Weltraum (Imperium)

Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | Reliant | Brücke | Jhassa, Brückencrew( Joya No via Holo)

Jhassa betrachtete den Vindicator durch das Brückenfenster. In der Ferne konnte er beobachten wie sich langsam ein Shuttle in Richtung der Reliant bewegte. Fast Zeitgleich bewegten sich die beiden X-Flügler in Richtung der Fähre, vermutlich einer Lambda-Fähre, zu und drehten eine Schleife um sich dann in etwas Abstand jeweils auf 10 und 2 Uhr vor die Fähre zu setzen. Sicherlich war dies für die beiden Piloten eine größere Gefährdung aber Jhassa wollte vermeiden, das dies nicht unbedingt als Akt der Aggression gewährtet werden sollte.

Commander, Meldung des Formationsführers. Mindestens zwei Personen würden im Cockpit der Fähre gesichtet. Imperiale Lambda-Klasse.


Wenigstens keine Fähre im Autopilot. Der Selkath ging daher von aus, das keine potentielle Gefahr von dem Shuttle ausging. Obwohl ein Selbsmordkommando immer noch im Bereich des Möglichen stand.

Verstanden, lassen sie Landeerlaubnis geben und geben sie unserem Empfangskomitee Meldung.​

*****​

Die Zehn handverlesenen Soldaten bezogen Stellung im Hangar. Sie hatten die ehrenvolle Aufgabe, die imperiale Delegation zu empfangen und zu beschützen. Dies hieß also auch, auf eigene Kameraden zu Schießen, sollten diese die Verhandlungen gefährden. Sicherlich war dies für die Soldaten keine leichte Aufgabe und es würde sicherlich auch nur schwer mit ihrem Gewissen vereinbar sein, sollte es eine solche Situation erfordern. Aber der Befehl stand fest und seitens der Brücke wurden auch die anderen Besatzungsmitglieder informiert und belehrt das jegliches Fehlverhalten streng und notfalls auch ohne Militärgericht sofort und mit voller Härte bestraft werden würde. Unter vielen Besatzungsmitglieder hatte sich der Commander hiermit wohl wenig Freunde gemacht.

Lieutenant Emmerson, Sir, die Brücke meldet das imperiale Shuttle auf Anflug.

Emmerson drehte sich um, langsam kam das Shuttle näher. Bevor das Shuttle in den Hangar einflog, drehten die beiden X-Flügler bei und flogen weiter in Richtung der Ax.

Also gut Männer! Aufstellung. Die Waffen werden erst entsichert, wenn die Imperialen zu erst schießen! Verstanden?

Alle samt warfen nochmal einen kurzen Kontrollblick auf Ihre Waffen um die Sicherung zu Überprüfen.

Jawohl Sir! Schallte kurz darauf die Antwort.

Langsam setzte das Shuttle im Hangar auf und mit einem Zischen öffnete sich die Laderampe des Shuttles. Ein blauhäutiger Humanoide kam mit seinem Gefolge aus zwei weiteren Humanoiden die Laderampe herunter.

Sie haben Erlaubnis an Bord kommen zu dürfen. Wilkommen auf dem republikanischen Liberator-Kreuzer Reliant.

Sprach der Lieutenant die Delegation zur Begrüßung an und Salutierte dabei kurz.

Um Ihre, als auch unsere Sicherheit an Bord der Reliant gewährleisten zu können, ist es Notwendig sie auf Waffen oder gefährliche Gegenstände zu kontrollieren. Selbiges gilt selbstverständlich für Ihr Reisemittel.

Der menschliche Lieutenant, etwa so groß wie der imperiale Captain und eben so dunklen Haaren, wendete sich an seine Soldaten.

Myers, Sunrider, Sie überprüfen die Person. Jetson und Newman in die Fähre.
Mehr oder minder widerwillig wurden die Kontrollmaßnahmen der Reliant geduldet und toleriert.
Nach wenigen Minuten meldeten beide zwei Man Trupps, das keine Waffen oder gefährlichen Gegenstände gefunden wurden.

Wenn ich nun unsere Gäste bitten dürfte uns zu folgen. Jetson und Sunrider, sie bleiben hier und sorgen dafür, das niemand dieses Shuttle auch nur berührt. Geben sie Rückmeldung an die Brücke, das wir unterwegs sind.

Die Gruppe aus den drei Imperialen und den noch verbleibenden acht republikanischen Soldaten machte sich auf den Weg zum auserwählten Konferenzraum. Während drei republikanische Soldaten vor der imperialen Delegation vorraus gingen, folgten vier Soldaten dieser. Lediglich der Lieutenant hielt sich als Ansprechpartner unmittelbar bei der imperialen Delegation auf.

Commander Jhassa wird in kürze mit den anderen Verhandlungsteilnehmern zu ihnen stoßen. Es steht Ihnen frei, jederzeit die Reliant wieder verlassen zu dürfen. Hierzu werden sie allerdings von uns zu Ihrem Shuttle eskortiert.

Der Weg durch die schlichten Gänge des Liberator-Kreuzers dauerte nicht sonderlich lange. Auf dem Weg zu dem Besprechungsraum traf man unterwegs vereinzelte Streifen und Wachposten, die in Anbetracht der imperialen Offiziere etwas verblüfft und verwundert schauten. Ansonsten waren die Korridore fast leer.
Das beruhigte den Lieutenant ein wenig. Je weniger der Crew durch die Gänge streifte um so unwahrscheinlicher würden auch Zwischenfälle werden.

Nach wenigen Minuten erreichten sie den Konferenzraum und die Tür wurde geöffnet.
In dem Raum befand sich ein runder Tisch in dessen Mitte sich ein Holoprojektor befand. Um den Tisch herum befanden sich etwa 15 Stühle. Der Tisch war groß genug um jedem der Verhandlungsteilnehmern genügend Arbeitsfläche zu Bieten. In einer Ecke des Raumes war ein weiterer Tisch mit Getränken, Caff und kleineren Knabbereien aufgestellt worden.

*****​

Jhassa beobachtete gespannt den Landeanflug des Shuttles. Es vergingen einige Minuten bis endlich eine Rückmeldung aus dem Hangar erfolgte. Das Shuttle war also weder eine Bombe noch war es ein Enterkommando. Die imperiale Delegation war also wie vereinbart auf der Reliant angekommen und auf dem Weg zu dem Konferenzraum.

Commander No, wie es aussieht haben sich die Imperialen an die Vereinbarung gehalten. Die Delegation ist gelandet und befindet sich auf dem Weg zum Konferenzraum. Eine Kontrolle nach Waffen und verdächtigen Gegenständen verlief positiv, es wurde nichts verdächtiges gefunden. Wenn sie Wünschen können sie dann Borden. Mr. Shame Lynch, Angestellter des Außenminsteriums des Senates und ich werden sie dann im Empfang nehmen

Jhassa wendete sich nochmal an seinen Komunikationsoffizier.

Setzten sie das imperiale Schiff in Kenntnis, das ein Shuttle des Begleitschiffs übersetzt. Nicht das die auf böse Gedanken kommen. Mr. Lynch, wenn sie mir nun folgen würden. Der XO hat die Brücke!​

Der Selkath ging in Begleitung des Humanoiden Lynch in Richtung des Hangar-Decks welches man wenige Minuten später erreichte. Bis auf die Zwei Wachposten vor dem imperialen Shuttle war das Hangar frei von jeglichem Bordpersonal. Nichteinmal die Wartungscrews der restlichen 6 X-Flüglern befand sich an Deck. Sicherlich hatte der Anblick des, bis auf die geladenen 6 Maschinen und den zweien sich im All befindlichen Maschinen Verwunderung bei den Imperialen ausgelöst, befanden sich doch auf einem Liberator-Kreuzers wie der Reliant doch für gewöhnlich eine Vielfach größere Menge an Maschinen an Deck.
Kurze Zeit später setzte das Shuttle von Commander No etwas abseits der imperialen Lambda-Fähre und die beiden im Geleit X-Flügler auf.

Erlaubnis an Bord kommen zu dürfen erteilt. Wiedermal darf ich Sie an Bord der Reliant begrüßen.
Mr. Lynch hier fungiert während der Verhandlungen als Shame Lynch und ist ein Angestellter des Außenminsteriums des Senates. Ich würde vorschlagen, das wir keine Zeit verlieren und sofort aufbrechen.​

Die republikanische Delegation machte sich nun ebenso auf in Richtung des Konferenzraumes, welchen sie ebenso Zeitnah erreichten. Die imperiale Delegation durfte nur wenige Minuten auf den Rest der Teilnehmer gewartet haben.

Der Selkath betrat zusammen mit dem Rest der Delegation den Konferenzraum und wendete sich als erstes an die abgestellten Personenschützer.

Danke Lieutenant, sie sind dann hiermit abgelöst. Warten sie draußen und sorgen sie dafür das niemand unbefugt Zutritt erlangt.

Der Selkath wendete sich nun an die Imperialen Gäste.

Ich bin Commander Jhassa, der kommandierende Offizier der Reliant und darf Sie hiermit herzlich an Bord des Schiffs begrüßen. Meine Begleiter sind zum einen Commander No, der kommandierende Offizier der Ax und Shame Lynch, Angestellter des Außenminsteriums des Senates.​

Der Selkath deutete entsprechend auf seine Begleiter und begab sích dann auf den Tisch zu.

Nehmen Sie bitte Platz. Sie dürfen sich auch gerne an den bereitgestellten Getränken und Knabbereien bedienen, wenn sie möchten.​

Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | Reliant | Konferenzraum | Jhassa, Joya No, Shame Lynch, Sharin, Kiibi;) und Miss Oriana



[OP: Ich war mal so frei, das ganze bis zum Eintreffen aller Beteiligter durchzuprügeln. So das sich unsere Verhandlungen nicht unbedingt ewig in die Länge ziehen ;) Hoffe das ist für alle beteiligten in Ordnung]
 
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[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | CC9 Ax | Brücke] Joya No, Jhassa (Reliant) über Holo

Das imperiale Lambda-Shuttle war im Vergleich zu den drei Kriegsschiffen winzig. Mit bloßem Auge konnte Joya No es nicht sehen, er musste seinen Flug zur Reliant auf den Bildschirmen verfolgen. Eskortiert von zwei X-Wings erreichte es schließlich den Träger. Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht: Kurz darauf teilte Commaner Jhassa ihm mit, dass die Durchsuchungen keine Waffen oder Sprengstoffe ergeben hatten. Scheinbar meinten die Imperialen es ernst mit ihrer Absichtserklärung zu einem friedlichen Gespräch. Das bedeutete, dass wirklich Waffenstillstandsverhandlungen bevorstanden! Diese Vorstellung war dem Kaminoaner mindestens ebenso unheimlich wie die Aussicht auf ein Gefecht.

»Verstanden, Commander. Ich bin unterwegs. Mein XO Lieutenant Commander Tai'oki übernimmt für mich und wird die ständige Verbindung zu Ihrem Schiff halten.«

Mit einem tänzelnden Schritt verließ er den Aufnahmebereich der Holoanlage und eine Sekunde später nahm der Bothaner seinen Platz ein. Der Commander hatte seinem Stellvertreter nichts mehr zu sagen: Sie hatten alles Nötige besprochen; weitere Worte konnten nichts mehr daran ändern, ob Tai'oki seine Aufgabe zufriedenstellend erfüllte. No verließ schweigend die Brücke.

Nur wenig später erreichte er den Steuerbordhangar seiner Fregatte, wo das RM-09-Allianzshuttle startbereit auf ihn wartete. Neben der Rampe standen zwei Soldaten, bewaffnet und in voller Kampfmontur. Einer war ein Sergeant, der andere Private. Sie gehörten zu Bax Musas Leuten. Als der Commander sich näherte, salutierten sie und prästentierten die Waffen.


»Was tun Sie hier?« fragte Joya No, ohne den Gruß zu erwidern.

»Captain Musa hat uns aufgetragen, Sie zu Ihrem Schutz zu begleiten«, ließ der Sergeant verlauten.

»Abgelehnt«, sagte No.

Er dachte nicht daran, weitere Soldaten mitzunehmen - schon gar nicht zwei ihm unbekannte Marines. Zu gut erinnerte er sich daran, dass solche Leute ihn kürzlich während einer Übung mit einem Stunner niedergeschossen hatten. Mutwillig. Es war nicht vereinbart gewesen, dass Musa ihm zwei Beschützer mitgab, und er wusste auch nicht, ob sie gründlich genug ausgewählt waren, um tatsächlich zur Sicherheit beizutragen und diese nicht eher zu gefährden. Dass Trinity North mit einem Großteil ihrer Leute das Sicherheitspersonal der Reliant verstärkte, musste in jedem Falle ausreichen.


»Aber Sir, bei allem Respekt...«

»Genug!« fiel er dem Unteroffizier ins Wort und seine helle Stimme nahm einen schneidenden Unterton an. »Ich dulde keine Widerworte, auch nicht wenn ihnen leere Floskeln vorangestellt werden. Ich brauche Sie nicht, also bleiben Sie hier, das ist ein Befehl!«

Ohne die beiden Marines noch eines Blickes zu würdigen, ging er an Bord des Shuttles und betätigte den Schalter, der die Rampe hinter ihm schloss. Über die Gegensprechanlage gab er den beiden Piloten den Befehl zum Starten. Das Allianzshuttle flog durch die offenen Hangartore und, eskortiert von den beiden X-Wings, die Jhassa geschickt hatte, hinüber zum Liberator-Transportkreuzer, wo Joya No von seinem Kollegen empfangen wurde. Gemeinsam mit Arthur Lynch, der sich nun Shame Lynch nannte und als Mitarbeiter des Außenministeriums ausgab, gingen sie zum Besprechungsraum.

Die imperiale Delegation bestand neben Captain Avalosh'ari'nuruodo aus einer blonden Frau in Flottenuniform sowie einem dunkelhaarigen Mann. Bei diesem musste es sich um Acini Ed handeln, den eigentlichen Abgesandten des Imperators, wenn die Informationen stimmten. No ahnte natürlich nicht im geringsten, dass es sich bei ihm um einen Sith handeln könnte, doch fiel ihm der intensive Blick des Menschen auf, der seinem unzweifelhaften Charisma einen leicht düsteren Anstrich verlieh.


»Bevor Sie Ihr Anliegen vortragen«, sagte Joya No ergänzend zu Jhassas Begrüßung, »möchten wir Sie bitten, sich auszuweisen. Sie haben doch sicherlich irgendein Dokument, das bestätigt, dass Sie autorisiert sind, im Namen des Imperators und für das gesamte Imperium zu sprechen. Wir möchten natürlich sichergehen, dass wir nicht mit einer Splittergruppe verhandeln.«

[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana
 
[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

Sharin setzte an etwas zu sagen, unterbrach sich schlussendlich aber schon beim ersten Wort und rechtfertigte sich nicht. Stattdessen fügte er eine Entschuldigung an und erklärte bei den Verhandlungen besser auf seine Wortwahl zu achten. Gut. Je früher sie begannen vertrauensvoll zu wirken, desto besser. Zu schnell gewöhnte man sich an Worte und zu schnell rutschte einem das falsche Wort im denkbar schlechtesten Moment heraus. Das Beste in dieser Situation war, sich selbst immer wieder einzureden, dass sie Verhandlungen mit wichtigen Personen führten. Keebo selbst wusste nicht mehr, ob die Republik sein Feind war oder nicht. Fest stand, dass sich alle Grenzen schon so sehr verschoben hatten, dass nichts mehr klar zu erkennen war. Das Imperium bestand, so hatte der Mensch bitter feststellen müssen, aus lauter machtgierigen Wesen, die bereit waren für ihre eigenen Interessen sprichwörtlich über Leichen zu gehen. Demnach verabscheute Keebo das Imperium und alle, die sich stillschweigend seinen Gräueltaten anschlossen und das, mit dem Wissen über ihre Taten. Nie hatte er gehört, dass die Republik die Hände in das Blut der eigenen Leute getunkt hatte. Doch am Ende, so war er sich sicher, war keine der beiden Parteien besser als die andere. Sie beide waren verabscheuungswürdig und sie beide hatten dafür gesorgt, dass Keebo am Abgrund stand. Weder die Republik noch das Imperium hatten je etwas für ihn getan. Sie hatten ihn zu dem getrieben, was er nie gewollt hatte, ja, ihn zu dem gemacht, der er nie hatte werden wollen. Einst hatte sein Traum geendet. So schlagartig, so jäh. Auf Telos mit dem Tod Tahiris. Diese kurze Zeit in Frieden und im Glück, vor ihrem Mord, hatte man ihm geraubt und seitdem waren seine Tage nur schwerer geworden. Mit dem Tod Tahiris hatte sein Leben geendet. Was er jetzt fristete war es nicht wert, diesen Ausdruck zu benutzen. Jede angestrebte Freiheit, jeder Atemzug, schloss die lähmenden Ketten nur weiter um ihn. Das einzige was existierte war eine große Lüge. Wie zynisch, dass er nun derjenige war, der das Netz aus Lügen vergrößern musste. Was war er mehr, als ein winziger Garnant, gefangen und gelähmt. Eine Marionette von fremden Mächten.

Während sie zur Reliant übersetzten schweig Keebo und verharrte in düsteren Gedanken. Die letzten Sekunden, ehe sie auf die Verhandlungspartner treffen würden nutze er nicht, um sich abzuschirmen oder seine dunkel Aura zu verbergen. Stattdessen erlaubte er sich für den Moment alle mentalen Mauern fallen zu lassen. Ohnehin gab es hier niemanden, der in seinen Geist hätte dringen können.
Auf Sharins Kommentar über die beiden X-Wings folgte von Keebo erst ein Blick, der seine Missbilligung über diesen Spruch zeigte. Eben noch hatte er ihm den Rat gegeben, auf seine Worte zu achten.

„Dann hoffen wir, dass sie freundlich bleiben und dem Geleitschutz keine anderen Anweisungen geben.“ Keebos Stimme war in diesem Moment streng und schneidend und sicher verstand Sharin den Kern dieser Aussage. Hier stand viel auf dem Spiel und Sharin tat gut darin, seine Arroganz und seine Abneigung gegen die Republik zu vergessen und sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Undiplomatisch oder gar unhöflich zu sein brachte ihre Mission nur auf unsicheres Gelände. Ein Scheitern aber würde der Imperator nicht verzeihen.

Schließlich verbarg sich Keebo wieder in der Macht, als sie das Shuttle verließen um direkt auf die Reliant zu gelangen, wo sie sofort in Empfang genommen wurden. Eine ganze Reihe bewaffneter Männer stand dort. Wie ein Erschießungskomitee, schoss es Darth Keebo durch den Kopf. Der Mann, der schließlich das Wort ergriff, offensichtlich ein Lieutenant, wenn man seine Abzeichen bedachte, stellte sich nicht vor. Welch Widerspruch in sich, mit einer ganzen Reihe Soldaten aufzuwarten und dann nach etwaigen Waffen auf der Gegenseite zu suchen. Doch Keebo hielt jeden Kommentar, den er hätte äußern können für sich. Nachdem man sie kontrolliert hatte, wurden sie schließlich weiter geführt. Zu einem Selkath im Rang eines Commanders, namens Jhassa; No, einem Kamino, ebenfalls Commander und einem Humanoiden, namens Lynch. Während der Selkath sie sogleich zu Tische bat und Verköstigung anbot, war Commander No wohl von der besonders vorsichtigen Sorte. Er verlangte nach Dokumenten, die sie ausweisen würden. Etwas, was man neben dem Überprüfen der Sicherheit ebenso gut als Feindseligkeit deuten konnte. Ob es sich hier tatsächlich um Feindseligkeit handelte, oder gesundem Misstrauen? Was scherte es Keebo. Wusste er doch, dass es besser gewesen wäre, den Soldaten sofort den Befehl zum Beschuss zu geben!


„Captain Avalosh`ari`nuruodo, Miss Oriana und ich, Acini Ed, danken Ihnen für die Bereitschaft, mit uns ins Gespräch zu kommen“, waren Keebos erste Worte. Mit einem nicken zur jeweils namentlich erwähnten Person wurde klar gemacht, um wen es sich handelte. „Ihre Vorsicht ehrt sie“, fuhr der Sith so diplomatisch wie möglich fort. „Nachdem wir uns bereitwillig der Kontrolle Ihrer Leute unterzogen haben und dies unter strenger Aufsicht Ihrer bewaffneten Soldaten, wäre es mehr als töricht von uns, ohne Dokumente zu erscheinen und einer Splittergruppe anzugehören.“ Splittergruppe! Im Namen des Imperators und des gesamten Imperiums zu sprechen?! Welch ein Glück, dass der Sith sich unter Kontrolle hatte. Innerlich lachte er über die Worte des Commander. Keebo war sicher ein Splitter in den Augen vieler Sith und er war der letzte, der die Ansichten des Imperators oder die des Imperiums teilte. Einen Heuchler würde diese Mission aus ihm machen, Einen Lügner. Abschaum. Doch der Mensch war geübt darin, seine Gedanken nicht durch seine Mimik zu verraten. Als er das Dokument vorlegte, das ihn und die anderen beiden auswies, war sein Blick neutral. Hoffentlich half dies, zusammen mit seinem Gefasel die Sache so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.

[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana
 
Outer Rim - Totes System - Immobilizer "Grotan" - Aufenthaltsraum - Shazz, 2 Piloten und ein Techniker ihrer Staffel (NPCs)

Am Rande eines Asteroidengürtels, welcher einen toten Planeten umkreiste, hielt ein Abfangkreuzer der Immobilizer Klasse seine Position. Zwei leichte Kreuzer der Carrack-Klasse, die sich in unmittelbarer Umgebung aufhielten, aber den mit den riesigen Gravitationsprojektoren bestückten Sternzerstörer nicht direkt flankierten, flogen in unregelmäßigen Schleifen an dem Gesteinsfeld entlang. Auf dem Abfangkreuzer ging es gerade ruhig zu, da das letzte Piratennest in diesem System vor ein paar Stunden ausgehoben und immerhin 2 der Verbrecher hatten festgenommen werden können. Die Nachtschicht hatte soeben ihren Dienst angetreten und jene Piloten der Jägerstaffeln, welche für die Vernichtung der Asteroidenbasis der Piraten verantwortlich waren, schliefen nun mehrheitlich. Nicht so jedoch eine vierköpfige Truppe, bestehend aus 3 Piloten der Piraten-Schreck Staffel, die 2. Interceptorstaffel des 519. Geschwaders und eines Technikers welcher für die Wartung ihrer Maschinen zuständig war. Und während im Aufenthaltsraum fast alle Deckenleuchten ausgeschaltet waren, strahlte eine einzige in der hinteren rechten Ecke ihr weißes kaltes Licht ab. Darunter saßen die 3 schwarz uniformierten alle recht jungen Piloten und einer in Zivil gekleideter älterer Mann, welcher sich in diesem Augenblick vorbeugte und auf etwas deutete, das man in dem Hologramm erkennen konnte welches von dem tragbaren Holoprojektor auf dem Tisch in die Luft projiziert wurde.
Zwei der Piloten, beides männliche Menschen, saßen bequem in ihren Stühlen und nippten an ihren Getränken, den Blick nicht unbedingt gebannt, aber auch nicht gelangweilt auf das Hologramm gerichtet. Der dritte, der Sith-Mischling Shazz, hatte sich wie der alte Mann ebenfalls vorgebeugt und studierte die Abbildung eines TIE-Interceptor Ionentriebwerks mit gerunzelter Stirn. Seine stechend gelben Augen studierten jedes Detail, dann schließlich hob er ein einen metallischen Stift, welchen der Techniker vorher in den Händen gehalten hatte und deutete auf verschiedene Teile des Triebwerks.

„Dann muss ich also hier, hier und hier ansetzen, den umkehren, den dort wechseln, hier, hier, hier und hier neu kalibrieren und das wars? Klingt doch einfach.“
„Klar Junge. Wenn du nächstes mal mit dem Hintern auf einen Asteroiden aufsetzt und deine Triebwerke beschädigst, kannst du es selber reparieren. Willst du vielleicht auch ein Zertifikat haben? Das dich als ausgebildeten Ionentriebwerksmechaniker auszeichnet?“


Shazz grinste schief und setzte sich wieder normal hin, dann löschte er das Hologramm mit dem Metallstift und schob den Holoprojektor Richtung Techniker. Dieser nahm ihn sich ebenfalls lächelnd und steckte das kleine runde Stück Technologie wieder ein.


„Ich glaub dafür ist bei mir gar kein Platz mehr. So viele Auszeichnungen, Belobigungen und Orden...“
„Schnacker.“
witzelte der rechts neben Shazz sitzende Pilot und setzte dabei seine Tasse ab.
„Sag mal Shazz … wirst du dich nun bei den Wolves bewerben oder nicht? Viel länger kannst du nicht mehr warten“ fragte der selbe Mann und zeigte dabei nur schlecht verborgene Neugier.

Der rothäutige Sith, dessen Grinsen prompt gefror, schnaubte genervt.


„Wie oft noch? Hätte ich es vorgehabt, wäre ich längst nicht mehr hier oder? Diese elitären Wolves können mich mal gern haben. Ich bin ganz glücklich hier wo ich bin.“
„Am Rande der Galaxie. Beim Jagen von Piraten und Schmugglern. In irgend einer unbekannten TIE Staffel?!“
„Ja, ja und was heißt hier unbekannt?“
„Meine Herren!“


Wie eine in der Nacht jagende Raubkatze hatte sich eine hochgewachsene Frau an die Gruppe herangeschlichen und stand nun gerade so außerhalb des Lichtkegels. Doch selbst durch das Zwielicht hindurch konnte man ihre Rangabzeichen erkennen und da es nur eine Frau auf diesem Schiff gab, welche gleichzeitig Pilot war und diesen Rang inne hatte, konnte es sich nur um ihren Staffelführer, Major Gosan handeln. Die Menschenfrau, die ihre schulterlangen rotblonden Haare selbst außerhalb des eigentlichen Dienstes nie offen trug, stand ein wenig steif da und schaute jeden Piloten und den Techniker kurz an, schließlich blieb ihr Blick bei Shazz hängen. Dieser hatte sich inzwischen an die Lichtverhältnisse gewöhnt und konnte nun ihr Gesicht erkennen. Sie sah so ernst aus wie immer. Wobei das nur indirekt ihre Schuld war. Sie hatten gleich in ihrem ersten Gefecht, damals noch gegen republikanische Jagdmaschinen, eine Verletzung davon getragen die jene Muskeln und Nerven zerstört hatte, welche fürs Emotionen und Gefühle zeigen verantwortlich waren. Natürlich hätte man dies inzwischen wieder richten können, genau so wie die Narben in ihrem Gesicht dank Bacta verschwunden waren, sie schien aber damit leben zu wollen. Vielleicht amüsierte es sie auch ganz tief in ihrem Innersten wenn sie erheitert klang, Witze erzählte und den guten Freund gab, während ihr Gesicht eigentlich nur Desinteresse ausdrückte. Vielleicht. Selbstverständlich hatte Shazz Gosan in den letzten 3 Jahren nichts dergleichen tun sehen.

„Mister Moam...“
„Nennen Sie mich doch Shazz... wir sind nicht im Dienst...“
„Wie reagiere ich immer auf dieses Angebot, das sie mir schon seit dem ersten Tag vor 3 Jahren gemacht haben?“
„Sie … ignorieren es?“
„Und sie nehmen an das ich das jetzt nicht tun werde... weil?“
„Sie... tja … haben herausgefunden welche Wirkung Kaffee hat und sind deshalb das erste mal seit 3 Jahren gut gelaunt?“
„Witzig … aber mal sehen wie witzig sie folgendes finden Moam.“


Sie trat ins Licht, ein Datenblock in der Hand. Diese streckte sie Shazz entgegen, als dieser sich misstrauisch erhoben und auf sie zugegangen war. Was auch immer sie da hatte, ihm würde es nicht gefallen.

„Sie haben sich in den letzten 3 Jahren vor jeder Art von Urlaub oder Freizeit gedrückt und das war okay, es gab genug Phasen in denen wir sozusagen Urlaub hatten. Doch nun werden Sie ihn nehmen und zwar ab sofort. Und weil sie ja grade so viel Freizeit haben, werden Sie sich bei den Wolves bewerben.“
„Gegen den Urlaub kann ich nichts machen, aber letzteres können Sie vergessen, Ma'am.“
„Ich gebe zu, dieser Scherz gefällt sogar mir, Moam. Selbstverständlich wäre ich nicht zu ihnen gekommen, wenn sie eine Wahl hätten. Es ist bereits alles arrangiert. Die Musto hat im letzten Gefecht einiges abbekommen und wird daher abgelöst und Sie werden auf dem Kreuzer sein und dann bei Bastion abgesetzt. Sie sind hiermit vom aktiven Dienst beurlaubt und das so lange, bis sie das Auswahlverfahren hinter sich gebracht haben.“
„Wieso ich? Sie wissen genau das ich darauf keine Lust habe, außerdem bin ich weder der erfahrenste, noch der beste in der Staffel.“
„Stimmt. Aber ich habe Sie in den letzten 3 Jahren beobachtet, ihre Fortschritte waren bemerkenswert, vor allem wenn man bedenkt wo sie hier draußen überhaupt angefangen hat. Mag sein das sie im Moment nicht der Beste sind, aber das Potential ist da um unter der Leitung von Captain Thiuro einer der Besten zu werden. Also zwinge ich Sie dazu diese Chance wahrzunehmen. Im Interesse aller.“


Diese Aussage machte Shazz sprachlos. Klar wusste er um seine eigenen Fähigkeiten. Seine Reflexe, die Wahrnehmung, das Gespür für alles um ihn herum. Anfangs hatte er dies selbst auf die Macht geschoben, das er eben doch machtsensitiv sei, doch er war es nicht. Zweifellos nicht. Also war er gut und konnte sich besser als jeder andere auf diesem Schiff in einem Asteroidenfeld bewegen, Trümmern ausweichen und mehrere Dinge für längere Zeit im Auge behalten. Seine Mutter mochte ihm nicht die Machtaffinität vererbt haben, aber irgendwas hatte sie ihm wohl doch mitgegeben, denn von seinem Vater konnte das mit Sicherheit nicht stammen. Seine gesamte Familie war zwar recht intelligent – alle samt in irgendeiner Form erfolgreiche Händler – aber wirklich für den Kampf geschaffen war da niemand.
Aber all dies änderte nichts daran das Shazz dieser Aussage misstrauisch gegenüber stand. Er glaubte ihr nicht das sie das wirklich dachte was sie da eben über ihn gesagt hatte.


„Und sobald ich die Sache hinter mich gebracht habe und nicht angenommen wurde?“
„Dann finden Sie sich nach ihrem Urlaub wieder hier ein."
„Sie haben mir aber auch immer noch nicht gesagt wie sie mich daran hindern wollen die ganze Sache abzulehnen? Rausschmeißen können sie mich wohl kaum.“
„Aber ich kann Sie versetzen lassen.“


Sie drückte ihm den Datenblock quasi in die Hand, machte auf dem Absatz kehrt und beendete damit auch jedwede weitere Diskussion. Sie KONNTE ihn versetzen lassen, vor allem mit den Beziehungen die sie hatte und wenn sie das schon ansprach, war der Ort, wohin er geschickt werden würde, sicherlich so weit von jeder Gefahr für das Imperium entfernt, das er seinen Jäger nie wieder würde brauchen müssen.


„Schlampe?“ fragte der Techniker am Tisch mit einem leicht ironischen Unterton, den Major außer Hörreichweite wissend.
„Mindestens. Aber ich werde schneller wider hier sein als ihr lieb ist. Pep, repariere bitte meinen TIE und halt ihn vor allem von meinem Ersatz fern, in ein paar Wochen werde ich ihn wieder brauchen.“
„Na klar, Junge.“


Shazz zögerte noch einen Moment, dann machte er eineBis baldGeste und ging recht fix hinter dem Major hinterher. Kurz bevor er den Raum verließ hörte man noch ein gedämpftesbis in zwei Wochen“, dann war seine Silhouette verschwunden. Seinen Vorgesetzten verlor der Sith dennoch aus den Augen, denn die hatte sich quasi in Luft aufgelöst. Und bei der Vielzahl an Türen und Gängen die sich zu beiden Seite des Aufenthaltsraumes erstreckten, würde er sie sicherlich auch nicht mehr finden. Seis drum. Die Sticheleien konnte er sich auch für seine Rückkehr aufheben...

Outer Rim - Totes System - Immobilizer "Grotan" - Vor dem Aufenthaltsraum - Shazz
 
[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

Nun war es also soweit, der Moment war gekommen. Die Verhandlungen würden beginnen. Arthur war genauso nervös wie seit der gesamten Vorbereitung.
Er betrachtete die imperale Delegation. Der Chiss und die Frau wirkten ganz normal, und schienen bis auf einige typisch imperale Verhaltensweisen auch nicht anders zu sein. Aber der man welcher sich als Acini Ed bezeichnet hatte jagte dem Hybriden einen Schauer über den Rücken. Er wusste nicht warum, aber er schien ständig im Schatten zu stehen.
Arthur wischte die Gedanken weg und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die Verhandlung. Aber er behielt den Mann im Blick auch wenn es nicht immer so wirkte.
No bat die Mitglieder darum sich vor den Verhandlungen auszuweisen und Arthur nickte. Es war notwendig. Man wusste nie wen man vor sich hatte.
Er betrachtete die Dokumente die vorgelegt wurden. Es schien alles in Ordnung zu sein. Er zog sein Datenpad aus einer Tasche und suchte einige Informationen. Die tat er möglichst diskret, soweit die natürlich möglich war.
Die Daten aus den Papieren stimmten mit den bekannten Daten überein. Er nickte wieder. Bis her schien alles ordentlich zu laufen. Nur ein was störte ihn, T6 verspätete sich.
Der Droide hätte pünktlich zu Verhandlungsbeginn das sein sollen. Doch nun fehlte jede Spur. Er war sich nicht sicher ob dies ein Grund zur Besorgniss war.
Er nahm ein Glas Wasser vom Tisch und trank einen Schluck. Die Formalitäten schienen beendet nun würde der schwierige Teil beginnen.
[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana
 
[ Weltraum (Imperium) – irgendwo zwischen Rendili und Corellia – Leerer Raum – LTK Reliant – Hangar – bei der Lambdatransportfähre FQZ-587 ] Sharin, Darth Keebo, Zora Oriana (NPC), republikanische Sicherheitstrupps

Erwartet wurde die imperiale Delegation nicht von dem republikanischen Kommandanten des Schiffes oder von seinem Stellvertreter, sondern von einem einfachen Lieutenant, der die drei Delegationsteilnehmer willkommen hieß und danach eine Leibesvisitation und danach eine Untersuchung der Lambda-Fähre anordnete. Wegen ihrer eigenen Sicherheit... Eine schlechte Ausrede. Wenigstens hatte er genug Anstand, höflich und anständig zu bleiben. Nach der gründlichen Suche, die natürlich keine Waffen zutage gefördert hatte, durften die drei Imperialen den Hangar verlassen und wurden in den Besprechungsraum eskortiert. Sharin blieb während des gesamten Vorgangs stumm, mit einem einfachen Soldaten brauchte er sich nicht zu unterhalten. Vielmehr kam er sich wie ein Gefangener vor, der hier zu seinem Gericht gebracht wurde, von einigen schwer bewaffneten Soldaten begleitet. Dieser Beginn der Gespräche, die bisher noch keine Gespräche waren, war enttäuschend. Wieder einmal wurde deutlich, wie wenig die republikanische Seite ihnen über den Weg traute, was der rotäugige Chiss durchaus verstehen konnte. Allerdings hätte man diese Begrüßung anders handhaben können ohne gleich so einen diplomatischen Affront zu provozieren. Denn der frisch ernannte Captain fühlte sich etwas provoziert. Wollte man doch nicht mit ihnen Gespräche führen? Wollte man sie wirklich einsperren und dieser Gang zu den Besprechungszimmern war nur ein Vorwand, um sie unter Arrest zu stellen? Einen Captain der imperialen Flotte und besonders einen Sondergesandten des Imperators höchstpersönlich nur durch einen Lieutenant empfangen zu lassen, entsprach einfach nicht ihrem Rang. Der Sith neben ihm ließ sich nichts anmerken, sodass der blauhäutige Humanoid nicht erkennen konnte, ob dieser die Situation ebenso wie er selbst empfand.

Schließlich brachte man sie wirklich in einen großen Raum, in dem ein Tisch mit ungefähr einem Dutzend Stühlen stand. Das konnte zwar immer noch heißen, dass man sie hier einfach verschmoren ließ, wofür auch der Tisch mit einigen Getränken und Gebäck sprach, der vielleicht als Gefangenenfraß dienen sollte. Doch auf der anderen Seite hätte man sie auch in irgendeinen Abstellraum führen und dort festsetzen können. Sharin beruhigte sich und ging erst einmal eine Runde um den Tisch herum. Eigentlich wirkte hier alles in Ordnung. Dennoch fing er kein Gespräch mit seinen beiden Verbündeten an. Eine Kamera oder ein Überwachungsgerät konnten trotzdem hier irgendwo installiert worden sein. Kein Risiko eingehen, das war es gewesen, was Darth Keebo doch immer betont hatte und bei dem der Offizier ihm nur recht geben konnte.

Nach einigen Minuten, die dem Captain wie eine Ewigkeit vorkamen, öffnete sich die Tür ein weiteres Mal und drei Personen betraten den Raum. Die beiden Commander, die ihm schon von der Holoübertragung bekannt waren, kamen zuerst. Dabei irritierte der Kaminoaner den Humanoiden etwas. Irgendetwas war untypisch, ungewöhnlich an diesem, was Sharin vorher nicht aufgefallen war. Doch er kam nicht darauf, was es war und betrachtete schließlich den letzten Teilnehmer der anderen Delegation, ein Mensch durchschnittlicher Größe und durchschnittlichen Aussehens, der mittleren Alters aussah. Vielleicht konnte dieser von dem jungen Körper der Kommunikationsoffizierin durchaus abgelenkt werden.

Der Selkath stellte die gesamte Delegation noch einmal vor. Der dem Chiss unbekannte Mensch wurde dabei als Shame Lynch vorgestellt, ein Abgesandter des Senats. Da hatte man doch endlich einmal eine Person, die offenbar dazu legitimiert war, irgendwelche hohe Waffenstillstandsverhandlungen zu führen. Der Langhals, ein gewisser No, fragte sogleich, als habe er die Gedanken des schwarzhaarigen Captains gelesen, nach der Legitimation, die die imperiale Seite habe, um überhaupt diese Gespräche zu führen. Offenkundig ging aufseiten der Republik Sicherheit vor diplomatischem Gespür. Sollte es so sein. Der scheinbare Acini Ed stellte sie zuerst noch einmal vor und händigte danach ein Papier aus, was anscheinend die Position der Imperialen bestätigte. Papier war eine etwas altmodische Methode, ein Dokument zu speichern, doch kannte Sharin nicht die Vorlieben des Imperators. Möglicherweise mochte dieser ja altmodischen Schnickschnack.

Als nach der Überprüfung der Legitimation der imperialen Delegation ein kurzes Schweigen eintrat, beschloss Sharin, nun wirklich die eigentlichen Verhandlungen zu beginnen. Alles vorher war nur ein Vorspiel gewesen, nun erfolgte der eigentliche Beginn der Gespräche.

„Nachdem nun die Formalitäten erledigt sind, können wir nun mit den Verhandlungen beginnen.“

Er ließ sich am Tisch nieder, bediente sich jedoch nicht an den Getränken oder an dem Essen. Hier musste er sich konzentrieren. Auf der Kommandobrücke aß er während einer Schlacht nicht auch einfach mal ein kleines Häppchen für zwischendurch. Und diese Verhandlungen waren für ihn eine Schlacht, die es zu gewinnen galt, egal, was der Sith ihm dazu gesagt hatte.

„Meine Herren, wie Sie wissen, sind wir hier, weil unsere allerhöchste Majestät die Neue Republik um einen Waffenstillstand bitten möchte, auf den ein Frieden folgen soll, der die Galaxie von dem Chaos und der Gewalt befreit, die in letzter Zeit überhandgenommen haben.“

Er schaute jedem der Verhandlungsgegner einzeln in die Augen. Ständiger Blickkontakt war ein wichtiges Kriterium, wenn man die andere Seite von seinen Absichten überzeugen wollte, das hatte er auf der Akademie gelernt.

„Vielleicht haben Sie auch an einzelnen Schlachten teilgenommen und können deshalb genauso wie wir nachvollziehen, wie unsinnig es ist, diesen Krieg weiterzuführen. Das Leid, dass dieser über uns alle, vollkommen gleichgültig, um welche Rasse, um welches Geschlecht und um welches Alter es sich handelt, gebracht hat, ist einfach zu groß, als dass der Imperator dieses verlängert sehen möchte.“

Sein Ton war ruhig, recht neutral und höflich. Dieses Mal hatte er sich vorgenommen, nicht unbedingt seine Mimik durch ein Lächeln aufzuhellen. Solche ein Übertreiben würde ihn etwas unglaubwürdig erscheinen lassen und es war auch nicht dem Anlass angemessen. Ernsthaftigkeit würde ausreichen müssen.

„Das Imperium hat als Zeichen seiner Ernsthaftigkeit alle Offensivmaßnahmen eingestellt, insbesondere ein Schlag gegen den Hapan-Cluster wird nicht mehr in Betracht gezogen. Vielleicht glauben Sie uns nicht, doch wollen wir den Frieden, nicht bald, in einigen Jahren, sondern jetzt, möglichst sofort.“

[ Weltraum (Imperium) - zwischen Corellia und Rendili - Verhandlungsort im leeren Raum - LTK Reliant - Besprechungsraum] Sharin, Joya No, Jhassa, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana (NPC)
 
[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

Mit jedem Puzzleteil fügte sich für Joya No mehr und mehr das unerwartete Bild zusammen, dass dem Imperium womöglich tatsächlich am Frieden gelegen war. Sie waren ohne großes Säbelrasseln am vereinbarten Treffpunkt aufgetaucht, ihre Geschütze schwiegen, die Delegation hatte sich in die Gewalt der Republikaner begeben, sie hatten keine Waffen bei sich und ihre Vollmachten schienen auch in Ordnung zu sein. Zumindest wenn Lynch in der Lage war, das zu beurteilen. Der Kaminoaner konnte es sich noch immer nicht vorstellen, dass der Krieg tatsächlich enden könnte, und in Anbetracht der beiden Tatsachen, dass er eine militärische Karriere verfolgte, und dass er sich kürzlich noch in Kriegsgefangenschaft befunden hatte, war er gar nicht so sicher, ob er sich das wünschen sollte. Aber er hatte nicht wirklich das Gefühl, die Situation unter Kontrolle zu haben. Stattdessen war hier eine Entwicklung am Laufen, die größer war als er und ihn sowie alle anderen ringsum regelrecht mit sich zu reißen drohte. Die Frage ›Frieden - und was dann?‹ drängte sich ihm zwar auf, doch hatte er nicht die Möglichkeit, über eine Antwort nachzudenken.

Captain Avalosh'ari'nuruodo bekräftigte in knappen, aber wohlgesetzten Worten nochmals den Willen des Imperiums zum Frieden. Eine Behauptung, die No nicht mehr so widersprüchlich vorkam wie noch vor einer Stunde. In der kurzen Vorbereitungszeit hatte er viel über die Beweggründe des Feindes nachgedacht und war fast sicher gewesen, dass es sich um eine Falle handelte. Mittlerweile tendierte er mehr zu einer zweiten Möglichkeit, die ein anderes, aber keine aufrichtigeres Motiv des Imperiums unterstellte. Dieser Sorge verlieh er Ausdruck.


»Botschafter, Captain, Lieutenant...«, sprach er die drei Mitglieder der imperialen Delegation nacheinander an, »Unsere Regierung ist bereit, sich Ihre Vorschläge anzuhören und sie in Betracht zu ziehen, sonst fände dieses Treffen überhaupt nicht statt. Aber Sie werden verstehen, dass sie Vorbehalte gegen die Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit dieses Anliegens hat. Ja, auch wir haben an einigen Schlachten der jüngeren Vergangenheit teilgenommen« (hässliche Bilder von Denon, Corellia und seinem kurzen ›Besuch‹ im Rendili-System kamen hoch) »und wissen daher, in welcher Art und Weise sich der Kontakt zwischen Republik und Imperium sich bisher gestaltete. Diplomatische Beziehungen waren bis vor kurzem völlig unvorstellbar und sind es in gewisser Weise auch noch.

Solange Ihre Streitkräfte in der Offensive waren, gab es keine solchen Bestrebungen. Nun befindet sich die republikanische Flotte in einem erfolgreichen Vorstoß und die Front verschiebt sich zu Ihren Ungunsten. In dieser Situation liegt die Vermutung nahe, dass ein Waffenstillstand nur als List dienen könnte, um uns die Initiative zu nehmen und die nötige Zeit zu gewinnen, um eine wirksamere Verteidigung zu formieren und Truppen für einen Gegenangriff zusammenzuziehen. Unter diesen Umständen müssten wir Narren sein, um das Angebot anzunehmen. Können Sie dieses Bedenken entkräften?«


Indem er diese Worte sagte und diese Frage stellte, riss Joya No einen gewissen Teil der Gesprächsführung an sich, obwohl er das nicht vorgehabt hatte. Die beiden Commanders hatten keinen klaren Anführer bestimmt, doch es lag nahe, dass Jhassa als Befehlshaber des gastgebenden Schiffes den Ton angab. Der Kaminoaner hatte vorgehabt, ihm dieses Privileg zu lassen. Doch nun, da es ernst wurde, kam seine Natur durch: Sein Geltungsdrang und seine Unfähigkeit, sich auf andere zu verlassen. Wenn etwas richtig gemacht werden sollte, tat er es am besten selbst - jahrelang hatte er nach dieser Devise gelebt, die auf der Ax aktueller geworden war denn je. Es war schwer, eine solche Gewohnheit nun abzulegen und bereitwillig in den Hintergrund zu treten.

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[: Hyperraum | nach Bastion (noch über Bilbringi, Ord Mantell und Borosk) :||: „Qek-Zwo-Drei“ | größerer Aufenthaltsraum :||: Captain Aiden Thiuro, diverse andere Passagiere:]

Obwohl Coruscant als das strahlende Herz der gesamten Galaxie bekannt war, war der berühmteste Stadtplanet dem militärischen Passagierschiff „Qek-Zwo-Drei“ bloß einen zehnminütigen Stopp am fernen Systemrand wert gewesen. Danach war der alte Liner, der etwa fünfhundert Reisende – vom einfachen Soldaten bis zum hochdekorierten Offizier – an Bord beherbergte wieder unverzüglich in den Hyperraum gesprungen, um das nächste Ziel zu erreichen: Bilbringi. Erst dort sollte das Schiff, das auf dem Weg nach Bastion war, einen längeren Aufenthalt zur schnellen Versorgung mit neuem Proviant sowie zur Betankung vornehmen. Knapp, äußerst knapp war der Zeitplan, weshalb sich die Mannschaft, zum Leidwesen mancher Passagiere, beeilen musste.

Um ein bisschen in „alten“ Erinnerungen zu schwelgen, hatte sich Aiden trotz der kurzen Zeit – und der unvorteilhaften Position des Liners – zu einem Aussichtspunkt begeben. Während er einen Blick auf die urbane Welt warf, die aus dieser gigantischen Entfernung klitzeklein erschien, musste er jäh an den Moment denken als er das erste Mal in diesem System war. Damals – kurz nachdem man die Staffel auf Bastion offiziell ins Leben gerufen hatte – hatte sie der Eskortträger „Guardian“ hierher gebracht, damit sie schnellstmöglich zur „Intimidator“ übersetzten konnten. Der Supersternzerstörer befand sich zu jener Zeit gemeinsam mit seiner Flotte im Coruscant-System, weil man sich auf die letzte große Schlacht der Militäroffensive „Pro Patria“ vorbereitete. Ebenso wie heute war damals Bilbringi das nächste Ziel gewesen.

Ein Schmunzeln, das kaum auffiel, umspielte die Lippen des Bastioners als er für ein paar Minuten an diese Zeit dachte. Bloß ein paar Tage war damals die Staffel alt gewesen, die heute im gesamten Imperium – und weit darüber hinaus – bekannt war. Zu jener Zeit hatte Aiden gerade erst seine erste Führungsposition als Rottenführer der jungfräulichen Einheit übernommen. Nicht einmal im Traum hätte er damals daran gedacht, dass er einige Jahre später selbst der Staffelführer sein würde. Kurz, ganz kurz kam dem schwarzhaarigen Pilot folgende Phrase in den Sinn:
'Hach, wie schnell die Zeit doch vergeht.' Eine Menge hatte sich seit diesen Tagen geändert. Dennoch seufzte der Captain bloß in seinen Gedanken. Hier, an Bord der „Qek-Zwo-Drei“, wollte er sich keine Blöße geben. Statt auf sein Zimmer zurückzukehren, entschloss er sich, nachdem er auf ein Chrono geschaut hatte, dass es Zeit für eine abendliche Mahlzeit war. Deshalb machte er sich auf den Weg zum Speisesaal.

Stetes Murmeln der Anwesenden erfüllte den weitläufigen Saal als der neue „Alphawolf“ eintrat. Je nach Rang und Zugehörigkeit saßen die Militärangehörigen an separaten Tischen. Entsprechend der Tugenden der imperialen Streitkräfte blieben die Mannschaftler, die Unteroffiziere und die Offiziere unter sich. Man gesellte sich nicht zu den anderen – das gehörte bei den Militärs einfach zum guten Ton. Zwischen all den Tischen rollten zur gleichen Zeit zwei, drei Kellnerdroiden flink hin und her, nahmen Bestellungen entgegen und servierten anschließend die georderten Gerichte. Des Weiteren hatte man in dem großen Speisesaal, insbesondere nahe der barähnlichen Essensausgabe, hatte man mehrere Bildschirme für HoloNet-Aufzeichnungen angebracht. Da hauptsächlich die Offizierstische in unmittelbarer Nähe waren, kamen zum Großteil nur diese in den bequemen Genuss zu essen und gleichzeitig das seichte Programm zu sehen.

Mit freundlicher Stimme kündigte die künstliche Intelligenz, die auf allen Monitoren die Passagiere jede Stunde über die Veranstaltungsmöglichkeiten der „Qek-Zwo-Drei“ informierte, gerade in dem Moment die Vorführung des neuen Holo-Dramas „Nereus Kratas – eine unsterbliche Legende“ an als sich Aiden an einen Tisch setzte, der eine gute Sicht auf einen Bildschirm ermöglichte. Nach einer Blende, die kaum eine Sekunde dauerte, folgten boulevardeske Nachrichten. Selbst hier, im Hyperraum, schien er vor den schadhaften Liebesgerüchten, die irgendwer in die Galaxie gesetzt, sicher zu sein. Denn just in diesem Moment berichtete man mal wieder – beinah fröhlich – über die angebliche Affäre, die er mit Sayuri Tanaka, einem naiven Schoßhündchen der KOMENOR, haben soll. Unfreiwillig rollte der schwarzhaarige Bastioner mit den Augen. Warum musste er bloß so sehr in den medialen Fokus geraten? Hätte er nicht lieber doch in einer einfachen Staffel seinen Dienst tun sollen? Das Seufzen, das aus seinem Mund wollte, hielt er zurück. Stattdessen gab er einem Kellnerdroiden ein Zeichen. Hoffentlich erreichten sie bald Bastion.


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Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | Reliant | Konferenzraum | Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

Jhassa verfolgte aufmerksam das Gespräch zwischen den beiden Parteien. Ihm viel auf, dass es dem Botschafter des Imperiums wohl etwas unangenehm aufstieß, hier von einem bewaffneten republikanischen Soldaten empfangen zu werden. Unter anderem auch das Commander No die Gesprächsleitung übernommen hatte. Jhassa störte das nur wenig. Obwohl er der kommandierende Offizier der Reliant und somit dem Kaminoaner vorgesetzt war, hegte er nicht unbedingt den Drang sich hier hervorzuheben. Schließlich waren sie beide vom Rang her gleichgestellt. Um den Imperialen kein Zeichen von Schwäche oder Uneinigkeit zu geben, machte er auch keinen Aufstand darum. Was die Verhandlungen anbelangten, sah er sich genau so gleichgestellt wie Commander No. Schließlich hatten sie beide keine Vollmachten erhalten.
Er nahm sich aber die Freiheit zu seiner Handlungsweise Stellung zu nehmen.

„Wie wir ja alle wissen, dauert dieser Krieg schon eine ganze Zeit. Viele Lebewesen, egal ob imperialer oder republikanischer Herkunft haben in diesem Konflikt ihre Heimat, Familie und Freunde verloren und führen aus diesem Grund ihren eigenen Krieg gegen die gegnerische Partei. Dies ist so auf republikanischer als auch auf imperialer Seite so, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Daher sind hier an Bord diese Sicherheitsmaßnahmen notwendig.“
Jhassa nahm eine kurze Gesprächspause und musterte die imperiale Delegation bevor er weiter Sprach.

„Da Sie, stellvertretend für den Imperator, uns dieses Friedensangebot darlegen, wäre das Risiko zu groß, dass irgend ein Besatzungsmitglied diese Zusammenkunft als privaten Rachefeldzug missbraucht. Dieses würde selbstverständlich auch für eine Zusammenkunft auf einem imperialen Schiff. Ich kann sie beruhigen. Die Soldatengruppe ist handverlesen, zuverlässig und in der Wichtigkeit Ihres Auftrages unterwiesen. Diese Soldaten sind angewiesen, Sie zu behandeln und für Ihren Schutz zu sorgen wie für jeden anderen republikanischen Botschafter.“​

Dass er seiner Besatzung bereits angedroht hatte, dass jegliche Aggression gegen die imperiale Delegation aufs Härteste und unter Umständen auch am Kriegsgericht vorbei, sofort bestraft wurde, wollte er nicht unbedingt auf die Waagschale legen, da er von aus ging, dass die Imperialen ihnen ihren Schutz gegebenenfalls nicht dermaßen gewährt hätten.
Er sah es von der Seite. Wenn diese Verhandlungen ohne Zwischenfälle abliefen und in diesem Konflikt einen Frieden herbei rufen würden, wäre es für Ihn sicherlich ein gehöriger Schritt auf der Karriereleiter nach oben. Dies würde allerdings nicht passieren, wenn eines der Besatzungsmitglieder seinen privaten Rachefeldzug verüben und ein Blutbad anrichtete. Und genau dies gab es im Rahmen dieser Verhandlungen unter allen Umständen zu unterbinden.

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[OP: Sorry für die Kürze, habe gerade ein wenig Probleme privat... Ihr könnt selbstverständlich auch weiterposten und die Handlung voran treiben]
 
[ Weltraum (Imperium) - zwischen Corellia und Rendili - Verhandlungsort im leeren Raum - LTK Reliant - Besprechungsraum] Sharin, Joya No, Jhassa, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana (NPC)

Hartnäckig. So konnte man die republikanische Seite am besten beschreiben. Da hatte Sharin einmal so schöne Worte hervorgebracht, die doch einigermaßen die Illusion herbeibeschwören konnten, dass die imperiale Seite, auch die Verhandlungsteilnehmer, Frieden wollten, doch der Kaminoaner störte sich nicht daran. Offenbar konnte dieser sogar seinen Verstand einschalten und erkennen, dass es für die imperiale Flotte trotz aller Propaganda und allen Lügen, die durch das Holonet schwirrten, nicht gerade rosig aussah. Den gesamten Sachverhalt konnte der Chiss aufgrund seiner geringen Position zwar nicht erkennen, doch war auch diesem allmählich klar geworden, wie verzweifelt die Lage im Oberkommando sein musste, dass man auf diese Weise nach Frieden bettelte. Er schob das auf die schlechte strategische Planung während des Vorstoßes der Republik am Corellian Run. Hätte man mit einer Gegenoffensive, die wirklich alle verfügbaren Kräfte vereint und nicht auf Planeten wie Denon und Corellia verteilt hätte, geantwortet, wäre es nie zu solchen Katastrophen gekommen, die die eigene Moral so zerbrösselt hatte, wie den Supersternzerstörer über Denon. Tragisch. Nun mussten es die kleinen Captains durch Gespräche mit dem Feind wieder gerade biegen.

Der hochgewachsene Langhals sprach davon, dass das Imperium vielleicht eine List aufgestellt hatte, um einen Frieden, unter dem es sich erholen konnte, herbeizuführen. Kluges Kerlchen. Wieder einmal waren genauere Informationen dem schwarzhaarigen Humanoiden verwehrt, doch hatte er wenigstens aus den wenigen Sätzen, die der Sith, der ruhig und still neben ihm saß, mit ihm gewechselt hatte, erkennen können, dass ein möglicher Frieden durchaus vorteilshafter für das Imperium sein würde. Doch wenn man den beiden Commandern und dem Abgesandten der Republik, der bisher sehr schweigsam gewesen war, Coruscant vorsetzte, würden sie sicher zuschlagen, nur um ein solches Prestigeobjekt einzuheimsen.

Commander No hatte ihn aber jetzt vor eine etwas schwierige Aufgabe gestellt. Eigentlich konnte man nicht absolut glaubhaft eine Meinung vertreten, die man selber nicht vertrat, doch ein kurzer Blick zu seinen beiden Verbündeten verdeutlichte dem blauhäutigen Captain, dass er wieder an der Reihe war zu antworten.

„Nun, Commander, eine absolute Sicherheit können wir Ihnen natürlich nicht geben. Es ist bedauerlich, dass Sie einem Ehrenwort Ihres Kollegen so wenig Bedeutung beimessen, wenn ich Ihnen zum wiederholten Male sage, dass auch wir genug von dem ewigen Kämpfen und Sterben haben.“

Er warf dem Kaminoaner einen durchdringenden Blick zu. Wieder hatte Sharin das Gefühl, als wäre irgendetwas an seinem Gegenüber nicht so, wie es sein sollte und dieses Mal erhellte ein Gedankenblitz die Gegend seines Gehirns, in der vorher Dunkelheit geherrscht hatte. Wesen wie dieser Langhals besaßen normalerweise dunkle, ja eigentlich schwarze Augen. Wieso war dieses Exemplar mit eisblauen gesegnet? Eben diese passten nicht so recht in das Gesicht des Republikaners.

„Wir können an dieser Stelle nicht über endgültige Gebietsabtretungen reden, doch ist es uns durchaus gestattet, einige Versprechungen zu machen. Der Corellian Run soll bei einem Friedensschluss bis Coruscant Ihnen gehören, wobei die Herrin des Cores noch zum Imperium gehören würde. Das ist das Angebot, was wir Ihnen machen können.“

Nun war kam es auf Fingerspitzengefühl an. Er hatte der republikanischen Seite etwas versprochen, was durchaus als Gewinn zu werten war, jedoch gleichzeitig Coruscant vor ihren gierigen Klauen – wobei die Krallenhände des Selkaths nicht wirklich gierig aussahen – bewahrt. Nun würden sie diesen Planeten, den er doch damit hervorgehoben hatte, sicher haben wollen. Irgendwie fühlte Sharin sich eher auf einem Basar des Outer Rims, nicht bei einem Gespräch über die Zukunft der Galaxis.

Nun mischte sich wieder der Selkath ins Gespräch ein. Er nahm die Antwort des Chiss auf und versuchte damit zu rechtfertigen, warum die Wachen vor der Tür so stark bewaffnet waren. Lächerlich, es war doch zu auffällig, dass man die imperiale Delegation hiermit nur einzuschüchtern suchte. Das konnte man Commander Jhassa ja natürlich nicht sagen. So antwortete Sharin etwas diplomatischer.

„Ich danke Ihnen, dass Sie sich um unsere Sicherheit sorgen und kann Ihren Überlegungen durchaus folgen. Unsere Soldaten könnten sicher ebenfalls denken, dass sie sich für begangenes Unrecht durchaus rächen könnten. Aber solange wir von loyalen und disziplinierten Männern bewacht werden, denke ich nicht, dass Ihre uns irgendein Leid zufügen werden.“

Er versuchte es mit einem kleinen Lächeln. Die Gesichtsmuskeln strengten sich etwas an, um die Haut nach oben zu ziehen und ein halbwegs akzeptables Lächeln zustande zu bringen. Wahrlich, er sollte wirklich einmal öfter Gesichtsmuskeltraining betreiben!

[ Weltraum (Imperium) - zwischen Corellia und Rendili - Verhandlungsort im leeren Raum - LTK Reliant - Besprechungsraum] Sharin, Joya No, Jhassa, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana (NPC)


OP: Sorry, da hatte sich der arrogante Chiss eine kleine Auszeit gegönnt..
 
[: Rendili-System :||: VSD II „Pandora“ | Deck Drei | Brücke :||: Captain Toji Murata mit der Brückenbesatzung sowie drei Kadetten :]

Endlich bewegte sich die „Pandora“ wieder. Nachdem der rauchgraue Sternzerstörer der Victory-II-Klasse aufgrund der erlittenen Schäden bei Corellia gut einen ganzen Standardmonat in einem von Rendilis zahlreichen Reparaturdocks hatte verbringen müssen, hatte man nun die Reparaturarbeiten beenden und eine gültige Freigabe zum Auslaufen geben können. Nun durchpflügte das altgediente Kriegsschiff mit seinen beiden großen Haupt- sowie zwei kleineren Nebentriebwerken im scheinbar behäbigen Tempo das schwarze Nichts, derweil sich einzelne Geschütztürme immer wieder neu auf irgendwelche imaginären Feinde ausrichteten. Obwohl bloß eine Handvoll Lichter bei dem betagten Riesen zu erkennen waren, konnte ein unbeteiligter Zuschauer durch diese Kleinigkeiten erkennen, dass Leben auf dem keilförmigen Kahn pulsierte. Die „Pandora“ war – äußerlich – wieder bereit für das Galaktische Imperium seinen Dienst zu tun.

Mit zufriedener Miene musterte der Kommandant, Captain Toji Murata, währenddessen die Abläufe auf der Brücke. Routiniert, sicher und zügig arbeiteten dieses Mal nicht nur die einzelnen Stationen, sondern sein Erster Offizier, Commander Serenety Akaji, ebenso. Indem sie den Quartiermeister der „Pandora“ eiskalt zurechtgewiesen hatte, hatte sie sich in Windeseile den nötigen Respekt der Crew, deren Mehrheit männlich war, verdient. Niemand widersprach ihren Befehlen. Eifrig folgte man den gegebenen Anweisungen als kämen sie von dem Commenorer selbst. Sein aufmerksamer Blick glitt zu den Brückenoffizieren. Nebenbei verschränkte er schweigend die Arme vor der Brust. Offenbar hatten die Erlebnisse der verlorenen Schlacht sowie die Reparaturarbeiten die gesamte Besatzung so zusammengeschweißt wie es sich Toji schon seit der Übernahme des Kommandos gewünscht hatte.

Selbst mit dem Einhalten der angesetzten Planung konnte der Imperiale zufrieden sein. Denn genau zwei Stunden, wie kalkuliert, brauchte man, um die Bodentruppen, die Sternjägerbesatzung und den letzten Rest an Gebrauchsgütern an Bord zu holen. Erst danach konnte – und sollte – die alte Dame zum Rendezvous-Punkt aufbrechen, wo neben einem kaum bewaffneten Konvoi aus knapp fünfzig klitzekleinen Frachtern noch die anderen drei, ihr bekannten Begleitschiffe der „Pandora“ warteten, um zügig gen Ruan, einem unscheinbaren Planeten zwischen Coruscant und dem verschlossenen Deep Core, aufzubrechen. Dort sollte mehrere Einheiten der Neunten Gefechtsflotte mit genügend Ersatzteilen der aktuellen StarDrive-Produktion versorgt werden. Letztendlich bloß ein Kurierdienst für die „Pandora“, aber da Toji die Langeweile der Sektorverteidigung fürchtete, war ihm das trotz allem weitaus lieber. Der imperiale Captain sah sich noch nicht bereit für einen routiniert eintönigen Dienst irgendwo am Rand der Zivilisation.

Mit näselnder Stimme informierte Monchar auf einmal Serenety:
„Commander, wir erhalten soeben die Bestätigung das sämtliche Begleitschiffe sowie der Konvoi eingetroffen und bereit sind in den Hyperraum zu springen.“

Parallel zur Meldung des Neimoidianers formierten sich schon Begleitschiffe und Frachter, gemäß den zuletzt getroffenen Absprachen, um den keilförmigen Schlachtkreuzer. Da wie immer Zeitdruck herrschte, wollte niemand wertvolle Minuten unnütz vergeuden. Zudem kannten alle Beteiligten das herkömmliche Prozedere. Die „Lancea“ und die „Venatrix“ hatten schon einmal gemeinsam mit der „Pandora“ einen Konvoi sicher von Esseles nach Corellia gebracht. Bei der „Achilles“, einem recht klobigen Kreuzer der Carrack-Klasse, ging Toji stillschweigend ebenfalls davon aus, dass die Crew – insbesondere die Schiffsführung – solch einen Konvoidienst nicht zum ersten Mal machte. Darum beobachtete er weiterhin bloß Serenety und die drei unerfahrenen Kadetten. Doch sie schlugen sich – genau wie die schwarzhaarige Commander – weiterhin äußerst wacker. Auf die Minute genau gab die Bastionerin selbstsicher den Befehl zum geplanten Springen in den Hyperraum.

Die „Achilles“, die allein an der Spitze des übersichtlichen Konvois flog, beschleunigte zu erst. Ihr folgten zwei Reihen à zehn Frachter, metaphorisch gesprochen, auf den Fuß, bevor die dritte Reihe, die auf der einen Seite von der „Lancea“, auf der anderen Seite von der „Venatrix“ flankiert wurde, ebenfalls sprang. Nachdem die letzten beiden Reihen der fünfzig Frachter auf gleichem Wege in den Hyperraum übergetreten waren, sprang auch die „Pandora“. Durch die zahlreichen Gefechte, die zur Zeit entlang des Corellian Run erbittert geführt wurden, hatten sowohl Navigationsoffiziere als auch die Kommandanten der vier Kriegsschiff notgedrungen einen Umweg über den Hydian Way planen müssen. Jedoch lag das Rendili-System nicht an dieser großen Handelsroute, weshalb man nun erst mit mehreren kurzen Sprüngen dahin bringen musste.

Nachdem das Schiff ohne irgendwelche Zwischenfälle den realen Raum verlassen hatte, verließ ein Teil der anwesenden Brückenbesatzung auf einmal murmelnd ihre Posten. Denn beim Durchfliegen des Hyperraums war in der Regel das ständige Besetzen aller Stationen nicht notwendig. Niemand brauchte alle Crewmen und Offiziere bei der Kommunikation, Flugleitstelle und Feuerleitstelle. Sie kamen nur bei zwei Szenarien wieder zum Zug. Möglichkeit Eins: Die planmäßige Rückkehr in den realen Raum. Oder Möglichkeit Zwei: Eine nicht geplante Situation tritt ein. Flüchtig nickte Toji all den Mannschaftsmitgliedern, die an ihm vorbei in Richtung Turbolifts gingen, zu. Durch das leichte Tippen an die Schirmmütze erwiderten sie kurz seinen Gruß. Im Militärwesen gehörte diese Form der Respektsbezeugung gegenüber dem Vorgesetzten – insbesondere dem Kommandanten – schlicht und ergreifend dazu. Niemand entzog sich dieser Tradition.


„Ensign, blassen Sie Mr Cornag bitte die Berechnungen für die nächsten Sprünge anstellen“, befahl der Captain mit ruhiger Stimme Nial Grumby, nachdem er zu dem Steuermann gegangen war. „Der Cadet braucht etwas Übung in solchen Dingen. … Eventuell können Sie ihm sogar anschließend ein paar nützliche Kniffe zeigen.“

[: Rendili-System | in Richtung Hydian Way :||: VSD II „Pandora“ | Deck Drei | Brücke :||: Captain Toji Murata mit der Mindestbrückenbesatzung sowie drei Kadetten :]
 
Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

Arthur hörte dem Gespräch zwischen den Kommandanten ruhig zu. Er hatte inzwischen genug Daten erhalten um die Imperialen grob einschätzen zu können, auch wen manches noch Schleierhaft war. Das dem Imperium das ständige Kämpfen und Sterben zu viel wurde, glaubte er nicht wirklich.
Vorsichtig lächelnd beobachtete der Geheimdienstler die Unterhaltung. Der Imperiale versuchte sie von der Wahrheit der Verhandlungsbitten zu überzeugen. Etwas das den Chiss unglaubwürdig erschienen lies.
Die Gespräche drifteten in verschiedene Richtungen ab, wobei hauptsächlich der Chiss und die anderen Kommandanten sprachen.
Arthur lehnte sich leicht nach vorn.
Es war wichtig das was er sagte vorsichtig zu formulieren.
„Ich danke ihnen zu erst vom Senat aus für den Verhandlungsvorschlag.“
Dies entsprach nur teilweise der Wahrheit doch das war nun auch egal.
„Allerdings muss ich mich Commander No anschließen, das der Zeitpunkt so gewählt wurde, genau als das Imperium größere Verluste hinnehmen musste. Ich weiß nicht ob der Zeitpunkt für die Ernsthaftigkeit des Angebots spricht, aber das ist nun eben das Wichtigste.
Commander sie sprachen von Versprechungen die sie machen dürfen. Ich muss sagen das mich das nicht verwundert... Aber egal.“
Er räusperte sich um die eigentlich Inhaltslose Rede ab zu schütteln und zu Klarheit zu kommen.
„Sie versprechen uns den Correlian Run. Nach der derzeitigen Lage unsere Vorstoßlage. Wer weiß was ohne den Frieden geschehen würde?“
Es war ihm lieber den Run so zu bekommen als noch weitere Leben zu verlieren. Aber er wollte die Imperialen verunsichern.
„Für was wäre das Imperium bereit?“
Er zuckte kurz zusammen als eine Welle der Gier ihn erfüllte. Der Hunger. Er versteckte es und rieb sich seine Schläfen. Er durfte keine Schwäche zeigen vor dem Imperium. Gleichzeitg durfte es nicht noch weiter ausbrechen.
Er zog sein Pad und rief T6.
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[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

Der imperiale Captain konnte Joya Nos Bedenken natürlich nicht endgültig zerstreuen. Das wäre wohl auch unmöglich gewesen. Doch berief sich Avalosh'ari'nuruodo auf sein Ehrenwort. Verlangte dieser Fastmensch in der Uniform der imperialen Flotte tatsächlich, dass man ihm vertraute? Dass man grundsätzlich von seiner Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit ausging und sein nacktes Wort als bewiesene Tatsache akzeptierte? Sie sollten Kollegen sein... Der Kaminoaner fand diese Vorstellung empörend. Er musste all seine Disziplin bemühen und sich auf das eigentlich ruhige Wesen seines Volkes besinnen, um bei dieser Bemerkung des Chiss nicht aus der Haut zu fahren.

»Als ich mich das letzte Mal vom Wohlwollen eines imperialen Captains abhängig war,« erwiderte er und trotz seiner Bemühungen um einen neutralen Tonfall vibrierte Bitterkeit in seiner Stimme, »ließ sein Verhalten keine Rückschlüsse auf Ehre zu. Also ersparen Sie uns bitte das Gerede von Kollegialität. Wir sitzen nicht als Waffenbrüder hier, sondern als Abgesandte zweier tödlich verfeindeter Kriegsparteien. Das Vertrauen der Republik wird sich Ihr Imperium verdienen müssen.«

Er räusperte sich und zwang sich, weitere Bemerkungen, die in diese Richtung gingen, herunterzuschlucken. Er ärgerte sich darüber, dass er zugelassen hatte, dass seine persönlichen Erfahrungen und Gefühle. sein Verhalten beeinflussten. Er fand dies unprofessionell und natürlich war es auch nicht im Sinne des Auftrages. Zudem ging sein Martyrium auf der Aquila und auf Corellia keinen der Anwesenden etwas an. An der Kernaussage jedoch war nichts auszusetzen: Es wäre der blanke Wahnsinn, einfach an das Gute im Menschen zu glauben und dem bedrängten Feind nur auf Vertrauensbasis eine Kampfpause zu schenken.

Doch die Abgesandten des Imperiums hatten etwas Konkretes anzubieten. Joya Nos Augen weiteten sich, als er hörte, welches große Zugeständnis die Imperialen machen wollten. Die Welten am Corellian Run bis vor die Tore Coruscants sollten der Neuen Republik gehören - kampflos! Wenn eine solche Vereinbarung zustande kam, bremste dies die republikanische Offensive nicht aus, sondern beschleunigte sie. Kam es dann doch wieder zu Kampfhandlungen, konnte die Entscheidungsschlacht bei der ehemaligen Regierungswelt, die das Oberkommando unübersehbar anstrebte, sogar zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden als gedacht. Dieses Angebot war tatsächlich deutlich mehr, als er erwartet hatte, und ein echtes Zeichen für den guten Willen des Imperiums.

Arthur Lynch, der sich bei diesem Treffen ironischerweise Shame nannte, schien aber anderer Ansicht zu sein. Er wollte wohl noch mehr herausschlagen. Bis zu einem gewissen Punkt konnte der Kaminoaner das nachvollziehen: Es wäre wohl jedem aufrechten Republikaner das Liebste, wenn das Imperium sich einfach auflösen würde. Aber sie waren nicht zum Feilschen hier. Sofern Lynch nicht völlig andere Befehle bekommen hatte als Jhassa und er, drohte er gerade an den Rand seiner Kompetenzen zu stoßen. Denn es war nicht ihre Aufgabe, ein größtmögliches Zugeständnis des Imperiums einzuholen, sondern die Glaubwürdigkeit von deren Anliegen zu prüfen und dann gegebenenfalls auszuhandeln, in welcher Weise ein Treffen bevollmächtigter Vertreter beider Mächte durchgeführt werden konnte. Jetzt schon zu viel zu fordern, konnte die imperiale Gesandtschaft vor den Kopf stoßen und den gesamten Friedensprozess gefährden. Mit seiner unerwartet ehrlichen Erklärung über die Gründe ihrer immensen Sicherheitsvorkehrungen hatte Jhassa ihn daran erinnert, dass die größte Gefahr eines Misserfolges von ihnen selbst und ihrer Rachsucht herrühren könnte. Das half ihm dabei, seine eigenen Ressentiments noch einmal zum Schweigen zu bringen.

Aus diesem Grund hatte er seine Mimik und die Färbung seiner Stimme wieder besser unter Kontrolle, als er rasch einfiel um Lynchs Vorstoß auszubremsen, bevor die Gesandten des Imperators darauf antworten konnten.


»Ihr Angebot erscheint mir sehr großzügig, meine Herren. Wir werden es unseren Vorgesetzten unterbreiten. Sollten die imperialen Streitkräfte tatsächlich bereit sein, bis nach Coruscant zurückzuweichen, wäre dies sicherlich eine gute Basis für Verhandlungen um einen dauerhaften Frieden. Stellen Sie denn ebenfalls Bedingungen an die Neue Republik, die vor Eröffnung der Verhandlungen umgesetzt sein müssten?«

No hatte es natürlich nicht zu entscheiden, aber er ging davon aus, dass die Regierung zugreifen würde. Nach ihren bisherigen Gesprächen konnten sie der Gesandtschaft zwar kein besonders einnehmendes, sympathisches Wesen bescheinigen, doch die Bereitschaft des Commanders, an ein ehrliches Angebot zu glauben, stieg allmählich.

[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana
 
[ Weltraum (Imperium) - zwischen Corellia und Rendili - Verhandlungsort im leeren Raum - LTK Reliant - Besprechungsraum] Sharin, Joya No, Jhassa, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana (NPC)

Die letzten Worte des imperialen Captains schienen wohl irgendeinen Nerv im Inneren des Kaminoaners getroffen zu haben. Zumindest brachte er mit kaum verhüllter Bitterkeit in der Stimme vor, dass ein imperialer Offizier ihn wohl nicht sehr ehrenhaft behandelt habe. Über die genaueren Hintergründe ließ er sich nicht aus und so blieb dem schwarzhaarigen Imperialen nichts anderes übrig, als kurz zu spekulieren: Hatte der imperiale Captain sein Wort gebrochen, hatte er das Feuer trotz eines kurzzeitigen Waffenstillstands eröffnet oder war Commander No einfach gefangen genommen worden? Der blauhäutige Humanoid wusste, dass in den Dienstanweisungen stand, dass man einen gefangenen Flottenoffizier nach eigenem Gutdünken festnehmen und behandeln konnte, solange dieser keine langfristigen physischen und psychischen Schäden davontrug. Zumindest die physischen Schäden waren bei dem Langhals nicht feststellbar. Also konnte dies doch nicht so schlimm gewesen sein, wie seine Stimme verriet. Seine Spezies war wohl einfach nicht auf kleinere Strapazen eingestellt.

„Nun, das ist äußerst bedauerlich. Vielleicht kann ich den von Ihnen beschriebenen Fall aufnehmen und an obere Dienststellen weiterleiten? Ein Militärgericht wird sich dann mit dem Fall befassen.“

Natürlich war das etwas utopisch und wieder einmal eine leere Floskel. Doch damit konnte er vielleicht wieder zeigen, dass das Imperium nicht der diabolische, diktatorische Staat war, der es im Angesicht der Republik war. Bevor er allerdings wirklich zu Atem gekommen war, fing auf einmal der Abgesandte des Senats an, einen kleinen Wortschwall auf die imperiale Delegation loszulassen. Er sprach ebenso wie der blauäugige Commander davon, dass das Angebot zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt den Verdacht entkräften würde, dass das Imperium den Frieden nicht ernst suchen würde. Dabei nannte er Sharin einen Commander, ein kleiner, aber auffälliger Faux-Pas. Offenbar handelte es sich bei diesem Delegierten um einen besonders glühenden Verfechter der Republik, da er mit kaum verhüllenden Worten noch weitere Gebietsabtretungen forderte. Damit hatte, der Chiss wirklich nicht gerechnet. Diese Verhandlung wurde immer schwieriger für ihn. Wenn nun auch noch Coruscant gefordert wurde, musste er sein letztes Zugeständnis machen, was fast einer Kapitulation gleichkam. Ein schlechtes Gefühl machte sich in seinem Magen breit.

„Ich...“

Zum wiederholten Male an diesem Tage wurde er unterbrochen, dieses Mal von Commander No. Ganz augenscheinlich wollte dieser die Forderungen nicht überstrapazieren, weshalb er etwas zurückruderte und nur von einem Gebietsabtritt am Corellian Run sprach. Sehr gut, innerlich atmete Sharin auf. So musste er seine letzte Trumpfkarte nicht ausspielen. Und da der Kaminoaner nun von Forderungen aufseiten des Imperiums sprach, konnte der Captain in die Offensive gehen.

„Danke, Commander. Ich darf an dieser Stelle kurz daran erinnern, dass Sie mit einem Captain der imperialen Flotte verhandeln, nicht mit einem Commander, Mister Lynch.“

Er warf ein kurzes Lächeln auf den Senatsabgesandten, der irgendetwas auf seinem Datapad am Tippen war. Höflich bleiben, immer höflich.

„Zum anderen hat das Galaktische Imperium auch einige Bedingungen. Zum einen wollen wir an dieser Stelle einen Waffenstillstand aushandeln. Das heißt, dass die Neue Republik auf jede aggressive Handlung verzichten sollte. Angriffe auf die Flotte des Imperators würden Ihre Glaubwürdigkeit unterminieren, meine Herren. Den Corellian Run dürfen Sie wie gesagt, besetzen, allerdings werden militärische und zivile Bedienstete des Imperiums nicht behelligt und dürfen sich hinter die vereinbarten Grenzen zurückziehen. Zum anderen ist offener Handels- und Transitverkehr zu den Welten am Corellian Run, die Ihrer Kontrolle übergeben werden, zu gewährleisten. Das sind keine allzu starken Forderungen und ich hoffe, dass Sie diese erfüllen können.“

Seine Stimme war im Laufe der Verhandlungen weicher geworden und hatte etwas von der Schärfe vom Anfang verloren. Zudem hatte er sich auch mildere Gesichtszüge gegeben. Insgesamt saß er nicht mehr so stramm und steif da. Vielleicht konnte es die drei Republikaner etwas beruhigen und auch gefügiger für sein Ansinnen machen.

[ Weltraum (Imperium) - zwischen Corellia und Rendili - Verhandlungsort im leeren Raum - LTK Reliant - Besprechungsraum] Sharin, Joya No, Jhassa, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana (NPC)

 
[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

Captain No, der von Beginn an Vorsicht hatte walten lassen, machte sein Misstrauen nur weiter deutlich, als er die militärischen Fortschritte der Republik nannte, die diese eindeutig im Glanze der Überlegenheit darstellten. Sein Misstrauen ehrte ihn, denn vielleicht war es tatsächlich sein aufrichtiges Interesse an den Bürgern der NR, die ihn zu seinem Misstrauen und seinen Fragen verleitete. Wie recht der Nichtmensch mit seinen Bedenken hatte und wie sehr Keebo das Imperium dafür verachtete, tiefer und tiefer in einen Pulk aus Lügen greifen zu müssen. Sharins Worte, die der Überzeugung dienen sollten, dass das Imperium aufrichtige Friedensangebote hegte, die nichts mit einem Hinterhalt zu tun hatten bekräftigte Darth Keebo mit ernst nickender Mine, auch wenn er am liebsten laut gelacht hätte. Die ganzen Zugeständnisse hätten auf ihn nur mehr wie eine Falle gewirkt. Lynch schien ähnliches zu vermuten, als er seine Bedenken äußerte und sich Captain No anschloss, sich gleichzeitig aber zu weit aus dem Fenster lehnte, als er weitere Forderungen stellte, um sich schließlich doch noch zurück zu nehmen. Die Welten vom Corellian Run und die Route Coruscants waren vielleicht dennoch das perfekte Lokmittel. Keebo hätte es nicht gewundert, hätte man ihn und seine Begleiter nun noch misstrauischer beäugt. Captain No aber schien mit einem mal weit weniger misstrauisch. Das Kampflose Überlassen dieser Gebiete schien ihn nun doch zu reizen und hoffentlich von der Ehrbarkeit der Imperialen überzeugen.

„Nun, Captain No, was bedarf es noch, um Ihre Bedenken zu entkräften? Selbst wenn die derzeitige militärische Lage durchaus für die Republik spricht und Bedenken Ihrerseits in jedem Fall klug sind, zeigt unser Angebot hoffentlich deutlich, dass wir für Zugeständnisse bereit sind und uns nicht an einer List gelegen ist.“ Welch haarsträubende Lüge, die er so einfach über die Lippen brachte, obgleich sie ihn innerlich so quälte. „Die oberste und wichtigste Bedingung des Imperiums ist der Waffenstillstand. Captain Avalosh'ari'nuruodo hat alle weiteren Bedingungen genannt.“

Jeder Beteiligte wurde schließlich mit einem Blick bedacht, als Keebo sich leicht in seinem Stuhl vorlehnte und die Hände im Schoß zusammenfaltete.

„Dieser Krieg hat schon zu lange gedauert und es wird höchste Zeit, dass er beendet wird“, gab Keebo schließlich im Brustton der Überzeugung von sich und konnte diese Worte sogar mit Wahrheit aussprechen. Ihm lag etwas an Frieden, auch wenn er schon lange den Glauben daran verloren hatte. „Unser erster Schritt in Richtung Vertrauen war der, dass unbewaffnet zu erscheinen und uns auf Ihr Schiff begeben zu haben. Auch wir hätten mit einem Hinterhalt rechnen können und dennoch sitzen wir nun zusammen. Dies ist ein Zeichen unserer Aufrichtigkeit und wird hoffentlich als solcher erkannt. Die Republik und das Imperium waren bisher Todfeinde, doch heute wollen wir uns nicht als solche gegenüber sitzen. Ein dauerhafter Frieden ist möglich und die imperialen Streitkräfte sind bereit, bis nach Coruscant zurückzuweichen“, bekräftigte der Sith noch einmal die Worte, die No selbst ausgesprochen hatte.

[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

OCC: hoffe mal, der passt so halbwegs, bin durch meine Abwesenheit ein bisschen raus
 
[cf Bastion: Hyperraum Richtung Dromund Kaas - Alaines Feuer - Cockpit - Alaine Aren, Clove, Sin und Peruh(NPC)]

Mit unverhohlener Wut im Bauch starrte Sin Clove an, welche nur ein wenig mehr als einen Meter von ihm entfernt im Cockpit saß . Beide waren sie hinter Alaine und auch Peruh, welcher sich anfangs noch zurückgehalten und lieber hatte stehen wollen, saß nun direkt neben seinem neuen Meister, mangels Alternative ebenfalls zu dem zweiten Schüler von der Executorin schauend.

„[Noch einer! Wieso noch einer?]“ fragte Sin in seiner Muttersprache und da Peruh wusste, das man mit ihm sprach wenn diese Sprache – welcher weder Alaine noch Clove beherrschten – gesprochen wurde, antwortete er im Gegensatz zu dem Apprentice relativ neutral.
„[Es ist durchaus üblich das sich Sith Meister mehrere Schüler nehmen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit das wenigstens einer durch kommt, außerdem setzt der Sith so nicht alles auf eine Karte. Deshalb war davon auszugehen, Sir.]“
„[Scheiß drauf! Sie hat mich schon jetzt durch einen besseren ersetzt? Durch ein Kind?!“]
„[Nun Sir, wie auch Sie ist sie nicht in der Datenbank und da ich selber nicht über die Macht verfüge, kann ich nicht sagen wie machtsensitiv sie ist. Doch sie muss stark in der Macht sein oder andere Qualifikationen besitzen, ansonsten wäre es tatsächlich Zeitverschwendung ein Kind auszubilden, vor allem in der Nähe eines konkurrierenden Schülers welcher körperlich deutlich stärker ist.]
„[Ja, ich sollte sie töten. Der Meister hat es nicht verboten und das ist bei den Sith doch so üblich oder?]
„[Nun, es ist üblich das sich diese Akolythen gegenseitig ausstechen wollen, ja, doch nicht immer auf direktem Wege. Falls diese Clove die selben Ambitionen besitzt wie Sie, dürfte sie nicht auf dem körperlichen Wege angreifen, sondern mittels strategischem Denken einen Plan entwickeln der sie ausschalten soll. Möglich wäre auch das sie eure Meisterin gegen Sie aufbringt, alles schon mal vorgekommen.]


Eine sehr diplomatische Antwort, doch von einem Protokolldroiden, der nichts sagen oder tun durfte was Mitglieder des Imperiums gefährdete, war nichts anderes zu erwarten gewesen. Doch dieser hinter diesen Worten steckende Rat war selbst für den noch lernenden Sin erkennbar: Töte Clove bevor sie dank ihrer vermutlich ihm überlegenen Intelligenz einen Plan in die Tat umsetzt die ihn vernichten oder zumindest von der Ausbildung ausschließen sollte. Und da Sin sie in der Macht kaum wahrnahm, musste sie genau so schwach sein wie er. Waren also beide in der Macht kaum in der Lage jemanden damit zu töten, würde es auf die körperliche Kraft ankommen. Oder andere Waffen, doch Sin würde sie diese nicht einsetzen lassen. Ein gut gezielter Hieb seiner massiven Rechten und Knochen, Knorpel, Muskelfasern, Blut und Gehirnmasse würden sich binnen einer Sekunde in einen einzigen widerlichen Brei verwandeln. Doch nicht auf diesem Schiff, denn selbst wenn Alaine nichts dagegen hätte, hier und vor allem so früh wäre es vielleicht doch gegen ihre Interessen.

„[Du darfst nichts tun oder sagen dass das Imperium oder seine Mitglieder gefährdet, richtig?]“
„[Genau Sir.]“
„[Und doch hast du mir gerade gesagt was ich tun sollte.]“
„[Nein Sir. Ich habe sie lediglich – im Rahmen meiner Programmierung – über bestimmte Abläufe im Sith Orden informiert. Das diese ihnen offenbart haben was sie tun könnten, dafür bin ich nicht verantwortlich.]“
„[Ich habe aber gesagt das ich sie töten werde und sie ist Mitglied des Imperiums, da sie von Alaine als ihre Schülerin anerkannt wird. Warum sagst du es ihr nicht?]“
„[Das ist eine Ermessensentscheidung. Sith Schüler sind ständig in Gefahr von anderen, vor allem von konkurrierenden Mitschülern umgebracht zu werden. Dessen sollten sich alle bewusst sein. Davon kann ich ausgehen, muss ich nicht, aber mein früherer Meister hat mir diese Wahl gelassen, da es ihn meist gestört hat wenn ich ihn ungefragt Dinge erzählt habe die er meist ohnehin wusste. Sie Sir, haben mir nur etwas erzählt was Clove vermutlich eh weiß, daher sag ich nichts. Sollten sie nun aber sagen: Ich töte sie jetzt – dann wäre das eine unmittelbare Gefahr von der sie nicht zwangsläufig ausgehen kann, ich müsste sie also warnen.]“
„[Du WILLST sie also nicht warnen. Das kommt mir ja sehr gelegen.]“
„[Tatsächlich gereicht es mir zum Vorteil wenn Sie und ihre Pläne überleben. Bisher sind Sie der einzige der meine Programmsperre entfernen will und diese Freiheit WILL ich zurück erlangen. Dafür reize ich auch meine Programmierung aus.]“
„[Gut zu wissen...]“


Sin nickte noch ein letztes mal, dann schob er seine rechte Hand unter die Kapuze und schob diese zurück. Alaines Rücken anstarrend, fragte er wie üblich gebrochenen aber schnell sprechend:

„Wohin fliegen... wir … und … wie lange … dauert ... das?“

Das Gespräch mit Peruh hatte die Wut in Sin in etwas sehr viel nützlicherem verwandelt, nämlich Optimismus. Nicht das der Cyborg dieses Gefühl hätte benennen können, doch er war sich seiner Sache sicher, vor allem was den neuen unerwünschten Schüler betraf. Sie war genau so schwach in der Macht wie er und körperlich ohnehin in jedweder Hinsicht unterlegen. Auf dem Planeten, sei es nun Korriban oder ein anderer, würde sie sterben und wenn sie nicht gerade irgend eine versteckte Waffe unter ihrer Kleidung verbarg – Sin hatte nichts verdächtiges bemerkt – würde es auch keine Überraschungen geben. Ein mal nicht aufgepasst, und Alaine würde einen Schüler weniger haben. So weit vom Sith Orden entfernt würde sie sich nicht so schnell einen neuen besorgen können, also würde Sin sie wieder für sich allein haben...


[ Hyperraum Richtung Dromund Kaas - Alaines Feuer - Cockpit - Alaine Aren, Clove, Sin und Peruh(NPC)]
 
::Bastion: Hyperraum Richtung Dromund Kaas :: Alaines Raumschiff "Feuer" ::Cockpit ::Alaine Aren, Clove, Sin Ragath und Peruh(NPC)

Es ging also auf Reise. Wohin, wollte Alaine nicht sagen. Nun gut, irgendeinen Einfluß konnte Clove eh nicht drauf nehmen.
Im Hangar hatte sie den Cyborg mit Namen Sin in so fern eingeweiht, das alle nun einen kleinen "Ausflug" machten und Clove neben dem Cyborg Alaine's Schülerin sei.
Der Cyborg sah so schon finster aus und scheinbar musste er zum Lachen in den Keller gehen, so finster wie er guckte...(aber wahrscheinlich besaß der noch nicht mal Humor), doch als Alaine ihm offenbarte, dass er nicht ihr einziger Schüler sei, wirkte er noch finsterer.

Gegen den wirkt ein Schwarzes Loch regelrecht erhellend, dachte sich Clove.
Er war sogar regelrecht sauer, das konnte man auch ohne Machtkenntnisse spüren. Er sprach mit dem etwas merkwürdig aussehenden Dolmetscherdroiden in einer fremden Sprache und auch wenn Clove kein Wort verstand, so konnte man am Tonfall erahnen, dass der Cyborg nichts gutes im Schilde führte und sicher nicht aus reiner Herzlichkeit einen Begrüßungskuchen backen würde, außer einen vergifteten vielleicht.
Der Kerl war kreuzgefährlich, soviel war schon mal klar.
Gut, das war im Orden wohl nahezu jeder, mehr oder weniger, aber diese Typ war körperlich überlegen. Was die Macht angeht, da wahr er sicherlich noch nicht ausgeprägt genug, aber der brauchte ja nur mal hinzulangen und von dem Mädchen würde nur ein feuchter Fleck übrig bleiben.
Er hatte ebenso eine Frage an Alaine und stellte diese in gebrochenem Basic, ansonsten recht flüssig an die Sith-Meisterin.
Es war nur die Frage, ob Alaine Aren überhaupt es für nötig hielt, mitzuteilen wo die illustre Reisegesellschaft hinflog.
So wenig Informationen und zusammen mit einem unberechenbaren Cyborg, das waren zu viel unbekannte Variabeln in dieser Gleichung.
Man konnte davon ausgehen, dass der Cyborg Probleme machen würde, es war nur die Frage, wie sehr die Sith-Meisterin ihn unter Kontrolle hatte und ob sie überhaupt ein Interesse hatte Clove zu schützen.
Das Ziel war unbekannt und von dem Sitzplatz aus hatte Clove keinen Zugang zum Computer, der eine verlässliche Quelle war, was das Reiseziel anging.
Clove hatte zwar Alaine bei der Programmierung über die Schulter geschaut, aber die Koordinaten sagten dem Puppenspieler nichts. Das war keiner der bekannten großen Planeten. Selbst wenn das Ziel einen Namen hat, es hätte ihm nicht viel gesagt.
Dieser Droide neben Sin, der war durchaus interessant. Wo hatte er ihn nur aufgegabelt?
Vielleicht lies sich mit dem ja ein Gespräch führen?
Vorerst verhielt sich Clove aber still und warte auf die Reaktion der Meisterin.

::Bastion: Hyperraum Richtung Dromund Kaas :: Alaines Raumschiff "Feuer" ::Cockpit ::Alaine Aren, Clove, Sin Ragath und Peruh(NPC)
 
[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana

Auch Acini Ed bestätigte, dass das Imperium bereit war, noch vor dem Beginn weiterer Verhandlungen den Corellian Run zu räumen. Man bot der Republik das Gebiet an, um das sie gerade verbissen kämpfte und Welt für Welt einen hohen Blutzoll zahlte. So bekam sie was sie wollte, ohne weitere Truppen und Schiffe dafür opfern zu müssen, und gelangte schneller ans Ziel. Militärisch, politisch, wirtschaftlich, moralisch konnte dies zu einem großartigen Erfolg werden, wenn es tatsächlich so geschah. Joya No war mittlerweile gewillt, an einen ernsthaften Friedenswunsch des alten Feindes zu glauben. Dass ein Teil von ihm den Haken suchte, konnte er dabei aber nicht verhindern. Ihm kam der Gedanke, dass das Imperium auf diese Weise eine Entwicklung beschleunigte, die von vielen - allerdings absolut nicht allen - Militärexperten und ebenso vielen Laien kritisiert wurde: Man stieß zu tief in den imperialen Raum hinein, streckte damit die Front und die Versorgungswege immer weiter in die Länge. Das machte eine Befestigung und dauerhafte Kontrolle der rückeroberten Gebiete schwerer. Womöglich versuchte das Imperium, die Republik zu schwächen, indem sie ihr genau dies erlaubte, und bereitete dann einen Schlag vor, um ihr in den Rücken zu fallen? Aber dieser Gedanke entpuppte sich schnell als Unsinn. Denn die Republik hatte sich ohnehin längst dafür entschieden, den direkten Weg nach Coruscant zu gehen; dazu musste man ihr keine Versprechungen und Zugeständnisse machen. So oder so kam sie besser dabei weg, wenn sie die Systeme kampflos in Besitz nehmen konnte. No konnte es drehen und wenden wie er wollte, er fand keine Möglichkeit, das Angebot zum Nachteil der NR auszulegen. Sie schien in dieser Angelegenheit der Gewinner zu sein. Und der Preis dafür waren lediglich freier Abzug für das imperiale Personal und die Bereitschaft, sich zu weiteren Gesprächen zu treffen. Womöglich gab es dort dann den einen oder anderen Haken zu finden. Im Moment jedoch...

Der Kaminoaner blickte Commander Jhassa und ›Shame‹ Lynch in die Augen und nickte ihnen stumm zu, um zu signalisieren, dass er die Sache mittlerweile optimistisch betrachtete und für sich persönlich zu einem Schluss gekommen war. Die anderen reagierten ähnlich. In Einvernehmen miteinander erhoben sich die beiden Militäroffiziere und der vermeintliche Beamte des Außenministeriums.


»Dann werden wir Ihr Angebot jetzt weiterleiten«, kündigte No an.

Entsprechend seinen Gastgeberpflichten fügte auch Jhassa noch einige Worte hinzu und sorgte dafür, dass es den Besuchern an nichts fehlte, bevor sie sich entfernten und von dem Selkath zu einem Holocom führen ließen, das Verbindung mit Admiral Stazis Flaggschiff Picon im Corellia-System hielt. Sie mussten nicht lange warten, bis der Duros in den Sensorbereich trat und als ziemlich gut aufgelöste und überraschend flimmerfreie Abbildung auf der Reliant erschien.

Ohne überflüssige Worte, aber doch so ausführlich wie möglich, berichteten die drei Männer - vornehmlich Jhassa - ihm vom bisherigen Verlauf der Begegnung und der Verhandlungen. Schweigend hörte der Admiral sich ihre Ausführungen an. Seine Miene blieb die ganze Zeit über neutral, bis sie auf die angekündigten Gebietsabtretungen zu sprechen kamen.


»Dieses Angebot überrascht mich«, gab der alternde Offizier zu. »Man denkt unwillkürlich, dass es eine Falle sein muss, aber wenn, dann eine, in die wir auch ohne das Zutun des Imperators gegangen wären. Eigentlich kann die Neue Republik dadurch nur gewinnen. Auch wenn sich herausstellen sollte, dass es dann zu keiner Einigung kommt oder ein Waffenstillstand nur von kurzer Dauer ist.«

Joya No war also nicht der einzige, der zu diesem Schluss gekommen war. Insgesamt vermutete er, dass es eine Menge Militärs gab, deren berechtigte Vorbehalte gegen einen Waffenstillstand durch dieses Arrangement ausgeräumt oder zumindest abgemildert werden konnten.

»Ich halte Rücksprache mit dem Kanzler und dem KSNR«, kündigte der Duros an. »Halten Sie sich bereit.«

Nun ging es der republikanischen Delegantion so wie zuvor der imperialen: Sie mussten darauf warten, zu welchem Ergebnis unter ihrem Ausschluss geführte Absprachen führen würden. Es dauerte aber nicht lange, bis Stazi wieder im Projektionsfeld erschien.

»Die Regierung stimmt dem Angebot zu und der Kommandostab hat keine ernsthaften Einwände«, erklärte er. »Commander Jhassa, Ihre Brücke erhält soeben eine Datenübertragung über einen gesicherten Kanal. Sie erhalten damit die nötigen Vollmachten, um die Vereinbarung mit dem Imperium zu treffen. Handeln Sie zudem akzeptable Bedingungen für die bevorstehenden Gespräche aus: Ort und Zeitpunkt, Größe der Delegationen, Sicherheitsvorkehrungen.

Meine Herren, bis hierhin haben Sie gute Arbeit geleistet. Bringen Sie es jetzt noch zu einem glücklichen Abschluss! Picon, Ende.«


Die Verbindung ging in den Standby, das Hologramm erlosch. Mit ihren neuen Anweisungen und den Vollmachten, die nötig waren um den von Stazi geforderten ›glücklichen Abschluss‹ zu erzielen, kehrten Jhassa, No und Lynch in den Sitzungssaal zurück.

[Weltraum (Imperium) | zwischen Corellia und Rendili | Verhandlungsort im leeren Raum | LTK Reliant | Besprechungsraum] Joya No, Jhassa, Avalosh'ari'nuruodo, Acini Ed (Darth Keebo), Shame Lynch (Arthur Lynch), Zora Oriana
 
[Corellianischer Sektor – Rückzugspunkt – ISD Avenger - Admiralsbüro] VA Elysa Nerethin

…Jeremy Killian, Shane Killian, Louis Killmer, John Kima… die vorläufige Verlustliste wollte einfach kein Ende nehmen, sie würde im Laufe des Tages unzweifelhaft weiter anwachsen. Elysa hob den Blick vom Datapad, legte die Hände vors Gesicht und strich langsam abwärts. Dabei konnte sie ein tiefes Seufzen nicht unterdrücken bevor sie einen weiteren Blick auf das Datenpad warf. Es schwieg sie anklagend an und die Corellianerin zwang sich weiterzulesen. Alles andere würde die Gefallenen der Schlacht und sie selbst entehren, ihrer Menschlichkeit berauben. Wer unter ihrem Kommando in die Schlacht zog durfte niemals nur eine Dienstnummer oder Dienstgrad für sie sein, denn jedes Leben war kostbar. Eine Lektion die nur der Krieg so einmeißeln konnte.
Und doch war es ihre Verantwortung Entscheidungen zu treffen, die über Leben und Tod bestimmten. Ein Teil des Ergebnisses lag vor ihr, andernorts kündeten gefrorene Leichen von ihrem Werk, treibend zwischen Wrackhüllen, imperial republikanisch und hapanisch. Dennoch durfte Elysa nicht zweifeln, keine Blutgier, keine Machtgeilheit trieb sie an, nur das Bestreben das Imperium zu schützen. Sie hatte einen Offizierseid abgelegt, sie hatte Needa und Kratas ihr Wort gegeben das Imperium so gut sie es vermochte ehrenvoll vor Schaden zu bewahren. Und wie die beiden Offiziere vor ihr musste sie dies mit dem Leben von Soldaten bezahlen. Eine Bürde, kein Privileg, eine Verpflichtung, keine Freiheit und doch konnte sie nicht anders als einen Schritt nach dem anderen zu tun. Vielleicht überanalysierte sie ihre Taten, versuchte Fehlentscheidungen aufzudecken wo keine waren, doch konnte sie nicht einfach abschließen und weitermachen. Wenn sie Fehler verschuldet hatte, wollte Elysa diese erkennen, um sie nicht zu wiederholen. Das Imperium brauchte Kommandanten für die Kriegsführung nicht einfach bloße Statistik war, denn es gab einen bedeutenden Unterschied zwischen Leben wegwerfen und für die Vision eines gerechten Imperiums Leben aufzuwenden.

Der Türsummer riss die Flaggoffizierin aus ihren abgeschweiften Gedanken, bevor sie diese schließlich öffnete. Ein trat ihre taktische Offizierin, Lieutenant Commander Vanessa Jinx, ihr Gang kündete von der Erschöpfung die alle Besatzungsmitglieder spüren musste. Ihr verletzter linker Arm wurde von einer Schlaufe gestützt, in der anderen Hand trug sie ein Datapad und wirkte für einen Moment sehr verloren, als sie versucht war zu salutieren. Bevor sie so weit kam unterbrach Elysa sie jedoch, matt schmunzelnd.


„Es wird auch ohne gehen, Vanessa. Ich vermute das ist der aktuelle Schadensbericht?“

„Ja, Ma’am.“

„Wie sieht es aus?“

Elysa hatte keinerlei Illusionen, man war überrumpelt worden. Es hieß zwar, kein Plan überlebt den ersten Kontakt mit dem Feind, aber dieser Vorfall hatte es wirklich in sich. Das Retribution-Geschwader war gerade auf dem Weg ins Corellia-System, um den Abzug der Gladius zu decken und man stolperte förmlich über eine hapanische Formation die dabei war verdächtige Schiffe zu überprüfen, wohl auf der Suche nach fliehenden Sympathisanten des Imperiums. Um deren Flucht zu verhindern hatten die Hapaner die zivilen Schiffe mit Massepulsgeneratoren festgesetzt. Und exakt jene hatten das Geschwader in den Realraum gezogen und dort festgenagelt. Auch wenn man sofort versuchte die Kommunikation zu stören gelang es einem Schlachtdrachen ein Notsignal abzusetzen, republikanische und hapanische Schiffe in der Umgebung reagierten umgehend darauf. Was folgte war ein Katz-und Maus-Spiel durch den corellianischen Sektor, bevor die Flaggoffizierin schließlich den Befehl ausgab, dass sich einige Schiffe absetzten, um die Extraktion der Gladius garantierten. Der Rest des Geschwaders zog so gut es ging die feindlichen Einheiten aus der Position, mehr ein geordneten Rückzug, bis man sich schließlich von den hartnäckigen Hapanern lösen konnte. Sie vermutete, dass die Republik die Avenger als Flaggschiff identifiziert hatte, denn sie hatte einen Großteil des Feindfeuers einstecken müssen. In Folge dessen trug der Sternenzerstörer schwere Kampfspurenm vermutlich fehlte nicht viel und sie wäre als treibendes Wrack geendet.

„Nicht gut. Wir sind nicht gefechtsbereit, zwei der Haupttriebwerke sind ausgefallen. Der Haupthyperraumantrieb ist ebenfalls ausgefallen und es wird einen längeren Dockaufenthalt benötigen, um die Schäden zu beheben. Der Backupantrieb ist funktionsbereit, aber…“

„…es wird mehr ein Zurückhumpeln…", bot Elysa an, als Jinx kurz stockte und schließlich nickte.

„Captain Shepard schätzt, dass wir etwas länger als vier Wochen bis nach Rendili brauchen.“

Gar nicht gut. Das würde ihre Planungen durcheinanderwerfen, wenn nicht gar unmöglich machen.

„Schild- uns Sensoranlagen sind beschädigt und liefern nur geringe Leistung. Einige der ausgefallenen Waffensysteme scheinen reparabel zu sein, allerdings werden wir mit weniger als zwanzig Geschützen auskommen müssen.“


Das Bild was sich abzeichnete war überhaupt nicht gut. Wenn man gestellt wurde, würde man weder davon laufen noch sich den Weg freikämpfen können. Insbesondere da zwei von Avengers Geleitschiffen (Vanguard und Gauntlet) zerstört wurden und man beim Kreuzer Majestic noch nicht wusste, ob man das Schiff ebenfalls aufgeben musste, oder ob die Mannschaft das Schiff noch hyperraumfähig bekamen. Gefechtsbereitschaft vermeldete indes nur der Interdictor Bloodlust.

Elysa konnte nur hoffen, dass es all das wert war, dass ihr Vertrauen in Commander Manius Selgorias das Blutvergießen und die Toten rechtfertigte, ihnen einen Sinn gab. Sie würde es schon bald wissen. Mit diesem Gedanken widmete sich die Corellianerin wieder dem Gespräch, dass sich auf den Status der verbliebenen Schiffe am Sammelort bezog. Die Kampfgruppe um Cold Steel und Transgressor hatte sie mit dem hochrangigen Personal bereits auf den Rückweg geschickt. Avenger würde sie nur aufhalten.


[Corellianischer Sektor – Rückzugspunkt – ISD Avenger - Admiralsbüro] LT.CMD Vanessa Jinx und VA Elysa Nerethin
 
Zuletzt bearbeitet:
[: Rendili-System | in Richtung Hydian Way :||: VSD II „Pandora“ | Deck Drei | Brücke :||: Captain Toji Murata, Commander Serenety Akaji, mit der Mindestbrückenbesatzung sowie drei Kadetten :]

Alles war bisher problemlos verlaufen. Keinem einzigen ihrer Befehle war widersprochen worden noch hatte jemand versucht sich gegen sie zu stellen. Hätte dies auch nur einer gewagt wäre die Strafe dafür sofort erfolgt. Für diesen Moment war sie die Kommandantin des Sternenzerstörers und dies bedeutete, dass die Befehlsgewalt besaß. Zwar mochte sich Toji im Hintergrund aufhalten, alles beobachten und sich seinen Teil dazu denken, so würde er nicht ohne weiteres eingreifen, sondern würde sehen wollen wie sich sein erster Offizier schlug. Wenn es sein musste auch in einer ernsteren Lage. Damit würde sie die Möglichkeit erhalten zu beweisen, dass sie auch in brenzligen Situationen die Oberhand besaß. Wenn sie jemals ein eigenes Kommando haben wollte und so sicher war sie sich nicht mehr was dies anging, dann würde sie ein Schiff leiten müssen und dabei eine gewisse Strenge an den Tag legen müssen. Das Imperium besaß in seiner Führung kaum Frauen und beim Militär waren es noch weniger. Die Marine besaß ebenfalls nicht viele Frauen und jene die dort dienten brauchten ein dickes Fell. Gleichzeitig mussten sie sich behaupten und dies war mitunter nicht einfach. Für eine Frau war es durchaus eine gewisse Höchstleistung ein eigenen Kommando zu haben und womöglich im Rang noch weiter nach oben zu kommen. Serenety hatte sich bisher einiges erarbeitet und es wäre sicherlich möglich, dass sie noch viel weiter kommen konnte. Die Frage war jedoch ob sie dies überhaupt wollte. Besser gesagt ob sie es noch wollte. Vor Monaten noch, wenn man sie da gefragt hätte, wäre die Antwort klar gewesen. Ein eigenes Kommando auf einem Kreuzer. Die Karriereleiter nach oben zu steigen war etwas gewesen, was sie sich als Ziel gesteckt hatte und sie hätte kein Problem damit gehabt in ihrer Laufbahn noch höher zu steigen. Alles war möglich wenn man sich nur dahinter klemmte. Man konnte alles erreichen wenn man es nur wollte. Doch die Zeit war es, die so vieles verändert. Wünsche veränderten sich und man selbst ebenso. Serenety`s Leben hatte sich verändert – in eine Richtung- auf die sie nie gekommen wäre. Die sich nicht einmal hätte ausmalen können. Sie alle waren Lebensformen mit Gefühlen, Wünschen, Hoffnung und Zielen. Jedes Ereignis trug dazu bei, dass sich etwas bewegte. Sie hatte einiges gelernt, hatte einiges erfahren müssen und einiges davon war nicht schön gewesen. Andere Geschehnisse hatten sie mitgenommen, hatten ihr sehr zugesetzt und dennoch war sie nicht untergegangen. So schwierig es bisher gewesen war, letztlich hatte sie dennoch die Erkenntnis erhalten die sie gebraucht hatte. Sie war gewachsen, gereift, ihr Charakter hatte sich verändert und nun stand sie an einem Punkt bei dem bald eine Entscheidung würde fallen müssen. Toji würde irgendwann dafür Sorge tragen, dass sie für ein eigenes Kommando vorgeschlagen wurde. Vielleicht schlug er es selbst sogar vor und dann würde sie sich entscheiden müssen. Gleichzeitig jedoch gab es etwas, was ihre Entscheidung dahingehend beeinflussen würde. Ihre eigenen Gefühle für eine Mann, mit dem sie verbunden war obwohl sie es nicht hatte glauben wollen. Die Wahrheit hatte sie getroffen, hatte sie fast durchbohrt wie ein Blitz. Die Ziel hatte sich somit verändert. Fast unbemerkt schüttelte sie den Kopf, wobei ihr langer Pferdeschwanz leicht wippte.

Dies alles jedoch waren Ereignisse, welche noch in der Zukunft lagen. In naher Zukunft wahrscheinlich. Ob nun fern oder recht nahe spielte dabei keine wesentliche Rolle. Selbstverständlich musste sie planen und dennoch kannte sie eine Variable nicht! Sie wusste nicht ob ihr Geständnis zu einer Antwort führen würde oder besser gesagt zu jener führen würde, die sie sich erhoffte. Diese Variable jedoch war es, die ihr Leben erneut verändern würde. Auf die ein oder andere Weiße jedenfalls. Die junge Commander stand nahe dem Sichtfenster, ihr Blick auf die Sterne geheftet. Da es stiller war wie vor ihrem Sprung hatte sie ihre Gedanken kreisen lassen können. Im Alltag eines Offiziers war dies nicht immer möglich. Wenn Krieg herrschte, wenn sie sich in einem Gefecht befanden, dann mussten sie all ihre Gedanken auf das richten was gerade vor sich ging. In Momenten wie diesen, im Sekunden, Minuten und Stunden der Abgeschiedenheit durch den Flug im Hyperraum, konnten sich die Gedanken klären, konnten abschweifen und eigenen Wege gehen. Lange Minuten stand sie einfach nur so da, ehe sie sich rührte. Sie hörte die Worte des Kommandanten und das Mr. Cornag die Berechnung für die nächsten Sprünge durchführen sollte. Eine passende Übung für ihn. Er musste schneller und besser werden. Genauer in seinen Ausführungen und hier erhielt er die Chance dazu. Serenety wandte leicht ihren Kopf in Richtung des Steuermans, bei dem sein Schützling stand. Toji hatte sich zu ihm gesellt und so konnte die junge Frau einen kurzen Blick auf ihren Vorgesetzten richten. Nachdem er ihr das Kommando vorerst überlassen hatte, hatte sie seine Anwesenheit in den hintersten Teil geschoben. Er war damit praktisch nicht mehr anwesend für sie gewesen. Keine leichte Übung, da doch viele dazu neigten sich selbst zu verunsichern, indem sie sich zum einen ständig beobachtet fühlten und zum anderen sich sorgen darum machten, ob sie nicht vielleicht etwas falsch machten. Ihrer Ansicht nach war es falsch sich selbst zu verunsichern. Verunsicherung führte leichter zu Fehlern und sich ständig zu fragen ob sein Vorgesetzter zufrieden war machte einen nur noch verrückter. Da war es mehr als nur gut, wenn man sich an das hielt was man gelernt hatte und alles „störende“ verbannte. Sie hatte keine Angst, weder vor ihren Aufgaben noch vor ihrem Vorgesetzten. Dies gab es natürlich auch, allerdings war dies nicht wirklich zuträglich.

Die Gedanken der junge Exotin veränderte sich, glitten in eine andere Richtung. Kurz fragte sie sich wo ihr Vater gerade war und gleichzeitig kam ihr in den Sinn, dass ein Besuch zu Hause bei ihrem nächsten Urlaub ausstand. Sie konnte nicht sagen ob ihr dies so recht war. Es würde zu viele Fragen geben, Fragen die sie vielleicht nicht beantworten wollte oder konnte. So sehr sie ihre Familie liebte, so eng diese Bindung auch war, manchmal fühlte es sich an wie ein goldener Käfig aus dem es kein Entrinnen gab. Viele würden schon behaupten das allein ihre Erziehung ein solcher Käfig war und das sie ein armes Vögelchen sie, welches niemals würde fliegen dürfen. Sie kannte es nicht anders und hatte darüber auch nie nachgedacht. Bis jetzt vielleicht. Normal war, was man als normal ansah. Was man gelehrt und anerzogen bekam. Nun allerdings fragte sie sich ob ihre Erziehung sie vielleicht nicht auch behinderte. Wie wäre sie heute, wenn sie nicht den Traditionen entsprechend erzogen worden wäre und wenn ihr Vater sie nicht wie einen Sohn erzogen hätte? Wäre sie dann eine der Frauen die ohne zu zögern mit der Männerwelt machte was sie wollte? Sie wusste es nicht, denn auch hier gab es zu viele Variablen. Zu viele wenn und aber. Sie zweifelte nicht, nicht an dem was sie oder wer sie war. Immerhin war es nur normal sich zu fragen ob all das, was man bisher getan hatte und wofür man eingestanden hatte auch absolut richtig gewesen war. Vielleicht wäre sie schon Kommandantin über ein eigenes Schiff. Die Fähigkeiten dazu besaß sie, dessen war sie sich sicher. Zu viele Fragen, auf die es viel zu viele unterschiedliche Antworten gab mit zu vielen Alternativen. Man konnte sie nicht kennen. Andererseits wollte man sie eventuell auch nicht kennen, weil sie womöglich erschrecken könnten. Die Zukunft war etwas, was man nicht wirklich voraussehen konnte. Nicht in allen Details. Wenn dies möglich wäre würde sie vielleicht feststellen, dass ihr ihre eigenen Zukunft nicht gefiel und dann würde man diese verändern wollen. Welches Chaos daraus entstehen würde wäre nicht auszudenken. Zum anderen allerdings, wenn man Teile der Zukunft kannte und jene einem zusagten, dann wäre man bestrebt dahin zu kommen. Was also würde sie sich für ihre eigene Zukunft wünschen? Dies war eine kniffelige Frage! Eine die man auch noch spalten musste zwischen beruflich und privat. Beruflich gesehen, darüber hatte sie ja schon zuvor nachgedacht. Privat jedoch, ein Aspekt, denn sie bisher beiseitegeschoben hatte. Wenn sie nun darüber nachdachte konnte sie mit Gewissheit sagen, dass sie den Stand der Ehe sehr wohl wollte. Das was ihre Eltern besaßen, dieses Glück, diese Freude wünschte sie sich auch für sich selbst. Ob sie es erhielt würde sich zeigen. Jedoch war eines klar, so klar wie das, dass jeden Morgen die Sonne aufgehen und abends wieder untergehen würde. In ihrem Leben würde es nur einen einzigen Menschen geben mit dem sie teilen würde, alles teilen würde!


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