Thyferra (Polith-System)

[Polith-System - Thyferra - Dschungel - Vor der 'Eulysia'- Michael, Akani, Clove, Steven, Tenia und Nachtjäger a.k.a. "Knuffelchen"; Crew der Eulysia (An Bord; NPCs)]


Michael war von dem Wesen, welches sie gerade angegriffen hatte, verblüfft. Denn als es wieder in den Wald zurück gerannt war, war es nicht nur aus seinem physischen Sichtfeld, sondern auch aus seinem Sichtfeld in der Macht verschwunden. Was auch immer dieses Vieh war, es konnte sich anscheinend in der Macht tarnen. Deuete dies darauf hin das es hier weitere Lebewesen gab die durch die Macht jagten? Oder warum war diese Mutation der Natur notwendig geworden? Jedenfalls hatte dieser Umstand, gepaart mit der herrschenden Dämmerung, den Nachtteil das sie das Tier kaum verfolgen konnten. Nur durch die Geräusche die es machte, das leise Knacken von Ästen und das Rascheln der niederen Büsche, verrieten ihnen wo sich das Wesen befand.

Plötzlich und ohne Vorwarnung sprang das rote Etwas aus dem Dickicht heraus und direkt auf Steven zu. Dieser schaffte es zwar seinen Angreifer mit einem glücklichen Tritt einige Meter weit durch die Luft zu schleudern, schien aber durch die Krallen des Tiers verwundet worden zu sein. Während sein Meister Probleme damit hatte sein Lichtschwert zu sich zu levitieren hatte sich der Fleischfresser Tenia zu gewandt. Michael konnte nicht genau sehen was passierte. Allerdings stieg einige Momente später ein unerklärlicher Nebel auf und die Nullanerin rief ihnen zu, dass sie sich auf das Schiff zurück ziehen sollten.

Nachdem ihre Tarnung wohl mittlerweile schon aufgeflogen war zögerte Michael nicht mehr und zog sein Lichtschwert. Das Lichtschwert in der einen Hand schob er mit der anderen Clove gewaltsam in Richtung des Schiffes. Sie hatte sich als größere Gefahr für sie alle herausgestellt als ihm zu Anfang klar gewesen war. Sie hatte ihm den konfiszierten Blaster aus dem Gürtel gezogen. Zwar hatte sie damit auf das Tier schießen wollen, aber der Padawan fand das es einfach zu gefährlich war sie weiter frei laufen zu lassen.

Als sie an Bord der Yacht waren schaute sich Michael um und sah was er suchte. Die Besenkammer.

"Ich glaube es wäre das einfachste wenn wir unseren Besuch fürs erste dort unterbringen", sagte er zu niemandem bestimmten.


[Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der'Eulysia'- Michael; Akani, Clove, Steven, Tenia und Nachtjäger a.k.a. "Knuffelchen" (vor dem Schiff) ; Crew der Eulysia (An Bord; NPCs)]

Ich bitte diese ... Meisterleistung zu entschuldigen ....
 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - Bereich vor der Yacht "Eulysia" - Clove, Tenia, Michael, Steven, Akani und natürlich Knuffelchen


"Ein Käfig mit armstarken Cortosis-Stäben wäre keine schlechte Idee", fügte Clove Akanis Bemerkung hinzu, die er wohl, ohne es zu bemerken (!), laut ausgesprochen hatte.
Und dazu am besten noch ein großes Stück Fleisch, um das Vieh hineinzulocken, führte er den Satz in Gedanken zu Ende.

Steven wiederholte derweil Tenias Anweisung, wieder an Bord der Eulysia zu gehen. Der Ritter selbst entschied dagegen, einfach mal so im Dschungel zu stehen und sich der Sicherheit seines nicht aktivierten Lichtschwerts anzuvertrauen.
Im nächsten Moment sprang ihn die Kreatur dann auch schon aus den Schatten heraus an. Dem Jedi gelang es im letzten Moment, sich mit dem Angriff abzurollen und das Tier mit seinem eigenen Schwung von sich herunterzuschleudern.
Es flog über ihn hinweg und landete auf allen Vieren, aber auch auf dem Bauch. Steven dagegen blieb liegen, offensichtlich hatte er seine Kollektion an Verletzungen eben um einige Sommerneuheiten erweitert.
Während der Jediritter umständlich seine Hand hob und wohl versuchte, sein Lichtschwert zurückzubekommen, rannte Clove fluchend auf Michael zu, forderte eine Waffe und besorgte sie sich schließlich kurzerhand selbst, indem sie ihm ihren Blaster aus dem Gürtel riss.
Also sowas! Geht sie allen Männern so flott an die Wäsche?
Das Mädchen hatte sich Knuffelchen zugewandt und schoss mit sicherer Hand und ungeladener Waffe.
Akani dagegen...stand eine Sekunde einfach nur dämlich da.
Dann beschloss er, dass das niemandem etwas bringen würde, deutete mit seiner Hand auf Stevens Waffe, die noch immer herumlag, und dirigierte sie mithilfe der Macht zu dem Menschen hinüber, während er zu ihm eilte. Er hoffte, dass Clove, die noch immer mit dem Blaster beschäftigt war, nichts davon mitbekam, aber wenn doch, war es jetzt auch schon egal bei all dem Herumgefuchtel mit - noch - deaktivierten Lichtschwertern.

Die selbsternannte Exploratorin fand in diesem Augenblick eine andere überaus praktische Verwendungsmöglichkeit für den Blaster, für die man nicht einmal eine Energiezelle brauchte, und zog Knuffelchen den Griff der Waffe übers Knie.
Der Schlag musste gesessen haben, denn das Bein des Tiers knickte ein und es starrte seiner Kontrahentin wütend in die Augen.
Diese blickte zornig zurück und, wie es schien, sagte sie etwas zu dem Wesen.
Was zur Hölle denkt sich das Mädel?!?, schoss es dem Chiss durch den Kopf, der bei Steven angelangt war und sich zu dem Mann hinunterbeugte.


"Also nur damit ich mal weiß, was Sache ist: Wird das bei dir zur Gewohnheit, dich von mir durch die Gegend schleppen zu lassen?", fragte er Steven mit dem Fünkchen Humor, das er in dieser Situation noch hatte, während er sich ohne viel Federlesen den - unverletzten - Arm des Ritters - pardon, Baron - über die Schulter legte und ihn auf die Füße zog.
"Und bevor du etwas sagst: Aufs Schiff zurückzukehren war auch deine Idee, deshalb machen wir das gleich mal."
Ohne eine Antwort abzuwarten, bugsierte er den Menschen dann zum Schiff. Er brachte ihn zum Eingang und die Rampe hinauf, wo er dann zurücktrat, da er den Eindruck hatte, der Mann könne durchaus selbst laufen.
Er ist ja schließlich nicht aus Zucker!
Sogleich eilte Akani wieder nach unten, gerade rechtzeitig, um mitzubekommen, wie auch seine Meisterin Bekanntschaft mit Knuffelchen machte. Sie hatte mittlerweile ihre Lanze aktiviert - das Versteckspiel mit Clove ist also zumindest teilweise zu Ende... - und trat dem Tier entschlossen entgegen. Als es die Nullianerin ansprang, gelang es ihr, es nicht nur abzuwehren, sondern ähnlich wie Steven vorhin erneut zur Seite zu stoßen. Dann schritt sie auf das Ding zu, führte einen sichtbar heftigen Hieb aus - und auf ihrem Gesicht blitzten in schneller Abfolge Schmerz und dann Zorn auf, als ihre Waffe an Knuffelchen abprallte und ihr offenbar fast aus der Hand flog.

Na los, Tenia, komm endlich!
Doch Tenia dachte wohl nicht daran, endlich zu kommen, stattdessen wogte im nächsten Moment ein Nebel um den Bereich auf.
"Zurück aufs Schiff, nehmt Clove mit", ertönte es im nächsten Moment in befehlendem Tonfall von der nun deutlich schwerer erkennbaren Gestalt von Akanis Meisterin.

Prompt war auch schon die Antwort von ihrem Gegner zu hören: Ein Grollen, das dieses Mal eindeutig nicht einfach von Wut herrührte, sondern von purer Mordlust.
Deutlich weniger prompt, vielmehr schleichend, so langsam und vorsichtig, dass Akani es zuerst nicht einmal einordnen konnte, floss ein kaltes Gefühl durch seine Adern, und erst einen Moment später konnte er es benennen: Angst.
Zum Cooha nochmal, die Frau bringt sich noch um!, dachte er, doch seine Verärgerung konnte die eisige Empfindung, die er das letzte Mal vermutlich als kleines Kind während eines Gewitters gespürt hatte, nicht überdecken.
Während Michael ebenfalls sein Lichtschwert zog und dann zu Clove hinabging, um sie ohne Rücksicht auf Gegenwehr über die Rampe ins Schiff zu schieben, drängte sich Akani an ihnen vorbei und ging nun vollends nach draußen.

"Tenia, komm endlich!", schrie er in den dreimal verfluchten Nebel hinein und wünschte sich, seine unnütze Nachtsicht gegen Infrarot tauschen zu können.
"Tenia!!"
Endlich kam ihm die Idee, es mit der Machtsicht zu versuchen, doch als er sie benutzte, wurde er lediglich daran erinnert, dass sowohl Tenia als auch das Tot - Knuffelchen klang entschieden zu...knuffig, und außerdem hatte ein unsinniger Teil von Akanis Gehirn mittlerweile begonnen, sich allerlei schmackhafte Todesarten für das Vieh auszudenken, weshalb das Tot überaus passend klang - sich tarnten.
"Tenia, komm aufs Sch-", begann er, ohne die Angst um seine Meisterin länger aus seiner Stimme heraushalten zu können, als wildes Geheul aus dem Nebel ertönte; ganz schwach konnte er den Schein der Lichtlanze ausmachen, doch mehr auch nicht. Nun bemerkte der Padawan auch, dass sich seine eigenen Finger mittlerweile so heftig in den Griff seines Lichtschwerts krallten, dass sie zu schmerzen begannen.
"TENIA, entweder du kommst SOFORT auf das Schiff oder ICH komme zu DIR, und dann STERBE ich und kehre als Machtgeist zurück, um dich für den REST deines BEDAUERLICH KURZEN LEBENS ZU TODE ZU NERVEN!!!!", brüllte er so laut, dass seine Stimme fast brach.

Einen Augenblick später aktivierte er sein Lichtschwert und trat in den Nebel.



Polith-System - Thyferra - Dschungel - Bereich vor der Yacht "Eulysia" - Clove, Tenia, Michael, Steven, Akani und das Tot
 
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Polith-System - Thyferra - Dschungel - Bereich vor der "Eulysia" - Clove, Tenia, Akani, Steven, Michael ....und "ES"

Clove wurde recht unsanft vom Boden aufgehoben und ins Schiffsinnere gebracht. Mit etwas glasigem Blick schaute sie hoch und erkannte, dass sich Graf "Winfred" ihrer angenommen hatte. Scheinbar war er aber im früheren Leben Möbelpacker oder etwas vergleichbar sensibles gewesen, denn sonderlich viel Feingefühl brachte er nicht auf. Vielleicht war er auch zusätzlich noch sauer, dass sie ihm die Waffe aus dem Gürtel gerissen hatte. Sollten sie doch froh sein, sie hätte doch auch sein Lichtschwert klauen können. Und ohne die Ablenkung hätte der Nachtjäger diesen Baron noch heftiger zusetzen, vielleicht auch töten können...

Ihr Rücken brannte wie Feuer und jeder Atemzug tat weh und ihre Hände waren nichts weiter als zitternde Anhängsel. Sie fühlten sich kalt an, aber ansonsten ziemlich taub. Der Schwanzhieb hatte scheinbar sie tiefer ins Fleisch geschnitten als befürchtet. Irgendwas Warmes rann ihr die Haut entlang und schockiert stellte sie fest, dass sie nicht unerheblich aus den Unterarmen blutete. Die Stofffetzen ihrer Jackenärmel färbten sich bereits rot und klebten auf der Haut. Ihr Rücken war sicherlich nicht besser dran, hoffentlich war das Feuchte, was sich über ihren Rücken ergoss nur Schweiß. So richtig vermochte sie das nicht zu beurteilen. Denn in ihrem Kopf drehte sich alles, die starken Eindrücke durch die Macht mischten sich mit den blechern klingenden Geräuschen in ihrem Ohr und die fehlfarbenen Bilder vor ihren Augen ergaben so gar keinen Sinn. Irgendwie kam die kybernetische Erweiterung in ihrem Gehirn mit dem Blutmangel durch den Schock nicht klar.
Sie hörte noch, wie dieser "Winfred" etwas davon sprach den Besuch in einen verdächtig kleinen Raum unterzubringen und ihr fehlte die Kraft irgendwas darauf zu erwidern. Sie lehte sich gegen eine Wand um sich zu sammeln.
Wie in Trance drehte sie sich zur Rampe um und sah, wie der Chiss den Baron an Bord brachte und diese "Zoey" sich einen wilden Kampf mit dem Raubtier lieferte.
Dann rannte der Chiss wieder hinaus und rief einen seltsamen Namen. Wer war denn diese "Tenia"?....

Clove beging den Fehler die Ärmel runter zu schieben um sich die Wunden anzuschauen. Die Haut war weit aufgerissen und konnte in einem Lappen umgeklappt werden. Darunter war mehr vom Fleisch zu erkennen, als sie befürchtet hatte und das sah in dem Moment ziemlich böse aus. Ein leiser Fluch entkam ihren Lippen und dann entschloß sich ihr Gehirn auf stand by zu schalten und einen reboot durchzuführen. Ihr wurde schwarz vor Augen und eine angenehme schwere überkam sie....
Wie in Zeitlupe rutschte sie seitlich an der Wand entlang und hinterließ eine dramatisch aussehende Blutspur auf der Metallverkleidung, bevor sie schlaff auf den Boden aufkam.

Außerhalb des Schiffes war der Nachtjäger in seinem Element.
Die junge Frau war sehr agil und wich seinem Angriff aus und schlug mit der Lanze gegen die gepanzerte Haut. Der Schlag war schmerzhaft spürbar, aber ungefährlich. Das Wesen registrierte die Berührung und die Erschütterung, aber keinen Schmerz, denn dieser war während des Angriffes einfach praktischerweise ausgeschaltet.
Der Geruch von Blut macht es fast rasend. Dem Machtgeist gelang es nur mühsam diese unbändige Energie des Wesens zu kanalisieren. Als hätte man in einem Pod-Racer die Triebwerke eines Kampfschiffes in Korvettengröße installiert. Instinktiv wich das Tier den Angriffen der Frau aus. In ihr war die Macht stark und vor allem die Wut.
Der Geist des Puppenspielers reagierte amüsiert und hätte lauthals aufgelacht und tatsächlich drang aus der Kehle dieses Raubtieres ein lachendes Geräusch.
"Ich werde euch Schwächlinge bei lebendigem Leibe ausweiden und auffressen." wollte der dunkle Geist über die Stimmbänder des Tieres transportieren, doch für eine Sprache waren sie einfach nicht gemacht, statt der Worte schallten verstümmelte Laute aus der Kehle. Aber es klang zumindestens so bedrohlich wie die Worte hätten klingen sollen und das Tier riss das Maul auf und schnappte nach der Jedi. Der Biss ging ins Leere.
Verdammt, diese Frau war sehr flott unterwegs und die Waffe war nicht ungefährlich.
Der Puppenspieler wusste, dass von dieser Lanze vermutlich die Gefahr einer Lichtklinge ausging. Und tatsächlich zündete die Jedi ihre Waffe und die Klinge erleuchtete ihr Gesicht.
ES wich mit einem Satz zurück und begann einen Kreis um sie herum zu beschreiben um in ihren Rücken zu kommen. Doch das Manöver gelang nicht so wie gedacht. Ja, die Frau verstand sich aufs Kämpfen. Sie war sehr beweglich, flink und aggressiv. Ihr beizukommen war eine Herausforderung.
Mit den Krallen versuchte ES schließlich die Lanze zu greifen und wegzuschleudern, ohne dabei mit dem heißen Plasma in Kontakt zu kommen. Und die Lichtklinge war unangenehm lang und kam seinem Körper oft gefährlich nahe.
Mit einer Kralle gelang dieses Kunststück schlußendlich doch nach diversen Versuchen und kraftvoll drückte ES die Lanze zur Seite. Zischend brannte sich die Klinge ins feuchte Erdreich.
Doch dann kam dieser blauhäutige Kerl laut rufend dazwischen und aktivierte sein Lichtschwert.
Zwei gegen einen? Das war unklug. Zumal unklar war, ob die harte Haut des Raubtieres der Energie eines Lichtschwertes stand halten konnte. Und ES hatte keine Lust, das jetzt heraus zu finden.
Der Puppenspieler beschloß von der Frau los zu lassen. Mit einer kräftigen Bewegung schleuderte er die Lanze bei Seite, streckte die Zunge provokativ aus, machte eine Drehung und schleuderte den beiden Jedi peitschend den Schwanz entgegen, verfehlte sie aber bedauerlicherweise und sprang kraftvoll zurück in den Dschungel. Der aufkommende Nachtnebel kam ihm ebenso zu gute, wie die Möglichkeit sich in der Macht vollkommen unsichtbar zu machen.
Zum Abschied brüllte ES noch einmal kraftvoll in die Nacht und verschwand.
"Wir sehen uns wieder!"
Aus sicherer Entfernung beobachtete das Wesen nun das Raumschiff und seine Insassen.
ES hatte Zeit...und würde bei passender Gelegenheit wieder zuschlagen....


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Bereich vor der "Eulysia" - Tenia, Akani und ES (jetzt außer Sichtweite). An Bord: Steven, Michael, Clove
 
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~ Polith-System ~ Thyferra ~ Dschungel ~ Außerhalb der Yacht "Eulysia" ~ Tenia, Michael, Akani, Clove, Steven und Nachtjäger a.k.a. Knuffelchen; Crew(NPCs) im Schiff ~

Der rote Maalra war ein Jäger, der sich mit Hilfe der Macht und der Dunkelheit perfekt tarnen und für seine Opfer fast unsichtbar werden konnte. Dieser perfekte Jäger hatte dem Jedi-Ritter einen ordentlichen Schlag versetzt und seinem Arm einige neue Wunden hinzugefügt.
Durch die Ablenkung verlor Steven kurz die Fassung und seine Konzentration auf die Macht, wodurch er nicht in der Lage war sein Lichtschwert zu sich zu ziehen.
Was war denn heute nur los? Hatte er sich durch seine eigenen Gefühle blenden lassen?
Gelassenheit war der Weg zu innerem und äußerem Frieden.

Und so war es auch die Gelassenheit, oder viel mehr ein anderer Jedi, der dem Baron von Cirrus zur Hilfe eilte. Während Tenia mittlerweile wieder mit dem Maalra beschäftigt war, levitierte ihr Padawan das Lichtschwert des adligen Ritters in dessen Richtung. Dank dieser unerwarteten Hilfe, war es dem Baron möglich nun bewaffnet gegen den Fleischfresser zu kämpfen, falls dies erneut nötig sein würde.


Doch plötzlich schienen sich die Ereignisse zu überschlagen.
Clove, die vor wenigen Minuten noch bereitwillig ihre Waffen abgegeben hatte, übermannte Michael und holte sich ihre Blaster zurück. Was in dieser Situation vielleicht verständlich war, konnte in der nächsten schon zu einer ernsten Gefahr für die Jedi werden. Sie war noch keine Gefangene, dennoch konnte sie sich nicht einfach ihre Waffen selbst zurückholen! Dieser Vertrauensmissbrauch, wenn auch in guter Absicht, würde noch Konsequenzen für die Teenagerin nach sich ziehen.
Als dank dafür, dass sie auf das Tier schoss, peitschte dieses mit seinem gewaltigen Schwanz auf den Rücken der jungen Frau ein.
Wieder mit
Akanis Hilfe, schaffte der Jedi-Ritter es auch, sich von der leichten Verletzung zu erholen und auf zwei Beinen zu stehen.

"Wieso sollte ich diesen Service nicht in Anspruch nehmen!?"
fragte der Ritter scherzend, als Akani ihn stützend zum Schiff brachte. Immer wieder wanderte Stevens Blick zu Tenia, die mit der Bestie beschäftigt war. Durch die Macht spürte der Ritter Bewegung in der Nullianerin und da war nicht nur das Adrenalin aufgrund der Kampfsituation..


Auf dem Schiff angekommen, erblickte Steven wie Michael sich um Clove "kümmerte". Der Padawan war anscheinend ebenso wenig begeistert davon, dass die Besucherin sich ihre Waffen eigenhändig zurück geholt hatte und so schob er sie etwas unsanft über die Rampe. Steven musste aufpassen, Michael hatte schon lange nach jemanden gesucht um Machtblitze zu proben..
Der Padawanschüler machten den Vorschlag, den Gast doch in eine Besenkammer zu stecken, doch dieser entschied sich, wieder einmal aus eigenem Antrieb heraus, für die Bewusstlosigkeit.
Ein roter Fleck bildete sich an der Stelle, wo eben noch Cloves Körper war. Sie hatte mehr abbekommen, als es den Anschein machte. War es Mut oder Dummheit sich dem Tier nur mit einem kleinen Blaster entgegenzusetzen?


"Vielleicht wäre es vorerst besser sie in der Medi-Station unter Aufsicht zu stellen.."
Wies der Ritter seinen Schüler an, während er sich zu der Teenagerin hinunterbeugte um nach ihrem Puls zu fühlen. Glücklicherweise war dieser noch vorhanden. Nichts was eine kleine Bactaspritze nicht wieder hinkriegen würde. Währenddessen schritt Akani raus auf die Rampe um nur wenige Momente später in den Wald zu laufen.

"Bleib hier, verdammt!"
Entfuhr es dem Ritter in Richtung des Chiss. Mittlerweile hatte sich draußen im Dschungel ungewöhnlich schnell ein dichter Nebel gebildet, nur noch das blaue(?) leuchten von Akanis Lichtschwert durchdrang für einen kurzen Augenblick die weiße Wand.
Wenigstens war Clove bewusstlos, so hatte sie vielleicht nichts davon mitbekommen, dass der Chiss seine Meisterin bei ihrem echten Namen rief. Doch die Tarnung war sowieso dahin... Wenn das Mädchen eins und eins zusammenzählen konnte, wusste sie das nicht viele Wesen Lichtschwerter nutzten.


"Bleib bei ihr."
erklärte der Ritter lakonisch und trat ebenfalls hinaus auf die Rampe. Er würde Akani jetzt zurückholen. Der Padawan konnte gegen das Tier sowieso nichts ausrichten, auch wenn er gut Rittern unter die Arme greifen konnte, war er gegen einen so starken Gegner noch nicht bereit. Außerdem konnte Michael seine Hilfe mehr gebrauchen, als Tenia.
Mit einem zischenden Geräusch erfüllte nun auch grünes Licht den dunklen Dschungel und tauchte die weiße Nebelwand in helles Licht.
Es dauerte nicht lange, bis Steven zumindest die beiden anderen Lichtquellen entdeckt hatte. Er würde Tenia noch über ihre Waffe ausfragen müssen, wenn ein besserer Zeitpunkt war, eine Lanze war eine reichlich exotische Waffe. Passte aber irgendwie zu der Nullianerin.

"Akani! Was ist eigentlich in dich gefahren!?"
fuhr der Jedi-Ritter den blauhäutigen Padwan an.

"Deine Meisterin hat dir etwas gesagt und du bringst uns alle und sie mit deinem Eifer in Gefahr!"
Ein deutlich strengerer Ton lag nun in der Stimme es Barons. Fast schon ein Befehlston wie beim Militär dämmerte es dem Ritter, doch so langsam verstand er wieso manch Meister sich so verhielt. Es war die Sorge um den Schüler.
Steven, der den Jäger mittlerweile wieder durch die Macht wahrnehmen konnte, fühlte durch den Nebel hindurch um ein wachsames Auge auf den Maalra zu haben. Der Nebel störte seine Machtsinne dabei jedoch erheblich, wodurch dem Ritter klar wurde, dass nur Tenia dafür verantwortlich sein konnte. Maalras können schließlich keine Nebel erzeugen..


"Ich bleibe hier und helfe ihr. Michael kann deine Hilfe eher gebrauchen! Und jetzt beweg' dich, sonst ist dieses Biest nicht mehr die größte Gefahr hier!"
In der einen Hand das Lichtschwert haltend, erhob der Baron drohend und für einen Jedi völlig untypisch seinen Zeigefinger auf höhe des Gesichts des Chiss. Er war ein Padawan und musste auf seinen Meister und auf andere Jedi-Ritter hören. Nur so konnte er lernen!
Es war zu seinem eigenen Schutz, dieses Tier konnte ihm zu gefährlich werden und dadurch auch Tenia in Gefahr bringen. Ein Umstand, den der Baron von Cirrus niemals hinnehmen würde.
Steven wandte sich derweil wieder ab, in dem Glauben, Akani würde diese Lektion verstanden haben und nun auf das Schiff zurückkehren.

Durch den Nebel konnte Steven mit seinen Augen nur schwer sehen, was Tenia vor hatte. Er stand noch wenige Meter hinter der Jedi-Ritterin, als diese von dem Biest entwaffnet wurde. Völlig unerwartet entschied die Kreatur sich jedoch für den Rückzug. Wahrscheinlich nur ein vorläufiger, dennoch bot er den Jedi Zeit zum verschnaufen und was viel wichtiger waren, sie wussten jetzt was da draußen war.
Schnell eilte der Jedi-Ritter zu Tenia, die ziemlich erschöpft wirkte, dabei deaktivierte er sein Lichtschwert vorerst und befestigte es an seinen Gürtel.

"Tenia! Bist du in Ordnung?"
fragte der Ritter besorgt und legte eine Hand auf die Schulter der Jedi-Ritterin. Mit der freien Hand levitierte er die deaktivierte Lichtlanze zu sich und streckte sie ihrer Besitzerin entgegen.

"Bist du verletzt?"


~ Polith-System ~ Thyferra ~ Dschungel ~ Außerhalb der Yacht "Eulysia" ~ Tenia, und Steven; Akani auf dem Weg zum Schiff; Michael, Clove und Crew(NPCs) im Schiff ~
 
[: Polith-System | Thyferra | Xozhixi :||: Stadtzentrum | Regierungsviertel | Gouverneurspalast |Konferenzraum :||: Horatio Kraym, Lieutenant Governor Cain, Premier Dimodan und die Vertreter der einzelnen Handels- und Transportunternehmen (darunter Lady Aren) sowie die Delegierten des Senats (darunter Vilnok Moor) :]

Die Diskussion an dem runden Konferenztisch entwickelte sich ziemlich zügig, nachdem sich Cron Larbec, der Repräsentant der Expansionist Oligarchie, und Vilnok Moor, der Delegationsführer der Neuen Republik, zwar einen kurzen, aber trotz allem intensiven Schlagabtausch der Worte geliefert hatten. Innerhalb der Verhandlungen standen sie sich jeweils gegensätzlichen Enden gegenüber – so viel stand nun zweifellos fest. Während sich der eine für eine feste Quotierung aussprach, baute der andere eher auf den freien Handel. Und obwohl die Zusammenkunft erst seit ein paar Stunden lief, irgendeine konkrete Lagerbildung zu diesem Zeitpunkt also noch nicht richtig möglich war, deutete der eine oder andere Vertreter der restlichen anwesenden Parteien schon jetzt an, dass man bereit für ein Bündnis wäre. Daran, dass einige Teilnehmer sogleich den bisherigen Wortführern sekundierend zur Seite sprangen, konnte man diesen weniger subtilen Schachzug erkennen.

Dass Luura Dofine, die Vertreterin der (pro-imperialen) Handelsföderation, sich dabei auf der Stelle mit wohlwollenden Worten auf Seiten der Neuen Republik schlug, gefiel dem imperialen Gastgeber jedoch so gar nicht. Um nicht nur die Interessen des intergalaktischen Regimes zu wahren, sondern dessen Privilegien unter Umständen sogar auf legale Weise auszubauen, brauchte er in den nächsten Tagen einen treuen „Partner“ in seinem Lager. Obgleich ihm die Handelsföderation anfangs absolut prädestiniert für diese schlichte Rolle erschienen war, regten sich nun mit einem Mal tief in seinem Inneren die ersten Zweifel daran. Hatte Horatio das riesige Unternehmen falsch eingeschätzt? Seine Hand griff zum Wasserglas und genehmigte sich einen kurzen Schluck. Hatten die führenden Köpfe unter Umständen den Plan gefasst sich mithilfe der Neuen Republik vom Galaktischen Imperium zu emanzipieren? Dieser Gedanke gefiel dem adligen Governor überhaupt nicht.

Bislang ziemlich zurückhaltende, äußerte sich nun – mit bedächtiger Stimme – Halos Navaro:
„Eine Quotierung ist meiner Meinung nach alternativlos. Denn der freie Markt funktioniert in einer solch zersplitterten Galaxie einfach nicht. Knüpfen wir also lieber an jenen Stellen an, die wir tatsächlich beeinflussen können.“ Das schmale, rasierte Menschengesicht musterte zu erst den Chevin, danach Thyferras Verwalter. „VargeCorp plädiert deshalb für eine Änderung der grundsätzlichen Verteilung – fünf Prozent sind für den Korporationssektor einfach zu wenig –, ein Mitspracherecht bezogen auf die Qualität und eigene Transporter. Natürlich möchte ich die imperialen Navigatoren nicht schlecht reden, aber unser Personal kennt diese Ecke der Galaxie trotz allem ein Stückchen besser...“

'… Zumal ihr dann noch schneller die Kontrolle darüber habt', dachte sich Horatio und musterte den blassen Repräsentanten. Im Gegensatz zu Geschäftsleuten wie der Neimoidianerin, dem Pantoraner oder den Koorivar, die wahrscheinlich gerne feilschten und stets potenzielle Profite im Blick hatten, schien dieser Mensch, der bei diesen Nachverhandlungen indirekt für ein technokratisches Regime sprach, weitaus abgeklärter zu sein. Er schien somit eher zur Sorte „Buchhalter“ oder „Bürokrat“ zu zählen, was mögliche Händel unter Umständen erschwerte. Während Luura Dofine vorschlug, dass man eventuell ein Joint Venture für die Distribution gründen könnte, ließ der Imperiale kurz seinen Blick durch die Runde schweifen. Da sich anscheinend noch keine konkreten Lager gebildet hatten, konnte er vielleicht noch auf Rycard bauen. Denn beim Bankett am Vorabend hatte der Vertreter der Handelsgilde mit seinem zeitweise stichelnden Benehmen gegenüber dem Chevin-Bullen angezeigt, dass er der Neuen Republik womöglich gar nicht so nah stand wie anfangs gedacht.

Die Handelsgilde selbst war in gewisser Weise das republikanische Pendant zur Handelsföderation, die größtenteils unter imperialen Banner agierte. Schon in den späten Tagen der Rebellion, als mehr und mehr ein Sieg über Darth Arcanious wahrscheinlich wurde, hatte sich die Unternehmung – erst im Geheimen, später dann gar öffentlich – auf deren Seite geschlagen. Und nicht einmal Embargos, Sabotage oder Strafexpeditionen hatten ihrem Handeln dauerhaft schaden können. Im Gegenteil. Es hatte sie nur stärker mit der Neuen Republik verbunden. Höchstwahrscheinlich hatte der imperiale Aktionismus sogar letztendlich dazu geführt, dass sie nun – genau wie Incom – gewisse Privilegien genossen. Betrachtete man die gegenwärtige Situation also allein vor diesem Hintergrund, mochte einem Rycards Benehmen unlogisch erscheinen. Man biss schließlich nicht die Hand, die einen seit so langer Zeit fütterte. Doch der Imperiale hatte eine plausible Erklärung für dieses Verhalten. Unter Umständen gärte in dem Menschen – oder besser: dessen Vorgesetzten – längst die Gier nach neuen Märkten. Möglicherweise brauchte die Handelsgilde einfach mehr Raum zum Expandieren – und da bot sich das Imperium an.

„Zur Sicherung der eigenen Interessen ist ein Verhandeln über die generelle Existenz der Verteilung nicht möglich“, schaltete sich nun Horatio, als Wortführer der imperialen Delegation, ein. „Bastion hat in diesem Punkt eine felsenfeste Ansicht. Trotz allem zeigen die bisherigen Beiträge schon auf, dass wir dafür an anderen Punkten ansetzen können. Grundsätzliche Distribution, Qualität, Schutz – all diese Dinge sind offen; genauso wie genaue Anteile an der Produktion. Dafür wurden Sie ja nach Thyferra eingeladen.“ Gewohnt freundlich lächelte er in die Runde. „Da Mister Torsin-Denan schon die Problematik mit den Überfällen angesprochen hat, möchte Sie an dieser Stelle gern an ein paar Daten teilhaben lassen, die Imperial Bacta diesbezüglich erhoben hat.“

Ein Saaldiener löste sich sofort aus seiner Starre, ging schnell zu dem Stapel mit Datapads und teilte sie anschließend zügig an die Wortführer der einzelnen Delegationen aus. Selbstverständlich las die Handreichung nicht jeder, der – privilegiert durch seine Position – an diesem Tisch saß. So mancher Teilnehmer reichte sie ungelesen an den eigenen Berater oder Sekretär weiter. Obwohl der imperiale Governor dieses unmanierliche Verhalten gern mit einem tadelnden Blick gestraft hätte, hielt er sich damit – die Contenance wahrend – zurück. Letztendlich handelte es sich bei der Datenerhebung eh nur um eine „korrigierte“ Version. Um die teilnehmenden Vertreter nicht zu verunsichern – und das Imperium als schwach oder gar handlungsunfähig – darzustellen, hatte man die Zahlen hier und da angepasst. Die Kriminellen hatten demnach weitaus weniger Tonnen an Bacta erbeuten können als nach inoffiziellen Gerüchten mancher neutraler Medien. Horatio, der sich mit diesem Zug natürlich auf dünnes Eis begab, musste nun nur noch die Zweifel verstreuen, die er mit seiner Stellungnahme auf Bacrana selbst gesät hatte.

„Ich stehe selbstverständlich noch immer zu meinem Ansinnen, dass man den Schutz zu einem sehr großen Teil auf überregionale Sicherheitsorgane oder gar private Sicherheitsfirmen auslagern sollte, aber – sofern Sie nachgelesen haben – hat dies gar nichts mit der Arbeit der imperialen Streitkräfte zu tun“, fuhr der Adlige nach knapp zwei Minuten der Stille fort. Ungeachtet der Tatsache, dass er im Vorfeld mit einer Argumentation in dieser Richtung gerechnet hatte, fiel ihm das Herausreden in diesem Moment trotzdem schwer. Er fand auf die Schnelle einfach keinen griffigen Gedanken. „Das Militär könnte die Aufgabe selbstredend weiterhin allein ausführen, aber – wie schon auf Bacrana – bin ich der Auffassung, dass man innerhalb der imperialen Grenzen vermehrt auf die Sector Ranger sollte. Denn nach der Untersuchung, die Imperial Bacta unternommen hat, liegt eine Schwachstelle bloß an der zu geringen Zahl an Begleitschiffen – und diese zusätzliche Belastung möchte ich nur ungern unseren tapferen Soldaten und Offizieren aufdrücken.“

Der Koorivar nickte kurz. Keine Sekunde lang hatte er den uniformierten Menschen aus den Augen gelassen. „Ich verstehe Sie, Governor. Dennoch lässt sich das bisherige Prozedere bestimmt noch an ein paar anderen Stellen anpassen – zum Wohle der Statistik selbstredend.“

[: Polith-System | Thyferra | Xozhixi :||: Stadtzentrum | Regierungsviertel | Gouverneurspalast |Konferenzraum :||: Horatio Kraym, Lieutenant Governor Cain, Premier Dimodan und die Vertreter der einzelnen Handels- und Transportunternehmen (darunter Lady Aren) sowie die Delegierten des Senats (darunter Vilnok Moor) :]
 
[: Polith-System | Thyferra | Xozhixi :||: Stadtzentrum | Regierungsviertel | Gouverneurspalast |Konferenzraum :||: Horatio Kraym, Lieutenant Governor Cain, Premier Dimodan und die Vertreter der einzelnen Handels- und Transportunternehmen (darunter Lady Aren) sowie die Delegierten des Senats (darunter Vilnok Moor) :]

Einige Erlebnisse hatte sie in den letzten Stunden erfahren. Größere und kleinere wovon die einen Interessant, die anderen spekatulär und einige auch eher langweilig gewesen waren. Das gemeinsame Bancett hatte Höhen und Tiefen gehabt und Alaine als Beobachterin hatte nicht viel gesprochen. Für sie war das Verhalten, wie auch das Auftreten und geben der anderen beschäftigt. Ihr Hauptaugenmerk hatte auf ihnen gelegen und darauf wie sie sich selbst in den Vordergrund schoben oder ins Abseits. Jeder einzelne von ihnen war mit Vorsicht zu genießen. Die Ansammlung von Menschen und Nichtmenschen war ein bunter Haufen gewesen denen es allein um ihren Profit gehen würde. Sie würden versuchen so viel wie möglich für sich heraus zu schlagen und dabei würde es keine Rolle spielen was für "Opfer" sie würden bringen müssen. Alaine konnte nur verächtlich die Nase Rümpfen. Jeder von ihnen versuchte natürlich bei Horatio zu punkten, ihn für sich zu gewinnen und sie würde ebenso versuchen ihn auf die eine oder ander Form zu kaufen. Jeder misstraute jedem und sie alle würden versuchen eine Schwachstelle beim jeweils anderen zu finden. Ein scharfes beeugen, ein Wettstreit unter Konkurrenten. Es war nichts was der Rothaarigen unbekannt war. Jede dieser Eigenschafteten zeichneten ebenso einen Sith aus. Der einzige Unterschied war, dass keiner in diesem Kreis - ausgenommen einem - die gabe dazu besaß ein Sith zu werden. Auch jetzt hielt sie sich im Hintergrund, spielte die Beobachterin und ihre Augen ruhten auf dem Chevin, welcher gerade zu sprechen begonnen hatte.

Ganz die Republik vertretend - vordergründig jedenfalls - posaunte er seine Worte hinaus wie jemand der auf dem Sklavenmarkt um das beste Weibchen buhlte. Sie verachtetet die Republik und ihre Representanten, doch dieses Geschöpf welches man entsannt hatte um etwas zu verkörpern was für Frieden und Gerechtigkeit stand war in ihren Augen nichts weiter als Hohn. Doch gut, es ging hier nicht darum einen Friedensvertrag zu knüpfen, ein solcher bestand immerhin schon. Die Republik wollte Bacta. Moor sprach kurz Umbara an und dass man dort bereits eine Quote für die Verteilung der thyferranischen Bacta-Produktion festgelegt hatte. Allerdings empfand sie es als fragwürdig, dass man bereits dort der Republik einen gewissen Prozentsatz zugesichert hatte. Für Alaine bedeutete dies, dass Vilnok versuchen würden noch ein wenig mehr heraus zu schlagen um vielleicht sogar selbst etwas in seine Tasche stecken zu können. Dieses Subjekt gefiel ihr nicht. Seine Worte mochten für jeden richtig und gut klingen doch zwischen den Zeilen bedeuteten seine Worte um einiges mehr. Sicherlich wollte man eine größere Menge und natürlich wollte man eine direkte Lieferung an die Republik ohne Zwischenhandel und zu einem vertretbaren Preis! Allerdings glaubte die Geschäftsfrau nicht, dass dies alles war, was der Senator wollte. Sie traute ihm sehr wohl zu, dass er eigene Geschäfte machen würde. Wie viel von dem was er letztlich erzielen würde, würde er geheim halten um einen Teil für sich zu behalten? Jeder wusste, dass Bacta ein kostbares Gut war bei dem es sich lohnte es zu erwerben! Sollte Krieg drohnen konnte Horatio dafür sorgen, dass die Lieferungen ins Stocken gerieten. Wichtig wäre es also dafür zu sorgen, dass die Anteile aller anderen so gering wie möglich ausfielen. Ein Vertragsbruch wäre etwas, was sich einige wünschen würden. Der Momentane Frieden war in ihren Augen nicht mehr wert als der Dreck unter den Fingernägeln. Eine Täuschung, nichts weiter. Leicht wölbte sei eine ihre geschwungenen Brauen. Horatio würde gut daran tun auch weiterhin dafür zu sorgen, dass Einschränkungen innerhalb des Bacta gewährleitstet waren. Er wäre ein Narr die Resourcen gänzlich zu öffnen und sie jedem zu gewähren der daraum bat. Das seichte Gewäsch über militärstategische Erwägungen waren nichts weiter als Geschwätz. Als Vilnok die Seuche erwähnte wurde Alaine hellhörig. Soweit sie wusste half Bacta nicht dagegen. Dieser Virus hielt fast allem stand was man kannte. Auffallend war, dass der Ausbruch auf Coruscant stattgefunden hatte. Sie konnte natürlich einige aberwitzige Vermutungen spinnen, doch keine war zu beweisen. Es schien als ob der Nimbanel Cron Larbec mit Vilnok ins gleiche Rohr blies. Jedenfalls kurz. Was Coruscant anging, so war er der Ansicht das es sich dabei um eine Tragödie handelte, man dennoch seinen Schwerpunkt nicht zu stark auf diese Kriese legen sollte. In diesem Punkt konnte Alaine ihm zustimmen. Innerlich schmunzelte sie. Larbec wissierte eine Sekung der festen Verteilungsquoten zu Gunsten einer allmählichen Stärkung des freinen Marktes an. Interessant! Zöge sie die Fäden in der Hand würde sie den Abschaum mit einigen Bissen füttern damit er Satt wurde, während sie zugleich dafür sorgen würde, dass das Monopol weiter wuchs. Bacta bestand aus mehreren Komponenten und wäre sie Horatio, würde sie dafür sorgen, dass jene ihr gehörten. Sie würde die Zufuhr erhöhen oder schließen je nachdem wie sie es für richtig halten würde. Mit dem Tibana-Gas würde es nicht anders sein, nur das jenes aus Bespin bereits ihr gehörte und dass noch einiges an Arbeit anstand. Bespin war hauptlieferant. Einige kleinere Welten besaßen kleinere Vorkommen und eine wurde nicht mehr genutzt. Alaine schob diese Gedanken beiseite, kehrte zu den Worten der versammelten zurück. Der Senator hatte selbstverständlich seine eigenen Argumente was das ganze anging und diese drückte er auch aus. Moors offen ausgesprochene Fragen war interessant. Das Bacta fand seinen Weg zu Schmugglern, Gaunern, Ganoven, dem Schwarzmarkt und natürlich auch zur Black Sun. Amüsant war zu hören, dass der Senator die Black Sun als erst miterwähnte. Es würde interessant sein zu sehen, wie Larbec auf die Worte des Chevin reagieren würde, dem man sehr wohl - wollte man es - unterstellen konnte, dass er soeben der Oligarchy Verbindung kriminelle Hörner aufsetzte. Pha! Moor setzte einiges daran seine Rebpulik zu loben, doch auch jene die noch so gut taten wurden letztlich von ihrer eigenen Gier gelenkt. Das Imperium sollte daran interessiert sein vordergründig seine Handelspartner so zu wählen, dass es danach aussah als ob man den Frieden wahren würde, während man in Wahrheit der Republik am Ende den Gar ausmachte. Der Senator besaß eine besondere Gabe sich hervor zu tun und im Sprechen war gut. Dennoch wirkte er unehrlich, jedenfalls in ihren Augen. Wie sollte man ihm also eine Falle stellen? Wie herausfinden was er wirklich im Schilde führen mochte!? Die Vertreterin der Handelsförderation war Alaine ebenfalls zuwider. Dofine war nichts weiter als eine falsche Schlange die ganz nach ihren eigenem Interesse ausschau hielt und allein für den Profit arbeitete. Die Handelsförderation als solches war eine Ansammlung von Subjekten denen es nur darum ging sich noch größer zu stellen. Geschickt war die Schlange dennoch, dies musste Alaine ihr lassen. In ihren Augen war die Hanelsförderation ebenfalls kriminell und würde damit hervorragend zu dem passen was Vilnok bereits angesprochen hatte, aus dessen Mund die Worte Black Sun gekommen waren. Das er jene Organisation als erste genannt hatte war erstaunlich. Versuchte er sie als "Schuldige" gewissermaßen in den Vordergrund zu drängen um dadurch etwas zu verbergen? Vielleicht. Das Volk der Neimodianer jedoch war für seine Tücke, Unehrlichkeit und seine Profitgier bekannt. Sie waren alles nur keine Freunde und würden mit gezücktem Messer ohne Vorwahrnung jedem dieses in den Rücken schlagen sollten sie darin einen Zweck sehen. Die Verschlagenheit dieser Nichtmenschen sollten sie sich alle in den Sinn rufen.

"Bacta wird kaum das C-Virus besiegen können", flüsterte sie dem Pantoraner zu, welcher sich kurz darauf in die Diskussion einbrachte. Seine Worte schienen ein wenig von der Black Sun abkenlen zu wollen und man würde sehen ob ihm dies gelingen würde. Es funktionierte nicht, denn Torsin-Denan schlug genau in diese Kerbe. Natürlich! Die Firmenallianz wollte die Transportgeschäfte übernehmen und erebat dies sogar. Ihnen wäre es damit ein leichtes das Bacta für sich zu nutzen und selbst weiter zu verkaufen. Immerhin würde es nicht auffallen wenn kleiner Mengen verschwinden würden. Auf eigene Kosten in Sachen Schutz...Wen wollte der Kerl eigentlich zum Narren halten? Ungerrührt nippte die Rothaarige Adelige an ihrem Wasser. Nach Ansicht von Navaro war eine Quotierung alternativlos, da der freie Markt in einer zerspliterten Galaxie wie der ihren ohnehin nicht funktionierte. Er stand für den VargeCorp und äußerte ohne wirklich nachzudenken, dass fünf Prozent für den Korporationssektor zu wenig seien und er ein Mitspracherecht und eine grundsätzlich andere Verteilung wollte. Innerlich verdrehte sie die Augen. Die Wahrheit war wohl eher, dass VargeCorp die Kontrolle wollte und dies so schnell wie möglich. Horatio machte jedenfalls unmissverständlich klar, dass zur Sicherung der eigenen Interessen ein Verhandeln übr die gnerelle Existenz der Verteilung nicht möglich war. Damit wäre dieser Punkt erste einmal beendet. Die Daten die er herumgehen ließ und die eine Statistik waren hielt Alaine jedoch für wertlos. Sie wiesen auf, dass nur relativ wenig an kriminielle Organisationen gegangen war, was selbstverständlich - und in diesem Punkt konnte er sie nicht täuschen - nicht der Wahrheit entsprach. Man hatte hier eindeutig die Zahlen geschönt.

"Sie sollten den Zahlen nur bedingt ihre Aufmerksamkeit schenken", flüsterte sie dem Pantoraner zu.

"Sollte in Zukunft beispielsweise die Sector Ranger dafür zuständig sein den Schutz zu gewährleisten, frage ich mich, ob damit das Problem gelöst ist oder man es nicht ehr verschiebt. Sie glauben, dass die Schwachstelle bloß an der zu geringen Zahl an Begleitschiffen liegt, Governor Kraym. Andere könnten behaupten das die Schwachstelle wo anders liegt. Selbst wenn wir überrigionale Sicherheitsorgane oder private Sicherheitsfirmen benutzen, wer garantiert, dass diese Schwachstellen nicht weiterhin auftreten? Sicherheitsfirmen oder andere Organe in diesem Bereich sind käuflich, besonder dann, wenn man sie gut bezahlt. Dies führt widerum dazu das die Kriminalität steigen könnte. Wie also soll man gewährleisten, dass Lücken geschlossen werden, wenn weitere Lücken geöffnet werden? Jeder von ihnen hat bisher darüber gesprochen, dass entweder kriminelle dafür verantworlich sind, dass Lieferungen verzögert werden oder ausfallen. Jeder von ihnen möchte selbstverständlich eine Erhöhung der Anteile und eine freie Lieferung. Die Forderung der Republik unterscheidet sich nicht groß von der der Handelsförderation oder anderer hier anwesenden. Mich würde interessieren was sich jede Partei expliziet vorstellt und genau dies wäre der eigentlich Grund warum wir hier sind."

Mit diesen Worten blickte sich Alaine aufmerksam in der Runde um, fixierte jeden einzelnen von ihnen ganz genau. Sie alle mochten so lange wie es ging um den heißen Brei reden wollen. Alaine jedoch wollte Fakten und vor allem Zahlen. Nur dann würde die Wahrheit ans Licht kommen.

[: Polith-System | Thyferra | Xozhixi :||: Stadtzentrum | Regierungsviertel | Gouverneurspalast |Konferenzraum :||: Horatio Kraym, Lieutenant Governor Cain, Premier Dimodan und die Vertreter der einzelnen Handels- und Transportunternehmen (darunter Lady Aren) sowie die Delegierten des Senats (darunter Vilnok Moor) :]
 

~ Polith-System ~ Thyferra ~ Dschungel ~ Außerhalb der Yacht "Eulysia" ~ Tenia, und Steven; Akani auf dem Weg zum Schiff; Michael, Clove und Crew(NPCs) im Schiff ~

Dieses Tier war bestens getarnt, doch so sehr es sich auch in der Macht verstecken konnte, Tenias Ohren waren gut genug, um zu hören, in welcher Richtung es sich versteckte. Und nun, da sie selbst einen tarnenden Nebel hatte entstehen lassen, waren die Chancen wieder ausgeglichen. Außerdem war da dieses Gefühl, viel mächtiger und stärker zu sein und dieses Gefühl nährte fortwährend den Glauben, überlegen zu sein. Die Rufe Akanis ignorierte Tenia, denn ihm zu antworten, hätte ihre Deckung verraten, eine Deckung, die sie sicher nicht aufgeben würde. Sie hatte gegen Vhiran verloren, sie hatte gegen Zion verloren und mit diesem Tier würde Tenia eine nächste Niederlage vereiteln. In all diesen Kämpfen hatte sie Anakins Lichtschwert geführt und jetzt kämpfte sie mit einer Waffe, die wie für sie geschaffen war. Eine Waffe, die so anders war, als ihr lächerlicher Stock auf Null oder ihre Energieschleuder. Allerdings störte Akani ihr Gehör empfindlich, denn mit seinem Herumgeschrei übertönte er das Tier, was für Sekunden dafür sorgte, dass Tenia die Lage nicht mehr richtig einschätzen konnte. Und gerade, als sie ihrem Schüler doch noch zurufen wollte, endlich still zu sein, tauchte dieses Tier vor ihr auf, sprang sie an und griff nach ihrer Waffe, was so schnell und ruckartig geschah, dass die Waldbewohnerin ihre Waffe verlor, bevor sich die Klinge in den weichen Boden bohrte. Die Wut, die Tenia bis eben gespürt hatte, verstärkte sich, wurde zu blankem Zorn, als Tenia sich konzentrierte. Das Tier würde nicht gewinnen, nein, es würde nicht gewinnen! Ihre Macht fokussierend, setzte sie alles in einen enormen Machtstoß, den sie beinahe gegen Steven gerichtet hätte, der neben ihr auftauchte, als das Tier blitzschnell im Dschungel verschwand. Verloren. Sie hatte schon wieder verloren!

„Gar nichts ist in Ordnung!“,

brach es schließlich wutentbrannt aus Tenia heraus, als sie Stevens Hand von ihrer Schulter wegschlug. Ob die Wut allein von ihr kam, oder noch eine Nachwehe des Lanzeneinsatzes war?

„Jedes Mal, jedes Mal, wenn ich einen Kampf ausfechte, verliere ich. Jedes Mal!“

War demnach also etwas verletzt, dann sicher nicht ihr Körper, viel eher etwas anderes, tiefgreifenderes.

"Alles nur wegen diesen bescheuerten Vratix. Diesem idiotischen Agxas und diesen… diesen dummen Jedi!“

Wegen ihnen war sie doch erst hier! Wegen ihnen war sie auch auf Ruusan gewesen.
Die Lichtlanze greifend, schulterte Tenia diese wieder und stand wütend auf.

„Wenn es wieder auftaucht, werde ich es besiegen,“

bebte ihre Stimme voller Zorn.


„Und jetzt werde ich mit dieser Göre ein ernstes Wort sprechen,“



Was Tenia mit behänden Schritten auf das Schiff losgehen ließ. Sie musste Clove nicht suchen, denn sie spürte ihre Pärsenz in jenem Raum, in dem sie Steven vorhin erst behandelt hatten. Und genau dort lag sie auf der Pritsche, als Tenia den Kerl, der sie gerade verarztete, unsaft zur Seite stieß.

„Du wirst mir sofort sagen, was du mit diesem Tier da draußen zu schaffen hast. Und wage nicht, mich anzulügen, sonst wirst du mich kennen lernen!“

Bedrohlich und mit zornig funkelnden Augen, trat Tenia auf Clove zu, die Hände zu Fäusten geballt.


~ Polith-System ~ Thyferra ~ Dschungel ~ Außerhalb der Yacht "Eulysia" ~ Tenia, und Steven; Akani auf dem Weg zum Schiff; Michael, Clove und Crew(NPCs) im Schiff ~
 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - Bereich vor der Yacht "Eulysia" - Tenia, Steven, Akani und das Tot; Clove und Michael auf dem Schiff


Bevor Akani jedoch weiter in das Nebelfeld vordringen konnte, holte ihn auch schon Steven ein. Die Erleichterung darüber, dass ein zweiter Jedi-Ritter da war, hielt jedoch nur kurz an.
"Akani! Was ist eigentlich in dich gefahren!?", herrschte der Mensch ihn an.
"Deine Meisterin hat dir etwas gesagt und du bringst uns alle und sie mit deinem Eifer in Gefahr!"

Eifer? Dachte Steven wirklich, er tat dies aus einem so dämlichen Grund wie sich beweisen zu wollen??
War Akani vor einem Moment noch außer sich gewesen, so verließ ihn jetzt plötzlich jedes Gefühl, und er starrte sein Gegenüber vollkommen emotionslos an.


"Ich verstehe. Sobald man euch helfen will, wird man angefahren, aber wenn ihr Ritter blindwütig in den nächstbesten Kampf rennt, ohne auch nur im Ansatz der Logik zu folgen und sich zurückzuziehen, während eure Padawane aufs Schiff geschickt werden, damit sie dann vor lauter Sorge Kreise in den Boden laufen dürfen, ist das vollkommen in Ordnung. Natürlich, das hätte mir klar sein müssen", meinte er ausdruckslos.

Damit deaktivierte er sein gelbes (!) Lichtschwert, drehte sich um und ging wieder in Richtung Schiff, zu nichts weiter fähig. Als er ein Rascheln hörte, wandte er sich noch schnell genug um, um etwas im Urwald verschwinden zu sehen. Der Nachtjäger war wohl tatsächlich abgezogen.
Akani lief die Rampe hoch und ging kurz auf die Medistation, um Clove auf der Liege vorzufinden, ihr Zustand war aber, wie ihm schien, stabil.


Michael, der sie wohl verarztet hatte, war ebenfalls anwesend.
"Wenn du Hilfe brauchst, sag einfach Bescheid, ja?", meinte der Chiss tonlos zu dem anderen Padawan.

Dann wandte er sich um und verließ den Raum.
Nachdem er durch die ganzen Türen gespäht hatte, fand er hinter einer davon eine Art Übungsraum. Er betrat diesen, machte die Tür hinter sich zu und lehnte sich dagegen.


Akani atmete tief ein und aus, und im nächsten Moment überrollten ihn Unsicherheit, Erleichterung, Sorge, Selbstvorwürfe und eine kleine Portion Trotz, die sich diesen Selbstvorwürfen entgegenstellen wollte.
Steven hatte Recht gehabt. Was
war mit ihm los?
Hatte er richtig gehandelt? Hätte er auf Tenia hören sollen? War sein Tun überreagiert gewesen? Doch wie hätte er anders reagieren können? Er hatte nichts von dem umnebelten Kampf mitbekommen außer Lichtschwertgefuchtel und wildes Gebrüll, und während er Tenia nie so richtig in Aktion erlebt hatte, hatte er von den Fähigkeiten des Nachtjägers durchaus genug mitbekommen, um sich den Kampf in den rotesten Farben auszumalen. War es tatsächlich falsch gewesen, seiner Meisterin helfen zu wollen?
Und vor allem, wie konnte
sie eigentlich verlangen, dass alle außer ihr munter auf der Eulysia hockten und Kaf tranken, während sie allein mit einen Nachtjäger kämpfte?!? Wieso hatte Steven ihm Vorwürfe gemacht und nicht ihr, wo doch eigentlich-
GENUG!
Akani schaffte es gerade noch, das Wort lediglich zu denken und nicht herauszuschreien. Wenn sich seine Gedanken weiter so im Kreis drehten, dann würde er noch verrückt werden.

Er blickte sich kurz im Raum um, ging dann in dessen Mitte und setzte sich in Meditationshaltung auf den Boden.

Dann schloss er mit einem tiefen Atemzug die Augen.


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Yacht "Eulysia" - Meditationsraum - Akani; Clove und Michael im Mediraum, Tenia und Steven draußen
 
[Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der 'Eulysia'- Michaels kleines Zimmerchen - Michael, Clove und Steven (an Bord); Tenia und Akani (?); Crew der Eulysia (An Bord; NPCs)]



Schade das Steven ihm untersagt hatte den Satansbraten in der Besenkammer unterzubringen. Dort drinnen wäre sie leichter zu überwachen und im Falle des Falles auch gut zu bewachen gewesen. Aber die menschenliebende Seite seines Meisters hatte wohl heute das Szepter in der Hand. Seufzend hob der Padawan Clove hoch. Unter ihr hatte sich bereits eine kleine Blutpfütze gebildet.

Er trug sie in die Medistation und legte sie auf die Liege. Vorsichtig untersuchte er die Unterarme ihres unwilligen Gastes. Die Verletzungen waren derzeit nicht lebensbedrohlich, dennoch entschloss sich Michael dazu, die Wunden zu säubern und zu verbinden. Immerhin wollte er sich keine Vorwürfe machen lassen, sollte die junge Dame für die Dummheit mit einem kleinen Blaster auf dieses Ungetüm loszugehen, ihr Leben lassen. Da die Liege über keinerlei Fixiervorrichtung verfügte, musste er wohl hier bleiben und darauf auspassen das Clove nicht wieder auskam. Die Medistation war wohl doch eher ein suboptimaler Ort eine unerwünschte Person festzusetzen, da sie wie jeder andere Raum an Bord der Eulysia über ein vollausgestattetes Terminal mit HoloNet-Zugang verfügte und das letzte das die Jedi jetzt brauchten war ein eventueller imperialer Spion der ihnen die Behörden auf den Hals hetzte.

In diesem Moment tauchte Akani auf und bot ihm seine Hilfe an, welche Michael aber mit einem Lächeln ablehnte. Irgendetwas schien den Chiss zu beschäftigen, als er kurz darauf den Raum wieder verließ.

Wenige AUgenblicke später spürte Michael wie eine ziemlich aufgebrachte Person, der Aura nach zu urteilen war es nicht Steven, Akani konnte es auch nicht sein, deshalb schloss er darauf das es Tenia war, in Richtung der Medistation eilte. Noch bevor er sich aufrichten konnte um den Neuankömmling abzufangen wurde er unsanft von Tenia zur Seite gestoßen. Während die Nullianerin Clove zu einem unfreiwilligen Interview ba,t zog sich der Jedi-Padawan langsam zurück. Die Ritterin hatte die Sache sicherlich unter Kontrolle, immerhin war sie erfahrener und geübter als er. Deshalb beschloss er ein wenig Ruhe zu suchen und seine Gedanken zu ordnen.

Sein erster Anlaufpunkt war der kleine Trainingsraum des Schiffes, welchen Steven und er bereits mehrfach zur Meditation genutzt hatten. Aber schon als sich die Tür öffnete, bemerkte Michael Akanis Gestalt, tief in die Meditation versunken. Er beschloss seinen Mitpadawan nicht stören zu wollen und sich auf sein Zimmer zurückzuziehen.

Dort angekommen setzte er sich auf den Boden und entschleunigte seine Atmung. Langsam versank er in eine meditative Trance.

---

Ein lautes Piepen ließ Michael Aeren aus der Meditation hochschrecken. Er griff etwas verwirrt zu seinem Datapad und las die neuste Nachricht. Warum in der Macht hatte er auch den Newsletter der Galaxy Sun abonniert?, ärgerte er sich über sich selbst, als er versuchte wieder in Trance zu fallen.




[Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der 'Eulysia'- Michaels kleines Zimmerchen - Michael; Akani (im Meditationsraum); Clove und Tenia (auf der Medistation); Steven (an Bord); Crew der Eulysia (An Bord; NPCs)]
 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia, Akani, Steven, Michael

Die Stimmung an Bord war im Eimer. Clove war so langsam aus ihrer Benommenheit aufgewacht und fühlte sich reichlich derangiert. Wenn der Captain damals aus irgendeinem Grund unzufrieden war, dann hatte er Clove windelweich geprügelt. Beliebt war auch das Spiel, ihre Haut mit der heißen Glut von Zigarren zu malträtieren. Eine stattliche Summe an Narben am Oberkörper, vor allem am Rücken erinnerten noch an diese Zeit. Jetzt würden noch ein paar weitere Narben hinzu kommen.
Schmerzen hatte sie schon so mancherlei ertragen, aber gewöhnen würde sie sich nicht dran können. Ihr Rücken brannte wie Feuer und die Unterarme pulsierten vor Schmerz.
Graf Winfred versorgte sie mehr oder weniger lustlos, aber immerhin versorgte er sie. Teilnahmslos verfolgte sie sein Tun und hatte keine Kraft irgendwas von sich zu geben. Ihr war noch immer recht schwummrig zu Mute und einen klaren Gedanken konnte sie nicht fassen.
Ihr zweiter Seelenanteil, der für die bisherige Kaltblütigkeit gesorgt hatte fehlte. Das war schon ein komisches Gefühl und es machte sich jetzt auch geistig bemerkbar. Er hätte die Schmerzen ignoriert und sie wäre noch während der Behandlung fähig gewesen sich ins Netzwerk des Schiffes einzuhacken. Aber daran war im Moment gar nicht zu denken. Der Schock über die Verletzung und den Verrat war noch nicht überwunden. Ihre Gedanken rotierten.
Sie schloß die Augen und versuchte sich auszuruhen und innerlich zu ordnen.
Sie versuchte ihre Lage einzuschätzen: Sie lag recht spärlich bekleidet auf der Liege auf der Medistation und wurde gerade mit dünnen Bacta-Verbände versorgt. Das jemand ihre Narben zu sehen bekam war ihr in gewisser Form peinlich, würde es doch Fragen aufwerfen. Aber somit musste sie sich nichts einfallen lassen, jemanden davon zu überzeugen, dass sie schon unangenehme Begegnungen mit Piraten hatte. Dem Grafen schien das nicht sonderlich zu interessieren, jedenfalls kam von ihm keine Reaktion. Er schien nur irgendwie auffällig damit beschäftigt, sich möglichst viel Sicherheitsspielraum zwischen sich und Clove einzuräumen.
Das sein Mißtrauen groß war, konnte man merken, ohne auch in der Macht geschult zu sein. Vermutlich war er sauer, dass sie ihm die Waffe aus dem Gürtel gegriffen hatte.
Im Schiff war auch so die Stimmung sehr merkwürdig. Ähnlich heftige Ausschläge hatte sie einst im Tempel vernommen. Es war reichlich Wut und Zorn im Spiel.
Waren das tatsächlich Jedi? So langsam beschlichen Clove leise Zweifel. Scheinbar war der Unterschied dann wohl doch nicht so groß oder die Klischees über die Jedi, welche man so landläufig zu Ohren bekam, stimmten einfach nicht. Von Sanftmut und noblem Auftreten war jedenfalls nicht viel zu merken. Das sie äußerst mißtrauig gegenüber Clove waren, war ja noch nachvollziehbar. Immerhin repräsentierte sie den (alten) Feind. Aber auch unter einander war eine merkwürdige Spannung.
Der Chiss kam nun herein fragte ob er helfen könnte, was aber verneint wurde und ging wieder. Er sprach tonlos und wirkte irgendwie verstört. In seinen roten Augen konnte man so etwas wie Enttäuschung hinein interepretieren. Hatte der Nachtjäger allen so sehr zugesetzt?
Irgendwas lag hier schief...In der Luft lag deutlich Aggression...
Wie aufs Stichwort kam "Zoey" hereingestapft und angepisst war noch die feinfühlige Formulierung für ihre Laune. Sie schob den "Grafen Winfred" ziemlich ungehalten bei Seite funkelte Clove böse an und ballte die Fäuste. Sie brüllte sie regelrecht an:
„Du wirst mir sofort sagen, was du mit diesem Tier da draußen zu schaffen hast. Und wage nicht, mich anzulügen, sonst wirst du mich kennen lernen!“

Der "Winfred" begab sich langsam aber doch ohne Umschweife aus dem Raum. Legte er etwa wegen dieser Frau den Rückwärtsgang ein?
Sie herrschte Clove dabei so unwirsch an, dass diese auf ihrer Liege sogar ein wenig zusammen zuckte.
Für einen Moment war sie sich nicht sicher ob sie eher die Gegenwart von "Zoey" oder dem anderen Raubtier da draußen bevorzugen sollte. Es stand so ziemlich unentschieden.
Etwas irritiert schaute sie die Frau an. Nahm sie ernsthaft an, dass sie mit diesem Raubtier unter einer Decke steckte? Ein mitfühlender Krankenbesuch sah anders aus.
"Ich fürchte Teile der Antwort würden Euch nicht gefallen." erwiderte Clove mit belegter Stimme und starrte etwas fassungslos mit matten Augen ihrem gegenüber in die Augen.
Sie hob die Arme hoch um die Verbände zu zeigen.
"Ich habe dieses Raubtier auch erst vorhin zu Gesicht bekommen und ich kenne es auch nicht besser als Ihr. Schon vergessen? Es hat auch versucht mich umzubringen. Hätte ich die Arme nicht hochgerissen, hätte der Schlag mir die Kehle durchtrennt. Jedenfalls ging der Hieb bist fast runter zum Knochen. Das Vieh hat mir die Rippen angeknackst und vermutlich auch die Lunge geprellt. Ich nehme ja nicht an, dass Sie das sonderlich interessiert, aber ich wollte es mal erwähnt haben.
Ihre Frage unterstellt mir ja eine Komplizenschaft mit dem Raubtier. Angenommen, es wäre so, dann hätte ich doch einfach tatenlos zusehen können, wie es euch einem nach dem anderen in die Mangel nimmt.
Wäre das mein "Schoßhund", dann hätte es mich doch nicht derartig angegriffen. Es war ja nur ein Zufall, dass es mich nicht getötet hat.
Vielleicht erinnert Ihr euch dran, ich habe das Tier angegriffen, als es den Baron aus dem Hinterhalt überrascht hatte, um es abzulenken, bevor es ihn umbringt.
Immerhin hatte er seine Waffe verloren und war verletzt.
Hätte ich eingegriffen, wenn es mein "Komplize" gewesen wäre? Schließlich wollte ich es erschießen. Bedauerlicherweise war die Waffe nicht geladen, mein Fehler.

Ich habe auch unterschätzt, dass dieses Tier schon vom Blutgeruch berauscht war. Ich hatte schon mit diversen Raubtieren zu tun gehabt. Nicht nur vierbeinige. Unter anderem ein paar widerlich aggressive Kath-Hunde, die gewisse Personen einst mal für Kämpfe gezüchtet hatten und die gewisse Personen zur Befriedigung ihrer perversen Phantasien mir auf den Hals gehetzt haben. Die Narbe hier an der Schulter stammt von so einem Biss."
Sie deutete auf eine ausgefranste hufeisenförmige Narbe oberhalb des rechten Schlüsselbeins, die schon erkennen lies, das jemand sich keine Mühe gegeben hatte, die Wunde adäquat zu versorgen. Ein Funkeln war in ihre Augen zurück gekehrt.
"Ich hab gelernt, wie man solche Tiere kontrollieren kann. Oh ja! Ich habe es gelernt, damit ich überlebe!
Ich habe auch hier dieses Raubtier unterschätzt und das mit ein paar unschönen Blessuren bezahlt, auf die ich gern verzichtet hätte.
Angenommen, ich wäre so abgebrüht und schurkisch, wie Ihr mir unterstellt, würde ich dann in Kauf nehmen mich zu verletzen um daran eventuell zu versterben? Ich habe weitaus wichtigeres zu tun. Ich habe eine Mission zu erfüllen und kann mir es nicht leisten wegen irgendwelcher Machtspielchen vorzeitig den Löffel zu reichen.

Noch etwas. Ihr wisst doch, das ich bewaffnet war. Ich hätte euch doch aus einem Hinterhalt beschießen können, wenn ich es darauf angelegt hätte. Habe ich das getan? Nein!" erwiderte sie, mühsam beherrscht. Zornig zuckte ihre Augenbraue. Sie atmete tief durch um den Puls wieder unter Kontrolle zu bringen, musste dabei aber husten. Sie räusperte sich, schloß für einen Moment die Augen, schaute ihr Gegenüber dann wieder in die Augen und sagte weiter:
"Was aber stimmt. Es gibt eine Verbindung zwischen diesem Tier und mir. Ich konnte es spüren. Seine Anwesenheit war mir schon aufgefallen, als ich mit euch sprach. Ich wusste nur nicht, was da kommt, aber diese dunkle Vorahnung hatte ich.
Mal ehrlich. Ihr hättet mir das doch nicht abgenommen, wenn ich behauptet hätte, dass da was im Dschungel herumschleicht und abgrundtief böse ist, oder?
Ich habe da so einen gewissen Sinn. Ohne den wäre ich, wie beabsichtigt, ein Frühstück für die Kath-Hunde geworden. Nur hier liegt der Fall anders. Ich habe noch nie so viel Bösartigkeit in einem Tier gespürt. Ich glaube auch nicht mal, dass es nur ein Tier ist. Das ist ein böser Geist!
Und er ist stärker als meine Fähigkeiten."

Sie sank erschöpft mit dem Kopf auf die Liege zurück. Der Blutverlust war doch nicht ohne.
"Ich hoffe eure Freunde haben keine schwerwiegenden Schäden oder Verluste erlitten." fügte sie noch hinzu.

Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael
 

Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael


Vielleicht hätte Tenia anders reagiert, hätte sie die vielen Wunden Cloves gesehen, die durch eine dünne Decke für sie verborgen blieben. Zusätzlich war Tenia in Rage, was ihren Blick für das Wesentliche verzerrte. Der verlorene Kampf eben, die anderen verlorenen Kämpfe, nun diese Situation. Und dann die seltsame Kraft des Kristalls… Tenias Wut war längst nicht abgeflacht und Clove gelang es, diese Wut weiter anzufachen und das allein schon durch die Art, mit der sie sprach. Teile der Antwort würden ihr nicht gefallen? Die Augen der Nulllianerin verwandelten sich in Schlitze.

„Ich war dabei, als dieses Tier aufgetaucht ist“,

war das erste, was Tenia sagte und sie hatte Mühe, ihre Stimme dabei unter Kontrolle zu halten.

„Und das erste dunkle Gefühl ist mit dir aufgetaucht und hatte nichts mit diesem Tier zu tun. Es waren zwei unterschiedliche Gefühle.“

Sie hatte gelernt solche Tiere zu kontrollieren? Kam nun doch mehr Wahrheit aus diesem verlogenen Gör?! Gelernt, um zu überleben? Tenia schnaubte, denn diese mitleidserhaschende Tour zog nicht, nicht in dieser Situaation. „Ich habe dir gar nichts unterstellt und hör auf, mich für dumm zu verkaufen. Dich absichtlich verletzen zu lassen kann eine einfache Masche gewesen sein, um uns davon zu überzeugen, dass du uns nicht tun willst. Du tauchst plötzlich hier auf, als das Schiff abstürzt, mit dir taucht Dunkelheit auf, keine fünf Minuten später taucht dieses Tier auf und du behauptest allen Ernstes noch immer, du hast damit nichts zu tun?“

Zum Ende hin wurden Tenias Worte lauter und ihr Blick eisiger.

„Oh ja, ich habe auch wichtigeres zu tun. Ich habe hier auch eine Mission, die mehr, als nur auf Messers Schneide steht.“

Clove sorgte nicht dafür, dass Tenias Versuche, sich zu beruhigen, erfolgreich wurden. Schon agr nicht, mit dieser unterschwelligen Drohung. Aus dem Hinterhalt erschießen? Ein abfälliges Geräusch von sich gebend, starrte Tenia das halbe Kind an.

„Du hättest gar nichts, denn wir haben dich gespürt, lange bevor wir dich gesehen haben. Und schön, wenn du noch nie so viel Boshaftigkeit in einem Tier gespürt hast. Aber weißt du was, ich habe diese Boshaftigkeit schon mal gespürt. Und weißt du von wem sie ausging?“

Die Nullianerin ließ eine kurze Pause folgen, ehe sie mit dem Finger auf Clove deutete und alles andere als freundlich: „Von dir!“, sagte. Wenn diese Clove also machtbegabt war, was sie nun wenigstens zugab, war sie sicher nicht auf der richtigen Seite.

„Ein böser Geist, schön. Und was bist du?“ Tenia ließ ihre Worte absichtlich drohend klingen und wenn Clove sie weiter belog, würde Tenia vollends die Geduld verlieren.

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Diese "Zoey" war ausgesprochen hartnäckig und nach wie vor sauer. Leicht zu überzeugen war sie auch nicht. In der Situation war Clove im Nachteil. Die Taktik, von sich abzulenken würde bei einem Mitglied der Sicherheitskräften vielleicht funktionieren, aber die junge Frau war aus einem anderen Holz geschnitzt. Sie hatte diese verflixten Machtsinne. Indirekt hatte sie es zugegeben. Die Verbindung zu leugnen war wenig erfolgsversprechend.
"Was bin ich?" fragte sie sich selbst und schaute an der Frau vorbei. Die Frage war nicht nur retorischer Natur.
"Die Frage ist relativ leicht zu beantworten. Ich bin menschliches Mädchen....mit ein paar Begabungen. Nein...das trifft es nur unzureichend. Ich bin eine Forscherin....Jaaa...das trifft es am besten....ich bin auf einer Forschungsreise. Und....ich bin ein Werkzeug." sagte sie ruhig und schaute ihrem Gegenüber mit einem merkwürdigen Blick in die Augen.
"Das ist aber gar nicht mal so wichtig, Zoey. Die entscheidende Frage ist, was ES ist." sie atmete kurz entspannt durch, lächte sphinxhaft und deutete mit der rechten Hand nach draußen.
"Ich wollte uns das eigentlich ersparen. Wir könnten noch hier stundenlang Versteckspielchen spielen, dabei vergeht aber zu viel wertvolle Zeit. Die Angelegenheit ist verwirrend genug, aber es scheint unumgänglich zu sein..." sagte sie mit einem leisen seufzen.
"Was ihr gespürt habt, ist ein recht altes Wesen, dass vor einiger Zeit seinen Körper verlassen musste. Es befreite mich aus der Sklaverei, rettete mich vor dem Tod und zeigte mir meine verborgenen Fähigkeiten. Im Gegenzug teilten wir meinen Körper. Es hat mich Dinge tun lassen, die ich nie glaubte fähig zu sein. Darunter auch einige erschreckende Dinge. Ihr mögt mich jetzt für verrückt halten, doch dass bin ich nicht. Ich habe auch keine gespaltene Persönlichkeit. Im Gegenteil. ES und ich waren eins, eine symbiotische Einheit. Bis vor wenigen Minuten jedenfalls. Da tratet Ihr in mein Leben.
Ich/Wir konnten es nicht genau benennen, es war halt eine Erschütterung in der "Macht". So nennt Ihr das doch, oder? Und trotz der Deckung drohte unsere Tarnung aufzufliegen. So beschloß ES, sich von meinem Körper zu trennen und ein neues Werkzeug zu suchen. Das hätte auch eine Wombratte sein können. Doch es war nun mal eben dieses Raubtier. Und mal ehrlich, keine schlechte Wahl, oder? Mal von einem Humanoiden abgesehen, gibt es eine bessere Kampfmaschine?
Und damit fing das Verhängnis an. Ich kann zwar ganz genau spüren, wo ES sich befindet, aber ich habe keine Kontrolle. Ich habe seine Erfahrungen und Erinnerungen, aber sein Wesen ist vollständig umgezogen. Scheinbar ist ES jetzt mit seinem neuen Wirt so zufrieden, dass es mich nun nicht mehr braucht. Deshalb wollte es mich auch töten! Es war im Blutrausch. Die Wunde eures Barons hat es angelockt und die Fressgier ausgelöst. Anstatt sich im Hintergrund zu halten, hat es euch angegriffen. Ich spürte, was es vor hatte und deshalb griff ich ein. Da hat es beschlossen, sich meiner zu entledigen.
Glaubt es oder nicht. Wir haben jetzt einen gemeinsamen Gegner." sie machte eine kurze Kunstpause um die Sätze wirken zu lassen.
"Ich bin nicht so anmaßend zu behaupten, ich wäre unschuldig. Dafür hatte ich einfach ein Leben lang schlechten Umgang gehabt. Aber Ihr seit nicht meine Feinde.
Zoey, ich spüre deutlich einen recht düsteren Hang in Euch, mir jetzt schreckliche Gewalt antun zu wollen. Vermutlich würde keiner Eurer Mitreisenden sonderlich viel intervenieren, sich vielleicht sogar anschließen. Anders wäre ich es auch nicht gewohnt. Jedenfalls sind das meine bisherigen Erfahrungen mit Menschen gewesen.
Ich könnte noch nicht mal viel dagegen tun. Ich schätze Euch als geschickte Kämpferin ein.
Ein Sith würde euch darin vielleicht noch bestärken. Die Wut auszunutzen und die Macht zu mißbrauchen um dann die Dunkle Seite zu betreten." sagte sie und imitierte dabei die Stimme und Gestik des Imperators.
"Mal davon abgesehen, dass ich nicht so blöd bin, Euch darin zu bestärken, kann ich Euch davon aber nicht abhalten. Jedoch, was es auch wäre, es wäre nichts, was ich auf der Schmerzskala nicht schon erlebt hätte. Ich weiß, wie sich die Schmerzen beim sterben anfühlen. Aber ich bin ehrlich gesagt nicht scharf drauf. Und daher hoffe ich, dass Ihr tatsächlich auch Jedi seit, auch wenn Ihr krampfhaft versucht habt, es zu verstecken. Eure meisterhafte Tarnung war aber nicht minder perfekt, wie meine." fügte sie mit einem ironischen Lächeln an.
Sie lehnte sich zurück und beobachtete "Zoey".
Ja...Teile der Antwort würden ihr nicht gefallen, dass hatte Clove ja schon prophezeit.

Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael
 

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Tenia erinnerte sich nicht, wann sie das letzte Mal so wütend gewesen war. Jetzt drängte alles in ihr, sich dieser Wut einfach hinzugeben und mit allen Mitteln die Wahrheit aus Clove heraus zu bekommen, die ihr nur im Wege stand, was den Erfolg ihrer Mission anbelangte. Aber Tenia wusste, dass sie dieser Wut nicht nachgeben durfte. Sie musste sich zügeln, auch wenn ein völlig anderer Teil von ihr, das genaue Gegenteil forderte. Dabei wäre es jetzt so einfach gewesen, denn sie war mit Clove alleine. Sie war nicht nur alleine mit diesem Mädchen, sondern auch in der stärkeren Position. In der überlegeneren. Für eine Sekunde schloss Tenia die Augen. Sie durfte so nicht denken. Sie durfte so nicht denken! Dieses ständige hin und her gerissen sein, diese Gefühle, die so voller Widersprüche waren. Langsam aber sicher glaubte Tenia, all das nicht mehr auszuhalten. Faszination und Abneigung für die Sith. Diese Wut, der sie nachgehen wollte und die sie gleichzeitig verbannen wollte. Ihr Ehrgeiz, ihre Niederlagen, der Wunsch nach Erfolg, der Drang besser sein zu wollen. Stärker sein wollen, überlegen sein wollen und gleichzeitig immer wieder wissend, dass all diese Wünsche verwerflich waren. Es war so, so zermürbend. Ein Kampf gegen sich selbst, den sie ständig alleine führte. Was, wenn der andere Teil gewinnen würde? Der Teil, den sie schon mehr als einmal hatte gewinnen lassen wollen? Der Teil, den dieser aktivierte Kristall angefeuert hatte. Sie musste ihn aus der Lanze nehmen, Tenia wusste es. Sie musste. Aber hatte sie bisher nicht immer getan, was sie hatte tun müssen? Nein, diesmal nicht. Dieses Teil hatte sie stärker gemacht und es hätte geholfen, hätte Akani sie nicht abgelenkt. Sie hätte gewonnen, hätte Akani nicht herum geschrien! Ein Kristall konnte nicht böse sein. Und ein bisschen Wut im Kampf war nicht verwerflich. Es war Energie, kraftgebende Energie, nicht mehr und auch nicht weniger. Tenia unterdrückte ein Seufzen. Genau das war das Problem. Genau diese Gedanken waren falsch. Sie wusste es. Aber sie waren da, sie waren nun mal da!

Immerhin schien Clove nun die Wahrheit gefunden zu haben.

„Es ist unumgänglich,“

warf Tenia ein, noch immer mit deutlicher Wut in ihrer Stimme. Sie würde sich nicht länger für dumm verkaufen lassen, so viel stand fest. Was ihr Gegenüber aber dann von sich gab, war so verwirrend und so verrückt, dass Tenia für einen Augenblick nicht sicher war, ob sie dieses Mädchen nicht für verrückt erkläre wollte. Doch dafür klang die Geschichte zu ehrlich. Und zum ersten Mal sprach Clove nicht in dieser arroganten Überheblichkeit, was Tenia ihre Geschichte langsam glauben ließ. Doch als Clove erwähnte, zu spüren, dass Tenia ihr etwas antun wolle, war es auch schon wieder vorbei mit Tenias aufkeimendem Verständnis. Wie konnte sie etwas Derartiges behaupten! Das war… Die Wahrheit. Tenia musste nicht einmal in sich horchen, um diese erschreckende Wahrheit zu erkennen. Sie konnte das nicht abstreiten. Zumindest….

„Du redest dummes Zeug“,


zischte sie, als Clove noch einen obenauf setzte und von der Dunklen Seite und dem Imperator zu sprechen begann. Die Nullianerin biss die Zähne zusammen. Es war das eine, vor sich selbst etwas einzugestehen, doch vor diesem Mädchen? Vor diesem Mädchen würde sie sich nicht die Blöße geben! Selbst wenn sie Clove Leid hätte antun wollen, sie hatte es bis jetzt nicht getan und sie würde es auch nicht tun. Etwas tun zu wollen und es nicht zu tun, weil man wusste, dass es nicht richtig war, war das wirklich so schlimm? Hegten auch andere Jedi manchmal düstere Gedanken? Tenia hatte keine Ahnung. Letztendlich hatte sie all diesen Impulsen nie nachgegeben. Aber wenn sie es manchmal wollte? Was sagte das aus? Bei den Wäldern Nulls, wenn sie nicht bald mit jemandem über all das sprechen würde, sie würde verrückt werden!

„Auf diesem Schiff wird dir keiner etwas tun“,

erklärte Tenia schließlich nach einer kurzen Pause, als ihre Stimme nicht mehr ganz so wutverzerrt klang.

„Du bist einfach in einem sehr ungünstigen Moment aufgetaucht,“

gab die Nullianerin schließlich zu.

„Und hättest du diese Dunkelheit in einem von uns gespürt, hättest du uns sicher auch nicht mit offenen Armen empfangen. Und wenn dieses ES von dem du sprichst, einfach in dich dringen kann und wieder hinaus, macht dich das ziemlich unberechenbar.“

Eigentlich sollte jemand Clove beibringen, wie sie sich dagegen wehren konnte.

„Spürst du, wenn ES von dir Besitz ergreift? Kündigt sich das irgendwie an? Wo ist ES jetzt?“


Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael



 
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"Zoey" reagierte ungehalten auf die Beobachtung Clove's über ihre innere Wut und blaffte sie an.
Sie hatte damit bei ihrem wunden Punkt direkt ins schwarze Getroffen. Es war besser sie nicht weiter zu reizen und Clove unterlies es darauf eine Erwiderung zu geben. Ihr kurzes Lächeln war nur eine Mischung aus Ironie und Abschätzigem Schnauben. Natürlich...diese "Zoey" hatte so was von gar keinem Zorn in sich. Ja ja, und der Imperator war heimlicher Ballettänzer, alles klar.
Das zu sehen bedurfte noch nicht mal der Macht.
Die Jedi bekam sich aber wieder in den Griff und antwortete etwas weniger zornig:
„Auf diesem Schiff wird dir keiner etwas tun. Du bist einfach in einem sehr ungünstigen Moment aufgetaucht.“
Sie fügte noch einleuchtenderweise hinzu:
„Und hättest du diese Dunkelheit in einem von uns gespürt, hättest du uns sicher auch nicht mit offenen Armen empfangen. Und wenn dieses ES von dem du sprichst, einfach in dich dringen kann und wieder hinaus, macht dich das ziemlich unberechenbar.
Spürst du, wenn ES von dir Besitz ergreift? Kündigt sich das irgendwie an? Wo ist ES jetzt?“

Clove nickte zustimmend: "Ich gebe zu, an Eurer Stelle hätte ich nicht anders reagiert. Und in der Tat, ich kann Eure Sorgen verstehen. So einfach ist dieser Körperwechsel jedoch nicht.
Ich kann es am besten mit einem Computervirus beschreiben. Es muß die gleiche Programmiersprache sprechen und es muß eine Zugangsmöglichkeit haben und die Abwehr muß umgangen werden können. ES hat damals meinen Körper so angepasst, dass er sich mit dem Computervirus synchronisieren lässt. Ein direkter Befall von Netzwerk auf die organische Hardware war nämlich nicht möglich. Es funktioniert auch nur dann, wenn das eigene "Betriebssystem" überschrieben werden kann. In meinem Fall war das der Hirntod. Bei dem Tier war es die Manipulierbarkeit durch die Macht und das primitivere System, also ein schwächerer Wille. Ich bin mir nicht 100%ig sicher, aber der "Rückbefall" ist nicht so ohne weiteres möglich. Da ich Teil dieses Virusprogrammes war und alle seine Tricks kenne, würde es mich nicht so ohne weiteres hacken können.
Ich müsste ins Koma fallen oder ähnliches, damit meine "Firewall" ausgeschaltet ist oder ich müsste ES erlauben in mich wieder zurück zu kehren. Ersterer Fall ist erstmal nicht zu erwarten und zweiteren werde ich nicht zu lassen. Immerhin wollte ES mich los werden.
Da bin ich jetzt einfach auch mal zickig."
sagte sie und grinste spitzbübisch.
"Es kommt aber noch etwas hinzu:
ES scheint sich in dem Raubtier überlegen zu fühlen und wird auch keinen erneuten Wechsel vornehmen, so fern dieser keinen signifikanten Vorteil mit sich bringt.
Einen Haken hat die Sache aber. Wir können das Raubtier nicht töten. Denn sollte es sterben, würde ES freigesetzt und könnte ein anderes System befallen.

Ich habe aber noch eine Vermutung:
Ein biologisches System ist wesentlich komplexer als ein kybernetisches. Von einem Computer
zum anderen zu springen dauert exakt 1,2 Sekunden es bedarf nur eines Netzwerkzuganges. Der Wechsel auf einen anderen biologischen Wirt funktioniert jedoch nicht so einfach. Von mir war der Sprung einfach, da ich über meine Fähigkeiten verfüge. Ich vermute aber, dass das Tier nicht über diese Fähigkeiten verfügt. ES ist aber auf einen Wirt angewiesen. Also wird ES da bleiben wo es jetzt ist.
Genauer weiß ich es aber nicht, da mir eingehenderes Wissen über die Macht fehlt und die jetzige Situation bislang noch nie vorgekommen ist."

erklärte sie überlegt.
Sie schloss die Augen und konzentrierte sich:
"Wo ES jetzt ist? Wo....bist...DU?....Hmm....
Ich kann seine Anwesenheit deutlich spüren, weil wir aus irgendeinem Grund noch verbunden sind. Wahrscheinlich, weil wir so lange synchron liefen. Ich spüre aber kleine Veränderungen. Vermutlich, weil sich jetzt ES und das Tier synchronisieren. Das sorgt dafür, dass seine Präsenz immer verschwommener wird."
das Mädchen drehte den Kopf zur Seite als würde sie imaginär durch die Schiffswand schauen und atmete konzentriert.
"Ich schätze, ES ist jetzt etwa 300 Meter vom Schiff entfernt.
ES sitzt in einem Baum und beobachtet das Schiff. Ich kann das Schiff durch seine Augen sehen. ES schaut auf das Cockpit...."
flüsterte sie und hielt plötzlich inne.
"Oh..." sie rang nach Luft, als hätte sie sich erschrocken und richtete sich senkrecht auf.
Ihr Gesicht wurde bleich und panisch rief sie:
"Nein!....neinneinnein!...
Zoey! Hilf mir!"

Ihre Augen rotierten hinter den geschlossenen Lidern und sie kniff sie zusammen. Ihr Muskeln spannten sich an und sie beugte sich nach hinten. Sie bekam einen heftigen Krampfanfall und schrie vor Schmerzen. Sie bohrte sich mit dem Hinterkopf in die Liege und bäumte sich auf.
"Ge..h.....r-aus....aus...mmmeinmmmm...Kkkk!" stotterte sie und schlug sich mit den Fäusten gegen die Stirn und die Augen. Ihre Muskeln spannten sich so stark an, dass die frischen Wunden aufrissen und die Verbände rot färbten, ihr Kiefer und ihr Gesicht verkrampfte.
Sie konnte nicht mehr richtig atmen und rang nach Luft, weil sie nicht mehr ausatmen konnte.
Sie schüttelte es so heftig durch, dass sie seitlich von der Liege fiel und mit der Stirn auf den Boden knallte.
Sie rollte auf den Rücken riss die Augen auf, hatte aber die Augäpfel so nach hinten gedreht, dass nur das Weiße zu sehen war, stieß einen gellenden Schrei aus, als ihre Lungen endlich wieder ausatmen konnten und rollte sich in eine Embryonalhaltung zusammen, hielt sich die Arme vor den schmerzenen Kopf und begann zu weinen.
Aus einem erstickenden Schluchzen wurde ein schmerzendes Aufheulen, mit jedem Schrei füllten sich die Lungen wieder mit Luft und die Krämpfe ließen nach.
"Ist er weg?" krähte sie mit erstickter Stimme, rang nach Luft und zitterte.
"Nein!....es geht nicht...ich habs versucht, aber in dem Moment...wo ich durch seine Augen gesehen habe, hat es umgekehrt auch durch mich sehen können. ES war in meinen Augen!! Als würden seine Krallen sich von innen in meinen Sehnerv bohren. ES war in meiner Nase...als würde jemand Säure hinein kippen. Ich habe diese Stimme in meinen Ohren gehört. ES...es...es tut so weehhh!
Nein...ich kann es nicht noch einmal versuchen."
schluchzte sie und versuchte sich aufzusetzen.
Sie wischte sich durch das Gesicht und Blut tropfte aus ihrer Nase und kleinere Gefäße in ihrem Auge waren durch den Druck geplatzt und verfärbten den Augapfel teilweise rot. Durch die heftigen Schläge war die Haut über ihren Augenbrauen und Jochbeinen aufgeschürft und sie presste sich die Hand gegen die Stirn. Dort deutete sich eine heftige Beule an und die Haut darunter färbte sich langsam blau.


Draußen hörte man ein triumphierendes Brüllen des Raubtiers.

Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael - draußen: ES
 
[Polith-System | Thyferra | Xozhizi | Stadtzentrum | Gouverneurspalast | Konferenzraum] Vilnok Moor (alias Vigo Zula), Horatio Kraym, Aviendha Cain, Alaine Aren, diverse Delegierte

Der Friedensvertrag von Umbara hatte die Galaxis verändert. Die Waffen schwiegen nun, das millionenfache Morden hatte aufgehört. Die großen Konfliktparteien hatten eine wertvolle Atempause erhalten, um sich von der jahrelangen Auseinandersetzung zu erholen und nach innen zu konsolidieren. Soweit war das von Anfang an klar und natürlich auch Sinn der Verhandlungen auf der Reliant und Umbara gewesen. Doch erst jetzt, hier im Konferenzraum des Gouverneurspalastes von Thyferra, erkannte Vilnok Moor aus den Worten der anderen Deligierten, dass die Veränderungen noch viel weitreichender waren. Aus der Stellungnahme von Luura Dofine wurde das ebenso deutlich wie durch das Verhalten von Rycard am Vortag. Etwas hatte sich verändert in der Weltsicht und Vorgehensweise der großen Konzerne. Die Handelsgilde wie auch die Handelsföderation hatten sich während des Krieges relativ klar für eine Seite positioniert; die Erklärung von Loyalität und Mitwirkung in der Propaganda war die Voraussetzung für einen freien Handel im jeweiligen Staat gewesen. Jetzt wagten beide, in Dimensionen zu denken, die nicht nur über die Grenze der Neuen Republik beziehungsweise des Galaktischen Imperiums hinausgingen und sich in den neutralen Raum erstreckten, sondern auch bis hinüber ins Territorium und den Wirtschaftsraum des ehemaligen Todfeindes. In gewisser Weise hatte Moor das vorausgesehen: Er war schließlich selbst auch Unternehmer und hatte für die illegalen Geschäfte seiner Organisation von Anfang an neue Chancen gesehen, die sich durch eine Öffnung der Grenzen ergaben. Bei legalem Handel verhielt sich die Sache nicht anders. Was ihn nun jedoch überraschte, war die Rasanz dieser Entwicklung. In den Unterschriften von Imperator Allegious und Kanzler Quún war die Tinte noch nicht ganz trocken, doch man streckte nicht nur die Fühler, sondern schon alle Tentakel nach den neuen Märkten aus. Das könnte tatsächlich der Beginn einer Zeitenwende sein - wenn auch nur der Hauch einer Chance bestünde, dass der Frieden hielt und die Verhältnisse zwischen den Großmächten sich langfristig verbesserten. Für so blauäugig und idealistisch hielt der Chevin aber keine der Organisationen, die an diesem Tisch vertreten war. Nicht einmal die Neue Republik. Also war dieses plötzliche Interesse am Wohlwollen des einstigen Gegners (die man auch als eine teilweise Abkehr vom bisherigen Verbündeten und Förderer betrachten konnte) wohl nur der Versuch der Krämer, sich die Taschen so voll wie möglich zu stopfen, bevor wieder die Kriegsflotten das Wort führten. Er konnte es ihnen nicht verdenken...


Für sich selbst hatte er die Hoffnung, persönlichen Profit aus den Bacta-Verhandlungen schlagen zu können, fast schon aufgegeben. So wie sich die Gespräche bisher entwickelten, musste er sich entscheiden: Entweder die Interessen der Neuen Republik oder seine eigenen - denn die widersprachen sich in weiten Teilen. Aber die Augen der galaktischen Öffentlichkeit ruhten auf ihm, der von den Ereignissen zum Sprachrohr des Völkerbundes gemacht worden war. Er konnte gar nicht anders, als sich um einen bestmöglichen Abschluss für die NR zu bemühen. Andernfalls könnte das leicht das Ende seiner politischen Karriere und in der Konsequenz vielleicht den Einsturz seines gesamten Intrigengebildes bedeuten. Er wäre nicht Vigo Zula, wenn er nicht weiter die Augen nach Gelegenheiten offenhalten würde, die widerstreitenden Interessen irgendwie miteinander zu vereinbaren. Unter diesem Gesichtspunkt beurteilte er nun, was Dofine, Qui-Xot, Torsin-Denan und Navaro sagten. Er bildete sich seine Meinung dazu - die derzeit als Meinung des Senates verstanden werden würde, solange die anderen Mitglieder seiner Delegation sie stützten.

Dann ergriff Kraym das Wort. Zuerst stellte er klar, dass die Quotenregelung im Grundsatz nicht zur Disposition stand. Das war eine gute Nachricht für die republikanischen Gesandten, denn nur so war sichergestellt, dass man den immensen Bedarf einigermaßen decken konnte, ohne sich mit lästigen Zwischenhändlern herumzuschlagen. Allerdings waren noch die Bedingungen auszuhandeln.

Der Governor verteilte nun Datapads mit Informationen und Statistiken über die Bactalieferungen der vergangenen Jahre, die Moor sofort mit großem Interesse las. Es ging in erster Linie um die Verluste, die durch Überfälle, Veruntreuung oder Unfälle entstanden waren.

»Tz, wer's glaubt!« murrte leise Shisan Dheeb, die neben ihm saß.

Auch ihr war wohl sofort aufgefallen, dass die Zahlen wesentlich geringer waren als diejenigen, die von unabhängigen Stellen erhoben worden waren. Den Chevin überraschte das nicht, im Gegenteil: Wären die offiziellen Angaben ebenso hoch gewesen wie die ihm bekannten, wäre er zwangsläufig davon ausgegangen, dass die tatsächlichen Zahlen noch weit höher sein mussten. Denn noch immer lebte das Imperium davon, sich nach innen und außen als stark und unbezwingbar darzustellen. Die Veröffentlichung realistischer Kriminalitätsraten - sei es hier oder in anderen Bereichen - passte nicht zu dem Nimbus, dass das Regime alles im Griff hatte und jederzeit und überall in ihrem Einflussbereich ein Höchstmaß an Ordnung garantieren konnte. Der Ishi Tib fehlte es vermutlich an Erfahrung, um das zu erkennen. Doch Moor ging nicht darauf ein. Er sah sich die Tabellen an und gab sie dann an seine Assistentin weiter.


Ja, das größte Problem im Bacta-Handel war der Transport. Das war seit Jahren bekannt. Der immense Wert dieser Ware machte sie zur attraktiven Beute für alle Arten von Kriminellen. Das imperiale Militär sicherte die Transporte teilweise mit ganzen Flottillen von Kriegsschiffen, doch immer wieder gelang es findigen Piraten und Betrügern, sich Teile davon unter den Nagel zu reißen. Absolute Sicherheit konnte auch der Militärapparat nicht garantieren, zumal die Niederlagen und Verluste der letzten Kriegsjahre die Flotte unter Druck setzten. Der Gedanke, die Eskortaufgaben an andere abzutreten, war naheliegend, denn die Kriegsschiffe konnte man andernorts und für andere Aufgaben ebenfalls gut brauchen. Allerdings konnte man geteilter Meinung darüber sein, ob ein Outsourcing des Problems an private Unternehmen oder andere Behörden wirklich sinnvoll war. Denn man konnte der imperialen Flotte zumindest eines nicht vorhalten: Dass sie unzuverlässig war. Sie brachten nicht jeden Transport ans Ziel, aber wenn sie es taten, dann traten normalerweise keine weiteren Probleme mehr auf. Dort, wo Privatunternehmen und zivilie Behörden die Hände im Spiel hatten, gab es viel mehr Schwierigkeiten dadurch, dass Bacta abgezweigt, gestreckt und zu manipulierten Preisen weitergegeben wurde. Aus der ausgeteilten Statistik ging das nicht hervor, aber Moor wusste es gut. Denn bei solchen Geschäften hatte oft auch die Black Sun ihre Finger im Spiel. Für sie waren die Unsicherheiten im Bacta-Transport ein Wachstumsmarkt. Und hier sah der Chevin eine Möglichkeit, vielleicht doch noch etwas für das Syndikat und seine eigenen Geschäfte zu tun: Wenn das Schicksal ihm gewogen war und er sich keine Fehler erlaubte, konnte er einen guten Abschluss für die Neue Republik erzielen und womöglich gleichzeitig dafür sorgen, dass die ›richtigen‹ Firmen an der Sache mitverdienten. Das musste er sich zur Aufgabe machen.

Als nächste ergriff jedoch Alaine Aren das Wort und sie brachte auf den Punkt, worüber der Senator gerade nachgedacht hatte: Dass die Sector Rangers oder Privatfirmen ebenfalls nicht in der Lage sein würden, die Kriminalität einzudämmen, sondern sich das Problem dadurch vielleicht nur in andere Bereiche verlagerte. Eine Lösung dafür konnte sie allerdings auch nicht vorweisen, obwohl sie offenbar von den anderen Konferenzteilnehmern genau das erwartete. Abermals fragte der Chevin sich, wer diese Frau war und was sie hier tat. Denn dass ein kleiner Player wie Viraxo Industries als einziges Unternehmen zwei mitspracheberechtigte Teilnehmer stellte, war einfach nicht logisch. Hier ging etwas vor, das er nicht ansatzweise verstand, und so etwas fand Vilnok immer beunruhigend. Wenn bis zum Ende dieser Sitzung keine Antwort auf seine Anfrage von Mon Calamari beziehungsweise Vinsoth gekommen war, würde er seinen Leuten noch einmal Dampf machen müssen.

»Wie die Verteilung innerhalb des Imperiums vonstatten gehen soll, ist natürlich eine interne Angelegenheit Ihres Staates und eine Einmischung steht der Neuen Republik nicht zu«, antwortete er schließlich, als Aren wieder schwieg und er die Gelegenheit hatte. »Deshalb kann und möchte ich mich nicht zu den Sector Rangers äußern. Aber ich kann sagen, dass das Hauptinteresse des Senates in der Festsetzung einer günstigen Verteilungsquote liegt, die den hohen Bedarf der Republik berücksichtigt. Sollte das gewährleistet sein, sind wir, was die Details des Transportes angeht, auf jeden Fall offen für Diskussionen und auch zu Kompromissen bereit. Dass ein Interesse daran besteht, die Kräfte des Militärs lieber an anderer Stelle einzusetzen, ist verständlich; auch bei uns gibt es Debatten um diese Frage. Ich denke, dass wir nicht darauf bestehen werden, die Lieferungen direkt von der imperialen Flotte zu übernehmen, sondern uns auch damit arrangieren können, dass eine andere Behörde oder ein Privatunternehmen der Überbringer ist. Sofern dabei keine großen Verzögerungen entstehen und sichergestellt ist, dass die Ware in der vereinbarten Menge und Qualität eintrifft, natürlich.

Es wäre vielleicht keine kluge Idee, das Militär gänzlich außenvor zu lassen. Doch zur Begleitung und Kontrolle eines Transportes, der von Unternehmen wie der Handelsgilde oder der Firmenallianz durchgeführt wird, wären weit geringere Kräfte notwendig als beim bisherigen Vorgehen. Allerdings müssten wir noch darüber sprechen, wie verhindert werden soll, dass private Firmen auf diese Weise zu großen politischen und wirtschaftlichen Druck auf legitime Regierungen ausüben können. Ich bin sicher, dass man eine geeignete Regelung finden kann.«

Damit hatte er sich hoffentlich auf die richtige Weise positioniert. Er hatte Torsin-Denan, Dofine und anderen, die es nach einer größeren Beteiligung im Zwischenhandel verlangte, signalisiert, ihr Anliegen möglicherweise zu unterstützen - sofern sie sich nicht weiter seinem Wunsch nach einer guten Quote für die Neue Republik in den Weg stellten. Sie alle waren hier, um für sich das bestmögliche Ergebnis herauszuschlagen, und das lag wie immer im Kompromiss. Wie immer und überall: Eine Hand wäscht die andere.

Und zugleich konnte er sich die Begeisterung in den Augen von Ba'vodu Malor Gale vorstellen, wenn er diesem die Botschaft überbrachte, dass künftig nicht mehr fünf oder sechs imperiale Kriegsschiffe einen Konvoi eskortieren würden, sondern vielleicht nur ein eigenes - oder gar keines, wenn man zu dem Schluss kam, dass Beobachter an Bord der Firmenschiffe ausreichend waren. Welche Möglichkeiten sich dadurch für die gut organisierte Unterwelt eröffnen würden! Plötzlich würde die Möglichkeit bestehen, durch gut plazierte Schmiergelder und Erpressungen an Flugpläne heranzukommen! Auch würde es nun nicht mehr gänzlich ausgeschlossen sein, dass eine Eskorte gegen großzügige Beteiligung einfach wegsah, wenn sich ein Überfall ereignete - bei der imperialen Flotte war das undenkbar! Doch am verlockendsten war die Perspektive, sich mit eigenen Firmen zu beteiligen und auf diese Weise auch legales Geld mit dem Bacta zu machen. Hier tat sich für die Mutigen und Einfallsreichen eine echte Jahrhundert-Gelegenheit auf. Natürlich würde die Regelung nicht lange bestehen bleiben, wenn sich herausstellte, dass sie auf diese Weise ausgenutzt wurde. Aber bis dahin waren vielleicht schon Billionen in die falschen oder - je nach Blickwinkel - richtigen Taschen geflossen.

Vilnok Moor fühlte wieder Rückenwind!

[Polith-System | Thyferra | Xozhizi | Stadtzentrum | Gouverneurspalast | Konferenzraum] Vilnok Moor (alias Vigo Zula), Horatio Kraym, Aviendha Cain, Alaine Aren, diverse Delegierte
 


Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael - draußen: ES


Schön, immerhin waren sie sich darüber einig, dass die Situation alles andere als einfach war. Dann fuhr Clove fort und wenn Tenia nicht dank der Macht an Übernatürliches glauben musste, hätte sie die andere vermutlich ausgelacht und für verrückt erklärt. Für ein paar Sekunden bezog Tenia das sogar in Betracht, doch Cloves Geschichte klang so verrückt, dass sie allein dadurch schon wieder wahr klang. Verrückt. Nein, sie klang nicht nur verrückt, sondern beängstigend und auch wenn Tenia keine Vorstellung davon hatte, wie es funktionieren sollte, dass etwas Besitzt von jemanden er… Der Kristall. Hatte er nicht eine Wirkung? Hatte Tenia sich nicht genau in dem Moment stark gefühlt, als sie die Lanze gezündet und damit den Kristall aktiviert hatte? Sicher, es war nicht im Ansatz das, was Clove beschrieb, doch es war der Sache ähnlich. Macht sie glaubhafter.

ES hatte sich also zurückgezogen und sich in das Tier begeben. Tenia rieb sich die Schläfen, versuchte das, was Clove ihr da sagte, irgendwie zu verarbeiten, zu verstehen. Doch es schien unfassbar, vor allem für ihren Verstand. Gerade Tenia, die in den Wäldern Nulls aufgewachsen war, fernab von seltsamer Technik, hatte keine genaue Vorstellung von Computerviren oder ähnlichem und die damit verbundene Unwissenheit ließ sie sich hilflos fühlen.

Als Clove schließlich tatsächlich hinausspürte, um nach ES zu tasten, überkam Tenia eine Gänsehaut. Gerade, als sie das Mädchen darum bitten wollte, lieber nicht nach ES zu tasten, veränderte sich die Situation schlagartig und wenn Tenia eben nur Gänsehaut hatte, überkam sie nun zusätzlich noch Angst. Stocksteif stand Tenia da, auf Clove starrend und so sehr die dem Mädchen vielleicht auch helfen wollte, so sehr schockierte sie, was sie sah und spürte. Cloves Augen verdrehten sich, so dass nur noch das Weiße zu sehen war und dieses Schauspiel war so grotesk, so diabolisch, dass Tenia starr vor Angst nichts tun konnte. Auch nicht, als Clove von der Liege fiel.
Erst als Clove sich zusammenrollte und zu weinen begann, konnte Tenia sich aus ihrer Schockstarre lösen und kniete sich, ihre vorherige Abneigung vergessend, sofort neben Clove, half ihr dabei, sich aufzusetzen. Die Farbe war völlig aus ihrem Gesicht gewichen und Tenia brauchte mehr als nur einen Ansatz, um ihre Sprache wieder zu finden.


„Es… ist weg,“ sagte sie leise. „Zumindest… zumindest für den Moment. Es ist weg.“


Doch für wie lange? Die Nullianerin hatte keine Ahnung und da schloss sie kurz die Augen, in einem zweiten versuch, sich zu beruhigen.

„Wir müssen dafür sorgen, dass das nicht noch mal geschieht.“


Und diesmal war es kein egoistischer Gedanke, der im Vordergrund stand.

„Du.. du musst lernen, dich dagegen zu wehren!“



Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael - draußen: ES

 
~ Polith-System ~ Thyferra ~ Dschungel ~ Außerhalb der Yacht "Eulysia" ~ Tenia und Clove in der Medistation; Akani im Trainingsraum; Michael, auf seinem Zimmer, Crew auf Schiff ~

Steven blickte den blauhäutigen Jedi-Padawan weiterhin mit strengem Blick an. Akani hatte nicht nur sich selbst mit diesem überstürzten Verhalten in Gefahr gebracht, sondern den Rest der Anwesenden dadurch auch. So eine Handlung konnte eine Kette von Ereignissen auslösen, die schwerwiegende Folgen für die Mission, die Jedi und schlussendlich sogar für den Rest der Galaxis haben konnte.
Bevor der Chiss sein gelb leuchtendes [:klugs:D] Lichtschwert deaktivierte, musste sich Steven einen, wie er fand vollkommen unangebrachten und vorlauten Vortrag anhören.
Hatte dieser Chiss etwa immer noch nichts verstanden was hier auf dem Spiel stand? Steven wollte gerade darauf antworten, da verschwand der Schüler der Nullianerin schon stumm und trotzig auf der Yacht des Barons von Cirrus.

Auch die Meisterin des Chiss selbst hatte nicht bessere Laune. War heute der Tag an dem jeder Steven für gut gemeinte Ratschläge und Sorgen doof von der Seite anmachen durfte? War das eine Art Verschwörung oder gar ein Hobby? Vielleicht hatte sich Akani dies auch von Tenia abgeschaut, wenn dem so war, schien sie eine ausgezeichnete Meisterin zu sein, denn beide beherrschten es meisterlich den Baron im ersten Moment sprachlos zu machen. Das schafften nicht viele.
Unsanft schob
Tenia die Hand des Cirresen von ihrer Schulter. Was war denn nur mit ihr los? Nichts war in Ordnung? Tenia schien deutlich frustriert zu sein. Ausdruckslos und wie eingefroren stand Steven vor der Jedi, die ihm doch mehr bedeutete, als so manch andere. Mit so einer Reaktion hatte er nun wahrlich als letztes gerechnet.
Es war nicht nur Frustration, sondern geballte Aggression die aus Tenia nur so heraussprudelte. Genauso wie dieses aggressive Gefühl, welches der Ritter durch die Macht wahrnahm, sprudelten auch Anschuldigungen aus der nullianischen Jedi-Ritterin heraus.
Schuld an allem schienen in Tenias Augen sowohl das Volk von Thyferra, als auch irgendein Agxas und sogar die Jedi selbst zu sein.
Doch woran waren sie Schuld? Die Ritterin sprach davon, jeden Kampf zu verlieren den sie aufnahm.
Wie konnte sie so etwas sagen? Wusste Tenia nicht, dass sie den wichtigsten Kampf von allen, jeden Tag immer wieder gewann?


Vielleicht hätte Steven ihr sogar teilweise Recht gegeben, denn auch in seinen Augen waren die Jedi alles andere als perfekt. Selbst Stevens Fähigkeiten wurden von ihnen unterschätzt, er war schon mindestens auf dem Stand eines Jedi-Meisters und dennoch verwehrte man ihm die Beförderung.
Auch der Jedi-Rat hatte oftmals Ansichten, die denen des Barons entgegen strebten. Hatte Tenia vielleicht sogar mit all dem Recht, was sie hier vor lauter Wut aussprach? Immer wieder pochten der Orden auf Geduld und handelte dadurch in vielen Fällen viel zu spät. Was sprach außerdem dagegen, wenn man sich selbst bereicherte? Das schloss doch die Hilfe für andere nicht aus..
Doch bevor der Ritter seine Gedanken vertiefen und der Nullianerin eventuell zustimmen konnte, stürmte sie schon davon
um "mit der Göre" zu reden.
Steven stand immer noch unter leichtem Schock. Natürlich wusste er irgendwo, dass er nicht der Grund für Tenias Wutausbruch war, doch einen Teil davon ab zubekommen, saß tief. Nicht der er sie noch nie so erlebt hat, Steven hat es noch nie erlebt, dass sie ihm gegenüber so war.
Es wurde definitiv Zeit in einer ruhigen Minute sich mit der Nullianerin auszusprechen, außerdem stand immer noch das Geschenk aus, welches der Baron von seiner Heimat mitgebracht hatte.


Kurz nachdem die Ritterin die Yacht betreten hatte, folgte ihr auch der Thronfolger von Cirrus. Doch er wollte nicht eingreifen, wenn Tenia sich um Clove kümmerte. Steven Vertraute der Ritterin, dass sie zornig war, diesen Zorn aber durchaus unter Kontrolle wusste. Und selbst wenn er irgendetwas spürte, nur die kleinste Veränderung, würde er in das Geschehen immer noch eingreifen können. Vielleicht spuckte die geheimnisvolle Teenagerin ja vor einer wütenden Jedi ein wenig mehr aus.
Steven hingegen hatte da noch eine offene Rechnung mit einem blauhäutigen Padawan. Er fühlte sich in die Macht hinein und konnte die Aura des Chiss im Trainingsraum ausmachen. Seine Aura war konzentriert, der Schüler schien zu meditieren.
Steven öffnete mit der größten Sorgfalt die Tür zum Trainingsraum und versuchte so lautlos wie möglich in die Mitte zu dem Chiss zu gelangen.
Dort angekommen, setzte er sich in seiner üblichen Meditationhaltung auf den Boden und schloss die Augen.
Der Baron ließ die Macht durch sich hindurchströmen. Er fühlte die Umgebung, fühlte die Padawane, Tenia und Clove und die Crew, fühlte die Tiere und Pflanzen draußen im Dschungel. Alles war durch die Macht verbunden, alles strahlte und tauschte Energie aus.
Unauffällig tastete er Akani mit seinem Machtsinnen ab. Der Ritter konnte trotz Akanis Anstrengung eine innere Verwirrung spüren. Er machte sich wahrscheinlich Gedanken über den Vorfall draußen im Dschungel, über Stevens Zurechtweisung und vielleicht sogar über sein respektloses Verhalten. doch was viel wichtiger war: Er hatte die Lektion anscheinend gelernt.
Denn den Beweis trat er mit dieser Meditation an, indem er Ruhe und Kraft aus der Macht tankte und so gut es ging die lästigen Hirngespinste verbannte.



"Akani."
sprach der Ritter den Padawan mit ruhiger Stimme an, öffnete dabei nicht seine Augen und verblieb in der Meditationsposition. Während er sprach, strahlte er ein Gefühl der Beruhigung aus, die auch auf den Padawan überspringen würde.

"Ich kann verstehen, dass du dir um deine Meisterin Sorgen gemacht hast...ich habe sie mir auch gemacht. Es ist noch zu gefährlich für dich, sich solchen Gefahren alleine zu stellen, verstehst du?"
Steven seufzte hörbar und atmete laut durch die Nase aus und durch den Mund wieder ein, als er an seinen nächsten Satz ansetzte. Er selbst konnte es sicher am besten verstehen, wieso Akani so gehandelt hatte. Als Padawan war Steven selbst zu voreilig und überstürzt gewesen. Etwas wobei man beim Anblick dieses Jedi-Ritters sicherlich zuletzt dachte..

"Du musst Geduld haben und was noch viel wichtiger ist: Vertrauen. In dich und deine Meisterin."
Vertrauen, genau solches wie Steven jetzt gerade in die Nullianerin setzte. Sie würde bei Clove richtig handeln, sie würde richtig entscheiden. Sie musste einfach..


~ Polith-System ~ Thyferra ~ Dschungel ~ Außerhalb der Yacht "Eulysia" ~ Tenia und Clove in der Medistation; Akani im Trainingsraum; Michael, auf seinem Zimmer, Crew auf Schiff ~
 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - Yacht "Eulysia" - Meditationsraum - Akani; Clove und Michael im Mediraum, Tenia und Steven draußen


Die Macht umhüllte ihn. Gab ihm ein Gefühl von Geborgenheit. Langsam leerte sich sein Geist, wurde ruhiger, seine Gedanken verstummten, und als würde sich eine warme, kuschelige Decke aus samtiger Dunkelheit über ihn legen, verklangen auch seine Sinne.

Akani fühlte sich vollkommen entspannt. Nachdem er die Stille eine Weile einfach nur genossen hatte, ließ er langsam wieder die Erinnerungen an das wieder aufsteigen, was er vor kurzem erst erlebt hatte.
Die Erleichterung Tenias und Akanis, als sie andere Jedi in diesem abgelegenen Dschungel gefunden hatten. Wie sie zum Schiff gegangen und Steven verarztet hatten.
Akanis Erwartung, dass jetzt alles wie am Schnürchen klappen würde, die im Moment von Cloves Auftauchen einen prompten Dämpfer bekam.
Das Erscheinen des Nachtjägers, der Kampf und die neuerliche Verletzung Stevens, dann das nebelverhüllte Duell zwischen der Bestie und seiner Meisterin, gefolgt von seinem Versuch, einzugreifen.


Vorhin waren ihm seine Gedanken wie wild im Kopf herumgewirbelt, nun konnte er das alles dagegen aus einer seltsamen Distanz betrachten, so als wären dies nicht seine Erlebnisse, sondern die von jemand anders, der Akani lediglich nach seiner Meinung fragte.

Tenia war in den Kampf gestürmt. Akani hatte dank des Nebels kaum etwas vom Ablauf mitbekommen und sich deshalb solche Sorgen gemacht, dass er ihr ohne nachzudenken hinterhergestürzt war. War das falsch gewesen?
Der Gedanke dahinter war nicht falsch, ich wollte ihr helfen. Falsch war es, so unüberlegt zu handeln.
Aber was hätte er stattdessen tun sollen?
Ich hätte mich dem Kampffeld vorsichtiger nähern und versuchen können, mit Hilfe meines Gehörs mehr Informationen darüber zu bekommen, was vorging.
Ich hätte aufs Schiff gehen und den anderen Bescheid geben können.

Doch der einzige andere ausgebildete Jedi-Ritter war ebenfalls verletzt gewesen.
Ich hätte darauf vertrauen müssen, dass Steven seine eigenen Fähigkeiten einschätzen und die richtige Entscheidung treffen würde.
Alles schön und gut, doch die wichtigste Frage war: Wie würde er sich in künftigen Situationen wie dieser verhalten? Wie konnte er sich darauf vorbereiten?
Ich werde...

Er runzelte innerlich die Stirn.
Dann wurde ihm klar, dass er darauf keine Antwort fand.


Er wusste nicht, wie sein Verhalten in der Zukunft sein würde. Er konnte natürlich darauf hoffen, dass er überlegter handeln würde, doch möglich war es auch, dass er wieder die Nerven verlieren würde. Und er befürchtete, dass man sich darauf nicht wirklich vorbereiten konnte. Bei sowas half vermutlich nur Erfahrung, und genau die fehlte ihm...
Dann muss ich wohl mehr Erfahrung sammeln, so einfach ist das.
Nachdem er diesen schlichten Entschluss gefasst hatte, konzentrierte er sich wieder auf die Stille.



"Akani", ertönte es mit seltsam hallendem Klang aus der Dunkelheit.
Der angesprochene brauchte einen Moment, bis er sich der Tatsache bewusst wurde, dass er sich das Wort nicht nur eingebildet, sondern es durchaus auch vernommen hatte.
Blinzelnd schlug er die Augen auf und wusste erst nach einer weiteren Sekunde, wo er war.
Steven befand sich ihm gegenüber, ebenfalls auf dem Boden sitzend, die Augen geschlossen.


"Ich kann verstehen, dass du dir um deine Meisterin Sorgen gemacht hast...ich habe sie mir auch gemacht. Es ist noch zu gefährlich für dich, sich solchen Gefahren alleine zu stellen, verstehst du?"
Der Ritter machte keinerlei Anstalten, den Padawan anzublicken, also schloss auch Akani die Augen wieder. Er musste sich kurz daran gewöhnen, mit jemandem zu reden, ohne ihn anzuschauen, doch dann wurde ihm bewusst, dass dies auf seltsame Art...entspannend war. Als hätten die eigenen Worte dann weniger Konsequenzen...Was natürlich Unsinn war. Aber das Gefühl blieb.
"Du musst Geduld haben und was noch viel wichtiger ist: Vertrauen. In dich und deine Meisterin", fuhr sein Gegenüber fort.

Einen Augenblick schwieg Akani einfach und dachte über das gesprochene nach und darüber, was er antworten sollte.

"Ich entschuldige mich für das, was ich vorhin gesagt und getan habe. Meine Worte waren unbedacht und meine Handlungen übereilt. Es scheint, als wäre es doch nicht so einfach, seine Gefühle zurückzuhalten, wie ich immer dachte..."

Stille. Der Chiss überlegte, wie er das, was ihm auf dem Herzen lag, formulieren sollte.
"Versteh das folgende bitte nicht falsch. Es mögen ähnliche Worte sein wie die, die ich dir vorhin entgegengeschleudert habe, der Gedanke dahinter ist aber ein anderer. Die Frage, die ich dir stellen möchte, ist kein Vorwurf und auch keine trotzige Äußerung eines selbstüberzeugten Padawans, der sich seine Fehler nicht eingestehen will und stattdessen andere Schuldige sucht, sondern eben das: Eine Frage."

Akani schwieg erneut einen Moment. Dann meinte er:

"Du meintest, ich solle Vertrauen in mich und meine Meisterin haben. Ich kenne dich kaum, doch beziehe ich deine Worte jetzt einfach mal auch auf dich. Meine Frage ist die: Kann ich euch vertrauen? Bedeutet die Tatsache, dass ein Jedi zum Ritter ernannt wurde, dass seine Entscheidungen ab diesem Zeitpunkt immer wohlüberlegt sein werden? Der Gedanke dahinter ist folgender: Hätte ich wirklich darauf vertrauen können, dass Tenia sich nicht in einen Kampf mit einem Gegner stürzt, dem sie nicht gewachsen ist? Du selbst hast den Nachtjäger - und ich wiederhole, bitte nimm dies nicht als Vorwurf oder Versuch, dich zu kränken, sondern als absolut als solche gemeinte Frage - vorhin angegriffen, obwohl du beim Absturz verletzt wurdest. Es ist nichts schlimmeres passiert, weil Clove und Tenia das Vieh danach gleich von dir abgelenkt haben, aber...nun ja...war diese Entscheidung von dir richtig? War die Entscheidung Tenias, den Nebel zu rufen und selbst zu kämpfen, richtig? Hätte sie ohne meine Einmischung gewinnen können? Habe ich falsch gehandelt, indem ich ihr nicht vertraut habe?"

Ein weniger ernsthafter Teil seines Gehirns fragte sich in diesem Moment, ob Steven sich gleich wutschnaubend und in verletztem Stolz ob dieser Frage auf den Padawan stürzen würde...


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Yacht "Eulysia" - Meditationsraum - Steven, Akani; Clove, Tenia und Michael im Mediraum
 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael - draußen: ES

Clove zitterte am ganzen Leibe und stand sichtlich unter Schock. Die junge Frau ihr gegenüber sah auch nicht gerade gefestigt aus.
Sie sah auch nicht mehr zornig aus, im Gegenteil, sogar besorgt und nicht minder aufgewühlt wie das Mädchen.
"Zoey" versuchte sie mit den Worten zu beruhigen:
„Es… ist weg. .... Zumindest… zumindest für den Moment. Es ist weg.“

Sie versuchte Clove aufzuhelfen, was gar nicht so einfach war, denn Clove's Beine waren wie gelähmt und so instabil wie Pudding. Sie legte ihre Arme um "Zoey's" Nacken und hielt sich an ihr fest, so gut es ging.
Sie legte sich wieder auf die Liege und versuchte sich zu beruhigen. Vereinzelt ronnen noch Tränen über ihre Wangen.
„Wir müssen dafür sorgen, dass das nicht noch mal geschieht.
Du.. du musst lernen, dich dagegen zu wehren!“
sagte die junge Frau schließlich und in ihrer Stimme war auch diese gehässige Note verschwunden. In diesem Moment klang sie sogar angenehm in Clove's Ohren. Nicht nur dass, jetzt war sie sogar froh ihre Stimme zu hören.
Clove nickte nur und zitterte.
"Es hat mich so eiskalt überrascht. Jetzt weis ES das es zu mir Verbindung aufnehmen kann. Ich werde das nicht noch mal versuchen, in der Hoffnung, dass das nur möglich war, weil ich eine Tür aufgemacht hat. Aber was, wenn ES umgekehrt das auch tun kann und mich wieder heimsucht? Von mir besitzt ergreifen kann es nicht, es wollte auch nicht in mich zurück. Aber es könnte mich auch jederzeit wieder angreifen.

Und ich weiß, dass ES es sofort wieder probieren wird, sobald sich die Gelegenheit bietet. Ich weiß, wozu ES fähig ist. ES wird sich an jedem rächen, der seine Pläne durchkreuzt. Soweit ich seine Erinnerungen kenne, hat ES bislang fast jeden getötet, an dem ES sich rächen wollte. Es hat bislang nur einer überlebt....
Und ich habe Angst!" flüsterte sie und bei dem letzten Wort schwang eine nicht unerhebliche Portion davon in der Stimme. Es klang so kalt wie die eiskalte Hand von Clove, die noch "Zoey's" Hand umklammert hielt.

"Ich habe einige Kämpfe überlebt, aber ich musste noch nie gegen mich selbst antreten. Immerhin war es eine Zeit lang ein Teil von mir. Es kennt doch alles von mir. Wie kann ich mich dagegen wehren?"
fragte sie ihr Gegenüber und schaute sie mit großen Augen hilfesuchend an. Ihre Frage war nicht rhetorischer Natur und im Sinne von resignativer Hilflosigkeit geprägt. Ihr war die Frage sehr ernst.
Sie würde die Hilfe anderer dringend brauchen.
"Ich habe nicht nur Angst, dass ES mich in einem schwachen Moment wieder angreift. Ich habe auch um Euch Angst." sagte sie leise und mit brüchiger Stimme.
Die Situation war grotesk. Vor gar nicht all zu langer Zeit waren sie noch Feinde, aber jetzt hatte sie keine feindlichen Gefühle ihren "Gastgebern" gegenüber. Die letzten Minuten hatten die Lage ziemlich radikal verändert.
Sie war von der Aktion noch so geschockt und entkräfigt, dass sie noch nicht mal über die Ironie des Schicksals schmunzelt konnte.

Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael - draußen: ES
 

Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael - draußen: ES


Tenia selbst konnte kaum verhindern, dass ein, zwei Tränen ebenfalls ihren Weg fanden, so sehr berührte sie die ganze Situation doch. Eben noch voller Abneigung, war da jetzt Mitgefühl, dass ihre Wut verrauchen ließ, als wäre diese nie da gewesen. Ein winziger Nachhall blieb, als würde die Wut nur trotzig für den Moment aufgeben. Doch Tenias Mitgefühl war stärker, vielleicht auch der Teil in ihr, der sich vor dem anderen fürchtete. Jetzt durfte sie nicht wütend sein, nicht misstrauisch, denn nach allem was Clove eben gesagt hatte, nach allem, was eben geschehen war, musste Tenia ihr einfach glauben. Vor allem aber musste sie ihr helfen. Ihre eigentliche Mission rückte erneut nach hinten, doch dieses Mal war da kein entnervtes Augenrollen. Spielte es wirklich eine Rolle, ob sie nun noch einer weiteren Person helfen würden? Es durfte keine Rolle spielen. Und nach allem, was Tenia eben gesehen und gespürt hatte, durfte es das wirklich nicht. Dabei war all das völlig absurd und Tenia drängte jeden anderen Zweifel in den Hintergrund. Vor allem den, sich der ganzen Sache nicht gewachsen zu fühlen. Für den Moment musste sie stark sein. Für den Moment. Was danach geschah? Danach würde sie reden müssen. Unbedingt. Über alles. Über Ruusan, über den Kristall, über ihre ganzen Zwiespälte. Was war sie eigentlich für ein angehender Schatten, wenn sie derart empfänglich für die Dunkle Seite war? Später, diese Gedanken musste sie sich später machen.

Tenia legte ihre Hand hoffentlich beruhigend auf die Schulter von Clove, die noch immer weinte.

„Wir werden verhindern, dass ES dich noch mal heimsucht. Es gibt sichere mehr als eine Möglichkeit und wir werden etwas finden, was dir hilft. Für das erste scheint es mir am logischsten, wenn du lernst, dich zu verschleiern. Dann kann es dich mit der Macht nicht mehr wahrnehmen und wenn es dich nicht wahrnimmt, kann es kaum versuchen, Besitz von dir zu ergreifen. Aber ich glaube, das Beste wäre, jemand stärkeres würde dich unterweisen.“

Und so ungern Tenia es auch zugab, sie war hierfür sicher nicht die richtige Person. Sie war Ritterin. Schön und gut. Aber sie hatte noch viel zu lernen und nach heute, nach heute hatte sie doppelt viel zu lernen.

„Ich… heiße nicht Zoey“,


gab sie dann zu und war nicht sicher ob es klug war, so für sich alleine zu entscheiden, ihre Deckung aufzugeben.

„Ich bin Tenia.“

Womit die Wahrheit über ihnen Namen wohl ausgesprochen war, auch wenn Tenia nicht sicher war, ob ihre Aussage an und für sich stimmte. War sie wirklich Tenia? Viel eher schien sie gar nicht mehr zu wissen, wer sie war und vor allem, wer sie sein wollte. Aber auch das galt es nicht jetzt zu beantworten.

„Du hast vorhin mehr oder weniger angedeutet, dass du schon kontakt mit der Macht hattest. Wurdest du schon einmal von jemandem unterweisen?“

Sie schluckte, fragte dann aber doch:

„Und wenn ja, von wem. Jedi oder Sith?“

Eine Frage die zumindest Tenia wichtig war.
Schlussendlich lächelte auch sie, wahrscheinlich ein wenig schief.

„Um uns brauchst du dir keine Sorgen machen. Wir sind ES zahlenmäßig immerhin überlegen.“


Allerdings wusste sie jetzt, dass sie es wohl nicht töten durften, da es sich sonst einen neuen Wirt suchte.
Sie musste unbedingt in der Bibliothek nachlesen! Irgendwie ließ sich dieser Geist oder was auch immer ES war, sich sicher besiegen. Allerdings überstieg das Tenias Wissen zuhauf. Vielleicht konnte Anakin ihnen helfen. Sie würde ihm schreiben, ja, Anakin konnte ihr vielleicht auch aus ihrem Chaos helfen.


Polith-System - Thyferra - Dschungel - An Bord der "Eulysia" - Clove, Tenia (beide in der Medistation), Akani, Steven, Michael - draußen: ES


 
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