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Bandomeer

Dieses Thema im Forum "Projekt Star Wars Rollenspiel" wurde erstellt von Wes Korus, 19. Juni 2009.

  1. Wes Korus

    Wes Korus Offizier der Republik

    Bandomeer
    ________________________________________


    [​IMG]

    [ Infos zum Planeten: Bandomeer (engl.) | Bandomeer (dt.) ]

    [ Besonderheiten: große Rohstoffvorkommen / HQ 4.Flotte ]

    [ Zugehörigkeit: Neue Republik ]​
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. November 2013
  2. Wes Korus

    Wes Korus Offizier der Republik

    - [Hyperraum zum Bandomeer-System - MC80 "Mon Saronth" - Brücke] - Vice Admiral Tog'ruta, Cpt. Beckett u. Crew

    Kalt. Kalt, war das erste Wort welches Vice Admiral Tog'ruta als erstes in den Sinn gekommen war, als er die Daten über Bandomeer erhalten hatte. Für Bothaner oder Menschen mochten die dortigen Temperaturen angenehm oder zumindest erträglich sein, für jemanden der von Ryloth stammte war es dort einfach nur kalt. Leider war die vierte Flotte nun von Mon Calamari nach Bandomeer verlegt worden, um in diesem Bereich des republikanischen Weltraums die Ordnung aufrecht zu erhalten und sich um die Sicherheit der einzelnen Systeme zu kümmern. Dieser Bereich reichte von Phaeda, im Westen von Bandomeer gelegen, bis Phindar im Osten und im Norden Toprawa. Er hatte den Hyperraumsprung vom aktuellen Zentrum der Neuen Republik bis nach Bandomeer, wo man innerhalb der nächsten halben Stunde eintreffen sollte, genutzt um die Pläne für die Stationierung der verschiedenen Schiffe noch einmal durchzugehen und hatte nichts zu beanstanden. Sein Stellvertreter und er hatten gute Arbeit geleistet. Alle Planeten die in wirtschaftlicher oder militärischer Hinsicht wichtig für die Republik war hatte Flotteneinheiten erhalten, um Notfalls gegen Piraten oder andere Unruhestifter vorgehen zu können. Gegen eine imperiale Kampfgruppe oder Flotte würden sie jedoch keine Chance haben, dazu waren die Kräfte der republikanischen Flotte noch nicht stark genug, um mittelmäßig wichtige Systeme mit Kampfgruppen oder schweren Einheiten als einer Fregatte zu sichern.

    Hinzu kam das man Einheiten mit der ersten Flotte getauscht hatte, welche nun die Verteidigung der Systeme im Bereich Mon Calamari von der Vierten übernahm. Im Gegenzug hatte man Einheiten der ersten Flotte erhalten, welche sich nun ebenfalls auf dem Weg nach Bandomeer, statt zu ihren Einsatzgebieten befanden. Diese würde er ihnen erst im Orbit um Bandomeer mitteilen können, da sich zuvor keine Zeit gefunden hatte, detailliertere Anweisungen mit diesen Schiffen zu tauschen. Rear Admiral Ralassi hatte sie bereits auf den Weg geschickt, bevor Tog'ruta seine vorherigen Befehle wiederrufen konnte und sie direkt an ihre Zielorte zu entsenden. Es war sein Fehler und das ärgerte ihn. Aber solange es bei diesem einen Fehler blieb, war alles kein Problem. Mehr sollte und wollte er sich nicht erlauben. Schließlich war der Großteil des Bereichs Bandomeer, einschließlich des Bandomeer-Systems, erst vor wenigen Wochen offiziell der Neuen Republik beigetreten.
    Da es schon lange gedauert hatte bis Flotteneinheiten vor Ort waren, wollte er den neuen und alten Mitgliedern nicht das Bild eines inkompetenten Militärapparates vor Augen führen. Der Grund weshalb die Verlegung der Einheiten und der Bau eines Flottenstützpunktes auf Bandomeer sich so sehr verzögert hatte, war einfach. Der Eintritt dieser Planeten war äußerst überraschend für die Neue Republik gekommen, da der Senat sich kaum um seine Belange kümmern konnte oder wollte hatten wenig Verhandlungen stattgefunden und wenn war es über Botschafter und Verhandlungspartner gegangen. Dann hatte es Gerüchte im Holonet gegeben und kurz darauf waren die Planeten Mitglieder der Republik oder wieder Mitglieder.

    Im Anschluss daran hatte man die vierte Flotte damit beauftragt einen schnellen Plan zu entwerfen und den Bau eines Flottenstützpunktes auf Bandomeer befohlen. Ein paar Tage später hatte er den Marschbefehl für seine Einheiten erhalten und wiederum ein paar Tage später hatte man sich mit dem stellvertretenden Kommandanten der ersten Flotte über die Verschiebung der Einheiten im Bereich Mon Calamari geeinigt. Dann war seine Flotte ausgelaufen und würde in wenigen Minuten ihren neuen Heimathafen erreichen.

    Die Gedanken des Vice Admirals kehrten wieder zu Bandomeer zurück. Es lag auf der Hand weshalb Admiral Altmin diesen Planeten als Flottenstützpunkt für den Bereich gewählt hatte. Dieser Planet war enorm Wichtig für die Wirtschaft und die Rüstungsindustrie der Republik. Mit Azurit und Ionit, letzteres war wohl einer der seltensten Minerale der gesamten Galaxie, wurden äußerst wichtige Materialien für elektronische Ausrüstungsgegenstände gefördert und nicht zuletzt für die Kriegsschiffe und Sternenjäger. Des Weiteren war Bandomeer auch aus strategischer Sicht ein nicht völlig unwichtiger Ort. Es lag an der hydrianischen Straße und befand sich verhältnismäßig Nahe am imperialen Weltraum, außerdem waren von dort alle Planeten unter seinem Schutz schnell zu erreichen.

    Der Countdown für den Rückfall wurde angekündigt und Tog'ruta legte das Datapad beiseite und lenkte seine volle Konzentration auf die Instrumente und die Brückenbesatzung. Wenige Augenblicke fielen siebzehn Kriegsschiffe der Flotte der Neuen Republik, in Begleitung von gut einem Dutzend Frachter im Bandomeer-System, in relativer Nähe zum zweiten Planeten des Systems, aus dem Hyperraum...


    - [Bandomeer-System - MC80 "Mon Saronth" - Brücke] - Vice Admiral Tog'ruta, Cpt. Beckett u. Crew
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2009
  3. Alyssa Valan

    Alyssa Valan sign your name across my heart...

    ~ Bandomeer ~ Bandor ~ Anwesen der Familie Valan ~ Alyssa's Arbeitszimmer ~ allein


    Alyssa war sofort nachdem sie aufgestanden war in ihr Arbeitszimmer gestürmt und kramte rum. Sie suchte irgendwelche wichtigen Papiere und war dabei total in Gedanken. Verdammt wo sind sie nur. Ich habe keine Zeit für solche Suchereien. Aber wie sage ich mir immer, wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen. Eigentlich war das gar nicht so ihre Art. Sie war mehr der ordentliche Mensch, doch in letzter Zeit lief einfach alles schief. Es war wohl die Aufregung. Alyssa hatte ihr neues Amt als Senatorin von Bandomeer angetreten und ist somit in die Fußstapfen ihres erfolgreichen Vaters gestiegen. Die Erwartungen sind sehr hoch, wie sie glaubt. Um alles zu behalten sprach Alyssa des Öfteren laut mit sich selbst.

    "Habe ich jetzt alles für die Sitzung des Senats auf Mon Calamari? Ja, eigentlich müsste ich alles beisammen haben."

    Sie schaute sich noch einmal prüfend in ihrem Arbeitszimmer um, um zu sehen, ob sie nciht doch noch was vergessen hatte. Sie wandte sich um schloss die Tür. Sie würde das hier einige Monate nicht zu Gesicht bekommen. Darauf musste sich die neue Senatorin erstmal einstellen. Sie wusste nicht genau, was auf sie zukommen würde. Aber sie war voller Elan und Engagement auch diese Hürde zu meistern.

    "Bis dann, mein Arbeitszimmer, du wirst mir fehlen, über die paar Monate oder noch längere Zeit."

    Doch bevor es losgehen konnte, gab es noch weitere Vorbereitungen zu treffen. Sie begab sich als nächstes in das Arbeitszimmers ihres Vaters. Er war zuvor Senator Bandomeers gewesen und hatte sich nun zur Ruhe gesetzt. Alyssa's Mutter hat sich ebenfalls gleich mit ihm zusammen zur Ruhe gesetzt, denn sie bekleidete unter ihrem Vater das Amt der Innenministerin Bandomeers. Wie die beiden nun ihren Herbst des Lebens verbringen würden, wusste selbst Alyssa nicht. Sie wusste im Moment nur, dass ihr Vater sie sprechen wollte und deshalb machte sie sich auf den Weg zu seinem Arbeitszimmer. Derek saß wie immer hinter seinem Schreibtisch und lehnte sich in seinem Stuhl ausgeruht zurück.

    "Du wolltest mich sprechen, Vater?"

    "Ja, schön, dass du gekommen bist, mein Engelchen. Ich muss mit dir reden."

    "Okay, aber dann lass dir nicht alles aus der Nase ziehen!"

    "Du musst wissen, ich bin mächtig stolz auf mein kleines Töchterchen, dass es in meine Fußstapfen tritt.", ihr Vater strahlte bis über beide Ohren und er lächelte seine Tochter zufrieden an.

    "Nun, da du Senatorin unseres geliebten Heimatplaneten bist, möchte ich dir ein Geschenk machen. Um unser Planeten-System angemessen zu vertreten braucht eine Senatorin ein Konsularschiff und aus diesem Grund möchte ich dir, meinem kleinen Engelchen, mein altes Konsularschiff schenken die "Ocean of Silence". Sie hat mir gute Dienste bereitet und ich hoffe sie wird es in deiner Amtsperiode weiterhin tun."

    Alyssa klappte die Mundlade herunter und sie war sichtlich überwältigt und ungeheuer überrascht. Damit hätte sie nicht gerechnet. Zumindest musste sie sich nun keine Gedanken mehr machen, wie sie nach Mon Calamari kommen würde.

    "Oh, danke Paps, ich hab dich lieb."

    Um ihre Liebe zu ihrem Vater noch weiterhin zu verdeutlichen, fiel sie ihm um den Hals und küsste ihn.

    "Ist ja gut, aber verlasse uns, deine Mutter und mich, nicht, ohne dich zu verabschieden. Sie konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil sie das so mitnimmt, dass du jetzt erwachsen bist und als Senatorin zu deiner ersten Sitzung kommst."

    "Nein, ich würde doch nie gehen, ohne mich zu verabschieden, dafür liebe ich euch doch zu sehr."

    Die Vertrauens- und Freundschaftsbasis zwischen Alyssa und ihren Eltern war ungeheuer groß. Trotzdem freute sie sich endlich mal rauszukommen und auch wenn es eine komplett neue Berufung für sie war. Sie ging das Risiko ein.

    ~*~​

    Am Abend suchte sie in ihrem Zimmer oder besser in ihrem Kleiderschrank nach Kleidung, die einer Senatorin entsprachen und die sie mitnehmen würde auf ihre Reise. Die "Ocean of Silence" bot genug Platz für ein paar ihrer Kleider. Danach aß sie gemeinsam mit ihren Eltern zu Abend, traf die letzten Vorbereitungen und konnte diese letzte Nacht in ihrer Heimat noch einmal richtig gut schlafen.

    Der nächste Morgen verlief im Vergleich zum Vortag noch hektischer ab. Ihre Garderobe und sonstigen Materialien wurden verladen und gegen Mittag würde sie dann auch das Schiff betreten und dann auch zeitig abfliegen können.

    Beim Abschied von ihren Eltern, die ihr viel Glück wünschten, kullerte eine Träne nach der anderen, doch das war normal auch Alyssa's Mutter Autumn weinte.

    "Mum, Dad, wir sehen uns doch wieder... ich liebe euch..."

    Ihre Mutter schluchzte nur und die frischgebackene Senatorin wurde mit einem Shuttle zu ihrem Konsularschiff, einer Corellianischen Korvette, gebracht. Sie stieg hinein begrüßte die Mannschaft an Bord und zog sich dann alsbald zurück, um sich auf Mon Calamari vorzubereiten. Die Luken wurden verschlossen und die Triebwerke starteten. Es war deutlich zu spühren in ihrer Kabine. Es dauerte nicht lange, da schwebte die "Ocean of Silence" dahin und erreichte den Orbit um Bandomeer.


    ~ Bandomeer-System ~ Orbit um Bandomeer ~ an Bord der "Ocean of Silence" ~ private Gemächer ~ allein
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juli 2009
  4. Wes Korus

    Wes Korus Offizier der Republik

    - [Bandomeer-System - Action VI Frachter "Big Score" - Brücke] - Cpt. Jamie McKeon, Cmdr. Mela Ukal u. Crew

    Jeder einzelne der zwölf Frachter hatte einen Platz in der Formation erhalten und bis zum einschwenken in den Orbit um Bandomeer musste dieser gehalten werden. Die Anweisungen vom Flaggschiff waren klar gewesen und Jamie McKeon, seines Zeichen Kommandant der "Big Score" würde einen Teufel tun sich nicht daran zuhalten. Schließlich war dies ein Konvoi der das seltene Glück hatte über bewacht zu sein. Ein so gewaltiger Geleitschutz war für zwölf Frachter absolut unüblich, aber es gab ihm und der Crew ein Gefühl der Sicherheit was sie in den letzten Monaten nicht oft gehabt hatten. Ständig musste man damit rechnen von Piraten überfallen zu werden oder von Imperialen Einheiten aufgegabelt zu werden. Die Geleitschütze für militärische Konvois waren in den letzten Wochen um einiges schwächer geworden, was ein Zeichen für zunehmende Operationen der Flotte war.

    'Der Flotte...', dachte er leicht wehmütig. Ursprünglich war er, und auch der Großteil seiner Crew, ein Anwärter für die militärische Laufbahn gewesen. Allerdings waren seine Abschlussnoten zu schlecht für den Einsatz im militärischen Bereich gewesen, aber immer noch gut genug um im 'zivilen Bereich' der Flotte zu genommen zu werden. Was er dann auch getan hatte. Denn die Neue Republik verfügte über eine kleine Flotte von Transportern und Frachtern, welche für extrem wichtige Transporte eingesetzt wurde. Im Normalfall wurden die Aufträge an Firmen innerhalb der Republik gegeben, aber es gab halt auch Situationen in denen man sich nur auf seine eigenen Leute verlassen konnte oder wollte.

    Dieser Job zählte auch dazu. Alle zwölf Frachter hatten Ausrüstung für die Stützpunkte auf Bandomeer an Bord, aber die "Big Score" hatte die wichtigsten und teilweise geheimsten Gerätschaften an Bord und war der einzige Frachter welcher zur Flotte gehörte. Alle anderen waren zivile Schiffe. Dies verlieh ihnen unter anderem den Vorteil in der Prioritätsliste an oberster Stelle zu stehen oder einen Platz im Zentrum der Formation, welcher zusätzlichen Schutz bot.


    "Wir schwenken in zwei Minuten in den Orbit ein, Skipper.", meldete seine Stellvertreterin.

    Jamie lächelte schwach. Commander Mela Ukal war eine Lorrdianerin und sie hatte irgendwo das Wort 'Skipper' als Anrede für den Kommandanten eines Sternenschiffes gelesen und seitdem redete sie ihn nur noch so an.

    Zwei Minuten bis zum Eintritt in den abgesperrten Raumbereich, wo sich nur militärische oder Schiffe mit einer speziellen Genehmigung aufhalten durften. Die "Big Score" und die anderen elf Frachter hatten diese Genehmigung erhalten und würden von dort ihre Ladungen auf den Planeten hinunterbringen.


    "Gut. Bereiten sie alles für das Abladen der Ausrüstung vor. Wir stehen relativ weit hinten auf der Landelisten und haben dadurch noch ein wenig mehr Zeit als die Anderen. Allerdings wollen wir diesen verweichlichten Zivilfrachtern mal zeigen was effizientes Arbeiten bedeutet. Also an die Arbeit!"

    Ein paar Bestätigungen gingen ein, es lief an Bord seines Schiffes keineswegs wie auf einem Kriegsschiff ab und die Crew konnte sich einiges mehr herausnehmen als ihre Kameraden an Bord der Schiffe von denen sie momentan geschützt wurden. Eine schlichte Bestätigung der Anweisung war jedoch eine Sache die das Arbeiten erleichterte und unabdingbar war. Er wusste im Frachtraum würden sich nun einige seiner Leute an die Arbeit machen und alle nötigen Gerätschaften überprüfen und in den Stand-by Modu schalten. Andere würden die Arbeitsdroiden aktivieren und die kleine Gruppe Soldaten an Bord würde sich ebenfalls bereit machen.

    "Wir haben ein neues Signal auf den Sensoren, Captain. Scheint allerdings nichts zu sein was uns Sorgen bereiten sollte.", informierte ihn sein Sensorikoffizier.

    Jamie stand auf und warf einen Blick über die Schulter des Mannes und beobachtete den Punkt, welcher nun als corellianische Korvette identifizierte wurde. Sie sendete einen republikanischen Transpondercode und der Name des Schiffs war "Ocean of Silence". Die Kriegsschiffe mussten die kleine Korvette schon längst entdeckt haben, als es auf den Sensoren der "Big Score" erschienen war. Denn dieser Action IV Frachter verfügte nicht über militärische Sensortechnik und war auch aus diesem Grund anfälliger für Piraten. Schließlich sah man den Feind erst viel später als dieser einen sah. Das eine Reaktion vom Flaggschiff der Flotte ausblieb überraschte ihn ein wenig. Er hatte bereits mit einigen Kommandanten 'zusammenarbeiten' müssen, die ihm nur zu gerne die Unterlegenheit seines Schiffes unter die Nase rieben. Aber dies war ein Vice Admiral und er konnte sich so etwas nicht erlauben.


    "Nachricht vom Flaggschiff an alle Frachter. Es handelt sich um ein Konsularschiff von Bandomeer, keine Gefahr.", teilte der Komoffizier ihnen mit und der Sensoroffizier nickte, so wie er es gesagt hatte - keine Gefahr.

    Die Schiffe schwenkten nun ins Orbit ein und wenige Augenblicke später starteten die ersten Fähren und Shuttles, die ersten beiden Frachter begannen ihre Landung und auch die Truppentransporter mit Soldaten der Armee begannen ihre Anflüge auf den Planeten. Bandomeer würde innerhalb weniger Stunden das am besten geschützte System in diesem Raumsektor sein...


    - [Bandomeer-System - gesperrter Orbit um Bandomeer - Action VI Frachter "Big Score" - Brücke] - Cpt. Jamie McKeon, Cmdr. Mela Ukal u. Crew
     
  5. Alyssa Valan

    Alyssa Valan sign your name across my heart...

    ~ Bandomeer-System - Orbit um Bandomeer - an Bord der "Ocean of Silence" - private Gemächer ~ allein


    Das Schiff befand sich immer noch im Orbit um Bandomeer, doch es sollte bald in den Hyperraum übergehen. Der Leutnant würde ihr bescheid geben, habe man ihr gesagt. Unterdessen erfassten die Sensoren des Konsularsschiff einige Transporter. Aber dies war jetzt von nur zweitrangiger Bedeutung, denn es galt nach Mon Calamari zu gelangen und das auf dem schnellsten Weg.

    Alyssa schaute in ihren Unterlagen nach, ob vorher noch etwas vorbereitet werden muss für die Sitzung und setzte sich dafür an den Schreibtisch in ihren Privatgemächern. Das Zimmer hier war dem Arbeitszimmer auf Bandomeer gar nicht mal so unähnlich. Doch nach kurzer Zeit schon wurde sie wieder aus ihrer Arbeit gerissen. Es klopfte an der Tür zu ihren Gemächern. Das musste der Leutnant sein.

    "Leutnant?"

    "Ma'am wir werden demnächst in den Hyperraum nach Mon Calamari übertreten. Nur damit Sie bescheid wissen."

    "Vielen Dank Leutnant."

    Um den Wechsel in den Hyperraum zu überwachen folgte sie dem Leutnant zum Cockpit der Korvette. Nach kurzer Zeit erreichten sie es. Der Co-Pilot war bereits dabei die wichtigen Daten für den Sprung durch die Lichtmauer zu berechnen, da dies von äußerster Wichtigkeit war. Man könnte sonst durch Asteroidenfelder fliegen und was es da nicht alles gab.

    "Ma'am, Captain, die Berechnung ist abgeschlossen. Wir sind bereit für den Sprung durch die Lichtmauer."

    "Sehr gut! Schalten sie um auf Lichtgeschwindigkeit Captain."

    "Sofort Senatorin Valan."

    Keine 10 Sekunden später befand sich das Konsularschiff im Hyperraum nach Mon Calamari. Nun trennte sie von diesem Planeten vielleicht nur noch ein paar Stunden oder Tage.

    "Leutnan? Geben sie mir bitte bescheid, sobald wir den Hyperraum verlassen und Mon Calamari erreichen. Ich ziehe mich nun wieder zurück."

    Die junge Senatorin verließ das Cockpit der Korvette und machte sich auf den Weg zurück, entschied sich jedoch noch etwas auf dem Schiff umzusehen. Sie hatte noch keine Zeit gehabt sich ihr Schiff anzusehen, da sie unter Zeitdruck stand und früher, als es noch ihrem Vater gehörte nicht auf dem Schiff gewesen ist.

    ~ Hyperraum ~ nach Mon Calamari ~ an Bord der "Ocean of Silence" ~ irgendwo auf dem Schiff ~
     
  6. Wes Korus

    Wes Korus Offizier der Republik

    - [Bandomeer-System - MC80 "Mon Saronth" - Brücke] - Vice Admiral Tog'ruta, Cpt. Beckett u. Crew

    Schweigend verfolgte der Kommandant der vierten Flotte wie Truppentransporter und Frachter der grauen Oberfläche Bandomeer's entgegen strebten. Dies würde für die nächsten Monate sein 'zu Hause' sein, von hier würde er die Verteidigung eines gesamten Raumsektors koordinieren und leiten müssen. Der Komplex am Boden war bereits fertig errichtet und würde in den nächsten Stunden soweit eingerichtet sein das er würde landen können, am Ende des Tages würde man von dort die Arbeit aufnehmen können und am Ende der Woche sollte dieser Stützpunkt vollkommen einsatzbereit sein.

    "Die Schiffe beginnen mit ihren Patrouillen oder begeben sich auf die ihnen zugewiesenen Parkorbits, Sir.", meldete sein Flaggkommandant Captain Beckett, der einen Moment zuvor neben den Twilek getreten war.

    Tog'ruta nickte dem Captain zu. Er hatte die ersten Schiffe mit Patrouillenaufgaben betraut und den Rest seiner Flotte in einem Parkorbit um den Planeten positioniert. Alle Schiffe die noch Aufgaben auf der Oberfläche zu erledigen hatten, war ein geostationärer Orbit über der Hauptstadt zugewiesen worden.

    Beckett reichte ihm nun ein Datapad mit dem aktuellen Fortschritt der Basis und mit einer geschätzten Zeit bis sie den Stützpunkt voll in Betrieb nehmen konnten. Es ging schneller voran als der Vice Admiral vermutet hatte. Sehr gut. Der Frachter der Flotte, die "Big Score", war soeben auf der Oberfläche gelandet und hatte - unter schwerer Bewachung damit begonnen ihre Fracht in den Komplex zu schaffen. Danach würden noch weitere vier Frachter landen müssen, bevor diese sich wieder auf den Rückflug begaben und das gesamte Personal würde landen können. Die Armee hatte bereits die Hälfte ihrer Garnisonsstreitmacht gelandet und der Rest würde in den nächsten Stunden folgen.


    "Hervorragend, Captain Beckett.", er nickte dem Captain zu und reichte ihm das Datapad zurück.

    Der Kommandant des MC80 Kreuzer salutierte und verschwand wieder im Zentrum der Brücke.


    "Captain Mewa'ven?"

    Sein Stabschef erschien scheinbar aus dem Nichts neben ihm und nahm Haltung an.

    "Sir?"

    "Lassen sie mein Shuttle vorbereiten und der Stab soll ebenfalls bereit sein in einer Stunden ihre Quartiere im neuen Hauptquartier der vierten Flotten zu beziehen.", wies er den Captain an.

    Dieser bestätigte den Befehl und machte sich an die Ausführung. Tog'ruta wandte sich von Sichtfenster und taktischer Holokarte ab, um sich einen Weg zum Turbolift zu suchen. Auch er hatte noch ein paar Dinge vor der Landung in Bandor zu erledigen...


    - [Bandomeer-System - MC80 "Mon Saronth" - Brücke] - Vice Admiral Tog'ruta, Cpt. Beckett u. Crew
     
  7. Wes Korus

    Wes Korus Offizier der Republik

    - [Bandomeer-System - Landeanflug auf Bandor - Shuttle] - Vice Admiral Tog'ruta u. Piloten

    Vice Admiral Tog'ruta blickte schweigend auf die trostlose Oberfläche Bandomeers hinab. Grau. Alles war grau und riesige Minenkomplexe waren allgegenwärtig, eine widerliche Welt auf der nichts, oder vielleicht wenig, wuchs. Das meiste an Vegetation musste von den Bergwerk Unternehmen zerstört worden sein, es ging schließlich um Profit und das Ionit und Azurit abgebaut werden konnten steigerte den Wert einer einzigen Minen natürlich um ein vielfaches. Dieses Drecksloch galt es nun zu verteidigen.

    Der Co-Pilot des Shuttles informierte ihn darüber das sie nun Bandor erreichten, die Hauptstadt des Planeten, und in circa drei Minuten ihr Ziel erreichen würden. Der Twilek blickte wieder hinaus aus dem Sichtfenster. Die Außenbezirke der Stadt wirkten grau und heruntergekommen, die unterste Schicht der Arbeiter würde dort garantiert leben. Sie näherten sich langsam dem Zentrum der Hauptstadt und die Gebäude wurden ansehnlicher, allerdings blieb es bei der grauen Tristesse. Dann wurde das Shuttle langsamer und Tog'ruta konnte einen Komplex in der Nähe des Stadtkerns ausmachen, dessen Aufbau ihm vage bekannt vor kam.

    Der neue Militärstützpunkt war, selbstverständlich, von den Einheimischen errichtet worden. Man hatte sich an die Standards republikanischer Stützpunkte gehalten, allerdings hier und da geringfügige Veränderungen vorgenommen - einfach um ihre Architektur und gute Ideen einfließen zu lassen. Eine normale Prozedur bei diesen Stützpunkten, immer wenn auf einem Mitgliedsplaneten ein Stützpunkt errichtet werden sollte wurde der Komplex und der Rohbau der Gebäude immer von Einheimischen in Zusammenarbeit mit Vertretern der Streitkräfte errichtet. Dann übernahm die Logistik Material würde zu dem jeweiligen Stützpunkt verschifft werden, als erstes normale Dinge wie Regale, Schränke, Tische oder Betten, eben die Einrichtungen für die verschiedenen Räume. Das nächste Stadium war dann das die entsprechenden Einheiten dorthin verlegt würden und im Normalfall die militärische Ausrüstung mitführten. Diese wurden dann im Stützpunkt installiert, während die Truppen ihre Quartiere bezogen. Dann war der Stützpunkt zumindest zum Teil schon mal Einsatzfähig.

    In diesem Stadium befand man sich momentan. Die Armee hatte ihre Truppen bereits größtenteils untergebracht, die Sternenjäger waren aktuell dabei ihre Piloten einzuquartieren und die Flotte hatte ebenfalls ihr Bodenpersonal bereits untergebracht. Sein Stab war auch schon gelandet und hatte seine Quartiere beziehen können, wenn alles funktionierte dann sollte sein Quartier schon längst bezugsbereit und seine persönlichen Habe bereits untergebracht sein. Sobald die Kommandozentrale dann Einsatzbereit war konnte es losgehen. Aktuell wurde die vierte Flotte von seiner Stellvertreterin, Commodore Cilgaal geführt, da er hier unten noch nicht übernehmen konnte.
    Sie war ein 'Opfer' der Beförderungspolitik, im Anschluss an Corellia, geworden, genau wie er. Es gab einfach zu wenig kampferprobte Offiziere und die mit Kampferfahrung mussten zwangsläufig in die höheren Ränge aufrücken, auch wenn sie dazu noch nicht bereit waren. Aus diesem Grund war es schon fast normal, das ein Commodore stellvertretender Kommandant einer ganzen Flotte war und nicht ein Admiral, von denen es nicht genug gab. Vor Corellia wäre ein Commodore noch nicht einmal in die Nähe einer solchen Position gelangt. Sie wäre von Vice oder Rear Admirälen ausgeführt worden.

    Das Shuttle ging nun immer tiefer und setzte schließlich auf einer der drei Landeplattformen des Stützpunktes auf. Der Admiral erhob sich und schritt, die sich noch öffnenden, Rampe hinab. Auf der Landeplattform fegte ein heftiger Wind, es war schlimmer als es von oben gewirkt hatte - was wohl auch daran lag das es unter anderem keine Bäume gab an denen man die Windstärke erkennen konnte. Die Haare und das Fell verschiedener Offiziere wurde wild durch die Gegend geweht und Tog'ruta fröstelte leicht. Die Temperaturen waren, erwartungsgemäß, niedrig. Aber er ließ sich von seinem Unbehagen nichts anmerken und Schritt an seinem angetretenen Stab und ein paar anderen Offizieren vorbei auf seinen Stabschef, einen weiteren Offizier und ein paar Würdenträger des Planeten zu. Hoffentlich würde das nicht zu lange dauern. Desto eher er das hinter sich gebracht hatte, desto eher würde er sich die Basis ansehen können und desto eher würden sie Einsatzbereit sein.

    Bei den Würdenträgern handelte es sich um ein paar einheimische Politiker, die Senatorin befand sich momentan nicht auf dem Planeten, so wie ein paar Vorsitzenden der Minengesellschaften des Planeten. Welche wohl auch die Finger mit in der Regierung hatten und das konnte einfach nicht gut funktionieren. Aber deswegen war er - zum Glück - nicht hier. Man wechselte ein paar Worte die in de Moment vergessen sein würden, wo man sich aus den Augen verlor und verließ die windgepeitschte Plattform. In der fast fertig eingerichtete Eingangshalle wurde das Gespräch noch einige Minuten fortgeführt bis sich die Gruppen endlich trennten.

    Nun konnte er sich endlich ungestört mit seinem Stabschef und dem Major der Armee unterhalten. Es lief anscheinend alles nach Plan, der Major hatte die Oberaufsicht über das gesamte Projekt geführt und war der Meinung am Ende des Tages würde die Basis online gehen können, ende der Woche sollte dann alles einsatzbereit sein. Die Quartiere waren ausnahmslos beziehbar und alle Frachter hatten das gesamte Material abgeliefert. Zur Abwechselung schien bei der Logistik alles funktioniert zu haben.
    Tog'ruta nickte zufrieden und bedeutete dem Major voran zu gehen und ihm einen Überblick über den Stützpunkt zu verschaffen...


    - [Bandomeer-System - Bandomeer - Bandor - Militärstützpunkt der Neuen Republik] - Vice Admiral Tog'ruta, Cpt. Mewa'ven u. Major der Armee
     
  8. Navara

    Navara die eiserne Faust der Republik

    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Brücke | Cpt. I'ngre (NPC) mit Brückencrew ]


    Mit einem Mal wurde die finstere Schwärze des unendlichen Alls durch mehrere grelle Lichtblitze zerrissen. Nur ein paar Nanosekunden später verblasste der Schein dieser Blitze und man konnte die kantigen Umrisse einiger recht unterschiedlicher, republikanischer Kriegsschiffstypen erkennen. Es waren die Mitglieder der unerfahrenen Kampfgruppe „Brisk“, welche man vor einigen Stunden von Mon Calamari nach Bandomeer versetzt hatte. Die sechs Schiffe näherten sich dem grauen Planeten in einer streng geordneten Formation, die im Militärwesen der Neuen Republik üblich war. Bei dem Anflug konnte man keine Hektik erkennen, denn sie waren im noch Zeitplan. Selbst der unerwartete Ausfall einer Korvette hatte zu keiner nennenswerten Verzögerung geführt. Die Spitze der kleinen Flottille stellte das längliche Flaggschiff, ein bothanischer Angriffskreuer mit dem Namen „Excelsior“ dar. Flankiert wurde das schlagkräftige Schiff durch einen hellgrauen Mon Cal-Kreuzer, die „Sunrise Over Coruscant“, und einem schlichten corellianischen Kanonenboot, das den Namen „Wolf's Dream“ trug. Im Schlepptau waren dann noch zwei äußerst flinke corellianische Korvetten, die „Frühlingssonne“ und die „Tiberion“, und eine kleine Angriffsfregatte, die „Arco“.

    Zufrieden beobachtete Cpt. Herian I'ngre, die Bith-Kommandantin des kleinen Flottenverbandes der Neuen Republik, die Situation. Grübelnd blickte sie durch das dicke Panoramafenster ihrer Brücke nach draußen. Sie wollte wirkliche jede Sekunde dieser Ankunft erleben, weil es eine wahrhaftige Primäre für sie war. Erstmalig standen mehrere Schiffe unter ihrem Befehl. Nun musste sie sich vor den wachsamen Augen des republikanischen Oberkommandos beweisen. Natürlich glaubte sie nicht daran, dass man ihr zu viel Verantwortung auf die zarten Schultern geladen hatte, denn sie hatte sehr lange für diesen Augenblick arbeiten müssen. Nein, sie würde sich beweisen und das vorschüssige Vertrauen bestätigen. Unmerklich atmete sie tief durch, bevor ihr erster Offizier sich näherte. Sofort wandte sich die gelbhäutige Bith mit den großen Augen ihrer „rechten Hand“ - auf dem Schiff – zu.

    „Alle Schiffe sind ohne Komplikationen im System angekommen, Ma'am“, berichtete der Offizier mit gezügelter Stimme, da man auf dem ersten Blick die Kampfeslust in seinen Augen aufblitzen sehen konnte. „Was sind Ihre weiteren Instruktionen?“

    „Schicken Sie eine Nachricht an alle Schiffskommandanten unserer Flottille“, befahl Cpt. I'ngre sofort, ohne eine Emotion zu offenbaren. „Ich möchte eine Konferenz auf diesem Schiff einberufen und da sollen sie alle anwesend sein. Uns wird gleich eine Position im System zugewiesen, danach gebe ich den Offizieren eine Stunde bis sich hier auf dem Schiff eingefunden haben.“

    „Wie Sie wünschen, Captain“, entgegnete der Offizier und wollte mit einem Salut zurücktreten.

    „Ach ja, einer der Crewmen soll die wartenden Gäste im Hangar empfangen und zu Konferenzsaal Eins bringen“, fügte sie ihrem Befehl hinzu. „Außerdem soll man schnell die Räumlichkeiten auf den Anlass vorbereiten. Wir wollen doch einen guten Eindruck machen...“

    „Zu Befehl, Ma'am“, sagte der Offizier etwas freundlich und mit einem Lächeln.

    Danach ging er los um die nötigen Befehle bei den jeweiligen Stationen in die richtigen Bahnen zu lenken. Gleichzeitig drehte sich die Bith wieder dem großen Panoramafenster zu. In einem äußerst gemütlichen Tempo flogen sie weiter auf den bewohnten Planeten Bandomeer, der noch in einiger Entfernung lag, zu. Trotzdem konnte man selbst aus dieser Distanz die vorhanden Schiffe erkennen, welche zum Schutz des Systems im Orbit ihre Runden drehten. Mit einer schlichten Handbewegung gab die Bith das Signal zur Kontaktaufnahme mit der örtlichen Regierung und dem ranghöchsten Offizier im System. Sie war sich sicher, dass mittlerweile ein paar Befehle für die kleine Flottille vorlagen und sie wollte die verbliebene Zeit nicht mit Warten verbringen. Aus diesem Grund suchte sie den Kontakt zum Planeten. Selbstverständlich ließ sich der Kommandant eine Funkverbindung in ihr Büro durch stellen, denn auf einige Annehmlichkeiten, welche das Büro ihr bieten konnte, nicht verzichten. Nach einem kurzen Wortwechsel mit ihrem ersten Offizier überließ sie ihm das Kommando für ein paar Stunden.


    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | auf dem Weg zu ihrem Büro | Cpt. I'ngre (NPC) allein ]
     
  9. Navara

    Navara die eiserne Faust der Republik

    [ Bandomeer | System | “Brisk” | MC40a “Sunrise Over Coruscant” | auf dem Weg zum Hangar | mit Reija ]

    Es herrschte großes Schweigen auf allen Decks der „Sunrise Over Coruscant“, nachdem die „Brisk“ – eine Kampfgruppe der Neuen Republik – endlich das ferne Bandomeer-System erreicht hatte. Der Flug im Hyperraum war ziemlich lang gewesen, hatte aber dem Elan der ganzen Mannschaft keinen Abbruch getan, denn jedes Mitglied ging seiner jeweiligen Tätigkeit auf dem Mon Cal-Kreuzer nach. Zu diesem Zeitpunkt gingen der Kommandant Navara Ven, ein hochgewachsener Twi'lek, und dessen erster Offizier, ein recht kräftige Mensch namens Reija Muber, durch die äußerst schmalen Korridore des republikanischen Schiffs. Die zwei Offiziere waren auf dem weiten Weg zum Hangar, denn sie hatten eine Besprechung auf der „Excelsior“, dem Flaggschiff der kleinen Flottille.

    Navara hing dabei seinen eigenen Gedanken nach. Viel konnten sie in so einem dünn besiedelten Sektor der Neuen Republik nicht machen – außer Patrouillenflüge und Geleitschutz für Konvois. Er war kein Freund solcher Missionen, aber beugte sich stets den Entscheidungen des republikanischen Oberkommandos. Als Kommandant eines Mon Cal-Kreuzers im Dienste der Demokratie und deren Schutz vor dem schrecklichen Imperium bestand sogar ein Zwang für diese merkwürdige Haltung zu den Befehlen ranghöherer Offiziere, denn auch er wollte mit den Jahren die steile Karriereleiter weiter nach oben klettern. Nachdenklich blickte der grünhäutige Twi'lek zu seiner „rechten Hand“, während sie schweigend einen Turbolift betraten. 'Für ihn dürfte es möglicher Weise eine Primäre nach dem schlimmen Unfall, sowie dem Koma und Gedächtnisverlust sein', dachte sich der Offizier und betätigte den richtigen Knopf. In einem rasanten Tempo, aber ziemlich lautlos bewegte sich die kleine Kabine durch den dunklen Schacht nach unten.

    „Sind Sie aufgeregt?“, fragte Navara plötzlich, wobei er sich mit dem kantigen Gesicht zu Reija wandte, und musterte den Menschen ganz genau. „Immerhin wird es wohl das erste Mal nach ihrem erneuten Dienstantritt sein, oder?“

    „Nein, Sir“, entgegnete Reija trocken und erwiderte den Blick mühelos.

    „Sehr gut...“, murmelte der Twi'lek und legte sich einen seiner zwei Gehirnfortsätze – gleich einem Schal – um den Hals. „... dann müssen wir nicht bei Null anfangen.“

    Zischend öffnete sich die Tür, nachdem die kleine Kabine ganz sanft zum Stillstand gekommen war und über die Lautsprecher ein Ton die Ankunft zusätzlich ankündigte. Freundlich zwinkerte Navara seinem ersten Offizier zu. Danach machten sich die beiden flink auf zur letzten, kurzen Etappe in Richtung Hangar. Ein paar schlichte Mechaniker kamen ihnen in den schmalen Gängen entgegen und man begrüßte sich selbstverständlich mit einem zackigen Salut. Im Hangar selbst war nicht viel los. Zwei Piloten warteten geduldig auf den Twi'lek und seine Begleitung. Schnell wurden alle wichtigen Instruktionen ausgetauscht, bevor man in das Shuttle stieg und der kurze Flug zur nahen „Excelsior“ beginnen konnte. Auch in diesem Moment hüllten man sich lieber in Schweigen als ein weiteres Gespräch zu führen.

    Der Flug zu dem kolossalen bothanischen Angriffskreuer, welcher unter dem Kommando von Cpt. I'ngre stand, war wirklich nur sehr kurz. Parallel zu einer weiteren Fähre landete Navaras Shuttle in dem weitläufigen Hangar des Flaggschiffes. Mit ein paar freundlichen Worten gegenüber den zwei Piloten bedankte sich der Kommandant der „Sunrise Over Coruscant“ und verließ dann, zusammen mit Reija, die Fähre. Sie wollten nicht viel Zeit verlieren. Er wollte pünktlich zur Besprechung mit den Befehlshabern der anderen Schiffe in dem jeweiligen Raum sein. Außerdem wollte er auch ein paar Pluspunkte bei seiner neuen Vorgesetzten sammeln. Auf dem Hangardeck fiel ihm ein weiterer Offizier (Cmdr. Jane-Clarice Manda) auf. Es war eine menschliche Frau, die lässig aus der zweiten Fähre stieg. Sie war ein ganzes Stück kleiner als Navara oder Reija, hatte dazu ein sanftes brünettes, leicht in einen Blondton gehendes Haar und war des weiteren schlank fast schon atlethisch, sowie – für menschliche Maßstäbe – auch attraktiv. Ein freundliches Lächeln umspielte ihre Lippen, aber selbst in dieser Situation blieb der Twi'lek bei seiner steinernen Miene.

    „Ich grüße Sie, Miss“, sagte er zu der Frau als sie sich über den Weg liefen. „Ich bin Cmdr. Navara Ven – Kommandant der „Sunrise Over Coruscant“ - und das ist mein erster Offizier, Lt. Cmdr. Reija Muber. Darf ich fragen wer Sie sind?“


    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Hangar | mit Reija und einer Kommandantin (Jane) ]
     
  10. Manda

    Manda Dienstbote

    [ Orbit von Bandomeer - Bandomeer System - Kampfgruppe “Brisk” - BAK “Excelsior” - Hangar - mit 2 Offizieren (Navara und Reija Muber) und Ensign Dex Klein]

    Aufgeregt sah sich Jane in dem Hangar des Bothanischen Angriffskreuzers um, auf dem sie soeben, von der "Tiberion kommend eingetroffen war, um einer Versammlung aller Kommandeure der Kampfgruppe "Brisk" beizuwohnen. Sie fühlte sich so klein und unbedeutend und verglichen mit dem Kommandanten dieses Schiffes war sie es auch. Auch wenn sie schon oft solche Schiffe begleitet hatte, überraschte sie deren Größe doch immer wieder. Überall sah sie Rangabzeichen und Orden glänzen und fühlte sich, als noch neu "im Geschäft" ziemlich mies. Trotzdem setzte sie ihr übliches Lächeln auf und sah kurz zu Dex. Dann fragte sie, um ihre eigene Nervösität zu überspielen: "Na, was meinen Sie? Würden Sie auf so einem Teil auch Ihren Dienst verrichten?"
    Dex, der von dieser Frage sichtlich verwirrt war, antwortet nur knapp: "Ja... sicher Ma'am" Jane musste einfach lachen als sie den Gesichtsausdruck ihres LSO sah und beruhigte sich erst als sie ein Twi'lek ansprach an dem sie eben vorbei gegangen war.
    „Ich grüße Sie, Miss, ich bin Cmdr. Navara Ven – Kommandant der „Sunrise Over Coruscant“ - und das ist mein erster Offizier, Lt. Cmdr. Reija Muber. Darf ich fragen wer Sie sind?“
    Nun war es Jane die ziemlich überrascht war und erstmal schlucken musste, wobei ihr das Funkeln in Dex Augen nicht entging. Aber schnell hatte sie sich von ihrer Überraschung wieder erholt und nickte dem Twi'lek lächelnd zu: "Erfreut Sie kennen zu lernen. Ich bin Cmdr. Jane-Clarice manda, der Crv "Tiberion" und das ist mein Leitender Sicherheitsoffizier Dex Klein"

    [ Orbit von Bandomeer - Bandomeer System - Kampfgruppe “Brisk” - BAK “Excelsior” - Hangar - mit 2 Offizieren (Navara und Reija Muber) und Ensign Dex Klein]
     
  11. Navara

    Navara die eiserne Faust der Republik

    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Hangar | mit Reija und einer Kommandantin (Jane) und deren Anhängsel ]


    „Erfreut Sie kennen zu lernen“, sagte die hübsche Menschenfrau etwas zögerlich, aber trotzdem nicht unfreundlich. „Ich bin Cmdr. Jane-Clarice Manda, der corellianischen Korvette „Tiberion“ und das ist mein leitender Sicherheitsoffizier Dex Klein.“

    Verstehend nickte der Twi'lek, während sein aufmerksamer Blick ganz automatisch zu der kräftigen Begleitung der Offizierin glitt. Man sah dem Sicherheitsoffizier an, dass dieser so einem Posten auf einem republikanischen Schiff begleitete, denn für Navara hatte es den Eindruck, dass dieser Kerl auch auf dem Flaggschiff seine Wachsamkeit nicht ablegen konnte. 'Scheint wohl für diesen Beruf üblich zu sein...', dachte der Kommandant der „Sunrise Over Coruscant“ und wandte sich wieder seiner Kollegin zu. Sie hatten nicht viel Zeit für ein privates Gespräch. Wahrscheinlich wartete Cpt. I'ngre, die Befehlshaberin dieser Kampfgruppe, schon auf die pünktliche Anwesenheit der beiden Flottenoffiziere.

    „Ich möchte nicht unhöflich erscheinen, aber wahrscheinlich wartet man schon auf uns“, bemerkte Navara und verschränkte seine Arme hinter seinem breiten Rücken. „Wir sollten unsere Zeit also nicht hier vertreiben.“

    Genau in diesem Moment erschien ein Mannschaftsoffizier – ein Ensign – der „Excelsior“ in der Tür zum Hangar. Mit freundlichen Worten und einem formellen Militärsalut begrüßte er die beiden Offiziere, sowie deren Begleitung. Danach führte er die kleine Besuchergruppe durch die schmalen und recht langen Korridore des bothanischen Angriffskreuzers. Bei diesem Rundgang hatte Navara genügend Zeit um sich einen ordentlichen Eindruck von diesem kapitalen Schiff zu machen. Würde er in Zukunft auch so ein Kriegsschiff befehligen? Er spielte gern mit dem Gedanken, während der Mannschaftsoffizier hier und da ein paar unwichtige Details zur „Excelsior“ verriet. Natürlich störte sich der grünhäutige Twi'lek nicht an diesem seichten Gespräch.

    In dem schlichten Konferenzsaal hatten sich alle anderen Schiffskommandanten, sowie die gelbe Bith-Befehlshaberin der Flottille eingefunden. Reija und Navara salutierten fast zeitgleich, was mit einem freundlichen Lächeln durch Cpt. Herian I'ngre bedacht wurde, und suchten sich dann ganz flink einen freien Stuhl an dem langen Tisch. Auch Cmdr. Manda und ihre Begleitung nahmen am anderen Ende Platz. Nun waren die Augen aller Anwesenden auf die Befehlshaberin gerichtet, die ihre letzten Unterlagen gelassen ordnete. Herian I'ngre ließ sich in solchen Momenten nicht aus der Ruhe bringen – ein Charakterzug, den Navara als sympathisch einstufte. Aufmerksam lehnte er sich auf seinem Stuhl zurück, wobei ein leises Knarren zu hören war. Danach griff sich der Twi'lek sein Datapad und öffnete die nötigen Programme für die Besprechung.

    „Meine Damen und Herren, wir haben viel Arbeit für uns“, begann Cpt. I'ngre in ruhigem Ton ihre kleine Ansprache, wobei die großen schwarzen Augen scheinbar alle Anwesenden erfassten. „Ihnen allen dürfte bekannt sein, dass die Neue Republik seit ein paar Tagen auf dem Planeten Bandomeer einen militärischen Stützpunkt unterhält. Vor einer Stunde hatte ich ein Gespräch mit Vice Admiral Tog'ruta, dem ranghöchsten Offizier im System, und dieser übermittelte mir folgende Befehle.“

    Schnell drückte die schlanke Bith mit ihren dürren Fingern ein paar Knöpfe, die vor ihr in den Tisch eingebaut waren. Plötzlich erschien eine bläuliche Projektion des ganzen Systems, die für alle gut sichtbar war. In der Mitte war der eigene Stützpunkt – symbolisiert durch das bekannte Wappen der Neuen Republik – eingezeichnet. Nach und nach tauchten mehrere rote Punkte ganz sporadisch im Sektor auf. Kleine Informationskästchen hingen an den roten Flächen, aber trotzdem waren sie für das bloße Auge nur schwer zu erkennen. Navara verzog unwillkürlich das Gesicht und richtete sich leise wieder auf. Erneut konnte er für den Bruchteil einer Hundertstel ein Lächeln bei seiner neuen Vorgesetzten sehen. Seine Miene wurde ernster und glich wieder einer Skulptur, welche aus Bronze gegossen war. Schnell wanderte sein Blick von einer Ecke der Projektion zur anderen. Was wollte sie mit diesem Hologramm bezwecken? Diese Frage nagte an Navara.

    „Vor der militärischen Präsenz, welche die Neue Republik all ihren Mitgliedern zur Sicherheit der jeweiligen Bevölkerung garantiert, waren in diesem Sektor zahlreiche Piratenbanden, sowie andere kriminelle Vereinigungen unterwegs – sehr zum Unmut hiesiger Händler und selbstverständlich auch der jeweiligen Regierungen“, erklärte die Bith nach der kleinen Pause weiter. „Zwar ging die Zahl der Überfälle durch die Errichtung des Stützpunktes etwas zurück, aber von Sicherheit, die unsere Flotte garantieren soll, kann noch immer keine Rede sein. Die Projektion zeigt bei den roten Stellen Übergriffe, die in den letzten Wochen durch Kriminelle vorgenommen wurden. Dabei greift man sehr oft auf Notsignale zurück um kleinere Konvois in eine Falle zu locken. Man schätzt sogar, dass manche Banden mittlerweile über eine sehr gute Ausrüstung verfügen. Aus diesem Grund wurden wir für Patrouillenflüge eingeteilt.“

    Brummen machte sich im Hintergrund mit einem Mal breit. Selbstverständlich hatten die meisten anwesenden Kommandanten mit dieser Rolle gerechnet, aber Hoffnungen hegten auch sie – trotz zum Teil längerer Dienstzeit. Gutmütig ließ Cpt. Herian I'ngre den schweren Unmut, der sich im ganzen Raum etabliert hatte, verziehen. Danach setzte sie zu einem weiteren Wort an.

    „In einer Stunde brechen wir auf“, informierte sie ihre Untergebenen. „Mein Schiff wird Ihnen die nötigen Koordinaten bei jedem Sprung übermitteln. Gibt es noch Fragen?“

    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Konferenzsaal | mit Reija, Jane, Cpt. I'ngre (NPC) und anderen Kommandanten ]
     
  12. Manda

    Manda Dienstbote

    [ Orbit von Bandomeer - Bandomeer System - Kampfgruppe “Brisk” - BAK “Excelsior” - Hangar - mit den anderen Commandern, Ensign Dex Klein und Cmdr. Navara]


    Nachdem Jane dem Ensign der Excelsior gefolgt war und Platz genommen hatte, wanderte ihr Blick zu Cpt. I'ngre. Leicht zurückgelehnt, betrachtete sie kurz die Bith. Diese Bith sollten helle Köpfe sein. Eine Spur von Bewunderung schlich sich in Janes Gedanken, als die Frau, trotz der Blicke der versammelten Cmdr. ruhig ihre Sachen zuende ordnete. Sie wäre wohl sehr viel nervöser gewesen. Wahrscheinlich hätte sie kein Wort mehr hervorgekriegt und die ganzen Blätter fallen lassen. Leicht musste Jane bei der Vorstellung lächeln. Manchmal war sie etwas zu fahrig, aber was solls? Sie war auch nur ein Mensch und versuchte nicht perfekt zu sein. Sie war kein typischer Main-Stream offizier. Geradlinig, immer aufs Ziel fixiert, immer konzentriert. Nein, das war nichts für sie. Es gab viele Offiziere die ihr gutes Verhältnis zur Crew nicht verstanden. Es nicht verstehen wollten. Man bräuchte eine gewisse Distanz zur Truppe um Entscheidungen fällen zu können. Aber es wäre ein einsames Leben. Und Jane war nicht gerne einsam. Ob die Bith, oder der Twi'lek einsam waren?

    Als die Bith fertig war und zu sprechen begann, konzentrierte sich Jane wieder auf sie und lauschte ihren Worten.
    Meine Damen und Herren, wir haben viel Arbeit für uns. hnen allen dürfte bekannt sein, dass die Neue Republik seit ein paar Tagen auf dem Planeten Bandomeer einen militärischen Stützpunkt unterhält. Vor einer Stunde hatte ich ein Gespräch mit Vice Admiral Tog'ruta, dem ranghöchsten Offizier im System, und dieser übermittelte mir folgende Befehle.“
    Mit einer Bewegung aktivierte I`ngre dann eine Reihe von Hologrammen, welche Jane nur Ansatzweise deuten konnte. Sie würde wohl auf weitere Informationen warten müssen. Ruhig blickte sie sich um und war erleichtert das die anderen Cmdr. offenbar genauso viel Dunst von der Sache hatten wie sie. Offenbar schien das auch die Bith zu bemerken, zumindest deutete Jane das kurze Lächeln auf ihrem Gesicht so. Tatsächlich folgten fast sofort weitere Informationen:
    "Vor der militärischen Präsenz, welche die Neue Republik all ihren Mitgliedern zur Sicherheit der jeweiligen Bevölkerung garantiert, waren in diesem Sektor zahlreiche Piratenbanden, sowie andere kriminelle Vereinigungen unterwegs – sehr zum Unmut hiesiger Händler und selbstverständlich auch der jeweiligen Regierungen. Zwar ging die Zahl der Überfälle durch die Errichtung des Stützpunktes etwas zurück, aber von Sicherheit, die unsere Flotte garantieren soll, kann noch immer keine Rede sein. Die Projektion zeigt bei den roten Stellen Übergriffe, die in den letzten Wochen durch Kriminelle vorgenommen wurden. Dabei greift man sehr oft auf Notsignale zurück um kleinere Konvois in eine Falle zu locken. Man schätzt sogar, dass manche Banden mittlerweile über eine sehr gute Ausrüstung verfügen. Aus diesem Grund wurden wir für Patrouillenflüge eingeteilt"

    Jane konnte es nicht fassen. Patroullienflüge gegen Piraten? Mit so einer Flotte? Ein Mon Cal hätte doch sicher auch dafür gereicht. Das war Resourcenverschwendung...

    "In einer Stunde brechen wir auf. Mein Schiff wird Ihnen die nötigen Koordinaten bei jedem Sprung übermitteln. Gibt es noch Fragen?"

    Sofort stand Jane auf: "Ja Ma'am. Mit was für Feindkräften müssen wir genau rechnen? Welche Schiffstypen? Ungefähre Stärke?"

    [ Orbit von Bandomeer - Bandomeer System - Kampfgruppe “Brisk” - BAK “Excelsior” - Hangar - mit den anderen Commandern, Ensign Dex Klein und Cmdr. Navara]
     
  13. Navara

    Navara die eiserne Faust der Republik

    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Konferenzsaal | mit Reija, Jane, Cpt. I'ngre (NPC) und anderen Kommandanten ]


    Inzwischen war die geplante Besprechung an dem letzten Punkt angelangt, wo die Chance gegeben ist, dass die anwesenden Kommandant ihre offenen Fragen loswerden konnten. Aufmerksam blickte Cpt. I'ngre in die überschaubare Runde. Der eine oder andere Offizier – darunter auch Cmdr. Ven – machten sich schweigend noch ein paar Notizen. Keiner von diesen eifrigen Männern und Frauen war mit den neuen Befehlen ernsthaft zufrieden, aber auch dieser Aufgabenbereich musste von der Flotte erfüllt werden – und das war ihnen allen klar. Ihre schwarzen Augen fixierten einen nach dem anderen. Dabei hatte sie ein freundliches Lächeln aufgesetzt. Würde sich jemand melden?

    „Ja, Ma'am“, meldete sich die junge Kommandantin der „Tiberion“ bedenkenlos zu Wort. „Mit was für Feindkräften müssen wir genau rechnen? Welche Schiffstypen? Ungefähre Stärke?“


    „Eine gute Frage, Cmdr. Manda, entgegnete die Bith seelenruhig. „Die hiesige Regierung geht von mehreren Banden aus mit unterschiedlichen Schiffstypen und Jägerunterstützung.“

    Flink wanderten ihre Finger über die Konsole, denn auch für diese Frage hatte sie sich vorsorglich ein paar Daten beschafft. Die ausführliche Sektoransicht wich einer Auswahl an unterschiedlichen Modellen, die für viele Piraten im Outer-Rim üblich waren. Sie überflog parallel zu dieser kleinen Änderung die wenigen Berichte, die man ihr geschickt hatte. Danach wählte sie ihre äußerst grobe Zusammenstellung aus. Natürlich war sie mit dieser Wahl nicht zu einhundert Prozent sicher, aber konnte man das bei diesen Kriminellen überhaupt sein? Das Hologramm zeigte nun mehrere Typen, mit den passenden Daten, an.

    „Ganz genaue Berichte über Stärke und Zusammensetzung der einzelnen Banden in diesem Sektor gibt es leider nicht – das im Vorfeld zur Information, Cmdr“, begann Herian I'ngre mit ihrer ruhigen Stimme zu erzählen. „Jedoch kann man von folgenden Sachen ausgehen: kapitale Schiffe – sprich Kreuzer – und echte Jagdmaschinen gibt es auf alle Fälle nicht. Viele der Kriminellen operieren mit kleinen Schiffen, weil sie so schneller die Flucht antreten können. Wir können also mit typischen „Uglies“ rechnen. Sie können mit diesem Begriff etwas anfangen? Dazu gehören in das spärliche Sortiment noch wendige Frachter, meist aus den Werften von Corellia, und kleinere Fregatten von unabhängigen Werften – wie Mandalore. Für organisierte Banden bietet der Schwarzmarkt derzeit noch ausreichend Möglichkeiten, leider.“

    Erneut änderte sich die holografische Ansicht. Einzelne, kleinere Schiffs- und Jägermodelle wurden in den Vordergrund geschoben, während man parallel die restlichen Typen einfach ausblendete. Es waren nur noch die bekannte Modelle, die alle Anwesenden bewundern konnte. Auch die typischen „Uglies“, Kreuzungen aus imperialen und republikanischen Sternjägern, waren dabei. Navara hatte schon die eine oder andere erfolgreiche Begegnung mit Piraten hinter sich, weshalb dieser Anblick nicht neu für ihn war. Aufmerksam musterte der Twi'lek auch die ausgewählten Schiffstypen. Ihm fiel besonders die schlanke Korvette der Marauder-Klasse auf. Wahrscheinlich der Gegner mit dem höchsten Risiko. 'Trotzdem noch unter der ganzen Feuerkraft eines Mon Cal-Kreuzers oder eines bothanischen Angriffskreuzers', überlegte Navara und notierte sich hier und da etwas. Danach ging seine Aufmerksamkeit zu den anderen Schiffen.

    „Sollten wir auf zwei oder drei YT-Frachter mit ein paar „Uglies“ in Begleitung treffen, dann können wir schon von einem „starken“ Gegner sprechen“, beendete Cpt. I'ngre ihre Ausführung und wandte sich mit ihrem Blick wieder Jane-Clarice Manda zu. „Sie werden also alle Hände voll zu tun haben, Cmdr. … Weitere Fragen?“

    Navara war froh über den Umstand, dass keine weitere Fragen bestanden, denn nun konnten er und sein erster Offizier, Lt. Cmdr. Reija Muber, zur „Sunrise Over Coruscant“ zurückkehren. Cpt. I'ngre wollte die gesamte republikanische Flottille in einer knappen Standardstunde aufbrechen lassen, da man auf diese Weise die Zeit sinnvoll nutzen konnten. Eilig schritten die zwei Flottenoffiziere durch die langen Gänge der „Excelsior“. Ihr Ziel war der riesige Hangar, denn dort wartete ihre Fähre, die sie zurück zum Mon Cal-Kreuzer bringen würde. 'Ich weiß noch nicht, wie wir die Mannschaft über diese einfallslose Mission informieren sollen', grübelte der grünhäutige Twi'lek. 'Nach dem Gefecht bei Rishi wird man sie kaum für so eine Aufgabe begeistert können.' Er brummte beiläufig.

    Im Hangar begegneten sie erneut Jane Manda und ihrer aufmerksamen Begleitung. Navara ließ sich zu einem leichten Lächeln in ihre Richtung hinreißen. Flüsternd trug er Reija auf, dass dieser schon einmal mit den Piloten sprechen sollte. Der Twi'lek suchte in der Zwischenzeit das Gespräch mit der jungen Frau. Vielleicht würden sie bereits bei der nächsten militärischen Auseinandersetzung mit feindlichen Kräften Seite an Seite kämpfen. Ihr momentaner Gesichtsausdruck zeigte ihm, dass ihr die neue Aufgabe ebenfalls nicht gefiel. Er konnte sie verstehen. Höflich räusperte er sich, bevor er eine Unterhaltung anfing. Nun hatte er ihre Aufmerksamkeit.

    „Glauben Sie, dass ihre Korvette diesen zusammengeflickten Sternjägern gewachsen sein wird?“, scherzte Navara und blickte zu ihrer Begleitung. „Theoretisch könnte man so eine Jagd auch ohne Probleme im Alleingang klären.“


    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Hangar | mit Reija und einer Kommandantin (Jane) und deren Anhängsel ]
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Dezember 2009
  14. Manda

    Manda Dienstbote

    [ Orbit von Bandomeer - Bandomeer System - Kampfgruppe “Brisk” - BAK “Excelsior” - Hangar - mit den anderen Commandern, Ensign Dex Klein und Cmdr. Navara]


    Nach dem Jane den Aussagen der Kommandantin gelauscht hatte und keine weiteren Fragen bestanden, kehrte sie mit dem Rest der Kommandanten in den Hangar zurück um von dort zurück zur "Tiberion" zu fliegen. Mit etwas verbissenem Gesicht, mühsam darum bemüht zumindest EINMAL nicht sofort ihre Meinung laut kund zu tun, betrat sie den großen Hangar der "Excelsior". Kurz verschaffte sie sich einen Überblick und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht, bevor sie in Richtung ihres Shuttles ging.

    Wie aus dem Nichts stand dann wieder dieser Twi'lek neben ihr, Navara oder so ähnlich, und sprach sie an:
    "Glauben Sie, dass ihre Korvette diesen zusammengeflickten Sternjägern gewachsen sein wird? Theoretisch könnte man so eine Jagd auch ohne Probleme im Alleingang klären."
    Kurz schenkte Jane ihm ein Lächeln: "Nun Cmdr., ich glaube das diese ganze Aktion eine gewaltige Treibstoffverschwendung ist. Ein zwei Jagdstaffeln hätten meiner Meinung nach völlig genügt um solche Banditen auszuschalten. Höchstens noch ein Kanonenboot. Aber nunja... irgendwer der klüger ist als ich, wird sich schon was dabei gedacht haben Schlachtschiffe gegen Bastardjäger und modifizierte Frachter einzusetzen."

    [ Orbit von Bandomeer - Bandomeer System - Kampfgruppe “Brisk” - BAK “Excelsior” - Hangar - mit den anderen Commandern, Ensign Dex Klein und Cmdr. Navara]
     
  15. Navara

    Navara die eiserne Faust der Republik

    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Hangar | mit Reija und einer Kommandantin (Jane) und deren Anhängsel ]

    Alle Kommandanten – außer Navara Ven und seine Kollegin, Cmdr. Manda – waren umgehend zu ihren Fähren gegangen, die nun in dem weitläufigen Hangar des bothanischen Angriffskreuzer der „Excelsior“ unverzüglich starteten. Anscheinend wollten sie alle diese leidige Mission schnell hinter sich bringen und so war eine flinke Rückkehr zu den eigenen Schiffen der republikanischen Flottille nur verständlich. Natürlich gehörte auch Navara zu den Flottenoffizieren, welche nur ungern gegen Piraten ins Feld zogen. Trotzdem ließ er sich dieses Mal etwas Zeit. Ihm ging es um eine genaue Einschätzung seiner neuen Kollegin, denn eine corellianische Korvette konnte in einem Gefecht für mehr Sicherheit sorgen. Das Schiff konnte sich problemlos um die feindlichen Sternjäger kümmern, die seinem Kreuzer, der „Sunrise Over Coruscant“, zu nah kamen. Aufmerksam musterte der grüne Twi'lek seine Gesprächspartnerin. Sie wirkte noch immer unglücklich über die Besprechung.

    „Nun Commander, ich glaube, dass diese ganze Aktion eine gewaltige Treibstoffverschwendung ist“, empörte sich die Kommandantin der „Tiberion“, trotz eines Lächelns. „Ein, zwei Jägerstaffeln hätten meiner Meinung nach völlig genügt, um solche Banditen auszuschalten. Höchstens noch ein Kanonenboot. Aber nun ja, irgendwer, der klüger ist als ich, wird sich schon was dabei gedacht haben Schlachtschiffe gegen Bastardjäger und modifizierte Frachter einzusetzen.“

    „Es kann gut möglich sein, dass wir den ganzen Sektor in kleineren Gruppen absuchen“, entgegnete der hochgewachsene Twi'lek gelassener. „Wir sollten also die Hoffnung nicht aufgeben...“

    Navara ließ seinen Blick nach diesen Worten schweifen. Plötzlich erblickte er seinen ersten Offizier, Lt. Cmdr. Reija Muber, der sich gemächlich der Gruppe näherte. Der kräftige Mensch – der fast so groß war wie der muskulöse Twi'lek selbst – wirke wirkte wie immer seelenruhig und gefasst. Aus diesem Grund konnte der Kommandant der „Sunrise Over Coruscant“ erkennen, dass es bis jetzt zu keinen Komplikationen gekommen war. Nur musste man das Gespräch an dieser Stelle beenden, da der Zeitpunkt zur Rückkehr auf den grauen Mon Cal-Kreuzer gekommen war. Wirklich traurig war Navara über diesen Umstand selbstverständlich nicht. Insgeheim wollte sich der Flottenoffizier endlich in einem weiteren Gefecht beweisen.

    „Wie Sie sehen, muss ich mich nun doch verabschieden...“, sagte Navara und blickte zu Reija. „Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Jagd.“

    Mit einem angedeuteten Salut verabschiedete sich der Twi'lek und ging dann zusammen mit seinem ersten Offizier zu der wartenden Fähre, die nur wenige Meter entfernt stand. Schweigend gingen die beiden Männer in den Passagierraum. Danach wurde die Luke geschlossen und man konnte hören, wie die Repulsoren lautstark ihre Tätigkeit aufnahmen. Grübelnd lehnte sich der Kommandant der „Sunrise Over Coruscant“ zurück. Hatte er eine neue Verbündete für sich gewonnen? Konnte er sich auf ihre Mannschaft im Ernstfall verlassen? Nachdenklich rieb sich der Twi'lek das markante Kinn, denn bei dieser Unterhaltung hatte er höchstens Anhaltspunkte über ihren Führungsstil erhalten. Er musste sich also auf sein Glück verlassen. In der Ferne konnte er schon seinen wartenden Kreuzer sehen.


    [ Bandomeer | System | auf dem Weg zur „Sunrise Over Coruscant“ | Fähre | Passagierraum | mit Reija ]


    [ Bandomeer | System | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Brücke | Cpt. I'ngre (NPC) mit Brückencrew ]


    Nach der Besprechung, welche Cpt. I'ngre recht positiv empfunden hatte, war die gelbe Bith auf die Brücke zurückgekehrt, damit sie in aller Ruhe die letzten Vorbereitungen für den baldigen Sprung in den Hyperraum beobachten konnte. Sie hatte die komplette Brücke ohne irgendwelche Probleme im Blickfeld mit ihren großen, schwarzen Augen. Alle anwesenden Mannschaftsmitglieder waren eifrig dabei die zahlreichen Befehle zu erfüllen, die im Vorfeld vom ersten Offizier gegeben wurden. Cpt. Herian I'ngre war mit der positiven Entwicklung zufrieden und sie freute sich sogar auf ihr erstes, eigenes Kommando. Langsam ging sie auf ihren Kommandosessel zu. Sie wollte sich etwas setzen.

    „Ma'am, wir haben soeben eine dringende Nachricht mit Verschlüsselung von der Führung der Sonderstreitkräfte auf Dac erhalten“, berichtete der Kommunikationsoffizier, ein lachsfarbener Mon Cal.


    „Leiten Sie die Nachricht augenblicklich auf mein Datapad um“, befahl die Bith mit äußerst ruhiger Stimme. „Ich sehe sie mir gleich hier an.“

    Die Verschlüsselung verriet ihr sofort, dass es sich bei dieser dringenden Nachricht um einen sehr brisanten Inhalt handeln musste. Nach der langen Eingabe eines streng geheimen Kennworts öffnete sich die elektronische Mitteilung auf ihrem Display. Mehrere Zeilen wurden mit einem Mal auf dem Bildschirm sichtbar. Cpt. I'ngre ließ sich keine Zeit mit dem Lesen. Flink überflog sie jeden Satz, da der Sprung in den Hyperraum mit jeder Sekunde näher rückte. Zu diesem Zeitpunkt richteten sich schon die einzelnen Schiffe der republikanischen Flottille auf den Vektor aus. Ein „Oh“ konnte sie sich am Ende nicht verkneifen. Grazil erhob sich die Bith und ließ erneut ihren Blick über die ganze Brücke schweifen.

    „Brechen Sie sofort die Berechnung zum Sprung ab“, wies Herian ihre Untergebenen an. „Auch die anderen Schiffe im Verband sollen einen Moment inne halten, denn ich muss schnell eine Nachricht verfassen. Wir haben soeben neue Befehle erhalten.“

    Schnell tippte sie auf ihrem Datapad eine Nachricht für die Kommandanten der anderen Schiffe. Sie wollte keine Zeit verlieren, weshalb sie sich nur sehr kurz fasste. Danach betätigte sie den richtigen Kopf. Problemlos wurde die kurze Mitteilung an die anderen Schiffe versandt. Nun musste die Bith nur noch dem wartenden Steuermann und dem Kommunikationsoffizier die geänderten Koordinaten geben, damit sich die Flottille in die richtige Position bringen konnte. Cpt. Herian I'ngre musste nur ein paar Minuten warten und dann sprangen alle Schiffe in einer typischen Militärformation in den Hyperraum. Ihr nächstes Ziel war Bothawui.

    [ Hyperraum | nach Bothawui (Sammelpunkt) | “Brisk” | BAK “Excelsior” | Brücke | Cpt. I'ngre (NPC) mit Brückencrew ]


    Nachricht an die Kampfgruppe „Brisk“ über einen flotteninternen Kanal

    Von: Cpt. I'ngre
    An: alle beteiligten Kommandanten

    Betreff: Änderung der Befehle

    Meine Damen und Herren,

    ich erhielt vor wenigen Sekunde eine Mitteilung mit neuen Befehlen. Die Piratenjagd wird auf eine andere Flottille im System übertragen, weil das Oberkommando unsere Schiffe für einen wichtigen Einsatz an der Front benötigt.

    Die gesamte Kampfgruppe wird zu einer noch nicht bekannten Operation in die Nähe von Bothawui versetzt. Wir stehen nun unter dem Kommando von Vice Admiral Tet'Ness und werden an einem Sammelpunkt erwartet. Sie erhalten die benötigten Koordinaten für den Sprung in wenigen Sekunden, nach dem Erhalt dieser Mitteilung.

    Außerdem ordne ich hiermit eine strenge Kommunikationssperre an. Es werden keine Nachrichten mehr nach draußen geleitet, sondern nur durch eine direkte Absprache mit mir. Für den Start wird es ansonsten zu keinen weiteren Verzögerungen im Zeitplan kommen.

    Möge die Macht mit uns sein,

    Cpt. Herian I'ngre


    [OP: Weiter im Weltraum (Imperium)-Thread für ein, zwei Beiträge]
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2009
  16. Nylia Zairee

    Nylia Zairee Back in action

    [Bandomeer-System - Landeanflug auf Bandomeer– Frachter der Wingston Corporation – Aufenthaltsraum – mit Chesara und Adrian


    Nylia hatte Adrians Vorschlag zu trainieren dankend angenommen. Levitation beherrschte sie durch die viele Übung der letzten Wochen schon ganz gut, also konnte sie sich nicht durch allzu viele Fehler blamieren. Vielleicht würden Adrian oder Chesara ihre Fortschritte auffallen und sie würden sehen, wie sehr Nylia sich bemühte. Ein wenig Ehrgeiz konnte ja nicht schaden, dachte Lia sich. Lange dauerte das Training aber nicht, denn bald schon erklang die Stimme des Piloten durch die Lautsprecher.

    "Wir sind da Meisterin, ich bringe uns runter."

    Nylia versuchte sich als sie die tiefe, warme Stimme hörte daran zu erinnern, wie der Pilot noch einmal hieß. Er war auch ein Padawan, sogar der neue von Chesara, wenn sie das richtig mitbekommen hatte. Es war beim Aufbruch auf Lianna alles so schnell gegangen. Nylia und ihr Mitreisender hatten sich nicht einmal wirklich vorstellen können. Sie konzentrierte sich daher und rief sich die Momente vor dem Abflug in Erinnerung. Man hatte ihr in den letzten Wochen in der Basis auch gezeigt, wie man seine Umgebung bewusster wahrnahm und sich so später besser an Gehörtes und Gesagtes erinnerte. Vielleicht käme ihr so ja auch der Name wieder in den Sinn.

    Kaiba? War es das gewesen? Ja, bei dem Namen flackerte etwas zustimmend in ihrem Geist auf. Mehr als seinen Namen und dass er scheinbar eine angenehme Stimme hatte wusste Nylia aber immer noch nicht.

    Nach der Landung machten sich alle aufbruchsbereit. Dieses Mal herrschte nicht das hektische Packen und Planen wie zuvor. Es war eher viel zu ruhig. Nylia schlich eine Gänsehaut die Arme herunter. Es wussten wohl alle, was sie erwartete sobald sie einen Fuß auf Bandomeers Boden setzten. Sie hatten die Bilder gesehen. Konnten einen die Nachrichten aber auf die Zerstörung und all den Schmerz hinreichend vorbereiten? Chesara ging schließlich voraus. Die Jedirätin war eine Heilerin. So eine Zerstörung wie auf Bandomeer würde all ihr Können und ihre Stärke fordern. Ihr folgten Adrian, Jibrielle und Breela’a nach draußen.

    Nylia zögerte einen Augenblick. Etwas in ihr sträubte sich auf einmal dagegen einen Fuß vor den anderen zu setzen. Sobald sie draußen vor dem Schiff stehen würde, ginge es los. Dann wäre sie mitten im Geschehen und ein Teil des Unglücks. So viel verstand Lia von der Macht noch nicht und wie diese alles verband, aber hier auf Bandomeer war die Macht wohl vollkommen in Aufruhr. Nylia konnte sich davon noch nicht abschirmen. Es bereitete ihr Unbehagen. Sie bemerkte eine Bewegung neben sich und zuckte erschrocken leicht zusammen. Kaiba war aus dem Cockpit gekommen und wollte das Schiff ebenfalls verlassen. Seine blauen Augen musterten Lia fragend und sie rang sich ein Lächeln ab.


    „Es ist komisch. Es fühlt sich auf einmal alles so kalt an, oder bilde ich mir das nur ein?“

    Nylia hörte selbst, wie dämlich das klang. Sie schüttelte daher über ihren eigenen lächerlichen Kommentar den Kopf, sodass ihre blonden Locken nur so flogen.

    „Streich das. Blöde Frage. Ich glaube, ich bin nur nervös wegen der ganzen Sache. Die Nachrichten haben mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt.“

    Nylia wollte endlich den anderen nach draußen folgen, hielt dann aber noch einmal inne. Mit einem verlegenen Lächeln hielt sie Kaiba ihre Hand hin.

    Kaiba, das stimmt doch, oder? Es ging alles so schnell vor dem Abflug. Ich bin Nylia.“

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  17. Raven Curox

    Raven Curox Spaßbremse & Dauernörgler

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    Das seine erste Mission als Padawan, gleich in einem Krisengebiet stattfinden würde, hätte sich Kaiba niemals vorstellen können. Der Anblick vom Cockpit aus war erschreckend, das Ausmaß der Zerstörung konnte er nicht einmal erahnen. Nachdem der Ex-Schmuggler alles gesichert hatte und nun nichts weiter im Cockpit zu tun war, begab er sich zum Ausstieg. Den Geräuschen nach zu urteilen, waren die anderen schon nach draußen gegangen, um sich selbst ein Bild von dem Leid Bandomeers zu machen.

    Noch ganz in Gedanken versunken, fiel sein Blick auf eine junge Frau, die plötzlich vor ihm stand. Kaiba zögerte, er war sich nicht sicher, ob er sie im Hangar auf Lianna gesehen hatte. Sein erster Gedanke war, ob alle weiblichen Mitglieder des Ordens so hübsch waren, denn wie auch Jibrielle, war die blonde Frau wahrlich schön. Ihr lockiges, hellblondes Haar passte zu der fast blassen Haut, ihre Augen dagegen schienen von undefinierbarer Farbe zu sein, mal schienen sie blau oder grün, in einem bestimmten Winkel könnten sie wiederum auch grau sein. Ein Lächeln huschte über ihre ebenmäßigen Züge und Kaibas zweiter Gedanke war, dass er sich hoffentlich nicht noch einmal so dumm anstellen würde, wie zu vor bei Jibrielle. Es passte gar nicht zu ihm, dass ihm ansehnliche Frauen so schnell den Kopf verdrehten!

    Sie sprach den jungen Mann darauf an, dass alles so kalt wirkte und fragte gleichzeitig ob sie sich alles nur einbildete. Einen kurzen Moment lang schien ihr ihre eigene Aussage peinlich zu sein, doch er erwiderte das Lächeln ebenfalls. Noch bevor er darauf etwas sagen konnte, gab sie zu, nervös zu sein und das die Nachrichten von dem Tsunami sie erschreckt hätte.

    "Ich weiß was du meinst. Es fühlt sich alles so leer und.... tot an. Falls es dich beruhigt, ich bin auch ziemlich nervös, es ist meine erste Mission als Padawan. Von den Nachrichten habe ich nicht viel mitbekommen, deshalb schockt mich das hier zu sehen umso mehr."

    Die sympathische Jedi wandte sich in Richtung Ausgang, zögerte dann und drehte sich wieder zu ihm um, um sich vorzustellen. Er ergriff ihre weiche, fast zarte Hand und drückte sie sanft.

    "Ja Kaiba ist richtig. Schön dich kennenzulernen Nylia. Es tut mir leid das wir uns nicht schon auf Lianna vorgestellt haben, aber wie du bereits gesagt hast, der Aufbruch war sehr überstürzt."

    Kaiba ließ ihr den Vortritt und zusammen gingen sie von Board. Mitten in diesem Chaos zu stehen, hatte etwas surreales. Auf den Boden klafften Risse, hunderte Bäume waren umgerissen worden, Sand und Treibgut war von der schieren Kraft des Wasser an manchen Stellen aufgetürmt worden. Wo sollten sie nur anfangen? Es herrschte eine Totenstille, es war nicht die Ruhe vor, sondern nach dem Sturm.

    Um etwas zu tun zu haben, begann Kaiba ein paar Kisten mit Hilfsgütern auszuladen. Er wusste nicht, ob es die richtige Zeit für Smalltalk war, dennoch fragte er Nylia:

    "Wie lange bist du schon bei den Jedi? Ist Jibrielle deine Meisterin oder bist du schon ausgebildet?"

    Kaiba wollte mehr über Nylia erfahren, denn irgendetwas kam ihm vertraut vor an ihr. Vielleicht war es ihr angenehmes Charisma oder ihre freundliche Art, aber irgendetwas an dieser jungen Frau schien ihm flüchtig bekannt vorzukommen.

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    Zuletzt bearbeitet: 14. August 2011
  18. :: Bandomeer-System :: Bandor :: Nahe des improvisierten Landeplatzes :: Glostom Granyte ::


    Ein knatternder Furz brachte die Hosennähte an den Rand der Belastbarkeit. Sofort kam Glostom Granyte seiner unschicklichen Neigung nach, sich mit der linken Hand dort zu kratzen, wo sich des öfteren allerlei üble Dämpfe heraus schlichen. Der gedrungene Süd-Mustafarianer hielt derweil in der Rechten die schwere Eisenstange, die als diagonale Strebe für die erste Etage eines größeren Gerüstes dienen sollte. Selbige würde der Bautrupp um das gesamte Gebäude ziehen, das hier einstmal als Verwaltungszentrale genutzt wurde. Bis, ja bis die verheerenden Naturkatastrophen Bandomeer heimgesucht hatten. Glostom selbst war das egal - er hatte vor vielen Jahren entschieden, dass er sich wenig Gedanken über das Schicksal Fremder machte. Sie alle kümmerten sich auch nicht um die harte Arbeit, die er Tag ein, Tag aus verrichtete. Kobbu Constructions war seit einem halben Tag hier auf Bandomeer - ein kleine Instandsetzungs- und Baufirma unter der Leitung des Troydarianers Kobbu. Unweit des ersten Bauplatzes stand die 'Construction I', das Transportmittel der Handwerker, das momentan als Bauzentrale fungierte. Der Auftrag für die Firma war, Glostoms Erinnerung nach, von der Regierung Bandomeers selbst gekommen. In der großen Not brauchte man schnelle, professionelle Hilfe. Und genau dafür war Cobbu Construction bekannt. Zumindest wurde dem Mustafarianer dies immer wieder gesagt. Er selbst war Teil dieser Unternehmung, da er, bedingt durch seine Herkunft, ein Spezialist in Sachen Stahlbearbeitung und -verarbeitung war. Das kam ihm hier, bei der Wiederherstellung zerstörter Gebäude, zu Gute.
    Leider ging der wirklichen Arbeit zuvor eine kraftraubende Interaktion voraus - dem Aufbau von Baugerüsten. Und diese Arbeit hasste der klobige Kerl mit der Atemmaske wirklich. Er war zu klein, sein Schwerpunkt war zu weit unten, um wirklich effektiv und elegant auf den schmalen Stegen zu wandeln. Darauf nahm ein ewig quakender Troydianer natürlich keine Rücksicht. Aber immerhin taten dies die Kollegen von Glostom Granyte. Kurzerhand verfiel er in seine akzentschwere Mundart.


    "Dämlicke Eisenstangen. Mag ick nick, da so rauf zu bauen, wah. Das ist verdammt nockmal eine verfluckte Arbeit, Junge."

    Der quadratisch-praktische Stahlarbeitenspezialist blickte sich um, ehe er die Diagonalstange am Gerüst zu befestigen. Seine Kollegen riefen hier und da andere Wünsche nach speziellen Werkzeugen. Und auch der Strom an Materiallieferungen aus dem Transportschiff wollte nicht versiegen. Die lokalen Hilfskräfte waren nach wie vor dabei, Leichen zu bergen und große Verunreinigungen zu beseitigen - doch all das war nicht von Belang für einen einfachen Arbeiter wie Glostom. Sein prüfender Rundumblick bescherte ihm eine weitere Übersicht - der momentane Stand sah alles andere als gut aus, wenn all das hier wieder aufgebaut werden sollte.

    "Oi, oi, oi, das wird teuer."

    Eine qualifizierte Aussage, wenn man bedachte, was für eine enorme Verwüstung hier angerichtet worden war. Zerstörung wohin man blickte. Häuserreste, geborstene Bäume, Schutt, Dreck. Fahrzeuge waren Augenzeugen zu Folge wie Spielzeuge herumgeschleudert worden. Hallen waren eingestürzt, Fußgängerzonen zugemüllt und ehemalige Touristenattraktionen vernichtet worden.
    Die Einschätzung des Kobbu Construction Mitarbeiters belief sich auf astronomische Unsummen. Millionen von Credits, ohne Frage. Und was man mit dem Geld noch so alles anstellen könnte, wenn man es für sich selbst nutzen würde. Ein schickes Häuschen hier, eine interstellare Raumyacht dort und vielleicht auch eine eigene Baufirma. Daheim auf Mustafar. Bei Mutti und Vaddi. Eine schöne Vorstellung.

    Als der Vorarbeiter brüllte, wurde Glostom aus seiner Tagträumerei gerissen.


    "Granyte, die Gerüststangen tragen sich nich' von alleine, weißt'? Also beweg Deinen fetten Hintern."

    Was für ein Liebreiz. Der Mustafarianer schluckte eine bildgewaltige Beleidigung herunter und griff sich die nächste Stange. Er hoffte das dieses Mal wenigstens die Bezahlung pünktlich kommen würde. Das dämliche Baugewerbe war auch nicht mehr, was es einmal war. Eigentlich, so dachte er, war es noch gut gewesen. Verfluchtes Schicksal.
    Aus dem Augenwinkel nahm Glostom Granyte wahr, dass sich ein weiteres Schiff auf dem improvisierten Landeplatz niederließ. Seit einiger Zeit kamen immer wieder Raumschiffe mit Helfern, Hilfsgütern und Unterstützung an. Anscheinend hatte das Schicksal von Bandomeer doch einiges in den Herzen der Galaxisbewohner ausgelöst. Als sich der Mustafarianer nach weiteren Stangen bückte, knatterte es wieder in der Arbeitshose.



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  19. Nylia Zairee

    Nylia Zairee Back in action

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    Nylia blieb vor dem Schiff stehen und schaute sich geschockt um. Sie kannte keine Bilder von Bandomeer und konnte sich daher bei all dem Chaos kaum vorstellen, wie es vor dem Tsunami ausgesehen hatte. Gebäuderuinen ragten wie Gerippe aus dem Boden hervor und überall fand man Spuren der ungeheuren Wellen, die sich erbarmungslos ihren Weg gesucht hatten. Wasserlachen, Sand und sogar ein paar kleinere Boote sah man zwischen den Trümmern. Es war kaum etwas zu hören. Das Pfeifen des Windes war das lauteste Geräusch. Es war, als hätte man eine Geisterstadt betreten. Nylia empfand bei diesem Anblick vor allem Hilflosigkeit.

    Kaibas Frage riss sie aus ihrer Fassungslosigkeit und Nylia musste kurz überlegen, was er gefragt hatte.


    „Nein, Jibrielle ist nicht meine Meisterin. Sie ist, wenn ich den letzten Wochen nicht ihre Ernennung zur Ritterin verpasst habe, noch eine Padawan. Ich bin erst seit kurzem bei den Jedi. Ich bin auf Coruscant zum Orden gestoßen. Ich warte noch auf einen neuen Meister. Bisher war das alles ein wenig… kompliziert.“

    Sie wandte ihren Blick von der Zerstörung vor sich ab und schaute wieder zum Schiff zurück, aus dem Kaiba einige Kisten trug. Er hatte Recht, sie durften keine Zeit vergeuden und mussten mit ihrer Hilfe beginnen. Nylia wollte ihm daher zur Hand gehen. Sie nahm sich eine der kleineren Kisten und brachte sie vor das Schiff. Beim zweiten Mal gab es nur noch schwerere Ladung und Nylia strauchelte nach ein paar Schritten. Kaiba half ihr und nahm ihr das schwere Gepäck ab. Nylia legte ihm dankbar ihre Hand auf den Arm. Bei der Berührung stutzte sie überrascht und ließ ihre Hand dort ruhen. Ein bekanntes Gefühl durchfuhr sie. Es war ähnlich wie bei Tylaar damals oder wie bei Jibrielle. Es war ein Gefühl der Zugehörigkeit und Vertrautheit, das es bei einem Fremden eigentlich nicht geben durfte. Woher kam es aber dann? Was war an Kaiba besonders? Es war sicher nicht nur die Verbindung in der Macht, die Jedi oft fühlten, weil die Macht sie eben alle verband. Nylia hatte solche Lehren über die Macht während ihrem Aufenthalt auf Lianna meistens recht verwirrend gefunden. Aber wenn es nur das wäre, müsste sie es ja bei allen Jedi merken. In der Basis hatte sie das aber bei niemandem gefühlt. Dort hatte sie sich eher zurückgezogen, denn dass sie sich in der Gesellschaft von Fremden auf Anhieb wohl fühlte geschah nur selten. In den letzten Jahren war sie zu skeptisch dafür geworden. Verwirrt schaute Nylia daher einen langen Moment in Kaibas Augen, bevor sie einen Schritt zurücktrat. Ihr war bisher gar nicht aufgefallen, wie intensiv blau sie wirklich waren.

    „Entschuldige. Ich… Ähm… Danke wegen der Kiste.“

    Sie strich sich nervös eine Haarsträhne hinters Ohr und ging neben ihrem Reisegefährten aus dem Schiff.

    „Ich bin bei den Jedi noch ein Neuling. Es ist auch meine erste Mission und ich habe ziemlichen Bammel, was uns erwarten wird. Wenn man die Nachrichten sieht, wird es wohl richtig schlimm. Seit wann bist du denn im Orden? Du bist Chesaras neuer Padawan, oder? Ich bin froh, dass sie hier ist. Sie kann sicher viel bewegen und helfen.“


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  20. Calad Quint

    Calad Quint Noch in Arbeit!

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    Gluck. Gluck. Gluck. Schnell kippte sich Gatwer den letzten Rest schales Bier hinter, der sich noch in der Flasche befand, bevor der äußerst penetrante Vorarbeiter vorbeikam. Gleich einem fetten Jedi stolzierte der Kerl fast minütlich über den Platz, wo die „Construction I“ vor etwa zwei Stunden mit gewohnter Lautstärke gelandet war. Laut rülpste der beleibte Besalisk, nachdem er die leere Flasche auf die Betonplatte neben sich gestellt hatte. Noch einmal ließ er seinen müden Blick über den Platz schweifen. Überall sah man Chaos und Zerstörung. Doch warum war er auf diesem öden, trostlosen Planeten? Selbst auf Tatooine schien momentan jeder Quadratzentimeter um einiges schöner zu sein als hier – und das lag nicht nur an der Abwesenheit von pompösen Militärs. Demokratie und äußerst ominösen Lichtschwertschwinger! Denn laut den Holo-Nachrichten hatte eine Naturkatastrophe den Planeten Bandomeer heimgesucht. Jedoch war selbst dieser Umstand nicht der Grund für seine tolle Anwesenheit. Nein. Der Grund war ein Ding mit fünf Buchstaben: K-O-B-B-U. Kobbu war ein ziemlich geiziger Toydarianer. Nach der galaxisweiten Ausschreibung hatte sein Unternehmen ebenfalls den Zuschlag erhalten.

    Ein ekelhafter Grunzer entkam seiner tiefen Kehle. Sofort stank Gats unmittelbare Umgebung nach abgestandenem Bier, Zigarren und dem letzten, äußerst fettigen Mittag. Schwerfällig erhob sich der beleibte Schweißer. Missmutig sah er in Richtung des Vorarbeiters. Wahrscheinlich musste Gats nun ganz langsam mit seiner Arbeit beginnen, denn ansonsten würden die sehr vielen Bewohner niemals ein Dach über den Kopf gekommen. Schließlich konnte man Baudroiden nicht trauen. Zu oft waren sie mit Fehlern behaftet. Das kannte der Besalisk mittlerweile zu Genüge. Darum setzte Kobbu auch auf ein paar ordentliche Bauarbeiter. Schwerfällig trottete Gatwer über den Platz. Irgendwo war sein alter Kumpel, Glostom. Ein kleiner, amüsanter Mustafarianer. Irgendwo aus dem Norden – oder war es der Süden? Im Endeffekt war es dem beleibten Schweißer egal.

    „Dit is doch keen Leb'n“, brummte Gatwer und trottete in Richtung Glostom.

    Noch im Gehen zündete sich der Besalisk eine billige Zigarre an. Gerade beschäftigte sich der recht gedrungene Nord-Süd-Mustafarianer mit einem Gerüst, das er hochzog. Paffend, dazu ein bisschen grinsend musterte Gatwer den Kumpel. Ein Arm nutzte er beiläufig dazu, um sich an seinem fetten Hintern zu kratzen. Genüsslich grunzte er dabei. Theoretisch konnte er mit seinen vier Arm doppelt so viel Arbeit verrichten wie seine Kollegen, aber wieso sollte er das tun? Die Natur war bei solchen Dingen ziemlich ungerecht gewesen, denn ihm hatte man vier Arme verpasst, anderen bloß zwei. Er sah aber nicht ein, dass er arbeiten sollte, während andere gemütlich zuschauten! Darum nutzte Gat für seine Arbeiten bloß zwei Arme. Noch einmal grunzte er.

    „Mächtig hoch det Ding“, kommentierte er Glostoms fleißige Arbeit. „Globst du, det hier wirklich eene echte Flutwelle durch is. Ick glob det irgendwie net. Bei ner Flutwelle sieht det anders aus – det kann ick dir sagen!“


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