Bastion

[Bastion-Center-Sith Orden-Trainingsraum A28] Kossekos, Koora, Shim'rar und Merkuzio.

Diese Koora gab ihm Recht, natürlich. Aber sie schien seine Worte nicht wirklich verstanden zu haben, geschweige denn über das Starre Bild das sie hatte hinaus zu denken. Sie sah in seinen Worten eine Herausforderung im Sinne einer Rivalität, einer Prüfung, erneut als wäre der Sith Orden die Heiligsten Hallen wo nur die würdigsten der würdigsten eintreten dürften. Sicherlich, gab es nur wenig welche das Potenzial hatten wahre Sith zu werden doch hatte Kossekos gelernt das SO elitär der Sith Orden auch nicht war. Was aber seine Laune keineswegs verbesserte war das Merkuzio mit einem Male vortrat und versuchte ihn zu schelten, tief und lang zischte der Trandoshaner das verbrannte Stück Fleisch an. Er interpretierte einiges in seine Worte hinein, stellte es so dar als hätte Kossekos Shim'rars Position einnehmen wollen, was keineswegs stimmte. Shim'rar schien das zu wissen und erklärte, dass Kossekos Worte eine Grundlage besaßen welche er wohl billigte oder sogar begrüßte. Was Kossekos aber nicht verstehen wollte, war das sein Meister damit zeigen wollte irgendwelche Verschwörungstheorien zu spinnen. Wahrscheinlich wollte er nur seinen Intellekt unter Beweis stellen und zeigen das er immer noch die Zügel in der Hand hatte.

Kritisch nahm der Trandoshaner auf wie die junge Frau, ohne auf seine Antwort zu warten wohlgemerkt, eine Waffe hervor zog und sich in eine Kampfhaltung begab, mit dem Zahnstocher den sie wohl "Messer" nannte war sie für Kossekos nur eine geringe Gefahr, sogar seine Klauen waren schärfer als diese Nagelfeile. Kossekos war, wenn man es so sehen wollte, enttäuscht das diese Frau nicht verstand sondern fest verankert war in Rivalitätsgedanken und Paranoia und deswegen wahrscheinlich es nicht zu dem bringen würde was sie sein wollte: zu einer Sith.


"Nein"

War seine erste, zischende, Antwort auf die Aufforderung der Frau zu einem Kampf und er trat noch etwas näher an sie heran, streckte die Klaue aus, wo sich noch immer die Kugel darin befand, so das Koora sie eigentlich aus dieser mit ihrer Hand heraus nehmen konnte.

"Was auch immer du über Sith weist oder denkst: Vergiss es, ich habe ebenso wie du einst gedacht das Sith immer intrigieren, Proben und einen Testen aber dem ist nicht so, du schaufelst dir mit solchen Worten und Taten dein eigenes Grab. Mir ist es beim Ar.sch eines Hutten Sch.eißegal wie du kämpfen kannst, nein du sollst mir zeigen ob du die MACHT nutzen kannst nun zum 2. mal!!"

Er begann sich zu konzentrieren, kurz huschten seine Augen in die Kugel, seine geistigen Fühler streckten sich aus, umgriffen die Kugel und ohne Vorwarnung begann diese zu schweben, einige Zentimeter in die Höhe so das sie sich auf Augenhöhe von Koora befand, kurz drehte sie sich bevor sie mit einem Male wieder in die Hand des Echsenmannes fiel, dieser umgriff die Kugel wieder und hob sie demonstrativ zur jungen Frau.

"Kannst du dies kannst du die Macht beherrschen und vielleicht eines Tages ein Sith werden, kannst du dies nicht wäre es das beste sein das du gehst. Aus diesem Grund auch bin ich "nicht einverstanden", ich kann nicht entscheiden ob du den Orden verlassen musst, bestraft wirst oder bleiben kannst. Ich bin nicht der Imperator und keiner seiner direkten Diener, nur ein Schüler der Sith den du wahrscheinlich sobald du diesen Raum verlässt nie wieder sehen wirst."

[Bastion-Center-Sith Orden-Trainingsraum A28] Kossekos, Koora, Shim'rar und Merkuzio.
 
[Bastion – Sith Orden – Werkraum - Torryn (Tier) - Iouna ]


Wie ein harter, feuchter Schneeball fühlte sich der synthetische Kristall an, den Torryn in Iounas ausgestreckte Hand legte. Lichtdurchlässig, eiskalt, gläsern schimmernd schmiegte sich das edle Stück an ihre warme Haut. Auf diesen Eisbrocken sollte sie also all ihre Sinne konzentrieren. Aber die Konzentration hatte schon längst nachgelassen, ihr Blick flog nur zu Torryn. Fest klammerte sie sich noch an den Stein, ließ den Arm locker herunter, aber der Blick starr und stur auf Torryn fixiert. Wie geschmeidig und fließend dieser schöne Mann sich bewegte, während er die Kampfsentenzen - mal schleichend dann aber wieder lebhaft - mit seinem Schwert ausführte. Wie vollständig er mit seiner Präsenz den ganzen Raum füllte, wie er zu ihr, Iouna, drang. Wie er sie fast ganz verdrängte, zerdrückte, an sich drückte. Er vereinnahmte sie, eigennützig, selbstbezogen, nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Er brauchte sie, wie er seinen rechten Arm brauchte. Er schloss sie in einem Bereich ein, der ihm gehörte, und hielt sie dort fest als wären sie zusammengewachsen.

Zeit verging und sie bezwang sich endlich den Blick von ihm abzuwenden, öffnete die Faust und sah den Kristall nun genauer an. Jetzt hatte er die Wärme ihres Körpers angenommen, wurde dabei härter, definierter, nicht mehr so bröselig, und viel dunkler. Ein wunderbar glühender Edelstein. Dunkles sollte sie beschwören, die dunkle Kraft, die in ihr lauerte, was heraus wollte, sie sollte all das in ihn hineinfließen lassen. Den Argwohn. Die Eifersucht. Das Misstrauen. Die schwarze Furcht, die alles verfinsterte. Die Furcht, dass Torryn plötzlich nicht mehr da sein könnte.

Sie senkte den Kopf und drückte die Zähne zusammen, sie knirschten leise. Der Gedanke schmerzte wie ein schlimmes Bauchweh. Sie verzog das Gesicht und ging etwas abseits, versteckte sich in in einer ruhigen Ecke hinter einem Vorbau im Werkraum, vor ihm, nur vor ihm und aus purer Angst, er könnte sie einmal durchschauen. Im Augenwinkel sah sie noch, wie er seinen linken Arm in die Höhe streckte, um ihn gleich wieder, noch geschickter nach unten zu ziehen. Sein Lichtschwert war eine Verlängerung seines Armes. Der Stoff auf seinem Rücken spannte. Drohte zu reißen. Für einen Bruchteil der Sekunde glaubte Iouna, Torryns Haut durch den dünnen Stoff erblickt zu haben, die harten Muskeln, die langen, nahezu perfekt definierten Stränge der Sehnen. Selbst die kleinsten Hautporen. Dazwischen die entzündlichen Narben, die wie frisch versengt brannten, die Male, die sich auf seinem Rücken gitterähnlich schlängelten.

Ihr Atem beschleunigte sich. Adrenalin pumpte in ihre Venen, berauschte. Fieberhaft schrappte sie mit der Außenseite ihrer Faust an der Wand, eifrig, so dass die Haut schmerzte und begann sich an den Knöcheln zu pellen. Kleine Blutstropfen traten aus, die Hand sah jetzt nicht schön aus. Aber der Zorn, es war eindeutig der Zorn, er regte sich in ihr, stachelte sie an, unmissverständlich nahm er eine erkennbare Form an. Was wusste sie über Torryns Leid, was wusste sie über ihn, was wusste sie schon, was hätte sie wissen müssen. Wer ihm dies angetan hatte?

Der Kristall begann zu glühen, ein unangenehmes Brennen breitete sich in ihrer Hand aus, die Hitze strahlte bis in die Knöchel des verkrampften Handgelenks. Der Kristall bildete nun eine Einheit mit ihr. Verschmolz mit ihr. Wurde zu einem dunklen Fass, in das sie die Gefühle hineinfließen, um sie wie in einer Schatulle verschließen zu können. Auf diese Art entleert fühlte sie sich rein, frei, und wie durch Zufall traten aus dem Nichts neue Kräfte in sie hinrein, in ihr Bewusstsein. Glücklich. Stark, vielleicht unbesiegbar.

Nun war endlich der Zeitpunkt gekommen, den Kristall in die Klinge einzufassen, das Werk zu vollenden. Sofort begann sie mit der Arbeit und merkte gleich, wie leicht die Aufgabe war, denn der erhitzte Kristall glitt einfach lautlos in die Klinge hinein. Zufrieden umfasste die junge Sith den Griff und hob ihn in die Höhe, dann aktivierte sie die Lichtwaffe. Mit einem stolzen Lachen streckte sie sie vor die Brust, und ein vibrierendes Brummen erfüllte den Raum.

Selbst dann als sie schon im Trainingsraum standen und Torryn die Droiden für ihr erstes Training programmierte, musste sie ab und an noch auflachen. Nie hätte sie geglaubt, so etwas je zu vollbringen, nicht mal in ihren kühnsten Träumen. Immer wieder hob sie stolz den Griff des Schwertes hoch und ließ die dunkelrote Klinge herausfahren. Dann wieder hineinfahren, dann wieder herausfahren, wie um sich selbst zu überzeugen, dass die Waffe noch funktioniert, immer wieder. Dann machte sie wiederum einige Kampfbewegungen, die sie schon auf Tatooine mit dem Vibroschwert gelernt hatte. Zustimmend nickte Torryn und trat ein wenig zurück, um ihr Platz zu machen. Auch in seinen Augen erkannte sie Stolz, Anerkennung für ihre vollbrachte Leistung.

Mit einem kurzen, durchdringenden akustischen Ton startete das Programm, und drei von den zehn in die Wand eingelassenen Türen gingen auf. Trainingsdroiden rollten heraus. Schwerfällig glitten sie über den Boden, um sich in unterschiedlichen Abständen zu Iouna zu ordnen. Sie sollte sich vor diesen drei Maschinen also beweisen. In einigen Sekunden würde es losgehen. Vom Lichtschwert strömte pulsierende, warme Kraft in ihre Gelenke, dies zu spüren entspannte sie, zugleich schien es ihre Aufmerksamkeit zu steigern. Die Dunkelhaarige holte tief die Luft ein, dann ließ sie in einem kräftigen Stoß heraus. Es galt nun, sich auf die Waffe ganz zu konzentrieren. Auf das pulsierende Brummen, das irgendwo in ihr drin, in der Herzeggend ihren Wiederhall fand. Sie war bereit. Brummende Herzschlaggeräusche, Herzschlag in den tiefen Atemzügen, in der glänzenden Klinge. Die Macht veränderte ihre Sinneswahrnehmung. Es fand eine Verschiebung der Wahrnehmung statt. Und sie ergab sich ihr, ließ sich von ihr führen, die Zeit hielt an. Das Brummen fiel ab, wurde tiefer, dann erinnerte es wieder an ein Gewittergrollen.

Die erste blaue Kugel erschien wie ein erwarteter Blitz, flog durch die Luft, in der Zeit gefroren schwebend, angehalten, langsam und doch unausweichlich entgegen der Klinge. Iouna machte einen Satz abseits, um die weiteren Kugeln, die gleichzeitig herausschossen, abzuwehren. Mit einem zischenden Klack fielen diese kleinen farbigen Dinger an ihren Füßen herab und es knirschte als sie darüber lief. Konzentriert schlug sie auf ein Projektil nach dem anderen, die Menge wie ein Fliegenschwarm oder Popcorn im Kino. Für einen Moment vergaß sie Torryn, vergaß wo sie war, den Raum, den merkwürdig verbrannten Geruch um sie herum. Wie ein ferngesteuerter Automat reagierte sie, agierte wie ein externer Teil der Droiden-Formation, eine Erweiterung deren, intuitiv und beinahe fehlerfrei.

Ein anhaltendes tiefes Dröhnen verwirrte sie, und warf sie aus dem Takt. Sofort drehte sie sich um - direkt hinter ihr die Spitze von Torryns Lichtwaffe. Torryn lachte. Eher instinktiv machte sie einen prompten Satz zur Seite, brüllend holte sie aus und schlug kraftvoll gegen die rote Klinge. Die Projektile flogen um sie herum, trafen sie am Nacken, an den Oberarmen wie kleine, scharfe Hagelkörner. Nun fest entschlossen, sich nur auf Torryn zu konzentrieren, nur gegen ihn zu kämpfen, hielt sie ihre Lichtwaffe mit beiden Händen, wie einst das Vibroschwert, dann warf sie sich nach vorne. Zeigen wollte sie, nur ihm zeigen, was sie wirklich konnte. Die Hagelkörner stachen auf sie ein, rieselten auf ihre unbedeckte Haut herab, sie spürte den Schmerz kaum. Sie schlug wieder und sie traf wieder. Dann traf sie noch einmal.

Erst als Torryn in die Offensive ging, bemerkte sie, dass mit Ihrem Schwert etwas nicht stimmte. Es musste eine Schwachstelle in ihrer Lichtwaffe gegeben haben, sie ließ sich nicht mehr einwandfrei führen. Dann passierte es, und es fühlte sich an, wie ein leichter Sprung in einem Knochen. Torryns violette Klinge schoss an ihrem Kopf vorbei. Sie verdrehte den Oberköper leicht nach rechts und fing noch den Schlag ab. Und da hörte sie es, und es kam fast wie aus ihrem Brustkorb, wie ein hohler Klang, ein Echo, ein Schlag, das unheilvolle Knacken. Sie musste nicht hinsehen, um zu wissen, was passierte. Sie wusste, dass ihre Klinge auseinander gebrochen war. Sie öffnete den Mund, und schrie etwas zu Torryn hin, warf dann die Waffe von sich und sprang. Eine Rolle wollte sie machen, aber in dem gleichen Moment durchfuhr sie ein durchschneidender Schmerz und jetzt schrie sie wirklich, schrie sich die Seele aus dem Leib. Und schrie so lange bis sie einen harten Knall auf den Hinterkopf verspürte, und mit einem Schlag verstummte sie und es wurde dunkel um sie.


[Bastion – Sith Orden – Trainingsraum - Torryn (Tier) - Iouna]
 
[Bastion - Center - Sith Orden – Unterkünfte – Cal NPC -Shen]



Cal prustete unwillkürlich los, als Shen auf die Idee kam, den für ihn bestimmten Meister zu finden. Haben seine Verwandten ihm das tatsächlich so eingetrichtert? Wer weiß schon, wie viele Sprosse aus seiner tollen Familie hier schon mit dieser Vorstellung eintrafen?

„Man Shen, in deinem feinen "Vorbereitungskurs" wurde dir ja anscheinend ordentlich der Kopf gewaschen! Hier im Orden wartet wirklich keiner auf irgendwelche Jünger aus noblem Hause oder stellt Sith für ihre Betreuung ab. Begreif doch, hier im Orden zählt nur noch ob du stark genug bist und was du kannst!“

Ein ziemlich abgedrehter Sith, der sich selbst "der große Baslegor" nannte, hatte Cal einmal erzählt, dass die Jüngerschaft am Bodensatz des Ordens bereits ein wichtiger Teil der Ausbildung wäre. Vielleicht erzählte er dies nur, um ihn mehr anzutreiben, denn er schleppte in dem Moment eine ziemlich schwere Kiste als der Sith zu ihm sprach. Cal war dahmals froh, dass er wahrgenommen wurde und hoffe auf eine Festanstellung. Leider überlebte Baslegor die Wirren des Bürgerkrieges nicht. Aber immerhin… der er war noch hier. Shen gegenüber legte der erfahrenere Jünger ein lehrerhaftes Lächeln auf.

„Elitekrieger? Der Weg dorthin ist lang und nicht viele Anwärter schaffen den Sprung. Nur mit eigener Kraft geht das! Du bist hier… also bist du schon mitten in der Ausbildung.“

Cal zwinkerte seinem neuen besten Freund hier zu und schickte sich an die Unterkunft des anderen Jünger zu verlassen.

„Okay,dann mach dich in Ruhe fertig, ich sondier schon mal die Lage in der Cantina. Bis später Shen!“

Damit machte sich der Jünger auf und hatte diesmal ein gutes Gefühl einen echten Freund gefunden zu haben. Die Trostlosigkeit der dunklen Gänge kam ihm auch schon nicht mehr ganz so übel vor. Jedenfalls eine kurze Zeit lang, denn zu tief war hier alles mit der Finsternis verbunden. Die Cantina war zumindest nicht mehr sehr weit.



[Bastion - Center - Sith Orden – Gänge, Richtung Cantina – Cal NPC]
 
[ Bastion –Sith Orden – Werkstattbereich – Torryn(Tier), Iouna]


Wie viel Zeit vergangen war, war ihm gar nicht bewusst gewesen, bis er sich im Spiegel betrachtet hatte und sein verwildertes Gesicht erblickte. Desinfektionsmittel lief an Torryns Händen herunter. Der scharfe Geruch brannte in seiner empfindlichen Nase. Es war nicht sein Geruchssinn, der ihm die Tränen in Augen trieb. Tier war da. Es war in seinem Bewusstsein und es war zornig. Fast hätte es seine Gefährtin verloren. Fast. Immer war es Tier, das darauf hinwies und ihn zu recht wies, aber Iouna war auch Torryns Gefährtin, mehr noch, sie hatte in ihm diese Emotionen geweckt, die er vorher nicht kannte und die im allgemeinen als Liebe abgetan wurden. Jetzt lag sie auf dem metallenen Tisch und schlief. Die Bewusstlosigkeit war gewichen und hatte sich in einen Schlaf gewandelt, der ihre Heilung beschleunigen sollte.


*** Vorher ***
Mit Stolz hatte Iouna ihrem Meister das Lichtschwert präsentiert, das sie selbst konstruiert hatte. Eine dunkelrote Klinge summte vor Torryn. Er lächelte. Hier hätte er schon spüren müssen, dass die Modulation der Klinge nicht richtig war, dass die Frequenz des Eindämmungsfeldes nicht richtig auf den Kristall abgestimmt gewesen war. Er war geblendet gewesen von ihrem schnellen Erfolg. Es hatte es auch nicht gesehen. Es, das ihn nun dafür verurteilte. Tier.


Torryn schloss die Tür des Schmelzofens. Er begann aufzuräumen. Nicht nur den Raum, die Oberfläche, sondern auch sich, dass darunter, das Innere. Er drückte den Schalter für den Start der Erhitzungsprozess. Glühendes Plasma entstand in der metallenen Kammer. Durch das wärmeresistente Fenster beobachtete Torryn was geschah. Aus dem organischen Material wurde erst eine schwarze Schlacke, die dann zu Asche zerfiel und sich schließlich komplett in Funken auflöste. Er glaubte, den Geruch von verbranntem Fleisch wahrzunehmen. Das war das Ende von Iounas Bein und der Anfang für das Implantat, das er für sie erschaffen hatte, das er mit ihr verbunden hatte.

„Es war ein Unfall. Wie hätte ich erahnen können, dass ihre Klinge kollabiert.“
„Es war ein Unfall. Da stimme ich dir ausnahmsweise einmal zu. Aber ich sehe, dass ich dich nicht zu lange allein lassen darf. Du entziehst dich mir und das ist das Ergebnis davon. Sie ist für bestimmt, nicht für dich. Für dich ist sie das Fleisch. Die Lust. Für mich ist sie nicht nur das, sie ist mehr. Sie dient meiner Erhaltung nicht deiner.“


Torryn zuckte zusammen. Unmissverständliche Worte eines Wesens, das auch er war, das bereit war, ihn zu opfern, aber es nicht konnte, weil es an seinen Körper gebunden war, weil es aus ihm entstanden war.


*** Vorher ***
Iouna war voller Eifer gewesen. Sie wollte ihr Produkt unbedingt einmal ausprobieren. Torryn willigte ein und sie gingen zu einem der Trainingsräume. Als Meister programmierte er die Übungssequenz für seine Schülerin. Kunststoffkugeln würden am Anfang auf sie geschossen werden, die sie mit dem Lichtschwert abwehren sollte. Möglicherweise hatte sie ja schon einige Figuren aus dem Soresu verinnerlicht, die sie dabei anwenden konnte. Danach würden die schwebenden Trainingsdroiden zum Einsatz kommen, die sie entweder mit ihren Blitzen oder mit ihren Projektilen traktieren konnten. Das Programm startete und Torryn stellte sich hinter sie. So konnte er genau sehen, wie sie agierte, wie sie sich bewegte und mit welcher Sicherheit, sie ihre Lichtwaffe benutzte.


Das Hologramm mit dem Design des Implantats drehte sich noch über der Werkbank. Vor einiger Zeit waren es noch verschiedene Varianten von Lichtwaffen gewesen. Es war nicht seine Arbeit. Er hatte sie bekommen, als Vorschuss sozusagen. Noch galt es einen Auftrag zu erledigen für einen Technomanten und genau dieser hatte ihm die passenden Dateien gegeben, die Torryn brauchte. Nur den Einbau, die Operation müsse er selbst durchführen. Das war die Bedingung gewesen. Eine Bedingung für einen Handel, auf was er sich eingelassen hatte, war Torry egal, aber er schuldete nun jemandem im Orden einen Gefallen, einem Technomanten, der erkannt hatte, dass Torryn über technisches Verständnis verfügte. Man hatte sich damit die Loyalität des jungen Sith Kriegers gesichert. Torryn wusste dies zwar, aber es hatte keine andere Lösung gegeben, denn über Implantat-Design, Bio-Konstruktion oder Neuro-Programmierung wusste Torryn genauso viel, wie der Lamproid über Lichtschwerter. Deshalb hatte sich Torryn an Darth Eneco gewandt, mit ihm gesprochen, den Handel geschlossen.



*** Vorher ***
Verbranntes Fleisch. Sauber abgetrennt am Oberschenkel. Kein Blut, nur dunkler Qualm. Sie war gesprungen, wollte ihm ausweichen und hatte sich damit in seine Klinge bewegt, die er nicht mehr wegziehen konnte. Seine Klinge durchtrennte die Haut, die Muskeln, die Sehnen, die Adern und den Knochen ihres Oberschenkels. Torryn hatte noch versucht, sich wegzudrehen, aber es war zu spät gewesen. Ihr Gesicht war zu einer überrascht, schauenden Grimasse verzogen, als sie auf dem Boden aufkam, als sie bemerkte, dass etwas nicht stimmte, als sie umkippte und mit dem Hinterkopf auf dem Boden aufschlug und grotesker Weise das abgetrennte Bein neben ihr.


An dem provisorischem Bett stehend, legte Torryn seine Hände behutsam, zärtlich auf Iounas Brustkorb. Die Macht des Heilens war in ihm, in ihm, dem Sith, wie in seinem Meister, der diese Fähigkeit auch besaß. Er begann sich zu konzentrieren und fokussierte sich auf den schlafenden Körper. Er spürte den Herzschlag, kräftig, voller Leben, voller Drang zu Überleben. Sie hatte darum gekämpft und schien nun gesiegt zu haben. Torryn versetzte sich immer tiefer in ihren Körper, tauchte in sie hinein, drang in ihre Adern und folgte dem Fluss des Blutes. Nicht nur er war in ihr, auch Tier. Es war wieder gnädiger gestimmt. Beide hatten sie ihren Teil dazu beigetragen, dass sie lebte. Torryn hatte die äußere Arbeit geleistet und die cybernetische Prothese mit dem Körper verbunden und Tier war in sie gedrungen, hatte dort etwas getan, was sich Torryns Kenntnis entzog, aber das dafür gesorgt hatte, dass Iouna im kritischen Moment der Verschmelzung und Aktivierung nicht durch den Schock der neuronalen Rekonstruktion gestorben war, als ihr Hirn das neue Bein, als ein solches erkannte und sich die Synapsen damit verbanden. Torryn sah nun die Nahtstelle vor sich. Hier war das wunde Fleisch dabei, mit der Legierung des künstlichen Beines zu verwachsen. Organik und Anorganik wurden zu einer funktionierenden Einheit. Ein Prozess, der schneller ging, als Torryn vorher gedacht hatte. An vieles hatte er vorher nicht gedacht, als er die feinen Messerklingen der Schneidewerkzeuge dazu benutzt hatte, um die verbrannte Hautschicht an Iounas Beinstumpf abzuschaben, um alles frei zu legen, um so die neuen Verbindungen schaffen zu können. Sie war nun irgendwie sein Werk, Tiers Werk und sie lebte.

„Wir haben es geschafft. Sie hat es überstanden. Sie lebt.“
„Das haben wir in der Tat.“


Torryn stellte sich an das Kopfende der Werkbank.

„Wie sie wohl reagieren wird, wenn sie es sieht.“
„Sie ist Iouna. Sie ist eine Sith.“


Das war eine klare Antwort. Beide waren sie Sith. Sorgen, Kummer oder ein schlechtes Gewissen gehörten nicht hierher. Stärke zählte. Stärke hatten sie beide gezeigt.
Torryn legte seine Hände an ihre Schläfen und küsste sie auf die Stirn. Wieder spürte er, wie Energie durch seine Hände in sie floss. Energie, die sie beide besaßen und die sie beide nutzen konnten. Zerstörung oder Heilung.

Iouna öffnete plötzlich die Augen und bog ihren Körper, der von Torryn mit dünnen Kabeln an der Werkbank fixiert worden war, krampfartig durch. Sie erwachte. Der Schock kam.



[ Bastion –Sith Orden – Werkstattbereich – Torryn(Tier), Iouna]
 
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[ Bastions Mond - Jägerbasis "Last Defense" - Ebene Fünf - Simulator 2 - Chett, Jeremy und Shazz gegen Samin und Sakura + NPCs die auch mitspielen dürfen ]

Mal rein theoretisch angenommen, Shazz hätte in diesem Augenblick die Stopptaste für das Universum betätigen und sich die momentane Situation in Ruhe anschauen können, er hätte gar nicht gewusst wo er zuerst hinschauen sollte. Große roten Symbole, ein großes grünes Symbol, unzählige scheinbar planlos umherschwirrende kleine Punkte, unzählbar viele Trümmerteile und Rettungskapseln... klar, ein Asteroidenfeld war das perfekte Chaos, da gab es keine Ordnung, nichts was man wirklich voraussehen oder berechnen konnte und wenn dann noch feindliche Jäger, Korvetten oder Stützpunkte mitspielten, wurde es noch komplizierter. Doch bei all diesen Kämpfen hatte Shazz immer gewusst das er sich a – auf seine Reflexe verlassen konnte die so ziemlich das einzige waren die dafür sorgten das er den Felsbrocken auswich und b – das der Feind es mindestens genau so schwer hatte ihn zu treffen wie er sie. Dumm nur dass dieser Punkt in dieser Simulation wegfiel. Leere Raum, lediglich begrenzt durch ein paar kleinere kapitale Schiffe an den Rändern, wartete auf den Sith und es gab so gut wie nichts das ihm Deckung bot. Natürlich hatte er in den letzten Tagen genau das geübt, aber eben nicht gegen echte Piloten. Und das diese in zähneknirschend-fairer/unfairer-weise auch noch selber in Defendern saßen und sie mit den selben Waffen beschossen, damit kam Shazz nicht ganz so gut klar.
Seine Augen huschten über die Scanner, erfassten alles was sich dort abspielte und sein auf körpereigenen Drogen gesetztes Gehirn trennte wichtiges von unwichtigem, nahem und weit entferntem. Ohne seine beiden Rottenkameraden aus den Augen zu verlieren registrierte er in der Nähe des MC40 – nun sah Shazz die Kennung des republikanisches Schiffes – einen Abschuss, dann den wilden Tanz von Nectu mit seinen Verfolgern, welchen er nur deshalb aufführen musste weil er Shazz seine eigenen verscheucht hatte. Die akustische Warnung – und kurz darauf auch visuelle Bestätigung dessen- das noch ein republikanisches Großkampfschiff aufgetaucht war, registrierte der Sith und machte sich innerhalb von vielleicht 4 oder 5 Sekunden eine Liste. Währenddessen blieb er jedoch nicht untätig, denn sein körpereigener Autopilot übernahm die Kontrolle und ließ den TIE in einer etwas zu großen 180 Grad Wende erst vom Kampf entfernen, nur um dann wieder darauf zuzufliegen.


1 kampfunfähiger Sternzerstörer
1 noch relativ unversehrter Sternzerstörer, aber ohne Schilde
3 republikanische intakte Schiffe mit Schilden
1 MC40, ein kleineres Schiff, vermutlich gegen Jäger
1 bothanischer Angriffskreuzer, tödlich für den verbliebenen Sternzerstörer wenn er ihn erreicht
1 Abfangkreuzer, stark gegen Jäger, durch den MC40 abgeschirmt, imp. Sternzerstörer kann ihn nicht unter Beschuss nehmen
Feindliche Jägerübermacht, Gegner besitzt Defender, wir aber noch Bomber

Diese Gedanken tauchten auf und verschwanden bei dem Sith wie bei einem Trommelfeuer und am Ende seiner halbkreisförmigen Wende kam er zu dem Schluss das sie innerhalb weniger Minuten tot sein würden, sollte der Bothan-Angriffskreuzer den Enforcer erreichen. Er steuerte direkt auf ihn zu und selbst wenn er mehr Turbolaser an den Flanken besaß als am Bug und selbst wenn der Sternzerstörer sich so drehte das diese Salven nicht seine Schwachpunkte – die Brücke und die Antriebe – trafen, war es nur eine Frage von Sekunden. Und zu allem Übel brachte er auch noch neue Jägerstaffeln mit sich und sobald die mitmischten, war es keine Frage mehr von Können. Sie mussten einfach nur alle in etwa in die Richtung von Shazz und seinen Kameraden feuern. Irgendeiner würde schon treffen.

Eine plötzlich vor ihm „auftauchende“ Explosion zerriss seinen Gedankengang und er schaltete auf „aktives Überleben“ um. Sprich der allein durch Reflexe gesteuerte Autopilot wurde abgeschaltete und er begriff direkt was um ihn herum geschah. Jeremy hatte Probleme, sogar größere als Nectu, doch drei – nein, exakt in diesem Augenblick nur noch zwei – Verbündete kamen ersterem zu Hilfe, sodass Shazz nun keinen moralischen Konflikt mehr zu lösen brauchte. Er revanchierte sich für Nectus Hilfe und steuerte ihn an. Da er bis zur Waffenreichweite noch ein paar Sekunden hatte, überlegte er wie dieses Dilemma zu meistern war. Abfangkreuzer waren schwach gegen Zerstörer, deshalb wurden sie ja auch eskortiert. Doch gegen Jäger konnten sie immer noch genug Tod und Verderben ausspucken, da brauchte man sich gar keine Illusionen machen. Eher spontan als überlegt scannte Shazz nicht ihn, sondern den Mc40 Kreuzer. Und der Sith musste seine Vermutung revidieren. Die Bewaffnung sprach nicht für ein Schiff welches gegen Jäger eingesetzt wurde und damit war es die für Shazz einzige Schwachstelle im gesamten Szenario. Allein er und nicht der Abfangkreuzer oder gar der bothanische Zerstörer. Die beiden letzteren waren ohnehin nicht zu schlagen. Doch wenn der MC40 zerstört wurde... vielleicht durch einen Treffer in seinen Hyperraumantrieb... so nah wie der Immobilizer war...

Und noch während Shazz die Verfolger von Nectu mit übertrieben vielen natürlich fehl gehenden Lasersalven eindeckte, legte er sich die entsprechenden Worte zurecht. Das in diesem Augenblick auch die offizielle „Mobilmachung“ gegen den Abfangkreuzer ausgesprochen wurde, bestärkte Shazz nur jetzt schnell zu handeln. Würden sie tatsächlich direkt gegen dieses Ziel fliegen, sie könnten es womöglich sogar schaffen. Mit Verlusten die man aber nicht hinnehmen konnte. Nicht als Mitglied des Wolve Squads. Nicht als jemand der nicht einfach nur die Simulation bestehen oder tun wollte was man ihm befahl, nein...


Verdammt. Hoffentlich wird das mir und meinen Jungs – hah, meine Jungs, als ob – nicht zum Verhängnis. Doch mein Plan ist besser!

Die unsinnige Platzierung innerhalb der Staffel ignorierend - Shazz war eigentlich die 4, auch wenn er in Simulator 2 saß, schließlich konnten sie doch wohl als Anwärter nicht gleich in der Rotte des Staffelführers sein, aber der Simulator hatte Chett und Jeremy dennoch... was auch immer – kontaktierte Shazz nicht nur seine beiden Kameraden, sondern eigentlich alle.


„Hier 4. Ein direkter Angriff auf den Abfangkreuzer ist zu riskant, selbst wenn wir es schaffen, sind die meisten von uns tot, der Zerstörer kann uns nicht helfen. Wenn wir aber den 40er neben ihm zerstören, schwächt dessen Explosion den Abfangkreuzer vielleicht stark genug das unser Trägerschiff es platt machen kann bevor der Bothan und seine Jäger uns den Arsch aufreißen.“

Am Ende wurde Shazz zugegebener Maßen etwas laut und unprofessionell, denn die offensichtlich teilweise von echten Piloten gesteuerten gegnerischen Defender beschossen ihn wieder recht energisch, doch das war dem Sith so was von egal. Wenn sie sich jetzt auch nur noch eine weitere Minute mit diesen Jäger auseinander setzten und sie vielleicht sogar besiegten, würden sie trotzdem verlieren. Eine Minute und der Bothaner hatte den Abstand zum Enforcer halbiert, eine halbe später war er in Schussreichte und DANN besaß letzterer innerhalb weniger Sekunden nicht mehr genug Turbolaser um überhaupt irgendwas auszurichten.

Shazz Heckschilde flammten kurz auf, als ein verirrter, aber dennoch direkter Treffer sie schwächten. Die Trägheitskompensatoren seines Defenders waren so hoch eingestellt wie möglich, sodass die Beschleunigung und G-Kräften, die den Jäger nun wegen Shazz Ausweichbewegungen zusetzten, den Piloten kaum erreichten. Diese beinahe surreale Tatsache – lächerlich starke bis quasi unmöglich zu überlebende Bewegungen plus keine spürbare Belastung – musste Shazz aber ignorieren, denn was nun geschehen würde, würde sehr sehr hässlich werden. Egal ob man seinen Plan oder den vom eigentlichen Befehlsgeber ausführte, alle imperialen Schiffe mussten auf den MC40 und den Abfangkreuzer zufliegen. Und da Zeit ein Luxus war welcher nicht mal illegal und teuer eingekauft werden konnte, mussten sie mehr oder weniger direkt auf die republikanischen Schiffe zufliegen. Und man musste kaum klüger sein als Huttenschleim um zu erahnen wer diese Tatsache ausnutzen würde...


[ Bastions Mond - Jägerbasis "Last Defense" - Ebene Fünf - Simulator 2 - Chett, Jeremy und Shazz gegen Samin und Sakura + NPCs die auch mitspielen dürfen ]
 
[Sartinaynian-System | Bastions Mond | Last Defense | Ebene 5 | Simulatorraum II | simulierte Raumschlacht] Chett Nectu (3), Shazz Moam (4), Jeremy Mengsk (2), Hess'amin'noruodo, Sakura Mitsumo

Im Moment war nicht daran zu denken, den Interdictor anzugreifen (wie es die Flugleitung befahl) oder den MC40 (wie Shazz Moam angeordnet hatte). Daher blieb Chett Nectu das Dilemma erspart, sich für einen von beiden Befehlen entscheiden zu müssen.

Stattdessen tat er was in seiner Macht stand, um dem Torpedo auszuweichen. Doch das Ding hatte ihn erfasst und ließ nicht locker. Zwar hätte der Defender durchaus die Möglichkeit gehabt, den Flugkörper abzuschütteln. Aber der Pilot war TIE-Fighter gewöhnt. Er wusste zwar in der Theorie, dass er seiner Maschine mehr zutrauen durfte, aber wirklich verinnerlicht hatte er das noch nicht. Der mühsam antrainierte Überlebensinstinkt hinderte ihn daran, Manöver auszuführen, die einen TIE/Ln in Stücke gerissen hätten; womit er seinen Zweck natürlich verfehlte. Chett bezahlte dafür. Eine überaus realistische Erschütterung ging mit dem Treffer einher, als der Torpedo die Schilde zerfetzte und die Druckwelle dem Defender zusätzlichen Schub verliehen. Der Pilot verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, das wild um mindestens zwei Achsen rotierte, während es gemäß dem Gesetz der Trägheit ungebremst weiterflog. Die Kompensatoren verhinderten zwar, dass Chett ohnmächtig wurde, aber er verlor rasch die Orientierung. Eine ganze Reihe von Alarmtönen erklang und Lichter gingen aus.

Er glaubte, für ihn wäre die Simulation gelaufen, doch das war nicht der Fall: Sie lief weiter. Ergo hatte sich der Jäger keinen Schaden zugezogen, der ihn vollständig zerstört oder den Piloten getötet hätte. Ein Verdienst der starken Schilde, die viel Energie der Explosion aufgefangen und abgeleitet hatten. Dennoch: Als er sich zur Ruhe zwang und die Anzeigen checkte, stellte Nectu fest, dass er Löcher im Rumpf hatte (ein Hoch auf die Druckanzüge, ein republikanischer Pilot wäre nun tot) und der obere Solarflügel fehlte. Insgesamt funktionierte quasi nichts. Aber noch hatte er Atemluft, das war schon mal das Wichtigste.


»Ich bin getroffen«, meldete er - die Sprechverbindung funktionierte noch. »Versuche, die Kontrolle zurückzuerlangen.«

Das war aber leichter gesagt als getan. Die Schubdüsen, mit denen er das Trudeln aufhalten konnte, reagierten nicht auf seine Befehle. Erst nachdem er einige der Computersysteme de- und reaktiviert hatte, tat der Defender zumindest einen Teil von dem, was er von ihm wollte. Chett wünschte sich einen Astromechdroiden, der ihm bei der Behebung der Schäden behilflich wäre, doch das Imperium setzte nicht auf diese Technologie. Er hatte keine Ahnung, wie lange es dauerte, bis er die Kontrolle zurückgewann - in Wirklichkeit war es schneller gegangen, als es sich anfühlte. Endlich hörte der Defener auf zu wirbeln und flog wieder geradeaus, wobei er sogar den Steuerbefehlen gehorchte. Allerdings fühlte er sich jetzt eher wie ein schwerfälliger TIE-Bomber an.

»Beweglichkeit stark eingeschränkt, aber ich bin wieder im Spiel«, verkündete er.

Chett wendete seinen Jäger, um zu den anderen aufzuschließen. Es war natürlich Wahnsinn, mit einer so verstümmelten Maschine in den Kampf zurückzukehren. Ohne Schilde und nach dem Verlust mehrerer Waffen. Aber was war die Alternative? In einem echten Gefecht konnte er auch nicht einfach abbrechen und auf die nächste Simulation warten, um ein Punkekonto auszugleichen. Und was die Chancen anging... er hatte zwei Jahre in einem schildlosen TIE überlebt. Das hier war auch nicht schlimmer.


[Sartinaynian-System | Bastions Mond | Last Defense | Ebene 5 | Simulatorraum II | simulierte Raumschlacht] Chett Nectu (3), Shazz Moam (4), Jeremy Mengsk (2), Hess'amin'noruodo, Sakura Mitsumo]
 
[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Simulationsraum II | Samin & Sakura in Simulation mit Shazz, Chett und Jeremy ]

Samin hatte nicht annähernd genug Zeit sich über den Abschuss zu freuen, der ihr gelungen war. Die eindeutige Mehrzahl der Anwärter war noch im Spiel und gönnte sich selbstverständlich auch keine Pause. Zwei Piloten klebten weiterhin am Heck ihrer KI, setzten ihr durch unaufhörlichen Laserbeschuss zu, was auf ihrem Bildschirm wieder zu einer Flut von Warnungen und Unübersichtlichkeit führte. Ein Blick nach oben verriet ihr, dass ihr Torpedo ihr Ziel gefunden zu haben schien. Eine Explosionserscheinung in einiger Entfernung markierte die entsprechende Stelle im All. Der gegnerische Defender war zu ihrem Bedauern nicht vernichtet, musste jedoch mit ziemlicher Sicherheit den Verlust vieler Systeme hinnehmen. Eigentlich hätte sie ihn gar nicht treffen dürfen. Auch wenn die Zielpeilung bestand, und der Torpedo so seinem Ziel folgte, ein Defender hatte aus dieser Entfernung durchaus Möglichkeiten einem Treffer zu entgehen. Gerade einem Piloten mit solch kreativer Interpretation vorheriger Ausweichmanöver, hatte sie durchaus zugetraut irgendwie mit den Ressourcen dieses Jägertypens arbeiten zu können. Die Chiss warf ihm jedoch nichts vor. Es überraschte sie eher wie schnell die anderen Anwärter mit ihren Maschinen zurechtkamen. Sie konnte sich nur zu gut an den Umstieg vom Klauenjäger auf die Vehikel des Imperiums erinnern. Trotz gewisser Ähnlichkeiten - Leicht war etwas anderes.

Die imperiale Pilotin, gegenwärtig in der simulierten Haut einer republikanischen, nahm sich Zeit für einen ausgiebigen Blick auf den Schirm, der unter anderem für die Freund-Feind-Erkennung und weitere taktische Anzeigen zuständig war. Generell waren die näheren Jäger natürlich in die jeweiligen Dogfights verwickelt. Die Symbole abseits jedoch, ließen einen Trend erkennen. Die imperialen Einheiten bereiteten sich auf eine Offensivaktion vor. Die TIE-Bomber steuerten in geschlossener Formation auf den Abfangkreuzer und seine Mon-Cal-Begleitung zu. Offenbar wollten sie die Ablenkung der Defender und deren Verwicklung in Einzelkämpfe dazu nutzen, ‚ungestört‘ ihren Angriff zu fliegen. Für Samin war es vorerst wirklich nicht möglich einzugreifen.
Sie hatte ihren Jäger schon in weitem Bogen herumgerissen, die Beschleunigung aufs Maximum getrimmt und die Verfolgung der beiden Anwärter aufgenommen, die wiederrum ihrer KI weiter nachstellten. Durch engere Kurvenführung schloss sie schnell auf und brachte sich in Angriffsposition. Doch einer der beiden Piloten verstand sein Handwerk. Bevor Samin ihre Attacke aufbauen konnte, zog er hart nach Backbord, mitten durch ihren Zielkorridor, doch viel zu schnell, um ihr einen gezielten Schuss zu liefern. Dies war gar kein schlechter Zug, jedoch ließ er so seinen Flügelmann allein, der nun gefundenes Fressen für die Chiss war. Sie markierte ihn, und um gleich auszuschließen, dass er ähnliche Manöver wie seine Vorgänger versuchte, schloss sie nah genug für den Traktorstrahl auf. Dieses nette, kleine Zubehör des Defender fand in der akuten Kampfhandlung kaum seine Verwendung bei den imperialen Piloten, die sich überwiegend auf einfache TIE-Manöver beschränkten. So gelang es der blauhäutigen Frau ihren Widersacher lange genug in seiner Manövrierfähigkeit einzuschränken, um eine einfache Zielerfassung vorzunehmen und die Torpedos klar zu machen. Sie betätigte den Abzug, bereitete sich auf das Abdrehen vor, doch es geschah nichts. Abermals betätigte sie den für den Abschuss zuständigen Knopf. Ein Blick auf die Systemdaten ließen sie aus der Haut fahren.


„Ach komm schon! Ladehemmung?! Wirklich?!“, schrie sie in ihren Helm, die Programmierer der Simulation als Adressaten. Eine Ladehemmung war ihr letztmalig auf der Akademie untergekommen, in einem so hoch entwickelten Jäger wie dem Defender war so etwas eigentlich so gut wie unmöglich. „Man kann es auch übertreiben!“ Gemeint war natürlich, dass einerseits die Möglichkeit eines solchen Zufalls in Form von Detailverliebtheit eingespielt war, ihr man jedoch nicht einmal selbst den Systemcheck überlassen hatte. Die Chiss kochte förmlich vor Wut und das konnte sie in dieser Situation so gar nicht gebrauchen. Lediglich der Fakt, dass das andere Mitglied ihrer Spezies in dieser Staffel im Rang über ihr stand, konnte sie davor bewahren nach dieser Simulation ein paar Worte an ihn zu richten. Ihr Ziel hatte derweil natürlich sein Schicksal erkannt, sich ihrem Griff entwunden und das Weite gesucht. Zwar war ihr dieser Abschuss nicht vergönnt gewesen, doch immerhin hatte sie ihren KI-Flügelmann wieder an ihrer Seite.


[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Simulationsraum II | Samin & Sakura in Simulation mit Shazz, Chett und Jeremy ]​
 
[Bastion- Zentrale des technischen Versorgungdienstes- Konrtrollraum]Lyn, Lubion Vareg, Ross Kentare, in den Nebenräumen Jonathan Miller, John Forchol (Npcs)

Die Stille und Ordnung die eben noch im Kontrollraum geherscht hatte, ebenso wie Lyns Pläne von Bastion zu fliehen wurden in einem Schlag vernichtet. Sie hatte sich gerade ihren tee vom Heisgetränkespender geholt und Lubion hatte glücklicherweise einen Moment geschwiegen, als alles sehr schnell ging.
Zuerst kündigte ein Knacken in den Lautsprechern an, das der Wächter an den Türen zur Zentrale etwas sagen wollte. Er schien aber nie wirklich dazu zu kommen. Man hörte, neben einen Haufen Störgeräusche, ein Röcheln, Laute Schritte auf dem metallenen Boden der Zentrale und eine Stimme die ihm Hintergrund Befehle rief. Der Inhalt war nicht zu verstehen.
Alle Personen ihm Kontrollraum erstarrten und auch die Mechaniker schwiegen.
Dann brach die Übertragung ab, man hörte ein erleichtertes Aufatmen und dann gar nichts mehr.
Die Stille im Raum setzte sich fort. Ross wirkte wie erstarrt, seine Hand lag auf seinem Blaster. Lubion, war grau im Gesicht geworden und sehr kleinlaut. Lyn wusste was kommen würde und setzte sich hinter einem Kontrollpult in Deckung. Karens warf ihr einen fragenden Blick zu.
Die Schritte kamen näher und hallten aufgrund der Stille in den Gängen näher. Die Echos und die normalen Schritte vermischten sich zu einer Kakofonie, die eine riesige Truppe vortäuschen könnte wo nur drei Leute waren. Der Lärm der Vermischten Schritte rief in der Technikerin eine heftige Angst hervor, es waren mehr als die Schritte normaler Soldaten. Dann wurde es still, und die Stille machte ihr noch mehr Angst als der Lärm davor, sie zitterte.
Einige Stimmen ertönten und irgendwer wechselte einige heftige Worte mit Ross Karens.


Lyn wagte einen Blick um die Ecke, Karens hatte sich in seiner hohen gestalt vor einem Offizier des Sicherhietsdienstes von Bastion aufgebaut. Die beiden Soldaten die hinter ihrem Vorgesetzten standen verdeckten die Sicht auf einen dritten dunkelhaarigen Mann, so dass Lyn ihn nicht sehen konnte. Sie wollte sich gerade zurücklehnen, als zwischen den beiden Soldaten die Hand des mannes hervor kam und in ihre Richtung zeigte. Ihr Herz, glaubte sie setzte einen Schlag aus. Der Offizier wandte sich um und stieß Ross bei Seite. Der Techniker protestierte. Nun sah der graugewandete Mann sie auch. Er sagte etwas
Sie hätte sich zurück ziehen sollen war aber wie erstarrt gewesen.
Diese Starre löste sich nun, auf aufgrund mangelnder Alternativen sprang sie auf und rannte in Richtung des zweiten Generatorenraumes.
Die sollte Daten waren schneller. Kurz hintereinander trafen sie zwei Schüsse von auf Betäuben gestellte Waffen. Sie kippte vor über uns schlug auf dem Metallboden auf. Dann wurde es um sie herum Dunkel.

Als er erwachte lag sie am Boden einer Zelle. Die grauen Wände wirkte in der schlechten Beleuchtung Blut verschmiert. Durch das Kraftfeld sah sie einen langen grauen Gang. Schmerzensschreie ertönten aus anderen Zellen. Eine Aura der Dunkelheit lag auf der Anlage. Sie wusste wo sie war. Im Sithtempel!
[Bastion- Sithtempel- untere Ebenen- Zellentrakt-Zelle]Lyn
 
Bastion - Sith-Orden - Trainingsraum - Koora, Kossekos, Merkuzio und Shim'rar

Der Twi’lek tat während des weiteren Gespräches so als würde es ihn nur beiäufig interessieren. Er studierte eine der Kugeln während er darüber nachdachte was Koora mit ihrem Verhalten bezwecken wollte. Wahrscheinlich war es Merkuzios unerwartete Art - seine Loyalität, und mehr noch, dass er sie immer wieder und wieder betonte - die den Vollstrecker hatte skeptisch werdenlassen.
Es war durchaus denkbar, dass die junge Frau der Ansicht war für ihren Platz im Orden kämpfen zu müssen. Theoretisch entsprach das ja auch der Wahrheit, allerdings war es selten ein wirklicher Kampf mit sichtbaren Waffen. Und vielleicht ahnte sie ja nicht mal, dass sie mit ihrem Dolch gegen jeden halbwegs fähigen Schüler chancenlos war.


Ich würde es positiver formulieren…

meinte er nachdem Kossekos sich über seine Meinung zu der Herausforderung durch die stark geschminkte Frau geäußert hatte, und nahm sein Lichtschwert vom Gürtel.

Das hier… könnte deinen Dolch und eigentlich auch deinen Schädel ohne wirklichen Widerstand spalten.

Die rote Klinge erwachte zischend zum Leben und surrte mit etwas poetischer Veranlagung hungrig als er sie durch die Luft schwang.

Es ist für viele ein Symbol der Sith - und der Jedi, wenn auch traditionell in anderen Farben. Es macht dich in den Augen vieler “einfacher Leute” zu etwas Besonderem, zu einem Machtbenutzer - oder zu jemandem der es gewagt hat einen Machtbenutzer anzugreifen und ihm seine Waffe zu nehmen. Als Sith wirst du lernen ein Lichtschwert zu führen, aber im Prinzip ist es nichts als ein besseres Schwert, dessen Umgang du überall lernen kannst.

Seine Fähigkeiten mit der traditionellen Waffe der Sith waren begrenzt, und er hatte seine eigenen Ansichten zu ihrer Effektivität - zumindest wenn es über das einfache Schneiden von Materialien und Gegnern hinaus ging. Aber im Moment wollte er bei Koora einen anderen Eindruck hinterlassen.

Keine Wand, kein Schott und nicht einmal ein Planet kann sich dir in den Weg stellen wenn du die Macht beherrschst und sie dir Untertan machst.

Um die Bedeutung seiner Worte zu unterstreichen ließ er eine der am Boden liegenden Kugeln zu sich schweben und beinahe sanft durch die pulsierende Klinge seiner Waffe gleiten. Dann streckte er seinen Geist nach der jungen Frau aus um sie zu manipulieren, eine Fähigkeit für die er wie er herausgefunden hatte ein Talent besaß.
Allerdings wollte er sie nicht kontrollieren - das wäre für seine Ziele weder sinnvoll, noch würde es ihn weiter bringen. Stattdessen wollte er, dass sie spürte was er meinte, eine Art Drang, nicht zu übermächtig aber nicht zu leugnen. Er schickte ihr den Wunsch sich den Dolch ins eigene Herz zu rammen, so schwach wie er glaubte, dass sie ihn grade noch spüren würde, und gleichzeitig bereit sie daran zu hindern wenn er sich verschätzt hatte.


Verstehst du es jetzt? Zeige uns wieso du glaubst diese Waffe jemals tragen zu dürfen, und wieso du sie niemals brauchen solltest.

Pathetisch und eigentlich zu übertrieben wie er fand, aber es musste genügen. Sie schien selbst nicht richtig zu wissen was sie hier erwartete, also fand er es nur richtig wenn er auch nicht wusste ob sein Weg der richtige war - zumal er sich das als Meister leisten konnte. Hoffte er.
Nach einem Moment löschte er sein Lichtschwert und klemmte es wieder an seinen Platz am Gürtel. Er fragte sich warum es nicht in der Lage war zu sagen, dass er den Neuzugang (David) bereits bemerkt hatte, aber wieder einmal wurde ihm klar, dass seine Sinne weitaus stumpfer waren als er es selbst gehofft hatte.
Wahrscheinlich wäre die Gelegenheit Schüler auszubilden für ihn eine ebenso willkommene Gelegenheit seine Fähigkeiten zu schulen wie für jene die er auszubilden suchte. Die Zeit außerhalb des Ordens hatte ihn allem Anschein nach weich werden lassen.


Es hat den Anschein hier muss irgendwo ein Nest sein - lass mich raten, du bist dazu bestimmt Großes zu tun und suchst einen Meister der dir dabei hilft?

fragte der Vollstrecker und versuchte sich dabei einen leicht spöttischen Unterton zu verkneifen. Das würde seine Wortwahl schon erledigen, da war er sich sicher, aber eigentlich ging es ihm nicht darum Neuankömmlinge zu verspotten. Vielmehr wünschte er sich langsam erst einmal mehr Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln zu können bevor er quasi die Verantwortung für noch einen weiteren Aufnahmewilligen übernehmen musste.
Andererseits, wenn er Glück hatte... Auch wenn er gerne plante war er nie jemand gewesen der sich von unvorhergesehenen Ereignissen aus der Bahn werfen ließ - zumindest sah er sich gerne so. Und wenn das Auftauchen eines weiteren Bewerbers ihn erschütterte hatte er hier wirklich nichts zu suchen.


Komm näher. Vielleicht kannst du uns ebenfalls sagen wieso du glaubst hier dort zu sein wo du hin willst.


Bastion - Sith-Orden - Trainingsraum - Koora, Kossekos, Merkuzio, David und Shim'rar
 
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Bastion - Sith-Orden - Nheria's Quartier - Nheria, Valerian

Sichtlich irritiert stand Valerian eine lange Sekunde regungslos vor der Twi'lek und er war sich just in diesem Moment nicht sicher ob dies an der Attraktivität seines Gegenübers lag oder weil ihn die Frage so kalt erwischt hatte. Niemand, absolut niemand trug im Orden der Sith Sorge für irgendjemand anderen, es sei denn es wäre irgendjemandem von Nutzen. In den Jahrem seiner Dienste für die ominösen Sith hatte er jedoch schnell die Lehren gezogen, das es besser war niemandem zu nutzen oder einen Nutzen an jemand anderem zu finden. Je unauffälliger und ruhiger er sich verhielt umso weniger wurden auf ihn aufmerksam- um ihm Probleme zu machen. Dennoch hatte er einen Bruchteil gezögert- irgendetwas löste die Twi'lek in ihm aus... Beschützerinstinkt? Doch mochte sie noch so interessant sein- Valerian wollte leben- um jeden Preis wenn notwendig. Er schüttelte leicht den Kopf, die Augen dabei geschlossen als riefe er sich eine alternative Szenerie auf, in der er sie aus dem Orden führen würde, sie sich in ihn verlieben würde und sie ihr Glück auf einem Farm-Planeten finden würden. Reine Utopie. Ein solches Leben war im Imperium nur wenigen vorbehalten. Valerian tadelte sich selbst, man sagte manche Sith könnten die Gedanken anderer lesen, er musste also aufpassen was er dachte.

Nein. Hier trägt niemand Sorge für den anderen. Es gibt auch keine "Gruppe". Schlag dir so etwas aus dem Kopf wenn du am Leben bleiben willst. Jeder mit dem du hier her gereist bist, ist dein potentieller Feind. Sith... rivalisieren- fortwährend. Dein größtes Ziel sollte es sein einen Meister zu bekommen. Um dies zu erreichen soltest du- und das rate ich außer den Anwärtern niemandem- die großen Sith-Lords auf dich aufmerksam machen. Lerne, studiere, trainiere. Aber pass auf dich auf, ihr steht hier alle in fortwährender Konkurrenz zueinander. Es kann durchaus passieren, dass einige in den unteren Rängen in der Nacht verschwinden und nie wieder aufgefunden werden. Jeder buhlt um einen Meister um unterwiesen zu werden und aufzusteigen. Hier, nimm. Das Pad enthält den Kodex der Sith. Verinnerliche ihn. er ist das Glaubensdogma der Sith. Wenn du ihn beherrschst, so sagt man, rettet er dein Leben. Mehr kann ich nicht für dich tun. Ich bringe die Neuankömmlinge nur in den Orden und weise ihnen die Quartiere zu. Und um ehrlich zu sein- ich will auch nicht mehr tun. Hier ist es gefährlich. Man sagt die Katakomben beherbergen Millionen von Skeletten. Ich stelle dies nicht in Frage... Mein Vorgänger ist auch eines Tages im Orden verschwunden. Ich hab dir alles gezeigt das du brauchst um in deinen Studien voranzuschreiten. Viel Glück.

Valerian drehte sich um und bog am Ende des Ganges Richtung Ausgang ab. Morgen würde er die nächste Gruppe in den Orden führen. Es gab statistische Erhebungen. Solche die er selber angestellt hatte. 9/10 derer die er in den Orden geleitete kamen nie wieder aus diesem heraus. Während er die Stufen des Einganges des Ordens hinabstieg fragte er sich ob man von der Twi'lek dessen Namen er nicht mal wusste nochmal etwas hören würde...

Bastion - Sith-Orden - Nheria's Quartier - Nheria, Valerian

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Bastion - Sith-Orden - Thronsaal - Allegious, Jolina

Allegious lauschte den Ausführungen seines Kindes. Er spürte ihre Wut, ihre Gier, ihre Rachsucht nach der Republik insbesondere gegenüber jenen die sich Jedi nannten. Aber der Imperator spürte auch Wut auf sich selbst. Jolina schien es nicht zu befriedigen, die Absichten des Herrschers nicht erkennen zu können. Wie konnte sie auch. Die Tage ihres Aufstieges würden erst noch kommen, noch hatte sie viel zu lernen. Wenn sie alles gelernt hatte, was er ihr beibringen konnte würde sie besser nachvollziehen warum und wieso er aus welchen Motiven heraus handelte. Immerhin mutmaßte sie im Ansatz richtig, wie könnte sie auch sonst seine Schülerin sein wenn sie zumindest nicht begriffen hatte, das er immer einen Plan hatte. Als sie erwähnte dass es keinen Frieden gäbe spielte sie auf den Kodex der Sith an. Frieden war eine Lüge. Und würde es auch bleiben. Allegious selbst war der Garant dafür dass Krieg bestehen blieb, nur würde die Art und Weise der Kriegsführung künftig eine ganz andere werden. Jene Sith vor ihm mochten große Kämpfer gewesen sein doch die wenigsten hatten begriffen dass wahrhaftige Meisterschaft der dunklen seite ganz anderer Mittel und Fähigkeiten bedurften als ein Lichtschwert.

Mein Kind, deine Annahme, ich würde spielen ist falsch. Das nennt man ein taktisches Manöver. Es stimmt- ich wiege den Feind in Sicherheit, aber die Waffe zur Zerschlagung der sogenannten Rebellion ist schon längst geschmiedet. In Kürze werde ich bei den Friedenverhandlungen offerieren, Coruscant in die Obhut der Republik zu übergeben. Die Jedi werden um des idealistischen Wertes nicht umhin kommen nein zu sagen. Man wird sich Coruscant mit offenen Armen einverleiben und damit ein nie dagewesenes Krebsgeschwür der Galaxis. Vor Monaten habe ich mich der Sith-Alchemie angenommen und ein Virus erschaffen- tödlicher als alles was es bisher gibt, durchtränkt von der dunklen Seite der Macht. Unzählige Spione in der Nähe und auf Coruscant stehen in Lauerstellung. Wenn alle Jedi ihren heißgeliebten Tempel betreten haben, wenn der Großteil der republikanischen Exilanten nach Coruscant zurükgekehrt sind, lasse ich den Virus frei- und dann wirst du sie bekommen deine Rache.

Ungeachtet dessen ist es durchaus so, dass das Militär erhebliche Verluste erlitten hat. Wir haben zwar einige Gegenmaßnahmen ergriffen, aber offensichtlich zollen die Offiziere nun ihren Tribut. Dies hat sicherlich damit zu tun, dass die alte Elite zum größten Teil auf meinen Befehl hin liquidiert wurde. Aber nur wer umsichtig handelt wird in der Lage sein, seine Macht zu halten. Aber wie du siehst, habe ich für alles vorgesorgt. Es gibt nichts dass uns im Wege steht. Kein Hindernis ist unüberwindbar. Die Republik wird fallen und während dessen wird mein Imperium einen aufschwung wirtschaftlicher Natur erleben. Wir werden aufrüsten und in die unbekannten Regionen expandieren, die Gebeine von Arhtious und Phollow finden und im All zerstreuen und in nie geahnte Ausmaße expandieren.

Allegious spürte ein Anschwellen von Emotion in ihr. Das entfachte wahrlich die dunkle Glut in ihr. Und natürlich kam sie seinem Wunsch nach einen neuen Aspiranten für ihn herauszufiltern. Nichts anderes als diesn Gehorsam machte sie zur Schülerin an seiner Seite. Die königlichen Wachen schienen auch effizienter wenn auch weniger zu werden. Aber das war nicht tragisch, die Ausfallquote der Wachen war seit der Machtübernahme durch ihn äußerst gering, denn niemand wagte es ernsthaft die Stellung des Imperators zu gefährden, zumindest nicht mehr,. So konnte er einige der ältergedienten Wachen in den Ruhestand schicken und durch fähigeres Potential ersetzen.

Kira hatte Kinder bekommen? Das war Allegious entgangen. Prinzipiell interessierte ihn die Machenschaft um seine einstmals ehemalige, verbannte Schülerin nicht. Aber allegious wusste den Eifer in der Intrige selbst zu würdigen. Es war ein Anfang, aber ein vielversprechender. Jolina schien wirklich in der Lage zu sein sich das Spiel der Puppenspielerei anzueignen und das ohne das sie jahrelang zubringen müssen würde um zu erwachen wie er es einst getan hatte. Wenn das Kind zumden ein angemessenes Potential in der Macht zeigte und Jolina dadurch in der Lage wäre den Beginn einer neuen Generation an Material zu begründen, dann sollte ihm das nur recht sein. Auch der Umstand dass das Kind von Wilson zu sein schien- berührte ihn nicht. Wilson war durch seine Hand gestorben. Das freundschaftliche Band das sie einst verbunden hatte war mit der Erkenntnis um wahre Macht verschwunden. Allegious bedauerte nicht im Mindesten den Tod seines einstigen Freundes. Er hatte gewusst das es so enden hätte konnen wie es schlußendlich auch dazu kam.


Macht mit dem Kind was ihr wollt. Wenn es sich dienlich erweist, dann soll es so sein. Aber achtet darauf, wenn es das Kind von Wilson ist, dass das Kind genauso hart geschult wird in den Dingen der Lüge und Intrige wie ich es bei euch tue. Wilson selbst hat dies sträflich vernachlässigt und kam hier in den Thronsaal um seinen Tod zu erwarten. Aber... oh. Spürst du es Kind? Von draussen kommen sie. Mental nicht schwach, aber bei weitem nicht so stark wie wir es sind. Mir scheint einige Mitglieder des Oberkommandos haben erfahren das die Waffen von nun an schweigen. Über ihre Köpfe hinweg. Und jetzt wollen sie wie kowakianische Affenechsen zu einem Rancor springen und etwas fordern, dass ihnen nicht zusteht. Wir leben in keiner Demokratie. Mein Wort ist der Wille des Imperiums. Ich spüre aufbrausendes Temparament. eit ihnen ihren Platz zuzuweisen. Da fällt mir ein... es gibt noch jemand den wir auf seine Schranken verweisen müssen. Stellt eine Verbindung zu Elysa Nerethin her.

Es dauerte wenige Minuten, dann stand eine Verbindung. Elysa salutierte wie es einem Militär geziemte. Ein Affront an die dunkle Seite der Macht- der sie aber quasi schon vor langer Zeit halbgar den Rücken gekehrt hatte. Ebenso wie ihrem Vorhaben namens Enigma. Ein rationales Übel wie ihr die Quelle offenbart hatte. Er würde weiterhin aufpassen müssen und das tat er auch, wie gegenüber allen Persönlichkeiten die eine gewisse Position innehatten.

Ah. Elysa. Ihr seid meinem Ruf schnell gefolgt. Bei Enigma hättet ihr das nicht getan, nicht wahr? Ich möchte dass ihr es durch die anderen Mitglieder des Oberkommandos erfahrt, sie treffen jetzt hier im Thronsaal ein.

Genau in diesem Moment wurden die Tore des Thronsaales aufgestoßen und das Schauspiel nahm seinen Lauf während das schwarze Herz der Imperators vor Schadenfreude frohlockte...

Bastion - Sith-Orden - Thronsaal - Allegious, Jolina, Taral (unsichtbar), Elysa (Holoverbindung) und anrückendes Personal des Oberkommandos
 
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[: Sartinaynian-System | Bastions einziger Mond :||: Sternjägerbasis „Last Defense“ | Ebene Fünf | Schaltzentrale der zugewiesenen Simulatoren :||: Captain Aiden Thiuro, ein Sergeant, zwei Spacemen und ein Arzt :]

Cassie. Schon seit Monaten hatte der schwarzhaarige Bastioner kein Lebenszeichen von ihr gesehen beziehungsweise gehört. Ohne ihm auch nur ein einziges Wort zu sagen, sich irgendwie zu erklären, hatte sie auf einmal die gemeinsame Staffel, das „Wolve Squad“ verlassen, und war so folglich auch gleichzeitig aus seinem vom Militär dominierten Leben spurlos verschwunden. Hätte Aiden nicht so eine gefühlslose Kälte an sich, hätte man ihm wohl in den ersten Tagen – auf ihrem notgedrungenen Rückzug nach Corellia – seine innerliche Trauer darüber angemerkt. Erst auf Rendili, als er endlich etwas Ruhe fand, kehrte die kecke Corellianerin wieder stärker in sein Bewusstsein zurück, machte sich breit und wurde erst von der real anwesenden Liz wieder verscheucht. Unwillkürlich fuhr sich der TIE-Pilot durch das etwas länger gewordene Haar. Danach las er die Zeilen noch einmal.

Kurz, äußerst kurz war ihre Nachricht. Zudem wirkte sie, da sie nichts konkretes geschrieben hatte, ziemlich kryptisch. Sie müssen reden? Es gab viele Dinge zu besprechen? Nicht einmal den Ansatz einer Entschuldigung fand er in ihren vier Sätzen. So wirklich wusste Aiden nicht was er davon nun halten sollte. Noch immer pochte sein Herz für Cassie. Noch immer liebte er sie. Doch die Art, wie sie ihn verlassen hatte, hatte (unmerklich) Spuren hinterlassen. Sollte der Pilot also wirklich seinem Herzen folgen? Sollte er sie tatsächlich aufsuchen? Kurz bevor sich ein plötzlich klagender Seufzer in ihm lösen konnte, meldete sich auf einmal sein Pflichtbewusstsein wieder. Mahnend merkte es in diesem chaotischen Moment an, dass er sich etwas geschworen hatte.

Unwillkürlich sah der menschliche Captain auf. Noch immer saß er in einer Schaltzentrale, während sich sechs Bewerber in einer anspruchsvollen Raumsimulation beweisen mussten. Noch immer war ein Auswahlverfahren zum Besetzen der freien Plätze bei den „Wolves“ zu leiten. Konnte er also so einfach gehen? Ginge es nach seinem Herzen: Ja; ginge es nach seinem Pflichtbewusstsein: Nein – eine Zwickmühle. Kurzzeitig zuckten seine Mundwinkel instinktiv. Doch noch immer kontrollierte seine eiserne Miene sein Gesicht. Er musste sich ablenken. Er musste diese Entscheidung auf einen späteren Zeitpunkt vertagen. Vielleicht fand er ja nach dieser Simulation ein bisschen Zeit, um über einen möglichen Besuch nachzudenken. Obwohl beide Seiten mit dieser vorläufigen Vertagung der Entscheidung leben konnte, konnte er sich nicht sofort konzentrieren.

Plötzlich riss ihn die nächste Meldung des Spaceman aus seinen Gedanken:
Welsh ist raus. Samin gehört der Abschuss.“

Damit katapultierte sich die Chiss an die Spitze der gegnerischen Partei und war dementsprechend ihrer Kameradin, Pilot Officer Sakura Mitsumo, um einen Schritt voraus. Mit einem anerkennenden Nicken quittierte Aiden diesen Abschuss. Während Kandidat Welsh mit null Abschüssen, keinerlei raffinierten Manövern und dem frühzeitigen Ausscheiden das Schlusslicht in der Rangliste bildete, führten Mengsk und Varless als Doppelspitze diese am anderen Ende an. Sie schlugen sich in dieser Übung ausgezeichnet. Ebenso konnten Moam und Versio, der fünfter Bewerber, einige positive Akzente beim Fliegen setzen. Und was war mit Nectu? Gerade als der Captain die bisherige Beurteilung des Yaga-Minoers genauer unter die Lupe nehmen wollte, schien dessen TIE/D mehrere technische Ausfälle zu haben. „Torpedotreffer“ leuchtete in roten Lettern auf dem Bildschirm auf. Für einen flüchtigen Moment war der schwarzhaarige Staffelführer geschockt. Der Pilot, dem Aiden im Vorfeld so gute Chancen attestiert hatte, hatte erneut wie ein Veteran in einem wehrlosen TIE/ln gehandelt, anstatt sämtliche Möglichkeiten aus seiner hochmodernen Maschine zu kitzeln. Nectus „Leben“ hatte ihm nicht sein fliegerisches Können gerettet, sondern einzig und allein die aktivierten Schilde!

„Erhöhen Sie weiter den Druck, Sergeant“, brummte der Captain und erhob sich aus seinem Sessel. „Die 'Braveness' soll sich langsam zurückziehen, während der Bothaner sich im gleichen Maße dem Schlachtfeld nähern soll. Dessen Turbolaser sollen grob auf die TIE/D feuern...“

Erinnerungsfetzen an die Flucht aus dem Osarian-System flackerten auf. Mit einem recht mulmigen Gefühl in der Magengegend erinnerte sich Aiden an den Tod seines damaligen Flügelmanns. Thrans Leben hatte ein einzelner Turbolaserschuss beendet. 'Nicht der Erste', hätte der Bastioner beinah in seinen Gedanken gesagt, aber so abgebrüht fühlte er sich inzwischen nicht mehr. Gerade als sich der Captain von Nectus Display abwenden wollte, meldete das Gerät, dass der Pilot seinen Sternjäger – trotz der erheblichen Schäden – wieder unter Kontrolle gebracht hatte. Für den Pilot Officer war die Simulation also noch nicht beendet. 'Ein Kämpfergeist?' Mit ruhigen Schritten ging der TIE-Pilot zu dem Sergenat. Dessen Hände huschten blitzschnell über die Eingabekonsole. Binnen der nächsten Minuten würden die verbliebenen Simulationsteilnehmer die Auswirkungen der geäußerten Befehle „real“ vor sich sehen. Kurz genehmigte sich Aiden einen Blick auf sein Chrono. Bis jetzt lagen sie gut in der Zeit.

„Spaceman, holen Sie mir bitte Officer Tanaka, wies der Captain ein, zwei Herzschläge später an.

[: Sartinaynian-System | Bastions einziger Mond :||: Sternjägerbasis „Last Defense“ | Ebene Fünf | Schaltzentrale der zugewiesenen Simulatoren :||: Captain Aiden Thiuro, ein Sergeant, zwei Spacemen und ein Arzt :]
 
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:: Sartinaynian-System :: Bastion :: Bastion Center :: vor dem Ordensgebäude der Sith :: das Imperiale Oberkommando (Fyrestone, Vasch, Krin), Admiral Goran, Sector General Hort, der Chef des Generalstabs und vier Protokollanten ::​

Ein letztes Mal straffte der längst ergraute Militär seine saubere Dienstuniform. Dabei war das Paar braunen Augen starr auf das düstere Gebäude vor ihm gerichtet: das Ordensgebäude der Sith. Jedes Mal, wenn er die Erhöhung im Herzen von Bastion Center betrat, beschlich ihn schlagartig ein recht mulmiges Gefühl in der Magengegend. Dieser Ort strahlte selbst an Tagen, die voller Sonnenschein und Wärme waren, eine befremdliche Aura aus, die einen unwillkürlich frösteln ließ. Jedoch musste Jerome Fyrestone, einziger lebender High Admiral der Imperialen Flotte und aktueller Vorsitzender in deren Oberkommando, solche Bedenken zwangsläufig herunterschlucken, wollte – oder besser: musste – er mit Seiner Majestät, Darth Allegious, sprechen. Prüfend glitt seine Hand über den grün-grauen Stoff. Keine Falte, keine einzige Falte.

„Meine Herren, wir sollten uns beeilen“, brummte der Flottenoffizier mürrisch. „Diese Sache muss geklärt werden. Sofort!“

Leise knirschte der Kieselweg unter seinen Sohlen als er sich dem riesigen Portal näherte. Links als auch rechts säumten gewaltige Statuen – gleich einer Allee – den schmalen Weg bis zum Haupttrakt des schwarzen Bauwerks. Offensichtlich etwas widerwilliger folgten ihm seine Begleiter. Insgesamt neun Leute schleifte der ergraute High Admiral, der bisher geglaubt hatte alle Fäden in der Hand zu halten, zu Allegious' Thronsaal. Unter ihnen waren neben High General Gavyn Vasch und General Rasha Krin auch Admiral Tiro Goran (Strategische Planung der Flotte), Sector General Arndall Hort (Strategische Planung der Armee) und der derzeitige Chef des Generalstabs. Der Grund, weshalb sie gemeinsam das Militärhauptquartier verlassen haben, war eine knappe Nachricht aus dem Rendili-Sektor. Ein imperialer Captain – namhaft als Sharin – hatte einen Waffenstillstand mit den Rebellen ausgehandelt – angeblich unter Anweisung des Imperialen Oberkommandos.

In der gesamten imperialen Geschichte hatten sich bisher selten die Imperatoren in die Handhabung der Streitkräfte eingemischt. Stets hatte man die allgemeine „Befehlskette“ geachtet und auf Rat der Militärs Entscheidungen getroffen. Darth Allegious war diesen Weg dieses Mal nicht gegangen. Er – beziehungsweise einer seiner Vertrauten im höchsten Gremium der imperialen Streitkräfte – hatte ohne Mitwissen der eigentlichen Mitglieder diese brisante Anweisung an den Schiffskommandanten erteilt. Fyrestone, der sich in der öffentlichen Militärpolitik stets als graue Eminenz verstanden hatte und allein durch Cornells tragischen Tod bei Denon zum Vorsitzenden der Imperialen Flotte worden war, glaubte einen Machtverlust zu erleben. Seiner Meinung nach hatte der Imperator in diesem Fall eindeutig zu sehr in seine Geschicke eingegriffen. Für den High Admiral eine äußerst bedenkliche Entwicklung.

Höflich empfing sie ein Bediensteter. Er schien förmlich auf sie gewartet zu haben. Bevor sich auch nur irgendein Verdacht bei dem Flottenoffizier regen konnte, bestätigte der Diener diesen Gedanken sogar. Allegious erwartete sie. Allegious war vorbereitet. Selbstverständlich nahm das Fyrestone ein bisschen den Wind aus den Segeln. Den Konfrontationskurs konnte man mit diesem Wissen auf alle Fälle vergessen. Umdenken, er musste umdenken! Mürrisch zupfte der alte High Admiral an seinem schlohweißen Schnauzer. Selbst als Phollow, als Arthious' Nachfolger und Allegious' Vorgänger, den Thron bestieg, hatte er sämtliche militärische Belange in den Händen des Oberkommandos belassen – und so letztendlich Kratas zu dessen endgültigen Aufstieg verholfen. Unweigerlich fragte sich der High Admiral, was der Cyborg-Noghri, der das ganze Galaktische Imperium fest in seinen Händen hielt, mit diesem Handeln bezwecken wollte. Hatte er, Jerome Fyrestone, nicht dafür gesorgt, dass dessen Macht gesichert war? Überall schlug man aufrührerische Gedanken, die noch nicht einmal am Keimen waren, nieder.


„Eure Majestät, es freut mich sehr, dass Ihr uns so kurzfristig empfangen könnt“, sprach Fyrestone als erster, verneigte sich und ließ anschließend seinen Blick durch den Saal schweifen.

Neben den üblichen Rotgardisten, die immer als Leibgarde des Imperators fungierten, erblickte der High Admiral noch eine Fremde (Jolina Norrs) und das Hologramm einer Bekannten: Nerethin. Sie hatte zurück zu den Lebenden gefunden. Fyrestone wusste im ersten Augenblick nicht genau, ob ihn Nerethins Anwesenheit erfreuen sollte oder nicht. Nicht nur ihre Beziehung zum Imperator war ihm unbekannt, auch über ihre Ziele war er nicht im Klaren. Was wollte sie nur hier? Schlagartig schien ihm die Audienz keine gute Idee mehr zu sein. Statt sich in einer vorteilhaften Position zu befinden, glaubte er nun den Halt unter den Füßen zu verlieren. Schlecht, beinah miserabel war sein Blatt in dieser Partie. Konnte er überhaupt gewinnen? Grenzenlos schien Allegious' Macht zu sein. Zaghaft, äußerst zaghaft machte der Alte einen Schritt auf den Thron zu.


„Eure Majestät, mir kamen Berichte zu Ohren, dass ein Chiss, der als Schiffskommandant in Eurer Flotte dient, einen Waffenstillstand mit dem Feind ausgehandelt hätte...“, sprach er stockend weiter. „Es ist sogar von Gebietsabtretungen entlang des Corellian Run die Rede – bis Coruscant!“

:: Sartinaynian-System :: Bastion :: Bastion Center :: Ordensgebäude der Sith :: Thronsaal :: das Imperiale Oberkommando (Fyrestone, Vasch, Krin) samt Begleitung, Darth Allegious, Jolina Norrs, Elysa Nerethin (als Hologramm) und ein paar Gardisten ::
 
[Bastions Mond-Sternjägerbasis "Last Defense"-Ebene 5-Simulatoren] mit Shazz, Samin, Sakura, Chett

Die "Ka.cke dampfen lassen" beschrieb nicht einmal Ansatzweise in welcher Lage sie sich befanden, nicht nur das ein Bothan Angriffskreuzer herbeischwebte um den Imperialen den Rest zu geben, Nein Jeremy war auch noch in eine Zwickmühle geraten welche man nichtmal ansatzweise als rosig bezeichnen konnte. Während er sich noch etwas Genugtuung gönnte hatte Rothaut Shazz die Idee den MC 40 hochzujagen, mit einem Defender wohlgemerkt, um den Abfangkreuzer zu schwächen. 1+1=3? War so der Gedanke des Piloten? Oder wieso kam er auf die Idee mit einem Raumjäger einen ganzen Kreuzer zerstören zu können? Diese Möglichkeit war nicht zu realisieren, Jeremy wollte gerade seinen Kurs verändern um zurück in das Geschehen zu gelangen als der Feind erneut zuschlug, von 2 Seiten griff die beschädigte Rotte ihn an, einer von unten, einer von oben in einem Manöver welches man nicht nur als sehr halsbrechend bezeichnen konnte sondern auch als Unorthodox, es war wohl WIRKLICH keine KI! Die einzige Reaktion die ihm aus Instinkt einfiel war eine Rolle zur Seite, er drehte scharf seinen Defender und ließ ihn in eine Schräge fallen, was ihn womöglich den Ar.sch rettete, anstatt seine Kapsel zu treffen riss es "nur" ein Panel ab und striff seine Hülle was die Schilde in den Roten Bereich fallen ließ. Sein Jäger drehte und drehte sich, rotierte wie ein Rad das es dem Piloten bald schon übel wurde und er darum kämpfen musste sich nicht hier und jetzt zu übergeben. M

it einem kräftigen Ruck zog er den Steuerknüppel von sich weg und schaffte es so seinen Jäger wieder auf eine gerade Bahn zu bringen, der Abschuss hatte ihm deutlich Geschwindigkeit eingebüßt dazu ein paar Waffensysteme, nicht zu vergessen verfolgten ihn 2 noch fast funktionsfähige Defender mit dem Wunsch ihn abzuschießen. Solch eine Situation ließ sich nur mit 2 Tugenden bewältigen: Wagemut und Dummheit. Beides besaß Jeremy in Überfluss weswegen er wohl auch so lange als Tie-Pilot überlebt hatte, er steuerte seinen Defender in eine kleine Gruppe Asteroiden hinein, was ihm etwas Deckung verschaffte aber all seine Aufmerksamkeit brauchte um nicht gegen einen der Asteroiden zu fliegen. Die Sensoren waren auch kaum von Nutzen, da sich das Bild der anderen Jäger mit den Asteroiden überlappte. Erst als er sich halbwegs sicher war in einer besseren Position zu sein und außerhalb ihres Blickfeldes zog er nach oben, machte einen Salto am höchsten Punkt und blickte hinab wie die beiden Defender sich durch die Asteroiden schlängelten auf die Suche nach ihm. Leicht kniff er die Augen zusammen, bevor er seinen Kurs auf die hinab steuerte, sofort merkten die Defender das er sich nun hinter ihnen befand und flogen auseinander. Innerlich wusste Jeremy welcher von beiden Jägern hier der flexible war der nicht von einer KI gesteuert wurde, dessen Verfolgung nahm er auf, schlängelte sich hinter ihm durch einige Asteroiden bis die perfekte Gelegenheit gekommen war, ein Korridor frei von Asteroiden, vor ihm der Defender, seine Finger schlossen sich um die Knüppel, er öffnete die Knöpfe für die Abfangraketen des Defenders und schoss 2 dieser Raketen los auf das Ziel.


[Bastions Mond-Sternjägerbasis "Last Defense"-Ebene 5-Simulatoren] mit Shazz, Samin, Sakura, Chett
 
[Bastion - Sith-Orden – Thronsaal – Allegious & Jolina]



Jolina staunte nicht schlecht, als Allegious ihr offenbarte, dass Coruscant schon bald wieder in den Händen der Republik sein würde. Und mit dieser Welt würde eine raffinierte Seuche den Feind vergiften. Die Junge Sith biss sich unwillkürlich auf die Lippen vor Verzückung und ein breites Grinsen malte sich in ihr Gesicht.
Weniger erfreulich war jedoch zu hören, dass es um den militärischen Apparat anscheinend wirklich nicht zum Besten stand. Die "Umstrukturierungen" nach der Machtergreifung des Imperators war nicht ohne gewisse Folgen geblieben. Dennoch war sich Jolina sicher, dass ihr Mentor die nötigen Dinge in die Wege leiten würde.

Was Kiras Nachwuchs betraf hatte Jolina also freie Hand. Ob sich beraubte Mutter wohl darüber freuen würde, davon zu erfahren, dass Wilson hier im Thronsaal starb? Nein… besser sie würde nichts davon erfahren. Wie günstig sich doch alles entwickelte. Der Gute Wilson war ein perfekter Sündenbock… und er würde wohl kaum irgendwo in nächster Zeit aufgespürt werden. Hier und da ein kleines Gerücht gestreut und Kira würde nie erfahren, dass er hier durch Allegious sein Ende fand und vielleicht für alle Zeiten nach ihm suchen.

Die Aufmerksamkeit des Imperators lenkte sich plötzlich auf ein anderes Thema. Anscheinend stand hoher Besuch bevor. Jolina nutzte ihre Machtfühler und sondierte die Umgebung. Hier im Thronsaal waren die Wachen auszumachen und außerdem spürte die Kriegerin eine weitere verborgene Präsenz bei der es sich eigentlich nur um den Tuk´ata ihres Meisters handeln konnte. Vor den Toren des Thronsaals schickte sich eine spürbar aufgebrachte Gruppe sehr willensstarker Präsenzen an dem Herrscher ihre Aufwartung zu machen. Das Oberkommando probte den Aufstand? Jolina war gespannt.

Geschwind folgte sie der Anweisung ihres Meisters und aktivierte den Holoprojektor um die gewünschte Verbindung mit Elysa Nerethin herzustellen. Jolina kannte sie nicht, wusste aber, dass sie eine Sith in den Reihen der Flotte war. Die schlanke Gestalt die sich in dem Projektor zeigte, wirkte auf die Sith wie eine ein wenig steife aber konzentrierte Flottenoffizierin. Sie weiter zu mustern blieb keine Gelegenheit, da sich bereits das Tor öffnete und das Who is Who an imperialen Admirälen und Generälen in den weitläufigen Saal strömte. Vorsichtig trat die Sith-Schülerin ein wenig in den Hintergrund und verfolgte gespannt, was der Noghri nunmehr mit seinen hoch dekorierten Marionetten vor hatte.




[Bastion - Sith-Orden – Thronsaal – das Imperiale Oberkommando (Fyrestone, Vasch, Krin) samt Begleitung, Darth Allegious, Jolina Norrs, Elysa Nerethin (als Hologramm), Taral (unsichtbar) und ein paar Gardisten]
 
[Bastion- Sithtempel- untere Ebenen- Zellentrakt-Zelle]Lyn
Eine Leitung in der Zelle war defekt. Das Tropfen des Wassers zerriss die Stille wie Paukenschläge. Die Fallanassi saß davor und betrachtete die Pfütze. Sie zählte die aufkommenden Tropfen und beruhigte ihren Atem. Im Schneidersitz versuchte sie sich in einer Art der Meditation die die Fallnassi häufig benutzen. Dieser und die Tropfen waren alle Geräusche die sie hörte. Ein lautes Summen übertönte alle Geräusche von draußen.

Das Schild, das die Zelle verschloss öffnete sich leise und ein Faust kam herein. Lyn kannte ihn von einem früheren Besuch. Der sogenannte „Doktor“ kümmerte sich um die Gefangenen im Tempel und missbrauchte jene die übrig blieben als Material für seine Experimente. Mit langsamen, bedacht wirkenden Schritten kam das Wesen näher. Mit einer Fernbedienung, schaltete es die Geräte ab die das Summen verursachten und den Gefangenen mürbe machen sollte. Das Lichtschwert an seinem Gürtel klapperte und das Bündel reptiloider Haut, das seinen Kittel schmückte raschelte bei seinen Schritten.
>>Du scheinst die mit deinem Schicksal abgefunden zu haben. Was übst du?<<
Sie lachte dem Wesen hysterisch ins Gesicht. Er konnte sich sicher sein das sie sich nicht damit abfinden würde eine Sith zu werden. Dieses Schicksal hatte er ihr bei seinem letzten Besuch in Aussicht gestellt. Sie stand auf.
Der Faust verzog sein Gesicht. Unter dem linken Arm klemmte ein Bündel, die rechte Hand lag am Gürtel.
>>Das wurde für dich abgegeben.<< Er deutete auf das Bündel, in der rechte sah sie ein Betäubungsgerät. >> Es wird nicht weh tun.<<.
Ehe sie sich wehren konnte hatte er es aktiviert und sie bekam eine gewischt. Was sie als nächstes spürte war der Boden.
Der Sith bückte sich über sie und legte ihr etwas an. Kurz darauf lies die Taubheitsgefühl nach. Sie stand wieder auf und rieb sich den Hinterkopf. Um ihren Hals lag ein rylothianisches Sklavenhalsband.
>> Du sollst dich im Tempel umsehen können, solltest du aber weiter als zum Portal gehen, dann … naja du wirst es merken.<< Er lies ein hässliches Lachen ertönen.
>> Des weiteren sind hier neue Kleider. Zieh dich um!<<
Er warf den Rest des Bündels auf den Boden und sah sie noch einen Moment erwartungsvoll an. Dann spuckte er aus und verließ die Zelle.
Perversling, dachte Lyn. Sie griff nachdem Bündel. Sie sollte sich lieber an die Anweisungen halten sonst.... Sie kannte die Funktionsweise eines sollten Halsbandes. Die Kleider die sie bekommen hatte waren recht eng anliegend und für ihre Begriffe recht dünn. Ihr fiel wieder ihr Gedanke von erst ein als sie sich die Sachen anzog, der schwarze Stoff lag eng an ihrer Haut an. Demonstrativ steckte sie sich ihr TVD Abzeichen wieder an.
Dann ging sie vor. Der Faust lächelte wieder und öffnete das Kraftfeld.

Sie ging eine Weile durch das Gebäude und sah sich überall um. Dunkel und scheußlich schien alles. Das Gebäude schien auf seinen Zweck hin zu deuten.
[Bastion- Sithtempel- untere Ebenen- Zellentrakt-Zelle]Lyn
 
[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Simulationsraum II | Samin & Sakura in Simulation mit Shazz, Chett und Jeremy ]

War sie oder konnte sie mit dem bisherigen Verlauf zufrieden sein? War es das was sie konnte oder handelte es sich dabei um den Versuch etwas zu beweisen!? Und wenn ja, wem wollte sie dann etwas beweisen. Sich oder irgendwem anderen? Nüchtern betrachtet konnte sie zufrieden sein, jedenfalls dann, wenn sie ihre eigenen Erwartungen nicht zu sehr in die Höhe schraubte sondern es ein wenig ruhiger, ein wenig gelassener sah. Diese Verbissenheit mochte nicht unbedingt gesund sein und dennoch verfolgte sie in ihrem Hinterkopf einen Plan. Ob dieser am Ende gelingen würde oder nicht, dies konnte man nicht vorhersehen. Sie konnte es jedenfalls nicht, andernfalls wäre sich machtsensitiv gewesen und dies war sie nicht, dessen war sie sich absolut sicher. Was sollte es, es gab schlimmeres.

Ihr Feind brachte sich aus der Gefahrenzone indem er eine Rolle absolvierte und seinen Tie dann in eine Schräglage fallen ließ. Auch wenn sie ihm dadurch eine Panel abgerissen hatte und ihr Flügelmann seine Hülle beschädigt hatte, so drehte er seinen Jäger, schaffte es irgendwie nach oben und wieder auf eine Gerade Bahn. Sakura mochte nur halb zufrieden mit diesem leichten Treffer sein, dennoch entwickelte sich in ihrem Kopf die nächste Taktik. Taktik war viel wert, jedenfalls wenn man dazu fähig war sich das ein oder andere zu merken und die bisherige Flugweise sowie einzelne Manöver zu analysieren. Ihr Photographisches Gedächtnis half ihr dabei ungemein. Sakura bemerkte, wie ihr Gegner seinen Defender in eine kleine Gruppe von Asteroiden lenkte. Was hatte der Kerl vor? Sakura biss die Zähne zusammen. Die Asteroiden gaben ihm auf alle Fälle Deckung. Die junge Pilotin ging dazu über ihrem „Feind“ zu folgen. Wenn sie schnell genug war würde sie dafür sorge Tragen können, dass er dieses Feld nicht mehr lebend verließ.

Die Exotin nahm die Verfolgung auf, lenkte ihren Jäger in das Minenfeld hinein und gab ihrem Flügelmann die nötigen Koordinaten, damit jener ihr folgte. Lange brauchte es nicht, bis der gegnerische Defender sie verfolgte und so stoben Sakura und ihre KI auseinander. Wer auch immer den Feind steuerte, er schien instinktiv zu wissen in welchem Jäger Sakura saß und begann sie zu verfolgen. Er schlängelte sich durch das Asteroidenfeld und folgte ihr verbissen. Also gut! Damit würde der Reiz erhöht werden und gleichzeitig würde sie darauf achtgeben müssen weder an einem Asteroiden zu zerschellen noch von ihm getroffen zu werden. Beide Jäger gelangten in einen Korridor, frei von irgendwelchen Felsbrocken und ihr Verfolger nutze jenen Vorteil für sich. Die Systeme ihres Schiffes schrien auf, als sie meldeten, dass zwei Raketen hinter ihr her waren. Wundervoll! Diese Wendung gefiel ihr nicht. Entweder wie wurde diese dämlichen Raketen los oder sie flog aus der Simulation und bei allen Ahnen ihres Volkes, dies würde sie nicht zulassen.

Der Korridor erstreckte sich einige Meter nach vorn, was ihr jedoch nicht helfen würde. Diese Raketen würden an ihrem Ziel kleben bleiben wie Kaugummi. Sakura scherte aus, glitt nach links und tauchte in das Asteroidenfeld ein, gefolgt von den Raketen. Ihr Schirm zeigte ihr, dass ihre KI ihr folgte und Sakura öffnete den Kanal zu ihrem Flügelmann um diesen anzuweisen die Raketen zu vernichten. Darauf würde sie sich so nicht verlassen zumal es sich um eine KI handelte und nicht um einen wirklichen Flügelmann. Die Exotin schlängelte sich durch die Hindernisse, glitt knapp an ihnen vorbei, darüber oder darunter hinweg. Noch immer die beiden Raketen im Schlepptau. Ärgerlich war dies auf alle Fälle. Also gut, jetzt oder nie! Die Pilotin erhöhte den Schub und kurz bevor sie gegen einen der Felsen knallte schob sie ihren Knüppel sachte nach rechts und flog haarscharf an dem Brocken vorbei. Eine der Raketen traf auf den Fels und jagte diesen in die Luft. Wenige Sekunden später explodierte die zweite Rakete und verschwand von ihrem Bildschirm. Die KI hatte es also geschafft. Perfekt, wenn auch sehr knapp.

Wieder biss die Pilotin die Zähne aufeinander, dann lenkte sie ihren Jäger nach oben und in den nächsten Gang, welcher frei von lästigem Gestein war, erhöhte den Schub und verließ das ungeliebte Feld nach einigen Minuten. Der feindliche Defender hatte ebenfalls das Asteroidenfeld verlassen und folgte ihr. Soweit so gut. Auf ihrem Schirm leuchteten die Feindlichen Jäger auf, welche sich einige Meter weiter links von ihr aufhielten. Sakura’s KI setzte sich an ihre Seite.


„Punkt 213-511-7,anfliegen. Weitere Instruktionen folgen“, gab sie durch den geöffnete Kanal an ihren Flügelmann weiter, dann erhöhte sie den Schub, ließ ihren Jäger nach oben steigen, riss den Knüppel nach rechts und beschrieb einen Salto, welcher sie an die Seite ihres Gegners brachte. Sakura wurde langsamer um sich so leicht schräg hinter ihn setzten zu können, was natürlich von ihrem Gegner gesehen wurde. Dieser reagierte und tat Gott sei Dank genau das, was sie gehofft hatte. Ihr Gegner scherte aus, näherte sich den Koordinaten auf welche sie ihren Flügelmann geschickt hatte. Sakura erhöhte die Geschwindigkeit und jagte den Defender weiter auf ihr Ziel zu.

Natürlich blieb dies nicht unbemerkt und Sakuras Bildschrim machte piepsend deutlich, dass sich ein Jäger näherte. Dem Farbmuster zu urteilen war es der Feind, welcher seinem in Not geratenen Mann helfen wollte. Innerlich den Kopf schüttelnd hielt sie weiter auf ihren Feind zu. Der zweite Jäger (NPC) schien nicht von seinem Ziel, nämlich ihr abweichen zu wollen. Dem Stil nach den er folg musste es sich um eine KI handeln. Also gut, dann würde diese Nervensäge als erstes aus dem All verschwinden müssen, ehe sie den Defender vernichtete in dessen inneren eine reale Person saß. Sakura begann zu zählen, anstatt sich auf ihren Computer zu verlassen, drückte dann den Knopf an ihrem Knüppel und, die Zielvorrichtung piepste in der gleichen Sekunde, dann wurde es hell. Die KI (NPC) verschwand von der Bildschirmfläche. Ein Punkt für sie.

Der zweite noch halbwegs tüchtige Defender rückte wieder in ihren Vordergrund. Auf seinen Fersen jagte sie ihn weiter und brachte ihn dadurch den Koordinaten ihrer KI näher. Wenige Millimeter fehlten noch. Im Geiste summte sie. Dann schoss sie an ihm vorbei, was ihn dazu veranlassen würde erste einmal nicht ganz zu verstehen welche Taktik sie verfolgte. Sakura beschrieb einen Kreis, öffnete den Kanal zu ihrem Flügelmann und wies ihm an ihr zu folgen. Die KI gehorchte, setzte sich neben sie und gemeinsam schossen sie auf ihr Ziel zu, welches wohl noch damit beschäftigt schien sich zu fragen was dieses Manöver sollte. Sakura erhöhte den Schub und ihr Kamerad tat es ihr nach. Viele Möglichkeiten würden dem Feind nicht bleiben.


[ Bastions Mond | Basis "Last Defense" | Ebene Fünf | Simulationsraum II | Samin & Sakura in Simulation mit Shazz, Chett und Jeremy ]
 
[ Bastions Mond - Jägerbasis "Last Defense" - Ebene Fünf - Simulator 2 - Chett, Jeremy und Shazz gegen Samin und Sakura + NPCs die auch mitspielen dürfen plus der blöde Aiden der alles kaputt macht^^ ]

Shazz glaubte ernsthaft im falschen Film zu sein. Und zwar nicht die Art von falschen Film wo es, wenn man alle gefühlten sieben Augen zudrückte und seine Phantasie überstrapazierte, noch immer darum ging worum es gehen sollte, sondern die andere Art. Nämlich statt eines Actionfilms ein Romantik-das-können-sich-doch-nur-die-ganz-exremen-Weiber-anschauen-Film. Zuerst gab es die Mobilmachung gegen den Abfangkreuzer, was unmöglich war. Also flogen alle von der KI gesteuerten Jäger, Bomber und Kanonenboote mehr oder weniger in dessen Richtung, während der Enforcer alles an grüner Galle ausspie was ihm noch zur Verfügung stand. Shazz hatte dann versucht eine andere Strategie mit einzubringen, da er glaubte das diese erfolgversprechender war. Und keiner reagierte. Nichts. Niemand aus seiner Rotte, Staffel oder gar der Rest der Flotte. Zuerst hatte er an einen Fehler seines Equipments gedacht, diesen Gedanken jedoch sofort wieder bei Seite geschoben. Alles funktionierte tadellos, also musste es an den anderen Piloten liegen. Okay, zugegeben, seine beiden Rottenkameraden hatten Probleme, beide waren schwer getroffen worden – das Nectu der Torpedo trotz seines Sperrfeuers getroffen hatte, nagte an dem Sith und er fühlte sich verantwortlich dafür – aber konnten sie wirklich nicht mehr antworten? Doch selbst wenn, es gab nicht mal ne Antwort von den anderen und das hieß für Shazz, das er mit offenen Mund mit anschauen musste wie der zweite Enforcer sich schlussendlich doch noch zurück zog, vom Abfangkreuzer weg! Binnen einer Minute oder weniger war nicht nur Shazz Plan Geschichte, nein, die gesamte Schlacht war verloren. Ein merkwürdiges Gefühl – einer gedanklichen Ohnmacht gleich – befiel den Sith, so surreal war ihm das Ganze. Die Jäger bekriegten sich immer noch, als gäbe es kein höheres Ziel oder als müssten sie nur ihren temporären Erzfeind besiegen der sie verkrüppelt oder einfach nur gejagt hatte. Jeremy flog beschädigt in ein Miniaturasteroidenfeld – wo im Namen aller Höllen der Galaxie war das Ding denn aufgetaucht – und entzog sich somit quasi sowieso jedweder direkten Hilfe. Einer aus der Staffel versuchte es zwar, doch das Ergebnis war ohnehin irrelevant. Nectu war so schwer getroffen, das er eh niemals lebend zu dem MC40 kommen würde. Also waren seine beiden Flügelmänner nicht mehr in der Lage etwas sinnvolles zum Einsatz beizutragen. Shazz sah das ganz nüchtern, war sich aber durchaus bewusst das es anders aussehen könnte wenn er die beiden Piloten als Freunde betrachten und dies eine echte Schlacht wäre. Dessen war er sich bewusst, aber er konnte sich nicht selber davon überzeugen.

Wer auch immer in diese Simulation eingreifte, sei es nun dieser Captain oder einer seiner Untergebenen, er hatte mit dem Abzug des Enforcers ihr aller Untergang besiegelt. Der „kleine“ Sternzerstörer würde recht bald zerstört werden, er konnte dem Immobilizer und MC40 gar nicht entkommen und sobald sie seine Sublichtantriebe beschädigten, würde der Bothaner ihn in Stücke reißen. Und dann... tja, dann würden die restlichen imperialen Jäger und Bomber zerstört werden, unfähig sich in den Hyperraum zurück zu ziehen, gejagt von Maschinen die genau so schnell waren wie sie selber. Shazz konnte kampftechnisch nichts mehr tun außer vielleicht noch ein oder wenn er sich richtig gut anstellte sogar zwei Defender oder – natürlich, in diesem Augenblick tauchten eine Staffel E-Wings auf – sonstige feindliche Jäger zu zerstören. Aber das wars.


Was für eine grottenschlechte Vorstellung. Unsere Staffel wurde bzw wird zerlegt und ich hab noch nicht mal richtig gekämpft, sondern mir nur den Kopf darüber zerbrochen wie wir die gesamte Schlacht noch gewinnen können. Dann kommt irgend so ein Idiot daher und demontiert unseren Sieg in Sekunden. Was will Thiuro damit bezwecken? Soll ich mich dermaßen über die Unfähigkeit des imperialen Kommandanten aufregen das ich nicht aufpasse und abgeschossen werde? Falls ja, könnte es gut sein das du Erfolg damit hast du verdammter gut aussehender Mistkerl!

Shazz zog seinen Jäger brutal nach rechts, vollzog mehrere Rollen und steuerte dann direkt den MC40 an. Einige rote und grüne Lasersalven hatten dabei seinen Weg gekreuzt, waren aber immer weit genug voraus durchs All gefegt um ihn treffen zu können. Aber selbst wenn, Shazz hatte grade eh nur Augen für seinen Sekundärschirm. Auf diesem sah er sich grade die vom Abfangkreuzer errichteten Schwerkraftfelder an. Dieser war in der Lage 4 trichterförmige Gravitationsfelder zu installieren, im Moment waren jedoch nur 3 aktiv, was jedoch keinen Unterschied machte. Das gesamte Schlachtfeld war so klein und der Enforcer wie auch die Jäger direkt im Zentrum eines Feldes, das ihnen die Flucht vermutlich nicht gelingen würde, auch wenn es für den Abfangkreuzer schwer war eines dieser Felder zu bewegen. Fakt war, die Braveness und ihre Besatzung waren verloren. Für sie konnte man nichts mehr tun und ihnen nur dahingehend gratulieren, das die Republikaner eher geneigt waren Gefangene zu machen. Wäre diese keine Simulation natürlich. Doch alle noch funktionstüchtigen Defender und Kanonenboote konnten in den Hyperraum springen, sollten sie nah genug an den Interdictor heran kommen, wo seine Trichter so schmal waren, das man ohne weiteres dazwischen hindurch entkommen konnte. Eine einfache Lösung für Shazz. Alles um ihn herum vergessen, die ihn eh ignorierenden Staffelkameraden im Stich lassen und auf eigene Faust losfliegen, dem Turbolaserbeschuss des MC40, des Bothans und des Interdictors ausweichen – ach ja, und den der Jäger die grade auf sie zukamen – und dann ab in den Hyperraum. Vermutlich alle imperialen Schiffe würden zerstört werden, er würde womöglich überleben und die Simulation damit... bestehen? Aber der rothäutige Sith war nun mal leider niemand der andere im Stich ließ, auch wenn sie es geradezu herausforderten. Er konnte Jeremy und Chett unmöglich sich allein überlassen, angeschlagen oder nicht. Verdammte Ehrgewühl, und zwei mal so verdammtes Gewissen. Er würde in dieser Simulation lieber sterben als sie im Stich zu lassen.

Shit! Thiuro, was tust du uns da an, man!

Und wieder riss Shazz seinen Jäger herum, sich wohl der E-Wing Staffel bewusst der er nun sein Hinterteil abschussbereit präsentierte. Dann tat er etwas im Grunde dummes, aber wäre dies ein Film und es gäbe Zuschauer die auf Action standen, würde ihnen das nun folgende gefallen. Zuerst schaltete er seine vier Laserkanonen nicht nur auf Einzelfeuer, sondern reduzierte die ausgestoßene Energiemenge auch noch um 70%, dafür erhöhte er aber die Feuerrate um 50%. Ergo würden seine Treffer keinen Schaden anrichten und die Laserblitze würden sogar dünner und weniger kraftvoll grünlich leuchten, doch das würde bei dem nun folgenden Manöver ohnehin keine Rolle spielen. Nachdem die Primärwaffen also konfiguriert waren, visierte er aus recht hoher Distanz den direkten Verfolger (NPC, Defender) von Chett an, welcher ihn wohl sehr bald abschießen würde. Es machte im Abstand von 1.5 Sekunden zwei mal mechanisch „Tack" "Tack", dann flogen von bläulichen Stichflammen getragene Protonentorpedos auf den gegnerischen Jäger zu. Nur einen Sekunde später nutzte Shazz die Gunst der Stunde und ließ seinen Jäger unter Verwendung der Repulsoren „aufbocken“. Ein Trümmerteil nutzend stieß er sich davon ab und gewann so an „Höhe“. Da er nun freie Schussbahn hatte und seine eigenen Torpedos nicht mehr so leicht treffen konnte, sorgte er dafür das Chetts Verfolger keinen Gedanken mehr daran verschwenden würde seine Jagd vorzusetzen. Ein Gewittersturm an lächerlich schwachen, aber eben so irrsinnig vielen Laserblitzen prasselten auf den Jäger und, trafen auch, aber vor allem ließen sie ihn abdrehen. Shazz hatte jedoch längst den Kurs geändert und einen Defender anvisiert, welchen er kurz nach Chetts Torpedotreffer endgültig markiert hatte. (Samin). Und wieder die gleiche Taktik. Zwei Torpedos abgeschossen, ablenkendes Laserfeuer – wobei die Distanz dieses mal noch größer war und sie ersteren höchstwahrscheinlich würde entkommen können. Egal. Nun waren die direkten Gegner von Jeremy dran (Sakura plus ihr Flügelmann). Ein Torpedo pro Jäger, da sich Shazz in diesem Falle leider nicht wirklich sicher war ob und wenn ja wer von ihnen der echte Pilot war. Dann wieder das Trommelfeuer, doch dieses mal hielt er weiter drauf, da er sich endgültig um dieses Problem kümmern wollte.

Und während er die Distanz verringerte und gleichermaßen die Feuerrate senkte wie die Intensität der Schüsse erhöhte, akzeptierte er das er den simulierten Heldentod sterben würde. Und vor allem – und das war wichtiger- dass er Aiden für diese Simulation zumindest temporär eine Spur von waschechter Sith-Verachtung spüren lassen wollte.


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Bastion - Sith-Orden - Thronsaal - Jolina, Oberkommando, Taral, Elysa (Holoprojektor)

Allegious blieb still auf seinem Thron sitzen. Sein Kopf schaute weit über die Köpfe des Oberkommandos hinweg. Allegious griff subtil auf die dunkle Seite der Macht zurück umso Stimme dröhnender wirken zu lassen. Desweiteren sorgte er damit dafür dass jene besser von den Wänden widerhallte. Es war ein leichtes damit für dein Frösteln im Thronsaal zu sorgen. Die Luft wurde kälter. Beim Ausatmen sah man deutlich das kondensierte Wasser der Offiziere welches aus ihren Mündern hervorkam. Taral lag zu Füßen des Imperators und erhob seinen massigen Schädel und blickte drohend in deren Gesichter. Allegious streckte die Finger seiner rechten Hand von sich und senkte diese nach unten um Taral zu gewahren sich nicht aufrappeln zu müssen. Er war hier der Puppenspieler und er war somit auch derjenige der die Fäden fest in den Händen hielt.

Mochte Elysa auch noch so felsenfest von sich überzeugt sein- auch sie war letzten Endes nur eine Marionette seiner Herrschaft. Sicherlich sie alle besaßen ihren eigenen Willen, ihre eigenen Gedanken und ihre eigenen Vorstellungen aber Allegious wusste von jedem seine Erwartungen und konnte diese jederzeit dazu benutzen das zu bekommen was er von ihnen haben wollte. Er war sich sehr wohl im Klaren, dass das was Elysa ihm sagte nicht das war, was sie meinte- sowohl bei der Begrüßung als auch bei dem was sie danach sprach. Sie war einfach zu durchschaubar. Zudem verfügte er über zahlreiche Spione in ihrem Umfeld. Es gab kein Entkommen. Sie würde immer nur in die Richtung gehen in der er sie peitschte. Ein gehetzter Hund- mehr war sie nicht.

Die Offiziere hingegen nahmen einen wesentlich vorsichtigeren Ton in Anspruch. Das war gut, denn sie besaßen gegenüber Nerethin einen entscheidenden Nachteil, sie waren nicht fähig auf die Macht zurückzugreifen. Natürlich gelang dies auch Elysa nur leidlich, da sie zu viel ihrer Zeit in ihre militärische Karriere investierte anstatt sich dem Studium der Macht zu widmen, aber zumindest rudimentäre Grundkenntnisse waren vorhanden. Und das machte sie zu einem Wesen das ihm wesentlich näher war als jene die nun vor ihm standen. Es war Ironie der Fügung dass sie ihm näher sein musste, auch wenn sie es gar nicht wollte. Sie waren in gewisser Weise eins. Und was er an ihr wirklich zu schätzen wusste war dass sie nicht aufhörte aufzubegehren. Verrat war der Weg der Sith- sie versuchte es zumindest. Natürlich scheiterte sie stets daran dass sie versucht war jegliche ihrer Taten als notwendig und rechtmäßig zu legitimieren. Dabei blieb Verrat doch nichts anderes als Verrat.

Allegious Stimme donnerte durch den Thronsaal.


Ja. An allen Fronten schweigen die Waffen. Ihr habt eure Ineffizienz im Correlian Run deutlich zur Schau gestellt. Wollt ihr leugnen dass die Front seit Monaten am Zurückweichen ist? Nein, das wollt ihr nicht, denn ihr wisst das dem so ist. Der Wiederaufbau des Imperiums hat uns sicherlich Ressourcen gekostet. Die notwendigen Säuberungen haben dem Offizierskorps geschadet, dessen bin ich mir bewusst- doch wie schwieriger wäre es gewesen ein Imperium zu führen das aufgrund belangloser Versuche meine Autorität zu untergraben, auseinandergedriftet wäre. Der Frieden ist notwendig. Das Oberkommando wird dadurch Zeit erlangen seine Streitkraft zu konsolidieren und sich neu zu formieren. Es wird einige Änderungen im Oberkommando geben. Einige von euch hatten ihre Chance und haben- versagt. Das Imperium wird einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben- die Verträge zur Produktion neuer Kriegsgeräte sind unlängst unterzeichnet, ich habe alles vorhergesehen. Coruscant wird ein kleines Opfer dafür sein. Lasst ihnen ihren Pathos und ihren Triumph mit einem Planeten der nicht einmal schön anzusehen ist. Sie werden den Köder schlucken und dann wird eure Zeit kommen. Ich bin der Imperator- ich entscheide wenn es mir beliebt- ich benötige eure Erlaubnis nicht. Ihr seid meine Ratgeber in militärischen Dingen, gewiss, aber ihr versteht nichts von der dunklen Seite der Macht. Sie erleuchtet die Zukunft auf so vielfältige Art, wie ihr es nicht vermögt. Oder wollt ihr meine Befugnis in Frage stellen? Ich bitte euch- frei heraus- tut es wenn ihr euch traut.

Ein Knurren entwich Taral direkt im Anschluss und der Tuk'ata setzte sich zumindest hin um im Falle eines Falles zuzuschlagen. Die kräftigen Hinterläufe waren wie gemacht wie einen Sprungangriff. Seitlich des Thrones traten Royal Guards hervor. Im Halbschatten standen die Wachen mit ihren Energiepiken wie Statuen aus Marmor und regten sich nicht. Nebel-artige Gebilde hüllten den Thronsaal ein. Die Sicht war wie durch Stoff verschwommen. Die rotglühenden Augen des Imperators wartete dass einer des Oberkommandos die Herausforderung ergriff. Ein kleiner Blick in die Zukunft genügte um zu wissen dass hier kein Blut fließen würde, da hier allerhöchstens das Blut seiner Untergebenen gerade gefror. Er genoss das Unbehagen und die Angst. Furcht bedeutete Macht. Sein Blick wanderte zu seiner Schülerin. Würde sie verstehen? Dann wanderte sein blick zum Holoprojektor. Seine Augen ruhten einen Moment länger auf ihr als notwendig gewesen war. Es war so- amüsant. Dabei wusste sie noch nicht was ihr als Nächstes bevorstehen würde.

Er wartete einen Moment. Nichts geschah. Niemand trat vor, kein Anwesender erhob seine Stimme. Alles, wirklich alles geschah so wie er es vorhersah.


Ich wusste das ihr verstehen würdet, dass eben genau dieser Umstand weswegen ihr euch hier im Thronsaal befindet, euch deutlich vor Augen hält dass wir hier eben im Imperium leben, nicht in einer Demokratie wie der Republik. Wichtige Entscheidungen werden von mir gefällt, so ist sichergestellt dass wir nicht endlos Zeit in sinnfreien Debatten verlieren. Ich habe uns eine Atempause verschafft. Diese gilt es nun zu nutzen. Rekrutiert, bildet aus, trainiert diverse Gefechte. Zieht die Flotten nach euren strategischen und taktischen Gutdünken zusammen oder entschlackt sie um sie anderweitig neu zu positionieren. Konsolidiert die Grenze zur Republik, haltet euch bereit aber brecht diesen Frieden nicht. Tut ihr es doch- ohne meine Erlaubnis- werdet ihr mehr über die dunkle Seite der Macht erfahren als euch lieb ist. Aber genug solch hässlicher Worte für meine Untergebenen- was könnt ihr sonst Neues berichten? Oder seid ihr nur wegen dieser einen trivialen Sache erschienen?

Die Wachen verschwanden wieder im nicht erkennbaren Dickicht. Taral legte sich wieder hin, nur schloss er dieses Mal die Augen und schien langsam aber sicher in einen Schlaf überzugleiten. Jolina stand die ganze Zeit bei ihm. Vermutlich wären weder Taral noch die Wachen schnell genug gewesen wenn jemand es gewagt hätte zu den Mund zu öffnen, ihn zur Strecke zu bringen bevor das Jolina übernommen hätte. Sein Macht stand felsenfest begründet. Alle Opportunisten wurden entsprechend bespitzelt. Offensichtliche Verräter wie Niles Ventar es einer war gab es keine. Niemand konnte ihm gefährlich werden. Und so ritt und peitschte er auf diesen Wesen die sich alle für etwas Besseres hielten und doch nur Banthas in diesem Spiel des einen Sith waren...

Bastion - Sith-Orden - Thronsaal - Jolina, Oberkommando, Taral, Elysa (Holoprojektor)
 
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Der Imperator scheute sich gegenüber den drei Mitgliedern des Oberkommandos ganz und gar nicht davor zuzugeben, dass er selbständig die Zügel in die Hände genommen und somit von allein agiert hatte. Keinen einzigen Rat hatte er sich zuvor von seinen loyalen Offizieren eingeholt. Und was war der Grund? Sämtliche Befehle, die das höchste Gremium der imperialen Streitkräfte bisher im Sinne der momentanen Politik zur endgültigen Sicherung von Darth Allegious' Herrschaft getroffen hatte, hatten den mächtigen Cyborg anscheinend dazu getrieben. Fyrestone ließ unwillkürlich seine Zähne aufeinander mahlen. Im Augenblick fühlte sich der High Admiral, den einige Militärs früher als die „Graue Eminenz“ des Flottenoberkommandos unter Kratas' Führung bezeichnet hatten, eher wie ein seniler Marionettenspieler, dem man unbemerkt die Puppen abspenstig gemacht hatte. Denn obwohl er noch die Vorrichtungen bewegte, an denen scheinbar die Figuren hingen, kam inzwischen keiner seiner Befehle mehr an. Man hatte ihn ausgetrickst.

Doch warum störte sich der Imperator an den gesetzten Schwerpunkten? Hatte er nicht genau dieses Credo ausgerufen? Hatte man nicht im gesamten Imperium erfolgreich Aufstände niedergeschlagen, halsstarrige Widerstände ausgelöscht und mögliche Verräter ihrer gerechten Strafe überführt? Hatte man seine Macht also nicht bisher ordentlich gesichert? Selbst Admiral Bennett, dem man nicht nur die Erste Gefechtsflotte, sondern ebenso den Supersternzerstörer „Nereus Kratas“ überlassen hatte, hatte man zur Verteidigung der angegriffenen Handelsroute ausgesandt. Von Untätigkeit konnte man also kaum sprechen. Mit ernster Miene bedachte der Vorsitzende der Imperialen Flotte den Cyborg, der, als Herrscher des Imperiums, auf dem Thron saß. Musste sich das komplette Militär tatsächlich in Zukunft darauf einstellen, dass Darth Allegious seine gegebene Rolle als Oberkommandierender mehr ins Auge fasste und diese weiter auslegte als alle seine Vorgänger zuvor? Fyrestone konnte auf Anhieb nicht sagen, ob das eher Fluch oder Segen war.

Gerade als sich der High Admiral – auch im Namen seiner schweigsamen Begleiter – rechtfertigen wollte, funkte ihm plötzlich Elysa Nerethin dazwischen. Die Vice Admiral war per Holo-Konferenz bei diesem Gespräch anwesend. Wo sie zu diesem Zeitpunkt aber genau verweilte, konnte Fyrestone nicht sagen. Jedoch tippte er auf ihr Flaggschiff, die „Avenger“. Vielleicht, so mutmaßte er, hatte sie nahe dem corellianischen Sektor sogar Stellung bezogen. Bei der Analyse, die diese Offizierin nun allen Anwesenden verbal vorlegte, glich sie beinah einer Chirurgin. Selbstverständlich streute sie an der einen oder anderen Stelle ihre eigene Meinung unter. Mit einem finsteren Blick bedachte sie der High Admiral. Ihre Meinung gefiel ihm ganz und gar nicht. Denn wie für die meisten Offiziere, die zur Zeit im Flottenoberkommando saßen, war ihm Nerethin ein Dorn im Auge, weil sie in manchen Dingen einfach zu sehr ihrem Mentor, Horvic DeVries, ähnlich war. Unter seiner ruhigen Haltung loderte immer mehr der Groll gegenüber der Vice Admiral.


„Eure Majestät, lasse Sie mich einen Punkt noch erklären...“, bat der greise High Admiral in einem demütigen Tonfall. „Admiral Nerethin scheint wohl die Zeit seit ihrer spurlosen Abwesenheit nicht ausreichend genutzt zu haben, um den Überblick zu wahren. Bennett und seine Erste Gefechtsflotte ankert mitnichten bei Coruscant, sondern kreuzt längst bei Xorth. Gemäß der Planung, die Admiral Goran und dessen Stab seit der Niederlage bei Corellia akribisch ausgearbeitet hatte, sollte dort die Entscheidungsschlacht erzwungen werden. Danach hätte man mit Kräften, die man derzeit noch im Deep Core, bei Fondor und Kuat bündelt, problemlos den Run zurückerobern können. Wir wollten überlegt handeln und nicht Cornells unrühmlichen Beispiel folgen.“ Er holte kurz Luft. „Jedoch ist diese Planung nun selbstverständlich hinfällig, Eure Majestät. Das Oberkommando arbeitet stets in Euren Namen. Dementsprechend werden wir sofort Eure neusten Anweisungen in die Tat umsetzen und unsere Bereiche darüber in Kenntnis setzen.“

Er verneigte sich unterwürfig. Zwar mochte der alte Flottenoffizier mit den Jahren diese Bewegung nicht mehr so „elegant“ wie früher hinzubekommen, aber er schlug sich noch immer wacker. Dann gab er dem anwesenden Chef des Generalstabs ein Zeichen. Dieser hatte schließlich den gedruckten Bericht des Captains bei sich, der sich für die Vorverhandlungen verantworten musste. Zügig reichte man dem High Admiral das Dokument. Sollte er es dem Imperator geben? Da sich nahe dem Thron ein ungewöhnliches Raubtier (Taral) vollkommen frei aufhielt, wollte der Offizier nur ungern einen Schritt nach vorn machen, weshalb er sich kurzum für eine andere Möglichkeit entschied: Er würde Darth Allegious einfach auf informelle Weise Bericht erstatten. Flüchtig beäugte der Alte das recht große Tier, das scheinbar einem Albtraum entsprungen sein musste. Unbehelligt breitete sich genau in diesem Moment eine Gänsehaut unter der grauen Uniform aus.


„Eure Majestät, viel gibt es nicht zu berichten“, sagte Fyrestone und blickte immer wieder kurz auf das Dokument. „Der Schiffskommandant, der nach Eurem Befehl gemeinsam mit dem Botschafter die bisherigen Verhandlungen mit den Rebellen geführt hat, berichtete uns, dass man sich neben den Gebietsabtretungen, die sich entlang des restlichen Corellian Run belaufen, noch auf den neutralen Planeten Umbara als Ort für die Hauptverhandlungen geeinigt hat. Die maximale Anzahl der reinen Delegation – ohne Protokollanten und andere Untergebene – beläuft sich zudem auf genau zwanzig Personen. Es liegt nun also in Eurem Ermessen wie wir weiter vorgehen sollen...“

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Fast sofort tauchte der feindliche Defender zur Seite ab im Wirbel aus Staub und Gestein, dicht auf den Fersen die hungrigen Raketen welche explosive Ernte einfahren wollten. Wahrscheinlich würde es ihm nicht helfen, die Raketen eines anderen Defenders konnten genügend wumms entwickeln um einen Jäger zu zerreisen selbst wenn die Schilde noch maximale Leistung hatten. Für Jeremy aber kein Grund mit einem Male nachlässig zu werden, er suchte sich einen eigenen Weg aus dem Asteroidenfeld, beobachtete aufmerksam die Umgebung und erkannte bald etwas unter sich den herausstobenden Defender, im Schlepptau seinen Kameraden und keine Raketen. Scheinbar waren die berühmt berüchtigten Raketen doch nicht so zielsicher wie behauptet wurde, grimmig steuerte Jeremy seinen Jäger hinter den Feind, wollte erneut schießen würde sich der Gegner nicht in einer Drehung aus der Misere ziehen. Gnargh! Mit einem schwerem Schnaufen wollte er dem anderem Defender zuvor kommen und flog in irgendeine Richtung, alles nur aus dem Zielfeld seines Feindes. Es war jedoch vergebens, trotz das eine KI Ihm zur Hilfe kam, und so schnell wie sie erschien abgeschossen wurde. Er rechnete schon damit getroffen zu werden, da preschte mit einer Halsbrecherischen Geschwindigkeit der Feind an ihm vorbei, was den Mann doof aus der Wäsche schauen ließ. Wahrscheinlich filmten die Leute des Kühltruhen-Captains sie alle sowieso, wenn ja dann würde sein Gesichtsausdruck wohl eine gewisse Prominenz im Holonet genießen als Zeichen von Überraschung...sollte es es in das Holonet schaffen.
Spätestens als aber der Kumpane des Menschlichen Gegners auftauchte und beide wie Todesengel auf ihn zuflogen war es für Jeremy klar das das sein Ende war. Mit einer Ruhe die ihn selbst überraschte visierte er einen von beiden Defendern an, er war sich sicher das es die KI war und nicht der Menschliche Gegenspieler, und nahm ebenfalls Schub auf, während die beiden Jäger ihn in einem Hagel aus Laserstrahlen einen hellen Schweif gaben. Ein Strahl traf die Kugel, die Systeme meldeten einen minimalen Hüllenschaden und Ausfall der Schildsysteme, Jeremy war dies in seinem Kamikazeflug einerlei, sein Tempo erhöhte sich immer weiter bis die Alarmglocken klirrten. Seine Gegner bemerkten zu spät sein Vorhaben, wenige Momente bevor es geschah wollten sie auseinander preschen, doch da war es bereits viel zu spät. Mit einer Absurden Geschwindigkeit kollidierte sein Defender mit dem der KI, die dabei frei gewordene Energie in Verbindung mit dem explodierendem Jäger zerfetzte den Angreifer und die dabei entstehende Explosion ließ den Menschlichen Jäger wegschleudern, jedoch war dieser größtenteils unbeschädigt. Jeremy merkte davon jedoch nichts mehr, er saß in einem Simulator dessen Bildschirme alle im Moment des Aufpralls Schwarz geworden waren. Er hatte gekämpft und verloren, das gehörte dazu...auch wenn es im Einsatz das Ende bedeutete. Doch er hatte keine Wahl gehabt, und als ehemalige TIE-Pilot hatte er sowieso gelernt sein Leben teuer verkaufen zu können. Er hatte wahrscheinlich jemanden mitgenommen, mit Glück auch 2, und das machte ihn zufrieden. Fraglich nur ob auch die werten "Chefs" zufrieden waren.


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