Unterstütze das PSW: Hol dir (oder verschenke) einen Premium-Account oder kaufe ein bei Amazon.

Bodybuilding vs. Kampfkunst

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von superman77, 12. März 2007.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. superman77

    superman77 Dunkler Lord des Imperiums


    Wie bitte???Grösse ODER Kraft?Das eine ist ohne das andere unabdingbar...schon mal was von Muskelhypertrophie durch progressive Überlastung gehört?Nach deiner Definition könnte ja ein Spargeltarzan 180kg auf der Bank drücken...:rolleyes: Schlag mal schnell im Google nach,bevor du hier sämtliche Glaubwürdigkeit einbüsst.Ich bin zufällig auch geprüfter Fitnesstrainer....;)

    @put put:Erfunden?Möchtest du gerne ein Bild von mir sehen?
     
  2. colonelveers

    colonelveers Member of the Tattooine Metal Bikini Fetishist Ass Premium

    Habe mich zwar halb tot gesucht bei youtube aber ich konnte es leider nicht mehr finden.
    Ich habe da mal einen Ausschnitt aus so eine Box/Thai-Kampf (was auch immer) gesehen wo so ein Mastbulle/Bodybuilder (ist jetzt nicht abwertend gemeint, beschreibt nur die Kategorie) gegen einen recht normal wirkenden Kämpfer antrat.
    Der Mastbulle ist nach kurzer Zeit fast von selber umgefallen, sein Gegner musste da gar nicht viel machen. Der ist "heißgelaufen" und seine Pumpe konnte die Muskelberge einfach nicht mit genügend Sauerstoff versorgen. Der ist einfach zusammengeklappt....Feierabend. Ob jetzt da auch noch Chemie im Spiel war, im Bezug auf den Zusammenbruch, kann man natürlich jetzt nicht beurteilen

    und ja, auch ich würde gerne mal ein Bild von dir sehen.

    mfg
    colonelveers
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
  3. Spaceball

    Spaceball Chilehead Mitarbeiter

     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. März 2007
  4. superman77

    superman77 Dunkler Lord des Imperiums

    Da mir ja wohl einige hier nicht glauben,dass ich wirklich Kraftsportler bin,hier ein Bild von mir beim Training im Mc Fit in Dortmund:

    [​IMG]

    Meine Augen habe ich vorsichtshalber geschwärtzt..nicht dass hier einige auf dumme Gedanken kommen...:D

    Bei Bedarf kann ich auch noch eins in Wettkampfform mit 4% Körperfett nachreichen,falls einer nicht glauben sollte,dass ich mal auf der Wettkampfbühne war.

    Zu dem Thaiboxkampf:Ich glaube das war Bob Sepp,nicht wahr?Der ist aber wirklich ein "Mastschwein"(um die 150kg)...das ist auf jeden Fall nicht gesund für die Pumpe...;)Aber die meisten Jungs beim K1 wiegen deutlich über 100kg..nicht umsonst.Au fdie richtige Mischung kommt es an..und da gehört die Muskelkraft halt dazu..
    Aber an guten Tagen hat der Bob auch schon viele weggehauen.Aber ich habe ja gesagt,Masse alleine ist keine Garantie...aber sie ist ein Vorteil,wenn der andere sie nicht hat..vorallem im Infight,wo es eng wird.
    Der Mythos vom 70kg Spargel der alle weghaut ist noch aus der Bruce Lee-Ära übriggeblieben..aber auch Bruce Lee hätte im K1 übel was auf die Fresse bekommen...Film und Realität gehen da weit auseinander..:D
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. März 2007
  5. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    Ich würde mal schon sagen, dass ab einer gewissen Muskelmasse diese sich auf das Kampfverhalten relativ negativ auswirkt.
    Ich würde einfach mal behaupten das, was die Shaolin betreiben, das Maximum ist, das man aus einem menschlichen Körper herausholen kann. Aber seltsamerweise sind diese zwar durchaus durchtrainiert, aber niemals so massig wie Bodybuilder, obwohl praktisch permanent trainiert wird.
    Ganz einfach weil das Optimum an Körperbeherrschung nicht durch Masse erreicht werden kann! Muskeln ala Bruce Lee (der ja auch sehr durchtrainiert war) sind notwendig um die gewisse Ausdauer und Kraft aufbringen zu können, alles das darüber hinaus geht behindert die Ausführung und das Optimum an Körperbeherrschung nur noch.

    Klar ein kampferfahrener Muskelprotz kann, wenn er nicht all zu lahm ist, mit einem harten Schlag jeden auf die Matte legen, aber ansonsten würde ich ihm nie eine Chance gegen einen ebenso kampferfahrenen Kampfkünstler geben. Ein Klitschko hat auch sehr durchtrainierte Muskeln, aber noch weiter zu gehen und noch mehr Masse aus seinem Körper zu holen würde seine Kampfkraft eher schmälern als stärken (vor allem da vieles auch eine Frage des Trainings ist, in der Zeit, in welcher man Gewichte stemmt, kann man nunmal nicht gezielt auf einen Kampf trainieren und Bodybuilding ist denke ich ein recht aufwendiges Hobby)
     
  6. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    @superman
    Was Spaceball meint ist nicht, daß Bodybuilder schwach sind, sondern daß es noch andere Arten von Kraft gibt.
    Es gibt Männer, die trotz recht kleinem Muskelumfang sehr viel Kraft haben.
    Nein, keine "Spargeltarzane", schon muskulöse, vor allem sehnige Typen.

    Sorry fürs OffTopic.

    Das war Dyesce, die Minza's Rechner kommandiert...

    Truly Sorry!
     
  7. general-michi

    general-michi Botschafter

    Also ich sag mal folgendes, da ich auch etwas von kampfsport und Bodybuilding verstehe, hat (wie ich einige Posts vorher auch schon geschrieben habe) superman77 absolut recht, mit allem was er sagt. Und ganz ehrlich, dein Bild, superman, ist beeindruckend. War klar, das sich deine "Gegner" hier nicht mehr zu äussern. Das Bild impliziert für mich, das du einfach was von Bodybuilding verstehen musst. Aber das jetzt hier irgendjemand schreibt, er glaube dir jetzt (wo du doch fast schon als Lügner bezichtigst wurdest) bleibt natürlich aus. Das regt mich in diesem Forum auf!

    Natürlich gibt es gewisse Abstufungen von Masse und Kraft. Aber der Toleranzbereich ist nicht so gross, wie hier gerne behauptet. Im gesamten Thread sehe ich hier unglaublich viele Vorurteile (angefangen mit den gefakten Bildern von Riker) was natürlich im Bodybuildingsport gegeben ist. Aber jetzt haben wir hier mal jemanden, der sich auskennt, und trotzdem glaubt man sich selber eher als den...

    Und dann wird irgend ein Gegenbeispiel gesucht, um deutlich zu machen, das superman77 unrecht hat. Diesen "K1" Kämpfer kenne ich auch, aber das ist eine Ausnahme. Es gibt genug Athleten, die über 100 Kilo wiegen, unglaubliche Muskelberge haben und trotzdem eine Bombenkondition, auch wenn man hier immer nur den unbeweglichen, ausdauerlosen Bodybuilder sehen will...
    Ich weiß, das gehört nicht zum Thema, aber ehrlich gesagt finde ich diese Diskussion genauso spannend und ausserdem etwickelt jeder Thread eine Eigendynamik...unnötig, das zu unterbinden, denn so ist das nunmal. Alle, die sich darauf einlassen, tun das, weil sie sich darauf einlassen wollen...

    Noch ein Satz zum Thema: Arnie ist einfach unersätzlich. Vor allem bei Conan und Terminator. Er hat eine Siegerpräsenz, die kein anderer Schauspieler verkörpert, wesewegen ich ihn auch bei Twins oder vor allem Versprochen ist Versprochen richtig geil fand. Es gibt viele Arnie Fans, und das zeigt doch schon, das der Personenkult nicht daran liegt, das er ersätzbar ist, sondern eher einzigartig...
    Einem Actiostar sein Wert abzusprechen finde ich eigentlich absolut unerhört. Warum sind Hopkins und DeNiro unverwechselbar, Arnie und Sly aber nicht? Das stimmt doch gar nicht. Die einen besitzen vielleicht das bessere Handwerk (wobei Sly auch ein wirklich guter Schauspieler ist, schliesslich hat er schon mit DeNiro gespielt und stand ihm in nichts nach)...

    Aber Arnie hat einfach die Präsenz, die ihn unersätzbar macht!
     
  8. Wodka

    Wodka Gast

    Offtopik-Dingens
    Nein. Du bewegst dich auf einer Ebene, von der du nicht wirklich Ahnung zu haben scheinst. Ich habe in meiner Kampfsportzeit mind. 3 Großmeister erlebt die weitaus älter sind/waren als Bruce Lee. Die haben ihre Techniken meistens an größeren Gegnern demonstriert.
    Außerdem gehörten sie zu den erfolgreichsten Kämpfer ihrer Zeit. Einer von denen hatte in den 60ern alle französischen Meister regelrecht vorgeführt.

    Ich habe grade mal im Internet nach "Muskelhypertrophie" und "progressive Überlastung" gesucht und erinnere mich, daß ich mal darüber gelesen habe.
    Da standen sinngemäß folgende Fakten:
    - Die Muskelgrößen werden in 4 Stufen aufgeteilt.
    - Die Kraft wächt bis Stufe 3 proportionat mit (also je größer der Muskel wird um so mehr Kraft)
    - Die Kraft nimmt ab Stufe 4 wieder ab (Stufe 4 wäre ein Extremboddibilder, wie beispielsweise Arnold Schwarzenegger in seiner aktiven Zeit).

    Stufe 1-2 sind Sportler vom Marathonläufer bis zum Kugelstoßer. Stufe 3 sieht man an den "Ringen". Das ist die absolute Grenze von Kraft/Kraftausdeuer und Muskelgröße. Vergrößert sich jetzt die Armmuskulatur dann schwindet die Kraft.

    Wenn man sich die Palette der Olympischen Sportarten alle ansieht, dann stellt man fest, daß es unterschiedliche Kraft gibt, die natürlich auch unterschiedliche Muskeln braucht. Es gibt zwei Sorten Muskelfasern, wobei eine für kurze extreme Belastung (Kraft) und eine für kontinuirliche Belastung (Ausdauer) beansprucht wird. Sportler brauchen meistens beides und zu unterschiedlichen Verhätnissen. Deshalb haben besonders die Leichtathleten unterschiedlich geformte, große und kleine Muskeln. Schon im Amateurbereich kann man ungefähr die Sportart einschätzen die ein Athlet trainiert.
    Die Oberschenkel eines Sprinters beispielsweise sprechen eine deutliche Sprache, welche Muskelfasern da trainiert wurden. Ein Sportler der an den Ringen trainiert, könnte mit seiner Brust/Armuskulatur auch neben einem Boddibilder bestehen und trotzdem hat er
    ein sehr hohes Maß an (Kraft)Ausdauer, die ein Boddibilder garantiet nicht hat.

    Beim Kampfsport, kommt noch die Technik hinzu. Im Karate beispielsweise wurden Schklagkräfte bis zu 1.000 kg gemessen. Da hählt wohl kein Muskel mehr dagegen, besonders keiner der noch nie ne Faust geschnuppert hat....


    Arni§Co:
    Bei solchen Sportlern (besonders daran sollte man immer denken, wenn die "frisch" auf die Leinwand kommen) muß man m.E. immer im Hinterkopf haben, was sie aus ihrem Sport mitbringen. Wenn einer extreme Muskeln hat, dann werden diese zur Geltung kommen. Wenn einer ein Kämpfer ist, dann wir sein Kampfstil zur Geltung kommen.
    In "Herkules" sah man den frischgebackenen Mr. Universum.
    In "Welkome to the Jungel" sieht man eindeutig den Wresler.
    Vor Conan gewann Schwarzenegger auch einen Titel, ich glaube Mr. Olympia (ich weiß es nicht mehr genau).
    In Rambo sah man.....tja, unvergessliche Gesichtszüge. :)

    Ein Robert Deniro kann m. E. ALLES spielen. Er ist ein Alroundtalent. In einem Interview demonstrierte er mal ein par "Gesichter", die er standartmäßig so drauf hat und aufeinmal sagte er: "Wenn ich wollte, könnte auch ein Kotelett spielen", grins. Daran sieht man dann wieder, daß ein Vollblutschauspieler den Kopf frei hat. Er hat nicht stets im Hinterkopf, 'man kennt mich als dieses oder jenes' auf was er dann wieder zurückgreifen würde. Er kann es einfach so machen wie es ihm grade in den Sinn kommt und es nimmt ihm jeder sofort ab.
    Robet Deniro hat mit seinen "vielen Gesichtern" m.E. das selbe Talent wie z.B. Heinz Rühmann. Wenn Heinz Rühmann irgendwas spielte, dann war er das auch mit jeder Faser seines Körpers. Natürlich kommt Robert Denior nicht an Heinz Rühmann heran, aber in dem was Robert Deniro spielt ist er auf dem gleichen Level.
     
  9. superman77

    superman77 Dunkler Lord des Imperiums

    Ich würde auf einen Shaolinmönche in einem K1-Kampf nicht mein ganzes Geld verwetten...die Leute verwechseln immer die Kunststücke der Shaolin mit einem richtigen Kampf.Wie lange müssen die sich denn immer vorher konzentrieren,bevor sie das können?In einem echten Kampf wären da schon die Lichter aus.Nicht dass ich die Jungs und Mädels nicht für aussergewöhnlich gut halte...aber Training und Kampf sind 2 Paar Schuhe.Wenn einer von denen Peter Aerts oder Sammy Shield aus den Socken haut,nehme ich meine Meinung selbstverständlich zurück...;)
    Der menschliche Körper ist sehr zäh und unberechenbar..da funktionieren viele Kunststückchen im wirklichen Leben nicht immer so dolle..:D

    Zu den Boxern: Die Klitschkos sind auch sehr gross...da ist es viel schwieriger optisch beeindruckende Muskeln aufzubauen.Schau dir mal den jungen Tyson an..der hatte Muckies wie ein Bodybuilder..und hat alles umgehauen,was nicht bei 3 aufm Baum war.Man kann das nicht pauschalisieren.Der eine wird lahm und träge,der andere kann die Masse gut beherschen..wie alles im Leben ist das stark individuumabhängig.

    @minza: Du redest bestimmt von der Schnellkraft durch Konzentration.Die könnte aber auch ein massiver Athlet durch gezielte Meditation erlangen.Allerdings wäre die dann aber auch höher,da Kraft=Masse x Geschwindigkeit...;)
    Es ging hier um das Funktionsprinzip eines Muskels(biologisch)..und da wäre ein "Sehniger"garantiert schwächer als ein muskulöserer Sportler.

    @crimson: Das ist ja nett,dass ich wieder bedroht werde...der spaceball darf hier wissenschaftlich suspekten Müll posten und ich darf das nichtmal korrigieren...war diesmal doch nicht nicht ausfallend oder beleidigend.:(:confused:

    @general-michi:Vieln Dank für das Kompliment..wenigstens einer scheint mich hier zu mögen*schluchz*:( ;)
    Aber man kann es einigen hier ja auch nicht verübeln...es ist scheinbar so verlockend endlich mal jemanden fertig zu machen,den sie sich im wahren Leben wahrscheinlich nichtmal wagen würden anzusprechen... :rolleyes:
    Aber ich habe nichts zu verbergen..alles was ich sage entspricht der Wahrheit.Das ich auch noch ausgebildeter Personenschützer bin,habe ich garnicht erzählt...sonst muss ich nachher noch meine Unterlagen einscannen.:D

    @wodka:Ja,ja..die Vorführungen kenne ich auch zu genüge vom WT oder der Budo-Gala...das sind aber alles nur Trainingsbedingungen.Wenn diese Grossmeister dann zu einem richtigen Kampf mit einem anderen Profikämpfer herausgefordert werden,sind sie auf einmal viel zu gefährlich um anzutreten..oder es entspricht nicht ihrem Kodex.Schlägt die Faust richtig ein,kippt jeder..ob Laie oder Grossmeister...und in einem echten Kampf unter Profis überhaupt nicht getroffen zu werden ist wohl eher die rühmliche Ausnahme.Ich habe selber gesehen,wie ein WT-Meister gegen einen Boxer(früherer deutscher Meister) gekämpft hat..als seine Kettenvorstösse keinen Erfolg zeigten,hat er sich nur den Handrücken auf den Kiefer eingefangen..K.O.-die kochen alle nur mit Wasser.;)
    Und selbst wenn es 2-3 wirkliche Ausnahmetalente im rein spirituellen Sektor gibt,so kann man diese genetische Elite auch durchaus im anderen Lager finden.Wer sagt denn,das diese Form der Kraftentwicklung das Mass aller Dinge ist?Die Filmindustrie und die Kampfsportverbände...aber man muss auch dazu sagen,dass die Verbände keinen Pfennig mehr an "Möchtegern-Bruce Lee´s"verdienen würden,wenn sie ihnen mal vor Trainingsantritt die Schränke aus der K1-Elite vorführen müssten.Da wird jedem erzählt:"Mit unserem Training und der richtigen Konzentration kannst du auch irgendwann jeden weghauen!"-Aber die Realität sieht ganz anders aus...denn auch nicht jeder bringt die nötige Veranlagung mit solch ein hohes Mass an Konzentration und Körperbeherschung aufzubringen.
    Zur Muskelhypertrophie: Das halte ich für eher unwahrscheinlich.Es kann aber durchaus sein,dass durch extrem künstlichen Masseaubau(wie bei einigen Bodyprofis) die Anatomie irgendwann nicht mehr mitspielt und dadurch auch das Kraftlevel negativ beeinflusst wird.Aber das sind Extremfälle..ich habe noch keinen gesehen,der durch seine Muskeldicke schwächer wurde..und ich kenne viel Bodys.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
  10. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    Ich sprach jetzt auch weniger vom Kampf, wobei ich schon denke, dass ein Shaolin auch sehr effektiv sein kann. Was man hier von den Shaolin sieht sind ja nur die Shows. Es gibt ja auch genug Legenden von den Mönchen, dass diese im richtigen Kampfgeschehen nicht ganz so uneffektiv gewesen sein müssen. Außerdem sind Shaolin ja wohl körperlich sehr gut trainiert, zwar weniger auf Masse, aber in Sachen Schlagkraft und Geschwindigkeit dürften sie kaum Nachteile besitzen. Es ist ja nicht so, dass dort ein dünner Untrainierter antreten würde. Wie das mit heutigen Shaolin aussieht wüsste ich allerdings nicht. Wie viel davon ist wirklich nur noch Show? Shaolin sehe ich jetzt auch eher als Symbol für all die asiatischen Kampfsportarten und Menschen, die das Maximum aus diesen und ihrem Körper herausholen und ihr ganzes Leben darauf ausrichten.

    Worauf ich aber eher abzielte war "aus dem menschlichen Körper herausholen". Das muss nicht in erster Linie auf Kampf gemünzt sein. Ich denke eine gewisse Körperbeherrschung, wie sie die Shaolin besitzen, kann ein Bodybuilder nicht erreichen. Jetzt mal dahingestellt weswegen das so ist, schließlich kann ein Bodybuilder unmöglich so viel Zeit darauf aufwenden.

    Echt, ich hatte Tyson eher wie übliche schwarze Boxer in Erinnerung. Mich fasziniert allerdings auch eher das Mittelgewicht, da hier weniger über den Lucky Punch entschieden wird und die Kämpfe irgendwie interessanter und technisch schöner anzusehen sind. Aber kann schon sein, ich will auch gar nicht bezweifeln, dass gut durchtrainierte Männer gute Kämpfer sein können. Allerdings glaube ich, dass Muskeln eben doch nur Mittel zum Zweck sind. Im Kampf kommt es letztendlich auf anderes an, das auch ein etwas weniger massiger Kämpfer erreichen kann. Natürlich ist eine gewisse Masse notwendig, ohne geht gar nichts, aber darüber hinaus gibt es auch andere Aspekte, die wichtig sind. Was nicht heißt, dass ein Bodybuilder diese nicht erreichen könnte.
    Sagen wir mal so, es reicht nicht einfach nur massig zu sein, aber es reicht auch nicht einfach nur schnell zu sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
  11. superman77

    superman77 Dunkler Lord des Imperiums

    Man muss aber auch immer sehen,gegen wen die Shaolin damals gekämpft haben..gegen normale dünne Asiaten.Da ist es klar,dass sie denen durch ihr diszipliniertes Training hauhoch überlegen waren.Man muss dazu sagen,dass die Shaolin auch sehr gut mit Waffen umgehen können,was ein K1-Fighter vermutlich nicht so beherscht.Aber hier geht es ja ausschlieslich um den Kampf "Mann gegen Mann".Ich halte die Shaolin nicht für unbesiegbare Killermaschinen..sie haben wie du schon sagtest einen hohen symbolischen Wert....und das ist meiner Meinung das tolle am Kampfsport.."Der Weg des Samurai"..:braue
    Den letzten Satz kann ich so unterschreiben...;)

    @crimson:Wann darf ich denn wieder etwas sarkastischer werden?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
  12. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    Mann gegen Mann ist eben so eine Sache. Nicht umsonst hat fast jeder große Boxer, insbesondere im Schwergewicht, bereits seine Niederlagen einstecken müssen. Unbesiegbar ist niemand!
    Und Shaolin sind in erster Linie auch nur Menschen. Auch unter den Shaolin gibt es Unterschiede. Warum kann man wohl nicht sagen welches die effektivste, beste Kampfkunst ist? Weil es eben stark auf das Individuum drauf ankommt. Ein Bodybuilder, der sonst kampftechnisch nichts drauf hat, wird verlieren. Aber genauso geht es auch anders herum, ein Shaolin, der nichts drauf hat, wird auch gegen den nächsten Preisboxer schlecht aussehen und verlieren.
    Es gibt nicht DIE Methode, mit der man zu DEM Superkämpfer wird. Dem einen liegt das eine besser, der eine baut vielleicht schneller Muskeln auf, ist ohnehin bereits von Natur aus groß und kräftig und hat einen harten Schlag, dem anderen liegt dagegen die traditionelle Art zu kämpfen eher. Und dann gibt es immer irgendwo jemanden, der noch besser ist als man selbst, oder dessen Stil einem überhaupt nicht liegt. Ist eben nicht wie bei Dragonball oder einem PC Spiel, nach dem Motto "Ich bin auf Level 5 und keiner von Level 1-4 kann mich mehr besiegen".
     
  13. superman77

    superman77 Dunkler Lord des Imperiums

    Ganz genau...es kommt auch sehr stark auf die Tagesform und die Motivation an.Jemand,der um seine Frau oder seine Existenz kämpft wird sicher mehr riskieren,als einer,der eigentlich garnicht kämpfen will.Man kann zwar bestimmte Bewegungsabläufe immer wieder trainieren..aber jeder hat nur 2 Arme und 2 Beine..also ist man nie 100% gedeckt.Auch bestimmte Drogen sind sehr gefährlich,da sie das Schmerzzentrum und die natürliche Hemmschwelle ausschalten(z.Bsp.Kokain).Ich arbeite Ab und zu auch noch als Türsteher...da verliert man schnell die rosarote Brille....:D Obwohl ich kräftig bin und auch einiges an Kampfsporterfahrung habe,trete ich jedem mit Vorsicht und Respekt gegenüber....
    Beim Kampf spielen auch noch die Örtlichkeiten eine Rolle..Fusstritte sind auf engem Raum so gut wie wirkungslos.Und da die meisten Elitekämper(Vollkontakt) aber auch Strassenschläger meist den Infight suchen,ist eine Ausbildung im Bodenkampf für die Strasse viel sinnvoller als 2 Meter hoch kicken zu können.Schau dir mal diese "Käfigkämpfe"ohne Regeln an..die enden fast immer auf dem Boden.deshalb sind Ringer auch sehr gefährliche Gegner...daneben halte ich Boxen und Thaiboxen für sinnvoll.Die meisten asiatischen Kampfsportarten(wie sie hier in Deutschland betrieben werden)halte ich für weniger effektiv,da A)Zuviel auf alte Regeln und Traditionen wert gelegt wird(auf der Srasse gibt es aber keine Regeln)..und B)Der Schüler meist nicht lernt richig einzustecken(Abhärtung im Sparring)..denn wer lernt auszuteilen,sollte auch einstecken können.Und auch da wirkt eine gute Muskulatur an vielen Stellen wie eine schützende Rüstung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
  14. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    Eben, zu Fusstrittfixierte Kampfsportarten wären auch nicht mein Favoritt. Wobei es auch viele gibt, die sich auf unmittelbaren Nahkampf spezialisiert sehen.
    Dass mit dem einstecken können stimmt ebenfalls, ist aber glaube ich nur im Westen so, jedenfalls wurden auch diese Kampfsportarten in der Vergangenheit im Vollkontakt ausgeführt und körperliche Abhärtung gehörte eigentlich urpsrünglich bei vielen mit ins Trainingsprogramm.

    Tradition halte ich dagegen irgendwie schon für wichtig. Da kommt es eben darauf an, was man will. Wer auf reine Effizienz und Turniere, Europa und Weltmeisterschaften trainiert, der wird selbstverständlich ganz anders und viel härter vorgehen als wenn man es wirklich nur als Hobby macht oder als Asiafan ein Stück der asiatischen Kultur kennenlernen und verinnerlichen möchte. Ich hab auch schon ein paar kennengelernt, die auf Europameisterschaften trainiert haben. Da gab es Traditionen und Regeln vielleicht beim Verbeugen vor dem Kampf, aber das Training an sich war knallhart. Und dass es eigentlich nur halbkontakt war hat man dabei auch nicht wirklich gespürt, da gab es das ein oder andere blaue Auge oder den ein oder anderen gebrochenen Knochen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
  15. superman77

    superman77 Dunkler Lord des Imperiums

    Tradition ist schön aber im Kampf sinnlos und behindernd.Schnelligkeit,Kraft und Brutalität entscheiden im echten Kampf über Sieg oder Niederlage.Das hört die "Asiafraktion"nicht so gerne,aber im Käfig kippen sie trotz Schwarzgurt..etc.wie die Fliegen.Freestyler haben da die Nase meist vorn..denn die beherschen den Nahkampf nahezu perfekt.Nur in seltensten Fällen kann man jemanden sofort zu Beginn K.O. schlagen...aber geklammert wird immer...dann trennt sich die Spreu vom Weizen.:D
    Nochmal zum Cagefight: Die Karatefreaks machen meist immer einen Tritt oder Schlag...den steckt der Bodenkämper weg oder blockt ihn,da er damit schon gerechnet hat...und dann werden sie gepackt...meistens der Anfang vom Ende.Ein ehemaliger Trainer von mir und meinem Bruder war schonmal da drin..und der war/ist wirklich abgehärtete wie Sau(Europameister im Thaiboxen,früher Fremdenlegion)..selbst dem haben die Tiere da drin die ganze obere Kauleiste rausgezimmert.Der trägt jetzt eine Prothese,die er rausnehmen kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
  16. general-michi

    general-michi Botschafter

    Wobei ich allerdings gerade bei Karate sagen muss, das es schon ein Vorteil gibt, das zu bherrschen. Sicherlich wird ein 60 kg Karatetyp nicht viel gegen einen 90kg Koloss was ausrichten können, aber wenn beide 90 wiegen, dann würde ich schon sagen, das der karatekämpfer bessere Chancen hat. Denn Karate ist nicht so ein "Darth-Maul-Rumgehampel", es sind standfeste Schläge und Tritte die wirklich sitzen!
    Und Boxer und Ringer werden sowieso die Nase vorne haben. Dann kann auch der beste Strassenkämpfer kommen, ein Mike Tyson oder Klitschko haut er nicht um...
     
  17. Crimson

    Crimson The great Cornholio Premium

    Bodybuilding

    So, damit der Arnie & Konsorten-Thread im Film-Forum nicht weiter mit diesem Thema vollgespamt wird, bekommen die Befürworter und Gegner dieses Sportes jetzt ihren eigenen Thread. Ist doch nett, oder?! :)

    C.
     
  18. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    Tradition im Kampf? Was genau meinst du damit? Tradition ist doch eher das rund um den Kampf herum. Ich weiß nur von einem Karatelehrer, der immer selbst gemeint und gelehrt hat, wenns hart auf hart käme solle man notfalls zu den unfairsten Mitteln greifen, die es gibt.
    Regeln sind halt für den Sport notwendig, da viele Angriffe - wie sie ursprünglich gedacht sind - eben ohne dementsprechende Regeln tödlich wären. Und genau da liegt eben das Problem vom Sport, man beschneidet die eigene Kampfkunst immer so, dass sie gerade massentauglich, d.h. nicht tödlich ist. Urpsrünglich waren aber manche davon zur Kriegsführung gedacht gewesen, d.h. zum Töten.
     
  19. superman77

    superman77 Dunkler Lord des Imperiums

    Ich habe ja auch nicht geagt,das Karate überhaupt nichts taugt.Es gibt ja auch eine sehr harte Variante des Karate,die z.Bsp.auch einige gute K1-Fighter hervorgebracht hat(Shield,Feitosa)..allerdings muss man hier beachten,das diese Kämpfer sich auch noch sehr viele Techniken aus dem Thaiboxen aneignen mussten,um dort im Ring bestehen zu können.
    Der Begriff Strassenkämpfer ist weit gefächert....Da gibt es sicher auch einige sehr harte Kampfschweine..grade aus der Legion etc.da könnte auch ein Profiboxer in Bedrängnis geraten,da er ja eigentlich auch "nur"nach den strengen Regeln im Boxring trainiert wird.Allerdings würde ich die Klitschkos nicht mit Tyson vergleichen..der junge Tyson hätte die beide aus dem Ring geprügelt.Ich bin kein grosser Fan der Klitschkos..die sind mir zu steif und undynamisch..ihre Grösse und Reichweite hat sie oft gerettet.Aber ich will ihre Leistung nicht runterspielen...Weltmeister ist Weltmeister..auch wenn es z.Zt.keine richtig harte Konkurrenz gibt.(wie damals Leute wie:Ali,Foreman,Tyson,Hollyfield..etc.)Das war bei Henry Maske damals genauso...;)

    @utopio: Das wird aber heute kaum noch gelehrt.Und ob das dann in der Realität alles so funktioniert ist auch wieder die Frage.Ich sollte in unserer Ausbildung mit einem Trick mit Handschellen fixiert und kampfunfähig gemacht werden(Leute von meiner Statur werden da immer gerne gequält... .:D )Unser Meister hatte den 4.Dan glaub im Karate...der konnte mir die Handgelenke blau drücken...ich hab ihn zu mir gezogen und ihm eine angedeutete Kopfnuss verpasst..vor versammelter Runde.Der hat das dann damit entschuldigt,dass ich ja kein "normaler"Mensch sei und viele Tricks bei mir ja nicht funktionieren würden.Aber das stimmt so nicht...ich kann einiges an Schmerzen ertragen..und mein Wille stand über dem Schmerz.Das kann einem bei einem weniger massiven Gegner genauso passieren.Also sollte man sich nicht immer auf solche "Tricks"verlassen.Und den Fehler machen viele Asiakämpfer...sie werden überheblich..und dann kippen sie.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
  20. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    Naja ich hielt von Tyson nie so viel. Für mich war es immer nur eine Frage der Zeit bis er mal fällt. Ihn in einem Satz mit Ali zu nennen...naja. Na gut, ich hab vielleicht auch einfach zu wenig Tyson Kämpfe gesehen.
    Zu undynamisch find ich die Klitschkos gar nicht unbedingt. Sie sind vielleicht nicht die besten, das es je gab, aber ich glaube ihre Größe lässt sie unbeweglicher wirken als sie in Wirklichkeit sind.

    Na gut da gings wahrscheinlich um irgendwelche Hebel oder Neven, auf die gedrückt werden sollte. Das ist immer so eine Sache. Aber damit tötet man letztendlich ja auch niemanden, ist eher das Sahnehäubchen, sozusagen die kleinen Spielereien für jemanden, ders wirklich drauf hat. Wie gesagt früher war das schon etwas härter, auch unter den jetzt immer als verweichlicht dargestellten Kampfsportarten. Da hat man schon gewusst (wissen müssen) was effektiv war und was nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2007
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen