Ziost

[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Zentrum | Kammer des Grafen | Janus, Kira, Wächter (NSC)

Sturns Kammer war ein düsterer Ort, der von einer Aura der Macht und der Dunkelheit durchdrungen war. Die Wände waren mit antiken, finsteren Relikten geschmückt, die eine bedrohliche Atmosphäre schufen. Die Luft war schwer von der Präsenz der Dunklen Seite der Macht, die hier regierte.
Die Einrichtung war geprägt von dunklem Leder und schweren Stoffen, die sich in tiefen Schwarztönen ergossen. Die Möbel waren schlicht, aber von einer Eleganz, die den unerbittlichen Charakter des Sith Lords widerspiegelte. Die ganze Kammer schien wie ein Ort der Macht, ein Ort, an dem Intrigen und Pläne geschmiedet wurden.
Durch die hohen Fenster konnte man den düsteren Anblick des Planeten Ziost erblicken. Die Landschaft war karg und öde, von ewiger Dunkelheit umgeben. Der Himmel über Ziost war von tiefem Schwarz durchzogen und wirkte genauso trostlos wie die Umgebung. Hier regierte die Dunkelheit, in der man schemenhaft einige mutierte Kreaturen von früheren Experimenten sehen konnte, die durch jene Finsternis wandelten.
Die Widerspiegelung dieser trostlosen Welt außerhalb der Fenster schien zu der düsteren Atmosphäre der Kammer zu passen. Die Dunkle Seite der Macht, die hier so stark war, schien mit der düsteren Stimmung des Planeten zu verschmelzen und eine Einheit der Finsternis zu schaffen.

Inmitten dieser Umgebung stand
Janus Sturn, der lebende Beweis für die Macht der Dunklen Seite. Seine Präsenz füllte die Kammer aus, und es war, als ob die Dunkelheit selbst vor seiner Macht und seinem Willen zurückwich. Hier, in dieser Kammer, wurden Pläne geschmiedet, Intrigen gewoben und Macht ausgeübt, und der Graf thronte über allem wie ein unerbittlicher Herrscher der Dunkelheit.
Sturn erklärte der dunkelhaarigen Sith, welche Erkenntnisse er durch die Jedi erlangt hatte und was seine nächsten Handlungsschritte sein würden und weihte sie darin ein.

“Klingt vernünftig. Ihr habt erstaunlich viel aus
Skyfly herausbekommen, was Ranik Dran zuvor nicht gelungen war. Bemerkenswert.”

Während er sprach, spürte Kira eine Mischung aus Bewunderung und Staunen für
Janus Macht und Raffinesse. Sie konnte nicht anders, als von seinen Plänen fasziniert zu sein, und gleichzeitig erfüllte sie ein Gefühl der Machtlosigkeit. Der Graf war auf einem Weg der Dunkelheit, den sie sich kaum vorstellen konnte. Doch sie war bereit, ihm zu folgen und seinen Weg zu unterstützen, um an seiner Seite zu stehen.
Kira wusste, dass
Sturn der Schlüssel zu ihrem eigenen Aufstieg und ihrer Macht war. Seine Pläne offenbarten ihr eine Welt der Möglichkeiten und eine Ebene der Macht, die sie bisher nur erahnen konnte. Und während sie ihm lauschte und in seine fremdartigen Augen blickte, fühlte sie sich mehr denn je von ihm angezogen - von seiner Macht, seiner Ambition und seiner Dunkelheit.
Janus begann, Kira in den Feinheiten der Kontrolle zu unterrichten. Seine Hände waren sanft und zärtlich, während er über ihren Körper strich, jede Berührung ein leises Flüstern der Dunklen Seite der Macht. Kira spürte, wie sich seine Macht mit ihrer eigenen verband, wie seine Präsenz in ihr pulsierte und sie berauschte. Sie konnte die Dunkle Seite in ihm spüren und sie durchzog auch sie, eine unsichtbare Verbindung, die sie noch tiefer in seinen Bann zog.

Seine Berührung war zugleich verführerisch und lehrreich. Er zeigte ihr, wie sie die Kontrolle über ihre Emotionen behalten konnte, wie sie die Dunkle Seite nutzen und zugleich beherrschen konnte. Kira konnte sich kaum dagegen wehren, sie ließ sich von seiner Macht und seinen Berührungen gefangen nehmen, während er sie lehrte, wie sie ihre eigenen inneren Dämonen zähmen konnte, die so schwer selbst im Zaun halten konnte. Es war mehr wie ein Spiel, denn eine Lehrstunde und es gefiel der dunkelhaarigen Sith sehr.
Inmitten dieser Intimität gestand
Janus, dass auch er nicht fehlerlos war und wie wichtig es war, aus seinen Fehlern zu lernen. Kira erinnerte sich an die vielen Male, als sie selbst enorm die Kontrolle verloren hatte - als sie ihn herausgefordert und sogar angegriffen hatte. Es waren Momente der Schwäche gewesen, in denen ihre Emotionen die Oberhand gewonnen hatten. Doch Sturns Reaktion darauf hatte sie überrascht. Anstatt sie zu vernichten, hatte er sie am Leben gelassen und ihr Potenzial erkannt. Es war sein Vertrauen in sie gewesen, das sie zur Verbündeten gemacht hatte.

“Euer Vertrauen in mich, ehrt mich sehr,
Sturn. Ich bin gewillt an mir zu arbeiten.”

Sturns Spiel der Zurückhaltung und des Neckens erweckte eine Mischung aus Verlangen und Frustration in Kira. Seine absichtliche Steifheit weckte ihre Enttäuschung, während sie sich nach seiner näheren Aufmerksamkeit sehnte. Ein leises Knurren entrang sich ihrer Kehle, als sie spürte, wie ihre Geduld auf die Probe gestellt wurde und sie löste sich für einen Moment von ihm und drehte sich weg, um Abstand zu gewinnen.
Ihre Empfindungen führten jedoch zu einem plötzlichen Impuls. Kira konnte nicht widerstehen, das Spiel auf eine andere Ebene zu heben. Mit einem spielerischen Funkeln in den Augen griff sie den Mann ohne weitere Umschweife an, jedoch nicht mit der Absicht ihn zu verletzen, sondern nur, um ihn zu Fall zu bringen und am Boden über ihm zu knien.
Sein goldschimmernder Blick begegnete ihrem, und Kira spürte die Macht, die zwischen ihnen flirrte, eine Mischung aus Verlangen, Neugierde und dem Wunsch nach Dominanz. Sie kniete über ihm, ihre Finger leicht auf seiner Haut, während sie sich in dieser intimen Nähe verloren hatte.
Ihrer Frustration und ihrem Verlangen nachgebend, beugte sich Kira vor, ihre Lippen nur Zentimeter von
Sturn entfernt. Sie spürte den Hauch seines Atems auf ihrer Haut, die Dunkle Seite der Macht, die zwischen ihnen pulsierte. Doch gleichzeitig erkannte man den spielerischen Glanz in ihren Augen, die Herausforderung, die sie an ihn richtete.
Und so ließ Kira ihre Hände über seine Brust gleiten, ihr Körper beugte sich vor, aber ihre Lippen trafen nicht auf seine. Stattdessen fühlte sie das Knistern der Dunklen Seite der Macht zwischen ihnen, die unausgesprochene Spannung, die sie umgab. Es war ein Tanz der Macht und des Verlangens, ein Spiel, bei dem beide die Kontrolle zu behalten versuchten, auch wenn Kira dabei deutlich schlechter abschnitt.

In diesem Moment, während sie über ihm kniete, spürte Kira die Macht in sich brodeln, die Dunkle Seite, die nach Befreiung strebte.
Mit einem herausfordernden Lächeln auf den Lippen und einem Funken in den Augen, der zwischen Verlangen und spielerischem Trotz schwankte, sah sie
Sturn tief in die Augen, während sie über ihm kniete.

"Spielt ihr etwa mit mir,
Janus? Oder seid ihr derjenige, der die Kontrolle gerade verliert?"

Ihre Stimme hatte diesen charakteristischen Unterton von Provokation und gleichzeitiger Anerkennung seiner Macht, eine Mischung aus Herausforderung und Respekt, die ihre Beziehung so komplex und intensiv machte.

[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Zentrum | Kammer des Grafen | Janus, Kira, Wächter (NSC)
 
Ziost / Zitadelle/ Kerker / Sane, Kestrel

Für ihn gab es keine Hoffnung mehr, keinen Sinn. Da war nur noch dieses eine Ziel, dieses eine Gefühl: Rache. Der Gedanke daran, ließ ihn den Schmerz vergessen, sowohl den körperlichen als auch den seelischen. Während dem Verhör mit Kira hatte er mehrere Schritte vor und zurück gemacht, doch die Tatsache, dass er noch am Leben war, suggerierte ihm einen positiven Ausgang für seine Ziele. Allerdings musste er jetzt abwarten und geduldig sein, seine Kräfte sammeln und seinen Körper so gut es ging regenerieren lassen. Diese Aufgabe war schon schwer genug, ohne medizinische Verpflegung sowie Essen oder Trinken. Ruhe war da aktuell die einzige Quelle, aus der Sane schöpfen konnte. Ruhe und der Hass auf Zoey. Gestört wurde diese Ruhe jedoch von Skyfly. Sane hörte ihr dennoch aufmerksam zu. Er wusste, dass sie als Jedi seine Gefühle nicht teilen durfte und so wie er die Jedi-Meisterin einschätzte, würde sie ihren Kodex bis zum Schluss bewahren. Dass sie bei ihrer Unterredung mit Sturn zu extremen Mitteln gegriffen hatte, erstaunte ihn dann doch.

"Du bist keine Killerin, Skyfly. Vermutlich war es nicht deine Bestimmung, ihn hinterrücks zu ermorden. Ist ja immerhin nicht der Weg der Jedi, oder?"

Für die Jedi gehörte Sturn zu den mächtigsten Sith, die sie je gesehen hatte. Sane hatte noch nie darüber nachgedacht, doch jetzt wo sie es erwähnte, ergab es erstaunlich viel Sinn. Sturn hatte seine Finger überall im Spiel. Nach außen hielt er eine Fassade aufrecht, die ihn als adeligen Gönner ausgab. Gleichzeitig hatte er genug Macht, um Skyfly in einem Duell ohne größere Schwierigkeiten zu besiegen. Ihre Einschätzung war also genauso beunruhigend wie einleuchtend.

"Unser Verschwinden wird irgendwann auffallen. Sowohl Orden als auch Geheimdienst werden Fragen stellen. Wenn man dann erstmal auf Sturn gekommen ist, werden sie schon die richtigen Schlüsse ziehen und die Bedrohung durch ihn erkennen."

"Uns kann das ja egal sein", fügte er in Gedanken noch hinzu. Sane glaubte nicht daran, dass sie sich mit diesem Problem noch auseinandersetzen mussten. Niemand würde rechtzeitig hier her kommen, um sie zu retten und die Sith hatten keinen Grund, sie laufen zu lassen. Wie das hier am Ende ausgehen würde, war klar, so ehrlich musste er zu sich selbst sein.

Dann fragte die Jedi nach ihm und Kira. Sane überlegte kurz, wie viel er Skyfly sagen sollte. Wahrscheinlich war die Jedi nicht einverstanden wenn sie davon hörte, was er mit der Sith besprochen hatte. Vermutlich würde sie es ihm ausreden wollen. Auf der anderen Seite hatte Sane keine Lust, dass Skyfly ihm die Tour vermasselte oder aus seinen Handlungen am Ende die falschen Schlüsse zog.


"Ich hab ihr aufgezeigt, wie gefährlich Zoey für sie ist und angeboten, Zoey für sie zu töten. Sie war dem Angebot nicht abgeneigt."

Er sparte mit Absicht etwas an den Details, da er nicht wusste, wer sie hier drin hören konnte.

"Hör mir zu, Skyfly: wir haben getan, was wir für richtig hielten und wir haben unsere Ziele nicht erreicht. Ein Einzelner trägt daran keine Schuld, wir haben das zusammen entschieden. Je früher wir das akzeptieren, desto besser. Wir werden hier sterben, das ist unausweichlich. Es geht jetzt nur noch darum, so viel Schaden wie möglich aus unserer schwachen Position heraus anzurichten. Schenken wir Sturn, Kira und Zoey einen Abgang, den sie nie vergessen werden. Wir sind Todgeweihte die nichts mehr zu verlieren haben, verstehst du das? Das ist unser Vorteil ihnen gegenüber. Ihre Angst, Macht und Einfluss wieder zu verlieren, ist unsere Chance, dieser Galaxie einen letzten Stempel aufzudrücken."

Ziost / Zitadelle/ Kerker / Sane, Kestrel
 
Ziost, Zitadelle, Folterkammer: Sane, Kira und Ribanna


Kira versprach Sane, der wirklich sehr mutig gewesen war, dass sein Triumph nur von kurzer Dauer sein würde. Die Strafe folgte auf den Fuß. Zuerst kam ein Machtstoß, der es in sich hatte und ihn unsanft gegen die nächste Wand schleuderte, dass es krachte, dann unzählige brutale Tritte und Machtblitze. Es war der blanke Horror. Seine Schreie erfüllten den Raum. Ribanna stand zitternd da und konnte es kaum noch ertragen. Sie würde ihn noch umbringen, wenn sie nicht endlich damit aufhören würde. Er tat ihr so leid. Dabei wollte er doch Kira dienen!? Sie zitterte wie Espenlaub. Sie war an einem düsterem furchteinflößenden Ort und das war nun ihr Status als Sithschülerin für wer weiß wie lange. Wie sollte sie das aushalten?

Irgendwann ließ Kira endlich von Sane ab. Doch dafür wandte sie sich nun Ribanna zu. Sie hätte versagt, kam eisig und kalt über ihre Lippen. Ihre Augen leuchteten gelb und durchdringend. Ribanna wäre am liebsten im Erdboden versunken, wäre weggerannt oder sowas ähnliches. Sie wollte nicht hier sein. Kira warf ihr nun vor, dass sie untätig, unentschlossen, schwach und wie ein Kind gewesen wäre. Ribanna konnte deren Worte, die vor Abscheu nur so trieften, gar nicht richtig verarbeiten, da hing sie in der Luft und rang nach Luft. Sie war im Würgegriff dieser abscheulichen Person. Ribanna zappelte, versuchte krampfhaft zu atmen, doch es ging nicht. Um ihren Hals waren imaginäre Finger, die wie ein Schraubstock ihren Hals umklammerten und zudrückten. War das jetzt ihr Ende? Panik ergriff sie. Sie versuchte zu schreien, denn ihr ganzes Innerstes tat es längst, doch es ging ohne Luft nicht. Endlich ließ sie von ihr ab. Ribanna japste nach Luft und sank zu Boden. Sie war noch nie so froh über jeden Atemzug gewesen. Kira versprach ihr, dass sie ihr beibringen würde, was es hieß, Verantwortung zu tragen und ihr zu dienen. Ribanna konnte sich gut vorstellen, wie sie es ihr beibringen wollte. Sie hatte nun eine Vorstellung davon bekommen und sie wusste, sie sollte an Kiras Entschlossenheit lieber nicht zweifeln.

Während Kira nun Sane aufforderte, ihr nun die ganze Wahrheit über Zoey zu sagen, bereute Ribanna, wie undankbar sie in ihrer Schülerschaft gegenüber Kestrel gewesen war. Das Schicksal hatte ihr wohl nun die Quittung dafür gegeben. Sane wurde endlich redselig und plauderte alles über Zoeys Werdegang aus, was er von ihr wusste. Er hätte sich viele Qualen vorher ersparen können, wenn er damit gleich rausgerückt wäre. Andererseits hätte Ribanna ihr dasselbe auch über Zoey erzählen können. Er nannte dann noch Namen. Da hätte Ribanna passen müssen. Er verpfiff auch Wes, den Jedirat. Bei dessen Namen horchte Ribanna auf, denn den kannte sie gut. Unter ihm war sie nach Coruscant gekommen. Fast staunte sie über Sanes plötzliche Offenheit. Er sprach noch militärischen Kram an, wovon Ribanna auch keinen Blassen hatte. Damit schien Kira zufrieden zu sein.

Sie schnappte sich Sane mit der Macht und brachte ihn, wie eine Puppe vor sich her levitierend, in seine Zelle zurück. Zum Glück war die Folter vorbei. Sie versuchte, hinterherzukommen. Kira stolzierte schnell und affektiert zum Zellentrakt und strotzte nur so vor Selbstbewusstsein. Ribanna hasste diese Frau zutiefst. Im Zellentrakt angekommen, wurde Ribanna ganz anders. Da lag bereits ihre Meisterin, Exmeisterin musste es ab jetzt richtig heißen. Sie war mehr tot als lebendig. Ribanna überrollte eine Welle des Mitleids und ihr wurde richtig schlecht. Aber sie konnte nicht helfen. Ihre Angst war einfach zu groß.

Plötzlich stand Kira vor ihr. Ihre gelben Sithaugen durchbohrten sie. Angst durchfuhr sofort die Sithschülerin. Ribanna versuchte nicht an Kestrel zu denken und ihr Mitleid abzuschütteln. Sie sollte sich ausruhen, schlafen oder meditieren, Hauptsache sie würde in wenigen Stunden fit wie ein Turnschuh sein, meinte Kira mit ihren Worten. Sie drohte ihr zum Abschluss noch. Jede Schwäche würde von ihr geahndet werden. Ribanna musste heftig Schlucken und nickte nur. Schnell verzog sie sich. Sie fand einen kleinen ungenutzten leeren Raum, so groß wie eine Besenkammer vielleicht, und darin verkrümelte sie sich. Sie versuchte runter zu kommen und meditierte erstmal, um dann Schlaf überhaupt finden zu können. Sie war gut im Meditieren, da sie es auch bereits auf Chalacta täglich regelmäßig zelebriert hatte, doch dieses Mal schweiften ihre Gedanken ständig ab. Sie hörte immer wieder Sanes Schreie von den Wänden hallen, ohrenbetäubend, und sah ihre Meisterin wie tot in der Zelle liegen und spürte den Würgegriff um ihren Hals. Hass kam in ihr auf. Sie überlegte, ob sie ihre Leute befreien könnte. Sie müsste ihnen die Zellen dazu öffnen. Sie müsste die Wache, irgendein Sithschüler, hinterrücks niederstrecken. Einfach so, mit ihrer Lichtschwertklinge. Zweiteilen. Sie stand dazu sogar schon einmal auf, doch ihre Beine versagten ihr den Dienst vor Angst, riesengroßer lähmender Angst. Sie sackte zurück auf die Knie. Sie weinte hemmungslos, bis sie dadurch in den Schlaf fiel. Sie weinte sich also am Ende in den Schlaf. Ein Schlaf voller Albträume.



Ziost, Zitadelle, kleiner abgelegener Raum: Ribanna
 
Ziost, Zitadelle, Verhörraum: Zoey, Ari`a und Q`Tahem


Ari`a, du kannst das Schwert wieder deaktivieren! Ich sag es dir nun schon zum zweiten Mal!”,


forderte Zoey ihre Schülerin auf. Sie hatte das erreicht, was sie wollte. Sie hatte Q`Tahem es sehen bzw. spüren lassen. Mit der Macht. Er hatte laut

"Nein”,

geschrien. Das genügte ihr. Der Triumph war ihr im Gesicht ablesbar. Ihre Schülerin forderte ihn bestimmt auf, endlich zu reden. Q`Tahem fragte ihre Schülerin, ob sie ihn denn vor der Arena bewahren könnte. Jetzt reichte es Zoey:

“Bewahren kann und werde auch ich dich nicht. Aber je eher du redest, desto eher und unbeschadeter kannst du zurück in deine Zelle. Mir ist wirklich nicht daran gelegen, dich zu verletzen. Schon wegen alter Zeiten! Und wenn dir etwas an Kestrel und Sane liegt, dann versuche, gesund und munter zu bleiben, damit du ihnen in der Arena helfen kannst. Denn das wird kein Pappenstiel. Und da Beide von den anderen Sith stark misshandelt und gebrochen wurden, wollte ich dir das eigentlich ersparen. Ihr werdet in der Arena sterben, wenn ihr alle Drei schwach seid. Du musst sie beschützen. Daher rede!”

Zoey blickte ihn ernst und eindringlich an. Er gab ihnen dann eine lächerliche Information, doch Zoey ließ es dann gut sein. Sie dachte an die Arena und sie wollte das Blut der Jedibande nicht an ihren Fingern kleben haben. Immerhin waren sie noch kürzlich gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen. Sie waren befreundet gewesen. Sie konnte ihre Gefühle für sie nicht einfach streichen oder löschen. Sie wusste, was sie in der Arena erwartete, denn sie hatte sich das immerhin alles ausgedacht. Q`Tahem, wenigstens einer, musste bei Kräften sein. Sie sah die Jedi nur ungern leiden. Alles war anders gekommen, als geplant. Sie hatte eine Seite gewählt. Jetzt gab es kein zurück. Sie musste sich auf ihrer Seite bewähren und wollte und durfte sich keine Blöße geben. Doch sie hatte die Chance, ihnen einen Überlebensvorteil zu verschaffen, indem sie Q`Tahem vor harter Folter beschützt hatte. Auch wenn er das nicht so sah. Außerdem sollten sie nicht schon in der ersten Runde in der Arena zusammenbrechen. Sie hatte sich mehr als eine Runde ausgedacht und sie würden viele Gäste erwarten. Sie öffnete mit der Macht seine Fesseln vom Folterstuhl und sagte:

“Geh! Es geht zurück in die Zelle! Ihr müsst unbedingt etwas schlafen!”

Als sie im Gefängnistrakt ankamen, war er der Letzte, der ankam. Kestrel und Sane waren schon da und sie sahen beide schlimm aus. Zoey wurde bei ihrem jämmerlichen Anblick ganz anders. Sane sah hasserfüllt drein. Wenn er dafür noch die nötige Kraft hatte, ging es ihm besser als Kestrel. Kestrel wirkte wie ein Häufchen Elend. Sie würde die Nacht nicht überleben. Zoey hatte eine Blitzidee. Sie schickte die Wachen fort und ließ nur Yui hier bleiben.

"Alle Wachen haben außer Yui 5min Pause!"

Leise flüsterte sie ihrem Bruder im Herzen zu:

“Halt! Q, nutze es nicht aus! Ich werde dich zu Kestrel in die Zelle stecken. Ich werde kurz deine Anti- Machtfessel deaktivieren. So wie soeben. Gib in der kurzen Zeit Kestrel eine Machtdusche. Ich weiß, dass du das kannst. Nur so hat sie eine Überlebenschance! Vermassel es nicht wegen unüberlegter Ideen! Danach musst du sie wärmen Hörst du!”

Gesagt, getan. Sie steckte ihn einfach zu Kestrel in die Zelle und sofort, als die Tür des Käfigs sich schloss, deaktivierte sie kurz seine Antimachtfessel.

Ari`a, aktiviere dein Lichtschwert! 90 Sekunden ab jetzt!”

Es war eine brisante Situation, doch sie kannte Q`Tahem zu gut, als das er unüberlegt etwas tun würde, was dann alle nicht überleben würden. Sie sah auf die Uhr. Sie lehnte sich damit weit aus dem Fenster! Ihr schlug dabei das Herz bis in den Hals.

“Vorbei!”

Sie sah zu Kestrel. Ihre Haut wurde etwas rosiger. Zoey selbst hatte das nie gelernt. Womöglich konnten das auch nur Jedi? Nein, Hybris hatte das auch gekonnt. Er hatte es mit ihr getan. Sie erinnerte sich wieder. Sie rief Yui herbei.

Yui, bringe ihnen sofort Wasser, Brot und Bacta zum Einnehmen und als Salbe und gib ihnen dann allen einen Schmerzmittel-Schlaf Cocktail, den du mit deinen Giften umherschleppst und injiziere es allen, denn sie brauchen Schlaf. Dosiere es richtig für 5 Stunden. Ich verlasse mich auf dich.”

Die Jedi konnten auch diese Anweisung hören. Mehr konnte sie nicht für sie tun. Sie hoffte, sie wussten es zu schätzen. Vermutlich nicht. Zu ihrer Schülerin sagte sie:

"Du warst sehr hilfreich heute! Sehr gut! Geh nun schlafen! Du hast 5 Stunden."

Dann ging sie. Sie ging auf das Dunkelste zu, was die Zitadelle zu bieten hatte, auf Sturn. Er war ein Nexxu der dunklen Seite der Macht. Leider war er nicht allein. Sie musste zugeben und sich selbst eingestehen, dass es sie unglaublich störte. Sie hatte die Zeit auf Korriban mit ihm sehr genossen. Die Sith ging, ohne auf Kira zu achten, auf ihn zu und ging auf ein Knie vor ihm. Er saß auf einem Thron. Dieser Effekt machte seine Macht und Stellung realistischer und greifbarer. Deshalb hatte sich Zoey dazu hinreißen lassen.

Mylord, ich würde das gerne unter vier Augen besprechen.”

Sie wartete auf seine Reaktion. Sie hoffte, dass er Kira raus schickte. Dann fuhr sie fort und baute ihre spärliche Info etwas aus.

Q´Tahem wusste nicht viel von Bedeutung, was ich nicht schon selbst im Jeditempel in Erfahrung habe bringen können. Da er in zweiter Schülerschaft mit Kestrel herumreist, macht es ihn halt weiter zum Schüler, trotz seiner Jedifähigkeiten und wurde kaum groß wahrgenommen und eingeweiht. Er meinte, dass alle Artefakte von Theaterra noch auf Lianna im Tempel lagern und noch nicht nach Coruscant gebracht wurden. Aber die meisten ihrer Schiffe sind mittlerweile dort. Und sie wollen auf Tython suchen. Die nächste geplante Mission. Ich bezweifle, ob das schlau von den Jedi ist. Und ob er da nicht irrt. Mehr wusste er nicht zu sagen. Ich wünschte, er hätte mehr gewusst.”

Zoey hatte einfach alles genannt, was aus seinem Mund irgendwann gekommen war, damit es nicht zu armselig wirkte und ausgeschmückt. Sie ahnte, dass die beiden Höherrangigen erfolgreicher gewesen waren. Sie schenkte dem Grafen einfach noch ein äußerst charismatisches Lächeln. Irgendwie kam sie sich vor wie eine Schülerin bei einer Prüfung. Wie sie dieses Gefühl gerade hasste. Unruhig wartete sie, ob er mit ihrer Antwort zufrieden sein würde oder nicht. Die Jedi hatten sie immer gleichrangig behandelt, dachte sie bitter.



Zitadelle, vor des Grafens Thron: Sturn, Zoey, Kira?
 
[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Zentrum | Kammer des Grafen | Janus, Kira, Zoey, Wächter (NSC)

Unterweisung erforderte Geduld und Selbstbeherrschung, in dieser Hinsicht stimmte Janus mit den Jedi überein. Wer der Meister über andere sein wollte, musste zuerst der Meister über sich selbst sein, seine Gefühle und Begierden kontrollieren und die Galaxis nüchtern und klar sehen. Nur dann war es möglich, anderen ein gutes Vorbild zu sein und ihnen zu demonstrieren, welche Macht man auf diese Weise erlangen konnte. Darin wiederum unterschied sich der ehrgeizige Aristokrat von den Anhängern der Hellen Seite. Sie behaupteten, lediglich für das höhere Wohl Wissen und Stärke anzustreben, eine Rechtfertigung, über die Janus nur müde lächeln konnte. Wahrscheinlich glaubten die Jedi das wirklich, und gewiss war es eine nützliche Fassade, aber ihre sogenannte Moral hemmte sie und setzte ihnen Grenzen. Er kannte keine Grenzen und keine Skrupel und wusste sehr genau, dass es schlussendlich nur ihm ging. Um seinen Willen, um seine Vorstellungen, um seine Ziele. Es war natürlich hilfreich, andere glauben zu lassen, dass er auch zu ihrem Vorteil handelte, und de facto war ein Leben unter seiner Herrschaft selbstredend eine Verbesserung – wer würde nicht davon profitieren, dass in dieser chaotischen Galaxis endlich Sicherheit und Stabilität unter der erleuchteten und ewigen Führung eines wahren Sith einkehren würden? Der schlanke Fastmensch erlaubte sich ein dünnes Lächeln und wandte seine Gedanken wieder dem Hier und Jetzt zu, das Lob seiner ehemaligen Meisterin im Bezug auf Kestrel quittierte er mit einem höflichen Nicken und er vollführte eine Handbewegung, die nahelegte, dass er mit dem Geschehenen zufrieden war.

„Zu freundlich, danke. Es ist alles eine Frage von Fingerspitzengefühl und Geduld. Die Methoden dieser entstellten Kreatur waren grobschlächtig und überhastet und damit zum Scheitern verurteilt. Aber Scheitern kann lehrreich sein – ganz besonders, wenn es andere sind, die versagen.“

Der Dunkle Lord konnte sich ein leichtes Kopfschütteln und ein leises Seufzen nicht verkneifen, als er daran dachte, wie ungeduldig und kurzsichtig so viele Sith an diese Angelegenheiten herangingen. Natürlich war nicht alles schlecht, es gab viele im Dunklen Orden, die sich redlich bemühten, Folter auf eine effiziente und kunstvolle Art und Weise durchzuführen, aber für einen bedauerlich hohen Anteil schienen gebrochene Knochen und zerschmetterte Gesichter das Höchstmaß an Feingefühl zu sein. Eines von vielen Dingen, die sich ändern würden, sobald er erst einmal die Macht hatte, die Sith als Ganzes zu beeinflussen. Reformen und Verfeinerung taten Not, es war Zeit, überschüssiges Fett abzuschneiden, den Spreu vom Weizen zu trennen. Ein Wiederaufflammen des Krieges würde dem Dunklen Orden und dem Imperium gut tun, es in den Feuern des Konflikts neu schmieden und von jenen befreien, die fett und träge geworden waren. Für sie gab es keinen Platz in der neuen Ordnung, wohl aber für jene, die bereit waren, zu lernen und zu wachsen. In dieser Hinsicht schien Kira auf einem guten Weg zu sein, die dunkelhaarige Frau bekräftigte ihr Bestreben in diese Richtung und Janus honorierte ihre Worte mit einem wohlwollenden Lächeln, ganz der weise Meister, der sich über die Fortschritte seiner Schülerin freute, die Befriedigung in seiner sonoren Stimme war nicht zu überhören.

„Ausgezeichnet.“

Janus musterte seine Gegenüber aus golden schimmernden grünen Augen, nahm ihre Aura und ihren Körper in Augenschein und berührte und lockte beides. So entspann sich ein Spiel, ein Tanz von Nähe und Distanz, von Verlangen und Verweigerung, von Leidenschaft und Zorn. Zweifellos eine sehr reizvolle Art, eine Lektion zu vermitteln, der blasierte Aristokrat hatte großes Vergnügen daran, Kira an die Grenzen ihrer Selbstbeherrschung und darüber hinaus zu bringen, sie noch tiefer in die Dunkelheit zu treiben und noch enger an sich zu binden. Dies war wahre Macht über ein anderes Lebewesen, dies war die stärkste Form der Zuneigung, zu der er fähig war. Und so war er zum Teil überrascht und zum Teil amüsiert, als seine einstige Lehrmeisterin den Spieß umdrehte, zum Angriff überging und ihn zu Fall brachte, nicht ohne einen gewissen Triumph kniete die andere Sith über ihm und ließ ihre Hände über seinen Körper wandern, während sie sich so nahe waren, dass das Knistern in der Luft ihre Lippen elektrisierte und kribbeln ließ. Als die dunkelhaarige Frau begann, ihn mit einer verführerisch-trockenen Mischung zu necken, wölbte der Dunkle Lord eine Augenbraue und legte leicht den Kopf schief. Ein Moment verging...dann teilten sich seine Lippen in einem breiten Lächeln und Janus entfesselte die Macht in einem kräftigen Stoß, der Kira in die Höhe hob und gegen die nächste Wand schleuderte, dicht gefolgt von dem athletischen Halb-Echani, der in atemberaubenden Tempo wieder auf den Beinen und an ihr war, den Arm gegen ihren Hals gedrückt, so dass sie nach Luft schnappen musste, ihr Atem auf seiner Haut. Janus starrte sie aus schimmernden Augen an, seine Stimme eine Oktave tiefer, ein Klang von amüsierter, souveräner Gefährlichkeit.

„Sagt Ihr es mir, Kira. Wer hat die Kontrolle?“

Der Sith lockerte seinen Griff, wenn auch nur ein wenig, lachte...und lehnte sich dann nach vorn, um Kira zu küssen, mit einer rohen Zärtlichkeit, die wohl nur einem Wesen wie ihm möglich war, als er sich an seine einstige Meisterin presste und seine Berührungen schneller, intensiver und zielstrebiger wurden, darauf abzielten, größtmögliche Ekstase und Leidenschaft zu bewirken, Barrieren einzureißen, Lust zu entfesseln...und Lernen zu belohnen. Ihr Vergnügen währte lange, musste aber früher oder später ein Ende finden, und erfrischt und zufrieden konnte Janus eine Besucherin in seiner empfangen, Zoeys Präsenz in der Macht kündige ihr Erscheinen an. Der Graf empfing sie in royaler Haltung auf seinem Thron, der herrschaftlich-strenge Anblick etwas gemildert durch das höfliche Lächeln auf seinen Lippen und den Ausdruck in seinen golden schimmernden Augen, als er die Archäologin betrachtete. Was sie zu erzählen hatte, wollte sie nur unter vier Augen mit ihm teilen. Rasch kalkulierte der kühle Verstand des Dunklen Lords Nutzen und Risiken und er entschied, dem Pakt mit seiner alten Meisterin den Vorzug zu geben, er signalisierte allerdings diskret über die Macht, dass die Türen für eine spätere Unterhaltung im kleinsten Kreis durchaus offen standen. Einladend deutete Janus auf einen der Stühle, damit sein Gast nicht das Gefühl hatte, wie eine Dienerin behandelt zu werden, die sonore Stimme des Grafen war glatt und schmeichelhaft.

„Ah, willkommen, Lady Liviana. Wie schön, dass Ihr zu uns kommt. Sprecht Eure Worte ohne Zögern oder Sorge vor uns aus.“

Und in der Tat wusste die Forscherin interessante Dinge zu berichten. Janus nahm sich die Zeit, gründlich über das Gesagte nachzudenken und deutlich zu machen, dass er es schätzte, dass sie damit zu ihm gekommen war. Die Galaxis war in Bewegung – es galt, schnell und entschlossen zu handeln und die Vorteile zu nutzen, die er besaß. Elegant erhob sich der Dunkle Lord und schenkte seiner Gegenüber ein charmantes, zufriedenes Lächeln, ganz der wohlgesonnene Autokrat, der mit seinen geschätzten und geehrten Verbündeten sprach. Es war eine erfolgversprechende Strategie, die ihn nichts kostete außer etwas Geduld und Höflichkeit. Schließlich nickte Janus bedächtig und bedeutete mit einer einladenden Geste, aufzubrechen.

„Ich danke Euch für Euren Bericht. Jede Information ist nützlich. Wenn es noch etwas gibt, dann werden wir uns angemessen darum kümmern. Und nun rufen uns Sand und Blut – die Arena wartet!“

Der blasse Halb-Echani, groß und schlank, schritt voran, von Kopf bis Fuß das Bild des zukünftigen Herrschers, ein Eindruck, der sich noch verstärkte, als er schließlich die Loge in der Zuschauertribüne erreichte und auf Sand und Knochen blickte. Schon bald würde wieder zum Ruhm der Dunklen Seite Blut fließen – und natürlich zu seinem. Alles geschah, wie er es wünschte. Das Lächeln des Dunklen Lords wurde breiter und er erlaubte sich ein Kichern, das zu einem Lachen wurde, als er die Arme ausbreitete und seine Aura über die Arena ausdehnte wie einen gewaltigen Schatten. Die Zeit war gekommen...

[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Arena | Zuschauertribüne | Janus, Kira, Zoey Wächter (NSC)
 
[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Zentrum | Kerker- Zellentrakt | Kestrel, Sane,Wächter (NSC)

Die Zelle auf Ziost wirkte wie ein finsteres Gefängnis der Verzweiflung. Kalte Steinwände und Durastahlstangen umgaben Kestrel, und die Atmosphäre schien von Dunkelheit und Kälte durchdrungen zu sein. Das Licht, das durch kleine Gesteinsöffnungen hereinfiel, vermochte kaum, die Schwärze zu vertreiben. Jeder Atemzug fühlte sich wie ein Zug von düsteren Schatten an, die die Luft erfüllten.
Die finstere Energie des Sith-Lords und seiner Gefolgschaft schienen sich auf die Umgebung zu übertragen. Die Zelle pulsierte förmlich vor negativer Energie, die die Hoffnung und den Mut der Gefangenen zu ersticken schien. Die Stimmung war erdrückend und ließ die Verzweiflung förmlich greifbar werden.
Die schrecklichen Ereignisse, die in dieser Zelle und Umgebung stattgefunden hatten, hinterließen ihre Spuren. Die körperlichen Schmerzen von Kestrel und Sane waren nur ein Ausdruck der psychischen Folter, die sie erlitten hatten. Die Dunkelheit schien sich förmlich in die Mauern der Zelle eingebrannt zu haben, und die Spuren der Vergangenheit waren überall spürbar.
Die einstige Stärke und Hoffnung der Jedi wurde von der düsteren Atmosphäre aufgesogen. Selbst die besten Absichten schienen gegen die überwältigende Dunkelheit machtlos zu sein. Die Hoffnungslosigkeit schien überall präsent zu sein, und es war schwer, darin nicht zu ertrinken.
Kestrel spürte die Last dieser Atmosphäre auf ihren Schultern und in ihrem Herzen. Die Wände und Gitterstäbe schienen sich enger und enger um sie zu schließen, während die Dunkelheit versuchte, ihre Entschlossenheit zu ersticken.


“Ja, vielleicht hast du recht. Vielleicht sollte es einfach nicht sein, dass ich Sturn töte, doch damit hätte ich dann ein noch sinnloseres Opfer meines Körpers erbracht. Vielleicht habe ich auch wegen meinem Kodex und meiner Haltung als Jedi deshalb versagt. Ich habe vermutlich zu lange dabei gezögert, ihm den Hals aufschlitzen und traf daher nicht tief genug.”

Gab die Jedi zu und litt immernoch, auch wenn seine Worte irgendwie Trost gaben, denn er redete wieder mit ihr, versuchte sie aufzubauen und gab ihr nicht allein die Schuld an alledem. Nein, er versicherte ihr, dass ihr Verschwinden irgendwann auffallen würde und irgendwann die Jedi und auch die Republik auf Sturn aufmerksam werden würden, dass er ein gefährlicher Mann und Puppenspieler war. Das Sane jedoch Zoey töten wollte und dies der Sith Kira angeboten hatte, wunderte sie dann doch. Doch trotz all dem konnte sie einen kleinen Funken Hoffnung in sich spüren, der trotz der Umstände noch nicht erloschen war. Dieser Funke war es, der sie weiterkämpfen ließ, selbst in der tiefsten Verzweiflung. Vielleicht waren es auch die Worte von Sane. Obwohl er von ihrem sicheren Tod sprach, war da eine Hoffnung, wenigstens noch etwas tun zu können, um den Sith zu schaden, um sie so zu schwächen und aufzuhalten.

“Ich kann mir gut vorstellen, dass dies Kira gefällt. Es ist fast schon lächerlich, wie alle um die Gunst des Grafen kämpfen. Doch was erhoffst du dir davon? Ich bezweifle, dass Kira dir die Freiheit schenken würde oder einen schnellen Tod. Ich denke, selbst wenn sie es wollte, wäre sie dazu nicht in der Lage, sich damit Sturn zu widersetzen, denn wir gehören IHM. Und wärst du wirklich fähig, deine einstige Freundin zu töten? Ich muss zugeben, ich könnte es nicht, auch wenn ich ebenfalls anmerken muss, dass ich mir nicht sicher bin, ob nicht die Archäologin andersrum in der Lage wäre. Mittlerweile traue ich ihr leider alles zu… . ”

Die Zeit in der düsteren Zelle auf Ziost verstrich quälend langsam. Kestrel fand kaum Erholung, wenn sie versuchte zu schlafen. Immer wieder wurden ihre Träume von düsteren Albträumen heimgesucht, in denen sie gefangen war, von der Dunklen Seite umgeben und von den Schatten ihrer eigenen Ängste heimgesucht wurde. Sie sah die Gesichter derer, die sie liebte, von Schmerz und Leid verzerrt, und sie kämpfte in ihren Träumen verzweifelt gegen die Finsternis an.
In dieser unruhigen Nacht wurde sie schließlich aus ihren Albträumen gerissen. Die Geräusche von Metall auf Metall drangen an ihre Ohren, und als sie erschöpft ihre Augen öffnete, sah sie, wie Zoey, einen ihrer Gefährten, den Nautolaner Q'Tahem in ihre Zelle sperrte. Der Nautolaner wirkte ebenfalls mitgenommen, und Kestrel konnte die Erschöpfung und Frustration in seinen Augen sehen.
Ihr Herzschlag beschleunigte sich vor Überraschung und Erleichterung, als sie erkannte, wer da in ihre Zelle gebracht wurde. Q'Tahem hatte überlebt! Kestrel spürte, wie ein Funken Hoffnung in ihr aufkeimte. Bisher lebten sie alle noch.
Im Hintergrund standen Zoey und Ari’a und sie bedrohten den Nautolaner, denn er sollte irgendetwas tun. Dieser hielt schließlich ihre Hand und war frei von seinen Handschellen. Sofort keimte Hoffnung in ihr auf, dass er sie alle befreien könnte, doch zum Glück war er selbst klug genug, dass die momentane Ausgangslage zum Scheitern verurteilt war. Erst jetzt spürte sie, wie er ihr mit der Macht etwas Kraft gab. Kraft für was? Um für die Hinrichtungszeremonie fit zu sein? Müde und psychisch und körperlich gebrochen, sah sie dem Nautolaner in die dunklen Augen.


“Ich bin so froh, dass du noch lebst. Ich fürchte nur, dieser Zustand wird für uns alle nicht von Dauer sein. Ich danke dir. Es sind so furchtbare Dinge passiert… . Sturn ist ein Monster und wir können ihn nicht aufhalten… . Ich habs versucht…. . Ich habe erneut versagt. Womöglich weiß er nun alles aus meinem Kopf und hat von mir alles bekommen, was er nur bekommen konnte….”

Flüsterte sie ihm zu und in ihrem Gesicht war deutlich der Schmerz abzulesen. Zoey befahl schließlich Yui sie gesundheitlich zu versorgen.

“Was soll das Zoey?! Damit diese Hinrichtungszeremonie, die Sturn angedeutet hat, möglichst lang genug dauert, damit ihr euren Spaß daran habt, wie wir schlussendlich dabei sterben? Nur am besten nicht gleich in den ersten 5min? Das ist doch unmöglich Nächstenliebe! Das ist berechnende Gier nach Erfolg, um vor dem Grafen zu glänzen!”

Warf Kestrel ihr mit geschwächter Stimme vor und ihr eigener Zorn auf Zoey war dabei nicht zu überhören. Schließlich waren sie wieder alleine in der Dunkelheit der Zellen und der Hunger und der Durst trieben Wasser und Brot in die Jedi hinein, bis Erschöpfung und Medikamente dafür sorgten, dass sie erneut auf dem kahlen, harten Boden in einen Schlaf fiel, wenn auch diesmal in einen Tieferen… .

[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Zentrum | Kerker- Zellentrakt | Kestrel, Sane, Q’Tahem, Yui, Wächter (NSC)
 
[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Zentrum | Kammer des Grafen | Janus, Kira, Zoey, Wächter (NSC)

Die Atmosphäre, die zwischen ihnen vibrierte, verwandelte sich in einem Herzschlag von einem Moment zum Nächsten. Ein amüsiertes Grinsen zierte Janus Lippen, als er Kira's Herausforderung mit einer ungeahnten Macht beantwortete. Bevor sie überhaupt begreifen konnte, was geschah, durchfuhr sie ein gewaltiger Machtstoß, der jegliche Verteidigung durchbrach.
Die Welt verschwamm in einem Wirbelwind der Geschwindigkeit, und ehe Kira sich versah, prallte sie mit wuchtiger Kraft gegen die Wand. Der Aufprall riss die Luft aus ihren Lungen, und bevor sie sich regenerieren konnte, spürte sie, wie die Dunkle Macht sich in ihrer Umgebung manifestierte. Janus war bei ihr, in einer atemberaubenden Geschwindigkeit mitgezogen.
Kira spürte seinen eisernen Griff, der sie gegen die Wand drückte und ihr die Luft zum Atmen nahm. Seine Augen, die zuvor ausschließlich amüsiert geglänzt hatten, funkelten nun zusätzlich mit einer gefährlichen Entschlossenheit. Ihr Atem wurde ihr genommen, als
Sturns Arm sich um ihren Hals legte und ihr die Luft zum Atmen raubte. Sein Grinsen war gefährlich und herausfordernd, und seine Augen funkelten vor Macht und Kontrolle.
In diesem Moment wurde ihr klar, wie schmal der Grat zwischen ihrer Aktion und der bedrohlichen Macht war, die
Janus in sich trug. Die Macht, die sie selbst als Meisterin einst in ihm geweckt hatte, hatte sich zu einer gefährlichen Waffe entwickelt. Die Drohung in seinen Worten war unüberhörbar, und Kira spürte den Druck seines Arms noch deutlicher, als er sich enger um ihren Hals schloss.
Seine Worte waren eine Warnung, ein Donnerhall in ihren Ohren. Kira spürte das pulsierende Gewicht seiner Macht, die Dunkle Seite, die zwischen ihnen brodelte. Ihre Aktion, ihn zu Fall zu bringen, hatte offenbar eine Grenze überschritten. Die Balance zwischen Spiel und Ernst schien zu verschwimmen, und sie begriff die Drohung, die in seiner Stimme mitschwang, auch wenn er trotz allem Spaß an der Situation zu haben schien.
In diesem Moment fühlte Kira eine Mischung aus Furcht, Ehrfurcht und einem brennenden Verlangen, seine Macht zu überwinden und noch mehr seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Doch sie wusste auch, dass sie an diesem Punkt seine Lektion verinnerlichen musste - die Kontrolle über die Macht und ihre eigenen Impulse zu bewahren. Es war ein eindringlicher Moment der Erkenntnis, der die Tiefe ihrer Beziehung zu
Janus Sturn und der Dunklen Seite der Macht verdeutlichte. Sein Tonfall war ein Spiel aus Drohung und Neckerei, eine Mischung aus Dominanz und Verführung. Kira verstand, dass ihre Aktion, ihn zu Fall zu bringen, eine schmale Gratwanderung gewesen war - ein riskanter Tanz mit der Dunklen Seite. In diesem Moment erkannte Kira die Tiefe seiner Macht, seine Überlegenheit, die er mit Leichtigkeit demonstrierte. Die Dunkle Seite hatte viele Gesichter, und sie hatte soeben eines davon kennengelernt, das sich mit atemberaubender Geschwindigkeit offenbarte. Die Luft war gespannt von Energie, von der Macht, die zwischen ihnen pulsierte, und Kira konnte nicht anders, als von dieser Intensität überwältigt zu sein.

Sturn's
Wechsel zwischen Nähe und Distanz erreichte seinen Höhepunkt in einem Moment, der die gespannte Atmosphäre zwischen ihnen durchbrach. Seine Lippen trafen auf die ihren in einem leidenschaftlichen Kuss, der die Dunkle Seite der Macht zwischen ihnen erzittern ließ.
Der Kuss war ein Feuerwerk der Leidenschaft, ein Verschmelzen von Macht und Verlangen. Kira spürte die Intensität seiner Küsse, die warmen Konturen seiner Lippen auf den ihren. Seine Macht umgab sie wie eine unsichtbare Aura, eine Verbindung, die tiefer ging als jede physische Berührung.
Während sie in seinem Griff gefangen war, schienen ihre Körper in Resonanz zu geraten, jede Berührung, jeder Kuss ließ die Dunkle Seite der Macht vibrieren und fließen.
Janus Küsse waren eine Mischung aus Dominanz und Hingabe, eine Darbietung seiner Macht und Leidenschaft.
Die Dunkle Kammer, in der sie sich befanden, schien die Intensität dieses Moments zu verstärken. Die düsteren Klänge, die das Zimmer erfüllten, bildeten den Hintergrund für ihre leidenschaftliche Begegnung. Kira konnte nicht anders, als sich in diesem Moment verloren zu fühlen, zwischen der Macht und
Sturns Küssen, zwischen der Dunkelheit und dem Verlangen, das sie erfüllte.
Es war ein Tanz zwischen zwei Schatten, zwischen Macht und Verlangen, der sie beide gefangen hielt. Die Dunkle Seite der Macht, die sie umgab, schuf eine Verbindung zwischen ihnen, die tief und intensiv war. In diesem Kuss spiegelte sich die Essenz ihrer Beziehung wider - eine Mischung aus Dominanz, Leidenschaft und dem unwiderstehlichen Ruf der Dunkelheit.

Die Nacht dehnte sich aus, während Kira in
Sturns Gegenwart verweilte. Die Dunkle Kammer schien den Takt der Zeit zu verlangsamen, während sie die Stunden in seiner Nähe genoss. Trotz der ursprünglichen Angst, die sie vor solch einer Intimität empfunden hatte, spürte sie nun eine tiefe Verbindung zu ihm, die sie nicht ignorieren konnte.
Die Dunkle Seite der Macht, die zwischen ihnen pulsierte, schuf eine Aura der Verschmelzung, eine Verbindung, die tiefer ging als Worte es je ausdrücken könnten. Kira fand Frieden in seiner Gegenwart, spürte die Konturen seiner Macht, die mit ihrer eigenen verschmolzen war. Es war ein Tanz aus Vertrautheit und Verlangen, aus Faszination und Respekt.
Sie erinnerte sich an die anfängliche Furcht, die sie gehabt hatte, sich ihm so nahe zu nähern. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbrachte, desto mehr erkannte sie, dass er nicht mehr ihr Feind war. Hätte er sie wirklich töten wollen, hätte er längst die Gelegenheit dazu gehabt. Stattdessen hatte er sie unterrichtet, ihr seine Macht gezeigt und sie in seine Pläne einbezogen.
Die Dunkle Seite der Macht, die zwischen ihnen schwebte, schuf eine unwiderstehliche Bindung, eine Sogwirkung, die sie nicht ignorieren konnte. Kira spürte die Macht, die in ihr pulsierte, und die Verbindung zu
Janus, der ebenso von der Dunklen Seite erfüllt war. Die Nacht wurde zu einem verschwommenen Schleier aus Intimität und Leidenschaft, eine Reise in die Tiefen der Dunkelheit, die sie beide teilten.

Nach Stunden, die von Intimität und Dunkelheit durchdrungen waren, stellte sich eine unerwartete Zufriedenheit und Erfrischung ein. Janus und Kira fanden sich in einem Zustand der inneren Ruhe, der die aufgeladene Atmosphäre ihrer vorherigen Handlungen abmilderte.
In diesem Moment empfing Janus die Ankunft einer weiteren Schlüsselfigur - der Sith und Archäologin
Zoey Liviana. Kira stand neben dem Grafen, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, ein Schatten seiner Macht und Autorität. Zoey hatte eine alleinige Audienz gefordert, doch Janus lehnte dies ab. Stattdessen verlangte er, dass sie offen vor beiden sprechen solle. Ein finsteres Lächeln huschte über Kiras Züge, als sie sah, wie Zoey auf diese Aufforderung reagierte.
Ihre Blicke trafen sich, und Kira musterte die andere Sith eingehend. Die Worte von
Sane hallten noch immer in ihrem Kopf wider. Zoey war zweifellos eine Konkurrenz, wenn auch im Moment noch nicht bedrohlich. Doch Kira spürte das Potenzial, das in dieser Frau schlummerte. Sie konnte schnell zu einer ernsthaften Bedrohung werden, die Kiras Bündnis mit Janus gefährden und ihren Platz an seiner Seite in Frage stellen könnte.
Die Dynamik zwischen den beiden Frauen war unverkennbar. Kira konnte die unterdrückten Spannungen zwischen ihnen spüren, die Unsicherheit und den Kampf um die Gunst des Grafen. Kira war sich bewusst, dass sie nicht die Einzige war, die um
Sturns Aufmerksamkeit und Anerkennung rang. Zoey hatte ihre eigenen Pläne und Ambitionen, und Kira war entschlossen, jede Herausforderung anzunehmen, die auf sie zukam.

Während Zoey sprach, verengte Kira die Augen leicht, lauschte aufmerksam und analysierte jede Nuance ihrer Worte. Die Dunkle Seite der Macht flüsterte ihr Geschichten von Intrigen und Machtspielen, und Kira war bereit, sich diesem Spiel zu stellen. Ihr Blick wanderte zwischen
Zoey und Janus hin und her, während sie darüber nachdachte, wie sie ihre eigene Position stärken konnte, um sicherzustellen, dass ihre Allianz mit Janus unerschütterlich blieb.
Was
Zoey von dem Nautolaner Jedi Q'Tahem erfahren hatte, wirkte im Vergleich zu den Informationen, die sie Janus präsentiert hatte, geradezu lächerlich. Kira konnte eine Spur von Überlegenheit nicht unterdrücken, als sie die Präsentation von Zoey verfolgte. Ihre eigenen Informationen, die sie Janus vorgelegt hatte, waren von einer ganz anderen Dimension.
Die Dunkle Seite der Macht flüsterte Kira, dass sie sich um die Bedrohung, die von
Zoey ausging, vorerst keine Sorgen machen müsse. Die Gunst des Grafen schien weiterhin auf ihrer Seite zu stehen, und ihre Verbindung zu ihm war tiefer, als Zoey es sich vorstellen konnte. Während Zoey sprach, fühlte Kira das Selbstvertrauen in sich aufsteigen, das aus der Gewissheit ihrer eigenen Stärke und Macht erwuchs. Ihre Blicke trafen sich kurz mit Janus, und in diesem Augenblick spürte Kira, dass sie die Königin in diesem Schachspiel der Dunkelheit war.

Nur kurze Zeit später fanden sie sich zu dritt auf den Tribünen der Arena auf Ziost wieder, begleitet von den Wächtern und der Leibgarde des Grafen. Unter ihnen erstreckte sich eine unheilvolle Landschaft aus Sand und Knochen, eine Kulisse, die die düstere Stimmung perfekt verkörperte.

Janus dunkle Macht und Aura schienen sich mit jedem Atemzug auszudehnen, und Kira fand sich schnell in diesem Strudel der Dunkelheit wieder. Seine Präsenz war erfüllt von einer Vorfreude, die sich fast greifbar in der Luft zu manifestieren schien. Kira konnte seine Emotionen spüren, seine Aufregung, seine Erwartung an die bevorstehenden Spiele, die in dieser Arena stattfinden würden.
Die Gedanken von Blut und Gewalt füllten die Luft, als Janus seine Pläne in der Macht teilte. Kira teilte seine Vorfreude auf die Spiele, die eine angemessene Bestrafung für die Jedi sein sollten, die es gewagt hatten, sich ihnen in den Weg zu stellen. Ein Gefühl der Befriedigung durchströmte sie bei dem Gedanken an das, was kommen würde. Blut würde fließen, die Dunkelheit würde triumphierten, und die Jedi würden für ihre Anmaßung bezahlen.

Die Dunkelheit der Arena spiegelte die Dunkelheit in ihren Herzen wider, und Kira fühlte sich in diesem Moment lebendiger und mächtiger als je zuvor. Sie war bereit, sich in den Strudel der Gewalt und Dunkelheit zu stürzen, der sie alle erwartete und ihre Macht als Sith zu nutzen, um die Rache und Bestrafung zu bringen, die sie für gerechtfertigt hielt.


“Jetzt kommt der angenehme, entspannte und amüsante Teil der ganzen Mission. Ich freue mich schon darauf.”

Meinte Kira, dicht neben
Sturn stehend und wandte sich dann an Zoey.

“Was habt ihr vorbereitet, Liviana? Ich bin gespannt, eure perfide, dunkle und grausame Kreativität kennenlernen zu dürfen. Vielleicht lässt dies tiefer blicken, als ich euch bisher kennenlernen durfte.”

Ein breites, arrogantes Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus, während sie sich weiter in der Nähe des Grafen badete.


[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Arena | Zuschauertribüne | Janus, Kira, Zoey Wächter (NSC)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ziost, Zitadelle, Verhörraum: Zoey, Ari`a und Q`Tahem

Die Atmosphäre in der Zitadelle von Ziost war weiterhin von düsterer Schwere erfüllt, als Ari'a ihrer Meisterin und
Q'Tahem folgte. Die Erleichterung, dass das Verhör endlich vorbei war, vermischte sich mit der Unruhe über das Geschehene und den bevorstehenden Aufgaben. Die Twi'lek trottete aufgewühlt hinter den Beiden her, ihre Gedanken voller Gedanken und Emotionen.
Schließlich erreichten sie die Zellen, und Ari'a konnte den Nautolaner
Q'Tahem in die Zelle der Jedi-Meisterin Skyfly eingesperrt sehen. Die gefolterte und geschwächte Gestalt der Jedi-Meisterin berührte ihr Herz. Sie konnte die Leiden in Skyflys Augen sehen und spürte eine Mischung aus Mitleid und Wut in sich aufsteigen.

Zoey's Befehl traf sie wie ein Schock. Sie sollte
Q'Tahem erneut mit dem Lichtschwert bedrohen, während er die verletzte Jedi-Meisterin heilte, um sicherzustellen, dass er keine "dummen Ideen" hatte. Angespannt und schwitzend trat Ari'a vor, das Lichtschwert zitternd in ihrer Hand. Sie fühlte sich unbehaglich bei diesem Befehl, bei dem sie jemanden bedrohen sollte, der gerade versuchte zu helfen.
Ihre Hände waren feucht vor Nervosität, als sie das Lichtschwert auf den Nautolaner richtete. Die Schuldgefühle drängten sich in ihre Gedanken - Schuldgefühle über ihre eigene Beteiligung an dieser Dunkelheit, Schuldgefühle über die Verletzungen der Gefangenen, Schuldgefühle über das, was sie tun musste, um zu überleben.
Das Lichtschwert vor
Q'Tahem haltend, spürte Ari'a einen Kloß in ihrer Kehle. Sie wagte nicht, in seine Augen zu sehen, aus Angst, den Schmerz und die Verwirrung in ihnen zu sehen. Das Ganze war eine Qual für sie, ein Akt der Unterwerfung unter die Sith, den sie zutiefst hasste.

Endlich endete dieser Albtraum. Als Zoey den Befehl aufhob, atmete Ari'a erleichtert aus. Ein Gefühl der Beklemmung blieb jedoch bestehen, als sie in die müden und verletzten Gesichter der Gefangenen sah. Die Schuldgefühle in ihr loderten auf, und der Anblick der Leidenden schnürte ihr die Kehle zu. Auch
Sane sah schlimm zugerichtet aus.
Ari’a wünschte sich nur eines - eine Möglichkeit, sich aus diesem Alptraum zu befreien und eine Welt zu erschaffen, in der Leid und Schmerz keinen Platz hatten. Aber für den Moment blieb ihr nichts anderes übrig, als ihre Rolle zu spielen und zu hoffen, dass sie eines Tages einen Weg finden würde, um das Unrecht, das sie umgab, zu überwinden.
Ari'a fühlte sich erschöpft, als sie den Befehl von
Zoey hörte, sich hinzulegen und zu schlafen. Die letzten Stunden waren eine emotionale Achterbahnfahrt gewesen, und ihr Körper und Geist sehnten sich nach Ruhe. Dennoch spürte sie eine innere Unruhe, die es schwer machte, einfach zur Ruhe zu kommen.
Sie folgte dem Befehl und zog sich in eine dunkle Ecke zurück, weg von den Blicken der Anderen und fern von der bedrückenden Präsenz der Sith. Ihr Herz schmerzte immer noch von den grausamen Ereignissen des Tages, von den Schreien der Gefangenen, von der Gewalt, die sie ertragen musste.
Als sie allein war, ließ sie ihre Tränen frei fließen. Die Wut, die Trauer und die Hilflosigkeit drängten an die Oberfläche und entluden sich in leisen Schluchzern. Die Dunkelheit der Nacht umgab sie, während sie sich in den Schlaf weinte. Jeder Tränenstrom war ein Ausdruck der Qualen, die sie unterdrücken musste, um zu überleben.
Inmitten ihrer Erschöpfung und Tränen versuchte Ari'a, sich auf die bevorstehenden Stunden der Ruhe zu konzentrieren. Sie legte sich auf den harten Boden, zog ihre Knie an die Brust und versuchte, ihre Gedanken zu beruhigen. Die Dunkelheit umhüllte sie, und sie spürte, wie die Erschöpfung allmählich ihre Sinne ergriff.
Doch die Bilder und Geräusche des Tages verfolgten sie weiterhin, wie Geister, die sich weigerten, sie loszulassen. Die Schreie der Gefangenen hallten in ihren Ohren wider, und die Qualen, die sie gesehen und selbst verursacht hatte, brannten in ihrem Geist.
Die Tränen versiegten langsam, und Ari'a fand sich in einem Zwischenzustand zwischen Wachsein und Schlaf. Sie fühlte sich leer und doch überwältigt von den Emotionen, die sie überwältigt hatten. Sie sehnte sich nach Frieden, nach einem Moment der Stille, um ihre zerschundene Seele zu heilen.
In diesen kostbaren Stunden der Ruhe vergrub sie ihr Gesicht in ihren Armen und versuchte, die Dunkelheit und die Verzweiflung zu vergessen. Ihre Gedanken wirbelten wie Staubstürme in ihrem Kopf, aber sie kämpfte darum, ihre Sinne zu beruhigen und wenigstens für eine Weile vor dem Schmerz zu fliehen.
Die Zeit verrann langsam, und während sie dort lag, fand sie schließlich den Weg in den Schlaf. Die Dunkelheit der Nacht umfing sie, und ihre Träume wurden von den Schatten ihrer Erlebnisse gezeichnet. Doch inmitten all der Dunkelheit fand sie einen flüchtigen Moment des Friedens, eine winzige Insel der Ruhe inmitten des Sturms.

Die Stunden vergingen, bis ihr Chrono die müde und zerschlagene Twi'lek weckte. Die Realität der Sith-Welt wartete erneut auf sie, aber sie spürte, dass sie jetzt, wo sie ihren Tränen freien Lauf gelassen hatte, vielleicht ein kleines Stück stärker war.
Ari'a spürte eine innere Unruhe, als sie aus ihrem Schlaf erwachte. Ihr Herz klopfte rasch, während sie überlegte, was die nächsten Stunden in dieser finsteren Welt für sie bereithielten. Der Gedanke an die Präsenz ihrer Meisterin
Zoey und der mächtigen Sith, insbesondere Janus Sturn und Kira, ließ ihre Angst aufs Neue aufflammen.
Dennoch konnte sie die innere Dringlichkeit nicht ignorieren. Sie fühlte, dass sie auf irgendeine Art und Weise handeln musste, um ihre eigene Bestimmung zu finden oder vielleicht sogar eine Möglichkeit, die Dunkelheit zu überwinden. Mit dieser Entschlossenheit begann sie, die Macht zu nutzen, um die Präsenzen der Sith aufzuspüren.
Ihre Verbindung zur Macht führte sie zu einer Arena, einem Ort der Macht und der Konfrontation. Dort spürte sie die starke Präsenz von
Zoey, Kira und vor allem Janus Sturn. Die Dunkelheit lag wie ein undurchdringlicher Nebel über diesem Ort, und Ari'a konnte das unheilvolle Knistern der Macht in der Luft spüren.
Obwohl ihr Inneres vor Angst bebte, fand Ari'a den Mut, sich durch die düsteren Gänge der Zitadelle zu bewegen. Sie trat aus der Dunkelheit in das unerbittliche Licht der Arena und näherte sich den Tribünen, auf denen die mächtigen Sith und
Sturns Leibgarde thronten.
Ihre Schritte waren zaghaft, als sie näher kam, ihr Herz schlug wild in ihrer Brust. Der Anblick von
Kira, Janus Sturn und den Wächtern füllte sie mit Ehrfurcht und Angst gleichermaßen. Doch sie unterdrückte diese Gefühle, während sie sich der Gruppe näherte.

Ihr Blick glitt über die finsteren Gesichter, die von einem unbarmherzigen Willen erfüllt schienen. Sie fühlte den Blick von
Janus Sturn auf sich ruhen, und ein Schauer lief ihr über den Rücken. Die Macht des Sith Lords schien in der Luft zu liegen, eine unsichtbare Präsenz, die alles durchdrang.
Ihr Blick traf den von
Sturn, dem Sith Lord von furchterregender Macht. In seiner Gegenwart fühlte sie sich klein und verletzlich, aber sie zwang sich dennoch, den Blick nicht abzuwenden. Ihr Inneres tobte vor Angst und Unsicherheit, aber sie verbeugte sich, wie sie es gelernt hatte, vor diesen mächtigen Wesen.

Langsam neigte sie ihren Kopf, ihre blauen Lekku leicht nach vorn geneigt, als Zeichen ihrer Unterwerfung. Die Stille der Arena schien die Zeit zu dehnen, als sie dort verharrte, ihr Herz klopfte so laut, dass sie dachte, es könnte von den Sith gehört werden.
Ihre Verbeugung dauerte am längsten vor
Janus Sturn, dem dunklen Zentrum der Versammlung. In diesem Moment erkannte sie, wie zerbrechlich ihre Existenz in dieser Welt war, wie leicht von den Launen der Macht und dem Willen dieser mächtigen Individuen beeinflusst.
Als sie sich schließlich wieder aufrichtete, konnte sie spüren, dass die Blicke der Sith auf ihr lasteten, ihre Macht und ihre Absichten analysierten. Die Arena schien wie ein Hexenkessel, in dem die Macht brodelte und tobte.
Ari'a fühlte eine Mischung aus Angst, Respekt und die bittere Erkenntnis, dass sie tief in dieser finsteren Welt verstrickt war.


“Ich grüße euch Lord
Sturn, Lady Guldur und Meisterin Liviana! Habe ich etwas verpasst? Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen?”

Fragte das Mädchen mit trockener Kehle und stellte sich neben ihre
Meisterin und versuchte ihre zuckenden Lekkuschwänze ruhig zu halten, die vor Angst vibrierten und sah zu Janus und Kira und kaute nervös auf ihrer Unterlippe.

“Was sagt der heutige Tagesplan?”

Erneut biss sich die 18 Jährige auf die Lippe. Sie redete viel zu viel! Sie war nicht dazu aufgefordert worden, doch die Angst hatte sie dazu verleitet, noch dazu diese gefühlt bohrenden Blicke.

[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Arena | Zuschauertribüne | Janus, Kira, Zoey Ari’a ,Wächter (NSC)
 
Dathomir, Raumhafen, im Schiff: Adria, Rancor

Adria flog los in Richtung Bastion. Die junge Sith wollte dem Grafen das Holocron bringen. Sie wusste jetzt, dass sie in den Club der Assassinen eintreten wollte. Dafür war das Holocron die Eintrittskarte. Sie schaute sich gelangweilt die neuesten Nachrichten an. Man hatte im Dschungel ja nichts mitbekommen. Dafür war man auch viel zu sehr beschäftigt gewesen. Sie las, dass auf Ziost ein riesiges Spektakel anstand und dort der Graf und auch ihre Mutter waren und jene sogar eingeladen hatten. Nanu?! Adria änderte sofort den Kurs. Gewaschen und frisch angezogen erreichte sie gerade noch pünktlich zum Spektakel Ziost. Der Planet und die Zitadelle hatten eine Aura, die ganz nach ihrem Geschmack waren. Sie eilte wehenden Umhangs hinein. Ganz selbstverständlich strebte sie die Tribüne an, auf der noch Plätze frei waren. Adria suchte die Loge auf. Sie wusste, mit ihr rechnete niemand. Besonders nicht ihre liebe Mama. Sie kannte ihre Mutter Kira zu gut, als das sie nicht sofort im Bilde war, was hier los war, als sie zu ihr ging. Adria war schließlich nicht blöd. Begeistert war sie nicht gerade. Sie ging zu ihrer Mutter heran, gab ihr einen Kuss auf die Wange und flüsterte angewidert:

“Soll der Graf jetzt etwa mein Stiefvater sein!?”

Reichte es nicht, dass er ihre Hebamme gewesen war!? Dann kniete sie vorm Grafen artig in der Loge nieder.

"Ich bin hier, um Euch das Holocron von den Nachtschwestern zu überbringen. Dort habe ich meinen ersten Schüler Venris befördert. Ich habe mich zur Königin des Clans der gehörnten Spinne gekrönt. Also ich bin jetzt Obere Mutter der Nachtschwestern dieses Clans. Ich weiß auch jetzt, in welchen Zirkel ich möchte. Zu den Assassinen, Mylord. ”

Sie holte das Artefakt aus ihrem Rucksack und überreichte es ihm feierlich. Der dunkle Lord, in den ihre Mutter ganz offensichtlich verliebt war, wirkte wie immer einschüchternd wie symphatisch, so widersprüchlich das auch war.

“Es hängt viel Blut daran!”

Sie grüßte eine Sith (Zoey), die sie nicht kannte. Vielleicht war sie die Sith, die namentlich mit unter der Einladung stand? Hinter ihr saß eine Schülerin (Ari`a), ihre wahrscheinlich. Dann setzte sie sich hinter ihre Mutter. Adria atmete aus. Sie hatte jetzt Freizeit. Die Spiele konnten beginnen. Sie war gespannt. Adria freute sich darauf. PLötzlich, wie aus dem Nichts, fiel ihr etwas ein. Sie hatte bisher den Rancor nicht gefüttert. Nicht einmal an Wasser hatte sie gedacht. Sie war nicht so der fürsorgliche Typ! Hoffentlich ließ er das Schiff ganz?!

Ziost, Zitadelle, Arena, Loge: Graf Sturn, Mutter Kira, Zoey Liviana, Adria Guldur, Ari`a, in der Arena: Jedigefangene, auf Zuschauerplätzen viele Sith, Sithschüler und Jünger
 
[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Arena | Zuschauertribüne | Janus, Kira, Zoey, Zuschauer, Wächter (NSC)

Große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus. Es hatte viel Einsatz und Kraft gekostet, den Sieg über die Jedi hier auf Ziost zu erringen, aber schlussendlich waren die Lakaien der Hellen Seite gefallen und zu Gefangenen geworden, in Ketten gelegt, gedemütigt, besiegt und verraten. Ihre Verzweiflung musste groß sein und hing wie köstlicher Wein auf der Zunge des Grafen, doch der wahre Triumph stand erst noch bevor. Erwartungsvolle Spannung lag in der Luft und Janus konnte förmlich spüren, wie die Luft knisterte und die Geister längst verstorbener Sith danach hungerten, wieder die Vernichtung ihrer Feinde erleben zu dürfen. Es war ein nachvollziehbares Verlangen, und so vergeudete er keine Zeit. Hoch aufgerichtet, ein herrschaftliches Lächeln auf den blassen Gesichtszügen, stand der schlanke Halb-Echani, elegant gekleidet und flankiert von seinen Begleiterinnen, in der Loge auf der Zuschauertribüne und ließ den Blick seiner golden schimmernden grünen Augen über die Arena wandern.

Geschickt ließ er zu, dass sich die Spannung steigerte und steigerte, er spürte die erwartungsvollen Blicke, das Verlangen nach Tod und Unterhaltung. Er würde seinen Gästen reichlich davon geben, sie mästen mit dem Leiden der Jedi. Janus registrierte zufrieden, dass einige Mitglieder des Dunklen Ordens der Einladung gefolgt waren und sich auf der Zuschauertribüne eingefunden hatten, eine bunte Mischung von Spezies und Geschlechtern, vereint in Finsternis und bösartiger Vorfreude. Diese ging ganz besonders deutlich von Kira aus, seine ehemalige Meisterin machte keinen Hehl daraus, wie sehr sie danach gierte, den Kampf zu verfolgen. Janus schenkte ihr ein zustimmendes Nicken und ein schmales Lächeln, als er sie von der Seite ansah.


„In der Tat. Glorreiche Augenblicke liegen vor uns, der Lohn für unsere harte Arbeit und unseren Erfolg.“

Die Zeit war gekommen, die Anspannung auf dem Höhepunkt. Janus trat bedächtig einen Schritt vor, nun für jedermann gut sichtbar in der Loge, und dehnte seine Präsenz über die Versammelten aus, ein Mantel aus schwarzer Herrlichkeit, der sich über sie und die Arena legte. Seine Leibwächter stießen rhythmisch ihre Energiepiken auf den Boden und riefen seinen Namen, ein stetiger Hintergrundlärm, während ihr Herr und Meister die Menge beäugte und schließlich eine Hand hob. Stille legte sich über die Arena und der Aristokrat ließ einige Sekunden verstreichen, bevor er das Wort ergriff. Von der Macht verstärkt erklang seine sonore, ruhige Stimme scheinbar überall, erhaben und feierlich, die Worte eines Königs, eines Imperators. Janus breitete die Arme aus, umfasste den Raum in einer dramatischen Geste, und sprach.

„Willkommen! Ich, Graf Janus Sturn, Dunkler Lord der Sith und neuer Herr über Ziost, begrüße euch in der Arena der Zitadelle der Ewigen Finsternis. Dies ist ein großer Tag. Ein Tag des Ruhms und der Ehre, der Stärke und des Mutes! Heute zelebrieren wir die Macht der Dunklen Seite und ihren Sieg über das Licht. Heute tränken wir den Sand erneut mit dem Blut jener, die sich gegen uns stellen. Wir weihen diesen Ort, diese Festung, und lassen ihre Mauern erzittern vor dem Gebrüll nach Tod und dem Lärm des Kampfes.“

Jubel, Applaus, Fußstampfen, Gebrüll und Gejohle waren die Reaktionen, die versammelten Sith schrien ihre Zustimmung hinaus, schüttelten die Fäuste und machten ihren Durst nach Kampf und Blutvergießen nur zu deutlich. Die Aussicht auf diese brachialen Vergnügen hatte auch ein entsprechendes Klientel angelockt, Janus erkannte einige Mitglieder des Zirkels der Extinktoren unter den Zuschauern, und auch martialisch gesonnene Sith, die nicht zu dieser kriegerischen Vereinigung zählten, hatten sich eingefunden. Der Dunkle Lord sah Gewalt zwar primär als Mittel zum Zweck an und nicht als Selbstzweck, aber er war nur zu gerne bereit, ihren Appetit zu stillen und so neue Verbündete zu gewinnen. Geduldig ließ der den Lärm verklingen und gab ein Zeichen, seine Diener öffneten die Tore der Arena, so dass die Gefangenen hinein getrieben werden konnten. Sie wurden mit Hohn und Spott begrüßt, hier und da gewürzt mit der Aufforderung, wenigstens auf den Füßen zu sterben, und schließlich wandte sich Janus an sie, ganz Herr über Leben und Tod, starrte auf sie herab und musterte sie.

„Ihr, die nun zum Streite antretet, seid gegrüßt! Die Arena erwartet euch. In ihr werdet ihr geprüft werden wie noch nie zuvor. Ein beschämender Tod oder ein hart erkämpfter Sieg werden euer Schicksal sein, und nur mit ganzem Einsatz könnt ihr hoffen, zu überdauern und eure Fesseln zu sprengen. Entzündet ein Feuer in euren Herzen! Fletscht eure Zähne! Kämpft gut...und sterbt aufrecht. Beginnt!“

Unbändiges Geschrei erklang. Janus nahm gelassen Platz, ließ sich einen Kelch mit Wein reichen und trank einen Schluck, während er zusah, wie das mörderische Spektakel begann.

[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Arena | Zuschauertribüne | Janus, Kira, Zoey Wächter (NSC), Zuschauer, in der Kampfzone: Gefangene
 
Zuletzt bearbeitet:
[Ziost / Zitadelle / Verhörraum 3] mit Zoey und Ari'a

Mit deutlich Worten beendete Zoey die Illusion, die sie die gesamte Zeit aufgebaut hatte. Sie hatte davon geredet, ihm und den anderen helfen zu wollen, hatte Hoffnung versucht aufzubauen. Mit ihren direkten Worten zeigte sie, dass alles gelogen war. Nie hatte sie auch nur den Hauch an Unterstützung geben wollen. Alles hatte sie nur gesagt, um an Informationen zu kommen. Hätte gelogen und beeinflusst, wie es typisch für die Sith war. Sie wollte ihm nicht helfen.
Er warf ihr bei diesem Satz einen deutlichen Blick zu. Sie wusste offensichtlich, was auf die Jedi zukam. Das musste heißen, dass sie an der Planung beteiligt war oder mindestens für den Grafen vertrauenswürdig genug war, um ihr Details zu offenbaren. Sie empfahl ihm gesund zu bleiben, damit sie in der Arena nicht starben.
'Damit ihr eine möglichst gute Show habt, nicht wahr.', dachte er sich grimmig, aber blieb ruhig. Er wollte Zoeys Rat befolgen, denn wenn sie überhaupt eine Chance auf's Überleben haben wollten, dann musste mindestens eine Person einigermaßen bei Kräften sein. Sie hatte ihn gequält, aber nicht in dem Ausmaß wie Sane oder Kestrel. Beide hatten, das hatte er in der kurzen Zeit in der Macht gespürt, die Hölle durchgemacht.

Die Sith beendete nach seinen spärlichen Informationen das Verhör und machte seine Fesseln an dem Folterstuhl frei.
Durch die beiden Diener des Grafen wurde er grob in Richtung des Zellentraktes gezerrt. Seine Beine waren nach der starken Elektrizitätsfolter noch etwas langsam und auch seine Arme reagierte nicht direkt auf das was er ihnen befahl. Als er seine beiden anderen Gefährten sah, wurde es ihm ganz anders. Sane sah mitgenommen aus und strahlte Wut und Hass aus, dass war für Q'Tahem sogar ohne die Macht spürbar. Kestrel sah nicht mehr aus, wie sie selbst: gebrochen, kraftlos und müde. Alle Lebensenergie, die sie sonst ausstrahlte, war aus ihr herausgefolltert worden. Er hoffte so sehr, dass sich dieser Anblick in Zoeys Gedächtnis brennen würde. Dass es ihren ehemaligen Freunden so ging, konnte sich Zoey komplett auf die Fahne schreiben.

Geschockt sah er Zoey an, als diese plötzlich dem Wachen befahl zu verschwinden. Nur noch dieser verhasste Droide Yui sollte dableiben. Tausend Gedanken schossen durch seinen Kopf. Hatte es sich die Archäologin anders überlegt? Würde sie sie einfach alle erschießen oder vergiften? Und dich über den Willen des Grafen hinwegsetzen? Niemals…
Und so kam es auch: Er sollte Kestrel helfen und ihr über die Macht Kraft geben. Ohne ihm viel Zeit zu geben sperrte sie ihn bei Kestrel ein und schloss die Zelle. Sekunden später spürte er wieder wie die Macht durch ihn hindurchfloss. Der Schmerz, die erdrückende Dunkelheit. Er konnte selbst hier unten in den Tiefen der Zitadelle die dunkle Aura des Sith Lords Sturn spüren.
Er sah sich um und war kurz versucht den kleinen Käfig mit Hilfe der Macht einfach aufzubrechen. Mit Kestrel neben sich hatte er kurz Hoffnung. Jedoch spürte er in der Macht auch, wie gebrochen sie war. Es wäre chancenlos.

Daher nutze er die Chance, die ihnen Zoey hab und er nahm Kestrels Hand. Er konzentrierte sich und ließ die Macht durch ihn hindurch zu seiner ehemaligen Meisterin fließen. Er wusste nicht, ob es am Ende wirklich helfen würde. Ob Zoey ihre Qualen mit dieser Tat nur noch weiter in die Länge ziehen würde. Die 90 Sekunden waren viel zu schnell vorbei und er fürchtete, dass Kestrel kaum geholfen worden war. Ihre Hautfarbe hatte sich etwas aufgehellt und sie war etwas fitter. Jedoch war es nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Dem Nautolaner quollen Tränen an seinen Augenwinkeln auf, als sich Kestrel bei ihm leise bedankte. Sie erzählte ihm, dass sie Sturn nicht hatte aufhalten können. Er wusste, so vermutete seine ehemalige Meisterin, nun alles was er wissen wollte. Ihm entgleiste kurz das Gesicht, als diese Information zu ihm hindurch sickerte: Sie waren nun wertlos für Sturn. Es gab keinen Grund sie alle am leben zu lassen. Er wollte erltwas sagen, ihr aber auch sich Mut machen, aber er konnte nicht.
Seine Verbindung zur Macht versiegte wieder. Wieder fühlte er sich nun alleingelassen. Ihm fehlte ein Teil von sich. Zoey befahl der Droidin nun sie medizinisch zu versorgen und ihnen Nahrung zu geben.
Kestrel hielt Zoey vor, dass sie nur zu Kräften kommen sollten, damit ihre Hinrichtung nicht in den ersten paar Minuten zuende war.
Q'Tahem hatte von diesem Vorhaben noch nichts mitbekommen und sah Kestrel fragend an. Ihm war klar, dass noch etwas schlimmes mit ihnen geplant war, aber er war doch auch gerne darauf vorbereitet.
Als sie alleine waren, fragte er daher nach.


Habt ihr etwas mitbekommen, was die Sith mit uns vorhaben?

Zwischendurch aß er das Essen was man ihnen gebracht hatte.
Es dauerte nicht lange, da wirkte der Cocktail, den ihnen Yui gegeben hatte und sie alle fielen in einen tiefen Schlaf.

Er träumte kaum und erwachte grob von irgendwelchen Wächtern geweckt. Sie wurden aus ihren Zellen gezerrt und soweit von ihren Fesseln befreit, dass sie einigermaßen frei laufen konnten. Die Machtfesseln blieben jedoch an. Der Cocktail an Schmerzmitteln und Medikamenten hatte geholfen und er fühlte sich wieder etwas fitter. Er wusste nicht, wie es den anderen ging, hoffte aber in ständig, dass Kestrel wieder zu Kräften gekommen war.
Grob wurden sie in Richtung der Arena gezerrt, wo ihnen lautes Geschrei und Gebrüll entgegen kam.


[Ziost / Zitadelle / Arena] mit Kestrel und Sane; viele Sith in den Reihen der Zuschauer
 
Ziost, Zitadelle, vor des Grafens Thron: Sturn darauf, Zoey davor, Kira daneben

Auf Q`Tahems und Kestrels vorwurfsvolle Worte, sie würde nur helfen, weil sie sie noch lebend in die Arena lassen wollte, hatte die Archäologin und gleichzeitige Sith nichts entgegnet. Sie wusste es selbst nicht so genau. Ein wenig Mitleid, aber ja, sie hatten auch recht. Zumindest hatte alles geklappt.

Nun kniete sie vorm großen dunklen Lord. Sie meldete die gewonnenen Informationen. Kira durfte leider bleiben. Sie wusste, sie konnte nicht viel einbringen, doch sie wusste auch nicht, was die Anderen so erfahren hatten. Vorsichtshalber hatte sie alles ein wenig ausgeschmückt. Sie fühlte sich unwohl und konnte schlecht einschätzen, ob er zufrieden sein würde. Der Graf dankte ihr. Sie konnte es kaum glauben. Er fügte an, dass jede Information nützlich sein würde. Sie lächelte. Ihr fiel ein schwerer Stein vom Herzen. Leider wurde sie nicht eingeweiht, was die Anderen herausbekommen hatten. Da war sie doch bei den Jedi in alles eher eingeweiht worden, stellte sie zerknirscht fest. Zum wiederholten Male musste sie leider feststellen, dass sich bei den Sith einiges als schlechter herausstellte als bei den Jedi. Natürlich verglich Zoey. Das war nur natürlich.

Die Zeit war reif und es ging in Richtung Arena. Kira war neugierig. Vielleicht wollte sie auch nur quatschen und versuchte sie anzureden, indem sie wissen wollte, was Zoey vorbereitet hatte. Doch Zoey ließ sich nicht in ihre Karten gucken.


“Abwarten! Es dauert ja nicht mehr lange. ”,

sagte sie lächelnd. Zoey hatte durch Yui die Möglichkeiten erfahren, den Plan ausgearbeitet, doch ohne Yui hätte sie das nie hinbekommen. Als sie die Zuschauermenge sah, blieb Zoey verblüfft stehen. Mit so vielen hatte sie gar nicht gerechnet. Die Einladung war nur per Intranet im Orden verbreitet worden, doch es waren Etliche gekommen. Die Menge war gut gelaunt und wartete auf die Jedi. Sie gingen zu ihren Plätzen auf der Tribüne in der Ehrenloge. Da fühlte man sich nicht gerade übel. Sie nahmen erstmal Platz. Janus sollte seine Rede zur vollen Stunde halten. Eine junge Frau (Adria) steuerte auf sie zu. Sie sah Kira verdammt ähnlich. Ihre Aura war stark und finster-eine Sith. Sie steuerte in der Tat auf Kira zu. Zoey starrte unverblümt hin und konnte sowas verstehen oder von ihren Lippen ablesen wie: Mutter. Auch küsste sie Kira. Zoey irrte nicht. Sie kniete dann vor dem Grafen und überreichte ihm ein Holocron,... auch ein Holocron! Wie mächtig wollte der große dunkle Lord denn noch werden? Sie erinnerte sich an Gespräche mit ihm, ihrem Meister Saphenus und ihr und anderen, wo man darüber sprach, den Imperator absetzen zu wollen. Wollte etwa Janus selbst auf dessen Thron? Auf jeden Fall ließ er `zig Sith für sich arbeiten und sammelte Wissen massenhaft. Die junge Sith grüßte sie kurz, Zoey grüßte knapp zurück und jene setzte sich hinter ihre Mutter. Auch Ribanna und Kiras anderer Schüler kamen und setzten sich hinter die Sith. Zoey musste auch nicht lange auf Ari`a warten. Janus nicht auf seine Schülerin Thataweia.

Der Moment war gekommen. Die Jedibrut wurde in der Arena vorgeführt. Die Menge tobte. Zoey sah zu Sane. Würde er die Arena schaffen? Hatte er eine Chance? Er hatte selber schuld, in dieser Situation zu sein. Er hatte sich ihrer Liebe entsagt. Das hatte er davon. Er hätte auch neben ihr in der Loge sitzen können. Als ihr Verlobter! Und die Jedi waren momentan ebenso machtlos wie er! Q`Tahem hätte hinter ihr sitzen können, wäre er übergetreten. Kestrel hätte sich auch so einiges ersparen können. Der Graf hielt eine mitreißende Eröffnungsrede, großartig, wenn Zoey mit einer Silbe mal erwähnt worden wäre. Die Menge ließ sich jedoch von seinen Worten mitreißen und reagierte mit tosendem Applaus und Jubelschreien. Im Grunde war das Zoeys Applaus, dachte sie bitter.

Es ging los. Die Gefangenen standen am Rande der riesigen Arena. Da, wo man sie hineingeführt hatte. Janus' Diener waren im zuverlässigen kompetenten Einsatz und hatten dafür gesorgt. Alle sahen wie gebannt in die Arena. Zoey auch. Sie war gespannt, ob alles so klappen würde wie geplant. Yui stand am Pult und schaltete und lenkte damit alles, so wie es sein sollte. Die Jedi waren angespannt. Sie hatten natürlich Angst, was jetzt kommen würde. Wie weit würde die schwer angeschlagene Kestrel kommen? Würde ihr jemand von den Beiden helfen? Der Soldat oder der Jedi? Ein merkwürdiges Geräusch, leicht quietschend, konnte man vernehmen. Vor den Jedi wuchsen blitzschnell hohe Wände aus der Erde hervor. Mauern, um genau zu sein. Hinter ihnen erschien auch zuletzt Eine, die ihnen den Rückweg abschnitt. Es ging nur vorwärts. Ein riesiges Labyrinth. Es endete vor der Tribüne. Zoey wusste, wenn sie das Ende irgendwann und überhaupt erreichen würden, würde Spielpunkt 2 auf dem Plan stehen, aber noch lange nicht das Ende der Spiele, doch das wussten die Jedi nicht. Gut so, denn das würde sie nur demotivieren. Die Zuschauer jubelten fasziniert. Zoey grinste erfreut.

Hinter den Jedi, zwischen ihnen und der Mauer hinter ihnen, kam ein Fahrstuhl hoch und die Erde öffnete sich, eine Klappe genauer gesagt. Ein riesiges Exemplar von Tukata sprang ins Labyrinth und trieb die Jedibande vor sich her. Yui hatte etliche Monster extra aus dem Kryoschlaf geholt. Das Spiel hatte begonnen. Die Jedi bogen um die erste Ecke, das Vieh zähnefletschend und mörderisch ihnen auf den Fersen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Es sah ziemlich knapp aus. Das Tempo war rasant. Die Drei waren dicht beieinander, rannten sich selbst fast laufend um. Hinter der nächsten Biegung war eine Kiste. Würde es jemand von ihnen wagen, stehen zu bleiben und sie zu öffnen? Trotz des Tukatas?! Es würde brenzlig werden. Vielleicht würde deshalb jemand sterben oder gebissen werden?! Es war ein langer Speer drinnen. So würden sie wenigstens eine Waffe erstmal haben. Doch das wussten sie ja nicht! Doch die Situation war heikel und wahrscheinlich waren alle eher für die Flucht, oder? Was würde passieren? Die Macht konnten sie ja nicht nutzen! ….Danach gab es zwei Möglichkeiten abzubiegen. Hinter jeder Ecke gab es je eine weitere Kiste. Welchen Weg würden sie wählen, welche Abbiegung, rechts oder links rum? Und würde genug Zeit sein, die Kiste zu öffnen? Würde der Tukata bis dahin tot sein? In der einen Kiste beim Linksabbiegen lag eine Axt. In der Kiste, wenn sie allerdings rechts abbogen, lauerte ein weiteres Monster. Und es würde eine Sackgasse sein! Es war wirklich spannend. …


Ziost, Zitadelle, in der Arena: viele Zuschauer; in der Loge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria, und alle Schüler; in der Arena die Gefangenen: Jedi Kestrel, Jedi Q`Tahem, Sane und Monster
 
Zuletzt bearbeitet:
[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Arena | Zuschauertribüne | Janus, Kira, Zoey Wächter (NSC)

Die Arena auf Ziost füllte sich rasch mit den Sith des Ordens von Bastion, und es waren weitaus mehr von ihnen anwesend, als Kira erwartet hatte. Die Atmosphäre war geladen und elektrisch, und es versprach, ein Spektakel der besonderen Art zu werden. Janus leitete die Veranstaltung mit einer mitreißenden Rede ein, die die Dunkelheit in den Herzen der Sith zum Erbeben brachte. Die Ankunft der Jedi, die dem Tod bei diesen Arenakämpfen auf Leben und Tod geweiht waren, wurde mit Spannung erwartet.
Kira genoss diesen Moment genauso wie die Aussicht, neben dem mächtigen Grafen
Sturn zu stehen. Die Dunkelheit in der Arena war förmlich tastbar, durchdrungen von den Auren und Geistern der Sith, die sich versammelt hatten. Die Spannung in der Luft war zum Schneiden dick, und Kira fühlte sich lebendiger und mächtiger denn je.
Doch inmitten all dieser Energie und Vorfreude spürte Kira etwas Unerwartetes - die Anwesenheit
ihrer Tochter. Es war, als ob ein leiser, aber dennoch spürbarer Ruf sie erreichte. Adria, ihre Tochter, mittlerweile zu einer jungen Erwachsenen herangewachsen, befand sich ebenfalls in der Arena. Kira konnte diese Verbindung zwischen ihnen spüren, eine Verbindung, die sie zwiespältig empfand.
Einerseits freute sie sich, dass ihre Tochter am Leben war und sie in ihrer Nähe hatte. Diese Nähe ermöglichte es ihr,
Adria besser zu kontrollieren und im Auge zu behalten. Doch andererseits empfand Kira ihre Tochter als Belastung, und das schon seit ihrer Schwangerschaft. Kira war keine empathische Person und konnte nur schwer Bindungen zu Anderen eingehen. Sie war lange Zeit eine Feindin des Ordens gewesen und hatte Schwierigkeiten gehabt, Verbündete zu finden. Ihre Beziehung zu Janus war neu und andersartig, ebenso wie ihre Verbindung zu ihrer Tochter.

Während Kira in der vollen Arena stand und die Dunkelheit der Sith um sie herum spürte, konnte sie nicht leugnen, dass diese unerwartete Wendung der Ereignisse ihre Gedanken und Gefühle durcheinanderbrachte. Die Dunkelheit und die Macht würden in dieser Arena eine blutige Symphonie spielen, und inmitten all dem stand Kira, hin- und hergerissen zwischen ihren eigenen Zielen und ihrer Rolle als Mutter.
Adria kam in einem möglichen unpassenden Moment ihres Triumphs und sie fürchtete, dass jene ihren hart erkämpften Sieg auf irgendeine Weise verderben könnte.
Mittlerweile fand sich auch die Schülerin von
Zoey hier ein. Die blaue Twi’lek Ari’a wirkte verängstigt und verwirrt wie eh und je. Sie strauchelte nach wie vor zwischen den Seiten und verfiel scheinbar immer wieder ins gleiche Muster, egal wie sehr der Graf bereits versucht hatte das Mädchen in die Dunkelheit zu reißen. Bisher zog das Licht noch sehr an der Blauhäutigen, was vermutlich früher oder später das Schicksal des jungen Dings besiegeln würde. Immerhin zeigte sie Manieren vor dem Grafen und ihr.

Anders stand es um ihre Tochter… .

Adria begrüßte Kira mit einem Kuss auf die Wange, was Kira sichtlich unangenehm berührte. Sie wirkte steifer und zurückhaltender als sonst, besonders vor den anderen Sith. Kira fühlte sich peinlich berührt und unbehaglich, als ob diese Geste eine Art Schwäche von ihr offenbaren könnte. Ihre Beziehung zu ihrer Tochter war komplex und geprägt von Distanz, und solche öffentlichen Gesten waren für sie untypisch.
Adria flüsterte Kira dann leise zu, ob Graf Sturn vielleicht ihr neuer Stiefvater werden würde. Diese Frage empfand Kira als dreist und unverschämt. Sie fragte sich, woher Adria diese Vermutung nahm. War ihre gemeinsame Verbindung in der Macht so offensichtlich? Janus Sturn und sie hatten eine komplizierte Beziehung, die weit über simple Familienverhältnisse hinausging. Ihre Beziehung war von Macht, Dunkelheit und Ambition geprägt, und Kira hatte nicht die Absicht, Adria in diese Angelegenheiten zu involvieren oder ihr falsche Hoffnungen zu machen.

“Tochter! Das geht dich nichts an! Mach dir keine falschen Hoffnungen,
Adria! Welch unerwarteter Besuch von dir. Es erfreut mich jedoch, dich unversehrt zu sehen, mein Kind!”

Fauchte Kira zischend zurück und wirkte äußerst ungehalten.


Adria präsentierte dem Grafen ein Holocron mit der faszinierenden Erwähnung der Nachtschwestern, und Kira konnte nicht anders, als aufmerksam zuzuhören. In den vergangenen Wochen hatte sie kaum Interesse an den Aktivitäten ihrer Tochter gezeigt. Doch jetzt, da sie die Ambitionen und die Entwicklung von Adria in der dunklen Seite der Macht sah, konnte sie nicht anders, als ihre Aufmerksamkeit voll auf diese Situation zu richten.
Es war erstaunlich, Zeuge zu werden, wie
Adria sich verändert hatte. Die junge Frau hatte sich von einem unscheinbaren Mädchen zu einer mächtigen Sith entwickelt, die offensichtlich nach einer bedeutenden Stellung in den Reihen der Dunklen Lords strebte. Die Ähnlichkeit zwischen Mutter und Tochter war unverkennbar, nicht nur äußerlich, sondern auch in Bezug auf ihr gemeinsames Potential. Beide Frauen teilten den gleichen Ehrgeiz, nach Macht und Anerkennung zu streben, und Kira konnte nicht leugnen, dass sie stolz darauf war, dass Adria in ihre Fußstapfen treten wollte.

Doch während sie ihre Tochter beobachtete, überkam Kira ein giftiger Cocktail aus Gefühlen. Einerseits verspürte sie Stolz, dass
Adria sich so eindrucksvoll entwickelte und nach Höherem strebte. Andererseits fühlte sie Eifersucht, denn ihre Tochter suchte bei Sturn nach Anerkennung und Macht, die Kira bereits erlangt hatte. Die Vorstellung, dass ihre Tochter in ihre eigenen Fußstapfen treten könnte und vielleicht sogar ihren Platz neben dem Grafen einnehmen wollte, weckte eine dunkle Furcht in Kira. Könnte Adria einmal eine potentielle Gefahr für sie werden? Es war schon beschämend, dass ihr einstiger Schüler sie übertroffen hatte, doch nun war es ihre eigene Tochter, befeuert mit unnatürlichem Wachstumsbeschleuniger durch Sith-Alchemie, welche ihr gefährlich werden konnte.
In der düsteren Welt der Sith, in der Intrigen und Machtspiele an der Tagesordnung waren, fühlte sich Kira umringt von potenziellen Rivalen.
Zoey und Adria, zwei starke und aufstrebende Sith, schienen wie Schatten über ihr zu schweben, bereit, ihre Position zu bedrohen und ihr gefährlich zu werden. Diese Gedanken quälten Kira und durchzogen ihre dunkle Seele wie Gift.
Zoey hatte bereits ihre ehrgeizigen Pläne offenbart und schien entschlossen zu sein, die Gunst des Grafen Sturn zu gewinnen. Kira konnte nicht leugnen, dass die junge Sith über ein beeindruckendes Maß an Macht und Entschlossenheit verfügte. Das allein reichte jedoch nicht aus, um Kiras eigene Position zu gefährden. Sie wusste, dass sie Zoey übertrumpfen musste, um sicherzustellen, dass sie ihre Position an der Seite des Grafen behielt.

Aber dann war da noch
Adria, ihre eigene Tochter. Die junge Frau hatte sich in den letzten Jahren dramatisch verändert und entwickelt, und es war offensichtlich, dass sie nach Anerkennung und Macht strebte. Kira fühlte sich zwiegespalten. Einerseits war sie stolz darauf, dass ihre Tochter in ihre Fußstapfen treten wollte, andererseits konnte sie die wachsende Bedrohung nicht ignorieren.
Das Netz der Intrigen spannte sich enger um Kira. Sie wusste, dass sie wachsam sein musste, dass sie ihre Macht und ihren Einfluss ständig verteidigen musste. Die Dunkle Seite der Macht war unbarmherzig, und nur die Stärksten würden überleben. Kira war bereit, alles zu tun, um ihre Position zu behaupten, selbst wenn das bedeutete, gegen diejenigen zu kämpfen, die ihr am nächsten standen.
Während die düsteren Gedanken Kira quälten, tobte die Menge in der Arena, und die düstere Atmosphäre wurde von aufgeregtem Gejohle erfüllt. Kira zwang sich, ruhig zu bleiben und ihre Contenance nicht zu verlieren. Dies war ein Spiel, das sie beherrschen musste, und sie durfte keine Schwäche zeigen. Wie
Sturn sie erst vor wenigen Stunden lehrte, war Kontrolle und Geduld der Schlüssel zur wahren Macht.

Zoey, unterstützt von dem Droiden Yui, offenbarte ihre Vorbereitungen für die Spiele. Kira beobachtete aufmerksam und versuchte, die Strategie zu durchschauen. Die sandige Arena verwandelte sich langsam in ein mächtiges Labyrinth, das den Jedi den Atem rauben würde. Es war ein Spiel auf Leben und Tod, bei dem die Jedi keine Chance hatten.
Kira spürte die dunkle Vorfreude in der Luft, während die Menge auf das kommende Spektakel hinfieberte.
Kira stand regungslos neben dem
Grafen, wie eine Statue aus Stein. Sie fühlte sich wie ein unüberwindlicher Fels in der Brandung, während die Arena um sie herum tobte. Ihr Blick war starr nach vorn gerichtet, und sie spürte die Präsenz von Adria, die wie ein Schatten hinter ihr saß.
Das Labyrinth, das sich vor den Augen der Zuschauer in der Arena ausbreitete, war ein beeindruckendes und tödliches Kunstwerk. Der Sandboden war von hohen Steinmauern umgeben, die unerbittlich empor ragten und jede Fluchtmöglichkeit verwehrten. Die Gänge zwischen den Mauern waren schmal und verworren, mit zahlreichen Abzweigungen und Sackgassen.
Die Sicht war durch den aufgewirbelten Staub und den Nebel aus Sand eingeschränkt, was die Orientierung für die Jedi noch schwieriger machte. Große, unheilvoll aussehende Statuen standen entlang der Wege und schienen den Kämpfern zuzulächeln, als würden sie ihre bevorstehenden Qualen genießen.
Es gab keine klaren Regeln, keine festen Grenzen, und die Jedi wurden in dieses Labyrinth geworfen, ohne zu wissen, was auf sie zukommen würde. Fallen und Herausforderungen würden ihren Weg blockieren, und die Dunkle Seite der Macht würde alles tun, um sicherzustellen, dass die Jedi scheiterten.
In das düstere Labyrinth wurde ein genveränderte Tukata losgelassen, die wie dämonische Bestie aus der Hölle wirkte. Seine einstigen Merkmale als Tier waren durch genetische Manipulation auf ein beängstigendes Niveau verstärkt worden. Seine Haut schien mit schwarzem, schuppigem Panzer bedeckt zu sein, der im trüben Licht der Arena glänzte.
Der Tukata besaß gigantische Klauen, die dazu geschaffen waren, Fleisch zu zermalmen, und seine Augen glühten in einem krankhaften Rot. Seine Fangzähne waren lang und scharf, bereit, sich in das Fleisch ihrer Opfer zu graben. Diese Kreatur war die Verkörperung der Dunklen Seite der Macht, ein grausamer und unaufhaltsamer Jäger.

Die Jedi würden in diesem Labyrinth nicht nur gegen die Gefahren des Labyrinths selbst kämpfen müssen, sondern auch gegen diese furchterregenden Bestien, die wie mörderische Schatten zwischen den Mauern lauerten. Es war ein Kampf auf Leben und Tod, und die Dunkelheit der Arena verschlang die Schreie derjenigen, die dem tödlichen Tanz der Tukatas zum Opfer fallen würden.


“Gut gemacht,
Liviana. Eine fabelhafte, kreative Leistung. Wie habt ihr von der Bauweise der Arena erfahren? Ich bin gespannt, wie lange unsere Gefangenen das Ganze durchhalten werden. Bei Skyfly's geistiger Verfassung wird eure einstige Freundin wohl zuerst fallen... .”

Das Labyrinth war ein wahres Meisterwerk der Dunklen Seite, ein tödliches Spielbrett für die, die es betraten, und ein Spektakel für diejenigen, die von den Tribünen aus zuschauten. Es war ein Ort, an dem das Überleben hart erkämpft werden musste, und nur die Stärksten würden am Ende triumphieren.


Ziost, Zitadelle, in der Arena: viele Zuschauer; in der Loge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria, und Ari’a; in der Arena die Gefangenen: i Kestrel, Q`Tahem, Sane und Tukata (Leibgarde/Wächter-NSC)
 
Zuletzt bearbeitet:
[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Arena | Zuschauertribüne | Janus, Kira, Zoey, Adria, Ari´a, Wächter (NSC), in der Kampfzone: verschiedene Bestien, Gefangene

Sith waren Raubtiere, daran gab es keinen Zweifel. Ob man sie mit einem geduldig lauernden Nexu verglich oder mit einem zornig brüllen Rancor war da einerlei, denn mochten sich die Anhänger der Dunklen Seite auch noch sehr von einander unterscheiden, sie alle teilten den unstillbaren Hunger und das Verlangen nach Macht. Dementsprechend musste man Sith behandeln, mit dem gebotenen Respekt und idealerweise immer mit einem Appetithappen, damit sie satt genug waren, einen nicht als Beute zu betrachten. War man allerdings selbst ein Jäger, so ergaben sich daraus neue Möglichkeiten, und diese hatte Janus perfektioniert. So, wie er sich seine ehemalige Meisterin gewogen gemacht und sie von einer Gegnerin zu einer Verbündeten gemacht hatte, gedachte er auch mit Adria zu verfahren, die nach Ziost gereist war, um dem Dunklen Lord in der Loge der Arena ihre Aufwartung zu machen.

Der Graf honorierte ihre Bemühungen mit einem huldvollen Nicken und einem höflichen Lächeln, aufmerksam hörte er zu und gab der jungen Frau das Gefühl, ganz im Zentrum seiner Aufmerksamkeit und Gunst zu stehen. Kiras Tochter war nicht untätig gewesen, sie hatte sich zum Oberhaupt eines Stamms der Nachtschwestern von Dathomir aufgeschwungen und obendrein noch ein wertvolles Holocron geborgen, das sie nun voller Stolz präsentierte. Janus beäugte aus golden schimmernden Augen das Artefakt und ließ es schließlich zu sich schweben. Ein formidables Objekt, stark in der Finsternis und voller Geheimnisse. Der schlanke Fastmensch erhob sich von seinem Thron und reichte seiner Gegenüber eine Hand, damit sie sich erheben konnte, sein Lächeln nahm einen beinah gütigen Zug an – so weit man davon bei einem Mann wie ihm sprechen konnte. Aalglatt waren seine Worte, salbungsvoll und feierlich, vorgetragen mit einer ruhigen, sonoren Stimme, aus der Autorität und Stärke klangen.


„Ah, willkommen, Adria Guldur. Es ist mir eine Vergnügen, Euch auf Ziost begrüßen zu dürfen. Der Zeitpunkt Eurer Ankunft ist gut gewählt, und Ihr bringt ein beeindruckendes Geschenk mit. Ich freue mich bereits darauf, es noch genauer in Augenschein zu nehmen. Blut, sagt Ihr? Nun, das macht es umso besser. Meine Glückwünsche zu Eurem Aufstieg und Eurem klaren Blick für die Zukunft. Die Assassinen sind eine exzellente Wahl. Bitte, gesellt Euch zu uns und wohnt den Spielen als mein Ehrengast bei.“

Ganz der charmante Gastgeber sorgte Janus dafür, dass es Adria an nichts mangelte. Ihm entging nicht, dass sie und ihre Mutter einige angespannte – und einige etwas weniger angespannte – Worte austauschten, der Inquisitor entschied allerdings, sich nicht aufzudrängen, sondern den beiden etwas Raum zu lassen. Ihr Verhältnis war ein ganz spezielles, und er würde es sorgfältig beobachten, um zu erkennen, wo er auch in dieser Hinsicht den Hebel ansetzen konnte, wenn das notwendig sein sollte. Es war stets hilfreich, ein Ass im Ärmel zu haben und im Fall des Falles den einen gegen den anderen ausspielen zu können. Mit ruhiger Souveränität nahm der Dunkle Lord wieder Platz und verfolgte die Ereignisse in der Arena, den Einzug der unfreiwilligen Teilnehmer, ihre Angst, ihre Verzweiflung. Die Schrecken der Jedi verliehen der Stimmung in der Arena eine angenehm pikante Note und Janus war mit sich und der Galaxis ausgesprochen zufrieden. Alles verlief so, wie es sein musste. In dieser gehobenen Laune zeigte sich der blasse Halb-Echani großmütig, als Ari´a eine Frage äußerte, die Twi´lek wirkte noch immer verunsichert und verschreckt – eine gute Möglichkeit, um Einfluss auf sie zu gewinnen. Ganz der weise und beherrschte Meister der Dunkelheit hob Janus eine Hand und deutete auf das Labyrinth zu seinen Füßen, das selbst von Kira gelobt wurde.

„Eine kluge Frage, junge Schülerin. Die Antwort darauf findet Ihr in der Arena und dem bemerkenswerten Labyrinth, das sich Lady Liviana ersonnen hat. Mein Kompliment – ein herrlich perfides Konstrukt. Doch man sollte die Jedi und insbesondere ihre Anführerin nicht unterschätzen. Ich gehe davon aus, dass sie uns hervorragend unterhalten werden.“

Dort, in den Schatten zwischen den hohen Wänden, lauerten tödliche Gefahren. Von der Dunklen Seite durchdrungene Bestien schnappten gierig mit Zähnen und Krallen nach den Jedi, Nebel und Staub nahmen ihnen die Sicht und erschwerten ihnen das Atmen. In der Finsternis waren sie gefangen und auf sich allein gestellt, dem höhnischen Lächeln der Statuen einst so mächtiger Sith ausgesetzt, das sie zu verhöhnen schien. Dies war ein Hort der Finsternis und der Verzweiflung, des Schmerzes und des Todes. Janus war gespannt, wie lange die Gefangenen versuchen würden, zu bestehen...und wann die Ersten fallen würden, in die Dunkelheit oder den Tod...

[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Arena | Zuschauertribüne | Janus, Kira, Zoey, Adria, Ari´a, Wächter (NSC), in der Kampfzone: verschiedene Bestien, Gefangene
 
Ziost / Zitadelle / Arena / Eingang / Q, Kestrel, Sane

Er hatte schlecht geschlafen. Nicht unbedingt wegen der Tortur, die er über sich ergehen lassen musste, sondern auch wegen Skyflys Frage: was erhoffte er sich durch seinen Pakt mit Kira? Natürlich hatte die Jedi-Meisterin recht. Selbst wenn er Zoey tötete - was er auf jeden Fall konnte und tun würde, sobald er eine Gelegenheit dazu bekam - wie würde es weitergehen? Die Sith würden sie deshalb nicht einfach gehen lassen. Sie saßen dann immer noch hier fest. Sane schuldete Skyfly immer noch eine Antwort darauf. Doch er hatte schlicht noch nicht soweit voraus geplant. Sein Ziel war die Rache an Zoey für all das, was sie ihm angetan hatte. Was danach kommen würde, war unwichtig. Doch um zu seiner Rache zu gelangen, musste er die nächsten Stunden überleben.

Sie wurden unsanft von ihren Wächtern geweckt und durch die dunklen Katakomben geführt. Schon von weitem konnten sie die Rufe und Schreie unzähliger Stimmen hören, die immer lauter wurden. Angekommen in einer Art Arena wurde der Lärm ohrenbetäubend und Sane sah sich verwundert um: anscheinend hatten die Sith beschlossen, ihre Hinrichtung zu einem großen Spektakel werden zu lassen. Unzählige Gestalten saßen und standen auf den Rängen, schrien und riefen nach ihnen in den verschiedensten Sprachen. Was war hier nur los?

Dann verstummten die Ränge plötzlich und eine bekannte Stimme schallte nun durch die Arena. Das war Sturn. Sane erkannte das arrogante nasale Säuseln sofort, das mit jedem seiner Worte etwas aufbrausender wurde. Auch wenn es ihm widerstrebte, hörte er dem Sith zu in der Hoffnung herauszufinden, was er mit ihnen vorhatte. Doch die Worte des Grafen lieferten leider keinen Hinweis darauf.


"Egal was gleich passiert, wir müssen zusammenbleiben. Ich weiß zwar nicht, was sie mit uns vorhaben, aber es klingt zumindest, als hätten wir eine kleine Chance. Sturn und Zoey würden nicht so viele Leute hier her bringen, um uns innerhalb von zwei Minuten einen Kopf kürzer zu machen. Also: arbeitet zusammen."

Sane wusste, dass er hier einem ehemaligen Schüler-Meister-Duo sagte, dass sie zusammenarbeiten mussten und wie überflüssig dieser Hinweis wahrscheinlich war. Aber er spürte, wie die Nervosität langsam in ihm empor kroch und ihn zu lähmen drohte. Er musste irgendetwas sagen, um sich davon abzulenken.

Dann geschah plötzlich etwas. Der Boden unter ihren Füßen begann zu beben und in der Arena wuchsen Mauern empor. Doch nicht nur vor ihnen, auch neben und hinter ihnen schossen steile glatte Wände in die Höhe.


"Ich hab da ein ganz mieses Gefühl bei der Sache."

Um seine Worte noch zu unterstreichen, öffnete sich hinter ihnen der Boden und ein großer Käfig erschien. Dunkelrote Augen blitzten zwischen den Gitterstäben hervor und ein hässlicher Hundekopf schob sich in das Licht. Sane hatte so ein Tier schonmal gesehen: in einem Tempel auf Thearterra. Nur waren sie dort viel kleiner gewesen. Zudem hatte einer dieser Hunde ihm dort ein Andenken hinterlassen. Sane warf einen schnellen Blick auf seine verfärbten Unterarme. Auf Svivren hatte er die Verfärbungen und sein Blut nochmal gründlich analysieren lassen. Die Ärzte hatten betont, sowas vorher noch nie gesehen zu haben und in seinem Blut war zudem eine Substanz, die sie nicht zuordnen konnten. Bisher hatte diese Substanz ihn nicht umgebracht. Womöglich würde dieser Artgenosse das Werk seiner entfernten Verwandten nun vollenden.

"Lauft!"

Sane rannte los, die beiden Jedi dicht neben ihm. Sie würden eine Waffe brauchen, um es mit so einem großen Tier aufnehmen zu können. Doch die Lichtverhältnisse in diesem Labyrinth waren aufgrund der hohen Mauer und der sowieso schon dunklen Zitadelle nur dürftig. In jeder Nische, in jedem Schatten konnte potenziell etwas tödliches oder etwas nützliches sein. Sie bogen um die erste Ecke, Sane konnte den schweren Atem und die Sätze des Tuk'ata deutlich hören. Sie mussten schneller laufen.

Er wusste nicht, was es war: eine Unebenheit im Boden oder die finale Kapitulation seines geschundenen Körpers. Sane verlor plötzlich das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Er spürte, wie vor Schreck sein Herz einen Aussetzer machte. Das war es. Hier fand er sein Ende. Am Boden liegend drehte er sich um, doch da war die Bestie schon fast über ihm. Sane konnte ihren fauligen, warmen Atem riechen und streckte instinktiv einen Arm aus, um das Tier abzuwehren.

Zu seiner Verwunderung kam das Ungetüm schlitternd zum Stehen. Sanes Puls raste und er atmete schwer, dennoch schrie alles in ihm danach, sich aufzurappeln und weiterzulaufen. Doch da war noch etwas. Ein vertrautes Gefühl, als würde man nach langer Zeit wieder einen vertrauten Ort aufsuchen, wo man sich vom ersten Augenblick an wieder wohl fühlt. Der ehemalige Soldat starrte den Tuk'ata an, das nun vorsichtig näher kam. Wie versteinert saß Sane da und beobachtete ungläubig, wie das Tier ihn zuerst beschnüffelte, dann mit seiner rauen Zunge über seinen ausgestreckten Arm leckte und sich dann neben ihn legte. Mit offenem Mund drehte er sich zu Skyfly und Q um. Was war hier gerade passiert?


Ziost / Zitadelle / Arena / Labyrinth / Q, Kestrel, Sane
 
[Ziost-System | Ziost | Schlucht | Zitadelle | Zentrum | Kerker- Zellentrakt | Kestrel, Sane, Q’Tahem, Yui, Wächter (NSC)

Sane konnte ihr auf ihre Fragen keine Antwort geben, was in den Augen der Jedi-Meisterin zeigte, wie sehr der Mensch doch mit seinem Wunsch die Frau zu töten, haderte. Vermutlich mehr, als er sich selbst eingestehen wollte. Zumindest deutete sie sein Schweigen so.
Kestrel fühlte, wie sich ein dumpfer Schmerz in ihrer Brust ausbreitete, als sie Q'Tahems Gesichtsausdruck sah. Sein Blick, der zuvor noch etwas Hoffnung ausgestrahlt hatte, wurde von einer Mischung aus Angst und Verzweiflung überschattet. In seinen Augen konnte sie förmlich sehen, wie die Realisierung einsickerte, dass die Informationen, die der Graf aus ihr herausgefoltert hatte, sie alle wertlos gemacht hatten. Ein Gefühl der Schuld nagte an ihr, als sie seinen Gesichtsausdruck so deutlich sehen konnte.


“Es tut mir so leid. Ich war so machtlos gegen Sturn. Er war in meinem Kopf! Ich spüre noch immer seine widerlichen Abdrücke in meinem Körper und Geist.”

Als Q'Tahem sie schließlich fragte, was die Sith nun mit ihr vorhatten, konnte Kestrel nur müde die Schultern zucken. Die Torturen, denen sie ausgesetzt worden war, hatten nicht nur ihren Körper geschwächt, sondern auch ihre Hoffnung und ihren Kampfgeist. Sie fühlte sich erschöpft bis ins Mark, und die Dunkelheit dieser Zelle schien sich auf ihre Seele gelegt zu haben.

"Ich weiß es nicht."

Flüsterte sie leise, ihre Stimme brüchig.

"Der Graf... erwähnte die Arena. Ich vermute, dass sie uns dort hinrichten werden.”

Die Hilflosigkeit, die sie in diesem Moment empfand, war erdrückend. Sie hatte sich gegen die Dunkelheit und die Macht Sturns aufgelehnt, aber sie hatte versagt. Und nun fand sie sich in einer ausweglosen Situation wieder, ohne zu wissen, was die Zukunft für sie bereithielt.
In dieser langen, qualvollen Nacht, gefangen in den Fesseln der halben Narkose, wurde Kestrel von Albträumen geplagt. Die Schatten ihrer Erinnerungen verschmolzen mit den dunklen Vorstellungen von dem, was noch vor ihr liegen mochte. Sie sah sich selbst immer wieder scheitern, wie sie gegen unaufhaltsame Mächte ankämpfte und dabei hilflos unterlag. Die Schreie ihrer Freunde und Verbündeten drangen in ihre Träume, gefolgt von der grausamen, kühlen Stimme des Grafen.
Es war eine Nacht, in der die Dunkelheit in ihrem Inneren mit den Schrecken der äußeren Welt Ziost verschmolz. Kestrel wachte immer wieder auf, von Schweiß durchtränkt, ihr Herz raste, und sie fand keinen Trost im Schlaf. Nur die Drogen, die man ihr gegeben hatte, halfen ihr dabei immer wieder in den Schlaf zu fallen. Ebenso war es zumindest ein beruhigender Gedanke, Q’Tahem noch lebend so dicht bei sich in der Zelle liegen zu haben, während Sane nebenan lag. Es gab ihr jedoch nur wenig Trost, denn sie würden sehr bald sterben.

Schließlich wurde die Nacht von den rauen Stimmen der Wachen unterbrochen, die sie grob aus ihren Albträumen rissen. Die kalte Realität der Gefangenschaft und die ungewisse Zukunft brachen erneut über sie herein, und sie wusste, dass sie sich erneut den finsteren Gefahren und Prüfungen stellen musste, die sie Sith für sie bereithielt.
Die groben Hände der Wachen zerrten Kestrel und die anderen Gefangenen aus ihren Zellen. Die Ketten, die sie gefesselt hatten, wurden gelockert, sodass sie zumindest halbwegs frei beweglich waren, wenn auch immer noch gefangen in dieser albtraumhaften Realität. Sie fühlte die raue Kälte des Steinfußbodens unter ihren Füßen und spürte, wie ihre Beine nach all der Zeit in den Ketten kaum mehr stabil unter ihr waren.
Doch das Grauen der Gefangenschaft war nur der Anfang. Als sie in die Arena geführt wurden, brach eine Kaskade aus Geräuschen und Schreien über sie herein, die Kestrel fast den Atem raubte. Die Menge der Sith, versammelt in der Arena, jubelte und schrie, als wären sie wild gewordene Bestien, die auf die Jagd nach Beute aus waren. Die düsteren, bösen Worte gegen die Jedi schallten in ihren Ohren wider, und Kestrel konnte förmlich die Wut und den Hass in der Luft spüren.
Die Arena selbst war ein Ort des Grauens. Umgeben von hohen, finsteren Mauern, war sie ein düsteres Amphitheater aus kaltem, rauem Stein. Die Sitze der Sith erhoben sich in Reihen über ihnen, und von dort aus hatte das Publikum einen perfekten Blick auf das, was sich unten abspielte. Oben in der Loge thronte Sturn mit seinem Gefolge, darunter Zoey, die mit einem diabolischen Lächeln zuschaute, die in all dem Chaos den Faden gesponnen hatte, der sie hierher geführt hatte. Sturn beobachtete das Spektakel mit einem grausamen Lächeln, das von purer Arroganz und Machtgier zeugte.
Für Kestrel fühlte es sich an, als sei sie in eine Hölle aus Hass und Dunkelheit geraten. Nach der unangenehmen Stille und Dunkelheit in ihrer Zelle war diese plötzliche Explosion aus Lärm und Feindseligkeit überwältigend. Sie konnte die brennenden Blicke der Sith auf sich spüren, das Verlangen nach ihrem Untergang. Die Arena schien ein Ort des endgültigen Urteils zu sein, und die bedrohliche Atmosphäre um sie herum drückte auf sie wie eine erdrückende Last.

Die Worte von Janus Sturn, die er mit einer eiskalten Autorität und einer Überlegenheit aussprach, die Kestrel das Blut in den Adern gefrieren ließ, hallten in der Arena wider. Sie spürte, wie die Kälte sich in ihrem Inneren ausbreitete, während der Dunkle Lord seine Rede hielt.
Seine Worte waren eine Verkündigung der Macht der Dunklen Seite, ein Triumph über das Licht und alles, wofür die Jedi standen. Kestrel konnte die Unheil verheißende Bedeutung hinter seinen Worten förmlich schmecken. Es war, als ob er die Dunkelheit in der Luft verdichtet hätte, um sie auf die Jedi herabregnen zu lassen.
Der kalte Schauer, der über Kestrels Rücken lief, war begleitet von einem Gefühl der Ausweglosigkeit. In den Worten des Sith-Lords hörte sie den Klang ihres eigenen Urteils. Sie wusste, dass sie und ihre Gefährten vor einer schier übermächtigen Macht standen, die nur auf ihren Tod aus war.
Während Sturn seine Rede beendete und den Beginn des Kampfes ankündigte, fühlte sich Kestrel gefangen in einem Albtraum, aus dem es kein Erwachen gab. Ihr Herz pochte wild vor Angst und Entschlossenheit zugleich, aber sie wusste, dass sie vor einem Feind stand, der ihre Kräfte und ihre Hoffnungen zerschmettern wollte.


"Ich weiß, wir sind alle am Ende unserer Kräfte und die Dunkelheit umgibt uns. Unsere Lage scheint hoffnungslos, und ich selbst fühle mich zutiefst erschöpft. Aber wir dürfen nicht vergessen, warum wir hier sind. Unsere Prinzipien, unser Glaube, sie sind es wert, dafür zu kämpfen, selbst wenn der Sieg ungewiss ist. Lasst uns zusammenhalten, solange wir können, und in dieser Dunkelheit einen letzten Funken Licht bewahren."

Kestrels Worte waren ein verzweifelter Versuch, sich selbst Mut zu machen, auch wenn sie innerlich zerrissen war und die Dunkelheit sie umhüllte. In dieser trostlosen Arena, umgeben von jubelnden Sith, konnte sie kaum noch an einen Ausweg glauben. Ihre eigenen Worte klangen in ihren Ohren hohl, doch sie wusste, dass sie sich und ihren Mitgefangenen irgendwie Hoffnung schenken musste, selbst wenn sie selbst kaum noch welche hatte. Sie kämpfte gegen die Übermacht der Dunkelheit in ihrem Inneren an, während sie sich auf den bevorstehenden Kampf vorbereiteten. Auch Sane fand ähnliche Worte und Kestrel nickte zustimmend.

In der Dunkelheit der Arena verwandelte sich die Szenerie in ein labyrinthisches Geflecht aus schmalen Gängen und verwirrenden Pfaden. Das tiefe Brüllen eines mächtigen Tukata hallte durch die Gänge, und Kestrel und ihre Mitgefangenen wussten, dass ihre Prüfung begonnen hatte.
Der Tukata, von Sith-Alchemie geformt und monströs in seiner Erscheinung, stieg aus den Schatten empor. Seine Haut schien von einer dicken, widerstandsfähigen Panzerung bedeckt zu sein, und seine Augen funkelten vor Mordlust. Der Boden bebte unter seinen schweren Schritten, während er seine Opfer in dem finsteren Labyrinth suchte.
Kestrel und ihre Mitgefangenen waren gezwungen, sich in diesem gefährlichen Spiel zu verstecken und gleichzeitig nach einem Ausweg aus diesem Albtraum zu suchen. Jeder Atemzug war gefüllt mit Angst und Entschlossenheit, denn sie wussten, dass nur die Stärksten überleben würden, wenn sie dem Tukata entkommen wollten.
In der Dunkelheit einer Sackgasse fand Kestrel vorübergehend Zuflucht vor dem wütenden Tukata. Ihr Herz raste, und ihre Atmung kam in hastigen, flachen Schüben. Ihre Knie knickten ein. Der Sand unter ihren Knien fühlte sich an, als würde er sie verschlingen, während sie versuchte, gegen die aufkommende Panik anzukämpfen.
Ihre Gedanken rasten wild, und die Furcht vor dem Tod, sowohl ihrem eigenen als auch dem ihrer Mitgefangenen, lastete schwer auf ihr. Ihr Körper fühlte sich schwer und taub an, als ob er gegen sie arbeitete. Sie konnte die Macht nicht spüren, die ihr sonst Trost und Stärke verlieh. In dieser Dunkelheit war sie allein, ohne die Verbundenheit zur Macht, die sie als Jedi erlebt hatte.
Die Panik packte sie wie eine eiskalte Faust, die ihre Brust zusammendrückte. Ihr Atem wurde flacher, und ihr Puls hämmerte in ihren Ohren. Tränen stiegen ihr in die Augen, während sie verzweifelt versuchte, sich zu beruhigen. Aber die Dunkelheit des Labyrinths schien sie zu erdrücken, und die Ungewissheit darüber, ob sie und ihre Mitgefangenen entkommen würden, war überwältigend.
Kestrel kämpfte gegen die Panikattacke an, ihre Finger gruben sich in den Sand, und sie zwang sich, tief einzuatmen. Sie wusste, dass sie keine Wahl hatte - sie musste sich selbst beruhigen und einen klaren Kopf bewahren, wenn sie überleben wollte.

Der ohrenbetäubende Krach der jubelnden Zuschauer, ihr höhnisches Gelächter und ihre rauen, schadenfrohen Rufe drangen wie bösartige Geister in Kestrels ohnehin schon aufgewühlten und gebrochenen Geist ein. Das schallende Gelächter der Sith und ihrer Anhänger verschmolz zu einem entsetzlichen Crescendo aus Spott und Grausamkeit. Kestrel konnte die hasserfüllten Blicke nicht sehen, aber sie spürte sie auf der Haut, als ob tausend glühende Augen auf sie gerichtet wären. Die Kombination aus den drohenden Lauten und der beängstigenden Dunkelheit des Labyrinths brachte Kestrels Panikattacke auf einen neuen Höhepunkt.

Ihre Brust wurde noch enger, als der Lärm der Menge in ihren Ohren dröhnte. Jedes Geräusch schien sich wie ein Stich in ihre Seele anzufühlen. Sie fühlte sich zutiefst verletzlich und ausgeliefert, gefangen in einem Albtraum, aus dem es kein Erwachen gab. Die Dunkelheit um sie herum schien lebendig zu sein, und sie konnte die Augen des Tukata, die auf sie gerichtet waren, schließlich sehen. Es kam auf sie zu!
Kestrel kämpfte weiter gegen die Panik an, aber es war, als ob die Dunkelheit und der Lärm sie erdrückten. Sie sehnte sich nach der Macht, nach der beruhigenden Präsenz, die sie in Momenten der Gefahr gestärkt hatte. Aber hier, in dieser Arena der Dunkelheit und des Grauens, schien die Macht unerreichbar weit entfernt zu sein. Wie gelähmt sah sie einem weiteren undefinierbarem weiteren Monster entgegen, welches sein Opfer mit seinen leuchtenden Augen durchbohrte und die Jedi atmete unkontrolliert, während ihr Körper bebte. Hier und jetzt würde es also enden und sie war so in ihrer Panikattacke gefangen, dass sie ihre Kameraden im Moment in dem Schleier der Furcht nicht einmal sehen konnte.


Ziost, Zitadelle, in der Arena: viele Zuschauer; in der Loge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria, und Ari’a+ (Leibgarde/Wächter-NSC) ; in der Arena die Gefangenen: Kestrel, Q`Tahem, Sane und Tukata
 
Ziost, Zitadelle, Arena, Loge: Graf Sturn, Mutter Kira, Zoey Liviana, Adria Guldur, Ari`a, in der Arena: Jedigefangene, auf Zuschauerplätzen viele Sith, Sithschüler und Jünger


Ihre Mutter war von ihrem Schmatzer auf ihre Wange nicht gerade begeistert und reagierte beschämt, unangenehm berührt, fast ablehnend. Ganz die Frau Mama! Das ginge sie nichts an, zischte diese ungehalten und böse, als Adria sie gleich darauf ansprach, was sie hier mitbekommen hatte. Adria hatte heftige Schwingungen zwischen Janus und Kira bemerkt, richtig ekelhaft, geradezu widerlich. Am liebsten hätte sich Adria geschüttelt. Die heftige Reaktion ihrer Mutter bestätigte nur alles. Getroffene Hunde bellten! Doch dann sagte ihre Mutter Kira etwas, was Adria zum kurzen Nachdenken brachte. Sie giftete, sie solle sich keine Hoffnungen machen. Hoffnungen? Das der Graf ihr Stiefvater werden würde?! Wieso sagte sie sowas oder war das nur so eine Redewendung? Nun, der Graf war natürlich in hoher Position und ausgesprochen mächtig. …Ungehalten fauchte Kira sie weiter an, dass es schön war, sie unversehrt zu sehen. Adria grinste böse und nahm ihr kein Wort ab. Sie hatte ihre Mutter mit der Bemerkung mit Sturn so richtig auf die Palme gebracht. Konnte eine Begrüßung schöner ausfallen?! Mutter und Tochter waren ein Herz und eine Seele!

Dann kniete sie vorm Grafen. Seine Aura ließ in ihr sofort eine andere Stimmung hochkommen. Ihre an ihn gerichteten Worte wurden respektvoll, ehrfürchtig, leicht unsicher und sogar ein Fünkchen ängstlich an ihn gerichtet. Sie berichtete kurz, schnell und bündig. Er wirkte einschüchternd, enorm mächtig, aber auch freundlich und sogar gütig, obwohl Adria sich da nicht blenden ließ. Sie wusste, ein so düsterer Sith machte alles nur mit Berechnung und nur für sich. Er hieß sie willkommen. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Ihr Geschenk, wie er es nannte, wäre beeindruckend. Adria kam kurz der Gedanke, was wohl ihr Meister Sikarius dazu sagen würde, wenn er sie so vor ihm knien sehen würde?! Doch der war nicht mehr da! Der Graf beglückwünschte sie, weil sie sich die Krone aufgesetzt und ihren Schüler befördert hatte, fand ihre Wahl, zu den Assassinen gehen zu wollen, eine gute Wahl und ernannte sie zum Ehrengast. Stolz und zufrieden mit sich selbst, ein wenig erschöpft und zugleich total glücklich, nahm Adria Platz und sah sich kurz um, wer noch so hier sitzen durfte. Adria erhielt von einem Diener gleich ein Glas Wein und eine Schale mit Früchten, die auf ein Seitentischchen an ihrem Platz abgestellt wurden. Der Service war jedenfalls genial.

Nach einem unruhigen Gedanken an ihr Haustier, widmete sich Adria ganz der Arena. Die Stimmung war super. Die Vorfreude stieg zusehends. Das war hier ein Mega-Event! Auf Adria färbte die tolle aufgeheizte Stimmung ab. Nach der Rede des Grafen ging es endlich los. Die Gefangenen wurden in die Arena gebracht. Eine kleine zierliche Frau, zwei Männer, darunter ein Alien. Die Menge tobte. Adria war sehr gespannt, was nun passieren würde. Ein Labyrinth baute sich auf. Tosender Beifall. Adria war auch ganz aus dem Häuschen. Sie trampelte mit ihren Stiefeln. Man konnte von der Loge gut ins Labyrinth hineinsehen wie in eine Puppenstube. Nicht, dass Adria je sowas gehabt hätte! Ab und an standen riesengroße Kisten im Labyrinth herum. Als dann ein Tukata erschien, kreischte sie ausgelassen und erheitert und lachte laut. Natürlich begannen die Jedi zu flitzen. Ihr Leben hing schließlich davon ab. War das aufregend! Der eine Mann (Sane) stolperte. Adria lachte hell und ungeniert auf. Was für ein Spaß! Er trug gar keine Machtfessel. Er konnte die Macht nicht nutzen! Wie war er in die Jeditruppe geraten? Gebannt sah Adria schon im Geiste, was jetzt geschehen würde. Der Tukata würde sicher seine messerscharfen und langen Zähne in sein Fleisch hauen und seine langen scharfen Krallen würden ihn zerfetzen. Doch was dann geschah, ließ alle in der Arena verstummen. Damit hatte niemand gerechnet. War er ein Tukataflüsterer? Das Untier wurde ganz sanft in seiner Nähe. Was war das denn?! Irgendwie fühlte sich die junge Sith um ein Highlight betrogen. Enttäuscht sah sie zu den Anderen. Die junge Jedi (Kestrel) mit dem langen Haar war in die Sackgasse geraten. Was machte sie denn da? Dachte sie, sie könnte sich an den Sandkörnern irgendwie festhalten, sich darin verstecken oder darin etwas finden, was sie retten würde?


“Schau in die Kiste!”,

schrie Adria machtverstärkt nach unten und lachte in heller Vorfreude. Was würde darin sein? Würde dort etwas sein, was ihnen helfen würde? Sicherlich waren die gleichgroßen Kisten nicht umsonst da.


Ziost, Zitadelle, Arena, bei den Spielen, in der Ehrenloge: Graf Sturn, Adria, Kira, Zoey, Ribanna, Ari`a, weitere Schüler, Diener, des weiteren die Gefangenen in der Arena im Labyrinth: Kestrel, Sane und Q`Tahem, am Schaltpult: Yui, tausende Zuschauer aus dem Orden der Sith
 
Zuletzt bearbeitet:
Ziost, Zitadelle, in der Arena: viele Zuschauer, in der Loge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria, und alle Schüler, in der Arena die Gefangenen: Jedi Kestrel, Jedi Q`Tahem, Sane und Monster

Kurz bevor alles losging, war Kiras Tochter Adria erschienen. Das Verhältnis zwischen ihnen war gelinde gesagt sithisch. Als dann das Labyrinth erschienen war, freute sich Zoey über die Reaktionen. Kiras Tochter war wie das Publikum aus dem Häuschen und zeigte das ungeniert.

Der
Graf lobte sie bei einem kurzen Gespräch mit Ari`a. Das ihre Schülerin immer wieder das Gespräch mit dem großen dunklen Lord suchte, missfiel ihr. Das barg Gefahren. Sie machte eine Kopfbewegung, was ihr andeuten sollte, sich endlich auf ihren Platz zu setzen, der genau hinter ihr war. Zoey strahlte aber dank des Lobes in ihre Richtung.

“Danke, Mylord, ich weiß euer Lob sehr zu schätzen.“

Auch Kira äußerte sich wohlwollend. Es sei eine kreative und fabelhafte Meisterleistung. Das ging runter wie Öl! Sie fragte Zoey, wie sie davon erfahren hätte.

“Zum Einen erfuhr ich davon durch meine brilliante technikaffine Tochter Yui!”,

sagte sie voller Stolz und präsentierte sich absichtlich völlig gegenteilig zu ihr. Sie würde den kleinen Seitenhieb sicher bemerken.

“Sie zeigte mir das entdeckte Schaltpult und sprach von den Monstern im Kryoschlaf. Zum Anderen passte ich alles auf unsere Jeditruppe phantasiereich an. Es freut mich, dass es offenbar gefällt und gut ankommt.“

Der Tukata wurde ins Spiel gebracht. Die Jedi rannten um ihr Leben. Das Publikum war begeistert. Zoey musste an jemanden denken, die hier fehlte. Sarissia hatte großes Glück im Koma zu liegen und somit nicht im Spiel zu sein. Zoey fragte sich, wie sie wohl auf den Tukata reagiert hätte? Damals auf Thearterra war ihr der gesamte Rücken von den scharfen Krallen eines solchen sithisch veränderten Tieres zerfleischt worden. Wäre sie vor Schock bzw. durch einen Flashback zur Salzsäule erstarrt? Leider würden sie es nie erfahren. Schade.

Zoey sah schockiert, wie ihr einstiger
Verlobter stürzte. Verdammt! Sie hielt den Atem an. Am liebsten hätte sie ihre Hände vors Gesicht geschlagen. Zoey versuchte beherrscht zu bleiben, doch ihr Herz raste und schien sich dabei fast zu überschlagen. Sie wollte nicht zusehen wollen, wie Sane gleich als einer der Ersten starb bzw. gefressen wurde. Sie hoffte, dass er überlebte. Doch dann geschah etwas Unglaubliches. Wie das? In der gesamten Arena wurde es mucksmäuschenstill. Alle sahen auf Sane und ein zu ihm zahmes Monster. Zoey atmete auf. Sie war froh, aber konnte es sich nicht erklären. Es wäre wohl klüger, ratsamer, realistischer, Sane den Tod zu wünschen, weil er ihren wollte, doch Zoeys Gefühle für ihn waren noch nicht ganz erkaltet.


Ziost, Zitadelle, Arena: Zuschauer, die Gefangenen in der Arena im Labyrinth: Kestrel, Q`Tahem und Sane und Monster, in der Ehrenloge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria und alle Schüler und kellnernde Diener
 
Zuletzt bearbeitet:
Ziost, Zitadelle, Arena: Zuschauer, Wachen, die Gefangenen in der Arena im Labyrinth: Kestrel, Q`Tahem und Sane und Monster, in der Ehrenloge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria und alle Schüler und kellnernde Diener, am Schaltpult: Yui


Ribanna erschien zitternd vor Angst in der Ehrenloge, knickste artig und schnell vor Sturn und Kira, ihrer neuen Meisterin, vermied Blickkontakt, versuchte so gut wie unsichtbar zu sein und setzte sich rasch und leise hinter Kira. Was würde dieser Tag nur bringen? Wie sollte sie so ein Leben bei den Sith nur aushalten, tagein, tagaus. Es gruselte sie schon allein der Gedanke.

Kiras Tochter kam. Ribanna verstand ganz deutlich bei der Begrüßung das Wort: Mutter! Kiras Tochter, die den Namen Adria trug, war längst eine große Sith. Mit ihrem Erscheinen wurde Ribanna unwichtig und unsichtbar, denn nun hatte diese die ganze Aufmerksamkeit eingefordert. Ribanna war das äußerst recht. Adria brachte dem großen dunklen Lord ein Holocron. Sie war eine große finstere Kriegerin, wie es aussah. Kira war nicht gerade herzlich zu ihr. Nun als liebevolle Mutter war diese auch irgendwie nicht vorstellbar. Was Ribanna irritierte war deren Aussehen. Beide waren dunkelhaarig, schlank, durchtrainiert, sahen sich ziemlich ähnlich, doch für eine so große Tochter müsste Kira deutlich älter sein. Sie wirken wie Geschwister, die lediglich 5 Jahre auseinander waren. Komisch!

Der Graf hielt eine Rede, die Ribanna Magenschmerzen und Bauchkrämpfe bereitete. Die Jedigefangenen wurden in die Arena getrieben. Kestrel wirkte, als könnte sie kaum stehen und ein kleiner Windstoß könnte sie schon umhauen. Ribanna wurde schlecht bei ihrem Anblick und Schuldgefühle plagten sie. Dann erschien ein riesiges Labyrinth. Was zum Henker hatte sich Zoey dabei gedacht?! Wie sollten sie das überleben! Ribanna ahnte Schlimmes.

Dann erschien Ari`a und plapperte wieder den Grafen an. Und so belanglos! Wollte die sich einschleimen oder was? Das wirkte echt zum Fremdschämen! Der Graf lobte Zoey für das Labyrinth. Ribanna sah zu ihr. Sie strahlte übers ganze Gesicht. Ribanna fragte sich, was in derem Herzen vorging. Zoey gab dann vor Kira mit ihrer Tochter zum Gruseln an. Hatte hier jeder seine ganze Familie mitgenommen?!

Ribannas Ahnung war richtig. Ein Monster wurde in die Arena gelassen. Ribanna hatte sowas noch nie gesehen. Sie hielt sich vor Schreck den Mund zu, damit man ihr Aufschreien nicht hören konnte. Zum Glück war gerade ein tosender lauter Jubel und Beifall in der Arena, sodass das sicher unterging. Die Jedi rannten. Ribanna betete heimlich zu ihrer Göttin Daja bitte alle Drei zu verschonen oder wenigstens ihre Meisterin Kestrel. Sie wirkte so zerbrechlich, gebrochen, geschunden und schwach. Kestrel rannte in eine Sackgasse. Ob das gut war? Sie schien jetzt schon nicht mehr zu können. Ribanna machte sich große Sorgen. Sie löste den Blick von ihr, sonst bekam sie noch Ärger. Sie blickte zu Q`Tahem. Er war der Einzige, mit dem sie am wenigsten Mitleid hatte, dem sie diese Tortur zum Teil gönnte, weil es ihm stets zu gut gegangen war und er ihr immer vorgezogen wurde. Sollte der Musterschüler doch mal zeigen, was er drauf hatte und sich um seine Meisterin kümmern. Ribanna merkte, wie Wut und Missgunst in ihr hochstiegen, ja sogar Schadenfreude. Das würde den Sith wohl eher gefallen, denn die lasen ja ihre Gefühle immerzu. Ribanna beschloss, ihren Fokus deshalb lieber auf Q`Tahem zu setzen. Dann wirkte sie viel sithischer. Doch bei Sane ging etwas vor sich, was ihren Blick zu ihm wandern ließ. Nanu, seit wann war das Monster ein Schmusekätzchen? Wie war das denn geschehen?



Ziost, Zitadelle, Arena: Zuschauer, Wachen, die Gefangenen in der Arena im Labyrinth: Kestrel, Q`Tahem und Sane und Monster, in der Ehrenloge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria und alle Schüler und kellnernde Diener, am Schaltpult: Yui
 
Ziost, Zitadelle, in der Arena: viele Zuschauer; in der Loge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria, und Ari’a+ (Leibgarde/Wächter-NSC) ; in der Arena die Gefangenen: Kestrel, Q`Tahem, Sane und Tukata

In der Arena herrschte eine Atmosphäre purer Dunkelheit und Spannung. Die dichten Steinmauern, die das Labyrinth bildeten, schienen die Dunkelheit zu verstärken, während der Boden von Sand und Knochen bedeckt war. Überall spürte man die Präsenz der Dunklen Seite der Macht, die die Umgebung erfüllte und die Luft elektrisch aufgeladen hielt.
Das Publikum, bestehend aus Sith verschiedener Spezies, war in Ekstase. Die Zuschauer brüllten und jubelten lautstark, als die Jedi in die Arena eintraten. Ihre Rufe waren voller Vorfreude auf das bevorstehende Spektakel des Todes. Die Dunkle Seite flüsterte in den Herzen der Zuschauer und trieb sie zu frenetischem Beifall an.
Die düstere und unheilvolle Atmosphäre in der Arena bildete den perfekten Hintergrund für das grausame Schauspiel, das gleich beginnen würde. Die Jedi würden gegen die gefährlichen Monster und die heimtückischen Fallen kämpfen müssen, während das Publikum in freudiger Erwartung auf Blutvergießen und Tod ausrastete. Es war ein Ort des Schreckens und der Gewalt, in dem die Dunkle Seite triumphierte und die Jedi auf eine harte Probe gestellt wurden.

Kira konnte nicht leugnen, dass eine Mischung aus Neid und Stolz in ihr aufstieg, als
Adria das Sith Holocron vor Sturn präsentierte und dieser sich beeindruckt zeigte. Ein kurzes, gezwungenes Lächeln huschte über ihr Gesicht, während sie die Anerkennung sah, die ihr eigenes Kind vom mächtigen Sith Lord erhielt.
Es war zweifellos von Vorteil, dass
Adria eine bedeutende Stellung bei Sturn innehatte. Doch zugleich fühlte Kira, wie ihre Position in dieser machtvollen Hierarchie langsam erodierte. Adria hatte sich schnell entwickelt und war dabei, zu einer ernstzunehmenden Rivalin zu werden. Es war ein ständiger Kampf um Anerkennung und Macht, und Kira spürte den Druck, diesen Wettstreit nicht zu verlieren.
Die dunklen Mächte schienen zu wirken, um ihre Familie zu spalten. Kira war hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu ihrer Tochter und dem Wunsch nach Macht und Dominanz in dieser Galaxis. Die Intrigen und Rivalitäten würden sich weiter entfalten, und sie musste entscheiden, wie sie in diesem gefährlichen Spiel handeln wollte..
In diesem Augenblick entschied sich die Sith Exekutorin dennoch, stolz auf ihre Tochter zu sein. Sie erkannte die Ehre und Anerkennung, die
Adria ihrer Familie, den Guldur, durch ihre Leistung bei den Sith zuteilwerden ließ. Sie war immerhin ihr Fleisch und Blut!

Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen, das diesmal weniger gezwungen war, wandte sich die Dunkelhaarige wieder dem Geschehen in der Arena zu, bereit, das Spektakel und die Machtspiele zu beobachten.


"Gut gemacht, Tochter. Erstaunlich, wie du dich entwickelst, in jederlei Hinsicht."

Wandte sie sich kurz zu ihr um, während sie selbst vorne neben
Sturn saß.
Kira beobachtete das Geschehen aus ihrer erhöhten Position in der Arena. Die Jedi hatten sich inmitten des Labyrinths verlaufen und die hohen Mauern schienen sich förmlich gegen sie zu verschwören. Es war ein atemloses Rennen, bei dem sie den Weg gewählt hatten, der sie immer tiefer in das undurchdringliche Gewirr aus Gängen und Sackgassen führte. Sie rannten und rannten, ohne eine Möglichkeit zu finden, dem Tukata zu entkommen.
Die Menge in der Arena brüllte vor Begeisterung, als die Jedi verzweifelt durch die sandigen Gänge rannten und dabei in eine eher wenig nutzbringende Richtung, ohne verheißungsvolle Kisten. Ihr Blick war auf
Skyfly gerichtet, die, obwohl eine erfahrene Jedi-Meisterin, verzweifelt und ängstlich wirkte. Es war, als ob die Dunkelheit des Labyrinths und die Aussichtslosigkeit des Moments sie verändert hätten. Kira konnte die Angst in ihren Augen sehen, etwas, das sie bei einer Jedi wie Kestrel noch nie zuvor so stark bemerkt hatte. Vielleicht waren es jedoch auch die Nachwirkungen von Sturn’s Werk an ihr. Die Sith Exekutorin konnte sehen, wie die Jedi-Meisterin fast schon wesensverändert wirkte. Angst und Kraftlosigkeit schienen sie zu überwältigen. Es war ein ungewöhnlicher Anblick, denn normalerweise hätte man von einer Jedi-Meisterin wie Kestrel eine kämpferische und entschlossene Haltung erwartet. Doch die Dunkelheit und die Aussichtslosigkeit schienen ihre Wirkung auf sie zu haben.
Doch dann geschah etwas Unerwartetes.
Sane, der ehemalige Soldat der Republik und Verbündete der Jedi, stolperte und fiel zu Boden. Die Jedi-Meisterin schien in ihrer Verzweiflung keine andere Wahl zu haben, als in eine Sackgasse zu flüchten. Eine Jedi, die normalerweise Entschlossenheit und Stärke ausstrahlte, schien durch ihre Angst wie gelähmt und ging in die Knie! Kira konnte ein zynisches Lächeln kaum unterdrücken, als sie sah, wie die einst so mächtige Jedi-Meisterin so viel Schwäche zeigte. Ein Silooth fauchte nun die Jedi an.
Kira genoss diesen unerwarteten Wendepunkt im Geschehen. Es war ein Schauspiel, das sie in vollen Zügen auskostete, ebenso deutlich hörbar ihre Tochter. Doch während sie die Szene genoss, hegte sie auch die Befürchtung, dass es schneller vorbei sein könnte, als
Sturn es erwartet hatte. Kestrel schien nicht in der Lage zu sein, die erwartete Show zu bieten, und das könnte die Spannung in der Arena negativ beeinträchtigen.

"Ich fürchte, ihr habt euch bezüglich zu
Skyfly geirrt, Lord Sturn. Sie ist eine Enttäuschung und könnte die Show wahrlich vermasseln."

Lehnte sich die Sith-Exekutorin zu dem dunklen Lord, um ihre Bedenken zu äußern. Die Jedi und
Sane hatten sich in eine gefährliche Lage manövriert, und es schien, als könnten sie von dem wilden Tukata und dem weiteren Monster in der Sackgasse, welches vermutlich ein Silooth war, jederzeit überwältigt werden. Q'Tahem, der Nautolaner, befand sich dicht hinter ihnen und schien die einzige Hoffnung zu sein, die Beiden zu retten. Kira war gespannt darauf, wie er sich in diesem entscheidenden Moment entscheiden würde, denn seine Wahl würde nicht nur über sein eigenes Schicksal, sondern auch über das der beiden Jedi entscheiden. Für wen würde er sich entscheiden?

Die Sith konnte ihren Augen kaum trauen, als der Tukata, der zuvor noch so bedrohlich gewirkt hatte, sich plötzlich zahm und friedlich dem Soldaten
Sane zuwandte. Ein erstaunlicher Sinneswandel, der sie sichtlich verblüffte. Wenn sie nicht besser gewusst hätte, dass der Mann nicht machtsensibel war, hätte sie an einen Bestientrick geglaubt.

"Da hilft doch jemand der Jedi-Brut!"

Fluchte Kira erzürnt. Ihre Augen durchsuchten die Menge, während sie die Macht einsetzte, um den Verursacher dieses unerklärlichen Verhaltens zu erspüren. Es musste eine Erklärung dafür geben, dass der Tukata plötzlich so handzahm war. Kira war entschlossen, herauszufinden, ob jemand aus den Reihen der Sith oder vielleicht sogar ein unbekannter Machtnutzer ihre Pläne durchkreuzte und den Jedi half.

"
Ribanna, meine Schülerin, beobachte die Zuschauer genau und sage mir, wenn du etwas auffälliges entdeckst! Nutze deinen Zorn auf den Jedi Q'Tahem, um den Jedi Sympathisanten zu finden!

Wandte sie sich an ihre schweigsame Schülerin. Kira glaubte fest an diese Theorie. Die aufdringliche Begeisterung ihrer Tochter Adria hallte in Kiras Ohren wider und lenkte sie ab. Während sie versuchte, die rätselhafte Verwandlung des Tukata zu entwirren, konnte sie Adrias enthusiastische Reaktion nicht ignorieren und warf ihr einen vernichtenden Blick zu.

Ziost, Zitadelle, in der Arena: viele Zuschauer; in der Loge: Graf Sturn, Zoey, Kira, Adria, und Ari’a+ (Leibgarde/Wächter-NSC) ; in der Arena die Gefangenen: Kestrel, Q`Tahem, Sane und Tukata +Silooth
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben