Lianna

[Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Kantine] Nen-Axa, Cethra Jayne

Cethra Jayne berichtete ihrem Meister, dass sie sich ziemlich gut fühlte, obwohl sie nicht sehr viel geschlafen hatte. Das Fehlen der Geräusche, die auf einem Sternenschiff allgegenwärtig waren, hatte sie wenig Ruhe finden lassen. Ihm lag der Vorschlag auf der Zunge, irgendein Gerät in den Schlafraum zu stellen, das ein leises Brummen oder Ähnliches erzeugte, damit sie sich heimischer fühlte - doch rechtzeitig fiel ihm ein, dass er damit wohl ihrer Mitbewohnerin Meredith keine Freude machen würde. Die Vorstellung, sich mit so einer Idee die unversöhnliche Feindschaft der feingliedrigen, hilfsbereiten Halb-Diathim zuzuziehen, ließ ihn stumm in sich hinein lächeln.

»Es ist gut, dass die Behandlung anschlägt«, sagte Nen-Axa. »Bacta ist wirklich ein unvergleichliches Wundermittel. Sei trotzdem noch vorsichtig. Erste Lektion für heute: Ein Jedi sollte immer seine Grenzen kennen. Wenn du dich bereit dafür fühlst, werden wir auch körperliche Übungen durchführen, aber wir werden es vorerst noch langsam angehen lassen. Und wenn du dich dabei nicht wohlfühlst, wirst du mir das sagen.«

Sein Blick fiel auf die Holopads, die er als Inventar der basiseigenen Bibliothek erkannte. Cethra hatte sich also schon Lesestoff besorgt und aus eigenem Antrieb mit dem Studium begonnen. Das begrüßte er - in dem Wissen, dass ihr dort keine Schriften ausgehändigt wurden, die eine Gefahr für sie darstellten. Was genau sie gelesen hatte, erkannte er nur vom Draufschauen nicht, weil seine Augen zu unscharf waren, um die Titel zu lesen. Aber er fragte sie und erhielt die Auskunft, dass sie begonnen hatte, sich über Lichtschwerter zu informieren.

»Prima, das passt ja. Mit diesem Thema wollen wir uns heute befassen, erst in der Theorie und dann in der Praxis. Wir haben schon nachgesehen, einer der Trainingsräume ist frei. Seit einige Ordensgeschwister mit dem Umzug nach Coruscant begonnen haben, ist die Basis nicht mehr so überfüllt. Wenn du hier fertig bist, können wir gleich beginnen.«

Er führte seine Schülerin zu dem besagten Trainingsraum. Er war nicht sehr groß und nur spärlich eingerichtet. Auf dem Boden lag eine feste Matte aus, auf der man sich bei Stürzen nicht so leicht verletzte, die aber auch nicht so weich war, dass sie die Bewegung hemmte. Ansonsten gab es eigentlich nur einen Schrank, in dem Übungsgeräte aufbewahrt wurden - unter anderem Trainingslichtschwerter in einem separaten, verschlossenen Behälter. Vorerst jedoch ließ Nen-Axa die Sachen wo sie waren. Er hockte sich im Schneidersitz auf den Boden und deutete an, dass Cethra ihm gegenüber Platz nehmen sollte. Ein paar Sekunden saß er nur ruhig da, dann griff er zu seinem Gürtel und nahm sein Lichtschwert zur Hand.

»Du kennst die Waffe bereits und hast sie auch schon in der Hand gehabt. Da du dich auch schon mit der Geschichte der Lichtschwerter befasst hast, sind ein paar Grundlagen schon vorhanden. Sehen wir uns nun das Innenleben an.«

Er öffnete das Gehäuse und zog es auseinander, so dass die Innereien des Schwertes sichtbar wurden. Er levitierte sie auf Kopfhöhe. In ähnlicher Weise, ebenfalls frei in der Luft schwebend, hatte er die einzelnen Komponenten einst zusammengesetzt; nun nahm er sie auf dieselbe Weise Stück für Stück auseinander. Er begann damit, die Bauteile beim Namen zu nennen und ihre Funktion zu erklären. Allzu tief ins Detail ging er dabei vorerst nicht. Schließlich war er auch kein ausgewiesener Experte für Lichtschwerter und wusste selbst nicht über jedes technische Detail bescheid. Es ging ihm darum, Cethra zunächst eine grundlegende Ahnung zu verschaffen, wie und warum die traditionelle Waffe der Jedi funktionierte. Da sie über einigen technischen Sachverstand verfügte, begriff sie recht schnell. Dennoch war es ein komplexes Thema: Als die Uhr an der Wand anzeigte, dass sie bereits zweieinhalb Stunden gesprochen hatten, sagte der Jediritter:

»Das war wohl genug Theorie fürs Erste. Wir werden das bei Gelegenheit wiederholen und auch noch ein Stück weit vertiefen. Jetzt haben wir aber lange genug gesessen. Ich weiß nicht wie es dir geht, ich brauche jetzt etwas Bewegung.«

In einer raschen, flüssigen Bewegung schoben die Bauteile sich wieder ineinander und fügten sich ins Gehäuse des Lichtschwertes. Der Arcona ergriff es mit der Hand und erhob sich. Jetzt erst trat er an den Schrank und öffnete das Fach mit den Übungswaffen.

»Reine Trainingsgeräte, deren Energiestufe zu niedrig ist, um jemanden zu verletzen«, erklärte er. »Auch feste Gegenstände zerteilen kann man damit nicht. Trotzdem ist Vorsicht geboten, ein Treffer ist schmerzhaft; aber da du schon mit Schockstäben Erfahrung hast und ich unterstelle, dass niemand den Umgang damit lernen kann ohne sich mindestens einmal selbst zu schocken, weißt du vermutlich, wovon ich rede.

Nimm sie und prüfe, welches dir am besten in der Hand liegt. Schalte es dann ein und schwinge es ein wenig, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Danach sehen wir weiter.«


[Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum] Nen-Axa, Cethra Jayne
 
[Lianna, Jedi Basis - Kantine] mit Nen-Axa

"Ich schätze mal, ob ich wirklich wieder fit genug für körperliche Anstrengung bin, werde ich erst erfahren wenn ich es probiere. Gestern habe ich mich noch zurück gehalten, auch wenn ich dank dem Wunderzeug Bacta kaum noch Schmerzen hatte. Und heute bin ich, ehrlich gesagt, direkt vom Bett hierher zum Frühstück. Aber ich werd es sehen. Ich fühle mich soweit gut, aber ich gebe sofort bescheid, wenn sich die Verletzung wieder meldet." sagte cethra noch schnell, ehe sie ihre letzten Frühstückutensilien wegräumte und sich dann ihrem meister anschloss, der die Kantine verließ. Als sie ihm verriet, welches Lesematerial sie sich aus den Archiven geholt hatte hörte sie sehr zu ihrer Freude, dass er wirklich heute gleich mit dem Thema Lichtschwert beginnen wollte.

"Mich faszinieren diese Waffen. Bisher habe ich nur mit der Geschichte der Entwicklung angefangen. Unglaublich, dass die ersten Lichtschwerter vielleicht schon vor über 20.000 Jahren gebaut wurden."

Sie betraten einen Trainingsraum, der zwar spartanisch eingerichtet war, dadurch aber eine ruhe austrahlte, die sicherlich nötig war. Mitten im Raum setzten sie sich hin und Cet hatte allein schon deswegen Freude an allem, weil sie den ganzen Raum für sich hatten. Nen-Axa ließ einige Sekunden verstreichen, danach zog er sein Lichschwert. interessiert betrachtete Cet die Waffe von nahem. Ja, sie kannte sie. Es war das erste Lichtschwert, das sie aktiv in der Hand gehalten hatte. Dessen Energie sie gespürt hatte. Auch wenn sie nur eine Stahlplatte damit zugeschnitten hatte, war es doch ein Moment gewesen, der einen Eindruck hinterlassen hatte. Jetzt zeigte ihr Meister eine andere Seite seines Lichtschwertes. Und zwar das Innenleben. Mit scheinbar einfachen Handgriffen nahm Nen-Axa es auseinander und ließ die Teile auf Hopfhöhe schweben. Es erstaunte das Mädchen, dass ihr meister einfach so sein Lichtschwert auseinander nahm. Im ersten Moment sah es nach furchtbar vielen Teilen aus und selbst in der sicheren Jedibasis erschien es Cethra furchtbar leichtsinnig, zu riskieren, die Waffe langwierig wieder zusammen zu bauen. Aber Nen-Axa schien in keinster Weise beunruhigt und als Cethra den schwebenden Teilen nähere Beachtung schenkte, bemerkte sie, dass alles an diesem Lichtschwert auf die Aura des Jedi eingestimmt schien. Es war nicht nur einfach eine Waffe, es war seine Waffe und sie reagierte auf besondere Weise, wenn er sie mit seinem gesamten Wesen berührte. Eine faszinierende Erkenntnis.

Die nächsten zweieinhalb Stunden waren für ein technikaffines Mädchen wie Cethra ein Genuss. Sie bemerkte die Zeit garnicht, als Stück für Stück das Lichtschwert zwischen ihnen auseinander genommen wurde und sie langsam und exakt die Teile betrachten konnte. Dabei ging ihr Meister methodisch vor und fing an bei den Energiezellen, ging über die Isolierung, die Fokuskristalle und -linsen, bis hin zu den Emittern und dem negativ geladenen Empfängerring, der die Energie der Klinge wieder aufnahm und sie zurück zur Energiezelle leitete. Auch wenn ihr Meister nicht tiefer in die Details einging verstand sie, dass das Schwert einen Kreislauf schloss. So war es also möglich, dass eine dermaßen Starke Waffe mit einer vergleichsweise kleinen Energiezelle zureckt kam. Sicher, solche Zellen verwendete man auch anderweitig, zum Beispiel in manchen Blastern, das war ansich nichts besonderes. Aber ein Blasterschuss kam (zum Glück) nie zurück, somit wurde die Energie verbraucht. Noch verstand Cethra nicht komplett, wie die Fokuskristalle der Klinge ihre Eigenschaften gaben, aber fürs erste hatte sie so viele Informationen bekommen, dass sie dennoch völlig zufrieden war.

Schließlich war diese Lektion beendet und ihr Meister setzte sein Schwert wieder zusammen. Es schien so leicht zu gehen, und bestätigte Cethras Vermutungen, dass wirklich eine besondere Verbindung zwischen ihrem meister und der Waffe bestand, sodass er keinen Bauplan zum zusammenfügen brauchte. Danach ging er zum Schrank mit der Ausrüstung und öffnete eine Kiste, in der sich mehrere Lichtschwerter befanden. Trainingslichtschwerter, wie er ausführte.

"Ja, tatsächlich, hab ich da so meine Erfahrungen. Allerdings war mein erster Schock kein Versehen." meinte Cet und wurde etwas verlegen. "Ich war noch ziemlich jung, und es hieß die Schockstäbe sind nicht tödlich. Also wollte ich wissen, was sie denn tun...und habe reingegriffen. Richtig mit der ganzen Hand. Das vergisst man nie."

Sie wurde rot, als sie daran zurück dachte. Was hatte sie sich nur dabei gedacht? Sie war bereits alt genug gewesen, um zu wissen, dass etwas als gefährlich bezeichnet wurde, weil es gefährlich war. Ihr ganzer Arm war einen vollen Tag lang taub gewesen und die Nerven hatten noch wesentlich länger gekribbelt.

Die Lichtschwerter in der Kiste waren recht einfach gehalten und nach etwas herumprobieren nahm sie eines, das einen recht kurzen Griff hatte, sodass sie bei zweihändigem führen den kleinen Knauf, den es besaß, würde greifen müssen. Dafür war es recht leicht und schmal und passte noch am besten in ihre Hand, obwohl nicht perfekt. Sie begann zu verstehen, warum jeder Jedi angehalten war, seine Waffe selbst zu fertigen. Sie ging ein paar Schritte in den Raum hinein und aktivierte es. Eine hellblaue Klinge schoss hervor. Es fühlte sich nicht anders an, als Nen-Axas Lichtschwert, doch das Summen, das es abgab war heller und etwas leiser. Sie versuchte einen Schwung und dann noch einen. Sie merkte, dass die Klinge kein Gewicht hatte, aber durchaus einen gyroskopischen Effekt. Sie versuchte ein paar weitere Schwünge und merkte, dass die Waffe willig in einem weiten Kreis an ihrer Hand flog. Und es brauchte durchaus ein wenig Kraft, sie wieder zu stoppen. Sie versuchte weiter einige Schwünge, währenddessen sprach sie zu Nen-Axa.

"Es ist ein seltsames Gefühl. Da ist kein Gewicht in der Klinge, obwohl sie definitiv da ist. Und trotzdem merke ich, dass die Fliehkraft an dem Schwert zieht, wenn ich es Schwinge. Wenn ich so einen Kreis beschreibe, scheint die Klinge ihm weiter folgen zu wollen."

Sie stoppte ihre Bewegungen und senkte die Waffe, während sie sich zu ihrem meister umdrehte. Sie lächelte.

"Es ist seltsam, aber ich denke, ich werde es mögen."

[Lianna, Jedi Basis - Trainingsraum] mit Nen-Axa
 
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Als Cethra die Übungswaffe schwang, konnte man sehen, dass der Umgang mit Waffen ihr nicht fremd war. Sie fürchtete die Klinge nicht, respektierte sie aber - das war gut. Das richtige Maß an Ernsthaftigkeit. Und sie fuchtelte damit nicht wild herum, sondern erprobte und analysierte die Eigenschaften des Lichtschwerts. Während sie das tat, suchte auch Nen-Axa sich ein Übungsgerät aus. Seine Wahl fiel auf eine mit relativ langem, zum beidhändigen Gebrauch gedachten Griff. Dieser fügte sich gut in seine dreifingrigen Klauenhände. Er kannte dieses Schwert bereits aus früheren Trainingseinheiten. Sein Freund Durk hatte es vor nicht allzu langer Zeit gebaut, als Übungsstück in dem Bemühen, seine Fähigkeiten im Waffenbau zu perfektionieren. Auf diese Weise hatte er den Bestand an Trainingsschwertern nicht unbeträchtlich aufgestockt. Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Im Gegensatz zur Waffe des Arcona hatte dieses Schwert eine längenverstellbare Klinge und auch noch ein paar andere Funktionen. Als er die Waffe einschaltete, loderte sie smaragdgrün und war anderthalb mal so lang wie die seiner Schülerin, doch als er an einem Regler drehte, verkürzte sie sich, bis sie zu Cethras Trainingsgerät passte. Dabei verfärbte sie sich ins Türkis. Aber der Jediritter hatte nicht vor, sie schon jetzt zu benutzen, und deaktivierte sie wieder. Er sah keinen Sinn darin, einfach aufeinander einzuprügeln. Dafür brauchte die Miraluka keinen Lehrer.

»Wie du siehst, gibt es zwischen den Lichtschwertern beträchtliche Unterschiede, ebenso auch zwischen den Jedi, die sie führen«, erklärte er. »Nicht jeder verwendet sie auf die gleiche Weise. Im Lauf der Zeit haben sich mindestens sieben unterschiedliche Kampfstile herausgebildet. Manche sind kontrolliert, andere aggressiv. Einige legen ihren Schwerpunkt auf gezielte Angriffe, andere auf eine möglichst undurchdringliche Defensive. Jeder hat seine eigenen Stärken und entwickelt besondere Vorlieben. Auch du wirst merken, dass dir manche Techniken eher liegen als andere. Ich bevorzuge die Form III, Soresu, die du schon gesehen hast - sehr effizient zur Verteidigung gegen Schusswaffen, schwächer in anderen Bereichen. Wir werden mit Shii-Cho beginnen, der Form I. Sie bildet die Grundlage, beinhaltet eine gesunde Mischung aus Angriff und Parade und unterscheidet sich wenig vom Kampf mit einer normalen Klinge.«

Er zeigte Cethra die Grundhaltung dieser Form: Wie sie stehen musste, um beweglich zu bleiben und doch einen stabilen Stand zu wahren, und wie sie die Waffe am besten hielt, um Hiebe sowohl ausführen als auch abwehren zu können. Dann nahm auch er diese Haltung ein und zeigte ihr, wie man aus der Grundstellung heraus Attacken oder Paraden führte. Er ließ sie diese Bewegungen nachahmen, zunächst ganz langsam und kontrolliert. Ihr Körper und Geist sollten sich an die Abläufe gewöhnen; umso automatisierter würden sie dann später ablaufen, wenn das Tempo höher wurde, oder irgendwann im Ernstfall, wenn von der richtigen Reaktion das Überleben abhing. Dabei beobachtete er ganz genau was sie tat und korrigierte immer wieder ihre Haltung.

»Nicht so weit nach vorne lehnen, du gibst dir sonst eine Blöße. Und die Knie nicht durchdrücken: Steh federnd, dann kannst du leichter einen Schritt nach vorne, hinten oder auch zur Seite machen, wenn es notwendig wird.«

Als er damit zufrieden war, folgte die nächste Steigerung:

»Wir werden jetzt im Wechsel attackieren. Einer schlägt, der andere pariert. Führe die Hiebe so, wie du sie eben geübt hast, und versuche vorauszusehen, von wo meine Klinge kommen wird. Aber langsam und kontrolliert, wie eben auch - Sicherheit geht vor. Achtung, ich beginne!«

Sein erster Schlag zielte auf die rechte Schulter der Miraluka. Da er sehr langsam ausgeführt wurde, sah sie ihn kommen und wehrte ihn mit der einstudierten Bewegung ab. Nun erwiederte sie, indem sie ebenfalls einen Schlag ausführte. So wechselten sie sich eine Weile ab. Am Anfang lief es ein wenig holprig, doch sie fanden rasch einen Rhythmus.

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[Lianna, Jedi Basis - Trainingsraum] mit Nen-Axa

Nachdem sie ihr Trainingsschwert ausprobiert hatte beobachtete sie, wie auch Nen-Axa sich eine der Waffen aussuchte. Seines besaß einen größeren Griff und hatte offensichtlich die Möglichkeit, die Klinge zu verändern. Sie betrachtete den Griff ihrer Waffe. An dieser war lediglich ein Knopf, der Aktivator. Vielleicht lag das an der kleineren Form ihrer Waffe, dass diese weniger Platz für die nötigen Extrabauteile war. Allerdings störte sie es nicht. Im Gegenteil, ihr war es lieber, wenn diese Waffe nichts hatte, das sie verstellen konnte. So konnte sie sich ganz auf das Erlernen des folgenden konzentrieren. Nen-Axa kündigte an, ihr die Grundlagen der ersten Lichtschwertform zu zeigen, Shii-Cho. Sie hatte eine Erwähnung der sieben Schwertformen und einiger Unterformen in der Geschichte der Lichtschwerter gelesen, aber nichts näheres. Allerdings klang eine Kampftechnik, die eine gesunde Mischung aus Attacken und Paraden bot, wie eine Ausgezeichnete Form zum Anfangen. Nicht, dass Cet eine Ahnung von den anderen Formen gehabt hätte, um sich eine bessere zu wünschen.

Sie begannen, indem ihr Meister die Grundstellung zeigte und schließlich verschiedene Bewegungen -sowohl Attacken, als auch Paraden- vormachte und sie es nachmachte. Wie eine Art Schattenboxen. Schon recht bald forderte es Cethras komplette Konzentration, die Bewegungen korrekt nach zu ahmen und dennoch hatte Nen-Axa immer wieder etwas auszusetzen. Sicherlich war noch nie ein meister vom Himmel gefallen und persönlich bevorzugte Cet es zu üben, anstatt vom Himmel zu fallen.

Schließlich schien ihr Meister soweit zufrieden, dass er beschloss im Wechsel langsam Angriff und Parade zu üben. Es war nicht wirklich einfach. Kontrolliert und langsam eine Bewegung auszuführen war eine Sache. Aber selbst bei langsamen Tempo eine Parade oder einen Angriff auszuführen war eine völlig andere Sache. Die Klingen mochten keine Masse haben, aber sie trafen trotzdem aufeinander wie hartes Material. Und gerade der Fakt, dass sie keine Masse hatten erforderte erstaunlich viel Kraft, um Attacken und Paraden korrekt auszuführen. Es dauerte eine ganze Weile, bis es etwas flüssiger wurde, obwohl die Hiebe die selben waren wie eben. Und sehr bald bemerkte cethra die Anstrengung. Sie versuchte ein ungutes Gefühl so lange zu ignorieren, wie sie konnte, aber schließlich war es nicht mehr möglich. Immerhin, sie hatte es ihrem meister versprochen. Als sie mit einem Angriff dran gewesen wäre trat sie statt dessen einen Schritt zurück, löste ihre Haltung auf und deaktivierte das Schwert, als Zeichen, dass sie das Training für den Moment abbrach.

"Es tut mir wirklich leid Meister, aber ich merke die Anstrengung gerade. ich bin wohl doch noch nicht auf 100%. Lichtschwertkampf ist wesentlich anstrengender als es aussieht. Ich fürchte ich brauche eine Pause."

In jenem Moment merkte sie, dass sie schwer atmete und doch ein wenig verschwitzt war. Das war eine vollkommen andere Art von Training, als sie gewohnt war. Und abgesehen von dem Zipperlein, das sie noch plagte, war es äußerst befriedigend.

"Eine Frage, Meister." sagte sie, als ihr etwas in den Sinn kam. "Hattet ihr nicht gesagt, dass ihr in euer eigenes Schwert eine Trainingsfunktion eingebaut habt? Warum verwendet ihr nicht euer eigenes? Wäre das nicht wesentlich angenehmer für euch?"

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Markus hatte nicht vor den ganzen Tag mit Lauftraining zu verbringen, aber er wollte Elise schon ein bisschen ins Schwitzen bringen. Er musste sie und ihre Grenzen austesten, um zu wissen, wo er ansetzen musste und wie er sie in Zukunft fördern konnte. Kondition war etwas, das im Kampf sehr wichtig war und da er zu den Jedi-Wächtern gehörte, würde die Ausbildung in diversen Kampfkünsten einen großen und wichtigen Stellenwert einnehmen.
Der Jedi achtete auf jede kleine Einzelheit bei diesem Ausflug. Er beobachtete die junge Frau, die ihm schon zu Beginn vorauseilte. Ihre Bewegungen waren fließend und doch nicht von Leichtigkeit geprägt, wie er fand. Sie würde schnell selbst erfahren, dass dieses Vorauspreschen nicht förderlich war, wenn sie länger durchhalten wollte und so verkniff er sich jeglichen Tadel. Schon bald, vermutlich eher als er es erwartet hatte, erreichte Elise die Einsicht. Sie verlangsamte ihren Schritt, passte die Geschwindigkeit ihrem Meister an. Er konnte sich immer noch nicht richtig daran gewöhnen, dass sie seine neue Padawan war. Es war ein komisches Gefühl nach Shana wieder ein Mädchen in seine Verantwortung zu nehmen. Eigentlich hatte er fest damit gerechnet, dass er sich ab jetzt wieder an die männlichen Schüler halten würde, aber die Macht hatte wohl anderes mit ihm vor und so fügte er sich seinem Schicksal ohne ein schlechtes Wort darüber zu verlieren. Markus hatte gelernt sich anzupassen, auch wenn es manchmal schwer fiel. Er wägte ab, was wichtig und was nur Zeitverschwendung war, in welcher Situation er handeln und wann er abzuwarten hatte. Chesara hatte schon einmal festgestellt, dass er sich verändert hatte und auch Anakin hatte ihm zugesprochen, ein fähiger Jedi geworden zu sein.

Finn lauschte unbewusst seinen eigenen Atemzügen. Sie waren gleichmäßig und tief, routiniert war vermutlich das richtige Wort dafür, wie er sich beim Joggen verhielt. Ein Blick auf die kleinere Gestalt neben ihm verriet ihm, dass Elise langsam ermüdete und ein weiterer Blick auf sein Chrono erklärte diesen Zustand. Sie waren schon eine halbe Stunde unterwegs. Laufen konnte sehr anstrengen, wenn man es nicht gewöhnt war und Mark beschloss, Elise nicht zu sehr herauszufordern. Es war schließlich das erste Mal, dass sie zusammen zum Training ausrückten und das nachdem sie lange Zeit im Krankenbett verbracht hatte. So verlangsamte er seine Schritte. Sie waren schon einige Straßen weiter in die Stadt eingedrungen. Lola Curich war nicht gerade klein und wenn man sich nicht auskannte, konnte man schnell den Überblick über den eigenen Standort verlieren. Mark hatte sich schon oft durch die Straßen bewegt. Er hatte einen ausgezeichneten Orientierungssinn und fand sich schnell in neuen Umgebungen zurecht. Da er Elise noch nicht allzu gut kannte, war dies die Gelegenheit mehr über sie herauszufinden. Ob sie sich den Weg gemerkt hatte? Oder sich gar schon in der Stadt auskannte? Er wusste eigentlich wirklich allzu wenig über sie, ihre Herkunft, ihre Vergangenheit und das Leben vor Thearterra.

"Lass uns erstmal weitergehen und uns kennenlernen. Wir hatten bisher nicht sehr viele Gelegenheiten, über uns zu reden. Erzähl mir etwas von dir!"

, forderte Markus und schlug den Weg zum Markt ein. Ein bisschen Obst würde jetzt nicht schlecht sein.


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Nen-Axa merkte, dass es seiner Schülerin nicht leicht fiel, diesen ersten kleinen Übungskampf zu absolvieren - obwohl dieser bei wirklich geringer Geschwindigkeit blieb. Aber das war nicht verwunderlich. Schließlich waren es völlig ungewohnte Bewegungsabläufe, an die sich Körper und Geist erst einmal gewöhnen mussten. Den Umgang mit einer Fechtwaffe zu erlernen, war ein langwieriger Prozess, der nicht an einem Tag und auch nicht in einem Monat durchgepeitscht werden konnte. Allerdings verschwieg der Jediritter seiner Padawan noch, dass es auch die Möglichkeit gab, sich von der Macht leiten zu lassen. Wenn man es schaffte, sich auf die Allgegenwärtigkeit des mystischen Energiefeldes einzustellen, konnte man bestimmte Ereignisse wie die Richtung eines Angriffes vorausahnen und die Art und Weise, wie man diesem begegnete, seinem Gefühl überlassen. Doch er wollte Cethra nicht von Anfang an beibringen, solche Abkürzungen zu nehmen. Vertrauen in die Macht war wichtig, aber man sollte sich nicht zu sehr auf sie verlassen und sich nicht dem Trugschluss ergeben, dass ihre Anleitung eigene Erfahrungen und Entscheidungen unnötig machte. Die Macht allein machte niemanden zu einem guten Kämpfer oder Athleten, ebenso wie sie niemanden zu einem Weisen oder Philosophen machte. Sie half dabei und eröffnete neue Möglichkeiten, sicherlich. Doch der Jedi musste bei sich selbst erst einmal die Grundlage dafür schaffen, dieses Potential auch zu nutzen. Ein fitter Körper gehörte dazu. Nur wenn Cethra genau die Muskeln und Sehnen trainierte, die sie zum Lichtschwertkampf brauchte, und sich die nötigen Instinkte und Reflexe aneignete, würde sie später, wenn sie sich während eines Kampfes der Macht überließ, schier Übermenschliches leisten können. Schließlich sollte sie auch nicht abhängig von der Macht werden; auch das war eine von vielen Abzweigungen, die vom Pfad der Jedi wegführten.

Irgendwann kam der Punkt, an dem die körperliche Belastung für die Miraluka mit ihrem frisch verheilenden Rippenbruch zu groß wurde, und sie verlangte eine Pause. Nen-Axa nickte und deaktivierte ebenfalls seine Klinge.

»Du hast länger durchgehalten als wir dachten. Und wir können sagen, du hast dich gut angestellt, fürs erste Mal«, sagte er anerkennend. »Natürlich ist es noch ein weiter Weg, aber die beginnen immer mit einem ersten Schritt.«

Seine Padawan stellte nun die Frage, weshalb er für diese Trainingseinheit nicht sein eigenes Schwert verwendete. Der Arcona antwortete:

»Du hast sicherlich die verstellbare Klinge bemerkt. Über solche Extras verfügen die meisten Waffen nicht und auch unsere ist keine Ausnahme. Ich bin kein ausgewiesener Experte für den Lichtschwertbau und kann so etwas nicht konstruieren. Nur als kleiner Hinweis, wieviel komplizierter dieses Ding hier ist: Darin sind drei Fokuskristalle verbaut anstatt nur einem, sie sind in bewegliche Fassungen eingebettet und ihre Position zueinander verändert die Form des Plasmastroms. Aber wir dachten, dass es für einige der kommenden Übungen sinnvoll wäre, mit der unterschiedlichen Klingenlänge zu arbeiten. Deshalb müssen wir uns an dieses Schwert gewöhnen, auch wenn es tatsächlich weniger bequem ist. Aber warum solltest du die einzige sein, die während des Trainings ihren persönlichen Komfortbereich verletzt. Auch ich möchte mich weiter entwickeln.

Und um die Wahrheit zu sagen, es gibt noch einen weiteren Grund«
, gestand er ein. »Schließlich haben wir mein Schwert vorhin komplett zerlegt. Ich will es nachher in den Werkstätten durchchecken, ob auch wirklich alles hundertprozentig in Ordnung ist. Ich besitze das Schwert noch nicht lange genug, um absolut sicher zu sein. Mit neunundneunzigkommaneunprozentiger Sicherheit ist alles okay, aber die Nullkommaeins nehmen wir nicht auf die leichte Schulter. Immerhin ist es eine scharfe Waffe, und sollte etwas nicht funktionieren, wollen wir das in einer sicheren Umgebung herausfinden, nicht bei einem Übungsgefecht mit meiner Padawan. «

Dass Nen-Axa nicht schwitzte, lag nicht in erster Linie an seiner besseren gesundheitlichen Verfassung, sondern vor allem daran, dass er als Geschöpf einer wasserlosen Wüstenwelt nicht über Schweißdrüsen verfügte. Den Luxus, kostbares H2O zur Kühlung zu verwenden, hatte sich keiner seiner evolutionären Vorfahren leisten können. Durstig war er trotzdem; er füllte zwei Becher mit dem unwesentlich gechlorten liannischen Leitungswasser und gab Cethra einen davon.

»Das war jedenfalls genug Frühsport. Die Frage ist, wie wir fortfahren. Wir könnten wetten, dass du nach den ersten Übungen, unserer abenteuerlichen Reise und deiner ersten Nacht als Bewohnerin der Lianna-Basis ein paar Fragen hast, nicht wahr?«

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[Lianna, Jedi Basis - Trainingsraum] mit Nen-Axa

Dankend nahm Cet den Becher an und trank einige Schlucke. Sie hatte während der Übung ebenso wenig bemerkt, wie sehr es anstrengte (bis ihr brustkorb sich wieder gemeldet hatte), noch wie der Durst gekommen war. Seltsam, wie sehr man so etwas verdrängen konnte, wenn man sich auf etwas völlig konzentrierte. Nachdenklich wog sie ihre Trainingswaffe in der Hand, während sie trank, und dachte über Nen-Axas Worte nach. Anscheinend waren ihre Bedenken über das zerlegen und wieder zusammen setzen ihrer Waffe durchaus berechtigt. Unwillkürlich lenkte sie ihre Aufmerksamkeit auf Nen-Axas Schwert, das an seinem Gürtel hing. Es sah genauso aus, wie vorher. Alle internen Komponenten, soweit sie sie erkennen konnte, waren an ihrem Platz, und der Kristall glitzerte fröhlich vor sich hin, wie immer. Aber wahrscheinlich war es nur gut vorsichtig zu sein. Cethra konnte gut abschätzen, dass in diesen kompakten Griffen mehr Energie steckte, als es den Anschein hatte. Und der Anschein einer Plasmaklinge versprach schon viel Energie.

Als ihr Meister sie aufforderte Fragen zu stellen, die sie hatte, kamen ihr so viele in den Sinn. Der Lichtschwertkampf, die Reise, das Leben als Jedi und unter den Jedi. Es war so vieles, aber sie konnte schlecht ihren Meister mit Fragen überschütten. Sie würden in einer Woche noch hier sitzen, wenn sie Fragen für alles stellte, das sie wissen wollte. Also schwieg sie einige Sekunden länger und lauschte ihren Gedanken, versuchte sie zu ordnen und ein wenig zu glätten. Was war es, das sie am meisten interesierte. Den Lichtschwertkampf? Es brannte ihr unter den Fingernägeln, wie man so schön sagte, mehr über all das zu erfahren. Aber sie waren ja bereits mitten im Training. Sie würde sicherlich alles erfahren, wenn sie nur geduldig bleib (sie war beinahe geschockt über sich selbst, dass sie diesen Gedanken hatte. Es war so...reif und erwachsen. War sie früher auch so gewesen?). Auch das Leben als eine Jedi. Zum einen steckte sie mitten drin und...ehrlich gesagt wollte sie es auch ein Stück weit für sich selbst erfahren. Andererseits waren allein in diesem Aspekt so viele Fragen, dass sie sich nicht für eine entscheiden konnte. Aber ihr 'Abenteuer', das war eine andere Sache. Dort gab es immer noch sehr viel, das ihr unklar war, völlig abgesehen von den persönlichen Entwicklungen, die sie durchgemacht hatte. Zum Beispiel der Kristall...

Sie holte ihn aus ihrer Gürteltasche und drehte ihn ein wenig zwischen den Fingerspitzen.

"Meister, ich kann den Gedanken an diese Piratenbasis nicht abschütteln. Wenn das hier wirklich ein Lichtschwertkristall ist, besteht dann nicht eine Chance, dass der hier und die Taschen, in denen ich ihn gefunden habe, auch einem jedi gehört haben? Oder jemandem, der zum Orden gehört hat? Vielleicht war das ein Ersatzkristall für ein Schwert oder jemand, der ihn aufgesammelt hat, war unterwegs nach Hause, als er durch das selbe Minenfeld gestoppt wurde wie wir."

Sie steckte den Kristall wieder weg. Sie hatte das Gefühl, dass der Kristall froh war, von jemand freundlichem gefunden worden zu sein. Sie fragte sich, ob sie ihn wohl in ein eigenes Schwert einbauen konnte und wann sie wohl eine Chance dazu bekommen würde. Aber viel unangenehmer und drängender war die Frage, wie dieser Kristall auf diesen Planeten gekommen war.

"Meint ihr, dass vielleicht die Jedi untersuchen sollten, was dort passiert ist? Immerhin wissen wir, was uns erwartet, wir könnten dieses Mal eine normale Landung versuchen."

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[Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum] Nen-Axa, Cethra Jayne

Dass Cethra Jayne nicht sofort eine Frage stellte, bedeutete für Nen-Axa nicht, dass sie keine hatte. Er konnte spüren, dass dem nicht so war: In passiver Weise beobachtete er seine Schülerin auch mit seinen Machtsinnen. Er legte es nicht darauf an, ihr Geheimnisse zu entreißen oder irgendetwas von ihr zu erfahren, das sie selbst nicht äußern wollte; lediglich die Signale, die sie selbst unbewusst aussandte, verstärkten sich dadurch in seiner Wahrnehmung. Deshalb war er ziemlich sicher, dass es eine ganze Menge gab, das sie wissen wollte. Allerdings schien sie erst ihre Gedanken sortieren und zwischen den Fragen, die ihr auf der Seele lagen, mit Bedacht auswählen zu wollen. Das war vernünftig und es wäre zweifellos falsch gewesen, sie zu drängen. Schweigend und scheinbar in sich gekehrt wartete er ab, bis die Miraluka soweit war und tatsächlich eine Frage stellte. Sie offenbarte damit, dass die Erlebnisse auf ihrer ersten gemeinsamen Reise einen hohen Stellenwert in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt einnahmen. Cethra grübelte über den Stein nach, den sie gefunden hatte, und äußerte ihre Sorge, dass dieser einem anderen Jedi gehört haben könnte, dem möglicherweise auf jenem Planeten Unheil wiederfahren war.

»Wir hatten den Gedanken ebenfalls«, antwortete der Jediritter. »Es wäre möglich. Leider kommt es immer wieder vor, dass Mitglieder unseres Ordens von ihren Reisen nicht zurückkehren. Manchmal erfahren wir nie, was aus ihnen geworden ist. Außerdem gibt noch immer Jedi, die nach unserer Vertreibung von Coruscant ins Exil gingen und dieses noch nicht verlassen haben. Wahrscheinlich weiß nicht einmal der Rat, wieviele lebende Jedi es derzeit genau gibt. Niemand kann ausschließen, dass die Leute, die diese Basis betrieben haben, einem Jedi begegnet sind und auf unbekannte Weise seinen Besitz an sich gebracht haben. Vielleicht indem sie ihn töteten.

Aber es gibt auch andere Erklärungen für deinen Fund. Auch andere Leute benutzen Multifunktionsgürtel, die unseren ähneln, und ja, auch andere besitzen unter Umständen Lichtschwertkristalle - manchmal ohne zu wissen, worum es sich handelt, manchmal auch mit voller Absicht. Der Orden der Sith beispielsweise kämpft ebenfalls mit Lichtwaffen, und da dieser mit dem Imperium im Bunde ist, würde das zu der gefundenen imperialen Uniform passen - wenngleich die Sith in überwiegender Zahl rote Kristalle verwenden. Selbst wenn wir annehmen, dass es sich tatsächlich um die Ausrüstung eines Jedi handelt, kann dieser auch auf andere Weise in den Besitz der Gangster gelangt sein. Wer weiß schon, durch wie viele Hände er zuvor gegangen ist...«


Nun zögerte der Arcona kurz, bevor er fortfuhr. Auch er musste seine Gedanken ordnen. Denn der Gedanke, auf den Planeten zurückzukehren, war ihm noch nicht gekommen und es fiel ihm nicht leicht, sich spontan eine Meinung darüber zu bilden. Die Vorstellung löste widerstreitende Gefühle in ihm aus.

»Vielleicht werden wir dorthin zurückkehren. Aber wir denken nicht, dass wir das in nächster Zeit tun werden. Unsere Rolle in dieser Geschichte ist vorerst ausgespielt, denn wir haben die Angelegenheit bereits an die Behörden übergeben und werden auch dem Rat davon berichten. Sie werden entscheiden, was die nächsten Schritte sind. Würden wir nun versuchen, Detektiv zu spielen, würden wir vielleicht mehr Schaden anrichten, als wir nutzen könnten. Jetzt ist die Reihe an professionellen Ermittlern der republikanischen Behörden, des Militärs oder Geheimdienstes. Und bei denjenigen, die möglicherweise der Rat aussendet, wenn er glaubt, dass es nötig oder sinnvoll ist. Wir werden diese Gedanken jedenfalls in dem Bericht erwähnen.

Doch das muss nicht heißen, dass wir tatenlos bleiben müssen. Es gibt auch einiges, was wir von Lianna aus tun können. Der Kristall könnte uns mehr über sich verraten, wenn wir ihn einem echten Kenner zeigen oder einem begabten Seher. Es würde dich außerdem überraschen, wie viel in den Archiven des Ordens steht. Die Informationen, die da auf engem Raum lagern, bergen phantastisches Wissen. Vielleicht lässt sich dort etwas herausfinden über den Stein oder über Jedi, die Reisen in jene Region des Raumes unternommen haben und seither vermisst werden. Wenn du es wünschst, können wir uns dort auf die Suche begeben. Aber versprich dir nicht zuviel davon: Man kann ein Leben damit zubringen, in diesen Texten zu lesen, und trotzdem nicht das finden was man sucht. Nicht immer leitet einen die Macht gleich auf die richtige Spur.«


Nen-Axa erinnerte sich daran, dass er nicht das erste Mal vor so einem Rätsel stand. Von seiner Reise nach Cona hatte er den Nachlass einer Jedi mitgebracht, die im Exil gestorben war. Darin hatte er ein Lichtschwert mit roter Klinge gefunden, das nicht recht zu den übrigen Artefakten gepasst hatte. Ohne einen Beweis zu haben, ging er davon aus, dass es sich um die Waffe eines Sith handelte, hatte aber nicht erfahren oder auch nur erahnen können, wie sie in den Besitz der alten H'nemthe Va'alii Thinos gelangt war. Er dachte oft daran, welches Geheimnis wohl dahinter stecken mochte. Nun gab es eine neue Geschichte dieser Art und abermals bestand die Gefahr, dass niemand sie jemals hören wurde. Nicht jedes Geheimnis wurde gelüftet.

»Behalte den Stein jedenfalls«, sagte er. »Dass er als Beweismittel gebraucht wird, erscheint uns ebenso unwahrscheinlich wie die Möglichkeit, dass sich ein Vorbesitzer finden lässt, der einen Anspruch darauf hätte.«

[Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum] Nen-Axa, Cethra Jayne
 
[Lianna-System | Lianna | Jedi-Basis | Gärten :||: Ima-Gun Di, Joseline, Riyec, Allison, Aredhel, Raiken, Jim / In Erwartung von Matthew]

Er hatte ein ganz mieses Gefühl bei der Sache. Irgendetwas stimmte nicht. Er konnte es sich nicht wirklich erklären, aber er musste seine Waffe wieder bei sich tragen. Etwas regte sich. Eine Erschütterung der Macht. Er wollte auf alles vorbereitet sein. Den Jedi - Orden und dessen Werte schützen. Er fühlte die Dunkelheit. Auch wenn diese noch sehr weit entfernt zu seien schien. Er war so tief in seinen Gedanken versunken, dass er die Anwesenheit von Ima Gun erst sehr spät bemerkte. Er sah ihn an und hörte aufmerksam zu. Dann ging er erstmal kurz in sich.

"Nun gut. Das ist eigentlich nicht anders als das, was du bisher gelernt hast. Du fühlst die Macht. Sie umgibt dich.Selbst, wenn es nur eine unscheinbare Pflanze ist. Du bist mit ihr verbunden. Die Macht ist in jedem Gegenstand und Lebewesen vorhanden. Vergiss, was du einst gelernt hast. "

Er legte eine kurze Pause ein und ließ einen Gegenstand auf den Boden fallen. Dabei handelte es sich um einen kleinen Stein.

"Beobachte diesen Stein. Konzentriere dich nur auf diesen Gegenstand. Alles um dich herum ist nicht vorhanden. Es gibt nur diesen Stein. Benutze die Macht. Versuche diesen Gegenstand zu spüren. Fühle sein Gewicht. Du solltest ihn mit deinem geistigen Auge greifen können. So als wenn du ihn wirklich in deinen Händen halten würdest. "

Er nickte ihm aufmunternd zu.

"Dann versuche ihn zu heben. "


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[Lianna, Jedi Basis - Trainingsraum] mit Nen-Axa

"Ob ich den Stein wohl selbst verwenden kann? In einem eigenen Schwert und falls wir den eigentlichen Besitzer nicht finden, meine ich. Es wäre doch schade, wenn er auf ewig in einem Schrank verschwinden würde." sagte Cet nachdenklich und fügte einen weiteren Gedanken hinzu: "Ich bin mir fast sicher, nach allem, was wir dort gesehen haben, dass der Besitzer des Kristalls ihn nicht freiwillig hergegeben hat."

Während sie geredet hatten war Cet rasch wieder zu Atem gekommen und auch ihre Seite gab wieder einigermaßen Ruhe. Sie bewegte ihren Oberkörper ein wenig zum Test.

"Meister..." fragte sie währenddessen. "Mir ist immer noch nicht vollständig klar, was die Jedi tun, also im Alltag meine ich. Spezielle Missionen und Training werden sicher nur ein Teil sein. Immerhin haben wir so viele Fähigkeiten in allen möglichen Situationen zu helfen...sollten wir das nicht so weit wie möglich ausnutzen. Ich verstehe jetzt schon viel eher, zu was man mit Hilfe der Macht wirklich fähig sein kann."

Sie befühlte das Lichtschwert und murmelte vor sich hin: "Was wohl alles möglich ist..."

Sie dachte ein wenig über die Macht nach. Das Energiefeld ansich, es war für sie immer da gewesen, immer selbstverständlich. Und nun befand sie sich in einer Situation, in der sie plötzlich der Tatsache gewahr wurde, dass sie selbst zu jenen gehörte, die diese Macht nutzten. Doch das war es garnicht, das ihre Aufmerksamkeit in jenem Moment fesselte. Das die Welt größer und die Macht vielschichtiger, als sie bisher angenommen hatte, begann sie bereits zu akzeptieren und aufzunehmen. Aber ihr kam etwas in den Sinn, das sie bei der Geschichte der Lichtschwerter gelesen hatte. Es war bei so genannten Machtschwertern erwähnt worden, sehr frühe Vorgänger der Lichtschwerter. Diese konnten nur mit der dunklen Seite der Macht genutzt werden. Schon ganz zu Anfang ihrer Ausbildung hatte Nen-Axa selbst die dunkle Seite erwähnt und schon damals hatte sie das Konzept nicht ganz begriffen. Und was sie davon beobachtet hatte machte ihr die Sache auch nicht klarer. Ebensowenig dass sie keinen Zugriff auf Querverweise zu dem Thema hatte. Anscheinend wollte man Padawane nicht ungefiltert jeder Information aussetzen. Dennoch, da war diese Frage, und ihr Meister hatte sie ermuntert, Fragen zu stellen.

"Als ich hier anfing hattet ihr mich vor der dunklen Seite gewarnt. Bequemlichkeit, Selbstsucht und so etwas. Aber ich verstehe es nicht wirklich, auch wenn ich viel darüber nachgedacht habe. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Licht und Dunkel für mich nur Namen sind, mehr nicht. Oder weil ich die Macht auf meine eigene Art 'sehe'. Aber was ihr mir damals gezeigt habt...ich wriß noch, dass es sich verändert habt, aber noch immer die selbe Macht war. Und es hat such ja sofort wieder normalisiert, als ihr euch dazu entschlossen hattet. Und diese Piraten? Die waren ja eigentlich 'dunkle Paradebeispiele'. Sie sahen anders aus...aber sie waren in der selben Macht präsent wie wir es auch sind. Ich kann keinen Unterschied in der Macht erkennen, mir scheint es nur ein Unterschied beim Individuum und seinen Absichten zu geben."

Cet fühlte sich in diesem Punkt immer noch recht verwirrt und fragte sch, ob es tatsächlich jemanden gab, der alles verstand. Dann hob sie das inaktive Trainingslichtschwert und betrachtete es eine Weile. Wie war sie vom Lichtschwerttraining zu diesen Fragen gekommen? Sie las viel und hatte dadurch viele Gedankennin ihrem Geist. Vielleicht sollte sie Nen-Axa lieber bitten, noch eine Trainingsrunde mit ihr zu machen, um den Kopf frei zu bekommen.

[Lianna, Jedi Basis - Trainingsraum] mit Nen-Axa
 
[Lianna-System | Lianna | Jedi-Basis | Gärten :||: Ima-Gun Di, Joseline, Riyec, Allison, Aredhel, Raiken, Jim / In Erwartung von Matthew]

Ima-Gun war zufrieden damit dass Raiken darauf einging, ihm den Trick zu zeigen den er gerade vorgeführt hatte. Das ganze wirkte eigentlich ziemlich spannend, sodass der Nikto praktisch jedes der Worte seines Gegenübers in sich aufnahm. Dieser erklärte ihm dass die Macht einen umgeben würde, man mit ihr verbunden sei, und sie eigentlich überall vorhanden sei. Das würde wohl erklären wie die erfahreneren Jedi in der Lage waren, an jedem Ort die gleichen Fähigkeiten einzusetzen.

Der Ritter ließ einen kleinen Stein auf den Boden fallen, und befahl Ima-Gun dann sich auf diesen zu konzentrieren. Er sollte alles in seiner Umgebung ausblenden und sich nur auf diesen Gegenstand fokussieren, ihn spüren und mit einer unsichtbaren Hand greifen. Er schloss seine Augen, atmete einmal tief durch und streckte die Hand über dem Stein aus. Dieser lag circa einen Meter unter seinen Handflächen, es war praktisch unmöglich ihn von dort aus zu heben. Dennoch versuchte er sich darauf zu konzentrieren. Er rief sich wieder die Worte von Meisterin Joseline ins Gedächtnis, und erfasste erstmal die Umgebung um ihn herum. Er begann den Boden unter sich zu spüren, dann Raiken und als nächstes die anderen im Raum. Ja, er konnte wahrnehmen wie sie um ihn herum standen, das war nicht das Problem. Zwar blieb die Wahrnehmung etwas zaghaft und getrübt denn er konnte nicht genau sagen wer wer war, aber er wusste, es gab auch andere Lebewesen hier. Manche waren stärker, manche schwächer in der Macht, aber da.

Dann, nach einiger Anstrengung den besagten Gegenstand von den anderen Dingen unterscheiden zu können, erfasste er den Stein. Er war eben klein, und eigentlich ziemlich leicht, aber hart. Ein Stein eben. Er konnte als nächstes seine Glatte Oberfläche spüren, sie war so fein, kaum wahrzunehmen. Als ihm der Jedi riet, ihn zu heben, versuchte er es zunächst, in dem er der Macht praktisch sagte, tu es. So funktionierte das aber nicht. Er versuchte also den Stein in seinem Geist fester zu greifen, dann begann er sich auch mühelos zu heben. Zuerst langsam, dann immer schneller flog nach oben und landete letztlich in der Hand des Schülers. Er drehte die Hand einmal und, siehe da, der kleine Stein befand sich auch in seiner Hand. Ein echtes Erfolgserlebnis! Ein lächeln entnahm man dem Nikto bevor er sich an den Jedi wandte:"Das funktioniert ja wirklich! So schwer war das gar nicht!".

[Lianna-System | Lianna | Jedi-Basis | Gärten :||: Ima-Gun Di, Joseline, Riyec, Allison, Aredhel, Raiken, Jim / In Erwartung von Matthew]
 
[Lianna - Jedi-Basis - Garten | Allison mit Joseline, Ima-Gun, Riyec, Aredhel, Raiken, Jim sowie in Erwartung von Matthew]

Das Lächeln der Jedi-Rätin machte die junge Padawan nur noch glücklicher. Immerhin hieß das, sie würde noch eine Chance bekommen und könnte weiterhin an sich arbeiten. Sie konnte anderen helfen, so wie sie es wollte. Die Antworten der Jedi brachten sie zum schmunzeln. Da meinte sie glatt, sie wäre etwas schwieriger. Nun durchaus, sie waren nicht ein und diesselbe Person, trotzdem erschien es der Padawan so, dass sie eine gute Meisterin gefunden hat. Schließlich erwiderte sie sogar ihre abrupte Umarmung und klopfte ihr zudem noch auf die Schulter.
Andererseits erörterte ihr die Rätin sogleich, dass sie nun umso mehr sich mit anderen beschäftigen müsse. Eine bittere Ironie, nicht wahr? Schon klar, so schüchtern wie früher war sie lange nicht mehr, aber würde es nicht bedeuten, wenn sie jetzt Mist baute, würde sie auch Joseline in ein schlechtes Licht stellen? Schon oder?
Hmm... das verkomplizierte die Sache, aber nun ja, andererseits hieß das auch nur, dass sie sich mehr anstrengen müsste. Da gab es bestimmt schlimmeres. Und dann meinte die blinde Frau, welche nun ihre Meisterin war, sie würde mit ihr ein Einzeltraining machen, allerdings mussten sie sich zuerst um die Gruppe kümmern. Insgeheim war sie schon froh darüber, so konnte sie erstmal alles auf sich wirken lassen. Außerdem glaubte ein kleiner Teil von ihr, dass sie gerade träumte und nichts davon in Wirklichkeit passieren könnte. Verdammt, dass war viel zu cool, um wahr zu sein!


"In Ordnung, ich schätze, es ist sowieso besser, wenn ich erstmal dass alles verdauen kann. Aber natürlich freue ich mich schon darauf, mich beweisen zu können", meinte sie hoffnungsvoll und schenkte ihr ein breites Lächeln.

Es dauerte gar nicht lange, da standen die beiden auch schon wieder unter der Menge. Wie es aussah tratschten manche auch schon wieder über die Macht und ihre Fähigkeiten. Joseline nahm sich zudem kein Blatt vor den Mund und stellte Allison schnurstracks als ihre neue Padawan vor. Irgendwie peinlich und sie hoffte inständig, dass sie nicht rot anlief. Daraufhin schenkte ihr Ima-Gun ein aufmunterndes Zwinkern, gleichzeitig schien er jedoch etwas schockiert zu sein. Nun, die Dunkelrothaarige wunderte sich nicht besonders darüber, immerhin war es ja doch recht plötzlich geschehen und noch dazu war es nie ganz einfach als Neuling sich hier einzufinden. Sicher es funktionierte doch recht schnell, aber insgeheim wollte natürlich jeder schnell einen passenden Meister finden, dabei wusste die Padawan mittlerweile, dass der Meister einen aussuchen würde, wenn man es am wenigsten annahm. So wie zum Beispiel gerade eben, sie selbst hatte schließlich geglaubt, ihr würde eine Strafe drohen. Tja, so schnell veränderte sich das Leben.
Während sie mal wieder in ihren Gedanken hing, verfolgte sie ein wenig das Gespräch zwischen dem Jedi-Ritter Raiken und dem Nikto. Der Jedi setzte Leviation ein, was immer wieder durchaus beeindruckend war. Würde sich Allison jemals an den Anblick gewöhnen? Vielleicht eines Tages.
Wie von einem Neuankömmling zu erwarten, fragte er bereits wie er das gemacht hatte.
Wenn man sie so etwas fragen würde, würde es ihr wahrscheinlich ziemlich schwerfallen, dass zu erklären. Aber sie fand Raiken machte sie gut dabei, dem Nikto die Macht näherzubringen. Erwartungsvoll richtete sie sich wieder zu Ima-Gun und war gespannt, was er bewerkstelligen könnte.
Und sogleich erhob sich der Stein ein wenig vom Boden. Der Glückliche, sobald sie sich an ihre erste Übung erinnerte, ist ihr dass doch instinktiv schwergefallen. Nun, vielleicht lag dass aber auch an ihrer Unsicherheit, die sie ständig verfolgte. Hmm... vielleicht lag es auch an etwas ganz anderem.


"Super, Ima-Gun, du lernst wirklich schnell", lobte sie ihn grinsend.

[Lianna - Jedi-Basis - Garten | Allison mit Joseline, Ima-Gun, Riyec, Aredhel, Raiken, Jim sowie in Erwartung von Matthew]
@Joseline: okay^^ ist angekommen ;P Aber zu dem Zeitpunkt war ich so mit meinen Gedanken am Ende, dass mir nichts besseres eingefallen ist ö.O Studium zerstört geistiges Eigentum :-)
Deshalb bin ich erst heute zum schreiben gekommen *seufz* tut mir schrecklich leid!!!
 
[Lianna | Lola Curich | Jedibasis | Gänge] Morguul Mereel

Die letzten Wochen waren wie im Flug vergangen. Auch wenn Morguul noch keinen Meister in all dieser Zeit gefunden hatte, ließ er sich nicht unterkriegen. Er wusste das viele Jedi unterwegs waren, vor allem nach Coruscant und dem alten Jedi-Tempel, und er wusste, das Geduld definitiv ein wichtiger Faktor im Leben eines Jedi war. In dieser musste er sich üben. Doch es war auch zum Teil seine Schuld. Durch die Erkenntnis geleitet, das er als Jedi eines Tages die Republik und ihre Bürger und Werte schützen müsse, hatte er ein außerordentliches historisches Interesse entwickelt. Natürlich, er hatte im Laufe seines Lebens viele Geschichten gehört, angefangen von der Rebellion gegen das Imperium bis zur Gründung der Republik, aber wirklich Ahnung hatte er nicht. Er hatte dies ändern wollen und hatte deshalb viele Stunden und Tage in der Bibliothek verbracht und historische Darstellungen studiert. Sicher hatte hierunter auch die Kontaktaufnahme zu anderen Bewohnern der Basis gelitten. Zugleich hatte er sich auch in der Meditation geübt. Hin und wieder überkamen ihn Panikattacken und Alpträume, die den Tod seines Bruders zum Inhalt hatten. Diese versuchte er, zuletzt immer erfolgreicher, durch Meditation zu bekämpfen. Auch hatte er seine Fähigkeit die Macht und durch sie die Umgebung wahrzunehmen geschult. Es gelang immer besser, auch wenn er noch weit davon entfernt war dies in jeder Situation, vor allem in stressigen, anwenden zu können. Neue Techniken hatte er nicht erlernt, doch das Studium der Geschichte hatte ihm einfach viel mehr Spaß bereitet. Vor allem hatte dieses Schwelgen in Vergangenheit von der Gegenwart und Gedanken an seinen Bruder abgelenkt.


Er schlenderte durch die Gänge der Basis und dachte an die Schlachtberichte, die er gerade gelesen hatte. Sie bezogen sich auf die Rückeroberung des Corellian Run. Er hatte augenscheinlich die Zeitgeschichte erreicht. Ihm war aufgefallen das auch Jedi in den Kämpfen verwickelt gewesen waren. Seine Gedanken drifteten ab und er stellte sich vor, wie er, gekleidet in seine Beskar’gam und mit einem Lichtschwert bewaffnet, die Truppen der Republik in die Schlacht führte.
Halt, ermahnte er sich innerlich, Jedi waren Hüter des Friedens, keine Soldaten. Und dennoch beteiligten sich immer wieder einige an den Kämpfen. Irgendwie Paradox. Er selbst trug die klassischen Jedi-Roben, die den Bewohnern der Basis zur Verfügung gestellt wurden. Seine Beskar’gam und den schwarzen Unterzieher hatte er schon länger nicht mehr getragen. Ihm war aufgefallen, welch martialischen Eindruck er damit hin und wieder hinterlassen hatte. Vielleicht glaubte er auch so einen Meister zu finden, wenn er sich schon wie ein Jedi kleidete…

Er kam bei den Gärten vorbei und sah eine Ansammlung von Personen. Einige schienen sich in ihren Fertigkeiten zu üben. Morguul schien keinen von ihnen schon mal begegnet zu sein und beschloss aus einiger Entfernung zuzuschauen. Eigentlich wollte er in sein Quartier zurück und sich weiter in der Meditation üben, aber vielleicht würde es hier noch interessant werden.


[Lianna | Lola Curich | Jedibasis | Gärten] Morguul Mereel, Allison mit Joseline, Ima-Gun, Riyec, Aredhel, Raiken, Jim sowie in Erwartung von Matthew
 
Lianna - Straße nach Lola Curich - mit Markus

Ausgelaugt zügelten die beiden Jedi das Tempo. Elise rann der Schweiß von der Stirn doch der luftdurchlässig Anzug sorgte dafür, dass sie ihre Körpertemperatur schnell wieder an die Umgebung angleichen konnte. Markus war sichtlich unangestrengter als die Alderaanerin. Neidisch blickte die kleinere Padawan ihren Meister an und musste sich dabei schon mit den Händen in den Seiten stützen, um sich von dem morgendlichen Lauf zu erholen. Der Jedi-Meister betrachtete sein Anhängsel ebenfalls und Elise winkte ab, frei nach dem Motto, "geht gleich wieder", und schnaubte, was das Zeug hielt. Während Thearterra noch, war Elise fit und trainiert und sie war frustriert darüber, wie schnell ihr Körper sich an das Liegen und den langen Schlaf gewöhnte. Wie in Stasis hatte sie die letzten Wochen und Monate verbracht. Hatte ihr Körper sie zwischenzeitlich schon aufgegeben? Elise wollte nicht mehr unter der kürzlichen Anstrengung leiden. Sie streckte sich durch und schaute den Corellianer fest entschlossen an.

Als sich ihre Gedanken auf den Willen fokussierten, kein all zu schlechtes Bild vor ihrem Meister abzugeben, ging ein Ruck durch sie, als würde sie jemand von innen stoßen. Eine Art Impuls, der sie vollständig aufrappelte, und ihre leichte Erschöpfung vollständig wegwusch. Mit großen, verwirrten Augen schaute sie an sich herunter und legte erst die rechte, dann die linke Hand auf die Lunge. Es dauerte noch weitere zwei Momente bis sie verstand. Sie hatte, mal wieder, die Macht benutzt, ohne es zu beabsichtigen, oder es zu wollen.

"Praktisch."

Dachte sie laut und lächelte stolz zu Mark.

Nachdem sie die Stadt betreten hatten und die Padawan sich neugierig in der Stadt umsah, schien der Jedi-Wächter das Bedürfnis zu hegen, mehr von Elise zu erfahren. Er forderte sie auf, etwas über sich zu erzählen. In letzter Zeit kam das irgendwie vermehrt vor, dass Markus begann gesprächiger zu werden. Auch wenn die Masse an Output nicht gerade übermäßig war.

"Meinen Namen kennt Ihr." begann sie mit einer Handbewegung die Selbstverständlichkeit ausdrückte. Sie schaute gen Himmel, um zu überlegen was sie von sich preisgeben sollte. " ... ich war früher ein Jüngling. Auf Corellia. Ich bin aber erst kurz vor Thearterra zum Orden zurückgekehrt." fuhr sie fort. Sie erzählte wild durcheinander. " ... ich komme von Alderaan, genauer gesagt aus einer kleinen Stadt namens Port-Morl. Eine kleine Hafenstadt, dort gibts den besten Fisch der Galaxis, das schwöre ich dir. Ich meine euch."

Elise kam in Fahrt. "Ich habe nicht viele Erinnerungen an mein Leben vor der Basis hier auf Lianna, ich war Sieben oder Acht. Mein Vater kümmert mich nicht und ich bin froh, dass ich endlich einen Sinn für mich gefunden habe. Ich mag das Abenteuer und den Nervekitzel, kann essen ohne dick zu werden und bin ein Fan von Chimbakwein. Ich vermisse den Geschmack von Chimbakwein ..." Erzählte sie während die beiden mit langsamen Schrittes durch die Gassen gingen. Elise musste aufpassen, nicht all zu sehr in Gedanken zu schwelgen, rempelte sie doch fast einen Ithorianer um. Die lange Hauptstraße, auf der sie gingen mündete in einem offenen Markt auf dem reges Treiben herrschte.

"Wolltet ihr etwas bestimmtes wissen, Meister?"

Der Blick der Padawan schwenkte zu dem Markus herüber.

"Wie steht's mit euch? Wer seid ihr, Meister Finn?"

Während das ungleiche Paar erzählte erreichten sie den Markt. Dort gab es eine riesige Auwahl an Ständen und kleinen Geschäften, vor denen sich unterschiedlich große Trauben von allen möglichen Spezies der Galaxis tummelten. Einige Marktschreier priesen frische Produkte an, die sie mit Leichtigkeit an den Mann und an die Frau brachten. Die Alderaanerin rieb sich die Hände und blieb mit Markus vor einem der Stände stehen. Der Duft der von den Waren ausging war süßlich. Allerhand Früchte und Gemüsesorten, aber auf der anderen Seite auch verschiedene Fleischsorten wurden hier angeboten.

Während der Jedi-Meister seine Geschichte erzählte knabberten die beiden ein paar lokale Früchte um wieder Energie zu tanken. Elise genoss den Traubenzucker, der aus ihrer Frucht kam. Ihr Körper sog die Vitamine förmlich ein.

Lianna - Lola Curich - Markt - mit Markus
 
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[Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum] Nen-Axa, Cethra Jayne

Nen-Axa nickte, als Cethra Jayne fragte, ob sie den gefundenen Stein möglicherweise in eine eigene Waffe verbauen könnte.

»Durchaus möglich«, antwortete er. »Nicht jeder Kristall passt in jede Waffe und zu jedem Jedi. Doch wenn es an der Zeit ist, werden wir das herausfinden.«

Dann stieß seine Schülerin in einen ganz anderen Bereich vor. Sie kam auf ein Thema zurück, das sie kurz nach ihrer Ankunft im Orden bereits einmal angeschnitten hatten, ohne es jedoch tiefer zu erörtern. Es war ein wichtiges und zugleich schwieriges Thema, bei dem es nicht verwunderlich war, dass viele Fragen offen geblieben waren. Die Miraluka fragte nach der dunklen Seite der Macht, denn so richtig verstanden hatte sie nicht, was es damit auf sich hatte und welche Art von Gefahr von ihr ausging.

»Selbst die Weisesten verstehen das Mysterium der Macht nicht völlig«, begann er und fand im gleichen Moment, dass seine Worte ziemlich leer klangen. »Entschuldige die Platitüde; leider gehöre ich nicht zu den Weisesten. Aber wir haben viel gelesen, das klügere Köpfe geschrieben haben, und vieles von unseren eigenen Meistern gelernt. In vielen Punkten sind sich die Gelehrten des Ordens über die Jahrtausende hinweg fast völlig einig und nur selten findet man Meinungen, die vom allgemeinen Konsens abweichen. Aber die Frage, die du stellst, gehört nicht dazu. Wahrscheinlich ist es einer der größten Streitpunkte innerhalb der Jedi-Philosophie: Was genau ist die Dunkle Seite?

Der Begriff zeigt schon, dass viele Jedi der Meinung sind, dass es sich bei der Dunklen und Hellen Seite um zwei verschiedene Aspekte von ein und derselben Kraft handelt. Unterschiedliche Ausprägungen, welche die Macht annehmen kann, Bestandteile eines Großen Ganzen, die ebenso wenig allein existieren können wie Licht und Schatten. Die Macht ist allumfassend und allgegenwärtig und es gibt diverse Möglichkeiten, Zugang zu ihr zu erlangen, wobei der Weg der Jedi nur einer unter vielen ist. Andere - wie die Umtriebe der Sith - stehen ihm so völlig konträr gegenüber, dass es schwer fällt, sie überhaupt als zusammengehörig zu betrachten. Aber man kann argumentieren, dass unsere Auffassungsgabe als weltliche, sterbliche Wesen einfach zu begrenzt ist, um einen Überblick über das Große Ganze zu erlangen. Wir sehen immer nur einen Aspekt, die Zusammenhänge bleiben uns verborgen. Doch die Verfechtern dieser Betrachtungsweise zweifeln nicht daran, dass es diese Zusammenhänge gibt: Nur durch sie ist es überhaupt möglich, die Macht als eine Einheit zu betrachten.

Das ist aber nicht die allgemeingültige Ansicht. Es gibt durchaus Jedi und andere Philosophen, die glauben, dass die Dunkle und Helle Seite zwei gänzlich unterschiedliche Kräfte sind, die ständig im Widerstreit zueinander stehen und völlig unvereinbar miteinander sind. Diese Annahme stützt sich auf die Beobachtung, dass es extrem schwer ist, einen Mittelweg zu wählen. Manchen soll es angeblich gelungen sein, doch die allermeisten Machtanwender, von denen wir je gehört haben - Jedi, Sith und auch andere - tendieren klar zu einer Seite oder wandeln auf einem sehr, sehr schmalen Grat. Jedenfalls gibt es sowohl in der Art der Kräfte selbst als auch in der Weise, Zugang zu ihnen zu erlangen, deutliche Unterschiede, also liegt die Vermutung nahe, dass auch ihre Quelle eine unterschiedliche sein könnte. Dann gäbe es tatsächlich nicht ein allumfassendes Kraftfeld, sondern zwei oder sogar mehrere, die nur vom Betrachter als Einheit wahrgenommen werden - abermals aufgrund unseres eingeschränkten Blickwinkels. Ein verstorbener Jedimeister mit dem sperrigen Namen Ialtotontrinian ging davon aus, dass es den oft zitierten ›Willen der Macht‹ nicht gibt, sondern dass eine Vielzahl unterschiedlicher ›Willen‹ mit unterschiedlichen Zielen und Moralvorstellungen existieren, vergleichbar mit den vielfältigen Götterhimmeln polytheistischer Religionen.

Für beide Ansichten lassen sich Belege finden, aber endgültig beweisen lässt sich keins von beidem. Alte, erfahrene Jedi, deren Weisheit und Verbundenheit mit der Macht wir niemals anzweifeln würden, kommen da zu völlig unterschiedlichen Schlüssen und ändern ihre Meinung manchmal auch. Jedi-Rat Alvion Simen beispielsweise hat bis zu seinem Tod mehrere Schriften verfasst, in denen er mal die eine, mal die andere Sichtweise bevorzugt, je nachdem, in welchem Abschnitt seines Lebens sie entstanden sind.

Und dann ist da noch eine dritte Sichtweise: Manche meinen, so etwas wie eine Dunkle oder Helle Seite existiert überhaupt nicht. Dass es sich nicht um unterschiedliche Kräfte beziehungsweise unterschiedliche Ausprägungen einer Kraft, sondern lediglich um einen unterschiedlichen Einsatz ihrer Möglichkeiten handelt. Du hast gerade gesagt, dass sich das mit deinen Beobachtungen deckt, und vielleicht stimmt es auch. Diese Philosophie, die übrigens auch von namhaften Ordensmitgliedern wie Relias Barrow geteilt wurde, geht davon aus, dass alles Üble, das zum Beispiel von den Sith verübt wird, nicht von der Macht kommt, sondern aus den Herzen und Seelen derjenigen, die sie benutzen. Meister Zran hingegen...«


Nen-Axa unterbrach sich mitten im Satz, runzelte die Stirn, kratzte sich an der linken Kopfhälfte und sagte dann:

»Entschuldige! Wir haben uns von etwas mitreißen lassen. Was habe ich mir nur dabei gedacht... Wahrscheinlich ist deine Verwirrung jetzt größer als zuvor!

Wir werden es noch einmal versuchen und dir lieber erzählen, wie wir selbst die Sache erlebt haben. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Die Gefahr ist real. Ob sie aus der Macht selbst stammt oder aus der Natur der Wesen, die sie anwenden, ist eine interessante Frage für Philosophen, ist aber nur eine geringe Hilfe, wenn man sich selbst mit diesem Problem konfrontiert sieht. Wir habe es erlebt. Ich selbst habe gespürt, wie die Dunkle Seite wirkt. Du vergisst für einen kurzen Moment deine Hemmungen, gibst dich deinen urtümlichen Trieben hin... und plötzlich ist da das berauschende Gefühl von Größe und Erhabenheit. Der Eindruck, dass du alles erreichen kannst, wenn du es nur willst - der Weg zur Allmacht tut sich vor dir auf, und im Vergleich dazu wirkt alles andere so winzig klein! All deine Sorgen scheinen plötzlich unbedeutend, alle Probleme lösbar. Und alle Gesetze und Moral erscheinen dir nur noch als lästige Hindernisse, erfunden von niederen Wesen, die Angst vor deiner Größe haben und dir deinen Erfolg neiden. Das Recht des Stärkeren erscheint gar nicht mehr so abwegig, wenn man sich selbst als der Stärkste fühlt...

Ich habe es kurz nach dem Tod meiner Frau erlebt. Da saß ich in den Scherben meines Lebens mit zwei kleinen Kindern, die ihre Mutter verloren hatten. Der Verlust hatte uns schwer getroffen. Wir waren außer uns vor Trauer und Verzweiflung, die in meinem Fall irgendwann in Zorn umgeschlagen sind. Ich wollte, dass die Schuldigen bestraft werden. Und als ich einen Drogendealer fand, der meiner Meinung nach verantwortlich für ihren Tod war, da ließ ich zu, dass mich meine Wut übermannte. In diesem Augenblick hat sich meine Begabung für die Macht manifestiert. Du weißt, wie man Dinge mit der Macht greifen kann - aber wärst du auf die Idee gekommen, dass man sie nutzen kann, um jemanden am Hals zu packen, in die Luft zu heben und langsam zu erdrosseln? Der Mann hat es überlebt, aber nur deshalb, weil ich ihn verfrüht für tot hielt und von ihm abließ.


Wir könnten jetzt sagen, dass ich in diesem Moment aufgrund der besonderen Umstände nicht zurechnungsfähig war. Das Schlimmste ist aber, dass es sich richtig angefühlt hat, auch lange Zeit danach noch. Es widersprach allem, woran ich glaubte, und dennoch fühlte ich mich großartig. Fast hätte ich die Macht genutzt, die mir plötzlich in den Schoß gefallen war, um zu einer Art Dunklem Rächer zu werden, der blutige Jagd auf Conas Unterwelt macht. Mit brutalen Mitteln und ohne Rücksicht auf Verluste - trotzdem hätte ich dabei wohl noch gedacht, auf der Seite von Recht und Ordnung zu stehen. Nur die Sorge um die Zukunft unserer Kinder hat mich davon abgehalten, diesen Weg zu gehen. Als mir irgendwann der Gedanke kam, dass auch sie nur Ballast wären, der mich von Höherem abhält, stellte sich glücklicherweise die Erkenntnis ein, in welche Richtung ich mich entwickle. Stattdessen habe ich bei den Jedi Hilfe gesucht und gefunden. Und wir haben schnell erkannt, dass ich nicht der einzige bin, der solche Erlebnisse hatte. Es sind erstaunlich viele, die einmal an dieser Schwelle standen, Leute, denen du niemals zutrauen würdest, dass etwas abgrundtief Unmoralisches in ihnen lauert. Leider gibt es viel mehr Jedi, die dem einfachen, schnellen Weg der Dunklen Seite verfallen, als solche, die den mühsamen Weg zurück finden.

Mögen sich die Philosophen weiter streiten, ob das Böse von der Macht oder von uns selbst kommt oder eine eigenständige Kraft im Universum ist. Egal woher es stammt, wir müssen die Dunkelheit in uns bekämpfen! Die Jedi mahnen deshalb unablässig zur Ruhe und Besonnenheit, weil nur jemand, der aufmerksam in sich hinein hört, erkennen kann, welche seiner inneren Stimmen ihn leitet. Die Grenze zwischen Weisheit und Selbstgefälligkeit ist genauso dünn wie die zwischen Vernunft und Kaltherzigkeit oder die zwischen Gerechtigkeit und Rache. Cethra, hüte dich vor allem vor der Rache!«


Der Klang seiner eigenen Stimme, der im Trainingsraum verhallte, ließ den Arcona erschaudern. Die Wahrheit, die in seinen Worten steckte, sprach er nur sehr ungerne aus. Ebenso unlieb war es ihm, an seine Erlebnisse mit der dunklen Seite und die Gefühle damals erinnert zu werden. Aber er hatte seiner Schülerin am Tag zuvor mit voller Überzeugung gesagt, dass man sich seiner Vergangenheit nicht einfach entledigen konnte, sondern langsam lernen musste, über sie hinauszuwachsen. Ein Prozess, der auch bei ihm selbst noch lange nicht abgeschlossen war. Er hatte viel erreicht, seit er seine Heimat verlassen und auf Lianna Zuflucht gesucht hatte, aber manchmal hatte er das Gefühl, noch ganz am Anfang zu stehen. Das waren die Momente, in denen er auch zweifelte, ob er zum Lehrer taugte. Auch jetzt war er nicht sicher, ob jemand wie er, der seine eigenen inneren Dämonen manchmal nur mit Mühe im Griff hatte, in der Lage war, jemand anderen darin anzuleiten.

»Was meinst du - wollen wir nach draußen gehen und einen Spaziergang machen? Ein wenig frische Luft und warmes Sonnenlicht täte uns gut, oder?«

[Lianna | Lola Curich | Jedi-Basis | Trainingsraum] Nen-Axa, Cethra Jayne

Die Namen der Jedi-Philosophen sind spontan von mir erfunden und können getrost gleich wieder vergessen werden.
 
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Das Lob von Allison erfreute den Nikto natürlich:"Danke!", erwiderte er lächelnd. Dass er es geschafft hatte den Stein vom Boden aus in seine Hand zu befördern war an sich vielleicht nichts besonderes, aber an sich war es für ihn etwas besonderes. Nur zu gern errinnerte er sich an den Kampf gegen seine Partnerin, als sie ihm sein Schwert aus der Hand riss. Vielleicht instinktiv, aber trotzdem beeindruckend und überaus mächtig. Was man mit dem levitieren blos alles anstellen konnte?

"Wie wäre es mit...", an selbstüberschätzung war der junge Nikto wohl kaum zu überbieten, aber er besaß nun mal den Ehrgeiz das beste aus sich zu machen:"..dem hier!". Er wies auf eine Blumenvase welche prächtig aufblühte und gegen eine Wand gelehnt war. Sie war zwar nicht allzu groß und schwer um sie physisch zu heben, aber im gegensatz zum kleinen Stein war der Größenunterschied immens. Er atmete einmal tief ein und aus, dann schloss er die Augen....

Wieder versuchte er sich auf den Gegenstand zu fokussieren: er versuchte alle um ihn herum auszublenden, obwohl er sie wahrnehmen konnte, er tat so als könne er die Macht kontrollieren. Dann erfühlte er das Leben in der Vase, nämlich die Pflanze selbst, versuchte sie zu greifen, doch er wusste nicht wie. Er streckte Beide Hände aus als ob sie ihm Helfen könnten das Gefäß zu greifen, und ja es gelang vorerst. Er versuchte es dann mit aller Kraft zu heben, doch... es gelang ihm nicht.

Noch einmal atmete er tief durch und setzte all seine Kraft in das Heben der Vase, sie rüttelte leicht und begann sich um wenige Millimeter zu bewegen. Mit seinem ganzen Einsatz wollte er sie heben, dann bewegte sich die Vase leicht nach oben kehrte aber auch schon bald in ihre ursprüngliche Position zurück.

Etwas verlegen schaute er um sich:"Ich werde wohl noch ein wenig üben müssen", sagte er mit einem schmunzeln. Dass das Gefäß so schwierig sein würde, nun das hatte er nicht erwartet. Doch da erblickte er auch schon ein neues Gesicht (Morguul Mereel), und schaute diesem jemand in die Augen. Er beobachtete sie, und der Nikto hob die Hand zum Gruß. Womöglich würde er an ihren Übungen teilnehmen?

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Raiken beobachtete jede Bewegung des Nikto. Dieser machte seine Sache sehr gut. Er konnte dessen Macht förmlich spüren. Durchaus regte sich auch Unsicherheit, aber er war auf dem besten Wege ein Jedi zu werden. Eins mit der Macht zu sein.

Der Stein, welchen er auf den Boden gelegt hatte, begann sich zu bewegen. Schließlich schwebte dieser in der Luft und landete in der Hand des Schülers. Dessen Freude war kaum zu übersehen. Er hatte es geschafft. Raiken war stolz auf ihn. Er wollte kurz etwas sagen, jedoch wurde er davon abgehalten, da er bereits den Zuspruch einer Padawan bekam.
Und eine weitere Präsenz betrat den Raum. Auch in ihm war die Macht sehr stark.


Danach wurde der Padawan etwas übermütig und versuchte einen anderen Gegenstand zu erfassen. Raiken schmunzelte. Er wusste schon, was jetzt passieren würde. Er beobachtete den Nikto und ging dann langsam auf ihn zu.

"Du hast alles richtig gemacht. Nur wurdest du etwas übermütig. Ansich wäre es dir mit Sicherheit gelungen auch diesen Gegenstand schweben zu lassen. Aber du hast dich ablenken lassen. Das passiert nun mal. "

Er legte seine Hand auf die Schulter des Nikto und sprach zu ihm durch die Macht. Damit nur er diese Botschaft hören konnte.

"Wenn du möchtest, würde ich dir gerne helfen ein Jedi zu werden. Suche mich in meinem Quartier auf. Ich erwarte dich dort. "

Dann verließ er den Trainingsraum.

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Ja, Raiken verstand was das Problem des Nikto war, er ließ sich allzu leicht ablenken, und war durchaus übermütig. Glücklicherweise akzeptierte er dass, und erklärte ihm dass es nicht so schlimm wäre. Das war gut zu wissen! Schließlich wollte er ein echter Jedi werden, und in seiner Heimat auf Kintan wurden Fehler ganz anders gehandhabt. Man bekam weder Lob noch Unterstützung, es war kein Recht sondern eine Pflicht Leben zu können und den Hutten zu dienen. Würden diese schleimigen Wesen Machtnutzer ausbilden... Nun es wäre ein weitaus strammeres Trainingsprogramm vorhanden.

Plötzlich hörte Ima-Gun eine Stimme, wie aus dem nichts erscheinend. In seinem Geist hörte er Raiken sprechen, aber als er ihn ansah konnte er nicht wahrnehmen dass er seinen Mund bewegte. Es war sehr merkwürdig, doch was er ihm sagte war noch weitaus interessanter. Raiken würde ihm helfen ein echter Jedi zu werden! Er sollte ihn nur in seinem Quartier aufsuchen, dann ging der Ritter auch schon.

Leicht verbeugte sich der Nikto von den anderen und bat um Entschuldigung, dann folgte er dem Ritter so gut es ging, doch verlor er ihn auch wieder schnell. Er war ziemlich schnell unterwegs, und Ima-Gun wusste eigentlich gar nicht wo sich sein Quartier befand. So schnell es ging lief er an den Haupteingang, in der Hoffnung bei einem Droiden die Quartiernummer zu erhalten, und siehe da, er erhielt sie auch. Sofort ging er schnellen Schrittes zum Ort des Ritters, völlig aufgeregt darüber wie er ihm helfen konnte ein Jedi zu werden. Würde er.. würde er ihn zu seinem Schüler machen? Wirklich? Voller Erwartung klopfte er an die Tür des Quartiers.

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Raiken war schon gespannt, ob Ima-Gun Di seinem Aufruf nachkommen würde. Er nahm seinen Sitz in der Lotus- Haltung ein, wie einst sein Meister es immer getan hatte. Durchaus, war er etwas nervös. Er hatte noch nie jemanden unterwiesen. Aber er war in der Lage gewesen ihm etwas beizubringen. So schlecht konnte er als Lehrer gar nicht sein. Er griff mit der Macht hinaus und konnte seine Aura spüren. Er bewegte sich langsam auf ihn zu. Dann klopfte es bereits an der Tür. Mit der Macht öffnete er die Tür.

"Ich habe dich bereits erwartet. Freut mich, dass du mir Gesellschaft leistest.Setz dich."

Er hatte bereits kleinere Vorkehrungen getroffen, indem er mehrere Gegenstände um sich auf dem Boden verteilt hatte, welche er nun schweben lies.

"Diese Technik nennt sich Levitation. Wie du siehst, ist es mir möglich mehrere Gegenstände gleichzeitig schweben zu lassen. Und ich spreche mit dir. Auch du wirst bald in der Lage sein , ähnliches zu vollbringen. Wenn du dich richtig konzentrierst, wirst du das sehr schnell bewältigen können. "

Er ließ die Gegenstände wieder auf den Boden sinken und nickte dem Padawan aufmunternd zu.

"Es ist nicht wichtig wieviele Gegenstände du schweben lässt. Es geht darum, dass du dir für den Anfang einfach mal ein paar Gegenstände zu Gemüte führst. Fühle sie und hebe sie an. Ich werde dir dann sagen ob du es geschafft hast oder nicht. Es kann gut sein, wenn du deine Augen öffnest, dass sie dann runterfallen. "

Er atmete tief durch.

"Wenn du bestimmte Fragen hast, darfst du sie mir natürlich stellen. Ich mag zwar etwas harte Methoden benutzt haben. Aber sei gewiss, dass ich dir immer zuhören werde. Und auch darauf achten werde, dass du nicht verletzt wirst. "


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Die Tür an die der Nikto noch gerade eben geklopft hatte ging wie von Zauberhand auf. Er konnte sich jedoch denken dass sie von jemandem geöffnet wurde, und zwar durch die Macht - denn genau ein paar Meter ins Quartier hinein erkannte er auch den Ritter in einer besonderen Position auf dem Boden sitzend. Er schloss die Tür und folgte der Aufforderung sich zu setzen. Der Jedi hatte bereits einige Gegenstände vor sich positioniert und ließ sie auch schweben während er redete. Das schaffte er also anscheinend ohne die Augen zu schließen, und dass auch ohne sichtliche Anstrengung, als ob es etwas selbstverständliches wäre.

Ima Gun wurde erklärt dass sich diese Technik Levitation nannte, und dass er sie ebenfalls beherrschen könne wenn er sich richtig konzentriere. Er dachte an die Vase von vorhin die er versuchte zu heben, welche sich dann aber doch kaum bewegte. Etwas enttäuschend, aber er war schließlich auch noch ein Anfänger. Er musste üben, und dass versuchte Raiken dem Nikto nun anscheinend beizubringen. Er solle ein paar Gegenstände erfassen und sie anheben, wobei es nicht darauf ankomme wie viele es wären, sondern dass er sie überhaupt erfühlen konnte. Das zählte, und dass würde er auch befolgen.

"Ich danke euch dass ihr euch um mich bemüht", erklärte der Nikto mit einem sachten Nicken. Er war froh dass der Ritter ihm helfen würde, und dass er sich darum kümmern würde wenn er fragen besäße und darauf acht gab dass er sich nicht verletzte:"Dann versuche ich das mal zu bewegen". Ima-Gun schloss die Augen und versuchte sich zu konzentrieren. Er begann die Umgebung um sich zu erfühlen, langsam aber sachte tastete er sich voran und spürte Raiken vor sich, und dann auch schon bald die kleinen Gegenstände.

Geistig wählte er einen der Gegenstände aus, einen kleinen Würfel, und versuchte ihn zu erfassen. Er war, wie auch anders zu erwarten, recht eckig und vermutlich aus leichtem Material. Er wusste dass er ihn heben konnte, zwar langsam aber es war möglich, und wie er sich immer überschätzte wollte er mehr. So fokussierte er sich auch auf die anderen Dinge und begann sie zu heben. Ob dass auch funktionierte, das war etwas anderes...

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