Coruscant

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Vorstellungen werden oft enttäuscht oder über den Haufen geworfen. Letzteres traf auf den jungen Legaten zu. Er hatte sich den Gouverneur, seinen neuen Vorgesetzten als einen älteren, beleibten, gemütlichen Mann vorgestellt. Vielleicht sogar ein adrett gestutzter Bart. Wie sonst sollte man sich einen Menschen vorstellen, der in irgendein Provinznest versetzt werden sollte. Mensch traf jedoch auf Okasa nicht zu. Mann schon gar nicht.
Er hatte mit vielem gerechnet, doch nicht mit einer weiblichen Twi'lek. Der Legat kannte die Vorurteile über diese Rasse. Besonders über die weiblichen Vertreter. Er war zwar kein Rassist, doch seine Heimatwelt Aquilia war nicht gerade ein Hort von anders aussehenden Kreaturen. Man lebte beschaulich. Man hatte nicht viel mit den anderen zu tun. Doch jetzt fand eine Twi'lek ihren Weg in sein Leben, und dass auch noch als seine Vorgesetzte. Seine Überraschung versuchte sich Ortiz nicht anmerken zu lassen. Stattdessen richtete sich sein Blick auf einen nicht existenten Fixpunkt, bewahrte die Haltung und bekam die eigentliche Ansprache der Gouverneurin nicht mit. Ein Fauxpas den er sich sonst nicht erlaubt hätte. Er stieg später in den auditiven Wortregen ein und versuchte soviel wie möglich aufzunehmen.
Es war eine Lobpreisung an das Imperium, doch irgendwie beschlich den Aquilianer das Gefühl, ihr Pathos sei eine Schauspielkunst für die Massen. Es schien, als wolle sie den Menschen vor ihr was vormachen. Natürlich würden viele Augen auf sie gerichtet sein, sie war eine Twi'lek in einer ranghohen Position. Alle würden jeden ihrer Schritte bewerten.

Die Rede wurde von einem frenetischen Applaus der versammelten Menge auf dem Landepad begrüßt, vielmehr aus Angst man Klatsche nicht überzeugt genug als aus Liebe zum Imperium. Bedauernswerte Kreaturen in den Augen des Legats. Er glaubte an das Imperium, denn nur seine zivilisationsbringende Macht konnte den Unterentwickelten und Benachteiligten die wohltuenden Geschenke der Kultur geben. Ohne das Imperium, würden sie weiter in ihren primitiven Behausungen leben. Es lag an Menschen... nein, an Wesen wie ihm und der neuen Gouverneurin dieses Geschenk einer weiteren Welt zu bringen.
Seine genau liegende Uniform zurechtzupfend und seine glänzenden Stiefel nochmal überprüfend, wagte er sich nun auf die neue Gouverneurin, seine zukünftige Vorgesetzte, zuzugehen. Sein Schritt war genau bemessen, stand vor ihr und salutierte in gewohnter, imperialer Manier.


“Gouverneurin Okasa, ich bin angenehm überrascht ihre Bekanntschaft zu machen. Mein Name ist Marius Semeon Ortiz.“

Er befand es für überflüssig sie über seinen Rang als ihr Stellvertreter in Kenntnis zu setzen. Er hoffte um ihretwillen dass sie die imperiale Rangstruktur anhand der Rangabzeichen erkennen konnte. Wie sollte sie sonst erst mit den Formularen zur Regulierung einer Provinz im imperialen System zurechtkommen oder gar die Bearbeitung der gesammelten Akten nach genauem Klammersystem auszuarbeiten? Niemals. Die hohe Kunst der Bürokratie beherrschte nicht jeder.

“Ich hoffe sie hatten eine angenehme Anreise. Die Vorbereitungen zur Kolonisierung des Pax Systemes sind bereits in vollem Gange. Derzeit hapert es nur an der Verladung der Baudroiden nach der imperialen Norm nach Artikel 36 der Ladevorschriften für imperialen Schwertransport, doch bin ich mir sicher dass diesem Umstand schnellstens Abhilfe verschafft werden kann.“

Ortiz passte seinen Schritt dem Schrittgang der Gouverneurin an sodass beide im Gleichschritt gingen, einem perfektem Uhrwerk ähnelnd. Es waren zwar viele Informationen die der Legat seiner Vorgesetzten darbot, doch würde die zukünftige Aufgabe nunmal alle Kraft von ihr abverlangen wenn sie ihn mit allen nötigen Formalitäten und Klauseln erfüllen wollten. Für Marius zumindest gab es keine denkbar andere Möglichkeit.

“Haben sie Fragen Gouverneurin Okasa?

Der Gleichschritt hielt an während beide das Landepad verließen und in das Innere des imperialen Verwaltungskomplexes eindrangen der sie wie ein hungriger Mund, dessen Mahlwerk langsam aber stetig und unaufhörlich seinen Dienst tat, verschlang.

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Die Frage kam leider doch auf. Nicht unerwartet, denn wer diese Geschichte hörte, musste sich fast automatisch fragen, warum die Person die damals an ihrer Seite gewesen war, nun fehlte. Doch hätte sie nicht von Naboo erzählen können ohne ihn zu erwähnen. In diesem Moment hätte sie gerne mal in den Kopf von Markus geschaut. Was dachte er sich dazu? Sollte sie die Frage einfach übergehen? Der Reiz dazu war groß, außerdem fuhr ihr Meister fort, indem er auf ihre Frage einging. Der Todesstern hatte es ihm ganz offensichtlich angetan. Schon irgendwie makaber, dass eine Massenvernichtungswaffe eine solche Faszination ausüben konnte. Doch im Bereich Person schwenkte er plötzlich um und nannte eine Person, die sie nicht erwarten konnte. Seine Zwillingsschwester? Aha. Sie lauschte und war milde überrascht von seiner Wahl. Alleine durch ihren Willen ihren eigenen Weg zu gehen, hatte sie ihren Bruder beeindruckt.

Wow! Wenn er es damit ernst meinte, konnte man mehr Tiefgang vermuten, als bei so manch anderem Vertreter des männlichen Geschlechts. Shana musste fast schmunzeln, auch wenn sie selbst keine Geschwister hatte. Seine Erzählung war fast typisch. Typisch Mann. Der Drang sich in die Entscheidungen von Partnerin, Schwester oder Tochter einzumischen, schien angeboren zu sein. Durfte man das alles auf den so genannten "Beschützerinstinkt" schieben? Die Blondine hielt das eher für eine Ausrede, wobei sie es letztendlich nicht beurteilen konnte. Er war sogar stolz auf die Abreibung zu sein, die er erteilt hatte. Männer und ihre Raufereien. Offenbar waren sie nicht vollwertig, wenn sie dies nicht taten. Na ja, ihr konnte es egal sein, solange sie nicht involviert war. Zwar redeten die Zwillinge nicht mehr miteinander aber dies schmälerte den Respekt nicht, den ihr Meister vor der Entscheidung seiner Schwester hatte. Inzwischen war sie verheiratet und hatte einen Sohn.

Diesen Moment nutzte die Blondine um den Tisch zu umrunden und sich direkt neben Markus zu setzen. So konnte sie die Abbildung ganz genau in Augenschein nehmen. Es war schon erkennbar, das sie mehr als normale Geschwister waren. Mels Ähnlichkeit war auffallend. Bei dem Jungen hingegen nahmen die Verwandtschaftsmerkmale schon zunehmend ab. Lediglich um die Kinnpartie teilten sich Markus und Finn vergleichbare Züge und Linien.


"Ein harmonisches Bild. Zumindest auf dem Bild sehen sie glücklich aus. Und das ist doch die Hauptsache." Shana hätte jetzt natürlich sagen können, dass Mutter oder Sohn hübsch waren, oder sonstige Attribute beschreiben können, aber letztendlich fand sie solche Kommentare immer überflüssig und nichtssagend. Sie war dazu nicht qualifiziert darüber zu entscheiden.

"Würdest Du ihn gerne mal besuchen?" , fragte die Padawan instinktiv. Es hatte sich in Markus' Stimme fast danach angehört, als er ihn erwähnt hatte.

"Es scheint eine Eigenschaft des Mannes zu sein sich in die Entscheidungen, bzw. vor allem auch der Partnerwahl einzumischen. Es muss die Meinung vorherrschen wir wären Rechenschaft darüber schuldig mit wem wir zusammen leben wollen. Als wenn man einer Frau mit Selbstbewusstsein etwas verbieten könnte." Shana bleckte herausfordernd die Zähne und nippte wieder an dem Drink.

"Aber ich verstehe es, wenn sich ein neuer Partner respektlos äußert und man ihn deshalb erziehen möchte. Aber wie Du gesehen hast, ändert das trotzdem meistens nichts." Die 21-Jährige betrachtete weiterhin die Holographie, bis Markus sie schließlich deaktivierte. Sie musste fast lachen, bei ihrer folgenden Gedankenzusammenfassung.

"Wahrscheinlich gibt es keine Familie, in der nicht irgendwelche Spannungen vorherrschen, ob sie nun verdeckt sind oder offen dar liegen. So manches Mal hätte ich mir Geschwister gewünscht, doch sehe ich auch immer wieder dass nicht alles Silber ist, was glänzt. Familie kann man sich nicht aussuchen, man oder Frau muss selbst entscheiden ob man zu dieser hält, komme was da wolle, oder ob die Banden nicht so eng sind und man sein eigenes Ding macht.

Freunde hingegen kann man sich aussuchen und wenn man Glück hat eine lange Zeit mit ihnen durchs Leben gehen. Bei anderen hat das Schicksal etwas dagegen."
Indirekt hatte sie nun doch eine Antwort darauf gegeben, was mit ihrem Freund passiert war. Mehr musste ihr Meister nicht wissen, zumindest vorerst nicht.

"Aber ich denke wir beide haben Glück. Zumindest für eine Weile." , lächelte die blonde Frau.
"Auf uns!" , deklarierte sie und hob ihr Glas. Hatten sie offiziell überhaupt schon angestoßen? Egal, ihr war gerade danach.

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Mark betrachtete noch immer das Holobild von Melanie und Finn, als Shana sich dazu entschloss, den Tisch zu umrunden und sich direkt neben ihn zu setzen. Er wandte den Blick in ihre Richtung, nicht ohne über ihren Platzwechsel etwas überrascht zu sein. Aus dieser Nähe betrachtet wirkte ihr blondes Haar, als würde es aus vielen verschiedenen Tönen, verschieden hellen Strähnchen bestehen. Entgegen der stickigen Luft der Spelunke, glaubte er einen süßlichen Duft von ihrer Seite her wahrzunehmen. Der Jedi-Meister erlaubte es sich, bewusst einzuatmen und zu riechen, wenn auch möglichst unauffällig.
"Würdest Du ihn gerne mal besuchen?" Mit ihrer Frage holte den Corellianer wieder ins Hier und Jetzt zurück. Was? Wen? Wie meinen? Es dauerte einen Moment, bis ihm klar wurde, dass die Schülerin von Finn, seinem Neffen sprach, dessen Bild sie sich immer noch sehr interessiert anschaute. Sofort deaktivierte Mark den kleinen Projektor und steckte diesen wieder weg.


"Ich habe die letzten Monate bei ihnen verbracht!"

, erwähnte er fast wie beiläufig und erwartete schon, dass Shana ihn deswegen vielleicht etwas irritiert ansehen würde, deshalb warf er sogleich noch eine knappe Erklärung hinzu.

"Exil, du erinnerst dich? Ich war zu Melanie nach Tatooine zurückgekehrt, um mich selbst zu finden."

Sofort griff der Corellianer wieder nach dem Bierglas. Es schien mittlerweile fast wie ein Reflex. Er fühlte, wie ihm langsam aber sicher die Spucke wegblieb, wenn er redete - ein negativer Nebeneffekt des zunehmenden Alkoholgenusses. Dies führte natürlich dazu, dass er mehr trank und so begann der Teufelskreis. Ein weiterer negativer Nebeneffekt war, dass der Alkohol nicht nur auf den Körper wirkte, sondern auch auf den Geist. Markus war nicht so redselig, wenn es um ihn selbst und persönliche Dinge ging, doch auf Dauer boten die Spirituosen eine vernebelte Sichtweise und man wurde offener.

"Du fragst dich, was einen dazu bringt, ins Exil zu gehen!"

Der Jedi-Meister hatte das schon vorhin in ihrem Quartier bemerkt. Sie wollte wissen, welche Gründe er dafür gehabt hatte, doch er hatte nicht darüber sprechen wollen. Nun half ihm der Alkohol, näher auf die Sache einzugehen, wenngleich er noch soweit seiner selbst war, dass er seine Informationen die er Preis geben wollte, einzuschränken vermochte.

"Der Kampf um Corellia hat mich dazu gebracht. Ich habe dort etwas erlebt.... Ich war wohl noch nicht reif dafür und brauchte Zeit, um das alles zu verdauen."

, erklärte er und suchte nur kurz nach ihrem Blick, ehe er wieder zur Tischplatte und seinem Glas starrte.

"Wenn man in seinem Leben an einen Punkt kommt, der einen maßlos überfordert, sucht man Halt. Ich für meinen Teil, suchte Halt bei meiner Familie und da ich zum Rest meiner Familie keinen Kontakt bekomme, habe ich mich an meine Schwester gewandt. Mel hat mir angesichts der schwierigen Situation meine Fehler aus der Vergangenheit verziehen. Ich werde mich wohl nie mit ihrem Mann anfreunden können - ich ging ihm so gut es nur ging aus dem Weg - aber auch er hat mich aufgenommen."

Markus nickte anerkennend. Er hatte es tatsächlich nicht erwartet dass er so einfach und schnell auf Gnade stoßen würde. Vielleicht war es aber auch nur Mitleid gewesen.

"Ich habe lange Zeit bei ihnen verbracht. Ich glaube, Melanie wollte mich gar nicht wieder gehen lassen."

Zum ersten Mal seit Minuten deutete er wieder ein gedankenverlorenes Schmunzeln an. Unterdessen sprach Shana weise Worte über Familie, Bindungen und Freundschaften, die entweder hielten oder eben nicht. Indirekt bekam Markus jetzt die Antwort auf seine Frage nach ihrem Freund. Ihre Bindung hatte nicht gehalten, das war ihm jetzt bewusst und er musste nicht weiter nach den Gründen forschen, denn manchmal wollte es das Schicksal einfach so und wer konnte das besser nachvollziehen, als er selbst?
"Aber ich denke wir beide haben Glück. Zumindest für eine Weile.", gab Shana offenbar zufrieden von sich und erhob das Glas. "Auf uns!" Der Corellianer lächelte sie an. Es war ein sanftes Lächeln, ganz anders als sein spitzbübischer oder machomäßiger Ausdruck, die er ab und zu drauf hatte. Sogleich nahm er sein Whiskeyglas in die Rechte, erhob dieses und stieß mit der jungen Talusianerin an.


"Auf dass sich unsere Wege nicht im Bösen trennen!"

, fügte er noch hinzu und leerte sein Glas in einem Zug. Als er es leer wieder abstellte, geschah dies wohl mit etwas zu viel Kraft, denn es klirrte und zerbarst noch in seiner Hand. Die durch den Alkohol beeinflusste Wahrnehmung hemmte den Schmerz und so öffnete er seine Hand und bemerkte erst durchs Ansehen, dass er blutete. Eine Scherbe hatte sich ihren Weg quer über seine Handinnenfläche gegraben, aus der sich schnell und farbintensiv der Lebenssaft ergoss.

"Outch!"


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- Coruscant – Wingston Firmengelände – Landeplatz – Frachter -

Ihr war egal, was andere dachten und Jace konnte Coruscant als eine Müllhalde bezeichnen so oft er wollte. Dieser Planet war Noas Zuhause und sobald der Frachter auf dem heimischen Boden aufgesetzt hatte, fühlte sie, wie bereits ein Teil des Stresses von ihr abfiel. Von hier an war es nicht mehr lange, bis sie ihre Brüder wiedersehen, Cloé einen Kuss auf die Wange drücken und ihrem Vater in die Arme fallen würde. Dies waren die Dinge, die Noa vermisst hatte und die sie das letzte Stück ihrer Reise trugen. Zudem, und das war eine weitere große Motivation, würde sie Exodus Wingston nur noch ein einziges Mal unter die Augen treten müssen, bevor er für immer aus ihrem Leben verschwand. Sie hatte ihn nicht mehr gesehen seit seinem unlustigen Auftritt im Lagerraum des Frachters, über den sie sich im Nachhinein noch gefühlte fünf Stunden lang geärgert hatte. Sie hatte sich gar nicht mehr auf das Zählen der Waffen konzentrieren können, nachdem er gegangen war. Ständig waren Bilder von ihm und dieser Serah in ihrem Kopf aufgepoppt. Männer, die mit ihren Bettgeschichten prahlten, waren wirklich das Allerletzte. Wingston hatte es förmlich genossen, Noa von seinem kleinen Abenteuer zu berichten. Er hatte wohl geglaubt, das würde ihr imponieren. Wie er auf das schmale Brett kam, konnte sie sich zwar auch nicht erklären, aber bitte. Bewirkt hatte er nur, dass sie ihn noch ätzender fand als vorher. Gut, dass das alles bald vorbei war.

Da sie kein Gepäck dabei hatte – bis auf ihre Handtasche und ihre Blasterpistole befand sich der Rest ihrer Habseligkeiten noch auf der Prince – konnte Noa direkt aussteigen, ohne noch großartig packen zu müssen. Um sie herum wuselten die Firmenangestellten und liefen die Rampe auf und ab. Die Journalistin entfernte sich einige Meter von dem Frachter. Auch das zweite Schiff der Wingston Corporation war bereits gelandet, von der Prince war allerdings noch nichts zu sehen. Vermutlich lagen sie etwas zurück, weil sie später in den Hyperaum eingetreten waren, oder die Flugkontrolle ließ Jace länger warten. Etwas entfernt konnte Noa Wingston sehen, der geradewegs auf einen Mann zu ging, der vor einem der vielen Gebäude wartete. Ungeduldig checkte sie ihr Chrono. Sie hatte Leandro nach Austritt des Hyperraums informiert, wo sie landen würden. Wo blieb er nur? Die ersten Wingston-Mitarbeiter begangen bereits, den Frachter, in dem Noa gereist war, zu entladen. Mit schnellen Schritten näherte sich Noa der Szene. Wenn es sein musste, würde sie sich so lange auf die Kisten hocken bis die Defender kamen, aber sie würde dafür sorgen, dass sie dieses Zeug bekamen!

Die Jedi sagten, so etwas wie Glück gäbe es nicht, doch als sich schon eine halbe Minute später die Tore des Firmengeländes öffneten und zwei offizielle Speed-Transporter eines örtlichen Speditionsunternehmens eingelassen wurden, fand Noa, dass sie ganz schön Glück hatte. Sie hatte sich gerade tatsächlich auf eine der Kisten gesetzt, erhob sich jetzt aber wieder und winkte den Transportern zu, die sie offenbar sahen und auch sofort in ihre Richtung kamen. Endlich. Beide Fahrzeuge hielten unmittelbar vor ihr an und Noas Blick wechselte bereits ungeduldig zwischen beiden Transportern, auf der Suche nach ihrem Bruder. Als sich endlich die erste Tür öffnete, sah sie ihn sofort. Mit einem Sprung sprang Leandro aus dem Gefährt. Er war ein Hüne, fast zwei Meter groß, mit wilden Rastalocken, einem Kinnbart, der sein Gesicht einzurahmen schien und Oberarmen, die dreimal so dick waren wie Noas. Er konnte einschüchternd wirken, wenn er wollte und wäre er nicht ihr Bruder sondern ein Fremder, würde Noa ihm nicht im Dunkeln begegnen wollen. Ohne Umschweife kam er auf sie zu, breitete seine starken Arme aus und Noa war nur zu bereit, sich genau dort hinein fallen zu lassen.


„Heyyy, kleine Schwester!“

Leandros Arme umschlossen sie fest und Noa lehnte sich an ihn. Es kam ihr vor, als wäre sie ein Jahr lang fort gewesen.

“Geht's dir gut, alles in Ordnung?“

Verschwunden war die coole, lässige, tapfere Noa. Es war fast, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Genau das, endlich wieder bei jemandem zu sein, dem sie vertrauen konnte und den sie liebte, hatte sie gebraucht. Das Misstrauen an Bord der Prince, auf Abregado, auf der Mondbasis und im Wingston-Frachter war anstrengend gewesen. Keiner hatte keinem getraut, alle waren immer nur auf der Hut gewesen. Noa fühlte sich, als hätte ihr das den letzten Nerv geraubt.

„Ja... alles okay.“

Schniefte sie leise. Ein paar Tränchen hatten sich in ihren Augen gesammelt. Ärgerlich wischte Noa sie weg. Noch waren sie hier nicht fertig. Wenn sie unbedingt heulen wollte konnte sie das heute Abend tun, wenn sie alleine in ihrem Bett lag und die Musik laut aufdrehte, oder noch besser in der Dusche. Da konnte sie sich sogar selbst reinlegen und so tun, als wären die Tränen bloß Wasser.

“Hey, hey, ist ja gut. Wir hauen gleich hier ab.“

Seinen Arm schützend um sie legend richtete Leandro seinen Blick auf Wingston, der jetzt wieder auf sie zukam. Noa sah zur Seite und verdrehte die Augen. Auch das noch. Doch Wingston kam nicht, um mit ihnen zu sprechen, stattdessen gab er Anweisungen an seine Leute und organisierte seine Mitarbeiter, die Kisten für den Widerstand – den er so natürlich nicht beim Namen nannte - direkt in die Transporter zu laden, statt sie einfach irgendwo abzustellen. Immerhin wusste er, wem die Ware gehört und wenn sie ehrlich war, verwunderte es Noa sogar ein bisschen, dass er keine fiesen Tricks zu spielen schien. Am Ende, so schien es, ging doch noch einmal alles gut, trotz der vielen Bedenken und Ängste, die sie gehabt hatte.

“Na was ist, wollen wir los?“

Fragte Leandro lässig. Noa sah zu ihm hoch. So wie sie es sah, waren sie hier noch lange nicht fertig.

„Jetzt schon? Sollten wir nicht noch warten, bis alle Kisten verstaut sind?“

Erwiderte sie fragend, doch ihr Bruder schüttelte den Kopf.

“Nope.“

Sagte Mr. Obercool.

“Wenn du willst können wir sofort los. Webber hat das Ding unter Kontrolle und die Firma liegt ja nicht weit ab vom Schuss. Wir nehmen uns ein Taxi und fahren direkt nach Hause. Es sei denn, du hast hier noch etwas zu erledigen, oder du hast wichtigen Business im Hauptquartier.“

„Wo ist Pablo?“

Lautete Noas einzige Frage.

„Bei Ramón und Thalia.“

Die Journalistin nickte. Hier gab es für sie nichts mehr zu tun. Ihre Aufgabe war erledigt, der Widerstand war mit Waffen versorgt. Einzig ihr Gepäck befand sich noch im Quartier der Prince, doch die Defender würden hier noch eine Weile beschäftigt sein und konnten ihre Reisetasche und ihren Koffer später mitbringen. Was gab es hier also noch für sie? Sie war fertig und verabschieden musste sie sich von niemandem mehr. Während ihrer Reise nach Abregado-rae, die sie sogar über den kleinen Planeten Naboo geführt hatte, waren keine Freundschaften entstanden. Zwischenzeitlich hatte sie gedacht, dass sie und Jace auf einem guten Weg waren, doch so richtig hatte es dafür dann doch nicht gereicht. Sie hatte zwar gesagt, sie sähen sich auf Coruscant, aber wie konnte sie jetzt noch auf ihn warten, wenn Pablo so nah war, sie endlich wieder ihre Familie in die Arme schließen konnte und sie am Ende ohnehin nichts anderes von Jace zu erwarten hatte als einen lockeren Spruch und, vielleicht, eine flüchtige Umarmung, die ihm nichts bedeutete? Wenn es das war, konnten sie sich das auch direkt sparen. Was die Jedi anging, so würde Noa ihnen später noch eine Nachricht schreiben. Sie hatte ja jetzt Meister Jansons Kom-Nummer und konnte ihn problemlos kontaktieren. Noa legte ihren Arm um Leandros Taille und warf einen letzten Blick zu Exodus Wingston hinüber.

„Lass uns gehen.“

Entschied sie und wandte sich von der Szenerie ab, um endlich nach Hause zu kommen.

- Coruscant – City – Mit Leandro -
 
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Das Ende der Rede der jungen Gouverneurin wurde mit einem fast überschäumenden Applaus seitens der anwesenden Zuschauer begrüßt, auch wenn es nicht gerade Rias Lieblingsbeschäftigung war, große Reden vor großem Publikum zu schwingen, verstand sie durchaus, dass es so vielen Wesen - unabhängig von ihrer Spezies - in der gesamten Galaxies Freude machte, diese Aufgabe zu übernehmen. Es war ein angenehmes Gefühl, nach einer gelungenen Ansprache den verdienten Applaus zu ernten und auch bei der Twi'lek stellte sich ein freudiges Gefühl ein, wenngleich es lange nicht mit der Vorfreude auf ihre eigentliche Arbeit im Pax-System mithalten konnte. Schließlich wurde ihr die ehrenvolle Aufgabe zu teil, eine Welt, in der imperiale Werte wohl noch nicht all zu verbreitet waren, und deren Bevölkerung zu formen und ihnen die imperiale Ordnung nahe zu bringen. Natürlich erwartete man - und vor allem ihr Vater - von ihr, dass sie es so bald wie möglich schaffen würde; schließlich konnte ein scheitern auf Pax die Karriere der beiden Twi'lek unschön beenden oder zu mindest abbremsen, und das wollte sie natürlich nicht. Während die Versammelten applaudierten blieb der jungen Frau außerdem genügend Zeit, selbige zu mustern, wie erwartet bestand das Publikum überwiegend aus Menschen. Schafften es in der Regel doch nur diese in höhere berufliche Kreise. Auch waren wohl nicht alle so begeistert, wie sie taten - vielleicht hatte ja sogar einer der Anwesenden selbst damit gerechnet, bald befördert zu werden und jetzt kam ihnen ausgerechnet eine weibliche Twi'lek zuvor -, aber das durfte der Gouverneurin vorerst einmal egal sein. Es gab jetzt erst einmal wichtigeres zu tun.

Nachdem der Applaus abgeklungen war, trat dann auch schon ihr Stellvertreter, Marius Semeon Ortiz, an sie heran, um die Verwalterin mit einigen weiteren Informationen zu versorgen.


"Ich freue mich auch, Sie kennen zu lernen, Mister Ortiz."

Entgegnete die Frau mit einem freundlichen und ebenso ehrlichen Lächeln auf die Begrüßung des menschlichen Legaten, um danach schweigend seinen weiteren Ausführungen zu lauschen, er schien bis jetzt gut informiert zu sein, eine Tatsache, die Marius die ersten Pluspunkte bei Ria einbrachte, hoffentlich würde sich der, doch leider oftmals irreführende, erste Eindruck dieses Mal bestätigen; sie konnte ja schließlich nicht alles allein erledigen, sollte sich ihr Legat als Tunichtgut und seine bisher recht gute Arbeit als Eintagsfliege entpuppen.

"Sehr schön, sollten sich weitere Probleme auftuen möchte ich umgehend informiert werden."

Meinte sie knapp zu dem jungen Mann, wobei sie weiterhin sanft lächelte.

"Außerdem hätte ich bis heute Abend gerne eine detailierte Übersicht über die Einwohner, deren Anzahl und die öffentliche Meinung über das Imperium und bitte nach Spezies aufgeschlüsselt. Dazu würde ich gerne wissen, welche Infrastruktur dort bereits vorhanden ist."

Darunter verstand sie vor allem, wie gut das planetare Holo-Net ausgebaut war, wie es mit den Raumhafen und dortigen Technologiestand aussahe, wie viele Krankenhäuser vorhanden und ausgerüstet war und wie es um die restlichen öffentlichen Gebäude stand. Da kam einiges an Arbeit auf ihren Stellvertreter zu.

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Aaahhh! Jetzt kam doch langsam Licht ins Dunkel. Die ganze Zeit hatte die Frage im Raum gestanden, was er eigentlich genau mit dem Wort "Exil" meinte, und weshalb es ihn dorthin getrieben hatte. Er hatte auf Corellia etwas erlebt, dass ihn sogar soweit getrieben hatte, Kontakt zu seiner Schwester zu suchen, die eigentlich nicht mehr mit ihm gesprochen hatte. Natürlich stellte sich der Blondine die Frage welches Ereignis so einschneidend gewesen war. So wie sie nicht weiter auf die Geschichte mit ihrem Freund einging, wollte der Jedi nicht näher auf diese Geschichte eingehen.

"Jeder hat seine Methode mit dem persönlichen Horror umzugehen." , warf die Blondine ein. Bei ihr war ein Lebenswandel schon aufgrund des Schulendes unausweichlich gewesen. Shana hatte sich auf ihr Studium geworfen und mit Verbissenheit nach Möglichkeiten gesucht das Imperium zu verleumden.

"Schön, dann hast Du ja doch wieder Kontakt zu deiner Familie herstellen können." Es war wichtig wenigstens einigermaßen in der Familie zueinander zu halten. Weiter wollte sie darauf nicht eingehen, was aber auch nicht möglich war, da Markus das Glas mit ihr erhob.

"Prost."

Vielleicht hätte sie das lieber lassen sollen, denn ihr Meister stellte sich beim Hinstellen seines Getränkes nicht unbedingt geschickt an. Das Glas zersplitterte und ein Teil bohrte sich in seine Hand. Oh nee! Blut ergoss sich auf die Tischplatte.

"Oh nein!" , ereiferte sich die Padawan. "Was machst Du denn?"

Daran war nur der verdammte Alkohol schuld, sonst hätte Markus wohl ein wenig mehr Einschätzungsvermögen bewiesen. Sie mussten etwas gegen die Wunde unternehmen. Während sie Markus ansah, verzog sie leicht die Lippen.

"Hm, was meinst Du? Sollen wir zu einer Med-Station gehen oder reicht ein Druckverband?"

Ihr fehlte das Fachwissen um den Grad der Verletzung zu beurteilen. Doch es war gut möglich, dass sich weitere Minisplitter in die Hand gebohrt hatten. Diese sollte man schon entfernen. Andererseits wollte sie nicht überfürsorglich wirken und den Unfall aufbauschen.

"Ich bin gleich wieder da." Die Schülerin hatte beschlossen dass der Blutfluss so oder so gestoppt werden musste. Also erhob sie sich und marschierte in Richtung der Theke, wo der einzige lebende Angestellte dieser Spelunke zu Werke war. So wie es den Anschein hatte, war ihm noch nicht einmal das Klirren des zerspringenden Glases aufgefallen.

"Hey!" , schob sie sich einfach an einem Alien vorbei, wobei es sie nicht kümmerte, dass sie diesen anrempelte. Wenn es nun mal nicht anders ging. Aber es blieb bei einem Grunzen, leider hatte der eigentlich angesprochene ihre Annäherung nicht bemerkt. Also hämmerte sie auf den Tresen und hob ihre Stimme.

"Hallo Wirt! Hast Du irgendwo einen Erste-Hilfe-Kasten? Es gab einen kleinen Unfall."

Der Barmann war gerade ziemlich beschäftigt und daher nicht besonders begeistert von einem Mädchen genervt zu werden. Aber am Ende blieb sie beharrlich und bekam einen verstaubten grünen Kasten. Shana bedankte sich und eilte zu Markus zurück. Inzwischen war der rote Fleck auf dem Tisch größer geworden und die Blondine beeilte sich die entsprechenden Utensilien hervorzuholen. (Eventuelle Scherben wurden entfernt falls vorhanden) Desinfektionsflüssigkeit sorgte erst einmal für die Reinigung, bevor Shana ein beschichtetes Pflaster mit Anziehfunktion über der Handfläche ausbreitete. Wenn sie doch bloß wie Chesara einfach die Hand auflegen und alles heilen könnte.

"Eine gewisse Dame könnte jetzt sehr helfen, aber wir müssen ohne sie auskommen." In diesem Moment zog sie den Stift, der die Luftkammer verschloss und sofort presste sich das Material auf der Handfläche fest. Das tat vermutlich ziemlich weh, was man in Markus' Gesicht durchaus sehen konnte.

"Tut mir leid." , druckste sie und besah sich ihre recht simple Verarztung. Es blutete zumindest nicht mehr.

"Geht's erstmal so?" Sie machte sich daran den Kasten wieder zusammen zu räumen.

"Falls das nicht reicht kann ich sie gesund küssen." , bot Shana grinsend an. Na wenn das keine Gesundung einleitete, was dann? Trotz Schreckmoment schien es nicht möglich zu sein ihren Flirtmodus dauerhaft auszuschalten. Aber ein "Gutes" hatte diese Ungeschicklichkeit doch. Ihr Verstand war wieder etwas wacher und die leichte Gefühlsduselei verflogen. Am Ende hätte dieser Abend noch zu etwas geführt, dass sie beide vielleicht bereut hätten. Wobei sich natürlich die Frage stellte, wieso sie sich überhaupt in solchen Regionen verlor. Ach! Woher sollte sie das wissen? Es war wie es war. Gefühle und Bedürfnisse waren eben manchmal unergründlich. Man gab ihnen nach oder stemmte sich dagegen sofern möglich.

"Jag' mir doch nicht so einen Schrecken ein."
Sie nahm seine unverletzte Hand und drückte sie leicht. Wenn er gehen wollte, sollte er auf jeden Fall etwas sagen und nicht den Macho spielen. Jungs waren da manchmal zu stolz für, aber Markus war erwachsen und musste selbst wissen, wie er mit sich und seinem Körper umging. Ihrer Ansicht nach hatte er die dementsprechende Weisheit und Einsicht.

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[Untere Ebenen Starße]Farank, Catherine, Da45
Der Wolfmensch war flink. Eben noch hatte die Majorin ihn gefragt was los war, Dann lag es schon am Boden.


"Major Catherine Souls? Ich bin Sek'nos Raisuun. Ich weiß, dass sie es noch nicht wissen, aber ich wurde unter ihren Befehl versetzt."
"Stellt dieser Mann eine Bedrohung für sie dar, Major Souls? Soll ich ihn unschädlich machen und ihm sein"
"mir unbekanntes Gerät abnehen, Ma'am?"


Wenn sich mich freilassen würden könnte ich alles erklären. Und meine Klammer bekommen sie nicht ab ohne mich zu tötenreif Farank laut um das Siren zu verstecken das seine Klammer aussties, als er versuchte sich mit dem Nebengebäude zu verbinden. Der Zentralcompiuter gab ihm frei. Und er machte sich daran sich zubefreien. Auf dem Dach des Gebäude stand eine Feuerspritze Er zündete sie der Wasserstrahl konnte nicht töten.Tschum, Das Wasser kam aus dem Rohr knapp an der Majorin vorbei und traf Sék´nos dieser stürzte dem Klang nach zuurteilen in die Nebenstehenden Mülltonnen. Farank richtete sich auf und salutierte. Majorin Souls! Operativ Farander er wollte ihr die Hand reichen als sein Holokom piepte. Die Gestalt seines Chefs er schien. Frank sagte kurz. Auftzrag ausgeführt
[Untere Ebenen Starße]Farank, Catherine, Sek´nosDa45
 
[Coruscant - Untere Ebenen - Straßen] Verschiedenste Leute

Seit zwei Tagen war Jamie nun auf Coruscant. Es war nicht sein erstes Mal auf dem Planeten, den Viele zurecht das Zentrum der Galaxis nannten.
Ob nun Coruscant oder Imperial City, wer den Planeten beherrschte, der beherrschte einen Großteil der Köpfe.

Die Straße war vollgestopft mit verschiedensten Gestalten. Das Sonnenlicht schien nur spärlich bis garnicht in diese Tiefen hinab und es war kein Problem für einen Republikaner sich hier zu bewegen. Hier in den unteren Ebenen lebten, man mochte es nicht glauben, die meisten Einwohner des Planeten. Auf engste Quartiere zusammengepfercht.
Es fiel dem Geheimdienstler nicht schwer auf den Planeten zu kommen. Die Imperialen zeigten zwar eindrucksvoll Präsenz auf den großen Raumhäfen, doch wer auf Coruscant wollte, der hatte seine Möglichkeiten.
Er blickte auf den gefälschten Ausweis, den ihm das Oberkommando hatte zukommen lassen.
"Thomas Price - Geschäftsmann von Yaga Minor" war seine Identität. Aber hier fragte sowieso niemand nach dem Namen.
An einem Geschäft hielt Jamie an und orderte einen Kaffee zum Mitnehmen und schnippte dem dicken Verkäufer ein paar Credits in die Hand.

"Lass´ dir schmecken Kumpel!" rief ihm der Verkäufer hinterher. Der Kaffee war widerlich. Doch er machte den Tatooiner sofort wacher. Er schaute auf sein Datapad und nahm einen Weg durch eine Gasse.

Die Gasse war voller schmieriger Bars. Holowerbung flimmerte fast auf Kopfhöhe zwischen dem Gedränge auf.
Er war jetzt schon fast ein Jahr im Dienste der Neuen Republik. Was blieb ihm denn anderes übrig. Ob sie ihm inzwischen vertrauten?
Immerhin wusste er, dass die Republik richtig dreckig werden konnte wenn es nicht vor den Holokameras war. Als Black OPS Operator hatte er genug getan, was das Idyll der friedliebenden Republikaner zerstören konnte.
Der Gedanke daran entlockte ihm ein schelmisches Lächeln.

Sein Datapad piepste plötzlich und zeigte ihm an, dass er am Ziel war. Er stand vor einem unscheinbaren Hauseingang. Er guckte nach oben, konnte die Sonne nicht sehen und betrat das Gebäude.
Nachdem sich die Türen zischend geöffnet hatten, stand Jamie in einer düsteren Lobby. Rechts war ein Treppenhaus, vor ihm ein paar Turbolifte und links in der Ecke, neben vertrockneten Pflanzen, lungerten ein paar Typen am Boden rum. "Klar auf Tatooine gab es auch solche Typen, aber da war es wenigstens Sonnig" murmelte er in Gedanken.
Er nahm das Treppenhaus, da sein Ziel lediglich im dritten Stockwerk über der Straße war.
Im dritten Stockwerk betrat er einen düsteren Flur. Die Geräusche von röhrenden Gleitern und der pumpenden Musik aus den Clubs drang von der Straße zu ihm herauf.
Er ging den Flur recht zügig entlang.
Ein Rodianer kam torkelnd auf ihn zu und laberte etwas von "Willst du vielleicht das... ist echt gutes Zeug. Nehm ich selber...".
Jamie stieß ihn unsanft zur Seite und der Rodianer blieb babbelnd am Boden liegen. Vor dem Quartier fischte er die ID Karte aus seinem Rucksack und hielt sie an den Öffner.
Das rote Licht sprang auf grün und die Tür öffnete sich. Hinter ihr verbarg sich ein recht geräumiges Quartier in dem es überraschend aufgeräumt war.


"Nicht schlecht..." stieß Jamie hervor und betrat das Apartment. In der Küche streifte er sich seinen Rucksack und seinen Pullover vom Körper, sah auf das Datapad und ging zum Kleiderschrank im Schlafzimmer.
Er nahm sich eine schwarze Hose und eine schwarze Funktionsweste heraus. Den Rest ließ er im Schrank. Er zog sich die Hose an, schnallte die Weste über sein weißes Tshirt und spannte seine Arme an um zufrieden festzustellen, dass sie gut saß.
Die Buchstaben auf seinem Unterarm bewegten sich als er ihn anspannte. Er grinste.

Dann ging er in die Küche und drückte auf dem Datapad herum. Er schlenderte ins Bad, wusch sich das verschwitzte Gesicht und stemmte den Schrank unter dem Waschbecken zur Seite.
Mit geschickten Fingern fummelte er eine Kiste aus einem Loch in der Wand und öffnete sie auf dem Küchentisch.
Er umfasste die werksfrische WESTAR-34 Blasterpistole und nahm den beiliegenden Schalldämpfer heraus.
Der Geheimdienst hatte gut vorgesorgt. Der Black ops Operator begann die Magazine mit einer Tibanna Gasflasche aufzufüllen und legte die Beine auf den Tisch.
Er musste nur warten bis seine Kontaktpersonen hier antanzen.
Er war schon gespannt was für Flaschen der GD hier weider einmal aufgetrieben hatte.


[Coruscant - Untere Ebenen - Quartier für Treffpunkt] allein
 
.:: Coruscant | untere Ebenen | Kneipe "Lor's Fluxional Gorge" | mit Shana ::.


Markus starrte die Wunde an. Er verstand nicht, wie ihm das passieren hatte können. Dass er zuviel getrunken hatte, wollte er sich nicht eingestehen. Bisher hatte er seine Grenzen immer sehr gut gekannt... zumindest dachte er das.
Erst als seine Padawan geistesgegenwärtig den Tisch verließ, um ein Med-Pack zu holen, blinzelte er, als würde er aus einer Art Trance erwachen und drückte den Daumen der Linken auf die Schnittwunde, um den Blutfluss zu unterbrechen. Für einen Moment schloss der Jedi die Augen und versuchte sich zu konzentrieren. Seine Wahrnehmung war getrübt, doch langsam stieg ihm der blutige Geruch nach rostigem Eisen in die Nase. Plötzlich spürte er, wie jemand nach seiner Hand griff und sie zu sich zog. Überrascht öffnete er die Augen und erblickte Shana direkt vor ihm. Es war eine Schande, dass er sie nicht einmal näherkommen gehört hatte. So vorsichtig es nur ging verarztete sie den Corellianer, welche nur ein paar Mal das Gesicht verzog, jedoch keinen Laut von sich gab.

Shana entschuldigte sich dafür, dass sie ihm weh getan hatte, doch was konnte sie schon dafür, dass er seine Kraft unterschätzt hatte? Er war unachtsam gewesen, mit den Gedanken ganz woanders - tatsächlich wahrnehmungsgestört durch die Spirituosen, doch das verdrängte der stolze Jedi-Meister. "Falls das nicht reicht kann ich sie gesund küssen.", schlug Shana mehr zum Spaß vor, doch als sie nach seiner gesunden Hand griff, diese drückte und ihm dabei tief in die Augen sah... "Jag' mir doch nicht so einen Schrecken ein."

Blaue Augen, tiefe Ozeane... fast so glänzend wie auf Manaan. Ihre helle Haut schimmerte - scheinbar war sie eben ziemlich ins Schwitzen gekommen. Das lange, blonde Haar umrahmte ihr schönes Gesicht. Marks Lippen öffneten sich minimalst, während er sie so ansah. Es schien fast so, als wären sie sich eben etwas näher gekommen. War sie herangerückt? War er an sie herangerückt? Er wusste es nicht, doch irgendetwas regte sich in ihm. Vielleicht war es der Alkohol, vielleicht die Stimmung in der lichtgedimmten Spelunke oder der Blutverlust ließ ihn fiebrig werden. Es war heiß, ziemlich heiß. Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn.... zumindest fühlte es sich so an. Die Hitze stieg ihm in den Kopf und bevor alles zu spät war, war ihm so, als höre er eine Stimme im Kopf: "Du bist ihr Meister, vergiss das nicht!"
Ruckartig wich der junge Mann zurück, entzog ihr seine Hand und griff instinktiv nach dem Bierglas, welches noch zur Hälfte gefüllt war, um davon zu trinken. In einem Zug leerte er jenes, stellte es - diesmal behutsamer - auf den Tisch und strich sich mit der gesunden Hand durch das dunkle Haar. Sein Blick wanderte durch die Bar. Sie hatte sich auf die kurze Zeit ziemlich gefüllt. Wie lange befanden sie sich denn schon hier? Es mussten ein oder zwei Stunden gewesen sein. Höchste Zeit, wieder zurück zum Honey House zu gehen!


"Komm, lass und langsam aufbrechen!"

, sagte er, als wäre gerade nichts vorgefallen. Wenn man es genau nahm, war auch absolut nichts passiert. Er war der Meister, sie die Padawan. Sie hatten sich kennengelernt, Erfahrungen ausgetauscht und ohne Zwang miteinander ein paar Gläschen geleert. Alles war in Ordnung. Nichts war passiert!! Markus warf ihr einen flüchtigen Blick zu, bevor er aufstand. War etwas geschehen? Hatte nur er so ein seltsames Gefühl gehabt oder beruhte es auf Gegenseitigkeit? Der Alkohol war schuld, eindeutig!


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Coruscant - untere Ebenen - Honey House - Maras Raum - Sinoué Andrasta und Mara Selaren

Man konnte sagen was man wollte, doch einige Dinge konnte man nicht verbergen. Dazu zählte auch das Alter. Man konnte viel gesehen haben, es veränderte einen und ließ ein Wesen reifen, doch es löschte nicht alles aus. In jungen Jahren sah man vieles als selbstverständlich an. Sinoué hatte von klein auf gelernt dass das Überleben in dieser Welt hart, dreckig und unfair war. Sie hatte in den Slums und Ghettos dieses Planeten gelebt und war nicht stolz drauf. Erst viel später hatte sie gelernt, dass das Leben auch eine angenehme Seite haben konnte. Das Leben bot mehr, als nur Prügeleien, Verfolgung und Diebstahl. Andere Kinder hingegen hatten bessere Erfahrungen gemacht, sie hatten zum Beispiel gelernt dass es mehr gab als nur diesen einen Planeten, und sie hatten sogar die Möglichkeit gehabt diesen zu verlassen. Es war etwas besonderes für Sinoué, sie spürte sogar etwas, was sie viel später als Neid kennen lernen sollte. Zumindest ein Anflug. Besonders ein Satz hatte ihr Gemüt erregt.
“Für die Jedi war ich noch nicht so viel Unterwegs. Corellia, Ossus und jetzt hier“.
Pfff. Immerhin mehr Welten als sie. Sie war ihr Leben lang auf Coruscant gewesen. Sie hatte Dreck gefressen und musste dafür auch noch dankbar sein. Sie wusste nichts von der Vergangenheit dieser Frau. Nein. Sie wollte es vorerst auch nicht wissen. Fragen zu stellen bedeutete auch stets Fragen zu beantworten. Das war kein gutes Zeichen. So begannen die schlimmsten Fehler. Mit Fragen.
Stattdessen gab sie sich Mühe dem Wortschwall der jungen Blondine zu folgen. Die Coruscanti saß mit angewinkeltem Knie auf dem Stuhl und stützte ihr Kinn auf eben jenem Knie. Ihr Blick hatte etwas ungewisses, nachforschendes. Leicht verängte Augen, konzentriert zusammengepresste Lippen.

Dabei wusste sie nicht was sie davon halten sollte. Sie war hierher gekommen um zu Lernen was es hieß ein Jedi zu sein. Sie wollte helfen das Imperium zu bekämpfen. In dem Moment in dem das Imperium sie zum Staatsfeind erklärt hatte, stand ihr Beschluss fest dieses Monster zu töten. Sie musste es beseitigen wenn sie überleben wollte. Für sie gab es kein Zweifel daran, daher hätte sie am liebsten dem Impuls nachgegeben. Doch irgendwie schaffte sie es sich diesem Instinkt zu widersetzen und nickte nur. Mara entließ sie also, sodass sie sich nach draußen begab. Sie hatte also Zeit darüber nachzudenken. Ihre Wege führten sie über die Korridore bis sie nach draußen gelangte. Der bullige Typ der den Eingang bewachte lies sie gewähren und gab ihr sogar eine Zigarette als sie drum bat. Freundlicher Kerl. Musste man sich merken. Einige Schritte später zündete sie sich die Kippe an und nahm einen kräftigen Zug. Sie spürte wie der Rauch ihre Lungen betrat und atmete ihn wieder aus. Blauer Dunst umgab sie, während sie sich lässig gegen eine Mauer lehnte. Eine einzelne Birne erleuchtete den schmalen Gang zwischen zwei Häuserfasaden, der Blick nach oben bot lediglich niemals enden wollende Dunkelheit. Zur Regulierung des Tag/Nachtwechsels hatte man in den unteren Regionen beschlossen die Lichter an den Tagesrythmus anzupassen. Eine schlaue Art der Stromeinsparung.
Würde sie auch mal den richtigen Himmel sehen können? Einmal hatte sie es. Länger her, und es war traumhaft gewesen. Wann würde sie mal den Himmel einer anderen Welt sehen? Die Jedi konnten der Schlüssel zu genau diesem Leben sein. Ein Leben in der Galaxis, nicht in diesem Käfig. Es wäre einer der Vorteile.

Nach ihrer Zigarette ging sie wieder hinein, nahm den Weg direkt ihr Quartier. Dort entkleidete sie sich und wusch sich komplett in der Nasszelle. Danach schaltete sie das HoloNet an und sah ob ihre Hoffnung auf eine brauchbare Sendung erfüllt werden konnte. Nichts als der Einheitsbrei der Volksverdummung. Der Imperial HoloVision strahlte eine Anti-Jedi Propagandasendung aus. Sie sah zu, stellte mit Schrecken fest, als was man sie in der Galaxis sehen würde. Als ein Monster. Einer der großen Nachteile. Doch wie lange würde es so bleiben? Vielleicht würden sie etwas verändern können... Sie lachte leise auf. Bald würde sie komplett wie Meisterin Syonette klingen. Vielleicht hatte die Jedi Manipulation ja schon gewirkt dachte sie und zwinkerte ihrem eigenen Spiegelbild zu bevor sie sich die Haare fönte und zu Bett ging nachdem sie ihren Wecker gestellt hatte.


***​

Ihr Wecker klingelte und riss die junge Coruscanti aus ihrem Schlaf heraus. Ihre Augen versuchten sich an die automatisch aktivierte Beleuchtung zu gewöhnen. Verdammt, wieso war das Bett am Morgen immer am bequemsten? Sie drehte sich um und versuchte das nervtötende Geräusch zu ignorieren. Nichts zu machen. Sie musste sich also damit abfinden dass sie aufstehen musste. Leicht bedröppelt und mit einem gequälten Gesichtsausdruck richtete sie sich auf und versuchte das leichte Schwindelgefühl welches sie plagen wollte zu verdrängen.
Sinoué setzte sich auf, hielt sich den Kopf mit ihrer rechten Hand während sie sich mit der linken Hand auf dem Bettpfosten abstützte. Ihr Blick war noch verschwommen und schläfrig, doch versuchte sie sich selber wach zu kriegen. Vielleicht etwas essen?
Hunger empfand sie keinen. Sie konnte morgens einfach nichts essen, geschweige denn sich selber dazu zwingen irgendwas runter zu würgen. Am besten waren da wirklich Sachen, die man nich lange kauen musste. Brei. Säfte. Caff. Zigaretten. Ein Frühstück wie sie es sich wünschte. Sie schaute in der kleinen Kühleinheit die sich im Zimmer befand, und fand etwas Yuma Saft. Besser als nichts. Sie wischte sich mit ihrem Ärmel den Mund ab und setzte sich schwerfällig auf den Sessel. Sie würde heute zu Mara gehen, sie hatte sich lange genug Zeit gelassen. Ihr Entschluss stand bereits fest, sie wollte Jedi werden. Für sie gab es einfach kein Plan B, keine Möglichkeit sich einfach nach was anderem umzusehen.

Ihr Weg führte sie ins Bad wo sie sich wusch und fertig machte. Das kalte Wasser lies sie erst so richtig aufwachen, und so erfrischt konnte sie zum ersten Mal an diesem Morgen klar denken.
Sie zog sich um und nahm ihr graues Shirt sowie ihre dunkelgrüne Hose und zog beides an. Danach machte sie sich auf dem Weg zu Mara. Diese war wach als sie mit einem „Herrein“ sie in ihr Appartement lies. Ohne große Umschweife, eigentlich auch gegen jede normale Ettikette, platzte sie mit ihren Worten heraus.


“Ich habe mich entschieden. Ich will eine Jedi werden.“

Sie versuchte Haltung anzunehmen oder sonstwas zu tun was ihren Worten Nachdruck verlieh. Woher sollte sie auch wissen wie man sich in so 'ner Situation auch verhielt?



Coruscant - untere Ebenen - Honey House - Maras Raum - Sinoué Andrasta und Mara Selaren
 
[Coruscant – hoher Orbit – ISD Avenger – Quartier] – Elysa

Und wieder wurde sie von jenen Träumen geplagt und erwachte mitten in der Nacht. Ihre braunen Augen brannten vor Erschöpfung, die hämmernden Kopfschmerzen setzten unmittelbar ein, als auch die Erkenntnis, dass sie nicht vor sich selbst davon laufen konnte. Die Chissmedizinerin hatte ihr nicht nur ein starkes Schlafmittel, sondern auch den Rat mit auf dem Weg gegeben, dass viele Schlafstörungen vielmehr auf psychologischen, denn physischen Gründen fußten. Was definitiv nichts gewesen war, dass die schlanke Corellianerin so hatte hören wollen, sie war froh ihre Vergangenheit, als auch die San’Tis hinter sich gelassen zu haben, um in der Flotte ihren eigenen Weg zu gehen.

Sie war aber keine dieser Frauen, weder Elysa Nerethin, Jedi Ritterin und vormals Schmugglerin, geschweige denn war sie Magnar San’Ti eine seit Jahrtausenden verstorbene und vergessene Kriegsherrin der Sith. Die Schwarzhaarige hatte die Selbstsucht beider Frauen hinter sich gelassen, die eine auf der Suche nach ihrer eigenen unumstößlichen Freiheit, bereit die Opfer anderer dafür zu akzeptierend und die Andere nach Macht und Einfluss trachtend. Aber vielleicht war genau das die Frage, denn Elysa wusste zwar, wer sie nicht war, oder zumindest nicht sein wollte, aber wer war sie selbst, wie definierte sie sich und ihre Schritte, was waren ihre Ziele, wo wollte sie hin und was war sie bereit zu tun, um diese Ziele zu erreichen? Gierte sie unbewusst doch nach dem Thron, auf den Allegious sich gesetzt hatte? Nahm sie deshalb so Einfluss auf die Flotte, ging es ihr gar nicht um das was sie einst in Lorth Needa oder auch Nereus Kratas sah?


„Das ist absurd…“ murmelte die Corellianerin müde, schob den Gedanken mürrisch beiseite und schwang die Beine über die Bettkante, um daraufhin per Stimmerkennung das Dämmerungslicht zu aktivieren. Sie tapste danach wie sooft in den letzten Nächten zu der kleinen Küche und setzte einen starken Kaf auf. Während dieser durchzog konzentrierte sie sich, an die Küchenzeile gelehnt, auf die Macht, um ihre Müdigkeit zu vertreiben und sich selbst zu erfrischen, so als hätte sie doch eine volle Nacht erholsamen Schlaf gefunden und nicht nur 4 Stunden, die durchzogen von den sie plagenden Träumen und alles andere als erholsam waren.

‚Ein Gutes hat es wenigstens…’, beschloss Elysa, während sie sich mit dem heißen Kaf an ihrem Schreibtisch einfand. ‚…man findet definitiv genug Zeit für die ganzen Verwaltungsaufgaben.’ Bisher befanden sich nur wenig neue Nachrichten in ihrem Posteingang, dafür erregte jedoch eine ganz besonders ihre Aufmerksamkeit:


Absender: Dr. Mikal Dorden
Betreff: Colonel Janson Sez

Sie baten mich vor einiger Zeit sie auf den Laufenden zu halten, was die Genesung des Colonels betrifft. Er ist nun seit einigen Wochen wieder bei Bewusstsein und seine mentalen Fähigkeiten sind bereits vollständig. Physisch ist er jedoch weiterhin an einen Repulsorstuhl gefesselt, die Therapie schlägt soweit gut an, so dass die Aussicht besteht, dass er wieder gehen können wird. Ob Janson Sez aber jemals wieder in ein Cockpit zurückkehren kann, ist und bleibt vorerst ungewiss.
Offen gesprochen mache ich mir jedoch um seine momentane psychische Verfassung Gedanken, denn bei solchen lang anhaltenden Behandlungen ist es nicht unüblich, das Depressionen auftreten und ein Patient über seinen aktuelle Lage verbittert oder auch verunsichert ist. Langfristig gesehen können dies jedoch viele Patienten hinter sich lassen, so erwarte ich dies auch bei Janson Sez, insbesondere da man dem Colonel einen nicht abzustreitenden Kampfgeist attestieren kann.

Hochachtungsvoll
Dr. Mikal Dorden


Elysa hatte dem Mediziner nach der zweiten Schlacht von Bastion kennen gelernt, nachdem sie auf der Krankenstation der Accuser of Light nahezu das Bewusstsein verlor, weil sie nicht auf die Signale ihres Körpers hörte und solange es ihr möglich war, durch ihre Kenntnisse in der Machtheilung am Überlebenskampf der Verletzten und Sterbenden zu beteiligen. Mikal Dorden war ihr begegnet und sie dazu überzeugt sich selbst eine Weile zu schonen, indem er sie in ein Gespräch verwickelte und ihr auch eine helfende Infusion verpasste. Der Arzt hinterließ einen guten Eindruck bei ihr, und bevor sie auf Geheiß des Imperators weiter musste, bot sie ihm an, bei einer Versetzung zu helfen, da sie vermutete, dass er eventuell einem vormals ‚feindlichen’ Schiff angehörte und sie erhoffte ihm einige Unannehmlichkeiten ersparen zu können.

Wie sich im Nachhinein herausstellte, war er auf der Intimidator – Kratas Flagschiff - stationiert gewesen, wo er unter anderem Colonel Janson Sez betreute, der einem ungewöhnlichem Gift ausgesetzt war. Der Mediziner bat sich weiterhin um die Behandlung des Staffelkommandanten kümmern zu können, was Elysa auch in die Wege geleitet hatte, da es sie auch bestürzt hatte von dessen Schicksal zu erfahren. Ihre Erinnerung an Janson Sez, belief sich auf die kurze Bekanntschaft auf dem Siegesball, kurz bevor das Chaos losgebrochen war. Janson war ihr bereits nach wenigen Worten sympathisch gewesen, hinzu kam auch, dass er einer der erfolgreichsten Staffelkommandanten des Imperiums war, was ihre Einmischung in seinen Krankheitsfall durchaus auch in ihren Aufgabenbereich verschob.
Janson Sez hatte sich um das Imperium verdient gemacht, so dass er nun im Gegenzug auch die beste medizinische Behandlung erhielt, die möglich war.

Stunden später, nachdem sie ihr Tageswerk bereits einmal wieder absolvierte, als auch ihre Machtübungen beendet hatte, tauchte der Colonel wieder in ihren Gedankengängen auf. Wäre er bei bester Gesundheit gewesen, müsste sie ihn unbedingt für Enigma gewinnen, aber nicht in diesem Zusammenhang, erinnerte sie sich seiner. Sondern in Kombination mit den Worten ihrer leitenden medizinischen Offizierin Major Jez.
„Sie müssen sich auch mal entspannen können, Admiral, gehen sie unter Leute und haben sie ihren Spaß.“

Etwas das leichter gesagt war, als getan. Sie konnte schlichtweg wenige Dinge so genießen wie früher, hinzu kam auch, dass sie eine gewisse Würde bewahren musste in allem was sie tat. Sie war hohen Werten verpflichtet, und konnte sich nicht wie früher vielleicht einmal einfach gehen lassen, ohne Bedenken zu haben, was andere dachten. Und sicherlich genoß sie auch die Dejarik Spiele mit einigen ihrer Offiziere, ebenso vermochte es Musik sie zu entspannen und auf andere Gedanken zu bringen. Aber sich so richtig wohl und entspannt gefühlt, hatte sie sich zuletzt in der Gegenwart des Colonels, damals noch Commander. Es war einfach eine gewisse Vertrautheit da gewesen. Elysa konnte es nicht in Worte fassen. Zudem würde ein wenig Ablenkung auch Janson gut tun, es würde ihm weniger Zeit zum vor sich hin brüten geben, zumal er selbst vermutlich auf Coruscant nicht viel Besuch erhielt. Vielleicht würde es ihnen Beiden gut tun, und wenn nicht würde sie zumindest ein Buch oder etwas Anderes mitbringen, damit er die Zeit totschlagen konnte.

Als sie auf der Landeplattform des Militärkrankenhauses die Fähre verließ wusste sie immer noch nicht so recht, ob es nun eine gute Idee gewesen war, aber es war zumindest eine gewesen und für diesen Tag waren ihre Aufgaben erledigt, so dass sie den Rest des Nachmittags und Abends frei von Verpflichtungen war.
Ein Protokolldroide brachte sie schließlich zu dem Zimmer auf dem sich Janson Sez befand und ließ sie allein vor der Tür stehen. Elysa begutachtete noch einmal kurz die beiden Flimsiplastbücher in ihrer Linken, als auch die Packung Schololade – was auch immer sie dabei geritten hatte sich diese von Versorgungsoffizier Pax Donsten aufschwatzen zu lassen – und entfernte dann ihr Rangabzeichen von der Uniform, welches sie nachdem sie es kurz aufmerksam betrachtete in ihrer Hosentasche verschwinden ließ. Schließlich klopfte die Corellianerin an und nachdem eine Zustimmung von innen erklang, betrat sie den Raum.


„Guten Tag Colonel, ich dachte ich sehe mal nach ihnen. Sie haben ja nie angerufen.“ Das entwaffnende Lächeln offenbarte die gespielte Empörung als genau jenes, bevor sie ernsthafter fort fuhr. „Ich hoffe ich komme nicht ungelegen? Für den Fall das doch, habe ich aber auch Tribut mitgebracht.“ Letzteres war doch wieder umhaucht von einem Schmunzeln, sowohl in der Stimmlage, als auch auf ihren Lippen. „Ich wusste nicht, was sie mögen, also habe ich mir einen Schmugglerroman andrehen… ich meine natürlich ‚empfehlen’ lassen „Für eine Handvoll Credits“, das andere ist ein Kreuzworträtselbuch und das letzte wäre Ettelnussschokolade. Bitte sagen sie mir, dass sie dagegen nicht allergisch sind.“ Während sie sprach, hatte sie die einzelnen ‚Tributgaben’ demonstriert und es auf seinem Nachttisch abgelegt und kam erst jetzt dazu Janson wirklich anzusehen und musterte ihn aufmerksam. Ob er sich überhaupt erinnerte, immerhin lag es beinahe zwei Jahre zurück? Nun erst kam es Elysa in den Sinn wie potenziell peinlich dies werden konnte.

[Coruscant – Militärkrankenhaus – Jansons Zimmer] – Janson und Elysa
 
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Catherine wusste nicht wie ihr geschah. Erst dieser merkwürdige, alte Mann, welcher sich ihr in den Weg stellte, dann sein Droide und dann tauchte auch noch ein schwarz befelltes Wesen auf, welches sich auf den Mann stürzte und ihn auf den Boden zwang. Hatte er sie schützen wollen? Befand sie sich gerade in einem schlechten Holofilm?
Das Wesen stellte sich als Sek'nos Raisuun vor und behauptete, ihr vom Geheimdienst der Neuen Republik unterstellt worden zu sein. Also war er vermutlich Operative - ziemlich neu im Dienst und sie sollte ihn einarbeiten. Der andere wusste sich geschickt dem Angreifer zu entledigen. Catherine hatte zwar keinen Schimmer, wie er das gemacht hatte, aber es war schon recht beeindruckend zu sehen, wie der Operative vom Wasserstrahl nach hinten geschleudert wurde.
Mittlerweile hatte die Majorin die Arme vor der Brust verschränkt und wartete ab, was der andere zu erzählen hatte. Es war tatsächlich wie in einem schlechten Film! "Majorin Souls! Operativ Farander!"


"Ihr wollt mir also beide weis machen, dass ihr Operatives seid, welche mir unterstellt wurden?"

, fragte die relativ junge Majorin und musterte die beiden Männer skeptisch. Ihre Anforderungen waren hoch. Bisher hatte sie meist irgendwelche Chaoten unterweisen müssen und war selten mit jemandem zufrieden gewesen. Man würde sehen, wie sich diese beiden hier anstellen würden.
Als Farander ein Com-Gerät aktivierte und damit eine Leitung zu jemandem von oben freischaltete, näherte sich Catherine. "Auftrag ausgeführt!", meldete der Operative. Cat ergriff die Gelegenheit und mischte sich ins Gespräch ein.


"Sir, Major Souls hier! Es gab Probleme beim Treffen mit Direktor Andrews. Mein Com-Link ist deffekt, weshalb ich keinen Kontakt zu euch herstellen konnte."

"Wir haben uns schon so etwas gedacht, Major!"

"Weiß man etwas von den anderen Beteiligten?"

"Wir übermitteln Ihnen Daten für eine geheime Station. Dort können Sie sich organisieren. Ein Informant erwartet Sie bereits!!"


Die Informationen waren knapp bemessen. Offenbar fürchtete man, dass sogar als sicher vermutete Leitungen bereits abgehört werden konnten. Die Verbindung wurde von der anderen Seite der Leitung gekappt, das Holobild verschwand. Catherine atmete tief durch.

"Navigieren Sie uns, Farander!"

, befahl die GDlerin und bedeutete dem anderen mit einer nickenden Geste, mitzukommen.


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- Coruscant – City – Taxi – Mit Leandro -

Mit seinen hohen Wolkenkratzern, den sich dicht an dicht aneinander reihenden Geschäften, Firmen und Restaurants und den abertausenden von Wohnkomplexen, in denen große Familien auf wenig Raum lebten, war Coruscant ein unglaublicher, beeindruckender, aber manchmal auch deprimierender Planet. Hier gab es den ganz großen Reichtum, aber eben auch die schlimmste Armut. Für Noa Chanelle war Coruscant ihre Heimat und sie liebte diesen Planeten, weil er eben genau das war: ihr Zuhause. Als Kind hatte sie einmal einen auf Reimen basierenden Vers gelesen, in dem es darum ging, niemals die eigene Herkunft zu verleugnen und die Heimat immer zu ehren, da es nirgendwo in der Galaxis einen Ort gab, der einem das wieder geben konnte, was die Heimat einem einst mit auf den Weg gegeben hatte. Leandro und Noa saßen auf der Rückbank eines Taxis und so richtig konnte die Widerstandskämpferin noch gar nicht fassen, dass sie diese ganzen Katastrophen namens Wingston, Jace, Azgeth, Cotu und Novas hinter sich gelassen hatte und in wenigen Minuten wieder bei ihrer Familie sein würde. Vor allem würde sie Pablo sehen. Pablo, der nicht mehr der selbe sein würde. Noa wandte ihren Blick aus dem Fenster, doch sie sah nichts. Ihre Gedanken waren zurück in jenem Moment, als sie erfahren hatte, dass ihr Bruder einen Arm verloren hatte. Noch war sie nicht an dem Punkt angelangt, an dem diese Nachricht Realität angenommen hatte. Das würde sie erst, wenn Noa es mit eigenen Augen sah... wenn sie sehen würde, dass Pablos Arm fehlte und auch nie wieder zurück kommen würde.

Ramón und Thalia wohnten mit ihren Kindern Ricardo und Camilla in einem riesigen Hochhaus, nahe dem Krankenhaus in dem Ramón als Arzt arbeitete, was praktisch war, da er somit immer schnell zur Stelle war, wenn er nachts auf Abruf bereit sein musste. Die Gegend war annehmbar, nicht so schön wie die, in der Jesper und Cloé lebten, aber noch immer zwanzigmal besser als das Loch, in dem Noa hauste. Die Wohnung war groß genug für ein junges Paar mit zwei Kindern und sogar für einen temporären Gast, den man für die Zeit seines Aufenthaltes in Camillas Zimmer einquartiert hatte, während die Kleine hinüber zu ihrem Bruder gezogen war. Das erklärte Leandro Noa, als sie mit dem Lift hinauf fuhren. Unmittelbar nach seiner Verletzung hatte Pablo zwei Tage im Hauptquartier der Defender verbracht, doch Ramón und Thalia hatten rasch beschlossen ihn zu sich zu holen, damit Ramón, als sein behandelnder Arzt, ihn besser beaufsichtigen und Thalia sich tagsüber um ihn kümmern konnte. Vor der Wohnungstür lag eine bunt bedruckte Fußmatte mit der Aufschrift "willkommen" und an der Tür, direkt unterhalb des Spions, hing ein lustiges Männlein aus Pappe, das Ricardo gebastelt hatte. Leandro streckte seine Hand aus, um den Türsummer zu betätgen, doch Noa hielt ihn zurück.


"Warte kurz."

Sagte sie und in ihrem Gesicht zeichnete sich deutlich ab, dass sie über etwas nachdachte.

"Bevor wir rein gehen, sag mir, wie es Pablo geht... abgesehen von seiner Verletzung."

Bat sie. Sie wollte vorbereitet sein auf das, was sie erwartete. Leandro zog die Schultern hoch.

"Puh. Gute Frage."

Sagte er und kratzte sich am Kopf, was Cloé, wäre sie jetzt hier, dazu veranlasst hätte zu betonen, er habe Läuse und Ungeziefer in seinen wirren, verfilzten Haaren und er solle endlich zum Friseur gehen. Noa hingegen mochte den wilden Look ihres Bruders. Er hatte etwas cooles und passte zu Leandros lockerer Art zu leben.

"Er schlägt sich ganz gut und wollte schon wieder mit Grant und Hawot sprechen, aber Ramón hat's ihm verboten. Aber ob es ihm wirklich gut geht, oder er sich nur zusammen reißt... keine Ahnung."

Das war genau das Problem. Pablo wusste, dass der Widerstand ihn brauchte und gestand sich selbst keine Schwäche zu. Dabei konnte es all zu leicht passieren, dass er seine eigenen Probleme und Empfindungen verdrängte, obwohl er darunter litt.

„Na gut.“

Meinte Noa und verstand, dass sie diejenige sein würde, die mit Pablo sprechen würde.

„Dann lass uns reingehen.“

- Coruscant – City – Hochhaus – Vor Ramóns und Thalias Wohnung – Mit Leandro -
 
[Coruscant - Untere Ebenen - Irgendein Distrikt - Unweit der Kneipe „Lor’s Fluxional Gorge“] Arkon, Zannah, Joss, Jacek, Rowroar, Aayla, in Sichtweite Shana und Markus

Der Tag auf dem Markt war lustig und hat den Jugendlichen, für die Arkon so etwas wie ein Vorbild war - obwohl er selbst noch ein Jugendlicher war, ein wenig Zerstreuung von den Sorgen eines Straßenkindes in den unteren Ebenen von Coruscant genommen. Aber nur für kurze Zeit. Sie hatten Geld für Nahrung und ein wenig Kleidung gekauft. Sie hatten es schnell nach Hause getragen und gut in einer Kiste verschlossen, die sie gefunden und gut gesäubert hatten. Auch wenn die unteren Ebenen stanken und verschmutzt waren. Arkon und seine Freunde, nein Arkon und seine Familie - so stark fühlte er sich ihnen schon verbunden, hatten auf die harte Tour lernen müssen wie wichtig doch Hygiene war, auch das Umfeld dreckig und bis zum Himmel stank. Durch Waschen und säubern ihrer Kleidung wurden sie weniger krank und konnte besser dafür sorgen mehr Essen zu haben. Es schien als ob die Menschheit hier unten auf Coruscant in die Steinzeit zurückgeworfen war und nun von Neuen begann sich zu entwickeln. Einem Gefühl Arkons gefolgt, befanden sie sich jetzt vor einer Bar mit Namen: „Lor’s Fluxional Gorge“. Alle Anderen dachten Arkon plante wieder einen Raub. Doch Arkon selbst wusste nicht was er hier tat und vor allem warum er hier war. Er wusste nur, dass es Richtig war. Er sah zu seinen Familienmitgliedern und sah dabei in Ausdrucklose Gesichter. Aber irgendwie - er konnte es sich nicht erklären - spürte Arkon Zuversicht und Vertrauen bei Ihnen. Sie vertrauten ihm Blind. Allen voran Zannah - seine Frau, wie scherzhaft von den Anderen genannt wurde. Er erwiderte ihr hübsches Lächeln, als sie bemerkte, dass er sie ansah.

Er liebte sie und sie liebte ihn.

„Ist das nicht das wichtigste?“ Dachte Arkon, so hatte sein Leben einen Sinn. Er wusste warum er all das hier tat. Nur für sich Leben konnte Arkon nicht und er konnte auch nicht verstehen, wie es Menschen gab, die das konnten. Er verachtete solche Wesen.

Arkon und seine Gruppe waren gleichmäßig um den Ausgang der Bar verteilt. Sie hofften, jemanden abgreifen zu können, der betrunken genug war um ihn gefahrlos auszurauben. Zwei Gestalten (Markus und Shana) kamen aus der Bar und für einen kurzen Augenblick quoll ein Strahl Licht in die Dunkelheit der Unteren Ebenen. Arkon spannte sich auf einmal an. Irgendwas war anders. Anders an diesen Leuten. Seine Freunde, vor allem Rowroar spürte seine Anspannung. Er sah fragend zu ihm hin und Arkon nickte in die Richtung der beiden Menschen.

Er sah zu seinen anderen Kollegen und stand auf und langsam lief Arkon mit Aayla in Richtung der beiden. Während der Rest sich im Hintergrund aufhielt um Wache zu schieben und als Reserve zu dienen. Aayla war dazu da, dass Portemonnaie entgegen zu nehmen und zu verschwinden, sollte Arkon Erfolg haben. Er beschleunigte seine Schritte. Eine noch nie da gewesene Hektik machte sich in Arkon breit. Irgendetwas stimmte nicht mit den Beiden. Sollte Arkon lieber abbrechen und heim gehen? Nein, das würde seine Autorität untergraben und Rowroar hatte sich gerade eben vor Markus und Shana aufgestellt und brüllte sie auf Shyriiwook an. Verdutzt sahen sie den Wookie vor sich an. Arkon schmunzelte - genauso hatte Rowroar seinen Namen bekommen. Die Situation nutzend legte Arkon die Hand auf die Schulter des Mannes (Markus), dabei glitt seine Hand beiläufig zu der Hosentasche in der er das Portemonnaie erwartete dabei sagte er:

„Keine Angst. Er will nur Spielen.“

[Coruscant - Untere Ebenen - Irgendein Distrikt - Unweit der Kneipe „Lor’s Fluxional Gorge“] Arkon, Shana und Markus; Zannah, Joss, Jacek, Rowroar und Aayla (NPCs)
 
[Coruscant – Militärkrankenhaus – Jansons Zimmer] – Elysa und Janson

Mühsam waren sie gewesen, die letzten Wochen, in denen er den Weg zurück ins Leben gefunden hatte. Wie lange er im Komma gelegen hatte, vermochte er nicht zu sagen. Und eigentlich war es ja auch ganz egal, schließlich machte es keinen Unterschied mehr – er würde seine Tage weiterhin nutzlos verbringen, ob er nun wach in seinem Bett liegen würde oder weiterhin in einem todesähnlichen Schlaf. Nutzlos und beraubt seiner Daseinsberechtigung – ja, so fühlte er sich. An manchen Tagen war es so schlimm, dass er die Behandlung gänzlich verweigerte.
Anfangs hatte er sich noch begeistert bemüht, staunte über seine eigenen Fortschritte in den ersten vier Wochen, hatte es sogar bis in einen Repulsorstuhl geschafft und war sich sicher, sich schon bald wieder auf den eigenen Beinen durch die Gänge des Krankenhauses zu bewegen. Doch bereits eine weitere Woche später war die Erinnerung zurückgekehrt. Und mit den Erinnerungen die Erkenntnis über sein Versagen.

Janson lag im Bett seines kahlen Krankenzimmers und starrte gegen die Decke.
Soeben war Dorden bei ihm gewesen und hatte versucht, zu seinen täglichen Übungen zu bewegen, die seine Beweglichkeit wieder herstellen sollten.
Doch der ehemalige Colonel fragte sich mehr und mehr, wozu er das tun sollte. Ob er sich jemals wieder in das Cockpit eines Sternenjägers setzen konnte blieb sowieso fraglich und nach wie vor war es ihm schleierhaft geblieben, wieso ihm das Imperium diese teure Behandlung angedeihen ließ – würde er vermutlich doch sowieso bald in Rente geschickt werden.
Klar, er hatte fast sein ganzes Leben lang dem Imperium gedient. Doch nun, da so nutzlos geworden, hatte er Realitätssinn genug, dass er wusste, dass man ihn fallen lassen würde. Schließlich war Kratas nun nicht mehr da - jener Großadmiral, der die Wolves protegiert hatte, war bei einem feigen Angriff ums Leben gekommen und seit Allegious an der Macht war, war das Imperium ein anderes geworden. Nur ein paar der ehemaligen Militärs aus den guten Zeiten waren noch an der Macht geblieben – so glaubte er jedenfalls erfahren zu haben. Noch immer war er nicht auf dem neuesten Stand der Dinge. Er seufzte lautlos und ließ den Blick weiter Richtung Wand gleiten, um weiter ins Leere zu starren.

Es klopfte. Das Geräusch schreckte Janson aus seinen trüben Gedanken. Wer das nun schon wieder sein mochte. Medizinisches Personal jedenfalls nicht – das verfügte für gewöhnlich nicht über die Angewohnheit anzuklopfen. Vielleicht jemand vom Militär, von der Verwaltung, jemand eben, der sich von seinem miserablen Zustand überzeugen wollte. Oder ein Journalist, der sich ins Archiv verirrt hatte und darüber berichten wollte, was aus dem glorreichen Alpha-Wolve nun geworden war. Wie tief er gesunken war.....
Folglich nicht allzu sehr motiviert, antwortete er mit einem schwachen „Herein“ und bat die Person vor der Tür herein.
Und als er den Anblick, der sich ihm bot, endlich verdaut hatte, setzte er sich beschwerlich auf.

Nerethin.“

entfuhr es ihm lautlos. Er war ihr nur das eine Mal damals begegnet (glaubte er jedenfalls) und doch hatte sie Eindruck bei ihm hinterlassen. Die Sith, die eigentlich so gar keine war. Die sich dennoch dem Imperium verpflichtet fühlte. Jene, die damals Benett gerettet hatte. Wie lange war das nun schon her? Janson schien es, als hätte sich die Welt seit jenem Ereignis vollkommen verändert.
Mit „Colonel“ hatte sie ihn begrüßt. Jedem anderen hätte er ein mürrisches „Lassen Sie das“ entgegengeworfen. Doch nicht so bei ihr. Aus ihrem Mund erklang kein Sarkasmus, den er bei jedem argwöhnte. Und ihre von einem Schmunzeln umspielten Lippen zeugten von ehrlicher Wiedersehensfreude. Ohne dass es ihm recht bewusst wurde, erwiderte er ihr Lächeln, musste sogar über ihren Scherz ein wenig Lachen.


„Ich habe Ihre Nummer nicht mehr gefunden Mylady.“

versuchte er sich – von sich selbst überrascht - in lockerer Plauderei. Das war das noch nie seine Stärke gewesen und er hatte zuletzt auch vermutet, dass sich nie mehr in ihr üben musste. Jetzt waren die Worte ganz plötzlich und von alleine gekommen.....
Janson kramte in seiner Erinnerung, versuchte sich die wenigen Momente in Erinnerungen zurückzurufen, die er mit ihr verbracht hatte. Und das waren wirklich wenig gewesen – ein Wunder, dass sie sich überhaupt an ihn erinnerte, noch dazu in seinem Zustand, in dem er sich befand. War sie wirklich seinetwegen gekommen? Doch noch bevor er sich eine – natürlich verneinende - Antwort darauf geben konnte, legte sie ihre Mitbringsel auf seinen Nachttisch. Es bestand tatsächlich keinerlei Zweifel mehr daran – sie war seinetwegen gekommen.

„Danke.“

murmelte er und sah sie an. Sie trug immer noch keine Rangabzeichen, nur eine Uniform der imperialen Flotte, wie damals.

„Ist lange her, was?“


sprach er weiter, fast so als spräche er nur zu sich selbst.

„Äh, ich meine …..“


er verstummte und wurde augenblicklich verlegen. Jetzt hatte er sich endgültig als menschliches Wrack zu erkennen gegeben. Eine peinlich Stille entstand, die er nach schier endlosen Sekunden erst wieder durchbrach.

„Sie haben Glück Ma'am, ich bin nicht dagegen allergisch. Ich mag Ettelnussschokolade sogar.

Man, wie dämlich. Aber so war er – schon immer gewesen. Er hatte es in der letzten Zeit nur vergessen, wie unbeholfen er in Konversation war. Aber es tat unendlich gut – so musste er sich vor sich zugeben – dass überhaupt jemand gekommen war. Es war nicht so, dass ihn alle vergessen hatten – nein, sein Nachttisch quoll über von Genesungswünschen. Aber alle, die ihm je etwas bedeutet hatten, waren weit weg, im Einsatz für das Imperium.

„Schön, dass Sie gekommen sind.“

Und das meinte er ehrlich.

[Coruscant – Militärkrankenhaus – Jansons Zimmer] – Elysa und Janson
 
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\\ Coruscant - Imperial City - Imperialer Verwaltungskomplex - Gänge - Marius Semeon Ortiz und Ria Okasa //

Für einen Menschen wie Semeon Ortitz schien das äußere Erscheinungsbild seiner Vorgesetzten fremd. Er hatte bereits außermenschliches Leben gesehen und erlebt, doch war es eher im zivilen Teil seines Lebens. Sie waren an ihm vorbeigegangen, sowie er an ihnen vorbeigegangen war. Man nahm sich da nicht einfach die Zeit um andere Leute anzustarren und zu analysieren. Das wäre sicherlich eine Straftat im Sinne der anaxischen Gesetze zur Einhaltung der Ordnung nach §53, wonach die öffentliche Ordnung nicht durch das Provozieren von außermenschlichem Leben zu stören galt. So versuchte Marius mit dezenten Seitenblicke mehr über ihr Aussehen in Erfahrung zu bringen. Dabei musste er regelrecht zu ihr aufschauen, denn die Frau war gute zehn Zentimeter größer als er, ein Umstand der ihm nicht so fremd erschien, der ihm bisher in seinem Leben auch nicht viel ausgemacht hat.
Die Körpergröße war auch weniger das, was sein Augenmerk fesselte, sondern ihre Hautfarbe. Blau. Einfach überhaupt nicht menschlich.
Sein Blick wandte sich wieder ab, er wollte schließlich nicht dass seine Vorgesetzte dachte er sei irgendein Hinterwäldler. Stattdessen straffte er seinen Gang und versuchte sich im Ganggewirr des imperialen Verwaltungskomplexes nicht zu verirren. Das war das Schöne an der Bürokratie. Sie war wohlgeordnet und verlief stets logisch. Mit den entsprechenden Schildern und Markierungen, war es egal ob es Carida, Corellia oder Coruscant war, man fand sich überall dank der Vereinheitlichung zurecht. Schweigend gingen sie nebeneinander her, da der Weg zu dem vorbereiteten Konferenzraum nicht weit war.

Als sie um eine Ecke gingen, fielen dem Legat die beiden langen, blauen Auswüchse auf, die aus ihrem Kopf wuchsen. Wozu dienten sie wohl einem Twi'lek? E würde sich nicht trauen dies Gouverneurin Okasa direkt zu fragen, es wäre seiner Auffassung nach unhöflich sie auf ihr Anderssein anzusprechen. Er wollte es so neutral und zivilisiert wie möglich handhaben. Er versuchte seinen Blick abzuwenden, doch war dies gar nicht mal so einfach für den Legaten. Er konnte sich mit dem Konferenzraum ablenken, den sie nun zu betreten im Begriff waren. Marius hielt der Gouverneurin die Tür auf und überließ ihr den Vortritt. Der Raum war rechteckig und in einem durabetongrauen Ton gehalten. An der Wand prangerten lilafarbene Banner mit einem schwarzen imperialen Emblem. Der schwarze Tisch der sich in der Mitte befand, bot Platz für acht Personen und hatte eine Projektionsfläche für Holos.
Ohne große Worte zu verlieren schloss der Legat sein Datapad an die Projektorschnittstelle an.


“Meinen Recherchen zufolge sollten wir uns auf den Planeten Plagen im Pax System konzentrieren. Dieser Planet verzeichnet nicht nur die größte Population in diesem System, sondern ist auch der Sitz einiger mittlerer Konzerne und Firmen und damit der Hauptumschlagspatz für Güter in diesem System.“

Das Bild des Pax System erwachte in einem flackernden Blauton vor den beiden Imperialen. Semeon Ortiz zoomte an den genannten Planeten. An der Seite des virtuellen Abbildes erschienen einige Daten zum Planeten und offenbarten, dass es sich um einen Planeten mit gemäßigten Klima und grünen Landstrichen, aber auch hohen, bewaldeten Plateaus handelte.

“Auf Plagen selber sind zwei Rassen omnipräsent. Einmal die Klatooinianer und die dort beheimateten Chikarri, auf die ich gerne näher eingehen würde.“

Das Bild wechselte und offenbarte nun eine kleine, affenähnliche Spezies. Die Beine zeugten von ihrer früheren Verwendung zum Klettern, waren stark ausgeprägt und krallen bewährt. Die kurzen Finger der Chikarri endeten in groben, jedoch nicht ungepflegten Nägeln. Das Gesicht der Chikarri war mit Fell überzogen, so wie der restliche Körper, einzig die längliche, abgerundete Schnauze war frei von diesem Körperhaar. Die länglichen, spitz zulaufenden Ohren waren ebenfalls frei von Fell.

“Diese maximal 1,5m hohen, stark behaarten Wesen zeigen ein erhöhtes Potenzial in ihrer Weiterentwicklung. Sie brauchten gerade einmal 1000 Jahre um zum ersten Mal ein Atom zu spalten, für den Rest noch viel weniger. Sie sind demnach nicht zu unterschätzen. Meiner Meinung nach sollten wir sie als Techniker und Mechaniker ausbilden, sie könnten für uns von großem Nutzen sein.“

Eine Zeitleiste war während seiner Worte erschienen und zeugte von den einzelnen Etappen der Chikarri Evolution mitsamt ihres technischen Fortschritts. Vielleicht muteten ihre Körper so primitiv weil ihre Gehirne so schnell gewachsen sind, dass ihre Körper nicht hinterherkamen. Das nächste Bild zeigte eine Siedlung der Chikarri an, die nicht nur modern, sondern auch viele Grünfllächen aufwiesen.

“Allerdings sollte man sie auch im Auge behalten. Durch ihre Affinität zu ökologisch freundlicher Technologie, könnte es sein dass unsere eher auf Effizienz beruhende Technologie die wir dort installieren werden, auf große Abneigung stoßen könnte.“

Zum Schluss war eine demographische Tabelle zu sehen in der die Ablehnung der Chikarri mit Zahlen belegt worden war. Er hatte sie noch in seinem Büro, bevor die Gouverneurin angekommen war, fertiggestellt.

“Kommen wir nun zu den Klatooinianern...“ Nun wölbte sich eine Augenbraue des Legaten. Diese Rasse missfiel ihm grundlegend. “In meinen Augen sind sie eine Gefahr für die imperiale Ordnung, da sie aufgrund ihres kulturellen, archaischen Hintergrunds eine versklavte Rasse der Hutts sind. Sie sind Kriminelle, Gesetzlose und schlimmer. Eine Überwachung der Aktivitäten dieser Rasse halte ich für unsere Pflicht. Eine Volkszählung auf Plagen würde das Ganze vereinfachen, da wir weder über eine aktuelle Bevölkerungszahl, noch eine angemessene Kartei aller auf Plagen lebenden Wesen haben. “

Der Legat verstummte. Dieses Thema ergriff ihn offensichtlich. Er konnte mit solchen ordnungsverabscheuenden Subjekten nunmal nichts anfangen. Er musste die Initiative ergreifen.

“Wenn ich offen sprechen darf Gouverneurin, halte ich es für die beste Idee wenn wir die Klatooinianer aus allen bisherigen öffentlichen Verwaltungsebenen entfernen und sie ihrer Machtbasis entledigen. Wir können uns keine Huttsklaven mit Macht in unserem Refugium leisten. Sie werden über kurz oder lang zu einer Bedrohung. Zur Not halte ich eine Deportation für angemessen.“

Die Worte hallten nach. Bevor die Gouverneurin jedoch das Wort ergreifen konnte, fuhr er mit dem letzten angesprochenen Punkt fort und lieferte neue holographische Darstellungen der auf Plagen beheimateten Firmen sowie einer Statistik der Einrichtungen und ihrer Anzahl sowie ihrer Effizienz.

“Die Infrastruktur des Planeten Plagen ist nach Informationen des Administratorum Regionatum zweifelsfrei ausgebaut, da sich mehrere mittelgroße Unternehmen auf Plagen befinden, unter anderem Treeker Security Systems, der Boyd's Be-There-In-a-Minute Delivery Service und der Chirrit & Chirrit Locks, Vaults, and Safes. Diese drei Firmen kann man wohl als die Hauptarbeitgeber der Bevölkerung ansehen.“

Sein Blick richtete sich von den Abbildungen nun wieder zur blauhäutigen Twi'lek

“Natürlich liegen ihnen die ausführlichen Dokumente als Datei in ihrem Datapad in ihrem provisorischen Büro vor.“

\\ Coruscant - Imperial City - Imperialer Verwaltungskomplex – Konferenzraum S55054 - Marius Semeon Ortiz und Ria Okasa //
 
[Untere Ebenen Starße]Farank, Catherine, Sek´nosDa45 "Navigieren Sie uns, Farander!" Nachdem Gespräch mit dem Vorgesetzten wollte Die Majorin scheinbar so schnell wie möglich zum Quartier. Farank stand auf und lief los die anderen folgtem ihn. In der Nähe der Jawa Bar blieb er stehen. Und sah sich um Sie wurden nicht verfolgt. Er hob die Mütze auf die er hier verloren hatte und zog sie wieder fest über seine Kopfklammer. Dann begab er sich zum Gleiter und zeigte den andern beiden das sie sich auf die Rückbank setzten sollten. Er schaltete den Droiden aus und tat ihn in den Stauraum. Dann stieg auch er ein und floog zum Wolkenkeratzer in dem sich einer der Reste des GD gerade einquarteiert hatte.


E$r fuhr in den Hangar neben den Treppen aufgang und lies den Wagen stehen´. Dann ging er ins dritte Stockwerk stieg über den besoffenen Rodianer und verschwnd hintereiner Tür nach kurzer Zeit tauchte er wieder auf. Majorin sie müssen noch eine Weile warten ich zeige ihnenn inzwischen die Quartiere. Dann führte er sie zu 13a und 13 b dort sollten sie nun schlafen.
[Coruscant Untere Ebenen Marinus Flur] Farank Cat und Sen´kos
 
¦¦ Coruscant ~ untere Ebenen ~ Kneipe "Lor's Fluxional Gorge" ~ Tischnische ¦¦ Shana & Markus

Fast hatte sie so etwas vermutet, doch nun kam ihr eigener Gedanke aus dem Mund ihres Meisters. Es war wohl das Beste, wenn sie den Rückweg antraten. Hauptsache es war nicht so schlimm, dass er doch noch im Medi - Zentrum behandelt werden musste.


"Vermutlich ist das die beste Entscheidung." , gab sie zu.
"Ich geh mal bezahlen."

Eigentlich sollte es andersherum sein - zumindest bei einem ersten Date, was es ja nicht war - aber für heute sollte Markus geschont werden, bzw. seine Geldbörse. Es war ja nicht so als würde es ihr wehtun. Dad sorgte immer für neues Geld und für ein ständig gefülltes Konto. Ein Wink bedeutete dem Droiden zu ihnen zu kommen. Während sie warteten versuchte die Blondine ein wenig abzulenken, indem sie von eigenen Ungeschicklichkeiten erzählte. So hatten sie etwas zu lachen, bis der Kellner den Weg zu ihnen gefunden hatte. Shana ließ den Rechnungsbetrag von ihrem Stick abbuchen und leerte ihr Glas. Die beiden Machtbegabten erhoben sich und verließen ihre Ecke. Die Padawan bugsierte ihren Begleiter in Richtung Ausgang, wobei sie sich fragte ob sie es nicht ein wenig übertrieb. So betrunken war Markus schließlich auch nicht, dass er nicht mehr alleine geradeaus laufen konnte. Oder?

Noch vor wenigen Minuten hatte er nicht mehr ganz echt gewirkt. Abwesend wäre zu weit hinausgegriffen, aber so ähnlich hätte man seinen Zustand durchaus beschreiben können. Spürte er vielleicht Ähnliches wie sie? Fand er sie eventuell begehrenswert? Oder bildete sie sich dies alles nur ein? Möglicherweise auch aufgrund ihres eigenen Gefühlschaos? Alkohol war ganz klar eine dumme Idee gewesen, bzw. diese Mengen. Doch es ließ sich nicht mehr rückgängig machen, abgesehen davon war nicht alles an diesem Abend schlecht. Draußen schlug ihnen erst einmal kühlere Luft entgegen, weshalb Shana ihren Blazer wieder anzog. Diese Situation ließ einige Erinnerungen von ähnlichen Abenden aufkommen.

Eine zeitlang war sie mit ihrer Clique fast jeden Abend unterwegs gewesen, wobei sie das eine oder andere Mal die vollgelaufenen Jungs nach Hause hatten befördern müssen. Besonders spaßig war es, wenn man selbst wenig getrunken hatte und die anderen nüchtern erleben musste. Dafür hatte sie dies immer genutzt um Bilder zu schießen oder sich anderweitig zu "rächen". Andererseits wollte sie nicht wissen, wie sie so manches Mal ausgesehen hatte, wenn sie es übertrieben hatte mit dem Feiern. Markus schien zwar immer noch unter Einfluss der Droge zu stehen, aber nicht so schlimm, dass man von einem Absturz sprechen konnte. Insgesamt war er aber doch wieder etwas stiller. Die "frische" Luft vertrieb relativ schnell die leichte Trägheit die sich durch die Wärme und das Sitzen breit gemacht hatte. So gingen sie nun mehr oder weniger schweigend in Richtung des Bordell - Unterschlupfs. Doch soweit waren sie noch lange nicht.

Zwar war ihr bekannt wie wenig freundlich die Gegend war, doch bis jetzt hatte sie nie großartige Schwierigkeiten gehabt. Letztendlich war es wohl nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich dies änderte. Was erwarteten sie auch wenn sie wie ein betrunkenes Paar hier durch die Gegend zogen? Jedenfalls kam der Wookie für sie wie aus dem Nichts und sein Erscheinen traf sie überraschend. Wo kam er plötzlich her? Sein Brüllen ließ sie etwas zurückzucken und erst jetzt wurde sie langsam gewahr, dass sie alles anderen als allein hier waren. Neben dem großen Nichtmenschen war noch mindestens ein Mensch hier. Dieser (Arkon) gesellte sich zu ihnen und erklärte "dass er nur spielen wollte". Shana kam das alles nicht wirklich geheuer vor. Vielleicht reagierte sie mal wieder paranoid, doch die Situation gefiel ihr nicht. Sie konnte eigentlich so gut wie mit allem fertig werden, aber ein Wookie gehörte zu den wenigen Dingen, die nicht dazu gehörten. Wirklich toll! Andererseits hatte sie auch noch einen mächtigen Jedi - Meister an der Seite. Weshalb also Angst haben? Er würde sie schützen.


"Ach wirklich?" , fragte die blonde Schönheit nicht ganz überzeugt. Hätte sie doch bloß ihren Blaster dabei! In dieser Gegend war sie normalerweise nie ohne Waffe unterwegs, doch da sie sich so hatte beeilen müssen beim Anziehen, hatte sie nicht mehr an ihren Lebensretter gedacht. Dann musste Markus das übernehmen, bzw. wenigstens den Wookie beschäftigen. Gegen einen Menschen würde sie weitaus bessere Chancen haben, wenn dieser nicht gerade einen Blaster benutzte. Doch vielleicht war alles gar nicht so schlimm und der Wookie wollte ihnen wirklich nur Angst einjagen. Als wenn das Ungeschick ihres Meisters nicht schon für genug Schrecksekunden gesorgt hätte. Na mal sehen, was noch so passierte. Erst einmal wartete sie aufmerksam ab.

¦¦ Coruscant ~ untere Ebenen ~ Straße/Gasse ¦¦ Shana ~ Markus ~ Arkon & seine Kumpanen
 
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[Coruscant – Militärkrankenhaus – Jansons Zimmer] – Janson und Elysa

Ihre Befürchtung war unbegründet gewesen, der Colonel erinnerte sich, offenbar sehr wohl an ihre Person, und sein Einstieg auf ihren kleinen Scherz zufolge wusste er anscheinend auch nach wie vor, dass sie dem Orden der Sith angehörte. Alles in Allem bemerkte sie auch das Lächeln, dass er erwiderte und in dem Moment fielen die letzten Zweifel von ihr ab. Es war richtig gewesen her zu kommen, und wenn auch nur, um den Staffelkommandanten von seinen eigenen Gedanken abzulenken, zumindest hatte sie das Gefühl, es mochte Empathie, Menschenkenntnis oder auch nur Intuition sein, das diese momentan nicht unbedingt die Strahlensten waren. Dennoch erschien er einigermaßen gesund und ließ sich auch nicht wirklich gehen, keine Bartstoppeln oder ein ungepflegter Vollbart. (falls ich hier falsch liege, einfach korrigieren. :) )

„Nerethin?“

Hakte Elysa lachend nach.

„Nicht direkt die Antwort die ich mir erhofft habe, ich muss weniger Eindruck hinterlassen haben als gedacht…“, erörterte sie dies mit einem Lächeln, das bat zu einem Grinsen werden zu dürfen und fuhr dann genauso wenig ernsthaft weiter.

„…aber auf jeden Fall besser als ‚Wer sind sie, und was tun sie in meinem Zimmer?’ kombiniert mit einem gebrülltem ‚Raus!’“

Und wie sich glücklicherweise herausstellte, waren ihre Geschenke doch keine vollkommenen Fehlgriffe, zumindest bei der Schokolade schien sie richtig zu liegen, auch wenn sie sich kurz schwer tat auf dem vollen Nachttisch einen freien Platz dafür zu finden. Ganz offenbar erinnerten sich auch andere an Janson Sez. Was gut war, Einsamkeit konnte einem seltsame Gedanken einbringen, vor allem, wenn die Galaxie sich gegen einen Verschworen zu haben schien.

„Aber ja, es ist wirklich lange her.“ Antwortete sie nun das erste Mal durchaus ernsthaft.
„Etwas mehr als zwei Jahre dürften es nun sein.“ Um genau zu sein 877 Tage, das Datum der ersten Schlacht von Bastion hatte sich in ihr Gedächtnis für alle Zeit eingebrannt.

„Ich muss zugeben, ich wusste auch erst nicht wie sie reagieren würden, geschweige denn was ich sagen sollte. Aber das haben wir Beide doch schon einmal ganz gut hinter uns gebracht, und nun müssen wir nur noch diese peinliche Stille bezwingen, damit es nicht doch irgendwie, nunja peinlich wird.“

Und da war es wieder, das Grinsen, welches sie fast befürchtet hatte verloren zu haben.

„Keine Allergiegefahr also, das ist auch schon mal sehr gut, dann muss ich mich nicht vor Dr. Dorden verantworten, warum sie aussehen wie ein Siebenjähriger der aquilanische Masern hat. Er kann ja furchtbar stur sein und ich glaube aus der Nummer wäre ich dann auch nicht so einfach herausgekommen.“

Elysa war in einen unbesorgten, freundlichen Plauderton verfallen, während sie sich einen der Stühle holte, um sich dann vielleicht doch recht dreist, weil ungefragt, in angenehmer Gesprächsdistanz zu ihm ans Bett zu setzen.

„Ich muss sagen, ich hatte vor der Tür noch meine Zweifel, aber ich kann es nur bestätigen, es ist schön sie wieder zu sehen.“

Und dann war sie doch wieder da, die betroffene, peinliche Stille, die unweigerlich zu der Frage führen musste.

„Wie ist es passiert?“

Fragte die Corellianerin schließlich leise und bedächtig. Im Groben hatte sie natürlich einen Überblick, aber es war immer etwas aus dem Munde der betroffenen Person zu hören.

„Falls ich das überhaupt fragen darf, immerhin bin ich fast eine Wildfremde.“, erinnerte sie sich selbst, als auch Janson zögernd.

„Und falls das keine zulässige Frage ist, die viel wichtigere Frage: Wie geht es ihnen und wie geht es voran?“

Sie hatte unbedacht nach dem Grund seines Hier seins gefragt, vermutlich wollte er genauso wenig daran erinnert werden, wie es auch einige Kapitel in ihren Erinnerungen gab, die sie lieber unausgesprochen ließ. Aber vielleicht würde es ebenso helfen darüber zu sprechen, auch um das Ganze distanziert betrachten und verarbeiten zu können. In jedem Falle, war sie aufrichtig an seinen Antworten interessiert, was sich auch in Elysas Gestik und Mimik widerspiegelte.

„Vielleicht ist es auch zu persönlich, um es einer Wildfremden zu erzählen, aber das wäre nichts was wir nicht ändern könnten. Ich bin Elysa, nicht Nerethin und auch nicht Mylady, falls sie das wollen.“

Die Corellianerin kam nicht umher, ein amüsiertes, aber echtes und freundliches Halblächeln, schlich sich auf ihre Lippen, während sie ihm die Hand zum Greifen und Einschlagen anbot.

[Coruscant – Militärkrankenhaus – Jansons Zimmer] – Janson und Elysa
 
<Coruscant - Untere Ebenen - Gasse nahe des 'Betrunkenen Jawas'> Catherine, Farank, Sek'nos

Wenn sich mich freilassen würden könnte ich alles erklären. Und meine Klammer bekommen sie nicht ab ohne mich zu töten
"Das mit dem Töten könnte ich einrichten"
,knurrte der Shistavan ehe ihn ein konzentrierter Strahl Wasser von dem Mann (Farank) wegfegte. Völlig unvorbereitet landete er unsanft auf einer der, zum Glück, geschlossenen Mülltonnen. Total verwirrt richtete er sich wieder auf. Entweder hatte dieser Mann verdammt viel Glück oder er hatte einen Komplizen auf den Dächern. Sicherlich einen Scharfschützen! Er spähte auf das Haus von dem der Strahl herkam. Bis auf die Feuerspritze war es leer. Er betrachtete die umliegenden Dächer noch einmal. Alle leer. Kein Anzeichen auf Scharfschützen oder sonstige Bedrohungen.

Verwirrt schüttelte sich der Wolfsmensch um die Nässe einigermaßen loszuwerden und trat dann wieder zu dem Cyborg und der Majorin. Der Cyborg stellte sich der Majorin als 'Operative Farank Farander' vor. Also auch ein Mitglied des GD's der NR. Der Wolfsmensch reichte dem Operative die Hand.
"Verzeihen sie mir, Operative Farank Farander. Ich wusste nicht, dass sie auch ein Mitglied unserer Organisation sind."
,entschuldigte sich Sek'nos.

"Ihr wollt mir also beide weis machen, dass ihr Operatives seid, welche mir unterstellt wurden?"
"Korrekt, Ma'am. Falls ihnen mein Wort nicht reicht habe ich auch noch einen Ausweiß der NR."

Dann quatsche der Operative fröhlich in das Komlink, dann plauderte die Majorin noch etwas und dann befahl die Majorin dem Cyborg sie zu der Basis zu navigieren.

Der schwarze Wolfmensch zog sich die Kaputze wieder über das Gesicht und trottete einige Meter hinter den beiden her, als würden sie sich nicht kennen und er würde nur ein wenig in den Unteren Ebenen spazieren gehen. An einigen Ständen der zwilichten Verkäufer blieb er stehen, sah sich die Sachen genau an, redete mit dem Händler etwas und kaufte es trotzdem nicht. So kamen sie irgendwann an die Oberfläche. Er nahm ein Taxigleiter und flog damit, möglichst unauffällig tuend, zu dem Nebenquartier des GDs. Er betrat den Wolkenkratzer etwas nach Catherine und Farank. Er fand die Beiden jedoch einigermaßen schnell in dem Kratzer wieder. Nachdem sie einige Stockwerke gefahren waren zeigte er ihnen die Quartiere. Mit einer großen, schwarzen '13b' war sein Zimmer benannt. Er betrat sein Quartier und musterte es. Höchstwahrscheinlich war dies mal ein Hotel gewesen, da
  1. die Aussicht perfekt war
  2. sein Quartier einen glamourösen Hauch hatte
Besonders Punkt 1 machte dieses Zimmer gut für den GD. Die Aussicht war atemberaubend. Sek'nos war bisher nie in einem Wolkenkratzer gewesen. Das war einfach wow. Er drehte dem fanszinierenden Ausblick den schwarzen Rücken zu und verliess das Quartier um die Majorin aufzusuchen und nach den weiteren Plänen zu fragen.

Nach einiger Sucherei bemerkte er, dass das Zimmer der Majoringenau neben seinem lag. Er klopfte an, betrat es nach der Erlaubnis und salutierte.
"Ma'am, verzeihen sie mir meine Neugier, aber ich würde gerne wissen wie die weiteren Pläne aussehen würden. Ihr spracht vorhin von einem Treffen mit 'Direktor Andrews'. Würden sie mich, sofern es mein niedriger Rang erlaubt, einweihen?"

<Coruscant - City - Wolkenkratzer - Stockwerk 36 - ehemaliges Hotel - Cat's Kabine> Major Catherine Souls, Operative Sek'nos Raisuun

 
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