Kelada (Kelada-System)


Name: Adras Algorab
Geschlecht: weiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf: Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von "Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter: aufgeweckt, dynamisch, einfallsreich
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot von Speederbikes
Inventar: Umhangmit Kapuze, Umhängetasche, Maske, Handschuhe,
Portacomp, Chronometer- Modell 7643 mit integrierten Holoprojektor und KOMM-Gerät, Security-Kit (By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen), farbige Steine,Datenkarten, KYD-21-Blaster

[Kolonien - Kelada - System - Kelada – Stadt: Colina – Untergrund Bibliothek] Adras Algorab, Tha'klen

Was der humanoide Auftraggeber (Kerbal) oder sein Begleiter (Tha'klen) machten, hatte sie nicht im Blick und spielte auch keine Rolle. Jede/r hatte seine/ihre Aufgabe und wusste, was zu tun war. Als die Slicerin ihre Arbeit beendet hatte, schaute sie nach oben, gen Decke, aus dem sie zuvor herunter gesprungen waren. Ihr Auftraggeber hatte sich wieder an ihre Seite begeben, kommentierte ihr „OK“ knapp und bat ihrem gemeinsamen Begleiter – der weiterhin oben auf sie wartete – ein Seil runter zu lassen. Gut vorbereitet, allesamt. Davon könne sie sich gewiss noch eine Scheibe abschneiden. Als ein Greifhaken am Rand des Loches eingehakt wurde, das dazugehörige Kabel ins Loch geworfen, ergriff die Slicerin das Kabel, um es stramm herunter zu ziehen, damit nicht unzählige Hände danach fischten und herum fummelten. Bevor doch jemand hoch hangeln und klettern konnte, schaute ihr Auftraggeber gen Slicerin und meinte mit logisch kühler Stimme, dass sie wie eben vorgehen sollten. Er ginge vor, würde die Soldaten vom Halse halten, während der Begleiter und sie sich dann oben um die Nummerierung beziehungsweise um die Suche der richtigen Datenkassette kümmern solle. Adras nickte nur knapp und reichte ihm das Kabel, an dem er hochklettern konnte. Während sie das untere Ende festhielt, sogar einen Fuß auf das Ende stellte, um das Seil etwas strammer und unflexibler zu machen, worauf der Auftraggeber hoch klettern konnte, wartete sie auf das Zeichen, dass oben alles sicher sei. Mit einer Hand hielt sie das Kabel, während sie mit der anderen Hand ihren Körper abtastete, ihre Ausrüstung prüfte, ob alles da wäre und ließ noch einmal schnell einen flüchtigen Blick über die Szenarie werfen, dass sie auch nichts vergessen hatte. Doch alle wichtigen und unwichtigen Utensilien und Ausrüstungsgegenstände hatte sie sicher verpackt und eingesteckt. Besonders ihr Portacomp und die Datenkassetten waren für den Auftrag wichtig, weil die Informationen – sofern gefunden und umgeschrieben – zuvor kopiert und auf eine Datenkassette abgespeichert werden musste.

Es dauerte einige Augenblicke, bis ihr Begleiter ihr ein Zeichen geben konnte, dass sie nun nach oben kommen konnte. Sie war froh, dass sie Handschuhe anhatte und auch so sonderlich fit war, dass das „Seilklettern“ keine nennenswerte Herausforderung darstellte. Das untere Ende des Seils schwang zwar dezent beim hoch ziehen, doch sportlich trainiert und agil, griff sie mit den Händen immer wieder nach, klammerte mit den Beinen und Füße das Seil fest, um sich daran hoch zu „robben“. Oben angekommen und mit etwas Hilfe, gelang sie wieder ans obere Stockwerk, bis sie etwas schnaufend sich duckte und die Lage sonderte, ob wirklich die Luft rein war. Immerhin wollte ihr Auftraggeber – wie auch immer – die Soldaten ablenken. Als sie feststellen durfte, dass sie sich nun auf die Suche konzentrieren konnten, schaute sie sich nochmal im Raum um, um sich einen Überblick zu verschaffen, in welchem Areal sie sich befanden, um die ersten Treffer prüfen zu können.

„Gut, wir sollten da rüber. Erst mal weg vom Loch und den ersten Treffer prüfen.“

Während sie sich geduckt durch den Schutt bewegte, erklärte sie nebenbei:

„Ich hab unten ein paar Treffer gefunden, was ansatzweise passen könnte. Sollte ein Treffer nicht passen, hab ich gleich ein paar Alternativen in Reserve, worauf wir nicht ständig auf und ab müssen. Zuerst Südostflügel, Römisch VII, Q – 78. Da drüben.“,

wobei sie grob in eine Richtung zeigte, wo sie den Südostflügel vermutete.

Zwischen den Schutthaufen, Tischen, Bänken und Stühlen, gelangten sie an einige Bücherregale, die alle teils etwas ramponiert aussahen. Einige Datenkassetten wurden durch den Einsturz der Decke aus den Fächern geworfen und befand sich nun am Boden wieder, stellenweise zwischen Essensresten und zwischen improvisiert aufgespannten Laken, die als Behausung dienen sollten. Adras suchte das passende Regal ab, lief recht zügig an den Regalen vorbei und suchte „Römisch VII“, bog dann in einen Gang ab und arbeitete sich akribisch durch die Fächer, worauf sie dem gesuchten Fach immer näher kam. Zielstrebig, gelangte sie vor dem Verpinen an den richtigen Ort und konnte auch mit Glück eine Datenkassette aus dem passenden Fach greifen. Stolz wedelte sie etwas mit der Kassette, nickte ihren Begleiter heran und bat diesen, die Kassette kurz zu halten, damit sie ihren Portacomp wieder schnell aus der Umhängetasche empor holen konnte. Sofort klemmte sie ihre leere Datenkassette an, überspielte das Verschlüsselungsprogramm, dass man nur mit richtigem Freischaltcode benutzen konnte – oder bei dreimaliger Falscheingabe gelöscht wurde – nur um dann die Archiv-Datenkassette im letzten Portacomp-Slot zu stecken und die Datenkassette zu sichten. Schnell war der Inhalt ohne Probleme aufrufbar und sichtbar. Die Standardsprache – High Galactic Basic – war einfach zu lesen. Schnell ließ sie ein einfaches Suchmuster über den Inhalt laufen und versuchte - Anhand einige Schlüsselwörter - sich die Arbeit zu vereinfachen. „Kelada“, „Tempel“, „Jedi-Tempel“, „Ort“ bzw. „Lage“ und schlussendlich „Koordinate“, beziehungsweise jegliche Abwandlung und Schreibweise dieser. Aufgrund der wenigenTreffer, rattert das Computerprogramm zügig durch, zeigt zwar 3-4Treffer auf, doch nach kurzer Sichtung der „Worttreffer“, konnte sie feststellen, dass die gesuchten Wörter keine nennenswerten Daten bereit hielten. Selbst kombinierte Suche von verschiedenen Wörtern oder Zahlen, wie auch Kombinationen von vorgegebenen Wörtern, ergaben keine nennenswerten Treffer. Nur weil das Wort „Ort“ in einem Text auftraf, hatte dies nichts zu bedeuten. Schlussendlich nahm sie die Datenkassette aus dem Gerät:

„Meh, Fehlanzeige.“,

brummte sie etwas missmutig. Zügig, aber vernünftig – als wäre nichts geschehen – platzierte sie die zuvor raus genommene Datenkassette in ihr Fach und klappte ihr Portacomp zusammen. Nach einem kurzen Vorschlag, weiter zu laufen, begab sie sich mit dem Verpinen an die Stirnseite des Regals und meinte:

„T- 2 0 5 5.“,

wobei sie jeden Buchstaben und jede einzelne Zahl betonte. Da in einer Bibliothek unzählige Datensätze lagen, waren dementsprechend tausendfach mehr Datensätze zu finden. Immerhin waren hier die Regale bis unter die Decke gestapelt und wiesen – gefühlt – das ganze Wissen des Universums auf. So Adras' Eindruck. Dabei schaute sie aufmerksam herum, ob die Luft rein war und sobald sie dies war, ging es zum nächsten Regal zur passenden Adresse. Das Bildnis an besagtem Regal war ähnlich wie zuvor. Verteilte Datenkassetten am Boden, teils beschädigt, suchten beiden in den Reihen nach der Adresse und Nummerierung an den Regalen. Doch dieses mal war der Verpine schneller und deutete an, die Adresse gefunden zu haben, doch das Fach war leer. Etwas ungehalten, kam sie zu ihrem Begleiter, schaute über dessen Schulter an den besagten Platz und konnte nur bestätigen, was zuvor ihr Begleiter sagte. Doch sie ließ sich davon nicht abhalten und begab sich sofort auf den Boden, alle niedergeworfenen Datenkassetten durchstöbern, wie ein Drogenjunkie nach nieder gegangenen Stoff. Leider waren die Datenkassetten selbst nicht beschriftet oder nummeriert, worauf die Rattataki jede Datenkassette einzeln prüfen musste. Sie legte ihren Portacomp auf den Boden, klappte ihn auf und steckte eine Datenkassette nach der Anderen ins Fach, um das Suchprogramm drüber laufen zu lassen. Natürlich fand das Programm bei unpassender Kassette keine Treffer, worauf sie die unpassende Kassette auswerfen, wegwerfen und die Nächste nehmen konnte. Doch dies brauchte etwas Zeit. Vier, fünf, sogar sechs Datenkassetten musste sie prüfen, bis sie eine griff, die mehrfache Treffer aufwies. Ein seltener Fund, da die vorherigen Datenkassetten vielleicht ein oder zwei wenige Treffer aufzeigten, doch diese wies gleich fünf oder sechs Treffer auf, die bei genauer Betrachtung Vielversprechend schienen. Sie las die Daten quer, ein oder zwei Sätze vor und nach jedem Treffer, um sich einen groben Überblick über die Datenkassette zu verschaffen, nur um zu erkennen, dass sie wohl die richtige Kassette gefunden hatte.

Bevor sie die Daten auf die leere Datenkassette rüber kopierte, versuchte sie zunächst zu prüfen, ob und wenn ja, wie die Datenkassette schreibgeschützt und gesichert wurde. Natürlich waren diese – genauso wie alle anderen Datenkassetten in der Bibliothek – schreibgeschützt, um unbefugte Veränderungen an den Originalen zu verhindern. Die Frage war nun, wie genau die Daten geschützt wurden. Hätte sie zuvor am Zentralcomputer die Metadaten ausgelesen und sichtbar gemacht, würden nun die verwendeten Passwörter angezeigt, sichtbar und verwendbar vorliegen, doch es gab noch die einfachere Methode, dass man sie zwar schreibgeschützt hat, aber nicht mit Passwort extra verschlüsselt. Mit Passwort zu verschlüsseln, wäre zwar um einiges aufwendiger, doch sollte man Datensätze aktualisieren wollen – was bei einer aktuellen Bibliothek (jeweils thematisch) der Fall war – wäre die Aktualisierung der Datensätze um Einiges zeitintensiver, weil bevor man die Daten aktualisieren konnte, man zuvor Passwörter eintippen musste. Dies würde sich hoch potenzieren, wenn es mehrere Datenkassetten gab, wie „Wetterdaten“, „Politisches Weltgeschehen“ oder „archivierte Nachrichten“, die einfach nacheinander auf eine Datei eingefügt wurden und werden mussten.

Sie probierte zunächst die einfachere Methode aus und umging das Bordmittel, in dem sie die Datei in einem anderen Format abspeicherte und dies dann aufrief. Zu sehen waren nun viele Programmzeichen und -befehle, worauf sie einen einfachen Suchbefehl eingab und die Zeichenfolge für die Verschlüsselung fand. Ein Nicht-Slicer würde sich wohl fragen, wie ein Slicer in dem Wirrwarr aus Zahlen, Zeichen, Symbolen und Buchstaben überhaupt was lesen konnte, doch wenn man wusste, wonach man suchte, war das wie Fische Angeln in einem kleinem Plastikeimer. Der Eintrag und Zeichenfolge war schnell gefunden und verriet der Slicerin, dass kein Passwort hinterlegt wurde. Sie schrieb einfach eine Zahl um, speicherte die Daten wieder ab, öffnete den Inhalt der Kassette wieder und 'Voila', die „Rohdaten“ der Kassette waren frei veränderbar. Wieder kopierte sie den gesamten Inhalt, speicherte sie auf die zweite, freie Datenkassette im Portacomp ab, suchte nun nochmal die zuvor markierten Wörter in der Original-Datenkassette und schrieb einfach Koordinaten und alle relevanten Daten um, die auf den Ort des Jedi-Tempels auf Kelada hindeuteten.

[Kolonien – Kelada - System - Kelada – Stadt: Colina – Untergrund Bibliothek] Adras Algorab, Tha'klen, Kerbal​
 
[ Kolonien / Kelada-System / Colina / Alte Bibliothek / Kellerraum ] Kerbal und Tha'klen , sowie Adras und eine imperiale Patrouille

Zum zweiten Mal an diesem Tage schlich Kerbal mit geschlossenen Augen in die Dunkelheit, um die imperiale Patrouille von Tha’klen und der Slicerin abzulenken. Erneut rekrutierte er binnen kürzester Zeit ein halbes Dutzend Nager, die auch sofort zielstrebig davonhüpften und damit begannen durch die verlassene Zeltstadt zu rascheln. Diesmal jedoch schienen die Soldaten deutlich weniger interessiert daran zu sein den Geräuschen nachzugehen. Zwar wandten sie die Köpfe in die Richtung, wichen jedoch nicht von ihrer Route ab, auf der sie binnen kurzem die Begleiter des Sith finden würden.

Also musste eine andere Lösung her. Fieberhaft überlegte Kerbal was zu tun sei und schlich dann selbst in die Richtung, in der er die Patrouille locken wollte. Hatte er nicht vorhin etwas gesehen, das ihm helfen würde? Ja, tatsächlich! Neben einem der Zelte stand ein kleiner Holoprojektor für Nachrichten. Gezeichnet von der Zeit, doch hoffentlich noch funktionsfähig. Aus sicherer Entfernung streckte Kerbal seinen Geist aus und drückte mit unsichtbaren Fingern den Anschalter. Augenblicklich erschien das blau schimmernde Bild eines Nachrichtensprechers, das jedoch von einem herabhängenden Tuch wenige Zentimeter über seinem Ursprung gestört und abgeschnitten wurde. Ein leises Murmeln erfüllte den Raum und diesmal wurden die Soldaten erfolgreich aufgeschreckt.

Hastig zog Kerbal sich von der Zeltstadt zurück, während die Sergeantin eine Anweisung bellte, und die Soldaten damit begannen sich auf den Holoprojektor zuzuarbeiten. Auf die mentale Anweisung des Sith versammelten die Nagetiere in den Zelten um den Holoprojektor und warteten geduldig ab, bis die Soldaten ihn erreicht hatten. Einen Moment lang besah die Sergeantin sich das Gerät mit gerunzelter Stirn, dann gab der Sith das Signal. Als hätte sie jemand aufgestört huschte der größte Teil der Nagetiere durcheinander und davon, während die übrigen Tiere damit begannen, raschelnd einen Flüchtenden zu mimen. Bei besserer Beleuchtung hätte das Manöver vermutlich nicht funktioniert, so jedoch waren die Soldaten nun endgültig aufgeschreckt. Ein scharfer Schuss löste sich und neun Stimmen riefen durcheinander.

Kerbal duckte sich noch tiefer in die Schatten und schlug einem verschreckten Nager vor in einiger Entfernung noch einmal zu rascheln. Die Sergeantin hatte inzwischen Ruhe unter ihre Soldaten gebracht und begann nun damit drei dreiköpfige Suchtrupps zusammenzustellen, die systematisch die Richtung durchkämmen sollten, aus der das letzte Rascheln gekommen war. So weit so gut. So leise er konnte schlich er zurück zu Tha’klen und der Slicerin, aus deren Auren er Erfolg herauslesen konnte. Jetzt galt es nur noch es in einem Stück hier herauszuschaffen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedachte, dass aus einer Patrouille drei geworden waren, die noch dazu etwas Verdächtiges verfolgten.


„Seid ihr soweit? Ich weiß nicht, wie lange ich uns die Imps vom Hals halten kann, ohne dass es unangenehm wird.“

, fragte Kerbal leise und befahl einem Nagetier stumm ein durchdringendes Fiepen auszustoßen, um die ihnen am nächste Gruppe Soldaten von einem Kollisionskurs mit sich und den anderen abzuhalten. Dicke Schweißperlen waren dem Sith auf die Stirn getreten, erwies sich die Überwachung und Manipulation dreier verschiedener Teams über freundliche Vorschläge an Nagetiere als doch deutlich komplizierter, als er das vorausgesehen hatte.


[ Kolonien / Kelada-System / Colina / Alte Bibliothek / Kellerraum ] Kerbal und Tha'klen , sowie Adras und eine imperiale Patrouille
 

Name: Adras Algorab
Geschlecht: weiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf: Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von "Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter: aufgeweckt, dynamisch, einfallsreich
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot von Speederbikes
Inventar: Umhang mit Kapuze, Umhängetasche, Maske, Handschuhe,
Portacomp, Chronometer- Modell 7643, mit integrierten Holoprojektor und KOMM-Gerät, Security-Kit (By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen), farbige Steine, Datenkarten, KYD-21-Blaster

[Kolonien - Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina – Untergrund Bibliothek] Adras Algorab, Tha'klen​

Nachdem die Daten auf die neue Datenkassette abgespeichert wurden, versah sie die Datenkassette mit einem kurzen, aber kompliziertem Passwort. Dann machte sie sich auf, sich um die originale Datenkassette zu kümmern. Schnell wurden die Daten verfälscht, umgeschrieben und wie zuvor abgespeichert. Doch ihr Auftraggeber ließ nicht lange auf sich warten und drängte etwas zur Eile, da er nicht wusste, wie lange er die Imps abhalten könne.

"Gleich.",

erwiderte sie nur knapp kniend am Boden, während ihre Finger noch den Schreibschutz zurück aktivierte, abspeicherte und alle Zugriffs- und Veränderungsdaten löschte. Die Zeit drängte etwas und auch Adras spürte, wie ihr Puls stieg. Zwar waren die Handgriffe zügig und genau, doch gefühlt dauerte alles so lange, dass sie das Gefühl hatte, es nicht rechtzeitig zu schaffen. Schnell griff sie Kerbal's Datenkassette aus dem Portacomp, verstaute sie in die Tasche, griff zeitgleich nach der originalen Datenkassette und während sie den Portacomp zuklappte, riss sie die originale Kassette aus dem Gerät, um sie achtlos wegzuwerfen.

"Schnell weg.",

hastete sie nur und griff sich ihr Arbeitsgerät, zeitgleich hoch wuchtend und alles in ihre Umhängetasche stopfend, um sich dann mit den anderen Beiden irgendwie erstmal den Wachen auszuweichen. Sie versuchte in ihrer Eile ihren Portacomp in die Umhängetasche zustopfen und zeitgleich ihren Blaster aus der Tasche zu fischen, was nicht sonderlich klappte, weil sowohl das Portacomp – mit einer Ecke an der Tasche hing – als auch der Blaster an irgendetwas hing.

Etwas die Orientierung verloren, versuchte sie sich einmal so klein und schmal wie möglich zu machen, um mit ihrer Silhouette nicht sonderlich aufzufallen und überließ die Führung dem Auftraggeber, wissend, dass er die Richtung des Ausganges kannte.

[Kolonien - Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina – Untergrund Bibliothek] Adras Algorab, Tha'klen, Kerbal​
 
[ Kolonien / Kelada-System / Colina / Alte Bibliothek / Kellerraum ] Kerbal und Tha'klen , sowie Adras und eine imperiale Patrouille

Kerbal versuchte sich die Ungeduld nicht anmerken zu lassen, während die Slicerin die letzten paar Handgriffe tat. Doch dann war es endlich so weit. Grade noch rechtzeitig, um die imperiale Patrouille zu vermeiden, machten sie sich auf den Weg. Wobei der Sith die Richtung angab. Beide seiner Begleiter schienen in der Dunkelheit desorientiert zu sein und er konnte es ihnen nicht verübeln. Glücklicherweise hatte er sich jedoch durch seinen Machtsinn und das tierische Ablenkungsmanöver eine ziemlich genaue mentale Karte des Raumes bilden können. Auf dem Weg zum Ausgang wurde es noch ein Mal etwas zu eng für seinen Geschmack, als Tha’klen über ein blechernes Stück Unrat stolperte. Doch konnte grade im richtigen Moment ein Nagetier einem Soldaten in den Knöchel beißen, sodass sie um Haaresbreite der Entdeckung entgingen.

Die fluchenden Imperialen hinter sich zurücklassend, stiegen die drei Eindringlinge schließlich wieder durch das Loch in der Wand, das Kerbal bei ihrem Einstieg nicht wieder verschlossen hatte. Erleichtert atmete er den Gestank der Kanalisation ein und legte die Hand an das lose Stück Mauer. Vorsichtig hob er es mit der Macht an, mit der Absicht es nahtlos wieder in das Loch zu setzen. Sie hatten es geschafft.

Doch plötzlich traf es Kerbal wie ein Vorschlaghammer in die Magengegend. Wie aus dem Nichts rollte eine gewaltige
Erschütterung der Macht über ihn hinweg, der unmissverständliche Bote eines galaxisverändernden Ereignisses. Die Augen des Sith weiteten sich und ein schwaches Keuchen entrang sich seinen Lippen, während seine Sicht für einen Augenblick verblasste und purer Schwärze wich. Etwas Monumentales war geschehen, auch wenn er nicht genau sagen konnte, was.

Da riss ihn auch schon ein erstickter Schrei zurück in die Gegenwart. Kerbal hatte gar nicht bemerkt, dass er in die Knie gegangen war, doch plötzlich sah er wieder klar. Die Konzentration, mit der er das Mauerstück gehoben hatte, war gebrochen worden. Und nun kippte das sicherlich eine Tonne wiegende Stück behauenen Gesteins mit der Unabwendbarkeit einer Lawine auf Tha’klen zu, der:die sich unter ihm zusammenduckte. Augenblicklich wurde Kerbals Mund trocken und mehr instinktiv als bewusst griff er mit der Macht zu, diesmal jedoch ohne die Aktion mit einer Berührung des Gesteins zu maskieren. Mit einem Knirschen verlangsamte sich die tödliche Kippbewegung und einen Herzschlag später hing das Ding horizontal in der Luft, Tha’klen darunter weniger als eine Unterarmlänge Platz lassend. Und Kerbal wurde bewusst, wie er mit ausgestreckten Armen daneben stand, der Slicerin ganz offensichtlich ein mehr als seltsames Bild liefernd. Hastig trat er einen Schritt nach vorne, berührte das Mauerstück wieder mit der Hand und dirigierte es in sein angestammtes Loch zurück.


„Das…war abenteuerlich. Da hat sich…wohl die Technik…verschluckt. Tut mir leid, Junge.“

, sagte Kerbal hörbar verlegen an Tha’klen gewandt, die Angelegenheit sonst jedoch ignorierend. Unvermittelt drehte er sich auf dem Absatz um und machte sich auf den Weg zurück. Den gesamten Fußmarsch durch die Kanalisation schwieg er, während er in Gedanken über die Erschütterung der Macht nachgrübelte. Was zur Hölle war geschehen?! Konnte er es irgendwie herausfinden? Sein Bauchgefühl sagte ihm, dass dies kein keladaspezifisches Ereignis gewesen war, sondern noch deutlich weitgreifendere Implikationen haben würde. Zurück in der Gasse wandte Kerbal sich schließlich an die Slicerin.

„Das war gute Arbeit da drin. Dann würde ich sagen tauschen wir jetzt Information gegen Credits. Weil das so flüssig lief und als Zeichen meiner Anerkennung deiner…äh, Diskretion würde ich auch noch einen Bonus springen lassen. Passt das für dich?“


[ Kolonien / Kelada-System / Colina / Gasse nahe des Platz des Imperialen Friedens ] Kerbal und Tha'klen , sowie Adras
 

Name: Adras Algorab
Geschlecht: eiblich
Rasse: Rattataki
Alter: 31
Aussehen/Erscheinung: Weiße Hautfarbe, grau bis schwarze Tattoobemalung am Kopf, Drahtig
Beruf: Informationshändler, Slicer, Stellvertretende Direktorin von "Unternehmensberatung Colina" (Briefkastenfirma)
Charakter: aufgeweckt, dynamisch, einfallsreich
Fähigkeiten: Erfahrene Kämpferin, Slicer, Informationshändler, Pilot von Speederbikes
Inventar: Umhangmit Kapuze, Umhängetasche, Maske, Handschuhe,
Portacomp, Chronometer- Modell 7643 mit integrierten Holoprojektor und KOMM-Gerät, Security-Kit (By-Pass-Gerät zum Schlösser und Systeme umgehen), farbige Steine, Datenkarten, KYD-21-Blaster

[Kolonien - Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina – Untergrund Bibliothek] Adras Algorab, Tha'klen, Kerbal

Während Tha'klen und Adras etwas orientierungslos wirkten in der Dunkelheit, schien Kerbal die Richtung zu kennen und wies den Weg. Adras tippte darauf, da dieser zuvor mehrfach herumlief, um die imperialen Soldaten abzulenken, worauf er sich einen besseren Eindruck über die Lage machen konnte, anstatt den anderen Beiden. Mit diesem Gedanken, hakte die Slicerin dessen 'guten' Orientierungssinn ab und begab sich gen Ausgang. Kurz vorher wurde es nochmal brenzlig, als der Begleiter ein blechernes Stück Unrat berührte, was Adras erschrocken erstarren ließ wie eine Salzsäule. Hoch aufmerksam, aber auch in totaler Panik, erstarrte sie vor Schreck an Ort und Stelle, doch schmerzverzerrter Aufschrei eines Soldaten – warum auch immer – ließ ihre Versteinerung lösen, worauf sie durch das Loch in der Wand fliehen konnten, aus dem sie zuvor gekommen waren. Endlich hatte sie ihr Portacomp sicher in die Umhängetasche gestopft und konnte nun den Blaster aus Selbiger empor nehmen, um nicht waffenlos kämpfen zu müssen.

Kaum betraten sie die Kanalisation, war wieder der übelriechende Gestank von Unrat zu riechen. Adras verzog das Gesicht unter ihrer Maske und versuchte durch den Mund zu atmen. Sie hatten es heraus geschafft und während Kerbal versuchte, das 'Tor' von Mauerwerk zu schließen, zielte die Slicerin gen Kanalisation, den Weg sichernd. Als ein schwaches Keuchen vom Auftraggeber kam, drehte sich die Slicerin halb ihm zu und sah, wie dieser erschrocken und erstarrt schaute. Sie fragte, ob alles OK sei, doch da sackte schon das Mauerstück weg und ließ den Begleiter genauso erschrocken und panisch aufschreien. Zeitgleich ging Kerbal in die Knie, bis dieser wieder bei Sinnen war. Etwas erstarrt, erschrocken, hilflos und perplex, sah sie das Mauerstück auf den Begleiter niedergehen. Sie wollte helfen, ihre Sinne waren alarmiert und bemerkten den Vorfall, doch ihr Körper war starr vor Schreck, dass sie nicht näher kam. Davon ab, was sollte sie tun? Während der Brocken auf den Begleiter hagelte, könne sie nichts tun, weder diesen herausziehen, noch das Massiv wegdrücken. Davon ab, so schnell konnte sie gar nicht reagieren. In Bruchteil einer Sekunde, schien ihr Auftraggeber wieder den Arm gen Brocken auszustrecken, vielleicht aus Reflex oder Furcht selbst begraben zu werden, doch was dann passierte, war gegen jegliche Logik, gar Physik. Der niederfallende Stein fror in der Luft ein und verschonte den Begleiter nur um mehrere Zentimeter. Nicht nur das. Das Mauerstück schwebte horizontal über Tha'klen in der Luft und schien entgegen jeglichen Naturgesetzen erstarrt zu sein. Geistesgegenwärtig rannte sie zu Tha'klen, griff ihn und half ihm aus dem Gefahrenbereich, während Kerbal mit einer simplen Berührung die Mauer – wie mit Zauberei – an ihren eigentlichen Ursprungsort schweben ließ. Verlegen, versuchte ihr Auftraggeber die seltsame Situation herunterzuspielen:

Das…war abenteuerlich. Da hat sich…wohl die Technik…verschluckt. Tut mir leid, Junge.“

Technik? Adras war nicht dumm und auch so recht gescheit, aber das hatte absolut nichts mit Technik oder jeglicher Mechanik zu tun. Sie schaute – trotz Maske – fragend gen Kerbal, doch dieser ignorierte die Situation und sputete sich an Adras vorbei, durch die Kanalisation. Mit unzähligen Fragezeichen im Kopf, ließ sie sich dann hinterher ziehen, wobei sie auf den Rücken des Auftraggebers schaute, in der Hoffnung anhand seines Rückens eine Antwort ihrer unzähligen Fragen zu bekommen, doch Fehlanzeige. Der immer noch übelriechende Kanalisationsgestank war weiterhin präsent, doch aufgrund aktueller Vorkommnisse, schien dies nur noch sekundärer Natur zu sein. Die Leiter hoch und zurück in der Gasse, von wo sie gestartet waren, wandte sich Kerbal der Slicerin zu:

Das war gute Arbeit da drin. Dann würde ich sagen tauschen wir jetzt Information gegen Credits. Weil das so flüssig lief und als Zeichen meiner Anerkennung deiner…äh, Diskretion würde ich auch noch einen Bonus springen lassen. Passt das für dich?“

Spätestens beim Leiter hochklettern, hatte sie ihren Blaster wieder in ihre Umhängetasche gepackt und stand nun etwas 'überfahren' vor ihrem Auftraggeber. Dieser lobte sie für die gute Arbeit – was zwar nett und selbstverständlich entgegengenommen wurde – doch aufgrund ihrer „Diskretion“, würde er ihr sogar noch einen Bonus springenlassen wollen. In ihrem Kopf ratterte es pausenlos und umso mehr sie über das Gesehene nachdachte, desto mehr Fragen kamen auf und desto mehr Verwirrung setzte ein. Erst die Abschlussfrage, riss sie etwas aus ihren verdatterten Gedanken:

„Ähm...was? Wie Bitte?“,

sie brauchte einen kleinen Augenblick, bis sie sich gefangen hatte und einen klaren Gedanken fassen konnte.

„Ja. Ja, klar. Alles OK.“,

wobei sie weniger auf den Zusatzboni reagierte, sondern ganz automatisch etwas sagte, um nicht zu zeigen, dass sie total verwirrt war. Wieder brauchte sie einen Augenblick, bis sie sich auf den Auftrag konzentrieren konnte und schaute etwas planlos umher, bis sie ihre Taschen abtastete und ihr dann einfiel, was sie wollte.

„Genau, genau. Der Auftrag. Warte.“

Sie griff aus ihrer Kleidertasche die Datenkassette, reichte sie ihm und meinte mit kurzem Zögern:

„Bevor du die Daten abrufst, lass dir noch 2-3 Details sagen. 1. Die Datenkassette ist mit einem Sicherheitsprogramm verschlüsselt. Gib das Passwort ein und du kannst darauf zugreifen. Vertippe dich dreimal und die Daten werden unwiderruflich gelöscht. 2. ...“,

wobei sie nun aus ihrer Umhängetasche zwei fingerkuppengroßen Steine in Grün und Blau herausholte und ihm zeigte:

„Du weißt, wo wir uns an dem Terminal unterhalten hatten? Wenn dieser grüne Stein neben der Terminal-Box liegt, ist das Passwort hinterlegt. Ich werde das Passwort als Flimsiplast in ein oder zwei Tagen irgendwo zwischen Terminal und Häuserwand verstecken. Wenn du es gefunden hast, hinterlegst du einfach neben den grünen Stein, den blauen Stein. Das ist das Zeichen für mich, dass du alles bekommen hast. Lass einfach die Steine an Ort und Stelle liegen.“

Sie gab Kerbal den unscheinbaren, blau gefärbten Stein, der sich absolut nicht von anderen, gewöhnlichen Steinen unterschied, nur dass er dezent blau angemalt war. Die Hinterlassenschaften dieser Steine waren eigentlich geniale Kommunikationsmittel, um sich untereinander auszutauschen. Zuvor musste der 'tote Briefkasten' bekannt sein, dann das Zeichen erklärt – hier der grüne Stein als 'Briefkasten ist voll' – und deponiert und jeweils welche Steine wo waren, hatten sie verschiedene Bedeutungen. Ein roter Stein hieß, dass der „tote Briefkasten“ am besagten Ort verbrannt war und nicht sicher. Dann müsste man einen neuen Briefkasten wählen, wo das Spiel von vorne begann. Natürlich konnte man das Spiel ausweiten, indem man die Steine selbst an unterschiedlichen Orten deponierte, um ein Bemerken noch unwahrscheinlicher zu machen. Doch in diesem Fall war nur wichtig, ob das Flimsiplast angekommen war – hier durch das Hinterlegen des blauen Steines. Schlimmstenfalls wurde dies abgegriffen und man müsste sich eine andere Möglichkeit überlegen.

„Zuletzt, viel Glück euch Beiden.“

Ohne sonderlich zu warten, würde sie aufbrechen und gleich im Zickzack-Kurs durch Colina herum 'irren', um mögliche Verfolger – selbst den Begleiter und seinen Auftraggeber – loszuwerden. Sobald sie einem Flimsiplast habhaft wurde, würde sie mit Glück sogar noch in dieser Nacht das Passwort hinterlegen.

[Kolonien - Kelada-System - Kelada – Stadt: Colina – Straßen] Adras Algorab​
 
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[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Kelada-City / Raumhafen / Landebucht 111/9 / Jedihammer ] Kerbal und Tha'klen

Nach ihrem Abenteuer in der Bibliothek hatten Kerbal und Tha’klen sich wieder auf ihr Schiff am Raumhafen Kelada Citys zurückgezogen. Kurz hatte der Sith erwägt seine:n Schüler:in mit einer weiteren Trainingseinheit zu quälen, sich dann jedoch für das Gegenteil entschieden. So sehr er auch wollte, dass der:die Verpine die nötigen Fähigkeiten erlangte sich gegen die Sith zur Wehr zu setzen, so sehr wollte er es auch nicht übertreiben. Es würde nichts bringen wenn er ihn:sie ausbrannte, noch bevor sie den Sith überhaupt über den Weg gelaufen waren. Grade der vergangene Tag war hart gewesen und auch an diesem Vormittag hatten sie eine delikate Mission erfolgreich absolviert. Tha’klen hatte eine Pause verdient.

Nicht so jedoch Kerbal selbst. Mit dem Einbruch in die Bibliothek war nun endlich der verlassene Jeditempel in Reichweite. Zugegeben, noch musste er die Zugangscodes im toten Briefkasten der Slicerin einsammeln, doch würde er in Kürze wissen, was sich an diesem mysteriösen Ort verbarg. Wenn er Glück hatte, würde der Tempel ein einigermaßen sicherer Rückzugsort sein, an den er sich im Notfall vor den Imperialen verbergen konnte. Das war eine gute Sache, doch musste er noch immer entscheiden was als nächstes zu tun war.

Kerbal hatte das Gefühl, dass bei allem, was er bisher geleistet hatte, die Imperialen am besten weggekommen waren. Zugegeben, er hatte allerlei Informationen weitergeleitet, Soldaten aus dem Spiel genommen und Proteste geschürt, dabei jedoch Gouverneur Antares auch mächtig bei seinen Unternehmungen unter die Arme gegriffen. Es wurde Zeit, dass er seinen Daseinszweck auf Kelada rechtfertigte und dem elenden Faschisten gehörig die Suppe versalzte. Die Ankunft der neuen Sith war dafür zwar mächtig schlecht getimt, doch war das ein Risiko, das er eingehen musste. Also verbrachte Kerbal den Nachmittag damit Pläne zu schmieden, wie er dem Imperium einen Schlag versetzen konnte, während er selbst seine Tarnung bewahrte. Eine Unternehmung, bei der seine Gedanken immer wieder bei der alten Bibliothek und dem Platz des Imperialen Friedens landeten.

Der nächste Morgen brach regnerisch und trüb über Kelada City herein. Zur Abwechslung war Kerbal zeitig ins Bett gegangen und wachte erfrischt sogar zwanzig Minuten vor seinem Wecker auf. Das erste was er tat war Tha’klen aus dem Bett zu werfen und ihn:sie mit einer unverhofften Trainingsroutine durch das Industriegebiet zu jagen. Anschließend gönnte er beiden ein Frühstück und machte sich ein weiteres Mal nach Colina auf.


Der erste Stopp war logischerweise der tote Briefkasten. Zwar hatte die Slicerin von zwei bis drei Tagen gesprochen, doch wollte Kerbal nicht, dass die Codes zu lange im Freien lagen. Also erwartete er nicht dort etwas zu finden, war jedoch positiv überrascht, als er dann doch den grünen Kiesel fand, den sie ihm gestern gezeigt hatte. So unauffällig er konnte, sammelte er die Codes ein und legte den blauen Kiesel daneben. Handel abgeschlossen. Dies erledigt schlenderte er mit Tha’klen zusammen mal wieder ins Weit weg und ganz nah. Wenn er schon einmal hier war konnte er auch eine weitere Einheit einlegen, um den Machtsinn des:der Verpine:n zu trainieren. Diesmal war ein Tisch im hinteren Teil des Lokals frei, von wo aus sie trotzdem einen guten Blick auf die Eingangstür hatten. Entspannt ließ Kerbal sich nieder und bestellte für sich selbst einen Pogoyawein, während Tha’klen die Aufgabe bekam die Emotionen der anderen Bargäste zu lesen.

[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Weit weg und ganz nah ] Kerbal und Tha'klen, sowie weitere Gäste
 
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[Kolonien - Kelada-System - Kelada - Kelada-City – Verwaltungsgebäude - Besprechungssaal] Shiqjat, Anthony Antares, Darth Angelus, Leibgardisten, andere NPCs

Die Unruhe seines Meisters verunsicherte den jungen Sith keineswegs. Er Stand starr wie eine Säule da und musterte den Sith der sich entschlossen hatte ihn zu seinem Schüler zu machen. Dankbarkeit empfand Shiqjat nicht, aber etwas wie Respekt war da. Als sein Meister dann davon Sprach den Politiker in die Schranken weisen zu wollen konnte der Schüler sich ein bösartiges Lächeln nicht verkneifen.

„Das werde ich Meister.“

Dann wandte er seinem Blick wieder dem Menschlichen Verwalter zu, der wieder von seinem Hologespräch. Shiqjat nahm zumindest an das es eines gewesen war. So trat er wieder näher und lauschte den Ausführungen des Mannes. Es entging ihm nicht das Antares sie mit niederen Aufgaben abspeiste und er war etwas enttäuscht das sein Meister den Mann nicht einfach in stücke riss. Er hätte es sich gern angesehen. So aber begnügte er sich damit Angelus zu folgen und er schwieg bis sein Meister ihm einen neuen Auftrag gab. Den Flug über hatte er sich seine nächsten Worte zurechtgelegt und nun neigte er ergeben… zumindest sah es so aus… den Kopf.

„Natürlich Meister. Ich möchte aber anmerken das ich mich bewaffnet deutlich wohler fühlen würde. Es ist unklug unbewaffnet herumzulaufen bei so vielen potentiell feindlichen Lebewesen um einen herum.“

[Kolonien - Kelada-System - Kelada – Raumhafen von Colina] Shiqjat, Anthony Antares, Darth Angelus, Leibgardisten, andere NPCs
 
Kelada - Colina - Raumhafen - Darth Angelus, Shiqjat

Mit ruhigem Blick sah der Krieger von der Landeplattform hinunter auf die weitestgehend verwilderte Steppenlandschaft, die sich dort bis zur Hauptstadt Kelada City erstreckte. Dieser Planet hatte seinen eigenen Charme; besaß eine starke Industrie in der Hauptstadt und gewiss auch anderswo, drumherum aber weite unbewohnte Steppenflächen und eine Menge freien Raum. Nicht vergleichbar mit anderen vollkommen zugebauten Welten, auf denen ein Jagdausflug in der Wildnis einer utopischen Fantasie gleichkam. Wenn man die geographischen Unterschiede subtrahierte, glichen Kelada und seine Heimatwelt Dubrillion sich in dieser Hinsicht. Und beide waren Beispiele für Aufschwung und Aufstieg unter strammer imperialer Führung, die in den kommenden Jahren konsequent zu den Welten im Inneren Kern aufschließen würden. Dubrillion als unbeschriebenes Blatt im Outer Rim und Kelada als Teil der Kolonien, die nur an den Inneren Kern angrenzten.

Die innenpolitischen Unruhen, die hier herrschte, boten zudem weitaus mehr Möglichkeiten als Risiken. Sowohl für den
Governor, als auch für Darth Angelus als Vertreter des Zirkels der Extinktoren. Beide waren sich dessen in Gänze bewusst und es würde sich zeigen, wer dazu im Stande ist, diese Möglichkeiten effektiver und effizienter zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Während diese Gedanken nach der Besprechung, die genau diese Faktenlage letztlich offenbar hat, immer wieder im Kopf des adeligen Sith kreisten, bestätigte sein de facto neuer
Schüler den Befehl zunächst. Angelus wollte gerade zufrieden nicken, als das Reinblut jedoch noch meinte, so etwas wie eigene Forderungen stellen zu müssen. Der Sith starrte noch ein wenig in die Ferne und ließ den Novizen warten, ehe er sich schließlich mit einer langsamen Bewegung dem Novizen zuwandte.

"Aus deiner Sicht mag es vielleicht unklug erscheinen. Aber nicht aus meiner. Ich habe dir einen simplen Auftrag erteilt und den sollst du unauffällig und ohne Zwischengeplänkel lösen. Und jetzt mach dich ans Werk!"

Mit diesen Worten entließ er Shiqjat und wartete etwa eine halbe Stunde, die er damit verbrachte, auf der Plattform zu flanieren und sich ein wenig auf dem offenen Raumhafen umzusehen. Die Arbeiter und Bauern, die ihrem Geschäft nachgingen, schlossen ihre kleinen Waren- und Lagerhäuser und langsam leerte sich der Hafen. Auffällig war ansonsten nichts. Keine Gangs, die irgendwo in den Winkeln umhertrieben und Schutzgeld einkassierten, keine Bettler, keine Junkies und keine Prostituierten. Tiefer im Stadtkern und im Umkreis dieser Spelunke, von der der Pilot gesprochen hatte, würden sie wohl eher fündig werden. Oft bekamen die niederen Leute wohl keine Sith in voller Rüstung zu sehen. Wann immer er ihnen über den Weg lief, senkten sie ihr Haupt und huschten schnell weiter.

Dann kehrte
Shiqjat auf einem roten 74-Z Düsenschlitten zur Landeplattform zurück, einen anderen identischen im Schlepptau befördernd. Darth Angelus verschränkte die Arme und wartete, bis sein Untergebener das elektronische Tauwerk deaktivierte. Mit einem zufriedenen Nicken würdigte er die erste erfüllte Aufgabe des Nichtmenschen kurz ab, ehe er aufstieg und Seite an Seite mit seinem Schüler durch den Raumhafen in Richtung Markt zusteuerte. Das letzte Mal, dass er solch ein Teil bewegt hatte, war auf Galantos zusammen mit seinem Meister und dem Rest der Truppe auf Yevethanerjagd. Je breiter die weitestgehend leeren Gassen und Straßen wurden, desto rasanter wurde der Fahrstil des Sith, bis sie schließlich den Markt erreichten und das 'Weit weg und ganz nah' erreichten, vor dem sie die beiden Schlitten abstellten. Vor dem Eingang tummelten sich einige betrunkene Nicht-, Fast- und Halbmenschen mit weiblicher Begleitung, die den Sith und seinen Schüler kaum beachteten. Ohne größere Umschweife und mit dominanten, weiten Schritten betrat Darth Angelus die Spelunke und kündigte seinen Auftritt durch eine kühle Aura an, die deutlich zu spüren war. Er bemerkte sofort, dass sich auch hier nur wenige Nichtmenschen und dafür einige Menschenartige befanden. Der Anteil richtiger Menschen war zwar verschwindend gering, doch menschenferne Aliens, wie man sie am Hafen und auf den Straßen an jeder Ecke erblicken konnte, blieben hier nahezu gänzlich aus. Die Einrichtung in der Bar wirkte an einigen Stellen ramponiert, als hätte hier ein Rancor gewütet und eine ebenfalls nichtmenchliche Band spielte direkt neben der Bar das, was man hier wohl unter Musik verstand.

Der Sith und sein
Schüler zogen nun aus jeder Ecke finstere Blicke auf sich, die er mit einem finsteren und herausforderndem Grinsen erwiderte. Das, was hier in der Luft lag, relativ gekonnt verschleiert und dennoch spürbar, hatte er schon vor dem Eingang bemerkt. Der Sith wusste, wonach er suchte und wurde schnell fündig. Er warf einen Seitenblick hinüber zu seinem Schüler, als er das Reinblut hinten in der Ecke sitzend und mit einem guten Blick auf den Eingang erblickte, der zusammen mit einem Verpinen an einem Tisch saß, den Angelus sofort als solchen identifizierte, da die Unternehmen seiner Familie hunderte ihrer Art als Mechaniker und Techniker beschäftigt hatte. Mit schweren und aufgrund der Rüstung dementsprechend auch lauten Schritten näherte sich der Ritter dem Tisch - unlängst hatten sich die Blicke der beiden Sith gekreuzt.

Kurz vor dem Tisch blieb er schließlich stehen und musterte ihn mit steinerner Miene, ehe sich diese schließlich lockerte und er mit einer begrüßenden Geste die Stimme erhob. Laut genug, damit sein Gegenüber ihn hören und leise genug, damit der Rest der Belegschaft ihn zwischen Musik und Treiben in der Bar nicht verstehen würde.


"Ah, Darth Kerbal. Da seid Ihr ja"

Ohne zu fragen, ob er sich setzen dürfe, nahm Angelus gegenüber des Sith und neben dessen Begleitung in Sith-Gewändern Platz und wies Shiqjat an, sich neben ihn an die Seite des Tisches zwischen Angelus und Kerbal zu setzen. Während sich Shiqjat einen Hocker herschob, entledigte sich Angelus seiner gepanzerten Handschuhe und meinte unterdessen:

"Ich hatte zugegebenermaßen nicht erwartet, Euch heute noch anzutreffen. Umso besser, denn dann können wir uns das Gesuche sparen."


Kelada - Kelada City - Colina - Weit weg und ganz nah - Darth Angelus, Shiqjat, Darth Kerbal, Tha'klen
 
[Kolonien | Kelada-System | Kelada | Colina | Weit weg und ganz nah] Tha’klen, Arlen Merillion


Tha’klen saß erneut am Tisch im Weit weg und ganz nah und versuchte mit seinem Machtsinn durch die dieses Mal von innen zu geklebten Sehschlitze hindurchzusehen. Sein Meister hatte ihn durch die Bibliothek geschleppt und ihn die letzten Tage einem brutalen Trainingsplan ausgesetzt. Lediglich die Verschnaufpause bevor sie hier her gekommen waren, erlaubte es dem völlig zerschlagenen Verpinen überhaupt aufrecht zu sitzen. Aber hen musste zugeben, durch den strikten Trainingsplan und das körperliche Training war hen deutlich vorwärts gekommen. Der Einsatz verschiedener Machtfähigkeiten, auch wenn nur auf rudimentärem Level hatten, hen gelehrt den Zugang zur Macht in hens inneren klarer und leichter werden zu lassen.

Also saßen sie jetzt hier und Arlen hatte hen aufgetragen die Emotionen der anderen Gäste zu lesen und gleichzeitig die Gelegenheit zu nutzen und seine Meditationstechnik auszufeilen. Kurz nach ihrer Ankunft war es hen noch schwer gefallen überhaupt etwas zu spüren, doch jetzt wo sie eine Weile saßen und Tha’klen einer inneren Ruhe deutlich näher war konnte hen tatsächlich etwas wahr nehmen. Ein wenig gleichte sein Machtsinn der non verbalen Kommunikation mit anderen Verpinen, jedoch ohne dass hen hens Antennen verwendete und ohne dass die anderen Beteiligten überhaupt Warnahmen was passierte.


Plötzlich spürte Tha’klen etwas Kaltes und Abstoßendes die Bar betreten, während der Mensch, von dem das Gefühl ausging, sich in der Bar umsah sandte er zusätzlich eine regelrechte Wälle an Kälte aus, die hen nicht nur mit hens Machtsinn wahrnehmen konnte. Der Mensch scannte die Bar und als er sie erblickte schritt er gezielt auf sie zu. Ohne sich vorzustellen, machte der Mann klar, dass er hens Meister, oder besser gesagt dessen Deckidentität, kannte und setzte sich uneingeladen an ihren Tisch. Tha’klen, konnte spüren welche Macht von diesem Mann ausging. Sein Begleiter ging in der Aura des Mannes einfach unter. Glücklicherweise konnten hens Gesichtsausdruck hen nicht verraten, da hen auch heute wieder hinter der Sith Maske und der vollständig verhüllenden Sith Kleidung verborgen lag.

Wie würde Arlen auf diesen Mann reagieren? Hen erinnerte sich an seine erste Lektion durch seinen Meister. Sie gehörten hier hin, Darth Kerbal war ein Gast des Gouverneurs und der Umstand dass er hier einen Schüler gefunden hatte war nichts völlig ungewöhnliches, wenn die Sith hen überhaupt als einen Schüler erkannten und ihn nicht bloß für einen X beliebigen Spießgesellen des Reinblutes hielten.


[Kolonien | Kelada-System | Kelada | Colina | Weit weg und ganz nah] Tha’klen, Arlen Merillion Darth Angelus, Shiqjat
 
[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Weit weg und ganz nah ] Kerbal und Tha'klen, sowie weitere Gäste

Leise vor sich hin summend hantierte Kerbal mit der Datenkassette, während Tha’klen der Aufforderung nachkam seinen:ihren Machtsinn zu trainieren. Die Melodie orientierte sich vage an der Band an der Bar, verschwendete jedoch nicht allzu viel Zeit auf eine genaue Reproduktion der Tonfolge. Der Sith hatte lange darauf hingearbeitet an diese Informationen zu kommen und musste arg an sich halten nicht allzu begierig auf die Daten zuzugreifen. Bewusst langsam gab er das von der Slicerin gelieferte Passwort ein und mit einem Piepen entschlüsselten sich die Koordinaten. Rasch tippte Kerbal sie in sein eigenes Datapad und sah sich mit drei möglichen Standorten des alten Jeditempels konfrontiert: Einer ganz in der Nähe Colinas, ein zweiter in einer Industriebrache ein paar hundert Klicks weiter südlich und schließlich eine dritte Option im hohen Norden, auf der anderen Seite des Planeten. Ein frustriertes Brummen entrang sich Kerbals Brust. Warum konnte niemals etwas einfach sein?!

Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, spürte er ein warnendes Ziehen in seinem Hinterkopf. Rasch steckte Kerbal Datenkassette und Datapad ein, bevor seine Machtsinne auf eine Wand aus Kälte trafen. Der Sith hatte noch nie das zweifelhafte Vergnügen gehabt einem dunklen Machtnutzer gegenüberzustehen, doch wusste er sofort, woran er war. Wachsam zuckten seine Augen zur Tür, wo ein bleicher Mensch mit dunklem Haar und markanten Gesichtszügen die Bar betreten hatte. Sein helles Gesicht hatte er zu einem wölfischen Grinsen verzogen, mit dem er die feindseligen Blicke der anderen Gäste von sich abprallen ließ. Antares‘ Sith war eingetroffen. Einige Herzschläge lang musterte Kerbal den Mann, bevor sein Blick auf seinen Begleiter fiel und dort einen Augenblick länger verharrte.

Auch einem Wesen seiner eigenen Art war Kerbal noch nie begegnet. Während seiner Kindheit auf Aleen hatte er sich immer abseits bewegt und war auch während seiner Zeit auf Lianna und Mon Calamari naturgemäß keinen weiteren Sith über den Weg gelaufen. Daher war es auch ein äußerst seltsames Erlebnis, seine eigenen Gesichtszüge in dem deutlich jüngeren Fremden widergespiegelt zu sehen. Für einen Augenblick konnte er nicht anders als zu starren, riss sich dann jedoch zusammen. Bis auf die Spezies hatte er mit diesem Ding nichts gemeinsam. Nur weil sie einen Gutteil ihrer Erbinformationen teilten, würde ihn der feindliche Schüler, ohne zu zögern ermorden, bekäme er die Chance dazu.

Zielstrebig kam der feindliche Sith-Krieger, das Reinblut im Schlepptau, auf Kerbals Tisch zumarschiert. Vor dem Tisch blieb er stehen und Kerbal hielt seinem kalten Blick stand. Dann grüßte der Sith fast schon familiär und pflanzte sich nonchalant auf einen Stuhl. Sein Schüler besorgte sich einen Hocker und der Krieger machte es sich bequem, indem er sich seiner Handschuhe entledigte. Sich auf seine Rolle besinnend zog Kerbal die Augenbrauen hoch.


„Ihr müsst Antares‘ neuer Sith sein. Ich bin gekränkt, dass ich dem Guten wohl nicht genug zu sein scheine.“

, gab Kerbal zurück, ohne auf die Äußerung des anderen einzugehen, bevor er einen Kellner heranwinkte.

„Eine Palette Devaronianisches Wundbenzin, wie immer.“

, wies er den Mann an und wandte sich wieder an den Neuankömmling.

„Aber gut, dass Ihr bereits meinen Namen wisst. Mit wem habe ich das Vergnügen?“

Lässig ließ er den Blick zwischen Meister und Schüler schweifen, bevor seine Augen erneut an dem Reinblut hängen blieben.

„Drück den Rücken durch, Junge. Du machst deinem Blut Schande, wenn du so rumhängst wie der letzte Mensch. Nichts für Ungut.“

Der letzte Satz war wieder in Richtung des Kriegers geäußert, der nach wie vor nicht sonderlich freundlich dreinschaute. Unterdessen war der Kellner wieder eingetroffen, eine Holzpalette Shotgläser in der Hand, die Kerbal entgegennahm und mit einem beigelegten Feuerzeug anzündete. Dann bedeutete er mit einer Handgeste, dass er den violett züngelnden Fusel für alle bestellt hatte. Nonchalant griff er sich ein Gläschen und stürzte es hinunter, den Effekt bereits kennend und daher mit steinernem Gesicht maskierend. Von einem Moment zum nächsten schien das Zeug Mund und Nase von allen Verunreinigungen freizubrennen, während das beißende Aroma seine Atemwege erfüllte. Lippen, Zahnfleisch und Zunge wurden taub und der plötzlich aufkeimende, gefühlte Feuerball in seinem Inneren, ließ ihn die Konturen seines Magens mit beunruhigender Klarheit spüren. Gutes Zeug, das.

„Also. Was genau kann ich für Euch tun? Meinen Namen kennt Ihr ja bereits.“

, fragte er und blickte dem Sith mit stechendem Blick in die Augen.


[ Kolonien / Kelada-System / Kelada / Colina / Weit weg und ganz nah ] Kerbal, Angelus, Shiqjat und Tha'klen, sowie weitere Gäste
 
[Kolonien - Kelada-System - Kelada - etwa 70 Klicks außerhalb Kelada-Citys - in den weiten der Steppe - nahe einem Nicht-Menschen-Dorf am See - im Cockpit einesZeta-Klasse-Transportshuttles] Anthony Antares, Commander Blaise, ca. 160 Sturmtruppler, Dorfbewohner


Weniger als zwei Tage sind vergangen, seitdem die rangöchsten Köpfe der planetaren Verwaltung Keladas in der imperialen Garnison zusammengekommen sind und die Deportation von etwa 100.000 aquatischen-Nichtmenschen besprochen und insbesondere die Details der als Teil dieser Deportation geplanten und in den Akten als “Deep Sweep” bekannten Operation diskutiert haben.

Nicht wenige Projekte wurden seither im Namen des Imperiums auf Kelada begonnen. Bisher war das imperiale Herzstück besonders im Hinblick auf die wirtschaftliche Tätigkeit und Attraktivität Keladas der stetig expandierende Neutronium-Tagebau. Nicht lange her ist es, dass der erste Spatenstich gesetzt wurde und die ersten Zwangsarbeiter ihr neues Schicksal überblickten. Sie standen vor einer weiten, unberührten Steppe, dessen Horizont sich endlos erstreckt hatte. Sie war gekennzeichnet von sanften Hügeln und weiten Ebenen, bedeckt von hohen, goldgelben Gräsern, die im Wind wie Wellen auf einem ruhigen Meer umehr schwankten, hier und da vereinzelt Bäume, die Schatten auf den Boden warfen, und kleine bis große Gruppen verschiedenster Tiere, immer auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Dieses Bild aber hat sich schnell verändert. Zunächst begann der Boden dieser einst friedvollen Landschaft zu beben. Gewaltige und monströse Bulldozer, so groß wie mehrstöckige Wohnhäuser, verjagten mit ihren donnernden Motoren jegliches Leben aus der näheren Region und erstickten alles Pflanzenleben in riesigen Staub und Rauchwolken, die sie aufwirbelten. Mit ihren übergroßen Schaufeln entwurzelten sie alle Bäume, durchtrennten alle Gewächse und zermalmten jeden Felsen. Alles, was es wagte sich in den Weg zu stellen, wurde gnadenlos niedergerissen. Zusammen mit der immer größer werdenden Horde an nicht-menschlichen Arbeitern rissen sie den Boden auf und gruben sich Schicht für Schicht tiefer gen Erdmittelpunkt und Schicht für Schicht näher an das Neutronium. Dann, mit der Zeit, hatte sich der Tagebau stark vergrößert und reichte immer tiefer in den Boden. Staub und Rauch hingen schwer in der Luft und der Lärm der Maschinen übertönte jede natürliche Geräuschkulisse. Aus zirpenden Insekten wurden dröhnende Motorengeräusche und aus freien Wildtieren in Fesseln gelegte Zwangsarbeiter. Am Rande wurde eine düsterne Ansammlung vieler grauer Strukturen errichtet. Versorgungsgebäude, Lagerhallen, Büros und vor allem lange Reihen vieler umzäunter trister und funktionaler Baracken, umkreist von Wachtürmen, ständig durch helle Fluchtlichter beleuchtet und von verstaubten Soldaten patroulliert. Die Landschaft hat sich vollständig gewandelt, gewandelt in eine apokalyptische und trostlose Wüste mit großem Loch.

So gigantisch dieses Projekt auch, nicht zuletzt in seiner Bedeutung als Einkommensquelle für die imperiale Verwaltung, war, vorerst sollte die Aufmerksamkeit nun auf dem Deal zwischen
Antares und Solaris liegen. Operation Deep Sweep war aber noch in Vorbereitung. Auf Hochtouren arbeiteten die Verbindungsoffiziere an der Delegierung der einzelnen Schritte und ebenso angestrengt alles Führungspersonal an der Umsetzung der erhaltenen Aufgaben. Immerhin war es ein massives Unterfangen, ausreichend Personal zu mobilisieren, die Transportschiffe und -shuttles freizumachen und bereitzustellen und auch ein Spezialkommando die Unterwasseranlage mit Sprengladungen versehen zu lassen. Speziell galt es auch, die Ordnung in den Städten zu bewahren und sich eine verringerte Truppenkonzentration nicht anmerken zu lassen. Ein möglicher Schlag der Widerstandskämpfer könnte in der Lage sein, den Sicherheitsapparat der lokalen Verwaltungen in Kelada-City und Colina zu überdehnen. Das galt es zu verhindern. Nebenbei aber begann man schon damit, die Nester aufzuspüren, in denen sich die aquatischen Nicht-Menschen wohnhaft fühlten, und erste diskrete Verhaftungen durchzuführen. Langsam aber sicher, vor allem unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung, wurden die festgesetzten aquatischen Lebensformen in kleineren Gruppen mithilfe ziviler Transporter zu den städtischen Sammelpunkten abtransportiert und bei ausreichender Anzahl vorrangig zum militärischen Bereich des Raumhafens in Kelada-City gebracht, wo bereits die ersten Transporter der Verwaltung von Gouverneur Solaris von Truuine warteten.

Mit der Operation in Planung und der tröpfchenweisen Füllung der kleinen Sammellager in den Städten, waren die beiden Dörfer der Quarren aber noch unbehandelt. Das sollte sich ändern, denn untätig bleiben und die bereits konzentrierten Ressourcen wollte man nicht unnötig warten und ohne Einsatz lassen.



Der Himmel war wolkenlos und erfüllt vom hellen Licht des Vollmondes, als das Nicht-Menschen-Dorf am Ufer eines vergleichsweise kleinen, kristallklaren Sees friedlich schlief. Die Atmosphäre war erfüllt vom sanften Plätschern des Wassers, auf dem sich das silberne Mondlicht spiegelte, dem beruhigenden Knistern kleiner Lagerfeuer und dem nächtlichen Zirpen vieler winziger Insekten. Doch wie auch die friedliche Steppe, die durch einen riesigen Tagebau ersetzt wurde, war nun auch das Ende des Dorfes gekommen. Für seine rund 1000 Bewohner öffnete sich in dieser Nacht die Büchse der Pandora. Zum Weiß des glitzernden Wassers gesellte sich ein Schauspiel aus abwechselnd aufblitzendem Rot und Grün. Anders aber als das glitzernde Wasser, befand sich das rot-grüne Glitzern am Himmel. Und je näher es kam, desto klarer wurde, dass es kein Glitzern war. Vielmehr war es, was nach Positionslichtern vieler kleiner Flugobjekte aussah. Und das geschulte Auge konnte sogar erkennen, dass sie sich in Richtung des Dorfes bewegten. Zumindest, wenn es nicht am Schlafen gewesen wäre.

Die Stimme von
Commander Blaise ertönte über Funk: “T-120 Sekunden. Blaster auf Betäubung, Flammenwerfer und Tränengaswerfer bereit. Ich will keine vermeidbaren Tode.”

Es war soweit. Die stille Nacht wurde von einem tiefen, bedrohlichen Dröhnen zerrissen, als am Himmel dunkle Silhouetten auftauchten. Vier monströse Zeta-Klasse-Transportshuttles, begleitet von etwa einem halben Dutzend kleiner, imperialer Transportschiffe und zwei TIE-Jägern, die geradewegs auf das Dorf steuerten. Während sich die beiden Transportshuttles weiterhin in der Luft hielten, setzten die Truppentransporter zur Landung an. Das Cockpit des einen Transportshuttles diente als Aussichtsplattform für Gouverneur Antares und Commander Blaise, welche beide, wenn auch durch die Enge des Cockpits etwas beschwerlich, mit Eelektroferngläsern das Geschehen und das sich entfaltende Massaker gespannt aus der Ferne beobachteten.

Dann landeten die Truppentransporter. Mit einem dumpfen, donnernden Aufprall setzten sie am Rande des Dorfes auf und erzeugten eine überwältigend wirkende Mauer aus Staub. Ihre Laderampen öffneten sich zischend und spuckten etwa 160 Strumtruppen aus, deren Rüstung im Mondlich gespenstisch weiß glänzte und das friedliche Glänzen des zuvor stillen Wassers in eine zukünftige traumatische Erinnerung an dieses Ereignis für jeden Bewohner verwandelte. Während vereinzelt Dorfbewohner hektisch und besorgt versuchten herauszufinden, was denn vor sich zu gehen schien, und andere weckten, stürmten die Sturmtruppler in das Dorf. Die Stiefel der Soldaten schlugen wie Donnergrollen wild auf den Boden, wobei das Klirren ihrer Ausrüstung, das meschanische Klicken der Blaster und das Rauschen der Funksprüche jeden Dorfbewohner aus dem Schlaf riss, der nicht schon von den Soldaten mit einem Schlag der Schulterstütze der Blaster aus den Hütten gezogen und abgeführt wurde. Parallel schwebte ein weiterer Truppentransporter, mit offener Laderampe am Rande des Dorfes zum See, einige Meter über dem Boden und ließt seine Insassen mit Granatwerfern das Feuer auf jenen Rand des Dorfes eröffnen. Granate für Granate wurden Wolken aus Tränengas freigesetzt, die die Dorfbewohner vom Wasser wegtreiben sollten und so die Flucht ins Wasser unmöglich machten. Im Rücken der regulären Strumtruppler setzten Flammenwerferkommandos die geräumten Häuser in Brand und ließen alles zu Asche verbrennen. Die Stille der Nacht wurde von panischen Schreien der Dorfbewohner durchbrochen, ein orhenbetäubendes Krachen und Bersten erfüllte die Luft, während Dächer einstürzten, das bissige Zischen elektronischer Schlagstöcke immer wieder aufkleffte und die grellen Blitze der Betäubungsschüsse die Rauchschwaden durchbrachen.


Gleichzeitig mit der Festnahme der aquatischen Lebensformen und der Zerstörung des Dorfes, setzten auch die Zeta-Klasse-Transportschiffe auf dem staubigen Boden vor dem Dorf auf und begannen mit den Vorbereitungen zur Beladung der Transportcontainer, um die Aquaten in das einige Klicks entfernte Lager zu transportieren. Zwar war geplant, die Nicht-Menschen zu so großer Anzahl in die Container zu drängen, wie es physikalisch nur möglich war, um mehrere Flüge führte aber dennoch kein Weg herum. Während der Besprechung in der Garnison hinsichtlich des Vorgehens kam auch die Idee auf, das Dorf selbst als Camp zu nutzen und sich den logistischen Aufwand zu sparen, doch wurde die Idee wieder verworfen. Zum einen, weil es schwierig gewesen wäre, im Eifer des Gefechtes die nötige Infrastruktur zu errichten, und zum anderen, dem deutlich wichtigeren Punkt, weil dieser Einsatz als Übung für die anstehende Operation Deep Sweep genutzt werden sollte, bei welcher die Unterwasseranlage nicht als Lagerersatz dienlich sein werden wird. Auch wenn das angegriffene Dorf, gemäß den Scans, die Präfektin Foss vor einiger Zeit erwähnte, Unterwasseranlagen beherbergte, fielen jene eher klein aus und bildeten einen sekundären Aufenthaltsbereich der aquatischen Einwohner. Primär hielten sie sich am Land auf und schliefen auch dort.

So versuchten die Bewohner verzweifelt Widerstand zu leisten und sich zu befreien, während sie gewaltsam zu den wartenden Transportschiffen getrieben und mit brutaler Konsequenz in die weit geöffneten Container gedrängt wurden, deren Laderampen vermutlich das Tor zur Hölle für alle Gefangenen waren. Es war ihr Ende eines halbwegs friedvollen Lebens. Sie haben das Ticket in die Hölle gezogen: Familien getrennt, die Heimat niedergebrannt und ihre Lebensweise für ewig zerstört.

Auch dem zweiten Dorf blieb nicht mehr viel Zeit, ehe die Hand Antares’ auch zu ihnen ragte und sie greifen kommen würde.


[Kolonien - Kelada-System - Kelada - etwa 70 Klicks außerhalb Kelada-Citys - in den weiten der Steppe - nahe einem Nicht-Menschen-Dorf am See - im Cockpit einesZeta-Klasse-Transportshuttles] Anthony Antares, Commander Blaise, ca. 160 Sturmtruppler, Dorfbewohner
 
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[Kolonien - Kelada-System - Kelada - imperiale Garnison - Logistikgebäude - Besprechungsraum] Anthony Antares, Vz-Gouverneur Nost


Der Test wurde erfolgreich abgeschlossen. Der Überfall auf das 1.000 Seelen Dorf war, neben ein paar bedeutungslosen Ausschreitungen und zu erwartendem zivilen Ungehorsam, reibungslos verlaufen. Wenngleich Operation Deep Sweep ihre eigenen Dynamiken haben wird, war das Vorgehen doch vergleichbar. Der erste große Schritt wurde getan. Der erste Schritt für eine zukünftig noch flexiblere Handlungsfreiheit der Verwaltung von Gouverneur Antares.

Während auch das zweite Dorf in völliger Unwissenheit stand und seine Bewohner nicht mehr lange hatten, um die letzten Augenblicke ihrer Freiheit zu genießen, und sich die städtischen Lager Lebewesen für Lebewesen füllten, lief die Logistik hinter diesem massiven Unterfangen auf Hochtouren. Eng getaktet waren Transportshuttles im Einsatz, um die horden an Nicht-Menschen dorthin zu bringen, wo die Schiffe von
Gouverneur Solaris sie später abholen würden. Es war, als wären die Nicht-Menschen in einer Endlosschleife gefangen. Der Ablauf war immer wieder gleich. Dröhnende Kopfschmerzen, verursacht durch die Brutalität der Strumtruppen und die noch immer in den Ohren der Gefangenen hallenden Explosionen. In einen Container gepfercht, zusammen mit unzähligen anderen Dorfbewohnern. Dann schloss sich die Luke. Weinen, schmerzerfülltes Stöhnen, Dunkelheit, Gestank, schlechte Luft. Und wenn sie sich mit einem stumpfen Aufschlag auf den staubigen Boden wieder öffnete, wurde man aus dem Container gezerrt, mit weiteren Schlägen auf Linie gehalten und zu jenen gebracht, die den ganzen Prozess schon hinter sich hatten. Dann fing es wieder von vorne an.

Unterdessen genossen Gouverneur Antares und
Nost, sein Stellvertreter, einen kühlen Drink im Planungsraum der Kommandozentrale im Logistikgebäude der imperialen Garnison. Trotz der autoritären Kultur von Antares, war es ein vergleichsweise lockeres Gespräch. Immerhin haben sich beide Männer in letzter Zeit eher weniger gesehen und Nost dort zu Gange, wo Antares gerade nicht war.

“Ich habe gehört”, sprach Nost eifreig, “dass die Nicht-Menschen vom Dorf erfolgreich eingetrieben und abtransportiert wurden?”

Genüßlich am Drink nippend nickte Antares:
“In der Tat, ich kann mich nicht beklagen. Ich hätte mit mehr Widerstand gerechnet.”

“Unsere nächtliche Überraschung lag ihnen wohl quer im Magen”, fügte der Verwalter grinsend hinzu, “bis auf eine Hand voll Versuche, sich der Verhaftungen zu entziehen, gab es nichts, was uns hätte gefährlich werden können. Ich schätze, es hätten auch weniger Einsazkräfte gereicht.”

Vom Kommentar amüsiert antwortete Nost:
“Wunderbar. Ich bin sicher, dass Deep Sweep ebenso erfolgreich sein wird. Bisher scheinen die Gungans ihrem Tagesgeschäft normal nachzugehen. Solange das so bleibt, sollten wir keine Probleme haben, auch sie aus ihren Löchern zu treiben.”

“Sicher. Ich setze darauf, dass Sie und Blaise Ihren Plan ausreichend durchdacht haben. Noch mehr Truppen aus den Städten abzuziehen, um einen aufgescheuchten Schwarm wütender Rotwespen wieder einzufangen, können wir uns nicht leisten”, gab Anthony ernst zurück.

Dann erhob er den Zeigefinger seiner Hand am Glas und räusperte sich kurz:
“Und wo wir gerade bei ‘aus den Löchern treiben’ sind…Sagen Sie, Nost, wie ist der Status hinsichtlich Darth Kerbal seiner Bemühungen bei der Unterstützung der Zersetzung der Unterwelt. Haben wir Fortschritte gemacht?”

“Durchaus, insbesondere im Hinblick auf das Kartell”, bekräftigte der Vize-Gouverneur, “Sie sollten bereits eine Videosequenz erhalten haben. Darth Kerbal hat, wie es scheint, einen ergolgreichen Anschlag auf die zentralen Drahtzieher des Kartells verübt und sie terminiert. Wir müssen die Folgen abwarten, aber es ist davon auszugehn, dass der Schmuggel und die generellen Untergrundaktivitäten nachlassen werden.”

Beeindruckt und mit einem kurzen Wimperzucken kommentierte der Gouverneur, der sich sein Datapad griff und die Sequenz neugierig abspielte:
“Ich bin beeindruckt. Ich hätte nicht mit einer solchen Konsequenz gerechnet, aber ich begrüße sie durchaus.”

Zustimmend nickte Nost:
“Nach seinem…ressourcenintensiven…Ausrutscher beim Neutronium-Tagebau ist das auch das Mindeste. Etwas anderes: Wie gedenken wir mit den zusätzlichen Finanzmitteln umzugehen, Sir? Sobald die ersten Chargen der Aquaten und besonders unser Neutronium nach Truuine fließen, haben wir ein ziemlich beträchtliches Puffer. Die Einnahmen durch den Export der Pogoyafrüchte sind zwar noch immer nicht zu unterschätzen, werden aber in den Schatten gestellt werden.”

“Nun”, überlegte Antares, “das wird sicherlich die kommende Besprechung mit Präfektin Foss zeigen… Ich halte es für klug, wenn wir die Mehreinnahmen umgehend reinvestieren. Es gibt einige interessante Baustellen, doch ich bin sicher, dass Foss auch potenziell lohnende Vorschläge hat. Warten wir's ab.”

Noch einige Zeit setzte sich das Gespräch fort, wobei sich beide Verwalter über die aktuelle Lage austauschten und über die Zukunft Keladas philosophierten.



[Kolonien - Kelada-System - Kelada - imperiale Garnison - Logistikgebäude - Besprechungsraum] Anthony Antares, Vz-Gouverneur Nost
 
[ Kolonien | Kelada-System | Kelada | Colina | Raumhafen] Darth Angelus, Shiqjat

Ohne Waffen. Ja warum auch seinen Schüler bewaffnen. Blöder Fleischsack… Derlei Gedanken über seinen Meister in Kopf und das Blut vor Zorn brodelnd ging Shiqjat die Straßen entlang, um Speeder zu besorgen. Die Meisten Passanten beachteten ihn gar nicht, da er sich die Kaputze wieder über den Kopf gezogen hatte. Man musste ja nicht unnötig viel aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das tat nun wirklich nicht not.

Es dauerte eine Weile, doch dann fand er was er gesucht hatte. Dass Schmuddelige Schild mit der Aufschrift „Speederverleih“ sah, zwar nicht besonders einladend aus aber die Bikes die davor standen sahen gepflegt und Intakt aus. Eine Art Summton ertönte als das Reinblut den laden betrat und ein Mensch kam hinter den Tresen gewuselt.
„Guten Tag der Herr. Hier bei Finchs Speederverleih sind sie genau richtig. Wir haben die robustesten und besten Speeder der ganzen Stadt.“ Shiqjat nickte und legte eine Hand auf den Tresen. Mit der anderen zog kramte er einen Creditchip aus einer der Taschen der Hose und deutete dann auf zwei Rote 74-Z Speeder. „Die da will ich.“ Sagte er legte den Chip hin und fixierte den Männlichen Menschen mit seinen gelbglühenden Augen. Dieser musterte den Credchip steckte ihn ein und nickte. Der Mann wusste offenbar was Gelbe Augen wohl zu bedeuten hatten und schine nicht weiter feilschen zu wollen.

Wenig später saß der Sith im Sattel und fuhr zurück zu ihrem Schiff. Dort angekommen löste er die Verbindung zwischen den Beiden Speedern und Quittierte das Nicken seines Meisters mit einer Verbeugung. Dann waren sie auch schon auf dem Weg. Wie ein Schatten folgte Shiqjat seinem Meister und als sie nun eine Spelunke, anders konnte das Reinblut den Laden einfach nicht bezeichnen, betraten zog er sich die Kapuze wieder vom Kopf. Seine Augen huschten im Raum umher und er musterte jeden in seinem Blick kurz und kalt. Dann sah er den anderen. Er war tatsächlich ein Reinblut und ein leichtes Lächeln kräuselte die Lippen des Schülers. Was das andere da bei ihm am Tisch war, konnte er noch nicht gleich zuordnen, aber es war zumindest mal kein Mensch. Er bemerkte das Starren was ihn etwas misstrauisch werden ließ. Ein Reinblut das überrascht schien einen anderen seiner Spezies zu sehen? Ja er wirkte überrascht und nicht erfreut oder wütend. Die meisten anderen hätten vermutlich so reagiert, aber sicher war Shiqjat sich da nicht. Sie traten also an den Tisch und wie die meiste Zeit auf diesem Planeten schwieg Shiqjat. Noch war er nicht in der Position sich in den Vordergrund zu stellen. Das hatte er inzwischen begriffen. Allerdings konnte er sich ein Schmunzeln nicht verkneifen als Kerbal ihn ansprach. Er konnte garnicht verhindern das sein Stolz ihn die Brust etwas weiter herausdrücken ließ.


[ Kolonien | Kelada-System | Kelada | Colina | Weit weg und ganz nah ] Darth Kerbal, Darth Angelus, Shiqjat und Tha'klen, sowie weitere Gäste
 
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