Projekt Star Wars

Sam Rockwell
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Eine Woche Ostseeluft, Kreidefelsen, Leuchttürme und hoffentlich jede Menge unvergesslicher Eindrücke wartet auf uns.
garakvsneelix
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Viel Spaß!
Nussknacker
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Und wie waren die Kreidefelsen?
Sam Rockwell
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1994 habe ich Rügen im Rahmen meines Geographiestudiums eine Woche lang kennengelernt. Danach hat es tatsächlich 32 Jahre gedauert, bis ich in diesem Sommer wieder auf die Insel gekommen bin. Dass sich in einer solchen Zeitspanne einiges verändert, versteht sich von selbst. Wie groß die Unterschiede teilweise sind, hat mich trotzdem überrascht.
Sam Rockwell
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Das Rügen meiner Erinnerung war noch stark von der Nachwendezeit geprägt. Unsanierte Häuser und ehemalige Ferienheime gehörten ebenso zum Bild wie eine teilweise ziemlich betagte Infrastruktur. Gleichzeitig wurde überall renoviert und gebaut. Die Insel befand sich sichtbar im Übergang und genau das verlieh ihr eine ganz eigene Atmosphäre. Schön war das beileibe nicht immer, interessant aber allemal.
Sam Rockwell
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Wenn man heute durch Binz läuft, wird einem besonders bewusst, wie viel seitdem passiert ist. Die Bäderarchitektur ist wunderbar restauriert und vermittelt inzwischen ein erstaunlich geschlossenes Bild. Ausgerechnet heute wirkt Binz deshalb in gewisser Weise historischer als 1994.
Sam Rockwell
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Damals waren viele dieser Gebäude zwar genauso alt, sahen aber längst nicht so prächtig aus. Ähnliches gilt für Sellin. Beide Seebäder haben durch die Sanierungen enorm gewonnen, zugleich sind sie heute natürlich viel konsequenter auf Urlauber eingestellt. Das leicht Improvisierte der frühen Neunziger sucht man dort vergeblich.
Sam Rockwell
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Noch größer ist der Kontrast in Prora. Bei meinem ersten Besuch war der gewaltige Komplex ein ausgesprochen eigentümlicher und auch beklemmender Ort. Die militärische Nutzung war gerade erst beendet worden, große Teile standen leer und verfielen.
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Heute findet man dort unter anderem Hotels und hochwertige Ferienwohnungen. Dass aus diesem historischen Relikt und späteren Lost Place einmal eine teilweise ziemlich exklusive Ferienadresse werden würde, hätte ich mir 1994 kaum vorstellen können. Mit den alten Bildern im Kopf wirkt das heutige Prora entsprechend befremdlich.
Sam Rockwell
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Verändert hat sich auch der Besuch am Königsstuhl. Die Kreideküste beeindruckt selbstverständlich noch genauso wie damals, nur das touristische Erlebnis drumherum ist ein völlig anderes geworden. Mit Nationalpark-Zentrum, Besucherlenkung und Skywalk ist heute alles professionell organisiert.
Sam Rockwell
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Bei den inzwischen gewaltigen Besucherzahlen dürfte das kaum anders möglich sein, zumal die Natur dadurch besser geschützt werden kann. Trotzdem erinnere ich den Ort von 1994 als unmittelbarer. Damals konnte man über eine Treppe auch noch zum Strand heruntersteigen und an diesem entlangwandern.
Sam Rockwell
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Dieser Gegensatz zieht sich eigentlich durch die gesamte Insel. Reisen auf Rügen ist heute erheblich komfortabler. Straßen und Radwege sind besser, bei Unterkünften und Gastronomie gibt es eine ganz andere Auswahl und auch an Freizeitangeboten mangelt es nicht. Dafür merkt man gerade während der Hauptsaison, welchen Erfolg die Insel als Urlaubsziel inzwischen hat. Manche Orte sind schlicht sehr voll.
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