Coruscant

Core Worlds - Corusca-Sektor - Coruscant-System - im Anflug auf Coruscant (nahe Coruscant) - Coruscant-Kampfgruppe - [MC90] „Prometheus - Deck Eins - Brücke (hinterer Bereich) - Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya und Captain Roosh und Casia; im Hintergrund die Brückenbesatzung


Commodore Ven gab Casia die gewünschte Zusammenfassung und für einen Augenblick glitt der Schatten von echtem Zorn über Casias Gesicht. Den Fluch, den sie auf den Lippen hatte, ersparte sie den Anwesenden, wobei es ihr weniger auf ihr Image ankam, als die Überlegung, daß Unbeherrschtheit von ihrer Seite mögliche Unsicherheiten hervorrufen könnte. So wie eine Mannschaft von ihrem Vorgesetzen ein gewisses Verhalten erwarten durfte, so galt für eine Politikerin ihres Ranges ebenso.

“Natürlich verstehe ich das, Commodore Ven.“

antwortete sie nachdenklich. Es wäre auch alles glattgegangen, wenn Sekretär Fey'lya erdreistet hätte, ihr mehr oder minder vorzuschreiben, daß sie dem Commodore eine Standpauke halten sollte.
Moment mal, hatte er das wirklich gewagt?
Casias Augen funkelten zornig.


“Sekretär Fey'lya, Sie dürfen mir getrost, selbst überlassen, welche Meinung ich zu Commodore Vens Erklärung habe. Und welche Konsequenzen ich daraus ziehe.“

Casias Tonfall verhieß nichts Gutes.

“In meinem ganzen Leben habe ich noch nicht erlebt, daß die Mitglieder der Republik einer Meinung gewesen seien. Aber das Problem an diesem Friedensvertrag ist, daß sich sehr viele in einem inneren Zwiespalt befinden. Sicher hat man den Frieden herbeigesehnt, und man kann gut und gerne die großartigen Erfolge der Republik anführen, die diese Übergabe möglich gemacht haben.“

Casia machte eine kurze Pause.

“Aber sehr viele zweifeln daran, daß dieser Frieden wirklich ehrlich ist und keine böse Falle.“

Es ging Casia ebenso, denn so wirklich traute sie dem Braten nicht. Und damit war sie nicht alleine.

“Sie wissen, Sekretär Fey'lya, daß Coruscant mehr ein Prestigeobjekt ist, schließlich hat der Planet keinen militärischen Nutzen und auf Versorgung angewiesen. Und obendrein ist Coruscant schwer zu verteidigen.“

Casia konnte die Argumente beider Seiten förmlich herunterbeten.

“Angesichts dieser Tatsache, werden Sie verstehen, daß weder Commodore Ven noch ich daran interessiert sind, den Vertretern von Militär und Politik zu erklären, warum wir zugelassen haben, daß Coruscant nicht nur seine eignen Verteidigungsanlagen eingebüßt hat, sondern warum wir diese den Imperialen mit einer Geschenkschleife förmlich überreicht haben, so daß die Verteidigung von Coruscant noch komplizierter geworden ist.“

Casias Stimme klang ruhig und sachlich, aber das war nicht wirklich Ausdruck ihrer Gefühlslage, als jahrelange Übung, Selbstbeherrschung zu wahren.

“Commodore Ven hatte die Wahl zwischen Wespenfieber und Karatos-Pest und deswegen heiße ich seine Entscheidung für gut. Vermerken Sie das, Sekretär Fey'lya.“

Natürlich wurden bei solchen delikaten Angelegenheiten sämtliche Entscheidungen dokumentiert, zudem war unwahrscheinlich, daß sich der Bothan die Gelegenheit entgehen ließ, genau das zu tun. So aber konnte er sich seine Pfoten nicht deswegen reiben.
Zum Glück für alle Beteiligten kam gerade die Meldung, daß von Coruscant eine Nachrichtenübermittlung empfangen wurde.
Die Nachricht machte Casia aber dann so richtig wütend. Und anscheinend nicht nur sie, denn Ven brachte auf den Punkt, wofür Casia die Worte fehlten.


“Commodore Ven, gesetzt dem Fall, daß wir diese Einladung annehmen sollten, welche Risiken bestehen?“

Casia bewahrte Haltung und konzentrierte sich darauf, was sie in solchen Situationen am besten fand, nämlich sich eine Grundlage für eine Entscheidungen zu verschaffen.

“Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß wir auf Coruscant in eine Falle geraten und die Republik erpreßbar wird? Wir dürfen die Möglichkeit, daß die Imperialen hier Verstärkung in relativer Nähe stationiert hat, die dann ins System eindringt, nicht außer Acht lassen. Und, meine Herren, erinnern Sie sich an die Eroberung von Coruscant. Die Schutzschilde waren wie ein Gefängnis, ohne Aussicht auf Entkommen, während die Raumschlacht tobte.“

Lieber malte Casia in dem Fall zu schwarz, als hier in eine Falle zu laufen. Natürlich verhandelte die Republik nicht mit Erpressern, aber die moralische Wirkung durfte man nicht außer Acht lassen.



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[Coruscant-System, Weltraum vor Coruscant, Verband der imperialen Sektorflotte, ISD II Obliterator, Brücke]- Admiral Kayen Jago, Brückenbesatzung

Ein wenig war Kayen Jago enttäuscht, dass der feindliche Commodore ihm keine Replik auf seinen letzten Funkspruch zukommen ließ – ob es sich nun um weiteres Wimmern gehandelt hätte oder um eine handfeste Provokation, die dann endlich den lang ersehnten Vorwand geliefert hätte, ihr im Orbit von Coruscant Tatsachen zu schaffen, die mehr Bestand hatten als die lächerlichen Worte eines demütigenden Friedensvertrags. Doch der Kommunikationsoffizier blieb stumm und auf dem taktischen Hologramm konnte der Admiral verfolgen, wie der freche MC30 sich ebenfalls zurückzog, ebenso wie die Bomber, vor denen sein Flaggkapitän ihn so eindrücklich gewarnt hatte. Verächtlich schüttelte Jago mit dem Kopf – waren diese ganzen Drohgebärden also nur ein Bluff gewesen, nichts weiter? Zugegeben, militärisch war der Feind im System hoffnungslos unterlegen – vielleicht setzte bei Commodore Ven nun die Erkenntnis ein, dass auch der Friedensvertrag ihn nicht vor den Konsequenzen allzu leichtsinnigen Handelns schützen konnte.

„Admiral, wir empfangen Kommunikation von Coruscant“, meldete in diesem Moment der Kommunikationsoffizier. Und nach einer kurzen Pause:

„Sector Adjutant Onasi, Sir.“

Unwirsch drehte der Admiral sich in Richtung dieser störenden Meldung um. Das letzte, was er jetzt gebrauchen konnte, waren gute Ratschläge irgendeiner Bürokratin aus ihrem gemütlichen, mit Teppich ausgelegten Büro.


„Und was möchte sie uns mitteilen?“


„Nicht nur uns, Sir“, erwiderte der Offizier mit unglücklicher Miene.

„Der Funkspruch ging an alle Militäreinheiten im System – inklusive jener der Republik.“

Fast hatte es den Anschein, als würde der Mann hinter der Kommunikationskonsole am liebsten unverzüglich entmaterialisieren und an irgendeinem weit entfernten Ort wieder auftauchen.


„Ich… ich stelle durch, Sir.“

Und das tat er dann auch.

Als das letzte Wort des Funkspruches der Sektorverwaltung verhallt war, herrschte eine unheilvolle Stille auf der Brücke der Obliterator. Jeder Blick schien nun auf den Admiral gerichtet, wenngleich auch keiner der anwesenden Offiziere es wagte, ihren Vorgesetzten zu deutlich auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, sahen sie doch alle, dass es im Gesicht Jagos arbeitete. Die Kiefermuskulatur des glatzköpfigen Mannes verspannte sich sichtlich und das verräterische Pulsieren seiner rechten Schläfe verhieß ebenfalls nichts Gutes. Fast schienen einige Offiziere erleichtert, als es endlich aus dem Admiral herausplatzte.


„Provokante Handlungen?“, brüllte er fast in das bleierne Schweigen der Brücke hinein, Worte, die seinen Flaggkapitän wie Peitschenschläge zu treffen schienen.

„Die Sicherung imperialen Eigentums ist also eine „provokante Handlung“?“


Die Augen des Admirals verengten sich zu Schlitzen. Natürlich wollten Onasi und Veran auf Coruscant verhandeln. Wenn sie in Hinterzimmergesprächen der Republik auch nur eine Golan-Station abschwatzten, dann war das ihr Verdienst und er, Jago, stand wie der letzte Idiot da. Doch jetzt, in diesem Moment, kontrollierte er immer noch zwei dieser gigantischen Kampfstationen. Jetzt abzuziehen und sie dem „Verhandlungsgeschick“ der Bürokraten der Sektorverwaltung zu überlassen war schlicht und ergreifend Wahnsinn. Und Verrat am Imperium.


„Admiral, die Supremacy bittet um neue Befehle.“

Diese Meldung des Kommunikationsoffiziers genügte, um Jago zum Handeln zu bewegen, Die Supremacy war die Einheit, die mit der ihr überantworteten Golan-Station bereits am weitesten von Coruscant und den Rebelleneinheiten entfernt war. Sie dazu aufzufordern, anzuhalten oder gar beizudrehen, bedeutete, die schmachvolle Niederlage anzuerkennen, die der Rebellenabschaum und die imperiale Bürokratie ihm beizubringen gedachten.

„Melden Sie der Supremacy, dass ihre Befehle sich nicht geändert haben“, presste Jago zwischen zusammengebissenen Zähnen hindurch.

Neben ihm sog Trassk – wieder einmal – zischend Luft ein.

„Admiral…“

„Diese… „Befehle“ der Sektorverwaltung widersprechen nicht nur der Neuen Ordnung, Captain. Sie sind auch feige.“

Der Admiral fasste seinen Flaggkapitän fest in den Blick. Hoffentlich hatte Trassk aus Captain Dillingers Schicksal gelernt.

„Mich hat man auf der Akademie keine Feigheit vor dem Feind gelehrt, Captain. Sie etwa?“


Es funktionierte. Ein paar Sekunden hielt Trassk dem Blick seines Admirals stand, dann senkte er seinen eigenen.


„Nein, Sir.“

„Gut.“


Jago vergaß seinen zimperlichen Flaggkapitän und wandte sich wieder an den Kommunikationsoffizier.


„Geben Sie mir die Inquisition per Holo.“


Wenig später stabilisierte sich das Hologramm von Commander Volantis vor ihm. Der Offizier wirkte besorgt – nachvollziehbarerweise, schließlich hatte der Funkspruch der Sektorverwaltung nachträglich das Verhalten seiner ehemaligen Vorgesetzten gerechtfertigt, die nun in der Brigg der Inquisition schmorte. Umso mehr würde dem Heißsporn gefallen, was Jago nun für sein Schiff angedacht hatte.


„Admiral, haben Sie…“

„Sprechen wir nicht vom Verrat der Bürokraten, Commander“, unterbrach Jago ihn schnell.

„Ich habe neue Befehle für Sie.“

„Ich bin bereit, Sir.“

Jago gestattete sich ein schmales Lächeln.


„Gut. Ich denke, Sie stimmen mit mir darüber ein, dass die Weigerung der Bürokraten, uns zu unterstützen, uns nicht nur Homeguard I, sondern auch Homeguard II gekostet hat. Der Feind sammelt sich bei Ihnen und scheint damit zu rechnen, dass wir fügsam den Schwanz einziehen und das System räumen um zu… verhandeln.“

Volantis zögerte.

„Ja, Sir…“

„Nun, wir werden ihnen diesen Gefallen aber nicht tun. Wir räumen das System – aber Homeguard III und IV nehmen wir mit. Ihre Aufgabe wird es sein, uns mit Ihren Geleitschiffen zu decken.“

„Verstanden, Sir.“

Volantis‘ Körperhaltung straffte sich.


„Sir, ich vermute, dass die Rebellen mittlerweile die Kontrolle über Homeguard II übernommen haben.“

„Dann sollten Sie diese wohl auch als feindliche Einheit betrachten, Commander. Jago, Ende.“


Das Hologramm erlosch und Jago drehte sich zu seinem schweigenden Flaggkapitän um.


„Rufen Sie unsere Abfangjäger zurück. Und bringen Sie uns weg hier, zum vereinbarten Sammelpunkt. Volle Beschleunigung.“


In diesem Moment eröffneten die Waffen der Inquisition das Feuer.

[Coruscant-System, Weltraum vor Coruscant, Verband der imperialen Sektorflotte, ISD II Obliterator, Brücke]- Admiral Kayen Jago, Brückenbesatzung




 
[Coruscant System | Orbit von Coruscant | bei Wächter drei | LTK "Massive" | Deck 1 | Hauptbrücke] Cpt. Bru-Th Agoch, Colonel Sebolto und Brückenbesatzung


"Dieser imperiale Schweinehund kann doch unmöglich ... ."

Lt. Cmdr. Kytana Saris, XO des Liberator Transportkreuzers Massive schaffte es nicht einmal mehr, ihren Unglauben über die wahnwitzige Situation heraus zu brüllen, als bereits die ersten schweren Turbolaserschüsse des imperialen Sternenzerstörers die Expeditionsstreitmacht, bestehend aus ihrem LTK, dem MC30 Halycon sowie dem Belarus Kreuzer Genesis, erreichten und den gesamten angrenzenden Raum in eine giftgrüne Litanei des Todes verwandelten. Die Massive erbebte, und zwang die rothaarige Offizierin, sich am Holotisch ordentlich fest zu halten, so heftig waren die gelegentlichen Einschläge des feindlichen Feuers. "Es sind die größten Geschütze, die das Imperium verbaut", wusste Kytana, doch milderte dies nicht wirklich den Schrecken darüber, dass diese sie nun beschossen. In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken, doch zum Nachdenken war in den ersten Sekunden keine Zeit, sie reagierte nur, wie man es von einem Führungsoffizier der republikanischen Raumflotte erwartete. Präzise. Professionell.

"Ensign Frey, wenden Sie das Schiff mit den Manöverdüsen und richten Sie unseren Bug in Richtung von ... ", die XO schaute den Waffenoffizier an, welcher offenbar rasch verstand, kurzerhand etwas in seine Konsole eintippte und Sekunden später antwortete:

"Imperialer Sternenzerstörer (Inquisition) trägt die Bezeichnung Krayt eins, XO!"

" ... in Richtung von Krayt eins. Und halten Sie Abstand zu Wächter eins, Hatarron, ein wenig zielen sollen sie schon noch müssen, um uns zu treffen."

"Verstanden, Ma'am!"

Der imperiale Sternenzerstörer hatte sich quer gestellt und deckte mit seiner riesigen Flanke den Rückzug der beiden anderen Schlachtschiffe, welche mit jeweils einer Golan-Station im Schlepp so hoch beschleunigten, wie das geänderte Masseverhältnis es zuließ. Kytana wollte sich nicht länger am Holotisch festhalten und wollte noch viel weniger glauben, was dieser Wahnsinnige da gerade tat. Breitbeinig drückte sie sich ein Stück von der Karte weg, worauf hin ein weiterer Treffer ihre Standfestigkeit direkt einer Prüfung unterzog, doch die XO blieb stehen, im ihrem Gesicht regierte der Zorn. "Dieser Scheisskerl bricht einfach den Vertrag, als wäre er nichts wert", fluchte sie innerlich und ärgerte sich auch noch darüber, dass sie nicht im Stande war, ihre Wut zu zügeln.

"Wo bleiben denn die Waffen?",

blaffte sie mit deutlichem Groll in der Stimme abermals den Waffenoffizier, Lt. Tuum, an, welcher gerade sein Headset zur Seite klappte und erst jetzt begriff, dass der verbale Ausfall ihm gegolten hatte. Ein leises, gutturales Knurren mischte sich in seine Antwort:

"In einer halben Minute, Commander. Die Türme müssen die geänderte Ausrichtung noch nachführen. Feuerbefehl?"

Lt. Cmdr. Saris grunzte nur abfällig, jedoch galt dies nicht Lt. Tuum.

"Da können Sie Gift drauf nehmen, Khaar! Wir schießen volle Ladungen, alles, was wir haben! Und verstärken Sie die Frontalschilde!"

Erst jetzt nahm sich Kytana die Zeit und traute sich, das taktische Display für einige Sekunden aus den Augen zu lassen. "Da sitzt er", dachte sie unschlüssig und betrachtete Captain Agoch, wie er im Stuhl des Kommandanten saß, kerzengerade mit einem fast friedlichen Ausdruck im Gesicht. Der Anblick bereitete ihr eine Gänsehaut. Um ihn herum stand das Schiff unter schwerem Feuer, hektisch erteilte Befehle suchten sich lauthals ihre Adressaten, Anspannung und -strengung lagen wie ein bleierner Mantel über allem, doch dieser verdammte Jedi saß seelenruhig in seinem Stuhl und tat nichts, geschweige denn, dass er sich stören ließe.
Ihr erschien es absolut unnatürlich. Die rothaarige Frau seufzte leise. Der Captain hatte Protokoll 'Agoch Alpha' aktiviert, wusste Kytana und erinnerte sich an jene Besprechungen mit den 'Wildfires' zurück, die vor nicht einmal zwei Tagen abgehalten wurde. Er hatte ihr erklärt, dass es genauso ablaufen würde, wie es nun war, und dass SIE in dieser Zeit das Kommando hatte. "Irgendwie hilft er jetzt also den Piloten, irgend so ein Machtding", hatte sie sich gemerkt, doch was sollte dieser Hokuspokus denn überhaupt bringen? Mit den Jedi hatte sie noch nie viel anfangen können. Sie waren arrogant, weltfremd und kümmerten sich in der Regel nicht um die Belange der einfachen Menschen. Doch das Schlimmste für sie war, dass sie von diesem Jedi da vorne nicht so dachte, ihn sogar respektierte. Captain Agoch hielt sich nicht für etwas Besseres, und obwohl sie seine Ansicht zum Friedensvertrag nicht teilte, hatte er es geschafft, die Crew im Laufe des letzten Jahres zusammen zu schweißen, selbst die Chaoten und Störenfriede, die es in jeder Crew gab. "Warum fängt er ausgerechnet jetzt mit diesem Jedizeug an", raunte sie in Gedanken, dann ruckte es mehrmals heftig im Schiff und die angriffslustige XO widmete dem beginnenden Gefecht wieder ihre ganze Aufmerksamkeit. Die Massive erwiderte das Feuer aus Geschützen, die über den Standard ihrer Schiffsgröße deutlich hinaus gingen. In das Rot mischte sich nun auch ein Grün, denn die Halcyon und die Genesis feuerten ebenfalls.


"Commander, Krayt eins schleust TIE-Fighter aus, ein volles Geschwader. Genaue Identifikation der Fabrikate erst unter zwanzig Klicks. Unsere Vögelchen auf Patrouille werden es nicht ganz rechtzeitig schaffen, Sir. Reserve steht aber zur Verfügung."

Kytana verkniff ungehalten die Nase. Die Jäger fehlten ihnen.

"Schön, dann raus damit. Gleiches gilt für die Staffel A-Wings der Halcyon, Colonel. Sehen sie zu, dass die feindlichen Jagdmaschinen nicht bis in unsere Nahbereichsabwehr vordringen, sonst müssen wir den Kahn nach Hause schieben und das will keiner von uns."

"Der Captain wirds schon richten", dachte, nein hoffte Kytana inständig. Es sah böse aus.


[Coruscant System | Orbit von Coruscant | bei Wächter drei | LTK "Massive" | Deck 1 | Hauptbrücke] Cpt. Bru-Th Agoch, Colonel Sebolto und Brückenbesatzung


 
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[Core Worlds | Coruscant-System | Zwischen dem Imperialen Verband und Coruscant | MC30 Halcyon, Brücke | Aldor Garnik und Brückencrew]


Als der Sternenzerstörer das Feuer auf die Halcyon und die Golan-Station eröffnete stand nicht nur Aldor der Mund mehr als weit offen. In was für einen Wahnsinn waren sie denn da geraten?

"Sir, sollen wir das Feuer erwidern?", kam sofort die verängstigte Frage des Feuerleitoffiziers.

Aldor zögerte kurz, ihm den Befehl zum Feuern zu erteilen, doch dann fiel ihm etwas entscheidendes auf: Der Sternenzerstörer feuerte nicht auf die Halcyon, sondern feuerte eher auf den Raum zwischen der Golan und dem Schlachtschiff, somit befand sich die MC30-Fregatte also nur am falschen Ort.

"Nein, erwidern sie das Feuer nicht, denn wir werden nicht direkt angegriffen! Alle Energie auf die Deflektorschilde und bereiten sie die Ersatzschilde ebenfalls vor!", befahl Aldor mit leicht zitternder Stimme.

Das war die Stunde in der Helden gemacht wurden. Zumindest kam es ihm so vor. Und er würde lieber als Held sterben, als diesen so wertvollen Friedensvertrag zu verletzen.

"Niemand, ich wiederhole NIEMAND auf diesem Schiff wird heute einen Schuss abfeuern. Wir werden den Vertrag nicht brechen!", betonte Aldor gegenüber seiner Brückencrew noch einmal seine Beweggründe.

"Commander, eine Nachricht von der Massive, wir sollen das Schiffe rollen lassen, um die Schilde gleichmäßig zu belasten!", meldete sich da plötzlich ein Kommunikationsoffizier.

Keine schlechte Idee, das musste auch Aldor zugeben.

"Gut meine Herren, halten sie sich fest und beginnen sie mit der Rotation!", befahl der Mon Calamari kurz darauf.

Dann kam es erneut zu einer Veränderung der Lage. Vier Bomberstaffeln, ausgesendet von der Massive und der Prometheus nahmen Kurs auf den Sternenzerstörer, der auf die Halcyon feuerte.
Und kurz darauf starteten Abfangjäger aus dem Hangar des grauen Ungetüms.

Aldor konnte nur mit dem Kopf schütteln. Weder den Imperialen Kommandanten noch Commodore Ven schien viel an der Wahrung des Friedensvertrags zu liegen.

Wie konnte man nur so unglaublich verbohrt sein! Jahre des Krieges durfte niemand so einfach aufs Spiel setzen!

"Wie steht es um unsere Schilde, Mister Amon?", erkundigte sich Aldor fast schon beiläufig.

"Keine größere Strukturelle Gefahr, Sir, die Schilde liegen immer noch bei Achtundsiebzig Prozent und wir sind nur ungezieltem Beschuss ausgesetzt", gab der junge Lieutenant Aldor bereitwillig Auskunft.

Aldor nickte zufrieden. Im Moment mussten sie noch nichts befürchten, aber wenn die Bomber wirklich den Angriff wagten, dann wäre die Halcyon wohl das erste republikanische Schiff, dass nach dem Friedensvertrag dem Totalverlust übergeben würde. Eine traurige Ehre.

"Wie lange brauchen wir, um die Halcyon zu evakuieren?", wollte Aldor in weißer Voraussicht schon einmal wissen.

Sofort drehten sich einige Gesichter verdutzt zu ihm um.

"Ähm.... wir bräuchten circa zehn Minuten, Sir, aber...", begann ein Offizier, doch Aldor viel ihm ins Wort.

"Kein Aber, bereiten sie alles für eine Evakuierung vor, ich riskiere hier nicht Menschenleben, nur um bei dem Spiel mitmachen zu können!", stellte er klar.

"Sir, die Bomber haben abgedreht und soeben kam der Befehl, dass wir uns um Homeguard-II neu formieren sollen!", kam kurz darauf die erlösende Nachricht für Aldor.

"Verstanden, gehen sie auf Umkehrschub und fliegen sie aus der Gefahrenzone heraus und dann werden sie das Schiff drehen und mit Maximaler Sublichtgeschwindigkeit Die Golan-Station ansteuern", befahl Aldor den Kurs.

Langsam schob sich die Halcyon aus dem Sperrfeuer des Sternenzerstörers und dessen Traktorstrahl heraus und trat den Rückzug an. Aldor war wirklich erleichtert. Seine Besatzung war noch am Leben und die Halcyon noch intakt.

Es dauerte nicht lange, bis die Halcyon neben der Genesis und der Massive Stellung bezog.

Für einen kurzen Moment trat Erleichterung ein, die von einer Nachricht der Sektorverwaltung noch gestützt wurde, in der Mann einen gewissen Admiral Jago, vermutlich den Kommandanten des imperialen Verbandes dazu aufforderte, seine provokanten Handlungen einzustellen und an den Tisch der Verhandlungen zurückzukehren. Erleichtert atmete Aldor aus.
Dann war dieser Spuk also jetzt vorbei.

Doch nach einem kurzen Moment trügerischer Ruhe brach der Sturm plötzlich los.
Und es war ein Sturm aus Turbolasersalven, die aus den massiven Geschützen des Sternenzerstörers kamen, der schon vorhin so leichtfertig gefeuert hatte.

Aldor lief ein Schauer über den Rücken und gleichzeitig stieg blinde Wut in ihm auf.

Er ballte beide Hände zu Fäusten sodass die Knöchel weiß wurden.

"Lieutenant-Commander Kolmer, alle Geschütze bemannen und Feuerbereit machen", gab Aldor mit vor Wut zitternder Stimme seinen Befehl.

"Aber Sir, sie haben doch gesagt....", setzte der Bothaner an.

"Ich weiß was ich gesagt habe, Lieutenant-Commander! Aber wenn ein Schießwütiger ******* von imperialem Admiral meint, so leichtfertig den Vertrag von Umbara zu brechen, dann kann er das haben!", schrie Aldor wütend zurück. In ihm brodelte es. Was viel diesem eingebildeten Admiral ein, sich über den Frieden und den Vertrag zu stellen.

"Die A-Wings ausschleusen und Verteidigungspositionen um unseren verband beziehen lassen und stellen sie sie unter das Kommando von Captain Agoch. Steuermann, richten sie den Bug auf den Sternenzerstörer aus und laden sie die Torpedowerfer! Und ja, alle Vier und feuern sie, sobald sie bereit sind, alle anderen Geschütze in Reichweite sollen ebenfalls das Feuer eröffnen!", von dem friedlichen Mon Calamari war in diesem Moment nicht mehr viel übrig, er war einfach nur wütend über diesen Leichtfertigen Bruch des Vertrages. Das Sperrfeuer auf die Halcyon war ja schon grenzwertig gewesen, aber das war jetzt eine Beleidigung und eine Frechheit.

Kurz darauf wurde das Schiff leicht nach hinten geworfen, als die erste Torpedosalve in Richtung des Sternenzerstörers geschickt wurde.


[Core Worlds | Coruscant-System | Verteidigungsposition um Homeguard-II | MC30 Halcyon, Brücke | Aldor Garnik und Brückencrew]


 
[Core Worlds | Corusca-Sektor | Coruscant-System | im Anflug auf Coruscant (nahe Coruscant) || Coruscant-Kampfgruppe | [MC90] „Prometheus || Deck Eins | Brücke (hinterer Bereich)]
Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya, Senatorin de Lieven und Captain Roosh; im Hintergrund die Brückenbesatzung


In dem Augenblick als sich abzeichnete, dass der imperiale Kommandeur den Befehl gegenüber der eigenen Sektorverwaltung verweigerte, war selbst Navara überrascht, aber glücklicherweise fing er sich kurz darauf wieder – anscheinend ebenso schnell wie die Kommandanten der ihm unterstellten Kriegsschiffe. Hätte er schon beim ersten Kontakt mit so einer Entwicklung rechnen müssen? Hätte er Jago sofort als kriegslüsternen Irren entlarven müssen? Bevor solche Fragen zu viel Raum in dem Bewusstsein des Twi'lek einnahmen, schob er sie eiskalt zur Seite und forcierte seine Gedanken auf die vorherrschende Problematik: Zwei Sternzerstörer der Imperialen schleppten nun zwei Golan-III-Stationen zu einem günstigen Sprungpunkt, während ein drittes Schlachtschiff selber Bauart sowie eine gewisse Zahl an Begleitschiffen und Sternjägern deren Rückzug obendrein decken sollte.

Kaum hatte sich der „Verrat“ des imperialen Admirals abgezeichnet, da waren im vorderen Teil der Brücke schon die kräftigen Stimmen von Captain Roosh und Lieutenant Grob, dem diensthabenden Feuerleitoffizier, zu hören. Immerhin musste der tiefblaue Mon Calamari-Sternenkreuzer der Klasse Neunzig binnen weniger Minuten komplett „gefechtsbereit“ sein, um die desertierten Imperialen an ihrem Vorhaben doch noch zu hindern. Obwohl in solch einer Situation eigentlich gar kein Platz für so ein Gefühl ist, nahm der Commodore den sichtlichen Diensteifer seiner ehemaligen Mannschaft schon mit einer gewissen Zufriedenheit zur Kenntnis. Ja, Denon und Corellia hatten die Besatzung der „Prometheus“ unweigerlich zu ihrem jetzigen Zustand geformt. An Bord scheute niemand mehr die Konfrontation mit den Imperialen – manche brannten sogar regelrecht darauf.


„Die 'Genesis', die 'Mon Reve' und die 'Five Brothers' sollen eine Kettenformation bilden und dann den Imperialen nachjagen“, befahl Navara und für den Moment waren Fey'lya und Casia de Lieven aus seiner Wahrnehmung gewissermaßen komplett verschwunden. „Captain, geben sie der 'Halycon' und der 'Marksman' das Zeichen zum Flankieren und Schützen der schweren Schiffe, während sich die 'Massive' gleichzeitig ein bisschen zurückfallen lassen soll...“ Sein Blick glitt unruhig über die einzelnen Elemente der holografischen Darstellung. „... und die 'Jaminere' soll auf einer Außenbahn die Imperialen mit ihrem Gravitationskegel in Schach halten!“

Betrachtete man die aktuelle Lage der republikanischen Kampfgruppe ganz nüchtern, dann ließ sich leider nicht der Eindruck vermeiden, dass sich ihr Kommandeur hier auf eine Torheit einließ. Denn obwohl zwei Sternzerstörer die verbliebenen Verteidigungsplattformen mit ihren Traktorstrahlen ins Schlepp genommen hatten, konnten diese – je nach Position – trotzdem das Turbolaserfeuer auf die nahenden Kriegsschiffe der Neuen Republik eröffnen. Hinzu kamen noch die vielen Schiffe, die an der Seite der imperialen Schlachtschiffe flogen. Folglich stürzten sich die riesige „Prometheus“ und ihre kleineren Begleiter in eine recht aussichtslose Verfolgung. Niemand konnte damit rechnen, dass das eigene Schiff unbeschadet eine Konfrontation überstehen würde. Jedoch musste man vor allem in diesem Moment „Stärke“ beweisen. Immerhin desertierte gerade der Kommandeur einer ganzen Sektorflotte! Die Stabilität eines gesamten Sektors – mit Bedeutung – stand demnach auf dem Spiel.

Unwillkürlich hatte sich in Navaras Hals ein dicker Kloß gebildet. Zwar glaubte der Twi'lek wieder in seinem Element zu sein – die Diplomatie lag ihm einfach nicht so sehr –, aber trotzdem fürchtete selbst er Fehlentscheidungen in diesem heiklen Moment. Die ganze intergalaktische Zivilisation sah just in dieser Sekunde auf ihn herab, folgte jeder Bewegung und kommentierte sie anschließend bis ins kleinste Detail. Obwohl auf der geräumigen Brücke eine angenehme Kühle herrschte, spürte der nichtmenschliche Commodore erste Schweißperlen auf der blanken Stirn. Eher beiläufig registrierte er diverse Meldungen: Zum Beispiel Sector Adjutant Onasi erklärt Kayen Jago für „vogelfrei“ oder „Wächter Eins“ und „Zwei“ eröffnen das Feuer auf die imperiale Gruppe. Mehr einem unbekannten Automatismus folgend entfaltete sich nun vor den Augen aller ein Gefecht im Coruscant-System – und Ryloths Wüstenkrieger Navara Ven stand auf der einen Seite in exponierter Position.

Dar Roosh meldete:
„Die 'Mon Reve' und die 'Five Brothers' haben zur 'Genesis' aufgeschlossen und konzentrieren nun das Feuer auf die Nachhut 'Krayt Eins' ('Inquisition'), Sir. Unsere 'Prometheus' selbst wird noch mindestens zehn Minuten bis Kernschussreichweite benötigen...“

Die Trägheit des Mon Calamari-Sternenkreuzers der Neunziger-Klasse war in diesem Fall eindeutig dessen größtes Manko. Denn das republikanische Schlachtschiff war gut zwanzig MGLT langsamer als seine drei Gegner gleicher „Gewichtsklasse“. Dennoch blieb der tiefblaue Koloss nicht tatenlos, sondern spuckte vereinzelt rote Salven in Richtung der Imperialen. Eine Staffel rubinroter A-Wings – dreieckig und zudem überaus winzig – huschten im halsbrecherischen Tempo über die unförmige Durastahloberfläche und sausten dann sogleich auf den Feind zu, um dessen schildlose Maschinen so früh wie möglich abzufangen. Etwa zur selben Zeit hatten sich die beiden Kreuzer „Genesis“ und „Mon Reve“ – gemeinsam mit der schweren Fregatte „Five Brothers“ – soweit in Stellung gebracht, dass sie halbwegs das gegnerische Feuer, das für die beiden Golan-Stationen bestimmt war, auf sich zogen. Gleichzeitig flog die Abfangfregatte des republikanischen Kleinstverbandes ganz ungestört auf einem Außenkurs und richtete ihre Gravitationskegel auf den Feind aus. Jago würde sich also so oder so ein paar Zähne ausschlagen lassen müssen, wollte er wirklich fliehen.

„Colonel Oki, wir sollten die Sache nicht zu sehr herauszögern“, sagte der Commodore plötzlich im grübelnden Tonfall zu der lachsfarbenen Geschwaderführerin an seiner Seite. Man konnte deutlich erkennen wie sehr die uniformierte Mon Calamari auf diesen einen Moment gewartet hatte. „Lassen Sie die Starterlaubnis für die 'Mees' erteilen. Sie sollen sich Agochs K-Wings anschließen und dann die Sache zu einem zügigen Ende bringen...“

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Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya, Senatorin de Lieven und Captain Roosh; im Hintergrund die Brückenbesatzung

 
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[Weltraum vor Coruscant, Imperiale Nachhut, ISD II Inquisition, Brücke]- Commander Kiran Volantis, Brückencrew

Breitbeinig stand Kiran Volantis auf der Brücke der Inquisition, des Sternzerstörers der Imperial-II-Klasse, dessen erster Offizier er bis vor ein paar Minuten noch gewesen war. Nun, manchmal bot das Schicksal Gelegenheiten – und diese galt es zu ergreifen, jetzt in diesem Moment, indem er die Befehle von Admiral Jago bis ins letzte Detail ausführte und die nagenden Zweifel ignorierten, die ihn angesichts der hektischer werdenden Funksprüche der Sektorverwaltung beschlichen. Die Bürokraten hatten sich entschieden – gegen das Imperium. Volantis entschied sich anders.

„Sir, Homeguard I und II eröffnen das Feuer auf uns!“

Lieutenant Commander Jettison, vormals Waffenoffizier und nun mit Volantis‘ Aufstieg zum Kommandanten als nach ihm Dienstältester erster Offizier, gelang es nicht, eine gewisse Panik aus seiner Stimme zu verbannen, was wohl der Tatsache geschuldet war, dass sie die Golan-Stationen bis vor kurzem noch aus dem System hatten schleppen wollten. Jetzt hatten natürlich die Rebellen die Kontrolle übernommen und die Verteidigungsstationen gehörten zum Feind. Abschätzig nickte der Commander.


„Sollen Sie nur. Ihre Torpedowerfer haben keine Munition und für ihre Turbolaser dürften nicht ausreichend Männer an Bord sein, es sei denn, die Republik hat ausgebildete Kanoniere auf ihren Enterschiffen.“


Was indes nicht so unwahrscheinlich war – schließlich waren diese Enterschiffe mit dem expliziten Befehl ausgesandt worden, eben diese Golan-Stationen zu übernehmen. Diesen nachträglichen Gedankengang behielt Volantis jedoch für sich. Dann ging plötzlich ein Rucken durch den eigentlich unerschütterlichen Sternzerstörer, der Volantis dazu zwang, seine großspurige Haltung kurzfristig aufzugeben.


„Bericht!“, bellte er über die Brücke.

„Torpedotreffer, vom MC30“, kam die Antwort.

„Unsere Turbolaser schaffen es auf diese Distanz nicht, wirkungsvolles Abfangfeuer aufzubauen…“

Und auch auf sonst keine Distanz, das wusste Volantis. Die schweren Geschütze eines Sternzerstörers waren einfach nicht darauf ausgerichtet, Raketen und Torpedos abzufangen. Das konnte natürlich langfristig zu einem Problem geben…


„Artillerie, fokussieren Sie unser Feuer auf den MC30 (Halcyon). Wollen wir doch mal sehen, wer länger am Ball bleibt.“


Volantis grinste siegessicher. Das winzige Schiff in der skurrilen Bauart der Mon Calamari würde eine volle Breitseite eines imperialen Sternzerstörers einstecken müssen, wenngleich er wusste, dass sich Frontalbeschuss noch vernichtender ausgewirkt hätte. Bedauerlicherweise hatte die Inquisition ihr Wendemanöver bereits halb beendet, sodass nur eine Breitseite zur Bekämpfung des Feindes zur Verfügung stand. Vermutlich war es des Weiteren keine gute Idee, diesem im nächsten Zug das verwundbare Heck anzubieten.


„Und stoppen Sie unser Manöver. Wir stellen den Feind hier.“


„Sir, da sind ein MC40, eine CC960 und ein Belarus-Kreuzer im Anflug, projizierter Kurs in Richtung von Admiral Jagos Verband…“

Die Rebellen beabsichtigten also, die Verfolgung aufzunehmen, Nun, dazu mussten sie zunächst an der Inquisition und ihren Begleitschiffen vorbei – und deren Chancen standen gar nicht mal so schlecht. Nur ein wenig flackerte Volantis‘ Lächeln, als sein Blick kurz auf den bedrohlichen roten Fleck fiel, der sich auf dem Taktikhologramm von hinten näherte – der MC90, das feindliche Flaggschiff, war indes eine ganz andere Hausnummer. Und auf seine Inquisition treffen würde dieses Schiff zwangsläufig, wenn er gedachte, die Verfolger an Ort und Stelle zu bekämpfen. Zu allem Überfluss dürfte bis dahin der Nadelstichbeschuss der kleineren Schiffe – und der Golan-Stationen – an den Schilden des Sternzerstörers gezehrt haben…

„Signal an die Unyielding und die Righteous Wrath – sie sollen zu uns aufschließen und ihr Feuer auf die CC-9600 (Five Brothers) konzentrieren!“

Die schweren Turbolaser dieses Schiffes waren es, die ihm – und später Jago – in diesem Moment die meisten Probleme bereiten konnten. Um den MC40 und den Belarus-Kreuzer konnte er sich mit der Bestückung der Inquisition kümmern, sobald der kleinere MC30 kein Problem mehr darstellte. Falls das große Rebellenflaggschiff bis dahin noch nicht aufgeschlossen hatte.


„Commander!“

Der fast erschrockene Ausruf, der in diesem Moment vom Sensoroffizier über die Brücke schallte, ließ Volantis leicht zusammenzucken. Hatte er etwas übersehen?

„Die feindliche Abfangfregatte hat einen Schwerkraftpegel projiziert – Admiral Jagos Verband kann nach Verlassen des Masseschatten Coruscants nicht in den Hyperraum springen!“

Mühsam unterdrückte Volantis einen Fluch, während er merkte, wie Schweißperlen auf seiner Stirn erschienen. Was tun? Es brauchte keinen Funkspruch von der Obliterator, um zu wissen, dass der Admiral dieses Schiff vernichtet sehen wollte. Nur wie? Die Inquisition und ihre Begleitschiffe waren vollends damit beschäftigt, die aufrückenden Rebellen zu bekämpfen, abgesehen von der kleinen Korvette Watchdog, die allerdings kaum gut genug bewaffnet war, um es mit einer Abfangfregatte aufzunehmen. Außerdem wollte Volantis dieses Schiff in der Hinterhand behalten, um die Inquisition vor weiterem Torpedobeschuss und vor Jägerangriffen zu schützen – bisher hatten die republikanischen Bomberverbände nicht gehandelt, doch das musste nicht heißen, dass dies auch so bleiben würde.


„Sind unsere Jäger ausgeschleust?“, fragte er in den Raum, um Zeit zu gewinnen.

„Fast, Sir. Zwei Staffeln Interceptor und eine Staffel Jäger sind im Raum.“

Langsam nickte der Commander.


„Signalisieren Sie der Righteous Wrath, ihre Interceptor ebenfalls auszuschleusen, damit diese gemeinsam mit unseren Interceptor auf Aktionen der feindlichen Bomber reagieren können.“


„Verstanden, Sir.“

Wieder irrte Volantis‘ Blick über das Taktikhologramm. Er zählte zwei Staffeln B-Wings und zwei Staffeln K-Wings, die seinem Schiff wirklich gefährlich werden konnten. Insbesondere die K-Wings trugen eine Feuerkraft ins Gefecht, die der Alptraum eines jeden Kreuzerkommandanten war. Mühsam schluckte er, als ihm klar wurde, dass vier Staffeln TIE-Interceptor wohl kaum ausreichen würden, um sie alle daran zu hindern, ihre todbringende Fracht auf die Reise in Richtung seines Schiffes zu schicken. Und dann war da noch was…

„Sensorik… diese Jäger, die vom MC90 starten – warum habe ich hier kein Profil?“


„Unbekannt, Sir“, kam nach einer kurzen Pause die Antwort.

„Im Computer liegen keine Daten über diesen Jägertyp vor.“

Ein kalter Schauer lief Volantis über den Rücken. Hatte er wirklich das Pech, dass die Rebellen in dem ersten Gefecht, in dem er etwas Verantwortung trug, mit experimentellen Schiffen anrückten?


„Kommunikation von Admiral Jago, Sir“, unterbrach der verantwortliche Offizier diesen Gedanken.

„Wir sollen die feindliche Abfangfregatte als Primärziel behandeln.“

Dann war es jetzt also offiziell und Volantis konnte das kleine Rebellenschiff, das sich komfortabel aus der Gefechtszone heraushielt, nicht weiter ignorieren. Am liebsten hätte er sich die Haare gerauft, während er den Blick eines jeden Brückenoffiziers schwer auf sich lasten spürte.


„Wie ist der Stand unserer Bomb…“

„Kommunikation von der Purity, Sir!“

Volantis horchte auf. Die Purity war jener Carrack-Kreuzer, der keinem der Sternzerstörer in Admiral Jagos Verband fest zugeordnet war, sondern die bisher schlicht mit Aufklärungsaufgaben betraut gewesen war. Hatte die Kommandantin des Schiffes Lakvii Drysso – sich dazu entschlossen, Volantis beizustehen?

„Stellen Sie durch!“, befahl er rasch, im Kopf bereits überschlagend, wie sich ein Carrack-Kreuzer wohl im Gefecht gegen eine vergleichsweise schwach bewaffnete Abfangfregatte schlagen würde… Dann materialisierte das Hologramm der blonden Kommandantin des Kreuzers vor ihm.

„Lieutenant-Commander Drysso! Falls Sie mir Ihre Hilfe anbieten wollen, ich habe da eine lästige Abfangfregatte, die unbedingt…“


„Hören Sie auf, Kiran.“

Das Wort erstarb dem Commander im Mund, als ihm auffiel, dass die andere Kommandantin ihn mit einem Blick musterte, aus dem nicht Diensteifer sprach, sondern tiefe Besorgnis.

„Ich soll… was?“

„Admiral Jago verstößt gegen die Order der Sektorverwaltung und hat einen Vertrag gebrochen, den der Imperator persönlich geschlossen hat. Der Imperator, Kiran… dem wir alle unsere Treue geschworen haben.“

Volantis schnappte nach Luft. Die Worte Dryssos trafen ihm wie saftige Ohrfeigen.

„Diese Order der Sektorverwaltung war nicht ehrenhaft! Kein imperialer Offizier sollte vor dem Rebellenpack kriechen!“

„Kein imperialer Offizier sollte den Willen seines Souveräns in Frage stellen.“

Drysso seufzte.

„Doch wie ich sehe hat Jagos Wahnsinn Sie bereits identifiziert. Ich und meine Crew… wir wissen, wo unsere Loyalität zu liegen hat. Drysso Ende.“

Das Hologramm erlosch, bevor der vollkommen überrumpelte Volantis auch nur an eine Antwort denken konnte. Wieder spürte er, wie die Blicke der gesamten Brücke auf ihm lasteten, mussten die Worte Lieutenant-Commander Dryssos sie doch allzu deutlich an die Captain Dilingers erinnern, die er gerade erst hatte auf Jagos Geheiß verhaften lassen. Nur ein Offizier schien anderweitig beschäftigt – der Kommunikationsoffizier.


„Commander, die Purity kommuniziert auf einer offenen Frequenz.“

Kurz darauf war besagter Funkspruch zu hören:

„Achtung, Kampfverband der Republik, hier spricht Lieutenant-Commander Lakvii Drysso von Seiner Imperialen Majestät Kreuzer Purity. Anders als der Rest von Admiral Jagos Verband sehen wir uns an die rechtmäßigen Befehle der Sektorverwaltung des Imperiums gebunden. Ich biete Ihnen hiermit unsere Unterstützung beim Vorgehen gegen diese Verräter an.“

„Das… das kann sie nicht…“, murmelte Volantis ungläubig.

„Das darf sie nicht!“


Kurz schloss der provisorische Kommandant der Inquisition die Augen. Das, was er als Karrieresprungbrett eingeschätzt hatte, entwickelte sich zu einem echten Alptraum. Hatte er sich so sehr verspekuliert?

„Befehl an die Artillerie…“, presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

„Sollte die Purity sich in Reichweite unserer Geschütze wagen – vernichten Sie sie.“

Und irgendwo da draußen zog die Rebellenabfangfregatte weiter ungestört ihre Kreise…

[Weltraum vor Coruscant, Imperiale Nachhut, ISD II Inquisition, Brücke]- Commander Kiran Volantis, Brückencrew





 
- Coruscant – City – Wingston Tower – Penthouse – Mit Exodus –

Giselle stand stocksteif, ohne zu wissen, wie sie reagieren sollte. Es schien lange her, dass Exodus sie einmal auf Fingers Mark gefragt hatte, ob sie verzeihen könnte. „Ich weiß nicht, ob ich einfach verzeihen kann. Ich habe es noch nie tun müssen.“, hatte sie ihm damals geantwortet. Später, als sie erfahren hatte, wer er einst gewesen war, hatte sie sich gefragt, ob der Moment gekommen war, ihm seine Lügen verzeihen zu müssen. Es war ihr sehr leicht gefallen, aber im Grunde hatte sie nicht einmal das Gefühl gehabt, dass er sie hintergangen hatte, dass es etwas für sie zu vergeben gab. Er hatte ihr lediglich einen Teil seiner Geschichte nicht erzählt und das war sein gutes Recht. Hier und heute sahen die Dinge anders aus. Exodus entschuldigte sich für etwas, das er getan hatte. Er hatte Giselle verletzt, er hatte sie erniedrigt. Er stand hier vor ihr und es tat ihm Leid. Konnte sie ihm den Rücken zuwenden und ihm sagen, dass es längst zu spät war? Nach allem was passiert war, hatte sie dennoch das Gefühl, dass ihr dazu die Kraft fehlte. Sie wandte sich ab, um ihn nicht ansehen zu müssen. Hätte sie ihn doch niemals nach seinen Kindern gefragt. Seine Worte hallten noch immer in der Stille wider: „Ich werde keine zweite Chance bekommen.“ War sie wirklich so viel besser als er? Es wäre fadenscheinig von ihr, seine Entschuldigung anzunehmen in dem Wissen, ihn in eben diesem Moment selbst zu hintergehen. Giselle nahm Exodus etwas, von dem er nicht einmal wusste, dass es existierte, doch der Zeitpunkt, ihm von ihrer Schwangerschaft zu erzählen, war längst verstrichen. Auch sie konnte die Zeit nicht zurück drehen. Sie wollte es nicht einmal.

“Vielleicht sind wir nicht gut füreinander.“

Giselles Stimme war leise. Es war ein merkwürdiger Gedanke, doch wohin hatte ihre Bekanntschaft sie beide bisher geführt? Es schien, dass sie nur verloren hatten, selbst Exodus.

“Was in der Vergangenheit liegt, muss in der Vergangenheit bleiben.“

Traf sie ihre Entscheidung. Sie wollte nicht mehr streiten oder mit ihm kämpfen. Vielleicht war es auch ein Kompromiss, zwischen der Vergebung, die sie ihm geben wollte und dem schlechten Gewissen, das sie selbst plagte.

“Ich will nur noch nach vorne schauen.“

Denn genau dort lag der einzige Gewinn für sie. Giselle Givenchy atmete tief durch und endlich sah sie Exodus wieder an. Sie hatte keine Angst vor ihm gehabt, als er ihr erzählt hatte, dass er einst ein Sith gewesen war. Das mochte zum Teil daran liegen, dass sie sich mit diesen Dingen nicht gut auskannte. Anders als andere zivilisierte Völker in der Galaxis hatte es bei den Vahla nie Geschichten über die Republik, das Imperium, die Jedi oder die Sith gewesen. Das alles war für Giselle Neuland gewesen, als sie zum ersten Mal nach Alderaan gekommen war und noch viel mehr, als sie sich später der republikanischen Flotte angeschlossen hatte. Sie hatte aber auch deswegen keine Angst vor Exodus gehabt, weil sie ihm vertraut hatte. Das hatte sich geändert, als er diesen harmlosen Mann geschlagen hatte. In diesem Moment hatte sie ihn fast nicht wieder erkannt. Hatte sie jetzt Angst vor ihm? Sie erwog diese Frage stumm in ihrem Kopf. Nein, sie fürchtete Exodus nicht, nicht für sich selbst, doch sie fürchtete, was er tun und wie weit er gehen würde, wenn er erfuhr, dass sie sein Kind erwartete.

“Ich bin jetzt müde.“

Wie sie es noch schaffte, ihn anzulächeln, wusste Giselle nicht. Sie machte einen Schritt auf ihn zu und legte ihm eine Hand auf die Schulter.

“Lass uns vergessen, was passiert ist.“

Sagte sie und wünschte, sie könnte ihm vorschlagen, noch einmal neu anzufangen. Sie beugte sich zu ihm. Sanft küsste sie ihn auf die Wange. Es war ein Kuss, der nach Abschied schmeckte.

- Coruscant – City – Wingston Tower – Penthouse – Mit Exodus –
 
[Core Worlds | Coruscant-System | Verteidigungsposition um Homeguard-II | MC30 Halcyon, Brücke | Aldor Garnik und Brückencrew]


Fast schon ein wenig zu genüsslich folgte Aldor den vier kleinen blauen Punkten, die auf seinen Gegner (Inquisition) zurasten. Ja, auch wenn die Halcyon nicht viele schwere Geschütze zu bieten hatte, so waren doch die Torpedowerfer das beste Mittel gegen kapitale Schiffe, was ihm nur kurz darauf bestätigt wurde, als man mehrere Einschläge am imperialen Sternenzerstörer verzeichnen konnte.

Doch der Gegenschlag folgte auf den Fuß.

"Commander, der Sternenzerstörer hat eine volle Breitseite auf uns abgefeuert!", meldete sich der Sensorikoffizier, während er dabei ein wenig nach Luft schnappte.

"Versuchen sie dem Beschuss auszuweichen!", rief der Commander noch seinem Steuermann zu, doch es war zu spät und die Halcyon war zu nah an dem Ungetüm.

Kurz darauf wurde das gesamte Schiffe durchgerüttelt, wobei Aldor sich an einem Geländer festhalten musste und einige Personen auf der Brücke den Halt verloren.

"Mister Rehal, Schadensbericht!", forderte Aldor seinen ersten Offizier auf, während er sich weiterhin an dem Geländer vor seinem taktischen Holotisch festklammerte.

"Schilde sind runter auf vierzig Prozent, die Außenhülle ist aber weiterhin, bis auf einen Hüllenbruch auf den unteren Decks intakt, Sir! Das sollte allerdings noch kein größeres Problem für unsere Hüllenintegrität darstellen! Aber wir haben einen der Bug-Zwillingslaser verloren!", lieferte der andere Mon Calamari trotz allem routinemäßig den Schadensbericht ab.

"Gut, dann bringen sie den Bug wieder in Richtung unseres Gegners und verpassen sie ihm noch eine Salve Torpedos!", gab Aldor unbeirrt weiter Befehle.

"So leicht sind die Schiffe der Mon Calamari nicht klein zu kriegen!", fügte er noch hinzu.

"Sir, ein neuer Befehl von der Prometheus ist soeben eingetroffen!", meldete sich plötzlich Lieutenant Niedo.

"Was sind unsere neuen Befehle, Lieutenant?", fragte Aldor sofort nach.

"Wir sollen uns neben der Genesis, der Mon Reve und der Five Brothers formieren und ihnen Deckung geben, Sir!", konkretisierte die junge Frau den Befehl des Commodore.

"Haben wir bereits eine weitere Salve auf den Sternenzerstörer abgefeuert?", vergewisserte sich Aldor kurz, bevor er auf den neuen Befehl einging.

"Nein, Sir, die Torpedowerfer waren noch nicht feuerbereit! Aber wir können während wir uns auf unsere neue Position begeben feuern, Commander!", antwortete Lieutenant-Commander Kolmer dem Mon Calamari.

"Gut, dann tun sie dass, Mister Kolmer! jede feindliche Signatur in unserer Reichweite wird angegriffen! Wobei unser Hauptziel der Sternenzerstörer vor uns ist, verstanden?", antwortete Aldor hektisch.

Der Bothaner antwortete knapp mit einem "Ja Sir!" und wandte sich dann wieder seinen Aufgaben zu.

Langsam dämmerte ihm etwas. Das war wirklich die Stunde, in der Helden gemacht wurden. Und so wie es aussah, wurde er gerade zu so etwas vergleichbarem. Die Halcyon war ein unglaubliches Schiff. Trotz des starken imperialen Beschusses, konnte die Halcyon immer noch am Gefecht teilnehmen, wobei er wohl jeden weiteren Beschuss eher vermeiden sollte.

"Sir, wir bekommen gerade eine Nachricht von einem der kleineren imperialen Schiffe auf offener Frequenz rein!", meldete sich plötzlich wieder Aldors Kommunikationsoffizierin.

"Stellen sie sie auf meinen Kanal durch!", antwortete Aldor knapp und drehte sich dabei zu seinem Holotisch um, wo der Verlauf dieser Schlacht blau glitzerte.

Dann ertönte kurz darauf einer gewissen Lakvii Drysso, der seine Absichten darlegte und indirekt Admiral Jago und seine Fefechtsflotte des Hochverrats bezeichnete.

Das war nun wirklich eine Interessante Entwicklung der Lage. Nicht nur, dass sie ein weiteres Schiff hatten, das nun womöglich auf ihrer Seite in den Kampf eingriff, nein sie brachen gerade nicht einmal den Vertrag von Umbara, das hieß, dass der Frieden bewahrt wurde, schoss es Aldor durch den Kopf, während die Halcyon immer wieder leicht Erschüttert wurde, als sie einzelne Treffer einsteckte.

Die Halcyon hatte mittlerweile die Flankenposition neben den drei schweren Schiffen eingenommen und sich ihrer Geschwindigkeit angepasst, wobei sie weiter nach vorne auf den Feind feuerte.

"Sir, von der Prometheus sind gerade zwölf unbekannte Maschinen gestartet, deren Signaturen sich noch nicht in unserem System befinden!", durchbrach plötzlich Lieutenant Amon das relative Schweigen.

Aldor wandte ungläubig den Kopf zu seinem Offizier.

"Wie kann es sein, dass wir die Signaturen unserer eigenen Sternenjäger nicht kennen?", fragte Aldor immer noch ungläubig.

"Sir, ich habe keine Ahnung, es könnte sich um experimentelle Modelle handeln, das wäre die Wahrscheinlichste Erklärung", antwortete der andere Mon Calamari ebenfalls etwas verwirrt.

Aldor überlegte und kratzte sich an seinem Kinn.

"Erbitten sie von der Prometheus eine Identifikation des Jägertyps und senden sie das Ganze auf einer verschlüsselten Frequenz!", gab Aldor nun seinen Befehl bekannt und wandte sich danach wieder dem großen Panoramafenster der Brücke zu, aus dem er auf den, sich bedrohlich vor ihnen aufbauenden, Sternenzerstörer blickte, der momentan ihr primäres Angriffsziel darstellte.

[Core Worlds | Coruscant-System | MC30 Halcyon, Brücke | Aldor Garnik und Brückencrew]



 
[Coruscant System | Orbit von Coruscant | bei Wächter drei | LTK "Massive" | Deck 1 | Hauptbrücke] Cpt. Bru-Th Agoch, Colonel Sebolto und Brückenbesatzung


Captain Bru-Th Agoch saß auf dem bequemen Kommandantensessel im Zentrum der Brücke, seine Hände ruhten auf den angewinkelten Knien und er atmete gleichmäßig. Während um ihn herum ein Gefecht schrecklichen Ausmaßes begann, und einen direkten Kampf gegen einen Sternenzerstörer der Imperial-II Klasse zählte er dazu, hatte er die Augen geschlossen. Die unbewegte Gestalt in Form des hühnenhaften Corellianers bildete dadurch einen scharfen Kontrast zu der wachen Betriebsamkeit, mit der Lt. Cmdr. Saris die Offiziere und Crewman der Massive in die Schlacht führte. Nur gelegentlich schafften es einige Worte der stellvertretenden Kommandantin, seinen absoluten Fokus auf etwas Anderes zu durchbrechen.

"Ensign Frey, Sie haben den Commodore gehört. Stoppen Sie die Vorausfahrt und halten Sie längsseits von Wächter drei, um zumindest einen Seitenschild sicher zu wissen. Lieutenant Tuum, Sie sollten selbst in dem Fall, dass Krayt eins doch noch die Flucht antreten sollte, das Dickschiff mindestens noch sechs Minuten in Waffenreichweite unserer schweren Geschütze halten können, also erwidern Sie das Feuer weiter. Versuchen Sie wenigstens einige der schweren Mittschiffsbatterien der Imps aus dem Spiel zu nehmen."

Von den erwiderten Bestätigungen seitens der übrigen Brückenoffiziere bekam Bru-Th schon nichts mehr mit, als wären Sie für den Jedi Meister in diesem Moment nur Schatten vor einer Wand, anstatt reale Personen. Zunächst gestaltete sich Bru-Ths Verbindung zu den Piloten der 'Wildfires' und der übrigen Staffeln so, dass er vereinzelt Stimmen in seinem Kopf wahrnahm, Stimmen, die er nur von einander unterscheiden konnte, jedoch nicht im Ansatz verstand, was sie sprachen. Er intensivierte seine Konzentration, gab sich der Macht weiter hin, indem er den unbewussten Teil seiner selbst öffnete, ihr anbot und zugleich forderte, ihn so zu leiten. Mit den Minuten, die verstrichen, mehrten sich die Stimmen und schwollen rasch an zu einem wahren Wirrwarr, das in seiner Vielfältigkeit zu mächtig und erdrückend war, dass der hochgewachsene Jedi Meister kurz davor stand, sich die Ohren zu zu halten, obgleich dies nichts gebracht hätte. Es war, als redeten dutzende von Stimmen auf ihn ein, forderten ihn auf, sie zu hören und zu beachten. Die Erkenntnis, dass dieses Vorhaben vielleicht zu gewaltig war, ließ in Bru-Th Verzweifelung und Ohnmacht aufsteigen, selbst als er erkannt hatte, dass diese Stimmen die Gedanken der Piloten in seinem Kopf darstellten. Je weiter er sich der Macht öffnete, desto deutlicher vernahm Bru-Th diese Stimmen, konnte hier und dort sogar hören, was der ein oder andere Pilot dachte:

"Wir sind zu spät, die erreichen wir niemals rechtzeitig . ... Verdammt, ich hatte doch gestern das Kaugummi an genau diese Stelle geklebt. ... Dumme Blechbüchse, Triebwerk drei hat noch immer ein Schubdefizit von sieben Prozent. ... Ich hab ein ganz mieses Gefühl bei der Sache, gegen einen ja, aber nicht gegen drei. ... Noch zwei Abschüsse, nur noch zwei Mal den Imps in den Arsch treten, dann bin ich ein Ass. ... Hobes fliegt schon wieder zu dicht auf, wann checkt der Typ es endlich, dass ich darauf nicht stehe, diese Hohlbirne."

Die Flut der Impressionen ließ Bru-Th verzweifeln, er schüttelte langsam den Kopf, versuchte die Konzentration zu halten, doch der Schweiß, der sich zunächst nur in einzelnen Perlen abwärts gemacht hatte, floss nun in Strömen. Der hochgewachsene Jedi Meister empfand es fast als Erleichterung, wieder einige Fetzen von dem aufzuschnappen, was seine XO quer über die Brücke schnauzte, in ihrer eigenen, schnodderigen Art:

"Colonel, Sie und ihre Jungs leisten gute Arbeit. Die nächste Ladung Ale geht auf meinen Deckel, WENN wir alle das hier heil überstehen. Und jetzt richten Sie Ihre verdammten Geschütze ebenfalls auf die Mittschiffssektion des ISD. Lieutenant Tuum wird Ihnen den genauen Beschießungsplan übermitteln und Sie klinken sich dann einfach in die synchronisierte Feuerleitung ein. ... Ja, ich weiß, dass es nur Marines sind, die die Geschütze bedienen. Tun Sie Ihr Bestes, Dargus, sonst wird die Sache für uns alle wirklich unschön."

Wenn er gekonnt hätte, hätte Bru-Th geschmunzelt, doch alsbald war er wieder umringt von dem Stakkato der Stimmen und Gedanken. Er brauchte einige Minuten, um in all diesem Durcheinander, zwischen all diesen Hoffnungen und Ängsten jene zu finden, auf die es ankam, nämlich seine eigenen. Als Bru-Th dies begriffen hatte, horchte er abermals in diesen undurchsichtigen, mentalen Sumpf, doch diesmal konzentrierte er sich nur auf sich selbst, und was ER wollte. ORDNUNG! EIN ZIEL! EIN GEIST! War er zunächst nur eine Stimme unter vielen, so schrie der erfahrene Jedi Meister die folgenden Worte nun mit einer solchen Kraft in den Vortex der Enthropie, bis sich langsam eine Veränderung einstellte. Das Gemurmel nahm ab, und nicht nur das, die Worte fanden geistigen Wiederhall, bis sie schließlich wie ein ungestümes Echo sich immer und immer wiederholten, den Geist der Sternenjägerpiloten wie ein großes Kollektiv zusammenschweißten und damit verbanden. Er war der Knoten, die Stimme im Sturm, die nun nicht mehr von dem Sturm getrieben und weggeweht wurde, sondern im Zentrum stand, erhaben und übergroß. Er lenkte den Sturm, gab ihm Gestalt und bündelte die Willen vieler zu EINEM Willen.

"XO, die A-Wings und X-Wings, die uns decken, gehen auf Angriffsvektoren. Und die hereinkommenden Jäger der Patrouille ebenso, auch die N-Wings von der Prometheus, Sir. In absolutem Gleichklang, Commander." Lieutenant Hemor, ein gestandener Offizier, wirkte, als hätte er einen Geist gesehen, die Augen ungläubig aufgerissen. "Wie ... wie auf einer Flugschau!"

Zorn funkelte in den Augen von Kytana Saris, die offenbar die Worte des Offiziers nur halb verstanden zu haben schien:

"Wer zum Teufel hat den Befehl dazu erteilt? Fragen Sie nach, Lieutenant. Die können doch nicht einfach zum Angriff übergehen, wo doch diese Interceptoren auf uns zuhalten. Die pflücken unsere Bomber, wie reife Früchte von einem Baum."

Das Gesicht des zweiten Offiziers, der im Gefechtsfall die Kommunikationsstation bemannte und maßgeblich für die Koordination zwischen der Brücke der Massive und dem Rest des Schiffes verantwortlich war, nahm, als er die Antwort des Staffelkommandanten der 'Mees' hörte, einen fast bleichen Gesichtsausdruck an. Er wirkte nachhaltig verstört, seine Augen zuckten nervös, als er schließlich erklärte:

"Von Captain Agoch, Sir!"

Die sechs Jägerstaffeln, welche sich aus unterschiedlichen Vektoren in das Gefecht stürzten, waren ein erschreckender Anblick in Sachen Präzision und Koordination. Die Piloten beherrschten ihre Maschinen, doch der dargebotene Angriff ging über alles hinaus, was ein erfahrener Sternenjägerkommandant jemals gesehen hatte. Wie ein kollektiv geleiteter Schwarm, fielen sie über die imperialen Angreifer herein und zerfetzten sie förmlich. Verfehlte ein Schütze sein Ziel, übernahm augenblicklich ein anderer seinen Platz. Gelangte ein Pilot in Bedrängnis, waren immer mehrere andere augenblicklich zur Stelle, als hätten sie die Notlage bereits vorher gesehen. Die Jäger spielten sich die Bälle in Form feindlicher TIEs zu, als wäre dies kein Kampf, sondern eine Treibjagd, bei der das Ergebnis niemals in Frage stand, sondern es nur noch darum ging, wer seine Beute wann erlegte. Nach gut fünf Minuten Raumkampf war die Statistik aus imperialer Sicht verheerend. Vierundzwanzig der ausgeschleusten TIEs und TIE-Interceptors waren vernichtet, bei lediglich fünf gegnerischen Treffern, die zudem den Piloten erlaubt hatten, den Raumjäger noch zu verlassen. Es versprach ein unglaubwürdiges Schlachtfest zu werden, dann verlor Bru-Th das Bewusstsein und sackte in seinem Stuhl zusammen, wie ein Sterbender, der jede Körperspannung verloren hatte.


[Coruscant System | Orbit von Coruscant | bei Wächter drei | LTK "Massive" | Deck 1 | Hauptbrücke] Cpt. Bru-Th Agoch, Colonel Sebolto und Brückenbesatzung

[OP: Der Vorteil, den die Kampfmeditation gewährt, wird in zukünftigen Gefechten nicht so stark sein, da Bru sich innerhalb weniger Minuten völlig verausgabt hat und es so auf längere Sicht nicht durchhalten könnte. Dieser Kampf soll nur eine Demonstration sein, deswegen bitte ich die hohen Abschusszahlen zu entschuldigen.]


 
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Core Worlds - Corusca-Sektor - Coruscant-System - im Anflug auf Coruscant (nahe Coruscant) - Coruscant-Kampfgruppe - [MC90] „Prometheus - Deck Eins - Brücke (hinterer Bereich) - Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya und Captain Roosh und Casia; im Hintergrund die Brückenbesatzung


War es zu ahnen gewesen?
Wenn bereits die Mitglieder der Republik massive Zweifel an diesem Frieden hatten und so manche förmlich darauf lauerten, daß der Gegner in einer falschen Oktave husteten, um eine Klärung der Fronten sorgen zu können, konnte man den Imperialen nicht ebenfalls das gleiche Recht zugestehen?
Nein, verdammt noch mal, fluchte Casia im Gedanken, konnte man nicht! Man konnte von diesem verfluchten, autoritär agierenden Imperator erwarten, daß er seine Leute besser unter seiner Knute hatte. Schließlich war das genau das Bild, was das Imperium vermittelt sehen wollte. Elende Propaganda, die ihnen allen nun zum Verhängnis werden konnte.
Casias Gedanken rasten, ihr Blick war auf das Taktikhologramm gerichtet, das zeitnah die neusten Entwicklungen zeigte.
Es war Navara Ven nicht übel zu nehmen, daß er für politische Spitzfindigkeiten keinerlei Zeit und Nerven übrig hatte.
Zudem hatte er ihr auch gestanden, daß er sich auf diesem Parkett mehr als unwohl fühlte. Casia war ehrlich genug, um zu wissen, daß Politik ganz eigene Gesetze und Waffen hatte.


“Sekretär Fey'lya, ich will augenblicklich eine Nachrichtensperre. Dieser Vorfall soll vorerst der Öffentlichkeit vorenthalten bleiben, bis wir mit dem Imperialen Vertreter gesprochen haben.“

befahl sie dem Sekretär. Mit Sicherheit konnte man den Vorfall nicht geheimhalten, aber man konnte diese Karte geschickt ausspielen und einen Vorteil daraus ziehen.

„Achtung, Kampfverband der Republik, hier spricht Lieutenant-Commander Lakvii Drysso von Seiner Imperialen Majestät Kreuzer Purity. Anders als der Rest von Admiral Jagos Verband sehen wir uns an die rechtmäßigen Befehle der Sektorverwaltung des Imperiums gebunden. Ich biete Ihnen hiermit unsere Unterstützung beim Vorgehen gegen diese Verräter an.“

Die Meldung kam über eine offene Frequenz hinein und Casia zog die Augenbraun für einen Augenblick in die Höhe.
Für einen kurzen Moment zögerte sie, wog ab und ging dann zum Commodore.


“Commodore Ven, ich möchte sie darum ersuchen, die „Purity“ nach den Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung zu stehen, zu unterstützen, um eine Zerstörung des Kreuzers zu verhindern.“

sagte sie nur so laut, daß Ven sie hören konnte.

“Auch wenn mir das so wenig gefällt wie Ihnen, wäre die Zerstörung des Kreuzers ein fatale s Signal.“

Wirklich dankbar war weder Aufgabe noch Situation.

“Auch wenn es illusorisch sein mag, könnte es andere Einheiten dazu bewegen, dem Verhalten der „Purity“ zu folgen.“

Keiner würde Casia Blauäugigkeit unterstellen und das war sie auch nicht, aber sie mußte diese Möglichkeit ebenfalls in Erwägung ziehen.
Ebenso wie sie die Möglichkeit in Erwägung ziehen mußte, daß Navara Ven sich gegen ihren Vorschlag sperrte. Doch was dann?




Core Worlds - Corusca-Sektor - Coruscant-System - im Anflug auf Coruscant (nahe Coruscant) - Coruscant-Kampfgruppe - [MC90] „Prometheus - Deck Eins - Brücke (hinterer Bereich) - Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya und Captain Roosh und Casia; im Hintergrund die Brückenbesatzung
 
[ Coruscant – Obere Ebenen – Wingston Corporation – Penthouse – Küche ]

Was in der Vergangenheit lag, sollte in der Vergangenheit bleiben. So sagte es Giselle und gab ihm einen zarten Kuss auf die Wange. Sie wollte nach vorne schauen und vergessen, was passiert war. Wenn Exodus zurückdachte was zwischen ihnen alles vorgefallen war, im positiven wie im negativen, konnte er kaum glauben, dass sie sich erst seit einigen Monaten kannten. Ihre Zeit auf Fresia schien ihm schon jetzt eine Ewigkeit her zu sein und auch die Ereignisse ihrer Zerwürfnis fühlten sich durch Giselles folgende Abwesenheit und das Katz-und-Maus-Spiel mit seinem Privatdetektiv länger an als es tatsächlich gewesen war. Es schien als hätten sie in dieser kurzen Zeit mehr Phasen in ihrer Beziehung durchgemacht als andere in Jahren. Er war sich nicht sicher, ob Giselle seine Entschuldigung nun angenommen hatte oder nicht. Doch ihre Worte stimmten ihn positiv. Denn insbesondere die jüngere Vergangenheit umfasste viele – zu viele – Geschehnisse, bei denen er gegenüber der Vahla unfair, kalkulierend und bösartig gewesen war. Dies alles zu vergessen … hieß zu vergeben. Oder etwa nicht?

„Das möchte ich auch, Giselle. Ich möchte das auch hinter uns lassen können.“

Exodus flüsterte die Worte noch als Antwort, obwohl Giselle die Küche längst verlassen hatte. Was gab es noch zwischen ihnen, wenn sie ihre gemeinsame Vergangenheit ausblendeten? Zwei Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlten. Die aber auch aus verschiedenen Welten kamen. Und es blieb ein Kuss. Exodus berührte seine Wange mit den Fingerspitzen, dort wo Giselles Lippen einen Hoffnungsschimmer hinterlassen hatten. War das hier wirklich der Anfang von etwas neuem? Bekam er eine zweite – möglicherweise war es auch schon die dritte oder vierte – Chance? Ein Kuss um die Vergangenheit zu begraben. Um zu vergessen, was er ihr angetan hatte. Vielleicht waren sie wirklich nicht gut füreinander. Vielleicht war es vor allem Exodus, der nicht gut für Giselle war, denn andersherum. Aber wenn es so war – könnte er es nicht ändern? Es fiel ihnen beiden schwer sich voneinander zu trennen oder zumindest war es der Vahla vor seinen letzten Verfehlungen nicht leicht gefallen ihn gehen zu lassen. Auf Fresia hatte sein Zauber noch gewirkt, dort hatte er sie überreden können mit nach Coruscant zu kommen. Auf der fortwährenden Reisen, die Giselles Leben war, hatte sie ihn als Begleiter akzeptiert, bis er die Kontrolle über das Ziel ihres Weges an sich gerissen hatte. Nun überließ er ihr wieder die Entscheidungen, drängte sich nicht auf – und es schien Wirkung zu zeigen. Sie musste sich nur von alleine dazu entschließen auf Coruscant bleiben zu wollen. Wenn sie das tat, wäre alles perfekt. Dann gab es die zweite Chance, dann gab es den Neuanfang.
Um ihn herum wurde es plötzlich dunkel, als sich die Lampen in der Küche automatisch abschalteten. Das Beleuchtungssystem des Penthouses war auf Bewegungssensoren eingestellt und Exodus hatte zu lange still in der Küche gestanden. Er blinzelte in die Dunkelheit, ehe er mit einer Bewegung seiner rechten Hand das Licht zurückholte. Schließlich trank er den letzten Schluck seines Wasser aus, stellte das Glas zurück auf die Arbeitsfläche und folgte Giselle in seinen privaten Bereich um sich – einen Raum neben der Vahla – ebenfalls schlafen zu legen. Vor ihrer Tür hielt er für einen Herzschlag inne, so wie jeden Abend. Giselle wollte vergessen was passiert war. Und Exodus fasste den Entschluss neue, positive Erinnerungen zu schaffen. Als er in seinem Bett lag und an die Frau dachte, von der ihn nur die Mauer des Schlafzimmers trennte, überkam ihm zum ersten Mal seit ihrem Aufenthalt bei ihm nicht die Angst sie zu verlieren. Denn dieser Kuss – er war die erste Erinnerung ihres zweiten Abschnitts.


[ Coruscant – Obere Ebenen – Wingston Corporation – Penthouse ]
 
[Core Worlds | Corusca-Sektor | Coruscant-System | im Anflug auf Coruscant (nahe Coruscant) || Coruscant-Kampfgruppe | [MC90] „Prometheus || Deck Eins | Brücke (hinterer Bereich)]
Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya, Senatorin de Lieven und Captain Roosh; im Hintergrund die Brückenbesatzung


Nachdem sich die republikanische Kampfgruppe in Windeseile neu formiert hatte und anschließend den Imperialen hinterher jagte, schienen sich die Ereignisse auf einmal zu überschlagen. Erst funkte sie unvermittelt der Carrack-Kreuzer „Purity“ an und sagte sich „offiziell“ von den Deserteuren los, die unter Kayen Jagos Oberfehl agierten, dann erlebten die kämpfenden Piloten der Neuen Republik plötzlich einen Moment, den Navara Ven in seiner gesamten bisherigen Dienstzeit noch nicht erlebt hatte. Todesmutig – aber dennoch zur selben Zeit vollkommen effizient – stürzten sie sich alle in die Dogfights und schossen kurz darauf einen ganzen Schwarm feindlicher Abfangjäger ab, die sich ein paar Minuten zuvor am Heck von „Krayt Eins“ („Inquisition“) positioniert hatten. Für jeden Militär, der diesen Augenblick irgendwie verfolgen konnte, mussten die Leistungen der Piloten wirklich an ein Wunder grenzen. Ihr schlagartiger Erfolg ließ die Truppenmoral auf Seiten der Neuen Republik in einem strahlenden Licht erstrahlen, während die der Deserteure gleichzeitig zerschmettert wurde.


„Kommunikation, geben Sie der 'Purity' den Befehl zu unserer Formation aufzuschließen“, wies der Twi'lek den zuständigen Offizier, Lieutenant Ph'ton, an und nickte dann recht knapp in die Richtung der corellianischen Senatorin. „Trotz der überragenden Leistungen unserer Piloten können wir nicht auf Hilfe verzichten … Wer uns die Hand in friedlicher Absicht reicht, soll nicht verprellt werden.“

Obwohl er die gesagten Worte tatsächlich so meinte, schnaubte der Commodore trotzdem. Selbst er konnte sich noch nicht so richtig mit dem Gedanken anfreunden, dass die Imperialen ab sofort nicht mehr der Erzfeind, das absolut Böse waren. Doch bevor die alten Ressentiments wieder das Denken beherrschten, schüttelte er diese lieber wieder rasch ab; vergrub sie schnell in den schwarzen Tiefen seines Bewusstseins. Stattdessen schenkte er seine gesamte Aufmerksamkeit abermals voll und ganz dem taktischen Hologramm. Ein echter Laie mochte bei all den geometrischen Figuren, Farben und Bezeichnungen nicht mehr als eine chaotische Anordnung erkennen, aber Navara – geübt durch die zahlreichen Jahre bei der republikanischen Flotte – sah das System dahinter. Er konnte genau sehen wie sich gerade die „Five Brothers“ etwas nach hinten fallen ließ, um das feindliche Feuer von sich auf seine beiden Kameraden, die „Mon Reve“ und die „Genesis“, zu lenken. Immerhin verfügte der Mon Calamari-Sternenkreuzer der leichten Vierziger-Klasse über Reserveschilde.

Mit dröhnender Stimme meldete der bullige Feuerleitoffizier:
„Torpedowerfer in Reichweite, Sir.“

Just in diesem Augenblick passierte das Unerwartete: Die Staffel hochmoderner N-Wings meldete – einer nach dem anderen – schwerwiegende Fehler. Bei dem einen schalteten sich mitten im Flug die Triebwerke aus, bei einem anderen führte ein Defekt zu einer starken Überladung und demzufolge zum sofortigen Ausfall der Maschine. Colonel Dara Oki, deren Hautfarbe eigentlich einen gesunden lachsfarbenen Ton besaß, wurde um einige Nuancen blasser. Ihre großen Augen weiteten sich dazu noch einmal um weitere zwei, drei Zentimeter, während ihre Untergebenen weiterhin pflichtbewusst Meldung machten. Was war hier los? Hatten sie es hier mit Sabotage zu tun? Derweil sich im Kopf des Commodore grässliche Angstszenarien aufbauten, schluckte dieser hörbar. Mit diesen Ausfällen blamierte sich seine Einheit – insbesondere vor Casia de Lievens Augen – bis auf die Knochen! Der Twi'lek musste irgendwie handeln.

„Captain Roosh, geben Sie der Kampfgruppe fix das Zeichen zum Bereithalten der Torpedowerfer“, befahl Navara und seine Stimme klang dabei nur bis zu einem gewissen Grad selbstsicher. „Ziel soll das Heck von 'Krayt Eins' sein.“ Langsam kehrte der gewohnte Grimm in seinen Blick zurück als er zur Sensorik schaute. „Wann verlässt Jago frühstens den künstlichen Masseschatten?“

Die Mon Calamari, die Lara Sinths Nachfolgerin war, erwiderte den Blick – ein bisschen ängstlich. Dann sagte sie: „Bei aktuellem Kurs schätze ich zwanzig Minuten, Sir.“

Jago scheint auf einen zivilen Verkehrsstrom zu zuhalten“
, bemerkte Dar Roosh. „Wahrscheinlich soll die 'Jaminere' in Bedrängnis gebracht werden. Ein Zögern seitens Commander Shala und dieser Dreckskerl – Pardon Madame de Lieven – … dieser Deserteur könnte entkommen.“

Zwanzig Minuten. Um den Imperial-II-Sternzerstörer, der ihrer Position derzeit am nächsten war, zu zerstören reichte die Zeit problemlos aus. Die drei Mon Calamari-Schiffe der Kampfgruppe führten immerhin zwölf (!) Torpedowerfer ins Feld. Jedoch vergrößerte sich mit jeder einzelnen Minute, die sie sich mit der feindlichen Nachhut aufhielten, die Distanz zu Jago und den beiden Plattformen. Es stellte sich also schon die Frage, ob der Commodore hier richtig handelte. In Gedanken überschlug er diverse Werte im Bezug auf Kurs, Geografie, Geschwindigkeit und Distanz. Hatten sie überhaupt noch eine reelle Chance zum Einholen? Sein Herz schlug schneller, während seine Mundhöhle den lebensfeindlichen Wüsten seiner Heimatwelt – in Sachen Trockenheit – derweil ärgste Konkurrenz machte. Immer wieder sprang sein Blick von Punkt zu Punkt. Wieder und wieder maß er schnell die eine oder andere Entfernung ab. Momentan hielt seine gerade Körperhaltung wunderbar mit all den Darstellungen mit, die ein Zivilist aus irgendwelchen Aufführungen her kannte.

„Die 'Prometheus', die 'Mon Reve' und die 'Halycon' sollen jeweils drei abgestimmte Salven auf den Imperialen abfeuern“, entschied sich der Twi'lek nach dem ganzen Überlegen. „Dabei soll man ganz penibel darauf achten, dass die Zeiträume zwischen den Abschüssen möglichst gering sind. Nur so knacken wir das Rückgrat von 'Krayt Eins'.“ Kurz hielt er inne. Seinen nächsten Schritt wog er ganz genau ab. „Die 'Purity' und die 'Massive' sollen – jeder auf seine Weise – unsere 'Jaminere' zur Hilfe eilen, während unsere restlichen Schiffe das Feuer auf 'Kell Zwei' ('Righteous Wrath') konzentrieren sollen. Die Bomber sollen ihnen dabei – wenn möglich – zur Hand gehen...“

[Core Worlds | Corusca-Sektor | Coruscant-System | im Anflug auf Coruscant (nahe Coruscant) || Coruscant-Kampfgruppe | [MC90] „Prometheus || Deck Eins | Brücke (hinterer Bereich)]
Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya, Senatorin de Lieven und Captain Roosh; im Hintergrund die Brückenbesatzung



[OP @ Aldor: Du kannst dir die Infos zum N-Wing gerne selber geben.]
 
[Weltraum vor Coruscant, Imperiale Nachhut, ISD II Inquisition, Brücke]- Commander Kiran Volantis, Brückencrew

„Feindliche Jäger gehen zum Angriff über!“

Der Schock des Verrats durch die Purity war kaum verwunden, als bereits die nächste Hiobsbotschaft über die Brücke des Sternzerstörers schallte. Dass die Jäger des Feindes in den Angriffsmodus wechselten, konnte nur eines bedeuten: während sie die Abfangjäger der Inquisition und der Righteous Wrath zu beschäftigen versuchten, würden die Torpedos der Bomber schon bald folgen.

„Hoffen wir, dass unsere Piloten jetzt auf Draht sind“, kommentierte Lieutenant-Commander Jettison dumpf neben Volantis, der dazu übergegangen war, nervös an seiner Gürtelschnalle herumzuspielen. Warum nur war er so nervös? Er befand sich auf einem Sternzerstörer der Imperial-II-Klasse, einem der mächtigsten Kriegsschiffe der Galaxis! Eine Breitseite hätte ausreichen müssen, um den kleinen MC30 des Feindes in die Flucht zu schlagen, doch stattdessen hatte dieser sich einfach nur leicht zurückgezogen, so wie auch die CC-9600 es tat, kaum dass der konzentrierte Beschuss der imperialen Kreuzer erste Wirkung zeigte…

„Diese Formation kenne ich nicht…“, fuhr Jettison fort, neben Volantis vor sich her zu murmeln, den Blick starr auf das Taktikhologramm gerichtet. Widerwillig folgte der Commander dem Blick und verwarf für den Moment seine fruchtlosen Versuche, einen Plan zu entwerfen, wie er der feindlichen Abfangfregatte doch noch habhaft werden konnte. Die Formation der republikanischen Jäger war in der Tat merkwürdig – doch Volantis war auch kein Experte für Sternenjägerbelange. Darum hatten sich seine Untergebenen zu kümmern.

„Was bei allen Feuern von Malastare treiben die…?“

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Plötzlich scherten die republikanischen Maschinen aus, verfielen in waghalsige Manöver, die indes so präzise ausfielen, als wären sie von einem Verstand gesteuert und nicht von zweiundsiebzig. Das Hologramm begann hektisch zu flackern – jedes Flackern für einen Verbündeten Verlust. Nach dem zehnten Flackern wich Volantis mit jedem weiteren ein Stück weiter vom Hologramm zurück. Fünfzehn Ausfälle… Achtzehn…


Inquisition, erbitten Befehle! Die schlachten uns hier draußen…!“, plärrte plötzlich der Funkspruch eines verzweifelt klingenden Piloten über die Brücke, bei dem der Kommunikationsoffizier es offenbar für nötig gehalten hatte, ihn mit allen anderen zu teilen. Der Funkspruch brach plötzlich ab und ging in statisches Rauschen über. Noch ein Flackern. Und noch eins.

„Sir, die Watchdog meldet, dass sie Probleme damit hat, diese Jäger ins Visier zu bekommen…“

Wieder waren alle Blicke auf Volantis gerichtet, dem indes nur der Mund offen stehen blieb. Wie sollte er auch reagieren? Jägerangelegenheiten… darum hatten die Piloten sich zu kümmern! Warum ließen die sich ins All blasen wie blutige Anfänger?

„Der MC90 ist jetzt in Reichweite…“, drängte Jettison, der sich bis auf einen Schritt an Volantis herangeschoben hatte.

„Sie werden es wie der MC30 machen und uns mit Raketen zusetzen…“

Volantis schüttelte leicht mit dem Kopf, blickte jedoch weiterhin auf das Taktikhologramm. Von den Abfangjägern der Inquisition war nichts mehr übrig – zwei Staffeln vollständig aufgerieben – während sich lediglich acht Interceptor der Righteous Wrath nach wie vor Gefechte mit den feindlichen Jägern lieferten, unterstützt von den hoffnungslos unterlegenen TIE-Jägern der übrigen Schiffe. Die seltsamen Manöver des Feindes schienen vorbei und die Staffel unidentifizierter Maschinen hatte anscheinend mit Problemen zu kämpfen, doch offenbar machte das keinen Unterschied mehr…


„Haben Sie das aufgezeichnet?“, fragte Volantis seinen provisorischen Ersten, fast ein wenig verträumt.

„Sir?“

Die Bestürzung in Jettisons Gesicht war kaum zu verkennen, doch der Commander ignorierte sie. Das war alles so unwirklich…

„Der Flottennachrichtendienst dürfte sich für diese unorthodoxe Taktik interessieren…“


„Torpedopeilung am Heck! Der MC30, der MC40 und der MC90 machen sich feuerbereit!“

Jetzt griff Jettison nach der Schulter seines Vorgesetzten und schüttelte daran, was ihm einen verwunderten Blick von Volantis eintrug.

„Ihre Befehle! Sir!“

Volantis zuckte mit den Schultern und warf einen beiläufigen Blick auf das Taktikhologramm. Dieser verfluchte, ungezogene MC30 durfte da immer noch seine Bahnen ziehen und am Gefecht teilnehmen.


„Artillerie…? Habe ich nicht befohlen, diesen MC30 (Halcyon) zu zerstören? Also tun Sie das gefälligst.“


Der Blick des Waffenoffiziers schwankte kurz zwischen Volantis und Jettison, der sichtlich mit seiner Fassung rang. Zu lange. Was wagte dieser Knilch es, seinen Befehl nicht sofort zu bestätigen?

„Wird’s bald???“, brüllte der Commander, so plötzlich und so laut, dass die gesamte Brücke wie ein Mann zusammenzuckte.

„Vernichten Sie diesen verfluchten Narren und zeigen Sie ihm, was es heißt, sich mit einem imperialen Sternzerstörer anzulegen!“

Irr huschte sein Blick über die Brücke, die zum Teil verängstigten, teils verständnislosen, teils schockierten Gesichter.


„Und wie ist der Status unserer Bomber?“

Eine kurze Pause entstand, in der man auf der Brücke der Inquisition eine Stecknadel hätte fallen hören können.

„Haben abgedreht, Sir.“

Volantis fuhr in Richtung des Meldung machenden Offiziers herum.

„Wie bitte?“

„Unsere Bomber haben Kurs auf Coruscant genommen, Sir. Ihr… ihr letzter Funkspruch war eine Bitte um neue Befehle… der Sektorverwaltung, Sir.“

Verräter. Erst die Purity, jetzt die verfluchten Jockeys der Inquisition. Überall Verräter!

„Befehlen Sie unseren Jägern, diese Fahnenflüchtigen zur Strecke zu bringen!“


Volantis merkte, wie ihm ein wenig schwindelig wurde. Doch kein Grund zur Beunruhigung – noch war nichts verloren. Er war auf einem Sternzerstörer! Erst würden sie die kleineren Schiffe des Feindes mit wohlgezielten Salven zerstören und dann, gemeinsam mit der Unyielding und der Righteous Wrath, den feindlichen Kommandanten auf seinem MC90 für seine Versessenheit bezahlen lassen. Dann fiel ihm auf, dass keiner der Offiziere sich bewegte, um seinen Befehl auszuführen.

„Nein, Sir.“

Es war Jettison, aus dessen Mund diese Worte kamen.

„Ich enthebe Sie hiermit des Kommandos über die Inquisition und gedenke, Captain Dilinger wieder einzusetzen, damit sie dieses Schiff den gültigen Befehlen der Sektorverwaltung entsprechend führen kann.“

„Sind Sie wahnsinnig?“ Volantis‘ Stimme überschlug sich fast.

„Wachen, nehmen Sie diesen Verräter fest!“

Jetzt bewegten die beiden Flottensoldaten, die im rückwärtigen Bereich der Brücke postiert waren, sich und zogen ihre Blasterpistolen, allerdings ohne dabei auf Jettison zu zielen. Stattdessen schienen sie noch auf irgendwas zu warten.


„Sind sie taub?“, blaffte Volantis und nestelte an seinem Gürtel herum, ehe ihm klar wurde, dass er – wie auch die anderen Brückenoffiziere – natürlich keine Waffe trug. Die beiden Flottensoldaten waren in diesem Moment die einzigen bewaffneten Personen auf der Brücke. Auch Jettison war das natürlich klar.

„Eskortieren Sie Commander Volantis in sein Quartier und stellen Sie ihn dort unter Arrest“, forderte der ehemalige zweite und amtierende erste Offizier die beiden Soldaten ruhig auf.

„Und dann holen Sie Captain Dilinger aus ihrer Arrestzelle.“

Immer noch zögerten die beiden Soldaten, als plötzlich eine gewaltige Erschütterung die Brücke der Inquisition erzittern ließ, als befände sie sich plötzlich in der wütend geschüttelten Faust eines Riesen.

„Torpedotreffer am Heck, unsere Schilde konnten das nicht alles kompensieren! Messe gefährliche Energiefluktuationen vom Antrieb…“

„Wollen Sie, dass er uns alle umbringt?“, beschwor Jettison die Flottensoldaten.

„Das Gefecht ist verloren und er will, dass wir einem MC30 hinterherjagen!“

„Er hat mit Torpedos auf uns gefeuert!“, protestierte Volantis scharf.

„Diese Frechheit muss bestraft werden!“


Wieder wurde der Sternzerstörer durchgeschüttelt, dieses Mal noch heftiger – begleitet von mehreren, synchron aufheulenden Sirenen. Vielleicht war das das Zeichen, das die beiden Flottensoldaten gebraucht hatten, als sie ihre Waffen schließlich ausrichteten – auf Volantis.


„Kommen Sie bitte mit uns, Sir.“

„Was? Das können Sie nicht tun!“

Volantis wollte zurückweichen, doch einer der Soldaten war schneller, packte ihn bei den Armen und fesselte ihm in einer fließenden Bewegung seine Handgelenke hinterm Rücken zusammen. Währenddessen war Jettison hektisch ans Kommunikationspult geeilt.


„Achtung, hier spricht der imperiale Sternzerstörer Inquisition an den republikanischen Verband! Wir kapitulieren, ich wiederhole: wir kapitulieren! Stellen Sie das Feuer ein! An alle anderen imperialen Einheiten: ich empfehle Ihnen, ebenfalls die Kampfhandlungen einzustellen!“


„NEIN!“, kreischte Volantis über die Brücke.

„Das dürfen Sie nicht, Sie elendiger Feigling! DAS DÜRFEN SIE NICHT!“


Der Blick, mit dem Jettison seinen Vorgesetzten bedachte, verriet abgrundtiefe Abscheu.

„Schaffen Sie ihn weg.“

Das letzte, was Volantis auf der Brücke sah, während er von den Flottensoldaten fortgezerrt wurde, waren die beiden schweren Begleitschiffe der Inquisition, die ebenfalls ihr Feuer einstellten und beidrehten…

[Weltraum vor Coruscant, Imperiale Nachhut, ISD II Inquisition, Brücke]- Commander Kiran Volantis, Brückencrew





 
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[Coruscant System | Orbit von Coruscant | bei Wächter drei | LTK "Massive" | Deck 1 | Hauptbrücke] Cpt. Bru-Th Agoch, Cmdr. Saris, Colonel Sebolto und Brückenbesatzung


Als Bru-Th die Augen nach einer ganzen Weile wieder aufschlug, benötige er einige quälend lange Sekunden, um erleichtert festzustellen, dass er sich noch an Bord seines Schiffes befand. Bru-Th fühlte sich, als wäre er mit einem Sternenzerstörer unsanft kollidiert. Nicht nur spielte sein Magen verrückt, indem er sich ständig verkrampfte und entspannte, auch fiel es ihm wahnsinnig schwer, seine Gedanken zu ordnen. "Wo sind denn das Cockpit und die bunten Lichtern hin?", marterte er selbst sein Gedächtnis, doch die geistige Umnachtung der Bewusstlosigkeit hatte ihn noch zu sehr in den Fängen, um das, was die Augen sahen, mit seinen letzten bewussten Erinnerungen zu einem stimmigen Bild zu vereinen. Bru-Th erkannte die Silhouette einer Person, die offenbar über ihn gebeugt stand und ihn mit ihren großen Augen musterte, doch um wen es sich handelte, vermochte er nicht zu sagen. Eine Gefahr schien von ihr nicht auszugehen, und mit dieser Erkenntnis schloss der Jedi Meister und Captain wieder die Augen, denn er war so müde, so unsagbar müde, so unsagbar müde, dass er die Stimme von Lt. Cmdr. Nala Sai nicht einmal mehr hörte.

"Vollkommene Erschöpfung, die Symptome sind zu einhundert Prozent eindeutig. Was diese Erschöpfung verursacht hat, kann im zu diesem Zeitpunkt noch nicht exakt beantworten, Commander. Fest steht, dass der Midiklorian-Wert des Captains stark schwankt, aber auch das muss nichts heißen. ... Ich werde ihm ein schwaches Aufputschmittel und eine Nährlösung verabreichen. In ca. fünf Minuten sollte er wieder ansprechbar sein, doch ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass ich ihn für nähere Untersuchungen lieber mit auf die Krankenstation nehmen würde",

erklärte die spindeldürre Kaminoanerin in der für diese Spezies gänzlich emotionslosen Art, während sie gleichzeitig aus ihrem Med-Kit einen Injektor hervor holte und den Inhalt Captain Agoch in eine Arterie spritzte. Im Hintergrund war weiterhin das Feuer der schweren Turbolaser zu hören.

"Danke, Doktor Sai, aber wir brauchen den Captain hier auf der Brücke, selbst wenn er nicht in Hochform ist. ... Sie sagten ja selbst, dass es nur Erschöpfung ist",

entgegnete Kytana Saris unterkühlter als gewöhnlich, denn was sie auf keinen Fall wollte, war eine ausufernde Diskussion über dieses Thema, wozu es zwangsläufig kommen würde, wenn sie nicht entschieden dem Doktor entgegen trat. Solange Captain Agoch bewusstlos war, lag die Verantwortung für das Schiff auf ihren Schultern, und in Anbetracht der Lage, drückte es doch sehr deutlich, denn der imperiale Sternenzerstörer mit der Kennung Krayt eins feuerte mittlerweile Breitseiten. Durch die detachierte Position der Massive, bekamen sie zwar längst nicht soviel ab, wie der MC30 von Cmdr. Garnik, doch sie hatten ja noch das Kommando über die Raumjägerkräfte, was Colonel Sebolto nach Captain Agochs Zusammenbruch an die Grenze seiner Belastbarkeit katapultierte, dies konnte Kytana dem Dug und seinem Stab aus Flugleitoffizieren deutlich ansehen.

"Ich sagte vollkommene Erschöpfung, Commander, das ist ein Untersch ..."

"Doktor Sai", unterbrach Cmdr. Saris barsch die leitende Angestellte des medizinischen Corps, "wir befinden uns noch mitten in einem Gefecht. Es könnten sekundlich Verletzte in der Krankenstation eintreffen, also begeben Sie sich umgehend auf ihren Posten zurück. Petty Officer Jenkins ist ausgebildeter Sanitäter und kann Sie immer noch rufen, sollte es Schwierigkeiten geben."

Ein heftiger Schlag ging durch das Schiff, der Kytana fast von den Beinen geholt hätte. Einige nur ungenügend gesicherte Datapads flogen durch die Luft, eines traf Ensign Frey an der Schläfe und verursachte eine kleinere Platzwunde.

"Schadensmeldung!",

forderte Cmdr. Saris unbeeindruckt von dem schweren Treffer, während sie über ihre Schulter schaute und zufrieden sah, dass Lt. Cmdr. Sai es offenbar nicht weiter auf einen formalen Protest anlegen wollte und zügig den Turbolift ansteuerte. Die kräftige Stimme von Lt. Tuum bestätigte schließlich, was ihr Gefühl Kytana bereits hatte vermuten lassen:

"Kommen immer noch rein, Ma'am. Sicher ist, dass wir einen direkten Treffer im vorderen Quadranten von Deck fünf erlitten haben. Die Schotts sieben bis elf auf der Ebene haben Druckverlust, die Geschütze zwei und vier wurden zerstört und es ist die Verbindung zwischen Magazin neun und den Backbordgeschützen unterbrochen. Der LI ist dran, Schadenskontrollteams sind unterwegs."

"Verluste?"

Lt. Tuum machte einige Eingaben in seine Konsole, dann sah er die XO der Massive ernst an.

"Vierundzwanzig Männer und Frauen werden vermisst, Commander."

Die Miene der rothaarigen Frau blieb ausdruckslos. Lediglich ein kurzes Nicken brachte sie zustande, denn ein Kloß steckte ihr im Hals, größer als jeder Asteroid. "Da unten sind gute Männer und Frauen gestorben", dachte sie mitfühlend, doch hatte Kytana Saris genug Kommandoerfahrung, um zu wissen, dass sie jetzt nicht nachgeben durfte, auch wenn sie sich am liebsten in ihren alten, zerfransten Couchsessel gefletzt und betrunken hätte. Doch solange das hier nicht vorbei war und Captain Agoch wieder auf den Beinen, musste sie Stärke zeigen, wo sie Schwäche fühlte.

"Neue Befehle von der Prometheus, Commander", vermeldete Lt. Hemor, woraufhin Kytana sich rasch zu ihm umdrehte, dankbar für die Ablenkung. "Die CC7 Jaminere steht im Fokus von Admiral Jagos flüchtenden Schiffen. Commodore Ven will, dass wir ihnen zur Seite stehen. Ziemlich vage, ich weiß, Ma'am."

Kytana gelang ein schiefes Lächeln.

"Soll mir im Moment ganz Recht sein, Drovus. ... Colonel Sebolto, wie ist der Status unserer Raumjäger. Hat der Captain von den TIEs noch etwas übrig gelassen?"

Sebolto sah die deutlich jüngere Frau, die formal seine Vorgesetzte war, scharf an. Es lief gut, sogar sehr gut, wusste der Jagdflieger, der seid einem missglückten Einsatz über Sullust nicht mehr in ein Cockpit klettern durfte, doch die Koordination der Jagdmaschinen und Jäger war auch ohne Sonderwünsche, welche seine gesamte Einsatzplanung ins Schlingern brachten, ausfüllend genug.

"Nein", entgegnete er mürrisch, während ein Stabsoffizier ihm ein Datapad übergab, "viel ist nicht mehr übrig. Gelinde ausgedrückt, befinden sich die imperialen Jägerstaffeln in Auflösung, nach dem, was Captain Agoch da ... getan hat. Zur Hölle, was war das, Kytana? Wir haben sie abgeschossen, als säßen wie damals Droiden hinter den Steuerknüppeln."

Cmdr. Saris zuckte nur mit den Schultern. Die Anrede mit dem Vornamen musste sie wohl überhört haben, ebenso wie Seboltos nachgestellte Frage, denn sie hatte ebenfalls keine Ahnung, wie Bru-Th es angestellt hatte.

"Dann schicken Sie der Jaminere zwei Staffeln als Geleitschutz, vorzugsweise Ihre schnellsten Jäger, Colonel."

"Verstanden, Commander! ... Ich schicke Staffel 'Ronin' und 'Wildfire'.

Auf dem taktischen Holodisplay, welches einem Kommandanten mehr über die Situation in der näheren Umgebung verriet, als jeder theatralische Blick aus dem Bugfenster, sah Cmdr. Saris, wie sich die beiden Staffeln aus den Kämpfen mit den verbliebenen imperialen Kräften lösten und sich pfeilschnell an das andere Ende der Kampfzone begaben, wo die nur leicht bewaffnete Abfangfregatte der Corellian Engineering Corp. tapfer ausharrte und ihren Gravitationswellenprojektor nutzte, um den Kampfverband Jagos an der Flucht zu hindern. Kytana kratzte sich abschätzend am linken Unterarm, eine alte Marotte. Rasch tippte sie einige Daten in das Display, vergleich die Austrittsvektoren der imperialen Flotte und die Geschwindigkeit der verfolgenden Einheiten des 'Jela'-Verbands, der gerade die ersten Raketensalven auf den Feind abfeuerte. Doch selbst unter den günstigsten Bedingungen, so schätzte sie, wäre der Verband um die beiden Sternenzerstörer der Imperial-II Klasse nur gute zehn Minuten in Waffenreichweite, dann könnte er auf jeden Fall springen. "In zehn Minuten kommt man solchen Pötten nicht bei", fluchte die XO der Massive im Stillen, dann lenkte Lt. Hemor mit einer interessanten Com-Nachricht ihre Aufmerksamkeit von dem bläulich flackernden Display ab:

"Ma'am, wir erhalten gerade folgende Nachricht, ebenso wie alle anderen Schiffe in der Nähe: 'Achtung, hier spricht der imperiale Sternzerstörer Inquisition an den republikanischen Verband! Wir kapitulieren, ich wiederhole: Wir kapitulieren! Stellen Sie das Feuer ein! An alle anderen imperialen Einheiten: Ich empfehle Ihnen, ebenfalls die Kampfhandlungen einzustellen!'"

Widerwillig endete der Beschuss von Krayt eins durch die Massive.


[Coruscant System | Orbit von Coruscant | bei Wächter drei | LTK "Massive" | Deck 1 | Hauptbrücke] Cpt. Bru-Th Agoch, Cmdr. Saris, Colonel Sebolto und Brückenbesatzung


 
Weltraum, Landeanflug auf Coruscant: an Bord der Serenity: Ribanna, Keeda, Tara, Wes, Alisah, Duska, Radan, Rick


Kaum hatte Ribanna ihre letzten Worte ausgesprochen, die über Tara, und sich nach ihr umgeschaut, ob sie vielleicht schon längst bei ihnen stand, da vernahm sie auch tatsächlich ihre Stimme hinter sich und ihre prompte Antwort. Gleichzeitig fiel Ribannas Blick auf ihre derzeitige Kleidung, denn jetzt hatte sie in der Tat etwas an. Nicht etwas! Ribannas Kleidung! Ribanna schaute erstaunt und wusste erstmal nichts zu sagen. Weil ihre Sachen gerade nass im Kühlschrank liegen, war sie nackt gewesen! Aha! Naja, da schaute wohl bestimmt niemand rein! Ribanna fiel die Kinnlade runter, als sie nun hörte, dass Tara auch noch ihr Handtuch vor dem Soldaten verloren hatte. Tara war aber auch ungeschickt! Das Handtuch war aber auch viel zu klein gewesen! Doch Ribanna sagte ihr das nicht, sie dachte es sich nur, denn sie wollte nicht unhöflich sein. Und irgendwie schien Tara aber auch nicht so verklemmt wie Ribanna zu sein, was die Nacktheit betraf. Da konnte man nur staunen! Ok, auch sie errötete, als sie darüber sprach, aber Ribanna wäre wohl vor Scham im Erdboden versunken! Naja, dies war wohl für ein im religiösen Tempel aufgewachsenes Mädchen nicht unbedingt verwunderlich!

Tara fuhr fort und sprach davon, dass der Soldat gegen Nichtmenschen gewesen sei. Ribanna hörte davon zum ersten Mal. Sie war der einzige Mensch im Tempelkomplex der vier Elemente gewesen und war unter den Ureinwohnern von Chalacta, einer menschenähnlichen Spezies, aufgewachsen. Dies war dort nie ein Thema gewesen! Andere Spezies verirrten sich eher selten dorthin. Ihr selber wäre nie etwas Abfälliges in den Sinn gekommen! Sie selber wurde nie anders behandelt. Auf den Scheiterhaufen sollte sie wegen ihrer besonderen Behaftung, ihrer Affinität zum Feuer. Ob man das als Rassismus bezeichnen konnte? Keeda äußerte sich dazu. Ribanna drehte sich um. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass auch sie aus ihrem Versteck gekommen und sich zu ihnen gestellt hatte. Aber wieso war sie so nass und trug ein Handtuch?

„Wo hast du denn gesteckt und wieso bist du nass?!“

Tara hatte wirklich eine spannende Geschichte zu erzählen. Dies musste man ihr lassen! Ihr Lichtschwert im Abflussrohr! Tara kannte gute Verstecke! Man konnte eine Menge von ihr lernen, stellte Ribanna bewundernd fest ! Sie war außerordentlich kreativ!

Tara, du hattest ja Einfälle! Darauf wäre ich so schnell nie gekommen!“

Nun erfuhr Ribanna ganz beiläufig, denn danach hatte sie sie fragen wollen, wieso Tara auf die Idee, eine Ärztin zu sein, gekommen war! Sie war eine Ärztin! Das hätte Ribanna nicht vermutet! Sie dachte immer, Jedi hätten keinen anderen Beruf!

„Du bist Ärztin! ?“,

stieß Ribanna daher fast ungläubig aus, obwohl sie es Tara natürlich schon abnahm. Sie hatte halt nicht damit gerechnet gehabt! Überhaupt nicht! Dann vernahm sie Taras Lob. Ribanna strahlte und erwiderte ein:

„Danke sehr!“

Sie war froh dies zu hören, da Tara sie ja erst so ängstlich angeschaut hatte, als Ribanna die Lüge von der Depression dem Soldaten untergejubelt hatte. Ribanna lächelte zufrieden. Sie war ein sehr perfektionistischer Typ und wollte es allen recht machen. Der Boardcomputer machte ein Geräusch und sofort war die Aufmerksamkeit von so gut jedem darauf gerichtet. Sie waren kurz vor der Landung! Sie waren kurz vorm Ziel! Die Landeerlaubnis war erteilt worden. Das war sehr gut! Dafür hatten sie alle dieses Theater aufgeführt!

Nun endlich erwähnte Tara ihre derzeitige Kleidung und sprach den Umstand an, dass sie jene von ihr ausgeborgt hatte. Wie es von der ehemaligen Tempeldienerin so ihre Art war, nickte sie gutmütig, obwohl sie selber nur einen kleinen Rucksack voll Kleidung besaß, die sie größtenteils von Chalacta und von ihrem Flug nach Lianna hatte. Auf dem Flug hatte sie sich moderne praktische zweckmäßige Kleidung zugelegt, denn die Chalactanische war eher auf schön und visueller Blickfang ausgerichtet. Als Tara fragte, wer ihr helfen würde ihre Kleidung trocken zu bekommen, da sagte Ribanna schnell:

„Natürlich, ich helfe dir gerne!“

Das Paar, was sich versteckt hatte, kam nun auch hervor, nachdem Wes sie gerufen hatte, aber für die Schwangere war dies entweder zu viel Aufregung oder zu langes Stehen auf einem Fleck gewesen. Sie schlug jedenfalls nach zwei Schritten hart auf den Boden auf und war bewusstlos. Ribanna hatte von der Illusion nichts mitbekommen. Sie schlug die Hand vor Schreck vor den Mund.

Doch sie ging mit, um Tara zu helfen und um sich selber umzuziehen! Schließlich wollte sich sicherlich Radan persönlich, ihr Mann, um Alisah kümmern. Und viel konnte man auch nicht machen!


Tara, du sagtest doch, deine Sachen liegen im Kühlschrank? Im Frostfach vielleicht?! Das wäre gut, denn durch die Verdunstungskälte sind die Kleidungsstücke innerhalb von etwa einer halben Stunde trocken! Aber nur bei extremen Minusgraden! Und sollte dies der Fall sein, vorsichtig sein! Sie könnten zerbrechen beim Herausnehmen! Sie müssen erst wieder ein wenig warm werden, sonst bricht ein Ärmel oder so ab. Ansonsten müssen wir sie unter den Heizlüftern trocknen! Du weißt schon, die im Bad! Oder unter den Hände- oder Ganzkörpertrocknern!“

Als Ribanna Taras Lichtschwert einfiel, fügte sie gleich noch hinzu und zog dabei ein angewidertes Gesicht:

„Aber, das Lichtschwert hole ich nicht aus dem Abflussrohr! Da fasse ich nicht rein! Allerdings, wäre es schön, wenn ich ein Trainingslichtschwert und einen weniger protzigen Blaster wie diesen hier, bekommen könnte, ehe wir die Landeplattform von Coruscant betreten. Und ich muss mich auch ganz rasch noch umziehen!“

Eine große Auswahl kam ja nun nicht gerade in Betracht, nachdem nun auch noch die junge Togruta ihre Klamotten mit benutzte, der ihre Sachen ausgezeichnet passten und standen. Aber, was sollte oder konnte man dagegen einwenden! Nichts! Sie war mit ihr auf einem Zimmer!
Zügig wechselte Ribanna ihre Kleidung und verstaute ihr schickes Lieblingskleid wieder im Rucksack. Für Coruscant hatte sich Ribanna für eine etwas sportlichere jedihaftere Kleidung entschieden. Sie zog eine braune Leggings an, dazu weiße Stiefel mit hohem Schaft bis über die Knie und eine weiße Bluse im angelehnten Tunikastil der Jedi mit hell-braunem Gürtel. In ihm steckte leider bisher nur der protzige Naboo-Blaster! Irgendwie war der ein wenig peinlich! In der gleichen Farbe wie der Gürtel war auch ihre kurze enge Lederjacke. Ihr dunkelbraunes glattes langes glänzendes volles Haar trug sie offen. Zufrieden mit sich und ihrem Äußeren drehte sich die bildhübsche Mädchen-Frau vorm Spiegel hin und her. Die Sachen waren neu und sie trug sie zum ersten Mal. Rasch ging sie dann wie versprochen Tara zur Hand. Die Padawan musste dann noch zu ihrem Meister. Währenddessen meditierte Ribanna in dem wunderschönen Meditationsraum. So bereitete sie sich auf das neue Abenteuer Jedi-Tempel vor.

„Komm, nun lass uns schnell aufs Aussichtsdeck rennen! Wir wollen doch die Landung nicht verpassen! Tara, komm schon, beeile dich!“,

rief sie später Tara kurz vor der Landung zu. Keuchend, da sie so schnell gerannt war, kam Ribanna vor der großen Panoramascheibe an. Coruscant! Was für ein Anblick! Coruscant unterschied sich stark von Chalacta und von Lianna! Lianna war schlichter, praktischer, aber modern! Coruscant war hochmodern und arrogant! Chalacta war kein Entwicklungsplanet! Chalacta war auch modern, aber verspielt, prachtvoll kitschig und obendrein quietschig bunt! Ein lieblicher Planet mit einer prächtig bunten üppigen Botanik! Wenn man Chalacta eine große tropische Blumenblüte nennen wollte, war Coruscant ein großer glänzender Juwel.

Coruscant war so, so … modern! Hochgradig modern! Ribanna staunte nur und fand es einfach toll. Es war eine einzige riesige Stadt! Enorme Wolkenkratzer dominierten das Stadtbild. Einer der zentralsten und hervorstechensten herausragendsten Gebäude war der Jeditempel, der Ribanna sofort ins Auge fiel und jenes Gebäude mit einer gewissen Anmut betrachtete, da sie ihn sofort erkannte. Schließlich hatte sie sich das Gebäude im Holo-Net längst angeschaut. Sie hatte sogar vor lauter Ehrfurcht und Vorfreude einen Kloß im Hals und musste eifrig blinseln, da ihre Augen feucht wurden vor Glück. Man hatte beim Betrachten aus der Luft den Eindruck, dass der Jedi-Tempel sich aus einer ebenen Fläche erhob, so weit überragte er die Nachbarbauten. Das Hauptgebäude war eine abgeflachte Pyramide. Um sie herum ragten fünf Rundtürme fast bis in die Wolken. Es wirkte atemberaubend! Der größere mittigere Turm hatte eine Antenne. Nicht minder beeingdruckend war aber auch die Infrastruktur von Coruscant. Ribanna wusste überhaupt nicht, wo sie zuerst hinschauen sollte. Ribanna hatte im Holo-Net auch viel über die guten Restaurants, guten Küchen und die kulinarische Vielfältigkeit gelesen und freute sich jetzt schon darauf, schön Essen zu gehen.

Und dann steuerten sie doch tatsächlich die Landeplattform des Jedi-Tempels an! Ribanna bekam Herzklopfen! Sie waren da! Was für ein Augenblick!


Landeanflug auf Coruscant auf Landeplattform des Jedi-Tempels, auf der Serenity: Ribanna, Keeda, Tara, Wes, Alisah (bewusstlos), Duska, Radan, Rick
 
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Hyperraum, unterwegs von Lianna nach Coruscant - an Bord der Serenity – mit Radan, Rick, Ribanna, Tara, Wes, Duska, Keeda und Captain Washburne (NPCs)

Die Dunkelheit wich und an ihre Stelle traten immense Kopfschmerzen die es Alisah schwer machten sich auf das zu konzentrieren, was geschehen war. Offensichtlich lag sie am Boden und Radan beugte sich besorgt über sie und Rick blickte auch fragend zu ihr hinunter. Ansonsten schien es im Moment kaum jemanden zu interessieren was mit ihr war.
Doch diese Erkenntnis schob Alisah schnell wieder bei Seite. Es gab Wichtigeres! Ihr Kind!
Besorgt legte sie ihre Hand auf den Bauch und hörte in sich hinein um kurz darauf zu schmunzeln! Soweit sie es sagen konnte ging es ihm gut. Weder die lange Anstrengung noch der Sturz hatten ihm wohl geschadet.
Nur sie selbst hatte wohl ein paar kleineren Blessuren abbekommen. Aber mit Erschöpfung und den blauen Flecken kam sie zurecht.
Radan schimpfte zwar, aber Alisah rappelte sich schon wieder auf und strich ihm nur sachte über die Wange.


Es ist alles in Ordnung, ich habe nur kurz das Gleichgewicht verloren.

Und sie hoffte, dass ihr Blackout wirklich nur so kurz gewesen war, wie sie dachte.

Und jetzt würde ich wirklich gerne sehen wie wir Coruscant anfliegen!
Würden meine beiden Beschützer mich zu irgend einem Fenster begleiten.


Sie schmunzelte und gab sich Mühe möglichst sicher einen Fuß vor den Anderen zu setzen, während sie, fest bei Radan eingehackt, los wollte um die Ankunft nicht zu verpassen.
Doch dann wandte sie sich Wes zu.


Nich falsch verstehen! Also, ich bin sehr dankbar, dass die Soldaten manipuliert wurden.
ABER!
Ähm, … es wundert mich schon, dass so viele Räte genau das anwenden, von dem man mir als Padawan gesagt hat, dass es ein Talent der dunklen Seite sei und das ich damals nicht lernen sollte weil ich ach so gefährdet war.


Sie sah kurz auf den Boden und dann wieder zu Wes auf, …

Trotzdem, ne echt gut Leistung!...

… grinste und zwinkerte kurz.

…für nen Jedi jedenfalls!

Sie wusste nicht sicher warum sie jetzt mit Wes scherzte. Vielleicht war es einfach die Erleichterung darüber nicht aufgeflogen zu sein, oder die Euphorie Coruscant wieder zu sehen.
Vielleicht waren es auch nur ihre Hormone. Aber trotz des Sturzes und mal abgesehen von den bohrenden Kopfschmerzen, war sie jetzt im Moment irgendwie allerbester Laune.


Hyperraum, unterwegs von Lianna nach Coruscant - an Bord der Serenity – mit Radan, Rick, Ribanna, Tara, Wes, Duska, Keeda und Captain Washburne (NPCs)
 
[Core Worlds | Corusca-Sektor | Coruscant-System | entfernt sich von Coruscant || Coruscant-Kampfgruppe | [MC90] „Prometheus || Deck Eins | Brücke (hinterer Bereich)]
Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya, Senatorin de Lieven und Captain Roosh; im Hintergrund die Brückenbesatzung


Beinah synchron feuerten die drei Kriegsschiffe, die über der Wasserwelt Mon Calamari vom Stapel liefen, ihre Torpedos in Salven auf das feindliche Ziel, den Imperial-II-Sterntzerstörer „Krayt Eins“ (Inquisition“), ab. Erst zwölf, dann vierundzwanzig und abschließend sechsunddreißig Geschosse sollten sich auf dessen schwach verteidigtes Heck stürzen – ein schmerzhafter Genickbruch für die Nachhut der desertierten Imperialen. Denn selbst die allerbesten Schilde der Galaxie konnten nicht so viel Schaden mit einem Mal kompensieren. Trotz der noch großen Entfernung, die zwischen der sehr trägen „Prometheus“ und ihrem Opfer war, konnte man auf deren Brücke kurz darauf schon die ersten Einschläge in aller Deutlichkeit erkennen. Für ein paar Millisekunden flammte deren Schild in einem letzten, vor Kraft strotzenden Aufbäumen auf, aber dann brach er mit einem Mal komplett in sich zusammen. Die verwundbare Stelle war da.

Im ersten Augenblick mochte man als Unbeteiligter meinen, dass just in diesem Moment feierlicher Jubel auf der Brücke des Mon Calamari-Sternenkreuzers der Neunziger-Klasse ausbrechen müsste, aber dem war nicht so. Sie hatten mit ihrem konzentrierten Beschuss zwar das Zentrum der Nachhut „geknackt“, aber ein paar Millionen Kilometer weiter flüchtete der Feind, Kayen Jago, noch immer mit zwei schlagkräftigen Golan-III-Stationen im Schlepptau. Man konnte also nicht sagen, dass sie in irgendeiner Art und Weise einen Sieg errungen hatten – maximal einen kleinen Teilerfolg. Navara Ven und Dar Roosh, die führenden Köpfe an Bord, wussten dies und mahnten die Besatzung genau aus diesem Grund auch zur nüchternen Professionalität. Vor allem weil zudem Casia de Lieven, die ehemalige Kanzlerin der Neuen Republik und amtierende Senatorin des Corellia-Sektors, anwesend war. In ihrer Gegenwart wollte man den Deserteuren keinen Erfolg lassen.

Plötzlich meldete die Kommunikation:
„Sir, die Nachhut kapituliert und bittet darum, dass wir das Feuer auf sie umgehend einstellen.“

„Die gegnerischen Ziele, die um 'Krayt Eins' formiert sind, stellen soeben sämtliche Aktivitäten ein, Commodore“
, bestätigte sogleich Jyn Calad, die diensthabende Offizierin der Sensorikstation. Noch immer sorgte ihre Anwesenheit an der Position, die vorher Lara Sinth eingenommen hatte, für etwas Irritation bei dem Kampfgruppenkommandant. „Nach meinen vorläufigen Berechnungen zielt Jago währenddessen auf einen zivilen Verkehrsstrom ab.“

Sofort schaltete sich Ensign Vakil, eine Quarrin, ein: „Das kann ich bestätigen, Sir.“

Navara ließ den Blick über die Brücke schweifen. Seine Nasenhöhlen blähten sich leicht auf. Hatten sie eventuell zu viel Zeit mit der Nachhut vergeudet? Immerhin ruhten nun all ihre Hoffnungen auf der „Jaminere“, die mit ihren aktivierten Schwerkraftgeneratoren die restlichen Deserteure an deren Flucht in den Hyperraum hindern musste bis ihre republikanischen Kameraden endlich zum Gegner aufgeschlossen hatten. Doch konnte die träge „Prometheus“ mit ihrem niedrigeren Maximaltempo überhaupt den Imperial-II-Sternzerstörern nachjagen? Flüchtig ging sein Blick zu der Corellianerin, die – gleich einer gestandenen Offizierin – auf der Brücke ausharrte, obwohl ihre Möglichkeiten zu handeln hier nicht besonders groß waren. Nein, ein Aufgeben kam für ihn nicht in Frage. Jago hatte rechtswidrig Kriegsmaterial entwendet, das die Neue Republik zur Verteidigung von Coruscant gut, sehr gut gebrauchen konnte. Nämlich schon jetzt hatte der Twi'lek das Gefühl, dass seine Einheit für die Verteidigung zu klein bemessen war.

„Lieutenant Ph'ton, geben Sie unserer Einheit das Zeichen zum Verfolgen“, befahl Navara, nachdem seine Überlegungen zu einem Ende gekommen waren. „Und lassen Sie die 'Sanctuary' Kontakt mit der…“ Sein Blick schnellte zum taktischen Hologramm, wo man kurz zuvor die Bezeichnungen der Schiffe, die kapituliert hatten, nachgetragen hatte. „... 'Inquisition' aufnehmen. Vielleicht können wir deren Verletzte versorgen...“

Trotz der gewaltigen Distanz, die zwischen der republikanischen Kampfgruppe und den fliehenden Deserteuren um Kayen Jago bestand, setzten sich die Kriegsschiffe in Bewegung. Bloß die schwere corellianische Fregatte „Five Brothers“, die gemeinsam mit der Mon Calamari-Fregatte „Halycon“ besonders dem Beschuss des feindlichen Sternzerstörers ausgesetzt war, hielt sich in ihrem Eifer ein bisschen zurück – womöglich waren die entstandenen Schäden doch größer als angenommen. Zum Schluss flog sie in der Formation etwa auf Höhe der klobigen „Massive“, die sich noch immer um die Koordination der vielen republikanischen Sternjäger kümmerte. Im Augenblick legten vor allem die Abfangjäger einen tollkühnen Endspurt hin, um die restlichen Deserteure in kleinere Kämpfe zu verwickeln und so deren Flucht zu verlangsamen – oder gar zu stoppen. Doch die Chancen, dass sie damit Erfolg haben würden, standen schlecht, sehr schlecht. Das Ziel „Krayt Zwei“ („Obliterator“) steuerte weiter auf den zivilen Verkehrsstrom zu.

'Calad hat mit ihrer Prognose Recht', dachte der nichtmenschliche Commodore derweil und ließ ein grimmiges Brummen dabei hören. 'Jago will uns damit tatsächlich zu einer größeren Kursänderung zwingen.' Grübelnd huschte sein Blick über das taktische Hologramm, während im Hintergrund sein bothanischer Sekretär einzelne Anweisungen – in Casia de Lievens Namen – an die Station, die für die Kommunikation zuständig ist, gab. Die corellianische Senatorin hatte eine Nachrichtensperre in Erwägung gezogen und – ganz nach dem Geschmack des Twi'lek – sofort gehandelt. Denn in dieser Situation durften sie vor allem keine Zeit verlieren. Jede Sekunde war wichtig, wollte man den irren Imperialen stoppen. Per Knopfdruck ließ Navara in der holografischen Projektion einen Countdown einblenden. Näher und näher kamen die Deserteure einen günstigen Punkt, der einen Sprung in den Hyperraum ermöglichte. Voller Grimm zeigte der Kampfgruppenkommandant seine spitzen Zähne, derweil seine Augen weiterhin angriffslustig funkelten. Nein, hier – im Coruscant-System – durften sie keinen Misserfolg erleben. Seine Reputation als Flottenoffizier und Kommandant stand auf dem Spiel.

Die Kommandeurin des Geschwaders „Sledge Hammer“, Colonel Dara Oki, schaltete sich plötzlich ein:
„Sir, die kleineren Begleitschiffe der flüchtenden Deserteure ('Ruthless', 'Cunning', 'Gallantry' und 'Sentinel') schirmen 'Krayt Zwei' gründlich ab. Unsere Sternjäger kommen kaum durch...“ Ihre großen Glubschaugen waren direkt auf den Twi'lek gerichtet. „Des Weiteren meldet Doktor Habat, dass die Vitalwerte unserer Piloten in den 'Keller' gerutscht wären. Laut ihrer Interpretation stürzten sie von einem euphorischen Hoch in ein finsteres Tief.“

Irgendwie ergab die zweite Meldung für Navara keinen echten Sinn. Euphorisches Hoch? Finsteres Tief? Hatten die Piloten etwa im Vorfeld irgendein aufputschendes Mittel genommen? Unsicher sah er zu der uniformierten Mon Calamari. Bis jetzt hatte er das Kommando der Colonel wirklich nicht so eingeschätzt, dass deren Untergebene zur plötzlichen Leistungssteigerung irgendwelche Drogen nehmen würden, aber nach dem Desaster der N-Wings rutschte dieser Gedanke immer mehr in den Bereich des Möglichen. Hatte man vielleicht schon vorher von diesen Mängeln gewusst und diese so vertuschen etwa wollen? Ein ungutes Gefühl beschlich den Commodore. Eigentlich legte er sehr großes Vertrauen in die Arbeit seiner Untergebenen. Doch nun nagten auf einmal still und heimlich Zweifel an ihm. Sollte er die Piloten zurückrufen? Zwar hielt er ein Aufgeben noch immer für den falschen Weg, aber allmählich ließ ihm die Situation keine andere Möglichkeit mehr übrig. Neben den Zweifeln kündigte sich langsam, aber sicher Frust bei dem Twi'lek an. Schon jetzt räkelten sich seine tätowierten Lekku unruhig.

Jedoch sollte der Commodore diese Entscheidung gar nicht mehr selbst in der Hand haben. Denn in genau der Sekunde als er weitere Befehle geben wollte, zog die „Jaminere“ plötzlich – ungewollt – eine Schar Riesenfrachter aus dem Hyperraum – direkt in den Verkehrsstrom hinein. Chaos entstand sofort. Unkoordiniert wichen die winzigen Privatschiffe aus, wodurch der endlosen Strom an dieser Stelle mit einem Mal einem unruhigen Insektenschwarm glich. Die imperialen Deserteure steuerten derweil weiter auf ihren Sprungpunkt hinzu. Hier und da ließen sie ihre Schiffsartillerie gnadenlos sprechen, was die Zivilisten auf Abstand hielt – oder tötete. Stress, Schrecken oder gar Unvermögen führten in diesem Moment dazu, dass die corellianische Abfangfregatte ihre Schwerkraftprojektoren abschaltete. Jago schien bloß auf diesen Augenblick gewartet zu haben. Denn kurz darauf zogen die fliehenden Kriegsschiffe mit den Verteidigungsplattformen im Schlepptau ihr Tempo an, verließen auf direktem Kurs das chaotische Wirrwarr und sprangen dann ungehindert in den Hyperraum – und mit einem Mal war dementsprechend die Aussicht auf einen Erfolg verpufft.


„Kommunikation, geben Sie das Zeichen zur Umkehr“, knurrte der Twi'lek grimmig, nachdem er in seiner Muttersprache geflucht hatte. Eine Halsschlagader pulsierte sichtbar. „Wir kehren sofort nach Coruscant zurück und nehmen dort eine Verteidigungsposition im Orbit ein.“ Danach wandte er sich an Casia. „Mrs de Lieven, Ihr Quartier dürfte inzwischen hergerichtet sein. Sollten sie also noch ein bisschen Zeit für sich haben wollen, steht Ihnen mein Steward, Petty Officer Paloo-Kalde, gern zur Verfügung. Ebenso können Sie unsere Kommunikationseinrichtungen gern verwenden, wenn Sie das möchten. Die militärische Verschlüsselung ist sehr hochwertig und da wir eigene Bojen nutzen, können die Nachrichten – oder Gespräche – sogar in kürzerer Zeit als über das zivile HoloNet in den republikanischen Raum gesandt werden.“ Er salutierte ganz knapp. Dabei zeigte die säuerliche Miene an, dass er mit der jetzigen Situation nicht besonders zufrieden war. „Ich ziehe mich derweil in mein Quartier zurück. Die Admiralität muss über diese Vorgänge sofort unterrichtet werden, um unsere Handlungsfähigkeit für die nächsten Wochen und Monate zu gewährleisten...“ Danach sah er zu Dar Roosh. „Captain, informieren Sie mich umgehend, sollte sich etwas ändern.“

[Core Worlds | Corusca-Sektor | Coruscant-System | im Anflug auf Coruscant (nahe Coruscant) || Coruscant-Kampfgruppe | [MC90] „Prometheus || Deck Eins | Brücke (hinterer Bereich)]
Commodore Navara Ven, Sekretär Fey'lya, Senatorin de Lieven und Captain Roosh; im Hintergrund die Brückenbesatzung

[OP @ Padme: Casia gerne wieder den Kontakt zur Sektorverwaltung herstellen und einen Termin zum Treffen ausmachen, wenn du möchtest. :)]
 
Im Taanab-System, unterwegs von Lianna nach Coruscant - an Bord der Serenity - Captain Washburne (NPC) - Tara, Keeda, Alisah, Radan, Rick, Ribanna, Duska und Wes

Radan und Alisah kamen aus dem Versteck, aber wie! Ein kurzes, erleichtertes Lächeln, zwei Schritte und dann sackte die junge Ex?-Sith in sich zusammen, bevor Wes auf sie zu stürzen konnte, um sie aufzufangen. Dafür war er auch zu sehr im Mittelpunkt von allem momentan, doch sofort danach löste er sich von alledem und kniete sich vor die junge Dame.

»Sie ist ohnmächtig, kein Wunder nach alledem, aber abgesehen davon geht es ihr den Umständen entsprechend gut,«

Stellte Wes nach kurzer Sondierung mithilfe der Macht fest. An ihm war kein Jedi-Heiler verloren gegangen, aber dass sie sich mit ihrer mächtigen Demonstration einer Illusion überanstrengt hatte, sah er auch.

»Radan, Rick, wärt ihr so gut und bringt Alisah auf ihr Quartier und ins Bett?«

Fragte er seinen alten Freund und seinen leider noch-immer-nicht-Padawan. Der Taanaber fragte sich, warum Radan so lange zögerte, was Rick anging. Zur Zeit war der Eriadorianer aber zu sehr mit seiner Frau beschäftigt und dies war wahrscheinlich auch der Grund – und jetzt durch die Ohnmacht galt das erst recht.

Zwischenzeitlich hatte Tara bereits einen Teil von Ribannas Fragen geklärt, Wes erledigte den Rest.

»Ja, ich wusste, dass es klappen würde. Du musst wissen, Ribanna, dass nichts geschieht ohne den Plan der Macht. Obwohl wir außerstande sind, ihren Willen zu verstehen, gewährt sie uns doch oft einen Einblick in die unmittelbare Zukunft. Diese Fähigkeit nennen wir Jedi Voraussicht. Einige wenige Jedi verfügen über das spezielle Talent, Visionen zu haben. Sie sehen Dinge, die weiter entfernt sind, und die eintreffen können, oder auch nicht.«

Tara befürchtete zudem, die Togruta-Spezies nicht im besten Licht dargestellt zu haben, in der Hinsicht konnte Keeda sie aber beruhigen, die im Gegensatz zu Wes mitbekommen haben musste, was sich zwischen der älteren Togruta und dem Soldaten abgespielt hatte. Das Allgemeine daran konnte er aber sehr wohl bestätigen.

»Ich denke auch, dass du dir über den Ruf der Nichtmenschen bei solchen einfach gestrickten Leuten mit begrenztem Horizont keine großen Gedanken machen solltest, viel verderben kann man da nicht, dafür sind sie viel zu sehr von ihrer Propaganda geprägt.«

Zumindest würden sie mit konkret diesen Leuten nichts mehr zu tun haben. Der Jedi-Rat spürte ein kurzes Rucken und er sah gerade noch durch die Fenster, wie der Anblick der Sterne in die Länge gezogen wurde und schließlich dem Hyperraum wich. Endlich! Das war nun das zweite Mal, dass der Taanaber froh war, seine Heimat hinter sich gelassen zu haben.

Duska äußerte ihre Erleichterung, dass alles so gut gelaufen war, wohingegen Tara sich über die geringe Vorwarnzeit beschwerte.

»Ich habe euch so viel Vorwarnzeit gegeben wie möglich – die Imperialen wollen schließlich auch gar nicht, dass man alles Verbotene vorher in Sicherheit bringen kann. Aber ich bin auch froh, dass wir das so gut hinbekommen haben. Ich bin stolz auf euch, ihr habt euch alle wacker geschlagen!«

Lobte Wes vor allem die anwesenden Padawane. Die eine Sache, die am Ende noch einmal beinahe wirklich haarig geworden wäre, war die mit dem Trainingslichtschwert Wo hatten sie das bloß gefunden? Wes fragte Duska, die es vielleicht am ehesten mitbekommen haben konnte.

»Weißt du zufällig, wie die dieses Lichtschwert gefunden haben, Duska

Anschließend überließ der 44jährige die diskutierenden Tara und Ribanna, schaltete sich nur einmal kurz ein.

»Selbstverständlich wird Tara es selbst aus dem Abfluss fischen. Immerhin ist sie fast fertig ausgebildete Jedi und es dürfte ihr daher ein leichtes sein, es allein mit Gedankenkraft dort heraus zu bekommen.«

Das war die Hausaufgabe für den Moment, die nächste Unterrichtsstunde folgte aber sogleich.

»Sobald du trocken und einigermaßen erholt bist, möchte ich, dass du zu mir ins Quartier kommst, Tara. Immerhin hast du noch dein Lichtschwert zu bauen.«

Blieb nur noch Keeda, die vor Nässe triefend dastand und versuchte, ihre Tunika halbwegs trocken zu bekommen. Der Anblick warf eine Menge Fragen auf, manche von denen glaubte Wes beantworten zu können. Der Pool! Es konnte nur das gewesen sein, nirgendwo sonst wäre sie so bis auf die Knochen nass geworden. Wes hatte auch geglaubt, sie in der Richtung gespürt zu habne. Angesichts ihres… Problems war das eine überaus bemerkenswerte Aktion.

»Keeda, du warst im Pool, nicht wahr? Ein cleveres Versteck, muss ich schon sagen. Ich würde mich gerne mit dir auf meinem Quartier unterhalten, sobald du dich trockengelegt hast.«

Mit diesen Worten ließ er Radan, Rick und Alisah auf der einen und Duska, Keeda sowie die sich unterhaltenden Ribanna und Tara zurück. In seinem Quartier kleidete der Jedi-Rat sich zuerst in seine Robe und legte sein Lichtschwert wieder an, welches hinter der doppelten Rückwand des Kleiderschrankes versteckt gewesen war, samt diversen anderen Waffen und dem Großteil der Lichtschwertteile, die er bald brauchen würde. Kaum dass er fertig war, klopfte Keeda auch bereits an seine Tür

»Komm herein, Keeda

Natürlich wusste Wes, wer vor der Türe stand. Er wartete, bis die kleine Togruta den Raum betreten hatte.

»Setz' dich. Keine Sorge, ich habe nicht vor, mit dir zu schimpfen, ganz im Gegenteil. Ich wollte nur deine Angst vor Wasser nicht vor allen Leuten ausbreiten. Ich muss sagen, ich bin wirklich stolz auf dich. Du hast viel gelernt in der Zeit, die du nun meine Padawan bist, und das, obwohl ich nicht immer so viel Zeit für dich aufbringen konnte, wie dir eigentlich zustünde. Auch Ritterin Brianna hat dich als kompetente Lichtschwertkämpferin gelobt. Aber du jetzt hast du dich die ganze Zeit über im Pool versteckt. Wie lange warst du eigentlich unter Wasser? Seine Ängste auf diese Weise zu überwinden erfordert etwas Größeres als gut Lichtschwert schwingen zu können oder sehr begabt in Machtdingen zu sein, es erfordert Mut. Die eigenen Ängste zu überwinden ist Teil des Prozesses, ein Jedi-Ritter zu werden und in dieser Hinsicht hast du heute einen großen Schritt nach vorne getan. Der Jedi-Kodex, die Grundlage unseres Ordens, verliert kein Wort über Geschick im Umgang mit dem Lichtschwert oder der Macht. Doch er weiß etwas über Mut zu sagen. ›Es gibt keinen Tod, es gibt die Macht.‹. Weißt du, was diese Zeile bedeutet?«

Fragte der Jedi-Rat seine Padawan.

»Wahrscheinlich habe ich die Antwort ohnehin bereits vorweggenommen, es geht um Mut. Natürlich wollen wir Jedi nicht sterben, aber wir haben keine Angst vor dem Tod. Wir tun, was getan werden muss, auch wenn uns die Konsequenzen nicht gefallen mögen. Das erfordert Mut, und das gleiche hast du heute auch getan. Unterzutauchen in das Element, das du fürchtest, oder unsere Tarnung auffliegen zu lassen. Die Jedi-Robe und das Trainingslichtschwert – kein Geistestrick hätte uns daraus noch retten können. Du hast getan, was getan werden muss, ohne Rücksicht auf dich selbst, so denkt ein Jedi.

Du bist näher daran, eine Ritterin zu werden, als du denkst, Keeda und ich möchte, dass du dabei bist, wenn ich Tara helfe, ihr Lichtschwert zu bauen. Ich entschuldige mich dafür, dass ich leider wieder einmal nicht die Zeit finde, mit dir zu trainieren, hoffe ich zumindest, dass es für dich interessant ist uns Spaß machst. Du bist ja eine Bastlerin, nicht wahr? Es ist noch etwas früh für dich und ich verlange nicht von dir, es erfolgreich fertigzustellen, aber ich möchte, dass du die Schritte nachvollziehst. Da man die meisten Schritte mithilfe der Macht durchführt, ist es zugleich eine schöne Meditationsübung für dich. Unabhängig davon bekommst du von jetzt an ein echtes Lichtschwert. Was sagst du?«

Sie begannen mit dem Prozess, als Tara eintrat, und brauchten die Zeit bis zum Erreichen des Coruscant-Systems auch. Zum Testen kamen sie gar nicht mehr, aber Wes hatte ein gutes Gefühl bei der Sache. Anschließend wurde er von Captain Washburne über die Lage aufgeklärt; es hatte ein kleineres Scharmützel im System gegeben, welches sich jedoch bereits vor Stunden geklärt hatte. Manchmal hatte es auch seine guten Seiten, spät dran dran zu sein, dachte Wes, als er die Treppe zum Aufsichtsdeck erklomm. Diesen historischen Moment, die Rückkehr in den Jedi-Tempel, wollte er gerne von vorn bis hinten genießen, und dieses eine Mal war er deshalb auch froh darum, nicht selbst fliegen zu müssen und infolgedessen nicht abgelenkt zu sein.

Alisah stand in der Nähe, zusammen mit Radan und Rick und völlig unvermittelt sprach ihn die ehemalige Sith an und der Jedi-Rat verstand zunächst nur Raumhafen. Sie war froh, wie sich das Problem der Soldaten gelöst hatte, aber von welchem dunkle-Seite-Talent sprach sie eigentlich? Wes sah sie groß und klein an, bis er dahinter kam, was sie überhaupt meinte.

»Du meinst die Anwendung von Geistestrick? Nein, das ist keine Technik der dunklen Seite. Du bringst hier zwei verschiedene Dinge durcheinander. Was die Jedi-Version angeht, hier ist es wirklich ein Trick, eine Täuschung. Man lässt den Betreffenden glauben, dass er will, was man selbst will. Für gewöhnlich suche ich dazu nach einem Hebel, so ist eines der Dinge, die den Soldaten des Imperialen Patrouillenboots am meisten am Herzen lag, heil wieder nach Hause zu kommen. Das kann ich verwenden. Requisiten helfen auch ungemein. Ein imperialer Beschlagnahmungsbeschluss über drei Dosen arkturianisches Megaeselpüree zu sehen hinterlässt bei Imp-Soldaten, die ihren gesunden Menschenverstand bewahrt haben, ein ungutes Gefühl. Diese Dinge, und Verwirrung kann ich benutzen. Ein Sith betreibt keinen solchen Aufwand – er bricht einfach den Willen des Betroffenen. Solange die Machtkraft des Sith stärker ist als die Willenskraft des Betroffenen, funktioniert das auch, und mögliche Schäden an seinem Geist werden selbstständlich in Kauf genommen. Nun ist der Übergang zwischen den beiden Versionen allerdings fließend und man kann nicht alles auf die Jedi-Weise erreichen, was man vielleicht möchte, z.B. wenn jemand einen starken Willen hat und wild entschlossen ist, etwas zu tun oder nicht. Dein Problem, vor dem dich deine Meister damals gewarnt haben, war wahrscheinlich, dass du zu schnell bereit warst, deinen Willen zu erzwingen, also in die Sith-Version Geist Brechen abzurutschen.«

Davon abgesehen hatte Wes eine Art Kompliment erhalten, dass ihn auch ein wenig verwirrte.

»Äh, nun, ja… danke trotzdem. Ich muss auch sagen, dass deine Demonstration von Illusion wirklich eindrucksvoll war. Du bist wirklich begabt auf diesem Gebiet.«

Zu eindrucksvoll. Begabung war eine Möglichkeit, dass sie bei den Sith eindeutig gekommen war als sie dem Rat gegenüber zugab, eine andere. Wes glaubte an eine Mischung an beidem, und gerade deshalb war es wichtig, einen Plan in der Tasche zu haben, um sie zu überwachen.

Die Landung vom Aussichtsdeck aus zu beobachten war dennoch mehr als eindrucksvoll. Es kam Wes wie eine Ewigkeit vor, zum letzten Mal hier gewesen zu sein, so richtig, jedenfalls. Nach der Mission auf Abregado-rae war er kurz hier gewesen, hatte den Tempel aber nur aus großer Entfernung gesehen. Irgendwo hier musste auch sein alter Padawan stecken. Aber der Widerstand war ein gefährliches Geschäft gewesen, ob er überhaupt noch lebte.

Aber den Tempel wiederzusehen war wirklich großartig. Von außen wirkte er ziemlich so, wie er in Erinnerung hatte, aber der Schein trog wahrscheinlich und was sie innen erwarten würde, war völlig unabsehbar. Aber trotzdem war es wunderbar, wieder hier zu sein. Solche Gedanken hatte Wes und er schwelgte in alten Erinnerungen, als das massive Gebäude längst das ganze Sichtfeld ausfüllte und sie schließlich aufsetzten.

Als sie ausgestiegen hatten, auf eine der originalen Landeplattformen des
einzigen wirklichen Jedi-Tempels – alle anderen hatte man im Orden immerzu nur als »Basen« bezeichnet – fragte sich Wes, ob es nicht standesgemäßer wäre, diese ehrwürdige Stätte durch den Haupteingang zu betreten. Aber andererseits waren sie hier ja nur sowas wie die Hausmeister, das war keine offizielle Wiedereröffnung mit Pomp und Holokameras und Delegationen, sie würden nur die Lage sichten und vielleicht das eine oder andere System wieder in Betrieb nehmen.

Jedenfalls war der Jedi ausgesprochen euphorisch und es tat ihm schon fast ein wenig leid, der ebenfalls gut gelaunt wirkenden Alisah das modifzierte Kom in die Hand zu drücken.

»Der Rat erlaubt dir wieder den Zugang zu technischen Geräten, Alisah, und ich gebe dir dieses Kom, damit du uns da drinnen nicht verloren gehst,«

Meinte Wes mit Blick auf das gewaltige Bauwerk, und verloren gehen konnte sie damit auf keinen Fall. Nicht nur, dass sie immer genau wissten, wo sie war, sie würden auch wissen, was sie sprach, der Geheimdienst machte es möglich. Was Rick bekam, überließ er Radan, wohingegen Tara einen Blaster zu ihrem Lichtschwert bekam. Ribanna, die bei ihr stand, bekam einen zweckmäßigeren Blaster als zuvor und ein Trainingslichtschwert, ebenso wie Duska, wohingegen Keeda zu ihrem Blaster wie versprochen ein echtes Lichtschwert bekam.

»Macht euch mit euren Waffen vertraut, wir wissen nicht, worauf wir da drinnen alles stoßen werden,«

Sagte Wes, nachdem er seine »Truppen« inspiziert hatte und wünschte, dergleichen nicht sagen zu müssen. Immerhin war das der Jedi-Tempel! Andererseits war er mit einem Sprengstoffspürgerät und einem ganzen Werkzeugkasten ausgestattet. Schließlich konnten sie sich in Bewegung setzen – ein erhebender Moment – und alsbald erreichten sie die Seitentür, die vom Tempel zu diesem Landefeld führte. Feierlich betätigte Wes den Türöffner und es passierte… nichts. Auf den zweiten Blick stellte sich heraus, dass das ganze Ding keine Energie hatte, und sie war abgesperrt – jedenfalls glitt sie nicht zur Seite, auch als der Jedi sich dagegen stemmte. Der sportlichste war er allerdings bekanntermaßen auch nicht gerade.

Coruscant - Jedi-Tempel, Landeplattform der »Serenity« - Nebeneingang zum Tempel - Tara, Keeda, Alisah, Radan, Rick, Ribanna, Duska und Wes
 
Hyperraum -:- unterwegs von Lianna nach Coruscant, an Bord der Serenity ~ Luftschleuse -:- Wes, Tara, Radan, Alisha (bewusstlos), Rick, Ribanna, Duska und Keeda, sowie Captain Washburne (NPC)

„Wo hast du denn gesteckt und wieso bist du nass?!“

Leise seufzend stoppte die Togruta den Versuch, ihre Kleidung per Hand zu trocknen und sah zu der menschlichen Jedi auf.

„Ich musste mich im Meditationsraum verstecken. Als ein paar der Soldaten in meine Richtung kamen, bin ich zwischen diese künstlichen Pflanzen ins Wasser gesprungen. Shili sei Dank hast du sie abgelenkt - ich stehe wohl in deiner Schuld! Aber es war...“

Sie stockte, schauderte bei dem Gedanken an ihr famoses Versteck, zwang sich, weiterzusprechen.

„...ziemlich...kalt, deswegen gehe ich mich besser umziehen.“

Mit einem schwachen Lächeln wollte sie sich gerade entschuldigen, als Wes sie aufhielt. Neugierig, aber auch ein wenig ungeduldig - sie wollte endlich etwas Trockenes anziehen - legte die Togruta den Kopf schief und sah den Advisor verwundert an, als dieser ihr Versteck lobte und sie für später in sein Quartier bestellte. Hatte sie etwas falsch gemacht und er wollte nur nicht vor versammelter Truppe schimpfen?
Sie legte die Stirn in Falten. Einen anderen Grund konnte sie sich nicht vorstellen, was es besonderes zu besprechen geben würde... Nun gut, komme, was wolle - die Togruta nickte, bedankte sich und schlug endlich den Weg Richtung Quartier ein.
Alisha wurde ohnehin von Radan umsorgt, da wollte sie ungern hineinplatzen. Die Togruta seufzte abermals. Warum hatte sie ausgerechnet im Meditationsraum landen müssen? Der einzige Pool im ganzen Schiff und wo landete sie... Ärgerlich schüttelte Keeda den Kopf und versuchte, das Zittern zu unterdrücken. Das Wasser war wirklich kalt gewesen.

Sie brauchte gefühlte Jahre, bis endlich die Tür ihrer kleinen Unterkunft vor ihr auftauchte und erleichtert sprang sie unter die Dusche, zog sich darauf ihre übliche Kleidung an – den ledernen Trainingsanzug, der nicht sofort ihren Rang als Padawan verriet. Eilig befestigte sie das Trainingslichtschwert und einige Nahrungskapseln am Gürtel, verließ ihr Quartier und machte sich auf, um das Zimmer ihres Meisterchens zu suchen. Die Frage stand immer noch in der Luft: Was konnte der Anlass sein? Mit einem leicht mulmigen Gefühl klopfte die Padawan an die Tür. Sie mochte keine Predigten und etwas anderes konnte sie kaum erwarten... Oder?

Es dauerte nicht lange, bis sie eintreten durfte. Das Quartier war größer als ihres, wenn auch nur minimal. Auf einem Tisch lagen mehrere Bauteile, die sie interessiert musterte, bis sie sich dem Advisor zuwandte. Sie zog den Kopf ein, soweit es mit den Montrals ging und sah zu Boden.


"Jaah, tut mir leid, ich hatte eben Hunger und das Banthafleisch im Kühlschrank hat so gut gerochen, ich..."

Doch Wes stoppte sie. Überrascht kam sie der Aufforderung nach, sich zu setzen und stützte sich auf dem Tisch ab. Was war los?

»Keine Sorge, ich habe nicht vor, mit dir zu schimpfen, ganz im Gegenteil. Ich wollte nur deine Angst vor Wasser nicht vor allen Leuten ausbreiten. Ich muss sagen, ich bin wirklich stolz auf dich. Du hast viel gelernt in der Zeit, die du nun meine Padawan bist, und das, obwohl ich nicht immer so viel Zeit für dich aufbringen konnte, wie dir eigentlich zustünde.«

Eine der weiß gefärbten Augenbrauen schoss in die Höhe, doch bevor sie etwas sagen konnte, hatte Wes schon weiter geredet. Seine Worte kamen unerwartet und er lobte sie ein weiteres Mal, nannte ihre - von ihr aus gesehen recht hirnlose - Aktion mutig und verband das mit den Eigenschaften eines Jedi. Überwältigt und ein wenig gerührt blieb sie sitzen, nahm sich einen Moment, um nach Worten zu suchen.

"Ich bin... ehrlich gesagt... Das..."

Sie verhaspelte sich zuerst, stoppte dann und konzentrierte sich.

"Ich hätte nicht erwartet, dass so etwas kommt... Ehrlich gesagt dachte ich wirklich, du willst dich über irgendwas beschweren. In diesem grässlichen Pool musste ich eine ganze Weile bleiben... Bei Shili, zum Glück ist Ribanna gekommen! Du hast ja einmal gesagt, dass viele Anwärter schon in ihrer Vergangenheit unbewusst die Macht angewendet haben - das war wohl meine Rettung. Ich hatte vor ein paar Jahren auf Shili einen Unfall unter Wasser und durch die Macht konnte ich anscheinend meine Atmung ersetzen."

begann sie und verzog das Gesicht bei der Erinnerung an den Tag. Aber warum entschuldigte sich der Advisor eigentlich, ihre Ausbildung hängen zu lassen? Zeit, ihm das Gegenteil zu beweisen.

"Ich hatte im Übrigen nie das Gefühl, zu kurz zu kommen - du kümmerst dich immer darum, dass jeder mal zum Zug kommt. Danke, Wes! Ich bin wirklich froh, dass du mein Meister bist und dass ich Tara, Nevis und all die anderen kennenlernen durfte. Als ich das erste Mal die Basis auf Lianna betreten habe, waren da nur Bedenken, es nicht zu schaffen - keinen Meister zu finden und falls doch, selbigen zu enttäuschen oder mich nicht mit ihm zu verstehen. Du hilfst mir wirklich, an den Orden zu glauben und weiterzumachen! Und außerdem ist es wirklich hilfreich, dass du uns nicht nur Theorie vorsetzt, sondern auch auf Reisen mitnimmst und uns die meisten Lektionen praktisch beibringst. Danke, dass ich deine Padawan sein darf..."

setzte die Togruta nach einer Weile an und betrachtete den Menschen vor sich, mit seinen braunen Augen und in dem obligatorischen Jediaufzug.

"...auch wenn mich die Neuigkeit von Ribanna und Tara schon ein wenig verstört. Wie war das mit manischen Depressionen, Meisterchen?"

Sie grinste und verschränkte die Arme. Hatte sie ihn gerade Meisterchen genannt? Pah, alles wegen dieser Euphorie, nach Coruscant zu reisen!
Ein weiterer Schlag ins Gesicht kam gen Ende: Sie? Ein echtes Lichtschwert?!
Ihre Augen wurden groß und größer und sie musste an sich halten, um ihm nicht zu umarmen.


"Klar, ich schaue gerne zu! Und wenn ich zusätzlich noch die Trainingsklinge abgeben darf..."

Der Tag änderte sich rasend schnell auf einem imaginären Stimmungsbarometer von negativ hoch 101 zu blendend. Freudig hüpfte die Togruta vom Stuhl und als Tara durch die Tür trat, konnte sie nicht anders, als selbiger um den Hals zu fallen.

"Kannst du das glauben? Wir erreichen heute noch Coruscant und du baust dein eigenes Lichtschwert!"

Hyperaktiv... Hyperaktiv... Sie musste dringend von diesem Gefühlsspeeder herunterkommen. Angestrengt dachte die kleinwüchsige Togruta an Wasser, Seen, Teiche, Meere und luxuriöse Pools, was ihr langsam die Stimmung herunterschraubte. Einigermaßen beruhigt ließ sie sich neben den Tisch nieder und atmete tief ein und aus. Wenn sie schon die Chance bekam, bei dem Bau einer Lichtklinge zuzusehen, würde sie es auch nutzen und ihre Lektion daraus ziehen!
Keeda freute sich zwar für ihre Mitpadawan, war aber gleichzeitig froh, nicht an ihrer Stelle zu sein. Selbst wenn Wes gemeint hatte, sie wäre dem Ende ihrer Ausbildung schon ein wenig näher gekommen, konnte sie sich nicht vorstellen, befördert zu werden und wollte es auch noch gar nicht. Es gab noch so viel, was sie lernen musste...

Die Anfertigung dauerte, bis die Serenity sich allmählich dem Coruscant-System näherte.
Die kleine Gruppe zerstreute sich alsbald und es blieb gerade noch Zeit, ihr Quartier abzuschließen. Flink machte Keeda sich letztlich auf den Weg, wollte sie doch nichts von der Ankunft auf Coruscant verpassen. Coruscant! Der einzige und wirkliche Jeditempel! Allmählich stieg ihre Aufregung. Sie hatte so viele Mythen und Gerüchte über den Tempel auf Coruscant gehört... Eilig rannte sie den Gang entlang, zum Aussichtsdeck mit der gigantischen Panoramascheibe. Ihr Herz stockte für einige Sekunden. Ja, das war Coruscant. Sie bremste ab und zwang sich, gemächlich zu dem Fenster hinüberzuschlendern, um die Sicht möglichst lange zu genießen. Auch die anderen waren schon da oder trafen gerade ein.
Gerade leitete der Captain den Landeanflug ein und die Togruta musste blinzeln, bei den vielen bunten Lichtern, die den gesamten Planeten einnahmen und die Gesichter der Anwesenden erhellten . Der gesamte Anblick schien ihr einfach unreal... Die riesigen Wolkenkratzer, die ihrem Namen mehr als gerecht wurden, all die Straßen, der Verkehr. Erst traute sich die Padawan nicht, auch die Macht zu nutzen, um die Planetenstadt zu erkunden, doch ihre Neugierde machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Aufgeregt atmete sie aus und konzentrierte sich auf dieses starke pulsierende Gefühl, das von der Stadt ausging. Die Macht riss sie förmlich von den Beinen.
Kurz schwankte die Togruta nach hinten, überrascht und geplättet von dem Strom, der sich in ihrem Körper manifestiert hatte. Tausende Stimmen prasselten auf sie ein, tausende von Individuen... Doch das war nicht der Hauptgrund.

Sie folgte den Stimmen, drehte ihren Kopf zur Seite und vergaß, zu atmen. Coruscant war beeindruckend und sie würde ihren Blick am liebsten nie mehr von dem bunten Gemisch aus Straßen, Lichter, modernen Gebäuden und Lebewesen nehmen, doch vor ihr... befand sich...


„Das ist also der Tempel...“

murmelte die Togruta leise, während ihre Augen größer und größer wurden. Verglichen mit der Basis auf Lianna war der Tempel hier ein Paradies. Man merkte ihm zwar die Katastrophen an, die in all den Jahren geschehen waren, doch dennoch strahlte er etwas aus... Eine eigenartige Stimmung ging von ihm aus und das Machtwirrwarr um ihn herum hatte tausende Geschichten zu erzählen. Anwärter, die voller Hoffnung zum ersten Mal den Orden betraten, Padawane, die angespannt auf den nächsten Auftrag warteten, Ritter, die leicht geplättet von ihrer Beförderung kamen, Meister, Räte,...
Überwältigt von der Vielfalt lief Keeda näher zu der Scheibe und legte ihre Hand auf das kühle Glas, um sich ein wenig abzustützen. Etwas ähnliches hatte sie nur bei der Ankunft auf Lianna und dem Betreten der Basis gespürt, doch hier war das Ausmaß deutlich größer.

Die Serenity setzte auf der Landeplattform des Tempels auf. Keeda nahm sich einen Moment, bevor sie über die Schwelle trat, den Boden Coruscant und damit einen Teil des Jeditempels betrat. Frische Luft strömte ihr entgegen, zwar vermischt mit den vielen Abgasen, doch allemal besser als die abgestandene Luft ihres kleinen Quartiers im Schiff.
Eindrucksvoll schoss das riesige Gebäude vor ihr in die Höhe und Keeda berührte mit einer Hand die massive Außenwand. Die Macht pulsierte und summte förmlich.

Schnell sah sie sich nach dem Rest um und entdeckte Tara und Ribanna wenige Schritte neben sich.


"Habt ihr so etwas schon mal gesehen? Ich kanns gar nicht fassen, das wir endlich hier sind!"

Fasziniert löste sie ihren Blick vom Hauptgebäude des Ordens und lehnte sich an die Brüstung der Plattform. Der Ausblick auf Coruscant war für ihren togrutanischen Wortschatz unbeschreiblich.
Die Gruppe verlor dennoch keine Zeit - wer wusste, was im Inneren des Gebäudes lauerte - und Wes verteilte Blaster und Übungsklingen. Keeda befestigte ihren DL-44 Blaster an ihrem Gürtel, verstaute dort auch das Trainingsschwert und nahm die neue, echte Lichtklinge dankend entgegen.
Es war ein komplett anderes Gefühl. Sie aktivierte die Klinge, die in einem satten Grün aufleuchtete und schwang sie probeweise. Es fiel ihr definitiv leichter.

Als alle Ausrüstung verteilt worden war, bewegte sich die Gruppe langsam in Richtung Seitentür. Zwar nicht so imposant wie der Haupteingang, doch Jeditempel blieb Jeditempel... Das euphorische Gefühl hielt so lange an, bis Wes den Schaltknopf der Tür betätigte und sich rein gar nichts tat. Keeda legte den Kopf beiseite. Ab...gesperrt?
Für einen kurzen Moment schlich sich das Bild in ihre Gedanken, wie sie alle wieder abreisen und beim Imperator nach einem Schlüssel fragen mussten, weil irgendwer abgeschlossen hatte. Wow... Nein! Und wenn sie das Ganze aufsprengen mussten - jetzt waren sie schon hier, jetzt hatte das auch zu funktionieren!


Coruscant -:- Landeanflug auf den Jeditempel, an Bord der Serenity ~ Aussichtsdeck -:- Wes, Tara, Radan, Alisha, Rick, Ribanna, Duska und Keeda, sowie Captain Washburne (NPC)​
 
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Coruscant, Jedi-Tempel-Landeplattform-Anflug mit und an Bord der Serenity: Wes, Keeda, Tara, Ribanna, Duska, Rick, Allisah und Radan sowie Captain Washborne


Wes hatte wirklich beeindruckend erklärt gehabt, dass Jedi durch die Macht einen Einblick in die Zukunft haben konnten, manche sogar Visionen davon hätten, als Ribanna ihn danach gefragt hatte, warum er so geschmunzelt hatte, obwohl in dem Moment für Ribanna noch längst alles wage und offen war, ob sie damit bei den Soldaten durchkommen würden und sie die Situation für relativ brenzlig gehalten hatte. Ob Tara das auch schon vermochte? Sie hatte vorhin ihr Lichtschwert zusammenbauen sollen! Wohlgemerkt, nachdem sie das Andere aus dem Abfluss mittels der Macht gezogen haben würde! Total lustig! Das war eine Anweisung ihres Meisters gewesen! Das bedeutete, dass wusste Ribanna, seit sie sich über Jedi auf ihrem Flug nach Lianna per Holo-Net kundig gemacht hatte, dass sie bald zur Jedi ernannt werden würde und fertig war mit ihrer Ausbildung. Sie würde selber einen Schüler unterrichten dürfen. Ob sie Tara fragen könnte, Ribanna auszubilden? Ribanna würde allen Mut dafür zusammen nehmen müssen. Sie würde gerne ihre Schülerin werden. Ihre Art zu denken und die Dinge anzupacken, gefiel ihr. Die Anwärterin wollte für diese entscheidene Frage den richtigen Zeitpunkt und Ort abwarten.

In dem Moment hörte sie neben sich:

„Das ist also der Tempel…“,

murmeln und bekam erst mit, dass längst Keeda an ihrer Seite mit vor der Panoramascheibe stand. Sie hatte eine Art, sich anzuschleichen, still und heimlich. Ribanna musste lächeln, wenn sie daran dachte, dass sie sie im Meditationsraum gar nicht wahr genommen hatte. Sie hatte sich im Pool zwischen den Pflanzen versteckt gehabt! Wer weiß, ob sie so cool den Soldaten gegenüber geblieben wäre, hätte sie es gewusst gehabt?! Die Soldaten waren jedenfalls nicht sehr achtsam gewesen! Zum Glück! Nun legte Keeda sehr andächtig ihre Hand an die Scheibe. Sie schien genauso überwältigt vom Anflug auf Coruscant und auf die Landeplattform des Jedi-Tempels zu sein wie Ribanna.


„Ja, es ist beeindruckend, so sehr, dass mir ganz komisch ist.“,


sagte ergriffen Ribanna mit einem Frosch im Hals, welches Keeda sicher hören konnte, da die Anwärterin seltsam heiser klang.

Irgendwann war der Moment gekommen, dem alle entgegengefiebert hatten. Sie waren gelandet und sollten aussteigen. Als Ribanna ihren Fuß auf die Landeplattform setzte, prickelte es am ganzen Körper und ihr war, als würde sie heiligen Boden betreten. Diesem Vergleich wurde der Jedi-Tempel auch ganz sicher gerecht. Es lag eine merkwürdige Spannung in der Luft, da auch die Anderen genauso ergriffen waren wie sie. Vielleicht noch mehr, wer wusste das schon so genau?! Dieses Objekt war von fundamentaler elementarer grundsätzlicher maßgeblicher unendlicher Bedeutung. Sie ließ sich treiben und lief mit direkt vor die nächste Tempelwand und Keeda, die zwischen ihr und Tara befand, sprach das aus, was auch Ribanna dachte:

"Habt ihr so etwas schon mal gesehen? Ich kanns gar nicht fassen, das wir endlich hier sind!",

und dabei berührte sie die massive Außenwand des Tempels. Ribanna nickte stumm und tat es ihr nach. Sie hätte noch kürzlich niemals angenommen, dass ein anderer Tempel als der Daja-Tempel, klein und niedlich im Vergleich, derartige Emotionen bei ihr auslösen würde. Ihr Blick schweifte andächtig durch die Runde und las in allen bewegten Gesichtern. Dann folgte sie Keedas Blick und warf einen Rundumblick über Coruscant.

Doch dann ging es weiter und sie erhielt von Wes ihr erstes Trainingslichtschwert und ihr protziger Blaster wurde auch gegen einen praktischeren zweckmäßigeren schlichteren Blaster ausgetauscht. Dazu kamen Meister Wes` belehrende warnende Worte, dass man schließlich nicht genau wissen würde, was einen drinnen erwarten könnte und man durchaus mit unangenehmen Überraschungen zu rechnen hätte. Ribanna aktivierte freudig die Klinge ihres gedrosselten Lichtschwertes. Es erstrahlte in azurblau, wie der wolkenlose hellblaue Sommerhimmel, nur leuchtend. Am schönsten war es, wenn das Meer darunter, in der gleichen Farbe daherkam wie der Himmel, dachte Ribanna. Die Anwärterin strahlte vor Glück und ihr Herz hüpfte vor Freude.


„Danke schön! Und in so einer tollen Farbe! Eine meiner Lieblingsfarben!“,


sprudelte es freudig, nur so an Wes gerichtet, heraus. Endlich! Ihr Glück war komplett! Sie hatte an der Reise teilnehmen dürfen und hatte nun ihr erstes Lichtschwert in der Hand! Und die Farbe der Klinge war einfach perfekt. Die Truppe ging zu einem schlichten Seiteneingang, gleich hier oben, auf der Plattform. Doch, sie kamen nicht hinein. Aber, Ribanna war zu glücklich, um sich die Freude nehmen zu lassen. Heute war sie mit Geduld gesegnet! Sie war gerade dabei, ihren Blaster und ihr Lichtschwert am Gürtel zu befestigen.


Coruscant, Jedi-Tempel-Landeplattform, vor verschlossener Tür zum Tempel: Ribanna, Alisah, Radan, Wes, Tara, Keeda, Duska, Rick
 
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