Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

Corellia-System - Orbitalshuttle | mit Parappa (NPC)

Da stand er also. Kurz vor seinem ersten Schlachteinsatz. Zwar war die Schlacht schon beinahe gewonnen und deshalb das Antreten während der Kämpfe keinesfalls ein schlauer Schachzug war, war der Duros trotzdem stolz darauf, zu behaupten, er habe beim Militär gedient.
Die Schlacht hatte bereits getobt. Das erkannte er, als das Shuttle begann, sich durch die treibenden Wraks und überwiegend republikanischen Schlachtschiffen zu manövrieren. Vor lauter Aufregung befahl der seiner T3-Einheit, Parappa, während des Fluges schon das fünfte mal einen kompletten Systemcheck durchlaufen zu lassen. Seinen Kurzzeitspeicher hatte Arman ebenfalls schon dreimal löschen lassen.

Es dauerte noch eine Weile, bis das Shuttle zur Landung ansetzte. Um so größer war schließlich die Anspannung des Ingenieurs. Er stand bereits bereit, als sich die große Luke öffnete und er die Landungszone sah. Doch irgendwie hatte er sie sich doch größer vorgestellt.

Die Zone war rundherum mit Leuchtsignalen abgesteckt. Das Landungsgebäude, in das Arman einberufen wurde, war klein. Gerade mal eine einzige Flagge kennzeichnete die Zugehörigkeit zur neuen Republik. Auch konnte er weit und breit keine Militäreinheiten entdecken. Der schlechte Eindruck legte sich allerdings, als der das Gebäude betrat. Ein ganzer Stab Technicker wartete bereits auf meine Ankunft und auch auf meine Befehle. Es waren zum größten Teil Menschen, aber auch ein Nautolaner und ein Wookiee gesellte sich unter ihnen.

»Meine Damen und Herren«,

begann er mit seinem Meisterwerk der rhetorischen Redekunst,

»Willkommen in Schlachtsektor A10. Ich darf ihnen gratulieren, dass sie die Akademie anscheinend so heil überstanden haben. Wir Ingenieure sind das Herzstück der Republik und ihrem Militär. Gewinnen wir eine Schlacht, so können wir stolz auf uns sein, dass wir mit unseren technischen Verständnissen die Republik ein Stück größer gemacht haben. Verlieren wir jedoch eine Schlacht, so seit wütend auf unsere Soldaten, die unsere Maschinen mit Füßen treten, in dem sie sie verschrotten und falsch einsetzten.
Nun ist die Schlacht beinahe gewonnen, doch unsere Arbeit ist noch lange nicht getan. Der Krieg hat seine Spuren hinterlassen, und wir sind auserwählt, sie zu verwischen. Dann mal ran an die Arbeit. Wir haben viel zu tun. Es wurden viele Sternjäger und Transporter beschädigt. Jetzt wirds ernst!«

Eine wahrlich ergreifende Rede war das. Nun konnten sich die Arbeiter ihrer arbeiten zuwenden.

Corellia - A10 | mit Ingenieuren und Parappa (NPCs)
 
[ Corellia – Coronet – HQ des Widerstandes - Medizinische Station ] Padme und War


War konnte sich sehr gut vorstellen, wie wichtig es für Padme war, dass die Hapaner sich auf die Seite der Neuen Republik gestellt hatten. Dabei verhielt es sich nicht anders als bei ihm und Corellia, seinem Heimatplaneten. Und auch wenn sie zur Befreiung hier waren und Corellia zu den Gründungswelten der Neuen Republik gehörte, so war dennoch allen klar, dass es auch eine Vielzahl an Einwohner gab, die mit dem Imperium sympathisierten und für die der zur Zeit stattfindende Angriff der Republik alles andere als eine Befreiung war.

„Die Hapaner sind allerdings genau im richtigen Moment aufgekreuzt. Das Imperium hatte durchaus auch eine Chance den Angriff abzuwehren und der Republik schwere Verluste zuzufügen. Aber mit den Forces of Hope und den Hapanern gemeinsam hatten sie definitiv nicht gerechnet.“

Aber damit kamen sie vom ernsteren Thema wieder zu dem amüsanteren Teil des Gesprächs zurück. Auch wenn er an dieser Stelle durch ein Gähnen daran erinnert wurde, dass sie so langsam ein Ende finden mussten. Wie lange war er jetzt schon auf den Beinen? Erst die Schlacht im Orbit, dann die Einsätze hier am Boden. Und sobald es draußen wieder dunkler wurde, mussten sie in Coronet weiter vorrücken. Aber bis dahin blieb noch ein wenig Zeit.

„Und da wir den Hapanern durchaus auch einen Teil dieser Schuld zurückzahlen sollten bin ich gerne bereit, mich für diese Haremssache zu opfern. Tomm wird das ganz genauso sehen. Hast du eigentlich etwas von ihm gehört? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er hier auch mitmischt. Aber bei der Jedi-Gruppe, die wir zur Landezone gebracht hatten, war er nicht dabei.“

Aber damit nun genug der Späße. Er war tatsächlich müde, und da man ihm das offensichtlich schon ansehen konnte, war es wirklich allerhöchste Zeit ins Bett zu gehen. War stand mühsam auf und nahm sein Blastergewehr und den Helm vom Tisch. Er hängte sich die gesicherte Waffe über die Schulter und klemmte den Helm unter seinen Arm. Allerdings deutete er Padme an, dass sie nicht aufstehen sollte.

„Ja, ich muss mich wirklich ausruhen. Und ich bin mir sicher, dass die Ärzte dich ans Bett fesseln werden, wenn du nach der Verletzung noch weiter umherläufst anstatt dich auszuruhen.“

War hatte keine genauen Vorstellungen vom Potential der Jedi-Heilkräfte. Ihre Verletzung war so schlimm gewesen, dass sie nicht gewusst hatten, ob sie überleben würde. Und sein Blick trug nun die Sorge in sich, dass sie sich nicht genug Zeit nahm, um sich zu regenerieren. So gut das inmitten eines Krieges eben möglich war.

„Ich werde die Unterkünfte schon alleine finden. Ich danke dir auf jeden Fall für das klärende Gespräch und dass du mich auf ein paar andere Gedanken gebracht hast.“


[ Corellia – Coronet – HQ des Widerstandes - Medizinische Station ] Padme und War
 
[Corellia-System - Corellia - Coronet - Bezirk „Old Town“ (Planquadrat F7) - „Imperial Boulevard“ - Position 'Cresh' (Parkhaus) - 9th Bataillon - Shion Orria und Soldaten]


Shion stand inmitten einer Gruppe Soldaten in einem Parkhaus. Keuchend und schwitzend bauten sie Barrikaden auf und stellten die schweren 'E-Web' Geschütze auf. Während die Geräusche der warmlaufenden E-Webs seine Ohren füllten, rieb er sich die Augen und dachte nach. Wie schnell hatten sich seine Aussichten doch verändert.

Vor einiger Zeit war er noch ein aufstrebender Leutnant auf einem imperialen Kreuzer, gut befreundet mit dem Skipper und befehlshabender Offizier dessen persönlicher Leibgarde, mit Aussichten auf Beförderungen in die höheren Offiziersränge. Ein vorbildlicher Elitesoldat mit einer ausgebildeten Truppe.
Und nun?
Er war vor kurzem versetzt worden. Seine raschen Beförderungen waren nicht unbemerkt geblieben. Beim nächsten Anflug auf einen Planeten begegneten ihm zwei Offiziere. Er hatte nicht einmal genug Zeit gehabt sich von seinem guten Freund, dem Kapitän des Schiffes zu verabschieden. Lediglich sein Offiziersschwert durfte er behalten.
Nun stand er auf einem dreckigen Parkhaus, mitten auf einem belagerten Planeten. Seine weiße Rüstung mit dem roten Streifen, mit welchem er stolz seinen Rang präsentierte, war von dem Staub ergraut und der Streifen auf seiner Brust wies Kratzer auf. Seinen Helm hatte er auch nicht auf, die regulären Infanteriehelme waren ihm klobig und unvertraut. Stattdessen hatte er seine Offiziersmütze auf dem Kopf. Blickte er sich um, erwarteten Augen von Männern, die wenig bis garkeine Kampfeinsätze erlebt hatten, dass er sie wieder zurück zu ihren Frauen und Kindern führte. Die Verantwortung drückte auf seine Brust.
Eine Hand auf seiner Schulter brachte ihn aus seinen Gedanken heraus.


"Sir, unsere Geschütze sind in Stellung."

Shion blickte sich erstaunt um, ein junger Soldat blickte ihm ins Gesicht.
Richtig, die Geschütze. Er hatte die 5te Etage bekommen, die höchste Position. Damit sollte seine Einheit das Schlachtfeld überblicken können. Er nahm sein Datapad in die Hand und verglich die Lage der Geschütze mit seiner Skizze. Die Geschütze sollten sich überlappende Feuerwinkel haben um so eine möglichst undurchdringliche Wand aus Lasern zu bilden. Somit sollten so wenig Feindkräfte wie möglich in das Parkhaus strömen, denn wenn die unteren Etagen besetzt waren, so waren sie im Parkhaus gefangen. Die Geschütze schauten durch einige ausgeschlagene Fenster und in die Wand geborte Löcher nach draußen. Einerseits gab das den Geschützen wichtige Deckung, den E-Web Blaster waren nicht robust, von den Generatoren ganz zu schweigen, aber andererseits schränkte dies nicht nur ihre Sicht ein, sondern man lief Gefahr, die Stabilität der Etage durch Feindfeuer zu gefährden. Ein riskantes Spiel.
Shion war sich der Gefahren bewusst, doch der junge Adjudant lächelte ihm so hoffnungsvoll ins Gesicht, dass er einfach keine Einwände liefern konnte.


Sehr gut gemacht. Bitte, machen sie eine Pause bis -

In dem Moment ertönten einige Rufe. Ein Soldat kam angelaufen, ein Fernglas in der Hand, doch bevor er Bericht erstatten konnte meldeten die Geschütze bereits Feindkontakt. Dabei waren sie nicht einmal ganz aufgewärmt.
So ging es also los. Hatten sie eine Chance? Wie viele würden überleben? Sind alle Bereiche auch wirklich abgedeckt? Alles schoss ihm durch den Kopf, aber ebenfalls erkannte er, dass es nun schnell gehen muss.


Auf Gefechtstationen! Alle Mann an die Geschütze, Generatoren auf Gefechtslauf!

Befahl er mit seiner Kommandostimme. Er war überrascht, wie autoritär seine eigene Stimme doch klingen konnte, hatte er doch immer die hohen Offiziere auf dem Kreuzer bewundert. Nun war allerdings keine Zeit.
Das Parkhaus übersah einen recht offenen Teil, die Geschütze hatten eine Reichweite von ungefähr 250 Metern, das war die Entfernung auf die sie das Feuer eröffnen sollten. Er wartete.


Nicht schießen! Auf Gefechtsweite kommen lassen!

Während außer Füßescharren, das Surren der Generatoren und gelegentliches Husten nichts zu hören war von seiner Etage nachdem sie auf Gefechtstation waren und den Feind ins Visier nahmen, verrieten die Fußschritte und Stimmen von draußen dass der Feind sich nun ebenfalls näherte.
Shion spürte sein Herz pochen. Als er endlich den Feind vorrücken sah, befahl er zu Feuern.
Bevor er jedoch den Befehl zu Ende sprach, krachten schon die Blaster los. Alle Blaster feuerten auf einmal, von Feuerdisziplin war hier gar nicht mehr die Rede, das schockierte ihn etwas, aber er beließ es dabei. Die Antworten der Republikaner waren zuerst schwach, vernachlässigbar und Shion fühlte auch nicht mehr den Realitätsschock einwirken, er fühlte nicht mehr das Grauen des Krieges. Stattdessen fühlte er etwas wie eine Ekstase, er ging vollkommen im Getümmel auf. Warmer Staub von den Generatoren bließ ihm ins Gesicht, er musste seine Feldkappe kurz festhalten.
Die Republikanischen Soldaten ließen nicht locker. Sie durften nicht in die unteren Etagen kommen! Immer mehr strömten über die Zonen, ein Generator fiel aus, das bedeutete nun die zwei anliegenden Geschütze hatten verdoppelte Feuerwinkel.
Dann wurde alles ruhiger. Die Geschütze vernahmen nur noch stellenweise Feindkontakt, es war nichtmehr das wirre durcheinanderballern wie am Anfang. Einige Blaster knatterten noch, als auf einmal ein Zischen zu hören war. Dann ein Heulen und bevor sie es versahen prallten Bomben auf das Parkhaus nieder!


Luftangriff! Hinlegen!

Steine lösten sich aus der Decke und die Etage bekam einen Volltreffer. Einige Geschütze waren ein Totalausfall, von den 12 Geschützen waren nunmehr 7 übrig. Was tun? Weiter hierbleiben? Sollte er seinen Vorgesetzten informieren? Shion lag am Boden, stand auf und klopfte seine Rüstung ab, bevor er sich die Feldkappe wieder aufsetzte. Tote Soldaten dienten als Deckung für die Verwundeten, deren Klagen die Luft zwischen den Blasterschüssen füllten.
Nun traf ihn der Schock wieder, er fand es grauenhaft. Sein Magen wurde auf einmal ganz heiß, doch er spürte keine Übelkeit, wie es in den Holofilmen immer dargestellt wird. Stattdessen machte er sich klar welch kühlen Kopf er behalten musste.


Schicken sie dem Befehlshaber unsere Koordinaten, wir sind knapp 200 meter hinter dem Parkhaus, wir beziehen neue Stellung! Und wir brauchen Luftunterstützung, wo sind unsere Jäger eigentlich? Außerdem sind wir unter Beschuss von Panzern, wir brauchen mehr Feuerunterstützung!

Shion gab Anweisungen, teilte seine Soldaten so gut wie möglich auf, aber er konnte bei all seiner Theorie nur so viel Wirkung zeigen, er wusste dass die Stadt eigentlich verloren war. Sie waren eingekreist und eigentlich schon vernichtet. Er hoffte nur dass seine Soldaten es wenigstens als Gefangene überleben werden. Nun war es wieder das Spiel, warten und den Gegner kommen lassen, möglichst eine elastische Verteidigung aufbauen.

[Corellia-System - Corellia - Coronet - Bezirk „Old Town“ (Planquadrat F7) - „Imperial Boulevard“ - Häuserwand 200 Meter hinter dem Parkhaus - 9th Bataillon - Shion Orria und Soldaten]
 
[Corellia-System – Corellia - Coronet – Anwesen des Gouverneurs Vaj Traln] Captain Aurelian Julius + 8 Soldaten seiner Squad, Gouverneur Vaj Traln, seine Leibwächter

Der Gouverneur Vaj Traln empfing die Squad von Captain Aurelian Julius mit dem Respekt, aber in seinen Augen sah der Offizier auf Misstrauen, und vor allem Missmut, was angesichts der verfahrenen Situation auf Corellia absolut verständlich war. Dank seinem Briefing wusste er, dass der Gouverneur durchaus ein ambitionierter Politiker war, und auch wenn ihn persönlich nicht die Schuld für die drohende Niederlage zugeschoben werden konnte, würde der Name dieser Welt in seiner Vita einen wunden Punkt darstellen. Ein schwacher Trost war vielleicht, dass er im Falle einer Rückeroberung über wichtige Informationen verfügte, die sicherlich in die Planung mit einfließen würden. Für den Moment jedoch bestimmte der Rückzug, das Eingeständnis, hier nicht mehr gewissen zu können, den Raum. Nachdem der Gouverneur sich nochmals vergewissert hatte, dass er und seine Stormtrooper die waren, für die sie sich ausgaben, ließ er zwei seiner Angestellten rufen, die ihn beladen mit einigen Koffern begleiten sollten.

„Diese beiden tragen Dokumente und einige andere Dinge mit, deren Sicherheit ich persönlich wahren muss. Ich denke, ihr Shuttle wird den dafür nötigen Platz haben. Es wäre sehr zum Vorteil des Imperiums, wenn die Neue Republik diese Informationen nicht bekommt, sie hierzulassen kann ich deshalb nicht verantworten“, hatte er gesagt.

Den letzten Satz betonte er in einer Weise, mit der man von Tatsachen sprach, und der Captain wusste, dass Vaj Traln auf die Mitnahme seiner Habseligkeiten bestehen würde. Da ihm wenig an einem Streit lag und er sich später nicht dafür verantworten wollte, wenn wichtige Informationen abhanden kamen, nickte er zustimmend und erwiderte dann:

„Gouverneur Traln, wenn Sie alles Nötige bei sich haben, bitte ich Sie, uns zu Folgen. Der Weg zum Raumhafen ist kurz, allerdings haben wir auch nicht sonderlich viel Zeit, um die Gefahrenzone zu verlassen. Es ist Eile geboten.“

„Das ist mir bewusst, Captain. Gehen wir“. Mit einem Wink zu seinen Angestellten, einem Rodianer und einer jungen Twi'lek, machte er ihnen deutlich, sich zur Abreise bereit zu machen, und sie schulterten ihre Last, was bei Letzterer lediglich ein kleiner Beutel darstellte. Auch seine zwei Leibwächter, ein mindestens 2 Meter großer Mensch dunkler Hautfarbe, dessen Kampfrüstung sogar die Stormtrooper neidisch machen konnte, und ein Arkanianer, der unscheinbar neben seinem Partner stand, traten vor. Okoron Tesz machte bereits anstalten, sich den beiden in den Weg zu stellen, als Captain Julius sagte:

„Entschuldigen Sie, Sir. Unsere Einsatzbefehle implizieren, dass weitere Personen nicht zu eskortieren sind, sondern gesondert evakuiert werden sollen“. Im vollen Bewusstsein, dass der Politiker, dessen Blick und Mimik seine Meinung zu seinen Befehlen vollends zum Ausdruck brachten, dies so nicht hinnehmen wollte, ergänze er. „In Anbetracht der Situation denke ich aber, dass zusätzlicher Schutz im Sinne meiner Order ist. Trooper, lasst sie gewähren.“

Zwar war es noch zu früh, die Fähigkeiten der Wachleute zu beurteilen, aber irgendwas sagte Aurelian, dass er es nicht unbedingt darauf ankommen lassen sollte. Er ließ den Private First Class Arik Sevez vorangehen, zu seiner Rechten befand sich Trooper Okoron Tesz, hinter ihnen der Arkanianer, welcher sich selbstständig in die Formation eingeordnet hatte. Dahinter kamen der Aurelian und der Gouverneur, die von jeweils einem Soldaten flankiert, während ihr Rücken von dem großen Dunkelhäutigen geschützt wurde, der wiederum zwei weitere Stormtrooper hinter sich wissen konnte. So gingen sie wachsam den Korridor entlang, als der Vaj Traln ein Gespräch eröffnete.

„Wohin sollen Sie mich bringen, Captain?“


„Meine Befehle lauten, Sie zunächst von Corellia zu evakuieren und zur Flotte zu bringen. Ein ISD wird für sie bereitgestellt, alles Weitere wird man Ihnen alsbald mitteilen.“

„Verstehe. Ich hätte nicht gedacht, einmal in diese Situation zu kommen. Corellia kurz vor der Okkupation durch die Neue Republik, eine Schande für das Imperium."

Aurelian war sich nicht sicher, ob er sich auf eine Unterhaltung einlassen sollte, deren Richtung er erahnte und die leicht zu Kontroversen führen konnte. Die Höflichkeit gebot es aber, den Gouverneur nicht vollständig ins Leere laufen zu lassen.

„Ein tragischer Verlust, sowohl in Bezug auf die politische Symbolik, als auch in militärischer Hinsicht. Es gab viele Verluste, mehrere Flottillen wurden fast oder sogar vollständig aufgerieben, die strategische Bedeutung vermag ich noch nicht einzuschätzen.“

„Politische Symbolik“
, Vaj Taln lächelte. „Symbolisch wird auch jemandes Kopf rollen müssen, wenn das hier vorbei ist“, sagte er mehr zu sich selbst als zu Aurelian. „Gab es bisher Komplikationen beim Anflug? Wie sind sie überhaupt durch die Linien der NR gebrochen?"

„Es ist den EloKa-Einheiten des Imperiums gelungen, einige unverschlüsselte Nachrichten abzufangen, die unter anderem Identifizierungscodes enthielten. Meine Einheit musste bloß auf Coronet landen und unentdeckt zu ihrem Anwesen hier gelangen – dies gelang ohne Zwischenfälle.“

Als hätte er damit ein Signalwort ausgesprochen, erbebte die Erde und ein lauter Knall ließ sie zusammenfahren. Scheiben zerbarsten, Schreie erklangen und das vertraute Geräusch von Blasterschüssen war zu vernehmen, noch bevor sie sich wieder gesammelt hatten. Die Neue Republik griff an.

[Corellia-System – Corellia - Coronet – Anwesen des Gouverneurs Vaj Traln] Captain Aurelian Julius + 8 Soldaten seiner Squad, Gouverneur Vaj Traln, seine Leibwächter
 
[op @Jhassa: deine Holoverbindungs würde übrigens eins von War Blades Schiffen erreichen.]
[Orbit um Correlia-FA1 “Smuggler Fear“- zur Brücke]Nachus
Die Smugglers Fear vibrierte unter einigen Treffern der Gegenseite, aber insgesamt hielten die Imperalen sich zurück.
Haben wir Anweisungen von Commodore Korus?, fragte Nachus.

Nein, Sir! Anbart zuckte mit den Schultern und wirkte verwirrt.
Rufen sie sein Schiff noch einmal!
Gibt es noch irgendwelche Schiffe in der Gegend?

Tianne Soul lehnte sich über ihre Anzeigen. Nach einiger Zeit sagte sie: Das nächste kampffähige Schiff wäre der Bulkcruiser “Servitor“.
Gut rufen sie das Schiff und bitten sie um Unterstützung. Sagen sie dass keine große Gefahr ausgeht.

Nervös starrte Nachus auf das Holo. Es wirkte so Fadenscheinig das die Imperalen nichts taten sondern nur auf die Atmosphäre zuflogen.
Es war zu offensichtlich. Leuintenant Roal konzentrieren sie sämtliches Feuer auf die athmosphärentauglichen Schiffe.
Er starrte wieder auf das Holo. Das war doch sinnlos, das Schild war aktiv. Trotzdem es war sicherer, den Beschuss beizubehalten.

Es dauerte einige Zeit bis der Beschuss der AF1 Wirkung zeigte. Die Coronafregatte die bereits seit längerer Zeit beschossen wurde, färbte sich rot, auf dem Holo.
Das bedeutete die Schildleistung war unter 10% gefallen. Auch bei mehreren Fregatten, fiel die Schildleistung. Aber nicht stark. Inzwischen hatte die Servitor aufgeschlossen. Der Bulk Cruiser war kein gutes Kampfschiff aber, es war wenigstens etwas Hilfe.

Anbart drehte sich von seiner Konsole um. Commander wir werden gerufen. War es endlich Korus ?
Neben seinem Holografischen Schlachtplan erschien, das Abbild eines Selkath. Beim sprechen und atmen gurgelte das Wesen schwer.
Es begann zusprechen. Es war der Kommandant der Reliant den er auch schon länger zu kontaktieren versuchte.
Jhassa begann seinen Plan zu erklären.
Nachus dachte einen Moment nach.

In Ordnung, sie werden es wissen, sie waren länger in der Schlacht. Falls es keine andere Aufgabe gibt, die sinnvoller wäre, würden wir hier vorne bleiben und die Aufmerksamkeit auf uns ziehen.
Er lies die Verbindung bestehen und sah wie auf dem Holo sich zwei Schiffe unter dem anhaltenden Beschuss der Smuggler Fear und der Servitor verfärbten.
Die Corona Fregatte (Gauntlet) verlor hier Komplettes Schild und hörte auf sich vorwärts zu bewegen. An mehreren Stellen des Schiffes tauchten Stichflammen auf.
Das zweite Schiff war ein Vingilschiff das sich in der zweiten Kampfgruppe befand. Es verlor ein Großteil seiner Schildleistung. Auch einige andere Fregatten wiesen Schildverluste auf. Die Servivor setzte sich in Bewegung, und schwebte auf den Imperalen verband zu. Die Smuggler Fear folgte.

[Orbit um Correlia-FA1 “Smuggler Fear“- zur Brücke]Nachus
 
Corellia-System | Orbit um Corellia | Rand des Minenfeld | LTK Reliant| Jhassa, Brückencrew - Holoverbindung zur Smuggler Fear

In Ordnung, sie werden es wissen, sie waren länger in der Schlacht. Falls es keine andere Aufgabe gibt, die sinnvoller wäre, würden wir hier vorne bleiben und die Aufmerksamkeit auf uns ziehen.


kam promt die Antwort von Commander Nachus Wondrek, dem kommandierenden Offizier der Smuggler Fear. Dieses Wesen gehörte zu einer Spezies die Jhassa bisher noch nicht begegnet ist. Weder in seiner bisherigen Laufbahn beim Militär als auch seiner Lebenszeit auf Manaan. Der Selkath musste allerdings während seiner Offizierslaufbahn immer wieder feststellen, wie wenig ihm doch bisher von der Galaxie bekannt war.

Also Gut, das mit der Aufmerksamkeit wird wohl wunderbar funktionieren. Wie sie Ihren Daten entnehmen können ist gerade eine unserer X-Wingstaffeln in Begleitung zweier T-65 BR X-Wing Aufklärer unterwegs zu Ihnen. Aufgrund der auffälligen, übergroßen Signatur der beiden T-65 BR könnten die Imperialen von ausgehen, das zwei weitere Großschiffe mit Jägergeleit auf dem Weg zu Ihrer Position ist. Außerdem sehe ich, dass sie bereits den Feuerkampf aufgenommen haben. Wir setzen uns mit der RSD 'Legend of the Republic' in Verbindung setzen und anfragen, wann die Verstärkung hier eintrifft. Wenn das nicht bald passiert, wird das ein kurzes Gefecht. Sollten sie Jägerunterstützung benötigen senden wir was wir entbehren können. Commander Jhassa, Ende der Übertragung.

Der junge Selkath sallutierte zum Gruß und trat dann aus dem Holofeld. Der eingeleitete Angriff der Angriffsfregatte war zwar sicher nicht unbedingt ein schlechter Schachzug. Zumindest nicht im Auge des jeweiligen Betrachters, aber er war mehr als gefährlich. Sollten die Imperialen Interesse an der Angriffsfregatte finden, könnte diese schneller Geschichte sein als sie hier war.
Ohne eine genaue Information, wie lange man hier auf verlassenem Fluhr stand, wollte Jhassa ungern den Verlust des Schiffs und das Leben der Besatzung riskieren, wenn es als endresultat nichtmal ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen wäre. Der Beschuss durch die Angriffsfregatte änderte jedoch alles ein wenig. Die 'Reliant' war bereits zum größten Teil vorsorglich von Ihm evakuiert worden. Es befanden sich derzeit vielleicht noch etwa 100 Mann der Besatzung an Board. Bei der 'Smugller Fear' und der 'Servitor' musste er zwangsweise von zwei personaltechnisch vollständig besetzen Großschiffen ausgehen.

Lieutenant Oassi , stellen Sie sofort eine dringende Verbindung zu 'Legend of Republic' her und fragen Sie an, wann die verstärkung eintrift. Geben sie durch, das der Feuerkampf aufgenommen wurde.

Der junge Mon Calamari nickte bestätigend und machte sich an die Arbeit. Nun galt es weitere Maßnahmen zu treffen.

Lieutenant Spock, Kurs halten, bringen sie uns knapp in Waffenreichweite direkt hinter das Flaggschiff. Wir sollten ein schweres Ziel darstellen, da die hinten keine Geschütze haben. Flacher Anflug, achten sie darauf, das wir ausserhalb der Reichweite der zwei weitern ISD und Eskorten bleiben, es reicht, wenn wir nur den Antrieb beschießen können. Sobald es hier rund geht, schließen wir zur Fear auf und unterstützen dort.

Jawohl Commander bestätigte der junge Mensch. Dem jungen Liannaer stand die Nervösität und Anspannung sichtlich ins Gesicht geschrieben.

Jhassa begutachtete die Holokarte, scheinbar bewegte sich etwas in der imperialen Formation.

Sobald wir in Waffenreichweite sind, alle Geschütze Feuer frei auf den Antrieb, sollten Jägereskorten zum Angriff abdrehen, sperrfeuer auf eben diese. Unsere Jägerstaffeln sollen dann zur Verteidigung den feindlichen Jägerverband flankieren. Gibt es Antworten von der Durchführung!​

Corellia-System | Orbit um Corellia | Rand des Minenfeld | LTK Reliant| Jhassa, Brückencrew
 
[Corellia-System | Coronet | Planquadrat F9 | Straßen] Wonto Sluuk

[Achter Tag der Bodenoffensive, Mittag]


Ein Gewitter zog auf. Schon während des ganzen Vormittages war das Wetter wechelhaft gewesen. Regenschauer hatten eine kurze Erfrischung geboten, nur um dann zu schwüler, feuchter Hitze zurückzuführen. In die drückende Windstille waren scharfe Böen eingefahren. Donnergrollen hatte sich mit dem Geräusch der Explosionen und Schüsse vermengt. Nun türmten sich schwarze Wolken über dem Teil der Stadt, in dem sich die Bullheads und andere Kämpfer der Neuen Republik auf die Position der eingekesselten Scouts zu bewegten.

Die Soldaten zuckten zusammen und zogen instinktiv die Köpfe ein, als Jäger in geringer Höhe über sie hinweg donnerten. Doch handelte es sich um V-Wings, also befreundete Einheiten. Auch wenn man die Gefahr eines Angriffs von oben noch nicht endgültig ausschließen konnte, war der Luftraum über Coronet weitgehend unangefochten in der Hand der Republik. Zumindest solange das Wetter Flüge noch zuließ. Wonto Sluuk hoffte, dass während des bevorstehenden Gefechtes zumindest noch die theoretische Möglichkeit von Luftunterstützung bestehen würde. Auch so freute er sich nicht darauf, wieder den Imperialen gegenübertreten zu müssen. Doch dieses Los hatte er selbst gewählt.

Ein Regenguss brach los, als sie das Kampfgebiet erreichten. Auf einen Wink des Captains, der diesen Einsatz befehligte, löste sich die Marschkolonne auf und die Infanteristen zogen sich an beide Seiten der Straße zurück. Wonto gehörte zu einem Trupp, der die Aufgabe hatte, ein Gebäude zu sichern, und war froh, ins Trockene zu kommen. Die automatische Eingangstür war offenbar beschädigt und stand offen, die Infanteristen drangen mit angelegten Gewehren ein. Systematisch, ganz wie in der Grundausbildung geübt und auch auf Denon praktiziert, untersuchten sie das Erdgeschoss Raum für Raum, während andere die Treppen und Aufzüge sicherten. Als sie damit fertig waren, gingen fünf der neun Mann hinauf in den ersten Stock. Zwei blieben zurück, um vor Überraschungen aus den Untergeschossen zu warnen. Wonto und ein weiterer sollten auf dieser Etage Stellung beziehen.

Der Ortolaner und der Mensch suchten sich ein Fenster aus, von dem aus sie die vor ihnen liegende Straße gut überblicken konnten. Gegenüber lag ein großer Parkplatz, an den mehrere Gebäude grenzten; in einem von diesem mussten sich die Scouts verbergen. Die Geräusche von Blasterschüssen waren zu hören, schienen aber weiter weg zu sein.


»Wir können die Imperialen von hier aus sehen«, meldete der menschliche Kamerad über Funk und gab auch deren Stärke durch.

»Echt? Wo denn?« fragte Wonto ihn leise.

Der Mann deutete auf zwei Stellen zwischen den Gebäuden, wo Soldaten in der Uniform des Imperiums kauerten und hinauf zu den Fenstern eines mindestens zwanzigstöckigen Bürohauses zielten. Dort drin mussten sich die umzingelten Scouts befinden.


»Und da ist auch ein Panzer.«

»S-1 FireHawke«, bestätigte der Ortolaner, als er das Kampffahrzeug bemerkte.

Nun, da er wusste worauf er zu achten hatte, entdeckte auch Wonto weitere Gegner. Sie pirschten sich zwischen den parkenden Fahrzeugen vor, um näher an das Bürohaus heran zu kommen. Dabei bot der Regen ihnen Deckung, denn er erschwerte die Sicht.

»Da, schau!« sagte er. Der schwarzhäutige Mensch beugte sich vorsichtig um die Ecke und schaute in die bezeichnete Richtung.

Zwei Blitze zuckten: Zuerst ein Wetterleuchten, das fast zeitgleich von einem Donnerschlag begleitet wurde. Dann eine dünne rote Linie, die von dem Bürogebäude herunterstrahlte; falls sie irgendwelche Laute verursachte, gingen diese im Prasseln des Regens unter. Im gleichen Moment kippte aber einer der Imperialen nach hinten um und blieb reglos liegen, seine Kameraden unterbrachen ihren Vormarsch und suchten Deckung.

»Scharfschützen«, stellte Wonto fest. »Unsere Scouts halten sie auf Abstand.«

Doch das Imperium antwortete. Der FireHawke drehte seinen Turm und die Kanone richtete sich auf das Gebäude aus. Abermals zuckte ein gleißender Blitz, dann schlug das feurige Geschoss der Laserkanone ungefähr auf Höhe des achten Stockwerks in den Büroturm ein. Ob der Scharfschütze oder andere republikanische Soldaten dadurch getötet worden waren, konnte man aus dieser Position unmöglich feststellen. Aber die grau uniformierten Kämpfer rückten weiter vor.

»1. OG gesichert« und kurz darauf »2. OG gesichert«, vermeldeten die anderen Bullheads über Funk.

Längst hatten Wonto und der Mann neben ihm die Läufe ihrer Gewehre aus den Fenstern geschoben. Sie legten auf die (ziemlich weit entfernten) Feinde an und warteten auf das Zeichen zum Losschlagen. Allerdings konnte dies noch etwas auf sich warten lassen, da auch andere Gebäude gesichert werden und andere Trupps ihre Positionen einnehmen mussten. Zwar schienen sie in der Übermacht zu sein, aber eigene Verluste konnten nur dann gering gehalten werden, wenn die Gegebenheiten zu ihren Gunsten genutzt werden konnten. Bislang hatte der Feind sie offenbar nicht bemerkt - wie lange wohl noch?


»Unsere Panzer rücken vor«, sagte der Mensch.

Draußen kam Bewegung auf. Von ihrer Position aus konnten die Privates zwei der Repulsorpanzer sehen, mit denen sie hierher gekommen waren. Sie brachten sich in Position für einen Angriff auf die gegnerische Infanterie. Doch noch bevor es soweit war, hörten die Soldaten ein brummendes Geräusch. Eine Sekunde später schlugen bläulich glühende Ladungen von oben her in den Boden ein. Einer der T2-B verschwand in einer grellen Feuerwolke. Aus zwei verschiedenen Gebäuden brausten Rauchstreifen heran, an deren Spitze sich mit Sicherheit die Geschosse tragbarer Raketenwerfer befanden. Einer traf den zweiten Panzergleiter, worauf der andere gezielt war, konnte Wonto nicht sehen. Gerade noch rechtzeitig zog er den Kopf in Deckung zurück, als auch das Haus in dem sie sich befanden unter Beschuss genommen wurde.


»Das ist eine...!« rief der Dunkelhäutige neben ihm, doch verstummte er abrupt mitten im Satz. Er war tot, bevor er polternd auf den Boden stürzte. Der Ortolaner wandte angewidert den Blick von dem verbrannten, rauchenden Gesicht des Soldaten ab.

[Corellia-System | Coronet | Planquadrat F9 | Straßen] Wonto Sluuk
 
[Corellia | Coronet | Planquadrat E6 | Hinterhof] Joya no, Nok Nolboss (NPC), Widerständler

[Achter Tag der Bodenoffensive, Mittag]


Einer der Widerständler kam von seinem Aussichtsposten wieder, um dem ›Corporal‹ Bericht zu erstatten. Er und Woodcarver unterhielten sich eine Weile mit leiser stimme, aber angeregter Gestik und Mimik. Kurz darauf winkte der junge Anführer die übrigen Kämpfer zu sich. Auch Joya No und Nok Nolboss gingen zu ihm, um die Neuigkeiten zu erfahren.

»Es geht los«, sagte er. »Wir haben ein geeignetes Ziel. Eine imperiale Marschkolonne mit vierzig Soldaten und drei Fahrzeugen nähert sich. Wenn sie die Richtung nicht ändern, kommen sie in vier Minuten in einem Block Entfernung vorbei.«

Die Reaktionen der Widerstandskämpfer waren interessant zu beobachten. Manche von ihnen wirkten überaus entschlossen, fast schon voller Vorfreude. Anderen stand ein mulmiges Gefühl ins Gesicht geschrieben.

»Vierzig... sind das nicht etwas viele?« fragte Joya No skeptisch. Er traute den Widerständlern nicht zu, es mit einer solchen Übermacht aufzunehmen.

»Nicht wenn wir es richtig anfangen«, wiegelte Woodcarver ab. »Wir müssen ihnen einen Hinterhalt legen. Aber für Diskussionen ist jetzt keine Zeit, sonst verpassen wir sie. Ich sage, wir gehen jetzt los! Kommen Sie mit oder wird Ihnen die Sache zu heiß, Commander?«

Der Kaminoaner empfand die letzte Bemerkung beinahe als eine Beleidigung. Es kam ihm so vor, als wolle der Mensch ihm Feigheit vorwerfen, wenn er sich nicht darauf einließ, einer imperialen Übermacht in die Arme zu laufen. Er setzte eine säuerliche Miene auf, verkniff sich aber eine Antwort. Stumm nickte er Lieutenant Nolboss zu, woraufhin sich beide zusammen mit den Widerständlern in Bewegung setzten.

Halbwegs in Deckung, aber mit recht hoher Geschwindigkeit, liefen sie die Straße entlang. Das bewaffnete Zivilfahrzeug folgte ihnen in einigem Abstand, um ihnen im Fall der Fälle Feuerschutz zu geben. Die bunt gemischte Gruppe passierte den Gebäudeblock, der zwischen ihnen und der Marschroute der Imperialen lag. Am Ziel angekommen, spähte Woodcarver um die Ecke.


»Sie kommen«, zischte er. Mit knappen Befehlen wies er seine Kameraden an, Position auf beiden Seiten der Straße sowie auf dem Dach eines angrenzenden Gebäudes zu beziehen. Der Gleiter hielt sich mit laufenden Motoren bereit.

»Die Sache gefällt mir nicht, Sir!« murmelte der Gungan.

Joya No gab ihm recht.


»Wir tun was wir können, halten uns aber zurück«, bekräftigte er seinen Befehl von vorhin. »Wenn wir Selbstmord begehen wollten, hätten wir das auch in Gefangenschaft tun können!«

Damit hätten sie sich wohl eine Menge erspart.

Die Motorengeräusche und der hallende Gleichschritt eines ganzen Platoons Soldaten näherten sich. Das Zeichen zum Angriff gab Woodcarver, indem er sich aus seiner Deckung erhob und mitten in die kleine Marschkolonne feuerte. Seine Kameraden taten es ihm gleich. Der Raketenwerfer feuerte (zu Nos Überraschung, ohne sich und seinen Träger dabei zu vernichten) und legte den Hoverscout an der Spitze des Zuges lahm. Auch er und Nolboss feuerten auf die leichten Ziele.

Zuerst sah es so aus, als würde der planlose Angriff funktionieren. Doch sobald die Imperialen ihre Verwirrung überwanden, wendete sich das Blatt. Sie liefen an die Straßenseiten und suchten Deckung. Nur fünf oder sechs von ihnen blieben liegen oder mussten von ihren Kameraden getragen werden; besonders effizient war die erste Salve nicht gewesen. Mit einem Blaster ein bewegliches Ziel zu treffen, war nicht so leicht wie es aussah.

Zuerst erwiderten die Soldaten vereinzelt das Feuer, dann aber in immer rascherer Folge und Intensität. Die Widerständler hatten die besseren Positionen, aber der Feind war zahlenmäßig noch immer überlegen und besser trainiert, das Überraschungsmoment hatten sie mittlerweile eingebüßt. Viel zu spät bog der bewaffnete Gleiter um die Ecke und eröffnete mit dem aufmontierten Repetierblaster den Beschuss; zu diesem Zeitpunkt gab es schon kein dichtes Gedränge mehr, in dem wohl jede Ladung getroffen hätte. Dafür zog er die beinahe ungeteilte Aufmerksamkeit der beiden anderen Hoverscouts auf sich, die deutlich besser bewaffnet und im Gegensatz zu ihm auch leicht gepanzert waren. Es war beinahe klar, wie dieses Kräftemessen ausgehen musste.

Der Raketenwerfer feuerte erneut, doch verfehlte die Rakete ihr Ziel und schlug in eine Wand ein, wo sie explodierte, ohne Schaden anzurichten. Dafür bezahlte der Selonier, der die Waffe getragen hatte, den Angriff mit seinem Leben. Mit einem schrillen Schrei stürzte er vom Dach, als er getroffen wurde; noch am Boden liegend schlugen weitere Blastersalven in seinen sterbenden oder toten Körper ein. Auch mindestens einen anderen Widerständler erwischte es. Als der Gleiter Feuer fing und seine beiden Insassen bei dem Versuch, ihn zu verlassen, niedergeschossen wurden, sah auch Woodcarver ein, dass dieser Hinterhalt ein Fehlschlag war.


»Rückzug! Rückzug!« rief er.

Doch das war leichter gesagt als getan. Zwar konnte mit Sicherheit der eine oder andere Widerständler seine Position verlassen und im Straßengewirr untertauchen, doch zumindest der Corporal, No und der Gungan hatten diese Möglichkeit nicht. Sie konnten sich nicht zurückziehen, ohne ihre Deckung aufzugeben. Eine beigepelzige Drall versuchte es und fand einen schnellen Tod mit einem qualmenden Einschuss im Rücken.

»Großartig!« fluchte Commander No sarkastisch. »Es sieht aus, als könnten wir zwischen einem sinnlosen Tod und einer erneuten Gefangennahme wählen!«

»Diese Wahl nehmen Ihnen die Imperialen ab«, erwiderte Woodcarver zynisch. »Gefangene machen sie nicht mehr. Wenn sie uns kriegen, richten sie uns auf der Stelle hin.«

Die drei Männer warfen ihre Granaten in Richtung der Fahrzeuge, dann wichen sie tiefer in ihre Deckung zurück, als sich das Feuer auf ihre Position konzentrierte.

Ein Regenguss brach los, so spontan als hätte jemand ein Ventil geöffnet. Aus dem Donner der sich über ihnen türmenden Gewitterwolken trennte sich noch ein anderes Geräusch.


»Da!« sagte Nolboss und zeigte mit dem Finger die Straße entlang. An der nächsten Kreuzung, vielleicht hundertfünfzig Meter entfernt, rollte ein mächtiges Kettenfahrzeug heran. Die weiß-rote Lackierung sprach dafür, dass es sich um befreundete Einheiten handelte; einen einzelnen Kampfpanzer vom Typ T4-B. Gerade als No und der Anführer der Widerständler ihren Blick dorthin wendeten, feuerten die Zwillingskanonen im flachen Turm der beeindruckenden Kriegsmaschine.

»Bleibt unten!« appellierte der Mensch und kauerte sich in der Deckung zusammen. Nolboss tat es ihm gleich, der Kaminoaner warf sich flach auf den Boden und schirmte mit den Händen seinen Schädel. Um sie herum schien die Stadt einzustürzen: Nahe Explosionen machten sie beinahe taub. Blasterschüsse, Laserfeuer und umherfliegende Splitter verursachten eine wahre Kakophonie. Der heftige Kampf schien nicht enden zu wollen, so kam es ihnen vor; tatsächlich dauerte er aber nicht lange. Irgendwann hörte der Kampflärm auf, nur ein paar Rufe und anhaltendes Stöhnen hörten sie noch. Noch wagten die drei nicht, sich zu rühren. Es war nicht klar, ob die Gefahr vorüber war. Dann jedoch, als das Pfeifen in ihren Ohren nachließ, hörten sie, dass die Imperialen zurückwichen - und der Panzer stattdessen näherrollte.

Langsam und mit empor gestreckten Händen erhoben sie sich und verließen ihre Deckung. Sie sahen nun, dass der T4-B nicht allein geblieben war: Ein zweites Fahrzeug gleichen Typs war hinzu gekommen. Gegen diese Feuerkraft und Panzerung hatten die Soldaten nichts ausrichten können. Es war kein schönes Gefühl, in die breiten Mündungen der Laserkanonen zu starren, während die Republikaner sich offenbar noch darüber klar werden mussten, ob sie es mit Freunden oder Feinden zu tun hatten. Dann öffnete sich eine Luke und ein Offizier der Armee wies sie an, näher zu kommen.




[Corellia | Coronet | Planquadrat E6 | Straßen] Joya no, Nok Nolboss (NPC), Widerständler, NR-Soldaten
 
[Corellia-System | Weltraum | RSD Legend of the Republic]

Auf der Legend of the Republic herrschte keineswegs Panik oder Chaos, aber echte Ordnung war auch etwas anderes. Die Lebewesen und Maschinen mussten sich mit der veränderten Situation erst zurecht finden. Es dauerte eine Weile, bis genug Daten vorhanden und ausgewertet waren, um auf den Angriff der imperialen Flotte zu reagieren und die Verteidigung zu koordinieren. Eine Vorarbeit hatte Admiral Stazi bereits geleistet, indem er die Entscheidung traf, welche Kräfte für dieses Vorhaben zur Verfügung standen. Diese zu ordnen und zu befehligen, war aber die Aufgabe von Commodore Korus und die Besatzung der Legend.

Dass so ziemlich jedes Schiff im System gleichzeitig eine Anfrage an das Flaggschiff startete, um Befehle anzufordern, machte es für die Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung nicht einfacher. Auch sie mussten sich zuallererst einen Überblick verschaffen, welches Schiff sich wo befand und wie eingesetzt werden sollte, bevor sie diesem sagen konnten, was es zu tun hatte. Daraus resultierte die unbefriedigende Situation, dass viele Kommandanten hingehalten werden mussten: Davon abgesehen, dass sie Kampfbereitschaft herzustellen beziehungsweise aufrechtzuerhalten hatten, konnte man ihnen wenig mitteilen. Dies brauchte man ihnen aber nicht zu sagen. Auch ohne eine Information darüber, wo genau ihr Platz in der Formation war, setzten sich die meisten Einheiten in Bewegung, um sich dem Imperium zu stellen. Und diejenigen, die sich in unmittelbarer Nähe zum Feind befanden, hatten von ihrer rasch erteilten Feuerfreigabe Gebrauch gemacht und bereits den Kampf gesucht. Die Schiffe, um die es sich dabei handelte, waren der Liberator-Kreuzer Reliant, die Angriffsfregatte Smuggler's Fear sowie der Neutron-Star Frachtkreuzer Servitor. Ihre Lage war besonders schwierig. Doch nun, nachdem Commodore Korus seine Entscheidung über das Vorgehen gefällt hatte, konnten all die offenen Fragen beantwortet werden. Zu diesen drei Schiffen, die ebenfalls schon alle nach Anweisungen verlangt hatten, stellte einer der Kommunikationsoffiziere nun eine Audioverbindung her.


»Reliant, Smuggler's Fear, Servitor - hier die RSD Legend of the Republic«, sagte eine männliche, leicht akzentuierte Stimme. »Kombinieren Sie Ihre Kräfte, um diese zu maximieren. Sie erhalten in Kürze Unterstützung. Mehrere Schiffe sind unterwegs zu Ihnen. Die ISD-II Silence und die MC40 Phönix werden Sie in vier Minuten erreichen. Setzen Sie bis dahin Ihre Bemühungen fort, aber gehen Sie kein unangemessenes Risiko ein.«

Welches Risiko man als angemessen betrachten konnte oder auch nicht, das ließ der Komm-Offizier dabei völlig offen. Es war eine Situation, die von den einzelnen Kommandanten viel Eigenverantwortung forderte. Als Befehlshaber ihres Schiffes waren sie dazu ausgebildet, Entscheidungen zu treffen und mit allem, im schlimmsten Falle auch mit ihrem Leben und dem ihrer Besatzung, für die Folgen einzustehen.

[Corellia-System | Weltraum | RSD Legend of the Republic]

***

[Corellia-System | Weltraum | MC102 Reef of Resistance | Brücke] Commodore Trilk, Captain Sistal

Wer den 2.500 Meter langen, wulstigen Rumpf der Reef of Resistance sah, der konnte wohl nur schwerlich glauben, dass dieser stählerne Gigant Geschwindigkeiten von 50 MGLT erreichen und damit verschiedene Fregatten und Kreuzer überholen konnte. Doch sie konnte dieses wahnwitzige Tempo erreichen; wenn es sein musste, binnen erstaunlich kurzer Zeit. Mit titanischem Brüllen, das im Vakuum des Weltraumes ungehört verklang, schoben zehn Triebwerke, die selbst größer waren als manches Schiff, der Supersternenkreuzer vorwärts. Dennoch waren die Sublichtantriebe quälend langsam im Vergleich zu dem, was der Hyperantrieb zu leisten in der Lage war. Aber dieser wurde nicht benötigt, um rechtzeitig vor Ort zu sein. Zwar würden nicht alle Schiffe bereit stehen, um die Abwehrformation einzunehmen, bevor der Zusammenprall mit den Imperialen erfolgen musste. Aber weitere würden hinzukommen, wenn der Kampf tobte. Vorausgesetzt, die Feinde hatten überhaupt vor, sich diesem zu stellen.

Commodore Trilk, eine Quarren, war der höchstrangige Offizier an Bord. Aber sie war nicht die Befehlshaberin der Reef of Resistance, das war Sistals Job. Es hatte während der Raumschlacht Situationen gegeben, in denen sich die Trennung ihrer Befugnisse als schwierig erwiesen und Trilk zu sehr in die Befugnisse der Mon Calamari eingegriffen hatte - nach deren subjektivem Ermessen. Nun aber funktionierte die Gewaltenteilung einwandfrei. Denn der Commodore war zu beschäftigt damit, die Schiffe, die zu ihrer Gruppe gehörten, zu koordinieren. Damit hatte Sistal freie Hand, ihrerseits die erteilten Befehle nach freiem Ermessen durchzusetzen. Ihr Schiff, größer und widerstandsfähiger als jedes andere in der Verteidigungsformation, sollte der Amboss sein, auf den der Hammer der Imperialen prallte.

Entsprechend den Anweisungen der Commodores Korus und Trilk befahl sie Kurs und Zielkoordinaten. Die Reef of Resistance nahm ihren Platz in der Mitte des Halbrundes ein, das sich wie ein Gefäß zu den imperialen Schiffen öffnete, um diese aufzunehmen. Noch war der Feind nicht mit bloßem Auge zu erkennen, doch die Zahlenkolonnen auf den Bildschirmen, welche die Entfernungen anzeigten, schrumpften. Nur noch wenige Minuten bis zum beinahe unausweichlichen Aufeinandertreffen.



[Corellia-System | Weltraum | MC102 Reef of Resistance | Brücke] Commodore Trilk, Captain Sistal

***

[Corellia-System | Weltraum | ISD-II Silence | Brücke] Captain Tak'klii

Das Holo zeigte neben den stilisierten Abbildern der verschiedenen Schiffsklassen und ihren Bezeichnungen auch diverse Daten über ihren aktuellen Status an. Diese hatten sich soeben wieder verändert. Die Angriffsfregatte Smuggler's Fear hatte das Feuer auf die imperialen Schiffe eröffnet - um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und den verbündeten Einheiten mehr Zeit zur Formierung ihrer Abwehr zu verschaffen, und sicherlich auch, um den Feind nach Kräften zu schwächen. Doch über die Kräfteverhältnisse konnte Captain Tak'klii nur den Kopf schütteln. Die Camaasi würde nicht zögern, ebenfalls anzugreifen, wenn ihr Schiff nur schon in Reichweite wäre; aber sie kommandierte auch ein Schlachtschiff der Imperial-II-Klasse, keinen Kreuzer. Angriffsfregatten waren stark und vielseitig, eine würdige Weiterentwicklung des Dreadnaught, der ihnen zugrunde lag; dennoch waren die Überlebenschancen gering, wenn der Feind diesem Schiff zu viel Aufmerksamkeit widmete. Daran konnten auch der Liberator-Kreuzer Reliant und ein Neutron-Star nicht viel ändern. Doch wenn Tak'kliis Silence und mit ihr ein weiterer Kreuzer, die Phönix, eintraf, sah die Sache schon anders aus.

»Wie lange noch, bis wir in Feuerreichweite sind?« fragte die Kommandantin.

»Drei Minuten vierzig Sekunden, Ma'am«, lautete die zufriedenstellende Auskunft. Zwar waren gut dreieinhalb Minuten eine lange Zeit, wenn man darauf wartete, dass sie zuende gingen. Aber es würde reichen.Dann waren die Voraussetzungen geschaffen für einen wirkungsvollen Flankenangriff gegen die imperiale Formation, die, solange sie sich nicht auflöste, nur mit den geringen 40 MGLT der Nebulon-B-Fregatten vorankam. Allerdings konnte auch die Silence nicht ihre volle Geschwindigkeit ausnutzen, ohne die Phönix hinter sich zurückzulassen, aber es genügte, um den Abstand zu überbrücken und rechtzeitig am Ort des Geschehens einzutreffen.

»Stellen Sie eine Verbindung zur Reliant, der Servitor und der Smuggler's Fear her«, befahl die Caamasi.

»Commanders, halten Sie durch!« appellierte sie an die Befehlshaber der beiden Kreuzer und des Transporters. »Wir sind auf dem Weg zu Ihnen und werden gleich da sein.«

[Corellia-System | Weltraum | ISD-II Silence | Brücke] Captain Tak'klii
 
Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, E2--->G1, Raiken Skywalker und Tomm Lucas, Sane und das Gamma-Team

Schweigend waren sie weiter durch den Schacht gekrochen. Viel gab es auch nicht zu bereden im Moment. Kath mußte sich wohl erstmal mit den durch die für ihn unerwartete Verstärkung geänderten Einsatzmöglichkeiten befassen. Für Raiken und ihn selbst ergaben sich mangels überhaupt vorhandenem Plans kaum Änderungen. So kreisten Tomms Gedanken und die Reaktionen der Kommandos. Ihm war nicht entgangen, daß es wohl einigen etwas zu schaffen machte, daß sich Jedi zum Team gesellten. Vermutlich hatte er auch mit der freiwilligen Unterstellung unter das Kommando ihres Master Sergeants für Aufruhr gesorgt. Ob in positiver oder negativer Richtung, da war sich Tomm nicht so ganz sicher.
Sie mußten kurz vor dem Ende des Schachtes sein. Die Luft erschien ihm frischer, auch etwas kühler. Zeit, sich doch mal langsam Gedanken über die Planung zu machen.


"Befehle oder Informationen, Sir?"

Obwohl die Night Hawks nicht unbedingt für ihre hervorragende Disziplin berühmt waren, wußte Tomm natürlich, wie er sich bei einer militärischen Operation zu verhalten hatte. Seine Frage implizierte dabei nicht, daß er Kath zu irgendetwas auffordern wollte. Ihm ging es eher darum, daß die beiden Jedi nicht die gleichen Infos hatten wie der Kommandotrupp, da dieser sicher gebrieft worden war im Vorfeld. Gab es da Informationen, die die beiden Jedi wissen sollten, dann war jetzt sicher der richtige Zeitpunkt dafür, diese zu bekommen.
Tomm hatte sich bereits auf dem Weg noch einmal die Karte von Coronet ins Gedächtnis gerufen. Leider waren seine Infos vom Fuß der Berge eher dünn und nur mit Mühe hatte er sich wieder an Einzelheiten dieses Sektors erinnern können. Zumindest wußte er, wo sie in etwas aus den Bergen kommen sollten und wo sich relativ dazu das Stadtzentrum, der Hafen und der Raumhafen befand. Spannend würde es sicher sein, den Standort imperialer Stellungen festzustellen. Innerlich machte er sich auf einiges gefaßt, sobald sie den Schutz der Erde verließen.


Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, E2--->G1, Raiken Skywalker und Tomm Lucas, Sane und das Gamma-Team
 
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Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, E2--->G1, Raiken Skywalker und Tomm Lucas, Sane und das Gamma-Team

So langsam kamen sie ihrem Ziel immer näher. Es wurde heller und die Luft zum Atmen wurde immer angenehmer. Bald würden sie nicht mehr den Schutz der Dunkelheit genießen dürfen. So langsam wurde Raiken doch etwas nervös. Er wusste nicht, was ihn erwarten würde. Er rechnete aber schon vorher mit einem starken Widerstand des Imperiums. Immerhin handelte es sich hier und eine Kernwelt dieser Fraktion.

So einfach würde es mit Sicherheit nicht werden. Er hatte schon einmal eine Schlacht geschlagen, aber diese mit der derzeitigen Situation zu vergleichen, war etwas ganz anderes.
Auch wenn er damals alle Menschen verloren hatte, die ihm am Herzen lagen, war dieser Tag etwas anderes. In der jetzigen Situation waren seine Feinde für ihn gesichtslos. Er kannte seine Widersacher nicht. Beim Sklavenaufstand kannte er seine Gegner. Er wusste sogar dessen Namen und kannte sogar deren Herkunft und Rang.

Die Bilder dieses vergangenen Tages kamen wieder in sein Gedächtnis. Er sah wieder seinen damaligen besten Freund, der vor seinen Augen gefallen war. Ein Geschoss hatte diesen niedergerissen und aus seinem Leben. Ein gewisses Maß an Zorn stieg in ihm auf. Doch er versuchte sich zu beherrschen. Dies war nicht der richtige Ort, um an die vergangenen Zeiten zu denken. Sagte er sich kurzeitig in Gedanken versunken.

Er ging weiter und sah schon den Ausgang des Schachtes. Eine kühle Brise wehte durch sein zerzaustes und verdrecktes Haar. Er dachte nochmal an alles, was er bisher gelernt hatte und konzentrierte sich auf diesen Augenblick. Bald würde es nicht mehr so still sein.


Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft E2--->G1, Raiken Skywalker und Tomm Lucas, Sane und das Gamma-Team
 
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Corellia-System | Orbit um Corellia | Rand des Minenfeld | LTK Reliant| Jhassa, Brückencrew

Die Reliant näherte Sich der Waffenreichweite. In etwa 20 Sekunden war es soweit, das Schiff trat unter Commander Jhassa zum erstenmal in ein richtiges Feuergefecht. Der Liberator-Kreuzer hatte zwar in früheren Tagen zwar schon einige Gefechte ausgetragen, die Ausserdienststellung und Entmilitarisierung wurde auch schon begonnen, allerdings wurde mit Beginn der Offensive um den Corellia-Run allerdings wieder bewaffnet und unter dem aktuellen Namen wieder in Dienst gestellt.

Commander, wir haben Informationen der anrückenden Kräfte. Mehrere kapitale Schiffe und Eskorten sind in etwa vier Minuten in Waffenreichweite.


Das waren fast sogar erfreuliche Nachrichten. Mit ein wenig taktischem Geschick und etwas Glück würde man noch einigermaßen Heil aus dieser Situation wieder herrauskommen.

Verstanden. Anflug fortsetzen und nach ein paar Salven abdrehen und zur Fear aufschließen.​

Der junge Selkath hoffte das der Rest der Besatzung auf Gus Talon derzeit in Sicherheit war und nicht auf einem ähnlichen Pulverfass saß, wie die übrigen Besatzungsmitglieder auf der Reliant.

Commander, Lieutenant Commander Cooper hat sich von Gus Talon gemeldet. Sie sind dort in ein Gefecht mit einer Gruppe imperialer Sturmtruppen gekommen und haben einige Verletzte, konnten aber das Gefecht für sich entscheiden und haben sich jetzt mit einigen Gefangenen in einem kleinen imperialen Vorposten verschantzt.


Es war fast Naiv zu glauben, dass die evakuierte Besatzung auf dem kleinen Mond absolut Sicher war, aus genau dem Grund hatte der junge Selkath auch veranlasst, das auch die schweren Fahrzeuge mit auf den Mond verlegt wurden. Für den Mond war es zwar, auf grund seines geringen wirtschaftlichen, als auch militärischen Nutzen mit sicherheit eine überdimensionierte Streitmacht, aber die Überlebenssicherung der Besatzung stand bei Jhassa an höchster Stelle. Den wenigen imperialen Soldaten auf Gus Talon musste es beim Anblick der republikanischen Streitmacht wohl so ergangen sein, wie es gerade dem Selkath und dem Rest seiner Crew beim Anblick der imperialen Armada ging.

Verstanden, wir holen sie ab, sobald sich hier alles beruhigt​

Jhassa starrte gespannt auf das Holo-interface und den immer geringer werdenden Abstand zum imperialen Flaggschiff. Selbst die Abstände zu den anrückenden republikanischen Kräften wurde immer geringer.

Waffenreichweite in 3...2...1. FEUER!​

Fast zeitgleich traten das imperiale Flaggschiff und die Reliant ins Feuergefecht ein. Mangels Heckgeschütze feuerte das imperiale Flaggschiff überwiegend mit den am Heck befindlichen Ionenkannonen, währen der kleine Liberator-Kreuzer mit 20 schweren Turbolasern und ebenfalls 10 Ionenkanonen zurückfeuerte.
Sicher, man würde nur minimale auswirkung auf das feindliche Schiff ausrichten, aber würde mit Sicherheit den Feind ausreichend provozieren.

Die beiden ISD-II in Formation zum Flaggschiff nahmen ebenfalls die Reliant unter beschuss, scheiterten aber derzeit noch an der Waffenreichweite. Es war ein interessantes Schauspiel als die Geschosse des kleinen Liberator-Kreuzer an dem Schutzschild dieses Sternenzerstöres zerschellten und kleine blaue Wellen sich abflauend vom Einschlagspunkt entfernten und verschwanden.

Abdrehen und außerhalb der Waffenreichweite bringen! Schnellst möglich in Richtung der Fear und bringen sie die Jäger in Alarmbereitschaft!

Innerhalb weniger sekunden drehte der kleine Kreuzer ab und mit verlassen der Waffenreichweite zerschellten die Geschosse im leeren Raum. Unter vollem Schub sollte man in kurzer Zeit zur Angriffsfregatte 1 Smugglers Fear aufgeschlossen haben. Zudem hatten die Schildgeneratoren nun auch wieder Zeit die angeschlagenen Schilde wieder aufzuladen.

Commander, mehrere Raketenabschüsse geortet!

Jhassa starrte auf das Holo-interface. Zwei imperiale Schiffe waren etwas aus der Formation ausgebrochen um den ausweichkurs des Liberator-Kreuzers zu stören. Ausgehend von diesen Schiffen konnte der Selkath die anfliegenden Flugkörper sehen.
Es handelte sich dabei um einen CRK (Stinger) und einen DRD (Iron Hammer). In einem einzelgefecht hätte es die Reliant sicher mit Jägerunterstützung mit beiden Schiffen aufnehmen können, aber nicht wenn genau diese Schiffe dann noch Teil eines feindlichen Großverbandes waren.
Die Raketen rauschten weiter auf die Reliant zu. Beim überfliegen der Daten schien es sich um etwa zwölf Gefechtsköpfe zu handeln.

Alle Geschütze Sperrfeuer auf die Gefechtsköpfe! Fertig machen zum Einleiten der Gegenmaßnahmen und auf Einschlag vorbereiten. Alle von nicht Lebensnotwendigen Systemen sofort auf die Schilde umleiten!​

Die Reliant feuerte wie Wild in Richtung der Annähernden Raketen was allerdings wie zu erwarten, nur einen sehr geringen Erfolg brachte. Von den Zwölf Geschossen der ersten Welle detonierten etwa 4 Gefechtsköpfe, 4 Gefechtsköpfe ließen sich durch Leuchtkörper die als Gegenmaßnahmen ausgestoßen wurden ablenken und bei diesen zu detonieren. Von den verbleibenden Vier Raketen verfehlten zwei den Liberator nur um wenige Meter wärend die Letzen beiden auf dem Schutzschild detonierten. Noch währen der gehörige Ruck durch das Schiff ging, rasten bereits weitere zwölf Gefechtsköpfe auf das Schiff zu.

50% der Geschütze Feuer frei auf die CRK (Stinger), der Rest weiterhin Sperrfeuer und Gegenmaßnahmen! Schadensbericht?​

Es war ein gewagtes Spiel das Sperrfeuer zu minimieren um den Feuerkampf mit den Feindlichen Schiffen aufzunehmen aber in anbetracht der Tatsache, das diese zwei Schiffe noch nichtmal die Hälfte verschossen hatte, zwang den Selkath zum Handeln. Man musste versuchen den Schaden zu minimieren.

Schilde bei 70%, Hülle und Panzerung in Takt!

Etwa die hälfte der Flugkörper konnten durch das Sperrfeuer und die Gegenmaßnahmen abwähren, die verbleibenden Sechs rasten unbeeindruckt weiter auf die Reliant zu.
Wenigstens würde man dem CRK mindestens genau so viel Schaden zufügen wie am eigenen schiff entstand.

Sperrfeuer einstellen, die verbleibenden Geschütze sollen diesen DRD aufs Korn nehmen. Auf Einschlag vorbereiten und erneut Gegenmaßnahmen einleiten!​

Während die Reliant nun im Feuerkampf mit einem CRK (Stinger) und einen DRD (Iron Hammer) stand, ließ sich nur eine weitere Rakete von den Gegenmaßnahmen beeindrucken und jagte eben diesen nach. Zwei weitere zerschellten mit einem kräftigen ruck an den Schilden wärend die letzten drei die Schilde durchdrangen. Eine explodierte im Frontbereich der Backbordgabel, die Zweite in der Mitte der Backbordseite und explodierte dort mit einem starken Ruck.
Bei der dritten Rakete machte sich das blanke Entsetzen auf der Brücke breit. Die letze Rakete raste auf die Brücke. Kurz vor dem Einschlag ging die komplette Brückenbesatzung in Deckung und vergruben die Gesichter schützend hinter Ihren Händen. Jhassa folgte starr vor Schreck mit seinen Augen der Rakete bis diese sich wenige Meter vor der Brückenscheibe in die Panzerung grub und dort mit einem lauten Schlag regungslos stecken blieb.

Ein Blindgänger. Der Selkath-Kommandant ließ sich starr vor schreck auf die Knie fallen und starrte ungläubig aus dem Fenster. Die Rakete stecke feuerspuckend in der Panzerung. Scheibar löste der Zünder beim Einschlag nicht aus und die Rakete wurde so stark beschädigt, dass die Sprengladung nun auf Grund des Druckverhältnisses mehr oder weniger kontrolliert abbrannt.
Nach und nach kam die Brückenbesatzung wieder zu Sinnen und begaben sich wieder an die Arbeit. Der Schreck stand jedem auf der Brücke ins Gesicht geschrieben.

Schadensbericht...
stammelte Jhassa, der immernoch auf den Knien versunken aus dem Fenster starrte, auf seiner Muttersprache Selkatha.
Fragend starrten Ihn die Besatzungsmitglieder an, bis die ebenfalls aus Manaan stammende Selkath-Sensoroffizierin Sub Lieutenant Sileesha auf Basic antwortete.

Schilde bei 40%, zwei direkte Treffer auf der Backboardseite, Schäden in der Hüllenintegrität. Ausfall der Gefechtsplattformen im Frontbereich der Backbordgabel. Wir verlieren Luft und haben mehrere Feuer ausser Kontrolle im Bereich der dortigen Munitionsdepots.

Ausfall von zwei Schweren Turbolasern und Ionenkanonen, dazu Luftverlust und Feuer. Allein die Lokalisierung des Feuers war nicht gerade ideal. Wenn eines der Munitionsdepots auf Grund des Feuers zur Explosion käme, würde dies eine Kettenreaktion verursachen was den Frontbereich erheblich zerstören und andere Bereiche des Schiffs mit Sicherheit schwer beschädigen, wenn nicht sogar komplett ausser Gefecht setzen zu können.
Der Kommandant stand nun vor der Wahl, entsprechenden Bereich evakuieren und hoffen, dass das Feuer kein Depot erreicht um nach abschluss der Evakuierung durch ablassen der Luft ins All dem Feuer dem umfassenden Vakuum auszusetzen oder dieses auf Grund des Risikos sofort zu tun.
Jhassa erhob sich und begutachtete den Schaden auf einem Interface und fasste einen folgenschweren entschluss.

Alle Schotts schließen und verriegeln. Luftschleusen öffnen im Brandbereich öffnen.​

Diese Entscheidung fiel dem jungen Selkath sehr schwer, aber auf Grund der größe des Brandes hätte die Zeit einfach nicht gereicht um den betreffenden Bereich zu evakuieren und jedes weiter hinauszögern hätte mit Sicherheit mehr Opfer gefordert und den unvermeidlichen Tot der dortigen Besatzungsmitglieder nur etwas verzögert.
Der Kommandant starrte auf das Interface welches eine detaillierte Übersicht des betreffenden Bereichs darstellte und schaute mit an, wie nach und nach alle internen Schotts, Versorgungs- und Lüftungsschächte verriegelt und der Bereich abgeschottet wurde.
Jhassa wandte den Blick vom Interface ab und starrte wieder aus dem Fenster.
Während die Verbleibenden Geschütze weiter auf die CRK und den DRD feuerten konnte man an der Front der Backbordgabel kleine Feuerstürme sehen die wenige Sekunden erschienen, dann kleiner wurden und schließlich vollständig erloschen.

Commander.... Feuer aus.

Der Selkath stand nun in einer Situation, auf die man keinen Offizier in der gesammten Akademischen Laufbahn vorbereiten konnte. Zum Wohl des Rest der Besatzung und um größere Schäden, die unter Umständen sogar den Verlust des Schiffs bedeuten konnte, musste er etwa 20 Besatzungsmitglieder opfern.

Die CRK zog sich mittlerweile ebenso schwer beschädigt zurückt in den Schutz eines etwas abseits gelegenden ISD, während der DRD nun vollständig unter Feuer durch die Reliant genommen wurde. Nach einigen Treffer explodierte etwas im Frontbereich des DRD (Iron Hammer). Scheinbar hatte man den Raketenwerfer getroffen und diesen zur Explosion gebracht. Das veranlasste den DRD ebenfalls sich vorerst wieder in die imperiale Formation zurückzuziehen.
Mittlerweilen war auch die republikanische Unterstützung in Sichtweite. Durch das kurzzeitige ablassen der beiden Angreifer hatten die Schildgeneratoren wieder etwas ruhe um die Schildleistung wieder etwas zu normalisieren und die Fear baute sich langsam vor der Reliant auf.

Weisen sie die Jäger an zur verteidigung aufzuschließen, Gamma soll sich für eventuelle Angriffsflüge bereit halten. Bereitmachen zur eventuellen Jägerabwehr.​

Die mittlerweile beschädigte Reliant schloss nun zur Fear und zur Servitor auf. Bei ihrem Anflug zog sie deutliche Rauchschwaden aus den beiden Treffer mit sich mit. Der Blindgänger vor dem Brückenfenster war mittlerweile ausgebrannt und steckte immernoch, fast wie selbstverständlich in seinem Einschussloch. Den beiden anderen Schiffen schien es, zumindest optisch noch gut zu gehen. Die Anspannung der bisherigen Ereignisse und der Schreck des beinahe direkten Brückentreffers stand noch jedem einzelnen auf der Brücke ins Gesicht geschrieben. Selbst der junge Kommandant hatte größte Mühe sich nach den bisherigen Vorfällen noch konzentriert vorzugehen. Immerhin hatte er noch vor wenigen Minuten das Todesurteil für etwa 20 Besatzungsmitglieder gefällt und vollstreckt.

Lieutenant, übermitteln sie der Picon und der Legend of the Republic unseren Status und einen kurze Zusammenfassung


Corellia-System | Orbit um Corellia | Rand des Minenfeld | LTK Reliant| Jhassa, Brückencrew


LTK Reliant (65|80)
 
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Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, E2--->G1, Sane, Gamma-Team, Tomm Lucas, Raiken Skywalker

Als hätte der Jedi-Meister seine Gedanken gehört, fragte dieser nach Informationen oder Befehlen. Sane hatte damit gerechnet, dass die Beiden einen Plan hatten, aber dieser schien wohl nicht zu existieren oder wurde kurzerhand über Bord geworfen. Also holte Sane einen kleinen Holo-Transmitter aus der Tasche und gab ihn zu dem Jedi vor. Sie befanden sich immer noch in einem schmalen Schacht und konnten nicht nebeneinander stehen. Stehen konnten sie hier überhaupt nicht. Also musste er den Transmitter zu Jane geben, diese musste ihren Arm an dem Astromech-Droiden vorbeistrecken um ihn dem Jedi-Meister zu geben. Dieser aktivierte ihn und der Schacht wurde in ein helles blau getaucht. Sie waren noch zu weit vom Ausgang entfernt als dass jemand darauf aufmerksam werden würde.

"Lasst das "Sir" bitte weg, ich kann das nicht leiden. Das Hologramm zeigt die Anlage in die wir eindringen werden. Ein überdurchschnittliches Energiekraftwerk welches den Schutzschild mit Energie versorgt. Geschützt wird dieses Kraftwerk von einer riesigen Mauer, jedoch nicht ansatzweise so beeindruckend wie die, welche Coronet schützt.
Dieser Schacht führt direkt in die unterste Ebene des Kraftwerks. In dem Hologramm ist der Ausgang als grüner Punkt markiert. Das Imperium weis von diesem Schacht, weswegen wir dort auf Soldaten treffen werden.
Der rote Punkt weiter oben ist das Primärziel: Der Energiegenerator. Er ist der Kern des Kraftwerks. Wenn er abgeschaltet oder zerstört wird, ist der Schild deaktiviert. Izzy, unser Technikfreak, hat einen Virus dabei welcher dazu imstande ist.
Das Sekundärziel besteht darin, Chaos zu stiften und ihre Verteidigungsanlagen zu sabotieren. Ich schlage vor, Izzy, ich und Sie drei nehmen den Generator ins Visier, während der Rest meines Trupps das Sekundärziel in angriff nimmt. Würden wir alle zusammen gehen, wäre die Gruppe zu groß und somit zu auffällig."


Sane hielt inne und überlegte. Hatte er etwas vergessen? Er hatte gerade einem Fremden, welcher nicht zu den Bodentruppen gehört und sich auch nicht richtig ausweisen konnte, eine gefährliche Mission erläutert. Würde sich herausstellen, dass das doch keine Jedi waren, wäre Sane in mächtigen Schwierigkeiten. Dann fiel Sane doch noch was ein.

"Mir wäre es lieber, wenn der Droide sich irgendwo verstecken würde. Wir dürfen wirklich nicht auffallen. Wenn Alarm ausgelöst wird... Die Fabrikhalle auf Coruscant wäre dagegen Kindergeburtstag."

Und das war eher noch untertrieben. Wenn sie auffliegen, wäre es fast unmöglich zu verschwinden. Durch den Schacht abzuhauen war ausgeschlossen. Und an einer Flucht nach draußen hinderte früher oder später die Mauer oder die Berge.

Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, E2--->G1, Sane, Gamma-Team, Tomm Lucas, Raiken Skywalker

OP: Ich hoffe, ich hab mich da jetzt nirgends verrant. Ansonsten PN an mich ;)
 
Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, E2--->G1, Raiken Skywalker und Tomm Lucas, Sane und das Gamma-Team

Aufmerksam guckte Tomm sich das Holo an. Kaths Truppe hatte einen ziemlich genauen Plan vom Gelände und von dem, was sie dort erwarten würde. Es war deutlich mehr, als Tomm und sein Schüler als Plan hätten vorweisen können. In Anbetracht der Geschichte, wie sie in diese Mission reingestolpert oder besser -gestürzt waren, war dies kein Wunder. Ein bißchen sorgte sich Tomm um den Virus, der wohl schon fertig mitgeführt wurde. Hatte man in der Anlage auch nur das kleinste Update gefahren, dann konnte dieser sich als nutzlos erweisen. Tomm hatte keine Ahnung, wie gut der IT-Freak der Kommandos war, aber er war sich sicher, daß er hier spätestens mit Unterstützung von T4 den Erfolg erzwingen konnte. Den Droiden hatte der Master Sergeant allerdings gerade angesprochen. Tomm dachte einen kurzen Moment nach.

"Okay, Si... Master Sergeant."

Tomm hatte keine Ahnung, wie Kath angesprochen werden wollte. Vermutlich würde er das auch gleich erfahren.

"Den Astromech können wir am Eingang des Schachtsystems hier verstecken. Brauchen wir ihn, ist der Weg nicht unüberbrückbar weit. Er kann helfen, wenn der Virus aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren sollte oder sich nicht einspielen läßt."

Was die Anspielung auf die Fabrikhalle betraf, beließ Tomm es dabei. Es gab keinen Grund, sich der Gefahr auszusetzen als Angeber zu gelten, wenn er Kath sagte, daß die Fabrikhalle trotz allem ein Kindergeburtstag war, verglichen zu einigen anderen Kämpfen, in welche Tomm verwickelt war. Oder im Vergleich zu dem Massaker in einem Haus hier in Coronet, welches Shiara und Tomm nicht verhindern hatten können. Nie würde er den Anblick des Blutes vergessen, welches einem Strom gleich das Treppenhaus herunterstürzte. Ein Tag, an den Tomm sich alles andere als gerne erinnerte.
Was Tomm aber irgendwie schaffen mußte, war Kath das letzte Mißtrauen zu nehmen. Zwar hatte er ihnen den Plan verraten, aber Tomm fühlte, daß den Master Sergeant noch Zweifel quälten, ob er sie an die richtigen Leute verraten hatte. Leider kannte Tomm selbst niemanden aus der Armee, den er als Referenz nehmen könnte. Andererseits ...


"T4, kommst du von hier aus an die Flottenarchive heran?"

Piepsend verneinte der Droide. Es gab nur Datenmaterial, was der Astromech selbst gespeichert hatte. Es konnte manipuliert sein. Daß es das nicht war, das wußte nur der Astromech und Tomm selbst. Zumindest war es aber ein weiteres Indiz für Kath, daß er der war, für den er sich ausgab.

"Zeige trotzdem die Kartei für die Night Hawks!"

In einem bäulichen Hologramm erschienen die Daten der Staffel vor ihnen. Ganz am Ende gab es einen Eintrag zu Tomm, der als Night Hawk 13 nur sporadisch mitflog und nicht zum Kern der Staffel gehörte. Trotzdem hatte er eine Militär-ID, die er vorweisen konnte.

"Ich weiß, daß die Daten nicht vertrauenswürdig sind aus dem Speicher meines Droiden. Aber ich hoffe, daß sie trotzdem ein Anhaltspunkt sind. Ansonsten war ich bei der Schlacht um Belkadan dabei, bei der Verteigung von Corellia beim Angriff der imperialen Truppen und natürlich auch bei der Verteidigung von Coruscant. Bei letzterer hatte ich allerdings nur Kontakt zu Jedi, nicht zu anderen Bodeneinheiten."

Nach dieser kurzen Erklärung und der Rückgabe des Holoprojektors an den Master Sergeant drehte sich Tomm wieder um und begann, die letzten paar Meter aus dem Schacht heraus zu krabbeln. Die Luft wurde nun immer klarer, immer frischer. Draußen würde hellichter Tag sein, nahm Tomm an. Sein Zeitgefühl hatte er hier unten weitgehend verloren. Entgegen Tomms bisherigen Annahmen würden sie aber nicht irgendwo außerhalb der Kraftwerksmauern herauskommen, sondern direkt im Kraftwerk. Das würde einiges an Problemen sparen.
Auf den letzten Metern zwängte Tomm sich an Raiken vorbei, damit nicht der Junge es war, der den ersten Kontakt zu feindlichen Truppen haben würde. Ein Ausspähen der Umgebung würde nicht möglich sein, nahm Tomm an, da der Schacht laut Holokarte ziemlich direkt und offen endete. Für einen Jedi gab es da zum Glück andere Möglichkeiten. Noch im Verborgenen hielt Tomm an und tastetet mit der Macht hinaus. Er nahm an, daß Raiken dasselbe tun würde, so daß er von ihm eine Bestätigung oder einen Widerspruch erwartete. In unmittelbarer Umgebung konnte er zwölf Präsenzen ausmachen.


"Zwölf Männer in einem Raum, vermutlich Sturmtruppen. Bisher scheinen sie nicht zu aufmerksam zu sein."

Er wußte, daß sich das ändern würde, spätestens wenn er seinen Kopf durch das Loch der Öffnung stecken würde. Sturmtruppen waren nicht zu unterschätzen. Es gab keine Möglichkeit, unbemerkt aus dem Schacht zu kommen. Er warf einen Blick zu Kath, aber von ihm aus kamen keine anderen Anweisungen. Kurz klopfte er Raiken aufmunternd auf die Schulter, dann wandte er sich wieder nach vorn zum Ausgang.

"Möge die Macht mit uns sein!"

Tomm tastete weiter nach den Präsenzen, während er mit der Linken sein Lichtschwert griff. Dann sprang er förmlich aus dem Schacht in Richtung einer einzelnen Präsenz. Es war tatsächlich ein Sturmtruppler, den Tomm mit dem Lichtschwert niederstreckte. Tomm hätte gern darauf verzichtet, aber es gab keine Alternative hier unten. Mit dem Rücken zum Schachtausgang gab er den anderen Schutz vor dem aufflackernden Blasterfeuer. An die vorhandenen Nottaster würde Tomm keinen der Imperialen lassen, das konnte er sicherstellen. Anders sah es aus, wenn die Imps eine Möglichkeit hatten, den Alarm über ihre internen Komms auszulösen.

Kraftwerk der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, Sektor G1, Raiken Skywalker und Tomm Lucas, Sane und das Gamma-Team
 
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Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, E2--->G1, Raiken Skywalker und Tomm Lucas, Sane und das Gamma-Team

Raiken hörte aufmerksam zu ,wärend er versuchte sich alles zu merken um ja keinen Fehler zu machen. Dies war eine ganz besondere Situation. Wenn er oder die Anderen etwas falsch machen würden, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis ihre Mission scheitern würde. Und dies würde möglicherweise jedem von ihnen , das Leben kosten. Erst jetzt wurde ihm so richtig bewusst, wie schwer es sein würde dieses Unterfangen ohne Verletzungen , überstehen zu können. Er rechnete schon mit heftigem Widerstand.

Als Tomm sich an ihm vorbei bewegte, konnte er sein Vorhaben schon erahnen. Er wollte es vermeiden, dass er zuerst auf feindlichen Widerstand treffen würde.

Raiken tastete mit der Macht hinaus und konnte zwölf Präsenzen erfassen. Irgendwie hatte er ein sehr seltsames Gefühl. Diese Personen waren ihre Feinde und diese würden sie erbarmungslos über den Haufen schießen. Auch wenn er, nicht vorhatte andere Lebewesen zu verletzen, blieb ihm nichts anderes übrig, als dies zu tun. Denn diese würden nicht zögern ihn zu töten.

Sie erreichten das Ende des Schachtes.

Tomm klopfte ihm auf die Schulter. Raiken nickte ihm wortlos zu. Seine Kehle war regelrecht zugeschnürt. Er brachte kein einzige Wort heraus.

"Möge die Macht mit uns sein!"

Tomm sprang aus ihrem Versteck und streckte einen Sturmtruppler nieder. Es war das erste mal, dass Raiken einen Soldaten des Imperiums leibhaftig vor sich sah. Bisher kannte er deren Aussehen nur von Bildern.

Mit seinem Lichtschwert, schütze Tomm alle vor den Blasterfeuern, die ungebändigt in ihre Richtung zogen. Ein Schuss schlug direkt neben Raiken in die Wand des Schachtes ein. Funken und Teile des Gesteins, flogen ihm in diesem Moment um die Ohren.

Raiken nahm seinen ganzen Mut zusammen, packte das Lichtschwert, aktivierte es und sprang aus dem Schacht.

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Sechster Tag der Bodenoffensive (Abend)

[Corellia-System :: Corellia :: Coronet :: Zentrum (Planquadrat G8, Rand zu H7) :: Unterführung :: Bleys Hamner, Moff Wessiri, dessen Familie, Captain Mile Toral und Leibgardisten]

„Gesichert“, raunte eine raue Männerstimme über die genutzte Frequenz.

In der Tonlage konnte man die Professionalität, das Pflichtbewusstsein und die Wachsamkeit hören, die Sergeant John S. Smith in diesem Einsatz an den Tag legte – und so das Vorbild für so manchen jungen Leibgardisten des Moffs sein konnte. Ohne irgendwelche Widerworte hatte der Unteroffizier Hamners geäußerten Vorschlag angenommen, dass sein dezimierter, aber geübter Trupp, das „Noble Squad“, die gefährliche Vorhut übernehmen würde. Gleichzeitig würde dafür ein Teil der Leibgarde die Nachhut übernehmen. Mit dieser Aufteilung wollte man Moff Wessiri, dessen Familie und einen Flottenoffizier (Captain Mile Toral) zu Coronets Militärhafen bringen. Denn dort – so die geheimen Informationen der hiesigen Militärführung – sollte eine Fluchtmöglichkeit auf sie warten.

Kurzzeitig hielt der corellianische Veteran, Bley Hamner, den Atem an, lugte rasch um die Ecke und spähte flüchtig in einen verwaisten Straßenzug. Seitdem die angreifenden Streitkräfte der Rebellen mit dem endgültigen Sturm auf Corellias planetare Hauptstadt begonnen hatten, hatten sich fast alle Bürger der Stadt in Sicherheit gebracht. So hatten alle öffentlichen Bunker binnen einer Stunde ihr Limit erreicht. Ebenso sollte angeblich ein Teil der Bevölkerung in die Kanalisation geflüchtet sein, um den ziellosen Angriffen zu entgehen. Personen, die sich also in dieser Situation auf den Straßen bewegten (und keine imperialen Soldaten waren), waren eine kuriose Ausnahme. Aus diesem Grund suchten die paar Mitglieder von „Noble“ äußerst routiniert die Fensterzeilen mit den Zielfernrohren ihrer schussbereiten Gewehre ab. Schließlich konnten überall Heckenschützen, „Freiheitskämpfer“ oder anderes Gesindel auf den Moff lauern.

Nachdem sich Hamner vergewissert hatte, zog er den Kopf zurück und blickte zu seinen wartenden Männern sowie den verängstigten Schützlingen.
„Sir, Sie laufen als erstes zu dem silbernen Gleiter, der in etwa fünfzig Metern steht. Alder, Sie begleiten den Moff.“

„Und was ist mit meiner Frau und meiner Tochter?“, fragte Orrell Wessiri und sah besorgt zu seiner kleinen Familie.

Die Miene des kampferprobten Corellianer blieb hart.
„Sir, sie werden Ihnen in einer zweiten Welle folgen. Um keine großen Ziele abzugeben, müssen Sie sich aber kurz von ihnen trennen. Wir wollen diesen Kriminellen keine Chance auf einen erfolgreichen Angriff geben.“

Eisern ignorierte Hamner das leise Schluchzen von Wessiris Tochter. Das fünfjährige Mädchen war mit der gesamten Situation selbstverständlich überfordert. Höchstwahrscheinlich würde sie nach der erfolgreichen Flucht sogar einen Psychologen brauchen, um alles zu verarbeiten. Jedoch durfte der altgediente Mann in diesem Moment kein Mitleid für die Kleine empfinden. Schließlich hatte er das Überleben der ganzen Familie im Sinn – und da durfte er sich nicht ablenken lassen. Zögerlich ließ sich der Moff auf den Plan ein, nachdem ihm Hamner versichert hatte, dass er die Tochter begleiten würde. Liebevoll gab der Moff seiner Tochter einen Kuss auf die Stirn, dann stürmte er gemeinsam mit dem Gardisten Alder aus der Deckung. Schweigend verfolgte der Anführer der Leibgarde ihren Sprint zum Gleiter. Laut, sehr laut klopfte sein Herz bei jedem Schritt. Dann – ohne Vorkommnisse – hatten sie es geschafft. Sie hatten ihre neue Deckung erreicht.

Innerlich atmete Hamner auf. Zwar kamen sie – im Vergleich zur Verschiebung der Frontlinie – nur sehr langsam voran, dafür hatten sie aber seit ihrem Aufbruch keine weiteren Verluste zu beklagen.
Jixton, Horn. Sie sind die nächsten. Suchen Sie in einem nahen Häusereingang auf der linken Seite Zuflucht. … Malo, Rendar. Sie übernehmen die rechte Seite. Halten Sie Ihre Blaster bereit...“

Die vier Soldaten nickten ihrem Kommandanten zu, dann rannten die ersten beiden Männer aus der Deckung. Schnell überquerten sie die Straße, passierten ein Speedbike und pressten sich dann gegen die raue Häuserwand. Danach tasteten sie sich behutsam zu einem Eingang vor. Rauschend erklang Smiths flüsternde Stimme über das aktive Funkgerät. Hatte der Truppführer gerade einen flüchtigen Schatten in einem der unzähligen Fenster gesehen? Hamner lugte erneut um die Ecke. Musterte den Straßenzug. Herzklopfen. Nichts regte sich. Irgendwo in der Ferne dröhnten Kampfgeräusche. Nach seinem groben Kalkulieren müssten die Rebellen inzwischen die Peripherie der Stadt eingenommen haben. Somit mussten sich die Flüchtigen beeilen. Risiko? Hatten sie eine andere Wahl? Sein Blick fiel auf die beiden Gardisten, die als nächstes die sichere Unterführung verlassen würden. In beiden Gesichtern sah er Entschlossenheit, corellianische Entschlossenheit. Noch einmal nickten sie ihrem Kommandanten zu, dann rannten sie ebenfalls.

Keine Sekunde ließ er seine rennenden Männer aus den Augen. Sicher erreichten sie ihre Deckung. Per Handzeichen verständigten sie sich mit dem anderen Team sowie Alder. Man teilte sich bei der Überwachung der Umgebung auf.
„Die Kleine und ich werden als nächstes auf die Straße gehen. … Danach sichert uns ein Team meiner Männer. Captain Toral, Mrs. Wessiri. Sie sind im Anschluss an der Reihe. Gehen Sie zu dem Gleiter, wo der Moff wartet. Sie werden von der Nachhut gesichert.“

Nun stieg das Adrenalin in die Höhe. Behutsam nahm Hamner die kleine Wessiri auf den Arm. Nur so konnten sie schnell zu einer Deckung gelangen. Ihr Schluchzen drang unweigerlich an sein Ohr als sie instinktiv ihr Gesicht in seiner Schulter vergrub. Mrs. Wessiri hatte glitzernde Tränen in den besorgt blickenden Augen, aber hatten sie eine andere Wahl? Sollte das Mädchen Opfer der Willkür der Rebellen werden? Der alte Corellianer machte einen Schritt auf die Straße zu. Außer dem Wind – und dem Donnern in der Ferne – konnte man nichts hören. Angespannt blickte Hamner zu seinem kauernden Vorgesetzten. Zwar erschien ihm diese Flucht wie ein Déjà-vu, aber „jung“ fühlte er sich deshalb nicht sofort. Eher machte sich das Alter in diesem Augenblick noch mehr bemerkbar. Noch einmal atmete der Veteran tief ein und wieder aus. Dann verließ er die Deckung. Schritt für Schritt – mehr humpelnd als rennend – wagte er sich auf die leere Straße. Schon nach ein paar Metern hörte er sich selbst keuchen. 'Ein Armutszeugnis...'

Plötzlich ertönte ein Schuss. Unweigerlich klappte der Anführer der Leibgarde zusammen. Weitere Schüsse waren zu hören. Ebenso ein ängstliches Kreischen. Geistesgegenwärtig rollte sich der alte Corellianer über das junge Mädchen. Aus dem Augenwinkel konnte er gerade noch sehen wie Alder den Moff unsanft packte und wieder zurück an die Deckung zog. Sekunden verstrichen auf einmal wie scheinbar endlose Stunden. Hamner biss die Zähne zusammen als der Schmerz stärker wurde. Erste Lücken traten in seinem Bewusstsein auf. Dadurch verlor er das Zeitgefühl noch mehr. Sollte er jemals später einem Freund davon berichten, könnte er nicht mehr sagen wie lange er am Boden lag und wie lange der Schusswechsel letztendlich gedauert hatte. Denn erst als eine Hand behutsam seine Schulter berührte und ihn zur Seite rollte, konnte Hamner einen klaren Gedanken fassen. Eine hübsche Soldatin (Private First Class Jade Lee) blickte ihm ins Gesicht.

Unter aufkommenden Schmerzen krächzte der Corellianer:
„Schauen Sie erst nach dem Mädchen!“

„Ihr geht es gut, Sir“, erwiderte die Sanitäterin ruhig. „Diese dreckigen Kath-Hunde der 'Forces of Hope' haben sie nicht erwischt, Sir. … Dafür aber Sie.“

Bloß für einen Herzschlag gestattete sich Hamner ein Lächeln. „Das ist mein Job.“

[Corellia-System :: Corellia :: Coronet :: Zentrum (Planquadrat G8, Rand zu H7) :: Straße :: Bleys Hamner, Moff Wessiri, dessen Familie, Captain Mile Toral, „Noble“ und Leibgardisten]

written by
Aiden Thiuro
 
Kabelschächte der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, G1, Sane, Gamma-Team, Tomm Lucas, Raiken Skywalker

"Sane reicht völlig." Er hatte diesen Satz schon oft gesagt. Auf seinen Nachnamen war er nicht stolz und seinen Spitznamen "Doc" fand er etwas albern. Er war ja nichtmal ein Doktor. Er könnte mit seiner aktuellen Ausbildung nur als Hilfsarzt tätig sein. Und das nur in einem Militärkrankenhaus. Wenn die Zeit reif war, würde er sich an einem richtigen Medizinstudium probieren. Sane hatte auf der Privatschule immer gute Noten gehabt, was natürlich auf die strenge Erziehung seines Vaters zurückzuführen ist. Zumindest glaubte er das. Würde sein Vater ihn so sehen, würde dieser Sane vermutlich ohne mit der Wimper zu zucken erschießen.

Lucas zeigte ihm außerdem noch ein gespeichertes Dokument aus militärischen Archiven, in welchen tatsächlich sein Name aufgeführt war. Sane hatte das nicht gewusst, dass es Jedi gab, die als Piloten in der Flotte gedient haben. Ob es dann auch Jedi gab, welche bei den Bodentruppen waren? Aber davon hätte er eigentlich hören müssen. Jedenfalls arbeitete der Jedi hartnäckig daran seine Identität gegenüber Sane zu bestätigen.
Sane nickte kommentarlos und der Trupp kroch weiter. Nur noch wenige Meter, dann hatten sie ihr Ziel erreicht. Kurz vor dem Ausgang des Schachtes stoppte die Gruppe wieder. Der Jedi-Meister zwängte sich an seinem Schüler vorbei, meldete kurz, dass im nächsten Raum zwölf Präsenzen waren und sprang plötzlich mit zischendem Lichtschwert aus dem Schacht, gefolgt von seinem Schüler. Sane war überrascht wie schnell das alles ging. Er hatte sich eigentlich einen Plan mit EMP-Granaten zurechtgelegt, welche die Kommunikation und die Waffen der Soldaten ausschalten würde. So hätten sie die Gegner leise eliminieren können. Einen offenen Kampf wollte er jetzt eigentlich noch nicht. Aber dafür war es zu spät. Sane musste reagieren.


"Adjudicator Projektilpistole und Wurfmesser. Das muss schnell und leise beendet werden! Los, los, los!"

Hastig zwängte sich Jane an dem Droiden vorbei und stürmte ins freie. Sane folgte ihr. Blasterschüsse waren zu hören.
Der Raum war nicht besonders groß. Er schien lediglich ein Vorraum zu sein. Allerdings hatten die Sturmtruppen einen E-Web am anderen Ende des Raumes aufgestellt. Würde diese Waffe losfeuern, hatten sie ein ernsthaftes Problem. Vom Lärm ganz zu schweigen.
Sane stürzte an Lucas vorbei, welcher den Schachteingang vor dem Blasterfeuer der Sturmtruppen verteidigte. Mit der Projektilpistole legte er auf den Sturmtruppler an, welcher in die Richtung des E-Webs hastete. Die Adjudicator war eine kleine Waffe. Gegen Rüstung konnte sie kaum etwas ausrichten. Dafür war sie leise und handlich. Sane schoss zwei mal. Schon der erste Schuss traf den Sturmtruppler zwischen Helm und Brustpanzerung. Er ging zu Boden und blieb reglos liegen. Bis der letzte Soldat des Gamma-Trupps den Schacht verlassen hatte war es vorbei.


"Welchen Teil von "unauffällig" habt Ihr nicht verstanden?", raunte Sane dem Jedi zu und lief zu dem letzten Sturmtruppler, welcher sich noch auf dem Boden mit Schmerzen hin und her warf. Sane zückte sein Datapad, bückte sich zu diesem herunter und nahm ihm den Helm ab. Das Gesicht des Mannes war vor Schmerzen und Furcht verzerrt. Er hatte dunkle Haare, welche im Ansatz leicht ergraut waren. Außerdem hatte er sich schon ein paar Tage lang nicht rasiert. Sane hielt ihm den Mund zu und zog das Messer aus seinem Körper, welches auf Bauchhöhe die Rüstung durchdrungen hatte. Der Mann zuckte zusammen.

"Wenn Sie in Ihr Comlink sagen, dass hier unten alles okay ist überleben Sie."

"Ich sag gar nichts, Rebellenabschaum. Die kommen gleich und schießen euch Bastarde in Stücke." Um das gesagte zu Untermauern spuckte er Sane ins Gesicht. Oder besser gesagt auf den Helm.

"Das dachte ich mir schon.", sagte Sane und drückte auf seinem Datapad auf "Aufnahme stoppen" und danach auf "Stimme synchronisieren". Er tippte den Text "Alles okay, braucht nicht kommen, falscher Alarm" ein und bestätigte. Ein Ladebalken erschien auf dem Bildschirm.

"Was machst du da, Bantha*****?", fragte der Sturmtruppler. Sane nahm daraufhin seine Projektilpistole und zog sie dem Verletzten über den Schädel. Dieser erschlaffte Augenblicklich. Dann griff Sane nach dem Sturmtruppenhelm und verband sein Datapad mit dem internen Comlink.


Kraftwerk der Coronet-Energieversorgungsgesellschaft, G1, Sane, Gamma-Team, Tomm Lucas, Raiken Skywalker
 
[correlia- Smuggler Fear-Brücke]Nachus und crew
Es schien als würde das Blatt sich wenden, zumindest ein wenig.
Die Reliant begann ihren Angriff und gleichzeitig wurde den Schiffen Unterstützung zu gesagt. Ein Mc40 und ein ISD. E schien besser zu werden.
Nachus lockerte ein wenig den Griff von seinem Sitz und erhob sich.
Er betrachtete wieder das Holo. Er versuchte bei den sich überlappenden und ständig veränderten Anzeigen, einen Überblick zu behalten.
Die Smuggler Fear folgte weiterhin der Servitor, die scheinbar in einem Anflug überraschenden Leichtsinns mitten in die Imperalen reinfliegen wollte.
Rufen sie die Servitor. Anbar nickte. Nachus hörte kurz ein frequenzales Knacken und dann eine weibliche stimme. Fear, was gibt es?
Entschuldigen sie was haben sie vor? Schweigen, unterbrochen von Atemgeräuschen.
Auf dem Holo veränderte sich eine Anzeige. Die Servitor hatte ihre Jäger gestartet. A-wings, H- wings und Headhunter. Eine schlechte Mischung.
„Noch einmal was tun sie?“ Nachus geriet langsam in Rage.
Wir werden versuchen eine Endor Taktik durchzuführen.
Nachus wusste was da war. Das Ziel dieses Angriffs war es dem Gegner glauben von einer Überlegenheit zumachen die nicht existierte, durch scheinbar unüberlegtes handeln. So was wirkte unter Frachtern, aber hier? Nachus schüttelte den Kopf. Ihm war sehr unwohl bei dieser Sache.
Das wird nicht funktionieren, kommen sie zurück. Er wurde geflissentlich überhört.
Maschinen stopp! Feuer auf die leichten Fregatten richten. Doron ? haben wir irgdneine Möglichkeit die Servitor aufzuhalten?
Der Duro schüttelte langsam den Kopf.
Verdammt! Nachus schlug auf das Geländer.
Er starrte aus dem Fenster. Die Servitor glitt auf ihren Selbstmord zu. Und er konnte nichts tun.
Ähm.. sir. Nachus wandte sich um seine Sensoroffizierin sah ihn an. Torpedos!
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Es war nicht nach Sanes Geschmack, was Tomm hier begonnen hatte. Der Jedi machte sich da recht wenig draus. Es war effektiv, es war schnell gewesen und es war auch nicht so laut, daß das ganze Kraftwerk nun Bescheid wußte. So beantwortete er die wütend zugeraunte Frage auch nicht. Tomm hatte die Blasterschüsse der Imperialen so vom Schachtdeckel abgelenkt, daß nicht nur der Kommandotrupp da gefahrlos aussteigen konnte, sondern daß auch der Weg zu einer ziemlich eindrucksvollen Waffe, welche E-Web genannt wurde versperrt war.
Tomm hatte mit der Macht hinausgegriffen, um die weitere Umgebung zu scannen außerhalb des Raumes. Nichts war zu bemerken. Währenddessen hatte sich Sane einem Sturmtruppler zugewandt, den er versuchte zu überzeugen, die Lage hier unten klar zu melden. Es gelang ihm nicht und während Tomm beobachtete, wie der Master Sergeant das ganze technisch löste, nachdem er dem Sturmtruppler die Waffe über den Schädel gezimmert hatte, raunte er ihm nur zu:


"Das mache besser ich beim nächsten Mal, das geht schneller und ist sicherer."

Es wäre nicht das erste Mal, daß eine synthetische Stimmaufnahme auffliegt bei derartigen Operationen. Als Jedi hatte man da andere Mittel und Wege. Tomm nahm an, daß es der Macht gegenüber tragbar war, diese dunkel angehauchte Technik zu verwenden. Es wäre genauso gegen den Willen des Sturmtrupplers gegangen, aber dafür weniger schmerzhaft gewesen.
Es gingen zwei Türen von dem kleinen Raum ab. Hinter beiden konnte Tomm keine Präsenzen ausmachen. Er war sich aber dafür ziemlich sicher. daß der Schacht hier unten nicht nur durch ein paar weiße Plastiksoldaten geschützt war, sondern auch technisch. Von Sane waren noch keine weiteren Anweisungen gekommen. Tomm überlegte kurz, ob er es riskieren konnte, das Zepter zu übernehmen, verwarf den Gedanken daran aber sofort. Er holte sich nochmal den Holoplan in seine Gedanken zurück, dann sprang er in ein, zwei schnellen Sätzen an eine der beiden Türen, an der Wand neben der Tür Deckung einnehmend. Mit einer knappen Geste gab er Raiken zu erkennen, daß dieser sich auf die andere Seite stellen sollte. Sobald Sanes Leute die Tür öffneten, konnten sie ihnen so Deckung geben.


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Als Raiken den Schacht verlassen hatte, sah er seinem Meister zu , wie er die Schüsse des Imperiums mit seinem Lichtschwert abwehrte. Er selber stürmte in die selbe Richtung und versuchte ebenfalls so viele Schüsse wie möglich abzuwehren. Anfangs musste er sich sehr anstrengen, doch dann verließ er sich auf seine Reflexe und auf seinen Instinkt. Mit der Macht als Verbündeten , gelang ihm dies sogar sehr gut. Doch noch bevor sich die Lage etwas entspannt hatte, streifte ein letzter Schuss seine Schulter. Es war nur ein kleiner Kratzer. Doch es hätte ihn auch schlimmer erwischen können. Er musste einfach noch mehr auf seine nähere Umgebung acht geben. Diesen Streifschuss ignorierte er in diesem Moment. Das Arenalin in seinem Körper hatte seinen Zweck erfüllt.

Dann sah er Sane zu, wie er einem Sturmtruppler den Helm abnahm. Dieses Gesicht hatte er schon einmal gesehen. Nein das konnte nicht sein. Warum war er ein Soldat des Imperiums? Vielleicht war es auch nur ein Trugbild seines Geistes. Doch als der Sturmstruppler "Bantha ******" sagte, wusste Raiken, dass es sich wirklich um diese ihm bekannte Person handeln musste. Er bemerkte die Absichten von Sane und wollte noch dazwischen gehen.

"Nein! Wartet bitte einen Augenblick."

Doch da war es schon zu spät. Diese Person wurde bewusstlos geschlagen.

Das er diese Person kannte, behielt er erst einmal für sich.

Dann gab Tomm ihm ein Zeichen. Er zögerte nicht lange und nahm seinen Platz an der zweiten Tür ein. Auch er spürte im nächsten Raum keine Präsenzen.


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