Naboo

[Hyperraum - Brianna's Schiff - kurz vor dem wiedereintritt in den Realraum] Shorty und Fritz

DEr Flug verging, oh Wunder, ohne zwischenfälle. Fritz knabberte an den Topfpflanzen die Shortakawoo mitgebracht hatte und sie unterhielten sich über dies und jenes.

[Master Shortakawoo sagt, dass er niemals vergessen wird, wie man ein Raumschiff fliegt. Auch wenn er hundert Jahre in einem Koma liegen würde. Demnach ist dieser Flug alles andere als verantwortungslos.]

Antwortete Shorty auf Fritz' Frage. Bevor das Schaf aber eine Antwort entgegnen konnte ging auch schon der Alarm los und sie betraten den Realraum. Die grün-blaue Kugel von Naboo erfüllte das Sichtfenster der Pilotenkanzel. Sie bewegeten sich, wie einige hundert andere Raumschiffe auf den Planeten zu. Eine Stimme meldete sich über das Com.

Frachter XZ-27700-B, hier spricht die Flugkontrolle von Naboo. Bitte bestätigen sie die Signatur und nennen sie uns den Grund ihres aufenthalts.

Shortakawoo übernahm das Com. Er schaltete den Übersetzungsdroiden auf Direktübersetzung um, sodass die Kommunikation ein wenig unkomplizierter von statten ging.

[Hier spricht der Frachter XZ-27700-B. Wir haben Forschungsausrüstungen an Bord und holen hier einige Wissenschaftler ab und fliegen in vier Stunden wieder weiter.]

Shortakawoo log eigentlich nicht gerne, darum verpackte er die Wahrheit so, dass es in diesem Sinne keine Lüge war.

Frachter XZ-27700-B, hier spricht die Flugkontrolle von Naboo, sie haben Landegenehmigung in der Andockbucht ZR-1983-10. Geben sie folgende Koordinaten in den Bordcomputer ein und fliegen sie mittels Autopilot zu ihrem Landeplatz. Jede zuwiederhandlung wird mit dem Abschuss ihres Frachters beantwortet.

Shortakawoo bestätigte, dass er alles verstanden hatte und gab die Daten in den Navcomputer ein. Nach einer dreiviertelstunde landeten sie in der Andockbucht. Shortakawoo war froh, dass er wieder an die frische Luft konnte, er mochte den Geruch in den Raumschiffen nicht wirklich. Er verliess das Cockpit und ging zur Rampe, welche er öffnete. Das Empfangskomitee stand schon bereit. Ein Mensch trat vor und wies sich aus.

Ich bin Commander Jaromir von der Zollbehörde von Naboo. Gestatten Sie, dass ich und meine Männer an Bord gehen und Ihre Ausrüstung untersuchen?

Da Shorty, in diesem Sinne nichts zu verbergen hatte gewährte er den Zollbeamten den zutritt. Diese durchsuchten das Schiff. Währenddessen trat auch das Schaf aus dem Schiff und stellte sich kauend neben den Wookiee und wartete. Nach einer halben Stunde war die durchsuchung abgeschlossen. Der Zollbeamte musterte das ungleiche Duo und fragte:

Wo führt Eure weiterreise hin?

Das ging ihn jetzt wohl wirklich gar nichts an. Aber das liess sich mit einem simplen Gedankentrick umgehen.

OK, alles in Ordnung, Sie haben eine Aufenthaltsgenehmigung für 5 Standartstunden. Für eine Verlängerung wenden Sie sich bitte an die Flugkontrolle.

Sprach dies und verliess mit seinen Männern die Andockbucht.

[Master Shortakawoo fragt, ob Ihr Kontaktdaten von den Jedi habt, die sich hier befinden, Master Fritz

[Naboo - Andockbucht ZR-1983-10] Fritz und Shortakawoo
 
Naboo, auf dem Lande - im Tänzelnden Shaak - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos und Rilanja

Rilanja war überrascht und verwirrt zugleich. Sie lebte noch. Scheinbar hatte Brianna damit auch nicht gerechnet, und mischte sich in die Konversation mit ein, in etwa ausgewogen auf beiden Seiten. Dennoch wollte die Falleen diesen Teilerfolg nicht auf sich sitzen lassen. Vielleicht wurde sie jetzt übermütig, aber wie sie jetzt feststellte hatte sich in ihr weitaus mehr aufgestaut als sie es selbst für möglich gehalten hatte.

Ja, ich kann mich beherrschen.

Im Gegensatz zu dir, dachte sie sich, als sich Kadajj brüstete in Blut gebadet zu haben, aber sie ließ es für den Moment dabei bewenden. Erst, als sie sie eine Betrügerin nannte, hielt ihre Zurückhaltung diesem unbekannten Gefühl, das wohl Ärger sein musste, nicht mehr stand.

Betrügerin? Willst du wissen, was ich getan habe? Willst du es genau wissen? Ich habe meine Pheromone benutzt, damit mir meine Kunden vertrauen. Es waren männliche Kunden, bei denen ich wahrscheinlich den selben Effekt mit einem eng anliegenden Kleid hätte erzielen können, und ich habe ihnen nichts minderwertiges verkauft, nur einen besseren Preis für mich herausgeschlagen. Und ich habe das ganze sieben Mal gemacht, zwei Mal habe ich den Betreffenden später die Differenz zurückgezahlt, vier Mal habe ich den Planeten gewechselt und habe von vorne angefangen. Betrügerin? Vielleicht. Aber ich habe dafür bezahlt, und jetzt bin ich genauso wie du bei den Jedi und mache einen Neuanfang. Das wäre auch für dich eine Option, aber du scheinst ja noch stolz auf dein blutrünstiges Erbe zu sein. Mach dir lieber deswegen Gedanken, wenn du eine Jedi werden willst.

Nach einem tiefen Atemzug hielt sie beiden Hände vor sich, Handflächen nach außen, um die anderen Gesprächsteilnehmer zu beruhigen - vor allem aber ihre Meisterin.

Ich habe sehr wohl mitbekommen, was Sarid gesagt hat, und ich bin bereit, an der Lösung des Problems mit dir zu arbeiten. Ich kann mich beherrschen, und ja, ich bin im Boot übers Ziel hinausgeschoossen. Vielleicht hatte ich auch Angst davor, dir vorzuschlagen, dich zu "Bedampfen", Kadajj, da du zumindest mir gegenüber immer immer feindseelig und rühelhaft gewesen bist. Wir müssen uns nicht mögen, wenn wir beide bei den Jedi sind, aber wir sollten uns respektieren - falls du Personen respektieren kannst, die lieber in Wasser als in Blut baden. Ich werde gerne mit dir üben, aber nur, wenn du aufhörst sofort anzunehmen, dass ich hinter deinem Erstgeborenen her bin.

Nach ihrem Dafürhalten war sie damit einen Schritt auf die Rattataki zugegangen, die sie ihrer Meinung nach bisher noch kein einziges Mal wie eine halbwegs gleichwertige Person behandelt hatte. Dafür durfte bei den Jedi weder Schwangerschaft noch Rasse ein Grund sein.
Doch der Kragen platzte der Frau endgültig, als die Rattataki ihr von sehr weit oben herab nahe legte, sich mit ihren Filmzitaten zurückzuhalten.


Wer glaubst du eigentlich, das du bist?

Unbewusst und ungeplant ging Rilanja einen Schritt auf Kadajj zu, bereit für eine Kampf den sie binnen Sekunden verlieren würde, aber im Moment war ihr das egal. Es war ein Gefühl, das sie aus Filmen kannte, aber die Realität war weitaus mehr beeindruckend. Zwar ging es hier weder um das Leben vieler Unschuldiger, noch um das Schicksal des Universums, aber sie setzte gefühlt alles auf eine Karte, hielt nichts mehr zurück, und riskierte mehr, als sie je riskiert hatte.
Das bedeutete für eine Händlerin wie Rilanja zwar nicht viel, und es war leicht, bei einer unkontrollierten Kreatur wie Kadajj viel mehr zu riskieren als sie eigentlich geplant hatte, aber es tat unbeschreiblich gut.


Ich verbiete dir nicht, dich über deine Gemetzel auszulassen, obwohl ich dir tatsächlich nahe legen würde dein Verhalten zu überdenken, wenn du dich an Blutvergießen und Gewalt ergötzt. Vielleicht haben sie bei den Sith mehr Verständnis für jemanden mit deiner moralischen Ausprägung. Und ja, ich weiß, dass du als Mando eine besondere Beziehung zu der Materie hast, aber wieso musst du dich dann wie diese platten Charaktere aus den billigsten Filmen benehmen, diese pseudo-abgebrühten Kerle, die Unschuldige umbringen und dazu dann coole Sprüche abgeben. Es gibt auch andere Mandos, und dazu muss ich nicht die passenden Filme gesehen haben, um zu wissen, dass Prosta Tetnik kein Charakter ist, der stellvertretend für die Gruppe der Mandos ist. Warum musst du ihn dann in deinem Verhalten unbedingt nachahmen?

Rilanja verschränkte ihre Arme, überlegte sich ein paar pompöse Lieder, die sie zu ihrer Beerdigung gerne hören würde, und wappnete sich darauf zu sehen, ob Sarid tatsächlich schneller wäre als eine rasende Rattertackerin.


Naboo, auf dem Lande - im Tänzelnden Shaak - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos und Rilanja
 
Hyperraum nach Naboo - Briannas Museumsstück - Shortakawoo und Fritz

Määähäh menäh Ich habe deine Fähigkeiten als Pilot nie bezweifelt, nur die Länge unserer Wachphasen,

meinte Fritz mit eiinem breiten Grinsen, und stellte sich für einen Moment komatös mit dramatisch heraushängender Zunge. Der über die beiden hereinbrechende Alarm des Navigationssystems ließ ihn hochschrecken, aber dankbarerweise übernahm Shortakawoo die Kommunikation mit der Landekontrolle und sicherte ihnen eine Landebucht und eine etwas knapp bemessene Aufenthaltserlaubnis.
Wie die Herrschaften am anderen Ende der Funkverbindung geschaut hätten, wenn sie zunächst nur Blöken gehört hätten, zumindest bis ihre Hirne die Lücke zu Fritz's einzigartiger Kommunikationsform geschlossen hätten, wollte er gar nicht wissen.
Während der Zoll das Schiff samt seiner Ladung kontrollierte hielt sich der Wollhufer ebenfalls bedeckt, aber zum Glück kamen keine unangenehmen Fragen. Der Zollmensch schien auch kein Problem mit der Tatsache zu haben, dass die Vorräte an Bord mehr oder weniger konkret für Jedi gedacht waren, und so fanden sich die beiden kurze Zeit später wieder allein an Bord.


Mänääääh mäh meeeeh Mäh Sie sind in einem Gasthof etwas abseits der Haupststadt abgestiegen, ich werde sie kontakten. Danach könnten wir uns diee Zeit in Theed vertreiben, bis sie auftauchen. Vielleicht irgendwas anknabbern,

fügte er mit einem Zwinkern hinzu. Dann trat er an die Kommkonsole und schickte eine Nachricht an Advisorin Sarid.

Määäääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääh
Sehr geehrte Rätin Horn,
auftrags- und wunschgemäß haben Ritter Shortakaawoo und ich den geforderten Nachschub an Bord von Padawan Kaes Schiff (unter persönlichen Opfern auf dem Gebiet der Reisebequemlichkeit) nach Naboo transportiert. Wir sind soeben in Landebucht ZR-1983-10 gelandet und haben eine Aufenthaltsgenehmigung von fünf Stunden.
Wenn ihr mehr Zeit braucht um Theed zu erreichen gebt uns bitte Bescheid.
Es wäre für unsere persönliche Planung auch gut zu wissen, ob ihr uns als Verstärkung auf dieser Mission dabei haben wollt, oder ob wir uns um einen Linienflug nach Lianna bemühen müssen.
Hufachtungsvoll,
Ritter Fritz

mit einem beherzten Huftritt schickte er die Nachricht an das Komm von Sarid und wandte sich dann an Shortakawoo.

Mäh Du hättest doch nichts dagegen, wenn wir die Gruppe begleiten, oder? In Theed haben wir sicher nach ein paar Stunden alles gesehn.


Andockbucht ZR-1983-10 - Briannas Museumsstück - Shortakawoo und Fritz
 
Naboo, auf dem Lande - Im Tänzelnden Shaak - Brianna, Aketos, Rilanja, Kadajj, Kestrel und Sarid

Sarid war einigermaßen angenehm überrascht, dass Brianna irgendwann halb der Kragen platzte und Kadajj und Rilanja zurechtwies. Außerdem hatte sie auch gleich einen Vorschlag parat, der es den beiden Padawanen ermöglichte an ihrem Problem zu arbeiten und zwar sogleich heute Nachmittag. Damit hatte die Echani der Corellianerin einiges an Überredungsarbeit abgenommen, worüber Sarid alles andere als unglücklich war. Außerdem half es der Echani wahrscheinlich auch, wenn sie im Kreise ihrer Kollegen ihren Wert beweisen und so eine Art Gesundheitswächterin für das Kind der Rattataki spielen konnte. So würde sie vielleicht leichter drüber hinweg kommen, dass Brianna nicht wirklich eine Wahl hatte in Bezug auf ihre Beteiligung an der Alzoc-III-Mission. Ein besseres Ablenkmanöver wäre Sarid wohl auch nicht eingefallen, und wenn sich die Echani gebraucht fühlte - was sie ja auch wirklich war - umso besser. Also nutzte die Jedi-Advisorin die Gelegenheit und aß ihr mittlerweile kaltes Essen fertig. Jedoch verfolgte sie währenddessen dennoch genau die Unterhaltung oder besser gesagt das Streitgespräch zwischen der Rattataki und der Falleen, die sich heute ungewöhnlich tollkühn zeigte. Ob ihr das Essen nicht bekommen war, fragte Sarid sich spontan. In der Zwischenzeit war auch eine Kommnachricht für Sarid von Jedi-Ritter Fritz für sie gekommen, die besagte, dass ihre Ausrüstung in Briannas Schiff in Theed auf sie wartete. Jedenfalls hielt Sarid es irgendwann für angebracht das Gespräch zu beenden, bevor sich zwischen den Beiden ein ähnlicher Steit entwickelte wie zuvor zwischen Brianna und Kadajj. Deshalb schob sie schließlich ihr leeres Teller demonstrativ in die Mitte des Tisches und räusperte sich. Ob einer der ebenfalls im Restaurant anwesenden Touristen mithörte oder nicht war Sarid gleichgültig. Sie waren ohnehin in Kürze hier weg und ein Geheimnis war ihre Mission nach Alzoc III ohnehin nicht. Nichts, was sich durch die dicken Mühlen des Senats bewegt hatte blieb auf Dauer geheim. Das war zumindest Sarids Ansicht, die in der Hinsicht bereits negative Erfahrungen gemacht hatte.

Nachdem nun alles Wesentliche gesagt wurde, solltet ihr nun schleunigst mit den Pheromonübungen beginnen, sobald alle fertig mit dem Essen sind.

Dann wandte Sarid ihren Blick zur Echani.

Dein Schiff ist nämlich vor kurzem in Theed gelandet und wartet bereits auf uns. Also haben wir nicht mehr viel Zeit hier.

Nach einem kurzen Blick auf ihr Chrono fuhr die Jedi-Advisorin fort.

Maximal eine Stunde für das Training muss für den Anfang genügen. Danach sollten wir umgehend packen und nach Theed reisen. Also beeilt euch mit dem Essen.

Sagte sie mit fester Stimme zu den Padawanen und Kestrel. Sarid wollte die beiden Jedi-Ritter in Theed nicht allzu lange warten lassen. Außerdem konnten sie die Unterstützung von ihnen durchaus gebrauchen. Das wird Brianna bestimmt freuen und sie etwas ruhiger schlafen lassen, war sich Sarid sicher und sie hatte vor ihr dies bei passender Gelegenheit mitzuteilen. Allerdings ging Sarid obwohl sie schon fertig war rein vorsorglich noch nicht nach draußen, um zur Stelle zu sein falls Kadajj trotz ihrer bisherigen Selbstkontrolle beim Mittagessen sich nach Rilanjas Entgegnungen nicht mehr im Griff hatte und grünes Hackfleisch aus der Falleen zu machen drohte. Sarid konnte die grünschuppige Padawan ja gut verstehen, denn auch sie hatte das starke Gefühl gehabt, dass die Rattataki die Falleen bisher nicht wirklich für voll genommen hatte. Aber keine von ihnen war besser oder schlechter - nur anders. Gerade jene Andersartigkeit würde aber solange zu Konflikten führen bis sie beide lernten sich gegenseitig zu akzeptieren und zu respektieren, was Brianna schon gesagt und auch Rilanja bereits für sich eingefordert hatte. Aber erstmal ein Schritt nach dem anderen.

Also kommt.

Sagte Sarid schließlich als alle fertig waren und zusammen gingen sie nach draußen.

Naboo, auf dem Lande - Vorm Tänzelnden Shaak - Brianna, Aketos, Rilanja, Kadajj, Kestrel und Sarid
 
[Naboo, auf dem Lande - im Tänzelnden Shaak] – Kadajj, Sarid, Kestrel, Brianna, Aketos und Rilanja

Leider ließ die von ihrer Tollkühnheit geradezu besessene Falleen Kadajj keine Gelegenheit, in Ruhe den Seakiller zu verzehren. Sie rechtfertigte sich nun, weshalb sie ihre Kunden für die faulen Geschäfte genehmer gestimmt hatte, anstatt einfach zuzugeben, dass sie schlichtweg betrogen hatte.
Rilanja klagte sie an, zusätzlich noch stolz auf ihr blutrünstiges Erbe zu sein, worüber sie sich Gedanken machen sollte, wenn sie eine Jedi sein wollte.

„Wenigstens stehe ich dazu. Ich kann es sowieso nicht mehr ändern – und wieso sollte ich leugnen, dass es mir Spaß gemacht hat? Ich bin hier, damit es nicht wieder geschieht und bisher hat es recht gut geklappt,“

erwiderte Kadajj lapidar und konzentrierte sich auf die Zerlegung des restlichen Filets, während Rilanja erklärte, sich an der Lösung des Problems beteiligen zu wollen. Sie gab zu, im Boot über ihr Ziel hinausgeschossen zu sein, weil sie Angst gehabt hatte, es der Rattataki vorzuschlagen und sprach anschließend davon sich gegenseitig zu respektieren. Dann fügte sie hinzu, sie sollte damit aufhören zu denken, dass sie hinter ihrem Erstgeborenen hinterher wäre und fragte sie, was sie dachte, wer sie wäre.

Kadajj runzelte die Stirn – erstens weil die Grünhäutige erstaunlicherweise vernünftige Sätze bildete, zweitens fragte sie sich, wann sie je angenommen haben sollte, die Falleen wäre hinter ihrem Kind her, und drittens entzog sich ihr der Sinn der letzten Frage. Noch bevor sie sich lange darüber wundern konnte, war Rilanja bereits einen Schritt auf sie zugetreten – in aggressiver Absicht, das war eindeutig, also stand sie auch auf.

„Ich bin eine Rattataki – und ich bin stolz darauf, eine Kriegerin zu sein,“


sagte sie herausfordernd, doch die Echsenfrau schien gar nicht richtig zuzuhören – und was diese dann von sich gab, klang ungefähr so, als ob sie vorhatte, in eine Badewanne voller Muskelmaden zu tauchen. Hatte die Grüne noch eben sehr vernünftig geklungen, verstieg sie sich zu schier unerhörten und sinnlosen Unterstellungen, wie etwa, dass Kadajj bei ihrem Hang zu Blutvergießen und Gewalt bei den Sith besser aufgehoben wäre. Rilanja machte bei den Mandalorianern weiter und tauchte in die Niederungen ihrer Holofilm-Vergleiche hinab – sie redete von einem Prosta Tetnik, dessen Verhalten sie nachahmen würde.
Diese Diskussion wurde langsam anstrengend, so dass Kadajj sich die Schläfen rieb.

„Ob du mir’s nun glaubst oder nicht, ich würde hier nicht so ruhig stehen, und mir deine Ansichten anhören, wenn es mir mit dem Jeditum nicht wichtig wäre. Du bist eben sehr mutig gewesen, deinen Standpunkt zu vertreten und daher respektiere ich dich. Aber ich brauche es mir auch nicht gefallen zu lassen, dass du die Kultur meiner Familie beleidigst, weder die mandalorianische, noch die Rattataki-Kultur. Wenn dir meine Ansichten nicht passen, sag’s ruhig frei heraus, aber erwarte nicht, dafür mit Samthandschuhen angefasst zu werden,“

stellte sie klar, und schaffte es endlich, das Seakiller-Filet aufzuessen, in dem sich ein letzter Rest Wärme gehalten hatte.
Sarid schob unterdessen demonstrativ ihren geleerten Teller in die Mitte des Tisches und räusperte sich deutlich hörbar. Sie beschloss, dass nun alles Wesentliche gesagt war, und schlug vor, dass sie nun mit den Pheromon-Übungen beginnen sollten, da sie nur noch eine Stunde Zeit hätten, um dann zu packen und nach Theed zu reisen. Zu Brianna gewandt, hatte sie gesagt, dass deren Schiff gekommen sei und man auf die Jedi warten würde.

Also würde es heute noch mit der Mission losgehen, worauf Kadajjs Ärger schnell verflog. In der anschließenden Übungsstunde keimte ihre Verärgerung allerdings schnell wieder hoch, was an den diesmal schwachen Pheromondosen der Falleen lag, nachdem geklärt war, dass ihr Kind keinen Schaden davontrug. Die einzigen wirklichen Schäden trugen ein Petunientopf und ein Sack Reis davon, den ein Lieferant gerade in die Küche schleppen musste, als sich das angestaute Adrenalin in einem kleineren Machtstoß Bahn brach.
Nach dieser Übungsstunde war Kadajj erschöpft und verschwitzt, so dass sie noch schnell duschen und ihre Kleidung durch den Schnellreiniger jagen musste, bevor sie Richtung Theed aufbrachen.

Sie freute sich auf den baldigen Start, und ganz besonders darauf, einen schnellen Abstecher zur Bantha-King Filiale am Raumhafen machen zu können.

[Naboo, auf dem Lande - Tänzelnder Shaak] – Kadajj, Sarid, Kestrel, Brianna, Aketos und Rilanja, Levon (der muss auf jeden Fall mit :D )


[op]hab schon mal ein bisschen abgekürzt, werden ja anscheinend sehnlichst erwartet [/op]
 
Naboo, auf dem Lande - Im Tänzelnden Shaak - Sarid, Rilanja, Kadajj, Aketos, Kestrel und Brianna

Die Reaktionen der beiden Frauen auf Briannas Eingreifen fiel recht unterschiedlich aus. Kontrahentin Nr. 1, Kadajj protestierte zwar wegen der Sicherheit ihres Kindes, zeigte sich jedoch ansonsten einsichtig, wenngleich sie erkennbar nicht ganz glücklich darüber war. Als sie sich setzte, tat die Echani es ihr gleich, lächelnd und ermutigend nickend. Dass die Rattataki so besonnen reagierte, war wirklich erfreulich. Noch vor Tagen hätte sie einen völlig anderen Ausgang erwartet. Vielleicht hatte sie ja aus ihrer beider Konflikt gelernt.

"Natürlich. Ich werde auf dein Kind aufpassen wie ein Corellianer auf seine Whiskyvorräte."

Gelobte die Weißhaarige in die Richtung ihrer wiedergefundenen Freundin, die gleich im Anschluss meinte, Rilanja mit auf den Weg geben zu müssen, wie sehr sie ihr Filmtratsch nervte, was bei der Falleen gar nicht gut ankam und auch ein wenig Aufsehen am Nachbartisch erregte. Der Nachsatz, dass sowieso alles nach Nuna schmeckte, ließ zwar Brianna kichern aber nicht die Touristen, die die Frau mit den angespitzten Eckzähnen verschreckt anstarrten und mit ihren Stühlen geschlossen einen Fuß breit von ihr weg rückten.

Falls die Echani-Padawan überhaupt etwas bei der grün Geschuppten bewirkt hatte, dann nur, dass sie sich nunmehr traute, sich noch weiter aus dem Fenster zu lehnen. Punkt für Punkt arbeitete sie aufs Stichwort hin nun alles ab, was Kadajj ihr gesagt hatte. Teilweise hatte sie zwar sicherlich recht damit, dass die Rattataki sie oftmals recht herablassend behandelt hatte, doch machte sie es einem mit ihrer einfältigen Art auch nicht leicht. Auch Brianna, die sich überwiegend über die Geistesblitze der ehemaligen Händlerin amüsierte, tat sich schwer damit, in ihr eine vollwertige Padawan zu sehen. Manchmal fragte sie sich, ob die Falleen eigentlich verstand, worum es hier ging. Mit Sicherheit war ihr nicht klar, wer die Kahlköpfige eigentlich war und was sie erlebt hatte.

Sie benahm sich ziemlich unfair ihr gegenüber und war kein bisschen auf Verständigung aus, so dass Brianna demonstrativ näher an Kadajj heranrückte, ihr die Hand beschwichtigend auf die Schulter legte und die Schülerin der bisher auffällig ruhigen Advisorin enttäuscht ansah. Einerseits warf diese der anderen Padawan Rüpelhaftigkeit vor, andererseits benahm sie sich selbst wie die Axt im Walde und unterstellte ihr ohne Ansehen der Person, irgendwelchen Mandalorianerklischees aus irgendwelchen Filmen zu entsprechen, die die Kampfkünstlerin gar nicht kannte. Wenn sie bedachte, wie sie bei ihrem Streit vor einigen Tagen reagiert hatte, konnte sie sich ausmalen, wie sehr es in der Schwangeren brodeln musste.

"Ruhig Blut, Kadajj."

Sprach sie betont sanft als sie zu der Kriegerin aufsah, die weiterhin bemerkenswert entspannt reagierte, sich allerdings zwischenzeitlich wieder von ihrem Stuhl erhoben hatte. Brianna blieb hingegen sitzen, sie würde nichts unternehmen, was die Suizidkandidatin möglicherweise noch in ihrem Tun bestärkte. Sie fand sie ziemlich unfair Kadajj gegenüber, offenbar hatte sie sich sehr daran gewöhnt, dass der Rattataki das Etikett des "bösen Mädchens" anhaftete und machte es ihr nun noch zusätzlich schwer, sich in Selbstkontrolle zu üben. Das gemeinsame Training konnte wahrlich heiter werden.

"Es reicht, Rilanja."

Knurrte die Silberhaarige. Tatsächlich gelang es ihrer haarlosen Gefährtin erfreulicherweise, noch ein letztes Mal die Contenance zu bewahren, bevor sie sich setzte und inzwischen erkaltetes Fischfilet aß. Ihre Blicke trafen sich, als Brianna ihr anerkennend auf die Schulter klopfte. Alle weiteren Diskussionen wurden von Sarid unterbunden, die verkündete, dass die Tardis mit der Ausrüstung bereits gelandet war. So früh! Von wegen nicht blindlings losstürmen. Ha! Schnell schaufelte sie ihr Kuchenstück hinunter und versuchte, nicht zu viel daran zu denken. Immerhin musste sie sich gleich sehr konzentrieren.

Die Übung lief besser als befürchtet, und dass die Echani nicht die einzige war, die Schlimmes erwartete, zeigte sich auch daran, dass die erfahrene Advisorin ebenfalls als Aufpasserin zur Stelle war. Sicherlich lag es auch an den geringen Pheromondosen, welche Brianna mithilfe der Macht wahrnehmen konnte, aber auch daran, dass sie das werdende Halbrattataki-Kind nicht stärker zu beeinflussen schienen als ein normaler Adrenalinstoß und das auch sagte. Der einzige Zwischenfall bestand darin, dass ein Blumentopf und ein Sack Reis einem sich spontan entladenden Machtstoß zum Opfer fielen, wobei die langhaarige Padawan sich partout einbildete, die Worte "Nicht schon wieder" in der Macht vernommen haben. Sie erzählte es niemanden, weil es nicht sein konnte und einfach nur dumm war.

Je näher das Ende rückte, desto melancholischer fühlte sich Brianna, und sie verbrachte die Zeit bis zur Abreise damit, den Blick ziellos über die idyllische Landschaft schweifen zu lassen. Wie lange war sie hier gewesen? Wochen? Eher Monate? Sie hatte den Überblick verloren, wann sie nach Naboo-Zeit genau eingetroffen waren, und die Tage in dem friedlichen Dorf waren förmlich dahingerast. Nun würden sie Hals über Kopf losstürzen, um den Talz in ihrer lebensfeindlichen Eiswüste beizustehen, und die Wahrscheinlichkeit war groß, dass sie nie wieder hierher zurückkehren würde. Sie bekam nicht einmal eine Chance, noch ein letztes Mal in "ihrem" See zu schwimmen, noch ein letztes Mal zu laufen und die sauerstoffreiche Luft in den hiesigen Wäldern einzusaugen. Hier in diesem kleinen Paradies, scheinbar so weit entfernt vom Rest der Galaxis und ihren Sorgen, hatte sie es geschafft, das Trauma Korriban zu überwinden und sich richtig glücklich zu fühlen, ab und zu zumindest. Doch der Jedi-Orden sorgte auf seine Weise dafür, dass die Lebensfreude nicht überhand nahm. Zeit für die Arbeit.

Es gab nicht viel zu tun, eine große Gemüsepfanne mit braunen Knollen und etwas Shaakrücken zum Mitnehmen zu bestellen, dazu einen Salat und etwas Obst, schnell ihre wenigen Habseligkeiten in eine Tasche stopfen und natürlich bei Kadajj vorbeizusehen, um mit ihr unter vier Augen zu sprechen, wie sie sich fühlte wegen Rilanja, und überhaupt.

"Wir bekommen da nicht alle drin unter, höchstens wenn Kadajj und Levon das Bike nehmen, und selbst dann wird es noch eng zu fünft und mit Gepäck."

Stellte Brianna fest, als sie sich alle am Speederparkplatz versammelt hatten, und musterte Aketos. Wenn sie die Kamino aufs Dach schnallen würden? Nur so ein Gedanke... die Figur dazu hätte sie allerdings.

Naboo, auf dem Lande - Hinter dem Tänzelnden Shaak, Speederparkplatz - Levon (NPC), Sarid, Rilanja, Kadajj, Aketos, Kestrel und Brianna
 
Naboo, auf dem Lande - im Tänzelnden Shaak - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos und Rilanja

Rilanja verkniff sich einen Kommentar in Richtung Brianna, als diese sie anherrschte endlich Ruhe zu geben. Hatte die Weißhaarige denn versucht zwischen ihrer Freundin und der Grünhäutigen zu vermitteln? Zumindest nicht vor dem heutigen Tag, und in jedem Fall nicht genug, um der Falleen jetzt zu verbieten, sich zu behaupten.
Und genau das war ihr wohl gelungen, zumindest nach Kadajjs Worten nach zu urteilen. Sie wollten den Bogen natürlich nicht überspannen, aber gleichzeitig war sie verblüfft, dass sich gerade dieses Klischee unzähliger pathetischer Kriegsfilme als realitätstauglich erwies - dass Krieger auch Personen respektieren konnten, die sie nicht beinahe ausgenommen hatten. Dennoch war die Aussicht, irgendwann im Rahmen ihrer Ausbildung mit der Rattataki Klingen zu kreuzen, wie man das wohl nannte, keine sehr beruhigende.
Merkwürdigerweise war der Gedanke an das Pheromontraining für die Kahlköpfige weitaus weniger einschüchternd. Vielleicht lag es am Adrenalin, dem sie ihr momentanes Stehvermögen zuschrieb, oder an der Präsenz ihrer Meisterin, aber im Moment machte es Rilanja nichts aus Kadajj den Rücken zuzuwenden und sich schließlich ihr gegenüber niederzulassen.


Also dann... Ab die Post.

murmelte sie mehr zu sich selbst, schloss ihre Augen und konzentrierte sich darauf, eine geringe Menge ihrer Verteidigungsmischung abzugeben. Tatsächlich empfand sie es als fordernder, ihre Drüsen auf diese Weise zu nutzen, als instinktiv eine Art Rettungswolke auszustoßen. Dennoch hatte sie das Gefühl, eine um einiges reduzierte Dosis zu schaffen, und der gefürchtete Angriff der Rattataki blieb aus.
Nur ein einziges Mal schien Kadajj die Kontrolle zu verlieren, und die Falleen öffnete ihre Augen, doch merkwürdigerweise blieb der erwartete Schrecken aus. Sie hätte zumindest erwartet, dass ihr Blick in diesem Fall gleich zu ihrer Meisterin wandern würde, aber...
Irgendwie hatte Rilanja das Gefühl, gradezu die Gewissheit, dass Sarid in der Nähe und im Zweifel bereit war einzugreifen. Es war komisch... So als ob sie die Menschin sehen würde ohne sie anzuschauen. Ob das vielleicht... Sie würde ihre Freundin später danach fragen, denn dafür reichte ihre Konzentrationsfähigkeit im Moment doch nicht aus.
Nach den Ende der durch den baldigen Abflug begrenzten Übungseinheit tat es die Falleen den anderen gleich, packte ihre wenigen Sachen und fand sich dann vor dem Shaak ein, wo es grade um die Verteilung der Sitzplätze ging.


Im Zweifel könnten wir in zwei Touren fahren, oder? Oder wir fragen den Besitzer, ob er ein paar von uns kutschiert, ich meine, falls es Levon nicht schafft, sich an einem Speederbike festzuhalten,

fügte die Echsin hinzu, und verkniff sich dabei aus gegebenem Anlass einen Verweis auf Kadajjs Fahrkünste.


Naboo, auf dem Lande - vor dem Tänzelnden Shaak - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos und Rilanja
 
Naboo, auf dem Lande - vor dem Tänzelnden Shaak - Rilanja, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos und Sarid

Sarid begab sich bei der Übung in die Nähe von Rilanja und Kadajj für den Fall, dass die beiden nochmals aneinander gerieten. Aketos hingegen zog es vor nicht mit nach draußen zu kommen, da sie bereits jetzt mit dem Packen beginnen wollte, genauso wie Kestrel. Also verfolgten lediglich Brianna und Sarid die Pheromonübungen. Angenehmerweise konnte die Echani bald Entwarnung geben bezüglich des ungeborenen Kindes der Rattataki. Außerdem schien Rilanja wirklich in der Lage zu sein sehr feine Dosierungen von ihren verschiedenen Pheromonen herstellen zu können nach den ruhigen Reaktionen von Kadajj zu urteilen. Außerdem war Sarid erfreut zu beobachten, dass die Stimmungsschwankungen der Rattataki die letzten zwei Tage nicht mehr so schlimm waren bzw. sie hatte sich jedenfalls wieder besser im Griff. Das war doch mal positiv. Deshalb verging die Übung für Sarid gefühlt recht schnell, nachdem die Corellianerin auch angefangen hatte währenddessen etwas zu meditieren. Die Ruhe auf Naboo war wirklich angenehm, aber auf Dauer war es der Advisorin hier schon zu still. Deshalb freute sie sich insgeheim auch schon auf die Mission. Sarid hatte ja nicht nie Probleme damit gehabt sich neuen Herausforderungen zu stellen, solange diese nicht gerade darin bestand die Neue Republik und die Jedi vor der Vernichtung zu bewahren.

Nachdem die Padawane die Übung beendet hatten ging Sarid auf das Zimmer, dass sie sich mit Rilanja teilte und packte ihre Sachen zusammen, was im Wesentlichen hieß, dass sie sich ihre schwarze Reisetasche schnappte und noch kurz nachschaute, dass abgesehen von Rilanjas Gepäck nichts mehr im Zimmer herumlag. Danach trafen sie sich auf dem Speederparkplatz hinter dem Wirtshaus.

Nachdem dort alle nach und nach eingetrudelt waren stellte sich die Frage wie sie alle Jedi und zusätzlich noch Kadajjs Droiden nach Theed bekamen. Sie selbst konnten mit ihren Gefährten lediglich fünf oder sechs Personen unterbringen. Als Rilanja vorschlug den Wirt zu fragen, ob er ihnen nicht aushelfen konnte nickte Sarid zustimmend.


Ja, das ist eine gute Idee. Ich werde beim Wirt schnell nachfragen, ob er uns aushelfen kann.

Informierte sie die anderen Jedi und ging nochmals nach drinnen. Es war nicht schwer den menschlichen Wirt zu finden und nachdem die Corellianerin ihm zugesagt hatte, dass er die Benutzung seines Warentransportgleiters bei ihnen auf die Rechnung setzen durfte rief er bereitwillig einem Gunganangestellten aus der Küche. Er trug ihm auf die Jedi und ihre Gepäck dorthin zu bringen, wohin sie wollten und danach sollte er umgehend wieder zum Shaak zurückzukehren. Zufrieden kehrte Sarid nach draußen zu den anderen Jedi zurück.

Ok, der Wirt hilft uns aus. Einer seiner Angestellten wird uns mit seinem Warentransportgleiter begleiten, welcher wenn ich das richtig verstanden habe ebenfalls noch drei Personen samt Gepäck befördern kann.

Wie aufs Stichwort fuhr der Gungan den Gleiter gekonnt vor und winkte ihnen zu, dass bei ihm noch Leute einsteigen konnten. Also ließen sich die Jedi nicht lange bitten, um die beiden Jedi-Ritter in Theed nicht zu lange warten zu lassen. Sie verteilten sich alle auf die drei Gefährte und nur für die lange Kamino war die Fahrt aufgrund ihrer enormen Körpergröße etwas beengt. Die Fahrt selbst verlief ereignislos und dauerte etwas über zwei Stunden, denn der Gleiter des Wirts war nicht der Schnellste, aber er erfüllte dennoch seinen Zweck. Der Gungan folgte ihnen mit seinem Gleiter bis zu den Landebuchten des Raumhafens von Theed, lud dort seine Passagiere aus und brauste dann wie ihm aufgetragen zurück in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Die Jedi brauchten nicht lange, um die von Jedi-Ritter Fritz angegebene Landebucht mit der Nummer ZR-1983-10 zu finden. Dort drinnen parkte ein etwas älter aussehender Frachter, der ihr Transporter nach Alzoc III werden sollte. Mit ihrer Reisetasche in der Hand trat Sarid ohne zu zögern in die Landebucht auf das Raumschiff zu und rief den beiden Jedi-Rittern im Schiff eine Begrüßung zu.

Willkommen auf Naboo, ihr beiden. Danke, dass ihr so schnell gekommen seid.

Mit einem lächelnden Seitenblick auf Brianna fügte sie noch kurz hinzu:

Eure Hilfe auf Alzoc III können wir denke ich schon gut gebrauchen. Also wenn es eure Zeit erlaubt, dann kommt ruhig mit. Habt ihr genügend Ausrüstung für alle dabei?

Fragte Sarid zur Sicherheit nochmals nach. Wenn dann war hier vermutlich die letzte Gelegenheit wo sie problemlos ohne einen weiteren Zwischenstopp machen zu müssen noch Dinge nachkaufen oder ausleihen konnten.

Naboo, Theed - Landebucht ZR-1983-10 - Rilanja, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos, Fritz, Shortakawoo und Sarid
 
[Naboo, auf dem Lande - Tänzelnder Shaak] – Kadajj, Sarid, Kestrel, Brianna, Aketos und Rilanja, Levon

Der Wirt des Tänzelnden Shaaks stellte ihnen einen Lastenspeeder zur Verfügung, damit sie alle zusammen nach Theed aufbrechen konnten. Zwar hätte es Kadajj nichts ausgemacht, mit Levon auf dem Speederbike zu fahren, aber sie hätten einfach zu lange für die Strecke gebraucht.

Rilanjas Bemerkung, dass der Droide sich eventuell sich nicht am Speeder festhalten könnte, klang nach verstecktem Spott, so dass Kadajj innerlich den Kopf schüttelte, aber sich eine entsprechende Antwort verkniff. Doch da sie Levons Fähigkeiten in Frage gestellt hatte, ließ er sich eine Erwiderung nicht nehmen.

„Zu Eurer Information, Miss Rilanja, ich kann mich auf siebenundvierzig verschiedene Arten auf einem fahrenden Speederbike befestigen,“


stellte er klar, während er erst das Bike in den Speeder verlud und anschließend sich selbst. Kadajj stieg mit Brianna und ihrer Meisterin auf die Rückbank des Fahrzeugs, das von einem gut gelaunten Gungan gefahren wurde. Er ließ während der Fahrt Gung-Musik laufen, die zwar sehr rhythmisch war, aber nicht unangenehm – ab und zu summte oder pfiff er mit und trommelte mit den Fingern auf der Fahrzeugsteuerung herum.

„Du hast ja echt gute Laune,“

sagte Kadajj amüsiert, weil sie halb von der Stimmung angesteckt war, die er verbreitete.

„Ihrse nicht gehört? Vor einer oder zwei Wochense Gungan ist superheftig Senatorin von Naboose auf Calamari-Planet geworden. In Otoh Gunga gibtse riesensuperheftige Party morgen, groooße Eröffnungse von Senatorin-Peppi-Moss-Platz“

erzählte der Fahrer begeistert und trommelte weiter.

„Das ist ja wirklich superheftig, dass eine aus deinem Volk Senatorin geworden ist. Schade, dass wir Naboo verlassen – da wäre ich doch mal gern hingegangen – oder was meinst du, Brianna?“,

lachte die Rattataki und stupste ihre Freundin an, die etwas melancholisch auf ihrem Sitz hockte.

„Gibtse keine superheftig Party wie Gungan-Party, se messitsch is guuuude Laune, aldah",

meinte der Fahrer grinsend und schnalzte seine Zunge geschickt in Richtung einer Fliege, die das Cockpit unsicher gemacht hatte. Sicherlich freute sie sich sehr auf die Mission, doch eine Party, oder ein ungezwungener Abend mit Freunden in einer Cantina, das wäre jetzt auch nach Kadajjs Geschmack gewesen – eine gute Abwechslung von den Anstrengungen der letzten Tage.

Hoffentlich würde sie nach der Mission Zeit haben, sich mit ihren Geschwistern zu treffen und irgendetwas Lustiges zu unternehmen. Dann müsste nur noch Kamee mit dabei sein, sowie Sura, Auma und Louni, die drei anderen Twi’lek-Mädchen, die mit ihr aufgewachsen waren. Doch die waren nach Coruscant gegangen, und Kamee hatte nichts mehr von ihnen gehört. Sie könnten sich eine Menge erzählen – über normale Dinge, die nichts mit der Macht oder dem Jedi-Sein zu tun hatten. Und dann würde sie ihnen voller Stolz ihren Mann vorstellen, den Vater ihres Sohnes. Mit diesen Gedanken beschäftigte sie sich, bis sie zwei Stunden später in Theed ankamen. Die Zeit hatte nicht mehr gereicht, noch bei Kamee eine Kühlbox voller leckerer Vorräte zu bestellen, so dass sie sich mit einem ergiebigen Lunchpaket vom Tänzelnden Shaak und dem Abschiedskorb voller Teegebäck und Blüten zufrieden geben musste.

Die Gruppe ging gemeinsam zur Landebucht ZR-1983-10, wo ein YT-1300 Frachter stand, der seine besten Tage schon längst hinter sich hatte. Das musste also Briannas Schiff sein.

„Das Äußere täuscht doch, oder?“,

fragte sie die Silberhaarige, je näher sie dem Raumschiff kamen, wo ein Wookiee (Shortakawoo) und ein Schaf (Fritz) auf sie warteten.

„Hmm, der Wookiee führt Lebendvorräte mit,“

meinte Kadajj zu Brianna mit einem prüfenden Blick auf den Vierbeiner. Das Schaf stand gut im Futter und bei dem Gedanken an einen saftigen Hammelbraten lief ihr das Wasser im Mund zusammen. Hoffentlich war das Vieh noch nicht zu alt.

„Meinst du, er würde sich das Schaf abkaufen lassen?“

Komisch war nur, dass Sarid den Wookiee mit ‚ihr beide’ ansprach. Betrunken war sie nicht, also musste es jemanden geben, der sich wohl noch im Schiff befand.

„Ich möchte Levon noch schnell zur Curessento schicken, um ein paar Dinge zu holen,“


meldete sich Kadajj, als Sarid den Wookiee und seinen unsichtbaren Begleiter fragte, ob sie genügend Ausrüstung dabei hatten. Außerdem musste ihr der Droide noch ein Maxi-Menü vom Bantha King besorgen, denn aller Voraussicht nach gab es auf Alzoc III keinen.

[Naboo, Theed - Landebucht ZR-1983-10] Kadajj, Rilanja, Kestrel, Brianna, Aketos, Fritz, Shortakawoo, Sarid, Levon
 
Naboo, auf dem Lande - Hinter dem Tänzelnden Shaak, Speederparkplatz - Levon (NPC), Sarid, Rilanja, Kadajj, Aketos, Kestrel und Brianna

Während sich Brianna noch fragte, wie viele von Levons 47 Arten, sich an einem Speeder zu befestigen, Schrauben, Nieten, Magnet- bzw. Repulsorverbinder oder gar Schweißverbindungen beinhalteten, griff Sarid Rilanjas Vorschlag auf und organisierte einen zweiten Speeder. Dass Kadajj diesen von einem angestellten Gungan gesteuerten Schlafwagen einer längeren Fahrt mit der Falleen vorzog war verständlich, und auch der Echani fiel die Wahl zwischen den beiden Alternativen nicht schwer.

Während ihr Fahrer gut drauf schien, war Brianna das glatte Gegenteil. Der Abschied fiel ihr sehr schwer. Still und wehmütig sah sie zuerst dem Gasthaus nach, wie es außer Sicht geriet, dann dem Dorf und schließlich den ihr inzwischen vertrauten Hügeln und Seen. Sie bemerkte gar nicht, wie sie mit ihren Fingern im Rhythmus der Gunganmusik auf den Oberschenkel klopfte, bis Kadajj mit dem Langohr ein Gespräch begann. Das Gespräch über die große Party zu Ehren von Senatorin Moss verfolgte die silberhaarige Padawan mit einem Ohr, bis sie aufschreckte als ihre Freundin sie anstupste.

"Hmm? Ja, gegen eine Party hätte ich auch nichts gehabt. Ich hätte ohnehin gerne einmal selbst gesehen, wie die Gungan leben - schade, dass wir Naboo jetzt schon wieder verlassen müssen. Doch auf jeden Fall war es allerhöchste Zeit, dass eine Gungan in den Senat gewählt wird."

Kommentierte Brianna und lächelte aus Höflichkeit. Sie wusste von der Ernennung von Peppi Moss zur Senatorin von Naboo. Es wäre auch schwierig gewesen, die Neuigkeit zu verpassen, denn es war die Schlagzeile in allen Nachrichten gewesen, bei weitem mehr noch als die Padawane, als sie den Raumhafen von Keren in die Luft gej... äh kontrolliert von gefährlichen Sprengkörpern gereinigt hatten. "Superheftige Senatorin" hatte eine eher dem Boulevardbereich zuzuordnende Newsdisc getitelt. Die Echani grinste ein wenig und schüttelte den Kopf über die Euphorie des überdrehten Gungan, doch konnte sie es ihm kaum verübeln. Kein Wunder, dass die Wasserbewohner sich freuten, dieser Wechsel war wirklich fällig gewesen, ganz sicher. Nur weil sie nicht so aussahen wie der galaktische Durchschnitt, zu dem man nicht nur Menschen, sondern auch Rattataki und Echani sowie mit etwas gutem Willen und ohne genau hinzusehen sogar Falleen rechnen konnte, und ihr lokaler Basic-Dialekt für die meisten eher lustig klang, meinte man, sie und ihre Rechte nicht ernst nehmen zu müssen. Doch niemand fragte, ob die durchschnittliche humanoiden Spezies für einen Gungan nicht ebenfalls komisch aussah und klang.

Ob Senatorin Moss wohl zu ihren Wurzeln stand und so sprach, wie ihre Artverwandten in ihrer Heimat? Oder zwang sie ihre Lippen und ihre lange Zunge zu einer völlig ungewohnten Aussprache, nur um sich anzupassen? Dumme Frage eigentlich, meinte Brianna in Gedanken zu sich selbst. Natürlich hatte sie sich angepasst, das kannte sie doch von sich selbst und ihrer Situation als Padawan. Sonst wäre sie niemals so weit gekommen im Leben. Die Mehrheit hielt sich schon alleine aufgrund der größeren Zahl für überlegen. Deshalb nahm der offensichtlich menschlich dominierte Jedi-Orden auch keinerlei Rücksicht auf die speziellen Bedürfnisse einer einzelnen Echani. Immerhin gab es genügend andere Padawane, bei denen die Standardrezepte aus dem Lehrbuch funktionierten. Warum sollte sie überhaupt noch irgendwem von ihren Problemen und Befürchtungen erzählen? Am Ende ging der Schuss doch ohnehin meistens nach hinten los. Die Talz schufteten zwar bestimmt schon ewig für die Bad Wolves in den Minen, doch plötzlich war keine Zeit mehr für sie, sich vernünftig auf den Einsatz vorzubereiten, und anscheinend war es ausreichend, wenn die anderen Dinge levitieren und mit verbundenen Augen Blasterblitze abwehren konnten. Außerdem hatte sie ja völlige Entscheidungsfreiheit gehabt. Sie hätte zusehen können, wie sie nach Lianna kam und dort nach dem vierten Mentor in ihrer Jedi-Karriere Ausschau halten können. Falls man das überhaupt "Karriere" nennen konnte.

Zumindest war die Musik im Speeder ganz in Ordnung.

Mürrisch und hungrig machte sich die Silberhaarige über ihr Fresspaket her. Das Kuchenstück hatte nicht vorgehalten und die bösen Wölflein hatten nicht bis nach dem Essen warten können. Außerdem hatten die anderen ja schon gegessen. Auch Kadajj, die inzwischen bereits zur nächsten Mahlzeit überging und ihr somit bereits eine ganze voraus war.

Zum Glück endete auch diese Speederfahrt, so dass Brianna nicht länger ohne Möglichkeit, ihre Aggressionen loszuwerden, stillsitzen musste. Der Gungan setzte sie am Raumhafen ab, und nach einem kurzen Fußmarsch geriet ein vertrauter YT-1300 ins Blickfeld, woraufhin die Rattataki neben ihr fragte ob das Äußere täuschte, und meinte dies erkennbar nicht einmal gehässig.

"Nein, das tut es leider nicht."

Die Echani-Padawan seufzte.

"Ich verfüge weder über das Geld, so ein Schiff aufrüsten zu lassen, noch über den Sachverstand um beurteilen zu können, ob es sich hier überhaupt noch lohnt. Obwohl ich weiß, dass dies sehr verbreitet ist."

Sie fixierte ihr Gegenüber mit ihren Blicken, bemühte sich allerdings, sachlich zu bleiben.

"Siehst du mein Problem? Die Tardis ist nicht gerade ein Kriegsschiff, und es ist wahrscheinlich, dass wir auf die Bad Wolves treffen, bevor wir überhaupt gelandet sind. Immerhin sind es Piraten, und sie müssen diese Erze, die die Talz abbauen, auch irgendwie verschiffen. Was dann? In einem Raumanzug rausgehen und Schiffslaserblitze mit dem Lichtschwert abwehren? Das wüsste ich schon gern, bevor wir losfliegen."

Brianna zuckte mit den Schultern, und fügte spöttisch hinzu:

"Hoffentlich haben sie überhaupt an Lichtschwerter gedacht, so schnell wie alles gehen musste."

Als sie näher kamen, stellte sich heraus, dass es sich bei den angekündigten Jedi ausgerechnet um Fritz und einen weiteren haarigen Bettvorleger handelte, der wahrscheinlich dauernd im Wege rumstehen würde (Shortakawoo). Die athletische Padawan lachte, zum ersten Mal seit längerem, da Kadajj den Vierbeiner nicht als Jedi erkannte.

"Oh nein, Master Fritz ist ein vollwertiger Jedi, auch wenn er nicht gerade danach aussieht."

Meinte sie, während Sarid die beiden Neuankömmlinge begrüßte. Anschließend meinte die Kahlköpfige zur Advisorin, dass sie Levon noch wegen einiger Besorgungen fortschicken wollte. Inzwischen trat Brianna vor und verbeugte sich tief, wie bei Echani üblich. Schlechte Laune schloss Höflichkeit nicht von vornherein aus, oder zumindest nach außen hin. Sie machte also gute Miene zum unwürdigen Spiel.

"Hallo, Master Fritz. Es freut mich Euch wiederzusehen und zu hören, dass ihr uns bei unserer Mission unterstützt..."

...ich weiß ja, welch großartige Hilfe ihr auf Loronar wart, dachte sie sich im Stillen dazu. Dann wandte sie sich an das andere Pelzknäuel und potentielle Ungeziefermutterschiff, das groß genug war, um einen Mynockschwarm zu beherbergen. Ein weiterer tiefer Knicks folgte.

"Ich grüße Euch, Master...? Ich bin Padawan Brianna Kae und es würde mich freuen, wenn ich irgendetwas für Euch tun könnte..."

...wobei ich nicht wüsste, was das noch sein könnte, da Ihr Euch sicher schon überall auf meinem armen Schiff breitgemacht habt. Gut, dass niemand ihre Gedanken lesen konnte. Die beiden Ritter konnen zwar nicht das geringste dafür, doch als Opfer, an denen Brianna ihren Ärger über die Jedi und die Galaxis im Allgemeinen zumindest im Kopf auslassen konnte, kamen sie gerade recht.

Naboo, Theed - Raumhafen, Landebucht ZR-1983-10 - Shortakawoo, Fritz, Sarid, Rilanja, Kadajj, Aketos, Kestrel und Brianna
 
Zuletzt bearbeitet:
Andockbucht ZR-1983-10 - Briannas Museumsstück - Sarid, Kadajj, Aketos, Kestrel, Brianna, Rilanja, Shortakawoo und Fritz

Es dauerte nicht lange, bis der ganze Tross an Padawaninnen unter der Aufsicht von Rätin Horn in der Landebucht eintraf, Die allen wolligen Wesen eigene Gemütlichkeit hatte wohl dafür gesorgt, dass der Wookiee und der Hufer die Zeit herumstehend und die Architektur bestaunend verbracht hatten. Das waren aber auch ansehnliche Treibstofftanks...
Fritz rappelte sich aus der meditativen Würdigung mit Reagenzien gefüllter Plastiformrundungen los und trat einen Schritt auf Sarid zu, nachdem diese die beiden begrüßt und ihre Hilfe willkommen geheißen hatte.


Määäh Es wäre uns eine Ehre, schätze ich. Natürlich haben wir ausreichende Vorräte für alle mitgebracht, auch wenn ich befürchte, dass Dreiteil recht stark improvisieren musste, um etwas für das da zu finden.

Damit hufte er in Richtung Aketos und war jetzt schon gespannt wie lange sie brauchen würde das komplexe Wickelhalstuch mit statisch-thermischer Erhaltung für Xenoformen (kurz StEX) anzulegen, und wie oft es ihr dabei wieder herunterfallen würde.
Auf die übrigen Padawaninnen hatte er die übliche Wirkung - Unverständnis und diese leichte Note von Respekt, die man dem Bodensatz einer Tasse entgegen brachte, bis man sich versichert hatte, dass nichts darin schwamm, das beißen konnte.
Er kannte mindestens eine von ihnen vom Sehen, Brianna, wenn ihn sein komagetränktes Gedächtnis nicht trog, aber er konnte sich nicht mehr an das Ende ihrer gemeinsamen Mission erinnern. Oder den Anfang. Die Mitte war ebenfalls etwas verschwommen.


Möh Schön dich wieder zu sehen,

meinte er knapp, um möglichen Problemen durch mangelnde Erinnerungen aus dem Weg zu gehen. Die kahlköpfige neben der weißhaarigen schien ihren Initialrespekt gegenüber des Hufers schnell überwunden oder gar nicht erst zugelassen zu haben.
Als er das Wort "Lebendvorrat" aufschnappte trabte er zu Kadajj hinüber und wandte seinen hoffentlich durchdringenden Blick dabei nicht von ihr ab. Er hatte schon früher kaum Bedenken dabei gehabt, anderen Wesen einen Denkzettel auf Knöchelhöhe zu verpassen, aber in der momentanen Zeit wäre es wohl auch moralisch verwerflich, andere Jedi auf diese Weise anzugreifen. Auch wenn sie es eigentlich verdient hätten.
Um der Tradition Genüge zu tun tippte er der Frau mit einem Huf gegen den rechten Knöchel und trat einen Schritt zurück, um sie ohne Genickstarre vorwurfsvoll anschauen zu können.


Meeeh mänäh Mööh Wenn du alles was Haare hat automatisch für Essen hältst solltest du dir Gedanken über deinen Speiseplan machen,


Andockbucht ZR-1983-10 - Briannas Museumsstück - Sarid, Kadajj, Aketos, Kestrel, Brianna, Rilanja, Shortakawoo und Fritz
 
Naboo, auf dem Lande - vor dem Tänzelnden Shaak - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos und Rilanja

Die junge Falleen war froh, einen sinnvollen Vorschlag gemacht zu haben, und genoss dieses Gefühl mehr oder weniger die ganze Rückfahrt nach Theed durch. Während der Fahrt, bei der sich die beiden Krawallschwestern geflissentlich von den anderen absetzten und den armen Gungan belästigten, nutzte Rilanja die Gelegenheit, mit ihrer Meisterin ein paar Worte zu wechseln.

Wie hab ich mich gemacht? Also vom Standpunkt einer erfahrenen Jedi aus, wie hab ich das mit Kadajj gemacht? Ich meine, sie hat mich immer wieder niedergemacht, und so herablassend wie sie sein kann kann sich so mancher Sith, ich meine natürlich Film-Sith, noch ne Scheibe abschneiden. Das muss ich mir nicht gefallen lassen, oder?

Es hätte eine einfache Frage werden sollen, aber genausso wie bei ihrer Aussprache mit der Rattataki hatten sich in ihrem Kopf mehr Worte zu einem Ausfall versammelt als es der Händlerin bewusst gewesen war.
Es hatte ihr gut getan, ihre Meinung zu sagen und sich gegen die gefühlte ungerechte Behandlung durch ihre Mitpadawan zu wehren, aber eine gewisse Unsicherheit darüber ob ihr Verhalten auch ausreichend jedig gewesen war blieb.
Am Raumhafen erreichten sie schließlich die designierte Landebucht und ein Schiff, das jeder Beschreibung spottete, zumindest wenn es darum ging, den Kahn verkaufen zu wollen. Dass ihr diese Sichtweise zuerst in den Kopf kam war wohl so eine Art Berufskrankheit.
Doch auch auf zweiten Blick kostete es die Falleen etwas Mühe sich für die Reise in Briannas Schiff zu begeistern. Die beiden Jedi, mit denen das Schiff gekommen war, waren eine ebenso haarige Angelegenheit wie der Zustand des Schiffes, aber bis auf eine knappe Begrüßung beließ es Rilanja dabei. Die beiden hatten schließlich warme Klamotten für sie dabei, also wollte sie es sich mit ihnen nicht gleich verderben.
Abgesehen davon hatte sie keine Ahnung, wie gut der Wookiee sie riechen konnte.


Andockbucht ZR-1983-10 - Briannas Museumsstück - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos, Shortakawoo, Fritz und Rilanja
 
Naboo, auf dem Lande - Im Tänzelnden Shaak - Sarid, Aketos, Rilanja, Kadajj, Kestrel und Brianna

Natürlich verstand Kestrel ihre Padawan sehr gut was sie meinte, in Bezug der Gefährlichkeit der Mission. Die Ritterin fragte sich auch kurz, ob sie vielleicht ein wenig zu unsensibel auf ihre Padawan eingegangen war, verdrängte den Gedanken jedoch schnell, denn als Jedi konnte man sich seine Missionen in den meisten Fällen nicht aussuchen und wenn Sarid ihnen versicherte, dass die Mission machbar war und sogar mitkam, dann vertraute sie auch der Advisorin und sie hoffte, dass Brianna bald genauso denken würde. Die Bedenken von ihrer Padawan waren natürlich nicht ganz unbegründet und nach Loronar mehr als verständlich. Sarid bestätigte ebenfalls, dass sie die Leute auf Alzoc III nicht hängen lassen konnten und gab zu, eh schon zugesagt zu haben, worauf die Ritterin sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Das war typisch Sarid. Die Ritterin nickte nur darauf, als die Advisorin ihr frei stellte, sich selbst nochmal beim Rat persönlich zu melden und aß dann ihren Teller leer und bestellte sich noch Kuchen zum Nachtisch. Schließlich fingen Kadajj und Rilanja an zu streiten, woraufhin sich auch noch Brianna einmischte, um die Beiden auseinander zu kriegen. Kestrel verdrehte nur etwas genervt die Augen. Irgendwie schaffte es die Rattataki immer wieder sich mit irgendwem zu streiten. Es war wirklich nur noch eine Frage der Zeit, bis sie das nächste Opfer ihrer Launen war. Die Ritterin versuchte sich die Stimmung durch das Geschrei nicht vermiesen zu lassen und aß weiter ihren Nachtisch, bis Sarid ihnen mitteilte, dass das Schiff von Brianna eingetroffen war und sie nicht mehr viel Zeit hatten. Während die einen noch schnell trainierten, ging Kestrel bereits mit Aketos hoch, um ihre Sachen zu packen. Persönliche Sachen hatte sie ja nicht viele, jedoch musste die Übungskiste von Wes auf jeden Fall mit. Nachdem geklärt wurde, dass sie vom Wirt einen Transporter bekämen, war aber auch dies kein Problem, auch jene Kiste mitzunehmen, die bei so vielen Padawanen eigentlich ein Muss war. Schade war nur, dass sie hier auf Naboo nun doch nicht dazu gekommen war, sich einen Droiden zu kaufen. Dies müsste wohl nun warten, denn auf diesem Eisplaneten gab es sicherlich keinen Droidenmarkt oder die Droiden waren durch die extremen Temperaturen schon defekt. Seufzend stellte sie alle Sachen zusammen und brachte schließlich alles hinunter und blickte ein wenig wehmütig zurück in das Zimmer von Brianna und ihr. Es war recht unwahrscheinlich, dass sie hier her wieder zurückkehren würden und die Zeit hatte ihr sehr gefallen. Sie war irgendwie schon zu schnell vergangen. Schließlich setzte sie sich auf ihre Reisetasche und wartete auf die anderen und holte ihr Com hervor und tippte eine Nachricht.


******Comnachricht für Chesara Syonette*****

Sehr geehrte Chesara Syonette,

ich wollte mich nochmal offiziell dazu äußern, dass ich mit meiner Padawan den Urlaub beende und somit wieder im Dienst der Jedi stehe und somit auch bei der Mission nach Alzoc III teilnehmen werde. Die freie Zeit auf Naboo hat mir sehr gut getan und die körperlichen sowie seelischen Wunden sind zum größten Teil durch die Hilfe von Wes Janson und Sarid Horn gut verheilt. Ich will mich auch nochmals für euer Verständnis bedanken, dass trotz der zwar wachsenden, aber immer noch geringen Jedianzahl, ein solcher Urlaub überhaupt für mich und meine Padawan möglich war.

Liebe Grüße

Kestrel Skyfly

****Ende der Nachricht****

Kaum hatte sie die Nachricht abgeschickt, kamen auch schon die anderen hinzu und sie begaben sich alle auf den Speeder und erreichten nach ungefähr zwei Stunden den Raumhafen und begaben sich zu der besagten Andockbucht, wo Brianna’s Schiff stand. Zuerst fiel der Blick der Ritterin auf das Schiff ihrer Padawan und sah sie kurz anerkennend an.


„Nicht schlecht. Ich hätte auch gerne ein eigenes...hach es gibt so vieles, was ich gerne hätte, aber naja, somit kann ich wenigstens noch träumen. Wenn man alles hätte, wäre das Leben ja langweilig. Außerdem reicht es ja eigentlich, dass meine Padawan ein Schiff hat. Genaugenommen, ist es ja dann eigentlich auch meins... .“


Meinte Kestrel nachdenklich und grinste dann frech und zwinkerte Brianna zu. Natürlich war dies nur ein Witz gewesen, denn niemals würde sie ihrer Padawan das Schiff enteignen. Der Blick von Kestrel wanderte dann zu dem hochgewachsenen Wookie (Shortakawoo) und sie nickte ihm kurz freundlich zu, welcher wohl ein Jedi-Ritter war. Das tat ihrer Mission natürlich gut. Als Brianna plötzlich den Wollhufer mit Meister Fritz ansprach, dachte sie zunächst, sie würde den Wookie meinen, denn die Ritterin hatte angenommen, dass der Wollhufer eher dessen Haustier war.


„Ohhh, der ist aber süß!“


Meinte Kestrel und war gerade dabei, das wollige Etwas zu streicheln, als sie von Brianna erfuhr, dass es sich hierbei um einen Jedi-Meister handelte. Schönes Fettnäpfchen, zum Glück war es Kadajj genauso ergangen, allerdings vielleicht nicht so auffällig. Sofort zog Kestrel die Hand zurück und wurde rot im Gesicht, da es ihr schon etwas peinlich war, denn erst jetzt hörte sie durch die Macht die Worte des Wollhufer, welche sie zuvor des Wookies zugesprochen hatte.

„Tut mir leid. Das...Ich bin Kestrel Skyfly, Jedi Ritterin.“


Meinte sie hastig zu dem Wollhufer und sah auch zu dem Wookie, um sich auch ihm vorzustellen.

„Das ist meine Padawan Brianna Kae, ihr kennt euch?“

Fragte Kestrel und dachte kurz darüber nach. Irgendwoher kannte sie auch den Wollhufer, wenn auch nicht persönlich. Natürlich! Sie hatte ihn schon mal auf Loronar gesehen in der Fabrikhalle, wo sie auch zum ersten Mal auf Brianna gestoßen war. Doch auch da, war ihr nicht in den Sinn gekommen, dass es sich hierbei um einen Jedi gehandelt hatte, daher hatte sie mit ihm auch damals nicht gesprochen.

„Ich glaube, wir haben uns schon mal auf Loronar flüchtig gesehen, kann das sein?“

Fragte sie den Wollhufer,sah aber auch fragend zu Brianna. Irgendwie musste sie ihren Horizont mehr erweitern. Es gab nichts, was es nicht gab, auch ein Jedi-Wollhufer. Das war ihr wirklich neu.

Andockbucht ZR-1983-10 - Briannas Museumsstück - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos, Shortakawoo, Fritz und Rilanja
 
Zuletzt bearbeitet:
Naboo, auf dem Lande - auf dem Weg nach Theed im Speeder - Rilanja, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos und Sarid

Die Zeit im Speeder verging für Sarid recht schnell, da sie die meiste Zeit in Gedanken die bevorstehende Mission durchging. Nur einmal hatte Rilanja eine Frage an sie, während Kestrel und Aketos ebenfalls in Gedanken versunken zu sein schienen. Lächelnd betrachtete Sarid ihre Padawan. So unsicher wie sie manchmal war, aber erste Anzeichen für eine Veränderung, eine Art wachsendes Selbstbewusstsein waren durchaus schon erkennbar bei der jungen Falleen. Das war definitiv positiv.

Weißt du, gefallen lassen musst du dir das natürlich nicht. Du hast wie jeder anderer Padawan auch Respekt verdient. Allerdings ist es finde ich ratsamer gerade bei Mitjedi nicht unbedingt so stark in die Offensive zu gehen und sie im Gegenzug ebenfalls anzugreifen. Ich denke Kadajj hat die Botschaft so oder so jedenfalls verstanden und am intelligentesten wäre es jetzt eine kollegiale Beziehung mit ihr anzustreben, indem du ihre zugegeben manchmal gewöhnungsbedürftigen Eigenheiten akzeptierst, genauso wie sie damit leben lernen muss, dass es nunmal viele Lebewesen gibt, bei denen Pheromone ein völlig natürlicher Teil ihres Lebens ist.

Dann legte sie ihre Padawan kurz eine Hand auf den Arm.

Es war schon in Ordnung. Aber achte darauf, dass deine Wortwahl - falls es ein nächstes Mal gibt, was ich nicht hoffe - etwas diplomatischer ausfällt. Auch wenn Diplomatie nicht unbedingt eine Stärke der Rattataki ist, aber das muss doch nicht auch zwingend für dich gelten, oder?

Gab sie ihre Ansicht zu der Auseinandersetzung der Rattataki mit der Falleen kund. Aber solange diese auf verbaler Ebene blieb war es bereits ein Fortschritt für die Kahlköpfige. Bei ihrem Streit mit der Echani war sie schließlich schon drauf und dran gewesen gewalttätig zu werden.

In der Landebucht ging es ziemlich schnell bis sich der braunfellige und etwas kleinere Wookiee - im Vergleich zur Kamino - und der noch viel kleinere Wollhufer zeigten. Fritz übernahm die Rolle des Wortführers und erklärte, dass sie die Ausrüstung für alle dabei hatten, was Sarid mit einem zufriedenen Nicken quittierte. Als Kadajj ihr währenddessen mitteilte, dass sie ihren Droiden noch schnell zu ihrem eigenen Schiff schickte wollte, um ein paar Dinge holen, hatte die Corellianerin keine Einwände.


Natürlich, Kadajj. Sieh nur zu, dass es nicht zu lange dauert, aber eine halbe Stunde Zeit haben wir schon noch, wenn es sein muss.

Mit einem Schmunzeln registierte Sarid, dass Kadajj und Kestrel Fritz nicht als Jedi erkannten. Aber die Jedi-Advisorin hatte keinen Zweifel daran, dass der erfahrene Jedi-Ritter diesen Irrtum umgehend klarstellen würde. Das war bestimmt nicht das erste Mal für ihn, dass er für ein Haustier oder Schlimmeres gehalten wurde. Dann räusperte sie sich und wandte sich an alle.

Dann lasst uns mal an Bord gehen und sobald Kadajjs Droide zurück ist nach Alzoc III starten. An Bord ist noch genügend Zeit für ein Schwätzchen oder zwei.

Drängte sie ihre Mitjedi etwas zu Eile. Sarid hatte zwar nicht im Kopf wie weit es genau nach Alzoc III war, aber einige Tage waren sie bis dahin bestimmt unterwegs. Das schnellste Raumschiff war Briannas alter YT-1300 vermutlich auch nicht. Somit blieb noch genügend Zeit alles durchzusehen, was die beiden Jedi-Ritter von Lianna mitgebracht und welche weiteren Informationen sie über die Mission selbst noch erhalten hatten. Deshalb schritt Sarid mit ihrer Reisetasche in der Hand bereits an Bord und hoffte, dass die anderen Jedi ihrem Beispiel bald folgen würden.

Andockbucht ZR-1983-10 - Briannas Museumsstück - Rilanja, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos, Shortakawoo, Fritz und Sarid
 
[Naboo, Theed - Landebucht ZR-1983-10] Kadajj, Rilanja, Kestrel, Brianna, Aketos, Fritz, Shortakawoo, Sarid, Levon

Leider wurde Kadajjs Erwartung enttäuscht, dass sich hinter dem schäbigen Äußeren von Briannas YT-1300 ein zuverlässiger, intakter Frachter verbarg. Die Silberhaarige erklärte, sie hätte nie die Mittel gehabt, das Schiff ordentlich überholen zu lassen und hängte gleich daran ihre Bedenken und Befürchtungen auf, dass die Tardis nicht für einen Einsatz gegen Piraten geeignet wäre. Ihre Bemerkung, sich in Raumanzügen auf das Schiff zu stellen und mit Lichtschwertern Blasterfeuer abzuwehren, Kadajj allerdings sehr witzig, obwohl ihre Freundin es gar nicht so meinte.

„Wir brauchen es den Piraten doch erst einmal nicht auf die Nase binden, dass wir Jedi sind – so wie dein Schiff aussieht, könnte man uns auch für ein paar abgewrackte Schmuggler oder ähnliches Verbrechergesindel halten,“


erwiderte sie auf Briannas Schwarzmalerei – hoffentlich ging das jetzt nicht die ganze Zeit weiter, dass sie ihrer melancholischen Stimmung nachhing und einen Sith an die Wand malte. Allerdings schien sie es für wahnsinnig komisch zu halten, das Schaf an der Seite des Wookiees als einen Jedi-Meister namens Fritz zu bezeichnen, gerade als es begann, erst Sarid anzumähen und dann plötzlich Kadajj ansah.

Vermutlich witterte es, dass die Rattataki eine potenzielle Gefahr für sein Leben darstellte – Tiere hatten ja für so etwas ein feines Gespür. Während sie in dem Schaf schon ihr Abendessen und noch einige weitere Mahlzeiten sah, sah Meisterin Skyfly es eher als Streicheltier an, schien aber auf den zugegeben recht gelungenen Witz der Echani einzugehen.

Das Schaf ließ allerdings nicht seine Augen von Kadajj und begann zu protestierend zu mähen, während sie darüber nachdachte ob nun Hammelkoteletts oder Hackbraten besser wären. Auf einmal kam das Vieh auf sie zu und trat sie, worauf sie erschrocken ihre Überlegungen für ihre Mahlzeit unterbrach. Der Tritt hatte nicht wehgetan, und dann mähte das Schaf wieder und es bildeten sich Worte in ihrem Kopf, die sie ermahnten, sich Gedanken über ihren Speiseplan zu machen, wenn sie alles, was Haare hatte für essbar hielt.

„Haha, sehr witzig, Brianna…“

setzte Kadajj an, aber niemand lachte, während sie wieder von dem Tierchen fixiert wurde. Das war kein normales Schafsverhalten – entweder hatte es kowakianische Tollwut, oder…?
Auch wie Brianna mit dem Schaf redete, und es wie zur Antwort mähte, dass es schön wäre sie wiederzusehen…?

„Oh, dann bist du…seid Ihr wirklich ein Jedi-Meister...“


sagte sie zu Meister Fritz und verbeugte sich.

„Verzeih mir, aber du…Ihr habt keine Ahnung, was mit oder ohne Haare, Haut, Schuppen oder Federn alles essbar ist,“

Jedi-Meister hin oder her, die Kritik an ihren Verzehrgewohnheiten, wollte sie nicht auf sich sitzen lassen und als Pflanzenfresser konnte dieser wohl schon einmal gar nicht mitreden – sie hätte ihm genauso vorhalten können, dass er ihrem Essen das Essen wegfraß.

Auch wenn es sich nun herausgestellt hatte, dass der Vierbeiner ein intelligenzfähiges und machtbegabtes Wesen war, die Gedanken an einen saftigen Hammelbraten in feiner Nerf-Butter gedünstet, ließen sich nicht so einfach wegwischen.

"Ich nehme an, Ihr seid auch ein Jedi-Meister?,",

wandte sie sich vorsichtshalber an den Wookiee, bevor sie anfing, ihn herumzukommandieren, er solle sich um die Reparaturen kümmern.

Die Gruppe betrat nun den alten Frachter, der förmlich darum zu betteln schien, repariert zu werden. Wahrscheinlich wurde das Schiff nur noch von Kaugummi und ein paar Büroklammern zusammen gehalten. Levon brauchte weitaus weniger, als die von Sarid zugestandene halbe Stunde um mit den von Kadajj gewünschten Gegenständen und einem XXL-Maxi-Menü vom Bantha-King zurückzukehren. Der Droide transportierte alles in einer großen Metallbox auf Repulsorkufen, nur seinen Elektrostab trug er offen mit sich.

„So, ich wäre dann soweit,“

verkündete Kadajj zufrieden, nachdem Levon die Box in das Schiff gebracht und ihm die Tüte mit ihrem Essen abgenommen hatte. Für eine Weile würde das Fastfood die Gedanken an Hammelrücken und gebratene Schafsinnereien mit Speck und Zwiebeln verdrängen.

Brianna, du hast doch bestimmt nichts dagegen, wenn Lev’ika sich im Schiff umschaut und einen kleinen Plausch mit der Tardis hält?“


[Naboo, Theed - Landebucht ZR-1983-10] Kadajj, Rilanja, Kestrel, Brianna, Aketos, Fritz, Shortakawoo, Sarid, Levon



 
Zuletzt bearbeitet:
Naboo, Theed - Raumhafen, Landebucht ZR-1983-10 - Shortakawoo, Fritz, Sarid, Rilanja, Kadajj, Aketos, Kestrel und Brianna

Kadajj brachte den - wie Brianna zugeben musste - berechtigten Einwand, dass man der Tardis nicht ansah, dass sie Jedi transportierte. Das war in der Tat ein Argument. Außerdem, so kam es ihr, verfügten die Piraten bestimmt nicht über eine lückenlose Raumüberwachung. Vermutlich bedeutete das, dass der ganze Auftrag nur noch bescheuert war anstatt Selbstmord, doch wohl fühlte sie sich bei der Sache trotzdem nicht.

"Du hast recht."

Gab sie zu.

"Dieses Schiff ist so unauffällig, dass man vermutlich nach Bastion fliegen könnte damit, ohne dass jemand davon Notiz nähme. Aber würde es dir was ausmachen, im Cockpit in meiner Nähe zu bleiben, für den Fall, dass es da das eine oder andere Möchtegern-Fliegerass gibt, das meint, uns aufs Korn nehmen zu müssen. Vielleicht als Kopilotin?"

Kestrel war die erste, von der die Echani mitbekommen hatte, dass sie ihr armes Schiff nicht mit einem abschätzigen Blick bedachte. Hätte Durastahl(oxid) Gefühle, die Tardis wäre längst in Tränen ausgebrochen. Die Ritterin hätte auch gerne ihr eigenes Schiff gehabt und scherzte, das Schiff ihrer Padawan wäre auch ihr Schiff. Brianna lachte kurz auf.

"Das könnte dir wohl so passen, wie? Ich weiß ja, dass ihr Jedi sehr besitzergreifend seit, was dann angeht. Aber im Ernst: solltest du es wirklich einmal ohne mich unterwegs sein und es brauchen, kannst du es natürlich jederzeit haben."

Erwiderte die Weißhaarige lächelnd. Im Gegensatz zu ihr war Kadajj von Fritz mit einem Fußtritt bedacht worden, bei ihr hatte er gemeint, es wäre schön, sie wiederzusehen. Es wäre auch nicht gerade klug gewesen, der Padawan, die sehr viel stärker war und die zurücktrat, blaue Flecken am Schienbein zuzufügen.

Dass keine ihrer beiden Freundinnen den Wollhufer als Jedi erkannte, war schon wieder zum Lachen, die Kahlköpfige glaubte sogar an einen Streich Briannas, bis ihnen gleichzeitig - und mit beträchtlicher Latenz - klar wurde, wen sie vor sich hatten. Während Kestrel ihre zum Streicheln ausgezogene Hand ruckartig zurückzog und rot anlief, verbeugte sich Kadajj und rechtfertigte sich mit ihren besonderen Kenntnissen darüber, was man so alles essen konnte in der Galaxis. Die Ritterin wunderte sich zunächst, dass der Vierbeiner und ihre Padawan sich kannten, bevor sie sich an ihre Begegnung auf Loronar erinnerte.

"Ja, ihr habt euch dort schon einmal gesehen."

Bestätigte ihre weißhaarige Schülerin nickend.

"Wir waren gemeinsam auf Gamorr und Loronar."

Sie richtete ihre Wort an beide, da die Begrüßung, dass es schön war sie zu sehen nahelegte, dass Fritz sich nicht mehr an ihre gemeinsame Zeit erinnerte.

Auf Sarids Drängen hin begaben sich alle über die Frachtrampe an Bord, während die Echani misstrauisch zurückblieb und an der Konsole überprüfte, ob die Jedi die Zugangscodes geändert hatten. Überraschenderweise war dies nicht der Fall. Einigermaßen beruhigt und nicht ohne nach den haarigen Hinterlassenschaften der pelzigen Ritter Ausschau zu halten bog sie zuallererst rechts ab, wo sie sich einstmals ihr Quartier eingerichtet hatte, und blieb verwundert stehen.

Das antike Echani-gefertigte Doppelklingenschwert hing immer noch an der Wand über ihrem Bett, wo sie es zu ihren Anfangstagen als Jedi zur Dekoration aufgehängt hatte, in der Annahme, bald ein Lichtschwert zu bekommen und es daher nicht mehr zu brauchen. Sie hatte fest damit gerechnet, dass die Jedi es sich nach ihrer Entführung schnell unter den Nagel reißen würden, immerhin machte die Cortosis-Beschichtung es selten und wertvoll. Im schmucklosen Blechschrank daneben fand sie die Tasche mit ihren Sachen, die sie in der Fabrikhalle zurückgelassen hatte. Sie durchwühlte sie kurz und setzte sich staunend auf ihr Bett, ein wenig gerührt. Wer auch immer das gemacht hatte, hatte sich genug um sie gekümmert, um ihre Tasche bei der Abreise mitzunehmen und sorgsam dort zu verstauen, wo sich ihre restlichen Besitztümer befanden. Das hätte sie nicht erwartet!

Sie eilte zurück zum Rest ihres privaten Reiches, dem Laderaum auf der anderen Seite der Rampe, den sie immer benutzt hatte, um sich auszutoben. Entfernt hatte man nichts, im Gegenteil es waren (zu ihrem Leidwesen) noch mehr von den Kisten geworden, die die Tardis wie magisch anzuziehen schien und die sie nur schwer wieder los wurde. Bevor sie hier trainieren konnte, würde sie noch etwas Platz schaffen müssen. Doch es schien noch alles da zu sein, die (recht harten) Kissen und die zum Teil bereits etwas mitgenommen wirkenden Holz-, Duraplast-, Permabeton- und Durastahlplatten ebenso wie die verschiedenartigen, zum Teil improvisierten Gewichte, deren gemeinsamer Nenner vor allem darin bestand, dass sie viel zu schwer für eine Frau wirkten.

Auf dem Rückweg traf die auch nach Echani-Maßstäben durchaus außergewöhnliche Athletin eine glücklich wirkende Kadajj, und der Grund für das Glück befand sich vermutlich in einer großen braunen Flimsiplasttüte mit Bantha-King-Aufdruck. Sie erklärte sich abreisefertig und fragte, ob es in Ordnung sei, wenn Levon sich das Schiff ansah und mit ihm sprach.

"Ja gerne, lass ihn nur machen. Prima Idee."

Freute sich eine gerade ohnehin viel besser gelaunte Brianna.

"Es stört ja nicht, wenn ich schon einmal Startvorbereitungen treffe, nicht wahr? Dann bin ich schon einmal im Cockpit."

Nachdem die langhaarige Padawan den Weg in die seitlich angebrachte Kanzel zurückgelegt hatte, hielt sie einen Moment inne und betrachtete den abgenutzten alten Pilotensitz. Sie hatte hier viel Zeit verbracht, wenngleich die meiste davon auf dem anderen Platz, doch inzwischen war es ihrer, er stand ihr zu. Und in der Tat, er könnte etwas Instandhaltung vertragen (und war übersät mit Fusseln) wie überhaupt das ganze Schiff, da war was dran, doch das spielte keine Rolle. Es war ein Schiff, ihr Schiff, egal wie sehr die anderen darüber noch mit den Augen rollen würden, und wohin auch immer so wollte, sie würde hinfliegen, dachte sie sich. Dazu ist ein Schiff doch da. Es ist eben nicht nur Schilde und Frachträume und ein Rumpf und ein Triebwerk, das alles braucht ein Schiff, doch was ein Schiff bedeutet, was die Tardis bedeutet, ist Freiheit.

In diesem Wissen setzte sie sich auf den ihr zustehenden und notdürftig gereinigten Platz und fuhr nacheinander die Systeme hoch. Wann auch immer sie Lust oder Sehnsucht verspürte, würde sie hierher zurückkehren und weitere schöne Zeiten hier verleben, die Natur und den Frieden genießen, ja das würde sie. Vielleicht schon sobald sie mit dem verlausten Piratenhaufen fertig waren.

Zur Sicherheit rief sie über die Bordkommunikationsanlage aus, dass sie jetzt gleich abfliegen würden, und holte von der Raumhafenkontrolle die Starterlaubnis ein. Die Triebwerke setzten sich gerade mit einem lauten Brummen in Betrieb, als ihre Freundin zurückkehrte. Sie lächelte und warf ihr einen kurzen Blick zu, bevor sie sich wieder um den Abflug kümmerte.

"Wie sieht's aus?"

Fragte sie beiläufig, während sie den Blick auf die Instrumente fixiert ließ. Mit einem Ruck hob der Frachter ab, und Brianna gab Schub. Ziemlich viel Schub dafür, dass sie sich mit den Kontrollen immer noch nicht gut zurechtfand und etwas unsicher und sehr "eckig" flog. Aber so hatte sie es schon immer gemacht und gut, sie war wieder unterwegs, dieses Mal nicht auf der Flucht vor jemanden, und das war ein beruhigendes Gefühl.

"Meine Sachen. Sie haben sie alle aufgehoben. Meine ganzen Sachen. Sogar mein Gepäck, das ich auf Loronar dabei gehabt habe, es ist alles da. Als ob sie geglaubt, gehofft hätten, dass ich zurückkehre. Ich hätte nie gedacht, dass sie das tun würden."

Meinte sie unvermittelt zu der Rattataki.

Naboo über dem Theeder Raumhafen, unterwegs Richtung Orbit - Tardis, Cockpit - Kadajj und Brianna
 
Zuletzt bearbeitet:

[Naboo, Theed - Landebucht ZR-1983-10] Kadajj, Rilanja, Kestrel, Brianna, Aketos, Fritz, Shortakawoo, Sarid


Immerhin sah Brianna ein, dass ein Schiff wie die Tardis heruntergekommen genug war, um die Jedi unauffällig nach Alzoc III oder sogar nach Bastion zu bringen.

„Dann wird es vielleicht doch was mit dem heroischen Duell zwischen dem Imperator und dir?“

kommentierte Kadajj mit einem Augenzwinkern diese Bemerkung.

„Natürlich macht es mir nichts aus, deine Co-Pilotin zu sein.“

Sie war auf die Flugkünste ihrer Freundin gespannt und wie sehr diese sich im Vergleich zu ihrer Selbsteinschätzung unterschieden. Wahrscheinlich machte sie sich wieder schlechter als sie war.

Die Stimmung der Silberhaarigen befand sich glücklicherweise wieder auf dem aufsteigenden Ast, wie sie feststellte und sie hatte nichts dagegen, dass Levon sich mit dem Schiff unterhielt. Der Droide würde einiges mit dem Schiff zu bereden haben, dessen war die Rattataki sich sicher.

Mit dem XXL-Maxi-Menü vom Bantha King bewaffnet, macht sich Kadajj sich auf den Weg ins Cockpit, nachdem Levon mit der großen Metallbox im Maschinenraum verschwunden war. Während Brianna die Startvorbereitungen traf und sie den Navcomputer bediente, beobachtete sie unauffällig, wie die Echani sich als Pilotin machte. Keine Frage – sie konnte es, aber die Art, wie sie die Kontrollen bediente, verriet, wie unsicher sie war. Sie legte mit der Tardis einen ziemlich ruckeligen Start hin, was bei dem großzügigen Raumhafen von Theed und einer wohlorganisierten Start- und Landkontrolle auch kein Problem darstellte – in einer Notsituation, wo sich andere Schiffe unkontrolliert bewegten, würden sie allerdings große Probleme bekommen…

Dennoch verzichtete Kadajj auf eine Bemerkung – nichts hasste sie mehr, wie die besserwisserischen Kommentare von geschwätzigen Beifahrern, und Brianna würden wohlgemeinte Ratschläge mehr schaden als nützen, auch wenn Kadajj nicht über die Wortgewalt von Rilanja verfügte. Außerdem wäre es unhöflich gewesen, beim Essen zu reden und so konnte sie sich ganz dem Genuss ihres Banthaburger-Menüs mit Nuna-Nuggets und Nerfkäsebällchen hingeben. Der Geruch des Menüs übertünchte für eine Weile die Schafs- und Wookiee-Ausdünstungen, die durch das Schiff waberten. Seit sie schwanger war, war ihr Geruchssinn noch schärfer geworden - sie hätte einen Blutstropfen im Umkreis von fünf Kilometer riechen können.

So wie es aussah, hatte die Tardis keinen Simulator – also musste Brianna es wohl auf dem direkten Weg lernen, wie sie ihre Pilotenkünste verfeinern konnte. Im Orbit von Naboo standen immer noch einige leichte Kreuzer der Neuen Republik, und diese mussten nun als Trainingsparcours herhalten.

„Wir werden einen besseren Eintrittspunkt für den Sprung in den Hyperraum finden, wenn wir diesen Vektor verfolgen,“

sagte Kadajj leichthin, zeigte Brianna die Koordinaten die zwischen den vier versetzt positionierten Schiffen, zwischen denen reger Raumjägerverkehr herrschte, lächelte unschuldig und griff sich mit beiden Händen den Maxi-Burger.

[Naboo – Orbit - Tardis]Kadajj, Brianna (im Cockpit), Aketos, Fritz, Shortakawoo, Sarid Rilanja, Kestrel, Levon(im Schiff verteilt)


CEC YT-1300 Tardis [Schilde 100%] :D

***​


[Naboo – Orbit – Tardis (Maschinenraum)] Levon und Tardis


Nüchtern stellte der Droide fest, dass sämtliche von der Corellian Engineering Corporation empfohlenen System-Updates seit neunzehn Jahren nicht durchgeführt worden waren. Es hatten nur fünf der der elf Kontrolluntersuchungen an den Hypertriebwerken in von CEC zertifizierten Raumdocks stattgefunden, geschweige denn die Reinigung von Plasmaleitungen oder eine Durchleuchtung der Gefahrgutbehälter nach Nanorissen. Unwillkürlich gab Levon ein besorgtes, nannydroidenhaftes Seufzen von sich.

Beim ersten Kontakt mit der Tardis-KI war er von einer Legion Viren, Trojanern und Würmern attackiert worden, die sich im Laufe der Jahre in den veralteten und ungeschützten Speichern des Computers angesammelt hatten. Er wehrte sie erfolgreich innerhalb von 0,756 Sekunden ab und vernichtete sie. Die temporären HoloNet-Dateien belegten einen gewaltigen Teil des Hauptspeichers, so dass er viel Zeit, 3,0215 Sekunden, benötigte, diese zu löschen.

„Du hättest dich selbst um diese Löschungen kümmern müssen oder deine Besatzung darauf aufmerksam machen müssen, dass du diese benötigst,“

ermahnte er Tardis leicht vorwurfsvoll.

„Das gehört nicht zum Bestandteil meiner Programmierung,“

erwiderte Tardis mit einem zickigen Unterton.

„Doch. Du bist darauf programmiert, das Leben deiner organischen Besatzung zu schützen. Viele sind sich nicht bewusst, welchen Gefahren sie sich durch eine Reise durchs All aussetzen. Als verantwortungsvolle KI musst du Eigeninitiative entwickeln.“

Tardis schwieg, und ihr Schweigen wirkte beleidigt. Levon machte sich daran, veraltete bis antike Routinen zu löschen, achtete aber darauf, dass die Gedächtnisspeicher von Tardis erhalten blieben. Zum einen könnten sie Informationen enthalten, die für Miss Brianna noch wichtig sein könnten, zum anderen wusste er selbst, dass ein reichhaltiger Erfahrungsschatz dazu beitrug, Intelligenz zu fördern.

Nachdem diese Arbeiten erledigt waren, schien ein Aufatmen durch das Schiff zu gehen – Tardis’ KI war von altem Ballast befreit worden und bereit, Neues aufzunehmen. Bevor das Schiff in den Hyperraum trat, ließ Levon einige der älteren (und kostenlosen) System-Updates von CEC installieren und durchführen. Für die neueren waren die Speicherkristalle zu klein und zu veraltet. Miss Brianna würde sich um neue kümmern müssen.

Insgesamt führte seine Untersuchung des Hauptspeichers allein 272 Posten auf, die einer professionellen Instandsetzung bedurften. 112 weitere konnten er und Miss Kadajj selbst durchführen.

„Ich fühle mich besser,“

sagte Tardis plötzlich, nachdem sie 186,21 Sekunden beharrlich geschwiegen hatte.

„Ich weiß,“

erwiderte Levon, während er genau eine Minute und vierzehn Sekunden vor dem Sprung durch die Lichtmauer noch einige fehlerhafte Justierungen des Hyperantriebs behob.


[Naboo – Orbit – Tardis (Maschinenraum)] Levon und Tardis
 
Zuletzt bearbeitet:
Naboo, über dem Theeder Raumhafen, unterwegs Richtung Orbit - Tardis, Cockpit - Kadajj und Brianna

Erfreulicherweise hielt sich Kadajj als Copilotin zurück. Brianna hatte zwar das beruhigende Gefühl, dass sie ihr auf die Finger schaute, dass sie auch alles richtig machte, sie sah jedoch davon ab, jeden Handgriff der Pilotenanfängerin zu kommentieren. Untermalt von Kaugeräuschen und dem Rascheln der Bantha-King-Tüte steuerte die Echani das Schiff im Aufstieg weg vom Raumhafen und dem ganzen Flugverkehr, was Scherereien in Form von Ausweichmanövern sparte.

"Weißt du, das ist jetzt mein vierter Flug, oder mein fünfter, wenn man sehr, sehr großzügig ist."

Meinte sie beiläufig, als sie sich weit genug entfernt hatten.

"Zuletzt habe ich am Steuer eines YT-2000 gesessen, ich könnte allerdings nicht sagen, dass der sich viel besser fliegt als dieses."

Brianna glaubte, die Tardis verteidigen zu müssen. Nach einiger Zeit hatten sie den Orbit erreicht, und als sie ansetzte, das Schiff um den Planeten herum zu steuern, widersprach ihre Freundin und momentane Aufseherin. Sie deutete in die andere Richtung, wo sie einen besseren Hyperraumeintrittspunkt fänden. Von der gegenwärtigen Position der drei Monde Naboos mochte dies sogar stimmen, aber...

"Das führt uns einmal quer durch die Haupteinflugschneise des Theeder Raumhafen. Aaaah."

Die silberhaarige Padawan grinste, als ihr klar wurde, was Kadajj vorhatte.

"Das ist also eine Übung. Du solltest besser schon einmal überprüfen, ob die Rettungskapseln noch funktionstüchtig sind. Doch nun gut, du hast es so gewollt."

Erwiderte sie ironisch, bevor sie eine 180-Grad-Wende flog (plus-minus 30 Grad). Wie es der Zufall so wollte, war auch gerade eine Menge Verkehr, vom Ein-Mann-Skiff bis zu Riesenfrachtern, die zu groß für eine Landung waren und deren Ladung deshalb im Orbit gelöscht werden musste. Genau einer dieser großen Pötte lag direkt vor ihnen. Sie hatten gar keine Wahl als auszuweichen, und da fingen die Probleme bereits an. Es gab drei denkbare Drehungen bei einem Raumschiff, welche war die richtige - Von einer sinnlosen Rotation um die Längsachse einmal abgesehen. Außerdem wusste Brianna die Knöpfe nicht auswendig. Wenn sei auf die Bedienkonsole guckte, um die richtigen Tasten zu treffen, sah sie nicht, wohin sie flog. Außerdem - wo endete das Schiff eigentlich? Schließlich gab es noch ein grundlegendes Problem beim Fliegen im Weltraum: nur weil die Nase eines Schiffs nicht mehr in die ursprüngliche Richtung zeigte, bedeutete nicht, dass es sich nicht mehr weiter in selbige bewegte. Raumfahrer schienen kein Problem damit zu haben, doch für Landbewohner wie Brianna war der Effekt hingegen sehr ungewohnt - auch wenn sie wusste, dass es mit der Trägheit zu tun hatte.

Im Endeffekt bedeutete es, dass die Tardis einen riesigen Bogen um das Schiff flog. Ein weiterer Frachter lag vor ihnen, und die Pilotin nutzte die Zeit, die sie hatte, um sich noch ein wenig mit der Steuerung zu beschäftigen. Sie behielt ihre Hand in der Nähe der Kontrollen, versuchte sie blind zu treffen und beobachtete, wie der kleine Frachter reagierte. Auch experimentierte sie mit dem Unterschied zwischen leichtem Antippen und festem Durchdrücken der Knöpfe. Bis sie den Frachter erreichten, hatte sie sich allerdings so weit vom ursprünglichen Kurs entfernt, dass es nur noch einen leichten Schlenkers bedurfte, um ihn zu umrunden. Doch nun lag die Hauptverkehrszone vor ihnen. Brianna drehte den YT-1300, so dass seine Unterseite in Richtung eines größeren Passagierschiffs zeigte anstatt der Backbordseite, und umrundete es in einem viel kleineren Bogen.

"So langsam bekomme ich den Dreh raus, glaube ich."

Freute sich die Weißhaarige. Sie wich einer größeren Yacht aus, lavierte sich zwischen zwei sich begegnenden Großraumtransportern durch, passierte noch diverse andere Schiffe und wurde mit jedem Male mutiger, wobei sie so manchem Schiffsbesitzer einen gehörigen Schrecken einjagte. Zwei oder drei kleinen Privatfliegern zeigte sie, wer bei einer Kollision mehr zu befürchten hatte und ließ sie eiskalt um sie herumfliegen. Zumindest sah sie davon ab, ihnen die runde Seite des Frachters zu zeigen. Schließlich flog sie einen fehlerfreien Slalom durch einen größeren Konvoi, der eigentlich nicht unbedingt auf dem Weg lag. Auf der anderen Seite des Verkehrsstroms passierte sie eine Korvette, die den Republiksstreitkräften gehören musste - und fand sich mitten in einem Manöver einer Republiks- und einer Naboostaffel wieder. Die Echani bewies sowohl ihre schnellen Reflexe als auch ihre fehlende Sicherheit wenn es um instinktive Manöver ging, während sie das Schiff durch die auseinanderstobenden Jäger steuerte - doch dann war sie durch, unbeschädigt.

"Puh, das war ein hartes Stück Arbeit."

Brianna stieß einen Stoßseufzer aus und erlaubte sich zum ersten Mal seit einer ganzen Weile, eine unverkrampfte Hand- und Körperhaltung einzunehmen. Am liebsten hätte sie nach hinten gesehen um zu gucken, was sie hinter sich gebracht hatte, doch das ging in dem Cockpit ja nicht. Wichtiger war ohnehin, dass sie den Masseschatten von Naboo schon fast hinter sich gelassen hatten. Mit einigen schnellen Tastendrücken ließ sie den Computer einen Kurs nach Alzoc III berechnen.

"Viel Militär sieht man ja nicht mehr hier - letztes Mal war das noch ganz anders, erinnerst du dich?"

Meinte sie zu ihrer Mitpadawan, während sie auf die Berechnung wartete.

"Vielleicht sind sie jetzt alle in Bothawui. Schon witzig. Es kommt mir wie gestern vor, dass Kestrel und ich dort durch die Raumhafen-Versorgungstunnel gerannt sind, mit jeder Menge Sturmtruppen im Nacken. Und jetzt hat die Republik ihn wieder. Kein Wunder, dass sie hier keine Streitkräfte mehr brauchen - das Imperium hat jetzt wahrscheinlich andere Sorgen als Naboo. Wenn es so weiter geht, fliege ich vielleicht wirklich bald nach Bastion und führe den Imperator der Altmetallverwertung zu, wo er hingehört."

Lachte die Echani, und im selben Moment meldete sich der Navcomputer zurück.

"Schon? Das ist verdächtig schnell."

Wunderte sie sich, betrachtete die Anzeige und warf der Rattataki neben ihr einen unsicheren Blick zu. Nach kurzem Zögern führte sie den Sprung durch und erhob sich von ihrem Sitz.

"Es wird Zeit, dass wir nachsehen was die anderen machen. Außerdem habe ich Hunger - du hast ja gegessen."

Hyperraum unterwegs Richtung Alzoc III - Tardis - Aketos, Fritz, Shortakawoo, Sarid, Rilanja, Kestrel, Levon (im Schiff verteilt)
- Kadajj, Brianna (im Cockpit)


[OP]Habe die Situation an die Erkenntnis angepasst, dass es kaum mehr Militärpräsenz im Naboo-System gibt[/OP]
 
Andockbucht ZR-1983-10 - Briannas Museumsstück - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos, Shortakawoo, Fritz und Rilanja

Rilanja kostete es etwas Mühe, für die Kritik in Sarids Antwort ebenso dankbar zu sein wie für die lobenden Teile. Die erfahrene Jedi hatte sicher Recht mit dem was sie sagte, und aus eigener Erfahrung wusste die Falleen - zumindest jetzt - wie es sich anfühlte einen eigenen Standpunkt zu vertreten und dabei keine Grenze zu sehen, bei der es diplomatisch wäre sich zurückzuhalten. Natürlich war ein Großteil der Auseinandersetzung auf Kadajjs Mist gewachsen, aber die Aussprache was die Verantwortung der ehemaligen Händlerin gewesen.
Die grünhäutige Frau war immer noch stolz darauf, dass es ihr gelungen war der Rattataki die schuppige Stirn zu bieten, doch wahrscheinlich musste sie noch lernen sich dabei besser zu kontrollieren und vor allem voraus zu planen, um wirklich jedig zu werden.
Sie hatte gewusst, was sie sagen wollte, zumindest in dem Moment, als sie es gesagt hatte, aber sie hatte keine Mühe darauf verwendet sich zu überlegen, was die Kahlköpfige darauf entgegnen würde. Sie hätte sich besser vorbereiten und sich eine Strategie zurechtlegen sollen, um nicht nur ihr Problem besser aus der Welt schaffen zu können, sondern auch um die Punkte, die Sarid ansprach, besser umsetzen zu können - Kollegialität, Diplomatie und Jedihaftigkeit.
Umso wichtiger wurden diese Dinge in ihren Augen, weil Kadajj kaum Wert darauf zu legen schien.


Ich werde es versuchen nächstes Mal besser zu machen, Meisterin, auch wenn ich natürlich nicht hoffe, dass es ein nächstes Mal geben wird. Zumindest plane ich keins mit ihr, aber man kann ja nie wissen, also ich meine, es muss ja nicht mit ihr sein, oder um das selbe Thema gehen...

Die Begrüßung und das Betreten des Schiffes verlief für die junge Frau wieder wie auf Autopliot. Es waren qualifiziertere Personen als sie anwesend um sich der Formalitäten anzunehmen, und so folgte sie Sarids Aufforderung sich das Schiff und die Schlafgelegenheiten an Bord zu erschließen.
In dem improvisierten Schlafraum angekommen stellte sie ihre Tasche ab und sah sich um. Nichts besonderes, aber wenigstens auch nicht viel schlimmer als von außen. Sie war sich nicht ganz einig darüber, was sie über die Mission halten sollte, zu der sie jeden Moment aufbrechen würden, aber immerhin blieb ihr die Entscheidung erspart.
Abenteuer konnte man schließlich nur erleben, wenn man seine vier Wände verließ, so viel hatte sie in jede Fall aus Holofilmen gelernt. Irgendwo lag darin sicher eine gewisse Ironie verborgen, aber im Moment hatte Rilanja keine Lust, darüber zu philosophieren.
Sie wollte lernen, jediger zu werden.


Sarid?

Rilanja empfand es mit einem Mal als komisch, ihre Freundin mit ihrem Vornamen anzusprechen. Natürlich war sie weiterhin ihre Freundin, auch als ihre Ausbilderin, zumindest hoffte Rilanja das. Die Anzahl ihrer Freunde war beinahe so knapp wie die ihrer Ausbilder. Dennoch klang es komisch in ihren Ohren, und der Grund dafür war wahrscheinlich, dass sie momentan darauf brannte ihre Ausbildung fortzusetzen, also ihre Meisterin suchte, und nicht ihre Freundin.
Gleichzeitig wollte die Falleen nicht zu förmlich und damit steif wirken. Im Endeffekt gab es somit nur eine sinnvolle Möglichkeit, zu der sie greifen konnte.


Meisterin Sarid?

Während sie nach der Menschin Ausschau hielt fiel ihr der kleine wollige Jedi (Fritz) auf, der es sich auf einer Liege bequem gemacht hatte und kaum hörbar schnarchte. Wenigstens einer, der der Mission völlig leidenschaftslos entgegen sah, dachte sie sich.


Hyperraum nach Alzoc III - verstreut über Briannas Museumsstück - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos, Shortakawoo, Fritz und Rilanja
 
Zuletzt bearbeitet:
Hyperraum nach Alzoc III - verstreut über Briannas Museumsstück - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos, Shortakawoo, Fritz und Rilanja

Zu Sarid Freude folgten die anderen Jedi ihrer Aufforderung sich ins Innere des Schiffes zu begeben rasch und Kadajjs Droide brauchte auch nur ein paar Minuten, bevor er als Letzter an Bord ging. Da die Corellianerin sonst auch nichts Großartiges zu tun hatte ließ sie sich den Weg zu den Schlafquartieren sagen und setzte sich dort in einem der umgebauten Schlafräume auf eine als Bett fungierende Liege. Ihre Reiseasche stellte sie einfach auf dem Boden. Die mitgebrauchte Ausrüstung konnte sie auch später noch durchschauen.

Das, was sie bisher von Schiff gesehen war wenig beeindruckend, ein ziemlich normaler YT-1300 eben, ein bisschen heruntergekommen, aber es flog offensichtlich. Damit war Sarid zufrieden. Sie war schon mit viel schäbigeren Raumschiffen herum gereist als Briannas Tardis. Also zog sie ihre Beine an und machte es sich mit einem Scheidersitz bequem und studierte ihr Datapad, auf dem die Daten über ihre kommende Mission gespeichert waren. Fast zeitgleich hatte es sich Fritz auf einer weiteren Liege in dem Raum bequem gemacht und schien zu schlafen. Die dritte Liege schnappte sich ihre Padawan Rilanja. Allerdings war Sarid so vertieft in das Manuskript über die Talz und deren Lebensweise, dass sie erst beim zweitem Mal hörte, dass die Falleen sie angesprochen hatte. Es war jedenfalls gut zu wissen, dass man bei den Talz auf sein Eigentum gut achten musste, da sie mit dem Konzept des Eigentums überhaupt nicht vertraut waren. Alles gehörte allen und wer etwas brauchte, der bediente sich einfach. Ziemlich ungewohnt für Sarid, aber vom sozialen Standpunkt her auch irgendwo nicht blöd.


Ja, Rilanja?

Antwortete sie deswegen etwas verlegen und legte das Datapad zur Seite. Wobei sie die Verlegenheit schnell abstreifte als sie merkte, dass diejenige, die das Schiff flog gerade einige etwas gewagtere Manöver machte, die die Trägheitsdämpfer nicht ganz ausglichen. Wahrscheinlich waren die Dinger auf 95 % oder so eingestellt, vermutete die Jedi-Advisorin, die ja auch vor über zwei Jahrzehnten mal als Frachterpilotin gearbeitet hatte. So Grundsätzliches vergaß man einfach nicht.

Was hast du denn auf dem Herzen - oder wo auch immer?

Fügte Sarid schnell hinzu als sie sich wieder ihrer Padawan zuwandte, da ihr schlagartig bewusst wurde, dass sie gar nicht wusste, ob Falleen über Herzen verfügten oder nicht.

Hyperraum nach Alzoc III - verstreut über Briannas Museumsstück - Sarid, Kadajj, Kestrel, Brianna, Aketos, Shortakawoo, Fritz und Rilanja
 
Zurück
Oben