noch vor ein paar Wochen sicher bei solch einem Lob überkommen hätte. Es war ein untrügliches Indiz dafür, dass ihm das Leben eines Jedi bereits jetzt, trotz aller weniger erfreulichen Aspekte, gut tat. So war er auch voll fokussiert, als sie quasi direkt die nächste Lektion einläutete. Er solle versuchen auch mit der anderen Hand zu kämpfen, da es ihm so später leichter fallen würde, einen beidhändigen Kampfstil zu erlernen.

Zwar war er skeptisch ob ihm so etwas liegen würde, doch er nickte. Er würde es gleich in der nächsten Runde einfach mal probieren nicht die ganze Zeit beide Hände am Griff zu haben und Chesara zu kopieren, die auch größtenteils einhändig kämpfte. Grade wollte sie mit ihren Instruktionen, doch da wurde sie von jemandem unterbrochen, mit dem Arlen im Traum nicht mehr gerechnet hätte.

Es war Faith. Die junge Frau hatte mehr Farbe als sie es die ganzen letzten Tage gezeigt hatte und in ihren Blick war eine Festigkeit getreten, die nach Felucia verschwunden gewesen war. Sie hatte einige Zeit gebraucht mit den Ereignissen fertig zu werden, wie sie sagte, doch dass sie nun überzeugt davon sei ihr Training weiterführen zu wollen.

Wortlos trat der Sith auf sie zu und umarmte sie stumm. Es war eine spontane Geste, nichts Besonderes, doch sie zeigte wie verbunden er sich dieser Menschenfrau fühlte. Sie waren gemeinsam durch die Hölle gegangen und zu wissen dass sie das ganze doch irgendwie verkraften würde, war…erleichternd.

Dann trat er zurück und gab Chesara die Gelegenheit nun auch etwas zu sagen. Freundlich erklärte sie, dass Faith nicht allein mit ihren Ängsten sei. Arlen nickte bestimmt, als sie ihn nach seiner Meinung fragte. Auch er hatte es schwer gehabt sein schlechtes Gewissen niederzuringen, aber das Gespräch mit Corporal Sluuk hatte ihm sehr geholfen.

Schließlich schloss Chesara, dass die Menschenfrau noch immer bei ihr lernen konnte, wenn sie das wolle und setzte dann auch sofort ohne Zeit zu verschwenden das Training fort. Wieder wurde der Raum vom Summen der Lichtschwertklingen erfüllt, als Arlen und Faith einen spielerischen Kampf begannen.

[ Lianna / Lola Curich / Jedi-Basis / Trainingsraum] Arlen, Faith, Chesara
 
[ Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum | Arlen, Chesara & Faith ]

Etwas überrascht nahm Faith zur Kenntnis, dass Arlen der erste war, der auf ihre Worte reagierte. Wortlos schloss der rothäutige Padawan sie in seine Arme. Zunächst noch verblüfft von dieser Reaktion, zauberte es ihr wenig später ein freudiges Lächeln auf die Lippen. Diese Geste sagte so viel mehr, als es Worte jemals getan hätten. Dafür war Faith unglaublich dankbar und so genoss sie diesen Moment solange er dauerte. Zu ihrem Glück ließ er jedoch los, bevor ihre Wangen so rot wie die seinen anliefen.

Sie hauchte ein 'Danke' von ihren Lippen, war sich eine Sekunde später aber nicht mehr sicher, ob sie dieses Wort wirklich ausgesprochen oder nur so sehr gefühlt hatte, dass Arlen es ohnehin verstand. Dieser Gedanke verschwand allerdings eh je und unverzüglich als Chesara den Mund öffnete, um etwas zu sagen.


Die Dankbarkeit, die sie in diesem Moment fühlte, übertraf einfach alles. Faith war auch in diesem Fall zu gerührt um etwas richtiges sagen zu können, doch sie war sich sehr sicher, dass auch Chesara wusste, wie sie fühlte. Verstecken konnte sie es nicht, und so nickte sie nur ein paar mal und wischte sich den Anflug einer kleinen Träne aus den Augenwinkeln. Kurz hatte sie das dringende Bedürfnis auch ihre Meisterin zu umarmen, doch das wäre wohl unangebracht gewesen.


Stattdessen aktivierte sie das Trainingslichtschwert, dass die Rätin ihr übergeben hatte und führte mit dem Handgelenk eine kreisende Bewegung aus, um ein Gefühl für das Gewicht zu bekommen. Dann hielt sie es zwischen sich und den Sith, bereit los zu legen und ihr Training fortzuführen.

Die erste Lektion im Lichtschwertkampf war eine harte. Am Ende war sie total geschafft. Arlen war ihr körperlich völlig überlegen und es dauerte eine ganze Weile bis Faith auch nur ansatzweise den Dreh raus hatte. Das Lichtschwert war einfach noch zu sehr Fremdkörper. Sie würde ihren eigenen Stil finden müssen. Am besten einen, bei dem es nicht so sehr auf Kraft ankam. Es kam hier vermutlich auf hartes Training an.


Sehr schnell stellte sich jedoch heraus, dass es an Übung bald nicht mehr mangeln sollte. Die nächsten Tage übten sie wie verrückt. Doch wie sie erfuhren, machte ein Lichtschwert einen noch lange nicht zu einem Jedi. So trainierten sie auch viele andere Dinge wie die Levitation und die Schärfung ihrer Machtsinne. Faith fühlte sich unterdessen immer wohler in der neuen Umgebung, sodass sie die Jedi-Basis auf Lianna schon nach wenigen Wochen als ihr Zuhause ansah. Sie fand Freunde, Bekannte und Gesprächspartner in anderen Padawanen und Jedi. Besonders angetan hatte es ihr der wunderschöne Garten und die kleinen Werkstätten, die gefüllt waren mit allerhand interessanten Dingen, in denen sie die Zeit verbringen konnte, die nicht mit Übungen und Lektionen gefüllt war.

Knapp sechs Wochen vergingen auf diese Weise. Auch an diesem Tag waren die drei natürlich wieder verabredet; und so begab sich Faith, nachdem sie aufgestanden war und sich frisch gemacht hatte, in Richtung des Quartiers von Arlen, sodass sie sich gemeinsam auf machen konnten um Chesara zu treffen. Sie klopfte an seiner Tür und gähnte herzhaft als sie sich zur Seite schob.


[ Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Gänge| Arlen & Faith ]
 
Lianna # Lola Curich # Südvorstadt # Shopping Mall # Karaoke Bar # mit Diona (und Miranda?)

In den Holofilmen und -spielen krümmt sich immer der Schädel ein bisschen, werden die Wangen ausgedellt und die Augen glupschen hervor, so als würden sie gleich aus ihren Höhlen springen. In Zeitlupe wird da der Kopf nach hinten gerissen und erzeugt die Illusion seltsamer Anmut. Der Schlag, den auch Nicky nicht hatte kommen sehen, erzeugte nichts dergleichen. Dionas Kopf verschwand einfach aus ihrem Blick, nachdem Nickys geballten Finger den Kiefer der rothaarigen Schönheit getroffen hatten, und wie ein nasser Sack viel die Frau auf die Seite zu Boden. Nicky hatte so einige Ohrfeigen in ihrem Leben verteilt. Doch sie erinnerte sich noch genau daran, wann sie zuletzt mit einer Faust zugeschlagen hatte. Theo Fallon, 4. Klasse.

"D- ... du ..."

Offenbar hatten sich ihre Finger vor dem Aufprall nicht ordentlich geschlossen. Ihre Hand fühlte sich an, als hätte sie sie in der Speedertür eingeklemmt, und zwischen ihrer Handfläche und den Fingern fühlte sie Blut. Sie ließ die geballte Hand an ihrer Seite herunterhängen, als sei alles in Ordnung. Nicky machte einen Schritt auf Diona zu, hielt dann aber inne.

"Weil ich ihn gefickt habe! Wei- ... deswegen weiß ich, dass er über dich hinweg ist, du ... du selbstverliebter Dressurpudel, du! Weil Al lieber mit einem Bauern ins Bett geht, als sich noch ein einziges Mal zu dir zurück zu flüchten. Such dir endlich ein neues Spielzeug und verschohne uns alle mit deiner falschen Zuneigung. Du hast ... du hast ihn nicht verdient. Niemand ..."

Das Blut rauschte so laut in ihren Ohren, dass Nicky nicht einmal den schallenden Lärm des Verkehrs von Lianna City wahrnahm. In einem mehr oder weniger vergeblichen Versuch, die Lautstärke ihrer Stimme zu drosseln, presste sie die Worte nur so heraus. In ihrem Bauch tanzte der Alkohol mit ihrem Magen Tango, doch einen Brechreiz konnte sie unterdrücken. Die frische Luft hatte sie getroffen wie ein Diskus an der Schläfe.

"Niemand ... verdient es, so von dir verrarscht zu werden. Und nun such das Weite, bevor ich mich vergesse ... oder ich schwöre bei den Schöpfern, ich werd' dich dein Leben lang verfolgen und jeden Typen nageln auf den du dein Auge wirfst. Leg- ... Leg dich lieber nich' mit diesem Bauern hier an ... du dumme Schlampe ..."

Vor ihrem inneren Auge sah sie die Gestalten der Geschwister, Miranda und Aldridge. Nicky machte einen großen Schritt nach hinten - hauptsächlich um ihr Gleichgewicht zu halten -, warf die in der anderen Hand unlängst zerknüllten Scheine auf den Fußgängerweg und drehte sich wild umher, um Ausschau nach Miranda zu halten. Die anderen Leute um sie herum nahm sie gar nicht richtig wahr. Wo konnte Miranda hingelaufen sein?

"MIIIRIIIIII?"

Lianna # Lola Curich # Südvorstadt # Shopping Mall # Karaoke Bar # mit Diona (und Miranda?)
 
Lianna System - Lianna - Lola Curich - Jedi Basis – Jedigarten - Skyan, Salina und Sarid

Salina konnte Sarid in groben Zügen die Bedeutung des Jedi-Kodexes aufzuzeigen. An weitere Details konnte sie sich leider nicht mehr erinnern. Aber damit war die Jedi-Rätin schon zufrieden, denn immerhin zeigte es doch, dass sich die Frachterpilotin damit beschäftigt hatte, wenn auch nicht so intensiv wie bei einer Jediausbildung. Skyan hingegen blieb ruhig, so dass Sarid vermutete, dass er lieber Salina wissenstechnisch den Vortritt ließ. Der Adelsspross von Serenno war ohnehin überaus still seit sie den Trainingsraum verlassen hatten. Die Corellianerin hoffte, dass das kein schlechtes Zeichen war und er keine allzu großen Probleme mit der Liannerin hatte.

Im Jedigarten angekommen setzten sich die drei auf der Bank, auf die Sarid gedeutet hatte. Die Padawane folgten ihrer Einladung und mittlerweile schien auch die Pilotin etwas müde zu sein. Daher sah die Jedi-Rätin davon ab den beiden eine Meditation hier in den Gärten aufzugeben und verlegte sich stattdessen auf ein Gespräch.


"Skyan, ich würde dir raten besorge dir gleich eine eigene Kopie einer der gängigen Interpretationen des Jedi-Kodexes aus der Bibliothek. Dieses werdet ihr nämlich noch des öfteren brauchen. Ein Eigenstudium wäre sehr angebracht. Für Fragen zu bestimmten Punkten oder Auslegungsschwierigkeiten stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung."

Dann wandte sie sich wieder an beide Padawane.

"Jedenfalls möchte ich dennoch vorab ein paar Erklärungen dazu geben. Der erste Teil, es gibt keine Gefühle, nur Frieden, wird gerne im ersten Moment falsch verstanden. Natürlich haben auch Jedi Gefühle. Ein Leben ohne Gefühle ist schlechtweg nicht möglich. Es bedeutet viel mehr, dass ihr euch nicht von euren Gefühlen beherrschen lassen sollt. Lasst euch nicht provozieren, behaltet einen kühlen Kopf, bleibt objektiv, was mitunter überaus schwer sein kann. Ich weiß nicht, neigt jemand von euch zu Gefühlsausbrüchen oder lässt sich schnell zu etwas unüberlegten Handlungen verleiten? Wenn ja, dann solltet ihr euch besonders tief damit beschäftigen wie man sein emotionales Gleichtgewicht behalten kann, um sich nicht von anderen, besonders von Sith manipulieren zu lassen, sondern immer Herr der Lage zu sein, was einem als Jedi immer wieder das Leben retten kann. Kurz gesagt ihr solltet eure Gefühle beherrschen, nicht eure Gefühle euch."

Danach machte Sarid eine kurze Pause, ehe sie weitermachte.

"Der zweite Satz, es gibt keine Unwissenheit, nur wissen, meint, dass ein Jedi sein Leben lang danach streben soll, Wissen zu erwerben, um seine Aufgaben als Friedensstifter, Vermittler in Konflikten und Verteidiger der Schwachen besser wahrnehmen zu können. Das sollte eigentlich relativ klar sein. Der dritte Satz, es gibt keine Leidenschaft, nur Gelassenheit will kurz ausgedrückt sagen, dass ein Jedi nicht aus blindem Eifer heraus handeln sollte, sich beispielsweise nicht um des Kämpfens Willen in einem Kampf stürzen sollte, sondern gelassen an eine Aufgabe herangehen und nie die Wege der Jedi aus den Augen verlieren sollte. Die Jedi sind in erster Linie Beschützer und Helfer jener, die dies selbst nicht können, keine gnadenlosen Bestrafer oder fanatische Gesetzeshüter, vergesst das nie."


Dann lehnte sich die Jedi-Rätin auf der Bank nach hinten, während sie den letzten Satz des Jedi-Kodexes ansprach.

"Es gibt keinen Tod, nur die Macht ist von seiner Bedeutung her an sich recht klar. Dieser will sagen, dass ihr nicht traurig zu sein braucht, wenn jemand sein irdisches Leben hinter sich lässt und in die Macht eingeht. Der Verstorbene hat damit die Mühsal des Daseins überwunden und ist nun für immer sicher geborgen in der Macht. Auch wir werden wir sie, wenn wir eingehen in die Macht wiedersehen."


Anschließend wanderte Sarids Blick von Salina zu Skyan und wieder zurück.

"Dies sind natürlich nur sehr grobe Zusammenfassungen. Es gibt jedoch viel genauere Werke anderer Jedi, welche sich zu jedem Satz sehr viele Gedanken gemacht haben. Es ist jedenfalls immens wichtig, dass ihr diese moralischen Richtlinien als Jedi nie aus den Augen lasst, denn sie sind eine große Hilfe, um sich nicht von der dunklen Seite der Macht verführen zu lassen und von rechten Weg abzukommen. Habt ihr dazu noch Fragen?

Lianna System - Lianna - Lola Curich - Jedi Basis – Jedigarten - Skyan, Salina und Sarid
 
Lianna-Lola-Curich- Jedi-Basis-Trainingsraum- Mit Nevis und Luis

Birix folgte dem Mädchen, sobald Luis das Startsignal gegeben hatte. Das die Kleine das Bündel allerdings erstmal auf die nächste Kiste schleuderte, lies ihn die Stirn runzeln. Offensichtlich hatte sie keine Ahnung, was ein Holocron war und welchen Wert ein Solches besass. Er würde mit den Kindern wohl nochmal einen Abstecher in die Bibliothek machen und ihnen eines zeigen, bevor er sie zum Internat zurück brachte. In diesem Spiel hier war zum Glück kein empfindliches Medium in Gefahr, also band er das Bündel- wie verlangt- an das Seil. Nevis hatte wirklich gute Ideen, um die Hindernisse zu überwinden. Auch wenn es manchmal sicherlich einfachere und für das "Holocron" sicherere Methoden gegeben hätte. Der Parcours selber war für Birix keine Herausforderung, weshalb er sich voll und ganz auf die Sicherheit des Mädchens konzentrieren konnte. Aber die Kleine machte das wirklich gut, so dass zu keinem Zeitpunkt ein Risiko für sie bestand. Allerdings musste er hin und wieder über ihre Ungeduld schmunzeln. Nun gut, sie war noch sehr jung. Dennoch war das ebenfalls etwas, dass sie noch lernen musste.
Am Schwebebalken kam ihre doch sehr flüssige Reise plötzlich zum Stillstand. Offensichtlich wusste die Togruta keinen Weg, wie sie das Bündel sicher über die kippelige Verbindung bringen sollte. Ob der vorrausgegangene Unfall ihres Freundes an dieser Stelle zu einer Unsicherheit geführt hatte? Doch der Ishi Tib konnte nichts dergleichen in dem Kind spüren. Scheinbar war die Quelle der Ideen tatsächlich mal ausgeschöpft.

"Hmm. Wie wärs, wenn du unseren Grössenunterschied ausnutzt. Du gehst vor, ich werfe dir ein Ende des Seils zu, dass du besser fangen solltest. Dann binde ich das Bündel hier so an das Seil, dass es rutschen kann und halte das Seil dann hoch. Vielleicht müssen wir etwas schütteln, aber es kommt auf diese Weise sicher bei dir an. Dann ziehst du das Seil zu dir und ich komme mit dem Brett nach. Inzwischen kannst du dir schonmal überlegen, wie du am Besten durch die Felsspalte kommst."

Der Jedi-Ritter lächelte das Mädchen fröhlich an und fing schonmal an, mit den Enden des Tuches eine Schlaufe zu binden, durch die er das Seil später fädeln konnte. Unterdessen hatte das Kind genug Zeit, vorsichtig über das Brett zu laufen. Sobald das Bündel und das Seil drüben waren, nahm er das Brett und folgte Nevis. Er spürte deutlich jede Neigung des Brettes, bevor sie ihm gefährlich werden konnte. Trotzdem vergass er seine Rolle nicht und wackelte absichtlich etwas mehr, als es bei Nevis zuvor der Fall gewesen war. Dann sah er sie kurz mit gespieltem Schrecken an, bevor er sich mit einem Sprung neben sie auf die Kiste rettete.

"Und? Wie machen wir das mit der Felsspalte?"

fragte er sie und sah nach dem Jungen, der ihnen gebannt zusah.

"Luis, du hast die Stoppuhr im Griff, ja?"

fragte er ihn und grinste. Luis sah schon viel besser um die Nase herum aus. Das Mädchen hatte unterdessen auch für das letzte grosse Hindernis eine Lösung gefunden, so dass die Bälle und das Trampolin schnell hinter ihnen lagen.

"Und, Luis? Wie schnell waren wir?"

Birix grinste den Jungen an, ehe er sich dem Mädchen zuwandte.

"Das hast du wirklich gut gemacht, Nevis. Ich bin stolz auf dicn beh. Allerdings muss ich dir das eine sagen: Sollte ich dich jemals dabei erwischen, wie du ein echtes Holocron- auch ein in ein Tuch eingewickeltes- durch die Gegend wirfst, häng ich dich eine Woche lang mit den Füssen an die Decke. Setz dich kurz zu deinem Freund , während ich hier etwas aufräume. Dann zeige ich euch, warum..."

Die Geräte waren schnell wieder an ihrem vorgesehen Platz und Birix führte die Kinder noch abschliessend in die Bibliothek, die sich gross unter der neuen Jedi-Basis verbarg. Reihen um Reihen von Data-Disks säumten die Wände und kleine Schreibtische boten einen ruhigen Platz zum studieren. Ruhig trat er an eine seperate Tür, die sich nur über seine ID-Karte öffnen lies. Darin waren mehrere halbhohe Säulen und auf einigen lagen kristalline Gebilde, die einige der grössten Wissens-Schätze der Jedi beinhalteten.

" Ihr lasst eure Hände bei euch. Ich will nicht , dass ihr an ihnen rumfummelt. Dieses sind die grössten Schätze des Ordens. In ihnen befinden sich Erkenntnisse der grössten Jedi-Meister, die jemals gelebt haben. Sie bildeten die Grundlage für die Lehrpläne, die jeder Jüngling und jeder Padawan durchlaufen müssen. Und auch manch Jedi-Rat kann von ihnen noch was lernen. Natürlich gibt es auch Holocrone, die ganze Biographien und andere Informationen enthalten. Historiker und Forscher des Ordens folgen jeder Spur quer durch die Galaxie, die auch nur möglicherweise zu neuen Holocronen führen könnten. Und einige haben bei ihrer Suche oder bei der Verteidigung dieser Raritäten ihr Leben verloren. Ihr Wert für den Orden lässt sich nicht in Credits messen. "

Während er erzählte, trat er auf eines der Holocrone zu. Er kannte es genau , denn er hatte er einmal studieren dürfen. Behutsam legte er eine Hand auf das Holocron und lies die Macht fliessen. Ein diffuses Leuchten erfüllte den Raum und das Abbild einer Jedi erschien über ihnen.

"Mein Name ist Tadewi Mahone und ich möchte euch von den Jedi-Heiligtümern auf Rhen Var erzählen...."

Birix lächelte verträumt, ehe er den Vortrag unterbrach und sich wieder zu den Kindern umdrehte.

" Darum wirft man diese Gegenstände nicht durch die Gegend , sondern behandelt sie wie die kostbarsten Gläser oder die zerbrechlichsten und schönsten Vögel. Merk dir das, kleine Togruta. Und jetzt raus hier, bevor der Bibliothekar uns erwischt und mich rund macht, weil ich zwei Grünschnäbel hier hergeführt habe. "

Damit scheuchte er die Kinder wieder rauf in die Gänge und von dort Richtung Ausgang. Draussen hatte bereits die Dämmerung eingesetzt und im Internat würden sie demnächst das Abendessen servieren.

" Nevis, ich werde noch eine Weile auf Lianna bleiben. Wenn du möchtest, kann ich dich Nachmittags- wenn der Unterricht vorbei ist- abholen und wir können hier noch ein bisschen üben. Was hälst du davon?"

fragte er, als sie das Gelände verliessen.

"Natürlich ist Luis auch eingeladen, falls es ihm nicht zu langweilig wird, nur die Zeiten zu stoppen. "

Lächelnd nahm er die Kinder zur Sicherheit wieder an der Hand , als sie sich der Strasse näherten. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, hatte ihm der Tag irgendwie gefallen. Vielleicht sollte er beim Rat mal um eine Versetzung nach Haruun Kal bitten. Allerdings erst, wenn er für den aktiven Dienst zu alt geworden war. Jetzt wollte er erstmal noch reisen. Vielleicht sollte er sich doch mal einen Padawan nehmen? Nein! Er war schon so oft in wirklich brenzliche Situationen gekommen. Dann noch die Verantwortung für die Sicherheit eines Padawan tragen, erschien ihm manchmal zu riskant. Aber hatte nicht schon diese kleine Togruta eine gewissen Eigenständigkeit gezeigt? Vielleicht traute er einem Padawan auch einfach nur zu wenig zu? Mit einem Kopfschütteln vertrieb er diese Gedanken erstmal. Er würde sich später vielleicht mal hinsetzen und über dieses Thema meditieren. Vielleicht würde die Macht ihm einen Hinweis geben.

Lianna-Lola-Curich- Strassen- Auf dem Weg zum Internat- mit Nevis und Luis.
 
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