Lianna

Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - 4O-77, Ly'fe, Jaira


Nach einiger Zeit des Schweigens schaute Jaira wieder auf den Boden und drückte die rechte Hand zu einer Faust zusammen. Diese Gestalt könnte auch ein Jedi sein, aber sie war sich nicht sicher. Die würden doch bestimmt nicht einfach so auf der Straße rumlaufen oder? So heldenhaft wie sie sind, sind sie bestimmt so berühmt, dass sie nicht einmal vor ihre eigene Tür treten könnten, ohne bejubelt zu werden. Sie war sich sicher, dass es diese Chance gewiss nicht ein zweites Mal erscheinen würde und legte ihre Hände neben ihre Hüfte auf den Brunnenrand, um sich abzustützen und zu erheben. Mit einem Schwung stand die junge Togruta auf ihren Beinen, die sich leicht nachgaben, als sie sich so plötzlich erhob.
Um den Beinen etwas mehr Halt geben zu können, streckte sie sich und hob ihre Arme weit über den Kopf.

Als Jaira diese wieder fallen ließ, erblickte sie Ly'fe erneut und setzte langsam einen Fuß nach dem anderen in seine Richtung. Ob ihre Theorie wohl stimmte oder sie sich irrte? Diese Frage sorgte für eine große Anspannung und auch dafür, dass ihre Geschwindigkeit immer weiter abnahm.
Wenige Meter von den beiden Unbekannten entfernt blieb sie stehen und musterte sie erneut genauer. Um nicht seltsam rüber zu kommen, suchte sie schnell nach einem Gesprächsthema.


"Schönen Tag wünsche ich Ihnen."

sagte sie zu 4O-77 und Ly'fe und legte ihre linke Hand dabei an den rechten Arm.


"Dass ist ein Droide oder? Hab noch nie einen gesehen. Er sieht wirklich faszinierend aus."

Dabei deutete sie mit dem rechten Arm auf den Droiden, der von ihrer linken Hand weiterhin fest umschlossen blieb. Sollte sie das Thema Jedi jetzt schon ansprechen oder lieber nicht so aufdringlich sein? Es könnte auch sein, dass sie ihre Identität nicht Preis geben wollen und dadurch auch unbemerkt durch die Straßen laufen können. Wer weiß.
Entschlossen darüber diese Fragen endlich zu klären, ließ sie ihren rechten Arm los.

"Ich habe gehört, dass Jedi meistens mit Droiden zusammen arbeiten. Ist dass wahr? Sind Sie vielleicht auch einer? Verzeiht mir, wenn ich zu aufdringlich erscheine."

Sie senkte den Kopf leicht und wartete gespannt auf eine Antwort.

Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - 4O-77, Ly'fe, Jaira
 
[*Räusper* Mein schöner Name… :D]

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Kestrel und Meister Nackl

Die Jedi-Meisterin seufzte, als sie ein Verzeichnis nach dem Anderen untersuchte und nicht wirklich etwas Brauchbares fand. Sie fühlte sich so schlecht vorbereitet für die Mission. Sie musste einfach mehr finden! Schon alleine zum Schutz der Anderen! Immer wieder gab Kestrel eventuell treffende Suchergebnisse ein, aber es kamen keine wirklichen Übereinstimmungen zu Stande. Zu Thearterra fand sie fast ausschließlich nur geografische Angaben, sowie warnende Hinweise über das Klima dort. Nichts Neues also. Die Jedi-Meisterin seufzte erneut und rieb sich ihre überanstrengten Augen und hörte dann den klackenden Stock des Bibliothekars. Kurz darauf sprach sie der alte sullustanische Mann an. Anscheinend war es offensichtlich, dass sie nicht das fand, nach dem sie suchte. Kestrel drehte sich zu dem alten Jedi um und lächelte ihn freundlich an.

„Danke für das Angebot, Meister. Ich bin übrigens Kestrel Skyfly und ich breche noch heute zu einer Mission auf. Ich bin die Leiterin der Mission. Das erste Mal und ich habe Bedenken, dass ich nicht genug vorbereitet bin, aber leider lässt sich über Thearterra nicht viel finden. Das wundert mich. Ich habe einige Aufzeichnungen in alten Holocrons gesehen, wo Jedi davon sprachen, dort gäbe es alte Artefakte von früheren Machtanwendern. Anscheinend ist es aber noch keinem gelungen diese zu bergen. Ich nehme an aufgrund des Klimas und weil der Planet in den bisher noch wenig erforschten Regionen liegt. Dennoch habe ich auch etwas von Tempeln gelesen und doch habe ich keine Ahnung was uns wirklich erwartet und das bereitet mir Kopfzerbrechen.“

Erklärte die junge Jedi langsam und öffnete die Seiten am Bildschirm, welche sie bisher gefunden hatte.

„Im Terminal finde ich leider keine Hinweise über die Tempel. Wo sie genau liegen und auf den Karten kann ich auch keine erkennen. Es sind auch keine eingezeichnet. Auch gibt es keine Hinweise über die Tiere dort. Gefahren…die dort lauern könnten. Ich habe allgemein was von Fallen und Rätseln gelesen…aber sonst… . Es muss doch mehr geben! Ich kann mir nicht vorstellen, dass bisher nur so wenig Jedi den Versuch gestartet haben dort nach den Artefakten zu suchen. Etwas, was mich andersrum auch beunruhigt, warum es vielleicht so ist. Wisst ihr etwas darüber Meister Nackl? Vielleicht auch was genau diese Artefakte sind?“

Fragte Kestrel und ihr fiel ein, dass Sarid wohl diesen alten Bibliothekar gemeint hatte. Der Name kam ihr zumindest bekannt vor. Vielleicht hatte sie Glück und er wusste aufgrund seines Alters und seiner Erfahrung in der Bibliothek etwas darüber. Die Jedi-Meisterin wusste nicht wie alt seine Spezies werden konnte, doch sie hoffte, dass er alt genug war, um vielleicht auch frühere Versuche anderer Jedi mitbekommen zu haben.
Kestrel fragte sich unterdessen wo Sarissia blieb. Hatte sie etwa verschlafen? Nach dem gestrigen Tag wäre es ihr zumindest nicht zu verübeln.


Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Kestrel und Meister Nackl
 
[Hyperraum, Passagierschiff nach Lianna, Aufenthaltsraum]- Chesara, Cris

Cris war geneigt, Chesara zuzustimmen, als diese ihre Zweifel andeutete, Alisah könnte ihm oder sonst irgendjemandem nützliche Informationen über die Pläne des Imperators oder andere Details der aktuellen Lage im Imperium liefern. Die Rätin hatte bestätigt, dass die verlorene Jedi ungefähr so jung war wie Akemi, anders als Akemi jedoch über weniger Reife verfügte. Bei diesen Worten zuckte Cris‘ Mundwinkel kurz – Reife. Lag es daran, dass er Akemi das Leben einer Erwachsenen aufgezwungen hatte, oder lag es einfach an ihrem Charakter? Laut Chesara war das Bewahren ihrer Kindlichkeit ein Abwehrmechanismus Alisahs gewesen, um sich unbewusst gegen die Verderbtheit der Sith zu schützen. Inwiefern diese Aussage Sinn machte vermochte der ehemalige Sturmtruppler selbst nicht zu beurteilen, doch wie immer in dieser Angelegenheit war er bereit, auf die Einschätzung der Rätin zu vertrauen. ChesaraSyonette war eine der weisesten Jedi des Ordens und damit vermutlich eine der weisesten Personen der gesamten Galaxis, besonders in Fragen, die mit der Macht und ihren Auswirkungen auf Lebewesen zusammenhingen. Aus geheimdienstlicher Sicht entzogen gerade diese sich auf ärgerliche Weise sachlicher Analyse.

Mehr noch als ihre letzte Eröffnung Alisahs Schwangerschaft betreffend überraschte Cris die Betonung, dass ihr versprochen worden war, dass ihrem Kind nichts passieren würde. Milde irritiert wölbte Cris seine Augenbrauen. Befürchtete die Rätin vielleicht, der Geheimdienst könnte im Rahmen eines Verhörs das Wohlbefinden des ungeborenen Kindes als Druckmittel benutzen, um die Kooperation der Sith zu erzwingen? Sein eigenes Verhör durch die Black Ops machte zwar deutlich, dass einigen Mitgliedern des Geheimdienstes jedes Mittel recht war, doch solange Cris persönlich die Befragung Alisahs übertragen wurde, hatte sie diesbezüglich nichts zu befürchten. Abgesehen von seinen grundsätzlichen Bedenken in Bezug auf allzu invasive Verhörmethoden – er würde es kaum übers Herz bringen können, ein junges Mädchen, das einmal Akemis Freundin gewesen war, so zu behandeln.


„Macht Euch keine Sorgen, Rätin“, versicherte er Chesara daher rasch, nachdem er gespürt hatte, dass ein leichter Ruck durch das Passagierschiff gegangen war. Sie hatten den Hyperraum also verlassen und waren nun vermutlich im Begriff, Lianna anzufliegen.

„Wenn ich von einem Verhör spreche, meine ich lediglich ein Gespräch, ein paar Fragen und hoffentlich Antworten. Nichts weiter.“

Er hoffte, dass diese Antwort nicht allzu indigniert rüberkam. Er konnte Chesara nicht übel nehmen, in dieser Sache ganz genau auf die Details zu achten – etwas in ihrer Stimme verriet ihm, dass sie es persönlich sehr wichtig nahm, was mit Alisah geschah. Vielleicht war das eine besondere Verbindung zwischen beiden – oder Chesara fühlte sich ganz einfach für jeden Jedi verantwortlich. So oder so, auf den Schultern der Rätin musste eine beachtliche Last ruhen und Cris hatte nicht die Absicht, ihr weitere aufzubürden.

„Wenn sie sich auf Lianna in einer Arrestzelle befindet, sollte sie auch vor imperialen Agenten oder Attentätern so sicher sein wie nur irgend möglich. Ich werde sobald wir gelandet sind in unserer Außenstelle Kontakt zu meiner Vorgesetzten aufnehmen und dann sofort zum Orden kommen. Je schneller wir diese Angelegenheit hinter uns bringen, desto besser.“

Zuversichtlich lächelte er der Rätin zu. Wenn alle Informationen stimmten, die sie ihm gegeben hatte – und er sah keinen Grund, daran zu zweifeln – dann sollte er es mühelos schaffen, die ganze Angelegenheit ohne unnötige Komplikationen für den Orden über die Bühne zu bringen. Wenn er glaubhaft machen konnte, dass Alisah über keine brauchbaren Informationen verfügte – oder alle bereitwillig mit ihm geteilt hatte – würde dem Geheimdienst nichts anderes übrig bleiben, als den Rest ihres Schicksals dem Schiedsspruch des Ordens zu überlassen. Blieb also nur zu hoffen, dass sie ihm gegenüber nicht bereitwillig einräumte, an irgendwelchen Kriegsverbrechen oder sonstigen Gräueltaten beteiligt gewesen zu sein. Das würde die Angelegenheit dann doch reichlich verkomplizieren.

Mittlerweile hatte eine Lautsprecherdurchsage die Passagiere des Raumschiffes darauf aufmerksam gemacht, dass die Landung auf Lianna kurz bevor stand. In Vorbereitung darauf, das Schiff zu verlassen, zog Cris seinen Koffer an sich und nickte der Rätin leicht zu.


„Ich nehme an, Ihr werdet dabei sein wollen, wenn ich Alisah befrage?“

[Anflug auf Lianna, Passagierschiff, Aufenthaltsraum]- Chesara, Cris
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Kestrel und Meister Nackl

Wie Meister Nackl erwartet hatte war die junge Frau, die sich als Kestrel Skyfly vorstellte, dankbar dafür, dass er seine Hilfe angeboten hatte. Allerdings war ihr Anliegen wie sie deutlich machte dringend und sein Instinkt dafür wer seine Hilfe brauchte war daher wie so oft zutreffend. Sie musste auch einen gewissen Range inne haben, sonst wäre die dunkelhaarige Frau wahrscheinlich nicht Leiterin dieser Suchmission nach Thearterra ernannt worden, überlegte Meister Nackl. Seine großen sullustanischen Glubschaugen wanderten zu dem Terminal, an dem die Jedi Skyfly gesessen hatte.

"Vielleicht bin ich ja in der Lage weitere Informationen zu dem Planeten Thearterra zu finden, auch wenn ich zugeben muss, dass ich persönlich nichts damit verbinde. Auch ist unsere Jedibibliothek noch nicht wieder so umfangreich wie sie es einmal war, aber sie wird immer besser, ebenso wie die Suchregister und die Sortierung",

erklärte der alte Jedibibliothekar und wartete bis ihm die schlanke Frau Platz machte. Anschließend kletterte der nur einen Meter hohe Jedi-Meister auf den Stuhl. Mit prüfendem Blick sah er sich an, was die Jedi bereits an Suchworten eingegeben hatte. In der festen Absicht diese Angelegenheit so schnell wie möglich hinter sich zu bringen sausten seine kleinen Stummelfinger über das Terminal. Dabei aktivierte er auch einige Suchfilter, die ihm dabei halfen bereits von Skyfly gefundenen Quellen nicht erneut anzuzeigen. Nach vielleicht drei Anfragen und ca. 10 Minuten Suchzeit spukte das Holoterminal endlich etwas Brauchbares heraus. Dabei rückte Meister Nackl seinen haarlosen Kopf noch dichter ans Terminal, um besser lesen zu können.

"Meisterin Skyfly, das könnte hilfreich sein! Das ist ein Bericht eines Jedi-Ritters namens Kaden Jord, bereits vor Jahrhunderten verstorben. Aber es scheint sich um eine Such- oder Rettungsmission auf Thearterra zu handeln, von der dort berichtet wird. Es müssen also bereits zuvor Jedi auf dem Planeten gewesen sein und es werden wie Ihr schon sagtet drei Tempel beschrieben, einer davon im oder am Wasser, einer in einem Vulkan liegend und der Letzte auf dem höchsten Berg. Die Koordination und eine Karte des Planeten sind angefügt",

fasste der Sullustaner zusammen während er den uralten Bericht überflog.

"Offensichtlich war auch der Planet selbst damals nicht ganz ungefährlich wie ich annehme, denn die Rettungsmission scheiterte nicht zuletzt an planetaren Widrigkeiten, was auch immer darunter zu verstehen ist. Dennoch wird eine weitere Entsendung einer weiteren Suchmission empfohlen, denn der Jedi-Ritter vermutete, dass sich dort noch immer für die Jedi wertvolle Artefakte befinden, welche aber wohl nicht mehr stattgefunden hat, aus welchen Gründen auch immer. Sonst wären weitere Berichte vorhanden wie ich annehme. Außerdem wird noch darüber spekuliert, um was für Artefakte es sich möglicherweise handeln könnte, aber nichts Konkretes mehr meiner Ansicht nach. Das solltet Ihr Euch denke ich alles ausführlich zu Gemüte führen, Meisterin Skyfly. Ich werde den Bericht und die anderen Bezüge auf Thearterra für Euch kopieren lassen."

Mit kurzem Tippen veranlasste der alte Sullustaner die Kopieraktion des Berichts und auch der anderen gefundenen Treffer und reichte der dunkelhaarigen Jedi wenig später eine Datenkarte mit allen von ihm zusammengestellten Informationen.

"Bitte schön. Ich hoffe damit Ihre anstehende Mission etwas erleichtert zu haben. Aber mehr hat die Jedibibliothek nicht zu bieten. Möge die Macht mit Ihnen sein.",

verabschiedete sich der alte Bibliothekar bereits in der Annahme, damit alle Wünsche der Jedi Skyfly befriedigt zu haben. Mit einer fließenden Bewegung rutschte er geübt von dem Stuhl, nahm wieder seinen Gehstock in die Hand und wartete, ob sich die Jedi auch wirklich entfernte bzw. seine Hilfe nicht mehr benötigte.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Kestrel und Meister Nackl
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Kantine - Rilanja, Brianna, Kestrel, Raiken und Talery

Talery quittierte Kestrels Lob bezüglich der harten Mission auf Denon mit einem dankbaren Lächeln. Immerhin bestätigte ihr dies Eisblumes Einschätzung, so dass sie nun wusste, dass das Vertrauen der Caamasi in die Ansichten ihrer Meisterin diesbezüglich überaus berechtigt waren.

"Vielen Dank, Meisterin",

antwortete die Caamasipadawan dankbar mit kurzem Kopfnicken. Das schien hier irgendwie ein Zeichen der Anerkennung zu sein wie sie von anderen Jedi beobachtet hatte. Also hielt sie sich an die üblichen Gepflogenheiten. Danach tauschten Eisblume und Windnelke noch einige Worte, deren Sinn ihr manchmal entging. Da wurde irgendetwas zwischen den Zeilen gesagt, aber noch kannte Talery die Beziehung der beiden zu wenig, um sich eine Spekulation diesbezüglich zu erlauben. Etwas später wieder wurde auf Talery Bezug genommen und die nette, dunkelhaarige Jedi fragte sogleich persönlich bei der Padawan nach, was sie sehr freute.

"Nein, es liegt nicht konkret an den Lichtschwertern. Als Caamasi stehe ich generell Gewalt ablehnend gegenüber. Wenn nur irgendwie möglich sollten Konflikte meiner Ansicht nach gewaltlos gelöst werden, denn das sinnlose Verschwenden von Leben bringt niemandem etwas. Dennoch habe ich mich nach etwas Überzeugungsarbeit meiner Meisterin dazu bereit erklärt, dass ich zumindest lerne mich selbst im Bedarfsfall zu verteidigen",

gab Talery ehrlich zu. Dazu war die Caamasi der Ansicht, dass dies für Jedi nicht allzu nachteilig sein dürfte. Immerhin gab es mehr Jedi wie sie mittlerweile wusste, welche keine Änhänger von Gewalt waren, auch wenn sie zugegeben in einigen Situation hilfreich sein konnte, wie sie auf Denon hatte feststellen müssen. Wenig später verabschiedete sich Windnelke auch schon wieder. Sie hatte es offenbar eilig, was Talery ein bisschen leid tat. Aber es war nicht zu ändern. Da die Caamasi mit ihrem Essen ohnehin schon fertig war und ihr Eisblume für den Abend frei gab, löste sich die Gruppe mit Ausnahme von Rilanja recht schnell auf.

"Dann gute Nacht, Meisterin. Wir treffen uns dann morgen. Auf Wiedersehen, Rilanja. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder."

äußerte Talery hoffnungsvoll. Schließlich konnte sie noch tagelang über ihre Pflegeprodukte schwafeln und bisher hatte sie keine bessere Zuhörerin bei den Jedi gefunden als Rilanja. Den restlichen Abend verbrachte die Caamasi wie zu erwarten war mit Körperpflege und frühem zu Bett gehen. Schließlich war die Mission auf Denon wirklich anstrengend gewesen und Talery war zugegeben etwas k.o, so dass sie die Gedanken an das bevorstehende Lichtschwerttraining recht leicht beiseite schieben konnte.

* * * * *

Am nächsten Morgen beeilte sich Talery nicht sonderlich, denn auch wenn sie nicht allzu früh aufgestanden war, so hatte sie noch genug Zeit für ein gemächliches Frühstück. Allzu viel aß sie ohnehin nicht, da sich das Angebot an körnigem Frühstück in Grenzen hielt. Dazu noch eine gelbliche, fruchtig riechende Masse und eine Art Tee reichte der Padawan. Außerdem war ihr Hunger sowieso nicht allzu groß angesichts der bevorstehenden Übung. Ihr Elan hielt sich sehr in Grenzen als die Padawan mit denselben eleganten Klamotten wie gestern zum Trainingsraum begab, welche wenig für ein Lichtschwerttraining geeignet waren, aber so weit hatte die Caamasi gar nicht gedacht. Wie sie feststellte war zu der gefühlt noch frühen Stunde wenig im Trainingsraum los. Aber Brianna war natürlich schon anwesend. Eisblume "überfiel" sie auch sogleich mit einer Frage.

"Ja. Ich bin zwar keine Expertin, aber bei für mich seltenen gesellschaftlichen Angelegenheiten habe ich durchaus das eine oder andere Tänzchen gewagt",

antwortete sie überrascht, aber wahrheitsgemäß. Alles andere würde die Jedi-Ritterin vermutlich auch merken und sie wollte Eisblume nicht anlügen oder gar enttäuschen. Was folgte war nach einigen erklärenden Worten eine zugegeben recht eindrucksvolle Präsentation seitens Brianna. Deren Körperbeherrschung war wirklich erstaunlich.

"Das sieht alles zugegeben wirklich beeindruckend aus. Aber kann man das nicht auch mit einem Glühstab machen?",

fragte die Caamasi kleinlaut, auch wenn sie annahm, dass Eisblume darauf bestehen würde ihr so ein ominöses Lichtschwert in die klammen, dreifingrigen Hände zu drücken.

"Sofern du nicht erwartest, dass ich das alles von heute auf morgen lerne würde ich mich schweren Herzens bereit erklären deinen Anleitungen zu folgen und die einzelnen Sequenzen zu erlernen."

Schicksalergaben sprach Talery die Worte, die ihre Meisterin vermutlich hören wollte. Aber irgendwo machte es ja Sinn, dass sie sich aufgrund der stets präsenten Bedrohung durch die dunklen und teuflischen Sith zumindest halbwegs verteidigen können sollte, auch wenn sich ihre Begeisterung spürbar in Grenzen hielt.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Brianna und Talery
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Kantine - Tomm, Rilanja, Salina und Sarid

Tomm sprang sogar erfreut auf als Sarid ihn ansprach, was die Corellianerin umso mehr freute. Sie drückte ihn kurz freundschaftlich ehe sie ihm antwortete. Allerdings achtete sie dabei, dass sie ihm ihren heißen Kaff nicht überschüttete.

"Ja, wir haben uns wirklich schon ein ziemliches Weilchen nicht mehr gesehen, was vermutlich auch an meiner zeitweisen Abwesenheit lag."

Dabei war kurz ein trauriger Ausdruck auf ihrem Gesicht zu sehen, den sie jedoch recht schnell wieder überspielte. Schließlich war das mittlerweile auch schon Monate her.

"Deinen ehemaligen Padawan würde ich ebenfalls gerne kennenlernen. Ich bin ihm soweit ich mich erinnere noch nicht begegnet. Mir selbst geht es jedenfalls gut, ich habe die Schlacht um Corellia in einem Stück überstanden, ebenso wie den Siegesball",

scherzte sie.

"Aber ehrlich gesagt fühlte ich mich hier in Jediroben sehr viel wohler auf Mon Calamari im Ballkleid unter den ganzen wichtigen Würdenträgern, aber ich war da glaube ich nicht die Einzige."

Raiken folgte recht schnell der Aufforderung seines ehemaligen Meisters und gesellte sich zu ihnen. Allerdings hatte sie den jetztigen Jedi-Ritter vorher wirklich noch nicht getroffen, wie sie feststellte. Die freundlichen Worte des schwarzhaarigen, jungen Mannes erwiderte Sarid gerne.

"Gleichfalls, Raiken. Ich gratuliere dir ebenfalls zu deiner Ernennung. Darauf kannst du wirklich stolz sein. Aber du hattest schließlich auch einen guten Meister",

gab die Jedi-Rätin freundlich zurück und zwinkerte dabei auch Tomm kurz zu. Dann drehte Sarid sich kurz in Richtung der anderen beiden, weiblichen Padawane, die noch immer allein an ihren Tischen saßen.

"Rilanja, Salina, ich würde mich freuen, wenn ihr beiden uns ebenfalls Gesellschaft leisten würdet",

rief sie den beiden freundlich zu. Ihnen würde es ebenfalls nicht schaden ein paar weitere Jedi kennenzulernen. Dafür bot sich die Kantine wirklich wunderbar an. Aber das war irgendwie in allen Jedibasen, die die Corellianerin erlebt hatte der Fall gewesen. Anschließend stellte Sarid die beiden kurz vor.

"Rilanja ist schon länger meine Padawan und ich bin guter Hoffnung, dass sie ebenfalls bald ihre Ausbildung abschließen wird. Um Salina habe ich beschlossen mich in nächster Zeit ein bisschen zu kümmern, denn sie hat bisher noch keinen Meister bei den Jedi gefunden. Darf ich euch einen Jedi-Rat und alten Freund von mir vorstellen? Tomm Lucas!"

Dann endlich setzte Sarid sich mit ihrem Kaff in der Hand zu Tomm, seinem Astromechdroiden und Raiken.

"Dich zu sehen bringt so viele alte Erinnerungen hervor, Tomm. Weißt du noch wie ich dir damals auf Coruscant im alten Jeditempel deinen Overall bei einem Lichtschwerttraining versengt habe?"

Dabei musste sie breit grinsen als sie an die Begebenheit zurück dachte, die ihr damals ziemlich unangenehm gewesen war. Zu dem Zeitpunkt war sie selbst noch eine Jedi-Ritterin gewesen.

"Du warst noch Padawan damals, glaube ich. Heute sind wir beide Ratskollegen. Ach, ist das schon lange her..."

schwelgte die dunkelblonde Corellianerin in Erinnerungen. Es war eine schöne Zeit gewesen, damals auf Coruscant.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Kantine - Raiken, Tomm, Rilanja, Salina und Sarid
 
Lianna - Jedi Tempel - Quartier von Salina und Sarissia - Sarissia alleine


*Sarissia schlief seelenruhig, wärend ihr Com sich immer wieder meldete, nach kurzerzeit wurde sie ein wenig unruhig und öffnete die augen, verschlafen blickte sie sich um als wär es für sie eine völlig fremde umgebung*

Hm...


*sie nahm das nervige Com das dauerpiept und sah sich die Nachricht dann an, erschrocken riss sie die augen auf und war mit einem schlag wieder in der realität angekommen, also stand sie auf und zog sich ihr Gewand an, hängte das Schwert an den Mehrzweckgürtel und kontrollierte nochmal ob sie alles dabei hat*

*Sarissia nickte und verlor auch schon keine zeit mehr, sie ging aus dem Quartier raus und lief durch die gänge richtung Bibliothek, dort angekommen war sie schwer am keuchen, sie stützte die hände an die Wand und atmete erstmal durch, nach kurzer zeit bekam sie schon etwas mehr luft und ging hinein sie wusste das man hier leise sein muss, also nach ihrer Meisterin schreien war nicht.*


*Sie ging langsam suchend durch die Bibliothek sah das eine oder andere Buch neugierig an, aber blieb weiter auf der suche, bis sie endlich fündig wurde sie sah Meisterin Kestrel und anscheinend den Bibliothekar (Meister Nackl) welcher sich wohl gerade verabschiedet hat und ging, Sarissia machte sich auf den weg zu ihrer Meisterin und verneigte sich, ihr war die anstrenung des Laufens durchaus anzusehn*

Verzeiht meine verspätung Meisterin. Ich hab wohl so tief geschlafen....


*Sarissia sah nicht gerade danach aus als wär sie ausgeruht, konnte vom Laufen gerade sein oder es war einfach zu wenig schlaf, aber sie war hier und sichtlich bereit auf das weitere*

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Kestrel und Meister Nackl
 
Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Kestrel und Meister Nackl

Zunächst war die Jedi-Meisterin etwas enttäuscht, dass Meister Nackl davon noch nichts gehört hatte. Bei seinem Alter hatte sie irgendwie darauf gehofft. Dennoch rutschte Kestrel von dem Stuhl und ließ den kleinen Meister suchen. Sie beobachtete erstaunt seine kleinen flinken Finger und die Art, wie er suchte und das System dazu brachte etwas Brauchbares auszuspucken.

Kestrel war erfreut, dass der sullustanische Bibliothekar tatsächlich einen Bericht von einem Jedi-Ritter fand, doch, dass es sich hierbei um eine Rettungsmission gehandelt hatte, gefiel der Meisterin nicht wirklich und die Bedenken bezüglich der vielen teilnehmenden Padawane kamen wieder in ihr hoch. Trotzdem hatte Brianna recht. All die Padawane hatten ihre Meister dabei und sie waren alle vom Rang recht hoch und es war nicht allein ihre Aufgabe auf die Schüler aufzupassen. Immerhin hätten diese ihr nicht zugesagt, wenn sie nicht wüssten, dass ihre Schüler bereit dazu wären, beziehungsweise im Stande sind sie zu beschützen.

Die dunkelhaarige Jedi konzentrierte sich daher weiter auf die Suchergebnisse und war im Grunde genommen sehr zufrieden, was der kleine Meister alles gefunden hatte. Besonders freundlich fand sie den Service, dass er ihr alles noch kopierte und sie nur ein paar Minuten später die Datenkarte in der Hand hielt.


„Vielen Dank, Meister! Ja, ihr habt mir sehr geholfen und ich werde mir die Daten während des Fluges genauer ansehen. Und mittlerweile finde ich die Jedi-Bibliothek wieder recht ordentlich bestückt, aber wer weiß, vielleicht kann ich sie demnächst noch bereichern.“

Dankte sie dem alten Meister freundlich lächelnd, während dieser sich dann auch schon von ihr abwandte. Kestrel zog eilig ihr Kom aus ihrem Gürtel und begann ihre Leute zu informieren.

Komnachricht- Nachricht an alle Teilnehmer der Mission nach Thearterra-Sicherheitsstufe hoch

Ich habe endlich die genauen Koordinaten des Planeten, sowie die Koordinaten der Tempel, wo sich die Artefakte befinden. Die drei Tempel befinden sich Unterwasser- im größten Meer, auf dem höchsten Berg und einer ist im Vulkan. Alle drei Tempel sind auf dem Planeten recht großzügig verteilt. Wir beginnen mit dem Unterwassertempel! Die Koordinaten dafür sind im Anhang. Ich habe bereits veranlasst, dass in der Nähe des Strandes ein Basiscamp errichtet wird. Dort werden wir uns treffen. Ich mache mich jetzt auf den Weg und freue mich bereits euch so zahlreich begrüßen zu können.

Meisterin Skyfly

Nachricht Ende


Jetzt musste sie nur noch auf Sarissia und Q’Tahem warten. Wo blieben sie nur? Über ihr Datapad organisierte die Meisterin sich bereits ein Schiff für sich und ihre Padawane. Sobald diese endlich eintreffen würden, würde es losgehen.

Erstere kam schnaufend schließlich zu ihr und die Jedi-Meisterin konnte ihr ansehen, dass es ihr ziemlich unangenehm war, gleich verschlafen zu haben. Kestrel lächelte verständnisvoll


"Guten Morgen, Schlafmütze. Es ist nicht so schlimm, vielleicht tat dir der Schlaf nach dem gestrigen Tag sogar ganz gut. Dein Körper scheint ihn gebraucht zu haben. Aber wir müssen jetzt sofort aufbrechen. Ich habe uns schon ein Schiff besorgt. Dort kannst du dann essen und wir werden die Zeit an Board nutzen, um zu trainieren."

Sagte die Jedi-Meisterin und verließ mit Sarissia die Archive und machte einen Abstecher an den Quartieren vorbei, um nun auch Q'Tahem aus seinem Winterschlaf zu holen. Zu dritt machten sie sich dann auf zum Hangar und betraten das kleine Schiff mit den 4 Kabinen (Cockpit, Boardküche, Nasszelle, Schlafraum). Ihre Ausrüstung hatte sie bereits einen Abend vorher in den Hangar geschafft, so dass dieser bereits in den Lagerraum des Schiffes gebracht worden war.

Kestrel setzte sich eilig ans Cockpit und war etwas traurig, Brianna nun doch nicht noch einmal gesehen zu haben. Nachdem ihre Schüler angeschnallt waren, startete die Jedi das Schiff. Es war lange her, seit dem sie alleine ein Schiff geflogen war, doch es war ein schönes Gefühl. Nur 5 Minuten später hatte sie Starterlaubnis und sie flogen aus dem Hangar und sprangen kurz darauf im Orbit in den Hyperraum, nachdem die Jedi-Meisterin alles in den Boardcomputer eingegeben hatte.

"Na, schon aufgeregt?"

Fragte Kestrel schließlich ihre Schüler, als sie vom Pilotensitz aufstand.

"Lasst uns etwas essen in der Boardküche und danach möchte ich euch noch etwas trainieren, ehe wir ankommen."


Hyperraum-Schiff Talia- Kestrel, Sarissia, Q'Tahem


---> weiter auf Thearterra

[Op] @Sarissia Wir machen einen Zeitsprung. Du kannst ruhig beschreiben, was wir so die nächsten 3 Tage gemacht haben an Board ;) Im nächsten Post landen wir bereits auf Thearterra. ;)]
 
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- Anflug auf Lianna - Passagierschiff - Aufenthaltsraum - Mit Cris -

Das Angebot, sie könnte bei Alisahs Befragung dabei sein, überraschte Chesara. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass diese Möglichkeit bestünde und sie daher gar nicht erst in Betracht gezogen. Dann wiederum hätte sie sich denken können, dass Cris Sheldon solche Situationen weniger amtlich behandeln würde als viele seiner Kollegen es wahrscheinlich getan hätten. Die Jedi-Rätin nickte.

"Wenn es nicht gegen Ihr Protokoll spricht, wäre ich gerne dabei."

Antwortete sie und fragte sich, ob er ihr dieses Angebot ohnehin gemacht hätte, oder ob es eine spontane Überlegung war, weil er möglicherweise gemerkt hatte, dass sie sich sehr um Alisah sorgte. Dass diese weniger begeistert darüber sein würde, Chesara anwesend zu wissen, darüber war sich die Jedi-Rätin im Klaren, doch das kümmerte sie weniger. Alisah würde nicht gefragt werden, so einfach war das. Nach einer Lautsprecheransage, die die Landung in nur wenigen Minuten angekündigte, erhob sich Cris Sheldon schließlich. Verständlicherweise wollte er sich zuerst mit seinen Vorgesetzten besprechen und würde erst im Anschluss daran zur Jedi-Basis kommen und Chesara fragte sich, ob sie schon vorher versuchen sollte, ein paar Worte mit Alisah zu sprechen, oder ob vielleicht Padme sogar schon nach ihr gesehen hatte, sollte sie noch vor Chesara auf Lianna angekommen sein. Auf dem aktuellen Flug befand sie sich zumindest nicht, aber sie war auch separat nach Mon Calamari geflogen statt sich dem Sammelflug anzuschließen.

"Gut, dann sehen wir uns später."

Auch Chesara war aufgestanden, um sich vor der Landung noch den übrigen Jedi anzuschließen.

"Sie können am Empfang nach mir fragen, oder Sie kommen auf gut Glück zum Ratssaal. Wir sollten uns schon finden."

Sie für ihren Teil hatte zumindest bisher immer jeden gefunden, nach dem sie gesucht hatte. Chesara lächelte.

"Und Cris, der Vollständigkeit halber möchte ich noch sagen, meine Sorge um Alisah und ihr Kind hat nichts mit Ihnen zu tun. Ich weiß, dass ich Ihnen vertrauen kann. Die Ergebnisse der Befragung liegen allerdings außerhalb unserer beider Einflussbereich. Sollte sich heraus stellen, dass Alisah doch mehr über den Imperator weiß als wir beide annehmen, oder sollte sie sich entschieden haben, jede Kooperation zu verweigern, dann werden sich andere einmischen wollen."

Chesara zuckte mit den Schultern.

"Sagen wir einfach, ich glaube nicht, dass alle Ihre Kollegen beim Geheimdienst so denken wie Sie."

Sie lächelte.

"Ein Grund, warum man Sie auf diesen Posten versetzt hat, nehme ich an, und ein Grund, warum ich dankbar dafür sein sollte. Wir sehen uns später."

Chesara nickte ihm zu, nahm ihre Tasche und machte sich auf zu der Jedi-Gruppe, die ziemlich vollständig versammelt beieinander stand. Der Ball auf Mon Calamari war eine nette Abwechslung gewesen, doch jetzt stand wieder der Alltag auf Lianna an und dieser brachte wie immer jede Menge zu bewältigender Probleme mit sich.

- Lianna - Passagierschiff - Aufenthaltsraum -
 
Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - in der Nähe Jaira - 4O-77 und Ly'fe

Was war das kleinere Übel? Eigentlich war der Gedanke, eine direkte Anweisung von Meister Yeedle zu missachten, ein ziemlich absurder für Ly'fe, doch die Frage musste doch gestellt werden: war es das wert? Ein paar Pilzsporen weniger und weniger Feuchtigkeit, die natürlich den gesammelten Datenträgern in den diversen Formen, vom Flimsi bis zum Holocron, zusetzte, wenn die Alternative ein wütender Sullustaner war? Früher hatte man die wirklich wertvollen Sachen stattdessen einfach nicht in der Bibliothek gelagert…

Hmm… der Bith konnte kaum glauben, dass er so dachte. Es musste an der Hitze und der Sonne liegen, die auf seine gewaltige Stirn schien. Eigentlich sollte er weitergehen, doch die Erschöpfung lähmte all seine Glieder. Andererseits hatte sich sein Befinden durch das Sitzen auch nicht gerade verbessert. Während Ly'fe noch um eine Entscheidung rang, ließ er seinen Blick ein weiteres Mal schweifen, bis er sich ein weiteres Mal mit dem der inzwischen stehenden jungen Togruta (Jaira) traf. Dieses Mal näherte sie sich aber und vorsichtig neugierig wirkend begrüßte sie ihn.

»Ebenfalls einen schönen guten Tag,«

Grüßte er zurück. Die junge Dame schien nicht von hier zu sein, aber er vermutete stattdessen, sie wäre eine jugendliche Padawan aus dem Orden. Der Bith-Jedi glaubte, schon einmal ein oder zwei herumspringen gesehen zu haben. Ein Hoffnungsschimmer in Bezug auf den weiteren Transport der Farbe zeichnete sich in seinem Kopf ab.

»Vielleicht schon etwas zu schön für mich. Dir scheint die Hitze nichts auszumachen?«

Nach der nächsten Frage war die Annahme, eine Padawan vor sich zu haben, bereits recht unwahrscheinlich. Die Togruta hatte noch nie einen Droiden gesehen? Sie konnte wahrhaftig nicht von hier sein! Bevor er allerdings etwas sagen konnte, mischte sich Vieroh ein und benahm sich dabei überraschenderweise sogar halbwegs.

»Danke, und ich bin sehr erfreut, Sie kennenzulernen. Es wird Sie sicherlich interessieren, dass ich ein Chirurgie-Droide aus der 2-1B-Serie bin, umgerüstet zu einem Protokolldroiden. Ich beherrsche die gängigsten Redewendungen und geläufigsten Flüche aus über sechs Millionen Kommunikationsformen, und wenn ich das Kompliment erwidern darf, junge Miss, Sie sehen ebenfalls sehr faszinierend aus. Die Anatomie der Togruta ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert…«

Plapperte er drauflos, bis Ly'fe ihn mit einer Handbewegung verstummen ließ. Was Vieroh an der Togruta-Anatomie faszinierte, wollte ihre Gesprächspartnerin bestimmt nicht wissen und sollte vermutlich überhaupt niemand wissen wollen. Die Folgefrage beantwortete er lieber selbst, und als er aufstand, um sich mehr auf Augenhöhe zu begegnen, spürte er, wie es ihm schwarz vor Augen wurde. Der Kreislauf… musste wirklich an der Hitze liegen. Aber wenn er jetzt für das kurze Stück extra einen Speeder aus der Basis kommen ließ, genierte er sich.

»Ganz recht, ich bin Jedi-Ritter Ly'fe Jør, und das ist mein Begleiter 4O-77. Wir arbeiten tatsächlich fast immer zusammen, es ist allerdings nicht selbstverständlich, dass Jedi von Droiden begleitet werden, obwohl wir in vielen Bereichen, Dolmetschen, Astrogation und diverse andere gerne auf ihre Dienste zurückgreifen,«

Erklärte der Jedi-Ritter freundlich, der das Interesse Jairas an ihm genoss und sie infolgedessen nicht im Geringsten als aufdringlich empfand. Schließlich war er ein eher kleines Licht im Jedi-Orden und die von ihm verfassten Aufsätze waren ganz klar eher trockene Fachliteratur als potentielle Bestseller, selbst in Jedi-Kreisen.

»Ehrlich gesagt hatte ich dich zunächst für eine Padawan gehalten. Würde es dir etwas ausmachen, mir zu helfen, diese Farben in die Ordensbibliothek zu bringen? Es ist nur zehn Minuten von hier und ich kann dich gerne bezahlen.«

Wenn sie keine Jedi war, musste sie eine Schülerin oder sowas sein, und die hatten sicherlich immer Bedarf für ein paar leicht verdiente Credits und vielleicht einen Imbiss in der Cantina. Aber er hatte das Gefühl, den Rückweg keinesfalls noch mit diesem Hoverwägelchen im Schlepptau zu schaffen.

Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - Jaira, 4O-77 und Ly'fe
 
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Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis – Bibliothek - Sarissia, Kestrel und Meister Nackl


"Guten Morgen, Schlafmütze. Es ist nicht so schlimm, vielleicht tat dir der Schlaf nach dem gestrigen Tag sogar ganz gut. Dein Körper scheint ihn gebraucht zu haben. Aber wir müssen jetzt sofort aufbrechen. Ich habe uns schon ein Schiff besorgt. Dort kannst du dann essen und wir werden die Zeit an Board nutzen, um zu trainieren."

*Sarissia lächelte erst erleichtert das ihre Meisterin so reagierte, als Kestrel sagte sie müssen sofort aufbrechen, nickte sie entschlossen und folgte ihr der abstecher zum Quartier um Q´Tahem mitzunehmen brachte Sarissia zum schmunzeln da sie nicht die einzige war die verschlafen hatte, im Hangar angekommen war ihr etwas unwohl wieder zu fliegen, auch wenn es im grunde da oben ihre Heimat war*

*Als sich ihre Meisterin ans Cockpit setzte, konnte Sarissia nicht anders und setzte sich auf den Copilotensitz, sie hatte immerhin ein wenig ahnung und war bereit zu helfen wenn Kestrel danach verlangte, auch wenn sie die hilfe nicht brauchte.*

*Sarissia sah sich den Orbit an als sie dort waren und blickte ein wenig traurig drein, unbewusst schien sie alles um sich rum nicht mehr mitzubekommen bis Kestrel dann fragte*

"Na, schon aufgeregt?"


*Sarissia blinzelte und lächelte dann sanft, sie stand dann ebenso auf*


Es ist so einiges, Aufregung, Vorsicht, es ist eher gemischt gerade.

*Als sie zur Boardküche gingen um etwas zu essen, nahm sich Sarissia nicht viel und nahm sich den Würfel herbei nachdem sie aufgegessen hatte, kurz betrachtete sie ihn und die Kugel begann zu schweben, dadurch das sie nun mal geschlafen hatte und Meditiert, sah das ganze schon recht gut aus*

*3/4 des weges legt die Kugel zurück bis Sarissia dann sich zurücklehnt und ein leises "uff" von sich gibt, die kugel landet recht unsanft in dem kleinen labyrinth.*


*Sarissia hat nicht wirklich viel geredet wärend der Reise wenn es nicht gerade nötig war, sie hatte ihre konzentration beim Training und bei der Mission, ihr Tages ablauf für die 3 Tage am Board war aufjedenfall "Aufstehn, Meditieren, Training im umgang mit der Macht, Schwerttraining und letzendlich wieder Meditation. Dazwischen kamen eben solch sachen wie Essen, trinken...*



Hyperraum-Schiff Talia- Kestrel, Sarissia, Q'Tahem
 
Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - 4O-77 und Ly'fe, Jaira


Als der Fremde das Wetter ansprach, schaute Jaira gen Himmel und bemerkte, dass die Sonne auf diesem Planeten für reichlich Wärme und Trockenheit sorgte, was in der Luft leicht zu spüren war. Jedoch war der Unterschied zwischen dem Klima von Shili und diesem Planeten nicht allzu groß. Wobei Shili wahrscheinlich feuchtere Luft besaß, aber genau konnte man dies auch nicht feststellen, außer man besitzt Messgeräte oder andere mechanische Geräte, die sowas erledigen könnten.

"Die Hitze macht mir eigentlich nichts aus. Bin ich gewohnt, aber lange würde ich es bestimmt nicht in der Sonne aushalten, sonst ende ich noch auf einem Mahl, als gegrillte Togruta."


Bei diesem Gedanken stellte sie sich die Frage, ob es auf diesem Planeten wohl Raubtiere gibt, die auf gegrillte Togrutas stehen oder sie auch lebendig auffressen würden, wie die Akul. Leichtes schaudern breitete sich in ihr aus.
Sicher würde es hier keine Ungeheuer geben. Die Personen hier wirken kaum angespannt.
Erst der Droide konnte sie aus dem Gedanken reißen und sie lauschte den verwirrenden Worten aufmerksam und erwiederte nur ein fragenden Blick. Aber dass mit den Flüchen bekam sie sofort mit und dachte sich wofür dass wohl gut sein würde. Soll der Protokolldroide etwa seine Gegner vollfluchen, damit sie sauer werden und ihn zerlegen? Eigentlich sollte man seinen Gegner nicht reizen, wenn man sich nicht wehren kann und dies schien bei diesem Droiden auch der Fall zu sein.


"Freut mich Protokolldroide. Deine Worte scheinen sehr fachsprachig gewählt zu sein und dadurch auch leicht verwirrend für mich. Verzeiht also meine Unwissenheit. Mein Name ist Jaira Norith und komme von dem Planeten Shili. Leider weiß ich nicht genau wie Weit er von hier entfernt ist und wo ich mich überhaupt befinde."

entgegnete sie dem Droiden 40-77 und Ly'fe lächelnt. Auch wenn ihr die Unwissenheit schon leicht peinlich war.

Es ist eine ehre einen echten Jedi-Ritter kennenzulernen.

Diesen Satz auszusprechen fiel ihr sehr schwer, da sie noch nie auf die Idee kam sowas mal sagen zu müssen. Ihre Augen fingen an zu leuchten, als ihr klar wurde, dass es kein Traum war, sondern die wahre Realität. Ein echter Jedi steht direkt vor ihren Füßen. Ihre Vermutung war also richtig und wenn sie sich nicht getraut hätte diesen Ly'fe anzusprechen, hätte sie gewiss nie einen anderen gefunden.

"Ein Padawan bin ich nicht. Aber es wäre eine Ehre Ihnen behilflich zu sein, Meister Jedi. "

antwortete sie Ly'fe ruhig und war innerlich sehr glücklich. Dass kann doch kein Zufall sein, dass sie direkt nach ihrer Landung auf diesem Planeten einem Jedi in die Arme läuft. Und zusätzlich will dieser ihr auch noch etwas für das Helfen geben, obwohl die Anwesenheit Bezahlung genug sei. Aber da sie nicht wusste wohin sie gehen sollte, entschloss sie sich dem Jedi zu folgen und herauszufinden was die Zukunft für sie bereit hält.


Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - 4O-77 und Ly'fe, Jaira
 
- Lianna - Lora Curich - Vorort - am Rande des Battery Parks - Café "Sheppards" - Al draussen, Nicky drinnen -​

"Du hast nen Kaugummi im Haar."

Klein wirkte sie, klein und verloren wie sie klatschnass bis auf die Haut vor ihm stand, und er wollte sie in den Arm nehmen. Doch das würde nicht passieren, denn Nicky hatte ihn mehr als energisch zurück gestoßen, wollte nicht hören was er ihr zu sagen hatte. Zudem hatte sie ihn wie einen unartigen Hund ausgesperrt. Er stand jetzt also draussen, in jeglicher Hinsicht.

Das Glas der großen Schaufesterscheibe wackelte bedrohlich als seine flache Hand sie mit voller Wucht traf. Nicky, die sich irgendwo im inneren des eigentlich so einladenden Cafés versteckt hatte, reagierte nicht. Sie hatte ihn ausgesperrt, verweigerte sich einfach diesem einen Gespräch das ihre Freundschaft retten konnte. Warum hatte er eben nicht die Chance ergriffen und etwas gesagt, irgendetwas gesagt. Nein stattdessen hatte er nur dumm da gestanden und fassungslos zugehört als sie ihn schlecht gemacht hatte. Und ihm wieder vorgeworfen hatte sich total schizophren zu benehmen. Das war nicht schlimm, das steckte er weg, und sie kannte ihn lange genug um ihn richtig ein zu schätzen. Trotzdem sie seine Intentionen heute Abend völlig falsch gedeutet hatte waren die Bezeichungen „MACHO“, „BEKLOPPTER“, „DON JUAN“ absolut treffend für ihn in den letzten Jahren.

Heute, nach seiner Sportkarriere auf dem Boden der Tatsachen angekommen, ekelte er sich vor seinem alten ich. Natürlich behauptete er nach wie vor stets über ein sehr gesundes Bewusstsein für Richtung und Falsch verfügt zu haben. Aber machte es einen nicht zu einer schlechteren Person wenn man bewusst tat was verwerflich und falsch war? Nach dieser Sache auf Coruscant war er sogar diverse Male verhaftet und aus Bars geworfen worden. Die Typen die Miranda angegraben hatten...eigentlich total harmlos...doch hatten sie ihm einen herrlichen Grund geliefert mal so richtig aus zu flippen. Damals hatte ihn die Wut darüber nicht richtig auf Miri aufgepasst zu haben fast erstickt. Heute tat ihm jeder der Männer die er grün und blau geschlagen hatte fürchterlich leid. Er konnte nein wollte sich nicht ausmalen wie einschneidend so ein Erlebnis für die Psyche sein musste. Man machte sich fertig, ging aus um einen netten Abend zu haben, sah ein schönes Mädchen und sprach es unferfänglich an. Ja und dann kam da ein großer hohlköpfiger Schwachkopf und schlug einen ohne Grund so hart das man vielleicht Wochen nicht mehr geradeaus gucken konnte. Meistens waren die Jungs ihm körperlich rettungslos unterlegen gewesen.

Der bullige Naboo schüttelte den Kopf und damit auch jene Erinnerungen ab. Er stand immernoch vor dem Cafe, er wollte immernoch rein, er wollte immernoch dringend mit ihr reden! Sie hatte ihn bis auf die Knochen beleidigt..scheissegal! Aber das sie so schlecht von sich geredet hatte, das tat ihm fürchterlich weh. Ein weiterer Beweis dafür das sie seine Freundin war. Eine die er auf gar keinen Fall aufgeben wollte, eine die es einfach wert war. Eine die ganz schön stur war und an die er jetzt gar nicht mehr ran kam.


Aldridge öffnete den Mund mit dem festen Vorsatz so laut nach ihr zu rufen das es der verdammte Donner nicht mehr übertönen konnte, als ihm fruchtige Süße zusammen mit einem Schwall Regenwasser auf die Zunge gelangte. Richtig. Sein Körper und Geist waren nach ihrer Abweisung, nein Zerschmetterung seiner ehrlich gemeinten Entschuldigung, diesem Versuch irgendwas zu retten, so betäubt gewesen das er Nickys bescheuerte Aktion mit dem Swirlee eigentlich nur beiläufig registriert hatte. Oh jaaa sie hatte ihn diesen süßen Alptraum über den Schädel gekippt, der seinen Radius jetzt bis weit in sein einfaches weisses T-Shirt ausgeweitet hatte. Angewidert zog er an dem ohnehin schon triefend nassen Stoff nur um ihn wieder zurück auf seine Haut klatschen zu lassen. Ein Rinsaal hinter seinem Ohr verleitete ihn dazu sich über den Kopf zu fahren um sich die Reste des Swirlees aus den Haaren zu wischen.

„Was“

Kam es ihm ungläubig über die Lippen als er die klebrige Masse in seinem Schopf erfühlte...die er gerade versehentlich tief in seine Haare eingearbeitet hatte.....********...

Wieder donnerte seine Hand gegen die Frontscheibe, wieder bekam er keine Antwort. Sie war da drin, es gab keinen Hinterhausgang und keinen Keller, sie wollte nicht raus kommen....


„LAUF BLOS NICHT WEG! ICH KOMME WIEDER UND DANN SPRECHEN WIR ENDLICH!“

Und dann lief er los, nicht wirklich wissend wohin, am besten nach Hause, duschen, dann wieder kommen. Nein die Chance würde sie nutzen und sich davon machen. Der Werftarbeiter rieb sich über die kühlen Arme und beschloss einfach eine Runde um den wirklich verlassenen Block zu drehen. Und dann würde er sich lächerlich wie er aussah einfach vors Café setzen und warten bis sie wieder raus kam. Das kleine Ladenlokal hatte keinen Hinterausgang, sie musste durch die Vordertür an ihm vorbei.

Er befand das das ein ganz toller Plan war und legte an Geschwindigkeit zu, nicht das sie ihm doch noch entwischte, als ihm ein Laden auffiel, der im Gegensatz zu den meisten in direkt Park Nähe, schon offen hatte. Lautes Gebell, Geschnatter von Frauen und das brummen der Schermaschinen drangen an sein Ohr...


….....

„Hi Nicky! Weist du mir ist eingefallen das du ein offizielles Comlink hast für deine Geschäftskontakte und Bestellungen und so. Und ich weis auch das du um diese Zeit noch den AB dran hast und das der gerade laut läuft und das du da drin bist und mich hörst. Ich meine ich würde ja auch so mit dir reden aber das willst du ja nicht“.

Aldridge fuhr sich über den jetzt ganz schön kahlen Kopf als er mit einer Hand an die Scheibe gelehnt weiter sprach. Man mochte ihn eitel nennen, aber das seine Haare nicht mehr gerettet werden konnten, weil dieser verdammte Kaugummi sich aber auch mitten auf seinem Schädel verfangen hatte, tat ihm mehr als weh. Egal. Das sein Comlink das wie er massivem Regenfall ausgesetzt war überhaupt noch funktionierte war schon ein Ding.

„Wir müssen reden.“

Ein Piepsen wies ihn jetzt darauf hin das die Aufnahmezeit abgelaufen war. Er rief sie direkt wieder an. Wieder ertönte die freundliche Stimme Nicoles die ihn auf die Geschäftszeiten hinwies und ihn darum bat ihr eine Nachricht zu hinterlassen – er hatte genau das vor.

„Nicky das was da heute Nacht passiert ist....“

Und wieder rauschten die Bilder durch seinen Kopf, von dem schönen Abend im „Comptons“. Gelacht hatten sie zusammen, sich wirklich gut verstanden und Nickys ewiges Thema Miranda rasch beiseite gelegt. Der erste Kuss den er ihr mitten auf dem Gehweg gegeben hatte, wie gut er geschmeckt hatte, wie schön sie ausgesehen hatte...dann die Dinge die in seinem Schlafzimmer passiert waren.

„....das war wunderschön für mich. Ich hab mich verdammt wohl bei dir gefühlt, und auch auf die Gefahr hin das du mir gleich eine deiner Kaffeekannen durchs Fenster an den Schädel pfefferst. Ich weis das du auch gern bei mir warst. Und NEIN ich hab mich nicht vergewaltigt gefühlt, ich hab nicht den Leidenden markiert, ich hatte Angst vor dem danach. Davor das du gehen könntest...“.

Und wieder war er am Ende der Aufnahmezeit angekommen, und wieder rief er sie an.

„Das alles war fantastisch und berauschend, ich hab einfach Sorge gehabt das mir das alles zu gut gefallen könnte. Und wie schizophren ich rüber gekommen sein muss! Mir ist klar das du mich verrückt gehalten haben musst! Ich..ach keine Ahnung.. ich wollte nicht das wir da in etwas stolpern das unsere Freundschaft durchs Fenster schießt. Tja und vorhin hab ich versucht meinen Kopf frei zu kriegen und das alles zu genießen weil du ...ich meine sieh dich an! Du bist atemberaubend schön und du bist stark und unabhängig, und bei den Schöpfern sogar dein ewiges Gegrummel ist süß. Und wer nicht erkennt was für eine tolle Frau du bist und Beifall klatscht weil du bei ihm sein möchtest ist entweder ignorant oder nur dumm. Ich bin kein Macho! Ich bin ein verwirrter Trottel das ist alles!“

Erschrocken über seine Worte legte er jetzt auf noch bevor die Aufnahmezeit abgelaufen war. Er hatte eigentlich was anderes sagen wollen, irgendwas anderes, noch eine Entschuldigung nicht das. Tja nach dieser fast schon automatisch passierten Offenbarung von Gedanken mit denen er sich selbst noch nicht einmal richtig befasst hatte war es wohl vorbei. Für Minuten war sein Kopf auf dieses..was auch immer...hin leer. Einzig seine Ohren taten noch ihren Dienst und registrierten das gleichmäßige trommeln des Regens... Seine Hand, schwer wie blei, wanderte schließlich doch zum Wahlwiederholungssymbol....

„Ja und da jetzt alles vorbei ist lässt du mich jetzt bitte rein? Weist du! Ich war eben bei nem Tierfriseur und musste mir die Haare abscheren lassen“.

Er lachte über diesen absurden Moment eben, als ihn eine der Friseurinnen mit einem ihre Schermaschinen ausgeholfen und ihm die Haare bis auf wenige Milimeter herunter gekürzt hatte.

„Und mein Shirt ist voller Swirlee und Haare und das juckt schrecklich und ich will einfach nur meinen Kopf unter den Wasserhahn halten. Ich verspreche dir ich sage kein Wort mehr. Und hey ich sehe jetzt echt bescheuert aus. Das solltest du dir nicht entgehen lassen!“.

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Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Talery und Brianna

Es wäre sicherlich zu viel erwartet gewesen, hätte Brianna mit einer Padawan gerechnet, die energiegeladen und voller Tatendrang pünktlich in Trainingsklamotten auf der Matte stand. Dass Talery überhaupt da war und nicht maulte, durfte bereits als Erfolg gelten. Einer anderen Schülerin hätte sie sicher gleich zu Beginn die Leviten gelesen, doch die Gewalt ablehnende Caamasi musste sie mit Samthandschuhen anfassen, um sie nicht gleich wieder zu verschrecken. Manchmal ging das Schicksal schon sonderbare Wege, seufzte die Kampfkünstlerin im Stillen, von allen Padawanen, die darauf brennen würden, bei jemandem wie ihr in Nahkampf unterwiesen zu werden, hatte sie das Schicksal ausgerechnet mit einer zusammengeführt, die das absolut nicht wollte. Das Schicksal und nicht die Macht, wohlgemerkt. Brianna glaubte nicht an so etwas wie einen Willen der Macht. Angenommen, alles was geschähe, wäre der Wille der Macht, träfe dies folgerichtig auf ihr gesamtes bisheriges Leben zu. Es wäre also ihr Wille gewesen, dass Brianna auf Nar Shaddaa zur Waisin wurde, in die Fänge eines skrupellosen und grausamen dunklen Jedi und später in die Gefangenschaft der Sith geriet. Die Echani würde nicht einer Macht dienen, die all das und die vielen weiteren alltäglichen Grausamkeiten in der Galaxis zuließ.

Diesen Gedanken frönte die junge Jedi-Ritterin, als Talery schließlich doch noch in den Trainingsraum fand. Wenigstens gelang es ihr, ihren Schützling mit der Aussicht auf eine „Tanzstunde“ aus dem Konzept zu bringen. Etwas verdutzt erklärte die Caamasi, schon das eine oder andere Tänzchen gewagt zu haben. Bei gesellschaftlichen Anlässen – solche waren Brianna noch nicht widerfahren. Ihre Tanzerfahrungen beschränkte sich auf traute Zweisamkeiten und was man dann so tanzen nannte. „Echte“ Tänze, so nahm sie an, würde sie auf die Schnelle lernen, wenn sie einmal in die Notwendigkeit geraten sollte.

Den semi-improvisierten Feuertanz verfolgte Talery mit vor Staunem offenen Schnabel und hörte sich auch Briannas zugehörige Erklärungen an, um, nachdem sie ihre Meisterin für ihre beeindruckende Darbietung gelobt hatte, lapidar zu fragen, ob man das alles nicht auch mit einem Glühstab machen konnte. Die Silberhaarige reagierte allerdings nicht weiter auf die Idee, als vielsagend zu grinsen. Das war natürlich sooo zu erwarten gewesen bei der Gefiederten. Brianna hätte viele Dinge sagen können, vom Gefühl, ein Lichtschwert in der Hand zu halten angefangen bis hin zu Echani-Traditionen, die nun mal Waffen erforderten und keine Hologeräte oder Staubwedel, obwohl sich damit sicherlich auch interessante Effekte erzielen ließen. Aber warum sollte sie Talerys Unlust überhaupt eine Bühne geben? Sie wussten beide, warum die Waffenausbildung erforderlich war, und ein hart genuger Kampf war es gewesen. So erklärte Talery sich schweren Herzens bereit, sich anleiten zu lassen.

„Das ist schön von dir,“

Lobte eine lächelnde Echani ihre Padawan. Sie freute sich ehrlich, dass das Vogelwesen ihre Mühe honorierte und sich inzwischen widerstandslos fügte, auch wenn die Vorstellung, kämpfen zu müssen, ihr zuwider war.

„Du bekommst so viel Zeit wie du brauchst, solange du mitarbeitest und dich bemühst. Den Ablauf zu lernen ist relativ leicht. Wir üben die einzelnen Bausteine, Stück für Stück, und lernen anschließend, einen zunehmend längeren Teil der Kata zusammenhängend und fließend darzustellen. Gerade am Anfang werden wir das natürlich alles gemeinsam machen,“

Beruhigte Brianna sie weiter, wurde dann aber ernst, um ein letztes wichtiges Thema anzuschneiden.

„Noch was. Denkst du, du kannst in diesen Sachen trainieren? Du solltest in der Lage sein, das und das zu tun, ohne dass deine Kleidung sich übermäßig spannt.“

Die muskulöse junge Frau streckte zunächst bei Arme im 180-Grad-Winkel von sich, was an der Brust spannte, wenn nicht wie Brianna kleidungstechnisch vorgesorgt hatte, und machte dann einen weiten Ausfallschritt.

„Denn so sieht unsere erste Sequenz aus.“

Sie demonstrierte sie einmal in schnell und einmal in langsam. Bei der langsamen Version konnte Talery gesehen, dass Brianna von einer normalen Kampfhaltung ausgehend zunächst von über der rechten Schulter ausgehend einen diagonalen Schlag ausführte und dies nach einem kleinen Schritt spiegelverkehrt wiederholte. Anschließend führte sie verbunden mit einem weiten Ausfallschritt einen Stich zum Hals aus. In der schnellen Version erinnerten die leuchtenden Kurven an einen Stern.

„Ich möchte gerne vermeiden, dass an deinen schönen Klamotten irgendwelche Nähte reißen und außerdem befürchte ich, dass dir darin zu warm wird. Ich weiß ja nicht, ob Caamasi schwitzen.“

Früher oder später würden sie auch die Macht hinzuziehen müssen, überlegte die Silberhaarige, denn wenn eine Sache klar war, dann dass Talery diese stark mit einbeziehen sollte. Alles andere machte bei ihr als machtmäßig sehr talentierter aber körperlich eher schwächlicher Padawan auch keinen Sinn. Brianna war sich nur nicht sicher, ob es ihren Schützling eher mental beflügeln würde, die Aussicht auf Erleichterung der körperlichen Anstrengung zu haben, oder es sie eher runterzog. Denn eines war klar: wenn sie die Macht sofort hinzu zogen, machten sie ihr das Leben schwerer, sowohl dass die Übung komplizierter wurde als auch, dass sie sich schwerer täte, die körperlichen Bewegungen sauber zu lernen. Außerdem brauchte sie natürlich weitere möglichst abwechslungsreiche Einfälle, der Caamasi die verschiedenen Aspekte des Lichtschwertkampfes nahe zu bringen – wie Blasterabwehr, vielleicht das wichtigste Thema heutzutage.

Lianna - Lola Curich, Jedi-Basis - Trainingsraum - Talery und Brianna
 
Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - Jaira, 4O-77 und Ly'fe

Der jungen Togruta schien die Hitze nicht so viel auszumachen, was vielleicht speziesabhängig war, dachte Ly'fe. Über den Kommentar von wegen »gegrillter Togruta« musste er allerdings lachen.

»Mit dem ganzen Wasser in der Nähe werden wir wohl eher gedünstet, denke ich,«

Scherzte der Hobbypoet zurück, obwohl im Allgemeinen niemand seine Witze komisch fand. Allerdings wirkte die Jugendliche etwas angespannt (soweit er die Zeichen bei der fremden Spezies richtig deuten konnte) und Vierohs Worte trugen ebenfalls nicht gerade zur Besserung bei. Sie gab zu, dass sie ihm nicht so ganz folgen konnte und überhaupt noch fremd war auf dem Planeten.

»Du befindest dich auf Lianna, einer bedeutenden Industriewelt und sicherlich nicht zuletzt dem Hauptsitz des Jedi-Ordens,«

Erwiderte Ly'fe etwas schneller als normal, um Vieroh zuvorzukommen, der vermutlich erklären würde, dass sie sich entgegen der landläufigen Denkweise in Lola Curich befanden und nicht etwa in Lianna City, welches auf der anderen Seite des Flusses lag, und dass der Grund für diese Ungenauigkeiten darin lag, dass die beiden Städte längst zusammengewachsen waren, und viele andere Dinge mehr, die ein Neuankömmling von Shili erst einmal nicht so brennend wisse musste.

»Mir ist es ebenfalls eine Freude, dich kennenzulernen, Jaira«

Begrüßte der Jedi-Ritter sie und packte seine Fizzz für einen Begrüßungs-Jingle aus. Vieroh wiederum fand es jedes Mal wieder erstaunlich, welche Disharmonien man auf einem derartigen Instrument zustande bringen konnte. Es beleidigte selbst seine nicht gerade für audiophile Ansprüche gebauten Akustiksensoren.

Ly'fe fand hingegen entzückend, wie begeistert dieses Mädchen davon war, ihn kennenzulernen und wie freundlich und hilfsbereit sie doch war. Er fragte sich, wie viele der Passanten das für ihn tun würden, Jedi hin oder her, und wie viele einen Spruch brachten, von wegen dass die Macht ihm doch helfen sollte. Die Jedi hatten im Allgemeinen einen sehr guten Ruf auf Lianna, doch dass einer von ihnen der Hilfe eines Durchschnittsbürgers benötigen könnte, entspräche vermutlich nicht so ganz dem üblichen Klischee.

»Das ist sehr nett von dir. Lass' uns gehen, bevor wir hier noch lange braten, äh dünsten. Es ist nicht weit.«

Der Bith-Jedi setzte einen müden Fuß vor den anderen, während Vieroh auf enervierende Weise seine Servos quietschen ließ um den Umstehenden anschaulich zu machen, dass er das Hoverwägelchen auf keinen Fall hätte ziehen können (und Ly'fe hätte beileibe auch keine Lust gehabt, außer den Farben auch noch einen defekten Droiden durch die Gegend zu zerren), während Jaira sich um ihre Fracht kümmerte.

»Was ist eigentlich mit dir passiert, dass du nicht mal wusstest, auf welchem Planeten du dich befindest? Bist du gestrandet oder sowas? Hast du einen Platz, wo du bleiben kannst?«

Wollte er wissen und vermutete schon, dass der Orden ihr etwas wesentlich nützlicheres bieten konnte als ein paar Credits. Die Platzsituation war nicht mehr so beengt wie vor dem Erwerb des Nebengebäudes, nur traute der Jedi-Ritter sich nicht, so etwas alleine zu entscheiden. Er musste jemand finden mit der nötigen Autorität.

Lianna - Lola Curich - auf dem Weg zur Jedi-Basis - Jaira, 4O-77 und Ly'fe
 
Lianna - Lola Curich - Springbrunnen in der City - Ly'fe, 4O-77 und Jaira

Jaira erfreute sich darüber, dass sie diesen Jedi zum Lachen bringen konnte. Das Lachen an sich entspannt die Situation stark genug, um sich nicht vor Anspannung davon zu schleichen. Doch die Verbesserung mit dem Dünsten, erinnerte sie leicht an ein Kochrezept. Wie bereitet man am besten Togruta und ... (was auch immer dieser Jedi für ein Wesen war) vor?

"Du solltest mal ein Kochbuch schreiben"

Einpaar Scherze mehr könnten die Situation noch angenehmer machen. Die Jedis scheinen wirklich sehr freundlich zu sein und auch auch keine Kommunikationsschwierigkeiten mit Fremden zu haben. Scheint wirklich nur das Problem der Togruta zu sein. Vielleicht auch, weil man nicht allen Fremden trauen sollte. Vielleicht ist diese Person ja auch gar kein Jedi und will noch ihren Kopf. Bei dem Gedanken lief ihr ein Schauder über den Rücken, aber was zu verlieren hat sie weiterhin nicht. Dieser Planet Lianna scheint von dem Imperium noch nicht eingenommen zu sein, was vielleicht dieses friedliche Auftreten erklärt und dieses gemütliche Treiben.
Wie Ly'fe sagte, schien diese Stadt auch die Basis für die Jedis zu sein. Ist man hier sicher vor dem Zorn des Imperiums?

"Dieses Lianna ist wirklich ein sehr schöner Planet muss ich sagen."

Als sie die Klänge der Fizzz vernahm, blieb ihr Blick auf das Instrument fixiert. Diesen Gegenstand, mit seinem langen schwarzen Stab und Löchern darin, hat sie bisher auch noch nie gesehen. Leicht erschüttert über ihre Unwissenheit diesem Planeten gegenüber, lachte sie dennoch über den erneuten Witz mit dem Verdünsten und folgten mit zügigen Schritten dem Jedi. Unter ihrem Kleiderähnlichem Tuch, schauten bei jedem Schritt die nackten Füße heraus, die jedes Mal, als sie den Boden berühten, diesen genau abtasteten. Er fühlte sich leicht erwärmt von den Sonnenstrahlen an und war viel härter als der Sandboden, den sie gewohnt war.
Als ein kleiner Windhauch an ihr vorbei strich, schloss sie die Augen und stellte sich vor auf einem Baum zu stehen. Doch diese Vorstellung wurde von Ly'fes Frage wieder unterbrochen und sie kam an dem Punkt, an dem sie ihm erklären musste, warum sie hier gelandet war.

"Ist eine wirklich lange Geschichte. Sagen wir es mal so: Ich komme von Shili aus einem kleinen Dorf etwas weiter von der Stadt Corvala entfernt. Dieser Planet ist wie Ihr vielleicht schon wisst auch in der Hand des Imperiums und daher verbreiteten sich die Heldengeschichten der Jedi unter den Jüngeren sehr schnell. Sie waren für uns ein Hoffnungsschimmer und der Weg zum Frieden, aber das Imperium scheint uns mehr zu beeinflussen als ich bisher dachte. Ich kannte ja nichts anderes als dieses eine Leben, aber dort habe ich kein Platz mehr. Jeder müsste sein Platz im Volk finden, aber wenn man sich dort nicht wohl fühlt oder das Gefühl hat für nichts gut genug zu sein, weiß man einfach, dass es dort draußen bestimmt ein Platz gibt. Man muss ihn nur finden und dafür genug riskieren. Ich bin über ein Handelsschiff hergekommen, indem ich mich in den Frachtraum geschlichen habe, obwohl ich das Ziel nicht kannte. Den Weg kann man nicht nur mit dem Kopf finden, bin ich der Meinung."

Es mag sein, dass ihre Ansichtssache von dem Jedi als abstoßend empfunden wird, aber vielleicht versteht er auch was die suchende Togruta empfindet.

"Daher habe ich auch noch keine Idee wo ich hier bleiben könnte. Wenn ich meinen Weg hier nicht finde, muss ich woanders weiter suchen. Es ist aber kein Zufall, dass ich direkt hier gelandet bin oder doch?"

Jaira schaute fragend zu Ly'fe. Sie wusste wie weise die Jedis sind und hoffte auf etwas mehr Erleuchtung auf diesem Wege, um ihre verwirrenden Fragen endlich zu beantworten.

Lianna - Lola Curich - auf dem Weg zur Jedi-Basis - Ly'fe, 4O-77 und Jaira
 
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– Lianna – Jedi-Basis – Ratssaal – Mit Rornan Elliundi und Niré –

Auf dem Weg vom Raumhafen zur Jedi-Basis hatte Chesara einige Neuigkeiten mit den anderen Jedi ausgetauscht, bevor sie wieder in der Basis angekommen war und ihr Gepäck zurück auf ihr Zimmer gebracht hatte. Sie hatte sich keine Zeit genommen, sich frisch zu machen oder sich ausruhen. Die Reise war nicht lang gewesen und die Jedi-Rätin brannte darauf, Niré wieder zu sehen, die sie während ihrer Abwesenheit der Fürsorge der Jedi-Heiler überlassen hatte. Das kleine Vahla-Mädchen hatte Chesara mit einem fröhlichen Lachen begrüßt, die violetten Augen so zufrieden strahlend wie eh und je. Es war verrückt, wie sehr man ein eigentlich fremdes Kind innerhalb einer so kurzen Zeit lieb gewinnen konnte. Die Zuneigung beruhte angenehmerweise auf Gegenseitigkeit. Doch lange würde das Mädchen nicht mehr auf Lianna bleiben können. Chesara war sich schmerzlich bewusst, dass sich ihre gemeinsame Zeit dem Ende nahte. Sie hatten, sehr zu ihrem Leidwesen, noch immer nichts über Nirés Vater heraus finden können. Die Spur, die sie geglaubt hatten gefunden zu haben, hatte ins Leere geführt und nun standen sie wieder am Anfang und die einzige verbleibende Option war, Niré nach Haruun’Kal zu bringen, wo sie im Hort der Jünglinge mit vielen anderen Kindern würde aufwachsen können. In diesem Moment krabbelte Niré allerdings noch neugierig auf dem Boden des Ratssaales auf Lianna herum. Sie begann, ihre Umwelt noch bewusster wahr zu nehmen und entwickelte einen deutlichen Erkundungsdrang.

“Du siehst nicht aus, als wäre der Ball eine Folter gewesen.“

Stellte Rornan, der Chesara gegenüber stand, fest und sie konnte den Anflug von Humor erkennen, der in seinen Augen lag. Chesara lachte.

“Ich habe auch nie angenommen, dass es so schlimm wird.“

Antwortete sie.

“Die Wahrheit ist, es war ein netter Abend. Ich hätte auch nichts dagegen gehabt hier zu bleiben, aber ich bin auch nicht böse, dass du meine Teilnahme so voreilig bestätigt hast.“

Sie setzte sich, ihr Terminal aktivierend.

“Mein ausführlicher Bericht folgt später. Ich habe mit einigen Leuten gesprochen, unter anderem mit Admiral War Blade, der offiziell und recht feierlich wieder in die Flotte der Republik integriert wurde.“

„Ah, dann haben sich die Gerüchte also bewahrheitet.“

Rornan klang zufrieden.

“Ja, und ich bin wirklich froh darüber.“

Teilte Chesara seine offensichtliche Meinung, während vor ihr auf einer holographischen Ansicht ihre neu eingetroffenen Nachrichten erschienen. Sie war nicht lange fort gewesen und hatte auch von unterwegs Zugriff auf ihre Daten gehabt, doch ein paar neue Nachrichten und Akten gab es dennoch. Mit konzentriertem Blick las sie den Bericht einer Gruppe Jedi auf Omwat, die daran arbeiteten eine Reihe mysteriöser Verbrechen aufzuklären, bevor sie an eine Notiz von Padme gelangte, die den anderen Räten kurz aber bündig mitgeteilt hatte, dass sie Alisah für den Moment aus ihrer Zelle entlassen und mit nach Ilum genommen hatte, wo sie, zusammen mit einigen Padawanen, die mit Padme gereist waren, einen Lichtschwertkristall suchen sollte. Chesaras Blick schnellte hoch.

“Hast du davon gewusst?“

Fragte sie Rornan, der für einen Moment aus dem Fenster gesehen hatte. Der lange Hals des Quermianers und der darauf platzierte, vergleichsweise kleine Kopf, drehten sich in ihre Richtung.

„Wovon sprichst du?“

“Von Alisah Reven und der Tatsache, dass Padme sie mit nach Ilum genommen hat.“

Chesara war ihre Verwirrung anzusehen.

„Nein, darüber war ich nicht im Bilde. Ich habe die Notiz gelesen, aber geglaubt, dass sie das zumindest mit ihr abgesprochen hätte.“[/b]

Rornan näherte sich Chesara, um ebenfalls noch einmal einen Blick auf den Eintrag zu werden. Chesara lehnte sich zurück und fuhr sich mit den Händen durchs Gesicht. Wie konnte Padme so eigenmächtig gehandelt haben, Alisah aus ihrer Zelle zu holen, wenn sie sich doch darauf verständigt hatten, die Entscheidung über Alisahs Schicksal auf nach dem Ball zu Tagen? War ihr nicht klar gewesen, dass sie sich nach ihrer Rückkehr erneut zusammen setzen wollten?

„Du bist ziemlich aufgewühlt.“

Merkte Rornan an, der Chesaras Gefühle deutlich gelesen hatte. Die Jedi-Rätin presste die Lippen aufeinander.

“Ich habe Lieutenant Sheldon in die Angelegenheit eingeweiht und ihn gebeten, den Geheimdienst in dieser Sache offiziell zu vertreten. Er kommt noch heute um Alisah zu verhören.“

Chesara schüttelte den Kopf.

“Er wird nicht froh sein zu hören, dass sie nicht mehr hier ist und ehrlich gesagt, ich bin es auch nicht.“

– Lianna – Jedi-Basis – Ratssaal – Mit Rornan Elliundi und Niré –
 
Lianna | Jedi-Basis, Cantina | Sarid, Raiken, Tomm und T4, in der Nähe Rilanja und Salina

Kurz nur umriß Raiken, wie er die Prüfung empfunden hatte, ohne Einzelheiten zu nennen. Anerkennend nickte Tomm ihm zu, als er davon erzählte, daß er neue Kontakte geknüpft hatte. Das war ein Punkt, der in der gemeinsamen Zeit mit Tomm viel zu kurz gekommen war. Tomm hoffte, daß der Junge das in Zukunft nachholen konnte, was sonst an Kontakten in der Padawanzeit entstand. Das Gespräch in eine gemeinsame Richtung lenkend, antwortete Tomm auf Sarids Aussage, daß sie Raiken wohl noch nicht kannte.

"Ich wußte nicht, ob ihr zu gemeinsamen Zeiten schon auf Lianna wart. Was den Siegesball betraf - ich weiß immer nicht, was schlimmer ist. Die Schlacht oder der Ball danach? Was aber die Sache mit der Robe betrifft - sie ist besser als Abendkleidung. Deswegen hatte ich auch die Robe gewählt für die Feier."

Sarid rief die beiden anderen an den Tisch heran und stellte Salina und Rilanja vor. Die beiden schienen ziemlich schüchtern zu sein, denn sie sagten erstmal nichts weiter. Um keine unangenehme Stille entstehen zu lassen, begrüßte Tomm die beiden freundlich.

"Schön, euch kennenzulernen."

Dann antwortet Tomm Sarid grinsend weiter:

"Und glaube mir, zehn oder auch zwanzig Jahre werden nicht reichen um die Erinnerung an den Tag zu löschen, an dem du mir mit dem Lichtschwert einen meiner Overalls versengt hast. Und nicht nur den Overall. Ich hoffe, du kannst mittlerweile etwas besser mit dem Ding umgehen und schlachtest nicht unerfahrene Padawananwärter versehentlich fast ab?"

Tomm wußte natürlich, daß es keine Ungeschicklichkeit Sarids war. Auf jeden Fall war es aber eine beeindruckende Demonstration der Gefährlichkeit dieser Waffe gewesen.

"Überhaupt erinnere ich mich aber gerne an die Zeit im Tempel zurück. All die Trainingseinheiten, auch mit Gil, der der Meinung war, wir müßten beim Lichtschwerttraining oben in der Luft schweben oder es müßten noch zig Kugelblitze durch den Raum schwirren."

In der Tat hatte er es während eines Kampftrainings hinbekommen, noch zehn oder zwanzig kugelförmige Trainingsdroiden in den Raum zu bringen, die empfindlich schmerzende Strahlen auf die Opfer abfeuerten. Im Nachhinein hatte Tomm aber schnell erkannt, daß es kaum eine effektivere Trainingseinheit gegeben hatte als diese.

"Wir wollten das unbedingt mal wieder machen!",

grinste Tomm und ließ seinen Blick über Raiken, Salina und Rilanja schweifen.

"Meinst du nicht, Sarid?"

Lianna | Jedi-Basis, Cantina | Sarid, Raiken, Tomm und T4, in der Nähe Rilanja und Salina
 
Lianna - Jedi Tempel - Gänge - Kantine- Tomm , T4 , Sarid , Raiken in der Nähe Rilanja und Salina


Auch Sarid gratulierte ihm zu seiner Ernennung. Dankend nickte er ihr zu und blickte gleich wieder zu seinem Meister. Er hätte gerne mehr über seine Prüfung erzählt, doch war jetzt nicht der richtige Zeitpunkt um näher darauf einzugehen. Da beide Jedi diese Prüfungen bereits hinter sich hatten, wollte er sie damit nicht zutexten. Tomm lenkte das Gespräch in die richtige Richtung. Er fragte, ob sich die Beiden schon mal gesehen hatten.

"Auf Lianna habe ich damals Großmeisterin Eowyn getroffen. Jedoch kein weiteres Mitglied des Rates. Dennoch freut es mich euch , Sarid kennenlernen zu dürfen."

Er nickte ihr anerkennend zu und verfolgte das weitere Gespräch. Sarid bat ihre Padawane , sich ebenfalls zu ihnen zu gesellen. Beide wirkten irgendwie sehr schüchtern. Zumindest kam ihm das so vor. Dies erinnerte ihn an sich selbst. Er war damals auch sehr in sich gekehrt und vorsichtig mit neuen Kontakten. Doch durch seine Ausbildung, hatte er sehr viele Personen getroffen. Zum Beispiel das Gamma - Team, Padme und ihren Padawan Tzun. Er dachte oft an sie. Aber nicht nur daran, sondern auch an Arlen, der mit ihm auf Lianna gelandet war und mit ihm den Hangar inspiziert hatte. Auf Lianna hatte er seine neuen Bekanntschaften nur sehr selten zu Gesicht bekommen. Zudem sie auch sehr bald nach Ilum reisten um nach Kristallen zu suchen. Die Zeit auf der "Wind" würde er nie vergessen. Und die Zeit mit Tomm war überhaupt die Beste, die er jemals hatte. Irgendwann würden sich ihrer Wege trennen und dies stimmte ihn sehr traurig. Dennoch würde er immer eine tiefere Verbindung zu seinem Meister haben. T4 hatte ihm auch gefehlt. Seine Hand wanderte zu dessen Kuppel und streichelte den Astromechdroiden.

Sarid hatte einst Tomms Kleidung mit einem Lichtschwert verunstaltet. Dabei musste er etwas schmuzeln. Er konnte sich seinen Meister nicht als Schüler vorstellen.

Als Tomm dann von einer vergangenen Trainingseinheit erzählte, wollte er mehr darüber wissen.

"Dies wäre durchaus eine sehr angenehme Herausforderung, der ich gerne beiwohnen würde. "

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[ Lianna | Im Anflug | Frachter | Passagierebene | Faith und Flüchtlinge ]​

Da war sie also. Gestern noch das kleine Mädchen auf dem Lazarettschiff ihrer Eltern, heute bereits alleine in der Galaxis. Naja, zumindest wenn man die hundert Lebewesen auf diesem verrotteten Frachter, die Milliarden auf dem Planeten unter ihnen und die unzähligen in dem bekannten Universum nicht mitzählte. Und Faith zählte sie nicht mit. Sie fühlte sich tatsächlich alleine. Nun, nach der ersten eigenständigen Entscheidung in ihrem Leben, würde sich womöglich alles verändern. Die letzten Ereignisse spielten sich rasend schnell ab. Viel zu schnell, als dass ihr junger Verstand alles adäquat verarbeiten könnte. Faith lachte kurz lautlos und blickte kopfschüttelnd aus dem Sichtfenster der Passagierebene. Da kam ein Twi’lek-Jedi, mir nichts, dir nichts auf ihr Schiff und behauptete schon nach der ersten, viel zu kurzen Unterredung, sie wäre präsent in der Macht und möglicherweise eine vielversprechende Anwärterin für die Jedi. Sie war so aufgeregt, so überschwänglich ihr gewohntes Leben hinter sich zu lassen, dass sie keine Zweifel zuließ. Der blauhäutige Jedi und Faith führten ein langes Gespräch mit ihren Eltern. Fast wünschte sie sich, der Twi’lek hätte sie gezwungen sich auf diesen Pfad zu begeben. Das hätte es ihr leichter gemacht, sich von ihrer Familie, der Besatzung und dem Schiff, ihrem Zuhause für neunzehn Jahre ihres Lebens, zu verabschieden. Doch er ließ ihr die Wahl. Und so brach Faith sich selbst das Herz und verließ ihr bisheriges Leben. Ihre Eltern hatten kaum Credits, sie waren eine wohltätige Organisation, die größtenteils von Spenden lebte. Also musste sie sich selbst um einen Weg nach Lianna, dem Ort der Jedi, kümmern. Der Twi'lek beschrieb ihr mehrere Raumhäfen, Piloten und Schiffe, bei denen sie Glück haben könnte. Er würde nicht mitkommen, da seine Mission noch nicht beendet war. Seine Worte zum Abschied besagten, dass sie Vertrauen sollte. Die Macht würde ihr den Weg leiten.
Also verließ sie das Schiff auf dem nächsten Raumhafen, den sie anliefen. Faith hatte das Gefühl der Pilot der Navalon ließ sich mutwillig viel Zeit. Auch ihm viel der Abschied offensichtlich schwer.

Und der Abschied war wirklich nicht einfach. Tränen flossen, als sie ihren Rucksack schulterte und die Gangway hinunterschritt. Doch ohne zurück zu blicken, verließ sie ihr altes Leben. Sie suchte sich eine Bar, wie es ihr geraten wurde, denn dort sollten sich viele Piloten aufhalten. Ein Mensch war dabei, dem noch etwas an edlen Werten und der Neuen Republik lag. Er bot ihr einen Platz auf seinem Frachter bis nach Phindar an. Sie schaffte es auf der gesamten Reise nicht, sich oft genug zu bedanken und versprach ihm zum Abschied, dass sie sich eines Tages wiedersähen und seine gute Tat nicht vergessen sein würde.

Auf Phindar lernte sie einen Wookie namens Zekawoo und seine menschliche Begleiterin Jules kennen. Sie erzählten ihr von einem Flüchtlingstransport nach Lianna. Die Macht war tatsächlich mit ihr.

Aus ihren Gedanken gerissen lauschte sie der Durchsage. In fünf Minuten würden sie andocken. Während Faith inmitten der anderen Passagiere das Schiff verließ, musste sie sich die Augen zukneifen und die Hand zum Schutz erheben. Auf dem Planeten war helllichter Tag, während das Licht im Schiff den ganzen Flug über gedämpft war. Von hinten wurde sie angerempelt, da sie stehen geblieben war, und nun in der Menge weiter nach vorn getrieben. Faith reckte ihren Kopf empor und ging auf Zehenspitzen um einen Blick über die Menge zu erhaschen. Am linken Rand, genau in der Richtung, in die die Menge steuerte, standen einige offensichtliche Dockarbeiter und beobachteten die entströmenden Flüchtlinge. Die schlanke Menschenfrau schlängelte sich an einigen Körpern vorbei und stand schließlich vor ihnen.

„Entschuldigt. Ich suche die Basis der Jedi. Sie soll nicht weit von diesem Raumhafen liegen….“, begann Faith vorsichtig.
„Was willst
du denn bei den Jedi?“, fragte der dickste der drei Dockarbeiter, während die anderen zu Lachen begannen.
„Ich bin hier um eine von ihnen zu werden“, antwortete sie ohne ihre höfliche Stimmlage zu ändern.
Du? Eine Jedi?“ Wieder schallendes Gelächter, dieses Mal etwas lauter. „Hör zu Kleines. Die Jedi sind mächtige Krieger und die Beschützer der Republik, das ist dir doch klar, oder? Ich wüsste nicht, was sie mit einer wie dir anfangen sollten. Hier kommen hin und wieder so hoffnungslos verlorene Gestalten wie du an und wollen ‚ein Jedi werden‘. Man wird nicht einfach so ein Jedi…“

„Ich wurde hergeschickt von einem der ihren. Ich will wirklich eine Jedi werden“, sie sprach mit Überzeugung in der Stimme, obwohl sie sich nun gar nicht mehr so danach fühlte.

„Achja, von einem
Jedi. Und wie hieß dieser Jedi?“, erwartungsvoll und mit gehobenen Augenbrauen blickten die drei auf Faith. „Er hieß…“, Nervosität breitete sich in ihr aus. Sie hatte während der ganzen Gespräche mit dem Jedi nicht ein einziges Mal nach seinem Namen gefragt! Und er schien ihn ihr auch nicht unbedingt verraten zu wollen. Ihre Schultern bebten ein wenig und erschlafften. Auch ihr Blick ging zu Boden. „Hör zu Mädchen, die Jedi-Basis ist nicht weit von hier in einem Gewerbegebiet. Du kannst es nicht verfehlen. Es ist ein eckiges Gebäude in Ringform. Folge einfach der Straße. Und nun schwirr ab.“ Die Dockarbeiter drehten sich um und gingen wieder ihrer Arbeit nach. Offensichtlich hatten sie genug Belustigung gehabt.

„Danke.“, presste sie noch hinaus und schritt dann die beschriebene Straße entlang. Es dauerte keine Ewigkeit, da erreichte sie das Gebäude. Es war keinesfalls prunkvoll, wie sie es vielleicht erwartet hätte, eher schlicht, doch recht groß und geräumig. Faith fragte sich, wie viele Jedi hier wohl leben würden. Pflanzen waren hier und dort zu sehen und bildeten einen Kontrast zu den übrigen Gebäuden des Gewerbegebietes. Sie war sich nicht sicher, ob sie einfach so eintreten dürfte und tat daher vorsichtig einen Schritt vor den anderen, bis eine Art Empfangsbereich und ein Protokolldroide in Sichtweite kamen. Der würde ihr sicherlich weiterhelfen…


[ Lianna | Jedi-Basis | Empfangsbereich | Faith und Protokolldroide]​
 
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