Coruscant

[ Coruscant| Obere Ebenen | In der Nähe von Eastport | Kinder-Hort | Kinder, Helfer, Gale, Yuno & Faith ]
Am nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt. Faith hatte Yuno versprochen sie mitzunehmen, wenn sie den jungen Gale zu seiner Mutter zurück bringen würden. Sie war sich sicher, dass die Kleine eine glückliche Familienzusammenführung gut gebrauchen konnte und hoffte, dass es dem Mädchen etwas Perspektive und Hoffnung zurückgab. Ihre eigenen Eltern hatte man schließlich trotz intensiver Suche immer noch nicht auffinden können. An vielen Stellen der unteren Ebenen gab es einfach zu viel Chaos. Faith kam es oft vor, als hätte niemand wirklich Durchblick und einen handfesten Plan. Sie selbst hatte ja auch keinen. Die einzige Unterstützung, die sie leisten konnte, war zu helfen wo sie nur konnte und zu tun, was sie eben so tat. Neunzehn Jahre verbrachte sie auf einem Lazarettschiff im All. Neunzehn Jahre der Erfahrung und Entwicklung, die sie zu dem Menschen machten, der sie heute war. Das konnte sie nutzen um den hilflosesten der Hilflosen Beistand zu leisten – den Kindern.

„Lass mich das mal bitte ansehen“, sagte Faith behutsam. Sie deutete auf das linke Knie von Gale. Das junge Menschenkind war mit einer Wunde zu ihnen gebracht worden, von der keiner sagen konnte, woher sie kam. Er konnte – oder wollte – auch keine exakten Angaben dazu machen, was die Ursache für diese Verletzung war und begann herumzudrucksen wenn man ihn danach befragte. Worin der Grund letztendlich auch immer lag, unter dem Verband war eine deutliche rote Verfärbung zu sehen und er musste gewechselt werden.


Nachdem Gale es sich auf einer Liege bequem gemacht hatte und gelassen eine Inhaltsangabe irgendeines verrückten Traumes von letzter Nacht zum Besten gab, entfernte Faith konzentriert die erste Lage der Verbandstücher. Die Verletzung sah schon viel besser aus als noch am Tag zuvor. Es hatte sich zum Glück keine Verkrustung gebildet und auch eine Entzündung konnte sie ausschließen. Weder war etwas besonders gerötet, oder geschwollen, noch schien er irgendwelche Schmerzen an dieser Stelle zu haben.


„Sieht gut aus“, bescheinigte die Blondine. „Was?“, fragte Gale etwas verdutzt, da Faith ihn bei seiner Geschichte unterbrochen hatte. „Oh, das. Jaaah“, schloss er unbeeindruckt und fuhr fort. Lediglich ein kleiner Schnitt war zurückgeblieben. Ob sie es versuchen sollte? Chesara hatte es ihr beigebracht. Sie hatte Talent für die Heilung bewiesen, obwohl sie sich noch ganz am Anfang der Lehre zur fertigen Jedi befand. Entschlossen drückte sie die Augenlider aufeinander, atmete tief durch und versuchte sich mit der Macht zu verbinden. Sie musste sich immer noch konzentrieren, um ein Gefühl für ihre Umgebung zu bekommen. Was bei anderen schon wie selbstverständlich gelang und genauso instinktiv wie das Atmen lief, funktionierte bei ihr noch nicht immer auf Anhieb. Faith war sich ziemlich sicher, dass dies einer der Gründe war, warum Arlen zum Jedi-Ritter ernannt wurde, während sie selbst sich auf die Suche nach einem neuen Meister begeben musste. Zwar hatte sie nicht das Gefühl versagt zu haben, zufriedenstellend war dieser Umstand allerdings auch nicht gerade. Sie hatte ihre Talente, machte jedoch nicht auf allen Ebenen die größten Fortschritte. Unter anderem hatte sie immer noch einiges an Respekt vor dem Lichtschwert. Es war nicht so, dass sie damit allzu grobmotorisch umging, doch es war eine Waffe – und mit Waffen hatte Faith bekanntlich ihre Probleme. Egal wie gut ein Jedi sein Schwert zur Verteidigung auch gebrauchen konnte, die Padawan weigerte sich zu glauben, dass alles mit Waffengewalt gelöst werden musste. „…und dann kam dieser riesige Frozianer, der konnte seine Hand einmal ganz rum drehen!“ Die Augen immer noch geschlossen hob Faith ihre Hand über den Schnitt knapp unterhalb des Knies. Sie konnte die Wunde spüren, nicht durch Berührung, sondern in der Macht. Sie war ganz deutlich, ein Makel auf der natürlichen Haut dieses Kindes. Ein Makel, der sich Millimeter für Millimeter zu schließen begann.


Solch kleine Verletzungen zu behandeln mochte selbst für einige Padawan-Schüler eine der einfacheren Übungen sein, erst Recht wenn sie von einer der besten Heilerinnen des Ordens unterrichtet worden waren, doch Faith lächelte nach getaner Arbeit. Das Ergebnis sah gut aus, es hatte sich keine Narbe gebildet. Sie hatte es also doch drauf!

„Wie hast du das gemacht?“, fragte Gale in deutlich aufgeregter Manier. Ihr war gar nicht aufgefallen, dass er aufgehört hatte seine Geschichte zu erzählen. „Nur ein kleiner Trick“, erwiderte sie und erhob sich. „Du kannst jetzt deine Sachen holen, wir sollten bald los.“ Mit offenem Mund schob sich der Junge von der provisorischen Liege und schlenderte von dannen, während er immer wieder verdutzte Blicke zwischen seinem Bein und Faith hin und her warf.


Sie selbst sah sich um und versuchte zwischen den spielenden Kindern die gelbe Twi’lek namens Yuno zu finden. Zum Glück machte ihre signalgleiche Hautfarbe die Angelegenheit etwas einfacher als es zunächst schien. Zusammen mit einigen anderen Mädchen spielte sie mit ein paar Puppen auf einem ramponierten Sofa. Während sich bei den anderen ein halbwegs fröhliches Antlitz auf dem Gesicht abzeichnete, schaute Yuno zwar wach, doch wie immer in Gedanken versunken drein, die melancholischer vermutlich kaum sein konnten.


„Fay!“ Ihre Miene hellte sich ein wenig auf, als sie Faith erblickte. Augenblicklich sprang sie von der Lehne, dessen fleckiger und zerrissener Stoff schon weit bessere Tage gesehen hatte, und umarmte das ältere Menschenmädchen auf Hüfthöhe. „Bist du soweit?“, fragte diese mit einem heiteren Zwinkern und konnte sich ein Glucksen nicht verkneifen.


Als auch Gale zurückkam, bepackt mit einem Rucksack, in dem sich all seine Habseligkeiten befanden, verließ das ungleiche Trio das unscheinbare Gebäude, das noch vor ein paar Wochen nicht mehr als eine leerstehende Lagerhalle gewesen war, und stiegen in einen Airspeeder, der seinen Namen möglicherweise seit Generationen nicht mehr verdient hatte. Er war beinahe an jeder Stelle rostig, beide Türen knatschten unausstehlich und er wirkte eigentlich nicht so, als wäre er das sicherste Fortbewegungsmittel. Unglücklicherweise hatten sie nichts anderes. Die Organisation, die zu dieser Zeit völlig überlastet war, und der Faith sich in dieser Phase bereit erklärt hatte zu helfen, erledigte mit diesem halsbrecherischem Gefährt so gut wie all seine Geschäfte. Bis jetzt hatte der Speeder sie auch nicht im Stich gelassen.


Gale und Yuno nahmen ausgiebig tratschend auf dem Rücksitz platz, Faith startete die Motoren und dann ging es auch schon los. Mit einem Kreiselflug stieg sie in die Lüfte Coruscants, schlängelte sich in eine der überfüllten Luftstraßen und reihte sich in den wahnsinnigen Verkehr des überbevölkerten Stadtplaneten. Aus einer ihrer Westentaschen fischte sie einen kleinen Schnipsel Flimsiplast, auf dem die Adresse notiert war, an der sie Gales Mutter finden sollten. Zwar hatte Faith noch nie etwas von diesem Ort gehört, doch als sie eine einheimische Pflegekraft nach dem Weg gefragt hatte, bekam sie eine ziemlich genaue Wegbeschreibung. Es sollte sich um eine Parallelstraße zur Vos-Gesal-Straße handeln und nicht sehr schwer zu finden sein. Der Ort trug den Namen ‚Daring Bay‘


[ Coruscant| Obere Ebenen | Luftstraße | Auf dem Weg zur Daring Bay | Gale, Yuno & Faith ]
 
Coruscant-System - an Board der Stoneheart - Salina (?), Skyan, Snow und Sarid


Der Flug an Bord des älteren Frachters Stoneheart verlief angenehm ereignislos, obwohl sie auf dem Weg von Lianna nach Coruscant imperiales Gebiet durchquert hatten. Also hatte es sich nicht zuletzt auch deshalb gelohnt lieber den betagten Frachter statt eines auffälligeren Raumschiffes als Transporter zu wählen. Sarid selbst hatte den Flug damit verbracht nachzulesen war sie alles über den Virus wussten und sich so gut wie möglich zu informieren, was leider nicht allzu viel war im Moment. Außerdem hatte sie sich natürlich mit den anderen Jedi an Bord einige Male überhalten. Salina hingegen war überwiegend mit ihrem Frachter beschäftigt, der doch ab und an an verschiedenen Stellen ihre Aufmerksamkeit gebraucht hatte, aber letztlich war die Jedi-Rätin mit dem Flug ganz zufrieden.

Als sie im Coruscant-System ankamen befand sich die erfahrene Jedi mit der rothaarigen Pilotin im Cockpit der Stoneheart. Offensichtlich hatten sie bei der Einreise keine Probleme zu erwarten, denn all die ankommenden Raumschiffe wurden durch ein Loch im aktivierten, planetaren Schild hindurch gelassen, um auf Coruscant zu landen. Sie schlossen sich der gemächlichen Prozession an Raumschiffen an. Unter dem planeten Schild steuerten sie direkt den Jeditempel an, um auf eine der Plattformen dort zu landen und damit auch die Baumaterialien für den renovierungsbedürftigen Tempel baldmöglichst zur Verfügung standen. Von oben betrachtet sah man dem Planeten nicht an welch eine schlimme Seuche dort wütete. Lediglich die am Nordpol wartenden Raumschiffe, welche Coruscant erst nach einer gründlichen Inspektion und Desinfizierung auf einer Raumstation verlassen durften deuteten vage darauf hin. Für den Moment genoss Sarid einfach die Aussicht nach über zehn Jahren zurück nach Coruscant in den Jeditempel zu kommen. Es war schon so lange her seit die Jedi von dort vertrieben worden waren. Sie hatte damals auch an vorderster Front gekämpft, aber sie sich trotzdem geschlagen geben müssen und waren geflohen. Jetzt hatte die Republik durch den Friedensvertrag mit dem Imperium Coruscant endlich zurück erhalten und die Jedi damit ihren Jeditempel zurückbekommen und begannen wie sie gelesen hatte ihn zu sanieren, um ihn auch als Zeichen der Hoffnung bald wieder in dem alten Glanz erstrahlen zu lassen. Immerhin war das Wetter auf Coruscant passabel und es gab wenig Wolken am Himmel, so dass sie als sie näher kamen die Narben der großen Schlacht um Coruscant noch immer deutlich sehen konnten, auch wenn an vielen Orten repariert und saniert wurde. Auch der Tempel selbst hatte äußerlich gelitten, aber immerhin stand er noch. So weit sie dies im Vorbeiflug von oben erkennen konnte befand sich eine größere Menge am lädierten Haupteingang. Aber das war ja irgendwo zu erwarten gewesen. Als Salina ihren Frachter dann langsam drehte, um auf der ihnen von der Raumhafenkontrolle der Jeditempels zugewiesenen Landeplattform zu landen verließ Sarid das Cockpit und benachrichtete dabei auch die anderen Jedi.

"So, wir landen in Kürze. Macht euch bereit, holt eure Sachen und kommt nach unten zur Rampe",

rief sie den anderen beiden Padawanen zu. Salina selbst würde sich um die Entladung ihrer Stoneheart kümmern, ehe sie wieder zu ihnen stieß. Sarid selbst schritt mit mulmigem Schritten und ihrer Reisetasche in der Hand, die sie noch aus ihrer Kabine geholt hatte, zum Lift. Gefühlt war sie viel zu schnell unten und öffnete dort als Erste die Rampe. Sofort kam ihr ein angenehm warmer Lufthauch entgegen und sogar der Geruch der Stadtluft kam ihr noch bekannt vor. Vor so langer Zeit war sie von hier geflohen, nun kehrte sie endlich zurück. Der Blick nach draußen verhieß bisher noch nichts Schlimmes. Allerdings befanden sie sich hier auch in einem abgesperrten Bereich innerhalb des Tempel. Erkrankte Bürger konnten nicht hierher gelangen. Im Tempel selbst würde dies ganz anders aussehen. Dennoch wollte sie sich zuerst erkundigen wie die Lage genau war. Jedi-Rat Wes Janson befand sich ja schon seit längerem hier. Er konnte ihr gewiss weiteres sagen. Es galt jetzt nur noch dafür zu sorgen, dass ihre Padawane und die Padawananwärterin wussten, wohin sie mussten. Daher warf Sarid schon einen wartenden Blick zurück über ihre Schulter zum Lift.


Coruscant - Jeditempel - Landeplattform - an der Rampe der Stoneheart - Salina (?), Skyan, Snow und Sarid
 
[ Coruscant - Oberhalb der Schildlücke - DSD Nemesis - Brücke ] Captain Lyn O'ula

"Captain, wir werden von der Nebulon-B Fregatte Sand Snail gerufen. Sie war Teil der Kampfgruppe unter Commodore Agoch und erwartet nun Befehle von uns. Das Schiff hat Lazarett-Konfiguration."

Die junge Twi'lek machte eine elegante Drehung, während die Kommunikationsoffizierin mit ihr sprach. Eines ihrer Lekku zuckte, wohl als Gegenstück für das menschliche Hochziehen einer Augenbraue. Sie trat nach vorne an die Sichtfenster der Hauptbrücke und schaute nach draußen, als könne sie in dem unendlichen Ozean aus Sternen und Schiffen diese einzelne Fregatte ausmachen um sie einer kritischen Sichtprüfung zu unterziehen. Es geschahen wohl doch noch Wunder, wenn auch nur kleine. Weitere medizinische Versorgungsschiffe waren genau das, was sie dringend benötigten. Sie besaßen genug Feuerkraft um ganze Welten zu vernichten aber nicht annähernd genug Krankenbetten um auch nur einen Bruchteil der Hilfsbedürftigen zu versorgen.

"Öffnen Sie einen Kommunikationskanal."

lautete ihr eindeutiger Befehl. Kaum eine Sekunde später, als hätte Lieutenant Tebar den Befehl bereits erwartet, bestätigte sie die Verbindung mit einem Handzeichen.

"Nebulon-B Fregatte Sand Snail, hier spricht Captain O'ula von der DSD Nemesis stellvertretend für Admiral Blade. Ab sofort unterstehen Sie unserem Oberkommando. Sie werden sich in 2 Stunden und 10 Minuten mit der Landungsgruppe Alpha zum gleichnamigen Landungspunkt auf der Oberfläche des Planeten begeben. Die Koordinaten erhalten Sie im Anhang an diese Nachricht. Es handelt sich um den großen Paradeplatz in der Nähe des ehemaligen Senatsgebäudes. Die Pioniere haben das Lager am Boden gesichert. Ziel ist es einen Brückenkopf mit einer virenfreien Zone aufzubauen, um Hilfsgüter auf den Planeten zu bringen und Nicht infizierte Flüchtlinge vom Planeten wegzubringen. Ihre Unterstützung wird dort dringend benötigt."

[ Coruscant - Oberhalb der Schildlücke - DSD Nemesis - Brücke ] Captain Lyn O'ula

***

[ Coruscant - Jedi-Tempel - Unterwegs zum Ratssaal] War, Padawan Varoenna (NSC) und die Sandpanthers (NSC)

Auf dem Weg zum Ratssaal entlockte die Nervosität der vorweggehenden Padawan ihm ein leichtes Schmunzeln. "Admiral Blade" war für viele ein Name, der in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichsten Gründen für einige Schlagzeilen in den Holonet News gesorgt hatte. Seine Persönlichkeit war alles andere als unumstritten. Auch die feierliche Wiederaufnahme in den Dienst der Republik und die bedingungslose und aufopferungsvolle Hilfe der Forces of Hope bei den Schachten um Corellia hatten nicht alle Kritiker und Verschwörungstheoretikern zum Schweigen gebracht. Ihm, dem damaligen Oberkommandanten der Streitkräfte, war großes Unrecht geschehen. Beinahe hätte ihn das Ganze sogar das Leben gekostet und dem Imperium zum endgültigen Sieg über die Republik verholfen.

Diese Zeiten lagen lange zurück. War sah sich selbst nicht als Held, er machte nach eigener Interpretation nur seinen Job. Er agierte lieber im Hintergrund und dennoch war er nun wieder hier mitten auf der Bühne in der ersten Reihe mitten im Rampenlicht der großen Schlagzeilen. Auch wenn beim jetzigen Krisenmanagement sicher nur wenig positives berichtet werden würde.

Die Rückkehr zum Tempel rief alte Erinnerungen wieder wach. Damals, als beim Namen "War Blade" noch niemand große Augen, Schweißausbrüche, Sprachfehler oder auch Wutausbrüche bekommen hatte. Diese Gedanken, die ihm beim Anblick der zittrig und unsicher wirkenden Padawan einer ihm unbekannten Spezies gekommen waren, fanden ein abruptes Ende als sich der Ratssaal vor ihm eröffnete. Ohne große Worte oder Zeichen bezogen die Sandpanther außerhalb des Raumes Stellung. Den Elitesoldaten war klar, dass sie in diesem Fall eher eine Ehrengarde waren, als dass sie den Flottenkommandanten wirklich vor Gefahren schützen mussten. Die größte Gefahr ging mit Sicherheit vom Virus aus und da konnten sie ihm nicht wirklich behilflich sein.

Im Inneren des Raumes wartete überraschenderweise nur Jedi-Rat Wes Janson auf ihm. Er hatte damit gerechnet, hier einen Großteil der Räte verstrickt im hitzigen Debatten anzutreffen. Aber womöglich waren sie überall auf Coruscant verstreut im Einsatz. Ein Vier-Augen-Gespräch würde die ganze Diskussion sicherlich vereinfachen.


"Jedi-Rat Wes Janson, vielen Dank dass Sie sich so kurzfristig Zeit für mich nehmen konnten. Keine Sorge, den Empfang nehme ich Ihnen nicht übel. Die Zeiten eines Admiral Melvar als Tee, Kuchen und Tänzerinnen zum Standard gehörten sind auch bei der Flotte schon lange vorbei."

Das mit den Tänzerinnen war nun wahrhaftig übertrieben, wenngleich Tee und Kuchen bei keinem Besuch auf der EK Melvarian hatten fehlen dürfen. Entsprechende Befehle hatte sein damaliger Mentor ihm schon am ersten Tag sehr deutlich gemacht. War hob abwehrend die Hände, als der Jedi ihm einen der Stühle anbot.

"Vielen Dank, aber ich stehe gerne. Die Stühle in diesem Raum mögen zwar keine echten Ratsstühle sein, aber über deren symbolischen Charakter möchte ich mich nicht hinwegsetzen. Ganz davon abgesehen kann man sich von hier oben einen guten Überblick über die umliegenden Gebiete verschaffen, was mir gleich eine gute Überleitung zum Grund meines Besuches verschafft..."

Niemand außer einem Jedi-Rat sollte auf diesen Stühlen Platz nehmen, das hatte auch er als Admiral zu akzeptieren. War Blick ging mit langsamen Schritten etwas näher an die Fensterfront heran, während er das provisorisch geflickte Fenster etwas argwöhnisch musterte. Er hatte sich von außen und auf dem Weg zum Ratssaal schon ein gutes Bild vom Zustand des Tempels machen können. Die geheimnisvolle Aura hatten ihm auch die Sith nicht austreiben können. Den optischen Glanz und die Unversehrtheit allerdings sehr wohl.

"Nein, es ist kein konkreter Zwischenfall..."

beantwortete er die Frage seines Gesprächspartners. Gegenüber den Jedi, vor allem bei den Räten, verspürte er seit seiner Kindheit größten Respekt. Auch die guten Bekanntschaften mit
Tionne, Padme oder auch Chesara hatten an den Bildern aus seiner Kindheit über die "erhabenen, weisen" Jedi nichts geändert. Und das obwohl Persönlichkeiten wie Padme , damals noch Padawan, sehr wohl für den ein oder anderen Zwischenfall gesorgt hatten.


"... aber leider ist es auch keine Einladung zu Feierlichkeiten in meiner Sommerresidenz."

fügte er sogleich hinzu, um auch gleich jegliche Illusion zu zerstören dass sein Besuch einen positiven Hintergrund hatte. Ganz davon abgesehen besaß er keine Sommerresidenz.

"Wie Sie sicherlich schon wissen habe ich vom Oberkommando und der Regierung die Aufgabe erhalten, die Lage auf Coruscant unter Kontrolle zu bringen. Ich nehme an, wir teilen da ein ähnliches Schicksal. Gleichwohl ist meine Aufgabe nicht damit erfüllt, dass ich den Planeten abriegele und die Bevölkerung ihrem Schicksal überlasse.

In der ersten Stufe haben wir Coruscant vom Orbit aus unter Quarantäne gesetzt. Die Situation im Orbit ist angespannt, aber unter Kontrolle. In der zweiten Stufe habe ich vorgesehen am Boden Stützpunkte einzurichten, die einerseits der gezielten Versorgung mit Hilfsmitteln aber auch dem Abtransport von gesunden Flüchtlingen dienen sollen.


Er zögerte kurz, dachte darüber nach wie er fortfahren wollte und wie ausführlich die derzeitigen Pläne zu diskutieren waren. Er war es gewohnt militärische Befehle zu geben, nicht aber halbwegs diplomatische Gespräche zu führen. Was wollte er von den Jedi? Was konnte er bieten? Was war sein Ziel dieses Besuchs?

"Ich denke, wir sollten unsere Bemühungen in enger Zusammenarbeit koordinieren. Und das soll jetzt keine leere Floskel sein. Die Jedi sind schon weitaus länger wieder auf Coruscant als das Militär und deutlich besser vernetzt. ich benötige Ihre Unterstützung, um mir einen Überblick zu verschaffen und unsere eingeschränkten Ressourcen effizient einsetzen zu können. Ganz davon abgesehen dass ein einzelner Jedi weitaus mehr helfen wird, als jedes meiner Kriegsschiffe. Die Frage ist, wie wir die Sache angehen."

War klopfte mit einem Finger gegen die Transparisstahlscheibe, die ihren endgültigen Bestimmungsort noch nicht gänzlich erreicht hatte und schaute dann wieder hinüber zum Jedi-Rat.

"Ganz nebenbei bemerkt: Ihr Tempel könnte einen neuen Anstrich gebrauchen, Rat Janson. Auch wenn ich mich nicht in Jedi-Angelegenheiten einmischen möchte: Die Sicherung des Geländes, Bau- und Aufräumarbeiten oder ähnliches, dafür habe ich genug Personal wartend im Orbit. Wenn dafür der ein oder andere Jedi sich auf das Helfen und Heilen konzentrieren kann, anstatt Steine durch die Gegend zu schleppen, dann müssen Sie sich nur melden."


[ Coruscant - Jedi-Tempel - Ratssaak] Wes und War
 
Coruscant: am überrannten Lazarett Ebene 652F hinterm geschlossenen Schott etwa zwanzig Meter entfernt in einer Wohnung am Bahnhof im dritten Stock: Ribanna, Tara, Rick und die Kinder Riley und Tim (NPCs)

In Gedanken versunken und an seinen Meister denkend stand er weiter am Fenster und sah raus. Das treiben unten auf der Straße beobachtete er lieber nicht. Ab und zu seufzte er und hoffte das Radan bald da sein würde, oder jemand anderes. Ewig könnten sie nicht hierbleiben und es war nur eine Frage der Zeit bis die Infizierten die Barrikade durchbrechen würden. Schließlich wurde er von Ribanna aus deinen Gedanken gerissen und er sah zu ihr.

"Wirklich? Das ist gut. Ich hoffe mit ihr können wir zu Meister Radan gelangen und von hier verschwinden.".

Er dachte nicht nur an seinen Meister, sondern auch an Alisah, schließlich braucht sie die Medikamente. Er betete zur Macht das es ihr gut ging. Kurz sah er zu den Kindern, er musste sich konzentrieren. Um Alisah wurde sich mit Sicherheit gekümmert, Radan wird sich gegen die Wesen schon verteidigen können. Er musste nun in der Situation hier und jetzt bleiben und das bedeutete, sich zu verteidigen und die Kinder zu beschützen. Ribanna schaltete den Fernsehr ein und Rick seufzte als er den Bericht hörte.

"Ich hoffe die kriegen das bald alles unter Kontrolle. Damit nicht noch mehr infiziert werden."

Dann war der Ruf von Tara zu hören und schnell war Rick mit Ribanna bei der Barrikade. Nach und nach wurde alles weggeräumt und die Jedi rein gelassen. Lächelnd sah Rick der Wiedersehensfreude zu und sah kurz traurig in Richtung Fenster, er hoffte das auch sein Meister schnell bei ihnen sein würde.

Lange konnten sie jedoch nicht das Wiedersehen genießen den auf Tara folgte ein Rasender, einer von der kräftigeren Sorte. Er stieß sich gegen die Tür und warf Ribanna zurück. Rick hob seinen Blaster, jedoch machten dem Großen die Schüsse nur wenig aus. Panisch wich er etwas zurück.

Dann handelte Tara jedoch wie es nur ein Jedi kann und der Rasende war beseitigt. Schnell fasste sich Rick wieder und half die Tür wieder zu verbarrikadieren. Das war mehr als knapp gewesen.

Die Meisterin von Ribanna fragte dann nach ihren Namen. Respektvoll verbeugte sich Rick vor ihr

"Mein Name ist Rick Freedom, ich bin der Padawan von Meister Radan."

stellte er sich vor und folgte beiden dann ins Wohnzimmer, hörte Ribanna zu. Das alles hatte er zuvor kaum mitbekommen, war er zu sehr in Gedanken versunken gewesen.

"So schnell wie möglich."

sagte er auf Ribannas letzte Worte hin, das die Medikamente so schnell wie möglich zu Alisah gebracht werden müssen. Dann waren Rufe von draußen zu hören. Rick wollte eigentlich wiedersprechen, doch Ribanna war schneller. Er war vorsichtiger und dachte sich das, nur weil die Person noch reden konnte, es nicht trotzdem seine Falle sein könnte. Doch es ging alles schnell, anders ging es nicht. Schon stand Larina in der Wohnung und Rick nickte nur ihr kurz zu, als sein Name genannt wurde. Seinen Blaster hatte er noch immer in der Hand und ihn die ganze Zeit nicht weggelegt, immer bereit zu schießen, wenn nötig.

Dann ergriff Tara wieder das Wort, welcher er nur zustimmen konnte. Sie mussten weiter, so schnell wie möglich. Er sah sich um, wusste er nicht was sie hier alles hatten. Dann dachte er wieder an Radan und trat zu Tara.

"Meisterin Tara, mein Meister Radan ist hier auf dem Gebäude, er wollte eigentlich zu uns stoßen. Was sollen wir tun? Wir können ihn doch nicht einfach zurücklassen."

sagte er mit viel Sorge und seine Hand klammerte sich fester um den Griff seines Blasters.

Coruscant: am überrannten Lazarett Ebene 652F hinterm geschlossenen Schott etwa zwanzig Meter entfernt in einer Wohnung am Bahnhof im dritten Stock: Ribanna, Tara, Larina, Rick und die Kinder Riley und Tim (NPCs)
 
Coruscant: am überrannten Lazarett Ebene 652F hinterm geschlossenen Schott etwa zwanzig Meter entfernt in einer Wohnung am Bahnhof im dritten Stock: Ribanna, Tara, Larina, Rick und die Kinder Riley und Tim (NPCs)


Tara machte ihnen unmissverständlich und energisch mit Nachdruck in der Stimme klar, dass sie weiter müssten und sie nicht vor hätte, hier zu übernachten und länger auszuharren. Rick bekräftigte dies sofort. Sie hatten vollkommen recht, auch wenn Ribanna sich gerne ein wenig erholt hätte und mit Angst und Panik daran dachte, wieder hinaus zu müssen, wo an jeder Ecke so ein vom Virus mutiertes Wesen lauern könnte. Doch Alisah hatte offenbar keine Zeit! Tara flüsterte ihr zu, die Kinder irgendwo in Sicherheit, aber erstmal mit in den Tempel zu nehmen. Ribanna nickte. Das wäre erst mal das Beste und Einfachste!

Wegen Arlen wurde auch Tara kurz betrübt, doch sagte ihr sein Name nichts, aber Chesara war eine bekannte Heilerin! Vermutlich würde sie auch auf Coruscant verweilen, äußerte sich Tara nachdenklich!


“Wenn sie nicht im Tempel mittlerweile aufgetaucht ist, ist sie vielleicht in einem Krankenhaus, um zu helfen!? Ich würde vielleicht auch gerne noch mehr tun! Ich glaube, es würde mir selber gut tun, mit der Lage hier besser zurecht und ins Reine zu kommen! Ich musste auf die Rasenden schießen! Sie waren ihrem wahren Ich längst weit und unwiderruflich entrückt, dass weiß ich und doch habe ich auf sie geschossen und es nagt an meinem Gewissen! Ich habe damit andere Leute, die Kinder und mich selbst gerettet und dennoch ist es schwer zu verkraften. Ich würde mich gerne um die anderen Infizierten kümmern! Die Rasenden machen mir jedoch Angst! Kannst du das verstehen? Vielleicht kann ich in einem Krankenhaus helfen, wenn wir Alisah die Medizin gebracht haben!?”


Auch Rick hatte ein Problem! Sein Meister Radan! Er wandte sich damit an Tara! Ribanna ging einen Schritt weg, da es vertraulich anmutete und wartete ab. Ihre Meisterin sprach mit ihm!

Tara erwähnte nun den Standort ihres Gleiters und das Platzproblem.


“Es wird schon gehen, wenn wir zusammen rutschen! Es muss!”

Sie sollten nun nochmal die Wohnung nach Nützlichem durchkämmen!

“Es gibt eine Menge Lebensmittel in der Küche!”,

erwähnte Ribanna gleich! Schließlich hatte sie schon längst vorhin nachgeschaut! Schnell war eine große Reisetasche gefunden und Ribanna packte emsig ein und ließ die Kinder mithelfen!

Tim, hole noch die vier Bohnen in Tomatensoße-Büchsen her und packe sie ein! Sie sind gute Eiweißspender!”

Sie bekam den Reißverschluss der Tasche fast nicht zu! Die Tasche war ziemlich schwer geworden! Sie gab sie erstmal Larina, da Ribanna und Rick schon einen riesigen und schweren Rucksack zu tragen hatten.

“Nimmst du die bis zum Gleiter? Du kannst dich ja mit Tara abwechseln oder ihr fasst gemeinsam an!”

Larina wirkte aber durchtrainiert und kräftig und würde das schon schaffen, hoffte Ribanna, da Tara ihre größte Kämpferin war und sie alle lieber mit ihrem Lichtschwert beschützen sollte, als durch die Tasche gehandicapt zu sein.

Kinder, wir ziehen weiter!”

Sie wandte sich an Tara.

“Ich schlage vor, hoch anstatt runter zu gehen, da unten lauter Gestalten sind. Vielleicht gibt es einen Notdurchgang für den Fall eines Brandes weiter oben?! “

Schnell fand die Idee Zustimmung und alle waren startklar. Das kleine Mädchen ging noch mal rasch auf die Toilette austreten. Dann öffneten sie leise und mit klopfendem Herzen die Wohnungstür, indem sie die Barrikade entfernten. Sie ließen Tara vor. Es schien ruhig. Ribanna hielt den Zeigefinger vor den Mund, um den Kindern klar zu machen, leise zu sein! Sie nahm Riley an die Hand. Hinter einander verließen sie dicht gedrängt die Wohnung und bewegten sich leise nach oben. Tara ging als Erste. Dann ging der kleine Tim. Dahinter Ribanna mit Riley. Hinter ihr folgte Larina und den Abschluss übernahm ihr einziger Mann in der Gruppe, Rick! Tara und Rick hatten besonders aufmerksam zu sein, konnte sich schließlich von vorne und von hinten am ehesten sich jemand der Gruppe im Treppenhaus nähern. Ribannas Herz schlug aufgeregt! Sie fürchtete, dass auf dem nächsten Treppenabsatz so eine bissige Kreatur lauern oder aus den Wohnungen schlüpfen könnte. Doch schließlich gelangten sie ohne Vorkommnisse im neunten Stock an, wo ein Hinweis mit dem Fluchtweg für dieses Haus angebracht war! Dies stimmte alle positiv!

Der gesamte neunte Stock war ein Durchgang ohne Wohnungseinheiten, um so bei einem Brand durch das Gebäude zu kommen und um dann über ein ungefährlicheres nichtbrennendes Treppenhaus nach unten gelangen zu können. Im Grunde war es kein normaler Gang mit glatten durchgehenden Wänden, sondern mit Ecken und Kanten verschachtelt und befand sich im mittleren Hausaufgang und verband die Häuser davor und dahinter innerhalb eines Gebäudekomplexes! Dies wollten sie nun nutzen, wussten sie, dass ihr Ein-und Ausgang von Infizierten belagert wurde. Wenn sie Glück hatten, war es vorm anderen Ausgang und im Treppenhaus frei von solchen widerwärtigen Gestalten! Sie wählten einfach die Richtung hin zum Gleiter, wollten sie nicht unten an den Infizierten vorm anderen Eingang erneut vorbei! Langsam und leise zogen sie durch den langen Gang. Ribanna drückte auf die Lichtschalter, doch scheinbar war der Strom ausgefallen! Da es mittlerweile abends war, war es stockfinster! Ribanna zerrte ihren Leuchtstab von ihrem Gürtel. Vorsichtig und ohne Geräusche zu verursachen, versuchte die Gruppe vorwärts zu gehen! Sie schlichen förmlich! In dem Durchgang hallte es allerdings! Doch sollte sich in dem verschachtelten Gang jemand verstecken, dann würde ihnen das Geschleiche hier auch nicht unbedingt etwas nutzen. Hier wurde es Ribanna ziemlich Angst und Bange! Vorsichtig gingen sie Stück für Stück, dicht hinter einander, vorwärts. Und dann passierte es! Ein menschlicher Infizierter stand ihnen plötzlich mit den Zähnen fletschend, wie ein angriffslustiges Tier, gegenüber! Er hatte sich hinter einer kurzen Wand verborgen gehalten! Er griff die erste Person, Tara, kurz darauf an! Ribanna und die Kinder schrien auf! Sie zerrte die Kinder zurück. Dann zog sie ihr Trainings-Lichtschwert, um auf das Wesen einzuschlagen! Allerdings würde sie kaum etwas damit ausrichten können, doch sie hoffte, somit Tara hilfreich sein zu können. Doch Tara war eine geschulte Lichtschwertkämpferin! Ehe sie zu Hilfe kam, hatte sie sich des Problems entledigt! Ribanna atmete auf und staunte!


“Wow, von dir kann ich wirklich eine Menge lernen!”,

sagte sie lobend zu ihrer Meisterin! Sie schien so furchtlos!? Vielleicht ging sie die Sache aber nur einfach, der Notwendigkeit wegen, an und drängte ihre Furcht in den Hintergrund und ließ sich nicht von ihr beherrschen, was wohl ratsam war!?

Noch aufmerksamer gingen sie stockend vorwärts, besonders, wenn ein Mauervorsprung kam, hinter dem so eine Kreatur lauern könnte. Doch sie hatten Glück!


Sie kamen im Treppenhaus an! Den Aufzug konnten sie wegen der Stromsperre nicht nehmen! Im fünften Stock lauerten dann gleich drei Kreaturen. Sie waren so rasend und so kräftig, weil es sich um drei Zabraks handelte, die sich auf sie stürzten, dass sie schreiend den Rückzug nach oben wählten. Die Kinder und sie nahmen drei Stufen auf einmal! Hier war gerade der Aufzug und das Licht ging an. Es war wieder Strom da! Sie eilten in den Aufzug!

“Schnell! Hier rein! Beeilt euch! Tara!”

Schnell zog Ribanna die Kinder und zu guter Letzt in der ganzen Eile Rick hinein. Sie keuchte! Sie passten alle kaum rein, da sie auch noch die prall gefüllten Rucksäcke trugen! Die Tür ging nicht zu, weil ein Zabrak bereits in der Lichtschranke stand! Ribanna schrie und nahm ihr Blastergewehr von der Schulter und legte es auf die Schulter von Larina, die vor ihr stand und zielte und schoss ihm eine Blasterladung in seine hässliche Fratze! Er taumelte zurück, sein Kopf spritzte weg und die Tür ging endlich zu, während der Typ zusammen sackte, was sie noch mit bekamen! Das war knapp gewesen! Sie fuhren hinunter und plötzlich blieben sie in der zweiten Etage stecken! Verdammt! Das Licht ging auch aus! Schon wieder Stromausfall! Natürlich wusste so gut wie jeder, dass man aus solchen Gründen auch im Brandfall keinen Aufzug benutzen sollte! Doch sie hatten sich in den Fahrstuhl geflüchtet! Ribanna machte ihren Leuchtstab mit einem Knick wieder an. Grünliches Licht erhellte die dunkle enge Fahrstuhlkabine! Riley fing lautstark zu weinen an.

“Mist, verfluchter! Was machen wir denn jetzt!?”,

rief erschüttert Ribanna.

Riley, ist gut! Schsch! Bestimmt geht es gleich weiter!? Vermutlich ist der Strom nur für einen kurzen Moment weg! Du bist doch ein tapferes kleines Mädchen, stimmt´s!? Bitte sei leise! Wir wollen keine gruseligen Gestalten anziehen!”,

versuchte sie das Kind mit sanfter Stimme ruhig zu bekommen. Dabei streichelte sie ihr Köpfchen mit der einen Hand, während sie das Licht in der anderen Hand hielt.



Coruscant: am überrannten Lazarett Ebene 652F hinterm geschlossenen Schott etwa zwanzig Meter entfernt im festsitzenden Fahrstuhl im zweiten Stock eines Wohnhauses: Ribanna, Tara, Larina, Rick und die Kinder Riley und Tim (NPCs)
 
[Coruscant - Untere Ebenen - Restaurant "Ort'aurant"] Anakin Solo; NPCs

Ungläubig beobachtete Levice, wie der Unbekannte dem flüchtenden Kriminellen nicht nur folgte und ihn wenig zimperlich auf dem Boden platzierte, er zog zudem noch etwas aus dem Inneren seines Mantels und sorgte dafür, dass der selbst zum Opfer gewordene Coruscanti es auch schluckte.
Nahezu sofort bereute sie ihre Worte des Danks. Ihre in Anbetracht der nonachalanten Antwort dezent hochgezogenen Augenbrauen verdichteten sich dann zu einem finsteren Ausdruck der Missbilligung, als der Machtanwender sich an Vahar wandte, die ihn lediglich mit einem düsteren Blick bedachte, bevor sie sich wieder zu ihrer Verwandtschaft begab. Die Macht um sie herum war ein einziger Tumult.
Ganz anders verhielt es sich bei ihrem Gegenüber. Die Macht schien ihr, da sie sich nun stärker auf ihn konzentrierte, von seiner Gegenwart ungestört zu fließen, als bewege er sich in einem Gewässer, ohne dass es sich kräuselte – dennoch strömte das Energiefeld kräftig und mitreißend. Levice fasste den flüchtigen Gedanken, ob er eher mit der Strömung selbst als einem von ihr umspülten Hindernis zu vergleichen war.
Was immer er jedoch dem Feind der zwar jungen, aber allem Anschein nach alles andere als ungefährlichen Frau verabreicht hatte: es würde entweder tödlich oder vergleichbar wirken, wenn sie tatsächlich nichts mehr von ihm zu befürchten haben sollte.
Welche Verbindung der Fremde mit dem Tempel auch gehabt haben mochte, sie war sich sicher, dass ein Mitglied des Ordens nicht auf diese Weise gehandelt hätte.

»Mein Name ist Levice Vajetsi.« begann sie auf weniger riskantem Terrain, vermochte den anfänglichen Impuls einer scharfen Entgegnung aber nicht zu ersticken.
»Die Frage ist vielmehr, wer seid Ihr? Ich weiß nicht, was Ihr ihm gegeben habt, aber vielleicht solltet Ihr ebenso mit ihr verfahren wie mit ihm – schließlich gehören sie demselben Metier an und sie macht auf mich nicht den Eindruck, als hätte sie sich soeben bekehren lassen.« Der Vorwurf war der Ironie zum Trotz in aller Ruhe vorgebracht, die Vehemenz ihrer Gedanken hatte sie gezielt herausgefiltert.
Levice erinnerte sich jedoch an Blick, mit dem Vahar den Mann bedacht hatte und fragte sich nun, ob nicht doch auch die Angst einer Person darin gelegen hatte, die sich heute nur aufgrund eines Zufalls auf der richtigen Seite befunden hatte – womöglich hatte sie sich doch eines Besseren belehren lassen.

Das Rettungsteam erreichte sie. Levice beobachtete, wie die Besetzer des Ort’raurants hinausgebracht wurden und sah auf, als sich ein grinsenden Eli zu ihr gesellte.

»Lass es mich so sagen: Doc Ruuh schickt seine besten Wünsche und dankt dir für deine bisherige Hilfe, da man dich nämlich offenbar anderswo besser brauchen kann, sollen wir dich auf dem Rückweg bei eurem Tempel absetzen.« Levice nahm Eli die distanzierte Formulierung in Bezug auf den Tempel schon lange nicht mehr übel, sie mochte den Arzt, vor allem für seine unbeschwerte Art.
Die Übersetzung der übermittelten Botschaft ließ Levice aber die Lippen verziehen. Kurz dachte sie an ein wenige Stunden zurückliegendes Ereignis und reflektierte zum ersten Mal, dass der Mann, der wegen ihrer Unachtsamkeit in der Lage gewesen war, sein Leben zu beenden, offenbar in irgendeinem Verhältnis zu einem Angehörigen von Vahar stand. Wer immer er aber gewesen war, zumindest war seine Familie nun sicher, so zweifelhaft ihr Ruf auch sein mochte.
Dieses Ereignis war aber nicht der Grund, weshalb Ruuh sie wegschickte. Es tat ihr leid, den Mann enttäuscht zu haben, aber es würde andere Orte geben, an denen sie sich nützlich machen konnte und der Augenblick kam gelegen: Sie würde gerne mit einem der Meister über ein Person sprechen, die die Angewohnheit hegte, in den Unteren Ebenen spazieren zu gehen und Kriminelle mit gefährlichen Substanzen zu füttern.

[Coruscant - Untere Ebenen - Restaurant "Ort'aurant"] Anakin Solo; NPCs
 
Untere Ebenen ~ Ort'aurant ~ mit Levice & NPC's

Anakin neigte seinen Kopf langsam und hielt den Blickkontakt mit Levice, auch nachdem sie sich vorgestellt hatte.


"Man nennt mich Murasame und ich gehöre ebenfalls dem Orden der Jedi an."


erklärte Anakin mit ruhiger Stimme. Er ging jetzt fest davon aus, dass seine Annahme gestimmt hatte und Levice tatsächlich eine Padawan des Jedi Tempels war, immerhin hatte sie ihm nicht widersprochen. Stattdessen hatte sie ihren Missmut über seine Handhabung des flüchtenden Gangsters eben geäußert. Es beruhigte ihn in gewissermaßen, dass ihr nicht in den Sinn gekommen zu sein schien, was er ihm tatsächlich eingeflößt hatte. Ihm trat ein in dieser Situation selbstgefällig und deplatziert wirkendes Lächeln auf die Lippen, wobei es eigentlich ein Lachen über das offensichtliche Missverständnis hätte werden müssen. Die Ironie dieser Situation wurde nur noch von dem Umstand übertroffen, dass Anakin mit seiner Erklärung warten musste, da in diesem Moment ein weiterer Transporter landete. Dieses Mal handelte es sich jedoch um einen Hilfstrupp und offensichtlich dem gleichen, dem die Padawan vorhin entflohen war.

Anakin hielt sich im Hintergrund und hörte gerade noch mit, dass Levice scheinbar von ihren Verpflichtungen als Ärztin entbunden wurde und zurück zum Tempel gebracht werden sollte. Das war eine interessante Wendung, überlegte Anakin. Er versuchte ohne die Zuhilfenahme der Macht heraus zu finden, wie es der jungen Frau damit ging. Dieser Versuch war aber nur von mäßigem Erfolg gekrönt.

"Ich werde euch begleiten."


gab Anakin ohne eine emotionale Haltung darüber, ob er sich nun auf den Tempel freute oder nicht, zu erkennen preis zu geben. Inzwischen war die Familie des Ort'aurants an Bord gebracht und auch der Hilfstrupp selbst deutete den beiden Mitgliedern des Ordens mit Nachdruck es ihnen endlich gleich zu tun.

"Übrigens, das vorhin... das war ein alter Kaugummi, nichts weiter!"


erklärte Anakin mit dem guten Gefühl, jetzt aufrichtig Lächeln zu dürfen ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

"Im schlimmsten Fall bekommt der Typ Bauchschmerzen, und im besten Fall hilft ihm die Erleichterung doch nicht erkrankt zu sein in ein paar Tagen, etwas an seiner Einstellung zu ändern."

Ein bisschen unruhig verließ der Transporter die Straße vor dem Ort'aurant und steuerte in einer sich schnell beruhigenden Flugbahn die oberen Ebenen an, genauer: den Tempel der Jedi. Anakins Blick war nach draußen auf die Stadt gerichtet und schon bald konnte er vom weiten das Stella Nova Hotel sehen, in dem er sich die letzten Wochen einquartiert hatte. Ein mulmiges Gefühl ging ihm durch den Magen. Doch mehr als sein Bauchgefühl beschäftigte den Jedi - für ihn selbst überraschend - die Padawan neben ihm.


"Wer ist dein Meister und wirst du deine Ausbildung im Tempel fortsetzen?"


Er hatte seinen Satz gerade beendet, als der Transporter von einer kleinen Turbulenz erschüttert wurde. Anakin war froh sich gut festgehalten zu haben. Kurz blickte er sich um, aber jeder an Bord schien in Ordnung.


Obere Ebenen ~ Transporter auf dem Weg zum Jedi Tempel ~ mit Levice & NPC's
 
[Coruscant - auf dem Weg zum Jedi-Tempel] Anakin Solo; NPCs

Also war er ein Jedi. Die Erkenntnis sank nur langsam und widerstrebend ein, vor allem, als sie den seine Vorstellung begleitenden Gesichtsausdruck sah. War er zufrieden mit sich, jener, den man Murasame nannte, in einer Sprache, die nicht zu den von ihr beherrschten zählte? So groß ihre Empörung sein mochte, tief verwurzelte Disziplin hielt jeden weiteren Kommentar zurück, verlieh ihr mehr Haltung und versetze sie in den für sie ungewohnten Zustand, um eine passende Erwiderung verlegen zu sein.
Das Eintreffen ihrer nun ehemaligen Kollegen unterbrach sie ohnehin.

Die Padawan war lange in ein grübelndes Schweigen versunken, das sich vor allem um eine Rekapitulation der vergangenen Stunden drehte. Jemand hatte wegen ihrer Verantwortungslosigkeit sein Leben gelassen und sie hatte sich auf ein Solo-Himmelfahrtskommando begeben, nichts anderes war es gewesen und das unverhoffte Auftreten des anderen Jedi änderte daran nichts. Was für eine Jedi sollte sie einmal abgeben, wenn sie schon jetzt zuerst andere auf ihrem Gewissen hatte und anschließend sich selbst.
Vergraben in ihren Gedanken versuchte sie die Macht außen vor zu lassen, selbst wenn sie ihr Trost geboten hätte, fühlte sie sich nicht, als hätte sie sich darum verdient gemacht.

Sie hatte schon lange nicht mehr mit einer Erklärung gerechnet, sodass sie unerwartet aus den Gedanken gerissen wurde, als der ihr schräg gegenüber sitzende Jedi den Moment nutze um zu erklären, was er eigentlich getan hatte.
Die dahinterstehende Einfachheit entlockte ihr ein Lächeln und so merkwürdig die Erklärung auch war, Levice stellte fest, dass sie nicht nur ungemein erleichternd war, sondern ihr die inspirierende Absicht dahinter auch gefiel.

»Es tut mir leid Euch.. verdächtigt zu haben, Meister.« bot sie daraufhin eine Entschuldigung an, von der sie nach dem bisherigen Gebaren des Jedi fast sicher war, dass er sich entweder nichts daraus machte, oder sie nicht einmal hören wollte.

Stille legte sich erneut über sie und Levice folgte seinem Blick hinaus auf Coruscant. Der Planet hatte bisher eine hypnotisierende Wirkung auf sie ausgeübt, heute blickte sie aber durch das Stadtpanorama hindurch, ohne es bewusst zu sehen.
Nebenbei fragte sie sich, was sie im Tempel erwarten würde, gleich nach dem sie nach Möglichkeit in dieser Reihenfolge geschlafen und gegessen hatte. Die Fingerspitzen von Zeige- und Mittelfinger ihrer linken Hand massierten einem unterbewussten Impuls folgend ihre Schläfe.

Erneut kehrte sie in die Realität zurück, als ihr Gegenüber sie nach ihrem Meister fragte.
Levice stockte kurz, sah zur Seite, blickte zurück.

»Niemand.« lautete die knappe Entgegnung. Es war kein Thema, was sie redselig machte, zumal sie ohnehin müde und erschöpft war - doch gerade dieser Zustand war es, der sie weitersprechen ließ, es war zu anstrengend, sich auch darüber noch Gedanken zu machen.
»Ich habe eine Zeit von Meister Agoch gelernt. Da er der Flotte angehört, bin ich für eine Weile auf Coruscant geblieben, woraus das Virus und andere Umstände ein dauerhaftes.. Arrangement gemacht haben.«
Auf dem gedanklichen Weg durch die letzten Monate entdeckte sie auch Fetzen ihres Humors wieder. Von einem in Erinnerung an die letzten Ereignisse und an das zuletzt gelesene Kapitel aus Gavvelis Diatriba ironischen Lächeln begleitet fügte sie hinzu: »Im Augenblick bin also am ehesten Autodidakt.«
Und ließ das als vage Antwort auf den zweiten Teil der Frage genügen.

Sie erreichten die nördliche Landeplattform des Tempels. Levice fügte sich widerstandslos der erdrückenden Umarmung Elis und nur die unregelmäßigen Kräusel in ihrer Machtpräsenz zeugten von ihrem Unbehagen. Als sie wieder zu Atem kam, verabschiedete auch sie sich von dem Arzt und gab ihm einige warnende Worte zur Person Vahars mit auf den Rückweg.
Aus ihrer Tasche holte sie ihr ‘Pad, der außer einem anderen Kleidungsset einzige Gegenstand darin, und überflog eine Nachricht.

»Wenn ich das nächste Mal hierher komme, soll ich mich bei Meister Sa-Bal melden. Wisst Ihr, wo ich ihn finde?«, wandte sie sich an den anderen Jedi in der Hoffnung, die Suche verkürzen zu können.

[Coruscant - Jedi-Tempel - Nördliche Landeplattform] Anakin Solo
 
[Core | Corusca-System | Coruscant | Jedi-Tempel | Mas]


Es gab wirklich Tage, an denen Mas das trainieren nur wiederwillig begann. An solchen Tagen merkte man auch deutlich, dass seine Ergebnisse etwas schlechter als normal waren. Mittlerweile hatte er Aufzeichnungen über eine weitere der sieben Lichtschwertformen gefunden. Es handelte sich dabei um die fünfte Form und die dort beschriebenen Bewegungen fand er ziemlich interessant. Zwar war es eine Form, die nicht viel weniger Ausdauer als Ataru erforderte, dazu aber auch noch Kraft und eine starke Verbindung zur Macht. Dabei war sie weniger akrobatisch, was ihm vor allem in Situationen mit wenig Platz dienlich sein konnte. Und gleichzeitig trotzdem Körperbetont, sogar mit Tritten und anderen Techniken arbeitete.

Erste Versuche hatten wirklich gut geklappt, wie er fand. Auch wenn es einen deutlichen Unterschied machte, ob man die Form von einem Meister gezeigt bekam oder sie sich völlig alleine aneignete. So konnte beispielsweise keiner Fehler oder etwas ähnliches überprüfen. Er selbst musste diese sehen und auch korrigieren. Was bei der Grundstellung und ersten Bewegungen noch einfach war, wurde später wesentlich schwieriger. Auch Das Shien/Djem-So war eine akrobatische Form, die neben der Stärke auch Agilität und Präzision forderte. Das waren alles Dinge, die Mas ebenfalls noch um ein vielfaches verbessern musste. Also umfasste sein Trainingsplan nun neben den Übungen zur Absorption von Energie und dem Lichtschwerttraining auch noch Übungen um seine Bewegungsfreiheit zu verbessern. Er rannte oft und viel durch die Gänge der Basis, überwand dabei Hindernisse und trainierte auch seine Sprungfähigkeiten. Oft erinnerte er sich dabei an die Verfolgungsjagd mit gezogenem Lichtschwert, die er sich hier mit Nei leisten musste. Manchmal war es wirklich etwas unschön, keinen Trainingspartner zu haben. Aber auch damit würde er fertig werden müssen. Die meisten Jedi hier auf Coruscant waren anders beschäftigt, aber er hatte in den Tagen seit seiner Ernennung zum Ritter noch nichts wirklich passendes gefunden. Er sah sich auch nicht als Sanitäter oder Heiler und die wurden nun einmal in diesen Tagen am meisten gebraucht.

Als er allerdings eine Nachricht auf seinem Comlink hatte, dass er die Rätin Sarid Horn, die gerade im Begriff war im Hangar des Tempels zu landen, zu empfangen, war er um diese Abwechslung dann doch dankbar. Er unterbrach seine Trainingseinheit und joggte zurück in sein Zimmer. Dort ging es unter die Dusche um der Rätin nicht verschwitzt unter die Augen zu treten. Zwar blieb seine Kleidung die gleiche, schlichte Tunika der Jedi, wie sie im alten Orden Pflicht war, doch zog er hier eine frische seiner Trainingstunika vor. Als Abschluss seiner Garderobe folgte noch der Allzweckgürtel, nun auch mit seinem eigenen Lichtschwert daran befestigt, und die braune, weit geschnittene Jedi-Robe.

Derartig ausgestattet machte er sich nun gemessenen Schrittes auf den Weg in den Hangar. Sicher er hatte es nicht eilig. Aber zu spät kommen wollte er dann auch nicht. Glücklicherweise hatte er nicht den kompletten Tempel einmal zu durchqueren, sondern eine weitaus kleinere Strecke vor sich.

Als er den Hangar betrat, war eigentlich alles wie immer. Es herrschte eine rege Betriebsamkeit und Waren wurden ein und ausgeladen. Und verschiedenste Schiffe kamen an und flogen wieder ab. So war es auch bereits bei seiner Ankunft hier gewesen und es hatte sich eigentlich reichlich wenig in dieser Richtung verändert. Dennoch musste er jetzt einmal den Landeplatz finden, den man dem Shuttle der Rätin zugeweisen hatte.

Suchend blickte er sich um. Er suchte nach einem Verwaltungsdroiden, von denen hier eine Handvoll herum schwirrten. Diese koordinierten alle Starts und Landungen oder etwas in der Art. So genau hatte er sich nicht für ihre Tätigkeit begeistern können. Doch glücklicherweise hatte er schnell einen dieser, farblich gekennzeichneten Droiden ausgemacht.

"Wo landet das Shuttle von Rätin Horn?", wollte er von dem Droiden wissen, sobald er ihn erreicht hatte.

Der Droide machte eine Pause, dann deutete er in eine Richtung.

"Dort entlang, Meister Jedi! Landebucht zwölf", antwortete der Droide gehorsam und ging dann sofort wieder seiner eigentlichen Tätigkeit nach.

Mas zuckte mit den Schultern. Er hatte noch nicht viel mit Droiden zu tun gehabt und wurde wirklich nicht besonders schlau aus diesen mal mehr mal weniger Intelligenten Robotern.

Immerhin war er hilfreich und irgendwie höflich gewesen, das sprach für ihn. Dennoch machte er sich nur kurz darüber Gedanken. Als die Shuttlebucht in Sichtweite war, konnte er erkennen, wie die Triebwerke des Shuttles gerade herunter gefahren wurden. Zufrieden konnte er also feststellen, dass sein Timing nahezu perfekt war.

Er hatte sich gerade in einer, wie er fand ,recht erhabenen Haltung, mit den Armen in den weiten Ärmeln der Robe verschränkt, positioniert, da glitt auch schon mit einem Zischen die Rampe des Shuttles nach unten.

Zuerst kam die Rätin zum Vorschein, eine Mittelalte Frau mit brünetten Haaren und einer recht sportlichen Figur. Sie war unschwer als die Rätin Sarid Horn zu identifizieren, selbst wenn man nicht genau wusste, wie
sie aussah, wie Mas fand. Ihre Ausstrahlung ließen keinen anderen Schluss zu. Dann tauchten nach einer Weile auch noch zwei weitere Personen auf. Der Eine ein junger Mann (Skyan), vermutlich nicht viel älter als er selbst, wenngleich sein Auftreten fast etwas arrogantes in sich trug. Die andere eine ebenso junge, wie schüchterne Frau (Liia), mit silbrig-grauen Haaren. Die im ersten Moment beide wie Padawane auf ihn wirkten, wobei der Mann wohl schon einige Erfahrungen mehr als die Frau hatte sammeln können.

Mas verbeugte sich mit allem gebührenden Respekt vor der Rätin.

"Willkommen auf Coruscant, Rätin Horn", begrüßte er die hochrangige Jedi freundlich aber dennoch mit Respekt.

"Ich wurde beauftragt, sie und ihre Begleiter in Empfang zu nehmen und ihnen ihre Quartiere und den Tempel zu zeigen, sofern sie das wünschen."



[Core | Corusca-System | Coruscant | Jedi-Tempel | Hangar | Mas, Sarid Horn, Skyan Darkus, Liia Snow]
 
Jedi Tempel ~ Nördliche Landeplattform ~ mit Levice

Es dauerte keine paar Sekunden und Anakin zählte im Gedanken alles auf, was er über Meister Agoch wusste. Ein oder zwei mal war er ihm begegnet, hatte ihn jedoch nie persönlich gesprochen. Die Situation in der sich die Padawan nun befand, konnte er anhand dessen aber ausreichend gut nachvollziehen, auch wenn er sich einen Kommentar dazu gespart hatte.


"Es gut seinen Instinkten zu trauen, aber es ist auch wichtig genau hinzuschauen, bevor man ein Urteil fällt. In diesem Fall ist es ein gutes Zeichen dahingehend, dass mein Bluff aufgegangen ist, und auch das dein Herz am richtigen Fleck sitzt. Eine Entschuldigung ist also nicht notwendig."


erklärte der Jedi und versuchte Levice dabei zu vermitteln, dass er für die Entschuldigung durchaus offen war.

In der verbleibenden Zeit des kurzen Fluges, beobachtete Anakin die Padawan genau. Dabei versuchte er nicht zu wirken, als würde er sie anglotzen. Die Mühe wäre jedoch kaum nötig gewesen, da sie mehr mit sich selbst als ihrem Umfeld beschäftigt schien.
Es war immer eine schwere Zeit, wenn man bereits die Ausbildung als vollwertiger Padawan begonnen hatte und sich dann von seinem Meister oder seiner Meisterin verabschieden musste - wieder gänzlich auf sich selbst angewiesen. Anakin kannte dieses Gefühl sehr gut.


"In meiner Zeit als Padawan, musste ich mich auch vor dem Ende der Ausbildung von meiner Meisterin verabschieden. Es hat lange gedauert, bis ich meine Ausbildung unter Meisterin Billaba beenden durfte."


begann Anakin offenherzig zu erzählen - für ihn selbst überraschend. Auf der Landeplattform des mitten im Wiederaufbau befindlichen Jedi Tempel, begaben er und Levice sich gemeinsam ins Innere, während hinter ihnen der Transporter, nachdem er sie wie versprochen abgesetzt hatte, wieder gestartet war. Sicher waren seine Worte nur ein schwacher Trost für die junge Frau.

"Ich wusste gar nicht, dass Meister Sa-Bal sich auch auf Coruscant befindet."


antwortete er auf ihre Frage. Außer dass Anakin seinen Namen auf einer der etlichen, ihm als Mitglied des Rates zugänglichen Listen gesehen hatte, war ihm nichts über Sa-Bal bekannt.

"Aber ich helfe dir gerne bei der Suche..."


Sein Versprechen war gut gemeint. Dennoch verlief ihre Suche weitestgehend erfolglos. Auf den Gängen hatten sie einen der noch wenigen im Tempel befindlichen Meister angesprochen, um Hilfe bei der Suche zu erhalten. Sa-Bal war tatsächlich auf Coruscant, aber wo hatte man ihnen trotzdem nicht sagen können. Der Tempel war zu groß, um eine kopflose Suche zu starten und deshalb hatte Anakin vorgeschlagen, sich in der Empfangshalle zu melden und sich dort nach dem Jedi Meister schlau zu machen. Und wenn das nichts half, würden sie zumindest ihre eigene Ankunft registrieren lassen können.

"Oh, das tut mir Leid. Meister Sa-Bal hat den Tempel heute morgen verlassen und ist bisher nicht zurück gekehrt."


bekamen Levice und Anakin von einem - trotz aller Bemühungen - wenig empathisch klingenden Empfangsdroiden mit weiblicher Programmierung erklärt.

"Na gut, kann dann bitte ein Quartier für Levice Vajetsi hergerichtet werden?"


forderte Anakin ein. Es war kaum zu überhören, dass er wenig Sympathie für Droiden aufbringen konnte.

"Padawan Levice Vajetsi."


wiederholte der Droide, dem der Tonfall des Jedi wie für Empfangsdroiden üblich, egal war.

"Nun, ohne einen Meister Bedarf der Aufenthalt von Padawananwärtern und -anwärterinnen der Genehmigung des Rates. Der Tempel ist noch nicht in voller Gänze hergestellt und die Betreuungsmöglichkeiten sind begrenzt."


Anakins Augenbraue zuckte kurz. Diese Regelung war ihm nicht bekannt gewesen. Es machte aber auch keinen Unterschied. Anakin schob eine ID-Karte über den Thresen.


"Erlaubnis erteilt. Sorgt bitte dafür, dass es schnell geht."

"Sehr wohl, Meister Solo. Willkommen Zuhause. Darf ich Ihnen..."

"Danke das war's."


Unterbrach Anakin den Droiden, nahm seine eigene, plus eine weitere ID-Karte entgegen und kehrte dem Empfangsthresen, inklusive dem dahinter unruhig wackelnden Droiden, den Rücken zu.

"Sollen wir deine Ausbildung gleich fortsetzen oder möchtest du lieber auf Meister Sa-Bal warten?"


fragte Anakin die ihm gegenüberstehende Padawan, während er ihr ihre neue ID-Karte reichte.

Jedi Tempel ~ Empfangshalle ~ mit Levice
 
[op: dies ist endlich mein Wiedereinstieg, als Duska Skywalker (Padawan von Wes Janson), ins RS nach langer Zeit.]

(Coruscant / Jedi-Tempel) - Duska

Als Duska die Augen aufschlug sah sie nur Weiß und ihr Kopf dröhnte. Mit den Händen tastete sie wo sie war. Der Boden auf dem sie lag war kalt und hart. Was war passiert? Erinnern konnte sich die junge Padawan nur noch grob an alles was nach der Landung auf Coruscant alles passiert war.....der heruntergekommene Jedi-Tempel, durchstreift von ihnen, von Wes, Ribanna, Rick, Keeda, Radan, Tara, der schwangeren Alisha und ihr selbst, Duska....der Fokuskristall, die alte Tempelruine, das Holocron, die Plünderer, der Turbolift der stecken geblieben war...und dann war sie hier aufgewacht. Obwohl, sie wusste ja noch nichtmal genau wo sie war. Noch immer war alles hell und verschwommen dich langsam sah sie Farben und Umrisse. Sie schien in den Quartieren des Jedi-Tempels zu sein.

Wie lange habe ich hier gelegen, und wieso?

Sie raufte sich die Haare und fing an sich durchs Gesicht zu rieben doch dann schrie auf. Ein stechender Schmerz fuhr von ihrer Stirn an durch ihren ganzen Körper und die Kopfschmerzen verschlimmerten sich so sehr, dass sie sich krümmte und auf dem Boden zusammen rollte um zu warten dass es vorbei ging. Ganz langsam wurde es besser und sie konnte sich wieder aufrichten. Ihre volle Sehkraft war nach diesem Schmerzanfall wiedergekehrt und Duska sah sich um. Sie war tatsächlich in einem kleinen Quartier. Duska schaute sich um.
Es gab ein voll ausgestattetes Bad und das Zimmer in dem Duska stand hatte zwei Betten und einen Kleiderschrank und das Quartier war sogar groß genug für eine gemütliche Couchlandschaft, quasi ein Wohnzimmer mit Panoramafenster. Es war ein atemberaubender Anblick auf Coruscant. Vielleicht nicht der Beste,d och für Duska vollends ausreichend um die Stadt erneut zu bewundern. Modern und schick, aber nicht abgehoben oder sonstiges.
Duska ging in das Bad des Quartiers und schaute in den Spiegel. Beinahe hätte sie wieder aufgeschrien, doch sie besann sich. Von dem Haaransatz auf der linken Hälfte ihres Gesichtes bis in die linke Augenbraue hinein zog sich ein Schnitt um welchen herum die Haut blau, grün und lila schimmerte. Vorsichtig fasste Duska an die geschwollene Haut und wieder explodierte Schmerz and er Stelle, doch diesmal war die junge Padawan drauf vorbereitet. Sie stützte sich am Waschbecken ab und atmete tief durch.
Dann kehrte sie zurück in das Schlafzimmer, welches durch ein Oberlichtfenster erhellt wurde, und schaute sich um. An der Kante ihres Nachttisches klebte Blut. Sie musste wieder einen ihrer Träume gehabt haben in welchen sie so schreckliche Dinge erlebt, dass sie sich herumgeworfen hatte im Schlaf. Da auf dem Boden eine Blutpfütze war, musste sie also aus dem Bett gefallen sein und auf den Nachtisch aufgeschlagen sein. Sie...

Schatten, Schreie, Blut, Coruscant steht in Flammen, Sternzerstörer, das Geheul der Jäger-Motoren, imperiale Truppen schlachten Republikaner, der Jedi-Tempel wird bombardiert....

Keuchend hielt sich Duska am Kleiderschrank fest, sie sah wieder das friedliche Schlafzimmer vor sich. Was war das gewesen? Des öfteren hatte Duska schreckliche Träume von Orten an denen sie gerade war, doch niemals im Wachzustand. Erklären konnte sie es sich in diesem Moment nicht, also beschloss sie erstmal sich frisch und annehmbar zu machen und dann Wes zu suchen. Ihr Meister konnte sicher mehr Klarheit über alles verschaffen was sich zugetragen hatte während Duska hier gelegen hatte.

Sie duschte sich und kramte frische Kleidung aus dem Kleiderschrank. Einen dunkelbraunen Lederoverall mit schwarzen feinen Nähten. Darüber zog sie ihre Jedi-Robe und den Gürte mit ihrem Pyke-Blaster. Da ihre Wunde nicht mehr blutete und frisch ausgewaschen war, hielt Duska es nicht für nötig sie zu verdecken oder sonstiges. Ihre langen Haare würden schon einen Teil davon verdecken. In ihrer Reisetasche hatte Duksa noch etwas Brogyeintopf gefunden und schlang das violettfarbene, flüssige Essen zur Stärkung in sich hinein. Dann machte sich die junge Padawan auf den Weg.

Wo könnte sie anfangen Wes zu suchen?

Es machte keinen Sinn den ganzen Jedi-Tempel zu durchforsten, also musste sie sich etwas schlaueres einfallen lassen.

Wo könnte jemand sein der ihr sagen könnte wo Wes ist?

Sie kam zu dem Schluss erst einmal in die große Empfangshalle des Tempels zu gehen. Duska machte sich auf den Weg dorthin, der Sturz hatte ihren Orientierungssinn in keiner Weise beeinflusst. Die junge Padawan an dem Hangar des Tempels vorbei und sah einen eifrig arbeitenden Droiden, sie könnte sich den weiteren Weg sparen und einfach diesen fragen.

"Kannst du mir sagen wo ich Wes Janson finde?"

in dem Droiden klickte und ratterte es. Er schien zu stocken und zu haken

"Landebucht...bucht...bucht...Landebucht...zwölf....bucht...", und dann ging er aus.

Duska schaute den Droiden schief an. Sein Schaltgetriebe war hängen geblieben, das erkannte das junge Mädchen mit ihrem gelernten Blick sofort. Schulterzuckend ließ sie den Droiden stehen und machte sich auf in Richtung Landebucht zwölf.
Dort angekommen sah sie weit und breit keinen Wes und auch seine Präsenz konnte sie hier nicht fühlen.
Kurz Schoß ein Gedanke in ihren Kopf, dass Wes nicht mehr auf Coruscant war, doch diesen ließ sie gleich wieder verfliegen, denn das hätte sie definitiv gespürt.
Ihr wurde klar, dass der Droide in einer vorherigen Kommunikationssituation hängen geblieben war. Na super. Ein Raumschiff war gerade in der Bucht gelandet. Dort standen vier Personen. Ein sportlicher Mann mit schwarzen Haaren und ausgeprägten Wangenknochen (Mas), welcher die Personen die aus dem Schiff kamen zu erwarten schien. Eine brünette Frau (Sarid Horn) und zwei weitere Personen, eine junge Frau (Lila) und ein gleichaltrig zu scheinender junger Mann (Skyan). Duska kannte keine der Personen, doch sie musste Wes finden und wenn sie schon einmal hier war, dann konnte sie auch gleich nachfragen ob einer der vier ihren Meister gesehen hatte.
Also machte sich die junge Padawan auf zu der Gruppe. Es sah so aus als ob der schwarzhaarige Mann (Mas) gerade die Neuankömmlinge begrüßt hatte. Da keiner redete begann Duska zaghaft:

"Entschuldigung?", und sie setze eines ihrer bezaubertsten Lächeln auf, "Hallo, mein Name ist Duska Skywalker, ich bin die Padawan von Wes Janson, weiß einer von ihnen zufällig wo er sich gerade aufhält? Ich muss ihn dringend finden.", sie hoffte niemand der vier durch ihr Hereinplatzen in die Situation verärgert zu haben.

(Coruscant / Jedi-Tempel / Hangar / Landebucht zwölf) - Mas Nerlo, Sarid Horn, Skyan Drakus, Lila Snow, Duska
 
[Coruscant - Jedi-Tempel - Nördliche Landeplattform] Anakin Solo

Auf die unerwartet einfühlsame Entgegnung schwieg Levice, bevor sie in die Verlegenheit geriet, ihre Sorgen weiter als bereits geschehen mit ihren Gegenüber zu teilen, aber es bedurfte keines Machtbegabten, um zu bemerken, dass sie sichtbar beruhigt war. Es sollte nicht üblich sein - es war nicht üblich -, dass eine Ausbildung unterbrochen und von einem anderen Meister fortgesetzt wurde. Einige argumentierten, dass es sich lohnte, von Wissen und Erfahrung verschiedener Lehrer zu profitieren. Levice kannte das Für und Wider, aber nicht zuletzt die Tatsache, dass die Ausbildung bei nur einem Meister nicht grundlos Tradition genießen konnte, ließ sie ihr zumindest richtiger erscheinen.

Umso näher sie dem Tempel kam, umso mehr schien sie freier atmen zu können. Die Macht gab sich wendiger und flexibler, widerhallend und vertrauenerweckend.
Die Padawan hörte sich leise aufatmen, während sie der dunkel bemäntelten Figur folgte und sich neben sie gesellte. Neugierig hatte sie ihn in Augenschein genommen, als er seine Atemmaske abgelegt hatte und wurde seitdem das nagende Gefühl nicht los, ihn zu kennen, aber nicht einordnen zu können. Es war ein Gedankengang, den sie nebenbei verfolgte. Der Jedi war zielstrebig und effizient, kannte sich im Tempel auch in dessen bedauerlichem Zustand aus, ohne weiter überlegen zu müssen.
Levice versuchte, sich den Weg zu merken, den sie nahmen und das hinter den Gängen liegende System zu verstehen, war aber nicht sicher, ob ihr Vorhaben von Erfolg gekrönt war. Entsprechend erleichtert war sie, als sie letztlich die ihr gut bekannte Eingangshalle aufsuchten.

Das sich dort ereignende Gespräch zwischen dem Jedi und einem Empfangsdroiden stellte sich als ausgesprochen aufschlussreich heraus. Levice fühlte sich erstarren und ihre Wangen rot werden, als sie beiläufig die Identität ihres Begleiters erfuhr.
'Bei der Macht - machen Kopfschmerzen blind?'
Der Jedi-Meister hingegen schien ihre Reaktion nicht zu bemerken oder sie jedenfalls taktvoll zu ignorieren.

Mechanisch nahm Levice die ID-Karte entgegen und ihr Blick blieb aufgrund ihrer angesichts der unvermuteten Frage Meister Solos nun zweifachen Überraschung einen Moment auf dem Datenträger haften.
Eine ungläubige, überflüssige Nachfrage konnte sie zurückhalten, schließlich war die Frage klar gestellt, doch die Formulierung barg verschiedene Möglichkeiten der Interpretation.
Ihr Treffen mit Meister Sa-Bal zielte nicht auf eine unmittelbare Fortsetzung ihrer Ausbildung, so viel wusste sie, sodass nichts dem im Wege stand, dass der Jedi sie übernahm. Selbst wenn er nur beabsichtigte, die Zeit zu überbrücken, bis sich jemand für sie fand, wäre sie dankbar. Das Angebot war alles, was sie wollte und womöglich mehr. Zudem stammte es von einem Mitglied des Rates, sodass Levice sich nicht einmal sicher war, ob es in seiner Natur tatsächlich eine Frage war, die sie vor eine Wahl stellte. In der Regel konnten Jedi diesen Ranges innerhalb des Ordens damit rechnen, dass ihren Aussagen ein gewisser Suggestionsgehalt beigemessen wurde.
Levice sah mit einem schmalen Lächeln wieder von der ID-Karte auf, hörte wie stets auf ihren Verstand und fasste die einzig mögliche Antwort in ruhige, ehrliche Worte:

»Ich danke Euch für das Angebot, Meister, und es ehrt mich, aber nicht zurecht. Heute hat jemand sein Leben gelassen, weil ich nicht aufmerksam genug war und anschließend habe ich nicht nur das Team, dem ich angehörte, zurückgelassen, sondern wäre jetzt vermutlich ebenso wenig hier wie Vahar die Begegnung beim Ort'aurant überstanden hätte, wenn Ihr nicht zur selben Zeit dort gewesen wärt.
Ihr kennt mich nicht und ich bin Euch dankbar, dass Ihr dennoch Zeit für mich erübrigen würdet. Zweifelsohne möchtet Ihr auch, dass diese Zeit gewinnbringend aufgewendet wird, deshalb solltet Ihr, mit Verlaub, jemand anderen in Erwägung ziehen. Es tut mir leid.«

Eine förmliche Verbeugung folgte ihren Worten und wäre es kein Jedi-Meister gewesen, der ihr gegenüberstand, wäre sie der Situation im nächsten Moment entwichen.
Sie realisierte, dass die unerwartete Wendung ihres bislang ernüchternden Tages sie empört hatte. Wütend auf sich selbst übertrug sie ihre Verdrossenheit nun auf den Jedi-Meister, der ihr anbot, was sie sich am meisten wünschte. Das Gefühl hatte ihren Worten eine milde Schärfe verliehen. Es war leicht gewesen, die Wörter zu finden und auszusprechen, die ihr Verantwortungsbewusstsein ihr gebot, aber zugleich das Angebot abzulehnen forderte all ihre Selbstbeherrschung und nun Zeit für sich allein, zum Nachdenken, zum Orientieren und um ihr Herz zu heilen.


[Coruscant - Jedi-Tempel - Empfangshalle] Anakin Solo
 
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Coruscant - Jeditempel - Nunabratarena - Turima, Wes und Satrek

Die Reaktion auf seinen Vorschlag das Imperium zu kontaktieren überraschte Satrek nicht, auch wenn er sich etwas mehr erwartet hätte. Er konnte nicht sagen was, denn seine eigene Liebe für das Imperium musste man nicht nur mit der Lupe suchen sondern durfte sie auch nicht schief anschauen damit sie nicht die Flucht ergriff.
Nein, was er sich erhofft hatte war etwas mehr Opportunismus, auch wenn die Situation wie die Senatorin sie schilderte durchaus nicht dafür geeignet schien. Seinem eigenen politischen Verständnis nach gab es allerdings so etwas wie den richtigen Kurs nicht, sondern nur den, den man einschlug und an dem man festhielt solange die moderat gefilterte Realität es zuließ.


Wie wäre es, wenn wir dem Imperium unsere Hilfe anbieten? Sie können ablehnen, dann sind wir nach unseren militärischen Siegen auch moralische Sieger, oder sie akzeptieren, und dann handeln wir gegenseitige Hilfen aus. Sicherlich ist es riskant, aber sicherlich dem vorzuziehen, dass die “starke Republik” unter dieser Last zerbricht, nicht wahr? Zumal das Imperium so oder so zuschlagen kann, wenn es Schwächen in unserer Verteidigung sieht.

Natürlich blieb die Frage, ob das Imperium etwas mit diesem Virus zu tun hatte. Es war denkbar, vielleicht sogar wahrscheinlich, aber am Ende doch ziemlich egal, denn jeder Vorwurf wurde zum Ziel von Propaganda, und zog zeitgleich den Verdacht auf sich selbst nicht mehr als Propaganda zu sein.

Wobei ich glaube, dass wir so oder so mit Saboteuren und Spionen rechnen können, wenn das Imperium es will - genauso wie ich mal davon ausgehe, dass der Geheimdienst der Republik auch Akteure nach Bastion bringen kann wenn sie nur genug Aufwand betreiben. Wahrscheinlich ist es durch die Seuche sogar am Ende schwerer für sie hier Fuß zu fassen, weil jeder der her kommt um so genauer überprüft wird.

spekulierte der dunkelhäutige Jedi, auch wenn es mehr oder weniger müßig war.
Er selbst zog es vor nichts zu essen, weniger weil er keinen Hunger hatte, sondern weil Turima darauf verzichtete zu essen und er als ihr Beschützer nicht mit fettigen Händen erwischt werden wollte, mit denen er wohl kein Lichtschwert halten konnte.


Habt ihr daran gedacht,

meinte er schließlich zu Wes,

mehreren Interessenten anzubieten eine Kantine zu übernehmen? Kantinen gibt es schließlich genug im Tempel, und wenn der Vertrag gut formuliert ist dürfte das Risiko gering sein - eine Probezeit, vielleicht ein paar Monate, in denen die Anbieter sehen können ob sich das Unternehmen lohnt, ob sie es überhaupt stemmen können, und ob es zu unseren Anforderungen passt. Auf diese Weise könnten wir unseren Aufwand minimieren und gleichzeitig das Risiko für die Betreiber gering halten.

schlug er vor, grade als eine Jedi den anderen Rat über die bevorstehende Ankunft von Admiral Warblade in Kenntnis setzte. Auch wenn er gerne aktiv wäre und sich an dieser Besprechung ebenso wie den Bemühungen der Jedi auf Coruscant beteiligen wollte war für Satrek klar, dass seine Verantwortung hier die Sicherheit der blonden Senatorin war. Ob er von den falschen oder am Ende gar niederen Motiven geleitet wurde war ihm dabei für den Moment nebensächlich.

Wie es scheint haben wir ja schon Glück gehabt, dass du überhaupt Zeit für uns hattest, Wes,

sagte Satrek zum abschied und verbeugte sich ebenfalls entsprechend.

Und was machen wir jetzt? Sich weiter umzuschauen erscheint mir angesichts der Lage wenig sinnvoll… Zurück zum Schiff?

Daran, dass seine Tätigkeiten als Leibwächter mit seinen gefühlten Pflichten als Jedi kollidieren könnten hatte er noch nicht gedacht und er hatte nicht vor jetzt damit anzufangen. Ein Teil von ihm wollte seiner möglicherweise immernoch als solche zu sehenden Frau nicht von der Seite weichen, und für den Moment beschloss er diesem Drang nachzugeben, wenn sie damit ebenfalls einverstanden war.

Coruscant - Jeditempel - Nunabratarena - Turima und Satrek
 
Jedi Tempel ~ Empfangshalle ~ mit Levice

Die Antwort von Levice überraschte Anakin. Auch verbarg er diesen Umstand nicht, sondern schaute der Padawan direkt in die Augen. Erst jetzt fiel ihm auf, dass sie sogar größer war als er - ein bedeuntungsloser Umstand, in diesem Moment.


"Über meine Erwägungen musst du dir keine Sorgen machen, Levice Vajetsi. Aber wenn das deine Entscheidung ist, dann muss ich sie respektieren."


antwortete Anakin nicht unfreundlich, aber spürbar enttäuscht. Er erinnerte sich daran, wie er damals selbst von Meisterin Casta aufgenommen wurde. Sie hatte den jungen Mann, dessen Ausbildung sie übernahm nicht gekannt. Wahrscheinlich war es ursprünglich Pflichtbewusstsein gewesen, das sie die Entscheidung seine Ausbildung fortzuführen, hatte treffen lassen. Er glaubte jedoch, das mehr dabei gewesen war, ein Gefühl von Vertrautheit und das Wissen, dass sich ihre Wege aus einem bestimmten Grund gekreuzt hatten. Das gleiche Gefühl, das Anakin in diesem Moment bei Levice hatte. Sollte er sie überreden? Die Frage beschäftigte ihn, seit er den Entschluss gefasst hatte ihr anzubieten ihre Ausbildung zu übernehmen. Aber vielleicht täuschte ihn seine Wahrnehmung auch. Er war lange Zeit allein gereist und möglicherweise war in ihm der Wunsch nach Gesellschaft erwachsen. Ganz abgesehen von ihm selbst, widersprach es seinen Prinzipien, andere Personen zu etwas zu überreden. Er glaubte, das jeder seine Entscheidungen selbst treffen und auch über kurz und lang, vor sich selbst rechtfertigen musste.

Anakin senkte sein Haupt wie zum Abschied.

"Es wird nicht die letzte Person gewesen sein, die möglicherweise wegen einer deiner Nachlässigkeiten ihr Leben gelassen hat. Ich nehme an, du wirst ihm geholfen haben und alles dafür gegeben haben, sein Leben zu retten. Manchmal zögert man die letzte Konsequenz nur heraus. Als Jedi wirst du das immer wieder erleben müssen, ganz zu Schweigen davon, dass oft genug du selbst die letzte Konsequenz für jemanden sein wirst."


erklärte Anakin, bevor er im Begriff war sich abzuwenden.


"Andererseits, der Impuls dein Team zurückzulassen, führte am Ende überhaupt erst dazu, dass Vahar und ihre Familie gerettet werden konnten."


Es war immer schwer vorher zu sehen, ob die Dinge anders gekommen wären, wenn dies oder jenes nicht eintrat. Fakt war, dass er Levice zum Ort'aurant gefolgt war und sie beide somit zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen waren. Wahrscheinlich war ihr das sogar bewusst. Zumindest glaubte Anakin dieses Bewusstsein hinter ihrer unruhig wirkenden Fassade erkennen zu können.

Diese unerwartete Wendung ließ ihn nun jedoch darüber grübeln, was er selbst jetzt tun sollte oder wollte. Wo er schon hier war, sollte er sich vielleicht ein genaueres Bild über die Situation im Tempel machen - zumindest wenn er sich nicht die nächste Abmahnung von den anderen Mitgliedern des Rates einfahren wollte. Es war ein komisches Gefühl, wieder Zuhause zu sein, dachte er, während er die Gänge anvisierte. Als erstes sollte er wohl dafür sorgen, dass seine Farore ihren Weg in den Hangar des Tempels fand.

Jedi Tempel ~ Empfangshalle ~ mit Levice
 
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Coruscant - Jeditempel - Landeplattform - an der Rampe der Stoneheart - Salina (?), Skyan, Snow, Mas, Duska und Sarid


Als Sarid die Rampe der Stoneheart hinab ging wartete bereits ein junger, hochgewachsener Mann (Mas) auf sie. Er hatte einen intensiven Blick und war mit seinen dunklen Haaren selbst in der einfachen Jedirobe überaus ansehnlich. Er stellte sich freundlich als ihr Empfangskomitee dar. Mit ihrer schwarzen Reisetasche in der Hand lächelte sie ihm freundlich zu. Allerdings war sie sich nicht sicher, ob sie ihn schon jemals irgendwo getroffen hatte. Aber das war ja so gesehen auch ein gutes Zeichen, dass der Jedi-Orden mittlerweile bereits wieder so groß geworden war, dass Sarid nicht mehr alle neuen Padawane kannte.

"Vielen Dank, junger Jedi."


Dann deutete die Jedi-Rätin mit einer Geste nach hinten zu den anderen beiden Jedi, die nach ihr kamen.


"Dies sind mein Padawan Skyan Darkus und Padawananwärterin Liia Snow, welche wir mit nach Coruscant genommen haben. Um das Schiff selbst bzw. dessen Entladung kümmert sich meine andere Padawan Salina Thorn. Darüber brauchst du dir also keine Gedanken zu machen. Allerdings wäre ich dir dankbar, wenn du dich kurzzeitig um Skyan und Liia kümmern könntest. Eine Führung durch den Tempel und einen Besuch der Krankenstation vielleicht wäre nicht schlecht. Außerdem brauchen wir alle noch Quartiere. Ich wär dir ebenfalls dankbar, wenn du mein Gepäck auf das mir zugewiesene Zimmer bringen lassen könntest. Ich werde nämlich als Erstes in den Ratssaal gehen, um mich dort über Lage hier zu informieren",

teilte sie dem Jedi mit und war wirklich dankbar, dass er ihr dies abnahm. Schließlich wusste sie auch nicht wie lange es dauern würde bis sie wieder zurück war. Unterdessen näherte sich eine weitere Person, eine dunkelhaarige, junge Frau (Duska), welche sich ihnen mit ihrem scheinbar freundlichstem Lächeln als Duska Skywalker vorstellte und um Hilfe bat.


"Du suchst Jedi-Rat Wes Janson? Ich auch. Dann kommst du am Besten mit mir. Mein Name ist im Übrigen Sarid Horn",


nahm Sarid schon fast gewohnheitsmäßig die Sache selbst in die Hand. So gut kannte sie ja den Jeditempel noch als sie vor langer, langer Zeit von hier geflohen war. Sie ließ ihre Padawane und ihr Gepack bei dem dunkelhaarigen Jedi zurück und strebte mit flotten Schritt auf die Tür zu, welche sie am Ende der Landeplattform in den Jeditempel brachte. Mit mulmigem Gefühl wanderte sie durch den Ort, wo sie ihre Ausbildung absolviert und welchen sie noch als so erhaben und majestetisch in Erinnerung hatte. Viel geblieben war davon nicht. Zu offensichtlich waren die vielen Beschädigungen, Einschusslöcher und Spuren des Verfalls. Allerdings war immerhin noch zu erkennen wie er früher ausgesehen haben musste. Salinas Baudroiden würden hier viel ausrichten können, sobald sie in Betrieb waren. Ihren eigenen Betrachtungen und Gedanken nachhängend blieb die Jedi-Rätin den ganzen Weg zum Ratssaal über still. Einerseits erfüllte sie tiefe Freude und Genugtuung, dass nun endlich die Jedi zurück waren auf Coruscant. Andererseits tat es weh ihren geliebten Tempel in dem Zustand zu sehen. Aber es würde ja nicht so bleiben, wusste sie. Äußerlich ließ sich die dunkelblonde Corellianerin nicht viel von ihrem emotionalen Zwiespalt anmerken. Nur wer sie gut kannte wusste ihre Mimik zu deuten. Im Turbolift zum Ratssaal angekommen trat Sarid sofort hinein, da bereits eine leere Kabine wartete.


"Nun werden wir sehen, ob Jedi-Rat Janson im Ratssaal ist. Ansonsten lässt sich sein Aufenthaltsort von dort für dich leicht ausfindig machen, Duska",


erklärte sie der langhaarigen Frau. Als sie dort angekommen war stellte sie Jedi-Rätin erfreut fest, dass die Macht momentan wahrhaftig mit ihr war. Wes war tatsächlich dort und unterhielt sich gerade mit Admiral War Blade. Sie nahm an, dass es sich um eine Lagebesprechung oder Ähnliches handelte. Auf jeden Fall war dies genau das Richtige für sie. Duska zu sich winkend trat Sarid leise zu den beiden Männern. Der Ratssaal selbst allerdings war bis auf die Aussicht und den Raum selbst nicht mehr wiederzuerkennen. Ok, er war wohl schon gesäubert worden, aber die große Glasscheibe war gesprungen und der Ersatz lehnte bereits an der Wand, aber sogar ihre alten Ratsssessel waren weg und stattdessen standen hier irgendwelche x-beliebigen Stühle. Sicherlich war das nur eine Kleinigkeit, aber sie hatten so viel aufzuholen, so viel zu heilen, zu verbessern und zu ersetzen. Wie schnell konnten sie dies bewerkstelligen und gleichzeitig noch gegen die grassierende Seuche ankämpfen? Sie wusste es nicht, aber vielleicht würde sie ja hier das eine oder andere erfahren, hoffte sie.

"Ich hoffe ich störe nicht, Wes, Admiral War Blade. Ich bin gerade eben auf Coruscant eingetroffen und wollte mich hier über die Lage informieren. Die junge Padawan hier, Duska Skywalker ist übrigens auf der Suche nach dir, Wes."

Damit war das Grundsätzliche bereits gesagt und alle wussten über ihre Begleiterin Bescheid.

"Aber Admiral Blade, es ist mir eine Freude Sie hier auf Coruscant zu haben. Wir haben bereits auf Corellia so hervorragend zusammengearbeitet und ich bin sicher, dass uns dies hier auf Coruscant genauso gelingen wird."


Dies war ein Ausdruck ihrer ehrlichen Wertschätzung für den Admiral, der bereits so viel für die Republik hatte erdulden müssen und ihr dennoch wieder so loyal diente.



Coruscant - Jeditempel - Ratssaal - Wes, War, Duska und Sarid
 
[Coruscant - Jedi-Tempel - Empfangshalle] Anakin Solo

Die Worte taten weh. Nicht, weil sie zu diesem Zweck gewählt waren, sondern weil sie im Gegenteil Verständnis vermittelten, wo sie keines zu sehen vermochte und nicht zuletzt weil Levice wusste, dass sie wahr waren.
Augen in der Farbe, die Regen zu eigen sein mochte, hielten ihren Blick. Ihr Kiefer schmerzte aufgrund ihrer fest aufeinander gepressten Zähne und sie entspannte die Muskeln bewusst, sobald ihr Gegenüber zu den Gängen seitlich von hier hinübersah.
Levice fand keine Worte und wusste nicht einmal, welche Antwort sie erwartet hatte. Kaum hatte sie fertig gesprochen, schien ein seichtes Schwindelgefühl aus der Macht herzurühren, so, wie es von Zeit zu Zeit geschah, jedoch selten so intensiv. Gab es zu diesem Gefühl ein Gegenteil, würde es jenes sein, das sie vage verspürte, wenn die Macht sie scheinbar zu einer Reaktion zu bewegen suchte.

Ein von dem Jedi-Meister ausgehender, jedoch diffuser Eindruck von Enttäuschung und ehrlicher Überraschung war an ihre Sinne gedrungen, dann hatte er sich abgewandt.

»Benötigen Sie weitere Hilfe?« bot sich der Droide an und wurde zwar keines Blickes gewürdigt, vermochte aber einen Gedanken zu inspirieren.

Sie hatte nicht erwartet, glücklich mit ihrer Entscheidung zu sein, aber selbst das Gefühl, richtig gehandelt zu haben, stellte sich nicht ein.
Ein Blick auf die Karte in ihrer Hand verriet ihr, wo sie ihre neue Unterbringung finden würde. Möglicherweise würde sie bei einem anderen Hilfslager einen Platz finden, bis - 'bis was? Ich jemand anderen finde? Jemand anderes stirbt?'. Meister Solo hatte sie nicht einmal davor gewarnt, sondern eine Wiederholung dieses Erlebnisses als Fakt abgetan.
Sie fragte sich, ob sich überhaupt ein anderer Meister finden würde und sollte das der Fall sein, wollte sie erneut ablehnen? Das Gefühl, Zeit zu brauchen drängte sich zugleich mit dem Gedanken auf, was einen späteren Zeitpunkt besser als den jetzigen machte.

Womöglich würde sie ihren Weg vollends aus den Augen verlieren und für den Bruchteil eines Lidschlages zog sie in Erwägung, dass sie ihn aus eigener Kraft auch nicht wiederfinden würde. Die Überlegung verwand so schnell, wie sie gekommen war, erneut unter dem Mantel eines Selbstbewusstseins, dass sich ein Leben lang vor allem anderen auf die eigene Person verlassen hatte, hinterließ aber dennoch einen Effekt. Aufzugeben war nicht Teil eines Daseins als Jedi und Levice hegte die Absicht, sich mit jeder Faser dieser Berufung zu widmen, auch gegen sich selbst.

Sie entließ den angestauten Atem und schnelle Schritte führten sie zu der Treppe, die zu erklimmen der ältere Jedi im Begriff war.

»Meister Solo.« begann sie. Ihre Stimmte hatte ihre bisherige Sicherheit verloren und selbst, als der Jedi sich zu ihr umgewandt hatte, benötigte sie einen Moment, bevor sie weitersprechen konnte und ein vorsichtiges Lächeln hervorgebracht hatte.
»Ich kann Eure Motivation nicht verstehen, aber ich würde gerne Euren Rat befolgen und mir dazu keine Gedanken machen. Ich nehme an, Eure Überlegungen umfassen auch Eure Ansichten zu dem, was heute passiert ist - da ich mir entsprechend auch darum keine Sorgen machen soll, würde ich meine Entscheidung gern zurücknehmen, wenn Ihr erlaubt: Auf der Grundlage, dass ich Eure Sichtweise nicht vollständig teile, diese Tatsache aber zumindest für den Moment ignorieren darf, wäre ich geehrt, Euer Angebot anzunehmen, Meister.«

Noch nie war sie in der Lage gewesen zuzugeben, dass sie falsch gelegen hatte und auch dieses Mal erlaubte ihr ein Rückgriff auf sprachliche Feinheiten, diesem Dilemma zu entgehen.

[Coruscant - Jedi-Tempel - Empfangshalle] Anakin Solo
 
[ Coruscant| Obere Ebenen | In der Nähe von Eastport | Kinder-Hort | Kinder, Helfer, Yuno & Faith ]

Es waren nun zwei Tage vergangen, seit Faith den kleinen Gale zurück zu seiner Mutter gebracht hatte. Ihre Gefühle waren dabei gemischt gewesen. Einerseits freute sie sich ungemein, dass der Junge nun wieder bei einem Teil seiner Familie war, andererseits hatte sie den Eindruck, dass die Daring Bay kein guter Ort war, um ein Kind groß zu ziehen. Als sie dort mit dem ramponierten Gleiter und den beiden Kindern auf der Rückbank landete, hatte sie sich verwundert die Augen reiben müssen und wollte eigentlich schon wieder abheben, bevor sie sich bewusst wurde, dass sie durchaus an der richtigen Adresse waren. Faith hatte keine Ahnung, dass es sich bei diesem Abschnitt Coruscants um ein Vergnügungsviertel handeln würde, inklusive leuchtender Reklameschilder in Neonfarben, Spielhöllen, Wettclubs und Tanzbars. Von anderen Etablissements, die sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenfalls dieser Straße entlangreihten, wollte sie erst gar nichts wissen. Doch ihr wurde ein riesiger Felsen vom Herzen genommen, als sie Gales Mutter kennenlernte. Ihr Name war Veila und sie war eine herzerwärmende Person. Die Gefühle, die Faith spürte, als Veila ihren Sohn in die Arme schloss, waren einfach unglaublich. So viel Liebe, Freude und Erleichterung in zwei Personen hatte sie selten wahrgenommen. Kein Wunder also, dass sie ihre Meinung in dieser Sekunde änderte und Gale an einem guten Ort wähnte. So konnten Yuno und Faith die beiden ruhigen Gewissens zurücklassen, in der Sicherheit, dass es ihnen von nun an gut gehen würde. Veila zeigte sich dabei sogar so dankbar, dass sie Faith ihren alten R2-Droiden aufzwang. Dieser war zwar nicht mehr ganz funktionstüchtig, jedoch musste er dementsprechend lange seinen Dienst geleistet haben und so sicher einen hohen emotionalen Wert besitzen. Sie hatten ihn Zweibein getauft, da seine mittlere Laufrolle, die unter dem Chassis angebracht war, über die Jahre ein Eigenleben entwickelt hatte und mal tadellos funktionierte, mal stundenlang im Chassis fest hing und den R2-Droiden zwang auf seinen beiden äußeren Beinen durch die Gegend zu wackeln. Egal wie sehr Faith sich sträubte diese Geste anzunehmen, vor allem da es ihr als Mitglied des Jedi-Ordens eine Ehre und Pflicht war selbstlos Hilfe zu leisten, sie hatte keine Chance. Die stämmige Frau in den Vierzigern pochte beharrlich darauf, dass sie ihr Geschenk annahm. Und so hatte Yuno auf dem Rückflug vorne gesessen, während der Droide auf dem Rücksitz lag und verwirrt vor sich her pfiff. Immerhin konnte seine komische Art das gelbhäutige Twi’lek-Mädchen ein wenig aufmuntern. Faith war blauäugig gewesen sie mitzunehmen. Eigentlich hätte sie sich denken können, dass sie diese Familienzusammenführung nur an Yunos eigene Familie erinnern würde, die noch immer vermisst wurde. So war es kein Wunder, dass Yunos Stimmung eine Mischung aus Freude über das gerade Geschehene, und Traurigkeit über ihre eigene Situation war.

Dies hatte sich auch nun – zwei Tage später – nicht geändert, doch die Kleine hatte sichtlich Freude daran Faith zu helfen den Droiden aufzupäppeln. Ein paar Teile mussten ersetzt werden, und nicht wenige davon konnte die technisch begabte Padawan nur mit provisorischen Mitteln austauschen. Ein Greifarm fehlte noch komplett, und auch das Problem mit dem mittleren Bein hatte sie bisher nicht lösen können. Zweibein würde also zunächst seinen Spitznamen beibehalten können, auch wenn seine eigentliche Kennung R2-L7 war, wie Faith bei den Arbeiten an seinen Teilen feststellen konnte.

Außer der unfreiwillig geschenkten Astromech-Einheit gab es zudem eine weitere Neuigkeit. Schon am vorherigen Abend hatte sie eine Nachricht der Jedi erhalten, die ihr auftrug bald in den Jedi-Tempel zurückzukehren und dort ihre Ausbildung fortzusetzen. Beim Betrachten ihres Coms hatte sie das Gefühl auf eine Ansammlung von Halbwahrheiten zu blicken. Sie war noch nie im sagenumwobenen Jedi-Tempel auf Coruscant und konnte daher auch nicht dorthin zurückkehren. Sie würde dieses Gebäude, seine Hallen, Türme und Gemächer das erste Mal betreten und damit ein Fuß auf ein Stück Galaxie-Geschichte setzen. Der Orden der Jedi war zu diesem Ort zurückgekehrt – Faith musste ihn erst noch für sich entdecken. Auch war sie sich nicht sicher wie, wo und wann sie ihre Ausbildung zur Jedi-Ritterin fortsetzen würde. Rätin Chesara war nicht mehr ihre Meisterin und das, obwohl sie es beinahe seit dem Tag war, an dem das blonde Menschenmädchen die Jedi-Basis auf Lianna betreten hatte. Vermutlich würde sie nun wie viele andere in einer Gruppe trainieren, die Lehren der Jedi verinnerlichen und darauf hoffen, dass sich eines Tages wieder ein Meister dazu bereit erklärte sie persönlich als seinen Padawan anzunehmen. Wenngleich Faith voll freudiger Erwartung war den Tempel zu sehen, die Atmosphäre dieses Ortes aufzunehmen und wieder mit anderen Anwärtern zusammen zu kommen um zu trainieren, empfand sie eine wenig Melancholie bei dem Gedanken, die Kinder im Hort, von denen noch so viele ihre Eltern in den Unteren Ebenen vermissten, zu verlassen. Zwar würde sie ersetzt werden, und es würde den Kleinen an nichts fehlen – zumindest soweit es in der Macht der Organisation lag – doch einige Gesichter würde sie zukünftig sicher vermissen.

So war dies das letzte Mal, dass sie zusammen mit Yuno an dem Astromech herumschraubte. Wenige Stunden später kämpfte sie damit, ein paar Tränenkügelchen zu unterdrücken, die sich aus ihren Augenwinkeln stehlen wollten, umarmte alle und wünschte ihnen Lebewohl. Dann bestieg sie ein Lufttaxi, Zweibein im Schlepptau, und machte sich auf in Richtung Tempel.

Selbst über große Entfernung war der massive Komplex mit seinen Türmen erkennbar. Sein Anblick war einmalig. Es war nicht nur die grundlegende Architektur, es war das Gefühl, die Sagen, Geschichten und Legenden, die ihn umgaben. Als kleines Kind hatte Faith seitenweise Informationen zu diesem Ort und den Jedi aus allem herausgesaugt, was sie in die Finger bekam. Wenn es in der Galaxie für die Jedi ein Zentrum gab, war es dieses Gebäude. Umso schöner war es, dass Coruscant inklusive all seiner Schätze zurück an die Republik fiel.
Faith konnte es kaum erwarten, einen Fuß hinein zu setzen. Sie riss daher die Tür des Lufttaxis schon einen Meter über dem Boden auf und sprang beinahe hinaus. Im letzten Moment hielt sie sich dann jedoch doch noch zurück und dachte an die gelassene Geschmeidigkeit eines echten Jedi. Während sie so grazil wie möglich ausstieg und sich in der Halle umsah, hörte sie hinter sich ein lautes Scheppern und zuckte zusammen. Ihr neuer steinalter Astromechdroide hatte die Aufgabe übernommen, ihre Ankuft lautstark anzukündigen, indem er sich behände wie ein Hubba-Kürbis aus dem Gleiter gestürzt hatte. Mit Sicherheit waren schon jetzt einige der Reparaturen, die Faith erst vor kurzem vorgenommen hatte, umsonst gewesen. Mit peinlich berührtem Kopfschütteln schob sie beide Hände unter den rotierenden Kopf des Droiden und half ihm wieder auf die Beine. Mit beiläufigem Zwitschern klappte er erst jetzt sein mittleres Bein aus und drehte unbeeindruckt seine Kreise um sie, während Faith sich erneut umsah. Noch kurz vor dem Aufprall des Droiden hatte sie einen Blick auf eine Gruppe erhascht, die sie dank offensichtlichem Erscheinungsbild als Jedi identifizieren konnte und ein paar Wortfetzen aufgeschnappt.

„Hallo. Entschuldigt bitte, ich habe eure Unterhaltung am Rande mitbekommen.“ Sie deutete eine leichte Verbeugung in die Runde an. „Ich bin Faith Navalon, Padawan.“ Das letzte Wort sprach sie in einem etwas zweifelnden Frageton aus, denn sie hatte keine Ahnung, ob sie seit sie wieder Meisterlos war, noch als Padawan gelten würde. „Ich bin gerade erst zum Tempel gerufen worden und habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wo ich überhaupt hin muss. Über eine kleine Führung wäre ich auch mehr als dankbar“, schloss sie mit einem schüchternen Lächeln.

Sie deutete gestenreich auf die vielen Wesen und ein paar Droiden am anderen Ende der Landebucht, die dort Arbeiten zu verrichten schienen, die Jedi-Rätin und die Padawan, die gerade in davonschlenderten, sowie die hohen Decken des Tempels. Zweibein unterstrich dies durch ein langes Pfeifen.


[ Coruscant| Obere Ebenen | Jedi-Tempel | Landebucht | Salina (?), Skyan, Snow, Mas & Faith ]
 
(Coruscant / Jedi-Tempel / Hangar / Landebucht zwölf) - Mas Nerlo, Sarid Horn, Skyan Drakus, Lila Snow, Duska

Wie sich herausstellte war die dunkelblond Frau, diejenige die die Gruppe anzuführen schien. Sie stellte sich als Sarid Horn vor, Duska hielt sie für eine Jedi-Rätin. Zu Duskas Glück wollte diese ebenfalls Wes aufsuchen und die Rätin übernahm auch direkt sie Aufgabe die junge Padawan mit in den Ratssaal zu nehmen, in welchem Sarid Wes vermutete. Soweit Duska es mitgekriegt hatte waren die beiden jüngeren die mit der Rätin gereist waren zum einen Sarids Padawan Skyan Darkus und zum anderen eine Padawananwärterin namens Lila Snow. Von dem dunkelhaarigen Jedi (Mas), welcher die drei empfangen hatte, bekam Duska den Namen nicht mit. Dieser sollte Skyan und Lila durch den Tempel führen. Duska konnte die drei nur kurz mustern und nochmal kurz zum Abschied lächeln, denn
Sarid eilte schon in Richtung Jedi-Tempel. Um ihr hinterher zu kommen musste Duska ihr höchstes Schritttempo aufnehmen, sie versuchte dabei natürlich nicht lächerlich auszusehen. Schließlich war sie nicht die einzige auf diesem Hangar.
Mit schwer zu deutenden Blicken musterte Sarid auf dem Weg den Jedi-Tempel. Er war wirklich übel zugerichtet worden, auch Duska fiel dies an mehreren Stellen wieder und wieder auf wenn sie so durch den Tempel ging. Es erfüllte sie immer wieder mit Trauer, doch gleichzeitig war sie gespannt wie alles repariert aussah. So sehr sich die junge Padawan auch anstrengte, sie konnte keine klare Botschaft, wie Sarid dies alles auf emotionaler Ebene verarbeitete, aus den Blicken der Rätin erkennen.
Der Turbolift stand sofort bereit als die beiden Frauen an ihm ankamen und beförderte sie zum Ratssaal.
Falls Wes dort nicht sei, so könne Duska im Ratssaal sicher leicht den Ort an dem ihr Meister sich zu Zeit sich befände herausfinden, teilte Sarid Duska noch bevor sie den Saal betraten mit.
Doch im Saal sah Duska erleichtert Wes, welcher in einer Besprechung mit einem weiteren Mann (War Blade) zu sein schien. Sarid winkte Duska unauffällig zu, welche ihr so störungsfrei wie möglich folgte. Wieder sah Duska wie die Rätin sich den Saal anschaute, wie sie es zuvor auf dem Weg getan hatte. Wenn Duska aber nun genauer hinschaute konnte sie einen Anflug von Besorgnis oder Ähnlichem in den Blicken der Rätin erkennen.
Sarid begrüßte die beiden Männer, der zweite war ein gewisser Admiral War Blade, und erwähnte auch, dass Duska bei ihr war um hier Wes, ihren Meister, aufzusuchen.

"Hallo Meister Janson", begrüßte Duska zuerst Wes, "und Admiral Blade", sagte sie dann in Richtung des Admirals. Leicht unbeholfen verbeugte sie sich vor den beiden Männern. Höflichkeit ging vor.

Duska hielt es für angemessen die beiden Männer nur kurz zu begrüßen und ließ dann Sarid weitersprechen, welche nun erneut den Admiral ansprach.
Etwas eingeschüchtert von drei so hohen und erfahrenen Persönlichkeiten, stellte sich Duska etwas in den Hintergrund. Sie wollte keinen stören und wartete geduldig darauf, dass man ihr Beachtung schenkte.

(Coruscant / Jedi-Tempel / Ratssaal) - Wes Janson, Sarid Horn, War Blade und Duska
 
Jedi Tempel ~ Empfangshalle ~ mit Levice

Ein Lächeln huschte über die Lippen von Anakin, als er spürte, dass Levice ihm folgte, und bevor er sich zu ihr drehte. Er hatte sich also doch nicht geirrt.


"Da gibt es nicht viel zu verstehen. Du suchst einen Meister und ich bin gerade verfügbar."


war die Reaktion des Rates auf die aus seiner Sicht sehr umständlich formulierte Bitte der Padawan, ihre Ausbildung doch zu übernehmen. Er glaubte gut zu verstehen, was in ihr vorging, auch ohne auf das stets vorhandene Flüstern der Macht zu hören. Er legte ihr seine linke Hand auf die Schulter und lächelte ihr aufmunternd zu.


"Es heißt immer, es gibt keine Gefühle und doch soll man seinen Gefühlen vertrauen. Bedeutet das, Gefühl ist nicht gleich Gefühl? Ich weiß wie es ist, seinen Meister zu verlieren - sehr gut sogar. Aber ich glaube auch, das allein ist kein ausreichender Beweggrund deine Ausbildung zu übernehmen."


Mit einem Nicken deutete er Levice ihm zu folgen.


"Auch habe ich nicht vor Bru-th Agoch zu ersetzen. Ich bin sicher er hat dir viele wertvolle Dinge beigebracht. Als ich dich in den Unteren Ebenen gesehen habe, war mir sofort klar, dass du etwas Besonderes bist. Allein eine auf den ersten Blick unvernünftige Entscheidung zu treffen, ist sehr... außergewöhnlich und als Jedi in den häufigsten Fällen sogar wünschenswert."


Gemeinsam gingen sie die Gänge des Tempels entlang. Hier und da gab es noch Spuren des Verfalls und auch des Kampfes vor so vielen Jahren. Oftmals störten Kabel an dessen Enden Leuchtmittel lieblos irgendwo befestigt waren, das Bild des ehemals so erhaben erscheinenden Tempels. Immerhin gab es so ein wenig Licht und die Möglichkeit eine Sache deutlich mit den eigenen Augen zu sehen: Die Würde aus früheren Zeiten kehrte zurück, langsam aber sicher.


"Ich glaube, es war der Wille der Macht, der zu unserer Begegnung geführt hat und möchte meinem Gefühl in diesem Fall vertrauen."


In einer früher vermutlich sehr imposanten, heute recht verfallenen Halle in der viele der Gänge des Tempels zusammen liefen, stoppte Anakin.


"Vielleicht war es aber auch nur ein komischer Zufall und wir gemeinsam unsere Zeit."


Ein kurzes Lachen entfuhr ihm.


"Wir werden es herausfinden... unter einer Bedingung: Sprich mich bitte nicht mit Meister Solo an. Du kannst mich Anakin nennen."


Dann deutete er mit einer Geste in die nördliche Richtung des Tempels zu einem der Gänge. Dort würde die Padawan ihr neues Quartier vorfinden.

"Aber als erstes wird sich ausgeruht. Morgen früh treffen wir uns im Hangar, okay?"


Jedi Tempel ~ Gänge ~ mit Levice
 
Coruscant - eine der unteren Landeplattform des Jedi-Tempels - Zasuna und Rilanja

Heilen gehörte auch nicht grade zu den Stärken der Geschuppten. Auch wenn sie die Grundlagen kennen gelernt hatte, der angesagteste Seuchenherd der Galaxis war sicherlich kein Ort um rudimentäre Fähigkeiten zu schulen, und von den erfahreneren Heilern hatte hier sicherlich niemand Zeit sich um sie zu kümmern.

Ich denke mit dem Heilen brauchen wir nicht anzufangen. Aber irgendwie helfen können wir sicherlich.

Als Zasuna wieder einen Film erwähnte wusste Rilanja zunächst nicht, wie sie damit umgehen sollte. Spätestens jetzt als eingetragene Meisterin der Miraluka hatte sie schließlich eine Verantwortung für deren Realitätssinn, andererseits sah sie sich selbst nicht wirklich als eine gute Bezugsperson für Fragen filmischen Realitätsverlustes an. Anstelle also auf die Möglichkeit einzugehen, dass Holofilme die Realität vielleicht nicht ganz akkurat abbildeten antwortete sie,

Ich habe nie verstanden, warum eine Heilerin weiß sein sollte. Da sieht man doch jeden Fleck, jeden Blutspritzer…

Insgeheim war sie froh, dass Adi’rar damals diese Rolle abgelehnt hatte, auch wenn gegen Ende der Reihe sogar die Heilerin selbst zum Lichtschwert gegriffen und sich stilvoll neue Kundschaft gemachthatte.

Angemeldet sind wir ja jetzt quasi schon,

meinte sie auf die Frage, ob sie sich irgendwo melden sollten, und konnte zumindest sich selbst gegenüber nicht leugnen, dass sie lieber allein losziehen wollte als auf irgendeinen langweiligen Auftrag geschickt zu werden, auch wenn umgekehrt natürlich die Gefahr bestand auch auf einem augenscheinlich langweiligen Auftrag Abenteuer erleben und galaxisweite Verschwörungen aufhalten zu können. Zumindest war das neben einem Großteil ihres Wissens über Anatomie und Schussverletzungen das, was sie aus den “Stirb nicht zu schnell”-Holos gelernt hatte.

Ob sie bei Wingston genauso forschen wie es Wuz Breyne in den Flederfalkenfilmen mit der Schirm-Gesellschaft gemacht hat? Ob sie uns wohl ihre Laboratorien zeigen?

fragte sie laut, und befürchtete dabei ihrem eigentlichen Realitäts-Bildungsauftrag selbst einen Rückschlag versetzt zu haben. Also berichtigte sie sich selbst so schonend es ging.

Aber wahrscheinlich sind die Labors ohnehin sicher. Vielleicht wissen sie dort irgendwelche anderen Kriesen, um die wir uns kümmern können…

sagte sie etwas leiser, während sie zum Rand der Plattform ging und ein Speedertaxi heranwinkte. Der Fahrer, ein Whiphide, fragte sie nach ihrem Zielort, und Rilanja gab den Firmensitz an, den Zasuna angesprochen hatte. Dass sie wohl viel schneller Abenteuer finden konnten, wenn sie sich irgendwo in den unteren Ebenen absetzen ließen behielt sie lieber für sich.


Coruscant - Speedertaxi - Zasuna und Rilanja
 
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