Coruscant

- Coruscant - Orbit von Coruscant - "Intimidator" - Hangar 4 - alle Piloten der 152., Techniker, Flottenadmiral de Vries, Commodore Vivant, neue Piloten -

Nach der langen Ansprache des kommandierenden Offiziers dieses Supersternzerstörers trafen nun die neuen Piloten ein. Zwei Plätze waren in dieser Staffel noch frei und in gewisser Weise war sogar Aiden gespannt, wer die Neuen sein werden. Als erstes näherte sich ein hellbläuliches, menschenähnliches Wesen der Gruppe. Es war nicht schwer zu wissen, dass es sich in diesem Fall um einen Chiss handelte. Aiden selbst hatte diese Rasse lange Zeit studiert, um sich ihrer Logik anzugleichen. 'Noch sind sie einen Tick besser als ich, aber ich habe ja noch Zeit', gestand er sich ein.

Der Chiss und Commander Sez unterhielten sich kurz. Der Name des Chiss war schwer auszusprechen und hatte an mehreren Stellen seine Tücken. Somit beließ es Aiden vorerst bei "Der blaue Pilot". Bestimmt würde er später den Namen in Ruhe üben. Trotzdem war er irgendwie fasziniert von dem Chiss. Fast keine menschlichen Regungen besaß dieser Kerl. Wie in Stein gemeiselt war das Gesicht. Er würde diesen Piloten nicht unterschätzen. 'Die anderen haben diesen Fehler bei mir gemacht, aber ich bin etwas schlauer. Man sieht ihm sein Können an.'

Kurz nach dem Gespräch zwischen dem Chiss und Sez kam auch schon der zweite Kandidat. Besser gesagt, Kandidatin. Sie wirkte etwas verrückt und Aiden fragte sich einen Moment, ob er gerade in einem Rebellenhaufen gelandet wäre. Überall hatte sie Piercings und ihre Haare waren mehrfarbig. Aiden unterdrückte eine Änderung seiner Mimik. 'Wenn sie einen Helm auf hat, könnte sie mir vielleicht sogar symphatisch sein', dachte er böse unterdrückte aber auch ein unangepasstes Lächeln.

Nachdem sich die beiden neuen Piloten vorgestellt hatten folgte wieder ein kleiner förmlicher Teil. Wie es schien bekamen die Wölfe nette Einzelzimmer und lebten Tür an Tür auf einem Korridor. Auch die Aufteilung war recht interessant. Aiden flog noch immer mit John Bennett zusammen. Außerdem war er nun der dritte Rottenführer. 'Nicht schlecht, endlich kommt mal etwas Bewegung in die Sache.'

Danach wurden sie entlassen. Sofort machte sich die Gruppe auf dem Weg zu den Quartieren. Jeder war gespannt, wie die Einzelzimmer aussahen. In seinem Hinterkopf machte Aiden schon ein paar Pläne für den Rest des Tages. Vielleicht würde er sich mal wieder etwas sportlich betätigen, falls dies auf dem Supersternzerstörer möglich war.


- Coruscant - Orbit von Coruscant - "Intimidator" - Korridore - auf dem Weg zu den Quartieren - mit dem Rest der Wölfe -
 
- Coruscant - City - Café - Mit Julen -

Zum Glück nahm Julen Chesaras Angebot - wenn auch nach kurzem Zögern - an. Andernfalls hätte Chesara sich etwas anderes ausdenken müssen, um noch ein wenig Zeit mit ihm zu verbringen, damit sie ihm in einem günstigen - und unbeobachteten Augenblick - sagen konnte, dass sie eine Jedi war und dass er auch einer werden konnte.

Wir werden nicht lange brauchen.

Sagte Chesara und erhob sich, nachdem sie bezahlt hatten.

Wir müssen nur ein paar Einkäufe machen und begeben uns danach direkt zu den unteren Ebenen. Dort geben wir die Sachen an die Hilfsbedürftigen und verschwinden wieder.

Es war nichts weiter dabei, doch ohne ihren Lastendroiden brauchte Chesara Julens Hilfe tatsächlich. Also traten sie gemeinsam aus dem Café heraus und Chesara konnte nicht umhin sich umzusehen, ob vielleicht einer von les Grays Leibwächtern irgendwo herum stand, um sie zu observieren. Doch sie konnte niemanden entdecken - was indes auch nichts bedeuten musste. Was sollte sie in dieser Angelegenheit nur weiter unternehmen? In den letzten Minuten hatte sie es tatsächlich geschafft, ihre Gedanken von diesem Problem fort zu lenken. Dafür hatte die Entdeckung, dass Julen machtsensitiv war, gesorgt.
Sie nahmen ein öffentliches Verkehrsmittel - kein Robotaxi, sondern ein günstigeres Beförderungsfahrzeug für mehrere Personen, um den Großteil des Weges zurück zu legen. Dann erledigten sie die Einkäufe in einem günstigen Supermarkt und Julen hatte in der Tat einige Tüten zu tragen (natürlich half Chesara ebenso), aber dem Jungen schien das nichts auszumachen. Er war kräftig und wirkte es gewohnt, anzupacken. Mit dem Turbolift fuhren sie einige Ebenen nach unten und als sie dort angekommen waren, wo Chesara hin wollte, wurde die Gegend schon zusehens schlechter. Immer mehr Gestank, Abfall und schmutzige Pfützen sammelten sich zu ihren Füßen. Die Gegend war leblos und trostlos, nur hier und da hörte man das Geschrei von Kindern oder andere undefinierbare Geräusche. Schließlich gelangten sie zu der Gasse, die einen besonders schlechten Eindruck machte und wieder hatte Chesara das Gefühl, von allen Seiten beobachtet zu werden, auch wenn man kaum jemanden sehen konnte. Sie standen hinter den schmutzigen Fenstern und in den dunklen Höhlen, in denen sie hausten. Ohne zu zögern ging Chesara an die gleiche Stelle, wo sie auch am vorigen Tag ihre Einkäufe abgelegt hatte - von denen war nichts mehr zu sehen. Natürlich nicht. So stolz die alte Frau, mit der Chesara kurz gesprochen hatte, auch getan haben mochte, sie hatten alle Hilfe nötig.


Hier kannst du die Tüten abstellen.

Sagte Chesara leise zu Julen ohne sich umzusehen.

Das war's. Wir können wieder gehen.

Dann wandten sie sich wieder um und verließen die Gasse. Eine Weile legten sie ihren Weg zurück, bis Chesara irgendwann stehen blieb und Julen ansah.

Ist es nicht furchtbar, wie diese Leute leben müssen?

Fragte sie ihn.

Ich wünschte, man könnte mehr für sie tun. Vielleicht gelingt es mir mit der Zeit, ihr Vertrauen zu gewinnen.

- Coruscant - Untere Ebenen - Slums - Julen -
 
Orbit von Coruscant - SSD Intimidator - Hanger - Flottenadmiral de Vries + Mitläufer, Commander Sez und WolveSquad

Neue Staffelkollegen? Wäre Sargeras nicht so gut ausgebildet worden, wären seine Augen zu Schlitzen geworden. Mit solch einem Haufen Menschen soll ich fliegen, dachte er. Hoffentlich sind sie disziplinierter als meine alte Staffel. Die Augen des Chiss waren auf Sez gerichtet und während jedes Wort analysiert wurde, kramte er auch gleichzeitig nach etwas in seinem Gedächtnis. 152...152...WolveSquad...nun, der Name sagte ihm nichts, doch die Zahl...
Für sein Zeitgefühl verging viel zu viel Zeit bis er endlich darauf kam, welche Staffel diesen Kennnummer trug. Doch das konnte nicht sein, denn diese Staffel hier hieß Wolve, nicht Falcon. Oder hatte man den Namen geändert? Möglich, doch kam es nicht wirklich oft vor das der Name einer Staffel geändert wurde. Irrelevant, rief er sich selbst zur Ruhe.
Es brachte nichts darüber nachzudenken, wieso weshalb warum sie nun so hießen. Wichtiger war nur die Tatsache, das er jetzt mit ihnen flog.
Selbstverständlich war er sich seiner Leistungen wohl bewusst, doch wunderte es ihn dennoch, das er und nicht Zaadal - der andere Chiss aus seiner ehemaligen Staffel - gewählt wurde, der ja eigentlich besser war als er. Doch noch bevor er sich weiter darüber Gedanken machen konnte, redete der Commander weiter und Sargeras bekam weitere Informationen über die er nachzudenken hatte.
Sie würden also auf der Intimidator bleiben, sicherlich ein Vorteil für ihn weil er so nicht von den anderen Chiss getrennt wurde, mit denen er sich gut verstand. Sollte sich diese Staffel - egal welchen Ruf sie auch hatte - für ihn als ungeeignet herausstellen, konnte er sich ja immer noch mit den anderen Chiss unterhalten und wenigstens dort ein wenig Nivau finden.

Es ging weiter. Sez führte sie nun mit freundlichen Worten und ebenso freundlichen Gesten zu den anderen Staffelmitgliedern, die sie schon neugierig musterten. Sargeras kam sich fast wie auf einem huttischen Sklavenmarkt vor, als wäre er nichts weiter als eine Twi?lek Sklavin. Doch im Gegenzug musterte er sie auch und das eindringlich.
Das Sez seinen Namen sogar aussprechen konnte, erstaunte ihn anfangs, ließ ihn dann aber wieder kalt. Es stimmte zwar, das die meisten Spezies Schwierigkeiten mit den Namen - den vollständigen Namen - der Chiss hatten, doch war es auch nicht so ungewöhnlich das es doch mal einer konnte.

Während der gut gelaunte Mensch weiter redete und redete, dachte Sargeras endlich mal an das, was ihn eigentlich zu stören hatte und das tat es nun auch. Sie! Sie war in seiner Staffel. Sie, die in einem Drogenloch tief unten auf Coruscants Oberfläche gehörte und nicht auf einen Supersternzerstörer. Sie, die es nicht wert war das man für sie eine Uniform anfertigte, einen Jäger bereit stellte und Nahrung verschwendete. Sie! Sein dämonischer Blick fiel auf Kyra und hätten Blicke Dinge tun können, die sich die betreffenden wünschten, wäre sie wie eine überreife Frucht zerplatzt und der halbe Hanger wäre explodiert um ihre verseuchten Überreste ins All zu schleudern. Könnten Blicke so etwas.
Da sie so etwas aber nicht konnten, würde er wohl mit ihr auskommen müssen. Und dieses Wissen, sich nicht mit ihr streiten zu können weil es ja durchaus den Tod bedeuten könnte wenn man es während einer Schlacht tut, ärgerte ihn noch mehr als die Tatsache, das er sie wohl für den Rest seines Pilotenlebens ertragen musste. Innerlich grummelnd, zuckte er kaum merklich mit den Schultern.
So lange ich nicht direkt mit ihr zusammen fliegen muss...

Sargeras hörte wieder genau hin und bekam so noch die Staffelaufstellung mit. Commander Sez...ja... Kyra Tey...aha...........was? Sollte das ein schlechter Scherz sein? Der Chiss sah den Commander an, der ohne sich etwas anmerken zu lassen weiter redete, als wäre es das normalste von der Welt Sargeras mit so etwas zusammen zu tun und dann auch noch unter seinem direkten Kommando als Staffel- und Rottenführer. Da imperiale Offiziere leider nur selten scherzten, musste Sargeras es akzeptieren das er es ernst meinte. Er musste es, aber konnte es einfach nicht. Er wollte es nicht. Nicht mit der! Aber was konnte er schon groß tun? Sollte er sich jetzt vor dem Admiral bei Sez beschweren? Unmöglich. Und außerdem war es nicht seine Art sich vor etwas zu drücken, egal wie schlimm es auch wurde. Aber es war genau so wenig seine Art, das er mit verkleideten Junkies flog, die meinten Piloten sein zu wollen.
Das würde in einen inneren Konflikt ausarten, den er jetzt gar nicht gebrauchen konnte. Jetzt musste er sich erst einmal an die neue Staffel gewöhnen und...an die TIE Defender.

Das er sie nicht bemerkt hatte, als er hinein gekommen war, war offensichtlich der Routine zu verdanken. Er hatte sie zwar im Augenwinkel gesehen, sie aber für irgend welche TIE Interceptor gehalten und daher nicht wirklich beachtete. Doch jetzt sah er diese Meisterwerke der Ingenieurskunst und verspürte so etwas wie Vorfreude. Da er in seiner alten Staffel nur selten mit den Menschen geredet hatte, hatte er sich viel über die Jäger des Imperiums informiert und wusste daher alles über diesen TIE Defender. Leistungsstarke Schutzschilde, Hyperraumantrieb, Laserkanonen, Ionenkanonen, Protonentorpedowerfer bzw Raketenwerfer und und und. Wenn man glauben konnte was über diesen Jäger gesagt wurde, so konnte er es mit jedem Jäger der Republik aufnehmen. Alle Schwächen der älteren TIE Modelle waren beseitigt worden. Sogar den Klauenjäger waren sie überlegen, dem bisherigen Stolz von Sargeras.

Es war Zeit sich wieder der Staffel zuzuwenden, damit er wenigstens ansatzweise den Eindruck machte als würde sie ihn interessieren. Nochmals musterte er die Piloten und fand nur Schwäche. Verweichlichte Gesichter, denen man ansah das sie von Menschen aufgezogen wurden. Alle...außer einer. Sargeras hielt mit dem Mustern inne und sah sich den Menschen ( Aiden ) mal genauer an. Er sah strenger und disziplinierter aus, auch wenn das nicht viel hieß. Sargeras hatte viele Menschen gesehen die meinten, es mit einem Chiss aufnehmen zu können. Aber es war immerhin ein Anfang und er würde diesen einen Menschen eine Chance geben.

Dann war es endlich vorbei. Die Floskeln waren ausgetauscht und Sargeras konnte sich endlich entfernen. Konnte er, tat er aber nicht. In einem sicheren Abstand zu den hochrangigen Offizieren begab er sich zu den TIE Defendern, um sie genauer zu begutachten. Da sich die Jäger wie alle anderen auch nicht auf dem Hangerdeck selber befanden, sondern an der Decke hingen, musste er erst einmal nach oben. Das ging auch recht zügig, da sich der kleine Lift nicht allzu viel Zeit ließ. Was selbstverständlich gewollt war, da man im Notfall ja nicht zu lange brauchen durfte um hoch zu kommen. Oben angekommen ging er zum dritten Defender von sich aus gesehen. Da er Wolve 3 war, war es für seine Begriffe logisch, das er diesen Jäger bekam. Die Einstiegsluke war offen, sodass er gleich hinein schlüpfen konnte. Geübt wie er war, viel es ihm nicht schwer hinein zu kommen und sich zurecht zu finden. Klar, einiges war neu. Doch damit, da war er sich sicher, würde er sehr schnell klar kommen...


Orbit von Coruscant - SSD Intimidator - Hanger - Flottenadmiral de Vries + Mitläufer, Commander Sez und WolveSquad
 
[Coruscant - Untere Ebenen - Slums] Julen Kail, Chesara


Julen half gern bei dieser Aufgabe, auch wenn Chesara dadurch nur noch rätselhafter wurde. Einerseits war er begeistert davon, dass sich jemand für die Benachteiligten interessierte und versuchte sich um sie zu kümmern, aber andererseits war ihm nicht klar warum genau sie das tat.
Freiwillig würde doch niemand in diesen Abgrund aus Armut und Hungersnot hinabsteigen.
Nein es musste einen wichtigen Grund geben, warum sie das tat.
Julen sah sich in den Slums um und es wirkte wie ein Ort der Verbannung, an dem nur die übelsten und niedersten Kreaturen hausen durften, aber das hier waren alles Lebewesen wie Chesara und er, keine Monster.

Innerlich war er zutiefst erschüttert über die Tatsache, dass es sowas wie die Slums überhaupt gab und dann noch in diesem Ausmaß. Er wusste nicht was er dazu sagen sollte, denn die Eindrücke der Umgebung waren im negativen sehr überwältigend für ihn. Obwohl Julen selbst Armut aus eigener Erfahrung kannte, war ihm das hier , immer erspart geblieben.
Der Geruch der vom Dreck und Müll überall um sie herum aufstieg war etwas, dass Julen gern ignoriert hätte, aber er war so aufdringlich, dass ihm davon schon schlecht wurde.
Ihm war es ein Rätsel, wie Chesara dies so ohne weiteres wegstecken konnte.
Vermutlich ging sie häufiger hierher und hatte sich daran gewöhnt, aber für ihn war es wie Gift in der Luft.

"Ich....ich...."

Julen stotterte und schüttelte den Kopf um sich zu beruhigen. Eigentlich war ihm so leicht kein Schrecken einzujagen, aber diese Gegend machte ihm zu schaffen. Was dazu führte, dass er es langsam aber sicher mit der Angst zu tun bekam.
So sehr er sich auch weiter mit den Bewohnern beschäftigen wollte, so sehr wollte er auch wieder von hier verschwinden.
Die beruhigende Ausstrahlung die Chesara im Cafe hatte, verfehlte langsam ihre Wirkung.


"Niemand sollte so leben müssen."


Die Stimme Julens wirkte wieder kräftiger, jedenfalls gab er sich alle Mühe um diesen Anschein zu erwecken.

"Es gibt sicher einen Weg jedem hier zu helfen"


Wie auch immer man das anstellen sollte, aber Julen war sich sicher, dass es einen Weg gab diese Trostlosigkeit zu beenden. Wie er so darüber nachdachte, kam ihm die Idee, dies wohl zu seiner Aufgabe zu machen. Das Elend hier ließ ihn nicht kalt und es sollte den meisten Bewohnern von Coruscant auch nicht egal sein. So jedenfalls hoffte er.
Nach einer Weile sah er wieder zu Chesara und bemerkte einen seltsamen Gesichtssausdruck. Julen konnte nicht einschätzen ob sie noch etwas auf dem Herzen hatte oder ob sie einfach diese Umgebung negativ beeinflusste.


[Coruscant - Untere Ebenen - Slums] Julen Kail, Chesara
 
Zuletzt bearbeitet:
[OP]@Dorsk: der untere Teil dieses Postings wird für dich interessant sein.[/OP]

[Orbit um Coruscant, SSD Intimidator, Hangar]- Flottenadmiral de Vries, Commodore Vivant, Wolves, Techniker

Während die neuen Mitglieder zur Staffel stießen beschränkte Flottenadmiral de Vries sich darauf, ein möglichst nichts sagendes Gesicht aufzusetzen und erste Überlegungen anzustellen, als wie geeignet sich die von Bolitho ausgesuchten Neuzugänge erweisen würden.
Wie jeder Angehörige seiner Spezies machte der Chiss Eindruck. Vermutlich verdankte er das der Tatsache, dass in der Mythologie zahlreicher menschlich bevölkerter Planeten rot glühende Augen als Omen des Bösen galten und somit bei den meisten Menschen ganz automatisch für Unbehagen sorgten. Eine Tatsache allerdings störte den Flottenadmiral ? die seltsame Helligkeit der Haut des Chiss. Eine Krankheit, ein genetischer Defekt? Oder ein Anzeichen dafür, dass er unter seiner unbeteiligten Oberfläche fruchtbar nervös war? Da er sich angesichts ihres quantitativ geringen Beitrages zum Gelingen des Imperiums wenig mit den Chiss beschäftigt hatte, würde er zur Beantwortung dieser Frage die Datenbank der Intimidator konsultieren müssen ? oder die Tatsache ganz ignorieren.
Ein kurzer Seitenblick auf Commodore Vivant sollte ihn eigentlich davon überzeugen, dass dieser ebenfalls vollkommen begeistert von diesem perfekten Soldaten war, doch der Commodore starrte nur den weiblichen Neuzugang der Staffel an ? und seine Miene verriet alles andere als Begeisterung. Eher gut kaschiertes Entsetzen, das nur de Vries nach all den Jahren, die er Vivant kannte, erkennen konnte. Die Lippen des Flottenadmirals kräuselten sich amüsiert. Unkonventionelles Aussehen hatte den Commodore schon immer irritiert ? und Flight Officer Tey sah unkonventionell, geradezu exotisch aus. Kein Propagandaoffizier hätte sie auf einem Rekrutierungsplakat abgedruckt, so viel stand fest. Vermutlich befürchtete Vivant bereits, dass der symbolische Wert der 152sten ihretwegen bereits Schaden genommen hatte. Doch Bolitho hatte sie der Staffel mit Sicherheit nicht ohne Grund der Staffel zugewiesen. Viele Offiziere hätten diese Gelegenheit genutzt, Störenfriede aus ihren Stammstaffeln auszusondern, doch nicht vor den Augen des Flottenadmirals des Sternenjägerkorps. Und nicht Bolitho. Das passte einfach nicht zu diesem Offizier.


?Das verspricht interessant zu werden?, kommentierte de Vries zufrieden, als die Piloten sich schließlich auf Sez? Anweisung zerstreuten. Fast so, als würde er sich über den Ausgangs eines Experiments auslassen ? doch natürlich war diese Staffel mehr als ein Experiment oder ein Prestigeobjekt.

?Ich sehe vor allem Konflikte mit der Sicherheitsabteilung der Intimidator??, brummte Vivant missmutig und verfolgte, wie Flight Officer Tey sich mit einem anderen weiblichen Flight Officer unterhielt.

?Sie sollten an die Akademie wechseln, Commodore. Als Dozent für Worst Case-Szenarien.?

Vivant antwortete nicht und de Vries schüttelte leicht den Kopf.

?Kommen Sie, Commodore?schauen wir uns die Akten der neuen Piloten an und überlegen uns unsere nächsten Schritte??

[Orbit um Coruscant, SSD Intimidator, Hangar]- Flottenadmiral de Vries, Commodore Vivant

***​

[Coruscant, imperialer Verwaltungskomplex, Speisesaal]- Dorsk, Perioma, Disra

Dorsk schien scheinbar nicht gewillt, auf die Spitzen des Vizegouverneurs einzugehen, doch dieser schien sie ebenfalls nur aus reiner Routine vorgebracht zu haben und beließ es dabei, um stattdessen die Fragen des ehemaligen Kanzlers zu beantworten.

?Das ehemalige Senatsgebäude? Nun, in Anbetracht des großen Platzes, den dieses Relikt in Anspruch nimmt, hatten wir die Wahl, es abzureißen oder umzufunktionieren. Momentan wird es von Spezialisten des? äh? Informationsministeriums in ein Museum umgebaut. Ein Museum, dass sich voll und ganz dem politischen Wandel dieser Galaxis widmet.?

Mit anderen Worten, ein Propagandamuseum, arrangiert von den verruchtesten Demagogen des Imperiums. Doch Perioma ließ sich seinen Unmut nicht anmerken ? er konzentrierte sich auf den bewaffneten Kampf, doch dieser Krieg wurde an zahlreichen Fronten ausgefochten. Wahrscheinlich leistete Disra an der seinen ebenso wertvolle Dienste wie Perioma.

?Eine Führung??

Diese Forderung schien Disra ein wenig zu verblüffen, doch er hatte sich schnell wieder Kontrolle. Perioma hatte die Wünsche des Großmoffs deutlich genug gemacht.

?Nun? wenn Sie nichts mehr kosten wollen? sofort.?

[Coruscant, imperialer Verwaltungskomplex, Speisesaal]- Dorsk, Perioma, Disra
 
- Coruscant - Untere Ebenen - Slums - Mit Julen -

Genau wie Chesara bei ihrem ersten Aufenthalt hier unten in den Slums, schien auch Julen sehr bewegt und erschüttert zu sein. Die Armut der Menschen zog nicht gleichgültig an ihm vorüber. Das war ein gutes Zeichen! Chesara schöpfte Hoffnung, dass er ein ernsthafter Kandidat für den Platze eines Padawans war. So sehr die Macht Chesara auch verwirren mochte, indem sie sie zu Pierre les Gray geschickt hatte, nun schien sie es wieder gut zu machen, indem sie die Jedi zu diesem machtsensitiven Jungen gebracht hatte. Alles in der Galaxis hatte seinen Sinn. Chesara sah Julen ernst an. Der richtige Zeitpunkt war gekommen.

Ja, es gibt einen Weg um zu helfen. Du hast es bereits selbst erfahren.

Sagte sie und spielte damit auf die Geschichte an, die Julen ihr in dem Café erzählt hatte.

Einst bist du von einem Jedi gerettet worden.

Sie sprach leise. Zwar waren sie allein, doch sie durften nicht vergessen vorsichtig zu sein.

Nun hast du die Chance, selbst anderen zu helfen. Ich bin eine Jedi, Julen, und auch du kannst einer werden. Ich spüre die Macht in dir. Wenn du willst, kannst du die Galaxis verändern und ihr zu neuem Frieden verhelfen... vermutlich wird das verwirrend für dich klingen...

Chesara hielt inne.

Erforsche deine Gefühle und sieh in dein Innerstes. Dort wirst du erfahren, ob es wahr ist, was ich dir sage.

- Coruscant - Untere Ebenen - Slums - Mit Julen -
 
.:: Orbit um Corsucant | SSD Intimidator | Hangar ~ De Vries, Vivant, Sargeras, Sez + Wolves::.

Die Junge Pilotin, die mittlerweile die Blicke von fast allen der Staffel auf sich ruhen hatte, trat ein paar Schritte auf Senna zu und starrte dabei auf die Defender. Ähnlich wie viele der Staffel als sie auf der Guardian angekommen waren. Ihr Blick sagte alles, sie hätte sich warscheinlich nie erträumt auch nur mal neben einem dieser Jäger zu stehen. Ohne ihren Blick abzuwenden sprach sie Senna auf die Defender und ihre Plötzliche Versetzung an.

"Hmm schwer zu Beschreiben, es ist ungefähr so wie der Unterschied zwichen dem Essen auf der Guardian und dem Essen hier, Gerüchten zu folge. Aber ob sie das beste sind was wir haben kann ich nicht beurteilen. Naja sie haben halt Schilde, reagieren fast sofort, Torpedos und Raketen nciht zu vergessen, ein Computersystem das das Teil warscheinlich alleine fliegen könnte und das beste von allem, mehr Platz!"


Wieder rutschte Senna Blick zu dem Gesicht der jungen Pilotin ab. Wenn Senna richtig zählte waren es sechs Piercings, nicht schlecht für eine Imperiale Pilotin, wobei das Imperiale doppelt wog. Wenn Senna zurück dachte wie oft sie nur ärger bekommen hatte weil ihre Uniform nciht richtig gesessen hatte... Sie wollte garnicht daran denken was ihre neue Staffelkameradin durchgemacht hatte um bis hierher zu kommen.

"Hmm vermutlich hat sie dein Ausehen auch in den Bann gezogen? Oder du bist einfach nur gut genug einem Haufen Ausgestoßener dienen zu können"


Dabei lachte sie Spaßig. Obwohl es ja fast stimmte sie saßen vorm Kriegsgericht, Haben drei Piloten verloren, weil sie desertierten und ihr Haufen bestand aus den merkwürdigsten Piloten die Senna je gesehen hatte.

Die junge Pilotin stellte sich mit Kyra vor und bat Senna an ein Quartier für sie zu suchen, da sie sich gut hier auskannte. Senna streckte ihre Hand ebenfalls aus.

"Senna, ich würde mich freuen, wenn du mcih hier runführst."


So verliesen die beiden den Hangar und traten hinaus in einen Flur von einer länge, wie Senna ihn noch nie auf einem Raumschiff gesehen hatte. Überall huschten Leute herrum, von einer Menge, die locker eine Maschaft für ein kleines Schiff bilden konnten. Es war unbeschreiblich.

"Ich nehme an, dass heir ist der Speisesaal?"

.:: Orbit um Corsucant | SSD Intimidator | Gang vorm Hangar ~ Senna, Kyra
 
Zuletzt bearbeitet:
[Coruscant - Untere Ebenen - Slums] Julen Kail, Chesara

Julen glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Das jemand wie Chesara behauptete eine Jedi zu sein war einfach zuviel. Nun sie mochte nett sein und auch hilfsbereit, was für sie und ihre Behauptung sprach, aber sie trug weder eine traditionelle Jedi-Robe noch konnte er das Markenzeichen eines Jedi erkennen : das Lichtschwert.

Er runzelte die Stirn und musterte Chesara eingehend. Wenn es wahr war, was sie sagte, dann hätte sovieles Sinn ergeben in seinem Leben. Jedes Mal wenn er dachte er hatte Glück gehabt, wäre die Macht dafür verantwortlich gewesen, aber wenn nicht, dann wäre es eben nur Glück gewesen.

Sie sah ausserdem überhaupt nicht aus wie eine Jedi, aber ihre Art und Weise sprach dennoch dafür. Julen war hin und hergerissen und wusste nicht was er davon halten sollte. Je mehr er darüber nachdachte, desto mehr erstarrte sein Körper zu einer Salzsäule. Zwar wollte er etwas sagen und sich vielleicht auch setzen, aber diese Aussage traf ihn und schockte ihn gleichermaßen stark.

Wieso sagte man ihm damals nicht schon, als es wichtig gewesen wäre. Ein kurzen Augenblick lang spiegelte sich herbe Enttäuschung in Julens Augen wieder. Seine Erinnerungen kamen wieder, die er so lange nicht mehr in seinen Gedanken gehabt hatte.


"Wenn es stimmt was ihr behauptet, wieso seid ihr dann nicht mit einem Lichtschwert unterwegs. Jedes Kind weiß doch, dass Jedi eines besitzen."


Julens Antwort war kühner, als er es selbst von sich gewohnt war. Nun war es bestimmt nicht klug einen Jedi zu verärgern, aber was sollte er machen ? Ihm wurde gesagt das sein kühnster Traum auf einmal um Längen übertroffen wurde. Nein das konnte nicht sein oder doch ? Kopfschüttelnd stand er vor Chesara und versuchte in sich zu gehen, wie sie es ihm gerade geraten hatte.
Je mehr er nachdachte, desto mehr kam er zu dem Schluss das schon immer etwas bei ihm war, etwas das ihm vielleicht auch geholfen hatte.

"Erlaubt ihr euch einen Scherz mit mir?"

Julens Stimme klang gefasst, aber sein Inneres bebte, sein Puls raste und langsam konnte er sich auch wieder bewegen. Chesara jedoch machte nicht den Eindruck als würde sie Witze machen, sie schien absolut davon überzeugt zu sein, was sie eben behauptet hatte.
So oder so er setzte sich erst einmal auf einen der Steine, die am Wegesrand lagen. Julens Beine waren schwer, wie sein ganzer Körper.
Ob er sich nun freuen sollte oder nicht, war ihm noch nicht klar, sollte Chesara tatsächlich die Wahrheit sagen.


[Coruscant - Untere Ebenen - Slums -] Julen Kail, Chesara
 
[Coruscant, imperialer Verwaltungskomplex, Speisesaal]- Dorsk, Perioma, Disra

Das Senatsgebäude wurde also zu einem Museum der Geschichte der galaktischen Machtverhältnisse gewidmet war. Er fragte sich, ob es dort nur imperiale Relikte gab, oder aber auch republikanische. Er tippte auf beides, wobei der imperiale Teil überwiegt und der republikanische Teil verschwindend gering ist. Die Information über das Senatsgebäude quittierte er mit einem überraschten zucken der Augenbrauen.

Auf die Reaktion des Vizegouverneurs, dass Dorsk gerne eine Führung hätte reagierte er äusserst amüsiert. Er mussterte den Vizegouverneur und sagte:


Ich habe genug gegessen, danke.

Ob der Vizegouverneur den seitenhieb auf seine Figur verstanden hatte oder nicht war Dorsk egal. Er sah das essen als reine Zeitverschwendung oder gar Zeitschinderei an. Er konnte sich gut vorstellen, dass während des Essens einige Dinge entfernt worden waren, welche er nicht sehen durfte.

Ich danke Ihnen übrigens für ihre Gastfreundschaft, auch wenn unser Besuch recht kurzfristig erfolgte.

Das war nun wirklich nur der Höflichkeit halber. Dorsk wusste es und der Vizegouverneur mit aller wahrscheinlichkeit auch.

Ich bin neugierig, ob ich noch einige Dinge erkenne. Es ist schon lange her, seit ich das letzte mal auf Coruscant war.

[Coruscant, imperialer Verwaltungskomplex, Speisesaal]- Dorsk, Perioma, Disra
 
[Coruscant, imperialer Verwaltungskomplex, Speisesaal]- Dorsk, Perioma, Disra

Der doch recht deutliche Seitenhieb des Kanzlers auf die Völlerei des Vizegouverneurs ließ einen Muskel in Periomas Gesicht kurz zusammenzucken. Disra indes benahm sich so, als hätte er nichts gehört – vielleicht hatte er auch nicht. Oder er war bereit, die Reaktion Dorsks als Hinweis darauf zu sehen, dass er mit seinen primitiven Volksreden nichts weiter bewirken konnte.

„Wer weiß, wo Sie das nächste Mal speisen, Kanzler“, antwortete der Stellvertreter des Gouverneurs lediglich ungerührt und erhob sich aus seinem Stuhl.

„Aber bis dahin freue ich mich, auf Ihre Wünsche eingehen zu dürfen.“

Auf ein unhörbares Signal hin waren mehrere Diener erschienen, die die pompöse Tafel nun abtrugen. Ohne sie eines Blickes zu würdigen wandte Disra sich zur großen Tür an der Rückseite des Raumes und bedeutete dem Commodore und dem Kanzler, ihm zu folgen.
Sie betraten einen weiteren, großen Korridor, ausgelegt mit einem recht teuer wirkenden Teppich, der indes keinerlei Verschmutzungsanzeichen aufwies. Es dauerte nicht lange, bis sie – dem Korridor folgend – einen bereich des Komplexes erreicht hatten, der dichter bevölkert war. Männer und Frauen in grauen Uniformen, meist Datenblöcke oder Karten mit sich tragend, hasteten ohne Blick für ihre Umgebung von einem Punkt zum anderen, auf nichts konzentriert als ihre derzeitige Aufgabe. Nur die wenigen Wachtposten – keine Sturmtruppler – nahmen Disra und Perioma überhaupt zur Kenntnis, indem sie salutierten.


„Dieser Planet ist riesig, aber das wissen Sie vermutlich“, meinte Disra im Gehen. „Ebenso riesig ist natürlich der Verwaltungsaufwand, den wir hier betreiben. Nicht anders als zu Zeiten der Republikherrschaft, möchte ich meinen. Die Bürokratie ist notwendig, nichtsdestotrotz manchmal ein Übel.“

Mittlerweile hatten sie eine Art Empfangshalle erreicht. Der Eingang selbst war durch eine Sicherheitskontrolle versperrt, an der bewaffnete Posten jeden Neuankömmling mit imperialer Gründlichkeit durchsuchten. In der Mitte der Halle befand sich ein seltsam steril wirkendes Wasserspiel, über ihnen thronten an den Wänden Holokameras. Perioma zählte sechs, ehe er es aufgab.

„Diese Vorkehrungen sind leider notwendig. Glauben Sie aber nicht, dass nur Republiksympathisanten es auf die imperialen Strukturen abgesehen haben – Terrorismus kennt viele Motive. Das Imperium schützt die Bürger Coruscants vor Fanatikern aller Art.“

Perioma musste ihm insgeheim Recht geben. Zwar war die Republik Hauptfeind des Imperiums, doch sie nahm erstaunlicherweise Abstand von rabiaten Methoden wie Bombenanschlägen, wenn man von Aktionen ihres Geheimdienstes absah. Andere Organisationen waren da weniger zimperlich.

[Coruscant, imperialer Verwaltungskomplex, Eingangshalle]- Dorsk, Perioma, Disra, Bürokraten
 
[Orbit um Coruscant, SSD Intimidator, Turbolift]- Alynn, Vizeadmiral Bolitho

Während der Turbolift sie vom Hangar wegbrachte, schien Bolitho nicht sonderlich an einer Konversation mit ihr interessiert zu sein. Zwar war er während ihrer Begrüßung höflich gewesen, doch seine Distanziertheit war spürbar gewesen. Natürlich. Schließlich waren ihre Aversionen ihrem Bruder gegenüber den meisten hochrangigen Offizieren bekannt und seit Nereus? Ernennung zum Hochadmiral waren die obersten Ränge gespickt mit seinen Gewährsleuten. Dies in Verbindung mit einer schwachen Führung machte das Imperium zu einem System, dem zu folgen nur noch bedingt Sinn ergab. Doch noch wollte Alynn diesen Gedanken nicht weiterspinnen ? es gab Alternativpläne. Basierend auf den Erfahrungen, die sie mit Elysa in den unbekannten Regionen gemacht hatte. Aber für diese Pläne waren einige tief schürfende Entscheidungen vonnöten. Noch war die Zeit dafür nicht reif.
Schließlich erreichte der Turbolift das angestrebte Ziel. Der Kommandoturm des Supersternzerstörers, in dem sich Offiziersmesse und andere Räume befanden, die den hochrangigsten Personen an Bord vorbehalten waren.
Die Ankunft des Vizeadmirals verursachte allenthalben Ehrenbezeichnungen, allerdings nicht solche, die aus Überzeugung entstanden ? vielmehr waren die Bewegungen der meist männlichen Offiziere so übertrieben rasch und zackig, dass man förmlich die Räder hinter ihren Schädelplatten arbeiten sehen konnte, mit denen sie sich die Chancen auf ihre nächste Beförderung ausrechneten. Zwar wurden auf einem Supersternzerstörer zumeist nur die besten Leute eingesetzt, doch das änderte nichts daran, dass sich selbst unter diesen Leuten ein gehöriger Prozentsatz verabscheuungswürdiger Opportunisten befand.
Da Bolitho ein Ziel zu haben schien, folgte Alynn ihm ungefragt. Ein paar Gangbiegungen später hatten sie einen verhältnismäßig großen Raum erreicht, in dem mehrere Offiziere unterschiedlichster Truppengattungen saßen. Offenbar eine Art Offiziersmesse. Natürlich salutierten die Männer beim Auftauchen des Vizeadmirals, doch dieser nickte nur einen von ihnen ? einem Commander in der Uniform des Sternenjägerkorps ? zu, woraufhin der dunkelhaarige Mann sich zu ihnen gesellte. Aus nächster Nähe erkannte Alynn nun auch die Narbe, die sich quer über die rechte Wange des Offiziers zog und sein ansonsten recht ansehnliches Geicht verunstaltete. Aus stechend blauen Augen musterte er Alynn erst kurz, ehe er sich ganz Bolitho widmete.


?Sir??

?Commander Devila? die neue Staffel ist soeben eingetroffen. Ich möchte, dass Sie die Leute mal ganz diskret unter die Lupe nehmen.?

Bolitho bemerkte Alynns fragend gewölbte Augenbrauen und wandte sich ihr zu.

?Der Commander ist der Kommandant unserer bisher besten Staffel an Bord der Intimidator.?

?Interceptor??

Devila grinste.

?Nein, Ma?am. Dann hätte ich das hier??, er fuhr abwesend über seine Narbe ?Damals nicht überlebt. Meine Staffel fliegt Angriffskanonenboote, was den angenehmen Effekt hat, dass meine Verluste sich in Grenzen halten und wir immer besser werden.?

?Die 152ste fliegt Defender, Commander?, unterbrach Bolitho, woraufhin Devila beeindruckt wirkte. ?Möglicherweise sind Sie ihre Position als bester Staffelkommandant also bald los.?

?Wir werden sehen. Ich schau sie mir mal an??

?Etwas dagegen, wenn ich Sie begleite, Commander??, fragte Alynn rasch. Devila zuckte nur kurz mit den Achseln.

?Meinetwegen. Können Sie fliegen, Ma?am??

?Ein wenig.?

?Um so besser. Kommen Sie.?

[Orbit um Coruscant, SSD Intimidator, Gang]- Alynn, Commander Devila
 
.:: Orbit um Corsucant | SSD Intimidator | Hangar ~ De Vries, Vivant, Sargeras, Sez + Wolves::.

Beim Vergleich, des Essens der Guardian und der Intimidator musste Kyra lachen, gerade, vor weniger als einer Stunde hatte sie denselben Gedanken in der Kantine gehabt. Also stimmte es wohl doch, was da Essen anging. Aber was würde man auch anderes erwarten? Dies war das Flaggschiff der Imperialen Flotte, der gesamte Stolz des Imperiums, persönliches Flaggschiff von Hochadmiral Nereus Kratas, seines Zeichens Oberbefehlshaber der Imperialen Streitkräfte. Wenn hier nicht das beste Essen, die besten Piloten zu finden waren und die beste Crew ihren Dienst tat, wenn nicht hier, wo dann?
Auf die Erläuterungen von Senna zum Defender nickte sie stumm und bestaunte die Jäger, der einige Meter über ihr in den Halterungen hingen.


?Nicht schlecht, nicht schlecht??

Sie würde einen Defender fliegen! Ha! Hoffentlich stand für demnächst ein Trainingsflug an. Und das nicht im Simulator. Davon hatte sie vorerst genug. Eine Runde um den Planeten im tiefen Orbit, dann kurz über die Intimidator hinweg und wieder in den Hangar, das würde schon reichen. Damit würde sie sich zufrieden geben. Der einzige, noch immer etwas trauernde Teil in ihr, war der, der sich so zu Leyla hingezogen fühlte, praktisch ich ganzes selbst, aber die Freude, in dieser Staffel zu dienen und einen Defender ? das Beste vom Besten ? zu fliegen war doch nicht gerade gering. Aber wenigstens würden sie auf der Intimidator bleiben, sodass die Chance bestand, das sie sich weiterhin sehen und treffen konnten. Aber jetzt musste sie auch vorsichtig sein, nicht das sie zugunsten ihrer Liebschaft die Staffelpflichten schleifen lassen würde. Das wäre mehr als nur ein Genickbruch. Nicht das sie kurz nachdem sie es hinein geschafft hatte, wieder in hohem Bogen hinaus flog. Sie beschloss, vorerst versuchen zu wollen, keine Gedanken mehr daran zu verschwenden und die Sache zu klären, wenn sie dann endlich wieder in das so wunderschöne Gesicht von Leyla blicken würde. Hoffentlich, hoffentlich würde sie nicht wieder schwach, ehe sie davon berichten konnte. Kaum merklich kicherte sie in sich hinein und war, als Senna wieder sprach, wieder voll auf konzentriert und bei der Sache. Der Kommentar hatte wohl so seine Richtigkeit, aber ein leichtes bitteres Lachen konnte sie sich dann doch nicht verkneifen.

?Oh ja? mein Aussehen. Allein das Make-Up, was ich normalerweise im Dienst etwas dezenter trage, aber da wir gerade Freizeit hatten, wäre Grund für so manchen mich hier im hohen Bogen raus zu werfen, dann noch die Haare und wollen wir gar nicht von meinen Piercings sprechen?? Als würde sie überlegen, streckte sie ihre Zunge leicht heraus und biss grübelnd drauf. Dabei wurden auch ihre beiden Zungenpiercings sichtbar, die sich ähnlich denen der Lippe positioniert hatten. Vorne und leicht versetzt an die Seiten. Doch das worüber sie grübelte hatte er mit Sennas Erwähnung der ?Ausgestoßenen? zu tun, als wirklich mit ihr selbst. ?Ja, vermutlich passt das ganz gut. Ich bin die ausgestoßene, weil ich so anders aussehe und der dämliche Chiss da, weil er so ein verbohrter Vollidiot ist? Aber, mal was anderes, du hast es schon selber gesagt? Ausgestoßene? Stimmt?s also was man sich über die Falcons erzählt? Ich mein? das ganze Zeug wegen Deserteuren und so? Sorry wenn ich gleich in die vollen gehe, aber unter Piloten verbreiten sich schnell Gerüchte. Erst gestern hat jemand gemeint die halbe Staffel wäre zu den Rebellen übergelaufen und die andere Hälfte würde exekutiert.?

Ja, das war in der Tat schon interessant was immer in der Kantine ausgetauscht wurde. Aber nun gut. Wirklich viel gab sie nicht darauf nur würde sie gerne mal die Wahrheit erfahren, immerhin waren die Falcons nicht gerade unbekannt gewesen, auch wenn sie nicht so lange bestanden hatten. Gut, schon nicht gerade kurz aber, es war eben kein sonderlich langer Werdegang gewesen. Nachdem die Frau sich als Senna vorgestellt hatte und sie ihre Hände geschüttelt hatten, machten sie sich beide auf den Weg, alsbald die Pilotin ihr Gepäck geholt hatte und sie verließen gemeinsam den Hangar. Dahinter lag Widererwartens nur ein kleiner Gang, der zugegeben einiges an Länge hatte, aber auch nicht gerade so pompös, war jedenfalls für Kyra nicht mehr. Auf den Kommentar der Frau neben sich, lachte sie los, fing sich aber schnell wieder.

?Ach was? das ist einer der etwas längeren Gänge, wegen dem Haupthangar schließt er an viele Quartiere von Technikern, Wachpersonal und ein Lagerräume mit Ersatzteilen für die Jäger. Versorgungsschächte und einige Zugänge für die Tunnel der Mausdroiden. Wart mal ab, wenn du einen Flug über dieses Schiff machst, das will gar nicht mehr aufhören? Aber komm, zu unseren Quartieren ist es noch ein kleines Stück und ein Deck höher.?

Kyra entschloss sich, die Strecke nicht mit einem Turbolift zurückzulegen, sondern zu Fuß. Als sie den Gang entlang schritten, kamen ihnen immer wieder Offiziere, Sturmtruppen oder andere Menschen entgegen, bevorzugt Piloten. Ein Mausdroide huschte an ihnen vorbei und das Bild das Kyra von der Szenerie hatte, war eher der Ausschnitt aus einem Propagandafilm, als wirklich das treiben auf der Intimidator. Auf einmal erschien ihr das alles so unwirklich, das sie grinsen musste, als sie schon annahm das das alles inszeniert wäre, für die Neuankömmlinge, aber da die Neuankömmlinge hier bleiben würden, wäre das Schwachsinn.
Um ein Deck höher zu kommen, entschied sie sich dann doch für den Turbolift, da zu ihrer linken plötzlich einer seine Türen öffnete und eine vierer Gruppe an Sturmtruppen heraus kam. Keine halbe Minute später, waren sie das Deck weiter oben und hatten den Gang, mit den Quartieren der Staffel erreicht und der lag, im Gegensatz zu dem von eben leer und verlassen da.


?So sieht?s hier eigentlich meistens aus? eben das, ja gut, das eben war eine der belebtesten Zonen. Aber, da wären wir: Unser neues Zuhause?. Uuund das hier, ist dein Zimmer. Zwei weiter nach unten, liegt mein neues Quartier. Viel wirst du nicht drin finden. Schrank, für Kleidung et cetera? einen Erfrischer mit den nötigen sanitären Anlagen, ein Bett und Schreibtisch plus Stuhl. Gemütlich was?? Meinte sie mit einem deutlich sarkastischem Grinsen, als sie ihren Kopf schief legt und Senna anblickte.



.:: Orbit um Corsucant | SSD Intimidator | Gang des WolveSquad ~ Kyra & Senna::.
 
- Coruscant - Untere Ebenen - Slums - Mit Julen -

Gerade aus dem Grund, dass Julen ihr nicht glaubte, hatte Chesara es vorgezogen, an einem ruhigen und ablegenenen Ort wie den Slums mit ih zu sprechen. Zum Glück verhielt er sich ruhig. Er beschuldigte sie nicht lautstark einer Lüge, weil sie sich als Jedi ausgab und er lief auch nicht davon, weil er glaubte es mit einer gefährlichen Betrügerin zu tun haben. Den Wechsel seiner Gefühle konnte Chesara ihm deutlich ansehen. Natürlich zweifelte er an ihren Worten. Zum einen freute er sich wahrscheinlich, dann war er misstrauisch und schließlich erschien es ihm unwahrscheinlich, dass ausgerechnet er machtbegabt sein sollte. Am Ende ließ er sich erschöpft irgendwo nieder und fragte Chesara, ob sie Scherze mit ihm trieb. Aufrichtig schüttelte sie den Kopf.

Nein, ich mache keinen Scherz.

Antwortete sie ihm und hockte sich neben ihn. Der Boden war schmutzig und der Saum ihres Kleides hatte sich bereits braun gefärbt.

Ich trage keine Jedi-Kleidung, weil ich mich nicht als Jedi zu erkennen geben darf.

Erkärte sie ihm und plötzlich dämmerte ihr, dass er davon vermutlich überhaupt nichts wusste. Er hatte ihr doch selbst erzählt, dass er lange Zeit auf einem abgelegenen Planeten gelebt hatte. Nicht einmal Basic hatte er dort gesprochen. Darum war es ja überhaupt erst zu dem Streit mit der Kellnerin gekommen, wodurch Chesara auf ihn aufmerksam geworden war.

Coruscant gehört dem Imperium an, so wie viele andere Planeten auch. Es hat viele Kämpfe und Kriege gegeben und die Republik ist von ihrer Hauptwelt Corellia vertrieben worden. Die Jedi haben sich in alle Richtungen der Galaxis verstreut um den Sith zu entkommen.

Chesara sah sich um, nur um sicher zu gehen, dass nicht doch jemand in ihrer Nähe war.

Ich trage mein Lichtschwert verborgen.

Erklärte sie weiter und erinnert sich lebhaft an ihre Reise nach Thyferra, als sie nicht gewusst hatte, wo sie ihr Lichtschwert verstecken sollte, wenn sie ein ganz normales Kleid trug. Es war Anakin gewesen, der ihr nahe gelegt hatte, es an ihrem Oberschenkel befestigt zu tragen - wie an einem Strumpfband. Diesen Ratschlag hatte sie damals beherzigt, wenngleich es ihr sehr peinlich gewesen war und so trug sie ihr Lichtschwert auch heute wieder bei sich. Ohne diese Waffe wäre es unklug, Coruscant auch nur zu betreten. Überall wimmelte es von imperialen Sturmtruppen. Wenn man sie erkannte, musste sie sich möglichst schnell etwas einfallen lassen. Aber sie hoffte, dass es dazu nicht kommen würde.

Du siehst also, Julen, ich habe gute Gründe meine wahre Indentität zu verstecken. Aber du kannst mir vertrauen. Ich bin eine Jedi und wenn du es willst, wirst auch du ein Jedi werden. Ich kann dich ausbilden.

- Coruscant - Untere Ebenen - Slums - Mit Julen -
 
[Coruscant - Untere Ebenen - Slums] Julen Kail, Chesara

Was Chesara ihm offenbarte klang logisch und ebenso gefährlich? EIn Jedi der sich versteckt halten musste? Waren sie nicht mächtige Hüter des Friedens gewesen? Nun hatte Julen selbst meist nur Geschichten gehört und nur wenige haben je einen Jedi gesehen.
Julen sah Chesara in die Augen und er konnte keinerlei Bosheit oder Falschheit sehen. Seine Gedankenwelt war auf den Kopf gestellt worden, so sehr, dass er nichts darauf antworten konnte.


"Mich ausbilden....?"


Die Frage die Julen auf Chesaras Aussage stellte klang leise und unsicher. Obwohl es ihn immer faszinierte selbst einmal ein Lichtschwert zu tragen oder durch die Galaxis zu reisen, so sehr schreckte ihn das gleichzeitig ab.
Es war soviel mehr und soviel größer als er es sich jemals vorgestellt hatte. Die Galaxis bestand für ihn immer nur aus einem Planeten, da wo er sich eben gerade aufhielt.
Julen war sich in diesem Augenblick jedoch nicht bewusst, welche große Verantwortung er sich mit dieser Ausbildung aufbürden würde und welche Last ein Jedi zu tragen hatte. In diesen Zeiten war es mehr ein Risiko als ein Segen, von der Macht berührt worden zu sein.


Nach einer Weile fast Julen sich ein Herz und stand wieder auf. Warum eigentlich nicht, dachte er bei sich. Er würde dies schon schaffen , wenn Chesara wirklich eine Jedi und er tatsächlich mit der Macht verbunden war. Der Schock war ihm zwar bis ins Mark gefahren, aber Julen schöpfte neuen Mut durch die ruhige Stimme Chesaras.

"Müssen wir dann Coruscant verlassen"

Julen wusste, würde er Coruscant verlassen , würden sich seine Wege und die seines Vaters wohl lange nicht mehr kreuzen. Auch wenn ihn das etwas wehmütig werden ließ, hatte er doch nun ein Ziel und vielleicht später sogar eine Aufgabe .
Sein Blick und Gehör richtete sich auf die Gasse, als hätte er etwas gehört, aber es waren vermutlich nur die Bewohner dieser Slums. Immerhin hatten sie gerade etwas zu Essen vorbei gebracht und das würde nicht lange herrenlos herumstehen.
Wobei er sich da auch nicht sicher war, aber was konnte schon passieren , wenn man eine Jedi an seiner Seite wusste?


Julen sah nochmals zu Chesara und betrachtete das Kleid. Es war schmutzig geworden und sah wirklich nicht mehr gut aus.

"Es tut mir leid, dass euer Kleid schmutzig geworden ist"


Vermutlich würde man jetzt sofort erkennen, dass sie in den Slums waren und das wäre vielleicht ein Hinweis auf ihre wahre Indentität. Wer würde schon hier herunter kommen und durch diese Gegend spazieren?

[Coruscant - Untere Ebenen - Slums] Julen Kail, Chesara
 
[Coruscant - imperialer Verwaltungskomplex - Speisesaal] mit Perioma und Disra

Auf die Bemerkung mit dem Essen antwortete Dorsk nur:

Um das Essen mache ich mir keine Sorgen, Vizegouverneur

Damit spielte er auf die ungewissheit seines Schicksales an. Er wusste immer noch nicht so recht was mit ihm später geschehen würde? Eingekerkert? Gefolter? Getötet? Diese Ungewissheit verlieh ihm ein wenig unbehagen. Nur nebenbei bemerkte er die Sturmtruppen und Bürokraten die ihnen auf dem Weg durch den Komplex begegneten.

Ja, die Bürokratie ist wirklich manchmal ein übel. Aber eben, dennoch notwendig? Ansonsten könnte man einen Planeten dieser grösse, geschweige denn ein Sonnensystem nicht verwalten. Es wäre zuviel für einige wenige Leute. Es kommt halt immer darauf an, wie effizient die einzelnen Abteilungen arbeiten.

Er umfasste die Bürokratie-Situation extra offen. Schliesslich ging es das Imperium nichts an, wie der Verwaltugsrat der Republik funktionert. Oder funktioniert hat.

Er bemerkte die Kameras erst, als Disra ihn darauf aufmerksam gemacht hatte. Gut, im Unterbewusstsein, wusste er, dass da Kameras waren. Auch auf Corellia, hatte es Kameras.


Vor Feinden ist man nie sicher. Auch die Republik hat, bevor sie zerschlagen wurde, nicht nur mit dem Imperium schwierigkeiten. Da gibt es eine vielzahl von Gruppierungen, die mit diesem und jenem nicht einverstanden sind. Ich glaube, davor ist keine Regierung sicher. Ich finde es ehrlich gesagt auch gut so, wenn die Bevölkerung ihrem Unmut Luft macht, aber leider, leider ist es meist mit Gewalt verbunden, was wirklich nicht sein muss.

Das war eine seiner ehrlichsten Antworten, seit der mit dem Imperium zu tun hatte. Es war ja auch schliesslich seine eigene Meinung und nicht die der Republik.

[Coruscant - imperialer Verwaltungskomplex - Eingangshalle mit Perioma und Disra
 
- Coruscant - Untere Ebenen - Slums - Mit Julen -

Ein Lächeln huschte über Chesaras Gesicht.

Über mein Kleid brauchst du dir keine Gedanken machen.

Beruhigte sie ihn. Tatsächlich hatte sich nur der Saum, dort, wo er den Boden berührte, leicht bräunlich verfäbt. Aber nach einer schlichten Reinigung würde auch dieser Schaden behoben sein. Pierre les Gray konnte sie in diesem Kleid ohnehin nicht noch einmal begegnen. Er würde ja denken, sie hätte nur dieses eine - was natürlich stimmte. Pierre les Gray? Wie kam sie nur wieder auf diesen Mann? Eigentlich hatte er im Augenblick absolut nichts in ihren Gedanken zu suchen!

Ich werde wohl noch eine Weile auf Coruscant bleiben.

Chesara war sich nicht sicher, ob es Julen lieber war noch etwas hier zu bleiben oder den Planeten so schnell wie möglich zu verlassen. Ihnen schienen ohnehin die verschiedensten Gefühle zu durchströmen. Aber wen wunderte das schon. Innerhalb von fünf Minuten konnte niemand entscheiden, ob er Jedi werden wollte oder nicht. Damit ihm das klar war und er sich nicht selbst zu einer Entscheidung drängte, beschloss Chesara, ihm genau das zu sagen.

Was du gerade erfahren hast, Julen, ist bestimmt nicht ganz so leicht zu verdauen. Du musst dich auch nicht sofort entscheiden, was du möchtest. Lass dir Zeit damit. Es ist nicht leicht ein Jedi zu sein. Oft muss man die eigenen Bedürfnisse hinten anstellen, um dafür anderen helfen zu können.

Ernst schüttelte Chesara den Kopf. An ihrer eigenen derzeitigen Situation auf Coruscant konnte sie erkennen, dass es nicht immer ungefährlich war zu den Jedi zu gehören.

Nein, es ist wirklich nicht immer leicht und darum solltest du dir gut überlegen, ob du diesen Weg einschlagen möchtest. Lass dir alles in Ruhe durch den Kopf gehen. Hast du eigentlich eine Unterkunft? Ich würde dir anbieten dir ein Zimmer in dem Hotel zu besorgen, indem auch ich untergekommen bin. Falls du das nicht möchtest, kannst du mich jederzeit im Hotel "Vista" aufsuchen. Wie gesagt, es wird noch dauern, bis ich wieder abreise. Wenn du dich entschieden hast, was du tun möchtest, dann sag mir Bescheid.

- Coruscant - Untere Ebenen - Slums - Mit Julen -
 
[Coruscant, imperialer Verwaltungskomplex, Eingangshalle]- Dorsk, Perioma, Disra, Bürokraten

Die liberale Haltung des Kanzlers, was Unmutsäußerungen der Bevölkerung betraf, überraschte Perioma ein wenig. Zwar wurde der Wille des Volkes in der Republik angeblich mit hoher Wertschätzung betrachtet, doch hatte er nicht gewusst, dass diese Wertschätzung automatisch die Billigung terroristischer Akte implizierte.

?Ich will offen zu Ihnen sein, Kanzler?, entgegnete Disra kühl. ?In meinen Augen haben Randgruppen, die ihre Interessen nur mit Gewalt und auf Kosten der Allgemeinheit durchsetzen, keinerlei Daseinsberechtigung. Das Imperium garantiert, dass sie sich anpassen ? oder vergehen.?

Eine blumige Formulierung für das, was etwa in Gestalt von Sturmtruppenrazzien in Coruscants mittleren Ebenen nahezu tagtäglich geschah. Oppositionelle, Alt-Republikaner, Nichtmenschenrechtler ? sie alle waren ein gefundenes Fressen für die Säuberungsteams der Neuen Ordnung. Und das, obwohl Republik und Imperium von Randgruppen beherrscht wurden. Denn wie anders konnte man Jedi und Sith nennen? Ihr einziges Herrschaftsargument war eine Waffe ? das Verständnis jener mysteriösen Macht.

?Ich denke, der Commodore hat ebenso wenig Verständnis für Attentate auf seine tapferen Soldaten aus dem Hinterhalt.?

Unwillig verzog Perioma das Gesicht. Er hatte nicht beabsichtigt, in dieses Gespräch mit hineingezogen zu werden.

?Wir werden damit fertig, Vizegouverneur.?

Natürlich, die Berichte von Corellia und Bothawui waren beunruhigend. Allerdings zeichnete sich bereits ab, dass die Lage auf diesen Planeten mit Hilfe des IGD schnell unter Kontrolle sein würde.

?Na schön. Folgen Sie mir!?

Disra verließ die Eingangshalle und schlug einen weiteren, deutlich weniger verzierten Korridor ein, der sie zu einem großen Fuhrpark im Gebäude führte. Identisch aussehende Luxusgleiter mit getönten und nach Periomas Wissen auch gepanzerten Scheiben warteten dort, ganz für den Transport wichtiger Persönlichkeiten geeignet.

?Das ist der beste Weg, zur Senatshalle zu kommen??, erläuterte Disra und bedeutete ihnen, einzusteigen.

[Coruscant, imperialer Verwaltungskomplex, Fuhrpark]- Dorsk, Perioma, Disra
 
[Coruscant - Untere Ebenen - Slums] Julen Kail, Chesara

Julen sah Chesara nachdenklich an. Sicherlich war es immer sein Traum gewesen ein Jedi werden zu können und anderen zu helfen, war eine gute Sache. Coruscant war aber auch seine Heimat, wenn gleich er nicht lange hier gelebt hatte.
Innerlich war er hin und hergerissen von Zukunftsgedanken und dem Hängen an Vergangenem.

Was Chesara ihm dort anbot war jedoch zu verlockend um es einfach abzulehnen. Julen würde diese Chance nutzen und
versuchen ein Jedi zu werden, so wie jener damals, der ihm das Leben rettete.


"Nein....ich möchte schon...."


Abschätzend wog er noch in Gedanken die Gefahren ab, die ihn wohlmöglich erwarten würden, aber auf Glen Anselm war es auch nicht ungefährlich gewesen, jedenfalls nicht für Jungen die zu neugierig war und er war von Natur aus sehr neugierig.


"Wenn es euch nicht ausmacht, würde ich gern ein Zimmer in eurem Hotel nehmen. Ich hab ohnehin alles dabei, was mir gehört."


Diese Aussage hatte einen ziemlich zynischen Unterton ,obwohl es der Wahrheit entsprach. Es gab nichts, was er jetzt noch verlieren konnte, alles konnte nur besser werden.
Julen legte wieder ein Lächeln auf um keine schlechtere Stimmung aufkommen zu lassen, immerhin hatte sich etwas für ihn ergeben, auch wenn das so nicht geplant war.
Doch zweifelte er daran, dass er überhaupt genug Fähigkeiten besaß um eine Ausbildung zu einem Jedi zu bestehen und über genug Geduld dafür verfügte. Es war sicher schwer und mühsam diese hinter sich zu bringen.


Einige wenige Augenblicke später vernahmen seine Ohren erneut mehrere seltsame Geräusche. Er wunderte sich schon, ob Chesara sie nicht ebenfalls hörte. Sie war eine Jedi oder nicht? Sollten sie nicht ihre Umgebung besser wahrnehmen als alle anderen. Es konnte gut sein das er sich das auch nur einbildte, aber sie waren näher als vor ein paar Augenblicken.


"Hört ihr das nicht?"


Julen flüsterte zu Chesara und starrte gebannt in alle Richtungen. Es war nichts zu sehen und das war beängstigend.
Er wollte gehen und drängte Chesara mit ein paar Gesten zum Aufbruch, denn er hoffte auf keine Begnegung mit Dieben und Räubern aus den Slums.


[Coruscant - Untere Ebene - Slums] Julen Kail, Chesara
 
- Coruscant - Untere Ebenen - Slums - Mit Julen -

Jetzt, wo Julen es sagte, konnte auch Chesara die Geräusche von einer sich nähernden Gruppe hören.

Ja, du hast Recht, ich höre auch etwas.

Sie schaute sich um. Glücklicherweise kam der Lärm nicht aus der Richtung, in die sie nun mussten, um die Slums zu verlassen.

Komm, wir gehen zum Hotel zurück.

Sagte sie, erhob sich und sie machten sich auf den Rückweg. Es wurde ohnehin Zeit, diese Gegenden zu verlassen, da es mittlerweile anfing dunkel zu werden.

Ich bin froh, dass du die Herausforderung annimmst ein Jedi zu werden. Aber wir werden nicht sofort mit deiner Ausbildung beginnen. Auch wenn du dich jetzt entschieden hast, solltest du noch ein paar Tage darüber nachdenken. Bestimmte Entscheidungen im Leben sollten gut durchdacht sein.

Chesara sagte dies nicht vorwurfsvoll oder weil sie glaubte, Julen wäre nicht als Jedi geeinet - sie kannte ihn nicht gut genug, um das zu beurteilen. Sie wollte einfach, dass der Junge seine Entscheidung nicht hinterher bereute. Es gab immer wieder Padawane, die ihre Ausbildung plötzlich abbrachen, weil sie merkten, dass sie nicht dafür gemacht waren ein Jedi zu sein, selbst wenn sie die Macht in sich trugen. Adrian war so ein Fall gewesen. Es stimmte Chesara noch immer traurig, dass er einfach gegangen war, ohne sich von ihr zu veraschieden ohre ihr seine Beweggründe mitzuteilen. Und von seiner Schwester Alisah hatte sie auch nie wieder etwas gehört, seit sie damals von ihrer eigenen Geburtstagsparty in der Jedi-Basis verschwunden war. Manche munkelten, sie sei zu den Sith gegangen. Aber mit jemandem, der es wirklich wusste, hatte Chesara bisher nicht gesprochen.

Sie waren mittlerweile wieder in der Nähe des Raumhafens, nachdem sie die unteren Ebenen verlassen und ein Stück gegangen waren. Nun war auch das Hotel nicht mehr weit und schon bald darauf konnten sie einchecken und ein weiteres Zimmer für Julen buchen.


Wie alt bist du eigentlich?

Fragte sie ihn, als sie den Lift in die oberen Etagen nahmen.

- Coruscant - City - Hotel "Vista" - Mit Julen -
 
Orbit von Coruscant - SSD Intimidator - Hanger - Sargeras TIE Defender

Fasziniert wie nur ein Pilot sein konnte, der gerade in dem besten Jäger der Galaxie saß, inspizierter Sargeras jeden einzelnen Knopf. Er hatte schon fast sofort die Ionenkanonenkontrolle und Schildkontrolle gefunden, hatte aber ein wenig rum probieren müssen bevor er sie auch verstanden hatte. Auf Grund der hohen Energiemenge die für die leistungsstarken Ionenkanonen gebraucht wurde, konnte man diese nicht gleichzeitig mit den Laserkanonen abfeuern, es sei den man verzichtete wiederum auf die Schilde. Das glaubte Sargeras zumindest. Noch hatte er ja keine Bedienungsanleitung erhalten. Und da er sich nie ganz auf das verließ was Menschen aufgeschrieben hatten oder ihm erzählten, würde er es selber heraus finden müssen. Denn Menschen standen bei ihm auf der gleichen Vertrauensstufe wie Hutten, Neimoidianer und Toydarianer.
Ein letzter Check der Systeme, die vor ihm wahrscheinlich schon zwei oder drei Techniker gecheckt hatten, und er stieg wieder aus. Der Ausstieg aus einem TIE war für Sargeras noch das “schwierigste” bei der ganzen Sache, ließ ihn aber dennoch so kalt wie ein Fleck auf der Sohle seiner Stiefel.

Als er seinen Jäger - dieser Tatsache würde er sich erst später genauer stellen - verlassen hatte und oben auf dem Laufsteg stand, schaute er hinunter auf den Rest der sich auflösenden Wolve Staffel.
Seine neue Staffel. Eine Ansammlung von Menschen, unter denen Individuen waren die er lieber auf der Seite des Feindes gesehen hätte, damit er sie abschießen konnte ohne deswegen vor das Kriegsgericht zu landen. Vor allem diese Kyra!


“Ich habe mir schon gedacht Sie hier oben zu finden.”

Die viel zu emotionale Stimme ließ ihn den Kopf zur Seite drehen. Noch bevor er den Menschen gesehen hatte, wusste er das es sich um seinen alten Staffelführer handelte.
Wiederstrebend - das sah man ihm aber nicht an - salutierte er vor dem Offizier und bekam dafür nur ein Nicken.


“Ich hab es gerade erfahren. Eine interessante Versetzung...”

Du hast nicht die geringste Ahnung, dachte Sargeras.

“...zu den Wolves Sir, ja.”

Beendete der Chiss für ihn den Satz.

“TIE Defender. Nicht schlecht.”

Du weißt doch gar nicht was du mit mir zu bereden hast. Also warum störst du meine Ruhe? So etwas nervte Sargeras ja besonders. Wenn Menschen versuchten Konversation zu betreiben, obwohl es weder eine Grundlage dazu gab, noch einen Grund oder Zeit dafür zu Verfügung stand. Warum konnten sie nicht einmal mehr die Klappe halten und dafür bessere Piloten sein, als so herum?
Eine für Menschen unangenehme Stille breitete sich aus, da der Chiss es nicht für nötig gehalten hatte darauf zu antworten. Noch mals zu bestätigen das die TIE Defender die besten Jäger des Imperiums waren, war unter seinem Nivau. Auf solche Dinge ließ er sich nicht ein.


“Ich muss dann auch wieder. Viel Glück in ihrer neuen Staffel Sargeras.”

Der Mensch entfernte sich endlich und Sargeras war wieder alleine. Seine dämonischen Augen fielen auf Sez und die beiden hochrangigen Offiziere und erneut fragte der Chiss sich, wieso sie ihm das antaten. Ja gut, die Wolves - ehemals Falcons - sollten die Besten der Besten sein, doch schien diese leichtfertig verbreitete Information fehlerhaft zu sein. Wie konnten solche Individuen so gute Piloten sein? Das deckte sich doch gar nicht mit ihrem Charakter. Sie stanken doch förmlich nach Disziplinlosigkeit!
Es wird sich wohl zeigen müssen, wie gut sie wirklich sind, dachte er und verließ den Laufsteg mit einem Gefühl von Unbehagen in der Magengegend...


Orbit von Coruscant - SSD Intimidator - Hanger - Laufsteg über den Köpfen der anderen Wolves
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben