Fanfiction: STAR WARS - The Divergence of the Force

Chibi-usa

Zivilist
Hallo an alle, mein nickname ist Chibiusa aus dem bekannten Sailormoon franchise und ich bin männlich und 45 und Handwerksmeister aus Mitteldeutschland. Im Zuge meiner Anmeldung möchte ich gerne eine neue Fanfiktion von mir vorstellen welche eine alternative Zeitlinie zum offiziellen Disney Kanon bildet und die bekannten Ereignisse somit leicht entfremdet bzw. Neu erzählt.

Hier die Daten dieser FF:

1. Titel und Grunddaten

Titel:
STAR WARS – The Divergence of Fates bzw. THE DIVERGENCE OF THE FORCE

Genre:
z. B. Science-Fantasy, Familien-Drama, Tragödie, Charakterroman

Zielgruppe:
Für junge Erwachsene und jung gebliebene. Für Alle die es im Leben schwer hatten.

Umfang:
z. B. Einzelroman

Besonderheit / Konzept:
Die Hauptfigur erlebt Star Wars typische Konzepte ohne starwars typische Entscheidungen zu treffen.

2. Kurzbeschreibung / Logline





Eine junge Frau, die als Werkzeug eines galaktischen Imperiums erzogen wurde, muss sich ihrer Vergangenheit stellen und entscheiden, ob sie das Schicksal erfüllt, das das Imperium für sie geplant hat, oder ihren eigenen Weg wählt.
3. Prämisse und zentrale Idee





Die Geschichte untersucht die Frage, ob ein Mensch, der durch Manipulation geprägt wurde, trotzdem frei über seine eigene Identität entscheiden kann. Und ob die Verfolgung von Idealen, dafür Menschenopfer Wert sind.
4. Welt / Setting

Zeitperiode: Nach der Machtergreifung Kanzler Palpatines als Imperator

Ort Die bekannte Star Wars Galaxis, Im Dienste des Imperiums

Gesellschaft Leben in Furcht und Unterdrückung.

Politik Eine Zeit der Wirren und Umstürze.

Besonderheiten Alternative Time Line



Bei Science-Fiction/Fantasy besonders wichtig:

Technologie Lichtschwerter, Raumschlachten, SITH-Machttechnologie

Machtstrukturen Jedi Orden geächtet. SITH Orden regiert.

Kulturen Togruta Gesellschaft und Imperialer Code

Konflikte Innerer Konflikt und äußere Machtkämpfe

5. Hauptfiguren

Name Lilitu (Kosename: Lilu oder Lilo) Bonteri-Tano

Rolle in der Geschichte junge Protagonistin

Hintergrund Entführte und ausgesetzte Tochter von Ahsoka Tano

Persönlichkeit leer und emotionslos, eingeschüchtert.

Ziel:

Die Figur will wissen wer sie wirklich ist.

Konflikt:
Die Manipulation des Imperiums

Entwicklung:
Sie lernt neue Freunde kennen, öffnet sich und erfährt die Wahrheit über ihre Herkunft.

Ziel: herausfinden, wer sie wirklich ist

Konflikt: wurde ihr gesamtes Leben von anderen kontrolliert

Entwicklung: vom Werkzeug zur selbstbestimmten Person

6. Nebenfiguren und ihre Funktion





Nova Wolfram (Imperiale Pilotin / Offizierin)

Funktion: Erste Person, die Lilo zum Hinterfragen bringt

Darron Rico (gefangener Rebellensoldat, Überlebender von Alderaan)

Funktion: Zeigt ihr, dass Schmerz nicht zu Hass führen muss

7. Handlung / Plot-Zusammenfassung

Akt 1 – Ausgangssituation

Lilu Bonteri-Tano

junges Mädchen von Shili der Togruta Heimatwelt

ihre Entführung durch Darth Vader

Akt 2 – Entwicklung und Konflikte

Sie wird unterdrückt und manipuliert, indoktriniert.

Sie lernt neue Personen wie Nova und Rico kennen. Lernt warum ihre Mutter sie ausgesetzt hat.

Sie erkennt das sie selbst entscheiden darf welchen Weg sie geht und wer sie sein will.

Akt 3 – Höhepunkt und Ende

Der Imeprator will sie kontrollieren, Darth Vader will sie brechen und gefügig machen. Zu seiner Kopie formen.

Sie muss entscheiden ob sie sich weiter treiben lässt vom Schicksal oder selber handelt.

Mit ihrem heroischen Tot und Erlösung ihrer Seele/Menschlichkeit aus dem imperialen Joch.

8. Charakterentwicklung (Charakterbogen)





Am Anfang:

Sie ist eine Marionette des Imperiums und glaubt sie sei wertlos ohne Aufgabe.
Wendepunkt:

Nova und Rico bringen ihr bei das sie keine Marionette ist und nicht verzweifeln darf. Ihre Mutter bringt ihr bei das sie nun erwachsen ist und nicht den Weg ihrer Mutter einschlagen muss und nicht ihre Freunde im Stich lassen muss.
Am Ende:

Sie lernt das sie die Kraft hat für sich selbst und für andere einzustehen.
Anfang:

"Ich bin nur wertvoll, wenn ich Befehle erfülle."
Ende:

"Mein Wert entsteht durch meine eigenen Entscheidungen."
9. Thematische Ebene

Kann man seiner Vergangenheit entkommen?

Ist Vergebung möglich?

Was macht einen Menschen aus?

Ist Macht wichtiger als Freiheit?

10. Besonderheiten und Stil

Erzählperspektive aus Lilus Sicht.

Atmosphäre kühl und distanziert.





Ton der Geschichte

düster

emotional

tragisch

11. Kapitelübersicht (optional, aber hilfreich)

Kapitel 1: Das verlorene Kind
Kapitel 2: Die Agentin des Imperiums
Kapitel 3: Der erste Zweifel
Kapitel 4: Die Suche nach der Wahrheit



Lilos Charakterentwicklung (der Kern der Geschichte)

Die Beziehungen zu Ahsoka, Vader und Palpatine

Die Frage nach freiem Willen und Manipulation

Der Wendepunkt, an dem Lilo ihr eigenes Schicksal wählt


STAR WARS – The Divergence of Fates



LILU BONTERI TANO (Imperial Asassin/Shadow Force Agent)

CAPTAIN NOVA WOLFRAM (Imperial Pilot/Officer)

PRIVATE DARON RICO (Rebell alliance Soldier)

LORD DARTH VADER

EMPEROR SIDIOUS

O.T.A.N. ORIGINAL TRAINING ALGORITHM LILITU TANO (Tactial Imperial Mindcontrol droide)

ENKI (old togrutan peasant)

AHSOKA TANO



DROIDS

TROOPERS

OFFICERS

ALIENS

PALAST GUARDS

SHIPS

Imperial Dreadnaught transporter

Imperial Sith cruiser One winged Angel

PLANETS

Hoth Ice Planet

LANDSCAPE

Shili nature

LOCATION

Coruscant imperial Palace

BUILDINGS

Castle THE BASTION of Darth Vader on Vjun

VEHICLES

Imperial Speeder

Taun Taun animal

AT-ST

WEAPONS

Lilus dark saber
 
Point of Divergence
Kapitel Eins – Der Preis des Überlebens

Malachor war still.

Nicht die gewöhnliche Stille eines verlassenen Ortes, in dem nur der Wind durch zerfallene Ruinen strich. Es war eine Stille, die zu lauschen schien.

Ahsoka Tano lag im Staub.

Über ihr ragten die schwarzen Türme des Sith-Tempels in einen Himmel, der von Asche und dunklen Wolken verschlungen wurde. Das fahle Licht der Sterne drang kaum durch die dichte Atmosphäre. Irgendwo tief unter der Oberfläche vibrierte etwas im Gestein – ein kaum wahrnehmbares Dröhnen, als würde der Planet selbst atmen.

Sie versuchte sich aufzurichten.

Ein scharfer Schmerz schoss durch ihren Körper.

Ahsoka biss die Zähne zusammen.

Ihre rechte Hand griff instinktiv nach dem Boden. Die linke Schulter hingegen...

Sie spürte dort nichts.

Für einen Sekundenbruchteil wusste sie nicht, warum.

Dann erinnerte sie sich.

Vader.

Das rote Lichtschwert.

Der Schlag.

Ihr eigener Schrei.

Ahsoka schloss die Augen.

Nein.

Sie durfte nicht daran denken.

Nicht jetzt.

Sie zwang sich, die Augen wieder zu öffnen.

Vor ihr lag ihr Lichtschwert.

Die beiden weißen Klingen waren erloschen. Eine davon lag nur wenige Meter entfernt im schwarzen Staub. Ihre Waffe war zerbrochen.

So wie sie.

Ahsoka presste die Lippen zusammen und versuchte, die Macht zu erreichen.

Sie fand sie.

Schwach.

Fern.

Aber sie war da.

Ich bin noch hier.

Dieser Gedanke war das Einzige, woran sie sich klammern konnte.

Ich bin noch hier.

Schritte erklangen.

Langsam.

Schwer.

Unaufhaltsam.

Ahsoka erstarrte.

Ein roter Lichtschein spiegelte sich auf den schwarzen Steinen.

Darth Vader kam aus dem Nebel.

Seine Rüstung war vom Kampf gezeichnet, doch seine Haltung war vollkommen ruhig. Kein Zeichen von Erschöpfung. Kein Zögern. Nur die mechanischen Atemzüge, die durch die Ruinen hallten.

Einatmen.

Ausatmen.

Einatmen.

Ausatmen.

Ahsoka sah zu ihm hinauf.

„Anakin.“

Vader blieb stehen.

Für einen Moment geschah nichts.

Dann neigte sich sein Helm kaum merklich.

„Diesen Namen“, sagte er mit seiner tiefen, verzerrten Stimme, „gibt es nicht mehr.“

Ahsoka schluckte.

„Das redest du dir seit Jahren ein.“

Vader hob die Hand.

Die Macht packte Ahsoka.

Sie wurde vom Boden gerissen und gegen eine steinerne Säule geschleudert. Schmerz explodierte in ihrem Rücken. Sie rutschte zu Boden und rang nach Luft.

Vader trat näher.

„Du hast immer geglaubt, du könntest mich erreichen.“

Ahsoka hob den Blick.

„Vielleicht kann ich das.“

„Nein.“

„Dann hättest du mich getötet.“

Stille.

Der Atem des Sith-Lords erfüllte die Kammer.

Ahsoka wusste, dass sie einen Nerv getroffen hatte.

Vader ging an ihr vorbei und hob ihr zerbrochenes Lichtschwert auf.

Er betrachtete es einen Augenblick.

„Du bist nicht tot“, sagte er.

„Bedauerlich für dich.“

„Nein.“

Er zerdrückte den Griff in seiner gepanzerten Hand.

Metall knirschte.

„Absicht.“

Ahsoka sah ihn misstrauisch an.

Vader ließ die Überreste zu Boden fallen.

„Der Imperator sieht in dir eine Bedrohung.“

„Dann solltest du ihm vielleicht sagen, dass ich keine Bedrohung mehr bin.“

„Das werde ich nicht.“

Ahsokas Augen verengten sich.

Vader beugte sich zu ihr hinunter.

„Denn du wirst ihm eines Tages etwas anderes erzählen.“

Sie verstand nicht.

Noch nicht.

Vader richtete sich auf.

„Du wirst für das Imperium arbeiten.“

Ahsoka lachte leise.

Es war ein schmerzerfülltes, erschöpftes Lachen.

„Du hast wirklich keine Ahnung, wer ich bin.“

Vader sah sie an.

„Doch.“

Ein weiterer Atemzug.

„Ich weiß genau, wer du bist.“

Vjun

Wochen später wusste Ahsoka, dass es schlimmer war als jede Zelle.

Vaders Festung auf Vjun war kein Gefängnis.

Sie war eine Botschaft.

Schwarzer Stein, dunkle Korridore, endlose Treppen und Fenster, hinter denen der giftige Nebel des Planeten gegen die Mauern peitschte. Der Bau wirkte weniger wie ein Palast als wie ein Monument für alles, was die Galaxis verloren hatte.

Ahsoka saß in einem schlichten Raum.

Keine Ketten.

Keine Wachen.

Keine sichtbare Türverriegelung.

Nur die Macht.

Sie spürte sie überall.

Vader hatte gelernt, dass Zellen einen Gefangenen daran erinnern, dass er gefangen war.

Er wollte etwas anderes.

Er wollte, dass Ahsoka selbst aufgab.

Seit ihrer Ankunft hatte er kaum versucht, sie körperlich zu brechen.

Stattdessen ließ er sie warten.

Stunden.

Tage.

Manchmal kam er nur für wenige Minuten.

Er stellte Fragen.

Über die Jedi.

Über die Rebellen.

Über Anakin Skywalker.

Über ihre Vergangenheit.

Und immer wieder sagte er dasselbe:

„Du hast mich bereits verloren.“

Ahsoka antwortete nie.

Bis zu diesem Morgen.

Die Tür öffnete sich.

Vader trat ein.

Ahsoka blickte nicht auf.

„Wenn du gekommen bist, um mir wieder zu erzählen, dass Anakin Skywalker tot ist, kannst du dir die Mühe sparen.“

Vader blieb stehen.

„Ich habe einen weiteren Gefangenen hierherbringen lassen.“

Ahsoka hob langsam den Kopf.

„Warum?“

Vader sagte nichts.

Er wandte sich der Tür zu.

Zwei Sturmtruppen traten herein.

Zwischen ihnen befand sich ein Mann.

Er war älter als in Ahsokas Erinnerungen.

Aber sie erkannte ihn sofort.

Ihr Herz setzte einen Schlag aus.

„Lux?“

Lux Bonteri hob den Kopf.

Sein Gesicht war blass.

Eine Verletzung zog sich über seine Stirn, doch seine Augen waren noch immer dieselben.

Ahsoka stand auf.

„Lux!“

Die Sturmtruppen stießen ihn nach vorn.

Er stolperte und fing sich gerade noch.

„Ahsoka?“

Für einen Augenblick war da nur Unglauben.

Dann Erleichterung.

„Bei der Macht...“

Ahsoka machte einen Schritt auf ihn zu.

Vader stellte sich zwischen sie.

Lux' Gesicht veränderte sich.

Sein Blick wanderte zu der schwarzen Rüstung.

„Darth Vader.“

„Senator Bonteri.“

Lux richtete sich auf.

„Wenn du glaubst, dass ich mit dem Imperium zusammenarbeiten werde—“

„Das glaube ich nicht.“

Vader wandte sich Ahsoka zu.

„Noch nicht.“

Ahsoka spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog.

„Was willst du?“

Vader antwortete nicht sofort.

Stattdessen ging er zur Tür.

„Ihr werdet Zeit miteinander verbringen.“

Ahsoka starrte ihn an.

„Warum?“

Vader blieb stehen.

„Weil ich wissen möchte, ob Hoffnung stärker ist als Angst.“

Die Tür schloss sich.

Stille.

Ahsoka sah Lux an.

Er sah zurück.

Dann sagte er leise:

„Was hat er mit dir gemacht?“

Ahsoka senkte den Blick.

„Noch nicht genug.“

Lux bemerkte die leere Stelle an ihrer Schulter.

Sein Gesicht erstarrte.

„Ahsoka...“

„Nicht.“

„Dein Arm—“

„Ich sagte, nicht.“

Lux schwieg.

Ahsoka atmete tief ein.

Sie wollte stark wirken.

Für ihn.

Für sich.

Für das, was sie einmal gewesen war.

Doch tief in ihrem Inneren wusste sie, warum Vader ihn hierhergebracht hatte.

Er kannte ihre Vergangenheit.

Er kannte die Namen, die ihr etwas bedeuteten.

Und Lux war einer davon.

Vielleicht sogar mehr, als sie sich selbst eingestehen wollte.

Vader wusste es.

Natürlich wusste er es.

Das war das Schlimmste.

Ahsoka wandte sich zum Fenster.

Draußen tobte der Sturm über Vjun.

Schwarzer Regen rann über das Glas.

„Er will, dass wir uns gegenseitig Hoffnung geben“, sagte Lux.

Ahsoka antwortete nicht.

„Und dann wird er versuchen, uns diese Hoffnung wieder zu nehmen.“

Sie sah ihn an.

Lux trat neben sie.

„Dann darf er das nicht schaffen.“

Ahsoka blickte hinaus in den Sturm.

Zum ersten Mal seit ihrer Gefangennahme spürte sie etwas anderes als Schmerz.

Nicht Hoffnung.

Noch nicht.

Aber Widerstand.

Und irgendwo tief in den Mauern der Festung bewegte sich Darth Vader durch die Dunkelheit.

Er blieb vor einer Überwachungskammer stehen.

Auf einem Holoschirm sah er Ahsoka und Lux gemeinsam am Fenster stehen.

Seine behandschuhte Hand ruhte auf der Konsole.

„Beginnen wir“, sagte er.

Die Aufzeichnung lief weiter.

Vader beobachtete.

Wartete.

Und plante.

Denn er wollte Ahsoka Tano nicht töten.

Der Tod wäre zu einfach.

Er wollte etwas viel Wertvolleres.

Er wollte, dass sie sich freiwillig vor dem Imperator verbeugte.

Und wenn dafür ein Stück seiner eigenen Vergangenheit sterben musste—

dann würde Darth Vader persönlich dafür sorgen.

Draußen donnerte der Sturm.

Und tief unter der Festung begann die Dunkelheit zu wachsen.

Der Punkt der Abweichung war erreicht.
 
Kapitel Zwei – Schatten der Vergangenheit

Ahsoka schlief nicht.

Nicht wirklich.

Sie lag auf dem schmalen Bett in ihrem Quartier und starrte in die Dunkelheit.

Vjun hatte keine Nacht.

Der Himmel war immer grau, immer von Sturmwolken bedeckt, und der Regen prasselte unaufhörlich gegen die hohen Fenster der Festung. Selbst wenn Ahsoka die Augen schloss, hörte sie ihn.

Regen.

Wind.

Und irgendwo darunter das gleichmäßige Geräusch von Vaders Atemmaske.

Sie hatte gelernt, dieses Geräusch zu fürchten.

Nicht wegen seiner Lautstärke.

Sondern wegen seiner Bedeutung.

Er ist hier.

Ahsoka drehte sich auf die Seite.

Ihre Finger glitten über die Stelle, an der ihr rechter Arm endete.

Die Narbe war inzwischen geschlossen.

Doch ihr Körper erinnerte sich.

Er erinnerte sich an den roten Blitz.

An den Schmerz.

An den Augenblick, in dem die Verbindung zwischen ihrem Körper und ihrem Arm plötzlich nicht mehr existiert hatte.

Sie schloss die Augen.

Nur für einen Moment.

Und schlief ein.

Sie stand auf Malachor.

Wieder.

Schwarzer Staub bedeckte den Boden.

Der Sith-Tempel ragte vor ihr auf.

Ahsoka wusste, dass sie träumte.

Trotzdem konnte sie nichts verändern.

Sie sah Vader auf sich zukommen.

Das rote Lichtschwert erwachte.

„Nein.“

Ihre Stimme klang fremd.

Vader hob die Klinge.

„Anakin!“

Der Schlag kam.

Ahsoka schrie.

Dann war alles still.

Sie blickte nach unten.

Wo ihr Arm gewesen war, befand sich nur Leere.

„Nein...“

Der Traum veränderte sich.

Malachor verschwand.

Weiße Lichter erschienen über ihr.

Chirurgische Lampen.

Ahsoka lag auf einem Operationstisch.

Sie konnte ihren Körper nicht bewegen.

Sie versuchte aufzustehen.

Nichts.

Ein Droidengesicht schwebte über ihr.

„Patientin stabil.“

„Nein.“

Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.

Ein weiterer Droide rollte ins Sichtfeld.

Metallische Instrumente bewegten sich.

„Beginn der Implantation.“

Ahsokas Herz raste.

„Nein!“

Sie wusste, was kommen würde.

Sie hatte es bereits erlebt.

Und trotzdem war es jedes Mal neu.

Kalter Durastahl wurde an ihren Körper geführt.

Verbindungen wurden hergestellt.

Kabel.

Sensoren.

Gelenke.

Ein mechanischer Arm wurde an der Stelle befestigt, an der einmal ihr eigener gewesen war.

Ahsoka konnte nichts tun.

Sie konnte nur zusehen.

„Nein!“

Die Stimme des Droiden blieb vollkommen emotionslos.

„Neuralverbindung wird aktiviert.“

Ein Stromstoß.

Ahsoka keuchte.

Die Welt wurde weiß.

Dann fühlte sie den Arm.

Nicht als Teil ihres Körpers.

Sondern als etwas Fremdes.

Schwer.

Kalt.

Funktional.

Ein Gefängnis aus Metall.

Sie versuchte, ihn zu bewegen.

Die Finger schlossen sich.

Öffneten sich.

Schlossen sich wieder.

„Nein...“

Eine Stimme erklang hinter ihr.

Vader.

„Du wirst lernen, ihn zu benutzen.“

Ahsoka drehte den Kopf.

Er stand am Ende des Raumes.

„Du wirst lernen, damit zu leben.“

„Ich werde dich niemals—“

Vader trat näher.

„Du wirst.“

Seine Stimme wurde leiser.

„Denn ich werde dir alles nehmen, was du bist.“

Ahsoka erwachte schreiend.

Sie saß kerzengerade im Bett.

Ihr Atem ging schnell.

Schweiß stand auf ihrer Stirn.

Für einige Sekunden wusste sie nicht, wo sie war.

Dann sah sie die dunklen Wände.

Vjun.

Festung.

Gefangenschaft.

Sie hob ihre Hand und presste sie gegen ihre Brust.

Ihr Herz schlug wild.

Die Erinnerung an die Operation hing noch immer in ihrem Kopf.

Sie hatte vergessen, wie real sich der Albtraum anfühlen konnte.

Ein mechanischer Arm.

Vaders Stimme.

Der Verlust.

Ahsoka schloss die Augen.

„Ich bin nicht seine Marionette.“

Sie wiederholte es leise.

„Ich bin nicht seine Marionette.“

Ein Geräusch ertönte hinter der Tür.

Ahsoka erstarrte.

Die Tür öffnete sich.

Lux stand davor.

Er trug noch immer dieselbe einfache Gefangenenkleidung.

„Ahsoka?“

Sie wischte sich schnell über das Gesicht.

„Was willst du?“

Lux sah sie an.

„Ich habe dich schreien gehört.“

„Es war nichts.“

„Das klang nicht nach nichts.“

Ahsoka wandte sich ab.

„Du solltest schlafen.“

Lux trat ein.

„Und du solltest nicht so tun, als wäre alles in Ordnung.“

Sie sah ihn an.

„Du kennst mich nicht mehr.“

„Vielleicht nicht.“

Er blieb stehen.

„Aber ich kenne diesen Blick.“

Ahsoka schwieg.

Lux setzte sich mit etwas Abstand auf einen Stuhl.

„Was hast du geträumt?“

Ahsoka antwortete lange nicht.

Dann sagte sie:

„Die Operation.“

Lux verstand sofort.

Sein Blick fiel auf ihren Arm.

„Er hat dich dazu gezwungen?“

„Nein.“

Ahsoka lachte bitter.

„Das wäre fast einfacher gewesen.“

Lux runzelte die Stirn.

„Was meinst du?“

„Vader hat gewartet, bis ich selbst darum gebeten habe.“

Lux wurde blass.

Ahsoka sah aus dem Fenster.

„Nach Malachor war ich schwach.

Ich hatte viel Blut verloren. Mein Körper hat nicht mehr funktioniert. Die Droiden sagten, dass ich ohne die Prothese vielleicht nie wieder richtig kämpfen könnte.“

Sie hielt inne.

„Und Vader hat mir Zeit gelassen.“

„Warum?“

„Damit ich mich entscheiden musste.“

Lux sagte nichts.

„Leben“, fuhr Ahsoka fort, „oder sterben.“

Sie blickte auf ihre Hand.

„Ich habe mich für das Leben entschieden.“

Lux sah sie lange an.

„Das war keine Schwäche.“

Ahsoka sah ihn an.

„Für ihn schon.“

„Dann ist das sein Problem.“

Ein kaum sichtbares Lächeln erschien auf Ahsokas Gesicht.

„Du hast dich nicht verändert.“

„Du auch nicht.“

Das Lächeln verschwand.

„Doch.“

Lux sah sie fragend an.

„Ich habe meinen Meister verloren. Meine Familie. Die Jedi. Mein Zuhause.“

Sie blickte auf den mechanischen Arm.

„Und jetzt habe ich nicht einmal mehr meinen eigenen Körper.“

Lux stand auf.

„Du hast noch dich selbst.“

Ahsoka antwortete nicht.

Doch etwas in ihr entspannte sich.

Nur ein wenig.

Hinter einer anderen Tür stand Darth Vader.

Er hatte jedes Wort gehört.

Natürlich.

Die Macht war nicht die einzige Möglichkeit, mit der er die beiden überwachte.

Die Festung selbst war seine Waffe.

Er betrachtete die Aufzeichnungen.

Ahsoka und Lux.

Ihre Stimmen.

Ihre Blicke.

Ihre kleinen Gesten.

Vader wusste, dass Vertrauen gefährlich war.

Doch genau deshalb hatte er Lux hierhergebracht.

Nicht um Ahsoka Hoffnung zu geben.

Sondern um herauszufinden, wie viel Hoffnung nötig war, um sie später zu zerstören.

Eine Tür öffnete sich.

Ein Offizier trat ein.

„Lord Vader.“

Vader wandte sich um.

„Der Gefangene Bonteri hat keinerlei Bereitschaft gezeigt, mit uns zu kooperieren.“

„Das war zu erwarten.“

„Und Tano?“

Vader schwieg.

Der Offizier wartete.

„Sie beginnt, sich zu verändern.“

„Inwiefern?“

Vader blickte durch das Fenster auf den tobenden Sturm.

„Sie glaubt, dass Bonteri ihr Hoffnung gibt.“

Der Offizier verstand nicht.

„Ist das nicht ein Vorteil für sie?“

Vader drehte den Kopf.

„Nein.“

Seine Stimme wurde kalt.

„Es ist ein Vorteil für mich.“

Am nächsten Morgen fand Ahsoka Lux nicht in ihrem Quartier.

Die Tür stand offen.

Zwei Sturmtruppen warteten im Gang.

Ahsoka blieb stehen.

„Wo ist er?“

Keine Antwort.

Sie spürte es.

Etwas stimmte nicht.

„Wo ist Lux?“

Einer der Sturmtruppen trat zur Seite.

Ahsoka ging los.

Sie folgte dem Korridor, vorbei an schwarzen Säulen und schmalen Fenstern.

Dann hörte sie eine Stimme.

Lux.

„Ich werde dir nichts sagen.“

Vader antwortete.

„Das musst du nicht.“

Ahsoka blieb stehen.

Sie konnte die Stimmen durch die geschlossene Tür hören.

„Warum bin ich hier?“, fragte Lux.

„Wegen ihr.“

Stille.

Dann Lux:

„Dann hast du dir den falschen Mann ausgesucht.“

Vader sagte nichts.

Ahsoka spürte, wie Wut in ihr aufstieg.

Sie öffnete die Tür.

Lux saß auf einem Stuhl.

Vader stand ihm gegenüber.

Ahsoka trat ein.

„Lass ihn gehen.“

Vader drehte sich zu ihr.

„Du bist besorgt.“

„Natürlich bin ich das.“

„Interessant.“

Ahsoka ging näher.

„Wenn du mich brechen willst, dann tu es selbst.“

„Das tue ich.“

Vader hob die Hand.

Lux wurde von unsichtbarer Kraft gepackt.

Ahsoka reagierte instinktiv.

Die Macht schoss durch sie.

Sie stellte sich zwischen Vader und Lux.

„Nein!“

Vader hielt inne.

Ahsoka atmete schwer.

Sie spürte Lux hinter sich.

Dann verstand sie.

Vader wollte genau das.

Er wollte, dass sie sich einmischte.

Dass sie sich an ihn band.

Dass sie etwas hatte, das sie verlieren konnte.

Vader senkte die Hand.

„Jetzt verstehst du.“

Ahsoka sah ihn an.

„Du willst nicht, dass ich Angst um ihn habe.“

„Nein.“

„Du willst, dass ich glaube, ich könnte ihn retten.“

Vaders Maske blieb ausdruckslos.

„Und irgendwann wirst du alles tun, um das zu können.“

Ahsokas Blick wurde hart.

„Dann hast du einen Fehler gemacht.“

Vader wartete.

„Denn jetzt weiß ich, was du vorhast.“

Eine lange Stille entstand.

Dann sagte Vader:

„Das ist kein Fehler.“

Er wandte sich ab.

„Es ist der nächste Schritt.“

Die Tür schloss sich hinter ihm.

Ahsoka und Lux blieben zurück.

Beide wussten nun, dass sich etwas verändert hatte.

Nicht nur zwischen ihnen.

Sondern zwischen ihnen und dem Mann, der sie gefangen hielt.

Der Kampf um Ahsokas Willen hatte gerade erst begonnen.

Und Darth Vader hatte Zeit.

Sehr viel Zeit.
 
Kapitel Drei – Der Preis der Hoffnung

Drei Tage vergingen.

Vader kam nicht.

Das war schlimmer als seine Anwesenheit.

Ahsoka hatte inzwischen gelernt, dass seine Abwesenheit niemals bedeutete, dass er sie vergessen hatte. Im Gegenteil.

Wenn Vader nicht zu sehen war, war er irgendwo in der Festung.

Er beobachtete.

Wartete.

Plante.

Lux hatte aufgehört, danach zu fragen, wann sie entkommen würden.

Ahsoka wusste nicht, ob das ein Zeichen von Resignation oder Vernunft war.

Vielleicht beides.

Sie saßen in einem kleinen Raum am westlichen Ende der Festung. Ein Kamin spendete Wärme, obwohl draußen der Sturm tobte. Ahsoka hatte den mechanischen Arm auf ihren Oberschenkel gelegt und betrachtete die künstlichen Finger.

Sie bewegte sie.

Ein Finger nach dem anderen.

Der Arm gehorchte.

Perfekt.

Zu perfekt.

„Du hasst ihn“, sagte Lux.

Ahsoka sah auf.

„Wen?“

„Den Arm.“

Sie betrachtete ihn erneut.

„Ich hasse nicht den Arm.“

„Was dann?“

„Was er bedeutet.“

Lux schwieg.

Ahsoka hatte ihm inzwischen erzählt, was nach Malachor geschehen war.

Nicht alles.

Aber genug.

Sie hatte ihm von der Operation erzählt.

Von den Droiden.

Von den Schmerzen.

Von der Tatsache, dass Vader währenddessen anwesend gewesen war.

Was sie ihm nicht erzählt hatte, war, dass Vader ihr während der gesamten Operation immer wieder dieselbe Frage gestellt hatte.

Willst du leben?

Und jedes Mal hatte sie geantwortet:

Ja.

Es war diese Erinnerung, die sie am meisten quälte.

Denn manchmal fragte sie sich, ob Vader recht gehabt hatte.

Ob sie selbst diejenige gewesen war, die ihm die Erlaubnis gegeben hatte, sie zu verändern.

„Er hat etwas mit dir gemacht“, sagte Lux.

Ahsoka sah ihn an.

„Mit uns beiden.“

„Nein.“

Lux schüttelte den Kopf.

„Mit dir.“

Er deutete auf ihren Arm.

„Das hier ist nicht nur eine Prothese. Er möchte, dass du jedes Mal an ihn denkst, wenn du ihn benutzt.“

Ahsoka antwortete nicht.

Weil er recht hatte.

Am selben Abend wurde Lux abgeholt.

Keine Erklärung.

Keine Warnung.

Drei Sturmtruppen erschienen an der Tür.

„Senator Bonteri. Mitkommen.“

Lux stand auf.

Ahsoka ebenfalls.

„Wohin?“

Der Soldat antwortete nicht.

Ahsoka trat vor.

„Er bleibt hier.“

Die Sturmtruppen hoben ihre Waffen.

Lux legte Ahsoka eine Hand auf die Schulter.

„Nicht.“

Sie sah ihn an.

„Lux—“

„Nicht wegen mir.“

Ahsoka spürte, wie sich ihre Finger zur Faust schlossen.

„Ich komme zurück.“

Lux versuchte zu lächeln.

„Das ist ein ziemlich schlechter Ort für Versprechen.“

Dann ging er.

Die Tür schloss sich.

Ahsoka blieb allein zurück.

Zum ersten Mal seit Tagen spürte sie echte Angst.

Nicht um sich.

Um ihn.

Lux wurde in den unteren Bereich der Festung gebracht.

Dort war es kälter.

Die Wände waren älter.

Die Luft roch nach Metall und Feuchtigkeit.

Vader wartete in einer großen, dunklen Kammer.

Lux blieb stehen.

„Was willst du?“

„Dich.“

„Dann hast du Pech.“

Vader trat näher.

„Du glaubst, Tano liebt dich.“

Lux erstarrte.

„Das habe ich nicht gesagt.“

„Nein.“

Vader blieb direkt vor ihm stehen.

„Aber du hoffst es.“

Lux schwieg.

Vader wandte sich ab.

„Hoffnung ist eine Schwäche.“

„Nein.“

Vader blieb stehen.

„Hoffnung hat die Jedi zerstört.“

Lux sah ihn an.

„Nein. Arroganz hat sie zerstört. Angst hat sie zerstört. Und Menschen wie du haben sie zerstört.“

Vader drehte sich langsam um.

Für einen Moment war etwas in seiner Haltung.

Nicht Wut.

Etwas anderes.

Etwas, das Lux nicht einordnen konnte.

„Du bist mutig.“

„Das sagen die Leute meistens kurz bevor sie mich bedrohen.“

Vader ignorierte den Kommentar.

„Tano glaubt, dass sie dich retten kann.“

„Vielleicht kann sie das.“

„Nein.“

Vader hob die Hand.

Lux wurde gegen die Wand geschleudert.

Er keuchte.

„Sie kann nicht einmal sich selbst retten.“

Vader ließ ihn fallen.

„Und genau das werde ich ihr zeigen.“

Ahsoka erwachte mitten in der Nacht.

Wieder ein Albtraum.

Wieder die Operation.

Diesmal war es schlimmer.

Sie lag auf dem Tisch.

Die Droiden arbeiteten.

Sie hörte die Maschinen.

Dann sah sie Vader.

Er stand neben ihr.

Aber diesmal trug er nicht seine Maske.

Anakin Skywalker sah sie an.

Sein Gesicht war verbrannt.

Seine Augen waren voller Schmerz.

„Warum hast du mich verlassen?“

Ahsoka wollte antworten.

Doch kein Wort kam über ihre Lippen.

„Warum hast du mich nicht gerettet?“

„Anakin...“

„Du hast mich allein gelassen.“

„Nein.“

„Du bist gegangen.“

„Ich war ein Kind.“

Er trat näher.

„Und ich war dein Meister.“

Ahsoka begann zu weinen.

„Es tut mir leid.“

Anakin lächelte.

Ein trauriges, erschöpftes Lächeln.

„Das wollte ich hören.“

Dann hob er sein Lichtschwert.

Ahsoka schrie.

Sie erwachte.

Doch diesmal war sie nicht allein.

Vader stand in ihrem Zimmer.

Ahsoka fuhr hoch.

„Wie lange bist du schon hier?“

„Lange genug.“

Ahsoka spürte sofort, dass etwas nicht stimmte.

„Wo ist Lux?“

Vader antwortete nicht.

Ahsoka stand auf.

„Wo ist er?“

„Er lebt.“

Erleichterung.

Nur für einen Moment.

Dann begriff sie.

Vader hatte genau darauf gewartet.

„Was hast du getan?“

„Nichts.“

Vader trat näher.

„Noch nicht.“

Ahsoka wich einen Schritt zurück.

„Du willst, dass ich Angst habe.“

„Nein.“

„Doch.“

„Angst ist nicht mein Ziel.“

Ahsoka sah ihn an.

„Was dann?“

Vader hob eine kleine Datakarte.

„Ich möchte, dass du dich erinnerst.“

Er aktivierte sie.

Ein Hologramm erschien.

Lux.

Er saß in der Kammer.

Verletzt.

Aber lebendig.

Ahsokas Gesicht wurde blass.

„Was hast du ihm angetan?“

„Noch nichts, was nicht rückgängig zu machen wäre.“

„Lass ihn gehen.“

„Warum?“

Ahsoka schwieg.

Vader trat näher.

„Sag es.“

„Weil er nichts damit zu tun hat.“

„Falsch.“

Vader deaktivierte das Hologramm.

„Er hat mit allem zu tun.“

Ahsoka sah ihn an.

„Was willst du?“

Vader stellte sich direkt vor sie.

„Eine Entscheidung.“

„Welche?“

„Du wirst für mich arbeiten.“

Ahsoka lachte bitter.

„Nein.“

„Du weißt noch nicht, was ich anbiete.“

„Es spielt keine Rolle.“

Vader hob die Hand.

Der mechanische Arm bewegte sich plötzlich von selbst.

Ahsoka erstarrte.

Sie spürte die Kontrolle.

Nicht über ihren Körper.

Über die Prothese.

Die Finger schlossen sich.

Ahsoka kämpfte dagegen an.

„Was—?“

„Du glaubst, der Arm gehört dir.“

Sie starrte ihn an.

„Er gehört mir.“

„Nein.“

Vader ließ die Hand wieder sinken.

„Er gehört mir.“

Ahsoka griff nach ihrem Arm.

Sie spürte die Verbindung.

Den Fremdkörper.

Die Technologie.

Und plötzlich verstand sie.

Die Operation.

Die Droiden.

Vaders Fragen.

Alles war geplant gewesen.

Nicht nur, damit sie überlebte.

Sondern damit er später eine Möglichkeit hatte, sie zu kontrollieren.

Ahsoka wich zurück.

„Du hast mich von Anfang an manipuliert.“

„Ja.“

„Du hast den Arm absichtlich—“

„Ich habe dir eine Zukunft gegeben.“

„Du hast mir eine Kette gegeben.“

Vader schwieg.

Ahsokas Stimme wurde leiser.

„Und jetzt willst du, dass ich dankbar bin.“

„Nein.“

Er trat näher.

„Ich will, dass du verstehst.“

Ahsoka sah ihn an.

„Was?“

„Dass Widerstand seinen Preis hat.“

Vader reichte ihr die Datakarte.

Darauf erschien erneut Lux.

Diesmal kniete er.

Ein Sturmtruppler stand hinter ihm.

Ahsoka sah Vader an.

„Wenn ich zustimme?“

„Dann lebt er.“

„Und wenn nicht?“

Vader ließ die Datakarte sinken.

„Dann wird er sterben.“

Ahsoka schloss die Augen.

Sie dachte an Lux.

An ihre gemeinsame Vergangenheit.

An ihre Gespräche.

An die Zeit, als die Galaxis noch größer gewesen war und die Zukunft noch nicht wie ein Gefängnis ausgesehen hatte.

Dann dachte sie an Anakin.

An ihren Meister.

An das, was von ihm übrig geblieben war.

Sie öffnete die Augen.

„Du hast einen Fehler gemacht.“

Vader blieb stehen.

„Welchen?“

Ahsoka sah direkt in seine schwarzen Linsen.

„Du hast mir beigebracht, dass Angst nur dann funktioniert, wenn man etwas zu verlieren hat.“

Sie hob den mechanischen Arm.

Die Finger schlossen sich.

„Aber du hast vergessen, dass ich schon einmal alles verloren habe.“

Vader sagte nichts.

Ahsoka ging an ihm vorbei.

„Und ich habe trotzdem weitergemacht.“

Zum ersten Mal seit ihrer Gefangennahme glaubte Ahsoka, etwas in Vaders Präsenz zu spüren.

Eine winzige Veränderung.

Fast nicht wahrnehmbar.

Überraschung.

Sie blieb an der Tür stehen.

„Du willst eine Marionette.“

Sie drehte sich um.

„Dann solltest du besser aufpassen, welche Fäden du mir gibst.“

Die Tür öffnete sich.

Ahsoka trat hinaus.

Vader blieb allein zurück.

Sein Blick fiel auf ihre künstliche Hand.

Dann auf die geschlossene Tür.

Ein mechanischer Atemzug.

Noch einer.

Und irgendwo tief in ihm begann eine Erinnerung zu erwachen, die er seit Jahren vergraben hatte.

Eine junge Togruta.

Eine Padawan.

Ein Mädchen, das ihn einst „Meister“ genannt hatte.

Und eine Stimme, die ihm sagte:

Du bist nicht verloren, solange du dich selbst noch erkennst.

Vader schloss die Hand zur Faust.

Die Erinnerung verschwand.

Doch nicht vollständig.

Zum ersten Mal fragte er sich, ob er Ahsoka wirklich brechen konnte.

Oder ob er gerade dabei war, etwas viel Gefährlicheres zu erschaffen.

Eine Ahsoka Tano, die nichts mehr zu verlieren hatte.
 
Kapitel Vier – Die Fäden

Der Morgen auf Vjun begann wie jeder andere.

Grau.

Kalt.

Regnerisch.

Ahsoka stand vor dem Fenster ihres Quartiers und beobachtete, wie der Sturm über die schwarzen Ebenen hinwegfegte.

Seit ihrer letzten Begegnung mit Vader hatte sie kaum geschlafen.

Sie hatte versucht, seine Worte zu verstehen.

Du hast mir beigebracht, dass Angst nur dann funktioniert, wenn man etwas zu verlieren hat.

Warum hatte er danach geschwiegen?

Warum hatte er sie nicht bestraft?

Ahsoka kannte Vader.

Oder zumindest glaubte sie, ihn zu kennen.

Anakin hätte auf eine Herausforderung reagiert.

Vader dagegen...

Vader wartete.

Er ließ Menschen glauben, sie hätten eine Wahl.

Und dann sorgte er dafür, dass jede Entscheidung zu seinen Gunsten ausfiel.

Ahsoka sah auf ihren rechten Arm.

„Was hast du noch mit mir vor?“

Der Arm antwortete mit einem leisen mechanischen Summen.

Sie hob die Hand.

Die Finger bewegten sich.

Normal.

Fast.

Ahsoka konzentrierte sich.

Sie griff mit der Macht nach dem Arm.

Nicht nach der Prothese selbst.

Nach der Verbindung zwischen ihr und der Maschine.

Etwas war dort.

Ein kaum wahrnehmbares Signal.

Wie ein Echo.

Sie schloss die Augen.

Da.

Ein Impuls.

Nicht von ihr.

Ahsoka öffnete sofort die Augen.

„Du Bastard.“

Die Tür öffnete sich.

Sie fuhr herum.

Vader stand im Eingang.

„Du hast es bemerkt.“

Ahsoka ließ den Arm sinken.

„Du hast mich überwacht.“

„Ja.“

„Seit wann?“

„Seit der Operation.“

Ahsoka spürte, wie Wut in ihr aufstieg.

„Du hast mir einen Sender implantiert.“

„Nein.“

Vader trat ein.

„Etwas Nützlicheres.“

Ahsoka wich keinen Schritt zurück.

„Was?“

„Eine Verbindung.“

„Zu dir.“

„Unter anderem.“

Ahsoka sah auf ihren Arm.

„Du kannst ihn kontrollieren.“

„Wenn ich es möchte.“

„Und du hast gewartet, bis ich es selbst herausfinde.“

„Du solltest lernen, deine Schwächen zu erkennen.“

Ahsoka schnaubte.

„Das ist keine Schwäche.“

„Nein.“

Vader blieb vor ihr stehen.

„Es ist eine Möglichkeit.“

Er wandte sich ab.

„Zieh dich an.“

Ahsoka runzelte die Stirn.

„Warum?“

„Du wirst gebraucht.“

Eine Stunde später stand Ahsoka in einer unterirdischen Hangarbucht.

Ein Lambda-Shuttle wartete auf der Landefläche.

Sturmtruppen standen in zwei Reihen.

Vader befand sich am Ende der Rampe.

Ahsoka blieb stehen.

„Wohin?“

„Coruscant.“

Sie erstarrte.

„Warum?“

„Ein imperialer Konvoi wurde angegriffen.“

„Von Rebellen?“

„Von etwas anderem.“

Ahsoka sah ihn fragend an.

„Du wirst es herausfinden.“

„Und wenn ich nicht mitspiele?“

Vader sah auf ihren Arm.

Nur für einen Moment.

Das reichte.

Ahsoka hasste ihn dafür.

Sie hasste noch mehr, dass sie verstand, was er meinte.

„Was ist mit Lux?“

„Er lebt.“

„Das habe ich nicht gefragt.“

Vader trat näher.

„Er wird hierbleiben.“

Ahsoka sah ihn scharf an.

„Als Geisel.“

„Als Motivation.“

„Das ist dasselbe.“

„Nein.“

Vader wandte sich ab.

„Eine Geisel ist jemand, dessen Tod du fürchtest.“

Er blieb stehen.

„Eine Motivation ist jemand, dessen Leben du schützen willst.“

Ahsoka schloss kurz die Augen.

Sie wusste, dass er genau die richtige Formulierung gewählt hatte.

Nicht zufällig.

Niemals zufällig.

Das Shuttle hob ab.

Ahsoka saß allein in der Passagierkabine.

Zum ersten Mal seit ihrer Gefangennahme verließ sie Vjun.

Sie blickte aus dem Fenster.

Der giftige Planet verschwand langsam unter den Wolken.

Freiheit.

Für einen kurzen Moment konnte sie sie fast spüren.

Dann erinnerte sie sich daran, warum sie hier war.

Vader hatte sie nicht freigelassen.

Er hatte sie nur aus einer Zelle in eine größere gebracht.

Ahsoka legte die Hand auf ihren mechanischen Arm.

„Dann spielen wir.“

Der Konvoi befand sich über einem Mond am Rand des imperialen Territoriums.

Drei Schiffe waren zerstört.

Ein viertes trieb beschädigt im Raum.

Ahsoka betrat die Brücke.

Der imperiale Kommandant salutierte.

„Lady Tano.“

Ahsoka verzog das Gesicht.

„Nenn mich nicht so.“

Der Offizier zögerte.

„Wie Sie wünschen.“

Ahsoka sah auf die taktische Anzeige.

„Was ist passiert?“

„Unbekannte Angreifer.“

„Wie viele?“

„Einer.“

Ahsoka sah ihn an.

„Einer?“

„Ja.“

Die Anzeige vergrößerte sich.

Ein einzelnes Schiff.

Klein.

Schnell.

Ahsoka betrachtete die Flugbahn.

„Das ist kein Angriff.“

Der Offizier blinzelte.

„Was?“

„Sie wollen etwas aus dem beschädigten Schiff.“

Ahsoka deutete auf die Position.

„Und sie haben euch absichtlich hierher gelockt.“

Sie drehte sich um.

„Ich gehe an Bord.“

Das Schiff war leer.

Zu leer.

Ahsoka bewegte sich langsam durch die Korridore.

Ihre Hand lag am Lichtschwert.

Vader hatte ihr erlaubt, es zu behalten.

Auch das war vermutlich kein Zufall.

Sie erreichte den Frachtraum.

Dort lag eine einzelne Kiste.

Ahsoka kniete sich hin.

Die Macht berührte ihren Geist.

Etwas darin war vertraut.

„Nein.“

Sie öffnete die Kiste.

Darin lag ein Holocron.

Ein Jedi-Holocron.

Ahsoka starrte es an.

Ihre Hände begannen zu zittern.

Sie hatte seit Jahren keines mehr gesehen.

Sie berührte es.

Eine Stimme erklang.

„Ahsoka.“

Sie erstarrte.

Anakin.

Nicht Vader.

Anakin.

Eine Aufzeichnung.

Seine Stimme war jung.

Warm.

Vertraut.

„Wenn du das hörst, bedeutet das wahrscheinlich, dass ich einen Fehler gemacht habe.“

Ahsoka konnte kaum atmen.

„Meister...“

Die Aufzeichnung fuhr fort.

„Ich weiß nicht, wann du es findest. Vielleicht bist du noch meine Padawan. Vielleicht bist du längst erwachsen.“

Ahsoka schloss die Augen.

Eine Träne lief über ihr Gesicht.

„Aber falls du irgendwann glaubst, dass du allein bist...“

Die Aufnahme flackerte.

„...dann erinner dich daran, dass du stärker bist, als du glaubst.“

Ahsoka presste die Lippen zusammen.

Dann brach die Verbindung ab.

Stille.

Sie stand da.

Reglos.

Bis sie eine zweite Präsenz spürte.

Vader.

Nicht im Raum.

Aber in ihrem Kopf.

Seine Stimme.

Jetzt weißt du, warum ich dich geschickt habe.

Ahsoka fuhr herum.

„Du hast das geplant.“

Keine Antwort.

Natürlich.

„Warum?“

Weil ich wissen wollte, ob du noch auf seine Stimme reagierst.

Ahsoka sah auf das Holocron.

„Du willst wissen, ob Anakin noch etwas in mir bedeutet.“

Nein.

Vaders Stimme wurde leiser.

Ich weiß bereits, dass er es tut.

Ahsoka erstarrte.

Ich will wissen, ob er auch in mir noch existiert.

Die Verbindung brach ab.

Ahsoka stand allein im Frachtraum.

Zum ersten Mal seit Jahren fühlte sich der Name Anakin nicht nur wie eine Erinnerung an.

Sondern wie eine offene Wunde.

Als Ahsoka nach Vjun zurückkehrte, wartete Lux bereits auf sie.

Er stand im Korridor.

Ahsoka blieb stehen.

„Du bist okay.“

„Ich hatte auch gehofft, dich wiederzusehen.“

Sie lächelte schwach.

„Was ist passiert?“

„Nichts.“

Lux sah sie genauer an.

„Du lügst.“

Ahsoka schwieg.

Dann zog sie das Holocron aus ihrer Tasche.

Lux betrachtete es.

„Was ist das?“

„Eine Nachricht von Anakin.“

Lux verstand sofort.

„Vader?“

„Nein.“

Ahsoka sah auf das Holocron.

„Mein Meister.“

Sie gingen gemeinsam in ihr Quartier.

Ahsoka erzählte ihm alles.

Von dem Auftrag.

Von dem Holocron.

Von Vaders Stimme.

Lux hörte aufmerksam zu.

„Er wollte, dass du das findest.“

„Ja.“

„Warum?“

Ahsoka sah ihn an.

„Weil er wissen wollte, ob ich noch an Anakin glaube.“

Lux schwieg einen Moment.

„Und?“

Ahsoka blickte auf ihre Hand.

„Ich weiß es nicht.“

Lux setzte sich neben sie.

„Dann weißt du mehr als vorher.“

Ahsoka sah ihn fragend an.

„Was meinst du?“

„Vorher hast du geglaubt, Anakin wäre tot.“

Lux deutete auf das Holocron.

„Jetzt weißt du, dass zumindest ein Teil von ihm noch irgendwo existiert.“

Ahsoka schüttelte langsam den Kopf.

„Das macht es schlimmer.“

„Warum?“

„Weil es bedeutet, dass ich ihn vielleicht wirklich hätte retten können.“

Lux nahm ihre Hand.

„Ahsoka.“

Sie sah ihn an.

„Du warst ein Kind.“

„Ich war seine Padawan.“

„Du warst ein Kind.“

Seine Stimme wurde fester.

„Du warst nicht dafür verantwortlich, Darth Vader zu verhindern.“

Ahsoka senkte den Blick.

Zum ersten Mal seit langer Zeit ließ sie ihre Hand in seiner liegen.

Dann spürte sie es.

Ein leises Summen.

Ihr mechanischer Arm.

Ahsoka erstarrte.

Die Finger bewegten sich.

Nicht auf ihren Befehl.

Lux bemerkte es ebenfalls.

„Ahsoka?“

Sie zog die Hand zurück.

Der Arm bewegte sich erneut.

Ein Finger.

Dann ein zweiter.

Ahsokas Gesicht wurde hart.

„Er hört uns.“

Lux sah zur Decke.

„Vader?“

Ahsoka konzentrierte sich.

Da war es.

Die Verbindung.

Das Signal.

Doch diesmal war es anders.

Schwächer.

Ahsoka lächelte.

„Nein.“

„Was?“

Sie schloss die Augen.

„Er hört uns.“

Ein weiterer mechanischer Impuls.

Ahsoka konzentrierte sich stärker.

Sie drang in die Verbindung ein.

Und plötzlich sah sie etwas.

Nicht Vader.

Nicht seine Gedanken.

Eine Struktur.

Ein Netzwerk.

Ein Zugang.

Ahsokas Lächeln wurde breiter.

„Er hat mir eine Kette gegeben.“

Lux verstand.

„Und?“

Ahsoka öffnete die Augen.

„Ich habe angefangen, herauszufinden, wo sie befestigt ist.“

In diesem Moment erklang ein Geräusch hinter ihnen.

Die Tür.

Sie öffnete sich.

Darth Vader stand dort.

Ahsoka und Lux sahen ihn an.

Vader blickte auf Ahsokas Arm.

Dann auf ihre Gesichter.

Eine lange Stille entstand.

„Sehr gut“, sagte er schließlich.

Ahsoka erstarrte.

„Was?“

Vader trat ein.

„Du hast begonnen, die Fäden zu suchen.“

Er blieb direkt vor ihr stehen.

„Genau das wollte ich.“

Ahsoka verstand nicht.

„Warum?“

Vader sah sie an.

„Weil eine Marionette, die ihre Fäden erkennt, interessanter ist als eine, die sie nicht sieht.“

Dann ging er.

Ahsoka sah ihm nach.

Und zum ersten Mal fragte sie sich, ob Vader tatsächlich immer einen Schritt voraus war.

Oder ob er gerade begonnen hatte, ihr genau das beizubringen, was er eines Tages bereuen würde.

Wie man sich aus seinen eigenen Fäden befreit.
 
Ich habe mal schnell mit Blender ein 3D Modell von Bastion Castle gezimmert, mit sehr einfachen Texturen nach meiner Vorstellung davon. Und mit chat gpt einen passenden Hintergrund generiert.

sds.png
 
Die Beiden Wohntürme, die Festungsmauern ringsrum mit Turbolaserbatterien bemannt bei Sturmtrupplern die ich noch modelieren muss, rechts der Fusionsgenerator Kraftwerk mit 1,1 Terra-dyne Leistung, der die Basis mit Energie versorgt und einen Abwehrschild um den Planeten Vjun aufbauen kann. Und in der Mitte kommt noch ein Landehangar für Raumfähren hinzu. Hoffe es gefällt.;-)
 
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