Lianna

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Cantina - Rilanja, Talery, Kestrel und Brianna

Kestrel begrüßte Rilanja fast genauso überschwänglich wie sie selbst, stellte Brianna mit vor Verwunderung leicht hochgezogenen silberweißen Augenbrauen fest. Allem Anschein nach liefen sich die beiden in der Basis auch nur höchst selten über dem Weg. Kestrels Komnachrichten zufolge war die junge Jedi-Meisterin auch nur zu wenig anderem gekommen außer Bibliotheksrecherchen und Padawanausbildung – sowas würde sie nicht auf Dauer ertragen, dachte die Echani. Obwohl… hatte Sarid nicht vom bevorstehenden Angriff auf Corellia gesprochen, bevor Brianna mit Talery nach Denon geflogen war? In dem Fall machte es natürlich Sinn, wenn Rilanja ebenfalls dabei gewesen wäre. Die nötige Kampferfahrung besaß sie ja bereits, wie die junge Ritterin schon seit ihrem Talz-Abenteuer wusste.

Unisono erklärten die beiden Padawane, dass die beiden vollwertigen Jedi sich zu ihnen setzen durfte, und Kestrel und Brianna taten wie geheißen; gleich im Gegenzug bekundete Talery, dass sie natürlich, und alles andere hätte die muskulöse Silberhaarige auch schwer überrascht, sehr froh war, ihre Meisterin wiederzusehen. Zudem schien sie sich angeregt mit Rilanja über Caamasi-Körperpflegeprodukte unterhalten zu haben.

„Ernsthaft?“

Rutschte es Brianna heraus – niemand interessierte sich dermaßen für die Feinheiten des Inhalts der unzähligen Tuben und Tiegelchen, um mit Talery ein Gespräch beginnen zu können, das nicht in einen Monolog ausartete – und sie musste zugegebenermaßen außer dem Sport nur wenig tun, um ihr Aussehen so zu erhalten, wie es war. Sie pflegte ihre lange Silbermähne, was einiges an Zeit in Anspruch nahm, doch abgesehen davon gab es wenig mehr als die Wahl des richtigen Duschgels. Wahrscheinlich war es eine Folge ihrer instinktiven Fähigkeit, sich im Schlaf zu heilen, dass ihre Haut auch ohne eine Batterie an Cremes immer schön makellos aussah. Zum Glück begannen die Caamasi und Kestrel damit, sich auszutauschen, so dass der kleine Lapsus hoffentlich weitgehend unbemerkt blieb.

„Du kannst dich darauf verlassen, dass sie Bemerkenswertes geleistet hat,“

Unterstrich die 25jährige, bevor ein Kantinendroide sie nach ihrer Bestellung fragte und sie den üblichen Berg aus Hauptgericht, Nachschlag, Gemüse und Salat bestellte, den sie auch mit Leichtigkeit vertilgen konnte. So mittelmäßig die Ordenskantine auch war, schlug sie dennoch Raumschiffverpflegung um Längen.

Als sie ihre Gerichte bekamen – Brianna nahm fast ungläubig zur Kenntnis, dass Kestrel sich mit etwas Joghurt begnügte, oder vielleicht hatte sie gerade erst gegessen – fragte die Coruscanti ihre Ex-Padawan nach ihrem Lichtschwert.

„Du kannst darauf wetten, dass es zusammen passt, doch was passt nicht zu Silber und Anthrazit?“

Meinte sie und stand kurz auf, um mal eben die bläuliche Klinge zu präsentieren.

„Wie gesagt, das ist Mondschein. Es ist aus den Teilen gebaut, die du mir immer für besondere Leistungen geschenkt hast und so einfach wie nur irgend möglich konstruiert. Schließlich musste ich es ganz alleine bauen und werde es auch selbst reparieren müssen, sollte es irgendwann einmal einen Defekt aufweisen.“

Die leicht vorwurfsvolle Nuance bei den Worten „ganz alleine“ blieb natürlich nicht aus. Etwas später wandte Kestrel sich in Bezug auf den Siegesball an Rilanja. Aha, also war die Falleen auf Corellia dabei gewesen, denn abgesehen davon fielen ihr wenig Gründe ein, warum eine gewöhnliche Padawan am Treffen der furchtbar wichtigen Leute und Jedi dabei sein dürfen sollte.

„Ich vergaß völlig, es Sarid gegenüber zu erwähnen, aber es freut mich sehr zu sehen, dass ihr beide unbeschadet von Corellia zurückgekehrt seit. Ich hoffe es zumindest.“

Zog Brianna die logischen Schlüsse daraus. Anschließend fragte die dunkelhaarige Menschin sie und Talery, was sie als nächstes vorhatten und wie die beiden sich kennengelernt hatten.

„Ich denke nicht, dass wir auf absehbare Zeit auf Mission gehen werden. Wir haben uns beide eine Erholungspause verdient, außerdem möchte ich mich verstärkt Talerys Ausbildung widmen. Sie ist eine gute Schülerin und ich möchte ihr auch weiterhin das Gefühl geben können, nicht nur ein Anhängsel zu sein, sondern wie ein wertvolles Gruppenmitglied zu sein, das seinen eigenen Beitrag leisten kann – ganz so wie es auf Denon schon der Fall war. Da nicht alles Missionen so friedlich ablaufen werden wie diese, heißt das insbesondere, dass ich so bald wie möglich mit ihrem Lichtschwerttraining beginnen möchte.“

Vielleicht empfand die Caamasi-Padawan die Drohung, das über sie schwebende Damokles-Schwert, in ein Lob verpackt als nicht ganz so schlimm, doch Brianna hatte ihre Zweifel daran und rechnete mit zumindest leisem Protest. Spätestens wenn sie allein waren, käme er auf jeden Fall.

„Wir fanden total zufällig zueinander. Da ich bei meiner letzten Ankunft noch Padawan war, wurde ich in ein Doppelzimmer eingeteilt und meine Zimmerkollegin war just Talery. Wir freundeten uns sehr schnell an und da ich so schnell auf die Denon-Mission geschickt wurde, nahm ich sie zur Padawan, um sie mitnehmen zu können. Das ist die Geschichte,“

Lächelte die junge Jedi-Ritterin. Während dem anschließenden Essen fiel ihr auf, dass ein junger, menschlicher Jedi (Raiken) immer wieder zu ihnen herüber sah und Brianna war sich unschlüssig, ob er sie meinte oder Talery oder jemand ganz anderes.

„Äh… hallo,“

Grüßte sie vorsichtig in seine Richtung. Als sie sich wieder der eigenen Tischrunde zuwandte, bemerkte sie die Müdigkeit in Kestrels Augen.

„Du siehst müde aus… dabei dachte ich, ich hätte eine anstrengende Zeit gehabt. Bei dir geht es ja bald wieder los. Aber du freust dich schon auf die Mission, nicht wahr?“

Erkundigte Brianna sich einfühlsam.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Cantina - in der Nähe Raiken - Rilanja, Talery, Kestrel und Brianna
 
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Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Kantine - Rilanja, Brianna, Kestrel und Talery

Kestrel, welche Talery bereits in Gedanken als Windnelke bezeichnete, bekundete, dass sie Eisblumes Padawan ebenfalls gerne kennenlernte und wohl auch schon viel über sie gehört haben musste. Allerdings fragte die Padawan sich an der Stelle, ob das der Realität entsprach oder lediglich eine Höflichkeitsfloskel war. Dennoch, die schmächtige Menschenfrau mit den langen dunklen Haaren machte einen aufgeschlossenen und freundlichen Eindruck. Daher ließ sie sich das Lob auch gerne gefallen.

"Vielen Dank, Jedi-Meisterin. Denon war für mich wirklich heftig. Aber ich habe mich bemüht den Anforderungen gerecht zu werden. Immerhin habe ich ja bisher aufgrund der Umstände noch nicht soviel lernen können. Ich war ja vorher auch noch nicht lange bei den Jedi",

plauderte die Caamasi bereitwillig mit Windnelke. Was Talery jedoch im ersten Moment etwas stutzig gemacht hatte war Eisblumes Reaktion auf ihre Worte, dass sie sich mit Schuppenhaut sehr angeregt über Caamasikörperpflege unterhalten hatte. Meinte die bleiche Echani dies im Ernst? Aber das konnte sie dann doch nicht glauben und verwarf den Gedanken wieder. So gehäßig war Eisblume nicht! Momentan gab es außerdem noch andere Dinge, auf die sie sich viel lieber konzentrierte. Jedoch bremste Eisblume ihren Elan diesbezüglich wieder gehörig ein als Talery hörte, dass ihr in sehr naher Zukunft Lichtschwerttraining bevorstand. Sie hatte sich ja nach längerem Zaudern erst dazu durchgerungen zumindest soviel zu lernen, damit sie sich selbst verteidigen konnte. Aber darauf freuen musste sie sich ja trotzdem nicht. Entsprechend sackte Talerys lackierter Schnabel etwas nach unten und ihre purpurnen Gesichtsdaunen plusterten sich auf, entsprechend einem menschlichen Stirnrunzeln. Vermutlich entging diese Reaktion weder Brianna noch Kestrel, aber Talery konnte nicht anders.

Aber immerhin hatte Eisblume nicht vor in nächster Zeit auf Mission zu gehen. Also blieb der Caamasi zumindest etwas Erholungszeit tröstete sie sich und bemühte sich dies positiv zu sehen. Vielleicht schaffte sie es ja auch das Training in ausreichend kleine Häppchen zu verteilen, überlegte sie, während ihre Meisterin Windnelke erzählte wie sie und Talery sich kennengelernt hatten.

Unterdessen kam noch eine weitere Person allein in die Kantine (Raiken). Den jungen Mann als Wüstenpilz erkennend winkte sie ihm sogleich mit einer fedrigen, dreifingringen Hand freundlich zu. Sie hatten sich zwar nur relativ kurz kennengelernt, aber sie war mit dem schwarzhaarigen Jedipadawan damals gut ausgekommen. Außerdem, wenn das Essen schon kein Highlight war, dann hatte Talery vor zumindest die Gesellschaft zu genießen. Der braune Kloß von Essen, mittlerweile erkaltet lag ohnehin noch vor ihr auf dem Tisch und die Caamasi verspürte wenig Elan die verbliebene Hälfte noch zu essen. Immerhin war sie ziemlich schlank und fragil und brauchte auch nicht viel.


Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Kantine - Rilanja, Brianna, Kestrel, Raiken und Talery
 
Lianna - Jedi Tempel - Kantine- Raiken alleine in der Nähe Talery


Er hatte nicht damit gerechnet, dass seine Gegenwart bemerkt wurde. Er hatte wohl zu oft zu diesem Tisch rübergesehen. Dies war ihm sehr peinlich. Dennoch war es schön, wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen.Er erwiederte den Gruß und beschloss, sich zurückzuziehen. Er legte die Serviette auf den Tisch, erhob sich und verließ seinen Platz. Langsam bewegte er sich hinaus. Er ging durch die Gänge des Tempels und versuchte seine Gefühle zu verbergen. Was ihm auch sehr gut gelang. Sicherlich hätte er gerne mit Talery gesprochen, aber die derzeitigen Umstände waren nicht die Besten. Er wollte deren Zusammenkunft nicht stören.

Er ging in den Hof des Tempels um etwas zu trainieren. Hier hatte er genug Platz um sich frei bewegen zu können. Er suchte sich Gegenstände mit denen er einen Hindernisparcour absolvieren konnte. Dazu nutze er Treppen und Wände um sich auszutoben. Als Gepäck nutze er seinen Rucksack, den er mit allem möglichen vollgestopft hatte um dabei ein bestimmtes Gewicht zu tragen. Er schnellte durch seine Umgebung und suchte sich Dinge, die er überwinden konnte. Zum Beispiel einen Baum, an dessen Ästen er sich hochzog um eine bestimmte Höhe zu erreichen, damit er auf das nächste Dach springen konnte. Dies machte er mehrmals und kam nach einiger Zeit ganz schön ins schwitzen. Für sein Training trug er ein altes Shirt , welches er noch von seinem Heimatplaneten besaß. Dieser Lumpen war zwar nicht mehr der beste, aber für sein Training gerade richtig. An einem Hindernis scheiterte er aber. Er hatte sich zu sehr verausgabt. Er wollte sich an einem Holzbalken festhalten, welcher zu bruch ging und stürzte zu Boden.

"Na das hätte auch schief gehen können."

Sagte er zu sich selbst und kehrte in sein Quartier zurück um sich zu duschen. Danach schlüpfte er wieder in seine neue Kleidung. Als er auf seinem Bett saß, piepste etwas. Er sah sich in seinem Zimmer um und fand den Comlink, den er vom Orden bekommen hatte. Als er diesen aktivierte, hörte er eine Nachricht. Als er die Stimme vernahm, freute er sich. Es war die Stimme von Tomm. Also würde er sehr bald nach Lianna kommen.



Lianna - Jedi Tempel - Quartier- Raiken alleine
 
Lianna - Jedi Tempel - Gänge - Sarissia


*Sarissia kam keuchend vor dem Trainingsraum zum stehn und schnappte erstmal luft, sie fing sich und ging dann hinein, sie neigte ihr haupt und ging recht unauffällig zu ihren sachen*

Oh man...

*nuschelte sie leise wärend sie die sachen nimmt und umklammert, sie drehte sich um und neigte erneut ihr haupt um dann wieder aus dem Trainingsraum zu entschwinden, das laufen hatte erneut an ihr erneut gezerrt und sie schien so als würde sie beim weg zurück zu den Quartieren beim gehen einzuschlafen*

*Sie seufzt leise und kam bei den Quartieren an, letzendlich ging sie hinein, legte die sachen ab und entledigte sich der Überschüssigen Kleidung, nurnoch in Unterwäsche legte sie sich auf ihr Bett, deckte sich zu und schloss die augen, sie brauchte nicht lange um einzuschlafen und hoffte nurnoch innerlich, rechtzeitig wieder wach zu werden.*

Lianna - Jedi Tempel - Quartier von Salina und Sarissia - Sarissia alleine
 
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Hyperraum | YT-1250 "Tatooine Solaris" und X-Flügler "AA-808" | Tomm allein

Ausgeruht schlappte Tomm wieder in das Cockpit der "Solaris". Die Anzeige der verbleibenden Flugzeit sagte weniger als eine Standardstunde bis zum Rücksturz aus dem Hyperraum voraus. Nachdem Tomm schon mehrfach unsanft und vor allem weitab seines eigentlichen Rücksturzpunktes aus dem Hyperraum gefallen war - mehr gefallen wurde - hatte er es sich angewöhnt, ziemlich zeitig im Cockpit die Aufgaben vom Autopiloten zurückzuholen. Über das Komm erkundigte er sich bei T4, der nach wie vor im Sockel des angedockten X-Flüglers steckte, ob alles okay sei. Der Droide bejahte dies umgehend.
Dann war es auch schon soweit. Ein kurzer Countdown, die üblichen Griffe und schon wurden aus Linien wieder einzelne Lampen am Firmament der Galaxis. Auf zehn Uhr etwa konnte man die gewaltige Ansammlung der Welten des inneren Kernes erahnen anhand der ungeheuren Anzahl an Sternen.
Im Orbit von Lianna trennten T4 und Tomm die beiden Schiffe voneinander. T4 landete den Jäger auf dem kleinen, aber ziemlich vollen Raumhafen von Lianna und Tomm setzte sie "Solaris" auf eine Landebucht gleich daneben. Er hob T4 aus dem Jäger, sicherte die beiden Schiffe und machte sich mit dem wenigen Gepäck, mit dem er reiste auf den Weg in Richtung der Jedi-Basis.
Was er dort sah, verschlug ihm bald die Sprache. Aus dem heruntergekommenen, zwei- und dreistöckigen Fabrikgebäude und der angrenzenden Nebengebäude, in denen sie seinerzeit nur zu dritt oder viert gewesen waren, war eine ziemlich beeindruckende Basis geworden. Die Gebäude waren sauber und es war Leben darin. Er mußte an die Worte Chesaras denken, daß eine Blume doch schon ein wenig einen Raum verschönern kann.


"Okay, Meisterin, ich habe mich geirrt. Etwas kann man schon in kleine Dinge investieren",

sagte er mehr zu sich selbst denn zu T4, obwohl er es in der üblichen Lautstärke sagte, in der er mit dem Astromech redete. Prompt kam von dem frechen Blechkübel auch ein bestätigend-schnippisches Piepen.

"Lange nicht mehr in einem Sumpf festgesessen, was?",

spöttelte Tomm zurück. Dann betraten die beiden die Basis. Es roch nach Essen und den Weg zur Cantina kannte Tomm noch genau. Tomm stellte am Eingang seine Sachen ab und guckte erstmal, was es zu essen gab. Mit gefülltem Teller sah Tomm sich dann nach einem Tisch um, an dem noch etwas frei war.

Lianna | Jedi-Basis, Cantina | Tomm und T4, in der Nähe wohl Rilanja, Talery, Kestrel und Brianna
 
Lianna - Jedi Tempel - Quartier- Raiken alleine

Er saß noch eine Zeit lang auf seinem Bett und begutachtete dabei sein neues Spielzeug. Vielleicht sollte er es nicht einfach so herumliegen lassen. Wenn er nicht zufällig in seinem Quartier gewesen wäre, hätte er diese Nachricht wohl viel zu spät abhören können. Er steckte sein Comlink in die Tasche und verließ das Quartier. Er schlenderte wieder durch die Gänge des Tempels in Richtung Kantine. Durch sein Training hatte er Durst bekommen. Er wollte sich ein kühles Getränk genehmigen. Als er der Kantine immer näher kam, vernahm er aus weiter Ferne , piepsende Geräusche. Er blieb kurz stehen um zu lauschen. Es klang eindeutig nach einem Astromechdroiden. Die Geräusche ähnelten sehr stark denen von T4. Konnte es sein, dass Tomm schon viel früher eingetroffen war als er angenommen hatte?

Auf diese Frage würde er sehr bald eine Antwort bekommen können. Seine Schritte wurden etwas schneller. Als er den Eingang der Kantine erreichte, sah er sich hastig um, doch es waren einfach zu viele Leute. Er holte sich eine kühle Limonade und suchte nach einem freien Platz. Doch dann erblickte er seinen Meister. Er hatte sich doch nicht getäuscht gehabt. Er versuchte zu ihm zu kommen, dabei musste er aufpassen, dass er sein Getränk nicht verschüttete. Es war wohl gerade Hochbetrieb.

Lianna - Jedi Tempel - Gänge - Kantine- Raiken alleine ,in der Nähe Tomm und T4
 
Jedi-Basis - Kantine - Talery und Rilanja

Der Ball fand auf einem Schiff statt, also einem Wasserschiff, ich meine bei Nacht, also wäre da ein Bikini äußerst unpassend gewesen, ich meine eigentlich hatte ich nicht mal einen dabei...

Über den Spannungsgehalt des Balles wollte sie sich lieber nicht äußern. So eine Veranstaltung als spannend anzusehen wäre wohl eine noch eklatantere Fehleinschätzung als ihr Interesse oder eher Kenntnis von Schönheitsprodukten zu unterstellen..
Ein Großteil des sich entwickelnden Gespräches englitt der Falleen im Anschluss, und im Moment war ihr auch nicht danach ihren Hang zu Bikinis groß breittreten zu wollen. Überhaupt hatte sie jetzt mit dem weiten Feld heldenhafter Kleider ein neues, weniger anstößiges und vor allem aus eiswürfelgeeignetes Revier gefunden.
So oder so übernahm Brianna im weiteren Verlauf das Reden, und zumindest war Rilanja nicht die einzige die sich dadurch kaum noch zu Wort meldete. Talery wirkte auch eher wortkarg, und ersparte der Geschuppten so erklären zu müssen wie sie überhaupt von der Nissler-Essenz wusste.
Es wäre wohl nicht geschickt gewesen der Gefiederten erklären zu müssen, dass in einer meist reißerischen Serie Caamasi als wilde Bestien dargestellt und vor laufender Kamera mittels einer zerriebenen Nissler-Frucht besänftigt wurden.
Sie hatte schon immer geglaubt, dass “Galaxie der Angst” viele Rassen falsch darstellte, und die Padawan ihr gegenüber wahrscheinlich nicht mal in der Lage war Giftfedern zu verschießen.
In dem Moment stellten sich Talerys Gesichtsdaunen auf und Rilanja zuckte zusammen.
In einer mehr als fließenden Bewegung - irgendwo anzusiedeln zwischen prasselnd und plätschernd - rutschte sie von ihrem Stuhl um das Schussfeld zu verlassen und schaffte es im letzten Moment sich zusammenzureißen und nicht nach ihrem Lichtschwert zu greifen.
Etwas zu breit grinsend kämpfte sie sich wieder nach oben und bemühte sich die anderen anzusehen als wäre nichts passiert.
Ihre Selbsterkenntnis riet ihr dazu den Versuch aufzugeben, und schließlich stützte sie ihre Arme auf den Tisch und verschränkte ihre Finger, hauptsächlich damit sie nicht zitterten.


Ich bin ausgerutscht, ich meine weggerutscht, also ich bin mir entglitten. Entschuldigung,

stammelte die Falleen, und nahm sich vor bei Gelegenheit die Erkenntnisse aus viel zu vielen Stunden Holonetkonsums mit der faktisch hoffentlich trittsicheren Jedi-Bibliothek abzugleichen, zumindest Stück für Stück.


Jedi-Basis - Kantine - Talery, Kestrel, Brianna und Rilanja
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Kantine - Rilanja, Brianna, Kestrel, Raiken, Tomm, T4 und Talery

Talery wirkte auf die Jedi Meisterin sehr nett und vor allem tapfer, auch wenn sie nicht so richtig mit ihr ins Gespräch kam. Genauso wenig mit Rilanja. Brianna drängte sich wie so oft in den Vordergrund und übernahm größtenteils die Antworten der Anderen, so dass das gefiederte Wesen und die grün geschuppte Falleen eher schwiegen. Überhaupt stieß Kestrel die Überheblichkeit von Brianna etwas auf. War das schon immer so gewesen und sie hatte es mit der Zeit nicht mehr gemerkt und es fiel nur auf, weil sie sich länger nicht gesehen hatten oder hatte sich dieses Verhalten bei der Echani durch ihre Schülerin verstärkt? Brianna war wirklich eine komplizierte junge Frau. Auf der einen Seite so zerbrechlich und unsicher mit sich und ihrer Umwelt und auf der anderen Seite zeigte sie ein übersteigertes Selbstbewusstsein, welches wahrscheinlich nicht echt war, sondern eher eine schützende Fassade. Kestrel seufzte, da sie im Moment keine Lust hatte ihre Freundin leise darauf aufmerksam zu machen und wahrscheinlich wäre es wohl auch taktlos und Kestrel sah als Freundin darüber hinweg und schob die Meisterin in sich für den Moment beiseite.

„Das glaube ich, dass dies heftig für dich war, Talery. Aber ihr habt es prima gemeistert und laut deiner Meisterin habt ihr ja jetzt Zeit alles nachzuholen und euch vor allem auch etwas Ruhe zu gönnen.“

Antwortete Kestrel Brianna’s Padawan freundlich lächelnd und sie staunte, dass Rilanja keine Bikinis mehr im Handgepäck mit dabei hatte. Irgendwie änderten sich die Zeiten viel zu schnell. Kestrel hatte jetzt schon das Gefühl ihre Freunde kaum mehr zu kennen. War so viel Zeit vergangen? Oder entwickelten sich nur alle weiter und sie nicht? Vielleicht wirkte sie für die Anderen auch verändert und sie würde es selbst nur nicht merken? Diese Gedanken brachten jetzt nichts. Wahrscheinlich waren sie alle nur müde und erschöpft aus den unterschiedlichsten Gründen und sie analysierte alles umsonst zu Tode. Wie immer… .

Kestrel betrachtete dann das Lichtschwert von Brianna und fragte sich, warum sie das „ganz alleine“ immer wieder so enorm betonte. Stirnrunzelnd sah sie ihre Freundin kurz an.

„Habe ich etwas Falsches gesagt? Oder schmollst du noch darüber, dass ich es am Anfang meiner Ritterzeit nicht tun musste? Ich habe mein Lichtschwert auch alleine gebaut, nur später, jedoch noch als Ritterin auf Naboo, wenn du dich erinnerst. Vorher hatte ich nicht die Zeit gehabt, da ich dich abgeholt habe und dann…du weißt selbst was dann passiert war. Auf Naboo bekam ich von Wes erst die nötigen Teile und ich habe meine Aufgabe noch erfüllt.“

Meinte Kestrel bemüht ruhig. Irgendwie hatte sie sich leicht angegriffen gefühlt von ihrer Freundin und sie wusste jetzt selbst nicht mehr warum. Vielleicht hatte es am Tonfall von Brianna gelegen oder weil sie heute wirklich enorm arrogant rüber kam. Kestrel konzentrierte sich dann jedoch auf den Griff und ließ die blaue Klinge erleuchten.

„Das Lichtschwert ist dir wirklich gut gelungen.“

Lobte die Meisterin ihre ehemalige Schülerin und gab ihr das Lichtschwert stolz zurück. Brianna erklärte dann den weiteren Ablauf mit Talery und ihre Worte klangen nun wieder vernünftiger und weise, doch die Reaktion von Talery ließ sie wundern, denn diese plusterte sich bei dem Stichwort Lichtschwerttraining mächtig auf. Rilanja schien sich dabei so zu erschrecken, dass sie sofort unter den Tisch rutschte und Kestrel stand zunächst erschrocken der Mund offen, doch dann musste sie leise kichern. Sie wollte niemanden auslachen, aber der Anblick war doch recht amüsant gewesen.

„Du magst kämpfen wohl nicht so? Oder liegt es allein an dem Lichtschwert selbst? Es gibt hier Trainingsklingen, die sind recht ungefährlich. Also keine Angst. Wir haben sogar zum Üben Holzstöcke da.“

Fragte die Meisterin Talery neugierig. Ob sie Angst hatte ihre Federn damit anzusengen? Vielleicht… .

Brianna und Talery hatten sich also in dem Doppelbettzimmer kennengelernt. Na, dass war ja ein ziemlicher Zufall und ein ziemliches Wunder, wenn man bedachte, dass Brianna kurz nach ihrer Ernennung zur Ritterin doch gar keine Padawan unterweisen wollte. Aus Angst an ihr zu versagen. Es war umso erfreulicher, dass Brianna anscheinend alles unter Kontrolle hatte und sich weiter entwickelte. Auch wenn es sie anscheinend ein Stück weit arroganter machte als sonst.


„Ich sehe müde aus? Naja…ja. Irgendwie kam ich die letzten Tage nicht so zum schlafen. Die frischen Padawane haben wieder neue Sorgen, die minimiert werden müssen und ich habe sie so gut wie möglich vorbereiten wollen, ehe die Mission beginnt. Die Mission geht morgen Mittag bereits los und ich hatte mit der Organisation bereits alle Hände voll zu tun. Ich ziehe vor Sarid und all den anderen Jedi den Hut, die das schon seit Jahren tun. Man muss dabei so viel Bedenken. Naja, freuen tue ich mich eigentlich schon auf die Mission. Es ist einfach mal etwas anderes und ich hoffe, dass wir tatsächlich etwas finden. Es ist irgendwie wie eine Schatzsuche. Dennoch nagen an mir mittlerweile auch Zweifel. Es kommen viele Jedi mit, die ihre Padawane mitbringen, so dass wir 5 Padawane zu beaufsichtigen haben. Da ich Leiterin dieser Mission bin, fühle ich mich verantwortlich für jeden Einzelnen von ihnen. Ich bin dankbar für jede Hilfe, aber ich habe dir ja erzählt wie rau der Planet ist. Ich hoffe, dass es keine Fehlentscheidung ist.“

Erklärte sie ihrer Padawan und aß ihren Joghurt leer.

„Aber ich sollte auch langsam ins Bett gehen, damit ich für morgen fit bin und nicht zum Schluss mehr durchhänge als meine Padawane. Ich wollte eigentlich noch einmal in die Bibliothek um letzte Researchern zu tätigen, doch das mache ich dann morgen früh.“

Meinte Kestrel müde lächelnd und erhob sich dann langsam vom Tisch.

„Es tut mir leid, dass ich nicht mehr Zeit für euch habe, aber besser wenig Zeit, als gar keine Zeit. Vielleicht sehe ich einige von euch ja morgen vor dem Mittag noch kurz, ehe ich mit meinen Padawanen zur Mission aufbreche. Es freut mich jedenfalls sehr dich kennengelernt zu haben Talery! Schlaft nachher gut!“

Sagte Kestrel und lächelte das gefiederte Wesen an und winkte auch Rilanja zu, die recht teilnahmelos wirkte und umarmte dann Brianna zum Abschied, falls sie sich nicht mehr über den Weg liefen.

„Erholt euch gut! Wir bleiben in Kontakt über Kom, okay? Aber bitte immer verschlüsselt. Wir sind im Chiss –Raum!“

Gab die junge Meisterin zu Bedenken und löste sich dann von Brianna und winkte kurz allen zu und verließ dann die Kantine und begab sich direkt in ihr Quartier und ins Bett.

--

Am nächsten Morgen packte sie ihre Tasche mit allen nötigen Dingen und schickte Sarissia und Q‘Tahem eine Nachricht über Kom, dass sie sich nach dem Frühstück in der Bibliothek treffen würden, um letzte Researchern zu tätigen für die Mission, wonach sie auch gleich aufbrechen würden. In der Bibliothek wartete sie bereits auf ihre Schüler und durchsuchte einer der Holoterminals erfolglos nach Hinweisen über den Planeten Thearterra.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek- Kestrel auf ihre Schüler wartend, Bibliothekar

[OP] Ich hoffe der Post passt und ich war nicht zu schnell. Ich mach eigentlich ungern solche Hektik und bin nicht so der Typ dafür, aber es warten sehr viele auf mich O-)]
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Cantina - in der Nähe Raiken - Rilanja, Talery, Kestrel und Brianna

Brianna war froh darüber, dass niemand einen Kommentar zu ihrem kleinen Fauxpas abgab. Talerys Begeisterung für Kosmetikprodukte mochte für Außenstehende ja interessant oder ein Stück weit goldig wirken, doch wenn man die Person war, die die Taschen voller klappernder und scheppernder Tiegelchen und Tübchen durch die Gegend zerren und sich damit arrangieren musste, dass man
nirgendwo hingehen konnte, ohne dass die Caamasi zuvor eine Minimalausstattung zusammenstellte, die umfangreicher war als die ganze Missionsausrüstung ihrer Meisterin. Wenn Talery sich bei jedem Produkt aufs Neue fragte, ob sie die nächsten anderthalb Stunden ohne es auskommen konnte, fragte Brianna sich jedes Mal, wozu es den bitteschön überhaupt gut sein sollte. Manchmal wirkte ihre Padawan wie ein willenloses Opfer der Kosmetikindustrie, und im Laufe der Zeit konnte das einer schon ab und an auf die Nerven gehen, auch wenn die Echani es normalerweise nicht laut aussprach.

Ganz im Gegensatz dazu musste sich eine pikierte Brianna etwas anhören, was sich ganz nach einer sich angegriffen fühlenden Kestrel anhörte und verstand nicht, warum. Die Silberhaarige kannte die Geschichte von ihrer ehemaligen Meisterin und ihrem Lichtschwert doch zu genüge, weshalb sie nicht verstand, worauf die kleine Coruscanti eigentlich hinaus wollte.

„Das weiß ich doch, Kestrel,“

Begann die stolze Lichtschwertbesitzerin so ruhig wie möglich.
‚Aber ich wurde ohne jede Vorwarnung ins kalte Wasser geworfen und zur Ritterin befördert, und anstatt zumindest eine kleine Hilfestellung zu bekommen, wo ich anfangen soll und wie ich die Aufgabe am besten angehe, wurde ich auf eine anstrengende Mission geschickt, die für derlei Dinge eigentlich überhaupt keine Zeit ließ, mit der Maßgabe, es bis zu deren Ende fertigzustellen. Es war nicht einfach, doch ich habe es gerade noch rechtzeitig geschafft, mehr wollte ich nicht sagen. Aber stattdessen höre ich das von dir?“, dachte sie. Was sie stattdessen sagte war:

„Es ist schon okay,“

Und sie formte ihre Lippen zu einem unechten Lächeln. Dieses änderte sich erst, als Kestrel die Waffe ihrer alten Padawan geprüft und lobend zurückgegeben hatte.

„Danke. Ich habe so sorgfältig gearbeitet wie nur irgend möglich – schließlich ist das Lichtschwert einer Jedi mehr als nur ein bloßes Werkzeug,“

Erwiderte Brianna erfreut. Weniger erfreulich, wenngleich absehbar war Talerys Reaktion auf die Ankündigung von Lichtschwertkampftraining, so dass sie einen stillen Seufzer ausstieß, der aufgrund Rilanjas überraschender Reaktion auch keiner auffiel.

„Ich sage ja auch immer, dass die Reinigungsdroiden diese Böden hier viel zu glatt bonern. Was da alles passieren kann… ich meine, hier springen Kinder herum, und manchmal lassen sie die Übungswaffen aus den Trainingsräumen mitgehen, mit denen sie ohnehin nicht richtig umgehen können. Das kann wirklich gefährlich werden,“

Kommentierte sie Rilanjas Ausflüchte und schaffte es dabei, völlig ernsthaft zu klingen. Hoffentlich bekam Talery nichts davon in den falschen Hals… als Kestrel begann, beruhigend auf die Caamasi einzureden, konzentrierte sich Brianna, um der Dunkelhaarigen durch die Macht das Gefühl von Resignation spüren zu lassen, als Zeichen, dass sie es beileibe nicht immer einfach hatte mit ihrem Schützling.

Kestrel wirkte überrascht, dass man ihr die Müdigkeit ansah, doch die Echani kannte ihre alte Meisterin gut genug, um es besser zu wissen. Alle möglichen Sorgen der Padawane und die Organisation der bevorstehenden Mission mit ihren vielen Teilnehmern hielten sie offenbar auf Trab.

„Nein, du bist nicht für jeden einzelnen von ihnen verantwortlich,“

Versuchte die 25jährige ihre jüngere Freundin mit sanften Worten zu beruhigen.

„Auf ihre Padawane aufzupassen, ist auch weiterhin die Aufgabe dieser anderen Jedi. Wahrscheinlich findest du, wenn die Mission erst einmal angelaufen ist, dass die Last sich stattdessen auf mehr Schultern verteilt. Auf Denon war es auch so, jede von uns arbeitete weitgehend selbstständig an unseren Aufgaben, es war keineswegs alles in Meisterin Eowyns Hand. Auch würde ich die Verantwortung für Talery niemals auf eine andere Jedi abschieben.“

Brianna lächelte.

„Ich bin mir sicher, dass es Sarid bei ihrem ersten Mal ganz ähnlich erging, und in ein paar Jahren wirst du vielleicht auch einmal darüber lächeln.“

Über den Planeten und wie sinnvoll es war, dorthin zu reisen, darüber konnte die Silberhaarige wenig sagen und sie beließ es dabei. Ohnehin dauerte es nicht mehr lange, bis sie alle fertig gegessen hatten und sich verabschiedeten. Mit dem Versprechen, über Jedikom in Kontakt zu bleiben, verabschiedeten die beiden Freundinnen sich mit einer herzlichen Umarmung. Im Hinausgehen begrüßte sie knapp einen Menschen (Tomm), hauptsächlich, weil sie ihn auf einem Holo im Zusammenhang mit dem Jedi-Rat gesehen zu haben glaubte. So direkt kannte sie ihn nicht. Vor der Tür wandte sie sich ein letztes Mal für heute an Talery.

„Nach Ortszeit ist es bereits reichlich spät. Wir beginnen daher erst morgen vormittag mit dem Training,“

Erklärte sie der Caamasi-Padawan gegenüber knapp.

„Und mach' dir keine Sorgen. Es wird bestimmt nicht so schlimm, wie du es dir vielleicht vorstellst.“

* * * * *​

Brianna verbrachte den Großteil des abendlichen Trainings damit, sich zu überlegen, wie sie es anstellte,
damit der Unterricht nicht so schlimm wurde, wie Talery es sich vorstellte. Etwas zu lernen war eine Sache – denselben Stoff einer anderen zu vermitteln eine ganz andere. Ganz sicher hatte sie keine Lust darauf, mit Herzblut und Mühe etwas auszuarbeiten, was dann als unangenehm und fad empfunden würde, und sie bemühte sich. Beim Frühtraining am anderen Morgen testete sie, was sie ausgearbeitet hatte und verpasste ihm den Feinschliff, und nachdem sie subjektiv bereits eine Ewigkeit wach war, traf sie sich mit Talery in einem schwach belegten Trainingsraum. Beim vorangegangenen, reichlich späten Frühstück hatte sie die ganze Angelegenheit mit keinem Wort erwähnt. Je mehr Gelegenheit sie der Caamasi gab, um sich Gedanken über das Lichtschwerttraining zu machen, desto schlimmer würden die Erwartungen und die Einstellung werden, mit der sie an die Sache heranging.

„Kannst du tanzen, Talery?“

Fragte die junge Jedi-Ritterin ihre Padawan, während sie ein Trainingslichtschwert aus dem Schrank holte. Von der Idee, mit einem Holzstock zu beginnen, hielt sie gar nichts. Zum einen würde Talery so nicht von Anfang an mit der komplizierten Handhabung und dem Eigenleben der Plasmaklinge zu tun bekommen, zum anderen würde der Übergang von der Holz- zur echten Klinge einen weiteren psychologischen Stolperstein für die in diesem Fall widerspenstige Padawan darstellen.

„Denn genau das werden wir jetzt tun.“

Mit diesen Worten drückte Brianna ihrer Schülerin das Übungsschwert in die Hand und dimmte das Licht im Raum. Die einzig anderen Anwesenden machten nicht den Eindruck, als würden sie sich daran stören.

„Mein Volk kennt eine Tradition, den Echani-Feuertanz. Zwei Kämpferinnen stehen sich gegenüber und benutzen choreographierte Kampfkunstformen und spezielle Waffen mit glühenden, brennenden oder elektrisch geladenen Enden, um ein Schauspiel aus Bewegung und Licht zu inszenieren. Der Feuertanz hat in etwa die kulturelle Bedeutung wie die Oper bei manch anderen Völkern, er wird auch gerne zu Musik getanzt, und manche seiner Darsteller sind Berühmtheiten in unserer Gesellschaft. Ich wiederum habe herausgefunden, das ein Lichtschwert ein wundervolles Instrument ist, diesen Tanz darzubieten. Ich werde es dir zeigen.“

Brianna begann die Vorführung. Ihr Wissen vom Feuertanz war rein theoretisch, und was sie zu einer Art Kata der Echani-Kampfkunst zusammengesetzt hatte, waren die ersten paar Shii-Cho-Lichtschwertsequenzen, die Talery als Ziel lernen sollte. Geschickt kombiniert und echanisiert dargeboten, mit flüssigeren, geschmeidigeren Schwertformen und tanzartigeren Fußbewegungen als die reine Lehre und dem Schweif aus dem blauen Licht ihrer Jedi-Waffe, der den Raum mit kunstvollen Mustern erhellte, ergab sich eine eindrucksvolle Darbietung. Die 25jährige Athletin mochte den Feuertanz nicht gelernt haben, doch hatte sie zweifellos das Zeug zur quasi perfekten Echani-Kämpferin. Aus Jahrzehnten des Trainings resultierte vollendete Körperbeherrschung, durch die sie mühelos und spielerisch zwischen langsamen, anmutigen und präzisen und kraftvollen Bewegungen wechseln konnte. Der Anblick konnte eine Zuschauerin tatsächlich vergessen machen, dass was sie sah, eigentlich einen tödlichen Kampf darstellte. Als sie aufhörte, zollten die übrigen Anwesenden ihr einigen Applaus, auch der andere Lehrmeister, der die Sequenzen sicherlich erkannt hatte. Die Jedi-Ritterin stellte das Licht wieder auf normale Helligkeit zurück.

„Diese Form werde ich dir beibringen, aber keine Angst, du musst nicht alles auf einmal lernen, sondern wir gehen langsam, Schritt für Schritt vor. Jetzt fragst du dich vielleicht, was der Tanz mit unserer Aufgabe, Lichtschwertkampf, zu tun hat. Dessen Grundelemente sind bestimmte Schläge zu genau definierten Zielpunkten. Da nun selbst ein Mensch in der Lage ist, einen einzelnen Angriff auf einen bestimmten Punkt im Ansatz zu erkennen, entwickelte man sogenannte Sequenzen, also Schlagkombinationen, die gut zusammen gehen. Diese musst du lernen, um dich gegen sie verteidigen zu können, weshalb der Tanz auch genau aus diesen zusammengesetzt ist. Du lernst den Kampf, du lernst die Sequenzen. Wenn wir soweit sind, werde ich dir beibringen, miteinander zu tanzen, so dass du die passenden Verteidigungen lernst, um diese zu kontern. Auf diese Weise kann ich dich alles lehren, was du benötigst, um dich und andere zu schützen,“

Erklärte sie und hoffte, dass die Betonung der Verteidigungs-Rolle ausreichte, dass Talery sich auf die ganze Sache einließ und sich nicht einfach weigerte, den Umgang mit potentiell tödlichen Waffen zu erlernen. Außerdem war es natürlich nur die halbe Wahrheit. Wer die Standard-Anfänger-Sequenzen und die zugehörigen Kontraformen kannte, oder diese als Echani ohnehin vorhersehen konnte, wusste auch, wie er diese neutralisieren konnte. Man musste also etwas neues, unerwartetes erfinden, die Sequenzen variieren oder sich etwas anderes ausdenken. Brianna, die nach vielen Jahren des Trainings genau wusste, wie ein humanoider Körper reagierte, fiel das alles sehr leicht. Für die Caamasi würde es wohl ein langer, arbeitsamer Weg werden, wenn sie jemals über die Standardsequenzen hinauskam – die Silberhaarige konnte in Bezug auf ihren Schützling nur das Beste hoffen. Sie selbst würde sich mit so wenig Kampfwissen wehrlos und verwundbar fühlen, ob es genug für eine nicht auf Kampf spezialisierte Jedi war, vermochte sie nicht zu sagen.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Talery und Brianna
 
Lianna - Lola Curich - Raumhafen - Landeplattform - Jaira

Nach einem lauten Knall schreckte Jaira aus dem Tiefschlaf. Sie befand sich in einem Frachtschiff als blinder Passagier, um ihrer Heimat Shili den Rücken zu kehren und ein neues Leben beginnen zu können. Auf eine neue Zukunft und neue Abenteuer war sie aus und war bereit dafür alles zu geben, da sie auf Shili ihre Zukunft nicht sehen konnte. Es war kein Platz für sie. Sie wusste nicht wie viel die Galaxie zu bieten habe und musste es herausfinden.
Nachdem das Schiff mit einem Ruck den Boden der Landeplattform berührte, wurde Jaira nach vorn gedrückt und hielt die Arme vor ihr Gesicht, um dem kalten, eisigen Boden des Frachtraums keinen Kuss zu geben. Ihr Mund und Nase würde dies gewiss nicht überleben, wie es bereits vorhersehbar war. Wer könnte schon ein solchen Schlag abfangen?
Als sich die Ladelucke öffnete, sprang sie auf und versteckte sich dicht hinter der großen, hölzernen Kiste, um ihr Versteck zu wahren. Zwei Händler betraten den Frachter und schoben Kisten hinaus. Vorsichtig luscherte sie an der Seite der Kiste vorbei und versicherte sich, dass sie allein sei. Doch beim ersten Blick erblickte sie ein sehr voluminösen Bauch, der von einem Stoff überdeckt wurde. Zum Glück. Erstarrt ließ sie ihren Blick nach oben wandern, um das Gesicht der Person erblicken zu können. Bei dieser Aktion suchte sie mit ihren Händen an der Kiste halt, um ihre Angst unterdrückten zu können. Gefunden hat sie jedoch nur die Kante, welche mit kleinen Splittern übersät war.

Furchtlos griff sie hinein und blickte in das Gesicht des Entdeckers, welcher seine Augenbrauen verzogen hatte und bereits ein tief finsteren Blick besaß. Dies genügte Jaira, sodass sie aufsprang, an der Kiste und dem Händler vorbei lief und dann die Laderampe hinunter sprang. Ihr Blick starr auf den Boden gerichtet lief sie an bereits ausgeladenen Kisten auf der Landeplattform vorbei und schaute nicht zurück. Sie wollte nicht wissen wie schnell ihre Verfolger seien und auch eine Wende würde sie nur aufhalten und dafür sorgen, dass sie gefasst wird.

Auch wenn sie keine Kenntniss von ihrem Aufenthaltsort hatte, lief sie nur ihrer Nase nach, bis sie eine Absperrung erreichte, welcher die Landeplattform abgrenzte. Mit verzweifeltem Blick sprang sie hoch, um die Mauer zu überwinden. Mit der rechten Hand fand sie halt und erblickte plötzlich das Kettchen ihrer Mutter. Es glänzte im Licht und bewegte sich mit dem Wind. Die linke Hand schwang sie auch auf die Mauer, um sich hinauf zuziehen, wobei ihr Blick auf der Kette gerichtet blieb.
Vermisst sie ihre Mutter? Sie kann sich kaum noch an sie erinnern. Die Gedanken an ihr hat sie so gut es geht vergessen wollten, da sie sie einfach verlassen hat und Jaira mit ihrem Problemen im Stich ließ. Es befindet sich aber auch kein Hass in ihrem Herzen, da sie ihre Mutter trotz allem liebte.
Als Jaira sich über die Absperrung schwingen konnte, kam sie auf eine kleine bewachsene Stelle neben einem Baum auf. Vor ihr war ein Weg mit Fußgängern, die wohl ihren gewohntem Tagesablauf folgten ohne nachzudenken, ob es dort draußen nicht mehr gibt als nur dass, was sie Tag für Tag tun. Aber vielleicht ist Jaira auch einfach verrückt genug diese Aktion durch zuführen.
Um die Gedanken los zuwerden, schüttelte sie kräftig den Kopf und folgte der Masse Ziellos durch die Stadt.
Die Gebäude waren riesig und wirkten als würden sie den Himmel anfassen. Andere Gebäude jedoch waren so dicht an Jaira, dass sie befürchtete, die Gebäude würden auf sie hinabfallen und ihren Weg beenden.
Von ihrer linken und rechten Seiten kamen immer andere Wesen an ihr vorbei, welche das Mädchen auf eine gewisse Art und Weise zurückschrecken ließ.
An einem Springbrunnen blieb sie stehen und setzt sich auf den Rand. Wo soll sie denn nun hin?
Entkräftet legte sie sich hin und achtete darauf, dass sie nicht ausversehen über den Rand ins Wasser rollte, wie ein Baum, der sich vom Wasser angezogen fühlte. Wasser war nicht ansprechend für Jaira, obwohl es so flach war, dass nicht einmal einen Fuß überdecken könnte.


Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - Jaira
 
Lianna - Im Garten -Radan, Rick, Sebth, Asthurias und Minava


Radan schwieg eine ganze weile. Er hing seinen eigenen Gedanken nach. Es war sicher kein Geheimnis das er immernoch eine schwere Last mit sich rum trug, Er mochte Rick auch weil er den Kampf verweigern wollte. Er seufzte. Es wurde Zeit mit allen aufzuräumen. Alle Dunklen Geheimnisse preiszugeben. Er musste einfach erzählen. Kurz holte er die Kette hervor die einen einfachen Stein zeigte. Doch der Stein war mit Edelsteinen verziert wurden. Das letzte was von seiner Welt geblieben war.

" Rick du hast mir deine Geschichte erzählt und ich denke es ist an der Zeit das du meine verstehen wirst. Nichtmal Minava kennt sie vollständig. Es gab Dinge die ich lieber vergessen wollte. Doch wenn du sie verstehst dann wirst du auch verstehen warum ich zu gern den Kampf aufgeben würde"

Ja Radan hatte oft angedeutet das er des Kämpfens Müde war. Er blickte in die ferne und schwieg. Schweigen war das einzige was er vermutlich gut konnte. Es war möglich das sie ihn doch aus den Orden warfen wenn er die Wahrheit sagte und Alisah war nun hier. Konnte er dieses Risiko eingehen? Er musste. Er musste die Wahrheit sagen sonst würde er sich nie befreien können. Andererseits war diese Geschichte Grausam.

" Meine Welt ist vergangnheit Rick. Kriege haben sie zerschmettert und am Ende hat sie eine Naturkatastrophe unbewohnbar gemacht. Ich als letzter Eridorianer habe es übernommen über die Wahrheiten meiner welt zu wachen. Mein Vater war ein König , Herrscher, jedi und nunja am Ende ein Sith. Es besteht für mich kein Unterschied zwischen Dunklen Jedi und Sith sie benutzen die Selben Machtfertigkeiten und ihre Waffen töten gleich. "

Er schloss auch sich damit ein das war ihm klar Den er war ein dunkler Jedi gewesen. Er hatte zwar nicht wirklich getötet im Sithorden doch er hätte es getan. Vermutlich.

"ich folgte meinen Vater als Herrscher nach und habe vielleicht 2 Jahre regiert. Zumindest ofizell den ich war nur 2 Mal auf meiner Heimatwelt. Einmal alls Mitglied des Jedi ordens und einmal als Mitglied des Sith-Ordens. "

Noch immer sah er keinen an. Nicht Minava, nicht Rick oder die anderen Padawananwärter. Er war in seine eigene Errinnerung vertieft. König oder Prinz. Sein Blut war Blau. Nun er kam von einen hinterwälderplaneten der schon lange vor seiner Geburt vernichtet wurden. Seine Heimat hatte sich sein Volk angeeignet und auf Technologie verzichtet. Den es war jene Technologie gewesen die ihre alte Heimat zerstört hatte.

" Ich bin einer der Sieger des Bürgerkrieges. Doch welche Bedeutung kann das haben? Es iost niemand mehr übrig der sich an die Schlacht der Tausend tränen errinnert oder daran wie wir die sieben Höhlen fanden. Mit 30 000 Mann zog ich damals in die Hauptstade meiner welt."

Er seufzte und drehte sich um. Er musste es erzählen. Rick musste verstehen was der Krieg aus Männern machte was der Krieg aus ihm gemacht hatte.

" Mein Vater war ein Gott Rick oder er kommt dieser Definerung eines übermenschlichen Wesens sehr nahe. Tyrann hatten ihn einige Genannt und es gab Jedi die ihn einen Verräter nannten nach seinen übertritt nach der Schlacht um Corusant. Ich kann darüber nur lachen"

Radan sah auf seine Kette und klopfte kurz dagegen.

"Kein Tyrann lies soviel zurück. Überhaupt was wissen diese Schuljungen von dieser Galaxie?. Nur die starken vermögen es zu Herrschen. Mein Vater war mehr er war ein Freund des Lebens. Er war"

Er brach kurz ab und sah nun vor allem in Minavas Richtung bevor er zu Rick sah. Interessierte es ihn überhaupt?. Er sollte auf den Punkt kommen.

" Er hat mein Volk verändert. Vor ihm waren wir nur ein haufen Flüchtlinge mit Diferenzen und nach ihm war alles möglich. Plötzlich schien es möglich das ein Mann alles beherrschte zum Vorteil aller. 30 Städte ließ Lars bauen. Dieses Land bestand nicht aus reichtümern oder land. Es war seine Vorstellung und offen für alle und jeden. Egal ob Sith,jedi oder flüchtling"

Radan lächelte als er an seine Heimat dachte. Der Palast oder die Gärten. An die harte Schule des Krieges. Rick wusste schon das er schon als Kind gekämpft hatte. Das hatte sich nie geändert sein ganzes Leben lang. Ob Rick sich je gefragt hatte wie viele er getötet hatte? Es waren zuviele um ehrlich zu sein

" Aber wie könnte ich es erklären Rick? Wie sollte ich es beschreiben? Dieses Gefühl wie es war Jung zu sein? Träume zu haben große Träume. Sobald uns mein Vater in die Augen sah glaubten wir wir könnten alles erreichen einfach alles. In der gegenwart dieses großen Machtnutzern und im Sonnenschein wuchsen wir über uns hinaus. Ich"

Er hielt inne und ging leicht durch den garten und hielt sich kurz an einer Mauer fest. Er fixierte sich auf Rick den er trug sich durchaus mit dem Gedanken Ricks Lehrer zu werden. Er sollte mit Minava darüber sprechen falls man ihn nicht rauswarf hieß das.

" traf auf große Männer in menen Leben doch es gab nur einen den ich als übermenschlich bezeichnen würde. Jetzt erst im Alter verstehe ich wer mein Vater wirklich war."

Natürlich übertrieb er. Doch das war notwendig Rick sollte verstehen was es mit den großen Helden auf sich hatte. An dieser Geschichte der Wahrheit konnte man auch eine Menge über andere Heldensagen oder Heldenfiguren in der Repiublik oder den Imperium sehen.

Oder doch nicht? Hat ein Mann wie Lars Salan Tulon je exestiert?"

er lächelte Rick leicht an und hob die Augenbraun. Er gab ihn zeit darüber nachzudenken und schüttelte den Kopf.

" natürlich nicht. Ich vergöttere ihn und mache ihn größer als er war. Jedes Lebewesen strebt und fällt. Es strebt und fällt"

Radan machte eine Pause und überließ es Rick und Minava ob er weiter erzählen sollte. Minava würde sich die Geschichte so oder so anhören müssen ein Teil davon zumindest. Für rick konnte es lehrreich sein. Er nickte ruhig und lehnte sich vollends gegen die Mauer und beobachtete Rick. Er fragte sich ob er interessiert an Radans Jugend war. Kurzzeitig kamen Radans Schuldgefühle wieder. Er war Schuld am Tod seines Vaters.

Lianna - Im Garten -Radan, Rick, Sebth, Asthurias und Minava
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Kestrel und Meister Nackl

Der kleine sullustanische Jedi-Meister stapfte mit seinem Gehstock langsam durch die mittlerweile recht gut gefüllten Reihe der neuen, geräumigeren Jedi-Bibliothek. Er musste ja zugeben, dass sich dieser viele größere Raum im Erdgeschoss des renovierten Jedierweiterungsgebäudes besser eignete als das vorherige Kellerloch im Nachbargebäude. Aber dort hatte er sich viel wohler gefühlt, gerade als Sullustaner, welche ja auf ihrer Heimatwelt Höhlenbewohner waren. Dort hatte er sogar Pilze züchten können. Hier war es so grell, trocken und alles war so weit und offen. Dennoch hatte er bereits von vielen Seiten Lob gehört, dass es jetzt viel schöner und angenehmer war die Jedi-Bibliothek zu besuchen. Daher ließ er solche gut gemeinten Worte mit einem gezwungenem Lächeln über sich ergehen. Dennoch, seine eifrigen Helfer, der Duros Hoodah und sein Droide Marvin hörten das immer gern und es steigerte Meister Nackls Eindruck nach sogar die Motivation des mürrischen Droiden, auch wenn er nicht für möglich gehalten hätte, dass der ewig nörgelnde Droide mal etwas gerne tun würde.

Als der ca. einem Meter große Jedi-Meister in Gedanken die Reihen mit Datenkarten und anderen Dokumenten auf der einen Seite und der anderen Holoterminals entlang ging fiel ihm eine menschliche oder nahmenschliche Jedi mit langen dunklen Haaren (Kestrel Sküflü) auf. So gut war sein Augenlicht schon lange nicht mehr wie bei älteren Sullustaner üblich, so dass er es vorzog sich zu ihr näheren, ehe er spekulierte, ob sie vielleicht eine Hilfe benötigte. Tatsächlich machte sie einen eher unruhigen Eindruck, gewiss nicht als ob sie etwas Gefundenes lesen würde. Diese Gesten kannte er als langjähriger Jedibibliothekar schon zu genüge. Ihm entfuhr ein leichtes Seufzen, da er es vorzugezogen hätte seiner eigenen Wege zu gehen. Aber es war seine Aufgabe anderen Jedi zu helfen, also blieb der kleine Jedi-Meister mit dem Gehstock in beiden Händen in ihrer Nähe stehen.


"Entschuldigung, aber Ihr macht nicht den Eindruck, als ob Ihr etwas finden würdet. Ich bin Meister Nackl, Jedibibliothekar. Wenn Ihr Hilfe braucht, lasst es mich wissen..."

formulierte er vorsichtig für den Fall, dass die Jedi doch alleine zu Recht kam, aber so recht glaubte er nicht daran.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Kestrel und Meister Nackl
 
- Lianna - Lora Curich - Vorort - Battery Park - Nicky allein -


Regen wie aus Bindfäden prasselte auf Nickys herab. Die Arme um den Oberkörper geschlungen, nicht viel mehr als ein T-Shirt und eine schwarze Strickjacke darüber tragend, stampfte sie mit im Spurt durch und immer weiter der dumpfen, grau Dunkelheit des Battery Parks entgegen. Tropfen prasselten auf ihre Schultern, saugten sich durch den schwerer werdenen Stoff, fielen auf ihren Kopf, die Matte aus durchnässten Haaren, einzelne Rinnsale ihren Nacken oder ihr Gesicht herunter schickend. Kein Gefühl einer warmen Hand mehr auf dem Rücken.
Obwohl sie längst frierte, reibte sie nicht ihre Hände über ihre Oberarme. Sie zitterte einfach und erduldete es. Das Zähneklappern wurde von dem unaufhörlichen Malmen auf dem Kaugummi unterbunden, dass Nickys Zähne mit der Unnachgiebigkeit einer Maschine bearbeiteten. Nicht liebenswert. Ewig allein. Die Worte sprangen wie ein wild gewordener Flummie in ihrem Kopf hin und her, ihrem Kopf in dem alles andere sich mit der Vitalität von Treibsand angenommen hatte. Seit sie Al ein Schwein genannt hatte, war keine Silbe mehr aus ihrem Mund gekommen. Dafür hatte er deutliche Worte gefunden. Hart traten ihre Füße auf den Kies des Parkweges, marschierten immer weiter, über jene Strecke, über die noch vor ein paar Tagen Miranda und diese verfluchte-


"Nicky?"

erschallle es plötzlich rechts neben der Naboo, die völlig erschrocken zusammenfuhr. Dabei gehörte die Stimme nur einer kleinen Gestalt unter einem Regenschirm, die auf einer Parkbank saß, einen offenbar kaum benutzten Fruchtshake in der anderen Hand hielt. Eine noch geschlossene Tüte mit Brotkrumen lag neben der Person auf der Bank.

"Was machst du verrücktes Ding bei diesem Wetter hier draußen? Power-Walking? Ihr jungen Leute seit echt durchgenknallt."

Nicky rollte die Augen, ging aber noch nicht weiter, auch wenn ihre Gedanken längst wieder in den schwarzen Strudel getaucht waren.

"Hey Staaaan."

"Selber hey."

"Was machst die Prostata?"

"Komm mir nicht mit meiner Prostata? Ist was los? Du siehst irgendwie ... niedergeschlagener aus als sonst."

Einmal fuhr Nicole mit der Hand durch das Gesicht, wischte sich den verlaufenen Eyeliner davon, veerzog den Mund und guckte einmal wegauf und wegab.

"Nö. Ein richtig beschissener Tag für nen Spaziergang, dachte ich mir. Also warum nicht."

Darauf sagte Stanlee, der eigentlich immer sofort mit einer Antwort hervorschoss nichts. Er sah Nicky nur traurig an. Na toll.

"Hör mal, ich muss weiter-"

"Komm setz dich zu mir, unter den Schirm, du dummes Ding."

"Ne lass mal. Und, nein, schenken lassen tue ich mir den Schirm auch nich. Am Ende verklagen mich deine Hinterbliebenen noch für die Lungenentzündung, die dich dahinrafft."

"Dann ..."

sagte Stanlee, sah zu seiner Tüte und zu seinem Fruchtgetränk.

"... dann nimm meinen Swirleee. Krieg ich heut eh nichts von runter. Ist eh beschissen für meinen Diabetesfuß. Nimm mit.

"Ne, komm-"

"Nimm mit, Nicky. Ist auch Pfirsich. Das war doch immer dein Lieblingsgeschmack."

Kurzes Schweigen, begleitet vom dröhnenden Donner des rhythmisch prasselnden Regens. Nur halb ihr Lieblingsgeschmack.

"Danke."

sagte Nicky und nahm den Fruchtshake von Stanlee entgegen.

"Lass es dir schmecken. Und pass auf dich auf."

"Du auch. Und grüß mir Moses."

meinte Nicky und marschierte weiter, die Augen wieder in die dämrige Finsternis des Parks gewandt.

"Ach der ... der verdammte Kater frisst mir noch die wenigen Haare vom Kopf, die mir geblieben sind. Ich sag dir: Immer wieder lässt er die Hälfte im Napf liegen. Bald muss ich noch ne zweite Hypothek au-"

Und er war nicht mehr zu hören. Die Arme noch immer um den Oberkörper geschlungen, den Shake in die eine Hand gepresst, fanden ihre Lippen den Strohhalm und sogen die Süße auf, die sie in schöne, alte und schmerzliche Erinnerungen tauchte. Konnte sie nicht einfach ein verdammter Blitz treffen und diese bescheuerten Erinnerungen löschen? Mit jedem Zug erfrischender, ihre Zähne schmerzen lassender Fruchtigkeit ging es ihr ein bisschen besser und ein bisschen schlechter ... bis sie eilige Schritte hinter sich hörte. Und aus irgendeinem Grund hörte sie geradezu am Geräusch des knirschenden Kies, wer es war. Ohne langsamer zu werden - eher im Gegenteil - stampfte Nicky weiter, hörte auf an ihrem Shake zu saugen. Einfach weiter. Einfach weiter. Sie war schon fast beim Café. Vielleicht lief er einfach an ihr vorbei?

Dann hörte sie ihren Namen. Sie möge Anhalten! So möge sie doch warten! Dann die Hand an ihrem Arm, eine starke Hand, die nicht fest zugepackt hatte. Aber es reichte um sie zu stoppen und leicht herumzudrehen, bevor sie ihren Arm losreißen konnte.


"*******, Al!"

rief sie nur, einfach nur wütend. Mordswütend. Aufeinmal war der Zorn wieder da, das Geräusch der Füße auf dem Kies hatte gereicht. Wie versteinert stand sie nun da, frierend, an dem Werfarbeiter vorbeischauend.

"Es tut mir leid! -- tut mir alles so leid!"

sagte Aldridge halb, halb schrie er es, um den Regen auch wirklich zu übertönen. Ein Donnergrollen übertönte eines seiner Worte. Was sollte das? Warum war er hier? War er verrückt?
Er verglich sich selbst mit dem, was Moses in seinem Katzenklo hinterließ. Aber mit Gewissen. Was auch immer das heißen sollte. Als Nicky sprach, war ihre Stimme laut ohne zu schreien, tief ohne zu grollen.


"Al, spar dir und mir den Atem und-"

"Nicky! Du bist mir so wichtig! Ich verfluchte mich dafür dich gestern zu mir eingeladen zu haben, das alles hätte nie passieren dürfen. Ich habe dich nicht mit Respekt behandelt wie ich es als Mann hätte tun sollen."

Er machte diese Grimasse, die er für ein Lächeln hielt. Er wertschätzte sie? Wertschätzte sie? Was für ein Esel. Er war eine altmodische Waschlappenfabrik. Und ein verdammter Esel.

"Sag mal ... bist du noch bekloppter als ich?"

meinte Nicky und fing wieder an, ein bisschen zu schreien.

"Jetzt so, gleich wieder so. Gleich willst..."

sagte Nicky lautstark, verdrehte offenkundig die Augen und zählte wild gestikulierend einen Punkt nach dem anderen demonstrativ an ihren Finger ab.

"...du wieder vergewaltig werden, dann machst du mich wieder fertig, dann bist du wieder Don Juan? Dann sind wir wieder Freunde? Ahahahaharrr ... irre komisch das Ganze. Was willst du eigentlich von mir?"

Zum Schluss war sie wieder leiser geworden, zeigte seine Gesicht doch, dass er offenbar auf eine andere Reaktion gehofft hatte. Nicky zog eine Grimasse. Es war ja nicht so, dass Al wirklich irgendwas falsch gemacht hatte. Aber er hatte eben auch nichts richtig gemacht. Wie konnte er auch ... offensichtlich hatte er mit allem recht, was er über sie gesagt hatte. Sie war einfach zu doof für diese Welt.

"Du hast vollkommen recht: Ich hätte gestern nicht mit dir mitkommen dürfen. Eigentlich hätte mir da schon klar sein müssen, dass das hier im Chaos endet. Und ich überhöre mal den ganzen dummen Machokram in deiner Entschuldigung."

meinte sie und funkelte ihn noch einmal böse an, bevor sie Sekunden später auf ihn zuging und so abrupt die Arme um seine breiten Schultern schloss, dass ihr beinahe der Swirleee aus der Hand geflogen wäre.

"Du bist zwar eigentlich selber schuld, aber ... mir tuts auch leid."

grummelte Nicky in die Wärme der Umarmung und fühlte sich mit jedem Bruchteil einer Sekunde, der verging, etwas besser, ohne sich zugleich auch etwas schlechter zu fühlen. Al ging auf die Umarmung ein, legte seine Hände über ihre Schulterblätter. Die Wärme seiner Finger drang schon nach einem weiteren Donnergrollen durch den feuchten Stoff auf ihre Haut. Eine Welle paralysierenden Schocks rollte ihr über die Gliedmaßen. Er war hier, er war ganz, er war blöd aber echt. Er war ein verdammter Arsch. Aber sie wollte ihn einfach nur küssen!
Wie von selbst erhob sich die Hand mit dem Swirlee, wanderte über ihre Häupter und ergoss sich erst in einem leichten Strahl, dann aber mit einem den ganzen Becher leerenden Schwall über Als Kopf. Zähflüssig waberte der Shake über seinen Schädel, den Nacken hinunter und vermischte sich auf dem Weg mit dem Regenwasser, während sich ihre Umarmung löste.
Nicky trat einen weiteren Schritt von Al weg, und als sie sprach, klang sie bereits außer Atem.


"Weißt du, du hast absolut recht gehabt. Ich bin total verrückt. Und es IST kein Wunder, dass ich ewig allein bleiben werde. Kaputt, ohne Aussicht auf Reparatur. Du verpisst dich einfach, Aldridge, und ich verpiss mich einfach und es geht nicht noch mehr kaputt, hmm?"

Al wirkte entrückt. Undeutbar. Er hatte ja in das Café gehen wollen. Dort konnte er sich ... frisch machen, den klebrigen Shake loswerden.

"Das ... Café, ich ..."

sagte sie und wies mit dem Kopf in die Richtung des hundert Meter entfernten Gebäudes. Stockend bewegten sich Nickys Füße nun darauf zu, umgeben von soviel dunstiger, undurchdringlicher Gräue, dem Lärm des Unwetters in ihren Ohren. Sie schloss die verglaste Tür ihres Geschäfts auf, in das sie damals soviel Mühe gesteckt hatte. Nicky trat durch die Tür ins Innere - und noch bevor Al einen Fuß hinein setzen konnte, schlug sie ihm die Glastür vor der Nase zu und schloss wieder ab. Mit betäubten Gesichtszügen sah sie Al durch die Scheibe hindurch an. Ihr Blick glitt zu seinem cremigen Kopf, der allmählich vom Regen saubergewaschen wurde. Dann deutete sie mit ausdrucksloser Miene auf sein Haar.

"Du hast nen Kaugummi im Haar."

sagte sie, trat einen Schritt zurück und drehte sich um, ging tiefer in ihr dusternes Café, suchte sich eine dunkle Ecke in der Mitte des Raumes und hockte sich hinter das Mobiliar auf den kalten Boden in die Finsternis.

- Lianna - Lora Curich - Vorort - Battery Park - Caf#e - Nicky allein, Aldridge vor der Tür -


by Jibrielle Dari
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – im Turboluft - Salina und Sarid

Sarid musste schmunzeln als Salina Kestrel erwähnte. Aber die dunkelhaarige Coruscanti hatte schon immer eine soziale Ader gehabt. Es musste ihr bestimmt liegen sich um Padawane zu kümmern. Daher verwunderte es die Jedi-Rätin nicht als die Rothaarige angab, dass die Sachen, die diese in ihr Zimmer tragen wollte von Kestrel bekommen hatte.

"Das freut mich zu hören, Salina. Freundschaften sind wertvoll. Treue und loyale Freunde zu haben hat auch mir schon viele Lebenslagen erleichtert, daher mach gerne weiter so."

Dabei zwinkerte die noch immer staubige Sarid der Padawananwärterin kurz zu. Dass Salina noch keinen Meister bekommen hatte war natürlich nicht so schön, aber noch war die junge Frau ja nicht lange bei den Jedi und das Wichtigste war, dass sie Anschluss gefunden hatte.

"Einverstanden, dann treffen wir uns in der Kantine",

gab Sarid zurück. Die dunkelblonde Jedi schlug wie Salina den Weg zu ihrem eigenen, spartanischen eingerichteten Zimmer ein. Dort stellte sie die Kiste mit Lichtschwertteilen auf den hölzernen Schreibtisch. Daneben legte sie ihren jetzt fertig geschliffenen Permafrostkristall. Mittlerweile glitzerte und schimmerte dieser schon viel schöner als zuvor in Rohform. Eisblau wirkte das von ihm reflektierte Licht. Er würde sich bestimmt gut als Fokuskristall machen, überlegte die Corellianerin. Den zweiten, den sie für Brianna geschliffen hatte legte sie daneben, um sich dann erstmal zu entstauben. Anschließend würde sie diesen wieder mitnehmen, um ihn der Echani zurückzugeben, wenn sie ihr über den Weg lief. Ihre jetztige, verdreckte Robe gab Sarid zur Wäsche und wusch sich ihr Gesicht und ihre Hände. Anschließend holte sie eine frische Robe aus dem Schrank und zog diese über ihr noch sauberes, beiges Untergewand. Danach fühlte Sarid sich wieder bereit anderen Jedi gegenüber zu treten. Bei Gelegenheit wollte sie auch an ihrem zweiten Lichtschwert arbeiten. Die verschmorten Überreste des Letzten lagen noch in dem ansonsten recht leeren Regal, aber es war nicht mehr zu reparieren. Aber momentan hatte sie keine Zeit für den Bau eines neuen Lichtschwerts. Außerdem eilte es nicht, da sie ja noch immer ein Funktionierendes besaß. Briannas Permafrostkristall wieder in die Tasche steckend machte sich die Jedi-Rätin wieder auf den Weg nach unten, um Salina zu treffen.

Vielleicht 10 Minuten und zwei kurze Gespräche später war sie in der Kantine angelangt und stellte fest, dass drei ihr bekannte Jedi allein an sonst leeren Tischen saßen. Einerseits natürlich Salina mit der sie sich ja treffen wollte. Ansonsten waren noch ihre Padawan Rilanja anwesend und dann noch Jedi-Rat Tomm Lucas, ein alter Freund und Ratskollege von ihr. Kurz entschlossen holte sie sich einen Kaff an der Theke und schritt dann als erstes an den Tisch, an dem Tomm saß. Ein kleiner Droide war bei ihm.


"Hallo Tomm! Dich habe ich ja schon lange nicht mehr auf Lianna gesehen. Wenn du nichts dagegen hast würde ich mich gerne mit meinen Padawanen zu dir setzen",

fragte die mittelalterliche Jedi freundlich lächelnd. Beim Siegesball auf Mon Calamari waren sie ja leider nicht mehr dazu gekommen sich zu unterhalten, da Sarid wegen Neis Unpässlichkeit den Ball hatte frühzeitig verlassen müssen. Aber vielleicht ergab sich ja hier eine Gelegenheit.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Kantine - Tomm, Rilanja, Salina und Sarid
 
Lianna | Jedi-Basis, Cantina | Tomm und T4, in der Nähe Rilanja, Salina und Raiken

Einen Moment lang hatte Tomm überlegt, sich zu den anderen an den Tisch zu setzen, wo er zumindest Kestrel flüchtig kannte. Die drei waren allerdings ziemlich in ein Gespräch vertieft. Da Tomm nicht stören wollte, suchte er sich einen freien Tisch und setzte sich. Im Vorbeigehen hatte ihn jemand knapp gegrüßt (Brianna) und Tomm hatte freundlich zurückgenickt. Eine Sache als Jedirat war es eben, daß einen zwar selbst fast jeder in der Galaxis erkannte, man selbst aber nicht die anderen kennen mußte. Und gerade hier in der Jedibasis machte es sich doch sehr bemerkbar, wie einzelgängerisch Tomm in den letzten Jahren unterwegs war. Ihm fiel wieder die Kritik ein, die Ches angebracht hatte. Er würde sich wohl wirklich mehr um den Orden kümmern müssen in Zukunft.
Mit T4, der mitgekommen war, ging er jetzt aber erstmal die Planungen für das Staffelprojekt durch. Der Astromech hatte sich die aktuellen Listen vom Stützpunkt besorgt, so daß sie nun noch einmal genau abgleichen konnten, was an Material da war. Ein buntes Sammelsurium an Raumgleitern und alten Jägern - und selbst davon nicht genug für eine komplette Staffel. Alles in allem konnten sie wohl auf sieben Maschinen zurückgreifen, vielleicht acht, wenn sie repariert werden konnten und Tomm seinen eigenen X-Flügler nutzte.


"Tja, ich denke, wir werden einen Wettbewerk daraus machen können, wer mit welchem Muster üben darf. Gehen wir davon aus, daß es genug Bewerber sind, dann würde ich sagen, daß die beiden X-Flügler der Hauptpreis sind. Der aus der ersten Serie stammende - auf den bin ich sehr gespannt. Dann haben wir zwei Y-Flügler und zumindest zwei mehr oder weniger intakte Kopfjäger. Die dürften Anreiz genug sein, sich anzustrengen, oder? Wer will so eine olle Kiste fliegen?"

Neben den ganzen Listen hatte T4 auch eine Terminbestätigung des Kommandanten der Basis erhalten. Militärisch hatte er ihnen mitgeteilt, daß sie sich übermorgen um 'Nullneunhundert' einzufinden hatten. Tomm nahm an, daß die späte Uhrzeit ein gewisses Zugeständnis an ihn als Jedi darstellte. Sonst nutzten Militärs gerne morgendlichere Zeiten.
Er hatte also heute und morgen Zeit, sich ein wenig in der Jedibasis umzusehen und zu entdecken, was es außer der hervorragenden Cantina neues gab und die Leute kennenzulernen. Tomm packte sein Datapad weg und wollte sich seinem Essen widmen, als eine ihm sehr vertraute Präsenz erschien. Raiken hatte vermutlich von seiner Ankunft erfahren. Fast zu selben Zeit vernahm er eine vertraute Stimme, die er sehr lange nicht mehr gehört hatte. Ein Strahlen erschien auf Tomms Gesicht.


"Sarid!",

rief Tomm erfreut und sprang auf, um die Freundin zu begrüßen.

"Wie gehts es dir? Und was sollte ich dagegen haben, daß ihr euch hersetzt? Ganz im Gegenteil, es würde mich sehr freuen. Viele kenne ich hier ja gar nicht",

meinte Tomm mit einem Nicken in Richtung der beiden anderen besetzten Tische hier (Salina und Rilanja). War bis eben noch reger Betrieb hier gewesen, saßen die beiden anderen genau wie Tomm nun jeweils allein an einem Tisch.

"Ich glaube, mein Padawan wird uns auch gleich Gesellschaft leisten. Ehemaliger Padawan, meine ich natürlich."

Tomm, der sich mittlerweile wieder hingesetzt hatte, wies auf den jungen Ritter, der gerade eben hereingekommen war.

"Darf ich dir Raiken vorstellen?"

Dieser hatte sich nun, da die Cantina ja nun weitgehend leer war, zu ihnen vorgearbeitet. Er hatte wohl genau den allgemeinen Aufbruch erwischt, als er hier hereinkam.

"Raiken, das ist Jedirätin Sarid Horn",

erklärte Tomm, bevor ihm einfiel, daß Raiken sie vermutlich kennen dürfte. Schließlich hatte man den Jungen einst von Lianna zu ihm nach Mon Cal geschickt. Aber war damals auch Sarid hier gewesen? Tomm wußte es nicht und wenn, dann war es auch egal. Lieber einmal zuviel vorgestellt als einmal zu wenig. Das Wiedersehen mit den beiden ließ Tomms freudigen Gesichtsausdruck jedenfalls anhalten.

"Herzlichen Glückwunsch zu deiner Ernennung, Junge. War es schwer?"

Er war sich ziemlich sicher, daß Raiken keine Probleme gehabt hatte bei der Prüfung zum Ritter. Auch wenn die Ausbildung bei Tomm im allgemeinen und die von Raiken im speziellen ziemlich unkonvetionell war, Tomm hatte keinen Zweifel daran gehabt, daß der Junge mehr als bereit für die Prüfung gewesen war.

Lianna | Jedi-Basis, Cantina | Sarid, Raiken, Tomm und T4, in der Nähe Rilanja und Salina
 
Lianna - Im Garten -Radan, Rick, Sebth, Asthurias und Minava

Rick hatte sich,wie die anderen,zu Minava gesetzt und versuchte sich auch ein wenig auf die Macht zu konzentrieren.Dabei baute er das mit ein,was die Jedi Meisterin ihm kurz zuvor im Vorraum der Arestzellen beigebracht hatte.Ab und zu warf er einen Blick zu Radan.Obwohl Rick inzwischen gemerkt hatte das der Jedi Ritter keiner war der viel redete,oder allgemein nicht grade gesellig war,so war er ihm jetzt doch etwas zu schweigsam.Dann beobachtete er wie der Jedi Ritter eine Kette hevorholte und sie ihm zeigte und zu erzählen begann,von seiner Vergangenheit,seiner Geschichte.

Der junge Padawan wandte seinen Blick nicht mehr von Radan ab und hörte zu.Am Anfang klangt das was Radan erzählte für ihn noch interessant,doch jäh weiter der Jedi Ritter mit seiner Erzählung in die Vergangenheit reiste und jäh mehr er preisgab,umso düsterer schien es Rick zu werden.Er hatte bereits erfahren das Radan ein Sith gewesen war und das mehr als ein Tropfen Blut an seinen Händen klebte,ja sogar das seiner eigenen Kinder.Doch nun sah er den Anderen mit all seiner Vergangenheit, allem was er erlebt hatte,allen was ihn nun zu dem gemacht hat was er war. Immer wieder bekam er eine Gänsehaut wenn ihm der Gedanke bei Radans Erzählungen kam,das dies alles wahre Geschichten waren und der Mann,der vor ihm stand,dies alles erlebt hatte.Ein wenig kam ihm nun seine eigenen Lasten so,unbedeutend vor.Fast die ganze Erzählung lang hatte er seinen Blick nicht von dem Jedi abgewandt.Als dieser schließlich Endete,ließ er seinen Blick doch sinken und starrte erstmal den Boden an. Eine Weile sagte er nichts,rührte sich kaum.Würde er nicht atmen, hätte man glauben können das er tot seih. Doch so ruhig er auch von außen aussah,innerlich machte er sich mehr als einen Gedanken.Er ließ sich Radans Erzählungen immer wieder durch den Kopf gehen.Die Lebensgeschichte eines Mannes,in diesen doch wenigen Worten.Es kam Rick vor wie eine Ewigkeit,bis er auf das Erzählte reagierte.

"Ich kann nicht von mir behaupten so viel erlebt zu haben.Weder habe ich Reiche fallen sehen, noch Leben beendet.Ich komme von einem kleinen Planeten auf welchem ich lange friedlich lebte. Das einzige Blut das an meinen Händen klebt ist das von erlegten Tieren,welche ich gejagt habe um es zum Essen zu haben.Meine Mutter starb als ich noch klein war und wuchs ich bei meinem Vater auf.Er lehrte mich vieles und bereitete für mich den Weg vor,ein Jedi zu werden.16 Jahre lebte ich in Frieden,fern von dem Konflikt zwischen Republik und Imperium. Bis eines Tages Imperiale Soldaten uns fanden und meinen Vater ermordeten.Ich überlebte nur weil ich nicht zu Hause war. Als ich wieder zurück kam,war alles zerstört was einst mein Leben war.Mein zu Hause,eine Ruine, mein Vater,tot.Ich war nur wenige Minuten weg,doch in diesen habe ich alles verloren."

Rick erhob sich,ging ein paar Schritte

"Ich trage keine Titel,ich habe nichts großes geleistet,noch habe ich viel erlebt.Ich hatte lange ein Leben ohne dunkle Schatten,doch dies ist nun vorbei.Doch ich habe eine Chance und die will ich nutzen.".

Er trat zu Radan an die Mauer

"Ich habe nicht so viel erlebt wie Sie.Wenn ich Ihre Geschichte höre und mich an einzelne Sätze erinnere,kann ich es kaum glauben das ein Mann all dies erlebt haben kann."

er lehnte sich gegen die Mauer und sah zu Boden

"Ich mag nur einen Schatten in meiner Vergangenheit haben,doch dieser Schatten ist groß und hat mein Leben verändert.Doch er hat mir eine Chance gelassen.Die Chance eines Neuanfangs. Die Chance,meine Zukunft zu gestalten wie ich es möchte."

kurz atmete er einmal tief ein und aus bevor er zu dem Jedi sah

"Meine Vergangenheit,eine Alptraum.Meine Gegenwart,eine Folter.Meine Zukunft,eine Chance auf Frieden.".

Lianna - Im Garten -Radan, Rick, Sebth, Asthurias und Minava
 
Lianna - Im Garten -Radan, Rick, Sebth, Asthurias und Minava


Radan ließ sich gerne unterbrechen. Sanft legte er die Hände auf die Schultern des Padawans und schenkte ihn ein lächeln. Langsam wich er tiefer und setzte sich. Sein Leben war folter gewesen. Seine Kindheit war die Kindheit eines Kriegers.


" Mein Vater schickte mich in die Schlacht bevor ich kämpfen konnte. Ich tötete einen Mann und mein Vater sagte jetzt kannst du es. Ich habe ihn von jenen tag an gehasst doch heute verstehe ich ihn. Ein krieger wird niemals geboren Rick er wird gemacht. Aus unendlichen Leid. "


Das war eine Wahrheit. Jeder große krieger wurde nur groß weil er litt. Es ging nicht anders. Doch er sollte zum Kern seiner Vergangenheit zu kommen.

"Über 30 jahre kämpfte ich an der Seite meines Vaters. Oft gab er das Land an jene uhreinwohner zurück um sich ihrer treue zu versichern. Mit 57 starb mein Vater zurück in der Hauptstadt. Er hatte den ganzen Planeten erobert. Der erste Eridorianische Krieg war vorbei. "

Er seufzte und sah wieder in die Ferne.

"Ohne zweifel hatte Mein Vater in seinem Leben großen Ruhm erlangt. Der Preis dafür war ein hartes Leben und für mein Volk betrachtet ein früher Tod. Doch so wie er starb möchte man sagen das Lars auch den Tod noch besiegt hatte. Sein übertritt zum Sithorden hat mein Vater immer als Fehler betrachtet. Lars liebte den gerechten Weg zu sehr als das er die lehren der Sith mit sich vereinen konnte"

Wieder blickte Radan in seine Ferne. Er seufzte kurz und schüttelte den Kopf.

" Schon am nächsten morgen kämpften wir wie Schakale um den leichnahm meines Vaters. Die Kriege um Eriador hatten begonnen. Wir zerteilten sein Reich in 4 Teile. Der zweite Bürgerkrieg begann. "

Radan stoppte und erhob sich wieder. Er wankte weswegen er sich sogar kurz an Minava festhielt. Was jetzt kam fiel ihm wirklich nicht leicht. Rick würde ihn verachten da war er sich sicher. Doch Radan hatte 30 Jahre in einem nicht endenden Krieg gekämpft.

"Doch ganz so einfach ist die Wahrheit doch nicht Rick und dann ist sie es doch"

Er schluckte als er sich endgültig an einer Wand abstütze. Er ließ einige Zeit vergehen und starrte in die Ferne.

"Die Wahrheit ist das wir seine Freunde und vertrauten Heerführer ihn getötet haben. Durch schweigen haben wir alle zugestimmt. Den keiner von uns konnte so weitermachen"

Begann er leise. Hätte er damals doch nur widersprochen. Er hatte den Tod seines eigenen Vaters gebilligt. Er sah weiter in die Ferne und in der tat kam ihn eine Träne.

" Was hätten wir von der Zukunft erwarten können außer ausgelöscht zu werden weil Lars begann uns zu Misstrauen. Wir sollten unseren Wohlstand mit niederen schichten Teilen die wir alle verachteten. Vermischung der schichten, abschaffung der Sklaverei und Hamonie"

Nun war es Radan der schnaufte. Er seufzte. Sein Vater hatte Frieden gewollt und sein Volk ändern. Er wollte offen für alles sein und er glaubte mit diesen Vorbild sogar Jedi und Sith vereinen zu können. Diesen Traum hatte er stehts gehabt.

"Mein Vater sprach oft davon doch ging es in Wahrheit nicht um ihn Rick? Das er ein weiteres Volk ihn anbetete? Ich glaubte nie an seinen Traum. Keiner von uns tat das. Das ist die Wahrheit über meinen Vater. Das ist die Wahrheit. Die Träumer rauben uns die Kräfte sie müssen sterben bevor sie uns mit ihren Träumen umbringen"

Radan drehte sich um und sah nun in Minavas augen. Er hatte gebeichtet. Vielleicht nicht auf die Art die man erwarten konnte. Radan hatte seinen eigenen Vater umgebracht. Im Krieg war er Misshandelt worden. Der ganze Krieg war eine Misshandlung für ein Kind und nun würde keiner von ihnen noch mit ihm zu tun haben. Am verabscheulichsten ist der Sippenmörder und Radan war einer. Er wünschte nur Alisah wäre hier. Das würde es erträglicher machen.

" Vergessen wir das einfach. Es sind nur dumme Worte eines alten Narren"

Er drehte sich wieder um und schüttelte sich erneut während seine Hand erneut zitterte. Wieso war er auf einmal so auf die Wahrheit bedacht.

"Mein Vater hätte niemals zum jedi orden gehen müssen. Er hätte auf Eriador bleiben, Heiraten und eine Familie gründen können. Er wäre als umjubelte Mann gestorben. Er wäre als großer König gestorben. Doch so war mein Vater nicht. Sein ganzes Leben hat er gekämpft um sich selbst von der Angst zu befreien und dadurch nur dadurch wurde er Frei. Der freieste Mann der mir je begegnet ist. Sein Schicksal war die immer größer werdende Einsamkeit das Misstrauen und die Ungeduld mit denen die ihn nicht Verstanden. Und wenn sein Versuch eine Annährung zwischen Sith und Jedi zu erreichen auch fehlgeschlagen ist"

Er hielt inne und sah in die Ferne. Ja Lars hatte davon gesprocchen es versuchen zu wollen. Er wollte das sie beide Seiten akzeptierten und den Kampf einstellten. Das war bevor Corusant gefallen war und vor seinen Übertritt. Sein Vater war ebenso Diplomat wie Krieger. Radan hatte nie geglaubt das es diese Versöhnung geben konnte. Doch sein Vater hatte es nicht interessiert. Lars duldete keinen widerspruch. Er hatte Radan sogar mit dem Tod betdroht

"Es war ein Fehlschlag. Sein Fehlschlag mag dabei allerdings weit über den erfolgen anderer stehen. Ich habe bereits ein langes Leben gehabt Rick. Man vererrt meist denen die ihren großen träumen folgten so wie meinen Vater"

Er schüttelte den Gedanken ab und hob eine Augenbraun.

"Wie denkst du jetzt über mich"


Lianna - Im Garten -Radan, Rick, Sebth, Asthurias und Minava
 
Lianna - Jedi Tempel - Gänge - Kantine- Tomm , Sarid , Raiken in der Nähe Rilanja und Salina


Es dauerte zwar eine Weile, aber irgendwann erreichte er endlich sein Ziel. Er freute sich seinen Meister endlich wieder zu sehen. Die Tage auf der Wind und im Tempel waren doch eine längere Zeitspanne. Der Ball war schon so weit weg. Ein weiterer Jedi hatte sich zu seinem Meister gesellt und Tomm stellte sie auch gleich einander vor. Er lernte ein weiteres Mitglied des Rates kennen, was ihm eine große Ehre war. Eines Tages wollte er selbst Mitglied des Rates werden. Aber bis dahin hatte er noch einen sehr weiten Weg vor sich. Er verbeugte sich höflich und begrüßte seine neue Bekanntschaft. Er war sich nicht sicher, ob der Sarid schon mal gesehen hatte. Sehr gut möglich, dass er auf dem Ball an ihr vorbei gelaufen war, als er sich in den Bereich des Personals begab. Zum damaligen Zeitpunkt hatte er die Gedanken eines Kellners manipuliert. Schon dort nahm er sich vor, dass dies nicht zur Gewohnheit werden sollte. Er er wollte unbedingt wissen, wer ihm diesen Brief geschickt hatte, der ihn etwas ins schwitzen kommen lassen hat.

"Es freut mich euch kennen zu lernen. Rätin Sarid Horn."

Danach setzte er sich und nahm einen kräftigen Schluck von seinem Glas. Seine Kehle war durch das Training sehr trocken geworden. Tomm gratulierte ihm zu seiner Ernennung und wollte auch gleich wissen, wie der Verlauf der Prüfung für ihn war. Er überlegte kurz wie er sich ausdrücken sollte. Er wollte die richtigen Worte finden. Er stellte seinen Becher ab.

"Vielen Dank. Nun ja wie soll ich sagen. Es war durchaus eine Herausforderung, aber eine sehr angenehme. Ich bin froh, dass ich so weit gekommen bin. Und ich konnte neue Kontakte knüpfen. "

Er erinnerte sich an seine Zeit auf der "Wind" und ein Lächeln wanderte über sein Gesicht. Er hatte sehr nette Personen getroffen und seine Ausbildung so gut wie abgeschlossen. Jetzt würde er sehr bald sein eigenes Schwert bauen. In der Bibliothek hatte er sich sehr viel Wissen darüber einverleibt. Doch war er sich nicht sicher, ob er in der Lage war eines alleine zu bauen. Theorie und Praxis waren ja zwei grundverschiedene Bereiche. Dem war er sich sicher.

Lianna - Jedi Tempel - Gänge - Kantine- Tomm , Sarid , Raiken in der Nähe Rilanja und Salina
 
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Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - in der Nähe Jaira - 4O-77 und Ly'fe

Eigentlich sollte Ly'fe durch die Galaxis ziehen, uralte Artefakte erforschen und Lücken in der Geschichtsschreibung des Jedi-Ordens und anderer machtbenutzender Traditionen schließen. Zumindest hielt der Bith das für seine Berufung, und es war nicht so, dass es ein überlaufenes Fachgebiet wäre. Meistens bezogen sich die Bemühungen von Jedi-Ordens auf Objekte, die einen unmittelbaren Nutzen darstellten (wie Holocrons) oder eine potentielle Gefahr (wie diverse Sith-Artefakte). Aber Wissen erlangen allein um der Erkenntnis willen, schien beim Orden derzeit keine hohe Priorität zu haben. Stattdessen zog er mit seinem Droiden Vieroh ein Hoverwägelchen mit pilzabweisender Farbe durch die Gegend. Anfangs war es ihm wie eine gute Idee vorgekommen, keinen Speeder zu nehmen und stattdessen einen Spaziergang bei Sonnenschein zu machen. Stattdessen hatte sich herausgestellt, dass Vieroh mehrere Servoschäden aufwies (das behauptete er zumindest, obwohl Ly'fe zunehmend Zweifel bei diesen Dingen überkamen) und Bith nicht für körperliche Arbeit geschaffen waren, schon gar nicht bei diesen Temperaturen. Er setzte sich also an einen nahe gelegenen Springbrunnen, um sich abzukühlen und zu verschnaufen.

»Sag', wo soll das alles enden, Vieroh?«

Fragte er eher rhetorisch in den Raum. Noch mehr zu schaffen als die Anstrengung machte ihn das sicherlich bevorstehende Theater mit Meister Nackl, der überhaupt nicht begeistert sein würde, wenn der Bibliothekskeller, sein Reich, mit der Farbe eingepinselt werden würde. Die alte Bibliothek war ein modriger Raum gewesen, in der die Pilze nur so gewuchert waren. Nicht gut für die Datenspeicher, aber sehr heimelig für Sullustaner. Die Entscheidung, dieses Mal vorzubeugen, war ja sinnvoll, aber konnte nicht jemand anders vortreten und es dem alten Bibliothekar beibringen. Keine große Lust verspürend, weiterzugehen, musterte er den Springbrunnen und insbesonders eine junge Togruta (Jaria), die in seiner Nähe saß.

Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - in der Nähe Jaira - 4O-77 und Ly'fe
 
Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - 4O-77, Ly'fe, Jaira

Leicht verträumt schaute Jaira in den Himmel und vermisste die Wolken, die sie von Shili kannte. Diese Welt schien irgendwie anders und seltsamer zu sein. Zweifel breiteten sich in ihr aus und eine Art Einsamkeit konnte sie in ihrem Herzen spühren. War es doch falsch sich von ihre Heimat zu trennen? Alles was sie kannte war dort und nicht hier.

In Gedanken versunken richtete sie sich auf und erblickte ihre Füße. Wie weit wird sie noch laufen müssen? Sie war hin und her gerissen zwischen der Entscheidung weiter nach vorn zu sehen oder den Rückweg anzutreten. Der Rückweg verbarg jedoch auch Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, da ein Schiff nach Shili gebraucht wird. Von den Ältesten im Dorf wusste sie jedoch, dass nicht viele Händler diesen Planeten ansteuern würden. Was gäbe es denn schon auf ihrer Heimat zu handeln. Das Dorf konnte sich durch die Jagt selbst versorgen und war auf niemanden angewiesen außer der Natur um sie herum.

Geräusche von vielen Fußtritten waren um Jaira zu hören, die ohne weitere Stimmen an ihr vorbei zogen. Leicht eingeschüchtert von dieser unbekannten Welt schaute sie die vorbei ziehenden Wesen an und bemerkte dann ein Droiden am Rande des Brunnens. Sie hat in den Geschichten der Jedis viel von Droiden gehört, aber noch nie ein gesehen. Er war sehr faszinierend anzusehen und besaß eine humane Form des Aussehens. Der Gedanke wer diese Droiden wohl baut schoss ihr durch den Kopf und wie man sie zu eigenständigem Denken bringt.

Erst nach einigen Minuten des Beobachtens bemerkte sie, dass der Droide ein Begleiter eines unbekannten Wesens war. Dieses Wesen sah komplett anders aus als die Bewohner ihres Dorfes.
Dieser Fremde besaß weder Lekku noch Montrals und dafür einen sehr groß wirkende Stirn. Von dem Körperbau konnte sie keine großen Unterschiede erkennen. War dieser Droide und sein Partner Freunde oder Feinde. Aber sie hatte keine Angst, da der Gedanke nichts verlieren zu können sich in ihrem Kopf ausbreitete.

Langsam zog sie die Beine von dem Brunnenrand, sodass sie aufrecht sitzen konnte und ihre Aufmerksamkeit etwas anderem wittmen konnte. Dies gelang ihr jedoch nicht, da sie genau wusste, dass dieser Droide mit Jedis in Verbindung stehen müsste. Unruhig hilt sie mit der linken Hand ihre rechte fest und atmete tief durch.

"Es wird alles gut. Du wirst es bestimmt überleben."

flüsterte sie sich selbst zu, um ihre Ruhe zurück zu erlangen. Durch das lange, regelmäßige Atmen schlug ihr Herz immer langsamer und sie ließ ihre Hand wieder los.
Ihr Blick schwang sich erneut in Richtung 4O-77 und Ly'fe und ein Lächeln zuckte über ihr Gesicht.

Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - 4O-77, Ly'fe, Jaira
 
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