Bastion

Bastion • VIN Umbra • Brücke • Slayer

Ungefragt schaltete sich eine stille Zuhörerin in das Gespräch mit ein, eine Zivilistin obendrein. Die fremde Frau verzichtete auf eine Begrüßung oder eine Erklärung welche Berechtigung sie hatte an einer mit hoher Priorität gekennzeichneten Konferenz zweier imperialer Kapitäne teilzunehmen. Dennoch fiel es rasch wie Schuppen von seinen Augen als sie erklärte die Mutter der entführten Empathin zu sein. Die verwandtschaftliche Beziehung besänftigte Slayer aber keineswegs. Ganz im Gegenteil, das letzte, das sie in dieser brenzligen Situation gebrauchen konnten war die Intervention einer besorgten Mutter. Toji stand der Familie eindeutig zu nahe, Slayer unterließ es jedoch seinem Unmut Ausdruck zu verleihen.

Die Mutter artikulierte sich hingegen ungewöhnlich eloquent und überlegt. Bei einer Mutter, die nicht wusste, ob sie ihr Kind jemals wieder lebendig in den Armen halten würde, hätte er mehr Irrationalität erwartet. Diese Kälte war eine durch und durch untypische Verhaltensweise, die sich vielleicht lediglich über ihre kulturelle Sozialisation erklären ließe. Er vermutete, dass selbst unter widrigsten Umständen offen gezeigte Emotionen oder gar ein Kontrollverlust verpönt waren. Wenn dem so wäre musste er mehr über die Entstehungsgeschichte dieser Kultur erfahren. Trotz ihrer kontrollierten Art musste irgendwo unter der Maske ein verletztes, mütterliches Herz liegen, das für ihn eine unberechenbare Gefahr darstellte. Er musste ihr klar machen, dass sie hier nichts zu sagen hatte und sie so schnell wie denn möglich aus dem Gespräch ausschließen.


Ungeachtet der hintergründigen Motive, welche die Entführer wahrhaft gehegt haben könnten, es wurde eine Offizierin des Imperiums auf imperialem Boden entführt, eine Fähre der Flotte entwendet, Identifikationscodes gestohlen und Sicherheitssysteme eines imperialen Raumhafens sabotiert. Ich bewerte die Entführung demnach als einen Angriff auf das Imperium und ich werde versprechen, dass das Imperium effektive Gegenmaßnahmen einleiten wird, um diesen Angriff niederzuschlagen.

Einzig der Hinweis, dass zwei imperiale Kreuzer ihrer Größe zur Abwehr einer bloßen Entführung zu hoch gegriffen sein könnten und eine Genehmigung ihres Auftrags alles andere als selbstverständlich war, erweckte Slayers Zustimmung. Der Kapitän der Umbra verabscheute den Gedanken er könne von der Befreiungsaktion ausgeschlossen werden und weiterhin zum Patrouilleeinsatz an Bastions Sprungpunkten verdonnert bleiben.


Toji erkannte die Zeichen der Zeit und führte ihre kleine Dreierkonferenz zu einem raschen Ende. Er konnte nur erahnen welche Gedanken in der Mutter jetzt vorherrschten, seine Worte hatten keinen Zweifel gelassen, Slayer bevorzugte eine gewaltsame Antwort. Er würde niemals mit Terroristen verhandeln und wer eine Offizierin der Flotte entführte durfte von ihm keine Behandlung als gewöhnlicher Krimineller erwarten. Er bezweifelte außerdem die Vorzüge einer diplomatischen Lösung. Der Aufwand, den die Entführer betrieben hatten, sagte ihm, dass Serenety kein zufälliges Ziel gewesen sein konnte. Bei persönlichen Investitionen an Zeit und Ressourcen dieser Größenordnung war es mehr als unwahrscheinlich, dass die Entführer die entführte Persönlichkeit durch bloße Worte oder Einschüchterungen freiließen. Gewalt war die einzige gangbare Antwort. Er hatte schon lange kein Attentat mehr vorbereitet, jetzt musste er gleich eine ganze Bande eliminieren, ohne dabei ihr eigentliches Zielobjekt zu verlieren.
Er musste an dem Einsatz mit dabei sein!
Welch ein Glück nur, dass im Imperium das Militär notfalls auch polizeiliche Aufgaben übernehmen durfte und so keine Kompetenzstreitichkeiten mit den örtlichen Behörden auf sie zukämen.

Slayer ließ den Com-Kanal für einige Minuten auf Stumm schalten, mit einer kurzen Handbewegung deutete er dem Kapitän der Pandora an, dass er ihr Gespräch in Kürze fortsetzen wollte. Er überprüfte die Datenbank nach einem Planeten, der sich Ord Biniir nannte. Der kleine Planet befand sich unweit Yagar Minors und noch in der Einflusssphäre Bastions.


Shawn, stellen Sie mich zu unserem Einsatzkommando durch.

Ein mittelalter Mann durchschnittlicher Größe und Aussehens, der mit seiner Unauffälligkeit auch gut zum IGD gepasst hätte, flimmerte auf dem zweiten Holoprojektor in den Raum hinein. Slayer salutierte vor dem ranghöheren Offizier, der selbst wahrscheinlich seit Jahren kein Schiff mehr betreten hatte.


„Captain Slayer, von der Umbra? Wie kann ich denn helfen. Gibt es Schwierigkeiten?“

Ich bitte nach Artikel 293 Flotteneinsatzordnung um Erlaubnis meine Einsatzorder zur Untersuchung ungewöhnlicher Ereignisse und der Abwehr einer potentiellen Bedrohung auf den Gesamteinflussbereich Bastions ausweiten zu dürfen.


Slayer pokerte hoch, es musste mindestens eine Fregatte von anderer Stelle abgezogen werden, um seinen momentanen Platz einzunehmen. Nach der Schlacht waren Schiffe nicht ohne weiteres verfügbar. Entsprechend misstrauisch verengten sich die großen, von Falten umhüllten Augen seines Gegenübers.


„Eine Untersuchung ungewöhnlicher Ereignisse, eine Bedrohung? Was soll das denn sein?“

Der Kapitän setzte die Zeit zu seinem Gunsten ein. Ehe er seinem übergeordneten Offizier eine Antwort erteilte ließ er sich erst von einem Mannschaftsmitglied theatralisch ein Datapad reichen, auf dem alle Informationen zur Fährenentführung abgespeichert waren, nachdem er diese unsinnigerweise vom Bordcomputer auf das Pad übertragen ließ. Die vorgespielte Szenerie erweckte den Eindruck einer gewissen Wichtigkeit, wenngleich sie vor Ineffizienz strotzte.


Um 14:34 Bastionischer Zeit ist eine Fähre in den Hyperraum gesprungen, welche nach zweiter Überprüfung nun mit einer Sicherheit von 100% eine gefälschte ID verwendete. Die Daten ergeben, dass sich zur selben Zeit mindestens zwei Fähren mit derselben ID im Bastion System aufhielten und die gesprungene Fähre keine Zivilschiff war. Nach Rücksprache mit dem ehemaligen Kommandanten des mutmaßlichen Mutterschiffs der Fähre bestand zum Zeitpunkt des Sprungs auch keine Order, welche die Fähre zu einem derartigen Verhalten berechtigt hätte. Es kann zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass sie auch Waffen oder Sprengstoff mit an Bord trug. Mit Sicherheit aber befindet sie sich noch in imperialem Gebiet, ihr Zielort gab bereits Anlass zur Spekulation. Ich bitte um Erlaubnis diesem Zwischenfall nachgehen und mich mit dem zuvor genannten Captain Toji Murata im Ord Biniir System treffen zu dürfen.

Es war keine ungefährliche Taktik die Tatsachen auf eine Weise wiederzugeben, dass sie gänzlich andere Schlussfolgerungen erlaubten als Toji und er zuvor getroffen hatten. Dennoch waren es lediglich die voreiligen Schlussfolgerungen des Einsatzkommandos und nichts explizit von ihm ausgesproches.
Die Taktik funktionierte, er durfte das Bastion System verlassen. Nun musste Toji nur ebenso geschickt eine Erlaubnis für ihre Befreiungsaktion als Konsequenz der korrekten Schlussfolgerungen erhalten.


Captain Toji, wir treffen uns bei Ord Biniir, Sie werden vermutlich ein bis zwei Stunden vor mir eintreffen.

Damit endete ihre Konferenz.

Alle Jäger einholen und alles zum Sprung vorbereiten!

Bastion • VIN Umbra • Brücke • Slayer
 
Zuletzt bearbeitet:
Bastion • Orbit um VIN Umbra • TIE • Amy

Die Fähre sprang aus dem System und Amy konnte sich ein Stirnrunzeln nicht verkneifen, die ganze Zeit war sie bereit gewesen das Feuer zu eröffnen oder hatte eine Falle erwartet, die ihr Meister voraus gesehn haben konnte, doch es geschah nichts... Also wollte ihr Meister diese Fähre in einem Stück haben, aber soviel vertrauen hätte er schon in ihre Leistungen haben können, dass sie in der Lage gewesen wäre, die Fähre nur Einsatzunfähig zu schießen, so dass sie an Board geholt werden konnte... Also was war der Zweck dieses ganzen Theaters?

"Und dafür sind wir jetzt rausgeflogen? Da hätte ich auch im Bett bleiben können!", meldete sich Jackson zu Wort, wurde aber sofort wieder, von Bucks zum Zweigen gebracht "Klappe halten Pilot Officer!"

"Er Hat doch rechts, lassen sie ihn doch Meckern! Ich seh das ganz genauso, dies war eine völlig sinnlose Aktion, scheint als hätte der Captain nicht schnell genug geschaltet!"


Sie wusste, dass sie nicht das Recht hatte Slayer zu kritisieren, doch jede Aktion, die sie seit ihrer Ankunft erlebt hatte, führte Slayer so, dass es ihr missfiel... Vieleicht war das ja seine Intention? Nur was wollte er ihr damit beweisen? Oder war Amy einfach blind und das ganze hier hatte einen tieferen Sinn? Sie würde ihn Fragen und sehn ob sie ein Fehlverhalten seiner Darlegen konnte, höhnisch grinste sie, früher oder später würde sie es ihm Heimzahlen! Er würde schon sehen.

Der Andock Befehl kam und ihre Staffel landete wieder im Hangar. Amy sprang aus ihrem Jäger und rutschte die Leiter elegant nach unten. Sie nahm ihren Helm öffnete ihr Haar und schüttelte es, dann warf sie den Helm in eine Hecke des Hangars und ging noch in Piloten Uniform in Richtung Brücke. Sie war nicht wirklich sauer, auch wenn sie so wirken musste, sie war viel eher gespannt und interessiert, was ihr Meister vorhatte und insgeheim hoffte sie, dass er einen Fehler gemacht hatte. Beim Gedanken daran schmiegte sich ein Lächeln um ihre Lippen und ihr Gang wurde langsammer und geschmeidiger. Kurz vor dem Lift zur Brücke, entschied sie sich anders und bog in Richtung ihres Quartiers ab. Wenn sie dort oben in ihrem Pilotenoverall erscheinen würde, würfe das ein negatives Licht auf sie, Slayer würde dann erkennen, dass sie ihm misstraute und so schnell wie möglich erfahren wollte was er tat. Also lies sie sich Zeit, Benutze ihre Nasszelle und zog sich um, wieder hinein in den schwarzen Trainingsanzug, den sie in letzter Zeit alszu oft trug, irgendwie gefiel er ihr, er war schlicht schwarz und betonte ihren Körper. Kein Prung kein glizern einfach praktisch. Wärend dieser Prozedur ruckte das Schiff auch kurz und betrat den Hyperraum, anscheinend verfolgten sie nun die makierte Fähre.

Frisch und munter ging Amy nun, die Ruhe selbst auf die Brücke. Mit einem Zischen öffneten sich die Türen. Die Crew begann gerade mit der Routinearbeit eines Hyperraumfluges und was immer Slayer vorher getan hatte wärend sie sich in aller Ruhe frischgemacht hatte, nun schien er damit fertig zu sein. Also ging sie auf ihn zu und näherte sich ihm von hinten.

"Und verläuft alles nach Plan Meister? Haltet ihr es für Sinnvoller, der Fähre zu ihrem Zielort zu folgen, als sie direkt hier auszuschalten?"


Bastion • VIN Umbra • Brücke • Amy, Slayer
 
Bastion – swoop Bar – Alaton

Alaton hatte echt Glück der andere Twi’lek war bereit ihn mitzunehmen. Gut. Wir treffen uns in einer Stunde am Raumhafen. Ich will, dass du unter dem großen Holo des Imperators in der Eingangshalle auf mich wartest, mit allem, was du zu brauchen glaubst. Alles ist bei ihm nichts er hatte nichts mehr außer seinem kleinen Raumschiff. Damit du nicht sagen kannst, ich hätte dich nicht gewarnt. Ich werde dir einige Fragen stellen, sobald wir im Hyperraum sind, und dich vielleicht auch erneut testen. Wenn ich nicht höre, was ich hören will - oder wenn ich es höre, weil ich es hören will, und nicht, weil es der Wahrheit entspricht - werde ich dich auf eine Weise umbringen, die so grausam ist, dass sie dir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Alaton würde immer die Wahrheit sagen. Und wenn der Sith meinte er sei nicht der Richtige und brachte ihn um spielte es für ihn keine Rolle. Er hatte im Moment kein Lebensziel und er musste sich, sobald er Zeit hatte, neu sammeln.

Alaton verließ die Bar und begab sich zum Raumhafen zu dem Hologramm. Dort sah er den lila Twi’lek stehen er ging zu ihm hin. Er sagte:

(twi’leki)Ich bin bereit. (/twi’leki)

Bastion – Raumhafen – Alaton, Shim’rar

tut mir Leid wegen der langen Wartezeit. Schule hat Vorrang
 
[Bastion - Orbit – ISD II Accuser of Light – Admiralsquartier] Jade und Elysa

Es war keine alltägliche Situation mit der die Vice Admiral ihre Flaggschiffkommandantin konfrontiert hatte, es war wichtig, dass diese sich die Zeit nahm, die Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten und das tat sie auch. Diese Momente der vollkommenen Stimme nutzte Elysa, um die Blondine genau zu beobachten, kleine unterbewusste Gesten sagten oft viel über die momentane Gefühlslage einer Person aus. Von Jade erhielt sie jedoch denkbar wenige Signale dieser Art, nur durch die Macht verspürte sie eine gewisse Unvertrautheit, eventuell auch ein Unbehagen – worauf genau sich dies bezog, konnte sie nicht ausmachen. Vermutlich auf die Lage des Imperiums und nicht auf die beinahe verschwörerische Natur dieses Gesprächs.

Dass ihre Vermutung korrekt war, offenbarte Jade schließlich, mehr noch die beiden Frauen teilten sehr ähnliche Bedenken bezüglich des Imperators, als auch des inneren Zirkels, was lediglich ein Machtinstrument zugunsten des Imperators zu sein schien.


„Ich habe nicht vor mich leichtfertig in irgendwelche Intrigen verstricken zu lassen, aber ich befürchte fast, dass es sich auf lange Sicht nicht vermeiden lässt. Sie haben einen ersten Eindruck von Admiral Cornell erhalten und er scheint eine nicht zu verleugnende Antipathie für meine Person zu hegen. Es könnte sich als fatal erweisen, dieses politische Schlachtfeld zu ignorieren – für den Moment werden wir mitspielen müssen – ich hege jedoch kein Interesse daran mich persönlich zu bereichern, mein Hauptaugenmerk, liegt auf der Sicherheit und Stabilität des Imperiums. Es ist wichtig, dass wir diesem Balanceakt mit der Integrität und Souveränität die unsere Uniformen implizieren, begegnen. Wir repräsentieren, die Fortführung dessen wofür so viele gestorben sind, diese Ideale und Ziele sind es wert nicht in Vergessenheit zu geraten.“

Elysa seufzte leise und strich sich eine mürrische Haarsträhne aus dem Gesicht. „Wir werden weiterhin die Ideale des Offizierkorps vorleben und Nereus Kratas Werk fortführen, man kann einen Krieg ehrenvoll und ohne Hass führen. Ich werde es nicht zulassen, dass die Streitkräfte unter meinem Befehl zu einem Haufen degenerierter Meuchelmörder wird die ihren Krieg nicht gegen die Soldaten der Republik, sondern deren Bürger führt. Unsere Aufgabe ist der Schutz der Bürger des Imperiums und sobald ein Planet erobert wird, unterliegen diese Wesen ebenfalls unserem Schutz. Wir sollten niemanden töten müssen, den wir Tage oder Wochen später als einen unserer Schutzbefohlenen betrachten.“

Ein trauriges Schmunzeln unterbrach kurz den Redefluss: „Ich weiß, dass dies nicht immer möglich sein wird, aber man soll das Ideal schätzen und anstreben, vermutlich hätte das Imperium vieler seiner Probleme nicht, wenn manche lokale Kommandanten und Gouverneure die Bevölkerung von eroberten Planeten nicht so brutal und gnadenlos ausbeuteten. Für den Moment lässt es sich nicht ändern, aber es bedeutet nicht, dass wir dies ewig als gegeben hinnehmen müssen…“

Bedauerlicherweise war ein solches Verhalten auf den Welten des Rands, ein beinahe alltägliches Vorgehen.


„Ich schweife schon wieder ab, für den Moment sollten wir uns auf die bevorstehenden Herausforderungen konzentrieren – die mit Gewissheit kommende Offensive der Republik. Die Acusser of Light hat sich bewährt, und es ist eine gut funktionierende Crew, sie braucht zwar noch ein wenig Feinschliff, aber das bekommen sie schon hin.“ Die schlanke Corellianerin setzte sich wieder. „Mein eigenes Schiff, die Avenger ist wieder gefechtstauglich und langfristig gesehen wird sie das Flaggschiff des Verbandes. Ich werde versuchen zu erwirken, dass das Geschwader möglichst in der Konstellation erhalten bleibt, eventuell die ein oder andere Ergänzung und Entsatz. Gleichzeitig erwarte ich, dass die Accuser ihre Kampfbereitschaft erhält oder sogar noch steigert. Auch wenn ich nicht an Bord bin, ist es wichtig, dass die Machtübungen fortgeführt werden, wir werden auch immer wieder die Gelegenheit finden dein Studium der Macht zu vertiefen. Genau genommen bietet sich jetzt eine Lektion an.“

Hatte Elysa sich eben noch in einem Sessel niedergelassen, erhob sich die schlanke Corellianerin und nahm ebenfalls auf der Couch platz. „Die Heilung von Verletzungen oder die Beschleunigung der Regenration ist eine der möglichen Anwendungen der Macht. Nur die wenigsten Sith besitzen ein Talent in diesem Bereich, und diese Gabe wird eher den Jedi zugeschrieben, doch ist sie äußerst nützlich. Sie erlaubt dir nicht nur Wunden zu heilen, sondern wird dir insgesamt ein tiefes Verständnis für euren Körper und auch der natürlichen Leistungsfähigkeit verschaffen. Hinzu kommt, dass wenn du weißt, wie genau die körpereigenen Bewegungsabläufe stattfinden, es dir einfach fallen wird, durch die Macht verstärkt diese Barrieren zu überwinden.“

Eher unbewusst hatte sie ins „Du“ gewechselt, da diese Thematik und die Ausbildung auch auf einer anderen Beziehung fußte.

„Ich möchte, dass du nicht mit der Macht hinausgreifst und deine Umgebung erspürst, sondern sie nach innen richtest, um den Ursprung der Schmerzen auszumachen. Wenn du dort bist, versuche ein Gefühl für deinen Körper, insbesondere diesen Ort zu bekommen, du wirst feststellen, dass es sich falsch, fremd vielleicht auch kalt anfühlt. Taste dich langsam weg vom Zentrum, hin zu den gesunden Zellen, sie fühlen sich anders an, lebendig und stark. Dadurch verschaffst du dir gleichzeitig einen Überblick wie schwerwiegend die Verletzung ist und solltest auch durchaus diverse Stadien der Schäden erspüren. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass jegliche Manipulation, nicht gegen die körpereigenen Heilmaßnahmen laufen dürfen, da dies sich als kontraproduktiv erweisen wird. Der Körper weiß es in der Regel besser, deshalb sollte man die natürliche Heilung einfach verstärken und dies kann man gezielt anregen. Indem du dir einen Überblick verschaffst, fällt dir auch auf, wie sich die gesunden, beschädigten und zerstörten Zellen zueinander verhalten. Die Heilung muss an der Schwelle von gesunden zu beschädigten Stellen angeregt werden. Erst ist es nur eine einzelne Zelle, deren Regeneration sich erhöht, dann breitet man dies auf die umliegenden aus, Stück für Stück. Dies benötigt anfangs oftmals Stunden der Konzentration für einen einfachen Schnitt, aber mit fortschreitender Vertrautheit der Heilungskünste, kann man Blutungen augenblicklich stoppen, Nervensignale unterdrücken, Knochen zurechtrücken und die Belastbarkeit als auch Regeneration des Körpers ungeahnt erhöhen. Der erste Schritt ist jedoch immer, die beschädigten Zellen so anzuregen, dass sie sich den umliegenden gesunden Zellen anpassen. Stellt euch dies wie bei der Telekinese einfach vor, übertragt den Sinneseindruck von der Gesunden auf die verletzte Zelle.“


„Aber nun sollten wir uns um den Arm kümmern, ich denke es war lange genug eine Last.“ Sie bedeutete Jade die Uniformjacke – welche den linken Arm nur abdeckte - abzustreifen und begann dann mit behutsamen Fingern den Verband zu lösen.

„Wie genau ist es passiert?“ erkundigte Elysa sich, während sie sich bereits in die Macht vertiefte, um eine genaue Einschätzung der Schäden an Gewebe, Knochen und Nerven vorzunehmen. Wobei sie jede einzelne Zelle in dem angeschlagenen Bereich prüfte, die Macht offenbarte ihr gesunde Zellen, abgestorbene Zellen, als auch die Beschädigten. Viel wichtiger war, dass sich daraus ein Gesamtbild formte, Bacta hatte die natürliche Heilung gefördert, doch noch würde die blonde Offizierin den Arm nicht voll einsetzen können, einen Umstand den sie ändern konnte und würde und schließlich setzte sie das zuvor erklärte, in die Praxis um, langsam und behutsam, so dass Jade den Gesamtprozess nachvollziehen konnte. Nach einiger Zeit forderte sie die Blondine auf, ihr Werk fortzusetzen, und überwachte nun ihrerseits die Einflüsse.

[Bastion - Orbit – ISD II Accuser of Light – Admiralsquartier] Jade und Elysa
 
Center - SithOrden - Trainingsraum - mit Alec

Man konnte seinem „Abgemacht“ beinahe anhören, dass ihm gefiel was sie vor schlug. Auch wenn seine Körperhaltung Gegenteiliges erzählte, ahnte Arica, das dies hier mehr seinem Naturell entsprach als eine Lehrstunde in irgendeinem Studierzimmer!
Nicht etwa, das die Sithausbildung im Allgemeinen und ihre Lehrstunden im Besonderen allzu theorielastig waren, aber mit Sicherheit würde sie ihn auch noch das ein oder andere Mal mit solcherlei Exerzitien traktieren müssen. Noch mehr als Normal sogar, da sie seine Herkunft mit einrechnen musste und mittlerweile die Vorzüge eines gebildeten Sith zu schätzen wusste.
Als ehemaliges Straßenkind, würde er, genau wie sie damals, vieles nachholen müssen.
Das Grinsen, das sich bei diesem Gedanken auf ihr Gesicht legte war hintergründig genug, das Alec mit Sicherheit nicht erahnen konnte, das Arica bereits über einige Möglichkeiten nachdachte. Ungebildete, nur auf brutale Gewalt fixierte Sith gab es ihrer Meinung nach schon viel zu viele im Orden und sie wäre vielleicht ebenso wenn Exodus sie… Nein! Sie verbot sich selbst den Gedanken an diesen Verräter und ignorierte dabei auch das leise Geräusch ihres Com’s denn nun griff Alec an.
Unkoordiniert! Fast Planlos kam ihr sein Angriff vor. Das Ausweichen war viel zu einfach, selbst bei dem mehr als klaren Ausbildungsunterschied!
Sie konnte sich doch nicht so in ihm geirrt haben. Das einzigst Bemerkenswerte war bis jetzt seine Hartnäckigkeit, mit der er ihre Schläge weg steckte und immer wieder auf sie los stürmte.
Aber es passte nicht zusammen. Es konnte nur… Ja es konnte nur eine Finte sein!
Wie hätte sie es gemacht? Ein übermächtiger Gegner, dessen Stil man nicht kannte. Da war Täuschung die beste Möglichkeit! Je mehr der Gegner einen unterschätzte… je weniger er von einem wusste…. Das war eine Lektion die die Straße klar lehrte. Arica wusste das und in ihren Augen sprach es für Alec, das er klug genug war dies an zu wenden. Nur würde ihm das hier nicht lange helfen. Außerdem wollte sie mit ihm kämpfen um mehr über ihn zu erfahren. Seinen Stil, sein Können, die Technik!
Er machte es ihr schwer dies zu erkennen! Gut, er machte es ihr auch schwerer einen Rhythmus für den Kampf zu finden und die wenigen Treffen, die er landete waren alle samt von unbändiger Kraft.
Keuchend veratmete sie den Schmerz, den sein Knie in ihrem Brustkopf hatte explodieren lassen. Verdammt er hatte wirklich einen guten Moment erwischt und ihn für einen brutalen Schlag genutzt. Die Antwort lies natürlich nicht lange auf sich warten. Aber er gab nicht auf! Eine gute Eigenschaft, auch wenn sie Arica gerade eben beinahe aus der Fassung gebracht hätte.
Im Moment war etwas Raum zwischen ihnen und Arica musterte ihren Schüler wie er sich da gerade das Blut aus dem Gesicht wischte. Beinahe wirkte er ihr ein bisschen zu selbstzufrieden wie er da keuchend aber noch immer auf seinen Füßen stand.
Eine kurze, abschätzige Geste machte Arica mit ihrer rechten Hand und unterdrückte dabei das Verlangen ihr Kinn an der Stelle zu berühren, an der er sie soeben getroffen hatte.


Nichts! Garnichts ist bei dir zu erkennen. Keine Linie, keine Technik!
Einzig rohe Kraft! Schläge wann immer es passt. Kaum vorausschauend. Du zwingst deinem Gegner kaum etwas auf. Du reagierst nur wo du agieren müsstest! Hat dir Alaine so wenig beigebracht?
Nicht nur Kraft und Können bestimmen den Ausgang eines Kampfes! Strategie tut dies ebenso! Obwohl, eine gewisse Strategie muss ich dir doch zu Gute halten. Der Versuch dein Können zu verstecken und den Überraschungsmoment zu nutzen. Auch die Variation der Schläge. Zumindest eine Idee und ein Anfang, der mich hoffen lässt. Das allein wird dir aber nicht lange helfen. Bei einem weniger wohlwollendem Gegner wäre diese Taktik nicht wirklich aufgegangen!


Langsam hatte Arica sich bei den Worten umgedreht und war noch weitere Schritte von Alec weg gegangen.

Erzähl mir jetzt bloß nicht, das du noch nicht lange genug im Orden bist und man auf der Straße nichts Anderes lernen kann.

Mit diesen Worten wandte sie sich ruckartig wieder Alec zu und im gleichen Moment setzte sie sich in Bewegung. Einige von der Macht beschleunigte Schritte Anlauf, dann ein Flickflack, ein hoher Sprung über Alec‘s Kopf hinweg und im nächsten Augenblick ein halbe Drehung mit einen machtvollen Tritt der seinen Rücken traf, ihn straucheln lies und Arica die Möglichkeit gab sich nun mit ihrem ganzen Körper auf ihn fallen zu lassen.
Nun ja, etwas Strafe musste schon sein und im Moment war ihr wirklich noch nicht danach zu Mute ihn spüren zu lassen auf welche Arten man ein Wesen mit Hilfe der Macht foltern konnte. Dafür hatten sie ja noch sooo viel Zeit! Außerdem passte es im Augenblick sehr gut, ihm zu zeigen was sie so auf der Straße, oder besser gesagt in jenem galaktischen Wanderzirkus, gelernt hatte.
Am Ende lag er jedenfalls auf dem Boden und sie saß auf ihm während sie ihn nun beinahe zuckersüß angrinste.


Die Straße ist ein harter Lehrmeister! Ja! Aber kein Einfallsloser! Wie du an mir sehen kannst!

In einer einzigen fließenden Bewegung stand Arica nun wieder auf während sie auf Alec hinab blickte.

Aber immerhin! Drei Treffer! Es gibt wenige, in deinem Ausbildungsstand, die mehr geschafft hätten.
Also! Drei Treffer, Drei Fragen! Ich stehe zu meinem Wort!


Center - SithOrden - Trainingsraum - mit Alec
 
Bastion | Sithorden | Trainingsraum 3 | Aleah, Aden, Kira, Janus, NPC Clawdite (Alice Wear) und andere

Als Aleah die Augen öffnete war ein Medi Droide bei ihr. Sie fühlte sich Müde, fertig und war am Ende. Sie verzog leicht das Gesicht als der Medi Droide sich um ihren Hals kümmerte, die schmerzen ließen nach kurzer Zeit nach, scheinbar hatte ihr der Droide etwas verabreicht.

Sie fühlte auch wie etwas Energie wiederkam und sie sich besser fühlte. Langsam erhob sie ihren Oberkörper und lehnte sich an eine Säule. Sie schnauft schwer und sah sich auf dem Boden um, schnaufend erblickte sie ihre Deaktivierte klinge und zog sie langsam mit der Macht an sich.

Es war schwieriger für sie als zuvor aber sie schaffte es dass die Klinge über den Boden zu ihr schlitterte. Sie klemmte die Klinge an den Gürtel und lehnte den Kopf an die Säule, die Augen wieder schließend lehnte sie sich matt und müde an die Säule, unfähig sich großartig zu bewegen oder etwas anderes zu tun.

Nachdem sie die Augen wieder leicht geöffnet hatte sah sich um, die Clawdite war weg und Aden stand noch da. Das hieß dass sie sich gut geschlagen hatte und scheinbar sogar gewonnen hatte. Ein kurzes Lächeln entkam ihren Lippen. Sie hatte es tatsächlich geschafft und das gab ihr ein gutes Gefühl.

Abermals hatte sie es Aden gezeigt, sie hatte ihm bewiesen dass er sie nicht so einfach loswerden würde. Sie hatte weder sich noch ihm Schande bereitet. Sie brauchte noch etwas bis sich hochziehen konnte, langsam wanderte sie zu Aden, noch immer stand ihr die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben.

Als sie ihn und Kira erreichte senkte sie den Kopf respektvoll.

„Meister…darf ich mich zurückziehen…?“

Sie hielt den Kopf gesenkt sie musste sich Konzentrieren um nicht wieder umzufallen, sie brauchte dringend etwas schlaf und etwas zu essen. Ihre Gedanken kreisten nur noch um diese Wünsche, Schlafen und Essen.

Bastion | Sithorden | Trainingsraum 3 | Aleah, Aden, Kira, Janus und andere
 
- Bastion - Bastion Center - Wohnblock - Appartement 2345 A - Wohnzimmer -Cassie, Aiden -​
Sie hatte wirklich nicht erwartet bei Aiden eine chaotische Wohnsituation vor zu finden, das passte einfach nicht zu seinem Charakter. Aber eine solch stilvolle Offenbarung an Wohnraum ganz sicher nicht. Cassie konnte ihr Erstaunen ob jener überraschenden Privaten Seite ihres Liebsten nicht hinter losen Sprüchen und einem frechen Mundwerk verstecken.

Sie hatte eher eine karge an eine Mönchszelle erinnernde Wohnung erwartet, ganz einem Vollblut Soldaten geziemend der eigentlich nur für seinen Job lebte und gut und gerne auch in einem Schrank leben konnte – wenn er nur am nächsten Tag wieder in seine geliebte Kaserne kam. Aiden hatte ihr hier und jetzt eine eindrucksvolle Seite seiner Person , seines wirklichen Ichs aufgezeigt. Jeder einzelne Winkel des großzügig geschnittenen Apartments war mehr als stilvoll und elegant eingerichtet. Einfach alles wirkte als wäre sich um jedes geschmackvolle Detail Gedanken gemacht worden. Aiden rutschte auf ihrer Skala noch 10 Punkte über das eigentliche Begeisterungslimit hinaus. Er war nicht nur klug, talentiert, anziehend und sexy und berauschend und und und.....er war auch noch ein Mann von Stil und Klasse. Und Männer waren gerade was solch vermeidlich triviale Vorgänge wie das Einrichten einer Wohnung anging mit der mentalen Kraft eines Ronthos ausgestattet.

Und dieser Wein...... Cassie schloss kurz die Augen während sie weiterhin wie ein schüchternes Schulmädchen auf dem Sofa saß, und lies jede Nuance des teuren Tropfens auf ihre Geschmaksnerven wirken. Beeindruckend wie alles hier, beeindruckend wie er selbst. Wie war es nur dazu gekommen, das ein Mann von solcher Feinheit und Klasse an eine typische Corellianerin wie sie gekommen war? Es hies immer Corellianer hatten Treibstoff anstelle von Blut in den Adern das stimmte und darauf war das temperamentvolle Mädchen stolz doch Aiden hatte Anstelle von Blut flüssiges Gold in sich. Cassie lies von ihren Gedanken ab als Aiden sich zu ihr aufs Sofa setzte. Er stellte seine beeindruckende Wohnung noch in den Schatten. Die Kleidung die sie ihm gegeben hatte stand ihm äußert gut. Das enge (John war zarter gebaut als Aiden) schwarze T Shirt und die gut sitzenden Bluejeans ihres Bruders John betonten die Schönheit seines athletischen Körpers. Cassies Blick viel auf seine wohldefinierten Oberarme als er sie mit diesen in eine Umarmung schloss und sie zärtlich küsste. Ein süßer intensiver wenn doch kurzer Kuss folgte. Ein Kuss dem ein zuckersüßes wenn auch irgendwie triumphierend wirkendes Lächeln das Hausherren folgte. Die Pilotin setzte sich daraufhin auf seinen Schoß und schmiegte sich an ihn, ihren Kopf auf seine Schulter bettend gestand sie das was seine Blicke einforderten.

Okay du hast mich überrascht, extrem überrascht. Dein Apartment ist mehr als beeindruckend, so stilvoll. Aber nichts und niemand ist so beeindruckend wie du.

Natürlich lies sie diesen Lobreigen nicht einfach so stehen, damit hätte sie ja all ihre Geschütze eingefahren.


Wobei ich behaupte das du sicherlich eine gute Reinigungskraft oder eben einen Reinigungsdroiden hast. Alleine würdest du diesem wunderbaren Ort hier doch nicht gerecht werden. Wobei, bei mir haben selbst die Reinigungsdroiden aufgegeben.

Beide schmunzelten kurz ob jenes Scherzes, dann trat Schweigen ein. Cassie, die mitlerweile wie er das Weinglas auf dem Tisch abgestellt hatte, wusste nicht was er gerade dachte. Vermutlich dachte er aber genau wie sie an die Probleme die ihre Beziehung zwnagsläufig mitbringen würde. Sie würden sich niemals (zumindest so lange sie für das Imperium diensten) zueinander bekennen dürfen, sich niemals erwischen lassen, dafür würden sie stets und immer befürchten müssen endeckt zu werden.

Wie soll es weiter gehen Aiden? So wie es bisher funktioniert hat, oder willst du es beenden bevor es angefangen hat? Ich für meinen Teil bin bereit den Weg der Heimlichkeit zu gehen, ich werde das mit uns niemals verraten. Ich kann nicht mehr ohne dich. Wie gesagt ich würd mich sogar ins langweilige Outerim versetzen lassen. Wobei...


Aus irgend einem unerfindlichen Grund schossen Erinnerungen an Ronad durch ihren Kopf..

So langweilig isses da dar gar nicht. Der Lebensgefährte meiner Schwester Lilly, die du vorhin kennen gelernt hast, er hies Ronad, ist dort in einer echt miesen hinterlistigen Schlacht ums Leben gekommen. An Action würde es mir da also auch nicht mangeln...

- Bastion - Bastion Center - Wohnblock - Appartement 2345 A - Wohnzimmer -Cassie, Aiden -​
 
[Bastion - Center - Sith Orden - Janems Quartier - Kleines Schlafzimmer] - Vincent

Er hörte wie Menari den Raum in Richtung Gang verließ, konnte sich jedoch nicht einmal im Entferntesten vorstellen wohin dieser jetzt alleine gehen wollte, da wohl niemand im Orden gut auf ihn zu sprechen sein dürfte. Vorsichtshalber verließ er das kleine Schlafzimmer in der er sich befand, um sich zu versichern, dass der Chiss nicht vom ihm erwartete ihm zu folgen, was jedoch nicht der Fall zu sein schien. Die Tür zum Gang schloss sich gerade wieder als er den Raum betrat und so blieb er allein zurück.

Was sollte er jetzt tun? Den Orden erkunden? Wohl eher nicht, am Ende würde er einem Sith begegnen, dem nichts eine größe Freude bereiten würde, als dem Schüler eines gefallenen Sith die Haut abzuziehen. Vielleicht hier bleiben und weiter mit der Macht experimentieren? Auch keine gute Idee, da er eigentlich viel zu erschöpft von dem vorigen Kräftespiel war. Leider fiel ihm im Moment nichts ein, was er sonst hätte tun können, also welche Wahl hatte er schon?

Zurück im Schlafzimmer lies er sich erst einmal rücklings aufs Bett fallen. Am liebsten würde er jetzt zwei Tage land durchschlafen, so müde war er. Doch es war nicht nur der Mangel an Schlaf, der seiner Laune zusetzte, auch die gerade beginnenden Kopfschmerzen wirkten sich nicht gerade positiv auf seinen Gemütszustand aus. Ganz zu schwiegen von der körperlichen Erschöpfung, die sich in seinem Körper ausgebreitet und ungefähr zu dem Zeitpunkt eingesetzt hatte, als er die Macht durch seine Adern fließen lies. Er hatte nicht erwartet, dass sich das Anwenden dieser Kraft so sehr auf ihn auswirken würde, weder mental noch physisch. Nachdem er gesehen hatte wie selbstverständlich Menari die Macht seinem Willen gehorchen ließ, hatte er erwartet, dass ihm dies ebenfalls leichter fallen würde, sobald er den Kern des Ganzen erst einmal verstand hatte. Nun, da hatte er sich wohl geirrt. Kurz dachte er darüber nach wirklich noch einmal seine Kräfte zu trainieren, sagte sich aber dass es vollkommen unnütz wäre, da er nicht wusste, ob er sich überhaupt noch zu irgendetwas aufraffen konnte. Völlig motivationslos starrte er einfach nur an die Decke und hoffte, dass die stechenden Kopfschmerzen bald vergehen würden.


[Bastion - Center - Sith Orden - Janems Quartier - Kleines Schlafzimmer] - Vincent
 
Zuletzt bearbeitet:
}>>[ Bastion >< Center >< Sith-Orden >< Trainingsraum >< mit Arica ]<<{

Nun, er hatte wohl kaum erwartet, dass sie sich über ihn in Lobeshymnen ergoss, doch Aricas beinah gebellte Disqualifizierungen seiner Fähigkeiten kamen ihm doch ein wenig zu hart vor. Ungerecht wohl kaum, jedoch ungerechtfertigt. Seine Physis ließ ihn so Einiges aushalten, und doch war der Kampf gegen Arica gerade derart entkräftend gewesen, dass es ihm Mühe bereitete aufrecht stehen zu bleiben. Nicht nur, dass sie ihm gehörig zugesetzt hatte. Er hatte auch durch seine eigenen Angriffe unglaublich viel Kraft gelassen, wobei der ständige Wechsel zwischen Unkoordination und Koordiniertheit, Schlagschwäche und Schlagkraft ebenfalls einige Ressourcen verschlungen hatten. Und immerhin hatte er sie ein paar mal gehörig getroffen. Wäre ihm das wohl gelungen, wenn er schlichtweg einseitig sein bestes gegeben hätte? Möglich aber unwahrscheinlich. Zu schnell hätte sich diese doch sicher viel viel erprobtere Kampfpartnerin auf seinen Stil eingestellt und dann wären seine Aussichten ganz vernichtet gewesen. Wieso also diese heftigen Rügen? Alec versuchte aufrechter zu stehen, drückte seinen Rücken durch und nickte: Nicht um zu zeigen, dass er einverstanden war, sondern dass er verstanden hatte.

Schläge wann immer es passt? Naja. Einzig Rohe Kraft? Wohl kaum. Kaum vorausschauend? Keineswegs. Was wollte sie von ihm? Hoffentlich hatte sie noch vor, ihm zu zeigen wie es ihrer Meinung nach richtig ginge, statt nur vermeintliche Defizite aufzuzeigen. So wie eine gewisse andere Sith ...


"Hat dir Alaine so wenig beigebracht?"

fragte sie gereizt, kam aber schließlich doch noch dazu, ihm zumindest seinen Täuschungsversuch anzurechnen. Immerhin. Natürlich, auf lange Sicht oder in anderer Situation hätte so eine Strategie seinen Tod bedeuten können oder müssen. Naja natürlich. Aber möglicherweise war es hier genau das Richtige gewesen.

"Leider hat mir Lady Aren so gut wie nichts beigebracht."

meinte Alec sachlich, gedachte das aber durchaus als Verteidigung. Arica war sich doch wohl darüber im Klaren, dass er hier bislang noch recht wenig Lehre genoßen hatte.

"Erzähl mir jetzt bloß nicht, das du noch nicht lange genug im Orden bist und man auf der Straße nichts Anderes lernen kann."

Was sollte denn das heißen?

"Ich versteh nicht ganz. Ich lernte in der Gosse zwar keinen kristallklaren Kampfstil, aber eben zu Überleben. Und meinen Kopf einzusetzen, um das Blatt für mich zu wenden, Meisterin. Ist es nicht das, was ..."

war Alec gerade dabei zu sagen, als sich Arica, die bereits ein paar Schritte weiter weg gemacht hatte, blitzschnell umdrehte und auf ihn zugeschossen kam, schließlich sprang. Auf die Bestrafung, auf die anstehende Züchtigung hatte er schon gewartet, sie für unausweichlich gehalten. Nun sollte sie kommen. Für einen Sekundenbruchteil wollte Alec zwar instinktiv reagieren, ausweichen, sich schützen, angreifen. Doch unterdrückte er diese Regung. Jeder Widerstand hätte die "Lektion" nur erweitert. So versuchte er nichtmal, etwas gegen den stahlharten Tritt zu tun, der ihn wie eine Bombe am Rücken traf und zu Boden schleuderte. Wie eine Spinne auf Beutefang sprang Arica ihrem Opfer hinterher und landete auf Alecs Bauch. Ihr Grinsen war süß wie Gift.

"Die Straße ist ein harter Lehrmeister! Ja! Aber kein Einfallsloser! Wie du an mir sehen kannst!"

Alec hustete und spuckte, den Kopf zur Seite dringend, das Blut aus seiner Mundhöhle. Wie dem auch sei.

Geschmeidig wie ein Panther glitt die Executorin von ihrem Adepten herunter und schritt ein wenig durch den Raum, gab Alec Zeit sich aufzurichten. Xander griff zu dem Handtuch, dass er vor dem Kampf auf den Boden geworfen hatte. Seine Schulter schmerzte. Er sagte nichts.
Nun kam seine Meisterin zum Wetteinsatz. Dass er immerhin in der Lage gewesen war, sie dreimal zu treffen, erkannte sie doch noch löblich an und wollte zu ihrem Wort stehen. Alec wischte sich das Gesicht ab. Er dachte gar nicht erst groß nach.


"Was waren die Gründe für euch, mich zu eurem Schüler zu nehmen, Meisterin?"


}>>[ Bastion >< Center >< Sith-Orden >< Trainingsraum >< mit Arica ]<<{
 
[Bastion - Sithorden – Trainingsraum 3 – Kira, Janus, Aden, Aleah vs. Alice (NPC Clawdite) und wer eben sonst noch da trainiert]

Die Sith hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass Aden ihr Wettangebot annehmen würde. Sie hatte es fast mehr deswegen getan, um ihn zu ärgern. Nun, natürlich sagte sie da nicht nein und nickte grinsend. Was sie jedoch daran beunruhigte war, dass sich Aden dann scheinbar ziemlich sicher zu sein schien, dass seine Schülerin gewinnen würde. Nun...er wusste ja auch was sie konnte, was er ihr gelehrt hatte. Sie hatte daher vielleicht noch ein paar Asse im Ärmel. Diese Gedanken machte sie etwas nervös, doch nicht etwa, weil sie Janus an Aden verlieren würde. Nein, es ging ihr einzig und allein ums Prinzip. Sie war eine schlechte Verliererin, dies wusste sie selbst und meist hatten dies ihre Mitspieler nie überlebt... .

Der Kampf verlief ziemlich spannend, wenn auch für Kira’s Geschmack auch ziemlich widerlich. Zuerst sah es so aus, als würde die Clawdite gewinnen, doch irgendwie gelang es der Rotzgöre sich nochmal zu befreien und das Wechselwesen in die Flucht zu schlagen und es dabei zum Fall zu bringen.
Zwar lagen beide nun bewusstlos da, doch Kira ahnte, wen Aden als Gewinner küren würde. Sie behielt recht damit, dass Aden natürlich seine Schülerin als Gewinnerin pries. Verärgert sah sie zu seiner Schülerin, welche noch immer blutend am Boden lag.


„Das sehe ich selbst, dass ich verloren habe!“


Fuhr sie Aden an, als dieser den Kampf als „wunderbar“ bezeichnete und sie daran erinnerte, dass sie verloren hatte.


„Und als wunderbar würde ich den Kampf nun wirklich nicht bezeichnen, sondern eher...widerlich. Die haben ja gekämpft wie Tiere!“


Sagte Kira abfällig. Zwar war es mehr die Clawdite gewesen, die so gekämpft hatte, doch dass wollte sie nicht unnötig betonen.
Der Blick der Sith glitt über das „Schlachtfeld“ und ihr wurde übel, als sie die Wunde bei Aleah und bei Alice am Arm sah. Sie war als schwangere eh sehr empfindlich auf Gerüche und bei dem Anblick glaubte sie sogar, dass Blut der Beiden zu riechen. Sie begann daher zu würgen, presste ihre Hand auf ihren Mund und rannte zu einem nahen weißen Zylinder, in welchem sonst Trainingsutensilien gelagert wurden. Doch im Moment war er leer und Kira erbrach sich über der Öffnung. Söhnend stütze sie sich mit beiden Händen auf dem Zylinder ab und schritt dann langsam wieder zu Aden. Es war ihr sichtlich peinlich, doch was konnte sie schon tun? Sie fühlte sich jedoch genötigt, ihm das zu erklären, damit sie nicht noch blöder dastand, denn sie bezweifelte, dass es sich mit schwangeren Frauen und deren Probleme auskannte.


„Sorry, aber der Anblick und der Geruch von Ekelhaftigkeiten lösen bei Schwangeren schnell Übelkeit aus. Dies passiert sogar bei guten Gerüchen... .“

Meinte Kira etwas bedient. Kurz vorher hatte sie noch aufgeschnappt, wie Aden ihr erklärt hatte, dass sie Janus behalten durfte. Doch dies war ihr egal. Sie hatte nur gewinnen wollen und diese bessere Schülerin gewollt. Das er sie direkt nochmal nach der Schwangerschaft gefragt hatte und der Geburt des Nachwuchses, war ihr trotz des Übergebens auch nicht entgangen.

„Ich weiß noch nicht wo ich meine Kinder bekomme. Ja, schaut nicht so, es sind zwei!“

Fuhr sie Aden an, weil sie selbst auf sich wütend war, weil sie ihm schon viel zu viel preis gegeben hatte.

„Und, ja...ich bin Anfang des 9. Monats, aber was interessiert euch das?!“

Fragte sie nun ziemlich barsch. Sie redete nicht gerne über dieses leidige Thema. Schon mit dieser Jedi Brianna hatte sie ungern darüber gesprochen. Eine Jedi wusste von ihrem Geheimnis, was bald keines mehr sein würde und erzählte es sicher im ganzen Jedi-Orden. Wunderbar. So war sie nicht nur das Gespött im Sith-Orden, sondern auch im Jedi-Orden. An ihrem Ruf musste sie wirklich arbeiten!


[Bastion - Sithorden – Trainingsraum 3 – Kira, Janus, Aden, Aleah vs. Alice (NPC Clawdite) und wer eben sonst noch da trainiert]
 
Bastion - Center - Sith Orden - Hangar - Kron


Es hatte einige Stunden in Anspruch genommen, aber als Janem mit der Überholung seines Raumschiffes fertig war, war dieses im Besten Zustand seid Jahren. Die Kron war einsatzbereit und würde ihn und Vincent in jeden Winkel der Galaxis bringen der notwendig war um die Rätin ausfindig zu machen. Janem wunderte sich über sich selber wie lange er schon nicht mehr an diese Person hatte denken müssen, und wie lange er schon nichts mehr von ihr gehört hatte. Zumindest nachrichtendienstliche Hinweise hätte es geben müssen.

Nchdem er sich in der Nasszelle des Lamda-Shuttle gessäubert hatte, warf Janem sich wieder in seine weisse Montur und verliess sein Schiff. Es war an der Zeit die ersten Nachforschungen zu beginnen. Und Janem wusste auch schon wo er zu suchen hatte. Nur dass er nichts gehäört hatte, bedeutete nicht, dass es gar keine Hinweise auf die Person in den Archiven des Imperiums gab. Ihm standen vielleicht nicht mehr die Quellen offen die er einmal gehabt hatte, aber er konnte immer noch geneug erfahren um zu finedne wen immer er wollte. Wenn irgendein imperialer Soldat die Rätin irgendwo gesehen hatte, dann würde Janem es erfahren.

Janem fing durch die langen, düsteren Gänge des Ordens, bis er die militärische Verwaltung erreichte, die dem Bau angeschlossen war. Hier begab er sich in das Kommunikationsarchiv. Er sandte von einem Terminal aus eine Nachricht an seinen Schüler Vincent, dass er sich hier mit ihm treffen sollte. Sein Schüler konnte ihm dabei helfen die Kommunikationlogs zu durchforsten und gleichzeitig etwas für seine Auslbildung tun.

An einem Tisch in der Mitte eines großen Saales sass ein silberfarbener Droide der den Sith Executer mit der typischen überschwenglichkeit eines dienstbaren Droiden begrüsste. Der bestand aus mehreren Galieren, in denen sich zahllose, hellblau leuchtende Datenspeicher befanden in denen die gesamte Kommunikaion die zwischen den imperialen Stellen erfolgte gespeichert wurde.

Der junge Chiss formulierte seine Anfrage und der Droide wies ihm einen Platz mit einer Konsule zu an der die Informationen abrufen konnte. Das Volumen an Daten die Janem auf seine Anfrage hin erhielt war immens und es würde Stunden dauern das Material zu filtern, zu sichten und auszuwerten. Aber er war ein Sith und er hatte Zeit. Und sein Opfer wusste nichts von der Gefahr die sich weit weg zusammenbraute.



Bastion - Center - Militärverwaltung - Kommunikationsarchiv
 
Center - SithOrden - Trainingsraum - mit Alec

Den Ansatz, sich zu rechtfertigen hatte Arica gehört und es gefiel ihr, das Alec es so sah und vor allem, das er selbst jetzt noch diese Meinung vertrat und nicht wie so mancher speichelleckende Jasager hoffte vor Schmerzen verschont zu werden wenn er keinerlei Wiederworte gab.
Und doch hatte sie weiter gemacht. Natürlich hatte sie dies die Domonstration musste schließlich beendet werden.
Jetzt jedoch war es vorbei! Sie ging, nein sie schritt gemächlich hin und her während Alec sich aufraffte.
Zuletzt hatte er keine Gegenwehr mehr geleistet, hatte jenen letzten Tritt hingenommen wie eine Strafe. Dies gefiel ihr nicht und das würde er auch noch lernen. Für seinen ersten Tag als ihr Schüler hatte er sich jedoch ganz gut gehalten.
Seine erste Frage an sie lies Arica allerdings in ihren Schritten inne halten und ihn von der Seite her mustern!


Welche Gründe ich hatte?

Ihre linke Augenbraue wanderte deutlich sichtbar nach oben. Sollte sie ihm wirklich die Wahrheit darüber sagen? Würde Alec sich nicht zu viel darauf einbilden, wenn sie es offen legte? Wieso konnte er sich nicht damit zufrieden geben nun Schüler einer der mächtigsten Sith der Galaxis zu sein?
Aber andererseits, hätte sie ihn haben wollen wenn er sich einfach so zufrieden geben würde?


Du hast mich amüsiert!

Begann sie also und grinste dabei.

Als du noch Alaine gehörtest, hast du mich schon amüsiert! Und, um ehrlich zu sein auch interessiert! Ich habe das erste Mal seit langem wieder darüber nachgedacht einen Adepten an zu nehmen. Aber Alaine war deine Meisterin und somit … nun ja sie war deine Meisterin! Normalerweise würde mich das nicht hindern! Aber wir sind befreundet. Zu mindest so weit man das bei Sith sagen kann.
Tja, du hast jedenfalls etwas an dir! Etwas, das mich noch immer hoffen lässt, das es lohnt, sich die Mühe mit dir zu machen!
Vielleicht ist es genau das, was die Straße dich gelehrt hat. Oder vielleicht auch dein Charakter oder deine ganze Art.
Ich weiß es noch nicht, aber wir haben sehr viel Zeit es genau heraus zu finden.
Na ja, und in gewissen Hinsicht erinnerst du mich wohl an Jemanden.


Schnell hob Arica nun eine Hand abwehrend in seine Richtung!

Wage nicht zu fragen an wen!
Nutze deine beiden verbleibenden Fragen lieber für Wichtigeres!


Nun wandte sie sich ihm wieder ganz zu und wartete.

Center - SithOrden - Trainingsraum - mit Alec
 
[Bastion-Hauptquartier der Flotte – Gänge] Lloyd Mace und Commodore Liam Bester

Die Geschehnisse im Osarian-System waren weitestgehend unbeobachtet geblieben, es war ein kleines, relativ unwichtiges Gebiet und die Flotte musste nach dem finalen Schlagabtausch des Bürgerkriegs erst einmal konsolidiert werden. Dieses System aus dem imperialen Register zu tilgen wäre kein großer Aufwand gewesen, nur der Umstand wie die Einheimischen den Aufstand ausführten ließ es nicht zu, dies unkommentiert zu lassen. Womöglich hätte man die imperiale Präsenz in diesem System in den kommenden Monaten auch so aufgegeben, doch so konnte es kein friedliches Ausscheiden des Imperiums aus dem Osarian-System geben.

Im Moment hatte man nicht den Luxus für diese Zwecke eine Angriffsflotte als Demonstration der Macht und stumme, aber doch offensichtliche Warnung auszusenden. Ein möglicher Konflikt brodelte schon länger unter der armen Arbeiterklasse auf Rhommamool, eben weil der Reichtum der Osarianer, sich auf der Ausbeutung des Nachbarplaneten begründete. Das Imperium hatte diesem Planeten den Frieden gebracht und nun dankte man es mit Rebellion, so etwas konnte nicht unbeantwortet bleiben.

Und auch wenn im Moment eigentlich kaum Ressourcen zur Verfügung standen, hatte der kleinwüchsige, schlanke Commodore wohl doch ein passendes Werkzeug gefunden. Ein einfacher Schiffskommandant hatte sich sehr für eine Intervention eingesetzt und wie es der Zufall wollte, war sein Schiff Gefechtsbereit, auch wenn es möglichst nicht zu einem Gefecht kommen sollte.


„Sie müssen Commander Lloyd Mace sein…“ bestimmte der unterdurchschnittlich große Offizier mit der Adlernase. „Commodore Liam Bester, gehen wir doch ein Stück.“ Vorstellung und Aufforderung ihn zu begleiten und das alles ohne wirklich stehen zu bleiben, oder den Mann direkt anzusprechen, so als sei es vollkommen zufällig.

„Mir kam zu Ohren, ihr Gesuch findet nicht viel Zuspruch. Wie sie unzweifelhaft wissen leben wir in schwierigen Zeiten und die Flotte… sagen wir einmal ist nicht mehr das was sie vor einigen Monaten noch war. Manchmal könnte man denken es gibt nichts, woran es nicht fehlt.“


Für einen kurzen Moment schwieg Bester, bevor er schließlich seine Ausführungen zu Ende brachte:

„Aber ich denke es gibt Wichtigeres was sie tun sollten, auf diesem Datenblock befinden sich ihre Befehle. Sie werden eine Aufklärungseinheit kommandieren, sammeln sie die beiden Korvetten Awakening und Pathfinder im Muunilinst-System auf. Ihr Auftrag ist es die Lage im Osarian-System zu stabilisieren, sollte dies nicht möglich sein, verschaffen sie uns mehr Zeit. Das momentane Chaos wird nicht ewig anhalten, das sollte es uns zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen, eine weitere Eskalation der Lage vor Ort mit schweren Waffen zu unterbinden. Wenn sie beide Parteien dazu gegeneinander ausspielen müssen ist mir das Recht. Ich sorge derweil für die entsprechende Legitimation ihrer Befehle, sie kümmern sich darum, dass Osarian nicht vor die Hunde geht.“


Captain Lloyd Mace musste nur noch den Datenblock entgegen nehmen und die Intervention konnte in die Tat umgesetzt werden.

[Bastion-Hauptquartier der Flotte – Gänge] Lloyd Mace und Commodore Liam Bester
 
Zuletzt bearbeitet:
Raumhafen – Alaton, Shim’rar

Der Sith ,usste nicht lange warten, bis sein designierter Schüler ihn unter dem Hologramm am Raumhafen traf. Er machte nicht den Eindruck, in der letzten Stunde besonders viel gepackt oder vorbereitet zu haben. Sicherlich wäre es interessant zu wissen, was Alaton während der Wartezeit getan hatte, aber für den Moment genügte es Shim'rar zu wissen, dass er gekommen war.

Gut. Unser Flug startet an Durchgang 35. Komm.

Er sprach den anderen Twi'lek absichtlich auf Basic an, einerseits um zu sehen, wie er reagierte, andererseits auch, weil er wusste wie es sich anfühlte, sich in einer weniger verbreiteten Sprache zu unterhalten. Passanten wurden schnell misstrauisch, weil sie nicht verstanden, was gesagt wurde, und man selbst wurde nicht zuletzt deswegen nachlässig und unvorsichtig. Im Endeffekt mochte jeder der anderen Passagiere des Ryl mächtig sein, und nicht alles, was der lilahäutige Twi'lek seinem Schüler zu sagen hatte war für andere Ohren bestimmt.
Also war es besser, eine Sprache zu sprechen, die jeder verstand, und stattdessen etwas mehr Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, sicherzustellen, dass niemand in Hörweite war.
Der Weg zum Personenfrachter nach M'haeli war nicht weit, und Shim'rar reichte der in seinen Augen wenig attraktiven Rodianerin mittleren Alters am Schalter die beiden Tickets.


Was glauben sie, junge Dame, ob mein Kleiner hier mal ins Cockpit darf?

meinte er mit einem leicht ale-seelig Tonfall, und gab der Frau zunächst einen viel zu freundschaftlichen Knuff gegen die Schulter, bevor er Alaton in fast väterlicher Weise auf die Schulter klopfte. Keine Fluggesellschaft, die etwas auf die Sicherheit ihrer Passagiere hielt, würde irgendeinen Passagier auch nur in die Nähe der wichtigen Systeme des Schiffes lassen - nicht ohne etwas Überzeugungsarbeit - aber im Moment kam es dem Sith nur darauf an, den Eindruck eines tölpelhaften Provinzlers zu machen, der vielleicht zum ersten Mal flog.
Mit der Ehrfurcht anderer konnte er schließlich nichts anfangen. Dadurch wurden sie nur schwerer zu manipulieren. Sich selbst als unwichtig, dumm oder allgemein wertlos darzustellen verschaffte einem dagegen die Möglichkeit, aus dem Verborgenen anzugreifen - wer achtete schon auf einen Hinterwälder, der sich benahm wie ein tänzelndes Shaak?


Pass gut auf, mein Sohn, dann kannst du was lernen.

Er war gespannt, ob Alaton diese unscheinbare Bemerkung so verstehen würde, wie sie gemeint war. Immerhin hatte sein Training trotz einiger ausstehender Tests bereits begonnen, und mit etwas Glück verstand er, wieso sich sein Meister so absonderlich verhielt, während sie das Schiff betraten.


Raumhafen - An Bord des Passagierschiffs "Carceri Sunrise" – Alaton, Shim’rar
 
[Bastion-Hauptquartier der Flotte-Gänge-Lloyd Mace, Liam Bester]

Zunächst war Lloyd froh gewesen, überhaupt von einem ranghöheren Offizier der Flotte empfangen zu werden. Osarian war für das Imperium recht unbedeutend. Ein bisschen Bergbau auf Rhommamool und die Zolleinnahmen von Osarian selbst waren überschaubar. Die Art und Weise der Auseinandersetzung und der Festzsetzung des Gouverneurs war nicht hinnehmbar und untergrub die Autorität des Imperiums. Lloyd freute es, dass der Commodore dies genauso sah.

Dieser hielt Mace nun ein Datapad entgegen, welches der Commander zügig an sich nahm. Er überflog kurz die primären Aufgaben seiner Mission, welche sich mit dem bereits gesagten deckten.


"Commodore, ich danke Ihnen für das Vertrauen. Ich bin mir der gegenwärtigen Lage der Flotte bewusst und werde alles in meiner Macht stehende tun, um dem System wieder Ruhe und Ordnung zu bringen."

Mit einem militärischen Gruß trennten sich die beiden Offiziere. Lloyd marschierte schnurstracks zum Hangar. Die Ulysses hatte ihre erste Mission und ausgerechnet auch noch eine, die er sich insgeheim gewünscht hatte. Eine Rebellion zu dieser Zeit war Gift für die innere Ruhe des Imperiums. Um einen Dominoeffekt zu verhindern, musste rechtzeitig interveniert werden. Zwei Korvetten würden seine eigene Fregatte begleiten. Die Not der Marine musste wirklich gravierend sein, wenn nun ein Commander mehr oder weniger das Kommando über einen kleinen Verband erhielt. Zwar konnte er den Befehlen entnehmen, dass die Kommandanten der Korvetten ihm nicht unterstellt waren, allerdings würde er der ranghöchste Offizier der Mission sein und die Ulysses das größte Schiff. Diese Tatsachen verliehen eine gewisse Autorität.

Mit schnellen Schritten betrat er die bereitstehende Lambda-Fähre. Noch bevor diese den Hangar verließ, hatte Lloyd bereits sein Com gezückt um das Schiff auf die bevorstehende Mission vorzubereiten.
Wie gewohnt meldete sich sein Erster Offizier.


"Lieutenat Commander Adamer, wir haben einen Auftrag. Die Ulysses wird sich zunächst zum Muunilinst-System begeben. Dort haben wir ein Rendezvous mit zwei Korvetten, welche uns danach zum Osarian-System begleiten. Ich komme gleich wieder an Bord, machen Sie das Schiff startbereit. Das Imperium schlägt zurück Mr. Adamer."

[Bastion-Hangar-Lloyd Mace]
 
[geostationärer Orbit – Imperialer Klasse II Sternenzerstörer – Accuser of Light – Hangar] – Draugir, Andere & Deckpersonal

Das war er also. Der dritte Sternenzerstörer in seiner Laufbahn als Pilot, den er in Zukunft Heimat nennen würde. Zwischendurch hatte es immer mal wieder eine Fregatte oder Korvette gegeben auf denen er gedient hatte. Solange bis die erneute Versetzung kam. Selbst auf einem Eskortträger hatte sich der Pilot schon wieder gefunden. Wenn er sich nicht täuschte musste es dort gewesen sein, das er vom Lieutenant wieder degradiert worden war. Entgegen mancher Annahmen war er sogar recht froh darüber, denn mit besagter Degradierung war er auch erneut versetzt worden – auf Sternenzerstörer Nummer 2 – und hatte diese unsägliche Staffelkommandantin nicht mehr am Bein gehabt. Schlimmer noch als die, die einen Piloten nur drillten, waren diejenigen die sich tatsächlich noch genug Menschlichkeit bewahrt hatten und an ihren Schäfchen arbeiten wollten. Als wenn ihm jemand auf seine alten Tage noch irgendwer etwas beibringen konnte. Schnaubend schulterte der hoch gewachsene und breitschultrige Corellianer seine Habseligkeiten und stapfte mit den anderen Piloten und neuen Crewmitgliedern in Richtung der Ausgänge. Accuser of Light als auch der Name seiner neuen Staffel, das musste er jedoch zugeben, das waren Namen die bisher unübertroffen großkotzig klangen. Und... gerade deswegen perfekt mit ihm und seinen Ansichten harmonierten. Zufrieden für einen Moment vor sich hin grinsend steuerte er nicht wie alle anderen sein Quartier an, sondern strebte geradewegs auf die Messe zu. Der Vorteil seiner zahlreichen Stationierungswechsel brachte es mit sich, das man sich einprägte die Pläne zu aller Erst im Kopf zu haben.

Genießerisch sank der Pilot an einem unbesetzten Tisch auf den Stuhl, knallte seine Tasche auf den Boden und kramte in einer Tasche seiner schwarzen Pilotenuniform nach den dort verstauten Zigaretten. Als gehöre ihm die Messe lehnte sich der Corellianer zurück und atmete tief ein und blies den Rauch dann in Richtung eines am Nachbartisch sitzenden Mannes. Der erboste Blick desselbigen wurde von dem Corellianer genauso ignoriert wie der Kommentar den der Kerl abgab. Wieso sollte er sich schon mit irgend einem Offizier herum ärgern? Der Kerl war wahrscheinlich noch bedeutungsloser als die Crewman in den Gräben der Brücke. Gesichtslose Massen an Offizieren die Tag für Tag die harte Arbeit vollbrachten und doch immer gesichtslos bleiben würden. Aber ging es ihm da sonderlich anders? Welcher Schiffskommandant machte sich aus seinen Piloten schon mehr als ein paar Statistiken? Leicht angesäuert davon, das seine eigenen Gedanken ihm die Laune auch nur ein wenig verdorben hatten, drückte er die Zigarette aus und erhob sich wieder. Vielleicht sollte er bis Dienstschluss warten und dann ein, zwei... viele Drinks zu sich nehmen. Und wer weiß... vielleicht war diese neue Staffel ja gar nicht so übel? Bei dem Namen? Da kam vielleicht sogar noch jemand mit. Spekulierte er und trat einige Minuten später in sein Quartier. Da nichts neues auf ihn wartete, machte er direkt kehrt und warf im hinausgehen noch einen letzten Blick auf das Chrono. Er hatte noch genügend Zeit um zu seinem neuen Staffelkommandanten zu kommen. Oder noch vorher eine rauchen zu gehen... und eben so rechtzeitig da zu sein. Draugi hatte sich schnell entschieden...


„Glaub nur was du willst, ich geb' auf das Mediengesülze nichts. Wozu auch? Hilft's dir gegen die Republik zu wissen wer, wen wann, wo und wie umgelegt hat?“

Lachend schüttelte er den Kopf und drückte die Kippe aus. Manche Menschen waren einfach zu genial. Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, amüsierte er sich mit einem weiteren Kopfschütteln über den jünglichen Anwärter und dessen idealistischen Blick. Vor allem aber den verschwörerischen Ton, den er angeschlagen hatte, als er sich Draugir genähert hatte um von ihm zu erfragen was er denn so über die Ereignisse der letzten Stunden wusste. Aber ihn kümmerte das nicht. Dann hatten sie nun eben wieder einen Imperator, das bedeutete sie würden wieder gegen Republikabschaum fliegen. Gegen Imperiale zu fliegen machte keinen Spaß. Deren Taktiken hatte er alle kennen gelernt, da gab es nicht viel neues, oder sonderlich herausforderndes... Letztendlich kam er noch einigermaßen gut in der Zeit liegend auf der Krankenstation an. Die Zeiten in denen er sich über etwas wunderte, waren schon lange vorbei und anbetracht des Umstandes einer nur einige Stunden zurückliegenden Schlacht war es kein Wunder das ein Staffelführer seine Neulinge nun eben hier begrüßte. Maynard hatte schlimmeres und skurrileres erlebt. Allerdings traf es ihn doch ein wenig überraschend das er eine Frau vor sich hatte. Ihm war nur Captain Glenn mitgeteilt worden und das klang für ihn so gar nicht nach Frau. Deutlich maskuliner. Hoffentlich entsprach sie irgendwie ihrem Namen, dachte er im Stillen, wenngleich der Aufenthalt auf der Krankenstation eine ein wenig andere Sprache sprach.

„Pilot Officer Tennyson meldet sich bereit zum Dienstantritt, Flight Captain.“ Kam es dann schlussendlich rau über die Lippen des breitschultrigen Piloten von Corellia...

[geostationärer Orbit – Imperialer Klasse II Sternenzerstörer – Accuser of Light – Krankenstation] – Cecilia, Draugir
 
}>>[ Bastion >< Center >< Sith-Orden >< Trainingsraum >< mit Arica ]<<{

Sehr interessant. Alec war überrascht, dass sich Arica mit dem Verbot, weiter nachzufragen, an wen Alec sie denn erinnern würde, soviel blöße gegeben hatte. Er erinnerte sie also an jemanden, mit dem sie höchstwahrscheinlich etwas wesentliches verband, für den sie vielleicht sogar Gefühle hegte. Sehr interessant. Sollte sie ihn sogar auch aus ganz praktischen Gründen gewählt haben? Recht sollte es ihm durchaus sein. Noch war er ja weit davon entfernt, sich einfach nehmen zu können, was er sich zustand. Dann eben gerne so.

Was also nun weiter fragen? Mit der letzten Frage hatte er sich ja schon etwas weit vorgewagt und ihre teils heftige Reaktion ließ vermuten, dass er mit den weiteren Fragen auch nicht zu nachlässig umgehen durfte. Sie mochte ihm zwar rein formal angeboten haben, ihr vermeintlich jede Art von Frage zu stellen, doch waren das natürlich ihre Regeln. Was noch viel wichtiger war: Ihre Auslegung dieser Regeln war es, was galt, und das würde auch bis auf weiteres so bleiben. So war es nicht nur sehr gut möglich, dass sie ihm bei einer potentiell dreisten Frage einfach ausknockte, oder aber sich schlicht und ergreifend herauswand. Noch hatte Alec keine Frage gehört, der man nicht irgendwie hätte ausweichen können, egal wie sehr man sich um eine möglichst lückenlose Formulierung bemühte. Alecs nächste Frage musste also auch möglichst wenig berechnend wirken, sie also nicht zu einer Trotzreaktion bringen, gleichzeitig natürlich nicht irgendwelchen unwichtigen Stuss erfragen, wie ihre Lieblingseissorte oder dergleichen. Wie hatte sie sich gleich noch ausgedrückt? Er könne sie etwas Persönliches über fragen, oder?


"Hmm die nächste Frage, möchte ich von euch als komplexe Frage verstanden wissen. So wie ihr meine Meisterin nun seit, hattet ihr ja auch einmal eine Meisterin oder einen Meister. Von diesem Meister habt ihr die Wege der Sith gelernt und natürlich auch irgendeine Art Verhältniss entwickelt, wobei ich gehört habe, dass die Bande zwischen einigen Sith nie sehr groß sein sollen. Jedenfalls interressiert es mich, wer eurer Meister war, was er euch gelehrt hat und wie ihr zu ihm steht. Also frage ich: Wer ist oder war dieser Meister, unter dem ihr eine Sith wurdet."

schloss Alec und wartete ab. Er hatte ein gewisses Risiko eingangen. Wenn sie wollte konnte sie sich einfach über diese Art der komplexen Formulierung einer Frage hinwegsetzen und die tatsächliche Frageformulierung schlicht mit der Nennung eines Namens beantworten, welcher Xander im günstigsten Falle nicht gänzlich unbekannt war. Jedoch würde sie auf Grund dieser Offensichtlichkeit auch leicht den Anschein erwecken, ihn bewusst Täuschen zu wollen, ja gar unehrlich mit ihrer Wette gewesen zu sein. Je nach dem. Entscheidend war wohl, wie wichtig oder wertvoll ihr diese Information erschien.

}>>[ Bastion >< Center >< Sith-Orden >< Trainingsraum >< mit Arica ]<<{
 
[Bastion - Sithorden – Trainingsraum 3 – Kira, Janus, Aden, Aleah (Bewusstlos) und wer eben sonst noch da trainiert]



Wie nicht anders zu erwarten war besserte der Ausgang des Kampfes die Stimmung der schwangeren Sith nicht im Mindesten. Aden schien gar zu bemerke, dass Kira noch ungehaltener schien als bisher. Allerdings sah sie plötzlich auch ziemlich blass aus, nahezu Grün um die Nase. Ihren abfälligen Kommentaren zum Kampfgeschehen folgte ein kurzer unfreiwilliger Ausflug zu einem der Gerätebehälter. Der Apprentice hatte Mühe seine Belustigung darüber zu verkneifen, dass Kira sich ihren Mageninhalt noch einmal durch den Kopf gehen ließ. Es war normal nicht seine Art sich derart zu begeistern, doch für diese über die Maßen arrogante Person konnte er sich kein gerechteres Schicksal vorstellen.

Trotz ihres Zustandes und ihrer Laune war die Sith erstaunlich Redeseelig. Nicht, dass ihn der vermeintliche Grund ihrer Übelkeit interessierte, aber dass sie im 9. Monat war und gar Zwillinge erwartete waren recht unerwartete Informationen. Seltsam, dass sie dies so freimütig preisgab.


„Ihr bekommt Zwillinge? Wer hätte das gedacht. Ich wünsche euch natürlich nur das Beste für die Geburt und die Zukunft der Kleinen.“

Mögen sie in der Lage sein, ihre miese Stimmung zu bessern! Fügte er in Gedanken hinzu. Tja, was interessierte es ihn? Eine gute Frage. Im Grunde war es gut Neugierig zu sein, wenn man seine Grenzen kannte. Bei Kira war Aden nicht sicher wo ihre Grenzen lagen.

„Ich bin eben Neugierig das ist der einzige Grund. Immerhin bietet ihr keinen alltäglichen Anblick in diesen Hallen! Ist der Vater ebenfalls ein Ordensmitglied? < > Oh ich glaube das geht mich nichts an. Verzeiht meine unüberlegte Frage!“

Aleah erlangte ihr Bewusstsein zurück und trat vor die beiden Apprentice. Wohlwollend nahm er ihre Geste der Unterwürfigkeit gegenüber Kira zur Kenntnis. Sie war in der Tat schon sehr weit und wusste um die Wichtigkeit der Rangordnung und ihrer Rituale. Ihr Geschwächter Körper verdiente in der Tat eine Erholungspause. Allerdings war es klug vor Kira nicht allzu Nachsicht zu agieren. Später konnte er ihr noch immer seine Anerkennung zukommen lassen.

„Geh und ruh dich aus, immerhin hast du noch einige Runden im Hindernissparcours vor dir! Der Droide wird dich begleiten und deine Wunden pflegen.“


Aleah schien zumindest zufrieden damit endlich eine Pause zu haben und wandte sich bereits zum Gehen als Aden noch etwas in den Sinn kam. Es wurde Zeit, dass sie auch in Sachen Theorie einen Schritt nach vorn machte.

„Ach.. mir fällt noch ein, dass ich dir noch einen Auftrag mit auf den Weg geben wollte. Wenn du deinen Körper ausgeruht hast, wirst du dich in die Bibliothek begeben und dort über die Möglichkeiten nachsinnen, welche dir die Macht bieten kann. Ich will dass du mir von einer aktiven und einer passiven Fähigkeit berichtest, sobald du genesen bist!“

Damit entließ er seine Schülerin und wandte sich wieder der schwangeren Apprentice zu.




[Bastion - Sithorden – Trainingsraum 3 – Kira, Janus, Aden und wer sonst noch da trainiert]
 
[ Bastion | Bastion Center | Wohnblock | Appartement 2345 A | Wohnzimmer | mit Cassie allein ]

Für einen kurzen Augenblick herrschte Stille zwischen den beiden Piloten. Einzelne Sonnenstrahlen drangen durch das äußerst dünne, blanke Plexiglas in das Innere der winzigen Wohnung als sich die Sonne an ein paar dunklen Wolken vorbei geschoben hatte. Auf dem schneeweißen Sofa saß Cassie, die anscheinend ihre unzähligen Gedanken noch ordnen musste. Man sah ihr ernsthaft an, dass sie vom stilvollen Mobiliar, dem weichen Teppich und den kunstvollen Bildern – quasi dem kompletten Appartement – mächtig beeindruckt. Ebenso schien dem corellianischen, brünetten Mädchen der angebotene Rotwein zu munden. Lächelnd setzte sich Aiden neben seine geheime Freundin auf das breite Sofa. Er sah sich siegessicher, denn damit hatte sie nicht gerechnet. Auf einmal setzte sie sich auf seinen Schoß und schmiegte sich liebevoll an ihn.

„Okay du hast mich überrascht – extrem überrascht“, gestand Cassie und lehnte ihren Kopf an seine breite Schulter. „Dein Apartment ist mehr als beeindruckend, so stilvoll. Aber nichts und niemand ist so beeindruckend wie du. Wobei ich behaupte, dass du sicherlich eine gute Reinigungskraft oder eben einen Reinigungsdroiden hast. … Alleine würdest du diesem wunderbaren Ort hier doch nicht gerecht werden. Wobei … bei mir haben selbst die Reinigungsdroiden aufgegeben.“

„Schön, dass dir die Wohnung gefällt“, entgegnete Aiden und gab ihr einen zärtlichen Kuss. „... Und du hast recht, mir hilft der eine oder andere Droide. Meine Mutter schaut ebenfalls ab und zu nach dem Appartement, wenn ich im Einsatz bin. Das Lob gebührt somit nicht nur mir...“

Beide Piloten schmunzelten über den kleinen Scherz sowie sein Geständnis. Sanft drückte er seinen heimlichen Schatz an sich, während es erneut still zwischen ihnen wurde. Aiden hatte noch nie eine andere Frau in seine private Wohnung mitgenommen. Allgemein erfreute er sich wirklich nur selten über irgendwelchen fremden Besuch in seinen „Vier-Wänden“. Eine wahre Ausnahme stellte Cassie in diesem Fall dar. Ihm war bewusst, dass diese Beziehung nur im Verborgenen bestand hatte. Dazu hatte er schon einmal – vor genau vier Jahren – einen geliebten Menschen im Dienst verloren. 'Aber ich kann mich nicht von ihr trennen...', dachte sich Aiden und fuhr ihr liebevoll durch das brünette lange Haar. 'Nur in ihrer Nähe kann ich auf sie achten.' Erneut flackerten auf einmal schreckliche Bilder in seinem Bewusstsein auf. Vor seinem inneren Auge sah er eine grelle Explosion, wo vorher noch ein schlichter Tie-Interceptor geschwebt hatte. Mit seiner starken Willenskraft unterdrückte er die aufkommenden negativen Gefühlen. Ein eisiger Panzer wuchs mit einem Schlag.

„Wie soll es weiter gehen, Aiden?“, fragte Cassie mit einem Mal. „So wie es bisher funktioniert hat, oder willst du es beenden bevor es angefangen hat? Ich für meinen Teil bin bereit den Weg der Heimlichkeit zu gehen. Ich werde das mit uns niemals verraten. Ich kann nicht mehr ohne dich. Wie gesagt ich würde mich sogar ins langweilige Outer-Rim versetzen lassen. Wobei...“

„Das musst du nicht...“, unterbrach Aiden die junge Corellianerin. „Jede Distanz zwischen uns wäre schlicht zu groß für meine Seele. Ich möchte dich auch nicht im Outer-Rim sehen, sondern Seite an Seite mit dir fliegen... und wissen, dass du nicht in Gefahr bist. Nur die Wolves können dir Schutz in diesem Krieg bieten! Das weißt du.“

„... so langweilig ist es da dar gar nicht“, sprach sie ungeachtet weiter. „Der Lebensgefährte meiner Schwester Lilly, die du vorhin kennen gelernt hast, er hieß Ronad, ist dort in einer echt miesen hinterlistigen Schlacht ums Leben gekommen. An Action würde es mir da also auch nicht mangeln...“

Aiden musste bei diesen Worten schlucken, denn er erinnerte sich an seine kurze Dienstzeit auf dem weißen Sternzerstörer der Klasse I „Zerberus“. 'Ganze vier Jahre ist nun das kleine Scharmützel mit den Piraten in der Nähe von Kessel her', erinnerte sich der Pilot und fuhr leise sich seufzend mit der rechten Hand durch das dichte schwarze Haar. Mit einem Mal gingen ihm zahlreiche Fragen durch den Kopf. Sollte er Cassie davon erzählen? Sollte er sie mit diesen Erfahrungen, welche er selbst in den letzten Jahren immer mehr verdrängt hatte, belasten? Nachdenklich biss sich der Lieutenant auf die Unterlippe. Sein ausdrucksloser Blick glitt blitzschnell zur Decke. An dem weißen Putz wurden einzelne Spiegelungen, die wie kleine Prismen aussahen, sichtbar. Im Hintergrund hörte man zum Teil das Surren der integrierten Belüftungsanlage. Für Aiden stellte diese Wohnung eine ernsthafte Zuflucht vor der Realität dar. Hier hatte er seine geliebte Susan vergessen. Hatte ihre Holobilder tief im dunklen Keller – irgendwo zwischen alten Kisten – versteckt. Wieder seufzte er. Langsam kehrte sein Blick zu Cassies Gesicht zurück. Sie musterte ihn.

„Der Name sagt mir etwas...“, begann der Bastioner Pilot zu erzählen. „Ich glaube, Ronad hatte mit mir zusammen auf der „Zerberus“ gedient – nur in einer anderen Staffel. Bei Kessel stellte sich uns eine verrückte Piratenbande in den Weg. Sie waren gut organisiert, da sie sogar eine kleine Fregatte besaßen. Man setzte uns zur Sicherung der imperialen Gebiete ein und so kam es zu einem Gefecht mit diesen Kriminellen. Einige Gegner waren ziemlich gut für dieses Pack. Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob die Rebellen diese Gruppierung unterstützt hatten.“

Schweigend nahm er einen Schluck Wein. Augenblicklich entfaltete sich auf seiner Zunge der sehr aromatische Geschmack. 'Eine wirklich gute Wahl.' Seine Hand griff nach der Weinflasche, um das Etikette zu lesen. Auf einmal stieg ihm Cassies Parfüm, ein leichter, angenehmer Duft, in die Nase und das wilde Chaos in seinem Kopf ließ allmählich nach. Ihre pure Anwesenheit beruhigte ihn – damit hatte er bei der ersten Begegnung wirklich nicht gerechnet. Zärtlich küsste Aiden ihre Stirn, wobei er sie gefühlvoll in den Arm nahm. Ihre verträumten Blicke trafen sich. Manchmal – so kam es ihm vor – verlor er sich in diesen hellbraunen Augen. Auch bei diesem Mal vergaß er mit einem Schlag all seine Probleme. Für den Moment existierten nur sie beide sowie ihre Liebe zueinander.


[ Bastion | Bastion Center | Wohnblock | Appartement 2345 A | Wohnzimmer | mit Cassie allein
]
 
Center - SithOrden - Trainingsraum - mit Alec

Komplexer? Aricas Augen verengten sich als Alec wieder anhub zu fragen! Er hatte ihrer Warnung von gerade eben anscheinend Folge geleistet, allerdings nur um gleich das nächste zweischneidige Schwert an zu sprechen. Oder war es doch in gewisser Hinsicht das Selbe?
Ihr Meister! Exodus! So mächtig und gleichzeitig so dumm. Wirft alles hin. All seine Macht! Und wofür? Seine Jedischlampe! Nichts anderes sah Arica in dieser Yuna, zu der er zurück gekrochen war. Wie konnte jemand, der zu den Mächtigsten gehört hatte nur wieder zu diesem Bodensatz zurückkehren! Und vor allem, wie konnte er sie verlassen um zu diesem blassen, machtlosen Weib zu kriechen und sich mit ihr in der Mittelmäßigkeit zu suhlen!
Aber konnte sie dies Alec sagen? Gestehen das Jener, von dem sie alles gelernt hatte, versagte?
Natürlich nicht. Exodus Schande würde auf sie zurück schlagen.
Allerdings, wenn Alec es wirklich herausfinden wollte war es ein leichtes in zentralen Datenbanken zu erfragen wer Arica‘s Meister gewesen war und von da war es dann auch nicht mehr weit bis zu der Erkenntnis das er sich feige in sein „Privatleben“ zurück gezogen hatte. Lüge oder abwimmeln war also eine eher kurzsichtige Variante. Also brummte Arica nur leise bevor sie, langsam von Links nach Rechts und wieder zurück schlendernd, zu sprechen begann.


Lord Exodus Wingston!
Executor!
Er war mein Meister! Lange Zeit!
Und unser Band war stark! Als Schülerin war ich ihm treu ergeben!
Bis in den Tod sogar!


Ja, sie hätte sich damals für ihn töten lassen. Und da waren sie noch nicht einmal ein Paar gewesen.
Leise lachte Arica bei den Gedanken zynisch auf.


Und selbst als ich keine kleine Adeptin mehr war, änderte sich diese Tatsache kaum!

Gab sie noch zu, überlegte dann aber ob sie wirklich mehr erzählen sollte? Ganz sicher nicht von ihrer speziellen Beziehung zu Exodus.
Alec war schließlich „nur“ ihr Adept und sie würde sich weder die Blöße geben noch irgendwelche Informationen offen legen, die ihm, in ihren Augen, nichts angingen.
Aber sie würde wohl doch besser von der Art berichten, wie Exodus sie ausbildet und, auch wenn Arica dies nicht wirklich gerne zugab, das es sie und ihre eigene Lehre in gewisser Hinsicht noch immer beeinflusste.


Er war mein Mentor, mein Lehrer und ich verehrte ihn vielleicht besonders weil er nicht der typische Sith und trotzdem unwahrscheinlich mächtig war.
Einige seiner Methoden fruchteten auch aus seiner Vergangenheit, die Anfang‘s nicht bei den Sith lag.
Du wirst auch bei mir nicht nur brutalen Kampf und aggressive Methoden erlernen. Ebenso werde ich nicht versuchen dir rein meinen Stil auf zu zwingen. Im Grunde verdankst du es ihm, wenn ich versuchen werde deine speziellen Eigenheiten heraus zu arbeiten und sie zu deinen Stärken zu machen.
Er war ein Sith wie der Orden viele gebrauchen würde.
Er war dies… bis…
ja, bis er den Verstand verlor und alles hinwarf für eine Frau die ihm, vor langer Zeit schon Kinder geboren hatte und für ein Leben in angeblicher Normalität! Er wollte dies so sehr, dass er sogar seinen kleinen Bas-tard ganz allein hier zurück lies.
Dies wohl vielleicht sogar als Unterpfand seiner Treue zum Imperium, denn Allegious hat, kaum war ExodusWingston weg, sich die Kleine dann gleich angeeignet. Aber ich schweife ab. Es ging ja um meinen Meister.
Du kannst dir gerne in unseren Archiven Informationen über ihn besorgen! Es gibt mir Sicherheit unzählige Dadafiles über ihn.


Jetzt blieb Arica stehen und blickte seitlich zu Alec hinüber.

Ist damit deine Frage beantwortet? Oder willst du zu dieser komplexen Frage noch etwas Spezifisches wissen.

Center - SithOrden - Trainingsraum - mit Alec
 
Zurück
Oben