Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

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"Eins, Befehle?", war Thiuros Stimme aus dem Kom zu vernehmen.

Jacen beobachtete auf den Sensoren und durch das runde Sichtfenster den Ablauf der Schlacht. Bisher war nur ein Verband der so genannten Neuen Republik im System, dafür aber wohl auch der kampfstärkste und gefährlichste. Alleine der Supersternenzerstörer würde unter einem guten Kommandanten einen Großteil der Verteidigung im Alleingang erledigen können. Die ersten Schiffe der Imperialen Flotte stellten sich zum Kampf und mit einer lächerlichen Leichtigkeit zerfetzte das konzentrierte Feuer des gewaltigen Kommandoschiffs einen kompletten Sternenzerstörer der Victory-I-Klasse. Mehrere tausend Menschen waren innerhalb weniger Sekunden umgekommen und wenige hatten mehr Glück und waren nicht dem Feuersturm zum Opfer gefallen und konnten sich noch zu den Rettungskapseln retten.


"Hier Eins, Position halten.", antwortete er ruhig auf die Anfrage seines Stellvertreters und beobachtete weiter das Geschehen.

Die Wolves hatten sich in ihren drei Rotten um die Werft verteilt, während Rotte Drei sich in der Nähe der gewaltigen Golan-III-Verteidigungsplattform aufhielt, hatte Rotte Zwei ihre Position direkt zwischen den Werften und der Golan eingenommen und seine Rotte befand sich auf einem deutlich höheren Level als die anderen Beiden, ebenfalls zwischen Golan und Werften. Provisorische Stellungen. Sollte es heiß werden, würde die Staffel sich innerhalb weniger Sekunden neu formiert haben.

Während er die, noch, weitentfernte Szenerie betrachtete schaltete er auf einen internen Rottenkanal und nur noch Tanaka, Fox und Mitsumo konnten ihn hören.


"Zwei, Vier, hier Eins. Ich gehe davon aus, dass wir nicht mehr lange untätig hier herum sitzen werden, deshalb möchte ich Ihnen noch etwas mit auf den Weg geben. Wenn es heiß wird, bleiben Sie einfach an ihrem Flügelmann. Wir hatten leider nicht so viel Zeit, wie ich mir gewünscht hätte. Dennoch habe ich vollstes Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Drei und ich werden aufpassen und wenn sie uns verlieren, tun Sie das was sie am Besten können: Fliegen und Kämpfen. Wir finden uns schon wieder. Eins ende."

Mit flinken Fingern änderte er den Senden-Kanal wieder, würde aber etwaige Antworten nur auf dem Rottenkanal selbstverständlich auch zu hören bekommen und über entsprechende Anzeigen und Leuchten signalisiert bekommen. Das Warten war das Schlimmste, vor allem wenn man sich bereits im Orbit beziehungsweise Weltraum befand und trotzdem nichts tun konnte. Das leise Gemurmel auf den Staffelkanal ließ er unkommentiert, schließlich konnte er seinen Untergebenen keinen Vorwurf machen, dass sie sich irgendwie ablenken oder beschäftigen mussten. Die TIEs waren in einem Top-Zustand und es mussten auch keinerlei Einstellungen mehr vorgenommen werden. Trägheitskompensatoren stellte sich jeder Pilot sofort beim Start korrekt ein, wenn sie nicht eh schon richtig eingestellt waren. Schussmodus des Vierlingslasers war eine Sache von nicht mal einer Sekunde. Schilde und Lebenserhaltungssystem, Antrieb und was auch sonst noch justiert oder verändert werden konnte musste keine Hand mehr angelegt werden. In solchen Fällen konnte man die Piloten der Gegenseite durchaus um ihre Astromechs beneiden. Waren sie zumindest etwas, mit dem man sich beschäftigen konnte.

Die Minuten verstrichen bis plötzlich wieder Hyperraumaktivität festgestellt wurde. Ein weiterer Kampfverband der Rebellen. Drei Kampfgruppen verließen den Hyperraum und hielten geradewegs auf den zweiten Korridor durch die Minenfelder zu. Jacen veränderte seine Sitzposition ein wenig. All zu lange konnte es nicht mehr dauern, bis sie gebraucht wurden. Die Schiffe der der ersten, zweiten und dritten Flottille begannen ihre Positionen zu verändern und den zweiten Verband ebenfalls aufzuhalten. Hoffentlich verzettelten sie sich nicht. Urplötzlich wurde weitere Hyperraumaktivität gemeldet und ein dritter, größerer Verband aus 2 feindlichen Flottillen bestehend fiel zurück in den Normalraum. Just in diesem Moment knackte es im Kom.


"'Monarch' an Wolve Führer.", meldete sich eine kühle Frauenstimme.

"Wolve Führer, was gibt es 'Monarch'?", antwortete er unmittelbar.

"Ihre Staffel rückt vor. Sie unterstützen die Verteidiger gegen die beiden neuen Feindverbände. Sollten feindliche Schiffe oder Jäger durchbrechen, werden Sie sich unverzüglich zu den Werften zurückziehen. Die Verteidigung der Werftanlagen hat weiterhin höchste Priorität, Commander. 'Monarch' ende."

Mit einer schnellen Bewegung eines Fingers änderte er erneut den Kanal und mit der anderen Hand fuhr er den Ionenantrieb seines Sternenjägers wieder hoch.

"Eins an Staffel. Es geht los. Hinter mir formieren und Kurs auf E5 nehmen. Wir haben Anweisung bei der Herstellung der Raumüberlegenheit zu helfen, sollten jedoch feindliche Einheiten durchbrechen müssen wir uns sofort wieder zu den Werften zurückziehen. Die Verteidigung der Anlagen hat höchste Priorität."

Er wartete wenige Sekunden, bis sich die erste und zweite Rotte hinter ihm formiert hatte, dann beschleunigte er voll und die acht TIE-Defender jagten der Schlacht entgegen. Rotte Drei ließ nicht lange auf sich warten und schloss sich ihnen einen Augenblick später an, da sie einen weiteren Weg zurückzulegen gehabt hatten.

"Hier Eins, haltet eure Protonentorpedos zurück. Wir werden sie später noch brauchen. Nur Laser! Beim ersten Feindkontakt teilen wir uns bis auf weiteres in Flügelpaare. Gute Jagd."

Dann schaltete er seine Laser auf Doppelfeuer, sprich zwei Laser feuerten immer gleichzeitig, was ihm eine gute Mischung aus Frequenz und Energiestärke einbrachte. Außerdem schaltete er auf einen Kanal direkt zu Tanaka.

"Zwei? Sind Sie bereit? Ich übernehme erst einmal die Führung, bleiben Sie dran und halten mir den Rücken frei."

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Bereits seit einer halben Stunde beschoss die Angriffsfregatte den feindlichen Kreuzer und konzentrierte dabei das Feuer auf das mittlere Modul in der Hoffnung, dass es zu einem Modulbruch kommen würde und so der Mittelteil des Schiffes abbrechen würde, was dem Strike Kreuzer ein Aussehen verleihen würde, welches dem eigenen Schiff nicht unähnlich wäre. Der Kommandant stand vor dem holographischen Emitter und sah sich den Schlachtverlauf an. Geistesabwesend strich er sich über seinen großen Cranium und vergrößerte die wichtigen Bereiche der Karte die er aufgrund der Kurzsichtigkeit der Bith nicht zu erkennen vermochte.

“Commander, wir haben Nachricht von der „Legend of the Republic“ erhalten!“ Wir sollen unsere Position halten und den Jägerschirm aufrecht erhalten. Freie Zielauswahl.“

“Ausgezeichnet. Weisen sie die „Corsair“ Staffel an alle Jäger die in Feuerreichweite zur „Enduring Freedom“ gelangen auszuschalten.“

Die X-Wing Staffel würde dafür Sorge tragen die schildlosen Jäger des Imperiums zu neutralisieren. Allerdings war er kein Freund von Schiffen, die nur über eine Staffel Raumjäger verfügten. Bereits an der Akademie war er ein großer Freund von gemischten Taktiken gewesen, in denen kapitale Raumschiffe im Einklang mit ihren Raumjägern den Feind neutralisieren. Derlei Manöver waren mit einer Angriffsfregatte nicht möglich, hier konnte die Staffel, wie zuvor bereits auf der „Insurgent“, nur den Abwehrschirm stellen.

Waffenstation, wie ist die Reliabilität unserer Geschütze?“

“Die Reliabilität beträgt 91% Sir, ausreichend um den gewünschten Effekt zu erzielen.“

“Gut, weitermachen.“ Der Bith wusste jedoch, dass dieser Wert ziemlich knapp war und womöglich eine Neukalibrierung der Geschütze nach sich ziehen würde.

Das Feuer, so das holographische Taktikfeld, fraß sich ungehindert weiter in die Schilde des Strike Kreuzers. Die Gegenwehr der imperialen Flotte war bisher abseits von Streufeuer nicht intensiv gewesen. Das lag jedoch nicht an der schwindenden imperialen Gegenwehr, sondern an der Fokussierung auf andere Schiffe. Dem Kommandant machte, trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der Neuen Republik, das konzentrierte Feuer welches zwei imperiale Flottillen eröffnen können. Gerade weil das Imperium im weiteren Verlauf der Schlacht, durch die Flankierung mithilfe des Supersternzerstörers sowie des Valiant und Furious Verbandes an die Wand bzw. den Planeten gedrängt werden würde, erwartete der Bith von den imperialen Streitkräften alles. Er war in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind seitdem die Lancer Fregatte die „Insurgent“ gerammt hatte und im Verlauf dieses Manövers vollkommen zerstört wurde. Bevor dieser Gedankengang womöglich noch schädliche Auswirkungen haben konnte, dröhnte die unliebsame Stimme des devaronianischen Waffenoffiziers über die Brücke.

„Sir, die Schilde des Strike Kreuzers sind zusammengebrochen.“

“Feuer beibehalten. Die Energie der seitlichen Geschütze die nicht in Reichweite des Feindes sind auf die vorderen Geschütze umleiten.“ Das bedeutete, dass die Energie von sechs Geschützen nun auf die Bugwaffen umgeleitet werden würden. Dieser zusätzliche Energieoutput musste den Strike Kreuzer die benötigte Menge an Beschuss liefern, um das Modul zu schwächen und schließlich zum Bersten zu bringen.

„Aye Sir!“

Einen kurzen Augenblick fixierte der Bith das gehörnte Wesen. Er kam nicht umhin festzustellen, dass er eine gewisse Antipathie gegen dieses Wesen zu hegen schien. Ihn widerte der gierige Blick mit dem der Gehörnte seine Konsole bediente. Es bereitete ihm Spaß die tödlichen Energien der Angriffsfregatte freizusetzen, das Wesen hatte Spaß am töten. Das gefiel dem Bith nicht, es gefiel ihm ganz und gar nicht. Sein Blick wandte sich dem holographischen Feld. Er erwischte sich dabei, wie er die Positionen der imperialen Schiffe akribisch untersuchte ob sie sich mit steigender Geschwindigkeit seinem Schiff näherten. Er musste feststellen, dass er geradezu eine Angst vor dieser Mentalität entwickelte. Dieser für ihn so untypische Gefühlsausbruch führte der Bith in seiner gekonnten Selbstdiagnose auf den Stress der Schlacht zurück und vergaß, dass selbst ein so rationales Wesen wie ein Bith auch ein Sklave seiner Gefühle sein konnte. Er versuchte die Angst zu unterdrücken und zu bekämpfen. Gleichzeitig ermahnte sich der Bith selber. Er durfte nicht zu unvorsichtigem Verhalten neigen, nur um sich selbst zu beweisen, dass er sich nicht seinen eigenen Ängsten unterwarf.

“Sir, wir konnten den Standort der W-165 Batterien lokalisieren. Sie befinden sich in der Region um Coronet, die Abweichungen im Messbereich von zehn Klicks sind möglich, Sir.“

“Zehn Klicks sind eine Menge, Lieutnant. Versuchen sie die Scanner besser einzustellen.“

“Aye Sir!“

Gerade als sich der Bith zu seinem Holofeld umdrehte, sah er wie sich auf dem kleinen Abbild des Strike Kreuzers eine Explosion ereignete. Das Hangarmodul des Strike Kreuzers brach auseinander, was die Hüllenintegrität des feindlichen Kreuzers enorm schwächte. Im selben Moment ertönte auch die Stimme des Waffenoffiziers.

„Ziel erfolgreich ausgeschaltet Sir.“

““Neues Ziel ist der Brückentürm.“

Es war Zeit das Schiff komplett auszuschalten.

Corellia System :: Orbit um Corellia :: Planquadrat F5 :: erste Kampfgruppe :: AF Enduring Freedom :: Brücke :: Commander Ph'ton und Crew

AF "Enduring Freedom" (Schilde: 95%| Hülle: 100%)

  • X-Wing Staffel "Corsair" (12 Maschinen)
 
.::| Corellia-System :|: hoher Orbit von Corellia :|: Planquadrat "E5" :|: Imperium-II Sternzerstörer "Harbinger" :|: Brücke :|: Rear Admiral Devaar Thorne & Captain Wynhard Zalas |::.


"Admiral Thorne, die Schilde des Primärzieles halten nach wie vor!", informierte der Offizier von der Sensorstation mit einer gewissen Resignation. Nicht überraschend, wurde der MC90-Klasse Sternenkreuzer [Defiance] doch von der gesamten Siebten Kampfgruppe beschossen. Offenbar mangelte es den Bordschützen an einer gewissen Treffsicherheit. Und das wiederum lag ganz klar an mangelhaftem Drill. Mit einem derartig negativem Ergebnis hatte Rear Admiral Devaar Thorne nicht gerechnet. Nach seinem Zeitplan hätte das Primärziel schon längst zerstört sein müssen. Der Mann vom Thyferra blickte vom mächtigen Taktik-Holo auf und sein Gesicht zeigte seine Verärgerung nur allzu deutlich. Nichts hasste der 42jährige mehr, als mangelhafte Effizienz. Man konnte sie sich nicht leisten. Weder in einer Übung und schon gar nicht während einer Schlacht. Einer Schlacht, bei der man im Großen und Ganzen unterlegen war.

"Sensorik, ermitteln Sie die eine prozentuale Trefferquote der einzelnen Schiffe!", wie der Flottillenkommandant mit der analytischen Kühle eines taktischen Visionärs an. Irgend jemand musste für diese Schlampigkeit büssen. Es war schlichtweg ein unzumutbarer Zustand. Der Feind musste aufgehalten werden. Sicherlich diente all das hier nur der List, die kapitalen Schiff des Rebellen in Feuerreichweite der W-165 zu steuern, doch mussten auch die Schlacht- und Kampfschiffe des Imperiums für eine entsprechende Ausdünnung der feindlichen Einheiten sorgen. Noch ehe einer der rangniedrigeren Offiziere der Sensorstationen etwas erwidern konnte, bellte der Rear Admiral schon die nächsten Befehle.

"Waffenstation, Feuer auf das Primärziel konstant aufrecht halten! Ermahnen Sie die Schützenmannschaft, in Kürze bessere Erfolge zu erzielen ... sonst sorge ich persönlich für eine entsprechende Bestrafung. Drakonische Strafen.", knurrte der Mann von Thyferra. Langsam kam die 'Harbinger' samt ihrer Crew zu einem Punkt der Schlacht, wo man sich Nachlässigkeiten nicht mehr erlauben konnte. Es war wichtig, nun einige moralstärkende Erfolge zu erzielen. Am besten, indem man eines der feindlichen Führungsschiffe vaporisierte. Nur mit einem solchen Zeichen war ein Sieg über Corellia auch sicher. Und Devaar Thorne wusste, das in diesem Moment vier der acht schweren Achtfach-Barbette-Turbolaserbatterien sich neu ausrichteten und ihre gigantischen Energien auf den moncalamarischen Sternenkreuzer spien. Die Schiffe der fischköpfigen Wesens von Dac besaßen unglaubliche Schildleistungen. Aber selbst die konnten einem konzentrierten Beschuß aus dem Primärwaffen eines Imperium-II-Klasse Sternzerstörer nicht lange widerstehen. Nichts in der Galaxis konnte das. Die Zerstörungskraft der Hauptbewaffnung war keine imperiale Propaganda, sondern ein Fakt. Basierend auf Wissenschaft, Physik und Ingenieurskunst.

"Admiral Thorne, die W-165 hat soeben das Feuer auf einen feindlichen Sternzerstörer der Imperium-Klasse eröffnet!", schrie der Sensorik-Offizier in die kurzzeitge Stille der Brücke. Sofort horchte der Rear Admiral auf. Endlich lernte der Rebell also die vernichtende Feuerkraft der Geheimwaffe kennen. Sein Blick flog zur taktischen Karte zurück und dort wurde der Teil-Abschuss dokumentiert. Doch irgendwie hatte das gekaperte Schiff die Attacke überstanden. Der 42jährige Flottillenkommandant fuhr sich mit der Hand über das Kinn. Gleichzeitig erkannte er, wie die restlichen Schiffe des Siebten Kampfgruppe ebenfalls auf das ausgewählte Primärziel [Defiance] feuerten. Und im Ansturm der gemeinschaftlichen Feuerkraft mussten auch die Schilde eines MC90-Klasse Sternenkreuzers kollabieren.

"Admiral, sollen die Vindicatoren ebenfalls Feuerunterstützung liefern?", wollte Captain Wynhard Zalas wissen. Seine Aufgabe war die Koordination der Siebten Kampfgruppe, wie auch die Befehlsgewalt über den Sternzerstörer, der als Flaggschiff diente. Mit seiner pomadengeformten Frisur war der Captain ein besonderer Anblick auf der Brücke.

"Meinetwegen.", antwortete Rear Admiral Thorne in aller Kürze. Er hatte ganz andere Sorgen. Die Neunte Kampfgruppe brauchte zu lange, um aufzuschließen. Wie auch die Vierte Flottille unter dem Kommando von Commodore Mard. Während sich die republikanischen Schiffe näher und näher an den Verband der Systemverteidigung schob, hätte die Vierte Flottille schon längst im klassischen Zangenmanöver zuschlagen müssen.

"Kommunikation, gemahnen Sie Captain Medvir und seine Neunte Kampfgruppe zur Eile. Zwar soll er die Golan-Station, wie auch die Werften schützen, aber wir brauchen Feuerunterstützung. Zudem Befehl an Captain Jericho - ich erwarte eine zeitnahe Bestätigung der Vernichtung des zugewiesenen Ziels [Endurance]. Der Vorstoß muss gestoppt werden, ehe dieser mutierte Sternenkreuzer [Reef of Resistance] zu dicht kommt.", fauchte der Rear Admiral weitere Befehle. Es war offenkundig, das es nun in eine brisante Phase der Schlacht ging. Die anfänglich noch fast freundlich formulierten Befehle wurden nur durch harsche Ansagen ersetzt. Ein bissiger Unterton dokumentierte die Gefährlichkeit der Situation. Zwar war der Rebell letztlich nur Rebell, allerdings fuhr er hier massives Kriegsmaterial auf. Thorne fokussierte das Taktik-Holo erneut und wartete auf eine graphische Bestätigung der soeben erteilten Befehle.

Derweil feuerte das eintausendsechshundert Meter lange Durastahlmonstrum unter seinem Kommando mit fast stoischer Ruhe auf den sich nähernden MC90. Turbolaserbatterie-Salven und Ionenkanonen-Blitze peitschten auf das Flaggschiff des feindlichen Verbandes. Unterstützt wurde die 'Harbinger' dabei von den übrigen Schiffen der Siebten Kampfgruppe. Gebündelte Strahlen in rubinrot oder giftgrün malträtierten die mächtigen Schilde und brachten die Projektoren der Deflektoren an den Rand der Belastbarkeit und darüber hinaus.



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7. Kampfgruppe: 3. Flottille

ISD-II "Harbinger" [Schilde 94% | Hülle 100%] [Flottillen-Flaggschiff; Rear Admiral Devaar Thorne]
TIE-MKII [23 Maschinen]
Angriffskanonenboote [23 Maschinen]
Scimitar-Jagdbomber [24 Maschinen]
VIN "Intrepid" [Schilde 92% | Hülle 100%]
TIE-MKII [23 Maschinen]
VIN "Valkyrie" [Schilde 93% | Hülle 98%] [Commander Avalosh'ari'nuruodo]
TIE-Interceptor [12 Maschinen]
TIE-Fighter [12 Maschinen]
STR "Galant" [Schilde 88% | Hülle 93%]
TIE-MKII [11 Maschinen]
TIE-Interceptor [9 Maschinen]
TIE-Bomber [9 Maschinen]
STR "Mallard" [Schilde 86% | Hülle 90%]
TIE-MKII [11 Maschinen]
TIE-Interceptor [10 Maschinen]
TIE-Bomber [10 Maschinen]
NBF "Paragon" [Schilde 79% | Hülle 88%]
TIE-Fighter [17 Maschinen]


8. Kampfgruppe: 3. Flottille

ISD "Annihilator" [Schilde 95% | Hülle 100%] [Captain Vylt Jericho]
TIE-MKII [24 Maschinen]
TIE-Interceptor [19 Maschinen]
TIE-Bomber [20 Maschinen]
VIN "Behemoth" [Schilde 92% | Hülle 100%] [Commander Mengsk / Lieutenant Commander Asharra]
TIE-Fighter [12 Maschinen]
TIE-Bomber [12 Maschinen]
DRD "Errant" [Schilde 85% | Hülle 91%]
TIE-Interceptor [6 Maschinen]
STR "Pursuer" [Schilde 90% | Hülle 96%]
TIE-Interceptor [20 Maschinen]
TIE-Bomber [10 Maschinen]
COR "Pollux" [Schilde 93% | Hülle 100%]
TIE-Interceptor [21 Maschinen]
TIE-Bomber [11 Maschinen]
COR "Brazen" [Schilde 93% | Hülle 99%]
TIE-Interceptor [23 Maschinen]
TIE-Bomber [10 Maschinen]


9. Kampfgruppe: 3. Flottille

INT "Vanquish" [Schilde 98% | Hülle 100%] [Captain Villus Medvir]
TIE-MKII [12 Maschinen]
Angriffskanonenboote [12 Maschinen]
TIE-Bomber [24 Maschinen]
COR "Dependence" [Schilde 98% | Hülle 100%]
TIE-MKII [12 Maschinen]
TIE-Interceptor [12 Maschinen]
TIE-Bomber [12 Maschinen]
LNC "Cephalus" [Schilde 99% | Hülle 100%]
LNC "Fearless" [Schilde 99% | Hülle 100%]
ESK "Recovery" [Schilde 98% | Hülle 100%]
Angriffskanonenboote [36 Maschinen]
TIE-Interceptor [24 Maschinen]
TIE-Bomber [12 Maschinen]
ESK "Spectre" [Schilde 98% | Hülle 100%]
Angriffskanonenboote [36 Maschinen]
TIE-Interceptor [24 Maschinen]
TIE-Bomber [12 Maschinen]
 
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"Captain Jericho, Admiral Thorne erwartet eine zeitnahe Bestätigung über die Zerstörung unseres Primärziels.", ertönte die gräßliche Stimme des Offiziers am Kommunikationsterminal. Das erwähnte Ziel war ein MC90-Klasse Sternenkreuzer [Endurance] und zeitgleich Flaggschiff eines republikanischen Verbandes. Diese unsagbar hässlichen, buckligen und artfremden Schiffe erwiesen sich als erstaunlich zäh und widerstandsfähig. Sie konnten immensem Feuer trotzen. Genau das störte Vylt Jericho. Denn der Rear Admiral wollte eine Erfolgsmeldung - allerdings hielt sich das Feindschiff nach wie vor und glänzte mit Funktionstüchtigkeit. Der Schiffskommandant mit den kantigen Gesichtszügen - ein echtes Kind von Borosk - ballte seine lederbehandschuhten Pranken zu Fäusten und straffte sich. Er wusste um die Schwierigkeit des Befehls vom Flottillenkommandanten. Doch er war ein zu glühender Verehrer des Mannes von Thyferra.

"Commander Maevric, Ihr Freund von der 'Behemoth' erhält sofort neue Order. Hauptbeschuß wieder auf unser eigentliches Primärziel lenken. Der Admiral erwartet eine Erfolgsmeldung und ich möchte nicht in Ihrer Haut stecken, wenn Sie ihm die nicht liefern können.", startete der Captain seine Anweisung in Richtung des aufgedunsenen XO der 'Annihilator'. Selbiger, eine menschliche Hutten-Version, schlich in fast kriecherischer Manier um seinen Vorgesetzten. Als Jericho jedoch seinen Befehl erteilte - mit dem süffisanten Grinsen eines situationsüberlegenen Offiziers - entglitten dem feistwangigen Mann alle Gesichtszüge. Die Aussicht, dem Rear Admiral einen Misserfolg beichten zu müssen, war offenbar keine besonders schöne.

"Ich, ich, Sir? Das ist zuviel der Ehre ...", stotterte der überproportional ausstaffierte Commander unterwürfig. Er schien unter der angedrohten Last zu zerbrechen - doch genau diesen Druck musste er verkraften. Der Captain widmete sich derweil wieder der kleineren taktischen Darstellung am hellblau schimmernden Holo. Die gesamte Abbildung der Schlacht war ein wild zuckendes, sich verschiebendes Konglomerat aus verschiedenfarbigen Icons und gleißenden Silhouetten. Und für den Laien glich es eher einem Lichtspiel, denn einer militärisch-strategischen Karte.

"Captain Jericho, erhalten multiple Treffer auf die Bugschilde der Steuerbordseite - offenbar feindliche Bomber.", erklang mit einem Mal die Stimme eines Offiziers - Lieutenant Commander vom Rang - am Waffenkontrollpaneel. Der Mann von Borosk verengte seine Augen zu schmalen Schluchten und knurrte unfreundlich, ehe er eine verbale Antwort folgen ließ.

"Was? Ich dachte ich hätte klare Anweisung gegeben. Die 'Behemoth' sollte im Verband mit den anderen Schiffen der Kampfgruppe dafür sorgen, das eben DAS nicht passiert. Befehl an die Flugleitkontrolle - Staffeln Draco und Embrace sollen die feindlichen Bomber abfangen.", wies Captain Jericho an. Damit zog er seine beiden Staffeln mit TIE-Avenger-Klasse Sternjäger ab, um der Bedrohung durch die republikanischen Jäger Herr zu werden. Dadurch jedoch wurde die offensive Schlagkraft der Jägerkontingente des Imperium-Klasse Sternzerstörers signifikant reduziert - sollen sich die TIE-Avenger doch eigentlich um die Jagdmaschinen-Raumhoheit des Feindes kümmern.

"Commander Maevric, ich möchte Sie nicht an die Erledigung Ihrer Pflichten erinnern müssen.", zischte der Captain zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. Es war im imperialen Militär eigentlich unüblich, derart unverständlich zu kommunizieren. Allerdings sollte es auch Zähneknirscher in den Reihen der Bodentruppen geben. Und an Bord der 'Annihilator' galt der Captain ohnehin als eine Art lebender Gott. Er war hier nicht nur der verlängerte Arm des Imperators - er war der Imperator. Nicht weil er besonders mächtig war oder taktisch versiert - sondern weil ihm die Struktur und die Hierarchie der Flotte die notwendigen Kompetenzen gab. Zudem besaß ein Offizier, der ein eintausendsechshundert Meter langes Schlachtschiff kommandierte, ein entsprechendes Selbstvertrauen. Das persönliche Ego eines imperialen Flottenoffiziers bestach in erster Linie durch unnachgiebige Prinzipientreue und ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Immerhin war man Bestandteil der mächtigsten Kriegsmaschinerie der Galaxis.

"Natürlich, Captain. Ich nehme sofort Kontakt zur 'Behemoth' auf.", antwortete der Executive Officer mit dem Charme einer eiternden Wunde. Im Grunde konnte die Kommunikation derartige Befehlsübermittlungen erledigen, allerdings fand Jericho perfiden Gefallen an der persönlichen Fehde zwischen seinem XO und dem des Vindicator-Klasse Kreuzers. Solche Hassliebe mussten man fördern, um einen gesunden Wettbewerb zu generieren. Über die Meldung der Bombentreffer sorgte sich der Captain indes nicht - immerhin waren auch imperiale Kriegsschiffe zäh. Und Imperium-Klasse Sternzerstörer waren die Krönung der interstellaren Raumfahrt. Die Königinnen der Schlachtfelder im Weltraum. Und eine Königin bezwang man nicht mit ein paar lächerlichen Bombern.


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*Nachricht für Farank Farander*
Mr. Farander
bitte begeben sie sich nach Taulus und nehmen sie dort Oper.Arrhae Fenn zwecks einer Einlernzeit nach ihrer Ausbildung aus. Da sie ehemals Imperale ist und sie auch Verbindungsoffizier waren wurde sie ihnen zur zeitweiligen Begleitung zugeteilt. Sie erwartet sie im Raumhafen R5.

Viel Erfolg!
Lujayne Drayson



****
[Raum zwischen Correlia und Taulus- Frachter] Farank
Der Frachter machte eine leichte Drehung und Taulus und sein Zwilling rückten in das Sichtfeld der Cockpitscheibe. Vor wenigen Minuten hatte er die Nachricht bekommen und war auch sofort aufgebrochen, er hoffte das Arrhae pünktlich war. Er bewunderte einen Moment lang das Grün des Planeten bevor er langsam durch die Atmosphäre glitt.

Nach wenigen minuten landete er an einem beinahe komplett Wald umgebenen Raumhafen und lies einen Frachter auf den angegebenen Landeplatz aufsetzten. Dann stieg er aus und wartete auf seine Kollegin.
[Taulus- Raumhafen- Landeplatz 2bk] Farank
 
.:: Commodore Tiberius Mard ::.

[Corellia-System ~ auf dem Weg zu Planquadrat „F6“ ~ imperiale Verteidigungsflotte; Vierte Flottille; Zehnte Kampfgruppe ~ VSD „Kali“ ~ Brücke ~ Commodore Tiberius Mard samt Brückencrew]

In einem langsam Tempo, das auf einen Zuschauer wahrscheinlich ziemlich bedrohlich wirkte, hatte sich die Vierte Flottille der imperialen Verteidigung endlich in Bewegung gesetzt. Ein kurzer Befehl über den verschlüsselten Äther reichte aus, um die schweren Durastahlkonstrukte von ihrer Position beim corellianschen Mond Gus Talon fort zu bewegen. Doch man näherte sich nicht dem Getümmel in unmittelbarer Nähe zu den gewaltigen Werftanlagen, sondern setzte Kurs auf die Minenfelder, die an interstellare Wolken erinnerten. Innerhalb etwas losen Formation setzten sich schnell die beiden Kampfgruppen an die Spitze, die zum einen mehrere Kilometer vor der dritten stationiert waren und zum anderen die leistungsfähigeren Flaggschiffe hatten. Sternzerstörer der sehr alten Victory-Klasse besaßen nun einmal nicht die Reaktoren, die man für die Nachfolgemodelle nutzte. Somit hatten die beiden eingesetzten Sternzerstörer der Victory-II-Klasse und der Imperial-Klasse einen Vorteil, den sie in diesem Fall offenbar auch eiskalt nutzten.

Eine Lücke von mehreren tausend Kilometern klaffte zwischen der Zehnten und den beiden anderen Kampfgruppen. Nur schwer konnte die Einheit aus Schiffen, die sich – gebunden an ihre Befehle – um den schiefergrauen Victory-Sternzerstörer „Kali“ formiert hatten, mit ihren recht weit entfernten Kameraden Schritt halten – und mit jeder Minute schien die Kluft größer zu werden. Doch darin sah ihr beleibter Kommandeur, Commodore Tiberius Mard, kein Problem. Denn im Augenblick deckten sowohl das Minenfeld als auch die Schiffe der Dritten Flottille seine Vorbereitungen. Seinen Plänen nach sollten sich die Schiffe, die unter seiner Befehlsgewalt standen, über eine Flankenbewegung in die gegnerischen Reihen bohren. Dabei hatte sich der ehrgeizige Commodore selbstverständlich das Flaggschiff des feindlichen Kommandeurs, Admiral Stazi, („Picon“) als Ziel gewählt.

Mit einem süffisanten Lächeln musterte der füllige Imperiale seelenruhig das Geschehen auf seinem taktischen Hologramm. Besonders hatte er dabei eine geometrische Figur im Auge. Die ovale Form ließ auf ein Schiff aus den abtrünnigen Werften Mon Calamaris schließen. In klarem Aurebesh stand unter dieser Figur stets der wahre Schiffsname – „Picon“. Noch immer wunderte sich Tiberius Mard über die Entscheidung seines neuen Widersachers. Denn durch seine militärische Ausbildung sowie langjährige Praxiserfahrung als Kommandeur konnte er einfach nicht verstehen, weshalb sich Stazi für ein „Mon Cal-Ding“ als Flaggschiff für diese Operation wählte, wenn er gleichzeitig ein äußerst mächtiges Kriegsschiff – in Form eines einsatzfähigen Supersternzerstörers („Event Horizion“) – in den Händen hielt. Machte ihm das Schicksal etwa ein Geschenk nach dem schrecklichen Desaster im Osarian-System?


„Nichtmenschen...“, zischte der Commodore leise. „Keinerlei Ahnung vom Militär haben sie.“

Doch bevor er weitere abfällige Äußerung über „Nichtmenschen“ äußern konnte, unterbrach ihn auf einmal die Stimme des Kommunikationsoffiziers: „Commodore, die 'Monarch' hat neue Befehle für die Flottille. Man möchte uns direkt ins Minenfeld schicken.“

Chevron scheint sich an meine Anwesenheit zu erinnern...“, entgegnete Mard schroff, nachdem ein Schnauben mit verächtlicher Note aus seiner Richtung zu hören war. „Senden Sie mir den Befehl zu diesem Manöver auf mein Datapad und melden Sie der 'Monarch', dass wir agieren werden.“

Beiläufig zückte der Kommandeur das technische Gerät und ließ die Daten vom Flaggschiff in eines seiner Programme transferieren. Während sich der flimmernde Ladebalken etwas stockend von null in Richtung hundert Prozent bewegte, bebte sein blonder Schnauzer. 'Durch unsere aktive Freund-Feind-Erkennung dürften wir die Minen problemlos passieren können', bemerkte er als er die ersten Zeilen von Admiral Chevrons Marschbefehl las. Nach dessen Plänen sollte die Vierte Flottille rasch den Korridor im Minenfeld schließen und anschließend dem Feind in den Rücken fallen. Feindliche Elemente sollten auf diese Weise gründlich zerrieben werden. Mit einem Mal sprang sein Blick vom Display seines Datapad zur holografischen Darstellung. 'Und Thorne bekommt mühelos die Chance mich auszustechen...' Schlagartig war das Lächeln verschwunden. Säuerlich betrachtete der kräftige Commodore die „Harbinger“. 'Nicht mit mir!'

„Captain, lassen Sie den Kurs der Kampfgruppe korrigieren“
, befahl der blonde Imperiale, nachdem er einen eigenen Plan gefasst hatte. „Wir fliegen in das Minenfeld! Kommunikation, übermitteln Sie der restlichen Flottille ebenfalls die Änderung unserer Handlungsparameter. Zudem kann dieser 418 seine Projektoren abschalten. Der Feind ist im System. Mehr wird da nicht kommen...“

Bedingt durch die Trägheit in der Schwerelosigkeit brauchten die imperialen Schiffe einen Moment, um ihren Kurs zu korrigieren. Waren sie vorher noch auf dem Weg, um über das Minenfeld hinweg zu fliegen, so wollten sie nun durch dieses hindurch. Da die alte „Kali“ und ihre Begleitschiffe noch nicht so weit mit dem Ausführen der älteren Befehle waren, brauchten sie ihren aktuellen Kurs bloß minimal anzupassen, während die beiden anderen Kampfgruppen in diesem Fall etwas mehr zu tun hatten. In gewohnt gemächlichen Tempo bewegte sich der schiefergraue Sternzerstörer der Victory-Klasse auf die fernen Minen zu. Flankiert wurde das klobige Kriegsschiff dabei von zwei schlanken Nebulon B-Fregatten. Zwei corellianische Fregatten flogen zudem voraus, derweil der Immobilizer „Rampart“ das Schlusslicht bildete. Gleichzeitig umschwirrten kleine, agilen Jägermaschinen diese metallischen Riesen, während die langsamen Bomber ängstlich in deren Nähe blieben und kaum ein ungeduldiges Manöver vorführten.

„Sobald wir von diesen Minen umgeben sind, sollen sich die agileren Elemente unserer Flottille aus der Formation lösen und den Feind mit ihrer Anwesenheit provozieren...“, befahl Mard als noch tausend Kilometer zwischen ihnen und diesen explosiven Dingern lag. „Die Fregatten, Kreuzer und Sternzerstörer sollen ihre Traktorstrahler bereithalten. Kommunikation, gewähren Sie außerdem der Elften Kampfgruppe die mittige Position in unserer Formation. Ich glaube, die 'Invidous' wird vom Rebellenpack eher als Flaggschiff eingestuft als unsere 'Kali' – lassen wir ihnen also diesen Fehler.“

Kilometer für Kilometer kam die wolkenartige Verteidigung näher als sich die Vierte Flottille erneut zu einer einzigen Formation zusammenschloss. Dabei nahm der riesige Sternzerstörer der Imperial-Klasse deren Zentrum ein. Backbords flankierte die „Kali“ die viel größere „Invidous“, während die „Pandora“ an Steuerbord ihre Position einnahm. Zwischen den drei Sternzerstörern flog, leicht unter ihnen, jeweils eine Nebulon B-Fregatte. Die beiden kleinen Carrack-Kreuzer der Flottille („Burges“ und „Achilles“) miemte gemeinsam mit der „Eviscerator“, einem schweren Kreuzer der Vindicator-Klasse, und ein paar corellianischen Kleinprodukten in Kanonenboot- oder gar Korvettengröße die Speerspitze dieser Formation. Ein klobiger Eskortträger und der Immobilizer positionierten sich am Heck der „Invidous“. Noch immer bewegten sich die Jägermaschinen und Bomber zwischen ihnen.

Die corellianische Korvette „Brilliant“ war das erste Schiff was in den Aufmerksamkeitsbereich der aktiven Minen kam. Sofort wichen diese Metalldinger zurück, um ihr Platz zu machen. Das Gleiche konnte man auch bei den anderen Schiffen beobachten als diese allmählich in die gefährliche Wolke eindrangen. Nun war der Moment gekommen, wo sich die kleineren Schiffe sowie die schnelleren Sternjäger aus der Formation lösten. Da sie keine Traktorstrahler hatten, konnten sie beim Schließen des Korridors nicht helfen. Jedoch war ihre Anwesenheit nicht nutzlos. Sie waren effektiv gegen die modernen Rebellenjäger und deren Schilde. Solange die Sternzerstörer, Kreuzer und Fregatten also mit dem Schleppen der Minen beschäftigt waren, konnten sie feindliche Maschinen abhalten. Diese Rolle dachte ihnen jedenfalls ihr Kommandeur, Commodore Mard, zu.

Nachdem sich die „Kali“ von unzähligen Minen umgeben sah, gab der blonde, beleibte Commodore die nächsten Befehle:
„Steuermann, wenden um neunzig Grad. Kommunikation, sowohl die Zehnte als auch die Elfte soll dieser Anweisung ebenfalls nachkommen. Captain Murata und dessen Einheit soll sich währenddessen dem Feind von hinten nähern. Das Schließen des Korridors hat für ihn ganz besondere Priorität. … Ach, und teilen Sie Admiral Thorne mit, dass wir ihn nicht in Stich lassen...“

[Corellia-System ~ Planquadrat „F6“ ~ imperiale Verteidigungsflotte; Vierte Flottille; Zehnte Kampfgruppe ~ VSD „Kali“ ~ Brücke ~ Commodore Tiberius Mard samt Brückencrew]​

 
||Tiefenraum + nahe Corellia + Rendezvouspunkt 'Milestone' + Liberator-Transportkreuzer 'Rote Flamme' + Hangar ||
Linh, Cauron Has-Tev, Jassar, Piloten, Hangar-Personal​

Der Trandoshaner, der sich als Cauron bzw. ‘White 7’ vorstellte, gab Linh bereitwillig und fast schon zu freundlich für seine Art Auskunft über den Einsatz – nur konnte er ihr leider nicht genau sagen, wo sich genau ihr Raumjäger nebst Gunner befand, aber sie wusste nun, worum es in dem Einsatz ging. Sie bedankte sich knapp und eilte im Laufschritt auf die nächsten B-Wings zu, wo sie sich durchfragte und die Gelegenheit nutzte, sich sehr schnell vorzustellen. Zum Glück fand sie beim übernächsten Piloten ihren Flügelmann, Rahul Nor, einen Menschen wie es schien, dessen Haut allerdings golden glänzte.

„Dann aber mal hurtig, kleines Fräulein, hast dir wohl ein bisschen zu viel Zeit beim Nasepudern gelassen.“,

versetzte er ziemlich bissig - Linh verkniff sich ein genervtes Schnauben, aber ließ es sich nicht nehmen, darauf antworten.

„Der Transporter hierher hatte einen Schaden. Im Gegensatz zu deinem ließ der sich aber beheben!“

Ohne eine Antwort abzuwarten, lief sie zum nächsten B-Wing, aus dessen rückwärtiger Kanzel ein feuerroter Schopf ragte. Eine solche Haarfarbe hatte sie bei Menschen noch nie gesehen, so dass es wohl um eine Färbung handeln musste.

„Sali? Ich bin die neue Pilotin, Linh!“,

rief sie gehetzt, was weniger dem schnellen Laufschritt geschuldet war, als der hektischen Atmosphäre im Hangar der ‚Roten Flamme’, in dem eine schier unübersichtliche Masse an Technikern, Droiden und Piloten die letzten Vorbereitungen für den Start des Geschwaders trafen. Es war alles zu laut, zu kalt, zu grell und zu groß und überhaupt alles zuviel. Für einen kurzen Augenblick stürzten diese Eindrücke wieder wie eine Schuttlawine über die Sullustanerin herein und sie musste kurz die Augen zusammen kneifen, um einen klaren Kopf zu bekommen.

‚Du hast B-Wings gekapert und gegen das Imperium gekämpft. Du hast es geschafft’,

hörte sie die Stimmen von Mondra Sho, Rico Harlowe und ihren anderen Kampfgefährten der Rebellen von Rhommamool. Sie atmete tief durch, wobei sie versuchte, sich nur auf den Raumjäger und ihren Gunner zu konzentrieren.

„Lass dich von Rahul nicht kirre machen – er macht das mit jedem Neuling so. Du brauchst dich nur noch reinzusetzen, dann geht’s los. Das Handbuch hast du gelesen, ja?“,

erwiderte der Mensch mit der kuriosen Haarfarbe und setzte den Helm auf.

„Die Vorstellungsrunde können wir später nachholen, Linh. Hauptsache, ich muss nicht alleine mit Dee-Neun losfliegen. Ohne Pilot wäre das ungünstig.“

Ohne viele weitere Worte zu machen, tat es ihm die sullustanische Pilotin nach und kletterte ins Cockpit. Auf einem kleinen Display erschien die Übersetzung des Gepiepse und Geträllers des Astromech, R2-D9, während sich die Kanzel schloss. Mit einem Mal kehrte Ruhe ein – das Einzige, was sie hörte, war die Stimme des Gunners, der ihr eine nochmalige Zusammenfassung des Einsatzbefehls gab, durchsetzt von den Geräuschen der Bordelektronik. Sehr erleichtert stellte sie fest, dass die Unterschiede zum Innenleben der Maschinen, die sie bisher geflogen hatte, nur gering waren und im Vergleich zu ‚ihrem’ B-Wing, wirkte der Y-Wing schon fast altmodisch.

Ungewohnt war es für sie auch, wieder ein einfaches Staffelmitglied zu sein, als sie die Stimme des Geschwaderführers vernahm. Doch so hatte sie es schließlich gewollt. Die Minute bis zum Start der B-Wing-Staffel verging viel zu langsam – sie wollte nur raus aus diesem viel zu großen Hangar, in den viel zu viele Maschinen und zu viele Wesen gestopft waren. Ihre Hände lagen erwartungsvoll auf den Kontrollen, es hätte nur einige Sekunden gedauert, bis sie der Maschine den Befehl zum Abheben gegeben hätte und prompt den X- und A-Wings gefolgt wäre. Wieder musste sie sich daran erinnern, dass in dieser Flotte die Dinge anders geregelt wurden, nämlich mit sehr viel Ordnung. Zwar hätte sie sich in der Tukata-Staffel auch gewünscht, dass die Piloten sich ein wenig genauer an ihre Befehle gehalten hätten, doch das jetzige Reglement erschien ihr viel zu eisern.

Als der Countdown endlich abgelaufen war, reagierten ihre Hände wie von selbst. Vielleicht hob sich der Bomber ein wenig zu forsch in die Höhe, denn Sali stieß ein überraschtes „Woohoo“ aus, gefolgt von einer Warnung des Droiden.

„White 3, halten Sie die Sicherheitsabstände ein!“,

vernahm sie sofort den harschen Befehl des Wing Commanders. Tatsächlich schwebte sie etwas mehr als dreißig Zentimeter über dem Level, dass ihre Staffel über dem Hangarboden einhielt. Das war nichts, worüber sie sich als Staffelführerin Sorgen gemacht hätte, nun leider war sie es nicht.

„Du bist noch nicht oft aus Hangars gestartet, oder?“,

fragte der Rotschopf mit einem unterdrückten Kichern, worauf Linh unwillkürlich grinsen musste, während sie die Höhe verringerte.

„Da, wo ich herkomme, haben wir keine.“

Mit diesen Worten verließen sie die bedrückende Enge des Hangars. Vor der Staffel breitete sich das vertraute Szenario einer Raumschlacht aus, die sich auf den ersten Blick, nicht sehr von dem Kampf um Rhommamool unterschied. Zumindest redete sich Linh das ein. Sie sollten eine Raumstation angreifen, doch zunächst hieß es wieder einmal warten.


|| Corellia System – Planquadrat "F5" + 7. KG +Harlequins + White Squadron + BTL-S3 Y-Wing + Linh Denb, Sali Khressing; hinter dem Cockpit R2-D9||
 
[Corellia | Raumschlacht | Planquadrat F5 | KG 10 | MC102 Reef of Resistance] Commodore Trilk, Captain Sistal

Commodore Trilk betrachtete mit großer Spannung, wie sich nach und nach die für befreundete und feindliche Kräfte stehenden Holosymbole verschoben. Es war ein Schlüsselmoment der Schlacht, der nun bevorstand, auch wenn dies sicherlich den Imperialen bei weitem nicht so klar war die der Quarren und anderen republikanischen Anführern. Langsam und scheinbar chaotisch bewegten sich die kleinen bunten Zeichen und mit ihnen auch die zahlreichen mächtigen Kriegsschiffe dort draußen, wogten an unterschiedlichen Stellen aufeinander zu oder voneinander weg, um wie in einem Kaleidoskop ein neues, schwer vorhersehbares Bild zu formen. Für einige Augenblicke sah es so aus, als würde dieses nicht dem gewünschten Ergebnis entsprechen, doch dann, plötzlich, fügten sich die Dinge so wie erhofft.

»Ja!« sagte, besser gesagt seufzte Trilk, halb erleichtert und halb triumphierend, als sich die dritte Kampfgruppe des Imperiums enger an die zweite republikanische Flottille heranbewegte und somit einen Korridor zwischen sich und den Minenfeldern freigab. Die Bresche, die sie brauchten, um zur Werft vorstoßen zu können.

Zwar hatte der Feind auch seine übrigen Truppen in Gang gesetzt, um ihnen den Weg abzuschneiden, doch dies würde nicht gelingen. Sie konnten ihnen bestenfalls in den Rücken fallen, sie aber nicht daran hindern, bis zu den Werftanlagen vorzudringen und diese direkt anzugreifen. Das Herzstück der enormen strategischen Bedeutung dieses Systems lag jetzt offen vor ihnen, sie brauchten nur die Hand danach auszustrecken.


»Captain, Admiral, kleinere Einheiten lösen sich von den näherkommenden Kampfgruppen an Backbord. Korvetten und Fregatten. Sie entfernen sich von ihren Schlachtschiffen und nähern sich mit größerer Geschwindigkeit.«

»Sie sind zwar nicht schneller als die Sternenzerstörer, aber deutlich wendiger und können innerhalb der Minenfelder daher schneller vorankommen. Diese kleinen Schiffe sollen uns in Kämpfe verwickeln, um uns aufzuhalten, bis die Schlachtschiffe nachrücken können«, analysierte Captain Sistal, und Trilk musste der Mon Calamari rechtgeben.

»Wir werden uns davon nicht irre machen lassen«, beschloss die Quarren. »Mit diesen kleinen Einheiten wird unsere Eskorte spielend fertig. Geben Sie den Befehl an alle Schiffe aus, die Angreifer nach Möglichkeit zu zerstören, den Vorstoß aber unvermindert fortzusetzen! Wenn es nötig ist, sollen Schiffe und Jäger zurückbleiben, um den Gegner zu binden. Aber unser Ziel bleibt weiterhin die Werft, und davon werden uns ein paar Korvetten nicht abhalten!«

Diese Anweisung wurde unverzüglich an die Schiffe der siebten, achten und neunten Kampfgruppe weitergeleitet, denn diese Einheiten würden es sein, die sich mit den vereinzelten Angreifern auseinanderzusetzen hatten. Trilk hatte diesen gegenüber keine Befehlsgewalt, denn die Schiffe unterstanden - wie auch ihre eigene Kampfgruppe - Admiral Stazi persönlich. Doch da sie die Eskorte des MC102 darstellen, würden sie sich nicht dagegen sträuben, sich so zu verhalten, wie die Kommandanten des übergroßen Sternenkreuzers es für geeignet hielten, um dessen Sicherheit zu gewährleisten.

Die Gegner rückten unterdessen durch das Minenfeld näher und würden in wenigen Minuten in Feuerreichweite sein. Commodore Trilk wunderte sich ein wenig über diesen Zug des Imperiums, der auf sie ein wenig verzweifelt wirkte, sogar an Wahnsinn grenzte. Es war doch beinahe klar, wie dieser Kampf ausgehen würde: Ein paar vereinzelte leichte Kampfschiffe, deren Beweglichkeit durch das Minenfeld stark eingeschränkt war, gegen eine gesamte Flottille in enger Formation. Die Vernichtung dieser Einheiten war abzusehen, und anschließend würden die Kreuzer und Sternenzerstörer ohne Eskorte dastehen. Entweder wussten sich die Verteidiger einfach nicht anders zu helfen und waren in ihrer Not bereit, einen hohen Betrag auf ein schlechtes Blatt zu setzen. Oder, was Trilk nicht unwahrscheinlich schien, die Imperialen fühlten sich den "Rebellen" so maßlos überlegen, dass sie glaubten, diese würden den kleinen, uninteressanten Köder einfach schlucken und sich von ihrem eigentlichen Ziel ablenken lassen.

Weit gefehlt, wie sie bald merken würden.


»Achtung, an alle Schiffe der zehnten Kampfgruppe«, sprach sie daraufhin, nachdem ihr calamarischer Kommunikationsoffizier die Kanäle geöffnet hatte. »Wir durchstoßen jetzt die schmalste Stelle zwischen den Nahkämpfen an Steuerbord und den Mienenfeldern an Backbord. Oberste Vorsicht ist geboten; wenn die Imperialen noch eine Falle für uns vorbereitet haben, könnten sie diese genau jetzt zuschnappen lassen. Achten Sie genau auf Ihre Sensoranzeigen und halten Sie sich an die Navigationsdaten, die von der RSD Legend of the Republic übermittelt werden. Wir halten die vorgegebene Formation!«

In nicht besonders elegantem, aber doch effizientem Gleichklang miteinander änderten die republikanischen Kriegsschiffe ihren Kurs, zunächst die Kampfgruppen von Admiral Stazi und Commodore Korus an der Spitze, zuletzt die Kampfgruppen 8 und 2, die die Nachhut bildeten. Die Keilformation krümmte sich um eine imaginäre, einige hundert oder tausend Kilometer an Backbord liegende Achse und fädelte sich durch den (immer noch mehr als ausreichenden) "Engpass" zwischen Feuergefecht und Minengürtel. Die Werft lag nun in gerader Linie vor ihnen; sie durften sich bloß nicht mehr aufhalten lassen.

Auch nicht von dem Imperial-Sternenzerstörer Annihilator und dessen Eskorte, die zu diesem Zeitpunkt als einzige imperiale Einheiten in der Lage waren, ihnen wirkungsvoll den Weg zu verlegen.


[Corellia | Raumschlacht | Planquadrat F5 | KG 10 | MC102 Reef of Resistance] Commodore Trilk, Captain Sistal

***

[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat F5 | KG 9 | STR Red Giant] Captain Takao'ee

Captain Takao'ee betrachtete die Formationsänderung - besser gesagt, die Formationsauflösung - der imperialen Einheiten in Flottillenstärke, die sich von Backbord her näherten. Man suchte also um jeden Preis die Konfrontation, auch auf die Gefahr hin, die ersten Schiffe in dem Versuch zu verlieren, den Vormarsch zu verlangsamen. Korvetten und Fregatten, kleine, bewegliche Einheiten, flogen durch das Minenfeld auf die linke Flanke der republikanischen Keilformation zu und würden bald in Feuerreichweite kommen.

Während Admiral Stazi und die Commodores I'ngre und Trilk diesem Angriff von der Brücke ihrer Sternenzerstörer und -kreuzer aus wohl recht gelassen entgegensahen, schätzte der Twi'lek die Lage doch etwas bedenklicher ein, was seine eigene Kampfgruppe betraf.

Seine blassen Lekku fielen von der Schulter auf den Rücken, als er sich rasch zur Kommunikation umwandte und befahl, eine Sprechverbindung zu den Schiffen unter seinem Kommando herstellte und befahl:


»Ladies and Gentlemen, achten Sie jetzt verstärkt darauf, was sich an Backbord und hinter Ihnen abspielt. Unsere Gegner greifen nicht wie erwartet in geschlossener Formation, sondern vereinzelt und mit kleinen Schiffen und einzelnen Staffeln an. Das heißt, es wird ihnen um so leichter fallen, durchzubrechen. Unsere Kampfgruppen liegen zu weit auseinander, um einen lückenlosen Schutz zu gewährleisten, also müssen wir beweglich bleiben und auf Veränderungen schnell reagieren. Einzelne Korvetten oder Bomber, die an uns vorbei kommen, könnten die Reef of Resistance angreifen und zu einer echten Störung werden. Wir werden unsere Formation also so weit ausdehen, wie es möglich ist, ohne den gegenseitigen Feuerschutz zu verlieren. Commander Conyers, Commander Octavian, Sie haben die wendigsten Schiffe und damit die Aufgabe, als Springer zu fungieren. Sie greifen nach eigenem Ermessen dort ein, wo die Vorzüge und Möglichkeiten Ihrer Schiffe am Besten zum Tragen kommen. Die größeren Schiffe halten sich auf ihren relativen Positionen und konzentrieren sich auf den Vorstoß. Dort vorne ist eine imperiale Kampfgruppe (KG 8), der wir keine entblößte Flanke anbieten wollen!

Commander Octavian, wie steht es mit Ihrer Scavenger, sind die Schäden reparabel? Sehen Sie sich im Augenblick zu Abfangbewegungen und Nahkämpfen in der Lage?«


[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat F5 | KG 9 | STR Red Giant] Captain Takao'ee
 
[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E4 | Gruppe Valiant| ISD-II Conqueror] Captain Isa Glander

Die Befehle, die Captain Isa Glader gab, waren wenig bedeutungsvoll. Tatsächlich gab es kaum etwas, das er jetzt noch tun konnte. Noch immer in der Zielerfassung der planetaren Turbolaserbatterie und vor sich imperiale Kriegsschiffe, die sich den angeschlagenen Sternenzerstörer längst als Opfer ausgesucht hatten, waren die Möglichkeiten der Conqueror, ihrer Crew und ihres Kommandanten begrenzt. Ein Teil des Personals hatte das Schiff bereits verlassen; der Rest musste sich nun dem Kampf stellen, so schlecht die Chancen auch standen.

Welche Feuerkraft die Conqueror erwartete, demonstrierte die imperiale Flotte zunächst an dem Warrior-Kanonenboot Acanthus. Captain Glander verstand nicht, wieso das kleinste Schiff der Formation die Speerspitze derselben bilden musste und fragte sich für einen Moment, ob der Commander der Acanthus selbst oder aber Commodore Niobe diese folgenschwere Fehlentscheidung getroffen hatte.

Eng beieinander rückten der Victory-Sternenzerstörer Aquila und zwei Strike-Kreuzer gegen die Conqueror vor, und die Vernichtung des modernen, solchem Beschuss aber keineswegs gewachsenen Kanonenbootes schien für sie kaum mehr als die Justierung ihrer Zielerfassung zu bedeuten: Fast beiläufig und ohne dafür Kurs oder Geschwindigkeit zu verändern, entluden sie ihr gesamtes vereinigtes Vernichtungspotential, und noch bevor die Acanthus sich zurückziehen oder ein anderes Schiff wirksamen Feuerschutz leisten konnte, zerbrach die Korvette zuerst in zwei Hälften, die dann von weiteren Salven in kleinere Stücke zerlegt wurden, bevor die Imperialen das Feuer einstellten und sich auf die Conqueror konzentrierten.


»Auf Einschläge vorbereiten«, befahl der Captain. »Alle Waffen feuern nach eigenem Ermessen! Steh uns bei...« fügte er hinzu und wusste gar nicht, an wen oder was dieses Stoßgebet gerichtet war.

Trotz des grässlichen Treffers, den die mächtige Conqueror erlitten hatte, war sie noch immer zu Teilen einsatzbereit. Viele ihrer Waffen funktionierten noch und schossen sich binnen kürzester Zeit auf die Angreifer ein, ihr Feuer auf den nächstgelegenen Strike-Kreuzer konzentrierend. Und auch ohne Schilde hätte die Hüllenpanzerung selbst intensivem Feuer eine ganze Weile standhalten können, bevor es zu einem Totalausfall des Schiffes gekommen wäre. Doch die Imperialen hatten mit dem nötigen Raubtierinstinkt längst die lebensgefährliche Schwachstelle ausgemacht, an der sie das riesige Schlachtschiff empfindlich treffen konnten. Sobald sie sich in einem geeigneten Winkel befanden, feuerten sie in das Loch, das die W-165 in den Rumpf gerissen hatte. Ihre Laserstrahlen fraßen sich tiefer in die ungeschützten Eingeweide des Schiffes, bis sie schließlich den Hauptreaktor erreichten.

Schwer zu sagen, ob Captain Glander sich sein im nächsten Augenblick bevorstehendes Ende einbildete, oder ob er die letzten Sekundenbruchteile seines Lebens tatsächlich bewusst erlebte. So oder so beobachtete er in erschreckend detaillierter Weise, wie sein Schiff um ihn herum verging. Zuerst flutete eine Welle harter Strahlung durch alle Decks, die alles Leben augenblicklich töteten und, als sie die Brücke erreichten, jedes seiner Organe, sogar jede seiner Körperzellen gleichzeitig versagen ließen. Noch bevor die Toten und Sterbenden zu Boden gestürzt waren, folgte eine Hitzewelle, die ihre Körper kochen und verdampfen ließ, alles Brennbare in Brand steckte und alles Metall zum Glühen brachte. Und dann riss die Druckwelle der Reaktorexplosion und der sich ausdehnenden heißen Gase die geschwächten Verbindungen zwischen all den gepeinigten Teilchen auseinander. Gemeinsam mit der Hälfte seines Schiffes wurden Ira Glanders Überreste hinaus in das kalte, endlose All geschleudert. Und dieser ganze schreckliche Sekundenbruchteil wurde begleitet von einem niederschmetternden Gefühl der Reue über all die Dinge, die er im Leben falsch gemacht hatte, und noch mehr, die er nicht gemacht hatte. Dann herrschte Stille.


[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E4 | Gruppe Valiant| ISD-II Conqueror] Captain Isa Glander


***


[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E4 | Republikverband | SSD Event Horizon] Rear Admiral Drashk Ak'lya

Das Ende der Conqueror war absehbar gewesen, was ihr aber nichts von ihrem Schrecken nahm. Nur durch ein Wunder konnte jemand an Bord die allesvernichtende Reaktorexplosion überlebt haben, und falls tatsächlich noch Überlebende in den herumwirbelnden Trümmerteilen steckten, konnte man diesen nun nicht zu Hilfe kommen. Abzüglich diejenigen, die in Rettungskapseln entkommen waren, musste es mindestens 15.000 Tote gegeben haben, wahrscheinlich deutlich mehr.

Dem Bothaner war klar gewesen, dass es diesmal nicht wie auf Loronar ohne eigene Verluste abgehen würde. Dass diese Schlacht auch auf Seite der Neuen Republik viele Opfer fordern musste, war unausweichlich, wurde aber erst jetzt wirklich sichtbar. Die Vernichtung der Conqueror im kombinierten Feuer der Flotte und der planetaren Verteidigung war beinahe ebenso schnell und effizient vonstatten gegangen wie die der ersten Einheiten, die dem Republikverband zum Opfer gefallen waren. Nicht nur deshalb wog der Verlust eines der stärksten Schiffe des Verbandes schwer.

Doch Drashk Ak'lya konnte einige Genugtuung daraus ziehen, zu beobachten, dass der Plan - sein Plan - im Großen und Ganzen funktionierte. Republikverband und zweite Flottille hatten die Feindkräfte gebunden und konzentriert und so den übrigen Einheiten den Weg freigemacht. Die Imperialen hatten zu spät begonnen, die so entstehende Lücke zu schließen. Sofern sich an den allgemeinen Umständen nichts gravierend änderte, das Imperium also nicht noch ein paar böse Überraschungen in der Hinterhand hatte, würde nichts und niemand die erste und dritte Flottille davon abhalten können, den MC102 zur Werft zu eskortieren.

Doch dem Republikverband blieben nur Sekunden, bevor die W-165 abermals feuern und vielleicht ein zweites Schiff zerstören würde. Ihnen lief die Zeit davon und sie mussten diese nutzen, wenn sie nicht nur ihre Aufgabe in dieser Schlacht erledigen, sondern dabei auch noch überleben wollten.


»Geben Sie mir Commodore Niobe und Commodore Yorub«, befahl er, und Sekunden später tauchten deren Holobilder vor ihm auf.

»Commodores, wir müssen jetzt umso schneller und entschlossener handeln. Wie die Conqueror und die Acanthus, kann es jedes unserer Schiffe treffen. Wir müsen unsere Kräfte bündeln, um effizienter und schneller zu arbeiten. Zuallererst wird eine Schneise durch die gegnerische Verteidigung gebrochen, hin zur Golan-III-Station: Wir räumen mit allem, was wir haben, den Bombern den Weg frei. Wenn es Not tut und wir dicht genug herankommen, zerstören wir die Station auch selbst. Anschließend werden Sie nach freier Auswahl das Feuer Ihrer Gruppen auf einzelne Ziele konzentrieren und diese so schnell wie möglich kampfunfähig machen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die Imperialen nicht langsam aufzureiben, sondern sie zu demoralisieren.«

Die beiden Commodores nickten, und Yorub wandte sich noch während der laufenden Übertragung zu einen Offizieren, um ein paar knappe Anweisungen zu geben.

»Gut, dann weiterhin viel Erfolg, meine Herren. Event Horizon, Ende.«

So kehrte der Republikverband zu seinem Kerngeschäft zurück: Anstelle von wilden Hieben in alle Richtungen, bündelte er das Feuer, um nun wieder brutale Hammerschläge auszuteilen. Als sich alle Waffen zugleich auf die Golan-Station ausrichteten und einen regelrechten Tunnel durch die imperiale Verteidigungsflotte schnitten, erleuchtete ihr Waffenfeuer mindestens so hell das All, wie die gleißenden Strahlen der W-165 es getan hatten.

[Corellia-System | Raumschlacht | Planquadrat E4 | Republikverband | SSD Event Horizon] Rear Admiral Drashk Ak'lya
 
.:: Commodore Parcival Payn ::.

[Corellia-System ~ Planquadrat „E2“ ~ CorSec-„Flotte“ ~ ISD II „Werewolf“ ~ Brücke ~ Commodore Parcival Payn samt Brückencrew]

Im Orbit des berühmten Werftplaneten Corellia entbrannte eine Schlacht. Nachdem ein gigantischer Supersternzerstörer („Event Horizon“) und dessen Begleitschiffe einfach bis hinter das vorhandene Minenfeld gesprungen waren, hatte es innerhalb der ersten Stunde schon die ersten Treffer, Schäden und Toten gegeben. Doch bisher beteiligten sich bloß die imperialen Streitkräfte an der Verteidigung dieser militärisch, politisch und wirtschaftlich bedeutsamen Welt, obwohl sich im System auch eine „Flotte“ der „Corellian Security“ (kurz: CorSec) aufhielten. Aber seit dem urplötzlichen Auftauchen der republikanischen Streitkräfte keimte in einigen Köpfen dieser Corellianer die Unsicherheit, weil sie sich noch an die Zeit erinnerten als Corellia ein Teil der Neuen Republik waren. Zwar hatten die Kernwelten nie unter der imperialen Herrschaft leiden müssen – gerade die menschlichen Teile der planetaren Bevölkerungen –, aber manche sehnten sich trotz der ziemlich einflussreichen imperialen Propaganda nach Freiheit und Selbstbestimmung.

In einer sehr sicheren Entfernung schauten die Mannschaften der militärischen CorSec-Schiffe dem brutalen Treiben in Corellias Orbit zu. Sie hatten zusehen können als der gewaltige Koloss („Event Horizon“) das komplette Flaggschiff („Retaliator“) einer imperialen Kampfgruppe mühelos zerfetzt und danach seinen Vormarsch eiskalt fortgesetzt hatte. Nicht eine einzige Millisekunde hatte dieses riesige Monstrum bei den Trümmern verweilt. Sondern der republikanische Kommandant hatte sich sofort auf das nächste „Opfer“ gestürzt. Dieses strikte Vorgehen hatte die CorSec-Offiziere in ihrem geplanten Vorgehen schon im Keim erstickt. Man blieb auf der eigenen Position – bewegte sich kein Stückchen. Nicht einmal bei dem Imperial-II-Sternzerstörer „Werewolf“ war in diesem Augenblick irgendeine Bewegung auszumachen.

Mit eiserner Miene und einem ziemlich leisen Zähneknirschen stand Commodore Parcival Payn vor dem Panoramafenster. In seiner Funktion als befehlshabender Verbindungsoffizier zwischen CorSec und dem Galaktischen Imperium kannte er selbstverständlich seine Pflicht in dieser Situation. Seine Einheit musste auf Seiten der imperialen Kameraden gegen den Feind kämpfen. Doch noch schätzte Payn seine Chancen nicht als „erfolgreich“ ein. Zu gefährlich war die Nähe des Supersternzerstörers für sämtliche Elemente, die ihm feindlich gesinnt waren. Zudem musste der Commodore stets damit rechnen, dass eine Meuterei auf den CorSec-Schiffen geschehen könnte. Der Muskelberg von einem Imperialen verschränkte die starken Arme auf dem Rücken, während seine stahlblauen Augen schon seit mehreren Minuten auf das metallische Monstrum in der Ferne gerichtet waren. Langsam schien der Supersternzerstörer in Richtung „CEC-Werften“ beizudrehen.


„Commodore, meine Leute habe ich in Zuggröße auf den einzelnen Decks verteilt“, berichtete ihm auf einmal der Colonel der Navy Troops, die auf der „Werewolf“ stationiert waren. „Zudem hat man ausschließlich an imperiale Besatzungsmitglieder Blaster ausgeteilt. Damit haben wir das Risiko auf eine Meuterei auf ein Minimum reduzieren können. Ich habe auch schon die Mitteilung, dass meine Offiziere auf den anderen Schiffen gleiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben.“

Parcival Payn, ein Hüne unter der menschlichen Spezies, nickte mit grimmiger Miene. „Sehr gut. In mehreren Berichten hat man die Corellianer als 'schwankend' eingestuft. Nur bedingt kann man sich auf ihre Loyalität also verlassen. Halten Sie demnach Ihre Augen und Ohren offen!“

„Selbstverständlich, Sir“, entgegnete der andere Imperiale und zupfte an seinem Kinnbart, salutierte anschließend und zog sich dann in den Hintergrund zurück.

Obwohl der Imperial-II-Sternzerstörer zur Imperialen Flotte gehörte, hatte man bei Dienstantritt im System mehr als die Hälfte der originären Besatzung durch CorSec-Mitarbeiter ersetzt. Damit sollte sich das Personal des corellianischen Sicherheitsdienstes nicht nur mit dem Galaktischen Imperium identifizieren, sondern ebenso loyaler gegenüber dem politischen System werden. Nicht nur bei der „Werewolf“ betrieb man diese Politik, sondern genauso bei dem Abfangkreuzer „Giant Claw“ sowie den anderen Schiffen, die vor einigen Monaten mit dem großen Sternzerstörer nach Corellia gesandt worden waren. Überall herrschte eine Durchmischung von imperialen und corellianischen Personal – und genau dieser Umstand führte nun zu einer Lähmung dieser „Flotte“. War noch Verlass auf die Männer und Frauen, die monatlich ihre Credits von CorSec erhielten? Hörbar knirschte der kräftige Imperiale mit seinen Zähnen. Er musste reagieren.


„Captain? Auf ein Wort...“, rief er den Kommandant, einen Imperialen, zu sich.

Mit einem verstehenden Nicken trat der junge, hagere Mann den Weg von den Brückengräben zum Panoramafenster an.


„Veranlassen Sie sofort die Marschbereitschaft der 'Werewolf“ sowie der restlichen Einheit“, befahl Payn mit mürrischer Stimme. „Wir fallen diesen Rebellen in den Rücken. Allein in imperialer Hand bleibt Corellia – so wies es nach altrepublikanischen Recht der Nachfolgeregierung zusteht! Keiner terroristischen Organisation steht dieses Recht zu... Haben Sie mich verstanden?“

Langsam, ganz langsam setzte sich die „Flotte“ in Bewegung. In ihrem Zentrum hielt sich dabei der Imperial-II-Sternzerstörer auf, während sich dessen kleinere Begleitschiffe in den nächsten Minuten drumherum positionierten. Drei modifizierte Korvetten aus den corellianischen Werften setzten sich an die Spitze. Zwei corellianische Kanonenboote flankierten derweil das Heck der „Werewolf“. Die „Giant Claw“, der Im-418 Abfangkreuzer, folgte in einem gewissen Abstand dem Sternzerstörer. Es fehlte dem Schiff einfach an Feuerkraft, um auf gleicher Höhe oder gar davor zu fliegen. Zwischen den beiden dreiecksförmigen Kriegsschiffen flogen zwei corellianische Korvetten und zwei weitere Kanonenboote, während die Nachhut ebenfalls von drei corellianischen Korvetten gebildet wurde. In dieser Form näherte man sich in einer gemächlichen Geschwindigkeit dem feindlichen Verband („Republik“-Verband). Auf diese Weise wollte man die imperialen Streitkräfte (besonders die erste und zweite Flottille) unterstützen.

[Corellia-System ~ Planquadrat „E3“ ~ CorSec-„Flotte“ ~ ISD II „Werewolf“ ~ Brücke ~ Commodore Parcival Payn samt Brückencrew]

 
[Corellia | Raumschlacht | Planquadrat F6 | Minenfeld | KG 11 | CRK Silver Bullet | Brücke] Gordon Aaronson, Brückencrew

»Beschleunigen« , befahl Gordon Aaronson pflichtbewusst, als die Order hereinkam, sich aus der Formation zu lösen und vor diese zu setzen. »Wir fliegen so schnell es das Minenfeld zulässt. Aber halten Sie dabei in jedem Fall einen Sicherheitsabstand von... sagen wir... dreißig Metern zu den Minen ein! Kein unnötiges Risiko!«

Denn der Lieutenant Commander traute dem Frieden noch immer nicht. Für gewöhnlich hatten Minen solcher Typen seines Wissens überhaupt nicht die technischen Voraussetzungen, IFF-Kennungen zu erkennen und zu unterscheiden. Dass man im Corellia-System offenbar im großen Stil Geräte einsetzte, die dennoch dazu in der Lage waren, ließ ihn vermuten, dass man sie kurzfristig, in aller Eile, gegen ihre Basiskonstruktion und ohne ausreichende Tests umgerüstet hatte. Dies waren keineswegs gute Voraussetzungen, um zwischen ihnen umherzufliegen. Einem kleinen Schiff wie der Silver Bullet konnte mit ein wenig Pech schon eine einzige Mine zum Verhängnis werden.

»Wir sollen also die Rebellen zu unüberlegten Angriffen veranlassen, die sie gefährlich nahe an das Minenfeld heranbringen?« frage Lieutenant Parmer mit ungläubigem Ausdruck auf seinem kantigen dunkelbraunen Gesicht. »Das klappt doch niemals!«

»Niemand hat Sie nach Ihrer Meinung gefragt, also behalten Sie Ihre Skepsis gefälligst für sich!« fuhr der Kommandant ihn an, was ein etwas kleinlautes »Jawohl, Sir« zur Folge hatte.

Aaronson war tatsächlich verärgert über diesen Einwand des Lieutenants. Auch er selbst konnte sich nicht vorstellen, dass der Plan funktionierte. Aber alle an Bord dieses Schiffes, ihn selbst eingeschlossen, waren Befehlsempfänger und mussten darauf vertrauen, dass diejenigen, die in der Kriegsmaschinerie Seiner Majestät über ihnen standen, die richtigen Entscheidungen trafen. Dem Lieutenant Commander wäre es nicht eingefallen, einen Befehl auf solche Weise vor versammelter Mannschaft in Frage zu stellen, also stand es einem seiner Untergebenen erst recht nicht zu; schon gar nicht während eines Gefechtes, wenn solche Äußerungen fatale Auswirkungen auf die Moral haben konnten.

»Die Gegner ändern ihren Kurs«, lautete die Nachricht von der Sensorstation. »Sie schwenken nun direkt auf die Werft ein. Dort hat sich eine Bresche in der Verteidigung gebildet, die sie wohl durchstoßen wollen.«

»Auch das noch«, murmelte Aaronson.

Man erwartete von ihm und seinem Schiff wirklich nichts Leichtes; da hätte er sich zumindest gewünscht, dass auch Andere ihren Teil beitrugen, dem Feind seinen Marsch gegen die Werft nicht allzu leicht zu machen. Doch auch daran würde er keine offene Kritik üben.


»Machen Sie schneller! Wie lange noch bis Feuerreichweite und zum Rand des Minenfeldes?«

»Zwei Minuten bis zum Rand, drei bis zur effektiven Reichweite des Feindes, dreieinhalb bis zur effektiven Reichweite unserer eigenen Waffen«, lautete die ernüchternde Erklärung.

»Das heißt, um den Gegner beschießen zu können, müssen wir die Deckung des Minenfeldes verlassen, und selbst dann haben die Rebellen noch den ersten Schuss?«

»Ja, Sir, was den derzeitigen Kurs betrifft. Aber dort, wo Verteidigungslinie und Minen eng zueinander rücken, entsteht ein Engpass. Die Rebellen müssen dort sehr nah an das Minenfeld heran. Auch dort hätten einige ihrer Schiffe noch die größere Waffenreichweite, aber wir würden unsere Deckung nicht verlieren.«

»Ein guter Vorschlag, Lieutenant Bayes. Manövrieren Sie uns genau dorthin. Wir halten uns außerhalb der gegnerischen Waffenreichweite. Dann werden unsere Laser zwar nutzlos, aber mit den Raketenwerfern würden wir die feindlichen Schiffe dennoch erreichen, nicht wahr?

»Theoretisch, Commander. Allerdings sind Raketen, die aus so großer Entfernung abgefeuert werden, leicht abzufangen.«

»Wir sollen den Feind ja auch nur provozieren und nicht im Alleingang vernichten. - So wird es gemacht.«

Seinen Befehlen gemäß, änderte die Silver Bullet ihren Kurs nach Backbord. Die Triebwerksöffnungen im Heck flammten greller auf, als das Kanonenboot abermals beschleunigte. Wenn sie sich beeilten, würde es ihnen möglich sein, dort auf die Feinde zu lauern, wo deren Formation am dichtesten zueinander rücken musste, und aus der relativen Sicherheit des Minenfeldes heraus ein paar Freischüsse abzugeben. Die Effizienz dieses Manövers durfte nach wie vor bezweifelt werden, doch immerhin waren die Chancen, tatsächlich die gegnerische Schlachtordnung zu verwirren oder ein paar kleinere Einheiten von der Hauptabteilung abzuspalten, auf diese Weise noch am größten.

Gordon Aaronson schluckte schwer, als sie eine Defender-Ionenmine passierten: Aus den dreißig Metern Sicherheitsabstand, die er vorhin befohlen hatte, waren höchstens fünfzehn geworden. Der Lauf der automatischen Waffe war auf sein Schiff ausgerichtet. Doch auch sie erkannte die Silver Bullet offenbar nicht als Ziel und schwieg.


[Corellia | Raumschlacht | Planquadrat F6 | Minenfeld | KG 11 | CRK Silver Bullet | Brücke] Gordon Aaronson, Brückencrew
 
[OP: Sorry dass das jetzt doch so lange gedauert hat - Mir ist in den letzten Tagen leider immer wieder was dazwischengekommen -_-]

[Taulus-raumhafen, R5, Landeplatz 2bk] Arrhae Fenn, Farank Farander


Arrhae war unerwartet schnell zum Raumhafen durchgekommen und hatte sich die vergangene Stunde damit vertrieben noch etwas durch das hiesige Raumhafenviertel zu schlendern ehe sie ihren Weg zum vereinbarten Treffpunkt antrat.
Man konnte sagen was man wollte - Raumhäfen und deren umliegende Orte sahen auf allen Planeten dieser (und vermutlich auch jeder anderen Galaxis) gleich aus - Selbst wenn sie so malerisch im Grünen lagen wie dieser hier.
Die vergangenen Wochen hatten sie und ihr Aufklärungsdroid NF-12 damit verbracht allerhand kleineren unwichtigere Aufträgen nachzukommen - Allem voran Kurierflüge.
Arrhae war sich natürlich im Klaren, dass sie als Überläuferin sich vermutlich mehr als jeder andere NR-GDler würde beweisen müssen, weswegen ihr diese oftmals eher stumpfsinnigen Tätigkeiten auch nichts ausmachten - Sie hatte sich damit arrangiert und tat was sie konnte um zu zeigen, dass sie es wert war, während sie sich fragte, was nun weiterhin mit ihr geschehen würde, und ob sie einen neuen Vorgesetzten Offizier zugeteilt bekommen würde oder nicht - Und ob sie das überhaupt wollen würde.
Als ihr diese Frage unweigerlich abgenommen wurde freute sie sich nichts desto trotz und hatte sie so schnell sie konnte von Corellia (wo ihre Haupttätigkeit aus dem Bummeln in Schrottläden bestanden hatte.) aus auf den Weg hierher gemacht.
Als Arrhae nun also mit einigem an technischem Kleinkram (welchen sie gewiss schon bald zu irgendwas nutzbringendem oder zumindest für sie interessantem würde weiterverarbeiten können) im Gepäckfach ihres Swoops über die Landeplattform zischte und langsam langsamer wurde musterte sie bereits eine Gruppe ankommender und wie bizarr-organisierte Insekten umher schwärmende Leute von Leuten.
Auf ihrem Anweisungskommuniqué hatte sie lediglich den Namen ihrer Verabredung - Operative Farank Farander - mitgeteilt bekommen (ein Name welchen sie zwar schon mal in Berichten gelesen hatte, aber ihm spontan vorerst kein Gesicht zuordnen konnte), weswegen sie nun erst einmal nach jemandem Ausschau hielt, der vielleicht ebenfalls nach jemandem suchte.
Schliesslich fiel ihr ein Mann auf, welchen sie schon mal gesehen hatte, und dessen Gesicht sie definitiv erkannte - Auf Coruscant kurz nachdem das HQ überrannt worden war.
Da sie nicht an Zufälle glaubte. (Diese wären statistisch gesehen Osik.) ging sie davon aus, dass er ihr Neuer Vorgesetzter werden würde.
Zusammen mit ihrem zu dem Zeitpunkt zugeteilten Team hatte sie flüchtige Bekanntschaft mit ihm gemacht, ehe sie die Wege aller Beteiligten wieder in alle Winde verstreut hatten.
Sie hielt ihr Swoop-bike an, stieg aus - dicht gefolgt von ihrem Droiden, welcher ebenfalls vom Speeder herunter schwebte und am Boden angelangt wie eine kleine metallische Spinne hinter ihr her lief.
Arrhae schob ihr Swoop bedächtig neben sich her, während sie auf den Mann zuging, ihn kurz musterte und dann verschmitzt grinsend mit einem Nicken begrüsste.
"Sucht Ihr zufällig nach jemandem, Sir?" Fragte sie schliesslich unverbindlich, und blieb vor ihm stehen.



[Taulus-raumhafen, R5, Landeplatz 2bk] Arrhae Fenn, Farank Farander
 
[: Corellia System | in der Nähe von Gus Talon (Planquadrat „E7“ auf dem Weg nach „F6“) :||: imperiale Verteidigungsflotte; Vierte Flottille; Zwölfte Kampfgruppe :||: Carrack-Kreuzer „Achilles“ | Brücke :||: Lieutenant Commander Alexa O‘Neill, mit Brückencrew :]



Aufmerksam verfolgten zwei zornig funkelten kobaltblaue Augen das weitere Geschehen auf der taktischen Holodarstellung des Schlachtfeldes. Nachdem man die Anfrage an die „Pandora“ nach neuen Befehlen nach der Vernichtung zweier imperialen Schiffe mit den Worten „ .... man möge sich doch etwas gedulden ....“ abgeschmettert hatte, musste Alexa nicht zum ersten mal ihren Ärger über diese Überheblichkeit der männlichen Offizieren gegenüber des weiblichen Pendant herunter schlucken. Und es wird auch garantiert nicht das letzte Mal sein, das sie es tat. Erinnerungen an das Dinner auf dem VSD „Kali“, an die Unterhaltung mit Commodore Mard und den abschätzenden Blicken, die dem zierlichen Lieutenant Commander nicht entgangen waren, wurden wach. Was bildeten sich diese Lackaffen eigentlich ein. Nur weil diese Herren ihre Fortpflanzungsorgane nach außen zur Schau stellten, glaubte diese unfehlbar zu sein. Durchaus waren die weiblichen Offiziere in der Lage, den Männern das Wasser zu reichen. In vielen Bereichen der Flotte und in der Armee. Die leiste Stimme ihres XO, was ein Räuspern vorangegangen war, holte die junge Frau aus ihren Gedankengängen. Man hatte die sehnlichst erwarteten Befehle erhalten.

„Danke, Commander Wilder. Die Jäger haben Starterlaubnis. Sollen sich aber erst noch defensiv verhalten. Navigation, gleichen Sie unseren Kurs an.“

„Jawohl, Ma’am“.

Der leistungsstarke Antrieb des Carrack-Kreuzers erwachte zum Leben und schob das kleine und wendige Schiff in die vorgesehene Postion innerhalb der Formation. Der Lieutenant Commander wandte sich aber wieder der taktischen Konsole zu, hatte die Lippen nachdenklich geschürzt und tippte sich mit der Fingerkuppe ihre rechten Zeigefingers an diese. Ihr Blick fixierte die Darstellung der feindlichen Flotte. Was hatte diese Pack vor? Welche Schritte würden die Rebellen machen? Diese und ähnliche Fragen geisterten in ihren Gedanken herum. Immer noch grübelnd vor der Konsole stehen, zuckte O’Neill ein wenig erschrocken zusammen, als Lieutenant Commander Wilder sie sanft an der Schulter berührte. Blinzelnd blickte sie zu dem größeren Mann auf.

„Wir .... wir haben soeben neue Befehle erhalten, Ma’am.“

Das leichte Stocken in der Stimme Wilders ließ die junge Frau aufhorchen und mit fragendem Blick nahm sie das ihr dargereichte Datapad entgegen. Aufmerksam las sie die dort stehenden Informationen und las sie erneut ... und erneut. Immer wieder schaute Alexa abwechselnd von den Daten auf dem Pad auf die taktische Darstellung. Das aufkommende Unverständnis wich einem leicht schiefen Grinsen. Entweder war diese Person hinter diesem Befehl ein Genie oder Verrückt. Egal was sie war, sie hatte den kleinen Lieutenant Commander gerade auf eine Idee gebracht, die sie aber im Moment noch für sich behielt. Zu gegebenem Anlass und nach eingehender Prüfung würde Alexa ihren 1. Offizier und anschließend die Mannschaft einweihen. Mit den Worten „ Vielen Dank, Commander Wilder.“, reichte sie dem Offizier sein Datenträger zurück, nachdem O’Neill diese Informationen auf ihr Pad übertragen hatte. Etwas irritiert über das immer noch schiefe Grinsen seines Kommandanten nahm Jethro das Pad mit einem fragendem „Ma’am?“ entgegen.

„Setzen Sie den neuen Kurs in das Minenfeld und bleiben Sie in der Formation, Commander Wilder. Und achten Sie auf die Defender-Ionen-Minen.“

Kaum hatte die junge Frau diesen Befehl ausgesprochen, ging ein lautes Raunen durch die Brücke. Alle hielten für einen Moment in ihren Beschäftigungen inne und starrten teilweise etwas unverständlich ihren kommandierenden Offizier an. Selbst Wilder stand noch an der gleichen Stelle und zögerte den Befehl Alexas folge zu leisten.

„Gibt es ein Problem, Mr. Wilder?“

Ihre Stimme hatte einen leichten eisigen Klang angenommen. Mit einer hochgezogenen Augenbraue, durchdringendem Blick und vor der Brust verschränkten Armen schaute die Imperiale Jethro in die Augen. Dieser schluckte nur und schüttelte verneinend den Kopf.

„Das dachte ich mir. Und nun lassen Sie den Befehl ausführen. Wir haben nicht den ganzen Tag zeit.“

Mit diesen Worten wandte sich die junge Offizierin der taktischen Konsole zu und die Hintergrundgeräusche auf der Brücke und das leise Stimmengewirr der Mannschaft kletterte wieder auf das normale Level an. Allerdings drang diese Geräuschkulisse nicht ganz bis zu dem kleinen Lieutenant Commander durch, die Aufmerksam und Konzentriert sich der Schlachtdarstellung, der Positionen der feindlichen Schiffe und ganz besonders den Minenfeldern widmete. Dabei nagte Alexa an ihrer Unterlippe und klemmte sich unbewusst und automatisch eine schwarze Haarlocke hinter das linke Ohr, die sich aus ihrem Haarknoten gelöst hatte. Je länger sich die junge Frau mit den Minen und deren Informationen beschäftigte, desto breiter wurde ihr Grinsen. Begleitet mit einem aufblitzen des Schalkes in ihren Augen. Diese Rebellenpack würde sich noch wundern. Alexa O’Neill hatte noch eine kleine Überraschung im Gepäck.



[: Corellia System | Minenfeld (Planquadrat „F6“) :||: imperiale Verteidigungsflotte; Vierte Flottille; Zwölfte Kampfgruppe :||: Carrack-Kreuzer „Achilles“ | Brücke :||: Lieutenant Commander Alexa O‘Neill, mit Brückencrew :]



CK „Achilles“ [Schilde: 100% | Hülle: 100%]
TIE/ln [04 Maschinen] [Eskorte der „Achilles“ ]
 
Zuletzt bearbeitet:
op: Nicht schlimm bin auch erst heute zurück
[Taulus-raumhafen, R5, Landeplatz 2bk] Arrhae Fenn, Farank Farander
Farank musste nicht lange warten bis ihm eine Frau ansprach. Während sie ihn etwas fragte, blickte er sie an und kontrollierte die körperlichen Merkmale die er auf sie Klammer gespeichert hatte (Was ein weiterer nützlicher Vorteil des Gerätes war).
Er hatte Arrhae während der befreiung auf Courscant gesehen, damals als imperale Gefängnissangestellt getarnt. Diesmal war er es der eine solche uniform trug. Sie war eine normalgroße menschliche Frau. Ungefähr halb so jung wie Farank, trotzdem überagte sie ihn ein kleines Stück. Das kam wohl daher das man mit zunehmenden Alter schrumpfte. Blonde Haare, grau-blaue Augen. Alles traf zu. Fast fieberhaft suchte der alte GDler nach einem Merkmal das ihn nicht täuschen konnte. Nach der Begenung mit der Gularin auf Courscant, war er sich nicht mehr ganz so sicher mit der induviealität eines Lebewesens.

Nach einigen Minuten des Anblickens tat Farank drei Dinge gleichzeitig. Er antwortete mit:Ja tue ich
auf die Frage der Frau. Gleichzeitig hob er die zu Uniform gehörente Mütze, sodass sie die Kopfklammer sehen konnte und bewegte seine Hand zu Plaster.
Allerdings glaube ich, dass diese Person gerade vor mir steht...Arrhae Fenn... wenn ich mich nicht ihre?!

[Taulus-raumhafen, R5, Landeplatz 2bk] Arrhae Fenn, Farank Farander
 
[Corellia-System |Unterwegs von E7 nach F6 | Tragegestell an der Achilles | TIE-Fighter Raptor IV] Odd Ball


"...Trägheitskompensatoren grün, Kondensatoren bei 100% freier Startvektor..."

Wenige Tastendrücke und der TIE-Fighter der "Odd Ball" zugeteilt wurde, startete zusammen mit dem Rest der Schutzrotte. Gemeinsam flogen sie eine Kehre um sich zu sammeln und dem Kurs sowie der Geschwindigkeit der 'Achilles' anzupassen.

"Sammeln bei Marke 6,5. Schub auf 82%. Haltet die Augen nach Bösen Jungs offen."

Ein kurzer Blick, eine Bewegung mit der Hand am Steuerknüppel und schon war Raptpr IV auf kurs. Den Schub anpassen und nun flog er gemeinsam mit Raptor III Steuerbord neben dem Carrack her. Mitten durch ein Minenfeld. Dem Klon war alles andere als wohl dabei durch diese Teufelsfalle zu fleigen. Aber Befehl war Befehl, solange es dem Imperium diente würde er seinen TIE-Fighter auch in die Brücke des SSD lenken. 'Odd Ball' hatte nie wirklich darüber nachgedacht das er ausgebildet wurde um zu gehorchen und jeden noch so selbstmörderischen Befehl auszuführen. Warum auch?

"Raptor II, achte auf deinen Stabilisator, der sieht wackelig aus..."

Immer wieder bekam er die Gespräche auf dem Rottenkanal mit, außerdem Fetzen von der Brücke der 'Achilles' genauer gesagt von Alexa. Es gab eine kleine Überschneidung was die Frequenz anging, warum die Techniker die noch nicht behoben hatten war dem Klonpilot unbegreiflich. Was ihm außerdem unbegreiflich war, war die Tatsache das sie gegen einen SSD antreten mussten! Wie bei den Höhlen von Koriban sind die elendigen Rebellen zu diesem Schiff gekommen? Wenn es nach 'Odd Ball' gegangen wäre, dann hätte er die gesamte Feuerkraft auf den Zerstörer gelenkt. Die Aufständischen durften einfach nicht so etwas majestätisches besitzen, geschweige denn gegen seine Erbauer ins Feld führen. Um sich von diesen Gedanken abzulenken und auf den bevorstehenden 'Hard Contact', der Feindberührung vorzubereiten betrachtete er den Ausschnitt genauer auf den sie zuhielten. Sie würden sich ihn dem Mienenfeld mit anderen Kampfgruppen treffen und von dort in die Flanke des Feindes fallen. Ein simples aber effektives Manöver, zumal die gegnerischen Schiffe nur ihre Backbordgeschütze einsetzen konnten während die Imperialen alle Frontgeschütze zum Einsatz bringen konnte. Da die imperialen Zerstörer, Fregatten und Kreuzer fast ausschließlich in Keilform gebaut wurden konnten sie mit wesentlich mehr Geschützen die Front abdecken als ein Mon Cal-Schiff. Ein Vorteil der nicht zu unterschätzen war, außerdem würden sie hinter den Rebellen den Kooridor dicht machen, so dass selbst wenn dieses pack noch Verstärkung bekommen würde, sich diese erst durch ein Minenfeld arbeiten müsste. Dadurch hätten sie mehr als genug Zeit um sich zu formieren.

"Passieren jetzt Marke 30.2, nicht mehr lange und wir sind in Position. Warten sie weitere Befehle von der Brücke ab."

Es war nicht sonderlich aufregend, im Moment flogen sie nur Eskorte für die 'Achilles'. "Warten auf weiteres", wie es im militärischen Fachjargon auch genannt wurde. Warten darauf das der Commander den Befehl gab anzugreifen, sich zurück zu ziehen oder die freie Zielwahl gestattete. Ein Zustand den 'Odd Ball' am meisten liebte. Sozusagen "Feuer nach eigenem Ermessen".
Insgesamt war er doch recht zufrieden mit der momentanen Situation, durch das Sichtfenster seines TIEs das Weltall sehen, für das Imperium noch ein paar Rebellen umlegen. Und das alles noch bevor er zu Mittag gegessen hatte, der Tag versprach einer der besseren zu werden.


"Aufgepasst Raptors, gleich erreichen wir den Sammelpunkt. Ich erwarte von jedem 110%."

Ein sarkastisches Schmunzeln legte sich auf die Lippen des Klons, er gab immer 110%. Egal ob im Einsatz oder beim Training, er war das beste was jemals geschaffen wurde, selbst dann wenn er einen "einfachen" TIE flog.

"Wir sterben alle! Nehmt euch vor der Letzte zu sein...."


[Corellia-System |Minenfeld (Planquadrat „F6“) | Eskortformation um die Achilles | TIE-Fighter Raptor IV] Odd Ball

Schutzrotte der Achilles [04/04 Maschinen-TIE/In]
 
[: Corellia System | auf dem Weg zu Planquadrat „F6“ :||: imperiale Verteidigungsflotte; Vierte Flottille; Zwölfte Kampfgruppe :||: VSD II „Pandora“ | Brücke :||: Captain Toji Murata, mit Brückencrew :]

Eine befohlene Kurskorrektur führte die „Pandora“, ein kampferprobtes Kriegsschiff der Imperialen Flotte, tiefer und tiefer in das wolkenartige Minenfeld. Langsam bahnte sich der Sternzerstörer der betagten Victory-II-Klasse seinen Weg. Vorbei an den treibenden Metalldingern, die mit einem Mal ein komplettes Schiff – und damit hunderte; gar tausende Leben – in den Tod reißen konnte. Auf der rauchgrauen Hülle der „Pandora“ zeichneten sich ganz schwach die schwarzen Schatten der kleinen Minen ab. Einzelne Sonnenstrahlen, die mit ein bisschen Glück an Corellia vorbei kamen, ließen sie an diesem Ort flüchtig entstehen. Doch darum kümmerte sich weder der Sternzerstörer, noch dessen Eskorte. In einem kriechenden Tempo hielt man stur den Kurs durch diese „Todeszone“.

Kurz vor dem gewagten Eintritt in das gefährliche Minenfeld hatte Toji seine Position am taktischen Holotisch verlassen, um seinem Steuermann, Ensign Grumby, über die Schulter zu sehen. Mit einer leicht angespannten Körperhaltung stand der Captain neben dem jungen Offizier und musterte dabei schweigend die Arbeit der kleinen Stationsbesatzung. Eifrig koordinierte man stets die Leistung der unterschiedlich großen Hecktriebwerke. Gleichzeitig kamen fast im Sekundentakt die notwendigen Kursanpassungen von der Navigationsstation. Hektisch arbeitete man in winzigen Teams die Punkte ab, die auf flimmernden Monitoren wieder und wieder auftauchten. Momentan schienen allein diese Besatzungsmitglieder und die Crewmen, die für die Navigation zuständig waren, ziemlich hektisch ihrer Arbeit nachzugehen. Die restliche Brückenbesatzung hüllte sich in Schweigen und wartete auf ihren Moment.


„Protokoll: Kursänderung auf T-Fünf-Alpha“, bemerkte der Steuermann, Nial Grumby, und rückte beiläufig seine Mütze zu recht. „Geschwindigkeit konstant bei zehn-komma-fünf MLGT.“

Ein nervöser Crewman reagierte: „Aye, Sir.“

Das Herz klopfte aufgeregt. Die Handfläche wurden allmählich nass und zugleich kalt. Unter seiner Uniform schien der eigene Körper langsam, aber sicher zu kochen. Doch mit diesen Problemen war der Kommandant der „Pandora“ in diesem Moment nicht allein. Jeder, der auf der Brücke anwesend seinen regulären Dienst tat oder schon ein paar Jahre auf einem Schiff tätig war, kannte die Risiken, die bei einem Flug durch ein Minenfeld erwarteten. Denn nicht jeder Minentyp war so modern, dass er eine Freund-Feind-Erkennung besaß. Mard und Chevron riskierten mit ihren Befehlen somit eine komplette Flottille. Toji schluckte bei diesem Gedanken. Jedoch war sein Mund trocken. Auf einmal erwachte in ihm der Drang nach einem Glas Wasser zu verlangen. Aber im letzten Augenblick hielt er sich zurück. Schließlich war er nicht der einzige auf dieser Brücke, der Durst hatte. Während der imperiale Captain den Monitor mit seinem Blick fixierte, blendete er die nervösen Crewmen dieser Station gänzlich aus. Zu selten – so fiel es ihm jetzt auf – hielt er sich in diesem Bereich der Brücke auf. Bisher waren sie stets „sicher“ vor ihm gewesen. Unbehelligt.

„Protokoll: Kursänderung auf T-Sieben-Gamma“, erklang wieder die angespannte Stimme des sehr jungen Ensign. „Triebwerke Drei und Vier auf dreißig Prozent Leistung hoch setzen. Eins und Zwei bei fünfzig Prozent belassen.“

Mit der gewohnten Gemächlichkeit, die für das hinderliche Areal angemessen war, bewegte sich der rauchgraue Sternzerstörer weiter durch das Minenfeld. Da man die Formation der Kampfgruppe ein bisschen gelockert hatte – um den riskanten Ansprüchen der Befehle gerecht zu werden – flogen die beiden Fregatten nicht mehr neben der „Pandora“, sonder die alte Nebulon B-Fregatte hatte sich mit der Zeit etwas zurückfallen lassen, während die moderne „Lancea“ mehrere Kilometer vorgeprescht war. Zwischen der schlanken Corona-Fregatte und der alten Dame befand sich die „Achilles“. Denn die agile „Venatrix“, ein corellianisches Kanonenboot, war zusammen mit den wendigen Staffeln an imperialen Abfangjägermodellen in die Nähe der feindlichen Schiffe gesandt worden. Innerhalb der Kampfgruppe bildete der Eskortträger „Sorrow“ weiterhin das Schlusslicht. Zum Kämpfen war das klobige Trägerschiff einfach nicht konzipiert worden. Trotzdem hielt es tapfer das eigene Tempo.

„Captain, neue Befehle von der 'Kali'“, meldete sich plötzliche Rune Monchar zu Wort. „Wir sollen allein den Korridor schließen. Der Commodore und der Line Captain wagen mit ihren Kampfgruppen einen Flankenangriff auf die Rebellen. Unserer Kampfgruppe obliegt weiterhin das Schließen des Korridors.“

Toji unterdrückte das gereizte Knirschen mit den Zähnen. „Schicken Sie dem Commodore, dass die 'Pandora' verstanden hat und die neuen Befehle selbstverständlich ausführen wird. Danach teilen Sie unseren Kommandanten, deren Schiffe Traktorstrahler haben, mit, dass sie sich bereit halten sollen. Der Feind ist fast umrundet.“

Eher aus dem „Bauch“ heraus hatte der Imperiale die letzte Annahme getroffen. Denn seit er bei der Schiffssteuerung stand, hatte er keinen einzigen Blick auf eine Darstellung der derzeitigen Situation in der Schlacht werfen können. Jedoch war ihm klar, dass sich die gegnerischen Schiffe im Moment schneller als seine Kampfgruppe bewegen mussten. Trotzdem begann sein Kopf nun zu rechnen. Er überschlug in Gedanken die Geschwindigkeit der Rebellen sowie deren Kurs und setzte das einfach ins Verhältnis zu all den Angaben, die er über seine Einheit in gleicher Weise treffen konnte. Dieses simple Vorgehen war zwar nicht exakt, aber als Nährwert für ihn, als Schiffskommandanten, reichte es in der Regel. Schweigend löste er sich von der Stelle. Ohne ein Wort zu sagen ließ er sowohl den Ensign als auch die restliche Brücke hinter sich. Sein Platz schien wieder bei den Hologrammen zu sein, die ständig durch neue Daten der Sensorik gefüttert wurden. Toji betrachtete die flimmernden Figuren. Sie ähnelten meist nur ganz grob der wahren Konstruktion, reichten aber vollkommen zum Differenzieren der einzelnen Schiffsklassen aus.

Nachdenklich tippte sich Toji mit dem gezückten Lichtstift gegen das Kinn, während er schweigend die taktische Darstellung betrachtete. Schnell, sehr schnell rückten die Rebellen zum Planeten – und damit zur Hauptverteidigungslinie der Imperialen – vor. Gerade durch den Supersternzerstörer hatte man offenbar leichtes Spiel gegen die Verteidiger im nördlichen Bereich der 2D-Karte. Schnell ließ der Befehlshaber der Kampfgruppe per Tastenkombination auf einer Konsole eine dreidimensionale Darstellung entstehen. Danach suchte er sich diverse Punkte, markierte sie mit seinem Stift und ließ sie – als Datenpakete – blitzschnell zur Navigation wandern. In seiner Brust klopfte dabei sein Herz noch stärker als in seinem letzten Gefecht – als Commander der „Musashi“. Im Hintergrund ächzte leise das strapazierte Metall, das man vor Jahrzehnten eingebaut hatte. Jede einzelne Bewegung der „Pandora“ rief einem unweigerlich ihr betagtes Alter ins Gedächtnis. Obwohl der Captain eigentlich keinem Glauben anhing, schickte er plötzlich – ganz unwillkürlich – ein Stoßgebet gen „Himmel“.


„Ende des Minenfelds in T-minus zwei Minuten erreicht, Sir“, informierte ihn die Sensorik. „Zudem kehren 'Venatrix' und ausgesandte Staffeln zu uns zurück. Beide sind leicht angeschlagen.“

Toji blickte auf und gab den Befehl, der schon seit dem Eintritt ins Minenfeld in ihm schlummerte: „Einsatz der Traktorstrahler in der gesamten Einheit jetzt. Der Teppich soll sich allmählich in diesen Korridor hinein verlagern. Vorsicht bei den Minen. Nicht jede Mine ist mit der modernen Fähigkeit zur Freund-Feind-Erkennung gesegnet.“

„Commander du Telac, Sie haben den Captain gehört“, gab Serenety an den gleichrangigen Offizier, der in ihrer Gegenwart einem blonden Riesen glich, weiter und zeigte somit ihre Anwesenheit.

Im Inneren der „Pandora“ – nahe der massiven Hülle – setzte schlagartig ein Brummen ein. Der Ton brauchte einen Moment, um konstant zu klingen, aber nach ein paar Sekunden hatte es den ziemlich monotonen Klang erfolgreich gemeistert. Zwei Techniker überprüften dabei eifrig die Arbeitsweise der gewaltigen Gerätschaft, die in diesem Fall die Quelle für dieses Geräusch war. Äußerlich stellte sich dessen Einsatz so dar, dass mit einem Mal einzelne Minen – auf magische Weise – hinter dem rauchgrauen Sternzerstörer der Victory-II-Klasse hergezogen worden. Ohne Widerstand lösten sich diese explosiven Metalldinger aus ihrer ruhenden Position und folgten fügsam dem Kriegsschiff. In der Nähe der beiden Fregatten und dem Carrack-Kreuzer konnte man derweil bei einer Vielzahl an Minen das gleiche Schauspiel beobachten. Sie folgten den Schiffen. Technisch betrachtet setzten die einzelnen Mannschaften der jeweiligen Schiffe ihre Traktorstrahler – wohl dosiert – ein. So schmolz der Korridor kontinuierlich, während ganz langsam eine zusammenhängende Fläche zwischen den beiden wolkenartigen Minenfeldern entstand. Die Rebellen saßen in der Falle...

Kilometer für Kilometer bewegte sich die kampferprobte Dame vorwärts. Mittlerweile hatte man zu einer leichten Drehbewegung angesetzt, um am Ende in der Mitte des Korridors zu landen. Schon in seiner Bewegung zog die „Pandora“ wieder und wieder einzelne Objekte mit sich. Es war die Arbeit ihrer Traktorstrahler. Eine Mine nach der anderen wurde so an eine neue Stelle gesetzt. Gleichzeitig folgten die anderen Schiffe in der Kampfgruppe ihrem Beispiel. Dadurch schloss man auf mehreren „Ebenen“ im luftleeren Raum den beabsichtigten Korridor. Trotzdem schien das Manöver nicht zur Standardprozedur der imperialen Flottenmitgliedern zu gehören. Denn auf der Brücke herrschte nun – neben Sensorik, Navigation und Schiffssteuerung – auch bei der Feuerleitstelle eine gewisse Form von Hektik. Barsch gab Lieutenant Commander du Telac seine Befehle und selbst die Unteroffiziere behielten beim sofortigen Weitergeben diesen strengen Ton bei. Immer mehr spürte man die übliche Atmosphäre auf einem (imperialen) Kriegsschiff. Nettigkeiten waren in der Schlacht, wo der Kampf um Leben und Tod war, fehl am Platz. Hier musste den strengen Strukturen der Hierarchie schlicht und einfach Rechnung getragen werden, wollte die Chancen zum Überleben irgendwie erhöhen.


„Captain, alle unsere Sensoren melden eine ungewöhnliche Normabweichung in den feindlichen Reihen“, meldete auf einmal Lieutenant Kaine, der Sensorikoffizier. „Die mittlere Kampfgruppe hat ein Schiff moncalamarischer Bauart, das nicht den gängigen Größenklassifizierungen der Rebellen entspricht ('Reef of Resistance').“

„Führen Sie einen akribischen Scan durch, Lieutenant“, entgegnete der Captain sofort. „Und senden Sie jeweils eine Kopie nach Fertigstellung an die 'Kali' und die 'Monarch'.“

[: Corellia System | Planquadrat „F5/G5“ :||: imperiale Verteidigungsflotte; Vierte Flottille; Zwölfte Kampfgruppe :||: VSD II „Pandora“ | Brücke :||: Captain Toji Murata, mit Brückencrew :]

Zwölfte Kampfgruppe
VSD II „Pandora“ [Schilde: 100% | Hülle: 100%] - Flaggschiff der Kampfgruppe
TIE/In [11 Maschinen] [Rückkehr zur Kampfgruppe]
TIE/ln [12 Maschinen] [Eskorte der „Pandora“]

COR „Lancea“ [Schilde: 100% | Hülle: 100%]
TIE/ad [12 Maschinen] [Rückkehr zur Kampfgruppe]
TIE/In [22 Maschinen] [Rückkehr zur Kampfgruppe]

NBF „Bonaventure“ [Schilde: 100% | Hülle: 100%]
TIE/In [10 Maschinen] [Rückkehr zur Kampfgruppe]
TIE/ln [12 Maschinen] [Eskorte der „Bonaventure“]

CK „Achilles“ [Schilde: 100% | Hülle: 100%]
TIE/ln [04 Maschinen] [Eskorte der „Achilles“]

CRK „Venatrix“ [Schilde: 98% | Hülle: 100%]

ESC „Sorrow“ [Schilde: 100% | Hülle: 100%]
TIE/ad [12 Maschinen] [Rückkehr zur Kampfgruppe]
TIE/D [12 Maschinen] [Eskorte der „Pandora“]
TIE/In [20 Maschinen] [Rückkehr zur Kampfgruppe]
TIE/ln [24 Maschinen] [Eskorte der „Pandora“]
 
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"Admiral, die planetaren W-165 Turbolaserbatterien beschiessen die feindlichen Sternzerstörer.", ertönte die überstrapazierte Stimme des jungen Offiziers an den taktischen Kontrollen. Sein Name war nicht von Belang. Einzig und allein die Aussage, die er übermittelte war von Bedeutung. Und sie stimmte den Flottillenkommandanten mit dem rostfarbenen Oberlippenbart mehr als froh. Endlich konnten die schweren Geschütze von Corellia als zusätzlicher Trumpf ausgespielt werden. Und der Rebell musste nun endlich bluten. Leiden für all die Dreistigkeit, die er besaß. Nun wurde der Rebell bestraft für die Anmaßung, imperiale Kriegsschiffe gegen die eigentlichen Herren der Galaxie zu benutzen. Das diese Wookieeschänder und Quarrenfreunde sich lieber auf imperiale Ingenieurskunst und Waffenfertigung verließen, war nicht einmal verwerflich. Wer wollte schon in improvisierte Schlachtschiffen in den Kampf ziehen? Fahrzeuge der Mon Calamari waren gemeinhin bekannt dafür, eigentlich nicht mehr als bessere Reisevehikel zu sein, ergänzt um Schildgeneratoren und ein paar lächerliche Geschütze. Auch die Perversionen der Terrordesigns imperialer Schiffe - allen voran Nebula- und Republik-Klasse Zerstörer, waren eher Beleidigungen der Augen, denn ernstzunehmende Konkurrenz. An der Vorherrschaft des Imperiums gab es nichts zu deuteln. Auch nicht durch die Präsenz eines Supersternzerstörers. Ein gekapertes Schiff, bemannt mit stinkenden Nichtmenschen, Pelzträgern oder schlimmstenfalls Verrätern der menschlichen Rasse.

Ohne ein Wort auf diese neuer Information zu erwidern, reckte Vice Admiral Rorken Varol den Kopf. Das anfängliche Ungeschick war fast schon vergessen. Die Annahme, es mit seiner leichten Flottille gleich mit mehreren kapitalen Schiffen inklusive der 'Event Horizon' aufnehmen zu können, hatte zu einem Desaster geführt. Der Verlust mehrere Schiffe und damit gleichbedeutend einer Zehntausendschaft an treuen Dienern des Imperiums lastete auf der Seele des Vice Admiral. Doch weit schlimmer als dieser Verlust war der gebrochene Stolz des verschrobenen Offiziers. Vor dem Rebell fliehen zu müssen war ein Höchstmaß an Beleidigung, fast so, als hätte man ihm ins Gesicht gespuckt. Innerlich grollte Rorken Varol. Doch noch konnte er sich beherrschen. Noch war er Herr über sich selbst.


"Admiral, die Fünfte Kampfgruppe unter der 'Aquila' feuert auf den beschädigten Sternzerstörer der Republik mit der Bezeichnung Z-15, Sir.", ergänzte der Offizier am Sensorpult. Das derart bezeichnete Gefährt [Conquerer] war zuvor von den Geschützbatterien der Klasse W-165 durchsiebt worden. Nun stürzten sich die Schiffe der Fünften wie ein Rudel blutgieriger, hungriger Kath-Hunde auf das schwer angeschlagene Schiff. Ein sardonisches Lächeln huschte auf das Gesicht des zweitwichtigsten Mannes im Corellia-System. Einen solchen Mut wollte er bei seinen Männern sehen. Forsch ging der Kommandant des alten Siegesklasse-Sternzerstörers zu Werke. Nun endlich, beflügelt durch derlei Tatendrang eines Untergebenen, ließ sich der Vice Admiral herab, den taktischen Holo-Projektor zu benutzen. Die wässrig erscheinenden Augen von Rorken Varol blitzten in einem Anfall von perfider Freude auf, kaum das die graphische Darstellung des feindlichen Schiffes mehrfach aufblinkte und dann verschwand.

"Rebell, Lieutenant. Unser Feind heißt Rebell. Es gibt keine Neue Republik. Dieser Haufen Aufständischer erfährt durch uns keinerlei Legimitation. Auch nicht durch die bloße Nennung der selbstgewählten Bezeichnung.", verbesserte der Vice Admiral den jungen Burschen. Diese Knabe schien gänzlich grün hinter den Ohren zu sein. Oder man lernte an den Akademien des Imperators keine alten Tugenden mehr. Verachtenswert, derartiges Gedankengut.

"Die Waffenstationen sollen weiterhin auf unser Primärziel [Lynx] feuern. Ausserdem brauche ich einen Status der verfügbaren Bombergeschwader.", orderte Rorken Varol an. Seine Verunsicherung schien mehr und mehr zu weichen. Dafür offenbarte er seine militärische Präsenz und das taktische Geschick - Dinge also, die ihn in seine jetztige Position gebracht hatten. Der Befehlshaber der Zweiten Flottille erwartete rasche Umsetzung an Bord des Imperium-II-Klasse Sternzerstörer 'Brigand'. Nicht mehr und nicht weniger.

"Ein wenig mehr als 8 Staffeln TIE-Bomber der planetaren Verstärkung. Dazu viereinhalb Staffeln Raketenboote und Scimitar-Jagdbomber. Weiterhin die Maschinen, die von den Schiffen mitgetragen wurden.", antwortete einer der Offiziere aus dem Brückengraben. Doch dieses Ergebnis stimmte den Vice Admiral ganz und gar nicht glücklich.

"Ich wollte eine klare Aussage, Mister. Keine halbseidene Andeutung. Fakten, Mann. Wir befinden uns mitten im Krieg!", giftete der hochdekorierte Offizier. Passend dazu schrillten einige Warnlampen auf, als weitere schwere Treffer von Feindgeschützen kleinere Bereiche der mächtigen Deflektorschilde durchschlugen und die Aussenhaut des riesigen Sternzerstörers perforierten. Doch ein schneller Blick auf die ihm zur Verfügung stehenden Informationen beruhigte Rorken Varol. Noch besaß die 'Brigand' mehr als die Hälfte an Schildkapazitäten.

"Admira, Sir, wir haben genau ... zweihundertneununddreißig Bomber zur Verfügung. Konventionelle, wie auch schildgeschützte Typen.", hetzte der Offizier und korrigierte seinen Fauxpas schnell. Zufrieden nickte der Vice Admiral. Mit solchen Ansagen ließ sich doch etwas anfangen.

"Hervorragend. Befehl an die Flugleitkontrolle unseres Flaggschiffes: Alle Bomber nehmen den Supersternzerstörer aufs Korn. Dabei sollen primär die Antriebssektion und der Brückenbereich attackiert werden. Immerhin ist das eine imperiale Konstruktion, also machen wir es uns zum Vorteil, das wir jede Eigenart, jeden Makel dieser Schiffsklasse kennen. Lassen Sie die Schwachstellen ausnutzen.", wies der Flottillenkommandant mit einem diabolischen Vergnügen an. An dem neunzehn Kilometer langen Untier sollte Rebell gefälligst die längste Zeit seine Freude gehabt haben.

"Ach .. und ausreichend Jagdmaschinen mitschicken, die feindliche Einheiten vernichten. Nicht das unser feiner Bomber-Vorhang vorschnell vaporisiert wird. Und wann verdammt noch eins schießen die Bodenbatterien endlich wieder?", tobte der Vice Admiral. Alles musste man allein machen. Kein Wunder, bei derart inkompetenten Vorgesetzten. Aber Rorken Varol konnte den Krieg auch allein gewinnen. In einem TIE-Jäger gegen die Rebellenflotte. Kein Problem.


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[Corellia-System - Orbit von Corellia - Planquadrat D5 - CEC Werftanlagen - Wolve Squad – TIE-Defender - Wolve zwei] – Sayuri alleine


Feuchte behandschuhte kleine Hände ruhten auf dem Steuerknüppel des Defenders. Starr war der Blick aus rehbraunen mandelförmigen Augen auf die Schwärze des Weltraumes gerichtet. Die schwarzgekleidete kleine Person in dem viel zu großem Pilotensitz schluckte schwer, als sie von ihrer momentanen Position das weitere Gesehen auf dem Orbitalen Schlachtfeld verfolgte. Mittlerweile hatte diese sogenannte Neue Republik weitere Verbände aus dem Hyperraum springen lassen. Nun befanden sich diese Kampfverbände in dem Korridor zweier Minenfelder.

"Zwei, Vier, hier Eins. Ich gehe davon aus, dass wir nicht mehr lange untätig hier herum sitzen werden, deshalb möchte ich Ihnen noch etwas mit auf den Weg geben. Wenn es heiß wird, bleiben Sie einfach an ihrem Flügelmann. Wir hatten leider nicht so viel Zeit, wie ich mir gewünscht hätte. Dennoch habe ich vollstes Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Drei und ich werden aufpassen und wenn sie uns verlieren, tun Sie das was sie am Besten können: Fliegen und Kämpfen. Wir finden uns schon wieder. Eins ende."

Erklang die angenehme Stimme des Wing Commanders aus dem Helmcom an ihr Ohr. Trotz der kleinen statischen Hintergrundgeräusche war Foster sehr gut zu verstehen. Allerdings bewirkte seine beruhigende Stimme bei der kleinen Tanaka das Gegenteil. Sayuri kämpfte gegen das aufkommende beklemmende Gefühl an, das ihr den Rücken hinaufkroch und seine “kalten Hände” nach ihr ausstreckte. Ihr erster richtiger Dogfight, ihre erste Schlacht stand bevor und sie hatte Angst. Große Angst. Ihr Herz schlug so laut, das man es garantiert über die integrierten Mikrophone der Dash-Cams hören musste. Äußerlich ganz die Ruhe selbst, wütete in ihrem Innern ein wahrer Tornado aus den verschiedensten Gefühlen. Ihr Blutdruck und die Lungen schienen ein wahres Rennen gegeneinander auszutragen, nach dem Puls rasen und der schnellen Atmung zu urteilen.

"Eins an Staffel. Es geht los. Hinter mir formieren und Kurs auf E5 nehmen. Wir haben Anweisung bei der Herstellung der Raumüberlegenheit zu helfen, sollten jedoch feindliche Einheiten durchbrechen müssen wir uns sofort wieder zu den Werften zurückziehen. Die Verteidigung der Anlagen hat höchste Priorität."

Das leise Knacken des Helmkoms, gefolgt von Fosters Stimme ließ die junge Pilotin erschrocken zusammenfahren. Beinah hätte Tanaka den Steuerknüppel verrissen. ‘Ganz ruhig. Stelle Dir vor es wäre ein Rennen. Genau, ein Speederbikerennen’. Geräuschvoll atmete Sayuri aus. Mit zitternden Fingern gab sie den entsprechenden Kurs in das kleine Navigationsgerät ein. Anschließend brachte sie ihren Defender in die Position der geforderten Formation und beschleunigte. Schloss zu Wolve eins auf und nun fegten die beiden Maschinen Seite an Seite durch den Weltraum auf ihren Bestimmungsort zu.

"Hier Eins, haltet eure Protonentorpedos zurück. Wir werden sie später noch brauchen. Nur Laser! Beim ersten Feindkontakt teilen wir uns bis auf weiteres in Flügelpaare. Gute Jagd."

Mit der wiederholenden Auf- und Zugbewegung der kleinen Hand zur Faust versuchte Sayuri das vorherrschende Zittern zu unterbinden. Mit mäßigem Erfolgt. Nun gab es kein zurück mehr. Aus der Angst wurde eine aufkommende Panik. Die zierliche Pilotin schloss für einige Wimpernschläge ihre mandelförmigen Augen und hatte ihren behelmten Kopf gegen die Kopfstütze des Sitzes gelehnt. An den Wald an Dash-Cams in der Pilotenkanzel, denen nicht die geringste Bewegungen entgingen, verschwendete Tanaka keinen einzigen Gedanken. Hier ging es darum lebend das Schlachtfeld zu verlassen und nicht dümmlich in die Kamera zu grinsen. Das hier war die Wirklichkeit und kein Holonetsreifen.

"Zwei? Sind Sie bereit? Ich übernehme erst einmal die Führung, bleiben Sie dran und halten mir den Rücken frei."

Beim unerwarteten Klang von Fosters Stimme riss Sayuri erschrocken die Augen auf. Automatisch veränderte sie ihre Sitzposition und umklammerte mit festem Griff den Steuerungsknüppel.

“J….hrm….Ja… ich bin bereit. Sir. Ich werde mein bestes geben, Sir.”

Mit flinken Fingern aktivierte die junge Frau den kleinen Datenträger, auf dem sie zuvor die Musikstücke aus dem Debütalbum des Sängers und Songwriters Robert Bennett aufgespielt hatte. Die Berieselung der Musik half ihr sich zu beruhigen und sich auf die bevorstehende Kämpfe zu konzentrieren. So hatte es Sayuri schon bei den Rennen gemacht und auch bei ihren Simulationsflügen. Die junge Tanaka hatte den Datenträger so eingestellt, das nur sie die Musik hören konnte. Dabei achtet sie aber peinlichst genau darauf, die Lautstärke so einzustellen, das sie immer noch den Rottenfunk mithören konnte. Mit jedem Takt der Musik nahm die Anspannung ab.

[Corellia-System - Orbit von Corellia - Planquadrat E5 - Wolve Squad - TIE-Defender – Wolve zwei] – Sayuri alleine
 
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[Taulus-raumhafen, R5, Landeplatz 2bk] Arrhae Fenn, Farank Farander

Arrhae nickte dem Mann bedächtig.
"Ja Sir, zu Euren Diensten."
Während sie beiläufig ihre Handschuhe auszog und ebenfalls im Gepäckfach ihres Swoops verstaute blickte sie ihren neuen Vorgesetzten erneut an.
In seiner imperialen Uniform kam er überraschend überzeugend rüber für einen Republikaner - Das würde ihm sicherlich eines Tages nochmal sehr nützlich sein können.
Diesen Gedanken vertiefen tat Arrhae allerdings nicht, sondern kehrte sogleich wieder zurück zum obligatorischen Kennenlerngespräch.
"...Wie ich sehe sind wir uns schon mal über den Weg gelaufen.
Eine angenehme Überraschung zur Abwechslung nicht wieder ein komplett unbekanntes Gesicht vor sich zu haben."

Sie lockerte ihre Haltung leicht - Fast schon unmerklich - Und sah sich ein weiteres, vielleicht gar letztes Mal am Raumhafen um.
Sie wusste nicht, wohin ihr neuer Vorgesetzter sie gegebenenfalls mitnehmen würde, freute sich aber auf die Aussicht eines kleinen Tapetenwechsels.

[Taulus-raumhafen, R5, Landeplatz 2bk] Arrhae Fenn, Farank Farander
 
.::| Corellia-System :|: hoher Orbit von Corellia :|: Planquadrat "E5" :|: Imperium-II Sternzerstörer "Harbinger" :|: Brücke :|: Rear Admiral Devaar Thorne & Captain Wynhard Zalas |::.


"Anweisung an die Flugleitkontrolle: Konzentrierten Bombereinsatz auf unsere Primärziele. Verfügbare Abfangjäger sollen sich um die Feindmaschinen kümmern. Ich erwarte langsam Erfolge.", bellte Rear Admiral Devaar Thorne in charmanter Art und Weise in Richtung des Brückengrabens des Imperium-II-Klasse Sternzerstörers. Die Crew des Flaggschiffes der Dritten Flottille kam der Übermittlung seines Befehles mit der Geschwindigkeit eines Blasterschusses nach. Der 42jährige Offizier wischte jeden Anflug eines schmerzverzerrten Gesichtes fort und widmete sich prompt wieder dem mächtigen Holotisch, der ihm eine detailgetreue Simulation der Schlacht garantierte. Selbige stellte dar, dass sich die Rebelleneinheiten mit unerhörter Dreistigkeit weiter in Richtung der Verteidigungslinien vorschoben. Allen voran näherten sich die Verbände der beiden Primärziele seiner Flottille. Während Ziel A-1 [Defiance] samt seiner Begleitschiffe A-1A [Mon Cerno], A-1B [Mon Eron], A-1C [Rajah] und A-1D [Wakeful] von der Kampfgruppe des Rear Admiral beschossen wurde, nahm sich die Achte Kampfgruppe unter dem Kommando von Captain Vylt Jericho der zweiten rebellischen Bedrohung an. Unter der Schlachtzuordnung B-1 [Endurance], fiel ebenfalls ein feister MC90-Klasse Sternenkreuzer. Seine Begleitschiffe, B-1A [Mon Aquarius], B-1B [Fearless], B-1C [Proton], B-1D [Trickster] und B-1E [Vortex Wind] stießen dabei auf massiven imperialen Widerstand. Doch hinter den Kriegsraumern, die bereits im Feuer der Verteidiger zu vergehen drohten, schoben sich weitere Einheiten des Feindes voran. Schiffe unterschiedlicher Klasse und Güte. Doch zahlreich und vor allem mit einer immensen Anzahl an begleitenden Raumjägern und Bombern ausgestattet.

Dieses drohende Unheil ließ einige Sorgen aufkeimen, doch konnte ein Offizier vom Kaliber Devaar Thornes sich derartiges natürlich nicht anmerken lassen. Im Gegenteil - er wirkte wie der gischtumtoste Fels in der Brandung. Unablässig mussten Befehle erteilt werden. Permanent waren weitere Instruktionen notwendig. Und fortwegs gab es Entscheidungen, die über das Schicksal von Tausenden entschieden. Mit diesem Druck fertig zu werden, war beileibe keine leichte Bürde. Doch der Mann von Thyferra meisterte all das.


"Admiral Thorne, der Verband um unser Primärziel scheint nicht aufgeben zu wollen. Die schieben sich permanent weiter vor.", informierte einer der Sensoriker. Natürlich kannte der Rear Admiral die Absicht des Feindes. Und man musste den Fischköpfen an dieser Stelle neidvoll eine gelungene Taktik attestieren - nutzen sie ihre verfügbaren Kräfte doch effizient. Die schweren Kreuzer der Mon Calamari besaßen enorme Nehmerqualitäten und schluckten massives Feindfeuer. Allerdings war es unumstößlich, das sie dabei in ihre jähes Endes flogen. Kein Deflektorschild war in der Lage permanenten Beschuß zu absorbieren. Das erfolgreiche Vorrücken erfolgte zu Lasten der beiden vordersten MC90-Klasse-Kreuzers, die Ziele A-1 und B-1 [Defiance & Endurance]. Natürlich war die anstehende Vernichtung der kapitalen Schiffe ein netter Zugewinn, eine schöne Bestätigung der Effizienz - allerdings brachte es keinen entscheidenden Vorteil. Es diente lediglich dem Angriff auf die Moral des Rebellen. Und möglicherweise für ein kurzes Stocken. Dennoch änderte es nichts am momentanen Stand. Das sollte, das konnte erst geschehen, wenn die planetaren Turbolaserbatterien auch die Hauptstreitmacht der Rebellen erfassten.

Der Rear Admiral konzentrierte sich erneut auf das sich ihm bietende Holo-Bild der Schlacht. Überall tobten kleinere Auseinandersetzungen und wenn man die Auflösung der silhouettenhaften Darstellung etwas vergrößerte, wurden sogar kleinere Kämpfe zwischen Raumjägern sichtbar. Doch Devaar Thornes war am großen Ganzen gelegen. Dennoch erfasste er den direkten Schlagabtausch zwischen einem Strike-Kreuzer [Quiris] der Dritten Kampfgruppe und zwei Rebellenschiffen. Eines davon war ein hässliche Hybride aus einem alten Dreadnaught und diversen Anbauteilen [Asean]. Dem Geheimdienst zu Folge wurden diese grotesken Schiffe als Angriffsfregatte klassifiziert. Das zweite Schiff war ein leichter Kreuzer der Mon Calamari [Endless Ocean]. Im direkten Duell waren die Rebellenschiffe dem imperialen Kreuzer überlegen, doch erhielt selbiger massive Unterstützung durch Bomber und Jagdmaschinen. Dann mischte sich auch noch ein Vindicator-Kreuzer der Achten Kampfgruppe [Behemoth] ein, der das Machtverhältnis gänzlich kippte. Allerdings zerriss der Verstoß des schweren Kreuzers die Verteidigungslinie. Und das durfte nicht geschehen.


"Captain Zalas?", peitschte die Stimme des Flottillenkommandanten harsch. Für übertriebene Freundlichkeit war längst keine Zeit mehr. Es ging nur noch um Fakten und schnelle Handlungen.

"Ja, Admiral?", antwortete Wynhard Zalas, der Schiffskommandant mit der kecken Frisur. Obwohl der Captain mit der Befehlsgewalt über den mächtigen Sternzerstörer 'Harbinger' alle Hände voll zu tun hatte, hielt er sich in unmittelbarer Nähe zum Rear Admiral auf.

"Nehmen Sie Kontakt zu Captain Jericho auf ... er soll diesen Vindicator-Kreuzer zurück beordern. Allerdings ist der Angriff in die entblösste Flanke nicht unklug. Befehlen sie den verfügbaren System-Patrouillenschiffen, in diesen leichten Verband dort zu stoßen!", wies der 42jährige kurz an und markierte eine Kampfgruppe, die lediglich von einem Strike-Kreuzer neurepublikanischer Loyalität geführt wurde [IX. Kampfgruppe]. Die leichten Aufklärungsschiffe waren schnell, wendig und konnten möglicherweise für entsprechende Ablenkung sorgen.

Passigerweise dokumentierte das Taktik-Holo just in diesem Moment den Vorstoß der Vierten Flottille. Commodore Mard ließ seine Einheiten mit einem kühnen Manöver durch das Minenfeld gleiten und wollte seine gierigen Fänge in die offene, fast ungeschützte Flanke schlagen. Ein kluger, wie mutiger Dejarik-Zug, befand der Rear Admiral anerkennend. Möglicherweise konnte es doch noch einen ruhmreichen Sieg über Corellia geben.


"Natürlich, Admiral Thorne!", bestätigte Captain Zalas pflichtbewusst. Schnell machte er auf dem Absatz kehrt und gab die notwendigen Instruktionen weiter. Der Feind musste die Effektivität der imperialen Abwehr endlich kennenlernen.

Abermals blickte der Mann von Thyferra aufs Taktik-Holo und stellte mit Freude fest, dass der erste gekaperte imperiale Sternzerstörer durch Einsatz der W-165 Turbolaserbatterie sein Ende gefunden hatte. Just in diese Moment blitzte die nächste tödliche Mehrfachenergieladung auf und krachte in ein ehemaliges imperiales Schiff [Juris Est]. Die bläulich schimmernde Simulation konnte das Ausmaß der Beschädigung nicht exakt darstellen, doch die Feuerkraft der W-165 war zu immens, als das überhaupt Anlaß zur Sorge bestand. Es war herrlich zu sehen, wie nun auch der Rebell zu bluten begann.


"Kommunikation, stellen Sie eine Verbindung zu Kampfgruppenkommandeuren meiner Flottille her, es wird Zeit, den Rebell in die Falle laufen zu lassen!", instruierte der Rear Admiral mit einem spitzbübischen Lächeln auf den Lippen. Noch hatte die Schlacht über Corellia den Höhepunkt längst nicht erreicht. Bisher war alles nur netter Zeitvertreib. Die wirkliche Bewährungsprobe für den Feind kam erst noch.


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