Comicverfilmung Batman v Superman:: Dawn of Justice [2016]

Mit ein paar Tagen Abstand vom Kinobesuch bleibe ich bei meiner Meinung, dass ich den Film nicht unbedingt erneut schauen muss. Am Ende war es ein 0815 Actionfilm ohne großen Wert für mich. Ich hatte eigentlich richtig Bock auf das DCEU. Wenn @count flo recht hat, dass der Film bei den Fans so gut ankommt, dann wird sich mit den Justice League Filmen wohl leider nicht allzu viel ändern. Damit sinkt mein Interesse leider weiter.

Kann es sein, dass der Film in Deutschland besser ankommt, als in den USA?

Schwierig einzuschätzen. Es kann natürlich sein, dass es dem Management bei Warner zwar ob der Kritiken ein wenig Angst und Bange wird, man auf der anderen Seite das Schema Bay von Paramount aber für anwendbar hält und im Notfalls auch bereit ist, eine hässliche Kuh zu melken, wenn sie genug Milch abgibt. Immerhin haben Transformers 3 + 4 bei miesen Kritiken (35% und 18% auf rottentomatoes) jeweils über eine Milliarde Dollar in die Kassen gespült.
Ich hoffe allerdings, dass man nicht darauf setzt und stattdessen Kurskorrekturen vornimmt. Der Anspruch sollte m.E. nämlich ein anderer sein, mal ganz abgesehen von den finanziellen Risiken, falls die Rechnung doch nicht aufgeht. Warner hat sich da in eine wirklich ungünstige Situation manövriert.

Dass man nicht vor dem Start von BvS Zack Snyder geschasst hat, kann ich allerdings absolut nachvollziehen, denn das wäre kurz vor dem Release ein tödlicher Offenbarungseid für Kritiker und Presse gewesen. Der Drehbeginn von JL ist zwar auf den 11. April 2016 datiert, aber bis dahin sollte bereits klar sein, wie lukrativ der Film wird und wie man ein aussichtsreiches Change Management umsetzt.

EDIT: Als DC-Fan klammere ich mich ehrlich gesagt noch an die Hoffnung, dass man sich endlich mal zusammen nimmt und das Potential eines DCEU vollends nutzt. Leider muss ich auch zugeben, dass WB bisher nicht gerade beeindruckende Lernfähigkeit demonstriert hat.
 
Man könnte doch auch einfach seine Freiheiten etwas einschränken. Seine Regie ist eigentlich Tadellos. Was auffällt ist halt, dass er bei einem guten Drehbuch oder einer direkten Vorlage eigentlich sehr gute Arbwit abliefert. Nur wenn es frei Schnauze geht und/oder es was eigenes geht, fällt die Qualität ab.
 
Man könnte doch auch einfach seine Freiheiten etwas einschränken. Seine Regie ist eigentlich Tadellos. Was auffällt ist halt, dass er bei einem guten Drehbuch oder einer direkten Vorlage eigentlich sehr gute Arbwit abliefert. Nur wenn es frei Schnauze geht und/oder es was eigenes geht, fällt die Qualität ab.

Ich hoffe, dass in JL mehr Terrio als Goyer steckt - auch wenn ich natürlich in letzter Konsequenz nicht beurteilen kann, wie positiv sein Einfluss auf BvS war und wie groß seine Rolle bei der Drehbuchüberarbeitung letztendlich ist. Für audiovisuelle Erlebnisse ist Snyder jedenfalls keine schlechte Wahl, da bin ich ganz bei dir. Er gehört nur fest an die Hand genommen.
 
Ich hoffe, dass in JL mehr Terrio als Goyer steckt - auch wenn ich natürlich in letzter Konsequenz nicht beurteilen kann, wie positiv sein Einfluss auf BvS war und wie groß seine Rolle bei der Drehbuchüberarbeitung letztendlich ist. Für audiovisuelle Erlebnisse ist Snyder jedenfalls keine schlechte Wahl, da bin ich ganz bei dir. Er gehört nur fest an die Hand genommen.

Soviel ich weiß ist David Goyer bei Justice League nicht involviert. Imdb bestätigt meine Annahme.

http://www.imdb.com/name/nm0333060/
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Film gestern gesehen (OV, 3D). Uff, was soll ich schreiben, ich war selten nach dem Kinobesuch so gespalten. :crazy Aufgrund der Kritiken hatte ich meine Erwartungen bereits etwas heruntergeschraubt.

Positiv:
- Sehr stimmungsvolle Bilder und Designs (Kostüme, Fahrzeuge)
- Toller Soundtrack, besonders in Schlüsselszenen
- Generell gute Leistung der Schauspieler (auch Eisenberg, dessen Luthor-Interpretation ungewohnt war, aber mir dann doch gefiel)
- Ben Affleck als Batman (tadellos, besonder in den Kampfszenen)

Negativ:
- Zugleich überfrachtet und zu wenig erklärend, Motivation der Charaktere teilweise nur schwer nachvollziehbar und nur angedeutet
- Auch einige weitere große Löcher in der Story
- Hanebüchene Auflösung des Konflikts
- Schwaches Design von Doomsday
- Pacing, Pacing, Pacing (teilweise kam es vor, als wäre der Film mit der Stoppuhr gedreht worden)
- Viel verschenktes Potential und ungenutzte Möglichkeiten

Ist Batman vs. Superman für mich ein sehr schlechter Film? Nicht unbedingt. Aber es ist schon ziemlich ärgerlich, wie hier so vieles liegen gelassen wurde. Ich werde mir den R-Cut auf jeden Fall ansehen, um vergleichen zu können, schon eine der geschnittenen Szenen
Darkseid bzw. einer seiner Diener und Luthor
klärt eine Menge.
Gut möglich, dass die Wertung dann nach oben geht, im Moment bekommt Batman vs. Superman von mir 5 von 10 Marthas.
 
Das hat mich ehrlich gesagt am wenigsten gestört, zumindest nach der Mutation. Vorher sah er in der Tat wie ein Oger oder Troll aus HdR/The Hobbit aus, aber dann war man mit dem Design nicht mehr so weit von der Vorlage entfernt.

Nach der Mutation fand ich das Design in Ordnung und es ist dann auch wirklich näher an der Vorlage. Das ist auch für mich nur einer der kleineren Kritikpunkte. Die Hauptschwächen liegen auch meiner Meinung nach woanders.
 
Goyer ist ein Mysterium. Er schreibt großartige Geschichten, ich glaube sein Problem liegt manchmal nur beim Verfassen des Drehbuchs.

Ich würde eher sagen, dass es bei dem Herrn Goyer tatsächlich eher regelmäßig an murksigen Drehbüchern liegt.

Seine Ausflüge ins Marveluniversum haben mit Blade 2 ihren qualitativen Höhepunkt gefunden, was aber an Guillermo del Toros Regie lag, welcher ein Händchen dafür hat, auch aus schwachen Plots noch viel raus zu holen. Blade Trinity hat Goyer zum Beispiel ziemlich vergeigt (Drehbuch und Regie), der Film konnte sich da wirklich nur noch durch das Casting von Ryan Reynolds und Parker Posey vor dem totalen Reinfall retten. Und über Goyers Baywatch-Version von Nick Fury hüllen wir besser das Leichentuch des letzten Jahrtausends. Der Mann hat sicher seinen Teil zum MCU-Reboot beigetragen.
 
Gerade aus dem Kino: fand den Film sehr unterhaltsam, wenn auch hier und damit ein Fagezeichen. Bin aber im großen und ganzen sehr zufrieden.

Die Story war für mich weitestgehend logisch, etwas mehr Exposition hätte ich mir an ein paa stellen gewünscht. Dafür haben mich die Charaktere, vor allem Affleck und Eisenberg absolut überzeugt, mit denen ich ne Menge Spaß hatte.

Der score funktioniert auf jeden Fall im Kino zum Film besser, als losgelöst. Hatte die Musik im Vorfeld gehört und fand sie da sehr eintönig zusammengezimmert mit den typischen Hans Merkmalen. Im Film ist sie dann schon stimmig.

Alles in allem gebe ich dem Film im ersten sehen 7,5 von 10 Batwings. Potential für die OV und den EC nach oben ist noch da. Die schlechten Kritiken kann ich aber absolut nicht verstehen.

Frage: Suicide Squad spielt im gleichen Universum?! Ist das dann der gleiche Joker, der Bats Anzug verunstaltet hat?
 
Die schlechten Kritiken kann ich aber absolut nicht verstehen.

Da sind wir dann wieder bei dem Thema, dass Kritiken immer auch eine subjektive Angelegenheit sind. Ich kann z.B. schwer nachvollziehen, dass man diesen Film mehr als durchschnittlich bewertet.

Die Schauspieler waren ok und gewaltige Bilder kann Zack Snyder auf die Leinwand bringen. Wenn man brachiale Action erwartet, also eine gute Story, interessante Figuren usw. eher nebensächlich sind, dann kann BvS sicherlich unterhalten. Ich habe, bei den Möglichkeiten des DC Universums, jedoch höhere Erwartungen. Der Film hält meiner Meinung nach nicht ein, was das Marketing versprochen hat.

Übrigens ist Ben Affleck vertraglich dazu verpflichtet noch zweimal Batman zu spielen,hinzu kommt wahrscheinlich noch ein dritter Auftritt als Batman, in einem Batman Solofilm dessen Script Ben Affleck fertiggestellt hat.
Ach, deshalb wirkte er in dem einen Video so traurig :D
 
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Ich habe eherdas Gefühl, Affleck möchte gern Batman spielen und fürchtet nun, das dies alles gecancelt wird.

Die Schauspieler waren ok und gewaltige Bilder kann Zack Snyder auf die Leinwand bringen. Wenn man brachiale Action erwartet, also eine gute Story, interessante Figuren usw. eher nebensächlich sind, dann kann BvS sicherlich unterhalten. Ich habe, bei den Möglichkeiten des DC Universums, jedoch höhere Erwartungen. Der Film hält meiner Meinung nach nicht ein, was das Marketing versprochen

Ich verstehe inmer noch nicht, was du mit der Action meinst xD. Wo hüpft der Film denn vonAction zu Action? Meiner Freundin und mir fehlte genau diese. Zähl die Actionszenen doch mal auf, da bekommt man ja nichtmal 1 Hand voll.
 
@Richard Reynolds

Ich habe den Film halt so gesehen. Selbst wenn es nur 4 oder 5 langezogene Action-Sequenzen waren, was ist dann bitte dazwischen sinnvolles passiert? Ich habe da keine Geschichte gefunden, welche mich fesselt und 150 min wenigstens zu einem kurzweiligen Erlebnis machen. Ganz hart ausgedrückt, wenn man die Trailer kennt, dann zeigt der Film nicht mehr viel neues. Mich stört es, dass Snyder immer noch einen drauf setzen muss. Vielleicht ist es gerade dies, was anderen gefällt. Ich kann da auch nur für mich sprechen.

Für mich ist BvS ein höchst durchschnittlicher Actionfilm, genau wie sein Vorgänger. Dir war der Film zu zäh und mir hatte er teilweise zu viel Tempo, wirkte zu gehetzt. Trotz dieser Einschätzung wurde er mir irgendwann zu langweilig, was an der Handlung lag.
 
Goyer ist ein Mysterium. Er schreibt großartige Geschichten, ich glaube sein Problem liegt manchmal nur beim Verfassen des Drehbuchs. Die Nolan-Brüder haben ihn jedenfalls richtig einzusetzen gewusst.

Das dachte ich mir nach der Nolan-Trilogie auch, allerdings kamen mir nach MoS und einen Blick in seine Referenzen zunehmend Zweifel. Vielleicht ist er eher einer von denen, die es zwar schaffen, einzelne Elemente einer Geschichte sehr gelungen zu kreieren, aber nicht immer ein Gespür für ein rundes Gesamtwerk haben, zumindest nicht ohne Hilfe. Bei erstgenannten Filmen hatte er einen i.d.R. sehr starken Nolan an seiner Seite, der die Drehbücher zu seinen Filmen mit einer Ausnahme immer selbst (mit-)geschrieben und dabei auch ein gutes Händchen bewiesen hat.
 
Und hier haben wir den "Einsturz":


Even though Batman v Superman: Dawn of Justice raked in a huge amount of cash with a record-setting haul of $166 million, the second weekend box office was less impressive than anticipated. For its second weekend, the comic book battle landed $15.35 million at the box office, and that puts the full weekend estimates at about $51 million, which is less than the $58 million that was projected going into the weekend. That means the second weekend for Batman v Superman box office saw an 81.2% drop, which is one of the biggest Friday-to-Friday drops any blockbuster has ever seen.

Forbes has the numbers for the second weekend box office of Batman v Superman, and they’re worth looking into with a little more explanation. First of all, it’s important to note that the previous Friday total of $81.5 million included $27.7 million from the early Thursday showings of the movie. So that makes the drop a little more steep than it otherwise might have been. But at the same time, if you only look at the $53.8 million it made on its first Friday, that’s still a 71.5% drop. That’s not unheard of, but it’s also not all that great. Here’s are some other major box office drops for a point of comparison:

  • Fantastic Four (-78.7%)
  • Watchmen (-78.4%)
  • Hulk (-76.5%)
  • X-Men Origins: Wolverine (-75.8%)
  • Green Lantern (-72%)
  • Man of Steel (-71.5%)
Those numbers also include the Thursday previews, so Batman v Superman‘s drop is still bigger. A worse drop in box office has been seen in the likes of Harry Potter and the Deathly Hallows Part 2 and High School Musical 3 with an 84% and 90% drop respectively.

http://www.slashfilm.com/batman-v-s...81-in-second-weekend-but-what-does-that-mean/


Einen guten finanziellen Start kann man also nur damit erklären, dass bis zur Premiere ein Review-Embargo galt und die Leute dann natürlich interessiert (immerhin geht es hier um zwei der berühmtesten Comic-Figuren) in einen hoch angepriesenen Film rennen. Das Internet erledigt dann kurz darauf den Rest. Viele warten lieber auf den Blu-ray-/DVD-Release.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe gestern den Film endlich gesehen. Batman v Superman gefiel mir sehr gut, sogar noch besser als The Dark Knight Rises. Liegt wahrscheinlich daran das dieser Film sich mehr an den Comics orientiert hat.Ben Affleck hat Batman fantastisch rübergebracht,und steht jetzt in meinen persönlichen Ranking direkt neben Michael Keaton. Jeremy Irons war einfach göttlich als Alfred Pennyworth,und der Rest des Casts wusste auch zu überzeugen. Ich geb den Film ruhigen Gewissens eine 9 von 10.

Ich bin jetzt sehr angefixt auf die nächsten Filme aus dem Hause DC/Warner.

Übrigens Batman v Superman hat was das Einspiel angeht, Man of Steel mehr als nur eingeholt.Man of Steel hat es erst nach 14 Wochen geschafft 668 Millionen Dollar einzuspielen.

http://www.comingsoon.net/movies/ne...ce-box-office-up-to-681-3m-worldwide#/slide/1
 
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